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Gerresheimer AG Annual Report 2013

Apr 8, 2014

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Annual Report

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Publication

Gerresheimer AG

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2012 bis zum 30.11.2013

UNSER GESCHÄFTSJAHR GESCHÄFTSBERICHT 2013

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst und die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen. Zu diesen zählen Beratungen auf der Basis regelmäßiger, zeitnaher und umfassender Informationen durch den Vorstand, die Einbindung des Aufsichtsrats in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sowie die notwendige Überwachung der Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat ließ sich eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und die finanzielle Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichten. Nach gründlicher Prüfung und Beratung gab er in Aufsichtsratssitzungen und einmal im Wege einer Telefonkonferenz sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich war. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und hier insbesondere mit dessen Vorsitzenden. Dieser unterrichtete den Aufsichtsratsvorsitzenden laufend und zeitnah über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat gehörten im gesamten Berichtsjahr Gerhard Schulze als Vorsitzender, Francesco Grioli als stellvertretender Vorsitzender, Sonja Apel, Lydia Armer, Dr. Karin Dorrepaal, Eugen Heinz, Seppel Kraus, Dr. Peter Noé, Hans Peter Peters, Markus Rocholz, Theodor Stuth und Udo J. Vetter an. Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats erfolgten in diesem Zeitraum nicht.

Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2013 Uwe Röhrhoff- als Vorsitzender sowie Rainer Beaujean, Stefan Grote (bis 30. September 2013), Andreas Schütte und Hans-Jürgen Wiecha (bis 31. Januar 2013) an.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Aufsichtsratsplenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des gesamten Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche.

Am 11. Dezember 2012 stimmte der Aufsichtsrat im Rahmen einer Telefon-konferenz dem Erwerb von 75 % der Gesellschaftsanteile an der indischen Triveni Polymers Private Limited und dem Erwerb der restlichen Gesellschaftsanteile durch Ankaufs- bzw. Verkaufsrechte zu.

In der Aufsichtsratssitzung am 13. Februar 2013 wurden der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Aufsichtsrats gebilligt. Der Jahres-abschluss war damit festgestellt. In dieser Sitzung beschloss der Aufsichtsrat ferner, durch den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an Triveni Polymers Private Limited das Investitionsbudget für das Geschäftsjahr 2013 geringfügig zu erhöhen.

In seiner Sitzung nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. April 2013 diskutierte der Aufsichtsrat abschließend die Ergebnisse der Effizienz-prüfung des Aufsichtsrats und erarbeitete Vorschläge zur Anpassung der Geschäftsordnung des Vorstands.

Am 4. September 2013 stimmte der Aufsichtsrat der einvernehmlichen Beendigung der Bestellung von Stefan Grote als Mitglied des Vorstands zum Ablauf des 30. September 2013 zu. Der Aufsichtsrat beschloss eine entsprechende Änderung des Geschäftsverteilungsplans des Vorstands ab dem 1. Oktober 2013 sowie eine weitere Änderung ab dem 1. Dezember 2013, die die Neueinteilung des Geschäfts in die drei Bereiche Primary Packaging Glass, Plastics & Devices sowie Life Science Research ab diesem Zeitpunkt berücksichtigt. Ein weiterer Schwerpunkt war die intensive Befassung mit der vom Vorstand erarbeiteten Unternehmensstrategie. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz, der Compliance im Unternehmen sowie der Beauftragung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013. Als Folge der durchgeführten Effizienzprüfung des Aufsichtsrats wurde außerdem der Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte des Vorstands überarbeitet und eine geänderte Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung vom 21. November 2013 bildeten die mittelfristige Planung des Konzerns und die Zustimmung zum Budget für das Geschäftsjahr 2014. Ferner erarbeitete der Aufsichtsrat anhand der Ergebnisse einer extern durchgeführten Studie zur Angemessenheit der Aufsichtsratsvergütung ein neues Vergütungsmodell für den Aufsichtsrat. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat einem Konzeptvorschlag des Nominierungsausschusses zur Nachfolge von Gerhard Schulze im Aufsichtsratsvorsitz nach dessen Ausscheiden mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 zu.

An den vier Sitzungen des Aufsichtsrats sowie der Telefonkonferenz im Geschäftsjahr 2013 haben alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen.

SITZUNGEN DER AUSSCHÜSSE

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet: Den Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Diese Ausschüsse bereiten Themen zur Beschlussfassung im Plenum des Aufsichtsrats vor und sind in bestimmten Fällen auch selbst entscheidungsbefugt. Der Vermittlungsausschuss und der Präsidialausschuss bestehen aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Der Prüfungsausschuss ist ebenfalls paritätisch besetzt und besteht aus sechs Mitgliedern. Der Nominierungsausschuss hat drei Mitglieder und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.

Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Entscheidungen über die Vorstandsvergütung. Anstelle des Aufsichtsrats entscheidet der Präsidialausschuss unter anderem über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder, soweit es nicht um Vergütungsfragen geht, die dem Aufsichtsratsplenum vorbehalten sind. Der Präsidialausschuss tagte am 28. August 2013 und am 20. November 2013 und befasste sich mit der einvernehmlichen Aufhebung des Anstellungsvertrags und der einvernehmlichen Aufhebung der Bestellung von Stefan Grote. In diesem Zusammenhang erarbeitete der Präsidialausschuss Vorschläge zur Änderung der Geschäftsverteilung des Vorstands zum 1. Oktober 2013 und zum 1. Dezember 2013. Außerdem diskutierte der Präsidialausschuss die Ergebnisse einer extern durchgeführten Studie zur Angemessenheit der Aufsichtsratsvergütung.

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählen insbesondere die Vorbereitung der Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie die Erörterung der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts. Ferner befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der Risikoberichterstattung und des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie der Compliance. Der Prüfungsausschuss tagte in fünf Sitzungen am 13. Februar 2013, 9. April 2013, 9. Juli 2013, 4. September 2013 und 1. Oktober 2013. Schwerpunkte der Beratungen waren die Berichte über die Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2012 sowie die Quartalsfinanzberichte und der Halbjahres-finanzbericht 2013. Ferner befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 sowie der Festlegung und Überwachung des Prüfungsablaufs und der Prüfungsschwerpunkte einschließlich der Vereinbarung des Prüfungshonorars. Zudem behandelte der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Revisionssystems und die Compliance der Gesellschaft.

Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Besetzung der Aufsichtsratsmandate. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tagte der Nominierungsausschuss am 20. Juni 2013. In dieser Sitzung wurde die Nachfolge von Gerhard Schulze im Aufsichtsratsvorsitz nach dessen Ausscheiden mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 diskutiert und ein Konzeptvorschlag zur Vorlage an das Aufsichtsratsplenum erarbeitet.

Der Vermittlungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getagt.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance-Standards fortlaufend beobachtet. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat berichtet der Vorstand der Gesellschaft über die Corporate Governance des Gerresheimer Konzerns auf den Seiten 19 bis 21 des Geschäftsberichts. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 4. September 2013 die Änderungen der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 13. Mai 2013 besprochen und eine aktualisierte jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben. Die Entsprechenserklärung vom 4. September 2013 wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

JAHRESABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSS 2013

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis zum 30. November 2013 ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013 lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Prüfungsausschuss hat die Dokumente in seiner Sitzung am 11. Februar 2014 im Detail erörtert und geprüft sowie Beschlussempfehlungen an den Aufsichtsrat ausgesprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gerresheimer AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes sowie die hierzu erstatteten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers in der Aufsichtsratssitzung am 12. Februar 2014 geprüft. Der Abschlussprüfer war bei den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats anwesend und berichtete über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er stand für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erklärt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzern- und Beteiligungsgesellschaften für ihren Beitrag zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Gerresheimer Konzerns im Geschäftsjahr 2013.

Düsseldorf, den 12. Februar 2014

Gerhard Schulze

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance-Bericht

Die Gerresheimer AG identifiziert sich mit den Zielen des Deutschen Corporate Governance Kodex und den Grundsätzen einer transparenten, verantwortlichen und auf Wertsteigerung ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat sowie alle Führungskräfte und Mitarbeiter der Gerresheimer AG sind dieser Zielsetzung verpflichtet. Die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 setzt die Gerresheimer AG weitgehend um.

VORSTAND

Der Vorstand der Gerresheimer AG besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Einige in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelte wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der vorherigen Zustimmung durch den Aufsichtsrat.

Die personelle Zusammensetzung des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 ist auf Seite 119 des Geschäftsberichts dargestellt. Seit dem 1. Dezember 2012 ist Rainer Beaujean neues Vorstandsmitglied. Er hat mit Wirkung zum 1. Februar 2013 das Finanzressort übernommen. Hans-Jürgen Wiecha ist zum Ablauf des 31. Januar 2013 und Stefan Grote ist zum Ablauf des 30. September 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat der Gerresheimer AG besteht aus zwölf Mitgliedern, von denen jeweils die Hälfte Anteilseigner- bzw. Arbeitnehmervertreter sind. Grundsätzlich werden die Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung und die Vertreter der Arbeitnehmer von den Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der meisten derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2017. Aus Altersgründen endet die Amtsperiode von Gerhard Schulze bereits mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2015. Hans Peter Peters hat sein Aufsichtsratsmandat zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 30. April 2014 niedergelegt. Über seine Nachfolge soll in der Hauptversammlung am 30. April 2014 entschieden werden.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Zur Erfüllung seiner Aufgaben erörtert der Aufsichtsrat mit dem Vorstand regelmäßig die Geschäftsentwicklung sowie die Planung, die Strategie und deren Umsetzung. Der Aufsichtsrat genehmigt die vom Vorstand aufgestellte Jahresplanung und entscheidet über die Feststellung des Jahres- und die Billigung des Konzernabschlusses der Gerresheimer AG. Hierbei finden insbesondere die Berichte des Abschlussprüfers Berücksichtigung. Außerdem entscheidet der Aufsichtsrat über die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder sowie über deren Vergütung. Ergibt eine Abstimmung im Aufsichtsrat Stimmengleichheit, so hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, der Vorsitzende des Aufsichtsrats zwei Stimmen.

Die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 ist auf Seite 118 des Geschäftsberichts dargestellt.

Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch Ausschüsse unterstützt. Nach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehen folgende Ausschüsse des Aufsichtsrats:

Der nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildete Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern, sofern im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Mitglieder des Vermittlungsausschusses im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Gerhard Schulze (Vorsitzender), Dr. Karin Dorrepaal, Francesco Grioli und Eugen Heinz.

Der Präsidialausschuss entscheidet unter anderem über den Abschluss, die Änderung und die Beendigung der Anstellungs- und Pensionsverträge der Vorstandsmitglieder. Außerdem ist er für die Einwilligung in Geschäfte zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands zuständig. Darüber hinaus entscheidet der Präsidialausschuss über die Einwilligung in Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern nach § 114 Aktiengesetz und über die Gewährung von Darlehen an den in den §§ 89, 115 Aktiengesetz genannten Personenkreis. Mitglieder des Präsidialausschusses waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Gerhard Schulze (Vorsitzender), Lydia Armer, Francesco Grioli und Hans Peter Peters.

Der Prüfungsausschuss bereitet unter anderem die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Billigung des Konzernabschlusses und die Vereinbarung mit dem Abschlussprüfer vor. Er trifft geeignete Maßnahmen zur Feststellung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Zusätzlich unterstützt der Prüfungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Überwachung der Geschäftsführung. In diesem Zusammenhang befasst er sich insbesondere mit dem Risikomanagement und der Compliance der Gesellschaft. Mitglieder des Prüfungsausschusses waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Theodor Stuth (Vorsitzender), Francesco Grioli, Seppel Kraus, Dr. Peter Noé, Markus Rocholz und Gerhard Schulze.

Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat geeignete Kandi-datenvorschläge für dessen Wahlvorschläge von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung. Mitglieder des Nominierungsausschusses waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Gerhard Schulze (Vorsitzender), Hans Peter Peters und Udo J. Vetter.

Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder müssen dem Aufsichtsratsvorsitzenden gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex und den -Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat Interessenkonflikte offenlegen. Bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessen-konflikten hat ein Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung. Im Berichtszeitraum traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern auf.

In Ergänzung zu den Anforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats, die sich aus Gesetz und dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 9. Februar 2011 in Übereinstimmung mit Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats folgende konkrete Ziele benannt:

Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen

Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforder-lichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Es sollen Kandidaten vorgeschlagen werden, die durch ihre Integrität, Leistungsbereitschaft, Unabhängigkeit und Persönlichkeit in der Lage sind, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in der Obergesellschaft eines international tätigen Konzerns wahrzunehmen und dessen Ansehen in der Öffentlichkeit zu wahren.

Im Aufsichtsrat der Gerresheimer AG sollen verschiedene Aufgabenbereiche des Unternehmens durch die einzelnen Mitglieder repräsentiert werden. Jedes Aufsichtsratsmitglied soll möglichst spezielle Fachkenntnisse haben, die für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens von Bedeutung sind. Bei Vorschlägen für Aufsichtsratskandidaten ist auf eine ausgewogene Zusammensetzung zu achten, so dass die gewünschten Fachkenntnisse im Aufsichtsrat möglichst breit vertreten sind. Ziel ist es, dass

mindestens zwei Vertreter der Anteilseigner über Erfahrungen in den Bereichen Unternehmensführung, Strategie und Personal verfügen,
mindestens ein Vertreter der Anteilseigner über unternehmensspezifische Branchenkenntnisse verfügt und
mindestens ein Vertreter der Anteilseigner über spezifische Branchenkenntnisse auf Kundenseite verfügt.

Unabhängigkeit und Interessenkonflikte

Dem Aufsichtsrat soll eine nach seiner Einschätzung ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenkonflikt begründet. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Gesellschaft gelten nach Einschätzung des Aufsichtsrats für fünf Jahre nach deren Ausscheiden als nicht unabhängig. Das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses von Aufsichtsratsmitgliedern mit der Gerresheimer AG oder einem Konzernunternehmen oder das Bestehen von Altersversorgungszusagen einer dieser Gesellschaften zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern begründet als solches keinen Interessenkonflikt. Der Aufsichtsrat benennt in diesem Zusammenhang folgende Ziele für seine Zusammensetzung:

Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft oder eines Konzernunternehmens ausüben;
Aufsichtsratsmitglieder sollen keine aktive Rolle bei Kunden oder Lieferanten der Gesellschaft oder eines Konzernunternehmens wahrnehmen; und
mindestens vier von sechs Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat sollen unabhängig sein.

Altersgrenze

Die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die auf die Vollendung des 70. Lebensjahres folgt. Der Aufsichtsrat befürwortet auch Wahlvorschläge für Kandidaten, die während der gesetzlichen Wahlperiode das 70. Lebensjahr überschreiten, wobei auch deren Amtszeit mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung endet, die auf die Vollendung des 70. Lebensjahres folgt.

Internationalität

Mindestens ein Vertreter der Anteilseigner soll über mehrjährige internationale Erfahrungen aus einer beruflichen Tätigkeit oder über eine ausländische Staatsangehörigkeit verfügen.

Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an und hält einen Anteil von drei Frauen im Aufsichtsrat derzeit für angemessen.

Der Aufsichtsrat erfüllt seit der Neuwahl durch die ordentliche Hauptversammlung vom 26. April 2012 und der nach den Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes am 29. März 2012 durchgeführten Wahl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat in seiner derzeitigen Zusammensetzung alle vorstehenden Zielsetzungen.

HAUPTVERSAMMLUNG

Die Hauptversammlung stellt das Organ der Aktionäre dar und trifft die grundlegenden Entscheidungen für die Gerresheimer AG. Zu diesen zählen die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat und die Wahl des Abschlussprüfers. Darüber hinaus entscheidet die Hauptversammlung über Satzungsänderungen und wesentliche unternehmerische Maßnahmen wie insbesondere Unternehmensverträge und Umwandlungen, über die Ausgabe von neuen Aktien, Wandel- und Optionsschuldverschreibungen sowie über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien.

Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Aufsichtsratsvorsitzende.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Rechnungslegung des Gerresheimer Konzerns erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG wird nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt.

Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer bestellt. Der Aufsichtsrat beauftragt den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, bestimmt Prüfungsschwerpunkte und legt das Honorar fest. Dabei wird sichergestellt, dass keine Interessenkonflikte die Arbeit des Abschlussprüfers beeinträchtigen.

Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Die Gerresheimer AG hat zu diesem Zweck ein systematisches Risikomanagement eingerichtet. Dieses sorgt für die frühzeitige Erkennung und Bewertung von Risiken. Dadurch können Risikopositionen optimiert werden. Der Abschlussprüfer kontrolliert das Risikofrüherkennungssystem der Gerresheimer AG.

Die Gesellschaft hat mit sämtlichen Mitgliedern des Vorstands sowie -einigen ausgewählten Mitarbeitern Vereinbarungen über eine langfristige aktienkurs-orientierte variable Vergütung geschlossen. Dieses sogenannte Phantom Stock-Programm wird für die Vorstandsmitglieder in einem Vergütungs-bericht im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts und für die übrigen Mitarbeiter im Rahmen des Konzernanhangs dargestellt und veröffentlicht. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate Governance-Bericht die Darstellungen im zusammengefassten Lagebericht und im Konzernanhang zu eigen und verweist auf diese.

TRANSPARENZ

Die Gerresheimer AG kommuniziert offen, aktiv und ausführlich. Sie informiert Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig, zeitnah und gleichberechtigt über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Dabei zählt die Internetseite des Unternehmens (www.gerresheimer.com) zu den zentralen Medien. Dort finden sich die Geschäfts- und Zwischenberichte, Pressemitteilungen, Ad-hoc- und sonstige Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, der Finanzkalender sowie andere relevante Informationen. Darüber hinaus führt die Gerresheimer AG regelmäßig Analysten- und Pressekonferenzen sowie Veranstaltungen für Investoren durch.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 wird in einem Vergütungsbericht im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts dargestellt und veröffentlicht. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist auf diese.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013 wird ebenfalls in einem Vergütungsbericht im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts dargestellt und veröffentlicht. Diese Darstellung im Lagebericht entspricht bereits auf freiwilliger Basis den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, die verbindlich erst für Geschäftsjahre sind, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate Governance-Bericht auch hier die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist auf diese.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 29. April 2010 das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder gebilligt. Änderungen an diesem System sind seitdem nicht eingetreten.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktien-gesellschaft sind gemäß § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben zuletzt am 4. September 2013 die nachstehend aufgeführte Entsprechenserklärung beschlossen.

„Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG zu den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ gemäß § 161 Aktiengesetz

Die Gerresheimer AG hat den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 15. Mai 2012 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 5. September 2012 mit der dort genannten Ausnahme entsprochen.

Den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der nunmehr geltenden Fassung vom 13. Mai 2013 wird die Gerresheimer AG zukünftig mit folgender Ausnahme entsprechen:

Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 Kodex (erfolgsorientierte Aufsichtsratsvergütung)

Die Gesellschaft hält eine Kombination von fester Jahresvergütung und einer variablen Vergütung, die sich am bereinigten Konzernergebnis je Aktie der Gerresheimer AG des zugrunde liegenden Geschäftsjahrs bemisst, für am besten geeignet, der Kontrollfunktion des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen.“

Die vorangegangene Entsprechenserklärung vom 5. September 2012 ist ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.gerresheimer.com zugänglich.

Der Hauptversammlung am 30. April 2014 soll ein Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu einer Satzungsänderung vorgelegt werden, nach der in Übereinstimmung mit der Empfehlung der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ die variable Vergütung des Aufsichtsrats zukünftig auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein soll.

Zusammengefasster Lagebericht

für den Gerresheimer Konzern und die Gerresheimer AG

Überblick über das Geschäftsjahr 2013

Der Gerresheimer Konzern

Geschäftstätigkeit

Geschäftsbereiche

Konzernstrategie und Ziele

Steuerungssystem

Konjunktur- und Marktumfeld

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entwicklung an den Devisenmärkten

Entwicklung an den Rohstoffmärkten

Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen

Überblick über den Geschäftsverlauf

Einfluss der Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf

Prognoseerreichung im Geschäftsjahr 2013

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Umsatz nach Wirtschaftsregionen

Ertragslage

Wesentliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Funktionskosten

Finanzergebnis

Ertragsteuern

Konzernergebnis und bereinigtes Konzernergebnis

Gewinnverwendung (Dividendenvorschlag)

Vermögenslage

Vermögensdarstellung

Bilanzstruktur und Kennzahlen

Langfristige Aktiva

Kurzfristige Aktiva

Eigenkapital

Langfristige Schulden

Kurzfristige Schulden

Net Working Capital

Außerbilanzielle Positionen

Einfluss der Bilanzpolitik

Finanz- und Liquiditätslage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Finanzierungsinstrumente

Finanzverbindlichkeiten und Kreditlinien

Unternehmensverkäufe und -zukäufe

Investitionsanalyse

Operating Cash Flow

Kapitalflussrechnung

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage

Jahresabschluss der -Gerresheimer AG

Entwicklung der Ertragslage der -Gerresheimer AG

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der -Gerresheimer AG

Nicht finanzielle Erfolgsfaktoren des Gerresheimer Konzerns und der Gerresheimer AG

Mitarbeiter

Forschung und Entwicklung

Beschaffung

Produktion

Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung

Compliance

Umwelt

Business Excellence

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Vergütung des Aufsichtsrats

Angaben nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Chancen- und Risikobericht

Konzerneinheitliches Chancen- und Risikomanagement

Internes Kontrollsystem in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Unternehmensstrategische Risiken

Operative Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Nachtragsbericht

Prognosebericht

Ausrichtung des Konzerns

Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Markt- und Geschäftschancen für den Gerresheimer Konzern

Erwartete Ertragslage

Erwartete Entwicklung nicht finanzieller Erfolgsfaktoren

Erwartete Finanzlage und Liquidität

Dividendenpolitik

Gesamtaussage zum Prognosebericht

ÜBERBLICK ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

Erfreuliche Umsatzentwicklung

Umsatz wächst um 3,8 % (währungsbereinigt um 5,8 %) auf EUR 1.265,9 Mio.

Gute Ergebnisentwicklung

Adjusted EBITDA liegt 4,1 % über Vorjahr und erreicht EUR 249,8 Mio. (währungs-bereinigt EUR 254,0 Mio.)
Bereinigtes Ergebnis je Aktie steigt um 17,6 % auf EUR 3,08

Kontinuierliche Dividendenentwicklung

Dividendenvorschlag beträgt EUR 0,70 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,65 je Aktie)

Internationale Expansion

Erfolgreiche Übernahme und Integration des neu erworbenen indischen Unternehmens Triveni im Bereich der pharmazeutischen Kunststoffverpackungen

Kapitalmarkt-Guidance voll erreicht

Währungsbereinigte Umsatzsteigerung von 5,8 % liegt am oberen Ende des kommunizierten Korridors von 5 % bis 6 % Wachstum
Währungsbereinigtes Adjusted EBITDA (ohne den sonstigen betrieblichenErtrag für die Verbuchung der Triveni Put-Option mit EUR 7,5 Mio.) liegt mit EUR 246,5 Mio. im kommunizierten Korridor von EUR 245 Mio. bis EUR 250 Mio.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte liegen mit EUR 119,1 Mio. bzw. 9,4 % vom Umsatz mitten im erwarteten Korridor von 9 % bis 10 %

Vorbereitungen für die Neusegmentierung der Geschäftsbereiche

Drei statt zuvor vier Geschäftsbereiche repräsentieren den Gerresheimer Konzern mit Beginn des Geschäftsjahres 2014

DER GERRESHEIMER KONZERN

Geschäftstätigkeit

Der Gerresheimer Konzern ist ein weltweit führender Hersteller hochwertiger Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff für die internationale Pharma- und Healthcare-Industrie. Auf der Basis eigener Entwicklungen und modernster Produktionstechnologien bietet Gerresheimer zum einen pharmazeutische Primärverpackungen und Drug Delivery-Systeme an, zum anderen Diagnostiksysteme sowie das komplette Spektrum an Glasprodukten für den Bereich Life Science Research.

Der Gerresheimer Konzern hat seinen Sitz in Düsseldorf, Deutschland, und umfasst die -Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 gehörten 47 Standorte in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien mit weltweit 11.239 Mitarbeitern zum Konzern.

Die -Gerresheimer AG ist das Mutterunternehmen des Gerresheimer Konzerns und steuert die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.

Geschäftsbereiche

Der Gerresheimer Konzern wird über die strategischen Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert, die durch ihre wirtschaftlichen Merkmale des Geschäftes, insbesondere durch die Art der Produkte und deren Produktionsprozesse sowie über die Art der Kundenbeziehungen, zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden. Der Gerresheimer Konzern gliedert sich im Geschäftsjahr 2013 in die vier berichtspflichtigen operativen Geschäftsbereiche Plastic Systems, Moulded Glass, Tubular Glass und Life Science Research.

Entsprechend dem Rechnungslegungsstandard IFRS 8 erfolgt die Berichterstattung nach Geschäftssegmenten unter Anwendung des sogenannten Management Approach. Die externe Berichterstattung orientiert sich somit am internen Berichtswesen.

PLASTIC SYSTEMS

Der Geschäftsbereich Plastic Systems setzt sich aus den Geschäftsfeldern Medical Plastic Systems (MPS) und Plastic Packaging zusammen. Neben den standardisierten Systemverpackungen für Arzneimittel des Bereichs Plastic Packaging bietet der hochinnovative Geschäftsbereich durch MPS komplex konstruierte Systeme sowie Systemkomponenten an. Diese entwickeln und produzieren wir im Rahmen individueller Projektgeschäfte hauptsächlich für unsere Kunden aus der Pharmaindustrie, der Diagnostik und der Medizintechnik.

MPS bietet unseren Kunden einen individuellen Service über sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette hinweg. Das Leistungsspektrum unserer medizinischen Kunststoffsysteme erstreckt sich hier von Inhalatoren für die gezielte Behandlung von Atemwegserkrankungen über Lanzettenmagazine und Insulin-Pen-Systeme für Diabetiker bis hin zu den unterschiedlichen Einmalprodukten für die Labor- und Molekulardiagnostik.

Plastic Packaging liefert eine breite Palette hochwertiger Primärverpackungen für flüssige und feste Medikamente. Dazu zählen unter anderem Applikations- und Dosiersysteme wie Augentropfen- oder Nasensprayfläschchen sowie Spezialbehälter für Tabletten und Pulver. Als wesentliche Ausstattungsmerkmale ergänzen multifunktionale Verschlusssysteme mit Originalitätssicherungen, Kindersicherungen und integrierten Feuchtigkeitsabsorbern, wie sie sich unter dem Dach der Marke Duma® finden, dieses Sortiment.

MOULDED GLASS

Der Geschäftsbereich Moulded Glass beliefert die pharmazeutische und die kosmetische Industrie ebenso wie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller.

Für die Primärverpackung von Arzneimitteln produzieren wir im Geschäftsbereich Moulded Glass alle pharmazeutisch geeigneten Behälterglastypen einschließlich Borosilikatglasbehältern. Auf dieser Basis bieten wir eine praktisch lückenlose Weiß- und Braunglaspalette für Pharmaverpackungen an. Darunter finden sich zum Beispiel Injektions-, Tropf- und Sirupflaschen in den vielfältigsten markt- und bedarfsgerechten Ausführungen.

Auch für die Kosmetikindustrie produzieren wir eine Vielzahl hochwertiger Glasverpackungen. Das Programm umfasst Flakons und Gläser für Parfüms, Deodorants, Hautpflege-, Wellness- und andere Produkte. Für Spezialsegmente der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie stellen wir hauptsächlich stark marketingorientierte Kleinvolumenbehälter her. Dazu zählen beispielsweise Fläschchen für Kleinspirituosen.

Neben Klar- und Farbglas produziert der Geschäftsbereich Moulded Glass auch Opalglas. Dafür stehen uns sämtliche Technologien der Form- und Farbgebung, Bedruckung sowie exklusiven Veredelung zur Verfügung.

TUBULAR GLASS

Als vertikal integrierter Anbieter produziert Gerresheimer hochwertige Borosilikatglas-Röhren. Diese zeichnen sich durch eine sehr hohe Resistenz gegenüber Chemikalien und Temperatur aus. Sie bilden das Ausgangsmaterial zahlreicher hochwertiger Spezialprodukte für die Pharma- und Healthcare-Industrie. Rund 30 % der Produktion an Borosilikatglas-Röhren verkaufen wir als Halbfertigerzeugnisse an externe Kunden; den übrigen Teil verwenden wir intern.

Das Röhrenglas wird in unseren Werken als Halbfertigerzeugnis zu einem vielfältigen Sortiment hochwertiger Primärverpackungen für die pharmazeutische Industrie weiterverarbeitet. Neben Ampullen, Fläschchen und Karpulen zählen dazu insbesondere vorfüllbare Spritzensysteme. Spezielle Verfahren der Innenvergütung und innovative Verschlusssysteme ergänzen die Produktpalette.

Mit hochspezialisiertem Know-how und pharmakonformen Technologien sind wir in der Lage, unseren Kunden ein außergewöhnlich breites Leistungsspektrum zu bieten. Den überwiegenden Teil des Umsatzes mit Spritzensystemen erzielen wir heute unter unserer führenden Spritzenmarke Gx RTF® (ready-to-fill). Die Spritzen dieser Marke liefern wir in verschiedenen Ausführungen silikonisiert, vormontiert, sterilisiert und somit komplett füllfertig an die Pharmaindustrie.

LIFE SCIENCE RESEARCH

Im Geschäftsbereich Life Science Research konzentrieren wir uns auf die Herstellung spezifischer Glasgefäße und Systeme insbesondere für die Forschung, Entwicklung und Analytik. Darüber hinaus umfasst das Angebot auch Produkte für den allgemeinen Laborbedarf.

Die große Bandbreite der Produkte erstreckt sich von Standardartikeln für die Nass-Chemie wie etwa Messkolben, Bechergläsern, Erlenmeyerkolben oder Fläschchen für Laboranalytik bis hin zu komplexeren Produkten wie Destillations- oder Filtrationsgeräten sowie Komponenten für Präzisionslaser. Zusätzlich fertigen wir zahlreiche anwendungsspezifische Varianten, die eine genaue Abstimmung auf die jeweiligen Einsatzzwecke ermöglichen.

KONZERNSTRATEGIE UND ZIELE

Globale Trends wie der demografische Wandel, das Wachstum der Bevölkerung und auch Umweltveränderungen führen dazu, dass die Nachfrage nach medizinischer Versorgung weltweit steigt. Von heute sieben Milliarden Menschen wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden im Jahr 2100 anwachsen. Heute schon sind 810 Millionen Menschen auf dieser Welt älter als 60 Jahre; im Jahr 2050 werden es über zwei Milliarden Menschen sein.1) Immer mehr Menschen haben ein stark wachsendes Bedürfnis nach Wohlbefinden und Gesundheit – davon profitieren unsere Kunden aus der Pharma-, Gesundheits- und Kosmetikindustrie. Als Partner bei der Entwicklung und Produktion hochwertiger Spezialverpackungen für die Pharma- und Kosmetikindustrie eröffnen sich für uns hierdurch große Chancen und Wachstumsmöglichkeiten. Mit unserer globalen Entwicklungs- und Produktionskompetenz können wir die steigenden Anforderungen unserer Kunden in höchster Qualität erfüllen – in den Industrieländern wie auch in den Schwellenländern.

Unsere Vision ist es, der weltweit führende Partner für Lösungen zu werden, die Gesundheit und Wohlbefinden verbessern. Als Kompass auf diesem Weg dienen uns die folgenden Leitlinien:

Wir möchten die Bedürfnisse unserer Kunden verstehen und ihnen -Lösungen für ihre gegenwärtigen und künftigen Anforderungen bieten.
Wir verpflichten uns zu herausragender Qualität und kontinuierlichen Innovationen.
Wir wollen unsere Kompetenzen und unser Technologie-Know-how nutzen und als ein Team agieren.
Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber mit hoch motivierten und engagierten Mitarbeitern sein – weltweit.

Wir wollen profitables und nachhaltiges Wachstum erzielen und streben in unseren Märkten die globale Marktführerschaft an. Konkret bedeutet dies dreierlei:

Nachhaltiges Wachstum

Wir wollen wachsen und streben dabei ein stetiges Umsatzwachstum an. Dies wollen wir realisieren, indem wir den Umsatz mit unseren bestehenden Kunden steigern, neue Produkte anbieten sowie neue Regionen und Kunden für uns erschließen. Zusätzlich wollen wir durch gezielte Akquisitionen wachsen. Dies kann durch Zukäufe geschehen, die uns Zugang zu neuen Regionen ermöglichen, aber auch durch den Erwerb neuer Technologien realisiert werden.

Profitabilität

Wir streben führende Wettbewerbspositionen an. Sowohl kostenseitig, als auch mit Blick auf Technologien und Prozesse. Dabei setzen wir auf hoch qualifizierte Mitarbeiter. Auf dieser Basis sowie aufgrund unseres weltweiten Produktionsnetzwerks sind wir in der Lage, bei hoher Qualität kostengünstig zu produzieren. Wir konzentrieren uns auf profitables Wachstum, das sich in Steigerungen unseres Adjusted EBITDA und Operating Cash Flows widerspiegeln soll.

Attraktives Investment und starker Partner

Wenn wir nachhaltig profitabel wachsen, sind wir für Investoren, Aktionäre und den Kapitalmarkt ein attraktives Investment. Auch unsere Kunden sehen in uns auf dieser Basis einen verlässlichen und finanziell starken Partner. Gerade in der Pharma- und Gesundheitsindustrie ist dies wichtig, denn langfristige und stabile Beziehungen sind in dieser Branche ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Die Eckpfeiler unserer Strategie gelten unverändert seit mehreren Jahren. Darüber hinaus stellen wir im Rahmen der jährlichen operativen und strategischen Planung die strategischen Weichen für die Folgejahre und formulieren die konkreten Ziele für das nächste Geschäftsjahr. Immer zu Jahresbeginn veröffentlichen wir unseren Ausblick auf die wesentlichen Leistungsindikatoren des Folgejahres.

STEUERUNGSSYSTEM

Unser unternehmerisches Handeln ist auf profitables Wachstum und globale Marktführerschaft in den Bereichen Pharma und Gesundheit ausgerichtet. Daraus leiten sich unsere Hauptsteuerungsgrößen ab.

Das Wachstum messen wir anhand der währungsbereinigten Umsatzveränderung unserer Unternehmensgruppe und ihrer Geschäftsbereiche. Im Falle von Akquisitionen oder Desinvestitionen rechnen wir die daraus entstehenden Effekte aus der Wachstumsrate heraus. Unser Ziel ist es, dass die so ermittelte organische Wachstumsrate über der Wachstumsrate unseres Marktes liegt, wobei wir pro Geschäftsbereich und Geschäftsfeld jeweilige Zielgrößen für das Wachstum definiert haben.

Unsere Profitabilität messen wir in erster Linie anhand des Adjusted -EBITDA. Dies setzt sich zusammen aus dem Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen bereinigt um die Positionen Restrukturierungsaufwand und einmalige Aufwendungen und Erträge. Bei den Bereichen Kosten, Technologien, Mitarbeiter und Prozesse streben wir eine führende Wettbewerbsposition an, auf deren Basis wir die Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Qualität, Service, Preis und Innovation exzellent lösen und damit über dem Branchendurchschnitt liegende Renditen (Adjusted EBITDA/Umsatz) erzielen wollen.

Um die unterschiedlichen Erwartungen unserer Anspruchsgruppen zu erfüllen, legen wir zudem großen Wert darauf, einen ausreichenden Cash Flow zu generieren. Die Hauptkennzahl hierfür ist der Operating Cash Flow. Dieser berechnet sich folgendermaßen: Adjusted EBITDA zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderung des Net Working Capitals (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen) abzüglich Investitionen. Sowohl beim Adjusted EBITDA als auch beim Operating Cash Flow haben wir pro Geschäftsbereich und Geschäftsfeld Zielniveaus festgelegt. Die konsequente Steuerung der Investitionen ist ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor. Hier sind wir sehr diszipliniert und bewerten jedes Projekt in jeder Geschäftseinheit nach den gleichen Zielparametern. Dabei spielen die Berechnung gemäß Discounted Cash Flow und die Payback-Periode eine wesentliche Rolle.

1) United Nations (Vereinte Nationen): „Population Ageing and Development 2012”.

KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN2)

Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF)3) rechnen für das Jahr 2013 mit einem globalen Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,9 % nach 3,2 % im Vorjahr. Dabei wird angenommen, dass das Wachstum sowohl in den Industrieländern mit einem erwarteten Plus von 1,2 % im Jahr 2013 (Vorjahr: 1,5 %) als auch in den Schwellenländern mit einem voraussichtlichen Zuwachs von 4,5 % im Jahr 2013 (Vorjahr: 4,9 %) etwas weniger stark ausfällt als noch im Jahr 2012. Dabei stehen laut IWF insbesondere die Schwellenländer gegenwärtig vor der Herausforderung, die geringeren Wachstumsraten mit der angespannten globalen Finanzlage in Einklang zu bringen. Die amerikanische Wirtschaft stand auch im Jahr 2013 im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der private Konsum zeigte sich 2013 unverändert stark, allerdings belastete die politische Diskussion um Art und Umfang der notwendigen Budgetkonsolidierung in den USA das dortige Wirtschaftswachstum. Die großen Volkswirtschaften in Europa zeigten im vergangenen Jahr Anzeichen einer Erholung, was laut den Experten des IWF jedoch weniger auf grundsätzliche politische Entscheidungen zurückzuführen ist als auf eine generell verbesserte Stimmung bei Konsumenten und Unternehmen.

Nach Prognose des IWF erreicht das Bruttoinlandsprodukt in den USA im Jahr 2013 ein Wachstum von 1,6 %. Im Vorjahr hatte das Wachstum gegenüber 2011 noch 2,8 % betragen. Diese prognostizierte Abschwächung dürfte in erster Linie auf die notwendigen, aber wachstumshemmenden Sparmaßnahmen der amerikanischen Regierung zurückzuführen sein. Andererseits wirkten sich die Erholung am Immobilienmarkt, ein gestiegenes Vermögen der Haushalte sowie eine weniger restriktive Kreditvergabe der Banken positiv auf das Wirtschaftswachstum aus.

In der Eurozone wird nach dem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,6 % im Vorjahr für das Jahr 2013 ein weiterer Rückgang um 0,4 % erwartet. Die Wirtschaftsindikatoren deuten darauf hin, dass die Peripheriestaaten kurz vor einer wirtschaftlichen Stabilisierung stehen, obwohl deren wirtschaftliche Entwicklung momentan noch durch eine restriktive Kreditvergabe gedämpft wird. In den Kernvolkswirtschaften im Euroraum hat die Erholung hingegen vielfach bereits begonnen.

Die deutsche Wirtschaft und insbesondere der Export konnten im Jahr 2013 davon profitieren, dass die deutsche Inflationsrate unter der seiner Handelspartner lag. Entsprechend werden für die deutsche Volkswirtschaft auch zukünftig Handelsbilanzüberschüsse in Aussicht gestellt. Für das Jahr 2013 prognostiziert der IWF ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 %. Dies liegt zwar leicht unter dem Vorjahreswachstum von 0,9 %, jedoch ist es das höchste erwartete Wachstum in einer der Kernvolkswirtschaften in Europa im Jahr 2013.

In den Schwellenländern wird das Wachstum für das Jahr 2013 mit 4,5 % prognostiziert und dürfte damit etwas weniger stark ausfallen als noch im Jahr 2012. Im Vorjahr hatte das Wachstum 4,9 % betragen. Die Schwellenländer stehen laut IWF gegenwärtig vor der Herausforderung, die geringeren Wachstumsraten sowohl mit der angespannten globalen Finanzlage als auch mit ihren zuletzt häufig niedriger notierenden Währungen und höheren Inflationsraten in Einklang bringen zu müssen. Allerdings ist das erwartete Wirtschaftswachstum selbst auf diesem etwas gedämpften Niveau noch immer deutlich höher als das Wachstum in den Industrieländern.

Für die chinesische Volkswirtschaft liegt das Wachstum im Jahr 2013 den Annahmen zufolge bei 7,6 %. Es liegt damit leicht unter dem Vorjahreswachstum von 7,7 % und deutlich unter den Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft in den vorangegangenen Jahren, jedoch bleibt es weiterhin deutlich über dem Durchschnitt aller Schwellenländer. Dabei liegt der Schätzung des IWF die Annahme zugrunde, dass die chinesische Politik nicht zu steuerlichen Stimulusmaßnahmen greifen wird und stattdessen versuchen dürfte, die Wirtschaft auf einen noch nachhaltigeren Wachstumspfad zu bringen.

In Indien wird das Wirtschaftswachstum laut der Prognose des IWF für das Jahr 2013 bei 3,8 % liegen. Damit liegt das erwartete Wachstum über dem Niveau des Vorjahres von 3,2 %. Dabei hatte die indische Volkswirtschaft in diesem Jahr mit Engpässen in den Bereichen der Infrastruktur und der regulatorischen Rahmenbedingungen zu kämpfen und konnte unter anderem deshalb ihr Potenzial nicht vollständig ausschöpfen. Des Weiteren hatte die indische Wirtschaft mit hohen Inflationsraten zu kämpfen. Allerdings hat die indische Regierung begonnen, strukturelle Verbesserungen, beispielsweise über Steuerreformen umzusetzen, um Anreize für Beschäftigung und Investitionen zu schaffen.

Die brasilianische Volkswirtschaft sollte laut IWF-Schätzung im Jahr 2013 ein Wachstum in Höhe von 2,5 % aufweisen. Gegenüber dem Vorjahreswachstum von 0,9 % wird somit eine deutliche Belebung der wirtschaftlichen Aktivität prognostiziert. Ähnlich wie in Indien hätte auch das Wachstum in Brasilien deutlich höher ausfallen können, wenn die Wirtschaft nicht mit Engpässen in den Bereichen der Infrastruktur und der regulatorischen Rahmenbedingungen zu kämpfen gehabt hätte. Darüber hinaus belasteten hohe Inflationsraten die brasilianische Wirtschaft. Die Umsetzung struktureller Reformen solle in Zukunft die Produktivität der Unternehmen und das Angebot an Arbeitskräften verbessern.

2) Internationaler Währungsfonds: „World Economic Outlook“, Oktober 2013.

3) Internationaler Währungsfonds: „World Economic Outlook“, Oktober 2013.

BRANCHENENTWICKLUNG

Der weltweite Pharmamarkt zeigte sich auch im Jahr 2013 robust. Während die Industrieländer weiterhin eher moderate Wachstumsraten aufwiesen, verlief die Entwicklung in den aufstrebenden Ländern deutlich dynamischer. Hier profitierte der Pharmasektor von steigenden öffentlichen Ausgaben für die medizinische Versorgung sowie von höheren privaten Ausgaben für Vorsorge und Gesundheit. Die staatlichen Bestrebungen in den Industrieländern, den Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben das Wachstum der Pharmaindustrie bisher nicht nachhaltig beeinträchtigt. Die Bedeutung der Generikahersteller wird zukünftig weiter steigen. Insgesamt gilt die Pharmaindustrie unverändert als weitgehend krisenunabhängig. Darüber hinaus profitiert sie von nachhaltigen Wachstumstreibern. Dazu gehören der demografische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und die steigende Anzahl von Arzneimitteln mit patentfreien Wirkstoffen sowie biotechnologisch hergestellte Medikamente.

Der Markt für hochwertige Kosmetikverpackungen aus Glas dürfte erneut ein erfolgreiches Jahr verbucht haben. Der deutliche Trend zu sehr aufwändig und damit höherwertig gestalteten Verpackungen dürfte hier unterstützend gewirkt haben. Die erhöhte Nachfrage nach Kosmetikartikeln war auch im Jahr 2013 zu großen Teilen den Schwellenländern zuzuschreiben.

Der Markt für Life Science Research-Produkte in den USA entwickelte sich im Jahr 2013 dagegen rückläufig. Ursächlich waren die Budgetrestriktionen auf Seiten der Kunden im Zusammenhang mit den Diskussionen um die amerikanische Staatsverschuldung.

ENTWICKLUNG AN DEN DEVISENMÄRKTEN

Ausgehend vom Stichtagskurs von 1,30 US-Dollar je Euro zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres am 30. November 2012 stieg der Kurs des Euros bis Ende Januar 2013 im Zuge der Diskussion um das automatische Inkrafttreten von Budgetkürzungen in den USA deutlich auf 1,36 US-Dollar je Euro an. In der Folge gab der Eurokurs unter dem Eindruck der vorübergehenden Aussetzung der Schuldenobergrenze in den USA nach und notierte Ende März 2013 bei 1,28 US-Dollar je Euro. Danach bewegte sich der Eurokurs in schwankungsvollem Handel von Anfang April bis Ende August 2013 in einer Handelsspanne von 1,28 US-Dollar bis 1,34 US-Dollar je Euro. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2013 rückte der von der Politik betriebene US-Schuldenstreit wieder in den Fokus des Devisenmarktes. Bevor die amerikanische Regierung schlussendlich am 17. Oktober 2013 das Schuldenlimit temporär weiter erhöht hat, stieg der Kurs des Euros auf 1,38 US-Dollar je Euro an. Nach der Erhöhung der Schuldenobergrenze zeigte der Markt dann wieder Entspannungstendenzen und der Eurokurs gab in der Folge leicht nach. Zum Ende des Geschäftsjahres am 30. November 2013 notierte der Euro bei 1,36 US-Dollar je Euro. Der Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr 2013 vom 1. Dezember 2012 bis zum 30. November 2013 lag damit bei 1,32 US-Dollar im Vergleich zu 1,29 US-Dollar im Vorjahr.

ENTWICKLUNG AN DEN ROHSTOFFMÄRKTEN

An den Rohstoffmärkten stieg der Rohölpreis für die Referenzsorte Brent ausgehend von rund 110 US-Dollar je Barrel zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres 2012 zunächst an. Anfang Februar 2013 markierte der Ölpreis dann bei rund 119 US-Dollar je Barrel seinen Höchststand im Geschäftsjahr 2013, was laut einer Analyse des IWF hauptsächlich auf die starke Nachfragesituation zurückzuführen war. Im Anschluss daran gab aufgrund rückläufiger Nachfrage der Ölpreis zunächst deutlich nach, um Mitte April 2013 seinen Tiefststand bei rund 98 US-Dollar je Barrel Öl zu erreichen. Danach besserte sich den IWF-Experten zufolge die Nachfragesituation wieder zusehends, und der Preis ging erneut in eine kurzfristige Aufwärtsbewegung über, die ihren Höhepunkt Ende August/Anfang September 2013 bei einem Preis je Barrel von rund 116 US-Dollar fand. Auf etwas niedrigerem Niveau hielt der kurzfristige Aufwärtstrend dann bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 an. Zum Ende des Geschäftsjahres am 30. November 2013 notierte das Barrel Brent-Öl zu einem Preis von rund 110 US-Dollar und damit wieder auf Höhe des Schlusskurses des Geschäftsjahres 2012.

ÄNDERUNG DER REGULATORISCHEN RAHMENBEDINGUNGEN

Insgesamt haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen für die -Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2013 nicht wesentlich verändert. Nach wie vor legen die politischen Entscheider, insbesondere in den europäischen Industrieländern und den USA, großen Wert auf den Nachweis eines signifikanten Zusatznutzens, bevor neue Medikamente zugelassen werden. Aus diesem Grund wird in der Regel von den entsprechenden Behörden eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt, bevor Medikamente für den Markt zugelassen werden können. Dies hat im Geschäftsjahr 2013 zu einer Zunahme der Bedeutung generisch hergestellter Medikamente in den Industrieländern geführt. Aber auch in den Schwellenländern gewinnen Generika wegen ihres in der Regel vergleichsweise attraktiven Kosten-Nutzen-Profils an Bedeutung, gerade weil in den Schwellenländern die Gesundheitssysteme weniger weit entwickelt sind als in den Industrienationen. Insbesondere wegen der in vielen dieser Länder schnell wachsenden Mittelschicht steigen vielfach die Ansprüche der Menschen auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung. In den Industrienationen wird laut den Experten von EvaluatePharma eine verstärkte Bereitschaft der Zulassungsbehörden beobachtet, insbesondere in Europa und den USA, denjenigen neuen Medikamenten, die einen signifikanten Zusatznutzen zu vertretbaren Kosten bieten, einen besonders schnellen Marktzugang zu gewähren.

ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

EINFLUSS DER RAHMENBEDINGUNGEN AUF DEN GESCHÄFTSVERLAUF

Maßgeblich für den Konzern ist das Geschäft mit der Pharma- und Healthcare-Industrie, das 83 % des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2013 (Vorjahr: 83 %) ausmachte. Da der Pharmamarkt sich auch im Geschäftsjahr 2013 weitgehend robust entwickelte, konnten wir im Geschäftsjahr 2013 ein Umsatzwachstum von 3,8 % erzielen. Aber auch von der positiven Entwicklung im Bereich der hochwertigen Kosmetik hat der Gerresheimer Konzern profitiert. Die Budgetrestriktionen in den USA bewirkten allerdings einen Umsatz- und Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Life Science Research.

Der Gerresheimer Konzern ist schwerpunktmäßig auf den Vertrieb seiner spezialisierten und hochwertigen Primärverpackungsprodukte und Drug Delivery-Systeme aus Glas und Kunststoff ausgerichtet. Das Angebot einer vollständig integrierten Produktion unterscheidet uns von unseren Wettbewerbern. Auf den Märkten und in den Produktsegmenten, in denen wir tätig sind, wollen wir unsere Wettbewerbsposition 1 oder 2 halten, bzw. wir streben an, diese Wettbewerbsposition zu erreichen.

PROGNOSEERREICHUNG IM GESCHÄFTSJAHR 2013

Um unseren Aktionären, Kunden und allen anderen Partnern die Möglichkeit zu geben, unsere Geschäftsentwicklung zu beurteilen, veröffentlichen wir unsere Erwartungen an das Geschäftsjahr jeweils zu dessen Beginn. Unsere Prognose für das Geschäftsjahr umfasst dabei Angaben zur erwarteten Entwicklung des Umsatzes, des Adjusted EBITDA sowie der Investitionsausgaben.

Der Vergleich der prognostizierten Geschäftsentwicklung 2013 mit den berichteten Geschäftsjahreszahlen zeigt, dass wir die Geschäftsentwicklung richtig eingeschätzt haben. Der Umsatzzuwachs von 5,8 % (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse) lag am oberen Ende unserer Umsatzprognose (5 % bis 6 %). Das Adjusted EBITDA übertrifft mit EUR 254,0 Mio., zu konstanten Wechselkursen, den avisierten Zielkorridor von EUR 245 Mio. bis EUR 250 Mio. Unter Herausrechnung des sonstigen betrieblichen Ertrags für die Optionsbewertung aus der Triveni-Akquisition in Höhe von EUR 7,5 Mio. liegt das Adjusted EBITDA mit EUR 246,5 Mio. genau innerhalb der veranschlagten Bandbreite. Die Investitionsausgaben in Höhe von EUR 119,1 Mio. liegen ebenfalls in dem veranschlagten Korridor von 9 % bis 10 % vom Umsatz. Die unten stehende Tabelle zeigt die Prognoseentwicklung im Jahresverlauf.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Das Geschäftsjahr 2013 ist für den Gerresheimer Konzern erfreulich verlaufen. Der Umsatz stieg um 3,8 % auf EUR 1.265,9 Mio. (währungsbereinigt ein Anstieg von 5,8 %). Das Konzernergebnis nach Ertragsteuern bleibt trotz der begonnenen Restrukturierungmaßnahmen im Geschäftsjahr 2013 mit EUR 68,5 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres von EUR 68,3 Mio. Das bereinigte Konzernergebnis stieg von EUR 88,3 Mio. auf EUR 103,5 Mio.

Unser Umsatz mit der Pharmaindustrie hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 als wachstumsstark und weitgehend konjunkturunabhängig erwiesen. Zudem konnte auch der eher zyklische Bereich der Kosmetikverpackungen, wie schon im Vorjahr, deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse verbuchen. Lediglich der Geschäftsbereich Life Science Research verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Dies ist neben dem Umsatzrückgang aufgrund des Verkaufs der chinesischen Gesellschaft Kimble Bomex Glass im Vorjahr insbesondere auf die gekürzten Forschungsbudgets in den USA zurückzuführen. Zudem führte der leichte Rückgang im Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes in den USA zur Zurückhaltung der Kunden bei der Platzierung von Bestellungen.

Auch für die Gerresheimer AG als Einzelgesellschaft war der operative Geschäftsverlauf zufriedenstellend. Im HGB-Einzelabschluss der Gerresheimer AG ging das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wie erwartet aufgrund geringerer Beteiligungserträge von EUR 63,8 Mio. im Vorjahr auf nunmehr EUR 55,5 Mio. zurück. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass wir bei Gerresheimer eine konsequente Steuerungsphilosophie verfolgen und in Abhängigkeit von geplanten Investitionen in den jeweiligen Regionen ggf. keine Dividenden ausschütten. Demzufolge kann das Beteiligungsergebnis im Jahresvergleich stark schwanken. Der Jahresüberschuss betrug EUR 39,7 Mio. nach EUR 54,5 Mio. im Vorjahr. Das Eigenkapital stieg von EUR 627,5 Mio. auf EUR 646,8 Mio. Weitere Details können dem Kapitel „Jahresabschluss der Gerresheimer AG“ entnommen werden.

Entwicklung der Prognose im Geschäftsjahresverlauf 2013

Ist GJ 2012 Ausblick GJ 2013 14.02.2013 Konkretisierung Ausblick GJ 2013 10.04.2013 Konkretisierung Ausblick GJ 2013 10.07.2013 Bestätigung Ausblick GJ 2013 02.10.2013
Umsatz EUR 1.219,1 Mio. 5 % bis 6 % (konst. Wechselkurse) 5 % bis 6 % (konst. Wechselkurse) 5 % bis 6 % (konst. Wechselkurse) 5 % bis 6 % (konst. Wechselkurse)
Adjusted EBITDA-Marge 19,4 % Auf Vorjahresniveau Rund 19,4 % Adj. EBITDA-Korridor von EUR 245 Mio. bis EUR 250 Mio. (konst. Wechselkurse) Adj. EBITDA-Korridor von EUR 245 Mio. bis EUR 250 Mio. (konst. Wechselkurse)
Investitionen EUR 118,9 Mio. Etwa 9 % bis 10 % vom Umsatz Etwa 9 % bis 10 % vom Umsatz Etwa 9 % bis 10 % vom Umsatz Etwa 9 % bis 10 % vom Umsatz

UMSATZENTWICKLUNG

Der Konzernumsatz von Gerresheimer stieg im Geschäftsjahr 2013 um 3,8 % bzw. EUR 46,8 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2012. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Umsatzwachstum 5,8 %. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf das starke Wachstum in den Geschäftsbereichen Plastic Systems und Moulded Glass zurückzuführen. Während auch der Geschäftsbereich Tubular Glass zu dem Umsatzwachstum beitrug, entwickelte sich der Geschäftsbereich Life Science Research erwartungsgemäß rückläufig.

in Mio. EUR 2013 2012 Veränderung

in %
Umsatzerlöse
Plastic Systems 463,6 427,2 8,5
Moulded Glass 387,7 372,8 4,0
Tubular Glass 342,8 333,8 2,7
Life Science Research 86,8 99,6 -12,9
Zwischensumme 1.280,9 1.233,4 3,9
Innenumsätze -15,0 -14,3 -4,9
Summe Umsatzerlöse 1.265,9 1.219,1 3,8

Der Geschäftsbereich Plastic Systems steigerte seinen Umsatz im Jahr 2013 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 427,2 Mio. auf EUR 463,6 Mio. Dies entspricht einem Wachstum von 8,5 %. Bereinigt um Währungseffekte wurde ein Umsatzwachstum von 12,2 % erwirtschaftet. Im Wesentlichen trug die seit dem 20. Dezember 2012 konsolidierte Gesellschaft Triveni Polymers Private Ltd. (Triveni) zu der positiven Umsatzentwicklung des Geschäftsbereichs Plastic Systems bei. Bereinigt um die Akquisition von Triveni und die Währungseffekte betrug das Umsatzwachstum 7,7 %. Der organische Umsatzanstieg wurde im Geschäftsjahr 2013 sowohl im Bereich der Primärverpackungen als auch im Bereich der medizinischen Systeme erzielt. Hier konnten insbesondere in den Bereichen der Inhalatoren und Insulin-Pens Zuwächse erwirtschaftet werden. Nach außergewöhnlich hohen Umsätzen im Engineering- und Werkzeugbereich im 1. Quartal 2013 erreichten die Umsätze im gesamten Geschäftsjahr 2013 in der kumulierten Betrachtung wieder ein normales Niveau.

Der Geschäftsbereich Moulded Glass erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 bei einem Umsatz von EUR 387,7 Mio. ein Wachstum von 4,0 % gegenüber dem Vorjahr. Währungsbereinigt betrug der Umsatzanstieg 4,9 %, der im Geschäftsjahr 2013 auch durch die Integration der indischen Gesellschaft Neutral Glass begünstigt wurde. Die Umsätze des Unternehmens Neutral Glass sind in den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2012 erst ab April 2012, dem Zeitpunkt des Erwerbes, enthalten. Bereinigt um den anteiligen Umsatz von Neutral Glass und die Währungseffekte betrug das Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Moulded Glass 3,5 %. Hierbei konnte der Gerresheimer Konzern sowohl im Kosmetik- als auch im Pharmabereich erfreuliche Zuwachsraten verzeichnen.

Mit einem Umsatz von EUR 342,8 Mio. erzielte der Geschäftsbereich Tubular Glass ein Wachstum von 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Wechselkursbereinigt lag der Umsatz um 3,6 % über dem Wert des Vorjahres. Der Umsatz mit Fläschchen entwickelte sich im Geschäftsjahr 2013 insbesondere in China positiv. Zusammen mit dem Umsatz im Gx RTF®-Spritzensegment erklärt dies im Wesentlichen das Wachstum in diesem Geschäftsbereich.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Life Science Research betrug im Berichtsjahr EUR 86,8 Mio. und ging somit um 12,9 % (währungsbereinigt 10,9 %) zurück. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr anteilig die Umsätze der Gesellschaft Kimble Bomex Glass enthalten waren, die im September 2012 veräußert worden ist. Bereinigt man die Umsatzerlöse um diesen Effekt, lag der Umsatz währungsbereinigt 6,9 % unter dem Vorjahr. Die anhaltende Zurückhaltung unserer Distributoren bei der Platzierung von Bestellungen aufgrund der gekürzten Forschungsbudgets in den USA sowie weitere Bestandsreduzierungen waren die Hauptursache für diese, von uns bereits zu Jahresbeginn angekündigte, Entwicklung.

UMSATZ NACH WIRTSCHAFTSREGIONEN

Den weitaus größten Teil seines Konzernumsatzes erzielt Gerresheimer im Ausland. Der Auslandsumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf EUR 980,1 Mio. bzw. 77 %. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der im Ausland erzielte Umsatz EUR 942,0 Mio. bzw. 77 %. Die Regionen Europa und Amerika stellen für Gerresheimer weiterhin die wichtigsten geografischen Absatzregionen dar. Der Umsatz in den Schwellenländern lag im Geschäftsjahr 2013 bei EUR 217,6 Mio.; dies entspricht 17 % des Konzernumsatzes. Insgesamt blieben die Umsätze prozentual in allen Regionen auf dem Niveau des Vorjahres.

in Mio. EUR 2013 2012 Veränderung

in %
Europa (ohne Deutschland, Polen, Rumänien, Russland, Türkei und Ukraine) 446,0 409,4 8,9
Deutschland 285,8 277,1 3,1
Amerika (ohne Argentinien, Brasilien, Mexiko und Venezuela) 282,1 283,8 -0,6
Schwellenländer 217,6 214,8 1,3
Sonstige Regionen 34,4 34,0 1,2
Summe 1.265,9 1.219,1 3,8

Obwohl die Wirtschaftsleistung in Europa insgesamt weiter zurückging, lag der Umsatzanteil des Gerresheimer Konzerns dort weiterhin bei 35 %. Zusätzlich steuerte Deutschland hierzu einen Anteil von 23 % bei.

Mit einem Anteil von 22 % (Vorjahr: 23 %) am Konzernumsatz ist Amerika unverändert ein wichtiger Absatzmarkt des Gerresheimer Konzerns. Aufgrund der Präsenz weltweit operierender Pharmaunternehmen und des Bevölkerungspotenzials bleiben insbesondere die USA auch in Zukunft eine der Kernregionen unserer wirtschaftlichen Tätigkeit.

Der Umsatz in den Schwellenländern trug in 2013 mit EUR 217,6 Mio. bzw. mit 17 % (Vorjahr: EUR 214,8 Mio. bzw. 18 %) zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Brasilien, Indien, China und Polen sind dabei die Hauptumsatzträger.

ERTRAGSLAGE

Das Adjusted EBITDA des Gerresheimer Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2013 auf EUR 249,8 Mio. (Vorjahr: EUR 239,9 Mio.) bzw. währungsbereinigt auf EUR 254,0 Mio. Diese Entwicklung entspricht einer Steigerung um EUR 9,9 Mio. oder 4,1 %. Die Adjusted EBITDA-Marge lag bei 19,7 % und damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres (angepasst um die Effekte auf die Pensionsrückstellungen aus der frühzeitigen Anwendung des IAS 19 (revised 2011)) von 19,7 %.

in Mio. EUR 2013 Pro-Forma1)2012 Veränderung

in %
Adjusted EBITDA
Plastic Systems 109,9 92,9 18,3
Moulded Glass 85,0 81,6 4,2
Tubular Glass 63,9 70,2 -9,0
Life Science Research 11,5 13,5 -15,3
Zwischensumme 270,3 258,2 4,7
Zentralstellen/Konsolidierung -20,5 -18,3 -12,0
Summe Adjusted EBITDA 249,8 239,9 4,1

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012. Eine ausführliche Erläuterung der Anpassungseffekte ist dem Anhang zu diesem Konzernabschluss zu entnehmen.

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereichs Plastic Systems stieg um EUR 17,0 Mio. auf EUR 109,9 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug 23,7 % nach 21,8 % im Vorjahr. Hierin enthalten ist ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von EUR 7,5 Mio. aus der Fair Value-Bewertung der Put-Option Triveni zum Bilanzstichtag. Bereinigt um diesen Effekt betrug die Adjusted EBITDA-Marge 22,1 %. Trotz der Kosten für Produktanläufe sowie gewährter Rabatte für zwei Großkunden verbesserte sich die Marge im Geschäftsjahresverlauf und übertraf das Niveau des Geschäftsjahres 2012 leicht.

Im Geschäftsbereich Moulded Glass verbesserte sich das Adjusted EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % auf EUR 85,0 Mio. im Jahr 2013. Die Adjusted EBITDA-Marge blieb mit 21,9 % auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des eher schwachen Starts in das Geschäftsjahr 2013 und der damit zusammenhängenden Kapazitätsanpassungen im 1. Quartal 2013 bewerten wir dies als gute Leistung.

Der Geschäftsbereich Tubular Glass blieb mit einem Adjusted EBITDA von EUR 63,9 Mio. im Geschäftsjahr 2013 hinter dem Adjusted EBITDA des Vorjahres von EUR 70,2 Mio. zurück. Die Adjusted EBITDA-Marge ging von 21,0 % auf nunmehr 18,6 % zurück. Die Maßnahmen zur Stabilisierung der Ampullenproduktion in Mexiko wurden weiter planmäßig umgesetzt. Obwohl sich die Ausschussraten in unserem Werk in Bünde weiter rückläufig entwickeln, sind die Kosten zur Herstellung qualitativ hochwertiger Gx RTF®-Spritzen weiterhin sehr hoch. Nachdem wir in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013 technische Lösungen für die Spezifikationsanforderungen der Kunden gefunden hatten, ging es in der zweiten Jahreshälfte 2013 um Produktivitätsverbesserungen.

Der Geschäftsbereich Life Science Research konnte das Adjusted EBITDA aus 2012 im Berichtsjahr 2013 nicht erreichen. Als Hauptgrund kann hier der deutlich niedrigere Umsatz angeführt werden. Das Adjusted EBITDA ging als Folge von EUR 13,5 Mio. in 2012 auf nunmehr EUR 11,5 Mio. zurück. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug im Geschäftsjahr 2013 13,2 % gegenüber 13,6 % im Geschäftsjahr 2012. Trotz des erfolgreichen Kostenmanagements im Zusammenhang mit den Umsatzrückgängen konnte das Niveau der Marge aus dem Vorjahr nicht ganz erreicht werden.

Die Kosten der Zentralstellen bzw. die Konsolidierungseffekte liegen mit EUR 20,5 Mio. um EUR 2,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr ein positiver Einmaleffekt aus der Bewertung der Pensionen enthalten war. Dieser führte dazu, dass wir im Geschäftsjahr 2012 einen Ertrag aus der Pensionsbewertung verbuchen konnten. In diesem Jahr ist dagegen ein Aufwand enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Adjusted EBITDA zum Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit:

in Mio. EUR 2013 Pro-Forma3) 2012 Veränderung
Adjusted EBITDA 249,8 239,9 9,9
Restrukturierungsaufwendungen 4,8 -4,8
Einmalige Aufwendungen und Erträge1) 3,8 5,5 1,7
EBITDA 241,2 234,4 6,8
Abschreibung Fair Value--Anpassungen2) 19,0 18,0 -1,0
Planmäßige Abschreibungen 83,7 82,0 -1,7
Buchverlust aus Desinvestition 5,6 2,6 -3,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 132,9 131,8 1,1

1) Die Position „einmalige Aufwendungen und Erträge“ umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen unter anderem diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als „Restrukturierungsaufwendungen“ auszuweisen sind.

2) Die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese im Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Neugründung des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008, der Akquisition von Vedat im März 2011, der Akquisition von Neutral Glass im April 2012 sowie der Akquisition von Triveni im Dezember 2012.

3) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012. Eine ausführliche Erläuterung der Anpassungseffekte ist dem Anhang zu diesem Konzernabschluss zu entnehmen.

Ausgehend von dem Adjusted EBITDA leiten Restrukturierungsaufwendungen sowie einmalige Erträge und Aufwendungen zum EBITDA über. Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 4,8 Mio. beinhalten im Wesentlichen Abfindungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung und Straffung der Geschäftsbereiche. Im Kontext unserer Q3-Quartalsfinanzberichterstattung hatten wir bereits kommuniziert, dass durch die Zusammenfassung vor allem der operativen und administrativen Leitungsfunktionen voraussichtlich Kosten in Höhe eines mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrages anfallen können.

Der Saldo der einmaligen Aufwendungen und Erträge in Höhe von EUR 3,8 Mio. enthält im Geschäftsjahr 2013 einen Betrag von EUR 3,0 Mio. im Zusammenhang mit der erläuterten Neuordnung der Geschäftsbereiche und EUR 0,8 Mio. Aufwendungen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Akquisitionsprojekten stehen.

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 19,0 Mio. sind aufgrund von Portfoliobereinigung sowie der Abschreibung eines Markennamens als Folge der Aufgabe des Namens im kommenden Jahr über den Vorjahreswert von EUR 18,0 Mio. angestiegen. Die planmäßigen Abschreibungen sind um EUR 1,7 Mio. höher als im Vorjahr. Dies ist insbesondere auf die hohe Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2013 zurückzuführen.

Der Buchverlust aus Desinvestitionen des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von EUR 5,6 Mio. ist im Zusammenhang mit den bereits im Quartals-finanzbericht zum 3. Quartal 2013 angekündigten Portfoliobereinigungen angefallen und entspricht den damals kommunizierten ca. EUR 5 Mio. So haben wir uns unter anderem entschieden, unsere Anteile an der Minderheitsgesellschaft Beijing Gerresheimer Glass Co., Ltd. zu veräußern. Der Buchverlust aus Desinvestitionen in Höhe von EUR 2,6 Mio. im Vorjahr betrifft die Veräußerung von Kimble Bomex Glass. Insgesamt erzielte der Gerresheimer Konzern damit ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit, das mit EUR 132,9 Mio. um EUR 1,1 Mio. über dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit des Vorjahres liegt.

WESENTLICHE POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2013

-in Mio. EUR
in % vom Umsatz Pro-Forma1) 2012-

in Mio. EUR
in % vom Umsatz
Umsatzerlöse 1.265,9 1.219,1
Herstellungskosten -901,7 -71 -858,3 -70
Vertriebskosten -140,3 -11 -134,2 -11
Verwaltungskosten -90,9 -7 -86,6 -7
Restrukturierungskosten -4,8 0 0
Sonstige Aufwendungen und Erträge 4,7 0 -8,2 -1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 132,9 10 131,8 11
Finanzergebnis (netto) 2) -34,2 -3 -33,3 -3
Ertragsteuern -30,2 -2 -30,2 -2
Konzern-ergebnis 68,5 5 68,3 6
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 6,3 6,3
Ergebnisanteil der Anteils-eigner des Mutterunternehmens 62,2 62,0
Bereinigtes Konzernergebnis (Adjusted Net Income) 103,5 88,3
Bereinigtes Konzernergebnis 3,08 2,62
je Aktie in EUR

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012. Eine ausführliche Erläuterung der Anpassungseffekte ist dem Anhang zu diesem Konzernabschluss zu entnehmen.

2) Das Finanzergebnis (netto) umfasst Zinserträge sowie Zinsaufwendungen bezogen auf die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns. Zudem werden unter dem Finanzergebnis (netto) auch der Nettozinsaufwand für Pensionsrückstellungen sowie Währungseffekte aus den Finanzierungsgeschäften und den dazugehörigen derivativen Sicherungsgeschäften ausgewiesen.

FUNKTIONSKOSTEN

Die Herstellungskosten stiegen um 5 % auf EUR 901,7 Mio. (Vorjahr: EUR 858,3 Mio.). Ursächlich für den Anstieg waren insbesondere die gestiegenen Personalkosten sowie die gestiegenen Kosten für Leih- und Zeitarbeiter im Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum. Die Vertriebskosten sind im Verhältnis zum Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Absolut stiegen die Vertriebskosten um EUR 6,1 Mio., auch hier im Wesentlichen in Verbindung mit den Personalkosten. Die Verwaltungskosten sind im Verhältnis zum Umsatz ebenfalls auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2012 geblieben.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 12,9 Mio. verbessert. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Ertrag aus der Fair Value-Bewertung der Put-Option Triveni zum Bilanzstichtag zurückzuführen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb von 75 % der Anteile an Triveni zum 20. Dezember 2012 hat Gerresheimer den Minderheitsgesellschaftern das Recht eingeräumt, die verbliebenen 25 % ab dem 1. April 2016 zum Kauf anzudienen. Der Kaufpreis basiert auf dem lokalen EBITDA der Gesellschaft Triveni für das am 31. März 2016 endende Geschäftsjahr. Aufgrund der Fair Value-Bewertung der Put-Option zum Bilanzstichtag wurde die Kaufpreisverbindlichkeit um EUR 7,5 Mio. reduziert.

FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2013 resultiert in einem Aufwand von EUR 34,2 Mio. und liegt damit um EUR 0,9 Mio. über dem Pro-Forma-Vorjahreswert in Höhe von EUR 33,3 Mio. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen höhere Zinsaufwendungen aus den Put-Option-Verbindlichkeiten gegenüber den Minderheitsgesellschaftern der Neutral Glass sowie der Triveni.

ERTRAGSTEUERN

Der Ertragsteueraufwand beträgt EUR 30,2 Mio. nach EUR 30,2 Mio. im Vorjahr. Zum 30. November 2013 beträgt die Steuerquote 30,6 % und entspricht damit der Steuerquote des Vorjahres. Wir hatten im 1. Quartal 2013 darauf hingewiesen, dass uns im Rahmen der Betriebsprüfung bei einer unserer Gesellschaften in Brasilien eine Beanstandung gemeldet wurde. Demzufolge wurde die Akquisitionsstruktur bei Erwerb der Gesellschaft Allplas Embalagens Ltda., Sao Paulo, steuerlich nicht akzeptiert. Als Folge wurden Steuervorteile nicht anerkannt. Den hieraus resultierenden Steueraufwand haben wir zum 30. November 2013 in Höhe von EUR 3,7 Mio. erfasst. Daneben wurde mittlerweile die deutsche Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2004 sowie für zwei Teilbereiche bis einschließlich 2008 abgeschlossen. Für die sich hieraus ergebenden zusätzlichen Steueraufwendungen wurde ebenfalls eine entsprechende Vorsorge getroffen. Würde die Steuerquote um die oben genannten Sondereffekte bereinigt, ergäbe sich eine bereinigte Steuerquote von 21,7 %. Steuerreduzierend wirken hierbei im Wesentlichen die auf Minderheitsgesellschafter entfallende Steuern, ein steuerfreier Investitionszuschuss einer tschechischen Gesellschaft sowie Steuerfreibeträge bezüglich der amerikanischen Inlandsproduktion und die Nachaktivierung von Verlustvorträgen aus Vorjahren aufgrund positiver Unternehmensentwicklung.

KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS

Zum 30. November 2013 wies der Gerresheimer Konzern damit ein gegenüber dem Vorjahr leicht höheres Konzernergebnis von EUR 68,5 Mio. aus (Vorjahr: EUR 68,3 Mio.).

in Mio. EUR 2013 Pro-Forma1) 2012 Veränderung
Konzernergebnis 68,5 68,3 0,2
Abschreibung Fair -Value-Anpassungen 19,0 18 1,0
darauf entfallender -Steuereffekt -5,6 -4,9 -0,7
Restrukturierungs-aufwendungen 4,8 4,8
darauf entfallender -Steuereffekt -1,4 -1,4
Einmalige Aufwendungen und Erträge 3,8 5,5 -1,7
darauf entfallender -Steuereffekt -1,1 -1,6 0,5
Zinsen aus dem -Schiedsgerichtsverfahren 0,6 -0,6
darauf entfallender -Steuereffekt -0,2 0,2
Buchverlust Desinvestition 5,6 2,6 3,0
darauf entfallender -Steuereffekt -0,8 -0,8
Steuerliche Sondereffekte 10,7 10,7
Bereinigtes -Konzernergebnis 103,5 88,3 15,2
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 6,3 6,3 0,0
Abschreibung Fair -Value-Anpassungen 0,7 0,7
darauf entfallender -Steuereffekt -0,2 -0,2
Buchverlust Desinvestition -0,3 0,3
darauf entfallender -Steuereffekt
Bereinigte Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 6,8 6,0 0,8
Bereinigtes Ergebnis nach Minderheiten 96,7 82,3 14,4

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012. Eine ausführliche Erläuterung der Anpassungseffekte ist dem Anhang zu diesem Konzernabschluss zu entnehmen.

Das bereinigte Konzernergebnis bzw. Adjusted Net Income (definiert als: Konzernergebnis inklusive der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im Geschäftsjahr 2013 EUR 103,5 Mio. nach EUR 88,3 Mio. im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich damit auf EUR 3,08 nach EUR 2,62 im Vorjahr (jeweils nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen).

GEWINNVERWENDUNG (DIVIDENDENVORSCHLAG)

Vorstand und Aufsichtsrat der -Gerresheimer AG werden der Hauptversammlung am 30. April 2014 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,70 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,65 je Aktie) für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von EUR 22,0 Mio. Des Weiteren wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 67,7 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen. Damit profitieren die Gerresheimer Aktionäre vom Geschäftserfolg des Gerresheimer Konzerns.

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSDARSTELLUNG

Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:

Aktiva in Mio. EUR 30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Veränderung in %
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanz-investition gehaltene Immobilien 1.115,3 1.052,5 6,0
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0,1 3,7 -97,3
Sonstige langfristige -Vermögenswerte 13,4 15,2 -11,8
Langfristige Aktiva 1.128,8 1.071,4 5,4
Vorräte 194,5 189,0 2,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 192,6 179,4 7,4
Sonstige kurzfristige -Vermögenswerte 99,9 116,1 -14,0
Kurzfristige Aktiva 487,0 484,5 0,5
Bilanzsumme 1.615,8 1.555,9 3,8
Passiva in Mio. EUR 30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Veränderung in %
Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 563,4 538,2 4,7
Langfristige Rückstellungen 165,7 195,3 -15,2
Finanzverbindlichkeiten 404,6 418,9 -3,4
Sonstige langfristige -Verbindlichkeiten 48,5 39,3 23,4
Langfristige Schulden 618,8 653,5 -5,3
Finanzverbindlichkeiten 103,8 44,1 135,4
Verbindlichkeiten aus -Lieferungen und Leistungen 127 154,3 -17,7
Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 202,8 165,8 22,3
Kurzfristige Schulden 433,6 364,2 19,1
Bilanzsumme 1.615,8 1.555,9 3,8

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012. Eine ausführliche Erläuterung der Anpassungseffekte ist dem Anhang zu diesem Konzernabschluss zu entnehmen.

Die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns betrug zum 30. November 2013 EUR 1.615,8 Mio. Sie lag damit um EUR 59,9 Mio. bzw. 3,8 % über dem Wert des Vorjahres. Diese Entwicklung war insbesondere auf die unterjährig getätigten Akquisitionen und die Investitionen in Sachanlagen zurückzuführen, die die Abschreibungen überstiegen.

BILANZSTRUKTUR UND KENNZAHLEN

Die langfristigen Aktiva haben sich auf EUR 1.128,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1.071,4 Mio.) erhöht. Dies entspricht einem Anstieg um EUR 57,4 Mio. bzw. 5,4 %. Der Anteil der langfristigen Aktiva an der Bilanzsumme ist auf 69,9 % (Vorjahr: 68,9 %) gestiegen. Die kurzfristigen Aktiva stiegen zum Bilanzstichtag um 0,5 % auf EUR 487,0 Mio. (Vorjahr: EUR 484,5 Mio.). Bezogen auf die Bilanzsumme lag ihr Anteil bei 30,1 % (Vorjahr: 31,1 %). Höhere Investitionen, die getätigte Akquisition und dadurch bedingt rückläufige Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente prägten die Aktivseite der Bilanz im Geschäftsjahr 2013.

LANGFRISTIGE AKTIVA

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beliefen sich am Bilanzstichtag auf einen Wert von EUR 1.115,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1.052,5 Mio.). Der Anstieg ist im Wesentlichen die Folge der Erstkonsolidierung von Triveni, aus der ein Goodwill in Höhe von EUR 33,3 Mio. sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 41,6 Mio. resultierten. Planmäßige Abschreibungen verringerten das Anlagevermögen um EUR 83,7 Mio. (Vorjahr: EUR 82,0 Mio.). Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrugen EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) und sind als Aufwendungen aus Desinvestitionen zu sehen. Sie sind auf die im 3. Quartal 2013 angekündigten Portfoliobereinigungen zurückzuführen. Das Anlagevermögen hat sich durch Investitionen um EUR 119,1 Mio. (Vorjahr: EUR 118,9 Mio.) erhöht.

Die Anteile der at equity bewerteten Unternehmen gingen von EUR 3,7 Mio. im Geschäftsjahr 2012 auf EUR 0,1 Mio. zurück. Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 haben wir uns entschlossen, unsere Anteile an unserer Minderheitsgesellschaft in China zu veräußern. Auf der Basis des vorliegenden Vertragsentwurfs haben wir den Beteiligungsbuchwert vollständig abgeschrieben.

Die sonstigen langfristigen Aktiva sind um 11,8 % auf EUR 13,4 Mio. (Vorjahr: EUR 15,2 Mio.) gesunken. Sie enthalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche für Pensionsleistungen in Höhe von EUR 4,1 Mio., sonstige Ausleihungen in Höhe von EUR 1,0 Mio. sowie aktive latente Steuern in Höhe von EUR 7,6 Mio.

KURZFRISTIGE AKTIVA

Die Vorräte sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 5 % gestiegen. Die Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag EUR 194,5 Mio. (Vorjahr: EUR 189,0 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf EUR 192,6 Mio. (Vorjahr: EUR 179,4 Mio.). Die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insbesondere aufgrund des Umsatzwachstums angestiegen. Der Anteil der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 24,0 % im Vergleich zu 23,7 % im Vorjahr.

Die sonstigen kurzfristigen Aktiva sind auf EUR 99,9 Mio. (Vorjahr: EUR 116,1 Mio.) gesunken. Dies entspricht einem Rückgang um 14,0 %. Vor allem die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um 15,1 % auf EUR 73,1 Mio. verringert. Sie wurden im Wesentlichen für die im Geschäftsjahr getätigte Akquisition, für die Investitionen in Sachanlagen sowie für die Zahlung der Dividende verwendet.

EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile betrug EUR 563,4 Mio. nach EUR 538,2 Mio. im Vorjahr. Zum 30. November 2013 lag die Eigenkapitalquote bei 34,9 % nach 34,6 % zum Geschäftsjahresende 2012. Ausschüttungen verringerten das Eigenkapital um EUR 28,8 Mio. Gegenläufig wirkt das positive Konzernergebnis in Höhe von EUR 68,5 Mio.

LANGFRISTIGE SCHULDEN

Die langfristigen Schulden beliefen sich auf EUR 618,8 Mio. (Vorjahr: EUR 653,5 Mio.). Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 34,7 Mio. gesunken. Die langfristigen Rückstellungen gingen um 15,2 % zurück. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der Pensionsrückstellungen durch die laufenden Inanspruchnahmen zurückzuführen. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind um EUR 14,3 Mio. gesunken und beliefen sich am Bilanzstichtag auf EUR 404,6 Mio. (Vorjahr: EUR 418,9 Mio.). Das ist ein Rückgang von 3,4 %. Dagegen sind die langfristigen latenten Steuerschulden angestiegen.

KURZFRISTIGE SCHULDEN

Die kurzfristigen Schulden lagen zum Bilanzstichtag bei EUR 433,6 Mio., ein Plus von 19,1 % gegenüber dem Vorjahr. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag damit bei 26,8 % (Vorjahr: 23,4 %). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen stichtagsbedingt auf EUR 127,0 Mio. (Vorjahr: EUR 154,3 Mio.) zurück. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag EUR 45,7 Mio. nach EUR 43,0 Mio. im Vorjahr. Hierin sind insbesondere Rückstellungen für Personalverpflichtungen enthalten, die aufgrund der Restrukturierung im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag EUR 119,5 Mio. (Vorjahr: EUR 95,1 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen.

NET WORKING CAPITAL

Das Net Working Capital des Gerresheimer Konzerns lag zum 30. Novem-ber 2013 mit EUR 201,9 Mio. um EUR 26,7 Mio. höher als zum 30. November 2012.

in Mio. EUR 30.11.2013 30.11.2012
Vorräte 194,5 189,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 192,6 179,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und -Leistungen 127,0 154,3
Erhaltene Anzahlungen 58,2 38,9
Net Working Capital 201,9 175,2

Der Anstieg des Net Working Capitals im Vergleich zum Vorjahr ist einerseits mit EUR 4,9 Mio. auf die neu erworbene indische Gesellschaft Triveni zurückzuführen, die im Vorjahr noch nicht enthalten war. Andererseits ist das Net Working Capital insbesondere aufgrund der zum Bilanzstichtag geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gestiegen.

AUßERBILANZIELLE POSITIONEN

Am Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von EUR 50,3 Mio. (Vorjahr: EUR 47,8 Mio.). Sie umfassen operatives Leasing und Mietverträge für Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und EDV. Dagegen nutzte der Gerresheimer Konzern nur in vernachlässigbarem Umfang außerbilanzielle Finanzinstrumente wie Forderungsverkäufe. Des Weiteren bestanden in geringem Umfang Bürgschaften zugunsten von Leasinggesellschaften.

EINFLUSS DER BILANZPOLITIK

Der Gerresheimer Konzern hat sich für die vorzeitige Anwendung von IAS 19 Employee Benefits (revised 2011) zum 1. Dezember 2012 entschieden. Im Konzernabschluss und im Lagebericht sind die Vorjahreswerte entsprechend angepasst worden. Eine ausführliche Erläuterung der Anpassungseffekte ist dem Konzernanhang zu entnehmen. Ansonsten sind im Konzernabschluss keine weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie damit verbundene Wahlrechte angewandt worden, die von den Vorjahren abweichen und bei einer anderen Anwendung einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gehabt hätten. Angaben zum Einfluss der Verwendung von Schätzungen sowie zu den getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen finden sich im Konzernanhang.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Die finanzielle Steuerung und Optimierung des Gerresheimer Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral aus dem Konzern Treasury der -Gerresheimer AG. Vornehmliches Ziel ist es, die Liquidität jederzeit durch eine zentrale Beschaffung der Finanzmittel und die aktive Steuerung der Fremdwährungs- sowie der Zinsänderungsrisiken zu sichern. Die stets angemessene Ausstattung mit Finanzmitteln stellen wir durch eine rollierende Liquiditätsplanung und ein zentrales Cash-Management sicher.

Um die Entscheidungs- und Steuerungsprozesse im Rahmen der Liquiditätssicherung, der Finanzplanung und des diesbezüglichen Risikomanagements zu institutionalisieren, hat der Vorstand einen Anlagenausschuss eingesetzt. Dieser besteht aus dem Finanzvorstand sowie den Leitern der Abteilungen Unternehmensentwicklung und Controlling, Mergers & Acquisition und Trea-sury und tritt grundsätzlich einmal pro Quartal zusammen. Zentrale Aufgabe des Anlagenausschusses ist es, die relevanten finanziellen Rahmenbedingungen für den Gerresheimer Konzern zu diskutieren und zu überwachen. Dabei werden mögliche Veränderungen von externen Einflussfaktoren durch aktuelle Marktprognosen ebenso bewertet wie die Finanzierungssituation und strategische Wachstumsoptionen. Alle Ideen und anstehenden Maßnahmen von größerem finanziellem Umfang laufen hier zusammen und werden auf ihre Finanzierbarkeit und unter Risikogesichtspunkten nochmals durchleuchtet. So haben wir in Ergänzung zum durchgängigen Vieraugenprinzip eine zusätzliche Kontroll- und Früherkennungsinstanz geschaffen.

Aufgrund unserer globalen Geschäftstätigkeit setzen wir verschiedene Instrumente ein, um ein effektives Finanzmanagement zu betreiben. Dadurch minimieren wir negative Auswirkungen von Ausfall-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Cash Flows des Gerresheimer Konzerns.

Aus dem Forderungsbestand ist der Gerresheimer Konzern maximal bis zur Höhe der Forderungsbuchwerte einem Kreditausfallrisiko ausgesetzt. Der Konzern räumt im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Zahlungsziele ein und nimmt laufend Bewertungen der Debitoren hinsichtlich bestimmter Finanzkonditionen seiner Kunden vor (Bonitätskontrolle). Für zweifelhafte Forderungen werden Wertminderungen erfasst. Als Maßstab des Ausfallrisikos bestimmter Kunden dienen Erfahrungen mit dem Einzug von Forderungen in der Vergangenheit sowie sonstige Informationen. Dem Adressenausfallrisiko begegnet der Konzern mit der Beschränkung auf Vertragspartner guter bis sehr guter Bonität. Grundlage bilden die Bewertungen nationaler und internationaler Kreditauskunfteien und die konsequente Einhaltung des von der Warenkreditversicherung oder intern vorgegebenen Risikolimits.

Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung tätigt der Gerresheimer Konzern zahlreiche Geschäfte in fremden Währungen. Um dem damit verbundenen Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen zu begegnen, werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die die Cash Flows aus noch nicht erfüllten Aufträgen in Fremdwährungen absichern. Aufträge, Forderungen oder Verbindlichkeiten werden regelmäßig im Zeitpunkt ihrer Entstehung durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Um Zinsänderungsrisiken zu begegnen, tätigt Gerresheimer Zinsswapgeschäfte für einen Teil seiner Rahmenkreditfinanzierung.

Die Liquiditätssicherung des Gerresheimer Konzerns, unter Berücksichtigung von entsprechenden Reserven für mögliche Sondereinflüsse, ist fester Bestandteil der laufenden Liquiditätssteuerung. Hierbei ermöglicht der konzerninterne Finanzausgleich im Rahmen des sogenannten Cash-Poolings und von Intercompany-Darlehen eine effiziente Nutzung von Liquiditätsüberschüssen einzelner Konzerngesellschaften für den Bedarf an Finanzmitteln anderer Konzerngesellschaften. Im Geschäftsjahr 2013 bestanden durch ausreichende Cash-Pool-Kreditlinien sowie hinreichende Intercompany-Darlehen weder Finanzierungs- noch Liquiditätsengpässe.

FINANZIERUNGSINSTRUMENTE

Die Rahmenfinanzierung des Gerresheimer Konzerns ruht auf zwei Säulen. Sie erfolgt zum einen über eine am 19. Mai 2011 zum Kurs von 99,40 % ausgegebene Schuldverschreibung über EUR 300 Mio. mit einem Zinskupon von 5,00 % p. a. und siebenjähriger Laufzeit und einer daraus folgenden Endfälligkeit im Jahr 2018. Zum anderen wurde am 9. März 2011 ein Konsortialkredit mit fünfjähriger Laufzeit unterzeichnet, der sich in ein langfristiges Tilgungsdarlehen in Höhe von ursprünglich EUR 150 Mio. (vollständig gezogen in US-Dollar und rückzahlbar in vier Jahresraten über jeweils 15 % und einer Abschlusstilgung über 40 % des Darlehenswertes) und ein revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 250 Mio. aufspaltet. Die dem Konsortialkredit zugrundeliegenden Financial Covenants gliedern sich auf in Zinsdeckungskennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA zu Finanzergebnis), EBITDA Leverage (Verhältnis Nettofinanzschulden zu Adjusted EBITDA), EBITDA-Kennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA des Konzerns zu Adjusted EBITDA der mithaftenden Gesellschaften und der über einen Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Gesellschaften) und Vermögenswertkennzahlen (Verhältnis der bereinigten Konzernvermögenswerte zu den bereinigten Vermögenswerten der mithaftenden Gesellschaften und der über einen Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Gesellschaften). Das langfristige Tilgungsdarlehen wird über einen Basiszinssatz entsprechend dem US-Dollar-Libor zuzüglich eines Margenaufschlags zwischen 1,10 % und 2,40 % je nach dem Erfüllungsgrad der EBITDA Leverage-Covenant verzinst. Das revolvierende Darlehen wird über einen Basiszins entsprechend dem Euribor für die jeweilige Ziehungsperiode zuzüglich eines Margenaufschlags zwischen 0,90 % und 2,20 % je nach dem Erfüllungsgrad der EBITDA Leverage-Covenant verzinst.

Daneben finanzieren sich unsere ausländischen Tochtergesellschaften über zugesagte bilaterale Kreditlinien in Höhe von umgerechnet EUR 15,2 Mio.

FINANZVERBINDLICHKEITEN UND KREDITLINIEN

Im Geschäftsjahr 2013 hat der Gerresheimer Konzern keine neuen Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen.

Die Nettofinanzschulden haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio. EUR 30.11.2013 Pro-Forma2) 30.11.2012
Finanzschulden
Konsortialkredite
Langfristiges Darlehen1) 106,7 135,8
Revolvierendes Darlehen1) 68,8
Summe Konsortialkredite 175,5 135,8
Schuldverschreibung – Euro Bond 300,0 300,0
Lokale Kreditlinien1) 9,1 10,0
Finanzierungsleasing 5,1 6,8
Summe Finanzschulden 489,7 452,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 73,1 86,1
Nettofinanzschulden 416,6 366,5
Adjusted EBITDA 249,8 239,9
Adjusted EBITDA Leverage 1,7 1,5

1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: zum 30. November 2012: EUR 1,00/USD 1,2986; zum 30. November 2013: EUR 1,00/USD 1,3611.

2) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012. Eine ausführliche Erläuterung der Anpassungseffekte ist dem Anhang zu diesem Konzernabschluss zu entnehmen.

Die Nettofinanzschulden sind zum 30. November 2013 gegenüber dem Vorjahr um EUR 50,1 Mio. gestiegen und betragen nun EUR 416,6 Mio. nach EUR 366,5 Mio. im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Zahlung des Kaufpreises für die Akquisition von Triveni in Höhe von EUR 52,2 Mio. und den Zukauf von weiteren Anteilen an Neutral Glass in Höhe von EUR 2,4 Mio. zurückzuführen.

Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, betrug zum Bilanzstichtag 1,7 im Vergleich zu 1,5 im Vorjahr.

Die im Jahr 2013 ausgewiesenen Konsortialkredite umfassten den aktuellen Stand (EUR 106,7 Mio.) des langfristigen Tilgungsdarlehens in Höhe von ursprünglich EUR 150,0 Mio. (vollständig gezogen in US-Dollar) sowie das im Rahmenkreditvertrag zugesagte revolvierende Darlehen in Höhe von EUR 250,0 Mio. Das revolvierende Darlehen war zum 30. November 2013 in Höhe von EUR 68,8 Mio. in Anspruch genommen und steht somit in Höhe von EUR 181,2 Mio. für Investitionen, Akquisitionen sowie für weitere betriebliche Zwecke zur Verfügung.

UNTERNEHMENSVERKÄUFE UND -ZUKÄUFE

Im Dezember 2012 wurde die indische Gesellschaft Triveni Polymers Private Ltd. (Triveni) mit Sitz in Neu-Delhi erworben. Triveni ist ein Hersteller von pharmazeutischen Verpackungen aus Kunststoff. Diese Akquisition ist ein optimaler Baustein, um die Position des Gerresheimer Konzerns in den Schwellenländern weiter auszubauen. Weitere Informationen finden Sie im Anhang unter der Textziffer (2).

INVEStitionsanalyse

Im Geschäftsjahr 2013 tätigte Gerresheimer die folgenden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:

in Mio. EUR 2013 2012 Veränderung

in %
Plastic Systems 43,3 43,6 -0,7
Moulded Glass 37,7 40,7 -7,4
Tubular Glass 37,2 32,6 14,1
Life Science Research 0,9 1,6 -43,8
Zentralstellen 0,4 -100,0
Summe Investitionen 119,1 118,9 0,2

Investitionsschwerpunkte waren auch in diesem Geschäftsjahr Wachstumsprojekte und Kapazitätserweiterungen, insbesondere im Bereich Plastic Systems, sowie planmäßig durchgeführte Generalüberholungen von Schmelzwannen. Des Weiteren erfolgten planmäßige Investitionen zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätssicherung und -verbesserung sowie zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften.

Den Schwerpunkt der Investitionen im Geschäftsbereich Plastic Systems bildete der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten an unserem deutschen Standort in Pfreimd sowie unserem tschechischen Standort in Horsovsky Tyn.

Investitionen im Geschäftsbereich Moulded Glass betrafen hauptsächlich die Anschaffung einer Glasproduktionsmaschine in einem deutschen Werk. Zudem stellen die turnusmäßige Generalüberholung von zwei Schmelzwannen, teilweise verbunden mit Kapazitätserweiterungen, sowie Ausgaben für Formen, Werkzeuge und Modernisierungsmaßnahmen wesentliche Investitionen dar.

Wesentliche Investitionen im Geschäftsbereich Tubular Glass waren insbesondere die Investitionen in die vierte Gx RTF®-Linie (Produktionslinie zur Herstellung von vorfüllbaren Spritzen). Zudem waren Mittel für die turnusmäßige Generalüberholung einer Schmelzwanne in den Investitionen enthalten.

Die Reinvestitionsquote (Verhältnis Investitionen in Sachanlagen zu planmäßigen Abschreibungen) lag bei rund 142 % (Vorjahr: 145 %).

Die Investitionen verteilen sich folgendermaßen auf die Wirtschaftsregionen:

in Mio. EUR 2013 2012 Veränderung

in %
Amerika 15,9 18,3 -13,1
Schwellenländer 24,7 17,6 40,3
Europa 30,0 20,4 47,1
Deutschland 48,5 62,6 -22,5
Summe Investitionen 119,1 118,9 0,2

Im Geschäftsjahr 2013 entfielen aus regionaler Sicht 13 % der Sachinvestitionen auf Amerika (Vorjahr: 15 %), 21 % auf die Schwellenländer (Vorjahr: 15 %) und 25 % auf das europäische Ausland (Vorjahr: 17 %). Deutschland stellte mit 41 % wiederum den Investitionsschwerpunkt dar (Vorjahr: 53 %). Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungsmaßnahmen im Geschäftsbereich Plastic Systems, den Ausbau der Gx RTF®-Spritzen-Kapazitäten im Geschäftsbereich Tubular Glass und die Generalüberholung einer Schmelzwanne im Geschäftsbereich Moulded Glass.

OPERATING CASH FLOW

in Mio. EUR 2013 Pro-Forma1) 2012
Adjusted EBITDA 249,8 239,9
Veränderung des Net Working Capitals -26,3 3,6
Investitionen -119,1 -118,9
Operating Cash Flow 104,4 124,6
Gezahlte Zinsen (netto) -22,6 -22,5
Gezahlte Steuern (netto) -29,6 -19,4
Pensionszahlungen -15,3 -15,2
Sonstiges -6,6 -10,1
Freier Cash Flow vor Akquisitionen 30,3 57,4
Akquisition -52,2 -32,4
Finanzierungstätigkeit 11,5 -69,9
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -10,4 -44,9

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised) zum 1. Dezember 2012. Eine ausführliche Erläuterung der Anpassungseffekte ist dem Anhang zu diesem Konzernabschluss zu entnehmen.

Im Wesentlichen bedingt durch die Veränderung des Net Working Capitals, und hierbei insbesondere durch den in der Vergangenheit stichtagsbedingten höheren Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, ging der Operating Cash Flow um EUR 20,2 Mio. zurück. Die gezahlten Steuern stiegen um EUR 10,2 Mio. und enthalten im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen Steuernachzahlungen aufgrund von abgeschlossenen Betriebsprüfungen sowie höhere Steuervorauszahlungen aufgrund aufgebrauchter Verlustvorträge.

KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Mio. EUR 2013 2012
Mittelzufluss aus der laufenden -Geschäftstätigkeit 146,7 173,6
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -168,6 -148,6
Mittelzu-/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 11,5 -69,9
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -10,4 -44,9
Wechselkursbedingte Änderungen des -Finanzmittelbestandes -2,6 -0,4
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 86,1 131,4
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 73,1 86,1

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit ging im Geschäftsjahr 2013 um 15,5 % auf EUR 146,7 Mio. zurück. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den deutlichen Anstieg des Net Working Capitals und hierbei insbesondere auf den in der Vergangenheit stichtagsbedingten höheren Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 168,6 Mio. lag über dem Vorjahreswert von EUR 148,6 Mio. In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen flossen EUR 119,1 Mio., in etwa der gleiche Betrag wie im Vorjahr. Für Akquisitionen fielen im Geschäftsjahr 2013, bereinigt um übernommene Zahlungsmittel, Auszahlungen von EUR 52,2 Mio. an (Vorjahr: EUR 32,4 Mio.). Einzahlungen aus Desinvestitionen und Anlagenverkäufen fielen in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.) an. Weitere Informationen zu den im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Investitionen sind im Abschnitt „Investitionsanalyse“ enthalten.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr saldiert EUR 11,5 Mio. (Vorjahreszeitraum: Mittelabfluss EUR 69,9 Mio.) und resultierte im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme des revolvierenden Darlehens in Höhe von EUR 68,8 Mio.

Zum 30. November 2013 verfügte der Gerresheimer Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 73,1 Mio. (Vorjahr: EUR 86,1 Mio.). Darüber hinaus stand Gerresheimer zum Ende der Berichtsperiode ein revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 250,0 Mio. zur Verfügung, das zum 30. November 2013 mit EUR 68,8 Mio. in Anspruch genommen wurde. Der verbleibende Betrag steht Gerresheimer unter anderem für Investitionen, Akquisitionen und weitere betriebliche Zwecke zur Verfügung.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR -WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Im Geschäftsjahr 2013 entwickelte sich die Weltwirtschaft sehr verhalten. Gründe hierfür liegen in der andauernden Rezession im Euroraum, im geringen Wachstumstempo in Nordamerika und in der relativ zurückhaltenden Wachstumsdynamik in den Schwellenländern. Auch für den Gerresheimer Konzern war das Geschäftsjahr 2013 ein Jahr mit Herausforderungen, die im Wesentlichen den Geschäftsbereich Tubular Glass betrafen. Trotzdem haben wir unsere Ziele im Jahr 2013 erneut erreichen können.

Die Investitionen lagen mit EUR 119,1 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Der Verschuldungsgrad, berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, lag mit 1,7 im Wesentlichen als Folge der Mittelabflüsse infolge der Akquisition der indischen Gesellschaft Triveni über dem Vorjahreswert von 1,5. Die Vermögenslage ist unverändert sehr solide. Die langfristigen Aktiva waren zu 105 % durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt (Vorjahr: 113 %). Die Eigenkapitalquote stieg von 34,6 % im Vorjahr auf nunmehr 34,9 %.

JAHRESABSCHLUSS DER GERRESHEIMER AG

Die Gerresheimer AG ist das Mutterunternehmen des Gerresheimer Konzerns und hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gerresheimer AG. Er legt unter anderem die Konzernstrategie fest, verteilt die Ressourcen und verantwortet das Finanzmanagement. Die Lage der Gerresheimer AG wird im Wesentlichen durch den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns bestimmt.

Im Folgenden wird die Entwicklung der Gerresheimer AG erläutert. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Entwicklung der Ertragslage der Gerresheimer AG

in Mio. EUR 2013 2012
Sonstige betriebliche Erträge 11,9 11,4
Personalaufwand -15,8 -16,3
Abschreibungen auf -immaterielle -Vermögensgegenstände des -Anlagevermögens und Sachanlagen -0,4 -0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14,7 -16,2
Beteiligungsergebnis 44,5 55,0
Finanzergebnis 30,0 30,3
Ergebnis der gewöhnlichen -Geschäftstätigkeit 55,5 63,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15,8 -9,3
Jahresüberschuss 39,7 54,5

Die Ertragslage der -Gerresheimer AG wird maßgeblich durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften und das Finanzergebnis als Resultat der Konzernfinanzierung geprägt.

Im Rahmen der Wahrnehmung von Führungs- und Verwaltungsfunktionen im Gerresheimer Konzern fielen bei der -Gerresheimer AG sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge von per Saldo EUR -2,8 Mio. (Vorjahr: EUR -4,8 Mio.) an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrafen hauptsächlich Aufwendungen im Zusammenhang mit IT, Versicherungen, Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten, Mieten und Leasing sowie der Ausrichtung von Messen. Soweit sie wirtschaftlich von den Tochtergesellschaften verursacht sind, werden diese Kosten konzernintern weiterbelastet.

Der Personalaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr von EUR 16,3 Mio. auf EUR 15,8 Mio. Wie im Berichtszeitraum 2012 enthielt der Personalaufwand Abfindungszahlungen, die im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Vorstand der -Gerresheimer AG entstanden.

Im Geschäftsjahr 2013 umfasste das Beteiligungsergebnis Erträge aus der Gewinnabführung in Höhe von EUR 44,5 Mio. nach EUR 55,0 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses ist im Wesentlichen auf ein um EUR 10,6 Mio. niedrigeres Ergebnis aus der Organschaft zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2013 ging insbesondere der Gewinn aus Ergebnisabführung der Tochtergesellschaft Gerresheimer Regensburg GmbH zurück. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in dem Ergebnis des Vorjahres Vorabausschüttungen enthalten waren.

Das Finanzergebnis lag mit EUR 30,0 Mio. insgesamt leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Es enthält im Wesentlichen Erträge aus Ausleihungen an die GERRESHEIMER GLAS GmbH und die Gerresheimer Holdings GmbH in Höhe von EUR 45,8 Mio. (Vorjahr: EUR 45,8 Mio.). Im Zinsaufwand sind im Wesentlichen die Zinsen im Zusammenhang mit der begebenen Anleihe in Höhe von EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 15,3 Mio.) enthalten.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging um EUR 8,3 Mio. auf EUR 55,5 Mio. zurück. Der Steueraufwand stieg dagegen deutlich von EUR 9,3 Mio. im Geschäftsjahr 2012 auf EUR 15,8 Mio. im Geschäftsjahr 2013. Der Steueraufwand setzt sich zusammen aus dem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von EUR 14,8 Mio. (Vorjahr: EUR 10,4 Mio.), in dem Mehrsteuern aus einer abgeschlossenen Betriebsprüfung sowie deren Nachwirkungen für den steuerlichen Organkreis der -Gerresheimer AG in Höhe von EUR 2,1 Mio. enthalten sind, und aus einem Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: Ertrag aus latenten Steuern: EUR 1,1 Mio.). Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrug der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2013 EUR 39,7 Mio. (Vorjahr: EUR 54,5 Mio.).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam die Entscheidung getroffen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende in Höhe von EUR 0,70 je Aktie vorzuschlagen.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Gerresheimer AG

Aktiva in Mio. EUR 30.11.2013 30.11.2012
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,6 0,9
Sachanlagen 0,2 0,2
Finanzanlagen 809,5 809,5
810,3 810,6
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige -Vermögensgegenstände 172,5 144,8
Flüssige Mittel
172,5 144,8
Rechnungsabgrenzungsposten 1,5 1,9
Summe Aktiva 984,3 957,3
Passiva in Mio. EUR 30.11.2013 30.11.2012
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31,4 31,4
Kapitalrücklage 525,7 525,7
Bilanzgewinn 89,7 70,4
646,8 627,5
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 12,1 5,8
Sonstige Rückstellungen 9,4 8,3
21,5 14,1
Verbindlichkeiten 309,6 310,2
Passive latente Steuern 6,4 5,5
Summe Passiva 984,3 957,3

Die Vermögens- und Finanzlage der Gerresheimer AG spiegelt deren Funktion als Holding wider. Die Gerresheimer AG finanziert als Holding die gesamten Konzernaktivitäten. Dies zeigt sich vor allem in der Höhe der Finanzanlagen sowie auch in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Im Anlagevermögen wurden für das Jahr 2013 im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 117,1 Mio. sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 692,4 Mio. ausgewiesen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen machen 70 % (Vorjahr: 72 %) der Bilanzsumme aus.

Im Umlaufvermögen sind im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 172,4 Mio. aus dem Cash-Pooling sowie aus verzinslichen kurzfristigen Darlehen enthalten (Vorjahr: EUR 144,7 Mio.). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich auf die Forderung aus der Gewinnabführung der Gerresheimer Holdings GmbH zurückzuführen.

Das Eigenkapital stieg zum Bilanzstichtag auf EUR 646,8 Mio. (Vorjahr: EUR 627,5 Mio.). Der Rückgang des Eigenkapitals aufgrund der Dividendenzahlung für 2012 in Höhe von EUR 20,4 Mio. wurde durch den im Geschäftsjahr 2013 erwirtschafteten Jahresüberschuss von EUR 39,7 Mio. überkompensiert. Die Eigenkapitalquote stieg leicht von 65,5 % zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 65,7 % zum 30. November 2013.

Im Berichtsjahr reduzierten sich die Verbindlichkeiten leicht von EUR 310,2 Mio. auf EUR 309,6 Mio. Sie bestehen im Wesentlichen aus der im Rahmen der Refinanzierung platzierten Anleihe zuzüglich aufgelaufener Zinsen von insgesamt EUR 308,0 Mio.

Die Gerresheimer AG ist mit den übrigen deutschen Konzerngesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden, das durch die GERRESHEIMER GLAS GmbH durchgeführt wird. Die Gerresheimer AG selbst hat keine Bankbestände.

NICHT FINANZIELLE ERFOLGSFAKTOREN DES GERRESHEIMER KONZERNS UND DER GERRESHEIMER AG

MITARBEITER

PERSONALSTRATEGIE

Mit unserer langfristig orientierten Personalarbeit möchten wir sicherstellen, dass wir jederzeit über genügend kompetente und motivierte Mitarbeiter für alle Aufgaben in den über 40 Werken weltweit verfügen. Unsere Personalpolitik berücksichtigt deshalb die Auswirkungen des demografischen Wandels ebenso wie die veränderten Erwartungen der Mitarbeiter und der Gesellschaft.

Wir verstehen Vielfalt als Chance, ein möglichst breites Spektrum an Fähigkeiten und Talenten für das Unternehmen zu gewinnen. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit von Gerresheimer wird es immer wichtiger, andere Kulturen zu verstehen. Hier zahlt es sich aus, wenn die Mitarbeiter aufgrund ihrer Herkunft oder Tätigkeit mit verschiedenen Kulturen vertraut sind. Führungspositionen in den ausländischen Gesellschaften besetzen wir daher in der Regel mit gemischten Teams. Auch bei gruppenweiten Projekten bilden wir multinationale Teams. Mitarbeiter, die für längere Zeit eine Aufgabe im Ausland übernehmen oder aufgrund ihrer Aufgaben intensiven Kontakt mit anderen Ländern haben, bieten wir ein interkulturelles Eingliederungsprogramm an. Hierdurch wird das Verständnis für die kulturellen Rahmenbedingungen und Eigenheiten in anderen Ländern verbessert – eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg vor Ort.

Gerresheimer ist ein technisch orientierter Konzern. Deshalb ist bei uns traditionell der Anteil an Frauen in Führungspositionen geringer als in anderen Branchen. Dennoch möchten wir den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen. Im Jahr 2013 haben wir in diesem Punkt noch keinen Fortschritt erzielen können, der Frauenanteil in Führungspositionen betrug wie im Vorjahr 8,3 %. Der Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft beträgt 34,8 %.

MITARBEITERZAHLEN

Gerresheimer befindet sich nachhaltig auf Wachstumskurs. Dies spiegelt auch die Zahl der Beschäftigten wider, die zum Bilanzstichtag mittlerweile auf weltweit 11.239 gestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 287 Mitarbeiter bzw. 2,5 %. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt nahezu unverändert zum Vorjahr bei 10,81 Jahren und das Durchschnittsalter der Beschäftigten bei 39,85 Jahren. Die Fluktuationsrate liegt bei 5,8 %; dies beinhaltet die Eigenkündigungen genauso wie die firmenseitigen Kündigungen. Tendenziell ist die Fluktuation in China und Indien am größten, gefolgt von Nord- und Südamerika. In Europa haben wir die geringste Fluktuation.

2013 2012
Europa 1.782 1.665
Deutschland 3.438 3.383
Amerika 1.596 1.588
Schwellenländer 4.423 4.316
Summe 11.239 10.952

Im Geschäftsbereich Plastic Systems stieg die Anzahl der Beschäftigten von 3.438 im Vorjahr auf 3.734 zum Ende der Berichtsperiode und liegt im starken Wachstum des Geschäftsbereiches und in der Akquisition von Triveni begründet. Der Geschäftsbereich Moulded Glass beschäftigte zum Geschäftsjahresende 2.769 Mitarbeiter gegenüber 2.783 Beschäftigten zum Ende der Vorjahresperiode und bleibt somit stabil. Im Geschäftsbereich Tubular Glass waren zum Ende der Berichtsperiode 3.846 Mitarbeiter beschäftigt – 166 mehr als zum Stichtag des Vorjahres. Im Geschäftsbereich Life Science Research sank die Anzahl der Beschäftigten von 947 im Vorjahr auf insgesamt 788 Beschäftigte zum 30. November 2013. Dieser Rückgang ist überwiegend auf die geringere Nachfrage in den USA zurückzuführen, die eine Kapazitätsanpassung erforderlich machte.

Zum 30. November 2013 waren in der Konzernzentrale 102 Mitarbeiter (Vorjahr: 104 Mitarbeiter) beschäftigt. Die -Gerresheimer AG beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2013 insgesamt 85 Mitarbeiter (Vorjahr: 88 Mitarbeiter).

AUS- UND WEITERBILDUNG

Eine hochwertige Ausbildung und gezielte Investitionen in die Qualifikation unserer Mitarbeiter sichern unseren langfristigen Erfolg. Aus- und Weiterbildung sind deshalb zentrale Bestandteile unserer Personalpolitik. Besonders beschäftigt hat uns im letzten Jahr die Entwicklung unseres abteilungsübergreifenden Weiterbildungsportfolios. Das Angebot fördert sowohl die bereichs- und länderübergreifende Zusammenarbeit als auch die Weiterentwicklung der Fach- und Sozialkompetenz unserer Beschäftigten. 2013 wurde das Portfolio um die Themen systematische Problemlösung, Veränderungsmanagement und Projektmanagement ergänzt.

Auch der frühzeitigen Gewinnung von Fachkräften kommt eine immer größere Bedeutung zu. Aufgrund dessen starteten wir 2012 ein übergreifendes Projekt zur Entwicklung unserer Arbeitgebermarke. Unter dem Leitmotiv „Fortschritt durch Beständigkeit“ präsentieren wir uns auf den unterschiedlichsten Plattformen, um Absolventen und Nachwuchskräfte für uns zu interessieren. Neben dem Direkteinstieg bieten wir Möglichkeiten für Praxissemester und Diplomarbeiten. Um Auszubildende für uns zu gewinnen, führen unsere deutschen Standorte eine Reihe von Maßnahmen durch, die auf die jeweiligen lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Frauen entscheiden sich immer noch seltener als Männer für einen technischen Beruf. Deshalb ist es uns wichtig, speziell junge Mädchen frühzeitig anzusprechen. Seit einigen Jahren engagieren wir uns im Rahmen des deutschlandweiten Girls' Day. In Workshops und kleinen Praktika zeigen wir jungen Frauen berufliche Möglichkeiten in den Bereichen Technik im Allgemeinen sowie im Besonderen auf. Durch Ausbildung für Qualifikation zu sorgen und diese durch Weiterbildungen auszubauen, ist für uns selbstverständlich.

Auch in diesem Jahr übernehmen alle deutschen Standorte des Gerresheimer Konzerns nahezu alle Auszubildenden. Aktuell sind bei uns in Deutschland rund 176 junge Menschen in Ausbildung. Das entspricht einer stabilen Ausbildungsquote von 5,12 %. Damit liegen wir über dem Branchendurchschnitt in der Glasindustrie von 3,9 %.

An den Standorten Essen, Lohr, Pfreimd, Tettau, Wackersdorf und Wertheim bildet Gerresheimer in über 20 Berufsbildern aus. Das Spektrum reicht vom/von der Industriekaufmann/-frau bis zum dualen Studium mit dem Abschluss „Bachelor of Engineering“ im Bereich Mechatronik. Außerdem ist erstmals im Werk in Horsovsky Tyn, Tschechische Republik, in Kooperation mit einer Berufsschule eine an das deutsche duale Ausbildungssystem angelehnte Ausbildungsklasse gebildet worden, die sowohl im Werk als auch in der Berufsschule lernt. Gerade an schnell wachsenden Standorten wie in Horsovsky Tyn ist es uns wichtig, in eigener Verantwortung für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen.

PERSONALENTWICKLUNG

Ein wichtiger Faktor für die Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter ist eine gute Unternehmenskultur. Im Jahr 2011 haben wir damit begonnen, unsere Vision, unsere Mission und ausgewählte Unternehmenswerte in der Organisation zu verankern.

In einer Vielzahl von verschiedenen Veranstaltungen haben alle Beschäftigten des Unternehmens weltweit erarbeitet, wie die Werte in die tägliche Arbeit integriert werden können und was jeder Mitarbeiter dazu beitragen kann, um die Unternehmensziele zu erreichen. Innerhalb dieser Initiative wurden sowohl die Führungskräfte als auch alle anderen Mitarbeiter der Produktions-, Vertriebs- und Verwaltungsbereiche eingebunden, um gemeinsam die Unternehmenskultur und damit das Unternehmen weiterzuentwickeln. Als Teil dieser Maßnahmen gibt es sogenannte Wertebeauftragte, die für alle Beschäftigten als Vertrauensperson rund um die Themen Vision, Mission und Werte zur Verfügung stehen. Seit dem Jahr 2013 werden diese Wertebeauftragten regelmäßig in Themen wie Moderation, Mediation, Coaching und Gesprächsführung weitergebildet.

Auf Basis der Gerresheimer Führungsleitlinien haben wir ein ganzheitliches Entwicklungsprogramm für Führungskräfte aller Hierarchieebenen entwickelt. Ein wichtiger Baustein dafür ist ein Fünfjahresprogramm, das jährliche Führungskräftetrainings vorsieht. Im Jahr 2013 lag der Schwerpunkt auf dem Wert Teamwork. Außerdem wurden neue Module zur Weiterentwicklung der Kompetenzen für Führungskräfte im Produktions-, im Verwaltungs- und im Managementbereich neu eingeführt. Im nächsten Jahr starten wir mit einem weiteren Modul, um Mitarbeiter frühzeitig auf künftige Führungsaufgaben vorzubereiten.

MITARBEITERUMFRAGE

Im Jahr 2013 haben wir weltweit sehr intensiv mit den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung aus dem Jahr 2012 gearbeitet. Sowohl die sehr hohe Beteiligungsquote von 75 % als auch die Ergebnisse deuten auf ein großes Mitgestaltungsinteresse der Beschäftigten hin. Die Mitarbeiterbefragung ist Teil des im Jahr 2011 begonnenen Kulturentwicklungsprozesses und ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Unternehmenskultur und die Mitarbeiterzufriedenheit weiter zu verbessern, um einen sichtbaren Beitrag zum Unternehmensergebnis zu leisten. Weltweit wurden die Ergebnisse in über 700 Workshops diskutiert und konkrete Verbesserungsmaßnahmen definiert, die derzeit umgesetzt werden. Die Mitarbeiterbefragung wird alle zwei Jahre konzernweit durchgeführt.

INTERNE KAMPAGNE „GERRESHEIMER PRODUCT WORLD“

Um allen Mitarbeitern zu verdeutlichen, welchen Beitrag jeder Einzelne mit seiner tagtäglichen Arbeit zu unserem Unternehmenserfolg leistet, haben wir im vergangenen Geschäftsjahr die interne Kampagne „Gerresheimer product world“ angestoßen. Die Initiative richtet sich an alle 11.000 Mitarbeiter in über 40 Werken in 16 Ländern.

Mit verschiedenen Kampagnenelementen wird das Produktportfolio des Unternehmens vorgestellt und die Anwendung der Produkte erklärt. Zudem werden Situationen aufgezeigt, in denen die Produkte den Mitarbeitern im Alltag begegnen: in Apotheken, Krankenhäusern, Arztpraxen und zu Hause. Gerade Produkte, die an anderen Standorten hergestellt werden, sind den Mitarbeitern oftmals unbekannt. Ziel der Kampagne ist es, nicht nur die Produktkenntnis der Beschäftigten zu verbessern, sondern vielmehr ihr Verantwortungsgefühl für die Produktqualität zu stärken und den eigenen Beitrag für die Gesellschaft, für Gesundheit und Wohlbefinden, zu erkennen.

In einem Newsletter wird jeden Monat eine andere Produktkategorie vorgestellt. In Videos werden Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag begleitet und die Herstellung von ausgewählten Produkten wie Hustensaftflasche, Deoroller, Insulin-Pen und Asthmainhalator wird gezeigt. Weiterhin wurden alle Werke mit Spielen und Mustersets ausgestattet, um den Mitarbeitern verschiedene Möglichkeiten zu bieten, sich mit den Produkten sowie deren Anwendung und Bedeutung auseinanderzusetzen. Begleitet wird die Kampagne durch einen separaten Intranetauftritt mit zusätzlichen Angeboten wie einem Diskussionsforum, einem Quiz zu jeder Newsletter-Ausgabe und einem Onlinespiel. Um alle Mitarbeiter zu erreichen, werden die Newsletter in zwölf verschiedene Sprachen übersetzt und die Videos entsprechend untertitelt. Aufgrund der guten Resonanz wird die Kampagne im kommenden Geschäftsjahr fortgesetzt.

FORSCHUNG und ENTWICKLUNG

Wir haben den Anspruch, der weltweit führende Partner für Lösungen zu werden, die die Gesundheit und das Wohlbefinden verbessern. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind laufende Investitionen notwendig. Sie werden dazu verwendet, die Qualität zu verbessern sowie das Produktportfolio zu erweitern und weiterzuentwickeln. Dabei arbeiten wir sehr eng mit unseren Kunden, aber auch mit Partnern aus Wissenschaft und weiteren öffentlichen Einrichtungen zusammen.

Zu unseren wesentlichen Zielsetzungen gehört es, die Effizienz von Medikamenten durch möglichst gezielte, sichere und präzise Dosierung zu erhöhen, wobei Convenience und Anwendungssicherheit im praktischen Einsatz eine wichtige Rolle spielen. In enger, projektorientierter Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickeln wir nicht nur kundenspezifische Systeme, sondern insbesondere im Geschäftsfeld Medical Plastic Systems individuell erforderliche Werkzeuge und Anlagen zu deren Herstellung. In Kooperation der verschiedenen Einheiten und unter Bündelung verschiedener Kompetenzen sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Produkte und Sicherheitszubehör für anspruchsvolle Anwendungen entstanden.

Die Herstellung und Qualität von Produkten, die mit Arzneimitteln in unmittelbaren Kontakt kommen, unterliegen strengsten Auflagen nationaler und internationaler Zulassungsbehörden und sind für die Pharmaindustrie von besonderer Relevanz. Mit unseren modernen Technologien und unserer Innovationskraft haben wir eine Spitzenstellung erreicht, die es zu halten und zu stärken gilt.

QUALITÄTSVERBESSERUNG

Die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen ist nur eine Facette unserer Anstrengungen, uns immer weiter zu verbessern. Die fortlaufende Optimierung der Qualität ist ebenso von zentraler Bedeutung. Denn für uns ist klar: Wenn es um die sichere Applikation von Medikamenten in den menschlichen Körper und damit um die Gesundheit von uns allen geht, kann der Qualitätsanspruch nicht hoch genug sein. Dabei steht die Optimierung von Technologien und Prozessen, um Fehler gar nicht erst entstehen zu lassen, klar im Fokus. Ein wichtiges Element unserer Qualitätsverbesserungen ist in vielen Werken der verstärkte Einsatz von Reinraumtechnik. Des Weiteren ist die kontinuierliche und lückenlose Qualitätskontrolle unserer Produkte von großer Bedeutung. Dazu entwickeln wir ständig die Inspektionssysteme weiter, mit denen die Produkte kontrolliert und nur dann zur Auslieferung freigegeben werden, wenn sie allen Qualitätsansprüchen genügen. Dazu werden hochauflösende moderne Kamerasysteme eingesetzt. Hinzu kommen bei einigen Produktgruppen aufwändige Reinigungsprozesse wie das Waschen und Sterilisieren der Produkte. Beispielhaft möchten wir folgende von uns entwickelte Technologien nennen: Das System Gx® Tekion reduziert die Zahl der losen Partikel, die beim Schneiden der Glasröhren entstehen, um 99 %. Mit dem in Bünde entwickelten Gx® G3-Inspektionssystem für vorfüllbare Spritzen können alle Bereiche des Spritzenkörpers mit höchster Kameraauflösung inspiziert werden. Die Gx® G3-Technologie erlaubt die Vermessung von Injektionsfläschchen während des Glasformprozesses.

ENTWICKLUNG VON SPRITZEN FÜR BESONDERE ANFORDERUNGEN

Die Weiterentwicklung unserer füllfertigen sterilen Glasspritzen ist für uns eine der wichtigsten Aufgaben. Das Entwicklungs- und Produktionszentrum für diese Glasspritzen, die das parenterale Einbringen im Wesentlichen von gelösten Arzneimitteln ermöglichen, befindet sich in unserem Werk in Bünde, Deutschland. Insbesondere sterile Ganzglas-Spritzensysteme unserer Marke Gx RTF® (ready-to-fill), die wir vorfüllbar und sterilisiert an die Pharmaindustrie liefern, werden hier entwickelt und produziert. Dabei stellen wir an unsere Produkte fortlaufend steigende Qualitätsanforderungen. Unsere Produktentwicklung befasst sich auch mit praxisorientiertem Zubehör, das vor allem erhöhter Anwendungssicherheit rund um die Injektion dient. Bei der derzeit in Bünde in Vorbereitung befindlichen vierten Gx RTF®-Produktionslinie wird eine neue Generation des Produktionsprozesses installiert, die höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden wird.

In Zusammenarbeit mit einem Partner bieten wir darüber hinaus ein innovatives Drug Delivery-System aus einem Kunststoff an, der in seinen Eigenschaften Glas ähnlich ist. Dabei handelt es sich um den besonderen Kunststoff COP (Cyclo-Olefin-Polymer), der unter dem Namen ClearJect™ vermarktet wird. Da klassische Glasspritzen bei anspruchsvollen pharmazeutischen oder biopharmazeutischen Medikamenten an ihre Grenzen stoßen können, suchen Entwickler oftmals nach geeigneten Alternativen. Speziell für solche Anwendungen wurden die ClearJect™-Spritzen entwickelt. ClearJect™-Spritzen erweitern die bisherigen Einsatzmöglichkeiten von vorfüllbaren Spritzen um ganz neue Möglichkeiten.

Ein weiteres Beispiel für unsere Innovationsstärke sind die von uns entwickelten Gx MultiShell®-Kunststofffläschchen zur Verpackung von besonders anspruchsvollen flüssigen Medikamenten. Die neuartigen Kunststofffläschchen wurden zur Serienreife in unterschiedlichen Größen weiterentwickelt als sogenannte Ready-to-use- und Ready-to-sterilize-Varianten.

KUNDENSPEZIFISCHE ENTWICKLUNGEN

Der Geschäftsbereich Plastic Systems betreibt zwei Technical Competence Center (TCC) in Wackersdorf, Deutschland, und Peachtree City, USA, speziell für kundenspezifische medizinische Kunststoffprodukte. Hochqualifizierte Mitarbeiter sind dort in den Bereichen Entwicklung und Konstruktion tätig. Im TCC konzentrieren wir unsere Produktentwicklung von Anfang an auf den praktischen Einsatz der Systeme und Komponenten, die für pharmazeutische, diagnostische und medizintechnische Zwecke bestimmt sind.

Der Gerresheimer Konzern hat sich insbesondere im Geschäftsfeld Medical Plastic Systems zunehmend mit Design- und Entwicklungskompetenz verstärkt. Daraus entstehen immer wieder neue Projekte und Produktideen. Beispielhaft kann hier die Entwicklung von Adaptoren aus Kunststoff genannt werden, die die Bruchfestigkeit und damit Funktionsfähigkeit von in Autoinjektoren eingesetzten Glasspritzen deutlich verbessern soll. Autoinjektoren, auch als Notfall-Pens bezeichnet, werden beispielsweise eingesetzt, um Allergikern im Notfall die schnelle und sichere Injektion von Arzneimitteln zu ermöglichen.

Auch in der Entwicklung und Produktion von Kosmetikglas wie Parfümflakons oder Cremetiegeln stellen wir höchste Ansprüche an unsere Prozesse und Produkte. Dementsprechend geschätzt sind unsere Kosmetikgläser, die vorrangig in den Behälterglaswerken im deutschen Tettau, im belgischen Momignies und im chinesischen Peking gefertigt werden. 2013 wurden von uns rund 130 neue Verpackungsprodukte aus Glas für die Kosmetikindustrie entwickelt.

Wir arbeiten stetig an der Optimierung unseres Produktportfolios sowie unserer Produktionsprozesse. Die in diesem Zusammenhang angefallenen Kosten sind zum größten Teil in den Herstellungskosten enthalten. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich eng an den Bedürfnissen unserer Kunden und finden deshalb oftmals in enger Zusammenarbeit mit ihnen statt. Zum Teil arbeiten Mitarbeiter der Pharmaunternehmen in unseren Kompetenzzentren mit. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden ausschließlich bei den Tochtergesellschaften der -Gerresheimer AG statt. Die Kosten für diese kundenspezifische Forschung und Entwicklung tragen unsere Kunden. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Weitere EUR 1,4 Mio. Entwicklungskosten wurden in 2013 aktiviert (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.).

BESCHAFFUNG

Wir legen großen Wert darauf, dass Lieferanten den hohen Qualitätsanforderungen an unser Geschäft entsprechen. Deswegen arbeiten wir vorzugsweise mit Lieferanten zusammen, die gemäß den relevanten ISO-Normen zertifiziert und außerdem in der Lage sind, die offiziellen Richtlinien zur Qualitätssicherung in der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen (Good Manufacturing Practices, „GMP“) einzuhalten. Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass Zulieferer die „Gerresheimer Prinzipien für ein verantwortungsbewusstes Supply Chain Management“ (auf unserer Internetseite zu finden unter: www.gerresheimer.com/investor-relations/unternehmerische-verantwortung/kunden-lieferanten) zur Anwendung bringen, die unter anderem wichtige Grundsätze zum Umweltschutz, zur Gesundheit am Arbeitsplatz und zu ethischem Geschäftsgebaren beinhalten. Regelmäßige Lieferantenaudits dienen uns zur Überprüfung dieser Vorgaben.

Der Gerresheimer Konzern produziert hochwertige pharmazeutische Primärverpackungen aus Glas und Kunststoff. Für die Glasproduktion werden in erster Linie die Rohstoffe Quarzsand, Natronkalk sowie diverse Zusatzstoffe in vergleichsweise geringen Mengen benötigt. Die genannten Rohstoffe sind gut verfügbare Grunderzeugnisse, die wir von verschiedenen Lieferanten beziehen. Daher kam es im Berichtszeitraum nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Des Weiteren erfordert die Glasproduktion den Einsatz von Energie, vor allem von Strom und Gas. In einigen Kundenverträgen sind automatische Anpassungen bei sich ändernden Energiepreisen mit Zeitversatz vorgesehen. Da Verträge im Glasbereich selten mit einer vereinbarten Laufzeit von mehr als zwei Jahren ausgestattet sind, werden in der Regel bei Vertragsverlängerung – falls erforderlich – entsprechende Anpassungen an veränderte Energiepreise vorgenommen. Etwaig vorhandene Restrisiken werden vom Unternehmen mit Hilfe von Sicherungsgeschäften weitestgehend minimiert.

Für die Produktion von pharmazeutischen Primärverpackungen – insbesondere für die komplexen Drug Delivery-Systeme wie Insulin-Pens und Inhalatoren – werden in erster Linie spezielle Kunststoffgranulate und Energie benötigt. Die genannten Rohstoffe sind ebenfalls gut verfügbare Grunderzeugnisse, die der Gerresheimer Konzern von verschiedenen Lieferanten bezieht. Daher kam es im Berichtszeitraum auch hier nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Da die Verträge für die Produktion von Drug Delivery-Systemen in der Regel über eine Laufzeit von mehreren Jahren verfügen, sind in diesen Verträgen üblicherweise Anpassungen bei sich ändernden Granulat- und Energiepreisen mit Zeitversatz vorgesehen, so dass Preisänderungsrisiken bei den genannten Grunderzeugnissen gering sind.

Der gesamte Materialaufwand des Gerresheimer Konzerns (inklusive -Roh-,- Hilfs- und Betriebsstoffen, Energiekosten, Verpackungsmaterial sowie zugekaufter Leistungen) betrug im Geschäftsjahr 2013 EUR 469,7 Mio. (Vorjahr: EUR 460,3 Mio.). Damit lag die Einkaufsquote – die Kosten der Beschaffung von Material, bezogen auf den Umsatz – mit 37,1 % etwas unter der Vorjahresquote von 37,8 %. Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsaktivitäten wurde die Beschaffung im Geschäftsjahr 2013 von den vier Geschäftsbereichen weitestgehend dezentral organisiert. Dieses Vorgehen ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Verschiedene Rohmaterialien und Energie werden, sofern dies sinnvoll ist, divisionsübergreifend beschafft. Nicht produktionsrelevante Güter und Dienstleistungen wie Beratungsleistungen, Datennetze oder Hard- und Software werden ebenfalls zentral beschafft. Das Verhalten der Mitarbeiter im Umgang mit Lieferanten ist durch das Gerresheimer Compliance-Programm sowie durch Einkaufsrichtlinien und Verfahrensanweisungen eindeutig geregelt.

PRODUKTION

Wie für die Herstellung der Arzneimittel gelten auch für die Herstellung von pharmazeutischen Verpackungen außerordentlich hohe Qualitätsanforderungen. Deren Einhaltung wird regelmäßig von unseren internen Fachleuten, aber auch von unseren Kunden, externen Gutachtern und Aufsichtsbehörden überprüft. Diese Standards werden unter dem Begriff „Good Manufacturing Practices“ (GMP) geführt. Die unterschiedlichen Produktionsprozesse unserer vier Geschäftsbereiche sind im Kapitel „Der Gerresheimer Konzern“, Abschnitt „Geschäftsbereiche“ beschrieben. So unterschiedlich die Produktionsprozesse in den verschiedenen Geschäftsbereichen auch sind, so gelten dennoch in allen Gerresheimer Werken weltweit die Prinzipien des „Gerresheimer Management Systems“ (GMS), siehe Abschnitt „Business Excellence“. Damit stellen wir einheitliche Managementsysteme und Qualitätsstandards sicher.

In den einzelnen Geschäftsbereichen werden die Produktionskapazitäten auf Grundlage von Auftragslage, Lieferterminen und regulatorischen Aspekten grundsätzlich zentral geplant sowie regional und global auf die Werke in den jeweiligen Geschäftsbereichen verteilt. Dabei spielen Effizienz und optimale Kapazitätsauslastungen eine wichtige Rolle. Insbesondere im Geschäftsbereich Moulded Glass, bei dessen Produktionsprozess in Schmelzwannen verschiedene Rohstoffe zu Glas geschmolzen und zu Behälterglas weiterverarbeitet werden, ist eine hohe Kapazitätsauslastung für die Profitabilität entscheidend. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Profitabilität ist die Geschwindigkeit beim Wechsel des zu fertigenden Produkts und damit beim Umbau der Werkzeuge und die Minimierung der Leerlaufzeiten. In den letzten Jahren haben wir uns in unserem Geschäftsbereich Moulded Glass gerade im Hinblick auf optimale Ausnutzung der Schmelzöfen sowie Optimierung der Umbauten und Rüstzeiten kontinuierlich verbessert, was bei der großen Anzahl von unterschiedlichen Produkten in diesem Geschäftsbereich ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist. Eine optimale Auslastung der Schmelzöfen ist in den beiden Röhrenglaswerken in Pisa, Italien, und Vineland, USA, ebenfalls besonders wichtig.

Für die Pharmaindustrie sind die Beschaffungssicherheit und Verlässlichkeit der Lieferungen ein wichtiger Faktor. In allen unseren Werken weltweit setzen wir standardisierte oder zumindest vergleichbare Technologien ein und wenden einheitlich das GMS an. Viele unserer Produkte können dementsprechend im Fall lokaler Produktionsengpässe an einem weiteren Standort hergestellt und der Kunde kann jederzeit beliefert werden. So können wir die Anforderungen unserer Kunden besser erfüllen als viele, gerade kleinere oder lokale, Wettbewerber.

QUALITÄTSINITIATIVE UND WELTWEITE ZERTIFIZIERUNGEN

Ein hohes Qualitätsniveau über alle Produkte und Produktionsstandorte hinweg ist unser Ziel und ein wichtiges Kriterium für unsere Kunden. Die im Jahr 2011 eingeführte konzernweite Qualitätsinitiative hat über alle Geschäftsbereiche hinweg verbindliche Qualitätsvorgaben und Kennziffern (sogenannte KPI – Key Performance Indicators) entwickelt, getestet und in den Werken umgesetzt. Diese KPI messen unter anderem zentrale Qualitätsgrößen wie beispielsweise Produktqualität, Umfang und Vollständigkeit der Lieferungen, Beschwerdekennziffern, Kosten durch Qualitätsmängel, Anmerkungen bei Kundenaudits und Verbesserungspläne. Anhand dieser Kennziffern können nicht nur die Werke, sondern auch die Geschäftsbereiche und der Vorstand fortlaufend das Qualitätsniveau der Produktion überwachen und für entsprechende Maßnahmen sorgen, wenn es Abweichungen von den Zielen gibt. Die Beobachtung und Messung der internen Kennziffern wird ergänzt durch die alle zwei Jahre stattfindende globale Kundenzufriedenheitsumfrage (siehe Abschnitt „Business Excellence“). Gegenüber unseren Kunden wollen wir ein gleichbleibend hohes Qualitätsversprechen abgeben, unabhängig vom Ort der Produktion und dem Produkt. Über die globalen Qualitätsziele hinaus werden weitere individuelle Qualitätsvereinbarungen kundenspezifisch entwickelt.

Die Zertifizierung unserer Produktionen und Prozesse ist ein wichtiger Nachweis für unsere Leistungen. Dabei stellen wir uns in vielfältiger Weise den Anforderungen des Marktes und gehen darüber hinaus. Standardmäßig sind nahezu alle unsere Werke nach der ISO-Norm 9001 für ihr Qualitätsmanagement zertifiziert, etliche Werke darüber hinaus nach der ISO-Norm 15378 für die speziellen Anforderungen bei der Herstellung von pharmazeutischen Primärverpackungsmitteln. Auch die Zertifizierung nach ISO-Norm 13485, die die Erfordernisse für ein umfassendes Managementsystem für das Design und die Herstellung von Medizinprodukten repräsentiert, ist von vielen Werken erfolgreich bestanden worden. Zahlreiche Werke besitzen außerdem eine ISO-14001-Zertifizierung für ihr Umweltmanagement. Drei deutsche Behälterglaswerke haben sich mit ihrem modernen Energiemanagementsystem ISO 50001 zertifizieren lassen, weitere Werke in Europa bereiten eine solche Zertifizierung für 2014 vor (siehe Abschnitt „Umwelt“). Das Werk in Pfreimd, Deutschland, hat zudem eine Herstellerlaubnis nach dem Arzneimittelgesetz zum Sekundärverpacken in der Serienproduktion sowie zur Produktion von klinischen Testmustern. Ein weiteres Beispiel ist die Anwendung der anspruchsvollen GMP-Regeln aus der Pharmazie auf die Kosmetikverpackung (ISO 22716) unseres Werkes in Tettau, Deutschland.

Internationale Zertifizierungen werden immer wichtiger. Daher verbuchten wir sehr positiv, dass die Produktion eines Inhalators in unserem chinesischen Werk in Dongguan von der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) inspiziert und zugelassen wurde. Unser Werk der neu erworbenen indischen Gesellschaft Triveni in Kundli, in dem pharmazeutische Kunststoffbehälter und Verschlüsse produziert werden, ist im selben Sinn erfolgreich. In Kundli hat unser Werk mehrere für den nordamerikanischen Markt relevante Zulassungen und Audits erfolgreich durchlaufen.

NACHHALTIGKEIT UND UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Unsere unternehmerische Verantwortung ist fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der unternehmerischen Verantwortung sind integraler Bestandteil unserer Vision, unseres Mission-Statements und unserer fünf Unternehmenswerte Integrität, Höchstleistung, Innovation, Verantwortung und Teamwork. An allen unseren Standorten weltweit arbeiten und wirtschaften wir nach diesen Prinzipien. Details zu unserer Vision sind im Internet zu finden unter www.gerresheimer.com/unternehmen/vision-mission-werte.

Im Vordergrund stehen die Nachhaltigkeit unserer Produkte und der Nutzen, den sie stiften. Mit unseren Produkten zur nachhaltigen Verpackung von Medikamenten und einfachen und sicheren Dosierung und Verabreichung von Arzneimitteln leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden. Dementsprechend ist der verantwortungsvolle Umgang mit den Entwicklungs- und Produktionsprozessen für uns sehr wichtig. Unsere eigenen, ständig steigenden Ansprüche an Qualität, Schonung von Ressourcen, Vermeidung von Verschwendung sowie einfache Handhabung und größtmögliche Sicherheit unserer Produkte sind wichtige Treiber für uns.

Neben den Produkten und deren Weiterentwicklung fassen wir unsere unternehmerische Verantwortung und unsere Verpflichtung zu Nachhaltigkeit aber wesentlich weiter. Dazu haben wir uns Grundsätze unternehmerischer Verantwortung auferlegt. Wir beschreiben darin die Aspekte unserer unternehmerischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, unseren Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten sowie der Umwelt. An diesen Grundsätzen lassen wir uns öffentlich messen.

Unternehmerische Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften beinhalten für uns sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Aspekte. Über die selbstverständliche Einhaltung rechtlicher Vorschriften hinaus setzen wir weitere Standards und verbessern uns kontinuierlich. Dementsprechend sind unsere Grundsätze zur Nachhaltigkeit im GMS enthalten und dienen für die Produktions-, Einkaufs- und Verbesserungsprozesse in unseren Werken weltweit als Richtschnur. Neben den zahlreichen Engagements unserer Werke, auch in Bezug auf die Verankerung in der Region und die Förderung von Bildung und Ausbildung, ist eine maßgebliche gruppenweite Maßnahme unsere Teilnahme am globalen Carbon Disclosure Project. Viele weitere Projekte zur umweltschonenden Produktion und zum verantwortlichen Umgang mit Ressourcen werden in den Werken umgesetzt (siehe Abschnitt „Umwelt“). Dabei beziehen wir unsere Zulieferer und Partner mit ein, die wir auf unsere Prinzipien für ein verantwortungsvolles Einkaufsmanagement verpflichten. Die Kultur der kontinuierlichen Verbesserung bei Nachhaltigkeit und unternehmerischer Verantwortung wird von unseren Kunden und von den Kapitalmarktakteuren eingefordert und immer wieder erfolgreich auditiert.

Weitere Informationen zur Gerresheimer unternehmerischen Verantwortung, der Nachhaltigkeit und unseren Prinzipien für ein verantwortungsbewusstes Supply Chain Management sind im Internet zu finden unter:

www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.

COMPLIANCE

Für den Erfolg des Gerresheimer Konzerns ist es unerlässlich, dass alle Unternehmen nach wirtschaftsethischen Grundsätzen verantwortungsvoll und im Einklang mit den Gesetzen und den Regeln des fairen Wettbewerbs geführt werden. Das Gerresheimer Compliance-Programm soll unsere Mitarbeiter dabei unterstützen, Gesetze und Unternehmensrichtlinien richtig anzuwenden, und sie dabei vor Verstößen bewahren. Ein wesentliches Instrument hierzu sind die Konzernrichtlinien und Merkblätter, die Mindestverhaltensstandards für alle Mitarbeiter des Konzerns festlegen. Das Gerresheimer Compliance-Programm fokussiert sich auf die Bereiche Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht und Kapitalmarktrecht und ist im Internet unter www.gerresheimer.com/unternehmen/compliance zugänglich.

Um das Verständnis von Compliance zu verbessern und die Bereitschaft zu erhöhen, entsprechend zu handeln, ist die Schulung unserer Mitarbeiter ein zentraler Bestandteil unseres Compliance-Systems. So bieten wir weltweit regelmäßig Einführungsschulungen als Präsenzveranstaltungen an. Ab 2014 werden wir zusätzlich webbasierte E-Learning-Programme zu den wichtigsten Compliance-Themen bereitstellen, die jeder Mitarbeiter am Arbeitsplatz in seinen Arbeitsalltag integrieren und dort erledigen kann.

Neben der Aufstellung von Compliance-Richtlinien und präventiv wirkenden Schulungsmaßnahmen kommt es entscheidend darauf an, dass die regulatorischen Vorgaben von den Mitarbeitern eingehalten und Verstöße entsprechend geahndet werden. Als zusätzliches Mittel zur Aufdeckung von Compliance-Verstößen wird Gerresheimer daher 2014 ein webbasiertes Hinweisgebersystem installieren. Hierbei entscheiden die Hinweisgeber selbst, ob sie anonym bleiben oder ob sie namentlich in Erscheinung treten wollen.

UMWELT

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Schonung der Umwelt und die Vermeidung von Abfällen sind Kernbestandteil unserer unternehmerischen Verantwortung. Unsere Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften umfasst neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische Aspekte. Als produzierendes Unternehmen sehen wir uns hier in einer besonderen Verantwortung. Unsere Umweltschutzmaßnahmen gehen oft deutlich über die gesetzlichen Anforderungen der jeweiligen Länder hinaus. Umweltschonende Produktionsmethoden, die Verringerung von Abfällen und Emissionen sowie der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen sind Gegenstand unseres weltweit implementierten GMS und finden sich auch in unseren Prinzipien unternehmerischer Verantwortung wie auch in den Leitlinien für verantwortungsvolles Einkaufsmanagement wieder.

Da die Produktionsprozesse in den Geschäftsfeldern mitunter stark variieren, liegt die Verantwortung für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen dezentral bei den Verantwortlichen vor Ort. Dabei spielt der kontinuierliche Austausch von Erfolgsbeispielen und Leuchtturmprojekten eine große Rolle, so dass die Produktionsstandorte voneinander lernen und erfolgreiche Maßnahmen kopieren und adaptieren können. So gibt es fortlaufend neue Initiativen, mit denen wir unser Handeln im Sinne der Umwelt- und Ressourcenschonung kontinuierlich verbessern. Ökologische Verbesserungen führen in den allermeisten Fällen aber auch zu nachhaltigen ökonomischen Vorteilen.

Um unsere ökologischen Fortschritte auch gegenüber unseren Kunden und der Öffentlichkeit sichtbar und nachweisbar zu machen, ist die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte von großer Bedeutung. Elf großen Produktionsstandorten wurde nach ISO 14001 bereits ein modernes Umweltmanagement bescheinigt, darunter auch dem Werk für pharmazeutische Kunststoffverpackungen in Kundli, Indien. Insbesondere in unseren energieintensiven Behälterglaswerken legen wir außerdem großen Wert auf die Einführung moderner Energiemanagementsysteme. Alle deutschen Behälterglaswerke sind nach dem neuesten ISO-Standard für Energiemanagementsysteme 50001 zertifiziert. Auch die anderen Geschäftsbereiche planen entsprechende Zertifizierungen: Für die Standorte in Bünde, Wackersdorf und Pfreimd, Deutschland, Horsovsky Tyn, Tschechische Republik, und Küssnacht, Schweiz, wurden im Geschäftsjahr 2013 die Zertifizierungen nach ISO 50001 für 2014 vorbereitet.

UMWELTSCHUTZ IN DER PRODUKTION

In den Behälterglaswerken werden in regelmäßigen Abständen die Schmelzwannen überholt und erneuert. Diese Überholungen bieten uns Gelegenheit, neueste Technologien für die Glasschmelze einzusetzen und die weitere Produktionstechnologie zu modernisieren. So wurde eine große Schmelzwanne im Werk in Essen, Deutschland, 2013 überholt. Im Ergebnis wurden nach dem Wannenneubau maßgebliche Verbesserungen bei dem benötigten Energieeinsatz wie auch eine Reduktion des CO2-Ausstoßes pro Einheit produzierten Glases erzielt. Insbesondere die richtige Mischung aus Befeuerung durch Erdgas und Beheizen der Wanne durch Stromelektroden führte zu mehr Effizienz und geringerem Energieeinsatz pro Einheit Glas. Auch durch den Wannenbau im Behälterglaswerk in Lohr, Deutschland, im Vorjahr wurden wesentliche nachhaltige Fortschritte erzielt. Der Einsatz neuer, modernster Gasbrennertechnologien, neuer Isolierungskonzepte, neuer Anlagen zur Abgaszirkulation und verbesserter Elektrofilter führte im Ergebnis zu einer höheren Produktivität, geringerem Energiebedarf und einer Senkung von Emissionen wie Stick- oder Schwefeloxiden.

Weiterhin lässt sich der Energieaufwand bei der Glasschmelze durch den Einsatz von sortierten Scherben, also Scherben aus dem Sekundärkreislauf, reduzieren. In dem Kosmetikglaswerk in Momignies, Belgien, wurden in 2013 für vielfältige Aufträge internationaler Kosmetikkunden in einer besonderen Glaskategorie unter Nutzung von bis zu 35 % Glasscherben Kosmetikverpackungen wie Cremetiegel und Parfümflakons produziert.

Für den Energiebedarf unserer Werke greifen wir auch auf erneuerbare Energie zurück und leisten unseren aktiven Beitrag. Im Sommer 2012 haben wir eine der größten Photovoltaikanlagen der USA an unserem Standort in Vineland in Betrieb genommen und produzieren hierdurch Pharmaglas mit umweltverträglicher Energie. Die 44.000 m2 große Photovoltaikanlage auf der Dachfläche des amerikanischen Röhrenglaswerkes entspricht in ihren Abmessungen in etwa der Größe von sieben Fußballfeldern. Der CO2-Ausstoß des Gerresheimer Werkes reduziert sich durch den Solarstrom um 1.350 Tonnen pro Jahr. Eigentümer der Photovoltaikanlage ist nicht Gerresheimer, sondern ein amerikanisches Photovoltaikunternehmen, das auch für den Bau und den Betrieb verantwortlich ist. Im ersten vollen Jahr des Betriebes wurden die Erwartungen und Ziele voll erfüllt. Gerresheimer wird in den nächsten 14 Jahren 100 % des erzeugten Stromes der Photovoltaikanlage beziehen.

Im Zuge der Neu- und Ausbautätigkeiten an allen Standorten des Geschäftsfeldes Medical Plastic Systems wurde die Standardisierung der Bauausführung besonders in den versorgungstechnischen Bereichen vorangetrieben und ausgebaut. Neben einem energieeffizienten Betrieb der Produktionsräume wird hierdurch langfristig auch ein qualitativer Vergleich der Betriebsverbräuche unter den Standorten ermöglicht. Dabei kommen neuartige Techniken wie zum Beispiel ein Zweikreis-Kühlsystem für die Hydraulik- und Werkzeugkühlung der Spritzgussmaschinen oder die Reinraumbelüftung über Fan Filter Units zum Einsatz. Lokale erfolgreiche Erfahrungen werden dann in die globale Umsetzung einmünden. Grundlage für Verbesserungen in den gebäudetechnischen Bereichen ist es, die Anlagen in ihrer Komplexität und ihrem Zusammenspiel zu verstehen und zeitnah auf Veränderungen der Betriebsparameter reagieren zu können.

Dauerhaft sollen im Geschäftsfeld Medical Plastic Systems die Energieverbräuche erfasst, analysiert und optimiert werden. Hierzu wurde die Zusammenarbeit mit der Hochschule Amberg Weiden und dem Institut für Energietechnik intensiviert und mit der Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 für die Standorte in Pfreimd, Wackersdorf, Deutschland, Horsovsky Tyn, Tschechische Republik, und Küssnacht, Schweiz, begonnen. Unter Führung des Energiemanagementbeauftragten und in weiterer Zusammenarbeit mit dem Institut für Energietechnik werden in 2014 weitere Konzepte entwickelt werden, um den Energieverbrauch kontinuierlich zu verbessern. Bereits 2013 wurde im Zuge von Sanierungsmaßnahmen an der bestehenden Anlagentechnik verstärktes Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Die Erweiterung der Wärmerückgewinnung im Druckluftsystem oder der Einsatz von Freikühlsystemen anstatt Kältemaschinen sind Beispiele hierfür aus dem Werk in Pfreimd.

Bereits in der Planungsphase der Neubauprojekte, insbesondere in den Werken in Pfreimd und Horsovsky Tyn, wurden frühzeitig energetische Aspekte aufgegriffen. Mit Inbetriebnahme des Neubaus in Pfreimd haben wir durch Konsolidierung des Spritzgusses aus dem gesamten Standort in das neue Produktionsgebäude kurze Bereitstellungswege der technischen Infrastruktur und Bündelungen der Raumnutzungen umgesetzt. In diesem Zuge wurde auch eine zentrale Materialaufbereitung für den Standort Pfreimd neu aufgebaut.

DAS CARBON DISCLOSURE PROJECT

Ziele, Strategien sowie Erfolge unserer Initiativen und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt veröffentlichen wir regelmäßig auch im Rahmen unserer Teilnahme am Carbon Disclosure Project (CDP). Dabei handelt es sich um die weltweit größte Umweltinitiative zur Reduktion von CO2-Emissionen. Initiiert von Investoren weltweit, zielt das CDP darauf, in allen Unternehmen, gleich welcher Branche, ein starkes Umweltbewusstsein zu verankern. Die Aufforderung, umweltbeeinflussende Faktoren, wie zum Beispiel CO2-Emissionen, zu messen und zu managen, wird getragen von mehr als 700 institutionellen Investoren, die mit ihrem Einfluss einen marktwirtschaftlichen Anreiz zur Senkung von Emissionen schaffen wollen. Beteiligt sich ein Unternehmen an dem Projekt und verringert es seine Emissionen, steigt seine Attraktivität für den Investor. Gelebtes Umweltbewusstsein wird damit zur Einflussgröße auf die Kapitalströme weltweit: ein geschickter und inzwischen überaus erfolgreicher Weg, mit dem das CDP weltweit einen Beitrag zu einer grenzübergreifenden Ressourcenschonung leistet. Wir haben uns zum fünften Mal in Folge an dem Projekt beteiligt. Dazu erheben, analysieren und managen wir unsere CO2-Emissionen an allen Produktionsstandorten und erstatten jährlich über deren Zusammensetzung und Entwicklung, vor allem aber über die verschiedensten Maßnahmen zu deren Verringerung, ausführlich Bericht. Die Daten wurden international einheitlich im Frühjahr 2012 erhoben und im Herbst 2013 publiziert. Ziel unserer Umweltstrategie ist es, das Verhältnis von Emissionen zu Umsätzen zu reduzieren. So sollen unsere Umsätze in der Zukunft schneller wachsen als die zu deren Erzielung unvermeidbaren Emissionen. Wie die Tabelle zeigt, haben wir diese Zielvorgabe im Geschäftsjahr 2012 zum wiederholten Male erreicht. Das Verhältnis der Emissionen zum Umsatz sank um mehr als 4 %. Aber auch für den Mehrjahresvergleich gilt, wir erfüllen unsere Zielvorgabe: das Verhältnis der Emissionen zum Umsatz ist seit 2009 rückläufig.

Unsere Ergebnisse im Überblick:

2008 2009 2010 2011 2012
Gesamtemissionen in t 760.076 716.702 733.576 775.372 825.235
Umsatz in T EUR 1.060.130 1.000.227 1.024.804 1.094.681 1.219.068
Emissionen im Verhältnis zum Umsatz (t/T EUR) 0,717 0,717 0,716 0,708 0,677

Unser Engagement wurde im Geschäftsjahr 2013 von den Organisatoren des CDP mit einer Auszeichnung für die stärkste unterjährige Verbesserung honoriert. Dabei wird der Erfolg in zwei Kategorien gemessen. Zum einen geht es um den Grad der Offenlegung und Transparenz („Disclosure“), zum anderen wird die Zielerreichung projektseitig definierter Kriterien („Performance“) bewertet. Innerhalb der Kategorie Offenlegung und Transparenz sind maximal 100 Punkte möglich. Hier wurden unsere Leistungen nach 54 Punkten im Vorjahr nun mit 81 Punkten honoriert. In der Kategorie Zielerreichung sind vier Einstufungen von A bis D möglich, mit A als der besten Kategorie. Hier haben wir uns von der Kategorie D auf C verbessern können.

Weiterführende Informationen und Definitionen finden sich unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung/carbon-disclosure-projekt und www.cdproject.net.

Die Prinzipien unternehmerischer Verantwortung und die Leitlinien für verantwortungsvolles Supply Chain Management sind im Internet veröffentlicht unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerischeverantwortung.

BUSINESS EXCELLENCE

Einer unserer fünf Kernwerte ist Höchstleistung. Dahinter steht für uns Folgendes: „Qualität ist für uns eine persönliche Verantwortung. Wir setzen täglich Verbesserungen um. Wir fördern kontinuierliches Lernen. Wir hinterfragen fortwährend den Status quo.“

Um diesen Wert zu leben und damit dem Anspruch unserer Kunden an höchste Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen gerecht werden zu können, haben wir mit der Zusammenführung bereits bestehender Initiativen zur kontinuierlichen Verbesserung im Jahr 2004 das GMS eingeführt. Ziel des GMS ist es, die Leistungen für unsere Kunden hinsichtlich Qualität, Service und Kosten beständig zu verbessern, die Effizienz unserer betrieblichen Strukturen und Prozesse zu steigern und eine kontinuierliche Verbesserung aller Unternehmensbereiche im Sinne von Lean Management und Kaizen zu ermöglichen.

Um diese Ziele zu erreichen, hat das GMS konzernweite Standards festgelegt sowie Methoden und Werkzeuge definiert, um eine kontinuierliche Prozessverbesserung in allen Elementen der Wertschöpfungskette nachhaltig zu implementieren. Das GMS ermöglicht einen Wissenstransfer innerhalb des gesamten Gerresheimer Konzerns durch den Austausch von Best Practice-Methoden und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit von Mitarbeitern, Abteilungen und Werken. Die Anwendung der durch das GMS zur Verfügung gestellten Methoden und Werkzeuge erfolgt durch unsere Mitarbeiter, die durch systematische Aus- und Weiterbildung in die Lage versetzt werden, die GMS-Prinzipien einzusetzen, um für unsere Kunden Effizienzsteigerungen und eine gruppenweit einheitliche hohe Qualität unserer Produkte und Services zu gewährleisten. Der Erfolg von GMS beruht auf seiner Akzeptanz, Verbreitung und Umsetzung auf allen Organisationsebenen innerhalb des Gerresheimer Konzerns. Eine GMS-Grundlagenschulung gewährleistet die kontinuierliche Ausbildung aller Mitarbeiter weltweit im Hinblick auf GMS durch ausgebildete Trainer vor Ort in den Werken. Das GMS-Ausbildungsprogramm wurde in 2013 durch die Entwicklung und Umsetzung standardisierter Trainings zum stärkeren Ausbau der Kernkompetenzen unserer Beschäftigten in den Bereichen systematische Problemlösung und Teamarbeit weiter ergänzt.

Werksspezifische Verbesserungspläne werden im Rahmen des operativen und strategischen Planungsprozesses entwickelt und definiert. Die Erreichung dieser Ziele sowie die Einhaltung der durch das GMS definierten Standards wird regelmäßig durch sogenannte Operational Excellence -(OPEX)-Kennzahlen gemessen und durch ein standardisiertes Evaluationssystem in allen Werken regelmäßig überprüft und bewertet. Zu diesem Zweck sind bereits 189 Mitarbeiter zu Auditoren ausgebildet worden, die nachhaltig zur Umsetzung des Systems beitragen. Aus den Evaluationen werden jeweils standortspezifische Empfehlungen und Maßnahmenpläne entwickelt, um eine zielgerichtete, kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

Für Werke, die neu in den Gerresheimer Konzern integriert werden, bietet das GMS einen strukturierten Leitfaden zur Überprüfung aller bestehenden Prozesse und zur Anpassung an die konzernweiten Standards. In unseren Werken in Kosamba und Kundli, Indien, wurden 2013 GMS-Einführungsprojekte durchgeführt.

Die jährlich stattfindende internationale GMS-Konferenz, zu der sich die Experten des gesamten Gerresheimer Konzerns treffen und bei der sie sich austauschen, ist ein weiteres wichtiges Element, um kontinuierliche Verbesserungen voranzutreiben, bestehende und neue Konzepte weiterzuentwickeln und die Ideen und Erfolge unserer Mitarbeiter sichtbar zu machen. Mit dem Ziel, exzellente Projekte und Innovationen im Bereich Business Excellence zu fördern und auszuzeichnen, wurden auch in 2013 wieder die GMS Awards in den Kategorien Mitarbeitersysteme, Qualitätssysteme, Materialsysteme, Werkzeuge und Methoden sowie eine Auszeichnung für das Werk mit der nachhaltigsten und am besten integrierten Umsetzung von GMS vergeben. Weiterbildungen, Expertenplattformen, Best Practice-Portale, ein Leitfaden zur erfolgreichen Einführung von GMS und regelmäßige Newsletter vervollständigen das System.

KUNDENZUFRIEDENHEITSSTUDIE

Die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse steht auch im Fokus unserer globalen Kundenzufriedenheitsstudien, die wir alle zwei Jahre mit Hilfe eines renommierten Marktforschungsinstitutes durchführen. Mittels standardisierter Befragung unserer Kunden, die in zehn verschiedenen Sprachen angeboten wird, ist es unser Ziel, ein vertieftes Verständnis der Kundenbedürfnisse im Hinblick auf Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zu erlangen. Wir gewinnen Erkenntnisse im Hinblick auf die Verbesserung des Kundenservice und leiten konkrete Handlungsempfehlungen zur Prozessoptimierung ab.

Diese Erhebung wird konzernübergreifend durchgeführt: Von Argentinien und Brasilien, Mexiko und den USA über die europäischen Werke bis hin zu den Standorten in China und Indien nehmen unsere operativen Gesellschaften mit ihren jeweiligen Kunden daran teil. Dieses Jahr haben uns rund 900 Kunden zu den verschiedensten Themenbereichen ihr umfassendes und konstruktives Feedback gegeben.

Im Mittelpunkt der Befragung stehen insbesondere unsere Entwicklungsarbeit, das Produktangebot, kundenspezifische Systemlösungen, Auftragsabwicklung und Logistik, Fachkompetenz und Engagement unserer Vertriebsmitarbeiter sowie unser technischer Support und die Reklamationsbearbeitung. Mit ihren Antworten zeigen uns die Kunden auf, welche Aktionsfelder ihnen besonders wichtig sind, wo unsere Leistung sie bereits zufriedenstellt und wo wir besser werden müssen.

Die Ergebnisse der Befragungen bieten damit zahlreiche Möglichkeiten der Implementierung. Im Rahmen eines systematischen Top-down-Prozesses machen wir die Auswertungen einem großen Kreis relevanter Mitarbeiter in unseren Werken zugänglich. Die Resultate erläutern und diskutieren wir in den verschiedensten Zusammensetzungen von Fachleuten und auf unterschiedlichsten Ebenen. Expertenteams in allen Geschäftsbereichen haben daraus Aktions- und Maßnahmenpläne entwickelt, die sukzessive implementiert werden.

Mit der regelmäßigen Durchführung unserer gruppenweiten globalen Kundenzufriedenheitsstudie kommt Gerresheimer auch den Anforderungen der ISO-Audits und unserer eigenen Richtlinien gemäß dem GMS nach. Zudem lässt sich über die Jahre hinweg nachverfolgen, ob die bei der letzten Erhebung eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen Erfolg hatten und vom Kunden wahrgenommen wurden. Damit ergeben sich kontinuierlich Optimierungsansätze für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die Steigerung der Kundenzufriedenheit.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht entspricht den Anforderungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS).

Vergütung des Vorstands

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Die Gesamtvergütung des aktiven Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um ein Festgehalt, eine kurzfristige erfolgsabhängige Tantieme, eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung, Aktienwertsteigerungsrechte, übliche Nebenleistungen und um Pensionszusagen.

ERFOLGSUNABHÄNGIGE KOMPONENTE

Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einem Fixum und aus Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Die Sachbezüge enthalten im Wesentlichen Versicherungsprämien (unter anderem für eine Gruppen- und Invaliditätsversicherung) sowie die Dienstwagennutzung. Für die Mitglieder des Vorstands besteht zudem eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D & O-Versicherung), die einen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG vorsieht.

ERFOLGSABHÄNGIGE KOMPONENTEN

Kurzfristige variable Barvergütung

Die kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung ist an den Grad des Erreichens von anstellungsvertraglich definierten Jahreszielen geknüpft, deren Höhe sich jeweils aus dem vom Aufsichtsrat genehmigten Budget ableitet. Diese beziehen sich auf die Kennzahlen Adjusted EBITDA, Umsatzerlöse, Net Working Capital und Investitionsvolumen. Bei Erreichen sämtlicher Zielwerte beträgt die kurzfristige variable Barvergütung 50 % des individuellen Festgehaltes. Die kurzfristige variable Barvergütung ist begrenzt auf einen Betrag in Höhe von 60 % des individuellen Festgehaltes und wird im Folgejahr nach Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat ausgezahlt.

Langfristige variable Barvergütung

Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung besteht aus einem rollierenden Bonussystem, das an das Erreichen bestimmter Ziele über einen Zeitraum von drei Jahren anknüpft. Die für die Zielerreichung relevanten Kennzahlen sind das organische Umsatzwachstum und die Gesamtkapitalrendite (ROCE). Die Zielerreichung wird anhand des arithmetischen Mittels der Einzelwerte jedes Jahres des dreijährigen Bemessungszeitraumes festgestellt. Bei Erreichen des Zielvolumens beträgt der auszuzahlende Bonus 30 % des individuellen Festgehaltes. Er kann maximal (bei Erreichen eines Zielvolumens von 133 %) knapp 40 % des individuellen Festgehaltes betragen. Die Auszahlung erfolgt, bezogen auf das Basisjahr, nach drei Jahren.

Langfristige aktienkursorientierte variable Barvergütung (Phantom Stocks)

Zusätzlich hat die Gesellschaft mit sämtlichen Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen über eine langfristige aktienkursorientierte variable Vergütung geschlossen. Diese Vereinbarungen sehen vor, dass jedes Vorstandsmitglied in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktienkurs in jedem Jahr der Vorstandstätigkeit eine bestimmte Anzahl sogenannter Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks) erhält. Jedes Aktienwertsteigerungsrecht berechtigt das Vorstandsmitglied zum Erhalt einer Zahlung in Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienkurses. Dabei legt die sogenannte Erfolgshürde fest, dass die Zahlung nur möglich ist, wenn der Kurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung den Ausgangswert der jeweiligen Tranche um mindestens 12 % übersteigt oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist. Für die Aktienwertsteigerungsrechte, die das Jahr 2013 betreffen, gilt der Ausgabepreis von EUR 45,28 als Ausgangswert. Die Erfolgshürde ist lediglich für die Frage der Zahlungsberechtigung, nicht aber für die Berechnung der Zahlungshöhe relevant. Nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren können die Aktienwertsteigerungsrechte innerhalb eines sich anschließenden Zeitraums von 16 Monaten (Ausübungszeitraum) ausgeübt werden. Der Vergütungsanspruch entspricht dem Betrag, um den der Aktienkurs im jeweiligen Zeitraum zwischen der Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte und der Ausübung absolut gestiegen ist. Die Höhe des Vergütungsanspruches ist jedoch für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes sämtlicher Aktienwertsteigerungsrechte dieser Tranche entspricht. Mit dem Ausscheiden des jeweiligen Vorstandsmitgliedes verfallen alle noch nicht ausgeübten Aktienwertsteigerungsrechte, sofern das Ausscheiden nicht durch Todesfall oder dauernde Erwerbsunfähigkeit eintritt oder die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit der jeweiligen ausgegebenen Tranche nicht mindestens ein volles Jahr bestand. Sämtliche Ansprüche auf weitere Aktienwertsteigerungsrechte verfallen ebenfalls mit dem Ausscheiden. Die Gesellschaft hat sich das Recht vorbehalten, die Aktienwertsteigerungsrechte gegebenenfalls in Aktien zu erfüllen, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist.

Pensionszusage

Die den Vorstandsmitgliedern erteilten Pensionszusagen werden über einen Pensionsfonds abgewickelt, soweit die Anwartschaften bis zum 1. Mai 2007 erdient wurden. Sie wurden durch eine einmalige Zahlung im Geschäftsjahr 2007 finanziert. Soweit sind keine weiteren laufenden Zahlungen mehr zu leisten. Seit dem 1. Mai 2007 entstehende Anwartschaften werden in der Regel über eine Unterstützungskasse abgewickelt.

Die Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich berechtigt, nach Ausscheiden aus dem Gerresheimer Konzern ab dem Erreichen des 65. Lebensjahres Pensionsleistungen zu beziehen. Der jährliche Pensionsanspruch beträgt, in Abhängigkeit vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Pensionszusage, zwischen 1,5 % und 2,2 % des letzten Festgehaltes. Dieser Prozentsatz steigt in Abhängigkeit von der Anzahl der Dienstjahre als Mitglied des Vorstands auf maximal 40 %. Die Witwenrente beträgt 60 % und die Waisenrente pro Kind jeweils 20 % der Rentenansprüche des Verstorbenen. Die Witwen- und Waisenrente ist insgesamt auf 100 % der Rentenansprüche des Verstorbenen begrenzt.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund oder infolge eines Kontrollwechsels sind Abfindungscaps im Rahmen der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehen. Somit sind Zahlungen einschließlich Nebenleistungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund auf den Wert von zwei Jahren begrenzt und dürfen nicht mehr als die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages umfassen. Für die Berechnung der Abfindungscaps ist auf die Gesamtvergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr abzustellen. Der Aufsichtsrat hat mit Herrn Röhrhoff eine einseitig durch den Aufsichtsrat auszuübende Option für ein nachvertragliches zweijähriges Wettbewerbsverbot vereinbart, die grundsätzlich eine Karenzentschädigung in Abhängigkeit von der im Jahr vor Beendigung der Tätigkeit gezahlten Festvergütung vorsieht.

Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur innerhalb von drei Monaten, nachdem das Vorstandsmitglied vom Kontrollwechsel Kenntnis erlangt hat und besteht nur, wenn der Dienstvertrag zum Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung mindestens ein Jahr bestanden hat und noch eine Laufzeit von mindestens neun oder mehr Monaten hat. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen, deren Höhe drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen entspricht. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene volle Geschäftsjahr einschließlich variabler Vergütungsbestandteile und Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS IM GESCHÄFTSJAHR

Im Rahmen der Ermittlung der Vergütung des Vorstands wurde die Empfehlung des „Deutscher Corporate Governance Kodex“ bereits in 2013 umgesetzt. Die Vorjahreszahlen wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit angepasst.

Die Gesamtbezüge für die aktiven Vorstandsmitglieder zusammen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 insgesamt auf T EUR 6.440 (Vorjahr: T EUR 4.890). Davon entfielen T EUR 2.335 (Vorjahr: T EUR 2.151) auf die erfolgsunabhängige Vergütung und T EUR 1.923 (Vorjahr: T EUR 1.333) auf die erfolgsabhängige Vergütung. Der Dienstzeitaufwand der Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 2013 T EUR 530 (Vorjahr: T EUR 418) und die im laufenden Geschäftsjahr erdiente Vergütung aus der aktienorientierten Vergütung belief sich auf T EUR 1.652 (Vorjahr: T EUR 988).

Die Vergütung (HGB) der einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2013 ist den nachfolgenden Tabellen zu entnehmen:

Uwe Röhrhoff Rainer Beaujean Andreas Schütte
Vorstandsvorsitzender CFO Seit 01.12.2012 Plastic Systems
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Gewährte Zuwendungen in T EUR 2013 2013 Min 2013 Max. 2012 2013 2013 Min. 2013 Max. 2012 2013 2013 Min. 2013 Max. 2012
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Festvergütung 720 720 720 679 570 570 570 490 490 490 465
Sachbezüge 25 25 25 23 19 19 19 18 18 18 16
Summe 745 745 745 702 589 589 589 508 508 508 481
Kurzfristige variable Barvergütung 360 432 340 285 342 245 294 232
Langfristige variable -Barvergütung 216 287 204 516 1.526 147 195 139
Plan 2012–2015 204 139
Plan 2013–2016 216 287 171 227 147 195
Phantom Stocks 345 1.299
Summe 1.321 745 1.464 1.246 1.390 589 2.457 900 508 997 852
Dienstzeitaufwand (IAS 19) 286 286 286 159 244 244 244 149
Gesamtvergütung 1.607 1.031 1.750 1.405 1.390 589 2.457 1.144 752 1.241 1.001

Zum Bilanzstichtag am 30. November 2013 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder:

Stefan Grote Hans-Jürgen Wiecha Dr. Max Raster
Tubular Glass und Life Science Research Bis 04.09.2013 CFO Bis 31.01.2013 Tubular Glass und Life Science Research Bis 07.02.2012
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Gewährte Zuwendungen in T EUR 2013 2013 Min. 2013 Max. 2012 2013 2013 Min. 2013 Max. 2012 2013 2013 Min. 2013 Max. 2012
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Festvergütung 375 375 375 300 92 92 92 542 87
Sachbezüge 13 13 13 8 5 5 5 28 3
Summe 388 388 388 308 97 97 97 570 90
Kurzfristige variable Barvergütung 188 225 150 69 69 69 271 235
Langfristige variable -Barvergütung 396 162
Plan 2012–2015 90 162
Plan 2013–2016
Phantom Stocks 306
Summe 576 388 613 854 166 166 166 1.003 325
Dienstzeitaufwand (IAS 19) 110
Gesamtvergütung 576 388 613 854 166 166 166 1.113 325

Als weitere Bezüge wurden im Geschäftsjahr 2013 Herrn Rainer Beaujean aufgrund der Neubestellung in den Vorstand der -Gerresheimer AG insgesamt 110.000 neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 7 und 8) gewährt, die sich auf 2013 beziehen und im Geschäftsjahr 2013 nicht zahlungswirksam waren. Der beilzulegende Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung betrug T EUR 345.

Uwe Röhrhoff Rainer Beaujean Andreas Schütte Hans-Jürgen Wiecha Stefan Grote Dr. Max Raster
Vorstandsvorsitzender CFO Seit 01.12.2012 Plastic Systems CFO Bis 31.01.2013 Tubular Glass und Life Science Research Bis 04.09.2013 Tubular Glass und Life Science Research Bis 07.02.2012
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Zufluss in T EUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012
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Festvergütung 720 679 570 490 465 92 542 375 300 87
Sachbezüge 25 23 19 13 16 5 28 13 8 13 3
Summe 745 702 589 503 481 97 570 388 308 13 90
Kurzfristige variable Barvergütung 327 318 224 210 330 250 2581) 273
Langfristige variable -Barvergütung 226 167 219 172 282
Plan 2010–2013 226 167 219 141
Plan 2011–2014 141
Plan 2012–2015 79
Plan 2013–2016 93
Phantom Stocks
Summe 1.298 1.020 589 894 691 646 820 818 308 13 645
Dienstzeitaufwand 286 159 244 149 110
Gesamtvergütung 1.584 1.179 589 1.138 840 646 930 818 308 13 645

1) Der Betrag enthält die anteilig berechnete kurzfristige variable Barvergütung für das -Geschäftsjahr 2013 in Höhe von T EUR 114.

Herr Grote schied mit Wirkung zum 4. September 2013 aus dem Vorstand der -Gerresheimer AG aus. Das Dienstverhältnis endete mit Ablauf des 30. September 2013. Die Bezüge, die Herr Grote bis zu seinem Ausscheiden am 4. September 2013 bezogen hat, sind der oben genannten Tabelle zu entnehmen. Im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Herrn Grote wurden entsprechend den Regelungen des Vorstandsvertrages folgende Abfindungszahlungen geleistet: Für die anteilige feste Grundvergütung und die anteiligen Sachbezüge wurden als Abgeltung für die nächsten zwei Jahre Zahlungen in Höhe von T EUR 675 geleistet. Der Anspruch auf kurzfristige variable Vergütung sowie die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung wurden auf Grundlage einer 68 %-igen Zielerreichung festgelegt. Die Zahlung betrug T EUR 439. Zudem wurden Zahlungen aus den Phantom Stocks der Tranchen 6 und 7 in Höhe von T EUR 436 geleistet. Versorgungsanwartschaften bestanden nicht.

Langfristige aktienkursorientierte variable Barvergütung

In der Übersicht zur Vergütung des Vorstands (HGB) ist die aktienorientierte Vergütung mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung enthalten.

Nach IFRS umfasst die Gesamtvergütung den beizulegenden Zeitwert des in dem jeweiligen Geschäftsjahr erdienten Anspruchs. Dies bedeutet, dass ab dem Jahr der Gewährung in einem vierjährigen Erdienungszeitraum der jeweilige beizulegende Zeitwert über vier Jahre ergebniswirksam erfasst wird. Dementsprechend ergeben sich für die bestehenden Phantom Stocks gemäß IFRS 2 folgende Details:

Phantom Stocks (IFRS) Uwe Röhrhoff Rainer Beaujean Andreas Schütte Hans-Jürgen Wiecha Stefan Grote
(Vorsitzender) (Seit 01.12.2012) (Bis 31.01.2013) (Bis 04.09.2013) Total
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Anteil am Gesamtaufwand in T EUR 2013 694 126 504 328 1.652
2012 446 326 150 66 988
Zeitwert in T EUR 2013 2.062 462 1.719 879 5.122
2012 1.443 1.255 631 387 3.716
Anzahl der Phantom Stocks 2013 360.000 110.000 330.000 140.000 940.000
2012 365.000 335.000 140.000 115.000 955.000

Pensionszusage

Der auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallende Dienstzeitaufwand ist in der Übersicht zur Vergütung des Vorstands enthalten. Nach IFRS ist zudem noch der Barwert der Pensionsverpflichtungen anzugeben. Diese ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

in T EUR Uwe Röhrhoff (Vorsitzender) Andreas Schütte Hans-Jürgen Wiecha (Bis 31.01.2013) Total
Barwert 2013 3.130 1.017 1.398 5.545
2012 3.113 858 1.400 5.371

Die Gesamtvergütung nach IFRS ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

in T EUR 2013 2012
Festvergütung 2.247 2.073
Sachbezüge 88 78
Summe der kurzfristigen erfolgs-unabhängigen Vergütung 2.335 2.151
Kurzfristige variable Barvergütung 1.139 1.051
Summe der kurzfristigen Vergütung 3.474 3.202
Langfristige variable Barvergütung 784 282
Im laufenden Jahr erdiente Vergütung aus Phantom Stocks 1.652 988
Dienstzeitaufwand für im laufenden Jahr erdiente Pensionszusage 530 418
Summe der langfristigen Vergütung 2.966 1.688
Gesamt 6.440 4.890

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der -Gerresheimer AG geregelt.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Jahresvergütung von EUR 30.000,00. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats steht das Zweifache und dem stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache dieser Vergütung zu. Mit Ausnahme des Ausschusses nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz erhalten Vorsitzende von Ausschüssen für jeden Vorsitz eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 10.000,00 und jedes andere Mitglied eines Ausschusses von EUR 5.000,00. Zusätzlich zu der Jahresvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, denen sie angehören, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 1.500,00 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 1.500,00 pro Kalendertag. Angemessene Auslagen werden auf Nachweis erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 100,00 pro EUR 0,01 des bereinigten Konzernergebnisses je Aktie der -Gerresheimer AG, falls dieser Wert den Betrag von EUR 0,50 erreicht. Überschreitet das bereinigte Konzernergebnis je Aktie der -Gerresheimer AG den Betrag von EUR 3,00, bleibt der überschreitende Betrag bei der Berechnung der variablen Vergütung außer Betracht. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie ergibt sich aus dem im Konzernabschluss ausgewiesenen Konzernergebnis vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen, den außerplanmäßigen Abschreibungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen (einschließlich wesentlicher zahlungsunwirksamer Aufwendungen) und der darauf entfallenden Steuereffekte, nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen (Minderheiten), bezogen auf die zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser variablen Vergütung.

Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der -Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2013 betrug EUR 1.001.000.

Die Bezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder setzen sich wie folgt zusammen (Angabe in EUR):

Name Sitzungsgelder Festvergütung Variable-Vergütung Summe
Sonja Apel 6.000,00 30.000,00 30.000,00 66.000,00
Lydia Armer 9.000,00 35.000,00 30.000,00 74.000,00
Dr. Karin Louise Dorrepaal 6.000,00 30.000,00 30.000,00 66.000,00
Francesco Grioli 13.500,00 55.000,00 45.000,00 113.500,00
Eugen Heinz 6.000,00 30.000,00 30.000,00 66.000,00
Seppel Kraus 10.500,00 35.000,00 30.000,00 75.500,00
Dr. Peter Noé 10.500,00 35.000,00 30.000,00 75.500,00
Hans Peter Peters 9.000,00 40.000,00 30.000,00 79.000,00
Markus Rocholz 10.500,00 35.000,00 30.000,00 75.500,00
Gerhard Schulze 13.500,00 85.000,00 60.000,00 158.500,00
Theodor Stuth 10.500,00 40.000,00 30.000,00 80.500,00
Udo J. Vetter 6.000,00 35.000,00 30.000,00 71.000,00
111.000,00 485.000,00 405.000,00 1.001.000,00

Das Aufsichtsratsmitglied Lydia Armer erhält für ihre Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gerresheimer Regensburg GmbH nach Abschluss eines Geschäftsjahrs eine angemessene Vergütung, die durch Beschluss der ordentlichen Gesellschafterversammlung der Gerresheimer Regensburg GmbH festgesetzt wird. Für das Geschäftsjahr 2012 hat die Gesellschafterversammlung die Vergütung auf EUR 5.000,00 festgesetzt, die im Geschäftsjahr 2013 ausbezahlt wurde.

Das Aufsichtsratsmitglied Markus Rocholz erhält für seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gerresheimer Tettau GmbH nach Abschluss eines Geschäftsjahrs eine Vergütung von EUR 5.000,00. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 wurde im Geschäftsjahr 2013 ausbezahlt.

ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 und § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

Die Gerresheimer AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland und hat stimmberechtigte Aktien ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG), namentlich im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard), notiert sind.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der -Gerresheimer AG belief sich zum 30. November 2013 auf EUR 31,4 Mio. Es ist eingeteilt in 31,4 Millionen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital der Gesellschaft ist vollständig eingezahlt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Zum Abschlussstichtag bestehen keine satzungsmäßigen, gesetzlichen oder dem Vorstand bekannten sonstigen Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen betreffend die Aktien der -Gerresheimer AG. Sämtliche zum 30. November 2013 ausgegebenen Stückaktien der -Gerresheimer AG sind uneingeschränkt übertragbar sowie voll stimmberechtigt und gewähren in der Hauptversammlung je eine Stimme.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns zum 30. November 2013 nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Keine der von der -Gerresheimer AG ausgegebenen Aktien beinhaltet Rechte, die deren Inhabern besondere Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Informationen über die Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen uns nicht vor.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der -Gerresheimer AG ist der Vorstand. Er besteht gemäß Gesellschaftssatzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird im Übrigen vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Zudem ernennt der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands oder zu dessen Sprecher.

Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß § 84 AktG vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von maximal fünf Jahren bestellt. Wiederholte Bestellungen oder Verlängerungen der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung eines Vorstandsmitglieds vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, etwa bei grober Pflichtverletzung oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht.

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.

Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Befugnis des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. April 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 15,7 Mio. zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten oder den zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften begeben wurden oder noch werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde;
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes oder sonstiger Vermögensgegenstände;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Anteil am Grundkapital 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder, falls dieser Betrag geringer ist, des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermäch-tigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht oder mit Wandlungs- oder Optionspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Die Summe der nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien darf einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 6,28 Mio. (entsprechend 20 % des derzeitigen Grundkapitals) nicht übersteigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere vorgenannten Ausführungen zu den „Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen“.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 6.280.000 durch Ausgabe von bis zu 6.280.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen „Schuldverschreibungen“), jeweils mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder mit Wandlungs- oder Optionspflichten, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 26. April 2012 beschlossenen Ermächtigung bis zum 25. April 2017 von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft der Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch gemacht wird oder Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die Darlehen unter dem Vertrag über Kreditfazilitäten im Gesamtbetrag von EUR 400 Mio., die zum Stichtag mit insgesamt EUR 175,5 Mio. in Anspruch genommen sind, werden durch die Kreditgeber kündbar und sind als Folge von den Kreditnehmern in voller Höhe vorzeitig zurückzuführen, wenn ein Dritter oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Dritte 50,01 % oder mehr der Anteile oder der Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben.

Im Falle eines Kontrollwechsels ist die Gerresheimer AG verpflichtet, den Gläubigern der Schuldverschreibung in Höhe von EUR 300 Mio. den Kontrollwechsel bekannt zu machen. Diese haben dann das Recht, alle oder einzelne Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig zu stellen. Als Kontrollwechsel gilt, wenn eine oder mehrere Personen mindestens 50,01 % der Aktien oder Stimmrechte der -Gerresheimer AG erwerben oder anderweitig beherrschen und 90 Tage danach kein Investment Grade Rating mehr für die Schuldverschreibung besteht.

Ein Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots hätte unter Umständen Auswirkungen auf einige unserer Kundenverträge, in denen Vereinbarungen über einen Kontrollwechsel enthalten sind. Dies sind marktübliche Change-of-Control-Klauseln, die den Kunden bei einem Kontrollwechsel das Recht einräumen, vorzeitig zu kündigen.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur innerhalb von drei Monaten, nachdem das Vorstandsmitglied vom Kontrollwechsel Kenntnis erlangt hat. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur, wenn der Dienstvertrag zum Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung mindestens ein Jahr bestanden hat und noch eine Laufzeit von mindestens neun oder mehr Monaten hat. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen, deren Höhe drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen entspricht. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene volle Geschäftsjahr einschließlich variabler Vergütungsbestandteile und Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung einzubeziehen.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben zuletzt am 4. September 2013 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

„Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG zu den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ gemäß § 161 Aktiengesetz

Die Gerresheimer AG hat den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 15. Mai 2012 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 5. September 2012 mit der dort genannten Ausnahme entsprochen.

Den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der geltenden Fassung vom 13. Mai 2013 wird die Gerresheimer AG mit folgender Ausnahme entsprechen:

Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 Kodex (erfolgsorientierte Aufsichtsratvergütung)

Die Gesellschaft hält eine Kombination von fester Jahresvergütung und einer variablen Vergütung, die sich am bereinigten Konzernergebnis je Aktie der Gerresheimer AG des zugrunde liegenden Geschäftsjahres bemisst, für am besten geeignet, der Kontrollfunktion des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen.”

ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil der gesamten Aufbau- und Ablauforganisation im Gerresheimer Konzern. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Holding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme.

Für die Tochtergesellschaften und wesentliche Funktionsbereiche der Konzernzentrale bestehen Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der Konzern hat sein Risikofrüherkennungssystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems werden im nachfolgenden Kapitel „Chancen- und Risikobericht“ des Geschäftsberichts beschrieben, der auch im Internet unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte zugänglich ist.

UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Gerresheimer ist einer der führenden Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie weltweit. Mit Produkten aus Glas und Kunststoff zur Verpackung und Verabreichung von Medikamenten leistet Gerresheimer einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden.

In einer Zeit zunehmender globaler Vernetzung sowie wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sind wir uns unserer unternehmerischen Verantwortung bewusst. Diese geht dabei weit über die Produktwelt hinaus. Wir füllen diese Rolle aktiv, umfassend und nachhaltig aus und lassen uns an unseren Grundsätzen messen. In unserem unternehmerischen Handeln fühlen wir uns verantwortlich gegenüber der Gesellschaft, den Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten sowie der Umwelt.

Unsere Grundsätze sind zusammengefasst in der Publikation „Unsere unternehmerische Verantwortung“, die im Internet zugänglich ist unter www.gerresheimer.com/unternehmen/ unternehmerische-verantwortung.

BESCHREIBUNG DER ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT SOWIE DER ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSWEISE IHRER AUSSCHÜSSE

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Geschäftsbericht in dem Kapitel „Organe“. Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse werden im Geschäftsbericht im Rahmen des Corporate Governance-Berichts beschrieben. Der Geschäftsbericht ist auch im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

KONZERNEINHEITLICHES CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENT

Unternehmerisches Handeln ist ständig Risiken ausgesetzt. Auch das Nichtergreifen von sich bietenden Chancen stellt ein Risiko dar. Wir betrachten das Risiko- und das Chancenmanagement grundsätzlich getrennt. Unser Risikomanagementsystem dokumentiert Risiken und unterstützt deren Überwachung. Die Erfassung und Kommunikation von Chancen erfolgt dagegen als integraler Bestandteil der Regelkommunikation zwischen den Tochtergesellschaften und dem Controlling der AG in ihrer Funktion als Holding.

Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Die Risikomanagementstrategie verfolgt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Vermeidung und Verringerung von Risiken sowie die Übertragung dieser auf Dritte. Im Rahmen einer definierten Risikobereitschaft geht Gerresheimer bewusst Risiken ein, wenn diese unvermeidbar sind oder wahrscheinlich durch Chancen kompensiert werden. Ein Risikomanagementsystem gibt keine absolute Garantie für die Vermeidung von Risiken. Es unterstützt die Handhabung, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen, zu steuern und die Unternehmensziele zu erreichen.

Die Einrichtung und die wirksame Unterhaltung des Risikomanagementsystems liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gerresheimer AG. Die Risikoüberwachung, -früherkennung, -analyse, -steuerung und -kommunikation beziehen die gesetzlichen Vertreter der operativen Gesellschaften und die Leiter der wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale ein. Zur Unterhaltung und Umsetzung des Systems bestehen für die Tochtergesellschaften und wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der Konzern hat sein Risikomanagementsystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen angepasst.

Wesentliche Elemente dieses Systems sind

eine einheitliche, periodische Risikoberichterstattung der Tochtergesellschaften an die Konzernzentrale,
die regelmäßige Risikoerhebung in wesentlichen Zentralbereichen,
die Segmentierung der Risiken nach Markt, Kunden, Finanzwirtschaft, Umweltschutz, Rechtsbeziehungen, externen politischen und gesetzlichen Vorgaben sowie strategischen Entscheidungen,
die Quantifizierung der Risiken durch den Ansatz von potenziellen Schadens-beträgen und Eintrittswahrscheinlichkeiten,
die Erfassung der Ergebnisauswirkung nach Geschäftsfeldern und
die Eingrenzung durch Schadensverhütung und Risikotransfer.

Sofern identifizierte Risiken bereits in den operativen und strategischen Planungen, im Forecast oder im Monats-, Quartals- oder Jahresabschluss enthalten sind, sind diese nicht Bestandteil der Risikoberichterstattung. Andernfalls ergäbe sich eine Doppelerfassung von Risiken im Risikomanagementsystem der Gerresheimer AG. Zudem sind Risiken, deren Eintritt auch ohne weitere Bewertung mit nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist (zum Beispiel Erdbeben mit verheerenden Auswirkungen in Deutschland), nicht zu melden. Im Gerresheimer Konzern besteht eine Null-Risikotoleranz gegenüber Verstößen gegen behördliche Vorschriften und Gesetze oder Compliance-Vorschriften des Unternehmens sowie hinsichtlich fehlerhaften Produkten und mangelnder Produktqualität.

Unsere Interne Revision prüft als prozessunabhängiges Element des Risikofrüherkennungssystems in regelmäßigen Abständen die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Konzernvorstand und dem Aufsichtsrat hierüber Bericht. Das System entspricht uneingeschränkt den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

INTERNES KONTROLLSYSTEM IN BEZUG AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Der Gerresheimer Konzernabschluss ist unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, soweit diese für die Anwendung in der Europäischen Union anerkannt wurden und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften entsprechen. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.

Die Gerresheimer AG erstellt einen zusammengefassten Lagebericht, der sowohl für den Gerresheimer Konzern als auch für die Gerresheimer AG gilt.

Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung. Die Verantwortung für die Einrichtung und wirksame Unterhaltung angemessener interner Kontrollen über die Finanzberichterstattung liegt beim Management der Gerresheimer AG, das zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des Kontrollsystems beurteilt. Zum 30. November 2013 hat das Management die Wirksamkeit der internen Kontrollen über die Finanzberichterstattung festgestellt. Allerdings bestehen bei jedem Kontrollsystem gewisse Einschränkungen hinsichtlich seiner Wirksamkeit.

Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess mit Hilfe anerkannter Konsolidierungssysteme erstellt. Die von dem jeweiligen Abschlussprüfer geprüften und vorkonsolidierten Teilkonzernabschlüsse werden mit den geprüften bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogenen Abschlüssen der übrigen Tochtergesellschaften zum Konzernabschluss der Gerresheimer AG zusammengefasst. Hierbei liegt die Verantwortung für den konzerneinheitlichen Kontenrahmen und die Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die terminliche und sachliche Organisation des Konzernabschlussprozesses zentral in der Gerresheimer AG.

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gilt eine einheitliche Richtlinie zur Bilanzierung und Bewertung nach IFRS. Diese umfasst eine Beschreibung der allgemeinen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit IFRS. Die bestehende Richtlinie, die unter Berücksichtigung der Entwicklung der IFRS kontinuierlich modifiziert wird, steht allen Tochtergesellschaften über das Gerresheimer Intranet zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen verbindlichen Abschlussterminkalender.

Im Rahmen des Abschlussprozesses werden neben der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung auch Informationen hinsichtlich Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Anhang und Lagebericht systemseitig bereitgestellt. Die wirksame Unterhaltung des Systems erfolgt zentralisiert durch das Konzernrechnungswesen. Neben den vorhandenen systemseitigen Checks werden manuelle Kontrollen hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit durch die operativen Gesellschaften und die Konzernzentrale durchgeführt. In den Rechnungslegungsprozess einbezogene Mitarbeiter werden bereits bei ihrer Auswahl hinsichtlich ihrer fachlichen Eignung überprüft und danach regelmäßig geschult. Grundsätzlich gilt das Vieraugenprinzip. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderung der einzelnen Posten. Das Rechnungswesen stellt sicher, dass fachbereichsbezogene Informationen durch die jeweiligen Fachabteilungen gemeldet und im Konzernabschluss verarbeitet werden. Die zur Einhaltung der konzernrechnungslegungsrelevanten Richtlinien in den Tochtergesellschaften und der Konzernzentrale implementierten Kontrollen werden durch die Interne Revision auf ihre Wirksamkeit geprüft. Im Rahmen der Abschlussprüfung 2013 hat der Abschlussprüfer unser Risikofrüherkennungssystem gemäß § 317 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 91 Abs. 2 AktG geprüft und dessen Ordnungsmäßigkeit bestätigt.

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG wird mit Hilfe der Software SAP erstellt. Die laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses sind in funktionale Prozessschritte gegliedert. In allen Prozessen sind entweder automatisierte oder manuelle Kontrollen integriert. Die organisatorischen Regelungen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle und die Jahresabschluss-erstellung vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst, verarbeitet und dokumentiert werden. Unter Berücksichtigung der notwendigen IFRS-Anpassungen werden die relevanten Daten aus dem Einzelabschluss der Gerresheimer AG in das Konzernkonsolidierungssystem übertragen.

Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem obliegt ihm die Prüfung der Unterlagen zum Einzelabschluss der Gerresheimer AG und zum Konzernabschluss, und er erörtert den Einzelabschluss der Gerresheimer AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zu diesen Abschlüssen mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer.

CHANCEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Der Gerresheimer Konzern ist aufgrund seiner globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt. Auch in Zukunft wollen wir die sich uns bietenden Chancen optimal nutzen.

Wesentliches Chancenpotenzial bietet der Bereich Forschung und Entwicklung. Mit Investitionen, zum Beispiel in unsere Technologiezentren für Glasspritzen und medizinische Kunststoffsysteme, wollen wir auch in Zukunft die Chance nutzen, bestehende Produkte mit unseren Kunden weiterzuentwickeln und unser Produktportfolio insgesamt weiter zu diversifizieren. Details zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden sich im Abschnitt „Forschung und Entwicklung“ in diesem Lagebericht.

Attraktive Entwicklungschancen sehen wir auch in der weiteren Globalisierung unseres Geschäfts. Wir wollen an der Dynamik in den Schwellenländern durch lokale Präsenz partizipieren und dort unseren Umsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen. In den letzten Jahren haben wir durch gezielte Investitionen in den Ländern Brasilien, Indien und China die Basis für weiteres Wachstum gelegt. Wachstum verspricht auch die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten des Bereichs Plastic Systems nach Nordamerika.

Den Generikaherstellern wird künftig eine steigende Bedeutung zukommen. An dem zu erwartenden Mengenwachstum wollen wir partizipieren, da auch diese Medikamente fachgerecht verpackt und verabreicht werden müssen. Ergänzend hierzu werden in Zukunft Verpackungen für Arzneimittel, die die Sicherheit bei der Verabreichung erhöhen und den Umgang mit dem Medikament erleichtern, immer wichtiger werden.

Auch der demografische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und biotechnologisch hergestellte Medikamente bieten dem Gerresheimer Konzern Wachstumschancen, die wir nutzen wollen.

RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Der Gerresheimer Konzern ist aufgrund seiner globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Für alle erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, angemessen Vorsorge getroffen. Auf bestehende Risiken wird im Folgenden eingegangen.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Akquisitionen sind Bestandteil unserer Strategie. Da Entscheidungen dieser Art auch Risiken beinhalten, werden Akquisitionsvorhaben im Rahmen eines Due Diligence-Prozesses geprüft und der Gesamtprozess wird von unserer zentralen Mergers & Acquisition-Abteilung gesteuert. Trotz sorgfältiger Due-Diligence-Prüfungen können Änderungen des Umfeldes dazu führen, dass die ursprünglichen Zielsetzungen nicht oder nur teilweise erreicht werden. Wir versuchen, diese unternehmensstrategischen Risiken durch eine regelmäßige und intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung frühestmöglich zu erkennen und mittels geeigneter Maßnahmen zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren.

Eine wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie bildet die Markteinführung innovativer Produkte. Im Rahmen eines verantwortlichen Managements sind wir uns bewusst, dass damit nicht nur Chancen, sondern auch Risiken entstehen. Basierend auf umfangreichen Marktanalysen stellen wir sicher, dass die Chancen einer erfolgreichen Produkteinführung maximiert und entsprechende Risiken minimiert werden.

OPERATIVE RISIKEN

Unter operativen Risiken fassen wir Betriebsrisiken sowie Organisations-, Personal- und Sicherheitsrisiken zusammen. Sie werden durch einen angemessenen Versicherungsschutz und hohe Anforderungen an das Produktions-, Projekt- und Qualitätsmanagement begrenzt. Haftungsrisiken werden durch eine Haftpflichtversicherung gedeckt. Eigenschäden sind unter anderem durch Feuer- und sonstige Sachversicherungen zum Neuwert versichert. Daneben gibt es noch eine Betriebsunterbrechungsversicherung auf Allgefahrenbasis, die den Ertragsausfall in den Werken mit entsprechenden Selbstbehalten abdeckt.

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum des Gerresheimer Konzerns. Auch im Verlauf des Geschäftsjahres 2013 war keine Entspannung der Gesamtrisikosituation zu beobachten. Niemand kann derzeit mit absoluter Sicherheit sagen, wie sich die Euro- und Finanzkrise weiter auf die Realwirtschaft, die Kunden und die Lieferanten auswirken und wie lange diese Krise andauern wird.

Wir begegnen diesem Risiko, indem wir die Entwicklung der Weltwirtschaft laufend beobachten. Im Falle einer Veränderung konzentrieren wir beispielsweise die Auslastung auf Produktionsstandorte mit hoher Produktivität.

ENERGIE- UND ROHSTOFFPREISE

Gerresheimer hat insbesondere für die Brenn- und Schmelzvorgänge der Hochtemperaturschmelzöfen einen permanent hohen Energiebedarf. Ein wesentlicher Anstieg der Energiepreise kann die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlich belasten. Der Gerresheimer Konzern hat die besondere Ausgleichsregel für stromintensive Unternehmen nach § 41 des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) in Anspruch genommen. Am 18. Dezember 2013 hat die EU-Kommission ein Prüfverfahren eingeleitet, mit dem die Vereinbarkeit des EEG mit dem EU-Beihilferecht überprüft wird. Wir gehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, dass die bestehende gesetzliche Regelung, auf deren Grundlage wir in 2013 von EEG-Umlagen in Höhe von EUR 9,1 Mio. (Gerresheimer Lohr GmbH EUR 3,8 Mio., Gerresheimer Essen GmbH EUR 2,7 Mio. und Gerresheimer Tettau GmbH EUR 2,6 Mio.) befreit wurden, Bestand hat und eine Zahlung der in Frage stehenden Umlagebeträge nicht überwiegend wahrscheinlich ist. Eine Rückstellung wurde infolgedessen nicht gebildet.

Ein weiterer erheblicher Teil der Produktionskosten entfällt auf Rohstoffe für die Glas- und Kunststoffherstellung. Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten ist Gerresheimer unter anderem auf die Vorprodukte Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol angewiesen. Deren Preise hängen zu einem großen Teil von der Entwicklung des Ölpreises ab.

Um Energiekostensteigerungen aufzufangen, hat sich der Konzern gegen steigende Energiepreise in erheblichem Umfang abgesichert. Teilweise bestehen bei Kundenverträgen zudem Preisanpassungsklauseln.

PRODUKTHAFTUNGSRISIKEN

Trotz interner Maßnahmen zur Gewährleistung von Produktqualität und Produktsicherheit kann der Gerresheimer Konzern nicht ausschließen, dass der Gebrauch und die Verwendung der hergestellten Verpackungsprodukte und -systeme Schäden bei Kunden oder Endverbrauchern verursachen. So könnte die Lieferung mangelhafter Produkte an die Kunden bei diesen zu Beschädigungen der Produktionsanlagen oder gar zu Betriebsunterbrechungen führen. Dies könnte die Reputation des Gerresheimer Konzerns erheblich beeinträchtigen. Ferner könnten mangelhafte Produkte des Gerresheimer Konzerns in Verbindung mit den Medikamenten und Wirkstoffen ihrer Kunden aus der Pharma- und Healthcare-Industrie Gesundheitsschädigungen bei Verbrauchern verursachen. In diesen Fällen wäre nicht auszuschließen, dass der Konzern Kunden verliert. Dies könnte nennenswerte Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns haben. Außerdem könnte Gerresheimer entsprechenden Haftungsansprüchen ausgesetzt sein. Dazu zählen zum Beispiel Schadensersatzansprüche von Kunden oder Ansprüche der Endverbraucher aus den Vorschriften zur Produkthaftung. Etwaige Produkthaftungsansprüche gegen Gerresheimer können insbesondere bei Sammelklagen in den USA erheblich sein. Zudem besteht das Risiko, dass der Konzern möglicherweise erhebliche Kosten für Rückrufaktionen zu tragen hat. Außerdem ist nicht gewährleistet, dass Gerresheimer auch in Zukunft einen ausreichenden Versicherungsschutz zu den gegenwärtigen Konditionen erhalten wird. Diese Beispiele zeigen, dass negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns nicht auszuschließen sind.

Um Produkthaftungsfälle zu vermeiden, arbeitet der Gerresheimer Konzern mit hohen Qualitätssicherungsmaßnahmen. Eine Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung soll zudem entstehende Schäden weitgehend abdecken.

RISIKEN AUS DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DER STAATLICHEN GESUNDHEITSSYSTEME

Gerresheimer erzielte im Geschäftsjahr 2013 rund 83 % der Konzernumsätze im Marktsegment Pharma und Healthcare. In den letzten Jahren waren die Regierungen und Krankenkassen in Europa und den Vereinigten Staaten bestrebt, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu reduzieren. Dies hat den Preisdruck auf die Pharmaindustrie erhöht. Begrenzter Patentschutz und stetig steigende Produktentwicklungskosten verstärken die Notwendigkeit der Kostenkontrolle in der Pharmaindustrie weiter. Obwohl auf die pharmazeutische Primärverpackung in der Regel nur ein geringer Prozentsatz der Gesamtkosten eines Medikamentes für den Verbraucher entfällt, kann diese Entwicklung den Preisdruck auf die Produkte des Gerresheimer Konzerns erhöhen. Wenn der Preisdruck nicht durch Kostensenkungen oder Effizienzsteigerungen kompensiert werden kann, kann sich dies wesentlich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns auswirken.

Das frühzeitige Erkennen sich abzeichnender Entwicklungen sowie ein aktives Portfoliomanagement sind wichtige Bestandteile der Unternehmenssteuerung. Zudem kann der Gerresheimer Konzern durch seine Präsenz in verschiedenen Ländern und Märkten zyklische Schwankungen der Einzelmärkte bzw. in einzelnen Ländern besser ausgleichen als andere Unternehmen, die nicht so global vertreten sind.

PERSONALRISIKEN

Qualifizierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Realisierung unserer wachstumsorientierten Unternehmensstrategie. Sollte es zukünftig nicht gelingen, qualifizierte Mitarbeiter im ausreichenden Maße für unser Unternehmen auszubilden oder zu gewinnen und langfristig zu binden, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Zusätzlich ergeben sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des daraus möglicherweise resultierenden Fachkräftemangels mittel- bis langfristige Personalrisiken.

Wir begegnen diesen Risiken, indem wir uns weltweit, stärker als bisher, als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Hierzu gehören eine wettbewerbsfähige Vergütung, fachspezifische Fort- und Weiterbildung, eine strukturierte Nachfolgeplanung und die spezifische Förderung junger Fach- und Nachwuchskräfte. Zudem verfolgen wir eine auf personelle Vielfalt (Diversity) ausgerichtete Personalpolitik und betreiben zudem zielgruppenspezifisches Personalmarketing.

IT-RISIKEN

Computergestützte Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die Anwendung von IT-Systemen für die interne und externe Kommunikation nehmen weiter zu. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall dieser Systeme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen.

Die IT-Systeme werden konzernweit standardisiert, harmonisiert, geprüft und weiterentwickelt, um die Sicherheit und Effizienz der Gerresheimer Geschäftsprozesse zu gewährleisten bzw. zu erhöhen. Industrietypische IT-Mindeststandards wie Backups, redundante Datenverbindungen und getrennte Rechenzentren werden eingehalten, um Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen wie SAP, Websites und IT-Infrastrukturkomponenten zu minimieren.

Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte unter anderem der Umzug der SAP-Systeme, des zentralen Lotus-Notes-Server sowie des CRM-Systems auf einen neuen externen IT-Dienstleister mit Rechenzentren in Deutschland, weitere Gesellschaften wurden auf SAP migriert, und der Rollout sicherheitsrelevanter Infrastrukturprojekte wie Antivirus, Internet Protection, Active Directory und LAN-Standardisierung wurde fortgeführt.

Gerresheimer wird die Harmonisierung der ERP-Systeme auf SAP ECC 6.0 ebenso konsequent fortführen wie die Standardisierung der IT-Infrastruktur in den Bereichen Netzwerk, Hardware, Kommunikation und Sicherheit. Die IT-Compliance beschreibt und sichert die Umsetzung und Erfüllung gesetzlicher, unternehmensinterner und vertraglicher Anforderungen in der Gerresheimer AG.

STEUERLICHE RISIKEN

Die Globalisierung der operativen Geschäfte im Gerresheimer Konzern hat zur Folge, dass eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Regelungen von Finanzverwaltungen zu berücksichtigen sind. Abgabenrechtliche Risiken können durch fehlende Berücksichtigung von steuerlichen Vorschriften oder durch die unterschiedliche steuerliche Würdigung von Sachverhalten und Transaktionen entstehen. Insbesondere steuerliche Betriebsprüfungen und daraus sich möglicherweise ergebende Prüfungsfeststellungen mit entsprechenden Zinswirkungen und Steuernachzahlungen können zu einer Belastung für den Konzern führen.

Die steuerlichen Risiken werden regelmäßig und systematisch geprüft und bewertet. Daraus resultierende Maßnahmen zur Risikominderung werden zwischen dem Bereich Group Taxes der Gerresheimer AG und den Landesgesellschaften abgestimmt.

RECHTLICHE RISIKEN

Als international tätiges Unternehmen muss der Gerresheimer Konzern unterschiedliche Rechtsnormen beachten. Daraus können sich vielfältige vertrags-, wettbewerbs-, umwelt-, marken- und patentrechtliche Risiken ergeben.

Diese Risiken begrenzen wir durch juristische Prüfungen unserer internen Rechtsabteilungen und indem wir externe Spezialisten für das jeweilige nationale Recht zu Rate ziehen.

Damit die weltweiten Gesetze und Regeln eingehalten werden, hat der Gerresheimer Konzern ein globales Compliance Programm etabliert. Die Beachtung der Compliance Richtlinien obliegt allen Organmitgliedern und Mitarbeitern der Gerresheimer AG sowie der Konzerngesellschaften. Die Einhaltung von Rechtsvorschriften sowie die Beachtung der Konzernrichtlinien des Gerresheimer Compliance Programms sind von herausragender Bedeutung für die Gerresheimer AG und ihre verbundenen Unternehmen.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, sind nicht bekannt.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist Gerresheimer finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Über ein konzernweites Finanzrisikomanagement werden die finanziellen Risiken des Konzerns zentral durch die verantwortliche Group Treasury-Abteilung überwacht. Identifizierte Risikopotenziale steuert der Konzern nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen.

WÄHRUNGS- UND ZINSRISIKO

Als Gesellschaft mit Sitz in Deutschland stellt der Euro die Konzern- und Berichtswährung dar. Da der Gerresheimer Konzern einen großen Teil seines Geschäfts außerhalb der Euroländer tätigt, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Die Zunahme der Volatilitäten der Wechselkurse in den letzten Jahren hat entsprechende Chancen und Risiken steigen lassen. Um Wechselkursrisiken im operativen Geschäft zu begrenzen, tätigt Gerresheimer Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente verwendet der Konzern ausschließlich zur Risikosteuerung im Zusammenhang mit kommerziellen Grundgeschäften.

Zudem ist der Gerresheimer Konzern im Rahmen seiner Fremdkapitalfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinssatzschwankungen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Schulden sowie auf die Kosten von Refinanzierungen auswirken. Um Zinsänderungsrisiken zu begrenzen, tätigt der Gerresheimer Konzern Zinsswapgeschäfte.

KREDITRISIKO

Die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gruppe ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken werden durch das Kredit- und Forderungsmanagement sowie die Vertriebsbereiche der operativen Gesellschaften überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterliegen die Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, die über kein erstklassiges Rating verfügen, werden versichert, soweit ein entsprechender Versicherungsschutz gewährt wird. Zur Vermeidung von Kreditrisiken aus Finanzinstrumenten werden diese nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Risiko, aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Gerresheimer Konzern zentral durch die -Gerresheimer AG gesteuert. Die Liquiditätssituation des Konzerns wird auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlichen Liquiditätsplanung überwacht und gesteuert. Darüber hinaus stehen dem Gerresheimer Konzern zur Liquiditätssicherung ein langfristiges Tilgungsdarlehen sowie ein revolvierendes Darlehen und eine Euro-Bond-Schuldverschreibung zur Verfügung.

Eine detailliertere Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Management findet sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Angabe (6) „Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente“.

GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNS

Unser Risikomanagementsystem bildet die Grundlage für die Einschätzung des Gesamtrisikos durch den Vorstand. Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden alle Risiken zusammengefasst, die von den Tochtergesellschaften und den Zentralbereichen gemeldet werden. Diese Risikoberichterstattung wird regelmäßig an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet.

Die Risiken des Gerresheimer Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Nach unserer Einschätzung des Gesamtrisikos bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Gerresheimer Konzerns oder der -Gerresheimer AG gefährden oder ihre Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

Die Bonität von Gerresheimer wird durch die führenden Ratingagenturen Standard & Poor‘s und Moody‘s regelmäßig bewertet. Das Rating von Standard & Poor‘s liegt mit BBB- mit stabilem Ausblick im Bereich des Investment Grade Rating. Auch Moody‘s hat die Kreditwürdigkeit des Gerresheimer Konzerns mit einem Rating von Ba1 und nunmehr positivem Ausblick bestätigt.

Die Rahmenkredite unterliegen sogenannten Financial Covenants. Diese wurden im Abschnitt „Finanzierungsinstrumente“ bereits ausführlich erläutert. Sowohl im Geschäftsjahr 2013 als auch im Geschäftsjahr 2012 wurden die vorgegebenen Financial Covenants eingehalten. Unter Zugrundelegung der vorliegenden Mehrjahresplanung gehen wir davon aus, die Financial Covenants auch zukünftig einzuhalten.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem 30. November 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Gerresheimer Konzerns oder der -Gerresheimer AG zu erwarten ist.

PROGNOSEBERICHT

AUSRICHTUNG DES KONZERNS

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der -Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN

ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT UND -ENTWICKLUNG IN DEN EINZELNEN REGIONEN

Die Prognose für die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2014 liegt laut Angaben des Internationalen Währungsfonds1) mit einem erwarteten Zuwachs von 3,6 % leicht über dem Niveau des Jahres 2013, für das ein Zuwachs von 2,9 % prognostiziert worden war. Im Geschäftsjahr 2014 dürften bessere konjunkturelle Aussichten in den Industrieländern zu einem Produktionsanstieg in den Schwellenländern führen. Grund hierfür ist der anziehende Welthandel. Gleichwohl gehen die Experten davon aus, dass weiterhin auch Abwärtsrisiken bestehen. So wird der konjunkturelle Aufschwung in vielen Industrieländern nach wie vor durch eine sehr expansive Geldpolitik gestützt. Ferner basieren die Prognosen auf der Erwartung, dass die USA zu Beginn des Jahres 2014 eine weitere Anhebung der staatlichen Schuldenobergrenze vornehmen. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre eine schwere Rezession in den USA die Folge, die auch die weltwirtschaftliche Entwicklung beeinflussen würde.

Der größte Wachstumsimpuls für die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2014 Prognosen des IWF zufolge aus den USA kommen. Erwartet wird ein stärkeres Wirtschaftswachstum von etwa 2,6 % im Jahr 2013 gegenüber 1,6 % im vergangenen Jahr. Die mutmaßlich anhaltende expansive Geldpolitik dürfte sowohl die Investitionstätigkeit der Unternehmen als auch die Immobiliennachfrage stimulieren.

Für die Industrieländer im Euroraum wird nach dem Rückgang der Produktionstätigkeit um etwa 0,5 % im Vorjahr nun eine, wenn auch nur moderate, Steigerung des Wirtschaftswachstums von etwa 1,0 % erwartet. Notwendige Anpassungsprozesse in Ländern wie etwa Spanien oder Italien dürften den Aufschwung jedoch an einem kräftigeren Anstieg hindern. Gleiches gilt für die anhaltend restriktive Vergabe von Krediten, da einige Banken noch mit der Bewältigung der Folgen der Eurokrise befasst sind.

Für Deutschland gehen die Experten des IWF von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2014 um etwa 1,4 % aus. Nach einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung von etwa 0,5 % im Jahr 2013 dürfte die stärkere konjunkturelle Erholung im Prognosezeitraum vor allem binnenwirtschaftlich getragen sein. Dafür sprechen günstige Fundamentalfaktoren wie etwa das niedrige Zinsniveau.

Die vom IWF für die Schwellenländer im Jahr 2014 prognostizierte Wachstumsrate liegt mit 5,1 % etwa 0,5 % über dem Wert des Vorjahres. Die Zuwachsrate ist damit weiter deutlich dynamischer als die der Industrienationen. Gleichwohl erreicht der Produktionszuwachs nicht die Spitzenwerte, die in der Vergangenheit erzielt worden waren. Die Schwellenländer bleiben dessen ungeachtet auch in 2014 Motor der Weltwirtschaft. Insbesondere China und Indien gelten unverändert als Wachstumstreiber für den Welthandel. Für China liegen die Wachstumsprognosen für das Jahr 2014 bei 7,3 % nach 7,6 % im Vorjahr. Für Indien werden 5,1 % Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes erwartet, nach 3,8 % im Vorjahr. In Brasilien stagniert das Wachstum voraussichtlich. Die Prognosen belaufen sich auf einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um unverändert 2,5 % im Jahr 2014.

ENTWICKLUNG IN DEN BRANCHEN

Die weltweite Nachfrage nach Pharma- und Healthcare-Produkten dürfte infolge der stetig steigenden Zahl chronischer Erkrankungen aufgrund zivilisatorischer und umweltbezogener Veränderungen zunehmen. Dabei verzeichnet der für uns relevante Markt zur Therapie von Asthma- und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen nach Schätzungen des IMS-Instituts Zuwachsraten von jährlich 3 % bis 5 %. Gleichfalls gute Wachstumsraten werden für den Markt zur Behandlung von Diabetes-Erkrankungen vorhergesagt. Hier liegen die IMS-Schätzungen bei einem Wachstum zwischen 5 % und 7 % pro Jahr. Auch die demografische Entwicklung der Weltbevölkerung mit ihrem zunehmenden Anteil älterer Menschen und dem damit verbundenen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung sollte weiter zu einer positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns beitragen. Während die Wachstumsraten in den sogenannten reifen Märkten wie den USA und Europa eher rückläufig sind, sind in den Schwellenländern überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten, da dort mit zunehmendem Wohlstand die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung ausgebaut wird. Insbesondere in den USA dürfte das Wachstum infolge geringerer Zuwächse des Bruttoinlandsproduktes abnehmen, so dass die USA als größter Treiber des Weltwachstums im Bereich Pharma mittelfristig von den Schwellenländern abgelöst werden dürften.

MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN

DIE PERSPEKTIVEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Die Weltwirtschaft entwickelt sich laut den Prognosen des IWF im Jahr 2014 mit moderatem Tempo.2) Während China und einige weitere Schwellenländer nicht mehr an ihre hohen Wachstumsraten der Vergangenheit heranreichen dürften, konnten die Krisenländer des Euroraums Fortschritte bei der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erzielen und dürften in der Folge von einer steigenden Konjunktur profitieren. Gleichwohl ist der sich abzeichnende Aufschwung in den Industrieländern noch nicht selbsttragend, da viele dieser Länder weiterhin hohe öffentliche Finanzierungsdefizite aufweisen und die Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur sehr expansiv ausgerichtet ist. In diesem für uns unverändert guten Umfeld gehen wir weiter davon aus, dass wir unser Kerngeschäft mit Primärverpackungen und Drug Delivery-Systemen für die Pharma- und Gesundheitsindustrie weiter ausbauen können.

In den vergangenen Jahren wurde in den Schwellenländern verstärkt mit dem Auf- bzw. Ausbau der medizinischen Versorgung begonnen. Damit einhergehend stieg dort der Einsatz bzw. die Vergabe von Nachahmerpräparaten. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend ungebrochen fortsetzt und auch in 2014 zu einer weiteren Steigerung der Nachfrage führen wird.

ERWARTETE ERTRAGSLAGE

DER KONZERN

Ziel des Konzerns ist es, der führende globale Partner für Lösungen zu werden, die zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Dazu wollen wir unsere globale Präsenz ausbauen sowie profitables und nachhaltiges Wachstum erzielen.

Als Obergesellschaft des Konzerns vereinnahmt die -Gerresheimer AG über Ergebnisabführungsverträge die Ergebnisse der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften. Diese können auch Beteiligungserträge aus dem Ausland erhalten. Insoweit wirkte sich die Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen direkt auf den Jahresabschluss der -Gerresheimer AG aus. Eine entsprechende Ergebnisentwicklung im Konzern vorausgesetzt, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014 wiederum ein positives Jahresergebnis der -Gerresheimer AG.

Von 2007 bis 2012 war unser Unternehmen in vier Geschäftsbereichen organisiert. Diese Struktur leitete sich ab von den unterschiedlichen Herstellungstechnologien und Materialien. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 haben wir unsere Geschäftsbereiche neu geordnet. Das Ergebnis ist ein marktorientierterer Auftritt mit einer produktbezogenen Gliederung.

Drei Geschäftsbereiche formieren fortan den Konzern. Der erste Geschäftsbereich heißt Plastics & Devices. Hier produzieren wir kundenspezifische komplexe Systeme zur Verabreichung von Medikamenten. Der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass umfasst demgegenüber standardisierte Glasverpackungen für Medikamente und Kosmetik. Und drittens gibt es den Geschäftsbereich Life Science Research. Dieser ist unverändert und umfasst unser Angebot zum Thema Laborglas.

Im Folgenden formulieren wir unsere Erwartung an die Entwicklung der Ertragslage bezogen auf die neue Konzernstruktur.

PLASTICS & DEVICES

Für unsere kundenspezifischen Produkte aus Glas und Kunststoff zur einfachen wie sicheren Verabreichung von Medikamenten sowie für unsere Pharmaverpackungen aus Kunststoff sehen wir unverändert gute Wachstumschancen. Dies gilt insbesondere für unsere Drug Delivery Devices für verschreibungspflichtige Medikamente. Sie bleiben aus heutiger Sicht der Hauptwachstumstreiber. Hierzu zählt vor allem das Geschäft mit Insulin-Pens und Inhalatoren. Aber auch das zur Anbahnung dieser Umsätze erforderliche Geschäft mit der Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen für die Prototypen sollte im Geschäftsjahr 2014 nochmals deutlich wachsen. Treiber hierfür sind unter anderem der zunehmende Wettbewerb der Pharmaunternehmen untereinander um die bestmögliche Darreichungsform eines Wirkstoffes wie auch die weltweit steigende Zahl der Asthma- und Diabetes-Patienten.

Für unsere Gx RTF®-Spritzen erwarten wir auf Basis einer weiteren Stabilisierung der Fertigung eine Verringerung der Produktionskosten und damit eine Steigerung der Profitabilität. Der Umsatz mit herkömmlichen Glasspritzen (Bulk-Spritzen) dürfte demgegenüber weiter zurückgehen, da sich die Substitution von Bulk- durch Gx RTF®-Spritzen fortsetzen dürfte.

Regional gesehen bleibt Europa Schwerpunkt unseres Geschäfts mit Drug Delivery Devices für verschreibungspflichtige Medikamente. Der Umsatz mit unseren Pharmaverpackungen aus Kunststoff für die freiverkäuflichen Arzneien dürfte dabei im Geschäftsjahr 2014 weiter durch die Schwellenländer getrieben werden.

Aus heutiger Sicht ist das Auftragsvolumen für die Entwicklung, die mit geringermargigen Umsätzen den Produktionsaufträgen vorausgehen, unverändert hoch. Damit bleibt unser Geschäft weiter auf Wachstum ausgerichtet. Ausgaben zur Inbetriebnahme neuer Produktionslinien dürften in der Konsequenz auch in 2014 dämpfend auf die Margenentwicklung wirken.

PRIMARY PACKAGING GLASS

In unserem Geschäftsbereich Primary Packaging Glass erwarten wir weiter ein stabiles Wachstum für unsere Verpackungen aus Glas für Medikamente und Kosmetik wie Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen oder auch Parfümflakons und Cremetiegel. Die Profitabilität sollte sich infolge der Bündelung der Vertriebsaktivitäten im Zuge der neuen Geschäftsstruktur weiter gut entwickeln. Ähnlich wie in den Vorjahren dürften die Wachstumsraten in unseren Werken in den Schwellenländern höher liegen als in den industrialisierten Ländern.

Der Umsatz mit Pharmaverpackungen aus Glas sollte sich unverändert robust entwickeln. Im Bereich Kosmetik gehen wir von einem positiven Umfeld aus. Auch hier rechnen wir damit, unseren Umsatz mit Kosmetikprodukten aus Glas leicht ausbauen zu können.

LIFE SCIENCE RESEARCH

Im Geschäftsbereich Life Science Research ist die Visibilität aufgrund der Struktur des Geschäftsmodells geringer als in den anderen Geschäftsbereichen, da wir hier unsere Produkte nicht direkt, sondern über Distributoren verkaufen und die Vorlaufzeiten bei Bestellungen sehr kurz sind. Da die Geschäftsentwicklung stark von der US-amerikanischen Konjunktur abhängt, sind Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet. Tendenziell gehen wir davon aus, dass unsere Kunden ihre vorsichtigere Ausgabenpolitik auch im Jahr 2014 aufgrund von Budgetrestriktionen beibehalten werden.

ERWARTETE ENTWICKLUNG NICHT FINANZIELLER ERFOLGSFAKTOREN

MITARBEITER

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern wird angesichts des erwarteten Wachstums auch in Zukunft steigen. Die regionale Verteilung wird sich aufgrund zunehmender Globalisierung zugunsten der Schwellenländer verändern.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden wir auch in Zukunft einen hohen Stellenwert beimessen, um das Wachstum des Unternehmens langfristig durch Innovationen sichern zu können.

BESCHAFFUNG

Auch im Jahr 2014 werden wir unseren Einkauf nachhaltig optimieren: Preise, Konditionen und insbesondere die Qualität sind zentrale Bausteine, um unseren Ertrag weiter zu steigern. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen an den Finanz- und den realen Märkten gehen wir davon aus, dass die Volatilität der Preise erhalten bleibt. Potenzielle Änderungen im Zusammenhang mit der EEG-Umlage könnten zu steigenden Energiekosten führen.

PRODUKTION

Insbesondere in unseren energieintensiven Behälterglaswerken legen wir außerdem großen Wert auf die Einführung moderner Energiemanagementsysteme. Alle deutschen Behälterglaswerke sind nach dem neuesten ISO-Standard für Energiemanagementsysteme 50001 zertifiziert. Auch die anderen Geschäftsbereiche planen entsprechende Zertifizierungen: Für die Standorte in Bünde, Wackersdorf und Pfreimd, Deutschland, Horsovsky Tyn, Tschechische Republik, und Küssnacht, Schweiz, wurden im Geschäftsjahr 2013 die Zertifizierungen nach ISO 50001 für 2014 vorbereitet.

UMWELT

Wir wollen auch in Zukunft verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen umgehen und die Umwelt schonen. So haben wir uns bereits zum fünften Mal in Folge an dem Carbon Disclosure Project beteiligt. Dazu erheben, analysieren und managen wir unsere CO2-Emissionen an allen Produktionsstandorten und erstatten jährlich über deren Zusammensetzung und Entwicklung, vor allem aber über die verschiedensten Maßnahmen zu deren Verringerung, ausführlich Bericht. Ziel unserer Umweltstrategie ist es, das Verhältnis von Emissionen zu Umsätzen zu reduzieren. So sollen unsere Umsätze in der Zukunft schneller wachsen als die zu deren Erzielung unvermeidbaren Emissionen. Auch in 2014 werden wir uns wieder an dem Carbon Disclosure Project beteiligen.

ERWARTETE FINANZLAGE UND LIQUIDITÄT

Zum 30. November 2013 verfügte der Gerresheimer Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 73,1 Mio. (Vorjahr: EUR 86,1 Mio.). Darüber hinaus stand uns zum Bilanzstichtag aus dem revolvierenden Darlehen ein nicht in Anspruch genommener Betrag in Höhe von EUR 181,2 Mio. (Vorjahr: EUR 250 Mio.) zur Verfügung. Damit befinden wir uns in einer stabilen finanziellen Situation und werden auch im kommenden Geschäftsjahr genügend liquide Mittel haben, um unsere geplanten Investitionen zu finanzieren und unseren sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

DIVIDENDENPOLITIK

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung des Gerresheimer Konzerns im Jahr 2013 sind Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, der Hauptversammlung am 30. April 2014 vorzuschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,70 je Aktie für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von fast 23 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Minderheiten. In Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg wollen wir auch im Geschäftsjahr 2014 an unserer Dividendenpolitik, 20 % bis 30 % vom bereinigten Konzernergebnis nach Minderheiten auszuschütten, festhalten.

GESAMTAUSSAGE ZUM PROGNOSEBERICHT

Für das kommende Geschäftsjahr ist unser Unternehmen gut gerüstet. Durch bereits getätigte und geplante Investitionen in ertragreichen Märkten sowie durch die Akquisitionen der Vergangenheit sind wir für die Chancen und Entwicklungen im Bereich Pharma hervorragend aufgestellt. Wir verfügen über eine gute finanzielle Basis, eine langfristige Finanzierung und eine klare Unternehmensstrategie. Wir werden unser Unternehmen weiter globalisieren, Märkte konsolidieren und interessante Technologien in unser Portfolio aufnehmen. Die Zielrichtung aller Aktivitäten ist die weitere Fokussierung auf die Pharma- und Healthcare-Industrie. Dabei werden neben dem organischen Wachstum, das wir aus dem operativen Cash Flow finanzieren wollen, Akquisitionen nach sorgfältiger Prüfung von Chancen und Risiken auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Im Vergleich mit unseren Wettbewerbern sind wir gut aufgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2014 gehen wir derzeit von einem Umsatzwachstum in Höhe von 4 % bis 6 % zu konstanten Wechselkursen aus. Das Adjusted EBITDA wird voraussichtlich zwischen EUR 250 Mio. und EUR 265 Mio. zu konstanten Wechselkursen liegen. Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2014 wird im Wesentlichen aufgrund der guten Wachstumsperspektiven, insbesondere aufgrund mehrjähriger Kundenprojekte im Bereich der Drug Delivery Devices, auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen und damit rund 9 % bis 10 % vom Umsatz betragen.

JAHRESABSCHLUSS DER GERRESHEIMER AG

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

KONZERN-BILANZ

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

SEGMENTDATEN NACH BEREICHEN

SEGMENTDATEN NACH REGIONEN

KONZERN-ANHANG

(1) Allgemeine Grundlagen

(2) Konsolidierungskreis

(3) Konsolidierungsgrundsätze

(4) Währungsumrechnung

(5) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(6) Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente

(7) Kapitalflussrechnung

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

(9) Herstellungskosten der zur Erzielung der -Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

(10) Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

(11) Sonstige betriebliche Erträge

(12) Abschreibung der Fair Value-Anpassungen

(13) Restrukturierungsaufwendungen

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

(15) Finanzergebnis

(16) Ertragsteuern

(17) Ergebnis je Aktie

Sonstige Informationen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(18) Materialaufwand

(19) Personalaufwand

Bilanzerläuterungen

(20) Immaterielle Vermögenswerte

(21) Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

(22) Finanzanlagen und Anteile an at equity -bewerteten Unternehmen

(23) Finanzielle Vermögenswerte

(24) Sonstige Forderungen

(25) Aktive latente Steuern

(26) Vorräte

(27) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(28) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(29) Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile

(30) Latente Steuerschulden

(31) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

(32) Gerresheimer Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks)

(33) Sonstige Rückstellungen

(34) Finanzielle Verbindlichkeiten

(35) Sonstige Verbindlichkeiten

(36) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

(37) Berichterstattung zu Kapitalmanagement und Finanzinstrumenten

Sonstige Erläuterungen

(38) Segmentberichterstattung

(39) Honorar des Abschlussprüfers

(40) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (IAS 24)

(41) Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands

(42) Corporate Governance

(43) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2013

in T EUR Anhang 2013 Pro-Formal1) 2012
Umsatzerlöse (8) 1.265.931 1.219.068
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (9) -901.707 -858.269
Bruttoergebnis vom Umsatz 364.224 360.799
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -231.158 -220.774
Sonstige betriebliche Erträge (11) 22.690 11.753
Restrukturierungsaufwendungen (13) -4.836
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -17.536 -19.387
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen (22) -436 -571
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 132.948 131.820
Finanzerträge (15) 2.821 3.457
Finanzaufwendungen (15) -37.015 -36.738
Finanzergebnis -34.194 -33.281
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 98.754 98.539
Ertragsteuern (16) -30.267 -30.198
Konzernergebnis 68.487 68.341
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens 62.155 62.021
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen (29) 6.332 6.320
Ergebnis je Aktie (in EUR)2) (17) 1,98 1,98

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

2) Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht zugleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie, da keine weiteren Aktien ausgegeben wurden.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2013

in T EUR Anhang 2013 Pro-Forma1) 2012
Konzernergebnis 68.487 68.341
Beträge, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen 18.448 -40.283
Ertragsteuern -6.134 12.193
Veränderung der im Eigenkapital erfassten Beträge, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 12.314 -28.090
Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten 2.418 1.329
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag (15) -1.660 -1.813
Ertragsteuern 95 588
Veränderung der im Eigenkapital erfassten Cash Flow Hedge-Rücklage 853 104
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften -28.259 -9.195
Veränderung der im Eigenkapital erfassten Rücklage aus Währungsumrechnung -28.259 -9.195
Veränderung der im Eigenkapital erfassten Beträge, die unter bestimmten -Bedingungen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -27.406 -9.091
Sonstiges Ergebnis -15.092 -37.181
Gesamtergebnis 53.395 31.160
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens 50.436 23.395
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 2.959 7.765

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die Anhangsangaben (1) bis (43) sind ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Bilanz zum 30. November 2013

AKTIVA

in T EUR Anhang 30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Pro-Forma1) 01.12.2011
Langfristige Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte (20) 572.500 529.695 527.023
Sachanlagen (21) 538.310 518.336 478.830
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (21) 4.471 4.471 4.471
Finanzanlagen (22) 3.280
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen (22) 91 3.730 3.434
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 5.796 7.740 8.599
Aktive latente Steuern (25) 7.586 7.389 10.752
1.128.754 1.071.361 1.036.389
Kurzfristige Aktiva
Vorräte (26) 194.460 188.957 159.900
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (27) 192.562 179.439 162.836
Ertragsteuerforderungen 3.015 1.021 3.983
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 2.960 5.325 2.254
Sonstige Forderungen (24) 20.626 23.713 18.059
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (28) 73.092 86.087 131.432
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (2) 300
487.015 484.542 478.464
Summe Aktiva 1.615.769 1.555.903 1.514.853
Passiva
in T EUR Anhang 30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Pro-Forma1) 01.12.2011
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (29) 31.400 31.400 31.400
Kapitalrücklage (29) 513.827 513.827 513.827
Cash Flow Hedge-Rücklage (6) -1.016 -1.933 -1.972
Rücklage aus Währungsumrechnung -31.814 -7.523 3.140
Angesammelte Ergebnisse (29) -6.512 -42.473 -50.415
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 505.885 493.298 495.980
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital (29) 57.520 44.909 40.564
563.405 538.207 536.544
Langfristige Schulden
Latente Steuerschulden (30) 46.652 37.571 40.837
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (31) 161.336 183.739 155.570
Sonstige Rückstellungen (33) 4.443 11.588 6.491
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (34) 404.645 418.925 442.414
Sonstige Verbindlichkeiten (35) 1.733 1.709
618.809 653.532 645.312
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (31) 14.773 14.926 12.740
Sonstige Rückstellungen (33) 45.716 43.023 40.355
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (34) 127.042 154.301 119.215
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (34) 103.760 44.112 62.648
Ertragsteuerverbindlichkeiten 22.786 12.674 13.990
Sonstige Verbindlichkeiten (35) 119.478 95.128 84.049
433.555 364.164 332.997
1.052.364 1.017.696 978.309
Summe Passiva 1.615.769 1.555.903 1.514.853

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2013

in T EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Cash Flow Hedge- Rücklage Rücklage aus Währungsumrechnung
Zum 1. Dezember 2011 31.400 513.827 -1.972 3.140
Vorzeitige Anwendung von IAS 19 revised
Zum 1. Dezember 2011 Pro-Forma1) 31.400 513.827 -1.972 3.140
Veränderung des Konsolidierungskreises
Put-Option
Erwerb nicht beherrschender Anteile
Vorzeitige Anwendung von IAS 19 revised
Konzernergebnis Pro-Forma1)
Sonstiges Ergebnis 39 -10.663
Gesamtergebnis 39 -10.663
Ausschüttung
Zum 30. November/ 1. Dezember 2012 Pro-Forma1) 31.400 513.827 -1.933 -7.523
Veränderung des Konsolidierungskreises
Put-Option
Erwerb nicht beherrschender Anteile
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis 917 -24.291
Gesamtergebnis 917 -24.291
Ausschüttung
Zum 30. November 2013 31.400 513.827 -1.016 -31.814
in T EUR Angesammelte Ergebnisse Anteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Zum 1. Dezember 2011 -34.748 511.647 40.583 552.230
Vorzeitige Anwendung von IAS 19 revised -15.667 -15.667 -19 -15.686
Zum 1. Dezember 2011 Pro-Forma1) -50.415 495.980 40.564 536.544
Veränderung des Konsolidierungskreises 4.073 4.073
Put-Option -3.855 -3.855 -3.855
Erwerb nicht beherrschender Anteile -3.382 -3.382 -3.320 -6.702
Vorzeitige Anwendung von IAS 19 revised -28.002 -28.002 -88 -28.090
Konzernergebnis Pro-Forma1) 62.021 62.021 6.320 68.341
Sonstiges Ergebnis -28.002 -38.626 1.445 -37.181
Gesamtergebnis 34.019 23.395 7.765 31.160
Ausschüttung -18.840 -18.840 -4.173 -23.013
Zum 30. November/ 1. Dezember 2012 Pro-Forma1) -42.473 493.298 44.909 538.207
Veränderung des Konsolidierungskreises 19.456 19.456
Put-Option -16.419 -16.419 -16.419
Erwerb nicht beherrschender Anteile -1.020 -1.020 -1.381 -2.401
Konzernergebnis 62.155 62.155 6.332 68.487
Sonstiges Ergebnis 11.655 -11.719 -3.373 -15.092
Gesamtergebnis 73.810 50.436 2.959 53.395
Ausschüttung -20.410 -20.410 -8.423 -28.833
Zum 30. November 2013 -6.512 505.885 57.520 563.405

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die Anhangsangaben (1) bis (43) sind ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2013

in T EUR Anhang 2013 Pro-Forma1) 2012
Konzernergebnis 68.487 68.341
Ertragsteuern (16) 30.267 30.198
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen (21) 82.018 81.903
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (20) 20.582 18.138
Buchverlust aus Desinvestition 5.648 2.584
Veränderung aus at equity-Bewertung (22) 436 571
Veränderung der sonstigen Rückstellungen -2.097 5.658
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -11.909 -16.824
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -185 -665
Finanzergebnis (15) 34.194 33.281
Gezahlte Zinsen -23.959 -24.204
Erhaltene Zinsen 1.359 1.676
Gezahlte Ertragsteuern -29.788 -20.398
Erhaltene Ertragsteuern 191 969
Veränderung der Vorräte -7.378 -25.490
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva -8.408 -25.064
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva -10.765 44.184
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -2.017 -1.292
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 146.676 173.566
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 967 1.486
Auszahlungen für Investitionen
in Sachanlagen -115.998 -113.470
in immaterielle Vermögenswerte -3.050 -5.397
Einzahlungen aus Desinvestitionen (7) 1.643 1.231
Abgegebene Finanzmittel aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel (7) -52.153 -32.442
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -168.591 -148.592
Erwerb nicht beherrschender Anteile (7) -2.401
Ausschüttungen an Dritte -28.906 -22.601
Ausschüttungen von Dritten 21
Aufnahme von Finanzkrediten 183.574 90.731
Rückzahlung von Finanzkrediten -139.198 -135.315
Rückzahlung von Finanzierungsleasing -1.571 -2.722
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 11.519 -69.907
Zahlungswirksame Veränderung von Zahlungsmitteln und -Zahlungsmitteläquivalenten -10.396 -44.933
Wechselkursbedingte Änderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -2.599 -412
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode (28) 86.087 131.432
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode (28) 73.092 86.087

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die Anhangsangaben (1) bis (43) sind ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

SEGMENTDATEN NACH BEREICHEN für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2013

Nach Bereichen in T EUR Plastic Systems Moulded Glass Tubular Glass
2013 Pro-Forma1) 2012 2013 Pro-Forma1) 2012 2013 Pro-Forma1) 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz des Segments 463.638 427.182 387.689 372.812 342.806 333.801
Innenumsätze -156 -262 -399 -344 -14.402 -13.678
Umsatz mit Dritten 463.482 426.920 387.290 372.468 328.404 320.123
Adjusted EBITDA 109.936 92.936 85.016 81.612 63.855 70.196
Planmäßige Abschreibungen -25.767 -22.768 -30.663 -30.996 -24.990 -24.918
Adjusted EBITA 84.169 70.168 54.353 50.616 38.865 45.278
Net Working Capital 51.023 42.191 61.326 54.600 67.001 54.241
Operating Cash Flow 61.194 43.497 39.032 50.253 12.933 37.875
Investitionen 43.265 43.639 37.660 40.679 37.179 32.592
Mitarbeiter (Jahres-durchschnitt) 3.744 3.330 2.807 2.635 3.800 3.650
Nach Bereichen in T EUR Life Science Research Zentralstellen/ Konsolidierung Konzern
2013 Pro-Forma1) 2012 2013 Pro-Forma1) 2012 2013 Pro-Forma1) 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz des Segments 86.755 99.557 1.280.888 1.233.352
Innenumsätze -14.957 -14.284
Umsatz mit Dritten 86.755 99.557 1.265.931 1.219.068
Adjusted EBITDA 11.464 13.534 -20.439 -18.366 249.832 239.912
Planmäßige Abschreibungen -1.717 -2.887 -512 -503 -83.649 -82.072
Adjusted EBITA 9.747 10.647 -20.951 -18.869 166.183 157.840
Net Working Capital 24.874 26.465 -2.319 -2.337 201.905 175.160
Operating Cash Flow 10.937 11.370 -19.612 -18.429 104.484 124.566
Investitionen 903 1.594 94 363 119.101 118.867
Mitarbeiter (Jahres-durchschnitt) 831 1.077 105 103 11.287 10.795

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die Segmentdaten nach Bereichen sind Bestandteil des Anhangs. Zur Erläuterung siehe Angabe (38).

SEGMENTDATEN NACH REGIONEN für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2013

Nach Regionen Europa Deutschland Amerika
in T EUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz nach Zielregionen 445.972 409.404 285.829 277.095 282.068 283.785
Umsatz nach Ursprungs-regionen 254.273 224.114 505.198 502.704 292.409 292.987
Langfristige Vermögenswerte 156.316 151.777 666.859 625.454 107.927 118.758
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 1.747 1.607 3.441 3.357 1.591 1.567
Nach Regionen Schwellenländer Sonstige Regionen Konzern
in T EUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz nach Zielregionen 217.633 214.821 34.429 33.963 1.265.931 1.219.068
Umsatz nach Ursprungs-regionen 214.051 199.263 1.265.931 1.219.068
Langfristige Vermögenswerte 184.179 156.513 1.115.281 1.052.502
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 4.508 4.264 11.287 10.795

Die Segmentdaten nach Regionen sind Bestandteil des Anhangs. Zur Erläuterung siehe Angabe (38).

Konzern-Anhang vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2013

der -Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr

(1) Allgemeine Grundlagen

Der Gerresheimer Konzern ist ein weltweit führender Hersteller hochwertiger Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff für die internationale Pharma- und Healthcare-Industrie. Auf der Basis eigener Entwicklungen und modernster Produktionstechnologien bietet Gerresheimer zum einen pharmazeutische Primärverpackungen und Drug Delivery-Systeme an, zum anderen Diagnostiksysteme sowie das komplette Spektrum an Glasprodukten für den Bereich Life Science Research.

Der Konzernabschluss zum 30. November 2013 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, soweit diese für die Anwendung in der Europäischen Union anerkannt wurden (§ 315a HGB).

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Vorjahres. Darüber hinaus wurde folgender neuer bzw. überarbeiteter Standard erstmalig angewendet:

IAS 1, Darstellung des Abschlusses – Geänderte Darstellung des sonstigen Ergebnisses

Die Anwendung des vorstehend genannten Standards, soweit er auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns Anwendung findet, hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss in der Periode der erstmaligen Anwendung.

Folgende Standards wurden freiwillig vorzeitig angewendet:

IAS 12, Ertragsteuern – Latente Steuern: Realisierung von Vermögenswerten
IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011)

Der Gerresheimer Konzern hat sich für die vorzeitige Anwendung von IAS 19 (geändert 2011) zum 1. Dezember 2012 entschieden. Die erstmalige Anwendung ist retrospektiv erfolgt, das heißt eine entsprechende Anpassung der Vorperioden hat stattgefunden.

Die wesentlichen Auswirkungen der vorzeitigen Anwendung von IAS 19 (geändert 2011) zeigen sich wie folgt:

Wegfall der Korridormethode: Durch den Wegfall des bestehenden Wahlrechts bei der Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, sind diese sofort in voller Höhe erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen.
Berechnung des Vorsorgeaufwands: Der Nettozinsaufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen wird auf Basis einer Nettoverbindlichkeit ermittelt, das heißt aus dem Saldo aus Pensionsverpflichtung und dem beizulegenden Wert des Planvermögens.
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand: Im Falle von künftigen Planänderungen wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort ergebniswirksam erfasst.
Risikoaufteilung: Die neue Regelung zur Risikoaufteilung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber wirkt sich sowohl auf die Vorsorgeverpflichtung als auch auf die Verteilung des Dienstzeitaufwands aus.

Aus dem vierten Sammelstandard, der im Mai 2012 vom IASB veröffentlicht wurde, wurden die Änderungen an IAS 1 vorzeitig angewendet.

Das IASB und das IFRIC haben darüber hinaus nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

IFRS 1, Erstmalige Anwendung der IFRS – Hochinflation, -Aufhebung von Verweisen auf feste Umstellungstermine und Darlehen der öffentlichen Hand
IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
IFRS 9, Finanzinstrumente (noch nicht in europäisches Recht übernommen)
IFRS 10, Konzernabschlüsse
IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen
IFRS 12, Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwertes
IAS 19, Leistungsbezogene Pläne – Beiträge von Mitarbeitern (noch nicht in europäisches Recht übernommen)
IAS 27, Separate Abschlüsse (geändert 2012)
IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011)
IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
IAS 36, Wertminderung von Vermögenswerten: Angaben – erzielbarer Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte
IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung
Änderungen der IFRS

Im Dezember 2013 hat das IASB den fünften und sechsten Sammelstandard mit insgesamt elf Änderungen an neun verschiedenen Standards veröffentlicht. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen (noch nicht in europäisches Recht übernommen).

IFRIC 20, Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine
IFRIC 21, Abgaben (noch nicht in europäisches Recht übernommen)

Die Anwendung der vorstehend genannten Standards wird grundsätzlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die möglichen Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss können gegenwärtig noch nicht abschließend beurteilt werden.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit angewandten Rechnungslegungsprinzipien werden Schätzungen vorgenommen, Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen, die Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung von Aktiva und Passiva haben sowie sich auf die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Bilanzstichtag und auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Obwohl die Schätzungen auf dem besten Wissen des Managements bezüglich der laufenden Ereignisse und Handlungen basieren, können die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen, die mit Schätzungsunsicherheiten behaftet sind, beziehen sich auf die Ermittlung des Optionswertes der Phantom Stocks (siehe Angabe (32)), die Ermittlung von erzielbaren Werten für die Geschäftswerte und Markenrechte im Rahmen von Impairment-Tests (siehe Angabe (20)), die Ermittlung von aktiven latenten Steuern (unter anderem beim Eintrittszeitpunkt; siehe Angabe (25)), die Festlegung von Parametern für die Berechnung der Pensionsrückstellungen (siehe Angabe (31)) sowie auf die zukunftsbezogenen Annahmen im Rahmen der Kaufpreisallokationen (siehe Angabe (12)).

Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, aufgestellt.

Bei den Tochtergesellschaften Gerresheimer Group GmbH und GERRESHEIMER GLAS GmbH sind zurzeit zwei Spruchstellenverfahren anhängig. Ein Verfahren betrifft die Abfindung (EUR 14,75 je Aktie) und den Ausgleich (EUR 0,84 je Aktie) aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. Das zweite Verfahren betrifft die Barabfindung (EUR 16,12 je Aktie) aus dem Ausschluss der Minderheitsaktionäre.

Der Konzernabschluss der -Gerresheimer AG wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache und im Internet unter der Adresse -www.gerresheimer.com veröffentlicht.

(2) Konsolidierungskreis

Im laufenden Geschäftsjahr wurde am 17. Dezember 2012 der Kaufvertrag über den Erwerb von 75 % an der indischen Gesellschaft Triveni Polymers Private Ltd. (Triveni), Neu-Delhi, Indien, unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 20. Dezember 2012 abgeschlossen und die Gesellschaft wird ab diesem Zeitpunkt in den Konzernabschluss der -Gerresheimer AG einbezogen. Gerresheimer hat zudem ab dem 1. April 2016 die Möglichkeit, die verbleibenden 25 % durch die Ausübung einer bestehenden Kaufoption (Call-Option) zu erwerben. Der Verkäufer hat ab diesem Zeitpunkt ebenfalls das Recht, eine bestehende Verkaufsoption (Put-Option) auszuüben und Gerresheimer die verbleibenden 25 % anzudienen. Die in bar beglichenen Anschaffungskosten betrugen umgerechnet T EUR 52.208. Die Anschaffungsnebenkosten beliefen sich einschließlich der Aufwendungen aus dem Vorjahr auf T EUR 520; davon wurden als einmalige Aufwendungen im laufenden Geschäftsjahr T EUR 256 in dem sonstigen betrieblichen Aufwand und gegenläufig einmalige Erträge in Höhe von T EUR 125 in dem sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst.

Triveni ist ein Hersteller von pharmazeutischen Verpackungen aus Kunststoff in Indien. Diese Akquisition ist ein weiterer optimaler Baustein, die Position des Gerresheimer Konzerns in den Schwellenländern auszubauen. Triveni ist ein führendes und schnell wachsendes Unternehmen mit ausgezeichneter Profitabilität, das für Gerresheimer einen hohen Wertbeitrag darstellt. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 (1. April 2011 bis 31. März 2012) einen Jahresumsatz von rund T INR 1.291.613 (rund T EUR 18.771) und beschäftigte mehr als 300 Mitarbeiter.

Der Erwerb wurde unter Anwendung der Erwerbsmethode mit Ausübung der sogenannten "Full Goodwill-Methode" bilanziert und erfolgte mit den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden.

Die Akquisition von Triveni hat sich auf die Konzern-Bilanz der -Gerresheimer AG zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 20. Dezember 2012 wie folgt ausgewirkt:

in T EUR 20.12.2012
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögenswerte 74.937
Sachanlagen 6.545
81.482
Umlaufvermögen
Vorräte 2.408
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5.766
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 55
8.229
Summe 89.711
Passiva
Nicht beherrschende Anteile 19.456
Latente Steuerschulden 15.123
Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten 2.477
Übrige Verbindlichkeiten 447
2.924
Kaufpreis 52.208
Summe 89.711

Im Rahmen der Akquisition wurde ein Geschäfts- und Firmenwert von T EUR 33.322 aktiviert, der die künftig erwarteten Synergien widerspiegelt und in der obigen Tabelle unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen ist. Nach Anpassungen an die Regelungen der internationalen Rechnungslegung nach IFRS in den Sachanlagen wurden im Zuge der Purchase Price-Allokation Fair Value-Anpassungen in Höhe von T EUR 41.600 vorgenommen, die in der obigen Tabelle unter den immateriellen Vermögenswerten gezeigt werden. Die immateriellen Vermögenswerte betreffen Markenrechte (T EUR 6.134), den Kundenstamm (T EUR 35.405) und den Auftragsbestand (T EUR 61). Des Weiteren wurden latente Steuern in Höhe von T EUR 15.027 gebildet. Der Nennbetrag der erworbenen Forderungen entspricht dem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Im Übrigen entsprechen die Werte der eingebrachten Vermögenswerte und Schulden den Buchwerten bei Erwerb.

Die den Minderheiten gewährte Verkaufsoption ist als Put-Option im Konzern-Eigenkapital in Höhe von T EUR 19.456 erfasst und in der Konzern-Bilanz unter den langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

In den ersten Monaten der Konzernzugehörigkeit hat Triveni einen Umsatz von T EUR 17.312, ein EBITDA von T EUR 5.639 sowie ein Ergebnis nach Steuern von T EUR 1.933 erzielt. Wäre Triveni bereits seit Beginn des Geschäftsjahres 2012/2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, so wäre insgesamt der Beitrag zum Konzernumsatz T EUR 18.319, zum EBITDA T EUR 5.774 und zum Konzernergebnis nach Steuern T EUR 1.997 gewesen.

An der Gesellschaft Neutral Glass & Allied Industries Private Ltd. (Neutral Glass), Mumbai, Indien, wurden am 22. November 2013 weitere 8,7 % der Anteile zu einem Kaufpreis von T EUR 2.401 durch die teilweise Ausübung der Verkaufsoption der ursprünglichen Eigentümerfamilien erworben. Somit beträgt der Anteil des Gerresheimer Konzerns an der Gesellschaft zum 30. November 2013 nunmehr 97,66 %. Die Verkaufsoption für die restlichen 2,34 % ist als Put-Option im Konzern-Eigenkapital erfasst und in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von T EUR 770 inklusive Zinsen ausgewiesen.

Darüber hinaus wurde am 24. September 2013 beschlossen, die Gerresheimer UK Ltd., Reading, Großbritannien, zu liquidieren.

Des Weiteren wurde die Gerresheimer Wilden AB, Ronneby, Schweden, mit Wirkung zum 10. Oktober 2013 liquidiert und endkonsolidiert. Die Endkonsolidierung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beziehungsweise die Kapitalflussrechnung des Gerresheimer Konzerns.

Der Gerresheimer Konzern beabsichtigt, sich von seiner 45,70 %-Beteiligung an der Gesellschaft Beijing Gerresheimer Glass Co. Ltd., Huangcun, Peking, China, zu trennen. Die Gesellschaft wurde bislang als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 bilanziert. Infolge der Absicht, den Anteil zu verkaufen, und der begonnenen Verkaufsverhandlungen haben wir die Anteile sowie eine Ausleihung gemäß IFRS 5 neu bewertet und insgesamt eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 3.598 als Buchverlust in der Gewinn- und Verlustrechnung im Segment Moulded Glass (ab 1. Dezember 2013: Primary Packaging Glass) erfasst. Zudem wurde der neu bewertete Anteil in die Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ umgegliedert.

Im Vorjahr wurde am 2. April 2012 der Kaufvertrag für den Erwerb von 70 % der Anteile an der indischen Gesellschaft Neutral Glass unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 18. April 2012 abgeschlossen und die Gesellschaft wird seit diesem Zeitpunkt in den Konzernabschluss der -Gerresheimer AG einbezogen. Bis zum Bilanzstichtag des Vorjahres wurden weitere 18,96 % der Anteile durch die teilweise Ausübung der Verkaufsoption der ursprünglichen Eigentümerfamilien erworben. Somit beträgt der Anteil des Gerresheimer- Konzerns an Neutral Glass zum 30. November 2012 nunmehr 88,96 %.

Des Weiteren wurden zum 1. Dezember 2011 insgesamt vier bisher wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Kapitalflussrechnung des Konzerns, nichtkonsolidierte deutsche Unternehmen erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Mit Wirkung zum 1. Februar 2012 hat der Gerresheimer Konzern die Gerresheimer item GmbH, Münster, (vormals: item GmbH, medical device design, Münster) vollständig übernommen.

Mit Wirksamkeit zum 13. September 2012 wurde die Gesellschaft Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., Peking, China, vollständig von dem lokalen Geschäftspartner übernommen. Der aus der Endkonsolidierung entstandene Buchverlust von T EUR 2.584 ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Buchverlust aus Desinvestition in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Segment Life Science Research enthalten.

Die am 21. März 2011 erworbene brasilianische Gesellschaft Vedat Tampas Hermeticas Ltda., Embu, Brasilien, wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 auf Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Embu, Brasilien, verschmolzen.

Die vollständige Anteilsbesitzliste der -Gerresheimer AG zum 30. November 2013 ist im Folgenden aufgelistet:

in % Beteiligungsanteil (direkt und indirekt)
In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
Asien
Gerresheimer Medical Plastic Systems Dongguan Co. Ltd., Wang Niu Dun Town, Dongguan City (China) 100,00
Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai Private Ltd., Mumbai (Indien) 100,00
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., Danyang, Jiangsu (China) 60,00
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., Zhenjiang, Jiangsu (China) 60,00
Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., Peking (China) 70,001)
Neutral Glass & Allied Industries Private Ltd., Mumbai (Indien) 97,66
Triveni Polymers Private Ltd., Neu-Delhi (Indien) 75,00
Europa
DSTR S.L.U., Epila (Spanien) 100,00
Gerresheimer Boleslawiec S.A., Boleslawiec (Polen) 100,00
Gerresheimer Bünde GmbH, Bünde/Westfalen 2) 100,00
Gerresheimer Chalon S.A., Chalon-sur-Saone (Frankreich) 100,00
Gerresheimer Denmark A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00
Gerresheimer Essen GmbH, Essen-Steele2) 100,00
GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf 2) 100,00
Gerresheimer Group GmbH, Düsseldorf 2) 100,00
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH, Düsseldorf 2) 100,00
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co. Objekt Düsseldorf KG, Düsseldorf 100,00
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co. Objekt Lohr/Main KG, Düsseldorf 100,00
Gerresheimer Holdings GmbH, Düsseldorf 2) 100,00
Gerresheimer Horsovsky Tyn spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechische Republik) 100,00
Gerresheimer item GmbH, Münster 2) 100,00
Gerresheimer Küssnacht AG, Küssnacht (Schweiz) 100,00
Gerresheimer Lohr GmbH, Lohr/Main 2) 100,00
Gerresheimer Medical Plastic Systems GmbH, Regensburg 2) 100,00
Gerresheimer Momignies S.A., Momignies (Belgien) 99,00
Gerresheimer Moulded Glass GmbH, Tettau/Oberfranken 2) 100,00
Gerresheimer Pisa S.p.A., Pisa (Italien) 100,00
Gerresheimer Plastic Packaging AB, Malmö (Schweden) 100,00
Gerresheimer Plastic Packaging SAS, Besancon (Frankreich) 100,00
Gerresheimer Regensburg GmbH, Regensburg 2) 100,00
Gerresheimer Spain S.L.U., Epila (Spanien) 100,00
Gerresheimer Tettau GmbH, Tettau/Oberfranken 2) 100,00
Gerresheimer UK Ltd. i.L., Reading (Großbritannien) 100,00
Gerresheimer Vaerloese A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00
Gerresheimer Valencia S.L.U., Masalaves (Spanien) 99,84
Gerresheimer Werkzeug- und Automatisierungstechnik GmbH, Wackersdorf2) 100,00
Gerresheimer Wertheim GmbH, Wertheim 2) 100,00
Gerresheimer Zaragoza S.A., Epila (Spanien) 99,84
Scherf-Präzision Europa GmbH, Meiningen-Dreissigacker 100,001)
VR-Leasing SALMO GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 3) 100,00
Amerika
Gerresheimer Buenos Aires S.A., Buenos Aires (Argentinien) 99,84
Gerresheimer Glass Inc., Vineland, NJ (USA) 100,00
Gerresheimer Mexico Holding LLC, Wilmington, DE (USA) 100,00
Gerresheimer MH Inc., Wilmington, DE (USA) 100,00
Gerresheimer Peachtree City (USA) L.P., Peachtree City, GA (USA) 100,00
Gerresheimer Peachtree City Inc., Peachtree City, GA (USA) 100,00
Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Embu (Brasilien) 100,00
Gerresheimer Queretaro S.A., Queretaro (Mexiko) 100,00
Gerresheimer Sistemas Plasticos Medicinais Sao Paulo Ltda., Indaiatuba (Brasilien) 100,00
Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, Vineland, NJ (USA) 51,00
Kimble Kontes LLC, Vineland, NJ (USA) 100,001)
Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Queretaro (Mexiko) 100,001)
Assoziierte Unternehmen
Beijing -Gerresheimer Glass Co., Ltd., Huangcun, Peking (China) 45,70
Gerresheimer Tooling LLC, Peachtree City, GA (USA) 30,00
Proform CNC Nastrojarna spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechische Republik) 30,15
Nichtkonsolidierte Unternehmen4)
Nouvelles Verreries de Momignies Inc., Larchmont, NY (USA) 99,00

1) Die Angaben über die Anteile stellen den direkten Beteiligungsanteil der Kimble Chase Life Science and Research Products LLC. dar.

2) Die Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

3) Die Gesellschaft wird gemäß SIC 12 als Zweckgesellschaft konsolidiert. Die -Gerresheimer Regensburg GmbH ist Kommanditistin. Die Gesellschaft ist gemäß § 264b HGB von der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

4) Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Kapitalfluss-rechnung des Konzerns wurde auf die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konsolidierungskreis verzichtet.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss werden neben der -Gerresheimer AG die in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die Gesellschaft direkt oder indirekt kontrolliert, einbezogen.

Die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung durch das Mutterunternehmen. Die Endkonsolidierung wird im Zeitpunkt des Wegfalles der Beherrschung vorgenommen. Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Anteil am Eigenkapital, am Jahresergebnis und am Gesamtergebnis wird in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. in der Gesamtergebnisrechnung separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.

Zur Bilanzierung des Kaufes eines Tochterunternehmens wird die Erwerbsmethode angewendet. Diese Methode schreibt vor, dass bei Unternehmenszusammenschlüssen im Rahmen der Erstbewertung sämtliche identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des übernommenen Unternehmens in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbes angesetzt werden. Ein sich nach der Kaufpreisallokation ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert aktiviert. Ein etwaiger negativer Unterschiedsbetrag wird, nach sorgfältiger Überprüfung der Ermittlung, sofort ertragswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der at equity-Methode mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt. Ein Zwischenabschluss zum Konzernstichtag wird aufgestellt.

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert, konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

(4) Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden die Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion bewertet.

Nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten werden am Abschlussstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursgewinne und Wechselkursverluste aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden in Fremdwährung zu Jahresendkursen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, es sei denn, dass sie als Cash Flow Hedge qualifiziert und bis zur Realisierung zunächst im Eigenkapital abgegrenzt werden.

Im Konzernabschluss wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet (IAS 21). Die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt entsprechend den von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag.

Aufwands- und Ertragsposten sowie der Cash Flow von ausländischen Gesellschaften werden mit dem Durchschnittskurs in die Konzernwährung umgerechnet. Daraus resultierende Effekte aus der Währungsumrechnung werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Geschäftswerte werden wie Vermögenswerte und Schuldposten der betreffenden Gesellschaften betrachtet und mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR 30.11.2013 30.11.2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
ARS 8,3324 6,2743 7,1057 5,8203
BRL 3,1587 2,7391 2,8439 2,5013
CHF 1,2298 1,2054 1,2257 1,2067
CNY 8,2956 8,0899 8,1567 8,1720
CZK 27,3910 25,2620 25,7922 25,2024
DKK 7,4589 7,4600 7,4579 7,4425
GBP 0,8328 0,8108 0,8458 0,8168
INR 84,9740 70,6760 76,8574 68,8085
MXN 17,7743 16,7648 17,0277 17,1158
PLN 4,2060 4,1052 4,1995 4,2234
SEK 8,9075 8,6625 8,6457 8,7448
USD 1,3611 1,2986 1,3237 1,2949

(5) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Vermögenswerte und Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausnahme bilden als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte finanzielle Vermögenswerte („available-for-sale investment securities“) sowie derivative Finanzinstrumente und Put-Optionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Solche mit begrenzter Nutzungsdauer werden um planmäßige Abschreibungen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer sowie um erforderliche Wertminderungen vermindert. Die Nutzungsdauer von Lizenzen und ähnlichen Rechten beträgt ein bis fünf Jahre. Markenrechte mit begrenzter Nutzungsdauer werden wie Technologien entsprechend der geplanten Nutzungsdauer über fünf bis zehn Jahre abgeschrieben.

Als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden weitere Markenrechte, die der Dachmarkenstrategie entsprechen, sowie Geschäftswerte ausgewiesen. Letztere repräsentieren den überschießenden Betrag der Anschaffungskosten über den beizulegenden Zeitwert des Konzernanteiles am Nettovermögen eines erworbenen Tochterunternehmens zum Anschaffungszeitpunkt. Diese Vermögenswerte werden entsprechend IFRS 3 „Business Combinations“ sowie den Standards IAS 36 „Impairment of Assets“ und IAS 38 „Intangible Assets“ mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

Forschungsausgaben werden grundsätzlich in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungsausgaben werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind, das heißt unter anderem, wenn es wahrscheinlich ist, dass das Projekt technisch und kommerziell erfolgreich sein wird, und wenn die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden über eine Laufzeit von sieben bzw. zehn Jahren linear abgeschrieben.

Der Konzern erhält in bestimmten europäischen Ländern unentgeltlich Emissionsrechte im Rahmen des europäischen Systems für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten. Diese Emissionsrechte werden nach dem sogenannten Net Liability-Ansatz ausgewiesen. Nach IAS 20.23 können nicht monetäre Zuwendungen der öffentlichen Hand, hier der erhaltene Vermögenswert (Emissionsrechte), mit dem Nominalwert bewertet werden. Verpflichtungen aus der Emission von Schadstoffen werden erst dann berücksichtigt, sofern die tatsächlichen Emissionen die vorhandenen Emissionsrechte des Gerresheimer Konzerns übersteigen. Die Verpflichtung wird dann zum jeweiligen Marktwert der Emissionsrechte angesetzt. Sofern Emissionsrechte von Dritten erworben werden, werden sie zu Anschaffungskosten erfasst und als Erstattungsansprüche behandelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen und gegebenenfalls um Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen Vollkosten nach IAS 16. Fremdkapitalkosten werden bei qualifizierten Vermögenswerten gemäß IAS 23 aktiviert. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen folgende größtenteils gutachterlich unterlegte Schätzungen zur Nutzungsdauer zugrunde:

in Jahren
Gebäude 10 – 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 –15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 –10

Reparaturen und Erhaltungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie getätigt werden, als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Aufwendungen für große Inspektionen und Ofeninstandsetzungen sind im Buchwert der Vermögenswerte enthalten, wenn die Ansatzkriterien des IAS 16 erfüllt sind.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn sie offiziell zugesagt sind und die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen auch mit Sicherheit erfüllt werden können. Die Zuwendungen werden in gleichen jährlichen Raten über die Nutzungsdauer des begünstigten Vermögenswertes ertragswirksam aufgelöst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (IAS 40) werden Grundstücke ausgewiesen, die zur langfristigen Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet (Anschaffungskostenmodell).

Leasing

Auf der Basis von Leasingverträgen genutzte Sachanlagen werden gemäß IAS 17 aktiviert und abgeschrieben, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf ein zum Konzern gehörendes Unternehmen übergegangen sind. Bei erstmaliger Erfassung werden Finanzierungsleasingverhältnisse als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in der Bilanz angesetzt. Die Höhe bemisst sich nach dem zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwert des Leasingobjektes oder nach dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Die Schulden werden unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld ergibt. Gegenstände des Anlagevermögens, die über Finanzierungsleasing erworben wurden, werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die gegebenenfalls kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Sofern Leasinggegenstände gemäß IAS 17 als „operating lease“ einzustufen sind, werden Zahlungen über die Laufzeit des Leasingvertrages in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wertminderungen

Sachanlagen, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, Geschäftswerte, immaterielle Vermögenswerte und sonstige langfristige Aktiva werden einem Impairment-Test unterzogen, wenn Ereignisse und Veränderungen von Gegebenheiten indizieren, dass der Buchwert nicht dem erzielbaren Betrag entspricht. Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden darüber hinaus jährlich einem Impairment-Test auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterzogen, zu der der jeweilige Vermögenswert gehört. Ein Wertminderungsaufwand entsteht in Höhe des Betrages, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag, das heißt den höheren Wert von Nettoveräußerungswert bzw. Nutzungswert, überschreitet.

Bestehen die Gründe für die durchgeführte Wertminderung nicht mehr, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, soweit es sich nicht um Geschäftswerte handelt. Aufwendungen aus einem Impairment werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt, sich später ergebende Zuschreibungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Anteile an at equity bewerteten Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind nach der at equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert und unter der Position „Anteile an at equity bewerteten Unternehmen“ ausgewiesen. Der Beteiligungsprozentsatz berechnet sich auf der Basis der im Umlauf befindlichen Anteile. Die Umrechnung des fortgeschriebenen Eigenkapitals erfolgt zum Kurs am Bilanzstichtag. Die Ergebnisse aus at equity bewerteten Anteilen werden im betrieblichen Ergebnis ausgewiesen, weil die Anteile nicht für finanzielle Zwecke gehalten werden, sondern als Teil des operativen Geschäftes des Konzerns angesehen werden.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Als Kosten werden im Wesentlichen die durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Sonstige mit der Produktion im Zusammenhang stehende Aufwendungen werden ebenfalls als Herstellungskosten angesetzt. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in den Herstellungskosten neben den zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen auch Kosten der nicht genutzten Kapazitäten erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden eingebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung aus dem finanziellen Vermögenswert erstmals entstehen. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte. Analog dazu werden die finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus diesem Vermögenswert erlöschen. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag relevant, das heißt der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Gerresheimer Konzern geliefert wird (Zeitpunkt des Eigentumsübergangs).

Finanzielle Vermögenswerte werden bei Erwerb den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet. Die Zuordnung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei Gerresheimer umfassen diese Vermögenswerte ausschließlich die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind. Die Fair Value-Option nimmt Gerresheimer nicht in Anspruch. Zur weiteren Erläuterung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Angabe (6).

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen: Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festen Zahlungsterminen werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert, wenn der Konzern die Absicht hat und in der Lage ist, diese bis zur Fälligkeit zu halten. Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden bis zur Endfälligkeit zu haltende Investitionen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Finanzinvestitionen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.

Bei Gerresheimer sind dieser Kategorie keine finanziellen Vermögenswerte zugeordnet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle- Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in einer der anderen genannten Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die in der Berichtsperiode bilanzierten Beteiligungen fallen ausnahmslos unter die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ und sind in Ermangelung eines Marktwertes mit Anschaffungskosten bewertet.

Dieser Bewertungskategorie werden zudem die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen übrigen finanziellen Vermögenswerte zugeordnet.

Kredite und Forderungen: Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.

Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen und Erstattungsansprüche sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet.

Liegen Anzeichen für eine Wertminderung der Kategorie „Kredite und Forderungen“ vor, wird ein Impairment-Test durchgeführt und der Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Hierzu erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren Vermögenswertes abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird in Höhe der Differenz eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bestehen die Gründe für die durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, jedoch nicht über die Anschaffungskosten hinaus.

Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien wurden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr vorgenommen.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt (Methode der langfristigen Auftragsfertigung) bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Aufwendungen (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Der Ausweis erfolgt unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Forderungen

Steuerforderungen, Vorauszahlungen und sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen angesetzt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden als finanzielle Vermögenswerte zu Nominalwerten bilanziert. Die Laufzeiten der Zahlungsmitteläquivalente betragen drei Monate oder weniger.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögensgruppen

Ein Ausweis erfolgt in dieser Position, wenn einzelne langfristige Vermögenswerte oder Vermögensgruppen und direkt zurechenbare Schulden vorliegen, die in ihrem derzeitigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung hinreichend wahrscheinlich ist. Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden müssen zudem in einer einzigen Transaktion aus dem Konzern abgehen.

Auf die zu einer Veräußerungsgruppe gehörenden langfristigen Vermögenswerte wird keine planmäßige Abschreibung mehr vorgenommen. Sie werden stattdessen zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Wert abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten angesetzt. Liegt der Buchwert über dem beizulegenden Wert, erfolgt eine Wertminderung.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Konzern verfügt über verschiedene Pensionspläne, die auf die jeweiligen landesspezifischen Regularien und Praktiken ausgerichtet sind. In den USA bestehen darüber hinaus Zusagen, bestimmte zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen. Mehr als 61 % dieser Leistungen werden nicht über Fonds finanziert.

Zur Bilanzierung von Pensionen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden leistungsorientierte Pläne (Defined Benefit Plan) von beitragsorientierten Plänen (Defined Contribution Plan) unterschieden. Ein beitragsorientierter Plan ist ein Plan, gemäß dem der Konzern fest vereinbarte Beiträge in einen Fonds zahlt und keine weitere rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, darüber hinausgehende Beiträge zu zahlen, falls der Fonds nicht ausreichend Vermögen bereithält, seiner Verpflichtung, die Leistungen für das laufende und frühere Jahre zu zahlen, nachzukommen. Die Verpflichtung des Konzerns bemisst sich nach den Beiträgen des Jahres. Folglich sind zur Bewertung der Verpflichtungen und Aufwendungen keine versicherungsmathematischen Annahmen zu treffen, so dass es auch nicht zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten kommen kann. Darüber hinaus wird die Verpflichtung auch nicht abgezinst, es sei denn, die Beiträge werden mehr als zwölf Monate nach Ablauf des Jahres fällig, in dem sie erdient wurden.

Ein leistungsorientierter Plan ist ein Plan, der die Höhe der Leistung definiert, die sich an einen oder mehrere Faktoren knüpft, wie zum Beispiel Alter, Dienstzeit und Vergütung. Die Aufwendungen für die im Rahmen der leistungsorientierten Pläne gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in voller Höhe im sonstigen Ergebnis erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.

Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag setzt sich zusammen aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

Die Verpflichtungen werden jährlich durch unabhängige versicherungsmathematische Gutachter bewertet. Die auf Pensionen entfallenden Zinsen werden im Finanzergebnis erfasst.

Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks)

Die Aktienwertsteigerungsrechte werden gemäß IFRS 2 nach der Fair Value-Methode bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der Phantom Stocks wird zeitanteilig als Personalaufwand und gleichzeitig als Rückstellung erfasst, da eine Verpflichtung zum Barausgleich vorliegt. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zum Ausübungszeitpunkt der Phantom Stocks zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Phantom Stocks und der erwarteten Fluktuation der begünstigten Mitarbeiter; diese Parameter werden an jedem Bilanzstichtag überprüft.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn durch ein Ereignis aus der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung begründet wird, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. Sofern ein vertraglicher Erstattungsanspruch von Dritten hinreichend sicher ist, wird der Anspruch als Vermögenswert in der Bilanz erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen werden auch Altersteilzeitverpflichtungen ausgewiesen, wobei das Blockmodell Anwendung findet. Der Gehaltsanteil und die vom Arbeitgeber gewährten Aufstockungsbeträge werden während der Beschäftigungsphase zeitanteilig über die verbleibende Arbeitszeit des Mitarbeiters erfasst. Während die Aufstockungsbeträge ab Beginn der aktiven Phase ausgezahlt werden, werden die Gehaltsanteile ab Beginn der passiven Phase fällig.

Leistungen anlässlich der Beendigung von Arbeitsverhältnissen werden bilanziert, wenn nachweislich eine Verpflichtung besteht, die auf einem detaillierten formellen Plan oder einem konkreten Abfindungsangebot beruht. Leistungen, die mehr als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag fällig sind, werden auf den Barwert abgezinst.

Tatsächliche und latente Ertragsteuern

Die in den Gerresheimer Konzern einbezogenen Kapitalgesellschaften (mit Ausnahme der ausländischen Tochterunternehmen und einer deutschen Kapitalgesellschaft) bilden insgesamt eine ertragsteuerliche Organschaft, wobei die -Gerresheimer AG als Steuerschuldnerin bzw. -gläubigerin fungiert. Demzufolge fallen bei den in den Konzern einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften im Wesentlichen keine tatsächlichen Ertragsteuern an. Zusätzlich zu der Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 für die latenten Ertragsteuern Abgrenzungen auf temporäre Abweichungen zwischen Steuerwerten und dem Ansatz nach IFRS gebildet, die zukünftig steuerbelastend (latente Steuerschulden) bzw. steuerentlastend (latente Steueransprüche) wirken. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Der Berechnung werden die zukünftig anzuwendenden Steuersätze zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung in Zukunft wahrscheinlich erscheint.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten enthalten originäre Verbindlichkeiten und negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente.

Die originären Verbindlichkeiten werden erstmals eingebucht, wenn eine vertragliche Verpflichtung zur Zahlung entsteht. Sie werden bei erstmaliger Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich eventueller Transaktionskosten angesetzt. Anschließend werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Unterschiede zwischen ihrem beizulegenden Zeitwert (abzüglich eventueller Transaktionskosten) zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung und ihrem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind als zu Handelszwecken gehalten zu klassifizieren und damit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Ist dieser negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Die Fair Value-Option nimmt Gerresheimer nicht in Anspruch. Zur weiteren Erläuterung der Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Angabe (6). Put-Optionen werden beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft (siehe Angabe (2)).

Die Ausbuchung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt, wenn die vertraglichen Verpflichtungen zur Zahlung beglichen, aufgehoben oder abgelaufen und damit erloschen sind.

Sonstige Verbindlichkeiten

Erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern oder sozialer Sicherheit sowie sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Realisierung der Erlöse

Die Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und Leistungen werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem der Gefahrenübergang erfolgt bzw. die Leistung erbracht ist. Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt (Methode der langfristigen Auftragsfertigung) bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad nach der Cost-to-Cost-Methode unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

(6) Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

Im Rahmen eines konzernweiten Finanzrisikomanagements werden die finanziellen Risiken des Konzerns zentral überwacht. Identifizierte Risikopotenziale werden nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen gesteuert.

Außer auf Preisrisiken, die sich durch Schwankungen an den Geld- und Kapital-märkten sowie an den internationalen Rohstoffmärkten ergeben, fokussiert sich das Risikomanagement auf die Kredit- und Liquiditätsrisiken.

Entsprechend der konzerninternen Finanzrichtlinie werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps zur Absicherung von Wechselkursrisiken verwendet. Als Risikoexposure kommen im Rahmen des Währungsmanagements grundsätzlich nur Transaktionsrisiken in Betracht. Die Währungsderivate werden grundsätzlich zur Absicherung definierter Grundgeschäfte verwendet und unter den Voraussetzungen des IAS 39 als Sicherungsinstrumente bilanziert.

Die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen des Konzerns ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken werden durch das Kredit- und Forderungsmanagement und die Vertriebsbereiche der operativen Gesellschaften überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterliegen die Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, die über kein erstklassiges Rating verfügen, werden grundsätzlich versichert.

Die Liquiditätssituation des Konzerns wird durch komplexe Planungsinstrumente überwacht und gesteuert. Durch eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung werden Risiken, bezogen auf die Beschaffung von Finanzmitteln, identifiziert und verfolgt.

Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven beizulegenden Zeitwert werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, Derivate mit einem negativen beizulegenden Zeitwert unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Betrag, den die Konzerngesellschaften bei Fälligstellung des Finanz-instrumentes zum Abschlussstichtag entweder erhalten oder zahlen müssten.

Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam erfasst, es sei denn, dass ein wirksames Sicherungsgeschäft vorliegt, für das die Bedingungen des IAS 39 erfüllt sind. Dient das Derivat der wirksamen Absicherung -erwarteter zukünftiger Zahlungsein- oder -ausgänge (Cash Flow Hedge), so werden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des derivativen Finanzinstrumentes, soweit sie sich auf die wirksame Sicherung beziehen, erfolgsneutral in die Cash Flow Hedge-Rücklage eingestellt. In diesem Fall ergeben sich ergebniswirksame Auswirkungen der Wertveränderung des Derivates erst bei Fälligkeit bzw. Erfüllung des gesicherten Grundgeschäftes.

Die Zinsswaps wurden gemäß IAS 39 als Cash Flow Hedge qualifiziert. Die Swaps erfüllen die Effizienzkriterien und wurden daher als wirksam eingestuft.

Aufgrund des kurzfristigen Charakters der Sicherungsgeschäfte wurden die Währungsderivate gemäß IAS 39 als Handelsgeschäfte qualifiziert und mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden erfolgswirksam verbucht.

(7) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des -Gerresheimer Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Auswirkungen von Akquisitionen, Effekte aus Desinvestitionen und sonstigen Änderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel sowie Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Schecks, Wechsel sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten „Einzahlungen aus Desinvestitionen“ beinhaltet im laufenden Geschäftsjahr empfangene Kaufpreiszahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Bereichs Technische Kunststoffsysteme aus dem Jahr 2009. Der Posten „Abgegebene Finanzmittel aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel“ beinhaltet im laufenden Geschäftsjahr den gezahlten Kaufpreis für den Erwerb der indischen Gesellschaft Triveni abzüglich der von dieser Gesellschaft zugegangenen liquiden Mittel. Der Posten „Erwerb nicht beherrschender Anteile“ beinhaltet im laufenden Geschäftsjahr den weiteren Erwerb von Anteilen an der indischen Gesellschaft Neutral Glass von den Minderheitsgesellschaftern.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(8) Umsatzerlöse

in T EUR 2013 2012
Nach Geschäftsbereichen
Plastic Systems 463.482 426.920
Moulded Glass 387.290 372.468
Tubular Glass 328.404 320.123
Life Science Research 86.755 99.557
1.265.931 1.219.068
Nach Regionen
Europa 445.972 409.404
Deutschland 285.829 277.095
Amerika 282.068 283.785
Schwellenländer 217.633 214.821
Sonstige Regionen 34.429 33.963
1.265.931 1.219.068

Die Umsätze in den sogenannten Schwellenländern enthalten gemäß der aktuellen Definition des IMS Health Umsätze in den Ländern Ägypten, Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Südafrika, Thailand, Türkei, Ukraine, Venezuela und Vietnam. Die hier genannten Umsätze in Europa sind ohne Umsätze in den Ländern Deutschland, Polen, Rumänien, Russland, Türkei und Ukraine und die Umsätze in Amerika ohne Argentinien, Brasilien, Mexiko und Venezuela.

Die Umsatzerlöse beinhalten realisierte Auftragswerte aus der Anwendung der Methode der langfristigen Auftragsfertigung in Höhe von T EUR 1.332 (Vorjahr: T EUR 4.598). Alle anderen Umsatzerlöse resultieren aus Warenverkäufen.

(9) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

In den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind die Kosten der verkauften Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren enthalten. Die Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten sowohl die unmittelbaren leistungsbezogenen Kosten wie Fertigungsmaterial-, Personal- und Energiekosten als auch die mittelbar zurechenbaren Kosten wie Abschreibungen auf Produktionsanlagen und Reparaturkosten. Zudem sind in den Herstellungskosten insgesamt Abschreibungen in Höhe von T EUR 79.836 (Vorjahr: T EUR 78.824) enthalten, von denen auf die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen T EUR 3.968 (Vorjahr: T EUR 4.392) entfallen.

(10) Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten enthalten die Personal- und Sachkosten der Vertriebsorganisationen und der Distribution (unter anderem Frachten und Provisionen). Zudem sind in den Vertriebskosten insgesamt Abschreibungen von T EUR 16.417 (Vorjahr: T EUR 15.116) enthalten, von denen auf die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen T EUR 14.983 (Vorjahr: T EUR 13.577) entfallen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten die Personal- und Sachkosten der Verwaltungsstellen sowie Abschreibungen in Höhe von T EUR 6.020 (Vorjahr: T EUR 5.544).

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

in T EUR 2013 2012
Erträge aus der Fair Value-Bewertung der Put-Option Triveni 7.467
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.267 917
Erträge aus Abstandszahlungen 2.452
Erträge aus Erstattungsansprüchen gegen Dritte 2.305 2.497
Erträge aus der Ausbuchung von -Verbindlichkeiten 1.402 842
Erträge aus Verschrottungen 750 1.105
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 569 783
Einmalige Erträge 125 1.240
Währungsgewinne 233
Sonstige Erträge 4.353 4.136
22.690 11.753

Im Zusammenhang mit dem Erwerb von 75 % der Anteile an Triveni zum 20. Dezember 2012 hat Gerresheimer den Minderheitsgesellschaftern das Recht eingeräumt, die verbliebenen 25 % ab dem 1. April 2016 zum Kauf anzudienen. Aufgrund der Fair Value-Bewertung der Put-Option zum Bilanzstichtag, die auf dem lokalen EBITDA der Gesellschaft Triveni für das zum 31. März 2016 endende Geschäftsjahr basiert, resultiert hieraus ein Ertrag in Höhe von T EUR 7.467.

Die Erträge aus Abstandszahlungen in Höhe von T EUR 2.452 ergeben sich aus Zahlungen an eine Gerresheimer Tochtergesellschaft, die diese für den Wegfall von Kundenaufträgen erhalten hat.

Im Vorjahr enthalten die einmaligen Erträge vornehmlich solche Erträge, die mit der Veräußerung der Mehrheitsbeteiligung in China im Geschäftsbereich Life Science Research in Verbindung stehen.

Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung von operativen Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie das Nettoergebnis aus der Marktbewertung von operativen derivativen Sicherungsgeschäften, die der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährung dienen, werden saldiert in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Währungsgewinne bzw. -verluste im Zusammenhang mit der Finanzierung werden saldiert im Finanzergebnis berichtet.

(12) Abschreibung der Fair Value-Anpassungen

Aus der nachfolgenden Tabelle gehen die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen infolge der Akquisitionen der Gerresheimer Group GmbH im Dezember 2004, der Gerresheimer Vaerloese (vormals: Dudek Plast Gruppe) Ende Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg Gruppe (vormals: Wilden Gruppe) Anfang Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, des neu gegründeten Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, der Gerresheimer Zaragoza und Gerresheimer Plasticos Sao Paulo im Januar 2008, der Vedat Tampas Hermeticas (verschmolzen auf Gerresheimer Plasticos Sao Paulo) im März 2011, der Neutral Glass im April 2012 sowie der Triveni im Dezember 2012 hervor:

in T EUR Fair Value- Anpassungen Buchwert zum 30.11.2013 Fair Value- Anpassungen Abschreibung 2013 Fair Value- Anpassungen Abschreibung 2012
Kundenstamm 60.000 13.973 13.410
Auftragsbestände 57 167
Markenrechte 38.577 953
Technologien 4.603 1.623 1.607
Prozess-Know-how 37 12 13
Grundstücke 4.735
Gebäude 8.777 499 505
Maschinen 6.351 1.834 2.267
123.080 18.951 17.969

Markenrechte mit begrenzter Nutzungsdauer werden wie Technologien entsprechend der geplanten Nutzungsdauer über fünf bis zehn Jahre abgeschrieben. Als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden weitere Markenrechte, die der Dachmarkenstrategie entsprechen, sowie Geschäftswerte ausgewiesen und entsprechend IFRS 3 „Business Combinations“ sowie den Standards IAS 36 „Impairment of Assets“ und IAS 38 „Intangible Assets“ mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

(13) Restrukturierungsaufwendungen

Als Restrukturierungsaufwendungen gelten solche Aufwendungen, die die Definition des IAS 37.70 ff. erfüllen. Ähnliche Aufwendungen, die die Kriterien des IAS 37 nicht erfüllen, werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Gemäß ihrer Bedeutung werden die Restrukturierungsaufwendungen gesondert ausgewiesen.

Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Aufwendungen beziehen sich auf die im Oktober 2013 angekündigte Neuausrichtung der Geschäftsbereiche des Konzerns. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Organisation nicht mehr schwerpunktmäßig nach den Produktionstechnologien auszurichten, sondern stärker den Anforderungen der Kundenbedürfnisse zu entsprechen. Im Zuge dieser Neuordnung werden die Geschäftstätigkeiten zukünftig unter drei anstatt bisher vier Geschäftsbereichen zusammengefasst, und damit einhergehend werden operative und administrative Leitungsfunktionen zusammengelegt. Die Restrukturierungsaufwendungen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf T EUR 4.836 (Vorjahr: T EUR 0). Sie umfassen zum überwiegenden Teil Abfindungen für die vorgenannten Maßnahmen.

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T EUR 2013 2012
Buchverlust aus Desinvestition 5.648 2.584
Einmalige Aufwendungen 3.925 6.707
Forschung und Entwicklung 2.148 5.632
Verlust aus Anlagenabgang 384 118
Währungsverluste 152
Sonstige Aufwendungen 5.279 4.346
17.536 19.387

Im laufenden Geschäftsjahr resultiert der Buchverlust aus Desinvestition aus einer Portfoliobereinigung, die wir im letzten Quartal des Geschäftsjahres vorgenommen haben. Diese Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Anteile an der Beijing Gerresheimer Glass Co. Ltd. Im Vorjahr ergibt sich der Buchverlust aus der Veräußerung von Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd.

Die einmaligen Aufwendungen des aktuellen Jahres beinhalten vornehmlich Kosten, die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Geschäftstätigkeiten angefallen sind, die jedoch nicht die Kriterien des IAS 37 erfüllen und daher keine Restrukturierungsaufwendungen darstellen. Außerdem beinhaltet diese Position Aufwendungen im Zusammenhang mit Akquisitionsprojekten. Im Vorjahr beinhalten die einmaligen Aufwendungen Beträge für ein anhängiges Schiedsgerichtsverfahren, Aufwendungen im Zusammenhang mit Akquisitionsprojekten sowie Aufwendungen infolge des vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes.

Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung von operativen Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie das Nettoergebnis aus der Marktbewertung von operativen derivativen Sicherungsgeschäften, die der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährung dienen, werden saldiert in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Währungsgewinne bzw. -verluste im Zusammenhang mit der Finanzierung werden saldiert im Finanzergebnis berichtet.

(15) Finanzergebnis

in T EUR 2013 Pro-Forma1) 2012 Überleitung 2012
Finanzerträge 2.821 3.457 -587 4.044
Finanzaufwendungen -37.015 -36.738 12 -36.750
Finanzergebnis -34.194 -33.281 -575 -32.706
Davon für Zinsswaps: Cash Flow Hedges, Transfer vom Eigenkapital -1.660 -1.813 -1.813
Davon Nettozinsaufwand für leistungs-orientierte Pensionspläne -6.063 -7.704 -575 -7.129
Davon Währungsgewinne aus Finanzierung 458 227 227

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Unter den Finanzaufwendungen sind Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aus der Anleihe, aus Finanzierungsleasing sowie für sonstige finanzielle Verbindlichkeiten enthalten.

Die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Zinsswaps, die als Cash Flow Hedge bilanziert werden (T EUR 1.660; Vorjahr: T EUR 1.813), sind den „Zum beizulegenden Zeitwert – Änderungen in Cash Flow Hedge-Rücklage“ kategorisierten finanziellen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Zinsen im Zusammenhang mit den Put-Optionen (T EUR 1.669; Vorjahr: T EUR 270) sind der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zuzuordnen. Alle weiteren Erträge aus finanziellen Vermögenswerten sind der Kategorie „Kredite und Forderungen“ und alle weiteren Aufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten“ zuzuordnen.

Währungseffekte aus den Finanzierungsgeschäften und den dazugehörigen Sicherungsgeschäften werden saldiert im Finanzergebnis unter den Währungsgewinnen bzw. -verlusten aus Finanzierung ausgewiesen.

(16) Ertragsteuern

in T EUR 2013 Pro-Forma1)2012 Überleitung 2012
Tatsächliche Ertragsteuern -39.262 -21.794 -21.794
Latente Ertragsteuern 8.995 -8.404 -959 -7.445
-30.267 -30.198 -959 -29.239

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die latenten Steuern im Zusammenhang mit Posten, die direkt im Eigenkapital belastet werden, betragen T EUR 6.039 (Vorjahr: T EUR -12.781). Im Zusammenhang mit den latenten Steuern verweisen wir an dieser Stelle auch auf unsere Angaben (25) und (30) in diesem Konzern-Anhang.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und tatsächlichen Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

in T EUR 2013 Pro-Forma1) 2012 Überleitung 2012
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 98.754 98.539 2.785 95.754
Erwarteter Steueraufwand: 29 % (Vorjahr: 29 %) -28.639 -28.576 -808 -27.769
Unterschiede:
Nichtaktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge -1.938 -1.938
Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Steuern 1.305 343 343
Abweichende Steuersätze Ausland 1.099 -551 -551
Nicht abziehbare Aufwendungen -2.811 -4.472 -4.472
Steuerfreie Erträge und steuerliche Vorteile 4.532 3.756 3.756
Veränderung Wertberichtigung auf aktive latente Steuern 961 702 702
Steuern aus Vorperiode2) -6.792 900 900
Übrige 78 -362 -152 -210
Summe Unterschiede -1.628 -1.622 -152 -1.470
Tatsächlicher Steueraufwand -30.267 -30.198 -960 -29.239
Steuerquote 30,6 % 30,6 % 30,5 %

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

2) Die Position „Steuern aus Vorperiode” enthält im laufenden Geschäftsjahr im Wesentlichen den aus der Betriebsprüfung einer unserer brasilianischen Gesellschaften resultierenden Steueraufwand in Höhe von T EUR 3.689 und für abgeschlossene Betriebsprüfungen des deutschen Organkreises zurückgestellte Steueraufwendungen sowie Vorsorgeaufwendungen für noch offener Prüfungszeiträume (im Vorjahr enthält diese Position im Wesentlichen einen Steuerertrag in einer amerikanischen Tochtergesellschaft).

Der Steuersatz in Deutschland beträgt unverändert zum Vorjahr 15,0 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer und ca. 13 % Gewerbesteuer, so dass sich ein kombinierter Steuersatz von ca. 29 % ergibt.

Die Steuersätze für die Tochtergesellschaften, die ihren Sitz nicht in Deutschland haben, variieren von 13,3 % bis 39,0 % (Vorjahr: 13,6 % bis 40,0 %). Für eine Tochtergesellschaft in China galten im Geschäftsjahr unverändert zum Vorjahr Steuerprivilegien, so dass hier ein Steuersatz von 15,0 % zur Anwendung kam.

Effekte aus Gewinnabführungsverträgen

Die Ergebnisse von 14 deutschen konsolidierten Organgesellschaften werden aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft bei der Gerresheimer AG der Steuer unterworfen. Ferner verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Ausführungen zu den tatsächlichen und latenten Ertragsteuern im Abschnitt (5) „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

Latente Steuern auf Verlustvorträge

Den bei Tochterunternehmen aktivierten latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge liegen jeweils Planungszeiträume von fünf Jahren zugrunde, in denen die steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden sollen.

Bei ausländischen Konzerngesellschaften der Gerresheimer AG sind auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T EUR 25.988 (Vorjahr: T EUR 29.716) keine aktiven latenten Steuern gebildet worden, da mit einer künftigen Nutzung dieser Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht gerechnet wird. Die Verlustvorträge, von denen im Zeitraum von 2021 bis 2028 T EUR 5.752 verfallen, betreffen ausschließlich ausländische Steuern.

Bei ausländischen Konzerngesellschaften wurden trotz Verlusten im laufenden Jahr bzw. Vorjahr aktive latente Steuern (T EUR 4.940; Vorjahr: T EUR 4.443) auf deren Verlustvorträge gebildet, da die Unternehmen von zukünftigen steuerlichen Gewinnen ausgehen.

Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Konzernunternehmen zu bilanzieren (Outside Basis Differences). Für Outside Basis Differences in Höhe von T EUR 23.463 (Vorjahr: T EUR 18.332) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da eine Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht erwartet wird.

(17) Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wurden keine neuen Aktien ausgegeben, so dass die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien in beiden Geschäftsjahren 31.400 Tausend Stück beträgt.

Das bestehende Phantom Stock-Programm (siehe Angabe (32)) sieht bei Erreichen der Ausübungshürde als Wahlrecht der Gesellschaft auch die Ausgabe von Gerresheimer Aktien vor, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist. Weitere Options- oder Wandlungsrechte wurden in den Jahren 2013 und 2012 nicht ausgegeben, so dass ein Verwässerungseffekt des Ergebnisses je Aktie folglich nicht besteht. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis stimmen demnach überein.

2013 Pro-Forma1) 2012 Überleitung 2012
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens (T EUR) 62.155 62.021 1.830 60.191
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stamm-aktien (in Tausend) 31.400 31.400 31.400
Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) 1,98 1,98 0,06 1,92

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

SONSTIGE INFORMATIONEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(18) Materialaufwand

in T EUR 2013 2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren 462.926 455.352
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.745 4.964
469.671 460.316

Im Materialaufwand sind im Wesentlichen Aufwendungen für Rohstoffe, Energie, Verpackungen, Fremdfertigung sowie Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten.

(19) Personalaufwand

in T EUR 2013 Pro-Forma1) 2012 Überleitung 2012
Löhne und Gehälter 329.610 315.079 315.079
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 65.704 65.888 65.888
Aufwendungen für Altersversorgung 4.627 -1.389 -3.360 1.971
399.941 379.578 -3.360 382.938

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

BILANZERLÄUTERUNGEN

(20) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in T EUR Geschäftswerte Kundenstamm, Markenrechte, Technologien und ähnliche Werte Entwicklungskosten Sonstiges Immaterielle Vermögenswerte
Abschluss 30. November 2013
Buchwert Vorjahr 427.526 87.791 4.800 9.578 529.695
Veränderung des Konsolidierungskreises 33.322 41.600 15 74.937
Währungsumrechnung -5.262 -9.556 -1 -85 -14.904
Zugänge 1.352 1.698 3.050
Abgänge 23 7 30
Umbuchungen 2.070 -1.736 334
Planmäßige Abschreibungen 15.704 1.071 2.893 19.668
Außerplanmäßige Abschreibungen 914 914
Buchwert 455.586 103.217 7.127 6.570 572.500
Anschaffungs- und Herstellungskosten 458.397 247.061 10.549 13.892 729.899
Kumulierte Abschreibungen 2.811 143.844 3.422 7.322 157.399
Buchwert 455.586 103.217 7.127 6.570 572.500
Abschluss 30. November 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 421.191 210.936 6.442 13.267 651.836
Kumulierte Abschreibungen 2.675 113.989 2.066 6.083 124.813
Buchwert Vorjahr 418.516 96.947 4.376 7.184 527.023
Veränderung des Konsolidierungskreises 13.289 7.134 10 20.433
Währungsumrechnung -4.279 -1.093 1 27 -5.344
Zugänge 927 4.470 5.397
Abgänge 202 202
Umbuchungen 526 526
Planmäßige Abschreibungen 15.197 302 2.639 18.138
Buchwert 427.526 87.791 4.800 9.578 529.695
Anschaffungs- und Herstellungskosten 430.340 216.706 7.206 18.107 672.359
Kumulierte Abschreibungen 2.814 128.915 2.406 8.529 142.664
Buchwert 427.526 87.791 4.800 9.578 529.695

Die Abschreibungen auf den Kundenstamm, Markenrechte, Technologien und ähnliche Werte, die aus Fair Value-Anpassungen im Rahmen von Akquisitionen resultieren, sind als Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen separat in der Angabe (12) erläutert. Die außerplanmäßigen Abschreibungen stehen im Zusammenhang mit der im letzten Quartal des Geschäftsjahres durchgeführten Portfoliobereinigung. Die planmäßigen Abschreibungen sind überwiegend in den Herstellungskosten enthalten. Wesentliche immaterielle Vermögenswerte resultieren aus den Unternehmensakquisitionen. Während Markenrechte – mit Ausnahme bei einer Gesellschaft – mit einem Buchwert von T EUR 38.577 eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden die übrigen identifizierbaren Vermögenswerte bis 2028 abgeschrieben sein.

Die Geschäftswerte werden wie folgt den sieben zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

in T EUR 30.11.2013 30.11.2012
Tubular Glass
Tubular Glass – Tubing 39.222 39.159
Tubular Glass – Converting 66.696 66.590
Tubular Glass – Syringes 32.614 32.614
Plastic Systems
Plastic Packaging 97.865 69.974
Medical Plastic Systems 82.854 82.854
Moulded Glass 126.320 126.320
Life Science Research 10.015 10.015
455.586 427.526

Die Geschäftswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Es wird mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäftswerte erfolgte, wie im Vorjahr, für alle sieben zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Tubular Glass – Tubing, Tubular Glass – Converting, Tubular Glass – Syringes, Plastic Packaging, Medical Plastic Systems, Moulded Glass und Life Science Research auf der Grundlage der vom Vorstand verabschiedeten Unternehmensplanung für die Jahre 2014 bis 2018 (Vorjahr: 2013 bis 2017), die unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen auf aktuellen Markterwartungen basiert. Für die nachhaltige Entwicklung der Folgejahre wurde eine Wachstumsrate von 1,0 % berücksichtigt, die das angenommene durchschnittliche Markt- oder Branchenwachstum nicht überschreitet. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages erfolgte nach dem Konzept des Nutzungswertes unter Verwendung von Cash Flow-Prognosen, die auf der Unternehmensplanung für die Jahre 2014 bis 2018 basieren. Die Diskontierung der zukünftigen Cash Flows erfolgte mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital). Zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten wurde der Beta-Faktor der -Gerresheimer AG verwendet. Die Fremdkapitalkosten wurden entsprechend einer Auswertung der in Anspruch genommenen Finanzierungs- und Kreditlinien angesetzt. Mittels einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen einer möglichen Erhöhung oder Verminderung der Fremdkapitalkosten auf die Werthaltigkeit der Geschäftswerte hin überprüft. Ausgehend von den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern wurden mittels eines iterativen Verfahrens die gewichteten Kapitalkosten vor Steuern ermittelt, die sich für die sieben zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt darstellen:

in % 2013 2012
Tubular Glass
Tubular Glass – Tubing 7,2 6,7
Tubular Glass – Converting 7,1 6,6
Tubular Glass – Syringes 7,1 6,7
Plastic Systems
Plastic Packaging 7,0 6,8
Medical Plastic Systems 7,1 6,6
Moulded Glass 7,2 6,4
Life Science Research 7,1 6,3

Aus der Werthaltigkeitsprüfung für die Geschäftswerte hat sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf ergeben.

Bei den sieben zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich für möglich gehaltene Änderung der zur Bestimmung des Nutzungswertes getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt.

Die Zuordnung der zum 30. November 2013 bestehenden Markenrechte auf die Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:

Tubular Glass T EUR 17.589 (Vorjahr: T EUR 18.197), Plastic Systems T EUR 16.860 (Vorjahr: T EUR 12.123), Moulded Glass T EUR 2.692 (Vorjahr: T EUR 4.273) und Life Science Research T EUR 1.436 (Vorjahr: T EUR 1.505).

Die Markenrechte haben – mit Ausnahme bei einer Gesellschaft – eine unbestimmte Nutzungsdauer und werden nicht planmäßig abgeschrieben. Es wird mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. In diesem Geschäftsjahr hat sich wie auch im Vorjahr kein Abwertungsbedarf ergeben.

Im Geschäftsjahr wurden T EUR 2.148 (Vorjahr: T EUR 5.632) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. 2013 wurden T EUR 1.352 (Vorjahr: T EUR 927) Entwicklungskosten, die die Kriterien des IAS 38 erfüllen, aktiviert.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Standard-EDV-Programme sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte.

(21) Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Sachanlagen und die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien setzen sich wie folgt zusammen:

in T EUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten (betrieblich genutzt) Als Finanz-investition gehaltene Immobilien Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen und Maschinen Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Abschluss 30. November 2013
Buchwert Vorjahr 141.364 4.471 291.011 24.057 61.904 522.807
Veränderung des Konsolidierungskreises 2.220 3.685 472 168 6.545
Währungsumrechnung -4.190 -9.958 -790 -2.313 -17.251
Zugänge 2.104 49.079 5.722 59.146 116.051
Abgänge 40 690 22 752
Umbuchungen 7.314 29.143 1.755 -38.763 -551
Planmäßige Abschreibungen 7.131 67.365 7.522 82.018
Außerplanmäßige Abschreibungen 2.050 2.050
Buchwert 141.641 4.471 292.855 23.672 80.142 542.781
Anschaffungs- und Herstellungskosten 190.431 4.730 637.939 61.728 80.142 974.970
Kumulierte Abschreibungen 48.790 259 345.084 38.056 432.189
Buchwert 141.641 4.471 292.855 23.672 80.142 542.781
Abschluss 30. November 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 163.492 4.730 567.088 50.246 42.724 828.280
Kumulierte Abschreibungen 37.917 259 281.615 25.188 344.979
Buchwert Vorjahr 125.575 4.471 285.473 25.058 42.724 483.301
Veränderung des Konsolidierungskreises 8.886 2.394 168 123 11.571
Währungsumrechnung 679 1.385 -178 822 2.708
Zugänge 4.859 47.960 5.601 55.050 113.470
Abgänge 140 3.031 59 3.230
Umbuchungen 8.778 26.321 1.190 -36.815 -526
Planmäßige Abschreibungen 7.273 69.491 7.723 84.487
Buchwert 141.364 4.471 291.011 24.057 61.904 522.807
Anschaffungs- und Herstellungskosten 184.486 4.730 605.237 56.697 61.904 913.054
Kumulierte Abschreibungen 43.122 259 314.226 32.640 390.247
Buchwert 141.364 4.471 291.011 24.057 61.904 522.807

Die Sachanlagen enthalten in Höhe von T EUR 8.275 (Vorjahr: T EUR 11.277) geleaste Vermögenswerte. Sie beinhalten zum Ende der Berichtsperiode in Höhe von T EUR 7.213 (Vorjahr: T EUR 7.554) das Finanzierungsleasing von Produktions-, Lager- und Verwaltungsgrundstücken sowie -gebäuden, in Höhe von T EUR 1.062 (Vorjahr: T EUR 3.689) das Finanzierungsleasing von technischen Anlagen und Maschinen und in Höhe von T EUR 0 (Vorjahr: T EUR 34) das Finanzierungsleasing sonstiger Sachanlagen.

Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von T EUR 5.317 (Vorjahr: T EUR 5.704) dienen als erstrangige Sicherheit für zwei (Vorjahr: zwei) Darlehen. Hierin sind wie im Vorjahr keine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthalten.

Bei den nicht betrieblich genutzten Grundstücken im Sinne von IAS 40 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ handelt es sich um Erbbaugrundstücke mit einem Buchwert von T EUR 187 (beizulegender Zeitwert: T EUR 1.700) sowie nicht betriebsnotwendiges Grundvermögen. Der Zeitwert der Erbbaugrundstücke wird auf Basis unterschiedlicher Datenquellen ermittelt, die sich auf vergangene Verkäufe, Bodenrichtwerte oder externe Gutachten stützen. Bei den sonstigen nicht betriebsnotwendigen Grundstücken entsprechen die Zeitwerte den Buchwerten.

Die Mieteinnahmen aus den Grundstücken betrugen im Geschäftsjahr 2013 T EUR 16 (Vorjahr: T EUR 15). Aufwendungen wurden in Höhe von T EUR 32 (Vorjahr: T EUR 69) getätigt. Diese entfielen fast vollständig auf Grundstücke ohne Mieteinnahmen.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen stehen im Zusammenhang mit der im letzten Quartal des Geschäftsjahres durchgeführten Portfoliobereinigung.

(22) Finanzanlagen und Anteile an at equity bewerteten Unternehmen

Die Finanzanlagen enthalten Anteile an Unternehmen, die sich wie folgt entwickelten:

in T EUR Anteile an Unternehmen
Abschluss 30. November 2013
Buchwert Vorjahr
Zugänge
Abgänge
Buchwert 0
Abschluss 30. November 2012
Buchwert Vorjahr 3.280
Abgänge 3.280
Buchwert 0

Es wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen.

Die folgenden Tabellen zeigen eine Zusammenfassung der Bilanzpositionen sowie der Daten der Gewinn- und Verlustrechnung der im Konzernabschluss at equity bewerteten Unternehmen. Bei diesen Unternehmen handelt es sich um die Gesellschaften Gerresheimer Tooling LLC, Peachtree City, USA , PROFORM CNC Nastrojarna spol. s r.o., Horsovsky Tyn, Tschechische Republik und Beijing Gerresheimer Glass Co. Ltd., Huangcun, Peking, China, die gemäß IFRS 5 umgegliedert wurde.

in T EUR 30.11.2013 30.11.2012
Vermögenswerte 13.534 15.276
Eigenkapital 7.039 8.120
Schulden 6.494 7.156
Umsatzerlöse 14.963 15.544
Ergebnis -812 -1.254

Die Entwicklung der Anteile an at equity bewerteten Unternehmen geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:

in T EUR Anteile an at equity bewerteten Unternehmen
Abschluss 30. November 2013
Buchwert Vorjahr 3.730
Ausschüttung -21
Währungsumrechnung -3
Außerplanmäßige Abschreibung 3.179
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen -436
Buchwert 91
Abschluss 30. November 2012
Buchwert Vorjahr 3.434
Kapitalerhöhung 681
Währungsumrechnung 186
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen -571
Buchwert 3.730

(23) Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Überleitung 30.11.2012
in T EUR Total Davon kurzfristig Total Davon kurzfristig Total Davon kurzfristig Total Davon kurzfristig
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Marktwerte derivativer -Finanzinstrumente 119 119 147 147 147 147
Beteiligungen 203 203 203
Erstattungsansprüche für Pensionsleistungen 4.153 216 4.376 219 -1.966 6.342 219
Erstattungsansprüche gegenüber Dritten 2.625 2.625 3.159 3.159 3.159 3.159
Ausleihungen an at equity bewerteten Unternehmen 1.400 1.400
Sonstige -Ausleihungen 982 2.595 1.800 2.595 1.800
Übrige finanzielle Vermögenswerte 674 1.185 1.185
Sonstige -finanzielle Vermögens-werte 8.756 2.960 13.065 5.325 -1.966 15.031 5.325
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 192.562 192.562 179.439 179.439 179.439 179.439
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente 73.092 73.092 86.087 86.087 86.087 86.087
Finanzielle Vermögenswerte 274.410 268.614 278.591 270.851 -1.966 280.557 270.851

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

In den übrigen finanziellen Vermögenswerten sind ausschließlich Wertpapiere zur Absicherung von Altersteilzeitwertguthaben enthalten.

Zum Bilanzstichtag war keiner der nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte überfällig.

Auf Beteiligungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertberichtigungen gebildet (Vorjahr: T EUR 81). Auf Ausleihungen an at equity bewerteten Unternehmen wurden Wertberichtigungen in Höhe von T EUR 419 (Vorjahr: T EUR 0) gebildet. Auf sonstige Ausleihungen bestehen unverändert zum Vorjahr Wertberichtigungen in Höhe von T EUR 15.

Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte stellt grundsätzlich das maximale Ausfallrisiko des Konzerns dar. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von rund 30 % (Vorjahr: rund 23 %) durch Kreditversicherungen abgedeckt.

Die oben genannten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen, die aus der Anwendung der Methode der langfristigen Auftragsfertigung resultieren (T EUR 19.149; Vorjahr: T EUR 17.817). Diese fallen nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 und sind somit keine finanziellen Vermögenswerte.

Zur näheren Erläuterung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente verweisen wir auf unsere Ausführungen in Angabe (37).

(24) Sonstige Forderungen

30.11.2013 30.11.2012
in T EUR Total Davon kurzfristig Total Davon kurzfristig
--- --- --- --- ---
Sonstige Steuerforderungen 11.093 11.093 10.122 10.122
Vorauszahlungen 3.500 3.500 3.223 3.223
Übrige Vermögenswerte 6.033 6.033 10.368 10.368
Sonstige Forderungen 20.626 20.626 23.713 23.713

In den Vorauszahlungen sind im Wesentlichen Zahlungen vor dem Stichtag für Wartungs-, Steuer-, Personal- und Versicherungsaufwendungen im folgenden Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die ausgewiesenen Buchwerte der in dieser Position enthaltenen monetären Vermögenswerte entsprechen ihren Zeitwerten.

(25) Aktive latente Steuern

30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012
in T EUR Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert
--- --- --- --- ---
Steuervorteile
Steuerliche Verlustvorträge 1.025 6.446 498 7.338
Steuergutschriften 3.472 95 5.909
1.025 9.918 593 13.247
Temporäre Unterschiede
Anlagevermögen 2.504 1.839 1.663 1.258
Forderungen und sonstige Aktiva 393 367 369 362
Pensionsrückstellungen 2.540 24.095 469 33.521
Sonstige -Rückstellungen 6.304 736 5.501 767
Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 3.590 1.297 4.286 189
Cash Flow Hedge 618 1.197
15.331 28.952 12.288 37.294
16.356 38.870 12.881 50.541
Saldierung -47.640 -56.033
In der Bilanz gemäß IAS 12 als -langfristig ausgewiesen 7.586 7.389
Überleitung 30.11.2012
in T EUR Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert
--- --- --- --- ---
Steuervorteile
Steuerliche Verlustvorträge 498 7.338
Steuergutschriften 95 5.909
593 13.247
Temporäre Unterschiede
Anlagevermögen 1.663 1.258
Forderungen und sonstige Aktiva 369 362
Pensionsrückstellungen 18.601 469 14.920
Sonstige -Rückstellungen 5.501 767
Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 4.286 189
Cash Flow Hedge 1.197
18.601 12.288 18.693
18.601 12.881 31.940
Saldierung -309 -37.552
In der Bilanz gemäß IAS 12 als -langfristig ausgewiesen 18.292 7.269

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden pro Gesellschaft bzw. steuerlichem Organkreis saldiert.

(26) Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in T EUR 30.11.2013 30.11.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.769 45.100
Unfertige Erzeugnisse/Leistungen 33.054 27.832
Fertige Erzeugnisse und Waren 98.651 103.618
Geleistete Anzahlungen 13.986 12.407
Vorräte 194.460 188.957

Der Aufwand aus der Wertberichtigung von Vorräten beträgt im Geschäftsjahr T EUR 10.576 (Vorjahr: T EUR 7.229). Bei Wegfall der Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Wertaufholungen betragen im Geschäftsjahr T EUR 6.002 (Vorjahr: T EUR 3.401).

Zum 30. November 2013 waren, wie im Vorjahr, keine Vorräte als Sicherheiten für Schulden verpfändet.

(27) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in T EUR 30.11.2013 30.11.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 195.224 181.652
Abzüglich Wertberichtigungen 2.662 2.213
Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen 192.562 179.439

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten T EUR 19.149 (Vorjahr: T EUR 17.817) aus der Anwendung der Methode der langfristigen Auftragsfertigung nach IAS 11. In der Berichtsperiode wurden T EUR 1.278 (Vorjahr: T EUR 3.081) Kosten erfasst. Die ausgewiesenen Gewinne betrugen T EUR 55 (Vorjahr: Gewinne T EUR 1.517).

Auf zweifelhafte Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet. Die verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungen und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität des Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen.

Zum Abschlussstichtag stellt sich die Altersstruktur der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

in T EUR 30.11.2013 30.11.2012
Buchwert 192.562 179.439
Pauschalierte Einzelwertberichtigungen 946 788
Einzelwertberichtigungen 1.716 1.425
Bruttobuchwert der einzelwertberichtigten Forderungen -1.718 -1.483
Nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Sinne von IFRS 7 193.506 180.169
Davon zum Bilanzstichtag
nicht überfällig 176.046 164.667
überfällig bis 30 Tage 11.219 8.628
überfällig zwischen 31 und 60 Tagen 2.338 2.822
überfällig zwischen 61 und 90 Tagen 958 1.630
überfällig zwischen 91 und 120 Tagen 387 730
überfällig über 121 Tage 2.558 1.692
193.506 180.169

Der Bruttobuchwert der einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug T EUR 1.718 (Vorjahr: T EUR 1.483). Die zugehörige Einzelwertberichtigung lag bei T EUR 1.716 (Vorjahr: T EUR 1.425), so dass sich ein Nettobuchwert der einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T EUR 2 (Vorjahr: T EUR 58) ergibt.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:

in T EUR 2013 2012
Stand 1. Dezember 2.213 2.584
Aufwandswirksame Zuführung 2.085 881
Inanspruchnahme -777 -627
Auflösung -719 -635
Währungsumrechnung -140 10
Stand 30. November 2.662 2.213

(28) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die flüssigen Mittel umfassen Bargeld und kurzfristig verfügbare Bankguthaben, die keinen Wertschwankungen unterliegen.

(29) Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile

Am 11. Juni 2007 hat die Gerresheimer AG mit der Notierungsaufnahme im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) erfolgreich ihren Börsengang vollzogen. Die Aktien der Gerresheimer AG werden unter dem Börsenkürzel GXI bzw. unter der ISIN DE000A0LD6E6 geführt. Im Rahmen des Angebotes wurden insgesamt 22.804 Tausend Aktien platziert. Davon stammen 11.400 Tausend Aktien aus einer Kapitalerhöhung, 10.600 Tausend Aktien aus dem Eigentum der abgebenden Aktionärin BCP Murano sowie weitere rund 804 Tausend Aktien aus dem Eigentum der BCP Murano aus einer den Konsortialbanken eingeräumten Greenshoe-Option. Bei einem Emissionspreis von EUR 40,00 je Aktie betrug das Platzierungsvolumen damit rund T EUR 912.166 (einschließlich Greenshoe-Aktien). Seit dem 22. Dezember 2008 ist die Gerresheimer Aktie im MDAX enthalten.

Zum 30. November 2013 betrugen das gezeichnete Kapital unverändert T EUR 31.400 und die Kapitalrücklage T EUR 513.827. Die Kapitalrücklage enthält Agio-Beträge aus der Börsenplatzierung im Jahr 2007 sowie Einlagen der Gesellschafter aus den Jahren 2004 und 2007.

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum Bilanzstichtag 31.400.000 Stück mit einem Nennwert von jeweils EUR 1,00. Der Dividendenvorschlag erfolgt auf Basis des Bilanzgewinnes der Gerresheimer AG.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Dividende von T EUR 20.410 für das Geschäftsjahr 2012 ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividende von EUR 0,65 je Stückaktie.

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG werden der Hauptversammlung am 30. April 2014 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,70 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,65 je Aktie) für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von T EUR 21.980. Des Weiteren wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der Gesellschaft von T EUR 67.701 auf neue Rechnung vorzutragen

in EUR 2013
Bilanzgewinn vor Ausschüttung der Dividende 89.680.680,20
Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,70 je Stückaktie 21.980.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 67.700.680,20

Die nicht beherrschenden Anteile stellen sich wie folgt dar:

in % Nicht beherrschende Anteile
Gesellschaft
Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, Vineland, NJ (USA) 49,0
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., Danyang, Jiangsu (China) 40,0
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (-Zhenjiang) Co. Ltd., Zhenjiang, Jiangsu (China) 40,0
Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., Peking (China) 30,0
Triveni Polymers Private Ltd., Neu-Delhi (Indien) 25,0
Neutral Glass & Allied Industries Private Ltd., Mumbai (Indien) 2,3
Gerresheimer Momignies S.A., Momignies (Belgien) 1,0
Gerresheimer Zaragoza S.A., Epila (Spanien) 0,2
Gerresheimer Valencia S.L.U., Masalaves (Spanien) 0,2
Gerresheimer Buenos Aires S.A., Buenos Aires (Argentinien) 0,2

Die Entwicklung der nicht beherrschenden Anteile geht aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung hervor.

(30) Latente Steuerschulden

Die latenten Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:

30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Überleitung 30.11.2012
in T EUR Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert Voraus-sichtlich nach 12 Monaten realisiert Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert Voraus-sichtlich nach 12 Monaten realisiert Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert Voraus-sichtlich nach 12 Monaten realisiert
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Temporäre Unterschiede
Anlagevermögen 4.857 78.951 3.769 78.943 3.769 78.943
Vorräte 4.514 6 4.694 27 4.694 27
Forderungen und sonstige Aktiva 1.816 944 1.093 1.574 1.093 1.574
Sonstige Rückstellungen und -Verbindlichkeiten 2.083 1.121 1.760 1.744 1.760 1.744
13.270 81.022 11.316 82.288 11.316 82.288
Saldierung -47.640 -56.033 -18.481 -37.552
In der Bilanz gemäß IAS 12 als -langfristig ausgewiesen 46.652 37.571 -18.481 56.052

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden pro Gesellschaft bzw. steuerlichem Organkreis saldiert.

(31) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im Gerresheimer Konzern bestehen in verschiedenen Ländern Pensionspläne, jedoch machen die Pensionspläne in Deutschland und die Pensions- und Fürsorgepläne (Krankenversicherung für Ruheständler) in den USA 96 % der gesamten weltweiten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen des Gerresheimer Konzerns aus.

In die leistungsorientierten deutschen Pensionspläne werden, von Einzelfällen abgesehen, keine neuen Arbeitnehmer mehr aufgenommen. Infolgedessen befinden sich die deutschen Pläne in einem Abwicklungsprozess mit im Laufe der Zeit abnehmenden Pensionsverpflichtungen. Die Pensionspläne basieren in der Regel auf Beschäftigungsdauer, Entgelt und Position der Mitarbeiter. So werden in Abhängigkeit des Gehaltes pro Dienstjahr Rentenansprüche erworben. Maximal können bei einem ruhegeldfähigen Einkommen von mehr als EUR 79.428 nach 45 Dienstjahren Rentenansprüche von EUR 1.179,90 pro Monat erworben werden. Die den aktiven Vorstandsmitgliedern erteilten Pensionszusagen werden über einen Pensionsfond bzw. eine Unterstützungskasse abgewickelt. Jährliche Beitragszahlungen an die Unterstützungskasse finanzieren die Pensionsverpflichtungen. Sollte das Vermögen des Pensionsfonds bzw. der Unterstützungskasse zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalles nicht ausreichen, besteht eine Nachschusspflicht. Weitere Details zu den Pensionsplänen der Vorstände sind im Vergütungsbericht des Lageberichts zu finden.

Die leistungsorientierten US-Pensionspläne wurden geschlossen und die Leistungen festgeschrieben. Diese Pensionspläne werden über externe Kapitalanlagen (Planvermögen) finanziert. Jährliche Beitragszahlungen finanzieren die Pensionspläne. Hierbei muss das Planvermögen mindestens 80 % der Pensionsverpflichtungen decken. Sollte dieser Deckungsgrad unterschritten werden, besteht eine Nachschusspflicht von Seiten des Unternehmens. Bei allen neuen US-Pensionsplänen handelt es sich um beitragsorientierte Versorgungspläne, um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und des demografischen Wandels zu begrenzen.

Darüber hinaus werden medizinische Leistungen für Ruheständler, die in den USA ansässig sind, bezuschusst. Im Rahmen dieser Programme wird den Ruheständlern ein bestimmter Prozentsatz der erstattungsfähigen medizinischen Aufwendungen gewährt. Mit einer Ausnahme wurden diese Fürsorgepläne geschlossen und die Leistungen festgeschrieben. Dadurch wurde das Risiko ständig steigender Erstattungsbeträge durch den Gerresheimer Konzern begrenzt. Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen können zu Änderungen in den Versorgungsplänen führen.

Die Pensionsrückstellung entwickelte sich wie folgt:

in T EUR 2013 Pro-Forma1) 2012 Überleitung 2012
Stand 1. Dezember 198.665 168.312 22.834 145.478
Umgliederung aus den Personal-verpflichtungen 3.663
Inanspruchnahme 15.287 15.216 15.216
Zuführung 9.441 4.349 -2.785 7.134
Aktivisch ausgewiesener Vermögensüberhang aus Planvermögen -1.747 1.747
Mit dem Eigenkapital verrechnet -18.035 39.847 39.847
Währungsumrechnung -2.338 1.373 436 937
Stand 30. -November 176.109 198.665 58.585 140.080
Davon kurzfristig 14.773 14.926 14.926
Davon langfristig 161.336 183.739 58.585 125.154

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Rückstellungen in Höhe von T EUR 136.271 (Vorjahr: T EUR 147.177) resultieren aus verschiedenen Versorgungsplänen und Einzelvereinbarungen bei deutschen Konzerngesellschaften, T EUR 39.838 (Vorjahr: T EUR 51.488) beziehen sich im Wesentlichen auf US-Konzerngesellschaften. Die Rückstellung enthält auch die Verpflichtungen der US-Konzerngesellschaften zur Übernahme der Krankheitskosten der Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand.

Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch planmäßige Ansammlung von Pensionsrückstellungen in den Gesellschaften. Externe Fonds, die den Anforderungen an ein Planvermögen entsprechen, liegen im Inland sowie im Ausland vor.

Der Berechnung der Pensionsrückstellung und des Planvermögens liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Inland Ausland
in % 30.11.2013 30.11.2012 30.11.2013 30.11.2012
--- --- --- --- ---
Rechnungszins 3,30 3,00 2,20–6,00 1,90–4,00
Gehaltstrend 2,50–3,25 2,65–3,25 1,50–5,50 1,50–3,00
Rententrend 2,00 2,00
Krankheits-kostentrend 5,00–7,67 5,00–7,67

Die Renditen für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen sind im Inland gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Daher wurden die Pensionsverpflichtungen zum 30. November 2013 mit 3,30 % diskontiert. Bei den inländischen Versorgungsverpflichtungen wurde als biometrische Grundlage für die Bewertung die Richttafel von Prof. Dr. Heubeck RT 2005 G verwendet. Bei den ausländischen Konzerngesellschaften wurden aktuelle landesspezifische biometrische Annahmen zugrunde gelegt. Die erwartete Einkommensentwicklung umfasst erwartete Entgelt- und Einkommenssteigerungen.

Die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung stellt sich wie folgt dar:

in T EUR 30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Überleitung 30.11.2012
Barwert der Versorgungsverpflichtung zum 1. Dezember 242.706 206.896 -515 207.411
Aufwand für die im Berichtsjahr erdienten Versorgungsansprüche 2.388 1.685 37 1.648
Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsansprüche 7.405 9.494 -12 9.506
Mitarbeiterbeiträge 634 579 579
Rentenzahlungen -14.988 -14.335 -14.335
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -14.578 41.264 -116 41.380
Finanzielle Annahmen -11.564 39.594 -124 39.718
Demografische Annahmen -3.014 1.670 8 1.662
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 531 -1.160 -1.160
Umgliederung 3.663
Verwaltungskosten 9 8 8
Abgeltungen 42 -4.107 134 -4.241
Währungsumrechnung und übrige Veränderungen -3.734 2.382 3 2.379
Barwert der Versorgungsverpflichtung zum 30. November 224.078 242.706 -461 243.167

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die Veränderung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in T EUR 30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Überleitung 30.11.2012
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Dezember 44.044 38.586 38.586
Zinsertrag 934 1.790 -587 2.377
Mitarbeiterbeiträge 634 579 579
Arbeitgeberbeiträge 4.110 4.391 4.391
Rentenzahlungen -3.811 -3.510 -3.510
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 3.556 1.204 587 617
Erträge aus Planvermögen 3.556 1.204 587 617
Sonstige -Veränderungen (im Wesentlichen Währungsumrechnung) -1.497 1.004 1.004
Beizulegender Zeitwert des -Planvermögens zum 30. -November 47.970 44.044 44.044

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die gewichtete Zusammensetzung des Planvermögens zur Deckung der Pensionsverpflichtungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Inland Ausland
in T EUR 30.11.2013 30.11.2012 30.11.2013 30.11.2012
--- --- --- --- ---
Planvermögen mit Marktpreisnotierung 6.364 5.298 29.257 33.363
Aktien (direkt gehalten) 2.281 1.221 18.678 19.052
Festverzinsliche -Wertpapiere 3.782 3.743 8.043 10.204
Immobilien 42 64 2.504 3.819
Liquidität 259 270 32 288
Planvermögen ohne Marktpreisnotierung 170 228 12.179 5.155
Versicherungsverträge 93 97 12.179 5.155
Sonstige 77 131
Planvermögen 6.534 5.526 41.436 38.518
Davon selbstgenutzte Immobilien n/a n/a 39 n/a

Die wesentlichen Pensionsfonds bestehen für die Pensionspläne in den USA und in der Schweiz. Die Kapitalanlagepolitik dieser Fonds richtet sich neben der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Rahmenvorgaben an der aus den eingegangenen Verpflichtungen resultierenden Risikostruktur aus.

Hierauf basierend wurde vor dem Hintergrund der Kapitalmarktentwicklung ein risikoadäquates strategisches Zielportfolio entwickelt. In den USA erfolgen 65 % bis 70 % der Kapitalanlage in Aktien, 30 % bis 35 % in festverzinslichen Wertpapieren und 0 % bis 5 % in Liquidität. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch den Arbeitgeber. Eine Verpflichtung zur Einzahlung in den Fonds besteht immer dann, wenn der Zeitwert des Pensionsfonds 80 % der Pensionsverpflichtung unterschreitet.

In der Schweiz wurde eine Vollversicherung zur Deckung der versicherungs- und anlagetechnischen Risiken abgeschlossen. Hier werden zur Finanzierung der Leistung an den Pensionsfonds in gleichen Teilen Beiträge in Prozent vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber erhoben. Es ist zu erwarten, dass die so definierte Anlagepolitik in der Lage ist, eine Kapitalverzinsung zu erwirtschaften, die langfristig die dauerhafte Erfüllung der Verpflichtungen gewährleistet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ist folgender Pensionsaufwand für leistungsorientierte Zusagen erfasst:

in T EUR 2013 Pro-Forma1) 2012 Überleitung 2012
Aufwand für die im Berichtsjahr erdienten Versorgungsansprüche 2.388 1.685 37 1.648
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 531 -4.686 -1.237 -3.449
Dienstzeit-aufwand 2.919 -3.001 -1.200 -1.801
Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsansprüche 7.405 9.494 -12 9.506
Ertrag aus Planvermögen -1.342 -1.790 587 -2.377
Nettozins-aufwand 6.063 7.704 575 7.129
Anpassungsbetrag aufgrund erfasster versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste -2.134 2.134
Verwaltungskosten 417 227 227
Auswirkungen von -Abgeltungen 42 -581 -253 -328
9.441 4.349 -2.785 7.134
Davon Aufwand aus Versorgungsansprüchen, für die entsprechende Erstattungsansprüche bestehen 128 169 -932 1.101

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Versorgungspläne werden, mit Ausnahme des Nettozinsaufwands, sämtliche Aufwendungen und Erträge per saldo im operativen Ergebnis, das heißt im Personalaufwand, erfasst. Der Nettozinsaufwand wird im Finanzergebnis gezeigt.

Bei einer Pensionsverpflichtung in Deutschland besteht ein vertraglicher Anspruch auf Erstattung der Rentenzahlungen gegenüber einem dritten Unternehmen. Diese Erstattungsansprüche erfüllen nicht die Voraussetzung eines Planvermögens im Sinne des IAS 19 und können somit nicht mit den Pensionsverpflichtungen saldiert werden. Die Erstattungsansprüche für Pensionsleistungen sind in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten. Wir verweisen auf Angabe (23).

Für die beitragsorientierten Rentenpläne im Wesentlichen bei den US-Konzerngesellschaften wurden im Geschäftsjahr Beiträge in Höhe von T EUR 1.403 (Vorjahr: T EUR 1.538) gezahlt. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland wurden in Höhe von T EUR 11.791 (Vorjahr: T EUR 11.553) geleistet. Zudem werden die im nächsten Geschäftsjahr zu zahlenden Beiträge in das Planvermögen auf T EUR 3.847 geschätzt. Zur Finanzierung der Leistungen werden Beiträge in Prozent der zugesagten Leistung erhoben. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen von Seiten des Arbeitgebers.

Zusätzlich erwartet der Gerresheimer Konzern in den künftigen Jahren folgende Rentenzahlungen:

in T EUR 2014 2015 2016 2017
Zu erwartende Renten-zahlungen 14.560 14.508 14.581 14.401

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungsverpflichtungen liegt in Deutschland zwischen 8,0 und 15,8 Jahren und im Ausland zwischen 10,3 und 18,2 Jahren.

Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen sind der Rechnungszins sowie der erwartete Gehaltstrend. Zudem enthält die Pensionsrückstellung auch die Verpflichtungen der US-Konzerngesellschaften zur Übernahme der Krankheitskosten der Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand. Bei der Ermittlung der Verpflichtung wurde eine Kostensteigerungsrate von 7,67 % unterstellt, die sich bis zum Jahr 2021 schrittweise auf 5,0 % reduziert. Die folgenden Sensitivitätsanalysen in Form von Szenarioanalysen zeigen, wie die leistungsorientierten Verpflichtungen durch mögliche Änderungen der entsprechenden Annahmen beeinflusst worden wären. Die Berechnungen erfolgen jeweils bei Konstanz der anderen Annahmen:

in T EUR Auswirkung auf den Barwert der Versorgungsansprüche
Zunahme des Rechnungszinssatzes um 0,5 Prozentpunkte -12.077
Abnahme des Rechnungszinssatzes um 0,5 Prozentpunkte 13.367
Zunahme des Gehaltstrends um 0,25 Prozentpunkte 1.706
Abnahme des Gehaltstrends um 0,25 Prozentpunkte -1.488
Zunahme der Krankheitskosten um 1,0 Prozentpunkte 2.121
Abnahme der Krankheitskosten um 1,0 Prozentpunkte -2.087

Zwischen den oben genannten versicherungsmathematischen Annahmen bestehen Abhängigkeiten. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt diese Abhängigkeiten nicht.

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens entwickelte sich in den letzten Geschäftsjahren wie folgt:

in T EUR 30.11.2013 Pro-Forma1) 30.11.2012 Überleitung 30.11.2012
Barwert der durch Planvermögen gedeckten Versorgungsansprüche 88.177 63.687 603 64.290
Abzüglich beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens 47.970 44.044 44.044
Unterdeckung 40.207 19.643 603 20.246
Barwert der nicht durch Planvermögen gedeckten Versorgungsansprüche 131.749 174.646 -146 174.500
Barwert der Versorgungsansprüche, für die entsprechende Erstattungsansprüche bestehen 4.153 4.376 4.376
Aktivisch ausgewiesener Vermögensüberschuss 1.966 1.966
Anpassungsbetrag aufgrund nicht erfasstem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand 1.266 1.266
Anpassungsbetrag aufgrund nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste -62.274 -62.274
176.109 198.665 -58.585 140.080
Erfahrungsbedingte -Anpassungen der Pensionsverpflichtung -3.014 1.670 -8 1.662
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens -3.556 -1.204 587 -617

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (rewised 2011) zum 1. Dezember 2012.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Verpflichtungsbeträge und Planvermögen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung des Geschäftsjahres von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen zum Beispiel die Entwicklung der Einkommenssteigerungen, Rentenerhöhungen, Mitarbeiterfluktuation sowie Todes- und Invaliditätsfälle.

(32) Gerresheimer Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks)

Als freiwilligen variablen Vergütungsbestandteil erhalten Vorstandsmitglieder der -Gerresheimer AG und bestimmte Führungskräfte eine aktienbasierte Vergütung. Die Teilnehmer müssen zum Zeitpunkt der Zuteilung der Phantom Stocks in einem bestehenden Dienst- oder Anstellungsverhältnis mit der -Gerresheimer AG oder einer ihrer Konzerngesellschaften stehen. Die gewährten Phantom Stocks unterliegen einer Ausübungssperrfrist vom Ausgabetag bis zum Ablauf des 30. Börsenhandelstages nach Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die auf den Ausgabetag folgt. Sie können anschließend bis zum Ablauf des 31. Oktober des Jahres, in das die übernächste ordentliche Hauptversammlung nach dem Ausgabetag fällt, in Abhängigkeit von der Erreichung der Ausübungshürde in Entgelt umgewandelt werden. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Entwicklung des Gerresheimer Aktienkurses. Der Plan sieht bei Erreichen der Ausübungshürde als Wahlrecht der Gesellschaft auch die Ausgabe von Gerresheimer Aktien vor, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist.

Die Ausübungshürde ist dann erreicht, wenn der Ausübungskurs der zugeteilten Phantom Stocks den Ausgangswert um mindestens 8 % übersteigt. Der Kursvergleich erfolgt auf der Grundlage des ungewichteten arithmetischen Mittels der Schlusskurse der Aktien im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten 30 Börsenhandelstagen, die dem Ausübungstag unmittelbar vorausgehen. Die Höhe des maximal an den Berechtigten auszuzahlenden Betrages für sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte ist jedoch auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes, multipliziert mit der Anzahl der Aktienwertsteigerungsrechte, entspricht.

Für die Ermittlung des Optionswertes der Phantom Stocks wird ein anerkanntes Optionspreismodell (Binomialmodell) verwendet. Als Volatilität des Zielwertes werden 22,5 % p. a. sowie eine Fluktuationsrate der Mitarbeiter von 3 % zugrunde gelegt. Als risikoloser Zinssatz wird die Rendite von Bundesanleihen mit entsprechender Laufzeit verwendet.

Führungskräfte Tranche 6 Tranche 7
Ausgabedatum 02. Juli 2012 18. Juni 2013
Laufzeit bis 31. Oktober 2014 31. Oktober 15
Ende der Wartezeit 03. Juni 2013 13. Juni 2014
Ausgabewert (in EUR) 34,50 45,28
Zielwert (in EUR) 37,26 48,9
Anzahl der ausgegebenen Rechte 235.500 186.400
Ausübungsschwelle (in %) 8 8
Zeitwert (in T EUR) 142 862
Maximaler Auszahlungsbetrag (in T EUR) 142 2.066

Zusätzlich zu den beschriebenen Tranchen wurde den Mitgliedern des Vorstands die Gewährung weiterer Tranchen in den Jahren 2014 bis 2017 zugesagt. Das Vorstandsmitglied ist berechtigt, nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren innerhalb eines sich anschließenden Zeitraumes von ca. 16 Monaten (Ausübungszeitraum) eine Zahlung in Höhe der zwischen dem Ausgabezeitpunkt und dem Ausübungszeitpunkt (Laufzeit) eingetretenen, nach dem Börsenkurs bemessenen Wertsteigerung der Gerresheimer Aktie zu verlangen. Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass innerhalb der Laufzeit eine Wertsteigerung von mindestens 12 % oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist und die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit mindestens ein volles Jahr lang bestand. Die Höhe des Vergütungsanspruches ist für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Börsenkurses der Aktie bei Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte entspricht (Cap).

Zur Ermittlung des Optionswertes der den Mitgliedern des Vorstands zugesagten Phantom Stocks wurde das beschriebene Optionspreismodell unter Zugrundelegung der oben genannten Prämissen verwendet.

Mitglieder des Vorstands Tranche 4 Tranche 5 Tranche 6 Tranche 7
Ausgabedatum 9. Februar 2010 9. Februar 2010 9. Februar 2010/ 24. Jun 2011 9. Februar 2010/24. Juni 2011/23. Oktober 2012
Laufzeit bis 31. Okt. 2015 31. Okt. 2016 31. Okt. 2017 31. Okt. 2018
Ende der Wartezeit 31. Mai 2014 07. Juni 2015 03. Juni 2016 13. Juni 2017
Ausgabewert (in EUR) 25,00 32,48 34,5 45,28
Zielwert (in EUR) 28,00 36,38 38,64 50,71
Anzahl der ausgegebenen Rechte 310.000 270.000 275.000 250.000
Ausübungsschwelle (in %) 12 12 12 12
Zeitwert (in T EUR) 1.476 1.349 852 828
Maximaler Auszahlungsbetrag (in T EUR) 1.500 1.705 1.294 2.094

Der beizulegende Zeitwert der Tranchen 2014 bis 2016 (Tranchen 8 bis 10) beträgt unter Berücksichtigung der oben genannten Prämissen zum Bilanz-stichtag T EUR 617.

Der Bestand der Phantom Stocks hat sich wie folgt entwickelt:

Führungskräfte und Mitglieder des Vorstands Tranche 4 Tranche 5 Tranche 6 Tranche 7
Bestand zum 30. November 2009
Zuteilung 552.000
Ausübung
Während der Laufzeit verfallen 2.000
Bestand zum 30. November 2010 550.000
Zuteilung 503.500
Ausübung 228.000
Während der Laufzeit verfallen 6.000 8.000
Bestand zum 30. November 2011 316.000 495.500
Zuteilung 510.500
Ausübung 74.000 254.500
Während der Laufzeit verfallen 2.000 4.000 70.000
Bestand zum 30. November 2012 240.000 237.000 440.500
Zuteilung 436.400
Ausübung 25.000 266.000 50.000
Während der Laufzeit verfallen 2.000 8.000 18.900
Bestand zum 30. November 2013 240.000 210.000 166.500 367.500

Für die Tranche 5 wurden im Berichtsjahr 2013 T EUR 203, für die Tranche 6 T EUR 2.025 und für die Tranche 7 T EUR 188 gezahlt. Die Tranchen 2 und 3 waren am Bilanzstichtag verfallen.

Die Rückstellung für das Phantom Stock-Programm beträgt zum Bilanzstichtag T EUR 3.814 (Vorjahr: T EUR 2.336). Der Aufwand für das Geschäftsjahr 2013 beläuft sich auf T EUR 2.089 (Vorjahr: T EUR 1.598).

(33) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

in T EUR Stand 01.12.2012 Veränderung des Konsolidierungskreises Umgliederungen Inanspruchnahme Auflösung
Steuerrückstellungen 543 260
Personalverpflichtungen 21.956 -2.368 10.749 380
Gewährleistungen 9.032 3.167 1.685
Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni 5.615 1.739 2
Übrige 17.465 259 9.191 1.200
54.611 -2.109 25.106 3.267
in T EUR Zuführung Währungsumrechnung Stand 30.11.2013 Davon kurzfristig Davon langfristig
Steuerrückstellungen 823 -6 1.100 1.100
Personalverpflichtungen 8.425 -524 16.360 11.920 4.440
Gewährleistungen 10.255 -238 14.197 14.197
Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni 1.712 -170 5.416 5.416
Übrige 6.016 -263 13.086 13.083 3
27.231 -1.201 50.159 45.716 4.443
in T EUR Stand 01.12.2011 Veränderung des Konsolidierungskreises Umgliederungen Inanspruchnahme Auflösung
Steuerrückstellungen 814 61 677 1
Personalverpflichtungen 19.493 -49 9.086 167
Gewährleistungen 8.208 2.570 668
Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni 6.486 5.553 50
Übrige 11.845 -142 6.645 31
46.846 61 -191 24.531 917
in T EUR Zuführung Währungsumrechnung Stand 30.11.2012 Davon kurzfristig Davon langfristig
Steuerrückstellungen 343 3 543 543
Personalverpflichtungen 11.163 602 21.956 15.327 6.629
Gewährleistungen 3.967 95 9.032 9.032
Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni 4.586 146 5.615 5.615
Übrige 12.219 219 17.465 12.506 4.959
32.278 1.065 54.611 43.023 11.588

Die Rückstellungen für Personalverpflichtungen umfassen insbesondere erwartete Verpflichtungen aus den Gerresheimer Aktienwertsteigerungsrechten, aus Jubiläums- und Altersteilzeitvereinbarungen und aus einem Gruppenkrankenversicherungsprogramm bei den US-Konzerngesellschaften.

Die Rückstellungen für Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni betreffen noch zu gewährende Vergütungen, die sich auf vor dem Bilanzstichtag realisierte Umsätze beziehen.

In den übrigen Rückstellungen sind unter anderem Restrukturierungsrückstellungen enthalten, die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung und Straffung der Geschäftsbereiche des Konzerns stehen. Die Restrukturierungsrückstellungen zum Ende der Berichtsperiode von T EUR 1.670 (Vorjahr: T EUR 768) beruhen auf einem abschließend definierten Plan. Alle notwendigen Kriterien nach IAS 37 für die Bildung einer Restrukturierungsrückstellung sind erfüllt. Des Weiteren sind in den übrigen Rückstellungen zum Beispiel erwartete Aufwendungen für Prämien und Schiedsgerichtsverfahren und eine Vielzahl von weiteren Einzelsachverhalten mit Beträgen von nur untergeordneter Bedeutung enthalten.

Die Umgliederungen im laufenden Geschäftsjahr betreffen ausschließlich Umbuchungen in die Pensionsrückstellungen, die sich aus der erstmaligen Anwendung von IAS 19 (revised 2011) ergeben.

Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen betragen T EUR 955 (Vorjahr: T EUR 1.172).

Zahlungsmittelabflüsse aus den Rückstellungen werden voraussichtlich mit T EUR 45.716 (Vorjahr: T EUR 43.023) innerhalb eines Jahres, mit T EUR 4.443 (Vorjahr: T EUR 11.588) nach einem bis fünf Jahren und mit T EUR 0 (Vorjahr: T EUR 0) nach fünf Jahren erfolgen.

(34) Finanzielle Verbindlichkeiten

30.11.2013 30.11.2012
in T EUR Total Davon kurzfristig Davon langfristig Total Davon kurzfristig Davon langfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihe 297.002 297.002 296.331 296.331
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 179.027 91.982 87.045 138.318 26.610 111.708
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1.683 1.121 562 3.145 1.333 1.812
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 30.693 10.657 20.036 25.243 16.169 9.074
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 508.405 103.760 404.645 463.037 44.112 418.925
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 127.042 127.042 154.301 154.301
Finanzielle Verbindlichkeiten 635.447 230.802 404.645 617.338 198.413 418.925

Zum Stichtag waren die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Betrag von T EUR 175.772 (Vorjahr: T EUR 134.841) besichert und in Höhe von T EUR 3.255 (Vorjahr: T EUR 3.477) unbesichert.

Die Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente, der übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen deren Zeitwerten.

Zur näheren Erläuterung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente verweisen wir auf unsere Ausführungen in Angabe (37).

Aus der folgenden Tabelle gehen die den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus der Anleihe zugrunde liegenden Laufzeiten, Zinssätze und Zeitwerte hervor:

30.11.2013
(Währung in ’000) Betrag Fällig bis Jahr Zinssatz Buchwert Zeitwert
--- --- --- --- --- --- ---
in % p. a. in EUR in EUR
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihe EUR 297.002 20181) 5,00 297.002 335.2085)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten USD2) 144.356 2016 1,85 106.058 106.058
USD 39.129 2014 1,61 28.748 28.748
USD 100 2014 6,00 73 73
ARS 3.500 2016 15,25,00 420 420
EUR 39.039 2014 1,54 39.039 39.039
EUR3) 2.247 2014–2021 1,80–1,90 2.247 2.247
EUR 93 2015 93 934)
PLN 9.063 2015 3,20–3,31 2.155 2.155
INR 16.526 2014 12,20 194 194
179.027 179.027
476.029 514.235
30.11.2012
(Währung in ’000) Betrag Fällig bis Jahr Zinssatz Buchwert Zeitwert
--- --- --- --- --- --- ---
in % p. a. in EUR in EUR
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihe EUR 296.331 20181) 5,00 296.331 330.8195)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten USD2) 173.084 2016 1,99 133.285 133.2856)
USD 230 2013 7,0–9,5 177 177
EUR7) 3.092 2013–2021 1,64–1,94 3.092 3.092
EUR 118 2015 118 1184)
PLN 6.555 2013 4,93–5,31 1.597 1.597
INR 3.486 2013 12,75 49 49
138.318 138.318
434.649 469.137

1) Endfällig.

2) Über Zinsswap zinsgesichert bis 2015; hier letzte Zinsfestschreibung des Darlehens dargestellt.

3) Teilweise zinsgesichert bis 2014.

4) Zinslos.

5) Abgesehen von den gekennzeichneten Darlehen entsprechen die Buchwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten annähernd den beizulegenden Zeitwerten der Verbindlichkeit.

6) Aufgrund der Tatsache, dass zum Stichtag 30. November 2012 das revolvierende Darlehen nicht in Anspruch genommen wurde, sind die hierauf entfallenden aktivierten Fees in dem in US-Dollar aufgenommenen Teil des Konsortialkredites enthalten.

7) Teilweise zinsgesichert bis 2013.

Die festverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen dem Risiko, dass die Veränderung des Marktzinssatzes sowie die Bonität des Emittenten zu einer Veränderung des beizulegenden Zeitwertes führen.

Bei den ausgewiesenen Zinssätzen handelt es sich um die am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Sie beinhalten neben dem Marktzins die Finanzierungsmargen der Banken. Aufgrund langfristig abgeschlossener Zinssicherungsgeschäfte für die wesentlichen Darlehen haben sich im Geschäftsjahr höhere tatsächliche Zinsaufwendungen ergeben.

Im Rahmen der Refinanzierung der bisherigen Konsortialkredite wurde am 9. März 2011 ein neuer Konsortialkredit mit fünfjähriger Laufzeit unterzeichnet, der sich in ein langfristiges Tilgungsdarlehen in Höhe von ursprünglich T EUR 150.000 (vollständig gezogen in US-Dollar) und ein revolvierendes Darlehen von T EUR 250.000 aufteilt.

Zudem wurde in erster Linie im Rahmen der Refinanzierung der bisherigen Schuldverschreibung und Konsortialkredite am 19. Mai 2011 eine neue Schuldverschreibung in Höhe von T EUR 300.000 zu einem Ausgabekurs von 99,40 % und einem Zinskupon von 5,00 % p. a. begeben, der mit einer Endfälligkeit im Jahr 2018 ausgestattet ist.

Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem sowohl Put-Optionen als auch die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing verweisen wir an dieser Stelle auch auf unsere Ausführungen in Angabe (36).

(35) Sonstige Verbindlichkeiten

30.11.2013 30.11.2012
in T EUR Total Davon kurzfristig Davon langfristig Total Davon kurzfristig Davon langfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Erhaltene -Anzahlungen auf Bestellungen 58.075 58.075 38.935 38.935
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 7.461 7.461 6.746 6.746
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 4.143 4.143 5.101 5.101
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 51.532 49.799 1.733 46.055 44.346 1.709
Sonstige Verbindlichkeiten 121.211 119.478 1.733 96.837 95.128 1.709

In den erhaltenen Anzahlungen sind solche für Fertigungsaufträge, die nach der Methode der langfristigen Auftragsfertigung nach IAS 11 bewertet werden, in Höhe von T EUR 43.470 (Vorjahr: T EUR 27.826) enthalten.

Für erhaltene Anzahlungen in Höhe von T EUR 23.692 (Vorjahr: T EUR 20.321) wurden Sicherheiten gewährt.

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern enthalten.

(36) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

in T EUR 30.11.2013 30.11.2012
Verpflichtungen aus Miet- und -Leasingverträgen 50.261 47.805
Bestellobligo aus Investitionen 34.744 29.787
Bürgschaften 197 112
Andere finanzielle Verpflichtungen 820 975
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 86.022 78.679

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen sowie betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude.

Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing und aus Miet- und Operating Leasing-Verträgen werden wie folgt fällig:

in T EUR Finanzierungsleasing Miet- und Operating Leasing-Verträge
Mindestleasingzahlungen Zinsanteil Barwert Nominalwert
--- --- --- --- ---
Fällig innerhalb 1 Jahres 596 136 460 12.066
Fällig in 1 bis 5 Jahren 1.815 440 1.375 25.775
Fällig nach 5 Jahren 3.364 53 3.311 12.420
30.11.2013 5.775 629 5.146 50.261
in T EUR Finanzierungsleasing Miet- und Operating Leasing-Verträge
Mindestleasingzahlungen Zinsanteil Barwert Nominalwert
--- --- --- --- ---
Fällig innerhalb 1 Jahres 1.822 249 1.573 10.068
Fällig in 1 bis 5 Jahren 2.030 498 1.532 22.543
Fällig nach 5 Jahren 3.839 153 3.686 15.194
30.11.2012 7.691 900 6.791 47.805

Im Geschäftsjahr 2013 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen im Zusammenhang mit Miet- und Operating Leasing-Verhältnissen in Höhe von T EUR 16.242 (Vorjahr: T EUR 17.008) enthalten.

(37) Berichterstattung zu Kapitalmanagement und Finanzinstrumenten

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Sicherstellung ausreichender liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Die Nettofinanzschulden betrugen zum 30. November 2013 T EUR 416.643 (Vorjahr: T EUR 366.538) und das Net Working Capital betrug T EUR 201.905 (Vorjahr: T EUR 175.160).

Das Risikomanagementsystem des Gerresheimer Konzerns für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden und Prozesse im Chancen- und Risikobericht des Lageberichts dargestellt. Zusätzliche Erläuterungen sind unter der Angabe (6) in diesem Anhang zu finden.

Information zu den Finanzinstrumenten nach Kategorien und Klassen

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten wurden mittels folgender Hierarchie ermittelt:

Stufe 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit feststellbar ist.

Stufe 2: Besteht kein aktiver Markt für einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Bewertungsmodellen. Im Gerresheimer Konzern wurden die beizulegenden Zeitwerte unter Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle mit vertragswilligen und unabhängigen Vertrags-partnern und unter Verwendung von Preisen bei beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen für ähnliche Instrumente bestimmt.

Stufe 3: Die Bewertungen der beizulegenden Zeitwerte beruhen auf Modellen, deren Parameter auf nicht beobachtbaren Marktwerten basieren.

30.11.2013 30.11.2012
in T EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“
Wertpapiere 671 671 1.185 1.185
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“
Derivative finanzielle Vermögenswerte 119 119 147 147
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 671 119 790 1.185 147 1.332
Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 82 82 59 59
Put-Optionen 563 10.428 10.991 3.655 3.655
Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet – -Änderungen in Cash Flow Hedge-Rücklage“
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.601 1.601 3.086 3.086
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 2.246 10.428 12.674 6.800 6.800

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet sie auf die entsprechenden Bilanzpositionen über:

30.11.2013 30.11.2012
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet Pro-Forma3)
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
in T EUR Buchwert Nachrichtlich: Beizulegender Zeitwert Buchwert Buchwert laut Bilanz Buchwert Nachrichtlich: Beizulegender Zeitwert Buchwert Buchwert laut Bilanz
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173.413 173.413 173.4132) 161.622 161.622 161.6224)
Kredite und -Forderungen 173.413 173.413 161.622 161.622
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.966 7.763 790 8.756 11.733 11.530 1.332 13.065
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle -Vermögenswerte1) 203 671 203 1.185
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 119 147
Kredite und -Forderungen 7.763 7.763 11.530 11.530
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente 73.092 73.092 73.092 86.087 86.087 86.087
Finanzielle Vermögenswerte 254.471 254.268 790 255.261 259.442 259.239 1.332 260.774
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 495.731 533.937 12.674 508.405 456.237 490.725 6.800 463.037
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 495.731 533.937 456.237 490.725
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 11.073 3.714
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet – -Änderungen in Cash Flow Hedge-Rücklage 1.601 3.086
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 127.042 127.042 127.042 154.301 154.301 154.301
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 127.042 127.042 154.301 154.301
Finanzielle Verbindlichkeiten 622.773 660.979 12.674 635.447 610.538 645.026 6.800 617.338

1) In Ermangelung eines Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 203 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.

2) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 19.149 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

3) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

4) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 17.817 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

In den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sind Finan-zierungs-Leasingverbindlichkeiten enthalten, bei denen die Konzerngesellschaften Leasingnehmer sind und die folglich nach IAS 17 bewertet werden. Zum 30. November 2013 belaufen sich diese Verbindlichkeiten auf T EUR 5.146 (Vorjahr: T EUR 6.791).

Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Krediten oder Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse oder -abflüsse, abgezinst mit einem zum Bilanzstichtag aktuellen Zinssatz unter Berücksichtigung der jeweiligen Fälligkeit des Aktivpostens bzw. der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten, ermittelt.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente weichen die beizulegenden Zeitwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den Buchwerten ab.

Die Forderungen, die aus der Anwendung der Methode der langfristigen Auftragsfertigung resultieren (T EUR 19.149; Vorjahr: T EUR 17.817), fallen nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 und sind somit keine finanziellen Vermögenswerte.

Der beizulegende Zeitwert der als zur Veräußerung verfügbar bewerteten finanziellen Vermögenswerte hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig verändert.

Fälligkeitsanalyse

Der Konzern überwacht fortlaufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Zum 30. November 2013 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen.

30.11.2013
in T EUR Fällig oder in 1 Monat fällig 1 bis 3 Monate 3 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Total
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39.116 30.155 23.488 386.392 1.507 480.658
Zinszahlungen auf Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 718 58 16.411 62.148 74 79.409
Zinsen aus Zinsswaps 398 1.003 613 2.014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 106.260 19.588 1.194 127.042
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 44 113 439 1.815 3.364 5.775
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 133 1.081 13.828 1.522 16.564
146.669 49.914 43.616 464.796 6.467 711.462
30.11.2012
in T EUR Fällig oder in 1 Monat fällig 1 bis 3 Monate 3 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Total
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.233 256 26.008 111.865 301.507 440.869
Zinszahlungen auf Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 985 37 16.862 64.311 15.109 97.304
Zinsen aus Zinsswaps 436 1.157 1.845 3.438
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 122.642 30.457 1.202 154.301
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 118 532 1.172 2.030 3.839 7.691
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 282 148 4.866 1.834 2.023 9.153
125.696 31.430 51.267 181.885 322.478 712.756

Die zum 30. November 2013 bestehenden Verbindlichkeiten aus der Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten T EUR 68.748 (Vorjahr: T EUR 0) Ziehungen unter der Kreditlinie für revolvierende Darlehen, die bis März 2016 fest zugesagt sind. Diese Ziehungen sind ausgewiesen unter der Position „Fällig oder in 1 Monat fällig“ mit einem Betrag von T EUR 38.816 und unter „1 bis 3 Monate“ mit einem Betrag von T EUR 29.932.

Sicherungsbeziehungen

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Im Rahmen eines konzernweiten Finanzrisikomanagements werden die finanziellen Risiken des Konzerns zentral überwacht. Identifizierte Risikopotenziale werden nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen gesteuert.

Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die zum Geschäftsjahresende bestehenden Sicherungsgeschäfte:

30.11.2013 30.11.2012
in T EUR Währungskurssicherung Zins-derivate Währungskurssicherung Zinsderivate
--- --- --- --- ---
Nominalwert (brutto) 63.1281) 106.728 45.3771) 135.836
Marktwert (netto) 37 -1.601 88 -3.086
Restlaufzeit 12/2013– 05/2014 03/2015 12/2012– 05/2013 03/2015
Buchwert (zugrunde liegende Aktiva) 21.635 13.217
Buchwert -(zugrunde -liegende Passiva) 16.836 106.058 5.668 134.674

1) Hierin sind auch Devisentermingeschäfte für Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften enthalten, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden sind.

Im Geschäftsjahr 2013 ist in dem Buchwert der zugrunde liegenden Passiva die Put-Option von Triveni enthalten.

Die derivativen Finanzinstrumente sind mit ihren von Kreditinstituten ermittelten Marktwerten bewertet. Als Sicherungsgeschäfte stehen sie generell in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit operativen Grundgeschäften.

Absicherung von Cash Flows

Die zum 30. November 2013 bestehenden Payer-Zinsswaps des Gerresheimer Konzerns wurden zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos eines variabel verzinslichen Darlehens abgeschlossen. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäftes, die aus der Veränderung des Referenzzinssatzes (USD Libor) resultieren, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Ziel dieser Sicherungsmaßnahme ist es, den variabel verzinslichen Bankkredit in eine festverzinsliche Verbindlichkeit zu transformieren.

Da die wesentlichen Bedingungen des Zinsswaps und der Verbindlichkeit übereinstimmen, ist es wahrscheinlich, dass sich die Fair Value- bzw. Zahlungsstromänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig kompensieren. Folglich kann nach IAS 39 eine prospektive Effektivität der Hedge-Beziehung ohne rechnerischen Nachweis angenommen werden.

Die retrospektive Effektivität wird mittels der „Dollar Offset-Methode“ in Form der „Hypothetical Derivative-Methode“ gemessen. Dazu wird die kumulierte absolute Änderung des Fair Value des hypothetischen Swaps verglichen. Der hypothetische Swap ist als „Stellvertreter“ des Grundgeschäftes in allen Details mit dessen bewertungsrelevanten Konditionen auszugestalten und unter Verwendung der aktuellen Marktkonditionen zu bewerten. Wenn die Konditionen von Grund- und Sicherungsgeschäft (des hypothetischen und des als Sicherungsinstrument kontrahierten Swaps) vollständig übereinstimmen, wie es bei Gerresheimer der Fall ist, sind die Wertänderungen im Regelfall absolut gesehen identisch.

Die aus den Sicherungsgeschäften resultierenden Gewinne und -Verluste werden zunächst erfolgsneutral im Konzern-Eigenkapital in der Cash Flow Hedge-Rücklage erfasst und in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald die Zahlungsströme das Ergebnis der Berichtsperiode beeinflussen.

Als Risikoexposure der Zinsfestschreibung kommen nur Bankkredite mit festen Laufzeiten und Tilgungsvereinbarungen in Betracht. Die Sicherungsquote liegt, bezogen auf die Konsortialkredite, unverändert zum Vorjahr bei 100 %. Die Sicherungsbeziehungen zur Absicherung der Zahlungsströme aus den zukünftigen Zinszahlungen wurden als effektiv eingestuft; aufgrund dessen wurde im Konzern-Eigenkapital ein nicht realisierter Verlust (abzüglich latenter Steuern) in Höhe von T EUR 992 (Vorjahr: T EUR 1.902) aus diesen Sicherungsinstrumenten erfasst. Im Geschäftsjahr 2013 wurden im Eigenkapital erfasste Verluste in Höhe von T EUR 1.660 (Vorjahr: T EUR 1.813 Verluste) in das Finanzergebnis transferiert.

Gewinne und Verluste aus ineffektiven Anteilen dieser Sicherungsgeschäfte werden sofort erfolgswirksam vereinnahmt. Im Geschäftsjahr 2013 hat es wie im Vorjahr keine Ineffektivitäten gegeben.

Absicherung von Währungsrisiken

Zur Sicherung von Währungsrisiken, die sich aus Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung ergeben, hat der Gerresheimer Konzern im Geschäftsjahr 2013 entsprechend der konzerninternen Finanzrichtlinie Devisentermingeschäfte und Devisenswaps eingesetzt. Als Risikoexposure kommen im Rahmen des Währungsmanagements nur Transaktionsrisiken in Betracht. Die Währungsderivate werden grundsätzlich zur Absicherung definierter Grundgeschäfte verwendet und unter den Voraussetzungen des IAS 39 als wirksame Sicherungsinstrumente behandelt.

Im Geschäftsjahr 2013 sind in Höhe von T EUR 1.926 Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: T EUR 843 Verluste) im Jahresergebnis enthalten.

Sensitivitätsanalysen

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Nachfolgend wird die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern sowie der im Eigenkapital enthaltenen Cash Flow Hedge-Rücklage gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze aufgezeigt.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Da im Gerresheimer Konzern alle originären Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, unterliegen alle Finanzverbindlichkeiten mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Bei zur Absicherung von Zinsänderungen designierten Zinsswaps gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode aus. Demzufolge sind mit diesen Finanzinstrumenten ebenfalls keine materiellen Zinsänderungsrisiken verbunden.

Die Zinsanalyse auf die Marktbewertungen unterstellt eine Parallelverschiebung der Zinskurve im US-Dollar-Raum von um 100 Basispunkte höheren bzw. um 20 Basispunkte niedrigeren Zinssätzen und entspricht somit dem Vorjahr.

Wenn das Marktzinsniveau zum 30. November 2013 um 100 Basispunkte höher bzw. um 20 Basispunkte niedriger gewesen wäre, dann wäre die Cash Flow Hedge-Rücklage um T EUR 689 positiver bzw. würde um T EUR 139 negativer werden (Vorjahr: positiver um T EUR 1.615 bzw. negativer um T EUR 330).

Wenn das Marktzinsniveau zum 30. November 2013 um 100 Basispunkte- höher bzw. um 20 Basispunkte niedriger gewesen wäre, so wäre das -Ergebnis um T EUR 72 niedriger bzw. T EUR 14 höher gewesen (Vorjahr: T EUR 21 niedriger bzw. T EUR 4 höher).

Nachfolgend wird die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden) gegenüber nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderungen dargestellt, wobei die -Gerresheimer AG nur Ergebniseffekten aus Wechselkursänderungen bei ungesicherten monetären Finanzinstrumenten ausgesetzt ist. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Wenn die Währungskurse zum 30. November 2013 um 10 % gestiegen (gesunken) wären, dann hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um T EUR 1.383 verbessert bzw. um T EUR 398 verschlechtert (Vorjahr bei gleichen Sensitivitäten: T EUR 1.595 verbessert oder T EUR 1.244 verschlechtert).

Sonstige Erläuterungen

(38) Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 „Geschäftssegmente“ kommt die Segmentberichterstattung basierend auf dem „Management Approach“ zur Anwendung. Die externe Berichterstattung orientiert sich somit am internen Berichtswesen.

Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente werden im Gerresheimer Konzern durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger wahrgenommen. Die Abgrenzung der Segmente und der Regionen sowie die aufgeführten Kennzahlen stimmen mit dem internen Steuerungs- und Berichtswesen überein.

Der Gerresheimer Konzern wird über die strategischen Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert, die durch ihre wirtschaftlichen Merkmale des Geschäftes, insbesondere durch die Art der Produkte und deren Produktionsprozesse sowie durch die Art der Kundenbeziehungen, zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden.

Der Geschäftsbereich Plastic Systems produziert im Geschäftsfeld Medical Plastic Systems komplexe kundenspezifische Kunststoffsysteme für Pharmazie, Diagnostik und Medizintechnik. Das zweite Geschäftsfeld Plastic Packaging umfasst Kunststoffbehälter, im Wesentlichen als Primärverpackungen für Pharmazie und Healthcare.

Der Geschäftsbereich Moulded Glass produziert Primärverpackungen aus Glas, die in einem kontinuierlichen Prozess gefertigt werden. Die Behältnisse werden für Arzneimittel, Kosmetikprodukte sowie spezielle Getränke und Nahrungsmittel verwendet.

Im Geschäftsbereich Tubular Glass werden in zwei voneinander getrennten Prozessstufen zunächst hochwertige Glasröhren gefertigt, die in einem späteren Schritt zu fertigen Primärverpackungen wie Ampullen, Karpulen, Fläschchen oder auch Spritzensystemen weiterverarbeitet werden.

Das Produktspektrum des Geschäftsbereichs Life Science Research umfasst Laborglaswaren für Forschung, Entwicklung und Analytik.

Ab dem Geschäftsjahr 2013/14 wird Gerresheimer seine Struktur mit drei Geschäftsbereichen neu ausrichten. Mit insgesamt drei Geschäftsbereichen ist die Organisation nicht mehr schwerpunktmäßig nach den Produktionstechnologien ausgerichtet, sondern entspricht stärker den Anforderungen der Kundenbedürfnisse und fasst ähnliche Technologiebereiche zusammen.

Der neue Geschäftsbereich Plastics & Devices umfasst alle kundenspezifischen Systemlösungen zur Verabreichung von Medikamenten, zur Diagnose sowie Kunststoffbehälter mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.

In dem Geschäftsbereich Primary Packaging Glass werden alle Primärverpackungsmittel aus Glas, unabhängig davon, ob es Behälterglas oder aus Röhrenglas hergestellte Produkte sind, zusammengeführt.

Der Geschäftsbereich Life Science Research bleibt unverändert in seiner Struktur.

Die Dienstleistungen der Gerresheimer AG, Konsolidierungsmaßnahmen und Überleitungen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung als „Zentralstellen/Konsolidierung“ dargestellt. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde.

Die Leistungen der Segmente werden anhand folgender Kriterien beurteilt und ermittelt:

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden anhand marktorientierter Konditionen wie unter fremden Dritten festgelegt. Umsätze mit wesentlichen Kunden, die mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Gerresheimer Konzerns erzielen, bestanden weder für das Geschäftsjahr 2013 noch für das Vorjahr.
Das Adjusted EBITDA und Adjusted EBITA stellen Kennzahlen dar, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind, für den Gerresheimer Konzern jedoch wichtige Steuerungsgrößen bedeuten. Das Adjusted EBITDA ist das Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen. Das Adjusted EBITA entspricht dem Adjusted EBITDA, gekürzt um planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Das Net Working Capital definiert sich aus den Bilanzgrößen Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie geleisteter Anzahlungen, gemindert um erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Operating Cash Flow als interne Steuerungsgröße ermittelt sich ausgehend vom Adjusted EBITDA, der Veränderung des Net Working Capital zu konstanten Wechselkursen und den Investitionen korrigiert um Zugänge aus Finanzierungsleasing.
Die Investitionen umfassen alle zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewerteten Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine Finanzinstrumente, latenten Steuern, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Rechte aus Versicherungsverträgen.

Eine Überleitung für das Geschäftsjahr 2013 von der bisher gültigen Struktur zur neuen Struktur der Geschäftsbereiche ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:

Bisher gültige Struktur Plastic Systems Tubular Glass Moulded Glass Life Science Research Zentralstellen/ Konsolidierung Konzern
Umsatz des Segments 463.638 342.806 387.689 86.755 1.280.888
Innenumsätze -156 -14.402 -399 -14.957
Umsatz mit Dritten 463.482 328.404 387.290 86.755 1.265.931
Adjusted EBITDA 109.936 63.855 85.016 11.464 -20.439 249.832
Planmäßige Abschreibungen -25.767 -24.990 -30.663 -1.717 -512 -83.649
Adjusted EBITA 84.169 38.865 54.353 9.747 -20.951 166.183
Net Working Capital 51.023 67.001 61.326 24.874 -2.319 201.905
Operating Cash Flow 61.194 12.933 39.032 10.937 -19.612 104.484
Investitionen 43.265 37.179 37.660 903 94 119.101
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 3.744 3.800 2.807 831 105 11.287
Überleitung Plastic Systems Syringe Systems Tubing/-Converting Moulded Glass Life Science Research Zentralstellen/ Konsolidierung Konzern
in T EUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Umsatz des Segments 463.638 98.205 244.601 387.689 86.755 1.280.888
Innenumsätze -156 -58 -14.344 -399 -14.957
Umsatz mit Dritten 463.482 98.147 230.257 387.290 86.755 1.265.931
Adjusted EBITDA 109.936 10.890 52.965 85.016 11.464 -20.439 249.832
Planmäßige Abschreibungen -25.767 -6.138 -18.852 -30.663 -1.717 -512 -83.649
Adjusted EBITA 84.169 4.752 34.113 54.353 9.747 -20.951 166.183
Net Working Capital 51.023 27.335 39.666 61.326 24.874 -2.319 201.905
Operating Cash Flow 61.194 -9.776 22.709 39.032 10.937 -19.612 104.484
Investitionen 43.265 12.530 24.649 37.660 903 94 119.101
Mitarbeiter (-Jahresdurchschnitt) 3.744 689 3.111 2.807 831 105 11.287
Neue Struktur Plastics & Devices Primary -Packaging Glass Life Science Research Zentralstellen/ Konsolidierung Konzern
in T EUR
--- --- --- --- --- ---
Umsatz des Segments 561.629 635.386 86.755 1.283.770
Innenumsätze alte Struktur -214 -14.743 -14.957
Überleitung Innenumsätze neue Struktur 214 -3.096 -2.882
Umsatz mit Dritten 561.629 617.547 86.755 1.265.931
Adjusted EBITDA 120.826 137.981 11.464 -20.439 249.832
Planmäßige Abschreibungen -31.905 -49.515 -1.717 -512 -83.649
Adjusted EBITA 88.921 88.466 9.747 -20.951 166.183
Net Working Capital 78.358 100.992 24.874 -2.319 201.905
Operating Cash Flow 51.418 61.741 10.937 -19.612 104.484
Investitionen 55.795 62.309 903 94 119.101
Mitarbeiter -(Jahresdurchschnitt) 4.433 5.918 831 105 11.287

Die Überleitungsrechnung vom Adjusted EBITA der Segmente zum -Konzernergebnis ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:

in T EUR 2013 Pro-Forma1) 2012
Adjusted EBITA der Segmente 187.134 176.709
Zentralstellen/Konsolidierung -20.951 -18.869
Adjusted EBITA Konzern 166.183 157.840
Restrukturierung/Einmalige Aufwendungen und Erträge -8.636 -5.467
Abschreibungen Fair Value-Anpassungen -18.951 -17.969
Buchverlust aus Desinvestition -5.648 -2.584
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 132.948 131.820
Finanzergebnis (netto) -34.194 -33.281
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 98.754 98.539

1) Rückwirkende Anpassung aufgrund frühzeitiger Anwendung von IAS 19 (revised 2011) zum 1. Dezember 2012.

(39) Honorar des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

in T EUR 2013 2012
Abschlussprüfung 464 478
Andere Bestätigungsleistungen 27 30
Steuerberatungsleistungen 22 23
Sonstige Leistungen 26 5
539 536

Die sonstigen Leistungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2013 erfolgreich abgeschlossenen Stichprobenprüfung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung e.V.

(40) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden -Unternehmen und Personen (IAS 24)

Im Rahmen unseres operativen Geschäftes unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu juristischen oder natürlichen Personen, die auf die -Gerresheimer AG oder deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch sie bzw. ihre Tochterunternehmen ausgesetzt sind.

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß IAS 24 gehören Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der -Gerresheimer AG in Beziehung stehen, nichtkonsolidierte Gesellschaften und assoziierte Unternehmen sowie die Organmitglieder der -Gerresheimer AG, deren Bezüge der Angabe (41) und dem Vergütungsbericht im Lagebericht zu entnehmen sind.

Die folgende Tabelle stellt das Lieferungs- und Leistungsvolumen mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 dar:

2013
in T EUR Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-tungen
--- --- --- --- ---
Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht 3.430 281
Assoziierte Unternehmen 72 1.801 16 380
3.502 1.801 297 380
2012
in T EUR Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
--- --- --- --- ---
Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht 5.250 191 202
Assoziierte Unternehmen 59 2.196 1.446 299
5.309 2.387 1.648 299

Die getätigten Geschäfte wurden immer zu marktüblichen Preisen und Konditionen wie zwischen fremden Dritten durchgeführt.

(41) Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der -Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2013 betrugen T EUR 1.001 (Vorjahr: T EUR 975).

Im Rahmen der Darstellung der Vergütung des Vorstands wurden die Empfehlungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ bereits im Geschäftsjahr 2013 umgesetzt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder aus Festgehalt (inklusive Nebenleistungen), erfolgsabhängiger Tantieme und Komponente mit langfristiger Anreizwirkung beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf T EUR 4.212 (Vorjahr: T EUR 3.484). Zusätzlich wurden an Herrn Stefan Grote, der mit Wirkung zum 30. September 2013 aus dem Vorstand der -Gerresheimer AG ausgeschieden ist, entsprechend den Regelungen des Vorstandsvertrages Abfindungszahlungen in Höhe von T EUR 1.550 geleistet.

Als weitere Bezüge wurden im Geschäftsjahr 2013 im Zusammenhang mit der Neubestellung von Herrn Rainer Beaujean in den Vorstand insgesamt 110.000 neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 7 und 8) gewährt, die sich auf einen Zeitraum bis 2014 beziehen und im Geschäftsjahr 2013 nicht zahlungswirksam waren. Der beizulegende Zeitwert der Aktienwertsteigerungsrechte betrug im Zeitpunkt der Gewährung T EUR 345.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienwertsteigerungsrechte des Vorstands beträgt zum Bilanzstichtag für die Tranchen 2013 bis 2016 (Tranche 7 bis 10) T EUR 1.445 (Vorjahr Tranche 6 bis 10: T EUR 1.690). Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung der am Bilanzstichtag gewährten Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 4 und 9) belaufen sich auf T EUR 1.652 (Vorjahr: T EUR 988). Für Einzelheiten verweisen wir auf Angabe (32).

Mit Wirkung zum 1. Mai 2007 wurden die Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Mitgliedern des Vorstands an einen Pensionsfonds ausgegliedert. Seit dem 1. Mai 2007 entstehende Anwartschaften werden in der Regel über eine Unterstützungskasse abgewickelt. Der Barwert der ausgegliederten Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands beträgt vor Verrechnung mit dem Planvermögen T EUR 4.147 (Vorjahr: T EUR 5.371).

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen beläuft sich vor Verrechnung mit dem Planvermögen auf T EUR 25.175 (Vorjahr: T EUR 25.131). Die laufenden Bezüge aus Pensionen und aus sonstigen Leistungen betrugen T EUR 1.391 (Vorjahr: T EUR 1.414).

Details zur Vorstandsvergütung sind dem Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen.

(42) Corporate Governance

Der Begriff Corporate Governance umfasst das gesamte Leitungs- und Überwachungssystem eines Unternehmens einschließlich seiner Organisation, geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie der internen und externen Steuerungs- und Überwachungsmechanismen. Ziel einer guten Corporate Governance ist eine verantwortungsbewusste und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Sie fördert das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Geschäftspartner, der Finanzmärkte, der Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Führung und Überwachung der -Gerresheimer AG.

Nach dem deutschen Aktiengesetz (§ 161 AktG) unterliegt die -Gerresheimer AG als börsennotierte Gesellschaft der Verpflichtung, bekannt zu geben, inwieweit den Empfehlungen entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden („comply or explain“).

Vorstand und Aufsichtsrat der -Gerresheimer AG haben zuletzt am 4. September 2013 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen: Die -Gerresheimer AG hat den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 15. Mai 2012 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 5. September 2012 mit der dort genannten Ausnahme entsprochen. Den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der geltenden Fassung vom 13. Mai 2013 wird die -Gerresheimer AG mit Ausnahme der Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 Kodex (erfolgsorientierte Aufsichtsratvergütung) entsprechen. Die Erklärung kann auf der Website der Gesellschaft (www.gerresheimer.com/investor-relations) dauerhaft eingesehen werden.

(43) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 30. November 2013 sind keine weiteren für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Gerresheimer Konzerns oder der -Gerresheimer AG wesentlichen Ereignisse eingetreten.

Der Abschluss wurde durch den Vorstand in seiner Sitzung am 20. Januar 2014 aufgestellt, zur Veröffentlichung freigegeben und wird durch den Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat für die Sitzung am 12. Februar 2014 zur Billigung vorgelegt.

Düsseldorf, 20. Januar 2014

Der Vorstand

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, 20. Januar 2014

Der Vorstand

Uwe Röhrhoff

Rainer Beaujean

Andreas Schütte

Bestätigungsvermerk des - Abschlussprüfers

Wir haben den von der -Gerresheimer AG, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang – und den mit dem Lagebericht zusammen-gefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der -Gerresheimer AG, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 20. Januar 2014

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Harnacke

Wirtschaftsprüfer

gez. Grünewald

Wirtschaftsprüfer

Organe

Aufsichtsrat

Geschäftsjahr 2013 (1. Dezember 2012–30. November 2013)

Gerhard Schulze

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Diplom-Betriebswirt,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der -Gerresheimer Glas AG

b) Wickeder Holding GmbH (Vorsitzender)

Linet Group SE, Niederlande (Vorsitzender)

Francesco Grioli

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Landesbezirksleiter Rheinland-Pfalz/Saarland der IG Bergbau, Chemie, Energie

a) Symrise AG

Sonja Apel

Bereichsleiterin Group Financial Accounting der -Gerresheimer AG

b) Gerresheimer Mexico Holding LLC, USA

Gerresheimer MH Inc., USA

Gerresheimer UK Ltd., Großbritannien (seit 1. Februar 2013)

Gerresheimer Spain S.L.U., Spanien (seit 1. Februar 2013)

Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark (seit 1. Februar 2013)

Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien (seit 6. Februar 2013)

Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (seit 19. Februar 2013)

Lydia Armer

Vorsitzende des Betriebsrats der -Gerresheimer Regensburg GmbH

a) -Gerresheimer Regensburg GmbH

Dr. Karin Louise Dorrepaal

Unternehmensberaterin,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der Schering AG

a) Paion AG (stellvertretende Vorsitzende)
b) Cryo Save Group N.V., Niederlande (bis 21. November 2013)

MDx Health S.A., Belgien (bis 31. Mai 2013)

Triton Beteiligungsberatung GmbH

Grontmij N.V., Niederlande (seit 23. Mai 2013)

Almirall S.A., Spanien (seit 1. Januar 2013)

Eugen Heinz

Mitglied des Betriebsrats der -Gerresheimer Lohr GmbH

Seppel Kraus

Landesbezirksleiter Bayern der IG Bergbau, Chemie, Energie

a) Hexal AG

Novartis Deutschland GmbH

Wacker Chemie AG

Dr. Peter Noé

Diplom-Kaufmann,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der Hochtief AG

b) BlackRock Private Equity Partners AG, Schweiz

Hans Peter Peters

Vice Chairman Lincoln International Group

b) Lincoln International S.A.S., Frankreich (Vorsitzender)

Lincoln Spain S.L., Spanien (Vorsitzender)

German Mid-cap Fonds (GMF) (Vorsitzender)

Ondas Media S.L., Spanien

Bank Sarasin AG

Scope Corporation AG (seit 10. Oktober 2013)

Markus Rocholz

Vorsitzender des Betriebsrats der -Gerresheimer Essen GmbH

a) -Gerresheimer Tettau GmbH

Theodor Stuth

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

b) Wickeder Holding GmbH

Wickeder Profile Walzwerk GmbH

Linet Group SE, Niederlande

Udo J. Vetter

Pharmazeut und geschäftsführender Gesellschafter der

UV-Cap GmbH & Co. KG

a) ITM AG (Vorsitzender)
b) Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG (Vorsitzender)

Atoll GmbH (Vorsitzender)

HSM GmbH & Co. KG

K & M Präzisionstechnik GmbH

SeaLionPharma Pte. Ltd., Singapur (Vorsitzender)

Gland Pharma Pte. Ltd., Indien

Paschal India Pvt. Ltd., Indien (Vorsitzender)

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

VORSTAND

Geschäftsjahr 2013 (1. Dezember 2012–30. November 2013)

Uwe Röhrhoff

Vorstandsvorsitzender

a) Gerresheimer Tettau GmbH (Vorsitzender)

Gerresheimer Regensburg GmbH (Vorsitzender)
b) Gerresheimer Glass Inc., USA (Vorsitzender)

Gerresheimer Momignies S.A., Belgien (Vorsitzender)

Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko (bis 13. Mai 2013) (seit 28. Oktober 2013)

Neutral Glass and Allied Industries Pvt. Ltd., Indien

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang)

Co. Ltd., China (Vorsitzender) (seit 1. Februar 2013)

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging

(Zhenjiang) Co. Ltd., China (Vorsitzender) (seit 1. Februar 2013)

Rainer Beaujean

a) Gerresheimer Tettau GmbH (stellvertretender Vorsitzender) (seit 1. Februar 2013)

Gerresheimer Regensburg GmbH (stellvertretender Vorsitzender) (seit 1. Februar 2013)
b) Gerresheimer Glass Inc., USA (seit 1. Februar 2013

Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA -(Vorsitzender) (seit 11. Oktober 2013)

Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Mexiko (seit 22. Oktober 2013)

Kimble Kontes LLC, USA (seit 1. Oktober 2013)

Stefan Grote (bis 30. September 2013)

b) Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (stellvertretender Vorsitzender) (bis 30. September 2013)

Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien (Vorsitzender) (bis 30. September 2013)

Gerresheimer Chalon S.A., Frankreich (bis 30. September 2013)

Gerresheimer Glass Inc., USA (bis 30. September 2013)

Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko (Vorsitzender) (bis 30. September 2013)

Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Mexiko (bis 30. September 2013)

Kimble Kontes LLC, USA (bis 30. September 2013)

Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., China (Vorsitzender) (bis 1. Mai 2013)

Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA (Vorsitzender) (bis 30. September 2013)

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., China (Vorsitzender) (bis 30. September 2013)

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China (Vorsitzender) (bis 30. September 2013)

Andreas Schütte

b) Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark (Vorsitzender)

Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark (Vorsitzender)

Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien (stellvertretender Vorsitzender)

Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien

Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (Vorsitzender)

Triveni Polymers Pvt. Ltd., Indien (seit 15. März 2013)

Hans-Jürgen Wiecha (bis 31. Januar 2013)

a) Gerresheimer Tettau GmbH (stellvertretender Vorsitzender) (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Regensburg GmbH (stellvertretender Vorsitzender) (bis 31. Januar 2013)
b) Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Chalon S.A., Frankreich (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer UK Ltd., Großbritannien (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Glass Inc., USA (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Momignies S.A., Belgien (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., China (bis 31. Januar 2013)

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China (bis 31. Januar 2013)

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen