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Gerresheimer AG Annual Report 2011

Mar 6, 2012

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Annual Report

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Gerresheimer AG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2010 bis zum 30.11.2011

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr

vom 1. Dezember 2010 bis 30. November 2011

für die Gerresheimer AG und den Gerresheimer Konzern

GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2011

Der Gerresheimer Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 erneut kräftige Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Neben dem organischen Umsatzwachstum führte auch die im März getätigte Akquisition eines Unternehmens in Brasilien zu einem Umsatzanstieg von 6,8 % auf EUR 1.094,7 Mio. Zu konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz um 7,8 % gegenüber dem Vorjahr.

Das Adjusted EBITDA stieg von EUR 204,5 Mio. im Geschäftsjahr 2010 um EUR 12,8 Mio. auf EUR 217,3 Mio. im Geschäftsjahr 2011. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im Geschäftsjahr 2011 bei 19,9 % und damit auf dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) erhöhte sich von EUR 95,0 Mio. in 2010 auf EUR 109,3 Mio. im Vergleichszeitraum 2011. Damit stieg die EBIT-Marge von 9,3 % auf 10,0 %. Auch das Konzernergebnis nach Ertragsteuern erhöhte sich, trotz Einmalaufwendungen aus der Refinanzierung, von EUR 46,7 Mio. im Vorjahr auf nunmehr EUR 54,4 Mio. im Geschäftsjahr 2011. Neben der operativen Ergebnissteigerung trug hierzu insbesondere die niedrigere Abschreibung der Fair Value-Anpassungen aus Unternehmenserwerben bei.

Die Vermögenslage ist unverändert sehr solide. Der Verschuldungsgrad, berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, lag mit 1,7 trotz der Mittelabflüsse infolge der Akquisition des brasilianischen Kunststoffunternehmens Vedat Tampas Hermeticas Ltda. (Vedat), der Ausschüttung einer Dividende und der Einmalzahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung nur leicht über dem Vorjahr von 1,5. Die langfristigen Aktiva waren zu 114 % durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt (Vorjahr: 103 %). Die Eigenkapitalquote ging im Vergleich dieser Stichtage aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme leicht von 39,0 % auf 36,4 % zurück.

Im März 2011 haben wir mit der Akquisition eines brasilianischen Unternehmens unser Pharmageschäft in den Schwellenländern ausgebaut. Das Unternehmen Vedat ist in dem Bereich der pharmazeutischen Kunststoffverpackungen sehr gut positioniert. Vedat ist Hersteller von Verschlusskappen aus Kunststoff, PET-Fläschchen und anderen Kunststoff-Behältern vorrangig für den südamerikanischen Pharmamarkt. Die Akquisition stellt eine hervorragende Ergänzung unserer drei bestehenden Werke im Bereich Plastic Packaging in Südamerika dar. Durch die Integration von Vedat können wir nun als Komplettanbieter für pharmazeutische Kunststoffverpackungen in Südamerika auftreten.

Wie bereits in den Vorjahren hatten im Berichtszeitraum externe Faktoren wie Währungsschwankungen oder die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise wenig Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Mit einer im 1. Halbjahr 2011 neu abgeschlossenen Finanzierungsstruktur mit abgesicherten Zinssätzen und Liquiditätsreserven ist unser Unternehmen langfristig gut aufgestellt. Die Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund unserer Produktionsstandorte in den USA mit überwiegend nordamerikanischen Pharmakunden und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten. Preisschwankungen in den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie werden im Wesentlichen durch vertragliche Preisgleitklauseln, Sicherungsgeschäfte, Produktivitätssteigerungen und Preisanpassungen ausgeglichen.

DER GERRESHEIMER KONZERN

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Der Gerresheimer Konzern ist ein international führender Anbieter von hochwertigen Verpackungs- und Systemlösungen aus Glas und Kunststoff. Der wichtigste Absatzmarkt ist die weltweite Pharma- und Healthcare-Industrie. Auf der Basis eigener Entwicklungen und modernster Produktionstechnologien bietet Gerresheimer zum einen pharmazeutische Primärverpackungen und Drug Delivery-Systeme an, zum anderen Diagnostiksysteme sowie das komplette Spektrum an Glasprodukten für den Bereich Life Science Research.

Der Gerresheimer Konzern hat seinen Sitz in Düsseldorf (Deutschland) und umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 gehörten 45 Standorte in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien mit weltweit 10.212 Mitarbeitern zum Konzern.

Die Gerresheimer AG ist das Mutterunternehmen des Gerresheimer Konzerns und steuert als Managementholding die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.

MÄRKTE

Das Unternehmen ist fokussiert auf die Marktsegmente Pharma und Healthcare, die mit einem umfassenden Produkt- und Leistungsspektrum von allen vier Geschäftsbereichen bedient werden. Daraus resultieren rund 82 % des Gesamtumsatzes. Kleinere Umsatzanteile entfallen auf die Bereiche Kosmetik sowie auf Nischensegmente der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, vorwiegend in Europa. Diese Marktsegmente werden aus dem Geschäftsbereich Moulded Glass beliefert.

GESCHÄFTSBEREICHE

Gerresheimer ist in den Geschäftsbereichen „Tubular Glass“, „Plastic Systems“, „Moulded Glass“ und „Life Science Research“ tätig.

Tubular Glass

Als vertikal integrierter Anbieter produziert Gerresheimer Typ-I-Borosilikatglas-Röhren von höchster hydrolytischer Resistenz. Sie bilden das Ausgangsmaterial zahlreicher hochwertiger Spezialprodukte für die Pharma- und Healthcare-Industrie. In diesem Bereich verkaufen wir rund 38 % der Produktion als Halbfertigerzeugnisse an externe Kunden; die übrige Produktion verwenden wir für die interne Weiterverarbeitung.

In den weiterverarbeitenden Werken verarbeiten wir Röhrenglas als Halbfertigerzeugnisse zu einem vielfältigen Sortiment hochwertiger Primärverpackungen für die pharmazeutische Industrie. Neben Ampullen, Fläschchen und Karpulen zählen dazu insbesondere vorfüllbare Fertigspritzensysteme. Spezielle Verfahren der Innenvergütung und innovative Verschlusssysteme ergänzen dieses Programm.

Mit hoch spezialisiertem Know-how und pharmakonformen Technologien sind wir in der Lage, unseren Kunden ein außergewöhnlich breites Leistungsspektrum zu bieten. Den überwiegenden Teil des Umsatzes mit Spritzensystemen erzielen wir heute unter unserer führenden Spritzenmarke RTF® (Ready to Fill). Die Spritzen dieser Marke liefern wir in verschiedensten Ausführungen silikonisiert, vormontiert, sterilisiert und somit komplett füllfertig an die Pharmaindustrie.

Plastic Systems

Der Geschäftsbereich Plastic Systems setzt sich aus den Geschäftsfeldern Medical Plastic Systems (MPS) und Plastic Packaging zusammen. Neben den standardisierten Systemverpackungen für Arzneimittel des Bereichs Plastic Packaging bietet der hochinnovative Geschäftsbereich durch MPS komplex konstruierte Systeme sowie Systemkomponenten an. Diese entwickeln und produzieren wir im Rahmen individueller Projektgeschäfte hauptsächlich für unsere Kunden aus der Pharmaindustrie, der Diagnostik und der Medizintechnik.

MPS bietet unseren Kunden individuellen Service über sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette hinweg. Das Leistungsspektrum unserer medizinischen Kunststoffsysteme erstreckt sich hier von Inhalatoren für die gezielte Behandlung von Atemwegserkrankungen über Lanzettenmagazine und Insulin-Pen-Systeme für Diabetiker bis hin zu den unterschiedlichsten Einmalprodukten für die Labor- und Molekulardiagnostik.

Plastic Packaging liefert eine breite Palette hochwertiger Primärverpackungen für flüssige und feste Medikamente. Dazu zählen unter anderem Applikations- und Dosiersysteme wie Augentropfer oder Nasensprayfläschchen sowie Spezialbehälter für Tabletten und Pulver. Als wesentliche Ausstattungsmerkmale ergänzen multifunktionale Verschlusssysteme mit Originalitätssicherungen, Kindersicherungen und integrierten Feuchtigkeitsabsorbern, wie sie sich unter der Marke Duma® finden, dieses Sortiment.

Moulded Glass

Der Geschäftsbereich Moulded Glass beliefert die pharmazeutische und die kosmetische Industrie ebenso wie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller.

Für die Primärverpackung von Arzneimitteln produzieren wir im Geschäftsbereich Moulded Glass alle pharmazeutisch geeigneten Behälterglastypen einschließlich Borosilikatglasbehältern von höchster hydrolytischer Resistenz. Auf dieser Basis bieten wir eine praktisch lückenlose Weiß- und Braunglaspalette an Pharmaverpackungen an. Darunter finden sich zum Beispiel Injektions-, Tropf- und Sirupflaschen in vielfältigen markt- und bedarfsgerechten Ausführungen.

Auch für die Kosmetikindustrie bieten wir zahlreiche hochwertige Glasverpackungen an. Das Programm umfasst Fläschchen und Gläser für Parfüms, Deodorants, Hautpflege-, Wellness- und andere Produkte. Für Spezialsegmente der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie stellen wir hauptsächlich stark marketingorientierte Kleinvolumenbehälter her. Dazu zählen auch individuelle Fläschchen für Kleinspirituosen.

Neben Klar- und Farbglas produziert der Geschäftsbereich Moulded Glass auch Opalglas. Dafür stehen uns sämtliche Technologien der Form- und Farbgebung, Bedruckung sowie der exklusiven Veredelung zur Verfügung.

Life Science Research

Im Geschäftsbereich Life Science Research konzentrieren wir uns auf die Herstellung spezifischer Glasgefäße und Systeme insbesondere für die Forschung, Entwicklung und Analytik. Darüber hinaus umfasst das Angebot auch Produkte für den allgemeinen Laborbedarf.

Gefertigt werden die Produkte aus Röhrenglas sowie auf Basis der Paste-Mould-Technologie. Die große Bandbreite der Produkte erstreckt sich von Standardartikeln für die Nasschemie wie etwa Messkolben, Bechergläser, Erlenmeyerkolben oder Fläschchen für Laboranalytik bis hin zu komplexeren Produkten wie Destillations- oder Filtrationsgeräten sowie Komponenten für Präzisionslaser. Zusätzlich fertigen wir zahlreiche anwendungsspezifische Varianten, die eine genaue Abstimmung auf die jeweiligen Einsatzzwecke ermöglichen.

REGIONEN

Die Regionen Europa und Amerika stellen für Gerresheimer weiterhin die wichtigsten geografischen Absatzregionen dar. Der Umsatz der sogenannten Schwellenländer gewinnt zunehmend an Bedeutung und lag im Geschäftsjahr 2011 bei 13 % des Konzernumsatzes. Insgesamt blieben die Umsätze prozentual in allen Regionen auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Umsatzanteil in Europa lag mit 63 % auf dem Stand des Vorjahreswerts. Deutschland steuert hierzu einen Umsatzanteil von 24 % bei.

Mit einem Anteil von nunmehr 31 % (Vorjahr: 30 %) am Konzernumsatz ist Amerika unverändert ein wichtiger Teilmarkt des Gerresheimer Konzerns. Aufgrund der Präsenz weltweit operierender Pharma-Unternehmen und des Bevölkerungspotenzials bleiben insbesondere die USA auch in Zukunft eine der Kernregionen unserer wirtschaftlichen Tätigkeit.

Der Umsatz in den sonstigen Regionen trug in 2011 mit 6 % zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Rund die Hälfte hiervon entfällt auf China, wo wir mit sieben Produktionsstandorten präsent sind.

GESAMTEINSCHÄTZUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG UND PROGNOSEERREICHUNG IM GESCHÄFTSJAHR

Das Geschäftsjahr 2011 ist für den Gerresheimer Konzern sehr gut verlaufen. Auftragseingang und Umsatz zeigten eine deutliche Aufwärtstendenz. Unsere in den Vorjahren aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise frühzeitig eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen bedeuteten darüber hinaus für uns eine günstige Ausgangsposition. Damit ist es uns gelungen, hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Der Umsatz stieg um 6,8 % auf EUR 1.094,7 Mio. das Konzernergebnis nach Ertragsteuern verbesserte sich von EUR 46,7 Mio. im Vorjahr auf jetzt EUR 54,4 Mio.

Unser Umsatz mit der Pharmaindustrie hat sich auch im Geschäftsjahr 2011 als wachstumsstark und weitgehend konjunkturunabhängig erwiesen. Zudem konnte auch der eher zyklische Bereich der Kosmetik infolge der konjunkturellen Erholung wieder deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse verbuchen.

Maßgeblich für den Konzern ist das Geschäft mit der Pharmaindustrie, das 74 % des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2011 ausmachte. Der Pharmamarkt zeichnet sich durch eine Reihe von Faktoren wie demografische Entwicklung oder bessere medizinische Versorgung in den Schwellenländern als weitgehend krisenunabhängige Industrie mit nachhaltigem Wachstum aus. Hier sind wir durch unsere regionale Ausweitung und Produktdiversifizierung bestens aufgestellt.

Unsere Erwartungen an das Geschäftsjahr veröffentlichen wir jeweils mit Vorlage der Geschäftsergebnisse des Vorjahres. Unsere Prognosen für das Geschäftsjahr umfassen Angaben für die erwartete Entwicklung des Umsatzes, der Adjusted EBITDA-Marge sowie für die Investitionsausgaben des vor uns liegenden Geschäftsjahres. Unsere am 10. Februar 2011 veröffentlichte Prognose für das Umsatzwachstum des Geschäftsjahres 2011 belief sich auf einen Anstieg um 3 % bis 4 % (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse). Unsere Erwartung hinsichtlich der Adjusted EBITDA-Marge lag bei rund 20 %, die Investitionen veranschlagten wir mit rund EUR 80 Mio.

Mit Veröffentlichung des Berichtes für das 1. Quartal 2011 am 7. April 2011 erhöhten wir unsere Umsatzprognose auf 6 % bis 7 %. Der Anstieg um drei Prozentpunkte (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse) reflektierte den erwarteten anteiligen Umsatzbeitrag des von uns im März 2011 akquirierten Unternehmens in Brasilien. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung insbesondere in unserem Geschäftsbereich Plastic Systems konnten wir mit Veröffentlichung des Berichtes zum 3. Quartal 2011 am 6. Oktober 2011 unsere Umsatzprognose nochmals anheben, und zwar um einen weiteren Prozentpunkt auf ein erwartetes Umsatzplus von 7 % bis 8 % (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse). Während wir die Prognose für die Adjusted EBITDA-Marge konstant hielten, hoben wir den Wert für die Investitionsausgaben um EUR 5 Mio. auf rund EUR 85 Mio. an. Maßgeblich hierfür war die hervorragende Auftragslage in unserem Geschäftsbereich Plastic Systems.

Der im Geschäftsjahr 2011 erzielte Umsatz, die EBITDA-Marge sowie die Investitionsausgaben liegen genau innerhalb der von uns formulierten Erwartungen. Der Umsatzzuwachs von 7,8 % (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse) liegt am oberen Ende der Umsatzprognose (7 % bis 8 %). Auch die Adjusted EBITDA-Marge trifft mit 19,9 % den avisierten Zielwert von rund 20 %.

Die Investitionsausgaben in Höhe von EUR 86,2 Mio. erreichten ebenfalls den veranschlagten Wert von etwa EUR 85 Mio.

Auch für die Gerresheimer AG als Einzelgesellschaft war der operative Geschäftsverlauf positiv. Im HGB-Einzelabschluss der Gerresheimer AG verminderten sich sowohl der Jahresüberschuss als auch das Eigenkapital durch die Erstanwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), da insbesondere die Anpassung der Pensionsrückstellungen an die neuen Bewertungsvorschriften zu einem einmaligen Anpassungsaufwand führte. Details sind dem Kapitel „Jahresabschluss“ der Gerresheimer AG zu entnehmen.

KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Verlauf des Jahres 2011 hat die Weltwirtschaft erheblich an Dynamik verloren. Durch die Eskalation der Schuldenkrise im Euroraum, den kräftigen Ölpreisanstieg im Zuge der politischen Umbrüche in den arabischen Ländern sowie das Erdbeben in Japan entstanden erhebliche Unsicherheiten, die die wirtschaftliche Entwicklung dämpften. Während die letztgenannten Faktoren über das Jahr an Gewicht verloren, prägte die Zuspitzung der Schuldenkrise das Gesamtjahr 2011. Fehlende Impulse infolge der vermehrt auslaufenden Konjunkturprogramme, eine sehr lockere Geldpolitik sowie eine auf die Reduzierung der Neuverschuldung orientierte Fiskalpolitik bremsten die wirtschaftliche Expansion darüber hinaus. Infolgedessen dürfte die Weltwirtschaft in 2011 - nach einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes von etwa 5,1 % im Vorjahr - nur noch ein Wachstum von etwa 3,8 % aufweisen. Regional betrachtet waren die Haupttreiber der weltwirtschaftlichen Entwicklung auch in 2011 die Schwellenländer. Brasilien, Russland, Indien und China, die sogenannten BRIC-Länder, tragen inzwischen maßgeblich zur Weltproduktion bei. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds dürfte deren Anteil an der Weltproduktion 2011 mit rund 26 % erstmals den Anteil der USA von etwa 19 % übersteigen.

In den USA hat sich die Konjunktur in 2011 zunächst merklich abgekühlt. Im Frühjahr schien es so, als käme die Wirtschaft gänzlich zum Stillstand. Zum Jahresende ging es jedoch wieder aufwärts. Der private Konsum stieg wieder an, die Beschäftigung nahm zu und die Unternehmensinvestitionen zogen wieder an. Nach Schätzungen von Finanzanalysten dürften die USA nach dem Wachstum von 3,0 % in 2010 im Jahr 2011 einen Zuwachs des realen Bruttoinlandsproduktes von etwa 1,8 % verzeichnen. Damit wäre die Entwicklung nur halb so kraftvoll wie im Vorjahr.

In der Eurozone verlief die konjunkturelle Entwicklung insgesamt eher verhalten. Das zusammengefasste Bruttoinlandsprodukt dürfte in 2011 lediglich um rund 1,6 % zulegen, nach fast 2 % im Vorjahr. In den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten divergierte die wirtschaftliche Entwicklung beträchtlich. Während Länder wie Griechenland, Italien, Portugal und mit Abstrichen Spanien die Tendenz zur Rezession zeigten, erwies sich die Konjunktur in anderen Ländern wie z.B. Deutschland relativ robust.

In Deutschland übertraf die Wirtschaftsleistung infolge des starken wirtschaftlichen Aufschwungs in den Jahren 2010 und 2011 wieder das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008. Etwa seit Mitte des Jahres 2011 führte die europäische Schuldenkrise jedoch auch in Deutschland zu einer konjunkturellen Eintrübung. Das Bruttoinlandsprodukt, das in 2010 noch um etwa 3,7 % gewachsen war, dürfte Prognosen zufolge im Jahr 2011 daher lediglich um 3 % zunehmen.

Die Bedeutung der Schwellenländer für die Entwicklung der Weltwirtschaft war auch in 2011 ungebrochen. Insbesondere Brasilien, Russland, Indien und China haben allein aufgrund ihrer Größe besonderen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Anders als in früheren Jahren scheint die konjunkturelle Entwicklung der Schwellenländer nach Einschätzung des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung jedoch weit weniger von derjenigen in den Industrieländern abhängig zu sein. Grund hierfür sind die starke Binnenkonjunktur sowie die wachsende wirtschaftliche Verflechtung der Schwellenländer untereinander. Die größten Wachstumsraten innerhalb der asiatischen Volkswirtschaften wiesen China mit 9,2 % und Indien mit 8,5 % auf. Damit wird China zwar die vormals zweistelligen Zuwachsraten nicht ganz erreichen, profitierte aber weiter von der starken Inlandsnachfrage sowie hohen Investitionsausgaben infolge stark expansiver Infrastrukturmaßnahmen. Indiens wirtschaftliche Entwicklung wurde weiter von der demografischen Entwicklung begünstigt, die als Motor der Binnennachfrage gilt. In Brasilien verlangsamte sich die konjunkturelle Entwicklung nicht zuletzt infolge der hohen Bewertung des Reals. Für 2011 wird eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um etwa 3 % erwartet. In Russland beeinträchtigten hohe Inflationsraten den privaten Konsum, während die hohe politische Unsicherheit im Vorfeld der Präsidentschaftswahl die Investitionsnachfrage dämpfte. Schätzungen zufolge wird Russland in 2011 daher wie im Vorjahr ein Plus des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von rund 4 % verzeichnen.

Der weltweite Pharmamarkt zeigte sich auch in 2011 robust. Während die Industrieländer eher moderate Wachstumsraten aufwiesen, verlief die Entwicklung in den aufstrebenden Ländern deutlich dynamischer. Hier profitierte der Pharmasektor von steigenden öffentlichen Ausgaben für die medizinische Versorgung sowie von höheren privaten Ausgaben für Vorsorge und Gesundheit. Die staatlichen Bestrebungen, den Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben das Wachstum der Pharmaindustrie bisher nicht nachhaltig beeinträchtigt. Den Generikaherstellern wird zukünftig in diesem Zusammenhang zunehmend Bedeutung zukommen. Insgesamt gesehen gilt die Pharmaindustrie unverändert als weitgehend krisenunabhängige Industrie, die von nachhaltigen Wachstumstreibern profitiert. Dazu gehören der demografische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und die steigende Anzahl von Arzneimitteln mit patentfreien Wirkstoffen und biotechnologisch hergestellte Medikamente. Angesichts herrschender Ausgabendisziplin wurden die zum Teil deutlich reduzierten Bestände für pharmazeutische Primärverpackungen auch im zweiten Jahr nach der Krise 2009 nicht wieder aufgebaut. Daher ist davon auszugehen, dass die Lagerbestände in der Pharmaindustrie deutlich unterhalb der hohen Niveaus liegen, die noch vor wenigen Jahren üblich waren.

Der Markt für hochwertige Kosmetikverpackungen aus Glas verbuchte ein sehr gutes Jahr. So sorgten die deutliche Tendenz zu sehr aufwändig und damit höherwertig gestalteten Verpackungen wie auch die gute Nachfrage nach Kosmetikartikeln für eine überaus positive Entwicklung.

Nur wenig Dynamik zeigt der Markt für Life Science Research-Produkte. Nach einem zögerlichen Beginn verlief die Marktentwicklung in der Jahresmitte robust, schwächte sich jedoch gegen Jahresende infolge der allgemeinen Konjunkturentwicklung wieder ab.

Konzernabschluss der Gerresheimer AG

UMSATZENTWICKLUNG

Der Gerresheimer Konzernumsatz wuchs im Geschäftsjahr 2011 um 6,8 % bzw. EUR 69,9 Mio. auf EUR 1.094,7 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2010. Bereinigt um Währungseffekte stieg der Umsatz um 7,8 %.

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in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung

in %
Umsatzerlöse
Tubular Glass 304,1 310,4 -2,0
Plastic Systems 371,4 307,9 20,6
Moulded Glass 342,4 327,3 4,6
Life Science Research 91,8 95,0 -3,3
Zwischensumme 1.109,7 1.040,6 6,6
Innenumsätze -15,0 -15,8 5,1
Summe Umsatzerlöse 1.094,7 1.024,8 6,8

Nach dem kapazitätsbedingten Rückgang der Umsätze im RTF® -Spritzensegment im 1. Halbjahr 2011 ist die Umsatzentwicklung des Geschäftsbereiches Tubular Glass seit Beginn des 3. Quartals 2011 wieder deutlich positiv. Aufgrund der im Geschäftsjahresverlauf steigenden Auslastung konnte im Geschäftsjahr 2011 insgesamt ein Umsatz von EUR 304,1 Mio. gegenüber EUR 310,4 Mio. im Vorjahr erzielt werden. Bei vergleichbarem Wechselkurs lag der Umsatz des Geschäftsjahres auf Vorjahresniveau.

Der Geschäftsbereich Plastic Systems steigerte seinen Umsatz im Jahr 2011 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 20,6 % von EUR 307,9 Mio. auf EUR 371,4 Mio. Bereinigt um Währungseffekte wurde ein Umsatzwachstum von 20,3 % erzielt. Der Umsatzanstieg wurde im gesamten Geschäftsjahr 2011 insbesondere in den Bereichen der Insulin-Pen-Systeme, Inhalatoren und Diagnostik erzielt. Aber auch bei den Kunststoffverpackungen sowie im Engineering- und Werkzeugbereich verzeichneten wir erneut deutliche Umsatzzuwächse. Zudem trug auch die seit März konsolidierte Gesellschaft Vedat zu dieser äußerst positiven Umsatzentwicklung bei.

Der Geschäftsbereich Moulded Glass erzielte im Geschäftsjahr 2011 bei einem Umsatz von EUR 342,4 Mio. ein Wachstum von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Währungsbereinigt betrug der Umsatzanstieg 5,5 %, der im Geschäftsjahr 2011 gleichermaßen vom Pharma- und Kosmetikgeschäft getragen wurde.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Life Science Research betrug im Berichtsjahr EUR 91,8 Mio. Währungsbereinigt entspricht dies einem Umsatz auf Vorjahresniveau.

ERTRAGSLAGE

Die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter erfreulich entwickelt. Der Gerresheimer Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 ein Adjusted EBITDA (operatives Ergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen) von EUR 217,3 Mio. und lag damit um 6,3 % über dem Wert des Vorjahres. Die Adjusted EBITDA-Marge lag bei 19,9 % und damit auf dem Niveau der Adjusted EBITDA-Marge des Vorjahres.

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in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung

in %
Adjusted EBITDA
Tubular Glass 62,4 70,3 -11,2
Plastic Systems 87,1 74,1 17,5
Moulded Glass 76,8 67,9 13,1
Life Science Research 10,6 11,7 -9,5
Zwischensumme 236,9 224,0 5,8
Zentralstellen/Konsolidierung -19,6 -19,5 -0,5
Summe Adjusted EBITDA 217,3 204,5 6,3

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Tubular Glass lag im Geschäftsjahr 2011 mit EUR 62,4 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 70,3 Mio. Auch die Adjusted EBITDA-Marge lag mit 20,5 % unter dem Niveau des Vorjahres von 22,6 %. Kapazitätsrestriktionen bei der RTF® -Spritzenproduktion in der ersten Jahreshälfte mit nachgelagerten Produktivitätsproblemen bei zunehmender Auslastung der Anlagen waren die Hauptgründe für diese Entwicklung.

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereichs Plastic Systems stieg im Berichtsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 17,5 % auf EUR 87,1 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug 23,4 % nach 24,1 % im Vorjahr. Ursächlich für die geringfügig niedrigere Marge war im Geschäftsjahr der höhere Umsatzanteil des Engineering- und Werkzeuggeschäfts, welches grundsätzlich niedrigere Margen aufweist. Der Umsatzanteil des Engineering- und Werkzeuggeschäfts ist abhängig von dem individuellen Projektfortschritt und unterliegt damit typischerweise Schwankungen. Hohe Umsätze in diesen Bereichen gelten jedoch in der Industrie als positiv, da sie als Indikator für künftiges profitables Neugeschäft verstanden werden.

Im Geschäftsjahr 2011 übertraf der Geschäftsbereich Moulded Glass das Adjusted EBITDA des Vorjahres um 13,1 %. Das Adjusted EBITDA stieg somit auf EUR 76,8 Mio. Die gute Auslastung der Werke und die hohe Produktivität führten zu zusätzlichen Deckungsbeiträgen. Die Adjusted EBITDA-Marge stieg von 20,7 % im Vorjahr auf ausgezeichnete 22,4 % im Berichtsjahr.

Im Geschäftsbereich Life Science Research betrug das Adjusted EBITDA im Geschäftsjahr 2011 EUR 10,6 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug 11,5 % im Geschäftsjahr 2011 nach 12,3 % im Berichtsjahr 2010. Aufgrund des Nachfragerückganges im 4. Quartal 2011 konnte das angestrebte Margenniveau nicht erreicht werden.

Die Kosten der Zentralstellen bzw. die Konsolidierungseffekte sind mit EUR 19,6 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Adjusted EBITDA zum Konzernergebnis:

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in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung
Adjusted EBITDA 217,3 204,5 12,8
Restrukturierungsaufwendungen 0,1 3,7 -3,6
Einmalige Aufwendungen und Erträge 1) 6,9 0,0 6,9
EBITDA 210,3 200,8 9,5
Abschreibung Fair Value-Anpassungen 2) 20,6 24,8 -4,2
Planmäßige Abschreibungen 80,4 81,0 -0,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 109,3 95,0 14,3
Finanzergebnis (netto) 3) -36,8 -34,3 -2,5
Ertragsteuern -18,1 -14,0 -4,1
Konzernergebnis 54,4 46,7 7,7
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 3,9 3,5 0,4
Ergebnisanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens 50,5 43,2 7,3

1) Die Position „Einmalige Aufwendungen und Erträge” umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen u.a. diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als „Restrukturierungsaufwendungen“ auszuweisen sind.

2) Die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese im Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Neugründung des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008 sowie der Akquisition von Vedat im März 2011.

3) Das Finanzergebnis (netto) umfasst Zinserträge sowie Zinsaufwendungen bezogen auf die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns. Zudem werden unter dem Finanzergebnis (netto) auch Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen abzüglich erwarteter Erträge aus Fondsvermögen sowie Währungseffekte aus den Finanzierungsgeschäften und den dazugehörigen derivativen Sicherungsgeschäften ausgewiesen.

Ausgehend vom Adjusted EBITDA leiten Restrukturierungsaufwendungen sowie einmalige Erträge und Aufwendungen zum EBITDA über. Der Saldo der einmaligen Aufwendungen und Erträge enthält im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen Beträge im Zusammenhang mit der Akquisition von Vedat sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit früheren Akquisitionen. Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 20,6 Mio. liegen, trotz erstmaliger Berücksichtigung der Fair Value-Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation von Vedat, unter dem Vorjahresniveau von EUR 24,8 Mio., da aufgrund der zugrunde liegenden Nutzungsdauern geringere Abschreibungen auf Kundenstämme angefallen sind. Die planmäßigen Abschreibungen sind auf Vorjahresniveau. Insgesamt liegt damit das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit mit EUR 109,3 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 95,0 Mio.

Das Finanzergebnis (Aufwand) hat sich nach der Refinanzierung aufgrund von Einmalkosten in Höhe von EUR 7,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Der Ertragsteueraufwand betrug EUR 18,1 Mio. nach EUR 14,0 Mio. im Vorjahr. Zum 30. November 2011 wies der Gerresheimer Konzern trotz der beschriebenen Sondereffekte damit ein gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,7 Mio. höheres Konzernergebnis von EUR 54,4 Mio. aus (Vorjahr: EUR 46,7 Mio.).

Das bereinigte Konzernergebnis bzw. Adjusted Net Income (definiert als: Konzernergebnis inkl. der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im Geschäftsjahr 2011 EUR 80,6 Mio. nach EUR 65,8 Mio. im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich damit auf EUR 2,44 nach EUR 1,95 im Vorjahr (jeweils nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen).

DIVIDENDENVORSCHLAG AN DIE HAUPTVERSAMMLUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG werden der Hauptversammlung am 26. April 2012 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,60 je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten. Im Vorjahr hatte die Dividende EUR 0,50 je Aktie betragen. Damit profitieren die Gerresheimer Aktionäre vom Geschäftserfolg des Gerresheimer Konzerns.

Dies entspricht einem Dividendenbetrag von EUR 18,8 Mio. Des Weiteren wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 16,0 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen.

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:

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30.11.2011 30.11.2010
Aktiva in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
--- --- --- --- ---
Langfristige Aktiva 1.036,6 68,4 993,3 73,2
Kurzfristige Aktiva 478,5 31,6 364,5 26,8
Bilanzsumme 1.515,1 100,0 1.357,8 100,0
Passiva
Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 552,2 36,4 529,4 39,0
Langfristige Passiva 629,8 41,6 491,7 36,2
Kurzfristige Passiva 333,1 22,0 336,7 24,8
Bilanzsumme 1.515,1 100,0 1.357,8 100,0

Zum 30. November 2011 ist die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um EUR 157,3 Mio. auf EUR 1.515,1 Mio. gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Akquisition von Vedat sowie den Anstieg der liquiden Mittel begründet.

Die langfristigen Aktiva sind hauptsächlich aufgrund des Ausweises des Goodwills und der erstmals bilanzierten immateriellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von Vedat im Saldo um EUR 43,3 Mio. auf EUR 1.036,6 Mio. gestiegen. Die langfristigen Aktiva betragen zum 30. November 2011 somit insgesamt 68,4 % der Bilanzsumme. Die langfristigen Aktiva sind zu 114 % durch Eigenkapital und langfristige Passiva finanziert.

Der Anstieg der kurzfristigen Aktiva von EUR 364,5 Mio. auf EUR 478,5 Mio. spiegelt insbesondere den Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Vedat-Akquisition und der Geschäftsausweitung wider. Ferner haben sich insbesondere die liquiden Mittel nach der Refinanzierung deutlich erhöht.

Das Eigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile liegt mit EUR 552,2 Mio. um EUR 22,8 Mio. höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote ging, infolge der Ausweitung der Bilanzsumme, von 39,0 % im Vorjahr auf 36,4 % im Geschäftsjahr zurück.

Die langfristigen Passiva haben sich mit EUR 629,8 Mio. per Ende November 2011 im Vergleich zu EUR 491,7 Mio. per Ende November 2010 deutlich erhöht. Als Folge der Refinanzierung steht dem Gerresheimer Konzern mit der neu begebenen Anleihe und den neuen Krediten nun Fremdkapital mit längeren Laufzeiten als im November 2010 zur Verfügung. Die langfristigen Passiva betragen nunmehr 41,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 36,2 %).

Die Nettofinanzschulden entwickelten sich wie folgt:

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in Mio. EUR 30.11.2011 30.11.2010
Finanzschulden
Konsortialkredite
Langfristiges Darlehen 1) 154,7 0,0
Revolvierendes Darlehen 1) 0,0 0,0
Langfristiges Darlehen 1) - damaliger Kreditvertrag 0,0 183,9
Revolvierendes Darlehen 1) - damaliger Kreditvertrag 0,0 10,0
Summe Konsortialkredite 154,7 193,9
Schuldverschreibung - damaliger High Yield Bond 0,0 126,0
Schuldverschreibung - Euro Bond 300,0 0,0
Lokale Kreditlinien 1) 31,7 39,2
Finanzierungsleasing 9,6 12,4
Summe Finanzschulden 496,0 371,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 131,4 60,5
Nettofinanzschulden 364,6 311,0
Adjusted EBITDA 217,3 204,5
Adjusted EBITDA Leverage 1,7 1,5

1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: zum 30. November 2010: EUR 1,00/USD 1,2998; zum 30. November 2011: EUR 1,00/USD 1,3418.

Die Nettofinanzschulden sind zum 30. November 2011 auf EUR 364,6 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die bereits beschriebene Akquisition von Vedat, die Zahlung einer Dividende an unsere Aktionäre sowie auf Einmalzahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung zurückzuführen.

Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, betrug zum Bilanzstichtag 1,7 im Vergleich zu 1,5 im Vorjahr.

Die in 2010 ausgewiesenen langfristigen Konsortialkredite umfassten Tilgungsdarlehen in Höhe von ursprünglich EUR 275,0 Mio. sowie ein zugesagtes revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 175,0 Mio. Diese Kredite wurden im Rahmen einer Refinanzierung zwischenzeitlich vorzeitig abgelöst.

In einem günstigen Marktumfeld sowie vor dem Hintergrund deutlich verbesserter Bonitätseinschätzungen der Rating-Agenturen hatte der Vorstand der Gerresheimer AG zu Jahresbeginn eine frühzeitige Refinanzierung der Konsortialkredite und der hochverzinslichen Schuldverschreibung beschlossen. Im Zuge der Umschuldung wurde am 9. März 2011 ein neuer Konsortialkredit mit 5-jähriger Laufzeit unterzeichnet, der sich in ein langfristiges Tilgungsdarlehen in Höhe von ursprünglich EUR 150 Mio. (vollständig gezogen in USD) und ein revolvierendes Darlehen von EUR 250 Mio. aufteilt. Die größtenteils in 2013 auslaufenden bisherigen Bankkredite in Höhe von ursprünglich EUR 450 Mio. wurden damit am 14. März 2011 vorzeitig abgelöst.

Daneben wurde am 9. März 2011 ein Konsortialkredit von EUR 200 Mio. mit einjähriger Laufzeit plus 6-monatiger Verlängerungsoption abgeschlossen, der im April 2011 in erster Linie der vorzeitigen Rückzahlung der hochverzinslichen Schuldverschreibung über EUR 126 Mio. mit einer Endfälligkeit im März 2015 gedient hat. Am 19. Mai 2011 wurde eine neue Schuldverschreibung in Höhe von EUR 300 Mio. zu einem Ausgabekurs von 99,40 % und mit einem Zinskupon von 5,00 % begeben, die mit einer Endfälligkeit in 2018 ausgestattet ist. Die Mittel aus der Begebung dieser Schuldverschreibung wurden zum Teil zur Rückzahlung des EUR 200 Mio. Konsortialkredites sowie zur Tilgung weiterer finanzieller Verpflichtungen verwendet.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE

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in Mio. EUR 2011 2010
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 129,8 159,8
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -159,0 -69,5
Mittelzu- / -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 101,5 -90,5
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 72,3 -0,2
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes -1,4 4,6
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 60,5 56,1
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 131,4 60,5

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei EUR 129,8 Mio. und damit EUR 30,0 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 159,8 Mio. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthält Einmalzahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung in Höhe von EUR 4,2 Mio. Zudem waren höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ein Bestandsaufbau bei den Vorräten zu verzeichnen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 159,0 Mio. lag deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 69,5 Mio. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2011 beinhalten neben den Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte vor allem die Akquisition von Vedat im März 2011. Weitere Informationen zu den im Geschäftsjahr 2011 vorgenommenen Investitionen sind im Abschnitt „Investitionen“ enthalten.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr saldiert EUR 101,5 Mio. (Vorjahr: Mittelabfluss EUR 90,5 Mio.) und spiegelt damit insbesondere die Refinanzierung wider. Einmalige Zahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung sind in dem Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 9,6 Mio. enthalten.

Zum 30. November 2011 verfügte der Gerresheimer Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 131,4 Mio. (Vorjahr: EUR 60,5 Mio.). Darüber hinaus stand Gerresheimer zum Ende der Berichtsperiode ein revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 250 Mio. zur Verfügung, das zum 30. November 2011 nicht in Anspruch genommen wurde und unter anderem für Investitionen, Akquisitionen und für weitere betriebliche Zwecke zur Verfügung steht.

INVESTITIONEN

Im Geschäftsjahr 2011 tätigte Gerresheimer Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 86,2 Mio. (Vorjahr: EUR 73,2 Mio.). Investitionsschwerpunkt waren auch in diesem Geschäftsjahr Wachstumsprojekte und Kapazitätserweiterungen, insbesondere im Bereich Plastic Systems. Aber auch Investitionen in Qualitätssicherung und -verbesserung wurden planmäßig durchgeführt. Die Re-Investitionsquote (Verhältnis Investitionen in Sachanlagen zu planmäßigen Abschreibungen) lag bei rund 107 %.

Insgesamt investierte der Geschäftsbereich Tubular Glass im Geschäftsjahr 2011 EUR 20,3 Mio. (Vorjahr: EUR 18,3 Mio.). Darin enthalten waren im Geschäftsjahr 2011 Mittel für die turnusmäßige Generalüberholung einer Schmelzwanne.

Der Geschäftsbereich Plastic Systems tätigte im Jahr 2011 Investitionen in Höhe von EUR 35,7 Mio. (Vorjahr: EUR 32,2 Mio.). Der Aufbau von Produktionskapazitäten in Tschechien bildete einen Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2011.

EUR 29,0 Mio. der Investitionen (Vorjahr: EUR 19,8 Mio.) entfielen auf den Geschäftsbereich Moulded Glass. Darin enthalten waren im Geschäftsjahr 2011 Mittel für die turnusmäßige Generalüberholung einer Schmelzwanne sowie Ausgaben für Formen, Werkzeuge und Modernisierungsmaßnahmen.

Die Investitionen des Geschäftsbereiches Life Science Research betrugen EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.).

Die Investitionen der Zentralstellen betrugen EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.).

Zudem hat Gerresheimer im März 2011 das brasilianische Unternehmen Vedat zu einem Kaufpreis von EUR 78,2 Mio. plus im Unternehmen verbliebener liquider Mittel in Höhe von EUR 3,3 Mio. erworben. Vedat ist im Bereich der pharmazeutischen Kunststoffverpackungen tätig und damit eine hervorragende Ergänzung zu dem bei Gerresheimer bereits bestehenden Portfolio. Zusammen mit Vedat entwickelt sich Gerresheimer zu einem Komplettanbieter für pharmazeutische Kunststoffverpackungen in Südamerika.

Auf Amerika entfielen 27 % oder EUR 23,0 Mio. der Sachinvestitionen (Vorjahr: 30 %), auf China 1 % oder EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: 3 %) und auf das europäische Ausland 17 % oder EUR 15,1 Mio. (Vorjahr: 20 %). Deutschland stellte mit 55 % oder EUR 47,5 Mio. wiederum den Investitionsschwerpunkt dar (Vorjahr: 47 %).

Jahresabschluss der Gerresheimer AG

Ergänzend zur Berichterstattung über den Gerresheimer Konzern wird im Folgenden die Entwicklung der Gerresheimer AG erläutert. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sind einzelne Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie einzelne Bilanzpositionen nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.

ENTWICKLUNG DER ERTRAGSLAGE DER GERRESHEIMER AG

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in Mio. EUR 01.12.2010 - 30.11.2011 01.12.2009 - 30.11.2010
Sonstige betriebliche Erträge 10,9 10,6
Personalaufwand -12,6 -12,9
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -0,3 -0,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16,8 -15,5
Beteiligungsergebnis -11,3 16,9
Finanzergebnis 34,3 34,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4,2 33,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,5 -10,2
Jahresüberschuss 4,7 22,8

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2011 bei EUR 4,2 Mio. nach EUR 33,0 Mio. im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften an BilMoG zurückzuführen, die das Beteiligungsergebnis insgesamt in Höhe von EUR 24,0 Mio. belastet hat. Hierbei ist insbesondere der einmalige Ergebniseffekt aus der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen auf BilMoG zu nennen, der in vollem Umfang im Geschäftsjahr 2011 berücksichtigt wurde. Zudem sind Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Refinanzierung in Höhe von EUR 0,8 Mio. im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 10,9 Mio. auf dem Vorjahresniveau von EUR 10,6 Mio. Sie enthalten hauptsächlich Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten an Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten Serviceleistungen.

Der Personalaufwand ging im Vergleich zum Vorjahr leicht um EUR 0,3 Mio. auf EUR 12,6 Mio. zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 1,3 Mio. auf EUR 16,8 Mio. gestiegen und beinhalten hauptsächlich wiederkehrende Aufwendungen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit der Gerresheimer AG, so z.B. die Aufwendungen für IT-Systeme, Versicherungen, für Mieten und Leasing oder für die Ausrichtung von Messen. Die Aufwendungen werden innerhalb des Konzerns weiterbelastet, soweit sie wirtschaftlich durch die Tochterunternehmen verursacht sind.

Das Finanzergebnis lag mit EUR 34,3 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der geänderten Finanzierungsstruktur ist der Betrag in seiner Zusammensetzung aber nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. So ist der Zinsaufwand insbesondere aufgrund der Platzierung der Anleihe um EUR 10,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Durch die Weitergabe der erzielten Mittel an Tochtergesellschaften hat sich der Zinsertrag aus Ausleihungen an Tochterunternehmen im gleichen Maße erhöht.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen latenten Steuerertrag aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG in Höhe von EUR 8,4 Mio., der im Wesentlichen auf die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen auf BilMoG entfällt.

ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER GERRESHEIMER AG

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30.11.2011 30.11.2010
Aktiva in Mio. EUR in Mio. EUR
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Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,8 0,9
Sachanlagen 0,2 0,3
Finanzanlagen 809,5 513,4
810,5 514,6
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 121,3 149,3
Flüssige Mittel 0,0 0,0
121,3 149,3
Rechnungsabgrenzungsposten 2,5 0,8
Summe Aktiva 934,3 664,7
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31,4 31,4
Kapitalrücklage 525,7 525,7
Bilanzgewinn 34,8 60,7
591,9 617,8
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 7,8 6,8
Sonstige Rückstellungen 7,0 5,7
14,8 12,5
Verbindlichkeiten 321,0 34,4
Passive latente Steuern 6,6 0,0
Summe Passiva 934,3 664,7

Im Anlagevermögen sind im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 117,1 Mio. sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 692,4 Mio. ausgewiesen. Der Anstieg der Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 296,1 Mio. ist Folge der Refinanzierung des Gerresheimer Konzerns. In diesem Zusammenhang hat die Gerresheimer AG eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von EUR 300 Mio. platziert und die hierdurch erzielten Mittel in Form eines langfristigen verzinslichen Darlehens an die Gerresheimer Glas GmbH weitergegeben.

Im Umlaufvermögen sind im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 120,3 Mio. aus dem Cash Pooling sowie aus verzinslichen kurzfristigen Darlehen enthalten (Vorjahr: EUR 147,9 Mio.). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um EUR 28,0 Mio. ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung eines fälligen Darlehens durch die Gerresheimer Glas GmbH zurückzuführen.

Das Eigenkapital ging von EUR 617,8 Mio. auf EUR 591,9 Mio. zurück. Auch dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Umstellung der Bilanzierung und Bewertung auf BilMoG zurückzuführen. So wurden EUR 14,9 Mio. an passiven latenten Steuern erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von insgesamt EUR 15,7 Mio. aus dem Bilanzgewinn ausgezahlt. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses von EUR 4,7 Mio. ergibt sich somit ein Eigenkapital von EUR 591,9 Mio. Die Eigenkapitalquote ging aufgrund der Umstellung auf BilMoG und der Begebung der Anleihe von 92,9 % zum 30. November 2010 auf 63,3 % zum 30. November 2011 zurück.

Im Berichtsjahr erhöhten sich die Verbindlichkeiten von EUR 34,4 Mio. auf EUR 321,0 Mio. Sie bestehen neben den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen aus der im Rahmen der Refinanzierung platzierten Anleihe zzgl. aufgelaufener Zinsen von insgesamt EUR 308,0 Mio.

Im Geschäftsjahr wurde aufgrund der Umstellung auf BilMoG erstmals eine passive latente Steuer in Höhe von EUR 6,6 Mio. angesetzt, die insbesondere auf unterschiedliche Wertansätze von immateriellen Vermögensgegenständen bei Tochtergesellschaften resultiert.

Die Gerresheimer AG ist mit den übrigen deutschen Konzerngesellschaften in ein Cash Pooling eingebunden, das durch die Gerresheimer Glas GmbH durchgeführt wird. Die Gerresheimer AG selbst hat keine Bankbestände.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von EUR 0,60 je Aktie vorzuschlagen.

Nicht finanzielle Erfolgsfaktoren des Gerresheimer Konzerns und der Gerresheimer AG

MITARBEITER

Gerresheimer befindet sich auf einem nachhaltigen Wachstumskurs. Dies spiegelt auch die Zahl unserer Mitarbeiter wider, die mittlerweile auf weltweit 10.212 gestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 737 Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund ist ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Personalarbeit, bestehende und neu eingestellte Mitarbeiter gezielt zu fördern und langfristig an uns zu binden, um so die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens zu schaffen.

Im Geschäftsbereich Tubular Glass waren zum Ende der Berichtsperiode 3.682 Mitarbeiter beschäftigt. Am Stichtag des Vorjahres lag die Mitarbeiterzahl bei 3.634 Mitarbeitern.

Im Geschäftsbereich Plastic Systems stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 2.440 im Vorjahr auf 3.083 zum Ende der Berichtsperiode. Dies beruht hauptsächlich auf der Übernahme des brasilianischen Herstellers von pharmazeutischen Kunststoffverpackungen Vedat.

Der Geschäftsbereich Moulded Glass beschäftigte zum Geschäftsjahresende 2.136 Mitarbeiter gegenüber 2.180 Mitarbeitern zum Ende der Vorjahresperiode.

Im Geschäftsbereich Life Science Research stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 1.132 im Vorjahr auf insgesamt 1.215 Mitarbeiter zum 30. November 2011.

Zum 30. November 2011 waren in der Hauptverwaltung 96 Mitarbeiter (Vorjahr: 89 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die regionale Mitarbeiterstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Der Anteil der Mitarbeiter an den Standorten in den USA, Mexiko, Brasilien und Argentinien stieg von 30 % im Vorjahr auf 33 % zum Berichtsjahresende. Der Anteil der Mitarbeiter in Deutschland sank hingegen leicht von 33 % im Vorjahr auf 32 % im Berichtsjahr. Im sonstigen europäischen Raum (Belgien, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und Schweiz) reduzierte sich der Mitarbeiteranteil von 21 % auf 20 %. Der Anteil der Beschäftigten in China blieb mit 15 % auf dem Niveau des Vorjahres von 16 %.

Unser Erfolg beruht nicht nur auf unserem Geschäftsmodell, sondern liegt in erster Linie in den Händen unserer Mitarbeiter, die sich mit unserem Unternehmen identifizieren und eine hohe Motivation sowie Eigenständigkeit zeigen. Sie prägen unsere Kultur und tragen damit wesentlich zu unserem langfristigen Erfolg bei. Dies ist auch in unserer Unternehmensvision mit folgendem Satz verankert: „Die Leidenschaft unserer Mitarbeiter ist die Grundlage für unseren Erfolg.“

Deshalb an dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrem großen Engagement, dem unermüdlichen Einsatz für unser Unternehmen und dem Willen, sich selbst, die Produkte und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln, so viel beisteuern.

Um weiter auf Erfolgskurs zu bleiben, ist es daher von großer Bedeutung, unsere Kultur und unsere Werte innerhalb der gesamten, größer werdenden Gruppe zu erhalten und zu stärken. Dabei kommt allen Mitarbeitern, nicht nur unseren Führungskräften, eine entscheidende Rolle zu. Wir haben im Jahr 2011 damit begonnen, unsere Unternehmensvision, die Mission und unsere Werte in der Organisation zu verankern. In einer Vielzahl von verschiedenen Veranstaltungen haben alle Mitarbeiter des Unternehmens weltweit daran gearbeitet, herauszufinden, wie wir die Unternehmenswerte in unsere tägliche Arbeit integrieren können und wie wir uns entsprechend unserer Mission verhalten müssen, um am Ende unsere Vision - unser großes Unternehmensziel - zu erreichen. Uns war es sehr wichtig, innerhalb dieser Initiative sowohl die Führungskräfte als auch alle Mitarbeiter der Produktions-, Vertriebs- und Verwaltungsbereiche zu erreichen und Stimmungen und Meinungen zu erfahren, ernst zu nehmen und gemeinsam mit ihnen unser Unternehmen weiterzuentwickeln.

Auch Internationalität, Offenheit und Vielfalt prägen die Unternehmenskultur bei Gerresheimer. Diversity ist dabei für uns nicht nur eine Bereicherung der Unternehmenskultur, sondern auch ein klarer Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb. Wir fördern Unterschiedlichkeit im Denken und Handeln. Wir akzeptieren lokal unterschiedliche Kulturen in unserer dezentralen Organisation. Wir setzen viel daran, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das unseren Mitarbeitern einen respektvollen und wertschätzenden Umgang ermöglicht.

Wir legen großen Wert auf die Ausbildung unserer Mitarbeiter einschließlich unserer Nachwuchs- und angehenden Führungskräfte; sei es im Rahmen der klassischen Ausbildung, des dualen Studiums oder unserer divisionsübergreifenden Personalentwicklungsprogramme. Denn nur so können wir Mitarbeiter langfristig fördern, ihnen unsere Werte und Kultur dabei nahebringen und sie so auf weiter gehende Aufgaben innerhalb der Gruppe vorbereiten. Dies bietet außerdem eine gute Möglichkeit, über den eigenen Geschäftsbereich hinauszuschauen, das gegenseitige Verständnis zu fördern, Synergien zu erkennen, neue Ideen zu entwickeln und gleichzeitig das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen. Damit sind wir gut für die vor uns liegenden Herausforderungen und insbesondere für die sich uns bietenden Chancen positioniert. Über alle Hierarchien hinweg ist das Ziel des kontinuierlichen Lernens in unseren Grundprinzipien verankert.

Die unternehmenseigene Ausbildung betreibt Gerresheimer in Deutschland mit einer Ausbildungsquote von 5,3 % schon seit langer Zeit erfolgreich. So wurden im Berichtsjahr zum Stichtag 171 Menschen ausgebildet. Typische Ausbildungsberufe waren dabei Verfahrensmechaniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Industriekaufleute und Werkzeugmechaniker. Generell wurden die duale Weiterbildung und die Zusammenarbeit mit Hochschulen intensiviert. So wurden beispielsweise in Pfreimd, Lohr, Tettau und Essen auch in diesem Berichtsjahr duale Studiengänge angeboten. Hierbei konnte das Spektrum um den dualen Studiengang der Fachrichtung Kunststofftechnik erweitert werden.

Im Arbeits- und Gesundheitsschutz gibt es bei Gerresheimer weltweit einheitliche Grundsätze. An jedem Standort arbeiten Sicherheitsfachkräfte sowie Teams, die Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiter erarbeiten und umsetzen. Im Jahr 2011 haben vielfältige Aktionen zur Stärkung der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter beigetragen. So wurden zahlreiche Initiativen in der Produktion inkl. Gesundheitstagen ins Leben gerufen. In der Summe liegt unsere Unfallquote über alle unsere Werke unterhalb des Branchendurchschnitts. Uns ist bewusst, dass wir dem demografischen Wandel der Gesellschaft Rechnung tragen müssen, und wir sind bereit, dies durch gezielte Investitionen in unseren Gesundheits- und Arbeitsschutz zu erreichen.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Wir wollen der führende globale Partner für Lösungen werden, die Gesundheit und Wohlbefinden verbessern. Das besagt unser Unternehmensleitbild. Dementsprechend stellen wir an uns selber immer wieder den Anspruch, unsere Produkte und unsere Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern. Dabei spielen Innovationen, Forschung und Entwicklung eine große Rolle. Wir arbeiten sehr eng mit unseren Kunden, aber auch mit Partnern aus der Wissenschaft und weiteren Einrichtungen zusammen. Da die Weiterentwicklung von pharmazeutischen Primärverpackungsmitteln und Instrumenten zur Verabreichung von Medikamenten hohen Ansprüchen genügen muss, arbeiten wir insbesondere im Bereich der Drug Delivery-Systeme eng mit unseren Kunden zusammen. Zu unseren wesentlichen Zielsetzungen gehört es, die Effizienz von Medikamenten durch möglichst gezielte, sichere und präzise Dosierung zu erhöhen, wobei Convenience und Anwendungssicherheit im praktischen Einsatz eine wichtige Rolle spielen. In enger, projektorientierter Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickeln wir nicht nur kundenspezifische Systeme, sondern auch individuell erforderliche Werkzeuge und Anlagen zu deren Herstellung. Die konstruktiven Details des jeweiligen Systems sind hierbei ebenso entscheidend wie die sorgfältige Abstimmung der eingesetzten Primärmaterialien auf die jeweiligen pharmazeutischen Stoffe. Parallel dazu kommt den Technologien und Prozessen der Fertigung zentrale Bedeutung zu. Die Herstellung und Qualität von Produkten, die mit Arzneimitteln in unmittelbaren Kontakt kommen, unterliegen strengsten Auflagen nationaler und internationaler Zulassungsbehörden und sind für die Pharmaindustrie von besonderer Relevanz. Mit unseren modernen Technologien und unserer Innovationskraft haben wir eine Spitzenstellung erreicht, die es zu halten und zu stärken gilt. Unser enges Zusammenwirken mit der Pharmaindustrie, der Wissenschaft und weiteren Entwicklungspartnern bildet dabei die Grundlage für unsere Innovationen, die unseren Erfolg sicherstellen.

Qualitätsverbesserung

Die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen ist nur eine Facette unserer Anstrengungen, uns immer weiter zu verbessern. Die fortlaufende Verbesserung der Qualität ist ebenso von zentraler Bedeutung. Um alle unsere Werke weltweit auf ein noch höheres Qualitätsniveau zu bringen, wurden anspruchsvolle und verbindliche Qualitätsregeln entwickelt und implementiert. Denn für uns ist klar: Wenn es um die sichere Applikation von Medikamenten in den menschlichen Körper und damit um die Gesundheit von uns allen geht, kann der Qualitätsanspruch nicht hoch genug sein. Eine weitere wichtige Entwicklung bei unseren Qualitätsverbesserungen ist in vielen Werken der verstärkte Einsatz von Reinraumtechnik. Des Weiteren ist die kontinuierliche und lückenlose Qualitätskontrolle unserer Produkte von großer Bedeutung. Dazu entwickeln wir ständig die Inspektionssysteme weiter, mit denen die Produkte kontrolliert und nur dann zur Auslieferung freigegeben werden, wenn sie allen Qualitätsansprüchen genügen. Dazu werden hochauflösende, moderne Kamerasysteme eingesetzt. Hinzu kommen bei einigen Produktgruppen aufwändige Reinigungsprozesse wie das Waschen und Sterilisieren der Produkte.

Technologie Center für Spritzensysteme

In unserem Werk in Bünde (Deutschland) befindet sich das Entwicklungs- und Produktionszentrum für Drug Delivery-Systeme für Injektabilia. Den Schwerpunkt bilden hier sterile Ganzglas-Spritzensysteme unserer Marke RTF® , die wir in komplett füllfertiger, sterilisierter Form an die Pharmaindustrie liefern. Die Weiterentwicklung der Qualität dieser vorfüllbaren Spritzen ist eine fortlaufende Aufgabe. Unsere Produktentwicklung befasst sich auch mit praxisorientiertem Zubehör, das vor allem erhöhter Anwendungssicherheit rund um die Injektion dient. Darüber hinaus stellen wir zusammen mit einem Partner auch vorfüllbare Spritzen aus Kunststoff für bestimmte Anwendungen bereit.

Technical Competence Center für Kunststoffprodukte

Der Geschäftsbereich Plastic Systems betreibt zwei Technical Competence Center (TCC) in Wackersdorf (Deutschland) und Peachtree City (USA) speziell für Kunststoffprodukte. Hochqualifizierte Mitarbeiter sind dort in den Bereichen Entwicklung und Konstruktion tätig. Im TCC konzentrieren wir unsere Produktentwicklung von Anfang an auf den praktischen Einsatz der Systeme und Komponenten, die für pharmazeutische, diagnostische und medizintechnische Zwecke bestimmt sind. Das TCC in Wackersdorf wird derzeit um ein Ingenieur- und Vertriebszentrum ergänzt, um die kundenspezifische Entwicklung neuer Produkte, Produktionsprozesse und auch die Industrialisierung aus einer Hand verstärkt anbieten zu können.

Medical Innovation Group

Um die Bandbreite unserer Lösungs- und Entwicklungskompetenz zu erweitern, wurde im Berichtsjahr ein Spezialistenteam unter dem Titel „Medical Innovation Group" in unserem Geschäftsbereich Plastic Systems gegründet. Das Team deckt alle Leistungen zur professionellen Umsetzung von Produktideen ab: von der Analyse der Märkte und Anwenderbedürfnisse über das Produktdesign, die Produktentwicklung bis hin zum Patentmanagement. Wir reagieren damit auf den Wunsch unserer Kunden, die bei der Produktentwicklung möglichst früh mit externen Partnern kooperieren möchten. Die enge Zusammenarbeit der Medical Innovation Group mit den technischen Kompetenzzentren in Wackersdorf und Peachtree City ist damit ein wichtiger Erfolgsfaktor.

MultiShell-Kunststofffläschchen

Ein Beispiel für unsere Innovationsstärke sind die von uns entwickelten MultiShell-Kunststofffläschchen. Diese neue Produktreihe wurde von unseren Kunststoffspezialisten entwickelt, wobei unsere Glasspezialisten ihre weitreichenden Kenntnisse der traditionell aus Glas hergestellten Injektionsfläschchen eingebracht haben. Die neuartigen Kunststofffläschchen, die derzeit von Pharmazeuten getestet werden, wurden speziell für empfindliche parenterale Arzneiformen entwickelt. Die neuen MultiShell-Kunststofffläschchen bestehen aus einer einzigartigen, mehrschichtigen Struktur mit erheblich verbesserter Gasdichtigkeit in Verbindung mit hohem Bruchwiderstand und ausgezeichneter Transparenz.

Verbesserung der Glasqualität

Glas ist seit jeher das bevorzugte Verpackungsmaterial für Parenteralia, also für Medikamente, die mit einer Spritze verabreicht oder als Infusion zugeführt werden. Glas ist besonders undurchlässig, chemisch stabil und widersteht sehr hohen Temperaturen. In sehr seltenen Fällen können bestimmte Medikamente und Rezepturen die Glasoberfläche angreifen und Glaspartikel ablösen. Insbesondere große Proteinmoleküle in geringen Konzentrationen können hochempfindlich auf Wechselwirkungen mit den eingesetzten Werkstoffen reagieren. Diesen Vorgang nennt man Delamination. Wir führen diesbezüglich gemeinsam mit der Alfred-Universität (USA) und weiteren Partnern eine umfangreiche Studie durch mit dem Ziel, die Einflussfaktoren der Glas-Delamination genauer bestimmen zu können. So wollen wir unsere Produktionsprozesse weiter verbessern, um die höchste Glasqualität für die Verpackung von Parenteralia sicherzustellen.

Investitionen in Forschung und Entwicklung

Wir arbeiten stetig an der Optimierung unseres Produktportfolios sowie unserer Produktionsprozesse. Die in diesem Zusammenhang angefallenen Kosten sind zum größten Teil in den Herstellungskosten enthalten. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich eng an den Bedürfnissen unserer Kunden und finden deshalb oftmals in enger Zusammenarbeit mit ihnen statt. Zum Teil arbeiten Mitarbeiter der Pharma-Unternehmen in unseren Kompetenzzentren. Die Kosten für diese kundenspezifische Forschung und Entwicklung tragen unsere Kunden. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Weitere EUR 1,5 Mio. Entwicklungskosten wurden in 2011 aktiviert.

BUSINESS EXCELLENCE

Der Gerresheimer Konzern ist ein weltweit führender Partner für Lösungen, die zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Um dem Anspruch unserer Kunden an höchste Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen gerecht werden zu können, haben wir mit der Zusammenführung bereits bestehender Initiativen zur kontinuierlichen Verbesserung im Jahr 2004 das Gerresheimer ManagementSystem (GMS) eingeführt. Ziel dieser Initiative ist es, die Leistungen für unsere Kunden hinsichtlich Qualität, Service und Kosten beständig zu verbessern, die Effizienz unserer betrieblichen Strukturen und Prozesse zu steigern und eine kontinuierliche Verbesserung aller Unternehmensbereiche im Sinne von Lean Management und Kaizen zu ermöglichen.

Um diese Ziele zu erreichen, hat das GMS konzernweite Standards festgelegt sowie Methoden und Werkzeuge definiert, um eine kontinuierliche Prozessverbesserung in allen Elementen der Wertschöpfungskette nachhaltig zu implementieren. Das GMS ermöglicht einen Wissenstransfer innerhalb der gesamten Gerresheimer Gruppe durch den Austausch von Best Practice-Methoden und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit von Mitarbeitern, Abteilungen und Werken. Die Anwendung der durch das GMS zur Verfügung gestellten Methoden und Werkzeuge erfolgt durch unsere Mitarbeiter, welche durch systematische Aus- und Weiterbildung in die Lage versetzt werden, die GMS-Prinzipien einzusetzen, um für unsere Kunden eine gruppenweit einheitlich hohe Qualität unserer Produkte, Effizienzsteigerungen sowie einen pünktlichen und vollständigen Lieferservice zu gewährleisten.

Die Einhaltung der durch das GMS definierten Standards wird regelmäßig durch sogenannte Operational Excellence (OPEX)-Kennzahlen gemessen und durch ein standardisiertes Evaluationssystem in allen Werken regelmäßig überprüft und bewertet. Zu diesem Zweck sind bereits 78 Mitarbeiter zu Auditoren ausgebildet worden, die nachhaltig zur Umsetzung des Systems beitragen. Aus den Audits werden jeweils standortspezifische Empfehlungen und Maßnahmenpläne entwickelt, um eine zielgerichtete, kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

Die jährlich stattfindende internationale GMS-Konferenz, zu der sich die Experten der gesamten Gerresheimer Gruppe treffen und austauschen, ist ein weiteres wichtiges Element, um kontinuierliche Verbesserungen voranzutreiben und die Ideen und Erfolge unserer Mitarbeiter sichtbar zu machen. Mit dem Ziel, exzellente Projekte und Innovationen im Bereich Business Excellence zu fördern und auszuzeichnen, wurden in 2011 erstmals die GMS-Awards vergeben. Dazu wurden folgende Kategorien gebildet: Mitarbeitersysteme, Qualitätssysteme, Materialsysteme, Werkzeuge und Methoden sowie eine Auszeichnung für das Werk mit der nachhaltigsten und am besten integrierten Umsetzung von GMS. Weiterbildungen, Expertenplattformen, Best Practice-Portale, ein Leitfaden zur erfolgreichen Einführung von GMS und regelmäßige Newsletter vervollständigen das System.

Um auch in Zukunft kontinuierliche Verbesserung in allen Bereichen unseres Unternehmens zu erzielen, wurde das GMS im Geschäftsjahr 2011 einer kompletten Überprüfung und Überarbeitung unterzogen, um den neuesten Entwicklungen im Bereich Business Excellence und deren Weiterentwicklung Rechnung zu tragen und diese in verbesserte Methoden und Werkzeuge einfließen zu lassen.

NACHHALTIGKEIT UND UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung sind für uns untrennbare, grundlegende Prinzipien, nach denen wir an allen unseren 45 Standorten weltweit arbeiten und wirtschaften. Beide Prinzipien sind fest in den Leitlinien unseres Handelns verankert. Dazu gehören insbesondere unsere unternehmerische Vision, mit der wir unser Bild von unserem Unternehmen in der Zukunft beschreiben, und unser Mission Statement, mit dem wir den Weg dorthin umrissen haben. Weit wichtiger aber noch ist, dass wir diese Prinzipien der unternehmerischen Verantwortung und der Nachhaltigkeit in unseren Unternehmenswerten verankert haben. Auf deren Einhaltung haben wir uns konzernweit verständigt, so dass sie uns in unserem täglichen Handeln begleiten.

Was es heißt, Verantwortung für ein einwandfreies Produkt zu übernehmen, wird am Beispiel unserer Produkte aus Glas und Kunststoff zur Verpackung und Verabreichung von Medikamenten schnell deutlich. Mit einem sorgfältig durchdachten Einkaufskonzept sowie einem effizienten wie ressourcenschonenden Produktionsprozess sorgen unsere Mitarbeiter für ein qualitativ hochwertiges Produkt, das allen Anforderungen der Anwender der Medikamente in Bezug auf Sicherheit, Dosierbarkeit und einfache Handhabung entspricht. Damit leisten wir einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden. Unsere unternehmerische Verantwortung geht aber weit über die Produktwelt hinaus. In einer Zeit zunehmender globaler Vernetzungen sowie angesichts wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sind wir uns unserer unternehmerischen Verantwortung und der Verpflichtung zu nachhaltigem Wirtschaften bewusst. Wir wollen diese Rolle aktiv, umfassend und nachhaltig ausfüllen und uns an unseren Grundsätzen messen lassen. In unserem unternehmerischen Handeln fühlen wir uns verantwortlich gegenüber der Gesellschaft, unseren Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten sowie der Umwelt.

Unternehmerische Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften umfassen für uns sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Aspekte. Die Einhaltung rechtlicher Vorschriften ist dabei für uns natürlich selbstverständlich. Wir setzen darüber hinaus Standards und verbessern uns kontinuierlich. Beispielgebend dafür, wie wir unsere unternehmerische Verantwortung wahrnehmen, sind unser Engagement im Carbon Disclosure Project wie auch unsere vielfältigen Projekte zur umweltschonenden Produktion und zum verantwortlichen Umgang mit Ressourcen (siehe auch Kapitel „Umwelt“). Dabei beziehen wir unsere Zulieferer und Partner mit ein. Seit Januar 2010 gelten die vom Vorstand beschlossenen, unternehmensweit einheitlichen Grundsätze unternehmerischer Verantwortung, die wir im Internet veröffentlichen (www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung). Gleiches gilt auch für unsere Prinzipien für ein verantwortungsvolles Einkaufsmanagement. Beides ist integraler Bestandteil im Gerresheimer Management-System.

UMWELT

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Schonung der Umwelt und die Vermeidung von Abfällen sind Kernbestandteil unserer unternehmerischen Verantwortung. Unsere Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften umfasst neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische Aspekte.

Unsere Umweltschutzmaßnahmen gehen oft deutlich über die gesetzlichen Anforderungen der jeweiligen Länder hinaus. Umweltschonende Produktionsmethoden, die Verringerung von Abfällen und Emissionen sowie der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen sind Gegenstand unseres weltweit implementierten GMS und finden sich auch in unseren Prinzipien unternehmerischer Verantwortung wie auch den Leitlinien für verantwortungsvolles Einkaufsmanagement wieder. Das Kernstück des GMS ist das Lernen voneinander. Hervorragende Beispiele mit Leuchtturmcharakter geben dabei Orientierung und bilden den Maßstab beispielsweise für eine nachhaltige und umweltschonende Produktion. So gibt es jedes Jahr neue Initiativen, mit denen wir unser Handeln im Sinne der Umwelt- und Ressourcenschonung kontinuierlich verbessern. Bei all diesen Initiativen ergeben sich aus der ökologischen Verbesserung auch ökonomische Vorteile.

In allen unseren Werken sind neben der internen Standardisierung durch das GMS auch die externe Zertifizierung von industrieüblichen und von unseren Kunden geforderten Standards wichtige Faktoren, um die hohe Qualität unserer Prozesse und Produkte zu dokumentieren. Bereits zehn Werke aus unterschiedlichen Divisionen sind nach ISO 14001, der Bescheinigung eines modernen Umweltmanagements, zertifiziert. Erstmals ist in 2011 auch ein Werk nach ISO 16001 zertifiziert worden und belegt damit die Einführung eines modernen Energiemanagement-Systems. Weitere Werke werden folgen.

In unseren sieben Behälterglaswerken weltweit wird Glas geschmolzen und in einem kontinuierlichen Prozess zu Kleinglasbehältern für die Pharma- und Kosmetikindustrie geformt. Naturgemäß ist dafür viel Energie notwendig, und es werden große Mengen an Rohstoffen wie Sand, Soda, Kalk und mehr benötigt. Um die Menge an benötigter Energie und den Ausstoß an Emissionen zu minimieren, werden bei jeder Überholung der Glasschmelzwannen die modernsten Technologien eingesetzt. So wurde auch bei den großen Schmelzwannenumbauten 2010 im amerikanischen Millville und 2011 im deutschen Tettau ein besonderes Augenmerk auf die Schonung der Ressourcen und die Minimierung der Emissionen gelegt. Im Ergebnis wurden signifikante Reduktionen beim Ausstoß von CO2und bei Stickoxiden erzielt, und es wird weniger Energie für die Glasschmelze benötigt. Darüber hinaus konnte die Emission von Stickoxiden dadurch verringert werden, dass ein anderer Mix an Rohstoffen verwendet wurde.

Eine weitere Maßnahme zur Senkung des Energieaufwandes bei der Glasschmelze ist die Verwendung von sortierten Scherben, also Scherben aus dem Sekundärkreislauf, statt der Rohstoffe. In 2011 haben wir für Kosmetikglas eine neue Glaskategorie unter Verwendung von bis zu 40 % Scherben geschaffen, die den hohen optischen Qualitätsanforderungen der Kosmetikindustrie gerecht wird und in der Industrie einen neuen Standard gesetzt hat. Mehrere Kosmetikkunden setzen beispielsweise für Cremetiegel und Kosmetikflaschen dieses Glas von uns mit hohem Recycling-Anteil ein.

Ein weiterer Ansatz ist die Nutzung von Abwärme. So wird im Behälterglaswerk in Essen aus der industriellen Abwärme Strom gewonnen. In Werken des Bereichs Plastic Systems im tschechischen Horsovsky Tyn und im deutschen Pfreimd sowie in mehreren Behälterglaswerken werden Wärme-Rückgewinnungsanlagen eingesetzt. An den beiden Standorten Horsovsky Tyn und Pfreimd werden bei dem Bau neuer Reinräume in neuen Produktionshallen statt der alten, großen Belüftungsanlagen mit starren Belüftungskanälen und einem entsprechend hohen Energieverbrauch erstmals neuartige, kompakte Belüftungssysteme der sogenannten Fan-Filter-Unit-Technik eingesetzt. Kombiniert mit Wärmerückgewinnung an den Drucklufterzeugern und hocheffizienter Kühlung für das Prozesswasser über Freikühlung, entsteht in diesen neuen Produktionshallen ein ganzheitliches Energiekonzept mit Beispielcharakter.

Ebenfalls zur Energiereduktion beigetragen hat ein Verbesserungsprojekt am Standort Pfreimd, das die elektrische Spannung vermindert, dadurch Energie einspart, und so bei allen elektrischen Verbrauchern im Werk die Wärmeentwicklung reduziert und die Lebensdauer der Geräte verlängert.

Bei der Produktion von Kunststoffteilen im sogenannten Spritzgussverfahren wird in unseren Werken auch dadurch Energie eingespart, dass hydraulische durch elektrische Maschinen ersetzt und neue, effizientere Kühlverfahren eingesetzt werden.

Neben der Optimierung des Ressourceneinsatzes bei der Produktion spielt auch das Thema Logistik und Verpackung unserer Produkte und Zulieferteile eine wichtige Rolle. Bei pharmazeutischen Kunststoffbehältern ist naturgemäß ein großes Volumen zu transportieren. Deswegen wird in mehreren Werken gemeinsam mit Kunden und Zulieferern ein neuartiges System von wiederverwendbaren Transportverpackungen erfolgreich eingesetzt, die nach Auslieferung der Ware oder des Zulieferteils wieder an den Absender zurückgeschickt werden.

Ziele, Strategien sowie Erfolge unserer Initiativen und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt veröffentlichen wir regelmäßig auch im Rahmen unserer Teilnahme an dem Carbon Disclosure Project (CDP). Dabei handelt es sich um die weltweit größte Umweltinitiative zur Reduktion von CO2-Emissionen. Initiiert von Investoren weltweit, zielt das Carbon Disclosure Project darauf, in allen Unternehmen, gleich welcher Branche, ein starkes Umweltbewusstsein zu verankern. Der Aufforderung, umweltbeeinflussende Faktoren, wie zum Beispiel CO2-Emissionen, zu messen und zu managen, kommen bereits rund 3.000 Unternehmen in 60 Ländern nach. Getragen wird die Initiative von rund 550 institutionellen Investoren, die mit ihrem Engagement und Einfluss einen marktwirtschaftlichen Anreiz zur Senkung von Emissionen setzen wollen. Beteiligt sich ein Unternehmen an dem Projekt und verringert es seine Emissionen, steigt dessen Attraktivität für den Investor. Gelebtes Umweltbewusstsein wird damit zur Einflussgröße auf die Kapitalströme weltweit. Ein geschickter wie inzwischen überaus erfolgreicher Weg, mit dem das CDP weltweit einen Beitrag zu einer grenzübergreifenden Ressourcenschonung leistet. Wir haben uns zum dritten Mal in Folge an dem Projekt beteiligt. Dazu erheben, analysieren und managen wir unsere CO2-Emissionen an allen Produktionsstandorten und erstatten jährlich über deren Zusammensetzung und Entwicklung, vor allem aber über die verschiedensten Maßnahmen zu deren Verringerung ausführlich Bericht. Ziel unserer Umweltstrategie bezogen auf das CDP ist es, das Verhältnis von Emissionen zu Umsätzen im Vergleich zum Basisjahr 2008 zu reduzieren. Das heißt, unsere Umsätze sollen in der Zukunft schneller wachsen als die zu deren Erzielung unvermeidbaren Emissionen. Dazu leisten unsere Mitarbeiter mit vielen kleinen und großen Initiativen einen wertvollen Beitrag. Weitere Informationen finden sich dazu unter www.cdproject.net.

Prinzipien unternehmerischer Verantwortung und die Leitlinien für verantwortungsvolles Supply Chain Management sind im Internet veröffentlicht unter: www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.

VERGÜTUNGSBERICHT

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Gesamtvergütung des aktiven Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um ein Festgehalt, eine erfolgsabhängige Tantieme, eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung, Aktienwertsteigerungsrechte, übliche Nebenleistungen und um Pensionszusagen.

Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einem Fixum und aus Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Letztere setzen sich im Wesentlichen aus Versicherungsprämien sowie Dienstwagennutzung zusammen. Der Gesamtaufwand für Fixum und Nebenleistungen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 2,1 Mio. Für die Mitglieder des Vorstands besteht zudem eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung), die einen Selbstbehalt gem. § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG vorsieht.

Die erfolgsabhängige Tantieme ist an den Grad des Erreichens von anstellungsvertraglich definierten Jahreszielen geknüpft, deren Höhe sich jeweils aus dem Budget ableitet. Diese beziehen sich auf die Kennzahlen Adjusted EBITDA, Umsatzerlöse, Net Working Capital und Investitionsvolumen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Gesamtaufwand für die erfolgsabhängige Komponente bei EUR 1,0 Mio.

Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung besteht aus einem rollierenden Bonussystem, das an das Erreichen bestimmter Ziele über einen Zeitraum von drei Jahren anknüpft. Die für die Zielerreichung relevanten Kennzahlen sind das organische Umsatzwachstum und die Gesamtkapitalrendite (ROCE). Die Zielerreichung wird anhand des arithmetischen Mittels der Einzelwerte jedes Jahres des dreijährigen Bemessungszeitraumes festgestellt. Die Auszahlung erfolgt, bezogen auf das Basisjahr, nach drei Jahren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist keine Auszahlung erfolgt.

Zusätzlich hat die Gesellschaft mit sämtlichen Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen über eine langfristige aktienkursorientierte variable Vergütung geschlossen. Diese Vereinbarungen sehen vor, dass jedes Vorstandsmitglied in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktienkurs in jedem Jahr der Vorstandstätigkeit eine bestimmte Anzahl sogenannter Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks) erhält. Jedes Aktienwertsteigerungsrecht berechtigt das Vorstandsmitglied zum Erhalt einer Zahlung in Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienkurses. Dabei legt die sogenannte Erfolgshürde fest, dass die Zahlung nur möglich ist, wenn der Kurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung den Ausgangswert der jeweiligen Tranche um mindestens 12 % übersteigt oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist. Für die das Jahr 2011 betreffenden Aktienwertsteigerungsrechte gilt der Ausgabepreis von EUR 32,48 als Ausgangswert. Die Erfolgshürde ist lediglich für die Frage der Zahlungsberechtigung, nicht aber für die Berechnung der Zahlungshöhe relevant. Nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren können die Aktienwertsteigerungsrechte innerhalb eines sich anschließenden Zeitraums von 16 Monaten (Ausübungszeitraum) ausgeübt werden. Der Vergütungsanspruch entspricht dem Betrag, um den der Aktienkurs im jeweiligen Zeitraum zwischen der Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte und der Ausübung absolut gestiegen ist. Die Höhe des Vergütungsanspruches ist jedoch für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes sämtlicher Aktienwertsteigerungsrechte dieser Tranche entspricht. Mit dem Ausscheiden des jeweiligen Vorstandsmitgliedes verfallen alle noch nicht ausgeübten Aktienwertsteigerungsrechte, sofern das Ausscheiden nicht durch Todesfall oder dauernde Erwerbsunfähigkeit eintritt oder die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit der jeweiligen ausgegebenen Tranche nicht mindestens ein volles Jahr bestand. Sämtliche Ansprüche auf weitere Aktienwertsteigerungsrechte verfallen ebenfalls mit dem Ausscheiden. Die Gesellschaft hat sich das Recht vorbehalten, die Aktienwertsteigerungsrechte gegebenenfalls in Aktien zu erfüllen, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist. Als weitere Bezüge wurden im Geschäftsjahr 2011 einem Mitglied des Vorstands aufgrund einer Vertragsverlängerung insgesamt 260.000 neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 6 bis 10) gewährt, die sich auf einen Zeitraum bis 2016 beziehen und im Geschäftsjahr 2011 nicht zahlungswirksam waren. Der beizulegende Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung betrug EUR 0,8 Mio.

Die den Vorstandsmitgliedern erteilten Pensionszusagen werden über einen Pensionsfonds abgewickelt, soweit die Anwartschaften bis zum 1. Mai 2007 erdient wurden. Sie wurden durch eine einmalige Zahlung im Geschäftsjahr 2007 finanziert. Soweit sind keine weiteren laufenden Zahlungen mehr zu leisten. Seit dem 1. Mai 2007 entstehende Anwartschaften werden über eine Unterstützungskasse abgewickelt. Im Berichtsjahr wurde einem weiteren Vorstandsmitglied eine Pensionszusage erteilt, die ebenfalls über eine Unterstützungskasse abgewickelt werden soll. Die Zuführungen zur Unterstützungskasse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt bei EUR 0,7 Mio.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 14. Mai 2007 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 8 HGB für einen Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung dieses Beschlusses unterbleibt.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der Gerresheimer AG geregelt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Jahresvergütung von jeweils EUR 30.000,00. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats steht das Zweifache und dem stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache dieser Vergütung zu. Mit Ausnahme des Ausschusses nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz erhalten Vorsitzende von Ausschüssen für jeden Vorsitz eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 10.000,00 und jedes andere Mitglied eines Ausschusses von EUR 5.000,00. Zusätzlich zu der Jahresvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, denen sie angehören, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 1.500,00 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 1.500,00 pro Kalendertag. Angemessene Auslagen werden auf Nachweis erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 100,00 pro EUR 0,01 des bereinigten Konzernergebnisses je Aktie der Gerresheimer AG, falls dieser Wert den Betrag von EUR 0,50 erreicht. Überschreitet das bereinigte Konzernergebnis je Aktie der Gerresheimer AG den Betrag von EUR 3,00, bleibt der überschreitende Betrag bei der Berechnung der variablen Vergütung außer Betracht. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie ergibt sich aus dem im Konzernabschluss ausgewiesenen Konzernergebnis vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen, den außerplanmäßigen Abschreibungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen (einschließlich wesentlicher zahlungsunwirksamer Aufwendungen) und der darauf entfallenen Steuereffekte, nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen (Minderheiten), bezogen auf die zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser variablen Vergütung.

Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2011 betrug T EUR 891.

ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

Die Gerresheimer AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland und hat stimmberechtigte Aktien ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Absatz 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG), namentlich im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard), notiert sind.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gerresheimer AG belief sich zum 30. November 2011 auf EUR 31,4 Mio. Es ist eingeteilt in 31,4 Millionen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital der Gesellschaft ist vollständig eingezahlt.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Zum Abschlussstichtag bestehen keine satzungsmäßigen, gesetzlichen oder dem Vorstand bekannten sonstigen Stimmrechtsbeschränkungen betreffend die Aktien der Gerresheimer AG. Sämtliche zum 30. November 2011 ausgegebenen Stückaktien der Gerresheimer AG sind voll stimmberechtigt und gewähren in der Hauptversammlung eine Stimme.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns zum 30. November 2011 nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Keine der von der Gerresheimer AG ausgegebenen Aktien beinhaltet Rechte, die deren Inhabern besondere Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Informationen über die Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen uns nicht vor.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der Gerresheimer AG ist der Vorstand. Er besteht gemäß Gesellschaftssatzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird im Übrigen vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Zudem ernennt der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands oder zu dessen Sprecher.

Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß § 84 AktG vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von maximal fünf Jahren bestellt. Wiederholte Bestellungen oder Verlängerungen der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung eines Vorstandsmitglieds vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, etwa bei grober Pflichtverletzung, oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht.

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.

Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Befugnis des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Gemäß § 4 Absatz 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 15,7 Mio. zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften.
Soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandelrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.
Um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen.
Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, auf die ein Wandlungs- oder Optionsrecht oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere vorgenannten Ausführungen zu den „Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen“.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 6.280.000 durch Ausgabe von bis zu 6.280.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die auszugebenden Aktien stehen hinsichtlich ihrer Gewinnberechtigung den bereits ausgegebenen Aktien gleicher Gattung gleich. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Mai 2008 bis zum 22. Mai 2013 von der Gesellschaft oder einem Konzernunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festgelegten Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als von Options- und/oder Wandlungsrechten aus den Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die Darlehen unter dem Vertrag über Kreditfazilitäten im Gesamtbetrag von EUR 400 Mio., die zum Stichtag mit insgesamt EUR 154,7 Mio. in Anspruch genommen sind, werden durch die Kreditgeber kündbar und sind als Folge von den Kreditnehmern in voller Höhe vorzeitig zurückzuführen, wenn ein Dritter oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Dritte 50,01 % oder mehr der Anteile oder der Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben und es nicht gelingt, kurzfristig Einigung über die Fortsetzung des Kreditengagements zu erzielen.

Im Falle eines Kontrollwechsels ist die Gerresheimer AG verpflichtet, den Gläubigern der EUR 300 Mio. den Kontrollwechsel bekannt zu machen. Diese haben dann das Recht, alle oder einzelne Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig zu stellen. Als Kontrollwechsel gilt, wenn eine oder mehrere Personen mindestens 50,01 % der Aktien oder Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben oder anderweitig beherrschen. In der Regel ist das Kündigungsrecht nur wirksam, wenn sich das Rating der Gesellschaft aufgrund des Kontrollwechsels verschlechtert.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen, deren Höhe drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen entspricht. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene volle Geschäftsjahr einschließlich variabler Vergütungsbestandteile und Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

KONZERNEINHEITLICHES RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil der gesamten Aufbau- und Ablauforganisation im Gerresheimer Konzern. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Die Risikomanagementstrategie verfolgt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Vermeidung und Verringerung von Risiken sowie die Übertragung dieser auf Dritte. Im Rahmen der definierten Risikobereitschaft geht Gerresheimer bewusst Risiken ein, wenn diese unvermeidbar sind oder wahrscheinlich durch Chancen kompensiert werden. Ein Risikomanagementsystem gibt keine absolute Garantie für die Vermeidung von Risiken. Es unterstützt die Handhabung, Risiken zu vermeiden und Unternehmensziele zu erreichen.

Die Einrichtung und die wirksame Unterhaltung des Risikomanagementsystems liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gerresheimer AG. Die Risikoüberwachung, -früherkennung, -analyse, -steuerung und -kommunikation beziehen die gesetzlichen Vertreter der operativen Gesellschaften und die Leiter der wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale ein. Zur Unterhaltung und Umsetzung des Systems bestehen für die Tochtergesellschaften und wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der Konzern hat sein Risikomanagementsystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen angepasst.

Wesentliche Elemente dieses Systems sind

eine einheitliche, periodische Risikoberichterstattung der Tochtergesellschaften an die Konzernzentrale,
die regelmäßige Risikoerhebung in wesentlichen Zentralbereichen,
die Segmentierung der Risiken nach Markt, Kunden, Finanzwirtschaft, Umweltschutz, Rechtsbeziehungen, externen politischen und gesetzlichen Vorgaben sowie strategischen Entscheidungen,
die Quantifizierung der Risiken durch den Ansatz von potenziellen Schadensbeträgen und Eintrittswahrscheinlichkeiten,
die Erfassung der Ergebnisauswirkung nach Geschäftsfeldern und
die Eingrenzung durch Schadensverhütung und Risikotransfer.

Die Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems wird regelmäßig durch die interne Revision des Gerresheimer Konzerns als prozessunabhängiges Element des Risikofrüherkennungsystems überwacht. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Konzernvorstand und dem Aufsichtsrat hierüber Bericht.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (ANGABEN NACH § 289 ABS. 5 HGB)

Der Gerresheimer Konzernabschluss ist unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, soweit diese für die Anwendung in der Europäischen Union anerkannt wurden und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften entsprechen. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gerresheimer AG erstellt einen zusammengefassten Lagebericht, der sowohl für den Gerresheimer Konzern als auch für die Gerresheimer AG gilt.

Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess mithilfe anerkannter Konsolidierungssysteme erstellt. Die von dem jeweiligen Abschlussprüfer geprüften und vorkonsolidierten Teilkonzernabschlüsse werden mit den geprüften bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogenen Abschlüssen der übrigen Tochtergesellschaften zum Konzernabschluss der Gerresheimer AG zusammengefasst. Hierbei liegt die Verantwortung für den konzerneinheitlichen Kontenrahmen und die Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die terminliche und sachliche Organisation des Konzernabschlussprozesses zentral in der Gerresheimer AG.

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gilt eine einheitliche Richtlinie zur Bilanzierung und Bewertung nach IFRS. Diese umfasst eine Beschreibung der allgemeinen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit IFRS. Die bestehende Richtlinie, welche unter Berücksichtigung der Entwicklung der IFRS kontinuierlich modifiziert wird, steht allen Tochtergesellschaften über das Gerresheimer Intranet zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen verbindlichen Abschlussterminkalender.

Im Rahmen des Abschlussprozesses werden neben der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung auch Informationen hinsichtlich Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Anhang und Lagebericht systemseitig bereitgestellt. Die wirksame Unterhaltung des Systems erfolgt zentralisiert durch das Konzernrechnungswesen. Neben den vorhandenen systemseitigen Checks werden manuelle Kontrollen hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit durch die operativen Gesellschaften und die Konzernzentrale durchgeführt. Das Rechnungswesen stellt sicher, dass fachbereichsbezogene Informationen durch die jeweiligen Fachabteilungen gemeldet und im Konzernabschluss verarbeitet werden. Die zur Einhaltung der konzernrechnungslegungsrelevanten Richtlinien in den Tochtergesellschaften und der Konzernzentrale implementierten Kontrollen werden durch die interne Revision auf ihre Wirksamkeit geprüft. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Konzernvorstand und dem Aufsichtsrat hierüber Bericht.

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG wird mithilfe der Software SAP erstellt. Die laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses sind in funktionale Prozessschritte gegliedert. In allen Prozessen sind entweder automatisierte oder manuelle Kontrollen integriert. Die organisatorischen Regelungen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle und die Jahresabschlusserstellung vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst, verarbeitet und dokumentiert werden. Unter Berücksichtigung der notwendigen IFRS-Anpassungen werden die relevanten Daten aus dem Einzelabschluss der Gerresheimer AG in das Konzernerfassungstool übertragen.

RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Der Gerresheimer Konzern ist aufgrund seiner globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Für alle erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, angemessen Vorsorge getroffen. Auf bestehende Risiken wird im Folgenden eingegangen:

AUSWIRKUNGEN DER EURO- UND FINANZKRISE

Insgesamt ist im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 eine Entspannung der Gesamtrisikosituation zu beobachten gewesen. Niemand kann aber derzeit mit absoluter Sicherheit sagen, wie sich die Euro- und Finanzkrise auf die Realwirtschaft und auf die Kunden bzw. Lieferanten auswirken und wie lange diese Krise andauern wird. Damit sind Prognosen noch stärker mit Unsicherheit behaftet.

OPERATIVE RISIKEN

Energie- und Rohstoffpreise

Gerresheimer hat insbesondere für die Brenn- und Schmelzvorgänge der Hochtemperaturschmelzöfen einen permanent hohen Energiebedarf. Um Energiekostensteigerungen aufzufangen, hat sich der Konzern gegen weiter steigende Energiepreise in erheblichem Umfang abgesichert. Teilweise bestehen bei Kundenverträgen Preisanpassungsklauseln. Gleichwohl kann ein weiterer Anstieg der Energiepreise die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlich belasten, insbesondere, weil das Unternehmen Steigerungen der Energiepreise unter Umständen gar nicht oder nur verzögert durch Produktpreisanpassungen weitergeben kann.

Ein weiterer wesentlicher Teil der Produktionskosten entfällt auf Rohstoffe für die Glas- und Kunststoffherstellung. Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten ist Gerresheimer unter anderem auf die Vorprodukte Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol angewiesen. Deren Preise hängen zu einem großen Teil von der Entwicklung des Ölpreises ab. Gerresheimer ist über eine Vielzahl an individuell getroffenen Maßnahmen laufend bestrebt, die negativen Auswirkungen steigender Rohstoffpreise aufzufangen.

Produkthaftungsrisiken

Trotz interner Maßnahmen zur Gewährleistung von Produktqualität und Produktsicherheit kann der Gerresheimer Konzern nicht ausschließen, dass der Gebrauch und die Verwendung der von ihm hergestellten Verpackungsprodukte und -systeme Schäden bei seinen Kunden oder Endverbrauchern verursachen. So könnte die Lieferung mangelhafter Produkte an die Kunden bei diesen zu Beschädigungen der Produktionsanlagen oder gar zu Betriebsunterbrechungen führen. Dies könnte die Reputation des Gerresheimer Konzerns erheblich beeinträchtigen. Ferner könnten mangelhafte Produkte des Gerresheimer Konzerns in Verbindung mit den Medikamenten und Wirkstoffen seiner Kunden aus der Pharma- und Healthcare-Industrie Gesundheitsschädigungen bei Verbrauchern verursachen. In diesen Fällen wäre nicht auszuschließen, dass der Konzern Kunden verliert. Dies könnte nennenswerte Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns haben. Außerdem könnte Gerresheimer entsprechenden Haftungsansprüchen ausgesetzt sein. Dazu zählen zum Beispiel Schadensersatzansprüche von Kunden oder Ansprüche der Endverbraucher aus der Produkthaftung. Etwaige Produkthaftungsansprüche gegen Gerresheimer können insbesondere bei Sammelklagen in den USA erheblich sein. Zudem besteht das Risiko, dass der Konzern möglicherweise erhebliche Kosten für Rückrufaktionen zu tragen hat. Außerdem ist nicht gewährleistet, dass Gerresheimer auch in Zukunft einen ausreichenden Versicherungsschutz zu den gegenwärtigen Konditionen erhalten wird. Mithin könnten sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns ergeben.

Produkteinführungen

Eine wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie bildet die Markteinführung innovativer Produkte. Im Rahmen eines verantwortlichen Managements sind wir uns bewusst, dass damit nicht nur Chancen, sondern auch Risiken entstehen. Basierend auf umfangreichen Marktanalysen stellen wir sicher, dass die Chancen einer erfolgreichen Produkteinführung maximiert und entsprechende Risiken minimiert werden.

Risiken aus der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme

Gerresheimer erzielte im Geschäftsjahr 2011 über 82 % der Konzernumsätze im Marktsegment Pharma und Healthcare. In den letzten Jahren waren die Regierungen und Krankenkassen in Europa und den Vereinigten Staaten bestrebt, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu reduzieren. Dies hat den Preisdruck auf die Pharmaindustrie erhöht. Begrenzter Patentschutz und stetig steigende Produktentwicklungskosten verstärken die Notwendigkeit der Kostenkontrolle in der Pharmaindustrie weiter. Obwohl auf die pharmazeutische Primärverpackung in der Regel nur ein geringer Prozentsatz der Gesamtkosten eines Medikaments für den Verbraucher entfällt, kann diese Entwicklung den Preisdruck auf die Produkte des Gerresheimer Konzerns erhöhen. Wenn der Preisdruck nicht durch Kostensenkungen oder Effizienzsteigerungen kompensiert werden kann, kann sich dies wesentlich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns auswirken.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist Gerresheimer finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Über ein konzernweites Finanzrisikomanagement werden die finanziellen Risiken des Konzerns zentral durch die verantwortliche Corporate Treasury-Abteilung überwacht. Identifizierte Risikopotenziale steuert der Konzern nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen.

Neben Preisrisiken, die sich durch Schwankungen an den Geld- und Kapitalmärkten sowie an den internationalen Rohstoffmärkten ergeben, fokussiert sich das Risikomanagement auf die Kredit- und Liquiditätsrisiken.

Um Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken im operativen Geschäft zu begrenzen, tätigt Gerresheimer Devisentermin- und Zinsswapgeschäfte. Derivative Finanzinstrumente verwendet der Konzern ausschließlich zur Risikosteuerung im Zusammenhang mit kommerziellen Grundgeschäften.

Die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gruppe ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken werden durch das Kredit- und Forderungsmanagement sowie die Vertriebsbereiche der operativen Gesellschaften überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterliegen die Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, die über kein erstklassiges Rating verfügen, werden versichert. Zur Vermeidung von Kreditrisiken aus Finanzinstrumenten werden diese nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Liquiditätssituation des Konzerns wird durch komplexe Planungsinstrumente überwacht und gesteuert. Über eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung werden Risiken im Zusammenhang mit der Beschaffung von Finanzmitteln erkannt und verfolgt.

Eine detailliertere Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Management findet sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Angabe (6) „Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente“.

CHANCEN

Mit Investitionen, zum Beispiel in unsere Technologiezentren für Glasspritzen und medizinische Kunststoffsysteme, wollen wir auch in Zukunft die Chance nutzen, bestehende Produkte mit unseren Kunden weiterzuentwickeln und unser Produktportfolio insgesamt weiter zu diversifizieren.

Attraktive Entwicklungschancen sehen wir für den Gerresheimer Konzern auch in der weiteren Globalisierung unseres Geschäfts. Wir wollen an der Dynamik in den Schwellenländern durch lokale Präsenz partizipieren und dort unseren Umsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen. Wachstum verspricht auch die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten des Bereichs Plastic Systems nach Nordamerika.

Den Generikaherstellern wird zukünftig zunehmend Bedeutung zukommen. An dem zu erwartenden Mengenwachstum wollen wir partizipieren, da auch diese Medikamente fachgerecht verpackt und verabreicht werden müssen. Ergänzend hierzu werden in Zukunft Verpackungen für Arzneimittel, die die Sicherheit bei der Verabreichung erhöhen bzw. den Umgang mit dem Medikament erleichtern, immer wichtiger werden.

Auch der demografische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und biotechnologisch hergestellte Medikamente bieten dem Gerresheimer Konzern Wachstumschancen, die wir nutzen wollen.

EINSCHÄTZUNG DES GESAMTRISIKOS

Die Bonität von Gerresheimer wird durch die führenden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's regelmäßig bewertet. In diesem Geschäftsjahr hat Standard & Poor's mit BBB- die Einstufung von Gerresheimer auf ein Investment Grade Rating mit stabilem Ausblick angehoben. Auch Moody's hat mit der Anhebung des Ratings auf Ba1 und stabilem Ausblick die Kreditwürdigkeit des Gerresheimer Konzerns bestätigt.

Auch die neuen Rahmenkredite unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dies sind Zinsdeckungskennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA zu Finanzergebnis), EBITDA-Leverage (Verhältnis verzinslicher Nettoschulden zu Adjusted EBITDA), EBITDA-Kennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA des Konzerns zu Adjusted EBITDA der haftenden Gesellschaften und der über einen Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Gesellschaften) und Vermögenswertkennzahlen (Verhältnis der bereinigten Konzernvermögenswerte zu den bereinigten Vermögenswerten der haftenden Gesellschaften und der über einen Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Gesellschaften). Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Rahmen regelmäßiger Covenanttests die Kennzahlen mit signifikanter Überdeckung erreicht. Unter Zugrundelegung der vorliegenden Mehrjahresplanung gehen wir davon aus, die Financial Covenants auch zukünftig einzuhalten.

Nach unserer Einschätzung des Gesamtrisikos bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Gerresheimer Konzerns oder der Gerresheimer AG gefährden oder ihre Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichtes. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung einzubeziehen.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben zuletzt am 8. September 2011 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

„Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG zu den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ gemäß § 161 Aktiengesetz

Die Gerresheimer AG hat den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit der letzten unterjährigen Änderung der Entsprechenserklärung vom 9. Februar 2011 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen.

Den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der geltenden Fassung vom 26. Mai 2010 wird die Gerresheimer AG mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

1. Ziffer 4.2.5 DCGK (Individualisierter Ausweis der Vergütung des Vorstands)

Die Gesellschaft weist die Vergütung des Vorstands aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 nicht individualisiert aus.
2. Ziffer 6.6 DCGK (Angabe des Aktienbesitzes von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern)

Eine über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Veröffentlichung der von Organmitgliedern an der Gesellschaft gehaltenen Aktien oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente im Corporate Governance-Bericht erfolgt nicht. Die Gesellschaft ist der Überzeugung, dass mit der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften ausreichende Transparenz gegeben ist.“

ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

Risikomanagementsystem

Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil der gesamten Aufbau- und Ablauforganisation im Gerresheimer Konzern. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme.

Für die Tochtergesellschaften und wesentliche Funktionsbereiche der Konzernzentrale bestehen Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der Konzern hat sein Risikofrüherkennungssystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems werden in dem Kapitel „Chancen- und Risikobericht“ im Geschäftsbericht beschrieben, der im Internet unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte zugänglich ist.

Compliance-Programm

Für den Erfolg des Gerresheimer Konzerns ist es unerlässlich, dass alle Unternehmen nach wirtschafts­ethischen Grundsätzen verantwortungsvoll und im Einklang mit den Gesetzen und den Regeln des fairen Wettbewerbs geführt werden. Das Gerresheimer Compliance-Programm soll unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, Gesetze und Unternehmensrichtlinien richtig anzuwenden und sie dabei vor Verstößen bewahren. Ein wesentliches Instrument hierzu sind die Konzernrichtlinien und Merkblätter, die Mindestverhaltensstandards für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns festlegen.

Das Compliance-Programm beschränkt sich auf die Bereiche Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht und Kapitalmarktrecht und ist im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/unternehmen/compliance.

Unternehmerische Verantwortung

Gerresheimer ist einer der führenden Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie weltweit. Mit Produkten aus Glas und Kunststoff zur Verpackung und Verabreichung von Medikamenten leistet Gerresheimer einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden.

In einer Zeit zunehmender globaler Vernetzung, wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen ist sich Gerresheimer seiner unternehmerischen Verantwortung bewusst. Diese geht dabei weit über die Produktwelt hinaus. Gerresheimer füllt diese Rolle aktiv, umfassend und nachhaltig aus und lässt sich an seinen Grundsätzen messen. In seinem unternehmerischen Handeln fühlt sich Gerresheimer verantwortlich gegenüber der Gesellschaft, den Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten und der Umwelt.

Die Grundsätze von Gerresheimer sind zusammengefasst in der Publikation „Unsere unternehmerische Verantwortung“, die im Internet zugänglich ist unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise ihrer Ausschüsse

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Geschäftsbericht in dem Kapitel „Organe“. Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse werden im Geschäftsbericht im Rahmen des Corporate Governance-Berichts beschrieben. Der Geschäftsbericht ist im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem 30. November 2011 sind keine für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Gerresheimer Konzerns oder der Gerresheimer AG wesentlichen Ereignisse eingetreten.

PROGNOSEBERICHT

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN

Entwicklung der Weltwirtschaft

Die Erholung der Weltwirtschaft geriet im Herbst 2011 ins Stocken. Daher werden die Wachstumsraten des weltweiten Bruttoinlandsproduktes in 2012 geringer ausfallen als im Vorjahr. Die Prognosen, die auf der Annahme beruhen, dass sich die Schuldenkrise nicht weiter zuspitzt, lauten auf ein Plus von etwa 3,5 %; in 2011 verzeichnete die Weltwirtschaft noch einen Zuwachs von etwa 3,8 %. Die Verringerung des Wachstumstempos ist dabei weniger durch die moderateren Wachstumsraten der asiatischen und amerikanischen Schwellenländer begründet als vielmehr Ausdruck des nur geringfügigen Wachstums bzw. der Rezession in einigen fortgeschrittenen Ländern. Negativ wirkten vor allem die schwache konjunkturelle Entwicklung sowie die Schuldenkrise in den USA und in der Europäischen Währungsunion. Laut Annahmen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft ist neben diesem Basisszenario auch vorstellbar, dass sich die Lage weiter zuspitzt. Sollte die Staatsschuldenkrise eine schwere Rezession auslösen, geriete vermutlich das Bankensystem unter Druck. Eine Rezession in den fortgeschrittenen Ländern wäre dann vermutlich nicht zu vermeiden. Auch dann blieben die Unterschiede zwischen den fortgeschrittenen Ländern und den aufstrebenden Ländern mutmaßlich in der Weise erhalten, dass die Schwellenländer robuster durch die Krise kämen als die entwickelten Länder. Wie lange sie diese Eigenschaft behaupten können, dürfte von der Schwere der Krise abhängen.

Entwicklung in den einzelnen Regionen

Die konjunkturelle Entwicklung in den USA erholte sich in 2011 in nur moderatem Tempo. Die hohen Verschuldungsraten der privaten Haushalte, die geringe Wahrscheinlichkeit besserer Beschäftigungsaussichten bei einer Arbeitslosenquote von immer noch 9 % sowie die Ende 2011 stagnierende Industrieproduktion beeinträchtigen die konjunkturelle Entwicklung. Nach einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von knapp 2 % in 2011 liegen die Wachstumsprognosen für 2012 mit etwa 2,2 % auf ähnlich geringem Niveau.

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone ist zum Jahreswechsel 2011/2012 nahezu zum Erliegen gekommen. Während in der gesamten Eurozone die weltweit nachlassende konjunkturelle Dynamik spürbar ist, wird dieser Effekt in einzelnen Ländern durch finanzielle Einschränkungen infolge staatlicher Konsolidierungsmaßnahmen noch erheblich verstärkt. In 2012 dürfte der Staatsverbrauch in nahezu allen Ländern der Eurozone zurückgefahren werden. Infolge der angespannten Situation auf den Arbeitsmärkten dürfte vielfach der private Konsum als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung ausfallen. Unsicherheiten bei der Kreditvergabe wirken möglicherweise dämpfend auf die Investitionstätigkeit, so dass auch hier Impulse ausbleiben könnten. Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum in 2012 liegen daher mit Werten zwischen 0,5 % und 0,8 % unter dem Vorjahreswert von rund 1,6 %.

Nach Einschätzung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sollte sich die starke Binnennachfrage auf die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands auch im Jahr 2012 positiv auswirken. Trotz der eher robusten Verfassung des Arbeitsmarktes mit einer erwarteten Arbeitslosenquote von weniger als 7 % und der sinkenden Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte liegen die Prognosen für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2012 jedoch bei nur noch knapp 1 % nach etwa 3 % in 2011. Die Konjunktur dürfte sich demnach infolge des sich eintrübenden wirtschaftlichen Umfelds merklich abschwächen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betont mit Blick auf diese Prognosen die erheblichen, schwer zu quantifizierenden Risiken. Scheiterten beispielsweise die Versuche zur Eindämmung der Staatsschuldenkrise, würde dies das außenwirtschaftliche Umfeld erheblich beeinträchtigen. Bei einer Verschärfung der Krise allein innerhalb des Euroraums läge die prognostizierte Wachstumsrate für Deutschland dann bei nur noch 0,4 %. Ein Übergreifen der Krise auf die Weltwirtschaft mit Konsequenzen für den Welthandel brächte das Wachstum in Deutschland mutmaßlich zum Erliegen und könnte auch zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung führen.

Trotz der etwas moderateren Wachstumsraten, die mehrheitlich für die Schwellenländer in 2012 prognostiziert werden, bleiben die lateinamerikanischen und asiatischen Schwellenländer auch in 2012 Motor der Weltwirtschaft. Insbesondere China, Indien und Brasilien gelten als Wachstumstreiber für den Welthandel. Für China rechnen Finanzanalysten in 2012 mit einem Wachstum von etwa 8,5 %. In Indien wird die Wachstumsrate voraussichtlich bei etwa 7,5 % liegen und in Brasilien und Russland wird mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 3,5 % gerechnet.

Entwicklung in den Marktsegmenten

Die weltweite Nachfrage nach Pharma- und Healthcare-Produkten dürfte infolge der stetig steigenden Zahl chronischer Erkrankungen aufgrund zivilisatorischer und umweltbezogener Veränderungen zunehmen. Dabei verzeichnen insbesondere die Märkte für Asthma- und Diabetesprodukte hohe Zuwachsraten. Auch die demografische Entwicklung der Weltbevölkerung mit ihrem zunehmenden Anteil älterer Menschen und dem damit verbundenen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung sollte weiter zu einer positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns beitragen. Während die Wachstumsraten in den sogenannten reifen Märkten, wie den USA und Europa, eher rückläufig sind, sind in den Schwellenländern überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten, da dort mit zunehmendem Wohlstand die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung ausgebaut wird. Insbesondere in den USA dürfte das Wachstum infolge geringerer Zuwächse des Bruttoinlandsproduktes abnehmen, so dass die USA als größter Treiber des Weltwachstums im Bereich Pharma mittelfristig von den Emerging Markets (China, Russland, Indien, Türkei, Brasilien und Mexiko) abgelöst werden dürften.

Entwicklung an den Devisenmärkten

Der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar zeigte sich im Jahresverlauf sehr volatil. Während im April 2011 ein Höchststand von 1,49 US-Dollar erreicht wurde, erzielte die europäische Gemeinschaftswährung zum Jahreswechsel 2011/2012 nur eine Marke von 1,29 US-Dollar. Die Zuspitzung der Staatsschuldenkrise einiger Euroländer sowie die Staatsanleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank wirkten sich dabei kursdämpfend auf den Euro aus. Für das Geschäftsjahr 2011 vom 1. Dezember 2010 bis zum 30. November 2011 ergibt sich ein Durchschnittskurs von 1,3949 US-Dollar. Die US-Dollar-Kursentwicklung in 2012 wird stark davon abhängen, inwieweit es den Ländern des Euroraumes gelingt, ihre Schuldenprobleme in den Griff zu bekommen. Sollte dies in Ansätzen gelingen, ist davon auszugehen, dass der Euro gegenüber dem Dollar an Wert gewinnen wird.

Entwicklung an den Rohstoffmärkten

An den Rohstoffmärkten stieg der Rohölpreis für die US-Referenzsorte WTI (West Texas Intermediate) zu Beginn des Jahres 2011 von rund 90 US-Dollar je Barrel infolge des guten wirtschaftlichen Klimas zu Jahresbeginn auf rund 114 US-Dollar je Barrel. Auch die politischen Unruhen in der arabischen Welt, in deren Folge über mögliche Einschränkungen der Ölproduktion spekuliert wurde, trieben die Preissteigerung an. Nach seinem Höchststand im April 2011 sank der Rohölpreis dann wieder auf Werte zwischen 77 und 90 US-Dollar. Fallende Rohölpreise gelten als Ausdruck der wirtschaftlichen Abkühlung Europas und der USA. Die beiden größten Wirtschaftsregionen der Erde machen schätzungsweise 30 % der weltweiten Öl-Nachfrage aus. Gegen Ende des Jahres 2011 stieg der Ölpreis wieder auf rund 103 US-Dollar je Barrel.

MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN

Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2012

Die Aussichten für die Entwicklung der Weltwirtschaft sind von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Wir gehen davon aus, dass die ungelösten Staatsschuldenprobleme im Euroraum und die anhaltende wirtschaftliche Schwäche in den Vereinigten Staaten und in Europa die Entwicklung der Weltwirtschaft beeinträchtigen werden. Davon auszunehmen sind mutmaßlich die Märkte in den Schwellenländern. Diese Länder befinden sich fundamental in guter Verfassung und sollten sich daher besser entwickeln als die etablierten Märkte. Trotz einer auch dort zu erwartenden leichten Abschwächung gehen wir weiter davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern das der USA, wie auch das des Euroraumes, übersteigen wird.

In den vergangenen Jahren wurde in den Schwellenländern verstärkt mit dem Ausbau der medizinischen Versorgung begonnen. Damit einhergehend stieg dort der Einsatz bzw. die Vergabe von Nachahmerpräparaten. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend ungebrochen fortsetzt und auch in 2012 zu einer weiteren Steigerung der Nachfrage führen wird. Genau darauf zielt unsere Strategie. Wir wollen unser Geschäft regional ausdehnen, vor allem in die Schwellenländer, und wir wollen unser Produktsortiment differenzieren. Dazu gehört auch die verstärkte Zusammenarbeit mit Herstellern von Nachahmerpräparaten. Aufgrund des im Allgemeinen krisenunabhängigen Absatzes verschreibungspflichtiger Arzneien sehen wir daher trotz der allgemeinen konjunkturellen Unsicherheit auch im nächsten Geschäftsjahr weiteres Wachstumspotenzial.

Die Marktentwicklung im Bereich Kosmetik ist unter den genannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Unsicherheit geprägt. Wir rechnen damit, unseren Umsatz mit Kosmetikprodukten ausbauen zu können. Klar ist dabei auch, dass wir an die starke Wachstumsrate des Vorjahres nicht werden anknüpfen können, da diese teilweise von einem Nachholungseffekt aus den Vorjahren geprägt war. Im Geschäftsbereich Life Science Research ist die Visibilität aufgrund der Struktur des Geschäftsmodells geringer als in den anderen Geschäftsbereichen, da wir hier unsere Produkte nicht direkt, sondern über Distributoren verkaufen. Da die Geschäftsentwicklung stark von der US-amerikanischen Konjunktur abhängt, sind Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet. Ob sich in 2012 durchschnittliche Wachstumsraten erzielen lassen, lässt sich daher nicht mit Bestimmtheit sagen.

Für 2012 gehen wir derzeit von einem soliden Umsatzwachstum und einer stabilen Adjusted EBITDA-Marge aus. Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2012 wird im Wesentlichen aufgrund der guten Auftragslage im Geschäftsbereich Plastic Systems voraussichtlich über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen. Für 2013 gehen wir weiterhin von einem soliden Umsatzwachstum und einer dann wieder steigenden Adjusted EBITDA-Marge aus.

Als Obergesellschaft des Konzerns vereinnahmt die Gerresheimer AG über Ergebnisabführungsverträge die Ergebnisse der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften. Diese können auch Beteiligungserträge aus dem Ausland erhalten. Insoweit wirkte sich die Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen direkt auf den Jahresabschluss der Gerresheimer AG aus. Eine entsprechende Ergebnisentwicklung im Konzern vorausgesetzt, gehen wir von einem positiven Jahresergebnis der Gerresheimer AG in den Folgejahren aus.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung des Gerresheimer Konzerns in 2011 sind Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam zu der Auffassung gekommen, der Hauptversammlung am 26. April 2012 vorzuschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,60 je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 25 % des bereinigten Konzernergebnisses. In Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg wollen wir auch in Zukunft attraktive Dividenden ausschütten.

UNTERNEHMENSAUSBLICK

Für die kommenden Geschäftsjahre ist unser Unternehmen gut gerüstet. Durch getätigte und geplante Investitionen in ertragreiche Marktsegmente sowie durch die Akquisitionen der Vergangenheit sind wir für die Chancen und Entwicklungen im Bereich Pharma hervorragend aufgestellt. Wir verfügen über eine gute finanzielle Basis, eine langfristige Finanzierung und eine klare Unternehmensstrategie. Wir werden unser Unternehmen weiter globalisieren, Märkte konsolidieren und interessante Technologien in unser Portfolio aufnehmen. Die Zielrichtung aller Aktivitäten ist die weitere Fokussierung auf die Pharma- und Healthcare-Industrie. Dabei werden neben dem organischen Wachstum, das wir aus dem operativen Cash Flow finanzieren, Akquisitionen nach sorgfältiger Prüfung von Chancen und Risiken auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (HGB)

für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2010 bis 30. November 2011

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01.12.2010 - 30.11.2011

in EUR
01.12.2009 - 30.11.2010

in T EUR
Sonstige betriebliche Erträge 10.908.838,37 10.644
Personalaufwand -12.640.500,31 -12.879
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -349.962,98 -379
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.795.398,41 -15.452
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 16.947
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 37.375.723,17 27.741
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.230.056,88 6.789
Aufwendungen aus Verlustübernahme -11.250.135,26 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.320.269,45 -363
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.158.352,01 33.048
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 569.208,77 -10.250
Sonstige Steuern -14.085,83 -19
Jahresüberschuss 4.713.474,95 22.779
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 44.996.192,66 37.917
Bilanzgewinn 34.770.614,61 60.696

BILANZ (HGB) zum 30. November 2011

AKTIVA

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30.11.2011

in EUR
30.11.2010

in T EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 736.155,00 928
Sachanlagen 217.967,00 250
Finanzanlagen 809.526.093,58 513.426
810.480.215,58 514.604
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 121.255.425,64 149.262
Flüssige Mittel 226,40 1
121.255.652,04 149.263
Rechnungsabgrenzungsposten 2.544.695,17 864
Summe Aktiva 934.280.562,79 664.731
PASSIVA
30.11.2011

in EUR
30.11.2010

in T EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital bedingtes Kapital EUR 6.280.000,00 (Vorjahr: T EUR 6.280) 31.400.000,00 31.400
Kapitalrücklage 525.720.605,98 525.721
Bilanzgewinn 34.770.614,61 60.696
591.891.220,59 617.817
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 7.860.800,00 6.788
Sonstige Rückstellungen 7.008.500,00 5.741
14.869.300,00 12.529
Verbindlichkeiten 320.962.786,20 34.385
Passive latente Steuern 6.557.256,00 0
Summe Passiva 934.280.562,79 664.731

ANHANG (HGB) vom 1. Dezember 2010 bis 30. November 2011

der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr

VORBEMERKUNGEN

Die Gerresheimer AG ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Am 29. Mai 2009 trat das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG) in Kraft. Die vollständige Anwendung der geänderten Vorschriften des Gesetzes erfolgt erstmals zum 30. November 2011. Von dem Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung zum 30. November 2010 wurde kein Gebrauch gemacht. Soweit sich durch das BilMoG Änderungen bei Ansatz und Bewertung ergeben haben, wurden die Vorjahresvergleichszahlen aufgrund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB bei der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach BilMoG nicht angepasst.

Am 11. Juni 2007 hat die Gerresheimer AG mit der Notierungsaufnahme im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) erfolgreich ihren Börsengang vollzogen. Die Aktien der Gerresheimer AG werden unter dem Börsenkürzel „GXI“ bzw. unter der ISIN „DE000A0LD6E6“ geführt. Seit dem 6. September 2007 ist die Gerresheimer-Aktie im SDAX und ab dem 22. Dezember 2008 im MDAX enthalten.

Zwischen der Gerresheimer AG und der Gerresheimer Holdings GmbH besteht ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag. Danach ist die Gerresheimer Holdings GmbH verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die Gerresheimer AG abzuführen. Die Gerresheimer AG muss entsprechend jeglichen Jahresfehlbetrag ausgleichen.

Der Lagebericht der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2011 wurde in Anwendung von § 315 Abs. 3 HGB i.V.m. § 298 Abs. 3 HGB mit dem Lagebericht des Gerresheimer Konzerns zusammengefasst.

GLIEDERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Im Interesse einer klareren Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Der gesonderte Ausweis erfolgt in den jeweiligen Posten des Anhangs. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften (§§ 252 bis 256a HGB) sowie unter Berücksichtigung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 274a HGB) aufgestellt.

Die Bewertung der einzelnen Posten wurde nach folgenden Grundsätzen vorgenommen:

AKTIVA

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über drei bis fünf Jahre abgeschrieben, es sei denn, dass sich eine vertraglich abweichende Nutzungsdauer ergibt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird über die voraussichtliche Nutzungszeit von drei bis dreizehn Jahren linear abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 150 werden direkt als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit am Abschlussstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden mit Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet.

Flüssige Mittel sind zum Nominalbetrag angesetzt.

PASSIVA

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Rückstellung für virtuelle Aktien erfolgt zum inneren Wert und wird unter Berücksichtigung des Zeitraums von der Gewährung bis zum erstmöglichen Ausübungstag angesammelt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden ab dem 1. Dezember 2010 für temporäre Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Gerresheimer AG bilanziert auch die latenten Steuern ihrer Organgesellschaften und ihrer deutschen Personengesellschaften. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Gerresheimer AG von aktuell 29 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer (15 %), Gewerbesteuer (13,1 %) und Solidaritätszuschlag (5,5 %). Abweichend hiervon werden latente Steuern aus temporären Unterschieden bei Beteiligungsunternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft unter Berücksichtigung eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt derzeit 15,83 %. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

AKTIVA

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2011 sind im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich auf T EUR 84 und betreffen im Wesentlichen Software und Lizenzen für Software.

(3) Sachanlagen

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2011 belaufen sich auf T EUR 42 und betreffen Geschäftsausstattung.

(4) Finanzanlagevermögen/Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich auf T EUR 117.130 und betreffen die Gerresheimer Holdings GmbH.

(5) Finanzanlagevermögen/Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Mit Wirkung zum 19. Mai 2011 hat die Gesellschaft der Gerresheimer Glas GmbH ein Darlehen in Höhe von T EUR 296.100 ausgereicht, das eine Laufzeit bis zum 19. Mai 2018 hat. Darüber hinaus besteht ein langfristiges Darlehen an die Gerresheimer Holdings GmbH, das zum Stichtag 30. November 2011 mit T EUR 396.296 valutiert. Die Zinsen für beide Darlehen werden in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen gezeigt.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in T EUR 30.11.2011 30.11.2010
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120.301 147.872
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 1
Sonstige Vermögensgegenstände 955 1.389
121.256 149.262

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T EUR 119.550 gegen die Gerresheimer Glas GmbH aus Cash Pool-Forderungen. Die übrigen Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen haben mit einem Betrag von T EUR 180 (Vorjahr: T EUR 97) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

(7) Flüssige Mittel

Diese Position enthält Guthaben bei Kreditinstituten.

(8) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen die noch nicht amortisierten Disagio-Beträge aus der am 19. Mai 2011 begebenen Anleihe. Das Disagio beläuft sich zum 30. November 2011 auf T EUR 1.663.

PASSIVA

(9) Gezeichnetes Kapital

Zum 30. November 2011 beläuft sich das Grundkapital auf T EUR 31.400, eingeteilt in 31.400.000 Stückaktien.

(10) Kapitalrücklage

Zum 30. November 2011 beläuft sich die Kapitalrücklage auf T EUR 525.721. Die Beträge stammen aus zwei Kapitalerhöhungen im Jahre 2007.

(11) Bilanzgewinn

Im Geschäftsjahr 2011 entwickelte sich der Bilanzgewinn wie folgt:

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in T EUR
Bilanzgewinn zum 30.11.2010 vor Dividendenausschüttung 60.696
Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2009/2010 -15.700
Erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnete Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG -14.939
Jahresüberschuss 4.714
Bilanzgewinn 34.771

(12) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt T EUR 15.700 zu erhöhen.

(13) Steuerrückstellungen

Es handelt sich um die Rückstellung für Gewerbesteuer sowie für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.

(14) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten überwiegend Rückstellungen für Personalkosten und Aufsichtsratsvergütung, Hauptversammlung und Geschäftsbericht, Projektkosten sowie Jahresabschlusskosten.

(15) Verbindlichkeiten

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in T EUR 30.11.2011 30.11.2010
Anleihen 308.033 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 437 696
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.250 31.926
Sonstige Verbindlichkeiten * 1.243 1.763
320.963 34.385
* davon:
aus Steuern 1.208 1.124
im Rahmen der sozialen Sicherheit 32 14

Die Gerresheimer AG hat am 19. Mai 2011 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von EUR 300 Mio. emittiert. Die Anleihe mit der ISIN XS0626028566 hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen jährlichen Zinskupon von 5,00 %. Dementsprechend sind die ausgewiesenen Zinsen von T EUR 8.033 innerhalb eines Jahres fällig. Der Ausgabekurs belief sich auf 99,40 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 30. November 2011 betreffen die Verpflichtung der Gerresheimer AG aus der Verlustübernahme der Gerresheimer Holdings GmbH für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von T EUR 11.250.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben T EUR 3 (Vorjahr: T EUR 234) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(16) Passive Latente Steuern

Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Passivüberhang der latenten Steuern von T EUR 6.557. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Die Differenzen, die zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Grundstücken und Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 6b EStG.

(17) Haftungsverhältnisse

Die Gerresheimer AG hat zur Sicherheit der bei verbundenen Unternehmen bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Mithaftung in Form einer Höchstbetragsbürgschaft über EUR 400 Mio. übernommen. Insgesamt ergibt sich für die Gerresheimer AG hieraus eine Mithaftung für Bankkredite von verbundenen Unternehmen von EUR 155,3 Mio. zum Bilanzstichtag. Darüber hinaus bestehen Garantiezusagen in Höhe von EUR 5,8 Mio. für einzelne Verbindlichkeiten verschiedener Tochtergesellschaften außerhalb der Rahmenkreditverträge. Aufgrund der soliden Bilanz- und langfristigen Finanzierungsstruktur der Gerresheimer AG und ihrer Tochtergesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme nach unseren Erkenntnissen nicht zu rechnen.

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Leasing- und Mietverpflichtungen betragen T EUR 2.265 und betreffen Gebäudemiete, PKW sowie

EDV-Ausstattung.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(19) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T EUR 476. Darüber hinaus enthalten sie Erträge aus vertraglich vereinbarten Serviceleistungen an Tochtergesellschaften sowie Weiterbelastungen von Kosten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen im Geschäftsjahr 2011 T EUR 15 (Vorjahr: T EUR 4).

(20) Personalaufwand

Die Aufwendungen für Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 2011 T EUR 11.764 (Vorjahr: T EUR 12.138), für soziale Abgaben T EUR 875 (Vorjahr: T EUR 738) und für Altersversorgung T EUR 2 (Vorjahr: T EUR 3).

(21) Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Zu den Abschreibungen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dieser Position sind Rechts- und Beratungskosten, EDV-Kosten, Kosten für Versicherungen, Mietaufwendungen, Reisekosten, Werbe- und Repräsentationskosten, Aufsichtsratsvergütungen sowie Kosten für Hauptversammlung und Geschäftsberichte enthalten. Diesen Kosten stehen teilweise entsprechende Erträge aus Weiterbelastungen gegenüber. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiterbelastete Aufwendungen für sonstige Leistungen von verbundenen Unternehmen. Aufwendungen für Währungsumrechnung sind mit T EUR 27 (Vorjahr: T EUR 1) enthalten.

(23) Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf T EUR 37.376 (Vorjahr: T EUR 27.741) und sind wie im Vorjahr in voller Höhe mit verbundenen Unter­­nehmen angefallen.

(24) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten in Höhe von T EUR 8.097 (Vorjahr: T EUR 6.719) Zinserträge aus verbundenen Unternehmen und Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T EUR 101 (Vorjahr: T EUR 0).

(25) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2011 sind in Höhe von T EUR 660 (Vorjahr: T EUR 309) Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen angefallen sowie Aufwendungen aus Aufzinsungen von Rückstellungen in Höhe von T EUR 63 (Vorjahr: T EUR 0).

(26) Aufwendungen aus Verlustübernahmen

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen für das Geschäftsjahr 2011 beinhalten die Ergebnisübernahme der Gerresheimer Holdings GmbH.

(27) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steuerertrag des Geschäftsjahres in Höhe von T EUR 569 (Vorjahr Steueraufwand: T EUR 10.250) setzt sich zusammen aus einem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von T EUR 7.813 und aus einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von T EUR 8.382. Die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Körperschaftsteuer (T EUR 3.654; Vorjahr: T EUR 5.109), Gewerbesteuer (T EUR 3.958; Vorjahr: T EUR 4.860) sowie Solidaritätszuschlag (T EUR 201; Vorjahr: T EUR 281) für den deutschen Organkreis. Der latente Steuerertrag entfällt im Wesentlichen auf Umstellungseffekte durch die erstmalige Anwendung des BilMoG.

SONSTIGE ANGABEN

(28) Mitarbeiter

Im Durchschnitt beschäftigte die Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2011 76 Angestellte (Vorjahr: 67 Angestellte). Alle Mitarbeiter waren ausschließlich in der Verwaltung beschäftigt.

(29) Angaben zu Organmitgliedern

Dem Vorstand der Gerresheimer AG gehörten an:

Herr Uwe Röhrhoff, Mönchengladbach, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Moulded Glass

Herr Dr. Max Raster, Budenheim, Vorstand Tubular Glass und Life Science Research

Herr Andreas Schütte, Meerbusch, Vorstand Plastic Systems

Herr Hans-Jürgen Wiecha, Korschenbroich, Finanzvorstand

Jeder Vorstand vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder gemeinsam mit einem Prokuristen.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder aus Festgehalt (inklusive Nebenleistungen) und erfolgsabhängiger Tantieme beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf T EUR 3.175 (Vorjahr: T EUR 4.097). Im Vorjahr waren hier zudem noch Bezüge aus sonstigen Leistungen an ein im Vorjahr ausgeschiedenes Mitglied des Vorstandes enthalten, die im Zusammenhang mit der Beendigung seiner Tätigkeit standen.

Als weitere Bezüge wurden im Geschäftsjahr 2011 im Zusammenhang mit einer Vertragsverlängerung insgesamt 260.000 neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 6-10) zugesagt, die sich auf einen Zeitraum bis 2016 beziehen und im Geschäftsjahr 2011 nicht zahlungswirksam waren. Der beizulegende Zeitwert der Aktienwertsteigerungsrechte betrug im Zeitpunkt der Gewährung T EUR 844.

Die Hauptversammlung hat am 14. Mai 2007 beschlossen, dass die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds für einen Zeitraum von fünf Jahren unterbleibt.

Im Rahmen des ursprünglichen Anstellungsvertrages war mit einem im Vorjahr ausgeschiedenen Vorstandsmitglied ein zweijähriges Wettbewerbsverbot für den Fall der Beendigung der Tätigkeit vereinbart worden. Es wurde ferner vereinbart, dass im Zusammenhang mit diesem Verbot eine Karenzentschädigung an das Vorstandsmitglied in Abhängigkeit von der im Jahr vor Beendigung der Tätigkeit gezahlten Festvergütung an das Vorstandsmitglied zu zahlen ist. Diese Zahlungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf T EUR 375.

Eine Liste der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 ist in diesem Anhang enthalten.

Die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 betrugen T EUR 891 (Vorjahr: T EUR 840).

(30) Anteilsbesitz

Eine Übersicht über den Anteilsbesitz ist am Ende des Anhangs enthalten.

(31) Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz (AktG) muss das Bestehen einer Beteiligung, die nach § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) mitgeteilt worden ist, angegeben werden. Dabei ist der nach § 20 Abs. 6 AktG oder der nach § 25 Abs. 1 WpHG veröffentlichte Inhalt der Mitteilung anzugeben.

28. Januar 2011

1. Die Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Januar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,998 % (1.569.364 Stimmrechte) betrug.
2. Die Sageview Capital Master L.P., Greenwich, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Januar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,998 % (1.569.364 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital Master L.P. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG von der Sageview Capital Luxembourg S.à r.l. zugerechnet.
3. Die Sageview Capital GenPar Ltd., Greenwich, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Januar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,998 % (1.569.364 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital GenPar Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital GenPar Ltd. hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l. und Sageview Capital Master L.P.
4. Die Sageview Capital GenPar L.P., Greenwich, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Januar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,998 % (1.569.364 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital GenPar L.P. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital GenPar L.P. hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Sageview Capital Master L.P. und Sageview Capital GenPar Ltd.
5. Die Sageview Capital MGP LLC, Greenwich, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Januar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,998 % (1.569.364 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital MGP LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital MGP LLC hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kon­trollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd. und Sageview Capital GenPar L.P.
6. Herr Scott M. Stuart, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Januar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,998 % (1.569.364 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden Herrn Stuart gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Herr Stuart hielt die ihm zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd., Sageview Capital GenPar L.P. und Sageview Capital MGP LLC.
7. Herr Edward A. Gilhuly, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Januar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,998 % (1.569.364 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden Herrn Gilhuly gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Herr Gilhuly hielt die ihm zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd., Sageview Capital GenPar L.P. und Sageview Capital MGP LLC.

25. Februar 2011

1. Threadneedle Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 23. Februar 2011 3,06 % (959.455 Stimmrechte) beträgt und damit die Schwelle von 3 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
2. Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 23. Februar 2011 3,06 % (959.455 Stimmrechte) beträgt und damit die Schwelle von 3 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Asset Management Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet.
3. Threadneedle Asset Management Holdings SARL, Luxemburg; Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 23. Februar 2011 3,06 % (961.286 Stimmrechte) beträgt und damit die Schwelle von 3 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Asset Management Holdings SARL gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet.
4. Ameriprise Financial Inc., Minneapolis, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 23. Februar 2011 3,06 % (961.286 Stimmrechte) beträgt und damit die Schwelle von 3 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Ameriprise Financial Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet.

2. März 2011

1. Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,09 % (968.733 Stimmrechte) beträgt.
2. Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,09 % (968.733 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Investment Services Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG über den Threadneedle Investment Funds ICVC zugerechnet.

28. März 2011

1. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG und § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London, England, an der Gerresheimer AG am 17. März 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,671 % (1.152.523 Stimmrechte) betrug.
2. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG und § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Investment Holdings (UK), London, England, an der Gerresheimer AG am 17. März 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,671 % (1.152.523 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte sind der Credit Suisse Investment Holdings (UK) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
3. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG und § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Investments (UK), London, England, an der Gerresheimer AG am 17. März 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,671 % (1.152.523 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte sind der Credit Suisse Investments (UK) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
4. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG und § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse AG, Zürich, Schweiz, an der Gerresheimer AG am 17. März 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,709 % (1.164.484 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte sind der Credit Suisse AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
5. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 17. März 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,709 % (1.164.484 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte sind der Credit Suisse Group AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
6. Die Kette der kontrollierenden Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): Credit Suisse Securities (Europe) Limited, Credit Suisse Investment Holdings (UK), Credit Suisse Investments (UK), Credit Suisse AG und Credit Suisse Group AG.

15. April 2011

1. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG und § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London, England, an der Gerresheimer AG am 7. April 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 0,9694 % (304.390 Stimmrechte) betrug.
2. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG und § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Investment Holdings (UK), London, England, an der Gerresheimer AG am 7. April 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 0,9694 % (304.390 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte sind der Credit Suisse Investment Holdings (UK) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
3. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG und § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Investments (UK), London, England, an der Gerresheimer AG am 7. April 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 0,9694 % (304.390 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte sind der Credit Suisse Investments (UK) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
4. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG und § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse AG, Zürich, Schweiz, an der Gerresheimer AG am 7. April 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 1,0075 % (316.351 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte sind der Credit Suisse AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
5. Die Credit Suisse Group AG, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 7. April 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 1,0075 % (316.351 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte sind der Credit Suisse Group AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
6. Die Kette der kontrollierenden Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): Credit Suisse Securities (Europe) Limited, Credit Suisse Investment Holdings (UK), Credit Suisse Investments (UK), Credit Suisse AG und Credit Suisse Group AG.

16. Mai 2011

1. Threadneedle Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 11. Mai 2011 5,003 % (1.571.117 Stimmrechte) betrug und damit die Schwelle von 5 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
2. Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. Mai 2011 5,02 % (1.575.513 Stimmrechte) betrug und damit die Schwelle von 5 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Asset Management Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. Davon werden der Threadneedle Asset Management Holdings Limited 0,11 % (34.440 Stimmrechte) zusätzlich gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
3. Threadneedle Asset Management Holdings SARL, Luxemburg; Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. Mai 2011 5,03 % (1.578.382 Stimmrechte) betrug und damit die Schwelle von 5 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Asset Management Holdings SARL gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. Davon werden der Threadneedle Asset Management Holdings SARL 0,11 % (34.440 Stimmrechte) zusätzlich gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
4. Ameriprise Financial Inc., Minneapolis, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. Mai 2011 5,03 % (1.578.382 Stimmrechte) betrug und damit die Schwelle von 5 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Ameriprise Financial Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. Davon werden der Ameriprise Financial Inc. 0,11 % (34.440 Stimmrechte) zusätzlich gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

19. Mai 2011

Threadneedle Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 16. Mai 2011 4,99 % (1.567.806 Stimmrechte) betrug und damit die Schwelle von 5 % unterschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

25. Mai 2011

Threadneedle Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 20. Mai 2011 5,08 % (1.593.806 Stimmrechte) betrug und damit die Schwelle von 5 % überschritten hat. Alle Stimmrechte werden der Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

21. Juni 2011

Die Lehman Brothers Holdings Inc., Wilmington, Delaware, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 4. Mai 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 0 % (0 Stimmrechte) betrug.

29. Juni 2011

1. Die Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Juni 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,997 % (941.000 Stimmrechte) betrug.
2. Die Sageview Capital Master L.P., Greenwich, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Juni 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,997 % (941.000 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital Master L.P. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG von der Sageview Capital Luxembourg S.à r.l. zugerechnet.
3. Die Sageview Capital GenPar Ltd., Greenwich, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Juni 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,997 % (941.000 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital GenPar Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital GenPar Ltd. hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l. und Sageview Capital Master L.P.
4. Die Sageview Capital GenPar L.P., Greenwich, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Juni 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,997 % (941.000 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital GenPar L.P. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital GenPar L.P. hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Sageview Capital Master L.P. und Sageview Capital GenPar Ltd.
5. Die Sageview Capital MGP LLC, Greenwich, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Juni 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,997 % (941.000 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital MGP LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital MGP LLC hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd. und Sageview Capital GenPar L.P.
6. Herr Scott M. Stuart, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Juni 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,997 % (941.000 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden Herrn Stuart gemäß § 22 Abs. 1­ Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Herr Stuart hielt die ihm zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd., Sageview Capital GenPar L.P. und Sageview Capital MGP LLC.
7. Herr Edward A. Gilhuly, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. Juni 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,997 % (941.000 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden Herrn Gilhuly gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Herr Gilhuly hielt die ihm zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.à r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd., Sageview Capital GenPar L.P. und Sageview Capital MGP LLC.

15. August 2011

Die BlackRock Inc., New York, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 9. August 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,98 % (936.560 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der BlackRock Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

21. Oktober 2011

1. Die Tremblant Capital LP, New York, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 14. Oktober 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,97 % (932.893 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Capital LP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
2. Die Tremblant Capital LLC, New York, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 14. Oktober 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,97 % (932.893 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Capital LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
3. Die Tremblant Holdings LLC, New York, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 14. Oktober 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,97 % (932.893 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Holdings LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
4. Herr Brett Barakett, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 14. Oktober 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,97 % (932.893 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind Herrn Barakett gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG sowie zusätzlich gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

18. November 2011

Die BlackRock Inc., New York, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 9. November 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,02 % (947.652 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der BlackRock Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

28. November 2011

1. Die Governance for Owners LLP, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. November 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99 % (939.380 Stimmrechte) beträgt.
2. Die Governance for Owners Group LLP, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 24. November 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99 % (939.380 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der Governance for Owners Group LLP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Governance for Owners LLP zugerechnet.

Nach dem Bilanzstichtag:

10. Januar 2012

Korrektur der Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG vom 18. November 2011: Die BlackRock Inc., New York, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 11. November 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,02 % (947.652 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der BlackRock Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

(32) Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T EUR 124 (Vorjahr: T EUR 121), für andere Bestätigungsleistungen T EUR 228 (Vorjahr: T EUR 6), für Steuerberatungsleistungen T EUR 69 (Vorjahr: T EUR 15) und für sonstige Leistungen T EUR 0 (Vorjahr: T EUR 152).

(33) Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben am 9. Februar 2011 eine unterjährige Änderung der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz und am 8. September 2011 eine aktualisierte jährliche Entsprechenserklärung abgegeben. Beide Erklärungen wurden auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

(34) Vorschlag zur Gewinnverwendung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2011 wie folgt zu verwenden:

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in EUR
Bilanzgewinn vor Ausschüttung der Dividende 34.770.615
Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,60 je Stückaktie 18.840.000
Vortrag auf neue Rechnung 15.930.615

(35) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gerresheimer AG wesentlichen Ereignisse eingetreten.

(36) Konzernverhältnisse

Die Gerresheimer AG ist als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gerresheimer AG stellt gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf.

Düsseldorf, 16. Januar 2012

Gerresheimer AG

Der Vorstand

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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Anschaffungskosten
in T EUR 01.12.2010 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.11.2011
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.537 84 0 0 1.621
1.537 84 0 0 1.621
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 486 42 5 0 533
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5 0 -5 0 0
491 42 0 0 533
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.130 0 0 0 117.130
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 396.296 296.100 0 0 692.396
513.426 296.100 0 0 809.526
515.454 296.226 0 0 811.680

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Wertberichtigungen
in T EUR 01.12.2010 Zugänge Abgänge 30.11.2011
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 609 276 0 885
609 276 0 885
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 240 75 0 315
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
240 75 0 315
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
849 351 0 1.200

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Buchwert
in T EUR 30.11.2011 30.11.2010
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 736 928
736 928
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 218 246
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 5
218 251
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.130 117.130
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 692.396 396.296
809.526 513.426
810.480 514.605

ANTEILSBESITZLISTE

Geschäftsjahr 2011 (01.12.2010 - 30.11.2011)

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in Euro/Landeswährung/

nach lokalem Handelsrecht
Beteiligungsanteil (direkt und indirekt) Währung Eigenkapital Ergebnis
Direkte Beteiligung
Gerresheimer Holdings GmbH, Düsseldorf b) 100,00 % Mio. EUR 117,1 d)
Indirekte Beteiligungen
Asien
Gerresheimer Medical Plastic Systems Dongguan Co. Ltd., Wang Niu Dun Town, Dongguan City (China) 100,00 % Mio. CNY 10,9 -7,58
Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai Private Ltd., Mumbai (Indien) 100,00 % Mio. INR 1,6 3,20
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., Danyang, Jiangsu (China) 60,00 % Mio. CNY 180,5 18,82
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., Zhenjiang, Jiangsu (China) 60,00 % Mio. CNY 46,4 20,47
Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., Peking (China) 70,00 %g) Mio. CNY -19,1 -26,31
Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., Peking (China) 70,00 %g) Mio. CNY 5,3 1,93
Europa
DSTR S.L., Epila (Spanien) 100,00 % Mio. EUR 0,7 -0,09
Gerresheimer Boleslawiec S.A., Boleslawiec (Polen) 100,00 % Mio. PLN 87,8 16,24
Gerresheimer Bünde GmbH, Bünde/Westfalen b) 100,00 % Mio. EUR 14,5 d)
Gerresheimer Chalon S.A., Chalon-sur-Saone (Frankreich) 100,00 % Mio. EUR -1,5 0,34
Gerresheimer Denmark A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00 % Mio. DKK 83,9 22,30
Gerresheimer Essen GmbH, Essen-Steele b) 100,00 % Mio. EUR 4,2 d)
GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf b) 100,00 % Mio. EUR 192,1 d)
Gerresheimer Group GmbH, Düsseldorf b) 100,00 % Mio. EUR 117,1 d)
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH, Düsseldorf h) 100,00 % Mio. EUR - d)
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co. Objekt Düsseldorf KG, Düsseldorf 100,00 % Mio. EUR 2,1 0,12
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co. Objekt Lohr/Main KG, Düsseldorf 100,00 % Mio. EUR 1,2 0,13
Gerresheimer Horsovsky Tyn spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechien) 100,00 % Mio. CZK 896,1 273,74
Gerresheimer Küssnacht AG, Küssnacht (Schweiz) 100,00 % Mio. CHF 26,1 3,43
Gerresheimer Lohr GmbH, Lohr/Main b) 100,00 % Mio. EUR 5,3 d)
Gerresheimer Medical Plastic Systems GmbH, Regensburg c), h) 100,00 % Mio. EUR - -
Gerresheimer Momignies S.A., Momignies (Belgien) 99,00 % Mio. EUR 15,2 4,27
Gerresheimer Moulded Glass GmbH, Tettau/Oberfranken b), h) 100,00 % Mio. EUR - d)
Gerresheimer Pisa S.p.A., Pisa (Italien) 100,00 % Mio. EUR 9,5 -0,85
Gerresheimer Plastic Packaging AB, Malmö (Schweden) 100,00 % Mio. SEK 1,0 -0,05
Gerresheimer Plastic Packaging SAS, Besancon (Frankreich) 100,00 % Mio. EUR 3,6 0,40
Gerresheimer Regensburg GmbH, Regensburg b) 100,00 % Mio. EUR 278,0 d)
Gerresheimer Spain S.L.U., Epila (Spanien) 100,00 % Mio. EUR 19,1 -0,11
Gerresheimer Tettau GmbH, Tettau/Oberfranken b) 100,00 % Mio. EUR 12,4 d)
Gerresheimer UK Ltd., Reading (Großbritannien) 100,00 % Mio. GBP 14,4 -0,19
Gerresheimer Vaerloese A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00 % Mio. DKK 72,1 17,20
Gerresheimer Valencia S.L.U., Masalaves (Spanien) 99,82 % Mio. EUR 5,5 0,18
Gerresheimer Werkzeug- und Automatisierungstechnik GmbH, Wackersdorf b) 100,00 % Mio. EUR 0,5 d)
Gerresheimer Wertheim GmbH, Wertheim b) 100,00 % Mio. EUR 1,1 d)
Gerresheimer Wilden AB, Ronneby (Schweden) 100,00 % Mio. SEK -37,5 -0,25
Gerresheimer Zaragoza S.A., Epila (Spanien) 99,82 % Mio. EUR 2,6 -3,87
Scherf-Präzision Europa GmbH, Meiningen-Dreissigacker 100,00 % g) Mio. EUR 4,9 0,36
VR-Leasing SALMO GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn a), c), e), h) 100,00 % Mio. EUR - -
Amerika
Gerresheimer Buenos Aires S.A., Buenos Aires (Argentinien) 99,82 % Mio. ARS 7,3 0,12
Gerresheimer Glass Inc., Vineland, NJ (USA) 100,00 % Mio. USD 38,7 16,21
Gerresheimer Mexico Holding LLC., Wilmington, DE (USA) 100,00 % Mio. USD 18,7 1,95
Gerresheimer MH Inc., Wilmington, DE (USA) 100,00 % Mio. USD 0,0 1,94
Gerresheimer Peachtree City (USA) L.P., Peachtree City, GA (USA) 100,00 % Mio. USD 5,1 -0,72
Gerresheimer Peachtree City Inc., Peachtree City, GA (USA) 100,00 % Mio. USD 0,1 -0,07
Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Cotia (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 256,9 2,36
Gerresheimer Queretaro S.A., Queretaro (Mexiko) 100,00 % Mio. MXN 316,0 87,96
Gerresheimer Sistemas Plasticos Medicinais Sao Paulo Ltda., Indaiatuba (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 22,4 1,13
Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., Vineland, NJ (USA) 51,00 % Mio. USD 60,3 9,75
Kimble Kontes LLC., Vineland, NJ (USA) 100,00 % g) Mio. USD 13,6 0,05
Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Queretaro (Mexiko) 100,00 % g) Mio. MXN 79,3 13,29
Nouvelles Verreries de Momignies Inc., Larchmont, NY (USA) f) 99,00 % Mio. USD - -
Vedat Tampas Hermeticas Ltda., Embu (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 87,9 6,08
Assoziierte Unternehmen
Beijing Gerresheimer Glass Co. Ltd., Huangcun, Peking (China) 45,70 % Mio. CNY 61,7 -11,23
Gerresheimer Tooling LLC, Peachtree City, GA (USA) 30,00 % Mio. USD 0,3 0,17
Proform CNC Nastrojarma spol., Horsovsky Tyn (Tschechien) 30,15 % Mio. CZK 2,3 -0,68

a) Die Gesellschaft ist gemäß § 264b HGB von der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

b) Die Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts und der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

c) Ergebnis unter T EUR 5.

d) Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

e) Die Gerresheimer Regensburg GmbH ist Kommanditistin.

f) Die Gesellschaft erstellt keinen Jahresabschluss mehr.

g) Die Angaben über die Anteile stellen den direkten Beteiligungsanteil der Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., Vineland, NJ (USA), dar.

h) Eigenkapital unter 50 (Währung in ’000).

Für die Umrechnung der in Landeswährung angegebenen Eigenkapital-Beträge ist der jeweilige Stichtagskurs anzuwenden, der sich aus der folgenden Tabelle ergibt. Die angegebenen Ergebnisse sind mit dem entsprechenden Durchschnittskurs umzurechnen.

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Stichtagskurs zum

EUR
Durchschnittskurs zum

EUR
Währung 30.11.2011 2011
--- --- ---
1 ARS 5,7495 5,7241
1 BRL 2,4341 2,3150
1 CHF 1,2265 1,2394
1 CNY 8,5567 9,0487
1 CZK 25,3210 24,5818
1 DKK 7,4370 7,4514
1 GBP 0,8558 0,8706
1 INR 70,1160 64,4082
1 MXN 18,2109 17,2136
1 PLN 4,5080 4,0948
1 SEK 9,1460 9,0274
1 USD 1,3418 1,3949

ORGANE

AUFSICHTSRAT

Geschäftsjahr 2011 (01.12.2010 - 30.11.2011)

Gerhard Schulze

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Diplom-Betriebswirt, Mönchengladbach

b) Wickeder Holding GmbH (Vorsitzender)

WiBo Holding GmbH (Vorsitzender)

(bis 30. September 2011)

Hitschler Verwaltungsrat GmbH

(bis 1. Februar 2011)

Hitschler International GmbH & Co. KG

(bis 1. Februar 2011)

Linet Group SE, Niederlande (Vorsitzender)

(seit 14. Juli 2011)

Gottlieb Förster

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau, Chemie,

Energie, Hannover

a) Aurubis AG (bis 3. März 2011)

Lydia Armer

Vorsitzende des Betriebsrats der Gerresheimer

Regensburg GmbH, Pfreimd

a) Gerresheimer Regensburg GmbH

Günter Fehn

Mitglied des Betriebsrats der Gerresheimer

Tettau GmbH, Tettau

Olaf Grädler

Leiter Personalwesen der Gerresheimer

Bünde GmbH, Bünde

b) AG der Wirtschaft für berufliche Weiterbildung

im Kreis Herford e.V.

Arbeitgeberverband der deutschen Glasindustrie

(Sozialausschuss)

Dr. Axel Herberg

Geschäftsführer The Blackstone Group

Germany GmbH, Düsseldorf

a)

Jack Wolfskin Ausrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaA (Vorsitzender) (seit 12. August 2011)

b)

Klöckner Pentaplast Gruppe

KP Germany Erste GmbH (Vorsitzender)
Kleopatra Acquisition Corporation, USA (Vorsitzender)

Mivisa Gruppe
Mivisa Envases S.A.U., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011)
Adularia Inversiones 2010 S.L., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011)
Crisolito Inversiones 2010 S.L., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011)
Sofamen XXI S.A.U., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011)
Twistoff S.A., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011)

Reiner Ludwig

Vorsitzender des Betriebsrats der Gerresheimer Lohr

GmbH, Lohr

Hans Peter Peters

Vice Chairman Lincoln International Group, London

b) Lincoln International S.A.S., Frankreich

(Vorsitzender)

Lincoln International LLP, Großbritannien

(bis 1. März 2011)

Lincoln Spain SL, Spanien (Vorsitzender)

Deutsches Aktieninstitut e.V.

German Mid-cap Fonds (GMF) (Vorsitzender)

Ondas Media SL, Spanien

Dr. Gerhard Prante

Vorstandsmitglied Agrarius AG, Bad Homburg v.d.H.

a) Bayer CropScience AG

AllessaChemie GmbH
b) DIREVO Industrial Biotechnology GmbH

(seit 9. Juni 2011)

Cibus US LLC, USA (seit 1. Oktober 2011)

Harald Sikorski

Bezirksleiter des Bezirks Altötting der IG Bergbau,

Chemie, Energie, Burghausen

a) Südsalz GmbH (bis 20. Oktober 2011)

Wacker Chemie AG (seit 1. Juni 2011)

Siltronic AG (seit 1. Juni 2011)

Theodor Stuth

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Neuss

b) Wickeder Holding GmbH

Wickeder Profile Walzwerk GmbH

(seit 21. Juni 2011)

WiBo Holding GmbH (bis 30. September 2011)

Linet Group SE, Niederlande (seit 4. August 2011)

Udo J. Vetter

Pharmazeut und geschäftsführender Gesellschafter

der UV-Cap GmbH & Co. KG, Ravensburg

a) EDT AG (Vorsitzender)

ITM AG (Vorsitzender)
b) Vetter Pharma Fertigungs GmbH & Co. KG

(Vorsitzender)

Paschal Werk G. Maier GmbH (Vorsitzender)

(bis 31. Dezember 2010)

Medisynthana GmbH (Vorsitzender)

Atoll GmbH (Vorsitzender)

HSM GmbH & Co. KG

K & M Präzisionstechnik GmbH

SeaLionPharma Pte. Ltd., Singapur

(Vorsitzender)

Gland Pharma Pte. Ltd., Indien

Paschal India, Pvt. Ltd., Indien (Vorsitzender)

Biopharm Services Ltd., Großbritannien

(bis 1. September 2011)

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten.

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

VORSTAND

Geschäftsjahr 2011 (01.12.2010 - 30.11.2011)

Uwe Röhrhoff

Vorstandsvorsitzender

a) Gerresheimer Tettau GmbH (Vorsitzender)

Gerresheimer Regensburg GmbH (Vorsitzender)
b) Gerresheimer Glass Inc., USA (Vorsitzender)

Gerresheimer Momignies S.A., Belgien

(Vorsitzender)

Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko

Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA (bis 19. April 2011)

Dr. Max Raster

b) Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen

(Vorsitzender)

Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien (Vorsitzender)

Gerresheimer Chalon S.A., Frankreich

Gerresheimer Glass Inc., USA

Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko

(Vorsitzender)

Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Mexiko

Kimble Kontes LLC, USA

Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai

Private Ltd., Indien (seit 17. Dezember 2010)

Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., China

(Vorsitzender)

Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., China (Vorsitzender)

Kimble Chase Life Science and Research

Products LLC, USA (Vorsitzender)

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass

(Danyang) Co. Ltd., China (Vorsitzender)

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China

(Vorsitzender)

Andreas Schütte

b) Gerresheimer Denmark A/S,

Dänemark (Vorsitzender)

Gerresheimer Vaerloese A/S,

Dänemark (Vorsitzender)

Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien

(stellvertretender Vorsitzender)

Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien

Vedat Tampas Hermeticas Ltda., Brasilien

(seit 1. September 2011)

Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen

(stellvertretender Vorsitzender)

Hans-Jürgen Wiecha

a) Gerresheimer Tettau GmbH

(stellvertretender Vorsitzender)

Gerresheimer Regensburg GmbH

(stellvertretender Vorsitzender)
b) Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen

Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien

Gerresheimer Chalon S.A., Frankreich

Gerresheimer UK Ltd., Großbritannien

Gerresheimer Glass Inc., USA

Gerresheimer Momignies S.A., Belgien

Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko

Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark

Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark

Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien

Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien

Vedat Tampas Hermeticas Ltda., Brasilien

(seit 1. September 2011)

Gerresheimer Mexico Holding LLC, USA

Gerresheimer MH Inc., USA

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., China

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten.

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Düsseldorf, 16. Januar 2012

Der Vorstand

Uwe Röhrhoff

Hans-Jürgen Wiecha

Dr. Max Raster

Andreas Schütte

Bestätigungsvermerk

„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Gerresheimer AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2010 bis 30. November 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, Düsseldorf, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Düsseldorf, 16. Januar 2012

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Harnacke, Wirtschaftsprüfer

Dr. Panning, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2011 intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst und die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen. Zu diesen zählen Beratungen auf der Basis regelmäßiger, zeitnaher und umfassender Informationen durch den Vorstand, die Einbindung des Aufsichtsrats in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sowie die notwendige Überwachung der Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat ließ sich eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und die finanzielle Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichten. Nach gründlicher Prüfung und Beratung gab er in Aufsichtsratssitzungen und einmal im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich war. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und hier insbesondere mit dessen Vorsitzenden. Dieser unterrichtete den Aufsichtsratsvorsitzenden laufend und zeitnah über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2011 Gerhard Schulze als Vorsitzender, Gottlieb Förster als stellvertretender Vorsitzender sowie Lydia Armer, Günter Fehn, Olaf Grädler, Dr. Axel Herberg, Reiner Ludwig, Hans Peter Peters, Dr. Gerhard Prante, Harald Sikorski, Theodor Stuth und Udo. J. Vetter an. Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats erfolgten in diesem Zeitraum nicht.

Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 wurde Francesco Grioli durch Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 28. November 2011 zum Mitglied des Aufsichtsrats für die verbleibende Amtszeit von Gottlieb Förster bestellt, der mit Ablauf des 30. November 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Durch Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren vom 6. Dezember 2011 wählte der Aufsichtsrat Francesco Grioli zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden.

Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2011 Uwe Röhrhoff als Vorsitzender sowie Dr. Max Raster, Andreas Schütte und Hans-Jürgen Wiecha an.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Im Berichtsjahr 2011 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Darin berichtete der Vorstand regelmäßig über die Geschäftslage des gesamten Unternehmens.

In der Aufsichtsratssitzung am 9. Februar 2011 wurden der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Aufsichtsrats gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. In dieser Sitzung beschloss der Aufsichtsrat auch ein neues Anforderungsprofil für den Aufsichtsrat der Gesellschaft mit den darin genannten konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und stimmte verschiedenen Refinanzierungsmaßnahmen und dem Erwerb der brasilianischen Gesellschaft Vedat zu. Ferner diskutierte der Aufsichtsrat die Ergebnisse der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.

In seiner Sitzung unmittelbar nach der ordentlichen Hauptversammlung am 14. April 2011 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Wiederbestellung von Andreas Schütte als Vorstandsmitglied, die durch Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren vom 17. Mai 2011 erfolgte.

Am 8. September 2011 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung schwerpunktmäßig mit der Unternehmensstrategie, der jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz sowie der Beauftragung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung vom 22. November 2011 bildeten die mittelfristige Planung des Konzerns und die Zustimmung zum Budget für das Geschäftsjahr 2012 sowie die Anpassung der Festgehälter von Uwe Röhrhoff und Hans-Jürgen Wiecha.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres 2011 teilgenommen. Lediglich Lydia Armer und Günter Fehn waren jeweils bei einer Sitzung verhindert.

SITZUNGEN DER AUSSCHÜSSE

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet: Den Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Diese Ausschüsse bereiten Themen zur Beschlussfassung im Plenum des Aufsichtsrats vor und sind in bestimmten Fällen auch selbst entscheidungsbefugt. Mit Ausnahme des Nominierungsausschusses bestehen die Ausschüsse aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Der Nominierungsausschuss hat drei Mitglieder und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.

Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Entscheidungen über die Vorstandsvergütung. Anstelle des Aufsichtsrats entscheidet der Präsidialausschuss unter anderem über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder, soweit es nicht um Vergütungsfragen geht, die dem Aufsichtsratsplenum vorbehalten sind. Der Präsidialausschuss tagte am 14. April 2011 und am 22. November 2011 und befasste sich schwerpunktmäßig mit der Verlängerung des Dienstvertrags von Andreas Schütte sowie mit der Anpassung der Festgehälter von Uwe Röhrhoff und Hans-Jürgen Wiecha.

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählen insbesondere die Vorbereitung der Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie die Erörterung der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts. Ferner befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie der Compliance. Der Prüfungsausschuss tagte in fünf Sitzungen am 9. Februar 2011, 6. April 2011, 12. Juli 2011, 8. September 2011 und 5. Oktober 2011. Schwerpunkte der Beratungen waren die Berichte über die Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2010 sowie die Quartalsfinanzberichte und den Halbjahresfinanzbericht 2011. Ferner befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 sowie der Festlegung und Überwachung des Prüfungsablaufs und der Prüfungsschwerpunkte einschließlich der Vereinbarung des Prüfungshonorars. Zudem behandelte der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Revisionssystems und die Compliance der Gesellschaft.

Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Besetzung der Aufsichtsratsmandate. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tagte der Nominierungsausschuss in zwei Sitzungen am 5. September 2011 und 21. November 2011. In beiden Sitzungen wurden Kandidatenprofile im Hinblick auf die Wahl der Aufsichtsräte durch die Hauptversammlung am 26. April 2012 besprochen. In der Sitzung am 21. November 2011 wurden zusätzlich Kandidatengespräche geführt.

Der Vermittlungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getagt.

Alle Ausschussmitglieder haben an den jeweiligen Sitzungen der Aufsichtsratsausschüsse des Geschäftsjahres 2011 teilgenommen.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance-Standards fortlaufend beobachtet. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat berichtet der Vorstand der Gesellschaft über die Corporate Governance des Gerresheimer Konzerns auf den Seiten 23 bis 28 des Geschäftsberichtes. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 9. Februar 2011 eine unterjährige Änderung der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz und am 8. September 2011 eine aktualisierte jährliche Entsprechenserklärung abgegeben. Beide Erklärungen wurden den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

JAHRESABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSS 2011

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2010 bis zum 30. November 2011 ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Prüfungsausschuss hat die Dokumente in seiner Sitzung am 7. Februar 2012 im Detail erörtert und geprüft sowie Beschlussempfehlungen an den Aufsichtsrat ausgesprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gerresheimer AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die hierzu erstatteten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers in der anschließenden Aufsichtsratssitzung am 7. Februar 2012 geprüft. Der Abschlussprüfer war bei den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats anwesend und berichtete über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er stand für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erklärt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzern- und Beteiligungsgesellschaften für ihren Beitrag zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Gerresheimer Konzerns im Geschäftsjahr 2011.

Düsseldorf, den 7. Februar 2012

Gerhard Schulze, Vorsitzender des Aufsichtsrats