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Gerresheimer AG — Annual Report 2011
Mar 7, 2012
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Annual Report
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Gerresheimer AG
Düsseldorf
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2010 bis zum 30.11.2011
GESCHÄFTSBERICHT 2011
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2011 intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst und die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen. Zu diesen zählen Beratungen auf der Basis regelmäßiger, zeitnaher und umfassender Informationen durch den Vorstand, die Einbindung des Aufsichtsrats in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sowie die notwendige Überwachung der Geschäftsführung.
Der Aufsichtsrat ließ sich eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und die finanzielle Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichten. Nach gründlicher Prüfung und Beratung gab er in Aufsichtsratssitzungen und einmal im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich war. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und hier insbesondere mit dessen Vorsitzenden. Dieser unterrichtete den Aufsichtsratsvorsitzenden laufend und zeitnah über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen.
PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2011 Gerhard Schulze als Vorsitzender, Gottlieb Förster als stellvertretender Vorsitzender sowie Lydia Armer, Günter Fehn, Olaf Grädler, Dr. Axel Herberg, Reiner Ludwig, Hans Peter Peters, Dr. Gerhard Prante, Harald Sikorski, Theodor Stuth und Udo. J. Vetter an. Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats erfolgten in diesem Zeitraum nicht.
Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 wurde Francesco Grioli durch Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 28. November 2011 zum Mitglied des Aufsichtsrats für die verbleibende Amtszeit von Gottlieb Förster bestellt, der mit Ablauf des 30. November 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Durch Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren vom 6. Dezember 2011 wählte der Aufsichtsrat Francesco Grioli zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden.
Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2011 Uwe Röhrhoff als Vorsitzender sowie Dr. Max Raster, Andreas Schütte und Hans-Jürgen Wiecha an.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Im Berichtsjahr 2011 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Darin berichtete der Vorstand regelmäßig über die Geschäftslage des gesamten Unternehmens.
In der Aufsichtsratssitzung am 9. Februar 2011 wurden der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Aufsichtsrats gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. In dieser Sitzung beschloss der Aufsichtsrat auch ein neues Anforderungsprofil für den Aufsichtsrat der Gesellschaft mit den darin genannten konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und stimmte verschiedenen Refinanzierungsmaßnahmen und dem Erwerb der brasilianischen Gesellschaft Vedat zu. Ferner diskutierte der Aufsichtsrat die Ergebnisse der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.
In seiner Sitzung unmittelbar nach der ordentlichen Hauptversammlung am 14. April 2011 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Wiederbestellung von Andreas Schütte als Vorstandsmitglied, die durch Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren vom 17. Mai 2011 erfolgte.
Am 8. September 2011 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung schwerpunktmäßig mit der Unternehmensstrategie, der jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz sowie der Beauftragung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung vom 22. November 2011 bildeten die mittelfristige Planung des Konzerns und die Zustimmung zum Budget für das Geschäftsjahr 2012 sowie die Anpassung der Festgehälter von Uwe Röhrhoff und Hans-Jürgen Wiecha.
Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres 2011 teilgenommen. Lediglich Lydia Armer und Günter Fehn waren jeweils bei einer Sitzung verhindert.
SITZUNGEN DER AUSSCHÜSSE
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet: Den Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Diese Ausschüsse bereiten Themen zur Beschlussfassung im Plenum des Aufsichtsrats vor und sind in bestimmten Fällen auch selbst entscheidungsbefugt. Mit Ausnahme des Nominierungsausschusses bestehen die Ausschüsse aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Der Nominierungsausschuss hat drei Mitglieder und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.
Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Entscheidungen über die Vorstandsvergütung. Anstelle des Aufsichtsrats entscheidet der Präsidialausschuss unter anderem über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder, soweit es nicht um Vergütungsfragen geht, die dem Aufsichtsratsplenum vorbehalten sind. Der Präsidialausschuss tagte am 14. April 2011 und am 22. November 2011 und befasste sich schwerpunktmäßig mit der Verlängerung des Dienstvertrags von Andreas Schütte sowie mit der Anpassung der Festgehälter von Uwe Röhrhoff und Hans-Jürgen Wiecha.
Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählen insbesondere die Vorbereitung der Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie die Erörterung der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts. Ferner befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie der Compliance. Der Prüfungsausschuss tagte in fünf Sitzungen am 9. Februar 2011, 6. April 2011, 12. Juli 2011, 8. September 2011 und 5. Oktober 2011. Schwerpunkte der Beratungen waren die Berichte über die Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2010 sowie die Quartalsfinanzberichte und den Halbjahresfinanzbericht 2011. Ferner befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 sowie der Festlegung und Überwachung des Prüfungsablaufs und der Prüfungsschwerpunkte einschließlich der Vereinbarung des Prüfungshonorars. Zudem behandelte der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Revisionssystems und die Compliance der Gesellschaft.
Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Besetzung der Aufsichtsratsmandate. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tagte der Nominierungsausschuss in zwei Sitzungen am 5. September 2011 und 21. November 2011. In beiden Sitzungen wurden Kandidatenprofile im Hinblick auf die Wahl der Aufsichtsräte durch die Hauptversammlung am 26. April 2012 besprochen. In der Sitzung am 21. November 2011 wurden zusätzlich Kandidatengespräche geführt.
Der Vermittlungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getagt.
Alle Ausschussmitglieder haben an den jeweiligen Sitzungen der Aufsichtsratsausschüsse des Geschäftsjahres 2011 teilgenommen.
CORPORATE GOVERNANCE
Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance-Standards fortlaufend beobachtet. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat berichtet der Vorstand der Gesellschaft über die Corporate Governance des Gerresheimer Konzerns auf den Seiten 23 bis 28 des Geschäftsberichtes. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 9. Februar 2011 eine unterjährige Änderung der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz und am 8. September 2011 eine aktualisierte jährliche Entsprechenserklärung abgegeben. Beide Erklärungen wurden den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
JAHRESABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSS 2011
Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2010 bis zum 30. November 2011 ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Prüfungsausschuss hat die Dokumente in seiner Sitzung am 7. Februar 2012 im Detail erörtert und geprüft sowie Beschlussempfehlungen an den Aufsichtsrat ausgesprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gerresheimer AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die hierzu erstatteten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers in der anschließenden Aufsichtsratssitzung am 7. Februar 2012 geprüft. Der Abschlussprüfer war bei den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats anwesend und berichtete über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er stand für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erklärt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat zugestimmt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzern- und Beteiligungsgesellschaften für ihren Beitrag zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Gerresheimer Konzerns im Geschäftsjahr 2011.
Düsseldorf, 7. Februar 2012
Gerhard Schulze, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Zusammengefasster Lagebericht für den Gerresheimer Konzern und die Gerresheimer AG
GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2011
Der Gerresheimer Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 erneut kräftige Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Neben dem organischen Umsatzwachstum führte auch die im März getätigte Akquisition eines Unternehmens in Brasilien zu einem Umsatzanstieg von 6,8 % auf EUR 1.094,7 Mio. Zu konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz um 7,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Das Adjusted EBITDA stieg von EUR 204,5 Mio. im Geschäftsjahr 2010 um EUR 12,8 Mio. auf EUR 217,3 Mio. im Geschäftsjahr 2011. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im Geschäftsjahr 2011 bei 19,9 % und damit auf dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) erhöhte sich von EUR 95,0 Mio. in 2010 auf EUR 109,3 Mio. im Vergleichszeitraum 2011. Damit stieg die EBIT-Marge von 9,3 % auf 10,0 %. Auch das Konzernergebnis nach Ertragsteuern erhöhte sich, trotz Einmalaufwendungen aus der Refinanzierung, von EUR 46,7 Mio. im Vorjahr auf nunmehr EUR 54,4 Mio. im Geschäftsjahr 2011. Neben der operativen Ergebnissteigerung trug hierzu insbesondere die niedrigere Abschreibung der Fair Value-Anpassungen aus Unternehmenserwerben bei.
Die Vermögenslage ist unverändert sehr solide. Der Verschuldungsgrad, berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, lag mit 1,7 trotz der Mittelabflüsse infolge der Akquisition des brasilianischen Kunststoffunternehmens Vedat Tampas Hermeticas Ltda. (Vedat), der Ausschüttung einer Dividende und der Einmalzahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung nur leicht über dem Vorjahr von 1,5. Die langfristigen Aktiva waren zu 114 % durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt (Vorjahr: 103 %). Die Eigenkapitalquote ging im Vergleich dieser Stichtage aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme leicht von 39,0 % auf 36,4 % zurück.
Im März 2011 haben wir mit der Akquisition eines brasilianischen Unternehmens unser Pharmageschäft in den Schwellenländern ausgebaut. Das Unternehmen Vedat ist in dem Bereich der pharmazeutischen Kunststoffverpackungen sehr gut positioniert. Vedat ist Hersteller von Verschlusskappen aus Kunststoff, PET-Fläschchen und anderen Kunststoff-Behältern vorrangig für den südamerikanischen Pharmamarkt. Die Akquisition stellt eine hervorragende Ergänzung unserer drei bestehenden Werke im Bereich Plastic Packaging in Südamerika dar. Durch die Integration von Vedat können wir nun als Komplettanbieter für pharmazeutische Kunststoffverpackungen in Südamerika auftreten.
Wie bereits in den Vorjahren hatten im Berichtszeitraum externe Faktoren wie Währungsschwankungen oder die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise wenig Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Mit einer im 1. Halbjahr 2011 neu abgeschlossenen Finanzierungsstruktur mit abgesicherten Zinssätzen und Liquiditätsreserven ist unser Unternehmen langfristig gut aufgestellt. Die Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund unserer Produktionsstandorte in den USA mit überwiegend nordamerikanischen Pharmakunden und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten. Preisschwankungen in den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie werden im Wesentlichen durch vertragliche Preisgleitklauseln, Sicherungsgeschäfte, Produktivitätssteigerungen und Preisanpassungen ausgeglichen.
DER GERRESHEIMER KONZERN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Der Gerresheimer Konzern ist ein international führender Anbieter von hochwertigen Verpackungs- und Systemlösungen aus Glas und Kunststoff. Der wichtigste Absatzmarkt ist die weltweite Pharma- und Healthcare-Industrie. Auf der Basis eigener Entwicklungen und modernster Produktionstechnologien bietet Gerresheimer zum einen pharmazeutische Primärverpackungen und Drug Delivery-Systeme an, zum anderen Diagnostiksysteme sowie das komplette Spektrum an Glasprodukten für den Bereich Life Science Research.
Der Gerresheimer Konzern hat seinen Sitz in Düsseldorf (Deutschland) und umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 gehörten 45 Standorte in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien mit weltweit 10.212 Mitarbeitern zum Konzern.
Die Gerresheimer AG ist das Mutterunternehmen des Gerresheimer Konzerns und steuert als Managementholding die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.
MÄRKTE
Das Unternehmen ist fokussiert auf die Marktsegmente Pharma und Healthcare, die mit einem umfassenden Produkt- und Leistungsspektrum von allen vier Geschäftsbereichen bedient werden. Daraus resultieren rund 82 % des Gesamtumsatzes. Kleinere Umsatzanteile entfallen auf die Bereiche Kosmetik sowie auf Nischensegmente der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, vorwiegend in Europa. Diese Marktsegmente werden aus dem Geschäftsbereich Moulded Glass beliefert.
GESCHÄFTSBEREICHE
Gerresheimer ist in den Geschäftsbereichen „Tubular Glass“, „Plastic Systems“, „Moulded Glass“ und „Life Science Research“ tätig.
Tubular Glass
Als vertikal integrierter Anbieter produziert Gerresheimer Typ-I-Borosilikatglas-Röhren von höchster hydrolytischer Resistenz. Sie bilden das Ausgangsmaterial zahlreicher hochwertiger Spezialprodukte für die Pharma- und Healthcare-Industrie. In diesem Bereich verkaufen wir rund 38 % der Produktion als Halbfertigerzeugnisse an externe Kunden; die übrige Produktion verwenden wir für die interne Weiterverarbeitung.
In den weiterverarbeitenden Werken verarbeiten wir Röhrenglas als Halbfertigerzeugnisse zu einem vielfältigen Sortiment hochwertiger Primärverpackungen für die pharmazeutische Industrie. Neben Ampullen, Fläschchen und Karpulen zählen dazu insbesondere vorfüllbare Fertigspritzensysteme. Spezielle Verfahren der Innenvergütung und innovative Verschlusssysteme ergänzen dieses Programm.
Mit hoch spezialisiertem Know-how und pharmakonformen Technologien sind wir in der Lage, unseren Kunden ein außergewöhnlich breites Leistungsspektrum zu bieten. Den überwiegenden Teil des Umsatzes mit Spritzensystemen erzielen wir heute unter unserer führenden Spritzenmarke RTF® (Ready to Fill). Die Spritzen dieser Marke liefern wir in verschiedensten Ausführungen silikonisiert, vormontiert, sterilisiert und somit komplett füllfertig an die Pharmaindustrie.
Plastic Systems
Der Geschäftsbereich Plastic Systems setzt sich aus den Geschäftsfeldern Medical Plastic Systems (MPS) und Plastic Packaging zusammen. Neben den standardisierten Systemverpackungen für Arzneimittel des Bereichs Plastic Packaging bietet der hochinnovative Geschäftsbereich durch MPS komplex konstruierte Systeme sowie Systemkomponenten an. Diese entwickeln und produzieren wir im Rahmen individueller Projektgeschäfte hauptsächlich für unsere Kunden aus der Pharmaindustrie, der Diagnostik und der Medizintechnik.
MPS bietet unseren Kunden individuellen Service über sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette hinweg. Das Leistungsspektrum unserer medizinischen Kunststoffsysteme erstreckt sich hier von Inhalatoren für die gezielte Behandlung von Atemwegserkrankungen über Lanzettenmagazine und Insulin-Pen-Systeme für Diabetiker bis hin zu den unterschiedlichsten Einmalprodukten für die Labor- und Molekulardiagnostik.
Plastic Packaging liefert eine breite Palette hochwertiger Primärverpackungen für flüssige und feste Medikamente. Dazu zählen unter anderem Applikations- und Dosiersysteme wie Augentropfer oder Nasensprayfläschchen sowie Spezialbehälter für Tabletten und Pulver. Als wesentliche Ausstattungsmerkmale ergänzen multifunktionale Verschlusssysteme mit Originalitätssicherungen, Kindersicherungen und integrierten Feuchtigkeitsabsorbern, wie sie sich unter der Marke Duma® finden, dieses Sortiment.
Moulded Glass
Der Geschäftsbereich Moulded Glass beliefert die pharmazeutische und die kosmetische Industrie ebenso wie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller.
Für die Primärverpackung von Arzneimitteln produzieren wir im Geschäftsbereich Moulded Glass alle pharma-zeutisch geeigneten Behälterglastypen einschließlich Borosilikatglasbehältern von höchster hydrolytischer Resistenz. Auf dieser Basis bieten wir eine praktisch lückenlose Weiß- und Braunglaspalette an Pharmaverpackungen an. Darunter finden sich zum Beispiel Injektions-, Tropf- und Sirupflaschen in vielfältigen markt- und bedarfsgerechten Ausführungen.
Auch für die Kosmetikindustrie bieten wir zahlreiche hochwertige Glasverpackungen an. Das Programm umfasst Fläschchen und Gläser für Parfüms, Deodorants, Hautpflege-, Wellness- und andere Produkte. Für Spezialsegmente der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie stellen wir hauptsächlich stark marketingorientierte Kleinvolumenbehälter her. Dazu zählen auch individuelle Fläschchen für Kleinspirituosen.
Neben Klar- und Farbglas produziert der Geschäftsbereich Moulded Glass auch Opalglas. Dafür stehen uns sämtliche Technologien der Form- und Farbgebung, Bedruckung sowie der exklusiven Veredelung zur Verfügung.
Life Science Research
Im Geschäftsbereich Life Science Research konzentrieren wir uns auf die Herstellung spezifischer Glasgefäße und Systeme insbesondere für die Forschung, Entwicklung und Analytik. Darüber hinaus umfasst das Angebot auch Produkte für den allgemeinen Laborbedarf.
Gefertigt werden die Produkte aus Röhrenglas sowie auf Basis der Paste-Mould-Technologie. Die große Bandbreite der Produkte erstreckt sich von Standardartikeln für die Nasschemie wie etwa Messkolben, Bechergläser, Erlenmeyerkolben oder Fläschchen für Laboranalytik bis hin zu komplexeren Produkten wie Destillations- oder Filtrationsgeräten sowie Komponenten für Präzisionslaser. Zusätzlich fertigen wir zahlreiche anwendungsspezifische Varianten, die eine genaue Abstimmung auf die jeweiligen Einsatzzwecke ermöglichen.
REGIONEN
Die Regionen Europa und Amerika stellen für Gerresheimer weiterhin die wichtigsten geografischen Absatzregionen dar. Der Umsatz der sogenannten Schwellenländer gewinnt zunehmend an Bedeutung und lag im Geschäftsjahr 2011 bei 13 % des Konzernumsatzes. Insgesamt blieben die Umsätze prozentual in allen Regionen auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Umsatzanteil in Europa lag mit 63 % auf dem Stand des Vorjahreswerts. Deutschland steuert hierzu einen Umsatzanteil von 24 % bei.
Mit einem Anteil von nunmehr 31 % (Vorjahr: 30 %) am Konzernumsatz ist Amerika unverändert ein wichtiger Teilmarkt des Gerresheimer Konzerns. Aufgrund der Präsenz weltweit operierender Pharma-Unternehmen und des Bevölkerungspotenzials bleiben insbesondere die USA auch in Zukunft eine der Kernregionen unserer wirtschaftlichen Tätigkeit.
Der Umsatz in den sonstigen Regionen trug in 2011 mit 6 % zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Rund die Hälfte hiervon entfällt auf China, wo wir mit sieben Produktionsstandorten präsent sind.
GESAMTEINSCHÄTZUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG UND PROGNOSEERREICHUNG IM GESCHÄFTSJAHR
Das Geschäftsjahr 2011 ist für den Gerresheimer Konzern sehr gut verlaufen. Auftragseingang und Umsatz zeigten eine deutliche Aufwärtstendenz. Unsere in den Vorjahren aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise frühzeitig eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen bedeuteten darüber hinaus für uns eine günstige Ausgangsposition. Damit ist es uns gelungen, hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Der Umsatz stieg um 6,8 % auf EUR 1.094,7 Mio., das Konzernergebnis nach Ertragsteuern verbesserte sich von EUR 46,7 Mio. im Vorjahr auf jetzt EUR 54,4 Mio.
Unser Umsatz mit der Pharmaindustrie hat sich auch im Geschäftsjahr 2011 als wachstumsstark und weitgehend konjunkturunabhängig erwiesen. Zudem konnte auch der eher zyklische Bereich der Kosmetik infolge der konjunkturellen Erholung wieder deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse verbuchen.
Maßgeblich für den Konzern ist das Geschäft mit der Pharmaindustrie, das 74 % des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2011 ausmachte. Der Pharmamarkt zeichnet sich durch eine Reihe von Faktoren wie demografische Entwicklung oder bessere medizinische Versorgung in den Schwellenländern als weitgehend krisenunabhängige Industrie mit nachhaltigem Wachstum aus. Hier sind wir durch unsere regionale Ausweitung und Produktdiversifizierung bestens aufgestellt.
Unsere Erwartungen an das Geschäftsjahr veröffentlichen wir jeweils mit Vorlage der Geschäftsergebnisse des Vorjahres. Unsere Prognosen für das Geschäftsjahr umfassen Angaben für die erwartete Entwicklung des Umsatzes, der Adjusted EBITDA-Marge sowie für die Investitionsausgaben des vor uns liegenden Geschäftsjahres. Unsere am 10. Februar 2011 veröffentlichte Prognose für das Umsatzwachstum des Geschäftsjahres 2011 belief sich auf einen Anstieg um 3 % bis 4 % (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse). Unsere Erwartung hinsichtlich der Adjusted EBITDA-Marge lag bei rund 20 %, die Investitionen veranschlagten wir mit rund EUR 80 Mio.
Mit Veröffentlichung des Berichtes für das 1. Quartal 2011 am 7. April 2011 erhöhten wir unsere Umsatzprognose auf 6 % bis 7 %. Der Anstieg um drei Prozentpunkte (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse) reflektierte den erwarteten anteiligen Umsatzbeitrag des von uns im März 2011 akquirierten Unternehmens in Brasilien. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung insbesondere in unserem Geschäftsbereich Plastic Systems konnten wir mit Veröffentlichung des Berichtes zum 3. Quartal 2011 am 6. Oktober 2011 unsere Umsatzprognose nochmals anheben, und zwar um einen weiteren Prozentpunkt auf ein erwartetes Umsatzplus von 7 % bis 8 % (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse). Während wir die Prognose für die Adjusted EBITDA-Marge konstant hielten, hoben wir den Wert für die Investitionsausgaben um EUR 5 Mio. auf rund EUR 85 Mio. an. Maßgeblich hierfür war die hervorragende Auftragslage in unserem Geschäftsbereich Plastic Systems.
Der im Geschäftsjahr 2011 erzielte Umsatz, die EBITDA-Marge sowie die Investitionsausgaben liegen genau innerhalb der von uns formulierten Erwartungen. Der Umsatzzuwachs von 7,8 % (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse) liegt am oberen Ende der Umsatzprognose (7 % bis 8 %). Auch die Adjusted EBITDA-Marge trifft mit 19,9 % den avisierten Zielwert von rund 20 %.
Die Investitionsausgaben in Höhe von EUR 86,2 Mio. erreichten ebenfalls den veranschlagten Wert von etwa EUR 85 Mio.
Auch für die Gerresheimer AG als Einzelgesellschaft war der operative Geschäftsverlauf positiv. Im HGB-Einzelabschluss der Gerresheimer AG verminderten sich sowohl der Jahresüberschuss als auch das Eigenkapital durch die Erstanwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), da insbesondere die Anpassung der Pensionsrückstellungen an die neuen Bewertungsvorschriften zu einem einmaligen Anpassungsaufwand führte. Details sind dem Kapitel „Jahresabschluss“ der Gerresheimer AG zu entnehmen.
KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Im Verlauf des Jahres 2011 hat die Weltwirtschaft erheblich an Dynamik verloren. Durch die Eskalation der Schuldenkrise im Euroraum, den kräftigen Ölpreisanstieg im Zuge der politischen Umbrüche in den arabischen Ländern sowie das Erdbeben in Japan entstanden erhebliche Unsicherheiten, die die wirtschaftliche Entwicklung dämpften. Während die letztgenannten Faktoren über das Jahr an Gewicht verloren, prägte die Zuspitzung der Schuldenkrise das Gesamtjahr 2011. Fehlende Impulse infolge der vermehrt auslaufenden Konjunkturprogramme, eine sehr lockere Geldpolitik sowie eine auf die Reduzierung der Neuverschuldung orientierte Fiskalpolitik bremsten die wirtschaftliche Expansion darüber hinaus. Infolgedessen dürfte die Weltwirtschaft in 2011 – nach einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes von etwa 5,1 % im Vorjahr – nur noch ein Wachstum von etwa 3,8 % aufweisen. Regional betrachtet waren die Haupttreiber der weltwirtschaftlichen Entwicklung auch in 2011 die Schwellenländer. Brasilien, Russland, Indien und China, die sogenannten BRIC-Länder, tragen inzwischen maßgeblich zur Weltproduktion bei. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds dürfte deren Anteil an der Weltproduktion 2011 mit rund 26 % erstmals den Anteil der USA von etwa 19 % übersteigen.
In den USA hat sich die Konjunktur in 2011 zunächst merklich abgekühlt. Im Frühjahr schien es so, als käme die Wirtschaft gänzlich zum Stillstand. Zum Jahresende ging es jedoch wieder aufwärts. Der private Konsum stieg wieder an, die Beschäftigung nahm zu und die Unternehmensinvestitionen zogen wieder an. Nach Schätzungen von Finanzanalysten dürften die USA nach dem Wachstum von 3,0 % in 2010 im Jahr 2011 einen Zuwachs des realen Bruttoinlandsproduktes von etwa 1,8 % verzeichnen. Damit wäre die Entwicklung nur halb so kraftvoll wie im Vorjahr.
In der Eurozone verlief die konjunkturelle Entwicklung insgesamt eher verhalten. Das zusammengefasste Bruttoinlandsprodukt dürfte in 2011 lediglich um rund 1,6 % zulegen, nach fast 2 % im Vorjahr. In den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten divergierte die wirtschaftliche Entwicklung beträchtlich. Während Länder wie Griechenland, Italien, Portugal und mit Abstrichen Spanien die Tendenz zur Rezession zeigten, erwies sich die Konjunktur in anderen Ländern wie z.B. Deutschland relativ robust.
In Deutschland übertraf die Wirtschaftsleistung infolge des starken wirtschaftlichen Aufschwungs in den Jahren 2010 und 2011 wieder das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008. Etwa seit Mitte des Jahres 2011 führte die europäische Schuldenkrise jedoch auch in Deutschland zu einer konjunkturellen Eintrübung. Das Bruttoinlandsprodukt, das in 2010 noch um etwa 3,7 % gewachsen war, dürfte Prognosen zufolge im Jahr 2011 daher lediglich um 3 % zunehmen.
Die Bedeutung der Schwellenländer für die Entwicklung der Weltwirtschaft war auch in 2011 ungebrochen. Insbesondere Brasilien, Russland, Indien und China haben allein aufgrund ihrer Größe besonderen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Anders als in früheren Jahren scheint die konjunkturelle Entwicklung der Schwellenländer nach Einschätzung des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung jedoch weit weniger von derjenigen in den Industrieländern abhängig zu sein. Grund hierfür sind die starke Binnenkonjunktur sowie die wachsende wirtschaftliche Verflechtung der Schwellenländer untereinander. Die größten Wachstumsraten innerhalb der asiatischen Volkswirtschaften wiesen China mit 9,2 % und Indien mit 8,5 % auf. Damit wird China zwar die vormals zweistelligen Zuwachsraten nicht ganz erreichen, profitierte aber weiter von der starken Inlandsnachfrage sowie hohen Investitionsausgaben infolge stark expansiver Infrastrukturmaßnahmen. Indiens wirtschaftliche Entwicklung wurde weiter von der demografischen Entwicklung begünstigt, die als Motor der Binnennachfrage gilt. In Brasilien verlangsamte sich die konjunkturelle Entwicklung nicht zuletzt infolge der hohen Bewertung des Reals. Für 2011 wird eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um etwa 3 % erwartet. In Russland beeinträchtigten hohe Inflationsraten den privaten Konsum, während die hohe politische Unsicherheit im Vorfeld der Präsidentschaftswahl die Investitionsnachfrage dämpfte. Schätzungen zufolge wird Russland in 2011 daher wie im Vorjahr ein Plus des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von rund 4 % verzeichnen.
Der weltweite Pharmamarkt zeigte sich auch in 2011 robust. Während die Industrieländer eher moderate Wachstumsraten aufwiesen, verlief die Entwicklung in den aufstrebenden Ländern deutlich dynamischer. Hier profitierte der Pharmasektor von steigenden öffentlichen Ausgaben für die medizinische Versorgung sowie von höheren privaten Ausgaben für Vorsorge und Gesundheit. Die staatlichen Bestrebungen, den Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben das Wachstum der Pharmaindustrie bisher nicht nachhaltig beeinträchtigt. Den Generikaherstellern wird zukünftig in diesem Zusammenhang zunehmend Bedeutung zukommen. Insgesamt gesehen gilt die Pharmaindustrie unverändert als weitgehend krisenunabhängige Industrie, die von nachhaltigen Wachstumstreibern profitiert. Dazu gehören der demografische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und die steigende Anzahl von Arzneimitteln mit patentfreien Wirkstoffen und biotechnologisch hergestellte Medikamente. Angesichts herrschender Ausgabendisziplin wurden die zum Teil deutlich reduzierten Bestände für pharmazeutische Primärverpackungen auch im zweiten Jahr nach der Krise 2009 nicht wieder aufgebaut. Daher ist davon auszugehen, dass die Lagerbestände in der Pharmaindustrie deutlich unterhalb der hohen Niveaus liegen, die noch vor wenigen Jahren üblich waren.
Der Markt für hochwertige Kosmetikverpackungen aus Glas verbuchte ein sehr gutes Jahr. So sorgten die deutliche Tendenz zu sehr aufwändig und damit höherwertig gestalteten Verpackungen wie auch die gute Nachfrage nach Kosmetikartikeln für eine überaus positive Entwicklung.
Nur wenig Dynamik zeigt der Markt für Life Science Research-Produkte. Nach einem zögerlichen Beginn verlief die Marktentwicklung in der Jahresmitte robust, schwächte sich jedoch gegen Jahresende infolge der allgemeinen Konjunkturentwicklung wieder ab.
Konzernabschluss der Gerresheimer AG
UMSATZENTWICKLUNG
Der Gerresheimer Konzernumsatz wuchs im Geschäftsjahr 2011 um 6,8 % bzw. EUR 69,9 Mio. auf EUR 1.094,7 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2010. Bereinigt um Währungseffekte stieg der Umsatz um 7,8 %.
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| in Mio. EUR | 2011 | 2010 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||
| Tubular Glass | 304,1 | 310,4 | - 2,0 |
| Plastic Systems | 371,4 | 307,9 | 20,6 |
| Moulded Glass | 342,4 | 327,3 | 4,6 |
| Life Science Research | 91,8 | 95,0 | - 3,3 |
| Zwischensumme | 1.109,7 | 1.040,6 | 6,6 |
| Innenumsätze | - 15,0 | - 15,8 | 5,1 |
| Summe Umsatzerlöse | 1.094,7 | 1.024,8 | 6,8 |
Nach dem kapazitätsbedingten Rückgang der Umsätze im RTF®-Spritzensegment im 1. Halbjahr 2011 ist die Umsatzentwicklung des Geschäftsbereiches Tubular Glass seit Beginn des 3. Quartals 2011 wieder deutlich positiv. Aufgrund der im Geschäftsjahresverlauf steigenden Auslastung konnte im Geschäftsjahr 2011 insgesamt ein Umsatz von EUR 304,1 Mio. gegenüber EUR 310,4 Mio. im Vorjahr erzielt werden. Bei vergleichbarem Wechselkurs lag der Umsatz des Geschäftsjahres auf Vorjahresniveau.
Der Geschäftsbereich Plastic Systems steigerte seinen Umsatz im Jahr 2011 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 20,6 % von EUR 307,9 Mio. auf EUR 371,4 Mio. Bereinigt um Währungseffekte wurde ein Umsatzwachstum von 20,3 % erzielt. Der Umsatzanstieg wurde im gesamten Geschäftsjahr 2011 insbesondere in den Bereichen der Insulin-Pen-Systeme, Inhalatoren und Diagnostik erzielt. Aber auch bei den Kunststoffverpackungen sowie im Engineering- und Werkzeugbereich verzeichneten wir erneut deutliche Umsatzzuwächse. Zudem trug auch die seit März konsolidierte Gesellschaft Vedat zu dieser äußerst positiven Umsatzentwicklung bei.
Der Geschäftsbereich Moulded Glass erzielte im Geschäftsjahr 2011 bei einem Umsatz von EUR 342,4 Mio. ein Wachstum von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Währungsbereinigt betrug der Umsatzanstieg 5,5 %, der im Geschäftsjahr 2011 gleichermaßen vom Pharma- und Kosmetikgeschäft getragen wurde.
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Life Science Research betrug im Berichtsjahr EUR 91,8 Mio. Währungsbereinigt entspricht dies einem Umsatz auf Vorjahresniveau.
ERTRAGSLAGE
Die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter erfreulich entwickelt. Der Gerresheimer Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 ein Adjusted EBITDA (operatives Ergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen) von EUR 217,3 Mio. und lag damit um 6,3 % über dem Wert des Vorjahres. Die Adjusted EBITDA-Marge lag bei 19,9 % und damit auf dem Niveau der Adjusted EBITDA-Marge des Vorjahres.
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| in Mio. EUR | 2011 | 2010 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Adjusted EBITDA | |||
| Tubular Glass | 62,4 | 70,3 | - 11,2 |
| Plastic Systems | 87,1 | 74,1 | 17,5 |
| Moulded Glass | 76,8 | 67,9 | 13,1 |
| Life Science Research | 10,6 | 11,7 | - 9,5 |
| Zwischensumme | 236,9 | 224,0 | 5,8 |
| Zentralstellen/Konsolidierung | - 19,6 | - 19,5 | - 0,5 |
| Summe Adjusted EBITDA | 217,3 | 204,5 | 6,3 |
Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Tubular Glass lag im Geschäftsjahr 2011 mit EUR 62,4 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 70,3 Mio. Auch die Adjusted EBITDA-Marge lag mit 20,5 % unter dem Niveau des Vorjahres von 22,6 %. Kapazitätsrestriktionen bei der RTF®-Spritzenproduktion in der ersten Jahreshälfte mit nachgelagerten Produktivitätsproblemen bei zunehmender Auslastung der Anlagen waren die Hauptgründe für diese Entwicklung.
Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereichs Plastic Systems stieg im Berichtsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 17,5 % auf EUR 87,1 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug 23,4 % nach 24,1 % im Vorjahr. Ursächlich für die geringfügig niedrigere Marge war im Geschäftsjahr der höhere Umsatzanteil des Engineering- und Werkzeuggeschäfts, welches grundsätzlich niedrigere Margen aufweist. Der Umsatzanteil des Engineering- und Werkzeuggeschäfts ist abhängig von dem individuellen Projektfortschritt und unterliegt damit typischerweise Schwankungen. Hohe Umsätze in diesen Bereichen gelten jedoch in der Industrie als positiv, da sie als Indikator für künftiges profitables Neugeschäft verstanden werden.
Im Geschäftsjahr 2011 übertraf der Geschäftsbereich Moulded Glass das Adjusted EBITDA des Vorjahres um 13,1 %. Das Adjusted EBITDA stieg somit auf EUR 76,8 Mio. Die gute Auslastung der Werke und die hohe Produktivität führten zu zusätzlichen Deckungsbeiträgen. Die Adjusted EBITDA-Marge stieg von 20,7 % im Vorjahr auf ausgezeichnete 22,4 % im Berichtsjahr.
Im Geschäftsbereich Life Science Research betrug das Adjusted EBITDA im Geschäftsjahr 2011 EUR 10,6 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug 11,5 % im Geschäftsjahr 2011 nach 12,3 % im Berichtsjahr 2010. Aufgrund des Nachfragerückganges im 4. Quartal 2011 konnte das angestrebte Margenniveau nicht erreicht werden.
Die Kosten der Zentralstellen bzw. die Konsolidierungseffekte sind mit EUR 19,6 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Adjusted EBITDA zum Konzernergebnis:
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| in Mio. EUR | 2011 | 2010 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Adjusted EBITDA | 217,3 | 204,5 | 12,8 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 0,1 | 3,7 | - 3,6 |
| Einmalige Aufwendungen und Erträge1) | 6,9 | 0,0 | 6,9 |
| EBITDA | 210,3 | 200,8 | 9,5 |
| Abschreibung Fair Value-Anpassungen2) | 20,6 | 24,8 | - 4,2 |
| Planmäßige Abschreibungen | 80,4 | 81,0 | - 0,6 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 109,3 | 95,0 | 14,3 |
| Finanzergebnis (netto)3) | - 36,8 | - 34,3 | - 2,5 |
| Ertragsteuern | - 18,1 | - 14,0 | - 4,1 |
| Konzernergebnis | 54,4 | 46,7 | 7,7 |
| Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | 3,9 | 3,5 | 0,4 |
| Ergebnisanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 50,5 | 43,2 | 7,3 |
1) Die Position „Einmalige Aufwendungen und Erträge” umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen u.a. diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als „Restrukturierungsaufwendungen“ auszuweisen sind.
2) Die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese im Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Neugründung des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008 sowie der Akquisition von Vedat im März 2011.
3) Das Finanzergebnis (netto) umfasst Zinserträge sowie Zinsaufwendungen bezogen auf die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns. Zudem werden unter dem Finanzergebnis (netto) auch Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen abzüglich erwarteter Erträge aus Fondsvermögen sowie Währungseffekte aus den Finanzierungsgeschäften und den dazugehörigen derivativen Sicherungsgeschäften ausgewiesen.
Ausgehend vom Adjusted EBITDA leiten Restrukturierungsaufwendungen sowie einmalige Erträge und Aufwendungen zum EBITDA über. Der Saldo der einmaligen Aufwendungen und Erträge enthält im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen Beträge im Zusammenhang mit der Akquisition von Vedat sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit früheren Akquisitionen. Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 20,6 Mio. liegen, trotz erstmaliger Berücksichtigung der Fair Value-Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation von Vedat, unter dem Vorjahresniveau von EUR 24,8 Mio., da aufgrund der zugrunde liegenden Nutzungsdauern geringere Abschreibungen auf Kundenstämme angefallen sind. Die planmäßigen Abschreibungen sind auf Vorjahresniveau. Insgesamt liegt damit das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit mit EUR 109,3 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 95,0 Mio.
Das Finanzergebnis (Aufwand) hat sich nach der Refinanzierung aufgrund von Einmalkosten in Höhe von EUR 7,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Der Ertragsteueraufwand betrug EUR 18,1 Mio. nach EUR 14,0 Mio. im Vorjahr. Zum 30. November 2011 wies der Gerresheimer Konzern trotz der beschriebenen Sondereffekte damit ein gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,7 Mio. höheres Konzernergebnis von EUR 54,4 Mio. aus (Vorjahr: EUR 46,7 Mio.).
Das bereinigte Konzernergebnis bzw. Adjusted Net Income (definiert als: Konzernergebnis inkl. der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im Geschäftsjahr 2011 EUR 80,6 Mio. nach EUR 65,8 Mio. im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich damit auf EUR 2,44 nach EUR 1,95 im Vorjahr (jeweils nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen).
DIVIDENDENVORSCHLAG AN DIE HAUPTVERSAMMLUNG
Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG werden der Hauptversammlung am 26. April 2012 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,60 je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten. Im Vorjahr hatte die Dividende EUR 0,50 je Aktie betragen. Damit profitieren die Gerresheimer Aktionäre vom Geschäftserfolg des Gerresheimer Konzerns.
Dies entspricht einem Dividendenbetrag von EUR 18,8 Mio. Des Weiteren wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 16,0 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen.
VERMÖGENSLAGE
Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:
Aktiva
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | in % | in Mio. EUR | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Aktiva | 1.036,6 | 68,4 | 993,3 | 73,2 |
| Kurzfristige Aktiva | 478,5 | 31,6 | 364,5 | 26,8 |
| Bilanzsumme | 1.515,1 | 100,0 | 1.357,8 | 100,0 |
| Passiva | ||||
| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||
| in Mio. EUR | in % | in Mio. EUR | in % | |
| Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile | 552,2 | 36,4 | 529,4 | 39,0 |
| Langfristige Passiva | 629,8 | 41,6 | 491,7 | 36,2 |
| Kurzfristige Passiva | 333,1 | 22,0 | 336,7 | 24,8 |
| Bilanzsumme | 1.515,1 | 100,0 | 1.357,8 | 100,0 |
Zum 30. November 2011 ist die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um EUR 157,3 Mio. auf EUR 1.515,1 Mio. gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Akquisition von Vedat sowie den Anstieg der liquiden Mittel begründet.
Die langfristigen Aktiva sind hauptsächlich aufgrund des Ausweises des Goodwills und der erstmals bilanzierten immateriellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von Vedat im Saldo um EUR 43,3 Mio. auf EUR 1.036,6 Mio. gestiegen. Die langfristigen Aktiva betragen zum 30. November 2011 somit insgesamt 68,4 % der Bilanzsumme. Die langfristigen Aktiva sind zu 114 % durch Eigenkapital und langfristige Passiva finanziert.
Der Anstieg der kurzfristigen Aktiva von EUR 364,5 Mio. auf EUR 478,5 Mio. spiegelt insbesondere den Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Vedat-Akquisition und der Geschäftsausweitung wider. Ferner haben sich insbesondere die liquiden Mittel nach der Refinanzierung deutlich erhöht.
Das Eigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile liegt mit EUR 552,2 Mio. um EUR 22,8 Mio. höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote ging, infolge der Ausweitung der Bilanzsumme, von 39,0 % im Vorjahr auf 36,4 % im Geschäftsjahr zurück.
Die langfristigen Passiva haben sich mit EUR 629,8 Mio. per Ende November 2011 im Vergleich zu EUR 491,7 Mio. per Ende November 2010 deutlich erhöht. Als Folge der Refinanzierung steht dem Gerresheimer Konzern mit der neu begebenen Anleihe und den neuen Krediten nun Fremdkapital mit längeren Laufzeiten als im November 2010 zur Verfügung. Die langfristigen Passiva betragen nunmehr 41,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 36,2 %).
Die Nettofinanzschulden entwickelten sich wie folgt:
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| 30.11.2011 in Mio. EUR |
30.11.2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Finanzschulden | ||
| Konsortialkredite | ||
| Langfristiges Darlehen1) | 154,7 | 0,0 |
| Revolvierendes Darlehen1) | 0,0 | 0,0 |
| Langfristiges Darlehen1) – damaliger Kreditvertrag | 0,0 | 183,9 |
| Revolvierendes Darlehen1) – damaliger Kreditvertrag | 0,0 | 10,0 |
| Summe Konsortialkredite | 154,7 | 193,9 |
| Schuldverschreibung – damaliger High Yield Bond | 0,0 | 126,0 |
| Schuldverschreibung – Euro Bond | 300,0 | 0,0 |
| Lokale Kreditlinien1) | 31,7 | 39,2 |
| Finanzierungsleasing | 9,6 | 12,4 |
| Summe Finanzschulden | 496,0 | 371,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 131,4 | 60,5 |
| Nettofinanzschulden | 364,6 | 311,0 |
| Adjusted EBITDA | 217,3 | 204,5 |
| Adjusted EBITDA Leverage | 1,7 | 1,5 |
1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: zum 30. November 2010: EUR 1,00/USD 1,2998; zum 30. November 2011: EUR 1,00/ USD 1,3418.
Die Nettofinanzschulden sind zum 30. November 2011 auf EUR 364,6 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die bereits beschriebene Akquisition von Vedat, die Zahlung einer Dividende an unsere Aktionäre sowie auf Einmalzahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung zurückzuführen.
Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, betrug zum Bilanzstichtag 1,7 im Vergleich zu 1,5 im Vorjahr.
Die in 2010 ausgewiesenen langfristigen Konsortialkredite umfassten Tilgungsdarlehen in Höhe von ursprünglich EUR 275,0 Mio. sowie ein zugesagtes revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 175,0 Mio. Diese Kredite wurden im Rahmen einer Refinanzierung zwischenzeitlich vorzeitig abgelöst.
In einem günstigen Marktumfeld sowie vor dem Hintergrund deutlich verbesserter Bonitätseinschätzungen der Rating-Agenturen hatte der Vorstand der Gerresheimer AG zu Jahresbeginn eine frühzeitige Refinanzierung der Konsortialkredite und der hochverzinslichen Schuldverschreibung beschlossen. Im Zuge der Umschuldung wurde am 9. März 2011 ein neuer Konsortialkredit mit 5-jähriger Laufzeit unterzeichnet, der sich in ein langfristiges Tilgungsdarlehen in Höhe von ursprünglich EUR 150 Mio. (vollständig gezogen in USD) und ein revolvierendes Darlehen von EUR 250 Mio. aufteilt. Die größtenteils in 2013 auslaufenden bisherigen Bankkredite in Höhe von ursprünglich EUR 450 Mio. wurden damit am 14. März 2011 vorzeitig abgelöst.
Daneben wurde am 9. März 2011 ein Konsortialkredit von EUR 200 Mio. mit einjähriger Laufzeit plus 6-monatiger Verlängerungsoption abgeschlossen, der im April 2011 in erster Linie der vorzeitigen Rückzahlung der hochverzinslichen Schuldverschreibung über EUR 126 Mio. mit einer Endfälligkeit im März 2015 gedient hat. Am 19. Mai 2011 wurde eine neue Schuldverschreibung in Höhe von EUR 300 Mio. zu einem Ausgabekurs von 99,40 % und mit einem Zinskupon von 5,00 % begeben, die mit einer Endfälligkeit in 2018 ausgestattet ist. Die Mittel aus der Begebung dieser Schuldverschreibung wurden zum Teil zur Rückzahlung des EUR 200 Mio. Konsortialkredites sowie zur Tilgung weiterer finanzieller Verpflichtungen verwendet.
FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE
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| 2011 in Mio. EUR |
2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 129,8 | 159,8 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | - 159,0 | - 69,5 |
| Mittelzu-/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 101,5 | - 90,5 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 72,3 | - 0,2 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes | - 1,4 | 4,6 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 60,5 | 56,1 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 131,4 | 60,5 |
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei EUR 129,8 Mio. und damit EUR 30,0 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 159,8 Mio. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthält Einmalzahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung in Höhe von EUR 4,2 Mio. Zudem waren höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ein Bestandsaufbau bei den Vorräten zu verzeichnen.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 159,0 Mio. lag deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 69,5 Mio. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2011 beinhalten neben den Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte vor allem die Akquisition von Vedat im März 2011. Weitere Informationen zu den im Geschäftsjahr 2011 vorgenommenen Investitionen sind im Abschnitt „Investitionen“ enthalten.
Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr saldiert EUR 101,5 Mio. (Vorjahr: Mittelabfluss EUR 90,5 Mio.) und spiegelt damit insbesondere die Refinanzierung wider. Einmalige Zahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung sind in dem Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 9,6 Mio. enthalten.
Zum 30. November 2011 verfügte der Gerresheimer Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 131,4 Mio. (Vorjahr: EUR 60,5 Mio.). Darüber hinaus stand Gerresheimer zum Ende der Berichtsperiode ein revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 250 Mio. zur Verfügung, das zum 30. November 2011 nicht in Anspruch genommen wurde und unter anderem für Investitionen, Akquisitionen und für weitere betriebliche Zwecke zur Verfügung steht.
INVESTITIONEN
Im Geschäftsjahr 2011 tätigte Gerresheimer Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 86,2 Mio. (Vorjahr: EUR 73,2 Mio.). Investitionsschwerpunkt waren auch in diesem Geschäftsjahr Wachstumsprojekte und Kapazitätserweiterungen, insbesondere im Bereich Plastic Systems. Aber auch Investitionen in Qualitätssicherung und -verbesserung wurden planmäßig durchgeführt. Die Re-Investitionsquote (Verhältnis Investitionen in Sachanlagen zu planmäßigen Abschreibungen) lag bei rund 107 %.
Insgesamt investierte der Geschäftsbereich Tubular Glass im Geschäftsjahr 2011 EUR 20,3 Mio. (Vorjahr: EUR 18,3 Mio.). Darin enthalten waren im Geschäftsjahr 2011 Mittel für die turnusmäßige Generalüberholung einer Schmelzwanne.
Der Geschäftsbereich Plastic Systems tätigte im Jahr 2011 Investitionen in Höhe von EUR 35,7 Mio. (Vorjahr: EUR 32,2 Mio.). Der Aufbau von Produktionskapazitäten in Tschechien bildete einen Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2011.
EUR 29,0 Mio. der Investitionen (Vorjahr: EUR 19,8 Mio.) entfielen auf den Geschäftsbereich Moulded Glass. Darin enthalten waren im Geschäftsjahr 2011 Mittel für die turnusmäßige Generalüberholung einer Schmelzwanne sowie Ausgaben für Formen, Werkzeuge und Modernisierungsmaßnahmen.
Die Investitionen des Geschäftsbereiches Life Science Research betrugen EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.).
Die Investitionen der Zentralstellen betrugen EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.).
Zudem hat Gerresheimer im März 2011 das brasilianische Unternehmen Vedat zu einem Kaufpreis von EUR 78,2 Mio. plus im Unternehmen verbliebener liquider Mittel in Höhe von EUR 3,3 Mio. erworben. Vedat ist im Bereich der pharmazeutischen Kunststoffverpackungen tätig und damit eine hervorragende Ergänzung zu dem bei Gerresheimer bereits bestehenden Portfolio. Zusammen mit Vedat entwickelt sich Gerresheimer zu einem Komplettanbieter für pharmazeutische Kunststoffverpackungen in Südamerika.
Auf Amerika entfielen 27 % oder EUR 23,0 Mio. der Sachinvestitionen (Vorjahr: 30 %), auf China 1 % oder EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: 3 %) und auf das europäische Ausland 17 % oder EUR 15,1 Mio. (Vorjahr: 20 %). Deutschland stellte mit 55 % oder EUR 47,5 Mio. wiederum den Investitionsschwerpunkt dar (Vorjahr: 47 %).
Jahresabschluss der Gerresheimer AG
Ergänzend zur Berichterstattung über den Gerresheimer Konzern wird im Folgenden die Entwicklung der Gerresheimer AG erläutert. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sind einzelne Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie einzelne Bilanzpositionen nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.
ENTWICKLUNG DER ERTRAGSLAGE DER GERRESHEIMER AG
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| 01.12.2010 – 30.11.2011 in Mio. EUR |
01.12.2009 – 30.11.2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 10,9 | 10,6 |
| Personalaufwand | - 12,6 | - 12,9 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | - 0,3 | - 0,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 16,8 | - 15,5 |
| Beteiligungsergebnis | - 11,3 | 16,9 |
| Finanzergebnis | 34,3 | 34,2 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 4,2 | 33,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,5 | - 10,2 |
| Jahresüberschuss | 4,7 | 22,8 |
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2011 bei EUR 4,2 Mio. nach EUR 33,0 Mio. im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften an BilMoG zurückzuführen, die das Beteiligungsergebnis insgesamt in Höhe von EUR 24,0 Mio. belastet hat. Hierbei ist insbesondere der einmalige Ergebniseffekt aus der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen auf BilMoG zu nennen, der in vollem Umfang im Geschäftsjahr 2011 berücksichtigt wurde. Zudem sind Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Refinanzierung in Höhe von EUR 0,8 Mio. im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 10,9 Mio. auf dem Vorjahresniveau von EUR 10,6 Mio. Sie enthalten hauptsächlich Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten an Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten Serviceleistungen.
Der Personalaufwand ging im Vergleich zum Vorjahr leicht um EUR 0,3 Mio. auf EUR 12,6 Mio. zurück.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 1,3 Mio. auf EUR 16,8 Mio. gestiegen und beinhalten hauptsächlich wiederkehrende Aufwendungen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit der Gerresheimer AG, so z.B. die Aufwendungen für IT-Systeme, Versicherungen, für Mieten und Leasing oder für die Ausrichtung von Messen. Die Aufwendungen werden innerhalb des Konzerns weiterbelastet, soweit sie wirtschaftlich durch die Tochterunternehmen verursacht sind.
Das Finanzergebnis lag mit EUR 34,3 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der geänderten Finanzierungsstruktur ist der Betrag in seiner Zusammensetzung aber nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. So ist der Zinsaufwand insbesondere aufgrund der Platzierung der Anleihe um EUR 10,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Durch die Weitergabe der erzielten Mittel an Tochtergesellschaften hat sich der Zinsertrag aus Ausleihungen an Tochterunternehmen im gleichen Maße erhöht.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen latenten Steuerertrag aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG in Höhe von EUR 8,4 Mio., der im Wesentlichen auf die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen auf BilMoG entfällt.
ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER GERRESHEIMER AG
Aktiva
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| 30.11.2011 in Mio. EUR |
30.11.2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,8 | 0,9 |
| Sachanlagen | 0,2 | 0,3 |
| Finanzanlagen | 809,5 | 513,4 |
| 810,5 | 514,6 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 121,3 | 149,3 |
| Flüssige Mittel | 0,0 | 0,0 |
| 121,3 | 149,3 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2,5 | 0,8 |
| Summe Aktiva | 934,3 | 664,7 |
| Passiva | ||
| 30.11.2011 in Mio. EUR |
30.11.2010 in Mio. EUR |
|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 31,4 | 31,4 |
| Kapitalrücklage | 525,7 | 525,7 |
| Bilanzgewinn | 34,8 | 60,7 |
| 591,9 | 617,8 | |
| Rückstellungen | ||
| Steuerrückstellungen | 7,8 | 6,8 |
| Sonstige Rückstellungen | 7,0 | 5,7 |
| 14,8 | 12,5 | |
| Verbindlichkeiten | 321,0 | 34,4 |
| Passive latente Steuern | 6,6 | 0,0 |
| Summe Passiva | 934,3 | 664,7 |
Im Anlagevermögen sind im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 117,1 Mio. sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 692,4 Mio. ausgewiesen. Der Anstieg der Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 296,1 Mio. ist Folge der Refinanzierung des Gerresheimer Konzerns. In diesem Zusammenhang hat die Gerresheimer AG eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von EUR 300 Mio. platziert und die hierdurch erzielten Mittel in Form eines langfristigen verzinslichen Darlehens an die Gerresheimer Glas GmbH weitergegeben.
Im Umlaufvermögen sind im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 120,3 Mio. aus dem Cash Pooling sowie aus verzinslichen kurzfristigen Darlehen enthalten (Vorjahr: EUR 147,9 Mio.). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um EUR 28,0 Mio. ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung eines fälligen Darlehens durch die Gerresheimer Glas GmbH zurückzuführen.
Das Eigenkapital ging von EUR 617,8 Mio. auf EUR 591,9 Mio. zurück. Auch dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Umstellung der Bilanzierung und Bewertung auf BilMoG zurückzuführen. So wurden EUR 14,9 Mio. an passiven latenten Steuern erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von insgesamt EUR 15,7 Mio. aus dem Bilanzgewinn ausgezahlt. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses von EUR 4,7 Mio. ergibt sich somit ein Eigenkapital von EUR 591,9 Mio. Die Eigenkapitalquote ging aufgrund der Umstellung auf BilMoG und der Begebung der Anleihe von 92,9 % zum 30. November 2010 auf 63,3 % zum 30. November 2011 zurück.
Im Berichtsjahr erhöhten sich die Verbindlichkeiten von EUR 34,4 Mio. auf EUR 321,0 Mio. Sie bestehen neben den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen aus der im Rahmen der Refinanzierung platzierten Anleihe zzgl. aufgelaufener Zinsen von insgesamt EUR 308,0 Mio.
Im Geschäftsjahr wurde aufgrund der Umstellung auf BilMoG erstmals eine passive latente Steuer in Höhe von EUR 6,6 Mio. angesetzt, die insbesondere auf unterschiedliche Wertansätze von immateriellen Vermögensgegenständen bei Tochtergesellschaften resultiert.
Die Gerresheimer AG ist mit den übrigen deutschen Konzerngesellschaften in ein Cash Pooling eingebunden, das durch die Gerresheimer Glas GmbH durchgeführt wird. Die Gerresheimer AG selbst hat keine Bankbestände.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von EUR 0,60 je Aktie vorzuschlagen.
Nicht finanzielle Erfolgsfaktoren des Gerresheimer Konzerns und der Gerresheimer AG
MITARBEITER
Gerresheimer befindet sich auf einem nachhaltigen Wachstumskurs. Dies spiegelt auch die Zahl unserer Mitarbeiter wider, die mittlerweile auf weltweit 10.212 gestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 737 Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund ist ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Personalarbeit, bestehende und neu eingestellte Mitarbeiter gezielt zu fördern und langfristig an uns zu binden, um so die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens zu schaffen.
Im Geschäftsbereich Tubular Glass waren zum Ende der Berichtsperiode 3.682 Mitarbeiter beschäftigt. Am Stichtag des Vorjahres lag die Mitarbeiterzahl bei 3.634 Mitarbeitern.
Im Geschäftsbereich Plastic Systems stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 2.440 im Vorjahr auf 3.083 zum Ende der Berichtsperiode. Dies beruht hauptsächlich auf der Übernahme des brasilianischen Herstellers von pharmazeutischen Kunststoffverpackungen Vedat.
Der Geschäftsbereich Moulded Glass beschäftigte zum Geschäftsjahresende 2.136 Mitarbeiter gegenüber 2.180 Mitarbeitern zum Ende der Vorjahresperiode.
Im Geschäftsbereich Life Science Research stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 1.132 im Vorjahr auf insgesamt 1.215 Mitarbeiter zum 30. November 2011.
Zum 30. November 2011 waren in der Hauptverwaltung 96 Mitarbeiter (Vorjahr: 89 Mitarbeiter) beschäftigt.
Die regionale Mitarbeiterstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Der Anteil der Mitarbeiter an den Standorten in den USA, Mexiko, Brasilien und Argentinien stieg von 30 % im Vorjahr auf 33 % zum Berichtsjahresende. Der Anteil der Mitarbeiter in Deutschland sank hingegen leicht von 33 % im Vorjahr auf 32 % im Berichtsjahr. Im sonstigen europäischen Raum (Belgien, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und Schweiz) reduzierte sich der Mitarbeiteranteil von 21 % auf 20 %. Der Anteil der Beschäftigten in China blieb mit 15 % auf dem Niveau des Vorjahres von 16 %.
Unser Erfolg beruht nicht nur auf unserem Geschäftsmodell, sondern liegt in erster Linie in den Händen unserer Mitarbeiter, die sich mit unserem Unternehmen identifizieren und eine hohe Motivation sowie Eigenständigkeit zeigen. Sie prägen unsere Kultur und tragen damit wesentlich zu unserem langfristigen Erfolg bei. Dies ist auch in unserer Unternehmensvision mit folgendem Satz verankert: „Die Leidenschaft unserer Mitarbeiter ist die Grundlage für unseren Erfolg.“
Deshalb an dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrem großen Engagement, dem unermüdlichen Einsatz für unser Unternehmen und dem Willen, sich selbst, die Produkte und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln, so viel beisteuern.
Um weiter auf Erfolgskurs zu bleiben, ist es daher von großer Bedeutung, unsere Kultur und unsere Werte innerhalb der gesamten, größer werdenden Gruppe zu erhalten und zu stärken. Dabei kommt allen Mitarbeitern, nicht nur unseren Führungskräften, eine entscheidende Rolle zu. Wir haben im Jahr 2011 damit begonnen, unsere Unternehmensvision, die Mission und unsere Werte in der Organisation zu verankern. In einer Vielzahl von verschiedenen Veranstaltungen haben alle Mitarbeiter des Unternehmens weltweit daran gearbeitet, herauszufinden, wie wir die Unternehmenswerte in unsere tägliche Arbeit integrieren können und wie wir uns entsprechend unserer Mission verhalten müssen, um am Ende unsere Vision – unser großes Unternehmensziel – zu erreichen. Uns war es sehr wichtig, innerhalb dieser Initiative sowohl die Führungskräfte als auch alle Mitarbeiter der Produktions-, Vertriebs- und Verwaltungsbereiche zu erreichen und Stimmungen und Meinungen zu erfahren, ernst zu nehmen und gemeinsam mit ihnen unser Unternehmen weiterzuentwickeln.
Auch Internationalität, Offenheit und Vielfalt prägen die Unternehmenskultur bei Gerresheimer. Diversity ist dabei für uns nicht nur eine Bereicherung der Unternehmenskultur, sondern auch ein klarer Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb. Wir fördern Unterschiedlichkeit im Denken und Handeln. Wir akzeptieren lokal unterschiedliche Kulturen in unserer dezentralen Organisation. Wir setzen viel daran, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das unseren Mitarbeitern einen respektvollen und wertschätzenden Umgang ermöglicht.
Wir legen großen Wert auf die Ausbildung unserer Mitarbeiter einschließlich unserer Nachwuchs- und angehenden Führungskräfte; sei es im Rahmen der klassischen Ausbildung, des dualen Studiums oder unserer divisionsübergreifenden Personalentwicklungsprogramme. Denn nur so können wir Mitarbeiter langfristig fördern, ihnen unsere Werte und Kultur dabei nahebringen und sie so auf weiter gehende Aufgaben innerhalb der Gruppe vorbereiten. Dies bietet außerdem eine gute Möglichkeit, über den eigenen Geschäftsbereich hinauszuschauen, das gegenseitige Verständnis zu fördern, Synergien zu erkennen, neue Ideen zu entwickeln und gleichzeitig das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen. Damit sind wir gut für die vor uns liegenden Herausforderungen und insbesondere für die sich uns bietenden Chancen positioniert. Über alle Hierarchien hinweg ist das Ziel des kontinuierlichen Lernens in unseren Grundprinzipien verankert.
Die unternehmenseigene Ausbildung betreibt Gerresheimer in Deutschland mit einer Ausbildungsquote von 5,3 % schon seit langer Zeit erfolgreich. So wurden im Berichtsjahr zum Stichtag 171 Menschen ausgebildet. Typische Ausbildungsberufe waren dabei Verfahrensmechaniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Industriekaufleute und Werkzeugmechaniker. Generell wurden die duale Weiterbildung und die Zusammenarbeit mit Hochschulen intensiviert. So wurden beispielsweise in Pfreimd, Lohr, Tettau und Essen auch in diesem Berichtsjahr duale Studiengänge angeboten. Hierbei konnte das Spektrum um den dualen Studiengang der Fachrichtung Kunststofftechnik erweitert werden.
Im Arbeits- und Gesundheitsschutz gibt es bei Gerresheimer weltweit einheitliche Grundsätze. An jedem Standort arbeiten Sicherheitsfachkräfte sowie Teams, die Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiter erarbeiten und umsetzen. Im Jahr 2011 haben vielfältige Aktionen zur Stärkung der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter beigetragen. So wurden zahlreiche Initiativen in der Produktion inkl. Gesundheitstagen ins Leben gerufen. In der Summe liegt unsere Unfallquote über alle unsere Werke unterhalb des Branchendurchschnitts. Uns ist bewusst, dass wir dem demografischen Wandel der Gesellschaft Rechnung tragen müssen, und wir sind bereit, dies durch gezielte Investitionen in unseren Gesundheits- und Arbeitsschutz zu erreichen.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Wir wollen der führende globale Partner für Lösungen werden, die Gesundheit und Wohlbefinden verbessern. Das besagt unser Unternehmensleitbild. Dementsprechend stellen wir an uns selber immer wieder den Anspruch, unsere Produkte und unsere Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern. Dabei spielen Innovationen, Forschung und Entwicklung eine große Rolle. Wir arbeiten sehr eng mit unseren Kunden, aber auch mit Partnern aus der Wissenschaft und weiteren Einrichtungen zusammen. Da die Weiterentwicklung von pharmazeutischen Primärverpackungsmitteln und Instrumenten zur Verabreichung von Medikamenten hohen Ansprüchen genügen muss, arbeiten wir insbesondere im Bereich der Drug Delivery-Systeme eng mit unseren Kunden zusammen. Zu unseren wesentlichen Zielsetzungen gehört es, die Effizienz von Medikamenten durch möglichst gezielte, sichere und präzise Dosierung zu erhöhen, wobei Convenience und Anwendungssicherheit im praktischen Einsatz eine wichtige Rolle spielen. In enger, projektorientierter Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickeln wir nicht nur kundenspezifische Systeme, sondern auch individuell erforderliche Werkzeuge und Anlagen zu deren Herstellung. Die konstruktiven Details des jeweiligen Systems sind hierbei ebenso entscheidend wie die sorgfältige Abstimmung der eingesetzten Primärmaterialien auf die jeweiligen pharmazeutischen Stoffe. Parallel dazu kommt den Technologien und Prozessen der Fertigung zentrale Bedeutung zu. Die Herstellung und Qualität von Produkten, die mit Arzneimitteln in unmittelbaren Kontakt kommen, unterliegen strengsten Auflagen nationaler und internationaler Zulassungsbehörden und sind für die Pharmaindustrie von besonderer Relevanz. Mit unseren modernen Technologien und unserer Innovationskraft haben wir eine Spitzenstellung erreicht, die es zu halten und zu stärken gilt. Unser enges Zusammenwirken mit der Pharmaindustrie, der Wissenschaft und weiteren Entwicklungspartnern bildet dabei die Grundlage für unsere Innovationen, die unseren Erfolg sicherstellen.
Qualitätsverbesserung
Die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen ist nur eine Facette unserer Anstrengungen, uns immer weiter zu verbessern. Die fortlaufende Verbesserung der Qualität ist ebenso von zentraler Bedeutung. Um alle unsere Werke weltweit auf ein noch höheres Qualitätsniveau zu bringen, wurden anspruchsvolle und verbindliche Qualitätsregeln entwickelt und implementiert. Denn für uns ist klar: Wenn es um die sichere Applikation von Medikamenten in den menschlichen Körper und damit um die Gesundheit von uns allen geht, kann der Qualitätsanspruch nicht hoch genug sein. Eine weitere wichtige Entwicklung bei unseren Qualitätsverbesserungen ist in vielen Werken der verstärkte Einsatz von Reinraumtechnik. Des Weiteren ist die kontinuierliche und lückenlose Qualitätskontrolle unserer Produkte von großer Bedeutung. Dazu entwickeln wir ständig die Inspektionssysteme weiter, mit denen die Produkte kontrolliert und nur dann zur Auslieferung freigegeben werden, wenn sie allen Qualitätsansprüchen genügen. Dazu werden hochauflösende, moderne Kamerasysteme eingesetzt. Hinzu kommen bei einigen Produktgruppen aufwändige Reinigungsprozesse wie das Waschen und Sterilisieren der Produkte.
Technologie Center für Spritzensysteme
In unserem Werk in Bünde (Deutschland) befindet sich das Entwicklungs- und Produktionszentrum für Drug Delivery-Systeme für Injektabilia. Den Schwerpunkt bilden hier sterile Ganzglas-Spritzensysteme unserer Marke RTF®, die wir in komplett füllfertiger, sterilisierter Form an die Pharmaindustrie liefern. Die Weiterentwicklung der Qualität dieser vorfüllbaren Spritzen ist eine fortlaufende Aufgabe. Unsere Produktentwicklung befasst sich auch mit praxisorientiertem Zubehör, das vor allem erhöhter Anwendungssicherheit rund um die Injektion dient. Darüber hinaus stellen wir zusammen mit einem Partner auch vorfüllbare Spritzen aus Kunststoff für bestimmte Anwendungen bereit.
Technical Competence Center für Kunststoffprodukte
Der Geschäftsbereich Plastic Systems betreibt zwei Technical Competence Center (TCC) in Wackersdorf (Deutschland) und Peachtree City (USA) speziell für Kunststoffprodukte. Hochqualifizierte Mitarbeiter sind dort in den Bereichen Entwicklung und Konstruktion tätig. Im TCC konzentrieren wir unsere Produktentwicklung von Anfang an auf den praktischen Einsatz der Systeme und Komponenten, die für pharmazeutische, diagnostische und medizintechnische Zwecke bestimmt sind. Das TCC in Wackersdorf wird derzeit um ein Ingenieur- und Vertriebszentrum ergänzt, um die kundenspezifische Entwicklung neuer Produkte, Produktionsprozesse und auch die Industrialisierung aus einer Hand verstärkt anbieten zu können.
Medical Innovation Group
Um die Bandbreite unserer Lösungs- und Entwicklungskompetenz zu erweitern, wurde im Berichtsjahr ein Spezialistenteam unter dem Titel „Medical Innovation Group" in unserem Geschäftsbereich Plastic Systems gegründet. Das Team deckt alle Leistungen zur professionellen Umsetzung von Produktideen ab: von der Analyse der Märkte und Anwenderbedürfnisse über das Produktdesign, die Produktentwicklung bis hin zum Patentmanagement. Wir reagieren damit auf den Wunsch unserer Kunden, die bei der Produktentwicklung möglichst früh mit externen Partnern kooperieren möchten. Die enge Zusammenarbeit der Medical Innovation Group mit den technischen Kompetenzzentren in Wackersdorf und Peachtree City ist damit ein wichtiger Erfolgsfaktor.
MultiShell-Kunststofffläschchen
Ein Beispiel für unsere Innovationsstärke sind die von uns entwickelten MultiShell-Kunststofffläschchen. Diese neue Produktreihe wurde von unseren Kunststoffspezialisten entwickelt, wobei unsere Glasspezialisten ihre weitreichenden Kenntnisse der traditionell aus Glas hergestellten Injektionsfläschchen eingebracht haben. Die neuartigen Kunststofffläschchen, die derzeit von Pharmazeuten getestet werden, wurden speziell für empfindliche parenterale Arzneiformen entwickelt. Die neuen MultiShell-Kunststofffläschchen bestehen aus einer einzigartigen, mehrschichtigen Struktur mit erheblich verbesserter Gasdichtigkeit in Verbindung mit hohem Bruchwiderstand und ausgezeichneter Transparenz.
Verbesserung der Glasqualität
Glas ist seit jeher das bevorzugte Verpackungsmaterial für Parenteralia, also für Medikamente, die mit einer Spritze verabreicht oder als Infusion zugeführt werden. Glas ist besonders undurchlässig, chemisch stabil und widersteht sehr hohen Temperaturen. In sehr seltenen Fällen können bestimmte Medikamente und Rezepturen die Glasoberfläche angreifen und Glaspartikel ablösen. Insbesondere große Proteinmoleküle in geringen Konzentrationen können hochempfindlich auf Wechselwirkungen mit den eingesetzten Werkstoffen reagieren. Diesen Vorgang nennt man Delamination. Wir führen diesbezüglich gemeinsam mit der Alfred-Universität (USA) und weiteren Partnern eine umfangreiche Studie durch mit dem Ziel, die Einflussfaktoren der Glas-Delamination genauer bestimmen zu können. So wollen wir unsere Produktionsprozesse weiter verbessern, um die höchste Glasqualität für die Verpackung von Parenteralia sicherzustellen.
Investitionen in Forschung und Entwicklung
Wir arbeiten stetig an der Optimierung unseres Produktportfolios sowie unserer Produktionsprozesse. Die in diesem Zusammenhang angefallenen Kosten sind zum größten Teil in den Herstellungskosten enthalten. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich eng an den Bedürfnissen unserer Kunden und finden deshalb oftmals in enger Zusammenarbeit mit ihnen statt. Zum Teil arbeiten Mitarbeiter der Pharma-Unternehmen in unseren Kompetenzzentren. Die Kosten für diese kundenspezifische Forschung und Entwicklung tragen unsere Kunden. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Weitere EUR 1,5 Mio. Entwicklungskosten wurden in 2011 aktiviert.
BUSINESS EXCELLENCE
Der Gerresheimer Konzern ist ein weltweit führender Partner für Lösungen, die zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Um dem Anspruch unserer Kunden an höchste Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen gerecht werden zu können, haben wir mit der Zusammenführung bereits bestehender Initiativen zur kontinuierlichen Verbesserung im Jahr 2004 das Gerresheimer ManagementSystem (GMS) eingeführt. Ziel dieser Initiative ist es, die Leistungen für unsere Kunden hinsichtlich Qualität, Service und Kosten beständig zu verbessern, die Effizienz unserer betrieblichen Strukturen und Prozesse zu steigern und eine kontinuierliche Verbesserung aller Unternehmensbereiche im Sinne von Lean Management und Kaizen zu ermöglichen.
Um diese Ziele zu erreichen, hat das GMS konzernweite Standards festgelegt sowie Methoden und Werkzeuge definiert, um eine kontinuierliche Prozessverbesserung in allen Elementen der Wertschöpfungskette nachhaltig zu implementieren. Das GMS ermöglicht einen Wissenstransfer innerhalb der gesamten Gerresheimer Gruppe durch den Austausch von Best Practice-Methoden und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit von Mitarbeitern, Abteilungen und Werken. Die Anwendung der durch das GMS zur Verfügung gestellten Methoden und Werkzeuge erfolgt durch unsere Mitarbeiter, welche durch systematische Aus- und Weiterbildung in die Lage versetzt werden, die GMS-Prinzipien einzusetzen, um für unsere Kunden eine gruppenweit einheitlich hohe Qualität unserer Produkte, Effizienzsteigerungen sowie einen pünktlichen und vollständigen Lieferservice zu gewährleisten.
Die Einhaltung der durch das GMS definierten Standards wird regelmäßig durch sogenannte Operational Excellence (OPEX)-Kennzahlen gemessen und durch ein standardisiertes Evaluationssystem in allen Werken regelmäßig überprüft und bewertet. Zu diesem Zweck sind bereits 78 Mitarbeiter zu Auditoren ausgebildet worden, die nachhaltig zur Umsetzung des Systems beitragen. Aus den Audits werden jeweils standortspezifische Empfehlungen und Maßnahmenpläne entwickelt, um eine zielgerichtete, kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.
Die jährlich stattfindende internationale GMS-Konferenz, zu der sich die Experten der gesamten Gerresheimer Gruppe treffen und austauschen, ist ein weiteres wichtiges Element, um kontinuierliche Verbesserungen voranzutreiben und die Ideen und Erfolge unserer Mitarbeiter sichtbar zu machen. Mit dem Ziel, exzellente Projekte und Innovationen im Bereich Business Excellence zu fördern und auszuzeichnen, wurden in 2011 erstmals die GMS-Awards vergeben. Dazu wurden folgende Kategorien gebildet: Mitarbeitersysteme, Qualitätssysteme, Materialsysteme, Werkzeuge und Methoden sowie eine Auszeichnung für das Werk mit der nachhaltigsten und am besten integrierten Umsetzung von GMS. Weiterbildungen, Expertenplattformen, Best Practice-Portale, ein Leitfaden zur erfolgreichen Einführung von GMS und regelmäßige Newsletter vervollständigen das System.
Um auch in Zukunft kontinuierliche Verbesserung in allen Bereichen unseres Unternehmens zu erzielen, wurde das GMS im Geschäftsjahr 2011 einer kompletten Überprüfung und Überarbeitung unterzogen, um den neuesten Entwicklungen im Bereich Business Excellence und deren Weiterentwicklung Rechnung zu tragen und diese in verbesserte Methoden und Werkzeuge einfließen zu lassen.
NACHHALTIGKEIT UND UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG
Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung sind für uns untrennbare, grundlegende Prinzipien, nach denen wir an allen unseren 45 Standorten weltweit arbeiten und wirtschaften. Beide Prinzipien sind fest in den Leitlinien unseres Handelns verankert. Dazu gehören insbesondere unsere unternehmerische Vision, mit der wir unser Bild von unserem Unternehmen in der Zukunft beschreiben, und unser Mission Statement, mit dem wir den Weg dorthin umrissen haben. Weit wichtiger aber noch ist, dass wir diese Prinzipien der unternehmerischen Verantwortung und der Nachhaltigkeit in unseren Unternehmenswerten verankert haben. Auf deren Einhaltung haben wir uns konzernweit verständigt, so dass sie uns in unserem täglichen Handeln begleiten.
Was es heißt, Verantwortung für ein einwandfreies Produkt zu übernehmen, wird am Beispiel unserer Produkte aus Glas und Kunststoff zur Verpackung und Verabreichung von Medikamenten schnell deutlich. Mit einem sorgfältig durchdachten Einkaufskonzept sowie einem effizienten wie ressourcenschonenden Produktionsprozess sorgen unsere Mitarbeiter für ein qualitativ hochwertiges Produkt, das allen Anforderungen der Anwender der Medikamente in Bezug auf Sicherheit, Dosierbarkeit und einfache Handhabung entspricht. Damit leisten wir einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden. Unsere unternehmerische Verantwortung geht aber weit über die Produktwelt hinaus. In einer Zeit zunehmender globaler Vernetzungen sowie angesichts wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sind wir uns unserer unternehmerischen Verantwortung und der Verpflichtung zu nachhaltigem Wirtschaften bewusst. Wir wollen diese Rolle aktiv, umfassend und nachhaltig ausfüllen und uns an unseren Grundsätzen messen lassen. In unserem unternehmerischen Handeln fühlen wir uns verantwortlich gegenüber der Gesellschaft, unseren Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten sowie der Umwelt.
Unternehmerische Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften umfassen für uns sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Aspekte. Die Einhaltung rechtlicher Vorschriften ist dabei für uns natürlich selbstverständlich. Wir setzen darüber hinaus Standards und verbessern uns kontinuierlich. Beispielgebend dafür, wie wir unsere unternehmerische Verantwortung wahrnehmen, sind unser Engagement im Carbon Disclosure Project wie auch unsere vielfältigen Projekte zur umweltschonenden Produktion und zum verantwortlichen Umgang mit Ressourcen (siehe auch Kapitel „Umwelt“). Dabei beziehen wir unsere Zulieferer und Partner mit ein. Seit Januar 2010 gelten die vom Vorstand beschlossenen, unternehmensweit einheitlichen Grundsätze unternehmerischer Verantwortung, die wir im Internet veröffentlichen (www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung). Gleiches gilt auch für unsere Prinzipien für ein verantwortungsvolles Einkaufsmanagement. Beides ist integraler Bestandteil im Gerresheimer Management-System.
UMWELT
Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Schonung der Umwelt und die Vermeidung von Abfällen sind Kernbestandteil unserer unternehmerischen Verantwortung. Unsere Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften umfasst neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische Aspekte.
Unsere Umweltschutzmaßnahmen gehen oft deutlich über die gesetzlichen Anforderungen der jeweiligen Länder hinaus. Umweltschonende Produktionsmethoden, die Verringerung von Abfällen und Emissionen sowie der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen sind Gegenstand unseres weltweit implementierten GMS und finden sich auch in unseren Prinzipien unternehmerischer Verantwortung wie auch den Leitlinien für verantwortungsvolles Einkaufsmanagement wieder. Das Kernstück des GMS ist das Lernen voneinander. Hervorragende Beispiele mit Leuchtturmcharakter geben dabei Orientierung und bilden den Maßstab beispielsweise für eine nachhaltige und umweltschonende Produktion. So gibt es jedes Jahr neue Initiativen, mit denen wir unser Handeln im Sinne der Umwelt- und Ressourcenschonung kontinuierlich verbessern. Bei all diesen Initiativen ergeben sich aus der ökologischen Verbesserung auch ökonomische Vorteile.
In allen unseren Werken sind neben der internen Standardisierung durch das GMS auch die externe Zertifizierung von industrieüblichen und von unseren Kunden geforderten Standards wichtige Faktoren, um die hohe Qualität unserer Prozesse und Produkte zu dokumentieren. Bereits zehn Werke aus unterschiedlichen Divisionen sind nach ISO 14001, der Bescheinigung eines modernen Umweltmanagements, zertifiziert. Erstmals ist in 2011 auch ein Werk nach ISO 16001 zertifiziert worden und belegt damit die Einführung eines modernen Energiemanagement-Systems. Weitere Werke werden folgen.
In unseren sieben Behälterglaswerken weltweit wird Glas geschmolzen und in einem kontinuierlichen Prozess zu Kleinglasbehältern für die Pharma- und Kosmetikindustrie geformt. Naturgemäß ist dafür viel Energie notwendig, und es werden große Mengen an Rohstoffen wie Sand, Soda, Kalk und mehr benötigt. Um die Menge an benötigter Energie und den Ausstoß an Emissionen zu minimieren, werden bei jeder Überholung der Glasschmelzwannen die modernsten Technologien eingesetzt. So wurde auch bei den großen Schmelzwannenumbauten 2010 im amerikanischen Millville und 2011 im deutschen Tettau ein besonderes Augenmerk auf die Schonung der Ressourcen und die Minimierung der Emissionen gelegt. Im Ergebnis wurden signifikante Reduktionen beim Ausstoß von CO2 und bei Stickoxiden erzielt, und es wird weniger Energie für die Glasschmelze benötigt. Darüber hinaus konnte die Emission von Stickoxiden dadurch verringert werden, dass ein anderer Mix an Rohstoffen verwendet wurde.
Eine weitere Maßnahme zur Senkung des Energieaufwandes bei der Glasschmelze ist die Verwendung von sortierten Scherben, also Scherben aus dem Sekundärkreislauf, statt der Rohstoffe. In 2011 haben wir für Kosmetikglas eine neue Glaskategorie unter Verwendung von bis zu 40 % Scherben geschaffen, die den hohen optischen Qualitätsanforderungen der Kosmetikindustrie gerecht wird und in der Industrie einen neuen Standard gesetzt hat. Mehrere Kosmetikkunden setzen beispielsweise für Cremetiegel und Kosmetikflaschen dieses Glas von uns mit hohem Recycling-Anteil ein.
Ein weiterer Ansatz ist die Nutzung von Abwärme. So wird im Behälterglaswerk in Essen aus der industriellen Abwärme Strom gewonnen. In Werken des Bereichs Plastic Systems im tschechischen Horsovsky Tyn und im deutschen Pfreimd sowie in mehreren Behälterglaswerken werden Wärme-Rückgewinnungsanlagen eingesetzt. An den beiden Standorten Horsovsky Tyn und Pfreimd werden bei dem Bau neuer Reinräume in neuen Produktionshallen statt der alten, großen Belüftungsanlagen mit starren Belüftungskanälen und einem entsprechend hohen Energieverbrauch erstmals neuartige, kompakte Belüftungssysteme der sogenannten Fan-Filter-Unit-Technik eingesetzt. Kombiniert mit Wärmerückgewinnung an den Drucklufterzeugern und hocheffizienter Kühlung für das Prozesswasser über Freikühlung, entsteht in diesen neuen Produktionshallen ein ganzheitliches Energiekonzept mit Beispielcharakter.
Ebenfalls zur Energiereduktion beigetragen hat ein Verbesserungsprojekt am Standort Pfreimd, das die elektrische Spannung vermindert, dadurch Energie einspart, und so bei allen elektrischen Verbrauchern im Werk die Wärmeentwicklung reduziert und die Lebensdauer der Geräte verlängert.
Bei der Produktion von Kunststoffteilen im sogenannten Spritzgussverfahren wird in unseren Werken auch dadurch Energie eingespart, dass hydraulische durch elektrische Maschinen ersetzt und neue, effizientere Kühlverfahren eingesetzt werden.
Neben der Optimierung des Ressourceneinsatzes bei der Produktion spielt auch das Thema Logistik und Verpackung unserer Produkte und Zulieferteile eine wichtige Rolle. Bei pharmazeutischen Kunststoffbehältern ist naturgemäß ein großes Volumen zu transportieren. Deswegen wird in mehreren Werken gemeinsam mit Kunden und Zulieferern ein neuartiges System von wiederverwendbaren Transportverpackungen erfolgreich eingesetzt, die nach Auslieferung der Ware oder des Zulieferteils wieder an den Absender zurückgeschickt werden.
Ziele, Strategien sowie Erfolge unserer Initiativen und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt veröffentlichen wir regelmäßig auch im Rahmen unserer Teilnahme an dem Carbon Disclosure Project (CDP). Dabei handelt es sich um die weltweit größte Umweltinitiative zur Reduktion von CO2-Emissionen. Initiiert von Investoren weltweit, zielt das Carbon Disclosure Project darauf, in allen Unternehmen, gleich welcher Branche, ein starkes Umweltbewusstsein zu verankern. Der Aufforderung, umweltbeeinflussende Faktoren, wie zum Beispiel CO2-Emissionen, zu messen und zu managen, kommen bereits rund 3.000 Unternehmen in 60 Ländern nach. Getragen wird die Initiative von rund 550 institutionellen Investoren, die mit ihrem Engagement und Einfluss einen marktwirtschaftlichen Anreiz zur Senkung von Emissionen setzen wollen. Beteiligt sich ein Unternehmen an dem Projekt und verringert es seine Emissionen, steigt dessen Attraktivität für den Investor. Gelebtes Umweltbewusstsein wird damit zur Einflussgröße auf die Kapitalströme weltweit. Ein geschickter wie inzwischen überaus erfolgreicher Weg, mit dem das CDP weltweit einen Beitrag zu einer grenzübergreifenden Ressourcenschonung leistet. Wir haben uns zum dritten Mal in Folge an dem Projekt beteiligt. Dazu erheben, analysieren und managen wir unsere CO2-Emissionen an allen Produktionsstandorten und erstatten jährlich über deren Zusammensetzung und Entwicklung, vor allem aber über die verschiedensten Maßnahmen zu deren Verringerung ausführlich Bericht. Ziel unserer Umweltstrategie bezogen auf das CDP ist es, das Verhältnis von Emissionen zu Umsätzen im Vergleich zum Basisjahr 2008 zu reduzieren. Das heißt, unsere Umsätze sollen in der Zukunft schneller wachsen als die zu deren Erzielung unvermeidbaren Emissionen. Dazu leisten unsere Mitarbeiter mit vielen kleinen und großen Initiativen einen wertvollen Beitrag. Weitere Informationen finden sich dazu unter www.cdproject.net.
Prinzipien unternehmerischer Verantwortung und die Leitlinien für verantwortungsvolles Supply Chain Management sind im Internet veröffentlicht unter: www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.
VERGÜTUNGSBERICHT
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Die Gesamtvergütung des aktiven Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um ein Festgehalt, eine erfolgsabhängige Tantieme, eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung, Aktien-wertsteigerungsrechte, übliche Nebenleistungen und um Pensionszusagen.
Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einem Fixum und aus Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Letztere setzen sich im Wesentlichen aus Versicherungsprämien sowie Dienstwagennutzung zusammen. Der Gesamtaufwand für Fixum und Nebenleistungen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 2,1 Mio. Für die Mitglieder des Vorstands besteht zudem eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung), die einen Selbstbehalt gem. § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG vorsieht.
Die erfolgsabhängige Tantieme ist an den Grad des Erreichens von anstellungsvertraglich definierten Jahreszielen geknüpft, deren Höhe sich jeweils aus dem Budget ableitet. Diese beziehen sich auf die Kennzahlen Adjusted EBITDA, Umsatzerlöse, Net Working Capital und Investitionsvolumen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Gesamtaufwand für die erfolgsabhängige Komponente bei EUR 1,0 Mio.
Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung besteht aus einem rollierenden Bonussystem, das an das Erreichen bestimmter Ziele über einen Zeitraum von drei Jahren anknüpft. Die für die Zielerreichung relevanten Kennzahlen sind das organische Umsatzwachstum und die Gesamtkapitalrendite (ROCE). Die Zielerreichung wird anhand des arithmetischen Mittels der Einzelwerte jedes Jahres des dreijährigen Bemessungszeitraumes festgestellt. Die Auszahlung erfolgt, bezogen auf das Basisjahr, nach drei Jahren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist keine Auszahlung erfolgt.
Zusätzlich hat die Gesellschaft mit sämtlichen Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen über eine langfristige aktienkursorientierte variable Vergütung geschlossen. Diese Vereinbarungen sehen vor, dass jedes Vorstandsmitglied in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktienkurs in jedem Jahr der Vorstandstätigkeit eine bestimmte Anzahl sogenannter Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks) erhält. Jedes Aktienwertsteigerungsrecht berechtigt das Vorstandsmitglied zum Erhalt einer Zahlung in Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienkurses. Dabei legt die sogenannte Erfolgshürde fest, dass die Zahlung nur möglich ist, wenn der Kurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung den Ausgangswert der jeweiligen Tranche um mindestens 12 % übersteigt oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist. Für die das Jahr 2011 betreffenden Aktienwertsteigerungsrechte gilt der Ausgabepreis von EUR 32,48 als Ausgangswert. Die Erfolgshürde ist lediglich für die Frage der Zahlungsberechtigung, nicht aber für die Berechnung der Zahlungshöhe relevant. Nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren können die Aktienwertsteigerungsrechte innerhalb eines sich anschließenden Zeitraums von 16 Monaten (Ausübungszeitraum) ausgeübt werden. Der Vergütungsanspruch entspricht dem Betrag, um den der Aktienkurs im jeweiligen Zeitraum zwischen der Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte und der Ausübung absolut gestiegen ist. Die Höhe des Vergütungsanspruches ist jedoch für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes sämtlicher Aktienwertsteigerungsrechte dieser Tranche entspricht. Mit dem Ausscheiden des jeweiligen Vorstandsmitgliedes verfallen alle noch nicht ausgeübten Aktienwertsteigerungsrechte, sofern das Ausscheiden nicht durch Todesfall oder dauernde Erwerbsunfähigkeit eintritt oder die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit der jeweiligen ausgegebenen Tranche nicht mindestens ein volles Jahr bestand. Sämtliche Ansprüche auf weitere Aktienwertsteigerungsrechte verfallen ebenfalls mit dem Ausscheiden. Die Gesellschaft hat sich das Recht vorbehalten, die Aktienwertsteigerungsrechte gegebenenfalls in Aktien zu erfüllen, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist. Als weitere Bezüge wurden im Geschäftsjahr 2011 einem Mitglied des Vorstands aufgrund einer Vertragsverlängerung insgesamt 260.000 neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 6 bis 10) gewährt, die sich auf einen Zeitraum bis 2016 beziehen und im Geschäftsjahr 2011 nicht zahlungswirksam waren. Der beizulegende Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung betrug EUR 0,8 Mio.
Die den Vorstandsmitgliedern erteilten Pensionszusagen werden über einen Pensionsfonds abgewickelt, soweit die Anwartschaften bis zum 1. Mai 2007 erdient wurden. Sie wurden durch eine einmalige Zahlung im Geschäftsjahr 2007 finanziert. Soweit sind keine weiteren laufenden Zahlungen mehr zu leisten. Seit dem 1. Mai 2007 entstehende Anwartschaften werden über eine Unterstützungskasse abgewickelt. Im Berichtsjahr wurde einem weiteren Vorstandsmitglied eine Pensionszusage erteilt, die ebenfalls über eine Unterstützungskasse abgewickelt werden soll. Die Zuführungen zur Unterstützungskasse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt bei EUR 0,7 Mio.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 14. Mai 2007 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 8 HGB für einen Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung dieses Beschlusses unterbleibt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der Gerresheimer AG geregelt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Jahresvergütung von jeweils EUR 30.000,00. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats steht das Zweifache und dem stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache dieser Vergütung zu. Mit Ausnahme des Ausschusses nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz erhalten Vorsitzende von Ausschüssen für jeden Vorsitz eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 10.000,00 und jedes andere Mitglied eines Ausschusses von EUR 5.000,00. Zusätzlich zu der Jahresvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, denen sie angehören, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 1.500,00 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 1.500,00 pro Kalendertag. Angemessene Auslagen werden auf Nachweis erstattet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 100,00 pro EUR 0,01 des bereinigten Konzernergebnisses je Aktie der Gerresheimer AG, falls dieser Wert den Betrag von EUR 0,50 erreicht. Überschreitet das bereinigte Konzernergebnis je Aktie der Gerresheimer AG den Betrag von EUR 3,00, bleibt der überschreitende Betrag bei der Berechnung der variablen Vergütung außer Betracht. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie ergibt sich aus dem im Konzernabschluss ausgewiesenen Konzernergebnis vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen, den außerplanmäßigen Abschreibungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen (einschließlich wesentlicher zahlungsunwirksamer Aufwendungen) und der darauf entfallenen Steuereffekte, nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen (Minderheiten), bezogen auf die zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser variablen Vergütung.
Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2011 betrug T EUR 891.
ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT
Die Gerresheimer AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland und hat stimmberechtigte Aktien ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Absatz 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG), namentlich im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard), notiert sind.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gerresheimer AG belief sich zum 30. November 2011 auf EUR 31,4 Mio. Es ist eingeteilt in 31,4 Millionen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital der Gesellschaft ist vollständig eingezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Zum Abschlussstichtag bestehen keine satzungsmäßigen, gesetzlichen oder dem Vorstand bekannten sonstigen Stimmrechtsbeschränkungen betreffend die Aktien der Gerresheimer AG. Sämtliche zum 30. November 2011 ausgegebenen Stückaktien der Gerresheimer AG sind voll stimmberechtigt und gewähren in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns zum 30. November 2011 nicht bekannt.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Keine der von der Gerresheimer AG ausgegebenen Aktien beinhaltet Rechte, die deren Inhabern besondere Kontrollbefugnisse verleihen.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Informationen über die Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen uns nicht vor.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung
Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der Gerresheimer AG ist der Vorstand. Er besteht gemäß Gesellschaftssatzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird im Übrigen vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Zudem ernennt der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands oder zu dessen Sprecher.
Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß § 84 AktG vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von maximal fünf Jahren bestellt. Wiederholte Bestellungen oder Verlängerungen der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung eines Vorstandsmitglieds vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, etwa bei grober Pflichtverletzung, oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht.
Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.
Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Befugnis des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Gemäß § 4 Absatz 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 15,7 Mio. zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
| • | Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. |
| • | Soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandelrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde. |
| • | Um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen. |
| • | Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, auf die ein Wandlungs- oder Optionsrecht oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere vorgenannten Ausführungen zu den „Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen“.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 6.280.000 durch Ausgabe von bis zu 6.280.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die auszugebenden Aktien stehen hinsichtlich ihrer Gewinnberechtigung den bereits ausgegebenen Aktien gleicher Gattung gleich. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Mai 2008 bis zum 22. Mai 2013 von der Gesellschaft oder einem Konzernunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festgelegten Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als von Options- und/oder Wandlungsrechten aus den Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die Darlehen unter dem Vertrag über Kreditfazilitäten im Gesamtbetrag von EUR 400 Mio., die zum Stichtag mit insgesamt EUR 154,7 Mio. in Anspruch genommen sind, werden durch die Kreditgeber kündbar und sind als Folge von den Kreditnehmern in voller Höhe vorzeitig zurückzuführen, wenn ein Dritter oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Dritte 50,01 % oder mehr der Anteile oder der Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben und es nicht gelingt, kurzfristig Einigung über die Fortsetzung des Kreditengagements zu erzielen.
Im Falle eines Kontrollwechsels ist die Gerresheimer AG verpflichtet, den Gläubigern der EUR 300 Mio. den Kontrollwechsel bekannt zu machen. Diese haben dann das Recht, alle oder einzelne Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig zu stellen. Als Kontrollwechsel gilt, wenn eine oder mehrere Personen mindestens 50,01 % der Aktien oder Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben oder anderweitig beherrschen. In der Regel ist das Kündigungsrecht nur wirksam, wenn sich das Rating der Gesellschaft aufgrund des Kontrollwechsels verschlechtert.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen, deren Höhe drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen entspricht. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene volle Geschäftsjahr einschließlich variabler Vergütungsbestandteile und Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
KONZERNEINHEITLICHES RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil der gesamten Aufbau- und Ablauforganisation im Gerresheimer Konzern. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Die Risikomanagementstrategie verfolgt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Vermeidung und Verringerung von Risiken sowie die Übertragung dieser auf Dritte. Im Rahmen der definierten Risikobereitschaft geht Gerresheimer bewusst Risiken ein, wenn diese unvermeidbar sind oder wahrscheinlich durch Chancen kompensiert werden. Ein Risikomanagementsystem gibt keine absolute Garantie für die Vermeidung von Risiken. Es unterstützt die Handhabung, Risiken zu vermeiden und Unternehmensziele zu erreichen.
Die Einrichtung und die wirksame Unterhaltung des Risikomanagementsystems liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gerresheimer AG. Die Risikoüberwachung, -früherkennung, -analyse, -steuerung und -kommunikation beziehen die gesetzlichen Vertreter der operativen Gesellschaften und die Leiter der wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale ein. Zur Unterhaltung und Umsetzung des Systems bestehen für die Tochtergesellschaften und wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der Konzern hat sein Risikomanagementsystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen angepasst.
Wesentliche Elemente dieses Systems sind
| • | eine einheitliche, periodische Risikoberichterstattung der Tochtergesellschaften an die Konzernzentrale, |
| • | die regelmäßige Risikoerhebung in wesentlichen Zentralbereichen, |
| • | die Segmentierung der Risiken nach Markt, Kunden, Finanzwirtschaft, Umweltschutz, Rechtsbeziehungen, externen politischen und gesetzlichen Vorgaben sowie strategischen Entscheidungen, |
| • | die Quantifizierung der Risiken durch den Ansatz von potenziellen Schadensbeträgen und Eintrittswahrscheinlichkeiten, |
| • | die Erfassung der Ergebnisauswirkung nach Geschäftsfeldern und |
| • | die Eingrenzung durch Schadensverhütung und Risikotransfer. |
Die Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems wird regelmäßig durch die interne Revision des Gerresheimer Konzerns als prozessunabhängiges Element des Risikofrüherkennungsystems überwacht. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Konzernvorstand und dem Aufsichtsrat hierüber Bericht.
INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (ANGABEN NACH § 289 ABS. 5 HGB)
Der Gerresheimer Konzernabschluss ist unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, soweit diese für die Anwendung in der Europäischen Union anerkannt wurden und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften entsprechen. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die Gerresheimer AG erstellt einen zusammengefassten Lagebericht, der sowohl für den Gerresheimer Konzern als auch für die Gerresheimer AG gilt.
Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess mithilfe anerkannter Konsolidierungssysteme erstellt. Die von dem jeweiligen Abschlussprüfer geprüften und vorkonsolidierten Teilkonzernabschlüsse werden mit den geprüften bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogenen Abschlüssen der übrigen Tochtergesellschaften zum Konzernabschluss der Gerresheimer AG zusammengefasst. Hierbei liegt die Verantwortung für den konzerneinheitlichen Kontenrahmen und die Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die terminliche und sachliche Organisation des Konzernabschlussprozesses zentral in der Gerresheimer AG.
Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gilt eine einheitliche Richtlinie zur Bilanzierung und Bewertung nach IFRS. Diese umfasst eine Beschreibung der allgemeinen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit IFRS. Die bestehende Richtlinie, welche unter Berücksichtigung der Entwicklung der IFRS kontinuierlich modifiziert wird, steht allen Tochtergesellschaften über das Gerresheimer Intranet zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen verbindlichen Abschlussterminkalender.
Im Rahmen des Abschlussprozesses werden neben der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung auch Informationen hinsichtlich Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Anhang und Lagebericht systemseitig bereitgestellt. Die wirksame Unterhaltung des Systems erfolgt zentralisiert durch das Konzernrechnungswesen. Neben den vorhandenen systemseitigen Checks werden manuelle Kontrollen hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit durch die operativen Gesellschaften und die Konzernzentrale durchgeführt. Das Rechnungswesen stellt sicher, dass fachbereichsbezogene Informationen durch die jeweiligen Fachabteilungen gemeldet und im Konzernabschluss verarbeitet werden. Die zur Einhaltung der konzernrechnungslegungsrelevanten Richtlinien in den Tochtergesellschaften und der Konzernzentrale implementierten Kontrollen werden durch die interne Revision auf ihre Wirksamkeit geprüft. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Konzernvorstand und dem Aufsichtsrat hierüber Bericht.
Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG wird mithilfe der Software SAP erstellt. Die laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses sind in funktionale Prozessschritte gegliedert. In allen Prozessen sind entweder automatisierte oder manuelle Kontrollen integriert. Die organisatorischen Regelungen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle und die Jahresabschlusserstellung vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst, verarbeitet und dokumentiert werden. Unter Berücksichtigung der notwendigen IFRS-Anpassungen werden die relevanten Daten aus dem Einzelabschluss der Gerresheimer AG in das Konzernerfassungstool übertragen.
RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Der Gerresheimer Konzern ist aufgrund seiner globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Für alle erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, angemessen Vorsorge getroffen. Auf bestehende Risiken wird im Folgenden eingegangen:
AUSWIRKUNGEN DER EURO- UND FINANZKRISE
Insgesamt ist im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 eine Entspannung der Gesamtrisikosituation zu beobachten gewesen. Niemand kann aber derzeit mit absoluter Sicherheit sagen, wie sich die Euro- und Finanzkrise auf die Realwirtschaft und auf die Kunden bzw. Lieferanten auswirken und wie lange diese Krise andauern wird. Damit sind Prognosen noch stärker mit Unsicherheit behaftet.
OPERATIVE RISIKEN
Energie- und Rohstoffpreise
Gerresheimer hat insbesondere für die Brenn- und Schmelzvorgänge der Hochtemperaturschmelzöfen einen permanent hohen Energiebedarf. Um Energiekostensteigerungen aufzufangen, hat sich der Konzern gegen weiter steigende Energiepreise in erheblichem Umfang abgesichert. Teilweise bestehen bei Kundenverträgen Preisanpassungsklauseln. Gleichwohl kann ein weiterer Anstieg der Energiepreise die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlich belasten, insbesondere, weil das Unternehmen Steigerungen der Energiepreise unter Umständen gar nicht oder nur verzögert durch Produktpreisanpassungen weitergeben kann.
Ein weiterer wesentlicher Teil der Produktionskosten entfällt auf Rohstoffe für die Glas- und Kunststoffherstellung. Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten ist Gerresheimer unter anderem auf die Vorprodukte Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol angewiesen. Deren Preise hängen zu einem großen Teil von der Entwicklung des Ölpreises ab. Gerresheimer ist über eine Vielzahl an individuell getroffenen Maßnahmen laufend bestrebt, die negativen Auswirkungen steigender Rohstoffpreise aufzufangen.
Produkthaftungsrisiken
Trotz interner Maßnahmen zur Gewährleistung von Produktqualität und Produktsicherheit kann der Gerresheimer Konzern nicht ausschließen, dass der Gebrauch und die Verwendung der von ihm hergestellten Verpackungsprodukte und -systeme Schäden bei seinen Kunden oder Endverbrauchern verursachen. So könnte die Lieferung mangelhafter Produkte an die Kunden bei diesen zu Beschädigungen der Produktionsanlagen oder gar zu Betriebsunterbrechungen führen. Dies könnte die Reputation des Gerresheimer Konzerns erheblich beeinträchtigen. Ferner könnten mangelhafte Produkte des Gerresheimer Konzerns in Verbindung mit den Medikamenten und Wirkstoffen seiner Kunden aus der Pharma- und Healthcare-Industrie Gesundheitsschädigungen bei Verbrauchern verursachen. In diesen Fällen wäre nicht auszuschließen, dass der Konzern Kunden verliert. Dies könnte nennenswerte Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns haben. Außerdem könnte Gerresheimer entsprechenden Haftungsansprüchen ausgesetzt sein. Dazu zählen zum Beispiel Schadensersatzansprüche von Kunden oder Ansprüche der Endverbraucher aus der Produkthaftung. Etwaige Produkthaftungsansprüche gegen Gerresheimer können insbesondere bei Sammelklagen in den USA erheblich sein. Zudem besteht das Risiko, dass der Konzern möglicherweise erhebliche Kosten für Rückrufaktionen zu tragen hat. Außerdem ist nicht gewährleistet, dass Gerresheimer auch in Zukunft einen ausreichenden Versicherungsschutz zu den gegenwärtigen Konditionen erhalten wird. Mithin könnten sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns ergeben.
Produkteinführungen
Eine wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie bildet die Markteinführung innovativer Produkte. Im Rahmen eines verantwortlichen Managements sind wir uns bewusst, dass damit nicht nur Chancen, sondern auch Risiken entstehen. Basierend auf umfangreichen Marktanalysen stellen wir sicher, dass die Chancen einer erfolgreichen Produkteinführung maximiert und entsprechende Risiken minimiert werden.
Risiken aus der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme
Gerresheimer erzielte im Geschäftsjahr 2011 über 82 % der Konzernumsätze im Marktsegment Pharma und Healthcare. In den letzten Jahren waren die Regierungen und Krankenkassen in Europa und den Vereinigten Staaten bestrebt, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu reduzieren. Dies hat den Preisdruck auf die Pharmaindustrie erhöht. Begrenzter Patentschutz und stetig steigende Produktentwicklungskosten verstärken die Notwendigkeit der Kostenkontrolle in der Pharmaindustrie weiter. Obwohl auf die pharmazeutische Primärverpackung in der Regel nur ein geringer Prozentsatz der Gesamtkosten eines Medikaments für den Verbraucher entfällt, kann diese Entwicklung den Preisdruck auf die Produkte des Gerresheimer Konzerns erhöhen. Wenn der Preisdruck nicht durch Kostensenkungen oder Effizienzsteigerungen kompensiert werden kann, kann sich dies wesentlich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns auswirken.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist Gerresheimer finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Über ein konzernweites Finanzrisikomanagement werden die finanziellen Risiken des Konzerns zentral durch die verantwortliche Corporate Treasury-Abteilung überwacht. Identifizierte Risikopotenziale steuert der Konzern nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen.
Neben Preisrisiken, die sich durch Schwankungen an den Geld- und Kapitalmärkten sowie an den internationalen Rohstoffmärkten ergeben, fokussiert sich das Risikomanagement auf die Kredit- und Liquiditätsrisiken.
Um Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken im operativen Geschäft zu begrenzen, tätigt Gerresheimer Devisentermin- und Zinsswapgeschäfte. Derivative Finanzinstrumente verwendet der Konzern ausschließlich zur Risikosteuerung im Zusammenhang mit kommerziellen Grundgeschäften.
Die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gruppe ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken werden durch das Kredit- und Forderungsmanagement sowie die Vertriebsbereiche der operativen Gesellschaften überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterliegen die Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, die über kein erstklassiges Rating verfügen, werden versichert. Zur Vermeidung von Kreditrisiken aus Finanzinstrumenten werden diese nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen.
Die Liquiditätssituation des Konzerns wird durch komplexe Planungsinstrumente überwacht und gesteuert. Über eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung werden Risiken im Zusammenhang mit der Beschaffung von Finanzmitteln erkannt und verfolgt.
Eine detailliertere Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Management findet sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Angabe (6) „Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente“.
CHANCEN
Mit Investitionen, zum Beispiel in unsere Technologiezentren für Glasspritzen und medizinische Kunststoffsysteme, wollen wir auch in Zukunft die Chance nutzen, bestehende Produkte mit unseren Kunden weiterzuentwickeln und unser Produktportfolio insgesamt weiter zu diversifizieren.
Attraktive Entwicklungschancen sehen wir für den Gerresheimer Konzern auch in der weiteren Globalisierung unseres Geschäfts. Wir wollen an der Dynamik in den Schwellenländern durch lokale Präsenz partizipieren und dort unseren Umsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen. Wachstum verspricht auch die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten des Bereichs Plastic Systems nach Nordamerika.
Den Generikaherstellern wird zukünftig zunehmend Bedeutung zukommen. An dem zu erwartenden Mengenwachstum wollen wir partizipieren, da auch diese Medikamente fachgerecht verpackt und verabreicht werden müssen. Ergänzend hierzu werden in Zukunft Verpackungen für Arzneimittel, die die Sicherheit bei der Verabreichung erhöhen bzw. den Umgang mit dem Medikament erleichtern, immer wichtiger werden.
Auch der demografische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und biotechnologisch hergestellte Medikamente bieten dem Gerresheimer Konzern Wachstumschancen, die wir nutzen wollen.
EINSCHÄTZUNG DES GESAMTRISIKOS
Die Bonität von Gerresheimer wird durch die führenden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's regelmäßig bewertet. In diesem Geschäftsjahr hat Standard & Poor's mit BBB- die Einstufung von Gerresheimer auf ein Investment Grade Rating mit stabilem Ausblick angehoben. Auch Moody's hat mit der Anhebung des Ratings auf Ba1 und stabilem Ausblick die Kreditwürdigkeit des Gerresheimer Konzerns bestätigt.
Auch die neuen Rahmenkredite unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dies sind Zinsdeckungskennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA zu Finanzergebnis), EBITDA-Leverage (Verhältnis verzinslicher Nettoschulden zu Adjusted EBITDA), EBITDA-Kennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA des Konzerns zu Adjusted EBITDA der haftenden Gesellschaften und der über einen Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Gesellschaften) und Vermögenswertkennzahlen (Verhältnis der bereinigten Konzernvermögenswerte zu den bereinigten Vermögenswerten der haftenden Gesellschaften und der über einen Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Gesellschaften). Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Rahmen regelmäßiger Covenanttests die Kennzahlen mit signifikanter Überdeckung erreicht. Unter Zugrundelegung der vorliegenden Mehrjahresplanung gehen wir davon aus, die Financial Covenants auch zukünftig einzuhalten.
Nach unserer Einschätzung des Gesamtrisikos bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Gerresheimer Konzerns oder der Gerresheimer AG gefährden oder ihre Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289a HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichtes. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung einzubeziehen.
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben zuletzt am 8. September 2011 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:
„Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG zu den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ gemäß § 161 Aktiengesetz
Die Gerresheimer AG hat den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit der letzten unterjährigen Änderung der Entsprechenserklärung vom 9. Februar 2011 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen.
Den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der geltenden Fassung vom 26. Mai 2010 wird die Gerresheimer AG mit folgenden Ausnahmen entsprechen:
1. Ziffer 4.2.5 DCGK (Individualisierter Ausweis der Vergütung des Vorstands)
Die Gesellschaft weist die Vergütung des Vorstands aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 nicht individualisiert aus.
2. Ziffer 6.6 DCGK (Angabe des Aktienbesitzes von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern)
Eine über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Veröffentlichung der von Organmitgliedern an der Gesellschaft gehaltenen Aktien oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente im Corporate Governance-Bericht erfolgt nicht. Die Gesellschaft ist der Überzeugung, dass mit der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften ausreichende Transparenz gegeben ist.“
ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN
Risikomanagementsystem
Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil der gesamten Aufbau- und Ablauforganisation im Gerresheimer Konzern. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme.
Für die Tochtergesellschaften und wesentliche Funktionsbereiche der Konzernzentrale bestehen Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der Konzern hat sein Risikofrüherkennungssystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems werden in dem Kapitel „Chancen- und Risikobericht“ im Geschäftsbericht beschrieben, der im Internet unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte zugänglich ist.
Compliance-Programm
Für den Erfolg des Gerresheimer Konzerns ist es unerlässlich, dass alle Unternehmen nach wirtschaftsethischen Grundsätzen verantwortungsvoll und im Einklang mit den Gesetzen und den Regeln des fairen Wettbewerbs geführt werden. Das Gerresheimer Compliance-Programm soll unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, Gesetze und Unternehmensrichtlinien richtig anzuwenden und sie dabei vor Verstößen bewahren. Ein wesentliches Instrument hierzu sind die Konzernrichtlinien und Merkblätter, die Mindestverhaltensstandards für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns festlegen.
Das Compliance-Programm beschränkt sich auf die Bereiche Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht und Kapitalmarktrecht und ist im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/unternehmen/compliance.
Unternehmerische Verantwortung
Gerresheimer ist einer der führenden Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie weltweit. Mit Produkten aus Glas und Kunststoff zur Verpackung und Verabreichung von Medikamenten leistet Gerresheimer einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden.
In einer Zeit zunehmender globaler Vernetzung, wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen ist sich Gerresheimer seiner unternehmerischen Verantwortung bewusst. Diese geht dabei weit über die Produktwelt hinaus. Gerresheimer füllt diese Rolle aktiv, umfassend und nachhaltig aus und lässt sich an seinen Grundsätzen messen. In seinem unternehmerischen Handeln fühlt sich Gerresheimer verantwortlich gegenüber der Gesellschaft, den Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten und der Umwelt.
Die Grundsätze von Gerresheimer sind zusammengefasst in der Publikation „Unsere unternehmerische Verantwortung“, die im Internet zugänglich ist unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.
Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise ihrer Ausschüsse
Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Geschäftsbericht in dem Kapitel „Organe“. Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse werden im Geschäftsbericht im Rahmen des Corporate Governance-Berichts beschrieben. Der Geschäftsbericht ist im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte.
NACHTRAGSBERICHT
Nach dem 30. November 2011 sind keine für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Gerresheimer Konzerns oder der Gerresheimer AG wesentlichen Ereignisse eingetreten.
PROGNOSEBERICHT
Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.
ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN
Entwicklung der Weltwirtschaft
Die Erholung der Weltwirtschaft geriet im Herbst 2011 ins Stocken. Daher werden die Wachstumsraten des weltweiten Bruttoinlandsproduktes in 2012 geringer ausfallen als im Vorjahr. Die Prognosen, die auf der Annahme beruhen, dass sich die Schuldenkrise nicht weiter zuspitzt, lauten auf ein Plus von etwa 3,5 %; in 2011 verzeichnete die Weltwirtschaft noch einen Zuwachs von etwa 3,8 %. Die Verringerung des Wachstumstempos ist dabei weniger durch die moderateren Wachstumsraten der asiatischen und amerikanischen Schwellenländer begründet als vielmehr Ausdruck des nur geringfügigen Wachstums bzw. der Rezession in einigen fortgeschrittenen Ländern. Negativ wirkten vor allem die schwache konjunkturelle Entwicklung sowie die Schuldenkrise in den USA und in der Europäischen Währungsunion. Laut Annahmen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft ist neben diesem Basisszenario auch vorstellbar, dass sich die Lage weiter zuspitzt. Sollte die Staatsschuldenkrise eine schwere Rezession auslösen, geriete vermutlich das Bankensystem unter Druck. Eine Rezession in den fortgeschrittenen Ländern wäre dann vermutlich nicht zu vermeiden. Auch dann blieben die Unterschiede zwischen den fortgeschrittenen Ländern und den aufstrebenden Ländern mutmaßlich in der Weise erhalten, dass die Schwellenländer robuster durch die Krise kämen als die entwickelten Länder. Wie lange sie diese Eigenschaft behaupten können, dürfte von der Schwere der Krise abhängen.
Entwicklung in den einzelnen Regionen
Die konjunkturelle Entwicklung in den USA erholte sich in 2011 in nur moderatem Tempo. Die hohen Verschuldungsraten der privaten Haushalte, die geringe Wahrscheinlichkeit besserer Beschäftigungsaussichten bei einer Arbeitslosenquote von immer noch 9 % sowie die Ende 2011 stagnierende Industrieproduktion beeinträchtigen die konjunkturelle Entwicklung. Nach einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von knapp 2 % in 2011 liegen die Wachstumsprognosen für 2012 mit etwa 2,2 % auf ähnlich geringem Niveau.
Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone ist zum Jahreswechsel 2011/2012 nahezu zum Erliegen gekommen. Während in der gesamten Eurozone die weltweit nachlassende konjunkturelle Dynamik spürbar ist, wird dieser Effekt in einzelnen Ländern durch finanzielle Einschränkungen infolge staatlicher Konsolidierungsmaßnahmen noch erheblich verstärkt. In 2012 dürfte der Staatsverbrauch in nahezu allen Ländern der Eurozone zurückgefahren werden. Infolge der angespannten Situation auf den Arbeitsmärkten dürfte vielfach der private Konsum als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung ausfallen. Unsicherheiten bei der Kreditvergabe wirken möglicherweise dämpfend auf die Investitionstätigkeit, so dass auch hier Impulse ausbleiben könnten. Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum in 2012 liegen daher mit Werten zwischen 0,5 % und 0,8 % unter dem Vorjahreswert von rund 1,6 %.
Nach Einschätzung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sollte sich die starke Binnennachfrage auf die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands auch im Jahr 2012 positiv auswirken. Trotz der eher robusten Verfassung des Arbeitsmarktes mit einer erwarteten Arbeitslosenquote von weniger als 7 % und der sinkenden Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte liegen die Prognosen für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2012 jedoch bei nur noch knapp 1 % nach etwa 3 % in 2011. Die Konjunktur dürfte sich demnach infolge des sich eintrübenden wirtschaftlichen Umfelds merklich abschwächen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betont mit Blick auf diese Prognosen die erheblichen, schwer zu quantifizierenden Risiken. Scheiterten beispielsweise die Versuche zur Eindämmung der Staatsschuldenkrise, würde dies das außenwirtschaftliche Umfeld erheblich beeinträchtigen. Bei einer Verschärfung der Krise allein innerhalb des Euroraums läge die prognostizierte Wachstumsrate für Deutschland dann bei nur noch 0,4 %. Ein Übergreifen der Krise auf die Weltwirtschaft mit Konsequenzen für den Welthandel brächte das Wachstum in Deutschland mutmaßlich zum Erliegen und könnte auch zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung führen.
Trotz der etwas moderateren Wachstumsraten, die mehrheitlich für die Schwellenländer in 2012 prognostiziert werden, bleiben die lateinamerikanischen und asiatischen Schwellenländer auch in 2012 Motor der Weltwirtschaft. Insbesondere China, Indien und Brasilien gelten als Wachstumstreiber für den Welthandel. Für China rechnen Finanzanalysten in 2012 mit einem Wachstum von etwa 8,5 %. In Indien wird die Wachstumsrate voraussichtlich bei etwa 7,5 % liegen und in Brasilien und Russland wird mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 3,5 % gerechnet.
Entwicklung in den Marktsegmenten
Die weltweite Nachfrage nach Pharma- und Healthcare-Produkten dürfte infolge der stetig steigenden Zahl chronischer Erkrankungen aufgrund zivilisatorischer und umweltbezogener Veränderungen zunehmen. Dabei verzeichnen insbesondere die Märkte für Asthma- und Diabetesprodukte hohe Zuwachsraten. Auch die demografische Entwicklung der Weltbevölkerung mit ihrem zunehmenden Anteil älterer Menschen und dem damit verbundenen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung sollte weiter zu einer positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns beitragen. Während die Wachstumsraten in den sogenannten reifen Märkten, wie den USA und Europa, eher rückläufig sind, sind in den Schwellenländern überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten, da dort mit zunehmendem Wohlstand die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung ausgebaut wird. Insbesondere in den USA dürfte das Wachstum infolge geringerer Zuwächse des Bruttoinlandsproduktes abnehmen, so dass die USA als größter Treiber des Weltwachstums im Bereich Pharma mittelfristig von den Emerging Markets (China, Russland, Indien, Türkei, Brasilien und Mexiko) abgelöst werden dürften.
Entwicklung an den Devisenmärkten
Der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar zeigte sich im Jahresverlauf sehr volatil. Während im April 2011 ein Höchststand von 1,49 US-Dollar erreicht wurde, erzielte die europäische Gemeinschaftswährung zum Jahreswechsel 2011/2012 nur eine Marke von 1,29 US-Dollar. Die Zuspitzung der Staatsschuldenkrise einiger Euroländer sowie die Staatsanleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank wirkten sich dabei kursdämpfend auf den Euro aus. Für das Geschäftsjahr 2011 vom 1. Dezember 2010 bis zum 30. November 2011 ergibt sich ein Durchschnittskurs von 1,3949 US-Dollar. Die US-Dollar-Kursentwicklung in 2012 wird stark davon abhängen, inwieweit es den Ländern des Euroraumes gelingt, ihre Schuldenprobleme in den Griff zu bekommen. Sollte dies in Ansätzen gelingen, ist davon auszugehen, dass der Euro gegenüber dem Dollar an Wert gewinnen wird.
Entwicklung an den Rohstoffmärkten
An den Rohstoffmärkten stieg der Rohölpreis für die US-Referenzsorte WTI (West Texas Intermediate) zu Beginn des Jahres 2011 von rund 90 US-Dollar je Barrel infolge des guten wirtschaftlichen Klimas zu Jahresbeginn auf rund 114 US-Dollar je Barrel. Auch die politischen Unruhen in der arabischen Welt, in deren Folge über mögliche Einschränkungen der Ölproduktion spekuliert wurde, trieben die Preissteigerung an. Nach seinem Höchststand im April 2011 sank der Rohölpreis dann wieder auf Werte zwischen 77 und 90 US-Dollar. Fallende Rohölpreise gelten als Ausdruck der wirtschaftlichen Abkühlung Europas und der USA. Die beiden größten Wirtschaftsregionen der Erde machen schätzungsweise 30 % der weltweiten Öl-Nachfrage aus. Gegen Ende des Jahres 2011 stieg der Ölpreis wieder auf rund 103 US-Dollar je Barrel.
MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN
Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2012
Die Aussichten für die Entwicklung der Weltwirtschaft sind von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Wir gehen davon aus, dass die ungelösten Staatsschuldenprobleme im Euroraum und die anhaltende wirtschaftliche Schwäche in den Vereinigten Staaten und in Europa die Entwicklung der Weltwirtschaft beeinträchtigen werden. Davon auszunehmen sind mutmaßlich die Märkte in den Schwellenländern. Diese Länder befinden sich fundamental in guter Verfassung und sollten sich daher besser entwickeln als die etablierten Märkte. Trotz einer auch dort zu erwartenden leichten Abschwächung gehen wir weiter davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern das der USA, wie auch das des Euroraumes, übersteigen wird.
In den vergangenen Jahren wurde in den Schwellenländern verstärkt mit dem Ausbau der medizinischen Versorgung begonnen. Damit einhergehend stieg dort der Einsatz bzw. die Vergabe von Nachahmerpräparaten. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend ungebrochen fortsetzt und auch in 2012 zu einer weiteren Steigerung der Nachfrage führen wird. Genau darauf zielt unsere Strategie. Wir wollen unser Geschäft regional ausdehnen, vor allem in die Schwellenländer, und wir wollen unser Produktsortiment differenzieren. Dazu gehört auch die verstärkte Zusammenarbeit mit Herstellern von Nachahmerpräparaten. Aufgrund des im Allgemeinen krisenunabhängigen Absatzes verschreibungspflichtiger Arzneien sehen wir daher trotz der allgemeinen konjunkturellen Unsicherheit auch im nächsten Geschäftsjahr weiteres Wachstumspotenzial.
Die Marktentwicklung im Bereich Kosmetik ist unter den genannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Unsicherheit geprägt. Wir rechnen damit, unseren Umsatz mit Kosmetikprodukten ausbauen zu können. Klar ist dabei auch, dass wir an die starke Wachstumsrate des Vorjahres nicht werden anknüpfen können, da diese teilweise von einem Nachholungseffekt aus den Vorjahren geprägt war. Im Geschäftsbereich Life Science Research ist die Visibilität aufgrund der Struktur des Geschäftsmodells geringer als in den anderen Geschäftsbereichen, da wir hier unsere Produkte nicht direkt, sondern über Distributoren verkaufen. Da die Geschäftsentwicklung stark von der US-amerikanischen Konjunktur abhängt, sind Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet. Ob sich in 2012 durchschnittliche Wachstumsraten erzielen lassen, lässt sich daher nicht mit Bestimmtheit sagen.
Für 2012 gehen wir derzeit von einem soliden Umsatzwachstum und einer stabilen Adjusted EBITDA-Marge aus. Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2012 wird im Wesentlichen aufgrund der guten Auftragslage im Geschäftsbereich Plastic Systems voraussichtlich über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen. Für 2013 gehen wir weiterhin von einem soliden Umsatzwachstum und einer dann wieder steigenden Adjusted EBITDA-Marge aus.
Als Obergesellschaft des Konzerns vereinnahmt die Gerresheimer AG über Ergebnisabführungsverträge die Ergebnisse der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften. Diese können auch Beteiligungserträge aus dem Ausland erhalten. Insoweit wirkte sich die Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen direkt auf den Jahresabschluss der Gerresheimer AG aus. Eine entsprechende Ergebnisentwicklung im Konzern vorausgesetzt, gehen wir von einem positiven Jahresergebnis der Gerresheimer AG in den Folgejahren aus.
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung des Gerresheimer Konzerns in 2011 sind Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam zu der Auffassung gekommen, der Hauptversammlung am 26. April 2012 vorzuschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,60 je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 25 % des bereinigten Konzernergebnisses. In Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg wollen wir auch in Zukunft attraktive Dividenden ausschütten.
UNTERNEHMENSAUSBLICK
Für die kommenden Geschäftsjahre ist unser Unternehmen gut gerüstet. Durch getätigte und geplante Investitionen in ertragreiche Marktsegmente sowie durch die Akquisitionen der Vergangenheit sind wir für die Chancen und Entwicklungen im Bereich Pharma hervorragend aufgestellt. Wir verfügen über eine gute finanzielle Basis, eine langfristige Finanzierung und eine klare Unternehmensstrategie. Wir werden unser Unternehmen weiter globalisieren, Märkte konsolidieren und interessante Technologien in unser Portfolio aufnehmen. Die Zielrichtung aller Aktivitäten ist die weitere Fokussierung auf die Pharma- und Healthcare-Industrie. Dabei werden neben dem organischen Wachstum, das wir aus dem operativen Cash Flow finanzieren, Akquisitionen nach sorgfältiger Prüfung von Chancen und Risiken auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (IFRS) für das Geschäftsjahr vom 01. Dezember 2010 bis 30. November 2011
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| Anhang | 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (8) | 1.094.681 | 1.024.804 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (9) | - 773.533 | - 719.021 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 321.148 | 305.783 | |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | (10) | - 212.623 | - 207.929 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (11) | 15.484 | 13.921 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (13) | - 14.163 | - 16.999 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | (23) | - 579 | 250 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 109.267 | 95.026 | |
| Finanzerträge | (14) | 2.314 | 935 |
| Finanzaufwendungen | (14) | - 39.066 | - 35.257 |
| Finanzergebnis | - 36.752 | - 34.322 | |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 72.515 | 60.704 | |
| Ertragsteuern | (15) | - 18.087 | - 13.957 |
| Konzernergebnis | 54.428 | 46.747 | |
| Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | (30) | 3.910 | 3.524 |
| Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 50.518 | 43.223 | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro)1) | (16) | 1,61 | 1,38 |
1) Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht zugleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie, da keine weiteren Aktien ausgegeben wurden.
Die Anhangsangaben (1) bis (43) sind ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS) für das Geschäftsjahr vom 01. Dezember 2010 bis 30. November 2011
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| Anhang | 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 54.428 | 46.747 | |
| Veränderung der Marktwerte von Zinsswaps | 179 | 12.478 | |
| Erfolgswirksame Realisierung der Marktwerte von Zinsswaps | (14) | - 2.655 | - 10.361 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - 10.883 | 3.825 | |
| Latenter Steueraufwand | 1.604 | 1.878 | |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | - 11.755 | 7.820 | |
| Gesamtergebnis | 42.673 | 54.567 | |
| Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | 3.954 | 9.386 | |
| Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 38.719 | 45.181 |
Die Anhangsangaben (1) bis (43) sind ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
KONZERN-BILANZ (IFRS) zum 30. November 2011
AKTIVA
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| Anhang | 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
|
|---|---|---|---|
| Langfristige Aktiva | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (21) | 527.023 | 487.271 |
| Sachanlagen | (22) | 478.830 | 469.845 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (22) | 4.471 | 3.544 |
| Finanzanlagen | (23) | 3.280 | 3.337 |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | (23) | 3.434 | 3.824 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (24) | 8.818 | 12.657 |
| Aktive latente Steuern | (26) | 10.752 | 12.816 |
| 1.036.608 | 993.294 | ||
| Kurzfristige Aktiva | |||
| Vorräte | (27) | 159.900 | 138.370 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (28) | 162.836 | 145.495 |
| Ertragsteuerforderungen | 3.983 | 1.997 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (24) | 2.254 | 248 |
| Sonstige Forderungen | (25) | 18.059 | 17.873 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (29) | 131.432 | 60.546 |
| 478.464 | 364.529 | ||
| Summe Aktiva | 1.515.072 | 1.357.823 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (30) | 31.400 | 31.400 |
| Kapitalrücklage | (30) | 513.827 | 513.827 |
| Cash Flow Hedge-Rücklage | (6) | - 1.972 | - 1.099 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | (30) | 3.140 | 14.066 |
| Angesammelte Ergebnisse | (30) | - 34.748 | - 69.566 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 511.647 | 488.628 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | (30) | 40.583 | 40.769 |
| 552.230 | 529.397 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Latente Steuerschulden | (31) | 48.202 | 46.128 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (32) | 132.738 | 136.583 |
| Sonstige Rückstellungen | (33) | 6.491 | 6.266 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (34) | 442.414 | 302.713 |
| 629.845 | 491.690 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (32) | 12.740 | 15.852 |
| Sonstige Rückstellungen | (33) | 40.355 | 52.454 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (34) | 119.215 | 111.089 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (34) | 62.648 | 75.304 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 13.990 | 12.497 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (35) | 84.049 | 69.540 |
| 332.997 | 336.736 | ||
| 962.842 | 828.426 | ||
| Summe Passiva | 1.515.072 | 1.357.823 |
Die Anhangsangaben (1) bis (43) sind ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS) für das Geschäftsjahr vom 01. Dezember 2010 bis 30. November 2011
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| Gezeichnetes Kapital in T EUR |
Kapitalrücklage in T EUR |
Cash Flow Hedge- Rücklage in T EUR |
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Zum 1. Dezember 2009 | 31.400 | 513.827 | - 4.607 | 15.616 |
| Veränderungen der Marktwerte von Zinsswaps | - | - | 10.368 | - |
| Erfolgswirksame Realisierung der Marktwerte von Zinsswaps | - | - | - 6.373 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - | - | - 487 | - 1.550 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | - | - | 3.508 | - 1.550 |
| Ergebnis | - | - | - | - |
| Gesamtergebnis | - | - | 3.508 | - 1.550 |
| Ausschüttung | - | - | - | - |
| Zum 30. November/1. Dezember 2010 | 31.400 | 513.827 | - 1.099 | 14.066 |
| Kapitaleinzahlungen von Minderheitsgesellschaftern | - | - | - | - |
| Veränderungen der Marktwerte von Zinsswaps | - | - | 721 | - |
| Erfolgswirksame Realisierung der Marktwerte von Zinsswaps | - | - | - 1.593 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - | - | - 1 | - 10.926 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | - | - | - 873 | - 10.926 |
| Ergebnis | - | - | - | - |
| Gesamtergebnis | - | - | - 873 | - 10.926 |
| Ausschüttung | - | - | - | - |
| Zum 30. November 2011 | 31.400 | 513.827 | - 1.972 | 3.140 |
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| Angesammelte Ergebnisse in T EUR |
Anteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens in T EUR |
Nicht beherrschende Anteile in T EUR |
Summe Eigenkapital in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Zum 1. Dezember 2009 | - 112.789 | 443.447 | 36.800 | 480.247 |
| Veränderungen der Marktwerte von Zinsswaps | - | 10.368 | - | 10.368 |
| Erfolgswirksame Realisierung der Marktwerte von Zinsswaps | - | - 6.373 | - | - 6.373 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - | - 2.037 | 5.862 | 3.825 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | - | 1.958 | 5.862 | 7.820 |
| Ergebnis | 43.223 | 43.223 | 3.524 | 46.747 |
| Gesamtergebnis | 43.223 | 45.181 | 9.386 | 54.567 |
| Ausschüttung | - | - | - 5.417 | - 5.417 |
| Zum 30. November/1. Dezember 2010 | - 69.566 | 488.628 | 40.769 | 529.397 |
| Kapitaleinzahlungen von Minderheitsgesellschaftern | - | - | 43 | 43 |
| Veränderungen der Marktwerte von Zinsswaps | - | 721 | - | 721 |
| Erfolgswirksame Realisierung der Marktwerte von Zinsswaps | - | - 1.593 | - | - 1.593 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - | - 10.927 | 44 | - 10.883 |
| Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses | - | - 11.799 | 44 | - 11.755 |
| Ergebnis | 50.518 | 50.518 | 3.910 | 54.428 |
| Gesamtergebnis | 50.518 | 38.719 | 3.954 | 42.673 |
| Ausschüttung | - 15.700 | - 15.700 | - 4.183 | - 19.883 |
| Zum 30. November 2011 | - 34.748 | 511.647 | 40.583 | 552.230 |
Die Anhangsangaben (1) bis (43) sind ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS) für das Geschäftsjahr vom 01. Dezember 2010 bis 30. November 2011
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| Anhang | 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 54.428 | 46.747 | |
| Ertragsteuern | (17) | 18.087 | 13.957 |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen | (22) | 79.688 | 80.984 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | (21) | 21.344 | 24.840 |
| Veränderung aus at equity-Bewertung | (23) | 579 | - 250 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | - 10.904 | 3.855 | |
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | - 13.366 | - 12.752 | |
| Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | - 1.279 | - 1.247 | |
| Finanzergebnis | (16) | 36.752 | 34.322 |
| Gezahlte Zinsen | - 21.229 | - 27.972 | |
| Erhaltene Zinsen | 2.043 | 1.235 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 19.740 | - 15.336 | |
| Erhaltene Ertragsteuern | 2.425 | 905 | |
| Veränderung der Vorräte | - 19.309 | - 5.328 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva | - 14.461 | - 4.455 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva | 18.058 | 21.273 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | - 3.369 | - 991 | |
| Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 129.747 | 159.787 | |
| Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens | 2.924 | 2.658 | |
| Auszahlungen für Investitionen | |||
| in Sachanlagen | - 82.895 | - 67.761 | |
| in immaterielle Vermögenswerte | - 3.231 | - 5.380 | |
| Einzahlungen aus Desinvestitionen | 2.441 | 992 | |
| Abgegebene Finanzmittel aus dem Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | - 78.216 | - | |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | - 158.977 | - 69.491 | |
| Kapitaleinzahlungen von Minderheitsgesellschaftern | 43 | - | |
| Ausschüttungen an Dritte | - 19.883 | - 5.417 | |
| Aufnahme von Finanzkrediten | 846.175 | 67.080 | |
| Gezahlte Zinsen | - 7.615 | - | |
| Rückzahlung von Finanzkrediten | - 713.174 | - 147.795 | |
| Rückzahlung von Finanzierungsleasing | - 4.064 | - 4.314 | |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 101.482 | - 90.446 | |
| Zahlungswirksame Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 72.252 | - 150 | |
| Wechselkursbedingte Änderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | - 1.366 | 4.559 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | (31) | 60.546 | 56.137 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | (31) | 131.432 | 60.546 |
Die Anhangsangaben (1) bis (43) sind ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
KONZERN-ANHANG für das Geschäftsjahr vom 01. Dezember 2010 bis 30. November 2011
der Gerresheimer AG
(1) Allgemeine Grundlagen
Der Gerresheimer Konzern mit Sitz in Düsseldorf (Deutschland) umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen. Die Gerresheimer Gruppe ist ein international führender Anbieter für hochwertige Verpackungslösungen aus Glas und Kunststoff, vorwiegend für die Pharma- und Healthcare-Industrie.
Der Konzernabschluss zum 30. November 2011 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, soweit diese für die Anwendung in der Europäischen Union anerkannt wurden (§ 315a HGB).
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Vorjahres. Darüber hinaus wurden folgende neue bzw. überarbeitete Standards erstmalig angewendet:
| • | IFRS 1, Erstmalige Anwendung der IFRS – Zusätzliche Ausnahmen zur rückwirkenden Anwendung der IFRS |
| • | IFRS 1, Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwendung von Vergleichsangaben nach IFRS 7 und an IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben |
| • | IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung – Anteilsbasierte Vergütungen im Konzern |
| • | Änderungen der IFRS Im April 2009 hat das IASB den zweiten Sammelstandard herausgegeben. Insgesamt sind von den nicht dringenden, jedoch notwendigen Änderungen 12 IFRS betroffen. Die Änderungen sind überwiegend erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. |
| • | IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung – Bilanzierung von Bezugsrechten |
| • | IFRIC 15, Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien |
| • | IFRIC 19, Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente |
Die Anwendung der vorstehend genannten Standards, soweit sie auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns Anwendung finden, hat, mit Ausnahme von zusätzlichen Angabeverpflichtungen, keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss in der Periode der erstmaligen Anwendung.
Das IASB und das IFRIC haben darüber hinaus nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:
a. Änderungen verpflichtend für Geschäftsjahre, die in 2011 beginnen:
| • | IFRS 1, Erstmalige Anwendung der IFRS – Hochinflation und Aufhebung von Verweisen auf feste Umstellungstermine (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben – Übertragung finanzieller Vermögenswerte |
| • | IAS 24, Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen – regierungsverbundene Unternehmen und die Definition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person |
| • | Änderungen der IFRS Im Mai 2010 hat das IASB den dritten Sammelstandard mit insgesamt 11 Änderungen an sechs verschiedenen Standards und einer Interpretation veröffentlicht. Die Änderungen sind überwiegend erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. |
| • | IFRIC 14, Übernahme von Änderungen an IFRIC 14 – Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen |
Die Anwendung vorstehend genannter Standards wird grundsätzlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
b. Änderungen verpflichtend für Geschäftsjahre, die in 2012 oder später beginnen:
| • | IFRS 9, Finanzinstrumente (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IFRS 10, Konzernabschlüsse (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IFRS 12, Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwertes (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IAS 1, Darstellung des Abschlusses – Geänderte Darstellung des sonstigen Ergebnisses (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IAS 12, Ertragsteuern – Latente Steuern: Realisierung von Vermögenswerten (noch nicht in europäisches Recht übernommen). |
| • | IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011) (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IAS 27, Separate Abschlüsse (geändert 2011) (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011) (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
| • | IFRIC 20, Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Miene (noch nicht in europäisches Recht übernommen) |
Die Anwendung der vorstehend genannten Standards wird grundsätzlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die möglichen Auswirkungen des IFRS 9 und IAS 19 auf den Konzernabschluss können gegenwärtig noch nicht abschließend beurteilt werden.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit angewandten Rechnungslegungsprinzipien werden Schätzungen vorgenommen, Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen, die Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung von Aktiva und Passiva haben sowie sich auf die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Bilanzstichtag und auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Obwohl die Schätzungen auf dem besten Wissen des Managements über die laufenden Ereignisse und Handlungen basieren, können die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen, die mit Schätzungsunsicherheiten behaftet sind, beziehen sich auf die Ermittlung des Optionswertes der Phantom Stocks (siehe Angabe (19)), die Ermittlung von erzielbaren Werten für die Geschäftswerte und Markenrechte im Rahmen von Impairment-Tests (siehe Angabe (21)), die Ermittlung von aktiven latenten Steuern (u. a. beim Eintrittszeitpunkt; siehe Angabe (26)), die Festlegung von Parametern für die Berechnung der Pensionsrückstellungen (siehe Angabe (32)) sowie auf die zukunftsbezogenen Annahmen im Rahmen der Kaufpreisallokationen (siehe Angabe (12)).
Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, aufgestellt.
Bei den Tochtergesellschaften Gerresheimer Group GmbH und GERRESHEIMER GLAS GmbH sind zurzeit zwei Spruchstellenverfahren anhängig. Ein Verfahren betrifft die Abfindung (EUR 14,75 je Aktie) und den Ausgleich (EUR 0,84 je Aktie) aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. Das zweite Verfahren betrifft die Barabfindung (EUR 16,12 je Aktie) aus dem Ausschluss der Minderheitsaktionäre.
Der Konzernabschluss der Gerresheimer AG wird im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache und im Internet unter der Adresse www.gerresheimer.com veröffentlicht.
(2) Konsolidierungskreis
Im laufenden Geschäftsjahr wurde am 21. März 2011 der Kaufvertrag für den 100 %igen Erwerb der brasilianischen Gesellschaft Vedat Tampas Hermeticas Ltda. mit Sitz in Embu unterzeichnet. Zu diesem Zeitpunkt hat Gerresheimer die Beherrschung über Vedat erlangt. Die in bar beglichenen Anschaffungskosten betrugen umgerechnet EUR 78,2 Mio. zuzüglich im Unternehmen verbliebener liquider Mittel in Höhe von EUR 3,3 Mio. Die Anschaffungsnebenkosten beliefen sich bisher auf EUR 0,7 Mio. und wurden als einmalige Aufwendungen im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.
Vedat ist ein Hersteller von pharmazeutischen Kunststoffverpackungen und stellt Verschlusskappen aus Kunststoff, PET-Fläschchen und Kunststoff-Behälter vorrangig für den südamerikanischen Pharmamarkt her. Das Unternehmen erzielte in 2010 einen Jahresumsatz von rund EUR 45 Mio. und beschäftigt 450 Mitarbeiter.
Die Akquisition stellt für den Gerresheimer Konzern eine hervorragende Ergänzung der drei bestehenden Werke im Bereich Plastic Packaging in Südamerika dar. Durch die Integration von Vedat tritt der Konzern nunmehr als Komplettanbieter für pharmazeutische Kunststoffverpackungen in Südamerika auf.
Der Erwerb wurde unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert und erfolgte mit den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden.
Die Akquisition von Vedat hat sich auf die Konzern-Bilanz der Gerresheimer AG zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 21. März 2011 wie folgt ausgewirkt:
Aktiva
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| in Mio. EUR | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 14,7 |
| Sachanlagen | 17,9 |
| Vorräte | 4,4 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 6,3 |
| Aktive latente Steuern | 0,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3,3 |
| Passiva | |
| in Mio. EUR | |
| Latente Steuerschulden | 5,0 |
| Rückstellungen | 0,6 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 6,7 |
Im Rahmen der Akquisition wurde ein Geschäfts- und Firmenwert von EUR 46,8 Mio. aktiviert, der in der obigen Tabelle nicht enthalten ist. Es wurden im Zuge der Purchase Price-Allokation Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 24,9 Mio. vorgenommen, die in der obigen Tabelle mit EUR 14,6 Mio. unter den immateriellen Vermögenswerten und mit EUR 10,3 Mio. in den Sachanlagen gezeigt werden. Die immateriellen Vermögenswerte betreffen Markenrechte (EUR 2,8 Mio.), den Kundenstamm (EUR 11,5 Mio.) und den Auftragsbestand (EUR 0,3 Mio.), die Sachanlagen betreffen im Wesentlichen Maschinen sowie auch aktivierte Werkzeuge. Insgesamt sind latente Steuerschulden in Höhe von EUR 5,0 Mio. entstanden. Sie sind in der obigen Tabelle unter den latenten Steuerschulden ausgewiesen. Der Nennbetrag der erworbenen Forderungen entspricht dem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Im Übrigen entsprechen die Werte der eingebrachten Vermögenswerte und Schulden den Buchwerten bei Erwerb.
In der Zeit der Konzernzugehörigkeit hat Vedat einen Umsatz von EUR 30,1 Mio. und ein Ergebnis nach Steuern von EUR 2,6 Mio. erzielt. Die Angabe eines Pro-forma-Umsatzes und -Ergebnisses unterbleibt, da das Geschäftsjahr von Vedat dem Kalenderjahr entspricht und eine Abgrenzung der Monate vor dem Erwerbszeitpunkt inklusive der Überleitung auf IFRS nicht möglich ist.
Die Gerresheimer Bauglas GmbH, Düsseldorf, wurde mit Wirkung zum 1. Dezember 2010 auf die GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf, verschmolzen.
Im Vorjahr wurde zum 26. November 2010 die neu gegründete Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai Private Limited, Mumbai, Indien, erworben, um das zukunftsträchtige Geschäft mit pharmazeutischen Primärverpackungen und Drug Delivery-Systemen im Wachstumsmarkt Indien voranzutreiben.
Die vollständige Anteilsbesitzliste der Gerresheimer AG zum 30. November 2011 ist im Folgenden aufgelistet:
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| Beteiligungsanteil (direkt und indirekt) in % |
|
|---|---|
| In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen | |
| Asien | |
| Gerresheimer Medical Plastic Systems Dongguan Co. Ltd., Wang Niu Dun Town, Dongguan City (China) | 100,00 |
| Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai Private Ltd., Mumbai (Indien) | 100,00 |
| Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., Danyang, Jiangsu (China) | 60,00 |
| Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., Zhenjiang, Jiangsu (China) | 60,00 |
| Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., Peking (China) | 70,001) |
| Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., Peking (China) | 70,001) |
| Europa | |
| DSTR S.L., Epila (Spanien) | 100,00 |
| Gerresheimer Boleslawiec S.A., Boleslawiec (Polen) | 100,00 |
| Gerresheimer Bünde GmbH, Bünde/Westfalen2) | 100,00 |
| Gerresheimer Chalon S.A., Chalon-sur-Saone (Frankreich) | 100,00 |
| Gerresheimer Denmark A/S, Vaerloese (Dänemark) | 100,00 |
| Gerresheimer Essen GmbH, Essen-Steele2) | 100,00 |
| GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf2) | 100,00 |
| Gerresheimer Group GmbH, Düsseldorf2) | 100,00 |
| Gerresheimer Holdings GmbH, Düsseldorf2) | 100,00 |
| Gerresheimer Horsovsky Tyn spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechien) | 100,00 |
| Gerresheimer Küssnacht AG, Küssnacht (Schweiz) | 100,00 |
| Gerresheimer Lohr GmbH, Lohr/Main2) | 100,00 |
| Gerresheimer Momignies S.A., Momignies (Belgien) | 99,00 |
| Gerresheimer Moulded Glass GmbH, Tettau/Oberfranken2) | 100,00 |
| Gerresheimer Pisa S.p.A., Pisa (Italien) | 100,00 |
| Gerresheimer Plastic Packaging AB, Malmö (Schweden) | 100,00 |
| Gerresheimer Plastic Packaging SAS, Besancon (Frankreich) | 100,00 |
| Gerresheimer Regensburg GmbH, Regensburg2) | 100,00 |
| Gerresheimer Spain S.L.U., Epila (Spanien) | 100,00 |
| Gerresheimer Tettau GmbH, Tettau/Oberfranken2) | 100,00 |
| Gerresheimer UK Ltd., Reading (Großbritannien) | 100,00 |
| Gerresheimer Vaerloese A/S, Vaerloese (Dänemark) | 100,00 |
| Gerresheimer Valencia S.L.U., Masalaves (Spanien) | 99,82 |
| Gerresheimer Wertheim GmbH, Wertheim2) | 100,00 |
| Gerresheimer Werkzeug- und Automatisierungstechnik GmbH, Wackersdorf2) | 100,00 |
| Gerresheimer Wilden AB, Ronneby (Schweden) | 100,00 |
| Gerresheimer Zaragoza S.A., Epila (Spanien) | 99,82 |
| Scherf-Präzision Europa GmbH, Meiningen-Dreissigacker | 100,001) |
| VR-Leasing SALMO GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn3) | 100,00 |
| Amerika | |
| Gerresheimer Buenos Aires S.A., Buenos Aires (Argentinien) | 99,82 |
| Gerresheimer Glass Inc., Vineland, NJ (USA) | 100,00 |
| Gerresheimer Mexico Holding LLC., Wilmington, DE (USA) | 100,00 |
| Gerresheimer MH Inc., Wilmington, DE (USA) | 100,00 |
| Gerresheimer Peachtree City (USA), L.P., Peachtree City, GA (USA) | 100,00 |
| Gerresheimer Peachtree City Inc., Peachtree City, GA (USA) | 100,00 |
| Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Cotia (Brasilien) | 100,00 |
| Gerresheimer Queretaro S.A., Queretaro (Mexiko) | 100,00 |
| Gerresheimer Sistemas Plasticos Medicinais Sao Paulo Ltda., Indaiatuba (Brasilien) | 100,00 |
| Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., Vineland, NJ (USA) | 51,00 |
| Kimble Kontes LLC., Vineland, NJ (USA) | 100,001) |
| Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Queretaro (Mexiko) | 100,001) |
| Vedat Tampas Hermeticas Ltda., Embu (Brasilien) | 100,00 |
| Assoziierte Unternehmen | |
| Beijing Gerresheimer Glass Co., Ltd., Huangcun, Peking (China) | 45,70 |
| Gerresheimer Tooling LLC., Peachtree City, GA (USA) | 30,00 |
| Proform CNC Nastrojama spol., Horsovsky Tyn (Tschechien) | 30,15 |
| Nichtkonsolidierte Unternehmen4) | |
| Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH, Düsseldorf | 100,00 |
| Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co. Objekt Düsseldorf KG, Düsseldorf | 100,00 |
| Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co. Objekt Lohr/Main KG, Düsseldorf | 100,00 |
| Gerresheimer Medical Plastic Systems GmbH, Regensburg | 100,00 |
| Nouvelles Verreries de Momignies Inc., Larchmont, NY (USA) | 99,00 |
1) Die Angaben über die Anteile stellen den direkten Beteiligungsanteil der Kimble Chase Life Science and Research Products LLC. dar.
2) Die Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Anhanges und eines Lageberichtes sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.
3) Die Gesellschaft wird gemäß SIC 12 als Zweckgesellschaft konsolidiert. Die Gerresheimer Regensburg GmbH ist Kommanditistin. Die Gesellschaft ist gemäß § 264b HGB von der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.
4) Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Kapitalflussrechnung des Konzerns – auch in ihrer Gesamtheit – wurde auf die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konsolidierungskreis verzichtet.
(3) Konsolidierungsgrundsätze
In den Konzernabschluss werden neben der Gerresheimer AG die in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die Gesellschaft direkt oder indirekt kontrolliert, einbezogen.
Die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung durch das Mutterunternehmen. Die Endkonsolidierung wird im Zeitpunkt des Wegfalles der Beherrschung vorgenommen. Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Anteil am Eigenkapital, am Jahresergebnis und am Gesamtergebnis wird in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. in der Gesamtergebnisrechnung separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.
Zur Bilanzierung des Kaufes eines Tochterunternehmens wird die Erwerbsmethode angewendet. Diese Methode schreibt vor, dass bei Unternehmenszusammenschlüssen im Rahmen der Erstbewertung sämtliche identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des übernommenen Unternehmens in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbes angesetzt werden. Ein sich nach der Kaufpreisallokation ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert aktiviert. Ein etwaiger negativer Unterschiedsbetrag wird, nach sorgfältiger Überprüfung der Ermittlung, sofort ertragswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der at equity-Methode mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt. Ein Zwischenabschluss zum Konzernstichtag wird aufgestellt.
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.
Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert, konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
(4) Währungsumrechnung
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden die Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion bewertet.
Nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten werden am Abschlussstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursgewinne und -verluste aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden in Fremdwährung zu Jahresendkursen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, es sei denn, dass sie als Cash Flow Hedge qualifiziert und bis zur Realisierung zunächst im Eigenkapital abgegrenzt werden.
Im Konzernabschluss wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet (IAS 21). Die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt entsprechend den von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag.
Aufwands- und Ertragsposten sowie der Cash Flow von ausländischen Gesellschaften werden mit dem Durchschnittskurs in die Konzernwährung umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Geschäftswerte werden wie Vermögenswerte und Schuldposten der betreffenden Gesellschaften betrachtet und mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:
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| 1 EUR |
Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||
|---|---|---|---|---|
| 30.11.2011 | 30.11.2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| ARS | 5,7495 | 5,1641 | 5,7241 | 5,2314 |
| BRL | 2,4341 | 2,2371 | 2,3150 | 2,3680 |
| CHF | 1,2265 | 1,2990 | 1,2394 | 1,3988 |
| CNY | 8,5567 | 8,6655 | 9,0487 | 9,1075 |
| CZK | 25,3210 | 24,9377 | 24,5818 | 25,4453 |
| DKK | 7,4370 | 7,4516 | 7,4514 | 7,4460 |
| GBP | 0,8558 | 0,8377 | 0,8706 | 0,8636 |
| MXN | 18,2109 | 16,3132 | 17,2136 | 17,0940 |
| PLN | 4,5080 | 4,0683 | 4,0948 | 4,0274 |
| SEK | 9,1460 | 9,1743 | 9,0274 | 9,6712 |
| USD | 1,3418 | 1,2997 | 1,3949 | 1,3421 |
(5) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Vermögenswerte und Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausnahme bilden als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte finanzielle Vermögenswerte („available-for-sale investment securities“) sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Solche mit begrenzter Nutzungsdauer werden um planmäßige Abschreibungen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer sowie um erforderliche Wertminderungen vermindert. Die Nutzungsdauer von Lizenzen und ähnlichen Rechten beträgt ein bis fünf Jahre. Markenrechte mit begrenzter Nutzungsdauer werden wie Technologien entsprechend der geplanten Nutzungsdauer über fünf bis zehn Jahre abgeschrieben.
Als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden weitere Markenrechte, die der Dachmarkenstrategie entsprechen, sowie Geschäftswerte ausgewiesen. Letztere repräsentieren den überschießenden Betrag der Anschaffungskosten über den beizulegenden Zeitwert des Konzernanteiles am Nettovermögen eines erworbenen Tochterunternehmens zum Anschaffungszeitpunkt. Diese Vermögenswerte werden entsprechend IFRS 3 „Business Combinations“ sowie den Standards IAS 36 „Impairment of Assets“ und IAS 38 „Intangible Assets“ mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Forschungsausgaben werden grundsätzlich in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungsausgaben werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind, d.h. unter anderem, wenn es wahrscheinlich ist, dass das Projekt technisch und kommerziell erfolgreich sein wird, und wenn die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden über eine Laufzeit von sieben bzw. zehn Jahren linear abgeschrieben.
Der Konzern erhält in bestimmten europäischen Ländern unentgeltlich Emissionsrechte im Rahmen des europäischen Systems für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten. Diese Emissionsrechte werden nach dem sogenannten Net Liability-Ansatz ausgewiesen. Nach IAS 20.23 können nicht monetäre Zuwendungen der öffentlichen Hand, hier der erhaltene Vermögenswert (Emissionsrechte), mit dem Nominalwert bewertet werden. Verpflichtungen aus der Emission von Schadstoffen werden erst dann berücksichtigt, sofern die tatsächlichen Emissionen die vorhandenen Emissionsrechte des Gerresheimer Konzerns übersteigen. Die Verpflichtung wird dann zum jeweiligen Marktwert der Emissionsrechte angesetzt. Sofern Emissionsrechte von Dritten erworben werden, werden sie zu Anschaffungskosten erfasst und als Erstattungsansprüche behandelt.
Sachanlagen
Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen und gegebenenfalls um Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen Vollkosten nach IAS 16. Fremdkapitalkosten werden bei qualifizierten Vermögenswerten gemäß IAS 23 aktiviert. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen folgende, größtenteils gutachterlich unterlegte Schätzungen der Nutzungsdauer zugrunde:
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| in Jahren | |
|---|---|
| Gebäude | 10–40 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5–15 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3–10 |
Reparaturen und Erhaltungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie getätigt werden, als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Aufwendungen für große Inspektionen und Ofeninstandsetzungen sind im Buchwert der Vermögenswerte enthalten, wenn die Ansatzkriterien des IAS 16 erfüllt sind.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn sie offiziell zugesagt sind und die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen auch mit Sicherheit erfüllt werden können. Die Zuwendungen werden in gleichen jährlichen Raten über die Nutzungsdauer des begünstigten Vermögenswertes ertragswirksam aufgelöst.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (IAS 40) werden Grundstücke ausgewiesen, die zur langfristigen Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet (Anschaffungskostenmodell).
Leasing
Auf der Basis von Leasingverträgen genutzte Sachanlagen werden gemäß IAS 17 aktiviert und abgeschrieben, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf ein zum Konzern gehörendes Unternehmen übergegangen sind. Bei erstmaliger Erfassung werden Finanzierungsleasingverhältnisse als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in der Bilanz angesetzt. Die Höhe bemisst sich nach dem zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwert des Leasingobjektes oder nach dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Die Schulden werden unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld ergibt. Gegenstände des Anlagevermögens, die über Finanzierungsleasing erworben wurden, werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die gegebenenfalls kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Sofern Leasinggegenstände gemäß IAS 17 als „operating lease“ einzustufen sind, werden Zahlungen über die Laufzeit des Leasingvertrages in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Wertminderungen
Sachanlagen, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, Geschäftswerte, immaterielle Vermögenswerte und sonstige langfristige Aktiva werden einem Impairment-Test unterzogen, wenn Ereignisse und Veränderungen von Gegebenheiten indizieren, dass der Buchwert nicht dem erzielbaren Betrag entspricht. Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden darüber hinaus jährlich einem Impairment-Test auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterzogen, zu der der jeweilige Vermögenswert gehört. Ein Wertminderungsaufwand entsteht in Höhe des Betrages, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag, d.h. den höheren Wert von Nettoveräußerungswert bzw. Nutzungswert, überschreitet.
Bestehen die Gründe für die durchgeführte Wertminderung nicht mehr, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, soweit es sich nicht um Geschäftswerte handelt. Aufwendungen aus einem Impairment werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt, sich später ergebende Zuschreibungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen
Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind nach der at equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert und unter der Position „Anteile an at equity bewerteten Unternehmen“ ausgewiesen. Der Beteiligungsprozentsatz berechnet sich auf der Basis der im Umlauf befindlichen Anteile. Die Umrechnung des fortgeschriebenen Eigenkapitals erfolgt zum Kurs am Bilanzstichtag. Die Ergebnisse aus at equity bewerteten Anteilen werden im betrieblichen Ergebnis ausgewiesen, weil die Anteile nicht für finanzielle Zwecke gehalten werden, sondern als Teil des operativen Geschäftes des Konzerns angesehen werden.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Als Kosten werden im Wesentlichen die durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Sonstige mit der Produktion im Zusammenhang stehende Aufwendungen werden ebenfalls als Herstellungskosten angesetzt. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in den Herstellungskosten neben den zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen auch Kosten der nicht genutzten Kapazitäten angesetzt.
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden eingebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung aus dem finanziellen Vermögenswert erstmals entstehen. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Analog dazu werden die finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus diesem Vermögenswert erlöschen. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag relevant, d.h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Gerresheimer Konzern geliefert wird (Zeitpunkt des Eigentumsüberganges).
Finanzielle Vermögenswerte werden bei Erwerb den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet. Die Zuordnung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: Finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Bei Gerresheimer umfassen diese Vermögenswerte ausschließlich die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind. Die Fair Value-Option nimmt Gerresheimer nicht in Anspruch. Zur weiteren Erläuterung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Angabe (6).
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen: Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festen Zahlungsterminen werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert, wenn der Konzern die Absicht hat und in der Lage ist, diese bis zur Fälligkeit zu halten. Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden bis zur Endfälligkeit zu haltende Investitionen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Finanzinvestitionen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.
Bei Gerresheimer sind dieser Kategorie keine finanziellen Vermögenswerte zugeordnet.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in einer der anderen genannten Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Die in der Berichtsperiode bilanzierten Beteiligungen fallen ausnahmslos unter die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ und sind in Ermangelung eines Marktwertes mit Anschaffungskosten bewertet. Nicht bzw. niedrig verzinsliche Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertberichtigungen und unter Berücksichtigung von Disagien und Agien beim Erwerb ermittelt und beinhalten Transaktionskosten und Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes sind.
Dieser Bewertungskategorie werden zudem die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen übrigen finanziellen Vermögenswerte zugeordnet.
Kredite und Forderungen: Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.
Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen und Erstattungsansprüche sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet.
Liegen Anzeichen für eine Wertminderung der Kategorie „Kredite und Forderungen“ vor, wird ein Impairment-Test durchgeführt und der Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Hierzu erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren Vermögenswertes abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird in Höhe der Differenz eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bestehen die Gründe für die durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, jedoch nicht über die Anschaffungskosten hinaus.
Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien wurden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr vorgenommen.
Kundenspezifische Fertigungsaufträge
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt (Methode der langfristigen Auftragsfertigung) bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Aufwendungen (Cost to Cost-Methode) ermittelt. Der Ausweis erfolgt unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Sonstige Forderungen
Steuerforderungen, Vorauszahlungen und sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen angesetzt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden als finanzielle Vermögenswerte zu Nominalwerten bilanziert. Die Laufzeiten der Zahlungsmitteläquivalente betragen drei Monate oder weniger.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögensgruppen
Ein Ausweis erfolgt in dieser Position, wenn einzelne langfristige Vermögenswerte oder Vermögensgruppen und direkt zurechenbare Schulden vorliegen, die in ihrem derzeitigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung hinreichend wahrscheinlich ist. Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden müssen zudem in einer einzigen Transaktion aus dem Konzern abgehen.
Auf die zu einer Veräußerungsgruppe gehörenden langfristigen Vermögenswerte wird keine planmäßige Abschreibung mehr vorgenommen. Sie werden stattdessen zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Wert abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten angesetzt. Liegt der Buchwert über dem beizulegenden Wert, erfolgt eine Wertminderung.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Konzern verfügt über verschiedene Pensionspläne, die auf die jeweiligen landesspezifischen Regularien und Praktiken ausgerichtet sind. In den USA bestehen darüber hinaus Zusagen, bestimmte zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen. Mehr als 77 % dieser Leistungen werden nicht über Fonds finanziert.
Zur Bilanzierung von Pensionen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden leistungsorientierte Pläne (Defined Benefit Plan) von beitragsorientierten Plänen (Defined Contribution Plan) unterschieden. Ein beitragsorientierter Plan ist ein Plan, gemäß dem der Konzern fest vereinbarte Beiträge in einen Fonds zahlt und keine weitere rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, darüber hinausgehende Beiträge zu zahlen, falls der Fonds nicht ausreichend Vermögen bereithält, seiner Verpflichtung, die Leistungen für das laufende und frühere Jahre zu zahlen, nachzukommen. Die Verpflichtung des Konzerns bemisst sich nach den Beiträgen des Jahres. Folglich sind zur Bewertung der Verpflichtungen und Aufwendungen keine versicherungsmathematischen Annahmen zu treffen, so dass es auch nicht zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten kommen kann. Darüber hinaus wird die Verpflichtung auch nicht abgezinst, es sei denn, die Beiträge werden mehr als zwölf Monate nach Ablauf des Jahres fällig, in dem sie erdient wurden.
Ein leistungsorientierter Plan ist ein Plan, der die Höhe der Leistung definiert, die sich an einen oder mehrere Faktoren knüpft, wie z.B. Alter, Dienstzeit und Vergütung. Die Aufwendungen für die im Rahmen der leistungsorientierten Pläne gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden als Aufwand oder Ertrag erfasst, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für jeden einzelnen Plan zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der Beträge aus 10 % des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung oder aus 10 % des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zu diesem Zeitpunkt übersteigt. Diese Gewinne oder Verluste werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer realisiert.
Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplanes unverfallbar sind, wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort ergebniswirksam erfasst.
Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag setzt sich zusammen aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zuzüglich bzw. abzüglich der noch nicht ergebniswirksam erfassten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste, abzüglich des noch nicht ergebniswirksam erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes, zuzüglich der noch nicht erfassten Gewinne bzw. Verluste aus Planänderungen und abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.
Die Verpflichtungen werden jährlich durch unabhängige versicherungsmathematische Gutachter bewertet. Die auf Pensionen entfallenden Zinsen werden im Finanzergebnis erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn durch ein Ereignis aus der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung begründet wird, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. Sofern ein vertraglicher Erstattungsanspruch von Dritten hinreichend sicher ist, wird der Anspruch als Vermögenswert in der Bilanz erfasst.
In den sonstigen Rückstellungen werden auch Altersteilzeitverpflichtungen ausgewiesen, wobei das Blockmodell Anwendung findet. Der Gehaltsanteil wird während der Beschäftigungsphase zeitanteilig über die verbleibende Arbeitszeit des Mitarbeiters erfasst. Die vom Arbeitgeber gewährten Aufstockungsbeträge werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in Höhe des Barwertes der zu leistenden Zahlungen angesetzt. Während die Aufstockungsbeträge ab Beginn der aktiven Phase ausgezahlt werden, werden die Gehaltsanteile ab Beginn der passiven Phase fällig.
Leistungen anlässlich der Beendigung von Arbeitsverhältnissen werden bilanziert, wenn nachweislich eine Verpflichtung besteht, die auf einem detaillierten formellen Plan oder einem konkreten Abfindungsangebot beruht. Leistungen, die mehr als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag fällig sind, werden auf den Barwert abgezinst.
Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks)
Die Aktienwertsteigerungsrechte werden gemäß IFRS 2 nach der „Fair Value-Methode“ bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der Phantom Stocks wird zeitanteilig als Personalaufwand und gleichzeitig als Rückstellung erfasst, da eine Verpflichtung zum Barausgleich vorliegt. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zum Ausübungszeitpunkt der Phantom Stocks zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Phantom Stocks und der erwarteten Fluktuation der begünstigten Mitarbeiter; diese Parameter werden an jedem Bilanzstichtag überprüft.
Tatsächliche und latente Ertragsteuern
Die in den Gerresheimer Konzern einbezogenen Kapitalgesellschaften (mit Ausnahme der ausländischen Tochterunternehmen und einer deutschen Kapitalgesellschaft) bilden insgesamt eine ertragsteuerliche Organschaft, wobei die Gerresheimer AG als Steuerschuldnerin bzw. -gläubigerin fungiert. Demzufolge fallen bei den in den Konzern einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften im Wesentlichen keine tatsächlichen Ertragsteuern an. Zusätzlich zu der Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 für die latenten Ertragsteuern Abgrenzungen auf temporäre Abweichungen zwischen Steuerwerten und dem Ansatz nach IFRS gebildet, die zukünftig steuerbelastend (latente Steuerschulden) bzw. steuerentlastend (latente Steueransprüche) wirken. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Der Berechnung werden die zukünftig anzuwendenden Steuersätze zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung in Zukunft wahrscheinlich erscheint.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten enthalten originäre Verbindlichkeiten und negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente.
Die originären Verbindlichkeiten werden erstmals eingebucht, wenn eine vertragliche Verpflichtung zur Zahlung entsteht. Sie werden bei erstmaliger Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich eventueller Transaktionskosten angesetzt. Anschließend werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Unterschiede zwischen ihrem beizulegenden Zeitwert (abzüglich eventueller Transaktionskosten) zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung und ihrem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind als zu Handelszwecken gehalten zu klassifizieren und damit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Ist dieser negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Die Fair Value-Option nimmt Gerresheimer nicht in Anspruch. Zur weiteren Erläuterung der Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Angabe (6).
Die Ausbuchung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt, wenn die vertraglichen Verpflichtungen zur Zahlung beglichen, aufgehoben oder abgelaufen und damit erloschen sind.
Sonstige Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern oder sozialer Sicherheit sowie sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Realisierung der Erlöse
Die Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und Leistungen werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem der Gefahrenübergang erfolgt bzw. die Leistung erbracht ist. Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt (Methode der langfristigen Auftragsfertigung) bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.
(6) Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.
Im Rahmen eines konzernweiten Finanzrisikomanagements werden die finanziellen Risiken der Gruppe zentral überwacht. Identifizierte Risikopotenziale werden nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungs-maßnahmen gesteuert.
Neben Preisrisiken, die sich durch Schwankungen an den Geld- und Kapitalmärkten sowie an den internationalen Rohstoffmärkten ergeben, fokussiert sich das Risikomanagement auf die Kredit- und Liquiditätsrisiken.
Entsprechend der konzerninternen Finanzrichtlinie werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps zur Absicherung von Wechselkursrisiken verwendet. Als Risikoexposure kommen im Rahmen des Währungsmanagements nur Transaktionsrisiken in Betracht. Die Währungsderivate werden grundsätzlich zur Absicherung definierter Grundgeschäfte verwendet und unter den Voraussetzungen des IAS 39 als Sicherungsinstrumente bilanziert.
Die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gruppe ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken werden durch das Kredit- und Forderungsmanagement und die Vertriebsbereiche der operativen Gesellschaften überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterliegen die Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, die über kein erstklassiges Rating verfügen, werden grundsätzlich versichert.
Die Liquiditätssituation der Gruppe wird durch komplexe Planungsinstrumente überwacht und gesteuert. Durch eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung werden Risiken, bezogen auf die Beschaffung von Finanzmitteln, erkannt und verfolgt.
Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven beizulegenden Zeitwert werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, Derivate mit einem negativen beizulegenden Zeitwert unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten berechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Betrag, den die Konzerngesellschaften bei Beendigung des Finanzinstrumentes zum Abschlussstichtag entweder erhalten oder zahlen müssten.
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam erfasst, es sei denn, dass ein wirksames Sicherungsgeschäft vorliegt, für das die Bedingungen des IAS 39 erfüllt sind. Dient das Derivat der wirksamen Absicherung erwarteter zukünftiger Zahlungsein- oder -ausgänge (Cash Flow Hedge), so werden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des derivativen Finanzinstrumentes, soweit sie sich auf die wirksame Sicherung beziehen, erfolgsneutral in die Cash Flow Hedge-Rücklage eingestellt. In diesem Fall ergeben sich ergebniswirksame Auswirkungen der Wertveränderung des Derivates erst bei Fälligkeit bzw. Erfüllung des gesicherten Grundgeschäftes.
Die Zinsswaps wurden gemäß IAS 39 als Cash Flow Hedge qualifiziert. Die Swaps erfüllen die Effizienzkriterien und wurden daher als wirksam eingestuft.
Aufgrund des kurzfristigen Charakters der Sicherungsgeschäfte wurden die Währungsderivate gemäß IAS 39 als Handelsgeschäfte qualifiziert und mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden erfolgswirksam verbucht.
(7) Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Gerresheimer Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Änderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel sowie Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Schecks, Wechsel sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten „Abgegebene Finanzmittel aus dem Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel“ beinhaltet den gezahlten Kaufpreis für den Erwerb der brasilianischen Gesellschaft Vedat von EUR 81,5 Mio. abzüglich der von Vedat zugegangenen liquiden Mittel von EUR 3,3 Mio.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(8) Umsatzerlöse
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| 2011 in Mio. EUR |
2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Nach Geschäftsbereichen | ||
| Tubular Glass | 290 | 296 |
| Plastic Systems | 371 | 308 |
| Moulded Glass | 342 | 326 |
| Life Science Research | 92 | 95 |
| 1.095 | 1.025 | |
| Nach Regionen | ||
| Deutschland | 256 | 240 |
| Europa (ohne Deutschland) | 430 | 410 |
| Amerika | 343 | 311 |
| Sonstige Regionen | 66 | 64 |
| 1.095 | 1.025 |
Die Umsatzerlöse beinhalten realisierte Auftragswerte aus der Anwendung der Methode der langfristigen Auftragsfertigung in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 5,7 Mio.). Alle anderen Umsatzerlöse resultieren aus Warenverkäufen.
(9) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
In den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind die Kosten der verkauften Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren enthalten. Die Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten sowohl die unmittelbaren leistungsbezogenen Kosten wie Fertigungsmaterial-, Personal- und Energiekosten als auch die mittelbar zurechenbaren Kosten wie Abschreibungen auf Produktionsanlagen und Reparaturkosten. Zudem sind in den Herstellungskosten insgesamt Abschreibungen in der Höhe von EUR 78,5 Mio. (Vorjahr: EUR 78,6 Mio.) enthalten, von denen auf die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.) entfallen.
(10) Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten
Die Vertriebskosten enthalten die Personal- und Sachkosten der Vertriebsorganisationen und der Distribution (u. a. Frachten und Provisionen). Zudem sind in den Vertriebskosten insgesamt Abschreibungen von EUR 17,3 Mio. (Vorjahr: EUR 22,2 Mio.) enthalten, von denen auf die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen EUR 15,9 Mio. (Vorjahr: EUR 20,6 Mio.) entfallen.
Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten die Personal- und Sachkosten der Verwaltungsstellen sowie Abschreibungen in Höhe von EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.).
(11) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 in Mio. EUR |
2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 4,7 | 2,4 |
| Erträge aus Erstattungsansprüchen gegen Dritte | 3,8 | 1,8 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 1,8 | 2,1 |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 1,0 | 1,0 |
| Einmalige Erträge | 0,0 | 2,2 |
| Währungsgewinne | 0,0 | 0,4 |
| Sonstige Erträge | 4,2 | 4,0 |
| 15,5 | 13,9 |
Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung von operativen Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten sowie das Nettoergebnis aus der Marktbewertung von operativen derivativen Sicherungsgeschäften, die der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährung dienen, werden saldiert in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Währungsgewinne bzw. -verluste im Zusammenhang mit der Finanzierung werden saldiert im Finanzergebnis berichtet.
Die einmaligen Erträge im Geschäftsjahr 2010 enthalten Weiterbelastungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen.
(12) Abschreibung der Fair Value-Anpassungen
Aus der nachfolgenden Tabelle gehen die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen infolge der Akquisitionen der Gerresheimer Group GmbH im Dezember 2004, der Gerresheimer Vaerloese (vormals: Dudek Plast Gruppe) Ende Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg Gruppe (vormals: Wilden Gruppe) Anfang Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, des neu gegründeten Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, der Gerresheimer Zaragoza und Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008 sowie der Vedat Tampas Hermeticas Ltda. im März 2011 hervor:
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| Fair Value- Anpassungen Buchwert zum 30.11.2011 in Mio. EUR |
Fair Value- Anpassungen Abschreibung 2011 in Mio. EUR |
Fair Value- Anpassungen Abschreibung 2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|---|
| Kundenstamm | 57,1 | 15,7 | 20,6 |
| Auftragsbestände | 0,1 | 0,2 | 0,0 |
| Markenrechte | 31,8 | 0,0 | 0,0 |
| Technologien | 7,9 | 1,6 | 1,6 |
| Prozess-Know-how | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Grundstücke | 4,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gebäude | 11,0 | 0,5 | 0,6 |
| Maschinen | 12,6 | 2,6 | 1,9 |
| 124,6 | 20,6 | 24,8 |
Die Markenrechte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern entsprechend IFRS 3 „Business Combinations“ sowie den Standards IAS 36 „Impairment of Assets“ und IAS 38 „Intangible Assets“ mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| 2011 in Mio. EUR |
2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Einmalige Aufwendungen | 6,9 | 2,2 |
| Forschung und Entwicklung | 3,9 | 3,5 |
| Verlust aus Anlagenabgang | 0,5 | 0,8 |
| Währungsverluste | 0,2 | 0,0 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 0,1 | 3,7 |
| Betriebsunterbrechungskosten | 0,0 | 0,2 |
| Sonstige Aufwendungen | 2,6 | 6,6 |
| 14,2 | 17,0 |
Die einmaligen Aufwendungen des Geschäftsjahres beinhalten vornehmlich Beträge im Zusammenhang mit der Akquisition von Vedat sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit früheren Akquisitionen. Die einmaligen Aufwendungen des Vorjahres beinhalten vornehmlich Beratungskosten im Zusammenhang mit geplanten Investitionen.
Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung von operativen Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten sowie das Nettoergebnis aus der Marktbewertung von operativen derivativen Sicherungsgeschäften, die der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährung dienen, werden saldiert in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Währungsgewinne bzw. -verluste im Zusammenhang mit der Finanzierung werden saldiert im Finanzergebnis berichtet.
Die Restrukturierungsaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres von EUR 0,1 Mio. sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der im Vorjahr beschlossenen Verlagerung der Life Science-Geschäftsaktivitäten von den USA nach China und Mexiko. Diese Geschäftsverlagerung begründet auch im Wesentlichen die im Geschäftsjahr 2010 angefallenen Restrukturierungsaufwendungen.
(14) Finanzergebnis
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| 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Finanzerträge | 2.314 | 935 |
| Finanzaufwendungen | - 39.066 | - 35.257 |
| (davon für Zinsswaps: Cash Flow Hedges, Transfer vom Eigenkapital) | (- 2.655) | (- 10.361) |
| (davon Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen abzüglich erwarteter Erträge aus Fondsvermögen) | (- 6.947) | (- 8.333) |
| (davon Währungsgewinne aus Finanzierung) | (689) | (2.126) |
| - 36.752 | - 34.322 |
Unter den Finanzaufwendungen sind Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aus Anleihen, aus Finanzierungsleasing sowie für sonstige finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Im Rahmen der Refinanzierung im 1. Halbjahr 2011 sind Einmalaufwendungen in Höhe von T EUR 7.912 angefallen.
Die in den Finanzerträgen enthaltenen Beteiligungserträge aus dem Vorjahr in Höhe von T EUR 66 sind der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ zuzuordnen. Die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Zinsswaps, die als Cash Flow Hedge bilanziert werden (T EUR 2.655; Vorjahr: T EUR 10.361), sind den „Zum beizulegenden Zeitwert – Änderungen in Cash Flow Hedge-Rücklage“ kategorisierten finanziellen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Alle weiteren Erträge aus finanziellen Vermögenswerten sind der Kategorie „Kredite und Forderungen“ und alle weiteren Aufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten“ zuzuordnen.
Währungseffekte aus den Finanzierungsgeschäften und den dazugehörigen Sicherungsgeschäften werden saldiert im Finanzergebnis unter den Währungsgewinnen bzw. -verlusten aus Finanzierung ausgewiesen.
(15) Ertragsteuern
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| 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | - 17.513 | - 18.136 |
| Latente Ertragsteuern | - 574 | 4.179 |
| - 18.087 | - 13.957 |
Im Zusammenhang mit den latenten Steuern verweisen wir an dieser Stelle auch auf unsere Angaben (26) und (31) in diesem Konzern-Anhang.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und tatsächlichen Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:
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| 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 72.515 | 60.704 |
| Erwarteter Steueraufwand: 29 % (Vorjahr: 29 %) | - 21.029 | - 17.604 |
| Unterschiede: | ||
| Nichtaktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | - 1.982 | - 882 |
| Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Steuern | 1.509 | 3.793 |
| Abweichende Steuersätze Ausland | - 417 | 888 |
| Nicht abziehbare Aufwendungen | - 2.498 | - 1.323 |
| Steuerfreie Erträge | 993 | 802 |
| Veränderung Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | 1.177 | 1.771 |
| Steuern aus Vorperiode | 4.070 | - 1.441 |
| Übrige | 90 | 39 |
| Summe Unterschiede | 2.942 | 3.647 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | - 18.087 | - 13.957 |
Der Steuersatz in Deutschland beträgt unverändert zum Vorjahr 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer und ca. 13 % Gewerbesteuer, so dass sich ein kombinierter Steuersatz von ca. 29 % ergibt.
Die Steuersätze für die Tochtergesellschaften, die ihren Sitz nicht in Deutschland haben, variieren von 13,3 % bis 39 %. Für einige Tochtergesellschaften in China galten im Geschäftsjahr Steuerprivilegien, so dass hierbei ein Steuersatz von 12,5 % bzw. 15 % zur Anwendung kam.
Effekte aus Gewinnabführungsverträgen
Die Ergebnisse von elf deutschen konsolidierten Organgesellschaften werden aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft bei der Gerresheimer AG der Steuer unterworfen. Ferner verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Ausführungen zu den tatsächlichen und latenten Ertragsteuern im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.
Latente Steuern auf Verlustvorträge
Bei ausländischen Konzerngesellschaften der Gerresheimer AG sind auf steuerliche Verlustvorträge (EUR 29,7 Mio.; Vorjahr: EUR 24,8 Mio.) keine aktiven latenten Steuern gebildet worden, da mit einer künftigen Nutzung dieser Verlustvorträge nicht gerechnet wird. Die Verlustvorträge, von denen im Zeitraum bis 2021 EUR 4,8 Mio. verfallen, betreffen ausschließlich ausländische Steuern.
Bei ausländischen Konzerngesellschaften wurden trotz Verlusten im laufenden Jahr bzw. Vorjahr aktive latente Steuern (EUR 5,0 Mio.; Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) auf deren Verlustvorträge gebildet, da die Unternehmen von zukünftigen steuerlichen Gewinnen ausgehen.
Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Konzernunternehmen zu bilanzieren (Outside Basis Differences). Für Outside Basis Differences in Höhe von EUR 18,0 Mio. (Vorjahr: EUR 14,2 Mio.) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da eine Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht erwartet wird.
(16) Ergebnis je Aktie
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.
In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 wurden keine neuen Aktien ausgegeben, so dass die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien in beiden Geschäftsjahren 31,4 Mio. Stück beträgt.
Das bestehende Phantom Stock-Programm (siehe Angabe (19)) sieht bei Erreichen der Ausübungshürde als Wahlrecht der Gesellschaft auch die Ausgabe von Gerresheimer Aktien vor, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist. Weitere Options- oder Wandlungsrechte wurden in 2011 und 2010 nicht ausgegeben, so dass ein Verwässerungseffekt des Ergebnisses je Aktie folglich nicht besteht. Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis stimmen demnach überein.
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens (T EUR) | 50.518 | 43.223 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (in Tausend) | 31.400 | 31.400 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) | 1,61 | 1,38 |
SONSTIGE INFORMATIONEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(17) Materialaufwand
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| 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren | 385.058 | 352.295 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 6.105 | 6.436 |
| 391.163 | 358.731 |
Im Materialaufwand sind im Wesentlichen Aufwendungen für Rohstoffe, Energie, Verpackungen, Fremdfertigung sowie Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten.
(18) Personalaufwand
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| 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 278.802 | 263.857 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 63.982 | 62.745 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 4.879 | 4.342 |
| 347.663 | 330.944 |
Die sozialen Abgaben beinhalten Aufwendungen für Beitragszusagen im Sinne von IAS 19 in Form von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland in Höhe von EUR 10,8 Mio. (Vorjahr: EUR 10,5 Mio.).
(19) Gerresheimer Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks)
Im Geschäftsjahr 2007 wurden zur Förderung der Motivation und Verbundenheit der Führungskräfte ein aktienbasiertes Vergütungssystem eingeführt und erstmals Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks) gewährt.
Die Teilnehmer müssen zum Zeitpunkt der Zuteilung der Phantom Stocks in einem bestehenden Dienst- oder Anstellungsverhältnis mit der Gerresheimer AG oder einer ihrer Konzerngesellschaften stehen. Die gewährten Phantom Stocks unterliegen einer Ausübungssperrfrist vom Ausgabetag bis zum Ablauf des 30. Börsenhandelstages nach Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die auf den Ausgabetag folgt. Sie können anschließend bis zum Ablauf des 31. Oktober des Jahres, in das die übernächste ordentliche Hauptversammlung nach dem Ausgabetag fällt, in Abhängigkeit von der Erreichung der Ausübungshürde in Entgelt umgewandelt werden. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Entwicklung des Gerresheimer Aktienkurses. Der Plan sieht bei Erreichen der Ausübungshürde als Wahlrecht der Gesellschaft auch die Ausgabe von Gerresheimer Aktien vor, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist.
Die Ausübungshürde ist dann erreicht, wenn der Ausübungskurs der zugeteilten Phantom Stocks den Ausgangswert um mindestens 8 % übersteigt. Der Kursvergleich erfolgt auf der Grundlage des ungewichteten arithmetischen Mittels der Schlusskurse der Aktien im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten 30 Börsenhandelstagen, die dem Ausübungstag unmittelbar vorausgehen. Die Höhe des maximal an den Berechtigten auszuzahlenden Betrages für sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte ist jedoch auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes, multipliziert mit der Anzahl der Aktienwertsteigerungsrechte, entspricht.
Für die Ermittlung des Optionswertes der Phantom Stocks wird ein anerkanntes Optionspreismodell (Binomialmodell) verwendet. Als Volatilität des Zielwertes werden 30 % p.a. sowie eine Fluktuationsrate der Mitarbeiter von 3 % zugrunde gelegt. Als risikoloser Zinssatz wird die Rendite von Bundesanleihen von 0,20 % verwendet.
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| Führungskräfte | Tranche 4 | Tranche 5 |
|---|---|---|
| Ausgabedatum | 5. August 2010/ 11. Juni 2007 | 4. August 2011 |
| Laufzeit bis | 31. Oktober 2012 | 31. Oktober 2013 |
| Ende der Wartezeit | 31. Mai 2011 | 7. Juni 2012 |
| Ausgabewert (in EUR) | 25,00 | 32,48 |
| Zielwert (in EUR) | 27,00 | 35,08 |
| Anzahl der ausgegebenen Rechte | 242.000 | 233.500 |
| Ausübungsschwelle (in %) | 8 | 8 |
| Fair Value (in T EUR) | 25 | 444 |
| Maximaler Auszahlungsbetrag (in T EUR) | 38 | 1.831 |
Zusätzlich zu den beschriebenen Tranchen wurde den Mitgliedern des Vorstands die Gewährung weiterer Tranchen in den Jahren 2012 – 2016 zugesagt. Das Vorstandsmitglied ist berechtigt, nach Ablauf einer Sperrfrist von nunmehr vier Jahren innerhalb eines sich anschließenden Zeitraumes von ca. 16 Monaten (Ausübungszeitraum) eine Zahlung in Höhe der zwischen dem Ausgabezeitpunkt und dem Ausübungszeitpunkt (Laufzeit) eingetretenen, nach dem Börsenkurs bemessenen Wertsteigerung der Gerresheimer Aktie zu verlangen. Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass innerhalb der Laufzeit eine Wertsteigerung von mindestens 12 % oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist und die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit mindestens ein volles Jahr lang bestand. Die Höhe des Vergütungsanspruches ist für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Börsenkurses der Aktie bei Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte entspricht (Cap).
Zur Ermittlung des Optionswertes der den Mitgliedern des Vorstands zugesagten Phantom Stocks wurde das beschriebene Optionspreismodell unter Zugrundelegung der o.g. Prämissen verwendet.
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| Mitglieder des Vorstands | Tranche 4 | Tranche 5 |
|---|---|---|
| Ausgabedatum | 9. Februar 2010 | 9. Februar 2010 |
| Laufzeit bis | 31. Oktober 2015 | 31. Oktober 2016 |
| Ende der Wartezeit | 31. Mai 2014 | 7. Juni 2015 |
| Ausgabewert (in EUR) | 25,00 | 32,48 |
| Zielwert (in EUR) | 28,00 | 36,38 |
| Anzahl der ausgegebenen Rechte | 310.000 | 270.000 |
| Ausübungsschwelle (in %) | 12 | 12 |
| Fair Value (in T EUR) | 925 | 628 |
| Maximaler Auszahlungsbetrag (in T EUR) | 1.938 | 2.192 |
Der Fair Value der Tranchen 2012 – 2016 (Tranchen 6 bis 10) beträgt unter Berücksichtigung der o.g. Prämissen zum Bilanzstichtag T EUR 1.625.
Der Bestand der Phantom Stocks hat sich wie folgt entwickelt:
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| Führungskräfte und Mitglieder des Vorstands | Tranche 3 | Tranche 4 | Tranche 5 |
|---|---|---|---|
| Bestand zum 30. November 2008 | 0 | 0 | 0 |
| Zuteilung | 710.500 | 0 | 0 |
| Ausübung | 0 | 0 | 0 |
| Während der Laufzeit verfallen | 7.000 | 0 | 0 |
| Bestand zum 30. November 2009 | 703.500 | 0 | 0 |
| Zuteilung | 6.000 | 552.000 | 0 |
| Ausübung | 687.500 | 0 | 0 |
| Während der Laufzeit verfallen | 5.000 | 2.000 | 0 |
| Bestand zum 30. November 2010 | 17.000 | 550.000 | 0 |
| Zuteilung | 0 | 0 | 503.500 |
| Ausübung | 12.000 | 228.000 | 0 |
| Während der Laufzeit verfallen | 5.000 | 6.000 | 8.000 |
| Bestand zum 30. November 2011 | 0 | 316.000 | 495.500 |
Von der Tranche 4 wurden im Berichtsjahr 2011 insgesamt 228.000 Aktienwertsteigerungsrechte ausgeübt. Die Zahlung belief sich auf T EUR 1.425. Die Tranchen 2 und 3 waren am Bilanzstichtag verfallen.
Die Rückstellung für das Phantom Stock-Programm beträgt zum Bilanzstichtag T EUR 1.129 (Vorjahr: T EUR 775). Der Aufwand für das Geschäftsjahr 2011 beläuft sich auf T EUR 747 (Vorjahr: T EUR 1.768).
(20) Mitarbeiter
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| Anzahl (Jahresdurchschnitt) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 7.623 | 7.180 |
| Angestellte | 2.146 | 2.040 |
| 9.769 | 9.220 | |
| Auszubildende | 247 | 260 |
| Mitarbeiter und Auszubildende | 10.016 | 9.480 |
| Tubular Glass | 3.682 | 3.629 |
| Plastic Systems | 2.905 | 2.470 |
| Moulded Glass | 2.157 | 2.192 |
| Life Science Research | 1.179 | 1.099 |
| Hauptverwaltung | 93 | 90 |
| Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen | 10.016 | 9.480 |
| Deutschland | 3.213 | 3.164 |
| Europa (ohne Deutschland) | 2.012 | 2.008 |
| Amerika | 3.229 | 2.878 |
| China | 1.562 | 1.430 |
| Mitarbeiter nach Regionen | 10.016 | 9.480 |
BILANZERLÄUTERUNGEN
(21) Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| Geschäftswerte in T EUR |
Kundenstamm, Markenrechte, Technologien und ähnliche Werte in T EUR |
Entwicklungskosten in T EUR |
Sonstiges in T EUR |
Immaterielle Vermögenswerte in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Abschluss 30. November 2011 | |||||
| Buchwert Vorjahr | 373.883 | 101.317 | 3.947 | 8.124 | 487.271 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 46.840 | 14.603 | 0 | 48 | 61.491 |
| Währungsdifferenzen | - 2.207 | - 1.437 | - 53 | - 45 | - 3.742 |
| Zugänge | 0 | 0 | 1.493 | 1.738 | 3.231 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 1 | 115 | 116 |
| Planmäßige Abschreibungen | 0 | 17.536 | 1.012 | 2.796 | 21.344 |
| Buchwert | 418.516 | 96.947 | 4.376 | 7.184 | 527.023 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 421.191 | 210.936 | 6.442 | 13.267 | 651.836 |
| Kumulierte Abschreibungen | 2.675 | 113.989 | 2.066 | 6.083 | 124.813 |
| Buchwert | 418.516 | 96.947 | 4.376 | 7.184 | 527.023 |
| Abschluss 30. November 2010 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 376.777 | 193.039 | 3.180 | 10.545 | 583.541 |
| Kumulierte Abschreibungen | 2.397 | 73.532 | 404 | 5.121 | 81.454 |
| Buchwert Vorjahr | 374.380 | 119.507 | 2.776 | 5.424 | 502.087 |
| Währungsdifferenzen | - 497 | 4.102 | 133 | 155 | 3.893 |
| Zugänge | 0 | 0 | 1.366 | 4.014 | 5.380 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 287 | 464 | 751 |
| Planmäßige Abschreibungen | 0 | 22.292 | 615 | 1.933 | 24.840 |
| Buchwert | 373.883 | 101.317 | 3.947 | 8.124 | 487.271 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 376.679 | 198.203 | 6.362 | 10.226 | 591.470 |
| Kumulierte Abschreibungen | 2.796 | 96.886 | 2.415 | 2.102 | 104.199 |
| Buchwert | 373.883 | 101.317 | 3.947 | 8.124 | 487.271 |
Die Abschreibungen auf den Kundenstamm, Markenrechte, Technologien und ähnliche Werte, die aus Fair Value-Anpassungen im Rahmen von Akquisitionen resultieren, sind als Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen separat in der Angabe (12) erläutert. Die planmäßigen Abschreibungen sind überwiegend in den Herstellungskosten enthalten. Wesentliche immaterielle Vermögenswerte resultieren aus den Unternehmensakquisitionen. Während Markenrechte mit einem Buchwert von EUR 31,8 Mio. eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden die übrigen identifizierbaren Vermögenswerte bis 2021 abgeschrieben sein.
Die Geschäftswerte werden wie folgt den fünf zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
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| 30.11.2011 in Mio. EUR |
30.11.2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Tubular Glass | 138,5 | 138,3 |
| Plastic Packaging | 74,1 | 29,7 |
| Medical Plastic Systems | 81,9 | 81,9 |
| Moulded Glass | 114,0 | 114,0 |
| Life Science Research | 10,0 | 10,0 |
| 418,5 | 373,9 |
Die Zuordnung der zum 30. November 2011 bestehenden Markenrechte stellt sich wie folgt dar: Tubular Glass EUR 17,8 Mio. (Vorjahr: EUR 18,2 Mio.), Plastic Packaging EUR 12,5 Mio. (Vorjahr: EUR 9,9 Mio.) und Life Science Research EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.).
Die Geschäftswerte sowie die Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Es wird mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäftswerte erfolgte für alle fünf zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Tubular Glass, Plastic Packaging, Medical Plastic Systems, Moulded Glass und Life Science Research auf der Grundlage der von der Geschäftsführung verabschiedeten Unternehmensplanung für die Jahre 2012 bis 2016 (Vorjahr: 2011 bis 2015), die unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen auf aktuellen Markterwartungen basiert. Für die nachhaltige Entwicklung der Folgejahre wurde eine Wachstumsrate von 1,0 % berücksichtigt, die das angenommene durchschnittliche Markt- oder Branchenwachstum nicht überschreitet. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages erfolgte nach dem Konzept des Nutzungswertes unter Verwendung von Cash Flow-Prognosen, die auf der Unternehmensplanung für die Jahre 2012 bis 2016 basieren. Die Diskontierung der zukünftigen Cash Flows erfolgte mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital). Zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten wurde der Beta-Faktor der Gerresheimer AG verwendet. Die Fremdkapitalkosten wurden entsprechend einer Auswertung der in Anspruch genommenen Finanzierungs- und Kreditlinien angesetzt. Mittels einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen einer möglichen Erhöhung oder Verminderung der Fremdkapitalkosten auf die Werthaltigkeit der Geschäftswerte hin überprüft. Ausgehend von den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern wurden mittels eines iterativen Verfahrens die gewichteten Kapitalkosten vor Steuern ermittelt, die sich für die fünf zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt darstellen:
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| 2011 in % |
2010 in % |
|
|---|---|---|
| Tubular Glass | 6,4 | 7,1 |
| Plastic Packaging | 6,3 | 7,0 |
| Medical Plastic Systems | 6,2 | 6,8 |
| Moulded Glass | 5,9 | 6,6 |
| Life Science Research | 6,0 | 6,7 |
Aus der Werthaltigkeitsprüfung für die Geschäftswerte und die Markenrechte hat sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf ergeben.
Bei den fünf zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich für möglich gehaltene Änderung der zur Bestimmung des Nutzungswertes getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt.
Im Geschäftsjahr wurden EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. In 2011 wurden EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) Entwicklungskosten, die die Kriterien des IAS 38 erfüllen, aktiviert.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Standard-EDV-Programme sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte.
(22) Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die Sachanlagen und die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien setzen sich wie folgt zusammen:
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| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten (betrieblich genutzt) in T EUR |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in T EUR |
Technische Anlagen und Maschinen in T EUR |
Andere Anlagen und Maschinen in T EUR |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in T EUR |
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abschluss 30. November 2011 | ||||||
| Buchwert Vorjahr | 130.090 | 3.544 | 283.765 | 25.615 | 30.375 | 473.389 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 16.853 | 943 | 100 | 17.896 |
| Währungsdifferenzen | - 1.692 | 0 | - 5.890 | - 594 | - 1.320 | - 9.496 |
| Zugänge | 1.950 | 0 | 33.957 | 4.728 | 42.295 | 82.930 |
| Abgänge | 13 | 309 | 1.228 | 4 | 60 | 1.614 |
| Umbuchungen | 2.453 | 1.236 | 22.907 | 1.954 | - 28.666 | - 116 |
| Planmäßige Abschreibungen | 7.213 | 0 | 64.891 | 7.584 | 0 | 79.688 |
| Buchwert | 125.575 | 4.471 | 285.473 | 25.058 | 42.724 | 483.301 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 163.492 | 4.730 | 567.088 | 50.246 | 42.724 | 828.280 |
| Kumulierte Abschreibungen | 37.917 | 259 | 281.615 | 25.188 | 0 | 344.979 |
| Buchwert | 125.575 | 4.471 | 285.473 | 25.058 | 42.724 | 483.301 |
| Abschluss 30. November 2010 | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 149.261 | 3.803 | 455.773 | 37.054 | 32.799 | 678.690 |
| Kumulierte Abschreibungen | 23.418 | 259 | 175.943 | 14.234 | 0 | 213.854 |
| Buchwert Vorjahr | 125.843 | 3.544 | 279.830 | 22.820 | 32.799 | 464.836 |
| Währungsdifferenzen | 4.499 | 0 | 16.780 | 736 | 2.010 | 24.025 |
| Zugänge | 2.002 | 0 | 30.338 | 4.538 | 31.033 | 67.911 |
| Abgänge | 46 | 0 | 1.602 | 0 | 0 | 1.648 |
| Umbuchungen | 5.200 | 0 | 25.337 | 4.179 | - 35.467 | - 751 |
| Planmäßige Abschreibungen | 7.408 | 0 | 66.918 | 6.658 | 0 | 80.984 |
| Buchwert | 130.090 | 3.544 | 283.765 | 25.615 | 30.375 | 473.389 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 161.570 | 3.803 | 512.437 | 44.624 | 30.375 | 752.809 |
| Kumulierte Abschreibungen | 31.480 | 259 | 228.672 | 19.009 | 0 | 279.420 |
| Buchwert | 130.090 | 3.544 | 283.765 | 25.615 | 30.375 | 473.389 |
Die Sachanlagen enthalten in Höhe von EUR 15,0 Mio. (Vorjahr: EUR 18,1 Mio.) geleaste Vermögenswerte. Sie beinhalten zum Ende der Berichtsperiode in Höhe von EUR 7,9 Mio. (Vorjahr: EUR 8,2 Mio.) das Finanzierungsleasing von Produktions-, Lager- und Verwaltungsgrundstücken sowie -gebäuden, in Höhe von EUR 7,0 Mio. (Vorjahr: EUR 9,4 Mio.) das Finanzierungsleasing von technischen Anlagen und Maschinen und in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) das Finanzierungsleasing sonstiger Sachanlagen.
Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 6,7 Mio.) dienen als erstrangige Sicherheit für zwei (Vorjahr: zwei) Darlehen. Hierin sind wie im Vorjahr keine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthalten. Des Weiteren dienen technische Anlagen und Maschinen mit einem Buchwert von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) als erstrangige Sicherheit für Darlehen.
Bei den nicht betrieblich genutzten Grundstücken im Sinne von IAS 40 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ handelt es sich um Erbbaugrundstücke mit einem Buchwert von EUR 0,2 Mio. (beizulegender Zeitwert EUR 1,7 Mio.) sowie nicht betriebsnotwendiges Grundvermögen. Der Zeitwert der Erbbaugrundstücke wird auf Basis unterschiedlicher Datenquellen ermittelt, die sich auf vergangene Verkäufe, Bodenrichtwerte oder externe Gutachten stützen. Bei den sonstigen nicht betriebsnotwendigen Grundstücken entsprechen die Zeitwerte den Buchwerten.
Die Mieteinnahmen aus den Grundstücken betrugen im Geschäftsjahr 2011 T EUR 17 (Vorjahr: T EUR 14). Aufwendungen wurden in Höhe von T EUR 52 (Vorjahr: T EUR 7) getätigt. Diese entfielen fast vollständig auf Grundstücke ohne Mieteinnahmen.
(23) Finanzanlagen und Anteile an at equity bewerteten Unternehmen
Die Finanzanlagen enthalten Anteile an Unternehmen, die sich wie folgt entwickelten:
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| Anteile an Unternehmen in T EUR |
|
|---|---|
| Abschluss 30. November 2011 | |
| Buchwert Vorjahr | 3.337 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 57 |
| Buchwert | 3.280 |
| Anschaffungskosten | 3.280 |
| Wertberichtigung | 0 |
| Buchwert | 3.280 |
| Abschluss 30. November 2010 | |
| Buchwert Vorjahr | 3.337 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| Buchwert | 3.337 |
| Anschaffungskosten | 3.337 |
| Wertberichtigung | 0 |
| Buchwert | 3.337 |
Die folgenden Tabellen zeigen eine Zusammenfassung der Bilanzpositionen sowie der Daten der Gewinn- und Verlustrechnung der im Konzernabschluss at equity bewerteten Unternehmen:
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| 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Eigenkapital | 7.498 | 8.696 |
| Vermögenswerte | 15.276 | 15.461 |
| Schulden | 7.778 | 6.765 |
| Umsatzerlöse | 15.690 | 16.642 |
| Ergebnis | - 1.146 | 534 |
Die Entwicklung der Anteile an at equity bewerteten Unternehmen geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
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| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen in T EUR |
|
|---|---|
| Abschluss 30. November 2011 | |
| Buchwert Vorjahr | 3.824 |
| Währungsdifferenzen | 189 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | - 579 |
| Buchwert | 3.434 |
| Abschluss 30. November 2010 | |
| Buchwert Vorjahr | 3.018 |
| Währungsdifferenzen | 556 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 250 |
| Buchwert | 3.824 |
Wertberichtigungen auf Anteile an at equity bewerteten Unternehmen wurden nicht vorgenommen.
(24) Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Total in T EUR |
Davon kurzfristig in T EUR |
Total in T EUR |
Davon kurzfristig in T EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 234 | 234 | 28 | 28 |
| Beteiligungen | 285 | 0 | 203 | 0 |
| Erstattungsansprüche für Pensionsleistungen | 3.710 | 220 | 3.713 | 220 |
| Ausleihungen an at equity bewerteten Unternehmen | 1.400 | 0 | 1.400 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 4.148 | 1.800 | 6.255 | 0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.295 | 0 | 1.306 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11.072 | 2.254 | 12.905 | 248 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 162.836 | 162.836 | 145.495 | 145.495 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 131.432 | 131.432 | 60.546 | 60.546 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 305.340 | 296.522 | 218.946 | 206.289 |
In den übrigen finanziellen Vermögenswerten sind Wertpapiere zur Absicherung von Altersteilzeitwertguthaben enthalten.
Zum Bilanzstichtag war keiner der nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte überfällig.
Auf Ausleihungen an at equity bewerteten Unternehmen wurden wie bereits im Vorjahr keine Wertberichtigungen gebildet. Auf sonstige Ausleihungen bestehen unverändert zum Vorjahr Wertberichtigungen in Höhe von T EUR 15.
Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte stellt grundsätzlich das maximale Ausfallrisiko des Konzerns dar. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von rund 23 % (Vorjahr: rund 27 %) durch Kreditversicherungen abgedeckt.
Die Forderungen, die aus der Anwendung der Methode der langfristigen Auftragsfertigung resultieren (EUR 13,2 Mio.; Vorjahr: EUR 12,1 Mio.), fallen nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 und sind somit keine finanziellen Vermögenswerte.
Zur näheren Erläuterung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente verweisen wir auf unsere Ausführungen in Angabe (37).
(25) Sonstige Forderungen
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Total in T EUR |
Davon kurzfristig in T EUR |
Total in T EUR |
Davon kurzfristig in T EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige Steuerforderungen | 8.754 | 8.754 | 6.909 | 6.909 |
| Vorauszahlungen | 3.037 | 3.037 | 1.890 | 1.890 |
| Übrige Vermögenswerte | 6.268 | 6.268 | 9.074 | 9.074 |
| Sonstige Forderungen | 18.059 | 18.059 | 17.873 | 17.873 |
In den Vorauszahlungen sind im Wesentlichen Zahlungen vor dem Stichtag für Steuer-, Personal- und Versicherungsaufwendungen im folgenden Geschäftsjahr abgegrenzt.
Die ausgewiesenen Buchwerte der in dieser Position enthaltenen monetären Vermögenswerte entsprechen ihren Zeitwerten.
(26) Aktive latente Steuern
Der Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert in T EUR |
Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert in T EUR |
Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert in T EUR |
Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert in T EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Steuervorteile | ||||
| Steuerliche Verlustvorträge | 807 | 11.171 | 1.145 | 11.382 |
| Steuergutschriften | 1.885 | 3.353 | 1.384 | 5.714 |
| 2.692 | 14.524 | 2.529 | 17.096 | |
| Temporäre Unterschiede | ||||
| Anlagevermögen | 443 | 2.290 | 2.034 | 2.230 |
| Forderungen und sonstige Aktiva | 477 | 944 | 633 | 848 |
| Pensionsrückstellungen | 593 | 15.205 | 550 | 17.646 |
| Sonstige Rückstellungen | 5.673 | 2.420 | 5.056 | 2.322 |
| Verbindlichkeiten und sonstige Passiva | 1.599 | 2.404 | 1.164 | 3.071 |
| Cash Flow Hedge | 0 | 1.271 | 0 | 728 |
| 8.785 | 24.534 | 9.437 | 26.845 | |
| 11.477 | 39.058 | 11.966 | 43.941 | |
| Saldierung | - 39.783 | - 43.091 | ||
| In der Bilanz gemäß IAS 12 als langfristig ausgewiesen | 10.752 | 12.816 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden pro Gesellschaft bzw. steuerlichem Organkreis saldiert.
Die aktiven latenten Steuern im Zusammenhang mit Cash Flow Hedges wurden direkt gegen die entsprechende Rücklage im Eigenkapital verrechnet.
(27) Vorräte
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 43.166 | 36.959 |
| Unfertige Erzeugnisse/Leistungen | 15.103 | 12.384 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 87.748 | 82.869 |
| Geleistete Anzahlungen | 13.883 | 6.158 |
| 159.900 | 138.370 |
Wertberichtigungen werden nach Altersstruktur und technischer Brauchbarkeit vorgenommen. Die Abwertungen betrugen:
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T EUR | in % der Bruttovorräte | in T EUR | in % der Bruttovorräte | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertberichtigungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.141 | 9 | 3.108 | 8 |
| Wertberichtigungen auf Unfertige Erzeugnisse/Leistungen | 875 | 5 | 957 | 7 |
| Wertberichtigungen auf Fertige Erzeugnisse und Waren | 13.640 | 13 | 16.435 | 17 |
Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von EUR 18,7 Mio. (Vorjahr: EUR 20,5 Mio.).
Zum 30. November 2011 waren, wie im Vorjahr, keine Vorräte als Sicherheiten für Schulden verpfändet.
(28) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 165.420 | 150.164 |
| Abzüglich Wertberichtigungen | 2.584 | 4.669 |
| Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 162.836 | 145.495 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten EUR 13,2 Mio. (Vorjahr: EUR 12,1 Mio.) aus der Anwendung der Methode der langfristigen Auftragsfertigung nach IAS 11. In der Berichtsperiode wurden EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.) Kosten erfasst. Die ausgewiesenen Verluste betrugen EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: Gewinne EUR 1,4 Mio.).
Auf zweifelhafte Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet. Die verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungen und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität des Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen.
Zum Abschlussstichtag stellt sich die Altersstruktur der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:
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| Summe in T EUR |
Weder überfällig noch wertgemindert in T EUR |
Überfällig, aber nicht wertgemindert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| < 30 Tage in T EUR |
31–60 Tage in T EUR |
61–90 Tage in T EUR |
91–120 Tage in T EUR |
> 121 Tage in T EUR |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.11.2011 | 163.054 | 146.319 | 10.814 | 2.898 | 1.079 | 587 | 1.357 |
| 30.11.2010 | 144.860 | 126.049 | 11.639 | 3.978 | 1.486 | 301 | 1.407 |
Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Bilanzstichtag insgesamt Einzelwertberichtigungen in Höhe von T EUR 1.965 (Vorjahr: T EUR 2.590) und pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von T EUR 619 (Vorjahr: T EUR 2.079) gebildet.
Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:
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| 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Wertberichtigungen am 1. Dezember | 4.669 | 4.184 |
| Aufwandswirksame Zuführung | 541 | 1.639 |
| Inanspruchnahme | - 1.971 | - 743 |
| Auflösung | - 461 | - 206 |
| Währungsdifferenzen | - 194 | - 205 |
| Wertberichtigungen am 30. November | 2.584 | 4.669 |
(29) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die flüssigen Mittel umfassen Bargeld und kurzfristig verfügbare Bankguthaben, die keinen Wertschwankungen unterliegen.
(30) Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile
Am 11. Juni 2007 hat die Gerresheimer AG mit der Notierungsaufnahme im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) erfolgreich ihren Börsengang vollzogen. Die Aktien der Gerresheimer AG werden unter dem Börsenkürzel „GXI“ bzw. unter der ISIN „DE000A0LD6E6“ geführt. Im Rahmen des Angebotes wurden insgesamt 22,8 Mio. Aktien platziert. Davon stammen 11,4 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung, 10,6 Mio. Aktien aus dem Eigentum der abgebenden Aktionärin BCP Murano sowie weitere rund 0,8 Mio. Aktien aus dem Eigentum der BCP Murano aus einer den Konsortialbanken eingeräumten Greenshoe-Option. Bei einem Emissionspreis von EUR 40 je Aktie betrug das Platzierungsvolumen damit rund EUR 912 Mio. (einschließlich Greenshoe-Aktien). Seit dem 22. Dezember 2008 ist die Gerresheimer Aktie im MDAX enthalten.
Zum 30. November 2011 betrugen das gezeichnete Kapital unverändert EUR 31,4 Mio. und die Kapitalrücklage EUR 513,8 Mio. Die Kapitalrücklage enthält Agio-Beträge aus der Börsenplatzierung in 2007 sowie Einlagen der Gesellschafter aus den Jahren 2004 und 2007.
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum Bilanzstichtag 31.400.000 Stück mit einem Nennwert von jeweils EUR 1,00. Der Dividendenvorschlag erfolgt auf Basis des Bilanzgewinnes der Gerresheimer AG.
Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Dividende von EUR 15,7 Mio. für das Geschäftsjahr 2010 ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividende von EUR 0,50 je Stückaktie.
Gewinnverwendungsvorschlag
Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2011 wie folgt zu verwenden:
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| in EUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn vor Ausschüttung der Dividende | 34.770.614,61 |
| Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,60 je Stückaktie | 18.840.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 15.930.614,61 |
Die nicht beherrschenden Anteile stellen sich wie folgt dar:
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| Nicht beherrschende Anteile in % |
|
|---|---|
| Gesellschaft | |
| Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., Vineland, NJ (USA) | 49,0 |
| Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., Danyang, Jiangsu (China) | 40,0 |
| Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., Zhenjiang, Jiangsu (China) | 40,0 |
| Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., Peking (China) | 30,0 |
| Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., Peking (China) | 30,0 |
| Gerresheimer Momignies S.A., Momignies (Belgien) | 1,0 |
| Gerresheimer Zaragoza S.A., Epila (Spanien) | 0,2 |
| Gerresheimer Valencia S.L.U., Masalaves (Spanien) | 0,2 |
| Gerresheimer Buenos Aires S.A., Buenos Aires (Argentinien) | 0,2 |
Die Entwicklung der nicht beherrschenden Anteile geht aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung hervor.
(31) Latente Steuerschulden
Die latenten Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert in T EUR |
Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert in T EUR |
Voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert in T EUR |
Voraussichtlich nach 12 Monaten realisiert in T EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Temporäre Unterschiede | ||||
| Anlagevermögen | 4.353 | 73.243 | 11.900 | 68.025 |
| Vorräte | 3.847 | 8 | 3.261 | 0 |
| Forderungen und sonstige Aktiva | 830 | 1.364 | 935 | 1.891 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.695 | 2.645 | 1.874 | 1.333 |
| 10.725 | 77.260 | 17.970 | 71.249 | |
| Saldierung | - 39.783 | - 43.091 | ||
| In der Bilanz gemäß IAS 12 als langfristig ausgewiesen | 48.202 | 46.128 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden pro Gesellschaft bzw. steuerlichem Organkreis saldiert.
(32) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:
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| 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Stand 1. Dezember | 152.435 | 152.234 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 601 | 0 |
| Inanspruchnahme | 16.201 | 14.895 |
| Zuführung | 9.563 | 10.476 |
| Aktivisch ausgewiesener Vermögensüberhang aus Planvermögen | 219 | 0 |
| Währungsdifferenzen | - 1.139 | 4.620 |
| Stand 30. November | 145.478 | 152.435 |
| Davon kurzfristig | 12.740 | 15.852 |
| Davon langfristig | 132.738 | 136.583 |
Die Altersversorgung im Konzern erfolgt sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Renten und aus laufenden Leistungen gegenüber berechtigten aktiven und ehemaligen Mitarbeitern und deren Hinterbliebenen gebildet. Die Ausgestaltung der Pläne hängt von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes ab und basiert in der Regel auf Beschäftigungsdauer, Entgelt und Position der Mitarbeiter. Rückstellungen in Höhe von EUR 114 Mio. (Vorjahr: EUR 118 Mio.) resultieren aus verschiedenen Versorgungsplänen und Einzelvereinbarungen bei deutschen Konzerngesellschaften, EUR 31 Mio. (Vorjahr: EUR 34 Mio.) beziehen sich auf US-Konzerngesellschaften. Die Rückstellung enthält auch die Verpflichtungen der US-Konzerngesellschaften zur Übernahme der Krankheitskosten der Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand.
Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch planmäßige Ansammlung von Pensionsrückstellungen in den Gesellschaften. Externe Fonds, die den Anforderungen von „plan assets“ entsprechen, liegen im Inland sowie im Ausland vor. Die gewichtete Zusammensetzung des Planvermögens zur Deckung der Pensionsverpflichtungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| Inland | Ausland | |||
|---|---|---|---|---|
| 30.11.2011 in % |
30.11.2010 in % |
30.11.2011 in % |
30.11.2010 in % |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktien (direkt gehalten) | 15 | 26 | 48 | 49 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 81 | 71 | 26 | 26 |
| Versicherungsverträge | 0 | 0 | 14 | 14 |
| Immobilien | 1 | 0 | 11 | 10 |
| Liquidität | 2 | 2 | 1 | 1 |
| Sonstige | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Planvermögen | 100 | 100 | 100 | 100 |
Im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Versorgungspläne werden, mit Ausnahme der Zinskomponente und der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen, sämtliche Aufwendungen und Erträge per saldo im operativen Ergebnis erfasst. Die Zinskomponente wird ebenso wie die erwarteten Erträge aus Planvermögen im Finanzergebnis gezeigt.
Der Berechnung der Pensionsrückstellung und des Planvermögens liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
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| Inland | Ausland | |||
|---|---|---|---|---|
| 30.11.2011 in % |
30.11.2010 in % |
30.11.2011 in % |
30.11.2010 in % |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 5,00 | 4,50 | 2,40 – 5,50 | 2,50 – 5,50 |
| Erwartete Rendite des Planvermögens | 4,50 | 4,50 – 6,70 | 3,50 – 8,00 | 3,50 – 8,00 |
| Gehaltstrend | 2,60 – 3,25 | 2,63 – 3,25 | 1,50 – 3,00 | 1,50 – 3,00 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 | - | - |
| Krankheitskostentrend | - | - | 5,00 – 7,50 | 5,00 – 7,50 |
Der Barwert der Versorgungsverpflichtung stellt sich wie folgt dar:
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| 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsverpflichtung zum 1. Dezember | 216.490 | 201.097 |
| Aufwand für die im Berichtsjahr erdienten Versorgungsverpflichtungen | 1.532 | 1.459 |
| Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsverpflichtungen | 9.251 | 10.538 |
| Mitarbeiterbeiträge | 499 | 477 |
| Rentenzahlungen | - 15.032 | - 17.054 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 4.598 | 8.671 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 337 | 189 |
| Plankürzungen | 0 | - 54 |
| Abgeltungen | - 483 | - 70 |
| Währungsänderungen und übrige Veränderungen | - 585 | 11.237 |
| Barwert der Versorgungsverpflichtung zum 30. November | 207.411 | 216.490 |
Die Fonds stellen sich wie folgt dar:
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| 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Vermögens der Fonds zum 1. Dezember | 37.292 | 33.118 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | 2.141 | 2.027 |
| Mitarbeiterbeiträge | 499 | 477 |
| Arbeitgeberbeiträge | 5.218 | 3.851 |
| Rentenzahlungen der Fonds | - 4.048 | - 6.007 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 2.055 | - 560 |
| Abgeltungen | - 478 | - 93 |
| Sonstige Veränderungen (im Wesentlichen Kursdifferenzen) | 17 | 4.479 |
| Beizulegender Zeitwert des Vermögens der Fonds zum 30. November | 38.586 | 37.292 |
Der erwartete Ertrag der Fonds wird auf Grundlage von öffentlich zugänglichen Kapitalmarktstudien von unseren Pensionsgutachtern ermittelt.
Die im nächsten Geschäftsjahr zu zahlenden Beiträge an die Fonds werden auf EUR 2,8 Mio. geschätzt.
Der Aufwand gliedert sich wie folgt:
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| 2011 in T EUR |
2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Aufwand für die im Berichtsjahr erdienten Versorgungsansprüche | 1.532 | 1.459 |
| Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsverpflichtungen | 9.088 | 10.360 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | - 2.141 | - 2.027 |
| Anpassungsbetrag aufgrund erfasstem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand | 375 | 38 |
| Anpassungsbetrag aufgrund erfasster versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | 488 | 442 |
| Auswirkungen von Abgeltungen | 231 | - 385 |
| 9.573 | 9.887 | |
| Aufwand aus Versorgungsansprüchen, für die entsprechende Erstattungsansprüche bestehen | - 10 | 589 |
| 9.563 | 10.476 | |
| Tatsächlicher Vermögensertrag der Fonds | 86 | - 1.467 |
Für die beitragsorientierten Rentenpläne im Wesentlichen bei den US-Konzerngesellschaften wurden im Geschäftsjahr Beiträge in Höhe von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.) gezahlt.
Die Pensionsrückstellung enthält auch die Verpflichtungen der US-Konzerngesellschaften zur Übernahme der Krankheitskosten der Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand. Bei der Ermittlung der Verpflichtung wurde eine Kostensteigerungsrate von 7,5 % unterstellt, die sich bis zum Jahr 2015 schrittweise auf 5,0 % reduziert. Eine Änderung der zugrunde gelegten Kostensteigerungsrate der Krankheitskosten um einen Prozentpunkt hätte folgende Auswirkungen:
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| Zunahme um einen Prozentpunkt in T EUR |
Abnahme um einen Prozentpunkt in T EUR |
|
|---|---|---|
| Auswirkung auf den Pensionsaufwand | 115 | - 120 |
| Auswirkung auf die Pensionsrückstellung | 2.069 | - 2.152 |
Die Pensionsverpflichtungen und die Fondsvermögen entwickelten sich in den letzten Geschäftsjahren wie folgt:
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| 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
30.11.2009 in T EUR |
30.11.2008 in T EUR |
30.11.2007 in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | 50.400 | 48.975 | 43.110 | 41.825 | 38.556 |
| Abzüglich beizulegendem Zeitwert des Vermögens der Fonds | 38.586 | 37.292 | 33.119 | 31.061 | 34.240 |
| Unterdeckung durch die Fonds | 11.814 | 11.683 | 9.991 | 10.764 | 4.316 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | 153.520 | 163.802 | 154.657 | 147.093 | 152.848 |
| Barwert der Versorgungsansprüche, für die entsprechende Erstattungsansprüche bestehen | 3.491 | 3.713 | 3.331 | 3.065 | 3.149 |
| Aktivisch ausgewiesener Vermögensüberschuss | 219 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anpassungsbetrag aufgrund nicht erfasstem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand | - 113 | - 151 | 0 | 0 | 0 |
| Anpassungsbetrag aufgrund nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | - 23.453 | - 26.612 | - 15.745 | - 518 | - 290 |
| 145.478 | 152.435 | 152.234 | 160.404 | 160.023 | |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtung | - 463 | - 8.124 | - 1.807 | 11.288 | 5.754 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Vermögens der Fonds | 2.055 | 560 | - 2.832 | 8.923 | - 292 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Verpflichtungsbeträge und Planvermögen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung des Geschäftsjahres von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen zum Beispiel die Entwicklung der Einkommenssteigerungen, Rentenerhöhungen, Mitarbeiterfluktuation sowie Todes- und Invaliditätsfälle.
Mit Wirkung zum 1. Mai 2007 wurden die Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Mitgliedern des Vorstands an einen Pensionsfonds ausgegliedert. Der Vermögenswert des Pensionsfonds wurde mit der Pensionsrückstellung saldiert.
Die Erstattungsansprüche für Pensionsleistungen sind in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten. Wir verweisen auf Angabe (24).
(33) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
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| Stand 01.12.2010 in T EUR |
Veränderung des Konsolidierungskreises in T EUR |
Umgliederungen in T EUR |
Inanspruchnahme in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 1.638 | 0 | 33 | 1.303 |
| Personalverpflichtungen | 23.925 | 440 | 130 | 14.011 |
| Gewährleistungen | 9.999 | 144 | 0 | 1.799 |
| Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni | 6.807 | 0 | 0 | 4.181 |
| Übrige | 16.351 | 0 | - 130 | 8.495 |
| 58.720 | 584 | 33 | 29.789 |
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| Auflösung in T EUR |
Zuführung in T EUR |
Währungsdifferenzen in T EUR |
Stand 30.11.2011 in T EUR |
Davon kurzfristig in T EUR |
Davon langfristig in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 4 | 466 | - 16 | 814 | 814 | 0 |
| Personalverpflichtungen | 168 | 10.051 | - 874 | 19.493 | 13.383 | 6.110 |
| Gewährleistungen | 2.701 | 2.747 | - 182 | 8.208 | 8.208 | 0 |
| Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni | 411 | 4.406 | - 135 | 6.486 | 6.486 | 0 |
| Übrige | 1.412 | 5.944 | - 413 | 11.845 | 11.464 | 381 |
| 4.696 | 23.614 | - 1.620 | 46.846 | 40.355 | 6.491 |
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| Stand 01.12.2009 in T EUR |
Veränderung des Konsolidierungskreises in T EUR |
Umgliederungen in T EUR |
Inanspruchnahme in T EUR |
Auflösung in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 819 | 0 | 0 | 425 | 0 |
| Personalverpflichtungen | 23.870 | 0 | 0 | 14.076 | 524 |
| Gewährleistungen | 7.734 | 0 | 0 | 2.294 | 1.289 |
| Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni | 5.313 | 0 | 0 | 1.778 | 384 |
| Übrige | 13.809 | 0 | 0 | 8.834 | 316 |
| 51.545 | 0 | 0 | 27.407 | 2.513 |
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| Zuführung in T EUR |
Währungsdifferenzen in T EUR |
Stand 30.11.2010 in T EUR |
Davon kurzfristig in T EUR |
Davon langfristig in T EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 1.226 | 18 | 1.638 | 1.638 | 0 |
| Personalverpflichtungen | 12.928 | 1.727 | 23.925 | 18.361 | 5.564 |
| Gewährleistungen | 5.695 | 153 | 9.999 | 9.999 | 0 |
| Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni | 3.258 | 398 | 6.807 | 6.807 | 0 |
| Übrige | 10.620 | 1.072 | 16.351 | 15.649 | 702 |
| 33.727 | 3.368 | 58.720 | 52.454 | 6.266 |
Die Rückstellungen für Personalverpflichtungen umfassen insbesondere erwartete Verpflichtungen aus Tantiemen, aus Jubiläums- und Altersteilzeitvereinbarungen und aus einem Gruppenkrankenversicherungsprogramm bei den US-Konzerngesellschaften.
Die Rückstellungen für Umsatzvergütungen, Rabatte und Boni betreffen noch zu gewährende Vergütungen, die sich auf vor dem Bilanzstichtag realisierte Umsätze beziehen.
In den übrigen Rückstellungen sind unter anderem Restrukturierungsrückstellungen enthalten. Die Restrukturierungsrückstellungen beziehen sich auf Kostensenkungsmaßnahmen sowie Restrukturierungen zur Steigerung der Effizienz in Produktion, Vertrieb und Verwaltung. Die Restrukturierungsrückstellungen zum Ende der Berichtsperiode von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.) beruhen auf einem abschließend definierten Plan. Alle notwendigen Kriterien nach IAS 37 für die Bildung einer Restrukturierungsrückstellung sind erfüllt. Zudem sind in den sonstigen Rückstellungen erwartete Aufwendungen für Prämien, Schiedsgerichtsverfahren und eine Vielzahl von Einzelsachverhalten mit Beträgen von nur untergeordneter Bedeutung enthalten.
Zahlungsmittelabflüsse aus den Rückstellungen werden voraussichtlich mit EUR 40,3 Mio. (Vorjahr: EUR 52,4 Mio.) innerhalb eines Jahres, mit EUR 6,5 Mio. (Vorjahr: EUR 6,3 Mio.) nach einem bis fünf Jahren und mit EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) nach fünf Jahren erfolgen.
(34) Finanzielle Verbindlichkeiten
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Total in T EUR |
Davon kurzfristig in T EUR |
Davon langfristig in T EUR |
Total in T EUR |
Davon kurzfristig in T EUR |
Davon langfristig in T EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | 310.702 | 15.000 | 295.702 | 138.277 | 0 | 138.277 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 160.011 | 29.586 | 130.425 | 207.516 | 62.890 | 144.626 |
| unbesichert | 5.460 | 5.240 | 220 | 12.884 | 11.431 | 1.453 |
| besichert | 154.551 | 24.346 | 130.205 | 194.632 | 51.459 | 143.173 |
| Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 3.382 | 1.393 | 1.989 | 2.039 | 239 | 1.800 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 30.967 | 16.669 | 14.298 | 30.185 | 12.175 | 18.010 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 505.062 | 62.648 | 442.414 | 378.017 | 75.304 | 302.713 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 119.215 | 119.215 | 0 | 111.089 | 111.089 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 624.277 | 181.863 | 442.414 | 489.106 | 186.393 | 302.713 |
Die Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente, der übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen deren Zeitwerten.
Zur näheren Erläuterung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente verweisen wir auf unsere Ausführungen in Angabe (37).
Aus der folgenden Tabelle gehen die den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Anleihen zugrunde liegenden Laufzeiten, Zinssätze und Zeitwerte hervor:
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| 30.11.2011 (Währung in ’000) |
Betrag | Fällig bis Jahr | Zinssatz in % p.a. |
Buchwert in EUR |
Zeitwert in EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | EUR | 295.702 | 20181) | 5,00 | 295.702 | 295.9723) |
| EUR | 15.000 | 20111) | 7,50 | 15.000 | 15.000 | |
| 310.702 | 310.972 | |||||
| USD2) | 202.689 | 20161) | 1,94 | 151.058 | 151.0584) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | USD | 210 | 2012 | 4,86 | 157 | 157 |
| EUR | 6.199 | 2011 – 2021 | 2,15 – 4,96 | 6.199 | 6.199 | |
| ARS | 556 | 2012 | 16,60 | 96 | 96 | |
| BRL | 74 | 2012 | 11,75 | 30 | 30 | |
| PLN | 11.138 | 2012 | 5,12 | 2.471 | 2.471 | |
| 160.011 | 160.011 | |||||
| 470.713 | 470.983 |
scroll
| 30.11.2010 (Währung in ’000) |
Betrag | Fällig bis Jahr | Zinssatz in % p.a. |
Buchwert in EUR |
Zeitwert in EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | EUR | 123.277 | 20151) | 7,88 | 123.277 | 126.1133) |
| EUR | 15.000 | 20111) | 7,50 | 15.000 | 15.000 | |
| 138.277 | 141.113 | |||||
| USD2) | 227.698 | 2013 | 0,70 | 174.853 | 173.1773) | |
| EUR | 8.554 | 2011 | 1,33 | 8.554 | 8.5053) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | EUR | 9.673 | 2010 | 1,30 | 9.673 | 9.5713) |
| EUR | 10.521 | 2010 – 2021 | 1,63 – 6,79 | 10.521 | 10.521 | |
| ARS | 2.335 | 2010 – 2012 | 16,60 – 22,19 | 452 | 452 | |
| BRL | 338 | 2011 – 2012 | 18,00 – 20,00 | 151 | 151 | |
| PLN | 13.476 | 2011 | 4,21 | 3.312 | 3.312 | |
| 207.516 | 205.689 | |||||
| 345.793 | 346.802 |
1) Endfällig.
2) Über Zinsswap zinsgesichert bis 2015 (Vorjahr bis 2012); hier letzte Zinsfestschreibung der Darlehen dargestellt. Aufgrund der langfristig abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich in der Berichtsperiode höhere tatsächliche Zinsaufwendungen.
3) Abgesehen von den gekennzeichneten Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte der Verbindlichkeiten annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
4) Aufgrund der Tatsache, dass zum Stichtag das revolvierende Darlehen nicht in Anspruch genommen wurde, sind die hierauf entfallenden Kosten in dem in USD aufgenommenen Teil des Konsortialkredites berücksichtigt.
Die festverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen dem Risiko, dass die Veränderung des Marktzinssatzes sowie die Bonität des Emittenten zu einer Veränderung des beizulegenden Zeitwertes führen.
Bei den ausgewiesenen Zinssätzen handelt es sich um die am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Sie beinhalten neben dem Marktzins die Finanzierungsmargen der Banken. Aufgrund langfristig abgeschlossener Zinssicherungsgeschäfte für die wesentlichen Darlehen haben sich im Geschäftsjahr höhere tatsächliche Zinsaufwendungen ergeben.
Der Vorstand der Gerresheimer AG hat zu Jahresbeginn eine frühzeitige Refinanzierung der Konsortialkredite und der Schuldverschreibung beschlossen. Im Zuge der Umschuldung wurde am 9. März 2011 ein neuer Konsortialkredit mit fünfjähriger Laufzeit unterzeichnet, der sich in ein langfristiges Tilgungsdarlehen in Höhe von ursprünglich EUR 150 Mio. (vollständig gezogen in USD) und ein revolvierendes Darlehen von EUR 250 Mio. aufteilt. Die größtenteils in 2013 auslaufenden bisherigen Bankkredite in Höhe von ursprünglichen EUR 450 Mio. wurden damit am 14. März 2011 vorzeitig abgelöst.
Daneben wurde am 9. März 2011 ein Konsortialkredit von EUR 200 Mio. mit einjähriger Laufzeit plus 6-monatiger Verlängerungsoption abgeschlossen, der im April 2011 in erster Linie der vorzeitigen Rückzahlung der hochverzinslichen Schuldverschreibung über EUR 126 Mio. mit einer Endfälligkeit im März 2015 gedient hat. Am 19. Mai 2011 wurde eine neue Schuldverschreibung in Höhe von EUR 300 Mio. zu einem Ausgabekurs von 99,40 % und einem Zinskupon von 5,00 % p.a. begeben, der mit einer Endfälligkeit in 2018 ausgestattet ist. Die Mittel aus der Begebung dieser Schuldverschreibung wurden zur Rückzahlung des EUR 200 Mio. Konsortialkredites sowie zur Tilgung weiterer finanzieller Verpflichtungen verwendet.
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem auch die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing verweisen wir an dieser Stelle auch auf unsere Ausführungen in Angabe (36).
(35) Sonstige Verbindlichkeiten
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| 30.11.2011 in T EUR |
30.11.2010 in T EUR |
|
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 31.000 | 21.490 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 6.886 | 4.373 |
| Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit | 4.713 | 4.637 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 41.450 | 39.040 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 84.049 | 69.540 |
Sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr kurzfristig.
In den erhaltenen Anzahlungen sind solche für Fertigungsaufträge, die nach der Methode der langfristigen Auftragsfertigung nach IAS 11 bewertet werden, in Höhe von T EUR 19.503 (Vorjahr: T EUR 12.485) enthalten.
Für erhaltene Anzahlungen in Höhe von T EUR 9.323 wurden Sicherheiten gewährt.
In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern enthalten.
(36) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| 30.11.2011 in Mio. EUR |
30.11.2010 in Mio. EUR |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | 67,7 | 45,8 |
| Bestellobligo aus Investitionen | 10,0 | 6,0 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 77,7 | 51,8 |
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen sowie betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude.
Des Weiteren bestehen Bürgschaften zu Gunsten von Leasinggesellschaften in Höhe von insgesamt T EUR 598.
Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing und aus Miet- und Operating Leasing-Verträgen werden wie folgt fällig:
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| Finanzierungsleasing | Barwert in Mio. EUR |
Miet- und Operating Leasing-Verträge Nominalwert in Mio. EUR |
||
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen in Mio. EUR |
Zinsanteil in Mio. EUR |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fällig innerhalb 1 Jahres | 3,2 | 0,3 | 2,9 | 13,0 |
| Fällig 1 bis 5 Jahre | 3,8 | 1,0 | 2,8 | 25,8 |
| Fällig nach 5 Jahren | 4,2 | 0,3 | 3,9 | 28,9 |
| Gesamt 30.11.2011 | 11,2 | 1,6 | 9,6 | 67,7 |
Im Geschäftsjahr 2011 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen im Zusammenhang mit Operating Leasing-Verhältnissen in Höhe von EUR 8,8 Mio. (Vorjahr: EUR 7,4 Mio.) enthalten.
(37) Berichterstattung zu Kapitalmanagement und Finanzinstrumenten
Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Generierung liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Die Nettofinanzschulden betrugen zum 30. November 2011 EUR 364,6 Mio. (Vorjahr: EUR 311,0 Mio.) und das Net Working Capital EUR 172,5 Mio. (Vorjahr: EUR 151,2 Mio.).
Das Risikomanagementsystem des Gerresheimer Konzerns für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden und Prozesse im Risikobericht des Lageberichtes dargestellt. Zusätzliche Erläuterungen sind unter der Angabe (6) in diesem Anhang zu finden.
Information zu den Finanzinstrumenten nach Kategorien und Klassen
Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten wurden mittels folgender Hierarchie ermittelt:
Stufe 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit feststellbar ist.
Stufe 2: Besteht kein aktiver Markt für einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Bewertungsmodellen. Im Gerresheimer Konzern wurden die beizulegenden Zeitwerte unter Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle mit vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern und unter Verwendung von Preisen bei beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen für ähnliche Instrumente bestimmt.
Stufe 3: Die Bewertungen der beizulegenden Zeitwerte beruhen auf Modellen, deren Parameter auf nicht beobachtbaren Marktwerten basieren.
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 in T EUR |
Stufe 2 in T EUR |
Stufe 3 in T EUR |
Total in T EUR |
Stufe 1 in T EUR |
Stufe 2 in T EUR |
Stufe 3 in T EUR |
Total in T EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte” | ||||||||
| Wertpapiere | 1.295 | - | - | 1.295 | 1.306 | - | - | 1.306 |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet” | ||||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | - | 234 | - | 234 | - | 28 | - | 28 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.295 | 234 | - | 1.529 | 1.306 | 28 | - | 1.334 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet” | ||||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | - | 176 | - | 176 | - | 239 | - | 239 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet – Änderungen in Cash Flow Hedge-Rücklage” | ||||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | - | 3.206 | - | 3.206 | - | 1.800 | - | 1.800 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | 3.382 | - | 3.382 | - | 2.039 | - | 2.039 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet sie auf die entsprechenden Bilanzpositionen über:
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| 30.11.2011 in T EUR |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Buchwert laut Bilanz | |
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 149.617 | 149.617 | - | 149.6172) |
| Kredite und Forderungen | 149.617 | 149.617 | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 9.543 | 9.258 | 1.529 | 11.072 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) | 285 | - | 1.295 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 234 | |
| Kredite und Forderungen | 9.258 | 9.258 | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 131.432 | 131.432 | - | 131.432 |
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 290.592 | 290.307 | 1.529 | 292.121 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 501.680 | 501.950 | 3.382 | 505.062 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 501.680 | 501.950 | - | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 176 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet – Änderungen in Cash Flow Hedge-Rücklage | - | - | 3.206 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 119.215 | 119.215 | - | 119.215 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 119.215 | 119.215 | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 620.895 | 621.165 | 3.382 | 624.277 |
1) In Ermangelung eines Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 285 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.
2) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 13.219 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.
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| 30.11.2010 in T EUR |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Buchwert laut Bilanz | |
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 133.382 | 133.382 | - | 133.3822) |
| Kredite und Forderungen | 133.382 | 133.382 | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11.571 | 11.368 | 1.334 | 12.905 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) | 203 | - | 1.306 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 28 | |
| Kredite und Forderungen | 11.368 | 11.368 | - | |
| Zahlungsmittel und und Zahlungsmitteläquivalente | 60.546 | 60.546 | - | 60.546 |
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 205.499 | 205.296 | 1.334 | 206.833 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 375.978 | 376.987 | 2.039 | 378.017 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 375.978 | 376.987 | - | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 239 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet – Änderungen in Cash Flow Hedge-Rücklage | - | - | 1.800 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 111.089 | 111.089 | - | 111.089 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 111.089 | 111.089 | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 487.067 | 488.076 | 2.039 | 489.106 |
1) In Ermangelung eines Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 203 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.
2) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 12.113 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.
In den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sind Finanzierungs-Leasingverbindlichkeiten enthalten, bei denen die Konzerngesellschaften Leasingnehmer sind und die folglich nach IAS 17 bewertet werden. Zum 30. November 2011 belaufen sich diese Verbindlichkeiten auf EUR 9,6 Mio. (Vorjahr: EUR 12,4 Mio.).
Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Krediten oder Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse oder -abflüsse, abgezinst mit einem zum Bilanzstichtag aktuellen Zinssatz unter Berücksichtigung der jeweiligen Fälligkeit des Aktivpostens bzw. der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten, ermittelt.
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente weichen die beizulegenden Zeitwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den Buchwerten ab.
Die Forderungen, die aus der Anwendung der Methode der langfristigen Auftragsfertigung resultieren (EUR 13,2 Mio.; Vorjahr: EUR 12,1 Mio.), fallen nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 und sind somit keine finanziellen Vermögenswerte.
Der beizulegende Zeitwert der als zur Veräußerung verfügbar bewerteten finanziellen Vermögenswerte hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Es wurden keine Beträge dem Eigenkapital entnommen und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Fälligkeitsanalyse
Der Konzern überwacht fortlaufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Zum 30. November 2011 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen.
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| 30.11.2011 in T EUR |
Fällig oder in 1 Monat fällig | 1 bis 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 17.305 | 1.723 | 26.397 | 131.683 | 301.507 | 478.615 |
| Zinszahlungen auf Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.060 | 785 | 16.451 | 66.853 | 30.351 | 116.500 |
| Zinsen aus Zinsswaps | 495 | 0 | 1.346 | 3.321 | 0 | 5.162 |
| Erhaltene Kreditzusagen | 0 | - 350 | 0 | 350 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 92.209 | 20.551 | 6.455 | 0 | 0 | 119.215 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 223 | 690 | 2.287 | 3.833 | 4.192 | 11.225 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.915 | 192 | 2.006 | 3.521 | 3.856 | 11.490 |
| 114.207 | 23.591 | 54.942 | 209.561 | 339.906 | 742.207 |
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| 30.11.2010 in T EUR |
Fällig oder in 1 Monat fällig | 1 bis 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11.554 | 3.651 | 48.865 | 283.477 | 1.818 | 349.365 |
| Zinszahlungen auf Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 104 | 5.259 | 6.115 | 37.873 | 512 | 49.863 |
| Zinsen aus Zinsswaps | 152 | 300 | 1.206 | 1.172 | 0 | 2.830 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 83.072 | 24.927 | 3.090 | 0 | 0 | 111.089 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 334 | 884 | 3.171 | 6.136 | 4.078 | 14.603 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.141 | 596 | 1.909 | 5.303 | 4.318 | 14.267 |
| 97.357 | 35.617 | 64.356 | 333.961 | 10.726 | 542.017 |
Sicherungsbeziehungen
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Im Rahmen eines konzernweiten Finanzrisikomanagements werden die finanziellen Risiken der Gruppe zentral überwacht. Identifizierte Risikopotenziale werden nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen gesteuert.
Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die zum Geschäftsjahresende bestehenden Sicherungsgeschäfte:
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| 30.11.2011 | 30.11.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Währungskurssicherung in T EUR |
Zinsderivate in T EUR |
Währungskurssicherung in T EUR |
Zinsderivate in T EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nominalwert (brutto) | 44.1541) | 154.827 | 29.3671) | 175.882 |
| Marktwert (netto) | 58 | - 3.206 | - 514 | - 1.818 |
| Restlaufzeit | 03/2012 | 03/2015 | 05/2011 | 09/2012 |
| Buchwert (zugrunde liegende Aktiva) | 12.384 | 0 | 11.701 | 0 |
| Buchwert (zugrunde liegende Passiva) | 6.308 | 153.039 | 426 | 175.556 |
1) Hierin sind auch Devisentermingeschäfte für Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften enthalten, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden sind.
Die derivativen Finanzinstrumente sind mit ihren von Kreditinstituten ermittelten Marktwerten bewertet. Als Sicherungsgeschäfte stehen sie generell in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit operativen Grundgeschäften.
Absicherung von Cash Flows
Die Gerresheimer Gruppe hat zum 30. November 2011 Payer-Zinsswaps zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos eines variabel verzinslichen Darlehens abgeschlossen. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäftes, die aus der Veränderung des Referenzzinssatzes (USD Libor) resultieren, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Ziel dieser Sicherungsmaßnahme ist, den variabel verzinslichen Bankkredit in eine festverzinsliche Verbindlichkeit zu transformieren.
Da die wesentlichen Bedingungen des Zinsswaps und der Verbindlichkeit übereinstimmen, ist es wahrscheinlich, dass sich die Fair Value- bzw. Zahlungsstromänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig kompensieren. Folglich kann nach IAS 39 eine prospektive Effektivität der Hedge-Beziehung ohne rechnerischen Nachweis angenommen werden.
Die retrospektive Effektivität wird mittels der „Dollar Offset-Methode“ in Form der „Hypothetical Derivative-Methode“ gemessen. Dazu wird die kumulierte absolute Änderung des Fair Value des hypothetischen Swaps verglichen. Der hypothetische Swap ist als „Stellvertreter“ des Grundgeschäftes in allen Details mit dessen bewertungsrelevanten Konditionen auszugestalten und unter Verwendung der aktuellen Marktkonditionen zu bewerten. Wenn die Konditionen von Grund- und Sicherungsgeschäft (des hypothetischen und des als Sicherungsinstrument kontrahierten Swaps) vollständig übereinstimmen, wie bei Gerresheimer der Fall, sind die Wertänderungen im Regelfall absolut gesehen identisch.
Die aus den Sicherungsgeschäften resultierenden Gewinne und Verluste werden zunächst erfolgsneutral im Konzern-Eigenkapital in der Cash Flow Hedge-Rücklage erfasst und in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald die Zahlungsströme das Ergebnis der Berichtsperiode beeinflussen.
Als Risikoexposure der Zinsfestschreibung kommen nur Bankkredite mit festen Laufzeiten und Tilgungsvereinbarungen in Betracht. Die Sicherungsquote liegt, bezogen auf die Konsortialkredite, bei 100 % (Vorjahr: 95 %). Die Sicherungsbeziehungen zur Absicherung der Zahlungsströme aus den zukünftigen Zinszahlungen wurden als effektiv eingestuft; aufgrund dessen wurde im Konzern-Eigenkapital ein nicht realisierter Verlust (abzüglich latenter Steuern) in Höhe von EUR 1,9 Mio. aus diesen Sicherungsinstrumenten erfasst. Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Eigenkapital erfasste Verluste in Höhe von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 10,4 Mio. Verluste) in das Finanzergebnis transferiert.
Gewinne und Verluste aus den unwirksamen Anteilen dieser Sicherungsgeschäfte werden sofort erfolgswirksam vereinnahmt. Im Geschäftsjahr 2011 hat es wie im Vorjahr keine Ineffektivitäten gegeben.
Absicherung von Währungsrisiken
Zur Sicherung von Währungsrisiken, die sich aus Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung ergeben, hat der Gerresheimer Konzern im Geschäftsjahr 2011 entsprechend der konzerninternen Finanzrichtlinie Devisentermingeschäfte und Devisenswaps eingesetzt. Als Risikoexposure kommen im Rahmen des Währungsmanagements nur Transaktionsrisiken in Betracht. Die Währungsderivate werden grundsätzlich zur Absicherung definierter Grundgeschäfte verwendet und unter den Voraussetzungen des IAS 39 als wirksame Sicherungsinstrumente behandelt.
Im Geschäftsjahr 2011 sind in Höhe von EUR 0,3 Mio. Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: EUR 1,0 Mio. Gewinne) im Jahresergebnis enthalten.
Sensitivitätsanalysen
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Nachfolgend wird die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern sowie der im Eigenkapital enthaltenen Cash Flow Hedge-Rücklage gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze aufgezeigt.
Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Da im Gerresheimer Konzern alle originären Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, unterliegen alle Finanzverbindlichkeiten mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Bei zur Absicherung von Zinsänderungen designierten Zinsswaps gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode aus. Demzufolge sind mit diesen Finanzinstrumenten ebenfalls keine materiellen Zinsänderungsrisiken verbunden.
Die Zinsanalyse auf die Marktbewertungen unterstellt eine Parallelverschiebung der Zinskurve im USD-Raum von um 100 Basispunkte höheren bzw. um 20 Basispunkte niedrigeren Zinssätzen und entspricht somit dem Vorjahr.
Wenn das Marktzinsniveau zum 30. November 2011 um 100 Basispunkte höher bzw. um 20 Basispunkte niedriger gewesen wäre, dann wäre die Cash Flow Hedge-Rücklage um T EUR 2.396 positiver bzw. würde um T EUR 413 negativer werden (Vorjahr: positiver um T EUR 1.595 bzw. negativer um T EUR 319).
Wenn das Marktzinsniveau zum 30. November 2011 um 100 Basispunkte höher bzw. um 20 Basispunkte niedriger gewesen wäre, so wäre das Ergebnis um T EUR 66 niedriger bzw. T EUR 13 höher gewesen (Vorjahr: T EUR 295 niedriger bzw. T EUR 59 höher).
Nachfolgend wird die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden) gegenüber nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderungen dargestellt, wobei die Gerresheimer AG nur Ergebniseffekten aus Wechselkursänderungen bei ungesicherten monetären Finanzinstrumenten ausgesetzt ist. Alle anderen Variablen bleiben konstant.
Wenn die Währungskurse zum 30. November 2011 um 10 % gestiegen (gesunken) wären, dann hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um T EUR 2.964 verbessert bzw. um T EUR 1.602 verschlechtert (Vorjahr bei gleichen Sensitivitäten: T EUR 1.718 verbessert oder T EUR 2.219 verschlechtert).
(38) Segmentberichterstattung
IFRS 8 „Geschäftssegmente“ folgend, kommt die Segmentberichterstattung basierend auf dem „Management Approach“ zur Anwendung. Die externe Berichterstattung orientiert sich somit am internen Berichtswesen.
Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente werden im Gerresheimer Konzern durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger wahrgenommen. Die Abgrenzung der Segmente und der Regionen sowie die aufgeführten Kennzahlen stimmen mit dem internen Steuerungs- und Berichtswesen überein.
Der Gerresheimer Konzern wird über die strategischen Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert, die durch ihre wirtschaftlichen Merkmale des Geschäftes, insbesondere durch die Art der Produkte und deren Produktionsprozesse als auch über die Art der Kundenbeziehungen, zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden.
Im Geschäftsbereich Tubular Glass werden in zwei voneinander getrennten Prozessstufen zunächst hochwertige Glasröhren gefertigt, die in einem späteren Schritt zu fertigen Primärverpackungen wie Ampullen, Karpulen, Fläschchen oder auch Spritzensystemen weiterverarbeitet werden.
Der Geschäftsbereich Plastic Systems produziert im Geschäftsfeld Medical Plastic Systems komplexe kundenspezifische Kunststoffsysteme für Pharmazie, Diagnostik und Medizintechnik. Das zweite Geschäftsfeld Plastic Packaging umfasst Kunststoffbehälter, im Wesentlichen Primärverpackungen für Pharmazie und Healthcare.
Der Geschäftsbereich Moulded Glass produziert Primärverpackungen aus Glas, die in einem kontinuierlichen Prozess gefertigt werden. Die Behältnisse werden für Arzneimittel, Kosmetikprodukte sowie spezielle Getränke und Nahrungsmittel verwendet.
Das Produktspektrum des Geschäftsbereichs Life Science Research umfasst Laborglaswaren für Forschung, Entwicklung und Analytik.
Die Dienstleistungen der Gerresheimer AG, Konsolidierungsmaßnahmen und Überleitungen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung als „Zentralstellen/Konsolidierung“ dargestellt. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde.
Die Leistungen der Segmente werden anhand folgender Kriterien beurteilt und ermittelt:
| • | Die Umsätze zwischen den Segmenten werden anhand marktorientierter Konditionen wie unter fremden Dritten festgelegt. |
| • | Das Adjusted EBITDA und Adjusted EBITA stellen Kennzahlen dar, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind, für den Gerresheimer Konzern jedoch wichtige Steuerungsgrößen bedeuten. Das Adjusted EBITDA ist das Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen. Das Adjusted EBITA entspricht dem Adjusted EBITDA, gekürzt um planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. |
| • | Das Net Working Capital definiert sich aus den Bilanz-Größen Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie geleisteter Anzahlungen, gemindert um erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. |
| • | Der Operating Cash Flow als interne Steuerungsgröße ermittelt sich ausgehend vom Adjusted EBITDA, der Veränderung des Net Working Capital zu konstanten Wechselkursen und der Investitionen korrigiert um Zugänge aus Finanzierungsleasing. |
| • | Die Investitionen umfassen alle zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewerteten Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. |
| • | Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine Finanzinstrumente, latenten Steuern, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Rechte aus Versicherungsverträgen. |
Umsätze mit wesentlichen Kunden, die mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Gerresheimer Konzerns erzielen, bestanden weder für das Geschäftsjahr 2011 noch für das Vorjahr.
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| Nach Segmenten in Mio. EUR |
Tubular Glass | Plastic Systems | Moulded Glass | Life Science Research | Zentralstellen/Konsolidierung | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz des Segments | 2011 | 304,1 | 371,4 | 342,4 | 91,8 | 0,0 | 1.109,7 |
| 2010 | 310,4 | 307,9 | 327,3 | 95,0 | 0,0 | 1.040,6 | |
| davon Konzerninnenumsatz | 2011 | - 14,5 | - 0,1 | - 0,3 | - 0,1 | 0,0 | - 15,0 |
| 2010 | - 14,8 | - 0,2 | - 0,7 | - 0,1 | 0,0 | - 15,8 | |
| Umsatz mit Dritten | 2011 | 289,6 | 371,3 | 342,1 | 91,7 | 0,0 | 1.094,7 |
| 2010 | 295,6 | 307,7 | 326,6 | 94,9 | 0,0 | 1.024,8 | |
| Adjusted EBITDA | 2011 | 62,4 | 87,1 | 76,8 | 10,6 | - 19,6 | 217,3 |
| 2010 | 70,3 | 74,1 | 67,9 | 11,7 | - 19,5 | 204,5 | |
| Planmäßige Abschreibungen | 2011 | - 26,0 | - 21,2 | - 29,9 | - 2,9 | - 0,4 | - 80,4 |
| 2010 | - 27,5 | - 18,9 | - 31,3 | - 2,9 | - 0,4 | - 81,0 | |
| Adjusted EBITA | 2011 | 36,4 | 65,9 | 46,9 | 7,7 | - 20,0 | 136,9 |
| 2010 | 42,8 | 55,2 | 36,6 | 8,8 | - 19,9 | 123,5 | |
| Restrukturierung / Einmalige Aufwendungen und Erträge | 2011 | - | - | - | - | - | - 7,0 |
| 2010 | - | - | - | - | - | - 3,7 | |
| Abschreibungen Fair Value-Anpassungen | 2011 | - | - | - | - | - | - 20,6 |
| 2010 | - | - | - | - | - | - 24,8 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 2011 | - | - | - | - | - | 109,3 |
| 2010 | - | - | - | - | - | 95,0 | |
| Finanzergebnis (netto) | 2011 | - | - | - | - | - | - 36,8 |
| 2010 | - | - | - | - | - | - 34,3 | |
| Net Working Capital | 2011 | 53,4 | 37,0 | 58,2 | 25,9 | - 2,0 | 172,5 |
| 2010 | 47,5 | 28,0 | 50,7 | 25,8 | - 0,8 | 151,2 | |
| Operating Cash Flow | 2011 | 35,5 | 49,2 | 39,8 | 8,6 | - 18,5 | 114,6 |
| 2010 | 54,9 | 38,6 | 49,7 | 10,2 | - 19,9 | 133,5 | |
| Investitionen | 2011 | 20,3 | 35,7 | 29,0 | 1,0 | 0,2 | 86,2 |
| 2010 | 18,3 | 32,2 | 19,8 | 2,5 | 0,4 | 73,2 |
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| Nach Regionen in Mio. EUR |
Deutschland | Europa (ohne Deutschland) | Amerika | China | Übrige Regionen | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz nach Zielregionen | 2011 | 256 | 430 | 343 | 30 | 36 | 1.095 |
| 2010 | 240 | 410 | 311 | 26 | 38 | 1.025 | |
| Umsatz nach Ursprungsregionen | 2011 | 461 | 250 | 351 | 33 | 0 | 1.095 |
| 2010 | 447 | 237 | 314 | 27 | 0 | 1.025 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 2011 | 590 | 171 | 228 | 21 | 0 | 1.010 |
| 2010 | 603 | 170 | 165 | 23 | 0 | 961 |
(39) Honorar des Abschlussprüfers
Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T EUR 475 (Vorjahr: T EUR 484), für andere Bestätigungsleistungen T EUR 228 (Vorjahr: T EUR 7), für Steuerberatungsleistungen T EUR 69 (Vorjahr: T EUR 15) sowie für sonstige Leistungen T EUR 0 (Vorjahr: T EUR 152).
(40) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (IAS 24)
Im Rahmen unseres operativen Geschäftes haben wir Geschäftsbeziehungen zu juristischen oder natürlichen Personen, die auf die Gerresheimer AG oder deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch sie bzw. ihre Tochterunternehmen ausgesetzt sind.
Hierzu gehören Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung stehen, nicht konsolidierte Gesellschaften und assoziierte Unternehmen und die Organmitglieder der Gerresheimer AG, deren Bezüge der Angabe (41) sowie dem Vergütungsbericht im Lagebericht zu entnehmen sind.
Die Geschäfte mit Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung stehen, resultieren hauptsächlich aus Liefer- und Leistungsbeziehungen, die zu marktüblichen Preisen und Konditionen durchgeführt wurden und im Geschäftsjahr 2011 einen Umfang von EUR 5,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,9 Mio.) hatten. Zum Stichtag betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).
Die Geschäfte mit assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Gesellschaften resultierten ebenfalls hauptsächlich aus Liefer- und Leistungsbeziehungen, die zu marktüblichen Preisen und Konditionen durchgeführt wurden und im Geschäftsjahr 2011 einen Umfang von EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) hatten. Zum Stichtag betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) und die erfassten Aufwendungen EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.).
(41) Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2011 betrugen T EUR 891 (Vorjahr: T EUR 840).
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder aus Festgehalt (inklusive Nebenleistungen) und erfolgsabhängiger Tantieme beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf T EUR 3.175 (Vorjahr: T EUR 4.097). Im Vorjahr waren hier zudem noch Bezüge aus sonstigen Leistungen von T EUR 166 an ein im Vorjahr ausgeschiedenes Mitglied des Vorstands enthalten, die im Zusammenhang mit der Beendigung seiner Tätigkeit standen. Im Rahmen des Anstellungsvertrages wurde ein zweijähriges Wettbewerbsverbot für den Fall der Beendigung der Tätigkeit vereinbart. Es wurde ferner vereinbart, dass im Zusammenhang mit diesem Verbot eine Karenzentschädigung in Abhängigkeit von der im Jahr vor Beendigung der Tätigkeit gezahlten Festvergütung an das Vorstandsmitglied zu zahlen ist. Die Auszahlung erfolgte monatlich. Im Geschäftsjahr wurden T EUR 375 gezahlt.
Als weitere Bezüge wurden im Geschäftsjahr 2011 im Zusammenhang mit einer Vertragsverlängerung insgesamt 260.000 neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 6 bis 10) gewährt, die sich auf einen Zeitraum bis 2016 beziehen und im Geschäftsjahr 2011 nicht zahlungswirksam waren. Der beizulegende Zeitwert der Aktienwertsteigerungsrechte betrug im Zeitpunkt der Gewährung T EUR 844.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienwertsteigerungsrechte des Vorstands beträgt zum Bilanzstichtag für die Tranchen 2012 bis 2016 (Tranche 6 bis 10) T EUR 1.625 (Vorjahr: T EUR 1.575). Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung der am Bilanzstichtag gewährten Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 4 und 5) belaufen sich auf T EUR 374 (Vorjahr: T EUR 267). Für Einzelheiten verweisen wir auf Angabe (19).
Mit Wirkung zum 1. Mai 2007 wurden die Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Mitgliedern des Vorstands an einen Pensionsfonds ausgegliedert. Seit dem 1. Mai 2007 entstehende Anwartschaften werden über eine Unterstützungskasse abgewickelt. Im Berichtsjahr wurde einem weiteren Vorstandsmitglied eine Pensionszusage erteilt, die ebenfalls über eine Unterstützungskasse abgewickelt werden soll. Der Barwert der ausgegliederten Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands beträgt vor Verrechnung mit dem Planvermögen T EUR 3.657 (Vorjahr: T EUR 2.240). Der Barwert der Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen beläuft sich vor Verrechnung mit dem Planvermögen auf T EUR 19.793 (Vorjahr: T EUR 21.126). Die laufenden Bezüge aus Pensionen und aus sonstigen Leistungen betrugen T EUR 1.395 (Vorjahr: T EUR 1.339).
Die Hauptversammlung hat am 14. Mai 2007 beschlossen, dass die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes für einen Zeitraum von fünf Jahren unterbleibt.
(42) Corporate Governance
Der Begriff Corporate Governance umfasst das gesamte Leitungs- und Überwachungssystem eines Unternehmens einschließlich seiner Organisation, geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie der internen und externen Steuerungs- und Überwachungsmechanismen. Ziel einer guten Corporate Governance ist eine verantwortungsbewusste und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Sie fördert das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Geschäftspartner, der Finanzmärkte, der Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Führung und Überwachung der Gerresheimer AG.
Nach dem deutschen Aktiengesetz (§ 161 AktG) unterliegt die Gerresheimer AG als börsennotierte Gesellschaft der Verpflichtung, bekannt zu geben, inwieweit den Empfehlungen entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden („comply or explain“).
Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben am 8. September 2011 gemeinsam die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 abgegeben. Die Erklärung kann auf der Website der Gesellschaft (www.gerresheimer.com/investor-relations) dauerhaft eingesehen werden.
(43) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es sind keine für die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Der Abschluss wurde durch den Vorstand in seiner Sitzung am 16. Januar 2012 aufgestellt, zur Veröffentlichung freigegeben und wird durch den Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat für die Sitzung am 7. Februar 2012 zur Billigung vorgelegt.
Düsseldorf, 16. Januar 2012
Der Vorstand
Erklärung des Vorstands
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernes vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzernes so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzernes beschrieben sind.
Düsseldorf, 16. Januar 2012
Der Vorstand
Uwe Röhrhoff
Hans-Jürgen Wiecha
Dr. Max Raster
Andreas Schütte
Bestätigungsvermerk
„Wir haben den von der Gerresheimer AG, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang – und den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2010 bis 30. November 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Gerresheimer AG, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.”
Düsseldorf, 16. Januar 2012
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Harnacke, Wirtschaftsprüfer
Dr. Panning, Wirtschaftsprüfer
Organe
AUFSICHTSRAT
GESCHÄFTSJAHR 2011 (01.12.2010 – 30.11.2011)
| Gerhard Schulze Vorsitzender des Aufsichtsrats, Diplom-Betriebswirt, Mönchengladbach b)Wickeder Holding GmbH (Vorsitzender) WiBo Holding GmbH (Vorsitzender) (bis 30. September 2011) Hitschler Verwaltungsrat GmbH (bis 1. Februar 2011) Hitschler International GmbH & Co. KG (bis 1. Februar 2011) Linet Group SE, Niederlande (Vorsitzender) (seit 14. Juli 2011) |
|
| Gottlieb Förster Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover a)Aurubis AG (bis 3. März 2011) |
|
| Lydia Armer Vorsitzende des Betriebsrats der Gerresheimer Regensburg GmbH, Pfreimd a)Gerresheimer Regensburg GmbH |
|
| Günter Fehn Mitglied des Betriebsrats der Gerresheimer Tettau GmbH, Tettau |
|
| Olaf Grädler Leiter Personalwesen der Gerresheimer Bünde GmbH, Bünde b)AG der Wirtschaft für berufliche Weiterbildung im Kreis Herford e.V. Arbeitgeberverband der deutschen Glasindustrie (Sozialausschuss) |
|
| Dr. Axel Herberg Geschäftsführer The Blackstone Group Germany GmbH, Düsseldorf a)Jack Wolfskin Ausrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaA (Vorsitzender) (seit 12. August 2011) b)Klöckner Pentaplast Gruppe • KP Germany Erste GmbH (Vorsitzender) • Kleopatra Acquisition Corporation, USA (Vorsitzender) Mivisa Gruppe • Mivisa Envases S.A.U., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011) • Adularia Inversiones 2010 S.L., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011) • Crisolito Inversiones 2010 S.L., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011) • Sofamen XXI S.A.U., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011) • Twistoff S.A., Spanien (Vorsitzender) (seit 12. April 2011) |
|
| Reiner Ludwig Vorsitzender des Betriebsrats der Gerresheimer Lohr GmbH, Lohr |
|
| Hans Peter Peters Vice Chairman Lincoln International Group, London b)Lincoln International S.A.S., Frankreich (Vorsitzender) Lincoln International LLP, Großbritannien (bis 1. März 2011) Lincoln Spain SL, Spanien (Vorsitzender) Deutsches Aktieninstitut e.V. German Mid-cap Fonds (GMF) (Vorsitzender) Ondas Media SL, Spanien |
|
| Dr. Gerhard Prante Vorstandsmitglied Agrarius AG, Bad Homburg v.d.H. a)Bayer CropScience AG AllessaChemie GmbH b)DIREVO Industrial Biotechnology GmbH (seit 9. Juni 2011) Cibus US LLC, USA (seit 1. Oktober 2011) |
|
| Harald Sikorski Bezirksleiter des Bezirks Altötting der IG Bergbau, Chemie, Energie, Burghausen a)Südsalz GmbH (bis 20. Oktober 2011) Wacker Chemie AG (seit 1. Juni 2011) Siltronic AG (seit 1. Juni 2011) |
|
| Theodor Stuth Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Neuss b)Wickeder Holding GmbH Wickeder Profile Walzwerk GmbH (seit 21. Juni 2011) WiBo Holding GmbH (bis 30. September 2011) Linet Group SE, Niederlande (seit 4. August 2011) |
|
| Udo J. Vetter Pharmazeut und geschäftsführender Gesellschafter der UV-Cap GmbH & Co. KG, Ravensburg a)EDT AG (Vorsitzender) ITM AG (Vorsitzender) b)Vetter Pharma Fertigungs GmbH & Co. KG (Vorsitzender) Paschal Werk G. Maier GmbH (Vorsitzender) (bis 31. Dezember 2010) Medisynthana GmbH (Vorsitzender) Atoll GmbH (Vorsitzender) HSM GmbH & Co. KG K&M Präzisionstechnik GmbH SeaLionPharma Pte. Ltd., Singapur (Vorsitzender) Gland Pharma Pte. Ltd., Indien Paschal India, Pvt. Ltd., Indien (Vorsitzender) |
|
| Biopharm Services Ltd., Großbritannien (bis 1. September 2011) |
a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten.
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
VORSTAND
GESCHÄFTSJAHR 2011 (01.12.2010 – 30.11.2011)
| Uwe Röhrhoff Vorstandsvorsitzender a)Gerresheimer Tettau GmbH (Vorsitzender) Gerresheimer Regensburg GmbH (Vorsitzender) b)Gerresheimer Glass Inc., USA (Vorsitzender) Gerresheimer Momignies S.A., Belgien (Vorsitzender) Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA (bis 19. April 2011) |
|
| Dr. Max Raster b)Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (Vorsitzender) Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien (Vorsitzender) Gerresheimer Chalon S.A., Frankreich Gerresheimer Glass Inc., USA Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko (Vorsitzender) Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Mexiko Kimble Kontes LLC, USA Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai Private Ltd., Indien (seit 17. Dezember 2010) Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., China (Vorsitzender) Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., China (Vorsitzender) Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA (Vorsitzender) Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., China (Vorsitzender) Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China (Vorsitzender) |
|
| Andreas Schütte b) Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark (Vorsitzender) Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark (Vorsitzender) Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien (stellvertretender Vorsitzender) Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien Vedat Tampas Hermeticas Ltda., Brasilien (seit 1. September 2011) Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (stellvertretender Vorsitzender) |
|
| Hans-Jürgen Wiecha a)Gerresheimer Tettau GmbH (stellvertretender Vorsitzender) Gerresheimer Regensburg GmbH (stellvertretender Vorsitzender) b)Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien Gerresheimer Chalon S.A., Frankreich Gerresheimer UK Ltd., Großbritannien Gerresheimer Glass Inc., USA Gerresheimer Momignies S.A., Belgien Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien Vedat Tampas Hermeticas Ltda., Brasilien (seit 1. September 2011) Gerresheimer Mexico Holding LLC, USA Gerresheimer MH Inc., USA Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., China Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China |
a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten.
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.