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Gerresheimer AG Annual Report 2010

Mar 22, 2011

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Annual Report

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Gerresheimer AG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2009 bis zum 30.11.2010

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN UND DIE GERRESHEIMER AG

GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2010

Im Geschäftsjahr 2010 erzielte der Gerresheimer Konzern deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Die anhaltend gute Nachfrage nach unseren Pharmaprodukten, die wieder steigende Nachfrage nach Kosmetikverpackungen sowie die Erholung der Märkte für Laborglasprodukte führten zu einem Umsatzanstieg von 5,6 % auf EUR 1.024,8 Mio. (Vorjahresumsatz von EUR 970,8 Mio. ohne das zum 1. Juli 2009 veräußerte Geschäft der Technischen Kunststoffsysteme). Zu konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz um 4,0 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Adjusted EBITDA-Marge stieg von 19,2 % im Geschäftsjahr 2009 auf 20,0 % im Berichtsjahr 2010 (Vorjahr ohne Technische Kunststoffsysteme). Die deutliche Verbesserung der EBITDA-Marge aufgrund steigender Umsätze und Kostenreduzierungen führte zu einer deutlichen Erhöhung des operativen Ergebnisses (Adjusted EBITDA) von EUR 186,2 Mio. in 2009 auf EUR 204,5 Mio. im Berichtsjahr 2010 (Vorjahr ohne Technische Kunststoffsysteme).

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) erhöhte sich von EUR 60,5 Mio. in 2009 auf EUR 95,0 Mio. im Vergleichszeitraum 2010. Auch das Konzernergebnis nach Ertragsteuern verzeichnete einen kräftigen Sprung von EUR 7,0 Mio. im Vorjahr auf nunmehr EUR 46,7 Mio. im Geschäftsjahr 2010. Neben der operativen Ergebnissteigerung trugen hierzu insbesondere deutlich niedrigere Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen sowie ein verbessertes Finanzergebnis bei.

Die Nettoverschuldung wurde um EUR 62,3 Mio. von EUR 373,3 Mio. im Geschäftsjahr 2009 auf nunmehr EUR 311,0 Mio. abgebaut. Der Adjusted EBITDA Leverage reduzierte sich von 2,0 zum 30. November 2009 auf 1,5 zum 30. November 2010. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich dieser Stichtage von 35,8 % auf 39,0 %.

Wie bereits in den Vorjahren hatten im Berichtszeitraum externe Faktoren wie Währungsschwankungen oder die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise wenig Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Mit einer soliden Finanzierungsstruktur mit abgesicherten Zinssätzen und Liquiditätsreserven ist unser Unternehmen langfristig gut aufgestellt. Die Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund unserer Produktionsstandorte und Kunden in den USA sowie Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten. Preisschwankungen in den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie werden im Wesentlichen durch vertragliche Preisgleitklauseln, Sicherungsgeschäfte, Produktivitätssteigerungen und Preisanpassungen ausgeglichen.

DER GERRESHEIMER KONZERN

Geschäftstätigkeit

Der Gerresheimer Konzern ist ein international führender Anbieter von hochwertigen Verpackungs- und Systemlösungen aus Glas und Kunststoff. Der wichtigste Absatzmarkt ist die weltweite Pharma- und Healthcare-Industrie. Auf der Basis eigener Entwicklungen und modernster Produktionstechnologien bietet Gerresheimer zum einen pharmazeutische Primärverpackungen und Drug Delivery-Systeme an, zum anderen Diagnostiksysteme sowie das komplette Spektrum an Glasprodukten für den Bereich Life Science Research.

Der Gerresheimer Konzern hat seinen Sitz in Düsseldorf (Deutschland) und umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 gehörten 42 Standorte in Europa, Amerika und China sowie die zwei neuen Standorte in Russland und Indien mit weltweit 9.475 Mitarbeitern zum Konzern.

Die Gerresheimer AG ist das Mutterunternehmen des Gerresheimer Konzerns und steuert als Managementholding die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.

Märkte

Das Unternehmen ist fokussiert auf die Marktsegmente Pharma und Healthcare, die mit einem umfassenden Produkt- und Leistungsspektrum von allen vier Geschäftsbereichen bedient werden. Daraus resultieren 82 % des Gesamtumsatzes. Den größten Anteil daran haben die Geschäfte mit der Pharmaindustrie in Europa und Nordamerika.

Kleinere Umsatzanteile entfallen auf die Bereiche Kosmetik sowie auf Nischensegmente der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, vorwiegend in Europa.

Geschäftsbereiche

Gerresheimer ist in den Geschäftsbereichen „Tubular Glass“, „Plastic Systems“, „Moulded Glass“ und „Life Science Research“ tätig.

Tubular Glass

Als vertikal integrierter Anbieter produziert Gerresheimer Typ-I-Borosilikatglas-Röhren von höchster hydrolytischer Resistenz. Sie bilden das Ausgangsmaterial zahlreicher hochwertiger Spezialprodukte für die Pharma- und Healthcare-Industrie. In diesem Bereich verkaufen wir rund 45 % der Produktion als Halbfertigerzeugnisse an externe Kunden; die übrige Produktion verwenden wir für die interne Weiterverarbeitung.

In den weiterverarbeitenden Werken verarbeiten wir Röhrenglas aus eigener Produktion zu einem vielfältigen Sortiment hochwertiger Primärverpackungen für die pharmazeutische Industrie. Neben Ampullen, Fläschchen und Karpulen zählen dazu insbesondere vorfüllbare Fertigspritzensysteme. Spezielle Verfahren der Innenvergütung und innovative Verschlusssysteme ergänzen dieses Programm.

Mit hoch spezialisiertem Know-how und pharmakonformen Technologien sind wir in der Lage, unseren Kunden ein außergewöhnlich breites Leistungsspektrum zu bieten. Den überwiegenden Teil des Umsatzes mit Spritzensystemen erzielen wir heute unter unserer führenden Spritzenmarke RTF® (Ready to Fill). Die Spritzen dieser Marke liefern wir in verschiedensten Ausführungen silikonisiert, vormontiert, sterilisiert und somit komplett füllfertig an die Pharmaindustrie.

Plastic Systems

Der Geschäftsbereich Plastic Systems setzt sich aus Gerresheimer Regensburg (vormals: Gerresheimer Wilden) und Gerresheimer Plastic Packaging zusammen. Neben den standardisierten Systemverpackungen für Arzneimittel des Bereiches Gerresheimer Plastic Packaging bietet der hochinnovative Geschäftsbereich durch Gerresheimer Regensburg komplex konstruierte Systeme sowie Systemkomponenten an. Diese entwickeln und produzieren wir im Rahmen individueller Projektgeschäfte hauptsächlich für unsere Kunden aus der Pharmaindustrie, der Diagnostik und der Medizintechnik.

Gerresheimer Regensburg bietet unseren Kunden individuellen Service über sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette hinweg. Das Leistungsspektrum unserer medizinischen Kunststoffsysteme erstreckt sich hier von Inhalatoren für die gezielte Behandlung von Atemwegserkrankungen, über Lanzettenmagazine und Insulin-Pen-Systeme für Diabetiker bis hin zu den unterschiedlichsten Einmalprodukten für die Labor- und Molekulardiagnostik.

Gerresheimer Plastic Packaging liefert eine breite Palette hochwertiger Primärverpackungen für flüssige und feste Medikamente. Dazu zählen unter anderem Applikations- und Dosiersysteme wie Augentropfer oder Nasensprayfläschchen sowie Spezialbehälter für Tabletten und Pulver. Als wesentliche Ausstattungsmerkmale ergänzen multifunktionale Verschlusssysteme mit Originalitätssicherungen, Kindersicherungen und integrierten Feuchtigkeitsabsorbern, wie sie sich unter der Marke Duma® finden, dieses Sortiment.

Moulded Glass

Der Geschäftsbereich Moulded Glass beliefert die pharmazeutische und die kosmetische Industrie ebenso wie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller.

Für die Primärverpackung von Arzneimitteln produzieren wir im Geschäftsbereich Moulded Glass alle pharmazeutisch geeigneten Behälterglastypen einschließlich Borosilikatglasbehälter von höchster hydrolytischer Resistenz. Auf dieser Basis bieten wir eine praktisch lückenlose Weiß- und Braunglaspalette an Pharma-Verpackungen an. Darunter finden sich zum Beispiel Injektions-, Tropf- und Sirupflaschen in vielfältigen, markt- und bedarfsgerechten Ausführungen.

Auch für die Kosmetikindustrie bieten wir zahlreiche hochwertige Glasverpackungen an. Das Programm umfasst Fläschchen und Gläser für Parfüms, Deodorants, Hautpflege-, Wellness- und andere Produkte. Für Spezialsegmente der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie stellen wir hauptsächlich stark marketing-orientierte Kleinvolumenbehälter her. Dazu zählen auch individuelle Fläschchen für Kleinspirituosen.

Neben Klar- und Farbglas produziert der Geschäftsbereich Moulded Glass auch Opalglas. Dafür stehen uns sämtliche Technologien der Form- und Farbgebung, Bedruckung sowie der exklusiven Veredelung zur Verfügung.

Life Science Research

Im Geschäftsbereich Life Science Research konzentrieren wir uns auf die Herstellung spezifischer Glasgefäße und Systeme insbesondere für die Forschung, Entwicklung und Analytik. Darüber hinaus umfasst das Angebot auch Produkte für den allgemeinen Laborbedarf.

Gefertigt werden die Produkte aus Röhrenglas sowie auf Basis der Paste-Mould-Technologie. Die große Bandbreite der Produkte erstreckt sich von Standardartikeln für die Nasschemie wie etwa Messkolben, Bechergläser, Erlenmeyerkolben oder Fläschchen für Laboranalytik bis hin zu komplexeren Produkten wie Destillations- oder Filtrationsgeräten sowie Komponenten für Präzisionslaser. Zusätzlich fertigen wir zahlreiche anwendungsspezifische Varianten, die eine genaue Abstimmung auf die jeweiligen Einsatzzwecke ermöglichen.

Regionen

Die Regionen Europa und Amerika stellen für Gerresheimer weiterhin die wichtigsten geographischen Absatzregionen dar. Die sogenannten Schwellenländer gewinnen zunehmend an Bedeutung, allen voran China. Mit der Gründung einer Repräsentanz in Moskau im April dieses Jahres sowie der Eröffnung eines Vertriebsbüros in Mumbai / Indien zum Ende dieses Geschäftsjahres haben wir unser globales Geschäft weiter ausgebaut. Insgesamt blieben die Umsätze prozentual in allen Regionen auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Umsatzanteil in Europa lag mit 63 % nur leicht unter dem Vorjahreswert von 66 %. Deutschland steuerte einen Umsatzanteil von 23 % bei.

Mit einem Anteil von nunmehr 30 % (Vorjahr: 28 %) am Konzernumsatz ist Amerika unverändert ein wichtiger Teilmarkt des Gerresheimer Konzerns. Aufgrund der Präsenz weltweit operierender Pharmaunternehmen und des Bevölkerungspotenzials bleiben insbesondere die USA auch in Zukunft eine der Kernregionen unserer wirtschaftlichen Tätigkeit.

Der Umsatz in den sonstigen Regionen trug in 2010 mit 7 % zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Der größte Anteil hiervon entfällt auf China, wo die Wachstumsdynamik auch im Geschäftsjahr 2010 weiter auf einem hohen Niveau lag. Durch sieben Produktionsstandorte in China können wir an dieser Entwicklung partizipieren.

GESAMTEINSCHÄTZUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG UND PROGNOSEERREICHUNG IM GESCHÄFTSJAHR

Das Geschäftsjahr 2010 ist für den Gerresheimer Konzern sehr gut verlaufen. Auftragseingang und Umsatz zeigten eine klare Aufwärtstendenz. Unsere im Vorjahr aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise frühzeitig eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen bedeuteten darüber hinaus für uns eine günstige Ausgangsposition. Damit ist es uns gelungen, hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Der Umsatz stieg um 5,6 % auf EUR 1.024,8 Mio. (Vorjahr ohne Technische Kunststoffsysteme), das Konzernergebnis nach Ertragsteuern verbesserte sich noch weit stärker von EUR 7,0 Mio. im Vorjahr auf jetzt EUR 46,7 Mio.

Unser Umsatz mit der Pharmaindustrie hat sich auch im Geschäftsjahr 2010 als stabil und konjunkturunabhängig erwiesen. Zudem konnten auch die eher zyklischen Bereiche Kosmetik und Life Science infolge der konjunkturellen Erholung wieder deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse verbuchen. Nach einem zunächst noch schwierigeren Jahresauftakt verzeichneten sowohl der Bereich Kosmetik als auch der Bereich Life Science Research im Jahresverlauf eine deutlich positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis.

Maßgeblich für den Konzern ist jedoch das Geschäft mit der Pharmaindustrie, das 73 % des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2010 ausmachte. Der Pharmamarkt zeichnet sich durch eine Reihe von Faktoren wie demographische Entwicklung oder bessere medizinische Versorgung in den Schwellenländern als krisenunabhängige Industrie mit nachhaltigem Wachstum aus. Gerresheimer ist hier durch unsere globale Präsenz und innovative Produkte bestens aufgestellt.

Unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr formulieren wir regelmäßig in Form von Korridorangaben für die Entwicklung des Umsatzes, der Adjusted EBITDA-Marge sowie für die Investitionsausgaben. So haben wir am 9. Februar 2010 unsere Prognose für das Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 2 % bis 4 % veröffentlicht (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse und unter Herausrechnung des Geschäftes der Technischen Kunststoffsysteme). Die Erwartung für die Adjusted EBITDA-Marge lag zu diesem Zeitpunkt bei rund 19,5 % (ohne Technische Kunststoffsysteme).

Mit Veröffentlichung des Berichtes für das 2. Quartal 2010 am 14. Juli 2010 konnten wir aufgrund des guten Geschäftsverlaufes unsere Prognose präzisieren und den Korridor für das Umsatzwachstum auf 3 % bis 4 % eingrenzen (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse und unter Herausrechnung des Geschäftes der Technischen Kunststoffsysteme). Auch die Erwartung für die Adjusted EBITDA-Marge konnten wir auf 19,5 % bis 20,0 % anheben (ohne Technische Kunststoffsysteme).

Die erzielten Werte des Geschäftsjahres 2010 belegen mit einem Umsatzzuwachs von 4,0 % (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse und unter Herausrechnung des Geschäftes der Technischen Kunststoffsysteme) die exakte Erreichung des oberen Schwellenwertes der Umsatzprognose (3 % bis 4 %). Auch die Adjusted EBITDA-Marge liegt mit 20,0 % zu unserer Zufriedenheit am oberen Ende des avisierten Korridors (19,5 % bis 20,0 %).

Die Investitionsausgaben in Höhe von EUR 73,2 Mio. lagen leicht unterhalb der Bandbreite von EUR 75 bis 80 Mio. Die Investitionen in Wachstumsprojekte sowie zur Qualitätssicherung und -verbesserung wurden konsequent umgesetzt. Insgesamt lag die Re-Investitionsquote (Verhältnis Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände zu planmäßigen Abschreibungen) bei 90 %.

In Anbetracht der Erhöhung des Jahresüberschusses und des im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Eigenkapitals war auch der Geschäftsverlauf der Gerresheimer AG als Einzelgesellschaft positiv.

KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich 2010 von der schweren Rezession schneller erholt, als dies vor einem Jahr erwartet worden war. Insbesondere im 1. Halbjahr 2010 wuchs das Welt-Bruttoinlandsprodukt kräftig. Die wirtschaftliche Dynamik war dabei insbesondere von den Schwellenländern geprägt, die von der Finanzkrise nicht oder deutlich weniger stark betroffen waren, so dass sie schnell zu alten Wachstumsraten zurückfanden. Impulse kamen aber auch von der zum Teil sehr expansiven Geld- und Fiskalpolitik einiger Länder sowie vom kräftig anziehenden Welthandel, von dem insbesondere die deutsche Wirtschaft stark profitieren konnte. Im weiteren Jahresverlauf hat sich der konjunkturelle Aufschwung in vielen Ländern allerdings verlangsamt. In Summe dürfte die Weltwirtschaft 2010 – nach einem Rückgang um 1 % im Jahr zuvor – mit einer Rate von etwa 4,5 % gewachsen sein.

Die amerikanische Wirtschaft hatte in 2010 nach wie vor mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen. Auf deutliche Zuwachsraten der gesamtwirtschaftlichen Produktion in den ersten Monaten nach der Krise folgte im Jahresverlauf 2010 eine eher verhaltene Erholung. Trotz des massiven Einsatzes von Konjunkturprogrammen und einer starken Lockerung der Geldpolitik ist noch keine durchgreifende Erholung eingetreten. Nach Schätzungen von Finanzanalysten dürften die USA nach dem Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2009 um 2,6 % in 2010 dennoch wieder einen Zuwachs des realen Bruttoinlandsproduktes von etwa 2,8 % verzeichnen.

In der Eurozone insgesamt verlief die Erholung eher schleppend und blieb noch hinter der Entwicklung in den USA zurück. In den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten verlief die wirtschaftliche Entwicklung dabei sehr unterschiedlich. Eine schwere Krise erlebten vor allem diejenigen Länder, deren Staatsverschuldung stark angestiegen war und die an den Kapitalmärkten weiterhin hohe Risikoprämien zahlen müssen. Andere Länder, deren wirtschaftlicher Erfolg aufgrund ihrer Exportorientierung vorübergehend beeinträchtigt war, befanden sich nach der Krise wieder auf Erholungskurs. Nach dem Abschwung in Europa mit einem Rückgang um 4,1 % in 2009 dürfte die Wirtschaftsleistung in 2010 wieder angestiegen sein. Die Prognosen lauten auf ein Plus in Höhe von etwa 1,7 %.

Deutschland hat nach Einschätzung des Sachverständigenrats in 2010 mit einer überdurchschnittlich starken und schnellen Erholung den Weg aus der Krise gefunden. Das Bruttoinlandsprodukt, das in 2010 um etwa 3,7 % gewachsen sein dürfte, profitierte dabei sowohl von der Belebung der Binnennachfrage als auch von der stark auf Investitionsgüter ausgerichteten Exportindustrie, die für eine deutlich schnellere wirtschaftliche Erholung in Deutschland im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern sorgte.

Die Schwellenländer sorgten auch in 2010 für Dynamik in der Entwicklung der Weltwirtschaft. Insbesondere die sogenannten BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und China haben allein aufgrund ihrer Größe besondere Bedeutung für die Weltwirtschaft. In 2010 betrug ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt der Welt rund 25 %, mit steigender Tendenz. Besonders wichtig sind die BRIC-Länder für Deutschland, dessen Handelsvolumen mit diesen Staaten etwa viermal so groß ist wie das Großbritanniens, Frankreichs oder Italiens. Auch wenn der Höhepunkt der Expansion in China aufgrund einer weniger expansiv ausgerichteten Wirtschaftspolitik nach Ansicht von Experten bereits überschritten wurde, dürfte China in 2010 einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von etwa 10 % erzielt haben. Auch in Brasilien reagierte die Wirtschaftspolitik mit leicht straffenden Maßnahmen auf die gute konjunkturelle Entwicklung, in deren Folge für 2010 eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um etwa 7,5 % erwartet wurde. Indien profitierte weiter von der günstigen demographischen Entwicklung, die als Motor der Binnennachfrage gilt. Infolgedessen dürfte das Bruttoinlandsprodukt in 2010 um etwa 9,5 % gestiegen sein. Lediglich in Russland hat die Rezession noch Spuren hinterlassen, da ein umfangreiches Konjunkturprogramm das Staatsdefizit hat anwachsen lassen. Schätzungen zufolge wird Russland in 2010 lediglich ein Plus des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von rund 4 % verzeichnen.

Der weltweite Pharmamarkt zeigte sich auch in 2010 robust. Während die Industrieländer eher moderate Wachstumsraten aufwiesen, verlief die Entwicklung in den aufstrebenden Ländern, den sogenannten Pharmerging Markets, deutlich dynamischer. Hier profitierte der Pharmasektor von steigenden öffentlichen Ausgaben für die medizinische Versorgung sowie von höheren privaten Ausgaben für Vorsorge und Gesundheit. Die staatlichen Bestrebungen, den Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben das Wachstum der Pharmaindustrie bisher nicht nachhaltig beeinträchtigt. Den Generikaherstellern wird zukünftig in diesem Zusammenhang zunehmend Bedeutung zukommen. Insgesamt gesehen gilt die Pharmaindustrie unverändert als krisenunabhängige Industrie, die von nachhaltigen Wachstumstreibern profitiert. Dazu gehören der demographische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und die steigende Anzahl von Arzneimitteln mit patentfreien Wirkstoffen und biotechnologisch hergestellter Medikamente. Trotz der im Vorjahr zum Teil deutlich reduzierten Bestände für pharmazeutische Primärverpackungen war im Geschäftsjahr 2010 kein Bestandsaufbau zu verzeichnen.

Der Markt für hochwertige Kosmetikverpackungen aus Glas belebte sich im Jahresverlauf deutlich. Maßgeblich zwei Effekte, nämlich deutliche Tendenzen zum Wiederaufbau der Warenbestände, aber auch die anziehende Nachfrage nach Kosmetikartikeln, sorgten für eine aufstrebende Entwicklung.

Der Markt für Life Science Research-Produkte verzeichnete im Jahresverlauf 2010 eine schrittweise Erholung. Ähnlich wie in dem Bereich Kosmetik wurden auch hier Bestände wieder ergänzt. Darüber hinaus führte die Erholung der Nachfrage zu wieder steigenden Umsätzen.

Konzernabschluss der Gerresheimer AG

UMSATZENTWICKLUNG

Bereinigt um das veräußerte Geschäft der Technischen Kunststoffsysteme stieg der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2010 um 5,6 % auf EUR 1.024,8 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2009. Bereinigt um Währungseffekte wurde eine Umsatzsteigerung von 4,0 % erzielt. In den Vorjahresumsätzen sind noch EUR 29,4 Mio. aus dem zum 1. Juli 2009 veräußerten Geschäft der Technischen Kunststoffsysteme enthalten.

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in Mio. EUR 2010 2009 Veränderung in %
Umsatzerlöse
Tubular Glass 310,4 302,9 2,5
Plastic Systems 307,9 285,5 7,8
Moulded Glass 327,3 307,9 6,3
Life Science Research 95,0 87,4 8,8
Zwischensumme 1.040,6 983,7 5,8
Innenumsätze - 15,8 - 12,9 - 22,5
Umsatz Kerngeschäft 1.024,8 970,8 5,6
Technische Kunststoffsysteme 0,0 29,4 - 100,0
Summe Umsatzerlöse 1.024,8 1.000,2 2,5

Der Geschäftsbereich Tubular Glass erzielte im Jahr 2010 bei einem Umsatz von EUR 310,4 Mio. ein Wachstum von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Bei vergleichbarem Wechselkurs lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. Der Umsatz mit Fläschchen und Ampullen entwickelte sich insbesondere in Nordamerika und in China weiter sehr positiv. Der Umsatz mit Bulkspritzen ging dagegen im Laufe des Geschäftsjahres aufgrund des rückläufigen Marktes sowie der Verlängerung eines Vertrages mit einem Großkunden mit reduzierten Stückzahlen deutlich zurück. Das Geschäft mit RTF®-Spritzen entwickelte sich positiv, blieb allerdings im letzten Quartal aufgrund von teilweise geänderten technischen Parametern und der anschließend erforderlichen kundenseitigen Validierung temporär hinter den Wachstumserwartungen zurück.

Der Geschäftsbereich Plastic Systems steigerte seinen Umsatz im Jahr 2010 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um EUR 22,4 Mio. auf EUR 307,9 Mio. Dies entspricht einem Wachstum von 7,8 %. Bereinigt um Währungseffekte wurde ein Umsatzwachstum von 6,3 % erzielt. Der Umsatzanstieg wurde im gesamten Geschäftsjahr 2010 erneut maßgeblich durch den Verkauf von Pen-Systemen sowie von Produkten aus dem Bereich der Inhalation erzielt.

Der Geschäftsbereich Moulded Glass erzielte im Geschäftsjahr 2010 bei einem Umsatz von EUR 327,3 Mio. ein Wachstum von 6,3 % gegenüber dem Vorjahr. Währungsbereinigt betrug der Umsatzanstieg 5,6 %, der im Geschäftsjahr 2010 insbesondere durch die wieder anziehende Nachfrage nach Kosmetikprodukten erzielt wurde.

Im Geschäftsbereich Life Science Research erreichte der Umsatz im Berichtsjahr EUR 95,0 Mio. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,8 % bzw. währungsbereinigt von 5,5 %. Das Wachstum ist auf die im Geschäftsjahr einsetzende Markterholung sowie auf den temporär unterstützenden Umsatzeffekt aus dem Bestandsaufbau einiger Großkunden zurückzuführen.

Durch die Veräußerung des Geschäftes mit Technischen Kunststoffsystemen zum 1. Juli des vergangenen Jahres sind im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Umsätze mehr enthalten. Das Geschäftsjahr 2009 enthielt dagegen noch Umsätze von EUR 29,4 Mio. Aus diesem Grund ist die Umsatzentwicklung nicht mehr mit dem Vorjahr vergleichbar.

ERTRAGSLAGE

Die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Der Gerresheimer Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 ein Adjusted EBITDA (operatives Ergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen) von EUR 204,5 Mio. und lag damit um 10,0 % über dem Wert des Vorjahres. Der im Geschäftsjahr erzielte Umsatzanstieg führte, auch verbunden mit den im Vorjahr durchgeführten Kostenanpassungen, zu einem Anstieg der Adjusted EBITDA-Marge auf 20,0 % (2009: 19,2 % ohne Technische Kunststoffsysteme).

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in Mio. EUR 2010 2009 Veränderung in %
Adjusted EBITDA
Tubular Glass 70,3 73,3 - 4,1
Plastic Systems 74,1 69,0 7,4
Moulded Glass 67,9 54,0 25,7
Life Science Research 11,7 8,2 42,7
Zwischensumme 224,0 204,5 9,5
Zentralstellen/Konsolidierung - 19,5 - 18,3 - 6,6
Adjusted EBITDA Kerngeschäft 204,5 186,2 9,8
Technische Kunststoffsysteme 0,0 - 0,3 100,0
Summe Adjusted EBITDA 204,5 185,9 10,0

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Tubular Glass von EUR 70,3 Mio. lag im Geschäftsjahr 2010 unter dem Vorjahreswert von EUR 73,3 Mio. Auch die Adjusted EBITDA-Marge lag mit 22,6 % unter dem Niveau des Vorjahres von 24,2 %. Ergebniseffekte aus Umsatzrückgängen bei Bulkspritzen sowie RTF®-Spritzen im 4. Quartal konnten durch die positiven Beiträge aus Mehrumsätzen in allen anderen Produktlinien nicht vollständig kompensiert werden.

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Plastic Systems stieg im Berichtsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % auf EUR 74,1 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge lag mit 24,1 % auf dem Niveau des exzellenten Vorjahres (ohne Technische Kunststoffsysteme). Insbesondere der deutliche Umsatzanstieg im Geschäftsfeld der Medizinischen Kunststoffsysteme führte zu dieser positiven Ergebnisentwicklung.

Im Geschäftsjahr 2010 übertraf der Geschäftsbereich Moulded Glass das Adjusted EBITDA des Vorjahres um 25,7 % und stieg somit auf EUR 67,9 Mio. Der erhebliche Umsatzzuwachs insbesondere im Kosmetikgeschäft sorgte für eine bessere Auslastung der Werke und führte somit zu zusätzlichen Deckungsbeiträgen. Außerdem wirkten sich die im Vorjahr eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen positiv aus. Die Adjusted EBITDA-Marge stieg von 17,5 % im Vorjahr auf ausgezeichnete 20,7 % im Berichtsjahr.

Der Geschäftsbereich Life Science Research steigerte im Geschäftsjahr 2010 das Adjusted EBITDA um 42,7 % auf EUR 11,7 Mio. Haupttreiber der positiven Ergebnisentwicklung waren das Umsatzwachstum sowie positive Effekte aus der Verlagerung von Produktion im Zusammenhang mit der Schließung eines Werkes in den USA nach China und Mexiko. Die Adjusted EBITDA-Marge stieg von 9,4 % im Geschäftsjahr 2009 auf nunmehr 12,3 % im Berichtsjahr 2010.

Die Kosten der Zentralstellen bzw. die Konsolidierungseffekte sind von EUR 18,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 19,5 Mio. gestiegen.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Adjusted EBITDA zum Konzernergebnis:

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in Mio. EUR 2010 2009 Veränderung
Adjusted EBITDA 204,5 185,9 18,6
Restrukturierungsaufwendungen 3,7 3,6 0,1
Einmalige Aufwendungen und Erträge1) 0,0 2,0 - 2,0
EBITDA 200,8 180,3 20,5
Abschreibung Fair Value- Anpassungen2) 24,8 38,3 - 13,5
Planmäßige Abschreibungen 81,0 76,2 4,8
Buchverlust aus Desinvestition 0,0 5,3 - 5,3
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 95,0 60,5 34,5
Finanzergebnis (netto)3) - 34,3 - 40,3 6,0
Ertragsteuern - 14,0 - 13,2 - 0,8
Konzernergebnis 46,7 7,0 39,7
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 3,5 1,2 2,3
Ergebnisanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens 43,2 5,8 37,4

1) Die Position „Einmalige Aufwendungen und Erträge“ umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen u. a. diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als „Restrukturierungsaufwendungen“ auszuweisen sind.

2) Die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammen- hang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese im Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Neugründung des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007 sowie der Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008.

3) Das Finanzergebnis (netto) umfasst Zinserträge sowie Zinsaufwendungen bezogen auf die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns. Zudem werden unter dem Finanzergebnis (netto) auch Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen abzgl. erwarteter Erträge aus Fondsvermögen sowie Währungseffekte aus den Finanzierungsgeschäften und den dazugehörigen derivativen Sicherungsgeschäften ausgewiesen.

Ausgehend vom Adjusted EBITDA leiten Restrukturierungsaufwendungen sowie einmalige Erträge und Aufwendungen zum EBITDA über. Die Restrukturierungsaufwendungen beinhalten im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen Beträge im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion des Life Science Research-Werkes in Vineland, NJ, USA.

Während die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen mit EUR 24,8 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau von EUR 38,3 Mio. liegen, sind die planmäßigen Abschreibungen aufgrund des höheren Investitionsvolumens um EUR 4,8 Mio. auf EUR 81,0 Mio. gestiegen. Der im Vorjahr ausgewiesene Buchverlust in Höhe von EUR 5,3 Mio. betraf den Verkauf der Technischen Kunststoffsysteme. Insgesamt liegt damit das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit mit EUR 95,0 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 60,5 Mio.

Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Verschuldung liegt das Finanzergebnis im Berichtsjahr mit EUR 34,3 Mio. um EUR 6,0 Mio. unter dem des Vorjahres. Somit betrug das Konzernergebnis vor Ertragsteuern zum Ende der Berichtsperiode EUR 60,7 Mio. Der Vergleichswert des Vorjahres lag bei EUR 20,2 Mio.

Der Ertragsteueraufwand in Höhe von EUR 14,0 Mio. führte zu einer Konzern-Steuerquote von 23 %. Hierin sind Steuervergünstigungen für Investitionen in Tschechien sowie einmalige Effekte aus Vorperioden enthalten. Zum 30. November 2010 wies der Gerresheimer Konzern damit ein Konzernergebnis von EUR 46,7 Mio. aus (Vorjahr: EUR 7,0 Mio.).

Das bereinigte Konzernergebnis bzw. Adjusted Net Income (definiert als: Konzernergebnis inkl. der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im Geschäftsjahr 2010 EUR 65,8 Mio. nach EUR 45,2 Mio. im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf EUR 1,95 nach EUR 1,34 im Vorjahr (jeweils nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen).

DIVIDENDENVORSCHLAG AN DIE HAUPTVERSAMMLUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG werden der Hauptversammlung am 14. April 2011 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 je Aktie für das Geschäftsjahr 2010 auszuschütten.

Dies entspricht einem Dividendenbetrag von EUR 15,7 Mio. Des Weiteren wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 45,0 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen.

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:

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30.11.2010 30.11.2009
in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
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Aktiva
Langfristige Aktiva 993,3 73,2 1.005,0 75,0
Kurzfristige Aktiva 364,5 26,8 335,6 25,0
Bilanzsumme 1.357,8 100,0 1.340,6 100,0
Passiva
Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 529,4 39,0 480,2 35,8
Langfristige Passiva 491,7 36,2 521,6 38,9
Kurzfristige Passiva 336,7 24,8 338,8 25,3
Bilanzsumme 1.357,8 100,0 1.340,6 100,0

Zum 30. November 2010 ist die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um EUR 17,2 Mio. auf EUR 1.357,8 Mio. gestiegen. Innerhalb der Bilanzstruktur ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen.

Die langfristigen Aktiva gingen um EUR 11,7 Mio. auf EUR 993,3 Mio. zurück und betrugen zum 30. November 2010 73,2 % der Bilanzsumme. Der Anstieg des Anlagevermögens aufgrund von Investitionen und Translationseffekten wurde durch die planmäßigen Abschreibungen einschließlich der Abschreibungen auf die Fair Value-Anpassungen überkompensiert. Die langfristigen Aktiva sind vollständig durch Eigenkapital und langfristige Passiva finanziert.

Der Anstieg der kurzfristigen Aktiva von EUR 335,6 Mio. auf EUR 364,5 Mio. spiegelt insbesondere den Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der gestiegenen Nachfrage wider.

Das Eigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile liegt mit EUR 529,4 Mio. um EUR 49,2 Mio. höher als im Vorjahr; die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 35,8 % im Vorjahr auf 39,0 % im Geschäftsjahr. Das positive Konzernergebnis sowie die im Eigenkapital direkt erfassten Wechselkurseffekte und positiven Wertänderungen von Sicherungsgeschäften führten zu dieser deutlichen Eigenkapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2010.

Die langfristigen Passiva haben sich trotz Translationseffekten von EUR 521,6 Mio. per Ende November 2009 auf nunmehr EUR 491,7 Mio. reduziert. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass ein bisher als langfristig ausgewiesener Teil der Konsortialkredite aufgrund der im nächsten Jahr anstehenden planmäßigen Tilgung in den Kurzfristbereich umgegliedert wurde. Die langfristigen Passiva betragen nunmehr 36,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 38,9 %).

Die kurzfristigen Passiva sind trotz Umgliederung des nunmehr kurzfristigen Teiles der Konsortialkredite insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der erhaltenen Anzahlungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die planmäßige Tilgung eines Teiles der Konsortialkredite zurückzuführen.

Die Nettofinanzschulden entwickelten sich wie folgt:

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in Mio. EUR 30.11.2010 30.11.2009
Finanzschulden
Konsortialkredite
Langfristiges Darlehen1) 183,9 201,6
Revolvierendes Darlehen1) 10,0 39,9
Summe Konsortialkredite 193,9 241,5
Schuldverschreibung 126,0 126,0
Lokale Kreditlinien1) 39,2 45,6
Finanzierungsleasing 12,4 16,3
Summe Finanzschulden 371,5 429,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 60,5 56,1
Nettofinanzschulden 311,0 373,3
Adjusted EBITDA 204,5 185,9
Adjusted EBITDA Leverage 1,5 2,0

1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: zum 30. November 2009: EUR 1,00 / USD 1,5023; zum 30. November 2010: EUR 1,00 / USD 1,2998.

Die positive Geschäftsentwicklung des Gerresheimer Konzerns führte zum 30. November 2010 zu einer weiteren Reduzierung der Nettofinanzschulden. Im Vergleich zum 30. November 2009 wurden die Nettofinanzschulden um EUR 62,3 Mio. reduziert. Diese Entwicklung ist umso positiver zu werten, als die Translationseffekte der in US-Dollar aufgenommenen Kredite aufgrund des stärkeren US-Dollars die Nettofinanzschulden des Konzerns rechnerisch erhöhten.

Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, betrug zum Bilanzstichtag 1,5 im Vergleich zu 2,0 im Vorjahr.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE

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in Mio. EUR 2010 2009
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 159,8 117,4
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 69,5 - 86,8
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit - 90,5 - 65,3
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes - 0,2 - 34,7
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 4,6 - 4,3
Änderungen des Finanzmittelbestandes der Veräußerungsgruppe 0,0 0,7
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 56,1 94,4
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 60,5 56,1

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei EUR 159,8 Mio. und damit EUR 42,4 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 117,4 Mio. Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf die deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses und niedrigere Zins- und Steuerzahlungen zurückzuführen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 69,5 Mio. lag aufgrund niedrigerer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen deutlich unter dem Vorjahreswert von EUR 86,8 Mio. Weitere Informationen zu den im Geschäftsjahr 2010 vorgenommenen Investitionen in Sachanlagen sind im Abschnitt „Investitionen“ in diesem Konzern-Lagebericht ausgeführt.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr saldiert EUR 90,5 Mio. (Vorjahr: EUR 65,3 Mio.). Wie im Vorjahr wurden freie liquide Mittel für Netto-Kreditrückzahlungen, insbesondere für die planmäßige Tilgung unserer Konsortialkredite, verwendet.

Zum 30. November 2010 verfügte der Gerresheimer Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 60,5 Mio. (Vorjahr: EUR 56,1 Mio.). Darüber hinaus stand Gerresheimer zum Ende der Berichtsperiode ein revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 175 Mio. zur Verfügung, das zum 30. November 2010 mit EUR 10,0 Mio. (Vorjahr: EUR 39,9 Mio.) in Anspruch genommen wurde und unter anderem für Investitionen, Akquisitionen und für weitere betriebliche Zwecke zur Verfügung steht.

INVESTITIONEN

Im Geschäftsjahr 2010 tätigte Gerresheimer Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 73,2 Mio. (Vorjahr: EUR 86,4 Mio.). Schwerpunkt dieser Investitionen bildeten unverändert Wachstumsprojekte und Kapazitätserweiterungen, insbesondere im Bereich Plastic Systems. Aber auch die Investitionen in Qualitätssicherung und -verbesserung wurden planmäßig durchgeführt. Die Re-Investitionsquote (Verhältnis Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände zu planmäßigen Abschreibungen) lag bei rund 90 %.

Insgesamt investierte der Geschäftsbereich Tubular Glass im Geschäftsjahr 2010 EUR 18,3 Mio. (Vorjahr: EUR 25,4 Mio.). Neben dem Ausbau der RTF®-Spritzenproduktion investierten wir darüber hinaus in Automatisierungen sowie in Kapazitätserweiterungen bei Ampullenlinien.

Der Geschäftsbereich Plastic Systems tätigte im Jahr 2010 Investitionen in Höhe von EUR 32,2 Mio. (Vorjahr: EUR 29,3 Mio.). Die größte Einzelinvestition betraf den Aufbau der Produktion von Pen-Systemen in Brasilien.

Von den Sachinvestitionen entfielen EUR 19,8 Mio. (Vorjahr: EUR 28,8 Mio.) auf den Geschäftsbereich Moulded Glass. Darin enthalten waren im Geschäftsjahr 2010 Mittel für die turnusmäßige Generalüberholung einer Schmelzwanne in den USA sowie Ausgaben für Formen, Werkzeuge und Modernisierungsmaßnahmen.

Die Investitionen des Geschäftsbereiches Life Science Research lagen mit EUR 2,5 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres.

Auf Amerika entfielen 30 % oder EUR 21,6 Mio. der Sachinvestitionen (Vorjahr: 24 %), auf China 3 % oder EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: 3 %) und auf das europäische Ausland 20 % oder EUR 14,5 Mio. (Vorjahr: 25 %). Deutschland stellte mit 47 % oder EUR 34,6 Mio. wiederum den Investitionsschwerpunkt dar (Vorjahr: 48 %).

Jahresabschluss der Gerresheimer AG

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.

Entwicklung der Ertragslage der Gerresheimer AG

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg von EUR 29,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 33,0 Mio. im Geschäftsjahr 2010. Es ist geprägt durch das positive Finanzergebnis im Rahmen der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 34,2 Mio. sowie die Erträge aus der Gewinnabführung der Gerresheimer Holdings GmbH in Höhe von EUR 16,9 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 10,6 Mio. über dem Vorjahresniveau von EUR 9,2 Mio. Sie enthalten hauptsächlich Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten an Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten Serviceleistungen.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,4 Mio. auf EUR 12,9 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 1,2 Mio. auf EUR 15,5 Mio. gestiegen und beinhalten hauptsächlich wiederkehrende Aufwendungen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit der Gerresheimer AG, so z.B. die Aufwendungen für Versicherungen, für Mieten und Leasing oder für die Ausrichtung von Messen. Die Aufwendungen werden innerhalb des Konzerns weiterbelastet, soweit sie wirtschaftlich durch die Tochterunternehmen verursacht sind. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere IT-Kosten im Zusammenhang mit der SAP-Einführung bei einer Tochtergesellschaft zurückzuführen, die im Rahmen von Servicevereinbarungen an diese weiterbelastet wurden.

Das Finanzergebnis ist von EUR 33,5 Mio. auf EUR 34,2 Mio. gestiegen. Es beinhaltet vornehmlich Zinserträge von verbundenen Unternehmen. Der leichte Anstieg im Berichtsjahr ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die Zinsen auf die sonstigen Ausleihungen kapitalisiert und ebenfalls verzinst werden.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Gerresheimer AG

Im Anlagevermögen sind unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 117,1 Mio. sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 396,3 Mio. ausgewiesen. Letztere hatte die Gerresheimer AG aus mit dem Börsengang erzielten Mitteln in Form eines langfristigen verzinslichen Darlehens an die Gerresheimer Holdings GmbH weitergegeben.

Im Umlaufvermögen sind im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 147,9 Mio. aus Lieferungen und Leistungen sowie aus verzinslichen kurzfristigen Darlehen enthalten (Vorjahr: EUR 109,6 Mio.). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um EUR 38,3 Mio. ist im Wesentlichen auf die Zinsforderungen im Geschäftsjahr für die Ausleihung sowie auf die aktuelle Forderung aus Gewinnabführung zurückzuführen.

Das Eigenkapital erhöhte sich um EUR 22,8 Mio. von EUR 595,0 Mio. auf EUR 617,8 Mio. Die Veränderung resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von EUR 22,8 Mio. Die Eigenkapitalquote ging leicht von 94,9 % zum 30. November 2009 auf 92,9 % zum 30. November 2010 zurück.

Im Berichtsjahr erhöhten sich die Verbindlichkeiten von EUR 20,6 Mio. auf EUR 34,4 Mio. Sie bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen. Davon betreffen EUR 31,8 Mio. (Vorjahr: EUR 19,2 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber der GERRESHEIMER GLAS GmbH, die insbesondere aus der Abwicklung des laufenden Zahlungsverkehrs für die Gerresheimer AG resultieren.

Die Gerresheimer AG ist mit den übrigen deutschen Konzerngesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden, das durch die GERRESHEIMER GLAS GmbH durchgeführt wird. Die Gerresheimer AG selber hat keine Bankbestände.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 je Aktie vorzuschlagen.

Nicht finanzielle Erfolgsfaktoren des Gerresheimer Konzerns und der Gerresheimer AG

MITARBEITER

Motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unerlässlich für den Erfolg eines Unternehmens. Dementsprechend großen Wert legt Gerresheimer weltweit auf die Personalentwicklung, die Aus- und Weiterbildung sowie die Attraktivität als Arbeitgeber. Auch in der im Jahr 2010 weiterentwickelten Unternehmensvision ist dies im zweiten Satz verankert: „Die Leidenschaft unserer Mitarbeiter ist die Grundlage für unseren Erfolg.“

Der ausdrückliche Dank des Unternehmens gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit ihrem großen Engagement, dem unermüdlichen Einsatz für das Unternehmen und dem Willen, sich selber, die Produkte und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 9.475 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 132 Mitarbeiter.

Im Geschäftsbereich Tubular Glass waren zum Ende der Berichtsperiode 3.634 Mitarbeiter beschäftigt. Der Anstieg gegenüber den 3.548 Mitarbeitern zum Stichtag des Vorjahres beruht hauptsächlich auf Neueinstellungen in Mexiko als Folge der Nachfragebelebung in Amerika.

Im Geschäftsbereich Plastic Systems ging die Anzahl der Mitarbeiter leicht von 2.487 im Vorjahr auf 2.440 zum Ende der Berichtsperiode zurück.

Der Geschäftsbereich Moulded Glass beschäftigte zum Geschäftsjahresende 2.180 Mitarbeiter gegenüber 2.179 Mitarbeitern zum Ende der Vorjahresperiode.

Bei Life Science Research waren zum 30. November 2010 insgesamt 1.132 Mitarbeiter tätig. Die Veränderung zu den 1.039 Mitarbeitern im Vorjahr ist vor allem auf das Umsatzwachstum zurückzuführen. Zudem stieg die Anzahl der Mitarbeiter in diesem Geschäftsbereich temporär im Zusammenhang mit der Produktionsverlagerung nach Mexiko und China.

Zum 30. November 2010 waren in der Hauptverwaltung 89 Mitarbeiter (Vorjahr: 90 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die regionale Mitarbeiterstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Der Anteil der Mitarbeiter an den Standorten in den USA, Mexiko, Brasilien und Argentinien blieb stabil bei 30 % zum Berichtsjahresende. Der Anteil der Mitarbeiter in Deutschland blieb ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres von 33 %. Im sonstigen europäischen Raum (Belgien, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und Schweiz) reduzierte sich der Mitarbeiteranteil leicht von 22 % auf 21 %. Der Anteil der Beschäftigten in China stieg dagegen leicht von 15 % auf 16 %.

Für den Erfolg des Unternehmens ist die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ein wesentlicher Faktor. Über alle Hierarchien hinweg ist das Ziel des kontinuierlichen Lernens in den Grundprinzipien von Gerresheimer verankert. Die unternehmenseigene Ausbildung betreibt Gerresheimer in Deutschland mit einer Ausbildungsquote von 6,1 % schon seit langer Zeit erfolgreich. So wurden beispielsweise im Berichtsjahr 203 junge Menschen ausgebildet. Typische Ausbildungsberufe waren dabei Verfahrensmechaniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Industriekaufleute und Werkzeugmechaniker. Generell wurden die duale Weiterbildung und die Zusammenarbeit mit Hochschulen weiter ausgebaut. So wurden beispielsweise in Pfreimd, Lohr und Essen duale Studiengänge angeboten. Die Gerresheimer Regensburg GmbH kooperierte eng mit den Hochschulen Amberg-Weiden und Regensburg. Während der Ausbildung oder des Dualen Studiums konnten 2010 junge Mitarbeiter zeitweise auch in anderen Werken und anderen Ländern eingesetzt werden, so etwa deutsche Auszubildende in Tschechien oder Studenten in den USA. Auch das ist ein Beitrag zur Verstärkung der Teamarbeit, die auch über regionale Grenzen hinweg im gesamten Gerresheimer Konzern an Bedeutung gewinnt.

Neben vielen weiteren Weiterbildungsmaßnahmen aller Werke ist das gruppenweite Trainingsprogramm der Sales-Academy zu nennen, das in 2010 für Vertriebsmitarbeiter fortgesetzt wurde. Auch das Thema Integration/Diversity nehmen wir ernst, so arbeiten 22 unterschiedliche Nationalitäten an unseren Standorten in Deutschland.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Auf Märkten, die von starker Dynamik und Innovationsorientierung geprägt sind, ist kundenspezifische, projektorientierte Produkt- und Verfahrensentwicklung für uns ein elementarer Erfolgsfaktor. Naturgemäß stellt gerade die Zusammenarbeit mit der Pharma- und Gesundheitsbranche auf diesem Gebiet sehr komplexe qualitative Anforderungen. Gemeinsame Entwicklungen mit Kunden im Bereich der Drug Delivery-Systeme bilden hier einen unserer bedeutendsten Schwerpunkte. Zu unseren wesentlichen Zielsetzungen gehört es, die Effizienz von Medikamenten durch möglichst gezielte und präzise Dosierung zu erhöhen, wobei nicht zuletzt Convenience und Anwendungssicherheit im praktischen Einsatz eine wichtige Rolle spielen. In enger, projektorientierter Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickeln wir nicht nur kundenspezifische Systeme, sondern auch individuell erforderliche Werkzeuge und Anlagen zu deren Herstellung. Im Vordergrund steht generell das Thema Sicherheit. Die konstruktiven Details des jeweiligen Systems sind hierbei ebenso entscheidend wie auch die sorgfältige Abstimmung der eingesetzten Primärmaterialien auf die jeweiligen pharmazeutischen Stoffe. Parallel dazu kommt den Technologien und Prozessen der Fertigung zentrale Bedeutung zu. Die Herstellung und Qualität von Produkten, die insbesondere mit Arzneimitteln in unmittelbaren Kontakt kommen, unterliegen zudem strengsten Auflagen nationaler und internationaler Zulassungsbehörden und sind für die Pharmaindustrie schon unter diesem Gesichtspunkt von besonderer Relevanz. Mit führenden Technologien und hoher Innovationskraft hat unser Unternehmen eine Spitzenstellung erreicht, die es zu halten und zu stärken gilt. Unser enges Zusammenwirken mit der Pharmaindustrie bildet dabei nicht nur die Grundlage marktgerechter Innovation, sondern auch die Basis solider Kundenbeziehungen.

Qualitätsverbesserung

Die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen ist nur eine Facette unserer Anstrengungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Die fortlaufende Verbesserung der Qualität ist ebenso von hoher Bedeutung. Beispielhaft seien hier die von Gerresheimer entwickelten neuen Kamerainspektionssysteme genannt. Die vollautomatischen, hochauflösenden Kameras überwachen die Produktqualität der aus Röhrenglas hergestellten Spritzen oder Fläschchen im laufenden Produktionsprozess. Ein weiteres Beispiel ist der intern entwickelte neuartige Waschprozess bei der Herstellung von vorfüllbaren Spritzen in unserem Spritzenkompetenzzentrum in Bünde (Deutschland). Durch den zusätzlichen Waschprozess wird die Belastung der Spritzenkörper mit Glas- und Fremdpartikeln erheblich reduziert. Generell wird die Qualität unserer Produkte für die Pharmaindustrie durch den verstärkten Einsatz von Reinraumtechnik in unseren Werken verbessert.

Ressourcenschonende Produktion

Im gleichen Maße zielen unsere Anstrengungen auf ressourcenschonende Produktion und die Vermeidung und Verringerung von Abfällen und Emissionen. Zahlreiche Projekte und Initiativen vieler Gerresheimer Werke gehen weit über gesetzliche Anforderungen hinaus und verringern in vielen Fällen die Kosten. So wurde beispielsweise im Geschäftsjahr 2010 eine wegweisende Wärmerückgewinnungsanlage in unserem Werk in Horsovsky Tyn (Tschechien) in Betrieb genommen, die den CO2-Ausstoß deutlich reduziert. In unserem Behälterglaswerk in Essen (Deutschland) wurde eine neue Druckluftanlage gemeinsam mit einem Partner installiert, die ebenfalls die CO2-Emissionen wie auch die Betriebskosten verringert. Ein Blockheizkraftwerk wurde in dem Plastic Systems Werk in Pfreimd (Deutschland) gebaut. In unserem amerikanischen Behälterglaswerk in Millville konnten wir durch gezielte Investitionen die Stickoxidemissionen einer Schmelzwanne um ein Vielfaches reduzieren.

Technology Center für Spritzensysteme

Bei der Gerresheimer Bünde befindet sich das Entwicklungs- und Produktionszentrum im Bereich der Drug Delivery-Systeme für Injektabilia. Den wichtigsten Schwerpunkt bilden hier sterile Ganzglas-Spritzensysteme unserer Marke RTF®, die wir in komplett füllfertiger Form an die Pharmaindustrie liefern. Unsere Produktentwicklung befasst sich auch mit praxisorientiertem Zubehör, das vor allem erhöhter Anwendungssicherheit rund um die Injektion dient: Genannt seien beispielsweise das Rigid Needle Shield (RNS), das den Anwender vor Stichverletzungen schützt, und das Tamper Evident Luerlock Closure (TELC) als Spritzenverschluss, Originalitätssicherung und Kanülenadapter in einem.

Technical Competence Center für Kunststoffprodukte

Der Geschäftsbereich Plastic Systems betreibt zwei Technical Competence Center (TCC) in Wackersdorf (Deutschland) und Peachtree City (USA) speziell für Kunststoffprodukte. Hochqualifizierte Mitarbeiter sind dort in den Bereichen Entwicklung und Konstruktion tätig. Im TCC konzentrieren wir unsere Produktentwicklung von Anfang an auf den praktischen Einsatz der Systeme und Komponenten, die für pharmazeutische, diagnostische und medizintechnische Zwecke bestimmt sind.

Wir arbeiten stetig an der Optimierung unseres Produktportfolios sowie unserer Produktionsprozesse. Die in diesem Zusammenhang angefallenen Kosten sind zum größten Teil in den Herstellungskosten enthalten. Separat wurden im Berichtsjahr EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,9 Mio.) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich eng an den Bedürfnissen unserer Kunden und finden deshalb oftmals in enger Zusammenarbeit mit ihnen statt. Zum Teil arbeiten Mitarbeiter der Pharmaunternehmen in unseren Kompetenzzentren. Die Kosten für diese kundenspezifische Forschung und Entwicklung tragen unsere Kunden. Weitere EUR 1,4 Mio. Entwicklungskosten wurden in 2010 aktiviert.

PROZESSOPTIMIERUNG

Gerresheimer ist ein führender Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie. Unsere Kunden erwarten hierbei von uns nicht nur qualitativ hochwertige Produkte, sondern ein vollständiges Management-System, das garantiert, dass unsere Produkte und Dienstleistungen ihren Anforderungen in Bezug auf Service, Qualität und Kosten genügen oder diese übersteigen. Hierzu setzen wir seit Jahren unser Gerresheimer Management-System ein. Mit diesem Management-System werden konzernweit Standards festgelegt sowie Methoden und Werkzeuge definiert, um eine kontinuierliche Prozessverbesserung in allen Elementen der Wertschöpfungskette nachhaltig zu implementieren. In einer globalen Welt erwarten unsere Kunden, dass wir liefern, was wir versprochen haben: „Tag für Tag und jeden Tag besser“. Durch das Gerresheimer Management-System stellen wir sicher, dass innerhalb unserer gesamten Gruppe Best-Practice angewendet wird und alle Mitarbeiter, Abteilungen und Werke voneinander lernen. Die Anwendung professioneller Methoden und Werkzeuge durch motivierte Mitarbeiter mündet in eine verbesserte und gruppenweit einheitlich hohe Qualität unserer Produkte, Prozessoptimierungen und einen pünktlichen und vollständigen Lieferservice.

Die Einhaltung der durch das Gerresheimer Management-System definierten Standards wird regelmäßig durch sogenannte Key Performance-Indikatoren gemessen und in Audits überprüft und bewertet. Zudem werden aus dem Audit standortspezifische Empfehlungen entwickelt, um eine zielgerichtete kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

NACHHALTIGKEIT UND UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Wir leben in einer Welt der Pharmazeutik und der Biowissenschaften: Eine Welt, in der die Menschen und ihre Lebensqualität direkt vom Fortschritt profitieren. Durch unsere Produkte liefern wir einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu diesem Fortschritt. Sich für die Natur und ihre Ressourcen verantwortlich zu fühlen, ist unsere Absicht. Wir verbessern dauerhaft unsere Prozesse und Produktionstechnologien auf Basis der regionalen oder lokalen Gegebenheiten. Mit unseren Produktionskonzepten zielen wir darauf ab, Emissionen von Anfang an zu verringern oder vollständig zu vermeiden. Durch ressourcenschonende Planung und effiziente Produktionsverfahren vermeiden wir nicht notwendigen Materialverbrauch. Durch abgestimmte Logistikkonzepte vermeiden wir unnötige Transporte. Für uns gibt es keinen Widerspruch zwischen Wirtschaft und Ökologie.

Eine Zusammenstellung unserer Grundsätze unternehmerischer Verantwortung haben wir auch im Internet unter www.gerresheimer.com veröffentlicht.

VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütung des Vorstands

Die Gesamtvergütung des aktiven Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um ein Festgehalt, eine erfolgsabhängige Tantieme, eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung, Aktienwertsteigerungsrechte, übliche Nebenleistungen und in drei Fällen um Pensionszusagen.

Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einem Fixum und Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Letztere setzen sich im Wesentlichen aus Versicherungsprämien sowie Dienstwagennutzung zusammen. Der Gesamtaufwand für Fixum und Nebenleistungen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 2,4 Mio. Für die Mitglieder des Vorstands besteht zudem eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung), die einen Selbstbehalt gem. § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG vorsieht.

Die erfolgsabhängige Tantieme ist an den Grad des Erreichens von anstellungsvertraglich definierten Jahreszielen geknüpft, deren Höhe sich jeweils aus dem Budget ableitet. Diese beziehen sich auf die Kennzahlen EBITDA, Umsatzerlöse, Net Working Capital und Investitionsvolumen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Gesamtaufwand für die erfolgsabhängige Komponente bei EUR 1,5 Mio.

Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung besteht aus einem rollierenden Bonussystem, das an das Erreichen bestimmter Ziele über einen Zeitraum von drei Jahren anknüpft. Die für die Zielerreichung relevanten Kennzahlen sind das organische Umsatzwachstum und die Gesamtkapitalrendite (ROCE). Die Zielerreichung wird anhand des arithmetischen Mittels der Einzelwerte jedes Jahres des dreijährigen Bemessungszeitraumes festgestellt. Die Auszahlung erfolgt, bezogen auf das Basisjahr, nach drei Jahren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist keine Auszahlung erfolgt.

Zusätzlich hat die Gesellschaft mit sämtlichen Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen über eine langfristige aktienkursorientierte variable Vergütung geschlossen. Diese Vereinbarungen sehen vor, dass der Gesamtvorstand in jedem der Jahre der Vorstandstätigkeit, in Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienkurses, eine bestimmte Anzahl sogenannter Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks) erhält. Jedes Aktienwertsteigerungsrecht berechtigt das Vorstandsmitglied zum Erhalt einer Zahlung in Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienkurses. Dabei legt die sogenannte Erfolgshürde fest, dass die Zahlung nur möglich ist, wenn der Kurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung den Ausgangswert der jeweiligen Tranche um mindestens 12 % übersteigt oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist. Für die das Jahr 2010 betreffenden Aktienwertsteigerungsrechte gilt der Ausgabepreis von EUR 25,00 als Ausgangswert. Die Erfolgshürde ist lediglich für die Frage der Zahlungsberechtigung, nicht aber für die Berechnung der Zahlungshöhe relevant. Nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren können die Aktienwertsteigerungsrechte innerhalb eines sich anschließenden Zeitraumes von 16 Monaten (Ausübungszeitraum) ausgeübt werden. Der Vergütungsanspruch entspricht dem Betrag, um den der Aktienkurs im jeweiligen Zeitraum zwischen der Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte und der Ausübung absolut gestiegen ist. Die Höhe des Vergütungsanspruches ist jedoch für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes sämtlicher Aktienwertsteigerungsrechte dieser Tranche entspricht. Mit dem Ausscheiden des jeweiligen Vorstandsmitgliedes verfallen alle noch nicht ausgeübten Aktienwertsteigerungsrechte, sofern das Ausscheiden nicht durch Todesfall oder dauernde Erwerbsunfähigkeit eintritt oder die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit der jeweiligen ausgegebenen Tranche nicht mindestens ein volles Jahr bestand. Sämtliche Ansprüche auf weitere Aktienwertsteigerungsrechte verfallen ebenfalls mit dem Ausscheiden. Die Gesellschaft hat sich das Recht vorbehalten, die Aktienwertsteigerungsrechte gegebenenfalls in Aktien zu erfüllen, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist. Als weitere Bezüge wurden im Geschäftsjahr 2010 den Mitgliedern des Vorstands in Zusammenhang mit der Annullierung des bisherigen Programms aufgrund der Anpassung an die Vorgaben des Vorstandsvergütungsgesetzes insgesamt 1.230.000 neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 4 bis 8) gewährt, die sich auf einen Zeitraum bis 2014 beziehen und im Geschäftsjahr 2010 nicht zahlungswirksam waren. Der beizulegende Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung betrug EUR 1,8 Mio.

Die den Vorstandsmitgliedern erteilten Pensionszusagen werden über einen Pensionsfonds abgewickelt, soweit die Anwartschaften bis zum 1. Mai 2007 erdient wurden. Sie wurden durch eine einmalige Zahlung im Geschäftsjahr 2007 finanziert. Soweit sind keine weiteren laufenden Zahlungen mehr zu leisten. Seit dem 1. Mai 2007 entstehende Anwartschaften werden über eine Unterstützungskasse abgewickelt. Im Berichtsjahr wurde einem weiteren Vorstandsmitglied eine Pensionszusage erteilt, die ebenfalls über eine Unterstützungskasse abgewickelt werden soll. Die Zuführungen zur Unterstützungskasse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt bei EUR 0,7 Mio.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 14. Mai 2007 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandmitgliedes im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 9 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 9 HGB für einen Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung dieses Beschlusses unterbleibt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der Gerresheimer AG geregelt.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Jahresvergütung von EUR 30.000,00. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats steht das Zweifache und dem stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache dieser Vergütung zu. Mit Ausnahme des Ausschusses nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz erhalten Vorsitzende von Ausschüssen für jeden Vorsitz eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 10.000,00 und jedes andere Mitglied eines Ausschusses von EUR 5.000,00. Zusätzlich zu der Jahresvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, denen sie angehören, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 1.500,00 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 1.500,00 pro Kalendertag. Angemessene Auslagen werden auf Nachweis erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 100,00 pro EUR 0,01 des bereinigten Konzernergebnisses je Aktie der Gerresheimer AG, falls dieser Wert den Betrag von EUR 0,50 erreicht. Überschreitet das bereinigte Konzernergebnis je Aktie der Gerresheimer AG den Betrag von EUR 3,00, bleibt der überschreitende Betrag bei der Berechnung der variablen Vergütung außer Betracht. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie ergibt sich aus dem im Konzernabschluss ausgewiesenen Konzernergebnis vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen, den außerplanmäßigen Abschreibungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen (einschließlich wesentlicher zahlungsunwirksamer Aufwendungen) und der darauf entfallenen Steuereffekte, nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen (Minderheiten), bezogen auf die zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser variablen Vergütung.

Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gerresheimer AG betrug im Geschäftsjahr 2010 T EUR 889.

ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

Die Gerresheimer AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland und hat stimmberechtigte Aktien ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG), namentlich im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard), notiert sind.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gerresheimer AG belief sich zum 30. November 2010 auf EUR 31,4 Mio. Es ist eingeteilt in 31,4 Millionen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital der Gesellschaft ist vollständig eingezahlt.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Zum Abschlussstichtag bestehen keine satzungsmäßigen, gesetzlichen oder dem Vorstand bekannten sonstigen Stimmrechtsbeschränkungen betreffend die Aktien der Gerresheimer AG. Sämtliche zum 30. November 2010 ausgegebenen Stückaktien der Gerresheimer AG sind voll stimmberechtigt und gewähren in der Hauptversammlung eine Stimme.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns zum 30. November 2010 nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Keine von der Gerresheimer AG ausgegebenen Aktien beinhalten Rechte, die deren Inhabern besondere Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Informationen über die Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen nicht vor.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der Gerresheimer AG ist der Vorstand. Er besteht gemäß Gesellschaftssatzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird im Übrigen vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Zudem ernennt der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands oder zu dessen Sprecher.

Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß § 84 AktG vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von maximal fünf Jahren bestellt. Wiederholte Bestellungen oder Verlängerungen der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung eines Vorstandsmitgliedes vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, etwa bei grober Pflichtverletzung, oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht.

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.

Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Befugnis des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 15,7 Mio. zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften
soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandelrechtes bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde
um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, auf die ein Wandlungs- oder Optionsrecht oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechtes gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhaltes der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere vorgenannten Ausführungen zu den „Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen“.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 6.280.000 durch Ausgabe von bis zu 6.280.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die auszugebenden Aktien stehen hinsichtlich ihrer Gewinnberechtigung den bereits ausgegebenen Aktien gleicher Gattung gleich. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Mai 2008 bis zum 22. Mai 2013 von der Gesellschaft oder einem Konzernunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festgelegten Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus den Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Die Darlehen unter dem Vertrag über Kreditfazilitäten im Gesamtbetrag von ursprünglich EUR 450 Mio., die zum Stichtag mit insgesamt EUR 193,9 Mio. in Anspruch genommen sind, werden durch die Kreditgeber kündbar und sind als Folge von den Kreditnehmern in voller Höhe vorzeitig zurückzuführen, wenn ein Dritter oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Dritte 50,01 % oder mehr Stimmrechte der Gerresheimer AG oder bestimmter wesentlicher Tochtergesellschaften erwerben und es nicht gelingt, kurzfristig Einigung über die Fortsetzung des Kreditengagements zu erzielen.

Im Falle eines Kontrollwechsels ist die Gerresheimer Holdings GmbH verpflichtet, den Inhabern der Schuldverschreibung im Nennbetrag von EUR 126 Mio. ein Rückkaufangebot für sämtliche Schuldverschreibungen zu einem Rückkaufpreis von 101 % des Nennbetrages zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu unterbreiten. Als Kontrollwechsel gilt u.a. der Erwerb von mindestens 50 % aller Anteile oder Stimmrechte der Gerresheimer Holdings GmbH oder ihrer Muttergesellschaften durch einen Dritten oder mehrere gemeinsam handelnde Dritte.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen, deren Höhe drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen entspricht. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene volle Geschäftsjahr einschließlich variabler Vergütungsbestandteile und Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Konzerneinheitliches Risikomanagementsystem

Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil der gesamten Aufbau- und Ablauforganisation in dem Gerresheimer Konzern. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Die Risikomanagementstrategie verfolgt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Vermeidung und Verringerung von Risiken sowie die Übertragung dieser auf Dritte. Im Rahmen der definierten Risikobereitschaft geht Gerresheimer bewusst Risiken ein, wenn diese unvermeidbar sind oder wahrscheinlich durch Chancen kompensiert werden. Ein Risikomanagementsystem gibt keine absolute Garantie auf die Vermeidung von Risiken. Es unterstützt die Handhabung, Risiken zu vermeiden und Unternehmensziele zu erreichen.

Die Einrichtung und die wirksame Unterhaltung des Risikomanagementsystems liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gerresheimer AG. Die Risikoüberwachung, -früherkennung, -analyse, -steuerung und -kommunikation bezieht die gesetzlichen Vertreter der operativen Gesellschaften und die Leiter der wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale ein. Zur Unterhaltung und Umsetzung des Systems bestehen für die Tochtergesellschaften und wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der Konzern hat sein Risikomanagementsystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen angepasst.

Wesentliche Elemente dieses Systems sind

eine einheitliche, periodische Risikoberichterstattung der Tochtergesellschaften an die Konzernzentrale,
die regelmäßige Risikoerhebung in wesentlichen Zentralbereichen,
die Segmentierung der Risiken nach Markt, Kunden, Finanzwirtschaft, Umweltschutz, Rechtsbeziehungen, externen politischen und gesetzlichen Vorgaben sowie strategischen Entscheidungen,
die Quantifizierung der Risiken durch den Ansatz von potenziellen Schadensbeträgen und Eintrittswahrscheinlichkeiten,
die Erfassung der Ergebnisauswirkung nach Geschäftsfeldern und
die Eingrenzung durch Schadensverhütung und Risikotransfer.

Die Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems wird regelmäßig durch die interne Revision des Gerresheimer Konzerns als prozessunabhängiges Element des Risikofrüherkennungssystems überwacht. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Konzernvorstand und dem Aufsichtsrat hierüber Bericht.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Der Gerresheimer Konzernabschluss ist unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) aufgestellt, soweit diese für die Anwendung in der Europäischen Union anerkannt wurden und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften entsprechen. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gerresheimer AG erstellt außerdem erstmals ab dem Geschäftsjahr 2010 einen zusammengefassten Lagebericht, der sowohl für den Gerresheimer Konzern als auch für die Gerresheimer AG gilt.

Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess mithilfe anerkannter Konsolidierungssysteme erstellt. Die von dem jeweiligen Abschlussprüfer geprüften und vorkonsolidierten Teilkonzernabschlüsse werden mit den geprüften bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogenen Abschlüssen der übrigen Tochtergesellschaften zum Konzernabschluss der Gerresheimer AG zusammengefasst. Hierbei liegt die Verantwortung für den konzerneinheitlichen Kontenrahmen und die Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die terminliche und sachliche Organisation des Konzernabschlussprozesses zentral in der Gerresheimer AG.

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gilt eine einheitliche Richtlinie zur Bilanzierung und Bewertung nach IFRS. Diese umfasst eine Beschreibung der allgemeinen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit den IFRS. Die bestehende Richtlinie, welche unter Berücksichtigung der Entwicklung der IFRS kontinuierlich modifiziert wird, steht allen Tochtergesellschaften über das Gerresheimer Intranet zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen verbindlichen Abschlussterminkalender.

Im Rahmen des Abschlussprozesses werden neben der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung auch Informationen hinsichtlich Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Anhang und Lagebericht systemseitig bereitgestellt. Die wirksame Unterhaltung des Systems erfolgt zentralisiert durch das Konzernrechnungswesen. Neben den vorhandenen systemseitigen Checks werden manuelle Kontrollen hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit durch die operativen Gesellschaften und die Konzernzentrale durchgeführt. Das Rechnungswesen stellt sicher, dass fachbereichsbezogene Informationen durch die jeweiligen Fachabteilungen gemeldet und im Konzernabschluss verarbeitet werden. Die zur Einhaltung der konzernrechnungslegungsrelevanten Richtlinien in den Tochtergesellschaften und der Konzernzentrale implementierten Kontrollen werden durch die interne Revision auf ihre Wirksamkeit geprüft. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Konzernvorstand und dem Aufsichtsrat hierüber Bericht.

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG wird mithilfe der Software SAP erstellt. Die laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses sind in funktionale Prozessschritte gegliedert. In allen Prozessen sind entweder automatisierte oder manuelle Kontrollen integriert. Die organisatorischen Regelungen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle und die Jahresabschlusserstellung vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst, verarbeitet und dokumentiert werden. Unter Berücksichtigung der notwendigen IFRS-Anpassungen werden die relevanten Daten aus dem Einzelabschluss der Gerresheimer AG in das Konzernerfassungstool übertragen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Der Gerresheimer Konzern ist aufgrund seiner globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Für alle erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, angemessen Vorsorge getroffen. Auf bestehende Risiken wird im Folgenden eingegangen.

Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise

Der starke Rückgang der Weltwirtschaft, zu dem es infolge der dramatischen Zuspitzung der Finanzmarktkrise im Herbst 2008 gekommen war, hatte in den Vorjahren die aufgeführten Risiken zum Teil verschärft und konkretisiert. Aufgrund der allgemeinen Erholung der Weltwirtschaft im Laufe des Berichtsjahres hat sich die Gesamtrisikolage allerdings deutlich entspannt.

Operative Risiken

Energie- und Rohstoffpreise

Gerresheimer hat insbesondere für die Brenn- und Schmelzvorgänge der Hochtemperaturschmelzöfen einen permanent hohen Energiebedarf. Um Energiekostensteigerungen aufzufangen, hat sich der Konzern gegen weiter steigende Energiepreise in erheblichem Umfang abgesichert. Teilweise bestehen bei Kundenverträgen Preisanpassungsklauseln. Gleichwohl kann ein weiterer Anstieg der Energiepreise die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlich belasten, insbesondere weil das Unternehmen Steigerungen der Energiepreise unter Umständen gar nicht oder nur verzögert durch Produktpreisanpassungen weitergeben kann.

Ein weiterer wesentlicher Teil der Produktionskosten entfällt auf Rohstoffe für die Glas- und Kunststoffherstellung. Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten ist Gerresheimer unter anderem auf die Vorprodukte Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol angewiesen. Deren Preise hängen zu einem großen Teil von der Entwicklung des Ölpreises ab. Gerresheimer ist über eine Vielzahl an individuell getroffenen Maßnahmen laufend bestrebt, die negativen Auswirkungen steigender Rohstoffpreise aufzufangen.

Produkthaftungsrisiken

Trotz interner Maßnahmen zur Gewährleistung von Produktqualität und Produktsicherheit kann der Gerresheimer Konzern nicht ausschließen, dass der Gebrauch und die Verwendung der von ihm hergestellten Verpackungsprodukte und -systeme Schäden bei seinen Kunden oder Endverbrauchern verursachen. So könnte die Lieferung mangelhafter Produkte an die Kunden bei diesen zu Beschädigungen der Produktionsanlagen oder gar zu Betriebsunterbrechungen führen. Dies könnte die Reputation des Gerresheimer Konzerns erheblich beeinträchtigen. Ferner könnten mangelhafte Produkte des Gerresheimer Konzerns in Verbindung mit den Medikamenten und Wirkstoffen seiner Kunden aus der Pharma- und Healthcare-Industrie Gesundheitsschädigungen bei Verbrauchern verursachen. In diesen Fällen ist nicht auszuschließen, dass der Konzern Kunden verliert. Dies könnte nennenswerte Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns haben. Außerdem könnte Gerresheimer entsprechenden Haftungsansprüchen ausgesetzt sein. Dazu zählen zum Beispiel Schadensersatzansprüche von Kunden oder Ansprüche der Endverbraucher aus der Produkthaftung. Etwaige Produkthaftungsansprüche gegen Gerresheimer können insbesondere bei Sammelklagen in den USA erheblich sein. Zudem besteht das Risiko, dass der Konzern möglicherweise erhebliche Kosten für Rückrufaktionen zu tragen hat. Außerdem ist nicht gewährleistet, dass Gerresheimer auch in Zukunft einen ausreichenden Versicherungsschutz zu den gegenwärtigen Konditionen erhalten wird. Mithin könnten sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns ergeben.

Produkteinführungen

Eine wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie bildet die Markteinführung innovativer Produkte. Im Rahmen eines verantwortlichen Managements sind wir uns bewusst, dass damit nicht nur Chancen, sondern auch Risiken entstehen. Basierend auf umfangreichen Marktanalysen stellen wir sicher, dass die Chancen einer erfolgreichen Produkteinführung maximiert und entsprechende Risiken minimiert werden.

Risiken aus der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme

Gerresheimer erzielte im Geschäftsjahr 2010 über 80 % der Konzernumsätze im Marktsegment Pharma und Healthcare. In den letzten Jahren waren die Regierungen und Krankenkassen in Europa und den Vereinigten Staaten bestrebt, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu reduzieren. Dies hat den Preisdruck auf die Pharmaindustrie erhöht. Begrenzter Patentschutz und stetig steigende Produktentwicklungskosten verstärken die Notwendigkeit der Kostenkontrolle in der Pharmaindustrie weiter. Obwohl auf die pharmazeutische Primärverpackung in der Regel nur ein geringer Prozentsatz der Gesamtkosten eines Medikaments für den Verbraucher entfällt, kann diese Entwicklung den Preisdruck auf die Produkte des Gerresheimer Konzerns erhöhen. Wenn der Preisdruck nicht durch Kostensenkungen oder Effizienzsteigerungen kompensiert werden kann, könnte sich dies wesentlich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns auswirken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist Gerresheimer finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Über ein konzernweites Finanzrisikomanagement werden die finanziellen Risiken des Konzerns zentral durch die verantwortliche Corporate Treasury-Abteilung überwacht. Identifizierte Risikopotenziale steuert der Konzern nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen.

Neben Preisrisiken, die sich durch Schwankungen an den Geld- und Kapitalmärkten sowie an den internationalen Rohstoffmärkten ergeben, fokussiert sich das Risikomanagement auf die Kredit- und Liquiditätsrisiken.

Um Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken im operativen Geschäft zu begrenzen, tätigt Gerresheimer Devisentermin- und Zinsswapgeschäfte. Derivative Finanzinstrumente verwendet der Konzern ausschließlich zur Risikosteuerung im Zusammenhang mit kommerziellen Grundgeschäften.

Die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gruppe ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken werden durch das Kredit- und Forderungsmanagement und die Vertriebsbereiche der operativen Gesellschaften überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterliegen die Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, die über kein erstklassiges Rating verfügen, werden versichert. Zur Vermeidung von Kreditrisiken aus Finanzinstrumenten werden diese nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Liquiditätssituation des Konzerns wird durch komplexe Planungsinstrumente überwacht und gesteuert. Über eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung werden Risiken im Zusammenhang mit der Beschaffung von Finanzmitteln erkannt und verfolgt.

Eine detailliertere Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Management findet sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Angabe (6) „Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente“.

Chancen

Mit Investitionen, zum Beispiel in unsere beiden Technologiezentren für Glasspritzen und medizinische Kunststoffsysteme, wollen wir auch in Zukunft die Chance nutzen, bestehende Produkte mit unseren Kunden weiterzuentwickeln und unser Produktportfolio insgesamt weiter zu diversifizieren.

Attraktive Entwicklungschancen sehen wir für den Gerresheimer Konzern auch in der weiteren Globalisierung unseres Geschäftes. Zum einen wollen wir an der Dynamik in den Schwellenländern durch lokale Präsenz partizipieren und unseren Umsatz dort in den nächsten Jahren signifikant erhöhen. Wachstum verspricht auch die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten des Bereiches Plastic Systems nach Nordamerika.

Den Generikaherstellern wird zukünftig zunehmende Bedeutung zukommen. An dem zu erwartenden Mengenwachstum wollen wir partizipieren, da auch diese Medikamente fachgerecht verpackt und verabreicht werden müssen. Ergänzend hierzu werden in Zukunft Verpackungen für Arzneimittel, die die Sicherheit bei der Verabreichung erhöhen bzw. den Umgang mit dem Medikament erleichtern, immer wichtiger werden.

Auch der demographische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und biotechnologisch hergestellte Medikamente bieten dem Gerresheimer Konzern Wachstumschancen, die wir nutzen wollen.

Einschätzung des Gesamtrisikos

Die Bonität von Gerresheimer wird durch die führenden Ratingagenturen, Standard & Poor’s und Moody’s, regelmäßig bewertet. Dabei haben im Geschäftsjahr sowohl Standard & Poor’s mit BB+ mit stabilem Ausblick als auch Moody’s mit Ba2 und positivem Ausblick die Kreditwürdigkeit des Gerresheimer Konzerns bestätigt.

Die Rahmenkredite unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dies sind Zinsdeckungskennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA zu Finanzergebnis), EBITDA-Leverage (Verhältnis verzinslicher Nettoschulden zu Adjusted EBITDA), EBITDA-Kennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA des Konzerns zu Adjusted EBITDA der haftenden Gesellschaften) und Vermögenswertkennzahlen (Verhältnis der bereinigten Konzernvermögenswerte zu den bereinigten Vermögenswerten der haftenden Gesellschaften). Im Geschäftsjahr 2010 wurden im Rahmen regelmäßiger Covenanttests die Kennzahlen mit signifikanter Überdeckung erreicht. Unter Zugrundelegung der vorliegenden Mehrjahresplanung gehen wir davon aus, die Financial Covenants auch zukünftig einzuhalten.

Nach unserer Einschätzung des Gesamtrisikos bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Gerresheimer Konzerns oder der Gerresheimer AG gefährden oder ihre Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichtes. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung einzubeziehen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben zuletzt am 14. September 2010 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

„Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG zu den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ gemäß § 161 Aktiengesetz

Die Gerresheimer AG hat den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 18. Juni 2009 seit der letzten unterjährigen Änderung der Entsprechenserklärung vom 17. Mai 2010 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen.

Den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der geltenden Fassung vom 26. Mai 2010 wird die Gerresheimer AG mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

1. Ziffer 4.2.5 DCGK (Individualisierter Ausweis der Vergütung des Vorstands)

Die Gesellschaft weist die Vergütung des Vorstands aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 nicht individualisiert aus.

2. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 DCGK (Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und Folgemaßnahmen)

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft sind Persönlichkeiten vertreten, die das Unternehmen professionell beraten und kontrollieren. Der Aufsichtsrat befasst sich zurzeit mit der Erarbeitung konkreter Ziele im Sinne von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK zur Berücksichtigung bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien.

3. Ziffer 6.6 DCGK (Angabe des Aktienbesitzes von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern)

Eine über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Veröffentlichung der von Organmitgliedern an der Gesellschaft gehaltenen Aktien oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente im Corporate Governance-Bericht erfolgt nicht. Die Gesellschaft ist der Überzeugung, dass mit der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften ausreichende Transparenz gegeben ist.“

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Risikomanagementsystem

Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil der gesamten Aufbau- und Ablauforganisation in dem Gerresheimer Konzern. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme.

Für die Tochtergesellschaften und wesentliche Funktionsbereiche der Konzernzentrale bestehen Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der Konzern hat sein Risikofrüherkennungssystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems werden in dem Kapitel „Chancen- und Risikobericht“ beschrieben, das im Internet unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte zugänglich ist.

Compliance-Programm

Für den Erfolg des Gerresheimer Konzerns ist es unerlässlich, dass alle Unternehmen nach wirtschaftsethischen Grundsätzen verantwortungsvoll und im Einklang mit den Gesetzen und den Regeln des fairen Wettbewerbes geführt werden. Das Gerresheimer Compliance-Programm soll unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, Gesetze und Unternehmensrichtlinien richtig anzuwenden, und sie dabei vor Verstößen bewahren. Ein wesentliches Instrument hierzu sind die Konzernrichtlinien und Merkblätter, die Mindestverhaltensstandards für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns festlegen.

Der Schwerpunkt des Compliance-Programms liegt in den Bereichen Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht und Kapitalmarktrecht. Das Mission Statement des Vorstands der Gerresheimer AG zum Compliance-Programm ist im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/unternehmen/compliance.

Unternehmerische Verantwortung

Gerresheimer ist einer der führenden Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie weltweit. Mit Produkten aus Glas und Kunststoff zur Verpackung und Verabreichung von Medikamenten leistet Gerresheimer einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden.

In einer Zeit zunehmender globaler Vernetzung sowie angesichts wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen ist sich Gerresheimer seiner unternehmerischen Verantwortung bewusst. Die unternehmerische Verantwortung geht dabei weit über die Produktwelt hinaus. Gerresheimer füllt diese Rolle aktiv, umfassend und nachhaltig aus und lässt sich an seinen Grundsätzen messen. In seinem unternehmerischen Handeln fühlt sich Gerresheimer verantwortlich gegenüber der Gesellschaft, den Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten und der Umwelt.

Die Grundsätze von Gerresheimer sind zusammengefasst in der Publikation „Unsere unternehmerische Verantwortung“, die im Internet zugänglich ist unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise ihrer Ausschüsse

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Geschäftsbericht in dem Kapitel„Organe“. Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse werden im Geschäftsbericht im Rahmen des Corporate Governance-Berichtes beschrieben. Der Geschäftsbericht ist im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem 30. November 2010 sind keine für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Gerresheimer Konzerns oder der Gerresheimer AG wesentlichen Ereignisse eingetreten.

PROGNOSEBERICHT

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Entwicklung der Weltwirtschaft

Die Erholung der Weltwirtschaft wird sich in 2011 nach Ansicht von Experten weiter fortsetzen. Dabei werden die Wachstumsraten des weltweiten Bruttoinlandsproduktes jedoch geringer ausfallen als noch vor einem Jahr. Die Prognosen lauten auf ein Plus von etwa 3,3 %; in 2010 verzeichnete die Weltwirtschaft noch einen Zuwachs von etwa 4,5 %. Die Verringerung des Wachstumstempos ist insbesondere durch die nachlassenden fiskalischen Impulse, das Auslaufen des Lagerzyklus sowie durch die moderateren Wachstumsraten der asiatischen und amerikanischen Schwellenländer begründet. Die insgesamt positive Entwicklung der Weltwirtschaft wurde in 2010 von Diskussionen über angemessene Wechselkursparitäten überlagert. Handelssanktionen mit negativen Effekten für den Welthandel als Konsequenz dieser Auseinandersetzungen stellen nach Ansicht des Sachverständigenrats weiterhin ein Risiko dar, sollten aber höchstens das Tempo der weltwirtschaftlichen Erholung verzögern können.

Entwicklung in den einzelnen Regionen

Die konjunkturelle Entwicklung in den USA dürfte sich in 2011 nach Einschätzung des Institutes für Weltwirtschaft fortsetzen. Die hohen Verschuldungsraten der privaten Haushalte, die geringe Wahrscheinlichkeit besserer Beschäftigungsaussichten bei einer Arbeitslosenquote von knapp 10 % sowie die Ende 2010 stagnierende Industrieproduktion beeinträchtigen die konjunkturelle Entwicklung. Nach einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes um rund 2,8 % in 2010 liegen die Wachstumsprognosen für 2011 zwischen 1,5 % und 2,2 %.

Nach der kräftigen Erholung 2010 wird die europäische Konjunktur in 2011 Experten zufolge nur noch schleppend vorankommen. Der rückläufige Staatsverbrauch in den meisten Mitgliedsländern, eine schwache Konsumdynamik als Ergebnis von Lohnkürzungen und Steuererhöhungen sowie eine Arbeitslosigkeit von rund 10 % werden insgesamt dämpfend wirken. Hinzu kommt die in einigen Mitgliedsländern anhaltende Immobilienkrise. Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum in 2011 liegen daher mit Werten zwischen 1,2 % und 1,5 % unter dem Vorjahreswert von rund 1,7 %.

Die deutsche Wirtschaft hat sich in 2010 deutlich rascher erholt als die meisten anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Die starke Exportorientierung, die in der Krise zunächst einen besonders starken Rückgang verursacht hatte, bewirkte eine schnelle Erholung. Die robuste Verfassung des Arbeitsmarktes mit zunächst stagnierender, gegen Jahresende sogar steigender Beschäftigung wirkte ebenso stützend wie der trotz fiskalpolitischer Maßnahmen vergleichsweise geringe Anstieg der Staatsverschuldung. In 2011 wird sich das Expansionstempo in Deutschland aufgrund auslaufender fiskalpolitischer Maßnahmen sowie der erwarteten Abschwächung der Weltwirtschaft nicht halten lassen. So liegen die Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes nach etwa 3,7 % im Vorjahr für 2011 bei etwa 2,2 %.

Trotz der etwas moderateren Wachstumsraten, die mehrheitlich für die Schwellenländer in 2011 prognostiziert werden, bleiben die lateinamerikanischen und asiatischen Schwellenländer auch in 2011 Motor der Weltwirtschaft. Insbesondere China, Indien und Brasilien gelten als Wachstumstreiber für den Welthandel. Für China rechnet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD in 2011 mit einem Wachstum von etwa 9,7 %. In Indien wird die Wachstumsrate voraussichtlich bei 8,2 % liegen, in Brasilien bei 4,3 % und in Russland wird mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 4,4 % gerechnet.

Entwicklung in den Marktsegmenten

Die weltweite Nachfrage nach Pharma & Healthcare-Produkten dürfte infolge der stetig steigenden Zahl chronischer Erkrankungen aufgrund zivilisatorischer und umweltbezogener Veränderungen zunehmen. Dabei verzeichnen insbesondere die Märkte für Asthma- und Diabetesprodukte hohe Zuwachsraten. Auch die demographische Entwicklung der Weltbevölkerung mit ihrem zunehmenden Anteil älterer Menschen und dem damit verbundenen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung sollte weiter zu einer positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns beitragen. Während die Wachstumsraten in den sogenannten reifen Märkten, wie den USA und Europa, eher rückläufig sind, sind in den Schwellenländern überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten, da dort mit zunehmendem Wohlstand die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung ausgebaut wird. Insbesondere in den USA dürfte das Wachstum infolge geringerer Zuwächse des Bruttoinlandsproduktes abnehmen, so dass die USA als größter Treiber des Weltwachstums im Bereich Pharma mittelfristig von den Emerging Markets (China, Russland, Indien, Türkei, Brasilien und Mexiko) abgelöst werden dürften.

Entwicklung an den Devisenmärkten

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro nach Rückgängen auf Werte bis zu 1,19 US-Dollar zur Jahresmitte 2010 gegen Jahresende wieder erholen. Die europäische Gemeinschaftswährung erzielte wenige Tage vor dem Jahreswechsel 2010/11 wieder die Marke von 1,31 US-Dollar. Offen bleibt die Frage, wann die amerikanische Notenbank ihren Kurs der expansiven Geldpolitik verlässt. Falls sich die Konjunktur in den USA weiter schleppend entwickelt, könnte dieser Schritt weiter auf sich warten lassen, wodurch der US-Dollar unter Druck geraten könnte. Prognosen für den US-Dollar-Kurs zufolge ist in 2011 eher eine Abwertung des Euros und damit eine Aufwertung der US-Währung zu erwarten.

Entwicklung an den Rohstoffmärkten

An den Rohstoffmärkten stieg der Rohölpreis für die US-Referenzsorte WTI (West Texas Intermediate) zu Beginn 2010 von rund 80 US-Dollar auf etwa 88 US-Dollar und verzeichnete dann einen Rückgang auf Werte um 70 US-Dollar. Gegen Ende des Jahres wurden wieder Preise von über 90 US-Dollar erreicht. Der Anstieg ist mit einer ebenfalls aufwärtsgerichteten Entwicklung der Aktienmärkte in diesem Zeitraum einhergegangen. Zudem profitierte der Rohölpreis von dem in der zweiten Jahreshälfte schwächer werdenden US-Dollar. Eine preissteigernde Wirkung auf den Ölpreis erwarten Experten auch infolge des hohen Ölverbrauches in China. Expertenschätzungen zufolge wird der Ölpreis in 2011 weiter steigen und eher gegen 100 US-Dollar pro Barrel tendieren.

Markt- und Geschäftschancen für den Gerresheimer Konzern

Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2011

Die Aussichten für die Entwicklung der Weltwirtschaft sind weiterhin von gewissen Unsicherheiten geprägt. Wir gehen jedoch davon aus, dass die grundsätzliche konjunkturelle Erholung anhält. Dabei werden sich die Märkte in den Schwellenländern besser entwickeln als die etablierten Märkte. Wir sehen daher klare Wachstumschancen infolge des Ausbaus der medizinischen Versorgung in den aufstrebenden Märkten. Darüber hinaus messen wir Generikaprodukten zunehmende Bedeutung bei. Auf Basis der weiteren regionalen Ausweitung und Produktdiversifizierung unseres Geschäftes, der weiteren Einbeziehung des Generikageschäftes sowie unserer Positionierung als Partner für die Pharmaindustrie für spezielle Drug Delivery-Systeme sehen wir im Bereich Pharma zukünftig weiteres Wachstumspotenzial.

Die Marktentwicklung im Bereich Kosmetik ist unter den genannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gleichfalls von eher positiven Tendenzen geprägt. So rechnen wir damit, unseren Umsatz mit Kosmetikprodukten ausbauen zu können. Klar ist dabei auch, dass wir an die starken Wachstumsraten des Vorjahres nicht werden anknüpfen können, da diese teilweise von Bestandserhöhungen der Distributionskanäle gekennzeichnet waren, die sich wahrscheinlich in 2011 nicht fortsetzen werden. Im Bereich Life Science Research gehen wir von einer weiteren Nachfragebelebung aus, Impulse aus dem Wiederaufbau der Lagerbestände, wie sie in 2010 möglich wurden, erwarten wir jedoch nicht.

Für den Gerresheimer Konzern insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2011 ein Umsatzwachstum sowie eine Adjusted EBITDA-Marge in etwa gleicher Höhe wie im Vorjahr (auf Basis vergleichbarer Wechselkurse). Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2011 wird voraussichtlich etwas über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen.

Als Obergesellschaft des Konzerns vereinnahmt die Gerresheimer AG über die Ergebnisabführungsverträge die Erträge der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften. Insoweit wirkt sich die Geschäftsentwicklung vieler Tochterunternehmen direkt auf den Jahresabschluss der Gerresheimer AG aus. Eine entsprechende Ergebnisentwicklung im Konzern vorausgesetzt, gehen wir von einem positiven Jahresergebnis der Gerresheimer AG in den Folgejahren aus.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in 2010 sind Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam zu der Auffassung gekommen, der Hauptversammlung am 14. April 2011 vorzuschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 je Aktie für das Geschäftsjahr 2010 auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 26 % des bereinigten Konzernergebnisses. Abhängig vom operativen Unternehmenserfolg wollen wir auch in Zukunft attraktive Dividenden ausschütten.

Unternehmensausblick

Für die kommenden Geschäftsjahre ist unser Unternehmen gut gerüstet. Auch für die folgenden Geschäftsjahre erwarten wir weiteres Umsatzwachstum sowie einen Anstieg der Adjusted EBITDA-Marge. Durch getätigte und geplante Investitionen in ertragreiche Marktsegmente sowie durch die Akquisitionen der Vergangenheit sind wir für die Chancen und Entwicklungen im Bereich Pharma hervorragend aufgestellt. Wir verfügen über eine gute finanzielle Basis, eine langfristige Finanzierung und eine klare Unternehmensstrategie. Wir werden unser Unternehmen weiter globalisieren, Märkte konsolidieren und interessante Technologien in unser Portfolio aufnehmen. Die Zielrichtung aller Aktivitäten ist die weitere Fokussierung auf die Pharma & Healthcare-Industrie. Dabei werden neben dem organischen Wachstum, das wir aus dem operativen Cash Flow finanzieren, Akquisitionen nach sorgfältiger Prüfung von Chancen und Risiken auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR

VOM 01. DEZEMBER 2009 BIS 30. NOVEMBER 2010

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2010

in EUR
2009

in TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 10.644.422,91 9.173
Personalaufwand - 12.878.710,36 - 11.534
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 379.085,39 - 258
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 15.452.279,10 - 14.333
Erträge aus Gewinnabführungen 16.947.008,25 13.209
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 27.740.744,05 (Vorjahr: T EUR 27.741) 27.740.744,05 27.741
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 6.718.846,91 (Vorjahr: T EUR 7.445) 6.788.849,65 7.445
Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen: EUR 309.128,65 (Vorjahr: T EUR 1.686) - 362.883,20 - 1.688
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 33.048.066,81 29.755
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 10.249.587,96 - 9.817
Sonstige Steuern - 19.519,17 - 1
Jahresüberschuss 22.778.959,68 19.937
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 37.917.232,98 17.980
Bilanzgewinn 60.696.192,66 37.917

BILANZ ZUM 30. NOVEMBER 2010

AKTIVA

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30.11.2010

in EUR
30.11.2009

in TEUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 928.000,00 909
Sachanlagen 250.498,41 284
Finanzanlagen 513.426.093,58 513.426
514.604.591,99 514.619
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 149.262.130,02 111.634
Flüssige Mittel 413,10 9
149.262.543,12 111.643
Rechnungsabgrenzungsposten 864.206,37 828
Summe Aktiva 664.731.341,48 627.090
PASSIVA
30.11.2010

in EUR
30.11.2009

in TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital bedingtes Kapital EUR 6.280.000,00 (Vorjahr: T EUR 6.280) 31.400.000,00 31.400
Kapitalrücklage 525.720.605,98 525.721
Bilanzgewinn 60.696.192,66 37.917
617.816.798,64 595.038
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 6.788.110,00 5.366
Sonstige Rückstellungen 5.741.350,00 5.842
12.529.460,00 11.208
Verbindlichkeiten 34.385.082,84 20.571
Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 273
Summe Passiva 664.731.341,48 627.090

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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in TEUR Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.12.2009 Zugänge Abgänge 30.11.2010
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.217 320 0 1.537
1.217 320 0 1.537
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 446 40 0 486
Geleistete Anzahlungen 0 5 0 5
446 45 0 491
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.130 0 0 117.130
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 396.296 0 0 396.296
513.426 0 0 513.426
515.089 365 0 515.454

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in TEUR Wertberichtigungen
01.12.2009 Zugänge Abgänge 30.11.2010
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 308 301 0 609
308 301 0 609
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 162 78 0 240
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
162 78 0 240
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
470 379 0 849

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in TEUR Buchwert
30.11.2010 30.11.2009
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 928 909
928 909
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 246 284
Geleistete Anzahlungen 5 0
251 284
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.130 117.130
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 396.296 396.296
513.426 513.426
514.605 514.619

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. DEZEMBER 2009 BIS 30. NOVEMBER 2010

HGB

DER GERRESHEIMER AG

VORBEMERKUNGEN

Die Gerresheimer AG ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Am 29. Mai 2009 trat das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) in Kraft. Die Gerresheimer AG muss die meisten neuen Bilanzierungsregeln verpflichtend ab dem 1. Dezember 2010 anwenden. Von der Möglichkeit der freiwilligen vorzeitigen Anwendung zum 30. November 2010 wurde kein Gebrauch gemacht. Vorschriften des Gesetzes, die bereits zum 30. November 2010 verpflichtend anzuwenden sind, wurden entsprechend im Jahresabschluss der Gerresheimer AG berücksichtigt.

Am 11. Juni 2007 hat die Gerresheimer AG mit der Notierungsaufnahme im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) erfolgreich ihren Börsengang vollzogen. Die Aktien der Gerresheimer AG werden unter dem Börsenkürzel „GXI“ bzw. unter der ISIN „DE000A0LD6E6“ geführt. Seit dem 6. September 2007 ist die Gerresheimer-Aktie im SDAX und ab dem 22. Dezember 2008 im MDAX enthalten.

Zwischen der Gerresheimer AG und der Gerresheimer Holdings GmbH besteht ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag. Danach ist die Gerresheimer Holdings GmbH verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die Gerresheimer AG abzuführen. Die Gerresheimer AG muss entsprechend jeglichen Jahresfehlbetrag ausgleichen.

Der Lagebericht der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2010 wurde in Anwendung von § 315 Abs. 3 HGB i.V.m. § 298 Abs. 3 HGB mit dem Lagebericht des Gerresheimer Konzerns zusammengefasst.

GLIEDERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Im Interesse einer klareren Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Der gesonderte Ausweis erfolgt in den jeweiligen Posten des Anhangs. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt und an die Besonderheiten der Gesellschaft in ihrer Funktion als Holding angepasst.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften (§§ 252 bis 256 HGB) sowie unter Berücksichtigung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 274a, 279 bis 283 HGB) aufgestellt.

Die Bewertung der einzelnen Posten wurde nach folgenden Grundsätzen vorgenommen:

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über drei bis fünf Jahre abgeschrieben, es sei denn, dass sich eine vertraglich abweichende Nutzungsdauer ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach den bestehenden Grundsätzen ermittelte Wert höher ist als der am Abschlussstichtag beizulegende Wert, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Flüssige Mittel sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Passiva

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Im Geschäftsjahr 2007 wurde für Führungskräfte des Gerresheimer Konzerns erstmals ein aktienbasiertes Vergütungssystem eingeführt, gemäß dem seit 2007 jährlich virtuelle Aktien gewährt werden. Die Bewertung erfolgt zum inneren Wert. Die Rückstellung wird unter Berücksichtigung des Zeitraums von der Gewährung bis zum erstmöglichen Ausübungstag angesammelt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Aktiva

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2010 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2010 beliefen sich auf T EUR 320 und betreffen im Wesentlichen Software und Lizenzen für Software.

(3) Sachanlagen

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2010 belaufen sich auf T EUR 45 und betreffen Geschäftsausstattung und geleistete Anzahlungen auf Geschäftsausstattung.

(4) Finanzanlagevermögen/Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich auf T EUR 117.130 und betreffen die Gerresheimer Holdings GmbH.

(5) Finanzanlagevermögen/Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Gerresheimer AG hat der Gerresheimer Holdings GmbH ein langfristiges Darlehen in Höhe von T EUR 396.296 zur Verfügung gestellt. Zum 30. November 2010 beläuft sich die Forderung inklusive Zinsen auf T EUR 501.433. Die Zinsen sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in T EUR 30.11.2010 30.11.2009
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 147.872 109.570
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 1
Sonstige Vermögensgegenstände 1.389 2.063
149.262 111.634

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T EUR 16.947 die Verpflichtung der Gerresheimer Holdings GmbH aus der Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2010 sowie in Höhe von T EUR 105.137 die kumulierte Verzinsung der Ausleihung. Darüber hinaus hat die Gerresheimer AG der GERRESHEIMER GLAS GmbH ein Darlehen zur Verfügung gestellt. Zum 30. November 2010 beläuft sich die Forderung inklusive Zinsen auf T EUR 25.306. Die übrigen Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen haben mit einem Betrag von T EUR 97 (Vorjahr: T EUR 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

(7) Flüssige Mittel

Diese Position enthält Guthaben bei Kreditinstituten.

Passiva

(8) Gezeichnetes Kapital

Zum 30. November 2010 beläuft sich das Grundkapital auf T EUR 31.400, eingeteilt in 31.400.000 Stückaktien.

(9) Kapitalrücklage

Zum 30. November 2010 beläuft sich die Kapitalrücklage auf T EUR 525.721. Die Beträge stammen aus zwei Kapitalerhöhungen im Jahre 2007.

(10) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt T EUR 15.700 zu erhöhen.

(11) Steuerrückstellungen

Es handelt sich um die Rückstellung für Gewerbesteuer sowie für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.

(12) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten überwiegend Rückstellungen für Personalkosten und Aufsichtsratsvergütung, Hauptversammlung und Geschäftsbericht, Projektkosten sowie Jahresabschlusskosten.

(13) Verbindlichkeiten

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in T EUR 30.11.2010 30.11.2009
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 696 878
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.926 19.248
Sonstige Verbindlichkeiten* 1.763 445
34.385 20.571
*davon aus Steuern 1.124 334
*davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 14 108

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen laufende verzinsliche Verrechnungen aus Lieferungen und Leistungen mit der GERRESHEIMER GLAS GmbH in Höhe von T EUR 31.780.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben T EUR 234 (Vorjahr: T EUR 5) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(14) Haftungsverhältnisse

Die Gerresheimer AG hat zur Sicherheit der bei verbundenen Unternehmen bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Mithaftung in Form einer Höchstbetragsbürgschaft über EUR 540 Mio. übernommen. Insgesamt ergibt sich für die Gerresheimer AG hieraus eine Mithaftung für Bankkredite von verbundenen Unternehmen von EUR 194,0 Mio. zum Bilanzstichtag. Aufgrund der soliden Bilanz- und langfristigen Finanzierungsstruktur der Gerresheimer AG und ihrer Tochtergesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme nach unseren Erkenntnissen nicht zu rechnen.

(15) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Leasing- und Mietverpflichtungen betragen T EUR 2.944 und betreffen Gebäudemiete, PKW sowie EDV-Ausstattung.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(16) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 658. Darüber hinaus enthalten sie Erträge aus vertraglich vereinbarten Serviceleistungen an Tochtergesellschaften sowie Weiterbelastungen von Kosten.

(17) Personalaufwand

Die Aufwendungen für Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 2010 T EUR 12.138 (Vorjahr: T EUR 10.843), für soziale Abgaben T EUR 738 (Vorjahr: T EUR 680) und für Altersversorgung T EUR 3 (Vorjahr: T EUR 11).

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dieser Position sind EDV-Kosten, Rechts- und Beratungskosten, Kosten für Versicherungen, Mietaufwendungen, Reisekosten, Werbe- und Repräsentationskosten, Aufsichtsratsvergütungen sowie Kosten für Hauptversammlung und Geschäftsberichte enthalten. Diesen Kosten stehen teilweise entsprechende Erträge aus Weiterbelastungen gegenüber. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiterbelastete Aufwendungen für sonstige Leistungen von verbundenen Unternehmen.

(19) Erträge aus Gewinnabführungen

Die Erträge aus Gewinnabführungen für das Geschäftsjahr 2010 beinhalten die Ergebnisübernahme der Gerresheimer Holdings GmbH.

(20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten mit T EUR 5.109 Körperschaftsteuer, mit T EUR 281 Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer und mit T EUR 4.860 Gewerbesteuer für den deutschen Organkreis.

SONSTIGE ANGABEN

(21) Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen

Im Geschäftsjahr 2007 wurde zur Förderung der Motivation und Verbundenheit der Führungskräfte ein aktienbasiertes Vergütungssystem eingeführt und erstmals Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks) gewährt.

Die Teilnehmer müssen zum Zeitpunkt der Zuteilung der Phantom Stocks in einem bestehenden Dienst- oder Anstellungsverhältnis mit der Gerresheimer AG oder einer ihrer Konzerngesellschaften stehen. Die gewährten Phantom Stocks unterliegen einer Ausübungssperrfrist vom Ausgabetag bis zum Ablauf des 30. Börsenhandelstages nach Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die auf den Ausgabetag folgt. Sie können anschließend bis zum Ablauf des 31. Oktober des Jahres, in das die übernächste ordentliche Hauptversammlung nach dem Ausgabetag fällt, in Abhängigkeit von der Erreichung der Ausübungshürde in Entgelt umgewandelt werden. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Entwicklung des Gerresheimer Aktienkurses. Der Plan sieht bei Erreichen der Ausübungshürde als Wahlrecht der Gesellschaft auch die Ausgabe von Gerresheimer Aktien vor, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist.

Die Ausübungshürde ist dann erreicht, wenn der Ausübungskurs der zugeteilten Phantom Stocks den Ausgangswert um mindestens 8 % übersteigt. Der Kursvergleich erfolgt auf der Grundlage des ungewichteten arithmetischen Mittels der Schlusskurse der Aktien im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten 30 Börsenhandelstagen, die dem Ausübungstag unmittelbar vorausgehen. Die Höhe des maximal an den Berechtigten auszuzahlenden Betrages für sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte ist jedoch auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes, multipliziert mit der Anzahl der Aktienwertsteigerungsrechte, entspricht. Die Tranchen 1 und 2 sind zum Bilanzstichtag verfallen, die Tranche 3 wurde vollständig ausgeübt. Zum Bilanzstichtag war eine Tranche (Tranche 4) ausgegeben, deren Wartezeit am 31. Mai 2011 endet.

Zusätzlich zu den beschriebenen Tranchen wurde den Mitgliedern des Vorstands die Gewährung weiterer Tranchen in den Jahren 2010 bis 2014 zugesagt. Das am 5. August 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) hat die aktienrechtlichen Vorschriften über die Grundsätze für die Bezüge der Vorstandsmitglieder wesentlich geändert; variable Vergütungsbestandteile sollen demnach eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Dementsprechend wurden die den Mitgliedern des Vorstandes bisher für die Jahre 2010 bis 2014 zugesagten Tranchen annulliert und durch neue Zusagen (Tranche 4 bis 8) ersetzt. Das Vorstandsmitglied ist berechtigt, nach Ablauf einer Sperrfrist von nunmehr vier Jahren innerhalb eines sich anschließenden Zeitraums von ca. 16 Monaten (Ausübungszeitraum) eine Zahlung in Höhe der zwischen dem Ausgabezeitpunkt und dem Ausübungszeitpunkt (Laufzeit) eingetretenen, nach dem Börsenkurs bemessenen Wertsteigerung der Gerresheimer-Aktie zu verlangen. Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass innerhalb der Laufzeit eine Wertsteigerung von mindestens 12 % oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist und die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit mindestens ein volles Jahr lang bestand. Die Höhe des Vergütungsanspruchs ist für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Börsenkurses der Aktie bei Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte entspricht (Cap). Die Tranchen 1 und 2 sind zum Bilanzstichtag verfallen, die Tranche 3 wurde vollständig ausgeübt. Zum Bilanzstichtag war eine Tranche (Tranche 4) ausgegeben, deren Wartezeit am 31. Mai 2014 endet.

Die Rückstellung für diese Tranchen beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt T EUR 256.

(22) Mitarbeiter

Im Durchschnitt beschäftigte die Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2010 67 Angestellte (Vorjahr: 67 Angestellte). Alle Mitarbeiter waren ausschließlich in der Verwaltung beschäftigt.

(23) Angaben zu Organmitgliedern

Dem Vorstand der Gerresheimer AG gehörten an:

Herr Uwe Röhrhoff, Mönchengladbach (Vorsitzender seit dem 22. Juni 2010), Vorstandsvorsitzender und Vorstand Moulded Glass
Herr Dr. Axel Herberg, Düsseldorf (Vorsitzender bis und Austritt zum 21. Juni 2010)
Herr Dr. Max Raster, Budenheim, Vorstand Tubular Glass und Life Science Research
Herr Andreas Schütte, Neuss, Vorstand Plastic Systems
Herr Hans-Jürgen Wiecha, Korschenbroich, Finanzvorstand

Jeder Vorstand vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder gemeinsam mit einem Prokuristen.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder und eines im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds aus Festgehalt (inklusive Nebenleistungen), erfolgsabhängiger Tantieme und sonstigen Leistungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf T EUR 4.097 (Vorjahr: T EUR 3.079). In den sonstigen Leistungen sind Zahlungen von T EUR 166 an ein im Geschäftsjahr ausgeschiedenes Mitglied des Vorstandes enthalten, die im Zusammenhang mit der Beendigung seiner Tätigkeit stehen. Im Rahmen des Anstellungsvertrages wurde ein zweijähriges Wettbewerbsverbot für den Fall der Beendigung der Tätigkeit vereinbart. Es wurde ferner vereinbart, dass im Zusammenhang mit diesem Verbot eine Karenzentschädigung an das Vorstandsmitglied in Abhängigkeit von der im Jahr vor Beendigung der Tätigkeit gezahlten Festvergütung an das Vorstandsmitglied zu zahlen ist. Die Auszahlung erfolgt monatlich. Zudem besteht ein Anspruch auf anteilige erfolgsabhängige Tantieme für das Jahr des Ausscheidens. Ansprüche aus dem Aktienoptionsprogramm sind mit dem Austritt verfallen.

Das am 5. August 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) hat die aktienrechtlichen Vorschriften über die Grundsätze der Bezüge der Vorstandsmitglieder wesentlich geändert; variable Vergütungsbestandteile sollen demnach eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Dementsprechend wurden die den Mitgliedern des Vorstandes bisher für die Jahre 2010 – 2014 zugesagten Tranchen annulliert und durch neue Zusagen ersetzt. In diesem Zusammenhang wurden den Mitgliedern des Vorstandes insgesamt 1.230.000 neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 4 – 8) gewährt, die sich auf einen Zeitraum bis 2014 beziehen und im Geschäftsjahr 2010 nicht zahlungswirksam waren. Der beizulegende Zeitwert der Aktienwertsteigerungsrechte betrug im Zeitpunkt der Gewährung T EUR 1.837.

Die Hauptversammlung hat am 14. Mai 2007 beschlossen, dass die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds für einen Zeitraum von fünf Jahren unterbleibt.

Eine Liste der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 ist in diesem Anhang enthalten.

Die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 betrugen T EUR 889 (Vorjahr: T EUR 567).

(24) Anteilsbesitz

Eine Übersicht über den Anteilsbesitz ist am Ende des Anhangs enthalten.

(25) Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz (AktG) muss das Bestehen einer Beteiligung, die nach § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) mitgeteilt worden ist, angegeben werden. Dabei ist der nach § 20 Abs. 6 AktG oder der nach § 25 Abs. 1 WpHG veröffentlichte Inhalt der Mitteilung anzugeben.

7. Dezember 2009

„Die cominvest Asset Management GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 1. Dezember 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,94 % (922.723 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der cominvest Asset Management GmbH 0,30 % (94.852 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.“

14. Dezember 2009

1. „Die Tremblant Capital LP, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 7. Dezember 2009 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,60 % (1.758.793 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Capital LP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

2. Die Tremblant Capital LLC, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 7. Dezember 2009 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,60 % (1.758.793 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Capital LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

3. Die Tremblant Holdings LLC, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 7. Dezember 2009 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,60 % (1.758.793 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Holdings LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.“

18. Dezember 2009

1. „Die Eton Park Fund L.P., Dover, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 11. Dezember 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,61 % (819.865 Stimmrechte) beträgt.

2. Die Eton Park Associates L.P., Dover, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 11. Dezember 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,61 % (819.865 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Eton Park Associates L.P. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

3. Die Eton Park Associates L.L.C., Dover, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 11. Dezember 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,61 % (819.865 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Eton Park Associates L.L.C. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.“

5. Januar 2010

1. „Die Pennant General Partner L.L.C., Chatham, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 30. Dezember 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,97 % (931.503 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der Pennant General Partner L.L.C. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

2. Die Pennant Capital Management L.L.C., Chatham, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 30. Dezember 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,97 % (931.503 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der Pennant Capital Management L.L.C. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

3. Herr Alan Fournier, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 30. Dezember 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,97 % (931.503 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden Herrn Fournier sowohl gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG als auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet.“

1. Februar 2010

„Die WS Management LLLP, Jacksonville, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 25. Januar 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,10 % (974.402 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der WS Management LLLP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Ferner sind der WS Management LLLP davon 2,61 % (819.315 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.“

4. Februar 2010

„Die Tremblant Partners Ltd., Grand Cayman, Cayman Inseln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 14. Oktober 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,96 % (930.740 Stimmrechte) beträgt.“

5. Februar 2010

„Korrektur der Veröffentlichung vom 4. Februar 2010 gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG. Die Tremblant Partners Ltd., Grand Cayman, Cayman Inseln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 14. Oktober 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,96 % (930.740 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Partners Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen.“

16. Februar 2010

„Herr Gilchrist B. Berg, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 25. Januar 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,10 % (974.402 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind Herrn Berg gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Ferner sind Herrn Berg davon 2,61 % (819.315 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.“

22. Februar 2010

1. „Die Egerton Capital Limited Partnership, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Februar 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,25 % (1.019.612 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Egerton Capital Limited Partnership gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

2. Die Egerton Capital Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Februar 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,25 % (1.019.612 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Egerton Capital Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

3. Herr John Armitage, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Februar 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,25 % (1.019.612 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind Herrn Armitage gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

4. Herr William Bollinger, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Februar 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,25 % (1.019.612 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind Herrn Bollinger gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.“

5. März 2010

1. „Die Egerton Capital Limited Partnership, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 26. Februar 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,86 % (896.612 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Egerton Capital Limited Partnership gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

2. Die Egerton Capital Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 26. Februar 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,86 % (896.612 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Egerton Capital Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

3. Herr John Armitage, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 26. Februar 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,86 % (896.612 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind Herrn Armitage gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

4. Herr William Bollinger, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 26. Februar 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,86 % (896.612 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind Herrn Bollinger gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.“

19. März 2010

1. „Die Neuberger Berman LLC, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. März 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99 % (941.838 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Neuberger Berman LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

2. Die Neuberger Berman Holdings LLC, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. März 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99 % (941.838 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Neuberger Berman Holdings LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

3. Die Neuberger Berman Group LLC, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. März 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99 % (941.838 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Neuberger Berman Group LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

4. Die NBSH Acquisition LLC, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. März 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,99 % (941.838 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der NBSH Acquisition LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.“

2. Juni 2010

1. „Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 2. Januar 2009 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 7,26 % (2.279.097 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte waren der FIL Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

2. Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 18. Juni 2009 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,94 % (1.551.798 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte waren der FIL Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

3. Die FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 1. Juli 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,81 % (882.513 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte waren der FIL Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.“

17. Juni 2010

„Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 14. Juni 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,89 % (1.220.473 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH 0,70 % (221.090 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.“

22. Juli 2010

1. „Die Sageview Capital Luxembourg S.a r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Juli 2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,67 % (3.035.994 Stimmrechte) betrug.

2. Die Sageview Capital Master L.P., Greenwich, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Juli 2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,67 % (3.035.994 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital Master L.P. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG von der Sageview Capital Luxembourg S.a r.l. zugerechnet.

3. Die Sageview Capital GenPar Ltd., Greenwich, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Juli 2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,67 % (3.035.994 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital GenPar Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital GenPar Ltd. hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.a r.l. und Sageview Capital Master L.P.

4. Die Sageview Capital GenPar L.P., Greenwich, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Juli 2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,67 % (3.035.994 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital GenPar L.P. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital GenPar L.P. hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.a r.l., Sageview Capital Master L.P. und Sageview Capital GenPar Ltd.

5. Die Sageview Capital MGP LLC, Greenwich, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Juli 2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,67 % (3.035.994 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden der Sageview Capital MGP LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Die Sageview Capital MGP LLC hielt die ihr zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.a r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd. und Sageview Capital GenPar L.P.

6. Herr Scott M. Stuart, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Juli 2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,67 % (3.035.994 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden Herrn Stuart gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Herr Stuart hielt die ihm zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.a r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd., Sageview Capital GenPar L.P. und Sageview Capital MGP LLC.

7. Herr Edward A. Gilhuly, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 15. Juli 2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,67 % (3.035.994 Stimmrechte) betrug. Alle Stimmrechte wurden Herrn Gilhuly gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 3 WpHG zugerechnet. Herr Gilhuly hielt die ihm zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen: Sageview Capital Luxembourg S.a r.l., Sageview Capital Master L.P., Sageview Capital GenPar Ltd., Sageview Capital GenPar L.P. und Sageview Capital MGP LLC.“

12. August 2010

1. „Die Tremblant Capital LP, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 4. August 2010 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,98 % (1.562.635 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Capital LP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Tremblant Partners Master Fund LP.

2. Die Tremblant Capital LLC, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 4. August 2010 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,98 % (1.562.635 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Capital LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Tremblant Partners Master Fund LP.

3. Die Tremblant Holdings LLC, New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 4. August 2010 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,98 % (1.562.635 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Holdings LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Tremblant Partners Master Fund LP.

4. Die Tremblant Partners Ltd., Camana Bay, Grand Cayman, Cayman Inseln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 4. August 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,07 % (964.257 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Partners Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Tremblant Partners Master Fund LP.

5. Die Tremblant Partners Master Fund LP, Camana Bay, Grand Cayman, Cayman Inseln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 4. August 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,07 % (964.257 Stimmrechte) beträgt.“

23. August 2010

„Herr Brett Barakett, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 4. August 2010 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,98 % (1.562.635 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind Herrn Barakett gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihm dabei Stimmrechte zugerechnet: Tremblant Partners Master Fund LP. Alle Stimmrechte sind Herrn Barakett ferner gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Tremblant Partners Master Fund LP, Tremblant Holdings LLC.“

10. September 2010

1. „Die Tremblant Partners Ltd., Camana Bay, Grand Cayman, Cayman Inseln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 3. September 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,95 % (924.927 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Tremblant Partners Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen.

2. Die Tremblant Partners Master Fund LP, Camana Bay, Grand Cayman, Cayman Inseln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 3. September 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,95 % (924.927 Stimmrechte) beträgt.“

29. Oktober 2010

1. „Die Governance for Owners LLP, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 25. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,16 % (992.692 Stimmrechte) beträgt.

2. Die Governance for Owners Group LLP, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 25. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,16 % (992.692 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der Governance for Owners Group LLP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Governance for Owners LLP zugerechnet.“

29. Oktober 2010

„Die BlackRock Inc., New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 22. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,01 % (944.627 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der BlackRock Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.“

19. November 2010

„Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 16. November 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 2,997 % (941.171 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH 0,25 % (79.300 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.“

(26) Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T EUR 121 (Vorjahr: T EUR 129), für andere Bestätigungsleistungen T EUR 6 (Vorjahr: T EUR 0), für Steuerberatungsleistungen T EUR 15 (Vorjahr: T EUR 17) und für sonstige Leistungen T EUR 152 (Vorjahr: T EUR 0).

(27) Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben am 17. Mai 2010 eine unterjährige Änderung der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz und am 14. September 2010 eine aktualisierte jährliche Entsprechenserklärung abgegeben. Beide Erklärungen wurden auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

(28) Vorschlag zur Gewinnverwendung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2010 wie folgt zu verwenden:

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in EUR 30.11.2010
Bilanzgewinn vor Ausschüttung der Dividende 60.696.193
Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,50 je Stückaktie 15.700.000
Vortrag auf neue Rechnung 44.996.193

(29) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gerresheimer AG wesentlichen Ereignisse eingetreten.

(30) Konzernverhältnisse

Die Gerresheimer AG ist als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gerresheimer AG stellt gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf.

Düsseldorf, 17. Januar 2011

Gerresheimer AG

Der Vorstand

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Düsseldorf, 17. Januar 2011

Der Vorstand

Uwe Röhrhoff

Hans-Jürgen Wiecha

Dr. Max Raster

Andreas Schütte

BESTÄTIGUNGSVERMERK

„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Gerresheimer AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2009 bis 30. November 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, Düsseldorf, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Düsseldorf, 17. Januar 2011

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Ulrich Harnacke, Wirtschaftsprüfer

Hans Peter Bork, Wirtschaftsprüfer

BETEILIGUNGSVERZEICHNIS

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in Euro/Landeswährung/ nach lokalem Handelsrecht Beteiligungsanteil (direkt und indirekt) Währung Eigenkapital Ergebnis
Direkte Beteiligung
Gerresheimer Holdings GmbH, Düsseldorf b) 100,00 % Mio. EUR 117,1 d)
Indirekte Beteiligung
Asien
Gerresheimer Medical Plastic Systems Dongguan Co., Ltd., Wang Niu Dun Town, Dongguan City (China) 100,00 % Mio. RMB 18,5 - 3,91
Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai Private Ltd., Mumbai (Indien) 100,00 % Mio. INR - 1,6 - 2,13
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., Danyang, Jiangsu (China) 60,00 % Mio. RMB 174,7 9,90
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., Zhenjiang, Jiangsu (China) 60,00 % Mio. RMB 36,8 7,52
Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., Peking (China) 70,00 % g) Mio. RMB 5,9 - 11,90
Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., Peking (China) 70,00 % g) Mio. RMB 3,3 - 0,21
Europa
DSTR S.L., Zaragoza (Spanien) 100,00 % Mio. EUR 0,8 - 0,06
Gerresheimer Bauglas GmbH, Düsseldorf b), h) 100,00 % Mio. EUR d)
Gerresheimer Boleslawiec S.A., Boleslawiec (Polen) 100,00 % Mio. PLN 85,7 13,51
Gerresheimer Bünde GmbH, Bünde/Westfalen b) 100,00 % Mio. EUR 14,1 d)
Gerresheimer Chalon S.A., Chalon-sur-Saone (Frankreich) 100,00 % Mio. EUR - 1,8 - 1,22
Gerresheimer Denmark A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00 % Mio. DKK 134,7 13,86
Gerresheimer Essen GmbH, Essen-Steele b) 100,00 % Mio. EUR 4,1 d)
GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf b) 100,00 % Mio. EUR 189,3 d)
Gerresheimer Group GmbH, Düsseldorf b) 100,00 % Mio. EUR 117,1 d)
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH, Düsseldorf h) 100,00 % Mio. EUR d)
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co., Objekt Düsseldorf KG, Düsseldorf 100,00 % Mio. EUR 2,1 0,12
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co., Objekt Lohr/Main KG, Düsseldorf 100,00 % Mio. EUR 1,2 0,98
Gerresheimer Horsovsky Tyn spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechien) 100,00 % Mio. CZK 622,3 219,38
Gerresheimer Küssnacht AG, Küssnacht (Schweiz) 100,00 % Mio. CHF 22,7 - 4,46
Gerresheimer Lohr GmbH, Lohr/Main b) 100,00 % Mio. EUR 5,3 d)
Gerresheimer Medical Plastic Systems GmbH, Regensburg c), h) 100,00 % Mio. EUR
Gerresheimer Momignies S.A., Momignies (Belgien) 99,00 % Mio. EUR 10,8 2,03
Gerresheimer Moulded Glass GmbH, Tettau/Oberfranken b), h) 100,00 % Mio. EUR d)
Gerresheimer Pisa S.p.A., Pisa (Italien) 100,00 % Mio. EUR 12,4 2,81
Gerresheimer Plastic Packaging AB, Malmö (Schweden) 100,00 % Mio. SEK 0,1 - 0,01
Gerresheimer Plastic Packaging SAS, Besancon (Frankreich) 100,00 % Mio. EUR 4,4 0,17
Gerresheimer Regensburg GmbH, Regensburg b) 100,00 % Mio. EUR 277,3 d)
Gerresheimer Spain S.L.U., Madrid (Spanien) 100,00 % Mio. EUR 19,2 - 0,07
Gerresheimer Tettau GmbH, Tettau/Oberfranken b) 100,00 % Mio. EUR 11,4 d)
Gerresheimer UK Ltd., Reading (Großbritannien) 100,00 % Mio. GBP 14,6 0,23
Gerresheimer Vaerloese A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00 % Mio. DKK 34,5 2,78
Gerresheimer Valencia S.L.U., Valencia (Spanien) 99,82 % Mio. EUR 5,3 0,87
Gerresheimer Werkzeug- und Automatisierungstechnik GmbH, Wackersdorf b) 100,00 % Mio. EUR 0,5 d)
Gerresheimer Wertheim GmbH, Wertheim b) 100,00 % Mio. EUR 1,1 d)
Gerresheimer Wilden AB, Ronneby (Schweden) 100,00 % Mio. SEK - 37,5 - 0,25
Gerresheimer Zaragoza S.A., Epila (Spanien) 99,82 % Mio. EUR 6,6 - 0,46
Nouvelles Verreries de Momignies France S.A.R.L, Fourmies (Frankreich) c), h) 99,00 % Mio. EUR
Scherf-Präzision Europa GmbH, Meiningen- Dreissigacker 100,00 % g) Mio. EUR 4,6 0,47
VR- Leasing SALMO GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn c), e), i) 100,00 % Mio. EUR 0,1 0,10
Amerika
Gerresheimer Buenos Aires S.A., Buenos Aires (Argentinien) 99,82 % Mio. ARS 7,1 0,48
Gerresheimer Glass Inc., Vineland, NJ (USA) 100,00 % Mio. USD 108,5 17,80
Gerresheimer Mexiko Holding LLC., Wilmington, DE (USA) h) 100,00 % Mio. USD 18,7 4,40
Gerresheimer MH Inc., Wilmington, DE (USA) h) 100,00 % Mio. USD 4,39
Gerresheimer Peachtree City (USA), L.P., Peachtree City, GA (USA) 100,00 % Mio. USD 5,7 0,88
Gerresheimer Peachtree City Inc., Peachtree City, GA (USA) 100,00 % Mio. USD 0,1 0,01
Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Cotia (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 52,9 3,77
Gerresheimer Queretaro S.A., Queretaro (Mexiko) 100,00 % Mio. MXN 274,9 92,17
Gerresheimer Sistemas Plasticos Medicinais Sao Paulo Ltda., Indaiatuba (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 17,5 - 2,79
Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., Vineland, NJ (USA) a) 51,00 % Mio. USD
Kimble Kontes LLC., Vineland, NJ (USA) a) 100,00 % g) Mio. USD 13,6 - 3,48
Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Queretaro (Mexiko) 100,00 % g) Mio. MXN 66,0 13,67
Nouvelles Verreries de Momignies Inc., Larchmont, NY (USA) f) 99,00 % Mio. USD - 0,3 - 0,02
Assoziierte Unternehmen
Beijing Gerresheimer Glass Co., Ltd., Huangcun, Peking (China) 45,70 % Mio. RMB 73,0 5,34
Gerresheimer Tooling LLC, Peachtree City, GA (USA) 30,00 % Mio. USD 0,2 - 0,03
Proform CNC Nastrojarna spol., Horsovsky Tyn (Tschechien) c) 30,15 % Mio. CZK 3,0 - 0,81

a) Die Gesellschaften werden konsolidiert im Teilkonzern Gerresheimer Glass Inc. ausgewiesen.

b) Die Gesellschaften sind gemäß § 264 III HGB von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichtes und der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

c) Ergebnis unter TEUR 5.

d) Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

e) Die Gerresheimer Regensburg GmbH ist Kommanditistin.

f) Die Gesellschaft erstellt keinen Jahresabschluss mehr.

g) Die Angaben über die Anteile stellen den direkten Beteiligungsanteil der Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., Vineland, NJ (USA), dar.

h) Eigenkapital unter 50 (Währung in ’000).

i) Die Gesellschaft ist gemäß § 264b HGB von der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

Für die Umrechnung der in Landeswährung angegebenen Eigenkapital-Beträge ist der jeweilige Stichtagskurs anzuwenden, der sich aus der folgenden Tabelle ergibt. Die angegebenen Ergebnisse sind mit dem entsprechenden Durchschnittskurs umzurechnen.

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Angaben

in EUR
Stichtagskurs 30.11.2010 Durchschnittskurs 2010
1 ARS 0,1936 0,1912
1 BRL 0,4470 0,4223
1 CHF 0,7698 0,7149
1 CZK 0,0401 0,0393
1 DKK 0,1342 0,1343
1 GBP 1,1937 1,1579
1 MXN 0,0613 0,0585
1 PLN 0,2457 0,2483
1 RMB 0,1154 0,1098
1 SEK 0,1090 0,1034
1 USD 0,7693 0,7450
1 INR 0,0167 0,0163

ORGANE

AUFSICHTSRAT

Geschäftsjahr 2010 (01.12.2009 – 30.11.2010)

Gerhard Schulze

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Diplom-Betriebswirt, Mönchengladbach

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b) Wickeder Westfalenstahl GmbH (Vorsitzender)

(bis 20. Dezember 2009)
Wickeder Holding GmbH (Vorsitzender)

(seit 21. Dezember 2009)
WiBo Holding GmbH (Vorsitzender)
Hitschler Verwaltungsrat GmbH

(seit 10. September 2010)
Hitschler International GmbH & Co. KG

(seit 10. September 2010)

Gottlieb Förster

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover

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a) Aurubis AG

Lydia Armer

Vorsitzende des Betriebsrats der Gerresheimer Regensburg GmbH, Pfreimd

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a) Gerresheimer Regensburg GmbH

Günter Fehn

Betriebsrat der Gerresheimer Tettau GmbH, Tettau

Olaf Grädler

Leiter Personalwesen der Gerresheimer Bünde GmbH, Bünde

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b) AG der Wirtschaft für berufliche Weiterbildung im Kreis Herford e.V.
Arbeitgeberverband der deutschen Glasindustrie (Sozialausschuss)

Dr. Axel Herberg

(seit 1. September 2010)

Geschäftsführer The Blackstone Group

Germany GmbH, Düsseldorf

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b) KP Germany Erste GmbH
(Klöckner Pentaplast Gruppe)

Reiner Ludwig

Vorsitzender des Betriebsrats der Gerresheimer Lohr GmbH, Lohr

Hans Peter Peters

Vice Chairman Lincoln International Group, London

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b) Lincoln International S.A.S., Frankreich (Vorsitzender)
Lincoln International LLP, Großbritannien
Lincoln Spain SL, Spanien (Vorsitzender)

(seit 1. Mai 2010)
Deutsches Aktieninstitut e.V.
German Mid-cap Fonds (GMF) (Vorsitzender)
Ondas Media SL, Spanien

Dr. Gerhard Prante

Pensionierter Agrarwissenschaftler, Hofheim

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a) Bayer CropScience AG
AllessaChemie GmbH
b) Lincoln International AG

Doug Rogers

(bis 31. August 2010)

Managing Partner,

International Healthcare Partners, New York

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b) Charles River Laboratories International Inc., USA

Harald Sikorski

Stellvertretender Landesbezirksleiter des Landesbezirks Bayern

der IG Bergbau, Chemie, Energie, München

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a) Südsalz GmbH

Theodor Stuth

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Neuss

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b) Wickeder Westfalenstahl GmbH

(bis 20. Dezember 2009)
Wickeder Holding GmbH

(seit 21. Dezember 2009)
WiBo Holding GmbH

Udo J. Vetter

Pharmazeut und geschäftsführender Gesellschafter

der UV-Cap GmbH & Co. KG, Ravensburg

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a) EDT AG (Vorsitzender)
ITM AG (Vorsitzender)
b) Vetter Pharma Fertigungs GmbH & Co. KG (Vorsitzender)
Paschal Werk G. Maier GmbH (Vorsitzender)
Medisynthana GmbH (Vorsitzender)
Atoll GmbH (Vorsitzender)
HSM GmbH & Co. KG
K & M Präzisionstechnik GmbH

(seit 1. Januar 2010)
SeaLionPharma Pte. Ltd., Singapur (Vorsitzender)
Gland Pharma Pte. Ltd., Indien
Paschal India, Pvt. Ltd., Indien (Vorsitzender)

(seit 1. April 2010)
Biopharm Services Ltd., Großbritannien

(seit 1. Februar 2010)

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

VORSTAND

Geschäftsjahr 2010 (01.12.2009 – 30.11.2010)

Uwe Röhrhoff

Vorstandsvorsitzender (seit 22. Juni 2010)

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a) Gerresheimer Tettau GmbH (Vorsitzender)
Gerresheimer Regensburg GmbH (Vorsitzender)

(seit 31. Mai 2010)
b) Gerresheimer Glass Inc., USA (Vorsitzender)
Gerresheimer Momignies S.A., Belgien (Vorsitzender)
Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko

(seit 16. April 2010)
Beijing Gerresheimer Glass Co. Ltd., China

(bis 7. April 2010)
Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., China (Vorsitzender)

(bis 27. Mai 2010)
Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., China (Vorsitzender)

(bis 27. Mai 2010)
Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., USA

Dr. Axel Herberg (bis 21. Juni 2010)

Vorstandsvorsitzender

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a) Gerresheimer Tettau GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

(bis 28. Mai 2010)
Gerresheimer Regensburg GmbH (Vorsitzender)

(bis 28. Mai 2010)
b) Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien

(bis 21. Juni 2010)
Gerresheimer Glass Inc., USA (Vorsitzender)

(bis 12. Mai 2010)
Gerresheimer Momignies S.A., Belgien

(bis 21. Januar 2010)
Gerresheimer Querétaro S.A., Mexiko

(bis 16. April 2010)
Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark

(bis 2. Mai 2010)
Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark

(bis 27. April 2010)
Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien

(bis 26. Mai 2010)

Dr. Max Raster

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b) Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (Vorsitzender)
Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien (Vorsitzender)
Gerresheimer Chalon S.A., Frankreich
Gerresheimer Glass Inc., USA
Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko (Vorsitzender)
Kimble Bomex (Beijing) Glass Co. Ltd., China (Vorsitzender)

(seit 27. Mai 2010)
Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., China (Vorsitzender)

(seit 27. Mai 2010)
Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., USA (Vorsitzender)

(seit 19. Mai 2010)
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., China (Vorsitzender)
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China (Vorsitzender)

Andreas Schütte

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a) Gerresheimer Regensburg GmbH (Vorsitzender)

(bis 31. Dezember 2009)
b) Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark (Vorsitzender)
Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark (Vorsitzender)
Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien (stellvertretender Vorsitzender)
Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien
Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (stellvertretender Vorsitzender)

Hans-Jürgen Wiecha

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a) Gerresheimer Tettau GmbH (stellvertretender Vorsitzender)
erresheimer Regensburg GmbH (stellvertretender Vorsitzender)
b) Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen
Gerresheimer Pisa S.p.A., Italien
Gerresheimer Chalon S.A., Frankreich
Gerresheimer UK Ltd., Großbritannien
Gerresheimer Glass Inc., USA
Gerresheimer Momignies S.A., Belgien
Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko
Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark
Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark
Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien
Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., China
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2010 intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst und die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen. Zu diesen zählen Beratungen auf der Basis regelmäßiger, zeitnaher und umfassender Informationen durch den Vorstand, die Einbindung des Aufsichtsrats in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sowie die notwendige Überwachung der Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat ließ sich eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und die finanzielle Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichten. Nach gründlicher Prüfung und Beratung gab er in Aufsichtsratssitzungen und zweimal im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich war. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und hier insbesondere mit dessen Vorsitzenden. Dieser unterrichtete den Aufsichtsratsvorsitzenden laufend und zeitnah über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Die Hauptversammlung der Gerresheimer AG wählte am 29. April 2010 den damaligen Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft Dr. Axel Herberg auf Vorschlag von Aktionären, die mehr als 25 % der Stimmrechte an der Gerresheimer AG halten, mit Wirkung zum 1. September 2010 zum Mitglied des Aufsichtsrats. Die Wahl von Dr. Axel Herberg erfolgte bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 entscheidet. Zuvor hatte Doug Rogers sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats zum Ablauf des 31. August 2010 niedergelegt.

Dr. Axel Herberg schied mit Ablauf des 21. Juni 2010 als Vorsitzender des Vorstands aus der Gesellschaft aus. In seiner Sitzung am 9. Februar 2010 bestellte der Aufsichtsrat Uwe Röhrhoff ab dem 22. Juni 2010 zum Vorsitzenden des Vorstands. Weiterhin gehörten im Geschäftsjahr 2010 Dr. Max Raster, Andreas Schütte und Hans-Jürgen Wiecha dem Vorstand der Gesellschaft an.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Im Berichtsjahr 2010 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Darin berichtete der Vorstand regelmäßig über die Geschäftslage des gesamten Unternehmens.

In der Aufsichtsratssitzung am 9. Februar 2010 wurden der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Aufsichtsrats gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. In dieser Sitzung beschloss der Aufsichtsrat auch eine neue Struktur der Vorstandsvergütung im Einklang mit den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung und setzte dementsprechend die Vergütung der Vorstandsmitglieder fest. Ferner bestellte der Aufsichtsrat Uwe Röhrhoff ab dem 22. Juni 2010 zum Vorsitzenden des Vorstands und änderte mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt den Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand.

In seiner Sitzung unmittelbar nach der ordentlichen Hauptversammlung am 29. April 2010 befasste sich der Aufsichtsrat mit einer unterjährigen Änderung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz.

Am 14. September 2010 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung schwerpunktmäßig mit der Unternehmensstrategie, der jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz sowie der Beauftragung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung vom 23. November 2010 bildeten die mittelfristige Planung des Konzerns und die Zustimmung zum Budget für das Geschäftsjahr 2011.

SITZUNGEN DER AUSSCHÜSSE

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet: Den Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Diese Ausschüsse bereiten Themen zur Beschlussfassung im Plenum des Aufsichtsrats vor und sind in bestimmten Fällen auch selbst entscheidungsbefugt. Mit Ausnahme des Nominierungsausschusses bestehen die Ausschüsse aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Der Nominierungsausschuss hat drei Mitglieder und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.

Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Entscheidungen über die Vorstandsvergütung. Anstelle des Aufsichtsrats entscheidet der Präsidialausschuss unter anderem über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder, soweit es nicht um Vergütungsfragen geht, die dem Aufsichtsratsplenum vorbehalten sind. Der Präsidialausschuss tagte in drei Sitzungen am 21. Januar 2010, 8. Februar 2010 und 23. November 2010 und fasste in zwei Fällen Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren. Intensiv diskutierte der Präsidialausschuss die Nachfolge im Vorstandsvorsitz der Gesellschaft und bereitete eine Beschlussvorlage an den Aufsichtsrat vor. Darüber hinaus befasste sich der Präsidialausschuss infolge der Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung mit der Neugestaltung der Vergütungsstruktur des Vorstands und beschloss – im Einklang mit den Festlegungen des Aufsichtsratsplenums – neue Anstellungsverträge mit allen Vorstandsmitgliedern. Ferner verlängerte der Präsidialausschuss die Anstellungsverträge mit Uwe Röhrhoff und Hans-Jürgen Wiecha. Schließlich verständigte sich der Präsidialausschuss auf Kernkriterien der Zielzusammensetzung des Aufsichtsrats als Grundlage für einen Beschlussvorschlag an den Aufsichtsrat.

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählen insbesondere die Vorbereitung der Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie die Erörterung der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts. Ferner befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie der Compliance. Der Prüfungsausschuss tagte in fünf Sitzungen am 8. Februar 2010, 13. April 2010, 13. Juli 2010, 14. September 2010 und 5. Oktober 2010. Schwerpunkte der Beratungen waren die Berichte über die Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2009 sowie die Quartalsfinanzberichte und den Halbjahresfinanzbericht 2010. Ferner befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Festlegung und Überwachung des Prüfungsablaufs und der Prüfungsschwerpunkte einschließlich der Vereinbarung des Prüfungshonorars. Zudem behandelte der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Revisionssystems und die Compliance der Gesellschaft.

Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Besetzung der Aufsichtsratsmandate. Im abgelaufenen Geschäftsjahr empfahl der Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren, der Hauptversammlung die Wahl von Dr. Axel Herberg als Aufsichtsratsmitglied ab dem 1. September 2010 vorzuschlagen.

Der Vermittlungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getagt.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance-Standards fortlaufend beobachtet. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat berichtet der Vorstand der Gesellschaft über die Corporate Governance des Gerresheimer Konzerns auf den Seiten 21 bis 26 des Geschäftsberichts. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 17. Mai 2010 eine unterjährige Änderung der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz und am 14. September 2010 eine aktualisierte jährliche Entsprechenserklärung abgegeben. Beide Erklärungen wurden den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

JAHRESABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSS 2010

Die Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2009 bis zum 30. November 2010 ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010 lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Prüfungsausschuss hat die Dokumente in seiner Sitzung am 9. Februar 2011 im Detail erörtert und geprüft sowie Beschlussempfehlungen an den Aufsichtsrat ausgesprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gerresheimer AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die hierzu erstatteten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers in der anschließenden Aufsichtsratssitzung am 9. Februar 2011 geprüft. Der Abschlussprüfer war bei den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats anwesend und berichtete über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er stand für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erklärt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzern- und Beteiligungsgesellschaften für ihren Beitrag zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Gerresheimer Konzerns im Geschäftsjahr 2010.

Düsseldorf, 9. Februar 2011

Gerhard Schulze, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2010 wie folgt zu verwenden:

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in EUR 30.11.2010
Bilanzgewinn vor Ausschüttung der Dividende 60.696.193
Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,50 je Stückaktie 15.700.000
Vortrag auf neue Rechnung 44.996.193

Auf der Hauptversammlung am 29. April 2010 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.