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GELSENWASSER AG — Annual Report 2015
Jul 1, 2016
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Annual Report
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GELSENWASSER AG
Gelsenkirchen
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat stand im Berichtsjahr in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens regelmäßig beraten sowie die Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in mündlichen und schriftlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen zur Unternehmensplanung, zur strategischen Ausrichtung und Entwicklung, zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens einschließlich der Risiken, des Risikomanagements und der Compliance. In regelmäßigen Sitzungen wurden anhand der Berichte des Vorstands alle Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sowie wesentliche Angelegenheiten, die die Entwicklung der GELSENWASSER AG und der Konzerngesellschaften betrafen, gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch zwischen den Sitzungen vom Vorstand über alle sonstigen wichtigen Geschäftsvorfälle unverzüglich informiert.
Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden und hat, soweit erforderlich, seine Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2015 zu vier Sitzungen zusammengetreten. Die Arbeit des Aufsichtsrats wird unterstützt durch drei von ihm eingerichtete Ausschüsse, die Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vorbereiten bzw. im Falle des Präsidiums im Rahmen des gesetzlich Zulässigen auch an Stelle des Aufsichtsrats beschließen. Das Präsidium hat insbesondere zur Vorbereitung der Plenumssitzungen dreimal getagt. Der Prüfungsausschuss hat zweimal getagt. Der Nominierungsausschuss ist im Berichtsjahr nicht zusammengetreten. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichteten dem Plenum regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse. Ein Mitglied des Aufsichtsrats nahm an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats teil. Interessenkonflikte traten im Berichtsjahr nicht auf.
Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat war die Information über die laufenden Akquisitionen, Desinvestitionen und Bieterprozesse im In- und Ausland.
Der Aufsichtsrat erteilte seine Zustimmung zur Veräußerung sämtlicher Anteile an der Nantaise des Eaux Services SAS an die Lyonnaise des Eaux France SAS.
Der Aufsichtsrat hat ferner seine Zustimmung erteilt, dass die GELSENWASSER AG aufgeteilt in zwei Tranchen über die GELSENWASSER Service GmbH sämtliche Geschäftsanteile an der Brauco Rohr- und Umweltservice GmbH & Co. KG übernimmt bzw. übernehmen kann.
Der Aufsichtsrat stimmte zu, dass die GELSENWASSER AG über die GELSENWASSER Energienetze GmbH (GWN) 51 % der Geschäftsanteile an der GELSENWASSER Münsterland Netzgesellschaft (MNG) an die Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG der Münsterlandkommunen Ascheberg, Biller-beck, Havixbeck, Lüdinghausen, Nordkirchen, Olfen, Rosen-dahl und Senden verkauft. Der Aufsichtsrat hat weiter zugestimmt, dass die GELSENWASSER AG über die GWN und die MNG 74,9 % der Anteile an der MNG Stromnetze GmbH & Co. KG (SNG) kauft. Der Aufsichtsrat hat ferner seine Zustimmung erteilt, dass GELSENWASSER der GELSEN-WASSER Energienetze GmbH zum 31. Dezember 2015 zur Erhöhung der Erlösobergrenze bis zu 20 Mio. € als Eigenkapital in Form einer Einzahlung in die Kapitalrücklage zur Verfügung stellt.
Der Aufsichtsrat hat die für Anfang 2016 geplante Gründung der GELSENWASSER-Stiftung gGmbH, die zukünftig die Unterstützung sozialer und kultureller Zwecke bündeln wird, zustimmend zur Kenntnis genommen.
Über die aktuellen Entwicklungen der Gesetzgebung, insbesondere bei den Themen Fracking, Landeswassergesetz und Düngeverordnung, ist der Aufsichtsrat fortlaufend informiert worden.
Die Einführung einer neuen Dachmarke „GELSENWASSER+" für ausgewählte Dienstleistungen wurde dem Aufsichtsrat vorgestellt.
Vor dem Hintergrund der Vorgaben des 2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst („Frauenquoten-Gesetz") hat der Aufsichtsrat Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand sowie Umsetzungsfristen für die Erreichung dieser Zielgrößen beschlossen.
Dem Aufsichtsrat sollen mindestens zwei weibliche Mitglieder angehören, davon mindestens eine Anteilseignervertreterin. Diese Zielgröße des Frauenanteils von zwei Mitgliedern ist bis zum 30. Juni 2017 anzustreben.
Der Aufsichtsrat legt für die Besetzung des Vorstands nach dem „Frauenquotengesetz" (Artikel 3 Nr. 6) i.V.m. § 111 Abs. 5 Satz 2 AktG fest, dass innerhalb des erstmaligen Umsetzungszeitraums bis zum 30. Juni 2017 keine Frau dem Vorstand der GELSENWASSER AG angehören muss („Zielgröße Null").
Bei anstehenden Neubestellungen wird der Aufsichtsrat bei Vorliegen gleicher Qualifikationen Frauen bevorzugt berücksichtigen, bis die Parität erreicht ist.
Über die Entscheidung des Vorstands der GELSENWASSER AG über die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands ist der Aufsichtsrat informiert worden.
Der Aufsichtsrat prüfte die Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governanve Kodex (DCGK), der in 2015 u. a. mit Blick auf das „Frauenquoten-Gesetz" erneut geändert wurde.
Der Aufsichtsrat hat außerdem beschlossen, die zur Umsetzung der Vorgaben des „Frauenquoten-Gesetzes" und des geänderten DCGK erforderliche Anpassung in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats vorzunehmen und die Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats ebenfalls entsprechend anzupassen.
Der Aufsichtsrat der GELSENWASSER AG hat nach 2006, 2010 und 2013 zum vierten Mal eine ausführliche Effizienz-prüfung seiner Tätigkeit gemäß Ziff. 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex mit unverändert positivem Ergebnis durchgeführt. Die nächste Effizienzprüfung dieser Art soll im Jahr 2018 stattfinden.
Der Vorstand ist seinen Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat im Berichtsjahr vollumfänglich nachgekommen. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Überwachung und zur frühzeitigen Erkennung von Risiken in geeigneter Form getroffen hat. Er hat die darauf basierenden regelmäßigen Analysen einer eigenen Beurteilung unterzogen.
Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss und Konzernabschluss der GELSENWASSER AG sowie der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 einschließlich des Überwachungssystems gemäß § 91 Abs. 2 AktG sind von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlüsse, der Lagebericht sowie die Prüfungsberichte sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig übersandt worden. Die Vorlagen sind zunächst vom Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers und abschließend vom Aufsichtsrat, wiederum zusammen mit dem Abschlussprüfer, ausführlich besprochen worden. Der Abschlussprüfer berichtete über die Ergebnisse seiner Prüfung insgesamt und die einzelnen Prüfungsschwerpunkte, insbesondere zu der Frage, ob wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorliegen. Dies ist nicht der Fall. Es haben sich auch keine sonstigen Beanstandungen ergeben. Der Abschlussprüfer informierte darüber, dass keine Umstände vorliegen, die seine Befangenheit besorgen lassen.
Der Aufsichtsrat hat den zusammengefassten Lagebericht sowie die Jahresabschlüsse der GELSENWASSER AG und des Konzerns unter Berücksichtigung des Berichts des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung bestanden keinerlei Einwände. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und schließt sich aufgrund seiner eigenen Prüfung dem Ergebnis der Abschlussprüfung an.
Der Aufsichtsrat billigt entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht, den Konzernabschluss und den Jahresabschluss der GELSENWASSER AG. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat empfohlen, der Hauptversammlung die Wahl der Pricewaterhouse-Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfergesellschaft, Essen, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 vorzuschlagen. Gestützt auf diese Empfehlung hat der Aufsichtsrat einen entsprechenden Wahlvorschlag an die Hauptversammlung verabschiedet.
Herr Bernd Wilmert hat sein Aufsichtsratsmandat zum 30. September 2015 niedergelegt. Frau Dr. Ottilie Scholz hat ihr Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. Frau Dr. Scholz und Herrn Wilmert gilt Dank für ihre langjährige Mitarbeit und ihren stets wertvollen Rat.
Das Amtsgericht Gelsenkirchen bestellte mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 Herrn Frank Thiel als neues Aufsichtsratsmitglied. Die Wahl erfolgte bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2016.
Der Aufsichtsrat verfügte damit zum Ende des Geschäftsjahres über seine volle Mitgliederzahl.
In der Aufsichtsratssitzung am 26. November 2015 wurde Herr Thiel zum neuen Mitglied des Prüfungsausschusses und zugleich zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt. Die Wahl erfolgte bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2016.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Betriebsräten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GELSENWASSER AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen für ihren Einsatz, die geleistete Arbeit und die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Gelsenkirchen, 17. März 2016
GELSENWASSER AG Aufsichtsrat
Guntram Pehlke, Vorsitzender
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT DER GELSENWASSER AG UND DES GELSENWASSER-KONZERNS
INHALTSVERZEICHNIS ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
1.
GRUNDLAGEN DES KONZERNS1.1
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
1.2
Veränderungen im Beteiligungsbereich
1.3
Absatzmärkte und Wettbewerbsposition
| 1.3.1 | Absatzmärkte |
| 1.3.2 | Wettbewerb am Energiemarkt |
1.4
Unternehmensziele
1.5
Unternehmensinternes Steuerungssystem
2.
WIRTSCHAFTSBERICHT2.1
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
| 2.1.1 | Rahmenbedingungen Wasser / Abwasser |
| 2.1.2 | Rahmenbedingungen Energie |
2.2
Branchenentwicklung
| 2.2.1 | Wasser |
| 2.2.2 | Energie |
2.3
Geschäftsverlauf2.3.1
Neue Vertragsabschlüsse im Bereich Wasser
2.3.2
Konzession Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH
2.3.3
Beschaffungsaktivitäten im Bereich Gas
2.3.4
Wasser- und Energieabsatz
| 2.3.4.1 | Wasser |
| 2.3.4.2 | Gas |
| 2.3.4.3 | Strom |
2.3.5
Mitarbeiter
2.3.6
Zusammenfassende Stellungnahme des Vorstands
2.4
Lage2.4.1
Ertragslage
| 2.4.1.1 | Umsatzentwicklung |
| 2.4.1.2 | EBIT und Konzernjahresüberschuss |
| 2.4.1.3 | Entwicklung der Segmentergebnisse |
2.4.2
Finanzlage
| 2.4.2.1 | Finanzmanagement |
| 2.4.2.2 | Kapitalstruktur und Kapitalausstattung |
| 2.4.2.3 | Investitionen |
2.4.3
Vermögenslage
2.4.4
Plan-Ist-Vergleich
2.5
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
2.6
Jahresabschluss der GELSENWASSER AG2.6.1
Ertragslage
2.6.2
Finanzlage
2.6.3
Investitionen
2.6.4
Vermögenslage
2.6.5
Plan-Ist-Vergleich
2.6.6
Erwartete Unternehmensentwicklung der GELSENWASSER AG
2.6.7
Risiko- und Chancenbericht der GELSENWASSER AG
2.6.8
Erklärung zur Unternehmensführung
| 2.6.8.1 | Bericht zu Corporate Governance und Entsprechenserklärung |
| 2.6.8.2 | Vorstand und Aufsichtsrat |
| 2.6.8.3 | Unternehmensführungspraxis |
| 2.6.8.4 | Ausschüsse des Aufsichtsrats |
3.
NACHTRAGSBERICHT
4.
PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT4.1
Prognosebericht4.1.1
Erweiterte Rahmenbedingungen
| 4.1.1.1 | Wasser |
| 4.1.1.2 | Energie |
4.1.2
Erwartete Unternehmensentwicklung
4.1.3
Investitionen
4.1.4
Zukunftsbezogene Aussagen
4.2
Risiko- und Chancenbericht4.2.1
Risikomanagementsystem
| 4.2.1.1 | Allgemein |
| 4.2.1.2 | Wirtschaftliche Rahmenbedingungen |
| 4.2.1.3 | Gasgeschäft |
4.2.2
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
4.2.3
Finanzinstrumente
4.2.4
Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken
4.2.5
Chancen
5.
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
| 5.1 | Vorschriften über Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen |
| 5.2 | Befugnisse des Vorstands hinsichtlich Aktienausgabe und Aktienrückkauf |
| 5.3 | Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals |
| 5.4 | Change-of-Control-Klauseln |
6.
GRUNDZÜGE DER VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
| 6.1 | Vergütung des Vorstands |
| 6.2 | Vergütung des Aufsichtsrats |
1 GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag neben dem Mutterunternehmen insgesamt acht Tochterunternehmen, ein anteilig einbezogenes Unternehmen, 43 Unternehmen, die mithilfe der Equity-Methode bewertet werden sowie 30 übrige Beteiligungen.
Neben der Konzernmuttergesellschaft GELSENWASSER AG werden als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
| • | Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen |
| • | GELSENWASSER Dresden GmbH, Dresden |
| • | GELSENWASSER Energienetze GmbH, Gelsenkirchen |
| • | GELSENWASSER Magdeburg GmbH, Magdeburg |
| • | MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG, vormals GELSENWASSER Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG, Lüdinghausen (5. Dezember 2014 bis 30. September 2015) |
| • | GELSENWASSER Projektgesellschaft mbH, Hamburg (bis 31. Dezember 2015) |
| • | GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, Hamburg |
| • | Nantaise des Eaux Services SAS, Sainte Luce-sur-Loire/ Frankreich (bis 28. April 2015) |
| • | NGW GmbH, Duisburg |
| • | Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH, Rheda-Wiedenbrück |
| • | WESTFALICA GmbH, Bad Oeynhausen. |
Darüber hinaus wird die Wasserwerke Westfalen GmbH (WVVW) mit einem Anteil von 50 % in den Konzernabschluss einbezogen.
Die GELSENWASSER AG und ihre vollkonsolidierten Tochtergesellschaften (zusammen der GELSENWASSER-Konzern) versorgen ihre Kunden Haushalte, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und Industrie mit Trink- und Betriebswasser sowie mit Erdgas, Strom und Wärme. Darüber hinaus erfüllen die Gesellschaften Aufgaben der Abwasserentsorgung und bieten vielfältige versorgungsnahe Dienstleistungen an.
Bei dem Mutterunternehmen, der GELSENWASSER AG, handelt es sich um eine in Deutschland registrierte börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Gelsenkirchen, Willy-Brandt-Allee 26. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 165 eingetragen.
Die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum, ein paritätisches Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Bochum Holding GmbH und der Dortmunder Stadtwerke AG, hielt über die Wasser und Gas Westfalen GmbH zum 31. Dezember 2015 3.194.600 Aktien der GELSEN-WASSER AG. Dies entsprach einem Anteil von 92,93 % des Grundkapitals und der Stimmrechte.
Der GELSENWASSER-Konzern wird aufgrund der unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen auf dem Wasser- und Energiemarkt in die zwei Geschäftsbereiche Wasser (Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung) und Energie (Gas-, Wärme- und Stromversorgung) segmentiert.
Zum Geschäftsbereich Wasser gehören im Wesentlichen Produktion, Ein- und Verkauf sowie Transport und Verteilung von Trinkwasser und Aufbereitung von Abwasser. Dieses Segment beinhaltet die Wasseraktivitäten der GELSENWASSER AG und der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH sowie das gesamte Geschäft der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, der Wasserwerke Westfalen GmbH und der Nantaise des Eaux Services SAS (bis 28. April 2015). Darüber hinaus werden Beteiligungen und Dienstleistungen für Dritte mit dem Schwerpunkt im Wassergeschäft berücksichtigt.
Zum Geschäftsbereich Energie gehören im Wesentlichen Ein- und Verkauf von Erdgas und Strom sowie Transport und Verteilung von Erdgas und Strom. In diesem Segment werden die Gas-, Strom- und Wärmeaktivitäten der GELSENWAS-SER AG, der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH und der GELSENWASSER Energienetze GmbH sowie jeweils das gesamte Geschäft der NGW GmbH, der WESTFALICA GmbH und der MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (5. Dezember 2014 bis 30. September 2015) sowie die nicht in der Wassersparte berücksichtigten Geschäfte erfasst.
1.2 VERÄNDERUNGEN IM BETEILIGUNGSBEREICH
Die GELSENWASSER Projektgesellschaft mbH hat am 28. April 2015 ihre Anteile an ihrer französischen Tochtergesellschaft, der Nantaise des Eaux Services SAS (NES), verkauft. Käufer ist die Lyonnaise des Eaux France SAS, ein Unternehmen der SUEZ environnement Gruppe. Die in Nantes ansässige NES, eine französische Aktiengesellschaft mit 310 Mitarbeitern, erwirtschaftete 2014 in den Bereichen Wasserver- und Abwasserentsorgung einen Umsatz von 36,6 Mio. €. Mit dem Engagement in Frankreich wollte GELSEN-WASSER ihr internationales Beteiligungs- und Tätigkeitsport-folio erweitern. Jedoch haben sich aufgrund veränderter Rahmenbedingungen die in die Beteiligung gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Insbesondere ließ sich das deutsche Erfolgsmodell „Public-Private-Partnership" nicht verwirklichen.
Bereits 2014 hatte die GELSENWASSER Energienetze GmbH die MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (MNG) gegründet, um das Eigentum an den Gasnetzen in den Kommunen Lüdinghausen, Olfen, Senden, Billerbeck, Nordkirchen, Ascheberg, Havixbeck und Rosendahl zu halten und an die GELSENWASSER Energienetze GmbH weiter zu verpachten. Die genannten Kommunen haben zum 1. Oktober 2015 über ihre gemeinsame Infrastrukturgesellschaft, die Münsterland Netzbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, 51 % der Anteile an der MNG erworben.
Die GELSENWASSER Service GmbH erwarb am 28. September 2015 mit wirtschaftlicher Wirkung rückwirkend zum 1. Juli 2015 25,1 % der Anteile an der Brauco Rohr- und Umweltservice GmbH & Co. Dienstleistungen KG. Brauco wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt am Standort Sonnenallee in Berlin-Neukölln etwa 50 Mitarbeiter. Unternehmensgegenstand der Brauco ist die Erbringung von Dienstleistungen im Abwasserbereich. Dies beinhaltet die Rohr- und Kanalreinigung, die TV-Untersuchung und die Dichtheitsprüfung von Entwässerungsanlagen. Dazu zählen auch Absaug- und Reinigungsarbeiten von Bauwerken, Entwässerung, Transport und die fachgerechte Entsorgung der Abfälle. Darüber hinaus übernimmt die Brauco die Sanierung von Entwässerungsanlagen einschließlich der dazugehörigen Ingenieurdienstleistungen sowie den Betrieb von Abfallbe-handlungsanlagen.
Die GELSENWASSER-Gruppe trieb 2015 sowohl in Projekten der GELSENWASSER AG als auch auf Ebene der Beteiligungsunternehmen aktiv den Umbau der Energieerzeugung zu erneuerbaren Energien voran. So wurde zum 1. Juni 2015 der Kooperationsvertrag für die ARGE Windpark Hünxer Heide GbR durch die GELSENWASSER AG, die RAG Montan Immobilien GmbH und die Thyssen Vermögensverwaltung GmbH unterzeichnet und im Zuge dessen die Planung eines Windparks in Hünxe begonnen. Am 2. November 2015 gründete die Stadtwerke Castrop-Rauxel GmbH zusammen mit einem örtlichen Privatinvestor die CAS Wind GmbH & Co. KG und die zugehörige Verwaltungs-GmbH. Beide Gesellschafter halten jeweils 50 % an der Gesellschaft. Die GELSENWASSER AG wurde als Projektentwickler beauftragt. Mit dem Bau der 2,3-MW-Anlage wurde bereits begonnen. Für ein weiteres Windprojekt in Hünxe wurde am 9. Dezember 2015 die Windpark Hünxe GmbH gegründet. Gesellschafter sind die Gemeindewerke Hünxe GmbH zu 40 % und die RAG Montan Immobilien GmbH zu 60 %. Die Gesellschaft plant die Errichtung von drei Windanlagen mit 10 MW Gesamtleistung.
1.3 ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITION
1.3.1 ABSATZMÄRKTE
Schwerpunkte des inländischen Versorgungsgebiets sind das Ruhrgebiet, das Münsterland, der Niederrhein, Ostwestfalen und das angrenzende Niedersachsen. Die Chemiepark Bitter-feld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen, ist im gleichnamigen Chemiepark für die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und das Grundwassermanagement verantwortlich und betreibt am Standort das Rohrbrücken- und Straßennetz. Die Versorgungsgebiete des bis zum 28. April 2015 in den Konzernabschluss einbezogenen französischen Tochterunternehmens Nantaise des Eaux Services SAS (NES), Sainte Luce-sur-Loire, liegen schwerpunktmäßig im Norden und Westen Frankreichs sowie in der Region um Paris und im Überseedepartement Guadeloupe. Zudem ist die GELSENWASSER AG an Gesellschaften in Deutschland, Tschechien und in Polen beteiligt.
1.3.2 WETTBEWERB AM ENERGIEMARKT
Allgemeine Darstellung
Die Endkundenmärkte Strom und Gas haben sich im letzten Jahr aus Sicht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt weiter positiv entwickelt. Die Fakten des Monitoringberichts 2015 verdeutlichen diesen Trend: 2014 konnten die Letztverbraucher im bundesweiten Durchschnitt aus 106 Stromanbietern und 80 Gasanbietern in ihrem Netzgebiet wählen.
Standardisierte und elektronisch automatisierte Marktprozesse tragen dazu bei, dass der Lieferantenwechsel schnell, zuverlässig und reibungslos durchgeführt werden kann. Der Kunde braucht nur einen einzigen Ansprechpartner, um seinen Energieversorger zu wechseln.
Im Strombereich ist die Zahl der Lieferantenwechsel von Haushaltskunden im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr von 3,6 Millionen auf 3,8 Millionen gestiegen, während sie im Gasbereich mit 1,06 Millionen in etwa konstant geblieben ist. Die anzahlmäßige Wechselquote liegt damit im Strom bei 8,0 % und bei Gas bei 8,4 %. Auch der Anteil der Ökostrom-kunden nimmt weiter zu und macht mittlerweile 17 % an der Gesamtzahl der Letztverbraucher aus.
Die Marktkonzentration der Vertriebe bleibt weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Laut der bdew-Broschüre „Wettbewerb 2015" erreichen die drei größten Gaslieferanten im Haushalts-kundenmarkt in 2013 gemäß BNetzA nur einen Marktanteil von 22 %. Deutschland weist in den Endkundenmärkten für Gas und Strom auch im europäischen Vergleich mit die niedrigste Marktkonzentration auf. Der Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt erscheint inzwischen als eine Selbstverständlichkeit.
Die hohe Wettbewerbsintensität erhöht stetig den Druck auf die Vertriebsmargen und führt zu einem Abschmelzen bzw. Verharren der Vertriebsmargen auf niedrigem Niveau.
Auswirkungen auf den GELSENWASSER-Konzern
In der Sparte Strom führte die Entwicklung der regulierten Kostenbestandteile der Stromversorgung (EEG-Umlage, KWK-Umlage, Sonderkundenumlage nach §19 StromNEV, Offshore-Haftungsumlage) zu einer Erhöhung um insgesamt 0,6 ct/kWh netto in den Versorgungsgebieten des GELSEN-WASSER-Konzerns zum 1. Januar 2016. Ebenfalls sind die Netzentgelte in den GELSENWASSER-Vertriebsgebieten um bis zu 12 % gestiegen. Auf der Beschaffungsseite konnte dieser Anstieg durch Bezugskosteneinsparungen größtenteils kompensiert werden, so dass der Strompreis für die normalen Produkte für Haushaltskunden konstant gehalten und für die Heizstromprodukte bei der GELSENWASSER AG sogar gesenkt werden konnte. Die Kundenzuwächse im Jahr 2015 betrugen 6 %.
Im Gasbereich konnten die Preise im GELSENWASSER-Stammgebiet weiter konstant gehalten werden. Mit dem Ziel längerfristiger Preiskonstanz konnten wir erreichen, dass die Gaspreise bei GELSENWASSER letztmalig zum 1. September 2011 angehoben wurden. Im Haushaltskundenbe-reich waren von Januar bis Dezember 2015 Kundenverluste in Höhe von 4,4 % im Konzern zu verzeichnen.
1.4 UNTERNEHMET
Die Versorgung unserer Kunden mit Wasser, Erdgas, Strom und Wärme sowie die Entsorgung von Abwasser bilden für GELSENWASSER die wesentliche Geschäftsgrundlage. Ziel ist, Branchenführer in der Wassergewinnung und -verteilung zu bleiben und so die Geschäftsbasis zu sichern. Als kommunaler Fachpartner ist für GELSENWASSER oberstes Unternehmensziel, die bestehenden Wasser- und Energiekonzessionen zu sichern und neue hinzuzugewinnen. Deshalb freut sich GELSENWASSER über verlängerte Konzessionen wie in Alpen, Diepenau, Raddestorf, Uchte oder Warmsen. Darüber hinaus nutzt GELSENWASSER die Chancen zum Erwerb weiterer Konzessionen sinnvoll, um ihr Geschäft auszubauen. Dies ist im vergangenen Jahr erfolgreich in der Gemeinde Finnentrop gelungen. GELSENWASSER denkt und arbeitet dabei nicht nur in den ihr bekannten klassischen Optionen, sondern ist als Beteiligungsnetzwerk offen dafür, ihren Partnern, den Kommunen, alternative Modelle wie eine gemeinsame Netzgesellschaft, z. B. im Fall der MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG, zu bieten.
Das in 2014 aufgebaute Dienstleistungsgeschäft soll kontinuierlich ausgebaut werden. Eine Partnerschaft auf Basis eines Dienstleistungsvertrags verbindet GELSENWASSER seit 2015 mit den Stadtwerken Paderborn, deren Aufbau des Energievertriebs GELSENWASSER mit ihren Dienstleistungen unterstützt. GELSENWASSER tritt ihren Geschäftspartnern gegenüber als kompetenter Fachpartner auf, der das umfassende Know-how dazu nutzt, individuelle Lösungspakete anzubieten, um deren Herausforderungen in den Bereichen Wasser, Abwasser und Energie erfolgreich zu begegnen.
Im Bereich der Abwasserdienstleistungen konnte das GEL-SENWASSER-Leistungsportfolio mit einer Beteiligung an der Brauco Rohr- und Umweltservice GmbH erfolgreich ergänzt werden. Dem Kunden kann so ein Rundumsorglos-Paket angeboten werden, das die Wertschöpfungskette vollständig abbildet.
Für GELSENWASSER ist das Geschäftsfeld der dezentralen und erneuerbaren Energien weiterhin von großer Bedeutung. Besonders im Bereich Windenergie ist GELSENWASSER mit der Planung und dem Bau von sieben Projekten aktiv.
An die Versorgung ihrer Kunden sowohl mit den sogenannten Commodities als auch mit Dienstleistungen stellt GELSEN-WASSER, intern und in Zusammenarbeit mit allen agierenden Marktpartnern, höchste Ansprüche. An erster Stelle steht dabei die hervorragende Qualität ihrer Produkte. Ziel ist es, diese jederzeit zu angemessenen Preisen anzubieten und damit die Kundenzufriedenheit zu sichern.
Der Schutz der Ressource Wasser und der Umwelt ist GEL-SENWASSER dabei ein wesentliches Anliegen. Dafür arbeitet GELSENWASSER in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Kunden, Kommunen und allen weiteren Beteiligten. Höchste Qualität als oberste Maxime treibt GELSENWASSER nicht nur in der Versorgung ihrer Kunden an, sondern ist genauso das Maß, an dem GELSENWASSER ihre gesamte interne Tätigkeit ausrichtet.
1.5 UNTERNEHMENSINTERNES STEUERUNGSSYS
Um in den umbrechenden Märkten der Daseinsvorsorge bestehen zu können, setzt GELSENWASSER ein wertorientiertes Managementsystem zur Steuerung und Führung des Konzerns ein.
Ziel ist es, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern durch profitables, nachhaltiges Wachstum und Konzentration auf Geschäftsfelder, die hinsichtlich der Wettbewerbsposition und Leistungsfähigkeit nachhaltige Entwicklungschancen bieten.
Zentrales Instrument ist dabei ein integriertes Controlling. Mit dieser Controllingkonzeption koordiniert und steuert GEL-SENWASSER die einzelnen Unternehmensaktivitäten und -bereiche. Die Abstimmung erfolgt im Rahmen der jährlichen Planung. Hierbei werden Grundsatzentscheidungen über Investitionen, Innovationen, Markterschließungen und andere Projekte in ihren Auswirkungen auf die Unternehmenswertentwicklung offengelegt und kritisch hinterfragt. Durch den Planungsprozess, der bei GELSENWASSER Bottom-up unter Einhaltung von Rahmenbedingungen verläuft, werden die dezentralen Verantwortungsbereiche unterstützt, integriert und eine konzernweite Transparenz geschaffen.
Berichterstattungssysteme für Ist- und Planungsrechnungen verbinden zeitnah und zielorientiert strategische und operative Elemente. Flankiert werden diese durch ad-hoc- bzw. maßnahmenorientierte Kommunikation.
Zentrale Steuerungskennzahlen und Messgrößen des GEL-SENWASSER-Konzerns zur Begutachtung der Wertentwicklung sind das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) und der ROCE (Return an Capital Employed, berechnet als Quotient aus dem EBIT und dem durchschnittlich gebundenen verzinslichen Kapital) des GELSENWASSER-Konzerns.
Daneben sind die Wasserabgabe und der Gasabsatz unterjährig betrachtete Kennzahlen.
2 WIRTSCHAFTSBERICHT
2.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.1.1 RAHMENBEDINGUNGEN WASSER / ABWASSER
Den Schutz der Qualität unseres Trinkwassers und seiner Ressourcen haben 2015 gleich mehrere Vorhaben des Bundes- und Landesgesetzgebers zum Ziel. Zum Ende des Jahres sind die beiden zentralen Vorhaben der Bundesregierung leider noch nicht abgeschlossen.
Fracking anhaltende Rechtsunsicherheit
Die Verabschiedung gesetzlicher Regelungen zur Fracking-Technologie steht weiterhin aus. Schon Ende 2014 hatte die Bundesregierung Regelungen zum Fracking vorgelegt. Vorgesehen waren Änderungen beim Wasserhaushaltsgesetz, beim Bundesnaturschutzgesetz sowie beim Bundesberg-gesetz und bei untergeordneten Verordnungen. Die Änderungen enthalten vielfältige Regelungen zum Schutz der Wasservorkommen, wie sie auch GELSENWASSER immer wieder vorgeschlagen hat. Sie sind aber bislang weder verabschiedet worden noch in Kraft getreten. Hauptstreitpunkt ist die Ausgestaltung und Rolle der sogenannten Expertenkommission, die Probebohrungen bewerten soll. Das GELSENWASSER-Versorgungsgebiet überschneidet sich gleich mit mehreren Claims der Explorateure, die Schiefer- und Kohleflözgas in diesen umfangreichen Gebieten von der holländischen Grenze bis tief in das Münsterland vermuten. Daher wird GELSEN-WASSER auch 2016 als Fachpartner der Bundes- und Landespolitik auf ein entsprechendes Gesetz hinwirken.
Änderung der Düngeverordnung dringend benötigt
Die behördliche Gewässerüberwachung belegt, dass das Grundwasser in Deutschland mit Nitrat belastet wird. Eine der Hauptursachen ist die Überdüngung in der Landwirtschaft. Die hiergegen gerichtete EU-„Nitratrichtlinie" wird in der ersten Jahreshälfte 2016 in deutsches Recht in Form von Düngegesetz und Düngeverordnung umgesetzt. Aus Sicht von GELSENWASSER wären hierbei einige wichtige Punkte zu beachten, wie eine Kopplung zum 50 mg/I Nitrat-Ziel aus der Grund- und Trinkwasserverordnung als Grenze zur Auslösung von Gegenmaßnahmen, eine für alle Betriebe verbindliche Einführung einer sogenannten „Hoftorbilanz" oder eine deutliche Begrenzung der organischen Stickstoffobergrenze bei der Düngung zur Verringerung der Einträge in die Gewässer.
GELSENWASSER hat zwar im Trinkwasser kein akutes Problem mit Nitrat. Durch Messungen im Grundwasser in den Einzugsgebieten der eigenen Brunnen ist aber bekannt, dass die Werte als Folge der jahrelangen Düngepraxis und der örtlichen Gegebenheiten in einigen Gebieten bis zum dreifachen über dem Grenzwert liegen. Es existiert im Boden meist noch ein natürliches Abbaupotenzial für Nitrat, das aber endlich und an einigen Stellen bereits zur Hälfte aufgebraucht ist. Zur Vermeidung weiterer Einträge braucht es neue Regeln in der Landwirtschaft für Problemgebiete, sei es im Viehbesatz pro Fläche, in den maximal zulässigen Düngegaben oder bei den Stickstoffüberschüssen im Boden nach der Ernte.
Oberflächengewässerverordnung
Die europäischen Vorgaben wurden in der Anfang 2015 vorgelegten Novelle der Oberflächengewässerverordnung 1:1 übernommen. Der überarbeitete Entwurf liegt noch nicht vor. Zum Schutz der Gewässer ist es wichtig, dass sich der ganzheitliche Ansatz mit klarem Vorrang des Verursacher- und Vermeidungsprinzips durchsetzt. Stoffzulassungen im Bereich der Tier- und Humanpharmaka sind dabei an der Abbaubarkeit auszurichten. Gerade für die Wasserversorgung von GELSEN-WASSER ist entscheidend, dass ihre Oberflächengewässer umfassend vor Nitrateinträgen geschützt werden, indem der Nitratwert bei 50 mg/I belassen wird.
Landeswassergeselz
Die Novellierung des Landeswassergesetzes NRW ist inhaltlich vorangeschritten. Zur Mitte des Jahres 2015 wurde ein Regierungsentwurf veröffentlicht. Die Gemeinden sollen künftig ein Wasserversorgungskonzept über den Stand und die Entwicklung ihrer Wasserversorgung erstellen. GELSENWASSER wird sich hier bei Bedarf fachlich einbringen und als Partner die Kommunen in ihrem Versorgungsgebiet unterstützen. Viele für die Qualität des Trinkwassers hilfreiche Regelungen wie die Ausweitung von Gewässerrandstreifen wurden vom Landes-umweltministerium vorgesehen. Der Entwurf enthält auch weiterhin die sogenannte „Kanalkaufofferte", die Eröffnung der Möglichkeit für Gemeinden, ihre kanalnetzbezogenen Aufgaben ohne jede Ausschreibung an einen sondergesetzlichen Wasserverband, in dem die Gemeinde Mitglied ist, zu übertragen. Hierdurch würde tiefgreifend in die Struktur der Abwasserwirtschaft in NRW eingegriffen, die seit vielen Jahren einwandfrei funktioniert. Kommunen würden ihre Entscheidungshoheit verlieren und auch wirtschaftlich durch die einmalige Zahlung keinen langfristigen Effekt für den kommunalen Haushalt erzielen. GELSENWASSER setzt sich daher für eine faire und transparente Regelung ein, die letztlich zu einer nachvollziehbaren Leistungs- und Kostensystematik für Verbraucher führt.
Preissenkungsverfahren begleiten die Branche auch 2015
Im Jahr 2015 gab es zwar deutlich weniger neue Kartellverfahren im Vergleich zu 2013 oder 2014. Doch weiterhin werden Preissenkungen verfügt, meist in Verbindung mit außergerichtlichen Vergleichen zu Lasten der betroffenen Wasserversorger. Vielerorts werden auch bundesweit notwendige Tariferhöhungen nicht vorgenommen, was mittel- und langfristig zu erheblichen Nachholbedarfen im Anlagen- und Netzbereich führen kann. Zentrale Aufgabe der Wasserwirtschaft wird es sein, den Substanzwert zu erhalten um nachhaltig zu wirtschaften. Dazu gehört auch eine kostendeckende Finanzierung unter Beachtung kalkulatorischer Kosten. GEL-SENWASSER ist mit der Branche zusammen sehr aktiv, um diesen Zusammenhang in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik zu verdeutlichen.
Benchmarking Wasser - Fortführung eines erfolgreichen Konzepts
In NRW wurde die gute Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgern und der Landesregierung erfolgreich fortgesetzt. An der siebten Runde des landesweiten Benchmarking haben mehr als 100 Wasserversorgungsunternehmen teilgenommen, die für mehr als 85 % der an Endkunden gelieferten Wassermenge verantwortlich sind. Das flankierende „Branchenbild 2015" belegt neben der erfolgreichen Weiterentwicklung von Benchmarking in vielen Landesprojekten erneut die hohe Qualität und langfristige Sicherheit der deutschen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung als Folge höchster technischer Standards.
2.1.2 RAHMENBEDINGUNGEN ENERGIE
Europäische Kommission
Die Europäische Kommission hat mit dem Ziel einer Energieunion einen Fahrplan für die Energiepolitik der nächsten fünf Jahre erarbeitet. Hieran werden sich die Gesetzes- und Regelungsinitiativen orientieren. Große Bedeutung für einen Gasversorger und Betreiber von Gasspeichern wie GELSEN-WASSER werden die Themen der Versorgungssicherheit und Effizienz im Wärmemarkt haben. Bei Ersterem wird eine europäische Einkaufsgemeinschaft diskutiert, die Auswirkungen auf die Liquidität des Großhandelsmarktes hätte. Im zweiten Feld stehen für das kommende Jahr Novellen der Effizienz-, Gebäude und der Ökodesign-Richtlinie an.
Nationale Energiewende
Das Jahr 2015 stand im Fokus des „Strommarktdesigns der Zukunft", welches die Erreichung der Ziele der Energiewende unterstützen soll. Das BMW' wird mehr Flexibilität ins System bringen, was die Anforderungen an die Bewirtschaftung von Bilanzkreisen erhöht, aber auch Chancen bei Direktvermarktung oder Regelenergiemarkt für unser virtuelles Kraftwerk bietet. Im Herbst wurde das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet, mit dem der Rollout von intelligenten Zählern in Deutschland durchgesetzt werden soll. Mit gestaffelten Preisobergrenzen für das Messstellenpaket soll ein angemessenes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen für die Versorger aber auch die Endkunden geschaffen werden. GEL-SENWASSER sieht in der Digitalisierung der Energiewende Chancen auch zur Weiterentwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle und Produkte.
Die Novelle des KWK-Gesetzes liegt in den letzten Zügen. Die Eigenstromförderung über 100 KW soll gestrichen werden, ausgenommen ist das sogenannte Contracting. Unter 100 KW werden die Fördersätze gesenkt, im Gegenzug diejenigen bei Einspeisung erhöht. Die Förderung soll insgesamt im Jahr 2022 auslaufen. GELSENWASSER wird ihre neuen kommunalen Projekte in den kleinen aber vor allem auch den mittleren Segmenten an die neuen Förderbedingungen anpassen, um weiterhin in diesem Geschäftsfeld aktiv sein zu können.
In den Fokus rückte zudem die Novellierung des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Effizienzmaßnahmen. Sie dient der Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie, die verpflichtende Energieaudits für Unternehmen vorsieht. GEL-SENWASSER verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und hilft den Kommunen bei der Erreichung der eigenen Energieeffizienz-Ziele. Aktuell werden gleich mehrere Energieeffizienz-Netzwerke im kommunalen Umfeld mit den Partnerkommunen aufgebaut.
Im Erdgassektor stand die Versorgungssicherheit zur Debatte. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat sich beruhigt; stattdessen liegt der Fokus nun auf angeblich niedrigen Füllständen der deutschen Gasspeicher. Anfang November 2015 waren dort 17,1 Mrd. Normkubikmeter Erdgas gespeichert, vor einem Jahr waren es 21,4 Mrd. Normkubikmeter. Dies führt bei einigen wenigen Marktteilnehmern zu Sorge. Das Bundesministerium für Wirtschaft gab daher eine Studie zur Sicherheit der Erdgasversorgung in Deutschland in Auftrag, die zum Ergebnis hatte, dass auch bei niedrigen Füllständen nur bei extremer Kälte und auch nur im Februar Versorgungsprobleme entstehen könnten.
Konzessionen
Die Vergabe von Netzkonzessionen (Gas und Strom) unterliegt in Deutschland einem zunehmend höheren Wettbewerb. Die Anforderungen an die Bewerber werden immer anspruchsvoller und restriktiver. Immer öfter werden die Konzessionen im Zusammenhang mit einer strategischen Partnerschaft ausgeschrieben (ein- oder zweistufiges Verfahren). Die Kommunen treten somit immer häufiger als Anbieter und Bieter bei Konzessionsausschreibungen auf. Die geforderten Modelle zeichnen sich durch eine gesteigerte Flexibilität aus. Dies gilt insbesondere für die Vertragslaufzeiten, die über Sonderkündigungsrechte und Change-of-Control-Klauseln von der Laufzeit des Konzessionsvertrags bewusst abgekoppelt werden. Bei den Kooperationen wird auch das Zugeständnis eines Übergangs vom Pacht- zum Dienstleistungsmodell erwartet. Der Wunsch der Kommunen, die Versorgung ihrer Bürger selbst in die Hand zu nehmen, ist weiterhin ungebrochen.
Die GELSENWASSER-Gruppe sieht diese Entwicklung als Chance und Herausforderung. Gewonnene Ausschreibungsverfahren bezüglich strategischer Partnerschaften im Zusammenhang mit Konzessionen zeugen von der Flexibilität und dem Know-How von GELSENWASSER und der Akzeptanz der Kommunen für die GELSENWASSER-Modelle. GELSEN-WASSER hat die notwendigen Erfahrungen und Möglichkeiten, den Kommunen ein starker Partner im Energienetzbetrieb zu sein.
2.2 BRANCHENENTWICKLUNG
2.2.1 WASSER
Die Branchenentwicklung auf dem Gebiet leitungsgebundener Leistungen folgt weitestgehend dem Trend der letzten Jahre. Auch GELSENWASSER steht vor den branchenüblichen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel im Ruhrgebiet, dem Abbau der Industrie und den anhaltenden Wassersparinitiativen, durch welche die spezifischen Mengen zurückgehen. Die Zunahme diffuser Einträge anthropogener Spurenstoffe und ansteigende Nutzungskonflikte mit Industrie und Landwirtschaft beim Flächenverbrauch sind Herausforderungen für die Qualitätssicherung. Aber auch der sich abzeichnende Klimawandel mit vermehrten Starkregenereignis-sen und eine gewässerverträgliche Ausgestaltung der Energiewende prägen die Arbeit eines Wasserversorgers.
2.2.2 ENERGIE
Im Jahr 2015 wurden die europäischen Strom- und Gasmärkte von drei wesentlichen Faktoren beeinflusst:
| • | den internationalen Preisen für Gas, Kohle und CO2-Zertifi-kate und insbesondere dem weiteren Verfall des Ölpreises, |
| • | der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, vor allem in den USA und in China, sowie |
| • | den globalen politischen und geopolitischen Rahmenbedingungen. |
Nach einer Aufwärtsbewegung in der ersten Jahreshälfte fiel der Brentpreis nach der Einigung der 5+1-Staaten (die fünf UN-Veto-Mächte plus Deutschland) und des Iran auf eine Grundsatzvereinbarung bezüglich des Atomprogramms im Juli deutlich. Von Anfang Juli bis Ende August sank der Preis um über 20 % und erreichte das tiefste Niveau seit der Finanzkrise im Jahr 2009. Nach einer kurzen Preiserholung kam es von Anfang November bis Mitte Januar 2016 zu einem erneuten Preisverfall. Der Preis fiel um mehr als 46 %. Seitdem befindet sich der Ölmarkt in einer Seitwärtsbewegung. Die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass der Weltmarkt auch im kommenden Jahr mit Öl überversorgt sein wird. Sie nennt dafür zwei Gründe: Erstens die zu erwartenden Ölexporte des Iran ab Anfang 2016 und zweitens die global nicht so stark wie erwartet steigende Nachfrage nach Öl. Dabei seien es insbesondere die ölproduzierenden Länder wie Kanada, Brasilien, Venezuela, Russland und Saudi Arabien selbst, die aufgrund des niedrigen Ölpreises eine schwache Wirtschaftsentwicklung aufweisen und daher weniger Öl verbrauchen werden.
Der Preis für Gaslieferungen im Folgejahr stieg bis Mitte Februar 2015 stark an und folgte steigenden Preisen beim Frontmonat (Handelsprodukt mit Lieferung im jeweiligen Folgemonat) aufgrund kalter Temperaturen. Zu einem weiteren deutlichen Preisanstieg kam es im April, nachdem die Produktion am niederländischen Groningenfeld eingeschränkt worden war. Aufgrund des Zusammenhangs zwischen der dortigen Gasförderung und einer zunehmenden Anzahl von Erdbeben war von einigen Politikern gefordert worden, die Produktion zu stoppen. Das höchste Gericht der Niederlande lehnte den Förderstopp jedoch ab und stimmte einer Einschränkung der Produktion zu. Anfang Juli nahm der Gaspreis eine Abwärtsbewegung auf, Haupteinflussfaktor war der sinkende Ölpreis. Zudem stieg die Anzahl der LNG-Tanker in Europa, da Japan Mitte August erstmals seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima wieder ein Atomkraftwerk hochfuhr. Dieser Abwärtstrend des Gaspreises hält weiterhin an.
Der Strompreis für Baseload-Lieferungen im nächsten Jahr orientierte sich Anfang des Jahres am Gas- und am Kohlepreis und stieg bis Mitte Februar deutlich an. Danach nahm der Preis eine leichte Abwärtsbewegung auf. Im August stürzten die Aktienmärkte rund um den Globus massiv ab. Insbesondere der Fall des Dax unter die Marke von 10.000 Punkten schien den deutschen Handelsmarkt extrem zu verunsichern, da der Index die Erwartung einer schwächelnden Wirtschaft widerspiegelt. Damit würde u. a. ein geringerer Strombedarf einhergehen. Der große Preisverfall am Kohlemarkt aufgrund des weltweiten Überangebots und einer schwächelnden Wirtschaft in China ließ den Strompreis dann bis Mitte Oktober kontinuierlich fallen. Seitdem befindet sich der Preis in einer volatilen Seitwärtsbewegung.
2.3 GESCHÄFTSVERLAUF
2.3.1 NEUE VERTRAGSABSCHLÜSSE IM BEREICH WASSER
Im Geschäftsbereich Wasser konnten im Jahr 2015 Verträge mit kommunalen Partnern, Weiterverteilern und Industrieun-ternehmen/Sonderkunden verlängert bzw. neu abgeschlossen werden.
Mit der Stadt Sprockhövel wurde ein neuer Konzessionsvertrag für den Ortsteil Niederstüter mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen. Der Konzessionsvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2035. GELSENWASSER liefert jährlich etwa 70 Tsd. m3 Wasser.
Weitere Vertragsverlängerungen konnten mit sieben Industrie-unternehmen/Sonderkunden und vier kommunalen Vertriebspartnern mit einem Gesamtabsatz von etwa 60 Mio. m3 Wasser jährlich abgeschlossen werden. Hinzu kommt ein Betriebs-wasserbezugsvertrag mit RVVW für 5 Mio. m3 jährlich.
2.3.2 KONZESSION VEREINIGTE
GAS- UND WASSERVERSORGUNG GMBH
Die Netzgesellschaft Erwitte mbH & Co. KG als gemeinsame Gesellschaft der Stadt Erwitte und der Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH (VGW) hat sich um die Stromkonzession der Stadt Erwitte beworben und im Dezember den Zuschlag erhalten. Nach der Übernahme des Stromnetzes vom Altkonzessionär soll das Stromnetz an die GELSENWAS-SER Energienetze GmbH verpachtet und von der VGW operativ betreut werden.
2.3.3 BESCHAFFUNGSAKTIVITÄTEN IM BEREICH GAS
Das Jahr 2015 wurde mit einem erfolgreichen Ergebnis für die Gasbeschaffungs-Kooperation der ewmr, der Stadtwerke Essen sowie der GELSENWASSER AG abgeschlossen. Die Zusammenarbeit der drei Partner wurde dabei im Bereich Handel weiter intensiviert. Für die Zukunft wird eine Ausweitung der Aktivitäten um handelsnahe Dienstleistungen vorbereitet.
Den Vorschriften der Finanz- und Energiemarktregulierung wurde Rechnung getragen. Speziell die anstehenden Meldepflichten unter REMIT (Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts) wurden im Rahmen eines Projekts intensiv vorbereitet. Im abgelaufenen Jahr konnte ein solides Ergebnis für die Gasbeschaffungs-Koope-ration der ewmr, der Stadtwerke Essen sowie der GELSEN-WASSER AG erwirtschaftet werden. Erstmals wurden dabei im Rahmen von handelsnahen Dienstleistungen externe Stadtwerke als Kunden akquiriert. Darüber hinaus wurden erste Handelsmengen an externe Weiterverteiler verkauft. Für die Ausweitung der Handels-und Dienstleistungsbeziehungen zu Dritten wurden im Laufe des Jahres weitere Produkte vorbereitet, die auch eine Vollversorgung von Weiterverteilern ermöglichen. Im Rahmen eines weiteren Projekts wurde der Stromhandel auf eine zukunftsfähige Basis gestellt und konnte weiter ausgebaut werden.
Im Zusammenhang mit der Energiemarktregulierung wurden Vorbereitungen getroffen, die die Übernahme der anstehenden Meldepflichten unter REMIT auch für Dritte ermöglichen, die in Energielieferbeziehungen zu GELSENWASSER stehen.
2.3.4 WASSER- UND ENERGIEABSATZ
2.3.4.1 Wasser
Die Wasserabgabe des GELSENWASSER-Konzerns lag im Jahr 2015 mit 228,4 Mio. m3 um 27,5 Mio. m3 unter dem Wert des Vorjahres (255,9 Mio. m3). Der Rückgang betraf die zum 28. April 2015 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedene NES mit 21,0 Mio. m3. Weitere deutliche Absatzrückgänge verzeichnete die Kraftwerksbranche in der Kundengruppe Industrie als Folge der Energiewende.
2.3.4.2 Gas
Der Gasabsatz stieg im Berichtsjahr um 25,5 % auf 21,5 TWh. Der Absatzzuwachs ist im Wesentlichen auf die verstärkten Gashandelsaktivitäten der GELSENWASSER AG zurückzuführen. Dadurch lag der Wiederverkauf mit 17,7 TWh um insgesamt 4,2 TWh über dem Vorjahreswert. Ohne die Berücksichtigung der Mengen des Handelsgeschäfts und aus der Zentralen Gasbeschaffung ist der Gesamtabsatz um 0,1 TWh gestiegen. Im Bereich der Haushalts- und gewerblichen Klein-verbrauchskunden lag die Gasabgabe mit 2,9 TWh im Wesentlichen witterungsbedingt um 4,9 % über dem Vorjahreswert. Im Industriebereich lag der Absatz mit 0,9 TWh auf Vorjahresniveau.
2.3.4.3 Strom
Der Stromabsatz stieg im Berichtsjahr um 26,1 % auf 253 Mio. kWh. Dieser Absatzanstieg resultiert ausschließlich aus dem Sonderkundenbereich. Bei den Haushalts- und Gewerbekunden ist der Absatz dagegen rückläufig.
2.3.5 MITARBEITER
Zum 31. Dezember 2015 waren im GELSENWASSER-Konzern 1.446 Mitarbeiter tätig.
Mit dem Verkauf der NES sank die Zahl der Gesamtbelegschaft gegenüber dem Vorjahr um 310 Beschäftigte. Bei der GEL-SENWASSER AG hingegen führten verstärkte Dienstleistungsaktivitäten, vor allem im Abwasser- und Kundenserviceumfeld, zu Personalaufbau.
Vier Jugendliche mehr in der Erstausbildung als im letzten Jahr (aktuell 69 Auszubildende, im Vorjahr 65 Auszubildende ohne NES) sichern bei GELSENWASSER und GWN darüber hinaus den Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Ergänzend wurden die Berufsbilder in der Ausbildung ebenso wie die Möglichkeiten des Zugangs ausgeweitet.
Es gelingt auch auf diesem Weg, Vielfalt im Unternehmen zu fördern und weiterzuentwickeln. Unabhängig von Geschlecht, Lebenslauf, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität erfahren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung und Anerkennung. Das belegen Mitarbeiter-Befragungen.
Mit gemischten Teams bildet GELSENWASSER die Kundenvielfalt ab, greift neue Trends schnell auf und geht auf die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse optimal ein. Dies ist getragen von der Überzeugung, dass Vielfalt das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig und erfolgreich am Markt agieren lässt. Sie ist gewollt und gelebt.
2.3.6 ZUSAMMENFASSENDE STELLUNGNAHME DES VORSTANDS
Geschäftsverlauf
Das operative Geschäft hat sich rückläufig entwickelt. Der Umsatz lag für den Konzern zwar deutlich über dem Vorjahr und über dem Planansatz. Wesentlicher Grund waren der Gewinn eines neuen Kunden im Rahmen der bestehenden zentralen Gasbeschaffung der GELSENWASSER AG sowie erhöhte Gashandelsaktivitäten. Dennoch lag das EBIT des Konzerns mit 90,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert (-10,3 Mio. €) und dem erwarteten EBIT (-1,3 Mio. €). Ursache waren außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Nutzung der Erdgasspeicher. Bereinigt um die außerordentlichen Effekte lag das EBIT um 1,7 Mio. € über dem Vorjahreswert und 10,0 Mio. € über dem Planansatz.
GELSENWASSER kam im Berichtsjahr seinen finanziellen Verpflichtungen aufgrund des starken Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit nach. Auf die Aufnahme von Fremdmitteln konnte bei den vollständig konsolidierten Unternehmen verzichtet werden.
GELSENWASSER verfügt bei einer Eigenmittelquote von 58 % über eine starke Eigenmittelausstattung. Die Überdeckung des langfristigen Vermögens mit langfristigem Kapital beläuft sich auf 106 %.
Risikosituation
Aus heutiger Sicht ist ausgehend von der Gesamtrisikosituation (siehe Kapitel 4.2) keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Größenordnung von Risiken erkennbar. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 hat sich diese Einschätzung nicht verändert. Wie im Vorjahr hat GELSENWASSER in 2015 erneut den Fokus auf die fortlaufende Kontrolle und Bewertung aller Risiken gelegt. Hierbei hat insbesondere die Qualität der Inventurergebnisse durch systematische Weiterentwicklungen zugenommen. Die Einschätzung der Risiko-gesamtsituation sowie die Beurteilung der Einzelrisiken sind jederzeit möglich.
Neben der Risikogesamtsituation lässt sich auch auf Basis der Einzelrisiken kein bestandsgefährdender Sachverhalt erkennen.
2.4 LAGE
2.4.1 ERTRAGSLAGE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 996,5 | 902,0 | 1.175,8 |
| Materialaufwand | -747,7 | -634,2 | -907,3 |
| Personalaufwand | -114,7 | -116,3 | -112,6 |
| Abschreibungen | -38,5 | -39,8 | -37,3 |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | -47,4 | -48,6 | -56,1 |
| ERGEBNIS DER OPERATIVEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 48,2 | 63,1 | 62,5 |
| Beteiligungsergebnis | 42,1 | 37,5 | 35,5 |
| Finanzergebnis | -3,9 | -5,6 | -5,0 |
| Ertragsteuern | -2,0 | -2,0 | -3,6 |
| ERGEBNIS FORTGEFÜHRTER AKTIVITÄTEN | 84,4 | 93,0 | 89,4 |
| Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten | - | - | - |
| JAHRESÜBERSCHUSS | 84,4 | 93,0 | 89,4 |
| Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,1 | 0,1 | - |
| ERGEBNISANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG | 84,3 | 92,9 | 89,4 |
2.4.1.1 Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse erhöhten sich um insgesamt 94,5 Mio. € auf 996,5 Mio. €. Dabei lagen die Brutto-Erlöse aus dem Gasverkauf hauptsächlich aufgrund des Gewinns eines neuen Kunden im Rahmen der bestehenden zentralen Gasbeschaffung der GELSENWASSER AG sowie gestiegener Handelsaktivitäten um 88,2 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Erlöse aus dem Wasserverkauf lagen mit 225,1 Mio. € um 4,6 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die Brutto-Erlöse aus dem Stromverkauf nahmen um 5,9 Mio. € aufgrund von Absatzzuwächsen im Sonderkundenbereich zu und beliefen sich auf 53,9 Mio. €. Die übrigen Umsatzerlöse stiegen um 5,0 Mio. € auf 119,8 Mio. €. Die Energie-/Stromsteuer betrug unverändert 23,9 Mio. €.
2.4.1.2 EBIT und Konzernjahresüberschuss
Den im Berichtsjahr gestiegenen Umsatzerlösen sowie den erhöhten sonstigen betrieblichen Erträgen aufgrund der Ent-konsolidierung der NES und der MNG standen deutlich größere Ergebnisbelastungen hauptsächlich aus höheren Materialaufwendungen und Aufwendungen aus Termingeschäften zur Absicherung der Gasbeschaffung gegenüber. Neben deutlich erhöhten Gasbezugskosten sind im Materialaufwand außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Nutzung der Erdgasspeicher enthalten. Dadurch ergab sich ein Rückgang des Ergebnisses der operativen Geschäftstätigkeit um 14,9 Mio. € auf 48,2 Mio. €.
Das Beteiligungsergebnis (Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen und Sonstiges Beteiligungsergebnis) lag mit 42,1 Mio. € um 4,6 Mio. € über dem Vorjahresniveau.
Dies führte dazu, dass das EBIT mit 90,3 Mio. € um 10,3 Mio. € unter dem Vorjahres-EBIT lag und auch das erwartete EBIT um 1,3 Mio. € unterschritt.
Das Finanzergebnis verbesserte sich um 1,7 Mio. € auf - 3,9 Mio. €. Ursache waren u. a. um 2,0 Mio. € gesunkene Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.
Die Ertragsteuern beliefen sich unverändert auf 2,0 Mio. €. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern beträgt der Jahresüberschuss des Konzerns 84,4 Mio. € und liegt damit um 8,6 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 93,0 Mio. €.
Die Ergebnisanteile der Aktionäre der GELSENWASSER AG betragen im Berichtsjahr 99,9 %, d. h. 84,3 Mio. € (Vorjahr 92,9 Mio. €).
Sowohl das EBIT als auch der Jahresüberschuss haben die Budgetansätze für das Berichtsjahr um lediglich 1,0 % verfehlt.
2.4.1.3 Entwicklung der Segmentergebnisse NACH GESCHÄFTSBEREICHEN IN MIO. € JAHR WASSER SONSTIGE /
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| NACH GESCHÄFTSBEREICHEN IN MIO. € | JAHR | WASSER | ENERGIE | SONSTIGE / KONSOLIDIERUNG | KONZERN |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2015 | 294,7 | 701,8 | - | 996,5 |
| 2014 | 300,4 | 601,6 | - | 902,0 | |
| Innenumsatz | 2015 | - | - | - | - |
| 2014 | - | - | - | - | |
| Gesamtumsatz | 2015 | 294,7 | 701,8 | - | 996,5 |
| 2014 | 300,4 | 601,6 | - | 902,0 | |
| Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen | 2015 | 17,9 | 12,0 | - | 29,9 |
| 2014 | 17,4 | 8,4 | - | 25,8 | |
| Abschreibungen | 2015 | 25,9 | 12,6 | - | 38,5 |
| 2014 | 26,5 | 13,3 | - | 39,8 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Erlöse und Erträge | 2015 | 14,4 | 9,0 | - | 23,4 |
| 2014 | 9,7 | 6,0 | - | 15,7 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen (ohne Abschreibungen) | 2015 | 11,5 | 42,1 | - | 53,6 |
| 2014 | 17,7 | 3,3 | - | 21,0 | |
| EBIT | 2015 | 73,1 | 17,2 | - | 90,3 |
| 2014 | 56,4 | 44,2 | - | 100,6 |
Insgesamt ist das EBIT mit 90,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Mio. € gesunken. Die einzelnen Segmente veränderten sich dabei stark gegenläufig:
Im Geschäftsbereich Wasser stieg das EBIT im Berichtsjahr um 16,7 Mio. € auf 73,1 Mio. €. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus Rückstellungen für Preisrisiken, die das Vorjahresergebnis belastet hatten und im Berichtsjahr in Höhe des nicht in Anspruch genommenen Anteils aufgelöst wurden.
Das EBIT im Geschäftsbereich Energie sank im Berichtsjahr um 27,0 Mio. € auf 17,2 Mio. €. Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste aus langfristigen Speichernutzungsverträgen.
2.4.2 FINANZLAGE
2.4.2.1 Finanzmanagement
GELSENWASSER nutzt als Instrument zur langfristigen Steuerung seiner Liquidität sowie zur Optimierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns das Cash-Pooling. Daneben dient das Finanzmanagement zur Erhaltung und Optimierung der Finanzierungsfähigkeit des Konzerns und zur Minimierung finanzieller Risiken. Zudem soll das Finanzmanagement Akquisen erleichtern.
2.4.2.2 Kapitalstruktur und Kapitalausstattung
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | % | 31.12.2014 | % | 31.12.2013 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 103,1 | 7 | 103,1 | 7 | 103,1 | 7 |
| Kapitalrücklage | 32,2 | 2 | 32,2 | 2 | 32,2 | 2 |
| Gewinnrücklagen | 617,1 | 39 | 619,0 | 40 | 612,2 | 41 |
| Kumuliertes übriges Konzernergebnis | -24,9 | -2 | -43,5 | -3 | 5,4 | 0 |
| ANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG | 727,5 | 46 | 710,8 | 46 | 752,9 | 50 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 1,2 | 0 | 1,2 | 0 | 1,2 | 0 |
| Zuschüsse | 187,0 | 12 | 189,9 | 11 | 199,4 | 13 |
| EIGENKAPITAL UND ÄHNLICHE MITTEL | 915,7 | 58 | 901,9 | 57 | 953,5 | 63 |
| Pensionsrückstellungen | 279,5 | 19 | 300,2 | 20 | 218,3 | 15 |
| Steuerrückstellungen | 1,6 | 0 | 1,8 | 0 | 2,9 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 50,4 | 3 | 18,0 | 1 | 23,1 | 2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 69,1 | 4 | 69,1 | 4 | 58,4 | 4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2,7 | 0 | 2,9 | 0 | 3,0 | 0 |
| Latente Steuern | 0,9 | 0 | 1,5 | 0 | 1,5 | 0 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 404,2 | 26 | 393,5 | 25 | 307,2 | 21 |
| Sonstige Rückstellungen | 23,5 | 2 | 43,9 | 3 | 34,6 | 2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 30,5 | 2 | 18,5 | 1 | 6,6 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 191,0 | 12 | 198,8 | 13 | 195,1 | 14 |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 245,0 | 16 | 261,2 | 17 | 236,3 | 16 |
| ZUR VERÄUSSERUNG BESTIMMTE SCHULDEN | - | 0 | 10,0 | 1 | - | 0 |
| BILANZSUMME | 1.564,9 | 100 | 1.566,6 | 100 | 1.497,0 | 100 |
Die Zunahme des Eigenkapitals und ähnlicher Mittel resultiert maßgeblich aus dem gestiegenen kumulierten übrigen Konzernergebnis infolge der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen ist vor allem auf den Anstieg des Rechnungslegungszinssatzes bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Der Zuwachs der sonstigen Rückstellungen betrifft das Risiko aus der Speicherbewirtschaftung. Der Anstieg der Finanziellen Verbindlichkeiten beruht im Wesentlichen auf den Warentermingeschäften.
Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage geben die Kapitalflussrechnung sowie der Konzernanhang.
KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNS
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 108,7 | 129,3 | 100,2 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -50,3 | -61,4 | -52,3 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -66,3 | -78,5 | -32,9 |
| ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS | -7,9 | -10,6 | 15,0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 108,6 | 119,2 | 104,2 |
| FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE | 100,7 | 108,6 | 119,2 |
Die nachfolgende Abbildung zeigt, dass das langfristig gebundene Vermögen weiterhin vollständig durch langfristig verfügbares Eigen- und Fremdkapital gedeckt wird.
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 969,4 | 946,5 | 954,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte und sonstige langfristige Forderungen | 272,9 | 255,0 | 225,5 |
| LANGFRISTIGES VERMÖGEN | 1.242,3 | 1.201,5 | 1.180,2 |
| Eigenkapital | 728,7 | 712,0 | 754,1 |
| Zuschüsse | 187,0 | 189,9 | 199,4 |
| UNTERDECKUNG MIT EIGENKAPITAL UND ÄHNLICHEN MITTELN | -326,6 | -299,6 | -226,7 |
| Langfristige Schulden | 404,2 | 393,5 | 307,2 |
| ÜBERDECKUNG MIT LANGFRISTIGEM KAPITAL | 77,6 | 93,9 | 80,5 |
Rating 2015 GELSENWASSER und Wasser und Gas Westfalen (WGW)
Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat GELSENWASSER und WGW erwartungsgemäß im Juli 2015 wie schon in den letzten vier Jahren ein Emittentenrating von A– erteilt.
Im Ratingverfahren wurden GELSENWASSER und WGW gemeinsam bewertet. Es wurde untersucht, ob WGW über GELSENWASSER in der Lage ist, den vertraglich festgelegten Zins- und Tilgungszahlungen Folge zu leisten.
Neben kaufmännischen und technischen Kennzahlen wurden auch das Geschäftsmodell sowie das wirtschaftliche und politische Umfeld berücksichtigt. Die Stabilität des GELSEN-WASSER-Cashflows hat entscheidend zu dem guten Ergebnis beigetragen.
Die nächste Überprüfung steht im ersten Halbjahr 2016 an. GELSENWASSER ist zuversichtlich, dass die bisherige Einstufung bestätigt wird.
2.4.2.3 Investitionen
Im Berichtsjahr 2015 verminderte sich das Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Mio. € auf 57,2 Mio. €. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte sanken um 4,5 Mio. € auf 53,3 Mio. €. Davon entfielen u. a. 19,3 Mio. € auf Anlagen im Bau, 15,7 Mio. € auf das Rohrnetz und 5,1 Mio. € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. In Finanzanlagen einschließlich at Equity bilanzierte Beteiligungen wurden 3,9 Mio. € investiert.
2.4.3 VERMÖGENSLAGE
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | % | 31.12.2014 | % | 31.12.2013 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 1.242,3 | 79 | 1.201,5 | 77 | 1.180,2 | 79 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 322,6 | 21 | 329,4 | 21 | 316,8 | 21 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 0 | 35,7 | 2 | — | 0 | |
| AKTIVA | 1.564,9 | 100 | 1.566,6 | 100 | 1.497,0 | 100 |
| Eigenkapital und ähnliche Mittel | 915,7 | 58 | 901,9 | 57 | 953,5 | 63 |
| Langfristige Schulden | 404,2 | 26 | 393,5 | 25 | 307,2 | 21 |
| Kurzfristige Schulden | 245,0 | 16 | 261,2 | 17 | 236,3 | 16 |
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden | 0 | 10,0 | 1 | — | 0 | |
| P A S S I V A | 1.564,9 | 100 | 1.566,6 | 100 | 1.497,0 | 100 |
Die Bilanzsumme lag im Geschäftsjahr mit 1.564,9 € auf Vorjahresniveau.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 40,8 Mio. € auf 1.242,3 Mio. €. Dies betraf im Wesentlichen mit 22,4 Mio. € die Finanziellen Vermögenswerte und mit 21,1 Mio. € die At Equity bilanzierten Beteiligungen. Die Sachanlagen erhöhten sich um 5,7 Mio. €. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt 79 %.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 % auf 322,6 Mio. €, ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt 21 %. Der Rückgang setzt sich aus den Posten Vorräte (-17,3 Mio. €) und Flüssige Mittel (-7,9 Mio. €) zusammen. Dagegen verzeichneten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Finanzielle Vermögenswerte einen Zuwachs (+ 2,7 Mio. € bzw. +15,7 Mio. €). Die Finanziellen Vermögenswerte betreffen mit 14,6 Mio. € Warentermingeschäfte.
Bei den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten im Vorjahr handelt es sich um die Vermögenswerte der MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (MNG), deren Mehrheit der Kommanditanteile im Berichtsjahr veräußert wurden.
Die langfristigen Vermögenswerte waren zu 73,7 % durch Eigenkapital und ähnliche Mittel gedeckt und zu mehr als 100 % durch langfristiges Kapital finanziert.
Das Eigenkapital und die Eigenkapital ähnlichen Mittel liegen um 13,8 Mio. € über dem Vorjahreswert. Wesentlicher Grund hierfür ist der Anstieg des Kumulierten übrigen Konzernergebnisses infolge der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen. Die ausgewiesenen Anteile eines nicht beherrschenden Gesellschafters betreffen die CPG.
2.4.4 PLAN-IST-VERGLEICH
Das EBIT des Konzerns unterschritt mit 90,3 Mio. € das erwartete EBIT um 1,3 Mio. €. Die Ergebnisverschlechterung resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungszuführungen.
Die abgesetzten Wassermengen unterschritten mit 228,4 Mio. m3 den Planansatz um 4,1 %, wesentlicher Grund war der Verkauf der NES zum 28. April 2015.
Die Planerwartung wurde beim Gasabsatz im Wesentlichen durch den Anstieg der Gashandelsaktivitäten der GELSEN-WASSER AG um 35,1 % übertroffen.
Der ROCE des GELSENWASSER-Konzerns liegt mit 11,71 % über dem Planansatz von 9,47 %. Ursache ist das höhere - um neutrale Effekte bereinigte - EBIT.
2.5 FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das operative Geschäft steuert GELSENWASSER mit der Kennzahl EBIT.
Das EBIT enthält neben dem Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit das Beteiligungsergebnis, bestehend aus dem Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen und dem sonstigen Beteiligungsergebnis. Daneben wird der ROCE des GELSENWASSER-Konzerns als statische Renditekenn-zahl zur Betrachtung der Wertentwicklung über mehrere Perioden eingesetzt.
Weitere unterjährig betrachtete Kennzahlen sind die Wasserabgabe und der Gasabsatz.
Das Konzern-EBIT wird im Kapitel 2.4.1.2 EBIT und Konzernjahresüberschuss erläutert. Zusätzliche Angaben zum EBIT der Segmente finden sich im Kapitel 2.4.1.3 Entwicklung der Segmentergebnisse.
2.6 JAHRESABSCHLUSS DER GELSENWASSER AG
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| BILANZ | ||
|---|---|---|
| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände | 268,9 | 260,8 |
| Finanzanlagen | 328,1 | 311,2 |
| ANLAGEVERMÖGEN | 597,0 | 572,0 |
| Vorräte | 22,2 | 20,2 |
| Forderungen | 132,2 | 141,9 |
| Liquide Mittel | 97,9 | 96,7 |
| UMLAUFVERMÖGEN | 252,3 | 258,8 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 9,4 | 6,8 |
| AKTIVA | 858,7 | 837,6 |
| Eigenkapital | 353,6 | 349,6 |
| Zuschüsse | 40,7 | 41,6 |
| Rückstellungen | 252,7 | 241,5 |
| Verbindlichkeiten | 211,7 | 204,9 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | - | - |
| PASSIVA | 858,7 | 837,6 |
Gewinn- und Verlustrechnung
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 820,1 | 731,7 |
| Materialaufwand | -654,4 | -557,2 |
| Personalaufwand | -86,2 | -88,6 |
| Abschreibungen | -17,7 | -18,0 |
| Beteiligungsergebnis | 70,6 | 65,6 |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | -40,5 | -41,8 |
| ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 91,9 | 91,7 |
| Steuern (einschl. Gewerbesteuerumlage) | -9,8 | -9,6 |
| Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn | -78,1 | -78,1 |
| JAHRESÜBERSCHUSS | 4,0 | 4,0 |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | -4,0 | -4,0 |
| BILANZGEWINN | - | - |
Der von der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, mit dem uneingeschränkten Be stätigungs vermerk versehene vollständige Abschluss der GELSENWASSER AG wird beim Bundesanzeiger eingereicht. Er kann als Sonderdruck bei der GELSENWASSER AG angefordert werden.
2.6.1 ERTRAGSLAGE
Umsatzerlöse erhöht
Die Umsatzerlöse der GELSENWASSER AG erhöhten sich um insgesamt 88,4 Mio. € auf 820,1 Mio. €. Dabei lagen die Brutto-Erlöse aus dem Gasverkauf im Wesentlichen aufgrund des Gewinns eines neuen Kunden im Rahmen der bestehenden zentralen Gasbeschaffung mit 551,9 Mio. € um 80,7 Mio. € über Vorjahresniveau. Die Erlöse aus dem Wasserverkauf stiegen um 8,9 Mio. € auf 199,7 Mio. €, resultierend aus einer Erlösberichtigung aus dem Vorjahr. Die Stromerlöse verzeichneten einen Rückgang um 1,8 Mio. € auf 17,2 Mio. €. Die übrigen Umsatzerlöse lagen mit 59,4 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Energie-/Stromsteuer sank um 0,9 Mio. € auf 8,1 Mio. €.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht über Vorjahr
Dem Anstieg der Umsatzerlöse aus dem Gasverkauf standen u. a. deutlich gestiegene Bezugskosten gegenüber.
Der Rückgang des Personalaufwands um 2,4 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Entwicklung des Rechnungszinses bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen.
Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich um 5,0 Mio. € auf 70,6 Mio. €.
Der Anstieg des Saldos aus übrigen Aufwendungen und Erträgen um 1,2 Mio. € auf -40,5 Mio. € ist unter anderem auf gestiegene sonstige Erträge zurückzuführen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich leicht um 0,2 Mio. € auf 91,9 Mio. €.
Die Steuern (einschließlich Gewerbesteuerumlage) erhöhten sich um 0,2 Mio. € auf 9,8 Mio. €.
Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich, wie im Vorjahr, auf 82,1 Mio. €. Die Ergebnisabführung an die WGW beträgt unverändert 78,1 Mio. €. Nach Ergebnisabführung verbleibt ein Jahresüberschuss von 4,0 Mio. €, der in die Gewinnrücklagen eingestellt wird.
2.6.2 FINANZLAGE
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| KAPITALSTRUKTUR IN MIO. € | 31.12.2015 | % | 31.12.2014 | % | 31.12.2013 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 103,1 | 12 | 103,1 | 12 | 103,1 | 13 |
| Kapitalrücklage | 32,2 | 4 | 32,2 | 4 | 32,2 | 4 |
| Gewinnrücklage | 218,3 | 25 | 214,3 | 26 | 210,3 | 26 |
| Zuschüsse | 40,7 | 5 | 41,6 | 5 | 42,8 | 5 |
| EIGENKAPITAL UND ÄHNLICHE MITTEL | 394,3 | 46 | 391,2 | 47 | 388,4 | 48 |
| Pensionsrückstellungen | 175,5 | 20 | 169,8 | 20 | 157,0 | 19 |
| Steuer- und Sonstige Rückstellungen | 48,7 | 6 | 22,4 | 3 | 23,6 | 3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten | 0,2 | 0 | 0,2 | 0 | 0,3 | 0 |
| LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL | 224,4 | 26 | 192,4 | 23 | 180,9 | 22 |
| Steuer- und Sonstige Rückstellungen | 28,5 | 3 | 49,3 | 6 | 31,6 | 4 |
| Erhaltene Anzahlungen / Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten | 44,7 | 5 | 50,8 | 6 | 48,7 | 6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen | 149,8 | 17 | 135,6 | 16 | 142,1 | 18 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten | 17,0 | 3 | 18,3 | 2 | 17,3 | 2 |
| KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL | 240,0 | 28 | 254,0 | 30 | 239,7 | 30 |
| BILANZSUMME | 858,7 | 100 | 837,6 | 100 | 809,0 | 100 |
Die nachfolgende Abbildung zeigt die Deckung von langfristig gebundenem Vermögen durch langfristig verfügbares Eigenund Fremdkapital.
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 597,0 | 572,0 | 550,7 |
| Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten | 10,7 | 10,3 | 12,6 |
| LANGFRISTIGES VERMÖGEN | 607,7 | 582,3 | 563,3 |
| Eigenkapital | 353,6 | 349,6 | 345,6 |
| Zuschüsse | 40,7 | 41,6 | 42,8 |
| UNTERDECKUNG MIT EIGENKAPITAL UND ÄHNLICHEN MITTELN | -213,4 | -191,1 | -174,9 |
| Langfristige Rückstellungen | 224,2 | 192,2 | 180,6 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0,2 | 0,2 | 0,3 |
| ÜBERDECKUNG MIT LANGFRISTIGEM KAPITAL | 11,0 | 1,3 | 6,0 |
2.6.3 INVESTITIONEN
Das Investitionsvolumen 2015 verminderte sich um 4,9 Mio. € auf 44,6 Mio. €. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände erhöhten sich um 2,7 Mio. € auf 27,1 Mio. €. Davon entfielen u. a. 6,7 Mio. € auf das Rohrnetz, 12,5 Mio. € auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sowie 2,5 Mio. € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen in Finanzanlagen betrugen 17,5 Mio. €. Hier sind im Wesentlichen die Aufstockung der Kapitalrücklage bei der GELSENWASSER Energienetze GmbH und der GELSENWASSER Service GmbH zu nennen.
2.6.4 VERMÖGENSLAGE
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| BILANZSTRUKTUR | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | 31.12.2015 | % | 31.12.2014 | % | 31.12.2013 | % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 597,0 | 70 | 572,0 | 68 | 550,7 | 68 |
| Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten | 10,7 | 1 | 10,3 | 1 | 12,6 | 2 |
| LANGFRISTIGES GEBUNDENES VERMÖGEN | 607,7 | 71 | 582,3 | 69 | 563,3 | 70 |
| Kurzfristiges gebundenes Vermögen | 251,0 | 29 | 255,3 | 31 | 245,7 | 30 |
| AKTIVA | 858,7 | 100 | 837,6 | 100 | 809,0 | 100 |
| Eigenkapital und ähnliche Mittel | 394,3 | 46 | 391,2 | 47 | 388,4 | 48 |
| Langfristiges Fremdkapital | 224,4 | 26 | 192,4 | 23 | 180,9 | 22 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 240,0 | 28 | 254,0 | 30 | 239,7 | 30 |
| PASSIVA | 858,7 | 100 | 837,6 | 100 | 809,0 | 100 |
Die Bilanzsumme der GELSENWASSER AG stieg im Geschäftsjahr um 2,5 % auf 858,7 Mio. €. Das langfristig gebundene Vermögen überschreitet mit 607,7 Mio. € den Vorjahreswert um 4,4 %, der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 71%.
Das kurzfristig gebundene Vermögen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % auf 251,0 Mio. €, sein Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf 29 %. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus den geringeren Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
2.6.5 PLAN-IST-VERGLEICH
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der GEL-SENWASSER AG unterschritt mit 91,9 Mio. € den Planwert um 1,0 Mio. €. Die Ergebnisverschlechterung resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Ergebnis aus dem Gasverkauf.
Die abgesetzten Wassermengen übertrafen mit 204,9 Mio. m3 den Planansatz um 5,8 %. Das Plus ist hauptsächlich Folge des höheren Wasserbedarfs der Chemischen Industrie, der Eisen- und Metallindustrie sowie des Bergbaus.
Die Planerwartung wurde beim Gasabsatz maßgeblich durch die verstärkten Gashandelsaktivitäten um 35,0 % überschritten.
2.6.6 ERWARTETE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG DER GELSENWASSER AG
Für das nächste Jahr wird für die GELSENWASSER AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von rund 90,5 Mio. € erwartet. Damit wird das aktuelle Ergebnis um rund 1,5 % unterschritten.
Die Wasserabgabe wird in 2016 voraussichtlich hauptsächlich wegen der Mehrabnahme eines benachbarten Versorgungsunternehmens moderat steigen.
Durch die starke Wettbewerbsintensität und Preiskonkurrenz auf dem Gasmarkt wird für die GELSENWASSER AG erwartet, dass die abgesetzten Mengen sich in 2016 gegenüber 2015 um rund 8 % rückläufig entwickeln werden.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Stromabgabe der GELSEN-WASSER AG um 1,4 %, was sich allerdings nicht in den Umsatzerlösen aus dem Stromverkauf widerspiegelte, da Absatz-mengenverluste im Tarifkundenbereich die Umsatzerlöse stärker beeinflussten als die gestiegenen Absatzmengen im Sonder-kundenbereich. Für die nächsten Jahre ist die Ausweitung des Kundenbestands geplant, um den Stromabsatz zu steigern.
Im Bereich der Unternehmensbeteiligungen sind in den kommenden Jahren Akquisitionen mit dem Ziel der Ausweitung und Absicherung der Kerngeschäftsfelder geplant, welche aber erst in 2017 zu Beteiligungserträgen bei der GELSENWAS-SER AG führen werden. In diesem Bereich erwartet GELSEN-WASSER in 2016 leicht geringere Ergebnisbeiträge als im Berichtsjahr.
Ergebnisbelastend werden sich im nächsten Jahr die gestiegenen Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen auswirken.
2.6.7 RISIKO- UND CHANCENBERICHT DER GELSENWASSER AG
Da das Geschäft der GELSENWASSER AG maßgeblich den Konzern beeinflusst und dementsprechend die Risiken und Chancen des GELSENWASSER-Konzerns zum großen Teil identisch mit den Risiken und Chancen der GELSENWASSER AG sind, verweisen wir auf Kapitel 4.2.
2.6.8 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Der Vorstand berichtet zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens und gibt die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB ab.
2.6.8.1 Bericht zu Corporate Governance und Entsprechenserklärung
Bericht zu Corporate Governance
Die GELSENWASSER AG ist den Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung verpflichtet, die auch die Handlungsmaximen ihrer Leitungs- und Kontrollgremien darstellen. Aus diesem Grund setzt die GELSEN-WASSER AG insbesondere die Empfehlungen und zahlreiche Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex konsequent um. Kodexanpassungen werden zeitnah aufgegriffen und umgesetzt. Themen der Corporate Governance stehen regelmäßig auf der Agenda von Vorstand und Aufsichtsrat.
Können einzelne Empfehlungen des Kodex durch die GELSENWASSER AG aufgrund struktureller Besonderheiten nicht umgesetzt werden, wird dies in der Entsprechenser-klärung offengelegt und begründet. Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind im Internet unter www.gelsenwasser.de dauerhaft zugänglich.
Wortlaut der aktuellen Entsprechenserklärung
Die aktuelle Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG der GELSENWASSER AG vom 16. Dezember 2015 ist im Internet unter www.gelsenwasser.de abrufbar. Sie hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 12. Juni 2015 entsprochen wird und im Jahre 2015 nach Maßgabe der Entsprechenserklärung vom 26. November 2014 entsprochen wurde, allerdings mit folgenden Ausnahmen:
1. Nach Ziffer 3.8 Sätze 4 und 5 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll in einer D & 0-Versicherung, die die Gesellschaft für den Vorstand bzw. für den Aufsichtsrat abgeschlossen hat, ein Selbstbehalt vereinbart werden, der eine Höhe von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des betroffenen Mitglieds aufweist bzw. dieser Höhe entspricht. Die GELSENWASSER AG ist im Hinblick auf den Vorstand allen Pflichten nachgekommen. Ein über die bisherige Regelung hinausgehender Selbstbehalt für Mitglieder des Aufsichtsrats entsprechend der für den Vorstand vorgesehenen Mindesthöhen wird dagegen in Anbetracht des Geschäftsumfangs und der Geschäftsstruktur der GELSENWASSER AG nicht als erforderlich angesehen. Die GELSENWASSER AG ist der Auffassung, dass Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgabe wahrnehmen, durch einen höheren Selbstbehalt nicht beeinflusst werden.
2. Die Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 des Deutschen Corporate Governance Kodex sieht vor, dass bei der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter ausgeschlossen sein soll.
Die Vorstandsverträge bei der GELSENWASSER AG folgen dieser Empfehlung mit Ausnahme des Falles möglicher Großinvestitionen/Akquisen. Sollten diese stattfinden und Aufsichtsrat und Vorstand sich auf eine ggf. erforderliche Anpassung des Wirtschaftsplans einigen, werden sich der Aufsichtsrat und das jeweilige Vorstandsmitglied auf eine entsprechende Anpassung der Zielvorgaben (ROCE-Prozentsätze) verständigen. Würde eine aufgrund einer Großinvestition oder Akquise notwendig werdende Änderung des Wirtschaftsplans nicht mit einer Anpassung der ROCE-Ziele für den diesen Zielvorgaben unterliegenden Teil der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung einhergehen, könnten aus Sicht der GELSENWASSER AG Fehlanreize gesetzt werden, aufgrund derer sich der Vorstand solchen Vorhaben gegenüber ggf. versperrt.
3. Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 4 Satz 1 des Deutschen Cor-porate Governance Kodex soll bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten.
Beide Vorstandsverträge bei der GELSENWASSER AG legen für den Fall der Vertragsbeendigung nach dem 30. September 2016 bzw. 31. Dezember 2017 Übergangsbezüge in Höhe von 50 % des Grundgehalts bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres fest. Diese Zusage kann ggf. zur Überschreitung des Abfindungs-Caps führen. Die Zusage ist das Ergebnis von Vertragsverhandlungen und der Aufsichtsrat ist der Überzeugung, u. a. hierdurch im Interesse des Unternehmens hochqualifi-zierte Vorstandsmitglieder dauerhaft gebunden zu haben.
4. Gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zu diesem Gremium festgelegt werden.
Auf die Festlegung einer solchen Regelgrenze hat der Aufsichtsrat verzichtet. Die GELSENWASSER AG ist trotz Börsennotierung wesentlich durch die kommunalen Aktionäre charakterisiert. Zudem liegt die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat im Sinne des Kodex nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre, da kein zwingender Zusammenhang zwischen der Amtsdauer und dem Auftreten etwaiger Interessenskonflikte bzw. der Unabhängigkeit des Aufsichtsratsmitglieds besteht.
5. Die Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 2. Halbsatz des Deutschen Corporate Governance Kodex sieht vor, dass alle Aufsichtsratsmitglieder eine gesonderte Vergütung auch für die Übernahme des Vorsitzes und die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss erhalten sollen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten derzeit keine gesonderte Vergütung für die Übernahme des Vorsitzes und die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss. Das bisherige Vergütungssystem hat sich bewährt. Die GELSENWASSER AG ist der Auffassung, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats auch ohne Einführung einer gesonderten Vergütung für den Vorsitz und die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen verantwortungsbewusst wahrnehmen.
6. Die Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfiehlt eine Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung, wenn den Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt wird.
Nach § 16 Abs. 1 Satz 2 der Satzung der GELSEN-WASSER AG erhalten die Aufsichtsratsmitglieder als erfolgsorientierten Vergütungsbestandteil einen Betrag, der sich in Abhängigkeit von dem sich aus dem Konzernabschluss ergebenden Ergebnis vor Ertragsteuern eines Geschäftsjahres errechnet. Eine mehrjährige Bemessungsgrundlage als ausdrücklicher Bezug auf die Nachhaltigkeit ist nicht vorgesehen. Die GELSENWAS-SER AG geht allerdings davon aus, dass die Begrenzung der erfolgsorientierten Vergütung dadurch, dass Ergebnisbestandteile über 80 Mio. € bei der Berechnung unberücksichtigt bleiben, dem Nachhaltigkeitsgedanken hinreichend Rechnung trägt. Diese Ergebnishöhe hat der Konzern in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich erreicht bzw. überschritten. Fehlanreize zu möglicherweise nur kurzfristig wirkenden Ergebnissteigerungen werden infolgedessen vermieden.
2.6.8.2 Vorstand und Aufsichtsrat
Entsprechend den Vorgaben des Aktiengesetzes verfügt die GELSENWASSER AG als börsennotierte Aktiengesellschaft über eine zweigliedrige Führungsstruktur bestehend aus Vorstand (Leitung des Unternehmens) und Aufsichtsrat (Überwachung). Durch eine strenge Trennung der operativen Entscheidungen und der Aufsicht können beide Gremien ihren unterschiedlichen Aufgaben unabhängig voneinander nachkommen.
Im Folgenden werden die grundsätzliche Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat dargestellt. Hinsichtlich der konkreten personellen Besetzung beider Gremien und der Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB wird auf den Anhang zum Jahres- und zum Konzernabschluss verwiesen.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand der GELSENWASSER AG besteht aus zwei Mitgliedern, die ihre Beschlüsse einstimmig fassen. Entscheidungen des Vorstands werden in der Regel durch Beschluss im Rahmen gemeinschaftlicher Arbeitssitzungen getroffen. Jedes Vorstandsmitglied leitet seinen ihm laut Geschäftsver-teilungsplan zugewiesenen Aufgabenbereich. Der Vorstandsvorsitzende Herr Henning R. Deters leitet das kaufmännische und Herr Dr.-Ing. Dirk Waider das technische Ressort.
Frauenanteil im Vorstand
Der Aufsichtsrat hat für die Besetzung des Vorstands nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst („Frauenquoten-Gesetz") (Artikel 3 Nr. 6) i. V. m. § 111 Abs. 5 Satz 2 AktG festgelegt, dass innerhalb des erstmaligen Umsetzungszeitraums bis zum 30. Juni 2017 keine Frau dem Vorstand der GELSENWASSER AG angehören muss („Zielgröße Null"). Bei anstehenden Neubestellungen wird der Aufsichtsrat bei Vorliegen gleicher Qualifikationen Frauen bevorzugt berücksichtigen, bis die Parität erreicht ist.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der GELSENWASSER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Acht Mitglieder werden von der Hauptversammlung und vier Mitglieder von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes gewählt. Die Wahl erfolgt grundsätzlich jeweils für fünf Jahre. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte den Vorsitzenden und zwei Stellvertreter gewählt. Bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die für ihre Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung geachtet. Des Weiteren berücksichtigt der Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang die nachfolgend geschilderten Zielsetzungen.
Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung
Der Aufsichtsrat hat sich in den Sitzungen am 23. März 2011, am 21. November 2012 und am 16. September 2015 in Ergänzung zu den Regelungen in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gemäß Ziff. 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Situation auf folgende Ziele für seine Zusammensetzung verständigt:
1. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dabei sollen sich die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats untereinander so ergänzen, dass für die Aufsichtsratsarbeit als solche und jeden wesentlichen Unternehmensbereich zu jeder Zeit hinreichend spezielle fachliche Expertise vorhanden ist, um die professionelle und effiziente Überwachung und beratende Begleitung des Vorstands dauerhaft zu gewährleisten.
2. Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG unabhängig ist und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt.
3. Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein weiteres Mitglied angehören, das im Sinne von Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK unabhängig ist, d. h. in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenkonflikt begründet. Dabei sind nach Auffassung des Aufsichtsrats Vertreter der Großaktionäre und der Arbeitnehmer nicht per se als abhängig zu betrachten. Maßgeblich sind die Umstände des Einzelfalls.
4. Dem Aufsichtsrat soll kein Mitglied angehören, das eine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft oder des Konzerns ausübt.
5. Dem Aufsichtsrat soll in der Regel nicht mehr als ein ehemaliges Mitglied des Vorstands angehören. In jedem Fall sollen dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören. Zwischen dem Ausscheiden aus dem Vorstand und dem Beginn der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat soll eine Karenzzeit von mindestens zwei Jahren eingehalten werden.
6. Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das im Hinblick auf die internationalen Aktivitäten von GEL-SENWASSER in besonderem Maße qualifiziert ist (etwa durch eine ausländische Staatsbürgerschaft oder relevante Auslandserfahrung).
7. Dem Aufsichtsrat sollen mindestens zwei weibliche Mitglieder angehören, davon mindestens eine Anteilseigner-vertreterin. Diese Zielgröße des Frauenanteils von zwei Mitgliedern ist bis zum 30. Juni 2017 anzustreben.
8. Zur Wahl in das Aufsichtsratsamt sollen in der Regel nur Kandidaten vorgeschlagen werden, die im Zeitpunkt ihrer Wahl nicht älter als 70 Jahre sind.
9. Bei der Vorbereitung und Verabschiedung von Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll sich der Aufsichtsrat jeweils vom besten Unternehmensinteresse leiten lassen.
10. Der Aufsichtsrat soll sich für seine Vorschläge zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung bei dem jeweiligen Kandidaten vergewissern, dass er den zu erwartenden Zeitaufwand aufbringen kann (Ziffer 5.4.1 Abs. 4 DCGK).
11. Im Bericht des Aufsichtsrats soll vermerkt werden, wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats in einem Geschäftsjahr nur an der Hälfte der Sitzungen oder weniger des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen es angehört, teilgenommen hat (Ziffer 5.4.7 DCGK).
12. Der Aufsichtsrat überprüft diese Ziele regelmäßig.
Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde gemäß Aufsichtsratsbeschluss vom 16. September 2015 entsprechend angepasst.
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat steht in ständigem Kontakt mit dem Vorstand, den er bei der Führung des Unternehmens regelmäßig berät und dessen Geschäftsführung er überwacht. In regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen werden anhand der Berichte des Vorstands alle Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sowie wesentliche Angelegenheiten, die die Entwicklung der Gesellschaft betreffen, gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt. Der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen insbesondere der Erwerb, die Veräußerung und die Belastung von Grundstücken, die Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten und die Übernahme von Bürgschaften, soweit die jeweils geltenden Schwellenwerte überschritten sind. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in mündlichen und schriftlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen zur Unternehmensplanung, zur strategischen Ausrichtung und Entwicklung, zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens einschließlich der Risiken, des Risikomanagements und der Compliance. Darüber hinaus wird der Aufsichtsratsvorsitzende auch zwischen den Sitzungen vom Vorstand über alle sonstigen wichtigen Geschäftsvorfälle unverzüglich informiert.
Der Aufsichtsrat ist in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Die Erforder-lichkeit seiner Zustimmung wird in jedem Einzelfall geprüft. Soweit sie gegeben ist, wird sie strikt beachtet. Der Aufsichtsrat hält mindestens vier Sitzungen im Kalenderjahr ab. Im Jahr 2015 hat der Aufsichtsrat viermal getagt.
Hinsichtlich der einzelnen Vorkommnisse im Geschäftsjahr 2015 wird auf den Bericht des Aufsichtsrats verwiesen.
2.6.8.3 Unternehmensführungspraxis
Vorstand und Aufsichtsrat gewährleisten durch eine langfristig ausgerichtete Unternehmensführung den Fortbestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung. Aus diesem Grund pflegt die GELSENWASSER AG einen verantwortungsbewussten Umgang mit geschäftlichen Risiken und hält alle Vorgaben ein, die sich aus dem Gesetz oder dem Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der Entsprechenserklärung ergeben und zugleich Voraussetzung für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmens-führungspraxis sind.
Risiko- und Wertemanagement
Die unternehmensspezifischen Berichts- und Kontrollsysteme werden kontinuierlich weiterentwickelt und veränderten Rahmenbedingungen angepasst. So finden jährlich vier Sitzungen des Risikomanagement-Gremiums statt. Eine Wertemanagement-Richtlinie betont den Stellenwert des Themas „Com-pliance". Auch über aktuelle Entwicklungen beim Wertemanagement wird regelmäßig in Verbindung mit den Sitzungen des Risikomanagement-Gremiums informiert.
Weitergehende Anforderungen an die Unternehmensführungspraxis sind aufgrund der strukturellen Besonderheiten und geschäftlichenAusrichtung der GELSENWASSERAG gegenwärtig nicht zu stellen. Sollte aufgrund zukünftiger Entwicklungen die Implementierung weiterer Unternehmensführungsinstrumente erforderlich werden, wird die GELSENWASSER AG diese umgehend erarbeiten und umsetzen.
Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands
Das „Frauenquotengesetz" verpflichtet den Vorstand börsennotierter Gesellschaften außerdem, für den Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen und Umsetzungsfristen für deren Erreichung festzulegen.
Der Vorstand hat bis zum 30. Juni 2017 für die Besetzung der 1. Führungsebene eine Zielgröße in Höhe von 16-25 % festgelegt. Für die 2. Führungsebene hat der Vorstand eine Quote von 9-10 % festgelegt.
Langfristiges Ziel über den 30. Juni 2017 hinaus ist die Erhöhung des Frauenanteils in der 1. und 2. Führungsebene unterhalb des Vorstands in Richtung des aktuellen Frauenanteils bei den Mitarbeitern mit Führungspotenzial (23,6 %).
2.6.8.4 Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder ein Präsidium, einen Nominierungsausschuss und einen Prüfungsausschuss eingerichtet. Die drei Ausschüsse unterstützen die Arbeit des Aufsichtsrats, indem sie die Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vorbereiten bzw. im Falle des Präsidiums im Rahmen des nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zulässigen an Stelle des Aufsichtsrats beschließen. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten dem Plenum regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse.
Zusammensetzung der Ausschüsse
Der jeweilige Ausschuss setzt sich nach den Vorgaben der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zusammen.
Präsidium
Das Präsidium besteht aus drei Mitgliedern. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende als Vorsitzender des Ausschusses und seine Stellvertreter an. Das Präsidium bestand zum 31. Dezember 2015 aus
| • | Guntram Pehlke, Vorsitzender des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG (Vorsitzender), |
| • | Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin a. D. der Stadt Bochum, und |
| • | Rainer Althans, freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der GELSENWASSER AG. |
Prüfungsausschuss
Dem Prüfungsausschuss gehören vier vom Aufsichtsrat zu wählende Aufsichtsratsmitglieder an. Mindestens ein unabhängiges Mitglied muss über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Vorsitzende soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll nicht gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft sein. Diese Erfordernisse werden durch die Zusammensetzung des Ausschusses, zum 31. Dezember 2015 bestehend aus
| • | Frank Thiel, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Holding GmbH (Vorsitzender), |
| • | Guntram Pehlke, Vorsitzender des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG (stellvertretender Vorsitzender), |
| • | Hans-Detlef Bösel, Kaufmann, und |
| • | Jürgen Pellny, Betriebstechniker, |
erfüllt.
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Er wird ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Der Ausschuss bestand zum 31. Dezember 2015 aus
| • | Guntram Pehlke, Vorsitzender des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG, (Vorsitzender), |
| • | Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin a. D. der Stadt Bochum, und |
| • | Manfred Kossack, Mitglied des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG. |
Arbeitsweise der Ausschüsse
Die Ausschüsse treten grundsätzlich nach Bedarf zusammen. Im Jahr 2015 tagten das Präsidium dreimal und der Prüfungsausschuss zweimal. Der Nominierungsausschuss wurde nicht einberufen.
Präsidium
Wesentliche Aufgabe des Präsidiums ist die Vorbereitung der Sitzungen des Aufsichtsrats. Darüber hinaus obliegt dem Präsidium die Vorbereitung bestimmter Geschäfte und Maßnahmen zur Beschlussfassung im Aufsichtsrat. Hierzu zählt insbesondere die Vorbereitung der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Bestellung von Vorstandsmitgliedern.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss nimmt insbesondere eine Vorprüfung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses der GEL-SENWASSER AG sowie des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts vor und unterbreitet dem Aufsichtsrat seine Empfehlungen. Die Vorlagen der Abschlüsse und der Lageberichte sowie die Prüfungsberichte werden vom Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers und abschließend vom Aufsichtsrat wiederum zusammen mit dem Abschlussprüfer ausführlich besprochen. Zudem erörtert der Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung den Halbjahres-finanzbericht mit dem Vorstand. Darüber hinaus überprüft er die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Zu diesem Zweck holt der Prüfungsausschuss vom vorgesehenen Abschlussprüfer eine Unabhängigkeitserklärung ein und vereinbart mit diesem vertraglich, dass der Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung zu unterrichten ist.
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss ist beauftragt und ermächtigt, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen.
3 NACHTRAGSBERICHT
Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für den GELSENWASSER-Konzern eingetreten.
4 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
4.1 PROGNOSEBERICHT
4.1.1 ERWEITERTE RAHMENBEDINGUNGEN
4.1.1.1 Wasser
Der Einfluss der europäischen Politik auf den Trink- und Abwasserbereich ist bereits heute deutlich höher als in anderen Sektoren. Viele der nationalen Rahmenbedingungen basieren auf europäischen Richtlinien, deren Umsetzungsspielräume zunehmend begrenzt sind. Die Zahl der relevanten Themen aus dieser Sphäre wird daher vermutlich weiter steigen.
Freihandelsabkommen:
Struktur und Qualität der Wasserversorgung
Die Freihandelsabkommen CETA, TTIP oder TiSA betreffen tiefgreifende Fragen für die Struktur und Qualität der deutschen Wasserwirtschaft. Zum Jahresabschluss werden die Verhandlungen in die zwölfte Runde gehen. Die Inhalte und Verhandlungsstände der Vertragswerke sind nur rudimentär bekannt. Aus den Regelungen des vorliegenden Freihandelsabkommens CETA, welches allgemein als Blaupause für das TTIP-Abkommen gilt, lässt sich aber erkennen, dass die Vergabepraxis der Kommunen zu Wasserkonzessionen in Rede steht, die gewachsenen Strukturen und die Entscheidungsfreiheit der Kommunen bei der Organisation ihrer Wasserversorgung sind aber nicht verhandelbar. GELSENWASSER wird die Entwicklungen auch mit den Verbänden dahingehend begleiten, dass ein sogenanntes „race to the bottom", d. h. ein Absinken der Standards auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, beispielsweise bei Zulassungen von Chemikalien oder Pestiziden und anderen Belastungen der Wasserressourcen nicht stattfindet. Die ebenfalls diskutierte Angleichung von technischen Standards in Richtung globaler ISO birgt daneben das Risiko, dass die hohen deutschen Standards der technischen Regelsetzer nicht mehr zum Kriterium für die Auftragsvergabe gewählt werden können.
Dienstleistungskonzessionsrichtlinie
Der Rechtsrahmen für die öffentliche Auftragsvergabe soll auf Basis des EU-Vergaberechts umfassend reformiert werden. Diese Richtlinien sind bis zum 18. April 2016 in deutsches Recht umzusetzen. Von Bedeutung ist hier die Umsetzung der Konzessions-Richtlinie entlang der Vorgaben der EU-Vergaberichtlinien, welche Trinkwasserkonzessionen ausdrücklich von der Vergabe ausnimmt. Das europäische Recht sollte eins zu eins umgesetzt werden. Darüber hinaus steht die Evaluierung der EU-Kommission in den nächsten Jahren an, die die Partnerschaft von GELSENWASSER mit den Kommunen betreffen könnte.
Klärschlammverordnung und Phosphor
Die Bundesregierung hält bisher an ihrem Ziel fest, die bodenbezogene Verwertung von Klärschlämmen zu beenden und die Rückgewinnung des Rohstoffs Phosphor aus Klärschlamm in der Klärschlammverordnung festzuschreiben. Bereits mit der Umsetzung der Düngeverordnung wurden die Grenzwerte für Cadmium und Quecksilber seit dem 1. Januar 2015 verschärft. Ab 1. Januar 2017 gilt das grundsätzliche Nutzungsverbot synthetischer Polymere, die als Flockungsmittel in Kläranlagen verwendet werden. Da derzeit aber keine Polymere zur Verfügung stehen, die den technischen und wirtschaftlichen Ansprüchen genügen, entsteht ein faktischer Zwang zur Verbrennung von Klärschlamm, zu Klärschlammtransporten und damit Kostenbelastungen.
GELSENWASSER hält daher eine Verlängerung der Übergangszeiträume der Nutzung synthetischer Polymere sowie die zielgerichtete Förderung der Forschung bei der Phosphorrückgewinnung für zweckdienlich. Düngeverordnung, Dünge-mittelverordnung und Klärschlammverordnung überschneiden sich inhaltlich und müssen daher 2016 im Kontext entwickelt werden.
4.1.1.2 Energie
Wärmepolitik
Für Anfang 2016 kündigte die Kommission eine Strategie für die Wärme- und Kälteerzeugung an mit dem Ziel, Effizienz-und CO2-Vermeidungspotenziale im Wärmemarkt zu heben. Im kommenden Jahr folgen Novellen der Richtlinien zu Energieeffizienz und den erneuerbaren Energien. Auch die Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wird überarbeitet. Einfluss auf GELSENWASSER als Gasversorger wird auch die kommende Label-Pflicht für Heizungen als Ausfluss einer Novelle der Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinie sein. Mit dem Beschluss der Energieeffizienzstrategie Gebäude und der Festlegung auf die grundlegende Ausrichtung der Energiewende im Gebäudebereich fokussiert sich die Bundesregierung auf die Zielerreichung eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands. Da hier die Wärmeversorgung von Wohngebäuden im Fokus stehen wird, wird es in 2016 Aufgabe der Gasbranche sein, die CO2-Vermeidungs-potenziale und Kosteneffizienz des Energieträgers Erdgas stärker gegenüber der Politik zu kommunizieren.
EEG 4.0
Von zentraler Bedeutung für die Ausbaustrategie von GEL-SENWASSER im Segment Onshore-Wind wird die Novelle des EEG sein. Eckpunkte für das künftige Ausschreibungsdesign liegen bereits vor. Die Bundesregierung hat sich mit dem eingeleiteten Umbau der Ökostromförderung drei große Ziele gesetzt: Die erneuerbaren Energien sollen schneller den Weg in den Markt finden, die Kosten sinken und der jährliche Kapazitätszubau soll besser kontrolliert werden. Die künftige Förderung soll sich auf die kostengünstigen Energieträger PV und Onshore-Wind fokussieren und ab 2017 über besagtes Ausschreibungssystem organisiert werden. Bis Mitte 2016 soll ein Erfahrungsbericht vorliegen, der Handlungsempfehlungen zur Ermittlung der finanziellen Förderung durch Ausschreibungen enthält. Die Abkehr vom System der fixen Ein-speisevergütungen erhöht die Projektrisiken, da sich der zu erzielende Vergütungssatz erst in den Ausschreibungsrunden konkretisieren wird. Ebenso erhöhen sich die administrativen Aufwendungen durch die Teilnahme an den Ausschreibungen.
4.1.2 ERWARTETE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
Für das nächste Jahr wird für den GELSENWASSER-Konzern ein EBIT oberhalb des aktuellen Ergebnisses erwartet. Bereinigt um nicht-operative Effekte (-11,2 Mio. € in 2015 bzw. 14,2 Mio. € in 2016) wird das bereinigte EBIT 2015 voraussichtlich um rund 2 % unterschritten.
Der Wasserverkauf des GELSENWASSER-Konzerns wird in 2016 voraussichtlich aufgrund des Verkaufs der NES zum 28. April 2015 um rund 3 % sinken. Das EBIT des Segments Wasser wird sich gegenüber dem Berichtsjahr leicht verschlechtern, da u. a. in 2015 periodenfremde Erlöse enthalten waren.
Der Gasabsatz war im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Der Mehrabsatz resultierte hauptsächlich aus verstärkten Handelsgeschäften in der Zentralen Gasbeschaffung. Durch die unverändert starke Wettbewerbsintensität und Preiskonkurrenz auf dem Gasmarkt geht GELSENWASSER davon aus, dass die abgesetzten Mengen sich in 2016 gegenüber 2015 rückläufig entwickeln werden. Im Strombereich erzielte GELSENWASSER gegenüber dem Vorjahr weiterhin einen moderaten Anstieg hinsichtlich der Anzahl der Tarifkunden. Beim Stromabsatz konnte aufgrund der Mengenzuwächse im Sonderkundenbereich ein deutlicher Mehrabsatz erzielt werden. Dennoch verminderte sich preisbedingt das Ergebnis aus dem Stromverkauf. GEL-SENWASSER wird auch in den nächsten Jahren versuchen, durch Ausweitung seines Kundenbestands den Stromabsatz zu steigern. Im Segment Energie wird ein spürbarer Anstieg des EBIT im Vergleich zum Berichtsjahr erwartet, da im Berichtsjahr periodenfremde Effekte das Segmentergebnis verschlechtern.
Im Bereich der Unternehmensbeteiligungen sind in den kommenden Jahren unverändert Akquisitionen mit dem Ziel der Ausweitung und Absicherung der Kerngeschäftsfelder geplant. In diesem Bereich erwartet GELSENWASSER in 2016 geringere Ergebnisbeiträge als im Berichtsjahr. Ursachen sind u. a. die Auswirkungen des zunehmenden Regulierungsdrucks sowie weiter zunehmender Wettbewerb im Energiesektor.
Für 2016 wird für den GELSENWASSER-Konzern ein ROCE erwartet, der voraussichtlich rund 2 %-Punkte unterhalb des aktuellen ROCE liegen wird.
4.1.3 INVESTITIONEN
Im Planungszeitraum bis 2020 ist ein Investitionsvolumen von 362 Mio. € für den GELSENWASSER-Konzern vorgesehen, davon entfallen 232 Mio. € auf Sachinvestitionen und 130 Mio. € auf Finanzinvestitionen. Schwerpunkte sind mit rd. 96 Mio. € die Erweiterung und Erneuerung des Wasser- und Gasrohrnetzes und mit rd. 83 Mio. € die Ertüchtigung und der Ausbau der Wasserwerke einschließlich des Verbundsystems. Für das Jahr 2016 sind Investitionen in Höhe von 83,9 Mio. € geplant, davon entfallen 54,8 Mio. € auf Sachanlageinvestitionen und 29,1 Mio. € auf Finanzanlagen.
4.1.4 ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN
Die im Prognosebericht getätigten Aussagen zur zukünftigen Entwicklung beruhen auf Annahmen und Einschätzungen, die GELSENWASSER aus Informationen zum Zeitpunkt der Berichterstellung zur Verfügung standen. Diese Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen, daher können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für diese Angaben kann deshalb nicht übernommen werden.
4.2 RISIKO- UND CHANCENBERICHT
4.2.1 RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
4.2.1.1 Allgemein
Unternehmerisches Handeln ist stets mit Chancen und Risiken verbunden. Diese Risiken können sehr unterschiedlicher Natur sein: gesetzliche Risiken, Regulierungsrisiken, Preis- und Mengenrisiken, sonstige operative Risiken und finanzwirtschaftliche Risiken. Aufgabe des Risikomanagements ist es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und systematisch zu erfassen, zu bewerten sowie Maßnahmen zu ihrer Steuerung zwecks Vermeidung bzw. Minimierung zu ergreifen. Vor diesem Hintergrund ist der bewusste Umgang mit Risiken und abgeleiteten Maßnahmen ein wichtiges Steuerungsinstrument für
Vorstand und Entscheidungsträger. Hierbei liegt der Fokus nicht ausschließlich auf der Identifikation von Risiken, sondern vielmehr auch auf dem Erkennen von Chancen und den daraus abzuleitenden Entwicklungspotenzialen.
Insbesondere im Hinblick auf die komplexen und volatilen Rahmenbedingungen ist zur Gewährleistung des langfristigen Unternehmenserfolgs ein nachhaltiges Risikomanagement-system von großer Bedeutung. Der Wandel der Energiewirtschaft führt zu steigender Komplexität und somit zu größeren unternehmerischen Risiken. Eine zunehmende Wettbewerbsintensität lässt sich auch auf den wichtigsten Vertriebsmärkten erkennen. Politische Planungsunsicherheiten, insbesondere im Rahmen regulatorischer Anforderungen, runden die Herausforderungen an ein funktionsfähiges und strategisches Risikomanagement ab. GELSENWASSER begegnet diesen Herausforderungen insbesondere mit einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Systems.
Eine Konzernrichtlinie setzt verbindliche Rahmenbedingungen und Vorgaben für das Risikomanagementsystem (RMS). Darin sind Grundsätze, Zuständigkeiten sowie Bewertungs- und Berichtsprozesse zum Risikomanagement verankert. Die Konzernrichtlinie wird kontinuierlich aktualisiert und stellt die Basis für den dezentralen Risikoregelkreislauf in den Fachabteilungen dar. Im Vier-Augen-Prinzip bewerten und melden Risikobeauftragte und Risikoverantwortliche die in ihrem Verantwortungsbereich identifizierten Risiken und Chancen sowie geeignete Sicherungsmaßnahmen. Die breite Streuung der Risikobeauftragten innerhalb der Organisation gewährleistet, dass alle Risiken erkannt und bewertet werden und das Risikomanagement in die Geschäftsprozesse der GELSENWASSER AG und die tägliche Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfließt. Die regelmäßige Schulung aller Beteiligten stellt zudem sicher, dass ein einheitliches Risikoverständnis etabliert ist und der Risikoregelkreislauf konzernweit gleichartig durchgeführt wird.
Eine gelebte Risikokultur und ein effizientes Softwaregestütztes Risikomanagementsystem bilden die Grundlagen für ein funktionierendes und effizientes Risikomanagement, das in unsere Geschäftsprozesse eingebunden ist.
Die Plausibilitätsprüfung und Auswertung der im System dezentral bereitgestellten Informationen zur Risiko- und Chancenlage erfolgt durch die Funktionseinheit „Risikomanagement". Neben der fortlaufenden Analyse der aktuellen Risikolage stellt der Funktionsbereich auch die Berichterstattung zu den vier Berichtszeitpunkten im Jahr sicher.
Das interdisziplinäre Risikomanagement-Gremium setzt sich aus Bereichsleitern sowie Vertretern der Internen Revision und des Risikomanagements zusammen und tagt jeweils zu den vier Berichtsstichtagen im Jahr. Das Gremium bewertet die Gesamtrisikosituation des GELSENWASSER-Konzerns, regelt den Umgang mit Interdependenzen zwischen den identifizierten Risiken und sichert den ganzheitlichen und bereichsübergreifenden Blick auf das Risikomanagement. Die Ergebnisse der Sitzungen fließen in die Gesamtauswertung der Risikolage durch die Funktionseinheit Risikomanagement ein und werden dem Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
Wesentliche Risikoveränderungen außerhalb der vier Berichtstermine werden über eine standardisierte Ad-hoc-Risikomitteilung an die Funktionseinheit Risikomanagement gemeldet. Diese koordiniert die Information an den Vorstand und nachgelagerte Gremien. Ebenso wird die Veröffentlichungsverpflichtung nach § 15 Abs. 1 WpHG (Wertpapierhandels-gesetz) geprüft und eine diesbezügliche Empfehlung an den Vorstand ausgesprochen.
Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird regelmäßig von der Internen Revision geprüft. Zudem begutachtet der Wirtschaftsprüfer die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen nach § 91 Abs. 2 AktG.
Der Risiko- und Chancen-Konsolidierungskreis weicht vom Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses ab, da er neben der GELSENWASSER AG nur die Konzerngesellschaften Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH, NGW GmbH, WESTFALICA GmbH und GELSENWASSER Energienetze GmbH beinhaltet. Die übrigen im Konzernabschluss konsolidierten Unternehmen GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, GELSENWASSER Dresden GmbH, GELSENWASSER Magdeburg GmbH, Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH sowie Wasserwerke Westfalen GmbH werden im Risiko- und Chancen-Konsolidierungskreis nicht direkt betrachtet, da sie entweder lediglich Beteiligungen halten oder ein eigenständiges Risikoberichtssystem anwenden.
Die Berichterstattung erfolgt viermal jährlich, jeweils für den Zeitraum der kommenden 24 Monate bezogen auf den Berichtsstichtag, und bezieht sich auf die aktuelle Mittelfrist-planung. Zu jedem Berichtsstichtag ändert sich der Betrachtungszeitraum rollierend. Die im Risikomanagementsystem erfassten und bewerteten Risiken werden im Jahresabschluss berücksichtigt, sofern sie entsprechend konkret sind und anzuwendende Bilanzierungsregelungen dies vorschreiben.
4.2.1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das globale Wirtschaftswachstum entwickelte sich im Berichtsjahr leicht positiv. Jedoch drückten die Konjunkturflauten in Schwellenländern wie China und Brasilien das weltweite Wachstum. Die deutsche Wirtschaft befand sich in einem verhaltenen Aufschwung, der vor allem von den privaten Konsumausgaben getragen wurde. Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) führte dazu, dass die Kreditvergabe für die Realwirtschaft bei weiterhin günstigen Konditionen gewährleistet wurde. Geldpolitisch wirkte sich die quantitative Lockerung der Europäischen Zentralbank signifikant auf die Finanzmärkte aus. Dies trug zu niedrigeren Zinssätzen und positiven Erwartungen hinsichtlich günstigerer Kreditbedingungen bei.
Für GELSENWASSER, wie für alle Energieversorgungsunternehmen, ist die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Binnenwirtschaft von großer Bedeutung. Während der Absatz von Strom, Gas und Wasser an private Haushalte maßgeblich von der Witterung abhängig ist, reagieren Industrie- und Gewerbekunden sehr sensibel auf konjunkturelle Schwankungen.
Die mittelfristige konjunkturelle Entwicklung beurteilt GELSEN-WASSER nach wie vor verhalten optimistisch. Zwar wirkte sich die nachlassende Nachfrage in den Schwellenländern auch auf die Bundesrepublik aus, doch blieb das Wachstum etwa dank des guten Arbeitsmarkts robust. Es bestehen allerdings weiterhin Konjunkturrisiken aufgrund der weltwirtschaftlichen Krisen und der schleppenden, wirtschaftlichen Erholung im Euro-Raum. Die ungelösten Probleme in vielen europäischen Ländern können auch auf die deutsche Wirtschaft erhebliche negative Auswirkungen haben und das wirtschaftliche Wachstum schwächen.
4.2.1.3 Gasgeschäft
Der europäische Gasmarkt ist in den letzten Jahren durch die Veränderungen bei Angebot und Nachfrage enorm in Bewegung geraten und von intensivem Wettbewerb geprägt. Es gibt inzwischen Spotmärkte, mehr Konkurrenz, verflüssigtes Erdgas, Energiebörsen, überschüssige Mengen und neue Akteure. Daher gilt es, den Ausbau der Portfolio- und Risiko-managementkompetenzen im Bereich Gas voranzutreiben. Der starke Wettbewerb und die regulatorischen Eingriffe des Gesetzgebers verlangen hohe Flexibilität und ständig neue Vertragsstrukturen im Bezug, Handel und Vertrieb von Gas. Für das Risikomanagement bedeuten diese Veränderungen eine große Herausforderung.
GELSENWASSER steuert das Risikomanagement der Energie-Risiken durch ein in sich geschlossenes System verschiedener Bausteine. Eine eigene Risikorichtlinie, in der neben den Gas-Geschäftsprozessen auch die Anforderungen an Handelspartner und die Funktionsweise der verschiedenen Handelslimits abgebildet sind, bildet das Grundgerüst. Die an dieser Stelle fixierten Limits stellen sicher, dass sich sämtliche Aktivitäten im Geschäftsfeld Gas immer nur im Rahmen eines vorgegebenen Korridors bewegen. Das Risikocontrolling überwacht die Einhaltung sämtlicher Limits tagesaktuell. Ebenso führt es vertiefende Analysen der Handelsaktivitäten durch und berichtet diese Ergebnisse an ein Risikokomitee. Die fortlaufende Kontrolle der Handelspartner anhand der in der Richtlinie hinterlegten Anforderungen ist ebenfalls eine Kernaufgabe dieses Organisationsbereichs.
Das Risikokomitee, dem die Verantwortlichen der Unternehmensbereiche Finanzen, Vertrieb und Recht angehören, tagt einmal im Monat. Das Gremium ist verantwortlich für die Überwachung der Handelsaktivitäten im Gasbereich und die Weiterentwicklung der Risikosysteme. Es diskutiert die aktuellen Analysen, bewertet risikorelevante Fragestellungen und erteilt die Freigaben für Handelspartner und Händler. Zudem obliegt es dem Risikokomitee, im Bedarfsfall die Limits der Risikorichtlinie entsprechend anzupassen und die Risikorichtlinie nach Zustimmung durch den Vorstand zu ändern.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Risikokomitee zehn turnusmäßige Sitzungen abgehalten. Im Fall termingebundener Entscheidungen, z. B. bei der Zulassung neuer Handelspartner oder der Genehmigung neuer Bezugsverträge, wurde die Zustimmung des Gremiums zudem über protokollierte Umlaufbeschlüsse herbeigeführt. Das Risikocontrolling bringt in solchen Fällen immer eine entsprechende Risikokalkulation ein und spricht eine diesbezügliche Empfehlung aus.
Die Entscheidungen und Handlungsempfehlungen des Risikokomitees werden dem Vorstand der GELSENWASSER AG und der Funktionseinheit Risikomanagement zur Kenntnis gebracht.
4.2.2 RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM
Das grundsätzliche Risiko der externen Finanzberichterstattung besteht darin, dass der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht falsche Informationen enthalten, die Einfluss auf Entscheidungen ihrer Adressaten haben könnten. Zur Begrenzung solcher Risiken besteht bei GELSENWASSER ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS), das darauf ausgelegt ist, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die hieraus ggf. entstehenden Fehler zu vermeiden.
Die Gesamtverantwortung für das zur Risikoabwicklung erforderliche interne Kontrollsystem liegt beim Vorstand der GELSENWASSER AG. Der Aufsichtsrat, hier insbesondere der Prüfungsausschuss, sowie die interne Revision der GELSEN-WASSER AG sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem des Konzerns eingebunden.
Die Ausgestaltung des prozessabhängigen IKS ergibt sich aus der Organisation des Planungs- und Rechnungswesens-prozesses.
Im Rahmen des jährlich stattfindenden Planungsprozesses erstellen die GELSENWASSER AG sowie alle Konzerngesellschaften Mittelfristplanungen bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Finanzplan. Diese umfassen das Budget für das Folgejahr sowie die Vorschau für die darauf folgenden vier Geschäftsjahre. Die Planungen der Tochterunternehmen werden im Rahmen von Gesellschafterversammlungen bzw. Aufsichtsratssitzungen genehmigt, wobei das Budget die verbindliche Zielvorgabe für die Geschäftsführungen darstellt. Alle genehmigten Mittelfristplanungen der konsolidierten Gesellschaften werden zusammen mit der Planung der GELSENWASSER AG unter Berücksichtigung von Konsolidierungsbuchungen zur Konzern-Mittelfristplanung aggregiert und dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat der GELSENWASSER AG zur Beratung und Genehmigung vorgelegt. Die genehmigten Budgets für die GELSENWASSER AG und den GELSENWASSER-Konzern gelten als verbindliche Zielvorgabe für den Vorstand.
Die organisatorischen Regelungen im Rechnungswesen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst werden. Für jeden Monat mit Ausnahme der Monate Januar und November werden von der GELSENWASSER AG und den konsolidierten Tochterunternehmen Gewinn- und Verlustrechnungen erstellt und nach Durchführung der Konsolidierungsbuchungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verdichtet. Anschließend werden sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Konzern Abweichungsanalysen zu den Budgets erstellt. Der Vorstand erhält diese Analysen im Rahmen des monatlichen internen Managementberichts. Der Prüfungsausschuss sowie der Aufsichtsrat der GELSENWASSER AG werden neben der regelmäßigen Berichterstattung zu den planmäßigen Sitzungen vierteljährlich durch schriftliche Vorlagen zum Geschäftsverlauf informiert. Der jeweils zum 30. Juni eines Jahres zu erstellende Halbjahresfinanzbericht wird vor Veröffentlichung mit dem Prüfungsausschuss erörtert.
Die GELSENWASSER AG sowie alle zum Berichtsstichtag vollkonsolidierten Tochterunternehmen verarbeiten sämtliche Geschäftsvorfälle der Finanz- und Anlagenbuchhaltung unter Verwendung der Standardsoftware SAP R/3. Die Lohn- und Gehaltsabrechnung erfolgt für die genannten Unternehmen mithilfe des EDV-Systems PAISY, welches über eine Schnittstelle an das Finanzbuchhaltungssystem angebunden ist. Der Buchungsstoff der anteilig bilanzierten Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) wird monatlich auf Basis der Monatssalden in das SAP-System eingelesen, so dass alle für die Erstellung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung notwendigen Daten im SAP-System verfügbar sind. Für alle vollkonsolidierten Tochterunternehmen mit Ausnahme der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH erfolgen die laufende Buchführung sowie die Abschlusserstellung zentral durch Mitarbeiter des Rechnungswesens der GELSENWASSER AG auf der Basis von Dienstleistungsverträgen. Die Überwachung von Finanzinstrumenten, des Zahlungsverkehrs sowie der Geldanlagen und -aufnahmen im Rahmen des gruppenweiten Cash-Poolings erfolgt für diese Unternehmen ebenfalls zentral durch die GELSENWASSER AG. Gleiches gilt für den oben genannten Planungsprozess.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, gilt für sämtliche Konzernunternehmen eine einheitliche IFRS-Bilanzierungsrichtlinie, die regelmäßig an die sich ändernden Standards angepasst wird.
Die Dokumentation der für die Rechnungslegung nach HGB und IFRS erforderlichen Sachverhalte wird durch das Rechnungswesen der GELSENWASSER AG sichergestellt und prozessorientiert gesteuert.
Die richtige Erfassung und Aufbereitung von unternehmerischen Sachverhalten und deren Übernahme in das Rechnungslegungssystem wird durch regelmäßige Prüfungen der internen Revision überwacht. Die Prüfungen der internen Revision erfolgen konzernweit für alle konsolidierten Unternehmen. Die interne Revision ist organisatorisch und disziplinarisch dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt.
Darüber hinaus wird die Einhaltung der IFRS-Bilanzierungsrichtlinie auf Ebene des GELSENWASSER-Konzerns und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften durch die Abschlussprüfungen der jeweiligen Wirtschaftsprüfer unterstützt. Die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der zur Abschlusserstellung eingesetzten Software wird durch den Konzernabschlussprüfer im Rahmen seiner jährlichen Prüfung bestätigt.
4.2.3 FINANZINSTRUMENTE
GELSENWASSER bieten sich verschiedene Möglichkeiten, um vertragliche Ansprüche oder Verpflichtungen abzusichern und Risiken zu minimieren.
In der Vergangenheit wurden hierzu insbesondere derivative Finanzinstrumente eingesetzt.
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit schließt GELSENWASSER Kauf- und Verkaufsverträge über die physische Lieferung von Gas ab. Hierbei kommen insbesondere Standardhandelsgeschäfte, Fahrpläne sowie flexible Lieferverträge zum Einsatz.
Die Gasbeschaffungs- und Gasabsatzverträge der GELSEN-WASSER AG enthalten neben Festpreisen auch teilweise Gaspreisindizierungen (z. B. TTF, NCG). Aufgrund von Preisindizierungen sowie schwankenden Gasmarktpreisen (TTF, NCG, Gaspool) unterliegt das Portfolio einem Marktwertände-rungsrisiko im Hinblick auf sich ändernde Gaspreise (Markt-preisrisiken und Ortsbasisrisiken). Zusammenfassend betrachtet haben die Verträge innerhalb des Portfolios überwiegend eine risikokompensierende Wirkung, da sie entweder dem gleichen oder einem ähnlichen Gaspreisrisiko (TTF, NCG, Gaspool) unterliegen. Darüber hinaus werden verbleibende offene Positionen teilweise über den Abschluss von Payer- bzw. Receiver-Gasswaps abgesichert. Dabei wird der Preisindex der derivativen Finanzinstrumente jeweils so gewählt, dass er mit dem Preisindex der Gasbeschaffungs-bzw. Gasabsatzverträge übereinstimmt und die derivativen Finanzinstrumente somit demselben Preisrisiko unterliegen.
Durch die Änderung der Absicherungsstrategie verwendet GELSENWASSER die derivativen Finanzinstrumente aktuell nicht mehr, um neue Risikopositionen abzusichern. Aus diesem Grund wurden im laufenden Geschäftsjahr keine neuen Gas-swaps abgeschlossen. Die letzten noch aktiven Swaps laufen Ende 2016 aus. Die Risikopositionen werden heute durch physikalische Gegengeschäfte abgesichert.
Sowohl die derivativen Finanzinstrumente als auch die physischen Gastermingeschäfte werden nach IFRS zum Fair Value bilanziert. Somit erfolgt nach IFRS ein weitgehender Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über alle Gasverträge und Derivate hinweg („natural hedge"). Soweit offene Positionen bestehen, kann es zu Ergebniseffekten kommen.
Die Verwendung derivativer Finanzinstrumente im Rahmen der Gasbeschaffung erfolgt ausschließlich zu Sicherungszwecken und ist über konzernweite Richtlinien in einen systematischen Risikomanagementprozess eingebunden. Das aktive Risikomanagement der GELSENWASSER AG identifiziert, analysiert und bewertet laufend verbleibende Risiken, empfiehlt risikopolitische Maßnahmen und berichtet an die Unternehmensführung.
4.2.4 DARSTELLUNG DER WESENTLICHEN EINZELRISIKEN
Die wesentlichen ergebnisbezogenen Einzelrisiken werden im Weiteren beschrieben. Dabei handelt es sich um Risiken der mittleren Risikokategorie, die auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoklasse zugeordnet werden. Deren Kategorisierung beruht auf der Risikomatrix der GELSENWASSER AG. Darin werden Risiken mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Nettoschadenshöhe erfasst und in folgende Kategorien eingeteilt:
RISKMAP GELSENWASSER-KONZERN
Risikoklasse*

* Anteil am durchschnittlichen Jahresergebnis vor Ertragsteuern der letzten drei Jahre
Risiken im Wasserbereich - Risiken aufgrund politischer und rechtlicher Entwicklungen
Im rechtlichen Bereich können sich unternehmerische Risiken aus vertraglichen Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern, aus rechtspolitischen Entwicklungen wie z. B. der Entscheidungspraxis der Gerichte oder den Aktivitäten des Bundeskartellamts unter geänderten kartellrechtlichen Rahmenbedingungen ergeben. Daher bewertet GELSENWASSER seit einigen Jahren das Risiko einer möglichen Verpflichtung zur Senkung der Wasserpreise bei Haushaltskunden vor dem Hintergrund kartellrechtlicher Überprüfungen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde diese Risikoposition fortlaufend neu bewertet und an die Gremien berichtet, da ein kartellrechtlicher Eingriff wenn auch mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit nach wie vor nicht ausgeschlossen werden kann.
GELSENWASSER beteiligt sich u. a. aktiv an einem betriebswirtschaftlichen Vergleich zwischen rund 100 Wasserversorgern in Nordrhein-Westfalen (Benchmarking Wasser NRW). Neben den NRW-Ministerien und den entsprechenden Fachverbänden, die als Träger des Projekts fungieren, ist auch die Landeskartellbehörde NRW in die Diskussion und inhaltliche Entwicklung des Benchmarks eingebunden. Die Ergebnisse des Projekts werden laufend veröffentlicht.
Risiken aufgrund von Zinsänderungen
Die Politik der Europäischen Zentralbank hat dazu geführt, dass die Zinsen auf sehr niedrigem Niveau verbleiben. Weiterhin gibt es ein Risiko steigender Zuführungen zur Rückstellung für Pensionsverpflichtungen. Diese Belastung wird sich insbesondere in Form von höheren Zuführungen bemerkbar machen und muss nach den handelsrechtlichen Vorschriften ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung eingehen. Damit schmälern die hohen Rückstellungen das ausschüttungsfähige Jahresergebnis der GELSENWASSER AG. Dieses Risiko ist jedoch nur für den handelsrechtlichen Abschluss relevant. Eine Ergebnisauswirkung für das steuerungsrelevante IFRS-Ergebnis ergibt sich nicht.
Risiken im Energiebereich Streitrisiken
Aus Gerichtsurteilen zum Thema Ungültigkeit von Gaspreis-anpassungen bei Sondervertragskunden ergibt sich das Risiko aus unwirksamen Preisanpassungen und unbilligen Tarifpreisen. Derartige Streitigkeiten sind grundsätzlich unvermeidlich, da auch Klauseln, die zunächst der anerkannten Rechtslage entsprachen, durch die Entwicklung der Rechtsprechung immer wieder überholt und in Frage gestellt werden. Die aktualisierte Risikobewertung enthält zwei Komponenten: zum einen das Risiko aus unwirksamen Preiserhöhungen und zum anderen das Risiko aus unbilligen Preisen gemäß § 315 BGB. Die entsprechende Rückstellung wurde ebenfalls gemäß der aktuellen Entwicklung und juristischen Einschätzung angepasst. GELSENWASSER steuert diesen Sachverhalt durch ständige Beobachtung der Rechtsprechung und Überprüfung der eigenen AGBs sowie durch eine konsequente Rechtsverteidigung im Streitfall.
Risiken im Energiebereich Speicherrisiken
GELSENWASSER ist an verschiedenen Gasspeicherprojekten beteiligt, deren Bewirtschaftung mit Risiken verbunden ist. Die Marktsituation der letzten Jahre hat die erfolgreiche Bewirtschaftung von Gasspeichern erschwert. Seit Jahren ist zu beobachten, dass ein wirtschaftlicher Speicherbetrieb immer schwieriger wird. Wesentliche Ursachen sind die niedrigen Sommer-Winter-Spreads. Diese Preisspreizungen (Spreads) bestimmen den Preis für Speicher bei Neuvermarktungen.
Während diese Gaspreisdifferenzen in der Vergangenheit ausgereicht haben, um einen Speicher wirtschaftlich betreiben zu können, lassen sich saisonale Preisunterschiede heute kaum noch erkennen. Folglich müssen neue Möglichkeiten erkundet werden, die Speicherkosten zu decken. Aufgrund der langfristigen Vertragsgestaltung werden entsprechende Risiken aus Gasspeicherprojekten das Unternehmen wahrscheinlich auch in Zukunft begleiten. GELSENWASSER hat sich diesen Problemen gestellt und nutzt die vorhandenen Speichervolumina intensiv im Rahmen der Beschaffungsoptimierung. Zugleich werden Speicherbündel im Rahmen der Sekundärvermarktung anderen Interessenten kostenpflichtig überlassen. Die angesprochenen Risiken können mithilfe der beschriebenen Maßnahmen jedoch nur abgemildert werden. In Zukunft ist ein weiterer Anstieg der vorhandenen Risikolage durchaus möglich, wenn sich die Marktsituation nicht grundlegend ändert.
Trotz des schwierigen Bewirtschaftungsumfelds stellen die Gasspeicherkapazitäten für GELSENWASSER einen wichtigen Baustein im Rahmen der Versorgungssicherheit seiner Kunden insbesondere in den Wintermonaten dar. So kann durch die eingespeicherten Gasmengen die Versorgung der Kunden mit Erdgas selbst bei anhaltenden Lieferengpässen aus den wichtigsten Produktionsländern über einen längeren Zeitraum sichergestellt werden.
Den möglichen Verlusten aus der Speicherbewirtschaftung wurde durch entsprechende Rückstellungen angemessen Rechnung getragen, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass deren Höhe in Abhängigkeit von der zukünftigen Entwicklung nicht ausreichend ist.
Finanzwirtschaftliche Risiken - Risiken des Beteiligungsgeschäfts
GELSENWASSER hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Beteiligungsportfolio weiter ausgebaut. Dieses Beteiligungsgeschäft birgt Risiken, die im vergangenen Geschäftsjahr neu bewertet und deren Überwachung an die jeweiligen Veränderungen angepasst wurde. Es besteht das mögliche Risiko, dass Beteiligungserträge geringer oder gänzlich ausfallen und das Geschäftsergebnis belasten. Diesem Risiko wird mit einem aktiven Beteiligungsmanagement entgegengewirkt. Der zuständige Beteiligungsmanager stellt hier das Bindeglied zwischen den beiden Unternehmen dar und trägt somit insbesondere zum Informations- und Wissensaustausch bei. Der Fokus liegt auf einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Beteiligungen. Abweichungen von den vereinbarten Zielen oder Fehlentwicklungen können so schnell erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Im Rahmen der Beteiligungsaktivitäten besteht zudem das Risiko, dass sich die Werthaltigkeit eines Unternehmens negativ entwickelt. GELSENWASSER müsste in einem solchen Fall entsprechende Abwertungen vornehmen. Auch an dieser Stelle wird versucht, das Risiko im Rahmen des Beteiligungsmanagements zu minimieren. Außerdem werden bereits bei der Auswahl möglicher neuer Anteilskäufe hohe Anforderungen zugrunde gelegt.
Risiken im Netzbereich Mengenabweichungen
Durch Veränderung des Abnahmeverhaltens der Kunden entstehen Mengenabweichungen bei der GELSENWASSER Energienetze GmbH, die das Jahresergebnis beeinflussen können. In der Risikobetrachtung wird eine pauschale Mengenabweichung zugrunde gelegt.
Risiken im Energiebereich - Risikokapital für Gashandelsgeschäfte
Je höher die Volatilität der Gaspreise an den Märkten, desto größer sind die mit dem Gashandel verbundenen Preisrisiken. Zur Absicherung derartiger Risiken hat GELSENWASSER derivative Finanzinstrumente eingesetzt, mit deren Hilfe Gaspreise abgesichert und Risiken entsprechend begrenzt werden. Die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz dieser Instrumente sind innerhalb der Richtlinie für den Gashandel verankert. Hier ist genau geregelt, wann Absicherungsgeschäfte durchgeführt werden müssen und in welchem Korridor sich diese Geschäfte bewegen dürfen. Die Einhaltung der Rahmenbedingungen wird vom Risikocontrolling tagesscharf überwacht. Sämtliche Absicherungsgeschäfte werden dem Risikokomitee monatlich in Summe dargestellt und diskutiert. Die mit der Abwicklung der Geschäfte betrauten Mitarbeiter sind namentlich durch das Risikokomitee berufen und entsprechend geschult.
Ausführliche Erläuterungen zum Einsatz derivativer Instrumente befinden sich im Anhang zum Konzernabschluss bzw. im Anhang des Jahresabschlusses.
Risiken im Energiebereich Konzessionsrisiken
Konzessionsrisiken sind für GELSENWASSER von jeher von großer Bedeutung. Die GELSENWASSER Energienetze GmbH (GWN) ist Risiken ausgesetzt, die sich aus dem möglichen Verlust von Konzessionen für Energienetze ergeben können. Die Konzessionsverträge sind in der Regel für einen langfristigen Zeitraum abgeschlossen, was die Risiken gut einschätzbar macht. Trotz aller Bemühungen, eine frühzeitige Verlängerung auslaufender Konzessionsverträge sicherzustellen, verbleibt das Risiko, dass wegfallende Konzessionen das Ergebnis belasten können.
Risiken im Bereich Trinkwasserversorgung - Betriebsrisiken
Sowohl das Trinkwasser als auch GELSENWASSER als Trinkwasserversorger genießen bei den Verbrauchern hohes Vertrauen. Eine jederzeit sichere, nachhaltige, wirtschaftliche und einwandfrei funktionierende Wasserversorgung zu gewährleisten ist nur möglich, wenn das System von der Wasserproduktion bis hin zur Übergabe an den Verbraucher tadellos funktioniert. In einem komplexen System wie der Trinkwasserversorgung ist dies keinesfalls selbstverständlich. Neben einer Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität durch mangelhafte oder ungeeignete Bauteile oder aufgrund einer Kontamination infolge einer fehlerhaften Kundenanlage in Haushalten oder Industriebetrieben sind unzählige weitere, wirtschaftliche und technische Gefährdungen denkbar. Auch existieren Gefährdungen aufgrund von Naturkatastrophen, Sabotage oder höherer Gewalt, die den einwandfreien Betrieb der Trinkwasserversorgung beeinträchtigen können.
Diese Risiken lassen sich nicht gänzlich vermeiden. Durch eine systematische Ermittlung und Bewertung dieser Risiken werden sie allerdings beherrschbarer. So begegnet GELSEN-WASSER diesen Risiken mit umfangreichen Risiko- und Not-fallmanagementplänen sowie Richtlinien zur Gefahrenabwehr. Zusätzlich werden die finanziellen Konsequenzen der Betriebsrisiken durch Versicherungen begrenzt.
Risiko einer Auskunftsverpflichtung nach dem Landespressegeselz
Die GELSENWASSER AG befindet sich in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit einem Journalisten, der auf Auskunft nach dem Landespressegesetz NRW über Inhalt und Vergütung von Verträgen von GELSENWASSER mit Dienstleistern klagt. Nachdem das OLG Hamm mit Urteil vom 18. Dezember 2015 im Wesentlichen klagegemäß entschieden hat, allerdings die Revision zum BGH zur Klärung bisher obergerichtlich noch nicht entschiedener Fragen zugelassen hat, wird gegen das Urteil des OLG Hamm die Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt.
Risiken aufgrund doloser Handlungen
Das Risikopotenzial doloser Handlungen umfasst Verstöße gegen interne Richtlinien und Verhaltensregeln sowie gesetzliche Vorgaben, wie beispielsweise Diebstahl, Betrug, Untreue, Urkundenfälschung, Unterschlagung etc. Um solche Risiken zu vermindern, führt das Wertemanagement-Gremium regelmäßig Risikoanalysen durch und entwickelt hieraus ein tragfähiges Compliance Management System (CMS) mit konzerneinheitlichen Grundsätzen und Maßnahmen. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise ein Entscheidungskompass und Schulungen der Mitarbeiter und Führungskräfte, in denen für das Thema sensibilisiert wird.
Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage
Die Gesamtrisikosituation des GELSENWASSER-Konzerns war im Geschäftsjahr 2015 geprägt durch die vorgenannten Risiken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Gesamtumfang der Risiken nur geringfügig verändert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Zusätzlich wird auf die Ausführungen zur Risikosituation im Abschnitt 2.3.6 verwiesen.
4.2.5 CHANCEN
Allgemeines
Chancen ergeben sich für GELSENWASSER aus der Geschäftstätigkeit und der Umfeldentwicklung. Die Umsetzung dieser Chancen kann für GELSENWASSER erhebliche Wettbewerbsvorteile bringen. Das Unternehmen sieht ein aktives Management der sich bietenden Chancen als zentralen Bestandteil einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Ausrichtung des Geschäftsbetriebs.
Entsprechend der Prozesse zur Risikofrüherkennung hat GEL-SENWASSER ein in die täglichen Arbeitsabläufe integriertes Chancenmanagement aufgebaut. Durch die enge Verknüpfung der Risiken und Chancen erfolgt die Erfassung von Chancen in einem EDV-System. Die konzernweit gültige Risikorichtlinie standardisiert und regelt ebenfalls die Chancenerkennung, -bewertung und -erfassung. Die Bewertungsstichtage und die Berichterstattung der Chancen gehen einher mit den Stichtagen zur Risikoinventur und den entsprechenden Berichterstattungsterminen und Empfängerkreisen der Risikoberichte.
Chancen aus Wettbewerb um Konzessionen
Nach wie vor hat die Thematik der Konzessionsverträge eine erhebliche Bedeutung für GELSENWASSER. Dabei steigen die Anforderungen an die Beteiligten im Wettbewerb um Konzessionen kontinuierlich. Es werden flexiblere Modelle gefordert, deren Laufzeiten sich nicht unbedingt an der Laufzeit des Konzessionsvertrags orientieren. Die Kommunen treten dabei immer häufiger auch als Wettbewerber bei den Konzessionsausschreibungen auf. Aufgrund der Erfahrungen mit bereits bestehenden Kooperationsmodellen mit den Kommunen und der kompetenten Fachpartnerschaft, sieht GELSENWASSER diese Entwicklung auch als Chance und Herausforderung von großer Bedeutung.
Chancen aus dem Beteiligungsgeschäft
Chancen von großer Bedeutung für GELSENWASSER bieten sich auch zukünftig durch den Ausbau des Beteiligungsport-folios. Hierbei sieht GELSENWASSER die Investition in eine Beteiligung immer als langfristiges Engagement, bei dem nicht ausschließlich die Finanzinvestition im Vordergrund steht, sondern der Ausbau der Kooperation im Unternehmensverbund und die Weiterentwicklung der Beteiligung durch ein aktives operatives Management. Daher bemüht sich GELSENWASSER, gemeinsam mit Beteiligungsunternehmen und Partnern Synergiepotenziale zu identifizieren und auszuschöpfen. Der Fokus der Aktivitäten lag im abgelaufenen Geschäftsjahr vermehrt im Inland. Zukünftig können sich Chancen auch dadurch ergeben, dass die Beteiligungsaktivitäten im Ausland ausgebaut werden und das Know-how, das mit den Gruppengesellschaften in Tschechien und Polen gesammelt werden konnte, mit Bedacht in diese Bestrebungen eingebracht werden kann.
Chancen aus Dienstleistungs- und Betriebsführungsaktivitäten
GELSENWASSER strebt danach, im Bereich der Dienstleistungsaktivitäten zu wachsen. Unter der neuen Service-Marke „GELSENWASSER+" bietet GELSENWASSER ein breites Spektrum von Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Abwasser, Energie und Services. Das Serviceangebot richtet sich vor allem an Kommunen, Stadtwerke, Abwasserentsorger sowie Industrie- und Gewerbekunden. Bei den Dienstleistungen handelt es sich in der Regel um modular aufgebaute Systemlösungen, aus denen der Kunde nach Bedarf und individueller Situation auswählen kann und die individuell auf den spezifischen Bedarf zugeschnitten werden. Es handelt sich durchweg um Lösungen, die sich in der Praxis im GEL-SENWASSER-Netzwerk bewährt haben, aber gleichwohl modern und innovativ sind. Das multidisziplinäre Know-how in der GELSENWASSER-Unternehmensgruppe garantiert, dass alle fachspezifischen Aufgaben qualifiziert aus einer Hand gelöst werden. Der Vertrieb und das Marketing für das Dienstleistungsgeschäft erfolgt zentral in einer eigenen Abteilung. Den Chancen aus Dienstleistungs- und Betriebsführungsaktivitäten wird eine hohe Bedeutung beigemessen.
Chancen vor dem Hintergrund der Energiewende
Die Chancen auf diesem Gebiet sind von großer Bedeutung. Mittelfristig eröffnen sich im Zuge der Energiewende neue Chancen. Das Produktportfolio von GELSENWASSER in den Segmenten Wasser und Energie steht für ein großes Maß an Umweltverantwortung und hohes regionales Engagement beim Thema Umweltschutz. Durch die im Rahmen der Energiewende gestiegene Sensibilisierung der privaten Haushalte für die Art und Weise der Gewinnung von Energie und Wärme kann GELSENWASSER seine Markenpositionierung weiter stärken und insbesondere den angebotenen Ökostrom aus Wasserkraft aktiv vermarkten.
Die positive Positionierung der Marke GELSENWASSER wird auch durch einen eindeutigen Standpunkt zum Thema Fracking nachhaltig bestätigt. So tritt das Unternehmen unmissverständlich für den Schutz des Trinkwassers und der Umwelt in Wassereinzugsgebieten ein und positioniert sich klar gegen wirtschaftliche Interessen der Fracking-Industrie.
Chancen durch Innovationsprojekte
Insbesondere durch die frühzeitige Identifizierung und erfolgreiche Umsetzung von Innovationen und Ideen können Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Energiedienstleistern entstehen. Um die hohe Bedeutung solcher Projekte hervorzuheben, wurde die Projektarbeit in diesem Bereich in verschiedenen Projekten gebündelt. Hierbei wurde insbesondere auf die Energiegewinnung aus Windkraft fokussiert. So konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr Kooperationspartner gewonnen werden, mit deren Hilfe z. B. die Windkraft-Projekte in den nächsten Monaten effizienter vorangetrieben werden sollen.
GELSENWASSER sieht in den durch diese Projekte gewonnenen Erfahrungen ein erhebliches Potenzial, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen und sich von anderen Versorgern abzugrenzen. Gleichzeitig können diese Projekte im Erfolgsfall eine Antwort auf die steigende Nachfrage am Markt nach Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien liefern und das Image der Marke GELSENWASSER in Bezug auf Umweltschutz und regionale Verantwortung nachhaltig festigen.
Witterungsbedingte Chancen
Absatzchancen können sich insbesondere aufgrund einer kalten Wetterlage ergeben und dadurch positiv auf den Geschäftserfolg auswirken. Kalte, lange Winter können den Gasabsatz erhöhen und insbesondere auch die Bewirtschaftung der Gasspeicherprojekte erfolgreicher machen.
Chancen auf Basis der konjunkturellen Entwicklung
Eine gute konjunkturelle Lage in Deutschland ist für GELSEN-WASSER eine Chance. Während eine Abschwächung der Binnenwirtschaft bereits als Risikoposition identifiziert wurde, kann sich eine gute konjunkturelle Dynamik positiv auf die Geschäftsentwicklung in den verschiedenen Geschäftssegmenten auswirken. Deutschland bleibt voraussichtlich auf einem stabilen Wachstumskurs. Insoweit bieten sich für GELSENWASSER daraus Chancen, dass die Absatzmengen insbesondere an die konjunktursensiblen Industrie- und Sondervertragskunden gesteigert werden können. Eine ausbleibende konjunkturelle Abschwächung kann sich zudem auch auf das Nachfrageverhalten der privaten Haushalte auswirken.
Zusammenfassende Beurteilung der Chancenlage
Die Identifizierung, Bewertung und Umsetzung sich ergebender Chancen und Potenziale sieht GELSENWASSER als zentrales Standbein des unternehmerischen Handelns. Sie sind für den Fortbestand eines Unternehmens maßgeblich und somit von elementarer Bedeutung. Demzufolge ist die erfolgreiche Umsetzung potenzieller Chancen für den Vorstand ein wichtiges und hoch priorisiertes Thema.
GELSENWASSER konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr viele Chancen erfolgreich nutzen und mögliche weitere Potenziale in Innovationsprojekten bündeln. Durch die Fokussierung auf derartige Innovationsprojekte, wie z. B. Aktivitäten außerhalb der Kerngeschäftsfelder, bieten sich wiederum neue Chancen, die in den nächsten Jahren erfolgreich umgesetzt werden sollen.
Die Chancenlage in den traditionellen Geschäftsfeldern wird unverändert geprägt durch die Möglichkeiten, die sich im Rahmen des Vertriebswettbewerbs für ein Energieversorgungsunternehmen ergeben. Hier hat insbesondere die Energiewende in Deutschland und die hiermit in Zusammenhang stehenden Veränderungen der Märkte und Verbrauchsverhalten einen großen Einfluss auf Chancen und Potenziale.
Die zusammenfassende Beurteilung der Chancenlage hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 nicht wesentlich verändert.
5 ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
5.1 VORSCHRIFTEN ÜBER BESTELLUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN UND SATZUNGSÄNDERUNGEN
Bei der Bestellung und Abberufung des Vorstands sowie bei Satzungsänderungen gelten die aktienrechtlichen Vorschriften (§§ 84, 85, 133 und 179 AktG).
5.2 BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH AKTIENAUSGABE UND AKTIENRÜCKKAUF
Für die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, gelten die aktienrechtlichen Bestimmungen (§§ 71 Abs. 1 Nr. 6-8, 202 ff. AktG). Hauptversammlungsbeschlüsse zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien liegen nicht vor.
5.3 ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Die entsprechenden Ausführungen befinden sich im Anhang.
5.4 CHANGE-OF-CONTROL-KLAUSELN
Die entsprechenden Ausführungen befinden sich im folgenden
6 GRUNDZÜGE DER VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
6.1 VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Mit Herrn Henning R. Deters und Herrn Dr. Dirk Waider sind neben einem festen Grundgehalt eine erfolgsabhängige Vergütung, deren Basis das jährliche Ergebnis vor Ertragsteuern des GELSENWASSER-Konzerns darstellt, eine jährliche erfolgsabhängige Vergütung, deren Höhe im Ermessen des Aufsichtsrats liegt, und eine erfolgsabhängige Vergütung, deren Höhe sich nach dem Grad der Zielerreichung über einen Drei-Jahres-Zeitraum bemisst, vereinbart. Ziel dabei ist die Einhaltung vereinbarter Größenordnungen der Kennzahl ROCE (return an capital employed).
Darüber hinaus enthält die Vergütung der Vorstandsmitglieder Sach- und sonstige Bezüge, die im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werten für Dienst-wagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Hinzu kommen Mandatseinkünfte für die Aufsichtsratstätigkeit in Unternehmen der GELSENWASSER-Gruppe.
Für das Geschäftsjahr 2015 betragen die gewährten Zuwendungen des Vorstands:
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| HENNING R. DETERS VORSTANDSVORSITZENDER | ||||
|---|---|---|---|---|
| GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN | 2014 | 2015 | 2015 (MIN) | 2015 (MAX) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 390.000,00 | 390.000,00 | 390.000,00 | 390.000,00 |
| Nebenleistungen | 27.539,44 | 27.539,44 | 27.539,44 | 27.539,44 |
| SUMME | 417.359,44 | 417.359,44 | 417.359,44 | 417.359,44 |
| Einjährige variable Vergütung | 130.000,00 | 130.000,00 | 72.800,00 | 195.000,00 |
| Mehrjährige variable Vergütung Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2014-2016 | 130.000,00 | - | - | - |
| Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2015-2017 | - | 130.000,00 | 104.000,00 | 195.000,00 |
| SUMME | 677.539,44 | 677.539,44 | 594.339,44 | 807.539,44 |
| Versorgungsaufwand | 258.623,00 | 430.560,00 | 430.560,00 | 430.560,00 |
| GESAMTVERGÜTUNG | 936.162,44 | 1.108.099,44 | 1.024.899,44 | 1.238.099,44 |
| DR.-ING. DIRK WAIDER VORSTANDSMITGLIED | ||||
| GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN | 2014 | 2015 | 2015 (MIN) | 2015 (MAX) |
| Festvergütung | 255.000,00 | 262.500,00 | 262.500,00 | 262.500,00 |
| Nebenleistungen | 45.988,10 | 44.178,67 | 44.178,67 | 44.178,67 |
| SUMME | 300.988,10 | 306.678,67 | 306.678,67 | 306.678,67 |
| Einjährige variable Vergütung | 85.000,00 | 87.500,00 | - | 131.250,00 |
| Mehrjährige variable Vergütung Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2014-2016 | 85.000,00 | - | - | - |
| Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2015-2017 | - | 87.500,00 | - | 131.250,00 |
| SUMME | 470.988,10 | 481.678,67 | 306.678,67 | 569.178,67 |
| Versorgungsaufwand | 46.058,00 | 127.691,00 | 127.691,00 | 127.691,00 |
| GESAMTVERGÜTUNG | 517.046,10 | 609.369,67 | 434.369,67 | 696.869,67 |
Der Zufluss setzt sich folgendermaßen zusammen:
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| HENNING R. DETERS VORSTANDSVORSITZENDER | DR.-ING. DIRK WAIDER VORSTANDSMITGLIED | |||
|---|---|---|---|---|
| ZUFLUSS | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 390.000,00 | 390.000,00 | 255.000,00 | 262.500,00 |
| Nebenleistungen | 27.539,44 | 27.539,44 | 45.988,10 | 44.178,67 |
| SUMME | 417.539,44 | 417.539,44 | 300.988,10 | 306.678,67 |
| Einjährige variable Vergütung | 134.786,92 | 130.683,52 | 88.129,91 | 99.960,06 |
| Mehrjährige variable Vergütung Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2012-2014 | 164.450,00 | - | - | - |
| Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2013-2015 | - | 169.650,00 | - | 110.925,00 |
| Sonstiges | - | - | - | - |
| SUMME | 716.776,36 | 717.872,96 | 389.118,01 | 517.563,73 |
| Versorgungsaufwand | 258.623,00 | 430.560,00 | 46.058,00 | 127.691,00 |
| GESAMTVERGÜTUNG | 975.399,36 | 1.148.432,96 | 435.176,01 | 645.254,73 |
Des Weiteren bestehen Pensionszusagen, die den Vorstandsmitgliedern einen Anspruch auf lebenslange Ruhegeld- und Witwenversorgung einräumen.
Herrn Deters ist mit Vollendung des 62. Lebensjahres ein Ruhegehalt in Höhe von 70 % des Grundgehalts zugesagt. Für den Todesfall oder im Fall krankheitsbedingten Ausscheidens ist ab der zweiten Periode der Bestellung ein Ruhegehalt zugesagt, das 32 % des Grundgehalts beträgt und mit Vollendung eines jeden Dienstjahres um 2 % der ruhegehaltsfähigen Vergütung steigt. Herrn Dr. Waider, dessen Pensionsansprüche aus der Vorbeschäftigung im Unternehmen getrennt erhalten bleiben, ist mit Erreichen des 65. Lebensjahres oder für den Fall der Invalidität eine betriebliche Altersversorgung in Form einer beitragsorientierten Pensionszusage erteilt. Grundlage ist ein jährlicher Beitrag in Höhe von 30 % (bis 30. Juni 2015: 20 %) des Grundgehalts.
Die Anwartschaft auf Witwenrente beträgt im Falle von Herrn Deters 55 % und bei Herrn Dr. Waider 60 % des Ruhegelds; im Todesfall während der Laufzeit des Anstellungsvertrags werden für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate die vollen Bezüge an die Witwen gezahlt.
Für den Fall der einvernehmlichen Beendigung des Anstellungsvertrags vor dem 30. September 2016 (Herr Deters) bzw. 31. Dezember 2017 (Herr Dr. Waider) ist ein Übergangsgeld in Höhe eines halben Monatsgrundgehalts für jeden Kalendermonat der Dauer des Anstellungsvertrags festgelegt. Für den Fall der Vertragsbeendigung nach dem 30. September 2016 bzw. 31. Dezember 2017 sind für beide Vorstandsmitglieder Übergangsbezüge in Höhe von 50 % des Grundgehalts bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres vereinbart.
Mit beiden Vorstandsmitgliedern ist darüber hinaus eine Change-of-Control-Klausel vereinbart, die ihnen ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts hat Herr Deters einen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung in Höhe von maximal 1.000.000 € und Herr Dr. Waider von maximal 650.000 €.
6.2 VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und
wird durch die Hauptversammlung bestimmt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung von 4.000 €. Darüber hinaus erhalten sie 32 ct pro 1.000 € des sich aus dem Konzernabschluss ergebenden Ergebnisses vor Ertragsteuern. Ergebnisanteile über 80.000.000 € bleiben dabei unberücksichtigt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, jeder Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Beträge. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit geringere Vergütung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten außerdem den Ersatz ihrer Auslagen.
Gelsenkirchen, 11. März 2016
GELSENWASSER AG
Der Vorstand
Henning R. Deters
Dr.-Ing. Dirk Waider
ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS
ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS ZU DEN ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB IN DEM ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT DER GELSENWAS-SER AG UND DES GELSENWASSER-KONZERNS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
Der Vorstand hat in dem zusammengefassten Lagebericht der GELSENWASSER AG und des GELSENWASSER-Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB gemacht und erläutert diese wie folgt:
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 103.125.000 € ist eingeteilt in 3.437.500 auf den Inhaber lautende nennbetrags-lose Stammaktien (Stückaktien), die jeweils die gleichen Rechte und Pflichten gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
An der GELSENWASSER AG ist die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum, Deutschland, ein paritätisches Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Bochum Holding GmbH und der Dortmunder Stadtwerke AG, über die Wasser und Gas Westfalen GmbH, Bochum, Deutschland, zum 31. Dezember 2015 mit 3.194.600 Aktien, entsprechend einem Anteil von 92,93 % des Grundkapitals und der Stimmrechte, beteiligt.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrats. Dieser bestellt die Vorstandsmitglieder für eine maximale Amtszeit von fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit jeweils für höchstens fünf Jahre ist – vorbehaltlich § 84 Abs. 1 Satz 3 AktG – zulässig. Ergänzend bestimmt § 7 der Satzung, dass der Vorstand aus zwei oder mehreren Personen besteht und die Zahl der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestimmt wird.
Mit beiden Vorstandsmitgliedern ist eine Change-of-Control- Klausel vereinbart, die ihnen ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts besteht ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung in Höhe von maximal 1.000.000 € für Herrn Deters bzw. 650.000 € für Herrn Dr. Waider.
Satzungsänderungen erfolgen durch Beschlussfassung der Hauptversammlung nach den §§ 179, 133 AktG. § 23 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist nach § 17 der Satzung zu Satzungsänderungen ermächtigt, die nur die Fassung betreffen.
Für die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, gelten die aktienrechtlichen Bestimmungen (§§ 71 Abs. 1, 202 ff. AktG). Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien ermächtigen, liegen nicht vor.
Bei den dargestellten Regelungen handelt es sich um solche, die der Gesetzeslage entsprechen und bei vergleichbaren börsennotierten Unternehmen üblich sind. Sie dienen nicht dem Zweck der Erschwerung etwaiger Übernahmeversuche.
Gelsenkirchen, 17. März 2016
GELSENWASSER AG
Der Vorstand
Henning R. Deters
Dr.-Ing. Dirk Waider
Konzernabschluss 2015 DER GELSENWASSER AG
INHALTSVERZEICHNIS KONZERNABSCHLUSS
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | |
| GESAMTERGEBNISRECHNUNG | |
| BILANZ | |
| EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG | |
| KAPITALFLUSSRECHNUNG | |
| KONZERNANHANG | |
| ALLGEMEINE GRUNDLAGEN | |
| NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN | |
| GRUNDLAGEN UND METHODEN SOWIE UNSICHERHEITEN AUFGRUND VON SCHÄTZUNGEN | |
| KONSOLIDIERUNGSKREIS | |
| KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE | |
| WÄHRUNGSUMRECHNUNG | |
| BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN | |
| ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | |
| ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ | |
| ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG | |
| SEGMENTBERICHTERSTATTUNG | |
| FINANZINSTRUMENTE | |
| ERGÄNZENDE ANGABEN |
Gewinn- und Verlustrechnung VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015
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| IN MIO. € | ANHANG | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (inkl. Energie- / Stromsteuer) | (1) | 1.020,4 | 925,9 |
| Energie- / Stromsteuer | (2) | -23,9 | -23,9 |
| UMSATZERLÖSE | 996,5 | 902,0 | |
| Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen | 1,3 | -0,9 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 6,7 | 6,3 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 26,1 | 22,9 |
| Materialaufwand | (4) | -747,7 | -634,2 |
| Personalaufwand | (5) | -114,7 | -116,3 |
| Abschreibungen | (6) | -38,5 | -39,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -81,5 | -76,9 |
| ERGEBNIS DER OPERATIVEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 48,2 | 63,1 | |
| Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen | 29,9 | 25,8 | |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 12,2 | 11,7 | |
| Finanzerträge | (8) | 3,5 | 4,0 |
| Finanzaufwendungen | (8) | -7,4 | -9,6 |
| Ertragsteuern | (9) | -2,0 | -2,0 |
| JAHRESÜBERSCHUSS | 84,4 | 93,0 | |
| Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,1 | 0,1 | |
| ERGEBNISANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG | 84,3 | 92,9 | |
| Ergebnis je Aktie in € - unverwässert und verwässert | (10) | 24,53 | 27,04 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015
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| IN MIO. € | ANHANG | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| JAHRESÜBERSCHUSS | 84,4 | 93,0 | |
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 24,7 | -78,5 | |
| Ertragsteuern | (9) | -0,5 | 1,7 |
| POSTEN, DIE ANSCHLIESSEND NICHT IN DEN GEWINN ODER VERLUST UMGEGLIEDERT WERDEN | 24,2 | -76,8 | |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen | |||
| Unrealisierte Veränderung | 0,9 | -0,6 | |
| Ergebniswirksame Reklassifizierung | - | - | |
| Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte | |||
| Unrealisierte Veränderung | -6,5 | 28,5 | |
| Ergebniswirksame Reklassifizierung | - | - | |
| Ertragsteuern | - | - | |
| POSTEN, DIE ANSCHLIESSEND IN DEN GEWINN ODER VERLUST UMGEGLIEDERT WERDEN | -5,6 | 27,9 | |
| SUMME DER DIREKT IM EIGENKAPITAL ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN (ÜBRIGES KONZERNERGEBNIS) | 18,6 | -48,9 | |
| SUMME DER ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN (GESAMTERGEBNIS) | 103,0 | 44,1 | |
| Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,1 | 0,1 | |
| ERGEBNISANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG | 102,9 | 44,0 |
Bilanz zum 31. Dezember 2015
Aktiva
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| IN MIO. € | ANHANG | STAND 31.12.2015 | STAND 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (11) | 17,1 | 20,8 |
| Sachanlagen | (12) | 721,7 | 716,0 |
| Investment Properties | (13) | 8,8 | 9,0 |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen | (14) | 221,8 | 200,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (15) | 237,7 | 215,3 |
| Ertragsteuerforderungen | (16) | 2,1 | 4,1 |
| Sonstige Forderungen | (17) | 30,2 | 32,2 |
| Latente Steuern | 2,9 | 3,4 | |
| 1.242,3 | 1.201,5 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (18) | 19,0 | 36,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (15) | 33,4 | 17,7 |
| Ertragsteuerforderungen | (16) | 2,1 | 2,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (17) | 167,4 | 164,7 |
| Flüssige Mittel | 100,7 | 108,6 | |
| 322,6 | 329,4 | ||
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | - | 35,7 | |
| 1.564,9 | 1.566,6 | ||
| Passiva | |||
| IN MIO. € | ANHANG | STAND 31.12.2015 | STAND 31.12.2014 |
| Eigenkapital | (19) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 103,1 | 103,1 | |
| Kapitalrücklage | 32,2 | 32,2 | |
| Gewinnrücklagen | 617,1 | 619,0 | |
| Kumuliertes übriges Konzernergebnis | -24,9 | -43,5 | |
| ANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG | 727,5 | 710,8 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 1,2 | 1,2 | |
| 728,7 | 712,0 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Pensionsrückstellungen | (20) | 279,5 | 300,2 |
| Steuerrückstellungen | 1,6 | 1,8 | |
| Sonstige Rückstellungen | (21) | 50,4 | 18,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (22) | 69,1 | 69,1 |
| Zuschüsse | (23) | 179,4 | 182,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (24) | 2,7 | 2,9 |
| Latente Steuern | 0,9 | 1,5 | |
| 583,6 | 575,8 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige Rückstellungen | (21) | 23,5 | 43,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (22) | 30,5 | 18,5 |
| Zuschüsse | (23) | 7,6 | 7,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (24) | 191,0 | 198,8 |
| 252,6 | 268,8 | ||
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden | - | 10,0 | |
| 1.564,9 | 1.566,6 |
EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2015
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| IN MIO. € | GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN | JAHRESÜBERSCHUSS |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| STAND 01.01.2014 | 103,1 | 32,2 | 612,2 | - |
| Gesamtergebnis | 92,9 | |||
| Gewinnabführung an die Wasser und Gas Westfalen GmbH | -78,1 | |||
| Gewerbesteuerumlage an die Wasser und Gas Westfalen GmbH | -8,0 | |||
| Einstellungen in Gewinnrücklagen | 6,8 | -6,8 | ||
| Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Gesellschafter | ||||
| STAND 31.12.2014 | 103,1 | 32,2 | 619,0 | - |
| Gesamtergebnis | 84,3 | |||
| Gewinnabführung an die Wasser und Gas Westfalen GmbH | -78,1 | |||
| Gewerbesteuerumlage an die Wasser und Gas Westfalen GmbH | — 8,1 | |||
| Entnahmen aus Gewinnrücklagen | — 1,9 | 1,9 | ||
| Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Gesellschafter | ||||
| STAND 31.12.2015 | 103,1 | 32,2 | 617,1 | — |
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| KUMULIERTES ÜBRIGES KONZERNERGEBNIS | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER WÄHRUNGS- UMRECHNUNG | MARKTBEWERTUNG FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE | NEUBEWERTUNG VON LEISTUNGS- ORIENTIERTEN PLÄNEN | ANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG | ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER | GESAMT |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| STAND 01.01.2014 | 4,3 | 52,1 | -51,0 | 752,9 | 1,2 | 754,1 |
| Gesamtergebnis | -0,6 | 28,5 | -76,8 | 44,0 | 0,1 | 44,1 |
| Gewinnabführung an die Wasser und Gas Westfalen GmbH | -78,1 | -78,1 | ||||
| Gewerbesteuerumlage an die Wasser und Gas Westfalen GmbH | -8,0 | -8,0 | ||||
| Einstellungen in Gewinnrücklagen | - | - | ||||
| Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | -0,1 | -0,1 | |||
| STAND 31.12.2014 | 3,7 | 80,6 | -127,S | 710,8 | 1,2 | 712,0 |
| Gesamtergebnis | 0,9 | -6,5 | 24,2 | 102,9 | 0,1 | 103,0 |
| Gewinnabführung an die Wasser und Gas Westfalen GmbH | -78,1 | -78,1 | ||||
| Gewerbesteuerumlage an die Wasser und Gas Westfalen GmbH | -8,1 | -8,1 | ||||
| Entnahmen aus Gewinnrücklagen | - | - | ||||
| Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | -0,1 | -0,1 | |||
| STAND 31.12.2015 | 4,6 | 74,1 | -103,6 | 727,5 | 1,2 | 728,7 |
KAPITALFLUSSRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 84,4 | 93,0 |
| Abschreibungen abzüglich Zuschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 38,5 | 39,8 |
| Wertveränderungen aus der Equity-Bewertung | -5,4 | -2,7 |
| Veränderung der Rückstellungen | 19,5 | 6,2 |
| Auflösung der Kapitalzuschüsse | -0,2 | -0,2 |
| Einzahlungen aus erhaltenen Bau- und Ertragszuschüssen | 4,8 | 6,4 |
| Auflösung der Bau- und Ertragszuschüsse | -7,5 | -7,6 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens | -10,6 | -0,8 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -46,0 | -25,0 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 31,2 | 20,2 |
| CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 108,7 | 129,3 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen | 2,3 | 1,9 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -47,3 | -55,0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -6,0 | -2,8 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen | 0,7 | 0,6 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -3,9 | -6,1 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen | 3,9 | |
| CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT | -50,3 | -61,4 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner | -86,1 | -88,3 |
| Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter | -0,1 | -0,1 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | - | 11,6 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -3,9 | -2,7 |
| Einzahlungen aus der Tilgung /Aufnahme kurzfristiger Finanzkredite | 49,3 | 36,3 |
| Auszahlungen aus der Vergabe / Tilgung kurzfristiger Finanzkredite | -25,5 | -35,3 |
| CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | -66,3 | -78,5 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -7,9 | -10,6 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 108,6 | 119,2 |
| FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE | 100,7 | 108,6 |
Konzernanhang
ALLGEMEINE GRUNDLAGEN
Die GELSENWASSER AG und ihre vollkonsolidierten Tochtergesellschaften (zusammen der GELSENWASSER-Konzern) versorgen ihre Kunden Haushalte, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und Industrie mit Trink- und Betriebswasser sowie mit Erdgas, Strom und Wärme. Darüber hinaus erfüllen die Gesellschaften Aufgaben der Abwasserentsorgung und bieten vielfältige versorgungsnahe Dienstleistungen an.
Schwerpunkte des inländischen Versorgungsgebiets sind das Ruhrgebiet, das Münsterland, der Niederrhein, Ostwestfalen und das angrenzende Niedersachsen. Die Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen, ist im gleichnamigen Chemiepark für die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und das Grundwassermanagement verantwortlich und betreibt am Standort das Rohrbrücken- und Straßennetz. Die Versorgungsgebiete des bis zum 28. April 2015 in den Konzernabschluss einbezogenen französischen Tochterunternehmens Nantaise des Eaux Services SAS (NES), Sainte Lucesur-Loire, liegen schwerpunktmäßig im Norden und Westen Frankreichs sowie in der Region um Paris und im Überseedepartement Guadeloupe. Zudem ist die GELSENWASSER AG an Gesellschaften in Deutschland, Tschechien und in Polen beteiligt.
Bei dem Mutterunternehmen, der GELSENWASSER AG, handelt es sich um eine in Deutschland registrierte börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Gelsenkirchen, Willy-Brandt-Allee 26. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 165 eingetragen.
Die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum, ein paritätisches Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Bochum Holding GmbH und der Dortmunder Stadtwerke AG, hielt über die Wasser und Gas Westfalen GmbH zum 31. Dezember 2015 3.194.600 Aktien der GELSEN-WASSER AG. Dies entsprach einem Anteil von 92,93 % des Grundkapitals und der Stimmrechte.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der GEL-SENWASSER AG für das Geschäftsjahr 2015 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht. Der Lagebericht der GELSENWASSER AG ist mit dem Lagebericht des GELSENWASSER-Konzerns zusammengefasst.
Das Unternehmen ist an den Börsen in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin gelistet (Amtlicher Handel/General Standard).
Der Konzernabschluss der GELSENWASSER AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und stimmt mit diesen überein. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie von der EU übernommen wurden.
Der vorliegende Konzernabschluss wird vollständig in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig bei Fälligkeiten über einem Jahr und kurzfristig aufgegliedert.
Neben diesem Konzernanhang besteht der Konzernabschluss aus der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnis-rechnung, der Bilanz, der Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Der Konzernanhang beinhaltet zudem eine Segmentberichterstattung.
NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN
IASB und IFRS IC haben Änderungen bei bestehenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie eine neue Interpretation verabschiedet, die für den GELSENWASSER-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwenden sind:
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2011 2013)
Im Dezember 2013 wurden Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011 bis 2013, mit Änderungen an den Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40 veröffentlicht. Bei diesen Änderungen handelte es sich im Wesentlichen um Klarstellungen.
Aus der Erstanwendung ergaben sich keine Auswirkungen für den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG.
IFRIC 21 „Abgaben"
IFRIC 21 beschäftigt sich mit der Fragestellung der Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragsteuern im Sinne des IAS 12 oder Beträge sind, die nur im Auftrag der öffentlichen Hand abgeführt werden (insbesondere Umsatzsteuer), und klärt insbesondere, wann Verpflichtungen zur Zahlung derartiger Abgaben im Abschluss als Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zu erfassen sind.
Diese Interpretation hatte keine Auswirkungen auf den GELSENWASSER- Konzernabschluss.
Die folgenden Standardänderungen werden ab dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im GELSENWASSER-Konzernabschluss berücksichtigt:
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| NORM | BEZEICHNUNG | ERSTANWENDUNG |
|---|---|---|
| Änderungen an IAS 1 | Darstellung des Abschlusses Initiative zur Verbesserung von Angabe-pflichten (Disclosure Initiative) | 2016 |
| Änderungen an IAS 16 und IAS 38 | Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte — Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 2016 |
| Änderungen an IAS 16 und IAS 41 | Sachanlagen und Landwirtschaft Landwirtschaft: Produzierende Pflanzen | 2016 |
| Änderungen an IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer Mitarbeiterbeiträge | 2016 |
| Änderungen an IAS 27 | Einzelabschlüsse — Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss | 2016 |
| Änderungen an IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit | 2016 |
| Änderungen an diversen IFRS | Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2010 - 2012) | 2016 |
| Änderungen an diversen IFRS | Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2012 - 2014) | 2016 |
Der IASB veröffentlichte am 18. Dezember 2014 Änderungen an IAS 1. Diese Änderungen betreffen insbesondere Klarstellungen hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit von Abschlussangaben, der Darstellung von zusätzlichen Abschlussposten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, der Darstellung des sonstigen Ergebnisses, das auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, der Struktur von Anhangangaben und der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden.
Aus der erstmaligen Anwendung dieser und der übrigen vorgenannten geänderten Vorschriften werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den GELSENWASSER-Konzernabschluss erwartet.
Nachstehende (teilweise überarbeitete) Standards und Interpretationen werden – das Endorsement durch die Europäische Union vorausgesetzt – im GELSENWASSER-Konzernabschluss erstmals zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet:
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| NORM | BEZEICHNUNG | ERSTANWENDUNG |
|---|---|---|
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 2016 |
| Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 | Investmentgesellschaften — Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 2016 |
| Änderungen an IAS 7 | Kapitalflussrechnung — Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten (Disclosure Initiative) | 2017 |
| Änderungen an IAS 12 | Ertragsteuern — Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten | 2017 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 2018 |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen | 2018 |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 2019 |
| Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 | Konzernabschlüsse bzw. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen — Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen | offen |
Durch den IFRS 9 kommt es zu Änderungen hinsichtlich der Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Darüber hinaus werden neue Vorschriften zum Hedge Accounting eingeführt und das bisherige Impair-ment-Modell vom Incurred-Loss-Model auf das Expected-Loss-Model umgestellt.
IFRS 15 wird die Regelungen gemäß IAS 18 sowie IAS 11 zur Erlösrealisierung ersetzen. Für die Realisierung von Umsatzerlösen ist künftig nicht mehr der Übergang von Chancen und Risiken entscheidend, sondern wann die Kontrolle auf den Kunden übergeht.
IFRS 16 wird den bisherigen Standard IAS 17 ersetzen. Künftig erfolgt für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasing-nehmers ein Ansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte und von Verbindlichkeiten für die eingegangen Zahlungsverpflichtungen. Bisher werden künftige Zahlungsverpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen nur im Anhang angegeben. Dementsprechend wird sich durch diesen neuen Standard vor allem die Bilanzsumme im Konzernabschluss erhöhen.
Eine detaillierte Untersuchung der möglichen Auswirkungen aus IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16 auf den Konzern ist in 2016 geplant.
GRUNDLAGEN UND METHODEN SOWIE UNSICHERHEITEN AUFGRUND VON SCHÄTZUNGEN
Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Derivate. Im Konzernabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und Anteils-bewertungen sowie der Bildung von Rückstellungen beispielsweise für Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer, Preisnachlässe und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. In den weiteren Abschnitten dieses Konzernanhangs werden die bei den jeweiligen schätz- und prämissensensitiven Bilan-zierungsgrundsätzen angewendeten Methoden und Parameter näher erläutert. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund von überarbeiteten und neuen Standards erfolgen grundsätzlich rückwirkend, sofern für einen Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode werden so angepasst, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewendet worden wären.
KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen insgesamt acht Tochterunternehmen sowie 43 Unternehmen, die mithilfe der Equity-Methode bewertet werden.
Neben der Konzernmuttergesellschaft GELSENWASSER AG werden als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
| • | Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen |
| • | GELSENWASSER Dresden GmbH, Dresden |
| • | GELSENWASSER Energienetze GmbH, Gelsenkirchen |
| • | GELSENWASSER Magdeburg GmbH, Magdeburg |
| • | MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG, vormals GELSENWASSER Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG, Lüdinghausen (5. Dezember 2014 bis 30. September 2015) |
| • | GELSENWASSER Projektgesellschaft mbH, Hamburg (bis 31. Dezember 2015) |
| • | GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, Hamburg |
| • | Nantaise des Eaux Services SAS, Sainte Luce-sur-Loire/ Frankreich (bis 28. April 2015) |
| • | NGW GmbH, Duisburg |
| • | Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH, Rheda-Wiedenbrück |
| • | WESTFALICA GmbH, Bad Oeynhausen. |
Darüber hinaus wird die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) mit einem Anteil von 50 % als gemeinschaftliche Tätigkeit anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Tätigkeit der VVWW liegt in der Beschaffung, Gewinnung, Förderung, Aufbewahrung und Bereitstellung von Trinkwasser im Einzugsgebiet Ruhr, dessen Lieferung an die Gesellschafter und andere Weiterverteiler und Industriekunden sowie im Betrieb von wasserwirtschaftlichen Anlagen.
Die Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH sowie die GeV-Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen GmbH werden trotz Stimmrechtsanteilen von 51 % bzw. 66 % nicht per Vollkonsolidierung, sondern nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, weil aufgrund gesellschaftsrechtlicher Bestimmungen eine beherrschende Stellung von GELSEN-WASSER nicht gegeben ist. 19 Tochterunternehmen werden nicht vollkonsolidiert, da deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Dabei werden zur Überprüfung der Wesentlichkeit die für den GELSENWASSER-Konzern als relevant erachteten Größenmerkmale Bilanzsumme, Eigenkapital, Umsatz und Jahresergebnis von diesen Tochterunternehmen ins Verhältnis zu den jeweiligen Konzerngrößen gesetzt.
An allen vollkonsolidierten Tochterunternehmen ist die GEL-SENWASSER AG unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt, mit Ausnahme der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH (CPG). Die Mitgesellschafterin hält jeweils 6 % der Eigentums-und Stimmrechtsanteile an der CPG. Zwischen der GELSEN-WASSER Magdeburg GmbH (GWM) und der CPG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der die CPG verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die GWM abzuführen. Die Minderheitsgesellschafterin erhält von der GWM einen jährlichen festen Ausgleichsbetrag von 72 T€. Aufgrund des geringen Beteiligungs- und Stimmrechtsanteils sowie insbesondere der festen Ausgleichszahlung an die Minderheitsgesellschafterin wird auf die Angabe zusammengefasster Finanzinformationen verzichtet.
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| INLAND | AUSLAND | GESAMT 31.12.2015 | GESAMT 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der vollkonso- lidierten Unternehmen | 8 | — | 8 | 11 |
| Anzahl der anteilig bilanzierten Unternehmen | 1 — | — | 1 | 1 |
| Anzahl der at Equity bilanzierten Beteiligungen | 39 | 4 | 43 | 41 |
| Anzahl der übrigen Beteiligungen | 30 | — | 30 | 27 |
| SUMME DER GESELLSCHAFTEN | 78 | 4 | 82 | 80 |
Der Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 nur durch Abgänge verändert. Insgesamt wurden drei bisherige Tochterunternehmen entkonsolidiert.
Mit Wirkung zum 28. April 2015 wurden alle Anteile an der Nantaise des Eaux Services SAS (NES) veräußert. Aus dieser Veräußerung resultierte im Geschäftsjahr 2015 ein Abgangserfolg in Höhe von 0,8 Mio. €.
Die GELSENWASSER Projektgesellschaft mbH (GWP), deren bisheriger Hauptzweck das Halten der Anteile an der NES war, wurde zum 31. Dezember 2015 entkonsolidiert. Sie wird nunmehr als nicht in den Konzernabschluss einbezogenes Tochterunternehmen bilanziert. Im Rahmen der Entkonsoliderung ist ein Abgangsergebnis von 0,2 Mio. € entstanden.
Der GELSENWASSER-Konzern hat mit Wirkung zum 30. September 2015 51 % der Kommanditanteile an der GELSENWAS-SER Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (MNG) veräußert. Die MNG wird seit diesem Zeitpunkt von GELSEN-WASSER und ihrem kommunalen Mitgesellschafter als Gemeinschaftsunternehmen geführt. Aus der Anteilsveräußerung und der Neubewertung der zurückbehaltenen Anteile zum beizulegenden Zeitwert resultierte ein Abgangserfolg in Höhe von 8,8 Mio. €. Davon entfallen 5,3 Mio. € auf die nicht veräußerten Anteile. Da eine Veräußerung als hochwahrscheinlich eingestuft worden war, wurden die Vermögenswerte und Schulden der MNG bereits zum 31. Dezember 2014 als zur Veräußerung bestimmt ausgewiesen.
Im Zusammenhang mit den Anteilsveräußerungen an der NES und der MNG sind teilweise vorläufige Gegenleistungen in Höhe von insgesamt 26,0 Mio. € vereinbart worden. Im Berichtsjahr sind dem GELSENWASSER-Konzern bereits 7,0 Mio. € zugeflossen. Die am Bilanzstichtag noch ausstehenden Kaufpreisforderungen sollen in 2016 ebenfalls durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen werden.
Folgende Gruppen von Vermögenswerten und Schulden haben den GELSENWASSER-Konzern insgesamt im Zeitpunkt der jeweiligen Entkonsolidierung von NES, MNG und GWP verlassen:
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| IN MIO. € | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 6,9 |
| Sachanlagen | 37,5 |
| Vorräte | 0,9 |
| Forderungen | 36,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3,1 |
| VERMÖGENSWERTE | 84,5 |
| Rückstellungen | 5,4 |
| Zuschüsse | 8,1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 0,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 33,8 |
| Latente Steuern | 2,6 |
| SCHULDEN | 50,0 |
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
(A) TOCHTERUNTERNEHMEN
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen GEL-SENWASSER die Beherrschung über das Unternehmen innehat. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Teilhabe an schwankenden Renditen (positiv und/ oder negativ) sowie die Möglichkeit, mit der Verfügungsgewalt die Renditen beeinflussen zu können, voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die Renditen haben. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechten oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden auch durch eine
Kombination aus beidem. Verfügungsgewalt liegt insbesondere vor, wenn ein Investor mehr als 50 % der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und die Verfügungsgewalt durch keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände widerlegt wird. Erst- und Entkonsolidierung erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Erwerbs oder des Verlusts der Beherrschung.
Etwaige Minderheitsanteile am Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals gesondert ausgewiesen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens entsteht, entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Konzernanteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten eines Unternehmenserwerbs werden als Aufwand erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und mindestens einmal pro Geschäftsjahr einem Wertminderungstest unterworfen.
Differenzbeträge aus nach Übernahme der Kontrolle erworbenen Minderheitsanteilen werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet, Umsätze und Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet oder in aktivierte Eigenleistungen umgegliedert.
(B) ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Als assoziierte Unternehmen gelten Unternehmen, auf die ein Konzernunternehmen einen maßgeblichen Einfluss im Sinne der Mitwirkung an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen des Beteiligungsunternehmens ausüben kann, die jedoch weder Tochterunternehmen noch gemeinschaftliche Tätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen. Hierunter fallen regelmäßig Unternehmen, bei denen GELSENWASSER unmittelbar oder mittelbar über 20 % bis 50 % der Stimmrechte verfügt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert; ihr Zugang erfolgt zu Anschaffungskosten. Verbleiben bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens Anteile, die als Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen zu klassifizieren sind, entsprechen die Anschaffungskosten solcher Anteile ihrem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Entkon-solidierung. Ein eventuell bei Anschaffung vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert (abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen) wird im Beteiligungsbuchwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert ermittelt sich als Überschuss der Anschaffungskosten eines Anteilserwerbs über den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Anteil des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen assoziierten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Da der Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsbuchwert enthalten ist, wird er nicht gesondert auf eine Wertminderung hin geprüft (Impairmenttest). Ein Wertminderungstest gemäß IAS 36 wird in Folgeperioden nur durchgeführt, sofern ein Hinweis auf eine mögliche Wertminderung des gesamten Beteiligungsansatzes nach IAS 39 vorliegt.
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen im kumulierten übrigen Konzernergebnis. Die Gegenbuchung erfolgt als Erhöhung oder Verminderung des Buchwerts des assoziierten Unternehmens. Gewinne und Verluste aus Käufen (upstream) und Verkäufen (downstream) von und an assoziierte Unternehmen (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden in Höhe der Beteiligungsquote durch Korrektur des Beteiligungsbuchwerts eliminiert. Ist der Anteil des Konzerns an Verlusten des assoziierten Unternehmens oder an zu eliminierenden Zwischengewinnen größer als der Beteiligungsbuchwert sowie der Buchwert unbesicherter langfristiger Ausleihungen an das assoziierte Unternehmen und gibt es keine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu Ausgleichszahlungen, werden keine weiteren Verluste erfasst. In einem solchen Fall werden spätere Gewinne erst dann wieder bilanziert, wenn sie den nicht gebuchten Verlust übersteigen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wesentlicher assoziierter Unternehmen werden, sofern die notwendigen Informationen vorliegen, an die dem Konzernabschluss zugrunde liegenden Methoden angepasst.
Im Rahmen der Equity-Bewertung werden die von den assoziierten Unternehmen erwarteten Ergebnisse des Berichtsjahres phasengleich berücksichtigt.
(C) GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN
Als gemeinschaftliche Tätigkeiten gelten gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte, gemeinsam ausgeübte Führung einer Vereinbarung. Diese setzt die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien zu Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten voraus.
Sofern ein Konzernunternehmen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit beteiligt ist, erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten:
| • | seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten, |
| • | seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden, |
| • | seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit, |
| • | seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit, und |
| • | seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen. |
Der Konzern bilanziert die im Zusammenhang mit seinem Anteil an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit stehenden Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen in Übereinstimmung mit den für diese Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen maßgeblichen IFRS.
Geht ein Konzernunternehmen Geschäftsbeziehungen mit einer gemeinschaftlichen Tätigkeit ein, bei der ein anderes Konzernunternehmen gemeinschaftlich Tätiger ist (z. B. Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten) so betrachtet der Konzern die entsprechende Transaktion als mit den anderen Parteien der gemeinschaftlichen Tätigkeit ausgeführt und erfasst daher etwaige Gewinne oder Verluste nur im Umfang des Anteils der anderen an der gemeinschaftlichen Tätigkeit beteiligten Parteien.
Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst.
(D) GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Als Gemeinschaftsunternehmen gelten Unternehmen, die auf Basis einer gemeinsamen Vereinbarung unter gemeinschaftlicher Führung von mindestens zwei Gesellschaftern stehen und nicht die Voraussetzungen für gemeinschaftliche Tätigkeiten erfüllen. Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden unter Verwendung der Equity-Methode bewertet. Es gelten die gleichen Grundsätze wie bei der Bilanzierung der assoziierten Unternehmen.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
In den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit den zum Transaktionszeitpunkt geltenden Wechselkursen umgerechnet. Aus der Abwicklung dieser Geschäfte sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten zum Stich-tagskurs resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Bei Abschlüssen der ausländischen nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt die Umrechnung des Nettovermögens von der jeweiligen Landeswährung (als funktionaler Währung) in Euro zu Stichtagskursen am Bilanzstichtag. Erträge und Aufwendungen werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in dem Bilanzposten Kumuliertes übriges Konzernergebnis erfasst.
Wenn ein ausländisches Unternehmen veräußert wird, werden solche Währungsdifferenzen erfolgswirksam in die Gewinn-und Verlustrechnung als Teil des Veräußerungsgewinns oder Veräußerungsverlusts reklassifiziert.
Für die Währungsumrechnung wurden folgende Umrechnungskurse zugrunde gelegt:
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| Durchschnittskurse | Stichtagskurse | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 € ENTSPRICHT | 2015 | 2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Tschechische Krone | 27,28 | 27,54 | 27,02 | 27,74 |
| Polnischer Zloty | 4,18 | 4,18 | 4,26 | 4,27 |
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt.
Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden identifiziert und gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sobald sie die Definition eines immateriellen Vermögenswerts erfüllen und ihr beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Die Anschaffungskosten solcher immaterieller Vermögenswerte entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.
In den Folgeperioden werden immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Ist die Nutzung immaterieller Vermögenswerte zeitlich unbegrenzt, werden diese mindestens einmal pro Geschäftsjahr einem Wertminderungstest unterzogen.
Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung zugrunde:
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| JAHRE | |
|---|---|
| Softwarelizenzen | 3-5 |
| Kundenbeziehungen | 20-22 |
| Lieferungsrechte und sonstige Rechte | 5-45 |
SACHANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wert minderungsaufwendungen, angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten. Sie enthalten darüber hinaus die Barwerte der Kosten für zukünftige Rückbauverpflichtungen. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern hieraus künftige wirtschaftliche Vorteile zufließen werden und die Kosten zuverlässig bemessen werden können. Alle anderen Reparatur- und Instandhaltungsausgaben werden im Jahr ihres Anfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Bei allen anderen Vermögenswerten des Sachanlagevermögens erfolgt die Abschreibung linear, wobei die Anschaffungskosten über die folgenden erwarteten Nutzungsdauern der Vermögenswerte auf den Restbuchwert abgeschrieben werden:
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| JAHRE | |
|---|---|
| Gebäude | 10-50 |
| Wassergewinnungsanlagen | 33-67 |
| Rohrnetz | 50 |
| Maschinen | 3-50 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-30 |
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und sofern notwendig angepasst. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer werden Faktoren wie Abnutzung, Alterung, technische Standards und Vertragsdauer berücksichtigt. Änderungen dieser Faktoren können eine Verkürzung oder Verlängerung der Nutzungsdauer eines Vermögenswerts zur Folge haben. In diesem Fall wird der Restbuchwert über die verbleibende, neue Nutzungsdauer abgeschrieben, was zu höheren oder niedrigeren jährlichen Abschreibungsbeträgen führt.
Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden durch einen Vergleich des Veräußerungserlöses mit dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
INVESTMENT PROPERTIES
Investment Properties werden nach IAS 40 als Immobilien definiert, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder Wertsteigerungen gehalten werden und nicht zur Nutzung in der Produktion, für Dienstleistungen sowie für Verwaltungszwecke oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens.
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Büro-, Lager- und Laborgebäude sowie Grundstücke. Sie werden zu ihren historischen Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, angesetzt.
Die Abschreibungen auf die Gebäude werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von zehn bis 50 Jahren vorgenommen. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.
Die zugrunde gelegten Restwerte und Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
WERTMINDERUNG VON NICHT FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass ihr Buchwert möglicherweise nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsaufwand wird in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Falls es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag für den einzelnen Vermögenswert zu schätzen, werden für den Wertminderungstest (Impairment-Test) Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (Cash-Generating Units). Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausgenommen hiervon sind Geschäfts- oder Firmenwerte.
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat.
Die zu den Finanzinstrumenten zählenden Vermögenswerte werden nach IAS 39 in die folgenden Kategorien unterteilt: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Ausleihungen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (held-to-maturity) und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag.
Im GELSENWASSER-Konzern bestanden im Berichtsjahr und Vergleichsjahr finanzielle Vermögenswerte der folgenden Kategorien:
(a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (financial assets at fair value through profit or loss)
Unter dieser Kategorie werden bei GELSENWASSER neben Derivaten (Commodity-Swaps) auch physische Gasbeschaffungs- und -absatzverträge (beide nur, sofern die beizulegenden Zeitwerte positiv sind) erfasst. Im Rahmen des implementierten Geschäftsmodells erfolgt die Gasbeschaffung sowohl für den eigenen Gasvertrieb als auch mit der Absicht, Gewinne aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen. Eine Aufteilung der Verträge in einen Vertriebs- und einen Handelsteil ist nicht möglich. Aus diesem Grund werden auch die physischen Gasbeschaffungs- und -absatzverträge für Zwecke der Bilanzierung wie finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten (bei negativen Marktwerten) behandelt.
Finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie werden sowohl bei der Erst- als auch bei der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Etwaige Transaktionskosten werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden immer erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden den Nominalwerten der Verträge ihre Marktwerte zum Bilanzstichtag gegenübergestellt. Der Marktwert zum Bilanzstichtag ergibt sich hierbei als kontrahierte Menge bewertet mit einem aktuellen Marktpreis. Die Differenz von Nominalwert (kontrahierte Menge bewertet mit kontrahiertem Preis) und Marktwert spiegelt den jeweiligen beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag wider. Eine Adjustierung des beizulegenden Zeitwerts um Kreditausfallrisiken erfolgt anhand von etablierten Marktstandards aus der Basel-Regulierung zur Bemessung des Ausfallrisikos, welche das Kreditausfallrisiko als Produkt aus dem ausfallgefährdeten Betrag, der Ausfallwahrscheinlichkeit und dem Verlust bei Ausfall definieren.
Die Höhe des ausfallgefährdeten Betrags unterliegt Marktpreisschwankungen, sodass hier auf die Kalkulation des Erwartungswerts mittels Add-On Verfahren nach SolvV abgestellt wird.
Für die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten über verschiedene Zeiträume wurde auf Ratings (sofern verfügbar), ansonsten auf weitere externe Bonitätseinstufungen zurückgegriffen. Sofern eine Bürgschaft/Bankgarantie vorliegt, wird die Ausfallwahrscheinlichkeit des Bürgen herangezogen. Bei den verwendeten Ausfallwahrscheinlichkeiten handelt es sich um historisch beobachtbare Ausfallquoten bzw. daraus abgeleitete Wahrscheinlichkeiten durch Ratingagenturen.
Die Verlusthöhe zum Zeitpunkt eines Kreditausfalls wird durch den sogenannten Loss Given Default (LGD) quantifiziert und als Prozentsatz des ausfallgefährdeten Betrags angegeben. Der LGD entspricht dem erwarteten wirtschaftlichen Verlust, den ein Gläubiger bezogen auf den (erwarteten) Forderungsbetrag bei einem Ausfall des Kreditnehmers erleidet. Bei GELSEN-WASSER wird wie im Vorjahr ein LGD von 60 % verwendet.
Daraus ergibt sich schlussendlich ein Korrekturwert für den beizulegenden Zeitwert pro Fristigkeit (kurzfristig, langfristig).
Da nicht für den gesamten Bewertungszeitraum Börsennotierungen in der geforderten Granularität vorliegen, verwendet GELSENWASSER sogenannte Price Forward Curves (PFCs) zur Ermittlung der Marktpreise von verschiedenen Com-modities und Handelsplätzen. Hierbei handelt es sich um das Commodity Gas an den virtuellen Handelspunkten Net-Connect Germany (NCG), Gaspool und Title Transfer Facility (TTF). Die PFCs werden mittels international anerkannter mathematischer Berechnungsverfahren von der GELSEN-WASSER AG automatisiert erstellt, wobei abschließend eine manuelle Endkontrolle erfolgt. Als Eingangswerte werden insbesondere Daten der Broker Spectron und ICAP sowie Kurse nach ICIS-Heren verwendet. Die Diskontierung der ermittelten beizulegenden Zeitwerte erfolgt mit fristen-adäquaten Zinssätzen (Zinsen für börsennotierte Bundeswertpapiere, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank). Bei dem angewandten Bewertungsverfahren handelt es sich um Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind sowohl als langfristige als auch als kurzfristige Vermögenswerte ausschließlich im Posten Warentermingeschäfte erfasst.
(b) Ausleihungen und Forderungen (loans and receivables)
Ausleihungen und Forderungen sind finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht derivativ und nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen einem Schuldner direkt bereitstellt, ohne jegliche Absicht, die Forderungen zu handeln.
Ausleihungen und Forderungen werden anfänglich mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Anschließend werden sie mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Bei Vorliegen individueller Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Eine Wertminderung bei Ausleihungen und Forderungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge im Rahmen der üblichen Bedingungen nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem unter Zugrundelegung des Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Spätere Wertauf-holungen (Zuschreibungen) werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Darüber hinaus werden für gleichartige Kreditrisiken portfoliobasierte Wertberichtigungen durchgeführt, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.
Wenn Ausleihungen und Forderungen höchstens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, zählen sie zu den kurzfristigen Vermögenswerten. Andernfalls werden sie als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Ausleihungen und Forderungen sind in den Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Flüssige Mittel enthalten. Zu den flüssigen Mitteln gehören Bargeld, jederzeit abrufbare Bankeinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten.
(c) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die in keine der anderen Kategorien fallen oder freiwillig dieser Kategorie zugeordnet worden sind. Sie gehören zu den langfristigen Vermögenswerten, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern für diese Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht und keine Börsennotierung vorliegt, werden die Zeitwerte mittels einer geeigneten Bewertungsmethode ermittelt.
Im Berichtsjahr kam dafür die Discounted Cashflow Methode (DCF) zur Anwendung. Bei dem angewandten Bewertungsverfahren handelt es sich um Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13.
Veränderungen der Zeitwerte werden erfolgsneutral in dem Bilanzposten Kumuliertes übriges Konzernergebnis innerhalb des Eigenkapitals erfasst.
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerts vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten ist ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten als Hinweis auf eine Wertminderung zu sehen. Sofern eine Wertminderung für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte vorliegt, werden etwaige vorher im kumulierten übrigen Ergebnis erfasste Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden auch bei einer Wertaufholung nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht, sondern im kumulierten übrigen Ergebnis wertaufgeholt.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind gegenwärtig ausschließlich im Posten Übrige Beteiligungen als langfristige Vermögenswerte erfasst.
VORRÄTE
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Kosten werden auf Basis der Durchschnittsmethode bestimmt. Die Kosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten (basierend auf normaler Betriebskapazität). Das im Gasspeicher befindliche Arbeitsgas wird zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Der Nettoveräußerungs-wert bestimmt sich als geschätzter gewöhnlicher Verkaufspreis abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. Bestandsrisiken im Zusammenhang mit einer geminderten Verwertbarkeit wird darüber hinaus durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.
ZUR VERÄUSSERUNG BESTIMMTE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN
Langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten (Disposal Groups bzw. Veräußerungsgruppen) werden als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert, wenn sie in ihrem jetzigen Zustand veräußert werden können und eine Veräußerung innerhalb von zwölf Monaten höchstwahrscheinlich ist. Diese Vermögenswerte bzw. Gruppen von Vermögenswerten werden in der Bilanz gesondert als „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen. Direkt zurechenbare Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, sind auch Bestandteil einer Veräußerungsgruppe. Sie werden als „Zur Veräußerung bestimmte Schulden" ebenfalls gesondert ausgewiesen.
Für den Fall, dass sich GELSENWASSER zu einer Veräußerung verpflichtet hat, die mit einem Verlust der Kontrolle über ein Tochterunternehmen einhergeht, sind sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmen als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren, sofern die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind.
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert sind, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Sie werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser Betrag den Buchwert unterschreitet.
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im GELSEN-WASSER-Konzern vertragliche Verpflichtungen, flüssige Mittel bzw. andere finanzielle Vermögenswerte an einen Kontrahenten abzugeben oder finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten mit einem Kontrahenten zu potenziell nachteiligen Bedingungen auszutauschen.
Ausgehend von der Kategorisierung des IAS 39 werden die in den Bilanzposten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesenen nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um finanzielle Verbindlichkeiten dieser Kategorie.
Warentermingeschäfte mit negativem Marktwert werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (financial liabilities through profit and loss) eingestuft. Für sie gelten die unter den finanziellen Vermögenswerten dargelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden analog.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern GELSENWASSER nicht das unbedingte Recht hat, die Verbindlichkeit erst mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu begleichen.
PENSIONSVERPFLICHTUNGEN
Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Hierbei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch zukünftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Abweichungen zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung unter den Finanzierungsaufwendungen. Der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionen liegen Annahmen über Diskontierungssätze, Gehaltssteigerungen, Rentensteigerungen und Sterbetafeln zugrunde.
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt und die Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich („more likely than not") ist. Dabei werden Einschätzungen und Annahmen getroffen, welche die Zukunft betreffen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst.
BAUKOSTEN- UND INVESTITIONSZUSCHÜSSE
GELSENWASSER ist berechtigt, Baukostenzuschüsse für den Anschluss an die zentrale Wasser-, Gas und Stromversorgung in Rechnung zu stellen. Diese von den Kunden erhaltenen Baukostenzuschüsse werden passiviert und i.d.R. linear über die durchschnittliche Vertragsdauer von 50 Jahren aufgelöst. Die Auflösung wird unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden ebenfalls passivisch ausgewiesen und linear über die erwartete Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts als sonstiger betrieblicher Ertrag aufgelöst.
LATENTE STEUERN UND TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERN
Tatsächliche Ertragsteuern der laufenden und früherer Perioden werden mit dem Betrag der erwarteten Zahlung bzw. Erstattung angesetzt.
Latente Steuern werden unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt, es sei denn, die latente Steuer entsteht aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist, und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls wird weder das Periodenergebnis nach IFRS noch das steuerliche Ergebnis beeinflusst. Ausgenommen von dieser Regelung sind für die Bildung passiver latenter Steuern außerdem Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstanden sind. Zur Bestimmung der latenten Ertragsteuern wird der derzeit für den jeweiligen Zeitpunkt der Umkehr gesetzlich geltende (bzw. nahezu sicher zu verabschiedende) Steuersatz herangezogen.
Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichende zukünftige steuerliche Gewinne anfallen, gegen die die temporären Differenzen verrechnet werden können. Für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuerforderungen mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist. Zur Beurteilung der Frage, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, das heißt werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft sowie konkret umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriffen.
Für den Unterschied zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an gemeinsamen Vereinbarungen (outside basis differences) werden keine latenten Steuerschulden angesetzt, sofern GELSENWASSER in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird. Aktive latente Steuern auf solche temporären Differenzen werden nur bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie in absehbarer Zeit realisiert werden.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.
ERTRAGSREALISIERUNG
Erlöse umfassen den für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen in Rechnung gestellten Wert abzüglich Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlässe sowie unter Berücksichtigung der Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Verkäufen. Erlöse werden folgendermaßen erfasst:
(a) Erlöse aus dem Verkauf von Gütern
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn der Konzern die entsprechende Lieferung erbracht hat und die Wahrscheinlichkeit des Ausgleichs der entsprechenden Forderung als ausreichend sicher anzusehen ist. Aufgrund der Abrechnungssystematik bei Wasser-, Gas und Stromlieferungen können die Erlöse bei Tarifkunden nach dem Ablesetag nur mithilfe geeigneter Verfahren geschätzt werden.
(b) Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Dienstleistungen erbracht werden. Bei der periodenübergreifenden Erbringung von Dienstleistungen werden Umsatzerlöse im Verhältnis von erbrachter zu insgesamt zu erbringender Dienstleistung vereinnahmt.
(c) Zinserträge
Zinserträge werden zeitproportional unter Anwendung der Effektivzinsmethode realisiert. Sofern eine Forderung wertgemindert ist, findet eine Abschreibung auf den auf Basis des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten Cashflows statt; nachfolgend wird die ratierliche Aufzinsung mit entsprechender Erfassung als Zinsertrag fortgesetzt.
(d) Erlöse aus Nutzungsentgelten
Erlöse aus Nutzungsentgelten werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der zugrunde liegenden Verträge erfasst.
(e) Dividendenerträge
Dividendenerträge werden realisiert, sobald das Recht auf Erhalt der Zahlung entsteht.
LEASINGVERHÄLTNISSE
(a) GELSENWASSER-Konzern ist Leasingnehmer
As Finanzierungsleasing werden Leasingverhältnisse klassifiziert, bei denen der GELSENWASSER-Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen trägt. Finanzierungs-Leasingverhältnisse werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasingobjekts oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, erfasst. Die in korrespondierender Höhe zum Leasingobjekt anzusetzende Leasingverbindlichkeit wird mit Ausnahme des innerhalb von einem Jahr fälligen Teils als langfristiger Posten ausgewiesen. Das Leasingobjekt wird in den Folgeperioden über den kürzeren der beiden Zeiträume, Nutzungsdauer des Leasinggegenstands oder Laufzeit des Leasingverhältnisses, abgeschrieben. Die in den Folgeperioden geleisteten Zahlungen an den Leasinggeber werden in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil wird in der Weise erfolgswirksam über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt, dass sich eine konstante Verzinsung der jeweils noch ausstehenden Leasingverbindlichkeit ergibt. Zurzeit bestehen im GELSENWASSER-Konzern keine derartigen Leasingver-hältnisse.
Leasingverhältnisse, bei denen der wesentliche Teil der mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Im Rahmen von Ope-rating-Leasingverhältnissen geleistete Zahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses aufwandswirksam erfasst.
(b) GELSENWASSER-Konzern ist Leasinggeber
Werden Vermögenswerte im Rahmen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses vermietet, wird der Barwert der Leasing-zahlungen als Finanzforderung erfasst. Der als Differenz zwischen der Bruttoforderung und dem Barwert der Forderung ermittelte, noch nicht realisierte Finanzertrag wird in der Weise über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt, dass sich eine konstante Verzinsung der noch ausstehenden Forderung ergibt. Die Zahlungen des Leasingnehmers werden aufgeteilt in einen Tilgungsanteil, der die Forderung reduziert, und einen Zinsanteil, der den noch nicht realisierten Finanzertrag mindert und erfolgswirksam erfasst wird.
Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietete Vermögenswerte werden in der Bilanz als Sachanlagen angesetzt. Sie werden über ihre erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Leasingerträge werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses vereinnahmt.
DIVIDENDEN
GELSENWASSER hat einen Gewinnabführungsvertrag mit ihrer Mehrheitsgesellschafterin Wasser und Gas Westfalen GmbH abgeschlossen. Die auf Basis des Gewinnabführungsvertrags abzuführenden Gewinne sowie zu zahlenden Steuerumlagen mindern nicht den Jahresüberschuss, sondern stellen einen Bestandteil der Ergebnisverwendung dar. Sie werden zum Bilanzstichtag als Verbindlichkeit ausgewiesen.
Die Minderheitsaktionäre der GELSENWASSER AG erhalten eine vertraglich festgelegte, von der Mehrheitsgesellschafterin zu zahlende Garantiedividende.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
UMSATZERLÖSE (INKL. ENERGIE- / STROMSTEUER) (1)
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erlöse aus dem Gasverkauf | 621,6 | 533,4 |
| Erlöse aus dem Wasserverkauf | 225,1 | 229,7 |
| Erlöse aus dem Stromverkauf | 53,9 | 48,0 |
| Erlöse aus Netznutzungsentgelten | 31,1 | 29,8 |
| Erlöse aus der Abwasserentsorgung | 10,3 | 18,5 |
| Erlöse aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen | 7,5 | 7,6 |
| Sonstige Erlöse | 70,9 | 58,9 |
| 1.020,4 | 925,9 |
Die Umsatzerlöse liegen mit 1.020,4 Mio. € um 94,5 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Erlöse aus dem Gasverkauf. Diese stiegen hauptsächlich aufgrund des Gewinns eines neuen Kunden im Rahmen der bestehenden zentralen Gasbeschaffung der GELSENWASSER AG sowie erhöhter Gashandelsaktivitäten. Die Stromerlöse stiegen insbesondere durch Kundenzuwachs im Sonderkundenbereich. Der Rückgang der Erlöse aus der Abwasserentsorgung resultiert aus der Entkonsolidierung der Nantaise des Eaux SAS (NES). Der Anstieg der sonstigen Erlöse betrifft mit 19,1 Mio. € die Abrechnung einer für die Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) durchgeführten Investitionsmaßnahme. Gegenläufig wirkt die Entkonsolidierung der NES.
ENERGIE- / STROMSTEUER (2)
Energie- und Stromsteuer entstehen bei Lieferung von Erdgas und Strom an Endverbraucher. Sie werden offen von den Umsatzerlösen abgesetzt.
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE (3)
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ertrag aus der Entkonsolidierung der MNG | 8,8 | - |
| Pacht- und Mieterträge | 6,2 | 4,8 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2,6 | 4,5 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 2,2 | 1,2 |
| Erträge aus der Auflösung von Kapitalzuschüssen | 0,2 | 0,2 |
| Periodenfremde Erträge | 0,1 | 0,6 |
| Erträge aus Termingeschäften | - | 5,0 |
| Übrige betriebliche Erträge | 6,0 | 6,6 |
| 26,1 | 22,9 |
Die Erträge aus Termingeschäften enthielten im Vorjahr Einzahlungen aus zu Absicherungszwecken abgeschlossenen Derivaten (Commodity-Swaps) sowie die Wertänderung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivate und physischen Gasbeschaffungs- und -absatzverträge. Im Berichtsjahr resultierten aus den Termingeschäften Aufwendungen, die unter dem GuV-Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen werden.
Der Anstieg der Pacht- und Mieterträge betrifft mit 0,7 Mio. € einen Pachtvertrag mit der WGE. Weitere 0,5 Mio. € entfallen auf Pachterlöse der MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG während ihrer Konzernzugehörigkeit.
MATERIALAUFWAND (4)
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 572,7 | 515,4 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 175,0 | 118,8 |
| 747,7 | 634,2 |
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für den Gas-, Strom- und Wasserbezug, darüber hinaus Energieaufwendungen und Reparaturmaterialien. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfallen überwiegend auf Anlagenunterhaltung, Netzentgelte für die Durchleitung von Gas und Strom sowie auf Aufwendungen für die Nutzung von Erdgasspeichern. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Speichernutzungsverträgen in Höhe von 36,4 Mio. €. Hinzu kommen Fremdleistungen für die für die WGE durchgeführte und im Berichtsjahr abgerechnete Investitionsmaßnahme von 19,1 Mio. €.
PERSONALAUFWAND (5)
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 89,6 | 91,8 |
| Sozialversicherungsabgaben | 15,6 | 18,0 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 9,5 | 6,5 |
| 114,7 | 116,3 |
Der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung beträgt 7,5 Mio. € (Vorjahr: 7,7 Mio. €).
Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten der vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, getrennt nach Arbeitnehmergruppen:
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 1.448 | 1.651 |
| Auszubildende und Praktikanten | 67 | 72 |
| KONZERNBELEGSCHAFT | 1.515 | 1.723 |
| davon ruhende Arbeitsverhältnisse | 30 | 32 |
Die anteilig bilanzierte VVWW beschäftigte in 2015 - ohne ruhende Arbeitsverhältnisse - wie im Vorjahr durchschnittlich 133 Mitarbeiter.
ABSCHREIBUNGEN (6)
In den ausgewiesenen Abschreibungen sind wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertminderungen enthalten.
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN (7)
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Konzessionsabgaben | 23,1 | 18,5 |
| Wasserentnahmeentgelt | 8,4 | 8,6 |
| Beiträge an wasserwirtschaftliche Verbände | 11,6 | 11,7 |
| Sonstige Steuern | 2,0 | 2,5 |
| Wertberichtigungen / Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2,4 | 2,6 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,4 | 0,3 |
| Aufwendungen aus Termingeschäften | 1,2 | - |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 32,4 | 32,7 |
| 81,5 | 76,9 |
FINANZERGEBNIS (8)
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Ausleihungen | 0,2 | 0,2 |
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 2,8 | 2,7 |
| Sonstige Zinserträge | 0,5 | 1,1 |
| FINANZERTRÄGE | 3,5 | 4,0 |
| Zinsaufwendungen aus Aufzinsung der Pensionsrückstellungen | 5,9 | 7,9 |
| Zinsaufwendungen aus Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen | 0,1 | 0,3 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 1,3 | 1,2 |
| Abzinsung Ausleihungen / Abschreibungen Finanzanlagen | 0,1 | 0,2 |
| FINANZAUFWENDUNGEN | 7,4 | 9,6 |
| FINANZERGEBNIS | -3,9 | -5,6 |
ERTRAGSTEUERN (9)
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ertragsteuern einschließlich der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | 1,8 | 0,1 |
| Latente Steuern | 0,2 | 1,9 |
| ERTRAGSTEUERN | 2,0 | 2,0 |
Darüber hinaus werden latente Steuern von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. € Steuerertrag) direkt im Eigenkapital erfasst.
Insgesamt sind zum 31. Dezember 2015 per Saldo 2,5 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €) an aktiven latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst. Sie setzen sich zusammen aus aktiven latenten Steuern von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) aufgrund der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und wie im Vorjahr aus passiven latenten Steuern aus der Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte von 0,2 Mio. €.
Die GELSENWASSER AG sowie die nachfolgenden vollkonsolidierten Tochterunternehmen gehören als Organgesellschaften zum steuerlichen Organkreis der Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG (WGW KG) und sind insofern nicht selbstständig steuerpflichtig:
| • | Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH |
| • | GELSENWASSER Energienetze GmbH |
| • | GELSENWASSER Magdeburg GmbH |
| • | NGW GmbH |
| • | Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH |
| • | WESTFALICA GmbH. |
Die GELSENWASSER AG hat lediglich die Körperschaftsteuer (einschl. Solidaritätszuschlag) auf die von der Muttergesellschaft zu leistende Ausgleichszahlung an die außenstehenden Aktionäre zu zahlen.
Folgende Konzernunternehmen gehören nicht dem o.g. steuerlichen Organkreis an und sind selbstständig steuerpflichtig:
| • | MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG, vormals GELSENWASSER Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (5. Dezember 2014 bis 30. September 2015) |
| • | GELSENWASSER Projektgesellschaft mbH (bis 31. Dezember 2015) |
| • | GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH |
| • | Nantaise des Eaux Services SAS (bis 28. April 2015) |
| • | Wasserwerke Westfalen GmbH. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand. Der erwartete Steueraufwand ergibt sich aus dem Produkt des bilanziellen Konzern-Ergebnisses vor Ertragsteuern in Höhe von 86,4 Mio. € (Vorjahr: 95,0 Mio. €) und dem anzuwendenden Steuersatz von 32 % (Vorjahr: 32 %) bei Zugrundelegung eines gewerbesteuerlichen Hebesatzes von 455 %:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand | 27,6 | 30,4 |
| Körperschaftsteuer auf Ausgleichszahlung | 0,7 | 0,7 |
| Abweichender Steuersatz für Personengesellschaften | -0,3 | - |
| Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens | - | -0,1 |
| Steuereffekte aus nicht zu versteuemdem und steuerfreiem Einkommen der GELSENWASSER AG und deren o.g. Organgesellschaften | -26,0 | -29,0 |
| AUSGEWIESENER STEUERAUFWAND | 2,0 | 2,0 |
Der hohe steuermindernde Betrag aus nicht zu versteuerndem und steuerfreiem Einkommen resultiert daraus, dass sowohl die GELSENWASSER AG als auch die weiteren oben einzeln aufgeführten Tochterunternehmen als Organgesellschaften dem steuerlichen Organkreis der WGW KG angehören und deshalb nicht selbstständig steuerpflichtig sind.
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 0,1 | 0,1 |
| Pensionsrückstellungen | 3,1 | 3,6 |
| Steuerliche Verluste | - | 0,3 |
| AKTIVE LATENTE STEUERN | 3,2 | 4,0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 1,0 |
| Sachanlagen | 0,3 | 0,3 |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen | 0,7 | 0,6 |
| Übrige Beteiligungen | 0,2 | 0,2 |
| PASSIVE LATENTE STEUERN | 1,2 | 2,1 |
| SALDO AKTIVE (+) / PASSIVE (-) LATENTE STEUERN | 2,0 | 1,9 |
Die latenten Steuern stellen sich bezüglich des Zeitraums der Umkehrung wie folgt dar:
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | LANGFRISTIG | KURZFRISTIG | LANGFRISTIG | KURZFRISTIG |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktive latente Steuern | 3,2 | - | 3,7 | 0,3 |
| Passive latente Steuern | 1,2 | - | 2,0 | 0,1 |
| SALDO AKTIVE (+)/ PASSIVE (-) LATENTE STEUERN | 2,0 | - | 1,7 | 0,2 |
Die in der Bilanz ausgewiesen aktiven und passiven latenten Steuern liegen aufgrund verpflichtender Saldierungen um 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) unter den in den obigen Tabellen ausgewiesenen Bruttobeträgen.
ERGEBNIS JE AKTIE (10)
Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Jahresüberschuss, der auf Aktionäre der GELSENWASSER AG entfällt, und dem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Die Zahl der Aktien der GELSEN-WASSER AG hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres nicht verändert und beläuft sich auf 3.437.500 Aktien. Da weder zum 31. Dezember 2015 noch zum 31. Dezember 2014 potenzielle Aktien ausstanden, die das Ergebnis je Aktie verwässern könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (11)
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| IN MIO € | ENTGELTLICH ERWORBENE GEWERBLICHE SCHUTZ- RECHTE, LIZENZEN UND ÄHNLICHE RECHTE | KUNDEN- BEZIEHUNGEN | GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT | GESAMT |
|---|---|---|---|---|
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||
| STAND 01.01.2014 | 44,6 | 3,5 | 9,6 | 57,7 |
| Zugänge | 2,8 | - | - | 2,8 |
| Umbuchungen | 0,1 | - | - | 0,1 |
| STAND 31.12.2014 | 47,5 | 3,5 | 9,6 | 60,6 |
| Zugänge | 6,0 | - | - | 6,0 |
| Abgänge | 1,3 | - | - | 1,3 |
| Abgänge Konsolidierungskreis | 2,0 | 3,5 | 8,5 | 14,0 |
| STAND 31.12.2015 | 50,2 | - | 1,1 | 51,3 |
| ABSCHREIBUNGEN | ||||
| STAND 01.01.2014 | 31,4 | 1,0 | 4,8 | 37,2 |
| Zugänge | 2,4 | 0,2 | - | 2,6 |
| Abgänge | - | - | - | - |
| STAND 31.12.2014 | 33,8 | 1,2 | 4,8 | 39,8 |
| Zugänge | 2,8 | - | - | 2,8 |
| Abgänge | 1,3 | - | - | 1,3 |
| Abgänge Konsolidierungskreis | 1,1 | 1,2 | 4,8 | 7,1 |
| STAND 31.12.2015 | 34,2 | - | - | 34,2 |
| BUCHWERTE | ||||
| STAND 31.12.2014 | 13,7 | 2,3 | 4,8 | 20,8 |
| STAND 31.12.2015 | 16,0 | - | 1,1 | 17,1 |
Die gewerblichen Schutzrechte, Lizenzen und ähnlichen Rechte enthalten mit 9,4 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit Wasserlieferungsverträgen.
Am 8. November 2010 erwarb die GELSENWASSER 3. Beteiligungs-GmbH (nunmehr firmierend unter GELSENWAS-SER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, kurz: GWSD) sämtliche Anteile an der Osmo GmbH (OSMO). Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 30,5 Mio. €. Bei einem erworbenen Reinvermögen der OSMO in Höhe von 29,4 Mio. € ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1,1 Mio. €. Dieser steuerlich nicht abziehbare Geschäfts- oder Firmenwert entfiel auf einzeln nicht zu bewertende Vermögenswerte. Er wurde der CGU „OSMO" zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die OSMO auf die GWSD verschmolzen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist seitdem der CGU „GWSD" zugeordnet. Die GWSD ist an vier Gesellschaften beteiligt und erzielt ihr Ergebnis aus den Gewinnausschüttungen dieser Beteiligungen. Sie ist selbst nicht operativ tätig. Der im Dezember 2015 durchgeführte Impairment-Test führte im Ergebnis zu keiner Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgte auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prog-nosen für die nächsten fünf Jahre. Den Cashflow-Prognosen liegen die jeweiligen mittelfristigen Unternehmensplanungen der Beteiligungsgesellschaften zugrunde.
Der angewandte Diskontierungssatz wurde auf der Basis von Marktdaten ermittelt und beträgt 6,79 % vor Steuern (Vorjahr: 6,47 %) bzw. 4,86 % nach Steuern (Vorjahr: 4,69 %). Dem Wachstum nach dem fünfjährigen Detailplanungszeitraum wurde durch Berücksichtigung eines Abschlags von 0,5 %Punkten beim Diskontierungssatz Rechnung getragen.
Auch eine dauerhafte Verminderung der geplanten Beteiligungserträge um 10 % würde nicht zu einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts führen.
Im Geschäftsjahr 2015 hat der GELSENWASSER-Konzern seine Geschäftsanteile an der Nantaise des Eaux Services SAS (NES) veräußert. Diese vollständige Anteilsveräußerung war verbunden mit der Aufgabe der CGU „Wasser Frankreich". Dadurch sind im Berichtsjahr Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Buchwert von 3,7 Mio. €, Kundenbeziehungen von 2,3 Mio. € und die Marke NES in Höhe von 0,5 Mio. € abgegangen.
SACHANLAGEN (12)
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| IN MIO. € | GRUND- STÜCKE | BAUTEN | ENERGIE- UND WASSER- NETZE | MASCHINEN | BETRIEBS- UND GESCHÄFTS- AUSSTATTUNG | ANLAGEN IM BAU | GESAMT |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | |||||||
| STAND 01.01.2014 | 33,6 | 247,1 | 1.111,0 | 134,2 | 76,3 | 10,2 | 1.612,4 |
| Zugänge | 2,0 | 3,9 | 30,1 | 4,7 | 5,2 | 9,1 | 55,0 |
| Abgänge | 0,3 | 0,7 | 2,0 | 0,2 | 3,0 | 0,1 | 6,3 |
| Umbuchungen | 0,4 | 4,6 | 0,2 | 0,5 | -5,8 | -0,1 | |
| Umbuchungen IFRS 5 | -0,8 | -0,3 | -58,6 | -0,2 | - | - | -59,9 |
| STAND 31.12.2014 | 34,5 | 250,4 | 1.085,1 | 138,7 | 79,0 | 13,4 | 1.601,1 |
| Zugänge | 0,2 | 2,7 | 15,7 | 4,2 | 5,1 | 19,3 | 47,2 |
| Abgänge | 0,8 | 0,2 | 2,9 | 0,6 | 6,4 | 0,3 | 11,2 |
| Umbuchungen | 4,5 | 3,3 | 0,9 | 0,1 | -8,9 | -0,1 | |
| Abgänge Konsolidierungskreis | 4,3 | - | 2,0 | 1,5 | 0,4 | 8,2 | |
| STAND 31.12.2015 | 33,9 | 253,1 | 1.101,2 | 141,2 | 76,3 | 23,1 | 1.628,8 |
| ABSCHREIBUNGEN | |||||||
| STAND 01.01.2014 | 1,9 | 159,0 | 557,6 | 104,6 | 57,5 | - | 880,6 |
| Zugänge | 4,8 | 23,3 | 4,0 | 4,8 | - | 36,9 | |
| Abgänge | 0,1 | 0,6 | 1,8 | 0,1 | 2,7 | - | 5,3 |
| Umbuchungen IFRS 5 | -0,2 | -26,7 | -0,2 | - | - | -27,1 | |
| STAND 31.12.2014 | 1,8 | 163,0 | 552,4 | 108,3 | 59,6 | - | 885,1 |
| Zugänge | 4,9 | 22,5 | 3,5 | 4,5 | - | 35,4 | |
| Abgänge | 0,2 | 0,1 | 2,8 | 0,5 | 6,0 | - | 9,6 |
| Abgänge Konsolidierungskreis | 1,5 | - | 1,4 | 0,9 | - | 3,8 | |
| STAND 31.12.2015 | 1,6 | 166,3 | 572,1 | 109,9 | 57,2 | - | 907,1 |
| BUCHWERTE | |||||||
| STAND 31.12.2014 | 32,7 | 87,4 | 532,7 | 30,4 | 19,4 | 13,4 | 716,0 |
| STAND 31.12.2015 | 32,3 | 86,8 | 529,1 | 31,3 | 19,1 | 23,1 | 721,7 |
Die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen an fremde Dritte vermieteten Anlagen sind in folgenden Sachanlagekategorien bilanziert:
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| IN MIO. € | ANSCHAFFUNGSKOSTEN 31.12. | KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN ZUM 31.12. | KUMULIERTE WERTMINDERUNGEN 31.12. | NETTOBUCHWERT 31.12. | ABSCHREIBUNGEN DER PERIODE |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke | |||||
| 2015 | 3,9 | - | - | 3,9 | |
| 2014 | 3,8 | - | - | 3,8 | |
| Gebäude | |||||
| 2015 | 11,3 | 4,9 | 0,8 | 5,6 | 0,2 |
| 2014 | 10,9 | 4,7 | 0,8 | 5,4 | 0,2 |
Aus diesen Leasingverträgen ergeben sich folgende künftige Mietzahlungen während der unkündbaren Vertragslaufzeit:
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen | 1,9 | 2,0 |
| fällig innerhalb 1 Jahres | 1,5 | 1,5 |
| fällig nach 1 bis 5 Jahren | 0,4 | 0,5 |
| fällig nach über 5 Jahren | - | - |
INVESTMENT PROPERTIES (13)
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| IN MIO. € | |
|---|---|
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | |
| STAND 01.01.2014 | 13,2 |
| Zugänge | - |
| Abgänge | 0,5 |
| STAND 31.12.2014 | 12,7 |
| Zugänge | 0,1 |
| Abgänge | 0,1 |
| Umbuchungen | 0,1 |
| STAND 31.12.2015 | 12,8 |
| ABSCHREIBUNGEN | |
| STAND 01.01.2014 | 3,6 |
| Zugänge | 0,2 |
| Abgänge | 0,1 |
| STAND 31.12.2014 | 3,7 |
| Zugänge | 0,3 |
| Abgänge | - |
| STAND 31.12.2015 | 4,0 |
| BUCHWERTE | |
| STAND 31.12.2014 | 9,0 |
| STAND 31.12.2015 | 8,8 |
Die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen zum Bilanzstichtag 10,7 Mio. € (Vorjahr: 10,7 Mio. €).
Die Ermittlung erfolgt durch eigene Berechnungen unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode. Die Cashflows wurden auf Basis unternehmenseigener Daten auf Grundlage der in der Vergangenheit erzielten tatsächlichen Cashflows unter Berücksichtigung von geplanten künftigen Entwicklungen geschätzt. Bei den für das Bewertungsverfahren angewandten Inputfaktoren handelt es sich um individuelle, nicht beobachtbare Bewertungsparameter der Stufe 3 der Fair- Value-Hierarchie gemäß IFRS 13. Anhaltspunkte dafür, dass die derzeitige Verwendung der Vermögenswerte nicht der höchsten und besten Verwendung entspricht, liegen nicht vor.
Die folgenden Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Mieterträge | 2,6 | 2,6 |
| Direkt zurechenbare Kosten von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, mit denen Mieterträge erzielt wurden | 1,7 | 2,1 |
| Direkt zurechenbare Kosten von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, mit denen keine Mieterträge erzielt wurden | - | - |
In den Mieterträgen sind keine als Ertrag erfassten bedingten Mietzahlungen enthalten.
Aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren folgende künftige Mietzahlungen während der unkündbaren Vertragslaufzeit:
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen | 6,4 | 7,5 |
| fällig innerhalb 1 Jahres | 1,4 | 1,5 |
| fällig nach 1 bis 5 Jahren | 3,8 | 3,8 |
| fällig nach über 5 Jahren | 1,2 | 2,2 |
AT EQUITY BILANZIERTE BETEILIGUNGEN (14)
Sämtliche at Equity bilanzierte Beteiligungen sind der Anteilsbesitzliste zu entnehmen.
In der nachfolgenden Tabelle werden die assoziierten Unternehmen aufgeführt, die für den GELSENWASSER-Konzern wesentlich sind:
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| NAME DES ASSOZIIERTEN UNTERNEHMENS | SITZ | HAUPT- GESCHÄFT | BETEILIGUNG |
|---|---|---|---|
| Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH | Bremen | Abwasserentsorgung | 49% |
| Stadtentwässerung Dresden GmbH | Dresden | Abwasserentsorgung | 49% |
Beide Unternehmen sind Mitglieder des Beteiligungs-Netz-werks der GELSENWASSER-Gruppe und für den Abwasserbereich des GELSENWASSER-Konzerns strategisch bedeutsam. Die Unternehmen sind dem Segment Wasser zugeordnet.
Die Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH ist im Abwassermarkt tätig. Sie ist seit dem 1. Januar 1999 mit 74,9 % an der hanseWasser Bremen GmbH beteiligt. Mit Vertrag vom 21. Dezember 1998 und Beleihung für einen Großteil der hoheitlichen Aufgaben ist die hanseWasser Bremen GmbH für die Abwasserentsorgung in der Freien Hansestadt Bremen bis zum 31. Dezember 2028 zuständig. Darüber hinaus übernimmt die hanseWasser Bremen GmbH im Rahmen von Verträgen zwischen der Freien Hansestadt Bremen und Nachbargemeinden deren Abwasser zur Reinigung und bietet Abwasserdienstleistungen sowie verschiedene entsorgungswirtschaftliche und planerische Leistungen im Markt an.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die zusammengefassten Finanzinformationen der Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 62,5 | 62,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 25,8 | 26,0 |
| Langfristige Schulden | 58,5 | 59,1 |
| Kurzfristige Schulden | 8,0 | 10,0 |
| Umsatzerlöse | 1,8 | 2,0 |
| Gewinn / Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 10,6 | 9,2 |
| Gewinn / Verlust nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | — | - |
| Sonstiges Ergebnis | — | - |
| Gesamtergebnis | 10,6 | 9,2 |
| Erhaltene Gewinnausschüttung | 4,0 | 4,2 |
Überleitung von den zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der Beteiligung an der Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH im GELSENWASSER-Konzernabschluss.
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Nettoreinvermögen | 21,8 | 19,5 |
| Beteiligungsquote des Konzerns | 49% | 49% |
| Anteiliges Nettoreinvermögen | 10,7 | 9,6 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | — | - |
| Sonstige Anpassungen | — | - |
| BUCHWERT DER BETEILIGUNG | 10,7 | 9,6 |
Die Stadtentwässerung Dresden GmbH ist für die Abwasserbeseitigung und Abwasserbehandlung der Landeshauptstadt Dresden und ausgewählter Umlandgemeinden zuständig. Grundlage ihrer Geschäftstätigkeit ist der mit der Landeshauptstadt Dresden geschlossene Abwasserentsorgungsvertrag. Das Unternehmen hat für diesen Zweck das Abwasservermögen vom Vertragspartner erworben und das mit der Abwasserbehandlung und -beseitigung beschäftigte Personal übernommen. Das Vertragswerk wurde im Jahr 2004 unterzeichnet und hat eine Laufzeit bis Ende des Jahres 2028. Es beinhaltet neben der Behandlung und Entsorgung der kommunalen Abwässer u. a. auch kaufmännische Betriebs-führungsleistungen für die Landeshauptstadt Dresden im Zusammenhang mit der Gebührenerhebung und -abrechnung des Schmutz- und Niederschlagswassers. Neben dem Hauptvertrag existieren mit ausgewählten Umlandgemeinden Verträge über die Einleitung von Abwässern in die unternehmenseigenen Kläranlagen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die zusammengefassten Finanzinformationen der Stadtentwässerung Dresden GmbH:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 612,7 | 616,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 24,6 | 14,4 |
| Langfristige Schulden | 506,8 | 501,2 |
| Kurzfristige Schulden | 15,8 | 14,7 |
| Umsatzerlöse | 74,3 | 75,1 |
| Gewinn / Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 13,1 | 13,7 |
| Gewinn / Verlust nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - |
| Gesamtergebnis | 13,1 | 13,7 |
| Erhaltene Gewinnausschüttung | 5,2 | 5,2 |
Überleitung von den zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der Beteiligung an der Stadtentwässerung Dresden GmbH im GELSENWASSER-Konzernabschluss.
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Nettoreinvermögen | 114,7 | 115,1 |
| Beteiligungsquote des Konzerns | 49% | 49% |
| Anteiliges Nettoreinvermögen | 56,2 | 56,4 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 6,3 | 6,3 |
| Sonstige Anpassungen | -10,8 | -12,2 |
| BUCHWERT DER BETEILIGUNG | 51,7 | 50,5 |
Die sonstigen Anpassungen resultieren daraus, dass die Kapitalrücklage der Stadtentwässerung Dresden GmbH dem anderen Gesellschafter zuzurechnen ist. Die Bildung der Kapitalrücklage erfolgte zum 31. Dezember 2005 durch Einlage dieses Gesellschafters im Zusammenhang mit der Teilprivatisierung der Stadtentwässerung Dresden GmbH.
Die folgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der übrigen at Equity bilanzierten Beteiligungen. Es handelt sich hierbei um die anteilig auf GELSENWASSER entfallenden Werte:
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| 2015 | 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN | GEMEINSCHAFTS- UNTERNEHMEN | ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN | GEMEINSCHAFTS-UNTERNEHMEN |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwerte | 108,9 | 50,5 | 90,9 | 49,7 |
| Gewinn / Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 11,2 | 7,1 | 8,5 | 6,1 |
| Gewinn / Verlust nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - |
| GESAMTERGEBNIS | 11,2 | 7,1 | 8,5 | 6,1 |
Die Buchwerte enthalten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt 23,5 Mio. € (Vorjahr: 23,5 Mio. €).
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (15)
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Übrige Beteiligungen | 133,7 | 133,7 | 131,9 | 131,9 |
| Ausleihungen | 2,8 | 2,4 | 2,9 | 2,5 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 93,7 | 90,7 | 76,5 | 74,7 |
| Warentermingeschäfte | 40,9 | 10,9 | 21,7 | 6,2 |
| 271,1 | 237,7 | 233,0 | 215,3 |
(a) Übrige Beteiligungen
Bei den übrigen Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen, die als finanzielle Vermögenswerte in die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" eingestuft werden. Die übrigen Beteiligungen werden - sofern wesentlich - unter Anwendung der DCF-Methode mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dabei werden die zukünftigen Cashflows auf den Bilanzstichtag ab-gezinst. Wesentlicher Ausgangspunkt für die Bewertung sind die von den jeweiligen Beteiligungen aufgestellten und von deren Überwachungsorganen genehmigten Unternehmensplanungen. Der die Anschaffungskosten übersteigende Betrag wird in die Marktbewertungsrücklage eingestellt. Insgesamt betragen die Buchwerte der zum beizulegenden Zeitwert erfassten übrigen Beteiligungen 120,5 Mio. € (Vorjahr: 127,0 Mio. €). Bei dem angewandten Bewertungsverfahren handelt es sich um Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13. Die Buchwerte der übrigen zu Anschaffungskosten angesetzten Beteiligungen belaufen sich auf insgesamt 13,2 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €).
(b) Ausleihungen
Die Ausleihungen betreffen im Wesentlichen an Gaskunden gewährte Finanzierungsdarlehen zur Umstellung der Heizungsanlage sowie Wohnungsbaudarlehen an Mitarbeiter. Diese haben unterschiedliche Laufzeiten; die maximale Restlaufzeit dieser Darlehen beträgt 17 Jahre.
GELSENWASSER hat im Geschäftsjahr 2015 auf Ausleihungen entfallende Zinserträge in Höhe von 27 T€ (Vorjahr: 33 T€) vereinnahmt.
Im Berichtsjahr wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) und Wertaufholungen zuvor wertgeminderter Ausleihungen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) erfasst.
Die effektiven Zinssätze auf langfristige Ausleihungen liegen unverändert zum Vorjahr zwischen 0 und 4,9 %. Die beizulegenden Zeitwerte der Ausleihungen entsprechen weitgehend den Buchwerten.
(c) Forderungen aus Finanzierungsleasing
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Bruttoinvestitionen | 141,5 | 119,4 |
| fällig innerhalb 1 Jahres | 6,1 | 4,5 |
| fällig nach 1 bis 5 Jahren | 23,8 | 18,5 |
| fällig nach über 5 Jahren | 111,6 | 96,4 |
| darin enthaltener Zinsanteil | 47,8 | 42,9 |
| Buchwert der Forderungen aus Finanzierungsleasing | 93,7 | 76,5 |
| fällig innerhalb 1 Jahres | 3,0 | 1,8 |
| fällig nach 1 bis 5 Jahren | 12,1 | 8,7 |
| fällig nach über 5 Jahren | 78,6 | 66,0 |
Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen mit 54,5 Mio. € (Vorjahr: 55,1 Mio. €) einen Pachtvertrag zwischen der GELSENWASSER AG und der GSW Wasser-plus GmbH über die Wasserversorgungsanlagen in den ehemaligen Konzessionsgemeinden Kamen, Bergkamen und Bönen. Der Bar-wertermittlung liegt - wie im Vorjahr - der vertraglich vereinbarte Abzinsungssatz von 3,6 % zugrunde.
Weitere 37,0 Mio. € (Vorjahr: 19,1 Mio. €) entfallen auf einen Pachtvertrag über Wassergewinnungsanlagen zwischen der GELSENWASSER AG und der Wassergewinnung Essen GmbH. Der Barwert der Forderung wurde auf Basis des vertraglich vereinbarten Abzinsungssatzes von 3 % ermittelt.
Im Rahmen von Contracting-Modellen werden Wasseraufbereitungs- und Abwasserbehandlungsanlagen von GELSEN-WASSER errichtet, finanziert und über die Vertragslaufzeit von bis zu 21 Jahren betrieben. Die Barwerte der vereinbarten Leasingzahlungen entsprechen zu Vertragsbeginn den Anschaffungskosten. Die Abzinsungssätze liegen wie im Vorjahr zwischen 4,9 und 5,8 %.
(d) Warentermingeschäfte
Die Gasbeschaffungs- und Gasabsatzverträge von GELSENWASSER enthalten neben Festpreisen teilweise auch Gaspreisindizierungen (z. B. TTF, NCG). Aufgrund von Preisindizierungen sowie schwankender Gasmarktpreise (TTF, NCG, Gaspool) unterliegt das Portfolio einem Marktwertänderungsrisiko im Hinblick auf sich ändernde Gaspreise (Marktpreisrisiken und Ortsbasisrisiken). Zusammenfassend betrachtet haben die Verträge innerhalb des Portfolios überwiegend eine risikokompensierende Wirkung, da sie entweder dem gleichen bzw. einem ähnlichen Gaspreisrisiko (TTF, NCG, Gaspool) unterliegen. Darüber hinaus werden verbleibende offene Positionen teilweise über den Abschluss von Payer- bzw. Receiver-Gasswaps abgesichert. Dabei wird der Preisindex der derivativen Finanzinstrumente jeweils so gewählt, dass er mit dem Preisindex der Gasbeschaffungs- bzw. Gasabsatzverträge übereinstimmt und die derivativen Finanzinstrumente somit demselben Preisrisiko unterliegen.
Sowohl die derivativen Finanzinstrumente als auch die physischen Gastermingeschäfte werden nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Somit erfolgt nach IFRS ein weitgehender Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über alle Gasverträge und Derivate hinweg („natural hedge”). Termingeschäfte mit einem positiven Marktwert werden in Abhängigkeit des Ausgleichszeitpunkts unter den langfristigen oder den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
ERTRAGSTEUERFORDERUNGEN (16)
Mit Inkrafttreten des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) wurde das vorherige System der Körperschaftsteuerminde-rung durch eine ratierliche Auszahlung des Körperschaft-steuerguthabens in zehn gleichen Jahresraten beginnend in 2008 ersetzt. Der bilanzierte Buchwert entspricht dem Barwert der Auszahlungsansprüche zum 31. Dezember 2015. Unter den kurzfristigen Vermögenswerten sind die Barwerte der in 2016 fälligen Raten ausgewiesen.
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN (17)
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 94,5 | — | 107,4 | - |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 14,3 | — | 0,5 | - |
| Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen | 60,4 | 29,9 | 58,9 | 31,7 |
| Forderungen gegen übrige Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | — | — | 15,0 | - |
| Übrige Forderungen | 28,4 | 0,3 | 15,1 | 0,5 |
| 197,6 | 30,2 | 196,9 | 32,2 |
Die Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen betreffen mit 29,9 Mio. € (davon 28,2 Mio. € mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) einen Rückgriffsanspruch, der besteht, wenn die GELSENWASSER AG aus einem gegebenen abstrakten Schuldanerkenntnis in Anspruch genommen wird (Vorjahr: 31,6 Mio. €, davon 29,9 Mio. € mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr). In gleicher Höhe ist eine Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen, deren Restlaufzeit 18 Jahre beträgt. Der beizulegende Zeitwert der Forderung beläuft sich auf 36,5 Mio. € (Vorjahr: 39,8 Mio. €).
VORRÄTE (18)
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4,6 | 5,0 |
| Unfertige Leistungen | 2,3 | 1,0 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 12,1 | 13,0 |
| Geleistete Anzahlungen | — | 17,3 |
| 19,0 | 36,3 |
Im Berichtsjahr erfolgten Wertberichtigungen von 8,1 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €) aufgrund gefallener Preise. Wertaufholun-gen waren - wie im Vorjahr - nicht zu erfassen.
Die im Vorjahr ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen betreffen an die Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) geleistete Anzahlungen für die Erstellung von Wassergewinnungsan-lagen. Nach vollständiger Fertigstellung der Anlagen wurden diese an die GELSENWASSER AG veräußert und anschließend von dieser im Rahmen des bestehenden Pachtvertrags (Finanzierungsleasing) an die WGE verpachtet.
EIGENKAPITAL (19)
Das Grundkapital der GELSENWASSER AG ist in voller Höhe eingezahlt. Es beträgt unverändert 103.125.000,00 € und ist eingeteilt in 3.437.500 nennbetragslose auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Die Kapitalrücklage stammt ausschließlich aus Agiobeträgen im Rahmen von Kapitalerhöhungen der GELSENWASSER AG.
Die Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung und Verbesserung der Bilanzstruktur im Jahres- und Konzernabschluss sowie die Erhöhung des Eigenkapitals. Hierzu werden - trotz des bestehenden Gewinnabführungsvertrags - jährlich 4,0 Mio. € zur Substanzerhaltung in die Gewinnrücklagen eingestellt. Darüber hinaus ist die Muttergesellschaft aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags verpflichtet, etwaige Verluste auszugleichen, so dass auch in diesem Fall das Eigenkapital erhalten bliebe. Das gemanagte Kapital entspricht dem bilanziellen Buchwert.
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (20)
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von leistungsorientierten Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Hierbei besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Die Zusagen bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter.
Die den Pensionsrückstellungen zugrunde liegenden Pensionszusagen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen dem regulatorischen Rahmen des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Sie sind ausgestaltet als Direktzusagen über Versorgungsleistungen, die in Tabellenwerten nach Betriebszugehörigkeit und Einstufung in das System abgebildet werden. Die Wartezeit beträgt zehn Jahre. Die Zusagen berücksichtigen ehemals Aktive mit Werksrenten nach Erreichen der Altersgrenze oder wegen voller Erwerbsminderung im Sinne der Rentenversicherung sowie Hinterbliebene. Für tarifliche Mitarbeiter besteht eine Anwart-schafts- und Leistungstabelle, deren Anpassung in der Regel jährlich unter Beachtung von § 16 BetrAVG überprüft wird. Analog werden Anwartschaften außertariflicher Mitarbeiter überprüft, laufende Leistungen entwickeln sich Beamtenbezügen entsprechend. Die zurückgestellten Mittel werden im Rahmen der Innenfinanzierung des gesamten Geschäftsport-folios eingesetzt und unterliegen damit keinen diese Geschäfte übersteigenden Risiken. Risiken bestehen indes, wenn Versorgungsberechtigte länger leben als es die zugrunde liegenden biometrischen Rechnungsgrundlagen annehmen. Dieses Risiko wird normalerweise durch das Kollektiv der Berechtigten ausgeglichen, es sei denn, die versicherungsmathematischen Grundlagen stellen die Bewertung insgesamt unzutreffend dar oder die Lebenserwartung steigt weiter allgemein. Daneben ist das Inflationsrisiko zu nennen, da die laufenden Leistungen nach § 16 BetrAVG grundsätzlich unter Beachtung der Entwicklung des Verbraucherpreisindizes für Deutschland oder der Nettolöhne vergleichbarer Arbeitnehmergruppen des Unternehmens anzupassen sind.
Die Rückstellungsbewertung der Versorgungspläne erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.
Entwicklung des Verpflichtungsumfangs und des Rückstellungsbetrags:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| VERPFLICHTUNGSUMFANG / RÜCKSTELLUNG AM 01.01. 218,3 | 300,2 | |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 7,6 | 4,7 |
| Zinsaufwand | 5,9 | 7,9 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (—) / Verluste (+) | — 24,7 | 78,6 |
| (davon aufgrund von Änderungen finanzieller Parameter) | (— 21,1) | (76,4) |
| (davon aufgrund von Änderungen demografischer Parameter) | (—) | (—) |
| (davon aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen) | (— 3,6) | (2,2) |
| Nachverrechneter Dienstzeitaufwand | — | - |
| Übertragungen | — | 0,1 |
| Rentenzahlungen | — 9,5 | — 9,4 |
| VERPFLICHTUNGSUMFANG / RÜCKSTELLUNG AM 31.12. | 279,5 | 300,2 |
Den versicherungsmathematischen Berechnungen der Versorgungsverpflichtungen und des Pensionsaufwands wurden konzerneinheitlich für alle Pläne folgende Parameter zugrunde gelegt:
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| IN % | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 2,4 | 2,0 |
| Anwartschaftstrend | 2,5 | 2,5 |
| Rententrend | 2,0 | 2,0 |
| Biometrische Rechnungsgrundlagen | Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck | Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck |
Bei der Festlegung des Rechnungszinses wird der Empfehlung des beauftragten Versicherungsmathematikers, der Mercer Deutschland GmbH, gefolgt. Zur Ermittlung des Zinssatzes nach der Mercer Yield Curve (MYC) wird zunächst das sogenannte Bond Universum auf Basis der zu einem Stichtag vorhandenen AA-Firmenanleihen bestimmt. Auf Basis dieser Anleihen wird eine Zinsstrukturkurve errechnet. Danach wird mit einem Muster-Zahlungsstrom, der der Duration des Bestands des GELSENWASSER-Konzerns entspricht, ein einheitlicher Durchschnittszins berechnet.
Die Sensitivität des Verpflichtungsumfangs auf Änderungen in den gewichtigen Hauptannahmen beträgt:
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| AUSWIRKUNGEN AUF DEN VERPFLICHTUNGSUMFANG | |||
|---|---|---|---|
| 31. DEZEMBER 2015 | VERÄNDERUNG DER ANNAHME | ERHÖHUNG DER ANNAHME | VERMINDERUNG DER ANNAHME |
| --- | --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 0,5 %-Punkte | Verminderung um 8,3 % | Erhöhung um 9,6 % |
| Anwartschaftstrend | 0,1 %-Punkte | Erhöhung um 0,4 % | Verminderung um 0,4 % |
| Rententrend | 0,1 %-Punkte | Erhöhung um 1,2 % | Verminderung um 1,2 % |
| AUSWIRKUNGEN AUF DEN VERPFLICHTUNGSUMFANG | |||
| 31. DEZEMBER 2014 | VERÄNDERUNG DER ANNAHME | ERHÖHUNG DER ANNAHME | VERMINDERUNG DER ANNAHME |
| Rechnungszins | 0,5 %-Punkte | Verminderung um 8,8 % | Erhöhung um 10,4 % |
| Anwartschaftstrend | 0,1 %-Punkte | Erhöhung um 0,6 % | Verminderung um 0,4 % |
| Rententrend | 0,1 %-Punkte | Erhöhung um 1,3 % | Verminderung um 1,1 % |
| 31. DEZEMBER 2015 | ERHÖHUNG DER ANNAHME | AUSWIRKUNGEN AUF DEN VERPFLICHTUNGSUMFANG | |
| Erhöhung um 13,5 % | Verminderung um 4,2 % | ||
| Sterbewahrscheinlichkeit | Verminderung um 11,5 % | Erhöhung um 4,2 % | |
| 31. DEZEMBER 2014 | ERHÖHUNG DER ANNAHME | AUSWIRKUNGEN AUF DEN VERPFLICHTUNGSUMFANG | |
| Sterbewahrscheinlichkeit | Erhöhung um 13,5 % | Verminderung um 4,3 % | |
| Verminderung um 11,5 % | Erhöhung um 4,4 % |
Bei der Ermittlung der genannten Prozentsätze wurde auf eine Erhöhung bzw. Verminderung der Lebenserwartung um genau ein Jahr, bezogen auf das Alter von 65 Jahren, abgestellt.
Die obigen Sensitivitätsanalysen basieren auf der Änderung lediglich einer Annahme, während alle anderen Parameter konstant gehalten werden. Ein solches Szenario ist in der Realität unwahrscheinlich, da Veränderungen von einigen Annahmen miteinander korrelieren könnten. Bei der Berechnung der Sensitivität des Verpflichtungsumfangs wurde dieselbe Methode verwendet, mit der die Pensionsrückstellung in der Bilanz ermittelt wird.
Für das Geschäftsjahr 2016 werden Rentenzahlungen in Höhe von 9,8 Mio. € erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Leistungsverpflichtungen beträgt 17,8 Jahre.
Für beitragsorientierte Versorgungspläne wurden 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) gezahlt.
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN (21)
Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt entwickelt:
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| IN MIO. € | ANFANGS- BESTAND | ÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGSKREIS | INANSPRUCHNAHME |
|---|---|---|---|
| Energie- und wasserwirtschaftliche Risiken | 34,9 | - | 6,2 |
| Erneuerungs- und Rückbauverpflichtungen | 2,5 | -2,7 | 1,3 |
| Umweltrisiken | 2,6 | - | - |
| Verpflichtungen im Personalbereich | 6,2 | - | 2,3 |
| Konzessionsabgaben / Abwasserabgaben | 6,9 | - | 4,8 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 8,8 | -2,4 | 2,1 |
| 61,9 | -5,1 | 16,7 |
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| IN MIO. € | AUFLÖSUNG | AUFZINSUNG | ZUFÜHRUNG | ENDBESTAND | DAVON LANGFRISTIG |
|---|---|---|---|---|---|
| Energie- und wasserwirtschaftliche Risiken | 12,8 | - | 36,7 | 52,6 | 44,3 |
| Erneuerungs- und Rückbauverpflichtungen | - | - | 1,5 | - | - |
| Umweltrisiken | 0,2 | - | 2,4 | 1,5 | |
| Verpflichtungen im Personalbereich | - | 0,1 | 1,7 | 5,7 | 3,7 |
| Konzessionsabgaben / Abwasserabgaben | - | - | 4,4 | 6,5 | - |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 2,7 | - | 5,1 | 6,7 | 0,9 |
| 15,7 | 0,1 | 49,4 | 73,9 | 50,4 |
Die Rückstellungen für energie- und wasserwirtschaftliche Risiken betreffen im Wesentlichen drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Risiken aus Preisnachlässen. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften betreffen Speichernutzungsverträge. Eine Bewirtschaftung der Gasspeicher ist nach heutiger Einschätzung nicht mit positiven Ergebnissen möglich. Der Rückstellungsbetrag beläuft sich auf 50,5 Mio. €. Die Höhe dieser Rückstellung wird wesentlich beeinflusst von den erwarteten Sommer-/ Winterspreads sowie erwarteten kurzfristigen Preisvolatilitäten. Diskontiert wurde die Rückstellung mit laufzeitadäquaten Zinssätzen zwischen 0 und 1,6 %. Die Rückstellungen für Risiken aus Preisnachlässen wurden mit 6,2 Mio. € in Anspruch genommen. Die verbleibenden Risiken wurden neu bewertet, was zu einer Auflösung der Rückstellungen in Höhe von 12,8 Mio. € führte.
Die Erneuerungs- und Rückbauverpflichtungen enthielten im Wesentlichen vertragliche Verpflichtungen der zum 28. April 2015 entkonsolidierten Nantaise des Eaux Services SAS.
Die Rückstellungen für Umweltrisiken betreffen Rekultivierungsverpflichtungen in der Wassergewinnung.
Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich beinhalten überwiegend Jubiläumsverpflichtungen sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen.
Für die vom mittleren Ablesestichtag bis zum Bilanzstichtag abgegrenzten Erlöse werden die hierauf entfallenden Konzessionsabgaben zurückgestellt. Zudem enthält der Posten die noch zu entrichtende Abwasserabgabe der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH.
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (22)
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 63,3 | 59,6 | 69,2 | 63,4 |
| Warentermingeschäfte | 36,3 | 9,5 | 18,4 | 5,7 |
| 99,6 | 69,1 | 87,6 | 69,1 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen bei der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, der Wasserwerke Westfalen GmbH und der GELSENWASSER AG. Diese hat im Rahmen der Finanzierung von Investitionen eines assoziierten Unternehmens eine Einredeverzichtserklärung sowie ein abstraktes Schuldanerkenntnis abgegeben, was eine entsprechende Bilanzierung als Verbindlichkeit zur Folge hatte.
Ausgewiesen werden die Warentermingeschäfte mit negativen beizulegenden Zeitwerten. Für die Ermittlung der Werte gelten die Ausführungen unter dem Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte entsprechend.
ZUSCHÜSSE (23)
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Baukostenzuschüsse | 184,4 | 177,0 | 187,1 | 179,7 |
| Investitionszuschüsse | 2,6 | 2,4 | 2,8 | 2,6 |
| 187,0 | 179,4 | 189,9 | 182,3 |
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (24)
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR | GESAMT | DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 64,3 | - | 79,1 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 93,3 | 2,4 | 72,6 | 2,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Beteiligungen | 5,8 | - | 3,1 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | - | 1,1 | - |
| Übrige Verbindlichkeiten | 26,8 | 0,3 | 43,2 | 0,4 |
| Erhaltene Anzahlungen | 3,5 | - | 2,6 | - |
| 193,7 | 2,7 | 201,7 | 2,9 |
Die Verbindlichkeiten sind, abgesehen von Geldaufnahmen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings, grundsätzlich unverzinslich und in Euro zurückzuzahlen.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 77,3 Mio. € (Vorjahr: 67,8 Mio. €) auf die Wasser und Gas Westfalen GmbH. Die Verbindlichkeit resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Gewinnabführung.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Bereichen Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind Zinseinnahmen (einschließlich Zinseinnahmen aus Ausleihungen und Finanzierungsleasing) von 3,3 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €), Zinsausgaben von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €), erstattete Ertragsteuern von 2,9 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €), gezahlte Ertragsteuern von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €) sowie von at Equity bilanzierten und übrigen Beteiligungen erhaltene Netto-Dividenden von 32,6 Mio. € (Vorjahr: 30,6 Mio. €) enthalten. Hinzu kommen Einzahlungen von in der Vergangenheit einbehaltenen Kapitalertragsteuern in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 5,4 Mio. €).
Die deutliche Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ist vor allem auf erheblich gestiegene Marktwerte der Gasabsatzverträge zurückzuführen. Analog haben sich aufgrund ebenfalls gestiegener negativer Marktwerte der Gasbeschaffungsverträge auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, signifikant erhöht.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds beinhaltet ausschließlich die in der Bilanz als Flüssige Mittel ausgewiesenen Kassenbestände und Bankguthaben.
SEGMENTBERICHTERS'
Hauptentscheidungsträger (Chief Operating Decision Maker) im Sinne des IFRS 8 ist der Gesamtvorstand. Aufgrund der unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen auf dem Wasser- und Energiemarkt wird der GELSENWASSER-Konzern in die zwei Geschäftsbereiche Wasser (Trinkwasser-ver- und Abwasserentsorgung) und Energie (Gas- und Stromversorgung) segmentiert.
Zum Geschäftsbereich Wasser gehören im Wesentlichen Produktion, Ein- und Verkauf sowie Transport und Verteilung von Trinkwasser und Aufbereitung von Abwasser. Dieses Segment beinhaltet die Wasseraktivitäten der GELSENWASSER AG und der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH sowie das gesamte Geschäft der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, der Wasserwerke Westfalen GmbH und der Nantaise des Eaux Services SAS (bis 28. April 2015). Darüber hinaus werden Beteiligungen und Dienstleistungen für Dritte mit dem Schwerpunkt im Wassergeschäft berücksichtigt.
Zum Geschäftsbereich Energie gehören im Wesentlichen Ein-und Verkauf von Erdgas und Strom sowie Transport und Verteilung von Erdgas und Strom. In diesem Segment werden die Gas-, Strom- und Wärmeaktivitäten der GELSENWASSER AG, der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH und der GELSENWASSER Energienetze GmbH sowie jeweils das gesamte Geschäft der NGW GmbH, der WESTFALICA GmbH und der MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (5. Dezember 2014 bis 30. September 2015) sowie die nicht in der Wassersparte berücksichtigten Geschäfte erfasst.
Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen wie sie mit Dritten zur Anwendung kämen.
Das bei GELSENWASSER eingerichtete Planungs- und Berichtssystem enthält eine Segmentierung ausschließlich auf Grundlage der Gewinn- und Verlustrechnung. Zentrale Steuerungsgröße ist hierbei das EBIT, basierend auf den Bilan-zierungs- und Bewertungsmethoden des vorliegenden Konzernabschlusses. Eine Segmentierung von Vermögenswerten und Schulden findet nicht statt.
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| NACH GESCHÄFTSBEREICHEN IN MIO. € | JAHR | WASSER | ENERGIE | SONSTIGE/ KONSOLIDIERUNG | KONZERN |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2015 | 294,7 | 701,8 | - | 996,5 |
| 2014 | 300,4 | 601,6 | - | 902,0 | |
| Innenumsatz | 2015 | - | - | - | - |
| 2014 | - | - | - | - | |
| Gesamtumsatz | 2015 | 294,7 | 701,8 | - | 996,5 |
| 2014 | 300,4 | 601,6 | - | 902,0 | |
| Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen | 2015 | 17,9 | 12,0 | - | 29,9 |
| 2014 | 17,4 | 8,4 | - | 25,8 | |
| Abschreibungen | 2015 | 25,9 | 12,6 | - | 38,5 |
| 2014 | 26,5 | 13,3 | - | 39,8 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Erlöse und Erträge | 2015 | 14,4 | 9,0 | - | 23,4 |
| 2014 | 9,7 | 6,0 | - | 15,7 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen (ohne Abschreibungen) | 2015 | 11,5 | 42,1 | - | 53,6 |
| 2014 | 17,7 | 3,3 | - | 21,0 | |
| EBIT | 2015 | 73,1 | 17,2 | - | 90,3 |
| 2014 | 56,4 | 44,2 | - | 100,6 |
ÜBERLEITUNG VOM EBIT DER SEGMENTE ZUM KONZERNERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| EBIT Segment Wasser | 73,1 | 56,4 |
| EBIT Segment Energie | 17,2 | 44,2 |
| EBIT KONZERN | 90,3 | 100,6 |
| Finanzerträge | 3,5 | 4,0 |
| Finanzaufwendungen | 7,4 | 9,6 |
| KONZERNERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 86,4 | 95,0 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Insgesamt ist das EBIT mit 90,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Mio. € gesunken. Die einzelnen Segmente entwickelten sich dabei stark gegenläufig.
Im Geschäftsbereich Wasser stieg das EBIT im Berichtsjahr um 16,7 Mio. € auf 73,1 Mio. €. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus Rückstellungen für Preisrisiken, die das Vorjahresergebnis belastet hatten und im Berichtsjahr in Höhe des nicht in Anspruch genommenen Anteils aufgelöst wurden.
Das EBIT im Geschäftsbereich Energie sank im Berichtsjahr um 27,0 Mio. € auf 17,2 Mio. €. Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste aus langfristigen Speichernutzungsverträgen.
AUFTEILUNG DER UMSATZERLÖSE AUF PRODUKTGRUPPEN
Eine Aufteilung der Umsatzerlöse von externen Kunden nach Produktgruppen bzw. Dienstleistungen befindet sich im Abschnitt zu den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung.
INFORMATIONEN ÜBER WICHTIGE KUNDEN
Von den Umsatzerlösen des GELSENWASSER-Konzerns entfallen 109,5 Mio. € (Vorjahr: 103,9 Mio. €) bzw. rund 11 % (Vorjahr: 12 %) auf einen einzigen externen Kunden. Die Umsätze sind vollständig im Segment Energie enthalten.
FINANZINSTRUMENTE
Durch seine Geschäftstätigkeit ist der GELSENWASSER-Kon-zern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt:
| • | Marktrisiken (Währungs-, Zins- und Preisrisiken) |
| • | Kreditrisiken |
| • | Liquiditätsrisiken. |
Zur frühzeitigen Information über Risiken und den damit verbundenen finanziellen Auswirkungen betreibt der GELSEN-WASSER-Konzern ein dezentrales Risikomanagementsystem, das zentral gesteuert wird. Die jeweils zuständigen Einheiten identifizieren, bewerten und melden Risiken entsprechend ihrer dezentralen Verantwortung. Hierdurch wird die kontinuierliche Früherkennung sowie standardisierte Erfassung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von konzernweiten Risiken erreicht.
(A) MARKTRISIKO
(I)Währungsrisiko
Der GELSENWASSER-Konzern erzielt seine Umsatzerlöse nahezu ausschließlich in Deutschland und Frankreich und ist infolgedessen in seiner operativen Tätigkeit keinem wesentlichen Fremdwährungsrisiko ausgesetzt.
Daneben hält der GELSENWASSER-Konzern Beteiligungen an ausländischen Unternehmen in osteuropäischen Ländern, deren Nettoreinvermögen dem Risiko von Wechselkursänderungen bei der Währungsumrechnung unterliegt. Gleiches gilt für die vereinnahmten Gewinnausschüttungen aus diesen ausländischen Unternehmen. Eine fortwährende Sicherung dieser Fremdwährungsposten und -transaktionen erfolgt nicht. Sie sind aus Konzernsicht insgesamt von unwesentlicher Bedeutung.
(II) Zinsänderungsrisiko der erwarteten Cashflows bzw. der beizulegenden Zeitwerte
Die Erträge und betrieblichen Cashflows werden nur unwesentlich von Änderungen der Marktzinssätze beeinflusst. Das Zinsrisiko des Konzerns entsteht durch die kurzfristige Anlage vorhandener flüssiger Mittel. Durch die im Regelfall variable Verzinsung entsteht für den Konzern ein geringes Zins-änderungsrisiko bezüglich der erwarteten Cashflows. Eine Veränderung des Anlagezinssatzes um einen Prozentpunkt würde beim gegenwärtigen Bestand an flüssigen Mitteln zu einem um rd. 1,0 Mio. € niedrigeren bzw. höheren Zinsergebnis führen.
Der GELSENWASSER-Konzern ist einem Wertänderungsrisiko seiner Eigenkapitalbeteiligungen ausgesetzt, da die vom Konzern gehaltenen Beteiligungen in der Konzernbilanz als „zur Veräußerung verfügbar (available-for-sale)" klassifiziert werden. GELSENWASSER hält ausschließlich zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Finanzinstrumente, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinstrumente wird durch die Anwendung von Bewertungsmodellen ermittelt. Die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen erfolgt auf Grundlage der Discounted-Cashflow-Methode. Dafür werden Annahmen getroffen, die auf den Marktgegebenheiten am Bilanzstichtag basieren. Im Berichtsjahr wurden Diskontierungssätze von 4,86 bis 4,91 % (Vorjahr: 4,69 %) zugrunde gelegt. Die beizulegenden Zeitwerte haben sich im Berichtsjahr um 6,5 Mio. € reduziert. Die Reduzierung wurde im übrigen Konzernergebnis erfasst. Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt würde die beizulegenden Zeitwerte um rund 46 Mio. € erhöhen bzw. um rund 29 Mio € vermindern.
(III) Preisrisiko
Liefer- und Abnahmeverpflichtungen aus Gasbeschaffungs- und Gasabsatzverträgen werden bei der GELSENWASSER AG im Rahmen eines aktiven Portfoliomanagements über verschiedene Instrumente abgesichert. Hierbei kommen insbesondere Standardhandelsgeschäfte, Fahrpläne sowie flexible Lieferverträge zum Einsatz.
Die Gasbeschaffungs- und Gasabsatzverträge von GELSEN-WASSER enthalten neben Festpreisen teilweise auch Gas-preisindizierungen (z. B. TTF, NCG). Aufgrund von Preisindizierungen sowie schwankender Gasmarktpreise (TTF, NCG, Gaspool) unterliegt das Portfolio einem Marktwertänderungsrisiko im Hinblick auf sich ändernde Gaspreise (Marktpreisrisiken und Ortsbasisrisiken). Zusammenfassend betrachtet haben die Verträge innerhalb des Portfolios überwiegend eine risikokompensierende Wirkung, da sie entweder dem gleichen bzw. einem ähnlichen Gaspreisrisiko (TTF, NCG, Gaspool) unterliegen. Darüber hinaus werden verbleibende offene Positionen teilweise über den Abschluss von Payer- bzw. Receiver-Gasswaps abgesichert. Dabei wird der Preisindex der derivativen Finanzinstrumente jeweils so gewählt, dass er mit dem Preisindex der Gasbeschaffungs- bzw. Gasabsatzverträge übereinstimmt und die derivativen Finanzinstrumente somit demselben Preisrisiko unterliegen.
Sowohl die derivativen Finanzinstrumente als auch die physischen Gastermingeschäfte werden nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Somit erfolgt nach IFRS ein weitgehender Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über alle Gasverträge und Derivate hinweg („natural hedge"). Soweit offene Positionen bestehen, kann es zu Ergebniseffekten kommen.
(B) KREDITRISIKO
Kreditrisiken entstehen, wenn Vertragspartner nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen wie vereinbart zu erfüllen. Zur Vermeidung eines erheblichen Forderungsausfallrisikos wird bei Neuabschlüssen von Verträgen ab einem Volumen von 20.000 €/Jahr eine Bonitätsprüfung auf Basis der GEL-SENWASSER-Konzernrichtlinie „Solvenzprüfung vor Vertragsabschluss" durchgeführt. Der Geltungsbereich der Richtlinie umfasst neben Wasser- und Energielieferungsverträgen auch sonstige Dienstleistungsverträge. Im operativen Geschäft werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Mehr als zwei Jahre überfällige Forderungen werden grundsätzlich vollständig einzelwertberichtigt. Den Ausfallrisiken der restlichen Forderungen wird durch eine portfoliobasierte Wertberichtigung auf Grundlage historisch belegter Erfahrungen bei den Ausfällen Rechnung getragen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der überfälligen und nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| weniger als sechs Monate überfällig | 14,5 | 9,9 |
| mehr als sechs Monate und weniger | ||
| als ein Jahr überfällig | 1,4 | 3,4 |
| mehr als ein Jahr und weniger | ||
| als zwei Jahre überfällig | 1,4 | 2,8 |
| 17,3 | 16,1 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| WERTBERICHTIGUNGEN 01.01. | 5,0 | 4,2 |
| Zuführung | 1,2 | 1,4 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | -0,6 | - |
| Inanspruchnahme | -0,7 | -0,4 |
| Auflösungen | -0,3 | -0,2 |
| WERTBERICHTIGUNGEN 31.12. | 4,6 | 5,0 |
Darlehen werden im Wesentlichen an Mitarbeiter zur Finanzierung von Wohneigentum gewährt. Darüber hinaus gibt es kurzfristige Darlehen an verbundene und Beteiligungsunternehmen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings. Für Ausfallrisiken bei gewährten Kundendarlehen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) gebildet worden.
Eine Konzentration eines wesentlichen Teils der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie der Darlehen auf einen oder wenige Kunden bzw. Darlehensnehmer liegt nicht vor. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen ergibt sich wie bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten - Warentermingeschäfte ausgenommen durch die in der Bilanz angesetzten Buchwerte. Die Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen in den letzten drei Geschäftsjahren durchschnittlich weniger als 0,3 % der Umsatzerlöse.
(C) LIQUIDITÄTSRISIKO
Der GELSENWASSER-Konzern hat sein Liquiditätsmanagement so organisiert, dass immer eine ausreichende Reserve an flüssigen Mitteln vorhanden ist.
In den beiden nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7 dargestellt:
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| MITTELABFLÜSSE ZUM 31.12.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | 2016 | 2017 | 2018 - 2020 | AB 2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6,5 | 6,6 | 18,8 | 53,0 |
| Warentermingeschäfte | 26,8 | 8,1 | 1,4 | - |
| Mittelabflüsse Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 167,9 | 0,2 | 0,6 | 2,2 |
| MITTELABFLÜSSE VERBINDLICHKEITEN IM ANWENDUNGSBEREICH IFRS 7 | 201,2 | 14,9 | 20,8 | 55,2 |
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| MITTELABFLÜSSE ZUM 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | 2015 | 2016 | 2017 - 2019 | AB 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8,6 | 6,3 | 19,4 | 59,1 |
| Warentermingeschäfte | 12,7 | 4,2 | 1,5 | - |
| Mittelabflüsse Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 165,2 | 0,2 | 0,6 | 2,4 |
| MITTELABFLÜSSE VERBINDLICHKEITEN IM ANWENDUNGSBEREICH IFRS 7 | 186,5 | 10,7 | 21,5 | 61,5 |
Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen gemäß IFRS 7.20 erfasst:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | -1,2 | 5,0 |
| davon zu Handelszwecken gehalten | -1,2 | 5,0 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 12,2 | 11,7 |
| Kredite und Forderungen | -1,2 | -1,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | -1,3 | -1,3 |
Das Nettoergebnis umfasst im Wesentlichen Zinsen, Dividenden, Erträge und Aufwendungen aus Warentermingeschäften sowie Wertberichtigungen.
Im Berichtsjahr wurden per Saldo Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte in Höhe von - 6,5 Mio. € (Vorjahr: 28,5 Mio. €) erfolgsneutral im kumulierten übrigen Konzernergebnis erfasst.
BUCHWERTE, BEIZULEGENDE ZEITWERTE UND BEWERTUNGSKATEGORIEN NACH KLASSEN ZUM 31. DEZEMBER 2015:
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| KLASSIFIKATION IN | BEWERTUNGS- KATEGORIEN | BUCHWERT | BEIZULEGEN- DER ZEITWERT |
|---|---|---|---|
| MIO. € | NACH IAS 39 | 31.12.2015 | 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (LANGFRISTIG) | 237,7 | 236,1 | |
| Übrige Beteiligungen | AfS | 133,7 | 133,7 |
| Ausleihungen | LaR | 2,4 | 2,4 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | nicht IAS 39 | 90,7 | 89,1 |
| Warentermingeschäfte | FVtPL | 10,9 | 10,9 |
| SONSTIGE FORDERUNGEN (LANGFRISTIG) | 29,9 | 34,8 | |
| Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen | LaR | 29,9 | 34,8 |
| Übrige Forderungen | LaR | - | |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (KURZFRISTIG) | 33,4 | 33,4 | |
| Ausleihungen | LaR | 0,4 | 0,4 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | nicht IAS 39 | 3,0 | 3,0 |
| Warentermingeschäfte | FVtPL | 30,0 | 30,0 |
| FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN (KURZFRISTIG) | 162,2 | 162,2 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 94,5 | 94,5 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | LaR | 14,3 | 14,3 |
| Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen | LaR | 30,5 | 30,5 |
| Forderungen gegen übrige Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | LaR | - | |
| Übrige Forderungen | LaR | 22,9 | 22,9 |
| FLÜSSIGE MITTEL | LAR | 100,7 | 100,7 |
| Passiva | |||
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG) | 69,1 | 77,9 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AmC | 59,6 | 68,4 |
| Warentermingeschäfte | FVtPL | 9,5 | 9,5 |
| VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG) | 2,4 | 2,6 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | AmC | 2,4 | 2,6 |
| Übrige Verbindlichkeiten | AmC | - | |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG) | 30,5 | 30,5 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AmC | 3,7 | 3,7 |
| Warentermingeschäfte | FVtPL | 26,8 | 26,8 |
| VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG) | 167,6 | 167,6 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AmC | 64,3 | 64,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | AmC | 90,9 | 90,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Beteiligungen | AmC | 5,8 | 5,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | AmC | - | |
| Übrige Verbindlichkeiten | AmC | 6,6 | 6,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| AfS | 133,7 | 133,7 | |
| LaR | 303,5 | 308,4 | |
| FVtPL | 40,9 | 40,9 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| AmC | 233,3 | 242,3 | |
| FVtPL | 36,3 | 36,3 |
BUCHWERTE, BEIZULEGENDE ZEITWERTE UND BEWERTUNGSKATEGORIEN NACH KLASSEN ZUM 31. DEZEMBER 2014:
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| KLASSIFIKATION IN | BEWERTUNGS-KATEGORIEN | BUCHWERT | BEIZULEGEN- DER ZEITWERT |
|---|---|---|---|
| MIO. € | NACH IAS 39 | 31.12.2014 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (LANGFRISTIG) | 215,3 | 214,7 | |
| Übrige Beteiligungen | AfS | 131,9 | 131,9 |
| Ausleihungen | LaR | 2,5 | 2,5 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | nicht IAS 39 | 74,7 | 74,1 |
| Warentermingeschäfte | FVtPL | 6,2 | 6,2 |
| SONSTIGE FORDERUNGEN (LANGFRISTIG) | 32,2 | 40,3 | |
| Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen | LaR | 31,7 | 39,8 |
| Übrige Forderungen | LaR | 0,5 | 0,5 |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (KURZFRISTIG) | 17,7 | 17,7 | |
| Ausleihungen | LaR | 0,4 | 0,4 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | nicht IAS 39 | 1,8 | 1,8 |
| Warentermingeschäfte | FVtPL | 15,5 | 15,5 |
| FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN (KURZFRISTIG) | 156,5 | 156,5 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 107,4 | 107,4 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | LaR | 0,5 | 0,5 |
| Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen | LaR | 27,2 | 27,2 |
| Forderungen gegen übrige Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | LaR | 15,0 | 15,0 |
| Übrige Forderungen | LaR | 6,4 | 6,4 |
| FLÜSSIGE MITTEL | LAR | 108,6 | 108,6 |
| Passiva | |||
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG) | 69,1 | 79,0 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AmC | 63,4 | 73,3 |
| Warentermingeschäfte | FVtPL | 5,7 | 5,7 |
| VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG) | 2,7 | 3,0 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | AmC | 2,5 | 2,8 |
| Übrige Verbindlichkeiten | AmC | 0,2 | 0,2 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG) | 18,5 | 18,5 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AmC | 5,8 | 5,8 |
| Warentermingeschäfte | FVtPL | 12,7 | 12,7 |
| VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG) | 163,2 | 163,2 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AmC | 79,1 | 79,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | AmC | 70,1 | 70,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Beteiligungen | AmC | 3,1 | 3,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | AmC | 1,1 | 1,1 |
| Übrige Verbindlichkeiten | AmC | 9,8 | 9,8 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| AfS | 131,9 | 131,9 | |
| LaR | 300,2 | 308,3 | |
| FVtPL | 21,8 | 21,8 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| AmC | 235,1 | 245,3 | |
| FVtPL | 18,4 | 18,4 |
AfS: Available-for-Sale financial assets (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte)
LaR: Loans and Receivables (Ausleihungen und Forderungen)
FVtPL: Fair Value through Profit or Loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet)
AmC: Financial liabilities measured at amortized cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.
Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten basieren auf diskontierten Cashflows, die unter Verwendung eines aktuellen Diskontierungssatzes ermittelt wurden. Das Bewertungsverfahren ist als Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 klassifiziert. Die beizulegenden Zeitwerte der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen dabei ihren Buchwerten, da die Auswirkungen der Abzinsung unwesentlich sind. Der beizulegende Zeitwert der aus einem Rückgriffsanspruch resultierenden Forderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen ist korrespondierend zu der entsprechenden Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten berechnet worden.
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Finanzierungsleasing wird ermittelt, indem die künftigen Mindestleasingzahlungen mit einem Zinssatz diskontiert werden, der auf einem vergleichbaren aktuellen Projekt basiert (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13).
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die übrigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden, die zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sowie die der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde liegenden Hierarchiestufen:
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| BEIZULEGENDER ZEITWERT ERMITTELT AUF BASIS | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | ÖFFENTLICH NOTIERTER MARKTPREISE (STUFE 1) | MARKTNAHER, DIREKT ABLEITBARER WERTE (STUFE 2) | INDIVIDUELLER BEWERTUNGSPARAMETER (STUFE 3) | SUMME |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Übrige Beteiligungen | — | — | 133,7 | 133,7 |
| Warentermingeschäfte | — | 40,9 | — | 40,9 |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | — | 40,9 | 133,7 | 174,6 |
| Warentermingeschäfte | — | 36,3 | — | 36,3 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | — | 36,3 | — | 36,3 |
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| BEIZULEGENDER ZEITWERT ERMITTELT AUF BASIS | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | ÖFFENTLICH NOTIERTER MARKTPREISE (STUFE 1) | MARKTNAHER, DIREKT ABLEITBARER WERTE (STUFE 2) | INDIVIDUELLER BEWERTUNGSPARAMETER (STUFE 3) | SUMME |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Übrige Beteiligungen | — | — | 131,9 | 131,9 |
| Warentermingeschäfte | — | 21,7 | — | 21,7 |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | — | 21,7 | 131,9 | 153,6 |
| Warentermingeschäfte | — | 18,4 | — | 18,4 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | — | 18,4 | — | 18,4 |
Während des Berichtsjahres gab es keine Umgliederungen zwischen den Stufen.
Eine Überwachung von Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgt bei den übrigen Beteiligungen regelmäßig im Rahmen der halbjährlichen Berichterstattung und bei den Warentermingeschäften wöchentlich im Rahmen der Risikoberichterstattung für den Gashandel. Die Bewertungstechniken bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für die übrigen Beteiligungen und Warentermingeschäfte sind im Kapitel Bilan-zierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Würden sich die geplanten EBIT der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten übrigen Beteiligungen jeweils nachhaltig um 10 % verbessern, würden sich die Buchwerte um insgesamt rund 15 Mio. € verbessern. Eine nachhaltige Verringerung der geplanten EBIT der übrigen Beteiligungen um 10 % würde zu einer Reduzierung der Buchwerte um rund 15 Mio. € führen.
Überleitung des Buchwerts der nach Stufe 3 bewerteten übrigen Beteiligungen:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| BUCHWERT AM 01.01. | 131,9 | 103,4 |
| Im übrigen Konzernergebnis erfasste Wertänderungen | -6,5 | 28,5 |
| Zugang durch Kapitaleinzahlung | 3,0 | - |
| Zugang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises | 5,5 | - |
| Abgang durch Kapitalrückzahlung | -0,1 | - |
| Abgang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises | -0,1 | - |
| BUCHWERT AM 31.12. | 133,7 | 131,9 |
Der Umfang der bilanziellen Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die Gegenstand von bedingten Aufrechnungsvereinbarungen sind, wird in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:
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| SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.12.2015 IN MIO. € | BRUTTO-BETRAG | VERRECHNETER BETRAG | BILANZ- WERT | BEDINGTER SALDIERUNGSBETRAG (NETTING AGREEMENTS) | ERHALTENE / GEGEBENE FINANZIELLE SICHERHEIT | NETTOWERT |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Warentermingeschäfte (aktiv) | 40,9 | – | 40,9 | –7,4 | – | 33,5 |
| Warentermingeschäfte (passiv) | 36,3 | – | 36,3 | –7,4 | – | 28,9 |
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| SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.12.2014 IN MIO. € | BRUTTO-BETRAG | VERRECH- NETER BETRAG | BILANZ- WERT | BEDINGTER SALDIERUNGS- BETRAG (NETTING AGREEMENTS) | ERHALTENE / GEGEBENE FINANZIELLE SICHERHEIT | NETTOWERT |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Warentermingeschäfte (aktiv) | 21,7 | – | 21,7 | -2,3 | – | 19,4 |
| Warentermingeschäfte (passiv) | 18,4 | – | 18,4 | -2,3 | – | 16,1 |
Die oben dargestellten aktiven und passiven Warentermingeschäfte werden im Allgemeinen auf der Grundlage von Standardrahmenverträgen abgeschlossen, die im Falle einer außerordentlichen Kündigung eine Aufrechnung der offenen Transaktionen (Netting) ermöglichen. Die Aufrechnungsvereinbarungen beruhen auf Nettingvereinbarungen in Rahmenverträgen wie DRV (Deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte) und EFET (European Federation of Energy Traders).
ERGÄNZENDE ANGABEN
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss gegenwärtig nicht als wahrscheinlich eingestuft wird. Sie werden in der Bilanz nicht erfasst.
Bürgschaftsverpflichtungen der GELSENWASSER AG für Verbindlichkeiten eines assoziierten Unternehmens bestehen in Höhe von 30,9 Mio. € (Vorjahr: 30,9 Mio. €).
Weiter hat die GELSENWASSER AG eine Rückbürgschaft für Garantieerklärungen dieses Unternehmens in Höhe von 25,6 Mio. € (Vorjahr: 25,6 Mio. €) gestellt.
Zur Besicherung von Bankverbindlichkeiten der Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG (TGE) hat die GELSENWAS-SER AG ihre Geschäftsanteile in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) zuzüglich ihrer Gewinnansprüche gegenüber der TGE verpfändet. Diese Stellung von Sicherheiten erfolgte gemeinsam mit den anderen TGE-Gesellschaftern und ist neben der erfolgten Leistung von Kommanditeinlagen ein Bestandteil der Projektfinanzierung.
Die GELSENWASSER AG hat im Rahmen der Beteiligung an einem Stadtwerk in den neuen Bundesländern eine Rückbürgschaft für den von der Gemeinde verbürgten Investitionskredit in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) übernommen und sich darüber hinaus für die Laufzeit weiterer Darlehen verpflichtet, ihr Beteiligungsverhältnis beizubehalten.
Es ist nicht zu erwarten, dass aus diesen Eventualverbindlichkeiten wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten entstehen werden. Die Gründe für diese Einschätzung liegen sowohl in den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen als auch in der erwarteten Geschäftsentwicklung.
Aufgrund von Gesellschafterzusagen können sich unverändert zum Vorjahr Nachschussverpflichtungen in Höhe von 13,6 Mio. € ergeben. Sie betreffen Zusagen gegenüber assoziierten Unternehmen.
VERPFLICHTUNGEN
Bestellobligo für Investitionsmaßnahmen:
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,2 | 1,7 |
| Sachanlagen | 11,2 | 3,5 |
| 11,4 | 5,2 |
Aus langfristigen Gasspeichernutzungsverträgen bestehen bis zum Geschäftsjahr 2045 Zahlungsverpflichtungen in Höhe von durchschnittlich 6,6 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) pro Jahr.
Zur teilweisen Deckung kontrahierter und erwarteter Energielieferungen an die Kunden für die nächsten drei Jahre wurden entsprechende Bezugsverträge und Absicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Der Konzern mietet Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Büroflächen, Rohrleitungen und Wassergewinnungsanlagen im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen. Die Leasingvereinbarungen weisen unterschiedliche Konditionen, Mieterhöhungsklauseln, Kündigungsfristen und Verlängerungsoptionen auf. Der aus den Leasingverhältnissen insgesamt resultierende Aufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 6,1 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €).
Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasing-verhältnissen betragen:
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| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| fällig innerhalb 1 Jahres | 0,5 | 2,1 |
| fällig nach 1 bis 5 Jahren | 1,1 | 4,1 |
| fällig nach 5 Jahren | 2,4 | 3,4 |
| 4,0 | 9,6 |
Nicht enthalten in der Tabelle der künftigen Mindestleasingzahlungen sind Zahlungen aus Pachtverträgen für mehrere Gas-und Stromnetze, die die GELSENWASSER Energienetze GmbH abgeschlossen hat. Die Verträge haben unkündbare Restlaufzeiten zwischen einem und 20 Jahren. Die tatsächliche Höhe der jeweiligen Zahlungen wird jährlich neu festgelegt. Sie ist abhängig von der Höhe des verleasten Anlagevermögens, welches sich jährlich durch die getätigten Investitionen und die erfolgten Abschreibungen verändert. Die für das Geschäftsjahr 2016 erwarteten Pachtzahlungen für diese Netze liegen bei ca. 7,5 Mio. €. Ein Teil dieser Netze wird an konzernfremde Dritte weitervermietet. Aus diesen Untermietverhältnissen werden in 2016 ca. 1,0 Mio. € an Mieterträgen erwartet.
KONZESSIONSVERTRÄGE
Zwischen den Unternehmen des GELSENWASSER-Konzerns und den Gebietskörperschaften bestehen eine Vielzahl von Konzessionsverträgen im Energie- und Wasserbereich. Diese Konzessionsverträge sind die Rechtsgrundlage für die Versorgung von Städten und Gemeinden. Mit der Übertragung der Versorgung ist das Unternehmen für Planung, Betrieb, Unterhaltung und Erneuerung der Versorgungsanlagen zuständig. Das Unternehmen muss in der jeweiligen Kommune jederzeit die Versorgung der Verbraucher sichern. Die Konzessionsverträge laufen in der Energiewirtschaft über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren, in der Wasserwirtschaft sind längere Laufzeiten möglich. Nach Ablauf eines Konzessionsvertrags besteht i.d.R. seitens der Kommune eine vertragliche Pflicht zum Kauf der Versorgungsanlagen.
AUSSCHÜTTUNGEN AN DIE ANTEILSEIGNER
Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags wird für das Geschäftsjahr 2015 ein Gewinn von 78,1 Mio. € (Vorjahr: 78,1 Mio. €) sowie eine Gewerbesteuerumlage von 8,1 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €) an die Wasser und Gas Westfalen GmbH (WGW) abgeführt. Insgesamt entspricht dies einem Betrag von 25,07 € (Vorjahr: 25,10 €) je Aktie. Am Bilanzstichtag bestand diesbezüglich noch eine Verbindlichkeit in Höhe von 77,8 Mio. € (Vorjahr: 77,7 Mio. €). Die Minderheitsaktionäre erhalten von der Mehrheitsgesellschafterin eine Garantiedividende von 21,16 € je Aktie (Vorjahr: 21,16 € je Aktie).
GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Nahestehende Personen sind der Aufsichtsrat, der Vorstand und die Prokuristen der GELSENWASSER AG, die Geschäftsführer der Wasser und Gas Westfalen GmbH sowie deren nahe Angehörige.
Zum Kreis der nahestehenden Unternehmen zählen im Wesentlichen die Gemeinschaftsunternehmen und die assoziierten Unternehmen des GELSENWASSER-Konzerns sowie das Mutterunternehmen Wasser und Gas Westfalen GmbH und deren Beteiligungsunternehmen. Alleinige Gesellschafterin der Wasser und Gas Westfalen GmbH ist die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG (WGW KG).
Die WGW KG steht unter der gemeinsamen Führung der Stadtwerke Bochum Holding GmbH und der Dortmunder Stadtwerke AG. Insofern gehören diese beiden Unternehmen sowie deren Beteiligungen zum Kreis der nahestehenden Unternehmen.
Die Stadtwerke Bochum Holding GmbH steht mittelbar unter der Kontrolle der Energie und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH (ewmr). Daher sind die ewmr und ihre Tochterunternehmen (ewmr-Gruppe) sowie die gemeinschaftlichen Tätigkeiten, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen der ewmr-Gruppe mit ihren Tochterunternehmen nahestehende Unternehmen.
Die Städte Bochum, Herne und Witten führen gemeinsam die ewmr, die Stadtwerke Dortmund AG wird von der Stadt Dortmund kontrolliert. Die vorgenannten Städte werden daher als nahestehende öffentliche Stellen nach IAS 24 (Related Party Disclosures) betrachtet. Mit diesen Städten bzw. deren übrigen Beteiligungen bestehen keine Geschäftsvorfälle, die für sich genommen und auch in ihrer Gesamtheit signifikant sind.
Das Volumen der vom GELSENWASSER-Konzern an nahestehende Personen und Unternehmen erbrachten bzw. von nahestehenden Personen und Unternehmen erhaltenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| VOLUMEN DER ERBRACHTEN LEISTUNGEN AN | VOLUMEN DER IN ANSPRUCH GENOMMENEN LEISTUNGEN VON | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Wasser und Gas Westfalen GmbH | - | - | - | - |
| Gemeinschaftsunternehmen | 82,7 | 62,2 | 40,6 | 23,3 |
| Assoziierte Unternehmen | 35,1 | 35,8 | 11,5 | 11,4 |
| Übrige nahestehende Unternehmen | 134,2 | 127,6 | 76,7 | 84,3 |
| Management in Schlüsselpositionen | - | - | - | - |
Bei den Liefer- und Leistungsbeziehungen handelt es sich i.d.R. um verkaufte und erworbene Energie, Güter und Dienstleistungen, Zinserträge aus Finanzierungsleasing sowie Zinserträge und -aufwendungen aus kurzfristigen Geldanlagen und Geldaufnahmen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings, jeweils zu marktüblichen Bedingungen. Die in der obigen Tabelle unter Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen separat ausgewiesenen Beträge betreffen ausschließlich diejenigen Unternehmen, an denen die GELSENWASSER AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Die Beziehungen zu den Tochterunternehmen, den gemeinschaftlichen Tätigkeiten, den Gemeinschaftsunternehmen und den assoziierten Unternehmen der ewmr-Gruppe und der Dortmunder Stadtwerke AG sind unter den übrigen nahestehenden Unternehmen enthalten.
Dem Key-Management (Management in Schlüsselpositionen) des GELSENWASSER-Konzerns gehören neben dem Aufsichtsrat und dem Vorstand alle Prokuristen der GELSEN-WASSER AG an. Die Vergütung des Key-Managements setzt sich wie folgt zusammen:
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| IN MIO. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 3,3 | 3,4 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 1,1 | 0,6 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 0,3 | 0,1 |
| 4,7 | 4,1 |
Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen ausschließlich den laufenden Dienstzeitaufwand aus den Pensionszusagen.
Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhalten neben ihrer Aufsichtsratsvergütung eine marktübliche Vergütung für ihren ausgeübten Hauptberuf von der GELSENWASSER AG. Die für den ausgeübten Hauptberuf erhaltene Vergütung ist in der obigen Tabelle nicht enthalten.
Am Bilanzstichtag werden gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen folgende Forderungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen:
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| FORDERUNGEN | VERBINDLICHKEITEN | |||
|---|---|---|---|---|
| IN MIO. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Wasser und Gas Westfalen GmbH | 14,1 | — | 77,4 | 67,8 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 115,9 | 97,3 | 5,3 | 3,1 |
| Assoziierte Unternehmen | 38,0 | 37,6 | 0,5 | - |
| Übrige nahestehende Unternehmen | 2,7 | 21,4 | 16,8 | 7,1 |
| Management in Schlüsselpositionen | — | — | 1,6 | 1,7 |
Die offenstehenden Beträge resultieren i.d.R. aus Forderungen aus Finanzierungsleasing, aus Vergütungen für Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen Geldanlagen und Geldaufnahmen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings sowie Gewinn-abführungsverpflichtungen. Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen enthalten zudem einen Rückerstattungsanspruch der GELSENWASSER AG für den Fall, dass diese aus einem abgegebenen abstrakten Schuldanerkenntnis in Anspruch genommen wird.
Die gegenüber dem Key-Management ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen noch nicht ausgezahlte ergebnisabhängige Vergütungsbestandteile sowie noch nicht ausgezahlte Aufsichtsratsvergütungen. Des Weiteren bestehen gegenüber dem Key-Management Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) im Barwert von insgesamt 13,0 Mio. € (Vorjahr: 12,6 Mio. €). Der Ermittlung liegt ein Rechnungszins von 2,4 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde.
Darüber hinaus bestehen wie im Vorjahr Eventualverbind-lichkeiten aufgrund von Gesellschafterzusagen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 13,6 Mio. €.
Die in der obigen Tabelle unter Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen separat ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die vorgenannten Eventualverbindlichkeiten betreffen ausschließlich diejenigen Unternehmen, an denen die GELSENWASSER AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Die Beziehungen zu den Tochterunternehmen, den gemeinschaftlichen Tätigkeiten, den Gemeinschaftsunternehmen und den assoziierten Unternehmen der ewmr-Gruppe und der Dortmunder Stadtwerke AG sind unter den übrigen nahestehenden Unternehmen enthalten.
HONORARE FÜR ABSCHLUSSPRÜFER
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der GEL-SENWASSER AG werden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Essen, geprüft. Mit Ausnahme der NGW GmbH, der WEST-FALICA GmbH, der GELSENWASSER Dresden GmbH und der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH werden die zum Bilanzstichtag vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ebenfalls von PwC geprüft. Auch die anteilig in den Konzernabschluss einbezogene VVWW wird von PwC geprüft.
Folgende Honorare wurden vom Konzernabschlussprüfer der GELSENWASSER AG und den Abschlussprüfern ihrer vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie der VVVVVV im Berichtsjahr als Aufwand erfasst:
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| IN T€ | 2015 |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 345 |
| davon von anderen Abschlussprüfern | 78 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 56 |
| davon von anderen Abschlussprüfern | 5 |
| Steuerberatungsleistungen | 13 |
| davon von anderen Abschlussprüfern | 11 |
| Sonstige Leistungen | 225 |
| davon von anderen Abschlussprüfern | 22 |
| 639 |
DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Aufsichtsrat und Vorstand der GELSENWASSER AG haben sich im Berichtsjahr erneut mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Der Wortlaut der aktuellen Erklärung nach § 161 AktG vom 16. Dezember 2015 kann im Internet unter http://www.gelsenwasser.de abgerufen werden.
GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS
(a) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung von 4.000 €. Darüber hinaus erhalten sie 32 ct pro 1.000 € des sich aus dem Konzernabschluss ergebenden Ergebnisses vor Ertragsteuern. Ergebnisanteile über 80.000.000 € bleiben dabei unberücksichtigt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, jeder Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Beträge. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit geringere Vergütung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten außerdem den Ersatz ihrer Auslagen.
Für das Geschäftsjahr 2015 betragen die Bezüge des Aufsichtsrats:
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| IN € | FESTE VERGÜTUNG | VARIABLE VERGÜTUNG | AUSLAGENERSATZ | INSGESAMT |
|---|---|---|---|---|
| Guntram Pehlke | 8.000,00 | 51.200,00 | 500,00 | 59.700,00 |
| Dr. Ottilie Scholz | 6.000,00 | 38.400,00 | 400,00 | 44.800,00 |
| Rainer Althans | 6.000,00 | 38.400,00 | 400,00 | 44.800,00 |
| Frank Baranowski | 4.000,00 | 25.600,00 | 200,00 | 29.800,00 |
| Hans-Detlef Bösel | 4.000,00 | 25.600,00 | 2.230,61 | 31.830,61 |
| Klaus Franz | 4.000,00 | 25.600,00 | 400,00 | 30.000,00 |
| Thomas Kaminski | 4.000,00 | 25.600,00 | 400,00 | 30.000,00 |
| Manfred Kossack | 4.000,00 | 25.600,00 | 300,00 | 29.900,00 |
| Christina Leitner | 4.000,00 | 25.600,00 | 300,00 | 29.900,00 |
| Jürgen Pellny | 4.000,00 | 25.600,00 | 600,00 | 30.200,00 |
| Jörg Stüdemann | 4.000,00 | 25.600,00 | 200,00 | 29.800,00 |
| Frank Thiel | 1.000,00 | 6.400,00 | 100,00 | 7.500,00 |
| Bernhard Wilmert | 3.000,00 | 19.200,00 | 300,00 | 22.500,00 |
| 56.000,00 | 358.400,00 | 6.330,61 | 420.730,61 |
(b) Gesamtbezüge des Vorstands
Mit Herrn Henning R. Deters und Herrn Dr. Dirk Waider sind neben einem festen Grundgehalt eine erfolgsabhängige Vergütung, deren Basis das jährliche Ergebnis vor Ertragsteuern des GELSENWASSER-Konzerns darstellt, eine jährliche erfolgsabhängige Vergütung, deren Höhe im Ermessen des Aufsichtsrats liegt, und eine erfolgsabhängige Vergütung, deren Höhe sich nach dem Grad der Zielerreichung über einen Drei-Jahres-Zeitraum bemisst, vereinbart. Ziel dabei ist die Einhaltung vereinbarter Größenordnungen der Kennzahl ROCE (return an capital employed).
Darüber hinaus enthält die Vergütung der Vorstandsmitglieder Sach- und sonstige Bezüge, die im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werten für Dienst-wagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Hinzu kommen Mandatseinkünfte für die Aufsichtsratstätigkeit in Unternehmen der GELSENWASSER-Gruppe.
Für das Geschäftsjahr 2015 betragen die Bezüge des Vorstands:
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| IN € | HENNING R. DETERS | DR.-ING. DIRK WAIDER | INSGESAMT |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Vergütung (Grundgehalt) | 390.000,00 | 262.500,00 | 652.500,00 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | |||
| - auf Basis Jahresergebnis | 91.683,52 | 61.710,06 | 153.393,58 |
| - nach Ermessen | 39.000,00 | 38.250,00 | 77.250,00 |
| - mit Mehrjahresbezug | 169.650,00 | 110.925,00 | 280.575,00 |
| Sach- und sonst. Bezüge | 17.569,44 | 36.968,64 | 54.538,08 |
| Mandatseinkünfte | 9.970,00 | 7.210,03 | 17.180,03 |
| 717.872,96 | 517.563,73 | 1.235.436,69 |
Des Weiteren bestehen Pensionszusagen, die den Vorstandsmitgliedern einen Anspruch auf lebenslange Ruhegeld- und Witwenversorgung einräumen.
Herrn Deters ist mit Vollendung des 62. Lebensjahres ein Ruhegehalt in Höhe von 70 % des Grundgehalts zugesagt. Für den Todesfall oder im Fall krankheitsbedingten Ausscheidens ist ab der zweiten Periode der Bestellung ein Ruhegehalt zugesagt, das 32 % des Grundgehalts beträgt und mit Vollendung eines jeden Dienstjahres um 2 % der ruhegehalts-fähigen Vergütung steigt. Herrn Dr. Waider, dessen Pensionsansprüche aus der Vorbeschäftigung im Unternehmen getrennt erhalten bleiben, ist mit Erreichen des 65. Lebensjahres oder für den Fall der Invalidität eine betriebliche Altersversorgung in Form einer beitragsorientierten Pensionszusage erteilt. Grundlage ist ein jährlicher Beitrag in Höhe von 30 % (bis Juni 2015: 20 %) des Grundgehalts.
Die Anwartschaft auf Witwenrente beträgt im Falle von Herrn Deters 55 % und bei Herrn Dr. Waider 60 % des Ruhegelds; im Todesfall während der Laufzeit des Anstellungsvertrags werden für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate die vollen Bezüge an die Witwen gezahlt.
Für den Fall der einvernehmlichen Beendigung des Anstellungsvertrags vor dem 30. September 2016 (Herr Deters) bzw. Dezember 2017 (Herr Dr. Waider) ist ein Übergangsgeld in Höhe eines halben Monatsgrundgehalts für jeden Kalendermonat der Dauer des Anstellungsvertrags festgelegt. Für den Fall der Vertragsbeendigung nach dem 30. September 2016 bzw. 31. Dezember 2017 sind für beide Vorstandsmitglieder Übergangsbezüge in Höhe von 50 % des Grundgehalts bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres vereinbart.
Mit beiden Vorstandsmitgliedern ist darüber hinaus eine Change-of-Control-Klausel vereinbart, die ihnen ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts hat Herr Deters einen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung in Höhe von maximal 1.000.000 € und Herr Dr. Waider von maximal 650.000 €.
Für die erteilten Pensionszusagen beläuft sich der Barwert der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2015 bei Herrn Deters auf 1.612.144 € (Vorjahr: 1.371.883 €) und bei Herrn Dr. Waider auf 634.228 € (Vorjahr: 563.684 €), wobei der Ermittlung jeweils ein Rechnungszins von 2,4 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde liegt.
Gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen bestehen Pensionsverpflichtungen (defined be-nefit obligations) im Barwert von insgesamt 22.631.661 € (Vorjahr: 24.235.296 €). Der Ermittlung liegt ein Rechnungszins von 2,4 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde. Die Bezüge betrugen 1.603.879,87 € (Vorjahr: 1.624.970,63 €).
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für den GELSENWASSER-Konzern eingetreten.
Der vorliegende Konzernabschluss wird vom Vorstand am 11. März 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.
ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2015
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| ANTEILE AM KAPITAL | EIGENKAPITAL | ERGEBNIS | ||
|---|---|---|---|---|
| UNMITTELBAR % | MITTELBAR % | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind | ||||
| Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, 1) Bitterfeld-Wolfen | 94 | 21.788 | ||
| GELSENWASSER Dresden GmbH, Dresden | 100 | 70.394 | 5.205 | |
| GELSENWASSER Energienetze GmbH,1) Gelsenkirchen | 100 | 66.094 | ||
| GELSENWASSER Magdeburg GmbH, 1) Magdeburg | 100 | 63.134 | ||
| GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, Hamburg | 100 | 49.936 | 3.156 | |
| NGW GmbH, 1) Duisburg | 100 | 3.010 | ||
| Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH, 1) Rheda-Wiedenbrück | 100 | 10.743 | ||
| WESTFALICA GmbH,1) Bad Oeynhausen | 100 | 6.000 | ||
| 2. Gemeinschaftliche Tätigkeit, die in den Konzernabschluss anteilig einbezogen ist | ||||
| Wasserwerke Westfalen GmbH, Dortmund | 50 | 17.689 | 126 | |
| 3. Tochterunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind | ||||
| AWS GmbH, Gelsenkirchen | 100 | 4.028 | 598 | |
| energiehoch3 GmbH, Hamburg | 100 | 1.165 | 88 | |
| Entsorgungsgesellschaft mbH Neues Land, Calvörde | 60 | 320 | 13 | |
| Gasversorgung Zehdenick GmbH, Zehdenick | 51 | 1.376 | 98 | |
| GELSENWASSER 1. Beteiligungs-GmbH, 1) Gelsenkirchen | 100 | 26 | ||
| GELSENWASSER 1. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 24 | ||
| GELSENWASSER Service GmbH (vormals GELSENWASSER 2. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH), Hamburg | 100 | 24 | ||
| GELSENWASSER 4. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 24 | —1 | |
| GELSENWASSER 5. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 24 | —1 | |
| GELSENWASSER Energienetze 1. Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 22 | ||
| GELSENWASSER Energienetze 2. Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 23 | ||
| Gasnetz Löhne Verwaltungs-GmbH (vormals GELSENWASSER Energienetze 3. Beteiligungsgesellschaft mbH), Löhne | 100 | 23 | ||
| Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG, 2) Löhne | 100 | 1 | ||
| GELSENWASSER Entwicklungsgesellschaft Dresden mbH, Dresden | 100 | 28 | 3 | |
| GELSENWASSER Polska GmbH, Hamburg | 100 | 25 | 14 | |
| GELSENWASSER Projektgesellschaft mbH, Hamburg | 100 | 5.219 | — 116 | |
| Havelstrom Zehdenick GmbH, Zehdenick | 51 | 2.233 | 215 | |
| Stadtwerke Zehdenick GmbH, Zehdenick | 74,9 | 5.949 | 999 | |
| Westfälische Wasser- und Umweltanalytik GmbH, Gelsenkirchen | 60 | 540 | 30 | |
| 4. Assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert sind | ||||
| Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH, * Gelsenkirchen | 51 | 23.855 | 3.155 | |
| CHEVAK Cheb a.s., Cheb, Tschechien | 28,2 | 59.609 | 1.411 | |
| GELSENWASSER 3. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 39 | 24 | ||
| Erdgasversorgung Schwalmtal GmbH & Co. KG, * Viersen | 50 | 3.109 | 1.930 | |
| Erdgasversorgung Schwalmtal Verwaltungs-GmbH, * Viersen | 50 | 35 | 1 | |
| Gas- und Wasserversorgung Höxter GmbH, * Höxter | 50 | 4.635 | 700 | |
| GKW-Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen GmbH, * Bitterfeld-Wolfen | 66 | 32.840 | 395 | |
| 4. Assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert sind | ||||
| MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (vormals GELSENWASSER Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG), * Lüdinghausen | 49 | 14.378 | -5 | |
| Gemeindewerke Hünxe GmbH, Hünxe | 49 | 4.138 | 291 | |
| GENREO - Gesellschaft zur Nutzung regenerativer Energien in Olfen mbH, * Olfen | 50 | 507 | -51 | |
| GSW Wasser-plus GmbH, * Kamen | 50 | 1.939 | 346 | |
| Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH, Bremen | 49 | 52.364 | 11.007 | |
| hertenwasser GmbH,* Heilen | 50 | 283 | 83 | |
| Infrastrukturgesellschaft Bitterfeld-Wolfen (ISG) mbH, Bitterfeld-Wolfen | 49 | 26 | - | |
| KGBE - Kommunale Gasspeicher Beteiligungsgesellschaft Epe mbH, Gronau | 25 | 33 | 1 | |
| KGE - Kommunale Gasspeichergesellschaft Epe mbH & Co. KG, Gronau | 25 | 28.480 | 1.641 | |
| KMS KRASLICKÁ MESTSKÁ SPOLEÖNOST s.r.o., * Kraslice, Tschechien | 50 | 3.079 | 251 | |
| Nahwärme Bad Oeynhausen-Löhne GmbH, Bad Oeynhausen | 26 | 2.895 | -51 | |
| NSG Netzservicegesellschaft Niederrhein mbH, * Wesel | 50 | 22 | -3 | |
| PD energy GmbH, * Bitterfeld-Wolfen | 50 | 10.110 | -881 | |
| Przedsigbiorstwo Wodociqgöw i Kanalizacji w Gtogowle Sp. z o.o., Gtogow, Polen | 46 | 23.426 | 1.111 | |
| PVU Prignitzer Energie- und Wasserversorgungsuntemehmen GmbH, Perleberg | 50 | 6.426 | 963 | |
| Stadtentwässerung Dresden GmbH, Dresden | 49 | 116.484 | 13.969 | |
| Stadtwerke - Altmärkische Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke GmbH Stendal, Stendal | 37,5 | 21.713 | 5.116 | |
| Stadtwerke Burg GmbH, Burg | 49 | 9.328 | 1.492 | |
| Stadtwerke Castrop-Rauxel GmbH, Castrop-Rauxel | 49,9 | 17 | - | |
| Stadtwerke Haltern am See GmbH, Haltern | 25,1 | 15.479 | 779 | |
| Stadtwerke Holzminden GmbH, Holzminden | 24,9 | 4.182 | 468 | |
| Stadtwerke Kaarst GmbH, * Kaarst | 50 | 6.357 | 1.400 | |
| Stadtwerke Kalkar GmbH & Co. KG, Kalkar | 49 | 3.563 | 526 | |
| Stadtwerke Kalkar Verwaltungs-GmbH, Kalkar | 49 | 35 | 1 | |
| Stadtwerke Weißenfels GmbH, Weißenfels | 24,5 | 23.278 | 3.434 | |
| Stadtwerke Wesel GmbH, Wesel | 20 | 16.770 | 1.744 | |
| Stadtwerke Zeitz GmbH, Zeitz | 24,5 | 20.784 | 2.900 | |
| Stadtwerke Delitzsch GmbH (vormals Technische Werke Delitzsch), Delitzsch | 30,5 | 14.928 | 4.472 | |
| Technische Werke Emmerich am Rhein GmbH, Emmerich am Rhein | 49,9 | 1.160 | 1.060 | |
| TEREA Cheb s.r.o., Cheb, * Tschechien | 50 | 8.831 | 735 | |
| Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr GmbH,* Bochum | 50 | 5.585 | 267 | |
| Wassergewinnung Essen GmbH,* Essen | 50 | 2.045 | 69 | |
| Wasserversorgung Herne GmbH & Co. KG, * Herne | 50 | 16.536 | 3.994 | |
| Wasserversorgung Herne Verwaltungs- GmbH, * Herne | 50 | 37 | 1 | |
| Wasserversorgung Voerde GmbH, * Voerde | 50 | 4.584 | 450 | |
| WBDU Wasserbeschaffungsgesellschaft Duisburg mbH, * Duisburg | 50 | 585 | 85 | |
| 5. Assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert sind | ||||
| Brauco Rohr- und Umweltservice GmbH & Co. Dienstleistungen KG, 3) 4) Berlin | 25,1 | 890 | 1.396 | |
| Brauco Rohr- und Umweltservice GmbH, 3)5) Berlin | 25,1 | 78 | 4 | |
| INSTITUT FÜR WASSERFORSCHUNG GmbH, 3) Dortmund | 33,3 | 44 | — 19 | |
| Netzgesellschaft Erwitte mbH & Co. KG, 2) Erwitte | 49 | 50 | - | |
| Wasserwirtschaft Leidersbach GmbH, * 3) Leidersbach | 50 | 263 | 47 | |
| WVE Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft mbH, 3) Schriesheim | 24,5 | 7.701 | — | |
| 6. Sonstige Beteiligungsunternehmen | ||||
| Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG, Magdeburg | 19,3 | 203.372 | 49.533 | |
| Städtische Werke Magdeburg Verwaltungs-GmbH, Magdeburg | 19,3 | 38 | 3 | |
| Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG, Aachen | 8,7 | 27.322 | 5.425 |
* Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11
1) Gewinnabführungsvertrag
2) Gründung in 2015, Jahresabschluss liegt noch nicht vor
3) Assoziierte Unternehmen von nicht konsolidierten Tochterunternehmen
4) Abweichendes Geschäftsjahr 1. Juli 2014 – 30. Juni 2015
5) Abweichendes Geschäftsjahr 1. Juli 2013 – 30. Juni 2014
ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2015
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| DURCHSCHNITTSKURS | STICHTAGSKURS | |
|---|---|---|
| ENTSPRICHT | 2015 | 31.12.2015 |
| --- | --- | --- |
| Tschechische Krone | 27,28 | 27,02 |
| Polnischer Zloty | 4,18 | 4,26 |
* Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11
1) Gewinnabführungsvertrag
2) Gründung in 2015, Jahresabschluss liegt noch nicht vor
3) Assoziierte Unternehmen von nicht konsolidierten Tochterunternehmen
4) Abweichendes Geschäftsjahr 1. Juli 2014 – 30. Juni 2015
5) Abweichendes Geschäftsjahr 1. Juli 2013 – 30. Juni 2014
AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Angegeben sind die Mandate, die die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2015 innehatten.
| a) | Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
| b) | Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
* Vertreter der Arbeitnehmer
Mitglieder des Aufsichtsrats
Guntram Pehlke
Dortmund
Vorsitzender
Vorsitzender des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG
a)
| • | STEAG GmbH (Vorsitzender) |
| • | EDG Entsorgung Dortmund GmbH |
| • | KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH |
| • | RWE Vertrieb AG |
| • | WV Energie AG |
b)
| • | EDG Holding GmbH |
Dr. Ottilie Scholz
Bochum
Stellvertretende Vorsitzende bis 31. Dezember 2015
Mitglied bis 31. Dezember 2015
Oberbürgermeisterin a.D.
a)
| • | Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Bochum Perspektive 2022 GmbH (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH bis 20. Oktober 2015 |
| • | Entwicklungsgesellschaft Ruhr-Bochum mbH bis 20. Oktober 2015 |
| • | Holding für Versorgung und Verkehr GmbH (HVV) (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | RWE Deutschland AG bis 20. Oktober 2015 |
| • | Stadtwerke Bochum GmbH (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Stadtwerke Bochum Holding GmbH (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 Stadtwerke Bochum Netz GmbH bis 20. Oktober 2015 |
| • | Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr GmbH bis 20. Oktober 2015 |
| • | Wirtschaftsförderung Bochum WiFö GmbH (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Wirtschaftsförderung Bochum Holding WBH GmbH (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
b)
| • | Bochum-Gelsenkirchener Bahngesellschaft mbH (stellvertretende Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Bochum Marketing GmbH (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Emschergenossenschaft (Vorsitzende des Genossenschaftsrats) bis 20. Oktober 2015 |
| • | evu zählwerk Abrechnungs- und Servicegesellschaft mbH (Vorsitzende) bis 20. Oktober 2015 |
| • | NRW.BANK (Mitglied des Beirats) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Sparkasse Bochum (Vorsitzende des Verwaltungsrats) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Sparkassenverband Westfalen-Lippe (verschiedene Gremien des Verbands) bis 20. Oktober 2015 |
| • | Tierpark Bochum gGmbH bis 20. Oktober 2015 |
Thomas Eiskirch
| Bochum | |
| Stellvertretender Vorsitzender seit 15. Februar 2016 | |
| Mitglied seit 16. Januar 2016 | |
| Oberbürgermeister |
Rainer Althans*
| Gelsenkirchen | |
| Stellvertretender Vorsitzender | |
| Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der GELSENWASSER AG |
Frank Baranowski
| Gelsenkirchen | |
| Oberbürgermeister |
a)
| • | Emscher Lippe Energie GmbH |
b)
| • |
| • | Emschergenossenschaft (Mitglied des Genossenschaftsrats) |
| • | Sparkasse Gelsenkirchen (Vorsitzender des Verwaltungsrats) |
Hans-Detlef Bösel
| Briesen (Mark) Kaufmann |
Klaus Franz
| Bochum Geschäftsführer fmsc GmbH |
a)
| • | Holding für Versorgung und Verkehr GmbH (HVV) |
| • | Stadtwerke Bochum GmbH |
| • | Gesamtverband Dämmstoffindustrie (Vorsitzender) bis 31. Oktober 2015 |
| • | GMVK Procurement GmbH seit 1. November 2015 |
| • | HusCompagniet NS bis 30. September 2015 |
| • | Skamol NS seit 1. November 2015 |
Thomas Kaminski *
| Gladbeck Freigestellter stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der GELSENWASSER AG |
Manfred Kossack
| Unna Mitglied des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG Mitglied der Geschäftsführung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH |
a)
| • | EDG Entsorgung Dortmund GmbH |
| • | EDG Holding GmbH |
| • | Wasserwerke Westfalen GmbH |
Christina Leitner *
| Gelsenkirchen Sekretärin |
Jürgen Pellny *
| Duisburg Betriebstechniker |
b)
| • | Gemeindewerke Hünxe GmbH |
Jörg Stüdemann
| Dortmund Stadtdirektor und Stadtkämmerer |
a)
| • | EDG Entsorgung Dortmund GmbH |
| • | EDG Holding GmbH |
| • | Technologiezentrum Dortmund GmbH |
| • | Konzerthaus Dortmund GmbH |
Frank Thiel
| Castrop-Rauxel seit 1. Oktober 2015 Mitglied der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding GmbH |
a)
| • | rku.it GmbH seit 26. Februar 2015 |
| • | Stadtwerke Bochum Netz GmbH seit 1. Oktober 2015 |
Bernhard Wilmert
| Bochum bis 30. September 2015 Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding GmbH bis 30. Juni 2015 |
a)
| • | STEAG GmbH |
b)
| • | VBW Bauen und Wohnen GmbH (Vorsitzender |
| • | Fernwärmeversorgung Universitäts-Wohnstadt Bochum GmbH (Vorsitzender des Beirats) |
| • | rku.it GmbH bis 10. Februar 2015 |
| • | Stadtwerke Bochum Netz GmbH |
| • | Trianel GmbH (Vorsitzender) |
Vorstand
Henning R. Deters
| Essen Vorsitzender des Vorstands seit 2011 |
Unternehmensbereiche Finanzen, Personal und Controlling, Recht, Strategie, Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Vertrieb
a)
| • | Stadtwerke Göttingen AG |
b)
| • | hertenwasser GmbH (stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Stadtentwässerung Dresden GmbH (stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr GmbH (stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Stadtwerke - Altmärkische Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke GmbH Stendal (stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG |
| • | Wasserwerke Westfalen GmbH |
Dr.-Ing. Dirk Waider
| Krefeld Mitglied des Vorstands seit 2013 |
Unternehmensbereiche Abwasser, Energie- und Messtechnik, Verteilung Wasser, Wasserwerke, Zentrale Technik und Forschung
b)
| • | Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH (Vorsitzender im Wechsel) |
| • | Wasserversorgung Herne GmbH & Co. KG (Vorsitzender im Wechsel) |
| • | Wasserversorgung Herne Verwaltungs- GmbH (Vorsitzender im Wechsel) |
| • | Wasserwerke Westfalen GmbH (Vorsitzender im Wechsel) |
| • | SEH Stadtentwässerung Herne GmbH & Co. KG (stellvertretender Vorsitzender) |
| • | SEH Stadtentwässerung Herne Verwaltungs GmbH (stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Stadtentwässerung Dresden GmbH |
| • | Stadtwerke Haltern am See GmbH (stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Lippeverband (Mitglied des Verbandsrats) |
| • | Ruhrverband (stellvertretender Vorsitzender des Verbandsrats) seit 4. Dezember 2015 |
Gelsenkirchen, 11. März 2016
GELSENWASSER AG
Der Vorstand
Henning R. Deters
Dr.-Ing. Dirk Waider