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GBS Software AG Management Reports 2018

Jun 26, 2018

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Management Reports

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Geschäftsbericht

zum 31. Dezember 2017

GBS Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

Geschäftsbericht | 2017

Inhaltsverzeichnis

Bericht des Aufsichtsrates 4
Strategische Fragen 5
Zustimmungspflichtige Geschäfte 5
Ausschüsse/Beirat 5
Sitzungen und Teilnahme 5
Corporate Governance und Entsprechenserklärung 6
Veränderungen im Aufsichtsrat 6
Jahresabschlussprüfung 2017 6
Lagebericht 7
I.
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
7
1. Ausgangssituation/ wirtschaftliche Rahmenbedingungen 7
2. Strategie und Geschäftsverlauf 7
3. Beteiligungen 8
II.
Organisation der GBS Software AG
9
1.Vorstand 9
2.Aufsichtsrat 9
3. Mitarbeiter 9
III.Ziele und Strategie 10
1. Ziele 10
2.Strategie 10
IV.Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 11
V.
Risikobericht
11
1. Risiko- und Chancenmanagementsystem 12
2. Risiken von Beteiligungen 12
3. Kostenrisiken 13
4. Operative Risiken 13
5. Technische Risiken 14
6. Liquiditätsrisiken 14
7. Rechtliche Risiken 14
8. Finanzwirtschaftliche Risiken 15

Geschäftsbericht | 2017

9. Währungs- und Länderrisiko 15
10. Gesamtaussage zur Risikosituation 15
VI. Prognosebericht/Ausblick 15
Jahresabschluss 17
Gewinn- und Verlustrechnung 18
Bilanz Aktiva 19
Bilanz Passiva 20
Anhang 21
I.
Allgemeine Angaben zum Unternehmen
21
II.
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses
21
III.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
21
IV.
Erläuterungen zur Bilanz
23
1.
Anlagevermögen
23
2.
Vorräte
24
3.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
24
4.
Kapitalflussrechnung
25
5.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
26
6.
Eigenkapital
26
7.
Rückstellungen
27
8.
Verbindlichkeiten
28
9.
sonstige finanzielle Verpflichtungen
29
10. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 29
11. Sonstige Pflichtangaben 30
V.
Nachtragsbericht
31
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 32
Impressum 34
Zukunftsorientierte Aussagen 34
Kontakt 34

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat erstattet hiermit Bericht über die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Geschäftsjahr 2017. Wir blicken wiederum auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2017 zurück, indem wir uns neben der Abwicklung des in 2016 erfolgten Verkaufs sämtlicher Geschäftsanteile unserer 100%-igen Tochtergesellschaften, nämlich der GROUP Business Software Europa GmbH und der GROUP Business Software (UK) Ltd., und der Neuausrichtung der Gesellschaft beschäftigt haben. Dies erforderte intensive Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, um die Weichen für ein neues Geschäftsmodell auf der Basis fundierter Betrachtungen und Analysen zu stellen.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit der entsprechenden Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands haben wir die Geschäftsentwicklung sowie die für das Unternehmen wichtigen Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den erstellten Planungsunterlagen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat intensiv behandelt. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab.

Im Berichtsjahr fanden sechs ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates statt. In diesen Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend über die Geschäftsentwicklung und beabsichtigte Neuausrichtung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, sowie über die Finanz- und Investitionsplanung wie auch die Kosten-/ Umsatzentwicklung und die Liquiditätslage. Außerdem informierte der Vorstand über Vorgänge von besonderer Bedeutung auch außerhalb von Sitzungen auf schriftlichem und mündlichem Wege.

Die Schwerpunkte der Erörterungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat 2017 lagen im Bereich der Beteiligungsstruktur der Gesellschaft, der Unternehmensstrategie und des Jahresabschlusses. Die relevanten Themen wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat eingehend erörtert.

Als Aufsichtsrat waren wir in alle Entscheidungen, die für die GBS Software AG von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden.

Über die Entwicklung der Bilanzpositionen wurde der Aufsichtsrat umfassend in Kenntnis gesetzt. Die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden strategischen Chancen und Risiken der weiteren Unternehmensorientierung sowie über das Risikomanagement hat der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand diskutiert und die entsprechenden Maßnahmen und Entscheidungen mit begleitet. Das Risikomanagement der Gesellschaft unterzog der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzung am 26.06.2017 nach seiner Prüfung in den Jahren 2016 und 2015 erneut einer gesonderten und intensiven Prüfung.

Strategische Fragen

Der Vorstand und das Management berichteten ausführlich und regelmäßig über den operativen Geschäftsverlauf, die Geschäftsergebnisse, und über weitere strategisch relevante Entwicklungen. Insbesondere die Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Optionen rund um mögliche strategische Kooperationen und Beteiligungsoptionen wurden in mehreren Sitzungen intensiv diskutiert.

In seiner ersten Sitzung vom 09.03.2017 erörterte der Aufsichtsrat u.a. den vorläufigen Abschluss der Gesellschaft sowie die Behandlung des Verrechnungskontos zwischen der GBS Software AG und der GROUP Business Software Europa GmbH im Abschluss für das Geschäftsjahr 2016, den Status der steuerlichen Betriebsprüfung und Fragen in Zusammenhang mit bestehenden und zukünftigen Beteiligungen. In den darauffolgenden fünf Sitzungen (26.06.2017, 31.08.2017, 04.10.2017, 16.11.2017, 28.12.2017) befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit den operativen und strategischen Fragestellungen der Gesellschaft.

Zustimmungspflichtige Geschäfte

Nach der Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats bedürfen bestimmte Geschäfte und Maßnahmen, insbesondere die Finanz- und Investitionsplanung der Zustimmung des Aufsichtsrats.

In Rahmen dieser Zustimmungsvorbehalte erörterte und verabschiedete der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 09.03.2017 die Finanz- und Budgetplanung der GBS Software AG für das Geschäftsjahr 2017. In seiner Sitzung vom 26.06.2017 hat der Aufsichtsrat eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand beschlossen.

Die Sitzungen vom 04.10.2017 und 16.11.2017 umfassten auch die der Hauptversammlung vorzulegenden Beschlussvorschläge zur Vorlage des Abschlusses für das Geschäftsjahr 2016, zu den Entlastungsvorschlägen für Vorstand und Aufsichtsrat, zur Satzungsänderung in Zusammenhang mit der Verlegung des Firmensitzes nach Karlsruhe, zur Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien im ordentlichen Einziehungsverfahren und zur Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb von Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 6 AktG nebst Satzungsänderung sowie zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017.

Ausschüsse/Beirat

Ausschüsse wurden im Geschäftsjahr 2017 keine gebildet. Ein Beirat bestand nicht.

Sitzungen und Teilnahme

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2017 in sechs regelmäßigen Sitzungen, an denen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die GBS Software AG orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist für die Organe der Gesellschaft selbstverständlich. Im Dezember 2002 erfolgte die erste Entsprechenserklärung; weitere folgten am 17. März 2003, am 3. Mai 2004, am 07. Juni 2005, am 04. Juli 2006, am 23. April 2007, am 17. April 2008, am 20.04.2009 sowie am 19. April 2010.

Wie in den Jahren 2011 bis 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat auch in 2017 beschlossen von der Erstellung der Entsprechenserklärung, dessen Abgabe aufgrund der Notierung im Entry Standard nicht vorgeschrieben ist, abzusehen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 gehörten dem Aufsichtsrat die Mitglieder Praschinger, Malsch und Dr. Berz an. Es gab im Laufe des Geschäftsjahres 2017 keine Veränderungen.

Jahresabschlussprüfung 2017

Der von der Hauptversammlung am 28.12.2017 gewählte Abschlussprüfer Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden hat den nach HGB aufgestellte Jahresabschluss der GBS Software AG zum 31. Dezember 2017 sowie den Lagebericht geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Im Rahmen dieser Prüfung wurden auch die Buchführung und das interne Kontrollsystem einer Prüfung unterzogen.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden der Jahresabschluss, der Lagebericht, als auch die Prüfberichte vollständig und rechtzeitig vorgelegt. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 07.06.2018 in Karlsruhe wurden die Abschlussunterlagen in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt und vom Aufsichtsrat mit Blick auf die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Abschluss, den Lagebericht und die Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung am 26.06.2018 seine Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss und den Lagebericht gemäß § 171 Aktiengesetz gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und der Belegschaft für ihren großen Einsatz und für ihre Leistungen im Geschäftsjahr.

Karlsruhe, im Juni 2018

Der Aufsichtsrat

Johann Praschinger, Vorsitzender

Lagebericht

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Ausgangssituation/ wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft soll gemäß einer Prognoses des internationalen Währungsfonds (IWF) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 um rund 3,7% steigen. Der IWF sagt für das laufende Geschäftsjahr 2018 und für 2019 mit einem Wachstum von jeweils 3,9% eine Stärkung der Weltwirtschaft voraus.

Für die Eurozone sieht der IWF erneut kaum Veränderungen. Das Gebiet der Gemeinschaftswährung werde in den beiden nächsten Jahren, wie bisher prognostiziert, um jeweils etwa 2,2% (2018) und 2,0% (2019) wachsen. Deutschland läge mit 2,3% (2018) und 2,0% (2019) etwas darüber. In den USA solle die Wirtschaftsleistung um 2,7% (2018) und 2,5% (2019) zunehmen, nach 2,3% im Vorjahr (2017).

Die Lage in den Schwellenländern wird gegenüber dem Jahr 2017 als günstiger angesehen. So soll sich die wirtschaftliche Expansion in den Schwellenländern trotz vorhandener struktureller Probleme allmählich verstärken. In China dürfte das Wachstum somit erneut oberhalb von 6% bleiben. In Lateinamerika dürfte sich die Erholung mit einem Wachstum von 1,9% (2018) und von 2,6% (2019) leicht verstärken. Diese Veränderung spiegelt in erster Linie verbesserte Aussichten für Mexiko wider, die von der stärkeren US-Nachfrage, einer festeren Erholung in Brasilien und den günstigen Auswirkungen höherer Rohstoffpreise und leichterer Finanzierungsbedingungen für einige rohstoffexportierende Länder profitierten.

Die sehr gute Stimmung in den deutschen Unternehmen hat im Frühjahr 2018 einen deutlichen Dämpfer erhalten. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar 2018 auf 115,4 Punkte gesunken, nach 117,6 im Januar 2018. Die Unternehmer waren somit weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage, dennoch war der Wert der zweithöchste seit 1991. Dies deutet laut dem ifo Institut auf ein Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von 0,7% hin. Dennoch nahmen die Unternehmer den optimistischen Ausblick auf die kommenden Monate merklich zurück. Die deutsche Wirtschaft tritt, so schreibt es das ifo Institut in seiner Presseerklärung vom 22.02.2018, auf die "Euphoriebremse".

2. Strategie und Geschäftsverlauf

Die GBS Software AG hat mit Wirkung zum 01.12.2016 nach vorheriger Zustimmung durch ihre Hauptversammlung mit dem Erlös aus dem Verkauf von zwei wesentlichen Beteiligungen fällige Schulden getilgt, ihr Eigenkapital gestärkt und damit die Voraussetzungen geschaffen, um in der Zukunft in attraktive Technologie-Beteiligungen – wenn auch in geringerem Umfang – investieren zu können.

Die GBS Software AG war im vergangenen Geschäftsjahr in Form einer typischen Holdingstruktur organisiert und leistete im Wesentlichen administrative und beratende Dienstleistungen, was auch für die Zukunft beibehalten werden soll.

Nachdem das erste Quartal des Jahres 2017 durch die Abwicklung des Verkaufs der zwei wesentlichen Beteiligungsgesellschaften geprägt war, haben wir uns verstärkt auf die Marktanalyse zukunftsträchtiger Technologien konzentriert. Neben einer Reihe von Technologien und Verfahren haben wir insbesondere das Augenmerk auf den Bereich Zahlungsverkehr und die sich in diesem Zuge nicht zuletzt durch die Umsetzung von PSD 2 (Payment Service Direktive 2) beschleunigten Marktveränderungen konzentriert. Manche Marktteilnehmer sehen in der Einführung von PSD 2 einen "historischen Meilenstein" ähnlich der Einführung der ersten Kreditkarten Ende der fünfziger Jahre. Für die Gesellschaft sehen wir attraktive Beteiligungsoptionen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr näher untersucht wurden. Als Ergebnis dieser Untersuchungen ist die Gesellschaft mit Beginn des Jahres 2018 in konkrete Sondierungsgespräche eingetreten, die eine Beteiligung in diesem Segment, deren Eintritt und deren Struktur - aufgrund laufender Gespräche und massiver Veränderungen in diesem Marktumfeld - zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses jedoch noch nicht abschließend beurteilt werden können, zum Ziel haben.

Die Investitionsstrategie der GBS Software AG fokussiert dabei vorrangig auf Kapitalgesellschaften und Projekte der Zahlungsverkehrsbranche. Dabei stehen neben günstigen Prognoseaussichten insbesondere langjährige Markterfahrungen und eine gute Marktstellung der Zielgesellschaften im Vordergrund. Im Heimatsegment der GBS Gruppe bieten sich häufig günstige Konstellationen, deren Identifizierung und gewinnbringende Umsetzung dabei im Fokus stehen.

Das Grundkapital der GBS Software AG war zum Bilanzstichtag 31.12.2017 eingeteilt in 6.000.000 Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie. Die Aktien der Gesellschaft sind im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

3. Beteiligungen

Die GBS Software AG hat am 24.10.2016 sämtliche Geschäftsanteile an der GROUP Business Software Europa GmbH und an der GROUP Business Software (UK) Ltd. an die Bulpros GmbH, Frankfurt verkauft. Der Kaufvertrag wurde am 01.12.2016 dinglich vollzogen, so dass die GBS Software AG zum Stichtag 31.12.2016 keine Anteile mehr an der GROUP Business Software Europa GmbH und an der GROUP Business Software (UK) Ltd. hält und ihr auch keine Mehrheit der Stimmrechte an den Gesellschafteranteilen der verkaufen Gesellschaften mehr zusteht. Folgende aktive Beteiligungen hielt die GBS Software AG zum jeweils angegebenen Stichtag.

GROUP Business Software Corp. (GBS Corp. USA), zum 31.12.2017

Die GROUP Business Software Corporation, USA, (GBS Corp. USA) verfügt über kein eigenes operatives Geschäft . Ihr stehen aus einem am 01.07.2015 abgeschlossenen Outsourcing-Vertrag Leistungen zu. Die sich aus diesen Leistungen ergebenden Zahlungen an die Gesellschaft sind weiterhin ausstehend und befinden sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichtes weiterhin in anwaltlicher Klärung. Der Ausgang der

Beitreibungsaktivitäten, deren zeitlicher Rahmen und die Solvenz des Schuldners sind nach wie vor nicht ausreichend zu beurteilen. Der Beteiligungsbuchwert der GBS Corp. USA beträgt daher 1 TEUR.

GROUPSOFTWARE LLC zum 31.12.2017

Als reine Abrechnungsgesellschaft für internationale Kunden der GBS Software AG für den Verkauf von Leistungen der Intelliprint Produktlinie wurde Anfang des Jahres 2017 die GROUPSOFTWARE LLC mit Sitz in Florida, USA gegründet. Die Gesellschaft verfügt weder über eigene Mitarbeiter noch besitzt sie eigene Kundenrechte.

II. Organisation der GBS Software AG

1. Vorstand

Alleiniger Vorstand unserer Gesellschaft im durch diesen Geschäftsbericht erfassten Zeitraum 01.01.2017 bis 31.12.2017 war Herr Markus Ernst. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde im November 2015 durch den Aufsichtsrat der GBS Software AG in enger Abstimmung mit dem damaligen Beirat neu geregelt. Es beinhaltet eine fixe und eine variable Komponente und besteht unverändert fort. Zielsetzung der neuen Regelung war die Anpassung dieser variablen Vergütungskomponente an die aktuellen Planungen der Gesellschaft sowie eine stärkere Ausrichtung der Erfolgsziele auf die Besonderheiten eines Beteiligungsunternehmens. Weiterhin wurden die Vergütungen aus den Erfolgszielen durch sogenannte Auszahlungslimits beschränkt.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017 betrugen TEUR 135 (2016: TEUR 268).

2. Aufsichtsrat

Im Berichtszeitraum setzte sich der Aufsichtsrat der GBS Software AG wie folgt zusammen:

  • Herr Johann Praschinger, Vorsitzender, Rechtsanwalt, Unternehmensberater,
  • Herr Dr. jur. Stefan Berz, stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v. Gronau Berz (GbR), Grünwald b. München,
  • Herr Arnold Malsch, selbständiger Steuerberater, Karlsruhe.

3. Mitarbeiter

Die Zahl der festangestellten Mitarbeiter - ohne Vorstand - betrug zum Stichtag 1 (2016: 1) Mitarbeiter.

III.Ziele und Strategie

1. Ziele

Wir wollen durch geeignete Beteiligungen wichtiger Anbieter im sich derzeit stark verändernden europäischen Zahlungsverkehrsmarkt werden. Worum geht es bei diesen Veränderungen im Wesentlichen?

Erstens finden wir hierbei neue Technologien und Prozesse. Zurzeit werden diese hauptsächlich an der Schnittstelle zum Kunden eingesetzt, beispielsweise um Bezahlvorgänge einfacher zu gestalten. Instant Payments – als Echtzeitzahlungen im Massenzahlungsverkehr – werden zu neu strukturierten Prozessen führen. Ferner könnte die Blockchain-Technologie künftig weiteres produktives Potenzial entfalten.

Zweitens nehmen mit fortschreitender Digitalisierung die Anzahl und damit auch vor allem der Wert der gesammelten Kundeninformationen zu. Die Möglichkeiten des Marketings und die Sorge um den richtigen Umgang mit diesen Datenmassen werden immer wichtiger. Der Schutz dieser persönlichen Daten ist besonders für Verbraucher in Deutschland ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz solcher Innovationen. Daher müssen die Marktteilnehmer zukünftig verstärkt in Missbrauchsprävention und in Cybersicherheit investieren.

Daraus folgt drittens eine Zunahme des Wettbewerbs. So wächst die Zahl konkurrierender Zahlungslösungen und anbieter. Hier steigen Nichtbanken wie FinTechs, Händler oder große Internet-Plattformen in den Ring. Auch der Wettbewerb zwischen den etablierten Spielern wird zunehmen. Die PSD2-regulierte Öffnung von Schnittstellen zum Girokonto wird diese Entwicklung weiter fördern.

Um hier im laufenden Geschäftsjahr Fuß zu fassen, haben wir in 2017 bereits Kontakte initiiert und führen derzeit entsprechende Sondierungsgespräche mit möglichen Beteiligungen und Optionen.

2. Strategie

Wir lassen uns bei unseren Beteiligungsentscheidungen im Schwerpunkt von einer stabilen und nachvollziehbar gefestigten Marktposition mit attraktivem Wachstums- und Konsolidierungspotential, einem transparenten und kontrollierbaren Risikoprofil und nachhaltig profitablen Geschäftsmodellen zukünftiger Investitionsobjekte leiten. Wir fokussieren bei unseren Investitionsentscheidungen dabei auf Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum mit starker Organisation und erfahrenem Management insbesondere aus dem Technologieumfeld und dem Finanzdienstleistungssektor. Typische Beteiligungsansätze sind dabei klassische Management Buy Out / Buy In Transaktionen,Konzernausgründungen oder Joint Ventures. Gerade bei komplexen Transaktionsstrukturen können wir neben unserem eigenen Know-how auf ein ausgezeichnetes Expertennetzwerk zurückgreifen.

IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nach der Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile an den 100%-igen Tochtergesellschaften GROUP Business Software Europa GmbH und GROUP Business Software (UK) Ltd. im Geschäftsjahr 2016, war das Geschäftsjahr 2017 im wesentlichen durch die Abwicklung dieses Verkaufes sowie durch die Vorbereitung späterer Maßnahmen zum Ausbau des Beteiligungsgeschäftes geprägt. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich daher aus dem vorstehend genannten Verkauf. So liegen die gesamten Erträge (Gesamtleistung) in 2017 bei TEUR 335 (2016: TEUR 6.043). Das Rohergebnis der Gesellschaft betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 TEUR 146 (2016: TEUR 5.975). Unter Berücksichtigung der Personalaufwendungen von 60 TEUR (2016: TEUR 50), der Abschreibungen von TEUR 592 (2016: TEUR 870) sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 334 (2016: TEUR 1.234) ergibt sich ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR minus 839 für das Geschäftsjahr 2017 (2016: TEUR 3.821).

Bis zum 30.11.2016 bestand zwischen der GBS Software AG und der GROUP Business Software Europa GmbH ein Unternehmensvertrag. Die aufgrund dieses Vertrages zufließende Gewinnabführung für das am 30.11.2016 endende Rumpfgeschäftsjahr betrug im Jahr 2016 TEUR 301. Im Jahr 2017 erfolgte aufgrund der Beendigung dieses Unternehmensvertrages keine Gewinnabführung. Unter Berücksichtigung der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen von TEUR 48 (2016: TEUR 178), den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von TEUR 13 (2016: TEUR 567) und dem Ertrag aus der Auflösung einer Steuerrückstellung von TEUR 59 ergibt sich ein Finanzergebnis von TEUR 94 (2016: minus TEUR 587) und damit ein Ergebnis nach Steuern und ein Jahresfehlbetrag für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 in Höhe von minus TEUR 745 (2016: TEUR 3.234).

Das Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 auf TEUR 4.444 (2016: TEUR 5.189). Die Bilanzsumme beträgt zum Geschäftsjahresende 2017 TEUR 4.675 (2016: TEUR 5.789).

Die Gesellschaft hat wie angekündigt im Geschäftsjahr 2016 ihre hohen Darlehensverpflichtungen planmäßig getilgt und damit die Grundlage geschaffen, um zukünftig erfolgreich in nachhaltige Geschäftsmodelle zu investieren bzw. sich an diesen zu beteiligen.

Die Liquidität der Gesellschaft nahm in Folge des vorstehend genannten Verkaufs erheblich zu und beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 auf TEUR 1.128 (2016: TEUR 681).

Auf eine ausgewogene Liquiditätssituation wird auch im Jahr 2018 ein deutlicher Fokus gelegt, so dass davon auszugehen ist, dass die vorhandenen liquiden Mittel ausreichen, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten.

V. Risikobericht

Das Risikomanagement hat in seiner Gesamtheit sicherzustellen, bestehende Risiken zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Die Risiken werden vom Management der Gesellschaft und dem Management der Beteiligungsgesellschaften laufend bestimmt, bewertet und soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll minimiert oder auf Dritte verlagert.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in der Zukunft Risiken übersehen oder fehlerhaft bewertet werden und sich diese Risiken zum Nachteil der Gesellschaft realisieren.

Ein besonderes Risiko liegt darin begründet, dass das Management die Marktsituation, sowie Beteiligungsrisiken und damit zusammenhängende zukünftige Entwicklungen falsch einschätzen könnte.

1. Risiko- und Chancenmanagementsystem

Die GBS Software AG ist in ihrem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Diese ergeben sich durch externe Ereignisse, wie Markt- oder Gesetzesänderungen, aber auch interne Ereignisse bzw. Veränderungen. Jeder Geschäftsvorfall birgt Chancen und Risiken. Mithilfe des unternehmensinternen Risikomanagementsystems sollen Gefahren frühzeitig identifiziert und abgewehrt werden. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Unternehmens informiert.

Art und Größe der GBS Software AG als mittelständisches, aber über seinen Beteiligungsbereich auch international tätiges, börsennotiertes Unternehmen sowie Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäfte beeinflussen die Ausgestaltung des Risikomanagements.

Ziel des Risikomanagements ist es, den aktuellen und zukünftigen Unternehmenserfolg zu sichern und mögliche Risikokosten zu minimieren. Letztere setzen sich aus den Versicherungsprämien, den Kosten für die Schadenverhütung und der Verwaltung von Risiken zusammen.

Risiken werden zunächst identifiziert – unter Einbeziehung der betroffenen Unternehmensbereiche – und dann bewertet. Mit der Bewertung werden Maßnahmen zur Kontrolle, zur Reduktion oder Verlagerung des Risikos definiert.

Darüber hinaus beobachten wir systematisch die Risiken aus dem laufenden Geschäft. Dazu zählen beispielsweise die unter Einbeziehung historischer Größen erfolgende Kosten- und Ertragsplanung, die ständige Beobachtung der Ertrags- und Kostenentwicklung, und das Management etwaiger Währungsrisiken.

Jedes unternehmerische Handeln birgt neben Chancen naturgemäß auch Risiken. Ziel der GBS Software AG ist es, Chancen erfolgsorientiert zu nutzen und möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und die daraus resultierenden Auswirkungen zu gewinnen, um mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können. Hierzu verwendet die Gesellschaft geeignete Reportinginstrumente.

2. Risiken von Beteiligungen

Die GBS Software AG und ihre Beteiligungen sind verschiedenen regulatorischen Umfeldern unterworfen. Dies spielt bei der Beurteilung des Beteiligungsrisikos eine bedeutende Rolle.

Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit neuer und bestehender Beteiligungen werden diese einer kontinuierlichen Kontrolle unterzogen. Dadurch sollen auftretende Probleme oder unerwartete Ereignisse in den Gesellschaften

rechtzeitig erkannt werden, um so die finanzielle Auswirkung auf die betroffenen Gesellschaften frühzeitig abschätzen und abbilden zu können.

Um das Risiko des vollständigen oder teilweisen Ausfalls von Beteiligungswerten zu minimieren, findet eine permanente Überwachung auf der Ebene der Einzelgesellschaften statt. Das Management der Einzelgesellschaften obliegt in der Regel auch zukünftig dem dortigen Management. Insofern besteht ein grundsätzliches Risiko von Fehleinschätzungen und/ oder Fehlentscheidungen mit der Möglichkeit von direkten negativen Auswirkungen auf die Konzernobergesellschaft. Dies kann grundsätzlich den Fortbestand der Einzelgesellschaft und je nach Tragweite auch den Fortbestand der Konzernobergesellschaft gefährden.

Zusätzlich werden die bestehenden Beteiligungen zu jedem Jahresabschluss anhand eines geeigneten Bewertungsmodells auf mögliche Wertminderungen hin überprüft. Die Entscheidung über das Eingehen oder Auflösen von Beteiligungspositionen trifft der Vorstand der GBS Software AG in Abstimmung mit den zuständigen Gremien.

3. Kostenrisiken

Kostenrisiken sowie die Beeinträchtigung der Ertragskraft unseres Unternehmens sollen durch Plan-Ist-Vergleiche sämtlicher Kosten eingeschränkt werden. Darüber hinaus soll durch die Erstellung von Zwischen- und Planberichten sichergestellt werden, dass gegebenenfalls frühzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Gesellschaft versucht alles Erforderliche umzusetzen, um keine unnötigen Kostenrisiken einzugehen und diese rechtzeitig zu erkennen und sodann gegenzusteuern. Dennoch besteht grundsätzlich aufgrund der dezentralen Managementstrukturen ein Risiko insbesondere in diesem Bereich.

4. Operative Risiken

Der Verkauf von Software-Lizenzen und deren Maintenance als auch die damit einhergehenden sonstigen Leistungen unserer Beteiligungsgesellschaften bergen Haftungs- und Schutzrechte-Risiken.

Um diese zu reduzieren, verfügen wir über die entsprechenden AGB's, Lizenz- und Nutzungsrechtevereinbarungen und Bedingungen für Maintenance und Support.

Die Profitabilität der Gesellschaft und der jeweiligen Beteiligungsgesellschaften ist auch von Faktoren abhängig, auf die die Gesellschaft oder die jeweiligen Beteiligungsgesellschaften keinen Einfluss nehmen können. Hierunter fallen insbesondere die Entwicklung des Marktumfeldes sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Die Auswirkungen einer Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Unsicherheiten über die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung können daher für die geschäftlichen Aktivitäten der GBS Software AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften ein Risiko darstellen.

Im Zusammenhang mit Investitionsentscheidungen der Gesellschaft und ihrer Beteiligungsgesellschaften besteht das Risiko, dass diese Investitionen nicht oder nicht vollumfänglich im Markt wie geplant amortisiert werden können und

somit keine Sicherheit zur Rückführung der Investitionen innerhalb des geplanten Zeitrahmens oder überhaupt gegeben ist.

5. Technische Risiken

Technische Risiken, insbesondere im Bereich der Informationstechnologie, begrenzen wir durch geeignete Sicherungskonzepte.

6. Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken entstehen aus der möglichen Unfähigkeit der GBS Software AG, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen. Das Liquiditätsrisiko wird im Rahmen der Liquiditätsplanung ermittelt.

Um jederzeit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können, werden entsprechende liquide Mittel bereitgehalten. Darüber hinaus wird eine Reserve für ungeplante Mindereingänge oder Mehrausgänge vorgehalten.

In Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an zwei Beteiligungsgesellschaften mit Wirksamkeit zum 01.12.2016 wurde insgesamt ein Teilbetrag der Barkomponente des Verkaufspreises (TEUR 8.475) in Höhe von TEUR 2.475 gestundet und ist mit 2,5 % p.a. zu verzinsen. Dieser Teilbetrag ist in insgesamt acht Raten zwischen dem 31.01.2017 und dem 31.10.2018 an die GBS Software AG zu zahlen. Dieser Betrag ist in Höhe von TEUR 1.500 zuzüglich Zinsen durch eine Bankgarantie unterlegt. Die Käuferin hat die bisher fälligen sechs Raten nebst Zinsen vollständig gezahlt. Gleichwohl besteht hier zumindest das Risiko einer verzögerten oder nur teilweisen Zahlung des restlichen Kaufpreises durch die Käuferin. Solche Verzögerungen bergen je nach Umfang erhebliche Risiken in Bezug auf die Liquiditätsplanung der Gesellschaft. Durch entsprechende Berichtspflichten der Käuferin gegenüber der GBS Software AG und Prüfungsrechte durch die GBS Software AG bei der Käuferin und den verkauften Gesellschaften haben wir Maßnahmen getroffen, dieses Risiko zu begrenzen.

7. Rechtliche Risiken

Um mögliche Risiken aus etwaigen Verstößen gegen die vielfältigen steuer- und wettbewerbsrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetze zu begegnen, achteten wir auf deren Einhaltung und überprüfen diese soweit möglich und erforderlich.

Wir lassen uns von externen Fachleuten beraten. Rechtliche Risiken sollen im Wesentlichen durch die Standardisierung von Prozessabläufen sowie durch externe Rechts- und Steuerberatung begrenzt werden. Bedeutsame Rechtsrisiken sind für uns aktuell nicht erkennbar. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass – entgegen sämtlichen bisherigen Erfahrungen und rechtlichen Einschätzungen – etwaige Rechtsverfahren insbesondere aufgrund von veräußerten Beteiligungen naturgemäß nicht ausgeschlossen werden können.

8. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft ist Marktpreisrisiken zum Beispiel in Form von Veränderungen von Wechselkursen oder Zinssätzen ausgesetzt. Marktpreisrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Wir steuern und überwachen diese Risiken vorwiegend im Rahmen unserer Finanzierungsaktivitäten. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses beurteilen wir diese Risiken regelmäßig, indem Änderungen von Schlüsselindikatoren sowie verfügbare Marktinformationen berücksichtigt werden.

9. Währungs- und Länderrisiko

Währungsrisiken können sich aus der zumeist in US\$ stattfindenden Fakturation der Produktlinie Intelliprint ergeben. Jedoch werden auch die Anwendungen hierfür in US\$ beglichen, sodass dieses Risiko derzeit als moderat angesehen wird.

10. Gesamtaussage zur Risikosituation

Die Risiken der GBS Software AG sind begrenzt und überschaubar. Ihnen wirdmit dem vorhandenen Instrumentarium eines mittelständischen Unternehmens angemessen begegnet.

Sollten sich genannte oder neu auftretende Risiken realisieren, so kann sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der GBS Software AG auswirken. Derzeit sind jedoch keine derartigen Risiken bekannt oder absehbar, die den Fortbestand des Unternehmens heute oder zukünftig gefährden könnten.

VI. Prognosebericht/Ausblick

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Für das Jahr 2018 prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin ebenfalls ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts gegenüber 2017 von 2,2%.

Nach wie vor dauern geo- und wirtschaftspolitische Unklarheiten in verschiedenen - auch wirtschaftlich bedeutsamen - Regionen weiterhin an, so dass deren Verläufe ebenfalls negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben könnten. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen für die GBS Software AG und jetzige oder zukünftige Beteiligungsgesellschaften zur Folge haben.

Der Vorstand der GBS Software AG rechnet weiterhin mit einer konstanten Fortentwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse bei gleichzeitig verbesserten Finanzierungsstrukturen und Investitionsmöglichkeiten der Gesellschaft. Es wird erwartet, dass noch im laufenden Geschäftsjahr das Beteiligungsportfolio der Gesellschaft umsichtig und nachhaltig erweitert werden kann. Dabei liegt das Augenmerk auf soliden Beteiligungsoptionen die im Einzelfall zuvor umfassend jedoch geprüft werden. Eine Investitionsentscheidung erfolgt erst nach einem positiven Gesamtvotum von Vorstand und Aufsichtsrat und je nach Sachlage unter Hinzuziehung weiterer geeigneter Experten. Da es gerade in

der Phase der Neuausrichtung schwierig ist, eine präzise Beteiligungsprognose in der Unternehmensplanung zu verankern, haben wir im laufenden Geschäftsjahr zunächst den operativen Bereich geplant und ergänzen diese Planung fallweise durch entsprechende Szenarien.

Wir rechnen für das laufende Jahr mit einem positiven Cash Flow und im Falle einer erfolgreichen Positionierung in neuen Geschäftsfeldern mit einem - um Einmaleffekte und Abschreibungen auf den Verschmelzungsmehrwert bereinigten - positiven Ergebnisbeitrag.

GBS Software AG

Der Vorstand

Karlsruhe, im Juni 2018

Jahresabschluss

Jahresabschluss

zum 31. Dezember 2017 GBS Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung der GBS Software AG
(Einzelgesellschaft - HGB) in Euro Anhang 2017 2016
Umsatzerlöse IV. (10.) 246.310,86 92.284,78
sonstige betriebliche Erträge IV. (10.) 88.818,15 5.950.796,72
Gesamtleistung 335.129,01 6.043.081,50
Materialaufwand IV. (10.) 188.677,10 68.181,89
Rohergebnis 146.451,91 5.974.899,61
Personalaufwand IV. (10.) 59.931,85 50.219,36
Abschreibungen auf Immaterielle und Sachanlagen IV. (1.) und (10.) 591.786,36 619.953,63
Abschreibungen auf Gegenstände des
Umlaufvermögens
0,00 250.000,00
sonstige betriebliche Aufwendungen IV. (10.) 334.089,28 1.234.084,96
Betriebsergebnis -839.355,58 3.820.641,66
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 300.764,06
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.687,50 178.468,28
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere
des Umlaufvermögens
IV. (1.) und (10.) 0,00 499.000,00
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen IV. (7.) 12.531,00 566.914,96
Steuern vom Einkommen und Ertrag IV. (7.) -59.300,00 0,00
Ergebnis nach Steuern -744.899,08 3.233.959,04
Jahresüberschuss -744.899,08 3.233.959,04
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.411.136,40 4.645.095,44
Bilanzverlust 2.156.035,48 1.411.136,40

Bilanz | Aktiva

Bilanz der GBS Software AG Aktiva
31. Dezember
(Einzelgesellschaft - HGB) in Euro Anhang 2017 2016
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
IV. (1.) 64.879,32 429.902,32
Geschäfts- und Firmenwert IV. (1.) 1.385.800,48 1.960.096,48
Technische Anlagen und Maschinen IV. (1.) 1.937,00 2.573,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung IV. (1.) 9.584,18 9.378,09
Anteile an verbundenen Unternehmen IV. (1.) 1.000,00 1.000,00
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 18.641,00 18.006,00
Langfristige Vermögenswerte 1.481.841,98 2.420.955,89
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen IV. (3.) 1.309.967,39 2.498.396,29
Forderungen gegen verbundene Unternehmen IV. (3.) 178.369,15 63.458,47
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht IV. (3.) 524.641,17 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände IV. (3.) 48.312,38 65.248,44
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten IV. (4.) 1.127.915,81 681.321,36
Kurzfristige Vermögenswerte 3.189.205,90 3.308.424,56
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten IV. (5.) 3.516,75 59.261,77
Summe Aktiva 4.674.564,63 5.788.642,22

Bilanz | Passiva

31. Dezember
Anhang 2017 2016
IV. (6.) 6.000.000,00 6.000.000,00
IV. (6.) 600.000,00 600.000,00
IV. (6.) -2.156.035,48 -1.411.136,40
IV. (6.) 4.443.964,52 5.188.863,60
IV. (7.) 116.034,00 140.677,00
IV. (7.) 0,00 59.300,00
IV. (7.) 68.050,00 172.400,00
184.084,00 372.377,00
IV. (8.) 46.202,25 152.221,90
IV. (8.) 0,00 68.621,16
IV. (8.) 313,86 6.558,56
IV. (8.) 46.516,11 227.401,62
4.674.564,63 5.788.642,22

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die GBS Software AG GmbH hatte im Geschäftsjahr ihren Sitz in Eisenach. Sie war im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HR B 405713 eingetragen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28.12.2017 hat die GBS Software AG ihren Sitz von Eisenach, Thüringen nach Karlsruhe, Baden-Württemberg verlegt. Die Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim erfolgte am 31.01.2018 unter HR B 729616.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der GBS Software AG, Eisenach wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Euro erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB hinsichtlich des Abschlussprüferhonorars wurde entsprechend Gebrauch gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für kleine und mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 2, 266 ff. HGB).

Mit notariellem Geschäftsanteilskauf- und -übertragungsvertrag vom 24.10.2016 sowie der Zustimmung der Hauptversammlung vom 30.11.2016 zu diesem Vertrag verkaufte die GBS Software AG sämtliche Geschäftsanteile an ihren 100%igen Beteiligungen, der GROUP Business Software Europa GmbH und der GROUP Business Software (UK) Ltd mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.12.2016 an die Bulpros GmbH, Frankfurt.

Bei einem Vergleich mit den Vorjahresdaten ist die vorstehend genannte Veräußerung von Geschäftsanteilen dieser beiden Beteiligungsgesellschaften zu berücksichtigen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und planmäßig wie im Vorjahr über 15 Jahre abgeschrieben. Die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts von mehr als fünf Jahren ist durch die Beteiligungsstrategie der Gesellschaft gerechtfertigt.

Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zu Grunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit einer Lizenz ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare

planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis fünf Jahre.

Für geringwertige Anlagegüter ("GWG I") wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Für geringwertige Anlagegüter ("GWG II") mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bewertet.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Weiter Angaben hierzu finden sich nachfolgend in den Anhangsangaben zur Bilanz.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

A n s c h a f f u n g s -/ H e r s t e l l u n g s k o s t e n A b s c h r e i b u n g e n Abschreibungen Buchwert Buchwert
Stand
01.01.2017
Zugang Umbuchungen Abgang Stand
31.12.2017
Stand
01.01.2017
Zugang Abgang Stand
31.12.2017
in 2017 31.12.17 31.12.16
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung
des Geschäftsbetriebs
Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des
Geschäftsbetriebs 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme I. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte
EDV Software
2.679,32
565.321,63
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
369.996,38
2.679,32
195.325,25
0,00
138.098,63
0,00
13.749,77
0,00
18.723,15
0,00
133.125,25
0,00
13.749,77
2.679,32
62.200,00
2.679,32
427.223,00
Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 13.495,00 0,00 0,00 0,00 13.495,00 13.495,00 0,00 0,00 13.495,00 0,00 0,00 0,00
Verschmelzungswert 8.974.855,44 0,00 0,00 0,00 8.974.855,44 7.014.758,96 574.296,00 0,00 7.589.054,96 574.296,00 1.385.800,48 1.960.096,48
Zwischensumme II. 9.556.351,39 0,00 0,00 369.996,38 9.186.355,01 7.166.352,59 588.045,77 18.723,15 7.735.675,21 588.045,77 1.450.679,80 2.389.998,80
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich Bauten auf
fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme III. (1.) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.000,00 0,00 0,00 0,00 7.000,00 4.427,00 636,00 0,00 5.063,00 636,00 1.937,00 2.573,00
Zwischensumme III. (2.) 7.000,00 0,00 0,00 0,00 7.000,00 4.427,00 636,00 0,00 5.063,00 636,00 1.937,00 2.573,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Büroeinrichtung 29.579,85 2.388,07 0,00 0,00 31.967,92 20.660,00 2.805,98 0,00 23.465,98 2.805,98 8.501,94 8.919,85
GWG I 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
GWG II 572,24 922,61 0,00 0,00 1.494,85 114,00 298,61 0,00 412,61 298,61 1.082,24 0,00
Zwischensumme III. (3.) 30.152,09 3.310,68 0,00 0,00 33.462,77 20.774,00 3.104,59 0,00 23.878,59 3.104,59 9.584,18 8.919,85
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme III. (4.) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
IV. Finanzanlagen
Anteile an verb. Unternehmen Inland 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anteile an verb. Unternehmen EU 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anteile an verb. Unternehmen Drittland 2.000.000,00 0,00 0,00 0,00 2.000.000,00 1.999.000,00 0,00 0,00 1.999.000,00 0,00 1.000,00 1.000,00
Ausleihungen an verb. Unternehmen Inland 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verb. Unternehmen EU 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verb. Unternehmen Drittland 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Rückdeckungsanspruch aus Lebensversicherungen 18.006,00 635,00 0,00 0,00 18.641,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 18.641,00 18.006,00
Zwischensumme IV. 2.018.006,00 635,00 0,00 0,00 2.018.641,00 1.999.000,00 0,00 0,00 1.999.000,00 0,00 19.641,00 19.006,00
Summe Anlagevermögen 11.611.509,48 3.945,68 0,00 369.996,38 11.245.458,78 9.190.553,59 591.786,36 18.723,15 9.763.616,80 591.786,36 1.481.841,98 2.420.497,65

Die GROUP Business Software Corporation, USA, (GBS Corp. USA) hat am 01.07.2015 einen Outsorcing-Vertrage für den Nordamerikanischen Raum abgeschlossen. Die aus diesem Vertrag resultierenden Zahlungen an die Gesellschaft sind weiterhin ausstehend und befinden sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichtes in anwaltlicher Klärung. Der Ausgang der Beitreibungsaktivitäten, deren zeitlicher Rahmen und die Solvenz des Schuldners sind nach wie vor nicht ausreichend zu beurteilen. Zum Stichtag 31.12.2017 beträgt der Beteiligungsbuchwert der GBS Corp. USA somit unverändert TEUR 1.

2. Vorräte

Vorräte besitzt die GBS Software AG zum Stichtag 31.12.2017 keine (2016: TEUR 0).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden in Höhe von TEUR 1.310 (2016: TEUR 2.498), die sich im Wesentlichen aus dem gestundeten Kaufpreisbestandteil i.H.v. TEUR 1.275 aus der Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile der GROUP Business Software Europa GmbH an die Bulpros GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.12.2016 begründen. Im Zuge der vorstehend genannten Veräußerung wurde ein Kaufpreisbestandteil von TEUR 2.475 gestundet, der mit 2,5 % p.a. zu verzinsen ist und in insgesamt acht Teilbeträgen zwischen dem 31.01.2017 und dem 31.10.2018 an die GBS Software AG zu Zahlung fällig wird. Von diesen Teilbeträgen sind die im Geschäftsjahr 2017 fälligen vier Raten, nebst Zinsen, vollständig von der Käuferin bezahlt worden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen Beträge von TEUR 178 (2016: TEUR 63) aus. Forderungen gegen Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis (GBS Enterprises Inc., USA) bestehen i.H.v. TEUR 525 (2016: TEUR 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 48 (2016: TEUR 65) setzen sich aus den Umsatzsteuerforderungen für November und Dezember 2017 i.H.v. TEUR 16 sowie aus einer Mietkaution i.H.v. TEUR 30 zusammen.

4. Kapitalflussrechnung

Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Geschäftsjahres 2017 gibt die nachfolgend dargestellte Kapitalflussrechnung.

Kapitalflussrechnung der GBS Software AG

(Einzelgesellschaft - HGB) in TEUR 2017 2016
1. Jahresergebnis -744,9 3.234,0
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens (einschließlich außerplanmäßige Abschreibungen)
591,8 1.369,0
3. +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -86,9 15,9
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -101,5 -324,8
5.-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
351,3 -5.200,8
6. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva
621,6 853,0
7. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva
-180,9 -3.777,6
8. = Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 450,5 -3.831,3
9. + Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögen 0,0 4.921,7
10. - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -3,9 -455,4
11. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3,9 4.466,3
12. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen) 0,0 0,0
13. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0,0 0,0
14. - Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 0,0 0,0
15. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0,0 0,0
16. Liquiditätsveränderung gesamt 446,6 635,0
17. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 681,3 46,3
18. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.127,9 681,3
19. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 446,6 635,0

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zum 31.12.2017 abgegrenzte Versicherungsbeiträge und Gebühren i.H.v. TEUR 3 (2016: TEUR 59).

6. Eigenkapital

Nach der Aktienzusammenlegung aufgrund der Kapitalherabsetzung 2014, die auf der Hauptversammlung am 18.12.2014 beschlossen wurde, reduzierte sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Gesellschaft auf 6.000.000 Stückaktien.

Die nennbetragslosen Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von jeweils EUR 1,00 je Stückaktie lauten auf den Inhaber und gewähren sämtlich gleiche Rechte. Nach Durchführung dieser Kapitalmaßnahme beträgt das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2015 und 2016 EUR 6.000.000,00.

In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 ergaben sich insofern keine Veränderungen des Grundkapitals.

Die Veränderungen der Geschäftsjahre 2014 bis 2017 sind nachfolgend tabellarisch zusammengefasst.

Gezeichnetes
Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Bilanzverlust
TEUR
Summe
TEUR
Stand 31.12.2013 27.000 1.250 -21.276 7.075
Kapitalherabsetzung -21.000 21.000
Entnahme Kapitalrücklage -750 750
Jahresfehlbetrag 2014 -910 -910
Stand 31.12.2014 6.000 600 -435 6.165
Jahresfehlbetrag 2015 -4.210 -4.210
Stand 31.12.2015 6.000 600 -4.645 1.955
Jahresüberschuss 2016 3.234 3.234
Stand 31.12.2016 6.000 600 -1.411 5.189
Jahresfehlbetrag 2017 -745 -765
Stand 31.12.2017 6.000 600 -2.156 4.444

7. Rückstellungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt.

Folgende Annahmen wurden der Berechnung zu Grunde gelegt:

31.12.2017 31.12.2016
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253
Abs. 2 S. 2 HGB)
3,68 % 4,01 %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,50 % 2,50 %
Erwartete Rentensteigerungen 1,00 % 1,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2005 G Heubeck 2005 G

Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Pensionsverpflichtungen zum
Erfüllungsbetrag
210 272
Deckungsvermögen zum beizulegenden
Zeitwert
-94 -131
Bilanzausweis Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
116 141

Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:

Aufwendungen und Erträge 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Erträge 5 4
Aufwendungen -18 -5
Ausweis in der GuV (unter Zinsen und
ähnlichen Aufwendungen)
-13 -1

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde mit dem Aktivwert bewertet, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet ist.

Es bestehen bei der Gesellschaft zum Stichtag 31.12.2017 keine Steuerrückstellungen (2016:TEUR 59).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang
Ausstehende Eingangsrechnungen 10 15
Tantieme 0 80
Aufsichtsratsvergütung 14 26
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 31 40
Zwischensumme 55 161
Sonstige Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 13 11
Ausweis in der Bilanz (unter sonstige Rückstellungen) 68 172

8. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31.12.2017 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 31.12.2017 analog dem Vorjahr keine.

In Höhe von TEUR 46 (2016: TEUR 152) bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen nicht (2016: TEUR 69).

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Geschäftsbericht | 2017

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
TEUR
Laufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Laufzeit 1 bis 5 Jahre
TEUR
davon durch
Pfandrechte und
ähnliche Rechte
gesichert
TEUR
Art und Form der
Sicherheit
2017 2016 2017 2016 2017 2016 2016 2015
I.
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
0 0 0 0 0 0 0 0
II.
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
46 152 46 152 0 0 0 0 Übliche
Eigentums
vorbehalte
III.
Verbindlichkeiten
ggü. verb.
Unternehmen
0 0 0 0 0 0 0 0
IV.
Verbindlichkeiten
ggü. bet.
Unternehmen
0 69 0 69 0 0 0 0
V. Sonstige
Verbindlichkeiten
1 7 1 7 0 0 0 0
davon aus Steuern 0 0 0 0 0 0 0 0
davon im Rahmen
der sozialen
Sicherheit
0 0 0 0 0 0 0 0

9. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Diese bestanden in betriebsgewöhnlichem Umfang.

10. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse i.H.v. von TEUR 246 (2016: TEUR 92) stammen im Wesentlichen aus dem Lizenz- und Wartungseinnahmen (TEUR 173) sowie aus der Verrechnungen von Beratungsleitungen der GBS Software AG (TEUR 73). Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen i.H.v. TEUR 89 (2016: TEUR 5.951) ergibt sich die Gesamtleistung des Geschäftsjahres zu TEUR 335 (2016: TEUR 6.043).

Der Materialaufwand des Geschäftsjahrs setzt sich aus bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 189 (2016: TEUR 68) zusammen.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2017 gliedert sich wie folgt (§ 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB).

  • Löhne und Gehälter TEUR 49 (2016: TEUR 39)
  • Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung TEUR 11 (2016: TEUR 11). Davon entfallen auf die Altersversorgung TEUR 1 (2016: TEUR 2)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen zusammen TEUR 339 (2016: TEUR 1.234) und beinhalten Aufwendungen für externe Dienstleistungen i.H.v. TEUR 138 (2016: TEUR 368), Rechts- und Beratungskosten i.H.v. TEUR 73 (2016: TEUR 177); Mietaufwendungen i.H.v. TEUR 16 (2016: TEUR 66), Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung i.H.v. TEUR 20 (2016: TEUR 27), Aufwendungen in Zusammenhang mit der Börsennotierung i.H.v. TEUR 53 (2016: TEUR 87), Reisekostenaufwendungen i.H.v. TEUR 9 (2016: TEUR 17), Aufwendungen für Versicherungen i.H.v. TEUR 13 (2016: TEUR 13), periodenfremde Aufwendungen i.H.v. TEUR 1 (2016: TEUR 59) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen i.H.v. TEUR 16 (2016: TEUR 110).

11. Sonstige Pflichtangaben

Arbeitnehmer

Beschäftigte Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2017
Gewerbliche Arbeitnehmer Vollzeit 0
Gewerbliche Arbeitnehmer Vollzeit 0
Angestellte Vollzeit 1
Angestellte Teilzeit 0
Summe 1

Vorstand

Herr Ernst führt ab dem 01.07.2016 als Alleinvorstand die Geschäfte der Gesellschaft.

Hiernach setzte sich der Vorstand im Geschäftsjahr 2017 wie folgt zusammen:

• Herr Markus Ernst, Dipl. Wirtschaftsingenieur

Der Vorstand war für den Zeitraum 01.01.2017-31.12.2017 alleinvertretungsberechtigt.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017 betrugen TEUR 135 (2016: TEUR 268).

Aufsichtsrat

Im Berichtszeitraum setzte sich der Aufsichtsrat der GBS Software AG wie folgt zusammen:

  • Herr Johann Praschinger, Vorsitzender, Rechtsanwalt, Unternehmensberater
  • Herr Dr. jur. Stefan Berz, stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v. Gronau Berz (GbR), Grünwald b. München
  • Herr Arnold Malsch, selbständiger Steuerberater, Karlsruhe.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2017 betrugen TEUR 20 (2015: TEUR 27).

V. Nachtragsbericht

Der Vorstand der GBS Software AG, Karlsruhe, ISIN DE 000A14KR27 / WKN A14KR2, hat am 16. April 2018 durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger bekanntgegeben, bis zu 1.000.000 ausstehende Stückaktien der Gesellschaft ausschließlich zur Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien im ordentlichen Einziehungsverfahren und zum Erwerb von Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 6 AktG, dies entspricht einem Anteil von bis zu rund 16,67% des Grundkapitals und der Stückaktien der GBS Software AG, im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Erwerbsangebots zu einem Kaufpreis je Stückaktie von 0,50 Euro nach den Bestimmungen des §71 Abs. 1 Nr. 6 AktG zu erwerben. Die Angebotsfrist dieses Erwerbsangebotes endete am 30. April 2018 um 18.00 Uhr. Damit endete die Nachbuchungsfrist am 02. Mai 2018 ebenfalls um 18.00 Uhr.

Mit Ablauf der Nachbuchungsfrist wurden insgesamt 1.114.371 Stückaktien der Gesellschaft mit einem rechnerischen Nennwert von insgesamt 1.114.371,00 Euro zum Verkauf und zur Kapitalherabsetzung durch Einziehung von bis zu 1.000.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von insgesamt 1.000.000,00 Euro im ordentlichen Einziehungsverfahren durch Aktionäre der Gesellschaft eingereicht.

Damit wurde das Erwerbsangebot für insgesamt mehr Stückaktien als die 1.000.000 Stückaktien, auf die das Erwerbsangebot seiner Zahl nach beschränkt war, angenommen. Die einzelnen Annahmeerklärungen wurden daher verhältnismäßig berücksichtigt ("Aktienzuteilung"), d. h. prozentual im Verhältnis der Gesamtzahl der Stückaktien, auf deren Erwerb dieses Erwerbsangebot gerichtet war, zur Anzahl der insgesamt von Aktionären zum Erwerb und zur Einziehung angebotenen Stückaktien der Gesellschaft. Die sich hieraus ergebende Quote der Aktienzuteilung betrug gerundet 89,73672%. Die sich aus der anteiligen prozentualen Berücksichtigung der Zuteilung von Aktien ergebenden Bruchteile von Aktien (Aktienspitzen) der einzelnen Annahmeerklärungen der Aktionäre wurden in der Reihenfolge der jeweiligen verbleibenden Bruchteilshöchstwerte so lange auf die nächste volle Aktie aufgerundet, bis die Anzahl der Aktien, auf die das Erwerbsangebot seiner Zahl nach beschränkt war, erreicht wurde.

Der Vorstand hat sodann die Herabsetzung des Kapitals der Gesellschaft um 1.000.000,00 Euro von 6.000.000,00 Euro auf 5.000.000,00 Euro - eingeteilt in 5.000.000 Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie - mit Zustimmung des Aufsichtsrates zur Eintragung bei dem für die Gesellschaft zuständigen

Registergericht angemeldet. Die Eintragung der Kapitalherabsetzung erfolgte am 23.05.2018 durch das zuständige Registergericht. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt seit dem 23.05.2018 somit 5.000.000,00 Euro, eingeteilt in 5.000.000 Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie.

Die GBS Software AG hält insofern keine eigenen Aktien.

Vom Zeitpunkt des Bilanzstichtages am 31.12.2017 bis heute haben sich nach unserer Auffassung mit Ausnahme der vorstehend beschriebenen Geschäftsvorfälle keine weiteren nennenswerten Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung ergeben.

GBS Software AG

Der Vorstand

Karlsruhe, im Juni 2018

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GBS Software AG, Karlsruhe (vormals Eisenach), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der GBS Software AG, Karlsruhe (vormals Eisenach), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Dresden, 7. Juni 2018

Dr. Winfried Heide Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber GBS Software AG Greschbachstraße 6a 76229 Karlsruhe

Zukunftsorientierte Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nachzuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen. Für Druckfehler und sonstige offensichtliche Unrichtigkeiten wird nicht Gewähr geleistet.

Kontakt

GBS Software AG Greschbachstraße 6a 76229 Karlsruhe

Tel. +49 721 - 90 99 04 90 www.gbs-ag.com [email protected]