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GBS Software AG Interim / Quarterly Report 2010

Sep 23, 2010

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Interim / Quarterly Report

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GROUP Business Software AG

Konzern

(01.01.2010 - 30.06.2010)

1 Grundsätze der Konzernrechnung

Die Darstellung und die Bewertung dieses ungeprüften Zwischenberichts für das Halbjahr endend am 30.06.2010 stimmen mit IAS 34 zur Zwischenberichterstattung sowie den im GROUP Business Software AG Geschäftsbericht 2009 aufgeführten Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards überein.

2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1 Konzern- und Organisationsstruktur

2.1.1 Organisation und Kontrolle

Die GROUP Business Software AG (im Nachfolgenden auch GROUP oder Gesellschaft genannt) ist Konzernobergesellschaft des GROUP Konzerns. Der Halbjahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Aktien der Gesellschaft werden an der Börse in Frankfurt (Main) am regulierten Markt im Segment General Standard gehandelt. Wesentliche der Gesellschaft bekannte Aktionäre sind mit 10,55% die vbv Vitamin-B Venture GmbH, mit 8,00% der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., Herr Tuomo Tilman, Finnland mit 4,95% – davon sind ihm 0,99% der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen – sowie Herr Jyrki Salminen, Finnland mit 3,96%.

Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat folgen den gesetzlichen Bestimmungen. Die variable Vergütung des Vorstandes orientiert sich am Erfolg des GROUP Konzerns und folgt insbesondere den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Geschäftsverteilung des Vorstands wurde mit dem Verkauf der GROUP Business Software Holding Oy neu geordnet und sieht zwei Vorstandsbereiche vor. In den zentralen Führungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO) fallen mit dem Ressort "Strategie" die Bereiche "Unternehmensentwicklung" und "Mergers and Acquisitions", mit dem Ressort "Innovation" die Bereiche "GROUP Live" und "Investor Relations". Die Leitung des Bereiches "Marketing, Kommunikation und strategische Produktentwicklung" (CMO/CTO) berichtet an den Vorstandsvorsitzenden.

Der Vorstandsbereich "Operations" (COO) umfasst das Ressort "Experts", sich zusammensetzend aus Consulting, Hosting, Admin, das Ressort "Apps" (Applikationen oder Applications), sich zusammensetzend aus E-Mail, CRM, Compliance, Archive sowie die Ressorts "Recht" und "IT Infrastruktur". Die Leitung des Bereiches "Finanzen und Administration" (CFO) berichtet an den Vorstand "Operations".

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Seit dem Geschäftsjahr 2007 besteht eine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG. Satzungsänderungen richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat gemäß § 14 der Satzung auch befugt ist, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung zu ändern, soweit die Änderung nur die Fassung betrifft. Gemäß § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat darüber hinaus ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital zu ändern.

2.1.2 Geschäftstätigkeit und Märkte

Der GROUP Konzern ist der weltweit größte Anbieter von Applikationen für IBM Lotus Software. Im Wesentlichen wird die Software des Unternehmens in Großunternehmen und im Mittelstand eingesetzt. Die Kernmärkte für die Produkte der Gesellschaft sind Nord-Amerika, Europa und Japan, während sich die Wachstumsmärkte verstärkt auf Brasilien, Indien, China und Ost-Europa konzentrieren.

Der GROUP Konzern ist mit Standorten in Deutschland, England, Dänemark, Niederlande, Bulgarien und den USA vertreten. Er vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen sowohl direkt als auch über Vertriebsund Integrationspartner weltweit. Sowohl regional als auch überregional, sichert die Gesellschaft ihren Kunden eine sehr hohe Produkt-, Dienstleistungs- und Servicequalität zu. Über 5 Mio. Nutzer setzen aktiv auf die Leistungsfähigkeit von GROUP Produkten.

Die Produktpalette des Technologiekonzerns GROUP ist mittlerweile erfolgreich in 3 Teilbereiche untergliedert worden. Die im ersten Quartal durchgeführte Neustrukturierung hat sich äußerst positiv auf den internen Aufbau und die nach Bereichen aufgegliederte Produktstrategie ausgewirkt. Die Angebotspalette wird durch folgende Divisionen gut verständlich abgebildet:

  • GROUP Apps (E-Mail, Archive, Compliance, CRM);
  • GROUP Experts (Consulting, Administration, Hosting);
  • GROUP Live (Cloud Computing, Framework).

Division GROUP Apps

Die GROUP entwickelt und vertreibt ihre E-Mail Management Produkte in der Regel für große Unternehmen, deren Anforderungen über die normalen E-Mail Anforderungen von Privatusern oder kleiner Firmen weit hinausgehen. Die Kontrolle von ganzen E-Mail Infrastrukturen, die Archivierung sowie das effektive Management der Systeme steht dabei im Vordergrund.

Als erstes Produkt aus dem Produkt-Portfolio der Gesellschaft ist die Verschlüsselungslösung "WebCrypt" auch On-Demand (Cloud Computing) erhältlich.

Der GROUP Konzern hat seine Strategie für die CRM Produktfamilie neu ausgerichtet. Die Doppelproduktstrategie, einerseits GROUP als einen Spezialisten für integrative, komplexe CRM-Systeme zu platzieren, und anderseits der steigenden internationalen Nachfrage nach flexiblen, mobilen Geschäftsanwendungen gerecht zu werden, wurde aufgegeben. Der Bereich der CRM Lösung für den deutschsprachigen Raum, wurde mit dem Verkauf der GI7 Produktlinie (Gedys IntraWare) lukrativ veräußert.

Die GROUP hat im Verlauf des 2. Quartals die Assets der FastWorks Ltd. in Manchester, UK, erworben. Damit hat die Gesellschaft ihr Produktportfolio auf den Bereich Industrie Compliance & Security Enforcement erweitert. Die Lösung wird auch On-Demand mittels der GROUP Live Plattform bereitgestellt.

Division GROUP Experts

Mit der Akquisition der Vermögenswerte (Assets) der Lotus 911 in Atlanta im Herbst des vergangenen Jahres wurde die Basis der in 2009 geschaffenen Division GROUP Experts gebildet. Durch die Integration der Expertise, der Mitarbeiter und der Kunden der Lotus 911 bietet der Konzern nun das Hosting ganzer Systeme, die individuelle Softwareentwicklung für unternehmenseigene Anwendungen und die Administration von Lotus Umgebung/-Infrastruktursystemen an. Das Management erwartet insbesondere in diesem Bereich – nach dem Einstieg der GROUP in den Vertrieb von Client Solutions/Administrations Tools – aufgrund der hohen Marktdurchdringung von Individual-Lösungen bei Lotus Anwendern eine überproportionale Steigerung der Nachfrage.

Division GROUP Live

Flexibilität und Skalierbarkeit gewinnen in Unternehmen immer mehr an Bedeutung. In einer kürzlich von Gartner vorgestellten Studie (Quelle: Dave Aron, Vice President and Research Director Gartner's CIO Research Group) wurden 1.600 IT-Verantwortliche hinsichtlich ihrer Ausgaben für IT-Dienstleistungen sowie Hard-/Software befragt. Das Ergebnis demonstriert, dass immer mehr Unternehmen Cloud Computing als Investitonsthema Nummer 1 nennen. Im Wesentlichen getrieben durch die erwarteten Effizienz- und Einsparpotentiale.

In einer weiteren Marktuntersuchung des europaweit tätigen Beratungsunternehmens METRI wurde ermittelt, dass bei vergleichbarer Qualität, Komplexität und zugrundeliegenden Dienstleistungen sich mit Cloud-basierten Lösungen beispielsweise die Kosten für Managed Server um die Hälfte reduzieren lassen – in Einzelfällen sogar um bis zu 70%.

In diesem wachsenden Marktumfeld positioniert sich das Cloud Computing-Angebot von GROUP Live als flexible und kosteneffiziente Alternative zu klassischen Anbietermodellen. Für unabhängige Softwarehersteller und mittelständische Unternehmen steht damit eine völlig neuartige technologische

Basis zur Verfügung, welche bisherige Faktoren wie Software-Lizenznutzung, Hardware-Anschaffungen und Zugriff auf Anwendungen revolutioniert. "Platform-as-a-Service" (PaaS) hebt die bisher starren Grenzen auf und ermöglicht eine bedarfsgerechte Bereitstellung von IT-Ressourcen und Anwendungsumgebungen. Zusätzliche Vorteile ergeben sich durch einen schnellen Roll-Out der cloudfähigen Lösungen und die Möglichkeit Software bequem im Livebetrieb zu testen und Endkunden als zeitlich begrenzte Evaluationsversion anzubieten.

Mit IBM hat GROUP Live einen leistungsfähigen Partner gewonnen, der zugleich Infrastruktur-Betreiber des PaaS-Angebotes ist. Im Rahmen verschiedener Vertriebs- und Marketingaktivitäten wird gemeinsam der Mittelstandsbereich in Deutschland adressiert. Zudem haben beide Unternehmen vereinbart, zunächst IBM Lotus und DB2 in das PaaS-Angebot von GROUP Live zu integrieren und auf monatlicher Mietbasis als Software-as-a-Service anzubieten. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurde GROUP Live mit dem IBM Chief Technology Officer Innovation Award und dem INNOVATIONSPREIS-IT in der Kategorie "Cloud Computing" der Initiative Mittelstand ausgezeichnet.

2.1.3 Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Positionierung

Der GROUP Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Software und erbringt IT-industrie-relevante Dienstleistungen. Das Produktportfolio umfasst Managementsystemlösungen (E-Mail, Archive, Compliance, Customer Relationship), Servicedienstleistungen (Systemintegration, Administration, Hosting) und Cloud Computing Technologie. Im Wesentlichen konzentriert sich das Angebot des Konzerns rund um die IBM Lotus Software Produktfamilie. Konstante Innovation, herausragende Expertise und ausgezeichnete Qualität sichern der GROUP die Position als Marktführer in diesem Bereich. GROUP setzt mit ihren Lösungen den Standard im Markt für Lotus Applikationen.

Mit dem ersten Quartal 2010 vereinfachte der GROUP Konzern seine Struktur. Die Gesellschaft tritt nunmehr am Markt einheitlich als GROUP Business Software AG auf. Die Umsetzung der neuen Markenstrategie wird im Verlauf des Geschäftsjahres für den gesamten Konzern erwartet. Der GROUP Konzern wird mit Beginn des Geschäftsjahres 2010 marktgerecht in drei Divisionen (Segmente) gegliedert:

  • GROUP Apps (E-Mail, Archive, Compliance, CRM);
  • GROUP Experts (Consulting, Administration, Hosting);
  • GROUP Live (Cloud Computing, Framework).

Die Gesellschaft operiert multinational mit lokalen operativen Einheiten und ist strategisch in Nord-Amerika sowie Europa präsent. Das Firmenlogo symbolisiert unseren Anspruch auf Teamarbeit und Partnerschaft, demonstriert unser Streben nach Simplifizierung (Vereinfachung) komplexer Prozesse und das Bekenntnis der GROUP zur IBM Lotus Plattform.

GROUP Apps

E-Mail (Security, Enforcement, Archiving) und CRM (Customer Relationship Management)

E-Mail ist das wichtigste Mittel effizienter Unternehmenskommunikation. Dies wird sich nach allgemeiner Marktmeinung in absehbarer Zukunft nicht ändern. Neben Telefonie hat sich mittlerweile Instant Messaging als zusätzliches internes Kommunikationswerkzeug etabliert. Während die Telefonie und deren Sicherheit in der Regel vom Anbieter gestellt werden, sind E-Mail und Instant Messaging stark mit Risiken für das Unternehmen behaftet. Zusätzlich ist die Kommunikation über diese Werkzeuge mit den unterschiedlichsten internen und externen Vorschriften, Richtlinien und gesetzlichen Anforderungen belastet.

GROUP konzentriert ihre E-Mail Management Produktfamilie auf die serverbasierte und prozessgesteuerte Überwachung und Kontrolle dieser Systeme. Die GROUP Produkte ermöglichen unseren Kunden den Aufbau und das kosteneffiziente Management von zentralisierten, mehrstufigen Sicherheitssystemen.

Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht die Gesellschaft in diesem Bereich ihre ausgereifte Produktpalette, das – in der Branche einmalige – vorhandene Expertenwissen und die langjährige Erfahrung in diesem Markt.

Die Gesellschaft wird ihre Konsolidierungsstrategie auf dieses Umfeld konzentrieren, um insbesondere den internationalen Markt besser erreichen zu können. Im Bereich der Synergieeffekte nach der Konsolidierung sieht das Management erhebliches Ertragspotential für diesen Bereich.

GROUP wird ab 2011 mit einer eigenen On-Demand CRM Lösung am Markt vertreten sein. GROUP typisch wird die GROUP® CRM "On-Demand" Lösung unkompliziert zu nutzen sein und web-basiert auf Subkriptionsbasis (Mietbasis) ab Januar 2011 verfügbar sein. GROUP bietet seinen Kunden damit einen sofortigen Zugriff auf sämtliche CRM relevanten Komponenten, um die Effektivität von Sales, Service und Marketing zu verbessern. E-Mail, Messaging und Kalenderfunktionen sind dabei vollständig integriert. GROUP® CRM, das bedeutet:

  • Schnelle Ergebnisse: die "On-Demand" web-basierte Lösung ermöglicht es Kunden in kürzester Zeit ihr CRM System individuell zu konfigurieren;
  • Optimale Benutzeroberfläche: die GROUP® CRM "On-Demand" Lösung bietet eine neue Benutzeroberfläche um die Arbeitsweise von Mitarbeitern zu optimieren und zu vereinfachen;
  • Object-ready Architektur: GROUP® CRM "On-Demand" verwendet Objekt-Module, die bereits heute täglich in GROUP® Lotus Applikationen eingesetzt werden. In der Zukunft können unsere Kunden unter Anwendung der gleichen Objekt-Module ihre eigenen "On-Demand" Lösungen bauen.

GROUP Live

Cloud Computing und Framework (Application Transformation)

Der Markt für Informationstechnologie und der damit verbundene Markt für Software befinden sich derzeit in einem massiven Umbruch. Kostendruck, Effizienzsteigerung, Umweltanforderungen und zunehmende Durchdringung des täglichen Lebens mit neuesten Softwareprodukten zwingen die IT Abteilungen zu umfangreichen Anpassungen innerhalb ihrer Systemlandschaften. Dies gilt sowohl von Seiten der reinen Infrastruktur, über das Managen und Überwachen dieser Systeme bis zur Ebene der Bereitstellung und Wartung aller individuellen Anwendungen.

Die Reduktion der Anzahl von physischen Servern mittels Virtualisierungstechnologien, das Verwalten und der Zugriff auf diese "virtuellen Container" über standardisierte Internetschnittstellen, die Umstellung der Verteilung von Anwendungen und deren Benutzung direkt aus und im Web durch sogenannte Browser verdeutlichen den massiven Umbruch und das damit verbundene Effizienzpotential. Diese Anforderungen sind die Grundbausteine des vielfach diskutierten Cloud Computings.

GROUP konzentriert ihre Cloud Computing Strategie auf die Partnerschaft mit IBM. Insbesondere Kunden der Lotus Software Produktreihe stehen vor den oben genannten Herausforderungen: bestehende Serverumgebungen zu optimieren und die damit verbundenen Anwendungen zu modernisieren. Das geschätzte Kostenreduktionspotential liegt bei mehr als 50%, das Effizienzpotential kann diese drastische Reduktionsquote sogar noch übertreffen.

Für beide Bereiche bietet GROUP mit ihrer Live Technologie die entsprechende Lösung. Im Durchschnitt werden für internationale Konzerne mehr als 500 individuelle Anwendungen pro Konzern, von denen wiederum 10-15% als unternehmenskritisch eingestuft werden, zur Umstellung auf Cloud Computing und Modernisierung erwartet; im Mittelstand geht die Anforderung an das Cloud Computing noch darüber hinaus. Das vollständige Outsourcing der Lotus Software Infrastruktur (Hosting), bei denen GROUP in Verbindung mit IBM als Komplettanbieter auftreten wird, wird zentraler Baustein für das Angebot im Mittelstand sein. Im zweiten Quartal (April/Mai) des Jahres gelang zusammen mit IBM ein gemeinsamer Marktauftritt.

GROUP Experts

Hosting/Outsourcing, Dienstleistungen und Individualentwicklung

Die erfolgreiche Umsetzung der GROUP Live Strategie sowie deren langfristig gesicherte Marktstellung wird unterstützt durch den gezielten Aufbau des Geschäftsbereiches GROUP Experts. GROUP wird weiterhin verstärkt in diesen Bereich investieren und das derzeit in den USA bestehende Geschäft auf Europa ausdehnen. Erste Zielmärkte sind bereits Deutschland und England, in denen der Konzern mit Niederlassungen vertreten ist. Ziel ist es, die Modernisierung von kundenspezifischen Individualentwicklungen und die Bereitstellung von Hosting Know-how für IBM Lotus Software Produkte im Fokus des GROUP Angebotes auszubauen.

Das Hosting ganzer Systeme, die individuelle Softwareentwicklung für unternehmenseigene Anwendungen und die Administration von Lotus Umgebung/-Infrastruktursystemen rundet mehr und mehr das bestehende Lotus Notes Portfolio ab. Insbesondere in den Stammmärkten der Gesellschaft wird mit einem erheblichen Kundenpotential für die GROUP Experts Angebote zu rechnen sein.

Marktanteilszubau und Ertragssteigerung mittels Marktkonsolidierung

Mit der Erweiterung der Geschäftsfelder wurde in 2009, insbesondere mit dem Erwerb der Vermögenswerte (Assets) der IT Factory, Dänemark, und der Lotus 911, USA, die Präsenz der Gesellschaft international verstärkt, die Innovationskraft massiv erhöht und mit der Kombination aus unserem bestehendem Produktportfolio mit der neuen Technologie und Expertise die Wahrnehmung des GROUP Konzerns im Markt gesteigert. Die Gesellschaft hat den Einstieg in den Dienstleistungsmarkt für Systemintegration, Hosting und Administration erfolgreich umgesetzt. Auch in 2010 wird die Akquisitionsstrategie diesen Wachstumsmarkt mit einbeziehen. Die Gesellschaft setzt ihre Strategie der Konsolidierung des Marktes für IBM Lotus Software fort und plant diese durch gezielte Kooperationen und Joint Ventures effizient und schnell voranzutreiben. Dabei wird die Gesellschaft ihre erfolgreiche Konsolidierungsstrategie verstärkt in Europa und den USA umsetzen.

Der Fokus der Gesellschaft liegt hier insbesondere auf der Gewinnung von Marktanteilen, Reduzierung des Wettbewerbs durch Konsolidierungen und auf neuen Technologien. Die Gesellschaft wird im laufenden Geschäftsjahr – mit der notwendigen Voraussicht – die Konsolidierung auf den Ausbau der internationalen Präsenz konzentrieren. Dabei wird sich die GROUP verstärkt im Bereich Vertragsrecht, Due Diligence und Finanzierung extern unterstützen lassen.

Positionierung als IBM's Primary Partner für die Lotus Softwaresparte

Als der führende Anbieter rund um die IBM Lotus Produktpalette platziert sich GROUP als der Primary Partner für die Lotus Software Gruppe innerhalb der IBM. Zielsetzung war der gemeinsame Marktauftritt von IBM Lotus in der direkten Kombination mit GROUP. Dazu wurden vom Management der beiden Unternehmen seit letztem Jahr Gespräche geführt, die nun erfolgreich zum höchsten IBM Standard – dem Primary Standard – führten.

Unternehmenssteuerung

Die effektive Steigerung des Unternehmenswertes und somit die langfristige Wertsteigerung im Interesse unserer Aktionäre stehen im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung der GROUP. Dabei spielt insbesondere die mittel- und langfristige Ausrichtung der Gruppe eine wesentliche Rolle. Als stetes Ziel des

Managements sehen wir die mittel- und langfristige Wertsteigerung des Konzerns. Der Wertbeitrag ergibt sich aus der Rendite der einzelnen Unternehmensbereiche auf das eingesetzte Vermögen.

Dafür ist neben der zielorientierten Steuerung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, dem effektiven Ressourceneinsatz von Eigen- und Fremdkapital auch ein effektives Management von Investitionen erfolgsentscheidend. Der Wertbeitrag ist neben weiteren, individuell vereinbarten Zielen auch Maßstab für die leistungsorientierte Entlohnung unserer Führungskräfte und der meisten Mitarbeiter.

Die GROUP Business Software AG ist neben ihrer Position als Anbieter von E-Mail Lösungen gleichzeitig Management-Holding des GROUP Konzerns und nimmt als solche zentrale Leitungsfunktionen wie z.B. Konzernentwicklung, Mergers & Acquisitions, Finanzen, Controlling, Personalwesen und Kommunikation wahr.

2.1.4 Forschung und Entwicklung

Die steigenden Anforderungen an die elektronische Kommunikation verlangen nach durchgängigen und zuverlässigen E-Mail Prozessen. Aus diesem Grund wurde im vergangenen Halbjahr der Fokus auf die Verbesserung von Stabilität und Sicherheit der E-Mail Managementlösung gelegt. Im Zusammenspiel mit den führenden E-Mail Plattformen Lotus Notes/Domino und Microsoft Exchange/SMTP ergibt sich dadurch ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Vertraulichkeit bei der Steuerung der E-Mail Kommunikation.

Wesentliche Erweiterungen der E-Mail Plattform:

  • Steigerung der Performance (Handling von Massenmailings) und Erweiterung der Sicherheitsmerkmale im Bereich B2B/B2C E-Mail Verschlüsselung;
  • Ausbau des Leistungsumfangs beim Einsatz eines rechtssicheren Haftungsausschluss im E-Mail Versand;
  • Verbesserung der Anbindung an externe Archivsysteme, insbesondere im IBM-Umfeld.

Ein wesentlicher Handlungstreiber in der E-Mail Welt ist das Thema Datenschutz. Hier bietet die Plattform der GROUP schon heute umfassende Lösungen; insbesondere das Management der E-Mail Verschlüsselung sowie zugrundeliegender Schlüssel und Zertifikate ist eine zunehmende Herausforderung in Unternehmen. Mit dem neu entwickelten KeyManager wird diesem Thema weiter Rechnung getragen. Erste Kunden überzeugen sich im Rahmen der Pilotphase von der Leistungsfähigkeit der Lösung.

Zusätzlich wurde mit der Entwicklung einer Konvertierungslösung begonnen. Damit wird zukünftig die Umwandlung von E-Mails in Standardformate wie PDF oder ZIP an zentraler Stelle möglich. Kunden können damit sicherstellen, dass keine Originaldokumente versendet werden. Sie sparen zugleich wertvolle Infrastruktur-Ressourcen.

Die positive Entwicklung des IT-Marktes im Bereich Cloud Computing war auch im 1. Halbjahr 2010 ein wichtiger Handlungstreiber. So wurden im Umfeld von Public und Corporate Cloud verstärkte Anstrengungen unternommen, um die Leistungsfähigkeit der Cloud Computing Plattform der GROUP Business Software AG weiter zu verbessern.

Wesentliche Entwicklungsleistungen flossen in die Verbesserung der Sicherheit des PaaS-Angebotes (Platform-as-a-Service). Dieser Aspekt gewinnt im Cloud Computing immer mehr an Bedeutung. Kunden, die ihre Daten in die Cloud legen, haben ein starkes Sicherheitsbedürfnis. Es gilt deshalb, diesem Bedürfnis gerecht zu werden und das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und zu untermauern. So wurde beispielsweise durch die verbesserte Einbindung zusätzlicher Firewalls und die Unterstützung von SSLbasierten VPN-Verbindungen der Sicherheitsstandard der Plattform weiter verbessert.

In enger Kooperation mit IBM Lotus wurden wesentliche Komponenten und Module bei der Entwicklung des GROUP Transformers zur automatisierten Konvertierung von Notes/Domino Applikationen auf die moderne java-basierte XPages Technologie abgeschlossen. Das Produkt 'Transformer' ist nicht nur ein elementarer Bestandteil der GROUP Live Strategie für den IBM Lotus/Domino Markt, sondern auch das Basismodul für die Entwicklung des Lotus Application Frameworks dessen Markteinführung 2012 erwartet wird.

Die Kooperation mit IBM unterstreicht die Bedeutung, die IBM der GROUP Lösung beimisst, um auf die allgemeine Markttendenz zu reagieren, existierende Applikation ohne kostenintensive Neuentwicklung webbzw. cloudfähig zu machen. Cloud-fähige Applikationen werden auf Abruf bereitgestellt und sind schneller, einfacher und damit kostengünstiger zu verteilen und zu administrieren.

Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Unterstützung von 64bit-Architekturen und die damit einhergehenden Performance-Steigerungen. Zusätzliches Augenmerk lag zudem auf dem optimierten Management von virtuellen Maschinen und Containern. Effizientere Verfahren sorgen hier zukünftig für einen schnelleren und zuverlässigeren Roll-Out von Lösungen aus der Cloud. In Kombination mit automatisierten Upgrade-Mechanismen steigern diese verbesserten Prozesse die Gesamt-Leistungsfähigkeit des PaaS-Angebotes. Zukünftig werden verstärkt Ressourcen in den Ausbau der Corporate Cloud gelegt, um den wachsenden Anforderungen großer Unternehmen gerecht zu werden, die ihre Infrastruktur flexibler und effizienter gestalten wollen.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Kapitalmarkt

Die wirtschaftliche Entspannung in den globalen Volkswirtschaften, zeigt sich verstärkt auch in den Kapitalmärkten. Getrieben von den momentanen Positivmeldungen von Unternehmen aller Branchen, fangen Spannungen an, sich aufzulösen.

Dennoch: Die Entwicklung an den Aktienmärkten stand im vergangenen Halbjahr einmal mehr unter dem Eindruck der europäischen Schuldenkrise. Nach Einschätzung fast aller Banken in Europa, ist im 2. Halbjahr des Jahres 2010, wie auch bereits im 1. Halbjahr mit volatilen Marktverhältnissen zu rechnen. Die Situation der Staatsfinanzen in der Eurozone hat nach wie vor viele Marktteilnehmer verunsichert.

Entschlossene Einsparanstrengungen zur finanziellen Stabilisierung sind notwendig. In der aktuell im Aufbau befindlichen "European Financial Stability Facility" (EFSF) ist ein gewisses Potenzial zu sehen, vorhandene Verspannungen an den internationalen Kapitalmärkten zunehmend zu lockern und Vertrauen bei den Anlegern wiederherzustellen.

Das erste Halbjahr war geprägt von einer Flucht in Sicherheiten. Aus Angst vor einem Rückschlag der sich leicht bessernden Konjunktur (sog. double dip), schwächelnden Staatsfinanzen und Anspannungen im Bankensystem waren solche Investments gefragt, die auch einem globalen Kollaps noch am ehesten hätten widerstehen können. So stieg der Goldpreis immens, diverse Anleihen nahmen zu, Rentenpapiere gewannen um 5%. Bei Aktien kam es darauf an, ob das Land des jeweiligen Index (DAX, Nasdaq, Nikkai, Dow Jones etc.) sich als solide Volkswirtschaft zeigen konnte. Der DAX beispielsweise stand am Ende des 1. Halbjahres leicht über dem Stand von Anfang Januar, die spanische oder griechische Börse brachen dagegen kräftig ein.

Auch hier zeigt sich einmal mehr, dass der deutsche Aktienmarkt in den ersten beiden Quartalen des Jahres als der sichere Hafen in der Eurozone angesehen wurde.

Wirtschaft

Weltwirtschaftlich gesehen ist es äußerst interessant, wie die Euroländer damit klar kommen, dass es extreme Differenzen in den Staatsfinanzen der Mitgliedstaaten gibt, die sich auch in den kommenden Jahren nicht bereinigen lassen. Die Kreditwürdigkeit einzelner Staaten steht auf dem Spiel. Ratingagenturen vergeben mittlerweile auch ganzen Staaten bestimmte Ratingnoten.

Beruhigend kann in Zukunft wirken, dass es die Euroländer anscheinend in den Griff bekommen haben, wie sie mit kränkelnden Volkswirtschaften umzugehen haben. Bestes Beispiel ist Griechenland, das kurz vor dem Kollaps stand, nun jedoch aufgrund der anderen EU Mitgliedsstaaten mit dem Schrecken - kurz vor dem finanziellen Abgrund - davonkam.

Um sich ein möglichst gutes Staats-Rating (AAA) zu sichern und auf diese Weise nach außen die Kreditwürdigkeit eines Landes zu zeigen, werden in Zukunft einzelne Eurostaaten bis zu 120% ihrer Quote garantieren, damit es keine Bonitätsprobleme geben kann, wenn ein anderes Land seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann.

Vertrauen schafft auch, dass erste Spielregeln festgelegt wurden, mit denen die EU Kommission mehr Einfluss auf die nationalen Haushalte ausüben kann. So müssen die Haushaltsentwürfe der einzelnen Euroländer demnächst frühzeitig vorgelegt werden. Die Bilanzen verschiedener Unternehmen sorgen für eine gute Laune in den Volkswirtschaften. Analysten sprechen beim DAX - vielleicht etwas verfrüht - von einer möglichen Rückkehr zum Allzeithoch von über 8000 Punkten.

Die bundesdeutsche Wirtschaft wuchs im 2. Quartal des Jahres 2010 ungewöhnlich stark. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich die Wirtschaftskraft nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um rund 4%. Das war das stärkste Wachstum in diesem Zeitraum seit 23 Jahren. Nach diesem Rekordwachstum rückt ein Wirtschaftswachstum von mindestens 2% für das gesamte Jahr 2010 in greifbare Nähe, so hört man aus dem Wirtschaftsministerium.

Ähnlich die Stimmen von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa (OECD), die bereits im Mai hat verlauten lassen, dass die Rezession in Deutschland ist überstanden sei. Die Organisation erwartet, dass die Wirtschaft im 2. Halbjahr 2010 stärker wächst als bislang angenommen. Grund seien unter anderem die steigenden Exporte. Davon kann natürlich der Exportweltmeister Deutschland profitieren. Die düsteren Prognosen verschiedener Forschungsinstitute für die europäische Wirtschaft im Berichtszeitraum gehören nach den Angaben der OECD nun wirklich der Vergangenheit an. Auch hier werden Stimmen laut, die von einem wesentlich stärkeren Wachstum ausgehen, wie noch am Jahresanfang.

Hans-Werner Sinn, der Präsident vom Münchener Ifo-Institut, sieht noch optimistischer in die Zukunft. Seiner Ansicht nach stehe Deutschland vor einem langen Aufwärtstrend in den kommenden Jahren. Deutschland sei Profiteur der Krise. Die Einbrüche sowie die Insolvenzen, aber auch die Arbeitsmarktrückgänge, seien im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften relativ mäßig ausgefallen. Deutlich habe sich gezeigt, dass Deutschland eine inhaltlich gesunde und leistungsfähige Wirtschaft aufweist. Die weltweite Immobilienkrise ist nie wirklich in Deutschland angekommen. Wertlose Hypotheken kennt man in Deutschland kaum.

Sinn sieht in den kommenden Jahren einen Inlands-Bauboom aufkommen. Grund dafür seien sich nun verändernde internationale Kapitalströme. In den vergangenen Jahren sei viel Geld anderswo in vermeintlich sichere Anlagen investiert worden: in US-Subprime-Papiere, griechische Staatsanleihen oder

spanische Immobilienfinanzierungen. All diese Investments hätten sich aber als "hochgradig risikobehaftet" herausgestellt. Deutschland hingegen gelte nach wie vor als sicherer Hafen. Deshalb werde künftig ein größerer Anteil der hohen deutschen Ersparnisse im Inland investiert. Für die verbleibenden Monate des Jahres 2010 erwartet das Münchener Ifo-Institut ein Wachstum von 2,1%.

2.2.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche für E-Mail, Archive, Compliance, CRM

In den nächsten Jahren werden IT-Umsätze langsam, aber nachhaltig ansteigen, so die Prognosen von IDC, einem weltweit aktiven IT-Researchunternehmen. Doch die Bereiche Software, Hardware und Outsourcing werden sich unterschiedlich entwickeln. Virtualisierung und Smartphones sind dabei wichtige Einflussfaktoren. Smartphones mit Internetanschluss und Flatrates tragen dazu bei, dass die E-Mail mehr und mehr die SMS als textbasierte Kommunikationsmöglichkeit klassischer Mobiltelefone verdrängt. Besonders interessant ist das für den E-Mail Markt in Deutschland, in dem die SMS Jahre lang die häufigste Textnachrichtform von Mobilfunkgeräten war.

Viele Unternehmen werden E-Mail Anwendungen künftig verstärkt im Cloud Computing/Software as a Service Modell (SaaS) nutzen. Laut einer aktuellen Prognose wird in einigen Jahren der Marktanteil der SaaS-basierten E-Mail Systeme bis zu 20% anwachsen.

IT-Dienstleister werden sich künftig auf E-Mail Servicebereiche fokussieren, die Anwendungen für die Archivierung und Verschlüsselung von E-Mails sowie auf Applikationen, die das Versenden und Empfangen von Dokumenten aus E-Mail Software per Online-Fax ermöglichen. Sie werden versuchen, Sicherheitsanforderungen für SaaS-basierte E-Mail Systeme mit Backup-, Reporting-, Antispam- und Antiviren-Lösungen bereitzustellen. Die Entwicklung im E-Mail Serverbereich geht dahin, dass diese mehr und mehr in Rechenzentren von outgesourcten Hostinganbietern umziehen werden.

E-Service, Social Media und Software-as-a-Service geben dem Customer-Relationship-Management (CRM) neue Impulse. Während die Umsätze mit Software weltweit allgemein verhalten sind, behaupten sich Lösungen für CRM in der Krise relativ gut. Vor allen Dingen Spezialanbieter können den Vorteil nutzen. Analytisches CRM ist häufig im Gespräch. Unternehmen fragen gezielt nach dieser Art der CRM, da Analysefunktionen einen perfekten Geschäftsablauf stark vereinfachen können. Nach wie vor dominieren Funktionen für operatives CRM das Geschehen.

Besonderes Augenmerk liegt auf E-Service Angeboten. Auf diese Weise sollen sich Kunden ihre Information selber generieren. Wichtigstes Argument dafür ist das Kostensenkungspotential. Unternehmen investieren aber auch in andere Internet-Angebote, etwa E-Commerce Lösungen und Kundensupport-Portale. Der Kunde soll sich selbst bedienen: Wer auf seine Fragen die passenden Antworten im Web findet, so das Kalkül, ruft nicht im Call-Center an.

Entwicklung der Branche für Cloud Computing

Obwohl sich ganz klar das Ende der weltweiten Talfahrt auch in Europa und in den Vereinigten Staaten zeigt, besteht immer stärker ein IT-Kostendruck in Unternehmen. Flexibilität scheint mehr und mehr die Anforderungen unternehmensinterner IT zu bestimmen.

Das beschleunigt den Wandel der IT-Branche zu On-Demand-Angeboten. Künftig wird Software mehr und mehr über Onlineplattformen angeboten, was das Geschäftsmodell der Enterprise-Softwareanbieter nachhaltig verändern wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der weltweit aktiven Unternehmensberatung Bain & Company. Unter dem Titel "Preparing for the On-Demand Game in the Enterprise Software Industry" wird dargestellt, dass besonders 4 Trends diese Entwicklung beeinflussen:

    1. Software-as-a-Service (SaaS) verteilt Lizenzumsätze auf längere Zeiträume,
    1. zunehmend integrierte IT-Anbieter heben die Grenzen zwischen Hardware, Software und Services auf,
    1. der Serviceanteil der IT-Wertschöpfung steigt und
    1. Open-Source etabliert sich als echte Alternative zu klassischen Softwareangeboten.

Über den Erfolg eines SaaS-Anbieters entscheiden eine solide Plattformstrategie, das Management der Software- und Servicepartner sowie das rechtzeitige und langfristige Besetzen der Kundenschnittstelle.

2.2.3 Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

Die GROUP hat die Weichen für den bevorstehenden Technologiewechsel hin zu On-Demand-Lösungen gestellt. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf die enge Partnerschaft mit der IBM gelegt. GROUP strebt an bis zum Ende des Jahres gemeinsam mit IBM in unterschiedlichsten Konstellationen Kundenlösungen zu vermarkten

Bei gleichzeitiger Sicherung des bestehenden Geschäftsmodelles betrug das Konzernergebnis zum 30.06.2010 minus 0,2 Mio. Euro. Darin enthalten sind aufwandswirksame Investitionen in den Bereich GROUP Live in Höhe von etwa 1,0 Mio. Euro.

Allgemein

Der Trend ist eindeutig. Immer mehr Kunden und Geschäftspartner verlangen aktiv nach verlässlichen On-Demand-Anwendungen, die die notwendigen Investitionsspielräume lassen, Spitzenlasten abfedern und die gesamte Wertschöpfungskette vollständig automatisiert abbilden. Gerade von großen Softwarehäusern auf deren Plattformen oft auch eine Vielzahl von unternehmenskritischen Applikationen betrieben werden, wird eine automatisierte und zuverlässige Möglichkeit gesucht, solche Anwendungen auf den Einsatz in der Cloud vorzubereiten. GROUP ist mit ihrem Produkt hier in einer im doppelten Sinne ausgezeichneten Position.

Nach dem Gewinn des "IBM Chief Technology Officer Innovation Awards" im Januar 2010 ist die neue Cloud Computing-Plattform zur dynamischen Bereitstellung, Verwaltung und Überwachung von Anwendungsumgebungen im März auf der CeBIT mit dem "INNOVATIONSPREIS-IT" ein weiteres Mal ausgezeichnet worden. Die 80-köpfige Fach-Jury aus Professoren, Wissenschaftlern, Branchen- und IT-Experten sowie Fachjournalisten bescheinigt damit der Cloud Lösung von GROUP bereits 12 Monate nach Gründung der neuen Division einen besonders hohen und von entsprechendem Nutzen geprägten Innovationsgrad und die enorme Praxistauglichkeit der GROUP Lösung.

Strukturelle Ereignisse

Am 14.05.2010 wurden der Geschäftsbereich der FastWorks Ltd., Manchester, UK, von der GROUP Business Software AG erworben. Die FastWorks ist im Bereich der Lotus Notes Anwendungstechnologie tätig und programmiert und verkauft Software für das Risiko und Compliance Management.

Am 19.05.2010 wurden vom Vorstand der GROUP Business Software AG Vorverträge für den Erwerb der Permessa Corp. in Boston, USA, unterzeichnet. Die Zielgesellschaft ist im nordamerikanischen Raum ein Spezialist für E-Mail Management und Compliance Management auf Basis von Lotus Notes.

Die Parteien erarbeiteten über die Sommermonate die Konditionen des vorbezeichneten Erwerbs und erzielten Anfang August eine Einigung. Die entsprechenden Verträge werden nunmehr von den (betreuenden) Anwälten der Parteien erstellt. Bereits heute arbeiten beide Unternehmen eng zusammen.

Am 28.06.2010 hat die GROUP Business Software AG den Antrag auf Widerruf der Zulassung zum Regulierten Markt bei der Deutschen Börsen AG eingereicht und den Antrag auf Einbeziehung in den Entry Standard (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse gestellt. Dieses wurde zuvor von Vorstand und Aufsichtsrat den gesetzlichen Anforderungen gemäß einstimmig beschlossen.

Nach Ablauf der Frist für den Vollzug des Widerrufs (Dezember 2010) wird der Handel der Aktien der GROUP Business Software AG im Entry Standard fortgesetzt. Der Entry Standard unterliegt den Regularien der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Preisquotierung auf der elektronischen Handelsplattform XETRA und die Liquiditätsunterstützung der Aktien durch die Beauftragung eines Designated Sponsors bleiben bestehen. Auch die Rechnungslegung bleibt unverändert und wird gemäß den IFRS Anforderungen fortgesetzt.

3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten 2010

Das 1. Halbjahr 2010 verlief im Kerngeschäft der "GROUP Applications" weiterhin stabil und trug mit 1,6 Mio. Euro zum Konzernbetriebsergebnis (EBIT) in Höhe von insgesamt 0,5 Mio. Euro (1. HJ 2009: 0,2 Mio. Euro) maßgeblich mit bei. Der in 2009 neu begründete Geschäftsbereich "GROUP Experts" verzeichnete

ein ausgeglichenes Ergebnis. Weiterhin investierte die GROUP in den Ausbau der Marktposition und des Geschäftsmodells "GROUP Live", welches mit einem ergebniswirksamen Invest von rund 1 Mio. Euro das Konzernbetriebsergebnis prägt. Ebenso steht das Konzernergebnis des ersten Halbjahres 2010 unter den Einflüssen des Verkaufes der GROUP Business Software Holding Oy und deren Tochtergesellschaft der Gedys IntraWare GmbH. Diese Gesellschaften haben in 2010 nur für die ersten beiden Monate des Geschäftsjahres Einbezug in die Konzernzahlen gefunden und waren im Vorjahresvergleichszeitraum noch vollumfänglich enthalten. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis sind im Anhang näher dargestellt.

Die Gesellschaft hat sich durch diese Maßnahmen für die Zukunft ausgerichtet und wird auch im 2. Halbjahr 2010 weiter in den technologischen Fortschritt der Gesellschaft investieren.

3.2 Ertragslage

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Konzern wurde in den ersten 6 Monaten des Jahres 2010 ein Umsatz von 9,5 Mio. Euro erzielt. Bedingt durch die Entkonsolidierung zweier Beteiligungen ist der Vorjahresvergleich nur eingeschränkt möglich. Daher lag der Umsatz mit 1,6 Mio. Euro unter dem Niveau des 1. Halbjahres 2009 mit 11,1 Mio. Euro. Bereinigt man die Umsätze, welche die beiden Gesellschaften zum Konzernumsatz beigetragen haben, konnte die GROUP jedoch einen Umsatzzuwachs von rund 20% verzeichnen.

Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von rund 2,1 Mio. Euro (1. HJ 2009: 0,3 Mio. Euro) und den aktivierten Entwicklungsleistungen von 0,5 Mio. Euro (1. HJ 2009: 0,8 Mio. Euro), ergab sich eine annähernd gleich hohe Gesamtleistung i. H. v. 12,1 Mio. Euro (1. HJ 2009: 12,2 Mio. Euro) wie im Vorjahresvergleichszeitraum. Die Gesamtleistungen des ersten Halbjahres beinhalten den Ertrag aus der Entkonsolidierung der beiden abgegangenen Gesellschaften in Höhe von 0,9 Mio. Euro und tragen zur Kompensation des Gesamtleistungsanteils der beiden Gesellschaften für die nicht mehr konsolidierten Monate März bis Juni 2010 bei.

Bedingt durch die um rund 10% gesunkenen Umsatzerlöse im Bereich der Resale Licences von 2,1 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro, sank die Wareneinsatzquote von 23,7% im 1. Halbjahr 2009 auf 23,0% im 1. Halbjahr 2010.

Der Rohertrag der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2010 lag mit rund 9,9 Mio. Euro über dem des Vorjahreszeitraumes von 9,5 Mio. Euro.

Die Personalkosten sanken leicht von 5,4 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2009 auf 5,1 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2010. Ebenso sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von rund 3,0 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2009 auf knapp 2,9 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2010. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Mietaufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (1. HJ 2009: 0,4 Mio. Euro), Marketingaufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (1. HJ 2009: 0,7 Mio. Euro), externe Dienstleistungen und Abschlusskosten in Höhe von rund 0,7 Mio. Euro (1. HJ 2009: 0,7 Mio. Euro) und Reise- und Kfz-Kosten von rund 0,5 Mio. Euro (1. HJ 2009: 0,7 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis des Konzerns für das 1. Halbjahr 2010 lag begründet durch die Abzinsung der Forderung im Rahmen der Veräußerung der beiden Gesellschaften in Höhe von 0,6 Mio. Euro mit minus 0,7 Mio. Euro deutlich über dem Finanzergebnis des Vorjahreshalbjahres (minus 0,05 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) lag mit minus 0,2 Mio. Euro (1. HJ 2009: plus 0,1 Mio. Euro) unterhalb des Ergebnisses des Vorjahreshalbjahres.

Nach Abzug von Minderheitenanteilen und unter Berücksichtigung von Steueraufwendungen mit rund 0,03 Mio. Euro (1. HJ 2008: plus 0,1 Mio. Euro) ergibt sich ein Konzernhalbjahresergebnis von knapp minus 0,2 Mio. Euro (1. HJ 2009: plus 0,2 Mio. Euro).

3.3 Finanzlage

Der Zahlungsmittelbestand im Konzern betrug 1,2 Mio. Euro zum 30.06.2010 (31.12. 2009: 2,0 Mio. Euro). Der Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2009 beinhaltet die in der Bilanz abgesetzten Zahlungsmittel im Rahmen der Darstellung "Assets held for sale" in Höhe von 839 TEuro. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2010 betrug 0,6 Mio. Euro (1. Halbjahr 2009: 2,8 Mio. Euro) und lag damit begründet in dem GROUP Live Invest unter dem Vorjahreshalbjahresniveau. Für Investitionstätigkeiten wurden 1,9 Mio. Euro (1. Halbjahr 2009: 2,5 Mio. Euro) verwendet. Die Zunahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten bezifferte sich im 1. Halbjahr 2010 auf 0,4 Mio. Euro (1. Halbjahr 2009: Rückführung von 0,2 Mio. Euro).

3.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum 30.06.2010 im Konzern rund 46,9 Mio. Euro (31.12.2009: 46,4 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen mit 80% den größten Anteil ein (31.12.2009: 65%). Größte Einzelpositionen darin waren mit 31,9 Mio. Euro (31.12.2009: 29,8 Mio. Euro) die immateriellen Vermögenswerte. Die Finanzanlagen sind maßgeblich geprägt durch die langfristige Forderung im Rahmen des Verkaufes der beiden Gesellschaften und beläuft sich zum 30.06.2009 auf 5,3 Mio. Euro (31.12.2009: 0,2 Mio. Euro). Die aktiven latenten Steuern lagen mit 2,8 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau (31.12.2009: 2,8 Mio. Euro). Das Umlaufvermögen ergab sich zu 5,7 Mio. Euro (31.12.2009: 3,6 Mio. Euro). Die Erhöhung erfolgte im Wesentlichen in der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die zum 31.12.2009 ausgewiesenen Assets Held for Sale in Höhe von 8,8 Mio. Euro bestanden zum 30.06.2010 durch die zum 28.02.2010 erfolgte Entkonsolidierung nicht mehr.

Ausgehend von dem der Einzelgesellschaft entsprechenden Gezeichneten Kapital in Höhe von 25.232.000,00 Euro ergab sich das Eigenkapital im Konzern zu rund 31,0 Mio. Euro (31.12.2009: 31,1 Mio. Euro). Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die Anteils- und Geschäftsbereichserwerbe. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten lag periodenabgrenzungsbedingt mit rund 5,3 Mio. Euro um 1,2 Mio. Euro über dem Bilanzwert zum 31.12.2009 (4,1 Mio. Euro).

Ebenso wie die Assets Held for Sale bestanden die Liabilities Held for Sale zum 30.06.2010 in Folge der Entkonsolidierung nicht mehr.

3.5 Mitarbeiter

Zum 30.06.2010 wurden im Konzern 126 Mitarbeiter beschäftigt (30.06.2009: 178). Auf der Ebene des Konzerns liegt, vor Berücksichtigung der Ausbildungsquote von 4%, der Anteil an Mitarbeitern mit vertriebsund servicebezogenen Aufgaben bei rund 53%. Die Produktentwicklung umfasst rund 33% und etwa 14% der Mitarbeiter führen administrative Tätigkeiten aus.

Die Personalaufwendungen sanken analog zu den Mitarbeiterzahlen und betrugen im 1. Halbjahr 2010 5,1 Mio. Euro (1. HJ 2009 5,4 Mio. Euro).

4 Chancen und Risikobericht

Die Risikolage der GROUP Business Software AG und ihre Chancen haben sich gegenüber dieser Darstellung nicht wesentlich verändert.

Wir verweisen ebenfalls auf die Darstellung im Prognosebericht sowie die Hinweise zu den zukunftsgerichteten Aussagen am Ende dieses Zwischenberichtes.

5 Prognosebericht

Ökonomen und Wirtschaftsexperten sind sich darin einig, dass es zu einer weltweiten Erholung der Konjunktur kommen wird. Die ifo-Konjunkturprognose 2010/2011 (Institut für Wirtschaftsforschung, München), geht davon aus, dass in 2010 mit einer Zunahme des Bruttoinlandproduktes um 2,1% zu rechnen sei. Im kommenden Jahr 2011 könne dazu die Binnenkonjunktur wieder merklich an Fahrt gewinnen.

Nach vielen äußerst kritischen Prognoseberichten, sehen die Ökonomen mittlerweile eine steigende Weltkonjunktur – sicherlich auch durch die expansiven Impulsen der Geldpolitik und der staatlichen Unterstützungsprogramme für diverse Branchen.

Festzustellen ist allerdings, dass die Prognosen sehr unterschiedlich für verschiedene Länder und Regionen ausfallen. Insgesamt ist mit einem weltweiten Bruttoinlandsprodukt von ca. 4% zu rechnen, allerdings wird dabei Europa häufig als Nachzügler bezeichnet. Gerade der Euroraum werde fragil bleiben, so deutsche Wirtschaftsinstitute. In den USA wird die Entwicklung schon positiver gesehen, allerdings führen die Schwellenländer die Liste der Wachstumszuwächse an; sie zeigen die größte Dynamik.

Die nur langsam ansteigende Binnenkonjunktur ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass staatliche Förderungsprogramme nun langsam auslaufen. Auch die allseits beschlossenen Sparprogramme wirken sich eher dämpfend auf die Konjunkturdaten aus, auch wenn sie es nicht schaffen, einen merklichen Anstieg zu verhindern. Es kann auch als ein positives Signal verstanden werden, dass der Staat versucht, seinen Haushalt im Einklang mit der Schuldenbremse zu sanieren. Auf diese Weise wird Vertrauen geschaffen, was sich sicherlich auch zur Freude von Investoren durch ein weiterhin niedriges Zinsniveau auswirkt.

Auch auf dem Arbeitsmarkt wird die konjunkturelle Erholung zu spüren sein – auch wenn in der Vergangenheit ein Anstieg der Kurzarbeiterzahlen zu verzeichnen gab. Bis Ende 2011 könnte die Arbeitslosenzahl um bis zu 190.000 Personen sinken, was ungefähr einer Absenkung um 5% entsprechen würde.

Wie sich die Turbulenzen hinsichtlich einiger europäischer Staatshaushalte auf die Konjunktur auswirken, lässt sich zurzeit noch nicht genau abschätzen. Zu größeren Krisenaktionen ist es trotz teilweise sehr ungünstiger Vorhersagen nicht gekommen. Durch Rettungsprogramme und den Vorsatz aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union konnte der Eurokurs gestützt werden, ein weiterer Verfall im Vergleich zum erstarkten Dollar aufgehalten werden.

Es ist davon auszugehen, dass die Notenbankzinsen auf einem niedrigen Niveau bleiben werden, damit auf diese Weise verstärkt Kapital im Markt zur Verfügung steht. Auf der einen Seite bedeutet dies eine niedrige Renditeentwicklung, auf der anderen Seite jedoch auch eine verbesserte Entwicklung der Kreditkonditionen. Die Binnennachfrage könnte daraus Profit ziehen. Die Einschätzung der ifo-Konjunkturprognose kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland mittelfristig einen investitionsgetriebenen Aufschwung erleben dürfte.

E-Mail Kommunikation, Security, Compliance, Archiving und CRM bestimmen weiterhin das Portfolio des GROUP Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Der Einstieg ins Cloud Computing scheint sich als Erfolg herauszustellen. Die Bereitschaft der Kunden, auf neue Lösungen einzugehen, ist deutlich zu erkennen. Erste Verträge sind bereits unterzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl in den kommenden Monaten und vor allen Dingen im Jahr 2011 in erheblichem Maße ansteigen wird. Ein Return of Investment (Verhältnis von Gewinn und investiertem Kapital) ist Mitte 2012 zu erwarten.

Die GROUP ist in der Entwicklung der Technologie weit vor dem Marktumfeld und versucht diesen Vorsprung zusammen mit ihrem Partner IBM erfolgreich auszubauen. Bei der Plattform wird dabei auch eine Lösungsmöglichkeit für Microsoft-User angeboten.

Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen, ihre Chancen, Risiken und ihre Auswirkungen auf unterschiedliche Branchen sind von großer Bedeutung für die Unternehmen des Konzerns. Nach der wirtschaftlichen Talfahrt der zurückliegenden 2 Jahre seit dem Einsturz der Investmentbank Lehman Brothers sieht die Weltwirtschat mittlerweile wieder einen klaren Aufwärtstrend, der jedoch in den Schwellenländern am deutlichsten zu erkennen ist. Ein klarer Unsicherheitsfaktor bleibt vor allen Dingen der marode Staatshaushalt bestimmter Euroländer, allen voran sicherlich Griechenland, aber auch Spanien und Italien. Die Gemeinschaftswährung dieser Länder hat das merklich zu spüren bekommen.

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist vorsichtig mit Prognosen für die kommenden Monate. Ein verhaltenes Wachstum stellt jedoch auch sie nicht in Frage. Inwieweit dieses Verhalten jedoch in ein deutliches Wachstum umschwingen kann, lässt sie offen. Ähnlich sind auch die Stimmen der US-amerikanischen Notenbank. Ben Bernanke, der oberste US Währungshüter, kündigte Ende Juli zur Unterstützung der aufstrebenden US Konjunktur neue Stabilisierungsmaßnahmen an, sofern

diese notwendig würden. Neben der ebenfalls in den USA ansteigenden Binnennachfrage quält die Amerikaner – im Gegensatz zu Deutschland – jedoch die Sorge vor einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen.

Vor dem Hintergrund dieser Prognosen – sie reichen von einem starken, bis zu einem verhaltenen Anstieg der Weltwirtschaft – wird die Strategie des Vorstandes entscheidend für den weiteren Unternehmenserfolg sein. Nach der Trennung von der Gedys IntraWare wird angestrebt, das organische Wachstum in den Kernkompetenzbereichen der GROUP – dem E-Mail Management, den Security Lösungen und der Compliance auszubauen.

Einen wichtigen Teil zum Wachstum soll jedoch auch die neue Sparte des Cloud Computings ausmachen, genauso wie die Services/ Individuallösungen der GROUP Experts. Trotz dieses Vorsatzes soll jedoch auch die weitere Akquisitionsstrategie des Konzerns nicht unberücksichtigt bleiben. Der Ausbau der eingeschlagenen Investitionsstrategie wird auch in den kommenden Monaten eine nicht unbedeutende Beachtung finden.

Ohne Berücksichtigung der zwingend notwendigen Investitionen in den Bereich GROUP Live erwarten wir in 2010 ein Konzernergebnis auf Vorjahresniveau. Für das Jahr 2011 sehen wir eine Kompensierung der Konzernumsatzreduktion in Folge des Verkaufes der Gedys IntraWare GmbH und erwarten derzeit im Stammgeschäft (ohne GROUP Live) einen Umsatz wieder über 20 Mio. Euro.

Die Prognosen und Aussagen der Gesellschaft und der Konzerngesellschaften beruhen auf zahlreichen Annahmen und unterliegen der Bedingung, dass die Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftsschwäche nicht schneller oder intensiver im Markt zu spüren sind und sich daraus negative Auswirkungen auf unseren geplanten Geschäftsverlauf ergeben. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen.

Eisenach, 27.08.2010

Jörg Ott Markus Ernst

Vorstand Vorstand

Hinweis betreffend zukunftsgerichteter Aussagen

Dieser Halbjahresbericht enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie «sollen», «annehmen», «erwarten», «rechnen mit», «beabsichtigen», «anstreben», «zukünftig», «Ausblick», «Prognose» oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Plänen oder Absichten. Die künftigen tatsächlichen Gegebenheiten können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Bericht abweichen.

Grund dafür können Preisfaktoren, Konkurrentenverhalten oder ähnliches, genauso wie legislative und regulatorische Entwicklungen oder behördliche oder gerichtliche Verfahren, aber auch allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen sein. Ebenfalls können sich Währungsschwankungen sowie Entwicklungserfolge oder eine negative Publizität und Medienberichte auf die o.a. zukunftsgerichteten Aussagen auswirken.

Herausgeber

GROUP Business Software AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach Tel. +49 (0) 3691 7353 0 Fax +49 (0) 3691 7353 99

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Halbjahresabschluss des Geschäftsjahres 2010

(zum 30.06.2010)

GROUP Business Software AG

Konzern gemäß IFRS

Bilanz Bilanz
GROUP Business GROUP Business
Software Konzern
30.06.2010 31.12.2009
Euro Euro
20.893.409,05 20.893.409,05
10.971.930,94 8.922.055,62
200.418,97 191.327,44
5.265.978,99 159.961,63
30.166.753,74
2.812.226,17
92.987,05 79.185,97
3.906.611,09 1.957.246,32
411.246,56 352.830,95
1.253.505,45 1.192.260,03
3.581.523,27
1.075.484,49
8.751.430,99
46.387.418,66
Software Konzern
37.331.737,95
2.798.556,86
5.664.350,15
1.085.184,86
0,00
46.879.829,82
Passiva Bilanz Bilanz
GROUP Business GROUP Business
Software Konzern Software Konzern
30.06.2010 31.12.2009
Euro Euro
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 25.232.000,00 25.232.000,00
Kapitalrücklage 3.269.507,16 3.269.507,16
Rücklage für Währungsumrechnung 229.268,42 99.955,66
Ergebnisvortrag 2.448.583,79 1.429.338,80
Konzernergebnis -197.595,23 1.019.244,99
Minderheitenanteile -4.758,54 2.458,44
30.977.005,60 31.052.505,05
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 107.078,00 104.228,00
langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.661.830,43 2.241.229,51
langfristige sonstige Verbindlichkeiten 4.528.711,47 4.144.691,47
7.297.619,90 6.490.148,98
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 650.211,44 959.453,13
Sonstige Verbindlichkeiten 728.322,87 848.239,95
übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 54.695,57 58.117,14
sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.880.425,34 1.476.627,03
3.313.655,22 3.342.437,25
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 5.291.549,10 4.105.650,60
Liabilities Held for Sale 0,00 1.396.676,78
SUMME EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 46.879.829,82 46.387.418,66

GROUP Business Software AG – Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung GROUP Business
Software Konzern
01.01. - 30.06.2010
Euro
GROUP Business
Software Konzern
01.01. - 30.06.2009
Euro
Umsatzerlöse
Erträge aus aktivierten Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen
9.499.078,76
526.908,24
2.063.370,39
2.185.117,97
11.082.429,85
780.619,99
297.324,25
2.631.639,54
Rohertrag 9.904.239,42 9.528.734,55
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
5.111.396,30
2.851.828,46
5.398.514,95
2.953.598,79
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Abschreibungen
(EBIT DA)
1.941.014,66 1.176.620,81
Abschreibungen 1.397.407,50 1.005.990,29
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 543.607,16 170.630,52
Zinserträge/-aufwendungen
anteiliger Gewinn aus assoziierten Unternehmen
Abschreibung auf Finanzanlagen
-708.995,48
-9.205,20
0,00
-46.844,43
4.437,75
0,00
Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) -174.593,52 128.223,84
Steuern -30.218,69 105.879,03
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag vor Minderheitenanteilen -204.812,21 234.102,87
Ergebnisanteile von Minderheiten
Ergebnisanteile von Group Business Software
7.216,98
-204.812,21
500,10
234.102,87
Konzernergebnis -197.595,23 234.602,97
Ergebnis je Aktie in €
aus fortgeführten Aktivitäten
aus nicht fortgeführten Aktivitäten
-0,01
-,--
0,01
-,--
aus Konzernüberschuss -0,01 0,01

GROUP Business Software AG – Konzern

Gesamtergebnisrechnung GROUP Business
Software Konzern
01.01. - 30.06.2010
Euro
GROUP Business
Software Konzern
01.01. - 30.06.2009
Euro
Konzernergebnis nach Steuern -197.595,23 234.602,97
- davon auf andere Gesellschafter entfallend
- davon auf die Aktionäre der GROUP Business Software AG
7.216,98 500,10
entfallend
- Ertragsteuern
-204.812,21
0,00
234.102,87
0,00
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages
(Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-)
0,00 0,00
- Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungs-
umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften
-Währungsdifferenzen unrealisierte Veränderung
- in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag
-490.106,13
719.374,55
0,00
-324.473,26
402.396,02
0,00
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages
(Währungsumrechnungsdifferenz)
229.268,42 77.922,76
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Wertänderungen
- davon auf andere Gesellschafter entfallend
- davon auf die Aktionäre der GROUP Business Software AG
-4.758,54 2.121,33
entfallend 0,00 0,00
Summe aus Ergebnis nach Steuern und im Eigenkapital
erfassten Wertänderungen (Summe Comprehensive Income)
31.673,19 312.525,73
- davon auf andere Gesellschafter entfallend
- davon auf die Aktionäre der GROUP Business Software AG
7.216,98 500,10
entfallend 24.456,21 312.025,63

GROUP Business Software AG – Konzern

Cashflow statement (IFRS) 1. HJ 2010 1. HJ 2009
TEuro TEuro
Laufende Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis vor Steuern -1.088 128
Berichtigungen für
1. Abschreibungen/Zuschreibungen 1.397 1.006
2. nicht gezahlte Zinsaufwendungen 556 0
Betriebliches Ergebnis vor Änderungen im Nettoumlaufvermögen 865 1.134
3. (-/+) Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL und sonstigen
Aktiva
Vorräte -14 72
Forderungen -1.974 703
Lieferantenverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 1.699 880
4. (-/+) Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 577 2.789
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus fortgeführter laufender
Geschäftstätigkeit
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus nicht fortgeführter laufender
Geschäftstätigkeit
577 2.789
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 577 2.789
TEuro TEuro
Investitionstätigkeit
Ein- und Auszahlungen für:
1. Erwerb von immateriellem Anlagevermögen -1.275 -2.477
2. Erwerb von Sachanlagevermögen -54 -55
3. Erlöse aus dem Abgang für Sachanlagevermögen 0 0
4.a Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen 9 -4
4.b abzüglich erhaltener Zahlungsmittel 0 0
5.a. Veräußerung von konsolidierten Unternehmen 1.000 0
5.b abzüglich abgehender Zahlungsmittel -1.581 0
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus der Investitionstätigkeit -1.901 -2.536
TEuro TEuro
Finanzierungstätigkeit
Ein- und Auszahlungen für:
Zu-/Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 421 -192
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus der Finanzierungstätigkeit 421 -192
ÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS 1. HJ 2010 1. HJ 2009
TEuro TEuro
Zahlungsmittelbestand zum 01.01.2010 / 01.01.2009 1.973 2.588
Veränderung des Zahlungsmittelbestandes
Mittelfluß aus laufender Geschäftstätigkeit 577 2.789
Mittelfluß aus Investitionstätigkeit -1.901 -2.536
Mittelfluß aus Finanzierungstätigkeit 421 -192
Währungsausgleich 129 55
Zahlungsmittelbestand zum 30.06.2010 / 30.06.2009 1.199 2.704
Veränderung des Zahlungsmittelbestandes TEuro TEuro
Mittelfluß aus laufender Geschäftstätigkeit -298
Mittelfluß aus Investitionstätigkeit -1.200
Mittelfluß aus Finanzierungstätigkeit 744
Währungsausgleich 22
Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2009 1.973

Der Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2009/01.01.2010 beinhaltet die in der Bilanz abgesetzten Zahlungsmittel im Rahmen der Darstellung "Assets held for sale" in Höhe von 839 TEuro.

Anhang zum Halbjahresabschluss des Geschäftsjahres 2010

(zum 30.06.2010)

GROUP Business Software AG

Konzern gemäß IFRS

Allgemeine Angaben

Die GROUP Business Software AG (nachfolgend kurz als "GROUP" bezeichnet) mit ihrem Sitz in Eisenach, Hospitalstraße 6 (Deutschland), ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 405713 eingetragen. Sie ist das Mutterunternehmen des GROUP Konzerns. Die GROUP ist am geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Hinsichtlich der Art der Geschäftstätigkeit und der Hauptaktivitäten verweisen wir auf den Lagebericht und die Segmentberichterstattung.

Der Konzernabschluss der GROUP ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der EU anerkannten Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London/Großbritannien, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips mit Ausnahme gewisser Positionen, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die mit ihrem Zeitwert ausgewiesen werden. Den Zwischenabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Wertansätze, die auf steuerlichen Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Bei der Darstellung in Tabellenform können geringfügige Rundungsdifferenzen auftreten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz beinhaltet der IFRS-Konzernabschluss als weitere Komponenten die Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, die Kapitalflussrechnung und den Anhang. Der separate Bericht über die Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht gemäß § 315 Abs. 1 HGB) ist im Lagebericht enthalten.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

Minderheitsanteile konzernfremder Gesellschafter sind als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und – verbindlichkeiten zu den jeweiligen Stichtagen sowie die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung

auf Basis der laufenden Ereignisse und Maßnahmen beruhen, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen.

Im 1. Halbjahr 2010 fanden die von der EU verabschiedeten Rechnungslegungsstandards und Interpretationen, soweit sie auf den GROUP-Konzern anwendbar waren, Anwendung:

  • IAS 1 "Presentation of Financial Statements"
  • IFRS 3 "Business Combinations"
  • IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche"
  • IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures"
  • IFRS 8 "Operating Segments"
  • IAS 27 "deconsolidation principles"

Die neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Berichtsperiode der Gesellschaft.

Die folgenden Standards und Interpretationen bzw. Regelungen der IASB treffen für die Geschäftstätigkeit der GROUP nicht zu bzw. werden aufgrund des gegebenen Wahlrechts erst in den folgenden Konzernabschlüssen der GROUP berücksichtigt:

  • IFRS 2 "Share-based Payment"
  • IAS 32 "Financial Instruments: Presentation"
  • IFRS 1, IAS 27 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards"
  • IAS 39, IFRIC 9 "Reassessment of Embedded Derivatives / Financial Instruments: Recognition and Measurement"
  • IFRIC 13, IFRIC 15, IFRIC 16, IFRIC 18.

Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte jedoch einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Berichtsperiode.

I Abgrenzung des Konsolidierungskreises

1 Konzern- und Beteiligungsunternehmen

1.1 Einbezogene Tochterunternehmen

In den Konzernhalbjahresabschluss der GROUP Business Software AG sind die folgend aufgeführten Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen worden; im Vorjahr waren dies acht Tochterunternehmen.

Verbundene
Unternehmen
Sitz Eigen
kapital
Anteil am Ergebnis Zeitpunkt
zum gezeichneten Kapital des
Geschäfts
der
30.06.2010 jahres Erstkonso
Euro Euro in % Euro lidierung
ebVOKUS Software
GmbH
Dresden 209.014 40.000 100,0% 67.521 01.11.05
GROUP Technologies
GmbH
Karlsruhe -29.295 25.000 100,0% -83.376 01.10.05
GROUP LIVE N.V. Den Haag -1.513.141 100.000 100,0% -4.324 31.12.05
GROUP Business
Software Corp.
Milford -397.567 848 100,0% 23.631 31.12.05
GROUP Business
Software (UK) Ltd.
Warrington -563.695 21.952 100,0% 2.845 31.12.05
Relavis Corp. New York -470.914 1.046 99,5% 218.064 01.08.07

Bei der GROUP Business Software (UK) Ltd. handelt es sich um mittelbare 100%-ige Beteiligungen.

Am 25.11.2009 hat der Vorstand und der Aufsichtsrat der GROUP Business Software AG beschlossen, die Produktpalette GI7, deren Schwerpunkt im deutschsprachigen Markt liegt zu verkaufen und seine CRM Produktlinie neu auszurichten. Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, sich von der Beteiligung der GROUP Business Software Holding Oy, Helsinki, und deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH, Petersberg, zu trennen.

Der Verkauf fand zum 01.03.2010 statt. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt insgesamt 8,25 Mio. Euro und ist innerhalb der nächsten 4 Jahre zu begleichen.

Die Entkonsolidierung der GROUP Business Software Holding Oy und deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH erfolgte zum 28.02.2010. Die Details hierzu entnehmen Sie bitte dem Abschnitt B.a. 10 dieses Berichtes.

1.2 Assoziierte Unternehmen

Aufgrund der fehlenden Beherrschung bzw. Kontrolle wurde die B.E.R.S. AD, Varna, Bulgarien, als assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss erfasst. Die Beteiligung der GROUP Business Software AG an der B.E.R.S AD, mit Anschaffungskosten in Höhe von 265.000,00 Euro, beträgt 50%. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der 31.12.2006. Im abgelaufenen Berichtszeitraum weist diese Gesellschaft ein Halbjahresverlust in Höhe von 18.410,40 Euro aus. Im ersten Halbjahr 2010 wurden 9.205,20 Euro als Verlust aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen.

II Konsolidierungsgrundsätze

1 Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der IFRS-Konzernhalbjahresabschluss der GROUP Business Software AG, Eisenach, wurde nach § 315a HGB auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Es ergaben sich im Vergleich zum Jahresabschluss zum 31.12.2009 keine Veränderungen bei den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die Berichtswährung ist Euro, da der Hauptteil der Konzerntransaktionen in dieser Währung realisiert wird.

Der Konzernhalbjahresabschluss wurde auf den 30.06.2010 aufgestellt. Die Berichterstattungsperiode umfasst den Zeitraum vom 01.01.2010 bis zum 30.06.2010.

2 Währungsumrechnung

Konzerneinheitlich werden Fremdwährungsforderungen gem. IAS 21 § 11 grundsätzlich mit dem Geldkurs am Buchungstag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Briefkurs am Buchungstag bewertet. Im Konzernabschluss erfolgt die Währungsumrechnung der Bilanzpositionen der ausländischen Unternehmen grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum 30.06.2010.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs (Mittelkurs des abgelaufenen Geschäftsjahres) bewertet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Wesentliche Änderungen

gegenüber der gemäß IAS 21 § 30 dargestellten Methode der Währungsumrechnung – Umrechnung zu Kursen am Tag des Geschäftsvorfalls – ergeben sich nicht. Sicherungsgeschäfte werden nicht vorgenommen.

Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital sowie in den Anhangstabellen gesondert als "Währungsänderungen" ausgewiesen.

3 Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" in Verbindung mit IFRS 3 "Business Combinations" durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Die gruppeninternen Lieferungen und Leistungen erfolgen sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen. Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

4 Finanzierungsrechnung

Die Finanzierungsrechnung zeigt wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des GROUP-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 "Cashflow Statements" wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände und Guthaben sowie kurzfristig fällige Überbrückungsgelder bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Bankenverbindlichkeiten.

Die Finanzierungsrechnung stellt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zwischen zwei Stichtagen dar. In diesen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind zum 30.06.2010 Zuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten.

Grundsätzlich muss daher die Finanzierungsrechnung die Gesamtheit aller Mittelzu- und -abflüsse beinhalten. Die zum Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto Cashflow) korrespondierenden Größen werden in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft detailliert ausgewiesen. Das operative Ergebnis, das den Ansatzpunkt für die Finanzierungsrechnung darstellt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft ausgewiesen.

5 Kaufpreisallokation und Werthaltigkeitsprüfungen

Es ergaben sich im Vergleich zum Jahresabschluss zum 31.12.2009 keine Veränderungen bei den angewandten Werthaltigkeitsprüfungen.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation bei Erstkonsolidierung der Vermögenswerte der Fastworks (Manchester) haben sich keine gesondert zu aktivierenden Vermögenswerte ergeben. Einzelheiten der Transaktionen sind im Abschnitt A. b. 2.3 erläutert.

III Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzernerfolgsrechnung

III a Erläuterungen zur Konzernbilanz

A VERMÖGENSWERTE

A a. Kurzfristige Vermögenswerte

1 Liquide Mittel

Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.254 TEuro (31.12.2009: 1.192 TEuro) und umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag.

In der Kapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfonds neben den in dieser Position aufgeführten Zahlungsmitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 35 TEuro (31.12.2009: 30 TEuro) als liquiditätsnahes Vermögen auch die kurzfristigen finanziellen Schulden in Höhe von 55 TEuro (31.12.2009: 58 TEuro).

2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Restlaufzeit der Forderungen liegt mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Kautionen unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögenswerte umfassen insbesondere Steuererstattungsansprüche 242 TEuro (31.12.2009: 171 TEuro) sowie Mietkautionen 138 TEuro (31.12.2009: 122 TEuro).

3 Vorräte

Zum Jahresende wurde ein Warenbestand an Handelswaren in Höhe von 93 TEuro (31.12.2009: 79 TEuro) bilanziert.

4 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen in Höhe von 1.085 TEuro (31.12.2009: 1.075 TEuro) Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der maßgebliche Anteil hieran begründet sich in einer Anzahlung auf einen Umsatzanteil für eine Basistechnologie in Höhe von 905 TEuro (31.12.2009: 906 TEuro), die aufgrund zukünftiger Umsätze in den nächsten fünf Geschäftsjahren aufgelöst werden wird.

5 Assets Held for Sale / Entkonsolidierung

Nach der Veräußerung der Beteiligung der GROUP Business Software Holding Oy, Helsinki, und deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH, Petersberg, zum 01.03.2010, erfolgte per 28.02.2010 die Entkonsolidierung der beiden Beteiligungen.

Die zum 31.12.2009 ausgewiesenen Assets Held for Sale in Höhe von 8.751 TEUR gingen daher vollständig ab. Eine Übersicht, der zum 28.02.2010 im Rahmen der Entkonsolidierung abgegangenen Vermögenswerte, ist in Abschnitt B. a. 10. dargestellt.

A b. Langfristige Vermögenswerte

1 Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer wurde konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet.

Abschreibungen der in der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgeführten Computer-Hardware werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verteilt. Die Abschreibungsdauer sonstiger Büroeinrichtungsgegenstände beläuft sich auf drei bis zehn Jahre. Büromöbel werden über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren abgeschrieben.

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens kann dem Konzernanlagespiegel (vgl. Anlage zum Konzernanhang) entnommen werden.

2 Immaterielle Vermögenswerte

2.1 Geschäfts- oder Firmenwert

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wird nach IFRS 3 (Business Combinations) nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen eines Niederstwerttests (Impairment Test) auf ihre Werthaltigkeit untersucht.

Verbundene Unternehmen Zeitpunkt GoF GoF
der per per
Erstkonsolidierung 30.06.2010 31.12.2009
Euro Euro
global words AG 01.10.02 3.722.813 3.722.813
GROUP Technologies AG 01.09.05 3.273.088 3.273.088
GROUP Business Software Inc. 31.12.05 1.590.988 1.590.988
GROUP LIVE N.V. 31.12.05 967.551 967.551
GROUP Business Software Holding Oy 31.12.05 7.429.392
Umgliederung Held for Sale -5.158.247
zurückbehaltener GoF CRM Business aus
Codesplit
31.12.05 2.271.145
GROUP Business Software (UK) Ltd. 31.12.05 2.020.286 2.020.286
ebVOKUS Software GmbH 01.10.05 324.091 324.091
GAP AG für GSM Applikationen und
Produkte
31.12.05 1.398.343 1.398.343
Relavis Corp. 01.08.07 5.325.104 5.325.104
20.893.409 20.893.409

2.2 Entwicklungskosten

Die Kosten der Entwicklung neuer Softwareprodukte und die Weiterentwicklung bereits vermarkteter Produkte der GROUP werden in der Periode, in der sie anfallen, grundsätzlich als Aufwand erfasst. Soweit sie die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 § 45 erfüllen, werden sie aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten können den abgegrenzten Produkten zugeordnet werden. Die technische Realisierbarkeit des Produktes ist ebenso wie ein Absatzmarkt für diese Produkte gegeben.

Die im Berichtszeitraum angefallenen Entwicklungskosten resultieren aus den der Entwicklungstätigkeit zuzurechnenden Personalkosten sowie Gemeinkosten, soweit diese mit der Entwicklungstätigkeit im

Zusammenhang stehen und keine allgemeinen Verwaltungskosten darstellen. Die zurechenbaren Gemeinkosten werden direkt erfasst.

Die aktivierten Entwicklungskosten werden ab dem Stadium der Marktfähigkeit der neuen Produkte bzw. der wesentlichen Weiterentwicklungen (major releases) grundsätzlich über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen" ausgewiesen.

2.3 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen

Die unter dieser Position bilanzierten immateriellen Vermögenswerte sind entgeltlich erworbene Lizenzen.

Diese Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Nutzungsdauer wurde konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet. Die planmäßigen Abschreibungen werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Die Abschreibungen auf die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Abschreibungen" ausgewiesen.

Die Veränderungen der sonstigen immateriellen Vermögenswerte resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen der FastWorks Ltd., Manchester, UK, (825 TEuro) sowie dem Erwerb von TJ Kunden- und Produktrechten im Rahmen der Veräußerung der GROUP Business Software Holding Oy (1.000 TEuro).

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalten den Wert der 50%-igen Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen B.E.R.S. AD mit einem Buchwert von 252 TEuro (31.12.09: 261 TEuro). Des Weiteren beinhalten die Finanzanlagen die zum Abschlussstichtag bestehende Forderung aus der Veräußerung der beiden Beteiligungen in Höhe von 5.500 TEuro. Unter Berücksichtigung der hierauf entfallenden Abzinsung in Höhe von 556 TEuro ergibt sich ein Buchwert der Forderung zum 30.06.2010 in Höhe von 4.944 TEuro. Die Forderung hat eine Restlaufzeit von rund 4 Jahren. Diese ist quartalsweise zahlbar und summiert sich auf rund 2 Mio. Euro jährlich.

Die Genossenschaftsanteile wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen) erfolgte mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital. Dem Wertansatz liegen entsprechende Mitteilungen der Versicherungsgesellschaften zugrunde. Erträge aus der Verzinsung der Finanzanlagen wurden – entsprechend dem Aufwand für die Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen – im Altersversorgungsaufwand ausgewiesen.

4 Aktive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 für zu erwartende Steuerminderungen und für zu erwartende Steuermehrbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten resultieren. Die Nutzung dieses latenten Steueranspruchs setzt voraus, dass positive Zukunftsergebnisse erwirtschaftet werden. Grundsätzlich können sich diese Bewertungsunterschiede zwischen der nationalen Steuerbilanz und der nationalen Handelsbilanz, der konzerneinheitlich bewerteten Bilanz und der nationalen Handelsbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und so genannten "Tax Credits" ergeben. Latente Steuern basieren auf den nach der Steuerreform ab 2008 geänderten Steuersätzen. Buchungen latenter Steuern auf Konzernebene erfolgen grundsätzlich unter Ansatz des Konzernsteuersatzes von 30,2% (Vj. 30,2%).

Die aktivierten Verlustvorträge sind vollumfänglich, über den Bilanzansatz zum 30.06.2010 hinaus, durch ertragsteuerliche Verlustvorträge gesichert.

Die latenten Steueransprüche und -schulden werden saldiert unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen.

Nachfolgende Übersicht erläutert die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern:

30.06.2010
TEuro
31.12.2009
TEuro
Latente Steueransprüche 2.799 2.812
Latente Steueransprüche 3.374 3.455
Verlustvorträge
GROUP Business Software AG
GROUP Business Software Corporation
Temporäre Differenzen aus:
Unterschiedlicher Abschreibungsdauer LOGOS-Lizenz
Unterschiedlicher Bewertung von Finanzanlagen
Ergänzungsbilanzen
2.669
130
542
9
25
2.799
575
2.661
138
594
9
53
2.799
656
Latente Steuerschulden 576 643
Temporäre Differenzen aus:
Aktivierung von Entwicklungskosten als Immaterielle
Vermögenswerte
Kaufpreisallokation Relavis
560
16
572
71

B EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

B a. Schulden

1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter den übrigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 55 TEuro (31.12.2009: 58 TEuro) ausgewiesen. Diese werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Hierbei handelt es sich vollumfänglich um kurzfristige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zählen nach IAS 39 § 8 i.V.m. IAS 32 zu den Finanzinstrumenten. Ein Zinsänderungsrisiko besteht bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hinsichtlich der Verpflichtungen aus Kontokorrentkrediten, die einen variablen Zinssatz beinhalten. Aufgrund der geringen Kredithöhe ist dies allerdings zu vernachlässigen.

Die unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 2.662 TEuro (31.12.2009: 2.241 TEuro) besitzen langfristigen Charakter und sind daher unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Diese bestehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank im Rahmen eines Kreditrahmenvertrages über insgesamt 3.000 TEuro und sind durch eine stille Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Laufzeit des endfälligen Darlehens beträgt 4 Jahre.

2 Langfristige sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.075 TEuro (31.12.2009: 1.075 TEuro). Die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung ist in Übereinstimmung mit der Kategorisierung nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bilanziert. Der zugrunde gelegte Effektivzinssatz zum Bilanzstichtag beträgt 6,61% (Vj. 7,64%).

Des Weiteren ist in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten die Verbindlichkeit aus dem Erwerb des Geschäftsbereiches der Lotus 911 Corp. enthalten und beträgt insgesamt 3.249 TEuro (31.12.2009: 3.420 TEuro), welche sich mit 249 TEuro (31.12.2009: 350 TEuro) mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr und mit 3.000 TEuro (31.12.2009: 3.070 TEuro) mit einer Laufzeit über einem Jahr ergibt. Ebenso ist in dieser Position sind die Verbindlichkeiten aus dem Erwerb des FastWorks Geschäftsbereiches enthalten und beträgt insgesamt 494 TEuro, welche sich mit 454 TEuro mit einer Laufzeit von über einem Jahr ergibt.

3 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 30. Juni 2010 auf 728 TEuro (31.12.2009: 848 TEuro). Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Steuern 390 Teuro (31.12.2009: 441 TEuro) sowie den kurzfristigen Anteil der Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Erwerb des Geschäftsbereiches der Lotus 911 Corp. betragen 249 TEuro (31.12.2009: 350 TEuro) sowie aus dem Erwerb des FastWorks Geschäftsbereiches 40 TEuro (31.12.2009: 0 TEuro).

4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 650 TEuro (31.12.2009: 959 TEuro). Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeitsspiegel Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
<= 5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
Stand
30.06.2010
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 54.696 2.661.830 0 2.716.526
Verbindlichkeiten LuL 650.211 0 0 650.211
Sonstige Verbindlichkeiten 728.323 4.528.711 0 5.257.034
1.433.230 7.190.542 0 8.623.772

5 Verbindlichkeitenspiegel

6 Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 30.06.2010 auf 107 TEuro (31.12.2009: 104 TEuro).

Der Berechnung der Rückstellungsverpflichtung für Pensionen lagen versicherungsmathematische Annahmen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens mit einem Zinssatz von 5,5% (Vj. 5,5%) p.a. und einer Rentensteigerung von 1,5% (Vj. 1,5%) p.a. zugrunde.

7 Steuerrückstellungen

Zum Bilanzstichtag bestanden unverändert zum Vorjahresbilanzstichtag Steuerrückstellungen in Höhe von 33 TEuro für Ertragsteuern.

8 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft abzudecken. Dabei wird gemäß IAS 37 jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhaltes als der Wahrscheinlichste ergibt.

Euro Stand
01.01.2010
Verbrauch Auflösung Zuführung Währungs-
differenzen
Stand
30.06.2010
Gehalt 749.415 676.499 61.355 572.964 12.342 596.867
Urlaub 183.203 170.339 0 199.355 2.754 214.973
Berufsgenossenschaft 15.100 15.095 5 6.300 0 6.300
Schwerbehindertenabgabe 12.220 12.220 0 6.500 0 6.500
Ausstehende Rechnungen 345.450 210.612 61.550 543.451 0 616.740
Jahresabschlusskosten 172.908 120.174 0 67.320 927 120.981
Sonstige Rückstellungen 189.611 151.671 5 59.918 43.768 135.620
Gewährleistungen 99.000 67.000 0 61.500 0 93.500
Prozesskostenrückstellungen 52.000 5.800 0 10.000 0 56.200
Umgliederung Held for Sale -373.600 -287.331 86.269 0
Gesamt 1.445.306 1.142.079 122.915 1.607.577 59.791 1.847.680

9 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 5.292 TEuro (31.12.2009: 4.106 TEuro) beinhalten im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Wartungserlöse für den Zeitraum nach Ablauf des

Berichtszeitraumes, welche vorwiegend in der Muttergesellschaft gebildet wurden. Die Auflösung des Postens erfolgt linear über die jeweiligen Vertragslaufzeiten.

10 Liabilities Held for Sale / Entkonsolidierung

Nach der Veräußerung der Beteiligung der GROUP Business Software Holding Oy, Helsinki, und deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH, Petersberg, zum 01.03.2010 erfolgte per 28.02.2010 die Entkonsolidierung der beiden Beteiligungen. Im Rahmen der Entkonsolidierung gingen die folgenden Vermögenswerte und Schulden der beiden Gesellschaften zum 28.02.2010 aus dem Konzern ab.

Abgehende Werte
im Rahmen der Entkonsolidierung
28.02.2010
TEuro
Firmenwerte
sonstige immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagen
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
5.158
474
49
170
1.923
102
1.581
269
Summe abgehende Vermögenswerte 9.727
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten
sonstige kurzfristige Rückstellungen
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
875
302
292
911
Summe abgehende Schulden 2.380
SUMME ABGEHENDES VERMÖGEN 7.346
Verkaufserlös 8.250
Ertrag Entkonsolidierung -904

Stellt man dem abgehenden Vermögen den Verkaufspreis in Höhe von 8.250 TEuro entgegen, so ergibt sich ein Ertrag aus der Entkonsolidierung in Höhe von 904 TEuro, welcher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurde.

Die zum 31.12.2009 ausgewiesenen Liabilities Held for Sale in Höhe von 1.397 TEUR gingen daher vollständig ab.

B b. Eigenkapital

1.1 Gezeichnetes Kapital

Das Eigenkapital wird nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" und in Anwendung von IAS 32 "Financial Instruments: Disclosure and Presentation" in Verbindung mit IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" als eigenständiger Bestandteil des Jahresabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung beinhaltet neben dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss auch die erfolgsneutral erfassten Wertveränderungen der Vermögens- und Schuldposten.

Das Eigenkapital (Grundkapital der GROUP Business Software AG) beträgt 25.232.000 Euro (Vj. 25.232.000 Euro) und ist in 25.232.000 stimm- und dividendenberechtigte, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Fremdanteile basieren auf den Anteilen Konzernfremder am Eigenkapital der Tochtergesellschaften.

Die Veränderung des Eigenkapitals im 1. Halbjahr 2010 ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.

Eigenkapital Grund-
kapital
Kapital-
rücklage
eigene
Anteile
kumuliertes
Ergebnis
Währungs-
ausgleichs-
posten
Ausgleichs
posten für
Anteile
anderer
Gesellschaf
ter
Gesamt
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Bilanz zum
01.01.2009
25.232 3.270 0 1.429 23 3 29.956
Konzernergebnis
01.01. -
31.12.2009
Veränderung
1.019 0 1.019
Währungs
ausgleichsposten
77 77
Bilanz zum
31.12.2009
25.232 3.270 0 2.449 100 2 31.052
Konzernergebnis
01.01. -
30.06.2010
Veränderung
Währungs
-198 -7 -205
ausgleichsposten 129 129
Bilanz zum
30.06.2010
25.232 3.270 0 2.251 229 -5 30.977

1.2 Genehmigtes Kapital

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen zum 31.12.2009, welche unverändert Gültigkeit haben.

1.3 Bedingtes Kapital

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen zum 31.12.2009, welche unverändert Gültigkeit haben.

Zum Abschlussstichtag 30.06.2010 wurden unverändert zum Vorjahresbilanzstichtag 533.563 Wandelanleihen zum Wert von 2 Euro gezeichnet.

2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.270 TEuro und besteht unverändert zum Vorjahr.

3 Bilanzgewinn

Der Konzerngewinn des 1. Halbjahres 2010 beläuft sich auf -198 TEuro (1. Halbjahr 2009: 235 TEuro ). Ausgehend von einem Gewinnvortrag in Höhe von 2.449 TEuro ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 30.06.2010 in Höhe von 2.251 TEuro.

4 Währungsausgleichsposten

Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Abschlussstichtag ermittelt sich eine passivische Umrechnungsdifferenz in Höhe von 229 TEuro (31.12.2009: 100 TEuro).

III b Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung

Die vorliegende Konzernerfolgsrechnung des 1. Halbjahres 2010 umfasst den Zeitraum 01.01.2010 bis 30.06.2010. Die angegebenen Vorjahresvergleichszahlen umfassen den Zeitraum 01.01.2009 bis 30.06.2009.

Bedingt durch die Entkonsolidierung der beiden Gesellschaften GROUP Business Software Holding Oy und Gedys IntraWare GmbH sind die Vorjahresvergleichszahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Um den Einfluss auf die GROUP Konzernerfolgsrechnung deutlich zu machen wurde nachfolgend dargestellt, wie die Gewinn- und Verlustrechnung der beiden Gesellschaften in den jeweiligen Zurechnungszeiträumen in den Konzern einbezogen wurden.

Gewinn- und Verlustrechnung GROUP Business
Software Holding Oy und
deren Tochtergesellschaft
Gedys IntraWare GmbH
01.01. - 28.02.2010
Euro
GROUP Business Software
Holding Oy und deren
Tochtergesellschaft Gedys
IntraWare GmbH
01.01. - 30.06.2009
Euro
Umsatzerlöse 1.283.478,48 4.219.471,75
Sonstige betriebliche Erträge 80.129,29 109.425,97
Materialaufwand / Aufwand für bezogene
Leistungen
261.835,19 1.530.323,85
Rohertrag 1.101.772,58 2.798.573,87
Personalaufwand 626.677,74 1.869.698,58
Sonstige betriebliche Aufwendungen 377.234,42 698.825,97
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor
Abschreibungen (EBIT DA)
97.860,42 230.049,32
Abschreibungen 23.746,50 137.572,06
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 74.113,92 92.477,26

1 Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Konzernfremde.

Die Umsatzrealisierung aus Lieferungen erfolgt unter Beachtung von IAS 18 § 14 mit dem Übergang der mit dem Eigentum der verkauften Produkte verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer.

Erlöse aus Dienstleistungen werden als Umsatzerlöse erfasst, wenn unter Beachtung von IAS 18 § 20 das Ergebnis eines Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden kann. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere Service, Support, Schulung und Consulting für die Produkte der Konzernunternehmen.

Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in die Bereiche "GROUP Applications", "GROUP Live" sowie "GROUP Experts" auf.

30.06.2010
Euro
30.06.2009
Euro
Lizenzen 1.670.090 2.170.715
Maintenance 3.541.868 4.439.494
Partner Contribution 16.068 49.453
Service 2.072.376 2.284.012
Fremdprodukte 639.819 1.326.467
Fremdprodukte LND 1.214.344 725.127
Sonstige 344.514 87.162
Umsatzerlöse 9.499.079 11.082.430

Betrachtet man die Umsatzerlöse eliminiert um die der beiden entkonsolidierten Gesellschaften ergibt sich eine Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr von rund 20% im Vergleich zum Vorjahr.

2 Aktivierte Eigenleistungen

Im Berichtszeitraum wurden aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 527 TEuro (Vj. 781 TEuro) zum Ansatz gebracht. Diese umfassen im ersten Halbjahr 2010 ausschließlich die Entwicklungsleistungen der GROUP Business Software AG. Im Vorjahresvergleichszeitraum beinhalteten diese ebenfalls die Entwicklungsleistungen der Gedys IntraWare GmbH.

3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des 1. Halbjahres 2010 in Höhe von 2.063 TEuro (Vj. 297 TEuro) sind maßgeblich geprägt durch Erträge aus der Entkonsolidierung in Höhe von 904 TEuro (Vj. 0 TEuro), aus Währungsdifferenzen 657 TEuro (Vj. 0 TEuro), aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen 123 TEuro (Vj. 166 TEuro), Erlöse aus verrechneten Sachbezügen an Mitarbeiter 57 TEuro (Vj. 59 TEuro), aus periodenfremden und neutralen Erträgen 34 TEuro (Vj. 17 TEuro), und Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen 10 TEuro (Vj. 11 TEuro).

4 Materialaufwand

Materialaufwand 30.06.2010 30.06.2009
TEuro TEuro
Bezogene Waren 1.916 1.879
Bezogene Leistungen 269 753
2.185 2.632

5 Personalaufwand

Personalaufwand 30.06.2010 30.06.2009
TEuro TEuro
Löhne und Gehälter 4.601 4.766
Soziale Abgaben 510 632
5.111 5.398

6 Abschreibungen

Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 1.397 TEuro (Vj. 1.006 TEuro). Eine detailliertere Übersicht hierzu ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im 1. Halbjahr 2010 auf 2.852 TEuro (Vj. 2.954 TEuro) und beinhalten insbesondere Raumkosten 340 TEuro (Vj. 395 TEuro), Kommunikationskosten 138 TEuro (Vj. 146 TEuro), Vertriebs- und Werbekosten 818 TEuro (Vj. 1.172 TEuro), Fahrzeugkosten 179 TEuro (Vj. 199 TEuro), periodenfremde und neutrale Aufwendungen 7 TEuro (Vj. 23 TEuro), Versicherungsbeiträge 73 TEuro (Vj. 97 TEuro), sowie Prüfungs- und Beratungskosten 718 TEuro (Vj. 671 TEuro).

Die Erhöhung der anderen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 579 TEuro (Vj. 283 TEuro) begründen sich im Wesentlichen in die Einstellung in die EWB/PWB 101 TEuro (Vj. 8 TEuro).

8 Finanzergebnis

Den Zinsaufwendungen in Höhe von 722 TEuro (Vj. 53 TEuro) stehen Zinserträge und Wertaufholungen aus Wertpapieren in Höhe von 13 TEuro (Vj. 6 TEuro) entgegen. Hieraus ermittelt sich für das 1. Halbjahr 2010 ein Finanzergebnis in Höhe von minus 709 TEuro (Vj. minus 47 TEuro). Die außerordentlich hohen Zinsaufwendungen resultieren aus der Abzinsung der Forderung der zinslos gestundeten Verkaufsforderung der Gedys IntraWare GmbH mit 4,25 % auf die Restlaufzeit von 4 Jahren.

9 Beteiligungsergebnis

Das Ergebnis aus Beteiligungen begründet sich in dem anteiligen Ergebnis des 1. Halbjahres 2010 der B.E.R.S. AD in Höhe von minus 9 TEuro (Vj. 4 TEuro).

10 Steuern

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung der GROUP Business Software AG enthaltenen latenten Steueraufwendungen ergeben sich aus dem Verbrauch steuerlichen Verlustvorträge im 1. Halbjahr 2010 sowie aus dem unterschiedlichen Wertansatz einzelner Bilanzposten und belaufen sich auf insgesamt 20 TEuro (Vj. 114 TEuro latenter Steuerertrag). Hierzu verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt A. b. 4 Aktive latente Steuern.

Im Berichtszeitraum sind neben den latenten Steuern 10 TEuro (Vj. 8 TEuro) Steueraufwendungen in Form von Ertragssteuern und sonstige Steuern angefallen.

IV Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen im GROUP-Konzern keine derartigen Verpflichtungen.

V Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den bilanzierten Schulden und Haftungsverhältnissen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen unverändert zum Vorjahresabschluss sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen.

VI Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Zum 30.06.2010 beschäftigte der GROUP-Konzern rund 120 Mitarbeiter (Vj. 161 Mitarbeiter). Die Reduktion der Mitarbeiterzahlen ist begründet durch die Reduzierung des Konsolidierungskreises um 2 Gesellschaften. Die Mitarbeiterzahlen enthalten weder Auszubildende noch Vorstände.

Die Aufteilung in die einzelnen Bereiche kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:

Funktion Teilfunktion Personal Personal
30.06.2010 30.06.2009 Ø 1 HJ
2010
Ø 1 HJ
2009
Kundennaher Bereich Service 35 49 43 48
Sales 25 37 29 36
Marketing 4 5 4 5
Total Kundennaher
Bereich 64 91 76 89
Forschung und Entwicklung 40 51 44 50
Management Verwaltung 16 18 17 17
Total Konzern 120 161 137 156

VII Konzern-Segmentberichterstattung

Seit dem Geschäftsjahr 2009 ist IFRS 8 "Geschäftssegmente" verpflichtend anzuwenden. Dementsprechend sind einzelne Jahresabschlussdaten nach Segmenten und Regionen getrennt darzustellen (Segmentberichterstattung), wobei sich die Aufgliederung an der internen Berichterstattung orientiert, die eine zuverlässige Einschätzung der Risiken und Erträge des Konzerns ermöglicht. Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten der einzelnen Aktivitäten des Konzerns transparent gemacht werden.

In unserem internen Berichtswesen bilden wir die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Die Berichterstattungsstruktur des Konzerns ist nach den drei marktorientierten Geschäftsfeldern gegliedert.

Die Geschäftstätigkeit, der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, splittet sich in die Bereiche (Divisionen) "GROUP Applications", "GROUP Live" und "GROUP Experts" auf. Anfang des Geschäftsjahres 2010 erfolgte die Zusammenfassung der beiden Bereiche "E-Mail Security Compliance & Archiving" und "CRM, Mobile und Business Processes" zu "GROUP Applications". In Bezug auf die inhaltliche Darstellung der Geschäftsfelder verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

TEuro GROUP
Applications
HJ
2010
HJ
2009
GROUP Live
HJ
2010
HJ
2009
GROUP Experts
HJ
2010
HJ
2009
GESAMT
HJ
2010
HJ
2009
1. Umsatzerlöse 7.461 11.082 380 00 1.658 00 9.499 11.082
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.012 297 38 00 14 00 2.063 297
3. aktivierte
Entwicklungsleistungen
456 781 71 00 00 00 527 781
Gesamtleistung 9.929 12.160 488 00 1.672 00 12.089 12.160
4. Materialaufwand 921 2.632 452 00 812 00 2.185 2.632
5. Personalaufwand 4.076 5.251 568 147 467 00 5.111 5.399
6. Abschreibungen 1.018 942 132 64 247 00 1.397 1.006
7. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
2.284 2.809 374 145 194 00 2.852 2.954
Segmentbetriebsergebnis 1.630 527 -1.038 -356 -48 00 544 171
Finanzergebnis -718 -42
Steuern -30 106
Ergebnisanteile von Minderheiten 07 01
Konzernergebnis 00 -198 235
Segmentvermögen 39.309 40.827 570 705 4.203 00 44.081 41.532

VIII Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung weist für das 1. Halbjahr 2010 und das 1. Halbjahr 2009 gemäß IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode aus dem GROUP Konzernabschluss. Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks, Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und der Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt.

Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete Nettozahlungsmittel:

Aus betrieblicher Tätigkeit sind im Berichtszeitraum 577 TEuro zugeflossen (Vj. 2.789 TEuro). Ursache für den im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Mittelzufluss ist im Wesentlichen der gesunkene Brutto Cashflow der Gesellschaft, welcher sich maßgeblich durch die Aufwendungen aus dem Aufbau des Segmentes GROUP Live begründet.

Für die Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel:

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 1.901 TEuro (Vj. 2.536 TEuro) und resultiert aufgrund der getätigten Investitionen aus dem Erwerb der Vermögenswerte der Fastworks, den Zahlungsströmen aus den Unternehmensveräußerungen sowie den Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände.

Für die Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel:

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 421 TEuro (Vj. -192 TEuro) resultiert aus der weiteren Inanspruchnahme des bestehenden Kreditvolumens.

Die Zahlungsmittel zum 30.06.2010 bestehen aus Kassenbestand, Wertpapieren, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und setzen sich wie folgt zusammen:

30.06.2010
TEuro
30.06.2009
TEuro
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstitute 1.254 2.773
Kontokorrentkredite - 55 -69
Zahlungsmittelbestand 1.199 2.704

Konzernanlagespiegel Anlage zum Konzernanhang

in TEuro

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen
und Lizenzen
Firmenwert aus der
Kapitalkonsolidierung
geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Entwicklung der
Anschaffungskosten
Stand: 01.01.2008 16.519 21.714 0 38.233
Zugänge 2.193 2.914 0 5.107
Abgänge 193 0 0 193
Umgliederungen 0 839 0 839
Stand 31.12.2008 18.518 25.467 0 43.985
Zugänge 6.605 585 0 7.190
Abgänge 94 0 0 94
Umgliederungen 0 0 0 0
Stand 31.12.2009 25.030 26.052 0 51.081
Zugänge 2.728 0 0 2.728
Abgänge 1.237 5.158 0 6.395
Währungsdifferenzen 717 0 0 717
Umgliederungen 0 0 0 0
Stand 30.06.2010 27.238 20.893 0 48.132
Entwicklung der
kumulierten
Abschreibungen
Stand 01.01.2008 11.938 0 0 11.938
Zugänge 1.660 0 0 1.660
Abgänge 0 0 0 0
Stand 31.12.2008 13.598 0 0 13.598
Zugänge 2.015 0 0 2.015
Abgänge 0 0 0 0
Stand 31.12.2009 15.613 0 0 15.613
Zugänge 1.355 0 0 1.355
Abgänge 762 0 0 762
Währungsdifferenzen 61 0 0 61
Abzinsung
Stand 30.06.2010
0
16.267
0
0
0
0
0
16.267
Buchwerte Stand zum
31.12.2008 4.920 25.467 0 30.387
Buchwerte Stand zum
31.12.2009 9.417 26.052 0 35.468
Buchwerte Stand zum
30.06.2010 10.972 20.893 0 31.865

II. Sachanlagen

Betriebs- und
Geschäftsausstattung
geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Entwicklung der
Anschaffungskosten
Stand: 01.01.2008 3.300 0 3.300
Zugänge 47 0 47
Abgänge 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0
Stand 31.12.2008 3.347 0 3.347
Zugänge
Abgänge
89
25
0
0
89
25
Umgliederungen 0 0 0
Stand 31.12.2009 3.412 0 3.412
Zugänge 56 0 56
Abgänge 369 0 369
Währungsdifferenzen 136 0 136
Umgliederungen 0 0 0
Stand 30.06.2010 3.234 0 3.234
Entwicklung der kumulierten
Abschreibungen
Stand 01.01.2008 3.022 0 3.022
Zugänge 157 0 157
Abgänge 123 0 123
Stand 31.12.2008 3.056 0 3.056
Zugänge 145 0 145
Abgänge 28 0 28
Stand 31.12.2009 3.174 0 3.174
Zugänge 43 0 43
Abgänge 317 0 317
Währungsdifferenzen 134 0 134
Abzinsung 0 0 0
Stand 30.06.2010 3.033 0 3.033
Buchwerte Stand zum 31.12.2008 292 0 292
Buchwerte Stand zum 31.12.2009 238 0 238
Buchwerte Stand zum 30.06.2010 200 0 200

III. Finanzanlagen

Beteiligungen
an
Wertpapiere Ausleihungen
an
Genossen
Beteiligungen assoziierten
Unternehmen
des Anlage
vermögens
assoziierten
Unternehmen
Sonstige
Ausleihungen
Rückdeckungs
ansprüche
schafts
anteile
Gesamt
Entwicklung der
Anschaffungskosten
Stand: 01.01.2008
Zugänge
498
0
601
525
663
0
125
0
0
0
62
3
1
0
1.950
528
Abgänge 6 0 500 125 0 0 0 631
Umgliederungen 0 -839 0 0 0 0 0 -839
Stand 31.12.2008 492 286 163 0 0 66 1 1.007
Zugänge 0 -32 0 0 0 2 0 -29
Abgänge 0 0 0 0 0 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2009 492 255 163 0 0 68 1 978
Zugänge 0 0 0 0 5.500 1 0 5.501
Abgänge 0 0 0 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0 0 0 0 0 0
Stand 30.06.2010 492 255 163 0 5.500 69 1 6.479
Entwicklung der
kumulierten
Abschreibungen
Stand 01.01.2008
Zugänge
492
0
-6
0
163
0
0
0
0
0
0
0
0
0
648
0
Abgänge 0 0 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2008 492 -6 163 0 0 0 0 648
Zugänge 0 0 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2009 492 -6 163 0 0 0 0 648
Zugänge 0 9 0 0 0 0 0 9
Abgänge
Währungsdifferenzen
0 0 0 0 0 0 0 0
Abzinsung 0
0
0
0
0
0
0
0
0
556
0
0
0
0
0
556
Stand 30.06.2010 492 3 163 0 556 0 0 1.213
Buchwerte Stand zum
31.12.2008
0 293 0 0 0 66 1 359
Buchwerte Stand zum
31.12.2009 0 261 0 0 0 68 1 330
Buchwerte Stand zum
30.06.2010
0 252 0 0 4.944 69 1 5.266