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GBS Software AG Interim / Quarterly Report 2009

Aug 28, 2009

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Interim / Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht 2009

GROUP Business Software AG

Konzern

(01.01.2009 - 30.06.2009)

Zwischenlagebericht

(zum 30.06.2009)

GROUP Business Software AG

Konzern gemäß IFRS

1 Einleitung

Nach der EU-Verordnung 1606/2002 vom 19.07.2002 (sog. IAS-Verordnung) haben kapitalmarktorientierte Unternehmen seit 2005 ihre Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Durch das im Dezember 2004 verabschiedete Bilanzrechtsreformgesetz – BilReG – wurde u. a. diese IAS-Verordnung in nationales Recht umgesetzt. Der Konzernabschluss erfolgt damit nach den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards.

2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1 Konzern- und Organisationsstruktur

2.1.1 Organisation und Kontrolle

Die GROUP Business Software AG (im Nachfolgenden auch GROUP oder Gesellschaft genannt) ist Konzernobergesellschaft des GROUP-Konzerns. Der Halbjahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Aktien der Gesellschaft werden an der Börse in Frankfurt (Main) am geregelten Markt gehandelt.

Wesentliche der Gesellschaft bekannte Aktionäre sind mit 10,55% die vbv Vitamin-B Venture GmbH, mit 7,92% die Westend ICT Plc. und mit 8,00% die LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster AG. Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat folgen den gesetzlichen Bestimmungen. Sie orientieren sich am langfristigen Erfolg des GROUP-Konzerns und folgen insbesondere den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zwei Vorstandsbereiche vor. In die zentralen Führungsbereiche des Vorstandsvorsitzenden fallen die Ressorts Unternehmensentwicklung, Marketing und Kommunikation, Vertrieb und Investor Relations. Die des Vorstands "Operations" umfassen die Ressorts Finanzwesen, Controlling, Personalmanagement, Organisation, Forschung und Entwicklung, Service und Recht. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn.

Er setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Seit dem Geschäftsjahr 2007 besteht eine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat.

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG. Satzungsänderungen richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat gemäß § 14 der Satzung auch befugt ist, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung zu ändern, soweit die Änderungen nur deren Fassung betreffen. Gemäß § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat darüber hinaus ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital zu ändern.

2.1.2 Geschäftstätigkeit und Märkte

Die GROUP Business Software AG ist mit ihren Tochtergesellschaften die weltweit größte Anbieterin für Softwarelösungen (Applikationen) auf der Plattform IBM Lotus Notes Domino. Wegen der extrem hohen Fähigkeit dieser Plattform Kommunikationssysteme sicher zu gestalten, wird diese Lösung, insbesondere bei Großunternehmen und im Mittelstand, verstärkt verwendet. Die Kernmärkte für die Produkte der Gesellschaft sind Nord-Amerika, Europa und Japan, während sich die Wachstumsmärkte verstärkt auf Brasilien, Indien, China und Ost-Europa konzentrieren.

Die GROUP Business Software AG ist mit ihren Konzerngesellschaften an zahlreichen Standorten in Deutschland, England, Finnland, den Niederlanden, Bulgarien, den USA und seit Februar 2009 auch in Dänemark vertreten. Sie vertreibt ihre Lösungen über Vertriebs- und Integrationspartner weltweit. In Deutschland umfassen die Standorte Eisenach, Frankfurt, Karlsruhe, Fulda, Braunschweig, Osnabrück, Stuttgart und Dresden. Sowohl regional als auch überregional sichert die Gesellschaft ihren Kunden eine sehr hohe Produkt-, Dienstleistungs- und Servicequalität. Rund 3.000 Kunden mit mehr als drei Millionen Anwendern setzen die Lösungen der GROUP Business Software AG bereits ein.

Die Geschäftsbereiche der GROUP Business Software AG gliederten sich 2009 in die Divisionen "E-Mail, Archivierung und Administration", "CRM, Mobile und Business Processes" und mit dem Einstieg in den "Cloud Computing" Markt im Februar 2009 mit der "GROUP Live" in 3 Segmente. Die unter der Division "Lotus Experts" vermarkteten Dienstleistungen werden dabei lückenlos diesen beiden Segmenten zugeordnet.

Division E-Mail, Archivierung und Administration

Unter dem Namen GROUP Technologies entwickelt, vertreibt und installiert die GROUP Business Software AG E-Mail Management Systeme. Dabei fokussiert die Division E-Mail, Archivierung und Administration ihre Aktivitäten auf internationale Großunternehmen und Kunden des Mittelstandes.

GROUP Technologies berät ihre Kunden bei der Gestaltung, der Umsetzung und der Einbindung ihrer E-Mail-Kommunikation in deren Geschäftsprozesse. Dadurch garantiert GROUP Technologies ihren Kunden die sichere, effiziente und zentral verwaltete Verwendung von E-Mail in Übereinstimmung mit den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und den betrieblichen Vorgaben.

Die Lösungen für E-Mail-Sicherheit, -Compliance und -Archivierung ermöglichen das Verarbeiten, Speichern und Verwalten von E-Mails – von deren Entstehung bis zur Löschung. Dazu zählen Viren- und Spamschutz, Daten- und Inhaltskontrolle, Verschlüsselung, Klassifizierung, automatisierte Archivierung und intelligentes Auffinden von E-Mails und deren Anlagen. GROUP Technologies garantiert so den höchsten Sicherheitsstandard für Unternehmensdaten.

Division CRM, Mobile & Business Processes:

Die GEDYS IntraWare GmbH, ein Unternehmen der GROUP Business Software AG und Gesellschaft der Division CRM, Mobile & Business Processes entwickelt, vertreibt und installiert Lösungen für das intelligente Management von Kundenbeziehungen (CRM) auf Basis Lotus Notes Domino und der IBM Portal-Technologie.

Die Produktlinie GEDYS IntraWare 7 umfasst eine vollständige Software-Suite für die Pflege von Kundenbeziehungen und beinhaltet leistungsfähige Werkzeuge für Vertrieb, Marketing und Service.

Mit den flexiblen Modulen nutzen Unternehmen professionelle Lösungen von der Adresspflege über die elektronische Kundenakte, Workflow-Automatisierung und das Kampagnenmanagement bis hin zur Vertriebssteuerung mit konfigurierbaren Verkaufsmethoden. Weiterhin umfasst das Portfolio eine komplette Java/J2EE Lösung für das Office- und Kontaktmanagement auf der innovativen IBM Portal-Technologie sowie innovative Produkte ausgewählter Hersteller, die sich sinnvoll in die GEDYS IntraWare 7 Lösung integrieren.

Die ebVOKUS Software GmbH, ein Unternehmen der GROUP Business Software AG, ebenfalls eine Einheit der Division CRM, entwickelt, vertreibt und installiert Speziallösungen für das Kundenmanagement in Banken, Sparkassen und Volksbanken.

Die ebVOKUS Produktreihe umfasst Banking-Anwendungen aus den Kernbereichen des Bankgeschäftes, die ein strukturiertes, effizientes Bearbeiten von banktypischen Lösungen mit direkter Anbindung in die Banken-IT gewährleisten. Hierdurch werden Mehrfacherfassungen überflüssig, die Datenqualität wird erheblich erhöht und Haftungsrisiken vermieden.

Die Relavis Corporation, ein weiteres Unternehmen der GROUP Business Software AG und US-amerikanische Einheit der Division CRM, Mobile & Business Processes entwickelt, vertreibt und installiert amerikanisch geprägte Lösungen für das Management von Kundenbeziehungen (CRM) auf Basis Lotus Notes Domino und der IBM Portal-Technologie und für die mobile Umsetzung auf sogenannten 'personal devices' bzw. 'handhelds' wie RIM's BlackBerry.

Die Produktlinie RELAVIS Complete umfasst die Software-Suite für die Kontaktpflege, die Vertriebssteuerung, das Marketing und den Service mit integrierter E-Mail-Anbindung. Die Umsetzung der CRM-Lösung auf RIM's BlackBerry, PDA und die Produktreihe LotusMobilizer, eine Plattform zur einfachen und schnellen Umsetzungen von Lotus Applikationen ohne Programmieraufwand, ergänzen das Produktportfolio der Gesellschaft.

Division Lotus Experts, Products & Administration

Die im November 2008 neu geschaffene Division soll im Laufe des Geschäftsjahres 2009 Kunden der GROUP Business Software AG bzw. ihrer Tochterunternehmen neben den bekannten Dienstleistungen nunmehr auch individuelle Softwareentwicklung für unternehmenseigene Anwendungen und die Administration von Lotus Umgebung/-Infrastruktursystemen anbieten. Das Management erwartet insbesondere in diesem Bereich – nach dem Einstieg der GROUP in den Vertrieb von Client Solutions/Administrations Tools – aufgrund der hohen Durchdringung von Individual-Lösungen bei Lotus Anwendern eine überproportionale Steigerung der Nachfrage.

Division GROUP Live

Mit der Akquisition der Urheberrechte an der PaaS (Platform-as-a-Service) Software der IT Factory A/S in Dänemark im Februar 2009, stellt GROUP über die Division GROUP Live im Laufe des Jahres 2009 jetzt auch eine Technologie zur Verfügung, die es unabhängigen Software Verkäufern (ISV- independent software vendor) ermöglicht, ohne großen Aufwand ihre Applikationen als Software as a Service anzubieten.

Diese neue Art des Produktangebotes wird nach Meinung von Marktspezialisten und -analysten in den kommenden 3 Jahren bis zu 25% der Nachfrage nach Softwarelösungen ausmachen. GROUP sieht sich mit der neuen Division für diesen Markt gut gerüstet. Insbesondere die Plattform-Lösung eröffnet völlig neue Potentiale für die bestehenden Lösungen unserer Gesellschaft.

Zum Stichtag 30.06.2009 umfasst der Konsolidierungskreis der GROUP Business Software AG, die ebVOKUS Software GmbH, Dresden/Deutschland, die GROUP Business Software (UK) LTD., Warrington/Großbritannien (bis 23.04.2009 noch firmierend unter GEDYS (SALES) UK LIMITED), die GROUP Technologies GmbH, Karlsruhe/Deutschland (bis zum 26. Februar 2009 noch firmierend unter arcaTRUST Software GmbH), die GROUP Business Software Holding Oy, Helsinki/Finnland (bis 25.06.2009 noch firmierend als GEDYS Software Holding OY), die GEDYS IntraWare GmbH, Petersberg/Deutschland, die GROUP Business Software Corporation, New York/USA, die GROUP LIVE N.V., Den Haag/Niederlande (bis zum 13. März 2009 noch firmierend unter GEDYS Internet Products N.V.) sowie die Beteiligungen an der B.E.R.S AD, Varna/Bulgarien, 50%) und der Relavis Software Corporation, New York/USA, (99,5%). Darüber hinaus hat die GEDYS IntraWare GmbH im Vorjahr die gesamten Anteile an der immediat Information Management GmbH, Bramsche/Deutschland, erworben. Die Verschmelzung der immediat Information Management GmbH auf die GEDYS IntraWare GmbH erfolgte zum 1.012009.

2.1.3 Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Positionierung

Die GROUP Business Software AG mit ihren Konzerngesellschaften entwickelt, produziert und vertreibt Software Systeme für E-Mail und CRM sowie Mobile Anwendungen. Dabei konzentriert GROUP ihr Lösungsportfolio 'collaborativer' Geschäftsanwendungen auf der Plattform von IBM Lotus Domino. Konstante Innovation, herausragende Expertise und ausgezeichnete Qualität sichern der GROUP die Position als Marktführer in diesem Segment. GROUP setzt mit ihren Lösungen den Standard im Markt für Lotus Applikationen. Die Gesellschaft operiert multinational mit lokalen operativen Einheiten. GROUP ist strategisch in den Finanzzentren Frankfurt, London und New York präsent.

Das 'neue' Firmenlogo steht für Zusammenarbeit in Teams und zwischen Abteilungen, für Simplifizierung komplexer Prozesse und das Bekenntnis der GROUP Business Software AG zur IBM Lotus Plattform.

Die Visualisierung der GROUP Vision symbolisiert unseren Anspruch, die erste Adresse am Markt für collaborative Software Lösungen auf Basis der Lotus Software zu besetzen.

Wir sehen die Vereinfachung, also die Simplifizierung aller Aspekte des Softwaremarktes, bereits von der Auswahl und dem Kauf einer Lösung, über die Installation und das Betreiben der Systeme, bis hin zur Benutzung und Anwenderfreundlichkeit der einzelnen Anwendungen, als den Erfolgsfaktor für die Zukunft unserer Kollaborationssysteme. Unserer Verpflichtung als Marktführer werden wir mit unserem Simplifizierungskonzept 2010 mit flexiblen Angeboten, effizienten Installations- und Administrationswerkzeugen und intuitiven Anwendungen gerecht.

Die beiden Divisionen E-Mail, Archivierung & Administration und CRM, Mobile & Business Processes

Mit ihren beiden Divisionen E-Mail, Archivierung & Administration und CRM, Mobile & Business Processes hat die Gesellschaft in einem wirtschaftlich raueren Umfeld im 1. Halbjahr 2009 ihren Umsatz von 10,7 Mio. Euro auf 11,1 Mio. Euro gesteigert.

E-Mail, Archivierung und Administration: Organisationen und Unternehmen sind zunehmend abhängiger von modernen Kommunikationstechniken. E-Mail, Instant Messaging und Archivierung sind die Grundbausteine der modernen elektronischen Kommunikation. Sicherheit, Effizienz und ständige Optimierung der unternehmensweiten Kommunikationswerkzeuge sind die kritischen – wenn nicht sogar die kritischsten – Aufgaben für das Management einer Gesellschaft.

Zusätzlich ist die Kommunikation über diese Werkzeuge mit den unterschiedlichsten internen und externen Risiken, Vorschriften, Richtlinien und gesetzlichen Anforderungen belastet. Die Anforderung an das E-Mail-Management werden durch den Zwang zur Kostenreduzierung – überwiegend realisiert durch Effizienzsteigerungen – neue Gesetze und Richtlinien sowie durch die Notwendigkeit zur unternehmensweiten Kollaboration auch in den kommenden Jahren massiv steigen.

GROUP konzentriert ihre E-Mail Produktfamilie in erster Linie auf die serverbasierte, zentralisierte, prozessgesteuerte und einfach zu administrierende E-Mail & Archiving Management Lösung für den Lotus Notes/Domino Markt, ohne dabei jedoch den Microsoft Exchange Markt außen vor zu lassen.

Damit verfolgt die Gesellschaft im Segment E-Mail konsequent die Positionierung als E-Mail-Management-Lösungsanbieter. Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht die Gesellschaft in diesem Bereich ihre ausgereifte Produktpalette, das - in der Branche einmalige - vorhandene Expertenwissen und die langjährige Erfahrung in diesem Markt. Die Gesellschaft wird in 2009 ihre Konsolidierungsstrategie auf dieses Segment ausdehnen, um gleiche Synergieeffekte, wie bereits im Segment CRM, zu realisieren.

CRM, Mobile & Business Processes: Jede Vertriebs- und Serviceeinheit eines Unternehmens steht in direkter Erfolgsabhängigkeit zum Grad der verfügbaren, zugriffsnahen Information für den einzelnen Mitarbeiter und den Vertriebs-/Serviceteams. Insbesondere das zeitgleiche Verteilen und Verwenden dieser Informationen ist der Schlüssel zum wettbewerblichen Vertriebserfolg. Effiziente Informationsmanagement-Systeme für Vertrieb und Service benötigen eine automatisierte Prozess-Steuerung, mobile Datenverfügbarkeit und eine effiziente Kunden- und Kommunikationsdatenverwaltung, um das notwendige Wachstumspotential des jeweiligen Unternehmens zu realisieren.

Die GROUP Business Software AG konzentriert ihre CRM Produktfamilie einerseits auf den Markt für Integrationsanforderungen und platziert sich so als eine der Know-how Lieferantinnen für höchst-integrative, komplexe CRM-Systeme mit einer extrem günstigen Komplettlösung; anderseits wird die GROUP der steigenden internationalen Nachfrage nach flexiblen, mobilen CRM-Applikationen – auch im Zuge der signifikanten Wettbewerbsstellung von On-Demand-Mietlösungen – durch ihre sogenannten CRM-Easy Produktfamilie gerecht.

Mit der Integration der CRM Systeme auf die neue GROUP Live Plattform werden die derzeit ausschließlich auf Lotus Basis vorhandenen Anwendungen ebenfalls für den Nicht-Lotus Markt verfügbar.

Im Segment CRM ermöglichen die Konsolidierungsmaßnahmen für die Produktreihe der CRM-Lösungen für IBM Lotus Notes/Domino, sowohl in der Leistungsfähigkeit, als auch im zugehörigen Entwicklungs- und Service-Know-how, der Gesellschaft, sich noch deutlicher von vergleichbaren Produkten im Markt abzusetzen. Die Gesellschaft wird ihre Konsolidierungsstrategie für Produkte und Markt im CRM Umfeld fortsetzen. Das neuartige Angebot für Miet- und On-demand-Lösungen unserer Produktreihen für E-Mail und CRM, welches aufgrund der neu geschaffenen GROUP Live-Plattform erst realisiert werden konnte, wird den Vertriebsaufwand und den Verkaufszyklus erheblich reduzieren. Gleichzeitig schafft GROUP für die Kernbereiche durch die flexible Angebotsform einen schnellen Zugang zum preissensitiven Mittelstand.

Im übrigen vertritt das Management der Gesellschaft die Auffassung, dass die vollständige Integration ihrer bestehenden Software-Systeme für CRM und Compliance auf die neu erworbene Plattform-Technologie, insbesondere in den internationalen Märkten in den USA, Asien und UK markt- und damit existenzentscheidend sein wird.

Wachstumsbereiche: Mobilität, Software als Service (SaaS) und Individualentwicklung

Mobilität ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil des betrieblichen Alltages geworden. Mobilität bedeutet für Unternehmen heute: effizientere Prozesse, schnellere Entscheidungen, mehr Flexibilität, mehr Kundennähe. Kollaboration – Zusammenarbeit zwischen Teamkollegen und zwischen Abteilungen – wird in mehr als 50% aller Fälle bereits mit mobilen Lösungen umgesetzt. Dabei spielen heute Datensicherheit, Synchronisierung von Daten, Offline-Zugriffe und intuitive Anwendungen die Hauptrolle bei der Umsetzung von Mobilitätsstrategien in Unternehmen. Die Plattform-Lösung der Gesellschaft bietet genau in diesen Anforderungsbereichen maximale Flexibilität und Sicherheit für unsere Kunden.

Weltweit erwarten Analysten und Unternehmen, dass bis 2011 rund 25% des Software-Umsatzes mit SaaS Diensten getätigt werden. Insbesondere den Bereichen CRM, Mobilität und den Compliance-Tools wird hierbei der größte Anteil an der neuen Dienstleistung bescheinigt. Die IT-Branche, die Finanzindustrie und die Energieversorger zählen dabei zu den wachstumsstärksten Märkten für SaaS. Aufgrund der im Februar erworbenen Urheberrechte der IT Factory in bankruptcy sog. "Cloud-Computing-Technologien" sieht sich die Gesellschaft hier bestens gerüstet.

Dienstleistung und Individualentwicklung

Laut Analystenstudien (Gartner, IDC) wird im Softwaregeschäft nur der kleinste Teil der Umsätze mit Produkten realisiert, rund 125 Milliarden Euro weltweit. Der Umsatz mit externen Servicedienstleistungen rund um diese Produkte liegt dagegen schon bei über 300 Milliarden Euro. Die Wertschöpfung der anwenderinternen IT-Abteilungen liegt bei rund 400 Milliarden Euro. Dabei liegen Individualentwicklungen, Integration von Systemen und Administration-Outsourcing an erster Stelle der Dienstleistungskette. Die GROUP Business Software AG hat sowohl das notwendige Know-how, als auch die Domain-Expertise, um signifikant an diesem Markt zu partizipieren.

Die Gesellschaft wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2009 ihre Akquisitionsstrategie ebenfalls auf diesen Wachstumsmarkt ausdehnen, um einerseits ihre Position als der Anbieter rund um die Lotus Software zu verstärken und andererseits die Synergieeffekte Produktportfolio übergreifend zu optimieren.

Profitabilität mittels Marktkonsolidierung durch Zukauf und Integration

Die Gesellschaft hat ihre Strategie bei der Konsolidierung des Marktes für CRM-Produkte im IBM Lotus Notes/Domino-Umfeld neu geordnet und auf den gesamten IBM Lotus Applikationsmarkt ausgedehnt.

Dabei wird die Gesellschaft ihre erfolgreiche Konsolidierungsstrategie verstärkt in West-Europa und den USA umsetzen. Der Fokus der Gesellschaft liegt hier insbesondere auf der Gewinnung von Marktanteilen, Reduzierung des Wettbewerbs durch Konsolidierungen und auf neuen Technologien.

Durch die Konsolidierung wird erstmalig seit Bestehen der Lotus Software ein Softwareanbieter für Lotus Applikationen tatsächlich in verschiedenen Märkten, regional und überregional, sowohl horizontal als auch vertikal auftreten. Dadurch erwartet die Gesellschaft eine weitere Steigerung der Ertragskraft, flexiblere Produktanpassungen an lokale Anforderungen und durch besseren Zugang zu internationalen Projekten profitieren zu können.

Die Gesellschaft wird dabei auf ihre eigenen Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen und mit der notwendigen Voraussicht an entsprechende Projekte herangehen. Für internationale Akquisitionen wird sich die Gesellschaft verstärkt extern unterstützen lassen.

Unternehmenssteuerung

Die effektive Steigerung des Unternehmenswertes und somit die langfristige Wertsteigerung im Interesse unserer Investoren stehen im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung der GROUP. Dabei spielt insbesondere die mittel- und langfristige Ausrichtung der Gruppe eine wesentliche Rolle. Damit verankern wir unser Ziel der mittel- und langfristigen Wertsteigerung in den Managementprozessen des Konzerns. Der Wertbeitrag ergibt sich aus der Rendite der einzelnen Unternehmensbereiche auf das eingesetzte Vermögen.

Dafür ist neben der zielorientierten Steuerung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, dem effektiven Ressourceneinsatz von Eigen- und Fremdkapital auch ein effektives Management von Investitionen erfolgsentscheidend. Der Wertbeitrag ist neben weiteren, individuell vereinbarten Zielen auch Maßstab für die leistungsorientierte Entlohnung unserer Führungskräfte und der meisten Mitarbeiter. Die GROUP Business Software AG ist neben ihrer Position als Anbieter von E-Mail-Lösungen gleichzeitig Management-Holding des GROUP-Konzerns und nimmt als solche zentrale Leitungsfunktionen wie z.B. Konzernentwicklung/Mergers&Acquisitions, Finanzen, Controlling, Personalwesen und Kommunikation wahr.

2.1.4 Forschung und Entwicklung

E-Mail, Archivierung und Administration

Zunehmende Systemanforderungen, nicht zuletzt aufgrund von Verschlüsselungsalgorithmen verlangen nach hoher Prozessorleistung. Diese Leistungszuwächse stehen bei der sogenannten 64-bit-Architektur im Vordergrund. Zusammen mit der vollumfänglichen Unterstützung der neuesten Betriebs- und E-Mail-Systeme flossen wesentliche Entwicklungsleistungen der Division E-Mail, Archivierung und Administration im 1. Halbjahr 2009 in diese neuen Leistungspakete, die tief in den Softwarekernen unserer Lösungen verankert sind. Darauf aufbauend wurden drei wesentliche Erweiterungen der E-Mail-Plattform entwickelt:

  • Analyse- und Business-Intelligence-Komponenten
  • Neue Module zur Administration und zum Management von Schlüsseln im Rahmen des sicheren
  • E-Mail-Verkehrs
  • Verbesserte Suchfunktionen unserer Archivlösung

Verschlüsselung (Encryption) und die Sicherung vor Datenverlust (data-loss prevention, DLP) entwickeln sich zu den wichtigsten Feldern, in die Unternehmen derzeit im Rahmen ihrer IT Budgets investieren. Die Plattform der GROUP bietet bereits heute im Bereich Encryption und DLP Funktionalitäten, die weit über denen des Wettbewerbs liegen. Der neue "Key-Management-Server", der zum Ende des Jahres in die Betatestphase geht, verspricht unsere Führung in diesen sicherheitsrelevanten Themen weiter auszubauen. Unsere Kunden können damit sämtliche eingesetzte Verschlüsselungslösungen konsolidieren und automatisieren.

Zusätzlich haben wir mit dem Prototypen eines "Perimeter-Defense-Moduls" begonnen. Mit dieser bahnbrechenden Technologie wird es möglich sein, dass unerwünschte oder unerlaubte E-Mails erst gar nicht in ein Unternehmen eindringen können.

CRM, Mobile & Business Processes

Wesentliche Leistungen der Produktentwicklung der Division CRM konzentrieren sich auf das für das 3. Quartal geplante Major Release. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Produktivitätsverbesserungen innerhalb der Lösung, beispielsweise im Modul "Business-Mail", einer Ausweitung der Unterstützung von Microsoft Office, pdf Formaten und neben strukturellen Vereinfachungen der Nutzung auch ein neues Aufgabenmanagement mit nahtloser Integration in die Kalender der Nutzer.

Seit Ende April ist das neue Modul "Travel" im Angebot. Travel unterstützt unter Berücksichtigung des kompletten Reise- und Bewirtungsrechtes in effizienter Weise den gesamten Prozess einer Dienstreise, vom E-Mail integrierten Antrag über die Genehmigung und Abrechnung bis hin zur automatischen Verbuchung der Reisekosten ins Finanzbuchhaltungssystem.

Im Geschäftsbereich der Bank-Prozesse entwickelt ebVOKUS zukunftsweisende Technologien für wesentliche Lotus Notes Anwendung mit direkter Anbindung in das Rechenzentrum der Sparkassen, die Finanz Informatik (OS Plus). Im 1. Halbjahr wurden infrastrukturelle Anwendungen zur effizienten und sicheren Migration im Rahmen der Umstellungen von der Sparkassen-Finanz-IT zur Finanz-Informatik (OS Plus) entwickelt und erfolgreich eingesetzt.

Im 2. Quartal 2009 wurde für einen großen Kunden im Sparkassenumfeld der Prozess der Geldversorgung in den Filialen durch Einsatz einer neuen ebVOKUS Lösung erheblich effizienter und produktiver gestaltet.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Kapitalmarkt

Für die internationalen Aktienmärkte war das 1. Halbjahr 2009 geprägt von außergewöhnlichen Kursverlusten und einer noch nie da gewesenen Volatilität. Im 2. Quartal des Jahres sank diese Unbeständigkeit und die Kurse konnten sich stabilisieren, gleichwohl die allgemeine Verunsicherung noch nicht gänzlich gebannt ist.

Die Aktienmärkte reagierten im 2. Quartal auf leicht positive Unternehmens- und Konjunkturdaten für die nahe Zukunft. Die Konjunkturpakete der Regierungen konnten gewisse Branchen stützen und teilweise sogar zusätzliche Aufträge verschaffen. Gerade auch Finanzwerte konnten nach einem schlechten vergangenen Jahr wieder deutlich an Wert zulegen.

Die Widerstandsfähigkeit des Aktienmarktes konnte im 2. Quartal wieder zunehmen. Einzelne Negativmeldungen von Unternehmen oder bestimmte konjunkturelle Veröffentlichungen konnten am Kapitalmarkt nicht mehr eine solche Verunsicherung auslösen, wie noch im Quartal zuvor.

Seit Jahresbeginn konnte der DAX letztlich wieder eine Steigerung von 12,83% (Stand 07.08.) verzeichnen. Auch die Aktien der GROUP Business Software AG konnten deutlich zulegen und mit einem Anstieg von knapp 40% seit Jahresbeginn sogar die Steigerungen des DAX deutlich übersteigen.

Wirtschaft

Die Rezession der Weltwirtschaft setzte sich wie erwartet im 1. Halbjahr 2009 fort, wobei in erster Linie die Industrieländer davon betroffen waren und hier im besonderen Maße die exportorientierten Volkswirtschaften. Nach einem extrem schlechten 1. Quartal kam es – trotz eines massiven Einbruchs des Welthandels – im Verlauf des 2. Quartals zu einer langsamen Stabilisierung der Märkte, zunächst in Asien – bedingt durch die ungewöhnlich hohen Investitionsprogramme der VR China, die dazu führten, dass das BIP Wachstum des Landes im Vergleich zum Vorjahr wieder auf unglaubliche 7,9% anwachsen konnte.

In den USA gaben die Märkte Anfang des Jahres kräftig nach. Dafür verantwortlich waren sinkende Investitionen aller Unternehmen und der Abbau von Überkapazitäten und Lagerbeständen. Der private Verbrauch konnte keinerlei Impulse setzen.

In Europa kam es nach einem drastischen Abwärtstrend in den ersten Monaten des Jahres zur Jahresmitte hin zu einer Stabilisierung. Die Abwärtskurve konnte gebremst werden, obgleich die wirtschaftliche Lage schlecht blieb. Die Produktion und die Ausfuhren, welche gerade für Deutschland als Exportweltmeister von besonderer Wichtigkeit sind, blieben deutlich unter dem Vorjahresniveau. Zeitweise kam es zu einem Auftragsrückgang von ca. 40% gegenüber 2008. Dahingegen entwickelte sich der private Gebrauch etwas besser als prognostiziert, wozu sicherlich die niedrige Inflationsrate und die Abwrackprämie Ihren Teil beisteuern konnten.

Die Leitzinsen waren sowohl in den Vereinigten Staaten mit 0% - 0,25%, aber auch in Europa mit 1,0% - 1,5% auf einem historischen Tiefstand. Es wurden Staatsanleihen von den Notenbanken gekauft, um die erschütterte Finanzwirtschaft zu stützen.

All diese Maßnahmen und Entwicklungen waren kaum absehbar und besitzen in Ihrer Unkonventionalität und Außergewöhnlichkeit weltweit Einzigartigkeit.

Der Bundesverband der IT Branche – kurz BITKOM – sieht den deutschen IT Markt nach einer kurzen Wachstumspause wieder vor einer zügigen Erholung. Wird der Umsatz mit Produkten und Diensten der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) in diesem Jahr hierzulande aufgrund des 1. Halbjahres wohl noch um ca. 2,5% sinken, so ist nach Ansicht der BITKOM im kommenden Jahr schon wieder mit einem klaren Zuwachs zu rechnen.

Wie bereits prognostiziert, kommt die IT Branche in der aktuellen Krise vergleichsweise glimpflich davon. Große Firmenpleiten und Insolvenzen sind bislang aus geblieben, gleichwohl sich der Markt auch hier teilweise konsolidiert, jüngst gesehen an der Übernahme der IDS Scheer AG durch die Software AG.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa (OECD) hat mit ihrer aktuellen Prognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2009 andere Vorhersagen weitgehend bestätigt. In ihrem letzten Wirtschaftsausblick kündigte die Organisation für 2009 eine Schrumpfung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,1% (bislang: minus 5,3%) und für 2010 dann wieder ein Wachstum der Wirtschaftsaktivität um 0,2% - 0,3% an.

Überraschend wurde vom Statistischen Bundesamt bekannt gegeben, dass die deutsche Wirtschaft nach einem tiefen Fall in die Rezession, im 2. Quartal 2009 wieder mit einem geringen Wachstum von 0,3% aufwarten kann, was nach Meinung der Bundesregierung allerdings weniger als Aufschwung zu werten ist, sondern als das Ende der Talsohle.

Einig sind sich Analysten und Chefvolkswirte deutscher Banken darin, dass es in den kommenden Monaten wieder zu einem leichten wirtschaftlichen Aufwärtstrend kommen wird, von dem Deutschland überdurchschnittlich profitieren kann.

2.2.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche für E-Mail-Applikationen

Trotz allgemeiner Abschwächung der Weltwirtschaft sehen die Experten des internationalen Marktforschungsinstitutes EITO für den Bereich Software und Dienstleitungen einen weltweiten Zuwachs von 3,4%. Danach soll sich der Markt in Westeuropa auch robuster als in den USA verhalten.

Gerade in wirtschaftlich besonders anspruchsvollen Zeiten, in denen die gesetzlichen und die Produktivitätsanforderungen beständig zunehmen, sind Unternehmen gut beraten in Standardlösungen zu investieren. Bei dem Umgang mit E-Mails stehen für Unternehmensleitungen heute neben den Effizienzgesichtspunkten auch die Aspekte Haftungsausschluss und Datenintegrität zunehmend im Vordergrund. Damit wurde die E-Mail ursprünglich zur einfachen und kostengünstigen Kommunikation eingesetzte Lösung zum typischen zweischneidigen Schwert. Elektronische Korrespondenz ist heute unverzichtbar, aber mit einem durchschnittlichen Bearbeitungsaufwand von etwa 30% der täglichen Arbeitszeit alles andere als ein effizientes Instrument – es sei denn Unternehmen vertrauen auf GROUP Lösungen.

Entwicklung der Branche für Customer Relationship Management (CRM) Applikationen

Mit Customer Relationship Management (CRM) wollen Unternehmen weiterhin in erster Linie den Vertrieb unterstützen. Bereits heute ist die Verbesserung des Services jedoch schon zweitwichtigstes Thema. Es ist davon auszugehen, dass dies vor dem Hintergrund einer gerade jetzt immer wichtiger werdenden Kundenbindung weiter an Bedeutung gewinnen wird. Künftig werden laut einer Umfrage von Cap Gemini Service-Anwendungen im CRM in den Mittelpunkt gestellt. Auf der Agenda stehen außerdem das Reporting sowie analytische Anwendungen, die ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Mit unserem Produktportfolio sind wir auch im Umfeld von professionellen Reporting Anforderungen stark aufgestellt. Wir bieten eine komplette Data Warehouse Architektur für ein professionelles CRM und sind in der Lage, aussagekräftige sowie vor allem zuverlässige Kundenprofile und Verhaltensprognosen zu generieren.

Entwicklung der Branche für SaaS

Bereits heute folgen zahlreiche Unternehmen dem Trend von SaaS. Gerade in Zeiten engerer Budgets werden flexible, einfache und investitionsschonende Verfahren nachgefragt. Große Anbieter wie IBM, Google und Amazon bewegen sich in diesem Umfeld. Gartner sieht im Umfeld von SaaS die Möglichkeit, dass bis 2012 etwa ein Drittel aller Ausgaben für Unternehmensanwendungen dort stattfinden könnte. SaaS übernimmt damit mehr als nur die Funktionalität automatischer Software und wird zu einer Plattform, zu einem wichtigen Stück der IT-Infrastruktur für unternehmenskritische Anwendungen. Es wird also schnell klar - moderner, flexibler und kostengünstiger Software gehört damit die Zukunft.

2.2.3 Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

Der GROUP Konzern weist für das 1. Halbjahr 2009 ein Konzernergebnis in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahreshalbjahr 0,5 Mio. Euro) aus. Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus bewusst höheren Aufwendungen aus dem Erwerb und dem Ausbau der GROUP Live Technologie. Allein die Personalkosten lagen mit rund 0,3 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Rückmeldungen aus dem Markt belegen in aller Deutlichkeit, dass die Entscheidung zum Investment in diesen neuen Technologiebereich zukunftsweisend sein wird.

Allgemein

Die Gesellschaft hat ihre neue Struktur erstmalig zur Hauptversammlung vorgestellt. Die Neugestaltung des Konzernerscheinungsbildes und der verschiedenen Firmenlogos zu einem einheitlichen Erscheinungsbild des Konzerns wurde äußerst positiv vom Markt aufgenommen. Die Kosten für das Marketing werden dadurch in Zukunft auf gleichem Niveau für erheblich mehr Resonanz sorgen.

Division E-Mail, Archivierung und Administration

Die Division E-Mail, Archivierung und Administration konnte gerade im Bereich E-Mail-Management weiterhin trotz massiver Veränderungen im Kernmarkt der Division, der Finanzindustrie, ihre Position halten und durch Zusatzprodukte/-module weiter festigen. Die Division strebt an, mit den neuen Versionen für Lotus 8.5 und 64 bit, ihren Marktanteil in diesem Segment auszubauen und in anderen, stark regulierten Segmenten, wie der Pharmaindustrie, bei Energieversorgern und im Gesundheitswesen zu steigern.

Die Basis für diese Ziele bilden die steigenden gesetzlichen Anforderungen in diesen regulierten Marktsegmenten für das E-Mail-Handling, die Marktposition der Gesellschaft, der internationale Ausbau des Key Account Managements und die verstärkten Aktivitäten in den Bereichen Marketing und PR.

Division CRM, Mobile & Business Processes

Der Trend zu Projekten mit umfassenden individuellen Kundenanpassungen im Geschäftsbereich CRM hält weiterhin an. Einen Großteil dieser Projekte machen weltweite Installationen aus. In diesen Projekten ist die Integration bestehender Systeme, insbesondere ERP-Systeme wie SAP, in die CRM Lösung ein wesentlicher Bestandteil des Projektes. Diese Installationen werden heute in einer Vielzahl von Ländern auf allen Kontinenten durchgeführt. Vor diesem Hintergrund wurde das Serviceteam durch Zukauf erweitert, das internationale Team erneut verstärkt und das bestehende internationale Partnernetzwerk ausgebaut. Weiterer ungebrochener Trend im CRM Umfeld ist die Nachfrage nach Mobilfunktionalitäten. Die Verfügbarkeit von Kundendaten auf sogenannten Handhelds, wie RIM's BlackBerry, wird für bestehende Kunden mehr und mehr zu einer der wichtigsten Zusatzfunktionen für deren CRM Systeme. Für potentielle Neukunden, insbesondere in Nord-Amerika, ist die Mobilitätsverfügbarkeit der CRM Daten ein stetig zunehmender, wesentlicher Entscheidungsfaktor für den Einsatz eines CRM Systems.

Die Systeme unserer Gesellschaft sind bereits umfassend mit Mobilfunktionen ausgestattet. Die Gesellschaft konnte so die Nachfrage nach ihren Lösungen weiterhin auf hohem Niveau halten.

Fokus im Rahmen der Marketingaktivitäten liegt weiterhin auf der Generierung potenzieller Kunden über das Internet. Durch die konstante Optimierung des Internetauftrittes und Maßnahmen zur Erhöhung des Rankings in Suchmaschinen sowie durch attraktive Angebote für Interessenten konnten und werden auch in Zukunft hochwertige Kontakte über das Internet generiert. Dieses Konzept wird durch die neue Vertriebsstruktur optimal unterstützt.

3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten 2009

Auch im 1. Halbjahr 2009 wurden neue Produkte am Markt eingeführt, bestehende Produkte auf neue Plattformen gehoben und wesentliche Entwicklungsschritte im Hinblick auf das GROUP Live Geschäftsmodell und den Ausbau der Marktpositionen getätigt. In den Kernmärkten, die aus Deutschland heraus bedient werden, wurden die Umsätze um insgesamt 11 % gesteigert. Umsatzrückgänge in den durch die Wirtschaftskrise stark betroffenen Ländern USA und England haben dieses Wachstum konzernweit auf 3% reduziert. Es mehren sich allerdings auch die Anzeichen der Besserung. Insbesondere in den USA scheinen Industrieunternehmen die Gunst der Stunde genutzt zu haben. Im Frühjahr schnellte die Produktivität so hoch, wie zuletzt vor sechs Jahren. Das Konzernergebnis des 1. Halbjahres 2009 liegt bei 0,2 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,5 Mio. Euro) und damit im Rahmen der Erwartungen.

Dieser Rückgang des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr folgt im Wesentlichen aus den bewusst höheren Aufwendungen aus dem Erwerb und dem Ausbau der GROUP Live Technologie. Dieser Schritt bringt GROUP unmittelbar in ein neues zukunftsträchtiges Marktsegment. Im 1. Halbjahr lagen allein die Personalkosten mit rund 0,3 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Auch die Abschreibungen lagen mit 0,1 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Rückmeldungen aus dem Markt belegen in aller Deutlichkeit, dass die Entscheidung zum Investment in diesen neuen Technologiebereich zukunftsweisend sein wird.

Die Entwicklung der Gesellschaft läuft damit insgesamt planmäßig und die GROUP ist gut positioniert, um für die Herausforderungen des 2. Halbjahres gerüstet zu sein.

3.2 Ertragslage

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Konzern wurde in den ersten 6 Monaten des Jahres 2009 ein Umsatz von 11,1 Mio. Euro erzielt. Mit einer Steigerung von über 3% lag der Umsatz somit über dem Niveau des 1. Halbjahres 2008 mit 10,7 Mio. Euro. In den Kernmärkten, die aus Deutschland heraus bedient werden, wurden die Umsätze insgesamt um 11 % gesteigert.

Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,3 Mio. Euro) und den aktivierten Entwicklungsleistungen von 0,8 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,6 Mio. Euro) ergab sich die Gesamtleistung i. H. v. 12,2 Mio. Euro (1. HJ 2008: 11,6 Mio. Euro).

Bedingt durch die Verdopplung der Umsatzerlöse im Bereich der Resale Licences von 0,6 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro, stieg die Wareneinsatzquote von 20,0% im 1. Halbjahr 2008 auf 23,7% im 1. Halbjahr 2009.

Die Personalaufwendungen stiegen mit 5,3% annähernd entsprechend den Gesamtleistungen (4,4%). Für das 1. Halbjahr 2009 ergaben sich die Personalaufwendungen zu rund 5,4 Mio. Euro (1. HJ 2008: 5,1 Mio. Euro). Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag mit 2,0% deutlich unter der Zunahme der Personalaufwendungen und der Umsätze. Sie betrugen 3,0 Mio. Euro (1. HJ 2008: 2,9 Mio. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Mietaufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,3 Mio. Euro), Marketingaufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,8 Mio. Euro), externe Dienstleistungen und Abschlusskosten in Höhe von rund 0,7 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,6 Mio. Euro) und Reise- und Kfz-Kosten von rund 0,7 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,6 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis des Konzerns für das 1. Halbjahr 2009 lag mit minus 0,05 Mio. Euro knapp über dem Finanzergebnis des Vorjahreshalbjahres (minus 0,04 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) lag mit 0,1 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,6 Mio. Euro) unterhalb des Ergebnisses des Vorjahreshalbjahres.

Nach Abzug von Minderheitenanteilen und unter Berücksichtigung latenter Steuererträge von rund 0,1 Mio. Euro (1. HJ 2008: minus 0,04 Mio. Euro) ergibt sich ein Konzernhalbjahresergebnis von knapp 0,2 Mio. Euro (1. HJ 2008: 0,5 Mio. Euro).

Die Ergebnismarge nach Steuern belief sich im 1. Halbjahr 2008 auf 2,1% (1. HJ 2008: 4,8%).

3.3 Finanzlage

Der Zahlungsmittelbestand im Konzern betrug 2,7 Mio. Euro zum 30.06.2009 (31.12. 2008: 2,6 Mio. Euro).

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2009 betrug 2,8 Mio. Euro (Gesamt 2008: 4,2 Mio. Euro) und lag damit über dem Vorjahreshalbjahresniveau (2,3 Mio. Euro). Für Investitionstätigkeiten wurden rund 2,5 Mio. Euro (Gesamt 2008: 4,8 Mio. Euro) verwendet. An langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden 0,2 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2009 zurückgezahlt (2008: Zufluss 1,9 Mio. Euro). Damit lag der Zahlungsmittelbestand zum Ende des 1. Halbjahres 2009 mit 2,7 Mio. Euro knapp über dem Zahlungsmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2008 (rund 2,6 Mio. Euro).

3.4 Vermögenslage

GROUP-Konzern

Die Bilanzsumme betrug zum 30.06.2009 im Konzern rund 44,4 Mio. Euro (31.12.2008: 43,4 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen wie im Vorjahr mit 73% den größten Anteil ein. Größte Einzelpositionen darin waren mit 31,9 Mio. Euro (2008: 30,4 Mio. Euro) die immateriellen Vermögenswerte. Die Finanzanlagen lagen auf dem Niveau des Vorjahres und betrugen zum 30.06.2009 0,4 Mio. Euro (31.12.2008: 0,4 Mio. Euro). Auch die aktiven latenten Steuern lagen annähernd auf Vorjahresniveau mit 2,9 Mio. Euro (31.12.2008: 2,8 Mio. Euro).

Das Umlaufvermögen ergab sich zu 7,7 Mio. Euro (31.12.2008: 8,4 Mio. Euro). Die Abnahme erfolgte im Wesentlichen in der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Ausgehend von dem der Einzelgesellschaft entsprechenden Gezeichneten Kapital in Höhe von 25.232.000,00 Euro ergab sich das Eigenkapital im Konzern zu rund 30,2 Mio. Euro und lag damit rund 0,2 Mio. Euro über dem Wert des Jahres 2008 (30,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug im Konzern zum 30.06.2009 68% und lag damit in etwa auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen wurden um 22% reduziert und betrugen zum Halbjahresbilanzstichtag 2,1 Mio. Euro (31.12.2008: 2,7 Mio. Euro).

Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen den bankfinanzierten restlichen Anteilserwerb der Anteile an der Relavis Corp. und sichern damit den Eintritt in den US amerikanischen Markt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten lag periodenabgrenzungsbedingt mit etwa 5,7 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro über dem Bilanzwert zum 31.12.2008 (4,0 Mio. Euro).

3.5 Mitarbeiter

Zum 30.06.2009 wurden im Konzern 178 Mitarbeiter beschäftigt (31.12.2008: 172). Auf der Ebene des Konzerns liegt, vor Berücksichtigung der Ausbildungsquote von 9%, der Anteil an Mitarbeitern mit Vertriebsund Servicebezogenen Aufgaben bei rund 57%. Die Produktentwicklung umfasst rund 31% und etwa 12% der Mitarbeiter führen administrative Tätigkeiten aus.

Die Personalaufwendungen des 1. Halbjahres 2009 betrugen rund 5,4 Mio. Euro und liegen über dem Vorjahresniveau (1. HJ 2008: 5,1 Mio. Euro).

4 Chancen und Risikobericht

Die Risikolage der GROUP Business Software AG und ihre Chancen haben sich gegenüber dieser Darstellung nicht wesentlich verändert.

Wir verweisen ebenfalls auf die Darstellung im Prognosebericht sowie die Hinweise zu den zukunftsgerichteten Aussagen am Ende dieses Zwischenberichtes.

5 Prognosebericht

Der Prognosebericht versteht sich als Ergänzung des Prognoseberichtes aus dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008.

Nach wie vor befindet sich die Weltwirtschaft in einer äußerst kritischen Gesamtsituation, welche durch ein Nullwachstum und durch drastische Stellenstreichungen geprägt ist. Weltweit versuchen Regierungen und Notenbanken gegenzusteuern, indem sie Maßnahmen ergreifen, die sich konjunkturell positiv auswirken sollen; Radikale Zinssenkungen, Steuererleichterungen oder anderweitige Rettungspläne für Automobilfirmen sind nur einige der Beispiele, die helfen sollen, die Krise zu bewältigen. In welchem Umfang und welcher Geschwindigkeit diese Maßnahmen jedoch greifen und wann eine deutliche Besserung eintreten wird, lässt sich zurzeit noch schwer vorhersagen. Die Kommission der Europäischen Union und die Europäische Zentralbank sehen für das Gesamtjahr 2009 einen deutlichen Wachstumsrückgang des Bruttoinlandsproduktes für die EU-Staaten und die Euro-Zone voraus.

Für das reale Bruttoinlandsprodukt in 2009 sehen die Experten der Europäischen Kommission in Deutschland einen Rückgang von jeweils rund 5,4% (Europa gesamt 4%) gegenüber dem Jahr 2008. Erst für 2010 wird ein deutlich erkennbarer Anstieg erwartet. Gleichzeitig erwartet die Kommission ein Verharren der Inflation auf dem derzeitigen Niveau von 0%.

Fraglich ist, in welchem Umfang die Konjunkturmaßnahmen in den USA das Bruttoinlandproduktkurzfristig merklich beeinflussen können. Amerikas Industrieunternehmen haben die Gunst der Stunde genutzt und massiv Ihre Strukturen verändert. In hohem Maße wurden Überkapazitäten reduziert und Beschäftigungen abgebaut. Damit ist es amerikanischen Industrieunternehmen bereits jetzt gelungen ihre Produktivität auf ein Niveau - wie zuletzt vor sechs Jahren - massiv zu erhöhen.

Auch die Auswirkungen auf die Eurozone sind noch abzuwarten.

Neben den traditionellen Themenbereichen der GROUP wie Security, Compliance, Archiving und Customer Relationship Management, stellt die Gesellschaft mit dem Einstieg in den SaaS (Software-as-a-Service) Markt und dem Angebot an "Cloud Computing"-Modellen, wesentliche Weichen für eine Kette zukünftiger Produktinnovationen. Gerade im Umfeld von SaaS erwarten Analysten, dass bis 2011 diese Lösungen zwischen 20% und 25% des Softwarelizenzmarktes - insbesondere für CRM und E-Mail-Applikationen gewinnen werden. Gleichzeitig bedeutet dies, dass mehr als 75% des Marktes weiterhin auf so genannte Onpremise-Lösungen setzen. Unabhängig von der individuellen Kundenpräferenz zu den bestehenden Lösungen ist GROUP durch diesen Markteintritt in der Lage, diesen erweiterten Markt aus einer Hand zu bedienen.

Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen, ihre Chancen, Risiken und ihre Auswirkungen auf unterschiedliche Branchen sind von großer Bedeutung für die Unternehmen des Konzerns.

Die globale Wirtschaftslage hat sich im vergangenen Jahr über alle Branchen und Regionen hinweg in beispielloser Weise verschlechtert.

In Zeiten dieser massiven Konjunkturabschwächungen sind die Prognosen neben der üblichen Schwankungsbreite nach wie vor mit außergewöhnlichen Unsicherheiten behaftet. Einerseits besteht ein zusätzliches Abwärtsrisiko, je nachdem, wie sich die Finanzkrise auswirkt und wie stark die negative Rückkopplung zwischen dem finanz- und realwirtschaftlichen Sektor der Volkswirtschaften ausfällt.

Andererseits könnte das Wachstum die Erwartungen dann übertreffen, wenn z.B. die erheblichen Konjunkturprogramme das Vertrauen der Investoren und Verbraucher schneller als angenommen wiederherstellen. Auch die Inflationsrisiken erscheinen angesichts der Entwicklungen bei den Rohstoffpreisen und der weltweiten Verschlechterung der Wirtschaftsaussichten ausgewogen.

Gleichwohl ist es schwierig, in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation verlässliche Aussagen über den Verlauf des gesamten aktuellen Geschäftsjahres zu machen. Wir gehen derzeit davon aus, dass bei weiterhin unverändertem Akquisitionstempo eine Steigerung des Konzernumsatzes auf 12-Monatsbasis von insgesamt 15-20% möglich ist. Dies setzt jedoch nicht nur das Vorhandensein geeigneter Finanzierungsmethoden, solche sind im jetzigen allgemeinwirtschaftlichen Umfeld sehr viel aufwändiger zu realisieren, und in jeglicher Hinsicht kompatibler Akquisitionsobjekte voraus, sondern auch die Bereitschaft der neuen Firmenteile den in solchen Konstellationen oft notwendigen Restrukturierungskurs aktiv mitzugestalten. Wir erwarten ein darin enthaltenes organisches Umsatzwachstum von etwa 8% in den Stammmärkten. Ohne Berücksichtigung von Investitionsmaßnahmen, die gerade jetzt sinnvoll sind, erwarten wir die Ergebnisse in der gleichen Struktur wie im Jahr 2008. Aufgrund der allgemein unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung und dem auch von anderen Branchen festgestellten wirtschaftlichen Druck ist für die Gesellschaft und den Konzern ein geringeres organisches Wachstum als 2008 zumindest in den kommenden beiden Jahren denkbar. Gerade vor diesem Hintergrund spielt die Akquisitionsstrategie der Gesellschaft eine zunehmende Rolle.

Die Prognosen und Aussagen der Gesellschaft und der Konzerngesellschaften beruhen auf zahlreichen Annahmen und unterliegen der Bedingung, dass die Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftsschwäche nicht schneller oder intensiver im Markt zu spüren sind und sich daraus negative Auswirkungen auf unseren geplanten Geschäftsverlauf ergeben. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen.

Eisenach, 28. August 2009

Jörg Ott Markus Ernst

Vorstand Vorstand

Halbjahresabschluss des Geschäftsjahres 2009

(zum 30.06.2009)

GROUP Business Software AG

Konzern gemäß IFRS

Aktiva Bilanz Bilanz
GROUP Business Software
Konzern
GROUP Business Software
Konzern
30.06.09 31.12.08
EUR EUR
LANGFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Firmenwerte 26.051.656,38 25.467.053,66
sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.882.928,16 4.920.377,55
Sachanlagen 269.775,46 291.336,58
Finanzanlagen 365.207,41 359.519,66
aktive latente Steuern 32.569.567,41
2.868.080,89
31.038.287,45
2.757.075,34
KURZFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Vorräte 0,00 72.274,80
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.969.194,74 5.156.260,97
sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 986.385,11 520.826,07
Zahlungsmittel 2.745.467,02 2.661.394,82
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 7.701.046,87
1.261.495,32
8.410.756,66
1.216.791,39
SUMME VERMÖGENSWERTE 44.400.190,49 43.422.910,84
Passiva Bilanz
GROUP Business Software
Konzern
30.06.09
EUR
Bilanz
GROUP Business Software
Konzern
31.12.08
EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 25.232.000,00 25.232.000,00
Kapitalrücklage 3.269.507,16 3.269.507,16
Rücklage für Währungsumrechnung 77.922,76 22.858,75
Ergebnisvortrag 1.429.338,81 -404.010,54
Konzernergebnis 234.602,97 1.833.349,35
Minderheitenanteile 2.121,33 2.539,59
30.245.493,03 29.956.244,31
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen 102.064,00 99.314,00
sonstige langfristige Rückstellungen 0,00 0,00
langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.497.056,86 1.689.471,03
langfristige sonstige Verbindlichkeiten 1.041.873,85 1.041.873,85
2.640.994,71 2.830.658,88
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen + Leistungen 2.077.520,38 2.571.647,78
Sonstige Verbindlichkeiten 1.600.738,57 1.358.216,51
übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 68.869,16 73.080,33
sonstige kurzfristige Rückstellungen 2.086.430,15 2.671.615,49
5.833.558,26 6.674.560,11
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 5.680.144,49 3.961.447,54
SUMME EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 44.400.190,49 43.422.910,84
Gewinn- und Verlustrechnung Group Business
Software Konzern
1. HJ 2009
Group Business
Software Konzern
1. HJ 2008
EUR EUR
Umsatzerlöse
Erträge aus aktivierten Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen
11.082.429,85
780.619,99
297.324,25
2.631.639,54
10.726.617,61
626.607,10
296.356,94
2.140.046,75
Rohertrag 9.528.734,55 9.509.534,90
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
5.398.514,95
2.953.598,79
5.109.944,91
2.894.909,82
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor
Abschreibungen (EBIT DA)
1.176.620,81 1.504.680,17
Abschreibungen 1.005.990,29 929.749,59
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 170.630,52 574.930,58
Zinserträge/-aufwendungen
anteiliger Gewinn aus assoziierten Unternehmen
Abschreibung auf Finanzanlagen
-46.844,43
4.437,75
0,00
-35.084,29
16.897,65
0,00
Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) 128.223,84 556.743,94
Steuern 105.879,03 -40.483,34
Konzernjahresüberschuß /-fehlbetrag vor
Minderheitenanteilen
234.102,87 516.260,60
Ergebnisanteile von Minderheiten 500,10 2.718,99
Konzernergebnis 234.602,97 518.979,59
Cash-Flow statement zum 30.06.2009 / 31.12.2008 (IFRS) HJ 2009 2008
TEUR TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis zum 30.06.09 / 31.12.08 vor Steuern 128 2.590
Berichtigungen für
1. Abschreibungen/Zuschreibungen 1.006 1.840
2. Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste, netto
3. Zinserträge
4. Zinsaufwendungen
5.a. (-) Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
5.b. (+) Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
Betriebliches Ergebnis vor Änderungen im Nettoumlaufvermögen 1.134 4.430
6. (-/+) Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL und sonstigen Aktiva
Vorräte 72 -72
Forderungen 703 241
Lieferantenverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 880 -375
7. (-/+) Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 2.789 4.224
8. Zinszahlungen
9. Zahlungen für Ertragsteuern 0
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus fortgeführter laufender Geschäftstätigkeit 2.789 4.224
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus nicht fortgeführter laufender Geschäftstätigkeit
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 2.789 4.224
TEUR TEUR
Investitionstätigkeit
Ein- und Auszahlungen für:
1. Erwerb von immateriellem Anlagevermögen -2.477 -4.671
2. Erwerb von Sachanlagevermögen -55 -125
3. Erlöse aus dem Abgang für Sachanlagevermögen 0 0
4.a Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -4 -11
4.b abzüglich erhaltener Zahlungsmittel 0 0
5.a. Veräußerung von konsolidierten Unternehmen 0
5.b abzüglich abgehender Zahlungsmittel 0 0
6. Abgang/Zugang von kurzfristigen Finanzanlagen 0 0
7. Zugang von Finanzanlagen und sonstigen langfristigen Vermögensgegenständen 0
8. Erhaltene Zinsen 0
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus der Investitionstätigkeit -2.536 -4.808
Cash-Flow statement zum 30.06.2009 / 31.12.2008 (IFRS) HJ 2009 2008
Finanzierungstätigkeit TEUR TEUR
Ein- und Auszahlungen für:
Zu-/Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten -192 1.689
Eigenkapitalerhöhungen 0 200
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0
Zu-/Abnahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 0 0
Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus der Finanzierungstätigkeit -192 1.889
ÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS HJ 2009 2008
TEUR TEUR
Zahlungsmittelbestand zum 01.01.2009 / 01.01.2008 2.588 1.295
Veränderung des Zahlungsmittelbestandes
Mittelfluß aus laufender Geschäftstätigkeit
Mittelfluß aus Investitionstätigkeit
Mittelfluß aus Finanzierungstätigkeit
Währungsausgleich
2.789
-2.536
-192
55
4.224
-4.808
1.889
-12
Zahlungsmittelbestand zum 30.06.2009 / 31.12.2008 2.704 2.588

Anhang zum Halbjahresabschluss des Geschäftsjahres 2009

(zum 30.06.2009)

GROUP Business Software AG

Konzern gemäß IFRS

Allgemeine Angaben

Die GROUP Business Software AG (nachfolgend kurz als "GROUP" bezeichnet) mit ihrem Sitz in Eisenach, Hospitalstrasse 6 (Deutschland), ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 405713 eingetragen. Sie ist das Mutterunternehmen des GROUP-Konzerns. Die GROUP ist am geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Hinsichtlich der Art der Geschäftstätigkeit und der Hauptaktivitäten verweisen wir auf den Lagebericht.

Der Konzernabschluss der GROUP ist in Anwendung von § 315 a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der EU anerkannten Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London/Großbritannien, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips mit Ausnahme gewisser Positionen, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die mit ihrem Zeitwert ausgewiesen werden. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Wertansätze, die auf steuerlichen Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz beinhaltet der IFRS-Konzernabschluss als weitere Komponenten die Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, die Kapitalflussrechnung und den Anhang. Der separate Bericht über die Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht gemäß § 315 Abs. 1 HGB) ist im Lagebericht enthalten.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

Minderheitsanteile konzernfremder Gesellschafter sind als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und –verbindlichkeiten zu den jeweiligen Stichtagen sowie die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung auf Basis der laufenden Ereignisse und Maßnahmen beruhen, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen.

Im 1. Halbjahr 2009 fanden die von der EU verabschiedeten Rechnungslegungsstandards und Interpretationen, soweit sie auf den GROUP-Konzern anwendbar waren, Anwendung.

Die folgenden Standards und Interpretationen bzw. Regelungen der IASB treffen für die Geschäftstätigkeit der GROUP nicht zu bzw. werden aufgrund des gegebenen Wahlrechts erst in den folgenden Konzernabschlüssen der GROUP berücksichtigt:

IAS 39, IFRS 7 "Umgliederung finanzieller Vermögenswerte"

IAS 23 "Borrowing Costs"

IFRIC 11, IFRIC 12, IFRIC 13, IFRIC 14.

Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte jedoch einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Berichtsperiode.

I Abgrenzung des Konsolidierungskreises

1 Konzern- und Beteiligungsunternehmen

1.1 Einbezogene Tochterunternehmen

Zum Stichtag 30.06.2009 umfasst der Konsolidierungskreis der GROUP Business Software AG, die ebVOKUS Software GmbH, Dresden/Deutschland, die GROUP Business Software (UK) LTD. , Warrington/Großbritannien (bis 23.04.2009 noch firmierend unter GEDYS (SALES) UK LIMITED), die GROUP Technologies GmbH, Karlsruhe/Deutschland (bis zum 26.02.2009 noch firmierend unter arcaTRUST Software GmbH), die GROUP Business Software Holding Oy, Helsinki/Finnland (bis 25.06.2009 noch firmierend als GEDYS Software Holding OY), die GEDYS IntraWare GmbH, Petersberg/Deutschland, die GROUP Business Software Corporation, New York/USA, die GROUP LIVE N.V., Den Haag/Niederlande (bis zum 13.03.2009 noch firmierend unter GEDYS Internet Products N.V.) sowie die Beteiligungen an der B.E.R.S AN, Varna/Bulgarien (50%) und der Relavis Software Corporation, New York/USA (99,5%). Darüber hinaus hat die GEDYS IntraWare GmbH im Vorjahr die gesamten Anteile an der immediat Information Management GmbH, Bramsche/Deutschland, erworben. Die Verschmelzung der immediat Information Management GmbH auf die GEDYS IntraWare GmbH erfolgte zum 01.01.2009.

Verbundenes Unternehmen Sitz Anteil am Kapital
ebVOKUS Software GmbH Dresden 100%
GROUP Technologies GmbH Karlsruhe 100%
GROUP Business Software Holding OY Helsinki 100%
GROUP LIVE N.V. Den Haag 100%
GROUP Business Software Corporation Milford 100%
GEDYS IntraWare GmbH Petersberg 100%
GROUP Business Software (UK), LTD. Warrington 100%
Relavis Software Corporation New York 99,5%

Bei den Unternehmen GEDYS IntraWare GmbH und GROUP Business Software (UK) LTD. handelt es sich um Enkelgesellschaften, deren Anteile von der GROUP Business Software Holding OY bzw. der GROUP LIVE N.V. jeweils vollständig gehalten werden.

1.2 Assoziierte Unternehmen

Aufgrund der fehlenden Beherrschung bzw. Kontrolle wurde die B.E.R.S AD, Varna als assoziiertes Unternehmen im Konzernabschluss erfasst. Die Beteiligung der GROUP Business Software AG an der B.E.R.S AD, mit Anschaffungskosten in Höhe von 265.000 Euro, beträgt 50%.

II Konsolidierungsgrundsätze

1 Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der IFRS-Konzernhalbjahresabschluss der GROUP Business Software AG, Eisenach, wurde nach § 315a HGB auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Es ergaben sich im Vergleich zum Jahresabschluss zum 31.12.2008 keine Veränderungen bei den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die Berichtswährung ist Euro, da der Hauptteil der Konzerntransaktionen in dieser Währung realisiert wird.

Der Konzernhalbjahresabschluss wurde auf den 30.06.2009 aufgestellt. Die Berichterstattungsperiode umfasst den Zeitraum vom 01.01.2009 bis zum 30.06.2009.

2 Währungsumrechnung

Konzerneinheitlich werden Fremdwährungsforderungen gem. IAS 21 § 11 grundsätzlich mit dem Geldkurs am Buchungstag bewertet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Briefkurs am Buchungstag bewertet.

Im Konzernabschluss erfolgt die Währungsumrechnung der Bilanzpositionen der ausländischen Unternehmen grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum 30.06.2009.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs (Mittelkurs des abgelaufenen Geschäftsjahres) bewertet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Wesentliche Änderungen gegenüber der gemäß IAS 21 § 30 dargestellten Methode der Währungsumrechnung – Umrechnung zu Kursen am Tag des Geschäftsvorfalls – ergeben sich nicht. Sicherungsgeschäfte werden nicht vorgenommen.

3 Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) in Verbindung mit IFRS 3 (Business Combinations) durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Die gruppeninternen Lieferungen und Leistungen erfolgen sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen. Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

4 Finanzierungsrechnung

Die Finanzierungsrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des GROUP-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash-Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände und Guthaben sowie kurzfristig fällige Überbrückungsgelder bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Bankenverbindlichkeiten.

Die Finanzierungsrechnung stellt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zwischen zwei Stichtagen dar. In diesen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind zum 30.06.2009 Zuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten.

Grundsätzlich muss daher die Finanzierungsrechnung die Gesamtheit aller Mittelzu- und -abflüsse beinhalten. Die zum Cash-Flow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cash-Flow) korrespondierenden Größen werden in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft detailliert ausgewiesen. Das operative Ergebnis, das den Ansatzpunkt für die Finanzierungsrechnung darstellt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft ausgewiesen.

III Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzernerfolgsrechnung

III a Erläuterungen zur Konzernbilanz

VERMÖGENSWERTE

A Kurzfristige Vermögenswerte

1 Liquide Mittel

Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.745 TEuro (Vj. 2.661 TEuro) und umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag.

In der Kapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfond neben den in dieser Position aufgeführten Zahlungsmitteln auch die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 28 TEuro (Vj. 36 TEuro) als liquiditätsnahes Vermögen und wird vermindert um die kurzfristigen Kontokorrentschulen in Höhe von 68 TEuro (Vj. 73 TEuro).

2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Restlaufzeit der Forderungen liegt mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Kautionen unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögenswerte umfassen insbesondere Steuererstattungsansprüche.

3 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1.261 TEuro (Vj. 1.217 TEuro) betreffen Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

B Langfristige Vermögenswerte

1 Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer wurde konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet.

Abschreibungen der in der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgeführten Computer-Hardware werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verteilt. Die Abschreibungsdauer sonstiger Büroeinrichtungsgegenstände beläuft sich auf drei bis zehn Jahre. Büromöbel werden über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren abgeschrieben.

2 Immaterielle Vermögenswerte

2.1 Geschäfts- oder Firmenwert

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wird nach IFRS 3 (Business Combinations) nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen eines Niederstwerttests (Impairment Test) auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Die Erhöhung des Geschäfts- und Firmenwertes um insgesamt 584.603 Euro resultiert aus der Aktivierung der nachträglichen Anschaffungskosten im Rahmen des Spruchstellenverfahrens der GROUP Business Software AG (381.500 Euro) und der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte (203.103 Euro).

Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung
GoF per
31.12.2008
GoF per
30.06.2009
GROUP Business Software AG 01.10.02 3.722.813 3.722.813
GROUP Technologies AG 01.09.05 2.891.588 3.273.088
GROUP Business Software Inc. 31.12.05 1.590.988 1.590.988
GROUP LIVE. N.V. Den Haag 31.12.05 967.551 967.551
GROUP Business Software Holding OY 31.12.05 7.084.365 7.084.365
GROUP Business Software (UK ) Ltd. 31.12.05 2.020.286 2.020.286
ebVOKUS Software GmbH 01.10.05 324.091 324.091
GAP AG für GSM Applikationen und Produkte 31.12.05 1.195.240 1.398.343
Relavis Corporation 01.08.07 5.325.104 5.325.104
immediat GmbH *) 01.11.08 345.028 345.028
25.467.054 26.051.656

*) verschmolzen zum 01.01.2009 auf Gedys IntraWare GmbH

2.2 Entwicklungskosten

Die Kosten der Entwicklung neuer Softwareprodukte und die Weiterentwicklung bereits vermarkteter Produkte der GROUP werden in der Periode, in der sie anfallen, grundsätzlich als Aufwand erfasst. Soweit sie die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 § 45 erfüllen, werden sie aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten können den abgegrenzten Produkten zugeordnet werden. Die technische Realisierbarkeit des Produktes ist ebenso wie ein Absatzmarkt für diese Produkte gegeben.

Die im Berichtszeitraum angefallenen Entwicklungskosten resultieren aus den der Entwicklungstätigkeit zuzurechnenden Personalkosten sowie Gemeinkosten, soweit diese mit der Entwicklungstätigkeit im Zusammenhang stehen und keine allgemeinen Verwaltungskosten darstellen. Die zurechenbaren Gemeinkosten werden direkt erfasst.

Die aktivierten Entwicklungskosten werden ab dem Stadium der Marktfähigkeit der neuen Produkte bzw. der wesentlichen Weiterentwicklungen (major releases) grundsätzlich über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen" ausgewiesen.

2.3 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen

Die unter dieser Position bilanzierten immateriellen Vermögenswerte sind entgeltlich erworbene Lizenzen.

Diese Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die jeweilige Nutzungsdauer wurde konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet. Die planmäßigen Abschreibungen werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Die Abschreibungen auf die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Abschreibungen" ausgewiesen.

Die Veränderungen der sonstigen immateriellen Vermögenswerte resultieren aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen (Rechte und Technologie einer Software) von der Fa. IT-Factory, Dänemark.

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalten den Wert der 50 %-igen Beteiligungen an dem assoziierten Unternehmen B.E.R.S. AD mit einem Buchwert von 297 TEuro (Vj. 293 Euro).

Die Genossenschaftsanteile in Höhe von 900 Euro (Vj. 900 Euro) wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen) erfolgte mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital. Dem Wertansatz liegen entsprechende Mitteilungen der Versicherungsgesellschaften zugrunde.

Erträge aus der Verzinsung der Finanzanlagen wurden – entsprechend dem Aufwand für die Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen – im Altersversorgungsaufwand ausgewiesen. Der Aktivwert beläuft sich auf 66.978 Euro (Vj. 65.728 Euro).

4 Aktive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 für zu erwartende Steuerminderungen und für zu erwartende Steuermehrbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten resultieren. Die Nutzung dieses latenten Steueranspruchs setzt voraus, dass positive Zukunftsergebnisse erwirtschaftet werden. Grundsätzlich können sich diese Bewertungsunterschiede zwischen der nationalen Steuerbilanz und der nationalen Handelsbilanz, der konzerneinheitlich bewerteten Bilanz und der nationalen Handelsbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und so genannten "Tax Credits" ergeben. Buchungen latenter Steuern auf Konzernebene erfolgen grundsätzlich unter Ansatz des Konzernsteuersatzes von 30,2%.

Die latenten Steueransprüche und –schulden werden saldiert unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Nachfolgende Übersicht erläutert die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern.

30.06.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Latente Steueransprüche 2.868,1 2.757,1
Latente Steueransprüche 3.501,1 3.420,7
Verlustvorträge
GROUP Business Software AG 2.673,8 2.533,8
GROUP Business Software Inc. 114,8 2.788,6 87,6 2.621,4
Temporäre Differenzen aus:
unterschiedlicher Abschreibungsdauer LOGOS
Lizenz
631,9 677,1
unterschiedlicher Bewertung von Finanzanlagen 8,5 8,5
unterschiedlicher Bewertung der
Drohverlustrückstellung
18,7 60,4
aus Ergänzungsbilanzen 53,3 712,5 53,3 799,3
Latente Steuerschulden 633,0 663,6
Temporäre Differenzen aus:
Aktivierung von Entwicklungskosten als
Immaterielle Vermögenswerte
510,0 490,8
Kaufpreisallokation Relavis Corp. 123,0 172,8

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

A Schulden

1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 68.869 Euro (Vj. 73.080 Euro) werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Hierbei handelt es sich vollumfänglich um kurzfristige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zählen nach IAS 39 § 8 i.V.m. IAS 32 zu den Finanzinstrumenten. Ein Zinsänderungsrisiko besteht bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hinsichtlich der Verpflichtungen aus Kontokorrentkrediten, die einen variablen Zinssatz beinhalten. Aufgrund der geringen Kredithöhe ist dies allerdings zu vernachlässigen.

Die unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 1.497 TEuro (Vj. 1.689 TEuro) besitzen langfristigen Charakter und sind daher unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Diese bestehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank im Rahmen eines Kreditrahmenvertrages über insgesamt 3.000 TEuro und sind durch eine stille Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Laufzeit des endfälligen Darlehens beträgt 5 Jahre.

2 Langfristige sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.042 TEuro (Vj. 1.042 TEuro). Die Fremdkapitalkomponente ist in Übereinstimmung mit der Kategorisierung nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bilanziert. Der zugrunde gelegte Effektivzinssatz zum Bilanzstichtag beträgt 7,64 %.

3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 2.078 TEuro (Vj. 2.572 TEuro).

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4 Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf 102 TEuro (Vj. 99 TEuro).

5 Steuerrückstellungen

Zum Abschlussstichtag bestehen Steuerrückstellungen in Höhe von 251 TEuro (Vj. 266 TEuro). Die Reduzierung der Steuerrückstellung erfolgte durch Inanspruchnahme.

6 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Abschlussstichtag erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft abzudecken. Dabei wird gemäß IAS 37 jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhaltes als der wahrscheinlichste ergibt.

Angaben in Euro Stand
01.01.2009
Verbrauch Auflösung Zuführung Währungs
differenzen
Stand
30.06.2009
Gehalt 1.016.423,90 913.040,70 78.000,00 552.884,76 -820,43 577.447,53
Urlaub 178.800,00 139.188,76 5.000,00 216.988,76 0,00 251.600,00
Berufsgenossenschaft 24.600,00 18.346,03 2.447,90 7.462,77 0,00 11.268,84
Schwerbehindertenabgabe 10.400,00 10.400,00 0,00 6.000,00 0,00 6.000,00
Ausstehende Rechnungen 463.625,00 265.926,40 83.494,65 368.746,05 0,00 482.950,00
Drohende Verluste 200.000,00 137.071,10 928,90 0,00 0,00 62.000,00
Jahresabschluss-/Prüfungskosten 158.676,00 122.715,51 3.000,00 83.984,60 38,21 116.983,30
Kulanz 100.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Sonstige Rückstellungen 165.078,59 135.779,70 0,00 105.190,10 4.700,68 139.189,67
Gewährleistungen 83.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 83.000,00
Prüfungskosten 5.500,00 309,19 0,00 0,00 0,00 5.190,81
GESAMT 2.406.103,49 1.742.777,39 172.871,45 1.341.257,04 3.918,46 1.835.630,15

7 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 1.601 TEuro (Vj. 1.358 TEuro).

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 882 TEuro und kurzfristige Darlehen aus Unternehmenserwerben in Höhe von 403 TEuro.

8 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen.

Die zum Bilanzstichtag bestehenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 5.680 TEuro (Vj. 3.961 TEuro) beinhalten im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Wartungserlöse für den Zeitraum nach Ablauf des Geschäftsjahres, welche vorwiegend in der Muttergesellschaft gebildet wurden. Die Auflösung des Postens erfolgt linear über die jeweiligen Vertragslaufzeiten.

B Eigenkapital

1.1 Gezeichnetes Kapital

Das Eigenkapital wird nach IAS 1 (Presentation of Financial Statements) und in Anwendung von IAS 32 (Financial Instruments: Disclosure and Presentation) in Verbindung mit IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) als eigenständiger Bestandteil des Jahresabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung beinhaltet neben dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss auch die erfolgsneutral erfassten Wertveränderungen der Vermögens- und Schuldposten.

Das Eigenkapital (Grundkapital der GROUP Business Software AG) beträgt unverändert 25.232.000 Euro (Vj. 25.232.000 Euro) und ist in 25.232.000 stimm- und dividendenberechtigte, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Fremdanteile basieren auf den Anteilen Konzernfremder am Eigenkapital der Tochtergesellschaften.

Die Veränderung des Eigenkapitals im 1. Halbjahr 2009 ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.

Eigenkapitalspiegel zum 30.06.2009

Grundkapital Kapital
rücklage
Kumuliertes
Ergebnis
Währungs
ausgleichs
posten
Ausgleichs
posten für
Anteile anderer
Gesellschafter
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Bilanz zum 01.01.2008 25.232 3.270 -404 35 -199 27.934
Sachkapitalerhöhung
Zuzahlungen aus
Wandelschuldverschreibungen
Konzernergebnis 01.01. -
31.12.2008 1.833 201 2.034
Veräußerungen eigene Anteile
Veränderung
Währungsausgleichsposten
-13 -13
Bilanz zum 31.12.2008 25.232 3.270 1.429 22 2 29.955
Konzernergebnis
01.01. - 30.06.2009
235 235
Veränderung
Währungsausgleichsposten
55 55
Bilanz zum 30.06.2009 25.232 3.270 1.664 77 2 30.245

1.2 Genehmigtes Kapital

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen zum 31.12.2008, welche unverändert Gültigkeit haben.

1.3 Bedingtes Kapital

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen zum 31.12.2008, welche unverändert Gültigkeit haben.

Zum Abschlussstichtag 30.06.2009 wurden unverändert zum Vorjahresbilanzstichtag 533.563 Wandelanleihen zum Wert von 2 Euro gezeichnet.

2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag 3.270 TEuro (Vj. 3.270 TEuro).

3 Bilanzgewinn

Der Konzerngewinn des 1. Halbjahres 2009 beläuft sich auf 235 TEuro (Geschäftsjahr 2008 1.833 TEuro). Ausgehend von einem Gewinnvortrag in Höhe von 1.429 TEuro ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 30.06.2009 in Höhe von 1.664 TEuro.

4 Währungsausgleichsposten

Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Abschlussstichtag ermittelt sich eine aktivische Umrechnungsdifferenz in Höhe von 78 TEuro (Vj. 23 TEuro).

III. b Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung

Die vorliegende Konzernerfolgsrechnung des 1. Halbjahres 2009 umfasst den Zeitraum 01.01.2009 bis 30.06.2009. Die angegebenen Vorjahresvergleichszahlen umfassen den Zeitraum 01.01.2008 bis 30.06.2008.

1 Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Konzernfremde.

Die Umsatzrealisierung aus Lieferungen erfolgt unter Beachtung von IAS 18 § 14 mit dem Übergang der mit dem Eigentum der verkauften Produkte verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer.

Erlöse aus Dienstleistungen werden als Umsatzerlöse erfasst, wenn unter Beachtung von IAS 18 § 20 das Ergebnis eines Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden kann. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere Service, Support, Schulung und Consulting für die Produkte der Konzernunternehmen.

Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in die Bereiche HLT (Human Language Technologie), ELM (E-Mail-Management) und CRM (Customer Relationship Management) auf.

HJ 2009 HJ 2008
Lizenzen 2.170.715,09 2.237.626,28
Maintenance 4.439.494,22 4.135.839,96
Partner Contribution 49.453,04 54.604,51
Service 2.284.012,39 2.497.470,09
Fremdprodukte 1.326.466,66 623.399,82
Fremdprodukte LND 725.126,71 748.293,82
Sonstige 87.161,74 429.383,14
Umsatzerlöse 11.082.429,85 10.726.617,61

2 Aktivierte Eigenleistungen

Im Berichtszeitraum wurden aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 781 TEuro (Vj. 627 TEuro) zum Ansatz gebracht. Diese umfassen neben der GROUP Business Software AG ebenfalls Entwicklungsleistungen der GEDYS IntraWare GmbH.

3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des 1. Halbjahres 2009 in Höhe von 297 TEuro (Vj. 296 TEuro) sind maßgeblich geprägt durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus periodenfremden und neutralen Erträgen, Erlöse aus verrechneten Sachbezügen an Mitarbeiter und Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen.

4 Materialaufwand

HJ 2009 HJ 2008
TEuro TEuro
Bezogene Waren 1.879,1 1.481,4
Bezogene Leistungen 752,5 658,7
2.631,6 2.140,1

5 Personalaufwand

HJ 2009 HJ 2008
TEuro TEuro
Löhne und Gehälter 4.766,1 4.581,1
Soziale Abgaben 632,4 528,8
5.398,5 5.109,9

6 Abschreibungen

Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 1.005 TEuro (Vj. 930 TEuro).

7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im 1. Halbjahr 2009 auf 2.954 TEuro (Vj. 2.895 TEuro) und beinhalten insbesondere Raumkosten 395 TEuro (Vj. 309 TEuro), Kommunikationskosten 146 TEuro (Vj. 134 TEuro), Vertriebs- und Werbekosten 1.156 TEuro (Vj. 1.200 TEuro), Fahrzeugkosten 199 TEuro (Vj. 192 TEuro), periodenfremde und neutrale Aufwendungen 23 TEuro (Vj. 27 TEuro), Versicherungsbeiträge 97 TEuro (Vj. 81 TEuro), sowie Prüfungs- und Beratungskosten 671 TEuro (Vj. 594 TEuro). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 31 TEuro (Vj. 47 TEuro) an Währungsdifferenzen abgesetzt worden.

8 Finanzergebnis

Den Zinsaufwendungen in Höhe von 53 TEuro stehen Zinserträge in Höhe von 6 TEuro entgegen. Hieraus ermittelt sich für das 1. Halbjahr 2009 ein Finanzergebnis in Höhe von minus 47 TEuro (Vj. minus 35 TEuro).

9 Beteiligungsergebnis

Das Ergebnis aus Beteiligungen begründet sich in dem anteiligen Ergebnis des 1. Halbjahres 2009 der B.E.R.S. AD in Höhe von 4 TEuro (Vj. 17 TEuro).

10 Steuern

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung der GROUP Business Software AG enthaltenen latenten Steuererträge ergeben sich aus dem Verbrauch und der Neubewertung der steuerlichen Verlustvorträge in 2008 sowie aus dem unterschiedlichen Wertansatz einzelner Bilanzposten und belaufen sich auf insgesamt 114 TEuro (Vj. minus 30 TEuro).

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 4 Aktive latente Steuern.

Im Berichtszeitraum sind neben den latenten Steuern 8 TEuro (Vj. 10 TEuro) Steueraufwendungen in Form von Ertragssteuern und sonstige Steuern angefallen.

IV Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen im GROUP-Konzern keine derartigen Verpflichtungen.

V Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den bilanzierten Schulden und Haftungsverhältnissen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen unverändert zum Vorjahresabschluss sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen.

VI Sonstige Angaben

1 Mitarbeiter

Zum 30.06.2009 beschäftigte der GROUP-Konzern rund 161 Mitarbeiter (Vj. 139 Mitarbeiter). Die Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist begründet durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen enthalten weder Auszubildende noch Vorstände.

Die Aufteilung in die einzelnen Bereiche kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:

Funktion Teilfunktion Personal Personal
30.06.2009 30.06.2008 Ø 1 HJ 2009 Ø 1 HJ 2008
Kundennaher Bereich Service 49,0 38,5 48,2 37,9
Sales 37,0 35,9 35,9 37,6
Marketing 5,3 7,0 5,2 7,0
Total Kundennaher Bereich 91,3 81,4 89,3 82,5
Forschung und Entwicklung 51,2 41,5 49,8 41,5
Management Verwaltung 18,3 15,8 17,1 15,7
Total Konzern 160,8 138,7 156,2 139,7

VII Konzern-Segmentberichterstattung

Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in die Bereiche (Divisionen) ELM (E-Mail, Archivierung und Administration), CRM (CRM, Mobile und Business Processes) sowie mit dem Einstieg in den "Cloud Computing" Markt PAAS (Platform-as-a-Service) auf. In Bezug auf die inhaltliche Darstellung der Geschäftsfelder als primäres Berichterstattungsformat verweisen wir auf die Ausführungen im Zwischenlagebericht. Die Aufteilung der Geschäftsfelder erfolgte zunächst direkt durch zuordenbare Gesellschaften und leistungsrelevante Verrechnung segmentbezogerner Aufwendungen. Intersegmentumsätze liegen nicht vor.

TEUR CRM ELM PAAS GESAMT
HJ 2008 HJ 2009 HJ 2008 HJ 2009 HJ 2008 HJ 2009 HJ 2008 HJ 2009
1. Umsatzerlöse 5.377,3 5.000,1 5.349,3 6.082,4 0,0 0,0 10.726,6 11.082,4
2. Sonstige betriebliche
Erträge
77,8 123,0 218,6 174,3 0,0 0,0 296,4 297,3
3. aktivierte
Entwicklungsleistungen
269,2 315,9 357,4 464,7 0,0 0,0 626,6 780,6
Gesamtleistung 5.724,3 5.439,0 5.925,2 6.721,3 0,0 0,0 11.649,6 12.160,4
4. Materialaufwand 1.499,5 1.284,0 640,6 1.332,0 0,0 0,0 2.140,0 2.616,1
5. Personalaufwand 2.385,2 2.495,3 2.727,7 2.756,0 0,0 147,2 5.109,9 5.398,5
6. Abschreibungen 185,6 150,4 744,3 791,5 0,0 64,1 929,9 1.006,0
7. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
1.359,2 1.232,6 1.535,7 1.576,2 0,0 144,8 2.894,9 2.953,6
Segmentbetriebsergebnis 297,8 276,7 277,0 265,6 0,0 -356,1 574,8 186,2
Finanzergebnis 15,8 3,4 -34,0 -45,8 0,0 -18,3 -42,4
Steuern -40,5 105,9
Ergebnisanteile von
Minderheiten
2,7 0,5
Konzernergebnis 518,7 250,2
Segmentvermögen 18.511,2 20.719,3 18.948,4 18.689,2 0,0 2.123,6 37.459,6 41.532,1
aktive latente Steuern 3.147,8 2.868,1
Bilanzsumme Aktiva 40.607,3 44.400,2
Segmentschulden 3.298,1 2.780,0 7.489,1 8.198,8 0,0 568,1 10.787,2 11.546,9
Finanzverbindlichkeiten 1.188,5 2.607,8
Eigenkapital 28.631,6 30.245,5
Bilanzsumme Passiva 40.607,3 44.400,2