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GBS Software AG Interim / Quarterly Report 2007

Aug 30, 2007

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Interim / Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht der Group Technologies AG Konzern 1. Januar bis 30. Juni 2007

1. Einleitung

Nach der EU-Verordnung 1606/2002 vom 19. Juli 2002 (sog. IAS-Verordnung) haben kapitalmarktorientierte Unternehmen ab 2005 ihre Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Durch das im Dezember 2004 verabschiedete Bilanzrechtsreformgesetz – BilReG – wurde u. a. diese IAS-Verordnung in nationales Recht umgesetzt. Der Konzernabschluss erfolgt damit nach den Rechnungslegungsvorschriften des International Financial Reporting Standards.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1. Konzernstruktur

2.1.1. Geschäftstätigkeit und Märkte

Die Group Technologies AG ist der Lösungsanbieter für prozessorientiertes, sicheres und gesetzeskonformes E-Mail-Management. Unabhängig von ihrer Größe, sind Unternehmen damit in der Lage, ihre E-Mail-Kommunikation in Übereinstimmung mit den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und betrieblichen Vorgaben zentral in die Geschäftsprozesse einzubinden.

Die Kernlösungen für E-Mail-Sicherheit und E-Mail-Archivierung ermöglichen das Verarbeiten, Speichern und Verwalten von E-Mails – von deren Entstehung bis zur Löschung. Dazu zählen Viren- und Spamschutz, Daten- und Inhaltskontrolle, Verschlüsselung, Klassifizierung, automatisierte Archivierung und intelligentes Auffinden von E-Mails und deren Anlagen. Dadurch wird nicht nur der höchstmögliche Sicherheitsstandard für Unternehmensdaten erzielt, sondern zugleich auch die Effizienz der gesamten Organisation gesteigert. Zusätzlich werden Unternehmen und ihre Entscheidungsträger vor Bußgeldern bewahrt, die bei Verstößen, unter anderem gegen datenschutzrechtliche Vorschriften oder Kennzeichnungspflichten, drohen.

Zu den Kunden der Gesellschaft zählen neben mehr als drei Viertel der Sparkassen und Volksbanken in Deutschland zahlreiche internationale Unternehmen wie ABN AMRO, Allianz, Deutsche Bank, Ernst & Young, Honda, Heineken und Miele.

Group-Konzern:

Neben Lösungen für E-Mail-Management bietet der Group-Konzern eine e-banking Software für den Einsatz in Banken sowie Lösungen für das Management von Kundenbeziehungen (CRM)

3 auf Basis Lotus Notes Domino und der IBM Portal-Technologie. Die Produktlinie GEDYS IntraWare 7 umfasst eine vollständige Suite für die Pflege von Kundenbeziehungen und beinhaltet leistungsfähige Werkzeuge für Vertrieb, Marketing und Service. Mit diesen flexiblen Modulen nutzen Unternehmen professionelle Lösungen von der Adresspflege über die elektronische Kundenakte, Workflow-Automatisierung und das Kampagnenmanagement bis hin zur Vertriebssteuerung mit konfigurierbaren Verkaufsmethoden. Weiterhin umfasst das Portfolio eine komplette Java/J2EE Lösung für das Office- und Kontaktmanagement auf der neuen innovativen IBM Portal-Technologie sowie innovative Produkte ausgewählter Hersteller, die sich sinnvoll in die GEDYS IntraWare 7 Lösung integrieren.

Rund 3.000 Kunden mit mehr als drei Millionen Anwendern setzen die Lösungen des Group-Konzerns bereits ein. Der Konzern ist an Standorten in Deutschland, den Niederlanden, England, Finnland, Norwegen, Bulgarien und USA vertreten. In Deutschland umfassen die Standorte Eisenach, Karlsruhe, Fulda, Braunschweig, Stuttgart und Dresden. Der Vertrieb der Lösungen erfolgt international sowohl direkt als auch über das regionale Partnernetzwerk. Damit sichert Group Technologies seinen Kunden überregional eine sehr hohe Dienstleistungs- und Servicequalität.

2.1.2. Organisation und Standorte

Zum Stichtag 30.06.2007 umfasste der Konsolidierungskreis der Group Technologies AG, die ebVokus Software GmbH, die arcaTRUST Software GmbH, die GEDYS Internet Products N.V., die GEDYS (SALES) UK LIMITED, die GEDYS Software Holding Oy, die GEDYS IntraWare GmbH, die GT US Inc. d/b/a GROUP Technologies sowie die Beteiligungen zu 50% an der GEDYS Symfoni Nordic AS, der SPEECHSPHERE LLC., der B.E.R.S AN und die Minderheitsbeteiligung in Höhe von 10% an der NET2VOICE Inc.

2.1.3. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Kernbereiche: E-Mail & CRM

Die Gesellschaft hat derzeit zwei Kernbereiche, die den wesentlichen Anteil am Umsatz generieren: das E-Mail-Management (E-Mail) und das Kundenbeziehungsmanagement (CRM). Der Bereich Sprachtechnologie (HLT) wurde technologisch integriert.

In allen Segmenten ist eine deutliche Zunahme an Aufträgen zu verzeichnen. Nach der doch sehr langen Phase der Investitionszurückhaltung, insbesondere bei den deutschen

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Unternehmen, führen sowohl die Anforderungen der Marktkonformität im Umfeld von Kundenbeziehungsmanagement als auch die gesetzlichen Vorgaben für die Nutzung elektronischer Kommunikation zu eben dieser steigenden Nachfrage. Die Gesellschaft sieht sich mit ihren Produkten und Lösungen gut positioniert.

Im Segment CRM hat sich die Einführung der neuen Produktreihe GEDYS IntraWare 7 im Markt bewährt. Diese – durch die Konsolidierungsmaßnahmen der Gesellschaft im Bereich CRM für IBM Lotus Notes/Domino entstandene – komplette Lösung für die Handhabung der Geschäftsbeziehung zu Kunden und Lieferanten setzt sich sowohl in der Leistungsfähigkeit als auch im zugehörigen Entwicklungs- und Service-Know-how deutlich vom Markt ab. Die Gesellschaft wird insbesondere in diesem Bereich ihre Konsolidierungsstrategie fortsetzen.

Im Segment E-Mail verfolgt die Gesellschaft durch die Kombination der zur Verfügung stehenden Technologien und Produkte die Weiterentwicklung vom E-Mail-Security-Anbieter hin zum E-Mail-Management-Lösungsanbieter. Die Anforderung an die Kommunikation per E-Mail – sowohl von Seiten der Unternehmen und Organisation als auch rechtlicher Natur – sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass dies auch in der Zukunft so bleiben wird. Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht die Gesellschaft in diesem Bereich die erfolgreiche Einführung der E-Mail-Archivierungslösungen als Ergänzung zum bestehenden Produktportfolio.

Alleinstellungsmerkmal: HLT

Die Anforderungen an moderne Software-Systeme sind stark von der Abarbeitung automatisierter Prozesse geprägt. Für die automatisierte Verarbeitung sind neben dem entsprechenden Know-how der Mitarbeiter in Entwicklung und Service insbesondere "intelligente" Systeme notwendig. Diese Intelligenz wird durch die Fähigkeit der Software definiert, menschliche Prozesse und Sprache/Texte zu analysieren, zu interpretieren und zu verarbeiten.

Dazu braucht eine intelligente Software Komponenten, die genau diese Fähigkeit zur Verfügung stellen. Das ist die Aufgabe der sprach-/textverarbeitenden Technologie-Komponenten, also der HLT. Diese Technologien verfügt wurden bereits in erste Prototypen der neuen Generation des E-Mail Compliance Management integriert. Da erfahrungsgemäß Entwicklungen im Bereich HLT aufwändig und somit teuer sind, wird die Gesellschaft den eingeschlagenen Weg der Kooperation mit Know-how-Trägern auf diesem Gebiet fortsetzen und intensivieren.

Die Gesellschaft vertritt die Auffassung, dass in naher Zukunft die vollständige Integration analyse- und interpretationsfähiger Technologien in bestehende Software-Systeme markt- und damit existenzentscheidend sein wird.

Aufgrund der bestehenden Urheberrechte an verschiedenen HLT-Technologien sieht sich die Gesellschaft hier bestens gerüstet.

Wachstum durch Zukauf

Die Gesellschaft hat ihre Strategie bei der Konsolidierung des Marktes für CRM-Produkte im IBM Lotus Notes/Domino-Umfeld weiter fortgesetzt. Durch den Erwerb aller stimmberechtigten Aktien (ca. 50,1% des Grundkapitals) an der Relavis Corporation, New York, hat die Gesellschaft ihre Präsenz im US-amerikanischen Markt massiv verstärkt. Der Erwerb der Anteile an der Relavis Corp. erfolgt durch Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage gegen Ausgabe von 2.485.262 neuen Stückaktien der Group Technologies AG. Dies entspricht einem Gegenwert von ca. 3,4 Mio. USD. Dabei wurde ein Kurs von 1,00 Euro je Group-Aktie zugrunde gelegt. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich dadurch auf 25.232.000,00 Euro, eingeteilt in 25.232.000 Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie.

Durch den Erwerb sämtlicher Stimmrechte, ohne dabei zunächst einen vollständigen Erwerb aller Geschäftsanteile durchführen zu müssen, ist es gelungen, die vollständige Kontrolle zu übernehmen, wesentliche Risiken auszuschließen und die Transaktion insgesamt liquiditätsneutral in Form der Sacheinlage umzusetzen.

Mit der Beteiligung erweitert Group Technologies mit einer etablierten Marke und einem Team erfahrener Spezialisten in dem für IT-Unternehmen wichtigen und lukrativen US-Markt ihre Präsenz. Group Technologies festigt damit ihre Position als Weltmarktführer für Lösungen unter IBM Lotus Notes/Domino. Durch die Akquisition erreicht der Konzern eine bessere Wahrnehmung im US-Markt. Dadurch erwartet die Gesellschaft in einem höheren Maße vom Markt für internationale Projekte profitieren zu können.

Die Gesellschaft erwartet für das Geschäft der Relavis einen Gesamtjahresumsatz von mehr als 4 Mio. USD und für das 2. Halbjahr 2007 ein operatives Ergebnis von 0,7 bis 0,9 Mio. USD. Dies entspräche einer Umsatzmarge von rund 18% bis 20%. Im ersten, auch im US-amerikanischen Markt üblichen umsatzschwächeren, Halbjahr erzielte die Gesellschaft bereits ein operatives Ergebnis von rund 0,3 Mio. USD und lag damit deutlich über den eigenen Erwartungen. Group Technologies geht davon aus, die Geschäfte der Relavis Corporation frühestens ab dem 01.08.2007 im Konsolidierungskreis der Gesellschaft führen zu können.

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Mit Relavis erhält die Group Technologies AG sowohl Zugriff auf eine starke Marke als auch auf Know-how für den amerikanischen Markt. Relavis beliefert seit über 20 Jahren internationale Großkunden mit Lizenzen, Dienstleistungen und fachlicher Kompetenz. 600 Kunden mit über 100.000 Lizenzen vertrauen auf die Lösungen und die Expertise der Relavis Corporation.

Ein zusätzlicher Aspekt der strategischen Entscheidung ist die Erweiterung des Lösungsangebotes der Gesellschaft durch die Produkte der Relavis Corp. auf dem Gebiet des mobilen- und des internetbasierten CRM. Diese Bereiche des Customer Relationship Management, die im amerikanischen Markt bereits heute stark nachgefragt sind, werden aufgrund ihres hohen Kundennutzens in Zukunft auch im europäischen Markt zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Diese direkte Präsenz im amerikanischen Markt – über die bei Kunden und innerhalb der IBM Organisation gleichermaßen starke Marke "Relavis" – versetzt Group Technologies sofort in die Lage wesentliche Teile ihres Produktspektrums im US-amerikanischen Markt zu vertreiben und den geforderten Support über mehrere Zeitzonen sicher zu stellen.

Zusammen mit diesen Vertriebssynergien sollen Kosteneinsparungen durch die Zusammenführung der Geschäftsaktivitäten der US-amerikanischen Tochtergesellschaften erfolgen. Group Technologies sieht vor diesem Hintergrund einen Return on Invest von ca. 30 Monaten.

Für den Fall, dass sich Akquisitionen für Produkt- und/oder Marktergänzungen für die Umsetzung der Strategie zum Komplettanbieter für umfassendes E-Mail Management – von der Entstehung, über die Verarbeitung bis hin zur gesetzeskonformen Ablage der elektronischen Kommunikationsdaten – als sinnvoll und einträchtig erweisen, plant die Gesellschaft auch im Bereich E-Mail Zukäufe zu tätigen. Der Fokus der Gesellschaft liegt hier insbesondere auf neuen Technologien, wie z. B. "Instant Messaging".

Die Gesellschaft wird damit auf ihre eigenen Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen können und mit der notwendigen Voraussicht an entsprechende Projekte herangehen.

2.1.4. Forschung und Entwicklung

E-Mail-Management

Im Bereich E-Mail-Management konzentriert sich die Gesellschaft auf die Weiterentwicklung und den Ausbau der Produkte zur E-Mail-Archivierung. Dazu zählte unter anderem die Integration des RPost® Dienstes Registered E-mail®, wodurch die iQ.Suite der Group Technologies AG im

Bereich der E-Mail-Sicherheit den Versand von E-Mails als "Einschreiben-Rückschein-Geschäftsbrief" ermöglicht.

Registered E-mail® ist ein elektronischer Postdienst für E-Mail, der dem Absender einen rechtssicheren Nachweis der Sendung, des Inhalts und des Empfangs sowie der genauen Sendezeit erbringt. Der Sender erhält damit die Sicherheit, dass eine geschäftsrelevante Korrespondenz auch tatsächlich stattgefunden hat, ohne dass der Inhalt verändert wurde. Damit geht die Bedeutung dieser Nachweisbarkeit weit über die gewohnte einfache Zustellbestätigung hinaus und führt im Streitfall zu einer eindeutigen Beweislage.

Die Ausstattung des E-Mail-Archivierungsbereiches mit stark verbesserten Suchmöglichkeiten sowie die serverbasierte Verschlüsselung von E-Mails an Personen ohne eigene Verschlüsselungstechnologie sind im zweiten Halbjahr 2007 wichtiger Bestandteil der Entwicklungsaktivitäten. Diese beiden Erweiterungen werden im ersten Quartal 2008 zur Verfügung stehen.

Customer Relationship Management (CRM)

Auf der CeBIT 2007 wurde erstmals das neue Service Modul GEDYS IntraWare 7 dem Publikum präsentiert. Das Modul, das neben dem internen IT-Helpdesk in einer weiteren Ausbaustufe auch den Techniker-Einsatz vor Ort bei Kunden unterstützt, begegnete einem starken Interesse. Dies zeigt, dass mit diesem Modul zukünftig ein weiterer, wichtiger Baustein für GEDYS IntraWare 7 ausgeliefert wird. Zu diesem Modul wurde ab Mai 2007 eine Public Beta Studie durchgeführt, in deren Rahmen Kunden und Partner eine Vorabversion zum Kennenlernen bekommen konnten. Aus den Anregungen der Teilnehmer wurden weitere, wichtige Aspekte für die neue Version gewonnen.

Das Service Modul wird ab September 2007 erstmals am Markt verfügbar sein. Des Weiteren wird im September eine komplette Neuauflage des "Verkaufsklassikers" GEDYS IntraWare Scheduler (Gruppenterminkalender) ausgeliefert. Über eine neue, graphische Übersicht können Anwender in Zukunft ihre Termine per "Drag & Drop" planen und verschieben und auch einfach private Gruppen erstellen und auswerten. Auch hier zeigt das erste Feedback von Partnern und Kunden einen großen Bedarf für die neuen Erweiterungen und Funktionen.

Im Lotus Notes 8 Umfeld wurde die Zusammenarbeit mit IBM intensiviert. Der offizielle Launch-Termin für Notes 8 wurde für Deutschland auf Oktober 2007 terminiert. Das Produkt soll der Öffentlichkeit im Rahmen eines großen Events vorgestellt werden. Als bevorzugter Partner

wurde GEDYS IntraWare eingeladen, diese Events aus Marketingsicht zu begleiten und Produkte und Know-how unter Notes 8 zu präsentieren.

Die Schwerpunkte der Entwicklung für das nächste Release der GEDYS IntraWare-Produktline liegen im Ausbau der Internet-Funktionen und in der Anbindung und Integration von Microsoft Exchange und Outlook. Weiterhin ist für die Lotusphere 2008 eine erweiterte Vorabversion für Notes 8 geplant, die die Möglichkeiten der neuen "Composite Applications" – also gekoppelte Anwendung aus unterschiedlichen Technologien – zeigt.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der positive Investitionsverlauf für IT Komponenten hält an. Zentrale Investitionsthemen im starken Software Sektor sind neben Datenrettung und infrastrukturellen, die Effizienz steigernden Maßnahmen: Sicherheit, CRM und Mobility.

Gerade im Umfeld der Datensicherung, -wiederherstellung oder der Anforderungen an die elektronische Kommunikation nehmen die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu unseren Gunsten weiter deutlich zu. Nach der Einschätzung von Price Waterhouse Coopers (PWC) erfüllen die Hälfte der deutschen Unternehmen die Anforderungen der europäischen Datenschutzrichtlinie nicht.

Diese positive Marktlage wird auch vom Branchenverband BITKOM unterstrichen. Der Bitkom-Branchenindex, der die Stimmung im IT-Sektor misst, hat im zweiten Quartal 2007 den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen vor sechs Jahren erreicht. Für die Erhebung hatte der Verband im Mai und Juni die Antworten von rund 170 Unternehmen ausgewertet.

2.2.2. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche für E-Mail-Applikationen

Die Herausforderung der Zukunft liegt in intelligenten Applikationen für E-Mail-Sicherheit und E-Mail-Archivierung. Laut einiger der führenden Marktforschungsinstitute soll der Kommunikationsmarkt weiterhin zweistellig wachsen.

E-Mail ist aus der geschäftlichen Kommunikation – extern wie intern – nicht mehr wegzudenken. Damit ist E-Mail zu einem unternehmenskritischen Prozess geworden. Produktivität, Effizienz und Sicherheit – nicht zuletzt rechtliche Sicherheit – sind wesentliche Faktoren im E-Mail-Prozess. Die Ausrichtung von Geschäftsprozessen im Zusammenhang mit E-Mails ist immer stärker an die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen sowie Unternehmensrichtlinien gebunden. Das gesetzeskonforme Agieren wird unter dem Stichwort "Compliance" zusammengefasst.

Das revisions- und manipulationssichere Ablegen und Aufbewahren geschäftsrelevanter E-Mails sind wichtige Kriterien eines gesetzeskonformen E-Mail-Prozesses. Die Lösungen der Group Technologies AG werden dies in der Zukunft durch stark verbesserte Funktionen zum "Suchen und Finden" von archivierten Dokumenten in verstärktem Maße möglich machen.

Formale Anforderungen an die geschäftliche E-Mail-Kommunikation, hinsichtlich verpflichtender Angaben innerhalb der Korrespondenz, stellt das aufgrund einer EU-Richtlinie zum 01. Januar 2007 umgesetzte 'Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister' (EHUG). Die Group Technologies AG bietet im Rahmen ihres Portfolios im Bereich E-Mail-Compliance die Lösung zur Erfüllung dieser gesetzlichen Anforderungen.

Im Bereich der E-Mail-Sicherheit ermöglicht die iQ.Suite der Group Technologies AG den Versand von E-Mails als "Einschreiben-Rückschein-Geschäftsbrief". Die Gesellschaft sichert mit ihren Lösungen in allen Aspekten die Angleichung der E-Mail an die Rechtsverbindlichkeit des normalen Geschäftsbriefes.

Als weitere Themen im Bereich der der E-Mail-Sicherheit werden Industriespionage, Spy-Attacken, Spamflut, Phising Mails und Viren von vielen Unternehmen mit großer Sorge betrachtet. Für die Leitung in Unternehmen stellt sich durch die wachsenden Anforderungen an die E-Mail-Kommunikation immer mehr die Frage nach einem durchgängigen E-Mail-Handling. Die Einbindung der E-Mail-Kommunikation in die gesamten Geschäftsprozesse wird für die Leitung von Unternehmen immer entscheidender, um im weltweiten Streben nach Informationen und deren Verwertbarkeit und Sicherheit Schritt halten zu können.

Bereits heute arbeitet die Group Technologies AG daran, ihre Lösungen für das E-Mail-Management auch auf Zukunftsthemen, wie die Mobilität der Anwendungen zum Beispiel in der Einbindung von mobilen Endgeräten, wie z.B. Blackberry, auszurichten.

Entwicklung der Branche für Customer Relationship Management (CRM) Applikationen

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Lotusphere Ende Januar 2007 in Orlando USA sowie innerhalb weiterer bedeutender Veranstaltungen in Europa, gab IBM einen Ausblick auf die Zukunftspläne und weitere Entwicklungen und demonstrierte den aktuellen Stand der Entwicklungen. Die dargestellten Entwicklungspläne der IBM bestätigen die schon im letzten Jahr eingeschlagene Doppelstrategie in Richtung Java basierender Produkte und Lotus Notes. Insbesondere die neuen Produkte Lotus Connections und Lotus Quickr dokumentieren die Innovationskraft von IBM.

IBM hat bekannt gegeben nunmehr über 130 Mio. Notes Lizenzen verkauft zu haben. Für Europa zeigt die Radicati Studie aus Juni 2007 einen Marktanteil von Notes Domino von 27 Prozent. Davon kommt dem deutschsprachigen Markt, nach eigenen Schätzungen, ein Anteil von ca. 20 Prozent zu. Dies entspricht also etwa 7 Millionen Benutzern. Die aktiv genutzten Notes Domino Lizenzen werden nach eigenen Schätzungen bei etwa 5 Millionen Benutzern im deutschsprachigen Markt liegen. Bei 300.000 verkauften eigenen Lizenzen im CRM-Umfeld hat GEDYS IntraWare einen Anteil von etwa 6 Prozent. Im Notes/Domino CRM-Umfeld ist in Europa kein anderes Unternehmen mit einem höheren Marktanteil bekannt.

Neben der Miete von Software besitzt auch das Leasing von Software ein aktuelles Schwergewicht. In Kooperation mit IBM Finance bietet GEDYS IntraWare ihren Kunden attraktive Leasing-Angebote.

Die Ergebnisse einer Capgemini Studie zeigen, dass die Bedeutung des CRM, wie in den letzten Jahren, weiter zunimmt. Die organisatorische Verankerung des Kundenbeziehungsmanagements hat sich etabliert: Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen beschäftigt mindestens einen Mitarbeiter, der sich ausschließlich um CRM-relevante Themen kümmert.

Die Relevanz von CRM-Themen lässt sich ebenfalls in der Budgetverteilung feststellen. Wurde bereits im vergangenen Jahr ein höherer Etat bereitgestellt, so ist in diesem Jahr bei knapp jedem fünften Unternehmen erneut eine Budgetzunahme zu verzeichnen, berichtet Capgemini.

Wie die weiterführende Untersuchung innerhalb der Studie zeigt, ist davon auszugehen, dass Teile der Budgets genutzt werden, um vorhandene Umsetzungsdefizite bei CRM-Aktivitäten zu beseitigen. Zu den dringendsten Fragestellungen gehören nach wie vor die zu hohe Anzahl gleichzeitig durchgeführter Projekte und deren fehlende Priorisierung.

Als weiterer Punkt ist die unzureichende Kommunikation zwischen Prozess- und IT-Seite zu nennen, die sich im Vergleich zum vergangenen Jahr in den Unternehmen noch einmal

1. Januar bis 30. Juni 2007

verschlechtert hat. Dieses erschließt weiteres Potenzial für wettbewerbsfähige Produkte wie GEDYS IntraWare 7.

2.2.3. Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

E-Mail-Management – Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2007

Die Group Technologies AG konnte im Geschäftsbereich E-Mail-Management im ersten Halbjahr 2007 rund zehn der Top 100 Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Neukunden gewinnen. Bereits Ende 2006 zählten rund 25 Unternehmen dieser Kategorie zu den langjährigen Bestandskunden der Gesellschaft. Die Group Technologies AG strebt an, ihren Marktanteil in diesem Segment bis Ende 2008 von etwa einem Drittel auf 50 Prozent zu steigern.

Die Basis für diese angestrebte Steigerung bilden:

    1. die steigenden gesetzlichen Anforderungen im Rahmen des E-Mail-Handlings
    1. die Marktposition der Gesellschaft
    1. die neue Geschäftsausrichtung der Group Technologies AG im Vertriebsgebiet D-A-CH seit dem 1. Januar 2007
    1. die Vertriebsausrichtung (Trennung von Key Account Management und SMB Account Management)
    1. die Neuausrichtung des bestehenden indirekten Vertriebes durch Straffung der Partnerlandschaft
    1. die verstärkten Aktivitäten im den Bereichen Marketing und PR

Mit ihrem Lösungsportfolio im Bereich E-Mail-Management, das in die zwei Themenschwerpunkte "E-Mail-Sicherheit" (Antivirus, Antispam, Verschlüsselung, Pflichtfelderangabe) und "E-Mail Archivierung" (Compliance Connector, Archivierung, Wiederfinden) unterteilt werden kann, sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt.

Die Anzahl der vom Vertrieb generierten Verkaufschancen wurde im Vergleich zum 2. Halbjahr 2006 um 10 Prozent gesteigert. International sind die generierten Erfolge und Verkaufschancen in der Schweiz hervorzuheben. Die Group Technologies AG zählt heute etwa zehn der Top 50 Unternehmen in der Schweiz zu ihren Kunden und strebt den Zugewinn weiterer zehn großer

Neukunden in der zweiten Jahreshälfte 2007 an. Das heißt, dass im ersten Quartal 2008 das gesteckte Ziel von 50 Prozent Marktanteil an den Top 50 Unternehmen der Schweizer Industrie erreicht werden soll.

Customer Relationship Management (CRM) – Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2007

Der Trend zu Projekten in einer Größenordnung von mehr als 100.000,00 Euro hat in 2007 bei der im Geschäftsbereich CRM agierenden Beteiligung GEDYS IntraWare GmbH angehalten. Einen Großteil dieser Projekte machen weltweite Installationen aus. Nicht selten werden die Installationen für Kunden heute in einer Vielzahl von Ländern auf allen Kontinenten durchgeführt. Vor diesem Hintergrund wurde das internationale Team seit Anfang 2007 verstärkt, bestehende internationale Partner stärker unterstützt, neue Partner akquiriert und die Beziehungen zu IBM international vertieft.

Darüber hinaus wurden die Vertriebsaktivitäten im deutschsprachigen Raum weiter optimiert. Dazu zählt unter anderem die Einrichtung eines Inside Sales Teams, welches den Außendienst bei der Betreuung der Kunden und Partner unterstützt. Durch diese zusätzliche Einrichtung wurde auch der IBM Passport Bereich verstärkt. Die erwartete weitere Steigerung des Umsatzes in 2007 ist damit auch von Seiten der notwendigen Ressourcen möglich geworden. Anfang 2007 wurde ein Showroom am Standort Fulda fertig gestellt. Damit sind die Rahmenbedingungen gegeben, Präsentationen in einem hervorragend ausgestatteten technischen Umfeld und angenehmer Atmosphäre für Kunden durchzuführen.

Im Bereich Marketing wurde im ersten Halbjahr 2007, wie auch schon in 2006, auf eine umfangreiche Anzahl von über 60 regionalen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit IBM gesetzt. Mit insgesamt über 1.300 Teilnehmern konnte die Teilnehmerzahl aus 2006 noch einmal übertroffen werden. Alle, zumeist eintägigen und teilweise kostenpflichtigen Veranstaltungen, werden neben dem fachlichen Referenten durch Vertriebsmitarbeiter unterstützt. Aus diesen Veranstaltungen resultierte bereits eine Vielzahl von Aufträgen.

Ein weiterer Fokus im Rahmen der Marketingaktivitäten lag auf der Generierung potentieller Kunden über das Internet. Seit 2006 werden durch die Optimierung des Internetauftrittes und Maßnahmen zur Erhöhung des Rankings in Suchmaschinen sowie durch attraktive Angebote für Interessenten hochwertige Kontakte über das Internet generiert. Dieses Konzept wird durch die neue Inside Sales Struktur optimal unterstützt. Des Weiteren wurde die intensive Pressearbeit weitergeführt.

1. Januar bis 30. Juni 2007

Das Modul Marketing, welches in 2007 eingeführt wurde, zeichnet sich als erfolgreich ab. Erste Neukunden wurden bereits gewonnen und Partner und Mitarbeiter ausgebildet. Die interne Nutzung der Anwendung zeigt augenscheinlich die vielen Vorteile einer engen Verknüpfung von Vertrieb und Marketing.

Auf der CeBIT war GEDYS IntraWare mit einem gut platzierten eigenen Stand, in enger Kooperation mit der Group Technologies AG vertreten. Die Anzahl der Kontakte konnte durch das optimierte Standkonzept im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht werden. Weiterhin wurden verschiedene lokale Messen besucht. Die Teilnahme an der CeBIT mit eigenem Stand ist auch für 2008 geplant.

Die Anzahl, aber auch der Umfang der verschafften Vertriebschancen war auch im zweiten Quartal 2007 unverändert hoch.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Group-Konzern

Im Konzern wurde in den ersten 6 Monaten des Jahres 2007 ein Umsatz von 8,4 Mio. Euro erzielt. Dieser lag auf gleichem Niveau wie im Vorjahresvergleichszeitraum (1. HJ 2006: 8,4 Mio. Euro), durch deutlich geringere Wareneinsätze nahm die Werthaltigkeit der Umsätze um rund 12% zu. Die Wareneinsatzquote wurde von 19,1% im 1. HJ 2006 auf 16,9% im 1. HJ 2007 gesenkt. Es wurden also mehr eigene Produkte und Leistungen verkauft als im Vorjahr.

Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (1. HJ 2006: 0,4 Mio. Euro) und den aktivierten Entwicklungsleistungen auf dem Vorjahresniveau des 1. Halbjahres von 0,3 Mio. Euro ergab sich die Gesamtleistung zu rund 9,8 Mio. Euro (1. HJ 2006: 9,1 Mio. Euro).

Für den 6-Monatszeitraum des Jahres 2007 ergaben sich die Personalaufwendungen zu rund 4,2 Mio. Euro (1. HJ 2006: 3,9 Mio. Euro). Die Abschreibungen betrugen rund 0,7 Mio. Euro (1. HJ 2006: 1,0 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergaben sich zu 2,5 Mio. Euro (1. HJ 2006: 2,5 Mio. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Mietaufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (1. HJ 2006: 0,3 Mio. Euro), Marketingaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio.

Euro (1. HJ 2006: 0,4 Mio. Euro) und insbesondere Beratungs- Abschlusskosten und sonstige Dienstleistungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (1. HJ 2006: 0,7 Mio. Euro) . Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBIT DA) betrug über 1,8 Mio. Euro und lag damit signifikant besser als im 1. HJ 2006 mit 1,0 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis des Konzerns lag mit minus 0,1 Mio. Euro auf Vorjahrsniveau. Damit ergab sich ein Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) von über 1,0 Mio. Euro (1. HJ 2006: minus 0,1 Mio. Euro).

Nach Abzug von Minderheitenanteilen und knapp 0,2 Mio. Euro im Wesentlichen aus der Auflösung latenter Steuern resultiert ein Konzernergebnis von 0,8 Mio. Euro (1. HJ 2006: minus 0,1 Mio. Euro).

Die Ergebnismarge vor Steuern lag trotz erheblicher Einmalaufwendungen aus der Umsetzung der Verschmelzungen zum Ende des 1. Halbjahres 2007 im Konzern bei 9,6% und wurde damit gegenüber dem gesamten Jahr 2006 (5,6%) erheblich gesteigert.

3.2. Finanzlage

Group-Konzern

Der Zahlungsmittelbestand im Konzern betrug knapp 4,1 Mio. Euro zum 30.06.2007 (31.12. 2006: 1,7 Mio. Euro).

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit des 1. Halbjahres betrug rund 4,3 Mio. Euro (Gesamt 2006: Mittelabfluss 2,9 Mio. Euro). Für Investitionstätigkeit wurden rund 1,2 Mio. Euro (Gesamt 2006: 0,9 Mio. Euro), für Finanzierungszwecke rund 0,4 Mio. Euro (Gesamt 2006: 0,1 Mio. Euro) verwendet.

3.3. Vermögenslage

Group-Konzern

Die Bilanzsumme betrug zum 30.06.2007 im Konzern rund 37,4 Mio. Euro (31.12.2006: 34,7 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen mit 71% (2006: 73%) den größten Anteil ein. Größte Einzelpositionen darin waren mit 23,1 Mio. Euro (2006: 22,0 Mio. Euro) die immateriellen Vermögenswerte und mit 4,0 Mio. Euro (2006: 4,2 Mio. Euro) bzw. 3,0 Mio. Euro (2006: 3,0 Mio. Euro) die Aktiven latenten Steuern und die Finanzanlagen.

Das Umlaufvermögen ergab sich zu 6,8 Mio. Euro (2006: 5,0 Mio. Euro). Eine Zunahme erfolgte im Wesentlichen in der Position Zahlungsmittel auf knapp 4,1 Mio. Euro.

Ausgehend von dem der Einzelgesellschaft entsprechenden Gezeichneten Kapital in Höhe von 22.746.738,00 Euro ergab sich das Eigenkapital im Konzern zu über 25,1 Mio. Euro und lag damit um knapp 1,0 Mio. Euro über dem Wert des Jahres 2006 (24,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug im Konzern zum 30.06.2007 67% und lag damit, aufgrund hoher Wartungsfakturationen in Vorperioden und zu erbringenden Leistungen in Folgeperioden, leicht unter dem Wert zum 31.12.2006. Verantwortlich hierfür ist im Wesentlichen der Passive Rechnungsabgrenzungsposten von rund 5,0 Mio. Euro. (31.12.2006: 3,5 Mio. Euro).

Mit einem Betrag von 2,4 Mio. Euro liegen die Rückstellungen rund 0,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Anlagendeckungsgrad liegt mit 95% weiterhin auf hohem Niveau, wird jedoch im Wesentlichen in Verbindung mit den Firmenwerten gebildet und hat seine Ursache somit hauptsächlich aus Verschmelzungsaspekten.

3.4. Mitarbeiter

Group-Konzern

Zum 30.06.2007 wurden im Konzern 134 Mitarbeiter beschäftigt (30.06.2006: 119). Auf der Ebene des Konzerns liegt, vor Berücksichtigung der Ausbildungsquote von 10%, der Anteil an Mitarbeitern mit Vertriebs- und Servicebezogenen Aufgaben bei rund 56%. Die Produktentwicklung umfasst rund 30% und etwa 14% der Mitarbeiter führen administrative Tätigkeiten aus.

Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2007 betrugen rund 4,2 Mio. Euro und liegen aufgrund der vorgenommenen Neueinstellungen speziell im kundennahen Bereich um ca. 0,3 Mio. Euro über denen im Vorjahreszeitraum (1. HJ 2006: 3,9 Mio. Euro).

4. Nachtragsbericht

Wesentliches Ereignis ist der vorgenannt beschriebene Erwerb sämtlicher Stimmrechte an der Relavis Corporation, New York, im Zuge der Sacheinlage gegen Ausgabe von 2.485.262 neuen Stückaktien der Group Technologies AG. Damit erhöht die Gesellschaft ihr Grundkapital auf 25.232.000,00 Euro eingeteilt in 25.232.000 Mio. Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von

1,00 Euro je Stückaktie. Es ist beabsichtigt die Aktien im so genannten vereinfachten Verfahren zum Börsenhandel zuzulassen.

5. Chancen und Risikobericht

Allgemein

Potentielle Anleger sollen vor der Entscheidung über den Verkauf oder Kauf von Aktien der Gesellschaft die nachfolgenden Risikofaktoren sorgfältig lesen und berücksichtigen. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken kann die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen und unter Umständen nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Der Börsenkurs der Aktien könnte aufgrund jedes Risikos erheblich fallen und Anleger könnten ihr eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verlieren. Weitere, hier nicht dargestellte Risiken und Unsicherheiten, die der Gesellschaft gegenwärtig nicht bekannt sind, können ebenfalls den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft beeinträchtigen und nachteilige Wirkungen auf das Geschäft, die Geschäftsaussichten, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft entfalten. Die Reihenfolge, in der die nachfolgenden Risiken aufgeführt werden, stellt keine Aussage über deren Eintrittswahrscheinlichkeit noch über die Schwere bzw. die Bedeutung der einzelnen Risiken dar.

Der Eintritt dieser Risiken bei den Beteiligungen entfaltet unmittelbare Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungen.

Unabhängig von den nachfolgend benannten Risiken verfügt die Group Technologies AG über ein Risikomanagementsystem, um insbesondere die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Einwicklungen oder Risiken so frühzeitig wie möglich zu erkennen, zu kommunizieren und damit durch die rechtzeitige Einleitung geeigneter Maßnahmen die Auswirkungen akuter Risiken zu minimieren oder teilweise sogar zu vermeiden. Risiken werden elektronisch katalogisiert, strukturiert erfasst, bewertet, automatisiert weitergeleitet und unterliegen einem detaillierten Maßnahmencontrolling.

Die risikopolitischen Grundsätze werden vom Vorstand und dem Management vorgegeben und sind der Ausgangspunkt für die Ausgestaltung der Risikomanagement-Organisation der Group Technologies AG. Es handelt sich hierbei um Verhaltensregeln, die das Management der Group Technologies AG zu einem vernünftigen Umgang mit Risiken anleitet.

1. Januar bis 30. Juni 2007

Es gelten die folgenden Grundsätze:

  • Erkennung und Erfassung aller wesentlichen bzw. bestandsgefährdenden Risiken
  • Regelmäßige und systematische Informationserhebung
  • Zeitnahe, zuverlässige und aussagekräftige Informationsweiterleitung
  • Umfassende Betrachtungen der jeweiligen Risikosituation
  • Auswahl und permanente Kontrolle geeigneter Maßnahmen
  • Offene Kommunikation von Risiken
  • Schaffung der Balance zwischen Wertschöpfungszielen und Sicherheitsinteressen

Unabhängig von diesem Risikomanagementsystem bestehen generell nachfolgende benannte latente Risiken.

Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit

Investitionsrisiken/Risiken in Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft investiert in den kommenden Jahren überwiegend in Kombi- und Bündelprodukte aus bestehenden Software-Lösungen. Dabei konzentriert sich der Investitionsaufwand in Kosten für Personal und Marktbewertung, Markteintritt und Marktdurchdringungen.

Im Zusammenhang mit diesen Investitionen besteht das Risiko, dass etwaige Kosten nicht oder nicht vollumfänglich im Markt amortisiert werden können und somit keine Sicherheit zur Rückführung der Investitionen gegeben ist. Gleiches Risiko gilt, wenn die Entwicklung neuer Produkte die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden nicht oder nicht ausreichend widerspiegelt oder der wirtschaftliche Erfolg aus einem anderen Grund ausbleibt. Dies gilt insbesondere für die Entscheidung einer Entwicklung nur für bestimmte Technologien unter Ausschluss anderer Technologien.

Die Gesellschaft koordiniert in enger Zusammenarbeit zwischen Vertriebsleitungen, Produktmanagement und den verantwortlichen Führungskräften der Produktentwicklung in definierten Gremien eine marktadäquate Produktentwicklung. Sowohl hinsichtlich der kurz- als auch der mittelfristigen Produktplanungen.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Die Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen der Gesellschaften des Group-Konzerns beinhalten und/oder basieren auf Annahmen. Diese Planungen basieren auf bestimmten, in die Zukunft gerichtete Aussagen.

Diese Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.

Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen.

Keine Gewähr zukünftiger Profitabilität

Neben der Notwendigkeit die Verschmelzungssynergien im Bereich der Produktpaletten, Entwicklung, Administration usw. umfänglich zu nutzen, ist die Profitabilität auch von Faktoren abhängig, auf die die Gesellschaft keinen Einfluss nehmen kann. Hierunter fallen insbesondere die Entwicklung des Marktumfeldes (Wettbewerbsstrategien) sowie die gesamtwirtschaftliche (nationale und internationale Konjunkturlage, Branchentrends) Entwicklung. Hierfür kann die Gesellschaft keine Garantie übernehmen.

Liquiditätsrisiko

Sollten insbesondere im Bereich der Liquiditätsrisiken mehrere Risikopositionen wie z. B. erheblicher Forderungsausfall, Projektverzögerungen oder Zahlungsansprüche aus Klagen unabhängig voneinander oder auch gleichzeitig auftreten und sollten die eingeleiteten Maßnahmen wie z. B. Darlehensaufnahme oder Desinvestitonen einen Nettofinanzmittelverbrauch nicht stoppen oder ausgleichen und die Finanzierung aus Mittelrückflüssen aus dem Umsatzprozess (Selbstfinanzierung) oder Beteiligungserträgen nicht erfolgen oder sollten weitere für den Fortbestand der Gesellschaft entscheidende Kapitalmaßnahmen und/oder Konsolidierungen nicht erreicht werden, kann sich daraus eine Liquiditätssituation ergeben, die den Unternehmensfortbestand der Gesellschaft oder wesentlicher Beteiligungen gefährdet. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft dient dazu solche Risiken transparent zu machen, geeignete Maßnahmen einzuleiten und die

Kontrolle dieser Maßnahmen sicherzustellen. Dieses System wurde rund um die elektronische Erfassung latenter (Risikoinventur) und akuter Risiken strukturiert. Dabei wird zur Erfassung und Informationsweiterleitung eine Vielzahl der eigenen Produkte eingesetzt.

Subventionsrisiko

Die Gesellschaft erhält Projektfördermittel (Subventionen) der Europäischen Union für das Projekt Euromatrix. Sollten sich die öffentlichen Subventionen gerade im Bereich HLT verschlechtern, versagt oder zurückgefordert werden, können auch die sich derzeit in Planung befindlichen Projekte verzögert oder im Umfang erheblich reduziert werden.

Abhängigkeit von qualifizierten Mitarbeitern

Der Erfolg der Gesellschaft hängt im wesentlichen Umfang von seinen Führungskräften und Mitarbeitern ab. Der Verlust von Mitarbeitern und Führungspersonen, insbesondere in Schlüsselpositionen, könnte die Marktstellung und die Kompetenz der Gesellschaft erheblich beeinträchtigen. Durch den Verlust könnte dem Unternehmen Know-how verloren gehen oder an Wettbewerber gelangen und damit einen nachteiligen Einfluss auf die weitere Unternehmensentwicklung entfalten.

Risiken in bestehenden Beteiligungen

Auch nach der Verschmelzung der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte und der GROUP Technologies AG auf die Gesellschaft werden Teile des operativen Geschäfts durch Beteiligungen wahrgenommen. Es handelt sich insoweit in der Regel um Gesellschaften mit beschränkter Haftung, deren alleinige Gesellschafterin (mit Ausnahme der GEDYS Symfoni Nordic AS, Norwegen, der SPEECHSPHERE LLC., USA, der B.E.R.S. Bulgarien und der NET2VOICE Inc.) mittelbar oder unmittelbar die Gesellschaft ist.

Entwicklungsrisiken

Auch in Beteiligungen der Gesellschaft werden Softwareprodukte entwickelt. Die Entwicklung von Softwareprodukten ist grundsätzlich abhängig von der Entwicklung der damit in Zusammenhang stehenden Plattformen und Funktionsanforderungen und -erwartungen. Ändern sich diese, sind umfassende Anpassungen oder sogar Neuentwicklungen der bestehenden

Produkte der Beteiligungen zwingend notwendig. Dies kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.

Grundsätzlich ist im Softwaremarkt auch die Neuentwicklung von Verfahren, Algorithmen etc. denkbar, die zu signifikant besseren Ergebnissen führen als sie der Gesellschaft heute zur Verfügung stehen. Ein vollständiges oder teilweises Ausscheiden aus dem Markt durch Konkurrenzprodukte ist somit möglich. Dies kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.

Gewährleistungsrisiko

Die Gesellschaft vertreibt Software-Lizenzen – einschließlich Updates und Wartung – an ihren Produkten direkt oder über den Vertriebskanal der Beteiligungen und Vertriebspartner. Für den Fall, dass es hier zu Lizenzstreitigkeiten kommt, besteht dennoch die Möglichkeit, dass es zu Rückabwicklungen oder Preisreduzierungen oder sonstigen Vergleichen zwischen dem Erwerber und der Gesellschaft kommen kann. Sollte die Gesellschaft aus der Veräußerung von Lizenzrechten aus den oben genannten oder anderen Gründen einen Mindererlös erzielen, kann dies unmittelbar Folgen auf die Umsatz-, Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Risiken im Zusammenhang mit dem Bestand der IBM Lotus Notes/Domino-Plattformen/ Microsoft Exchange

Es besteht eine Abhängigkeit vom Bestand der Plattformen IBM Lotus Notes/Domino und von Microsoft Exchange, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen. Sollten IBM und/oder Microsoft ihren Geschäftsbetrieb in wesentlichem Umfange verringern oder einstellen, so wird sich dies nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen.

Zudem besteht das Risiko eines Eintritts von IBM, Microsoft oder einer vergleichbaren Unternehmenseinheit – deren Ressourcen die der Gesellschaft erheblich übersteigen – in die Geschäftsbereiche der Gesellschaft.

Schwankungen der Umsätze/Volatilität der Erträge

Im Laufe eines Geschäftsjahres sowie zwischen den einzelnen Geschäftsjahren kann es aufgrund sich ständig verändernder Marktbedingungen und zeitlicher Verzögerungen zwischen

dem Abschluss eines Vertrages und seiner Umsetzung zu Schwankungen der Umsatzerlöse und Erträge kommen. Schwankungen der Geschäftsergebnisse im Jahresverlauf und zwischen den verschiedenen Geschäftsjahren werden insbesondere verursacht durch den Umfang und Zeitpunkt der Projekte, deren Umsetzung und deren Abschluss. Es ist zu erwarten, dass solche zeitlichen Umsatzschwankungen auch zukünftig aufgrund einer Reihe von nicht zu beeinflussenden Faktoren für die Ertragslage der Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen werden.

Trotz der Schwierigkeit der Prognose muss die Gesellschaft Vertriebs- und Marketing- sowie ihre sonstigen betrieblichen Aktivitäten planen und hat nur einen geringen Einfluss auf die Höhe der Betriebsaufwendungen, die ihrer Art nach im Wesentlichen Fixkosten sind und folglich den kurzfristigen Schwankungen der Geschäftstätigkeit nicht schnell angepasst werden können. Infolgedessen kann sich ein im Verlauf eines Geschäftsjahres oder zwischen den Geschäftsjahren abzeichnender Rückgang der Umsatzerlöse nachteilig auf die Geschäftsergebnisse der Gesellschaft auswirken und unter Umständen zu kurz-, mittel- oder langfristigen Liquiditätsengpässen führen. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unter den Erwartungen liegen.

Wechselkursschwankungen

Es bestehen Geschäftsbeziehungen ins Ausland, unter anderem in die USA. Fakturiert wird dort zumeist in USD. Bei der Gesellschaft erfolgt die Rechnungslegung in Euro. Schwankungen des USD zum Euro können deshalb zu Wechselkursverlusten führen. Entsprechendes gilt für die Beteiligung in Norwegen, da Norwegen nicht zum Euroraum gehört und die Fakturierung demgemäß in Norwegischen Kronen erfolgt. Naturgemäß sind auch Wechselkursgewinne denkbar.

Auch in Zukunft werden Geschäfte der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungen in ausländischen Währungen abgewickelt. Da die Zahlungsströme zeitlich und betragsmäßig meist nicht aufeinander abgestimmt werden können, können sich bei ungünstigen Entwicklungen der Wechselkurse zueinander nachteilige Einflüsse auf die Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Risiken in bestehenden Forderungen

Grundsätzlich besteht bei allen Forderungen der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen ein Ausfallrisko. Dieses Risiko besteht sowohl direkt zum Endkunden im

Rahmen des direkten Vertriebes als auch indirekt zum Endkunden im Rahmen des Vertriebes über so genannte Vertriebspartner. Dies gilt insbesondere aber nicht ausschließlich für Forderungen aus dem nicht deutschsprachigen Markt und/oder für Kunden und/oder Partner, deren Unternehmen über keine ausgewogene Finanzstruktur verfügen. Für den Fall, dass die Aktivitäten zur Beitreibung der offenen Forderungen nicht oder nur bedingt ausreichen, muss mit einer über dem Planansatz liegenden Ergebnis- und Liquiditätsbelastung gerechnet werden.

Sollte ein sich dadurch ergebender Liquiditätsengpass nicht anderweitig ausgleichen lassen, wäre die Gesellschaft darauf angewiesen, ihren Finanzbedarf überwiegend aus Fremdmitteln zu decken oder gegebenenfalls in Form von zusätzlichem Fremd- oder Eigenkapital über den Kapitalmarkt aufzunehmen.

Steuerliche Risiken

Steuerliche Risiken der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen bestehen, da nicht sichergestellt werden kann, dass die in den an der Verschmelzung beteiligten drei Gesellschaften (die Gesellschaft, die Group Technologies AG und die GAP AG für GSM Applikationen und Produkte) ihre vorhandenen körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge vollständig oder in Teilen nutzen können. Diese steuerlichen Verlustvorträge unterliegen sämtlich der Prüfung durch die zuständige Finanzverwaltung, so dass deren Bestand und Höhe nicht gesichert ist.

Die GAP AG für GSM Applikationen und Produkte hat Vorsteuern aus Aufwendungen im Zusammenhang mit ihrem Börsengang im Jahr 2000 in Höhe von 149.559,64 Euro geltend gemacht. Die zuständige Finanzbehörde hat einen Bescheid zur Rückzahlung dieses Betrages erlassen. Die Gesellschaft tritt nach Verschmelzung in die Rechtsstellung der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte hinsichtlich der steuerlich offenen Sachverhalte ein. Aufgrund des Einspruchs der Gesellschaft wurde der Aussetzung der Vollziehung dieses Bescheides stattgegeben. Ein abschließender Bescheid steht derzeit aus. Es besteht das Risiko, dass die Gesellschaft diesen Betrag zurückzahlen muss.

In den Vorjahren kam es zu einer Reihe von Umstrukturierungen.

Durch die Verschmelzungen der global words AG, der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte und der Group Technologies AG jeweils auf die GlobalWare AG gehen grundsätzlich zwar auch auf Ebene der übertragenden Gesellschaften bestehende etwaige Verlustvorträge auf die übernehmende Gesellschaft über (§ 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG), jedoch nur falls der Betrieb oder der Betriebsteil, der den Verlust verursacht hat, über den Verschmelzungsstichtag hinaus in

einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verhältnisse vergleichbaren Umfang in den folgenden fünf Jahren fortgeführt wird. Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann zurzeit nicht abschließend beurteilt werden, so dass das Risiko besteht, dass die Gesellschaft die entsprechenden körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge ganz oder teilweise verliert. Es besteht in diesem Rahmen zudem das Risiko, dass auch die auf Ebene der Gesellschaft bestehenden körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge untergehen.

Der (ganze oder teilweise) Verlust der Verlustvorträge kann dazu führen, dass die Gesellschaft unmittelbar mit Steuern belastet ist und sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Es besteht die Möglichkeit, dass die Unterstützungsleistungen der Gesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften/Beteiligungsgesellschaften von den Finanzbehörden im Rahmen einer Überprüfung bezüglich der Angemessenheit bemängelt werden und dass daraus ggf. Steuernachforderungen resultieren können.

Risiken aus Abschreibungen

Wesentliche Vermögenswerte der Gesellschaft befinden sich insbesondere in den immateriellen Vermögensgegenständen, den Finanzanlagen sowie den Forderungen und dort insbesondere gegen verbundene oder assoziierte Unternehmen. Hieraus können im Korrekturfall erhebliche Abschreibungspositionen resultieren. Diese können ihrer Höhe nach einen nachteiligen Einfluss auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Prozessrisiken, rechtliche Risiken, Verwaltungsverfahren

Es sind die üblichen Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäftsgang anhängig. Diese Rechtsstreitigkeiten können ihrer Höhe nach einen nachteiligen Einfluss auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Im Rahmen der Verschmelzung der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte auf die Gesellschaft und im Rahmen der Verschmelzung der GROUP Technologies AG auf die Gesellschaft wurden mehrere Anträge auf Einleitung von Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung des jeweiligen Umtauschverhältnisses gestellt. Dies kann nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Risiken im Zusammenhang mit Versicherungsschutz

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft für bestimmte Risiken über keinen ausreichenden Versicherungsschutz verfügt. Es besteht daher das Risiko, dass gegen die Gesellschaft Ansprüche erhoben oder durchgesetzt werden, die nicht durch Versicherungen abgedeckt sind. Dies kann nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben.

Konjunkturrisiken/Branchenspezifische Risiken

Eine deutliche Abschwächung der Konjunktur hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklungen der Gesellschaft. Sollte sich die allgemeine Marktlage, insbesondere in Deutschland und insbesondere vor dem Hintergrund zukünftiger Investitionsentscheidungen mit IT-Relevanz, deutlich verschlechtern und sich diese Verschlechterung insbesondere im Segment von Investitionen in professionellen Unternehmensapplikationen zeigen, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Geschäftsverlaufes nehmen.

Die Gesellschaft verspricht sich Erfolge insbesondere durch die Verknüpfung ihrer Technologie mit bestehenden Softwareanwendungen. Damit ist die Gesellschaft in einem Geschäftsfeld tätig, das auf Grund der Neuartigkeit der Technologien und deren noch nicht absehbaren Akzeptanz bei potentiellen Kunden mit hohen Risiken behaftet ist. Der Fokus der Gesellschaft liegt dabei auf der Automatisierung von Prozessen innerhalb der zur Anwendung kommenden Software, so dass der Erfolg der Gesellschaft wesentlich von der Integrationsfähigkeit, der Kundenakzeptanz sowie der Bereitschaft anderer Hersteller zur Anbindung der Technologie abhängig sein wird.

Im Markt herrscht aktuell Aufklärungsbedarf über automatisierte Management-Software-Lösungen und somit über die Technologie der Gesellschaft und ihre Anwendungsmöglichkeiten. Die Gesellschaft hat jedoch nur begrenzt Einfluss darauf, ob ihre Technologie im Markt verwendet wird und sich im Markt durchsetzen kann. Maximaler Nutzen kann aus der Technologie der Gesellschaft allerdings nur dann gezogen werden, wenn sie in die bestehende Infrastruktur integriert wird.

Der Erfolg der Gesellschaft ist weiter davon abhängig, dass sich im E-Mail-Sektor ein ausreichender Markt für automatisierte Systeme entwickelt. Insbesondere müssen potentielle Kunden und Partner bereit sein, für diese Technologie ein höheres Entgelt zu zahlen.

Die Gesellschaft ist abhängig von der Lizenzierung ihrer Technologie bzw. dem Verkauf ihrer Produkte. Sollte kein ausreichender Markt für die Technologie entstehen, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Die Softwareindustrie ist durch sich rasant verändernde Märkte und Technologien, immer wieder neu entstehende Normen und Vorschriften, regulatorische Beschränkungen und die häufige Einführung neuer Produkte gekennzeichnet. Auf Grund der Einführung neuer Produkte und der damit verbundenen neuen Technologien, sowie der häufigen Entstehung neuer Normen und regulatorischer Beschränkungen besteht die Gefahr, dass die Produkte der Gesellschaft schnell veralten bzw. weniger wettbewerbsfähig oder marktgängig werden. Das Entwicklungsverfahren für die Technologie der Gesellschaft ist extrem komplex und bedarf einer umfangreichen und kontinuierlichen Entwicklungstätigkeit. Der Erfolg der Gesellschaft hängt auch von der Fähigkeit zur rechtzeitigen, kosteneffizienten und kontinuierlichen Verbesserung ihrer bestehenden Technologien, der Entwicklung neuer, auf die zunehmende Komplexität und Wandlung der Marktanforderungen abgestimmter Technologien sowie der Berücksichtigung des allgemeinen technologischen Fortschritts und der immer wieder neu entstehenden Normen ab. Es besteht die Möglichkeit, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, neue Technologien zu entwickeln, die allgemeine Akzeptanz finden.

Es gibt keine Gewähr dafür, dass es der Gesellschaft künftig gelingen wird, innovative neue Produkte zu entwickeln. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bereits entwickelte Technologien veralten. Möglicherweise wird die Gesellschaft künftig nicht in der Lage sein, den sich ständig weiterentwickelnden Anforderungen des Marktes Rechnung zu tragen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wettbewerber Produkte gleicher oder höherer Qualität und Funktionalität zu günstigeren Preisen anbieten, oder dass die Gesellschaft aus technischen, rechtlichen, finanziellen oder sonstigen Gründen nicht imstande sein sollte, sich rechtzeitig auf Veränderungen der Marktbedingungen oder der Kunden- oder Endverbrauchernachfrage einzustellen.

Der Eintritt der vorgenannten Risiken kann nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Risiken aus künftigen Akquisitionen

Die Gesellschaft beabsichtigt, zukünftig sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch im Ausland organisch und auch durch Akquisitionen und Zusammenschlüsse weiter zu wachsen.

Der Erfolg künftiger Unternehmenskäufe, Beteiligungen, Zusammenschlüsse oder anderen Beteiligungen ist grundsätzlich nicht gewährleistet. Trotz sorgfältiger Überprüfung könnten etwaige Fehleinschätzungen von Risiken sowie sonstige Misserfolge im Zusammenhang mit Akquisitionen, Beteiligungen und Joint Ventures nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

6. Prognosebericht und Ausblick

Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung

Zuletzt hat die Kommission der Europäischen Union ihre Wachstumsprognosen für Deutschland spürbar von real 1,2% auf 1,8% (bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt, BIP) angehoben. Für den gesamten Euro-Raum erwartet die Kommission einen Zuwachs von 2,4%.

Für die USA sehen Experten ein reales Wachstum des BIP für 2007 von 2,5%. Dies wird u. a. durch die gute Auftragslage US-amerikanischer Unternehmen gestützt. Die Aufträge an die Kapitalgüterindustrie legen derzeit zweistellig zu.

Für den IT-Markt in Deutschland geht nach einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom aus Dezember 2006 die Mehrheit (70,5%) der deutschen IT-Unternehmen von steigenden Umsatzerwartungen aus. Bezogen auf den Bereich Software sind dies sogar knapp 85%. Auch für Dienstleistungen sehen über 73% der befragten Unternehmen Umsatzzuwächse.

Zentrale Themenbereiche im E-Mail-Management, wie Sicherheit, Compliance und Archivierung und Lösungen die ein 360-Grad Sicht auf den Kunden ermöglichen, stehen dabei neben den üblichen infrastrukturellen Themen ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmen.

Voraussichtliche Entwicklung der Unternehmensbereiche

Für das Geschäftsjahr 2007 hat sich der Konzern ein Umsatzziel von über 21 Mio. Euro gesteckt.

Gegenüber dem ursprünglichen Planansatz sieht die Gesellschaft bei einem geplanten verbesserten Konzernergebnis vor Steuern und Minderheiten von 2,6 Mio. Euro, geplantes operatives Ergebnis vor Abschreibungen EBIT DA (e): über 4,0 Mio. Euro, eine konzernweite Margensteigerung. Unabhängig von einer allgemeinen Prognoseunsicherheit und einem umsichtigen Planansatz können je nach Erstkonsolidierungszeitpunkt der Geschäfte der Relavis Corporation die Ergebnisse von den Planerwartungen abweichen.

1. Januar bis 30. Juni 2007

Wenn in gleichem Maße die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren Märkten fortbestehen und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen den Marktprognosen folgt oder diese übersteigt, dann sollten für das Jahr 2008 weitere Umsatz- und Ertragssteigerungen im Bereich des Möglichen liegen.

7. Weitere wesentliche Angaben

Zum Bilanzstichtag 30.6.2007 und bis zum heutigen Zeitpunkt hält die vbv Vitamin-B Venture GmbH 11,70% der Stimmrechte an der Group Technologies AG.

Herr Joerg Ott hielt zum Bilanzstichtag 30.06.2007 11,91% der Stimmrechte an der Group Technologies AG, davon waren ihm 11,70% der Stimmrechte der vbv Vitamin B Venture GmbH nach § 22 Abs. 1 Nr. a WpHG zuzurechnen.

Zum 17.08.2007 bis zum heutigen Zeitpunkt hält Herr Joerg Ott 12,02% der Stimmrechte an der Group Technologies AG, davon sind ihm 11,70% der Stimmrechte der vbv Vitamin B Venture GmbH nach § 22 Abs. 1 Nr. a WpHG zuzurechnen.

Halbjahresabschluss des Geschäftsjahres 2007 (zum 30.06.2007) Group Technologies AG Konzern gemäß IFRS

Aktiva Bilanz Bilanz
Group Technologies
Konzern
Group Technologies
Konzern
31.12.2006 30.6.2007
EUR EUR
LANGFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Firmenwerte 18.859.796,51 18.859.796,51
sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.177.839,32 4.196.175,36
Sachanlagen 383.283,36 343.913,77
Finanzanlagen 3.022.943,05 3.030.678,64
25.443.862,24 26.430.564,28
aktive latente Steuern 4.207.041,50 4.023.210,94
KURZFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Vorräte 69.403,60 71.721,26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.020.391,30 2.303.261,59
sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 402.643,21 329.737,43
Zahlungsmittel 1.483.227,15 4.060.718,23
4.975.665,26 6.765.438,51
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 95.477,87 195.464,46
SUMME VERMÖGENSWERTE 34.722.046,87 37.414.678,19
Passiva Bilanz Bilanz
Group Technologies
Konzern
Group Technologies
Konzern
31.12.2006 30.6.2007
EUR EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 22.746.738,00 22.746.738,00
Kapitalrücklage 3.190.716,13 3.269.507,16
Rücklage für Währungsumrechnung -2.554,51 -97.903,41
Ergebnisvortrag -2.605.807,62 -1.616.609,97
Konzernergebnis 989.197,65 811.772,71
Minderheitenanteile 7.111,01 25.398,62
eigene Anteile -160.000,00 0,00
24.165.400,66 25.138.903,11
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 116.267,00 118.267,00
sonstige langfristige Rückstellungen 403.000,00 302.000,00
langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0,00 0,00
langfristige sonstige Verbindlichkeiten 255.057,20 979.262,55
774.324,20 1.399.529,55
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen + Leistungen 1.336.492,03 1.151.697,44
Sonstige Verbindlichkeiten 1.030.381,28 1.195.446,78
übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.899.125,50 1.533.539,38
sonstige kurzfristige Rückstellungen 2.028.004,38 1.985.884,52
6.294.003,19 5.866.568,12
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 3.488.318,82 5.009.677,41
SUMME EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 34.722.046,87 37.414.678,19
Gewinn- und Verlustrechnung Group Technologies
Konzern
1. HJ 2006
EUR
Group Technologies
Konzern
1. HJ 2007
EUR
Umsatzerlöse 8.443.278,43 8.443.568,23
Erträge aus aktivierten Eigenleistungen 279.752,03 293.346,72
Sonstige betriebliche Erträge 355.956,83 1.106.447,34
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen 1.612.279,57 1.423.677,29
Rohertrag 7.466.707,72 8.419.685,00
Personalaufwand 3.926.739,14 4.153.182,41
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.518.132,12 2.451.149,36
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor
Abschreibungen (EBIT DA)
1.021.836,46 1.815.353,23
Abschreibungen 1.014.486,46 729.809,33
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 7.350,00 1.085.543,90
Zinserträge/-aufwendungen -109.508,00 -71.126,03
anteiliger Gewinn aus assoziierten Unternehmen 0,00 6.135,59
Abschreibung auf Finanzanlagen 0,00 0,00
Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) -102.158,00 1.020.553,46
Steuern -32.340,89 -190.493,13
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag vor
Minderheitenanteilen
-134.498,89 830.060,33
Ergebnisanteile von Minderheiten -5.039,97 -18.287,62
Konzernergebnis -139.538,86 811.772,71
TEUR
TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
1.007
Konzernergebnis zum 30.06. vor Steuern
Berichtigungen für
730
1.014
1. Abschreibungen/Zuschreibungen
2. Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste, netto
3. Zinserträge
4. Zinsaufwendungen
0
5.a (-) Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
0
5.b (+) Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
1.737
Betriebliches Ergebnis vor Änderungen im Nettoumlaufvermögen
6. (-/+) Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL und sonstigen Aktiva
-2
141
Vorräte
670
819
Forderungen
1.859
-4.787
Lieferantenverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten
0
0
7. (-/+) Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten
4.264
-2.947
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus nicht fortgeführter laufender Geschäftstätigkeit
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit
4.264
-2.947
TEUR
TEUR
Investitionstätigkeit
Ein- und Auszahlungen für:
-1.244
1. Erwerb von immateriellem Anlagevermögen
0
0
2. Erwerb von Sachanlagevermögen
0
3. Erlöse aus dem Abgang für Sachanlagevermögen
0
-161
4.a Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen
0
0
4.b abzüglich erhaltener Zahlungsmittel
0
5.a Veräußerung von konsolidierten Unternehmen
0
5.b abzüglich abgehender Zahlungsmittel
0
6. Abgang/Zugang von kurzfristigen Finanzanlagen
0
7. Zugang von Finanzanlagen und sonstigen langfristigen Vermögensgegenständen
0
8. Erhaltene Zinsen
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus der Investitionstätigkeit
-1.244
Cash flow statement zum 30.06. (IFRS) 2007 2006
-134
0
0
880
-776
0
0
0
0
0
0
-937
Januar
bis
30.
Juni
2007
Cash flow statement zum 30.06. (IFRS) 2007 2006
TEUR TEUR
Finanzierungstätigkeit
Ein- und Auszahlungen für:
Zu-/Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 0
Eigenkapitalerhöhungen 0
-365
Sonstige Finanzverbindlichkeiten
Zu-/Abnahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
0
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit -365
ÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS TEUR TEUR
Zahlungsmittelbestand zum 01.01. 1.501 5.628
Veränderung des Zahlungsmittelbestandes
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 4.264 -2.947
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit -1.244
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit
Währungsausgleich
-365
-95
Zahlungsmittelbestand zum 30.06. 4.060 1.683

Anhang zum Halbjahresabschluss des Geschäftsjahres 2007 (zum 30.06.2007) Group Technologies AG Konzern gemäß IFRS

1. Januar bis 30. Juni 2007

Darstellung des Group-Konzerns

Die Group Technologies AG mit ihrem Sitz in Eisenach, Hospitalstrasse 6, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 405713 eingetragen.

Hinsichtlich der Art der Geschäftstätigkeit und der Hauptaktivitäten verweisen wir auf den Lagebericht und die Segmentberichterstattung unter Abschnitt VII.

I. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

1. Konzern- und Beteiligungsunternehmen

1.1 Einbezogene Tochterunternehmen

In den Konzernabschluss der Group Technologies AG sind, ebenso wie im Vorjahr, die folgend aufgeführten Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen worden.

Verbundenes Unternehmen Sitz Anteil am
Kapital
SPEECHSPHERE LLC. Delaware 50%
ebVOKUS Software GmbH Dresden 100%
arcaTRUST Software GmbH Dresden 100%
GEDYS Software Holding Oy Helsinki 100%
GEDYS Internet Products N.V. DenHaag 100%
GEDYS Symfoni Nordic AS Oslo 50%
GT US Inc. d/b/a GROUP Technologies Milford 100%
GEDYS IntraWare GmbH Eisenach 100%
GEDYS (SALES) UK LIMITED Warrington 100%

Bei den Unternehmen GEDYS IntraWare GmbH und GEDYS (SALES) UK LIMITED handelt es sich um Enkelgesellschaften, deren Anteile von der GEDYS Software Holding Oy bzw. der GEDYS Internet Products N.V. jeweils vollständig gehalten werden.

1.2 Assoziierte Unternehmen

Aufgrund der fehlenden Beherrschung bzw. Kontrolle wurden die SPEECHSPHERE LLC., Delaware (USA), und die B.E.R.S AN, Warna, als assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss erfasst. Die Beteiligung der Group Technologies AG an der SPEECHSPHERE LLC., mit Anschaffungskosten in Höhe von 315.000,00 Euro, beträgt 50 %. Die Beteiligung der Group Technologies AG an der B.E.R.S AN, mit Anschaffungskosten in Höhe von 265.000,00 Euro, beträgt ebenso 50 %.

II. Konsolidierungsgrundsätze

1. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der IFRS-Konzernhalbjahresabschluss der Group Technologies AG, Eisenach, wurde nach § 315a HGB auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Es ergaben sich zum Jahresabschluss zum 31.12.2006 keine Veränderungen bei den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die Berichtswährung ist Euro, da der Hauptteil der Konzerntransaktionen in dieser Währung realisiert wird.

Der Konzernhalbjahresabschluss wurde auf den 30.06.2007 aufgestellt. Die Berichterstattungsperiode umfasst den Zeitraum vom 01.01.2007 bis zum 30.06.2007.

2. Währungsumrechnung

Konzerneinheitlich werden Fremdwährungsforderungen gem. IAS 21 § 11 grundsätzlich mit dem Geldkurs am Buchungstag bewertet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Briefkurs am Buchungstag bewertet.

Im Konzernhalbjahresabschluss erfolgt die Währungsumrechnung der Bilanzpositionen der ausländischen Unternehmen grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum 30. Juni 2007.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Halbjahresdurchschnittskurs (Mittelkurs des abgelaufenen Geschäftsjahres) bewertet. Wesentliche Änderungen gegenüber der gemäß IAS 21 § 30 dargestellten Methode der Währungsumrechnung – Umrechnung zu Kursen am Tag des Geschäftsvorfalls – ergeben sich nicht. Sicherungsgeschäfte werden nicht vorgenommen.

3.1 Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der zur Benchmark-Methode alternativ zulässigen Methode gemäß IAS 22 § 34. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind dabei mit den beizulegenden Werten zum Tag des Unternehmenserwerbs bewertet.

Die sich aus der Konsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden vollständig als Firmenwert aktiviert.

3.2 Forderungen- und Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten der Group Technologies AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften gegenüber anderen konsolidierten Gesellschaften der Gruppe wurden im Rahmen der Forderungs- und Schuldenkonsolidierung eliminiert.

3.3 Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Innenumsätze des Konzerns sowie Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Gesellschaften wurden bereinigt.

4. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die in der Bilanz ausgewiesen werden, beinhalten Kasse und Bankguthaben, sonstige Wertpapiere, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Anleihen. Derivative Finanzinstrumente im Sinne IAS 32 werden zum Bilanzstichtag nicht gehalten.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz und

Konzernerfolgsrechnung

III. a Erläuterungen zur Konzernbilanz

VERMÖGENSWERTE

A. Kurzfristige Vermögenswerte

1. Liquide Mittel

Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Abschlussstichtag 30.06.2007 auf 4.060.718,23 Euro (31.12.2006: 1.483.227,15 Euro) und umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag.

2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

31.12.2006
EUR
30.6.2007
EUR
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
3.020.391,30 2.303.261,59
Sonstige kurzfristige
Vermögensgegenstände
383.989,46 329.737,43
Gesamt 3.404.380,76 2.632.999,02

Die Restlaufzeit der Forderungen liegt mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Kautionen unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögenswerte umfassen insbesondere Steuererstattungsansprüche.

3. Vorräte

Die Vorräte zum 30.06.2007 umfassen ausschließlich Handelswaren in Höhe von 71.721,26 Euro (31.12.2006: 69.403,60 Euro). Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten, abzüglich Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

B. Langfristige Vermögenswerte

1. Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern wurden konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet.

Abschreibungen der in der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgeführten Computer-Hardware werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verteilt. Die Abschreibungsdauer sonstiger Büroeinrichtungsgegenstände beläuft sich auf drei bis zehn Jahre. Büromöbel werden über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren abgeschrieben.

2. Immaterielle Vermögenswerte

2.1 Geschäfts- oder Firmenwert

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode ergebende Geschäftsoder Firmenwert wird nach "IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen eines Niederstwerttests (Impairment Test) auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Eine Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31.12.2006 hat sich zum Abschlussstichtag 30.06.2007 nicht ergeben.

2.2 Entwicklungskosten

Die Kosten der Entwicklung neuer Softwareprodukte und die Weiterentwicklung bereits vermarkteter Produkte der Group Technologies AG werden in der Periode, in der sie anfallen, grundsätzlich als Aufwand erfasst. Soweit sie die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 § 45 erfüllen, werden sie aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten können den abgegrenzten Produkten zugeordnet werden. Die technische Realisierbarkeit des Produktes ist, ebenso wie ein Absatzmarkt für diese Produkte, gegeben.

Die im Berichtszeitraum angefallenen Entwicklungskosten resultieren aus den, der Entwicklungstätigkeit zuzurechnenden Personalkosten sowie Gemeinkosten soweit diese mit der Entwicklungstätigkeit im Zusammenhang stehen und keine allgemeinen Verwaltungskosten darstellen. Die zurechenbaren Gemeinkosten werden direkt erfasst.

Die aktivierten Entwicklungskosten werden ab dem Stadium der Marktfähigkeit der neuen Produkte bzw. der wesentlichen Weiterentwicklungen (major releases) grundsätzlich über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten werden in der Gewinnund Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen" ausgewiesen.

2.3 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen

Die unter dieser Position bilanzierten immateriellen Vermögenswerte sind entgeltlich erworbene Lizenzen.

Diese Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, bewertet.

Die Nutzungsdauern wurden konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet. Die planmäßigen Abschreibungen werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Die Abschreibungen auf die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Abschreibungen" ausgewiesen.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalten den Wert der 50 %-igen Beteiligungen an dem assoziierten Unternehmen B.E.R.S. AN mit einem Buchwert von 271.135,59 Euro und der SPEECHSPHERE LLC. mit einem Buchwert von 321.347,05 Euro sowie eine Ausleihung in Höhe von 125.000,00 Euro an diese.

Die Finanzanlagen beinhalten ebenso die Wertpapiere des Anlagevermögens, welche die 10 % ige Beteiligung an der NET2VOICE Inc., Delaware, darstellt.

Die Genossenschaftsanteile wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen) erfolgte mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital. Dem Wertansatz liegen entsprechende Mitteilungen der Versicherungsgesellschaften zugrunde. Erträge aus der Verzinsung der Finanzanlagen wurden – entsprechend dem Aufwand für die Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen – im Altersversorgungsaufwand ausgewiesen.

4. Aktive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 für zu erwartende Steuerminderungen und für zu erwartende Steuermehrbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten resultieren. Die Nutzung dieses latenten Steueranspruchs setzt voraus, dass positive Zukunftsergebnisse erwirtschaftet werden. Aufgrund der aktuellen Unternehmenssteuerreform in Deutschland und der sich dadurch ergebenden Änderung der Steuersätze wurde eine Neubewertung aktivierter latenter Steuern vorgenommen.

1. Januar bis 30. Juni 2007

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

A. Schulden

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 30.06.2007 in Höhe von 1.533.539,38 Euro (31.12.2006: 1.899.125,50 Euro) werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Hierbei handelt es sich vollumfänglich um kurzfristige, finanzielle Verbindlichkeiten, welche maßgeblich geprägt sind durch ein Darlehen der Group Technologies AG insbesondere zur Finanzierung der Sicherung der Rechte an der LOGOS-Technologie. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zählen nach IAS 39 § 8 i. V. m. IAS 32 zu den Finanzinstrumenten. Ein Zinsänderungsrisiko besteht bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hinsichtlich der Verpflichtungen aus Kontokorrentkrediten, die einen variablen Zinssatz beinhalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind teilweise durch eine Forderungszession sowie durch Sicherungsübereignungen besichert.

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Abschlussstichtag 30.06.2007 in Höhe von 1.151.697,44 Euro (31.12.2006: 1.336.492,03 Euro).

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Steuerrückstellungen

Zum Abschlussstichtag 30.06.2007 bestehen Steuerrückstellungen in Höhe von 87.000,00 Euro (31.12.2006: 93.000,00 Euro).

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Abschlussstichtag erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft abzudecken. Dabei wird gemäß IAS 37 jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhaltes als der wahrscheinlichste ergibt.

Bezeichnung Stand
31.12.2006
Stand
30.06.2007
EUR
Sonstige Rückstellungen 286.999,17 184.794,10
Urlaub 210.190,75 268.023,26
Gehalt 469.055,29 625.674,94
Berufsgenossenschaft 23.355,00 11.397,00
Schwerbehindertenabgabe 6.000,00 2.200,00
Gewährleistungen 72.000,00 72.000,00
Kulanz 100.000,00 100.000,00
Ausstehende Rechnungen 262.400,00 210.400,00
Jahresabschlusskosten 153.213,36 96.969,64
Prüfungskosten 4.000,00 4.000,00
Beratungskosten 16.790,81 16.425,58
Drohende Verluste 618.000,00 517.000,00
Prozesskostenrückstellungen 116.000,00 92.000,00
SUMME 2.338.004,38 2.200.884,52

Von den Rückstellungen werden zum 30.06.2007 302.000,00 Euro (31.12.2006: 403.000,00 Euro) unter den langfristigen Schulden ausgewiesen.

5. Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 30.06.2007 auf 118.267,00 Euro (31.12.2006: 116.267,00 Euro).

6. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 30. Juni 2007 auf 1.195.446,78 (31.12.2006: 1.030.381,28 Euro).

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und Lohnsteuer sowie kurzfristige Darlehen aus Unternehmenserwerben.

B. Eigenkapital

1.1 Gezeichnetes Kapital

Das Eigenkapital wird nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" und in Anwendung von IAS 32 "Financial Instruments: Disclosure and Presentation" in Verbindung mit IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" als eigenständiger Bestandteil des Jahresabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung beinhaltet neben dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss auch die erfolgsneutral erfassten Wertveränderungen der Vermögens- und Schuldposten.

Das Eigenkapital (Grundkapital der Group Technologies AG) zum 30. Juni 2007 beträgt unverändert 22.746.738,00 Euro (31.12.2006: 22.746.738,00 Euro) und ist in 22.746.738 stimmund dividendenberechtigte, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Fremdanteile basieren auf den Anteilen Konzernfremder am Eigenkapital der Tochtergesellschaften.

Die Veränderung des Eigenkapitals im ersten Halbjahr 2007 ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Eigene
Anteile
Kumuliertes
Ergebnis
Währungs
ausgleichs
posten
Ausgleichs
posten für
Anteile
anderer
Gesell
schafter
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Bilanz zum 01.01.2006
Sachkapitalerhöhung
Zuzahlungen aus
21.234
1.512
33.092
76
23
-260 -32.606 0 6 21.467
1.588
23
Wandelschuldverschreibungen
Konzernergebnis 01.01. -
31.12.2006
Veräußerungen eigener
Anteile
100 989 2 991
100
Entnahme zur Verrechnung
der aufgelaufenen Verluste
-30.000 30.000 0
Veränderung
Währungsausgleichsposten
-3 -3
Bilanz zum 31.12.2006 22.747 3.191 -160 -1.617 -3 7 24.165
Zuzahlungen aus
Wandelschuldverschreibungen
79 79
Konzernergebnis 01.01.-
30.06.2007
Veräußerungen eigener
Anteile
160 812 18 830
160
Veränderung
Währungsausgleichsposten
-95 -95
Bilanz zum 30.06.2007 22.747 3.270 0 -805 -98 25 25.139

1.2 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31.10.2007 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.287.577,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage (genehmigtes Kapital I) zu erhöhen. Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem vom Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Dies hat der Vorstand im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens zu prüfen.

Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31.10.2007 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.700.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem vom Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Dies hat der Vorstand im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens zu prüfen.

Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zum 31.10.2011, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 5.000.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital III) zu erhöhen.

Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von

Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.

Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

1.3 Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 06. Dezember 2006 hat die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals I, II und III beschlossen. Mit Beschluss der Hauptversammlung ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital I – 2006/2011). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 06. Dezember 2006 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31.10.2011.

Mit Beschluss der Hauptversammlung ist das Grundkapital um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31.10.2007.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Emissionen, insbesondere den Zinssatz, den Ausgabekurs, die

Laufzeit, die Stückelung, den Wandelpreis, dessen Anpassung bei besonderen Ereignissen und den Wandlungszeitraum, festzusetzen.

Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Teilschuldverschreibungen mit Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG – soweit erforderlich – auszuschließen, um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem gesetzlichen Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Dies gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Rechten auf Aktien, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt nicht mehr als 10 % des Grundkapitals entfällt, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diesen Betrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, für die vorgenannte Emission das gesetzliche Bezugsrecht auch auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von zum Zeitpunkt der Neuemission bereits begebenen Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung der Wandelrechte zustehen würde.

Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das gesetzliche Bezugsrecht auszuschließen, wenn dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Dies hat der Vorstand im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens zu prüfen.

Zum Abschlussstichtag 30.06.2007 wurden 533.563 Wandelanleihen (31.12.2006: 138.563 Wandelanleihen) gezeichnet.

2. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Abschlussstichtag 30. Juni 2007 auf 3.270 TEuro (31.12.2006 3.191 TEuro). Diese Erhöhung begründet sich durch die Eigenkapitalkomponente aus den gezeichneten Wandelschuldverschreibungen die in die Kapitalrücklage eingestellt werden konnte.

Des Weiteren enthält die Kapitalrücklage die Beträge, die als Aufgeld für erworbene Anteile, den infolge der Ausgabe von Wandelanleihen erzielten Zinsvorteil und das hieraus erzielte Agio und andere Zuzahlungen, die i. S. des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Vorjahren erzielt worden sind.

3. Bilanzgewinn

Der Konzerngewinn des ersten Halbjahres 2007 beläuft sich auf 811.772,71 Euro (Geschäftsjahr 2006 in Höhe von 989.197,65 Euro). Ausgehend von einem Verlustvortrag in Höhe von 1.616.609,97 Euro ergibt sich ein Bilanzverlust zum 30.06.2007 in Höhe von 804.837,26 Euro.

4. Währungsausgleichsposten

Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Abschlussstichtag 30.06.2007 ermittelt sich eine aktivische Umrechnungsdifferenz in Höhe von 97.903,41 Euro (31.12.2006: 2.554,51 Euro).

1. Januar bis 30. Juni 2007

III. b Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung

Die vorliegende Konzernerfolgsrechnung des ersten Halbjahres 2007 umfasst den Zeitraum 01.01.2007 bis 30.06.2007. Die angegebenen Vorjahresvergleichszahlen umfassen den Zeitraum 01.01.2006 bis 30.06.2007.

1. Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Konzernfremde.

Die Umsatzrealisierung aus Lieferungen erfolgt unter Beachtung von IAS 18 § 14 mit dem Übergang der mit dem Eigentum der verkauften Produkte verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer.

Erlöse aus Dienstleistungen werden als Umsatzerlöse erfasst, wenn unter Beachtung von IAS 18 § 20 das Ergebnis eines Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden kann. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere Service, Support, Schulung und Consulting für die Produkte der Konzernunternehmen.

Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in die Bereiche HLT (Human Language Technologie)/ELM (E-Mail-Management) und CRM (Customer Relationship Management) auf. Erläuternd hierzu wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

30. Jun. 06 30. Jun. 07
Lizenzen 2.081.970,51 2.156.102,51
Maintenance 3.244.892,09 3.425.809,01
Partner Contribution 42.238,02 52.865,10
Service 1.848.244,96 1.878.964,08
Fremdprodukte 346.821,01 509.154,37
Fremdprodukte LND 746.295,61 251.344,63
Sonstige 132.816,23 169.328,53
Umsatzerlöse 8.443.278,43 8.443.568,23

1. Januar bis 30. Juni 2007

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des ersten Halbjahres 2007 in Höhe von 1.106 TEuro (Vj. 356 TEuro) sind maßgeblich geprägt durch eine Vorabausschüttung des Insolvenzverwalters der ehemaligen Muttergesellschaft der alten Group Technologies AG, der Cyonic AG sowie durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

3. Materialaufwand

1. HJ
2006
TEUR
1. HJ
2007
TEUR
Bezogene Waren 1.123,9 831,2
Bezogene Leistungen 488,4 592,4
1.612,3 1.423,7

Im Materialaufwand sind die Aufwendungen aus der Abwertung der Vorräte in Höhe von 57 TEuro enthalten.

4. Personalaufwand

1. HJ 1. HJ
2006 2007
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 3.432,7 3.646,7
Soziale Abgaben 494,1 506,4
3.926,7 4.153,2

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im ersten Halbjahr 2007 nicht nötig.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2007 auf 2.451.149,36 Euro (Vj. 2.518.132,12 Euro) und beinhalten insbesondere Raumkosten (255 TEuro), Kommunikationskosten (96 TEuro), Vertriebs- und Werbekosten (821 TEuro), Fahrzeugkosten (209 TEuro), Versicherungsbeiträge (53 TEuro) sowie Prüfungs- und Beratungskosten (688 TEuro).

7. Finanzergebnis

Den Zinsaufwendungen in Höhe von 89.452,19 Euro stehen Zinserträge in Höhe von 18.326,16 Euro entgegen. Hieraus ermittelt sich für das erste Halbjahr 2007 ein Finanzergebnis in Höhe von –71.126,03 Euro (Vj. –109.508,00 Euro).

8. Beteiligungsergebnis

Das Ergebnis aus Beteiligungen begründet sich in dem anteiligen Ergebnis der B.E.R.S. AN in Höhe von 6 TEuro.

9. Steuern

Die latenten Steueraufwendungen der Group Technologies AG in Höhe von 183.200,50 Euro wurden unter Anwendung eines Steuersatzes von 28,4% angesetzt, basierend auf einem Körperschaftsteuersatz von 15%, einem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5% und einem Gewerbesteuersatz von 12,6%. Die Steueraufwendungen berücksichtigen ebenfalls die, durch die Unternehmenssteuerreform 2007 neu bewerteten Ansätze der steuerlichen Verlustvorträge sowie aus dem unterschiedlichen Wertansatz einzelner Bilanzposten. Hierzu verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt III: B. 4. aktive latente Steuern.

Im 1. Halbjahr 2007 sind neben den latenten Steuern 7 TEuro Ertragsteuern aus früheren Perioden angefallen.

1. Januar bis 30. Juni 2007

IV. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bürgschaftsverpflichtungen.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den bilanzierten Schulden und Haftungsverhältnissen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen.

VI. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Die vbv Vitamin-B Venture GmbH ist sowohl Aktionär als auch Gläubiger der Gesellschaft, während Herr Ott, Vorstandsvorsitzender der Group Technologies AG (vormals GlobalWare AG), gleichzeitig Geschäftsführer der vbv Vitamin-B Venture GmbH ist. Im Einzelnen bestehen folgende Verträge aus denen ein Dauerschuldverhältnis besteht und aus denen zum 30.06.2007 noch folgende Verbindlichkeiten bestehen:

Gesellschaft nahestehende
Person
Geschäftsvorgang Höhe
in
TEUR
Bemerkung
Group
Technologies AG
Joerg Ott Mietvertrag als
Vermieter und
Eigentümer der
Hospitalstraße 6, 99817
Eisenach
21,7 Mietaufwand 1. HJ 2007
86,4 Miete Restlaufzeit
GEDYS IntraWare
GmbH
vbv Vitamin-B
Venture GmbH
Gewährung von
Namensrechten
50,0 Kaufoption 2008

VII. Konzern-Segmentberichterstattung

Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in die Bereiche HLT (Human Language Technologie)/ELM (E-Mail-Management) und CRM (Customer Relationship Management) auf.

Mio. EUR CRM ELM/HLT GESAMT
1. HJ 07 1. HJ 06 1. HJ 07 1. HJ 06 1. HJ 07 1. HJ 06
1. Umsatzerlöse 3,7 4,2 4,8 4,2 8,4 8,4
2. Sonstige betriebliche Erträge 0,3 0,1 0,9 0,3 1,1 0,4
3. aktivierte Entwicklungsleistungen 0,0 0,0 0,3 0,3 0,3 0,3
Gesamtleistung 3,9 4,3 5,9 4,8 9,8 9,1
4. Materialaufwand 0,9 1,3 0,5 0,3 1,4 1,6
5. Personalaufwand 1,8 1,6 2,4 2,3 4,2 3,9
6. Abschreibungen 0,2 0,2 0,5 0,8 0,7 1,0
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,8 0,6 1,7 1,9 2,5 2,5
8. Beteiligungserträge 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Segmentbetriebsergebnis 0,3 0,5 0,8 -0,5 1,1 0,0
Segmentvermögen 12,7 12,9 24,9 23,5 37,6 36,4
Segmentschulden 1,6 2,4 10,8 12,4 12,5 14,8

Im Berichtszeitraum waren Zugänge bei den Immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen sowie Finanzanlagen im CRM-Bereich in Höhe von 11 TEuro und im ELM-Bereich in Höhe von 1.720 TEuro zu verzeichnen.

1. Januar bis 30. Juni 2007

Mio. EUR Deutschland
1. HJ
07
1. HJ
06
Niederlande
1. HJ
07
1. HJ
06
Großbritannien
1. HJ
07
1. HJ
06
1. Umsatzerlöse 7,7 7,4 0,1 0,0 0,3 0,7
2. Sonstige betriebliche
Erträge
1,1 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0
3. aktivierte
Entwicklungsleistungen
0,3 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamtleistung 9,1 8,1 0,1 0,0 0,3 0,7
Segmentvermögen 25,6 24,0 1,0 1,0 2,3 2,3
Investitionen 1,7 1,1 0,0 0,0 0,0 0,0

Die Sekundärsegmente stellen sich wie folgt dar:

Mio. EUR
Finnland
Norwegen USA Gesamt
1. HJ
07
1. HJ
06
1. HJ
07
1. HJ
06
1. HJ
07
1. HJ
06
1. HJ
07
1. HJ
06
1. Umsatzerlöse 0,1 0,0 0,0 0,0 0,2 0,3 8,4 8,4
2. Sonstige betriebliche
Erträge
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,1 0,4
3. aktivierte
Entwicklungsleistungen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,3
Gesamtleistung 0,1 0,0 0,0 0,0 0,2 0,3 9,8 9,1
Segmentvermögen 7,7 8,2 0,1 0,0 0,9 0,8 37,6 36,4
Investitionen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,7 1,1

1. Januar bis 30. Juni 2007

VIII. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Zum 30.06.2007 beschäftigte der Group Technologies-Konzern rund 119 Mitarbeiter (Vj. 107 Mitarbeiter). Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen enthalten weder Auszubildende noch Vorstände.

Die Aufteilung in die einzelnen Bereiche kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:

Funktion Teilfunktion Personal Personal
30.6.2007 30.6.2006 Ø 1 HJ 2007 Ø 1 HJ 2006
Kundennaher Bereich Service 30 28 29,6 29,3
Sales 33 24 31,3 24,6
Marketing 3 4 3,0 4,0
Total Kundennaher
Bereich
66 56 63,9 57,9
Forschung und Entwicklung 36 35 35,7 36,5
Management/Verwaltung 17 16 16,2 17,3
Total Konzern 119 107 115,8 111,7

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernzwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Wir haben die Konzernobergesellschaft und die geschäftsstärkste Tochtergesellschaft GEDYS IntraWare GmbH einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterziehen lassen. Für beide Gesellschaften wurde festgestellt, dass auf der Grundlage der prüferischen Durchsicht keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die zur Annahme veranlassen, dass der Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis zum 30. Juni 2007 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt worden ist oder ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt.

Eisenach, 30. August 2007

Der Vorstand

Joerg Ott Markus Ernst

1. Januar bis 30. Juni 2007

Herausgeber

Group Technologies AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach

Zukunftsorientierte Aussagen

Dieser Bericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nach zuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Kontakt

Group Technologies AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach Tel. +49 3691 7353-0 Fax +49 3691 7353-99 www.group-technologies.com [email protected]