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GBS Software AG Annual Report 2014

Jun 30, 2015

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Annual Report

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Geschäftsbericht

zum 31. Dezember 2014

GBS Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

Vorwort des Vorstandes 3
Vorwort der operativen Verantwortlichen 5
Vorwort der Finanzleitung 7
Bericht des Aufsichtsrates 8
Lagebericht 12
1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 14
2. Ertragslage 26
3. Finanzlage 27
4. Vermögenslage 28
5. Forschung und Entwicklung 29
6. Zweigniederlassungen 30
7. Mitarbeiter 30
8. Management 31
9. Nachtragsbericht 32
10. Chancen- und Risikobericht 32
10.1 Allgemeine Grundsätze 32
10.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit 35
10.3 Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit 38
11. Schlusserklärung des Berichts des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen 39
Anhang 44
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 45
II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 47
III. Sonstige Angaben 55

Vorwort des Vorstandes

Vorwort des Vorstandes

Sehr geehrte Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter,

Adressbuch, Videokamera, Landkarten, Diktiergerät, CD- oder DVD-Spieler, die Gelben Seiten, Restaurantführer, Taschenrechner und Software. Was haben diese Dinge gemeinsam?

Für jedes einzelne Produkt und für alle zusammen gilt: sie sind bereits, oder sind im Prozess, Opfer einer erdrutschhaften Veränderung ihrer Märkte zu werden. Diese sind getrieben von einer neuen Generation von Innovationen, die die Fähigkeit und Energie besitzen, selbst jahrzehntelang stabile Unternehmen und Branchen in einer Zeitspanne von Monaten oder auch Tagen zu unterminieren und sogar bis zum Einsturz zu bringen.

Der sich bereits vergangenes Jahr abzeichnende Trend hat sich nicht nur fortgesetzt, sondern weiter verstärkt. Die Auswirkungen rütteln nunmehr auch an den Grundsäulen der Betriebswirtschaft:

Waren bisher Preisreduzierungen bei gleichzeitiger Qualitätsverbesserung in Verbindung mit Funktionserweiterungen schlichtweg ausgeschlossen, machen zumindest in der Softwarebranche die neuen Entwicklungsverfahren, die sich vom klassischen Release Management mit umfangreichen Qualitätssicherungsmaßnahmen hin zum modernen agilen Minimal-Release (Agile-Development) verändern, dies nicht nur möglich, sondern auch zum Nonplusultra des Erfolges einer Softwarefirma.

Beim Agile-Development wird anstelle einer langjährigen Release- und Funktionsplanung durch die Experten einer Entwicklungsabteilung ausschließlich auf den zukünftigen Nutzer der Software abgezielt, man geht bei der Entwicklung schon auf technische und soziale Herausforderungen des Nutzers ein. Dabei spielt die Qualitätssicherung eine untergeordnete Rolle und wird von der Usability – also der Nutzbarkeit des Produktes durch den Kunden – dominiert; mit anderen Worten, der Nutzer entscheidet über die Weiterentwicklung des Produktes durch direkte Einflussnahme als Qualitätssicherer im Realtime Verfahren. Über eine Milliarde mobile Endgeräte, das allgegenwärtige Highspeed Internet mit seinen Nutzungsstandards, das sich verändernde Userverhalten und die Bereitschaft selbst der globalen Unternehmen sich diesem Verhalten zu unterwerfen, machen genau dies möglich.

Wir spüren die Auswirkung dieser Markt- und Branchen-Entwicklungen bereits heute. So zeigt sich ein verändertes Kaufverhalten in der Nachfrage nach Produkt-Mietmodellen und Preisen, sowie der Tendenz, die Funktionen und Leistungen unserer Produkte anstelle von Vor-Ort-Installationen, als Service anzufragen (Off-Premise-Lösungen). Gleichzeitig erwarten unsere Kunden von uns die Richtungsvorgabe für die Kommunikationsplattform E-Mail, nach der sie dann ihre interne Planung zumindest validieren können. Der Trend im Markt für E-Mail Anwendungen bewegt sich zunehmend von der Migration einer E-Mail Plattform zur Integration der gesamten elektronischen Unternehmenskommunikation. Dabei wird sich die Rolle von E-Mail in der Zukunft dramatisch verändern.

Unsere Gesellschaft wird sich gezielt auf diese Entwicklung einstellen und mit strategischen Partnerschaften und Akquisitionen für die Zukunft positionieren. Zusätzlich werden wir unsere Produktpalette durchforsten und auf die

Vorwort des Vorstandes

neuen Anforderungen hin überprüfen, um die Weichen für deren Zukunft zu stellen. Dabei gehen wir gezielt von Integration, Kombination und Austausch von Teilen unserer Produktpalette aus.

Dazu bedienen wir uns – allein schon aus Kostengründen – bevorzugt der Einbindung am Markt bestehender Lösungen in unsere iQ.Suite. Das setzt voraus, dass wir schnellstmöglich die Plattformunabhängigkeit unserer Produkte erreichen. Wesentlich dafür wird die Gewinnung des entsprechenden Know-hows, entweder durch Zukauf, eine strategische Partnerschaft oder durch Beauftragung, sein.

Wir sind hier auf gutem Wege und erwarten im Laufe des Jahres entsprechende Erfolge vermelden zu können. Das Management ist sich der schwierigen Aufgabe bewusst, den Spagat von der alten in die neue Welt der IT zu vollziehen, ohne dabei Rückschritte in Kauf nehmen zu müssen. Unsere derzeitige Position im Markt unterstützt jedoch unsere Strategie und ermöglicht es dem Management die entsprechenden Maßnahmen einleiten zu können, um unsere Gesellschaft optimal zu positionieren.

Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Einsatz für die Gesellschaft in einem sich in Bewegung befindlichen Markt unsere Strategie mit Leben füllen und auch durch ihre ständige eigene Weiterentwicklung unser Profil bei Kunden und Partnern weiter schärfen. Mein Dank gilt darüber hinaus in hohem Maße auch Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die mit viel Geduld und Ausdauer unser Unternehmen begleiten.

Eisenach im Juni 2015

Der Vorstand

Jörg Ott

Vorwort der operativen Verantwortlichen

Vorwort der operativen Verantwortlichen

Sehr geehrte Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter,

GBS blickt auf ein Jahr zurück, in dem wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen wurden. Im Ergebnis konnte die Profitabilität des operativen Geschäfts gesteigert werden. Gleichzeitig wuchs der Umsatz bedingt durch die Generalvertreterschaft für die GBS PAVONE Groupware GmbH. Darauf können wir zu Recht stolz sein und alle beteiligten Mitarbeiter und Geschäftspartner verdienen unseren uneingeschränkten Dank.

Getragen wird unser Unternehmen von exzellenten und weit über das normale Maß hinaus engagierten Mitarbeitern sowie verlässlichen, flexiblen und leistungsstarken Partnern. Insbesondere im Markt für E-Mail-Management mit Schwerpunkt auf Sicherheit, zählen wir zu den führenden Unternehmen in Deutschland. Das zeigt sich beispielsweise darin, dass die Mehrheit der deutschen Privatkundenbanken – einer Branche mit besonders hohen Anforderungen an Datensicherheit – auf unsere Lösungen und Services vertrauen. Der fortschreitende Wandel in der IT-Welt fordert hier weiterhin eine schnelle Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit, Trends zu erkennen und zu setzen. Dies sehen wir als eine wesentliche Expertise der GBS.

Die Globalisierung führt dazu, dass immer mehr Menschen über mehrere Zeitzonen, Grenzen und Kulturen hinweg zusammenarbeiten. Anwendungen, mit denen Unternehmen ihre Geschäftstätigkeiten und die Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter über zeitliche und räumliche Distanzen hinweg ermöglichen, gewinnen an Bedeutung.

Der zunehmende Wandel der Kommunikation, des Informationsflusses und der Zusammenarbeit im und zwischen den Unternehmen verändert die Organisation, die Informationsströme, die Prozesse und die Kultur im Geschäftsverkehr radikal. Der Trend zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen ist hier ein treibender Faktor und stellt Unternehmen vor ganz neue Anforderungen rund um Sicherheit, Agilität und die Integration von Cloud Services.

Um unsere Kunden bei diesem Wandel zu begleiten, haben wir uns 2013 und 2014 neu aufgestellt und damit die Weichen für den zukünftigen Erfolg gestellt.

Im Fokus des operativen Geschäftes stand 2014 die Umsetzung der Strategie, die Position von GBS als plattformunabhängigen Anbieter im Bereich Collaboration und E-Mail-Sicherheit weiter zu festigen. In diesen beiden Segmenten wurden entscheidende Fortschritte erzielt, welche beispielsweise die Integration von Web und Mobile Technologien betrifft. Im Ergebnis ergeben sich hier Chancen für Anwenderunternehmen, moderne Formen der Zusammenarbeit und damit Innovationen zu fördern. Collaboration-Technologien werden den Arbeitsplatz der Zukunft damit produktiver, sicherer und effizienter gestalten.

Die Gliederung unseres Portfolios nach den vier Competence Centern Security, Portal & BPM, Mobility und Modernization wurde 2014 abschließend und erfolgreich umgesetzt. Mit der Einführung des AppDesigners und der dazugehörigen Connectors2Sharepoint Integration sowie dem Ausbau unseres Angebots von Verschlüsselungslösungen in der iQ.Suite Produktlinie wurden damit wesentliche Akzente gesetzt.

Vorwort der operativen Verantwortlichen

Dies wurde auch von unabhängigen Dritten, den Analysten der Experton Group, wiederholt honoriert. So konnte GBS als Leader im Social Business Vendor Benchmark ihre führende Rolle untermauern und belegte zugleich ihre Sicherheits-Expertise als Rising Star im Security Vendor Benchmark.

Im Ergebnis hat GBS ihr Profil weiter geschärft und die Marktabdeckung im Collaboration-Markt verbessert. So konnten neue Kunden und Partner aus bisher für die GBS technologiebedingt nicht zugänglichen Marktsegmenten in 2014 hinzu gewonnen werden.

Wir werden in 2015 und den folgenden Jahren unser Profil als innovativer und plattformunabhängiger Partner für Collaboration-Lösungen schärfen, weiter wachsen und dabei unsere Profitabilität wesentlich verbessern. Das Ergebnis sollte eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes für unsere Aktionäre sein.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit bei unseren Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären. Besonders herzlich danken wir unseren Mitarbeitern, die mit ihrem Einsatz und Know-how das Rückgrat unseres Unternehmens sind.

Eisenach im Juni 2015

Constanze Zarth

Chief Operations Officer

Vorwort der Finanzleitung

Vorwort der Finanzleitung

Sehr geehrte Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter,

das Geschäftsjahr 2014 war geprägt durch den Abschluss des exklusiven Generalvertretungsvertrages mit der GBS PAVONE Groupware GmbH. Durch die Betreuung der Kunden der GBS PAVONE Groupware GmbH konnten wir unseren Umsatz um 9% (knapp 1 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr steigern. Auch die Gesamtleistung der GBS Software AG wurde hierdurch um 3% gesteigert. Da die GBS Software AG hierfür neben den Service- und Vertriebskosten der GBS PAVONE Groupware GmbH auch die Kosten der strategischen Produktentwicklung für das Geschäftsjahr 2014 übernommen hat, erhöhte sich der Wareneinsatz ebenfalls um knapp 1 Mio. EUR. In dieser Erhöhung sind die Kosten der strategischen Produktentwicklung von 0,5 Mio. EUR enthalten. Insgesamt entstanden im Geschäftsjahr 2014 rund 1,2 Mio. EUR Aufwendungen aus Sondereffekten, wie z.B. die strategische Produktentwicklung, Verkürzungen der Nutzungsdauer von Produkten in Höhe von 0,2 Mio. EUR, Abfindungszahlungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR, Korrekturen zu Forderungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR, Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 0,1 Mio. EUR und periodenfremde Aufwendungen. Bereinigt man das Betriebsergebnis um diese Sondereffekte, so beläuft es sich auf +0,6 Mio. EUR. Das operative Betriebsergebnis der Gesellschaft beläuft sich auf 0,9 Mio. EUR, bereinigt um die Sondereffekte auf 1,5 Mio. EUR.

Für 2015 sehen wir weiterhin einen positiven Trend mit einem konservativen Umsatzwachstum von 3% bei einem Betriebsergebnis von 1 Mio. EUR. Hierin zeigt sich die operative Leistungsfähigkeit der Gesellschaft mit einem Beitrag von über 2 Mio. EUR zum Betriebsergebnis. Diese positive Entwicklung wird sich dann 2016 weiter fortsetzen und vermutlich verstärken.

Mit der am 18. Dezember 2014 beschlossenen Ausgliederung großer Teile des operativen Geschäftsbereichs in die GROUP Business Software Europa GmbH, erhöhen wir zudem die Transparenz der Leistungs- und Zukunftsfähigkeit.

Daneben plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 einen Konzernabschluss für die GBS Software AG Gruppe zu erstellen, der jedoch, da keine gesetzliche Verpflichtung zur Konzernabschlusserstellung besteht, nicht im Prüfungsumfang des Wirtschaftsprüfers enthalten sein wird.

Eisenach im Juni 2015

Marion Betz

Chief Financial Officer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat erstattet hiermit Bericht über die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Geschäftsjahr 2014. Wir blicken auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2014 zurück, das uns in einem sich verändernden Markt vor neue Herausforderungen stellte und damit intensive Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erforderte und zu wesentlichen Strukturänderungen führte.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstandes haben wir die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat intensiv behandelt. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab.

Im Berichtsjahr fanden elf ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates statt. In diesen Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sowie über die Finanz- und Investitionsplanung als auch die Kosten- und Umsatzentwicklung und die Liquiditätslage. Außerdem informierte der Vorstand über Vorgänge von besonderer Bedeutung auch außerhalb von Sitzungen auf schriftlichem und mündlichem Wege.

Die Schwerpunkte der Erörterungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat 2014 lagen im Bereich der Refinanzierung der Gesellschaft, der Unternehmensstrategie, des Jahresabschlusses und der im Rahmen der Hauptversammlung am 18.12.2014 beschlossenen Strukturmaßnahmen. Diese umfassten die Kapitalherabsetzung des Stammkapitals der GBS Software AG, die Ausgliederung eines operativen Geschäftsbetriebes auf die 100%-ige Tochtergesellschaft GROUP Business Software Europa GmbH, den Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages zwischen der GBS Software AG und ihrer Tochtergesellschaft GROUP Business Software Europa GmbH und die Änderung der Firma GROUP Business Software AG in die GBS Software AG.

Sofern sich berichtswürdige Ereignisse außerhalb des Informationszeitraums ereignet haben, wurde der Aufsichtsrat umgehend durch den Vorstand informiert. Die relevanten Themen wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat eingehend erörtert.

Wir, der Aufsichtsrat, waren in alle Entscheidungen, die für die GBS Software AG von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden.

Über die Entwicklung der Bilanzpositionen und der Ergebnisse auch vor dem Hintergrund der Übernahme der Generalvertreterschaft für die GBS PAVONE Groupware GmbH wurde der Aufsichtsrat umfassend in Kenntnis gesetzt. Die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden strategischen Chancen und Risiken der weiteren Unternehmensorientierung sowie über das Risikomanagement hat der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand diskutiert

und die entsprechenden Maßnahmen und Entscheidungen mit begleitet. Das Risikomanagement der Gesellschaft unterzog der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzung am 18.03.2014 einer gesonderten und intensiven Prüfung.

Strategische Fragen

Der Vorstand und das Management berichteten ausführlich und regelmäßig über den operativen Geschäftsverlauf, die Geschäftsergebnisse und strategisch relevante Entwicklungen. Insbesondere die Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Optionen rund um ein mögliches Partnering wurden in mehreren Sitzungen intensiv diskutiert.

In den Sitzungen vom 06.02.2014 und vom 11.09.2014 erörterte der Aufsichtsrat die Rahmenbedingungen in einem sich verändernden Markt und die daraus resultierenden Änderungen in der Marktbearbeitungsstrategie und der Unternehmensstruktur.

Zustimmungspflichtige Geschäfte

Nach der Geschäftsordnung des Vorstandes und des Aufsichtsrates bedürfen bestimmte Geschäfte und Maßnahmen, insbesondere die Finanz- und Investitionsplanung der Zustimmung des Aufsichtsrates.

Im Rahmen dieser Zustimmungsvorbehalte erörterte und verabschiedete der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 06.02.2014 die Finanz- und Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2014.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen vom 18.03.2014, vom 28.04.2014, vom 06.05.2014, vom 06.06.2014, vom 20.06.2014 und vom 11.09.2014 über anstehende Maßnahmen der Refinanzierung der Gesellschaft, mögliche Finanzierungspartner, die Gesprächsverläufe und die Konditionen einer Refinanzierung mit dem Vorstand beraten.

Die Sitzungen vom 23.10.2014 und vom 03.11.2014 umfassten auch die der Hauptversammlung vorzulegenden Beschlussvorschläge zur Kapitalherabsetzung, zur Änderung der Firma, zum Entwurf des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages zwischen der GBS Software AG und der GROUP Business Software Europa GmbH über die Ausgliederung eines operativen Geschäftsbereiches und zum Entwurf des Gewinnabführungsvertrages zwischen der GBS Software AG und der GROUP Business Software Europa GmbH.

Ausschüsse/Beirat

Im Berichtszeitraum wurden keine Ausschüsse gebildet.

Mit Beschluss vom 18.12.2014 berief der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vorstandes gemäß § 15 Abs.2 der Satzung der GBS Software AG einen Beirat und bestellte die Herren Norbert Kind, Ransbach-Baumbach, und Dr. Jens Neiser, Warngau, zu Beiratsmitgliedern. Der Beirat soll den Vorstand in allen ihm vorgelegten Angelegenheiten und der Anbahnung und dem Abschluss zustimmungspflichtiger Geschäfte beraten. Der Aufsichtsrat beschloss hierzu ebenfalls am 18.12.2014 eine entsprechende Geschäftsordnung für den Beirat. Die Geschäfts-

ordnungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden entsprechend angepasst. Die erste, konstituierende Sitzung des neuen Beirates fand am 11.02.2015 statt.

Sitzungen und Teilnahme

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2014 in elf regelmäßigen Sitzungen. Berichtspflichtige Vorgänge in Bezug auf die Häufigkeit der Sitzungsteilnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrates liegen nicht vor.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die GBS Software AG orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist für die Organe der Gesellschaft selbstverständlich. Im Dezember 2002 erfolgte die erste Entsprechenserklärung; weitere folgten am 17. März 2003, am 3. Mai 2004, am 07. Juni 2005, am 04. Juli 2006, am 23. April 2007, am 17. April 2008, am 20. April 2009 sowie am 19. April 2010.

Wie in den Jahren 2011 bis 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat auch in 2014 beschlossen von der Erstellung der Entsprechenserklärung, deren Abgabe aufgrund der Notierung im Entry Standard nicht vorgeschrieben ist, abzusehen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 gehörten dem Aufsichtsrat die Mitglieder Praschinger, Malsch und Dr. Berz an. Es gab im Laufe des Geschäftsjahres keine Veränderungen.

Jahresabschlussprüfung 2014

Der von der Hauptversammlung am 26.06.2013 gewählte Abschlussprüfer Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden hat den nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der GBS Software AG zum 31. Dezember 2014 sowie den Lagebericht geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. In die Prüfung wurden auch die Buchführung und das interne Kontrollsystem einbezogen. Zusätzlich hat Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden, den Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG ("Abhängigkeitsbericht") geprüft.

Zum Abhängigkeitsbericht hat Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden, folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 313 Abs. 3 AktG erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  • bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Abhängigkeitsbericht als auch die Prüfberichte vollständig und rechtzeitig vorgelegt. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 18.03.2015 wurden die Abschlussunterlagen in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt und vom Aufsichtsrat mit Blick auf die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Abschluss, den Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht und die Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung am 15.04.2015 seine Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss und den Lagebericht gemäß § 171 Aktiengesetz gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und ihre hervorragenden Leistungen im Geschäftsjahr.

Eisenach/Karlsruhe, im April 2015

Der Aufsichtsrat

Johann Praschinger, Vorsitzender

Lagebericht zum 31. Dezember 2014

GBS Software AG (vormals GROUP Business Software AG), Eisenach

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 14
2. Ertragslage 26
3. Finanzlage 27
4. Vermögenslage 28
5. Forschung und Entwicklung 29
6. Zweigniederlassungen 30
7. Mitarbeiter 30
8. Management 31
9. Nachtragsbericht 32
10. Chancen- und Risikobericht 32
11. Schlusserklärung des Berichts des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen 39

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftsbedingungen

Unternehmen, die auf moderne Informationstechnologie (IT) setzen, wachsen deutlich schneller und schaffen mehr Arbeitsplätze als Unternehmen, die sich beim Einsatz neuer Technologien zurückhalten. Das hat eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) 2013 mit dem Titel "Der Zeit voraus" gezeigt.

In Deutschland haben die Technologieführer unter den KMUs (kleinere und mittlere Unternehmen) zwischen 2010 und 2013 zehn Prozentpunkte mehr Arbeitsplätze geschaffen und ihren Umsatz um 16 Prozentpunkte mehr gesteigert als die Nachzügler. Würden drei von zehn Mitläufern und nur jeder zehnte deutsche Nachzügler auf neue IT umsteigen, so die Studie, könnten 670.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und 110 Milliarden EUR zusätzlich umgesetzt werden.

Das Geschäftsklima und die Investitionsbereitschaft in Deutschland im Jahr 2014 waren konjunktur- und finanzmarktbedingt positiv. Grundsätzlich investierten Unternehmen stark in neue Mitarbeiter und neue Technologien. Wachstumstreiber waren im 2. Halbjahr 2014 insbesondere Services und Software. Dabei zeigt sich bei Unternehmen jedoch eine gewisse Unsicherheit darin, auf welche Technologien sie für die Zukunft setzen und wie anstehende Modernisierungsprojekte realisiert werden sollen.

Insbesondere die Rahmenbedingungen für Datenschutz, Privatsphäre und Sicherheit von IT-Infrastrukturen – auch im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit staatlicher Eingriffe – aber auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Sicherheitsrisiken führten auf Seiten der Unternehmen zu viel Verunsicherung und mündeten in wachsendem Misstrauen gegenüber modernen und innovativen Technologien. Dies bremst Investitionen und beeinflusst die Innovationskraft der Unternehmen. Die Möglichkeiten, die Cloud-Services, die Mobilisierung von Anwendungen, aber auch moderne Business-Process-Management- und Collaborations-Lösungen bieten, werden dadurch nicht genutzt.

Die Nutzungsmöglichkeiten des Internets sind in nahezu allen Unternehmen angekommen und werden praktisch gelebt (98%). E-Mail-Kommunikation findet mittlerweile in 97% der Unternehmen statt. Die deutlich gestiegene Verbreitung von Notebooks um 14%, von Smartphones/Netbooks um 8% und von Cloud-Computing um 5% bestätigt den Digitalisierungstrend auf breiter Front.

Auch die mobile Anbindung der Kommunikation an die Unternehmensnetze hat sich nochmals verstärkt. Besonders signifikant sind die Veränderungen bei der Postfach- und Kalendersynchronisation um 22% und der direkte Zugriff aufs Firmennetzwerk um 15%. Die Anzahl der Unternehmen, die überhaupt keinen externen Zugriff anbieten, ist hingegen im selben Zeitraum deutlich zurückgegangen (16%).

Im Ergebnis steht damit eine deutlich steigende digitale Vernetzung auf allen Ebenen, die auch auf eine steigende Relevanz der IT-Sicherheit in Unternehmen hinweist.

1 Quelle: DsiN Sicherheitsmonitor zur IT-Sicherheitslage in Deutschland 2014

Dabei fällt ein Paradox ins Auge: Obwohl Sicherheitsfragen in Unternehmen als wichtig empfunden werden – auch im Lichte der NSA-Enthüllungen – mangelt es an einer wirksamen Umsetzung. Unkenntnis, organisatorische Defizite sowie Überforderung spielen eine Rolle – bei der Sicherung des elektronischen Mail-Verkehrs bis zum mobilen Internet.

In einer Welt, in der Anforderungen und die zur Verfügung stehenden Lösungen immer komplexer werden, kommt es auf einen kompetenten Partner mit umfassendem Know-how an. Die GBS Software AG versteht sich mit ihrer Expertise als Wegweiser, wenn es um das Verstehen von Herausforderungen und Finden der bestmöglichen Antwort geht. Kunden, die auf Best-of-Breed-Lösungen (Kunden wählen unabhängig vom Anbieter und der Plattform die beste Lösung) setzen – hier die Koexistenz unterschiedlicher Plattformen – fordern Unterstützung im Zusammenspiel der Plattformen und damit umfassendes Know-how zu beiden Plattformen. Die GBS Software AG hat sich hier strategisch mit den vier Competence Centern zielgenau positioniert.

In vier Competence Centern haben wir dazu unser Know-how gebündelt: Security, Portal & BPM, Mobility und Modernization. Auf fachlicher wie auch vertrieblicher Seite stehen unsere Experten mit Rat und Tat zur Seite, um gemeinsam die für unsere Kunden optimale Lösung zu finden.

Basis für unsere Arbeit ist die umfassende Erfahrung aus zahlreichen weltweiten Projekten und das resultierende Best Practice Wissen. Innovationen, wie Social Business oder Mobile Enabling von Anwendungen, sind dabei genauso Bestandteil unserer Leistungen wie die Verbesserung der Informationssicherheit und das Aufsetzen effizienter Geschäftsprozesse inklusive Portal-Anbindung. Ein entscheidender Vorteil ist dabei die Vernetzung der Competence Center untereinander. So profitieren Unternehmen übergreifend vom Wissen unserer Experten, die sich eng thematisch miteinander abstimmen.

Die GBS Competence Center im Detail:

Competence Center Security

Bereits seit 2013 führen der NSA-Skandal und die daraus resultierende Verunsicherung der Unternehmen zu einer wachsenden Anzahl von Anfragen zu IT-Security Lösungen. Dabei standen Datenschutz und Datensicherheit im Fokus.

Die E-Mail ist das meist genutzte Kommunikationsmedium im Unternehmen. Auch die Menge der versandten Unterlagen/E-Mails hat 2014 nochmals deutlich zugelegt. So sind in fast allen Bereichen auch in 2014 zweistellige

Zuwachsraten zu verzeichnen gewesen. Insbesondere der zunehmende Versand von Rechnungen und Verträgen trug zu diesem Wachstum an E-Mails im Geschäftsverkehr bei. Gleichzeitig führt dies aber auch zu einem steigenden Sicherheitsbedarf für die E-Mail-Kommunikation, den viele mittelständische Unternehmen nur langsam erkennen.

Auch im Geschäftsjahr 2014 zeigte sich die Bedeutung der iQ.Suite-Module für Kunden und Partner. So gelang es insbesondere über die Verschlüsselungstechnologie neue Bank- bzw. Mittelstandskunden zu gewinnen und zu binden.

Der Weiterentwicklung der Verschlüsselungstechnologie kam somit hohe Bedeutung zu. So unterstützt die iQ.Suite den Versand von vertraulichen E-Mail-Anhängen mittels hochsicherer und patentierter TÜV-zertifizierter Cloud-Technologie. Die Cloud-Strategie ergänzt das Modul iQ.Suite WebCrypt Live, mit dem eine E-Mail-Verschlüsselung als Cloud-Lösung bereitgestellt wird.

Die Verschlüsselungslösung iQ.Suite Crypt Pro der GBS Software AG wird auf dem vorhandenen Mailserver integriert und macht eine Installation auf den Arbeitsplätzen überflüssig. Der gesamte Prozess der Ver- und Entschlüsselung wird auf dem Server realisiert. Das zentrale, serverbasierte Verfahren reduziert die Anzahl notwendiger Schlüssel sowie Zertifikate, integriert PKI-Strukturen und ermöglicht so ein effizientes Schlüssel- und Zertifikatsmanagement. iQ.Suite Crypt Pro unterstützt zudem die gängigen Verfahren wie PGP und S/MIME.

Die Integration der Lösung ist sowohl unter IBM Notes/Domino als auch Microsoft Exchange/SMTP möglich und erlaubt einen geräteunabhängigen Einsatz auf Smartphones und Tablets, so dass mit dieser Lösung auch zusätzlich die Datensicherheit bei der Anbindung von mobilen Endgeräten gewährleistet wird. In diesem Zusammenhang erweiterten wir auch den Zugriff auf iQ.Suite durch mobile Endgeräte mittels iQ.Suite Anywhere.

iQ.Suite Anywhere ist die Kombination aus iQ.Suite App für Apple iOS und dem neuen iQ.Suite WebClient. Damit haben Nutzer ab sofort ob von Desktop, Laptop, Tablet oder Smartphone Zugang zur iQ.Suite. Anwender können die iQ.Suite via App auf Ihren mobilen Endgeräten oder mit dem WebClient in einem beliebigen Browser verwenden.

Zur Unterstützung der Unternehmen in der Bewältigung der E-Mailflut wurden die Funktionalitäten der iQ.Suite-Module zur intelligenten Steuerung des E-Maileinganges optimiert. Damit haben Unternehmen die Möglichkeit, die Belastung ihrer Mitarbeiter mit elektronischen Anfragen bzw. E-Mails außerhalb der Arbeitszeit angemessen zu steuern.

Zusätzlich traten wir im Juli 2014 dem TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e.V. bei. Diesem Kompetenznetzwerk gehören neben wichtigen Behörden, öffentlichen Einrichtungen und Institutionen wie etwa die Fraunhofer-Gesellschaft oder das Bundeskriminalamt auch Global Player an. In Verbindung mit dem Qualitätszeichen "IT Security made in Germany" können wir unseren Kunden so ein sichtbares Zeichen hinsichtlich der Zuverlässigkeit unserer E-Mail-Managementlösung iQ.Suite geben.

Eine wichtige Weiterentwicklung in 2014 war die Verbindung der E-Mail-Kommunikation mit Social Business und Collaboration Plattformen durch iQ.Suite Connect. Es ermöglicht die Ablage von E-Mail-Anhängen in den führenden Social Business Plattformen Microsoft SharePoint und IBM Connections. Automatisierte Prozesse mit intelligenter Klassifizierung für geschäftliche Inhalte sorgen dabei für die nötige Effizienz. Im Ergebnis werden Dateianhänge in E-Mails durch Links bzw. Verweise auf die Ablage ersetzt. Durch integrierte Mechanismen wird eine doppelte Ablage von identischen E-Mail-Anhängen in den Social Business Systemen vermieden. In Kombination mit iQ.Suite Watchdog und iQ.Suite Wall wird zudem sichergestellt, dass nur viren- und spamfreie E-Mails abgelegt werden.

Dank der wachsenden Plattformunabhängigkeit der iQ.Suite können wir Kunden jedweder Couleur bedienen und sind damit auch offen für Unternehmen, die kurz- oder mittelfristig einen Wechsel ihrer E-Mail-Umgebung oder die Kombination verschiedener Plattformen im Sinne einer Koexistenz – eine Form der stufenweisen Modernisierung – planen.

Competence Center Modernization

In vielen Unternehmen ist die IT-Infrastruktur über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen und Investitionen in deren Modernisierung wurden, sei es aus wirtschaftlichen Gründen oder aus Unsicherheit hinsichtlich der besten Lösung, oft zurückgestellt. Das betrifft die E-Mail-Kommunikation, Collaboration Lösungen oder selbst entwickelte Anwendungen. Dabei haben viele dieser Bereiche einen massiven Wandel erfahren oder stehen vor einer notwendigen, aber oft komplexen Modernisierung.

Das Competence Center Modernization ist Navigator in diesem Umfeld. Unsere Experten helfen Kunden bei der Modernisierung oder Neuausrichtung ihrer Anwendungsumgebungen. Professionelles Know-how, intelligente Werkzeuge und umfassende Erfahrungen aus zahlreichen Kundenszenarien sind die Basis für erfolgreiche Modernisierungsprojekte. Dabei werden alle Facetten einer auf Flexibilität und Wirtschaftlichkeit ausgerichteten IT-Strategie berücksichtigt. Dies umfasst beispielsweise mögliche Betriebsmodelle, wie On-Premise, Software-asa-Service und Public oder Corporate Cloud.

Kernprodukte neben der Service- und Beratungsleistung des Competence Centers Modernization sind der GBS AppDesigner und der GBS AppDesigner Connector2SharePoint, welche die Anwendungsentwicklung wesentlich vereinfachen, flexibilisieren und die Koexistenz mehrerer Plattformen ermöglichen. Zusätzlich ermöglicht der GBS AppDesigner Mobile die unmittelbare Nutzung der neu entwickelten Anwendungen auf mobilen Endgeräten.

Mithilfe des GBS AppDesigners entwickelten wir 2014 den Meeting Manager. Dieses im September 2014 vorgestellte Tool ermöglicht die effiziente Planung, Durchführung und Nachverfolgung von Meetings mit jedem Webbrowser. Dabei unterstützt die Lösung Anwender in allen Meeting-Phasen – von der Vorbereitung über die Protokollierung hin zur Nachbereitung – mit strukturierten Abläufen und intuitiver Bedienung.

Zunehmend wechseln Kunden von der IBM Lotus Notes-Plattform zur Microsoft SharePoint-Plattform. Zur Migration der E-Mail-Umgebung entwickelten wir 2014 das Angebot Easy Move, um Unternehmen beim Plattformwechsel oder einer ressourcenschonenden Koexistenz entsprechend zu unterstützen.

Wir verfügen über umfassendes und tiefgehendes Wissen zur IBM Lotus Notes-Technologie, was Ausgangspunkt einer erfolgreichen Modernisierung der auf dieser Plattform von Kunden genutzten Applikationen ist. Ergänzt wird diese Expertise durch das in den letzten fünf Jahren ausgebaute Wissen zu Microsoft Exchange als häufigste Zieltechnologie. Über die Schwestergesellschaft GBS PAVONE Groupware GmbH ergänzt die GBS Software AG ihre Kompetenzen weitreichend um die browserbasierten Technologien.

Um das Leistungsportfolio für unsere Firmenkunden um die Beratung und Integration der Microsoft Plattform SharePoint zu erweitern, schloss die GBS Software AG zusätzliche strategische Partnerschaften mit führenden Dienstleistern mit entsprechender SharePoint Expertise ab.

Competence Center Mobility

Menschen arbeiten heute zunehmend mobil. Sie benötigen überall und jederzeit Zugriff auf Informationen. Dabei spielt es keine Rolle auf welchen Geräten diese Informationen abgerufen werden. Smartphones und Tablet PCs sind längst zu Begleitern im Geschäftsleben geworden. Diese Mobilisierung basiert auf der zunehmenden Digitalisierung von Arbeits- und Kommunikationsprozessen und verschafft Unternehmen wichtige Vorteile bei der Gewinnung neuer, junger Talente.

Das bedeutet für unsere Kunden eine neue Form der Bereitstellung ihrer Anwendungen für Mitarbeiter, Partner oder Kunden. Wollen sie wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie ihre Geschäftsprozesse neu gestalten und sich auf unterschiedliche Geräte und Betriebssysteme ausrichten.

Dabei kristallisierten sich zwei Mobile-Enterprise-Plattformen als zentral heraus; Android verfügt über den größten Verbreitungsgrad, aber iOS unterstützt Geschäftsanwendungen optimaler.

Mobile Apps werden zunehmend Kernbestandteil der Unternehmensanwendungen. Sie müssen in die internen Systeme integriert und gemanagt werden. Daraus folgt, dass Unternehmen mehr Mobility-Programme brauchen.

Diese beschränken sich inzwischen nicht mehr auf technische Fragen der Vernetzung und der Geräteverwaltung. Es gilt, möglichst viele interne Prozesse für die mobile Nutzung aufzubereiten. Ziel muss sein, jedem Mitarbeiter die Arbeit von jedem Ort und jedem Gerät aus zu ermöglichen.

Die GBS Software AG unterstützt beim Einstieg in die mobile Arbeitswelt. Unsere Experten kennen die Herausforderungen und haben die passenden Antworten. Beginnend bei Mobile Device Management (MDM) – der Verwaltung unterschiedlicher Endgeräte und mobiler Betriebssysteme bis hin zur Mobilisierung von vorhandenen Geschäftsanwendungen – wir bieten Mobility Lösungen aus einer Hand.

Dabei zeigen sich Schnittmengen zwischen den Competence Centern, denn einerseits werden vorhandene iQ.Suite Module mobilisiert oder mit Unterstützung durch den GBS AppDesigner neue Anwendungen direkt für die mobilen Endgeräte verfügbar gemacht.

Competence Center Portal & BPM

Business-Process-Management – kurz BPM – gilt als wesentlicher Erfolgsfaktor, um Agilität, Produktivität und Effizienz im Unternehmen sicherzustellen. Schnelligkeit ist heute in engen und sich ständig verändernden Märkten oft für den Erfolg entscheidend. BPM unterstützt Unternehmen dabei, den Zugriff auf Wissen zu vereinfachen und dadurch schneller zu werden.

Unternehmenslandschaften bestehen aus Geschäftsprozessen, Software-Architekturen, Datenstrukturen und IT.

Unternehmen müssen in der Lage sein, Begriffe wie "Internet der Dinge" oder "Industrie 4.0" mit "Collaboration" zu verkoppeln und strategisch aufzugreifen. Das bedeutet, die verstärkte Vernetzung einzelner physischer Objekte und den Wandel hin zu dezentralen Produktionsprozessen in globalen Prozessen zu koppeln.

Mobilität steht dabei im Fokus der Unternehmen. Das führt zu neuen Geschäftsmodellen und muss durch Business-Process-Management aufgegriffen werden. BPM hilft bei der Schaffung neuer Geschäftsmodelle oder der Optimierung bestehender Geschäftsprozesse für mobile Anwendungen.

Workflow-, Projekt- und Wissensmanagement sind damit integraler Bestandteil einer durchdachten und mobilen Unternehmensorganisation. Im Zusammenspiel sorgen sie für eine höhere Termintreue, transparente Ressourcenauslastung und den effizienten Zugang zu Informationen. Im Kern stehen dabei neben der langjährigen BPM-Expertise des Unternehmens die GBS PAVONE Groupware Produkte Espresso Workflow für die Modellierung und Umsetzung von Workflows und als Grundlage von Portalen, das Enterprise Office und Knowledge Gateway für das Wissensmanagement und die Module des Project Managements für das Projektmanagement.

Wir gestalten geschäftsprozessgestützte Portale, welche den Zugang zu Informationen und Wissen vereinfachen und im Zusammenspiel mit durchdachten Workflows steigern unsere Kunden die Effizienz Ihrer Geschäftsprozesse und profitieren von höherer Produktivität, besserer Wirtschaftlichkeit und gesteigerter Kundenzufriedenheit.

Gleichzeitig fließt das Know-how dieses Competence Centers in die Weiterentwicklung der Technologien der anderen Competence Center ein. So stellt die Workflow-Technologie einen wesentlichen Baustein für die Modernisierung von vorhandenen Applikationen und die Verknüpfung der Applikationen mit Collaboration-Netzwerken dar.

Rahmenbedingungen des Kapitalmarktes

2014 war für den Kapitalmarkt ein durchwachsenes Jahr mit einer gemischten Bilanz. Seit Mai 2014 verlor der Euro im Verhältnis zum Dollar deutlich an Wert. Startete er mit einem Kurs von \$ 1,37 noch ins Jahr 2014 beendete er dies mit einem Kurs von \$ 1,21. Deutlich mehr als 60 Prozent der deutschen Exportgüter gehen in Länder jenseits der Euro-Zone, so dass der niedrige Eurokurs die konjunkturelle Entwicklung teilweise positiv beförderte.

Die Europäische Zentralbank senkte ihren Leitzins im Laufe des Jahres 2014 bis auf das Rekordtief von 0,05 Prozent ab. Im Juni 2014 hatte die EZB auch erstmals negative Zinsen eingeführt. Der Einlagenzins sank dadurch auf -0,1 Prozent und bis zum Jahresende 2014 auf -0,2 Prozent. Die schwache Inflation in Deutschland hat die Zinsen europäischer Staatsanleihen auf neue Rekordtiefstände gedrückt. In Deutschland fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen 2014 auf einen historischen Tiefstand von 0,69 Prozent.

Die Entwicklung des DAX war 2014 geprägt von heftigen Schwankungen, im Ergebnis lagen die Veränderungen aber im moderaten Bereich. Ende Dezember 2014 schloss der DAX bei rund 9.806 Punkten. Das Jahresplus des DAX lag bei bescheidenen 2,7 Prozent nach 25 Prozent im Vorjahr.

Die Aktie der GBS Software AG startete mit 0,305 € pro Aktie in den Januar 2014 und schloss mit 0,217 € im Dezember 2014 ab.

Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Lage

Mit der Konjunktur in der Eurozone ging es aufwärts – allerdings langsamer als erhofft. Die europäische Wirtschaft erreichte 2014 einen Wendepunkt und verzeichnete in diesem Jahr wieder ein moderates Wachstum. Trotzdem senkte die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt BIP 2014 auf 0,8 Prozent (bislang 1,2 Prozent).

Der ifo-Geschäftsklimaindex, der monatlich durch die Befragung von 7.000 Unternehmen erhoben wird, zeigte in 2014 einen wechselhaften Verlauf. Die deutsche Wirtschaft startete in guter Stimmung (Indexwert Januar 110,8) ins Jahr 2014 und blieb dies auch bis Mai. Von Juni bis Oktober trübte sich diese Stimmung aber ein, um im dritten Quartal und zum Jahresende wieder aufzuhellen (Indexwert Dezember 106,7).

Trotz der Erholung in 2014 blieb die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf einem hohen Niveau. Ursache hierfür war vor allem die schwache Nachfrage nach Produkten aus der Euro-Zone. In Schwellenländern wie Indien, Brasilien und selbst China lahmte 2014 die Konjunktur. Die Menschen und Firmen dort importierten folglich entsprechend weniger aus Europa.

Die amerikanische Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2014 überraschend stark. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,5 Prozent zu. Die weltgrößte Volkswirtschaft erwies sich damit als eine der globalen Wachstumslokomotiven.

Weltweit fielen die Preise für einige wichtige Rohstoffarten in 2014. Die relativ geringe Inflation von 0,9% war besonders durch den Rückgang der Preise für Mineralölprodukte/Energie verursacht (-6,6%). Dienstleistungen und Wohnungsmieten legten dagegen mit rund +1,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besonders stark zu.

Rahmenbedingungen der ITK-Branche (ITK = Informationstechnologie und Kommunikation)

Die Transformation in der IT-Branche zeigte sich 2014 deutlich. Die Verwerfungen, ausgelöst durch fundamentale Veränderungen (Cloud, Structured Data Exchange SDX), wurden 2014 erstmals deutlich sichtbar. Abzulesen ist dies insbesondere an den Geschäftszahlen der großen IT-Anbieter wie Cisco, IBM, HP, Oracle oder andere. 2014 haben diese Veränderungen Spuren in den Quartalsberichten der "Traditionalisten" hinterlassen. Das Geschäft innerhalb der neuen Geschäftsfelder wächst zwar, das reicht aber nicht, um die Erosion im Stammgeschäft auszugleichen.

In den Top 10 der deutschen Systemhauslandschaft gab es Wachstum meist nur noch in anorganischer Form. Dazu kommen auch noch neue Wettbewerber, der Hosting-Markt ist erwacht und befindet sich ebenfalls im Wandel – vom Low-End Webhosting in Richtung Managed Services für Unternehmenskunden.

Besser erging es 2014 hingegen dem ITK-Mittelstand. Laut Statistischem Bundesamt (Registerstand 31.05.2014) beschäftigten die 8.739 mittelständischen IT-Unternehmen 2014 insgesamt 372.745 Mitarbeiter in Deutschland und erwirtschafteten 55,2 Mrd. EUR Umsatz in 2014.

Bereits im Laufe des Jahres 2013 verbesserte sich die Ertragslage im ITK-Mittelstand kontinuierlich. Das investitionsfördernde Wirtschaftsklima beförderte diese Entwicklung in 2014 weiter, so dass laut BITKOM-Konjunkturumfrage mittlerweile 82% der mittelständischen IT-Unternehmen in 2014 eine weitere Umsatzsteigerung realisierten. Nur rund 7% verzeichneten schlechtere Geschäfte.

Wachsende Probleme bereitete der ITK-Branche in 2014 jedoch der Fachkräftemangel. 68% der Branchenunternehmen planten Neueinstellungen, die sich jedoch oft aufgrund des Fachkräftemangels nicht umsetzen ließen. Derzeit verzeichnet der IT-Mittelstand ca. 13.000 offene Stellen. Der Fachkräftemangel wirkt aber auch negativ auf die Projektkapazitäten auf der Kundenseite, so dass Projekte oft zurückgestellt oder nur verzögert werden, was den Branchenumsatz und die Innovationskraft des Standortes Deutschland schwächt.

Grundsätzlich sind die wirtschaftlichen Perspektiven für den IT-Mittelstand sehr gut. Die Bereiche IT-Dienstleistungen und Software-Entwicklung verzeichnen einen Aufwärtstrend und bieten Wachstumsmöglichkeiten. Beratungs- und IT-Expertise 'Made in Germany' sind gefragt und stehen für Qualität.

Die Top Trends im IT-Mittelstand 2014 (Quelle: 44. BITKOM-Branchenbarometer):

  • 56% IT-Sicherheit
  • 47% Mobile Computing
  • 47% Cloud Computing
  • 39% Big Data/Datability
  • 27% IT-Outsourcing
  • 25% Enterprise Content Management
  • 25% Business Process Management
  • 23% Bring your own device
  • 22% Social Media/Social Business
  • 22% Collaboration Enterprise

Weitere Chancen für den IT-Mittelstand ergeben sich unter dem Begriff "Industrie 4.0" – der als Überbegriff für die internetgetriebene 4. Industrielle Revolution verstanden wird. Hierbei wachsen moderne Technologien der IT mit klassischen industriellen Prozessen zusammen.

Überwachungspraktiken, Cyberkriminalität und insbesondere moderne Industriespionage führten seit 2013 zu einem wachsenden Interesse an Fragen der IT-Sicherheit. Die Verbesserung der IT-Sicherheit im Tagesgeschäft erfolgt aber in den meisten Unternehmen nur zögerlich, so dass der Umsatzeffekt dieses erhöhten Sicherheitsbedarfs für die ITK-Branche eher mittel- bis langfristig zu erwarten ist.

Cloud-Anwendungen bieten Kunden und Anbietern ein hohes Potential. Sie ermöglichen die effektive und schnelle Nutzung modernster Systeme ohne lange Projektvorlaufzeiten, hohe Investitions- und Maintenancekosten, so dass Kosten gesenkt und Innovationen zeitnaher bereitgestellt werden können. Sowohl die NSA-Affäre als auch eine unklare Rechtslage und viele offene Fragen zum Datenschutz führen seitens der Unternehmenskunden aber noch zu Zurückhaltung was die Nutzung von Cloud-Anwendungen betrifft.

Rahmenbedingungen im Bereich IBM Lotus Notes

IBM kämpft an vielen Fronten gleichzeitig. Auf der Cloud-Seite mit "Softlayer" nun gut aufgestellt, versucht der Konzern gleichzeitig sich von seinem Hardware-Geschäft zu trennen. Außerdem platziert sich IBM im Zukunftsmarkt Enterprise Mobility. Die Basis dafür wurde 2014 durch die Partnerschaft mit Apple gelegt.

IBM setzt aber auch den schon seit langem begonnenen Weg des Abgesangs der Lotus Notes-Produktwelt konsequent fort und verstärkt so die Verunsicherung ihrer eigenen Kunden.

Entgegen des schon oben zitierten Volumenwachstums in der E-Mail-Kommunikation sieht IBM im Fokus der Weiterentwicklung und Vermarktung in erster Linie die Social-Collaborations Plattform "Connections". Eine "Mail Next" genannte Webapplikation steht dabei im Mittelpunkt.

Notes wird vorläufig noch für den Empfang und den Versand der E-Mails eingesetzt. Der neue Major Release ist für das nächste Jahr geplant, zuvor wird es noch Interim Fixes geben. Domino wird sogar obligatorisch für "Mail Next". Fremdsysteme wie Microsoft Exchange als Backend sind aus Sicht von IBM nicht kategorisch ausgeschlossen.

IBM hat mit IBM Mail Next die erste Komponente für IBM Notes/Domino angekündigt, die es nur noch über den Browser geben wird. Spätestens jetzt wird transparent, dass IBM seine Browser- und Mobile-Strategie konsequent verfolgt.

Gleichwohl haben schon viele Kunden den Wechsel des Mailclients von IBM Lotus Notes zu Microsoft Outlook vollzogen oder planen dies gerade. Unternehmen, die gleichzeitig die IBM-Plattform nutzen und auf dieser Anwendungen mit Verknüpfungen zum Mailclient einsetzen, müssen dabei in der Migration größere Projekte bewältigen, denn es gilt gleichzeitig auch die Anwendungen zu modernisieren und den Client zu wechseln – und das führt zu schwer berechenbaren und kostenintensiven Großprojekten. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen nicht mehr über umfassendes Know-how zur Historie ihrer eigenen Anwendungen verfügen.

Dies führt zu Verunsicherung und Zurückhaltung was dringend anstehende Modernisierungen betrifft und erhöht den Investitionsstau, da gleichzeitig auch technische Innovationen nur bedingt eingeführt werden können, solange Plattform- und Collaborationsstrategien noch nicht definiert sind.

Die neuen Lösungen der GBS Software AG mit den verschiedenen Connectoren und GBS AppDesigner als auch die weiterentwickelten iQ.Suite Module ermöglichen den Kunden die Koexistenz mehrerer Plattformen und weisen den Weg in moderne Anwendungs- und Kommunikationslandschaften ohne die Kosten und Risiken eines größeren Projektes.

In diesem Zusammenhang ist die Erweiterung unserer Expertise ein zentraler Erfolgsfaktor für unser Haus: So wurden Anstrengungen unternommen, das Wissen über Microsoft Technologien, wie beispielsweise Microsoft SharePoint, intern und mit Unterstützung von Partnern aus- und aufzubauen.

Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 übernahm die GBS Software AG die Generalvertreterschaft der GBS PAVONE Groupware GmbH. Die GBS PAVONE Groupware ist folglich nicht mehr aktiv in der Vermarktung ihrer Produkte, die seit dem 01. Januar 2014 durch die GBS Software AG erfolgt. Umsätze der GBS PAVONE Groupware GmbH werden nun von der GBS Software AG verbucht, die im Gegenzug für die Generalvertreterschaft einen Umsatzanteil aus dem Geschäft mit den GBS PAVONE Produkten an die GBS PAVONE Groupware GmbH zahlt.

Der Vergleich der Umsätze und Kosten zwischen 2013 und 2014 ist hierdurch nicht mehr unmittelbar möglich. Wir haben daher für die textlichen Erläuterungen im Vergleich 2013 mit 2014 für 2013 die Ergebnisse der GBS Software AG und die der GBS PAVONE Groupware GmbH addiert. Diese so erzeugten Vergleichswerte aus 2013 sind kursiv gedruckt.

Um die Produktentwicklung und damit die Ausrichtung des Unternehmens am Markt weiter zu stärken, zeigte sich die Notwendigkeit, das Produktmanagement zu stärken, um den zunehmend kürzer werdenden Produktlebenszyklen der IT-Branche gerecht zu werden. Die daraus resultierenden personellen Umschichtungen führten zeitweise zu einer Reduktion des Serviceteams und damit zu einem leichten Rückgang der Serviceumsätze (2014 0,947 Mio. EUR; 2013 1,182 Mio. EUR).

Die Einführung der neuen GBS AppDesigner Module verzögerte sich projektbedingt um zwei Monate, so dass die aus diesem Geschäft zum Jahresende 2014 erwarteten Umsätze nur noch teilweise realisiert werden konnten.

Die Entwicklung des ohnehin nicht so margenstarken 3rd-Party-Geschäfts mit IBM-Lizenzen (IBM Passportgeschäft) zeigt sich im Verhältnis zum Vorjahr als leicht rückläufig, da IBM den Support seiner Vertriebspartner reduziert und die Hürden für die Zertifizierung erhöht. Trotz des leicht unter dem Plan liegenden Umsatzes im IBM Passportgeschäft lag die aus diesem Geschäft geplante Rohmarge um 8% über Plan (Umsatz 2014 1,298 Mio. EUR; 2013 1,886 Mio. EUR; Gross Profit 2014 109.687. EUR; 2013 80.318 EUR).

Der Umsatz mit 3rd-Party-Produkten der OEM-Partner liegt weitgehend auf Vorjahresniveau (Umsatz 2014 2,532 Mio. EUR; 2013 2,615 Mio. EUR).

Der von Seiten der Kunden forcierte Wandel in der Nutzung von Lizenzen – weg vom Kauf, hin zum Mietmodell (Software-as-a-Service) – wirkt sich auf Lizenzumsätze aus und wird die GBS auch in den nächsten Jahren begleiten. Trotz dieser Umschichtung lagen die Lizenzumsätze (Umsatz 2014 2,541 Mio. EUR; 2013 2,450 Mio. EUR) über Vorjahresniveau. Dabei verteilen sich die Umsatzströme aus Neukunden auf mehrere Jahre und reduzieren so im ersten Jahr die Lizenzumsätze, dauerhaft sichert dies aber höhere Umsätze. Zusätzlich stellte ein OEM-Partner, der die iQ.Suite in der LND-Version in sein Produkt eingebunden und dies als Paket vermarktet hatte, dieses OEM-Geschäft komplett ein (-0,1 Mio. EUR). Kunden und Geschäft übergab dieser Partner zum Jahresende 2014 zwar an die GBS Software AG, er hatte diese aber in den Monaten davor kaum noch betreut, so dass hier verschiedene Kundenabgänge nicht mehr aufzufangen waren.

Insgesamt lagen die fakturierten Umsätze 2014 knapp über dem Vorjahresniveau (Umsatz 2014 13,78 Mio. EUR; 2013 13,77 Mio. EUR).

Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftslage

2014 behauptete die GBS Software AG ihre Position in einem schrumpfenden Lotus-Notes-Markt und gewann auf Basis der Plattformunabhängigkeit und Koexistenz mit neuen Produkten und Services neue Kundenverbindungen.

Der auch 2014 stabile Wartungsumsatz von 5,9 Mio. EUR (2013 5,9 Mio. EUR) belegt die hohe Zufriedenheit und Treue unserer langjährigen Kunden mit der GBS Software AG. Dies ist umso bemerkenswerter, da unsere Kunden zunehmend zu Microsoft- und anderen Plattformen wechseln, aber die entsprechenden Applikationen unseres Hauses in einer anderen Plattformversion weiterhin nutzen. Die Strategie, unsere Kompetenzen plattformunabhängig auszurichten, wird durch die Kunden so bestätigt.

Erste Modernisierungs- und Migrationsprojekte bei Kunden sind angelaufen und werden von Kunden und vom Markt positiv bewertet.

Das operative Ergebnis der GBS Software AG für das Geschäftsjahr 2014 von -0,6 Mio. EUR liegt aufgrund verschiedener Effekte unter dem des Vorjahres (2013: operatives Ergebnis 0,8 Mio. EUR). Die Ursachen hierfür waren im Vorjahresvergleich wegfallende nicht wiederkehrende Erträgen aus Technologieverkäufen, zusätzliche Aufwendungen für den Ausgleich von Währungsdifferenzen und weitere Investitionen in die Weiterentwicklung von Produktmodulen. Außerordentliche Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2014 wie in 2013 nicht angefallen. Daher verzeichnete die Gesellschaft einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag von -0,9 Mio. EUR (2013: Jahresüberschuss 0,7 Mio. EUR). Der Bilanzverlust 2014 beträgt nach der Entnahme aus der Kapitalrücklage bedingt durch die vereinfachte Kapitalherabsetzung wie nachfolgend beschrieben von 21,8 Mio. EUR, hiernach 0,4 Mio. EUR (2013: 21,3 Mio. EUR).

Zum Ausgleich der entstandenen Bilanzverluste der letzten Jahre wurde im Rahmen der Hauptversammlung der GBS Software AG am 18. Dezember 2014 die vereinfachte Kapitalherabsetzung von 21 Mio. Stückaktien zu je 1,- EUR auf 6 Mio. Stückaktien zu je 1,- EUR durch Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 9:2 beschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 11. Februar 2015. Mit Inkraftloserklärung der alten und Erstellung einer neuen Globalurkunde wird diese dann abgeschlossen sein.

Ebenfalls beschloss die Hauptversammlung am 18. Dezember 2014 die Ausgliederung des operativen Geschäftsbereichs in Form der Entwicklung, des Erwerbs und der Vermarktung von Softwareprodukten und Dienstleistungen im Geschäftssegment Informations- und Datenverarbeitung ("Softwareherstellung und -vermarktung") in die 100%-ige Tochtergesellschaft GROUP Business Software Europa GmbH. Damit in unmittelbarem Zusammenhang stand auch der im Rahmen der gleichen Hauptversammlung gefasste Beschluss zum Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages zwischen der GBS Software AG und der GROUP Business Software Europa GmbH, der zum 02. Januar 2015 ins Handelsregister eingetragen wurde.

Als letzte begleitende Maßnahme wurde ebenfalls beschlossen, die Firma GROUP Business Software AG in GBS Software AG zu ändern, um die Abgrenzung zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft zu sichern. Die damit verbundene Satzungsänderung wurde zum 11. Februar 2015 im Handelsregister eingetragen.

2. Ertragslage

Der Vergleich der Ergebnisse 2014 mit denen aus 2013 ist teilweise durch den zum Jahresbeginn abgeschlossenen Generalvertretungsvertrag mit der GBS PAVONE Groupware GmbH nicht unmittelbar möglich.

Die Lizenzumsätze 2014 des operativen Geschäftes betrugen ca. 2,5 Mio. EUR (2013: 2,2 Mio. EUR) und lagen auch unter Zurechnung der Lizenzumsätze der GBS PAVONE Groupware GmbH in 2013 leicht über Vorjahresniveau. Der Vorjahreslizenzumsatz war zusätzlich aber geprägt von dem einmaligen Technologieverkauf im GROUP Live Geschäftsbereich in Höhe von 2013 0,5 Mio. EUR, die in 2014 folglich entfielen.

Die Serviceumsätze lagen bei 0,9 Mio. EUR (2013: 0,5 Mio. EUR) und damit um 89% über Vorjahr, was aber wesentlich auf die Übernahme der Generalvertreterschaft zurückzuführen ist. Die Wartungsumsätze der Gesellschaft lagen mit 5,9 Mio. EUR (2013: 5,1 Mio. EUR) um 14% über Vorjahresniveau, wobei auch dies ein Effekt der Generalvertreterschaft ist. 2014 entfielen 44% der Umsätze auf wiederkehrende Wartungserlöse (2013: 43%). Die anderen aktivierten Eigenleistungen für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände belaufen sich auf 0,8 Mio. EUR (2013: 1,0 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit ca. 1,1 Mio. EUR unter Vorjahresniveau (2013: 1,5 Mio. EUR); hier schlagen sich insbesondere 0,3 Mio. EUR an Umlagen von verbundenen Unternehmen sowie 0,2 Mio. EUR an Erträgen aus Kursdifferenzen nieder, die aber geringer ausfielen, als im Vorjahr.

Die Materialaufwendungen liegen mit ca. 4,8 Mio. EUR (2013: 3,7 Mio. EUR) analog zu den Umsätzen und ebenfalls auf der Generalvertreterschaft basierend über Vorjahresniveau. Für 2014 ergaben sich Personalaufwendungen i.H.v. 4,8 Mio. EUR (2013 4,6 Mio. EUR). Die leichte Erhöhung resultiert aus einer Abfindungszahlung sowie aus der Erhöhung der Mitarbeiterzahl um im Durchschnitt zwei Mitarbeiter (2014: 72 Mitarbeiter; 2013: 70 Mitarbeiter).

Die Abschreibungen lagen bei 2,5 Mio. EUR (2013: 2,0 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 3,5 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres (2013: 3,3 Mio. EUR). Sie beinhalten insbesondere Beratungskosten in Höhe von 1,2 Mio. EUR (2013: 1,1 Mio. EUR), Marketingaufwendungen von 0,4 Mio. EUR (2013: 0,4 Mio. EUR), die Raumkosten lagen mit 0,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Auch die Reisekosten mit 0,2 Mio. EUR sowie die Versicherungsbeiträge mit 0,1 Mio. EUR blieben nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis der Gesellschaft lag bei -0,3 Mio. EUR (2013: -0,1 Mio. EUR); die Veränderung beruht auf dem Unterschied in den Konditionen nach der Ablösung des Darlehens mit der Landesbank Baden-Württemberg.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2014 bei -0,9 Mio. EUR (2013: 0,7 Mio. EUR).

Die finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich im Überblick wie folgt:

2014* 2013 2012
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 13.173 12.109 12.905
Betriebsergebnis - 586 819 292
Jahresfehlbetrag bzw. Jahresüberschuss -910 693 -8.824
Umsatzrentabilität -6,9% 5,8% -63,9%
Eigenkapitalrentabilität -15,2% 10,8% -138,1%
Gesamtkapitalrentabilität -4,1% 3,4% -38,0%

* Generalvertretungsvertrag, Umsatzerlöse nur bedingt vergleichbar Der deutliche Anstieg des Umsatzes resultiert nicht nur aus der Marktentwicklung, sondern auch aus der Übernahme der Generalvertreterschaft der GBS PAVONE Groupware GmbH.

3. Finanzlage

Der Zahlungsmittelbestand der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 betrug 0,6 Mio. EUR (31. Dezember 2013: 0,2 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2013: 0,1 Mio. EUR) sowie ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 3,1 Mio. EUR (2013: 0,0 Mio. EUR) erzielt, die einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 0,0 Mio. EUR (2013: -0,1 Mio. EUR) gegenüber standen, so dass die flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2014 um 3,3 Mio. EUR zunahmen (2013: +0,1 Mio. EUR).

Zum 31. Dezember 2014 finanzierte sich die Gesellschaft in Höhe von 6,2 Mio. EUR (2013: 7,1 Mio. EUR) aus Eigenkapital, in Höhe von 10,5 Mio. EUR (2013: 10,7 Mio. EUR) aus Verbindlichkeiten sowie in Höhe von 5,4 Mio. EUR (2013: 5,0 Mio. EUR) aus sonstigem Fremdkapital.

Bankverbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2014 in Höhe von 0,0 Mio. EUR (2013: 2,9 Mio. EUR); Die bis zum 30. Juni 2014 gewährte Kreditlinie wurde durch ein langfristiges Darlehen abgelöst.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2014 über freie Liquidität in Höhe von ca. 0,58 Mio. EUR (2013: 0,32 Mio. EUR). Darin im Vorjahr enthalten sind flüssige Mittel sowie zugesagte freie Kreditlinien. Im Geschäftsjahr 2014 war die Gesellschaft wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

4. Vermögenslage

Im Rahmen der Strukturmaßnahmen der GBS Software AG beschloss die Hauptversammlung am 18. Dezember 2014 die oben bereits beschriebene Ausgliederung einiger Teile des operativen Geschäftes auf die 100%-ige Tochtergesellschaft GROUP Business Software Europa GmbH in Verbindung mit dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages.

Wesentlich für die Vermögenslage der Gesellschaft ist aber die in der gleichen Hauptversammlung beschlossene Kapitalherabsetzung um 21 Mio. Stückaktien zu je 1,-- EUR auf 6 Mio. Stückaktien zu je 1,-- EUR durch Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 9:2. Die Umsetzung dieses Beschlusses wird bis ca. Ende Februar 2015 mit der am 11. Februar 2015 erfolgten Eintragung der Kapitalherabsetzung, deren Kommunikation und der Inkraftloserklärung der alten und Erstellung einer neuen Globalurkunde abgeschlossen.

Bei einem Gezeichneten Kapital am Stichtag in Höhe von 6.000.000 EUR (2013: 27.000.000 EUR) lag das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 bei 6,2 Mio. EUR (2013: 7,1 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2014 ca. 28% und lag damit unter dem Vorjahreswert (2013: 31%). Die Verminderung resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag 2014. Die Gesellschaft hat von den Vorschriften des § 234 AktG Gebrauch gemacht und die vereinfachte Kapitalherabsetzung bereits in der vorliegenden Bilanz umgesetzt.

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2014 rund 22,1 Mio. EUR (31. Dezember 2013: 22,7 Mio. EUR). Darin nahm das Anlagevermögen in einer Höhe von 13,8 Mio. EUR (31. Dezember 2013: 15,6 Mio. EUR) und demnach mit ca. 62% (2013: 69%) wie auch in den Vorjahren den größten Anteil ein. Die immateriellen Vermögensgegenstände waren mit 8,6 Mio. EUR (2013: 11,1 Mio. EUR) die größte Einzelposition im Anlagevermögen. Die Verminderung begründet sich durch die vorgenannte Neuorganisation und die hierdurch verkauften Produktrechte und Geschäftswerte (Verkauf IntelliPRINT an GBS Enterprises Inc., Verkauf AppBuilder an GBS PAVONE Groupware GmbH). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 0,1 Mio. EUR (2013: 2,2 Mio. EUR). Die Reduktion begründet sich durch die Umgliederung der Ausleihung an die GBS PAVONE Groupware GmbH in Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen bezifferten sich unverändert auf 2,2 Mio. EUR (2013: 2,2 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2014 war das Anlagevermögen zu 45% durch Eigenkapital gedeckt (2013: 45%).

Das Umlaufvermögen betrug 7,7 Mio. EUR und lag damit um 1,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2013: 6,1 Mio. EUR). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit 0,2 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 0,4 Mio. EUR.

Mit einem Betrag von 1,4 Mio. EUR liegen die Rückstellungen rund 0,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2013: 1,2 Mio. EUR); 0,4 Mio. EUR betreffen Provisionen (2013: 0,4 Mio. EUR) und 0,4 Mio. EUR ausstehende Lieferantenrechnungen (2013: 0,2 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 0,0 Mio. EUR zu beziffern (2013: 2,9 Mio. EUR).

Zusammen mit den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 4,0 Mio. EUR (2013: 0,0 Mio. EUR) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 0,0 Mio. EUR (2013: 3,6 Mio. EUR) und den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 5,2 Mio. EUR (2013: 2,2 Mio. EUR) belaufen sich die Verbindlichkeiten insgesamt auf 10,5 Mio. EUR (2013: 10,7 Mio. EUR).

5. Forschung und Entwicklung

Koexistenz

Im Jahr 2014 trieben wir die begonnene Modernisierung der iQ.Suite mit der zukunftsorientierten Ausrichtung auf weitere Anwendungsfelder konsequent voran. Die Einrichtung einer zukunftsfähigen Architektur bezogen auf eine Vereinheitlichung der unterstützten Plattformen wurde fortgesetzt.

Das im Herbst 2013 veröffentlichte Modul iQ.Suite Connect entwickelten wir weiter, so dass sowohl IBM Domino und Microsoft Exchange unterstützt werden und als neues Zielsystem neben Microsoft SharePoint auch IBM Connections unterstützt wird. Mit dieser Anbindung an die beiden Social Business-Plattformen Microsoft SharePoint und IBM Connections ist es möglich, Datei-Anhänge aus E-Mails zielgerichtet automatisch in einer zentralen Ablage zur Verfügung zu stellen.

Competence Center Mobility

So stellten wir im Sommer 2014 mit dem iQ.Suite WebClient eine neue Benutzerschnittstelle im Markt vor, die über jeden Webbrowser bedient werden kann. In der ersten veröffentlichten Version ermöglicht der WebClient den benutzerspezifischen Zugriff auf die iQ.Suite Spam-Quarantänen. Ferner starteten wir die Vermarktung der ersten Mobile App im September 2014, mit der die Benutzer auf die iQ.Suite Spam-Quarantänen über mobile Endgeräte mit dem iOS Betriebssystem zugreifen können. Beide Module fassen wir unter der Produktbezeichnung iQ.Suite Anywhere zusammen. In der zweiten Hälfte des Jahres wurde diese Entwicklung weiter fortgesetzt, so dass die neuen Releases im Frühjahr 2015 weitere Funktionalitäten sowohl im WebClient wie auch mobil unterstützen werden.

Competence Center Security

Des Weiteren bauten wir die Sicherheitsleistungen der iQ.Suite insbesondere im Bereich Datenschutz und -sicherheit weiter aus. So unterstützt das Modul iQ.Suite Watchdog FileSafe den Versand von vertraulichen E-Mail-Anhängen mittels hochsicherer und patentierter TÜV-zertifizierter Cloud-Technologie. Zu diesem Zweck gingen wir mit einem Unternehmen aus Deutschland eine neue strategische Partnerschaft ein. Die Cloud-Strategie ergänzt das Modul iQ.Suite WebCrypt Live, mit dem eine E-Mail-Verschlüsselung als Cloud-Lösung bereitgestellt ist.

Um das Deployment von neuen Updates der unterstützten Virenscanner zu optimieren, wurde mit dem iQ.Suite Update Manager ein neues Modul veröffentlicht, mit dem die Unternehmen in der Lage sind, die Updates zentral herunterzuladen und automatisch auf alle angebundenen iQ.Suite Server zu verteilen.

Des Weiteren wurde unsere iQ.Suite zielgerichtet erweitert, u. a. durch das neue Modul Smart Review, mit dem eine Vier-Augen-Prüfung vor dem Versand einer E-Mail möglich ist. Für das Modul Clerk stellten wir eine rück-

wirkende Weiterleitung für E-Mails bei Abwesenheit der Mitarbeiter bereit. Die iQ.Suite für Microsoft Exchange wurde um weitere Funktionen zur Unterstützung von Mehr-Server-Szenarien ausgerichtet.

6. Zweigniederlassungen

Insbesondere im Geschäft mit mittleren und großen Unternehmen stellen die persönliche Betreuung und die regionale Präsenz wesentliche Erfolgsfaktoren dar. Vor diesem Hintergrund kommt den verschiedenen Standorten der GBS Software AG eine besondere Bedeutung zu.

In Deutschland sind wir als GBS Software AG an den Standorten Frankfurt, Karlsruhe und Eisenach und in Paderborn durch das verbundene Unternehmen GBS PAVONE Groupware GmbH vertreten. Dabei zog die GBS PAVONE Groupware GmbH Mitte 2014 innerhalb Paderborns um.

Durch unsere Tochtergesellschaften GROUP Business Software (UK) Ltd. in Manchester und die GROUP Business Software Corporation an den US-amerikanischen Standorten Boston und Atlanta sowie in Toronto, Kanada bearbeiten wir den englischsprachigen Raum Europas und Nordamerikas.

In den Regionen und Ländern, in denen wir nicht mit eigenen Niederlassungen vertreten sind, setzen wir auf die Präsenz starker Businesspartner.

7. Mitarbeiter

Die wichtigste Ressource eines Softwareherstellers und Dienstleistungsunternehmens sind die Mitarbeiter. Unser engagiertes und qualifiziertes Personal ist der Erfolgsmotor für die wirtschaftliche Entwicklung der GBS Software AG.

Der Gewinnung und Bindung kompetenter und leistungsstarker Mitarbeiter und Nachwuchskräfte muss daher schon aufgrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels hohe Priorität eingeräumt werden.

Die GBS Software AG setzt in diesem Umfeld und im Wettbewerb um die besten Fachkräfte auf eine hohe Flexibilisierung der Arbeitszeit und räumt ihren Mitarbeitern verstärkt die Möglichkeit von Home Office-Arbeitsplätzen ein. Dies fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch die Work-Life-Balance für die Mitarbeiter.

Bedingt durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Teams der GBS Software AG und denen der europäischen und nordamerikanischen Tochtergesellschaften ist Englisch weitgehend Unternehmenssprache, so dass auch zugewanderte Fachkräfte in unsere Teams integriert werden können und zudem die Internationalisierung des Unternehmens gefördert wird.

Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte die GBS Software AG 71 Mitarbeiter (2013: 73 Mitarbeiter). Rund 28% (2013: 27%) der Mitarbeiter wurden im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt, ca. 44% (2013: 47%) waren im Bereich Vertrieb und Service tätig und ca. 7% (2013: 6%) der Mitarbeiter befanden sich noch in der Ausbildung.

Die Administration unserer Gesellschaft, darin enthalten Management, Finanzbuchhaltung sowie Marketing, beschäftigte ca. 21% (2013: 20%) der Mitarbeiter. Sowohl Management, Finance wie auch Marketing nehmen administrative Tätigkeiten für die Tochtergesellschaften wahr.

Kalrsruher GBS-Team zum 20-jährigen Jubiläum 2014

8. Management

Unterhalb unseres Vorstandes direkt angesiedelt sind zwei Führungskräfte, die die strategische Neuausrichtung mit entwickelten und wesentlich für deren operative und finanztechnische Umsetzung verantwortlich zeichnen.

Marion Betz – Chief Financial Officer, Prokuristin

Frau Betz ist seit 2000 für uns tätig, seit 2008 in ihrer heutigen Funktion. Sie leitet verantwortlich die Bereiche Finance, Controlling und Human Ressources.

Constanze Zarth – Chief Operating Officer, Prokuristin

Frau Zarth ist seit 2009 für uns tätig, seit 2011 in ihrer heutigen Funktion. Sie leitet verantwortlich die Bereiche Sales, Marketing, Produktmanagement, Entwicklung und Services.

9. Nachtragsbericht

Im Rahmen der Hauptversammlung der GBS Software AG am 18. Dezember 2014 wurden folgende Strukturmaßnahmen beschlossen:

    1. Ausgliederung einiger Geschäftsbereiche von der GBS Software AG auf die GROUP Business Software Europa GmbH;
    1. Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages zwischen der GBS Software AG als beherrschende Gesellschaft und der GROUP Business Software Europa GmbH als beherrschte Gesellschaft;
    1. Vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Ausgleich der Verluste in der GBS Software AG von 27.000.000 Stückaktien zu je € 1,- auf 6.000.000 Stückaktien zu je € 1,- durch Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 9:2; die Eintragung der Kapitalherabsetzung im Handelsregister erfolgte am 11. Februar 2015.
    1. Satzungsänderung zur Umbenennung der GROUP Business Software AG in die GBS Software AG, die ebenfalls am 11. Februar 2015 im Handelsregister eingetragen wurde.

10. Chancen- und Risikobericht

Die GBS Software AG ist in ihrem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Diese ergeben sich durch externe Ereignisse, wie Markt- oder Gesetzesänderungen, aber auch interne Ereignisse bzw. Veränderungen. Jeder Geschäftsvorfall birgt Chancen und Risiken. Mithilfe des unternehmensinternen Risikomanagementsystems sollen Gefahren frühzeitig identifiziert und abgewehrt werden. Unser Vorstand sowie der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Unternehmens und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert.

10.1 Allgemeine Grundsätze

Das Risikomanagement der GBS Software AG verstehen wir als Instrument, das unserem chancenorientierten Unternehmen dient. Die Transparenz der Risiken schafft eine verbesserte Entscheidungsgrundlage im Tagesgeschäft aber auch für Investitionsentscheidungen, die sich wiederum in einer erhöhten Sicherheit bei der Erreichung der Unternehmensziele auswirkt.

Art und Größe der GBS Software AG als mittelständisches, aber international tätiges, börsennotiertes Unternehmen sowie Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäfte beeinflussen die Ausgestaltung des Risikomanagements.

Ziel des Risikomanagements ist es, den aktuellen und zukünftigen Unternehmenserfolg zu sichern und mögliche Risikokosten zu minimieren. Letztere setzen sich aus den Versicherungsprämien, den Kosten für die Schadenverhütung und der Verwaltung von Risiken zusammen.

Die Aufgaben unseres Risikomanagements sind als Zyklus zu interpretieren. Risiken werden zuerst identifiziert – unter Einbeziehung aller operativen Unternehmensbereiche und des Managements – und dann bewertet. Mit der Bewertung sind Maßnahmen zur Kontrolle, zur Reduktion oder Verlagerung des Risikos zu definieren.

Darüber hinaus beobachten wir systematisch die Risiken aus dem laufenden Geschäft. Dazu zählen beispielsweise die unter Einbindung der Führungskräfte erfolgende Kosten- und Umsatzplanung, die ständige Beobachtung der Umsatz- und Kostenentwicklung, die Abfrage der Kundenanforderungen, aber auch das Management von Währungsrisiken.

Organisation des Risikomanagements

Die organisatorische Eingliederung des Risikomanagements als Frühwarnsystem realisieren wir in einer mehrstufigen Vorgehensweise. Risiken und Chancen ergeben sich in sämtlichen Unternehmensbereichen und müssen daher unter Einbeziehung aller Funktionsbereiche und mit Blick auf sämtliche betrieblichen Prozesse erhoben werden. Auf operativer Ebene werden daher monatlich Chancen und Risiken abgefragt und gemeldet. Deren ebenfalls monatlich erfolgende Bewertung und die Festlegung von Maßnahmen zur Eingrenzung der Risiken, ihrer Kontrolle bzw. der breiteren Nutzung von Chancen erfolgt durch das Riskteam unter Einbindung der operativ verantwortlichen Bereiche.

Das Risikomanagementsystem der GBS Software AG identifiziert Risiken und Chancen so frühzeitig, begrenzt und bewertet diese und beobachtet diese kontinuierlich. Der Vorstand ist somit in der Lage, den Gesamtstatus und die Wirksamkeit der Maßnahmen zu beurteilen.

Dabei werden operative, finanzwirtschaftliche, konjunkturelle, rechtliche und marktbedingte Risiken und Chancen gleichermaßen einbezogen.

Zur Überwachung der Risiken sind verschiedene Controlling-Instrumente im Einsatz, die die entsprechenden Kennzahlen regelmäßig ausweisen. Gleichzeitig fragen auch die definierten Berichtswege monatlich nach derzeitigen und künftigen Chancen und Risiken.

Im Rahmen des operativen Geschäftes sind die Prozesse, deren Verantwortlichkeiten und deren Regelwerke als auch die daraus resultierenden Kontrollen und Genehmigungsverfahren (4-Augen-Prinzip) umfassend definiert. Zusätzliche Kontrollen der Einhaltung dieser Regelwerke wurden installiert. Diese Prozesse und Regelwerke sind zudem für alle Mitarbeiter in einer zentral zugänglichen Datenbank einsehbar und transparent.

Die Kontrolltätigkeiten der internen Revision werden im Unternehmen vom Bereich Finance wahrgenommen. Die Risikolage des Unternehmens wird gemäß den Bestimmungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vom Vorstand überwacht. Der Vorstand der GBS Software AG orientiert sich bei der praktischen Umsetzung des Risikomanagements an den betriebswirtschaftlich gebotenen Gesichtspunkten.

Risikomanagementprozess der GBS Software AG:

Identifikation und Risikosteuerung

Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die Führungskräfte hinsichtlich der Chancen und Risiken bzw. Veränderungen zur Chancen- und Risikolage befragt. Die Bewertung der Risiken und der Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -minimierung als auch die Risikosteuerung erfolgen dann durch das Riskteam in Abstimmung der Fachabteilungen zusammen mit Controlling. Dazu nutzt das Team eine eigens entwickelte Datenbank.

Zur Risikosteuerung gehört der Transfer der Risiken mittels geeigneter Versicherungen, die Vermeidung der Risiken durch Eliminierung des Risikoursprungs, die Verminderung der Risiken durch Umsetzung zusätzlicher Sicherungsmaßnahmen oder die Überwälzung des Risikos durch entsprechende Vertragsbedingungen auf den Vertragspartner.

Struktur des Risikomanagements

Das operative Controlling und die Fachbereiche überwachen zeitnah die sich aus dem operativen Geschäft ergebenden Risiken und das operative Controlling berichtet monatlich an den Vorstand hinsichtlich der Entwicklung dieser Risiken.

Der Finanzbereich überwacht den Rechnungslegungsprozess und trifft alle abschlussrelevanten Bilanzierungsentscheidungen. Dadurch wird auch die Einhaltung aller Rechnungslegungsvorschriften sichergestellt.

Der Finanzbereich und das operative Controlling sichern die Entwicklung, Pflege und Umsetzung des IKS (Internen Kontrollsystems) und der dort definierten Regelwerke.

Auf der Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften wird in einer vollständigen Form das Budget des jeweiligen Geschäftsjahres geführt. Dies wird monatsfein zum "IST vs. Plan Vergleich" herangezogen. Auf der Ebene der Tochtergesellschaften der GBS Software AG befindet sich der Businessplan, üblicherweise der jeweils nächsten 3 Jahre in Form der jeweiligen Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der Finanzflussrechnung in einer zentralen Datenbank.

Meldungen von Risiken mit Hilfe der Risikodatenbank

Sobald ein in der Risikodatenbank beschriebenes Risiko eintritt, sind unverzüglich, entsprechend den hier getroffenen Vorgaben, Meldungen an die verschiedenen Ebenen der Risikoverantwortung zu machen. Primär verantwortlich für die Erstellung einer Meldung ist der sog. "Risk Owner", also die Person, in deren Verantwortungsbereich ein Risiko auftritt, sichtbar wird und bewältigt werden kann. Während an das dezentrale und zentrale Risikocontrolling, an die funktional Verantwortlichen und an den Vorstand direkt berichtet wird, erfolgt die Information der verantwortlichen Managementebenen und des Aufsichtsrates mittelbar.

10.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit

Investitionsrisiken/Risiken in Forschung und Entwicklung

Wesentliche Risiken für unser Unternehmen und dessen Tochtergesellschaften ergeben sich aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld. Neben der allgemeinen Konjunkturlage können vor allem branchenspezifische Risiken den Geschäftsverlauf beeinflussen. Um diesen Risiken zu begegnen, investiert die GBS Software AG stetig in die Weiterentwicklung ihrer Produkte und Leistungen.

Im Zusammenhang mit diesen Investitionen besteht das Risiko, dass diese Kosten nicht oder nicht vollumfänglich im Markt wie geplant amortisiert werden können und somit keine Sicherheit zur Rückführung der Investitionen innerhalb des geplanten Zeitrahmens oder überhaupt gegeben ist.

Die Strategie der GBS Software AG zum Aufbau eines plattformunabhängigen Leistungsportfolios unter Einbindung externer Partner mit Know-how zu anderen Plattformtechnologien birgt neue Risiken aus der Zusammenarbeit heraus, die wir durch die Vertragsgestaltung minimieren. So sind feste Leistungsparameter in den Verträgen definiert und Vertragsstrafen festgelegt, wenn Partner die entsprechende Leistung nicht erbringen.

Produktrisiken begegnet die GBS Software AG durch die Beobachtung der Umsatzentwicklung der Produkte, des Kunden-/Partnerfeedbacks und der Supportanfragen zu den Produkten.

In Vermarktung befindliche Produkte werden ständig hinsichtlich ihrer Vermarktungsfähigkeit überprüft und optimiert und das Produkt- und Leistungsportfolio so auf die Marktentwicklung hin angepasst. Vor Auslieferung neuer Produkte oder neuer Produktversionen erfolgen intensive Qualitätstests und im Vorfeld der Vermarktung werden zudem zusammen mit Kunden Pilotprojekte zur Absicherung der Produktqualität und der Produktvermarktung aufgesetzt.

Marktrisiken

Die Profitabilität der Gesellschaft und der jeweiligen Einzelgesellschaften ist auch von Faktoren abhängig, auf die die Gesellschaft oder die jeweiligen Einzelgesellschaften keinen Einfluss nehmen können. Hierunter fallen insbesondere die Entwicklung des Marktumfeldes sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die GBS Software AG vermarktet branchenunabhängig im Einsatz befindliche Produkte. Damit besteht ein geringeres Risiko, durch negative Entwicklungen einzelner Branchen in größerem Umfang betroffen zu sein. Insbesondere das umsatzstärkste Competence Center Security ist konjunkturellen Einflüssen eher weniger unterworfen. Damit ist insbesondere der Umsatzstrom aus Maintenance stabil.

Den Risiken, die sich aus der rückläufigen Verbreitung der IBM Lotus Notes-Plattform ergeben, wird bereits durch den zeitnah erfolgten Ausbau der Produkte und Kompetenzen zu anderen Plattformen und der Modernisierungstechnologie erfolgreich gegengesteuert.

Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Unsicherheiten über die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung können für die geschäftlichen Aktivitäten der GBS Software AG ein Risiko darstellen. Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung seit 2014 reduziert aber die Relevanz dieses Risikos.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der Geschäftstätigkeit auch außerhalb des Euroraumes und insbesondere in Nordamerika und teilweise auch in Großbritannien ist die GBS Software AG Währungsrisiken ausgesetzt. Den Umsätzen in Fremdwährung stehen jedoch auch Aufwendungen in gleicher Währung gegenüber, die diese Risiken absichern.

Für das variabel verzinsliche Bankdarlehen der Gesellschaft, welches zum 30.06.2014 auslief, wurde ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2014 über freie Liquidität in Höhe von 0,6 Mio. EUR (2013: 0,3 Mio. EUR). Darin enthalten sind flüssige Mittel sowie im Vorjahr zugesagte freie Kreditlinien. Die GBS Software AG hat im Jahr 2014, wie in den Vorjahren, Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – ausschließlich im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten beschafft.

Wir gehen davon aus, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Gleichwohl kann es im Rahmen von Betriebsprüfungen aufgrund unterschiedlicher Beurteilung von Sachverhalten zu Nachforderungen kommen.

Finanzielle Risiken ergeben sich auch aus Forderungsausfällen. Aufgrund der diversifizierten Markt- und Kundenstruktur ergeben sich hier keine Klumpenrisiken. Insbesondere die Kundenschwerpunkte Volksbanken, Sparkassen, die öffentliche Hand und diverse Großkonzerne reduzieren dieses Risiko erheblich.

Zusätzlich werden für Neu- und Bestandskunden Kreditlimits auf Basis ihrer Bonität laut "Creditreform" und bei Bestandskunden auf Basis ihrer Zahlungsmoral gesetzt. Des Weiteren haben wir die Prozesse und Verantwortlichkeiten im Forderungsmanagement seit 2012 deutlich optimiert, um das Risiko von Forderungsausfällen noch weiter zu begrenzen und den Zeitraum zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang zu verkürzen.

Personalrisiko

Das wichtigste Kapital der GBS Software AG als Hersteller von Software und Dienstleister sind unsere Mitarbeiter. Die Verfügbarkeit qualifizierter und motivierter Mitarbeiter insbesondere in den strategisch relevanten Positionen kann das Unternehmensergebnis beeinflussen. Verstärkt wird dieses Risiko durch gezielte Abwerbungsversuche ganzer Teams durch Mitbewerber.

Das Unternehmen investiert daher in die Ausbildung und Weiterqualifizierung seiner Nachwuchskräfte. Zusätzlich bieten wir allen Mitarbeitern eine marktgerechte und leistungsorientierte Vergütung.

Ergänzend kombinieren wir Standorte mit hohen und mit niedrigen Kosten, um die Verfügbarkeit von Fachkräften und die daraus resultierende Kostenentwicklung besser steuern zu können und Kumulrisiken durch die Abwerbung ganzer Teams durch Mitbewerber zu reduzieren.

Gewährleistungs- und rechtliche Risiken

Der Verkauf von Software-Lizenzen und deren Maintenance als auch die erbrachten Beratungs- und Installationsservices bergen Haftungs- und Schutzrechte-Risiken, auch wenn sich hier bisher keine Rechtsstreitigkeiten oder kaum Rückabwicklungen realisierten.

Um diese zu reduzieren, verfügen wir über die entsprechenden AGB's, Lizenz- und Nutzungsrechtevereinbarungen und Bedingungen für Maintenance und Support. Auch das umfassende Testen der Releases bzw. Software vor Auslieferung, eine sorgfältige Dokumentation, entsprechende Teststellungen bei Großkunden mit komplexen Konstellationen und ein zeitnah agierender Support sichern eine hohe Zufriedenheit der Kunden mit den Systemen.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Die Risiken der GBS Software AG sind begrenzt und überschaubar und mit dem vorhandenen Instrumentarium eines mittelständischen Unternehmens angemessen gesteuert. Wir haben vielfältige Maßnahmen zu deren Begrenzung, Vermeidung oder Verlagerung umgesetzt.

Sollten sich genannte oder neu auftretende Risiken realisieren, so kann sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der GBS Software AG auswirken. Derzeit sind aber keine Risiken bekannt oder absehbar, die den Fortbestand des Unternehmens heute oder zukünftig gefährden.

10.3 Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland 2014 war eher durch Wachstum geprägt, was zu mehr Investitionen bei Unternehmen und damit Chancen für die GBS Software AG führte. Verstärkt wurden die Chancen aus der Wirtschaftsentwicklung durch das wachsende IT-Sicherheitsbedürfnis von Unternehmen, welches insbesondere der Umsatzentwicklung in unserem Competence Center Security zugute kam.

Die wachsende Plattformunabhängigkeit der Produkte und Services der GBS Software AG ermöglicht die dauerhafte Begleitung der Kunden bei der Modernisierung ihres Collaboration-Umfeldes. Das Produktportfolio als auch die breite Expertise des Unternehmens zu Collaborations in Verbindung mit den Möglichkeiten der ressourcenschonenden Koexistenz verschiedener Plattformen und E-Mailsysteme sichern uns eine Alleinstellung in unserem Kernmarkt. So können alte Maintenanceumsätze gesichert und neue Services und Module platziert werden.

Die zunehmende, marktbedingte Verlagerung von Umsätzen aus dem Verkauf von Lizenzen hin zu Miet- und Software-as-a-Servicemodellen verschiebt Lizenzumsatzströme zeitweise in die Zukunft, da der Lizenzpreis eben nicht mit dem Geschäftsabschluss in voller Höhe in Rechnung gestellt wird, aber der Kunde jährlich eine entsprechend über der bisherigen Maintenance liegende Lizenzmiete oder Lizenznutzungsgebühr entrichten muss. Dies führte zwar 2014 zu einem leichten Rückgang der Lizenzumsätze, sichert aber Lizenzmietumsätze für die Folgejahre dauerhafter und planbarer.

Der stetige Dialog mit Kunden, Partnern und Branchenexperten lässt uns frühzeitig Markttendenzen erkennen, um die aus diesen erwachsenden Chancen rechtzeitig zu erkennen und zu heben. Die dazugehörigen Prozesse und Instrumente haben wir aufgesetzt.

Zusammenfassende Chancenbeurteilung

Die GROUP Business Software AG bzw. ab 11. Februar 2015 die GBS Software AG erwartet für das Jahr 2015 einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein positives operatives Ergebnis.

Neben der positiven Marktentwicklung realisieren wir neue Chancen aus der erweiterten Angebotspalette. So können wir Kunden bei Modernisierungsprojekten ganzheitlich begleiten und neue Module und Leistungen platzieren.

Zunehmend führen wir Gespräche mit Kunden, die keine IBM Lotus-Notes-Historie haben und erschließen uns so ein neues Marktsegment.

Der zunehmende Abverkauf von Software-as-a-Service-Lösungen und die Verlagerung von Lizenzumsätzen hin zur Miete und weg vom Lizenzkauf verschiebt Umsatzströme einerseits auf die Zukunft, führt aber zu einer höheren Umsatzsicherheit im Lizenzgeschäft auf mittel- und langfristiger Basis.

11. Schlusserklärung des Berichts des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand der GBS Software AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014, den nach § 312 AktG vorgeschriebenen Bericht an den Aufsichtsrat erstattet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen der GBS Software AG zur GBS Enterprises Inc., Woodstock, GA, USA, und den mit ihr verbundenen Unternehmen erfasst. Der Vorstand hat folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Die GBS Software AG hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

Eisenach, 1. April 2015

GBS Software AG, Eisenach

Jörg Ott Vorstand

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

GBS Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung GBS
Software AG
GROUP
Business Software AG
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Euro
2013
Euro
1. Umsatzerlöse 13.173.108,44 12.109.025,94
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 767.047,34 971.656,55
3. Sonstige betriebliche Erträge
- Erträge aus der Währungsumrechnung 197.787,41 313.090,64
- übrige 860.007.09
1.057.794,50
1.151.767,52
1.464.858,16
14.997.950,28 14.545.540,65
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 4.795.962,83 3.672.234,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.798,56 34.660,00
4.798.761,39 3.706.894,86
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 4.077.358,93 3.938.663,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
673.814,39 668.710,80
- davon für Altersversorgung EUR 43.474,40 (i. Vj. EUR 48.407,66)
4.751.173,32 4.607.374,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die
Erweiterung des Geschäftsbetriebs
2.541.276,53 2.066.894,81
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 48.813,44 264.333,91
- übrige 3.443.587,19 3.080.748,15
3.492.400,63 3.345.082,06
Betriebsergebnis -585.661,59 819.294,92
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 0,00
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
0,00 28.011,31
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 378.097,22 274.220,91
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens 11.458,78 5.000,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Abzinsung 0,00 0,00
- übrige 691.458,58 375.195,50
691.458,58 375.195,50
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -910.481,73 741.331,64
14. Außerordentliche Erträge 0,00 23.164,36
15. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
16. Außerordentliches Ergebnis 0,00 23.164,36
17. Steuern vom Einkommen und Ertrag
- tatsächliche Ertragsteuern 0,00 0,00
- übrige 0,00 0,00
0,00 0,00
18. sonstige Steuern $-265,80$ 71.768,71
19. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -910.215,93 692.727,29
20. Verlustvortrag aus dem Vorjahr
21. Kapitalmaßnahmen
$-21.275.640,17$
21.750.450,30
$-21.968.367,46$
0,00
22. Bilanzverlust -435.405,80 -21.275.640,17

Bilanz

Aktiva Bilanz
GBS
Software AG
Bilanz
GROUP Business
Software AG
31.12.2014
Euro
31.12.2013
Euro
A. Aufwendungen für Erweiterung des Geschäftsbetriebs 0,00 0,00
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 1.430.172,30 1.800.215,21
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.016.568,13 5.627.092.60
3. Geschäfts- und Firmenwert 3.107.092,48 3.681.088.48
II. Sachanlagen 8.553.832,91 11.108.396.29
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.268,33 114.328,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.225.000.00 2.225.000.00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 145.013,71 2.184.784,20
3. Beteiligungen 0.00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.735.416,67 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 900,00 900,00
7. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 16.802,53 16.232,53
5.123.132,91 4.426.916.73
13.754.234,15 15.649.641.70
C. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertigerzeugnisse und Waren 309.061,98 369.029,23
II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.630.654,61 2.816.113.23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.154.425,66 2.699.643.29
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 973.622,70 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 41.758,91 15.164,18
III. Wertpapiere 6.800.461,88 5.530.920.70
Sonstige Wertpapiere 0,00 2.500,00
IV. Kassenbestand; Guthaben bei Kreditinstituten 582.057,65 244.175.77
7.691.581,51 6.146.625,70
D. Rechnungsabgrenzungsposten 223.028,91 352.947,73
E. Aktive latente Steuern 415.000,00 530.000,00
Aktiva, gesamt 22.083.844,57 22.679.215,13

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Bilanz

Passiva Bilanz Bilanz
GBS GROUP Business
Software AG Software AG
31.12.2014 31.12.2013
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.000.000.00 27.000.000.00
II. Kapitalrücklage 600.000,00 1.350.450,30
III. Bilanzverlust -435.405,80 $-21.275.640.17$
6.164.594.20 7.074.810,13
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 111.547,53 95.694,53
2. Steuerrückstellungen 59.300,00 59.300,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.247.600,00 1.002.800,00
1.418.447.53 1.157.794.53
C. Verbindlichkeiten
1 Anleihen 0,00 0.00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2.929.106.13
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.309.268,29 1.999.573,46
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 3.553.469,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 4.030.716,98 0.00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5.172.934.75 2.208.521.51
10.512.920,02 10.690.670,10
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.572.882,82 3.225.940,37
E. Passive latente Steuern 415.000,00 530.000,00
Passiva, gesamt 22.083.844.57 22.679.215,13

Anhang zum 31. Dezember 2014

GBS Software AG (vormals GROUP Business Software AG), Eisenach

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der GBS Software AG (vormals GROUP Business Software AG), Eisenach ("Gesellschaft" oder "GBS AG"), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB wurde hinsichtlich der Vorstandesbezüge sowie § 288 Abs. 2 HGB hinsichtlich des Abschlussprüferhonorars entsprechend Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und planmäßig wie im Vorjahr über 15 Jahre abgeschrieben. Die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts von mehr als fünf Jahren ist durch den Lebenszyklus des erworbenen Geschäftsbereichs sowie Kunden- und Mitarbeiterbindung gerechtfertigt.

Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit einer Lizenz ergibt. Als Nutzungsdauer für entgeltlich erworbene Urheberrechte wurde zum Teil eine Nutzungsdauer von 15 Jahren gewählt, da es sich hierbei um Basistechnologien handelt, die einen wesentlich längeren Lebenszyklus haben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten d. h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0% (i.Vj. 1,0%) Rechnung getragen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für eine sich gegebenenfalls insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 30,2% (i.V. 30,2%).

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Software sowie um Geschäfts- und Firmenwerte. Bei den Sachanlagen handelt es sich um Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Die wesentlichen Änderungen waren wie folgt:

Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte:

Verkauf einer Modernisierungstechnologie an
GBS PAVONE Groupware GmbH (Restbuchwert) TEUR 591
Verkauf von Produktrechten an GBS Enterprises Inc. (Restbuchwert) TEUR 555
Erwerb von Produktrechten von GBS PAVONE Groupware GmbH TEUR 300

Ausleihungen an verbundene Unternehmen:

Die Mitteilung der GBS Enterprises Inc., USA über die Veränderung in den Anteilen an unserer Gesellschaft und der Ausweis unserer Gesellschaft als reine Finanzbeteiligung innerhalb der GBS Enterprises Inc. führte zur Umgliederung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: TEUR 2.735

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2014 Anteile von mindestens 20% an den folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil am Eigenkapital Ergebnis
gezeichneten zum des
Kapital 31.12.2014 Geschäftsjahres
In % TEUR TEUR
unmittelbare Beteiligungen
GROUP Business Software (UK) Ltd. Manchester 100,0% -729 -4
GROUP Business Software Corp. Woodstock 100,0% -8.937 480
GROUP Business Software Europa GmbH Eisenach 100,0% 25 0
mittelbare Beteiligungen
Permessa Waltham 100,0% 8 0
Relavis Corporation New York 100,0% -609 99

Es gab im Geschäftsjahr 2014 keine Veränderungen im Anteilsbesitz.

Vorräte

Die Vorräte, bestehend aus Lizenzen zum Einsatz in Projekten, verringerten sich zum 31. Dezember 2014 durch Verbrauch auf TEUR 309 (i.Vj. TEUR 369). Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die bereits unter dem Anlagevermögen erläuterte Veränderung innerhalb der Konzernstruktur führte zur Umgliederung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Forderungen gegenüber GBS PAVONE Groupware GmbH wurden aus Transparenzgründen als Forderungen gegenüber beteiligten Unternehmen ausgewiesen, obwohl über GBS Enterprises Inc. nur eine mittelbare und keine unmitttelbare Beteiligung besteht.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen weist ein Betrag von TEUR 2.396 (i.Vj. TEUR 2.162) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Sie betreffen in Höhe von TEUR 2.396 (i.Vj. TEUR 2.162) sonstige Vermögensgegenstände und in Höhe von TEUR 758 (i.Vj. TEUR 538) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält zum 31. Dezember 2014 ein Disagio in Höhe von TEUR 173.

Eigenkapital

Auf der Hauptversammlung am 18. Dezember 2014 wurde eine vereinfachte Kapitalherabsetzung gem. §§ 229 ff. AktG zur Deckung von Wertminderungen und sonstigen Verlusten beschlossen.

Es erfolgte eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 9:2. Somit reduzierte sich die Anzahl der Stückaktien von i.Vj. 27.000.000 auf 6.000.000. Die nennbetragslosen Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von jeweils EUR 1,00 lauten auf den Inhaber und gewähren sämtliche gleiche Rechte. Nach Durchführung dieser Kapitalmaßnahme beträgt das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 EUR 6.000.000,00 (i.Vj. EUR 27.000.000,00). Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 11. Februar 2015.

Aus der Kapitalrücklage wurde ein Betrag i. H. v. TEUR 750 aufgelöst und mit dem Verlustvortrag verrechnet.

Die Veränderung des Eigenkapitals während der Geschäftsjahre 2014 und 2013 ergibt sich im Überblick wie folgt:

Gezeichnetes Kapital- Bilanzverlust Summe
Kapital rücklage
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2012 26.963 1.350 -21.968 6.365
Kapitalerhöhung 17 17
Jahresüberschuss 2013 693 693
Stand 31.12.2013 27.000 1.350 -21.275 7.075
Kapitalherabsetzung -21.000 21.000 0
Entnahme Kapitalrücklage -750 750 0
Jahresfehlbetrag 2014 -910 -910
Stand 31.12.2014 6.000 600 -435 6.165

Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge

Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
1.430 1.800
1.800
1.430

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrundegelegt:

31.12.2014 31.12.2013
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 4,53% 4,87%
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,50% 0,00%
Erwartete Rentensteigerungen 1,00% 1,00%
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2005 G Heubeck 2005 G

Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 234 214
Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert -123 -119
Bilanzausweis Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 112 96

Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:

Aufwendungen und Erträge 31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Erträge 5 5
Aufwendungen -20 -14
Ausweis in der GuV (unter Zinsen und ähnlich Aufwendungen) -15 -9

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde mit dem Aktivwert bewertet, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet ist.

Sonstige Rückstellungen

2014 2013
TEUR TEUR
Sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang
Ausstehende Eingangsrechnungen 397 214
Provisionen 421 400
Urlaubsverpflichtungen 109 126
928 740
Sonstige Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 320 263
1.248 1.003

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 0 (i.Vj. TEUR 2.929). Ein Rahmenkredit bei der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, in Höhe von EUR 3 Mio. war bis 30. Juni 2014 befristet und wurde am 01. Juli 2014 durch ein langfristiges Darlehen der JP Beteiligungsgesellschaft mbH abgelöst. Das Darlehen ist unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die bereits unter dem Anlagevermögen erläuterte Veränderung innerhalb der Konzernstruktur führte zur Umgliederung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Verbindlichkeiten gegenüber GBS PAVONE Groupware GmbH und GBS India Pvt Ltd. wurden aus Transparenzgründen als Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen ausgewiesen, obwohl über GBS Enterprises Inc. nur eine mittelbare und keine unmitttelbare Beteiligung besteht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 0 (i.Vj. TEUR 3.553), die Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen auf TEUR 4.031 (i.Vj. TEUR 0). Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 3.851 (i.Vj. TEUR 0) Sonstige Verbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 180 (i.Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Verbindlichkeiten Gesamt- Laufzeit Laufzeit davon
durch
Art- und Form
31.12.2014 Betrag bis 1 Jahr 1 bis 5
Jahre
Pfandrechte
und
der Sicherheit
ähnliche
Rechte
gesichert
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kredit
instituten
0 0 0 0 Globalzession der Forde
rungen aus Lieferung und
Leistung
VJ. 2.929 2.929 0 2.929
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.309 1.309 Übliche Eigentums
vorbehalte
VJ. 2.000 2.000 -
III. Verbindlichkeiten ggü. verb. Unter
nehmen
0 0 0 -
VJ. 3.553 133 3.420 -
IV. Verbindlichkeiten ggü. bet. Unter
nehmen
VJ.
4.031
0
308
0
3.723 -
-
V. Sonstige Verbindlichkeiten
VJ.
5.173
2.208
2.824
2.208
2.349
0
3.534
0
Globalzession der Forde
rungen aus Lieferung und
Leistung GBS AG, GBS
(UK) Ltd., GBS Corp.;
Nachrang- und Belas
sungserklärung Schuld
scheindarlehen GBS
Enterprises Inc.
- davon aus Steuern 456 456
VJ. 323 323
- davon im Rahmen der sozialen
Sicherheit
0 0
VJ. 0 0
10.513 4.441 6.072 3.534
VJ. 10.691 4.342 6.349 2.929

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten im Geschäftsjahr 2014 wie im Vorjahresvergleichszeitraum keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Periodenfremde Erträge / Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 310 (i.Vj. TEUR 222) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 205; i.Vj. TEUR 195), sowie aus periodenfremden Erträgen (TEUR 105; i.Vj. TEUR 27).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 17 (i.Vj. TEUR 28); sie betreffen diverse Aufwendungen für Vorjahre.

Außerordentliches Ergebnis

Außerordentliche Aufwendungen sind in diesem Jahr wie im Vorjahresvergleichszeitraum nicht angefallen. Ferner gab es im Geschäftsjahr 2014 keine außerordentlichen Erträge (i.Vj. TEUR 23).

Ertragssteuerbelastung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und des außerordentlichen Ergebnisses

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Geschäftsjahr 2014 betrug der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 1.714 (i.Vj. TEUR 1.732); davon entfielen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 767 (i.Vj. TEUR 972).

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 500 (i.Vj. TEUR 600).

Derivative Finanzinstrumente

Mit Ende der Laufzeit des Rahmenkredits bei der Landesbank Baden-Württemberg (siehe dazu auch II. Verbindlichkeiten) entfällt auch das zugehörige Zinsbegrenzungsgeschäft. Die als aktiver Rechungsabgrenzungsposten erfasste Prämienzahlung für das derivative Finanzinstrument beträgt somit zum 31. Dezember 2014 TEUR 0 (i.Vj. TEUR 7).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Angaben zu den für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen im Geschäftsjahr 2014 nicht vor.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die GBS Enterprises Inc., USA hat mit Meldung vom 10. Juni 2014 ihre Mehrheitsbeteiligung in eine reine Finanzbeteiligung überführt und hält zum 30. Juni 2014 weniger als 50%, jedoch mehr als 25% der Aktienanteile an der GBS Software AG.

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Herr Jörg Ott, Dipl.-Kaufmann alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

Aufsichtsrat

  • Herr Johann Praschinger, Vorsitzender, Rechtsanwalt, Head of Payment Solutions Wincor Nixdorf International GmbH, Paderborn (bis 06/2014), Senior Consultant, NCR Corporation
  • Herr Dr. jur. Stefan Berz, stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v. Gronau Berz (GbR), Grünwald b. München
  • Herr Arnold Malsch, selbständiger Steuerberater, Karlsruhe

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2014 betrugen TEUR 35 (i.Vj. TEUR 21).

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Durchschnitt 67 (i.Vj. 66) Angestellte beschäftigt (ohne Auszubildende).

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die GBS Software AG, Eisenach, ist nach § 293 HGB von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit. Hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen verweisen wir auf den Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG zum 31. Dezember 2014.

Eisenach, 26. März 2015 GBS Software AG, Eisenach

Jörg Ott Vorstand

з
è
i
EUR E EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
mlagevermögen
mmaterielle Vermögensgegenstände
. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
3.279.580,59 767.047,34 302.555,94 3.744.071,99 1.479.365,38 855.366,31 20.832,00 2.313.899,69 1,430.172,30 1.800.215.21
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte so-
wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
16.564.453,29 309.802,00 1.116.211,39 15.758.043,90 10.937.360,69 1.056.848,08 252.733,00 11.741.475,77 4.016.568,13 5.627.092,60
Geschäfts- oder Firmenwert 8.974.855,44 0,00 0,00 8.974.855,44 5.293.766,96 573.996,00 0,00 5.867.762,96 3.107.092,48 3.681.088,48
28.818.889,32 1.076.849,34 1.418.767,33 28.476.971,33 17.710.493,03 2.486.210,39 273.565,00 19.923.138,42 8.553.832,91 11.108.396,29
achanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.487.324,26 18.005,79 48.489,58 2.456.840,47 2.372.995.58 55.066,14 48.489,58 2.379.572,14 77.268,33 114.328.68
inanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.525.000,00 0,00 0,00 4.525.000,00 2.300.000,00 0,00 0,00 2.300.000,00 2.225.000,00 2.225.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.184.784.20 1.024.916.67 3.064.687.16 145.013,71 0.00 0,00 0,00 0,00 145.013,71 2.184.784.20
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
0,00 2.735.416,67 0,00 2.735.416,67 0,00 0,00 0,00 0,00 2.735.416,67 0,00
Genossenschaftsanteile 900,00 0,00 0,00 900,00 0,00 0,00 0,00 0,00 900,00 900,00
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 16.232.53 570,00 0,00 16.802,53 0.00 0,00 0.00 0,00 16.802,53 16.232,53
6.726.916,73 60.903,34
$\frac{2}{3}$
3.064.687,16 7.423.132,91 2.300.000,00 0,00 0,00 2.300.000,00 5.123.132,91 4.426.916.73
20 002 003 00 A OFF 7EO A7 TO A DA A OT 70 250 014 71 PO DON COO CO こうこうしょう 22 PE4 E0 24 GOO 740 EG イク フロイ つつろ イロ 15.000117

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GBS Software AG, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der GBS Software AG, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Dresden, 26.März 2014 Dr. Winfried Heide Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

GBS Software AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach

Zukunftsorientierte Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nachzuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen. Für Druckfehler und sonstige offensichtliche Unrichtigkeiten wird nicht Gewähr geleistet.

Kontakt

GBS Software AG MesseTurm 60308 Frankfurt am Main Tel. +49 69 789 88 19 -0 Fax +49 69 789 88 19 -99 www.gbs.com [email protected]

Bildnachweis

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