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GBS Software AG Annual Report 2013

Jun 27, 2014

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Annual Report

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Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2013

GROUP Business Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

Vorwort des Vorstandes 3
Bericht des Aufsichtsrates 5
Lagebericht 8
1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 10
2. Ertragslage 21
3. Finanzlage 22
4. Vermögenslage 23
5. Forschung und Entwicklung 24
6. Zweigniederlassungen 25
7. Mitarbeiter 26
8. Management 27
9. Nachtragsbericht 28
10. Chancen- und Risikobericht 28
11. Schlusserklärung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen……….34
Anhang 38
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 39
II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 41
III. Sonstige Angaben 48
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 51

Vorwort des Vorstandes

Vorwort des Vorstandes

"Nichts ist beständiger als der Wandel" (Darwin) ... und dieser nimmt mit atemberaubender Geschwindigkeit zu.

Sehr geehrte Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter,

wenn ein Geschäftsjahr unserer Gesellschaft den Gesetzen des Wandels unterlag, dann gilt das an erster Stelle für 2013. Wesentlich dafür war die rasante Veränderung der allgemeinen Marktbedingungen nicht nur in unserer Branche. Sogenannte desaströse Innovationen, die ganze Industriebereiche quasi über Nacht verändern, haben knapp eine Dekade seit Einführung von "iPod, Tablett, und/oder active TV" bereits heute nahezu alle Konsumentenbereiche der Elektro- und Telekommunikationsbranche umgekrempelt. Der zerstörerische Effekt auf die Unternehmen einer betroffenen Branche wird deutlich, wenn wir die Entwicklung einstmals marktführender und beherrschender Unternehmen betrachten. Als Beispiele seien genannt: Polaroid, Kodak, Nokia, Motorola, BlackBerry, die Musikbranche und weiter die Buch- und Verlagsbranche. Dabei ist noch nicht einmal von den Auswirkungen auf die damit in direkter Verbindung stehende Zulieferindustrie die Rede.

Was für die Privatkonsumenten bereits Realität ist, nimmt im Segment der klein- und mittelständischen Firmen eine immer zentralere Rolle ein. Waren früher feste Vorgaben durch die IT Abteilungen Standard, führt alleine das veränderte Verhalten der Privatkonsumenten zum Druck auf die IT Abteilungen, moderne Lösungen im Unternehmen zur Verfügung zu stellen, die sich dem Verhalten der User (Mitarbeiter) anpassen und nicht umgekehrt. Zur Veranschaulichung der Erwartungshaltung zukünftiger Mitarbeitern reicht die Erwähnung von AppStore und PlayStore. Hier informieren sich Nutzer direkt, laden Anwendungen auf ihre Endgeräte, installieren diese ohne Unterstützung der IT Abteilungen.

Der Konsument aus der sog. "Digital Native Generation" bedient sich zunehmend für die Kommunikation und die Organisation seiner Tages- und Arbeitsabläufe einfacher Tools, die er im "Trial and Error" Verfahren auswählt. Das bedeutet, an die Stelle langjähriger anwendungsspezifischer IT Projekte, die komplexen Arbeitsablaufanalysen, Rolloutplanungen sowie Wartungs-/ und Supportstrategien berücksichtigen müssen, treten in rasanter Geschwindigkeit kleine Abteilungs-/Gruppen-/ oder sogar Individuallösungen, die kostengünstig umgesetzt werden können sowie einen wesentlich geringeren IT Verwaltungsaufwand mit sich bringen. Maßgeblich für die Verdrängung von komplexen Systemen durch diese "Adhoc Lösungen" ist nicht zuletzt die Zufriedenheit der Anwender mit der Lösung.

Was bedeutet das für uns als Softwarehersteller? Wie müssen wir auf diese Anwenderanforderungen reagieren? Mit welcher Strategie führen wir unsere Gesellschaft in dieses neue Zeitalter?

Vorwort des Vorstandes

Das Management hat bereits in der Frühphase der oben beschriebenen Entwicklung aus den Erfahrungen der vorangegangenen Strategien - wie z.B. GROUP Live - neue Prozesse unternehmensübergreifend etabliert. So werden bereits alle bestehenden Produkte unserer Gesellschaft einer anwender- und mobil orientierten Evaluation unterzogen. Die Umsetzung der Ergebnisse dieser Evaluation im operativen Tagesgeschäft und die daraus resultierenden Geschäftserfolge bestätigen, dass unsere Gesellschaft sich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erfolgreich in diesem veränderten Marktumfeld positionieren kann. Der Erfolg unseres Unternehmens wird im Wesentlichen dadurch bestimmt sein, dass es uns gelingt alle Organisationseinheiten vom Management über den Vertrieb und das Marketing sowie die Produktentwicklung und den Support bis hin zum Service nach den Spielregeln des veränderten Marktes auszurichten – und das schnell! Das Stichwort der Zeit heißt Integration; das bedeutet, Zukauf vor Eigenentwicklung. Dabei ist es notwendig, durch den internen Einsatz solcher oben genannter Gruppen – oder Individuallösungen nicht nur deren Leistungsspektrum zu überprüfen, sondern auch die Bereitschaft unserer Mitarbeiter, sich den Marktanforderungen anzupassen, zu erhöhen.

Das Management ist fest davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft mit ihren kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die umfassende Expertise verfügt, um sich nicht nur der Herausforderung zu stellen, sondern diese zum Wohle unserer Gesellschaft zu meistern und zu nutzen.

Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Einsatz die Gesellschaft durch ein turbulentes 2013 geführt und mit gestiegener Profitabilität weiterhin erfolgreich im Markt positionieren haben. Mein Dank gilt darüber hinaus in hohem Maße auch Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die mit viel Geduld und Ausdauer unser Unternehmen begleiten.

Eisenach im Juni 2014

Der Vorstand

Jörg Ott

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat erstattet hiermit Bericht über die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Geschäftsjahr 2013. Wir blicken auf ein positives Geschäftsjahr zurück, in dem es der GROUP Business Software AG gelungen ist, trotz herausfordernder Marktbedingungen einen Jahresüberschuss zu erwirtschaften.

Auch im Geschäftsjahr 2013 befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage des Unternehmens. Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Außerdem informierte der Vorstand über Vorgänge von besonderer Bedeutung auch außerhalb von Sitzungen auf schriftlichem und mündlichem Wege.

Der Aufsichtsrat überwachte die Geschäftsführung und stand dem Vorstand beratend zur Seite. In regelmäßigen Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sowie über die Finanz- und Investitionsplanung, als auch die Kosten- und Umsatzentwicklung und die Liquiditätslage. Schwerpunkte lagen im Bereich der Konsolidierung der Gesellschaft aber auch des Jahresabschlusses und der Halbjahresmitteilung. Sofern sich berichtswürdige Ereignisse außerhalb des Informationszeitraums ereigneten, wurde der Aufsichtsrat umgehend durch den Vorstand informiert. Die relevanten Themen wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat eingehend erörtert.

Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für die GROUP Business Software AG von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden.

Über die Entwicklung der Bilanzpositionen und der Ergebnisse wurde der Aufsichtsrat umfassend in Kenntnis gesetzt. Die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden strategischen Chancen und Risiken der weiteren Unternehmensorientierung sowie über das Risikomanagement diskutierte der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand und begleitete die entsprechenden Maßnahmen und Entscheidungen mit.

Strategische Fragen

Der Vorstand berichtete ausführlich über die Strategie zur langfristigen Ausrichtung des Unternehmens und seine Einschätzung des Marktgeschehens. Die Information durch den Vorstand wurde dabei untermauert durch den Bericht des operativen Managements Europas und verschiedene Marktstudien. In den Sitzungen vom 09.04.2013 und vom 04.12.2013 erörterte der Aufsichtsrat die strategiebedingte Marktausrichtung und die daraus resultierenden Strukturanpassungen und die Produktstrategie.

Im Fokus der Beratung stand dabei die strategische Ausrichtung zum plattformübergreifenden Service- und Produktlieferanten rund um Collaboration. Der Vorstand stellte dabei umfassend die Chancen und Risiken dieser Neuausrichtung dar und informierte über erste positive Entwicklungen und Kundenrückmeldungen aus dieser Neuausrichtung heraus.

Zustimmungspflichtige Geschäfte

Nach der Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats bedürfen bestimmte Geschäfte und Maßnahmen, insbesondere die Finanz- und Investitionsplanung, der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Im Rahmen dieser Zustimmungsvorbehalte erörterte und verabschiedete der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 04.12.2013 die Finanz- und Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2014. In dieser Sitzung stimmte der Aufsichtsrat auch der Übernahme der Produktrechte und Kundenverbindungen von der GROUP Business Software Corporation durch die GROUP Business Software AG zu.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen vom 07.05.2013 und vom 29.10.2013 der Liquidation der GROUP Live, Den Haag, und dem Verkauf der Mantelgesellschaft ebVOKUS GmbH, Dresden, zugestimmt.

Ausschüsse/Beirat

Im Berichtszeitraum wurden keine Ausschüsse gebildet; ein Beirat besteht nicht.

Sitzungen und Teilnahme

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2013 in vier regelmäßigen Sitzungen. Berichtspflichtige Vorgänge in Bezug auf die Häufigkeit der Sitzungsteilnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrats liegen nicht vor.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die GROUP Business Software AG orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist für die Organe der Gesellschaft selbstverständlich. Im Dezember 2002 erfolgte die erste Entsprechenserklärung; weitere folgten am 17. März 2003, am 3. Mai 2004, am 07. Juni 2005, am 04. Juli 2006, am 23. April 2007, am 17. April 2008, am 20.04.2009 sowie am 19. April 2010.

Wie im Jahr 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat auch in 2013 beschlossen, von der Erstellung der Entsprechenserklärung, dessen Abgabe aufgrund der Notierung im Entry Standard nicht vorgeschrieben ist, abzusehen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 gehörten dem Aufsichtsrat die Mitglieder Praschinger, Malsch und Dr. Berz an. Es gab im Laufe des Geschäftsjahres keine Veränderungen.

Jahresabschlussprüfung 2013

Der von der Hauptversammlung am 26.06.2013 gewählte Abschlussprüfer Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden hat den nach HGB aufgestellte Jahresabschluss der GROUP Business Software AG zum 31. Dezember 2013 sowie den Lagebericht geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. In die Prüfung wurden auch die Buchführung und das interne Kontrollsystem einbezogen. Zusätzlich hat Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden, den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG ("Abhängigkeitsbericht") geprüft.

Zum Abhängigkeitsbericht hat Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden, folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 313 Abs. 3 AktG erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  • bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
  • bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Abhängigkeitsbericht als auch die Prüfberichte vollständig und rechtzeitig vorgelegt. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 18.03.2014 wurden die Abschlussunterlagen in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt und vom Aufsichtsrat mit Blick auf die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Abschluss und die Prüfung durch die Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung am 25.06.2014 seine Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss und den Lagebericht gemäß § 171 Aktiengesetz gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und ihre hervorragenden Leistungen im Geschäftsjahr.

Eisenach/Karlsruhe, im Juni 2014

Der Aufsichtsrat

Johann Praschinger, Vorsitzender

Lagebericht zum 31. Dezember 2013

GROUP Business Software AG, Eisenach

Inhaltsverzeichnis

    1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
    1. Ertragslage
    1. Finanzlage
    1. Vermögenslage
    1. Forschung und Entwicklung
    1. Zweigniederlassungen
    1. Mitarbeiter
    1. Management
    1. Nachtragsbericht
    1. Chancen- und Risikobericht
    1. Schlusserklärung des Berichts des Vorstands zu verbundenen Unternehmen

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftsbedingungen

Wissen teilen, Empfehlungen abgeben, gemeinsam Ideen weiterentwickeln und Entscheidungen vorantreiben – immer mehr Menschen nutzen dazu im privaten Bereich soziale Netzwerke. Auch Unternehmen haben erkannt, dass es viele Vorteile bringt, wenn sie die interaktive Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter stärken und deren Kompetenzen zusammenführen. Mit IT-Unterstützung – Collaboration und Social Business Plattformen – können zum Beispiel Experten unterschiedlicher Geschäftsbereiche, Kunden, Lieferanten oder weitere Produktpartner zur Produktverbesserung einbezogen werden – von der Entwicklung über das Marketing bis hin zum mobil tätigen Vertrieb und Kundendienst. Das erhöht die Qualität und beschleunigt Regel- und Freigabe-Prozesse. Das Unternehmen spart Zeit und Geld und stärkt so seine Wettbewerbskraft. Kraft, die nicht nur im Wettbewerb um Kunden oder Investoren, sondern auch in der Gewinnung und Bindung talentierter Mitarbeiter ein zentraler Erfolgsfaktor ist.

Die GROUP Business Software AG ist gut gerüstet, diese neuen Bedarfe zu decken und die Firmenkunden mit Produkten und Services in dieser sich verändernden Arbeitswelt zu begleiten.

Mehr als 3.000 zufriedene Firmenkunden mit mehr als 5 Mio. Nutzern in Europa, Nordamerika und Asien vertrauen unseren Produkten und Leistungen. Darunter finden sich in Deutschland unter anderem ein Großteil der Sparkassen und Volksbanken als auch deren Rechenzentren aber auch viele weltweit agierende Großkonzerne.

Die GROUP Business Software AG ist mit Standorten in Deutschland, England, in den USA und Kanada sowie über unser Schwesterunternehmen in Indien vertreten. Wir vertreiben unsere Produkte und Dienstleistungen direkt, als auch über Vertriebs- und Integrationspartner weltweit. Sowohl regional als auch überregional sichern wir unseren Kunden eine sehr hohe Produkt-, Dienstleistungs- und Servicequalität zu.

Die in 2012 gegründeten Competence Center Security, Portal & BPM, Mobility und Modernization sind mittlerweile fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Sie bündeln die Kompetenzen unserer Mitarbeiter und tragen zu unserem Image als führender Anbieter im Collaboration-Markt bei. Diese Ausrichtung zielt auf die wesentlichen Herausforderungen vor denen Unternehmen heute im Collaboration-Bereich stehen, nämlich der Modernisierung, der Mobilisierung, der Sicherheit und der Prozessoptimierung.

Unseren Kunden wird damit das Verständnis der verschiedenen Leistungsschwerpunkte erleichtert, als auch eine gut verständliche Struktur des Lösungsportfolios geboten.

Die Kombination aus Lösungs- und Beratungskompetenz in den relevanten Kompetenzfeldern ist ein Kernmerkmal unserer auf den langfristigen Erfolg ausgerichteten Strategie. Neben der marktgerechten Optimierung der vorhanden Produkte – insbesondere der iQ.Suite – entwickelten wir in 2013 mehrere innovative Softwareprodukte und Services, die Kunden wesentlich in der Modernisierung ihrer bisherigen Systeme unterstützen – unabhängig von deren heutiger und zukünftiger Plattform.

Diese Ausrichtung wurde vom Markt positiv aufgenommen, was sich u.a. in der Positionierung der GROUP Business Software AG im "Social Business Vendor Benchmark 2013" der Experton Group widerspiegelt. Hier kann die Gesellschaft eine "Leader Rolle" unter den Marktführern für sich beanspruchen.

Eine Auszeichnung, die uns in unserer strategischen Ausrichtung bestätigte und auf die wir sehr stolz sind.

Die GBS Competence Center im Detail:

Competence Center Security

Der Mitte 2013 bekannt gewordene NSA-Skandal verstärkt die Befürchtungen von Unternehmen und Anwendern rund um Themen wie Datendiebstahl und Datenschutz. Unser GBS Competence Center Security adressiert genau diese Inhalte und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Datensicherheit im Kommunikationsfluss zu verbessern.

Bereits im 4. Quartal 2013 führte die Verunsicherung der Unternehmen zu einer wachsenden Anzahl von Anfragen, die auf einen höheren Sicherheitsbedarf hinweisen.

Demzufolge wurde unser Produktportfolio im Bereich Verschlüsselung weiter verbessert und zur Vereinfachung zusammengeführt. Die iQ.Suite ist und bleibt der Drehund Angelpunkt, wenn es um die Optimierung der Sicherheit in der E-Mail-Kommunikation unserer Kunden geht. Mit Crypt Pro steht seit 2013 eine integrierte B2B-Lösung zur Verschlüsselung und Schlüsselverwaltung zur Verfügung, die perfekt für den Geschäftskundensektor geeignet ist. Mit WebCrypt Pro existiert das Gegenstück für den B2C-Bereich welches in einer WebCrypt Live Variante als SaaS-Lösung (Software-as-a-Service) verfügbar ist.

Ein weiteres, der gesellschaftlichen Entwicklung geschuldetes und zunehmend an Bedeutung gewinnendes Thema ist die Worklife-Balance für Arbeitnehmer, die den bewussteren Umgang mit Kommunikationsströmen und Mitarbeiterverfügbarkeiten einfordert. Die dazu technisch unterstützenden Funktionalitäten unserer Security-Module ermöglichen ein intelligentes, arbeitszeitlich gesteuertes Routing und bieten Unternehmen daher die Sicherheit, die Belastung ihrer Mitarbeiter mit elektronischen Anfragen bzw. E-Mails außerhalb der Arbeitszeit angemessen zu steuern.

Dank der wachsenden Plattformunabhängigkeit der iQ.Suite kann GBS Kunden jedweder Couleur bedienen und ist damit auch offen für Unternehmen, die kurz- oder mittelfristig einen Wechsel ihrer E-Mail-Umgebung oder die Kombination verschiedener Plattformen im Sinne einer Koexistenz – eine Form der stufenweisen Modernisierung - planen.

Competence Center Modernization

Neue Formen der Zusammenarbeit in z.B. virtuellen Teams und wachsende Flexibilitätsanforderungen führen zu erweiterten Anforderungen an die Zusammenarbeit und die den Informationsfluss unterstützenden IT-Systeme. Anwendungen müssen auch von anderen Arbeitsorten oder von unterwegs mobil abrufbar und nutzbar sein, was in den meisten Unternehmen weitreichenden Modernisierungsbedarf nach sich zieht.

Es gilt, moderne Web-, Social Business- oder Mobility-Technologien zu integrieren. Bisher statische Server-Client Umgebungen genügen diesem Wunsch nicht mehr.

Hinzu kommt der aus der sinkenden Bedeutung der IBM Lotus Notes-Plattform resultierende Bedarf an Migration der Clients und Anwendungen zu anderen Plattformen oder reinen cloudbasierten Anwendungen. Insbesondere der Wechsel zu Microsoft-Technologien steht für viele Firmenkunden im Vordergrund.

In diesem Umfeld beraten wir unsere Kunden – hin zu mehr Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Agilität.

Viele Unternehmen sprachen in 2013 über die Notwendigkeit der Modernisierung, mussten sich aber noch Klarheit verschaffen, wie diese gestaltet werden soll, bevor sie entscheiden und investieren konnten. Um die Kostenund Aufwandslast zu reduzieren, denken heute viele unserer Kunden über kombinierte Lösungen nach, wollen also in Stufen modernisieren und zeitweise verschiedene Plattformen im Sinne einer Koexistenz parallel betreiben.

Die GROUP Business Software AG entwickelte in 2013 verstärkt Connectoren, die den gemischten Betrieb unterschiedlicher Plattformen mit unseren Produkten ermöglichen. Wir bieten unseren Kunden damit heute weitreichende Flexibilität für die sanfte und kostenschonende Modernisierung.

Dazu muss die bisherige Umgebung analysiert und mögliche Migrationsszenarien angedacht, konzipiert und später umgesetzt werden. Lösungen, wie das durch unsere Tochtergesellschaft entwickelte Insights Express, unterstützen in der Analyse-Phase und liefern wichtige Erkenntnisse über die Infrastruktur unserer Kunden.

Einen maßgeblichen Anteil auf dem Weg zu flexiblen Anwendungen und der Unterstützung von Modernisierungsstrategien hat unser AppDesigner. Mit ihm werden Fachabteilungen in die Lage versetzt, selbständig Web-Anwendungen zu erstellen oder vorhandene IBM Domino Anwendungen zu modernisieren. Die Lösung wurde auf der CeBIT 2013 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt und sorgte für ein reges Interesse am Markt. Mit ihr wird auch erstmalig die Integration von Geschäftsanwendungen mit modernen Social Business Plattformen, wie IBM Connections, möglich. Ende 2013 führten wir mit einem neuen Release den AppDesigner auch zur Entwicklung von Anwendungen auf JAVA ein, im 2. Quartal 2014 wird dann die Lösung für die Anwendungsentwicklung auf Microsoft SharePoint kommen.

Wir verfügen über umfassendes und tiefgehendes Wissen zur IBM Lotus Notes-Technologie, was Ausgangspunkt einer erfolgreichen Modernisierung der auf dieser Plattform von Kunden genutzten Applikationen ist. Ergänzt wird diese Expertise durch das in den letzten fünf Jahren ausgebaute Wissen zu Microsoft Exchange als häufigste Zieltechnologie. Über die Schwestergesellschaft GBS PAVONE Groupware GmbH ergänzt die GROUP Business Software AG ihre Kompetenzen weitreichend um die browserbasierten Technologien.

Um das Leistungsportfolio für unsere Firmenkunden um die Beratung und Integration der Microsoft Plattform SharePoint zu erweitern, schloss die GROUP Business Software AG im November eine strategische Partnerschaft mit dem führenden Dienstleiter in Deutschland, der ACP Deutschland GmbH ab.

Competence Center Mobility

Die mobile Kommunikation und die mobile Nutzung des Internets wachsen, der mobile Datenverkehr erhöht rasant. Die hohen Verbindungsgeschwindigkeiten der Mobilfunkstandards der dritten Generation, erschwingliche Tarife und nutzerfreundliche Endgeräte machen es möglich.

Smartphones, Tablets, Notebooks beziehungsweise Netbooks sind konsequent für den mobilen Zugriff auf Datendienste entwickelt worden und kommen auch im Geschäftsumfeld zunehmend zur Anwendung.

Das bedeutet für unsere Kunden eine neue Form der Bereitstellung ihrer Anwendungen für Mitarbeiter, Partner oder Kunden. Wollen sie wettbewerbsfähig bleiben, müs-

sen sie ihre Geschäftsprozesse neu gestalten und sich auf unterschiedliche Geräte und Betriebssysteme ausrichten. Denn der Kunde beziehungsweise Geschäftspartner gibt vor, über welchen Kanal er in Kontakt treten will. Dies gilt im Privatkunden- aber auch Firmenkundengeschäft.

Die mobile Arbeitswelt stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen: Es gilt unterschiedlichste Endgeräte und mobile Betriebssystem zu verwalten. Bisher statische Geschäftsanwendungen sollen mobil werden und den Arbeitsalltag auf Smartphones und Tablet PCs unterstützen.

In Kooperation mit Technologiepartnern unterstützt das Competence Center Mobility seine Kunden bei diesen Vorhaben. Ob Apple, Google oder BlackBerry – unsere Experten agieren plattformunabhängig. Sie überführen statische Desktop-Anwendungen in das mobile Zeitalter.

Dabei stehen natürlich die zahlreichen Domino-Anwendungen unserer Kunden im Fokus. Auch das vorhandene Wissen über Web-Technologien unterstützt diese strategische Ausrichtung.

Diese mobile Entwicklung fokussiert sich nicht nur auf Kundenanwendungen. Es wurden konkrete Entwicklungsschritte unternommen, um auch Komponenten von GBS Lösungen auf Mobilgeräte zu portieren.

Neben der Entwicklung mobiler Apps steht mit dem sicheren Einbinden von Mobilgeräten in Unternehmensinfrastrukturen ein weiterer Aspekt im Fokus. Denn Mitarbeiter setzen mittlerweile nicht nur geschäftliche Endgeräte ein, sondern nutzen im Rahmen von Bring-your-own-Device zunehmend auch eigene Mobilgeräte. Die sichere Integration in Übereinstimmung mit geschäftlichen Vorgaben spielt hier eine wichtige Rolle.

Competence Center Portal & BPM

In diesem Competence Center bündelt die GROUP Business Software AG die Expertise der Schwestergesellschaft GBS PAVONE Groupware GmbH zu softwaregestützten Arbeitsabläufen und Organisationsthemen.

Optimierung und effiziente Gestaltung von Geschäftsprozessen und Projekten sind heute Basis für viele Qualitäts- und Kostensenkungsoffensiven in Unternehmen und Behörden.

Portale als Plattformen für Customer Selfservice haben wachsende Bedeutung für Unternehmen im Privatkundenverkehr aber auch im Geschäftskundenbereich. Für den Öffentlichen Dienst sind sie wesentlicher Bestandteil für mehr Bürgernähe und eine Vereinfachung von Anfragen und Verwaltungsprozessen.

Kunden werden bei der Analyse und Optimierung von Prozessen, Überführung papiergestützter Abläufe in die elektronische Welt, Definition und Implementierung von softwaregestützten Workflows sowie der Integration mit modernen Portal-Technologien unterstützt. Dabei bieten wir unseren Kunden hier Applikationen und Expertise plattformunabhängig an.

Gleichzeitig fließt das Know How dieses Competence Centers in die Weiterentwicklung der Technologien der anderen Competence Center ein. So stellt die Workflow-Technologie einen wesentlichen Baustein für die Modernisierung von vorhandenen Applikationen und die Verknüpfung der Applikationen mit Collaboration-Netzwerken dar.

Rahmenbedingungen des Kapitalmarkts

Das Jahr 2013 war ein insgesamt erfolgreiches Börsenjahr. Geholfen haben dabei besonders die Börsen in Europa, USA und Japan. Zu den positiven Treibern der Börsen zählten im vergangenen Jahr die verbesserten Konjunkturindikatoren in der Eurozone (z. B. ZEW-Index) und eine im Vergleich zum Vorjahr bessere Entwicklung des US-Einzelhandels.

Die Weltwirtschaft setzte zu einer Erholung an. Der Umschwung wurde primär von den Industrieländern - mit Schwerpunkt USA - getragen. Die Kurssteigerungen in 2013 resultierten im Wesentlichen aus einer höheren Bewertung der Aktienmärkte, da die Unternehmensgewinne nicht entsprechend steigen konnten.

Vor dem Hintergrund der expansiven Geldpolitik der internationalen Notenbanken bestand die Erwartungshaltung, dass die Konjunktur sich weiter verbessern muss und die Unternehmensgewinne dann in 2014 deutlich steigen werden.

Die Anleger haben mangels Alternativen diese Entwicklung bereits vorweggenommen und die vielfältigen Risiken ausgeblendet. Die meisten Aktien wurden daher am Ende des Jahres 2013 in Bezug auf das Kursgewinnverhältnis wesentlich höher bewertet als zu Beginn des Jahres.

Während sich die Aktienmärkte der Emerging Markets im letzten Quartal etwas erholen konnten, haben der Goldpreis und die Rohstoffnotierungen weiter nachgegeben und mit hohen Verlusten das Jahr 2013 beendet. Die deutlichen Kursgewinne an den Aktienmärkten der Industrieländer haben noch einmal zu Kapitalabflüssen aus Rohstoffen und Gold geführt.

Die Zinsen für Anlagen mit hoher Sicherheit blieben sowohl in Europa als auch in den USA auf einem historisch niedrigen Niveau. Bundesanleihen mit 2 Jahren Laufzeit bieten derzeit eine Rendite von unter 0,2% p.a. und mit 5 Jahren Laufzeit eine von 0,8% p.a.

Der DAX schloss im Dezember 2013 bei 9.552 Punkten und damit um 25 Prozent über dem Schlussstand des Jahres 2012.

Die Aktie der GROUP Business Software AG startete mit 0,21 € pro Aktie in den Januar 2013 und schloss mit 0,31 € im Dezember 2013 ab.

Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Entwicklung im europäischen Wirtschaftsraum hellte im Laufe des Jahres 2013 leicht auf, auch wenn die Erholung noch langsam, eher verhalten verlief. Deutschland behauptete sich dabei mit laut Statistischem Bundesamt vorläufig +0,4% (2012: +0,7%) des realen deutschen Bruttoinlandsproduktes trotz des Rückgangs zum Vorjahr stabil. Gleichzeitig prognostizierte die Europäische Kommission für den Euroraum einen Rückgang des BIP von -0,4%.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland lag deutlich über dem der größeren Staaten des Euroraums. Nur einige kleinere Staaten wie Estland, Litauen, Malta oder Luxemburg haben höhere Wachstumsraten als Deutschland. Basis des deutschen Wirtschaftswachstums in 2013 war aber in erster Linie die binnenwirtschaftliche Entwicklung.

Die schwache Wirtschaftsentwicklung der europäischen Staaten führte gleichzeitig zu einem Rückgang der innereuropäischen Exporte Deutschlands. Insgesamt stiegen die Exporte preisbereinigt um 0,6% zum Vorjahr an, wozu insbesondere die Exporte in die USA beitrugen. Gleichzeitig wuchsen die Importe nach Deutschland stärker, so dass die Außenbeiträge 2013 eher eine rückläufige Tendenz zeigten.

In 2013 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im siebten Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Die Zahl der Erwerbslosen sank nach aktuellen Schätzungen um ca. – 1,6% und damit die Arbeitslosenquote in Deutschland von 5,3% im Vorjahr auf 5,2% in 2013.

Der ifo-Geschäftsklimaindex der GfK (GfK = Gesellschaft für Konsumforschung), der monatlich 7.000 Unternehmen der verarbeitenden Industrie hinsichtlich ihrer Geschäftslage und den Geschäftserwartungen befragt, entwickelte sich in 2013 - insbesondere im 2. Halbjahr von 104,2 im Januar 2013 auf 109,5 im Dezember 2013 positiv. Der stabile Arbeitsmarkt und die niedrigen Zinsen förderten in Deutschland 2013 das Konsumklima.

Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des Jahres 2013 merklich aufgehellt. Die Verunsicherung durch die Finanzkrise und die Euroschuldenkrise hat sich zurückgebildet. Die allmählich zunehmenden Impulse aus der Weltwirtschaft stärkten die deutschen Warenexporte. Nach einer weiteren leichten Zunahme im November 2013 (+0,3 %) zeigte der Ausfuhrtrend in nominaler Rechnung wieder leicht nach oben. Der private Konsum wird in der aktuellen Aufschwungphase ein wichtiges Standbein der Konjunktur bleiben.

In 2014 dürfte sich die Konjunktur etwas beschleunigen. Hierauf deuten unter anderem die Stimmungsindikatoren hin, die sich im Verlauf des zweiten Halbjahres 2013 spürbar verbessert haben.

Rahmenbedingungen der ITK-Branche (ITK = Informationstechnologie und Kommunikation)

Zum Jahresauftakt 2013 hat sich die Stimmung in der ITK-Branche deutlich verbessert. Im Bitkom Branchenbarometer erwarteten 75% der befragten Unternehmen steigende Umsätze. Nur rund 11% erwarteten schlechtere Geschäfte. So wurde insgesamt von einer positiven Geschäftsentwicklung ausgegangen. Potentielle Markthemmnisse sind laut Bitkom die Binnennachfrage sowie der Fachkräftemangel.

Wichtige Handlungstreiber in 2013 waren Cloud Technologien, Social Business und Big Data. So wird laut der Experton Group der Markt für Social Business for Communication & Collaboration durchschnittlich um 50% bis zum Jahr 2016 wachsen und damit Cloud Computing sogar überholen. Softwareanbieter sind also gefordert ihre Lösungen in den Kontext moderner Collaboration und Social Business Plattformen zu integrieren. IBM und Microsoft sind mit ihren Lösungen IBM Connections und Microsoft SharePoint führend in diesem Segment. Ein wichtiger Fakt, den wir bei unseren strategischen Entscheidungen berücksichtigen. So verfügt unser AppDesigner über eine Kopplung zu diesen Plattformen, welche kontinuierlich ausgebaut wird. Und auch die im Herbst veröffentlichten iQ.Suite Connectoren nehmen sich der Verbindung von E-Mail mit Social Business Plattformen an.

2013 wurde durch eine weitere Entwicklung geprägt: den NSA-Skandal. Dieser entwickelt einen entscheidenden Einfluss auf den ITK-Markt. So stieg die Verunsicherung und das Vertrauen in die Sicherheit von Daten litt weltweit. Insbesondere im amerikanischen Markt werden langfristige finanzielle Folgen spürbar sein. Dazu siehe auch: http://www.welt.de/wirtschaft/article122307814/NSA-Skandal-kostet-USA-bis-zu-35-Milliarden-Dollar.html.

Diese Entwicklung haben wir in die Weiterentwicklung und Vermarktung unserer Produkte einfließen lassen. So waren die Themen Datenschutz und E-Mail-Verschlüsselung zwei wesentliche Entwicklungs- und Vermarktungsschwerpunkte im Jahr 2013. Die Messaging- und Collaboration-Sicherheit wird auch langfristig ein Handlungstreiber sein. Gerade im Bereich E-Mail-Sicherheit liegen noch erhebliche Potentiale für uns in Unternehmen. Laut der Sicherheitsstudie 2013 des Vereins "Deutschland sicher im Netz e. V." (DsiN) hat sich das Bewusstsein für IT-Sicherheit bei den mittelständischen Unternehmen in Deutschland zwar insgesamt positiv entwickelt, aber bei der Absicherung der E-Mail-Kommunikation besteht weiter Nachholbedarf. So setzt mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen keine Maßnahmen zur Absicherung der E-Mail-Kommunikation ein.

Rahmenbedingungen im Bereich IBM Lotus Notes

Der IBM Notes/Domino Markt gerät weiterhin unter Druck. Kunden sind hier zunehmend zurückhaltender mit Neuinvestitionen in und auf diese Plattform. Sie äußern unabhängig von der jeweiligen Branche vermehrt den Wunsch eines Plattformwechsels. Dabei steht zunächst die Messaging Funktionalität (E-Mail, Scheduling) im Fokus. Ein Wechsel hin zu Microsoft Exchange, vereinzelt auch zu Googlemail, ist demzufolge zu beobachten.

Im Anwendungsbereich gestaltet sich die Lage etwas anders: Aufgrund der meist hohen Komplexität schrecken Kunden zum Teil vor diesen Projekten zurück. Hier steht zunächst meist der Wunsch nach mehr Flexibilität im Fokus, d.h. Anwendungen sollten im Webbrowser oder auf Mobilgeräten laufen. Demzufolge ist eine Koexistenz der vorhandenen Technologien mit neuartigen Ansätzen für diese Kunden erstrebenswert.

Im Zusammenspiel mit dem steigenden Kosten- und Effizienzdruck auf die IT-Abteilungen gewinnen damit moderne, webfähige Lösungen zunehmend an Bedeutung. Sie versprechen einen Verzicht auf hohe Client-Lizenzkosten gepaart mit der Agilität einer modernen Web 2.0 Anwendung. Die Gesellschaft hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und bietet mit Lösungen wie GBS Insights und GBS AppDesigner entsprechende Angebote am Markt an.

Die neuen Lösungen der GROUP Business Software AG Insights und AppDesigner als auch die weiterentwickelten iQ.Suite Module ermöglichen den Kunden die Koexistenz mehrerer Plattformen und weisen den Weg in moderne Anwendungs- und Kommunikationslandschaften.

In diesem Zusammenhang ist die Erweiterung unserer Expertise ein zentraler Erfolgsfaktor für unser Haus: So wurden Anstrengungen unternommen, das Wissen über Microsoft Technologien, wie beispielsweise Microsoft SharePoint, intern und mit Unterstützung von Partnern aus- und aufzubauen.

Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

Kunden und Partner haben mittlerweile die gewachsene Expertise der GROUP Business Software AG erkannt und diskutieren mit uns die mittel- und langfristige Entwicklung und mögliche Optimierungsszenarien. Um diese Kunden im Rahmen ihrer Optimierung umfassend unterstützen zu können, entwickelten wir unsere bestehenden Produkte und Services, insbesondere hin zu alternativen Plattformen weiter und schärften unsere Beratungskompetenz. Die noch fehlende Expertise zu Microsoft SharePoint ergänzten wir durch eine strategische Partnerschaft mit einem etablierten Dienstleister:

Im November 2013 schlossen wir einen Kooperationsvertrag mit ACP IT Solutions GmbH, Köln, ab und forcierten mit dieser neuen Partnerschaft unsere jüngst eingeschlagene Mehr-Plattformen-Strategie weiter.

Das in 2012 begonnene Kostensenkungsprogramm zeigte in 2013 seine volle Wirkung. So sanken die Sachkosten um 11% und die Personalkosten um 18%.

So stieg unser Umsatz je Mitarbeiter von 2011 bis 2013 kontinuierlich und über diesen Zeitraum um 25% an:

2013 2012 2011
Umsatz pro Mitarbeiter in TEUR 184 167 147
Veränderung zum Vorjahr 10 % 14 % -8%

Die konsequente strategische Weiterentwicklung der GROUP Business Software AG und die Einführung weiterer innovativer Produkte, wie dem AppDesigner stärken das Image der GROUP Business Software AG weg vom reinen Software- hin zum Lösungsanbieter im Markt und bei unseren Partnern wesentlich.

Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftslage

2013 war für die GROUP Business Software AG ein sehr gutes Jahr. Die bereits 2012 aufgesetzte strategische Neuausrichtung in Verbindung mit einem Kostensenkungsprogramm und weiteren Maßnahmen zur Qualitätsoptimierung führten in 2013 zu einem verbesserten Unternehmensergebnis.

Die für 2013 geplanten Eigenlizenzumsätze lagen jedoch unter dem Plan. Hauptursächlich waren hierbei die längeren Entscheidungsphasen für Modernisierungs- und Migrationsprojekte unserer Kunden, so dass sich die für den AppDesigner geplanten Umsätze zu einem wesentlichen Teil auf 2014 verschieben. Auch führte die interne, strategische Neuausrichtung eines OEM-Partners zu einem zeitweisen Umsatzrückgang, der in 2013 nicht voll ausgeglichen werden konnte. Desweiteren brach der Umsatz eines OEM-Partners für das neu entwickelte Produkt zeitweise durch diese Produkteinführung beim Partner in Verbindung mit einen Strategie- und Managementwechsel ein.

Der weitgehend gleichbleibende Wartungsumsatz belegt die hohe Zufriedenheit und Treue unserer langjährigen Kunden mit der GROUP Business Software AG. Dies ist umso bemerkenswerter, da unsere Kunden zunehmend zu Microsoft- und anderen Plattformen wechseln, aber die entsprechenden Applikationen unseres Hauses in einer anderen Plattformversion weiterhin nutzen. Die Strategie, unsere Kompetenzen plattformunabhängig auszurichten wird durch die Kunden so bestätigt.

Die strategische Neuausrichtung wurde durch den Ausbau unseres Leistungsportfolios umgesetzt und durch den Logozusatz "Expertise matters" ("Kompetenz zählt") in die gesamte Kundenkommunikation integriert. Die zunehmende Einbindung der GROUP Business Software AG in übergreifende Collaborations- und Modernisierungsprojekte zeigt klar, dass diese Neupositionierung in der Kundenwahrnehmung angekommen ist.

Mit einem operativen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2013 von 0,8 Mio. Euro (2012: operatives Ergebnis -0,3 Mio. Euro) konnte die Gesellschaft ihre Konsolidierungsstrategie weiter positiv vorantreiben. Außerordentliche Aufwendungen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen (2012: Außerordentliches Ergebnis -8,5 Mio. Euro). Somit konnte die Gesellschaft einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss von 0,7 Mio. Euro erwirtschaften (2012: Jahresfehlbetrag 8,8 Mio. Euro). Der Bilanzverlust 2013 beträgt hiernach 21,3 Mio. Euro (2012: 22,0 Mio. Euro).

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens im Geschäftsjahr 2013 als positiv zu bezeichnen. Die Grundlage für eine weitere positive Entwicklung in 2014 und für die Folgejahre ist geschaffen.

2. Ertragslage

Die Lizenzumsätze betrugen ca. 2,2 Mio. Euro (2012: 3,2 Mio. Euro). Der Vorjahreslizenzumsatz war geprägt von dem Verkauf einer Firmenlizenz im GROUP Live Geschäftsbereich in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Daneben konnte mit der Entwicklung der Umsätze aus Drittprodukten (OEM) bzw. deren Anstieg um 0,5 Mio. Euro das Delta zum Vorjahr kompensiert werden. Die Serviceumsätze lagen bei 0,5 Mio. Euro (2012: 0,4 Mio. Euro) und damit um 22% über Vorjahr. Die Wartungsumsätze der Gesellschaft lagen mit 5,1 Mio. Euro (2012: 5,2 Mio. Euro) nahezu auf Vorjahresniveau. So entfallen 43 % der Umsätze des Jahres auf wiederkehrende Wartungserlöse. Die anderen aktivierten Eigenleistungen für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1,0 Mio. Euro (2012: 0,9 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit ca. 1,5 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (2012: 1,5 Mio. Euro); hier schlagen sich insbesondere 0,2 Mio. Euro an Umlagen von verbundenen Unternehmen, an Herabsetzungen von Einzelwertberichtigungen 0,3 Mio. Euro sowie 0,3 Mio. Euro an Erträgen aus Kursdifferenzen nieder.

Die Materialaufwendungen liegen mit ca. 3,7 Mio. Euro (2012: 3,9 Mio. Euro) in etwa auf Vorjahresniveau. Für 2013 ergaben sich Personalaufwendungen i.H.v. 4,6 Mio. Euro (inkl. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. ca. 0,1 Mio. Euro). Dieses entsprach einer Reduktion von 1,0 Mio. Euro und steht insbesondere im Zusammenhang mit der Reduktion im Jahresdurchschnitt von rund 12 Mitarbeitern im Rahmen der Neuausrichtung der Gesellschaft.

Die Abschreibungen lagen mit 2,0 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (2012: 1,8 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 3,3 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres (2012: 3,6 Mio. Euro).

Sie beinhalten insbesondere Beratungskosten in Höhe von 1,1 Mio. Euro (2012: 1,3 Mio. Euro), Marketingaufwendungen von 0,4 Mio. Euro (2012: 0,4 Mio. Euro), die Raumkosten lagen mit 0,3 Mio. Euro knapp unter Vorjahresniveau und die Reisekosten mit 0,2 Mio. Euro rund 0,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 0,3 Mio. Euro. Auch die Versicherungsbeiträge waren mit 0,1 Mio. Euro nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis der Gesellschaft lag bei -0,1 Mio. Euro (2012: -0,6 Mio. Euro); die Veränderung beruht im Wesentlichen auf die im Vorjahresfinanzergebnis enthaltenen Abschreibungen auf Beteiligungen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2013 mit 0,7 Mio. Euro um 1,0 Mio. Euro besser als dasjenige des Vorjahres (2012: -0,3 Mio. Euro).

Die finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich im Überblick wie folgt:

2013 2012 2011
TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse 12.109 12.905 11.808
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 741 -327 -6.049
Jahresfehlbetrag bzw.Jahresüberschuss 693 -8.824 -13.530
Umsatzrentabilität 5,8% -63,9% -114,6%
Eigenkapitalrentabilität 10,8% -138,1% -100,7%
Gesamtkapitalrentabilität 3,4% -38,0% -44,1%

3. Finanzlage

Der Zahlungsmittelbestand der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 betrug 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 0,1 Mio. Euro).

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,1 Mio. Euro (2012: 1,4 Mio. Euro) sowie ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 0,0 Mio. Euro (2012: 1,9 Mio. Euro) erzielt, die einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -0,1 Mio. Euro (2012: -3,7 Mio. Euro) gegenüber standen, so dass die flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2013 um 0,1 Mio. Euro zunahmen (2012: -0,4 Mio. Euro).

Zum 31. Dezember 2013 finanzierte sich die Gesellschaft in Höhe von 7,1 Mio. (2012: 6,4 Mio. Euro) aus Eigenkapital, in Höhe von 10,7 Mio. Euro (2012: 11,0 Mio. Euro) aus Verbindlichkeiten sowie in Höhe von 5,0 Mio. Euro (2012: 5,8 Mio. Euro) aus sonstigem Fremdkapital. Die Stundung der Schuldscheine (Promissory Notes), welche in 2014 fällig und noch nicht gezahlt sind, wurde bis zum Zeitpunkt der Refinanzierung des Fremdkapitals gewährt.

Bankverbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 2,9 Mio. Euro (2012: 2,8 Mio. Euro); die Zinsrisiken sind durch ein Zinssicherungsgeschäft ("Cap") abgesichert. Die bis zum 30. Juni 2014 gewährte Kreditlinie soll durch eine Kombination von langfristigem Darlehen sowie durch die Ausgabe einer Schuldverschreibung abgelöst werden. Zusätzlich geht das Management davon aus, dass mit den Bankenpartnern ausreichende Kreditlinien vereinbart werden können.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2013 über freie Liquidität in Höhe von ca. 0,3 Mio. Euro (2012: 0,3 Mio. Euro). Darin enthalten sind flüssige Mittel sowie zugesagte freie Kreditlinien.

Im Geschäftsjahr 2013 war die Gesellschaft wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

4. Vermögenslage

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung wurden in 2013 in einer ersten Stufe auch die Beteiligungsstrukturen neu geordnet:

  • Mit Wirkung zum 10.07.2013 veräußerte die GROUP Business Software AG die nach dem Asset-Deal 2012 verbliebene Mantelgesellschaft ebVOKUS GmbH, Dresden;
  • Zum 16.04.2013 liquidierte die GROUP Business Software AG ihre Tochtergesellschaft GROUP Live NV, Den Haag;
  • Am 16.12.2013 gründete die GROUP Business Software AG die GROUP Business Software Europa GmbH, Eisenach, mit einer Stammeinlage in Höhe von 25.000 Euro.

Teil der Neuorganisation der GROUP Business Software AG ist auch die Umverteilung der Aufgaben zwischen der GROUP Business Software AG und unseren Tochtergesellschaften. Die GROUP Business Software Corporation, Woodstock, Atlanta trat dabei die Produktrechte und Geschäftswerte in Form der dazugehörigen Kundenverbindungen an die Muttergesellschaft ab und agiert in ihren Heimatmärkten rein als Vertriebs- und Servicegesellschaft.

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2013 rund 22,7 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 23,1 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen in einer Höhe von 15,6 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 17,1 Mio. Euro) und demnach mit ca. 69 % (2012: 74%) wie auch in den Vorjahren den größten Anteil ein. Die immateriellen Vermögensgegenstände waren mit 11,1 Mio. Euro (2012: 7,2 Mio. Euro) die größte Einzelposition im Anlagevermögen. Die Erhöhung begründet sich durch die vorgenannte Neuorganisation und die hierdurch erworbenen Produktrechte und Geschäftswerte. Diese wurden mit den gewährten Ausleihungen verrechnet und betrugen zum Bilanzstichtag 2,2 Mio. Euro (2012: 8,2 Mio. Euro). Die Anteile an verbundenen Unternehmen bezifferten sich auf 2,2 Mio. Euro (2012: 1,6 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2013 war das Anlagevermögen zu 45% durch Eigenkapital gedeckt (2012: 37%).

Das Umlaufvermögen betrug 6,1 Mio. Euro und lag damit um 0,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (2012: 5,3 Mio. Euro). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit 0,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 0,04 Mio. Euro.

Bei einem Gezeichneten Kapital am Stichtag in Höhe von 27.000.000 Euro (2012: 26.983.286 Euro) lag das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 bei 7,1 Mio. Euro (2012: 6,4 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2013 ca. 31 % und lag damit über dem Vorjahreswert (2012: 28 %). Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss 2013.

Mit einem Betrag von 1,2 Mio. Euro liegen die Rückstellungen rund 0,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (2012: 1,5 Mio. Euro); 0,4 Mio. Euro betreffen Provisionen (2012: 0,5 Mio. Euro) und 0,2 Mio. Euro ausstehende Lieferantenrechnungen (2012: 0,5 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 2,9 Mio. Euro zu beziffern (2012: 2,8 Mio. Euro) und haben kurzfristigen Charakter.

Zusammen mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3,6 Mio. Euro (2012: 5,8 Mio. Euro) und den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,2 Mio. Euro (2012: 1,0 Mio. Euro) belaufen sich die Verbindlichkeiten insgesamt auf 10,7 Mio. Euro (2012: 11,0 Mio. Euro).

5. Forschung und Entwicklung

In vielen Unternehmen haben mittlerweile Social Business Systeme Einzug gehalten, die neben dem E-Mail einen weiteren Kommunikationskanal darstellen. Eine Integration bzw. Anbindung der E-Mails in solche Systeme ist daher wesentlich für die Weiterentwicklung unserer iQ.Suite. Die Weiterentwicklung der iQ.Suite stand im Jahr 2013 ganz im Blickwinkel der Modernisierung und der Ausrichtung auf Social Business-Anwendungen. Im Herbst 2013 führten wir dazu das Modul Connect ein, welches eine Anbindung an Microsoft SharePoint, der führenden Social Business Plattform ermöglicht. Die Architektur wurde von uns so offen gehalten, dass zukünftig auch weitere Systeme wie IBM Connections angebunden werden können und sollen.

Im Rahmen der Modernisierung und Ausrichtung an der Mehrplattform-Strategie begannen wir bei der iQ.Suite, die bisher weitestgehend auf zwei Plattformen – Microsoft Exchange und IBM Domino – getrennt verfügbaren Module, weiter anzubinden. Dazu entwickeln wir eine gemeinsame neue Nutzerschnittstelle, die im 2. Quartal 2014 für den Markt verfügbar sein wird. Teil der Modernisierung ist auch die Mobilisierung. Aufbauend auf der Architektur der neuen Nutzerschnittstelle und dem Prototyp, der zur CeBIT 2013 präsentiert wurde, begannen wir mit der Entwicklung von nativen Mobile Apps. Auch diese sind für die Veröffentlichung mit dem nächsten Release im 2. Quartal 2014 vorgesehen.

2013 gewann die Verschlüsselung von vertraulichen Informationen in der E-Mailkommunikation an Bedeutung für unsere Firmenkunden. Die Module Crypt und Crypt Pro der iQ.Suite erweiterten wir so, dass iQ.Suite die Verschlüsselung von E-Mails abdeckt. Hinzu kam die Aufnahme der Entwicklung zu einer Erweiterung des Moduls Watchdog, um vertrauliche Daten, die sich in Dateien befinden, verschlüsselt und sicher ablegen zu können. Dazu wurde mit einem führenden deutschen Anbieter von Cloud-basierten Online-Speichersystemen eine Kooperation eingegangen (Uniscon, IDGARD).

Zur Abdeckung der Kundenanforderungen verbesserten wir auch die Funktionalitäten des Moduls Trailer. Damit können nun personen- bzw. unternehmensbezogene Informationen an ausgehende E-Mails angehängt werden. Hierzu gehören, die in vielen Unternehmen verbreiteten QR-Codes, wie auch elektronische Visitenkarten oder auch Dateien, wie Allgemeine Geschäftsbedingungen.

GESCHÄFTSBERICHT | 2013

Lagebericht zum 31. Dezember 2013

Die innovativste Produktneuerung der GROUP Business Software AG ist der auf der CeBiT 2013 vorgestellte und danach im Markt eingeführte AppDesigner. Der AppDesigner ermöglicht das Erstellen von Geschäftsanwendungen durch die Fachabteilung, ohne das IT-Experten involviert sein müssen.

Zudem stellt der AppDesigner den zentralen Baustein unserer Modernisierungsstrategie hinsichtlich der Migration zu IBM Connections und Microsoft SharePoint dar. Zusammen mit der iQ.Suite, die die E-Mail-Migration von IBM Notes/Domino zu Microsoft Exchange ermöglicht, bieten wir somit eine umfassende Migration auch von Geschäftsanwendungen an. Der AppDesigner baut damit auf den Grundlagen auf, die zuvor mit den Entwicklungen Transformer und AppBuilder an den amerikanischen Standorten gesammelt wurden. In der 2013 eingeführten Version ist

die Schnittstelle zu IBM Connections integriert. Im zweiten Halbjahr 2013 erfolgte die Weiterentwicklung, so dass im ersten Halbjahr 2014 die Anbindungen an Microsoft SharePoint und die Unterstützung von mobilen Anwendungen verfügbar sein wird.

Im Geschäftsjahr 2013 haben wir 1,7 Mio. Euro (2012: 2,1 Mio. Euro) in Forschung und Entwicklung investiert, von denen 1,0 Mio. Euro (2012: 0,9 Mio. Euro) als Anlagevermögen aktiviert wurden. Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen waren der Ausbau des Produktangebotes im Bereich der Modernisierung mit dem Kernprodukt AppDesigner und die Weiterentwicklung bestehender Produkte.

6. Zweigniederlassungen

Insbesondere im Geschäft mit mittleren und großen Unternehmen stellen die persönliche Betreuung und die regionale Präsenz wesentliche Erfolgsfaktoren dar. Vor diesem Hintergrund kommt den verschiedenen Standorten der GROUP Business Software AG eine besondere Bedeutung zu.

In Deutschland sind wir als GROUP Business Software AGan den Standorten Frankfurt, Karlsruhe und Eisenach und in Paderborn durch das verbundene Unternehmen, der GBS PAVONE Groupware GmbH, vertreten und leben damit geographische Nähe in alle Regionen Deutschlands.

Durch unsere Tochtergesellschaften GROUP Business Software (UK) Ltd. in Manchester und die GROUP Business Software Corporation an den US-amerikanischen Standorten Boston und Atlanta sowie in Toronto, Kanada bearbeiten wir den englischsprachigen Raum Europas und Nordamerikas.

In den Regionen und Ländern, in denen wir nicht mit eigenen Niederlassungen vertreten sind, setzen wir auf die Präsenz starker Businesspartner.

7. Mitarbeiter

Die wichtigste Ressource eines Softwareherstellers und Dienstleistungsunternehmens sind die Mitarbeiter. Unser engagiertes und qualifiziertes Personal ist der Erfolgsmotor für die wirtschaftliche Entwicklung der GROUP Business Software AG.

Der Gewinnung und Bindung kompetenter und leistungsstarker Mitarbeiter und Nachwuchskräfte muss daher schon aufgrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels hohe Priorität eingeräumt werden.

Die GROUP Business Software AG setzt in diesem Umfeld und im Wettbewerb um die besten Fachkräfte auf eine hohe Flexibilisierung der Arbeitszeit und räumt ihren Mitarbeitern verstärkt die Möglichkeit von Home Office-Arbeitsplätzen ein. Dies fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch die Worklife-Balance für die Mitarbeiter.

Bedingt durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Teams der GROUP Business Software AG und denen der europäischen und nordamerikanischen Tochtergesellschaften ist Englisch weitgehend Unternehmenssprache, so dass auch zugewanderte Fachkräfte in unsere Teams integriert werden können und zudem die Internationalisierung des Unternehmens gefördert wird.

Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter der GROUP Business Software AG lag 2013 bei 40 Jahren, wobei sich in den Teams erfahrene Kollegen und junge, international ausgebildete Talente finden.

Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die GROUP Business Software AG 73 Mitarbeiter (2012: 72 Mitarbeiter). Rund 27% (2012: 28%) der Mitarbeiter wurden im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt, ca. 47% (2012: 46%) waren im Bereich Vertrieb und Service tätig.

Die Administration unserer Gesellschaft, darin enthalten Management, Finanzbuchhaltung sowie Marketing, beschäftigte ca. 20% (2012: 22%) der Mitarbeiter. Sowohl Management wie auch Marketing nehmen administrative Tätigkeiten für die Tochtergesellschaften wahr.

8. Management

Unterhalb unseres Vorstands direkt angesiedelt sind zwei Führungskräfte, die die strategische Neuausrichtung mit entwickelten und wesentlich für deren operative und finanztechnische Umsetzung und den erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2013 stehen.

Marion Betz - Chief Financial Officer, Prokuristin

Frau Betz ist seit 2000 für uns tätig, seit 2008 in ihrer heutigen Funktion. Sie leitet verantwortlich die Bereiche Finance, Controlling und Human Ressources.

Constanze Zarth - Chief Operating Officer, Prokuristin

Frau Zarth ist seit 2009 für uns tätig, seit 2011 in ihrer heutigen Funktion. Sie leitet verantwortlich die Bereiche Sales, Marketing, Produktmanagement, Entwicklung und Services.

9. Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 01. Januar 2014 übernimmt die GROUP Business Software AG exklusiv die Generalvertreterschaft für die GBS PAVONE Groupware GmbH. Die GBS PAVONE Groupware GmbH wird folglich nicht mehr mit Kunden direkte Verbindungen eingehen. Die daraus entstehende Anbieterkoalition vereinfacht die internen Prozesse und die Kundenwahrnehmung des Produktportfolios als "aus einer Hand".

10. Chancen- und Risikobericht

Die GROUP Business Software AG ist in ihrem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Unser Chancen- und Risikomanagement hilft, diese frühzeitig zu erkennen und zu beurteilen. Unser Vorstand sowie der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Unternehmens und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert.

10.1 Allgemeine Grundsätze

Ziel der GROUP Business Software AG ist es, profitables Wachstum zu generieren und auf dieser Basis den Unternehmenswert zu steigern. Um dies zu erreichen setzen wir auf die bestehenden und profitablen Geschäftsfelder und Produktsegmente. Gleichzeitig gilt es aber auch, zukünftige Marktentwicklung frühzeitig zu antizipieren und daraus Strategien zur Marktbearbeitung und die dann vielfältigen Investitionen zu planen. Wir streben hierbei ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis an und prüfen ständig die Werthaltigkeit der angedachten Investitionen in einem sich verändernden Markt.

Darüber hinaus beobachten wir systematisch die Risiken aus dem laufenden Geschäft. Dazu zählen beispielsweise die unter Einbindung der Führungskräfte erfolgende Kosten- und Umsatzplanung, die ständige Beobachtung der Umsatz- und Kostenentwicklung, der Abfrage der Kundenanforderungen, aber auch das Management von Währungsrisiken.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagementsystem der GROUP Business Software AG identifiziert Risiken und Chancen frühzeitig, begrenzt und bewertet diese und beobachtet diese kontinuierlich. Der Vorstand ist somit in der Lage, den Gesamtstatus und die Wirksamkeit der Maßnahmen zu beurteilen.

Dabei werden operative, finanzwirtschaftliche, konjunkturelle, rechtliche und marktbedingte Risiken und Chancen gleichermaßen einbezogen.

Zur Überwachung der Risiken sind verschiedene Controllinginstrumente im Einsatz, die die entsprechenden Kennzahlen regelmäßig ausweisen. Gleichzeitig fragen auch die definierten Berichtswege monatlich nach derzeitigen und künftigen Chancen und Risiken.

Im Rahmen des operativen Geschäftes sind die Prozesse, deren Verantwortlichkeiten und deren Regelwerke als auch die daraus resultierenden Kontrollen und Genehmigungsverfahren (4-Augen-Prinzip) umfassend definiert. Zusätzliche Kontrollen der Einhaltung dieser Regelwerke wurden installiert. Diese Prozesse und Regelwerke sind zudem für alle Mitarbeiter in einer zentral zugänglichen Datenbank einsehbar und transparent.

Die Kontrolltätigkeiten der internen Revision werden im Unternehmen vom Bereich Finance wahrgenommen. Die Risikolage des Unternehmens wird gemäß den Bestimmungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vom Vorstand überwacht. Der Vorstand der GROUP Business Software AG orientiert sich bei der praktischen Umsetzung des Risikomanagements an den betriebswirtschaftlich gebotenen Gesichtspunkten.

Identifikation und Risikosteuerung

Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die Führungskräfte hinsichtlich der Chancen und Risiken bzw. Veränderungen zur Chancen- und Risikolage befragt. Die Bewertung der Risiken und der Maßnahmen zur Risikovermeidung oder –minimierung als auch die Risikosteuerung erfolgen dann in Abstimmung der Fachabteilungen zusammen mit Controlling.

Die zur Verfügung stehenden Datenbanken und individuelle Ablagestrukturen sind die Grundlage für die Dokumentation und die regelmäßige Überwachung zur frühzeitigen Feststellung von Risiken. Die Beeinflussung der im Rahmen der Risikoidentifikation und der Risikobewertung ermittelten Risikopositionen wird durch eine gezielte Steuerung weitestgehend minimiert. Zur Risikominimierung gehört u.a. eine mögliche Absicherung der Risiken durch geeignete Versicherungen (Insurance-Risk-Transfer) oder die Übertragung des Risikos durch Vertragsbedingungen auf den Vertragspartner.

Struktur des Risikomanagements

Das operative Controlling und die Fachbereiche überwachen zeitnah die sich aus dem operativen Geschäft ergebenden Risiken und das operative Controlling berichtet monatlich an den Vorstand hinsichtlich der Entwicklung dieser Risiken.

Der Finanzbereich überwacht und trifft alle abschlussrelevanten Bilanzierungsentscheidungen und den Umsatzlegungsprozess. Dadurch wird auch die Einhaltung aller Rechnungslegungsvorschriften sichergestellt.

Der Finanzbereich und das operatives Controlling sichern die Entwicklung, Pflege und Umsetzung des IKS (Internen Kontrollsystems) und der dort definierten Regelwerke.

Auf der Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften wird in einer vollständigen Form das Budget des jeweiligen Geschäftsjahres geführt. Dies wird monatsfein zum IST vs. Plan Vergleich herangezogen. Auf der Ebene der Tochtergesellschaften der GROUP Business Software AG befindet sich der Businessplan, üblicherweise der jeweils nächsten 3 Jahre in Form der jeweiligen Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der Finanzflussrechnung in einer zentralen Datenbank.

Meldungen von Risiken mit Hilfe der Risikodatenbank

Sobald ein in der Risikodatenbank beschriebenes Risiko eintritt, sind unverzüglich, entsprechend den hier getroffenen Vorgaben, Meldungen an die verschiedenen Ebenen der Risikoverantwortung zu machen. Primär verantwortlich für die Erstellung einer Meldung ist der sog. "Risk Owner", also die Person, in deren Verantwortungsbereich ein Risiko auftritt, sichtbar wird und bewältigt werden kann. Während an das dezentrale und zentrale Risikocontrolling, an die funktional Verantwortlichen und an den Vorstand direkt berichtet wird, erfolgt die Information der verantwortlichen Managementebenen und des Aufsichtsrates mittelbar.

10.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit

Investitionsrisiken/Risiken in Forschung und Entwicklung

Wesentliche Risiken für unser Unternehmen und dessen Tochtergesellschaften ergeben sich aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld. Neben der allgemeinen Konjunkturlage können vor allem branchenspezifische Risiken den Geschäftsverlauf beeinflussen. Um diesen Risiken zu begegnen investiert die GROUP Business Software AG stetig in die Weiterentwicklung ihrer Produkte und Leistungen.

Im Zusammenhang mit diesen Investitionen besteht das Risiko, dass diese Kosten nicht oder nicht vollumfänglich im Markt wie geplant amortisiert werden können und somit keine Sicherheit zur Rückführung der Investitionen gegeben ist. Gleiches Risiko gilt, falls die Entwicklung neuer Produkte die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden nicht oder nicht ausreichend widerspiegelt.

Produktrisiken begegnet die GROUP Business Software AG mit dem ständigen Prüfen der Marktentwicklung und Kundenanforderungen und der daraus resultierenden strategischen Produktplanung.

In Vermarktung befindliche Produkte werden so ständig hinsichtlich ihrer Vermarktungsfähigkeit überprüft und optimiert und das Produkt- und Leistungsportfolio so auf die Marktentwicklung hin angepasst. Vor Auslieferung neuer Produkte oder neuer Produktversionen erfolgen intensive Qualitätstests und im Vorfeld der Vermarktung werden zudem zusammen mit Kunden Pilotprojekte zur Absicherung der Produktqualität und der Produktvermarktung aufgesetzt.

Marktrisiken

Die Profitabilität der Gesellschaft und der jeweiligen Einzelgesellschaften ist auch von Faktoren abhängig, auf die die Gesellschaften oder die jeweiligen Einzelgesellschaften keinen Einfluss nehmen können. Hierunter fallen insbesondere die Entwicklung des Marktumfeldes sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die GROUP Business Software AG vermarktet branchenunabhängig im Einsatz befindliche Produkte. Damit besteht ein geringeres Risiko, durch negative Entwicklungen einzelner Branchen in größerem Umfang betroffen zu sein. Insbesondere das umsatzstärkste Competence Center Security ist konjunkturellen Einflüssen eher weniger unterworfen. Damit ist insbesondere der Umsatzstrom aus Maintenance stabil.

Den Risiken, die sich aus dem Rückgang der IBM Lotus Notes-Plattform ergeben, wird bereits durch den zeitnah erfolgten Ausbau der Produkte und Kompetenzen zu anderen Plattformen und der Modernisierungstechnologie erfolgreich gegengesteuert.

Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Unsicherheiten über die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung können für die geschäftlichen Aktivitäten der GROUP Business Software AG ein Risiko darstellen. Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung seit dem 2. Halbjahr 2013 reduziert aber die Relevanz dieses Risikos.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der Geschäftstätigkeit auch außerhalb des Euroraumes und insbesondere in Nordamerika und teilweise auch in Großbritannien ist die GROUP Business Software AG Währungsrisiken ausgesetzt. Den Umsätzen in Landeswährung stehen jedoch auch Aufwendungen in gleicher Währung gegenüber, die diese Risiken absichern.

Für das variabel verzinsliche Bankdarlehen der Gesellschaft wurde ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2013 über freie Liquidität in Höhe von ca. 0,3 Mio. Euro (2012: 0,3 Mio. Euro). Darin enthalten sind flüssige Mittel sowie zugesagte freie Kreditlinien. Die GROUP Business Software AG hat im Jahr 2013 wie in den Vorjahren Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – ausschließlich im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten beschafft.

Finanzielle Risiken ergeben sich auch aus Forderungsausfällen. Aufgrund der diversifizierten Markt- und Kundenstruktur ergeben sich hier keine Klumpenrisiken. Insbesondere die Kundenschwerpunkte Volksbanken, Sparkassen, die öffentliche Hand und diverse Großkonzerne reduzieren dieses Risiko erheblich.

Zusätzlich werden für Neu- und Bestandskunden Kreditlimits auf Basis ihrer Bonität laut "Creditreform" und bei Bestandskunden auf Basis ihrer Zahlungsmoral gesetzt. Des Weiteren haben wir die Prozesse und Verantwortlichkeiten im Forderungsmanagement seit 2012 deutlich optimiert, um das Risiko von Forderungsausfällen noch weiter zu begrenzen und den Zeitraum zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang zu verkürzen.

2013 2012 2011
Ø Tage Rechnungsstellung bis Zahlungseingang
- Rechnungen > EUR 100k
- Rechnungen < EUR 100k
22,47
27,17
39,00
30,31
36,68
35,99
Forderungsausfälle
Anzahl 2 2 1
Summe in EUR 7.722,77 3.765,22 650,64
% des Umsatzes 0,05 0,02 0,00

Übersicht über die Entwicklung von Forderungsausfällen und Zahlungsdauer: (Formatierung Tabelle)

Wir gehen davon aus, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Gleichwohl kann es im Rahmen von Betriebsprüfungen aufgrund unterschiedlicher Beurteilung von Sachverhalten zu Nachforderungen kommen

Personalrisiko

Das wichtigste Kapital der GROUP Business Software AG als Hersteller von Software und Dienstleister sind unsere Mitarbeiter. Die Verfügbarkeit qualifizierter und motivierter Mitarbeiter insbesondere in den strategisch relevanten Positionen kann das Unternehmensergebnis beeinflussen. Verstärkt wird dieses Risiko durch gezielte Abwerbungsversuche ganzer Teams durch Mitbewerber.

Das Unternehmen investiert daher in die Ausbildung und Weiterqualifizierung seiner Nachwuchskräfte. Zusätzlich bieten wir allen Mitarbeitern eine marktgerechte und leistungsorientierte Vergütung.

Ergänzend kombinieren wir Standorte mit hohen und mit niedrigen Kosten, um die Verfügbarkeit von Fachkräften und die daraus resultierende Kostenentwicklung besser steuern zu können und Kumulrisiken durch die Abwerbung ganzer Teams durch Mitbewerber zu reduzieren.

Gewährleistungs- und rechtliche Risiken

Der Verkauf von Software-Lizenzen und deren Maintenance als auch die erbrachten Beratungs- und Installationsservices bergen Haftungs- und Schutzrechte-Risiken, auch wenn sich hier bisher keine Rechtsstreitigkeiten oder kaum Rückabwicklungen realisierten.

Um diese zu reduzieren verfügen wir über die entsprechenden AGB's, Lizenz- und Nutzungsrechtevereinbarungen und Bedingungen für Maintenance und Support. Auch das umfassende Testen der Releases bzw. Software vor Auslieferung, eine sorgfältige Dokumentation, entsprechende Teststellungen bei Großkunden mit komplexen Konstellationen und ein zeitnah agierender Support sichern eine hohe Zufriedenheit der Kunden mit den Systemen.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Die Risiken der GROUP Business Software AG sind begrenzt und überschaubar und mit dem vorhandenen Instrumentarium einem mittelständischen Unternehmen angemessen gesteuert. Wir haben vielfältige Maßnahmen zu deren Begrenzung, Vermeidung oder Verlagerung umgesetzt.

Sollten sich genannte oder neu auftretende Risiken realisieren, so kann sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der GROUP Business Software AG auswirken. Derzeit sind aber keine Risiken bekannt oder absehbar, die den Fortbestand des Unternehmens heute oder zukünftig gefährden.

10.3 Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Markt- und Wirtschaftsentwicklungen bedeuten für uns nicht nur Risiken, sondern auch Chancen.

Die wirtschaftliche Erholung führt zu einer wachsenden Investitionsbereitschaft bei Firmenkunden insbesondere im Inland. Investitionsrückstände werden aufgelöst und daraus erwachsen neue Projekte und Verkaufschancen für die GROUP Business Software AG.

Dies wird insbesondere im Inlandsgeschäft das Wachstum unseres Unternehmens befördern, aber auch aus dem inner- und außereuropäischen Markt werden neue, wenn auch schwächere Impulse kommen.

Das wachsende Sicherheitsbedürfnis von Unternehmen im Zuge des NSA-Skandals, die Notwendigkeit der Mobilisierung und Modernisierung von Anwendungen und deren Integrationsbedarf in Verbindung mit der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens im Collaboration-Markt werden das Wachstum der GROUP Business Software AG in 2014 prägen.

Die in Deutschland wachsende Diskussion zur Trennung von Arbeits- und Erholungszeiten eröffnet zusätzliche Möglichkeiten. Die Module der iQ.Suite ermöglichen eine intelligente Steuerung von Mails, um die Mitarbeiter vor Mailanfragen außerhalb der Arbeitszeiten zu schützen.

Der stetige Dialog mit Kunden, Partnern und Branchenexperten sichert uns den Zugang zu Markttendenzen, um die aus diesen erwachsenden Chancen rechtzeitig zu erkennen und zu nutzen. Die dazugehörigen Prozesse und Instrumente haben wir aufgesetzt.

Zusammenfassende Chancenbeurteilung

Die GROUP Business Software AG erwartet für das Jahr 2014 einen Umsatz von rund 14,8 Mio. Euro. Der deutliche Anstieg des Umsatzes resultiert aber nicht nur aus der Marktentwicklung, sondern auch aus der Übernahme der Generalunternehmerschaft der GBS PAVONE Groupware GmbH, die in 2013 einen Umsatz von 2,0 Mio. Euro realisierte.

Neben der positiven Marktentwicklung realisieren wir neue Chancen aus der erweiterten Angebotspalette. So können wir Kunden bei Modernisierungsprojekten ganzheitlich begleiten und neue Module und Leistungen platzieren.

Die Plattformunabhängigkeit erschließt uns auch neue Märkte und Kunden, die keine IBM-Historie haben.

Zusätzlich bauen wir unsere OEM-Partnerschaften auf Basis unserer Plattformunabhängigkeit und erweiterten Expertise weiter aus.

Des Weiteren erwachsen uns zusätzliche Absatzchancen aus der Übernahme der nordamerikanischen iQ.Suite-Kunden, deren wachsender Bedarf an Security-Modulen den Lizenzumsatz dort erhöhen wird.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir bei einem Gesamtumsatz in Höhe von 14,8 Mio. Euro ein positives operatives Ergebnis in Höhe von 0,7 Mio Euro.

11. Schlusserklärung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand der GROUP Business Software AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 den nach § 312 AktG vorgeschriebenen Bericht an den Aufsichtsrat erstattet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen der GROUP Business Software AG zur GBS Enterprises Inc., Woodstock, GA, USA, und den mit ihr verbundenen Unternehmen erfasst. Der Vorstand hat folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Die GROUP Business Software AG hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

Eisenach, 18. März 2014

GROUP Business Software AG, Eisenach

Jörg Ott Vorstand

zum 31. Dezember 2013

GROUP Business Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

A k t i v s e i t e P a s s i v s e i t e
EUR EUR Vorjahr
EUR
EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Gezeichnetes Kapital 27.000.000,00 26.983.286,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
und ähnliche Rechte und Werte
1.800.215,21 1.892.098,66 II. Kapitalrücklage 1.350.450,30 1.350.450,30
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
3. Geschäfts- oder Firmenwert
5.627.092,60
3.681.088,48
1.027.949,70
4.255.084,48
III. Bilanzverlust -21.275.640,17
7.074.810,13
6.365.368,84
-21.968.367,46
11.108.396,29 7.175.132,84 B. Rückstellungen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
II. Sachanlagen
114.328,68 144.435,62 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Steuerrückstellungen
1.
2.
95.694,53
59.300,00
85.499,53
0,00
III. Finanzanlagen Sonstige Rückstellungen
3.
1.002.800,00 1.157.794,53 1.454.200,00
1.539.699,53
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2.225.000,00
2.184.784,20
1.598.458,48
8.209.287,28
C. Verbindlichkeiten
3. Genossenschaftsanteile 900,00
16.232,53
900,00
15.682,53
1. 2.929.106,13 2.812.074,98
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 4.426.916,73 9.824.328,29 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2.
1.999.573,46 1.304.630,72
15.649.641,70 17.143.896,75 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.
4.
3.553.469,00 5.829.974,24
B. Umlaufvermögen Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Verbindlichkeiten
5.
0,00
2.208.521,51
36.374,00
1.004.628,56
Vorräte
I.
10.690.670,10 10.987.682,50
Waren 369.029,23 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.816.113,23 1.950.158,52 D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.225.940,37 3.578.844,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.699.643,29 2.877.966,19 E. Passive latente Steuern 530.000,00 667.000,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.164,18 5.530.920,70 376.647,56
5.204.772,27
Sonstige Wertpapiere
II. Wertpapiere
2.500,00 2.500,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 244.175,77
6.146.625,70
80.332,46
5.287.604,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 352.947,73 40.094,08
D. Aktive latente Steuern 530.000,00 667.000,00
22.679.215,13 23.138.595,56 22.679.215,13 23.138.595,56

Bilanz zum 31. Dezember 2013

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 12.109.025,94 12.904.910,76
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 971.656,55 868.612,82
3. Sonstige betriebliche Erträge
- Erträge aus der Währungsumrechnung 313.090,64 306.446,06
- übrige 1.151.767,52 1.145.524,75
1.464.858,16 1.451.970,81
14.545.540,65 15.225.494,39
4. Materialaufwand:
a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs
stoffe und für bezogene Waren
3.672.234,86 3.877.843,95
b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen
34.660,00 3.706.894,86 4.627,28
3.882.471,23
5. Personalaufwand:
a)
Löhne und Gehälter
3.938.663,20 4.878.666,59
b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 668.710,80 749.150,97
- davon für Altersversorgung
EUR 48.407,66 (i.Vj. EUR 45.835,86)
4.607.374,00 5.627.817,56
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens
gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen 2.066.894,81 1.828.340,81
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 264.333,91 96.208,38
- übrige 3.080.748,15 3.499.097,35
3.345.082,06 3.595.305,73
819.294,92 291.559,06
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 12.500,00
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und 28.011,31 0,00
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
- davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 28.011,31 (i.Vj. EUR 0,00)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 274.220,91 276.386,16
- davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 273.489,77 (i.Vj. EUR 274.332,55)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens 5.000,00 402.549,76
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 375.195,50 505.294,67
- davon an verbundene Unternehmen
EUR 75.004,33 (i.Vj. EUR 274.095,69)
-77.963,28 -618.958,27
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfts
tätigkeit 741.331,64 -327.399,21
14. Außerordentliche Erträge 23.164,36 282.641,56
15. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 8.754.333,56
16. Außerordentliches Ergebnis 23.164,36 -8.471.692,00
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 68.007,71 -8.949,04
18. Sonstige Steuern 3.761,00 34.156,52
19. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 692.727,29 -8.824.298,69
20. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -21.968.367,46 -13.144.068,77
21. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 0,00
22. Bilanzverlust -21.275.640,17 -21.968.367,46

Anhang zum 31. Dezember 2013

GROUP Business Software AG, Eisenach

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der GROUP Business Software AG, Eisenach ("Gesellschaft" oder "GBS AG"), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in EUR erstellt. Die Gewinnund Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB wurde hinsichtlich der Vorstandsbezüge sowie § 288 Abs. 2 HGB hinsichtlich des Abschlussprüferhonorars entsprechend Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und planmäßig wie im Vorjahr über 15 Jahre abgeschrieben. Die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts von mehr als fünf Jahren ist durch den Lebenszyklus des erworbenen Geschäftsbereichs sowie Kunden- und Mitarbeiterbindung gerechtfertigt.

Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit einer Lizenz ergibt. Als Nutzungsdauer für entgeltlich erworbene Urheberrechte wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren gewählt, da es sich hierbei um Basistechnologien handelt, die einen wesentlich längeren Lebenszyklus haben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten d.h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i.Vj. 1,0 %) Rechnung getragen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für eine sich gegebenenfalls insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 30,2 % (i.Vj. 30,2 %).

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Die Gesellschaft hatte in Bezug auf die Bilanzierungshilfe für Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs das Wahlrecht zur Beibehaltung und Fortführung der Posten nach den vor der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes geltenden Vorschriften ausgeübt. Der verbliebene Buchwert wurde im Vorjahr komplett abgeschrieben. Am 26. August 2013 veräußerte die Gesellschaft das GROUP Live Business inklusive der Technologie für 411 TEUR an die GBS Enterprises.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die wesentlichen Änderungen sind im Folgenden kurz dargestellt.

Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte:

  • Kauf von Produktrechten: TEUR 3.396
  • Erwerbe Kundenstamm: TEUR 1.800

Anteile an verbundenen Unternehmen:

Einstellung in die Kapitalrücklage der GBS Corp.: TEUR 627

Ausleihungen an verbundene Unternehmen:

Aufrechnung von Erwerben mit den Ausleihungen

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2013 Anteile von mindestens 20% an den folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil am
gezeichneten
Kapital
in %
Eigenkapital
zum
31.12.2013
TEuro
Ergebnis
des
Geschäftsjahres
TEuro
unmittelbare Beteiligungen
GROUP Business Software (UK) Ltd. Manchester 100,0% -685 313
GROUP Business Software Corp. Woodstock 100,0% -5.166 5.855
GROUP Business Software Europa
GmbH
Eisenach 100,0% 25 0
mittelbare Beteiligungen
Permessa Waltham 100,0% 7 0
Relavis Corporation New York 100,0% -625 30

Bei den Beteiligungen gab es folgende Veränderungen:

  • Die Geschäftsanteile an der ebVOKUS GmbH wurden am 10. Juli 2013 verkauft,
  • die GROUP Live N.V. wurde am 16. April 2013 liquidiert und
  • die GROUP Business Software Europa GmbH wurde am 16. Dezember 2013 gegründet.

Vorräte

Im Geschäftsjahr 2013 erwarb die Gesellschaft Lizenzen zum Einsatz in Projekten von ihrer Tochter GBS Corp., die im Warenbestand geführt werden TEUR 369 (i.Vj. TEUR 0).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen weist ein Betrag von TEUR 2.162 (i.Vj. TEUR 2.555) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 2.162 (i.Vj. TEUR 2.555) sonstige Vermögensgegenstände und in Höhe von TEUR 538 (i.Vj. TEUR 323) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2013 besteht das Grundkapital in Höhe von EUR 27.000.000,00 aus 27.000.000 nennbetragslosen Stückaktien (i.Vj. EUR 26.983.286,00). Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren sämtlich gleiche Rechte.

Mit Beschluss des Vorstandes vom 04. Februar 2013 und mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 05. Februar 2013 hat der Vorstand einen Teil des genehmigten Kapitals von EUR 16.714 für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage verwendet; das Bezugsrecht der Aktionäre wurde dabei ausgeschlossen. Der Ausgabepreis betrug EUR 1,00 je Aktie. Die Barkapitalerhöhung wurde am 01. März 2013 im Handelsregister eingetragen.

Die Veränderungen des Eigenkapitals während der Geschäftsjahre 2013 und 2012 ergeben sich im Überblick wie folgt:

Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Summe
Kapital rücklage
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2011 25.232 1.349 -13.144 13.437
Kapitalerhöhung 1.751 1 1.753
Jahresfehlbetrag 2012 -8.824 -8.824
Stand 31.12.2012 26.983 1.350 -21.968 6.365
Kapitalerhöhung 17 17
Jahresüberschuss 2013 693 693
Stand 31.12.2013 27.000 1.350 -21.276 7.075

Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital war zum 31. Dezember 2013 ausgelaufen und beträgt somit EUR 0,00 (Vj. EUR 8.250.000,00).

Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge

Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:

Ausschüttungssperre 31.12.2013 31.12.2012
TEuro TEuro
Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§ 268 Abs. 8 HGB)
1.800 1.892
1.800 1.892

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:

31.12.2013 31.12.2012
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 4,87% 5,04%
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00% 0,00%
Erwartete Rentensteigerungen 1,00% 1,00%
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2005 G Heubeck 2005 G

Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2013 31.12.2012
TEuro TEuro
Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 214 200
Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert -119 -115
Bilanzausweis Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 96 86

Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:

Aufwendungen und Erträge 31.12.2013 31.12.2012
TEuro TEuro
Erträge 5 5
Aufwendungen -14 -12
Ausweis in der GuV (unter Zinsen und ähnlich Aufwendungen) -9 -7

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde mit dem Aktivwert bewertet, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet ist.

Sonstige Rückstellungen

2013 2012
TEuro TEuro
sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang
Ausstehende Eingangsrechnungen 214 539
Provisionen 400 489
Urlaubsverpflichtungen 126 189
740 1.216
sonstige Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 263 238
1.003 1.454

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 3.553 (i.Vj. TEUR 5.830) sonstige Verbindlichkeiten.

Die wesentliche Reduzierung der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen resultiert aus der Umgliederung in die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.592 (i.Vj. TEUR 0), bedingt durch den Schuldnerwechsel auf fremde Dritte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich in diesem Jahr auf TEUR 0 (i.Vj. TEUR 36).

Im Rahmen der Stundungsvereinbarung mit der Lotus Holding Inc. wurde ein Stundungsagio (TEUR 50) vereinbart, welches nur fällig wird, insofern die Gesellschaft die hier vereinbarte Verlängerungsoption zieht.

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Verbindlichkeiten
31.12.2013
Gesamt
Betrag
Laufzeit
bis 1 Jahr
Laufzeit
1 bis 5
Jahre
davon durch
Pfandrechte
und ähnliche
Rechte
gesichert
Art- und Form der
Sicherheit
TEuro TEuro TEuro TEuro
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kredit
instituten
2.929 0 2.929 2.929 Globalzession der
Forderungen aus
Lieferung und Leis
VJ. 2.812 0 2.812 2.812 tung
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.994 1.994 Übliche Eigentums
VJ. 1.305 1.305 vorbehalte
III. Verbindlichkeiten ggü. verb. Unter
nehmen
3.553 133 3.420
VJ. 5.830 141 5.689
IV. Verbindlichkeiten ggü. bet. Unter
nehmen
0 0
VJ. 36 36
V. Sonstige Verbindlichkeiten 2.214 2.214 0
VJ. 1.005 1.005 0
- davon aus Steuern 323 323
VJ. 365 365
-
davon im Rahmen der sozialen
Sicherheit
0 0
VJ. 3 3
10.691 4.342 6.349 2.929
VJ. 10.988 2.487 8.501 2.812

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen einen Rahmenkredit bei der Baden-Württembergischen Bank, Stuttgart, in Höhe von TEUR 3.000 und sind bis zum 30. Juni 2014 befristet. Die Gesellschaft geht aber zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung aufgrund der laufenden Verhandlungen von der Ablösung und damit der Mittelfristigkeit dieses Rahmenkredites aus.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2013 mussten keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden (i.Vj. TEUR 6.214).

Periodenfremde Erträge / Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 222 (i.Vj. TEUR 170) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 195; i.Vj. TEUR 139) sowie aus kleineren periodenfremden Erträgen (TEUR 27; i.Vj. TEUR 31). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 28 (i.Vj. TEUR 41); sie betreffen diverse Aufwendungen für Vorjahre.

Außerordentliches Ergebnis

Außerordentliche Aufwendungen sind in diesem Jahr nicht angefallen (i.Vj. TEUR 8.754).

Die außerordentlichen Erträge TEUR 23 (i.Vj. TEUR 283) resultieren aus der Abschlusszahlung der Forderung aus dem Sachverhalt der Insolvenz der CEYONIQ AG.

Ertragssteuerbelastung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und des außerordentlichen Ergebnisses

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 1.732 (i.Vj. TEUR 2.142); davon entfielen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 972 (i.Vj. TEUR 869).

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 600 (i.Vj. TEUR 914).

Derivative Finanzinstrumente

Am 31. Dezember 2013 besteht ein zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument der Art Zinsbegrenzungsgeschäft in Form einer Höchstsatzvereinbarung ("Cap") mit einem Nominalvolumen von TEUR 1.500 und einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 4. Der beizulegende Zeitwert wurde mit der Barwert-Bewertungsmethode unter Verwendung der entsprechenden Marktdaten am Bewertungsstichtag und anzuwendenden Parameter (Zinssätze, Capvolatilitäten) ermittelt. Die bezahlte Prämie für das derivative Finanzinstrument ist zum 31. Dezember 2013 mit einem Buchwert von TEUR 7 (i.Vj. TEUR 12) unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Angaben zu den für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen betreffen:

Die Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2013 auf die ihr vertragsgemäß zustehenden Zinsen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 0,6 Mio. (i.Vj. 0,9 Mio.) verzichtet (Zinsverzicht mit Besserungsabrede).

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Der GROUP Business Software AG wurde am 13. Januar 2011 durch die GBS Enterprises Incorporated, USA, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Die GBS Enterprises Inc. mit Sitz in 302 North Brooke Drive, Canton, GA 30014, USA hat weitere 21,9 % der Aktienanteile der GROUP Business Software AG übernommen. Zusammen mit den bereits im November des vergangenen Jahres übernommenen 28,2 % hält die GBS Enterprises Inc. als Großaktionär der GROUP Business Software AG damit ca. 50,1 % der Stimmrechtsanteile".

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Herr Jörg Ott, Dipl.-Kaufmann

alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

Aufsichtsrat

Herr Johann Praschinger, Vorsitzender, RechtsanwaltHerr Dr. jur. Stefan Berz, stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v. Gronau Berz (GbR), Grünwald b. München

Herr Arnold Malsch, selbständiger Steuerberater.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 betrugen TEUR 21 (i.Vj. TEUR 25).

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2013 wurden im Durchschnitt 66 (i.Vj. 77) Angestellte beschäftigt.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die GROUP Business Software AG, Eisenach, ist nach § 293 HGB von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit. Hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen verweisen wir auf den Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG zum 31. Dezember 2013.

Eisenach, 18. März 2014

GROUP Business Software AG, Eisenach

Jörg Ott

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens und der Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
Stand Zugänge Abgänge Stand Stand Abschreibungen Abgänge Stand Stand Stand
1.1.2013 31.12.2013 1.1.2013 des Geschäftsjahres 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Aufwendungen für die Erweiterung
des Geschäftsbetriebs
705.091,31 0,00 705.091,31 0,00 705.091,31 0,00 705.091,31 0,00 0,00 0,00
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
2.698.763,79 971.656,55 390.839,75 3.279.580,59 806.665,13 813.540,00 140.839,75 1.479.365,38 1.800.215,21 1.892.098,66
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte so
wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
13.282.564,28 5.208.829,68 1.926.940,67 16.564.453,29 12.254.614,58 609.686,78 1.926.940,67 10.937.360,69 5.627.092,60 1.027.949,70
3. Geschäfts- oder Firmenwert 8.974.855,44 0,00 0,00 8.974.855,44 4.719.770,96 573.996,00 0,00 5.293.766,96 3.681.088,48 4.255.084,48
24.956.183,51 6.180.486,23 2.317.780,42 28.818.889,32 17.781.050,67 1.997.222,78 2.067.780,42 17.710.493,03 11.108.396,29 7.175.132,84
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.473.226,37 40.639,09 26.541,20 2.487.324,26 2.328.790,75 69.672,03 25.467,20 2.372.995,58 114.328,68 144.435,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.445.071,38 651.541,52 6.571.612,90 4.525.000,00 8.846.612,90 0,00 6.546.612,90 2.300.000,00 2.225.000,00 1.598.458,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.250.898,44 2.000.000,00 12.066.114,24 2.184.784,20 4.041.611,16 0,00 4.041.611,16 0,00 2.184.784,20 8.209.287,28
3. Genossenschaftsanteile 900,00 0,00 0,00 900,00 0,00 0,00 0,00 0,00 900,00 900,00
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 15.682,53 550,00 0,00 16.232,53 0,00 0,00 0,00 0,00 16.232,53 15.682,53
22.712.552,35
50.141.962,23
2.652.091,52
8.873.216,84
18.637.727,14
20.982.048,76
6.726.916,73
38.033.130,31
12.888.224,06
32.998.065,48
0,00
2.066.894,81
10.588.224,06
12.681.471,68
2.300.000,00
22.383.488,61
4.426.916,73
15.649.641,70
9.824.328,29
17.143.896,75
50.847.053,54 8.873.216,84 21.687.140,07 38.033.130,31 33.703.156,79 2.066.894,81 13.386.562,99 22.383.488,61 15.649.641,70 17.143.896,75

Anhang zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2013

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GROUP Business Software AG, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der GROUP Business Software AG, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken weise ich darauf hin, dass der weitere Fortbestand der Gesellschaft in hohem Maße von der unveränderten Längerfristigkeit der Kapitalüberlassung sowie der weiteren nachhaltigen Verbesserung der Ertrags- und Liquiditätslage abhängig ist."

Dresden, 18. März 2014

Dr. Winfried Heide

Wirtschaftsprüfer

Herausgeber | Impressum

Herausgeber

GROUP Business Software AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach

Zukunftsorientierte Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nachzuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen. Für Druckfehler und sonstige offensichtliche Unrichtigkeiten wird nicht Gewähr geleistet.

Kontakt

GROUP Business Software AG

MesseTurm 60308 Frankfurt am Main Tel. +49 69 789 88 19 -0 Fax +49 69 789 88 19 -99 www.gbs.com [email protected]