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GBS Software AG Annual Report 2012

Sep 16, 2013

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Annual Report

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Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2012

GROUP Business Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

Vorwort des Vorstandes

Vorwort des Vorstandes

Sehr geehrte Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter,

die GROUP Business Software AG hat die im Geschäftsjahr 2012 begonnene strategische Neuausrichtung fortgesetzt. Mit den in den vergangenen Monaten im Markt eingeführten neuen GBS Competence Centern adressiert unsere Gesellschaft die für unsere Kunden wichtigen IT Themen Applikationsmodernisierung und -mobilisierung sowie Infrastruktur, Messaging und Analyse. Dabei baut unsere Gesellschaft auf Technologien, Erfahrungen und Kenntnisse der intensiven Investitionsphasen der vergangenen Jahre auf. Insbesondere die Competence Center für Modernisierung und Mobilisierung treffen den Bedarf von Großunternehmen, deren derzeitige IT Strategie im Wesentlichen durch diese Themen bestimmt wird. Competence Center im Bereich der Kernkompetenzen wie Security und Portale werden überwiegend vom Mittelstand angenommen. Die daraus resultierenden Projekte in Verbindung mit den eingeleiteten und umgesetzten Kostenreduzierungen führten voraussichtlich bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zur Rückkehr unserer Gesellschaft in die Profitabilität der operativen Geschäftsbereiche. Dies bestätigt die eingeschlagene Richtung und die damit verbundenen, im Abschluss 2012 abgebildeten, Maßnahmen.

In Folge dessen wurden Schritte zur Restrukturierung der Unternehmensbereiche unternommen. Einerseits hat die Gesellschaft nicht profitable Einheiten geschlossen, andererseits sich von den für die Umsetzung der neuen Ausrichtung nicht relevanten Beteiligungen getrennt. Durch diese Maßnahmen wurden Wertkorrekturen notwendig. Diese Wertkorrekturen führten zu außerordentlichen Abschreibungen, die in Verbindung mit dem bereits existierenden Verlustvortrag zu Verlusten in Höhe der Hälfte des Grundkapitals der Gesellschaft führten.

Der Vorstand hat der Hauptversammlung der Gesellschaft die Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis 3 zu 1 im Wege der vereinfachten Kapitalherabsetzung gem. § 229 AktG zur Deckung von Verlusten vorgeschlagen.

Die beabsichtigte Kapitalherabsetzung wird mit Zustimmung der Hauptversammlung zu einer der Gesellschaft entsprechenden Bilanzstruktur führen. In Verbindung mit weiteren Restrukturierungsmaßnahmen soll die Bilanz in der Zukunft nicht durch hohe Firmenwerte und Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestimmt werden.

Das Management der Gesellschaft geht davon aus, dass die verbleibenden Verlustvorträge, die nicht durch den Kapitalschnitt ausgeglichen werden, aufgrund der prognostizierten Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres und der Folgejahre mittelfristig aufgeholt werden.

Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Einsatz die Gesellschaft in die Lage versetzen, die Profitabilität wieder zu erreichen. Mein Dank gilt darüber hinaus in hohem Maße auch Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die mit viel Geduld und Ausdauer unser Unternehmen begleiten.

Vorwort des Vorstandes

Das Management der Gesellschaft erwartet, dass mit der Umsetzung der im abgelaufenen Geschäftsjahr begonnen Maßnahmen die Gesellschaft auch mittelfristig in der Lage sein wird, eine Umkehr der Aktienkursentwicklung zu erreichen. Mit der prognostizierten zunehmenden Profitabilität der Gesellschaft in den Folgejahren sollte die Gesellschaft in der Lage sein, ihre Aktionäre zukünftig an den Erträgen der Gesellschaft partizipieren zu lassen.

Eisenach im Mai 2013

Der Vorstand

Jörg Ott

Bericht des Aufsichtsrates

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

Im Geschäftsjahr 2012 musste unsere Gesellschaft sich damit auseinandersetzen, dass der Erfolg der Produktlinie Transformer sich in absehbarer Zukunft nicht im gewünschten Umfang würde realisieren lassen. Sie verstärkte daher ihren Fokus auf das Standardgeschäft, das sowohl im Bereich Produktgeschäft als auch die Serviceerbringung und -leistung stets eine leistungsstarke und stabile Basis unserer Gesellschaft darstellt.

Zudem legte die Gesellschaft einen weiteren Schwerpunkt auf den Aufbau und Ausbau der sogenannten Competence Center. Mit dem Competence Center bietet sie unseren Kunden einfache Lösungen für komplexe Anforderungen und ebnen ihnen den Weg in eine stabile und zukunftssichere Datenwelt im Einklang mit vorhandenen Geschäftsprozessen und Strukturen.

Daneben wurde die Konsolidierung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen fortgeführt. Stets hielt die Gesellschaft die Nachhaltigkeit der Unternehmensziele und -zwecke im Blick.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend unterstützt, die Geschäftsführung regelmäßig überwacht und war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte des Vorstands in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet. Die Überwachung der Geschäftsführung erfolgte durch Einsichtnahme in die wesentlichen Geschäftsunterlagen, die dem Aufsichtsrat jeweils rechtzeitig vor den Sitzungen übersandt wurden. Die jeweils aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen wurden dem Aufsichtsrat regelmäßig umgehend nach deren Erstellung zur Verfügung gestellt. Die Aktualität der Unterlagen und deren Korrektheit wurden durch den Aufsichtsrat durch persönliche Einsichtnahme in die Planungs- und Buchführungsunterlagen der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Die Einsichtnahme erfolgte auch während den Sitzungen, da die Unterlagen aufgrund der elektronischen Datenerfassung und Buchführung der Gesellschaft jederzeit auch ortsunabhängig eingesehen werden können. Dem Aufsichtsrat wurden sämtliche wesentliche Unterlagen, insbesondere Quartalsauswertungen, die Halbjahresmitteilung sowie der Jahresabschluss zur eigenständigen Prüfung überlassen.

Der Aufsichtsrat hat seine Prüfungsaufgabe neben der Prüfung der Geschäftsunterlagen auch durch intensive Diskussionen mit dem bestellten Wirtschaftsprüfer, über dessen Meinung und Ansichten zum Status der Gesellschaft sowie zur aktuellen Darstellung der Situation und die aus eigenständigen Prüfungen resultierenden Fragen, wahrgenommen. Dabei umfassten die Diskussionen auch Fragen zur Auslegung der jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften, der Qualität und Vollständigkeit der Buchhaltung, der Anwendung des internen Kontroll- sowie des Risikomanagementsystems der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während und außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig ausführlich durch schriftliche sowie auch mündliche Berichte, Bezug nehmend auf die Gesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften informiert.

Im Rahmen dieser Informationen wurden alle Fragestellungen des Aufsichtsrates zur Unternehmensplanung, Finanz- und Investitionsplanung sowie Personalentwicklung, zur Geschäftspolitik, Rentabilität und dem Geschäftsverlauf, der Lage und der strategischen Entwicklung sowie allen Vorgängen von erheblicher Bedeutung umfassend beantwortet. Schwerpunkte lagen im Bereich der strategischen Entwicklung und Konsolidierung der Gesellschaft aber auch der Jahresabschluss und die Halbjahresmitteilung. Sofern sich berichtswürdige Ereignisse außerhalb des Informationszeitraums ereignet haben, wurde der Aufsichtsrat umgehend durch den Vorstand informiert.

In den sieben Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres 2012 wurden alle Informationen und Berichte ausführlich erörtert und diskutiert. Es wurde gemeinsam mit dem Vorstand eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten. Zur Bewertung der vom Vorstand vorgetragenen Strategie der Geschäftsplanung und der Geschäftspolitik hat der Aufsichtsrat aktuelle Marktstudien herangezogen, anhand derer überprüft werden konnte, dass die vom Vorstand vorgeschlagene Strategie plausibel ist und der richtige Weg eingeschlagen wurde. Über die Entwicklung der Bilanzpositionen und der Ergebnisse wurde der Aufsichtsrat umfassend in Kenntnis gesetzt. Die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden strategischen Chancen und Risiken der weiteren Unternehmensorientierung sowie über das Risikomanagement hat der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand diskutiert und die entsprechenden Maßnahmen und Entscheidungen mit begleitet.

Auch zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat über Themen, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder dringend waren, umfassend informiert und hat, sofern dies erforderlich war, darüber im schriftlichen Verfahren beschlossen.

Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und wurde über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrates

Regelmäßiger Bestandteil der Beratungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und die Beschäftigungsentwicklung der Gesellschaft und seiner Beteiligungen, sowie die Finanzlage. Beraten wurden darüber hinaus strategische Konsolidierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat besprach in den Sitzungen des Weiteren strukturelle und organisatorische Fragestellungen, insbesondere auch in Bezug auf mögliche Zukäufe, Verkäufe und Restrukturierungen im GROUP-Konzern.

Weitere Schwerpunktthemen waren unter anderem das interne Kontroll- und des Risikomanagementsystem, die Vorschriften und rechtliche Verpflichtungen für deutsche Aktiengesellschaften. Thematisiert wurden auch Auswirkungen durch Verflechtungen mit dem Mehrheitsgesellschafter unserer Gesellschaft, die GBS Enterprises Inc. und die Möglichkeiten, die Konsequenzen insoweit möglichst gering zu halten.

In Abwesenheit des Vorstands befasste sich der Aufsichtsrat mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Hierbei lag der Schwerpunkt insbesondere auf der Prüfung der Organisation des Aufsichtsrats und dem Informationsfluss zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.

In der Sitzung vom 01. März 2012 wurde über den Stand der Abschlussarbeiten für das Geschäftsjahr 2011 ausführlich berichtet. Zudem wurde die Budgetplanung für das Jahr 2012 erörtert. Der Verkauf der bulgarischen Beteiligung wurde thematisiert sowie die Verlagerung der Entwicklung von Transformer und GROUPLive nach Indien.

In der Sitzung vom 17. April 2012 wurden die geplanten Strukturvereinfachungen im Konzern eingehend erörtert. Darüber hinaus wurden die Planzahlen und die Liquiditätslage ausführlich dargelegt.

In der Aufsichtsratssitzung vom 23. Mai 2012 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 befasst. Die Billigung des Jahresabschlusses 2011 durch den Aufsichtsrat erfolgte durch Umlaufbeschluss vom 27. Juni 2012. Die Grant Thornton GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, die mit der Abschlussprüfung beauftragt war, stand dem Aufsichtsrat während der Sitzung für Rückfragen zur Verfügung und beantwortete diese ausführlich und umfänglich.

Die Sitzung vom 28. August 2012 befasste sich hauptsächlich mit den Auswirkungen der Entscheidungen der SEC, USA auf die GROUP Business Software AG. Auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 11. September 2012 standen Fragestellungen zur Struktur und die vorliegenden Daten zu Umsatz und Liquidität sowie die hier durchgeführten und noch zu treffenden Maßnahmen, die notwendig waren, um Risiken für die Gesellschaft auch weiterhin erfolgreich begegnen zu können.

In der Aufsichtsratssitzung vom 09. November 2012 wurde die Liquiditätslage der Gesellschaft erörtert.

In der Aufsichtsratssitzung vom 12. Dezember 2012 wurden die in 2013 beabsichtigen strukturellen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Perspektiven für die Gesellschaft dargestellt und erörtert. Der Stand der Vorbereitungen für den Abschluss 2012 wurde ebenso beschrieben.

Ausschüsse/Beirat

Im Berichtszeitraum wurden keine Ausschüsse gebildet; ein Beirat besteht nicht.

Sitzungen und Teilnahme

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2012 in sieben regelmäßigen Sitzungen. Berichtspflichtige Vorgänge in Bezug auf die Häufigkeit der Sitzungsteilnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrats liegen nicht vor.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die Group Business Software AG orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist für die Organe der Gesellschaft selbstverständlich. Im Dezember 2002 erfolgte die erste Entsprechenserklärung; weitere folgten am 17. März 2003, am 3. Mai 2004, am 07. Juni 2005, am 04. Juli 2006, am 23. April 2007, am 17. April 2008, am 20.04.2009 sowie am 19. April 2010.

Wie im Jahr 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat auch in 2012 beschlossen von der Erstellung der Entsprechenserklärung, dessen Abgabe aufgrund der Notierung im Entry Standard nicht vorgeschrieben ist, abzusehen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 gehörten dem Aufsichtsrat die Mitglieder Praschinger, Malsch und Dr. Berz an. Es gab im Laufe des Geschäftsjahres keine Veränderungen.

Jahresabschlussprüfung 2012

Die von der Hauptversammlung am 2012 gewählten Abschlussprüfer Grant Thornton GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf haben die Übernahme des Auftrags mit Schreiben vom 27. November 2012 abgelehnt. Der Aufsichtsrat hat die Gesellschaft sodann mit Beschluss vom 20. Dezember 2012 aufgefordert, Antrag auf gerichtliche Bestellung von Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden zum Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 zu stellen. Das Amtsgericht – Registergericht – Jena bestellte Dr. Heide mit Beschluss vom 07. Februar 2013 zum Prüfer des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2012.

Der vom Vorstand nach HGB aufgestellte Jahresabschluss der AG zum 31. Dezember 2012 und der Lagebericht wurden unter Einbeziehung der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der AG für das Geschäftsjahr 2012 von dem mit Beschluss des Amtsgericht – Registergericht – Jena vom 07. Februar 2013 zum gerichtlich bestellten Abschlussprüfers, Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden, geprüft.

Zusätzlich hat Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden, den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG ("Abhängigkeitsbericht") geprüft.

Sämtliche Unterlagen, einschließlich des Abhängigkeitsberichts und der Prüfberichte, waren rechtzeitig vor der Sitzung des Aufsichtsrats an alle Mitglieder des Aufsichtsrats verteilt worden, so dass ausreichend Gelegenheit zu deren Prüfung bestand. Sie wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 07. Mai 2013 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt.

Der Abschlussprüfer berichtete in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung ebenso wie die Auswirkungen der Vereinfachung der Gesellschaftsstrukturen sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems vorlagen.

In dieser Sitzung hat der Vorstand den Abschluss der GROUP Business Software AG sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Abschlussprüfer ging ferner auf Umfang, Schwerpunkte sowie Kosten der Abschlussprüfung ein. Er war während des Tagesordnungspunktes "Jahresabschluss 2012" und der Beratung anwesend und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Wirtschaftsprüfer hat den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung der Group Business Software AG sowie den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Zum Abhängigkeitsbericht hat Dr. Winfried Heide, Comeniusstr. 32, 01307 Dresden, folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 313 Abs. 3 AktG erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  • bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
  • bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Auf der Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Abhängigkeitsberichts einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Aktiengesetz den Jahresabschluss, den Lagebericht der Group Business Software AG geprüft und den Jahresabschluss der Gesellschaft am 13. Mai 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern für die im Berichtszeitraum geleistete Arbeit seinen Dank aus und wünscht allen Beteiligten viel Erfolg für die Geschäftsaktivitäten im aktuellen Geschäftsjahr.

Eisenach/Karlsruhe, im Mai 2013

Der Aufsichtsrat

Johann Praschinger, Vorsitzender

Lagebericht zum 31. Dezember 2012

GROUP Business Software AG, Eisenach

Inhaltsverzeichnis

    1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
    1. Ertragslage
    1. Finanzlage
    1. Vermögenslage
    1. Forschung und Entwicklung
    1. Zweigniederlassungen
    1. Mitarbeiter
    1. Nachtragsbericht
    1. Chancen- und Risikobericht
    1. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
    1. Schlusserklärung des Berichts des Vorstands zu verbundenen Unternehmen

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftsbedingungen

Die GROUP Business Software AG (im Folgenden auch "GBS", das "Unternehmen" oder die "Gesellschaft" genannt) produziert, vertreibt, installiert und betreibt Softwarelösungen und Dienstleistungen mit Schwerpunkt auf die IBM Collaboration Plattform.

Im Wesentlichen werden die Softwarelösungen des Unternehmens in Großunternehmen und im Mittelstand eingesetzt. Kernmärkte für die Produkte der Gesellschaft sind Nord-Amerika und Europa sowie Asien.

Die GROUP Business Software AG ist mit Standorten in Deutschland, England, in den USA und Kanada sowie über ihre Schwesterunternehmen auch in Indien vertreten. Sie vertreibt ihre Produkte und Dienstleistungen sowohl direkt als auch über Vertriebs- und Integrationspartner weltweit. Sowohl regional als auch überregional, sichert die Gesellschaft ihren Kunden eine sehr hohe Produkt-, Dienstleistungs- und Servicequalität zu. Über 5 Mio. Nutzer setzen aktiv auf die Leistungsfähigkeit von GBS Produkten.

In 2012 hat die Gesellschaft ihre strategische Neuausrichtung weiter vorangetrieben. Dies spiegelte sich u.a. im neu gewählten Motto "Expertise matters" wieder. Diese Fokussierung auf Expertenwissen und den dazugehörigen Lösungen findet auch in der Neugründung der GBS Competence Center ihren Niederschlag.

Mit ihrer Expertise ist die GBS der Wegweiser in zahlreichen Zukunftsthemen. In vier Competence Centern hat GBS daher ihr Know-how gebündelt und trägt dies gezielt in den Markt: Security, Portal & BPM, Mobility und Modernization. Die GBS Competence Center profitieren dabei von der nahtlosen Verknüpfung fachlicher und vertrieblicher Expertise. Mit den Competence Centern unterstützt GBS ihre Kunden dabei, deren Vorhaben zu bewältigen und zukunftssichere IT-Strategien in Einklang mit vorhandenen Geschäftsprozessen aufzusetzen.

Innovationen, wie Social Business oder Mobile Enabling von Anwendungen, sind dabei genauso Bestandteil der Leistungen wie die Verbesserung der Informationssicherheit und das Aufsetzen effizienter Geschäftsprozesse inklusive Portal-Anbindung. Ein entscheidender Vorteil für Kunden: die Vernetzung der Competence Center untereinander. So profitieren die Kunden übergreifend vom Wissen der GBS Experten, die sich eng thematisch miteinander abstimmen.

Die GBS Competence Center im Detail:

1. Competence Center Security

In Zeiten, in denen Hackerangriffe, Wirtschaftsspionage oder Fahrlässigkeit von Mitarbeitern zum geschäftlichen Alltag gehören, gewinnt die Absicherung der eigenen Daten zunehmend an Bedeutung. Gefragt sind bei Kunden daher durchgängige Lösungen, die Aspekte wie Datenschutz berücksichtigen.

In diesem Umfeld unterstützen die Experten des GBS Competence Center Security. Sie beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellungen rund um Datenschutz, Haftungsaspekte, Data Leakage Prevention, Inhaltsanalyse, Verschlüsselung u.v.m. Dabei richten sie ihr Augenmerk auf die Analyse potentieller Sicherheitslücken und zeigen wirtschaftliche Wege auf, diese Lücken zuverlässig und langfristig zu schließen. Insbesondere im Umfeld der elektronischen Kommunikation kann GBS dabei auf umfangreiches Best Practice Wissen aus zahlreichen weltweiten Projekten zurückgreifen.

Der Schlüssel zur Absicherung ist dabei die iQ.Suite – die E-Mail-Management-Lösung von GBS für die führenden Mail-Plattformen IBM Domino und Microsoft Exchange/SMTP. Diese integriert alle für Kunden relevanten Sicherheitsaspekte und verknüpft diese zusätzlich mit einer rechtssicheren E-Mail-Archivierung. Mit iQ.Suite WebCrypt Pro wurde zudem eine verbesserte Version der B2C E-Mail-Verschlüsselungslösung am Markt lanciert, die von Interessenten sehr gut aufgenommen wird. Im Zusammenarbeit mit einem externen deutschen Rechenzentrum wird diese Lösung auch als Software-as-a-Service offeriert – eine von Kunden aus dem Finanzbereich präferierte Variante.

2. Competence Center Modernization

In vielen Unternehmen ist die IT-Infrastruktur über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen. Dies betrifft nahezu alle Bereiche. Sei es die Messaging Umgebung, Collaboration Lösungen oder selbst entwickelte Anwendungen. Dabei haben viele dieser Bereiche einen massiven Wandel erfahren oder stehen kurz vor einer notwendigen Modernisierung.

Doch nicht immer ist diese Modernisierung leicht zu vollziehen. Zahlreiche Aspekte erschweren die Umsetzung, so die Komplexität des Vorhabens, der Mangel an Informationen oder der Bedarf an Ressourcen. Oftmals herrscht zudem Unklarheit über den Wechsel zur gewünschten Zielplattform.

Das GBS Competence Center Modernization ist für Kunden der Navigator in diesem Umfeld. Die GBS Experten helfen bei der Modernisierung oder Neuausrichtung von Anwendungsumgebungen. Professionelles Know-how, intelligente Werkzeuge und Erfahrungen aus zahlreichen Kundenszenarien sind die Basis für Modernisierungsprojekte. Dabei werden alle Facetten einer auf Flexibilität und Wirtschaftlichkeit ausgerichteten IT-Strategie berücksichtigt.

Die Basis für Modernisierungsprojekte ist das in 2012 entwickelte GBS Insights – eine Kombination aus Softwarelösungen und Expertenwissen, welche Kunden bei der Migration von IBM Lotus Infrastrukturen, der Optimierung von Kosten und Leistung sowie Mobilisierung von Anwendungen unterstützt.

3. Competence Center Mobility

Mobilität prägt in Unternehmen zunehmend den geschäftlichen Alltag. Immer mehr verlagern sich Geschäftsprozesse weg von klassischen, stationären Clients hin zu agilen Endgeräten. GBS ist sich dieser Entwicklung bewusst und trägt mit dem Competence Center Mobility diesem Trend Rechnung.

Basierend auf verschiedenen strategischen Partnerschaften verfügt GBS über die Technologie vorhandene Geschäftsanwendungen fit für mobile Endgeräte zu machen. Ob Apple iOS, Android oder BlackBerry – die Experten von GBS agieren plattformunabhängig. Sie überführen statische Desktop-Anwendungen in das mobile Zeitalter.

Dabei stehen natürlich die zahlreichen Domino-Anwendungen aus der GBS Klientel im Fokus. Auch das vorhandene Wissen über Web-Technologien, wie beispielsweise XPages, unterstützt diese strategische Ausrichtung.

Diese mobile Entwicklung fokussiert sich nicht nur auf Kundenanwendungen. Derzeit laufen konkrete Planungen zur Mobilisierung des GBS-eigenen Produktportfolios.

Neben der Entwicklung von mobilen Apps steht mit dem sicheren Einbinden von Mobilgeräten in Unternehmensinfrastrukturen ein weiterer Aspekt im Fokus. Denn Mitarbeiter setzen mittlerweile nicht nur geschäftliche Endgeräte ein, sondern nutzen im Rahmen von Bring-your-own-Device zunehmend auch eigene Mobilgeräte. Die sichere Integration in Übereinstimmung mit geschäftlichen Vorgaben spielt hier eine wichtige Rolle. Durch die langjährige Partnerschaft mit Sophos (GBS integriert Viren-/Spamschutz in die iQ.Suite) steht mit Sophos Mobile Control eine Lösung zur Verfügung, die GBS Kunden die notwendige Funktionalität offeriert.

4. Competence Center Portal & BPM

Dieses Competence Center soll hier nur kurz angerissen werden, da es federführend durch die GBS PAVONE Groupware GmbH betreut wird. Seine Expertise basiert auf dem PAVONE Know-how in den Bereichen Workflow-Management, Projektmanagement sowie Portale. Kunden werden bei der Analyse und Optimierung von Prozessen, Überführung papiergestützter Abläufe in die elektronische Welt, Definition und Implementation von softwaregestützten Workflows sowie der Integration mit modernen Portal-Technologien unterstützt.

Rahmenbedingungen des Kapitalmarkts

Das Börsenjahr 2012 war von Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und durch große Kursausschläge an den Aktienmärkten geprägt. Nach einem starken Anstieg in den ersten Monaten des Jahres um mehr als 20 Prozent fiel der DAX zwischen Ende März und Anfang Juni 2012 wieder zurück, zeitweise sogar unter die Marke von 6.000 Punkten, was fast dem Niveau am Jahresanfang entsprach. Seit Ende Juni erholten sich die Märkte jedoch wieder, teilweise sehr deutlich. Der DAX schloss am Jahresende bei 7.612 Punkten und damit um 29 Prozent über dem Schlussstand des Jahres 2011

Der europäische Aktienindex EURO STOXX 50 (Performance Index) gewann rund 18 Prozent und schloss bei 4.630 Punkten. Die Aktienkurse in den USA und Japan entwickelten sich im vergangenen Jahr ebenfalls positiv. Der S&P 500 Index gewann rund 13 Prozent und der Nikkei 225 Index fast 23 Prozent.

Die Aktie der GROUP Business Software AG startete mit 0,58 € in den Januar 2012 und schloss mit 0,21 € im Dezember 2012 ab.

Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Lage

Das nach wie vor schwierige internationale und vor allem europäische Umfeld hat das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahresverlauf gebremst. Angesichts der zögerlichen Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere der rezessiven Tendenzen im Euroraum schwächte sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahresverlauf ab.

Nach Ansicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wirkten sich vor allem die geringe Investitionsbereitschaft und die schwache Entwicklung der Industrieproduktion auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland aus. Auch das Exportwachstum verlor an Schwung.

Positive Impulse kommen hingegen vom privaten Konsum, der vor dem Hintergrund einer nach wie vor relativ günstigen Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung die Konjunktur auch weiter stützen dürfte.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum wird weiterhin von den notwendigen Anpassungsprozessen in einigen Ländern geprägt. Der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität droht heftiger auszufallen und länger anzuhalten als zuvor vermutet. Zudem drücken eine Vertrauenskrise sowie in einzelnen Ländern Finanzierungsprobleme auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen. Gemäß den Ausführungen der Deutschen Bundesbank gibt es allerdings in den von der Schuldenkrise besonders betroffenen Ländern zum Teil deutliche Anzeichen für Anpassungsfortschritte. Die Leistungsbilanzdefizite haben sich demnach spürbar verringert, was nicht allein darauf zurückzuführen sei, dass die inländische Nachfrage in den Krisenländern erheblich eingeschränkt wurde. Auch die Anpassung der Kostenstrukturen sei in Gang gekommen, und es verdichteten sich Hinweise darauf, dass sich die Unternehmen in diesen Ländern neue Exportmärkte erschließen.

So halten es die Währungshüter deshalb für wahrscheinlich, dass sich im Verlauf des nächsten Jahres die Wirtschaftslage im Euro-Gebiet stabilisiert und sich an die Bodenbildung eine – wenngleich zunächst nur zögerliche – Erholung anschließt. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Staatsschulden- und Bankenkrisen im Euro-Gebiet nicht erneut verschärfen und die Konsolidierungs- und Reformanstrengungen anhalten.

Erste Aufhellungen bei den Stimmungsindikatoren könnten ein Zeichen dafür sein, dass die Schwächephase nach dem Winterhalbjahr im Frühjahr 2013 allmählich überwunden wird.

Rahmenbedingungen der ITK-Branche

Die Stimmung in der Informations-, Technologie- und Kommunikations (ITK)-Branche zeigte sich nach Ansicht des Branchenverbandes Bitkom in 2012 weiterhin robust, auch wenn die Zuversicht aufgrund der Eurokrise und politischen Rahmenbedingungen etwas nachließ. Bei den Markthemmnissen steht in der Branche weiterhin der Fachkräftemangel an oberster Stelle.

Als maßgebliche Technologie- und Markttrends zeichnen sich neben Cloud Computing zunehmend Mobile Apps, Business Intelligence, IT-Security, Bring-your-own-Device sowie Social Business ab (siehe Grafik Bitkom).

Dieser Entwicklung trägt die Gesellschaft mit der Ausrichtung der Competence Center Rechnung, indem Aspekte wie Mobile Business Apps/BYOD, IT-Sicherheit und Social Business integriert werden. Insbesondere letzterer Aspekt gewinnt am Markt zunehmend an Einfluss. Die allgemeine Akzeptanz von Social Media und Social Networking Plattformen im privaten Alltag nimmt Einfluss auf unternehmerische Entwicklungen. Unternehmen wie IBM und Microsoft legen daher ihr Augenmerk zunehmend auf die Integration dieses Networking-Gedankens. Der Begriff Social Business spiegelt diese Entwicklung wider.

Umsätze mit Social Business machten 2011 zwar erst 9 Prozent des Collaboration-Marktes aus, doch 2016 wird dieser Anteil auf 28,2 Prozent steigen. Im Gegenzug wird Anteil von E-Mail-Produkten den Prognosen zufolge von 40,7 Prozent 2011 auf 29,9 Prozent im Jahr 2016 sinken (Quelle: IDC).

Im Zusammenhang mit Workplace of the Future und Mobile Enterprise gewinnen auch Mobile Applications dramatisch an Bedeutung. Dies sieht man in einigen Unternehmen schon im Jahr 2012; der Trend wird sich 2013 bis 2015 noch einmal deutlich verstärken (Quelle: Experton Group).

Neben der klassischen IBM Notes/Domino Plattform hält IBM Connections immer mehr Einzug in die Marktaktivitäten von IBM und findet damit auch zunehmend Einzug in Unternehmen. Auch wenn die Adaptionsrate zunächst noch gering sein dürfte, zeichnet sich hier eine Entwicklung ab, die es zu berücksichtigen gilt. GBS hat in diesem Umfeld bereits mit dem AppDesigner erste Akzente gesetzt und wird diese Entwicklung weiter vorantreiben. Dazu gehört auch die Verknüpfung vorhandener GBS-Lösungen mit der neuen Social Business Welt.

Industriespionage wird zunehmend als Handlungstreiber identifiziert. Von 7.000 befragten Unternehmen gab es bei über 21% konkrete Spionagevorfälle oder Informationsabfluss. Mit 21,5% ist der Banken- und Versicherungssektor sowie mit knapp 30% der Automobil- und Maschinenbausektor am stärksten betroffen. Mit 47% wog Datendiebstahl am schwersten, gefolgt von generellem Datenabfluss (46,8%) sowie dem Abhören und Mitlesen der E-Mail-Kommunikation (12,2%) (Quelle: Corporate Trust 2012, Studie Industriespionage).

Diese Entwicklung findet in der Ausrichtung der GBS Lösungen im Bereich E-Mail-Management ihren Widerhall, wo verstärkt Lösungen zur E-Mail-Verschlüsselung (Crypt, WebCrypt, KeyManager) sowie zur Vermeidung von Datenabfluss (DLP – Data Leakage Prevention) entwickelt werden.

Auch Gartner bewertet die Bedeutung von DLP positiv und empfiehlt bei Produktentscheidungen auf DLP und Verschlüsselung zu achten. Außerdem wird prognostiziert, dass in den nächsten 2 Jahren Unternehmen verstärkt Lösungen zur E-Mail-Verschlüsselung einführen werden (Quelle: Gartner - Magic Quadrant for Secure Email Gateways).

Der Informationstechnologie- und Kommunikationsmarkt (ITK) zeigte sich im Jahr 2011 weltweit weitgehend stabil und ähnelte nicht unbedingt der Weltwirtschaft, die zunehmend unter der Staatsschuldenkrise in vielen Industrieländern litt. Vor allem Länder wie Brasilien, Russland, Indien und China waren dafür verantwortlich, dass der IT-Markt stetig wuchs.

Ein besonderes Wachstum verzeichnete 2011 laut dem weltweit führenden IT Research Unternehmen International Data Corporation (IDC) das Segment Software. Auch mobile Geräte wie Smartphones und Tablet-PCs sowie deren Anwendungen waren die Wachstumstreiber.

In Europa prägte die staatliche Schuldenkrise mehrerer Euroländer nicht nur die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, sondern dämpfte vor allem in Westeuropa in der zweiten Jahreshälfte auch den IT-Markt. Für diese Länder vermeldet IDC ein IT-Wachstum lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich und reduziert dabei nochmals seine Berechnungen im Vergleich zu vorangegangenen Analysen. Allerdings trifft diese Schwäche demnach in erster Linie den Hardwaremarkt und nur in geringerem Ausmaß den Markt für Software und Services.

In Amerika verlief das erste Halbjahr 2011 auf niedrigem Niveau für den IT-Markt erfolgreicher als das zweite, so IDC. Angesichts der wirtschaftlichen Schwäche der amerikanischen Binnennachfrage senkte das Institut seine Berechnungen im Laufe des Jahres etwa für die USA mehrfach ab, hielt jedoch für den US-amerikanischen Softwaremarkt letztendlich an einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich fest.

Rahmenbedingungen im Bereich IBM Lotus Notes

Für den IBM Lotus Softwaremarkt gelten jedoch eigenständige Parameter. So war die Bereitschaft in Produkte auf der IBM Lotus Plattform zu investieren, weiterhin weltweit stagnierend; dies gilt insbesondere für Neuinvestitionen in Lotus Plattform spezifische Anwendungen, während das Angebot im Allgemeinen und die Anbieter im Besonderen weiter zurückgegangen sind.

Notwendige Neuerungsinvestitionen werden derzeit von zwei Faktoren bestimmt: der zunehmenden Nachfrage nach mobilen Anwendungen für Tablets und Smartphones sowie nach Kostenreduzierungen in IT Departments speziell bei Desktopanwendungen, zu denen die Notes/Domino Applikationen gehören.

Der Schwerpunkt der Nachfrage nach Technologie zur Lösung dieser den IT Abteilungen gestellten Herausforderungen und Aufgaben konzentriert sich derzeit auf Analyse und Bewertungssoftware zur Erstellung von Statusberichten über die Lotus Systeme (Infrastruktur und Applikationen), sowie auf der Durchführung von Konzeptstudien zur Umsetzung von Modernisierungsprojekten.

Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

Das Geschäftsjahr der GROUP Business Software AG war von einschneidenden Veränderungen geprägt. Hohe Investitionen der vergangenen Jahre in zukünftige Modernisierungstechnologien führten dazu, dass ein Kostensenkungsprogramm aufgesetzt wurde, bei dem darauf geachtet wurde, dass eine Konzentration auf die Kerntätigkeiten erfolgt. So kam es zu einigen Personalveränderungen, die letztlich dafür verantwortlich waren, dass die Personalkosten um 0,4 Mio. Euro gesenkt werden konnten.

Die Ausrichtung auf das durchgängig profitable Kerngeschäft der Gesellschaft war Garant für eine Konsolidierung des Angebotsportfolios der Gesellschaft. Schließlich veränderte die Gesellschaft ihre strategische Neuausrichtung und konzentrierte sich auf die Fokussierung ihres Expertenwissens und den dazugehörigen Lösungen. Diese Neuausrichtung findet sich wieder in der Neugründung der GBS Competence Center. Schon kurze Zeit nach der Neuausrichtung konnte die Gesellschaft ein ausnahmslos positives Echo bei allen Stakeholdern beobachten, was sich auch in den Quartalszahlen des letzten Kalendervierteljahres 2012 wiederspiegelte.

Die GROUP Business Software AG schaffte es in einem schwierigen Umfeld des IBM Softwaremarktes, ihre führende Position im Bereich Lotus Notes sowie ihre Position als umfassender Anbieter von Notes-Expertenwissen im europäischen Wettbewerb zu verteidigen.

Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftslage

Die GROUP Business Software AG ist heute in der Lage Optimierungs-, Modernisierungs- und Migrationsprojekte in den größten IBM Lotus Notes Infrastrukturen durchzuführen. Neben den hierzu notwendigen technischen Komponenten, wie Analyse-, Testgenerierung und den notwendigen Verhaltenssimulatoren verfügt die Gesellschaft bzw. die GBS-Gruppe über den höchsten Grad an verfügbarem Spezialwissen im Bereich Lotus Notes.

Zur Vorbereitung der weiteren Konsolidierung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen wurden zum Bilanzstichtag weitere wesentliche Einzelwertberichtigungen der Vermögenswerte in Bezug auf verbundene Unternehmen gebildet (insgesamt rund 8,4 Mio. Euro).

Aufgrund der Neuausrichtung der Gesellschaft hat die GROUP Business Software AG zum 01. Oktober 2012 innerhalb der ebVokus Software GmbH die wesentlichen Vermögenswerte an die Financial Solutions GmbH in Bremen verkauft.

Ebenso hat sich die Gesellschaft am 23. November 2012 von ihren Anteilen an der B.E.R.S. AD in Varna getrennt. Eine Beteiligung war aufgrund des Engagements der GBS Gruppe in Indien nicht mehr für notwendig erachtet worden, da nun die notwendigen Entwicklungskapazitäten kostengünstiger in der GBS Gruppe genutzt werden können.

Trotz der Neuausrichtung des Unternehmens konnte die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 ein positives Betriebsergebnis mit 0.3 Mio. Euro ausweisen. Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag der im Wesentlichen geprägt ist durch das hohe außerordentliche Ergebnis in Höhe von rund 8,5 Mio. Euro belief sich auf 8,8 Mio. Euro (2011: Jahresfehlbetrag 13,5 Mio. Euro). Der Bilanzverlust 2012 beträgt hiernach ca. 22,0 Mio. Euro (2011: 13,1 Mio. Euro).

Insgesamt kann die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2012 jedoch als operativ positiv bezeichnet werden.

2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen im vergangenen Geschäftsjahr 2012 um 1,1 Mio. Euro rd. 9 % über dem Vorjahresniveau (2011: 11,8 Mio. Euro). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme von Fremdproduktumsätzen in Höhe von rund 0,9 Mio. Euro.

Die Lizenzumsätze betrugen ca. 3,2 Mio. Euro (2011: 2,8 Mio. Euro). Die Serviceumsätze lagen bei ca. 0,4 Mio. Euro (2011: 0,6 Mio. Euro). Wie bereits im Vorjahr lagen die Wartungsumsätze der Gesellschaft bei ca. 5,2 Mio. Euro (2011: 5,2 Mio. Euro). So entfallen ungefähr 40 % der Umsätze des Jahres auf wiederkehrende Wartungserlöse. Die anderen aktivierten Eigenleistungen für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände belaufen sich auf 0,9 Mio. Euro (2011: 1,1 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit ca. 1,5 Mio. Euro über Vorjahresniveau (2011: 1,1 Mio. Euro); hier schlagen sich insbesondere 0,6 Mio. Euro an Umlagen von verbundenen Unternehmen nieder sowie 0,3 Mio. Euro an Erträgen aus Kursdifferenzen.

Die Materialaufwendungen liegen mit ca. 3,9 Mio. Euro (2011: 3,5 Mio. Euro) in etwa auf Vorjahresniveau. Für 2012 ergaben sich Personalaufwendungen i.H.v. 5,6 Mio. Euro (inkl. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. ca. 0,8 Mio. Euro). Dieses entsprach einer Reduktion von ca. 0,4 Mio. Euro und steht insbesondere im Zusammenhang mit der Reduktion von rund 14 Mitarbeitern im Rahmen der Neuausrichtung der Gesellschaft.

Die Abschreibungen lagen mit 1,8 Mio. Euro wieder auf normalem Niveau (2011: 6,3 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 3,6 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres (2011: 4,0 Mio. Euro).

Sie beinhalten insbesondere Beratungskosten in Höhe von 1,3 Mio. Euro (2011: 1,1 Mio. Euro), Marketingaufwendungen von 0,4 Mio. Euro (2011: 0,5 Mio. Euro), die Raumkosten und die Reisekosten lagen mit jeweils 0,3 Mio. Euro knapp unter Vorjahresniveau. Auch die Versicherungsbeiträge waren mit 0,1 Mio. Euro nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis der Gesellschaft lag bei - 0,6 Mio. Euro (2011: -0,2 Mio. Euro); die Veränderung beruht im Wesentlichen auf Zinsen aus den gestiegenen Ausleihungen von der GBS Enterprises Inc.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2012 mit -0,3 Mio. Euro um 5,7 Mio. Euro besser als dasjenige des Vorjahres (2011: -6,0 Mio. Euro).

2012 2011 2010
TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse 12.905 11.808 12.336
Ergebnis der gewöhnlichen Ge
schäftstätigkeit
-327 -6.049 -1.152
Jahresfehlbetrag bzw.
Jahresüberschuss
-8,824 -13.530 256
Umsatzrentabilität -68,4% -114,6% 2,1%
Eigenkapitalrentabilität -138,6% -100,7% 0,9%
Gesamtkapitalrentabilität -38,1% -44,1% 1,5%

Die finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich im Überblick wie folgt:

3. Finanzlage

Der Zahlungsmittelbestand der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 betrug 0,1 Mio. Euro. (31. Dezember 2011: 0,5 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,4 Mio. Euro (2011: 4,8 Mio. Euro) sowie ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1,9 Mio. Euro (2011: 2,1 Mio. Euro) erzielt, die einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -3,7 Mio. Euro (2011: -7,2 Mio. Euro) gegenüber standen, so dass die flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2012 um -0,4 Mio. Euro abnahmen (2011: -0,3 Mio. Euro).

Zum 31. Dezember 2012 finanzierte sich die Gesellschaft in Höhe von 6,4 Mio. (2011: 13,4 Mio. Euro) aus Eigenkapital, in Höhe von 11,0 Mio. Euro (2011: 12,2 Mio. Euro) aus Verbindlichkeiten sowie in Höhe von 5,8 Mio. (2011: 5,1 Mio. Euro) aus sonstigem Fremdkapital.

Bankverbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 2,8 Mio. Euro (2011: 2,7 Mio. Euro); die Zinsrisiken sind durch ein Zinssicherungsgeschäft ("Cap") abgesichert.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2012 über freie Liquidität in Höhe von ca. 0,3 Mio. Euro (2011: 0,8 Mio. Euro). Darin enthalten sind flüssige Mittel sowie zugesagte freie Kreditlinien.

Im Geschäftsjahr 2012 war die Gesellschaft wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2012 rund 23,1 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 30,7 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen in einer Höhe von 17,1 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 22,1 Mio. Euro) und demnach mit ca. 71 % (2011: 72%) wie auch in den Vorjahren den größten Anteil ein. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen, im Wesentlichen zur Finanzierung der strategischen Produktentwicklung, waren mit 8,2 Mio. Euro (2011: 11,4 Mio. Euro) die größte Einzelposition im Anlagevermögen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen bezifferten sich auf 1,6 Mio. Euro (2011: 1,7 Mio. Euro).

Die immateriellen Vermögenswerte bezifferten sich insgesamt auf 7,2 Mio. Euro (2011: 7,9 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2012 war das Anlagevermögen zu 37% durch Eigenkapital gedeckt (2011: 61%).

Das Umlaufvermögen betrug 5,3 Mio. Euro und lag damit knapp 30% unter dem Vorjahreswert (2011: 7,5 Mio. Euro). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit ca. 0,04 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 0,1 Mio. Euro.

Bei einem Gezeichneten Kapital am Stichtag in Höhe von 26.983.286 Euro lag das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 bei 6,4 Mio. Euro (2011: 13,4 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2012 ca. 28 % und lag damit unter dem Vorjahreswert (2011: 44 %). Diese Reduktion resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag 2012. Zum 31. Dezember 2012 ist demnach das hälftige Grundkapital der Gesellschaft aufgebraucht. Der Vorstand hat die entsprechenden Maßnahmen gemäß § 92 Abs. 1 AktG eingeleitet.

Der Vorstand hat beschlossen, der ordentlichen Hauptversammlung 2013 der Gesellschaft die Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis 3:1 im Wege der vereinfachten Kapitalherabsetzung gem. § 229 AktG zur Deckung von Verlusten vorzuschlagen.

Mit einem Betrag von 1,5 Mio. Euro liegen die Rückstellungen rund 0,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (2011: 1,4 Mio. Euro); 0,5 Mio. Euro betreffen Provisionen (2011: 0,4 Mio. Euro) und 0,5 Mio. Euro ausstehende Lieferantenrechnungen (2011: 0,5 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 2,8 Mio. Euro zu beziffern (2011: 2,7 Mio. Euro) und haben langfristigen Charakter. Zusammen mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 5,8 Mio. Euro (2011: 4,0 Mio. Euro) und den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mio. Euro (2011: 3,4 Mio. Euro) belaufen sich die Verbindlichkeiten auf insgesamt auf 11,0 Mio. Euro (2011: 12,2 Mio. Euro). ´

5. Forschung und Entwicklung

Die iQ.Suite wurde im vergangenen Jahr zielgerichtet weiterentwickelt. Im Februar erfolgte die Bereitstellung zweier Releases in Ergänzung zu den im Vorjahr bereitgestellten Versionen. Im Bereich der E-Mail-Produktivität erfolgten Verbesserungen u. a. im Bereich der Quarantäne (Modul Wall). Eine wesentliche Neuerung der im Herbst bereitgestellten Releases zur Verbesserung war die Möglichkeit rückwirkende Weiterleitungen von E-Mails bei einer Abwesenheit von Mitarbeitern einzurichten (Modul Clerk). Neben Sammelbenachrichtigungen nach Rückkehr des Mitarbeiters sind auch Abwesenheitstexte nach Gruppenzugehörigkeit möglich. Das Modul Smart wurde um ein Template für die Unterstützung des manuellen 4-Augenprinzips erweitert.

Die E-Mail-Sicherheit wurde bei der iQ.Suite für Microsoft Exchange durch die Unterstützung von mobilen Endgeräten, wie iPhone oder iPad bei den E-Mail-Signaturen verbessert (Modul Trailer). Für die weitere Unterstützung von mobilen Endgeräten, wie Smartphones oder Tablets, wurde mit der Entwicklung von Prototypen für die Quarantäne und dem Abwesenheitsmanagement begonnen. Der Schwerpunkt dieser Entwicklungen liegt dabei bei der Nutzung durch den Endanwender, da dieser Anwenderkreis einen höheren Bedarf an die Nutzung von Funktionalitäten der iQ.Suite durch mobile Endgeräte hat.

Daneben wurde der iQ.Suite KeyManager, welcher bisher separat erhältlich war, mit der iQ.Suite verknüpft (Modul Crypt). Hierdurch steht eine leistungsfähigere Zertifikatsverwaltung zur Verfügung. Der KeyManager wurde zudem erweitert, so dass auch eine PGP-Verschlüsselung verwendet werden kann.

Ein Schwerpunkt der Entwicklungen war auch die Adressierung des Markts der kleineren Unternehmen.

Da dieses Marktsegment nicht im Fokus der GBS AG steht, wurde mit einem führenden deutschen Sicherheitsspezialisten (Avira) gemeinsam eine OEM-Version der iQ.Suite für die Microsoft Exchange-Plattform entwickelt. Diese Version wurde im Spätsommer von dem Partnerunternehmen bereitgestellt.

Neben dem Trend der verstärkten Nutzung von mobilen Endgeräten konnte als ein weiterer Trend die Marktverlagerung bei E-Mailsystemen von IBM Lotus Domino hin zu Microsoft Exchange bei den Serverinfrastrukturen beobachtet werden. Dies führte u. a. zu Migrationen von der iQ.Suite für IBM Lotus Notes/Domino hin zu der iQ.Suite für Microsoft Exchange auf Kundenseite.

Damit einhergehend ist, dass mehr und mehr größere Unternehmen auch die iQ.Suite für Microsoft Exchange einsetzen. Diesem Trend entsprechend wurde damit begonnen die iQ.Suite für Microsoft Exchange mehr auf die Anforderungen für solche größere Unternehmen auszurichten. Unterstützt wird dieser Trend durch die im vierten Quartal veröffentlichte Version Microsoft Exchange 2013. Die Unterstützung dieser Serverversion durch die iQ.Suite wurde angegangen.

Im Geschäftsjahr 2012 wurde intensiv mit 2,1 Mio. Euro (2011: 2,3 Mio. Euro) in die für ein Technologieunternehmen wichtigste Sparte Forschung und Entwicklung investiert, von denen 0,9 Mio. Euro (2011: 1,1 Mio. Euro) als Anlagevermögen aktiviert wurden.

6. Zweigniederlassungen

Die geschäftlichen Aktivitäten der GROUP Business Software AG waren geprägt durch das Zusammenspiel aller Standorte und Zweigniederlassungen der GBS Gruppe, die die Unternehmensgruppe- allen voran die GROUP Business Software AG nach außen präsentieren.

Ansprechpartner direkt Vorort zu haben, ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil, wenn es darum geht, nah am Kunden zu sein. Die Gesellschaft war vertreten an den deutschen Standorten Eisenach, Frankfurt und Karlsruhe. Durch Tochtergesellschaften Manchester und London und an den US-amerikanischen Standorten Boston und Atlanta sowie in Toronto, Kanada.

7. Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2012 beschäftigte die GROUP Business Software AG 72 Mitarbeiter (2011: 87 Mitarbeiter). Rund 28% (2011: 35%) der Mitarbeiter wurden im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt, ca. 46% (2011: 46%) waren im Bereich Vertrieb und Service tätig.

Die Administration der Gesellschaft, darin enthalten Management sowie Mitarbeiter im Bereich Marketing, beschäftigte ca. 22% (2011: 19%). Sowohl Management wie auch Marketing nehmen administrative Tätigkeiten für die Tochtergesellschaften wahr.

8. Nachtragsbericht

Das Kapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 26.983.286 Euro war eingeteilt in 26.983.286 Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von einem Euro eingeteilt.

Der Vorstand der Gesellschaft hat am 04. Februar 2013 eine Barkapitalerhöhung um 16.714 Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von einem Euro beschlossen, der der Aufsichtsrat am 05. Februar 2013 zugestimmt hat. Im Handelsregister wurde die Kapitalerhöhung auf 27.000.000 Euro am 01. März 2013 eingetragen.

Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt.

9. Chancen- und Risikobericht

9.1 Allgemeine Grundsätze

Als international aufgestelltes Unternehmen ist die GBS im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Sie verfügt über ein umfassendes Risikomanagement System, welches es ermöglicht, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im weitesten Sinne dient dieses System dazu, potenzielle Ereignisse zu erkennen, die das Unternehmen gefährden könnten. Daneben soll es unter Berücksichtigung der Risiken hinreichende Sicherheit darüber gewährleisten, dass die Ziele des Unternehmens, vor allem finanzielle, operative oder strategische Ziele, wie geplant erreicht werden können.

Das Rechnungswesen der GBS ist zentral organisiert, jedoch werden in einigen Fällen Aufgaben des Rechnungswesens von einzelnen Tochtergesellschaften an externe Dienstleister vergeben.

Die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt, grundsätzlich verschlüsselt an den Bereich Konzernrechnungswesen übermittelt und für den Konzernabschluss der US-Muttergesellschaft GBS Enterprises Inc. gemäß US GAAP zusammengefasst.

Die Analyse und gegebenenfalls die Korrektur der durch Tochtergesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse, in denen sowohl die Plausibilität der Einzelabschlüsse als auch kritische Einzelsachverhalte untersucht werden, wird zentral durch die Abteilung Finanzen verantwortet, die operative Verantwortung für die Umsetzung des Risikomanagements liegt hauptsächlich innerhalb der einzelnen Tochtergesellschaften.

Neue betriebswirtschaftliche Erkenntnisse sowie juristische Neuerungen fließen durch entsprechende Aktualisierungen in regelmäßigen Abständen in das Risikomanagement ein.

Organisation und gesetzliche Grundlagen

In der GROUP Business Software AG sind Verantwortungsbereiche klar abgegrenzt, um die korrekte Aufgabenverteilung zu gewährleisten und so mögliche Fehlerquellen und Unzuständigkeiten auszuschließen. Das Vier-Augen-Prinzip stellt hierbei eine unabdingbare interne Kontrollmaßnahme dar.

Das Risikomanagement der GROUP Business Software ist als eigener Verantwortungsbereich im Sinne eines institutionalisierten Risikomanagements im Controlling angesiedelt. Die Kontrolltätigkeiten der internen Revision werden im Unternehmen vom Bereich Finance wahrgenommen. Die Risikolage des Unternehmens wird gemäß den Bestimmungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vom Vorstand überwacht. Wichtig ist dabei, dass mögliche Risiken sehr zeitnah durch die bestehenden Kontrollsysteme festgestellt werden und so gegebenenfalls frühzeitig gegengesteuert werden kann. Der Vorstand der GBS orientiert sich bei der praktischen Umsetzung des Risikomanagements an den betriebswirtschaftlich gebotenen Gesichtspunkten.

Gem. § 93 Abs. 1 S. 1 AktG wird bei der GBS ein sehr hoher Maßstab an die gebotene Sorgfalt des Managements gestellt. Die Definition von Risiken beginnt bereits vor der jährlichen Budgeterstellung und wird danach kontinuierlich während des Geschäftsjahres angepasst und neu definiert. Neben der Risikoidentifikation sind für die Risikoanalyse eine Quantifizierung der Schadenshöhe und eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit (Häufigkeit des Auftretens) relevant. Aus diesen Angaben kann abgeleitet werden, ob das Risiko einen kleinen, mittleren oder hohen Schaden in sich birgt. Auch die Fristigkeit wird genau mit in den Erkennungsprozess aufgenommen. Unterschieden wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen. Kurzfristige Auswirkungen entstehen z.B. durch Liquiditätsrisiken oder Risiken aus den operativen Prozessen (Störungen). Diese wirken sich i.d.R. lediglich auf ein Geschäftsjahr aus. Mittel- und langfristige Auswirkungen können insbesondere durch strategische Risiken und Investitionsrisiken verursacht werden. Die Wirkung dieser Risiken beeinflusst i. d. R. mehrere Geschäftsjahre.

Identifikation und Risikosteuerung

Die den jeweiligen Tochtergesellschaften zur Verfügung stehenden Datenbanken und individuelle Ablagestrukturen sind die Grundlage für die Dokumentation und die regelmäßige Überwachung zur frühzeitigen Feststellung von Risiken. Im Hinblick auf alle latenten Risikofaktoren wird die zentrale Datenbank der GBS in Abstimmung durch das Controlling ergänzt. Die Beeinflussung der im Rahmen der Risikoidentifikation und der Risikobewertung ermittelten Risikopositionen wird durch eine gezielte Steuerung weitestgehend minimiert. Zur Risikominimierung gehört u.a. eine mögliche Absicherung der Risiken durch geeignete Versicherungen (Insurance-Risk-Transfer) oder die Übertragung des Risikos durch Vertragsbedingungen auf den Vertragspartner.

Risikokommunikation

Im Rahmen der Übermittlung und Präsentation der Monatsergebnisse wird von jedem Verantwortlichen der Tochtergesellschaften ein aktueller Status über Auswirkungen von potentiellen Risiken aus dem jeweiligen Verantwortungsbereich abgegeben. Darüber hinaus sind alle handelnden Personen aufgefordert, über ihren Vorgesetzen unverzüglich potentielle oder tatsächliche Risiken zu melden.

Instrumente des Risikomanagements

Auf der Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften wird in einer vollständigen Form das Budget des jeweiligen Geschäftsjahres geführt. Dies wird monatsfein zum IST vs. Plan Vergleich herangezogen. Auf der Ebene der Tochtergesellschaften der GBS befindet sich der Businessplan, üblicherweise der jeweils nächsten 3 Jahre in Form der jeweiligen Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der Finanzflussrechnung in einer zentralen Datenbank.

Vorausplanungen

Für Umsätze, Kosten und Mitarbeiterkapazitäten werden monatlich IST vs. Plan-Abweichungsanalysen durchgeführt. Die Ergebnisse fließen – sofern diese zu budgetabweichenden Einschätzungen führen – in eine halbjährlich erstellte Vorschau ein, die kurzfristig einen Ausblick auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres ermöglicht (= Forecast). Die Informationen dieser Zahlen werden im Gegenstromprinzip wiederum mit der 3-Jahres Planung abgeglichen. Der kurzfristige umsatzseitige Forecast ergibt sich aus den sog. Opportunity Datenbanken der jeweiligen Vertriebseinheiten.

Gewährleistungsansprüche

Sofern durch Projektverläufe oder Produktauslieferungen mögliche Gewährleistungsansprüche bekannt werden, werden diese dokumentiert und im Rahmen der monats- und quartalsweisen Berichterstattung durch das Rechnungswesen zurückgestellt.

Monatsberichte

Nach Abschluss des jeweiligen Berichtsmonats wird bis zum 15. Arbeitstag des Folgemonats der Monatsbericht in der entsprechenden Datenbank eingestellt.

Rechtsstreitigkeiten

Um sicherzustellen, dass eine zentrale Dokumentation und Verfolgung bestehender und abgeschlossener oderpotentieller Verfahren erfolgt und sich hieraus ergebende Risiken frühzeitig erkannt werden, wird durch den Syndikus regelmäßig der aktuelle Sachstand dokumentiert.

Meldungen von Risiken mit Hilfe der Risikodatenbank

Sobald ein in der Risikodatenbank beschriebenes Risiko eintritt, sind unverzüglich, entsprechend den hier getroffenen Vorgaben, Meldungen an die verschiedenen Ebenen der Risikoverantwortung zu machen. Primär verantwortlich für die Erstellung einer Meldung ist der sog. "Risk Owner", also die Person, in deren Verantwortungsbereich ein Risiko auftritt, sichtbar wird und bewältigt werden kann. Während an das dezentrale und zentrale Risikocontrolling, an die funktional Verantwortlichen und an den Vorstand direkt berichtet wird, erfolgt die Information der verantwortlichen Managementebenen und des Aufsichtsrates mittelbar.

9.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit

Investitionsrisiken/Risiken in Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft wird in den kommenden Jahren weiterhin in hohem Maße in ihre neuen strategischen Produktlinien, insbesondere in Kombi- und Bündelprodukte aus bestehenden Software-Lösungen investieren. Dabei konzentriert sich dieser Investitionsaufwand in Kosten für Personal und Marktbewertung, Markteintritt und Marktdurchdringung.

Im Zusammenhang mit diesen Investitionen besteht das Risiko, dass diese Kosten nicht oder nicht vollumfänglich im Markt wie geplant amortisiert werden können und somit keine Sicherheit zur Rückführung der Investitionen gegeben ist. Gleiches Risiko gilt, falls die Entwicklung neuer Produkte die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden nicht oder nicht ausreichend widerspiegelt oder der wirtschaftliche Erfolg aus einem anderen Grund ausbleibt. Dies gilt insbesondere für die Entscheidung einer Entwicklung nur für bestimmte Technologien unter Ausschluss anderer Technologien. Die Gesellschaft koordiniert – sowohl hinsichtlich der kurz- als auch der mittelfristigen Produktplanungen – in enger Zusammenarbeit zwischen Vertriebsleitungen, Produktmanagement und den verantwortlichen Führungskräften der Produktentwicklung in definierten Gremien eine marktadäquate Produktentwicklung.

Keine Gewähr zukünftiger Profitabilität

Die Profitabilität der Gesellschaft und der jeweiligen Einzelgesellschaften ist auch von Faktoren abhängig, auf die die Gesellschaften oder die jeweiligen Einzelgesellschaften keinen Einfluss nehmen können. Hierunter fallen insbesondere die Entwicklung des Marktumfeldes (Wettbewerbsstrategien) sowie die gesamtwirtschaftliche (nationale und internationale Konjunkturlage, Branchentrends) Entwicklung. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Unsicherheiten über die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung können für die geschäftlichen Aktivitäten der GROUP Business Software AG ein Risiko darstellen.

Liquiditäts- und Wechselkursrisiko

Das Liquiditätsrisikomanagement stellt sicher, dass die GBS stets in der Lage ist, Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen. Sollten im Bereich der Liquiditätsrisiken mehrere Risikopositionen auftreten, und sollten die eingeleiteten Maßnahmen wie z. B. Darlehensaufnahme oder Desinvestitionen einen Nettofinanzmittelverbrauch nicht stoppen oder ausgleichen und die Finanzierung aus Mittelrückflüssen aus dem Umsatzprozess (Selbstfinanzierung) oder Beteiligungserträgen nicht erfolgen, könnte sich daraus ein Liquiditätsrisiko ergeben, welches den Unternehmensfortbestand signifikant beeinträchtigt.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2012 über freie Liquidität in Höhe von ca. 0,2 Mio. Euro (2011: 0,8 Mio. Euro). Darin enthalten sind flüssige Mittel sowie zugesagte freie Kreditlinien. Die GBS hat im Jahr 2012 wie in den Vorjahren Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – ausschließlich im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten beschafft.

Teilweise sind die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie Geldanlagen dem Risiko von Wechselkursschwankungen insbesondere im Hinblick auf die Euro - US Dollar Relation ausgesetzt.

Personalrisiko

Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der GBS wird wesentlich vom Engagement und der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und des Managements getragen.

Qualifiziertes Personal – besonders in Schlüsselpositionen – wird gezielt gefördert und ergebnisorientiert vergütet. Interne Schulungen sowie externe Weiterbildung (sprachenspezifisch, fachwissenorientiert) sind Bestandteile des Personalmanagements.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, einem möglichen Personalrisiko entgegenzuwirken, ohne es gänzlich auszuschließen. Gleichwohl kann ein Fachkräftemangel, besonders bei Schlüsselpositionen trotz aller Risikominimierung einen negativen Einfluss auf die Wirtschaftslage des Unternehmens haben. Auch ist nicht vollständig auszuschließen, dass die Neubesetzungen hinter den prognostizierten Erwartungen zurückbleiben.

Entwicklungsrisiken

Die Entwicklung von Softwareprodukten ist grundsätzlich abhängig von der Entwicklung der damit in Zusammenhang stehenden Plattformen und Funktionsanforderungen und -erwartungen. Ändern sich diese, sind umfassende Anpassungen oder sogar Neuentwicklungen der bestehenden Produkte zwingend notwendig. Dies kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig, auch erheblich, beeinflussen.

Auch wenn das Risiko vom Management eher als gering eingeschätzt wird, so kann im Softwaremarkt auch die Neuentwicklung von Verfahren, Algorithmen etc. denkbar sein, die zu signifikant besseren Ergebnissen führen, als sie der Gesellschaft heute zur Verfügung stehen. Ein vollständiges oder teilweises Ausscheiden aus dem Markt durch Konkurrenzprodukte ist somit theoretisch möglich.

Gewährleistungs- und rechtliche Risiken

Die Gesellschaft vertreibt Software-Lizenzen – einschließlich Updates und Wartung – an ihren Produkten direkt oder über den Vertriebskanal der Beteiligungen und Vertriebspartner. Für den Fall, dass es hier zu Lizenzstreitigkeiten kommt, besteht dennoch die Möglichkeit, dass es zu Rückabwicklungen oder Preisreduzierungen oder sonstigen Vergleichen zwischen dem Erwerber und der Gesellschaft kommen kann.

Sollte die GBS aus der Veräußerung von Lizenzrechten aus den oben genannten oder anderen Gründen einen Mindererlös erzielen, kann dies unmittelbar Folgen auf die Umsatz-, Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Es sind darüber hinaus die üblichen Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäftsgang anhängig. Diese Rechtsstreitigkeiten können ihrer Höhe nach negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Risiken in bestehenden Forderungen

Grundsätzlich besteht bei allen Forderungen der GBS ein Ausfallrisiko. Dieses besteht sowohl direkt zum Endkunden im Rahmen des direkten Vertriebes, als auch indirekt zum Endkunden im Rahmen des Vertriebes über so genannte Vertriebspartner. Für den Fall, dass die Aktivitäten zur Beitreibung der offenen Forderungen nicht oder nur bedingt ausreichen, muss mit einer über dem Planansatz liegenden Ergebnis- und Liquiditätsbelastung gerechnet werden. Sollte ein sich dadurch ergebender Liquiditätsengpass nicht anderweitig ausgleichen lassen, wäre die Gesellschaft darauf angewiesen, ihren Finanzbedarf überwiegend aus Fremdmitteln zu decken oder gegebenenfalls in Form von zusätzlichem Fremd- oder Eigenkapital über den Kapitalmarkt aufzunehmen. Das Ausfallrisiko aus reinen Kundenforderungen wird vom Management der GBS als relativ gering eingeschätzt, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist und Geschäfte nach bestem Wissen und Gewissen und unter Einbindung der uns vorliegenden Informationen nur mit solventen Kunden durchgeführt werden.

Risiken im Zusammenhang mit dem Bestand der IBM Lotus Notes/Domino-Plattformen/ Microsoft Exchange

Es besteht eine Abhängigkeit vom Bestand der Plattformen IBM Lotus Notes/Domino und von Microsoft Exchange, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen, sowie in Bezug auf die Bereitschaft von Kunden ihre Infrastrukturen zu modernisieren und dabei auf die GBS AG zurückzugreifen.

Sollten IBM und/oder Microsoft ihren Geschäftsbetrieb in wesentlichem Umfange verringern, verändern oder einstellen, so wird sich dies negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen. Daneben besteht das Risiko eines Eintritts von IBM, Microsoft oder einer vergleichbaren Unternehmenseinheit – deren Ressourcen die der Gesellschaft erheblich übersteigen – in die Geschäftsbereiche der Gesellschaft.

Steuerliche Risiken

Die Gesellschaft ist steuerlichen Risiken ausgesetzt, indem etwa steuerliche Veranlagungen und Außenprüfungen zu Nachzahlungen führen oder es infolge der Steuergesetzgebung zu nachteiligen Änderungen kommt.

Die Gesellschaft verfügt über Verlustvorträge. Es besteht die Möglichkeit, dass die Unterstützungsleistungen der Gesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften/ Beteiligungsgesellschaften von den Finanzbehörden im Rahmen einer Überprüfung bezüglich der Angemessenheit bemängelt werden und das daraus gegebenenfalls Steuernachforderungen resultieren können.

Risiken aus Abschreibungen

Wesentliche Vermögenswerte der Gesellschaft befinden sich weiterhin insbesondere in den immateriellen Vermögensgegenständen, den Finanzanlagen sowie den Forderungen und dort insbesondere gegen verbundene Unternehmen. Hieraus können im Korrekturfall erhebliche Abschreibungspositionen resultieren. Diese können ihrer Höhe nach erheblichen negativen Einfluss auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bis hin zu einer Gefährdung des Fortbestands der GBS haben.

Risiken im Zusammenhang mit Versicherungsschutz

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die GBS für bestimmte Risiken über keinen ausreichenden Versicherungsschutz verfügt. Es besteht daher das Risiko, dass gegen die Gesellschaft Ansprüche erhoben oder durchgesetzt werden, die nicht durch Versicherungen abgedeckt sind. Dies kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft haben.

Branchenspezifische Risiken

Eine Abschwächung der Konjunktur hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklungen der GBS. Die Gesellschaft verspricht sich Erfolge insbesondere durch die Verknüpfung ihrer Technologie mit bestehenden Softwareanwendungen. Damit ist die Gesellschaft in einem Geschäftsfeld tätig, das auf Grund der Neuartigkeit der Technologien und deren noch nicht absehbaren Akzeptanz bei potentiellen Kunden mit hohen Risiken behaftet ist. Der Fokus der Gesellschaft liegt dabei auf der Automatisierung von Prozessen innerhalb der zur Anwendung kommenden Software, so dass der Erfolg der Gesellschaft wesentlich von der Integrationsfähigkeit, der Kundenakzeptanz sowie der Bereitschaft anderer Hersteller zur Anbindung der Technologie abhängig sein wird. Die Gesellschaft hat nur begrenzt Einfluss darauf, ob ihre Technologie vom Markt angenommen wird und sich im Markt durchsetzen kann. Die Softwareindustrie ist durch sich rasant verändernde Märkte und Technologien, immer wieder neu entstehende Normen und Vorschriften, regulatorische Beschränkungen und die häufige Einführung neuer Produkte gekennzeichnet. Auf Grund der Einführung neuer Produkte und der damit verbundenen neuen Technologien, sowie der häufigen Entstehung neuer Normen und regulatorischer Beschränkungen besteht die Gefahr, dass die Produkte der Gesellschaft schnell veralten bzw. weniger wettbewerbsfähig oder marktgängig werden. Es besteht die Möglichkeit, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, neue Technologien zu entwickeln, die allgemeine Akzeptanz finden. Es gibt keine Gewähr dafür, dass es der Gesellschaft künftig weiter gelingen wird, innovative neue Produkte zu entwickeln. Der Eintritt dieser Risiken kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Investitionsrisiko

Investitionen der GBS werden jeweils im Rahmen eines Investitionsplanes definiert, der regelmäßig an den jeweiligen Akquisitionsstand angepasst wird.

Bereits in der Vorinvestitionssphase erfolgt eine detaillierte Risikobewertung des aktuellen Investitionsprojekts. Die laufende Risikokontrolle während der Durchführung erfolgt durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings. Dieses ist im Unternehmensbereich Finanzen sowie direkt beim Vorstand angesiedelt. Die Integration der Unternehmen bzw. der Unternehmensteile oder Vermögenswerte (Post-Merger) beinhaltet die möglichst rasche Vereinheitlichung der Strukturen und Geschäftsbereiche, um so auch organisatorisch eine optimierte Einheit zu bilden. Ziel ist es zusätzliche Kostensynergien, z.B. durch Kostensenkungen, Shareholder-Value und ein zuvor prognostiziertes Ertragswachstum zu erreichen. Bei bereits durchgeführten Akquisitionen könnte sich die Post-Akquisition-Phase nicht wie geplant entwickeln. Trotz einer Risikominimierung kann das Risiko, dass die in der Planung des Investitionsprojekts prognostizierten Werte ungünstiger ausfallen als erwartet nicht vollumfänglich gebannt werden. Diese Umstände könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Sollten sich genannte oder neu auftretende Risiken realisieren, so kann sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns auswirken. Auf diese Weise ist es möglich, dass sich diese Umstände nachteilig – auch erheblich - auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GBS auswirken. Im Vertrauen auf das Nichteintreten eines Risikos getätigte Investitionen können sich als unwirtschaftlich erweisen.

9.3 Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Die Unsicherheiten der Weltwirtschaft waren in der Geschäftsentwicklung der GBS deutlich erkennbar.

Insbesondere im außerdeutschen Marktumfeld war die Entwicklung nicht zufriedenstellend. Die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen waren umso schmerzhafter als die Gesellschaft kaum Kompensationsgeschäft im europäischen akquirieren konnte. Dennoch wurde die Neuausrichtung der Gesellschaft konsequent vorangetrieben, um langfristig wettbewerbsfähig zu sein. Die Gesellschaft arbeitet kontinuierlich daran auch auf europäischer Ebene wieder Wachstumschancen zu realisieren. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden in unverminderter Intensität weitergeführt und an den aktuellen Markttrends im Bereich Business Kollaboration ausgerichtet.

Selbst unter den sehr schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen sieht das Management der GROUP Business Software AG gute Chancen für ein Wachstum im Jahr 2013.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) sieht für 2013 für Deutschland ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,3% voraus; das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2014 soll auf bis zu 1,5% steigen.

In der ersten Hälfte des Prognosezeitraums dürfte die deutsche Volkswirtschaft nach Ansicht des IfW eine konjunkturelle Schwächephase durchlaufen. Ausschlaggebend hierfür seien die dämpfenden Effekte, die von der schwächeren Weltkonjunktur einerseits und der Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik als Reaktion auf die Krise im Euroraum andererseits ausgehen. Somit könnten die ansonsten günstigen Rahmenbedingungen – vor allem die historisch niedrigen Zinsen – nicht ihre sonst zu erwartende Wirkung entfalten.

Laut einer aktuellen Prognose des IT-Research- und Beratungsunternehmens Gartner werden die weltweiten IT-Ausgaben von Unternehmen im Jahr 2013 auf insgesamt 2,7 Billionen Dollar ansteigen. Das entspricht einem Plus von 2,5% gegenüber den für 2012 erwarteten Investitionen von 2,6 Billionen Dollar. Prozentual am stärksten würden die Versicherungswirtschaft, das Transportwesen und der Bereich Communications, Media und Services (CMS) ihre ITK-Ausgaben steigern. Doch auch Banken und Industrieunternehmen würden hier mehr ausgeben.

Gartner führt weiter aus, dass ein Blick auf die Geschäftsergebnisse im dritten Quartal 2012 zeigt, dass 2013 ein substanzielles Wachstum möglich ist.

Voraussetzung sei allerdings, dass sowohl in den USA als auch in Europa größere finanzielle Krisen verhindert würden. Die meisten Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren gespart und müssten nun wieder in IT investieren.

Die GROUP Business Software AG verfügt über eine branchenübergreifende Produktpalette, die robust und zukunftsweisend auch in schwierigen Zeiten ein gesundes Geschäftsmodell darstellt. Darin sieht das Management der GROUP Business Software AG eine der Chancen des Unternehmens unabhängig von der Entwicklung in der Eurozone. Die Bedeutung von Software wird in den kommenden Jahren weiter ganz massiv zunehmen.

Eine Studie des Frauenhofer Instituts sagt, dass heutzutage mehr als 50% aller Industrieprodukte vom Einsatz der Informations- und Kommunikations-Technologien abhängen. Die Digitalisierung der Gesellschaft ist abhängig von den Entwicklungen der Softwarebranche.

Zusammenfassende Chancenbeurteilung

Die GROUP Business Software AG erwartet für das Jahr 2013 aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten, gerade im Euroraum, einen Gesamtumsatz von rund 11 Mio. Euro bei einem ausgeglichenen operativen Ergebnis von bis zu 0,3 Mio. Euro.

Darüber hinaus ist die weitere Vereinfachung der Konzernstruktur in 2013 vorgesehen.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir ein moderates Umsatzwachstum von 2%. Die Gesellschaft will das Jahr 2013 nutzen, um ihre Neuausrichtung fortzusetzen und die entscheidenden Maßnahmen zu treffen, um ihre Konsolidierung erfolgreich abzuschließen. Ziel ist eine weitere Gewinnsteigerung

10. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei dem Management bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, bewertung und –bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren.

Die GBS tätigt einen Teil ihres Geschäftes außerhalb der Euroländer. Es können Währungsschwankungen zu einer unvorhergesehenen Beeinflussung des Ergebnisses führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsmitteln, die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Das Währungsrisiko aus Finanzinstrumenten ist bei der GBS insbesondere für den US Dollar und das englische Pfund bedeutsam. Derzeit hat dieses Risiko noch nicht den Grad der Wesentlichkeit erreicht. Gleichwohl ist es latent vorhanden und nimmt mit zunehmender Internationalisierung der Gruppe eine immer höhere Bedeutung ein. Währungssicherungsgeschäfte wurden nicht abgeschlossen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegen Unternehmen.

Das Ausfallrisiko wird vom Management der GBS als relativ gering eingeschätzt, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist und Geschäfte nach bestem Wissen und Gewissen und unter Einbindung der uns vorliegenden Informationen nur mit solventen Kunden durchgeführt werden. In Einzelfällen können Kreditversicherungen gegen den Ausfall von Kundenforderungen abgeschlossen werden.

Für das variabel verzinsliche Bankdarlehen der Gesellschaft wurde ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen.

11. Schlusserklärung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand der Group Business Software AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 den nach § 312 AktG vorgeschriebenen Bericht an den Aufsichtsrat erstattet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen der Group Business Software AG zur GBS Enterprises Inc., Woodstock, GA, USA, und den mit ihr verbundenen Unternehmen erfasst. Der Vorstand hat folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Die GROUP Business Software AG hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

"Ich weise allerdings darauf hin, dass im Berichtsjahr infolge der vorgenommenen Werthaltigkeitsprüfungen im Verbundbereich entsprechende Verluste aus Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEuro 2.600,0, auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 3.296,5 sowie auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 2.540,7 zu verzeichnen waren."

Eisenach, 8. Mai 2013

GROUP Business Software AG, Eisenach

Jörg Ott Vorstand

Jahresabschluss

zum 31. Dezember 2012

GROUP Business Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

34

Expertise matters

Bilanz zum 31. Dezember 2012

A k t i v s e i t e P a s s i v s e i t e
EUR EUR Vorjahr
EUR
EUR EUR Vorjahr
EUR
A . Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs 0,00 352.545,71 A . Eigenkapital
B . Anlagevermögen
I. Gezeichnetes Kapital 26.983.286,00 25.232.000,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
II. Kapitalrücklage 1.350.450,30 1.349.164,30
und ähnliche Rechte und Werte 1.892.098,66 1.669.410,37
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
III. Bilanzverlust -21.968.367,46
6.365.368,84
-13.144.068,77
13.437.095,53
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.027.949,70 1.425.124,39
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.255.084,48 7.175.132,84 4.833.617,48
7.928.152,24
B . Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
1.
85.499,53 77.984,53
Andere Anlagen, Betriebs- und
II. Sachanlagen
Sonstige Rückstellungen
2.
1.454.200,00 1.539.699,53 1.297.965,18
1.375.949,71
Geschäftsausstattung 144.435,62 183.794,53
III. Finanzanlagen C. Verbindlichkeiten
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.598.458,48 1.723.458,48 Anleihen
1.
0,00 1.067.126,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.209.287,28 11.417.564,57
3. Beteiligungen 0,00 265.000,00 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2.
2.812.074,98 2.674.710,85
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 600.000,00 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.
1.304.630,72 1.030.545,06
5. Genossenschaftsanteile 900,00 900,00 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4.
5.829.974,24 3.982.816,40
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 15.682,53 9.824.328,29 15.151,53
14.022.074,58
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
5.
36.374,00 39.633,00
17.143.896,75 22.134.021,35 Sonstige Verbindlichkeiten
6.
1.004.628,56 10.987.682,50 12.165.000,12
3.370.168,81
C. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.578.844,69 3.112.101,95
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.950.158,52 1.845.714,46 E . Passive latente Steuern 667.000,00 610.000,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.877.966,19 5.112.202,52
3. Sonstige Vermögensgegenstände 376.647,56 5.204.772,27 6.998.743,79
40.826,81
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 2.500,00 9.858,75
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 80.332,46
5.287.604,73
501.163,03
7.509.765,57
D. Rechnungsabgrenzungsposten 40.094,08 93.814,68
E . Aktive latente Steuern 667.000,00 610.000,00
23.138.595,56 30.700.147,31 23.138.595,56 30.700.147,31

Bilanz

GESCHÄFTSBERICHT | 2012

Gewinn- und Verlustrechnung

GROUP Business Software AG, Eisenach

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.904.910,76 11.808.156,71
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 868.612,82 1.091.644,47
3. Sonstige betriebliche Erträge
- Erträge aus der Währungsumrechnung 306.446,06 16.884,32
- übrige 1.145.524,75 1.050.429,54
1.451.970,81 1.067.313,86
15.225.494,39 13.967.115,04
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs
stoffe und für bezogene Waren
3.877.843,95 3.437.091,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.627,28 14.986,86
3.882.471,23 3.452.078,08
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 4.878.666,59 5.215.894,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 749.150,97 804.270,39
- davon für Altersversorgung
EUR 45.835,86 (i.Vj. EUR 55.750,47) 5.627.817,56 6.020.164,81
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens
gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen
für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.828.340,81 6.335.345,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 96.208,38 204.608,87
- übrige 3.499.097,35 3.595.305,73 3.794.793,63
3.999.402,50
291.559,06 -5.839.875,41
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 204.950,75
9. Erträge aus Beteiligungen 12.500,00 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 276.386,16 280.446,77
- davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 274.332,55 (i.Vj. EUR 276.639,41)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens 402.549,76 353.795,67
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen
EUR 274.095,69 (i.Vj. EUR 84.969,95)
- Aufwendungen aus der Abzinsung
- übrige
0,00
505.294,67
2.884,00
338.031,26
505.294,67 340.915,26
-618.958,27 -209.313,41
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfts
tätigkeit -327.399,21 -6.049.188,82
14. Außerordentliche Erträge 282.641,56 0,00
15. Außerordentliche Aufwendungen 8.754.333,56 7.476.615,66
16. Außerordentliches Ergebnis -8.471.692,00 -7.476.615,66
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- tatsächliche Ertragsteuern -8.949,04 -93,84
- latente Ertragsteuern 0,00 -8.949,04 0,00
-93,84
18. Sonstige Steuern 34.156,52 3.802,00
19. Jahresfehlbetrag -8.824.298,69 -13.529.512,64
20. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -13.144.068,77 -1.534.898,99
21. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 1.920.342,86
22. Bilanzverlust -21.968.367,46 -13.144.068,77

Anhang zum 31. Dezember 2012

GROUP Business Software AG, Eisenach

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der GROUP Business Software AG, Eisenach ("Gesellschaft" oder "GBS AG"), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in EUR erstellt. Die Gewinnund Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und planmäßig wie im Vorjahr über 15 Jahre abgeschrieben. Die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts von mehr als fünf Jahren ist durch den Lebenszyklus des erworbenen Geschäftsbereichs sowie Kunden- und Mitarbeiterbindung gerechtfertigt.

Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit einer Lizenz ergibt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten d.h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauer beträgt bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i.Vj. 1,0 %) zu Forderungen Rechnung getragen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für eine sich gegebenenfalls insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 30,2 % (i.V. 30,2 %).

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Die Gesellschaft hatte in Bezug auf die Bilanzierungshilfe für Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs das Wahlrecht zur Beibehaltung und Fortführung der Posten nach den vor der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes geltenden Vorschriften ausgeübt. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der verbliebene Buchwert komplett abgeschrieben.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs

Mit der Akquisition der Urheberrechte an der PaaS (Platform-as-a-Service) Software der IT Factory A/S in Dänemark im Februar 2009 bietet GROUP über die Division GROUP Live ihren Kunden – neben ihren bisherigen Onpremise Installationen (Software befindet sich auf kundeneigener Hardware im Haus oder Rechenzentrum des Kunden) – auch Software-as-a-Service Lösungen (Software befindet sich auf firmenfremder Hardware in einem DataCenter und wird nach Bedarf gemietet) an. Im Zuge des Aufbaus dieses neuen Geschäftsbereiches wurden die bilanzierungsfähigen Aufwendungen für die Erweiterung im Geschäftsjahr 2009 aktiviert und als Bilanzierungshilfe in der Bilanz ausgewiesen. Diese betreffen insbesondere Personalaufwand, Abschreibungen, Beratungs- und Marketingaufwendungen. Die Abschreibung erfolgt über einem Zeitraum von vier Jahren. Die Gesellschaft hatte von ihrem Wahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 5 EGHGB Gebrauch gemacht und diesen Posten fortgeführt. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der verbliebene Buchwert komplett abgeschrieben, da geplant ist die Technologie zu verkaufen.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2012 Anteile von mindestens 20% an den folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil am
gezeichneten
Eigenkapital
zum
Ergebnis
des
Kapital 31.12.2012 Geschäftsjahres
in % TEuro TEuro
unmittelbare Beteiligungen
ebVOKUS Software GmbH Dresden 100,0% 435 127
GROUP Live N.V. Den Haag 100,0% -1 3.603
GROUP Business Software (UK) Ltd. Manchester 100,0% -1.011 -51
GROUP Business Software Corp. Woodstock 100,0% -9.329 -3.304
Relavis Corporation New York 100,0% -612 -8
mittelbare Beteiligungen
Permessa Waltham 100,0% -509 516

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen weist ein Betrag von TEUR 2.555 (i.Vj. TEUR 4.836) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 2.555 (i.Vj. TEUR 4.979) sonstige Vermögensgegenstände und in Höhe von TEUR 323 (i.Vj. TEUR 133) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Im Rahmen des Impairmenttests wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.541 hierauf vorgenommen.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2012 besteht das Grundkapital in Höhe von EUR 26.983.286,00 aus 26.983.286 nennbetragslosen Stückaktien (i.Vj. EUR 25.232.000,00). Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren sämtlich gleiche Rechte.

Die Veränderungen des Eigenkapitals während der Geschäftsjahre 2012 und 2011 ergeben sich im Überblick wie folgt:

Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Bilanzverlust Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2009 25.232 3.270 -1.791 26.710
Jahresüberschuss 2010 256 256
Stand 31.12.2010 25.232 3.270 -1.535 26.967
Entnahme aus der Kapitalrücklage -1.920 1.920 0
Jahresfehlbetrag 2011 -13.530 -13.530
Stand 31.12.2011 25.232 1.349 -13.144 13.437
Kapitalerhöhung 1.751 1 1.753
Jahresfehlbetrag 2012 -8.824 -8.824
Stand 31.12.2012 26.983 1.350 -21.968 6.365

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2012 besteht ein nicht ausgenutztes Genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 8.250.000,00 (zum 31. Dezember 2011 EUR 8.250.000,00).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zum 20. Juni 2013 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 10.000.000,00 durch einoder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital I 2008/2013) zu erhöhen.

Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem vom Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem anderen in § 186 Abs. 5 AktG aufgeführten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Weiter ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um gegebenenfalls Inhabern von begebenen Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Stückaktien der GROUP Business Software AG einzuräumen, wie sie ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte zustehen würden.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.

Der Vorstand wird ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

Mit Beschluss des Vorstands vom 9. Dezember 2011 sowie Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag hat der Vorstand einen Teil des genehmigten Kapitals von EUR 1.750.000,00 für eine Kapitalerhöhung mit Sacheinlagen verwendet; das Bezugsrecht der Aktionäre wurde dabei ausgeschlossen. Der Ausgabepreis betrug EUR 1,00 je Aktie.

Diese Kapitalerhöhung wurde am 27. Februar 2012 mit Eintragung ins Handelsregister wirksam.

Mit Beschluss des Vorstandes vom 04. Februar 2013 und mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 05. Februar 2013 der Vorstand einen Teil des genehmigten Kapitals von EUR 16.714 für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage verwendet; das Bezugsrecht der Aktionäre wurde dabei ausgeschlossen. Der Ausgabepreis betrug EUR 1,00 je Aktie. Die Barkapitalerhöhung wurde am 01. März 2013 im Handelsregister eingetragen.

Damit besteht nun besteht ein nicht ausgenutztes Genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 8.233.286 (zum 31. Dezember 2012 EUR 8.250.000,00).

Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2012 beträgt EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00).

Die bedingten Kapitalien waren zum 31. Dezember 2011 sämtlich ausgelaufen; die neueste Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endete am 31. Oktober 2011. Die Laufzeit und das Wandlungsrecht der einzigen noch begebenen Wandelschuldverschreibung endete am 31. Dezember 2011 (s.u.). Gewandelte zum 31. Dezember 2011 wurden 1286 Wandelschuldverschreibungen in ebenso viele Aktien. Die Eintragung der entsprechenden Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 10. Juli 2012.

Wandelschuldverschreibungen

Die im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Anleihen (TEUR 1.067) betreffen die Wandelschuldverschreibung 2006/2011, von der 533.563 Stück ausgegeben worden waren. Der Bezugspreis betrug EUR 2,00 je Stück mit einer Verzinsung von 7,0 % auf diesen Bezugspreis. Eine Wandelschuldverschreibung konnte in eine Aktie getauscht werden. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibung war bis 31. Dezember 2011; Anfang Januar 2012 wurden die Wandelschuldverschreibungen zurückgezahlt, soweit nicht von dem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht worden war (TEUR 1.065). Vom Wandlungsrecht wurde lediglich für 1.286 Aktien Gebrauch gemacht; zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 bestand kein Wandlungsrecht mehr. Die 1.286 Aktien wurden im Januar 2012 ausgegeben; damit war das Grundkapital um EUR 1.286,00 erhöht.

Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge

Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:

Ausschüttungssperre 31.12.2012 31.12.2011
TEuro TEuro
Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller 1.892 1.669
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§ 268 Abs. 8 HGB)
Beträge aus der Aktivierung von Aufwendungen für die Erweiterung 0 353
des Geschäftsbetriebes (Artikel 67 Abs. 5 EGHGB)
1.892 2.022

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrundegelegt:

31.12.2012 31.12.2011
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 5,04% 5,14%
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00% 0,00%
Erwartete Rentensteigerungen 1,00% 1,00%
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2005 G Heubeck 2005 G

Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2012 31.12.2011
TEuro TEuro
Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 200 188
Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert -115 -110
Bilanzausweis Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 86 78

Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:

Aufwendungen und Erträge 31.12.2012 31.12.2011
TEuro TEuro
Erträge 5 4
Aufwendungen -12 -7
Ausweis in der GuV (unter Zinsen und ähnlich Aufwendungen) -7 -3

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde mit dem Aktivwert bewertet, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet ist.

Sonstige Rückstellungen

2012 2011
TEuro TEuro
sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang
Ausstehende Eingangsrechnungen 539 531
Provisionen 489 335
Urlaubsverpflichtungen 189 218
1.216 1.084
sonstige Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 238 214
1.454 1.298

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 5.830 (i.Vj. TEUR 3.983) sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von TEUR 36 (i.Vj. TEUR 40) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Verbindlichkeiten Gesamt- Laufzeit Laufzeit davon durch Art- und Form
31.12.2012 Betrag bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Pfandrechte und der Sicherheit
ähnliche Rechte
gesichert
TEuro TEuro TEuro TEuro
I. Anleihen 0 0 -
VJ. 1.067 1.067 -
Globalzession der For
II. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
2.812 2.812 derungen aus Lieferung
und Leistung
VJ. 2.675 2.675
III. Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen
1.305 1.305 Übliche Eigentums
vorbehalte
VJ. 1.031 1.031 -
IV. Verbindlichkeiten ggü. verb.
Unternehmen 5.830 141 5.689 -
VJ. 3.983 80 3.903 -
V.
Verbindlichkeiten ggü. bet.
Unternehmen 36 36 -
VJ. 40 40 -
VI. Sonstige Verbindlichkeiten
VJ.
1.005
3.370
1.005
3.370
0
0
-
-
- davon aus Steuern -365 -365
VJ. -435 -435
- davon im Rahmen der sozialen
Sicherheit
-3 -3
VJ. -42 -42
10.988 2.487 5.689 2.812
VJ. 12.165 5.588 3.903 2.675

Die Verbindlichlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen einen Rahmenkredit bei der Baden-Württembergischen Bank, Stuttgart, in Höhe von TEUR 3.000 und ist bis zum 30. Juni 2014 befristet.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Bei den Aufwendungen für die Erweiterung es Geschäftsbetriebes sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 176 TEUR enthalten, die unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen (i.Vj. TEUR 0).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten in diesem Geschäftsjahr keine außerplanmäßige Abschreibungen (i.Vj. TEUR 4.302). Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 141 (i.Vj. TEUR 1.640) sind unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten ebenfalls keine außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen nach § 253 Abs. 3 HGB (i.Vj. TEUR 350). Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 5.897 (i.Vj. TEUR 5.837) sind unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Periodenfremde Erträge / Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 170 (i.Vj. TEUR 183) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 139; i.Vj. TEUR 176), sowie aus kleineren periodenfremden Erträgen (TEUR 31; i.Vj. TEUR 7). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 (i.Vj. TEUR 22); sie betreffen diverse Aufwendungen für Vorjahre.

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Aufwendungen TEUR 8.754 (i.Vj. TEUR 7.477) betreffen außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, auf Ausleihungen und Forderungen an verbundene Unternehmen sowie auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die außerordentlichen Erträge TEUR 283 (i.Vj. TEUR 0) resultieren aus der Wertaufholung der Forderung aus dem Sachverhalt der Insolvenz der CEYONIQ AG.

Ertragssteuerbelastung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und des außerordentlichen Ergebnisses

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in voller Höhe des Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 2.142 (i.Vj. TEUR 2.317); davon entfielen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 869 (i.Vj. TEUR 1.092).

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 914 (i.Vj. TEUR 989).

Derivative Finanzinstrumente

Am 31. Dezember 2012 besteht ein zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument der Art Zinsbegrenzungsgeschäft in Form einer Höchstsatzvereinbarung ("Cap") mit einem Nominalvolumen von TEUR 1.500 und einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 4. Der beizulegende Zeitwert wurde mit der Barwert-Bewertungsmethode unter Verwendung der entsprechenden Marktdaten am Bewertungsstichtag und anzuwendenden Parameter (Zinssätze, Capvolatilitäten) ermittelt. Die bezahlte Prämie für das derivative Finanzinstrument ist zum 31. Dezember 2012 mit einem Buchwert von TEUR 12 (i.Vj. TEUR 18) unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Angaben zu den für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden im Abhängigkeitsbericht erörtert.

Die Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2012 auf die ihr vertragsgemäß zustehenden Zinsen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 0,9 Mio. (i.Vj. 0,6 Mio.) verzichtet (Zinsverzicht mit Besserungsabrede).

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Der GROUP Business Software AG wurde am 13. Januar 2011 durch die GBS Enterprises Incorporated, USA, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Die GBS Enterprises Inc. mit Sitz in 302 North Brooke Drive, Canton, GA 30014, USA hat weitere 21,9 % der Aktienanteile der GROUP Business Software AG übernommen.

Zusammen mit den bereits im November des vergangenen Jahres übernommenen 28,2 % hält die GBS Enterprises Inc. als Großaktionär der GROUP Business Software AG damit ca. 50,1 % der Stimmrechtsanteile".

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Herr Jörg Ott, Vorstandsvorsitzender, Alleinvorstand

Aufsichtsrat

Herr Johann Praschinger, Vorsitzender, Rechtsanwalt, Head of Payment Solutions Wincor Nixdorf International GmbH, Paderborn

Herr Dr. jur. Stefan Berz, stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v. Gronau Berz (GbR), Grünwald b. München

Herr Arnold Malsch, selbständiger Steuerberater.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 betrugen TEUR 25 (i.Vj. TEUR 26).

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Durchschnitt 77 (i.Vj. 81) Angestellte beschäftigt.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die GROUP Business Software AG, Eisenach, ist nach § 293 HGB von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Eisenach, 8.Mai 2013

GROUP Business Software AG, Eisenach

Der Vorstand

Jörg Ott

Vorstand

GROUP Business Software AG, Eisenach

Entwicklung des Anlagevermögens und der Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand
1.1.2012
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand
31.12.2012
EUR EUR EUR EUR EUR
A
. Aufwendungen für die Erweiterung
des Geschäftsbetriebs
705.091,31 0,00 0,00 0,00 705.091,31
B
. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
1.816.974,34 881.789,45 0,00 0,00 2.698.763,79
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte so
wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
13.200.998,28 81.566,00 0,00 0,00 13.282.564,28
3. Geschäfts- oder Firmenwert 8.974.855,44 0,00 0,00 0,00 8.974.855,44
23.992.828,06 963.355,45 0,00 0,00 24.956.183,51
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.451.602,77 38.150,00 0,00 16.526,40 2.473.226,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.970.071,38 2.500.000,00 0,00 25.000,00 10.445.071,38
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.162.640,33 2.690.846,36 0,00 2.602.588,25 12.250.898,44
3. Beteiligungen 265.000,00 0,00 0,00 265.000,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 600.000,00 0,00 0,00 600.000,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 900,00 0,00 0,00 0,00 900,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 15.151,53 531,00 0,00 0,00 15.682,53
21.013.763,24 5.191.377,36 0,00 3.492.588,25 22.712.552,35
47.458.194,07 6.192.882,81 0,00 3.509.114,65 50.141.962,23
48.163.285,38 6.192.882,81 0,00 3.509.114,65 50.847.053,54

GROUP Business Software AG, Eisenach

Entwicklung des Anlagevermögens und der Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs

Abschreibungen
Stand Abschreibungen Abgänge Stand
1.1.2012 des Geschäftsjahres 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
A . Aufwendungen für die Erweiterung
des Geschäftsbetriebs 352.545,60 352.545,71 0,00 705.091,31
B . Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
147.563,97 659.101,16 0,00 806.665,13
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte so
wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
11.775.873,89 478.740,69 0,00 12.254.614,58
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.141.237,96 578.533,00 0,00 4.719.770,96
16.064.675,82 1.716.374,85 0,00 17.781.050,67
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.267.808,24 76.532,91 15.550,40 2.328.790,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.246.612,90 2.600.000,00 0,00 8.846.612,90
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 745.075,76 3.296.535,40 0,00 4.041.611,16
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.991.688,66 5.896.535,40 0,00 12.888.224,06
25.324.172,72 7.689.443,16 15.550,40 32.998.065,48
25.676.718,32 8.041.988,87 15.550,40 33.703.156,79

GROUP Business Software AG, Eisenach

Entwicklung des Anlagevermögens und der Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs

Buchwerte
Stand Stand
31.12.2011
31.12.2012
EUR EUR
A. Aufwendungen für die Erweiterung
des Geschäftsbetriebs 0,00 352.545,71
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
1.892.098,66 1.669.410,37
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte so
wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.027.949,70 1.425.124,39
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.255.084,48 4.833.617,48
7.175.132,84 7.928.152,24
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
144.435,62 183.794,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.598.458,48 1.723.458,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.209.287,28 11.417.564,57
3. Beteiligungen 0,00 265.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 600.000,00
5. Genossenschaftsanteile 900,00 900,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 15.682,53 15.151,53
9.824.328,29 14.022.074,58
17.143.896,75 22.134.021,35
17.143.896,75 22.486.567,06

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GROUP Business Software AG, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss GROUP Business Software AG, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ohne diese Beurteilung einzuschränken weise ich darauf hin, dass der weitere Fortbestand der Gesellschaft in hohem Maße von der unveränderten Längerfristigkeit der Kapitalüberlassung sowie der Verbesserung der Ertrags- und Liquiditätslage abhängig ist.

Dresden, 10. Mai 2013

Dr. Winfried Heide

Wirtschaftsprüfer

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Herausgeber

GROUP Business Software AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach

Zukunftsorientierte Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nachzuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen. Für Druckfehler und sonstige offensichtliche Unrichtigkeiten wird nicht Gewähr geleistet.

Kontakt

GROUP Business Software AG

MesseTurm 60308 Frankfurt am Main Tel. +49 69 789 88 19 -0 Fax +49 69 789 88 19 -99 www.gbs.com [email protected]