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GBS Software AG — Annual Report 2010
Sep 22, 2011
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Annual Report
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GESCHÄFTS BERICHT 2010
GROUP Business Software AG
(Konzern)
Geschäftsbericht des Geschäftsjahres 2010 (zum 31.12.2010) GROUP Business Software AG Konzern gemäß IFRS
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Vorwort des Vorstands
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionäre,
sehr geehrte Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter,
die Welt der Softwareindustrie befindet sich im größten Umbruch seit ihrem Bestehen und unsere Gesellschaft befindet sich mittendrin.
Internet, Cloud Computing, Smartphones und Tablets verändern die Erwartung der Nutzer an die Verfügbarkeit und den Zugriff auf Informationen und bestimmen damit die Art und Weise wie wir diese Informationen anbieten und verarbeiten. Der Einfluss auf die Softwarebranche ist vergleichbar mit dem des Düsentriebwerks auf den Propeller in der Flugzeugindustrie. Einfacher, schneller, effizienter sind die Schlagworte für Unternehmen in der IT Anwendungs- und IT Dienstleistungsindustrie.
Ein wesentlicherer Aspekt unserer Strategie sind zukunftsweisende neue Technologien. Hierzu gehören die richtungsweisenden Innovationen GROUPLive, eine Basistechnologie zur Nutzung von Softwarediensten über das Internet (Cloud Computing) und GBS Transformer, ebenfalls eine Basistechnologie, die die Bereitstellung von Unternehmensanwendungen als Service (Software-as-a-Service) oder den Zugriff auf Unternehmensdaten vom Mobilgeräten ermöglicht (Mobile Computing). In wesentlichen Trendkategorien weist GBS damit wichtige Innovationen vor. Insbesondere GBS Transformer ist ein gutes Beispiel dafür, wie schnell wir Neuentwicklungen auf den Markt bringen.
Unsere Cloud Technologie sowie unsere Entwicklungen im Bereich der Applikationstransformation ebnen Kunden mit Lotusumgebungen den Weg in die Zukunft: Mit dem Service-Angebot aus unserem Cloud-Portfolio lassen sich IBM Lotus Domino-Applikationen weitgehend automatisiert modernisieren und in web- sowie cloud-fähige -Anwendungen umwandeln. Erhebliche Kosteneinsparungen für Unternehmen im Vergleich zu manuellen Verfahren sind die Folge. Domino-Anwendungen erhalten ein einheitliches Erscheinungsbild und können zukünftig nicht nur im Notes-Client, sondern auch Web-Browser und der Cloud genutzt werden.
Für die Weichenstellung und Realisierung dieses ambitionierten Vorhabens trennten wir uns von einem lange Jahre zum Portfolio gehörenden Unternehmensteil, der GEDYS IntraWare GmbH. Die Erträge aus dem Verkauf haben wir auch für wichtige Neu-Akquisitionen, die wesentliche Bausteine unserer Unternehmensstrategie darstellen, verwendet: die Permessa aus Boston/USA, die Salesplace aus Toronto/Kanada und schließlich die FastWorks aus Manchester/England. Die Expansion trug den kommenden Bedürfnissen Rechnung: hochkarätige Programmierer und Servicemitarbeiter verstärken seitdem das bestehende GBS Team, um künftige Lösungsangebote der GROUP Business Software AG zu realisieren und unseren Kunden durch Zukunftstechnologie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
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Vorwort des Vorstands
Aber nicht nur eine Innovationsoffensive war die Folge unserer Neuerwerbungen. Die erfreuliche Umsatzentwicklung des derart veränderten Konzerns ermöglichte, trotz der Veräußerung der GEDYS IntraWare, wie bereits in den Vorjahren einen Jahresgesamtumsatz von mehr als 20 Mio.
Es war möglich, unsere Pläne umzusetzen und annähernd 3 Mio. Euro in die Cloud und Transformer Technologien zu investieren. Obwohl wir noch nie zuvor in unserer Firmenhistorie eine solche Summe in unser Unternehmensportfolio investiert haben, erwirtschafteten wir einen Jahresüberschuss von ca. 0,3 Mio. Euro.
Im November 2010 haben wesentliche Aktionäre unserer Gesellschaft ihre Aktien gebündelt und damit die Grundlage geschaffen, unsere Gesellschaft mit den notwendigen Ressourcen auszustatten, um sich dem Markt und dieser Entwicklung zu stellen. Die Aussichten des letzten Geschäftsjahres führten dazu, dass wir Investoren in den Vereinigten Staaten für die GROUP Business Software AG interessierten konnten. Diese schlossen sich in der Folgezeit den bisherigen Groß-Anteilseignern an, die bereits zuvor die US-Gesellschaft GBS Enterprises (GBSX) gegründet hatten. Mittlerweile besitzt die GBSX mehr als 50% der Anteile der GROUP Business Software AG. Damit haben wir einen starken Aktionär als Partner, der die Entwicklung unserer Gesellschaft in der Zukunft begleiten und fördern will.
Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Einsatz diesseits und jenseits des Ozeans diese erfreuliche Aussicht möglich gemacht haben. Unser Dank gilt darüber hinaus in Hohem Maße auch Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, dass sie uns als Vorstand durch Ihr Vertrauen den Rücken gestärkt haben.
In den kommenden Monaten werden wir alle gemeinsam erleben, dass der zukunftsweisende Weg, für den wir zwei investive und ereignisreiche Jahre durchlebt haben, zur Verwirklichung unserer Vision führen wird: "Shaping the Lotus World. Together."
Eisenach im Mai 2011
Der Vorstand
Jörg Ott Markus Ernst
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Bericht des Aufsichtsrates
über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend unterstützt, die Geschäftsführung regelmäßig überwacht und war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte des Vorstands in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet. Die Überwachung der Geschäftsführung erfolgte durch Einsichtnahme in die wesentlichen Geschäftsunterlagen, die dem Aufsichtsrat jeweils rechtzeitig vor den Sitzungen übersandt wurden. Die jeweils aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen wurden dem Aufsichtsrat regelmäßig umgehend nach deren Erstellung zur Verfügung gestellt. Die Aktualität der Unterlagen und deren Korrektheit wurden durch den Aufsichtsrat durch persönliche Einsichtnahme in die Planungs- und Buchführungsunterlagen der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Die Einsichtnahme erfolgte auch während den Sitzungen, da die Unterlagen aufgrund der elektronischen Datenerfassung und Buchführung der Gesellschaft jederzeit auch ortsunabhängig eingesehen werden können. Dem Aufsichtsrat wurden sämtliche wesentlichen Unterlagen, insbesondere Quartalsauswertungen, der Halbjahresbericht und der 9-Monatsbericht zur eigenständigen Prüfung überlassen.
Der Aufsichtsrat hat seine Prüfungsaufgabe neben der Prüfung der Geschäftsunterlagen auch durch intensive Diskussionen mit dem bestellten Wirtschaftsprüfer, über dessen Meinung und Ansichten zum Status der Gesellschaft sowie zur aktuellen Darstellung der Situation und die aus eigenständigen Prüfungen resultierenden Fragen, wahrgenommen. Dabei umfassten die Diskussionen auch Fragen zur Auslegung der jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften, der Qualität und Vollständigkeit der Buchhaltung, der Anwendung des internen Kontroll- sowie des Risikomanagementsystems der Gesellschaft.
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während und außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig ausführlich durch schriftliche sowie auch mündliche Berichte, Bezug nehmend auf die Gesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften informiert. Im Rahmen dieser Informationen wurden alle Fragestellungen des Aufsichtsrates zur Unternehmensplanung, Finanz- und Investitionsplanung sowie Personalentwicklung, zur Geschäftspolitik, Rentabilität und dem Geschäftsverlauf, der Lage und der strategischen Entwicklung sowie allen Vorgängen von erheblicher Bedeutung umfassend beantwortet. Schwerpunkte lagen im Bereich der strategischen Entwicklung und Konsolidierung der Gesellschaft und des Konzerns aber auch der Konzern und der Jahresabschluss, der Halbjahres- sowie der 9- Monatsbericht. Sofern sich berichtswürdige Ereignisse außerhalb des Informationszeitraums ereignet haben, wurde der Aufsichtsrat umgehend durch den Vorstand informiert.
In den sieben Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres 2010 wurden alle Informationen und Berichte ausführlich erörtert und diskutiert. Es wurde gemeinsam mit dem Vorstand eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten. Zur Bewertung der vom Vor-
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stand vorgetragenen Strategie der Geschäftsplanung und der Geschäftspolitik hat der Aufsichtsrat aktuelle Marktstudien herangezogen, anhand derer überprüft werden konnte, dass die vom Vorstand vorgeschlagene Strategie plausibel ist und der richtige Weg eingeschlagen wurde. Über die Entwicklung der Bilanzpositionen und der Ergebnisse wurde der Aufsichtsrat umfassend in Kenntnis gesetzt. Die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden strategischen Chancen und Risiken der weiteren Unternehmensorientierung sowie über das Risikomanagement hat der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand diskutiert und die entsprechenden Maßnahmen und Entscheidungen mit begleitet.
Auch zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat über Themen, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder dringend waren, umfassend informiert und hat, sofern dies erforderlich war, darüber im schriftlichen Verfahren beschlossen.
Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und wurde über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.
Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrates
Regelmäßiger Bestandteil der Beratungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und die Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und seiner Beteiligungen, sowie die Finanzlage. Beraten wurden darüber hinaus strategische Konsolidierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Konzerns.
Der Aufsichtsrat besprach in den Sitzungen des Weiteren strukturelle und organisatorische Fragestellungen, insbesondere in Bezug auf mögliche Zukäufe, Verkäufe und Restrukturierungen im Konzern.
Weitere Schwerpunktthemen waren unter anderen die Corporate Governance, das interne Kontroll- und des Risikomanagementsystem, die Vorschriften zum Insiderrecht, weitere rechtliche Verpflichtungen für deutsche börsennotierte Aktiengesellschaften sowie sich ergebenden Änderungen dieser Verpflichtungen durch den zum Jahreswechsel 2010/2011 beabsichtigten Wechsel in den Entry-Standard.
In Abwesenheit des Vorstands befasste sich der Aufsichtsrat mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Hierbei lag der Schwerpunkt insbesondere auf die Prüfung der Organisation des Aufsichtsrats und dem Informationsfluss zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.
In der Sitzung vom 10. Februar 2010 wurde der Stand der Vertragsverhandlungen zum beabsichtigten Verkauf der Gedys IntraWare GmbH erörtert. Hierbei wurden insbesondere die Struktur und die Inhalte der Vertragsentwürfe diskutiert.
In den Sitzungen vom 23. März, dem 15. April und dem 26. April 2010 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 befasst. Die Billigung des Jahresabschlusses 2009 durch den Aufsichtsrat erfolgt in der Sitzung vom 26. April 2010. Darüber hinaus wur-
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den in der Sitzung vom 15. April 2010 die Themenkomplexe des Börsensegmentwechsels und der zukünftigen Unternehmensstruktur beraten.
In der Sitzung vom 31. Mai 2010 wurde insbesondere die Erweiterung der Gesellschaft durch Zukauf von Vermögensgegenständen der FastWorks Ltd., UK und durch Erwerb von Geschäftsanteilen an der Permessa Corp. erörtert. Weitere Themen an diesem Tag waren die Produktentwicklung und die aktuelle Produktentwicklung.
Auch die Sitzung vom 09. August 2010 befasste sich mit der Ausgestaltung der Akquisition der Permessa Corp.
Auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 27. August 2010 stand neben den Berichten zu den Status der beabsichtigten Akquisitionen vor allem im Anschluss an die Neuwahl des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung vom gleichen Tag die Wahl des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des stellvertretenden Aufsichtsrats.
Ausschüsse/Beirat
Im Berichtszeitraum wurden keine Ausschüsse gebildet; ein Beirat besteht nicht.
Sitzungen und Teilnahme
Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2010 in 7 regelmäßigen Sitzungen. Berichtspflichtige Vorgänge in Bezug auf die Häufigkeit der Sitzungsteilnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrats liegen nicht vor.
Corporate Governance und Entsprechenserklärung
Die GROUP Business Software AG orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist für die Organe der Gesellschaft selbstverständlich. Im Dezember 2002 erfolgte die erste Entsprechenserklärung; weitere folgten am 17. März 2003, am 3. Mai 2004, am 07. Juni 2005, am 04. Juli 2006, am 23. April 2007, am 17. April 2008, am 20.04.2009 sowie am 19. April 2010.
Für das Jahr 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen von der Erstellung der Entsprechenserklärung, dessen Abgabe im Entry Standard nicht vorgeschrieben ist, abzusehen.
Veränderungen im Aufsichtsrat
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 gehörten dem Aufsichtsrat die Mitglieder Praschinger, Malsch und Dr. Berz an. Mit Ablauf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 endete die Amtszeit aller Mitglieder des Aufsichtsrats. Alle drei Personen wurden durch die Hauptversammlung der Gesellschaft erneut in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt.
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Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2010
Der vom Vorstand nach HGB aufgestellte Jahresabschluss der AG zum 31. Dezember 2010, der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 nach den Richtlinien der IFRS und die Lageberichte des Konzerns und der AG für das Geschäftsjahr 2010 sowie die Prüfungsberichte der mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2010 zum Abschlussprüfer der Gesellschaft bestimmten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stüttgen&Haeb AG, Ratinger Straße 25, 40213 Düsseldorf lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Sie wurden vom Aufsichtsrat in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt.
Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der GROUP Business Software AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Abschlussprüfer ging ferner auf Umfang, Schwerpunkte sowie Kosten der Abschlussprüfung ein.
Der Wirtschaftsprüfer hat den Jahresabschluss der GROUP Business Software AG, den Konzernabschluss und den Lagebericht für die Muttergesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2010 unter Einbeziehung der Buchführung entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Aktiengesetz den Jahresabschluss von Muttergesellschaft und Konzern, die Lageberichte der GROUP Business Software AG und des Konzerns sowie den Risikobericht geprüft und den Jahresabschluss der Muttergesellschaft und den Konzernabschluss am 15.06.2011 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern für die im Berichtszeitraum geleistete Arbeit seinen Dank aus und wünscht allen Beteiligten viel Erfolg für die Geschäftsaktivitäten im aktuellen Geschäftsjahr.
Eisenach/Karlsruhe, 15. Juni 2011
Der Aufsichtsrat
Johann Praschinger
Vorsitzender
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Lagebericht des Geschäftsjahres 2010 (zum 31.12.2010) GROUP Business Software AG Konzern gemäß IFRS
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1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Aufgrund des im Berichtsjahr erfolgten Segmentwechsels wird die GROUP Business Software AG nach § 267 Abs. 2 HGB nicht mehr als Große Kapitalgesellschaft eingestuft, sondern als eine Mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die GROUP Business Software AG gilt im Sinne des § 2 V WpHG nicht mehr als kapitalmarktorientiertes Unternehmen. Gemäß Schreiben vom 27. Dezember 2010 erfolgte die Handelsaufnahme im Entry Standard am 29. Dezember 2010. Die Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0005104509) werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Markt im Segment Entry Standard sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart gehandelt.
Der Einzelabschluss der GROUP Business Software AG erfolgt nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes. Im Geschäftsjahr 2009 wurde der Lagebericht letztmalig in Form eines zusammengefassten Lageberichtes für den Einzel- und den Konzernabschluss der Gesellschaft aufgestellt. Damit sich die Inhalte des Lageberichtes deutlicher in Komponenten des Einzelabschlusses und des Konzernabschlusses unterscheiden, werden ab dem Geschäftsjahr 2010 jeweils separate Lageberichte sowohl für den Einzel- als auch den Konzernabschluss aufgestellt.
Der Konzernabschluss der GROUP Business Software AG wird in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) – den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften, aufgestellt. Hierbei wurden die zum 31. Dezember 2010 anzuwendenden IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Intepretations Committee (IFRIC – vormals SIC) beachtet. Die GROUP Business Software AG ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Eisenach. Sie ist Konzernobergesellschaft eines weltweit agierenden Technologie- und Software Unternehmens.
1.1 Konzern- und Organisationsstruktur
1.1.1 Organisation und Kontrolle
Die GROUP Business Software AG ist Konzernobergesellschaft des GBS Konzerns. Die Aktien der Gesellschaft werden an der Börse in Frankfurt (Main) im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Entry Standard gehandelt. Wesentliche der Gesellschaft bekannte Aktionärin ist seit dem 05. November 2010 mit rund 28,2% und seit dem 13. Januar 2011 mit rund 50,1% die GBS Enterprises Incorporation, USA. Die Zusammensetzung des Grundkapitals, das Genehmigte und das Bedingte Kapital, sind im Anhang erläutert.
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Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat folgen den gesetzlichen Bestimmungen. Sie orientieren sich am langfristigen Erfolg des GBS-Konzerns. Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zwei Vorstandsbereiche vor. In den zentralen Führungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO) fallen mit dem Ressort "Strategie" die Bereiche "Unternehmensentwicklung" und "Mergers and Acquisitions" mit dem Ressort "Innovation" die Bereiche "GROUP Live" und "Investor Relations". Die Leitung des Bereiches "Marketing, Kommunikation und strategische Produktentwicklung" (CMO/CTO) berichtet wie das für die Operativen Aufgaben in Nordamerika (COO NA) zuständige Management an den Vorstandsvorsitzenden.
Der Vorstandsbereich "Operations" umfasst für die Region Europa (COO EU) das Ressort "Experts", sich zusammensetzend aus Consulting, Hosting, Administration, das Ressort "Apps" (Applikationen oder Applications), sich zusammensetzend aus E-Mail, Instant Messaging (IM), Customer Relationship Management (CRM), Compliance und Transformer sowie die Ressorts "Recht" und "IT Infrastruktur".
Die Leitung des Bereiches Finanzen und Administration (CFO) berichtet an den Vorstand "Operations".
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Seit dem Geschäftsjahr 2007 besteht eine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat.
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG. Satzungsänderungen richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat gemäß § 14 der Satzung auch befugt ist, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung zu ändern, soweit diese nur deren Fassung betreffen. Gemäß § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat darüber hinaus ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital zu ändern.
1.1.2 Märkte und Geschäftstätigkeit
GBS ist der führende Anbieter von IBM Lotus-basierten Lösungen und Dienstleistungen in den Bereichen Cloud Computing, E-Mail-Management und -Archivierung, IM Management, CRM, Banking und Risk & Compliance.
Im Wesentlichen wird die Software des Unternehmens in Großunternehmen und im Mittelstand eingesetzt. Kernmärkte für die Produkte der Gesellschaft sind Nord-Amerika, Europa, während sich die Wachstumsmärkte verstärkt auf Asien und Ost-Europa konzentrieren.
Der GBS Konzern ist mit Standorten in Deutschland, England, Dänemark, Niederlande, Bulgarien, USA und Kanada vertreten. Er vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen sowohl direkt, als auch über Vertriebs- und Integrationspartner weltweit. Sowohl regional, als auch überregional, sichert die Gesell-
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schaft ihren Kunden eine sehr hohe Produkt-, Dienstleistungs- und Servicequalität zu. Über 5 Mio. Nutzer setzen aktiv auf die Leistungsfähigkeit von GBS Produkten. Zu den Kunden von GBS zählen neben mehr als drei Viertel der Sparkassen und Volksbanken in Deutschland weltweit namhafte Unternehmen, wie die Deutsche Bank, Ernst & Young, Honda, Heineken, Allianz und Miele.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Geschäftsbereiche des Jahres 2009 zusammengefasst und die internen Berichtswege und Berichtsinstrumente dergestalt angepasst.
Aus den vormals vorhandenen Geschäftsbereichen CRM, E-Mail, GROUP Live und Experts wurden die Bereiche CRM und E-Mail zusammengefasst und um die neu erworbenen Konzerngeschäfte ergänzt. Damit ergaben sich 2010 drei Geschäftsbereiche (Segmente) wie folgt:
GBS Apps (Applikationen)
E-Mail, Compliance, CRM, Instant Messaging
GBS Experts (Services)
Evolution (Transformer), Consulting, Administration, Hosting, Entwicklung
GBS Live (GROUP Live/Cloud)
Domino Cloud, Public Cloud, Corporate Cloud, Hybrid Cloud
GBS Apps (Applikationen)
E-Mail, IM, Compliance, CRM
Eine gut funktionierende Unternehmenskommunikation muss als Gesamtheit aller Kommunikationsinstrumente und –maßnahmen eines Unternehmens angesehen werden, die dann so eingesetzt wird, dass sie das Unternehmen und seine Leistungen bei allen relevanten Zielgruppen – sei es unternehmensintern oder extern (so z.B. bei Kunden) – darzustellen. Die wichtigsten Komponenten kann GBS erfolgreich anbieten: E-Mail Lösungen, Archivierung, Compliance oder auch Instant Messaging.
E-Mail wird auf lange Sicht unersetzbar sein, auch wenn sich Instant Messaging weiter etabliert. Viele Unternehmen – auch GBS – setzen neben der E-Mail auch Instant Messaging ein, vor allen Dingen für weniger wichtige und nicht unbedingt aufbewahrungspflichtige Inhalte. Statt zum Telefonhörer zu greifen, kann man wesentlich zeitsparender eine kurze Message absetzen und bekommt sofort eine Antwort vom virtuellen Gegenüber. Sobald man den Inhalt dokumentieren möchte bzw. einen unternehmensexternen Empfänger hat, wird man zur E-Mail greifen.
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Im Geschäftsbereich GBS Apps entwickelt, vertreibt und installiert die GROUP Business Software modernste E-Mail Management Systeme, fokussiert auf internationale Großunternehmen und Kunden des Mittelstandes. Über E-Mail werden binnen Minuten weltweit alle Arten von Informationen verteilt - intern und extern. Kein anderes Medium ist ähnlich schnell und wirtschaftlich. Doch die Verwendung von E-Mail im Geschäftsprozess setzt Unternehmen neuen Formen von Risiken aus. Deshalb ist es wichtig, die Aspekte einer sicheren und rechtskonformen Verwendung des Mediums E-Mail zu beachten. Zusätzlich ist die prozessorientierte Steuerung der E-Mail-Kommunikation ein wesentlicher Faktor zur Steigerung der Effizienz und Produktivität.
Integration ist das Schlüsselwort zu mehr Sicherheit und Produktivität im E-Mail Geschäftsprozess. Deshalb bietet GBS ein umfassendes Lösungspaket zum E-Mail-Management, das alle notwendigen Bausteine auf dem Weg zur E-Mail-Compliance beinhaltet. Beginnend beim Viren- und Spamschutz, über Verschlüsselung und Haftungsausschluss bis hin zu rechtssicheren Archivierung deckt GBS alle Aspekte eines durchgängigen E-Mail-Managements ab. Das heißt für unsere Kunden: Ein zentraler E-Mail-Geschäftsprozess, der den gesetzlichen und betrieblichen Anforderungen genügt. Heute und in Zukunft!
Instant Messaging ist heute aus vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Grund genug, die Steuerung von Instant Messages und damit den Schutz vertraulicher Daten im Unternehmen zu integrieren. Genau hier setzt GBS IM Control an. Die Lösung von GBS ist die leistungsfähige, zentrale und skalierbare Plattform für IBM Lotus Sametime, welche führende Archivierungslösungen von Dritt-Anbietern unterstützt.
IM Control ermöglicht die unternehmensweite Überwachung von Instant Messaging Chats und eMeeting-Räumen und sorgt für eine durchgängige Umsetzung von Sicherheitsmechanismen. Unauthorisierte Nutzer haben damit zukünftig keine Gelegenheit, diese Mechanismen zu umgehen.
CRM, ist die Strategie zur Verwaltung und Pflege der Kundenbeziehungen zu bestehenden und potentiellen Kunden. Ziel dabei ist es, neue Kunden zu finden, zu gewinnen und gleichzeitig sicherzustellen, dass bestehende Beziehungen weiterhin gepflegt und aufrechterhalten werden. Punktgenaue und sofortige Informationsbereitstellung steht dabei im Vordergrund.
Nach dem Verkauf des Unternehmensbereichs GEDYS CRM wurde eingehend an einer neuen und zukunftsweisenden CRM Lösung gearbeitet. Durch die von GBS entwickelten Cloud Lösungsangebote konnte nunmehr eine CRM Lösung fertiggestellt werden, die den Anforderungen von heute entspricht: Einfach zu handhaben und leicht zu bedienen, schnell einsetzbar, nicht orts- bzw. arbeitsplatzgebunden, und kostensparend. Das neue GBS CRM (Salesplace) soll webbasiert das Angebot der GROUP Business Software vervollständigen und eine Möglichkeit sein, mit der Cloud Kundenbeziehungen zu managen. GBS stellt in seiner CRM-Lösung sämtliche Informationen zur Verfügung, die Unternehmen benötigen, um die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.
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Die Kunden sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens, dem ein besonderes Augenmerk zu widmen ist. GBS CRM (Salesplace) unterstützt Unternehmen bei der Definition und Umsetzung der erfolgversprechendsten Vorgehensweise durch hochqualifizierte Unterstützung und Beratung.
Governance Risiko und Compliance sind Schlagworte die aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken sind. Organisationen müssen heute eine ständig wachsende Zahl von gesetzlichen Regularien und Anforderungen für das Berichtswesen einhalten. Allzu oft werden ihre Anstrengungen, die Compliance-Risiken zu erkennen und wirkungsvoll zu verhindern, durch überschneidende gesetzliche Vorschriften, Branchenstandards oder sogar durch eigene Unternehmensrichtlinien erschwert.
Die GBS GRC (Governance Risk and Compliance) Management Suite ist die effektive Lösung zur Definition und Implementierung von Richtlinien zur Durchführung von Audits und Prüfungen, zur Minimierung des Risikos von Produkt- und Anlagenausfällen, zur Vermeidung von Geld- und Vertragsstrafen, zur Vermeidung von Risiken durch fahrlässiges Verhalten von Führungskräften sowie zur Senkung der Gesamtkosten.
GBS Experts (Services)
Evolution (Transformer), Consulting, Administration, Hosting, Entwicklung
Mit der Akquisition der Vermögenswerte (Assets) der Lotus 911, Atlanta, USA, im Jahr 2009 wurde die Basis für professionellen weltweiten Lotus Service gelegt. Die breite Expertise der Mitarbeiter hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Träger der GBS Lotus-Strategie entwickelt und ist die Grundlage für individuelle Softwareentwicklung und weitreichende Beratungsleistungen.
GBS Evolution Transformer ist eine der ersten Lösungen, die diesem Bereich zu verdanken ist. Der innovative Charakter, dieser auf die automatisierte Modernisierung von Domino-Applikationen ausgerichteten Lösung, hat für positive Resonanz am Markt gesorgt. Eine Ausweitung des Produktportfolios in diesem Bereich ist daher ein wichtiger Punkt in der weiteren Entwicklung.
Durch die automatisierte Modernisierung bestehender Domino-Applikation in web- und cloud-fähige Lösungen erschließen sich für Kunden neue Einsatzmöglichkeiten. Zusätzlich resultieren erhebliche Einsparpotentiale gegenüber manuellen Verfahren. Mit mehr als 10 Millionen Applikationen auf dieser Plattform besteht ein erhebliches Marktvolumen, das sich mit herkömmlichen Methoden nicht erschließen lässt. Genau an dieser Stelle spielt der GBS Transformer seine Stärke aus. Schnelle Projektlaufzeiten und damit deutlich geringere Projektaufwendungen führen zu modernen webbasierten Anwendungen auf Basis der XPages-Technologie.
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GBS Live (GROUP Live/Cloud)
Domino Cloud, Public Cloud, Corporate Cloud, Hybrid Cloud
Cloud Computing ist laut einer Studie des amerikanischen IT-Dienstleisters Nexaweb (Dezember 20101 ), neben der Mobilisierung der Systeme das wichtigste Projekt in Firmen, die ihre IT modernisieren.
Jeweils ein Viertel aller befragten Firmen plant zeitnah Investitionen in diese Technologien, so Nexaweb. Ziel ist es, dass GBS daran partizipiert. Die Reduktion der Anzahl von physischen Servern mittels Virtualisierungstechnologien, das Verwalten und der Zugriff auf diese "virtuellen Container" über standardisierte Internetschnittstellen, die Umstellung der Verteilung von Anwendungen und deren Benutzung direkt aus und im Web durch sogenannte Browser, zeigen den massiven Umbruch und das damit verbundene Effizienzpotential, welches sich die GROUP Business Software verspricht.
So erklären sich die unglaublichen Wachstumsraten im Bereich der mobilen Anwendungstechnologien und im Cloud Computing. Über Mobility Computing verfügt derzeit nur jedes vierte Unternehmen, über Cloud Computing sogar lediglich 17 Prozent. Insbesondere Kunden der Lotus Software Produktreihe stehen vor den oben genannten Herausforderungen: bestehende Serverumgebungen zu optimieren und die damit verbundenen Anwendungen zu modernisieren. Das geschätzte Kostenreduktionspotential liegt bei mehr als 50%, das Effizienzpotential kann diese drastische Reduktionsquote sogar noch übertreffen. Nicht zuletzt spielen auch umweltpolitische Gesichtspunkte beim Einsatz von Cloud Computing eine entscheidende Rolle.
GROUP Live, die Cloud Computing-Plattform der GBS, ist in diesem Umfeld hervorragend positioniert und adressiert sowohl Softwareanbieter, Unternehmen als auch Rechenzentren. So ermöglicht die mehrfach ausgezeichnete Plattform für unabhängige Softwareanbieter (ISVs) einen schnellen Zugang zum SaaS-Markt (Software-as-a-Service) und erschließt diesen ISVs neue Kundensegmente.
Der Betrieb dieser Public Cloud im IBM Rechenzentrum Ehningen hat sich dabei als wegweisende Entscheidung erwiesen, um das Vertrauen von Kunden in die Plattform zu stärken. So findet sich mittlerweile ein breites Portfolio unterschiedlichster Lösungen in der GROUP Live-Cloud – begonnen bei CRM, über ECM bis hin zu ERP und Kommunal-Lösungen.
Ein weiterer Schwerpunkt, die Bereitstellung einer IBM Lotus Domino-zentrierten Cloud, erschließt weitere Märkte und ist zugleich ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des GBS-Portfolios. Unternehmen erhalten damit einen einfachen, webbasierten Zugang zu Domino-Applikationen und weiteren IBM-Lösungen.
Vom zukünftigen Ausbau der Plattform, insbesondere im Corporate-Bereich, verspricht sich GBS eine zusätzliche Stärkung der Marktposition.
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1 http://nexaweb.com/2010-application-modernization-survey/default.cfm
Denn damit wird der Einsatz von Cloud-Technologien innerhalb von Unternehmen möglich. Diese können von automatisierten Bereitstellungsprozessen und einer gestiegenen Kosteneffizienz im IT-Betrieb profitieren.
1.1.3 Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie
Positionierung
GBS entwickelt, produziert und vertreibt Software und erbringt IT-industrie-relevante Dienstleistungen. Das Produktportfolio umfasst im weitesten Sinne Managementsystemlösungen (z.B. E-Mail, Archive, Compliance, Customer Relationship, Instant Messaging), Servicedienstleistungen (Systemintegration, Administration, Hosting, Beratung, Transformation) und modernste Cloud Technologie (Public, Private, Hybrid).
Im Wesentlichen konzentriert sich das Angebot des Konzerns rund um die IBM Lotus Software Produktfamilie, allerdings werden auch Microsoft Lösungen abgedeckt, sofern eine zufriedenstellende Lösung beim jeweiligen Enterprise Kunden nicht anders realisierbar ist.
Ständige Weiterentwicklungen, herausragende Expertise und eine permanent auf dem aktuellsten Stand vorangetriebene Innovationsentwicklung, aber auch die andauernde Erweiterung des bestehenden Portfolios, sichert GBS die Möglichkeit Kunden höchste Qualitätsstandards zu bieten und als Unternehmen die Position als Lotus Notes Applikations-Marktführer weltweit auszubauen.
Ziel ist weiterhin das Maß für Enterprise-Kollaborativ-Lösungen im Markt für IBM Lotus Applikationen zu setzen. Möglich wird das nur, wenn die GBS auch in der Zukunft mit lokalen operativen Einheiten international insbesondere in Nordamerika und Europa tätig ist. Diese beiden Märkte sind neben Asien die Hauptabsatzregionen für IBM Lotus Lösungen.
Die GBS sieht in einer Vereinfachung aller Aspekte des Softwaremarktes, von der teilweisen Programmierung und Erstellung hin zur Auswahl und dem Kauf einer Lösung, über die Installation und das Betreiben der Systeme, bis hin zur Benutzung und Anwenderfreundlichkeit der einzelnen Anwendungen den Erfolgsfaktor für die Zukunft der Kollaborationssysteme der GROUP Business Software.
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Marktanteilszubau und Ertragssteigerung mittels Marktkonsolidierung
GBS ist seiner Strategie konsequent gefolgt und hat an der beabsichtigten Marktkonsolidierung festgehalten. Durch den Erwerb der Permessa Corp., dem CRM Geschäft der Interchange Salesplace sowie dem Compliance Geschäft der FastWorks wurde die Präsenz der GROUP Business Software im angloamerikanischen Raum auch im vergangenen Geschäftsjahr massiv gestärkt. Die Gesellschaft wird ihre Konsolidierungsstrategie fortsetzen. Ein großes Thema wird im kommenden Jahr die Expansion in den asiatischen Raum sein, um auch dort ebenso wie in Europa oder in den USA präsent zu sein. Die neuen großartigen Möglichkeiten, die sich der Gesellschaft im kommenden Jahr bieten werden, benötigen eine funktionsfähige Präsenz, die nicht von Ländergrenzen gehemmt wird.
Wie bereits im Vorjahr wird sich die GBS bei diesen Vorhaben im Bereich Vertragsrecht, Due Diligence und Finanzierung extern unterstützen lassen.
Positionierung als IBM's Primary Partner für die Lotus Softwaresparte
Als der führende Anbieter rund um die IBM Lotus Produktpalette platziert sich die GBS als der Primary Partner für die Lotus Software Gruppe innerhalb der IBM.
Unternehmenssteuerung, Strategie
Im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung der GBS steht die langfristige Wertsteigerung des Unternehmenswertes. Dabei spielt insbesondere die mittel- und langfristige Ausrichtung der Gruppe eine wesentliche Rolle. Wir verankern unser Ziel der mittel- und langfristigen Wertsteigerung in den Managementprozessen des Konzerns. Der Wertbeitrag ergibt sich aus der Rendite der einzelnen Unternehmensbereiche auf das eingesetzte Vermögen.
Dafür ist neben der zielorientierten Steuerung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, dem effektiven Ressourceneinsatz von Eigen- und Fremdkapital auch ein effektives Management von Investitionen erfolgsentscheidend. Der Wertbeitrag ist neben weiteren, individuell vereinbarten Zielen auch Maßstab für die leistungsorientierte Entlohnung unserer Führungskräfte und der meisten Mitarbeiter. Die GROUP Business Software AG ist neben ihrer Position als Anbieter von Business Applikationen, wie z.B. E-Mail-Lösungen gleichzeitig Management- Holding des GBS-Konzerns und nimmt als solche zentrale Leitungsfunktionen wie z.B. Konzernentwicklung/ Mergers & Acquisitions, Finanzen, Controlling, Personalwesen sowie Kommunikation wahr.
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1.1.4 Forschung und Entwicklung
GBS Apps (Applikationen)
E-Mail, Archive, Compliance, CRM, Instant Messaging
Das Produkt Portfolio des Bereiches E-Mail Management wurde im vergangenen Jahr deutlich erweitert und neu ausgerichtet. Marktanalysen ergaben, dass große Chancen im Bereich der Verschlüsselung, Archivierung sowie DLP (Data Leakage Prevention) zu sehen sind.
Den ermittelten Markt Trends wurde im letzten Geschäftsjahr Tribut gezollt. Der im Vorjahr angekündigte KeyManager zur zentralen Verwaltung von Zertifikaten, die für Verschlüsselungsvorgänge benötigt werden, wurde in der ersten Version erfolgreich pilotiert und im Kundenumfeld etabliert. In Verbindung mit den bereits existierenden Verschlüsselungslösungen, die b2b (Crypt) und b2c (WebCrypt) Märkte abdecken, sind die Weichen gestellt, um eine Abhebung vom Mitbewerbermarkt zu erreichen und die existierende Verschlüsselungs-Produktfamilie noch stärker am Markt positionieren zu können.
Die Produktangebote zum Thema Archivierung wurden neu ausgerichtet, um große Kunden ansprechen zu können, die auf IBM Technologie basierende Archivierungssysteme einsetzen. Die klare Fokussierung auf IBM Archive wird als Voraussetzung gesehen, einfache und klar definierte Kundenprojekte unter Reduzierung der Maintenance und Entwicklungsaufwände durchführen zu können. Dabei werden wir über die Bereitstellung von sogenannten SDK (Entwicklungsumgebungen) die Anbindung weiterer Archive ermöglichen.
Maintenance Arbeiten in Verbindung mit gezielten Erweiterungen des existierenden Produktportfolios führten zu einer Erweiterung der Möglichkeiten im Bereich DLP. Höchste Stabilität sowie gesteigerte Performance in Verbindung mit den Analysemöglichkeiten des Produkt Portfolios führen zu einer einzigartigen Stellung der Produkte und stärken den Auftritt in Bezug auf DLP Themen. GBS wird auch in Zukunft das Anwendungsspektrum seiner i.Q.Suite deutlich erweitern und zahlreiche und messbare Prozessverbesserungen für unsere Kunden implementieren. Die Leistungsfähigkeit der i.Q.Suite findet sich ebenfalls in den IM Lösungen der GBS. Auch in den mittlerweile weit verbreiteten Online Chat Plattformen besteht die Notwendigkeit einer rechtssicheren Kommunikation und Unternehmen müssen sich gegen Datenverlust und Missbrauch hier genauso schützen wie im bekannten E-Mail Umfeld. GBS ist der starke Partner für diese Lösungen.
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GROUP Live:
Domino Cloud, Public Cloud, Corporate Cloud, Hybrid Cloud
Seit der nunmehr schon seit gut einem Jahr bestehenden GROUP Live Cloud-Plattform, sind zahlreiche technische Verbesserungen in das flexible Platform-as-a-Service Angebot von GBS eingeflossen.
Im Fokus der Entwicklungsarbeit standen dabei die im IBM-Rechenzentrum gehostete Public Cloud und die unternehmensinterne Corporate Cloud. Beide Cloud-Plattformen richten sich an unterschiedliche Kundensegmente, haben jedoch die automatisierte Bereitstellung von kompletten Anwendungsumgebungen als charakteristisches Alleinstellungsmerkmal.
Neben umfangreichen Verbesserungen der zugrundeliegenden technischen Basis sind eine Vielzahl an neuen Features und Erweiterungen in die Entwicklung der GROUP Live Cloud-Plattform eingeflossen. Im Fokus standen dabei so unterschiedliche Themen wie verbesserter Support der Microsoft Windowsund Linux-Plattformen, optimierte Veröffentlichung und Versionierung von angebotenen SaaS-Lösungen, Lokalisierung der Plattform sowie die Unterstützung verschiedener Virtualisierungstechniken.
1.2 Rahmenbedingungen
1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Kapitalmarkt
War das Jahr 2009 von starken Kursschwankungen dominiert, so kehrte 2010 am deutschen Aktienmarkt Ruhe ein und es kam zu einem Anstieg der meisten deutschen Kurse. Erwartungen vieler deutscher Anleger konnten erfüllt werden, wohingegen die meisten anderen europäischen Aktienmärkte dieser Entwicklung nur neidvoll hinterher sehen konnten. Der Deutsche Aktienindex DAX konnte von Januar bis Ende Dezember um ca. 16% zulegen auf 6.914 Punkte. Analysten rechneten mit lediglich 4%.
Die Schuldenproblematik wurde zum großen Hindernis. Besonders Griechenland und Irland standen lange im Fokus und auf der Kippe. Im Laufe des Jahres gerieten weitere Länder in den Schuldenstrudel. Durch umfassende Stützungsmaßnahmen der anderen Euro-Länder - allen voran Deutschland - sowie des IWF konnten Staatsbankrotte gerade noch abgewendet werden.
Die Aktienindizes der Euro-Zone haben das Szenario in 2010 gut abgebildet. So konnte der DAX seit Jahresanfang fast 20% zulegen, der EUROSTOXX 50 (Index für 50 große europäische Aktiengesell-
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schaften) hingegen musste einen Verlust hinnehmen. Die internationalen Indizes verhielten sich unterschiedlich. Während sich der US-Index Dow Jones um fast 10% erhöhte, kam es beim Nikkei-Index zu einem Kursrückgang von 2% (jeweils in Landeswährung).
Die Aktie der GROUP Business Software AG konnte die positive Entwicklung des DAX wider Erwarten nicht aufnehmen. Der Kurs der Aktie startete mit 0,44 € in den Januar 2010 und schloss mit 0,40 € im Dezember ab. Nachdem das Jahr erfolgreich mit dem Erwerb des CTO Awards auf der Lotusphere in den USA gestartet war und kurze Zeit später auch noch der Innovationspreis der Initiative Mittelstand auf der CeBIT gewonnen werden konnte, war es der GBS nicht möglich, die Anleger vom neuen Meilenstein in der IT Landschaft: "Cloud Computing" zu überzeugen. Anscheinend hatten die kostenintensiven Investitionen, die - wie bereits im Vorjahr – deutlich erkennbar in der Bilanz wieder zu finden waren, für Investoren eine abschreckende Wirkung.
Zwar schafften es die beiden deutschen IT global Player, die Software AG und SAP, ihre Performance deutlich sichtbar zu machen, was sich auch im Aktienkurs wiederspiegeln konnte, seine Favoritenrolle in Europa verdankte der DAX jedoch in erster Linie einer Reihe von Aktien der noch zu Beginn dieses Jahrzehnts als "old economy" verspottet wurden: Automobil und Industrie, wie z.B. Volkswagen, Siemens, Daimler und BMW, die bis zu unglaublichen 80% zugewinnen konnten.
Die Aktie der GROUP Business Software AG entwickelte sich im Jahresverlauf ähnlich dem TecDAX (Index für die 30 größten deutschen Technologiewerte). Zunächst sank der Kurs verhalten um bis zu 15%, gegen Ende des Jahres stieg er dann wieder an, bei der GROUP Business Software AG jedoch leider nur bis zu 95% des Ausgangskurses im Januar.
Wirtschaft
Nach einer wirtschaftlichen Erholungsphase erreichte die weltweite Produktion im vergangenen Jahr wieder das Niveau vor der Finanzkrise. Der Welthandel expandierte wie erwartet stark und holte den drastischen Rückgang des vorangegangenen Jahres fast vollständig wieder auf.
Einen außerordentlich wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung lieferte die Geld- und Fiskalpolitik vieler Länder, aber auch die stabile Nachfrage wichtiger Schwellenländer, allen voran China. Während die Wirtschaftsleistung in vielen Schwellenländern inzwischen weit über dem Vorkrisenniveau liegt, wurde der Rückgang des BIP in den meisten Industrieländern noch nicht vollständig aufgeholt.
Zunehmend kam es jedoch zu einer Diskussion über einen möglicherweise drohenden Währungskrieg. Handelssanktionen, die aufgrund der verschiedenen Positionen zur Währungspolitik festgelegt werden könnten, können negative Effekte auf die sich stark entwickelnde Wirtschaftsleistung der Schwellen- und Industrieländer haben.
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Unter der Annahme, dass ein solches Krisenszenario vermieden wird, kommt die weltwirtschaftliche Konjunkturerholung wohl nicht zum Erliegen, sondern verliert im kommenden Jahr 2011 nach Ansicht des Statistischen Bundesamtes lediglich an Tempo.
Wider Erwarten kam die deutsche Volkswirtschaft trotz ihrer Exportorientiertheit überdurchschnittlich gut davon. Auch die Euro Aufwertung konnte das schnelle Wachstum der deutschen Wirtschaft nicht bremsen. Im gesamten Krisenverlauf überraschte der innerdeutsche Arbeitsmarkt durch seine robuste Entwicklung. Die Beschäftigung stagnierte auch Dank der Kurzarbeiterregelungen der Regierung weitgehend; in der aktuellen wirtschaftlichen Erholungsphase wurden sogar Arbeitsplätze geschaffen. Ebenso fiel in Deutschland, anders als in vielen Industrieländern, der Anstieg der Staatsverschuldung geringer aus, und es kam zu keiner signifikanten Verschärfung der Finanzierungsbedingungen der Privatwirtschaft.
Die europäische Währung erlebte 2010 äußerst schlecht. Noch nie zuvor geriet die Gemeinschaftswährung so in Bedrängnis - und mit ihr die Europäische Union. Grund waren die vielen hochverschuldeten Eurostaaten. Spekulanten wetten gegen den Euro, der Kurs fiel, auch das Vertrauen in Anleihen anderer Staaten sank. Dass die europäische Schuldenkrise auch das Jahr 2011 bestimmen wird, ist durchaus wahrscheinlich. Spanien, Portugal, Italien, Irland und Griechenland sind weiterhin in argen Finanzierungsnöten.
Nach Ansicht der Ökonomen der Deutschen Bank kann im Jahr 2011 ein Wachstum von 2% des Bruttoinlandproduktes (BIP) erreicht werden. Im Jahr 2012 könnte es um ein weiteres Prozent ansteigen. Die Zunahme des realen BIP wird damit zwar niedriger als im Vorjahr ausfallen, jedoch war diese Entwicklung auch Sonderfaktoren geschuldet, wie z.B. staatlichen Stützungsprogrammen und der bis dahin stark abgefallenen Wirtschaftsleistung durch das Krisenjahr 2008.
Der gesamtwirtschaftliche Zuwachs kann allerdings wieder merklich über dem Wachstumspotenzial liegen und ist unter den größeren Euroländern erneut der höchste. Zudem wird er zunehmend selbsttragend, da die Konjunkturprogramme auslaufen. Das globale Wirtschaftswachstum soll sich nach den Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) 2011 weiter verlangsamen. Zudem werde wahrgenommen, dass die Finanzkrise keineswegs überstanden sei. Während die Schuldenlasten der Industrienationen weiter rasant ansteigen, gibt es nur wenig Spielraum einer erneuten Krise auf den Finanzmärkten entgegen zu steuern.
Im Hightech Sektor sehen die Vorhersagen zuversichtlich aus. Die weltweiten Ausgaben für ITK steigen in diesem Jahr laut einer Prognose der Marktforscher Gartner um 5,1% auf 3,6 Billionen Dollar.
Gartner rechnet mit einer leichten Abschwächung der Dynamik im Vergleich zum Vorjahr, als die IT-Ausgaben um bis zu 5,4% stiegen. Angesichts bestehender Unsicherheiten in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und gerade wie eben dargelegt im Euroraum kann die Prognose für 2011 jedoch nur eine erste Einschätzung sein.
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1.2.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Entwicklung der Branche für Applikationen (E-Mail, Archive, Compliance, CRM, Instant Messaging)
"App" ist die allgemein gebräuchliche Kurzform für Applikation, also ein Anwendungsprogramm. Apps sind heute in aller Munde. Fast kein mobiles Endgerät funktioniert heute noch ohne eine App. Das gilt für ein Telefon ebenso wie für ein Notebook aber auch für jede andere Form eines nicht mobilen Endgerätes. Die E-Mail wird vermutlich noch für lange Zeit das bestimmende Nachrichtenmittel im Business Bereich sein, allerdings sind erste Stimmen zu vernehmen, die besagen, dass sich neue Entwicklungen im immer mobiler werdenden Markt der Anwendungen auch auf die traditionellen Kommunikationsmittel, wie z.B. die E-Mail, auswirken. Je mehr Anwender Instant Messaging, Chat Programme oder Echtzeit-Portale nutzen, sei es über Skype, Sametime, Linkedin, Xing oder auch Facebook, umso mehr Informationen tauschen Nutzer auch ohne die einfache E-Mail aus. Google behauptet, dass die junge, internetaffine Generation in Zukunft mehr und mehr an gemeinsamen Projekten arbeiten wird, die nur noch in der Cloud für alle Bearbeiter zugänglich sind, so dass das traditionelle Hin- und Hersenden von E-Mail Anlagen in verschiedenen Versionen entfallen wird.
Diese Erkenntnisse sind für die GBS ein bereits seit 2 Jahren vorhergesehenes Szenario. Genau aus diesen Gründen ist die GBS bereits im neuen Boombereich Cloud Computing aktiv vertreten. Akquisitionen haben dafür gesorgt, dass höchste Priorität auch dem IBM Messaging Programm Sametime gewidmet wird, eine webbasierte CRM Lösung das Portfolio ergänzt und dass nunmehr seit Januar auch traditionelle Firmenapplikationen auch in ein modernes web 2.0 Format um-"transformiert" werden können.
Nach Angaben der BITKOM führen Umsatzerwartungen für das kommende Jahr dazu, dass die Informations- und Kommunikationstechnik-Branche auf einem Allzeit-Hoch schwebt. Schon in den Vorjahren waren die Erwartungen im Vergleich zu den übrigen Branchenbarometern, z.B. zum IfO Konjunkturbarometer, sehr hoch.
Für das kommende Jahr jedoch, geht die Branche von einem noch größeren Wachstum aus. Der weltweite Umsatz mit Kommunikations- und Informationstechnologie soll mit einem erneuten Wachstum von bis zu 4,8% ca. 2,56 Mrd. Euro betragen.
GROUP Live
Domino Cloud, Public Cloud, Corporate Cloud, Hybrid Cloud
Cloud Computing lässt sich auch mit "Storage as a Service" (Vermieten von Online-Speicherplatz), "Software as A Service" (Vermieten von Software) und "Utility Computing" (Vermieten von Rechenzeit) beschreiben. All diese Mietmöglichkeiten entwickeln sich immer dezidierter von einem grob umschriebe-
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nen Top Thema des Jahres 2009 zu einem klar umrissenen Top Thema 2010. Nach Angaben des IT Branchenverbandes sehen 62% aller IT Unternehmen darin den Trend des Jahres 2011. Vor allen Dingen kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von einer dadurch erhöhten Rechenleistung, von der dadurch erhöhten Speicherkapazität und von einer Kostenstruktur die ganz genau dem jeweiligen User angepasst ist. Die sog. Pay-per-Use Angebote führen dazu, dass nur noch die IT Dienste in dem Umfang bezahlt werden, in dem sie auch tatsächlich genutzt werden.
Wie bereits angekündigt: Cloud Computing ist die IT Revolution im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Alle zukünftigen Entwicklungen werden sich Cloud Computing zunutze machen, Mobiltelefone, Smartphones, Tablet PCs oder auch integrierte Anwendungsprogramme in verschiedenen technischen Objekten, wie Fahrzeuge oder Gebäude.
1.2.3 Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse
Wesentliche IT Trends sind Flexibilität und Sicherheit. Bereits zu Anfang 2010 hat die GBS AG mit ihrem Geschäftsbereich GROUP Live den Chief Technology Officer Innovation Award, einen der begehrtesten IBM Lotus Awards, gewonnen. Gerade diese starke Partnerschaft bildet die Basis für die leistungsstarke und innovative Lösung "in der Cloud". IBM liefert die technische Infrastruktur für GROUP Live und ist damit der Garant für hochperformante und hochsichere Rechenkapazitäten. Im Rahmen der CeBIT 2010 wurde die Lösung von GROUP Live erneut, diesmal mit dem Innovationspreis-IT der Initiative Mittelstand, ausgezeichnet.
Durch die Integration der Geschäfte der Permessa und der Salesplace wurde der Geschäftsbereich Applikationen der GBS massiv verstärkt. Damit hat die Gesellschaft ihre führende Rolle im Bereich CRM und Messaging (E-Mail und Instant-Messaging) für Security-, Archiving- und Compliance-Lösungen auf dem nordamerikanischen und europäischen Markt ausgebaut.
Wie schon in 2010, begann auch das Jahr 2011 direkt mit dem Gewinn des "IBM Chief Technology Officer Innovation Awards" auf der Lotusphere 2011, der im zweiten Jahr in Folge erfolgreich gegen alle Mitbewerber international verteidigt werden konnte. Premiere feiert außerdem der mit dem renommierten IBM Lotus Award ausgezeichnete GBS Evolution Transformer - eine innovative Lösung zur Modernisierung von Lotus Domino-Applikationen.
Mit dem GBS Evolution Transformer können Unternehmen ihre Lotus Domino-Applikationen automatisiert in web- und cloudfähige XPages-Anwendungen umwandeln und so kostensparend eine schnelle und einfache Modernisierung existierender Domino-Anwendungen realisieren. Diese können im Anschluss mit gängigen Web-Browsern aber auch mit dem Notes-Client aus der Cloud heraus genutzt werden.
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Damit sollte es nicht genug sein. Nur einige Tage später kam es in Berlin beim "IBM Geschäftspartner Channel Kick Off 2011" am 8. Februar im Estrel Convention Center Berlin zum 100-jährigen Bestehen der IBM für die im letzten Jahr ausgezeichnete Group Live zum Gewinn des begehrten "IBM Bestseller Award" in der Kategorie "Bester Cloud Lösungspartner".
Ebenfalls im Februar wurde die GBS durch eines der weltweit renommiertesten CRM Beratungshäuser – der ISM Inc./USA – mit dem Top 15 CRM Software Award 2011 ausgezeichnet. Die Relavis sowie die Relavis CRM Lösungen wurden auf diese Weise als eine der 15 besten CRM Lösungen weltweit für den Bereich von Mittelstandslösungen prämiert. Zuvor wurden beide GBS CRM Lösungen einer breitgefächerten Testreihe unterzogen, bei der neben den allgemeinen technischen Eigenschaften besonders die Konnektivität sowie die um 30% gesteigerte Anwendungsgeschwindigkeit als überdurchschnittlich positiv bewertet wurden.
Das Konzernergebnis liegt mit rund 0,3 Mio. Euro (2009: 1,0 Mio. Euro) vor dem Hintergrund der massiven und vom IT Markt geforderten Investitionen in den zukunftsträchtigen Unternehmensteil GROUP Live und den GBS Transformer Technologien deutlich unter dem Wert des Vorjahres.
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2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
2.1 Ertragslage
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse i.H.v. 20,7 Mio. Euro (2009: 22,7 Mio. Euro) erzielt. Die Abnahme resultiert im Wesentlichen aus dem Beteiligungsverkauf der GROUP Business Software Holding OY und deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH.
Die Lizenzumsätze inklusive der OEM Umsätze betrugen ca. 9,5 Mio. Euro (2009: 8,7 Mio. Euro). Die Serviceumsätze ergaben sich zu ca. 3,9 Mio. Euro (2009: 5,0 Mio. Euro). Die Wartungsumsätze der Gesellschaft lagen bei ca. 7,2 Mio. Euro und damit um 1,5 Mio. Euro hinter dem Vorjahreswert. Die anderen aktivierbaren Eigenleistungen blieben um 0,4 Mio. Euro hinter dem Vorjahreswert zurück und beliefen sich auf 1,3 Mio. Euro. Die sonstigen Umsätze liegen mit ca. 0,1 Mio. Euro fast auf Vorjahresniveau (2009: 0,2 Mio. Euro).
Die Materialaufwendungen stiegen im Wesentlichen aufgrund des von der GBS AG erstmals selbst in hohem Maße durchgeführten Lotus Lizenzgeschäftes auf 5,8 Mio. Euro (2009: 5,2 Mio. Euro).
Für 2010 ergaben sich Personalaufwendungen i.H.v. 10,1 Mio. Euro (inkl. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. ca. 1,0 Mio. Euro). Dieses entsprach einer Senkung um ca. 0,8 Mio. Euro und lässt sich u.a. auf den Beteiligungsverkauf der GROUP Business Software Holding OY und deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH zurückführen.
Die Abschreibungen lagen mit ca. 3,0 Mio. Euro um ca. 36,4% über dem Vorjahreswert (2009: 2,2 Mio. Euro). Darin enthalten sind ca. 2,2 Mio. Euro (2009: 1,4 Mio. Euro) planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Firmenwerte.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 5,5 Mio. Euro ca. 0,7 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres (2009: 6,2 Mio. Euro). Sie beinhalten insbesondere Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 1,5 Mio. Euro (2009: 1,8 Mio. Euro), Marketingaufwendungen von 0,7 Mio. Euro (2009: 1,1 Mio. Euro), die Raumkosten lagen mit 0,7 Mio. Euro um 0,1 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau und die Reisekosten sanken um 0,2 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro (2009: 0,9 Mio. Euro). Die Versicherungsbeiträge waren mit 0,2 Mio. Euro nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.
In direktem Zusammenhang mit den erheblichen ergebniswirksamen Investitionen beläuft sich das Betriebsergebnis auf 0,4 Mio. Euro (2009: 1,2 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis beträgt rund -0,3 Mio. Euro (2009: -0,2 Mio. Euro). Anzumerken ist jedoch, dass hier aufgrund des Verkaufs der GROUP Business Software Holding OY nur noch in den Monaten Januar und Februar ein Beteiligungsergebnis der Gedys IntraWare GmbH mit einzubeziehen war.
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Nach langen nun mehr als 8 Jahren andauernden Verhandlungen ist es der Gesellschaft gelungen, einen Vergleich aus einem alten Rechtsstreit herbeizuführen. Dieser Vergleich führt zu einer Wertaufholung einer existierenden aber vollständig wertberichtigten Forderung und ist in einer Höhe von 1,4 Mio. Euro in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Damit liegt das Ergebnis nach Steuern mit ca. 0,3 Mio. Euro um ca. 0,7 Mio. unter dem Wert des Vorjahres von rund 1,0 Mio. Euro.
2.2 Finanzlage
Der Zahlungsmittelbestand der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2010 knapp 1,4 Mio. Euro. (31. Dezember 2009: knapp 2,0 Mio.).
Die Liquidität 2. Grades lag mit 158% (2009: 192%) unter dem Durchschnittswert der letzten drei Jahre (201%).
Das langfristige Anlagevermögen von 36,6 Mio. Euro (2009: 30,2 Mio. Euro) wurde über das Eigenkapital mit 31,2 Mio. Euro (2009: 31,1 Mio. Euro) und die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten mit 5,3 Mio. Euro (2009: 6,5 Mio. Euro) finanziert. Damit betrug die Unterdeckung zum Stichtag rund 0,1 Mio. Euro (2009: Überdeckung 7,4 Mio. Euro).
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit 1,4 Mio. Euro ca. 1,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (2009: 2,5 Mio. Euro). Im Wesentlichen ist das zurückzuführen auf die Investitionen des Aufbaus des Geschäftsbereiches GROUP Live i.H.v. 2,4 Mio. Euro (2009: 0,7 Mio. Euro). Einem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Jahr 2009 in Höhe von 3,7 Mio. Euro stand im Geschäftsjahr 2010 ein Mittelabfluss von 0,3 Mio. Euro gegenüber. Wurde im Jahr 2009 noch eine Aufnahme von Krediten in Höhe von 0,6 Mio. Euro verzeichnet, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 ein Betrag von 1,7 Mio. Euro zur Tilgung von Anleihen und Krediten aufgewendet.
Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2010 über freie Liquidität in Höhe von ca. 3,8 Mio. Euro (2009: 2,0 Mio. Euro). Darin enthalten sind flüssige Mittel sowie zugesagte freie Kreditlinien.
2.3 Vermögenslage
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2010 rund 47,9 Mio. Euro (2009: 46,4 Mio. Euro).
Darin nahm das Anlagevermögen in einer Höhe von 36,6 Mio. Euro (2009: 30,2 Mio. Euro) und demnach mit ca. 76% (2009: 65%) wie auch in den Vorjahren den größten Anteil ein. Die Anteile an verbundenen Unternehmen bezifferten sich auf 23,1 Mio. Euro (2009: 20,9 Mio. Euro) und waren damit die größte
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Einzelposition im Anlagevermögen. Die immateriellen Vermögenswerte bezifferten sich insgesamt auf 35,3 Mio. Euro und wurden so zum Vorjahr um 5,5 Mio. Euro gesteigert. Die Finanzanlagen erhöhten sich um 0,8 Mio. Euro auf ca. 1,0 Mio. Euro. Die aktiven latenten Steuern lagen mit 2,9 Mio. Euro um 0,1 Mio. Euro höher als im Vorjahr.
Das Umlaufvermögen betrug 7,3 Mio. Euro und lag damit um fast 40,7% unter dem Vorjahreswert mit 12,3 Mio. Euro. Die Abnahme ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass keinerlei "Assets held for Sale" wie noch im Vorjahr mit einzubeziehen waren. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit ca. 1,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.
Bei einem Gezeichneten Kapital in Höhe von 25.232.000,00 Euro, lag das Eigenkapital der Gesellschaft bei 31,2 Mio. Euro (2009: 31,1 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2010 ca. 65% und lag damit ungefähr 2% unter dem Vorjahreswert.
Mit Beschluss der Hauptversammlung ist das Grundkapital um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden.
Die bedingte Kapitalerhöhung diente der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Zum Bilanzstichtag waren 533.563 Wandelanleihen gezeichnet.
Mit einem Betrag von 2,3 Mio. Euro liegen die Rückstellungen rund 0,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (2009: 1,6 Mio. Euro).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen bei 0,6 Mio. Euro. Sie konnten im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. Euro abgebaut werden. Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten lagen bei 4,6 Mio. Euro (2009: 4,1 Mio. Euro) und umfassen im Wesentlichen die Finanzierungen zum Ausbau der Präsenz der GBS im nordamerikanische Markt.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit etwa 4,6 Mio. Euro um 0,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert mit 4,1 Mio. Euro.
2.4 Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2010 beschäftigte die Gesellschaft 158 Mitarbeiter (2009: 190). Rund 33% (2009: 29%) der Mitarbeiter wurden im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt, ca. 54% (2009: 60%) waren im Bereich Vertrieb und Service tätig. Rund 13% (2009:11%) der Mitarbeiter – einschließlich derer, die die administrativen Tätigkeiten der Tochtergesellschaften managen – waren in der Administration beschäftigt.
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3. Chancen und Risikobericht
3.1 Grundsätze
Die Erfassung und Bewertung von Risiken sowie die Steuerung von Reaktionen auf festgestellte Risiken werden durch das Risikomanagement abgebildet. Es ist ein systematisches Verfahren und setzt sich u.a. zusammen aus: Unternehmensrisiken, Kreditrisiken, Finanzanlagerisiken, versicherungstechnischen Risiken sowie technischen Risiken.
Das interne Risikomanagementsystem der GBS versucht durch frühzeitige Aufzeichnung von möglichen Risikoquellen, diese zu verhindern bzw. das Ausmaß so gering wie möglich zu halten. Eine Übermittlung maßgeblicher konzern- und rechnungslegungsrelevanter Informationen ist dafür unerlässlich.
Das Rechnungswesen des GBS Konzerns ist zentral organisiert, jedoch werden in einigen Fällen Aufgaben des Rechnungswesens von einzelnen Tochtergesellschaften an externe Dienstleister vergeben.
Die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt, grundsätzlich verschlüsselt an den Bereich Konzernrechnungswesen übermittelt und für den Konzernabschluss gemäß IFRS zusammengefasst. Die Analyse und gegebenenfalls die Korrektur der durch Tochtergesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse, in denen sowohl die Plausibilität der Einzelabschlüsse als auch kritische Einzelsachverhalte untersucht werden, wird zentral durch die Abteilung Finanzen verantwortet, die operative Verantwortung für die Umsetzung des Risikomanagements liegt hauptsächlich innerhalb der einzelnen Tochtergesellschaften des Konzerns.
Organisation und gesetzliche Grundlagen
Im GBS Konzern sind Verantwortungsbereiche klar abgegrenzt, um die korrekte Aufgabenverteilung zu gewährleisten und so mögliche Fehlerquellen und Unzuständigkeiten auszuschließen. Das Vier-Augen-Prinzip stellt hierbei eine unabdingbare interne Kontrollmaßnahme dar. Das Risikomanagement der GROUP Business Software ist als eigener Verantwortungsbereich im Sinne eines institutionalisierten Risikomanagements im Controlling angesiedelt. Die Kontrolltätigkeiten der internen Revision werden im Unternehmen vom Bereich Finance wahrgenommen.
Die Risikolage des Unternehmens wird gemäß den Bestimmungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vom Vorstand überwacht. Wichtig ist dabei, dass mögliche Risiken sehr zeitnah durch die bestehenden Kontrollsysteme festgestellt werden und so gegebenenfalls frühzeitig gegengesteuert werden kann. Der Vorstand der GBS orientiert sich bei der praktischen Umsetzung des Risikomanagements an den betriebswirtschaftlich gebotenen Gesichtspunkten.
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Gem. § 93 Abs. 1 S. 1 AktG wird bei der GBS ein sehr hoher Maßstab an die gebotene Sorgfalt des Managements gestellt. Die Definition von Risiken beginnt bereits vor der jährlichen Budgeterstellung und wird danach kontinuierlich während des Geschäftsjahres angepasst und neu definiert. Neben der Risikoidentifikation sind für die Risikoanalyse eine Quantifizierung der Schadenshöhe und eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit (Häufigkeit des Auftretens) relevant. Aus diesen Angaben kann abgeleitet werden, ob das Risiko einen kleinen, mittleren oder hohen Schaden in sich birgt.
Auch die Fristigkeit wird genau mit in den Erkennungsprozess mit aufgenommen. Unterschieden wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen. Kurzfristige Auswirkungen entstehen z.B. durch Liquiditätsrisiken oder Risiken aus den operativen Prozessen (Störungen). Diese wirken sich i.d.R. lediglich auf ein Geschäftsjahr aus. Mittel- und langfristige Auswirkungen können insbesondere durch strategische und Investitionsrisiken verursacht werden. Die Wirkung dieser Risiken beeinflusst i. d. R. mehrere Geschäftsjahre.
Identifikation und Risikosteuerung
Die den jeweiligen Tochtergesellschaften zur Verfügung stehenden Datenbanken und individuelle Ablagestrukturen sind die Grundlage für die Dokumentation und die regelmäßige Überwachung zur frühzeitigen Feststellung von Risiken. Im Hinblick auf alle latenten Risikofaktoren wird die zentrale Datenbank der GBS in Abstimmung durch das Controlling ergänzt. Die Beeinflussung der im Rahmen der Risikoidentifikation und der Risikobewertung ermittelten Risikopositionen wird durch eine gezielte Steuerung weitestgehend minimiert. Zur Risikominimierung gehört u.a. eine mögliche Absicherung der Risiken durch geeignete Versicherungen (Insurance-Risk-Transfer) oder die Übertragung des Risikos durch Vertragsbedingungen auf den Vertragspartner.
Risikokommunikation
Im Rahmen der Übermittlung und Präsentation der Monatsergebnisse wird von jedem Verantwortlichen der Tochtergesellschaften ein aktueller Status über Auswirkungen von potentiellen Risiken aus dem jeweiligen Verantwortungsbereich abgegeben. Darüber hinaus sind alle handelnden Personen aufgefordert, über ihren Vorgesetzen unverzüglich potentielle oder tatsächliche Risiken zu melden.
Instrumente des Risikomanagements
Auf der Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften wird in einer vollständigen Form das Budget des jeweiligen Geschäftsjahres geführt. Dies wird monatsfein zum IST <-> Plan Vergleich herangezogen. Auf der Ebene der Tochtergesellschaften der GBS befindet sich der Businessplan, üblicherweise der jeweils nächsten 3 Jahre in Form der jeweiligen Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der Finanzflussrechnung in einer zentralen Datenbank.
Vorausplanungen
Für Umsätze, Kosten und Mitarbeiterkapazitäten werden monatlich IST <-> Plan-Abweichungsanalysen durchgeführt. Die Ergebnisse fließen – sofern diese zu budgetabweichenden Einschätzungen führen – in
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eine halbjährlich erstellte Vorschau ein, die kurzfristig einen Ausblick auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres ermöglicht (= Forecast). Die Informationen dieser Zahlen wiederum werden im Gegenstromprinzip wiederum mit der 3-Jahres Planung abgeglichen. Der kurzfristige umsatzseitige Forecast ergibt sich aus den sog. Opportunity Datenbanken der jeweiligen Vertriebseinheiten.
Gewährleistungsansprüche
Sofern durch Projektverläufe oder Produktauslieferungen mögliche Gewährleistungsansprüche bekannt werden, werden diese dokumentiert und im Rahmen der monats- und quartalsweisen Berichterstattung durch das Rechnungswesen zurückgestellt.
Monatsberichte
Nach Abschluss des jeweiligen Berichtsmonats wird bis zum 12. Arbeitstag des Folgemonats der Monatsbericht in der entsprechenden Datenbank eingestellt.
Rechtsstreitigkeiten
Um sicherzustellen, dass eine zentrale Dokumentation und Verfolgung bestehender und abgeschlossener oder
potentieller Verfahren erfolgt und sich hieraus ergebende Risiken frühzeitig erkannt werden, wird durch den Syndikus regelmäßig der aktuelle Sachstand dokumentiert.
Meldungen von Risiken mit Hilfe der Risikodatenbank
Sobald ein in der Risikodatenbank beschriebenes Risiko eintritt, sind unverzüglich, entsprechend den hier getroffenen Vorgaben, Meldungen an die verschiedenen Ebenen der Risikoverantwortung zu machen. Primär verantwortlich für die Erstellung einer Meldung ist der sog. "Risk Owner", also die Person, in deren Verantwortungsbereich ein Risiko auftritt, sichtbar wird und bewältigt werden kann. Während an das dezentrale und zentrale Risikocontrolling, an die funktional Verantwortlichen und an den Vorstand direkt berichtet wird, erfolgt die Information der verantwortlichen Managementebenen und des Aufsichtsrates mittelbar.
Weiterentwicklung des Risikomanagements
Die Weiterentwicklung des Risikomanagements ist ein dauerhafter Prozess. Neue betriebswirtschaftliche Erkenntnisse sowie juristische Neuerungen fließen durch entsprechende Aktualisierungen in regelmäßigen Abständen in das Risikomanagement ein.
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3.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit
Diskontinuität und Vertrauensrisiko
Die GBS hat in den zurückliegenden Jahren mehrfach ihr Geschäftsmodell verändert und ergänzt. Sie hat mittlerweile einen neuen Technologiebereich GROUP Live aufgebaut, der sich mit Cloud Computing und PaaS beschäftigt.
Aufgrund dieser Änderungen in Bezug auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist das bestehende Vertrauen am Markt sowohl in Bezug auf Kunden als auch auf Partner und potentielle Kunden zu sichern und auszubauen. Entsprechendes gilt für den Kapitalmarkt. Daneben hat die GBS im vergangenen Jahr mit großem Aufwand ein Modell entwickelt (Transformer), mit dessen Hilfe es möglich ist kostensparend und automatisiert Lotus Notes Applikationen cloudfähig zu machen.
Falls es nicht gelingt das notwendige Vertrauen der Stakeholder dauerhaft zu erhalten, wird dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Investitionsrisiken/Risiken in Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft wird in den kommenden Jahren weiterhin in hohem Maße in Kombi- und Bündelprodukte aus bestehenden Software-Lösungen investieren. Dabei konzentriert sich dieser Investitionsaufwand in Kosten für Personal und Marktbewertung, Markteintritt und Marktdurchdringungen.
Im Zusammenhang mit diesen Investitionen besteht das Risiko, dass etwaige Kosten nicht oder nicht vollumfänglich im Markt amortisiert werden können und somit keine Sicherheit zur Rückführung der Investitionen gegeben ist. Gleiches Risiko gilt, falls die Entwicklung neuer Produkte die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden nicht oder nicht ausreichend widerspiegelt oder der wirtschaftliche Erfolg aus einem anderen Grund ausbleibt. Dies gilt insbesondere für die Entscheidung einer Entwicklung nur für bestimmte Technologien unter Ausschluss anderer Technologien. Die Gesellschaft koordiniert – sowohl hinsichtlich der kurz- als auch der mittelfristigen Produktplanungen – in enger Zusammenarbeit zwischen Vertriebsleitungen, Produktmanagement und den verantwortlichen Führungskräften der Produktentwicklung in definierten Gremien eine marktadäquate Produktentwicklung.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Die Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen der GBS basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Sie sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Unwägbarkeiten und beruhen auf Prognosen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu diesen Risikofaktoren gehören insbesondere die im Risikobericht genannten
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Faktoren. Die GBS übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder später eintretenden Gegebenheiten anzupassen.
Keine Gewähr zukünftiger Profitabilität
Die Profitabilität der Gesellschaft und der jeweiligen Einzelgesellschaften ist auch von Faktoren abhängig, auf die die Gesellschaften keinen Einfluss nehmen können. Hierunter fallen insbesondere die Entwicklung des Marktumfeldes (Wettbewerbsstrategien) sowie die gesamtwirtschaftliche (nationale und internationale Konjunkturlage, Branchentrends) Entwicklung. Hierfür kann die Gesellschaft keine Garantie übernehmen. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Unsicherheiten über die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung können für die geschäftlichen Aktivitäten der GROUP Business Software AG ein Risiko darstellen.
Die Nachwirkungen der vergangenen 2 Geschäftsjahre und der damit verbundene Nachfragerückgang infolge der Krise stellt für den Konzern ein Risiko dar. Neben Umsatzeinbußen sind der Wegfall von möglichen Neugeschäften sowie ein Anstieg der Ausfallrisiken von Forderungen von Kunden ein mögliches Risiko.
Die GBS begegnet den gesamtwirtschaftlichen Risiken in dem für das Unternehmen wichtigen Technologiemarkt weiterhin mit einem umfangreichen Maßnahmenprogramm. Dazu gehören mögliche Kostenreduktionen in allen Konzernbereichen, aber auch die genaue Einschätzung von zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GBS.
Preisänderungs-, Liquiditäts- und Zinssatzänderungsrisiko
Das Liquiditätsrisikomanagement stellt sicher, dass die GBS stets in der Lage ist, Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen.
Sollten im Bereich der Liquiditätsrisiken mehrere Risikopositionen wie z. B. verzögerte oder nicht zu realisierende Fremdfinanzierungsinstrumente, Forderungsausfall, Projektverzögerungen oder Zahlungsansprüche auch aus Klagen unabhängig voneinander oder auch gleichzeitig auftreten, und sollten die eingeleiteten Maßnahmen wie z. B. Darlehensaufnahme oder Desinvestitionen einen Nettofinanzmittelverbrauch nicht stoppen oder ausgleichen und die Finanzierung aus Mittelrückflüssen aus dem Umsatzprozess (Selbstfinanzierung) oder Beteiligungserträgen nicht erfolgen oder sollten weitere für den Fortbestand der Gesellschaft entscheidende Kapitalmaßnahmen und/oder Konsolidierungen nicht erreicht werden können, könnte sich daraus eine Liquiditätssituation ergeben, die den Unternehmensfortbestand der Gesellschaft oder wesentlicher Beteiligungen beeinträchtigt. Daher steuert die GBS ihren Liquiditätsbedarf vorausschauend. Die Liquiditätsplanung für das kommende Geschäftsjahr basiert auf einer gesicherten Basis. Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2010 über freie Liquidität in Höhe von ca. 3,8 Mio. Euro (2009: 2,0 Mio. Euro). Darin enthalten sind flüssige Mittel sowie zugesagte freie Kreditlinien.
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Die GBS hat im Jahr 2010 wie in den Vorjahren Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – ausschließlich im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten beschafft. Teilweise sind die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen dem Risiko von Wechselkursschwankungen insbesondere im Hinblick auf die Euro - US Dollar Relation ausgesetzt.
Personalrisiko
Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der GBS ist wesentlich vom Engagement und der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und dem Management abhängig. Qualifiziertes Personal – besonders in Schlüsselpositionen – wird gezielt gefördert und ergebnisorientiert rekrutiert. Interne Schulungen sowie externe Weiterbildung (sprachenspezifisch, fachwissenorientiert) sind Bestandteile des Personalmanagements. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, einem möglichen Personalrisiko entgegenzuwirken und dieses weitgehend zu minimieren. Ein Fachkräftemangel, besonders bei Schlüsselpositionen, kann trotz aller Risikominimierung einen negativen Einfluss auf die Wirtschaftslage des Unternehmens haben. Auch ist nicht vollständig auszuschließen, dass die Neubesetzungen hinter den prognostizierten Erwartungen zurückbleiben. Risiken im Bereich der Mitarbeiterstruktur werden von der Gesellschaft jedoch als nicht wesentlich eingestuft.
Risiken in bestehenden Beteiligungen
Teile des operativen Geschäfts werden durch Beteiligungen wahrgenommen. Es handelt sich insoweit in der Regel um Gesellschaften mit beschränkter Haftung, deren alleinige Gesellschafterin mittelbar oder unmittelbar die Gesellschaft ist.
Entwicklungsrisiken
Auch in Beteiligungen der Gesellschaft werden Softwareprodukte entwickelt. Die Entwicklung von Softwareprodukten ist grundsätzlich abhängig von der Entwicklung der damit in Zusammenhang stehenden Plattformen und Funktionsanforderungen und -erwartungen. Ändern sich diese, sind umfassende Anpassungen oder sogar Neuentwicklungen der bestehenden Produkte der Beteiligungen zwingend notwendig. Dies kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.
Auch wenn das Risiko vom Management eher als gering eingeschätzt wird, so kann im Softwaremarkt auch die Neuentwicklung von Verfahren, Algorithmen etc. denkbar sein, die zu signifikant besseren Ergebnissen führen, als sie der Gesellschaft heute zur Verfügung stehen. Ein vollständiges oder teilweises Ausscheiden aus dem Markt durch Konkurrenzprodukte ist somit theoretisch möglich.
Gewährleistungsrisiko
Die Gesellschaft vertreibt Software-Lizenzen – einschließlich Updates und Wartung – an ihren Produkten direkt oder über den Vertriebskanal der Beteiligungen und Vertriebspartner. Für den Fall, dass es hier zu Lizenzstreitigkeiten kommt, besteht dennoch die Möglichkeit, dass es zu Rückabwicklungen oder Preisreduzierungen oder sonstigen Vergleichen zwischen dem Erwerber und der Gesellschaft kommen kann.
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Sollte die GBS aus der Veräußerung von Lizenzrechten aus den oben genannten oder anderen Gründen einen Mindererlös erzielen, kann dies unmittelbar Folgen auf die Umsatz-, Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Risiken im Zusammenhang mit dem Bestand der IBM Lotus Notes/Domino-Plattformen/ Microsoft Exchange
Es besteht eine Abhängigkeit vom Bestand der Plattformen IBM Lotus Notes/Domino und von Microsoft Exchange, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen.
Sollten IBM und/oder Microsoft ihren Geschäftsbetrieb in wesentlichem Umfange verringern, verändern oder einstellen, so wird sich dies negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen. Dieses Risiko wird von der Gesellschaft als gering eingeschätzt.
Daneben besteht das Risiko eines Eintritts von IBM, Microsoft oder einer vergleichbaren Unternehmenseinheit – deren Ressourcen die der Gesellschaft erheblich übersteigen – in die Geschäftsbereiche der Gesellschaft.
Schwankungen der Umsätze/Volatilität der Erträge
Aufgrund sich ständig verändernder Marktbedingungen und zeitlicher Verzögerungen zwischen dem Abschluss eines Vertrages und seiner Umsetzung kann es zu Schwankungen der Umsatzerlöse und Erträge kommen. Es ist zu erwarten, dass solche zeitlichen Umsatzschwankungen auch zukünftig aufgrund einer Reihe von nicht zu beeinflussenden Faktoren für die Ertragslage der GBS eine wichtige Rolle spielen werden. Trotz der Schwierigkeit der Prognose muss die Gesellschaft Vertriebs- und Marketing- sowie ihre sonstigen betrieblichen Aktivitäten planen und hat nur einen geringen Einfluss auf die Höhe der Betriebsaufwendungen, die ihrer Art nach im Wesentlichen Fixkosten sind und folglich den kurzfristigen Schwankungen der Geschäftstätigkeit nicht schnell angepasst werden können. Ein möglicher Rückgang kann sich negativ auf die Geschäftsergebnisse auswirken.
Wechselkursrisiko
Die GBS tätigt einen Teil ihres Geschäftes außerhalb der Euroländer. Es können Währungsschwankungen zu einer unvorhergesehenen Beeinflussung des Ergebnisses führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsmitteln, die nicht in der funktionalen Währung einer Gesellschaft bestehen. Das Währungsrisiko aus Finanzinstrumenten ist bei der GBS insbesondere für den US-Dollar und das englische Pfund bedeutsam.
Derzeit hat dieses Risiko noch nicht den Grad der Wesentlichkeit erreicht. Gleichwohl ist es latent vorhanden und nimmt mit zunehmender Internationalisierung der Gruppe eine immer höhere Bedeutung ein.
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Risiken in bestehenden Forderungen
Grundsätzlich besteht bei allen Forderungen der GBS ein Ausfallrisiko. Dieses besteht sowohl direkt zum Endkunden im Rahmen des direkten Vertriebes, als auch indirekt zum Endkunden im Rahmen des Vertriebes über so genannte Vertriebspartner. Es gilt insbesondere aber nicht ausschließlich für Forderungen aus dem nicht deutschsprachigen Markt und/oder für Kunden und/oder Partner, deren Unternehmen über keine ausgewogene Finanzstruktur verfügen.
Für den Fall, dass die Aktivitäten zur Beitreibung der offenen Forderungen nicht oder nur bedingt ausreichen, muss mit einer über dem Planansatz liegenden Ergebnis- und Liquiditätsbelastung gerechnet werden.
Sollte ein sich dadurch ergebender Liquiditätsengpass nicht anderweitig ausgleichen lassen, wäre die Gesellschaft darauf angewiesen, ihren Finanzbedarf überwiegend aus Fremdmitteln zu decken oder gegebenenfalls in Form von zusätzlichem Fremd- oder Eigenkapital über den Kapitalmarkt aufzunehmen. Das Ausfallrisiko wird vom Management der GBS jedoch als relativ gering eingeschätzt, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist und Geschäfte nach bestem Wissen und Gewissen und unter Einbindung der uns vorliegenden Informationen nur mit solventen Kunden durchgeführt werden.
Steuerliche Risiken
Die GBS ist steuerlichen Risiken ausgesetzt, indem etwa steuerliche Veranlagungen und Außenprüfungen zu Nachzahlungen führen oder es infolge der Steuergesetzgebung zu nachteiligen Änderungen kommt. Die Gesellschaft verfügt über Verlustvorträge. Vor dem Hintergrund der Änderung im Aktionärskreis der GROUP Business Software AG in maßgeblicher Höhe in 2011 und nach der derzeitigen Gesetzeslage ist anzunehmen, dass die steuerliche Nutzbarkeit des ertragssteuerlichen Verlustvortrages ganz oder teilweise entfällt. Es besteht die Möglichkeit, dass die Unterstützungsleistungen der Gesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften/ Beteiligungsgesellschaften von den Finanzbehörden im Rahmen einer Überprüfung bezüglich der Angemessenheit bemängelt werden und dass daraus gegebenenfalls Steuernachforderungen resultieren können.
Risiken aus Abschreibungen
Wesentliche Vermögenswerte der Gesellschaft befinden sich insbesondere in den immateriellen Vermögensgegenständen, den Finanzanlagen sowie den Forderungen und dort insbesondere gegen verbundene oder assoziierte Unternehmen. Hieraus können im Korrekturfall erhebliche Abschreibungspositionen resultieren. Diese können ihrer Höhe nach erheblichen negativen Einfluss auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Prozessrisiken, rechtliche Risiken, Verwaltungsverfahren
Es sind die üblichen Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäftsgang anhängig
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Diese Rechtsstreitigkeiten können ihrer Höhe nach negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Im Rahmen der Verschmelzung der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte auf die Gesellschaft und im Rahmen der Verschmelzung der Group Technologies AG (alt) auf die Gesellschaft wurden mehrere Anträge auf Einleitung von Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung des jeweiligen Umtauschverhältnisses gestellt.
Diese Anträge wurden im Wege des gerichtlichen Vergleiches zurückgenommen. Der Vergleich umfasst zum einen Einmalzahlungen zum anderen ereignisbedingte Zahlungen an die zum Zeitpunkt des Umtausches beteiligten Aktionäre der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte und an die zum Zeitpunkt des Umtausches beteiligten Aktionäre der Group Technologies AG (alt).
Risiken im Zusammenhang mit Versicherungsschutz
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die GBS für bestimmte Risiken über keinen ausreichenden Versicherungsschutz verfügt. Es besteht daher das Risiko, dass gegen die Gesellschaft Ansprüche erhoben oder durchgesetzt werden, die nicht durch Versicherungen abgedeckt sind. Dies kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft haben.
Konjunkturrisiken/Branchenspezifische Risiken
Eine Abschwächung der Konjunktur hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklungen der GBS.
Sollte sich die allgemeine Marktlage, insbesondere in Deutschland und den USA und insbesondere vor dem Hintergrund zukünftiger Investitionsentscheidungen mit IT-Relevanz, verschlechtern und sich diese Verschlechterung gerade im Bereich von Investitionen in professionellen Unternehmensapplikationen zeigen, kann dies negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Geschäftsverlaufes nehmen. Die Gesellschaft verspricht sich Erfolge insbesondere durch die Verknüpfung ihrer Technologie mit bestehenden Softwareanwendungen. Damit ist die Gesellschaft in einem Geschäftsfeld tätig, das auf Grund der Neuartigkeit der Technologien und deren noch nicht absehbaren Akzeptanz bei potentiellen Kunden mit hohen Risiken behaftet ist. Der Fokus der Gesellschaft liegt dabei auf der Automatisierung von Prozessen innerhalb der zur Anwendung kommenden Software, so dass der Erfolg der Gesellschaft wesentlich von der Integrationsfähigkeit, der Kundenakzeptanz sowie der Bereitschaft anderer Hersteller zur Anbindung der Technologie abhängig sein wird. Im Markt herrscht aktuell Aufklärungsbedarf über neue Technologieansätze im Bezug auf Dienstleistungsformen "as a Service" und damit verbunden "Cloud Computing" und somit über die Technologien der Gesellschaft und ihre Anwendungsmöglichkeiten. Die Gesellschaft hat jedoch nur begrenzt Einfluss darauf, ob ihre Technologie im Markt verwendet wird und sich im Markt durchsetzen kann. Maximaler Nutzen kann aus der Technologie der Gesellschaft allerdings nur dann gezogen werden, wenn sie in die bestehende Infrastruktur integriert wird. Der Erfolg der Gesellschaft ist weiter davon abhängig, dass sich im E-Mail-Sektor ein Markt für automatisierte Systeme bildet und dass Cloud Computing am Markt erfolgreich implementiert wird. Nur wenn Kunden und Partner von dem Nutzen der Technologie überzeugt werden, kann überhaupt ein Markt entstehen. Insbe-
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sondere müssen die potentiellen Kunden und Partner bereit sein, für diese Technologie möglicherweise ein höheres Entgelt zu zahlen, was sich als Wettbewerbsnachteil herausstellen kann.
Die Softwareindustrie ist durch sich rasant verändernde Märkte und Technologien, immer wieder neu entstehende Normen und Vorschriften, regulatorische Beschränkungen und die häufige Einführung neuer Produkte gekennzeichnet. Auf Grund der Einführung neuer Produkte und der damit verbundenen neuen Technologien, sowie der häufigen Entstehung neuer Normen und regulatorischer Beschränkungen besteht die Gefahr, dass die Produkte der Gesellschaft schnell veralten bzw. weniger wettbewerbsfähig oder marktgängig werden. Es besteht die Möglichkeit, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, neue Technologien zu entwickeln, die allgemeine Akzeptanz finden. Es gibt keine Gewähr dafür, dass es der Gesellschaft künftig weiter gelingen wird, innovative neue Produkte zu entwickeln. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bereits entwickelte Technologien veralten. Möglicherweise wird die Gesellschaft künftig nicht in der Lage sein, den sich ständig weiterentwickelnden Anforderungen des Marktes Rechnung zu tragen.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wettbewerber Produkte gleicher oder höherer Qualität und Funktionalität zu günstigeren Preisen anbieten, oder dass die Gesellschaft aus technischen, rechtlichen, finanziellen oder sonstigen Gründen nicht imstande sein sollte, sich rechtzeitig auf Veränderungen der Marktbedingungen oder der Kunden- oder Endverbrauchernachfrage einzustellen. Der Eintritt der vorgenannten Risiken kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Investitionsrisiko
Die Investitionen der GBS werden jeweils im Rahmen eines Investitionsplanes definiert, der regelmäßig an den jeweiligen Akquisitionsstand angepasst wird. Bereits in der Vorakquisitionsphase (Pre-Merger) erfolgt eine detaillierte Risikobewertung des aktuellen Investitionsprojekts. Die laufende Risikokontrolle während der Durchführung erfolgt durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings. Dieses ist im Unternehmensbereich Finanzen sowie direkt beim Vorstand angesiedelt.
Die Integration der Unternehmen bzw. der Unternehmensteile oder Vermögenswerte (Post-Merger) beinhaltet die möglichst rasche Vereinheitlichung der Strukturen und Geschäftsbereiche, um so auch organisatorisch eine optimierte Einheit zu bilden. Ziel ist es zusätzliche Kostensynergien, z.B. durch Kostensenkungen, Shareholder-Value und ein zuvor prognostiziertes Ertragswachstum zu erreichen. Klare Entscheidungen, überzeugende Kommunikation sowie Organisations- und Personalentscheidungen werden sehr zeitnah getroffen und legen den Grundstein für eine Risikominimierung bei Investitionen. Trotz einer solchen Minimierung kann das Risiko, dass die in der Planung des Investitionsprojekts prognostizierten Werte ungünstiger ausfallen als erwartet nicht vollumfänglich gebannt werden.
Besonders herauszustellen sind die Akquisitionen der Vermögenswerte der FastWorks Ltd. im Mai des Jahres 2010 sowie der Erwerb der Permessa Corp. im vergangenen Oktober und letztlich der Erwerb
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der Salesplace ebenfalls Oktober. Das hinzugewonnene Know-how, welches durch Akquisitionen hinzugewonnen wurde, wird heute bereits effektiv weiterentwickelt und ist bereits erfolgreich in die Geschäftsbereiche GBS Apps sowie GROUP Live integriert worden. Die durchgeführte Risikominimierung zeigte den gewünschten Erfolg.
Allerdings kann die noch nicht vollständig durchgeführte Nachakquisitionsphase ein Risiko für das Unternehmen darstellen, sofern der Integrationsprozess nicht wie prognostiziert abgeschlossen werden kann. Sollte sich der Integrationsprozess schwieriger bzw. zeitlich aufwendiger und kostenintensiver erweisen als erwartet, so kann sich diese Tatsache negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Ferner kann der künftige Erwerb von Unternehmen zur Folge haben, dass die GBS direkt oder mittelbar in Haftung gegenüber einem Dritten kommt.
Geheimhaltungsrisiko
Die GBS verfügt über eine Vielzahl vertraulich zu behandelnder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Zu deren Geheimhaltung verwendet die GBS Geheimhaltungsvereinbarungen mit Mitarbeitern, Kooperationspartnern sowie bestimmten anderen Vertragspartnern. Es kann jedoch nicht gewährleistet werden, dass diese Abmachungen und andere Schutzmaßnahmen einen vollumfänglichen Schutz darstellen oder unverletzt bleiben. Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse anderweitig Wettbewerbern bekannt werden. Dies könnte sich nachteilig für die Gesellschaft auswirken.
Zusammenfassende Risikobeurteilung
Sollten sich genannte oder neu auftretende Risiken realisieren, so kann sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns auswirken.
Auf diese Weise ist es möglich, dass sich diese Umstände nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GBS auswirken. Im Vertrauen auf das Nichteintreten eines Risikos getätigte Investitionen können sich als unwirtschaftlich erweisen. Aus der heutigen Sicht zeichnet sich jedoch gegenwärtig keine Entwicklung ab, welche die Risikotragfähigkeit der GROUP Business Software AG in bestandsgefährdender Art und Weise beeinträchtigen würde.
3.3 Chancen Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit
Wir erwarten, dass der Markt die Cloud Computing- und die Transformerlösung der GBS in starkem Maße annimmt. Zahlreiche Preise und Rückmeldungen von Kunden und Geschäftspartnern zeigen, dass die Investitionsentscheidungen, die allesamt aus dem laufenden Geschäftsbetrieb heraus finanziert wurden, richtig waren. Jetzt gilt es die notwendigen Strukturen zu schaffen, um das daraus erwartete Geschäftsvolumen professionell bedienen zu können. Hierbei setzt GBS auf die Stärke seiner Mitarbeiter und Partner und auf eine anhaltend starke Nachfrage in den nächsten 24 Monaten.
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4. Prognosebericht
Die unterschiedlichen Ausmaße der Weltwirtschaftskrise der vergangenen drei Jahre sorgen weltweit immer noch für eine unterschiedliche Entwicklung in den verschiedenen Ökonomien. Profitieren zum Beispiel Deutschland, einige wenige andere Industrienationen oder auch die meisten Schwellenländer ganz rigoros vom weltwirtschaftlichen Aufschwung, so warnen Experten vermehrt vor einer langsam einsetzenden Abkühlung der Weltwirtschaft. Als Grund dafür kann man 3 wesentliche Ursachen angeben: die zunehmende internationale Staatsverschuldung – gerade im Euroraum –, die Unsicherheiten durch zurückkehrende Spekulationen an den Finanz- und Devisenmärkten sowie die sich anbahnende Inflation in Asien.
Man kann davon ausgehen, dass sich die Situation in der US-Wirtschaft langsam, aber doch stetig bessern wird. Die Arbeitslosenquote wird künftig wohl zurückgehen, die amerikanische Notenbank wird vorerst an ihren Finanzmarktlockerungen festhalten und die Zinsen werden vorerst vermutlich niedrig bleiben.
Die jüngsten Zinssatzerhöhungen in China, die Umwelteinflüsse in Australien sowie die damit verbundenen ansteigenden Nahrungsmittelpreise tragen dazu bei, dass sich in Asien die Inflationsrate auf bis zu 5% steigern könnte.
Nachdem die GBS den Einstieg in den Technologiebereich des Cloud Computing erfolgreich vollzogen hat, ist derzeit der Fokus ganz auf die Markteinführung des Transformers gelegt. Die Tatsache, dass Analysten unermessliche Wachstumsraten im Bereich Cloud Computing vorhersagen und diesem Software Vertriebsmodell die Fähigkeit zugesprochen wird, den gesamten Informations- und Telekommunikationsmarkt durcheinanderzuwirbeln, ist für die GBS Grund genug, Cloud Computing zusammen mit der Transformer Technologie höchste Priorität einzuräumen.
Das Management geht davon aus, dass gerade vor dem Hintergrund der beiden o.g. neuen Technologien bei weiterhin unverändertem Akquisitionstempo und erfolgreicher Platzierung des GROUP Live Angebotes sowie der erfolgreichen Markteinführung des Transformers eine Steigerung des jährlichen Konzernumsatzes in den nächsten beiden Jahren auf Jahresbasis von über 50% p.a. möglich ist.
Dies setzt allerdings voraus, dass geeignete Finanzierungsmethoden realisiert werden können und weiterhin kompatible Akquisitionsobjekte in den Fokus genommen werden können. Eine herausragende Bedeutung kommt hier der Nachakquisitionsphase (Post-Merger Phase) zu, in der die neu hinzugewonnenen Firmenteile aktiv mitgestalten müssen, wenn es darum geht, eine nachhaltige Schaffung und Realisierung von Wertsteigerungspotenzialen erbeizuführen.
Der GBS Konzern erwartet ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen in 2011, unter der Berücksichtigung der geplanten Releasephase des Transformers, zwischen von 3 und 4 Mio. Euro (2010: 3,4 Mio. Euro).
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McKinsey gab im vergangenen Jahr die Prognose ab, dass vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen einige Unternehmen ganz besonders die Chance nutzen würden, Gelegenheiten zu ergreifen, die sich unter normalen weltwirtschaftlichen Bedingungen nur selten ergeben würden. Die GBS hat bislang ihre Möglichkeiten genutzt und hat konsequent ihre Expansion bzw. Marktkonsolidierung weiterbetrieben, vor allen Dingen in den USA und Kanada.
Vor diesem Hintergrund spielt die zukünftige Akquisitionsstrategie der GBS weiterhin eine wichtige Rolle.
Im kommenden Jahr wird dem asiatischen Raum besondere Bedeutung beigemessen.
Die Prognosen und Aussagen der Gesellschaft und der Konzerngesellschaften beruhen auf zahlreichen Annahmen und unterliegen der Bedingung, dass sich die Auswirkungen der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklungen. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht oder nur teilweise zutreffen.
5. Nachtragsbericht
Seit dem 05. November 2010 ist die GBS Enterprises Inc., USA mit rund 28,2% und seit dem 13. Januar 2011 mit rund 50,1% an der GROUP Business Software AG beteiligt. Aufgrund der Gesellschafts- und Beteiligungsstruktur besteht derzeit die Möglichkeit, dass der Konzernabschluss der GBS Enterprises Incorporation sowohl nach US-GAAP als auch nach IFRS 3 in Form einer "reverse acquisition" mit der GROUP Business Software AG als wirtschaftlich führende Konzernobergesellschaft zukünftig abgebildet werden würde.
Eisenach, 31. Mai 2011
Jörg Ott Markus Ernst Vorstand Vorstand
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Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2010 (zum 31.12.2010) GROUP Business Software AG Konzern gemäß IFRS
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| Aktiva LANGFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE |
Notes | Bilanz GROUP Business Software Konzern 31.12.2010 Euro |
Bilanz GROUP Business Software Konzern 31.12.2009 Euro |
|---|---|---|---|
| Firmenw erte |
III.a.B. 2.1 | 23.137.508,62 | 20.893.409,05 |
| sonstige immaterielle Vermögensw erte |
III.a.B. 2.2 / 2.3 | 12.209.615,29 | 8.922.055,62 |
| Sachanlagen | III.a.B. 1 | 221.649,99 | 191.327,44 |
| Finanzanlagen | III.a.B. 3 | 1.022.667,16 | 159.961,63 |
| 36.591.441,06 | 30.166.753,74 | ||
| aktive latente Steuern | III.a.B. 4 | 2.941.431,92 | 2.812.226,17 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||
| Vorräte | III.a.A. 4 | 0,00 | 79.185,97 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | III.a.A. 2 | 4.262.803,66 | 1.957.246,32 |
| sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensw erte |
III.a.A. 2 | 1.647.014,40 | 352.830,95 |
| Zahlungsmittel | III.a.A. 1 | 1.397.065,79 | 1.192.260,03 |
| 7.306.883,85 | 3.581.523,27 | ||
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | III.a.A. 3 | 1.060.195,18 | 1.075.484,49 |
| Assets Held for Sale | III.a.A. 5 | 0,00 | 8.751.430,99 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 47.899.952,01 | 46.387.418,66 |
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| Passiva | Bilanz GROUP Business Software Konzern 31.12.2010 Euro |
Bilanz GROUP Business Software Konzern 31.12.2009 Euro |
|
|---|---|---|---|
| EIGENKAPITAL | |||
| Gezeichnetes Kapital | III.a.B. 1.1 | 25.232.000,00 | 25.232.000,00 |
| Kapitalrücklage | III.a.B. 2 | 3.269.507,16 | 3.269.507,16 |
| Rücklage für Währungsumrechnung | III.a.B. 4 | -20.330,27 | 99.955,66 |
| Ergebnisvortrag | III.a.B. 3 | 2.448.583,79 | 1.429.338,80 |
| Konzernergebnis | III.a.B. 3 | 260.458,27 | 1.019.244,99 |
| Minderheitenanteile | III.b. 11 | -4.402,78 | 2.458,44 |
| 31.185.816,17 | 31.052.505,05 | ||
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen III.a.A. 4 | 114.974,00 | 104.228,00 | |
| langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | III.a.A. 1 | 582.687,45 | 2.241.229,51 |
| langfristige sonstige Verbindlichkeiten | III.a.A. 2 | 4.575.740,00 | 4.144.691,47 |
| 5.273.401,45 | 6.490.148,98 | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | III.a.A. 3 | 1.412.444,71 | 959.453,13 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | III.a.A. 7 | 3.181.463,49 | 848.239,95 |
| übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | III.a.A. 1 | 37.580,73 | 58.117,14 |
| sonstige kurzfristige Rückstellungen | III.a.A. 6 | 2.172.954,06 | 1.476.627,03 |
| 6.804.442,99 | 3.342.437,25 | ||
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | III.a.A. 8 | 4.636.291,40 | 4.105.650,60 |
| Liabilities Held for Sale | III.a.A. 9 | 0,00 | 1.396.676,78 |
| SUMME EIGENKAPITAL UND SCHULDEN | 47.899.952,01 | 46.387.418,66 |
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| GROUP Business | GROUP Business | ||
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | Software Konzern | Software Konzern | |
| 01.01. - 31.12.2010 | 01.01. - 31.12.2009 | ||
| Euro | Euro | ||
| Umsatzerlöse | 20.690.931,05 | 22.671.288,19 | |
| Erträge aus aktivierten Eigenleistungen | 1.296.439,35 | 1.662.917,74 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.759.043,09 | 1.383.735,74 | |
| Materialaufw and / Aufw and für bezogene Leistungen |
5.835.610,29 | 5.202.478,01 | |
| Rohertrag | 18.910.803,20 | 20.515.463,66 | |
| Personalaufw and |
10.092.747,44 | 10.898.465,06 | |
| Sonstige betriebliche Aufw endungen |
5.464.691,23 | 6.216.280,55 | |
| Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Abschreibungen (EBIT DA) | 3.353.364,53 | 3.400.718,05 | |
| Abschreibungen | 3.013.765,26 | 2.160.936,85 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 339.599,27 | 1.239.781,20 | |
| Zinserträge/-aufw endungen |
-339.801,35 | -151.122,05 | |
| anteiliger Gew inn aus assoziierten Unternehmen |
-43.892,50 | -31.708,00 | |
| Abschreibung auf Finanzanlagen | 406,36 | -6.048,45 | |
| Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) | -43.688,22 | 1.050.902,70 | |
| Steuern | 297.285,27 | -32.040,38 | |
| Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag vor Minderheitenanteilen | 253.597,05 | 1.018.862,32 | |
| Ergebnisanteile von Minderheiten | 6.861,22 | 382,67 | |
| Ergebnisanteile von Group Business Softw are |
253.597,05 | 234.102,87 | |
| Konzernergebnis | 260.458,27 | 1.019.244,99 | |
| Ergebnis je Aktie in € | |||
| aus fortgeführten Aktivitäten | 0,01 | 0,04 | |
| aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -,-- | -,-- | |
| aus Konzernüberschuss | 0,01 | 0,04 |
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| Gesamtergebnisrechnung | GROUP Business Software Konzern 01.01. - 31.12.2010 Euro |
GROUP Business Software Konzern 01.01. - 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Steuern | 260.458,27 | 1.019.244,99 |
| - davon auf andere Gesellschafter entfallend | 6.861,22 | 382,67 |
| - davon auf die Aktionäre der GROUP Business Softw are AG entfallend |
253.597,05 | 234.102,87 |
| - Ertragsteuern | 0,00 | 0,00 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages | ||
| (Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) | 0,00 | 0,00 |
| - Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungs- | ||
| umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | -390.792,77 | -287.371,31 |
| -Währungsdifferenzen unrealisierte Veränderung | 370.462,50 | 387.326,97 |
| - in die Gew inn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag |
0,00 | 0,00 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages (Währungsumrechnungsdifferenz) |
-20.330,27 | 99.955,66 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Wertänderungen | ||
| - davon auf andere Gesellschafter entfallend | -4.402,78 | 2.458,44 |
| - davon auf die Aktionäre der GROUP Business Softw are AG entfallend |
0,00 | 0,00 |
| Summe aus Ergebnis nach Steuern und im Eigenkapital erfassten Wertänderungen (Summe Comprehensive Income) |
240.128,00 | 334.441,20 |
| - davon auf andere Gesellschafter entfallend | 6.861,22 | 382,67 |
| - davon auf die Aktionäre der GROUP Business Softw are AG entfallend |
233.266,78 | 334.058,53 |
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| Cash flow statement zum 31.12.2010 (IFRS) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis vor Steuern | -65 | 1.051 |
| Berichtigungen für | ||
| 1. Abschreibungen/Zuschreibungen | 3.014 | 2.161 |
| Betriebliches Ergebnis vor Änderungen im Nettoumlaufvermögen | 2.949 | 3.211 |
| 3. (-/+) Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL und sonstigen Aktiva | ||
| Vorräte | 0 | -7 |
| Forderungen | -3.963 | 1.463 |
| Lieferantenverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten | 2.439 | -2.176 |
| Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 1.425 | 2.492 |
| Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus fortgeführter laufender Geschäftstätigkeit | 1.425 | 2.492 |
| Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.425 | 2.492 |
| Investitionstätigkeit | TEuro | TEuro |
|---|---|---|
| Ein- und Auszahlungen für: | ||
| 1. Erw erb von immateriellem Anlagevermögen |
-2.887 | -3.410 |
| 2. Erw erb von Sachanlagevermögen |
-119 | -358 |
| 3. Erlöse aus dem Abgang für Sachanlagevermögen | 0 | 0 |
| 4.a Auszahlungen für den Erw erb von Tochterunternehmen |
-302 | 32 |
| 4.b abzüglich erhaltener Zahlungsmittel | 114 | 0 |
| 5.a. Veräußerung von konsolidierten Unternehmen | 4.515 | |
| 5.b abzüglich abgehender Zahlungsmittel | -1.581 | 0 |
| Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus der Investitionstätigkeit | -260 | -3.736 |
| Finanzierungstätigkeit | TEuro | TEuro |
|---|---|---|
| Ein- und Auszahlungen für: Zu-/Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten |
-1.659 | 552 |
| Mittelzufluß (+) / Mittelabfluß (-) aus der Finanzierungstätigkeit | -1.659 | 552 |
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| ÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Zahlungsmittelbestand zum 01.01. | 1.973 | 2.588 |
| Veränderung des Zahlungsmittelbestandes Mittelfluß aus laufender Geschäftstätigkeit Mittelfluß aus Investitionstätigkeit Mittelfluß aus Finanzierungstätigkeit Währungsausgleich |
1.425 -260 -1.659 -120 |
2.492 -3.736 552 77 |
| Zahlungsmittelbestand zum 31.12. | 1.359 | 1.973 |
| Umgliederung Held for Sale | 0 | 839 |
| Zahlungsmittelbestand zum 31.12. | 1.359 | 1.134 |
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Allgemeine Angaben
Die GROUP Business Software AG (nachfolgend kurz als "GROUP" bezeichnet) mit ihrem Sitz in Eisenach, Hospitalstraße 6 (Deutschland), ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 405713 eingetragen. Sie ist das Mutterunternehmen des GROUP-Konzerns. Die Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0005104509) werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Markt im Segment Entry Standard sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart gehandelt.
Hinsichtlich der Art der Geschäftstätigkeit und der Hauptaktivitäten verweisen wir auf den Lagebericht und die Segmentberichterstattung unter Abschnitt VII.
Der Vorstand wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 15. Juni 2011 zur Veröffentlichung freigeben. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss am 15.06.2011. Der zum 31. Dezember 2010 aufgestellte Konzernabschluss und der Lagebericht wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers gemäß § 325 HGB bekannt gemacht.
Der Konzernabschluss der GROUP ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der EU anerkannten Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London / Großbritannien sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) freiwillig erstellt worden.
Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips mit Ausnahme gewisser Positionen, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die mit ihrem Zeitwert ausgewiesen werden. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Wertansätze, die auf steuerlichen Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2010).
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in tausend Euro (TEuro) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz beinhaltet der IFRS-Konzernabschluss als weitere Komponenten die Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, die Kapitalflussrechnung und den Anhang. Der separate Bericht über die Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht gemäß § 315 Abs. 1 HGB) ist im Lagebericht enthalten.
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Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.
Minderheitsanteile konzernfremder Gesellschafter sind als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen.
Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Stichtagen sowie die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung auf Basis der laufenden Ereignisse und Maßnahmen beruhen, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen.
Im Geschäftsjahr 2010 fanden die von der EU verabschiedeten Rechnungslegungsstandards und Interpretationen, soweit sie auf den GROUP-Konzern anwendbar waren, Anwendung.
- IAS 1 "Presentation of Financial Statements"
- IFRS 3 / IAS 27 "Business Combinations" / "Consolidated and Separate Financial Statements"
- IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures"
- IFRS 8 "Operating Segments"
Die neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Berichtsperiode der Gesellschaft.
Die folgenden Standards und Interpretationen bzw. Regelungen der IASB treffen für die Geschäftstätigkeit der GROUP nicht zu bzw. werden aufgrund des gegebenen Wahlrechts erst in den folgenden Konzernabschlüssen der GROUP berücksichtigt:
- IAS 32 "Financial Instruments: Presentation"
- IFRS 1, IAS 27 First-time Adoption of International Financial Reporting Standards
- IAS 39, IFRS 9, IFRIC 9 "Reassessment of Embedded Derivatives / Financial Instruments: Recognition and Measurement"
- IFRIC 13, IFRIC 14, IFRIC 15, IFRIC 16, IFRIC 18.
Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte jedoch einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Berichtsperiode.
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I. Abgrenzung des Konsolidierungskreises
1. Konzern- und Beteiligungsunternehmen
1.1 Einbezogene Tochterunternehmen
In den Konzernabschluss der GROUP Business Software AG sind die folgend aufgeführten Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen worden; im Vorjahr waren dies acht Tochterunternehmen.
| Verbundenes Unternehmen | Sitz | Eigenkapital zum 31.12.2010 TEuro |
Anteil am Gezeichneten Kapital |
Ergebnis des Geschäftsjahres |
Zeitpunkt der Erstkonso lidierung |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEuro | in % | TEuro | |||||
| ebVOKUS Software GmbH | Dresden | 292 | 40 | 100,0% | 150 | 01.11.05 | |
| GROUP Business Software (UK) Ltd. | Manchester | -769 | 22 | 100,0% | -233 | 31.12.05 | |
| GROUP Business Software Corp. | Milford | -1.233 | 1 | 100,0% | -844 | 31.12.05 | |
| GROUP LIVE N.V. | Den Haag | -1.503 | 100 | 100,0% | 6 | 31.12.05 | |
| GROUP Technologies GmbH | Karlsruhe | 54 | 25 | 100,0% | 0 | 01.10.05 | |
| Permessa Corporation | Waltham | -278 | 0 | 100,0% | 38 | 22.09.10 | |
| Relavis Corporation | New York | -363 | 1 | 99,5% | 289 | 01.08.07 |
Bei der GROUP Business Software (UK) Ltd, handelt es sich um eine mittelbare 100%-ige Beteiligung.
Zwischen der GROUP Business Software AG als herrschendem Unternehmen und der GROUP Technologies GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Mit Wirkung zum 01. März 2010 hat die Gesellschaft sich von ihrer Beteiligung der GROUP Business Software Holding OY sowie deren Tochtergesellschaft der Gedys IntraWare GmbH getrennt (vgl. Erläuterungen unter III. a. B. 2.1).
Am 22. September 2010 erwarb die GROUP Business Software Corporation die ersten 51% an der Permessa Corporation sowie am 23. November 2010 die ausstehenden Anteile. Der Gesamtkaufpreis betrug 1.735 TEuro und ist in vier Raten bis 2013 zahlbar (vgl. Erläuterungen unter II. 5.).
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1.2 Assoziierte Unternehmen
Aufgrund der fehlenden Beherrschung bzw. Kontrolle wurde die B.E.R.S. AD, Varna (Bulgarien) als assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss erfasst. Die Beteiligung der GROUP Business Software AG an der B.E.R.S AD, mit Anschaffungskosten in Höhe von 265.000,00 Euro, beträgt 50%. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der 31. Dezember 2006.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist diese Gesellschaft ein Jahresverlust in Höhe von -88 TEuro (Vj. - 63 TEuro) aus. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 44 TEuro (Vj. 32 TEuro) als Verlust aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen.
| Assozierte Unternehmen | Sitz | Gesamtwert Vermögenswerte 31.12.2010 |
Schulden | Umsatzerlöse | Jahresergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | ||
| B.E.R.S. AD | Varna | 139 | 44 | 283 | -88 |
II. Konsolidierungsgrundsätze
1. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend Geschäfts- oder Firmenwerte, erworbene Software sowie aktivierte Softwareentwicklungsleistungen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die Entwicklungskosten nach IAS 38 aktivierungsfähig sind, werden diese mit den zurechenbaren Personal- sowie Gemeinkosten angesetzt.
Selbst erstellte Software kann zum Vertrieb an Dritte bestimmt sein oder vom Unternehmen selbst genutzt werden. Sofern die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst.
Die GROUP schreibt in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Darüber hinaus wird bei Vorliegen
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besonderer Umstände im Sinne von IAS 36 ein Werthaltigkeitstest vorgenommen und gegebenenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Die Nutzungsdauer für erworbene Software beträgt zwischen drei bis fünf Jahre, für selbsterstellte Software drei Jahre.
Die im Rahmen einer Akquisition erworbenen immateriellen Vermögenswerte, die nicht die Kriterien einer separaten Erfassung erfüllen, werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und einmal jährlich hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit in Form eines Impairmenttests überprüft. Sofern die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben sein sollte, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird im GROUP-Konzern grundsätzlich der Nutzungswert herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historische Entwicklungen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die erwarteten Wachstumsraten der betreffenden Märkte zugrunde gelegt.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird linear (pro rata temporis) über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich Nutzungszeiträume von 3 bis 10 Jahren zugrunde.
Sofern Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw. Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst.
Finanzinstrumente
Im März 2009 veröffentlichte das IASB Verbesserung der Angaben zu Finanzinstrumenten (Anpassung des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben") zur Erweiterung der Berichterstattung über die Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten. Die Änderung betrifft die Einführung einer dreistufigen Fair-Value-Hierarchie für Berichterstattungszwecke. Diese unterscheidet Fair Values nach Bedeutung der in die Bewertung einbezogenen Input-Parameter und verdeutlicht, inwiefern beobachtbare Marktdaten bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind. Des Weiteren sollen die Angaben zum Liquiditätsrisiko verbessert werden, indem der Umfang der in einen Fälligkeitsspiegel einzubeziehenden Verbindlichkeiten klargestellt wird.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen
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Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einen anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Derivative Finanzinstrumente im Sinne IAS 32 werden zum Bilanzstichtag nicht gehalten. Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald ein Unternehmen des GROUP-Konzerns Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Leistung des Vermögenswertes innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d.h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den GROUP-Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden unsaldiert ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden – ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit dem Erstbuchwert abzüglich Wertminderungen bewertet.
Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen sowie pauschalierten Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt.
Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen.
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Latente Steuern
Latente Steuern gemäß IAS 12 werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz gebildet (Temporary-Konzept). Daneben sind latente Steuern aus Verlustvorträgen zu erfassen, sofern damit zu rechnen ist, dass sie genutzt werden können. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzliche Regelungen.
Vorräte
Unter den Vorräten wurde im Vorjahr gemäß IAS 2 (Inventories) der zum Verkauf bestimmte Warenbestand ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die angesetzte Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die Pensionsrückstellung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet.
Steuerverbindlichkeiten
Die Steuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Andere Rückstellungen
Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Resultiert aus der geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.
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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden
Ein Ausweis erfolgt in diesen Posten, wenn einzelne langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten und gegebenenfalls direkt zurechenbarer Schuldposten (Disposal Groups) vorliegen, die in ihrem jetzigen Zustand veräußert werden. Voraussetzung für das Vorliegen einer Disposal Group ist, dass die Vermögenswerte und Schulden in einer einzigen Transaktion oder im Rahmen eines Gesamtplans zur Veräußerung bestimmt sind.
Auf langfristige Vermögenswerte, die einzeln oder zusammen in einer Disposal Group zur Veräußerung bestimmt sind oder die zu einer nicht fortgeführten Aktivität gehören, werden keine planmäßigen Abschreibungen mehr vorgenommen. Sie werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten angesetzt. Liegt der Fair Value unter dem Buchwert, erfolgt eine Wertminderung.
Zum Vorjahres-Bilanzstichtag betraf das die Vermögenswerte und Schuldposten der GROUP Business Software Holding OY sowie der Gedys IntraWare GmbH, deren Veräußerung und somit Endkonsolidierung zum 1. März 2010 erfolgte.
Umsatzerlöse
Umsätze – nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen – werden zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. der Leistungserbringung und bei Vorliegen einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit, dass der aus der Transaktion entstehende ökonomische Nutzung zufließen wird, realisiert.
Die Realisierung von Wartungserlösen erfolgt nach IAS 18 anteilig über den vertraglichen Leistungszeitraum. Beratungs- und Schulungsleistungen werden mit Leistungserbringung realisiert. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten.
Andere aktivierte Eigenleistungen
An dieser Position werden die unter den immateriellen Vermögenswerten zu aktivierenden Entwicklungsleistungen ausgewiesen. Sie umfassen ausschließlich Personalaufwendungen und angemessene anteilige Gemeinkosten.
Schätzungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass für die Bewertung bestimmter Bilanzposten und für den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden.
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In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Realisierbarkeit von zukünftigen Steuerentlastungen zu nennen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie die Cashflows des GROUP-Konzerns maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind und sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und somit deren Folgen schwer abzuschätzen sind.
Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ergaben sich Unterschiede zu den deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB, AktG), insbesondere durch:
-
Die Aktivierung von Entwicklungskosten (IAS 38), gemäß HGB nur die Entwicklungskosten in 2010,
-
Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag (IAS 21),
-
Die Bewertung von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten (financial assets held for trading) zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag (IAS 39),
-
Den Ansatz latenter Steuern aufgrund temporärer Differenzen und eines noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvortrages (IAS 12),
-
Die Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes (IAS 22).
2. Währungsumrechnung
Konzerneinheitlich werden Fremdwährungsforderungen gem. IAS 21 § 11 grundsätzlich mit dem Geldkurs am Buchungstag bewertet.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Briefkurs am Buchungstag bewertet.
Im Konzernabschluss erfolgt die Währungsumrechnung der Bilanzpositionen der ausländischen Unternehmen grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2010.
Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs (Mittelkurs des abgelaufenen Geschäftsjahrs) bewertet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet.
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Wesentliche Änderungen gegenüber der gemäß IAS 21 § 30 dargestellten Methode der Währungsumrechnung – Umrechnung zu Kursen am Tag des Geschäftsvorfalls ergeben sich nicht. Sicherungsgeschäfte werden nicht vorgenommen.
Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital sowie in den Anhangstabellen gesondert als "Währungsänderungen" ausgewiesen.
3. Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) in Verbindung mit IFRS 3 (Business combinations) durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.
Die gruppeninternen Lieferungen und Leistungen erfolgen sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen. Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
4. Finanzierungsrechnung
Die Finanzierungsrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des GROUP-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cashflow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände und Guthaben sowie kurzfristig fällige Überbrückungsgelder bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Bankenverbindlichkeiten. Die Finanzierungsrechnung stellt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zwischen zwei Stichtagen dar. In diesen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind zum 31. Dezember 2010 Zuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten.
Grundsätzlich muss daher die Finanzierungsrechnung die Gesamtheit aller Mittelzu- und -abflüsse beinhalten.
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Die zum Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow) korrespondierenden Größen werden in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft detailliert ausgewiesen. Das operative Ergebnis, das den Aufsatzpunkt für die Finanzierungsrechnung darstellt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft ausgewiesen.
5. Kaufpreisallokation und Werthaltigkeitsprüfungen
Geschäfts- oder Firmenwerte, auch solche aus der Kapitalkonsolidierung, werden seit dem 01. Januar 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben.
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) und dem in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standard IAS 36 (Impairment of Assets) werden Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung gegebenenfalls häufiger durchzuführen.
Die GROUP hat die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Buchwert von insgesamt 22.638 TEuro (Vj. 20.893,4 TEuro) für Zwecke des Impairment Tests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten wurden dabei die voll konsolidierten Tochtergesellschaften und die Muttergesellschaft des Konzerns definiert.
Sofern deren operativer Geschäftsbetrieb zusammengefasst von der GROUP geplant, budgetiert und kontrolliert wird, erfolgt eine entsprechende Zusammenfassung. Aufgrund der in 2005 vollzogenen Verschmelzungen wurden die Firmenwerte der ehemaligen global words AG, der Group Technologies AG sowie der GAP AG der GROUP Business Software AG zugeordnet und betragen zum Stichtag 8.394 TEuro.
Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die Buchwerte der zahlungsgenerierenden Einheiten inklusive zugeordnetem Goodwill dem entsprechenden erzielbaren Betrag zum 31. Dezember 2010 gegenübergestellt. In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust vor. Im Geschäftsjahr 2010 ergab sich kein Wertminderungsbedarf.
Der erzielbare Betrag wird auf der Grundlage des Nutzungswerts bestimmt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Geschäftseinheit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich auf die aktuellen Planungen der GROUP für die Jahre 2011 bis 2015. Die Cashflows ab 2016 sind auf Basis einer stetigen Wachstumsrate von 1,0% p.a. (Vj. 1,0%) extrapoliert worden.
Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind.
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Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen des Unternehmens dar. Beide Komponenten werden aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen der Konzerngesellschaften Rechnung zu tragen, werden für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten individuelle Kapitalkosten nach Ertragsteuern ermittelt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts der Muttergesellschaft des Konzerns wurden die erwarteten Cashflows mit Zinssätzen zwischen 7,75% (Vj. 8,71%) (Zahlungen des Jahres 2011) und 6,75% (Vj. 7,75%) (Zahlungen ab dem Jahr 2016) diskontiert.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation bei Erstkonsolidierung der Permessa Corporation haben sich 511 TEuro an gesondert zu aktivierenden Vermögenswerten aus nicht aktivierten Technologien ergeben.
Der sich hiernach ergebenden Goodwill stütz sich auf die zukünftigen Synergien der Nutzung der Permessa Technologie im Rahmen der Analyse der Transformerprojekte mit unter 1% des geplanten Transformerumsatzes. Die Akquisition wirkt sich auf die Vermögen und Schulden des Konzerns wie folgt aus:
| Akquisition Permessa | 22.09.2010 TEuro |
|---|---|
| Goodwill | 1.744 |
| Immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation | 511 |
| Sachanlagen | 3 |
| Umlaufvermögen | 158 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -477 |
| Passive latente Steuern | -204 |
| Erworbenes Reinvermögen | 1.735 |
Wäre die Gesellschaft für das komplette Geschäftsjahr bereits in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätte sich ein Konzernumsatz in Höhe von 21.699 TEuro sowie ein Konzernergebnis in Höhe von 210 TEuro ergeben.
Am 14. Mai 2010 erwarb die GROUP Business Software AG die Vermögenswerte der FastWorks Ltd. Manchester/England. Mit gleichem Datum veräußerte sie die Vermögenswerte weiter an die GROUP Business Software Ltd. welche die Geschäfte der FastWorks innerhalb des Konzerns weiterführt.
Mit Datum vom 22. September 2010 erwarb die GROUP Business Software Corporation die Vermögenswerte des Geschäftsbereiches "Salesplace" der Interchance Solutions Inc. sowie das Geschäftskonzept der Notes Alliance.
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Im Rahmen der Kaufpreisallokation konnten die erworbenen Vermögenswerte wie folgt zugeordnet werden:
| Kaufpreisallokation | Notes Alliance / Salesplace |
FastWorks |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Technologien | 765 | 189 |
| Kundenstamm | 950 | 415 |
| Sachanlagen | 49 | 0 |
| Geschäftswert | 500 | 0 |
| Unfertige Leistungen | 75 | |
| Markenname | 57 | |
| 2.263 | 736 |
III. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzernerfolgsrechnung
III. a Erläuterungen zur Konzernbilanz
VERMÖGENSWERTE
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Liquide Mittel
Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.397 TEuro (Vj. 2.031 TEuro) und umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag. Setzt man von dem Zahlungsmittelbestand des Vorjahres den Anteil der veräußerten Einheiten (839 TEuro) ab, so beläuft sich der bilanziell verbleibende Zahlungsmittelbestand des Vorjahres auf 1.192 TEuro.
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In der Kapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfonds neben den in dieser Position aufgeführten Zahlungsmitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 15 TEuro (Vj. 30 TEuro) als liquiditätsnahes Vermögen auch die kurzfristigen finanziellen Schulden in Höhe von 38 TEuro (Vj. 58 TEuro).
2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichts- und Vorjahr kann dem nachfolgenden Forderungsspiegel entnommen werden.
| Forderungen | Stand | Stand | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | |||
| Forderungen | 01.01.09 | 5.156 | 01.01.08 | 5.302 | ||||
| + Zugang / - Abgang | -1.433 | 546 | ||||||
| EWB | 01.01.09 | -1.280 | 01.01.08 | -598 | ||||
| + Auflösung / - Zuführung | 239 | 239 | -682 | -682 | ||||
| EWB | 31.12.09 | -1.041 | 31.12.08 | -1.280 | ||||
| PWB | 01.01.09 | -79 | 01.01.08 | -70 | ||||
| + Auflösung / - Zuführung | 9 | 9 | -9 | -9 | ||||
| PWB | 31.12.09 | -70 | 31.12.08 | -79 | ||||
| 31.12.09 | 3.971 | 31.12.08 | 5.156 |
| Forderungen | Stand | Stand | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | |||
| Forderungen | 01.01.10 | 3.971 | 01.01.09 | 5.156 | ||||
| + Zugang / - Abgang | -290 | -1.433 | ||||||
| EWB | 01.01.10 | -1.041 | 01.01.09 | -1.280 | ||||
| + Auflösung / - Zuführung | 550 | 550 | 239 | 239 | ||||
| EWB | 31.12.10 | -492 | 31.12.09 | -1.041 | ||||
| PWB | 01.01.10 | -70 | 01.01.09 | -79 | ||||
| + Auflösung / - Zuführung | 32 | 32 | 9 | 9 | ||||
| PWB | 31.12.10 | -38 | 31.12.09 | -70 | ||||
| 31.12.10 | 4.263 | 31.12.09 | 3.971 |
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Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen sind im Geschäftsjahr 2010 nicht entstanden (Vj. 43 TEuro).
Die Restlaufzeit der Forderungen liegt mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Kautionen unter einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als höchste Einzelposition die Wertaufholung der Forderung der ehemaligen GAP AG im Rahmen des Adori Sachverhaltes gegenüber der Chubb in Höhe von 1.420 TEuro (Vj. 0 TEuro). Daneben sind hierin Steuererstattungsansprüche (33 TEuro; Vj. 171 TEuro), sonstige gewährte Darlehen (0 TEuro; Vj. 44 TEuro) sowie Mietkautionen (167 TEuro; Vj. 122 TEuro) enthalten.
3. Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen in Höhe von 1.060 TEuro (Vj. 1.075 TEuro) Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der maßgebliche Anteil hieran begründet sich in einer Anzahlung auf einen Umsatzanteil für eine Basistechnologie in Höhe von 897 TEuro (Vj. 906 TEuro). Aufgrund von technischen Verzögerungen wurde die Laufzeit dieser Lizenz bis zum 30. Juni 2014 verlängert.
4. Vorräte
Zum Jahresende wurde ein Warenbestand an Handelswaren in Höhe von 0 TEuro (Vj. 79 TEuro) bilanziert.
5. Assets Held for Sale
Die im Rahmen der Veräußerung der Tochtergesellschaften Gedys IntraWare GmbH und GROUP Business Software Holding OY zum 01. März 2010 abgehenden Vermögenswerte wurden zum 31. Dezember 2009 unter dieser Position mit 8.751 TEuro ausgewiesen. Mit der Entkonsolidierung der beiden Gesellschaften zum 28. Februar 2010 entfällt dieser Bilanzposten (vgl. Erläuterungen unter III. a. B. 2.1).
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B. Langfristige Vermögenswerte
1. Sachanlagevermögen
Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern wurden konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet.
Abschreibungen der in der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgeführten Computer-Hardware werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verteilt.
Die Abschreibungsdauer sonstiger Büroeinrichtungsgegenstände beläuft sich auf drei bis zehn Jahre. Büromöbel werden über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren abgeschrieben.
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens kann dem Konzernanlagespiegel (vgl. Anlage zum Konzernanhang) entnommen werden.
2. Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert
Der sich aus der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wird nach IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäftsoder Firmenwerte wurden im Rahmen eines Niederstwerttests (Impairment Test) auf ihre Werthaltigkeit untersucht.
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| Verbundenes Unternehmen | Zeitpunkt | GoF | GoF |
|---|---|---|---|
| der | Per | per | |
| Erstkonsolidierung | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| TEuro | TEuro | ||
| ebVOKUS Software GmbH | 01.10.05 | 324 | 324 |
| GAP AG für GSM Applikationen und Produkte | 31.12.05 | 1.398 | 1.398 |
| global words AG | 01.10.02 | 3.723 | 3.723 |
| GROUP Business Software (UK) Ltd. | 31.12.05 | 2.020 | 2.020 |
| GROUP Business Software Corp. | 31.12.05 | 1.591 | 1.591 |
| GROUP Business Software Holding OY | 31.12.05 | 7.429 | |
| GROUP LIVE N.V. | 31.12.05 | 968 | 968 |
| GROUP Technologies AG | 01.09.05 | 3.273 | 3.273 |
| Permessa Corporation | 22.09.10 | 1.744 | |
| Relavis Corporation | 01.08.07 | 5.325 | 5.325 |
| zurückbehaltener GoF CRM Business aus Codesplitt | 31.12.05 | 2.271 | |
| Umgliederung Held for Sale | -5.158 | ||
| 22.638 | 20.893 |
Mit Wirkung zum 01. März 2010 hat die Gesellschaft sich von ihrer Beteiligung der GROUP Business Software Holding OY sowie deren Tochtergesellschaft der Gedys IntraWare GmbH getrennt.
Der vereinbarte Kaufpreis betrug 8,25 Mio. Euro und wurde bis auf 6,5 Mio. Euro durch Aufrechnung im Zusammenhang gegenseitigen Forderungen aus sonstigen Geschäftsvorgängen getilgt, welcher zahlbar in 17 Raten bis Ende 2013 zur Zahlung fällig war. Zur Realisierung der vorzeitigen Kaufpreiszahlung (insgesamt 4,5 Mio. Euro in 2010) ging die Gesellschaft eine Kaufpreisminderung in Höhe von 1,25 Mio. Euro ein. Die zum 31. Dezember 2010 noch offene Kaufpreisforderung in Höhe von 735 TEuro ist in monatlichen Raten zu je 15 TEuro zur Rückzahlung fällig.
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Die Veräußerung wirkt sich auf das Vermögen und die Schulden des Konzerns wie folgt aus:
| Veräußerung GBS Holding Oy | 28.02.2010 |
|---|---|
| TEuro | |
| Goodwill | 5.158 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 63 |
| Sachanlagen | 49 |
| Umlaufvermögen | 4.045 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -2.380 |
| Abgehendes Reinvermögen | 6.935 |
| realisierter Kaufpreis | 7.000 |
| Ertrag aus der Entkonsolidierung | 65 |
2.2 Entwicklungskosten
Die Kosten der Entwicklung neuer Softwareprodukte und die Weiterentwicklung bereits vermarkteter Produkte der GROUP Business Software AG werden in der Periode, in der sie anfallen, grundsätzlich als Aufwand erfasst. Soweit sie die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 § 45 erfüllen, werden sie aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten können den abgegrenzten Produkten zugeordnet werden. Die technische Realisierbarkeit des Produktes ist ebenso wie ein Absatzmarkt für diese Produkte gegeben.
Die im Berichtsjahr angefallenen Entwicklungskosten resultieren aus dem der Entwicklungstätigkeit zuzurechnenden Personalkosten sowie Gemeinkosten, soweit diese mit der Entwicklungstätigkeit im Zusammenhang stehen und keine allgemeinen Verwaltungskosten darstellen. Die zurechenbaren Gemeinkosten werden direkt erfasst. Sie betrugen für den Bereich Entwicklung im Geschäftsjahr 2.110 TEuro (Vj. 2.748 TEuro).
Der Zugang zu den aktivierten Entwicklungsleistungen betrug im Berichtsjahr insgesamt 1.296 TEuro (Vj. 1.663 TEuro.).
Die aktivierten Entwicklungskosten werden ab dem Stadium der Marktfähigkeit der neuen Produkte bzw. der wesentlichen Weiterentwicklungen (major releases) grundsätzlich über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.
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Die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten 909 TEuro (Vj. 753 TEuro) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen" ausgewiesen.
2.3 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen
Die unter dieser Position bilanzierten immateriellen Vermögenswerte sind entgeltlich erworbene Lizenzen.
Diese Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation der im Geschäftsjahr 2010 erworbenen Geschäftsbereiche zugegangenen Vermögenswerte sind unter Abschnitt II. 5. erläutert.
Die Nutzungszeiträume wurden konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet. Die planmäßigen Abschreibungen werden über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren vorgenommen.
Für die im Vorjahr erworbene Domain gbs.com in Höhe von 221 TEuro wurde die Nutzungsdauer als unbegrenzt eingeschätzt. Da keine sonstigen rechtlichen, vertraglichen oder andere Faktoren vorliegen, die die Nutzungsdauer beschränken.
Sie wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (2.104 TEuro; Vj. 1.263 TEuro) werden in der Gewinnund Verlustrechnung unter "Abschreibungen" ausgewiesen.
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Zeitablauf kann gleichfalls dem Konzernanlagespiegel entnommen werden.
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3. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen beinhalten den Wert der 50%-igen Beteiligungen an dem assoziierten Unternehmen B.E.R.S. AD mit einem Buchwert von 217 TEuro (Vj. 261 TEuro).
Die Genossenschaftsanteile wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.
Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen) erfolgte mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital. Dem Wertansatz liegen entsprechende Mitteilungen der Versicherungsgesellschaften zugrunde. Erträge aus der Verzinsung der Finanzanlagen wurden – entsprechend dem Aufwand für die Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen – im Altersversorgungsaufwand ausgewiesen.
4. Aktive latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 für zu erwartende Steuerminderungen und für zu erwartende Steuermehrbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten resultieren. Die Nutzung dieses latenten Steueranspruchs setzt voraus, dass positive Zukunftsergebnisse erwirtschaftet werden. Grundsätzlich können sich diese Bewertungsunterschiede zwischen der nationalen Steuerbilanz und der nationalen Handelsbilanz, der konzerneinheitlich bewerteten Bilanz und der nationalen Handelsbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und so genannten "Tax Credits" ergeben. Latente Steuern basieren auf den nach der Steuerreform ab 2008 geänderten Steuersätzen. Buchungen latenter Steuern auf Konzernebene erfolgen grundsätzlich unter Ansatz des Konzernsteuersatzes von 30,2% (Vj. 30,2%).
Die aktivierten Verlustvorträge sind vollumfänglich, über den Bilanzansatz zum 31. Dezember 2010 hinaus, durch ertragsteuerliche Verlustvorträge gesichert. Vor dem Hintergrund der Änderung im Aktionärskreis der GROUP Business Software AG in maßgeblicher Höhe in 2011 und nach der derzeitigen Gesetzeslage ist anzunehmen, dass die steuerliche Nutzbarkeit des ertragssteuerlichen Verlustvortrages ganz oder teilweise gefährdet ist.
Die latenten Steueransprüche und -schulden werden saldiert unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
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Nachfolgende Übersicht erläutert die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern.
| Latente Steuern | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |||
| Latente Steueransprüche | 2.941 | 2.812 | ||
| Latente Steueransprüche | 3.598 | 3.455 | ||
| Verlustvorträge | ||||
| GROUP Business Software AG | 2.749 | 2.661 | ||
| GROUP Business Software Corporation | 332 | 138 | ||
| 3.081 | 2.799 | |||
| Temporäre Differenzen aus: | ||||
| Unterschiedlicher Abschreibungsdauer LOGOS-Lizenz | 496 | 594 | ||
| Unterschiedlicher Bewertung von Finanzanlagen | -1 | 9 | ||
| Ergänzungsbilanzen | 22 | 53 | ||
| 517 | 656 | |||
| Latente Steuerschulden | 656 | 643 | ||
| Temporäre Differenzen aus: | ||||
| Aktivierung von Entwicklungskosten als Immaterielle | 469 | 572 | ||
| Vermögenswerte | ||||
| Kaufpreisallokation Relavis | 0 | 71 | ||
| Kaufpreisallokation Permessa | 187 | 0 |
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EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
A. Schulden
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und setzen sich wie folgt zusammen:
| Verbindlichkeiten Kreditinstitute | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Darlehen | 583 | 2.241 |
| Kontokorrentkredite | 38 | 58 |
| 620 | 2.299 |
Die unter den Darlehen ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten besitzen langfristigen Charakter und sind daher unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zählen nach IAS 39 § 8 i.V.m. IAS 32 zu den Finanzinstrumenten. Diese bestehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank und mit einem Kreditrahmen in Höhe von insgesamt 3.000 TEuro und sind durch eine stille Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Das endfällige Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2014. Das aufgrund der variablen Zinssatzvereinbarung bestehende Zinsänderungsrisiko bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat die Gesellschaft in hälftiger Höhe des Kreditrahmens durch eine Zinsfestschreibung eingedämmt.
2. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Langfristige Sonstige Verbindlichkeiten | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Anleihen | 0 | 1.076 |
| Kauf Assets L911 | 2.575 | 3.070 |
| Kauf Assets FastWorks | 378 | |
| Kauf Assets Permessa | 868 | |
| Kauf Assets Salesplace | 755 | |
| 4.576 | 4.145 |
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Der Ausweis der Anleihen erfolgt zum 31. Dezember 2010 unter den Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten.
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.412 TEuro (Vj 1.777 TEuro. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
4. Pensionsrückstellungen
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf 115 TEuro (Vj. 104 TEuro).
Der Berechnung der Rückstellungsverpflichtung für Pensionen lagen versicherungsmathematische Annahmen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens mit einem Zinssatz von 5,3% (Vj. 5,5%) p.a. und einer Rentensteigerung von 1,0% (Vj. 1,5%) p.a. zugrunde.
5. Steuerrückstellungen
Zum Bilanzstichtag wurden Steuerrückstellungen in Höhe von 84 TEuro für Ertragsteuern gebildet (Vj. 33 TEuro).
6. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft abzudecken. Dabei wird gemäß IAS 37 jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhaltes als der wahrscheinlichste ergibt.
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| TEuro | Stand | Währungs- | Stand | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2010 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | differenzen | 31.12.2010 | |
| Gehalt | 749 | 669 | 88 | 927 | 7 | 927 |
| Urlaub | 183 | 184 | 0 | 167 | 1 | 167 |
| Berufsgenossenschaft | 15 | 15 | 0 | 11 | 0 | 11 |
| Schwerbehindertenabgabe | 12 | 12 | 0 | 13 | 0 | 13 |
| Ausstehende Rechnungen | 345 | 211 | 64 | 593 | 0 | 664 |
| Jahresabschlusskosten | 173 | 148 | 9 | 121 | 0 | 138 |
| Sonstige Rückstellungen | 190 | 165 | 19 | 36 | 7 | 49 |
| Gewährleistungen | 99 | 67 | 0 | 62 | 0 | 94 |
| Prozesskostenrückstellungen | 52 | 5 | 30 | 10 | 0 | 27 |
| Umgliederung Held for Sale | -374 | -287 | 86 | 0 | ||
| Gesamt | 1.445 | 1.188 | 210 | 2.027 | 16 | 2.089 |
Die Rückstellung für Gehälter umfassen die gebildeten Rückstellungen für die variablen Gehälter der Vertriebsmitarbeiter für die erreichten Umsatzziele 2010 sowie Tantiemen der an die Vorstandsmitglieder ausbedungenen vertraglich fixierten Garantietantiemen für das Geschäftsjahr 2010.
Die Urlaubsrückstellungen erfassen die Verpflichtungen der Konzernunternehmen gegenüber ihren Arbeitnehmern aus verbleibenden Urlaubsansprüchen des Berichtszeitraums. Der Rückstellungsbetrag ermittelt sich auf Basis des Bruttolohns des einzelnen Arbeitnehmers zuzüglich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung und der offenen Urlaubstage zum Bilanzstichtag.
Für noch nicht abgerechnete Verbindlichkeiten wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 664 TEuro (Vj. 345 TEuro) gebildet.
Aufwendungen für die Erstellung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses, für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses wurden mit 138 TEuro (Vj. 173 TEuro) abgegrenzt.
Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen durch die Rückstellung für die ausstehende Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 34 TEuro (Vj. 36 TEuro) begründet.
Für Gewährleistungsansprüche wurden in Abhängigkeit zum Dienstleistungsumsatz eine Rückstellung gebildet 94 TEuro (Vj. 99 TEuro).
Für Prozesskosten wurden Rückstellungen in Höhe von insgesamt 27 TEuro (Vj. 52 TEuro) gebildet. Diese beinhalten Rückstellungen bereits aus vorherigen Geschäftsjahren, Mitarbeiterklagen im Rahmen der Ausgliederung des GSM-Geschäftsbereiches sowie Patentverfahren.
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Zusammen mit einer Währungsdifferenz aus den Auslandstochtergesellschaften in Höhe von 16 TEuro (Vj. -1 TEuro) ergeben sich die Rückstellungen zum 31. Dezember 2010 zu 2.089 TEuro (Vj. 1.445 TEuro).
7. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Kurzfristige Sonstige Verbindlichkeiten | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Anleihen | 1.076 | 0 |
| Kauf Assets L911 | 557 | 350 |
| Kauf Assets FastWorks | 89 | 0 |
| Kauf Assets Permessa | 566 | 0 |
| Kauf Assets Salesplace | 377 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 451 | 441 |
| Darlehen | 0 | 50 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 66 | 7 |
| 3.181 | 848 |
Der Ausweis der Anleihen betrifft die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.076 TEuro (Vj. 0 TEuro). Die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung ist in Übereinstimmung mit der Kategorisierung nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bilanziert. Der zugrunde gelegte Effektivzinssatz zum Bilanzstichtag beträgt 6,16% (Vj. 6,61%). Die Laufzeit der Wandelanleihe endet am 31. Dezember 2011.
8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen.
Die zum Bilanzstichtag bestehenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 4.636 TEuro (Vj. 4.106 TEuro) beinhalten im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Wartungserlöse für den Zeitraum
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nach Ablauf des Geschäftsjahres, welche vorwiegend in der Muttergesellschaft gebildet wurden. Die Auflösung des Postens erfolgt linear über die jeweiligen Vertragslaufzeiten.
9. Liabilities Held for Sale
Die im Rahmen der Veräußerung der GROUP Business Software Holding OY sowie deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH zum 01. März 2010 abgehenden Schulden beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf 1.397 TEuro. Mit der Entkonsolidierung der beiden Gesellschaften zum 28. Februar 2010 entfällt dieser Bilanzposten (vgl. Erläuterungen unter III. a. B. 2.1).
B. Eigenkapital
1.1 Gezeichnetes Kapital
Das Eigenkapital wird nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" und in Anwendung von IAS 32 "Financial Instruments: Disclosure and Presentation" in Verbindung mit IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" als eigenständiger Bestandteil des Jahresabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung beinhaltet neben dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss auch die erfolgsneutral erfassten Wertveränderungen der Vermögens- und Schuldposten.
Das Eigenkapital (Grundkapital der GROUP Business Software AG) beträgt 25.232.000 Euro (Vj. 25.232.000 Euro) und ist in 25.232.000 stimm- und dividendenberechtigte, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Fremdanteile basieren auf den Anteilen Konzernfremder am Eigenkapital der Tochtergesellschaften.
| Gezeichnetes Kapital | Gesamtaktien | Eigene Aktien | im Umlauf |
|---|---|---|---|
| befindliche Aktien | |||
| 01.01. - 31.12.2010 | 25.232.000 | 0,00 | 25.232.000 |
Hinsichtlich wesentlicher Aktionäre verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Lagebericht.
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Die Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2010 ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.
| Eigenkapital | Grundkapital | Kapital rücklage |
kumuliertes Ergebnis |
Währungs ausgleichs posten |
Ausgleichs posten für Anteile Anderer Gesellschafter |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | |
| Bilanz zum 01.01.2008 | 25.232 | 3.270 | -404 | 35 | -199 | 27.933 |
| Konzernergebnis 01.01. - 31.12.2008 |
1.833 | 202 | 2.035 | |||
| Veränderung Währungsaus gleichsposten |
-12 | -12 | ||||
| Bilanz zum 31.12.2008 | 25.232 | 3.270 | 1.429 | 23 | 3 | 29.956 |
| Konzernergebnis 01.01. - 31.12.2009 |
1.019 | 0 | 1.019 | |||
| Veränderung Währungsaus gleichsposten |
77 | 77 | ||||
| Bilanz zum 31.12.2009 | 25.232 | 3.270 | 2.449 | 100 | 2 | 31.053 |
| Konzernergebnis 01.01. - 31.12.2010 |
260 | -7 | 254 | |||
| Veränderung Währungsaus gleichsposten |
-120 | -120 | ||||
| Bilanz zum 31.12.2010 | 25.232 | 3.270 | 2.709 | -20 | -4 | 31.186 |
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1.2 Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2013, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 10.000.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital I 2008/2013) zu erhöhen.
Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden.
Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem vom Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem anderen in § 186 Abs. 5 AktG aufgeführten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Weiter ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um gegebenenfalls Inhabern von begebenen Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Stückaktien der GROUP Business Software AG einzuräumen, wie sie ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte zustehen würden.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.
Der Vorstand wird ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.
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Des Weiteren ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Oktober 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 2.514.738,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital III) zu erhöhen.
Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.
Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.
1.3 Bedingtes Kapital
- Das Grundkapital ist um bis zu 5.000.000,00 Euro, durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I – 2006/2011). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils ab 1. Januar des Jahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31. Oktober 2011.
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- Das Grundkapital ist um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses vom 19. November 2002 ermächtigt wurde.
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen.
Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endete mit Ablauf des 31. Oktober 2007.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Emissionen, insbesondere den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Laufzeit, die Stückelung, den Wandelpreis, dessen Anpassung bei besonderen Ereignissen und den Wandlungszeitraum festzusetzen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Teilschuldverschreibungen mit Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG – soweit erforderlich – auszuschließen, um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem gesetzlichen Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Dies gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Rechten auf Aktien, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfällt, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diesen Betrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, für die vorgenannte Emission das gesetzliche Bezugsrecht auch auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von zum Zeitpunkt der Neuemission bereits begebenen Wandelrechten auf Aktien der AG ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung der Wandelrechte zustehen würde.
Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das gesetzliche Bezugsrecht auszuschließen, wenn dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Dies hat der Vorstand im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens zu prüfen.
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- Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital (I bis IV) zu ändern.
2. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.270 TEuro und besteht unverändert zum Vorjahr.
3. Bilanzgewinn
Der Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2010 beläuft sich auf 260 TEuro (Vj. 1.019 TEuro). Ausgehend von einem Gewinnvortrag in Höhe von 2.449 TEuro (Vj. 1.429 TEuro) ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 2.709 TEuro (Vj. 2.449 TEuro).
3.1 Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie
Zum 31. Dezember 2010 hat die GROUP Business Software AG 25.232.000 Stückaktien (Stammaktien) ausgegeben, die einem nominalen Wert von 25.232.000 Euro entsprechen.
Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie
Maßgeblich für die Berechnung der Anzahl der Aktien (unverwässert) ist gemäß IAS 33 die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien.
Da die Wandelanleihen nicht unter dem Marktwert ausgegeben wurden, stellt das unverwässerte Ergebnis je Aktie und das verwässerte Ergebnis je Aktie den gleichen Wert dar.
| Ergebnis je Aktie | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Euro | Euro | |
| Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | 260.458,27 | 1.019.244,99 |
| Anzahl der Aktien (unverwässert) in Stück | 25.232.000 | 25.232.000 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | 0,01 | 0,04 |
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Das Periodenergebnis, welches der Muttergesellschaft zuzuschreiben ist, beträgt 111 TEuro (Vj. 181 TEuro). Im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, sind keine Verwässerungseffekte aufgetreten.
4. Währungsausgleichsposten
Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag ermittelt sich eine aktivische Umrechnungsdifferenz in Höhe von 20 TEuro (Vj. - 100 TEuro).
III. b Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung
1. Umsatzerlöse
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Konzernfremde.
Die Umsatzrealisierung aus Lieferungen erfolgt unter Beachtung von IAS 18 § 14 mit dem Übergang der mit dem Eigentum der verkauften Produkte verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer.
Erlöse aus Dienstleistungen werden als Umsatzerlöse erfasst, wenn unter Beachtung von IAS 18 § 20 das Ergebnis eines Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden kann. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere Service, Support, Schulung und Consulting für die Produkte der Konzernunternehmen.
Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in drei Hauptbereiche (Divisionen) GROUP Applikationen, GROUP Live und GROUP Experts auf. Erläuternd hierzu wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.
| Umsatzerlöse | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Lizenzen | 3.720 | 4.502 |
| Maintenance | 7.181 | 8.695 |
| Partner Contribution | 16 | 99 |
| Service | 3.915 | 5.019 |
| Fremdprodukte | 2.287 | 2.400 |
| Fremdprodukte LND | 3.443 | 1.796 |
| Sonstige | 129 | 160 |
| 20.691 | 22.671 |
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2. Andere aktivierte Eigenleistungen
Im Berichtsjahr wurden aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 1.296 TEuro (Vj. 1. 663 TEuro) zum Ansatz gebracht. Diese umfassen ausschließlich die Entwicklungskosten der GROUP Business Software AG.
3. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.759 TEuro (Vj. 1.384 TEuro) begründen sich insbesondere auf Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen 210 TEuro (Vj. 402 TEuro), aus periodenfremden und neutralen Erträgen 10 TEuro (Vj. 401 TEuro), Erlöse aus verrechneten Sachbezügen an Mitarbeiter 109 TEuro (116 TEuro) und Erträgen aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen 10 TEuro ( Vj. 85 TEuro).
Aus der Wertaufholung der Forderung der ehemaligen GAP AG im Rahmen des Adori Sachverhaltes gegenüber der Chubb sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen 1.420 TEuro (Vj. 0 TEuro) enthalten
4. Materialaufwand
| Materialaufwand | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Bezogene Waren | 5.239 | 3.859 |
| Bezogene Leistungen | 596 | 1.343 |
| 5.836 | 5.203 |
Die Aufwendungen für bezogene Waren umfassen insbesondere den Einkauf der Fremdprodukte. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen die zur Erbringung der Serviceumsätze zusätzlich notwendigen Fremdleistungen. Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 5.836 TEuro (Vj. 5.203 TEuro) und stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 634 TEuro (Vj. -7 TEuro).
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5. Personalaufwand
| Personalaufwand | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Löhne und Gehälter | 9.115 | 9.616 |
| Soziale Abgaben | 977 | 1.282 |
| 10.093 | 10.898 |
Der Personalaufwand sank gegenüber dem Vorjahr um 805 TEuro (Vj. -562 TEuro) auf 10.093 TEuro (Vj. 10.898 TEuro). Dies begründet sich im Wesentlichen durch die seit März 2010 nicht mehr zum Konzern gehörenden Gesellschaften.
Die Aufwendungen für Altersvorsorge betragen 59 TEuro (Vj. 52 TEuro), davon 9 TEuro (Vj. 5 TEuro) an Anpassung für Pensionsrückstellung.
6. Abschreibungen
Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 2.924 TEuro (Vj. 2.015 TEuro) und Sachanlagen 90 TEuro (Vj. 146 TEuro). Im Geschäftsjahr 2010 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Wir verweisen auch hierzu auf dem Anlagespiegel im Anhang.
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 5.465 TEuro (Vj. 6.216 TEuro). Diese beinhalten insbesondere Raumkosten (735 TEuro; Vj. 774 TEuro), Kommunikationskosten (295 TEuro; Vj. 304 TEuro), Vertriebs- und Werbekosten (1.368 TEuro; Vj. 1.985 TEuro), Fahrzeugkosten (347 TEuro; Vj. 409 TEuro), periodenfremde und neutrale Aufwendungen (17 TEuro; Vj. 37 TEuro), Versicherungsbeiträge (157 TEuro; Vj. 166 TEuro), Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen (245 TEuro; Vj. 80 TEuro), Forderungsverluste (0 TEuro; Vj. 36 TEuro), Fortbildungskosten (74 TEuro; VJ. 45 TEuro ), sowie Prüfungs- und Beratungskosten (1.491 TEuro; Vj. 1.750 TEuro).
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8. Finanzergebnis
Den Zinsaufwendungen in Höhe von 352 TEuro (Vj. 183 TEuro) stehen Zinserträge in Höhe von 12 TEuro (Vj. 32 TEuro) entgegen. Es ermittelt sich ein Finanzergebnis in Höhe von -340 TEuro (Vj. -151 TEuro). Die Zinsaufwendungen sind durch die Inanspruchnahme des Kontokorrentdarlehens begründet. Abschreibung auf Finanzanlagen fielen im Berichtsjahr nicht an (Vj. 6 TEuro).
9. Beteiligungsergebnis
Das Ergebnis aus Beteiligungen begründet sich in dem anteiligen Ergebnis der B.E.R.S. AD -44 TEuro (Vj. -32 TEuro).
10. Steuern
Basierend auf einem Körperschaftsteuersatz von 15%, einem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5% und einem Gewerbesteuersatz von 14,4% ermittelt sich ein durchschnittlicher Steuersatz in Höhe von 30,2% (Vj. 30,2%). Bei den ausländischen Gesellschaften fiel im Berichtsjahr aufgrund von vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen kein Steueraufwand an.
Der Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| latente Steuern | 330 | 55 |
| aus Nutzung der Verlustvorträge GROUP Business Software AG | 88 | 127 |
| aus Ergebnis GROUP Business Software Inc. | 194 | 50 |
| aus unterschiedlichen Ansätzen der Nutzungsdauern | -98 | -83 |
| aus unterschiedlichen Wertansätzen von Finanzanlagen | -10 | |
| aus steuerlich unterschiedlicher Behandlung der Drohverlustrückstellung | -60 | |
| aus steuerlichen Ergängzungsbilanzen | -32 | |
| aus aktivierten Eigenleistungen | 103 | -81 |
| aus Währungsdifferenzen | -3 | 0 |
| aus Abschreibung auf vorhandene Kaufpreisallokation | 88 | 102 |
| Laufende Steuern | -65 | -42 |
| Steuern Vorjahre | 32 | -45 |
| Steueraufwand (-) -ertrag (+) gesamt | 297 | -32 |
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Der kalkulatorische Steueraufwand bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern -44 TEuro (Vj. 1.051 TEuro) bei einem durchschnittlichen Steuersatz von 30,2 (Vj. 30,2%) ergibt sich zu -13 TEuro (Vj. 317 TEuro).
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Konzernergebnis vor Steuern | -44 | 1.051 |
| kalk. Steueraufwand (+) Steuerertrag (-) (30,2%) | -13 | 317 |
| Anpassungen des erwarteten Steueraufwands | ||
| Steuereffekte aus dem Ansatz und Bewertung latenter Steuern | -78 | -42 |
| Steuereffekte aus Vorjahren | 0 | 45 |
| Nicht abziehbare Aufwendungen und Erträge | -34 | -30 |
| permanente Differenzen | -101 | -83 |
| Steuereffekte aus Verlustvorträgen | -28 | -257 |
| Anpassungen des Steuerbetrags an den abweichenden nationalen Steuersatz | -44 | -1 |
| sonstige Steuereffekte | 1 | 18 |
| Ertragssteueraufwand (+) /-ertrag (-) gemäß Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung | -297 | 32 |
| Effektiver Steuersatz in % | 680,5% | 3,0% |
Die latenten Steuern der Gesellschaft beziehen sich auf die nachfolgend dargestellten Posten:
| 31.12.2010 TEuro |
31.12.2009 TEuro |
|||
|---|---|---|---|---|
| Aktive | Passive | Aktive | Passive | |
| latente | latente | latente | latente | |
| Steuern | Steuern | Steuern | Steuern | |
| Anlagevermögen | 496 | 656 | 594 | 643 |
| Umlaufvermögen | -1 | 9 | ||
| Eigenkapital | 3.103 | 2.852 | ||
| Pensionsrückstellungen | 0 | 0 | ||
| Sonstige Rückstellungen | 0 | 0 | ||
| GESAMT | 3.598 | 656 | 3.455 | 643 |
| Bilanzwert Aktiva | 2.941 | 2.812 |
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Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierung des entsprechenden Vorteils wahrscheinlich ist. Wertberichtigungen wurden nicht gebildet, da basierend auf den Geschäftserwartungen für die absehbare Zukunft mit einer Inanspruchnahme gerechnet wird.
Vor dem Hintergrund der Änderung im Aktionärskreis der GROUP Business Software AG in maßgeblicher Höhe in 2011 und nach der derzeitigen Gesetzeslage ist anzunehmen, dass die steuerliche Nutzbarkeit des ertragssteuerlichen Verlustvortrages ganz oder teilweise gefährdet ist.
Die latenten Steueransprüche und -schulden betreffen solche aus zeitlichen Unterschieden und werden nicht saldiert, auch wenn sie sich auf die gleiche Steuerbehörde beziehen.
11. Minderheitsgesellschaftern zustehende Gewinne
Der Verlustanteil der außenstehenden Gesellschaften beträgt 7 TEuro (Vj. 0 TEuro) und betrifft vollumfänglich die Relavis Corporation.
Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Risikoangaben zu Art und Umfang der Risiken aus Finanzinstrumenten im Sinne von IFRS 7 sind im Risikobericht des Konzernlageberichts enthalten. Die dort gemachten Ausführungen sind Bestandteil des Konzernanhangs, auf die an dieser Stelle verwiesen wird.
IV. Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestehen im GROUP-Konzern keine derartigen Verpflichtungen.
V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den bilanzierten Schulden und Haftungsverhältnissen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen. Diese sind im Wesentlichen durch die Muttergesellschaft begründet und stellen sich für diese wie folgt dar:
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| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 1 Jahr | über 1 | über 5 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| TEuro | Jahr TEuro |
Jahre TEuro |
TEuro | |
| Verpflichtungen aus Mietverträgen | 261 | 261 | 0 | 521 |
| VJ. | 441 | 467 | 0 | 908 |
| Verpflichtungen aus Kfz Leasingverträgen | 131 | 261 | 0 | 392 |
| VJ. | 92 | 154 | 0 | 246 |
| Verpflichtungen aus sonstigen Leasingverträgen | 40 | 33 | 0 | 73 |
| VJ. | 34 | 50 | 0 | 84 |
| Verpflichtungen aus Abnahmeverpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| VJ. | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 432 | 554 | 0 | 986 | |
| VJ. | 566 | 671 | 0 | 1.237 |
VI. Beziehungen zu nahe stehenden Personen
Als nahe stehende Personen kommen gemäß IAS 24 grundsätzlich der Vorstand, Aufsichtsrat, Anteilseigner sowie assoziierte und verbundene Unternehmen in Betracht.
Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die gleichfalls als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch die Konsolidierung eliminiert worden und werden in diesem Anhang nicht erläutert.
Das Aufsichtsratsmitglied Herr StB Arnold Malsch ist für die Gesellschaft neben seiner Aufsichtsratstätigkeit als Steuerberater tätig. Hier rechnet er seine Leistungen für die Erstellung der Steuererklärungen im Rahmen der Steuerberatergebührenverordnung ab (9 TEuro; Vj. 15 TEuro).
Die gemäß IAS 24 angabepflichtigen Vergütungen des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfassen die Vergütung des Vorstandes und Aufsichtsrates. Hinsichtlich deren Vergütungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt VIII.
Darüber hinaus bestanden im Geschäftsjahr nachfolgende Geschäftsvorgänge:
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| Gesellschaft | nahestehende | Geschäftsvorgang | Höhe in | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Person | TEuro | |||
| GROUP Business Software AG | Jörg Ott | Mietvertrag als Vermieter und Eigentümer der Hospitalstra ße 6, 99817 Eisenach |
43 | Mietaufwand 2010 |
| 43 | Mietaufwand 2009 | |||
| 22 | Miete Restlaufzeit |
VII. Konzern-Segmentberichterstattung
Seit dem Vorjahres-Geschäftsjahr ist IFRS 8 "Geschäftssegmente" verpflichtend anzuwenden. Dementsprechend sind einzelne Jahresabschlussdaten nach Segmenten und Regionen getrennt darzustellen (Segmentberichterstattung), wobei sich die Aufgliederung an der internen Berichterstattung orientiert, die eine zuverlässige Einschätzung der Risiken und Erträge des Konzerns ermöglicht. Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten der einzelnen Aktivitäten des Konzerns transparent gemacht werden.
In unserem internen Berichtswesen bilden wir die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Die Berichterstattungsstruktur des Konzerns ist nach den drei marktorientierten Geschäftsfeldern gegliedert.
Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in die Bereiche (Divisionen) "GROUP Applications", "GROUP Live" und "GROUP Experts" auf. Das Segment GROUP Applications ist in 2010 durch Zusammenlegung aller Softwarelinien der GROUP entstanden. In Bezug auf die inhaltliche Darstellung der Geschäftsfelder verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Die Aufteilung der Geschäftsfelder erfolgte durch zuordenbare Kostenstellenrechnungen. Intersegmentumsätze liegen nicht vor.
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| Primär | GROUP Applications |
GROUP Live | GROUP Experts | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | |
| 1. Umsatzerlöse | 15.713 | 22.102 | 1.033 | 0 | 3.944 | 569 | 20.691 | 22.671 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 2.660 | 1.352 | 78 | 32 | 21 | 0 | 2.759 | 1.384 |
| 3. aktivierte Entwicklungsleistungen | 1.129 | 1.663 | 168 | 0 | 0 | 0 | 1.296 | 1.663 |
| Gesamtleistung | 19.502 | 25.117 | 1.279 | 32 | 3.965 | 569 | 24.746 | 25.718 |
| 4. Materialaufwand | 2.408 | 5.003 | 1.217 | 22 | 2.210 | 178 | 5.836 | 5.202 |
| 5. Personalaufwand | 7.752 | 10.399 | 1.411 | 276 | 929 | 223 | 10.093 | 10.898 |
| 6. Abschreibungen | 2.251 | 1.863 | 267 | 192 | 495 | 106 | 3.014 | 2.161 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendun gen |
4.319 | 5.816 | 820 | 284 | 325 | 115 | 5.465 | 6.216 |
| Segmentbetriebsergebnis | 2.772 | 2.036 | -2.438 | -743 | 5 | -53 | 340 | 1.240 |
| Finanzertrag | 13 | 32 | ||||||
| Finanzaufwand | -396 | -221 | ||||||
| Steuern | 297 | -32 | ||||||
| Ergebnisanteile von Minderheiten | 7 | 0 | ||||||
| Konzernergebnis | 260 | 1.019 | ||||||
| Segmentvermögen | 40.797 | 39.191 | 538 | 577 | 3.624 | 3.807 | 44.959 | 43.575 |
Die zum 01. März 2010 verkauften Gesellschaften GROUP Business Software Holding OY und damit auch die Gedys IntraWare GmbH wurden für 2 Monate im Segment Applications abgebildet. Das hierauf entfallende Segmentbetriebsergebnis für 2010 beläuft sich auf 149 TEuro (Vj. 399 TEuro).
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| Sekundär | Deutschland | Niederlande | Großbritannien | Finnland | USA | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | |
| 1. Umsatz erlöse |
14.348 | 20.278 | 0 | 0 | 542 | 569 | 0 | 83 | 5.801 | 1.741 | 20.691 | 22.671 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge |
2.591 | 1.308 | 0 | 59 | 0 | 0 | 0 | 0 | 168 | 16 | 2.759 | 1.384 |
| 3. aktivierte Entwicklungs leistungen |
1.296 | 1.663 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.296 | 1.663 |
| Gesamt | ||||||||||||
| leistung | 18.235 | 23.249 | 0 | 59 | 542 | 569 | 0 | 83 | 5.969 | 1.757 | 24.746 | 25.718 |
| Segment vermögen |
24.246 | 21.889 | 971 | 11 | 2.914 | 2.221 | 0 | 7.207 | 16.828 | 12.246 | 44.959 | 43.575 |
Die Sekundärsegmente, welche die Segmentinformation nach Regionen darstellen, stellen sich wie folgt dar:
VIII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung weist für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 gemäß IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode aus dem GROUP Konzernabschluss. Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks, Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und der Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt.
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Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete Nettozahlungsmittel:
Aus betrieblicher Tätigkeit sind im Berichtsjahr 1.425 TEuro zugeflossen (Vorjahr: 2.492 TEuro). Ursache für den im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Mittelzufluss ist im Wesentlichen der gesunkene Brutto Cashflow der Gesellschaft, welcher sich maßgeblich durch die Aufwendungen aus dem Aufbau des Segmentes GROUP Live begründet.
Für die Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel:
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 260 TEuro (Vorjahr: 3.736 TEuro) und resultiert aus den getätigten Investitionen aus dem Erwerb der Vermögenswerte der Salesplace, dem Erwerb der Permessa Corporation sowie dem Mittelzufluss aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften.
Für die Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel:
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 1.659 TEuro (Vorjahr: -552 TEuro) resultiert aus der Rückführung des bestehenden Kreditvolumens.
Die Zahlungsmittel zum 31. Dezember 2010 bestehen aus Kassenbestand, Wertpapieren, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und setzen sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt zusammen:
| Zahlungsmittelbestand | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 1.382 | 1.162 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 15 | 30 |
| Kontokorrentkredite | -38 | -58 |
| 1.359 | 1.134 |
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IX. Kapitalmanagement
Zu den wesentlichen Zielen des Kapitalmanagements des Konzerns gehören die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, die Optimierung des Shareholder Value und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur.
Die Steuerung und gegebenenfalls die Anpassung der Kapitalstruktur erfolgen unter Berücksichtigung der Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds. Zur Aufrechterhaltung bzw. Anpassung der Kapitalstruktur kommen eine ausgewogene Dividendenpolitik, die Ausgabe neuer Aktien, die Aufnahme von Verbindlichkeiten sowie die Veräußerung von Vermögenswerten zur Schuldenreduzierung in Betracht.
Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrads (Gearing). Das Gearing berechnet sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zum Gesamtkapital. Die Nettofinanzschulden ergeben sich als Differenz der gesamten Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten) abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital und den Nettofinanzschulden.
Es ist die Strategie des Konzerns, den Verschuldungsgrad möglichst gering zu halten, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.
| Gearing | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Finanzschulden | 9.790 | 8.252 |
| - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.397 | 1.192 |
| = Nettofinanzschulden | 8.393 | 7.060 |
| + Eigenkapital | 31.186 | 31.053 |
| = Gesamtkapital | 39.579 | 38.112 |
| 21,2% | 18,5% |
Der Anstieg des Gearing-Faktors ist auf das erhöhte Finanzierungsvolumen im Rahmen der Wachstumsstrategie zurückzuführen.
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X. Sonstige Angaben
Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2010 beschäftigte der GROUP-Konzern rund 155 Mitarbeiter (Vj. 174 Mitarbeiter). Die Reduktion der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist begründet durch den Verkauf der GROUP Business Software Holding OY sowie deren Tochtergesellschaft der Gedys IntraWare GmbH zum 01. März 2010. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen enthalten weder Auszubildende noch Vorstände.
Die Aufsplittung in die einzelnen Bereiche kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:
| Funktion | Teilfunktion | Personal | Personal | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | Ø 2010 | Ø 2009 | ||
| Kundennaher Bereich | Service | 48 | 59 | 42 | 51 |
| Sales | 32 | 39 | 30 | 37 | |
| Marketing | 5 | 6 | 4 | 5 | |
| Total Kundennaher Bereich | 85 | 103 | 76 | 93 | |
| Forschung und Entwicklung | 53 | 51 | 44 | 50 | |
| Management und Verwaltung | 18 | 20 | 17 | 18 | |
| Total Konzern | 155 | 174 | 138 | 162 |
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Mitglieder des Vorstandes und Prokuristen
Mitglieder des Vorstandes der GROUP Business Software AG
Im Vorstandsbereich waren gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen zu verzeichnen. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
Jörg Ott, Canton, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender (CEO) seit 26. Juni 2002
Weitere Mandate:
Chairman and CEO (Vorstand) der GROUP Business Software Enterprises Inc., Canton Geschäftsführer der vbv Vitamin - B - Venture GmbH, Eisenach
Tätigkeiten in Konzerngesellschaften:
Geschäftsführer der GROUP Technologies GmbH, Karlsruhe Mitglied des Board (Mitglied der Geschäftsleitung), GROUP Live N.V. President and CEO (Vorstand) der GROUP Business Software Corp., USA Chairman of the board der Relavis Corp., New York
Markus Ernst, Gießen, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstandsmitglied seit 09. August 2000
Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrates der bontype media AG, Bonn
Die Bezüge des Vorstands der GROUP Business Software AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt 665 TEuro (Vj. 674 TEuro).
Gesamtprokura gemeinsam mit einem anderen Prokuristen:
Marion Betz, Kelkheim
Anja Michaela Joris, Eisenach
Gesamtprokura gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied oder einem anderen Prokuristen:
Jennifer Ann Meade, Canton
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Mitglieder des Aufsichtsrates
Im Aufwand der GROUP Business Software AG sind im Geschäftsjahr 2010 22 TEuro (Vj. 25 TEuro) für Bezüge an den Aufsichtsrat enthalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils eine jährliche feste Vergütung von 3.000,00 Euro; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der festen Vergütung. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld pro Sitzungstag in Höhe von 1.000,00 Euro, der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 1.500,00 Euro. Telefonische Sitzungen werden pauschal mit 200,00 Euro vergütet; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 300,00 Euro. Im Berichtsjahr fanden insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen, davon fünf telefonisch und zwei mit persönlicher Anwesenheit statt.
Johann Praschinger (Vorsitzender), Friedrichsdorf Rechtsanwalt, Head of Payment Solutions Wincor Nixdorf International GmbH
Gewählt durch die Hauptversammlung vom 11. Juni 2001, wieder gewählt durch die Hauptversammlung vom 21. Dezember 2005
Weitere Mandate:
Keine
Arnold Malsch, Karlsruhe, selbständiger Steuerberater
Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21. Dezember 2005
Weitere Mandate:
Keine
Dr. jur. Stefan Berz, Gräfelfing
Wirtschaftsprüfer/Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v.Gronau Berz Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater, Grünwald bei München
Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21. Dezember 2005; wiedergewählt als Ersatzmitglied für Herrn Dr. Anhäusser am 29. Juni 2007
Weitere Mandate:
Aufsichtsratsmitglied der Blue Cap AG, München
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Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die als wesentlich zu bezeichnenden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind im Lagebericht dargestellt. Insoweit wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Die Freigabe zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses soll durch den Vorstand am 15. Juni 2011 erfolgen.
1. Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs.1 und § 26a WpHG
Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 und § 26a WpHG waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.
2. Honorare Wirtschaftsprüfer
In den Aufwendungen der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2010 sind Honorare für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses in Höhe von 102 TEuro (Vj. 129 TEuro) enthalten. Darüber hinaus wurden an den Wirtschaftsprüfer Honorare für sonstige Leistungen (prüferische Durchsicht zum 30. Juni) in Höhe von 10 TEuro (Vj. 15 TEuro) gezahlt.
Eisenach, 31 Mai 2011
Vorstand Vorstand
Jörg Ott Markus Ernst
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Anlagespiegel Konzern
| Konzessionen und Lizenzen |
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung |
geleistete Anzahlungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Entwicklung der Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01.2009 | 18.518 | 25.467 | 0 | 43.985 |
| Zugänge | 6.605 | 585 | 0 | 7.190 |
| Abgänge | 94 | 0 | 0 | 94 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 25.030 | 26.052 | 0 | 51.081 |
| Zugänge | 5.871 | 2.244 | 0 | 8.115 |
| Abgänge | 1.237 | 5.158 | 0 | 6.395 |
| Währungsdifferenzen | 336 | 0 | 0 | 336 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 30.000 | 23.138 | 0 | 53.137 |
| Entwicklung der kumulierten Abschrei bungen |
||||
| Stand 01.01.2009 | 13.598 | 0 | 0 | 13.598 |
| Zugänge | 2.015 | 0 | 0 | 2.015 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 15.613 | 0 | 0 | 15.613 |
| Zugänge | 2.924 | 0 | 0 | 2.924 |
| Abgänge | 762 | 0 | 0 | 762 |
| Währungsdifferenzen | 17 | 0 | 0 | 17 |
| Abzinsung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 17.791 | 0 | 0 | 17.791 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2009 | 9.417 | 26.052 | 0 | 35.468 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2010 | 12.208 | 23.138 | 0 | 35.346 |
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
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Anlagespiegel Konzern
| II. Sachanlagen | |
|---|---|
| ----------------- | -- |
| Betriebs- und Ge schäftsausstattung |
geleistete Anzahlungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Entwicklung der Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.01.2009 | 3.347 | 0 | 3.347 |
| Zugänge | 89 | 0 | 89 |
| Abgänge | 25 | 0 | 25 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 3.412 | 0 | 3.412 |
| Zugänge | 123 | 0 | 123 |
| Abgänge | 218 | 0 | 218 |
| Währungsdifferenzen | 63 | 0 | 63 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 3.379 | 0 | 3.379 |
| Entwicklung der kumulierten Abschreibun gen |
|||
| Stand 01.01.2009 | 3.056 | 0 | 3.056 |
| Zugänge | 145 | 0 | 145 |
| Abgänge | 28 | 0 | 28 |
| Stand 31.12.2009 | 3.174 | 0 | 3.174 |
| Zugänge | 90 | 0 | 90 |
| Abgänge | 169 | 0 | 169 |
| Währungsdifferenzen | 62 | 0 | 62 |
| Abzinsung | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 3.156 | 0 | 3.156 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2009 | 238 | 0 | 238 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2010 | 223 | 0 | 223 |
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Anlagespiegel Konzern
| III. Finanzanlagen | |
|---|---|
| -------------------- | -- |
| Beteili gungen |
Beteili gungen an asso ziierten Unter nehmen |
Wertpa piere des Anlage vermö gens |
Auslei hungen an assozi ierten Unter nehmen |
Sons tige Aus leihu ngen |
Rück deckungs ansprüche |
Genossen schafts anteile |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung der Anschaffungskosten |
||||||||
| Stand 01.01.2009 | 492 | 286 | 163 | 0 | 0 | 66 | 1 | 1.007 |
| Zugänge | 0 | -32 | 0 | 0 | 0 | 2 | 0 | -29 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 492 | 255 | 163 | 0 | 0 | 68 | 1 | 978 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 735 | 2 | 0 | 737 |
| Abgänge | 0 | 44 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 44 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 492 | 211 | 163 | 0 | 735 | 69 | 1 | 1.671 |
| Entwicklung der kumulierten Abschreibungen |
||||||||
| Stand 01.01.2009 | 492 | -6 | 163 | 0 | 0 | 0 | 0 | 648 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 492 | -6 | 163 | 0 | 0 | 0 | 0 | 648 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abzinsung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 492 | -6 | 163 | 0 | 0 | 0 | 0 | 648 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2009 |
0 | 261 | 0 | 0 | 0 | 68 | 1 | 330 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2010 |
0 | 217 | 0 | 0 | 735 | 69 | 1 | 1.023 |
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Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der GROUP Business Software AG, Eisenach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 20010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
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Bestätigungsvermerk
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 31. Mai 2011
gez. Bernd Lenzen gez. Dr. Winfried Heide
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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Herausgeber | Impressum
Herausgeber
GROUP Business Software AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach
Zukunftsorientierte Aussagen
Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nachzuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen. Für Druckfehler und sonstige offensichtliche Unrichtigkeiten wird nicht Gewähr geleistet.
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