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GBS Software AG — Annual Report 2009
Apr 29, 2010
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Annual Report
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GESCHÄFTSBERICHT 2009
Geschäftsbericht GROUP Business Software AG (Konzern und Einzelgesellschaft) zum 31. Dezember 2009
VORWORT DES VORSTANDES
Sehr geehrte Aktionäre, verehrte Kunden und Geschäftspartner, liebe Kollegen,
strategische Investitionen in Zeiten einer Krise sind in der Regel Aktionären und Anlegern, wie auch Mitarbeitern, nur schwer zu vermitteln. Sie beinhalten allein aufgrund ihres Wesens zusätzliche Risiken und ihr Erfolg ist nicht unmittelbar im Zahlenwerk des Unternehmens ablesbar. Dennoch sind sie für die Unternehmensentwicklung und den Bestand eines Unternehmens zwingend erforderlich. Nur die weitsichtigen strategischen Investitionen in bessere Produkte und zukunftsweisende Innovationen sichern langfristig den Wert und die Marktposition eines Unternehmens sowie die damit verbundenen Erträge.
Wesentlicher Bestandteil dieser strategischen Investitionen in 2009 war neben den Akquisitionen der Cloud Computing Technologie [GROUP Live] und der Expertise rund um die Systemintegration und das Hosting [GROUP Experts], die notwendige begleitende Bereitstellung finanzieller Mittel für zusätzliches Personal. Für nachhaltigen Unternehmenserfolg und die Umsetzung der angestrebten strategischen Ziele sind hervorragende Mitarbeiter nötig. Wir sind im Hinblick auf unsere internationalen Aktivitäten ein attraktiver Arbeitgeber, der neue Talente anzieht und langfristig an das Unternehmen bindet.
Strukturbedingte De-Investitionen im Gegenzug sind unter gleichen Bedingungen oft nur schwer zu realisieren. Allerdings dienen sie in der Regel zur Finanzierung der strategischen Investitionen und sind daher nicht nur aus strukturellen, sondern auch aus finanziellen Gründen zwingend erforderlich. Aufgrund der sich derzeit schnell verändernden Marktsituation für CRM Lösungen hin zu flexiblen Hostinglösungen und der damit verbundenen notwendigen Re-Investition in unsere Produkte für dieses Segment, hat das Management entschiedenen, Teile der CRM Angebotspalette zu veräußern und der Gesellschaft die Basis der notwendigen finanziellen Mittel zur Umsetzung der strategischen Ziele zu verschaffen.
Das Management schätzt derzeit einen Investitionsbedarf zur notwendigen schnellen Marktbereitstellung der Cloud-Technologie in den kommenden zwei Jahren im oberen einstelligen Millionenbereich. Der Ertrag aus diesen Investitionen wird mit mindestens dem 5-fachen Faktor innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet.
Produktinnovationen und -trends für Software und IT Technologie kommen in der Regel aus den USA. Die Geschwindigkeit mit der diese Trends das komplette Umfeld verändern, hat in den vergangenen zwei Jahren dramatisch zugenommen. Dieser Umbruch zwingt IT Unternehmen zu einer drastischen Anpassung bis hin zu vollständiger Neuentwicklungen ihrer Produkte. Die Investitionsbereitschaft – als Eigen- oder Fremdkapital – in diese Produktentwicklungen ist deswegen in den USA auch erheblich höher als in Europa. Das Management erwartet in 2010 den Abschluss entsprechender Finanzierungsverträge mit US-amerikanischen Investoren.
Fakten 2009
Trotz der Herausforderungen der schwierigen allgemeinen Marktsituation konnte der Konzern mit 22,7 Mio. Euro seine Umsatzleistung auf annähernd gleichem Niveau wie 2008 beibehalten. Während die Umsätze aus Lizenzverkäufen und OEM leicht unter dem Wert des Vorjahres lagen, wurden im Bereich der Dienstleitungen im CRM, aufgrund des stagnierenden Projektgeschäftes im CRM-Umfeld, ein Rückgang der Umsätze um 16% verzeichnet. Bei den Wartungserlösen wurde ein knapper Zubau von 2% erzielt . Das Konzernergebnis liegt – unter Berücksichtigung des ergebniswirksamen Investitionsvolumens in die Cloud Technologie von rund 0,8 Mio. Euro – bei 1,0 Mio. Euro.
Die Konzernergebnismarge – bereinigt um die aufwandswirksamen Investitionen in den Aufbau neuer Geschäftsfelder – betrug 8,2%. Die Ergebnismarge nach Steuern lag bei 4,5% (2008: 7,7%).
Damit hat die Gesellschaft ihre Leistungsfähigkeit auch in marktumfassenden Krisenzeiten bewiesen. Das Management sieht die GROUP für die Herausforderungen der Zukunft gut positioniert.
Das Management hat den Wechsel vom General Standard des Regulierten Marktes in den Entry Standard des Freiverkehrs (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse beschlossen. Der Handel der Aktien der GROUP Business Software AG wird im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse fortgesetzt. Die Preisquotierung auf der elektronischen Handelsplattform XETRA und die Liquiditätsunterstützung der Aktien durch die Beauftragung eines Designated Sponsors bleiben bestehen. GROUP wechselt damit in das auf ihre Unternehmensstrukturen optimal zugeschnittene Marktsegment und reduziert die in Zusammenhang mit der derzeitigen Börsennotierung entstehenden Kosten und Aufwände deutlich.
Strategie und Wachstumschancen
Der Markt fϋr Informationstechnologie und der damit verbundene Markt für Software befinden sich derzeit in einem massiven Umbruch. Kostendruck, Effizienzsteigerung, Umweltanforderungen und zunehmende Durchdringung des täglichen Lebens mit neuesten Softwareprodukten zwingen die IT Abteilungen zu umfangreichen Anpassungen innerhalb ihrer Systemlandschaften. Dies gilt sowohl von Seiten der reinen Infrastruktur über das Managen und Überwachen dieser Systeme bis auf die Ebene der Bereitstellung und Wartung aller individuellen Anwendungen.
Mit dem ersten Quartal 2010 vereinfacht der GROUP Konzern seine Struktur. Die Gesellschaft tritt nunmehr am Markt einheitlich als GROUP Business Software auf. Die Umsetzung der neuen Markenstrategie wird im Verlauf des Geschäftsjahres für den gesamten Konzern erwartet.
Der GROUP Konzern ist heute marktgerecht in drei Divisionen gegliedert:
- GROUP Apps (E-Mail, Archive, Compliance, CRM);
- GROUP Experts (Consulting, Administration, Hosting);
- GROUP Live (Cloud Computing, Framework).
Als der führende Anbieter rund um die IBM Lotus Produktpalette platziert sich GROUP als der Primary Partner für die Lotus Software Gruppe innerhalb der IBM. Zielsetzung ist, der gemeinsame Marktauftritt von IBM Lotus in der direkten Kombination mit GROUP. Dazu führt das Management seit Mitte des vergangenen Geschäftsjahres intensive Gespräche auf höchster Managementebene. Der Abschluss entsprechender Verträge wird im Laufe dieses Jahres erwartet.
Kernbausteine unserer Strategie sind in den kommenden Jahren:
- der gezielte Ausbau der neuen Cloud Computing Technologie und unseres Hosting-/Serviceangebotes;
- die Platzierung als IBM's primärer Partner für die Lotus Software Familie;
- die Fortsetzung der Konsolidierungsstrategie im Markt für Applikationen unter IBM Lotus Notes/Domino, insbesondere in Nordamerika;
- die Konzentration auf die Weiterentwicklung unserer Produkte nach den Forderungen des Marktes.
Hierzu wird GROUP im laufenden Geschäftsjahr erneut massiv finanzielle Mittel investieren. Diese Mittel werden sowohl aus Erträgen als auch über neue strategische Finanzpartner bereitgestellt werden.
Dank
Wir gehen mit Entschlossenheit und begründetem Selbstvertrauen in das Geschäftsjahr 2010.
Die Weichen für die kommenden Jahre sind gestellt. Wir haben GROUP auf die veränderten wirtschaftlichen Gegebenheiten eingestellt und dementsprechend unsere Konzernstruktur angepasst und zukunftsfähig ausgerichtet. Wir bedanken uns bei unseren Kunden und Partnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei unseren Mitarbeitern für deren Engagement und Flexibilität und bei den Aktionären unserer Gesellschaft für ihre Bereitschaft die GROUP auf ihrem Weg zu begleiten
Vorstand Vorstand
Jörg Ott Markus Ernst
Bericht des Aufsichtsrates
über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
Das Geschäftsjahr 2009 stand – trotz der aufgrund der Wirtschaftskrise immer noch schwierigen Rahmenbedingungen – ohne dabei die Wahrung und Konzentration auf unsere bereits vorhandenen Kompetenzen zu vernachlässigen, für unsere Gesellschaft im Zeichen des Wachstums und der Erschließung neuer Märkte, auch und insbesondere auf internationaler Ebene. Hierbei wurde auf Risiken achtsam eingegangen und die sich bietenden Chancen, vor allem im Hinblick auf Nachhaltigkeit, sorgfältig überprüft.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 die ihm nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend unterstützt, die Geschäftsführung regelmäßig überwacht und war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte des Vorstands in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet. Die Überwachung der Geschäftsführung erfolgte durch Einsichtnahme in die wesentlichen Geschäftsunterlagen, die dem Aufsichtsrat jeweils rechtzeitig vor den Sitzungen übersandt wurden. Die jeweils aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen wurden dem Aufsichtsrat regelmäßig umgehend nach deren Erstellung zur Verfügung gestellt. Die Aktualität der Unterlagen und deren Korrektheit wurden durch den Aufsichtsrat durch persönliche Einsichtnahme in die Planungs- und Buchführungsunterlagen der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Die Einsichtnahme erfolgte auch während den Sitzungen, da die Unterlagen aufgrund der elektronischen Datenerfassung und Buchführung der Gesellschaft jederzeit auch ortsunabhängig eingesehen werden können. Dem Aufsichtsrat wurden sämtliche wesentlichen Unterlagen, insbesondere Quartalsauswertungen, der Halbjahresbericht und der 9- Monatsbericht zur eigenständigen Prüfung überlassen.
Der Aufsichtsrat hat seine Prüfungsaufgabe neben der Prüfung der Geschäftsunterlagen auch durch intensive Diskussionen mit dem bestellten Wirtschaftsprüfer über dessen Meinung und Ansichten zum Status der Gesellschaft sowie zur aktuellen Darstellung der Situation und die aus eigenständigen Prüfungen resultierenden Fragen wahrgenommen. Dabei umfassten die Diskussionen auch Fragen zur Auslegung der jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften, der Qualität und Vollständigkeit der Buchhaltung, der Anwendung des internen Kontroll- sowie des Risikomanagementsystems der Gesellschaft.
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während und außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig ausführlich durch schriftliche sowie auch mündliche Berichte, Bezug nehmend auf die Gesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften informiert. Im Rahmen dieser Informationen wurden alle Fragen des Aufsichtsrates zur Unternehmensplanung, Finanz- und Investitionsplanung sowie Personalentwicklung, zur Geschäftspolitik, Rentabilität und dem Geschäftsverlauf, der Lage und der strategischen Entwicklung sowie allen Vorgängen von erheblicher Bedeutung umfassend beantwortet. Schwerpunkte lagen im Bereich der strategischen Entwicklung und Konsolidierung der Gesellschaft und des Konzerns. Ebenso standen der Konzern- und der Jahresabschluss, der Halbjahres- sowie der 9-Monatsbericht im Fokus. Sofern sich berichtswürdige Ereig-
nisse außerhalb des Informationszeitraums ereignet haben, wurde der Aufsichtsrat umgehend durch den Vorstand informiert.
In den sechs Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres 2009 wurden alle Informationen und Berichte ausführlich erörtert und diskutiert. Es wurde gemeinsam mit dem Vorstand eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten. Zur Bewertung der vom Vorstand vorgetragenen Strategie der Geschäftsplanung und der Geschäftspolitik hat der Aufsichtsrat aktuelle Marktstudien herangezogen, anhand derer überprüft werden konnte, dass die vom Vorstand vorgeschlagene Strategie plausibel ist und der richtige Weg eingeschlagen wurde. Über die Entwicklung der Bilanzpositionen und der Ergebnisse wurde der Aufsichtsrat umfassend in Kenntnis gesetzt. Die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden strategischen Chancen und Risiken der weiteren Unternehmensorientierung sowie über das Risikomanagement hat der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand diskutiert und die entsprechenden Maßnahmen und Entscheidungen mit begleitet.
Auch zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat über Themen, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder dringend waren, umfassend informiert und hat, sofern dies erforderlich war, darüber im schriftlichen Verfahren beschlossen.
Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und wurde über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.
Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrates
Regelmäßiger Bestandteil der Beratungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und die Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und seiner Beteiligungen, sowie die Finanzlage. Beraten wurden darüber hinaus strategische Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Konzerns.
Der Aufsichtsrat besprach in den Sitzungen des Weiteren strukturelle und organisatorische Fragestellungen, insbesondere in Bezug auf mögliche Zukäufe, Verkäufe und Restrukturierungen im Konzern.
Weitere Schwerpunktthemen waren unter anderen die Corporate Governance, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, die Vorschriften zum Insiderrecht, praktische Auswirkungen des Bilanzrechtmodernisierungsgesetzes sowie weitere rechtliche Verpflichtungen für deutsche börsennotierte Aktiengesellschaften, insbesondere die Neuerungen im Aktienrecht.
In Abwesenheit des Vorstands befasste sich der Aufsichtsrat mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Hierbei lag der Schwerpunkt insbesondere auf die Prüfung der Organisation des Aufsichtsrats und dem Informationsfluss zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.
In den Sitzungen vom 23. Februar 2009 und vom 20. April 2009 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 befasst. Die Billigung des Jahresabschlusses
2008 durch den Aufsichtsrat erfolgte in der Sitzung vom 20. April 2009. Gleichfalls Gegenstand dieser Beratung war die Überprüfung der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2009 auf Basis der vorläufigen Ergebnisse des ersten Quartals 2009. Hier wurden insbesondere zur Verfügung stehende Finanzierungsspielräume diskutiert und ob und inwieweit diese etwaigen Investitionen zur Verfügung stehen sollen. Zusätzlich wurden strategische Maßnahmen im Bezug auf die Geschäftsfelder PaaS und CRM erörtert.
Auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 27. August 2009 standen neben der am nächsten Tag stattfindenden Hauptversammlung die Auswirkungen der Finanzkrise und mögliche Handlungsmodelle für die Gedys IntraWare GmbH.
In der Sitzung am 05. Oktober 2009 wurde der Erwerb der Vermögensgegenstände der Lotus 911 Inc. besprochen. Dieser Erwerb wurde zudem zum Anlass genommen, die strategische und organisatorische Ausrichtung der US-amerikanischen Gesellschaften zu diskutieren.
Am 20. November 2009 beriet der Aufsichtsrat den möglichen Verkauf der Gedys IntraWare GmbH und wog ausführlich für und wider einer solchen Transaktion einschließlich der damit einhergehenden Maßnahmen auf Konzernebene ab.
In der Sitzung vom 18. Dezember 2009 wurde mit dem Vorstand erneut das Thema Gedys IntraWare GmbH besprochen und insbesondere auf die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Nutzbarkeit der Technologien hingewiesen. Des Weiteren war der Geschäftsbereich PaaS/Group Live Gegenstand der Sitzung. Zudem wurde die Geschäftsplanung 2010 ausführlich behandelt.
Ausschüsse/Beirat
Im Berichtszeitraum wurden keine Ausschüsse gebildet; ein Beirat besteht nicht.
Sitzungen und Teilnahme
Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2009 in 6 regelmäßigen Sitzungen. Berichtspflichtige Vorgänge in Bezug auf die Häufigkeit der Sitzungsteilnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrats liegen nicht vor.
Corporate Governance und Entsprechenserklärung
Die GROUP Business Software AG orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist für die Organe der Gesellschaft selbstverständlich. Im Dezember 2002 erfolgte die erste Entsprechenserklärung; weitere folgten am 17. März 2003, am 3. Mai 2004, am 07. Juni 2005, am 04. Juli 2006, am 23. April 2007, am 17. April 2008 und am 20. April 2009.
Am 19. April 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die neunte jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärungen sind den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung ist auch am Ende dieses Geschäftsberichtes abgedruckt.
Veränderungen im Aufsichtsrat
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2009 gehörten dem Aufsichtsrat die Mitglieder Praschinger, Malsch und Dr. Berz an. Zu Änderungen in der Besetzung kam es im Geschäftsjahr 2009 nicht.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2009
Der vom Vorstand nach HGB aufgestellte Jahresabschluss der AG zum 31. Dezember 2009, der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 nach den Richtlinien der IFRS und der zusammengefasste Lagebericht des Konzerns und der AG für das Geschäftsjahr 2009 sowie die Prüfungsberichte des mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2009 zum Abschlussprüfer der Gesellschaft bestimmten Wirtschaftsprüfers Dr. Winfried Heide, Comeniusstraße 32, 01307 Dresden lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Sie wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 23. März 2010 und am 15. April 2010 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt.
Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der GROUP Business Software AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Abschlussprüfer ging ferner auf Umfang, Schwerpunkte sowie Kosten der Abschlussprüfung ein.
Der Wirtschaftsprüfer hat den Jahresabschluss der GROUP Business Software AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für die Muttergesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2009 unter Einbeziehung der Buchführung entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Aktiengesetz den Jahresabschluss von Muttergesellschaft und Konzern, den zusammengefassten Lagebericht der GROUP Business Software AG und des Konzerns sowie den Risikobericht geprüft und den Jahresabschluss der Muttergesellschaft und den Konzernabschluss am 26. April 2010 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern für die im Berichtszeitraum geleistete Arbeit seinen Dank aus und wünscht allen Beteiligten viel Erfolg für die Geschäftsaktivitäten im aktuellen Geschäftsjahr.
Eisenach/Frankfurt, im April 2010 Der Aufsichtsrat
Johann Praschinger Vorsitzender
Geschäftsbericht GROUP Business Software AG (Konzern und Einzelgesellschaft) zum 31.12.2009
Lagebericht der GROUP Business Software AG zum 31. Dezember 2009
1. Einleitung
Nach der EU-Verordnung 1606/2002 vom 19. Juli 2002 (sog. IAS-Verordnung) haben kapitalmarktorientierte Unternehmen seit 2005 ihre Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Durch das im Dezember 2004 verabschiedete Bilanzrechtsreformgesetz – BilReG – wurde u. a. diese IAS-Verordnung in nationales Recht umgesetzt. Der Konzernabschluss erfolgt damit nach den Rechnungslegungsvorschriften des International Financial Reporting Standards.
Gemäß § 315 Abs. 3 sowie § 289 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB handelt es sich um einen zusammengefassten Lagebericht. Die Ausführungen im Lagebericht gelten, sofern nicht explizit eingeschränkt, sowohl für den Konzern als auch für die GROUP Business Software AG. Sofern hiervon abweichende Aussagen gemacht werden, sind diese entsprechend gekennzeichnet.
2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
2.1 Konzern- und Organisationsstruktur
2.1.1 Organisation und Kontrolle
Die GROUP Business Software AG ist Konzernobergesellschaft des GROUP-Konzerns. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Aktien der Gesellschaft werden an der Börse in Frankfurt (Main) am regulierten Markt im Segment General Standard gehandelt.
Wesentliche der Gesellschaft bekannte Aktionäre sind mit 10,55% die vbv Vitamin-B Venture GmbH, mit 7,92% die Westend ICT Plc. und mit 8,00% der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster AG. Die Zusammensetzung des Grundkapitals, das Genehmigte und das Bedingte Kapital, sind im Abschnitt 8 des Lageberichtes erläutert.
Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat folgen den gesetzlichen Bestimmungen. Sie orientieren sich am langfristigen Erfolg des GROUP-Konzerns und folgen insbesondere den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Geschäftsverteilung des Vorstands wurde mit dem Verkauf der GROUP Business Software Holding OY neu geordnet und sieht zwei Vorstandsbereiche vor. In den zentralen Führungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO) fallen mit dem Ressort "Strategie" die Bereiche "Unternehmensentwicklung" und "Mergers and Acquisitions" mit dem Ressort "Innovation" die Bereiche "GROUP Live" und "Investor Relations".
Die Leitung des Bereiches "Marketing, Kommunikation und strategische Produktentwicklung" (CMO/CTO) berichtet an den Vorstandsvorsitzenden.
Der Vorstandsbereich "Operations" (COO) umfasst das Ressort "Experts", sich zusammensetzend aus Consulting, Hosting, Admin, das Ressort "Apps" (Applikationen oder Applications), sich zusammensetzend aus E-Mail, CRM, Compliance, Archive sowie die Ressorts "Produktmanagement", "Recht" und "IT Infrastruktur". Die Leitung des Bereiches Finanzen und Administration (CFO) berichtet an den Vorstand "Operations".
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn.
Er setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Seit dem Geschäftsjahr 2007 besteht eine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat.
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG. Satzungsänderungen richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat gemäß § 14 der Satzung auch befugt ist, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung zu ändern, soweit diese nur deren Fassung betreffen. Gemäß § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat darüber hinaus ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital zu ändern.
2.1.2 Geschäftstätigkeit und Märkte
Der GROUP Konzern ist der weltweit größte Anbieter von Applikationen für IBM Lotus Software. Im Wesentlichen wird die Software des Unternehmens in Großunternehmen und im Mittelstand eingesetzt. Die Kernmärkte für die Produkte der Gesellschaft sind Nord-Amerika, Europa und Japan, während sich die Wachstumsmärkte verstärkt auf Brasilien, Indien, China und Ost-Europa konzentrieren.
Der GROUP Konzern ist mit Standorten in Deutschland, England, Dänemark, Niederlande, Bulgarien und den USA vertreten. Er vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen sowohl direkt, als auch über Vertriebs- und Integrationspartner weltweit.
Sowohl regional, als auch überregional, sichert die Gesellschaft ihren Kunden eine sehr hohe Produkt-, Dienstleistungs- und Servicequalität zu. Über 5 Mio. Nutzer setzen aktiv auf die Leistungsfähigkeit von GROUP Produkten.
Die Geschäftsbereiche der GROUP Business Software AG gliederten sich 2009 in die Divisionen "E-Mail Security Compliance & Archiving", "CRM, Mobile und Business Processes", "GROUP Live" und "GROUP Experts". Diese bilden auch 1 zu 1 die entsprechenden Segmente ab. Im Rahmen des Konzernanhangs (Notes) werden in der Segmentberichterstattung die Ergebnisse und Vermögenslagen dieser 4 Segmente dargestellt.
Division E-Mail, Security, Compliance & Archiving
Unter dem Namen GROUP Technologies entwickelt, vertreibt und installiert die GROUP Business Software AG modernste E-Mail Management Systeme. Dabei fokussiert die Division "E-Mail, Security, Compliance & Archiving" ihre Aktivitäten auf internationale Großunternehmen und Kunden des Mittelstandes.
GROUP Technologies berät seine Kunden bei der Gestaltung, der Umsetzung und der Einbindung ihrer E-Mail-Kommunikation in deren Geschäftsprozesse. Sicherheit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen stehen dabei mehr und mehr im Vordergrund. GROUP Technologies garantiert seinen Kunden die sichere, effiziente und zentral verwaltete Verwendung von E-Mail in Übereinstimmung mit den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und den betrieblichen Vorgaben.
Die Lösungen für E-Mail-Sicherheit, -Compliance und -Archivierung ermöglichen das Verarbeiten, Speichern und Verwalten von E-Mails – von deren Entstehung bis zur Löschung. Dazu zählen Viren- und Spamschutz, Daten- und Inhaltskontrolle, Verschlüsselung, Klassifizierung, automatisierte Archivierung und intelligentes Auffinden von E-Mails und deren Anlagen. GROUP Technologies garantiert so den höchsten Sicherheitsstandard für Unternehmensdaten. Mit Beginn des Jahres 2010 wird diese Division in die neue Division "GROUP Apps" eingegliedert.
Division CRM, Mobile & Business Processes:
Die Division "CRM, Mobile & Business Processes" entwickelt, vertreibt und installiert Lösungen für das intelligente Management von Kundenbeziehungen (CRM) mit leistungsstarken Werkzeugen für Vertrieb, Marketing und Service. Mit völlig neu geschaffenen Technologien verbindet GROUP ab Mitte 2010 flexible Module zur Vertriebssteuerung mit traditionellen Anforderungen wie Sicherheit und Offline Zugriff im Einsatz von IBM Lotus Notes.
Der GROUP Konzern hat seine Tätigkeiten in der Division "CRM, Mobile & Business Processes" damit auf die Anforderungen des internationalen Marktes und auf die Anforderungen einer Lösungsbereitstellung über die "Cloud" ausgerichtet. Zur Umsetzung dieser Strategie hat die GROUP mit Wirkung zum 01. März 2010 ihre Beteiligung an der GROUP Business Software Holding OY und damit auch an der Gedys IntraWare GmbH verkauft. Die strukturellen Auswirkungen dieser Transaktion sind ausführlich im Anhang und im Konzernanhang erläutert.
Die ebVOKUS Software GmbH, ein Unternehmen der GROUP Business Software AG, ebenfalls eine Einheit der Division CRM, entwickelt, vertreibt und installiert Speziallösungen für das Kundenbeziehungsmanagement in Banken, Sparkassen und Volksbanken.
Die ebVOKUS Produktreihe umfasst Anwendungen für den Fachbereich Electronic Banking sowie Speziallösungen der Bankenorganisation und Revision, die ein strukturiertes, effizientes und zeitsparendes Arbeiten bis in die Rechenzentren ermöglicht. Hierdurch werden Mehrfacherfassungen überflüssig, die Datenqualität wird erheblich erhöht und Haftungsrisiken vermieden. Die innovativen Lösungen der GROUP Tochter finden auch international Beachtung und standen auf der Lotusphere 2010 als Finalist in der Kategorie "IBM Best Industry Solution Award" im Rampenlicht.
Die GROUP Business Software Corp., ein weiteres Unternehmen der GROUP Business Software AG und USamerikanische Einheit der Division "CRM, Mobile & Business Processes", entwickelt, vertreibt und installiert amerikanisch geprägte Lösungen für das Management von Kundenbeziehungen (CRM) auf Basis Lotus Notes
Domino und der IBM Portal-Technologie und für die mobile Umsetzung auf sogenannten 'personal devices' bzw. 'handhelds' wie RIM's BlackBerry.
Die Produktlinie RELAVIS Complete ist eine Software-Suite für die Kontaktpflege, die Vertriebssteuerung, das Marketing und den Service mit einer integrierten E-Mailanbindung. Die Umsetzung der CRM-Lösung auf RIM's BlackBerry Personal Digital Assistent (PDA) und die Produktreihe LotusMobilizer, eine Plattform zur einfachen und schnellen Umsetzungen von Lotus Applikationen ohne Programmieraufwand, ergänzen das Produktportfolio der Gesellschaft. Mit Beginn des Jahres 2010 wird diese Division in die neue Division "GROUP Apps" eingegliedert.
Division GROUP Experts
Mit der Akquisition der Vermögenswerte (Assets) der Lotus 911, Atlanta, USA, mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 wurde die Basis der in 2009 geschaffenen Division gebildet. Durch die Integration der Expertise, der Mitarbeiter und der Kunden der Lotus 911 bietet der Konzern zusätzlich das Hosting ganzer Systeme, die individuelle Softwareentwicklung für unternehmenseigene Anwendungen und die Administration von Lotus Umgebung/-Infrastruktursystemen an. Das Management erwartet insbesondere in diesem Bereich – nach dem Einstieg der GROUP in den Vertrieb von Client Solutions/Administrations Tools – aufgrund der hohen Durchdringung von Individual-Lösungen bei Lotus Anwendern eine überproportionale Steigerung der Nachfrage.
Division GROUP Live
Flexibilität und Skalierbarkeit gewinnen in Unternehmen immer mehr an Bedeutung. In einer kürzlich von Gartner vorgestellten Studie (Quelle: Dave Aron, Vice President and Research Director Gartner's CIO Research Group) wurden 1.600 IT-Verantwortliche hinsichtlich ihrer Ausgaben für IT-Dienstleistungen sowie Hard- /Software befragt. Das Ergebnis demonstriert, dass immer mehr Unternehmen Cloud Computing als Investitonsthema Nummer 1 nennen. Im Wesentlichen getrieben durch die erwarteten Effizienz- und Einsparpotentiale. In einer weiteren Marktuntersuchung des europaweit tätigen Beratungsunternehmens METRI wurde ermittelt, dass bei vergleichbarer Qualität, Komplexität und zugrundeliegenden Dienstleistungen sich mit Cloud-basierten Lösungen beispielsweise die Kosten für Managed Server um die Hälfte reduzieren lassen – in Einzelfällen sogar um bis zu 70%.
Quelle: IBM Corporation
In diesem wachsenden Marktumfeld positioniert sich das Cloud Computing-Angebot von GROUP Live als flexible und kosteneffiziente Alternative zu klassischen Anbietermodellen. Für unabhängige Softwarehersteller und mittelständische Unternehmen steht damit eine völlig neuartige technologische Basis zur Verfügung, welche bislang festgefügte Faktoren wie Software-Lizenznutzung, Hardware-Anschaffungen und Zugriff auf Anwendungen revolutioniert. "Platform-as-a-Service" (PaaS) hebt die bisher starren Grenzen auf und ermöglicht eine bedarfsgerechte Bereitstellung von IT-Ressourcen und Anwendungsumgebungen. Zusätzliche Vorteile ergeben sich durch einen schnellen Roll-Out der cloudfähigen Lösungen und die Möglichkeit Software bequem im Livebetrieb zu testen und Endkunden als zeitlich begrenzte Evaluationsversion anzubieten.
Mit IBM hat GROUP Live einen leistungsfähigen Partner gewonnen, der zugleich Infrastruktur-Betreiber des PaaS-Angebotes ist. Im Rahmen verschiedener Vertriebs- und Marketingaktivitäten wird gemeinsam der Mittelstandsbereich in Deutschland adressiert. Zudem haben beide Unternehmen vereinbart, zunächst IBM Lotus und DB2 in das PaaS-Angebot von GROUP Live zu integrieren und auf monatlicher Mietbasis als Software-as-a-Service anzubieten. Kürzlich wurde GROUP Live mit dem IBM Chief Technology Officer Innovation Award und dem INNOVATIONSPREIS-IT in der Kategorie "Cloud Computing" der Initiative Mittelstand ausgezeichnet.
2.1.3 Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie
Positionierung
Der GROUP Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Software und erbringt IT-industrie-relevante Dienstleistungen. Das Produktportfolio umfasst Managementsystemlösungen (E-Mail, Archive, Compliance, Customer Relationship), Servicedienstleistungen (Systemintegration, Administration, Hosting) und Cloud Computing Technologie.
Im Wesentlichen konzentriert sich das Angebot des Konzerns rund um die IBM Lotus Software Produktfamilie. Konstante Innovation, herausragende Expertise und ausgezeichnete Qualität sichern der GROUP die Position als Marktführer in diesem Bereich. GROUP setzt mit ihren Lösungen den Standard im Markt für Lotus Applikationen.
Mit dem ersten Quartal 2010 vereinfacht der GROUP Konzern seine Struktur. Die Gesellschaft tritt nunmehr am Markt einheitlich als GROUP Business Software AG auf. Die Umsetzung der neuen Markenstrategie wird im Verlauf des Geschäftsjahres für den gesamten Konzern erwartet.
Der GROUP Konzern wird mit Beginn des Geschäftsjahres 2010 marktgerecht in drei Divisionen (Segmente) gegliedert:
GROUP Apps (E-Mail, Archive, Compliance, CRM);
GROUP Experts (Consulting, Administration, Hosting);
GROUP Live (Cloud Computing, Framework).
Die Gesellschaft operiert multinational mit lokalen operativen Einheiten und ist strategisch in Nord-Amerika sowie Europa präsent.
Das Firmenlogo symbolisiert unseren Anspruch auf Teamarbeit und Partnerschaft, demonstriert unser Streben nach Simplifizierung (Vereinfachung) komplexer Prozesse und das Bekenntnis der GROUP zur IBM Lotus Plattform.
Die Visualisierung der GROUP Vision symbolisiert unseren Anspruch, die erste Adresse am Markt für kollaborative Software Lösungen auf Basis der Lotus Software zu besetzen.
Wir sehen die Simplifizierung aller Aspekte des Softwaremarktes, von der Auswahl und dem Kauf einer Lösung, über die Installation und das Betreiben der Systeme, bis hin zur Benutzung und Anwenderfreundlichkeit der einzelnen Anwendungen, als den Erfolgsfaktor für die Zukunft unserer Kollaborationssysteme. Unserer Verpflichtung als Marktführer werden wir mit unserem Simplifizierungskonzept auch 2010 mit flexiblen Angeboten, effizienten Installations- und Administrationswerkzeugen und intuitiven Anwendungen gerecht.
GROUP Apps
E-Mail (Security, Enforcement, Archiving) und CRM (Customer Relationship Management)
E-Mail ist das wichtigste Mittel effizienter Unternehmenskommunikation. Dies wird sich nach allgemeiner Marktmeinung in absehbarer Zukunft nicht ändern. Neben Telefonie hat sich mittlerweile Instant Messaging als zusätzliches internes Kommunikationswerkzeug etabliert. Während die Telefonie und deren Sicherheit in der Regel vom Anbieter gestellt werden, sind E-Mail und Instant Messaging stark mit Risiken für das Unternehmen behaftet. Zusätzlich ist die Kommunikation über diese Werkzeuge mit den unterschiedlichsten internen und externen Vorschriften, Richtlinien und gesetzlichen Anforderungen belastet.
GROUP konzentriert ihre E-Mail Management Produktfamilie auf die serverbasierte und prozessgesteuerte Überwachung und Kontrolle dieser Systeme. Die GROUP Produkte ermöglichen unseren Kunden den Aufbau und das kosteneffiziente Management von zentralisierten, mehrstufigen Sicherheitssystemen.
Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht die Gesellschaft in diesem Bereich ihre ausgereifte Produktpalette, das – in der Branche einmalige – vorhandene Expertenwissen und die langjährige Erfahrung in diesem Markt.
Die Gesellschaft wird ihre Konsolidierungsstrategie auf dieses Umfeld konzentrieren, um insbesondere den internationalen Markt besser erreichen zu können. Im Bereich der Synergieeffekte nach der Konsolidierung sieht das Management erhebliches Ertragspotential für dieses Bereich.
Der GROUP Konzern hat seine Strategie fϋr die CRM Produktfamilie neu ausgerichtet. Die Doppelproduktstrategie, einerseits GROUP als einen der Know-how Lieferanten für höchst integrative, komplexe CRM-Systeme zu platzieren, und anderseits der steigenden internationalen Nachfrage nach flexiblen, mobilen CRM-Applikationen – auch im Zuge der signifikanten Wettbewerbsstellung von On-Demand-Mietlösungen – gerecht zu werden, führen absehbar zu extremen Belastungen der Produktentwicklung, des Marketings und insbesondere im Vertrieb. Die Vermarktung von On-Demand Lösungen stellt gänzlich andere Anforderungen an diese Bereiche, als die konventionellen Client-Serversysteme. Die mit einer Doppelstrategie verbundenen Kosten und Risiken rechtfertigen diese nicht.
Mit der dem Verkauf der GI7 Produktlinie durch Veräußerung der CRM Beteiligung im deutschsprachigen Raum, und der damit verbundenen Abspaltung der komplexen Integrationssysteme, sieht die neue CRM Strategie vor, das Angebot für Miet- und On-demand-Lösungen für CRM mittels der GROUP Live-Plattform kosteneffizient zu realisieren und auch über die Ländergrenzen der D-A-CH Region hinaus international zu vertreiben.
GROUP Live
Cloud Computing und Framework (Application Transformation)
Der Markt fϋr Informationstechnologie und der damit verbundene Markt für Software befinden sich derzeit in einem massiven Umbruch. Kostendruck, Effizienzsteigerung, Umweltanforderungen und zunehmende Durchdringung des täglichen Lebens mit neuesten Softwareprodukten zwingen die IT Abteilungen zu umfangreichen Anpassungen innerhalb ihrer Systemlandschaften. Dies gilt sowohl von Seiten der reinen Infrastruktur, über das Managen und Überwachen dieser Systeme, bis auf die Ebene der Bereitstellung und Wartung aller individuellen Anwendungen.
Die Reduktion der Anzahl von physischen Servern mittels Virtualisierungstechnologien, das Verwalten und der Zugriff auf diese "virtuellen Container" über standardisierte Internetschnittstellen, die Umstellung der Verteilung von Anwendungen und deren Benutzung direkt aus und im Web durch sogenannte Browser, verdeutlichen den massiven Umbruch und das damit verbundene Effizienzpotential. Diese Anforderungen sind die Grundbausteine des vielfach diskutierten Cloud Computings.
GROUP konzentriert ihre Cloud Computing Strategie auf die Partnerschaft mit IBM. Insbesondere Kunden der Lotus Software Produktreihe stehen vor den oben genannten Herausforderungen: bestehende Serverumgebungen zu optimieren und die damit verbundenen Anwendungen zu modernisieren. Das geschätzte Kostenreduktionspotential liegt bei mehr als 50%, das Effizienzpotential kann diese drastische Reduktionsquote sogar noch übertreffen.
Für beide Bereiche bietet GROUP mit ihrer LIVE Technologie die entsprechende Lösung. Im Durchschnitt werden für internationale Konzerne mehr als 500 individuelle Anwendungen pro Konzern, von denen wiederum 10-15% als unternehmenskritisch eingestuft werden, zur Umstellung auf Cloud Computing und Modernisierung erwartet; im Mittelstand geht die Anforderung an das Cloud Computing noch darüber hinaus. Das vollständige Outsourcing der Lotus Software Infrastruktur (Hosting), bei denen GROUP in Verbindung mit IBM als Komplettanbieter auftreten wird, wird zentraler Baustein für das Angebot im Mittelstand sein.
Das Management erwartet den gemeinsamen Marktauftritt und erste Produktkombinationen im Verlauf dieses Geschäftsjahres.
GROUP Experts
Hosting/Outsourcing, Dienstleistungen und Individualentwicklung
Zwingende Voraussetzung zur erfolgreichen Umsetzung der GROUP Live Strategie ist der Aufbau des Geschäftsbereiches Experts. GROUP wird verstärkt in diesen Bereich investieren und das derzeit in den USA bestehende Geschäft auf Europa ausdehnen. Erste Zielmärkte sind Deutschland und England, in denen der Konzern bereits mit Niederlassungen vertreten ist.
Dabei liegen die Modernisierung von kundenspezifischen Individualentwicklungen und die Bereitstellung von Hosting Know-how für die IBM Lotus Software Produkte im Fokus des GROUP Angebotes. Wie auch in Nord-Amerika wird das Angebot um Dienstleistungen für die Integration von Systemen und das Administration-Outsourcing erweitert.
Marktanteilszubau und Ertragssteigerung mittels Marktkonsolidierung
Die Konsolidierungsstrategie hat in 2009, insbesondere mit dem Erwerb der Vermögenswerte (Assets) der IT Factory, Dänemark und der Lotus 911, USA, die Präsenz der Gesellschaft international verstärkt, die Innovati-
onskraft massiv erhöht und mit der Kombination aus unserem bestehendem Produktportfolio mit der neuen Technologie und Expertise die Wahrnehmung des GROUP Konzerns im Markt gesteigert.
Die Gesellschaft hat den Einstieg in den Dienstleistungsmarkt für Systemintegration, Hosting und Administration erfolgreich umgesetzt. Auch in 2010 wird die Akquisitionsstrategie diesen Wachstumsmarkt mit einbeziehen.
Die Gesellschaft setzt ihre Strategie der Konsolidierung des Marktes für IBM Lotus Software fort und plant diese durch gezielte Kooperationen und Joint Ventures effizient und schnell voranzutreiben.
Dabei wird die Gesellschaft ihre erfolgreiche Konsolidierungsstrategie verstärkt in Europa und den USA umsetzen. Der Fokus der Gesellschaft liegt hier insbesondere auf der Gewinnung von Marktanteilen, Reduzierung des Wettbewerbs durch Konsolidierungen und auf neuen Technologien.
Die Gesellschaft wird im laufenden Geschäftsjahr – mit der notwendigen Voraussicht – die Konsolidierung auf den Ausbau der internationalen Präsenz konzentrieren. Dabei wird sich die GROUP verstärkt im Bereich Vertragsrecht, Due Diligence und Finanzierung extern unterstützen lassen.
Positionierung als IBM's Primary Partner fϋr die Lotus Softwaresparte
Als der führende Anbieter rund um die IBM Lotus Produktpalette platziert sich GROUP als der Primary Partner für die Lotus Software Gruppe innerhalb der IBM. Zielsetzung ist, der gemeinsame Marktauftritt von IBM Lotus in der direkten Kombination mit GROUP. Dazu führt das Management seit Mitte des vergangenen Geschäftsjahres intensive Gespräche auf höchster Managementebene. Der Abschluss entsprechender Verträge wird im Laufe dieses Jahres erwartet.
Unternehmenssteuerung
Die effektive Steigerung des Unternehmenswertes und somit die langfristige Wertsteigerung im Interesse unserer Investoren stehen im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung der GROUP. Dabei spielt insbesondere die mittel- und langfristige Ausrichtung der Gruppe eine wesentliche Rolle. Wir verankern unser Ziel der mittelund langfristigen Wertsteigerung in den Managementprozessen des Konzerns. Der Wertbeitrag ergibt sich aus der Rendite der einzelnen Unternehmensbereiche auf das eingesetzte Vermögen.
Dafür ist neben der zielorientierten Steuerung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, dem effektiven Ressourceneinsatz von Eigen- und Fremdkapital auch ein effektives Management von Investitionen erfolgsentscheidend. Der Wertbeitrag ist neben weiteren, individuell vereinbarten Zielen auch Maßstab für die leistungsorientierte Entlohnung unserer Führungskräfte und der meisten Mitarbeiter. Die GROUP Business Software AG ist neben ihrer Position als Anbieter von E-Mail-Lösungen gleichzeitig Management-Holding des GROUP-Konzerns und nimmt als solche zentrale Leitungsfunktionen wie z.B. Konzernentwicklung/ Mergers & Acquisitions, Finanzen, Controlling, Personalwesen und Kommunikation wahr.
2.1.4 Forschung und Entwicklung
E-Mail Security Compliance & Archiving
Im Bereich E-Mail Management wurden die Produktpalette und der Funktionsumfang der bestehenden Produkte erheblich erweitert. Zentrale Themen wie E-Mail Verschlüsselung sowie Netzwerk-Perimeter-Defense standen dabei im Fokus. Zahlreiche Erweiterungen der bestehenden Lösungen WebCrypt, Store und Trailer entstanden und wurden dem bestehenden Produktportfolio hinzugefügt.
Die GROUP Plattform unterstützt bereits Verschlüsselungen über S / MIME, PGP und GnuPG. Es gibt eine Vielzahl von Methoden, die diese zum Speichern und zum Verwalten von Zertifikaten benötigen, um E-Mail Inhalte entweder zu verschlüsseln oder zu entschlüsseln. Der neue Key-Server, geplant für das zweite Quartal 2010, wird alle GROUP Zertifikate in einem einzigen verwalteten Verzeichnis zur Speicherung und Beschreibung von digitalen Objekten (Software Respository) zusammenführen und somit für deutlich mehr Flexibilität und Automatisierung im Umgang mit Zertifikaten sorgen, die beispielsweise auch von Dritten generiert werden können.
GROUP wird das Anwendungsspektrum seiner i.Q.Suite deutlich erweitern und zahlreiche und messbare Prozessverbesserungen für unsere Kunden implementieren.
GROUP Live: Platform as a Service
Seit November 2009 steht die "Platform-as-a-Service" (PaaS) von GROUP Live den Kunden zur Verfügung. Der Betrieb der Cloud-Plattform wird durch leistungsfähige Server im IBM-Rechenzentrum Ehningen realisiert. Neben nahezu unbegrenzter Rechenleistung ist die dynamische Kapazitätserweiterung ein wichtiges Merkmal des gemeinsamen Angebots mit IBM. Für viele GROUP Live-Kunden ist die Tatsache, dass IBM die technische Infrastruktur für PaaS liefert, zudem ein wichtiges Entscheidungskriterium.
Das erste Release der PaaS-Lösung verfügt über alle notwendigen Management-Werkzeuge, damit ISVs ihre Anwendungen als "Software as a Service" den entsprechenden Endkunden "in der Cloud" zur Verfügung stellen können (Public Cloud). Damit erhalten ISVs einen Zugang zu neuen Kundensegmenten und können Geschäftsprozesse, wie beispielsweise Kundenbetreuung und Support, effizient und zentral durchführen.
Das Entwicklungsteam von GROUP Live fokussiert seine Leistung derzeit auf die operative Umsetzung der Plattform sowie auf die zugrunde liegenden Support-Prozesse. Neue Funktionalitäten werden, basierend auf der aktuell definierten Roadmap, in den Bereichen des integrierten E-Mail-Routings sowie erweiterten Reportings entwickelt. Insbesondere das Reporting gewinnt mit zunehmender Kundenzahl an Bedeutung, da es der Schlüssel zu mehr Transparenz und Effizienz im Management ist.
Parallel zum Ausbau der Public Cloud arbeitet das Entwicklungsteam von GROUP Live an einer sogenannten Corporate Cloud. Damit trägt GROUP Live dem Kundenwunsch nach einer eigenen, firmeninternen Cloud-Struktur Rechnung. Im Gegensatz zur Public Cloud erfolgt dabei der Betrieb der PaaS-Lösung im kundeneigenen Rechenzentrum auf der vorhandenen Infrastruktur.
Framework, CRM & Applikationen
Der Beweis dafür, dass das Konzept des neuen Entwicklungs-Frameworks der GROUP exakt den Marktanforderungen entspricht, wurde im Januar 2010 auf der Lotusphere in Orlando/Florida erbracht. Unsere Lösung sorgte für beachtliches Interesse bei Kunden, Interessenten und bei IBM.
Mit dem Einsatz diesen Frameworks werden alle eigenen Applikation in einer gemeinsamen Codebasis zusammengeführt. Dies führt zu wesentlichen Effizienzverbesserungen im Support und schafft zusätzliche Freiräume für innovative Produktentwicklung supportet durch ein einziges Team.
Das Framework wird daneben in die GROUP Live Umgebung eingebettet werden, um auf diese Weise Kunden und Interessenten die Möglichkeit zu geben, auf einfache Art bestehende Anwendungen technologisch und funktional zu "modernisieren" und so eigene Applikationen zu erstellen, die eine web-basierte Benutzeroberfläche, eine umfassende Workflow-Automatisierung und eine enge Integration mit IBM Lotus Technologien umfassen.
Aufgrund dieses Erfolges bei der weltgrößten IBM Lotus Messe in Florida und des gewaltigen Interesses, vergrößert die GROUP derzeit signifikant ihr Team, damit dieses sämtliche Belange der GROUP Live Plattform unterstützt.
Eine erste Version des Frameworks ist für das vierte Quartal 2010 geplant. Die erste darauf laufende Anwendung wird GROUPs eigene neue CRM-Lösung sein.
2.2 Geschäftsverlauf
2.2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Kapitalmarkt
Das vergangene Jahr war von starken Kursbewegungen an den internationalen Börsenplätzen geprägt. Unter dem Einfluss der Finanzkrise verlor der Deutsche Aktienindex DAX bis Anfang März 2009 ca. 24% und markierte mit 3.666 Punkten den Jahrestiefststand. Dies war zugleich der niedrigste Stand seit fünf Jahren. In den Folgemonaten setzte jedoch eine Erholung ein. Dabei erreichte der Deutsche Aktienindex am Jahresende 5.957 Punkte und konnte somit insgesamt ca. 24% gegenüber dem Vorjahr zulegen.
Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten – gerade in der zweiten Jahreshälfte – wurde deutlich durch die Notenbank- und Fiskalpolitik und durch die Zuversicht der Anleger hinsichtlich einer konjunkturellen Erholung getragen.
Wirtschaft
Zur Jahreswende 2008/2009 litt die Weltwirtschaft unter einer in diesem drastischen Verlauf selten erlebten Rezession. Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres konnte sich die Konjunktur nach dieser turbulenten Talfahrt fangen. Produktionen wurden wieder hochgefahren, vor allen Dingen die größten Schwellenländer China und Indien konnten die Krise solide überstehen und so zur Stützung der Weltwirtschaft beitragen.
Das 1. Halbjahr war deutlich von einer äußerst gedämpften monetären Dynamik gekennzeichnet, erst im 2. Halbjahr kam es zu einer bescheidenen schrittweisen Aufwärtsbewegung. Um einer Inflation vorzubeugen, senkte die EZB aus diesen Gründen den Zinssatz auf bis zu 1%.
Diese zinspolitischen Lockerungen, geldpolitischen Sondermaßnahmen und diverse Stützungsprogramme aller Regierungen weltweit führten dazu, dass es in der 2. Jahreshälfte wieder zu einer leichten Aufwärtsbewegung der internationalen Finanzmärkte kam.
Die deutsche Volkswirtschaft wurde aufgrund ihrer Exportorientiertheit durch die Krise überdurchschnittlich hart getroffen. Der Eurokurs trug seinen Teil dazu bei, dass es nur sehr langsam zu einer Erholung kommen konnte. Die starke Euro-Aufwertung stand neben anderen Faktoren auch im Zusammenhang mit einer konjunkturellen Bodenbildung in diversen Euroländern, wie z.B. auch in Deutschland.
So profitierte die europäische Währung kurstechnisch betrachtet von der wachsenden Zuversicht der Marktteilnehmer, wohingegen der deutsche Exportweltmeister unter dieser Euro-Entwicklung litt.
Durchschnittlich ging das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2009 preisbereinigt mit 5,0% so stark zurück wie niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Trotz einer leichten Erholung in der 2. Jahreshälfte blieb die Wirtschaftsleistung auf einem außerordentlich schwachen Niveau.
Die Deutsche Bundesbank rechnet damit, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2010 wieder deutlich wachsen wird. Eine aktuelle Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestätigt diese Vorhersage der Bundesbänker. So rechnen die Ökonomen für 2010 mit einem globalen Wirtschaftswachstum um 3,9%. Auch für 2011
Für das europäische Wirtschaftswachstum sagte der IWF ein Wachstum von 1,0% voraus; für 2011 sogar von bis zu 1,6%. Die Wirtschaftsleistung der USA wird laut IWF im laufenden Jahr sogar um 2,7% und im Jahr 2011 um bis zu 2,4 Prozent anwachsen.
Im Hightech Sektor sehen die Vorhersagen ähnlich zuversichtlich aus. Der Bundesverband der IT Branche – kurz BITKOM – hat eine Prognose für den Hightech-Markt im Jahre 2010 vorgelegt, in der der Umsatz mit Informationstechnik in Deutschland im Jahr 2010 um 1,4 Prozent auf 64,4 Milliarden Euro zulegen soll und im Jahr 2011 sogar wieder mit Zuwächsen zwischen 4-5% zu rechnen sei.
2.2.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen
sagt die UN-Sonderorganisation einen Anstieg von ca. 4% Prozent vorher.
Entwicklung der Branche für E-Mail-Applikationen
Für das Jahr 2010 sehen Experten des internationalen Marktforschungsinstitutes EITO den Umsatz mit Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Prognosen der des EITO sieht den IT Markt in den EU-Ländern wieder um 0,6% wachsen und die Marke von 300 Mrd. Euro erstmalig übersteigen.
Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik ist in den beiden vergangenen Jahren ein Investitionsstau entstanden, der sich in den kommenden zwei Jahren auflösen sollte. Der Markt für E-Mail Management sollte sich während dieser Zeit stabil zeigen. Die E-Mail ist nach wie vor das wichtigste Kommunikationsmittel im Bereich der Business Kommunikation. Gerade die Finanzkrise hat gezeigt, dass Unternehmen noch stärker versuchen, Kosten zu sparen und so Einsparmöglichkeiten zu optimieren. Die E-Mail ist das bislang günstigste Kommunikationsmittel mit der höchsten Übermittlungsgeschwindigkeit. Zurzeit ist dazu keine Alternative ersichtlich. Im Jahr 2009 wurden pro Tag durchschnittlich unvorstellbare 210 Mrd. E-Mails versendet.
Ein perfekt abgestimmtes und hoch effizientes E-Mail Management System wird bislang nicht einmal von 50% aller Unternehmen (im deutschsprachigen Raum) angewandt. E-Mail Management beschränkt sich meistens nur auf die einfache Kommunikation sowie zunehmend die Archivierung. Gerade wegen der wachsenden gesetzlichen Anforderungen an diese Form der Kommunikation sind hier große Potenziale erkennbar, deren Ausnutzung es in den kommenden Jahren zu nutzen gilt.
Entwicklung der Branche für Customer Relationship Management (CRM) Applikationen
Customer Relationship Management (CRM) wird weiterhin als ein Wachstumsmotor in der IT Branche angesehen. Das Interesse an CRM-Anwendungen ist nach wie vor hoch. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist es für Unternehmen von größter Bedeutung, stabile und belastbare Beziehungen zu ihren Kunden zu haben, Kundenbeziehungen, die bereits bestehen, zu hegen und zu pflegen. Die Marktforscher von IDC sowie Gartner verzeichneten im abgelaufenen Jahr 2009 im CRM-Markt ein leichtes Wachstum. In Krisenzeiten kann ein effizientes CRM Wettbewerbsvorteile sichern. Die durch Customer Intelligence, die Verbindung von Business Intelligence (BI) und CRM, gewonnenen Erkenntnisse über die Kunden sind Garant für krisensicheres Wirtschaften und stellen ein Element des Risikomanagements dar.
Ungebrochen ist die Nachfrage nach CRM on Demand, bei dem der Kunde CRM als "Software as a Service" (SaaS) nutzen kann. Hier rechnet Gartner (Quelle: Market Trends: Software as a Service, Worldwide, 2008- 2013, Update) mit weltweiten Umsatzzuwächsen von bis zu 20%. Durch den Verkauf der GROUP Business Software Holding OY macht die GROUP den Weg frei für "on demand" CRM Lösungen, die für den Kunden flexible Einsatzmöglichkeiten, geringe Kapitalbindung und leistungsbezogene Entgelttarife bedeuten.
Entwicklung der Branche für SaaS/PaaS
"Software as a Service" (SaaS) und "Platform as a Service" (PaaS), kurz Cloud Computing, können auch kleinere und mittelständische Unternehmen in die Lage versetzen, für ihre Geschäftsprozesse von modernster Technologie zu profitieren, ohne in teure Hard- und Software zu investieren. Der Kostenfaktor und eine einfache Verwaltung sind Treiber von SaaS. Fast alle Anwendungen bzw. Applikationen sind als SaaS darzustellen. Nach Ansicht aller Analysten wird diese Möglichkeit die Informationstechnologie grundlegend verändern. Möglich ist das jedoch nur, indem die Software cloudfähig gemacht wird, d.h. indem eine Möglichkeit hergestellt wird, Software bzw. IT Leistungen über den standardmäßigen Internetbrowser oder über ein Firmennetzwerk nutzbar zu machen, sie einzelfallbezogen der jeweiligen Nutzung entsprechend abzurechnen und sie dynamisch auf die geforderte Bandbreite anzupassen.
Gemäß Gartner, einem der weltweit wichtigsten IT Research Unternehmen, wird Cloud Computing der wichtigste IT Trend im Jahr 2010.
2.2.3 Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse
Die GROUP Business Software AG weist für das Geschäftsjahr 2009 einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von 0,4 Mio. Euro aus. Dieser liegt aufgrund von erheblichen Investitionen in den Geschäftsbereich GROUP Live, allein im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 waren dies knapp 1,5 Mio. Euro, mit rund 0,6 Mio. Euro deutlich unter dem Jahresüberschuss des Vorjahres.
Das Konzernergebnis liegt mit rund 1,0 Mio. Euro (2008: 1,8 Mio. Euro) ebenfalls vor dem Hintergrund der massiven und vom IT Markt geforderten Investitionen (knapp 1,5 Mio. Euro) in den zukunftsträchtigen Unternehmensteil GROUP Live unter dem Wert des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2008 betrug der Konzernergebnisbeitrag der Gedys IntraWare GmbH mit rund 1,4 Mio. Euro noch mehr als 65%. Im Geschäftsjahr 2009 sank dieser Anteil absolut auf rund 0,3 Mio. Euro und damit auf etwa 25%.
Allgemein
Nach dem Gewinn des "IBM Chief Technology Officer Innovation Awards" im Januar 2010 ist die neue Cloud Computing-Plattform zur dynamischen Bereitstellung, Verwaltung und Überwachung von Anwendungsumgebungen im März auf der CeBIT mit dem "INNOVATIONSPREIS-IT" ein weiteres Mal ausgezeichnet worden. Die 80-köpfige Fach-Jury aus Professoren, Wissenschaftlern, Branchen- und IT-Experten sowie Fachjournalisten bescheinigt damit der Cloud Lösung von GROUP bereits 12 Monate nach Gründung der neuen Division einen besonders hohen und von entsprechendem Nutzen geprägten Innovationsgrad und die enorme Praxistauglichkeit der GROUP Lösung.
3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
3.1 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr
3.1.1 Ertragslage
Umsatz- und Auftragsentwicklung
GROUP Business Software AG
Die Gesellschaft hat im Jahr 2009 ihren Umsatz um knapp 4% auf über 11,0 Mio. Euro (2008: 10,6 Mio. Euro) gesteigert. Die Zunahme resultiert mit rund 50% im Wesentlichen aus dem Bereich der Handelsware. Die Lizenzumsätze lagen mit 2,7 Mio. Euro rund 0,1 Mio. Euro unter dem Wert des Jahres 2008. Die Serviceumsätze betrugen im Wesentlichen aufgrund geringerer Kundenschulungen 0,5 Mio. Euro (2008: 0,8 Mio. Euro). Mit 5,2 Mio. Euro (2008: 5,2 Mio. Euro) liegt der Umsatz aus Wartung auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Damit entfallen rund 47% der Umsätze des Jahres 2009 auf wiederkehrende Wartungserlöse. Die anderen aktivierbaren Eigenleistungen ergeben sich zu 0,7 Mio. Euro. Die sonstigen Umsätze liegen mit 0,1 Mio. Euro leicht unter Vorjahresniveau (2008: 0,2 Mio. Euro).
Die Marge im Bereich von Drittanbietern (3rd Party) Komponenten wurde deutlich verbessert. Trotz einer Umsatzzunahme von über 50% im Bereich der 3rd Party Komponenten, stiegen die Materialaufwendungen lediglich um rund 29% auf 2,4 Mio. Euro (2008: 1,9 Mio. Euro).
Mit rund 1,2 Mio. Euro liegen die sonstigen betrieblichen Erträge über Vorjahresniveau (2008: 0,5 Mio. Euro). Davon entfielen insgesamt rund 0,6 Mio. Euro auf die Auflösung von Rückstellungen und periodenfremde Erträge.
Für das Jahr 2009 ergaben sich die Personalaufwendungen zu rund 4,9 Mio. Euro (2008: 4,7 Mio. Euro). Die Abschreibungen lagen mit rund 1,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit rund 4,2 Mio. Euro 16% über dem Vorjahreswert (2008: 3,6 Mio. Euro) und beinhalten insbesondere Rechts- und Beratungskosten sowie externe Dienstleistungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (2008: 0,8 Mio. Euro), Marketingaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro (2008: 0,9 Mio. Euro), Kraftfahrzeugkosten in Höhe von 0,3 Mio. Euro (2008:. 0,2 Mio. Euro), Reisekosten in Höhe von 0,5 Mio. Euro (2008: 0,4 Mio. Euro), Raum-
kosten in Höhe von 0,4 Mio. Euro (2008: 0,4 Mio. Euro), Versicherungsbeiträge in Höhe von 0,1 Mio. Euro (2008: 0,1 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 0,2 Mio. Euro (2008: minus 0,2 Mio. Euro). Das Finanzergebnis beträgt aufgrund des wesentlich geringeren Beteiligungsergebnisses der Gedys IntraWare GmbH 0,1 Mio. Euro (2008: 1,4 Mio. Euro). Damit liegt das Ergebnis nach Steuern mit rund 0,4 Mio. Euro deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 1,0 Mio. Euro.
GROUP Konzern
Im Konzern wurde in den ersten 6 Monaten des Jahres 2009 ein Umsatz von 11,1 Mio. Euro (1. HJ 2008: 10,7 Mio. Euro) erzielt. Mit knapp 5% (2. HJ 2008: 22%) lag der Umsatz des 2. Halbjahres im Geschäftsjahr 2009 unter der saisonalen Steigerung des Vorjahres. Hierin zeigt sich deutlich die nach wie vor eingeschränkte Investitionsbereitschaft aufgrund gesamtwirtschaftlicher Faktoren. Im gesamten Jahr 2009 betrug die Umsatzleistung im GROUP Konzern insgesamt zwar 22,7 Mio. Euro, lag damit dennoch rund 1,1 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres.
Die Umsätze aus Lizenzverkäufen und OEM lagen mit 6,9 Mio. Euro rund 5% unter dem Wert des Vorjahres. Im Bereich der Dienstleitungen wurde mit 5,0 Mio. Euro der Vorjahreswert um 0,2 Mio. Euro unterschritten. Die Wartungserlöse in Höhe von 8,7 Mio. Euro lagen mit knapp 2% leicht über dem Vorjahreswert. Die Wareneinsatzquote im gesamten 12-Monats Betrachtungszeitraum lag konzernweit mit rund 22% auf Vorjahresniveau.
Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro (2008: 0,8 Mio. Euro) und den aktivierten Entwicklungsleistungen von 1,7 Mio. Euro (2008: 1,3 Mio. Euro) ergab sich die Gesamtleistung zu rund 25,7 Mio. Euro (2008: 25,8 Mio. Euro).
Aus der Zunahme der Mitarbeiteranzahl im Konzern um stichtagsbezogen 18, zum Aufbau der Divisionen GROUP Live und GROUP Experts, resultiert eine Zunahme an Personalaufwendungen um 5,4% (2008: 14,1%). Für das Jahr 2009 ergaben sich die Personalaufwendungen zu rund 10,9 Mio. Euro (2008: 10,4 Mio. Euro). Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag mit rund 7% über dem Vorjahresniveau und steht ebenfalls in direktem Zusammenhang mit dem Aufbau neuer Geschäftsfelder. Sie betrugen 6,2 Mio. Euro (2008: 5,8 Mio. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Mietaufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (2008: 0,7 Mio. Euro), Marketingaufwendungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (2008: 1,3 Mio. Euro), externe Dienstleistungen und Abschlusskosten in Höhe von rund 1,8 Mio. Euro (2008: 1,1 Mio. Euro) und Reise- und Kfz-Kosten von rund 1,3 Mio. Euro (2008: 1,2 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis des Konzerns beträgt aufgrund der erfolgten Akquisitionsfinanzierung aus dem Ausbau des Geschäftsbetriebes rund minus 0,2 Mio. Euro.
Das Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) lag mit rund 1,1 Mio. Euro (2008: 2,6 Mio. Euro) somit unter dem Wert des Vorjahres.
Nach Abzug von Minderheitenanteilen und Steuern, resultiert ein Konzernergebnis von rund 1,0 Mio. Euro (2008: 1,8 Mio. Euro).
Die Konzernergebnismarge – ohne Berücksichtigung der aufwandswirksamen Investitionen in den Aufbau neuer Geschäftsfelder – betrug 8,2%. Die Ergebnismarge nach Steuern lag bei 4,5% (2008: 7,7%).
3.3.2 Finanzlage
GROUP Business Software AG
Der Zahlungsmittelbestand der Gesellschaft betrug knapp 0,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2009 (31. Dezember 2008: 1,4 Mio. Euro).
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug rund 0,8 Mio. Euro gegenüber einem Mittelzufluss in 2008 von 2,1 Mio. Euro. Für die Investitionstätigkeit der Gesellschaft wurden rund 2,1 Mio. Euro (2008: 2,9 Mio. Euro), für Finanzierungszwecke – im Wesentlichen für Kreditaufnahmen – insgesamt rund 0,6 Mio. Euro (2008: 1,4 Mio. Euro) verwendet. Damit lag der Finanzmittelbestand Ende 2009 um 0,7 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres.
GROUP-Konzern
Der Zahlungsmittelbestand im Konzern betrug unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel der GROUP Business Software Holding OY und ihrer Tochtergesellschaft knapp 2,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2009 (31. Dezember 2008: 2,6 Mio. Euro). Da dieser Zahlungsmittelbestand jedoch in der Bilanzposition "Assets held for sale" abgesetzt ist, reduziert sich der auszuweisende Bestand um 0,8 Mio. Euro ohne dass die Forderungen aus dem Verkauf in Höhe von 8,25 Mio. Euro bereits gezeigt werden können, da diese Transaktion erst zum 01. März 2010 erfolgte.
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 2,5 Mio. Euro (Gesamt 2008: 4,2 Mio. Euro). Der Unterschied zu 2008 erklärt sich aus dem geringeren betrieblichen Ergebnis und einer deutlichen Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten von insgesamt 2,2 Mio. Euro (2008: 0,4 Mio. Euro). Aus dem Zahlungsmittelbestand und dem Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 0,6 Mio. Euro wurden für Investitionen rund 3,7 Mio. Euro verwandt. Damit lag der Zahlungsmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2009 bei rund 2,0 Mio. Euro vor Ausgliederung in die Bilanzposition "Assets held for sale".
Die Anlagendeckung des Konzerns liegt im 1. Grad bei über 100% und im 2. und 3. Grad sogar bei über 110%. Die Liquidität ersten Grades liegt zum Stichtag, dem 31. Dezember 2009, bei 117% und damit über dem Vorjahresniveau mit 99%. Das Net Working Capital liegt konzernweit bei 4,2 Mio. Euro (2008: 4,3 Mio. Euro).
3.1.3 Vermögenslage
GROUP Business Software AG
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2009 rund 40,6 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 36,6 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen mit 79% (2008: 78%) wie auch im Vorjahr den größten Anteil ein. Größte Einzelpositionen darin mit 15,7 Mio. Euro sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und mit 11,1 Mio. Euro die immateriellen Vermögenswerte.
Das Umlaufvermögen betrug 7,7 Mio. Euro (2008: 6,7 Mio. Euro). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit ca. 1,0 Mio. Euro rund 0,1 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres und beinhaltet neben abgegrenzten Zinsanteilen aus der begebenen Wandelschuldverschreibung zukünftige Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Erwerb der Rechte an der Archivlösung in Höhe von 0,9 Mio. Euro.
Bei einem Gezeichneten Kapital in Höhe von 25.232.000,00 Euro, lag das Eigenkapital der Gesellschaft bei 26,7 Mio. Euro und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau (26,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2009 66%; sie lag 6% unter dem Wert zum 31. Dezember 2008. Mit Beschluss der Hauptversammlung ist das Grundkapital um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden. Die bedingte Kapitalerhöhung diente der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Zum Bilanzstichtag waren 533.563 Wandelanleihen gezeichnet.
Mit einem Betrag von 1,3 Mio. Euro liegen die Rückstellungen rund 0,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben langfristigen Charakter und dienen zur Finanzierung des amerikanischen Markteintrittes und des Aufbaus der Division "Cloud Computing".
GROUP-Konzern
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2009 im Konzern rund 46,4 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 43,4 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen mit 65% (2008: 71%) wie im Vorjahr den größten Anteil ein. Größte Einzelpositionen darin waren mit 29,8 Mio. Euro (2008: 30,4 Mio. Euro) die immateriellen Vermögenswerte. Die Finanzanlagen wurden um 0,2 Mio. Euro reduziert und betrugen zum Jahresende noch 0,2 Mio. Euro. Die aktiven latenten Steuern lagen mit 2,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.
Das Umlaufvermögen lag bei 12,3 Mio. Euro (2008: 8,4 Mio. Euro). Die Zunahme erfolgte im Wesentlichen aus der Position "Assets held for sale" in Zusammenhang mit dem Verkauf der GROUP Business Software Holding OY.
Ausgehend von dem der Einzelgesellschaft entsprechenden Gezeichneten Kapital in Höhe von 25.232.000,00 Euro, ergab sich ein Eigenkapital im Konzern in Höhe von rund 31,1 Mio. Euro. Dieses lag damit ca. 1,1 Mio. Euro über dem Wert des Jahres 2008 (30,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug im Konzern zum 31. Dezember 2009 67% und lag mit 2% nur geringfügig unter Vorjahresniveau.
Die Rückstellungen wurden um 43% reduziert und betrugen zum Bilanzstichtag 1,6 Mio. Euro (2008: 2,8 Mio. Euro).
Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die Finanzierungen zum Ausbau der Präsenz der GROUP im US-amerikanischen Markt.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit etwa 4,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (4,0 Mio. Euro).
3.1.4 Mitarbeiter
GROUP Business Software AG
Zum 31. Dezember 2009 wurden in der Gesellschaft 82 (2008: 74) Mitarbeiter beschäftigt. Mit einem Anteil von 47% liegt der Schwerpunkt im Bereich Vertrieb. Rund 35% entfällt auf den Bereich Forschung & Entwicklung und auf den Bereich Administration – die administrative Unterstützung der Tochtergesellschaften des GROUP-Konzerns mit eingeschlossen – entfallen rund 18%. Die Ausbildungsquote der Gesellschaft beträgt 7%. Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2009 betrugen 4,9 Mio. Euro (2008: 4,7 Mio. Euro).
GROUP-Konzern
Zum 31. Dezember 2009 wurden im Konzern 190 Mitarbeiter beschäftigt (2008: 172). Auf der Ebene des Konzerns liegt, vor Berücksichtigung der Ausbildungsquote von 8%, der Anteil an Mitarbeitern mit vertriebs- und servicebezogenen Aufgaben bei rund 60%. Die Produktentwicklung umfasst rund 29% und etwa 11% der Mitarbeiter beschäftigen sich mit administrativen Tätigkeiten. Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2009 betrugen knapp 10,9 Mio. Euro und liegen über dem Vorjahresniveau (2008: 10,4 Mio. Euro).
4. Nachtragsbericht
Am 25. November 2009 hat der Vorstand und der Aufsichtsrat der GROUP Business Software AG beschlossen, die Produktpalette GI7, deren Schwerpunkt im deutschsprachigen Markt liegt, zu verkaufen und seine CRM Produktlinie neu auszurichten. Im Rahmen dieser Ausrichtung erfolgt die Konzentration auf sogenannte "on demand" Lösungen. Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, sich von der Beteiligung der GROUP Business Software Holding OY, Helsinki, und deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH, Petersberg, und der damit verbundenen CRM Produktlinie GI7 im deutschsprachigen Markt zu trennen.
Diese Trennung schafft die Voraussetzung für eine Vereinfachung der mittlerweile veralteten und überaus komplizierten existierenden CRM Lösung und ermöglicht eine Ausrichtung vor allem im Bereich der On-Demand-/Off-Premise- (SaaS) und/oder Hosting-Lösungen.
Der Verkauf ist am 01. März 2010 vollzogen worden. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 8,25 Mio. Euro und ist in mehreren Raten bis Ende 2013 zu begleichen.
Auch nach dem Verkauf wird GROUP ihre CRM Produkte und das neue GROUP CRM auf Basis des GROUP Frameworks weiterhin unter dem Label GROUP CRM in den Märkten USA und Europa vertreiben.
5. Chancen und Risikobericht
Allgemein
Das Risikomanagement stellt die kontinuierliche Erfassung und Bewertung von Risiken sowie die Steuerung von Reaktionen auf festgestellte Risiken dar. Es ist ein systematisches Verfahren und setzt sich u.a. zusammen aus: Unternehmensrisiken, Kreditrisiken, Finanzanlagerisiken, versicherungstechnischen Risiken sowie technischen Risiken.
Das interne Risikomanagement System der GROUP Business Software AG umfasst Maßnahmen, die eine Übermittlung maßgeblicher konzern- und rechnungslegungsrelevanter Informationen gewährleisten sollen. Auf diese Weise versucht der Konzern, Fehler in der Buchführung weitestgehend auszuschließen.
Das Rechnungswesen des GROUP Konzerns ist zentral organisiert. In einigen Fällen werden Aufgaben des Rechnungswesens von einzelnen Tochtergesellschaften an externe Dienstleister vergeben. Die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt, grundsätzlich verschlüsselt an den Bereich Konzernrechnungswesen übermittelt und für den Konzernabschluss in einem Abschluss gemäß IFRS zusammengefasst. Die Analyse und gegebenenfalls die Korrektur der durch Tochter-
gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse, in denen sowohl die Plausibilität der Einzelabschlüsse als auch kritische Einzelsachverhalte untersucht werden, wird zentral durch die Abteilung Finanzen verantwortet, die operative Verantwortung für die Umsetzung des Risikomanagements liegt hauptsächlich innerhalb der einzelnen Tochtergesellschaften des Konzerns.
Organisation und gesetzliche Grundlagen
Im GROUP Konzern sind Verantwortungsbereiche klar abgegrenzt, um die korrekte Aufgabenverteilung zu gewährleisten und so mögliche Fehlerquellen und Unzuständigkeiten auszuschließen. Das Vier-Augen-Prinzip stellt hierbei eine unabdingbare interne Kontrollmaßnahme dar. Das Risikomanagement der GROUP Business Software AG ist als eigener Verantwortungsbereich im Sinne eines institutionalisierten Risikomanagements im Controlling angesiedelt. Die Kontrolltätigkeiten der internen Revision werden im Unternehmen vom Bereich Finance wahrgenommen.
Die Risikolage des Unternehmens wird gemäß den Bestimmungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vom Vorstand überwacht. Wichtig ist dabei, dass mögliche Risiken sehr zeitnah durch die bestehenden Kontrollsysteme festgestellt werden und so gegebenenfalls frühzeitig gegengesteuert werden kann. Der Vorstand der GROUP Business Software AG orientiert sich bei der praktischen Umsetzung des Risikomanagements an den betriebswirtschaftlich gebotenen Gesichtspunkten. Dabei wird die in § 93 Abs. 1 S. 1 AktG gebotene Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers angewandt.
Bei der Risikoerkennung wird zunächst von den Unternehmenszielen ausgegangen. Die Definition von Risiken beginnt bereits vor der jährlichen Budgeterstellung und wird danach kontinuierlich während des Geschäftsjahres angepasst und neu definiert. Neben der Risikoidentifikation sind für die Risikoanalyse eine Quantifizierung der Schadenshöhe und eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit (Häufigkeit des Auftretens) relevant. Aus diesen Angaben kann abgeleitet werden, ob das Risiko einen kleinen, mittleren oder hohen Schaden in sich birgt.
Eine weitere Systematisierung der Risikoauswirkung erfolgt nach der Fristigkeit. Die GROUP Business Software AG unterscheidet hierbei nach kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen. Kurzfristige Auswirkungen entstehen z.B. durch Liquiditätsrisiken oder Risiken aus den operativen Prozessen (Störungen). Diese wirken sich i.d.R. lediglich auf ein Geschäftsjahr aus. Mittel- und langfristige Auswirkungen können insbesondere durch strategische und Investitionsrisiken verursacht werden. Die Wirkung dieser Risiken beeinflusst i. d. R. mehrere Geschäftsjahre.
Identifikation und Risikosteuerung
Die den jeweiligen Tochtergesellschaften zur Verfügung stehenden Datenbanken und individuelle Ablagestrukturen sind die Grundlage für die Dokumentation und die regelmäßige Überwachung zur frühzeitigen Feststellung von Risiken. Im Hinblick auf alle latenten Risikofaktoren wird die zentrale Datenbank der GROUP Business Software AG in Abstimmung durch das Controlling ergänzt. Die Beeinflussung der im Rahmen der Risikoidentifikation und der Risikobewertung ermittelten Risikopositionen wird durch eine gezielte Steuerung weitestgehend minimiert. Zur Risikominimierung gehört u.a. eine mögliche Absicherung der Risiken durch geeignete Versicherungen (Insurance-Risk-Transfer) oder die Übertragung des Risikos durch Vertragsbedingungen auf den Vertragspartner.
Risikokommunikation
Im Rahmen der Übermittlung und Präsentation der Monatsergebnisse wird von jedem Verantwortlichen der Tochtergesellschaften ein aktueller Status über Auswirkungen von potentiellen Risiken aus dem jeweiligen Verantwortungsbereich abgegeben. Darüber hinaus sind alle handelnden Personen aufgefordert, über ihren Vorgesetzen unverzüglich potentielle oder tatsächliche Risiken zu melden.
Instrumente des Risikomanagements
Auf der Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften wird in einer vollständigen Form das Budget des jeweiligen Geschäftsjahres geführt. Dies wird monatsfein zum IST <-> Plan Vergleich herangezogen. Auf der Ebene der Tochtergesellschaften der GROUP befindet sich der Businessplan, üblicherweise der jeweils nächsten 3 Jahre in Form der jeweiligen Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der Finanzflussrechnung in einer zentralen Datenbank.
Vorausplanungen
Für Umsätze, Kosten und Mitarbeiterkapazitäten werden monatlich IST <-> Plan-Abweichungsanalysen durchgeführt. Die Ergebnisse fließen – sofern diese zu budgetabweichenden Einschätzungen führen – in eine halbjährlich erstellte Vorschau ein, die kurzfristig einen Ausblick auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres ermöglicht (= Forecast). Die Informationen dieser Zahlen wiederum werden im Gegenstromprinzip wiederum mit der 3-Jahres Planung abgeglichen. Der kurzfristige umsatzseitige Forecast ergibt sich aus den sog. Opportunity Datenbanken der jeweiligen Vertriebseinheiten.
Gewährleistungsansprüche
Sofern durch Projektverläufe oder Produktauslieferungen mögliche Gewährleistungsansprüche bekannt werden, werden diese dokumentiert und im Rahmen der monats- und quartalsweisen Berichterstattung durch das Rechnungswesen zurückgestellt.
Monatsberichte
Nach Abschluss des jeweiligen Berichtsmonats wird bis zum 12. Arbeitstag des Folgemonats der Monatsbericht in der entsprechenden Datenbank eingestellt.
Rechtsstreitigkeiten
Um sicherzustellen, dass eine zentrale Dokumentation und Verfolgung bestehender und abgeschlossener oder potentieller Verfahren erfolgt und sich hieraus ergebende Risiken frühzeitig erkannt werden, wird durch den Syndikus regelmäßig der aktuelle Sachstand dokumentiert.
Meldungen von Risiken mit Hilfe der Risikodatenbank
Sobald ein in der Risikodatenbank beschriebenes Risiko eintritt, sind unverzüglich, entsprechend den hier getroffenen Vorgaben, Meldungen an die verschiedenen Ebenen der Risikoverantwortung zu machen. Primär verantwortlich für die Erstellung einer Meldung ist der sog. "Risk Owner", also die Person, in deren Verantwortungsbereich ein Risiko auftritt, sichtbar wird und bewältigt werden kann. Während an das dezentrale
und zentrale Risikocontrolling, an die funktional Verantwortlichen und an den Vorstand direkt berichtet wird, erfolgt die Information der verantwortlichen Managementebenen und des Aufsichtsrates mittelbar.
Weiterentwicklung des Risikomanagements
Die GROUP Business Software AG versucht, Kontrollmechanismen kontinuierlich weiterzuentwickeln bzw. zu verbessern. Unterschieden wird dabei, ob es sich um interne oder externe Anforderungen und Weiterentwicklungen handelt. Zu den externen Anforderungen gehören u.a. Gesetzesneuerungen, wie z.B. die Vorgaben des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Jahr 2009, wohingegen mit internen Weiterentwicklungen die GROUP-internen Kontrollmechanismen und -instrumente gemeint sind.
Der verantwortliche Umgang mit Risiken, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagements sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung sowie der internen Revision.
5.1 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit
Diskontinuität und Vertrauensrisiko
Die Gesellschaft hat in den zurückliegenden Jahren mehrfach ihr Geschäftsmodell verändert und ergänzt. Sie hat nun einen neuen Technologiebereich GROUP Live aufgebaut, der sich mit Cloud Computing und PaaS beschäftigt.
Aufgrund dieser Änderungen in Bezug auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist das bestehende Vertrauen am Markt sowohl in Bezug auf Kunden als auch auf Partner und potentielle Kunden zu sichern und auszubauen. Entsprechendes gilt für den Finanzmarkt.
Falls es nicht gelingt das notwendige Vertrauen der Anleger, Kunden und Geschäftspartner dauerhaft zu erhalten, wird dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Investitionsrisiken/Risiken in Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft investiert in den kommenden Jahren weiterhin in hohem Maße in Kombi- und Bündelprodukte aus bestehenden Software-Lösungen. Dabei konzentriert sich dieser Investitionsaufwand in Kosten für Personal und Marktbewertung, Markteintritt und Marktdurchdringungen.
Im Zusammenhang mit diesen Investitionen besteht das Risiko, dass etwaige Kosten nicht oder nicht vollumfänglich im Markt amortisiert werden können und somit keine Sicherheit zur Rückführung der Investitionen gegeben ist. Gleiches Risiko gilt, falls die Entwicklung neuer Produkte die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden nicht oder nicht ausreichend widerspiegelt oder der wirtschaftliche Erfolg aus einem anderen Grund ausbleibt. Dies gilt insbesondere für die Entscheidung einer Entwicklung nur für bestimmte Technologien unter Ausschluss anderer Technologien.
Die Gesellschaft koordiniert – sowohl hinsichtlich der kurz- als auch der mittelfristigen Produktplanungen – in enger Zusammenarbeit zwischen Vertriebsleitungen, Produktmanagement und den verantwortlichen Führungskräften der Produktentwicklung in definierten Gremien eine marktadäquate Produktentwicklung.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Die Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen der Gesellschaften des GROUP-Konzerns beinhalten und/oder basieren auf Annahmen. Diese Planungen basieren auf bestimmten, in die Zukunft gerichtete Aussagen.
Diese Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.
Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen.
Keine Gewähr zukünftiger Profitabilität
Die Profitabilität des Konzerns und der jeweiligen Einzelgesellschaften ist auch von Faktoren abhängig, auf die die Gesellschaften keinen Einfluss nehmen können. Hierunter fallen insbesondere die Entwicklung des Marktumfeldes (Wettbewerbsstrategien) sowie die gesamtwirtschaftliche (nationale und internationale Konjunkturlage, Branchentrends) Entwicklung. Hierfür kann die Gesellschaft keine Garantie übernehmen.
Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Unsicherheiten über die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung können für die geschäftlichen Aktivitäten der GROUP Business Software AG ein Risiko darstellen. Der im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 weltweit zu beobachtende Nachfragerückgang infolge der Krise stellt für den Konzern ein Risiko dar. Neben Umsatzeinbußen sind der Wegfall von möglichen Neugeschäften sowie ein Anstieg der Ausfallrisiken von Verbindlichkeiten aufgrund einer sich verschlechternden Zahlungsfähigkeit von Kunden ein Risiko.
Die GROUP begegnet den gesamtwirtschaftlichen Risiken in dem für das Unternehmen wichtigen Technologiemarkt weiterhin mit einem umfangreichen Maßnahmenprogramm, um in allen Konzernbereichen die Kosten nachhaltig zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.
Durch die hohe Volatilität an den Finanzmärkten ist eine genaue Bewertung der zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GROUP Business Software AG weiterhin schwierig.
In Abhängigkeit der Dauer und des Umfanges dieser allgemeinen sogenannten "Finanzmarktkrise" kann diese beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Preisänderungs-, Liquiditäts- und Zinssatzänderungsrisiko
Sollten insbesondere im Bereich der Liquiditätsrisiken mehrere Risikopositionen wie z. B. verzögerte oder nicht zu realisierende Fremdfinanzierungsinstrumente, Forderungsausfall, Projektverzögerungen oder Zahlungsansprüche auch aus Klagen unabhängig voneinander oder auch gleichzeitig auftreten, und sollten die eingeleiteten Maßnahmen wie z. B. Darlehensaufnahme oder Desinvestitionen einen Nettofinanzmittelverbrauch nicht stoppen oder ausgleichen und die Finanzierung aus Mittelrückflüssen aus dem Umsatzprozess (Selbstfinanzierung) oder Beteiligungserträgen nicht erfolgen oder sollten weitere für den Fortbestand der Gesellschaft entscheidende Kapitalmaßnahmen und/oder Konsolidierungen nicht erreicht werden können, kann sich daraus eine Liquiditätssituation ergeben, die den Unternehmensfortbestand der Gesellschaft oder wesentlicher Beteiligungen beeinträchtigt oder gefährdet.
Besonders das Liquiditätsrisiko stellt sich vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage als Risiko dar. Kernaufgabe des internen Liquiditätsmanagements ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns sicherzustellen. Aus diesem Grund steuert die GROUP den Liquiditätsbedarf vorausschauend. Die Liquiditätsplanung für das kommende Geschäftsjahr 2010 basiert auf einer gesicherten Basis. Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2009 über freie Liquidität in Höhe von ca. 2,8 Mio. Darin enthalten sind flüssige Mittel sowie zugesagte freie Kreditlinien.
Die GROUP Business Software AG hat im Jahr 2009 wie in den Vorjahren Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – ausschließlich im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten beschafft. Teilweise sind die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen dem Risiko von Wechselkursschwankungen insbesondere im Hinblick auf die Euro/ US-Dollar Relation ausgesetzt.
Das Zinsrisiko des Konzerns wird zentral analysiert und durch den Unternehmensbereich Finanzen gesteuert. Maßgabe hierfür ist das vom C-Level festgelegte Verhältnis zwischen festverzinslicher und variabel verzinslicher Verschuldung, das einer regelmäßigen Überprüfung unterliegt.
Personalrisiko
Risiken im Bereich der Mitarbeiterstruktur werden von der Gesellschaft als nicht wesentlich eingestuft. Dennoch ist klar zu kommunizieren, dass die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der GROUP Business Software AG wesentlich vom Engagement und der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und dem Management getragen wird.
Qualifiziertes Personal – besonders in Schlüsselpositionen – wird gezielt ausgesondert und ergebnisorientiert rekrutiert. Personalentwicklungsprogramme durch interne Schulungen sowie externe Weiterbildung (sprachenspezifisch, fachwissenorientiert) sind Bestandteil des Personalmanagements. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, einem möglichen Personalrisiko entgegenzuwirken und dieses weitgehend zu minimieren.
Dem Führungswechsel an der Spitze der Division E-Mail Management wurde dadurch Rechnung getragen, dass die Positionen durch Spitzenmanager neu besetzt wurden, die neben qualifiziertem Fachwissen auch über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Personalführung verfügen und die durch eine langjährige Unternehmenszugehörigkeit insbesondere auch im internationalen Marktumfeld sicher auftreten können.
Ein Fachkräftemangel, besonders bei Schlüsselpositionen, kann trotz aller Risikominimierung einen negativen Einfluss auf die Wirtschaftslage des Unternehmens haben kann. Auch ist nicht vollständig auszuschließen, dass die Neubesetzungen hinter den prognostizierten Erwartungen zurückbleiben.
Risiken in bestehenden Beteiligungen
Teile des operativen Geschäfts werden durch Beteiligungen wahrgenommen. Es handelt sich insoweit in der Regel um Gesellschaften mit beschränkter Haftung, deren alleinige Gesellschafterin mittelbar oder unmittelbar die Gesellschaft ist.
Entwicklungsrisiken
Auch in Beteiligungen der Gesellschaft werden Softwareprodukte entwickelt. Die Entwicklung von Softwareprodukten ist grundsätzlich abhängig von der Entwicklung der damit in Zusammenhang stehenden Plattformen und Funktionsanforderungen und -erwartungen. Ändern sich diese, sind umfassende Anpassungen oder sogar
Neuentwicklungen der bestehenden Produkte der Beteiligungen zwingend notwendig. Dies kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.
Grundsätzlich ist im Softwaremarkt auch die Neuentwicklung von Verfahren, Algorithmen etc. denkbar, die zu signifikant besseren Ergebnissen führen, als sie der Gesellschaft heute zur Verfügung stehen. Ein vollständiges oder teilweises Ausscheiden aus dem Markt durch Konkurrenzprodukte ist somit möglich. Dies kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.
Gewährleistungsrisiko
Die Gesellschaft vertreibt Software-Lizenzen – einschließlich Updates und Wartung – an ihren Produkten direkt oder über den Vertriebskanal der Beteiligungen und Vertriebspartner. Für den Fall, dass es hier zu Lizenzstreitigkeiten kommt, besteht dennoch die Möglichkeit, dass es zu Rückabwicklungen oder Preisreduzierungen oder sonstigen Vergleichen zwischen dem Erwerber und der Gesellschaft kommen kann. Sollte die Gesellschaft aus der Veräußerung von Lizenzrechten aus den oben genannten oder anderen Gründen einen Mindererlös erzielen, kann dies unmittelbar Folgen auf die Umsatz-, Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Risiken im Zusammenhang mit dem Bestand der IBM Lotus Notes/Domino-Plattformen/ Microsoft Exchange
Es besteht eine Abhängigkeit vom Bestand der Plattformen IBM Lotus Notes/Domino und von Microsoft Exchange, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen. Sollten IBM und/oder Microsoft ihren Geschäftsbetrieb in wesentlichem Umfange verringern, verändern oder einstellen, so wird sich dies negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen.
Zudem besteht das Risiko eines Eintritts von IBM, Microsoft oder einer vergleichbaren Unternehmenseinheit – deren Ressourcen die der Gesellschaft erheblich übersteigen – in die Geschäftsbereiche der Gesellschaft.
Schwankungen der Umsätze/Volatilität der Erträge
Im Laufe eines Geschäftsjahres sowie zwischen den einzelnen Geschäftsjahren kann es aufgrund sich ständig verändernder Marktbedingungen und zeitlicher Verzögerungen zwischen dem Abschluss eines Vertrages und seiner Umsetzung zu Schwankungen der Umsatzerlöse und Erträge kommen. Schwankungen der Geschäftsergebnisse im Jahresverlauf und zwischen den verschiedenen Geschäftsjahren werden insbesondere verursacht durch den Umfang und Zeitpunkt der Projekte, deren Umsetzung und deren Abschluss. Es ist zu erwarten, dass solche zeitlichen Umsatzschwankungen auch zukünftig aufgrund einer Reihe von nicht zu beeinflussenden Faktoren für die Ertragslage der Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen werden.
Trotz der Schwierigkeit der Prognose muss die Gesellschaft Vertriebs- und Marketing- sowie ihre sonstigen betrieblichen Aktivitäten planen und hat nur einen geringen Einfluss auf die Höhe der Betriebsaufwendungen, die ihrer Art nach im Wesentlichen Fixkosten sind und folglich den kurzfristigen Schwankungen der Geschäftstätigkeit nicht schnell angepasst werden können. Infolgedessen kann sich ein im Verlauf eines Geschäftsjahres oder zwischen den Geschäftsjahren abzeichnender Rückgang der Umsatzerlöse nachteilig auf die Geschäftsergebnisse der Gesellschaft auswirken und unter Umständen zu kurz-, mittel- oder langfristigen Liquiditäts-
engpässen führen. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unter den Erwartungen liegen.
Wechselkursrisiko
Die GROUP Business Software AG tätigt einen Teil ihres Geschäftes außerhalb der Euroländer. Mithin können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsmitteln, die nicht in der funktionalen Währung einer Gesellschaft bestehen. Das Währungsrisiko aus Finanzinstrumenten ist bei der GROUP insbesondere für den US-Dollar und das englische Pfund bedeutsam.
Die Währungsrisiken werden planmäßig erfasst und zentral analysiert. Aufgrund des zurzeit noch geringen Umfangs des Wechselkursrisikos wird ein Fremdwährungsexposure aus finanziellen Positionen, d.h. aus Forderungen und Verbindlichkeiten resultierend, in der Regel jedoch nicht währungskursgesichert.
Derzeit hat dieses Risiko noch nicht den Grad der Wesentlichkeit erreicht. Gleichwohl ist es latent vorhanden und nimmt mit zunehmender Internationalisierung der Gruppe eine immer höhere Bedeutung ein.
Risiken in bestehenden Forderungen
Grundsätzlich besteht bei allen Forderungen der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen ein Ausfallrisiko. Dieses Risiko besteht sowohl direkt zum Endkunden im Rahmen des direkten Vertriebes als auch indirekt zum Endkunden im Rahmen des Vertriebes über so genannte Vertriebspartner. Dies gilt insbesondere aber nicht ausschließlich für Forderungen aus dem nicht deutschsprachigen Markt und/oder für Kunden und/oder Partner, deren Unternehmen über keine ausgewogene Finanzstruktur verfügen. Für den Fall, dass die Aktivitäten zur Beitreibung der offenen Forderungen nicht oder nur bedingt ausreichen, muss mit einer über dem Planansatz liegenden Ergebnis- und Liquiditätsbelastung gerechnet werden.
Sollte ein sich dadurch ergebender Liquiditätsengpass nicht anderweitig ausgleichen lassen, wäre die Gesellschaft darauf angewiesen, ihren Finanzbedarf überwiegend aus Fremdmitteln zu decken oder gegebenenfalls in Form von zusätzlichem Fremd- oder Eigenkapital über den Kapitalmarkt aufzunehmen.
Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass das Ausfallrisiko relativ gering erscheint, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist (keine Risikokonzentration) und Geschäfte nach bestem Wissen und Gewissen und unter Einbindung der uns vorliegenden Informationen nur mit solventen Kunden durchgeführt werden.
Steuerliche Risiken
Steuerliche Risiken der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen bestehen, da nicht sichergestellt werden kann, dass die in den an der Verschmelzung beteiligten drei Gesellschaften (die Gesellschaft, die Group Technologies AG (alt) und die GAP AG für GSM Applikationen und Produkte) ihre vorhandenen körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge vollständig oder in Teilen nutzen können. Diese steuerlichen Verlustvorträge unterliegen vollumfänglich der Prüfung durch die zuständige Finanzverwaltung, so dass deren Bestand und Höhe nicht gesichert ist.
Durch die Verschmelzungen der global words AG, der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte und der Group Technologies AG jeweils auf die Gesellschaft gehen grundsätzlich zwar auch auf Ebene der übertragenden Gesellschaften bestehende etwaige Verlustvorträge auf die übernehmende Gesellschaft über (§ 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG), jedoch nur falls der Betrieb oder der Betriebsteil, der den Verlust verursacht hat, über
den Verschmelzungsstichtag hinaus in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verhältnisse vergleichbaren Umfang in den folgenden fünf Jahren fortgeführt wird. Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann zurzeit nicht abschließend beurteilt werden, so dass das Risiko besteht, dass die Gesellschaft die entsprechenden körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge ganz oder teilweise verliert. Es besteht in diesem Rahmen zudem das Risiko, dass auch die auf Ebene der Gesellschaft bestehenden körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge untergehen.
Ein teilweiser oder erheblicher Verlust der Verlustvorträge kann dazu führen, dass die Gesellschaft unmittelbar mit Steuern belastet ist und sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.
Es besteht die Möglichkeit, dass die Unterstützungsleistungen der Gesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften/Beteiligungsgesellschaften von den Finanzbehörden im Rahmen einer Überprüfung bezüglich der Angemessenheit bemängelt werden und dass daraus gegebenenfalls Steuernachforderungen resultieren können.
Risiken aus Abschreibungen
Wesentliche Vermögenswerte der Gesellschaft befinden sich insbesondere in den immateriellen Vermögensgegenständen, den Finanzanlagen sowie den Forderungen und dort insbesondere gegen verbundene oder assoziierte Unternehmen. Hieraus können im Korrekturfall erhebliche Abschreibungspositionen resultieren. Diese können ihrer Höhe nach erheblichen negativen Einfluss auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Prozessrisiken, rechtliche Risiken, Verwaltungsverfahren
Es sind die üblichen Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäftsgang anhängig. Diese Rechtsstreitigkeiten können ihrer Höhe nach negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Im Rahmen der Verschmelzung der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte auf die Gesellschaft und im Rahmen der Verschmelzung der Group Technologies AG (alt) auf die Gesellschaft wurden mehrere Anträge auf Einleitung von Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung des jeweiligen Umtauschverhältnisses gestellt.
Diese Anträge wurden im Wege des gerichtlichen Vergleiches zurückgenommen. Der Vergleich umfasst zum einen Einmalzahlungen zum anderen ereignisbedingte Zahlungen an die zum Zeitpunkt des Umtausches beteiligten Aktionäre der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte und an die zum Zeitpunkt des Umtausches beteiligten Aktionäre der Group Technologies AG (alt).
Risiken im Zusammenhang mit Versicherungsschutz
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft für bestimmte Risiken über keinen ausreichenden Versicherungsschutz verfügen. Es besteht daher das Risiko, dass gegen die Gesellschaft Ansprüche erhoben oder durchgesetzt werden, die nicht durch Versicherungen abgedeckt sind. Dies kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft haben.
Konjunkturrisiken/Branchenspezifische Risiken
Eine deutliche Abschwächung der Konjunktur hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklungen der Gesellschaft. Sollte sich die allgemeine Marktlage, insbesondere in Deutschland und den USA und insbesondere vor dem Hintergrund zukünftiger Investitionsentscheidungen mit IT-Relevanz, deutlich verschlechtern und sich diese Verschlechterung gerade im Bereich von Investitionen in professionellen Unternehmensapplikationen zeigen, kann dies negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Geschäftsverlaufes nehmen.
Die Gesellschaft verspricht sich Erfolge insbesondere durch die Verknüpfung ihrer Technologie mit bestehenden Softwareanwendungen. Damit ist die Gesellschaft in einem Geschäftsfeld tätig, das auf Grund der Neuartigkeit der Technologien und deren noch nicht absehbaren Akzeptanz bei potentiellen Kunden mit hohen Risiken behaftet ist. Der Fokus der Gesellschaft liegt dabei auf der Automatisierung von Prozessen innerhalb der zur Anwendung kommenden Software, so dass der Erfolg der Gesellschaft wesentlich von der Integrationsfähigkeit, der Kundenakzeptanz sowie der Bereitschaft anderer Hersteller zur Anbindung der Technologie abhängig sein wird.
Im Markt herrscht aktuell Aufklärungsbedarf über automatisierte Management-Software-Lösungen sowie über neue Technologieansätze im Bezug auf Dienstleistungsformen "as a Service" und damit verbunden "Cloud Computing" und somit über die Technologien der Gesellschaft und ihre Anwendungsmöglichkeiten.
Die Gesellschaft hat jedoch nur begrenzt Einfluss darauf, ob ihre Technologie im Markt verwendet wird und sich im Markt durchsetzen kann. Maximaler Nutzen kann aus der Technologie der Gesellschaft allerdings nur dann gezogen werden, wenn sie in die bestehende Infrastruktur integriert wird.
Der Erfolg der Gesellschaft ist weiter davon abhängig, dass sich im E-Mail-Sektor ein Markt für automatisierte Systeme bildet und dass Cloud Computing am Markt erfolgreich implementiert wird. Nur wenn Kunden und Partner von dem Nutzen der Technologie überzeugt werden, kann überhaupt ein Markt entstehen. Insbesondere müssen die potentiellen Kunden und Partner bereit sein, für diese Technologie möglicherweise ein höheres Entgelt zu zahlen, was sich als Wettbewerbsnachteil herausstellen kann.
Die Gesellschaft ist abhängig von der Lizenzierung ihrer Technologie bzw. dem Verkauf ihrer Produkte. Sollte kein Markt für die Technologie entstehen, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Die Softwareindustrie ist durch sich rasant verändernde Märkte und Technologien, immer wieder neu entstehende Normen und Vorschriften, regulatorische Beschränkungen und die häufige Einführung neuer Produkte gekennzeichnet. Auf Grund der Einführung neuer Produkte und der damit verbundenen neuen Technologien, sowie der häufigen Entstehung neuer Normen und regulatorischer Beschränkungen besteht die Gefahr, dass die Produkte der Gesellschaft schnell veralten bzw. weniger wettbewerbsfähig oder marktgängig werden. Das Entwicklungsverfahren für die Technologie der Gesellschaft ist extrem komplex und bedarf einer umfangreichen und kontinuierlichen Entwicklungstätigkeit. Der Erfolg der Gesellschaft hängt auch von der Fähigkeit zur rechtzeitigen, kosteneffizienten und kontinuierlichen Verbesserung ihrer bestehenden Technologien, der Entwicklung neuer, auf die zunehmende Komplexität und Wandlung der Marktanforderungen abgestimmter Technologien sowie der Berücksichtigung des allgemeinen technologischen Fortschritts und der immer wieder neu entstehenden Normen ab. Es besteht die Möglichkeit, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, neue Technologien zu entwickeln, die allgemeine Akzeptanz finden.
Es gibt keine Gewähr dafür, dass es der Gesellschaft künftig weiter gelingen wird, innovative neue Produkte zu entwickeln. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bereits entwickelte Technologien veralten. Möglicherweise wird die Gesellschaft künftig nicht in der Lage sein, den sich ständig weiterentwickelnden Anforderungen des Marktes Rechnung zu tragen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wettbewerber Produkte gleicher oder höherer Qualität und Funktionalität zu günstigeren Preisen anbieten, oder dass die Gesellschaft aus technischen, rechtlichen, finanziellen oder sonstigen Gründen nicht imstande sein sollte, sich rechtzeitig auf Veränderungen der Marktbedingungen oder der Kunden- oder Endverbrauchernachfrage einzustellen.
Der Eintritt der vorgenannten Risiken kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft haben.
Investitionsrisiko
Die Investitionen der GROUP Business Software AG werden jeweils im Rahmen eines Investitionsplanes definiert, der regelmäßig an den jeweiligen Akquisitionsstand angepasst wird. Bereits in der Vorakquisitionsphase (Pre-Merger) erfolgt eine detaillierte Risikobewertung des aktuellen Investitionsprojekts. Die laufende Risikokontrolle während der Durchführung erfolgt durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings. Dieses ist im Unternehmensbereich Finanzen sowie direkt beim Vorstand angesiedelt. Die Integration der Unternehmen bzw. der Unternehmensteile oder Vermögenswerte (Post-Merger) beinhaltet die möglichst rasche Vereinheitlichung der Strukturen und Geschäftsbereiche, um so auch organisatorisch eine optimierte Einheit zu bilden. Ziel ist es zusätzliche Kostensynergien, z.B. durch Kostensenkungen, Shareholder-Value und ein zuvor prognostiziertes Ertragswachstum zu erreichen. Klare Entscheidungen, überzeugende Kommunikation sowie Organisations- und Personalentscheidungen werden sehr zeitnah getroffen und legen den Grundstein für eine Risikominimierung bei Investitionen.
Trotz einer solchen Minimierung kann das Risiko, dass die in der Planung des Investitionsprojekts prognostizierten Werte ungünstiger ausfallen als erwartet nicht vollumfänglich gebannt werden.
Besonders herauszustellen sind die Akquisitionen der Vermögenswerte der IT Factory im Februar des Jahres 2009 sowie der Lotus 911 im vergangenen November. Bei beiden Unternehmen wurde eine detaillierte Kosten-Risikoanalyse durch den Vorstand und das C-Level durchgeführt. Das hinzugewonnene Know-how, welches durch die IT Factory Akquisition hinzugewonnen wurde, wird heute bereits effektiv weiterentwickelt und stellt die Basis für den neu geschaffenen Businessbereich GROUP Live dar. Die durchgeführte Risikominimierung zeigte den gewünschten Erfolg. Auch die Investitionen in die Vermögenswerte der Lotus 911 konnten bislang erfolgversprechend genutzt werden. Die Transaktion implementiert auf dem nordamerikanischen Markt die neue Business Unit GROUP Experts und kann als Beispiel für die erfolgreiche Expansionspolitik des Konzerns angesehen werden.
Allerdings kann die noch nicht vollständig durchgeführte Nachakquisitionsphase ein Risiko für das Unternehmen darstellen, sofern der Integrationsprozess nicht wie prognostiziert abgeschlossen werden kann.
Sollte sich der Integrationsprozess schwieriger bzw. zeitlich aufwendiger und kostenintensiver erweisen als erwartet, so kann sich diese Tatsache negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Ferner kann der künftige Erwerb von Unternehmen zur Folge haben, dass die GROUP Business Software AG direkt oder mittelbar in Haftung gegenüber einem Dritten kommt.
Sonstige Risiken
Die GROUP Business Software AG verfügt über eine Vielzahl vertraulich zu behandelnder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Zu deren Geheimhaltung verwendet die GROUP Geheimhaltungsvereinbarungen mit Mitarbeitern, Kooperationspartnern sowie bestimmten anderen Vertragspartnern. Es kann jedoch nicht gewährleistet werden, dass diese Abmachungen und andere Schutzmaßnahmen einen vollumfänglichen Schutz darstellen oder unverletzt bleiben. Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse anderweitig Wettbewerbern bekannt werden. Dies könnte sich nachteilig für die GROUP Business Software AG auswirken.
Zusammenfassende Risikobeurteilung
Sollten sich genannte oder neu auftretende Risiken realisieren, so kann sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns auswirken. Auf diese Weise ist es möglich, dass sich diese Umstände nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GROUP Business Software AG auswirken. Im Vertrauen auf das Nichteintreten eines Risikos getätigte Investitionen können sich als unwirtschaftlich erweisen.
Aus der heutigen Sicht des Vorstandes, sind jedoch keine Risiken erkennbar, die allein oder in Kombination den Fortbestand des GROUP-Konzerns gefährden könnten.
5.2 Chancen des Unternehmens
Die Marktstruktur wird sich im Verlauf der schwierigen wirtschaftlichen Lage verändern, Insolvenzen und Konsolidierungen nehmen zu. Falls Wettbewerber wegfallen oder verschmelzen, könnten sich neben Risiken auch Chancen für die GROUP Business Software AG ergeben. Wir könnten die bestehende Marktposition erfolgreich organisch und anorganisch ausweiten.
Die GROUP versucht Chancen zu erhöhen, indem die Konjunkturkrise genutzt wird, um Marktanteile hinzuzugewinnen. Hauptaugenmerk legen wir dabei besonders auf unseren Service, um unseren Kunden einen zuverlässigen Partner an die Seite zu stellen, der über das erforderliche Maß hinaus daran interessiert ist, zuvorkommend zu arbeiten. Potenziellen Kunden versuchen wir überall auf der Welt die Vorteile unserer Lösungen näher zu bringen und so unserer Vorreiterrolle im Technologiesektor bei Applikationen rund um Lotus Notes sowie im Bereich des Cloud Computings gerecht zu werden. Wichtig ist für uns, dass wir unseren technologischen Vorsprung vor den Wettbewerbern behaupten können.
Nicht von der Hand zu weisen ist, dass die Konjunkturlage dahingehend Chancen bietet, dass Unternehmen versuchen müssen, noch effizienter zu arbeiten, Synergieeffekte zu nutzen und Finanzmittel einzusparen. Der Wunsch von Unternehmen und Kunden nach Outsourcing sowie nach der effizienteren Ausgestaltung bereits vorhandener Softwarelösungen muss aufgegriffen und muss als Chance verstanden werden. In Zeiten einer schwachen Konjunktur muss es die Gesellschaft verstehen, von dem vertrauensvollen Verhältnis zu ihren Kunden zu profitieren. Gerade dieses Verhältnis bringt Kunden dazu, bevorzugt mit bewährten Partnern zusammenzuarbeiten.
Das Produktportfolio der GROUP Business Software AG bietet Unternehmen eine einzigartige und professionelle Kommunikationsmöglichkeit mit dem weltweit am meist genutzten Kommunikationsmittel, der E-Mail, um
auch hinsichtlich der Archivierung effizient und jederzeit gesetzeskonform zu arbeiten. Es gilt diese Chancen richtig zu kommunizieren.
Vor dem Hintergrund des Cloud Computings, das es Kunden ermöglicht, flexibel Kapazitäten zu nutzen und ohne hohe Anfangsinvestitionen in spezielle Lösungen einzusteigen, können sich für das Unternehmen bislang ungenutzte Chancen ergeben. Der Bereich GROUP Live spielt in diesem Bereich eine äußerst wichtige Rolle. Eine weitere Chance der Gesellschaft ist im Unternehmensbereich der GROUP Experts zu sehen, die das Portfolio des Konzerns dahingehend ausbaut, dass es nunmehr für uns möglich ist, neben den bereits angebotenen Lösungen auch auf Kunden zurechtgeschnittene Softwarelösungen, wie z.B. eine vollumfängliche Migration, anbieten zu können.
6. Prognosebericht
Nach einer deutlichen Abschwungphase im Jahr 2009 wird für 2010 von einer vorsichtigen Erholung der Weltwirtschaft ausgegangen. Die internationalen Finanzmärkte befinden sich nach wie vor in einer schwierigen Situation. Die auf breiter Front aufgelegten Konjunkturprogramme dürften im Jahresverlauf 2010 voraussichtlich in ihrer Wirkung nachlassen. Eine ansteigende Arbeitslosigkeit wird den privaten Konsum weiter belasten. Für eine dauerhafte Erholung ist ein sich selbst tragender Aufschwung notwendig. Wesentlicher Faktor ist hierbei auch die strukturelle Ausgestaltung der Rückführung von Konjunkturprogrammen, zu deren Finanzierung die Volkswirtschaften erhebliche Vorleistungen erbracht haben. Insgesamt wird für die Weltwirtschaft im Jahr 2010 mit einem Wachstum von 2,9% gerechnet. Für das Jahr 2011 sehen Experten einen Anstieg auf 3,3%.
In den USA wird bereits jetzt ersichtlich, dass sich die Konjunkturdaten nachhaltig bessern. Die Anzeichen dafür, dass die US Wirtschaft langsam wieder zu wachsen beginnt, sind unübersehbar, auch wenn der private Konsum auch hier verhaltener zulegen sollte, als in den vorangegangenen Jahren. Bei der US Konjunktur wird von einem moderaten Wachstum von ca. 2,6% ausgegangen.
Der asiatische Wirtschaftsraum wird aus der hohen konjunkturellen Dynamik des aufstrebenden Chinas Kraft schöpfen. Die Eigennachfrage wird dort stark wachsen, wie bereits in den vergangenen Jahren. Dafür sorgen nicht zuletzt die staatlichen Konjunkturprogramme. Dahingegen wird die wirtschaftliche Erholung Japans – vergleichbar mit der deutschen – an das Wiedererstarken der internationalen Nachfrage gekoppelt sein, da Japan auch zu den überaus exportorientierten Volkswirtschaften zu zählen ist. Der gesamtasiatische Wirtschaftsraum kann aller Voraussicht nach mit einem Wachstum von bis zu 5% rechnen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass überdurchschnittliche Wachstumsimpulse vor allen Dingen von China und den USA ausgehen dürften.
Der Euroraum wird dagegen eher moderat wachsen mit ca. 0,5%, so die Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF); das liegt nicht zuletzt am erwarteten Ansteigen der Arbeitslosenzahlen. Die Binnennachfrage wird somit kaum für eine erhöhte Nachfrage sorgen können.
Auch die Wirtschaftslage in Deutschland soll sich erholen, jedoch vergleichsweise eher bescheiden. Der IWF geht im Vergleich zu Gesamteuropa von lediglich 0,3% aus.
Deutsche Exporte werden wegen der zurzeit noch schwachen Expansion der Weltwirtschaft langsam zulegen, was auch dazu führen dürfte, dass sich die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft zunächst eher verhalten entwickeln wird.
Auf den Zins- und Finanzmärkten ist weiterhin mit einer hohen Volatilität zu rechnen, da staatliche Stützungsprogramme dazu geführt haben, dass Staatsverschuldungen um ein hohes Maß zugenommen haben. Die Zinsentwicklung wird im 1. HJ des Jahres 2010 vermutlich kaum Änderungen hinnehmen müssen. Das Zinsniveau wird niedrig bleiben. Sollte die Konjunktur im Laufe des Jahres jedoch spürbar anziehen, könnte das auch einen möglichen Zinsanstieg bedeuten.
Nachdem die GROUP Business Software AG den Einstieg in den Technologiebereich des Cloud Computing erfolgreich vollzogen hat, wird die Gesellschaft neben den traditionellen Themenbereichen E-Mail Management, Security oder Customer Relationship Management den Fokus auf die Internationalisierung des gesamten Applikationsbereiches legen.
In globalen Märkten ist es für Unternehmen besonders wichtig, mit den Produkten auch international Kunden anzusprechen. Eine Beschränkung auf lokale Märkte, gerade im Bereich Technologie und Software, sehen Analysten als kontraproduktiv. Es ist unerlässlich, eine Software so zu gestalten, dass sie leicht, ohne eine Quellcodeänderung vornehmen zu müssen, an andere Sprachen und Kulturen angepasst werden kann. Darin ist das Potenzial zu sehen, neben den nationalen bzw. europäischen Kunden auch solche des außereuropäischen, besonders des amerikanischen Raumes hinzuzugewinnen.
Die Tatsache, dass Analysten unermessliche Wachstumsraten vorhersagen und Cloud Computing generell die Fähigkeit zugesprochen wird, den gesamten IT Markt durcheinanderzuwirbeln, ist für die GROUP Business Software AG ausschlaggebend, diese Technologie und eine Kompatibilität mit derselben bei der Entwicklung des neuen GROUP CRM keinesfalls außen vor zu lassen.
Bei all diesen firmenspezifischen Aussagen gilt es jedoch darauf hinzuweisen, dass die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ihre Chancen, Risiken und ihre Auswirkungen auf unterschiedliche Branchen von einer großen Bedeutung für die Unternehmen des Konzerns sind.
Die momentanen außergewöhnlichen Umstände der Finanzwirtschaft, der Kapitalmärkte und das daraus resultierende Verbraucher- und Kundenverhalten, führen zu großen Unsicherheiten, die die Prognosefähigkeit deutlich über das normale Maß hinaus reduzieren.
Dennoch gehen wir davon aus, dass unter der Berücksichtigung des Verkaufs der GROUP Business Software Holding OY und damit auch der Gedys IntraWare GmbH, bei weiterhin unverändertem Akquisitionstempo und erfolgreicher Platzierung des GROUP Live Angebotes eine Steigerung des Konzernumsatzes in den nächsten beiden Jahren auf Jahresbasis von durchschnittlich 25% p.a. möglich ist. Dies setzt allerdings voraus, dass geeignete Finanzierungsmethoden realisiert werden können und weiterhin kompatible Akquisitionsobjekte in den Fokus genommen werden können.
Eine herausragende Bedeutung kommt der Nachakquisitionsphase (Post-Merger Phase) zu, in der die neu hinzugewonnenen Firmenteile aktiv mitgestalten müssen, wenn es darum geht, eine nachhaltige Schaffung (Value Creation) und Realisierung (Value Skimming) von Wertsteigerungspotenzialen herbeizuführen.
Wir erwarten ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen in 2010, unter der Berücksichtigung des Verkaufs der GROUP Business Software Holding OY und damit auch der Gedys IntraWare GmbH, auf dem Niveau des Jahres 2009 und insbesondere aufgrund der geplanten starken Zunahme im Bereich GROUP Live in 2011 eine Steigerung um knapp unter 50%.
In einer neuen Studie von McKinsey zu den Chancen und Herausforderungen der kommenden Jahre – gerade vor dem Hintergrund der momentanen Wirtschaftslage – wird darauf hingewiesen, dass Unternehmen jederzeit darauf vorbereitet sein sollten, gerade im aktuellen Umfeld unverhoffte Chancen zu ergreifen. Gerade vor diesem Hintergrund spielt die Akquisitionsstrategie der GROUP Business Software AG weiterhin eine wichtige Rolle.
Die Prognosen und Aussagen der Gesellschaft und der Konzerngesellschaften beruhen auf zahlreichen Annahmen und unterliegen der Bedingung, dass die Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftsschwäche nicht schneller oder intensiver im Markt zu spüren sind und sich daraus negative Auswirkungen auf unseren geplanten Geschäftsverlauf ergeben. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen.
7. Vergütungsbericht
Das Vergütungssystem der GROUP Business Software AG sieht unterschiedliche Vergütungskomponenten für die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder vor. Die Vergütungskomponenten unterscheiden sich dabei hinsichtlich ihrer Höhe und ihrer Struktur.
Die Gesamtstruktur der Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Dem Vorstand wird eine leistungsorientierte (bezogen auf die Tantieme) Vergütung gewährt. Die Vergütung besteht aus dem Fixum, das erfolgsunabhängig ist und der Tantieme die leistungsbezogen ist. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder Zuschüsse zur Altersvorsorge.
In der Satzung der Gesellschaft ist die Möglichkeit zur Ausgabe von Aktienoptionen als langfristige Anreizwirkung vorgesehen. In der Vergangenheit wurden allerdings nur vereinzelnd Optionsrechte gewährt, sodass das aktuelle Vergütungssystem diese Form der Vergütung nicht mehr vorsieht.
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung des Vorstands bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands insgesamt, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftschancen des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsfeldes.
Eine Zusage von Leistungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ist in den Vorstandsverträgen zurzeit nicht geregelt.
Die variable Vergütung ist abhängig von dem Erfolg des Konzerns. Dabei finden die im Unternehmen verwendeten Steuerungskennzahlen Anwendung.
Der Vorstand hat für seine Tätigkeiten in den Tochtergesellschaften keine Vergütungen erhalten. Dem Vorstand wurden seitens der Gesellschaft keine Kredite gewährt.
Die Aufsichtsratvergütung wird von der Hauptversammlung bestimmt und ist in § 12 der Satzung festgelegt. Im Hinblick auf die sachneutrale Arbeit des Aufsichtsrats und losgelöst vom operativen Geschäft erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats keine erfolgsabhängige Vergütung.
8. Berichterstattung der GROUP Business Software AG gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB
Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals
Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der GROUP Business Software AG ist geregelt in § 4 der Satzung und stellt rechtlich gesehen eine satzungsgemäß festgelegte Bilanzziffer dar. Es dient vorrangig der Sicherung von Gläubigern der Gesellschaft und beträgt 25.232.000,00 Euro, eingeteilt in 25.232.000 nennwertlose Inhaber-Stammaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie, wobei jede Stückaktie eine Stimme gewährt.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Solche Beschränkungen bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.
Beteiligung von über 10 Prozent am Kapital
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 hält die vbv Vitamin-B Venture GmbH 10,55% (2.661.644 Stückaktien) der Stimmrechte an der GROUP Business Software AG.
Herr Jörg Ott hielt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 10,84% (72.500 Stückaktien privat und 2.661.644 Stückaktien über die vbv) der Stimmrechte an der GROUP Business Software AG, davon waren ihm 10,55% der Stimmrechte der vbv Vitamin-B Venture GmbH nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten wurden nicht ausgegeben.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Die Arbeitnehmer, die Aktien der GROUP Business Software AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern
Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist im Aktiengesetz geregelt. Die Vorschrift des § 84 AktG regelt die Einzelheiten der Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder. Diese Regelung verlagert die alleinige Personalkompetenz den Vorstand betreffend auf den Aufsichtsrat. Vorstandsmitglieder dürfen für höchstens fünf Jahre bestellt werden. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.
Die Vorschrift des § 84 AktG regelt die Einzelheiten der Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder. Diese Regelung verlagert die alleinige Personalkompetenz den Vorstand betreffend auf den Aufsichtsrat. Vorstandsmitglieder dürfen für höchstens fünf Jahre bestellt werden. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.
Bestimmungen über Änderungen der Satzung
Jede Änderung der Satzung bedarf gemäß § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist in § 14 der Satzung der GROUP Business Software AG dem Aufsichtsrat übertragen worden. Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Satzungsänderungen werden mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam (§ 181 Abs. 3 AktG).
Befugnisse des Vorstands, insbesondere zur Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien
Der Gesellschaft stehen verschiedene Möglichkeiten offen, durch eine Erhöhung des Grundkapitals neues Kapital zuzufügen. Das genehmigte Kapital (§§ 202 bis 206 AktG) bezweckt die Erleichterung der Kapitalbeschaffung. Die Hauptversammlung kann den Vorstand daher ermächtigen, das Grundkapital bis zu einem bestimmten Nennbetrag zu erhöhen.
Diese Ermächtigung kann für die Zeitdauer von maximal fünf Jahren und höchstens für einen Nennbetrag von 50% des Grundkapitals erteilt werden. Bei der Gesellschaft besteht im Geschäftsjahr 2009 genehmigtes Kapital als Genehmigtes Kapital I 2008/2013 in Höhe von 10.000.000,00 Euro (§ 5 Abs. 1 der Satzung). Die Fünfjahresfrist läuft hier am 20. Juni 2013 ab. Daneben besteht ein Genehmigtes Kapital III in Höhe von 2.514.738,00 Euro. Die Fünfjahresfrist läuft hier zum 31. Oktober 2011 ab.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 wurde das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I 2006/2011). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom 1. Januar des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31. Oktober 2011.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ist das Grundkapital um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endete mit Ablauf des 31. Oktober 2007.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.
9. Angaben zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB
Allgemeine Angaben
Nach der Gesetzesbegründung des BilMoG beinhaltet das interne Kontrollsystem die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch die Tätigkeit der Internen Revision, soweit sie sich auf die Rechnungslegung bezieht.
Das Risikomanagementsystem in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie dieses auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei handelsbilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen.
Der GROUP Konzernabschluss wird in Anwendung von § 315a Abs. 1 HGB unter Beachtung der IFRS und der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIS) aufgestellt, die bis zum Ende der Berichtsperiode von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwenden sind. Berichtspflichtige Segmente im Sinne der International Financial Reporting Standards (IFRS) sind unsere Divisionen.
Der Jahresabschluss der GROUP Business Software AG ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.
Die GROUP erstellt einen zusammengefassten Lagebericht, der sowohl für den GROUP Konzern als auch für die GROUP Business Software AG gilt.
Organisation der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss wird im GROUP Konzern in einem mehrstufigen Prozess mithilfe einer einheitlichen Konsolidierungssoftware (RepKon V 3.0) erstellt. Die von den einzelnen Gesellschaften und vom jeweiligen Abschlussprüfer geprüften Abschlüsse werden bei der GROUP Business Software AG zum Konzernabschluss zusammengefasst. Hierbei liegt die Verantwortung für die Betreuung und Unterstützung hinsichtlich des Konsolidierungssystems, für den konzerneinheitlichen Kontenrahmen und für die Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen bei der GROUP Business Software AG. Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gilt eine einheitliche Richtlinie zur Bilanzierung und Berichterstattung für die Konzernjahres- und -quartalsabschlüsse. Diese umfasst eine Beschreibung der allgemeinen Konsolidierungsprozesse des GROUP Konzerns sowie die anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit IFRS.
Weitere Informationen mit Relevanz für die Rechnungslegung und Abschlusserstellung werden im Rahmen der Abschlussprozesse qualitativ und quantitativ zusammengetragen. Darüber hinaus werden relevante Informationen regelmäßig in festgelegten Prozessen mit allen relevanten Fachbereichen diskutiert und zur Sicherstellung der Vollständigkeit im Rahmen der Qualitätssicherung erfasst.
Der Jahresabschluss der GROUP Business Software AG wird mithilfe des Softwareprogramms Microsoft Navision, Version DE 3.60 erstellt. Die laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses sind in funktionale Prozessschritte gegliedert. In alle Prozesse sind entweder automatisierte oder manuelle Kontrollen integriert. Die organisatorischen Regelungen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle und die Jahresabschlusserstellung vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst, verarbeitet und dokumentiert werden. Unter Berücksichtigung erforderlicher IFRS-Anpassungsbuchungen werden die relevanten Daten aus dem Einzelabschluss der GROUP Business Software AG in das Konzern-Konsolidierungssystem übergeben. Die wesentlichen Eigenschaften des bei der GROUP bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden: Es gibt bei der GROUP eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind voneinander getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind genau zugeordnet. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Sicherungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. Ein adäquates Richtlinienwesen (z.B. Bilanzierungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) ist eingerichtet und wird fortlaufend angepasst. Die am Rechungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche sind in personeller Hinsicht gut besetzt. Die Mitarbeiter werden regelmäßig weitergebildet. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Erläuterung der wesentlichen Eigenschaften des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess:
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben wurden, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung und die Verwendung von adäquater Software sowie eindeutige gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar, in dem Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt werden. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben wurden (insbesondere Plausibilitätskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und buchhalterisch korrekt erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögenswerte und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss konzernweit einheitlich und zutreffend im Rahmen der Rechnungslegungspublizität erfasst und bewertet und den Interessenten zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Allgemeine IT-Kontrollen
Die Wirksamkeit der automatisierten Kontrollen in den Standardsystemen der Finanzbuchhaltung und den wesentlichen zusätzlichen Applikationen hängt maßgeblich von einem ordnungsgemäßen IT-Betrieb ab. Dement-
sprechend sind in unserem Dokumentationssystem Kontrollen für den IT-Bereich hinterlegt. Diese Kontrollen beziehen sich im Wesentlichen auf die Sicherstellung der IT-technischen Zugriffsbeschränkung von Systemen und Programmen, die Sicherung des operativen IT-Tagesbetriebs sowie auf die Programmänderungsverfahren. Darüber hinaus wird das zentrale Konsolidierungssystem bei der GROUP Business Software AG gepflegt.
10. Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der GROUP Business Software AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist den Aktionären auf der Internetseite (www.group.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
Eisenach, 31. März 2010
Jörg Ott Markus Ernst
Vorstand Vorstand
Geschäftsbericht GROUP Business Software AG (Konzern und Einzelgesellschaft) zum 31.12.2009
Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2009 (zum 31. Dezember 2009) GROUP Business Software AG Konzern gemäß IFRS
| Aktiva | Notes | Bilanz | Bilanz |
|---|---|---|---|
| GROUP Business | GROUP Business | ||
| Software Konzern | Software Konzern | ||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
| EUR | EUR | ||
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||
| Firmenwerte | III.a.B. 2.1 | 20.893.409,05 | 25.467.053,66 |
| sonstige immaterielle Vermögenswerte | III.a.B. 2.2 / 2.3 | 8.922.055,62 | 4.920.377,55 |
| Sachanlagen | III.a.B. 1 | 191.327,44 | 291.336,58 |
| Finanzanlagen | III.a.B. 3 | 159.961,63 | 359.519,66 |
| 30.166.753,74 | 31.038.287,45 | ||
| aktive latente Steuern | III.a.B. 4 | 2.812.226,17 | 2.757.075,34 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||
| Vorräte | III.a.A. 4 | 79.185,97 | 72.274,80 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | III.a.A. 2 | 1.957.246,32 | 5.156.260,97 |
| sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | III.a.A. 2 | 352.830,95 | 520.826,07 |
| Zahlungsmittel | III.a.A. 1 | 1.192.260,03 | 2.661.394,82 |
| 3.581.523,27 | 8.410.756,66 | ||
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | III.a.A. 3 | 1.075.484,49 | 1.216.791,39 |
| Assets Held for Sale | III.a.A. 5 | 8.751.430,99 | |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 46.387.418,66 | 43.422.910,84 |
| Passiva | Bilanz | Bilanz | |
|---|---|---|---|
| GROUP Business Software Konzern |
GROUP Business Software Konzern |
||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
| EIGENKAPITAL | EUR | EUR | |
| Gezeichnetes Kapital | III.a.B. 1.1 | 25.232.000,00 | 25.232.000,00 |
| Kapitalrücklage | III.a.B. 2 | 3.269.507,16 | 3.269.507,16 |
| Rücklage für Währungsumrechnung | III.a.B. 4 | 99.955,66 | 22.858,75 |
| Ergebnisvortrag | III.a.B. 3 | 1.429.338,80 | -404.010,54 |
| Konzernergebnis | III.a.B. 3 | 1.019.244,99 | 1.833.349,35 |
| Minderheitenanteile | III.a.B. 11 | 2.458,44 | 2.539,59 |
| 31.052.505,05 | 29.956.244,31 | ||
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | III.a.A. 4 | 104.228,00 | 99.314,00 |
| langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | III.a.A. 1 | 2.241.229,51 | 1.689.471,03 |
| langfristige sonstige Verbindlichkeiten | III.a.A. 2 | 4.144.691,47 | 1.041.873,85 |
| 6.490.148,98 | 2.830.658,88 | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | III.a.A. 3 | 959.453,13 | 2.571.647,78 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | III.a.A. 7 | 848.239,95 | 1.358.216,51 |
| übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | III.a.A. 1 | 58.117,14 | 73.080,33 |
| sonstige kurzfristige Rückstellungen | III.a.A. 5/6 | 1.476.627,03 | 2.671.615,49 |
| 3.342.437,25 | 6.674.560,11 | ||
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | III.a.A. 8 | 4.105.650,60 | 3.961.447,54 |
| Liabilities Held for Sale | III.a.A. 9 | 1.396.676,78 | 0,00 |
| SUMME EIGENKAPITAL UND SCHULDEN | 46.387.418,66 | 43.422.910,84 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | Notes | GROUP Business Software Konzern |
GROUP Business Software Konzern |
|---|---|---|---|
| 01.01. - 31.12.2009 | 01.01.-31.12.2008 | ||
| EUR | EUR | ||
| Umsatzerlöse | III.b 1. | 22.671.288,19 | 23.769.324,51 |
| Erträge aus aktivierten Eigenleistungen | III.b 2. | 1.662.917,74 | 1.254.594,74 |
| Sonstige betriebliche Erträge | III.b 3. | 1.383.735,74 | 778.343,15 |
| Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | III.b 4. | 5.202.478,01 | 5.209.507,36 |
| Rohertrag | 20.515.463,66 | 20.592.755,04 | |
| Personalaufwand | III.b 5. | 10.898.465,06 | 10.336.049,70 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | III.b 7. | 6.216.280,55 | 5.758.734,57 |
| Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Abschreibungen (EBIT | |||
| DA) | 3.400.718,05 | 4.497.970,77 | |
| Abschreibungen | III.b 6. | 2.160.936,85 | 1.840.420,43 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 1.239.781,20 | 2.657.550,34 | |
| Zinserträge/-aufwendungen | III.b 8. | -151.122,05 | -84.946,22 |
| anteiliger Gewinn aus assoziierten Unternehmen | III.b 9. | -31.708,00 | 17.409,02 |
| Abschreibung auf Finanzanlagen | III.b 8. | -6.048,45 | 0,00 |
| Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) | 1.050.902,70 | 2.590.013,14 | |
| Steuern | III.b 10. | -32.040,38 | -754.835,00 |
| Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag vor Minderheitenanteilen | 1.018.862,32 | 1.835.178,14 | |
| Ergebnisanteile von Minderheiten | III.b 11. | 382,67 | -1.828,79 |
| Ergebnisanteile von GROUP Business Software AG | 1.018.862,32 | 1.835.178,14 | |
| Konzernergebnis | 1.019.244,99 | 1.833.349,35 | |
| Ergebnis je Aktie in Euro | III.a B. 3.1 |
||
| aus fortgeführten Aktivitäten | 0,04 | 0,07 | |
| aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -,-- | -,-- | |
| aus Konzernüberschuss | 0,04 | 0,07 |
| Gesamtergebnisrechnung | GROUP Business Software Konzern 01.01. - 31.12.2009 |
GROUP Business Software Konzern 01.01.-31.12.2008 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Konzernergebnis nach Steuern | 1.019.244,99 | 1.833.349,35 |
| - davon auf andere Gesellschafter entfallend - davon auf die Aktionäre der GROUP Business Software AG entfallend - Veränderung versicherungsmathematische Gewinne (+) / Ver luste (-) leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen - Ertragsteuern |
382,67 1.018.862,32 0,00 0,00 |
-1.828,79 1.835.178,14 0,00 0,00 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages (Ver sicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) |
0,00 | 0,00 |
| - Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungs umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften - Währungsdifferenzen unrealisierte Veränderung - in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag |
-287.371,31 387.326,97 0,00 |
-633.709,03 441.701,73 0,00 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages (Wäh rungsumrechnungsdifferenz) |
99.955,66 | -192.007,30 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Wertänderungen | ||
| - davon auf andere Gesellschafter entfallend - davon auf die Aktionäre der GROUP Business Software AG entfallend |
2.458,44 0,00 |
2.539,59 0,00 |
| Summe aus Ergebnis nach Steuern und im Eigenkapital er fassten Wertänderungen (Summe Comprehensive Income) |
1.119.200,65 | 1.641.342,05 |
| - davon auf andere Gesellschafter entfallend - davon auf die Aktionäre der GROUP Business Software AG entfallend |
382,67 1.118.817,98 |
-1.828,79 1.643.170,84 |
| Cash flow statement zum 31.12.2009 (IFRS) | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | ||
| Laufende Geschäftstätigkeit | |||
| Konzernergebnis zum 31. Dezember vor Steuern | 1.051 | 2.590 | |
| Berichtigungen für | |||
| 1. | Abschreibungen/Zuschreibungen | 2.161 | 1.840 |
| 2. | Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste, netto | ||
| 3. | Zinserträge | ||
| 4. | Zinsaufwendungen | ||
| 5. | a) (-) Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 |
| b) (+) Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 | |
| Betriebliches Ergebnis vor Änderungen im Nettoumlaufvermögen | 3.211 | 4.430 | |
| 6. | (-/+) Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL und sonstigen Aktiva | ||
| • Vorräte |
-7 | -72 | |
| • Forderungen |
1.463 | 241 | |
| • Lieferantenverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten |
-2.176 | -375 | |
| 7. | (-/+) Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 2.492 | 4.224 | |
| 8. | Zinszahlungen | ||
| 9. | Zahlungen für Ertragsteuern | 0 | 0 |
| Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus fortgeführter laufender Geschäftstätigkeit | 2.492 | 4.224 | |
| Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus nicht fortgeführter laufender Geschäftstätigkeit | |||
| keit | Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus laufender Geschäftstätig | 2.492 | 4.224 |
| TEuro | TEuro | |
|---|---|---|
| Investitionstätigkeit | ||
| Ein- und Auszahlungen für: | ||
| 1. Erwerb von immateriellem Anlagevermögen |
-3.410 | -4.671 |
| 2. Erwerb von Sachanlagevermögen |
-358 | -125 |
| 3. Erlöse aus dem Abgang für Sachanlagevermögen |
0 | 0 |
| 4. a) Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen |
32 | -11 |
| b abzüglich erhaltener Zahlungsmittel | 0 | 0 |
| 5. a) Veräußerung von konsolidierten Unternehmen |
||
| b) abzüglich abgehender Zahlungsmittel | 0 | 0 |
| 6. Abgang/Zugang von kurzfristigen Finanzanlagen |
0 | 0 |
| 7. Zugang von Finanzanlagen und sonstigen langfristigen Vermögensgegenständen |
||
| 8. Erhaltene Zinsen |
||
| Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus der Investitionstätigkeit | -3.736 | -4.808 |
| Cash flow statement zum 31.12.2009 (IFRS) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Finanzierungstätigkeit | TEuro | TEuro |
| Ein- und Auszahlungen für: | ||
| Zu-/Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 552 | 1.689 |
| Eigenkapitalerhöhungen | 0 | 200 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Zu-/Abnahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit | 552 | 1.889 |
| ÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Zahlungsmittelbestand zum 1.1.2009 | 2.588 | 1.295 |
| Veränderung des Zahlungsmittelbestandes | ||
| Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.492 | 4.224 |
| Mittelfluss aus Investitionstätigkeit | -3.736 | -4.808 |
| Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit | 552 | 1.889 |
| Währungsausgleich | 77 | -12 |
| Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2009 | 1.973 | 2.588 |
| Abgang aus Umgliederung Held for Sale | -839 | |
| Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2009 | 1.135 | 2.588 |
Geschäftsbericht GROUP Business Software AG (Konzern und Einzelgesellschaft) zum 31.12.2009
Anhang zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2009 (zum 31. Dezember 2009) GROUP Business Software AG Konzern gemäß IFRS
Allgemeine Angaben
Die GROUP Business Software AG (nachfolgend kurz als "GROUP" bezeichnet) mit ihrem Sitz in Eisenach, Hospitalstraße 6 (Deutschland), ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 405713 eingetragen. Sie ist das Mutterunternehmen des GROUP-Konzerns. Die GROUP ist im regulierten Markt im Bereich General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Hinsichtlich der Art der Geschäftstätigkeit und der Hauptaktivitäten verweisen wir auf den Lagebericht und die Segmentberichterstattung unter Abschnitt VII.
Der Vorstand wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 28. April 2010 zur Veröffentlichung freigeben.
Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 26. April 2010. Der zum 31. Dezember 2009 aufgestellte Konzernabschluss und der Lagebericht wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers gemäß § 325 HGB bekannt gemacht.
Der Konzernabschluss der GROUP ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der EU anerkannten Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London / Großbritannien sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden.
Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips mit Ausnahme gewisser Positionen, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die mit ihrem Zeitwert ausgewiesen werden. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Wertansätze, die auf steuerlichen Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2009).
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in tausend Euro (TEuro) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz beinhaltet der IFRS-Konzernabschluss als weitere Komponenten die Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, die Kapitalflussrechnung und den Anhang. Der separate Bericht über die Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht gemäß § 315 Abs. 1 HGB) ist im Lagebericht enthalten.
Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.
Minderheitsanteile konzernfremder Gesellschafter sind als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen.
Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Stichtagen sowie die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung auf Basis der laufenden Ereignisse und Maßnahmen beruhen, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen.
Im Geschäftsjahr 2009 fanden die von der EU verabschiedeten Rechnungslegungsstandards und Interpretationen, soweit sie auf den GROUP-Konzern anwendbar waren, Anwendung.
- IAS 1 "Presentation of Financial Statements"
- IFRS 3 "Business Combinations"
- IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche"
- IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures"
- IFRS 8 "Operating Segments"
Die neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Berichtsperiode der Gesellschaft.
Die folgenden Standards und Interpretationen bzw. Regelungen der IASB treffen für die Geschäftstätigkeit der GROUP nicht zu bzw. werden aufgrund des gegebenen Wahlrechts erst in den folgenden Konzernabschlüssen der GROUP berücksichtigt:
- IFRS 2 "Share-based Payment"
- IAS 32 "Financial Instruments: Presentation"
- IFRS 1, IAS 27 First-time Adoption of International Financial Reporting Standards
- IAS 39, IFRIC 9 "Reassessment of Embedded Derivatives / Financial Instruments: Recognition and Measurement"
- IFRIC 13, IFRIC 15, IFRIC 16, IFRIC 18.
Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte jedoch einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Berichtsperiode.
I. Abgrenzung des Konsolidierungskreises
1. Konzern- und Beteiligungsunternehmen
1.1 Einbezogene Tochterunternehmen
In den Konzernabschluss der GROUP Business Software AG sind die folgend aufgeführten Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen worden; im Vorjahr waren dies neun Tochterunternehmen.
| Verbundenes Unternehmen | Sitz | Eigenkapital zum 31.12.2009 |
Anteil am gez. Kapital | Ergebnis des Geschäftsjahres |
Zeitpunkt der Erst konsolidierun g |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EURO | EURO | % | EURO | |||||
| ebVOKUS Software GmbH | Dresden | 141.493,15 | 40.000,00 | 100,0% | 80.223,61 | 01.11.05 | ||
| Group Technologies GmbH | Karlsruhe | 54.081,17 | 25.000,00 | 100,0% | 112.424,41 | 01.10.05 | ||
| GROUP Business Software Holding OY |
Helsinki | 1.475.035,32 | 64.000,00 | 100,0% | 99.992,30 | 31.12.05 | ||
| Gedys IntraWare GmbH | Eisenach | 2.114.249,14 | 50.000,00 | 100,0% | - | 31.12.05 | ||
| GROUP LIVE N.V. | Den Haag | - 1.508.817,16 | 100.000,00 | 100,0% | 46.575,91 | 31.12.05 | ||
| GROUP Business Software Corp. | Milford | - 360.425,67 | 847,67 | 100,0% | - 217.667,50 | 31.12.05 | ||
| GROUP Business Software (UK) Ltd. | Warrington | - 511.068,05 | 21.951,85 | 100,0% | 10.648,29 | 31.12.05 | ||
| Relavis Corporation | New York | - 340.786,83 | 1.046,55 | 99,5% | - 188.938,37 | 01.08.07 |
Bei der Gedys IntraWare GmbH und der GROUP Business Software (UK) Ltd., vormals GEDYS (SALES) UK LIMITED handelt es sich um mittelbare 100%-ige Beteiligungen. Die Umfirmierung erfolgte zum 23. April 2009. Zwischen der GROUP Business Software AG als herrschendem Unternehmen und der Group Technologies GmbH ist am 28. April 2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Diesem wurde durch die Gesellschafterversammlung der Group Technologies GmbH am 28. April 2008 und durch die Hauptversammlung der GROUP am 20. Juni 2008 zugestimmt. Er wurde mit Datum vom 26. Februar 2009 vom zuständigen Registergericht in das Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim eingetragen. Des Weiteren wurde am 26. Februar 2009 die Umfirmierung der arcaTRUST Software GmbH in Group Technologies GmbH in das Handelsregister eingetragen und gleichzeitig erfolgte eine Verlegung des Firmensitzes von Dresden nach Karlsruhe.
Ebenso erfolgte am 13. März 2009 die Umfirmierung der GEDYS Internet Products N.V. in GROUP LIVE N.V.
Die im Geschäftsjahr 2008 von der Gedys IntraWare GmbH erworbene 100%ige Beteiligung immediat Information Management GmbH wurde mit der Eintragung des am 11. November 2008 geschlossenen Verschmelzungsvertrages zwischen der Gedys IntraWare GmbH und der immediat Information Management GmbH am 30. Januar 2009 in das Handelsregister der aufnehmenden Gesellschaft Gedys IntraWare GmbH zum 01. Januar 2009 auf die Gedys IntraWare GmbH verschmolzen.
Am 25. November 2009 hat der Vorstand und der Aufsichtsrat der GROUP Business Software AG beschlossen, die Produktpalette GI7, deren Schwerpunkt im deutschsprachigen Markt liegt zu verkaufen und seine CRM Produktlinie
neu auszurichten. Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, sich von der Beteiligung der GROUP Business Software Holding Oy, Helsinki und deren Tochtergesellschaft Gedys IntraWare GmbH, Petersberg zu trennen.
Der Verkauf fand zum 01. März 2010 statt. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt insgesamt 8,25 Mio. Euro und ist innerhalb der nächsten 4 Jahre zu begleichen.
Auch nach dem Verkauf wird GROUP ihre CRM Produkte und das neue GROUP CRM auf Basis des GROUP Frameworks weiterhin unter dem Label GROUP CRM in den Märkten USA und Europa vertreiben.
Zum 31. Dezember 2009 werden alle zu veräußernden Vermögenswerte und Schulden dieser beiden Tochterunternehmen von den jeweiligen Bilanzpositionen abgesetzt und unter den kurzfristigen Vermögenswerten "Assets held for sale" sowie den kurzfristigen Schulden "Liabilities held for sale" ausgewiesen (s. II. 1. "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden"). Nach eingehender Prüfung (u.a. aufgrund eines Sachverständigengutachtens) sehen wir von einer Darstellung der Veräußerung als discontinued operations nach IFRS 5 zum 31. Dezember 2009 ab, da es sich bei der Veräußerung der beiden Tochtergesellschaften nicht um die Aufgabe eines Geschäftsbereiches handelt.
1.2 Assoziierte Unternehmen
Aufgrund der fehlenden Beherrschung bzw. Kontrolle wurde die B.E.R.S. AD, Varna (Bulgarien) als assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss erfasst. Die Beteiligung der GROUP Business Software AG an der B.E.R.S AD, mit Anschaffungskosten in Höhe von 265.000,00 Euro, beträgt 50%. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der 31. Dezember 2006. Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist diese Gesellschaft ein Jahresverlust in Höhe von -63.413,60 Euro aus. Im Geschäftsjahr 2009 wurden 31.708,60 Euro als Verlust aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen.
| Zusammengefasste Finanzinformationen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Assoziiertes Unternehmen |
Gesamtwert Vermögenswerte |
Schulden | Umsatzerlöse | Jahres Ergebnis 2009 |
| EURO | EURO | EURO | EURO | |
| B.E.R.S. AD | 261.182,86 | 25.058,60 | 223.481,80 | - 63.413,60 |
II. Konsolidierungsgrundsätze
1. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend Geschäfts- oder Firmenwerte, erworbene Software sowie aktivierte Softwareentwicklungsleistungen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die Entwicklungskosten nach IAS 38 aktivierungsfähig sind, werden diese mit den zurechenbaren Personal- sowie Gemeinkosten angesetzt.
Selbst erstellte Software kann zum Vertrieb an Dritte bestimmt sein oder vom Unternehmen selbst genutzt werden. Sofern die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst.
Die GROUP schreibt in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Darüber hinaus wird bei Vorliegen besonderer Umstände im Sinne von IAS 36 ein Werthaltigkeitstest vorgenommen und gegebenenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Die Nutzungsdauer für erworbene Software beträgt zwischen drei bis fünf Jahre, für selbsterstellte Software drei Jahre.
Die im Rahmen einer Akquisition erworbenen immateriellen Vermögenswerte, die nicht die Kriterien einer separaten Erfassung erfüllen, werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und einmal jährlich hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit in Form eines Impairmenttests überprüft. Sofern die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben sein sollte, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird im GROUP-Konzern grundsätzlich der Nutzungswert herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historische Entwicklungen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die erwarteten Wachstumsraten der betreffenden Märkte zugrunde gelegt.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird linear (pro rata temporis) über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich Nutzungszeiträume von 3 bis 10 Jahren zugrunde.
Sofern Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw. Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst.
Finanzinstrumente
Im März 2009 veröffentlichte das IASB Verbesserung der Angaben zu Finanzinstrumenten (Anpassung des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben") zur Erweiterung der Berichterstattung über die Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten. Die Änderung betrifft die Einführung einer dreistufigen Fair-Value-Hierarchie für Berichterstattungszwecke. Diese unterscheidet Fair Values nach Bedeutung der in die Bewertung einbezogenen Input-Parameter und verdeutlicht, inwiefern beobachtbare Marktdaten bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind. Des Weiteren sollen die Angaben zum Liquiditätsrisiko verbessert werden, indem der Umfang der in einen Fälligkeitsspiegel einzubeziehenden Verbindlichkeiten klargestellt wird. Die GROUP hat sich dafür entschieden, den neu gefassten IFRS 7 bereits im aktuellen Konzernabschluss des Geschäftsjahrs 2009 vorzeitig anzuwenden.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einen anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Derivative Finanzinstrumente im Sinne IAS 32 werden zum Bilanzstichtag nicht gehalten. Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald ein Unternehmen des GROUP-Konzerns Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Leistung des Vermögenswertes innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d.h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den GROUP-Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden unsaldiert ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden – ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit dem Erstbuchwert abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen sowie pauschalierten Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt.
Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen.
Latente Steuern
Latente Steuern gemäß IAS 12 werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz gebildet (Temporary-Konzept). Daneben sind latente Steuern aus Verlustvorträgen zu erfassen, sofern damit zu rechnen ist, dass sie genutzt werden können. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
Vorräte
Unter den Vorräten wird gemäß IAS 2 (Inventories) zum Bilanzstichtag der zum Verkauf bestimmte Warenbestand ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die angesetzte Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die Pensionsrückstellung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet.
Steuerverbindlichkeiten
Die Steuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Andere Rückstellungen
Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Resultiert aus der geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden
Ein Ausweis erfolgt in diesen Posten, wenn einzelne langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten und gegebenenfalls direkt zurechenbarer Schuldposten (Disposal Groups) vorliegen, die in ihrem jetzigen Zustand veräußert werden. Vorraussetzung für das Vorliegen einer Disposal Group ist, dass die Vermögenswerte und Schulden in einer einzigen Transaktion oder im Rahmen eines Gesamtplans zur Veräußerung bestimmt sind.
Auf langfristige Vermögenswerte, die einzeln oder zusammen in einer Disposal Group zur Veräußerung bestimmt sind oder die zu einer nicht fortgeführten Aktivität gehören, werden keine planmäßigen Abschreibungen mehr vorgenommen. Sie werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten angesetzt. Liegt der Fair Value unter dem Buchwert, erfolgt eine Wertminderung.
Zum Bilanzstichtag betrifft das die Vermögenswerte und Schuldposten der GROUP Business Software Holding OY sowie der Gedys IntraWare GmbH, deren Veräußerung zum 1. März 2010 erfolgte. Eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert war nicht erforderlich.
Umsatzerlöse
Umsätze – nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen – werden zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. der Leistungserbringung und bei Vorliegen einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit, dass der aus der Transaktion entstehende ökonomische Nutzung zufließen wird, realisiert.
Die Realisierung von Wartungserlösen erfolgt nach IAS 18 anteilig über den vertraglichen Leistungszeitraum. Beratungs- und Schulungsleistungen werden mit Leistungserbringung realisiert. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten.
Andere aktivierte Eigenleistungen
An dieser Position werden die unter den immateriellen Vermögenswerten zu aktivierenden Entwicklungsleistungen ausgewiesen. Sie umfassen ausschließlich Personalaufwendungen und angemessene anteilige Gemeinkosten. Im Berichtsjahr werden Entwicklungsaufwendungen für ein Projekt bei der Gedys IntraWare GmbH aktiviert.
Schätzungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass für die Bewertung bestimmter Bilanzposten und für den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Realisierbarkeit von zukünftigen Steuerentlastungen zu nennen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie die Cashflows des GROUP-Konzerns maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind und sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und somit deren Folgen schwer abzuschätzen sind.
Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 ergaben sich Unterschiede zu den deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB, AktG), insbesondere durch:
- Die Aktivierung von Entwicklungskosten (IAS 38)
- Die Bewertung von Pensionsrückstellungen (IAS 19)
- Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag (IAS 21)
- Die Bewertung von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten
- (financial assets held for trading) zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag (IAS 39)
- Den Ansatz latenter Steuern aufgrund temporärer Differenzen und eines noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvortrages (IAS 12)
- Die Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes (IAS 22) und die abweichende bilanzielle Darstellung der eigenen Anteile
- Ausweis einer disposal group gemäß IFRS 5.
2. Währungsumrechnung
Konzerneinheitlich werden Fremdwährungsforderungen gem. IAS 21 § 11 grundsätzlich mit dem Geldkurs am Buchungstag bewertet.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Briefkurs am Buchungstag bewertet.
Im Konzernabschluss erfolgt die Währungsumrechnung der Bilanzpositionen der ausländischen Unternehmen grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2009.
Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs (Mittelkurs des abgelaufenen Geschäftsjahrs) bewertet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Wesentliche Änderungen gegenüber der gemäß IAS 21 § 30 dargestellten Methode der Währungsumrechnung – Umrechnung zu Kursen am Tag des Geschäftsvorfalls ergeben sich nicht. Sicherungsgeschäfte werden nicht vorgenommen.
Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital sowie in den Anhangstabellen gesondert als "Währungsänderungen" ausgewiesen.
3. Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) in Verbindung mit IFRS 3 (Business combinations) durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Die gruppeninternen Lieferungen und Leistungen erfolgen sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen. Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
4. Finanzierungsrechnung
Die Finanzierungsrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des GROUP-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cashflow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände und Guthaben sowie kurzfristig fällige Überbrückungsgelder bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Bankenverbindlichkeiten. Die Finanzierungsrechnung stellt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zwischen zwei Stichtagen dar. In diesen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind zum 31. Dezember 2009 Zuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten.
Grundsätzlich muss daher die Finanzierungsrechnung die Gesamtheit aller Mittelzu- und -abflüsse beinhalten. Die zum Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow) korrespondierenden Größen werden in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft detailliert ausgewiesen. Das operative Ergebnis, das den Aufsatzpunkt für die Finanzierungsrechnung darstellt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft ausgewiesen.
5. Kaufpreisallokation und Werthaltigkeitsprüfungen
Geschäfts- oder Firmenwerte, auch solche aus der Kapitalkonsolidierung, werden seit dem 1. Januar 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben.
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) und dem in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standard IAS 36 (Impairment of Assets) werden Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung gegebenenfalls häufiger durchzuführen.
Die GROUP hat die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Buchwert von insgesamt 26.052 TEuro für Zwecke des Impairment Tests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt.
Als Cash Generating Units wurden dabei die voll konsolidierten Tochtergesellschaften und die Muttergesellschaft des Konzerns definiert. Sofern deren operativer Geschäftsbetrieb zusammengefasst von der GROUP geplant, budgetiert und kontrolliert wird, erfolgt eine entsprechende Zusammenfassung. Aufgrund der in 2005 vollzogenen Verschmelzungen wurden die Firmenwerte der ehemaligen global words AG, der Group Technologies AG sowie der GAP AG der GROUP Business Software AG zugeordnet und betragen zum Stichtag 8.394 TEuro.
Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die Buchwerte der zahlungsgenerierenden Einheiten inklusive zugeordnetem Goodwill dem entsprechenden erzielbaren Betrag zum 31. Dezember 2009 gegenübergestellt. In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust vor. Im Geschäftsjahr 2009 ergab sich kein Wertminderungsbedarf.
Der erzielbare Betrag wird auf der Grundlage des Nutzungswerts bestimmt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Geschäftseinheit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich auf die aktuellen Planungen der GROUP für die Jahre 2009 bis 2014. Die Cashflows ab 2015 sind auf Basis einer stetigen Wachstumsrate von 1,0% p.a. (Vj. 1,0%) extrapoliert worden.
Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind. Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen des Unternehmens dar. Beide Komponenten werden aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen der Konzerngesellschaften Rechnung zu tragen, werden für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten individuelle Kapitalkosten nach Ertragsteuern ermittelt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts der Muttergesellschaft des Konzerns wurden die erwarteten Cashflows mit Zinssätzen zwischen 8,71% (Vj. 9,17%) (Zahlungen des Jahres 2010) und 7,75% (Vj. 8,25%) (Zahlungen ab dem Jahr 2015) diskontiert.
Der im Rahmen der Veräußerung der beiden Tochtergesellschaften Gedys IntraWare GmbH und GROUP Business Software Holding OY abgehende Anteil am Geschäfts- und Firmenwert wurde unter den Assets Held for Sale entsprechend ausgewiesen.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation bei Erstkonsolidierung der Vermögenswerte der IT Factory (Dänemark) haben sich keine gesondert zu aktivierenden Vermögenswerte ergeben. Einzelheiten der Transaktionen sind im Abschnitt 2.3 erläutert.
III. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzernerfolgsrechnung
III. a Erläuterungen zur Konzernbilanz
VERMÖGENSWERTE
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Liquide Mittel
Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.031 TEuro (Vj. 2.626 TEuro) und umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag. Setzt man von dem Zahlungsmittelbestand den Anteil der zu veräußernden Einheiten (839 TEuro) ab, so beläuft sich der bilanziell verbleibende Zahlungsmittelbestand auf 1.192 TEuro.
In der Kapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfonds neben den in dieser Position aufgeführten Zahlungsmitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 30 TEuro (Vj. 36 TEuro) als liquiditätsnahes Vermögen auch die kurzfristigen finanziellen Schulden in Höhe von 58 TEuro (Vj. 73 TEuro).
2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichts- und Vorjahr kann dem nachfolgenden Forderungsspiegel entnommen werden.
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen Stand 01.01.2009 |
5.156.261 | Forderungen Stand 01.01.2008 |
5.301.823 | ||||
| + Zugang/ - Abgang |
-1.432.996 | + Zugang/ - Abgang |
546.059 | ||||
| EWB Stand 01.01.09 |
-1.280.286 | EWB Stand 01.01.08 |
-598.141 | ||||
| - Zuführung/ + Inanspruch nahme EWB 2009 |
238.954 | 238.954 | - Zuführung/ + Inanspruch nahme EWB 2008 |
-682.145 | -682.145 | ||
| EWB Stand 31.12.09 |
-1.041.332 | EWB Stand 31.12.08 |
-1.280.286 | ||||
| PWB Stand 01.01.09 |
-78.388 | PWB Stand 01.01.08 |
-69.912 | ||||
| - Zuführung/ + Auflösung PWB 2009 |
9.272 | 9.272 | - Zuführung/ + Auflösung PWB 2008 |
-9.476 | -9.476 | ||
| PWB Stand 31.12.09 |
-69.115 | PWB Stand 31.12.08 |
-79.388 | ||||
| Umgliederung Held for Sale |
-2.014.245 | ||||||
| Forderungen Stand 31.12.2009 |
1.957.246 | Forderungen Stand 31.12.2008 |
5.156.261 |
Eine Altersanalyse der Forderungen, welche zum Abschlussstichtag überfällig waren, jedoch nicht wertgemindert wurden, können der nachfolgende Übersicht entnommen werden.
| Überfälligkeit in Tagen | von 41 bis 80 | von 81 bis 98 | von 99 | Gesamtergebnis |
|---|---|---|---|---|
| überfällige Forderungen | 36.436,93 | 63.802,93 | 1.242.110,15 | 1.342.350,01 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen sind im Geschäftsjahr 2009 mit 43 TEuro (Vj. 22 TEuro) entstanden.
Die Restlaufzeit der Forderungen liegt mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Kautionen unter einem Jahr.
Die sonstigen Vermögenswerte umfassen Steuererstattungsansprüche (171 TEuro; Vj. 281 TEuro), sonstige gewährte Darlehen (44 TEuro; Vj.89 TEuro) sowie Mietkautionen (122 TEuro; Vj.117 TEuro).
3. Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen in Höhe von 1.075 TEuro (Vj. 1.217 TEuro) Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Von den aktiven Rechnungsabgrenzungen wurden 29 TEuro in die Assets Held for Sale abgegrenzt.
Der maßgebliche Anteil hieran begründet sich in einer Anzahlung auf einen Umsatzanteil für eine Basistechnologie in Höhe von 906 TEuro, die aufgrund zukünftiger Umsätze bis zum Geschäftsjahr 2012 aufgelöst werden wird.
4. Vorräte
Zum Jahresende wurde ein Warenbestand an Handelswaren in Höhe von 79 TEuro (Vj. 72 TEuro) bilanziert.
5. Assets Held for Sale
Die im Rahmen der Veräußerung der Tochtergesellschaften Gedys IntraWare GmbH und GROUP Business Software Holding OY zum 01. März 2010 abgehenden Vermögenswerte setzten sich zum 31. Dezember 2009 wie folgt zusammen:
| TEuro | |
|---|---|
| Firmenwerte | 5.158,2 |
| sonstige immaterielle Vermögenswerte | 494,6 |
| Sachanlagen | 46,8 |
| Finanzanlagen | 170,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.014,2 |
| Zahlungsmittel | 838,6 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 28,9 |
| Assets Held for Sale | 8.751,4 |
Die Ermittlung des abgehenden Firmenwertes in Höhe von 5.158,2 TEuro zum gesamten Firmenwert 7.429,4 TEuro erfolgte gemäß IAS 36.86 b) auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und dem Teil der zurückbehaltenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit,
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Sachanlagevermögen
Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern wurden konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet.
Abschreibungen der in der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgeführten Computer-Hardware werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verteilt. Die Abschreibungsdauer sonstiger Büroeinrichtungsgegenstände beläuft sich auf drei bis zehn Jahre. Büromöbel werden über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren abgeschrieben.
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens kann dem Konzernanlagespiegel (vgl. Anlage zum Konzernanhang) entnommen werden.
2. Immaterielle Vermögenswerte
2.1 Geschäfts- oder Firmenwert
Der sich aus der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wird nach IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen eines Niederstwerttests (Impairment Test) auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Hinsichtlich der Zugänge zu den Firmenwerten der Group Technologies AG sowie der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte handelt es sich um Nachträgliche Anschaffungskosten, welche im Rahmen der erhöhten Aufgelder im Rahmen des Spruchstellenverfahrens geleistet wurden. Durch die Verschmelzung der immediat Information Management GmbH auf die Gedys IntraWare GmbH erfolgte eine Zuordnung des Geschäfts- und Firmenwertes der immediat zum Geschäfts- und Firmenwert zur Obergesellschaft GROUP Business Software Holding OY.
| Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
GoF per 31.12.2008 | GoF per 31.12.2009 | |
|---|---|---|---|
| global words AG | 01.10.02 | 3.722.813 | 3.722.813 |
| Group Technologies AG | 01.09.05 | 2.891.588 | 3.273.088 |
| GROUP Business Software Corp. | 31.12.05 | 1.590.988 | 1.590.988 |
| GROUP LIVE N.V. | 31.12.05 | 967.551 | 967.551 |
| GROUP Business Software Holding OY | 31.12.05 | 7.429.392 | 7.429.392 |
| GROUP Business Software Corp. | 31.12.05 | 2.020.286 | 2.020.286 |
| ebVOKUS Software GmbH | 01.10.05 | 324.091 | 324.091 |
| GAP AG für GSM Applikationen und Produkte | 31.12.05 | 1.195.240 | 1.398.343 |
| Relavis Corporation | 01.08.07 | 5.325.104 | 5.325.104 |
| Umgliederung Held for Sale | - 5.158.247 | ||
| 25.467.054 | 20.893.409 |
2.2 Entwicklungskosten
Die Kosten der Entwicklung neuer Softwareprodukte und die Weiterentwicklung bereits vermarkteter Produkte der GROUP Business Software AG werden in der Periode, in der sie anfallen, grundsätzlich als Aufwand erfasst. Soweit sie die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 § 45 erfüllen, werden sie aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten können den abgegrenzten Produkten zugeordnet werden. Die technische Realisierbarkeit des Produktes ist ebenso wie ein Absatzmarkt für diese Produkte gegeben.
Die im Berichtsjahr angefallenen Entwicklungskosten resultieren aus dem der Entwicklungstätigkeit zuzurechnenden Personalkosten sowie Gemeinkosten, soweit diese mit der Entwicklungstätigkeit im Zusammenhang stehen und keine allgemeinen Verwaltungskosten darstellen. Die zurechenbaren Gemeinkosten werden direkt erfasst. Sie betrugen für den Bereich Entwicklung im Geschäftsjahr 2.748 TEuro (Vj. 2.351 TEuro).
Der Zugang zu den aktivierten Entwicklungsleistungen betrug im Berichtsjahr insgesamt 1.663 TEuro (Vj. 1.255 TEuro), darunter aus den Ansatz der Entwicklungskosten bei der Gedys IntraWare GmbH in Höhe von 651 TEuro.
Die aktivierten Entwicklungskosten werden ab dem Stadium der Marktfähigkeit der neuen Produkte bzw. der wesentlichen Weiterentwicklungen (major releases) grundsätzlich über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.
Die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten (753 TEuro) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen" ausgewiesen.
2.3 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen
Die unter dieser Position bilanzierten immateriellen Vermögenswerte sind entgeltlich erworbene Lizenzen.
Mit der Akquisition der Urheberrechte (Kaufpreis 769 TEuro) an der PaaS (Platform-as-a-Service) Software der IT Factory A/S in Dänemark im Februar 2009, stellt GROUP über die Division GROUP Live ihren Kunden ab Mitte des Jahres 2009 jetzt auch – neben ihren bisherigen On-premise Installationen (Software befindet sich auf kundeneigener Hardware im Haus oder Rechenzentrum des Kunden) – auch Software-as-a-Service Lösungen (Software befindet sich auf firmenfremder Hardware in einem Data-Center und wird nach Bedarf gemietet) an.
Mit Datum vom 09. Oktober 2009 erwarb die GROUP Business Software AG alle Vermögenswerte der Lotus 911 Inc. und veräußerte diese weiter an ihre US Tochtergesellschaft GROUP Business Software Corp. da diese das Lotus Experts Geschäft abbildet.
Diese Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.
Die Nutzungszeiträume wurden konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet. Die planmäßigen Abschreibungen werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vorgenommen.
Die Abschreibungen auf die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (1.263 TEuro; Vj. 1.031 TEuro) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Abschreibungen" ausgewiesen.
Bei der im Berichtsjahr erworbenen domain gbs.com in Höhe von 220,9 TEuro wurde die Nutzungsdauer als unbegrenzt eingeschätzt.
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Zeitablauf kann gleichfalls dem Konzernanlagespiegel entnommen werden.
3. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen beinhalten den Wert der 50%-igen Beteiligungen an dem assoziierten Unternehmen B.E.R.S. AD mit einem Buchwert von 261 TEuro (Vj. 293 TEuro).
Die Genossenschaftsanteile wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.
Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen) erfolgte mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital. Dem Wertansatz liegen entsprechende Mitteilungen der Versicherungsgesellschaften zugrunde. Erträge aus der Verzinsung der Finanzanlagen wurden – entsprechend dem Aufwand für die Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen – im Altersversorgungsaufwand ausgewiesen.
4. Aktive latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 für zu erwartende Steuerminderungen und für zu erwartende Steuermehrbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten resultieren. Die Nutzung dieses latenten Steueranspruchs setzt voraus, dass positive Zukunftsergebnisse erwirtschaftet werden. Grundsätzlich können sich diese Bewertungsunterschiede zwischen der nationalen Steuerbilanz und der nationalen Handelsbilanz, der konzerneinheitlich bewerteten Bilanz und der nationalen Handelsbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und so genannten "Tax Credits" ergeben. Latente Steuern basieren auf den nach der Steuerreform ab 2008 geänderten Steuersätzen. Buchungen latenter Steuern auf Konzernebene erfolgen grundsätzlich unter Ansatz des Konzernsteuersatzes von 30,2% (Vj. 30,2%).
Die aktivierten Verlustvorträge sind vollumfänglich, über den Bilanzansatz zum 31. Dezember 2009 hinaus, durch ertragsteuerliche Verlustvorträge gesichert.
Die latenten Steueransprüche und -schulden werden saldiert unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
Nachfolgende Übersicht erläutert die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern.
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |||
| Latente Steueransprüche 2009 - 2008 | 2.812,2 | 2.757,1 | ||
| Latente Steueransprüche | 3.454,8 | 3.420,7 | ||
| Verlustvorträge | ||||
| GROUP Business Software AG | 2.660,9 | 2.533,8 | ||
| GROUP Business Software Corp. | 137,7 | 87,6 | ||
| 2.798,6 | 2.621,4 | |||
| Temporäre Differenzen aus: Unterschiedlicher Abschreibungsdauer LOGOS-Lizenz unterschiedlicher Bewertung von Finanzan |
594,3 | 677,1 | ||
| lagen | 8,5 | 8,5 | ||
| unterschiedlicher Bewertung der Drohver lustrückstellung |
0,0 | 60,4 | ||
| aus Ergänzungsbilanzen | 53,3 | 53,3 | ||
| 656,2 | 799,3 | |||
| Latente Steuerschulden | 642,5 | 663,6 | ||
| Temporäre Differenzen aus: | ||||
| Aktivierung von Entwicklungskosten als Immaterielle Vermögenswerte |
571,8 | 490,8 | ||
| Kaufpreisallokation Relavis | 70,8 | 172,8 |
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
A. Schulden
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Darlehen | 2.241 | 1.689 |
| Kontokorrentkredite | 58 | 73 |
| 2.299 | 1.763 |
Die unter den Darlehen ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten besitzen langfristigen Charakter und sind daher unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zählen nach IAS 39 § 8 i.V.m. IAS 32 zu den Finanzinstrumenten. Diese bestehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank und mit einem Kreditrahmen in Höhe von insgesamt 3.000 TEuro und sind durch eine stille Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Laufzeit des endfälligen Darlehens beträgt 5 Jahre. Aufgrund der variablen Zinssatzvereinbarung besteht ein Zinsänderungsrisiko bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
2. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten
Der Ausweis betrifft die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.075 TEuro (Vj. 1042 TEuro). Die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung ist in Übereinstimmung mit der Kategorisierung nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bilanziert. Der zugrunde gelegte Effektivzinssatz zum Bilanzstichtag beträgt 6,61% (Vj. 7,64%).
Des Weiteren ist in den sonstigen Verbindlichkeiten die Verbindlichkeit aus dem Erwerb des Geschäftsbereiches der Lotus 911 Corp. enthalten und beträgt insgesamt 3.420 TEuro (Vj. 0 TEuro), welche sich mit 350 TEuro (Vj. 0 TEuro) mit Laufzeit bis zu einem Jahr und mit 3.070 TEuro (Vj. 0 TEuro) mit Laufzeit über einem Jahr ergibt.
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.777 TEuro (Vj 2.561 TEuro). Setzt man hiervon die durch die Veräußerung der in 2010 abgehenden Tochtergesellschaften entfallenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 818 TEuro in die Liabilities Held for Sale ab, so verbleibt ein bilanziell ausgewiesener Betrag zum 31. Dezember 2009 von 959 TEuro. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
4. Pensionsrückstellungen
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2009 auf 104 TEuro (Vj. 99 TEuro).
Der Berechnung der Rückstellungsverpflichtung für Pensionen lagen versicherungsmathematische Annahmen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens mit einem Zinssatz von 5,50% (Vj. 5,5%) p.a. und einer Rentensteigerung von 1,5% (Vj. 1,5%) p.a. zugrunde.
5. Steuerrückstellungen
Zum Bilanzstichtag wurden Steuerrückstellungen in Höhe von 87 TEuro für Ertragsteuern gebildet (Vj. 251 TEuro).
6. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft abzudecken. Dabei wird gemäß IAS 37 jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhaltes als der wahrscheinlichste ergibt.
| Angaben in Euro | Stand 01.01.2009 |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Währungs differenzen |
Stand 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gehalt | 1.016.423,90 | 913.896,73 | 83.000,00 | 733.360,77 | -3.473,37 | 749.414,57 |
| Urlaub | 178.800,00 | 181.979,44 | 0,00 | 186.822,22 | -439,93 | 183.202,85 |
| Berufsgenossenschaft | 24.600,00 | 18.370,26 | 5.360,90 | 14.231,16 | 0,00 | 15.100,00 |
| Schwerbehinderten abgabe |
10.400,00 | 10.400,00 | 0,00 | 12.220,00 | 0,00 | 12.220,00 |
| Ausstehende Rech nungen |
463.625,02 | 332.147,55 | 99.917,91 | 313.890,44 | 0,00 | 345.450,00 |
| Drohende Verluste | 200.000,00 | 197.130,35 | 2.869,65 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Jahresabschluss kosten |
158.676,00 | 136.127,57 | 15.911,00 | 163.938,61 | 2.331,66 | 172.907,70 |
| Kulanz Sonstige Rück |
100.000,00 | 100.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| stellungen | 88.578,57 | 91.216,98 | 0,00 | 191.195,03 | 1.054,09 | 189.610,71 |
| Gewährleistungen | 83.000,00 | 0,00 | 0,00 | 16.000,00 | 0,00 | 99.000,00 |
| Prozesskostenrück stellungen Umgliederung Held for Sale |
82.000,00 | 45.000,00 | 15.000,00 | 0,00 | 52.000,00 -373.600,00 |
|
| GESAMT | 2.406.103,49 | 2.026.268,88 | 207.059,46 | 1.646.658,23 | -527,55 | 1.445.305,83 |
Die Rückstellung für Gehälter umfassen die gebildeten Rückstellungen für die variablen Gehälter der Vertriebsmitarbeiter für die erreichten Umsatzziele 2009 sowie Tantiemen der an die Vorstandsmitglieder ausbedungenen vertraglich fixierten Garantietantiemen für das Geschäftsjahr 2009.
Die Urlaubsrückstellungen erfassen die Verpflichtungen der Konzernunternehmen gegenüber ihren Arbeitnehmern aus verbleibenden Urlaubsansprüchen des Berichtszeitraums. Der Rückstellungsbetrag ermittelt sich auf Basis des Bruttolohns des einzelnen Arbeitnehmers zuzüglich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung und der offenen Urlaubstage zum Bilanzstichtag.
Für noch nicht abgerechnete Verbindlichkeiten wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 345 TEuro (Vj. 464 TEuro) gebildet.
Bereits in der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte wurde in 2004 die Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Diese diente zur Abdeckung des zukünftigen Risikos aus einem eventuellen Leerstand der Mieträume am Bajuwarenring in Oberhaching. Der Mietvertrag endete im November 2009, daher ist keine Leerstandsrückstellung zum Bilanzstichtag mehr erforderlich.
Aufwendungen für die Erstellung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses, für die Prüfung des Einzelund Konzernabschlusses wurden mit 173 TEuro abgegrenzt.
Die sonstigen Rückstellungen sind in der Muttergesellschaft geprägt durch Rückstellungen für Prozesskosten Aufsichtsratsvergütungen und Aufwandsrückstellungen 230 TEuro (Vj. 165 TEuro)
Für Gewährleistungsansprüche wurden in Abhängigkeit zum Dienstleistungsumsatz eine Rückstellung gebildet 99 TEuro (Vj. 83 TEuro).
Von den sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2009 wurden 34 TEuro in 2009 verbraucht.
Im Berichtsjahr wurden den sonstigen Rückstellungen 1.912 TEuro ergebniswirksam zugeführt.
Zusammen mit einer Währungsdifferenz aus den Auslandstochtergesellschaften in Höhe von - 6 TEuro ergeben sich die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2009 zu 1.819 TEuro.
7. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2009 auf 3.918 TEuro (Vj. 1.358 TEuro). Die sonstigen Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres 2009 umfassen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Steuern 440 TEuro sowie Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben. Von den sonstigen Verbindlichkeiten wurden 175 TEuro in die Liabilities Held for Sale abgegrenzt.
Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltene Verbindlichkeit aus dem Erwerb des Geschäftsbereiches der Lotus 911 Corp. beträgt insgesamt 3.420 TEuro (Vj. 0 TEuro), welche sich mit 350 TEuro (Vj. 0 TEuro) mit Laufzeit bis zu einem Jahr und mit 3.070 TEuro (Vj. 0 TEuro) mit Laufzeit über einem Jahr ergibt.
8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 4.106 TEuro (Vj. 3.961 TEuro) beinhalten im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Wartungserlöse für den Zeitraum nach Ablauf des Geschäftsjahres, welche vorwiegend in der Muttergesellschaft gebildet wurden. Die Auflösung des Postens erfolgt linear über die jeweiligen Vertragslaufzeiten.
9. Liabilities Held for Sale
Die im Rahmen der Veräußerung der Tochtergesellschaften Gedys IntraWare GmbH und GROUP Business Software Holding OY zum 01. März 2010 abgehenden Schulden setzten sich zum 31. Dezember 2009 wie folgt zusammen:
| TEuro | |
|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen + Leistungen | 817,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 174,6 |
| sonstige kurzfristige Rückstellungen | 373,6 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 31,0 |
| Liabilities Held for Sale | 1.396,7 |
B. Eigenkapital
1.1 Gezeichnetes Kapital
Das Eigenkapital wird nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" und in Anwendung von IAS 32 "Financial Instruments: Disclosure and Presentation" in Verbindung mit IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" als eigenständiger Bestandteil des Jahresabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung beinhaltet neben dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss auch die erfolgsneutral erfassten Wertveränderungen der Vermögens- und Schuldposten.
Das Eigenkapital (Grundkapital der GROUP Business Software AG) beträgt 25.232.000 Euro (Vj. 25.232.000 Euro) und ist in 25.232.000 stimm- und dividendenberechtigte, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Fremdanteile basieren auf den Anteilen Konzernfremder am Eigenkapital der Tochtergesellschaften.
| Gesamtaktien | eigene Aktien | Im Umlauf befindliche Aktien | |
|---|---|---|---|
| 01.01. - 31.12.2009 | 25.232.000 | 0 | 25.232.000 |
Hinsichtlich wesentlicher Aktionäre verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Lagebericht, im Free Float befanden sich zum Jahresende 31. Dezember 2009 18.553 Tausend Aktien.
Die Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2009 ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.
| Grund kapital |
Kapital rücklage |
eigene Anteile |
Kumulier tes Ergeb nis |
Währungsaus gleichsposten |
Aus gleichspost en für Anteile anderer Ge sellschafter |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | |
| Bilanz zum 01.01.2008 | 25.232 | 3.270 | 0 | -404 | 35 | -199 | 27.933 |
| Sachkapitalerhöhung | 0 | ||||||
| Zuzahlungen aus Wandel schuldverschreibungen |
0 | ||||||
| Konzernergebnis 1.1. - 31.12.2008 Veräußerungen eigener |
1.833 | 201 | 2.035 0 |
||||
| Anteile | |||||||
| Veränderung Währungsaus gleichsposten |
-13 | -13 | |||||
| Bilanz zum 31.12.2008 | 25.232 | 3.270 | 0 | 1.429 | 23 | 3 | 29.955 |
| Konzernergebnis 1.1. - 31.12.2009 |
1.019 | 0 | 1.019 | ||||
| Veränderung Währungsaus gleichsposten |
77 | 77 | |||||
| Bilanz zum 31.12.2009 | 25.232 | 3.270 | 0 | 2.448 | 100 | 2 | 31.051 |
1.2 Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2013, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 10.000.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital I 2008/2013) zu erhöhen.
Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem vom Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem anderen in § 186 Abs. 5 AktG aufgeführten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Weiter ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um gegebenenfalls Inhabern von begebenen Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Stückaktien der GROUP Business Software AG einzuräumen, wie sie ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte zustehen würden.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.
Der Vorstand wird ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.
Des Weiteren ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Oktober 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 2.514.738,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital III) zu erhöhen.
Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.
Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.
1.3 Bedingtes Kapital
-
Das Grundkapital ist um bis zu 5.000.000,00 Euro, durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I – 2006/2011). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils ab 1. Januar des Jahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31. Oktober 2011.
-
Das Grundkapital ist um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen.
Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endete mit Ablauf des 31. Oktober 2007.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Emissionen, insbesondere den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Laufzeit, die Stückelung, den Wandelpreis, dessen Anpassung bei besonderen Ereignissen und den Wandlungszeitraum festzusetzen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Teilschuldverschreibungen mit Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG – soweit erforderlich – auszuschließen, um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem gesetzlichen Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Dies gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Rechten auf Aktien, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfällt, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diesen Betrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, für die vorgenannte Emission das gesetzliche Bezugsrecht auch auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von zum Zeitpunkt der Neuemission bereits begebenen Wandelrechten auf Aktien der AG ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung der Wandelrechte zustehen würde.
Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das gesetzliche Bezugsrecht auszuschließen, wenn dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Dies hat der Vorstand im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens zu prüfen.
- Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital (I bis IV) zu ändern.
2. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.270 TEuro und besteht unverändert zum Vorjahr.
3. Bilanzgewinn
Der Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2009 beläuft sich auf 1.019 TEuro. Ausgehend von einem Gewinnvortrag in Höhe von 1.429 TEuro ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 2.449 TEuro.
3.1 Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie
Zum 31. Dezember 2009 hat die GROUP Business Software AG 25.232.000 Stückaktien (Stammaktien) ausgegeben, die einem nominalen Wert von 25.232.000 Euro entsprechen.
Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie
Maßgeblich für die Berechnung der Anzahl der Aktien (unverwässert) ist gemäß IAS 33 die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien.
Da die Wandelanleihen nicht unter dem Marktwert ausgegeben wurden, stellt das unverwässerte Ergebnis je Aktie und das verwässerte Ergebnis je Aktie den gleichen Wert dar.
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | 1.019.244,99 Euro | 1.833.349,55 Euro |
| Anzahl der Aktien (unverwässert) | 25.232.000 Stück | 25.232.000 Stück |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | 0,04 Euro | 0,07 Euro |
Das Periodenergebnis, welches der Muttergesellschaft zuzuschreiben ist, beträgt 181 TEuro. Im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, sind keine Verwässerungseffekte aufgetreten.
4. Währungsausgleichsposten
Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag ermittelt sich eine passivische Umrechnungsdifferenz in Höhe von 100 TEuro (Vj. 23 TEuro).
III. b Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung
1. Umsatzerlöse
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Konzernfremde.
Die Umsatzrealisierung aus Lieferungen erfolgt unter Beachtung von IAS 18 § 14 mit dem Übergang der mit dem Eigentum der verkauften Produkte verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer.
Erlöse aus Dienstleistungen werden als Umsatzerlöse erfasst, wenn unter Beachtung von IAS 18 § 20 das Ergebnis eines Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden kann. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere Service, Support, Schulung und Consulting für die Produkte der Konzernunternehmen.
Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in vier Hauptbereiche (Divisionen) ELM (E-Mail-Management), CRM (Customer Relationship Management), PaaS (Platform as a Service) und Lotus Experts auf. Erläuternd hierzu wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Lizenzen | 4.501.598,29 | 5.381.219,09 |
| Maintenance | 8.694.520,71 | 8.547.226,91 |
| Partner Contribution | 99.406,04 | 109.518,37 |
| Service | 5.018.981,85 | 5.284.127,90 |
| Fremdprodukte | 2.400.238,78 | 1.894.114,44 |
| Fremdprodukte LND | 1.796.466,40 | 2.003.121,77 |
| Sonstige | 160.076,12 | 549.996,03 |
| Umsatzerlöse | 22.671.288,19 | 23.769.324,51 |
2. Andere aktivierte Eigenleistungen
Im Berichtsjahr wurden aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 1.663 TEuro (Vj. 1.255 TEuro) zum Ansatz gebracht. Diese umfassen neben der GROUP Business Software AG auch Entwicklungskosten der Gedys IntraWare GmbH.
3. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.384 TEuro (Vj. 778 TEuro) begründen sich insbesondere auf Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (407 TEuro, davon sonstige Rückstellungen 36 TEuro), aus periodenfremden und neutralen Erträgen (401 TEuro), Erlöse aus verrechneten Sachbezügen an Mitarbeiter (116 TEuro) und Erträgen aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen (85 TEuro).
4. Materialaufwand
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Bezogene Waren | 3.859,1 | 3.741,5 |
| Bezogene Leistungen | 1.343,4 | 1.468,0 |
| 5.202,5 | 5.209,5 | |
Die Aufwendungen für bezogene Waren umfassen insbesondere den Einkauf der Fremdprodukte. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen die zur Erbringung der Serviceumsätze zusätzlich notwendigen Fremdleistungen. Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 5.202,5 TEuro und sank damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (5.209,5 TEuro) um 7 TEuro.
5. Personalaufwand
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Löhne und Gehälter | 9.616,5 | 9.222,0 |
| Soziale Abgaben | 1.282,0 | 1.114,0 |
| 10.898,5 | 10.336,0 |
Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 562,5 TEuro auf 10.898,5 TEuro. Dies begründet sich durch den Personalaufbau in der Gesellschaft insbesondere im Rahmen der Erweiterung und dem Aufbau des Geschäftsbereiches der GROUP Live (PaaS) und die Übernahme der Lotus Experts.
Die Aufwendungen für Altersvorsorge betragen 52 TEuro (Vj. 40 TEuro), davon 5 TEuro (Vj. -23 TEuro) an Anpassung für Pensionsrückstellung.
6. Abschreibungen
Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (2.015 TEuro) und Sachanlagen (146 TEuro). Im Geschäftsjahr 2009 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Wir verweisen auch hierzu auf dem Anlagespiegel im Anhang.
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 6.216 TEuro (Vj. 5.759 TEuro) und beinhalten insbesondere Raumkosten (774 TEuro, Vj. 685 TEuro), Kommunikationskosten (304 TEuro, Vj. 273 TEuro), Vertriebs- und Werbekosten (1.985 TEuro; Vj. 2.075 TEuro), Fahrzeugkosten (409 TEuro; Vj. 396 TEuro), periodenfremde und neutrale Aufwendungen (37 TEuro; Vj. 81 TEuro), Versicherungsbeiträge (166 TEuro; Vj. 151 TEuro), Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen (80 TEuro; Vj. 457 TEuro), Forderungsverluste (36 TEuro, Vj. 118 TEuro), Fortbildungskosten ( 45 TEuro ; VJ. 26 TEuro ), sowie Prüfungs- und Beratungskosten (1.750 TEuro; Vj. 1054 TEuro).
8. Finanzergebnis
Den Zinsaufwendungen in Höhe von 183 TEuro (Vj. 190 TEuro) stehen Zinserträge in Höhe von 32 TEuro (Vj. 105TEuro) entgegen. Es ermittelt sich ein Finanzergebnis in Höhe von -151 TEuro (Vj. -85 TEuro). Die Zinsaufwendungen sind durch die Inanspruchnahme des Kontokorrentdarlehens begründet. Die Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 6 TEuro begründet durch die Wertanpassung der Wertpapiere des Umlaufvermögens zum Bilanzstichtag.
9. Beteiligungsergebnis
Das Ergebnis aus Beteiligungen begründet sich in dem anteiligen Ergebnis der B.E.R.S. AD -32 TEuro (Vj. 17 TEuro).
10. Steuern
Durch das Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 haben sich die Steuersätze geändert. Basierend auf einem Körperschaftsteuersatz von nunmehr 15%, einem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5% und einem Gewerbesteuersatz von 14,4% ermittelt sich ein durchschnittlicher Steuersatz ab 2008 in Höhe von 30,2% (Vj. 30,2%).
Bei den ausländischen Gesellschaften fiel im Berichtsjahr aufgrund von vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen kein Steueraufwand an.
Der Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| latente Steuern | ||
| aus Nutzung der Verlustvorträge GROUP Business Software AG | 127.105 | -536.599 |
| aus Ergebnis GROUP Business Software Corp. | 50.064 | 49.506 |
| aus unterschiedlichen Ansätzen der Nutzungsdauern | -82.785 | -90.311 |
| aus unterschiedlichen Wertansätzen von Finanzanlagen | -8.511 | |
| aus steuerlich unterschiedlicher Behandlung der Drohverlustrückstellung | -60.350 | -44.719 |
| aus aktivierten Eigenleistungen | -80.946 | -49.024 |
| aus Währungsdifferenzen | 5 | -11.566 |
| aus Abschreibung auf vorhandene Kaufpreisallokation | 102.059 | 140.886 |
| 55.151 | -550.339 | |
| Laufende Steuern | -41.703 | -35.400 |
| Steuern Vorjahre | -45.488 | -169.096 |
| Steueraufwand gesamt | -32.040 | -754.835 |
Der kalkulatorische Steueraufwand bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern 1.059 TEuro (Vj. 2.590 TEuro) bei einem durchschnittlichen Steuersatz von 30,2 (Vj. 30,2%) ergibt sich zu 320 TEuro (Vj. 782 TEuro).
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | 1.050.903 | 2.590.013 |
| kalk. Steueraufwand (30,2%) | 317.373 | 782.184 |
| Anpassungen des erwarteten Steueraufwands | ||
| Steuereffekte aus dem Ansatz und Bewertung latenter Steuern | -41.709 | 194.116 |
| Steuereffekte aus Vorjahren | 45.488 | 169.096 |
| Steuerfreie Erträge | 0 | 0 |
| Nicht abziehbare Aufwendungen und Erträge | -30.293 | 69.395 |
| permanente Differenzen | -82.780 | -101.877 |
| Steuereffekte aus Verlustvorträgen | -256.882 | -334.081 |
| Anpassungen des Steuerbetrags an den abweichenden nationalen Steuersatz | -1.094 | -19.128 |
| sonstige Steuereffekte | 17.857 | -4.870 |
| Ertragssteueraufwand gemäß Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung | -32.040 | 754.835 |
| Effektiver Steuersatz in % | -3,05% | 29,14% |
Die latenten Steuern der Gesellschaft beziehen sich auf die nachfolgend dargestellten Posten:
| in TEuro | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |
| Anlagevermögen | 594,30 | 642,53 | 677,09 | 663,64 |
| Umlaufvermögen | 8,52 | 8,52 | ||
| Eigenkapital | 2.851,93 | 2.674,76 | ||
| Pensionsrückstellungen | 0,00 | 0,00 | ||
| Sonstige Rückstellungen | 0,00 | 60,35 | ||
| GESAMT | 3.454,76 | 642,53 | 3.420,72 | 663,64 |
| Bilanzwert Aktiva | 2.812,23 | 2.757,08 |
Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierung des entsprechenden Vorteils wahrscheinlich ist. Wertberichtigungen wurden nicht gebildet, da basierend auf den Geschäftserwartungen für die absehbare Zukunft mit einer Inanspruchnahme gerechnet wird.
Die latenten Steueransprüche und -schulden betreffen solche aus zeitlichen Unterschieden und werden nicht saldiert, auch wenn sie sich auf die gleiche Steuerbehörde beziehen.
11. Minderheitsgesellschaftern zustehende Gewinne
Der Verlustanteil der außenstehenden Gesellschaften beträgt 0,1 TEuro (Vj. 2TEuro) und betrifft vollumfänglich die Relavis Corporation.
12. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Risikoangaben zu Art und Umfang der Risiken aus Finanzinstrumenten im Sinne von IFRS 7 sind im Risikobericht des Konzernlageberichts enthalten. Die dort gemachten Ausführungen sind Bestandteil des Konzernanhangs, auf die an dieser Stelle verwiesen wird.
IV. Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestehen im GROUP-Konzern keine derartigen Verpflichtungen.
V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den bilanzierten Schulden und Haftungsverhältnissen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen.
| über 5 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2008 | 1 Jahr | über 1 Jahr | Jahre | Gesamt |
| Verpflichtungen aus Mietverträgen | 573.231,17 € | 631.532,98 € | - € | 1.204.764,15 € |
| Verpflichtungen aus Kfz Leasingverträgen | 110.923,02 € | 206.779,57 € | - € | 317.702,58 € |
| Verpflichtungen aus sonstigen Leasingverträgen | 75.517,28 € | 164.721,94 € | - € | 240.239,22 € |
| Verpflichtungen aus Abnahmeverpflichtungen | - € | 200.000,00 € | 200.000,00 € | |
| Gesamt | 759.671,47 € | 1.203.034,48 € | - € | 1.962.705,96 € |
| über 5 | ||||
| 2009 | 1 Jahr | über 1 Jahr | Jahre | Gesamt |
| Verpflichtungen aus Mietverträgen | 619.356,24 € | 646.204,24 € | - € | 1.265.560,48 € |
| Verpflichtungen aus Kfz Leasingverträgen | 119.451,92 € | 185.467,71 € | - € | 304.919,63 € |
| Verpflichtungen aus sonstigen Leasingverträgen | 104.104,33 € | 91.203,46 € | - € | 195.307,79 € |
| Verpflichtungen aus Abnahmeverpflichtungen | - € | - € | - € | |
| Gesamt | 842.912,49 € | 922.875,41 € | - € | 1.765.787,90 € |
VI. Beziehungen zu nahe stehenden Personen
Als nahe stehende Personen kommen gemäß IAS 24 grundsätzlich der Vorstand, Aufsichtsrat, Anteilseigner sowie assoziierte und verbundene Unternehmen in Betracht.
Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die gleichfalls als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch die Konsolidierung eliminiert worden und werden in diesem Anhang nicht erläutert.
Das Aufsichtsratsmitglied Herr StB Arnold Malsch ist für die Gesellschaft neben seiner Aufsichtsratstätigkeit als Steuerberater tätig. Hier rechnet er seine Leistungen für die Erstellung der Steuererklärungen im Rahmen der Steuerberatergebührenverordnung ab (2009 15 TEuro, Vj. 10 TEuro).
Die gemäß IAS 24 angabepflichtigen Vergütungen des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfassen die Vergütung des Vorstandes und Aufsichtsrates. Hinsichtlich deren Vergütungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt VIII.
Darüber hinaus bestanden im Geschäftsjahr nachfolgende Geschäftsvorgänge:
| Gesellschaft | nahestehende Person |
Geschäftsvorgang | Höhe in TEuro |
Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| GROUP Business Software AG |
Jörg Ott | Mietvertrag als Ver mieter und Eigen tümer der Hospital straße 6, 99817 Eisenach |
43,2 | Mietaufwand 2009 |
| 43,2 | Mietaufwand 2008 | |||
| 64,8 | Miete Restlaufzeit |
VII. Konzern-Segmentberichterstattung
Seit dem Geschäftsjahr 2009 ist IFRS 8 "Geschäftssegmente" verpflichtend anzuwenden. Dementsprechend sind einzelne Jahresabschlussdaten nach Segmenten und Regionen getrennt darzustellen (Segmentberichterstattung), wobei sich die Aufgliederung an der internen Berichterstattung orientiert, die eine zuverlässige Einschätzung der Risiken und Erträge des Konzerns ermöglicht. Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten der einzelnen Aktivitäten des Konzerns transparent gemacht werden.
In unserem internen Berichtswesen bilden wir die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Die Berichterstattungsstruktur des Konzerns ist nach den vier marktorientierten Geschäftsfeldern gegliedert.
Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in die Bereiche (Divisionen) "E-Mail Security Compliance & Archiving", "CRM, Mobile und Business Processes", "GROUP Live" und "GROUP Experts" auf. Die letztgenannten Segmente sind in 2009 insbesondere infolge des Erwerbs der Assets von der IT Factory im Berichtsjahr neu gebildet worden. In Bezug auf die inhaltliche Darstellung der Geschäftsfelder verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Die Aufteilung der Geschäftsfelder erfolgte direkt durch zuordenbare Gesellschaften mit Ausnahme einer Gesellschaft. Hier erfolgte die Aufteilung anhand der Verteilung der Umsatzerlöse. Intersegmentumsätze liegen nicht vor.
| TEuro | CRM | GROUP Life | GROUP Experts | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| 1. Umsatzerlöse 2. Sonstige betriebliche |
10.435,8 | 12.928,4 | 11.666,0 | 10.840,9 | 0,0 | 0,0 | 569,4 | 0,0 | 22.671,3 | 23.769,3 |
| Erträge 3. aktivierte Entwicklungs |
211,8 | 345,5 | 1.140,4 | 432,9 | 31,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.383,7 | 778,4 |
| leistungen | 651,2 | 526,9 | 1.011,7 | 727,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.662,9 | 1.254,6 |
| Gesamtleistung | 11.298,8 | 13.800,8 | 13.818,2 | 12.001,5 | 31,5 | 0,0 | 569,4 | 0,0 | 25.717,9 | 25.802,3 |
| 4. Materialaufwand |
2.786,7 | 3.619,9 | 2.216,4 | 1.589,6 | 21,6 | 0,0 | 177,7 | 0,0 | 5.202,5 | 5.209,5 |
| 5. Personalaufwand |
4.773,5 | 5.094,2 | 5.625,3 | 5.241,8 | 276,1 | 0,0 | 223,5 | 0,0 | 10.898,5 | 10.336,0 |
| 6. Abschreibungen 7. Sonstige betriebliche |
242,6 | 620,1 | 1.620,2 | 1.220,3 | 192,2 | 0,0 | 105,9 | 0,0 | 2.160,9 | 1.840,4 |
| Aufwendungen | 2.500,8 | 2.880,6 | 3.315,7 | 2.878,1 | 284,3 | 0,0 | 115,5 | 0,0 | 6.216,3 | 5.758,7 |
| Segmentbetriebsergebnis | 995,2 | 1.586,0 | 1.040,5 | 1.071,7 | -742,8 | 0,0 | -53,1 | 0,0 | 1.239,8 | 2.657,7 |
| Finanzergebnis | -188,9 | -67,5 | ||||||||
| Steuern | -32,0 | -754,8 | ||||||||
| Ergebnisanteile von Minder heiten |
0,4 | -1,8 | ||||||||
| Konzernergebnis | 1.019,2 | 1.833,3 | ||||||||
| Segmentvermögen | 18.115,0 | 20.915,2 | 21.076,3 | 19.750,6 | 576,8 | 0,0 | 3.807,1 | 0,0 | 43.575,2 | 40.665,8 |
Die zum 01. März 2010 verkauften Gesellschaften GROUP Business Software Holding OY und damit auch die Gedys IntraWare GmbH sind im Segment CRM abgebildet. Das hierauf entfallende Segmentbetriebsergebnis für 2009 beläuft sich auf 399 TEuro (Vj. 1.090 TEuro). Das aus dem Segment abgehende Vermögen beläuft sich wie unter III.a.A.5 erläutert auf 8.751,4 TEuro. Für nähere Erläuterungen zu der Neuausrichtung des CRM Segmentes verweisen wir auf den Lagebericht.
Die Sekundärsegmente, welche die Segmentinformation nach Regionen darstellen, stellen sich wie folgt dar:
| TEuro | Deutschland | Niederlande | Großbritannien | Finnland | USA | Gesamt | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | ||
| 1. 2. |
Umsatzerlöse Sonstige betriebliche |
20.278,4 | 20.825,7 | 0,0 | 0,0 | 569,4 | 739,4 | 82,9 | 120,5 | 1.740,6 | 2.083,7 | 22.671,3 | 23.769,3 |
| 3. | Erträge aktivierte Entwicklungs |
1.308,1 | 614,2 | 59,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 16,4 | 164,1 | 1.383,7 | 778,3 |
| leistungen | 1.662,9 | 1.254,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.662,9 | 1.254,6 | |
| Gesamtleistung | 23.249,4 | 22.694,5 | 59,2 | 0,0 | 569,4 | 739,4 | 82,9 | 120,5 | 1.757,0 | 2.247,8 | 25.717,9 | 25.802,3 | |
| Segmentvermögen | 21.889,2 | 21.289,5 | 11,5 | 1.356,5 | 2.221,4 | 2.258,4 | 7.206,7 | 7.591,1 | 12.246,5 | 8.170,4 | 43.575,2 | 40.665,8 |
VIII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung weist für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 gemäß IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode aus dem GROUP Konzernabschluss. Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks, Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und der Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt.
Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete Nettozahlungsmittel:
Aus betrieblicher Tätigkeit sind im Berichtsjahr 2.492 TEuro zugeflossen (Vorjahr: 4.224 TEuro). Ursache für den im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Mittelzufluss ist im Wesentlichen der gesunkene Brutto Cashflow der Gesellschaft, welcher sich maßgeblich durch die Aufwendungen aus dem Aufbau des Segmentes PaaS begründet.
Für die Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel:
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 3.736 TEuro (Vorjahr: 4.808 TEuro) und resultiert aufgrund der getätigten Investitionen aus dem Erwerb der Vermögenswerte der Lotus 911 und dem Invest in die GROUP Live Technologie.
Für die Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel:
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 552 TEuro (Vorjahr: 1.889 TEuro) resultiert aus der weiteren Inanspruchnahme des bestehenden Kreditvolumens.
Die Zahlungsmittel zum 31. Dezember 2009 bestehen aus Kassenbestand, Wertpapieren, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und setzen sich zum 31. Dezember 2009 wie folgt zusammen:
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich folgendermaßen zusammen
| 2009 TEuro |
2008 TEuro |
|
|---|---|---|
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstitue | 2.031 | 2.661 |
| Kontokorrentkredite | - 58 | -73 |
| Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2009 | 1.973 | 2.588 |
IX. Kapitalmanagement
Zu den wesentlichen Zielen des Kapitalmanagements des Konzerns gehören die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, die Optimierung des Shareholder Value und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur.
Die Steuerung und gegebenenfalls die Anpassung der Kapitalstruktur erfolgen unter Berücksichtigung der Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds. Zur Aufrechterhaltung bzw. Anpassung der Kapitalstruktur kommen eine ausgewogene Dividendenpolitik, die Ausgabe neuer Aktien, die Aufnahme von Verbindlichkeiten sowie die Veräußerung von Vermögenswerten zur Schuldenreduzierung in Betracht.
Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrads (Gearing). Das Gearing berechnet sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zum Gesamtkapital. Die Nettofinanzschulden ergeben sich als Differenz der gesamten Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten) abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital und den Nettofinanzschulden.
Es ist die Strategie des Konzerns, den Verschuldungsgrad möglichst gering zu halten, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.
| in TEuro | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Finanzschulden | 8.252 | 6.734 |
| ·/· Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.192 | 2.661 |
| = Nettofinanzschulden | 7.060 | 4.073 |
| + Eigenkapital | 31.053 | 29.956 |
| = Gesamtkapital | 38.113 | 34.029 |
| Gearing | 18,5 % | 12,0 % |
Der Anstieg des Gearing-Faktors ist auf das erhöhte Finanzierungsvolumen im Rahmen der Wachstumsstrategie zurückzuführen.
X. Sonstige Angaben
1. Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2009 beschäftigte der GROUP-Konzern rund 174 Mitarbeiter (Vj. 152 Mitarbeiter). Die Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist begründet durch die Erweiterung in die Geschäftsfelder GROUP Live und GROUP Experts. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen enthalten weder Auszubildende noch Vorstände.
Die Aufsplittung in die einzelnen Bereiche kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:
| Funktion | Teilfunktion | Personal | Personal | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | Ø 2009 | Ø 2008 | |||
| Kundennaher Bereich | Service | 59,0 | 47,3 | 51,4 | 40,1 | |
| Sales | 38,9 | 38,7 | 37,0 | 37,0 | ||
| Marketing | 5,6 | 5,1 | 5,1 | 6,1 | ||
| Total Kundennaher Bereich | 103,5 | 91,0 | 93,5 | 83,2 | ||
| Forschung und Entwicklung | 51,0 | 46,5 | 50,1 | 42,5 | ||
| Management Verwaltung | 19,6 | 14,9 | 18,3 | 15,5 | ||
| Total Konzern | 174,0 | 152,4 | 161,9 | 141,3 |
2. Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates
Mitglieder des Vorstandes der GROUP Business Software AG
Im Vorstandsbereich waren gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen zu verzeichnen. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
Jörg Ott, Atlanta, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender (CEO) seit 26. Juni 2002
Weitere Mandate:
Mitglied des Board of Directors der Westend ITC Plc, Helsinki, Finnland Geschäftsführer der vbv Vitamin - B - Venture GmbH, Eisenach
Tätigkeiten in Konzerngesellschaften:
Geschäftsführer der GROUP Technologies GmbH, Karlsruhe Mitglied des Board (Mitglied der Geschäftsleitung), GROUP Live N.V. Mitglied des Board of Directors (Deputy Member), GROUP Business Software Holding OY President and CEO (Vorstand) der GROUP Business Software Corp., USA Chairman of the Board der Relavis Corp., New York
Markus Ernst, Gießen, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstandsmitglied seit 09. August 2000
Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrates der bontype media AG, Bonn
Tätigkeiten in Konzerngesellschaften:
Mitglied des Board of Directors, GROUP Business Software Holding OY
Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt 674 TEuro (Vj 763 TEuro). Hiervon entfielen auf Jörg Ott fixe Gesamtbezüge in Höhe von 177 TEuro (Vj. 187 TEuro) und Tantiemeansprüche in Höhe von 143 TEuro (Vj. 225 TEuro) sowie auf Markus Ernst fixe Gesamtbezüge in Höhe von 181 TEuro (Vj. 176 TEuro) und Tantiemeansprüche in Höhe von 108 TEuro (Vj. 175 TEuro). Pensionszusagen und Aktienoptionen wurden an den Vorstand nicht gegeben. Diese Angaben stellen Pflichtangaben nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB dar. Pensionszusagen an ausgeschiedene Vorstände wurden nicht gemacht. Leistungen nach Beendigung der Tätigkeiten sind nicht zugesagt worden.
Gesamtprokura gemeinsam mit einem anderen Prokuristen:
Kirstin Schau, Philippsthal, Marion Betz, Fulda, Anja Michaela Joris, Eisenach Gesamtprokura gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied oder einem anderen Prokuristen: Jennifer Ann Meade, Jersey City, New Jersey
Mitglieder des Aufsichtsrates
Im Aufwand der GROUP Business Software AG sind im Geschäftsjahr 2009 25 TEuro (Vj. 20 TEuro) für Bezüge an den Aufsichtsrat enthalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils eine jährliche feste Vergütung von 3.000,00 Euro; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der festen Vergütung. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld pro Sitzungstag in Höhe von 1.000,00 Euro, der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 1.500,00 Euro. Telefonische Sitzungen werden pauschal mit 200,00 Euro vergütet; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 300,00 Euro. Im Berichtsjahr fanden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen, davon drei telefonisch und drei mit persönlicher Anwesenheit statt.
Johann Praschinger (Vorsitzender), Friedrichsdorf, Rechtsanwalt, Head of Payment Solutions Wincor Nixdorf International GmbH Gewählt durch die Hauptversammlung vom 11.Juni 2001, wieder gewählt durch die Hauptversammlung vom 21. Dezember 2005 Weitere Mandate: Keine
Arnold Malsch, Karlsruhe, selbständiger Steuerberater Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21. Dezember 2005 Weitere Mandate: Keine
Dr. jur. Stefan Berz, Gräfelfing, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v.Gronau Berz Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater, Grünwald bei München Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21.Dezember 2005; wiedergewählt als Ersatzmitglied für Herrn Dr. Anhäusser am 29. Juni 2007 Weitere Mandate: Aufsichtsratsmitglied der Blue Cap AG, München
3. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die als wesentlich zu bezeichnenden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind im Lagebericht dargestellt. Insoweit wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Die Freigabe zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses soll durch den Vorstand am 28. April 2010 erfolgen.
4. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde durch Vorstand und Aufsichtsrat für 2009 mit Datum vom 20. April 2009 abgegeben und entsprechend den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
5. Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs.1 und § 26a WpHG
Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 und § 26a WpHG waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.
6. Honorare Wirtschaftsprüfer
In den Aufwendungen der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2009 sind Honorare für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses in Höhe von 129 TEuro (Vj. 125 TEuro) enthalten. Darüber hinaus wurden an den Wirtschaftsprüfer Honorare für sonstige Leistungen (prüferische Durchsicht zum 30. Juni) in Höhe von 15 TEuro (Vj. 15 TEuro) sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von 3 TEuro (Vj. 5 TEuro) gezahlt.
Eisenach, 31. März 2010
Jörg Ott Markus Ernst Vorstand Vorstand
Konzernanlagespiegel Anlage zum Konzernanhang
in TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
| Konzessionen und Lizenzen |
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung |
geleistete Anzahlungen | gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Entwicklung der Anschaffungskosten | ||||
| Stand: 01.01.2008 | 16.519 | 21.714 | 0 | 38.233 |
| Zugänge | 2.193 | 0 | 0 | 5.107 |
| Abgänge | 193 | 0 | 0 | 193 |
| Umgliederungen | 0 | 839 | 0 | 839 |
| Stand 31.12.2008 | 18.518 | 25.467 | 0 | 43.985 |
| Zugänge | 6.605 | 585 | 0 | 7.190 |
| Abgänge | 94 | 0 | 0 | 94 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 25.030 | 26.052 | 0 | 51.081 |
| Entwicklung der kumulierten Abschreibungen Stand 01.01.2008 |
||||
| Zugänge | 11.938 | 0 | 0 | 11.938 |
| Abgänge | 1.660 0 |
0 0 |
0 0 |
4.575 0 |
| Stand 31.12.2008 | 13.598 | 0 | 0 | 16.513 |
| Zugänge | 2.015 | 0 | 0 | 2.015 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 15.613 | 0 | 0 | 18.528 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2008 |
4.920 | 25.467 | 0 | 30.387 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2009 |
||||
| 9.417 | 26.052 | 0 | 32.554 |
Konzernanlagespiegel Anlage zum Konzernanhang
in TEuro
II. Sachanlagen
| Betriebs- und Ge schäftsausstattung |
geleistete Anzahlungen | gesamt | |
|---|---|---|---|
| Entwicklung der Anschaffungskosten | |||
| Stand: 01.01.2008 | 3.300 | 0 | 3.300 |
| Zugänge | 47 | 0 | 47 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2008 | 3.347 | 0 | 3.347 |
| Zugänge | 89 | 0 | 89 |
| Abgänge | 25 | 0 | 25 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 3.412 | 0 | 3.412 |
| Entwicklung der kumulierten Abschreibungen | |||
| Stand 01.01.2008 | 3.022 | 0 | 3.022 |
| Zugänge | 157 | 0 | 157 |
| Abgänge | 79 | 0 | 79 |
| Stand 31.12.2008 | 3.056 | 0 | 3.056 |
| Zugänge | 145 | 0 | 145 |
| Abgänge | 28 | 0 | 28 |
| Stand 31.12.2009 | 3.174 | 0 | 3.174 |
| Buchwerte Stand zum | |||
| 31.12.2008 | 291 | 0 | 291 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2009 |
238 | 0 | 238 |
Konzernanlagespiegel
Anlage zum Konzernanhang
in TEuro
III. Finanzanlagen
| Beteiligungen | Beteiligungen an assoziier ten Unter nehmen |
Wertpapiere des Anlagevermögens |
Ausleihungen an assoziier ten Unter nehmen |
Rückdeckungs ansprüche |
Genossen schaftsante ile |
gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung der Anschaffungskosten |
|||||||
| Stand: 01.01.2008 | 498 | 601 | 663 | 125 | 62 | 1 | 1.950 |
| Zugänge | 0 | 525 | 0 | 0 | 3 | 0 | 528 |
| Abgänge | 6 | 0 | 500 | 125 | 0 | 0 | 632 |
| Umgliederungen | 0 | -839 | 0 | 0 | 0 | 0 | -839 |
| Stand 31.12.2008 | 492 | 286 | 163 | 0 | 66 | 1 | 1.007 |
| Zugänge | 0 | -32 | 0 | 0 | 2 | 0 | -29 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Stand 31.12.2009 | 492 | 255 | 163 | 0 | 68 | 1 | 977 |
| Entwicklung der kumulierten Abschreibungen |
|||||||
| Stand 01.01.2008 | 492 | -6 | 163 | 0 | 0 | 0 | 648 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2008 | 492 | -6 | 163 | 0 | 0 | 0 | 648 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 492 | -6 | 163 | 0 | 0 | 0 | 648 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2008 |
0 | 293 | 0 | 0 | 66 | 1 | 359 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2009 |
0 | 261 | 0 | 0 | 68 | 1 | 329 |
GROUP Business Software AG Eisenach
Bilanzeid für das Geschäftsjahr 2009
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Eisenach, 31. März 2010
Jörg Ott Markus Ernst
Vorstand Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Ich habe den von der GROUP Business Software AG, Eisenach, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Ich habe meine Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.
Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang
mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dresden, 16. April 2010
Dr. Winfried Heide
Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2009 (zum 31. Dezember 2009) GROUP Business Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB
| Aktiva | Anhang | ||
|---|---|---|---|
| Bilanz | Bilanz | ||
| GROUP Business Software AG |
GROUP Business Software AG |
||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
| EUR | EUR | ||
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäfts | |||
| betriebs | |||
| Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäfts betriebs |
I.1.1 | 705.091,31 | 0,00 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
I.1.2 a) | 3.733.729,93 | 3.462.964,48 |
| geleistete Anzahlungen | I.1.2 c) | 0,00 | 260.000,00 |
| Geschäfts- und Firmenwert | I.1.2 b) | 7.406.354,87 | 7.111.285,15 |
| III. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | I.1.3 | 151.668,17 | 192.972,00 |
| IV. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
I.1.4.1 | 15.744.062,46 | 15.744.062,46 |
| 2. Beteiligungen |
I.1.4.1 | 265.000,00 | 265.000,00 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4. Ausleihungen mit Unternehmen mit denen ein Be |
I.1.4.2 | 3.749.890,01 | 1.603.217,20 |
| teiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens |
0,00 | 0,00 | |
| 6. Genossenschaftsanteile |
900,00 | 900,00 | |
| 7. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen |
I.1.4.3 | 118.187,00 | 113.973,00 |
| A. ANLAGEVERMÖGEN GESAMT | 31.874.883,75 | 28.754.374,29 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | |||
| Waren | 0,00 | 0,00 | |
| II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
I.2.1 | 1.489.679,14 | 1.492.329,31 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
I.2.1 | 5.356.385,07 | 3.493.464,68 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Be |
|||
| teiligungsverhältnis besteht | I.2.1 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände |
I.2.1 | 189.330,00 | 342.463,57 |
| III. Wertpapiere | |||
| 5. Sonstige Wertpapiere |
I.2.2 | 27.401,40 | 32.091,71 |
| 6. eigene Aktien |
0,00 | 0,00 | |
| IV. Kassenbestand; Guthaben bei Kreditinstituten | I.2.3 | 627.342,53 | 1.365.856,14 |
| B. UMLAUFVERMÖGEN GESAMT | 7.690.138,14 | 6.726.205,41 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | I.3. | 1.012.259,99 | 1.149.768,48 |
| Aktiva, gesamt | 40.577.281,88 | 36.630.348,18 | |
| Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bilanz | Bilanz | |||
| GROUP Business Software AG |
GROUP Business Software AG |
|||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |||
| EUR | EUR | |||
| A. EIGENKAPITAL | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | I.4.1 | 25.232.000,00 | 25.232.000,00 | |
| II. Kapitalrücklage | I.4.4 | 3.269.507,16 | 3.269.507,16 | |
| III. Bilanzverlust | I.4.6 | -2.170.524,03 | -3.200.913,26 | |
| IV. Jahresfehlbetrag-/überschuss | I.4.7 | 379.179,91 | 1.030.389,23 | |
| A. EIGENKAPITAL GESAMT | 26.710.163,04 | 26.330.983,13 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||||
| 1. | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Ver | |||
| pflichtungen | I.5.1 | 126.222,00 | 119.334,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen |
I.5.2 | 0,00 | 250.800,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen |
I.5.3 | 1.159.520,00 | 1.646.300,00 | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN GESAMT | 1.285.742,00 | 2.016.434,00 | ||
| C. VERBINDLICHKEITEN | ||||
| 1. Anleihen |
I.6 | 1.067.126,00 | 1.067.126,00 | |
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | I.6 | 2.241.436,50 | 1.689.484,13 |
| 3. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen + Leistungen | I.6 | 1.049.438,51 | 737.251,78 |
| 4. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | I.6 | 700.182,08 | 630.506,70 |
| 5. | Verbindlichkeiten gegenüber UN mit Beteiligungsverhältnis | I.6 | 0,00 | 10.500,00 |
| 6. | Sonstige Verbindlichkeiten | I.6 | 3.926.393,76 | 882.786,81 |
| C. VERBINDLICHKEITEN GESAMT | 8.984.576,85 | 5.017.655,42 | ||
| D. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | I.7 | 3.596.799,99 | 3.265.275,63 | |
| Passiva, gesamt | 40.577.281,88 | 36.630.348,18 |
Geschäftsbericht GROUP Business Software AG (Konzern und Einzelgesellschaft)
zum 31.12.2009
| Gewinn- und Verlustrechnung | Anhang | GROUP Business Software AG |
GROUP Business Software AG |
|---|---|---|---|
| 2009 EUR |
2008 EUR |
||
| Umsatzerlöse | II.1. | 11.007.908,63 | 10.593.518,63 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | I.1.1 | 705.091,31 | 0,00 |
| Sonstige betriebliche Erträge | II.2 | 1.192.263,27 | 492.938,93 |
| 12.905.263,21 | 11.086.457,56 | ||
| Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | II.3 | 2.444.643,20 | 1.894.164,41 |
| Personalaufwand | II.4 | 4.908.413,66 | 4.716.471,08 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Ver mögensgegenstände |
II.5 | 1.144.432,23 | 1.090.847,96 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | II.6 | 4.162.154,00 | 3.593.133,77 |
| Betriebsergebnis | 245.620,12 | -208.159,66 | |
| Erträge aus Beteiligungen | II.7 | 263.812,51 | 1.511.770,38 |
| Zinserträge/-aufwendungen | II.7 | -125.884,72 | -94.317,12 |
| Abschreibung auf Finanzanlagen | II.7 | 0,00 | 0,00 |
| Ergebnis vor Steuern | 383.547,91 | 1.209.293,60 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | II.9 | 0,00 | 314.197,55 |
| sonstige Steuern | II.9 | 4.368,00 | 7.843,00 |
| Außerordentliche Erträge / Aufwendungen | II.8 | 0,00 | 143.136,18 |
| Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag | 379.179,91 | 1.030.389,23 |
| Kapitalflussrechnung der GROUP Business Software AG zum 31.12. | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| TEuro | TEuro | |
| Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 379 | 1.030 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | 1.144 | 1.091 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -731 | -210 |
| - sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -329 | -206 |
| - Ertrag aus der Auflösung von Einzelwertberichtigung Verbundforderungen | 0 | 0 |
| + sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 77 | 334 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen | 0 | 0 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen sowie anderer Aktiva (sofern nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) |
-3.850 | -326 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva (sofern nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) |
4.076 | 419 |
| +/- Ein-/Auszahlungen aus außerordentlichen Posten | ||
| = Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 766 | 2.133 |
Investitionstätigkeit
| + Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen | 460 | 0 |
|---|---|---|
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (RBW netto) | 2.522 | 2.938 |
| = Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit | -2.062 | 2.938 |
Finanzierungstätigkeit
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 0 |
|---|---|---|
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 552 | 1.690 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten | 0 | -325 |
| - Auszahlungen aus der Begebung von Krediten | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aus der Tilgung von begebenen Krediten | 0 | 0 |
| = Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 552 | 1.365 |
| Liquiditätsveränderung gesamt | -743 | 560 |
| Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode | 1.398 | 838 |
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 655 1.398 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -743 560
Anhang zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2009 (zum 31. Dezember 2009) GROUP Business Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB
Allgemeine Angaben
Die GROUP Business Software AG (vormals Group Technologies AG) hat ihren Sitz in Eisenach und ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Jena unter der Nummer 405713 eingetragen.
Der Jahresabschluss 2009 der Gesellschaft ist vom Vorstand nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des Aktiengesetzes erstellt. Die Bewertung erfolgt nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung.
Die GROUP Business Software AG gilt nach § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB als eine große Kapitalgesellschaft, da sie an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 WpHG mit von ihr ausgegebenen Wertpapieren teilnimmt. Die Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0005104509) werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im regulierten Markt im Segment General Standard sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart gehandelt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die tabellarischen Darstellungen zu Postenaufgliederungen im Anhang werden in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Bei geringfügigen Abweichungen oder scheinbaren Additionsfehlern handelt es sich um Rundungsdifferenzen.
Alle notwendigen Angaben, die gemäß Gesetz wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, werden im Anhang ausgewiesen.
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden – unverändert gegenüber dem Vorjahr – folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:
Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht der Aktivierung der Ingangsetzungsaufwendungen Gebrauch gemacht.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Neben den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen hat die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, den durch die Verschmelzung im Geschäftsjahr 2005 entstandenen Firmenwert nach Aufdeckung der stillen Reserven zu aktivieren. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer wurde an den Bewertungszeitraum zur Ermittlung der Unternehmenswerte im Rahmen der Berechnung des Umtauschverhältnisses angelehnt. Die im Rahmen der Aufdeckung der stillen Reserven entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden über drei Jahre abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich linear entsprechend den steuerlichen Höchstsätzen vorgenommen. Zugänge bei den Sachanlagen werden pro rata temporis im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr aktiviert und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für voraussichtlich dauernde Wertminderung werden angemessene außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen und angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert angesetzt.
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungen werden Zahlungen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem jeweiligen Zeitablauf.
Rückstellungen werden grundsätzlich mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewerteten Wert angesetzt, um die künftigen Zahlungsverpflichtungen, drohende Verluste, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten zu erfassen. Der Berechnung der gebildeten Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, die Bewertung erfolgte zum Teilwert gem. § 6a EStG.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Anschaffungskurs oder zum höheren Stichtagskurs angesetzt.
Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen. Die Auflösung erfolgt entsprechend der jeweiligen Leistungserbringung.
2. Grundlagen der Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Verluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei dem Guthaben eines Kreditinstitutes in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung, soweit es das Niederstwertprinzip erfordert, zum Geldbzw. Briefkurs des Stichtages.
I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009 kann dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel entnommen werden.
1.1 Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs
Mit der Akquisition der Urheberrechte an der PaaS (Platform-as-a-Service) Software der IT Factory A/S in Dänemark im Februar 2009, stellt GROUP über die Division GROUP Live ihren Kunden ab Mitte des Jahres 2009 jetzt auch – neben ihren bisherigen On-premise Installationen (Software befindet sich auf kundeneigener Hardware im Haus oder
Rechenzentrum des Kunden) – auch Software-as-a-Service Lösungen (Software befindet sich auf firmenfremder Hardware in einem DataCenter und wird nach Bedarf gemietet) an. Im Zuge des Aufbaus dieses neuen Geschäftsbereiches wurden die bilanzierungsfähigen Aufwendungen für die Erweiterung aktiviert und unter dieser Position in der Bilanz ausgewiesen. Diese betreffen insbesondere Personalaufwand, Abschreibungen, Beratungs- und Marketingaufwendungen. Die Abschreibungen erfolgen ab dem Folgejahr über einem Zeitraum von vier Jahren.
1.2 Immaterielle Vermögensgegenstände
a) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
Die unter dieser Position bilanzierten immateriellen Vermögensgegenstände ergeben sich aus entgeltlich erworbenen Lizenzen.
b) Geschäfts- und Firmenwert
Der aus den Verschmelzungen mit der Group Technologies AG und der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte entstandene Firmenwert wurde nach der Prüfung und Aufdeckung vorhandener stiller Reserven, welche zum Bilanzstichtag bereits planmäßig abgeschrieben wurden, bei der aufgenommenen Gesellschaft aktiviert. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer wurde an den Bewertungszeitraum zur Ermittlung der Unternehmenswerte im Rahmen der Berechnung des Umtauschverhältnisses angelehnt.
c) geleistete Anzahlungen
Die zum Vorjahresabschlussstichtag bestandenen geleisteten Anzahlungen, wurden in 2009 im Rahmen des Erwerbes des Geschäftsbereiches der Lotus 911 Inc. angerechnet und im Rahmen der Weiterveräußerung dieses Geschäftsbereiches an die GROUP Business Software Corp. weiterberechnet.
1.3 Sachanlagevermögen
Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.
Abschreibungen der in der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgeführten Computer-Hardware werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verteilt.
Die Abschreibungsdauer sonstiger Büroeinrichtungsgegenstände beläuft sich auf drei bis zehn Jahre. Büromöbel werden über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren abgeschrieben.
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens kann gleichfalls dem Anlagespiegel entnommen werden.
1.4 Finanzanlagen
1.4.1 Anteile an verbundenen Unternehmen / Beteiligungen
Unter den Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen als Beteiligungen ausgewiesen:
| Verbundenes Unternehmen | Sitz | Eigen kapital zum 31.12.2009 |
Anteil am gez. Kapital |
Ergebnis des Geschäfts jahres |
Anteile Verb. UN |
Be teiligungen |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEuro | TEuro | % | TEuro | TEuro | TEuro | ||
| ebVOKUS Software GmbH | Dresden | 141,5 | 40,0 | 100,0 | 80,2 | 325,0 | - |
| Group Technologies GmbH GROUP Business Software |
Karlsruhe | 54,1 | 25,0 | 100,0 | 112,4 | 25,0 | - |
| Holding OY | Helsinki | 1.475,0 | 64,0 | 100,0 | 100,0 | 8.589,4 | - |
| Gedys IntraWare GmbH | Petersberg | 2.114,2 | 50,0 | 100,0 | -200,0 | - | - |
| GROUP LIVE N.V. GROUP Business Software |
DenHaag | -1.508,8 | 100,0 | 100,0 | 46,6 | 350,0 | - |
| (UK) Ltd. GROUP Business Software |
Warrington | -511,1 | 22,0 | 100,0 | 10,6 | - | - |
| Corp. | New York | -360,4 | 0,8 | 100,0 | -217,7 | 1.373,5 | - |
| B.E.R.S AD | Varna | 169,3 | 25,6 | 50,0 | -63,4 | - | 265,0 |
| Relavis Corporation | New York | -231,2 | 1,0 | 99,5 | -76,0 | 5.081,2 | - |
| 15.744,1 | 265,0 |
Bei der Gedys IntraWare GmbH und der GROUP Business Software (UK) Ltd., ehemals GEDYS (SALES) UK LIMITED, handelt es sich um mittelbare 100%-ige Beteiligungen. Die Umfirmierung erfolgte zum 23. April 2009. Darüber hinaus hat die Gedys IntraWare GmbH im Vorjahr die gesamten Anteile an der immediat Information Management GmbH, Bramsche, erworben. Mit Eintragung vom 30. Januar 2009 des zuständigen Registergerichtes in das Handelsregister des Amtsgerichtes Fulda wurde die Verschmelzung der immediat Information Management GmbH auf die Gedys IntraWare GmbH zum 1. Januar 2009 wirksam.
Zwischen der GROUP Business Software AG als herrschendem Unternehmen und der GROUP Technologies GmbH, ehemals der Group Technologies GmbH, ist am 28. April 2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Diesem wurde durch die Gesellschafterversammlung der Group Technologies GmbH am 28. April 2008 und durch die Hauptversammlung der GROUP am 20. Juni 2008 zugestimmt. Er wurde mit Datum vom 26. Februar 2009 vom zuständigen Registergericht in das Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim eingetragen. Des Weiteren wurde am 26. Februar 2009 die Umfirmierung der arcaTRUST Software GmbH in GROUP Technologies GmbH und die Verlegung des Firmensitzes von Dresden nach Karlsruhe in das Handelsregister eingetragen.
Ebenso erfolgte am 13. März 2009 die Umfirmierung der GEDYS Internet Products N.V. in GROUP LIVE N.V.
Mit Wirkung zum 1. März 2010 hat die Gesellschaft sich von ihrer Beteiligung der GROUP Business Software Holding OY sowie deren Tochtergesellschaft der Gedys IntraWare GmbH getrennt.
1.4.2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die unter dieser Position ausgewiesenen langfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen wurden zum Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Dabei wurde die Fähigkeit der Unternehmen, die finanziellen Mittel aufgrund der Planung bis 2014 zurückzuführen, berücksichtigt. Neben der Umgliederung der Ausleihung gegenüber der GROUP LIVE N.V. begründet sich die Erhöhung dieser Position im Geschäftsjahr 2009 aus der Aufstockung eines Darlehens an die Relavis Corp. zur Finanzierung des Marktzugangs in Nordamerika. Das Darlehen gegenüber der GROUP Technologies GmbH verminderte sich zum Jahresende.
1.4.3 Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen
Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen) erfolgte in Übereinstimmung mit R 41 Abs. 24 der Einkommensteuerrichtlinie mit dem geschäftsmäßigen Deckungskapital. Dem Wertansatz liegen entsprechende Mitteilungen der Versicherungsgesellschaften zugrunde.
2. Umlaufvermögen
2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen und angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.490 TEuro (Vj. 1.492 TEuro). Daneben bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 5.356 TEuro (Vj. 3.493 TEuro), welche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.704 TEuro (Vj. 1.179 TEuro) enthalten. Die Forderungen aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs der Lotus 911 Inc. betragen insgesamt 3.653 TEuro (Vj. 0 TEuro), welche sich mit 553 TEuro (Vj. 0 TEuro) mit Laufzeit bis zu einem Jahr und mit 3.100 TEuro (Vj. 0 TEuro) mit Laufzeit über einem Jahr ergeben.
Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten liegt unter einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von 95 TEuro (Vj. 277 TEuro) sowie eine Mietkaution in Höhe von 28 TEuro (Vj. 24 TEuro) mit einer Restlaufzeit ebenfalls unter einem Jahr.
2.2 Wertpapiere des Umlaufvermögens
Unter den sonstigen Wertpapieren werden Aktien und Investmentfondanteile ausgewiesen, die der vorübergehenden Anlage liquider Mittel dienen.
Zum 31. Dezember 2009 hält die Gesellschaft keine eigenen Aktien.
2.3 Zahlungsmittel
Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 627 TEuro (Vj. 1.366 TEuro) und umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag.
3. Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1.012 TEuro (Vj. 1.150 TEuro) betreffen Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Dies betrifft zum einen den Zinsaufwand in Höhe von 44 TEuro (Vj. 66 TEuro) aus der ausgegebenen Wandelanleihe. Daneben umfasst der Rechnungsabgrenzungsposten eine Anzahlung auf einen Umsatzanteil für eine Basistechnologie in Höhe von 1.000 TEuro, die aufgrund zukünftiger Umsätze bis zum Geschäftsjahr 2012 aufgelöst werden wird (im Berichtsjahr 69 TEuro) und bestand zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 906 TEuro (Vj. 975 TEuro)
4. Eigenkapital
4.1 Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital der GROUP Business Software AG beläuft sich unverändert zum Bilanzstichtag auf 25.232.000,00 Euro und ist in 25.232.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie aufgeteilt.
4.2 Genehmigtes Kapital
- Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2013, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 10.000.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Barund/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital I 2008/2013) zu erhöhen.
Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem vom Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem anderen in § 186 Abs. 5 AktG aufgeführten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Weiter ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um gegebenenfalls Inhabern von begebenen Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Stückaktien der GROUP Business Software AG einzuräumen, wie sie ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte zustehen würden.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechtes gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.
Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.
-
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem bedingten Kapital zu ändern.
-
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zum 31. Oktober 2011, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 2.514.738,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 2.514.738 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Barund/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital III) zu erhöhen.
Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.
Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.
4.3 Bedingtes Kapital
-
Das Grundkapital ist um bis zu 5.000.000,00 Euro, durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I – 2006/2011). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils ab 1. Januar des Jahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31. Oktober 2011.
-
Das Grundkapital ist um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechtern Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen.
Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endete mit Ablauf des 31. Oktober 2007.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Emissionen, insbesondere den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Laufzeit, die Stückelung, den Wandelpreis, dessen Anpassung bei besonderen Ereignissen und den Wandlungszeitraum festzusetzen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Teilschuldverschreibungen mit Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG – soweit erforderlich – auszuschließen, um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem gesetzlichen Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Dies gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Rechten auf Aktien, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfällt, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diesen Betrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, für die vorgenannte Emission das gesetzliche Bezugsrecht auch auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von zum Zeitpunkt der Neuemission bereits begebenen Wandelrechten auf Aktien der AG ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung der Wandelrechte zustehen würde.
Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das gesetzliche Bezugsrecht auszuschließen, wenn dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Dies hat der Vorstand im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens zu prüfen.
- Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital (I bis IV) zu ändern.
4.4 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahresstichtag auf 3.270 TEuro.
4.5 Gesetzliche Rücklage/Rücklage für eigene Anteile
Die Bildung einer gesetzlichen Rücklage kann aufgrund des noch vorhandenen Verlustvortrages unterbleiben.
Zum Bilanzstichtag besteht keine Rücklage für eigene Anteile, da die Gesellschaft keine Aktien mehr hält.
4.6 Verlustvortrag
Der Verlustvortrag berücksichtigt die in Vorjahren erzielten Ergebnisse und beläuft sich auf 2.171 TEuro (Vj. 3.201 TEuro).
4.7 Jahresüberschuss/ Bilanzverlust
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 der GROUP Business Software AG beläuft sich auf 379 TEuro (Vj. 1.030 TEuro). Die Gesellschaft weist unter Berücksichtigung des bestehenden Verlustvortrages in Höhe von 2.171 TEuro zum 31. Dezember 2009 einen Bilanzverlust in Höhe von 1.792 TEuro aus.
5. Rückstellungen
5.1 Pensionsrückstellungen
Für die bestehenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von 126 TEuro (Vj. 119 TEuro) wurde eine Anpassung auf die gebildete Pensionsrückstellung in Höhe von 7 TEuro im Geschäftsjahr 2009 vorgenommen. Der Anpassung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zu Grunde.
5.2 Steuerrückstellungen
Aufgrund des Ergebnisses im Geschäftsjahr 2009 wurde keine Ertragssteuerrückstellung (Vj. 166 TEuro) gebildet.
Die Rückstellung für Ertragssteuerrisiken 85 TEuro konnte durch den Wegfall des Risikos ertragswirksam aufgelöst werden.
5.3 Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden für Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag bezüglich der Höhe oder ihrer Fälligkeit nach ungewiss sind sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, gebildet.
Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewerteten Wert angesetzt, um die künftigen Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten zu erfassen.
| Euro | Stand | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 | 31.12.2009 | ||||
| Tantiemen | 450.000 | 372.000 | 78.000 | 269.000 | 269.000 |
| Kreditoren | 275.000 | 209.480 | 34.133 | 215.413 | 246.800 |
| Provisionen | 241.000 | 238.289 | 0 | 246.789 | 249.500 |
| drohende Verluste | 200.000 | 197.130 | 2.870 | 0 | 0 |
| Jahresabschlusskosten | 149.000 | 133.089 | 15.911 | 159.000 | 159.000 |
| Gewährleistung und Kulanz | 125.000 | 100.000 | 0 | 0 | 25.000 |
| Prozesskostenrückstellung | 82.000 | 45.000 | 0 | 15.000 | 52.000 |
| Urlaubsrückstellung | 78.000 | 78.000 | 0 | 103.700 | 103.700 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 22.300 | 10.800 | 0 | 24.600 | 36.100 |
| Berufsgenossenschaft | 12.600 | 9.687 | 2.913 | 5.200 | 5.200 |
| Schwerbehindertenausgleichsabgabe | 10.400 | 10.400 | 0 | 12.220 | 12.220 |
| sonstige Rückstellungen | 1.000 | 0 | 0 | 0 | 1.000 |
| GESAMT | 1.646.300 | 1.403.875 | 133.827 | 1.050.922 | 1.159.520 |
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Für noch nicht abgerechnete Verbindlichkeiten wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 247 TEuro (Vj. 275 TEuro) gebildet. Diese stellen im Berichtsjahr eingegangene Verpflichtungen dar, die im folgenden Geschäftsjahr eingelöst werden und umfassen insbesondere die Rückstellung für die Durchführung der Hauptversammlung, Vermittlungsprovisionen, Versicherungen, Lizenzgebühren und sonstige Beratungskosten.
Die Rückstellung für Tantiemen bildet die an die Vorstandsmitglieder ausbedungenen vertraglich fixierten Garantietantiemen aus dem aktuellen Geschäftsjahr ab.
Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile der Mitarbeiter welche zum 31. Dezember 2009 noch nicht ausgezahlt wurden, sind unter den Provisionen zusammengefasst.
Aufwendungen für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses sowie für die Erstellung der Steuererklärungen wurden mit 159 TEuro (Vj. 149 TEuro) abgegrenzt.
Für Prozesskosten wurden Rückstellungen in Höhe von insgesamt 52 TEuro (Vj. 82 TEuro) gebildet. Diese beinhalten Rückstellungen bereits aus vorherigen Geschäftsjahren, Mitarbeiterklagen im Rahmen der Ausgliederung des GSM-Geschäftsbereiches sowie Patentverfahren.
Für etwaige Gewährleistungsansprüche wurde eine pauschale Rückstellung in zum Vorjahr unveränderter Höhe gebildet.
Der Ausweis der sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag betrifft nur noch die Rückstellung für Archivierungskosten.
Die Urlaubsrückstellungen erfassen die Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber ihren Arbeitnehmern aus verbleibenden Urlaubsansprüchen des Berichtsjahres. Der Rückstellungsbetrag ermittelt sich auf Basis des Bruttolohns des einzelnen Arbeitnehmers zuzüglich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung und der offenen Urlaubstage zum Bilanzstichtag.
Die Rückstellung für Aufsichtsratsvergütungen umfassen im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2009 gebildeten Ansprüche für die Aufsichtsratsvergütung.
6. Verbindlichkeiten
| GESAMT | Gesamt Betrag |
Laufzeit Bis 1 Jahr |
Laufzeit 1 bis 5 Jahre |
Laufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
| I Anleihen | 1.067.126 | 0 | 1.067.126 | |
| II Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.241.437 | 0 | 2.241.437 | 0 |
| III Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.049.439 | 1.049.439 | 0 | 0 |
| IV Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen | 700.182 | 700.182 | 0 | 0 |
| V Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit Be teiligungsverhältnis |
0 | 0 | 0 | 0 |
| VI Sonstige Verbindlichkeiten | 3.926.394 | 856.394 | 3.070.000 | 0 |
| 8.984.578 | 2.606.015 | 6.378.563 | 0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank und besitzen einen Kreditrahmen in Höhe von insgesamt 3.000 TEuro und sind durch eine stille Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind allgemein durch Eigentumsvorbehalt gesichert.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten mit Laufzeit bis zu 1 Jahr werden im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 375 TEuro und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 50 TEuro summiert.
Die in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten enthaltene Verbindlichkeit aus dem Erwerb des Geschäftsbereiches der Lotus 911 Inc. beträgt insgesamt 3.420 TEuro (Vj. 0 TEuro), welche sich mit 350 TEuro (Vj. 0 TEuro) mit Laufzeit bis zu einem Jahr und mit 3.070 TEuro (Vj. 0 TEuro) mit Laufzeit über einem Jahr ergibt.
7. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 3.597 TEuro (Vj. 3.265 TEuro) beinhalten im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Wartungserlöse für den Zeitraum nach Ablauf des Geschäftsjahres. Die Auflösung des Postens erfolgt linear über die jeweiligen Vertragslaufzeiten.
II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich – aufgegliedert nach Produktgruppen – wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| [TEuro] | ||
| Lizenzen | 2.746,0 | 2.874,7 |
| Dienstleistung | 524,3 | 797,4 |
| Wartung | 5.178,2 | 5.153,8 |
| Handelsware | 2.416,9 | 1.596,1 |
| Total operativer Umsatz | 10.865,4 | 10.422,0 |
| Sonstige | 142,5 | 171,5 |
| Total | 11.007,9 | 10.593,5 |
Die Lizenzen sind maßgeblich durch die Verkäufe der eigenen Produkte im Bereich E-Mail-Management (ELM) geprägt. Die Dienstleistungen umfassen den Service, Support, Schulung und Consulting im Bereich E-Mail-Management (ELM). Die Wartungsumsätze stehen im Zusammenhang mit der Wartung und dem Support der eigenen Produkte. Die Umsätze aus Handelswaren begründen sich aus dem Verkauf von den eigenen Produkten ergänzender Software. Unter den sonstigen Umsätzen summieren sich die Beträge, die die GROUP Business Software AG an ihre Tochtergesellschaften für administrative Leistungen weiterberechnet hat. Im Zuge der noch näheren Anbindung der Tochter- und Enkelgesellschaften an die Muttergesellschaft durch den Abschluss von Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträgen entfielen teilweise diese Weiterberechnungen da die Tochtergesellschaften sodann wie eine innerhalb des Unternehmens fungierende Abteilungen behandelt werden. Im Berichtsjahr betrifft dies den im Vorjahr abgeschlossenen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Gedys IntraWare GmbH. Durch die vollumfängliche steuerliche Organschaft verbleibt der Gewinn der beherrschten Gesellschaft im Mutterunternehmen und deckt somit die Aufwendungen für die weiterhin erbrachten Aufgaben im Bereich der Administration.
Die geographische Umsatzverteilung ergibt sich wie folgt:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| [TEuro] | ||
| Deutschland | 8.006,2 | 8.479,2 |
| EU | 2.312,9 | 1.470,3 |
| Rest of World | 688,8 | 644,0 |
| Total | 11.007,9 | 10.593,5 |
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich insbesondere in periodenfremde Erträge (325 TEuro; Vj. 131 TEuro), Weiterberechnungen von Kosten an die Tochtergesellschaften (244 TEuro; Vj. 101 TEuro), Erträge aus der Auflösung und Inanspruchnahme von Rückstellungen (321 TEuro; Vj. 89 TEuro), in Erlöse ausgewiesener Sachbezüge an Mitarbeiter (77 TEuro; Vj. 66 TEuro) und sonstige Erträge (225 TEuro; Vj. 107 TEuro). Die periodenfremden Erträge umfassen neben Steuererstattungen insbesondere Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.
3. Materialaufwand
Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 2.445 TEuro und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1.894 TEuro) um 551 TEuro. Diese Erhöhung steht in unmittelbaren Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung der Handelswaren im Geschäftsjahr.
4. Personalaufwand
Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr (4.716 TEuro) um 192 TEuro auf 4.908 TEuro. Dies begründet sich durch den Personalaufbau in der Gesellschaft insbesondere im Rahmen der Erweiterung und dem Aufbau des Geschäftsbereiches der GROUP Live (PaaS).
5. Abschreibungen
Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (763 TEuro; Vj. 714 TEuro) und Sachanlagen (92 TEuro; Vj. 107 TEuro), welche sich in 2009 zusammen mit der Abschreibung auf den Firmenwert in Höhe von 290 TEuro (Vj. 269 TEuro) auf 1.144 TEuro (Vj. 1.091 TEuro) aufsummieren.
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Rechts- und Beratungskosten/ Dienstleistungen 1.599 TEuro (Vj. 786 TEuro), Marketingaufwendungen 612 TEuro (Vj. 901 TEuro), Kraftfahrzeugkosten 250 TEuro (Vj. 245 TEuro), Reisekosten 464 TEuro (Vj. 368 TEuro), Raumkosten 408 TEuro (Vj. 352 TEuro), Versicherungsbeiträge 129 TEuro (Vj. 124 TEuro), Kommunikationsaufwand 114 TEuro (Vj. 98 TEuro), Betriebsbedarf 82 TEuro (Vj. 76 TEuro), Leasingaufwendungen 41 TEuro (Vj. 28 TEuro), Kosten des Geldverkehrs 116 TEuro (Vj. 16 TEuro) ) sowie Ausgangsfrachten 11 TEuro (Vj. 16 TEuro) und übrige Aufwendungen 337 TEuro (Vj. 583 TEuro).
Unter dieser Position summieren sich periodenfremde Aufwendungen 26 TEuro (Vj. 48 TEuro), Aufwendungen aus der Einstellung in die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen 22 TEuro (Vj. 332 TEuro), weiterberechnete Kosten an Tochtergesellschaften 223 TEuro (Vj. 101 TEuro), Forderungsverluste 36 TEuro (Vj. 21 TEuro) sowie andere Aufwendungen 30 TEuro (Vj. 82 TEuro). Die periodenfremden Aufwendungen umfassen Rechnungen der Vorjahreszeiträume.
7. Finanz- und Beteiligungsergebnis
Im Rahmen des im Vorjahr abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Gedys IntraWare GmbH sind der Gesellschaft Erträge aus der Gewinnabführung in Höhe von 264 TEuro (Vj. 1.512 TEuro zuzurechnen.
Den Zinserträgen in Höhe von 59 TEuro (Vj. 70 TEuro) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 180 TEuro (Vj. 167 TEuro) entgegen. Zusammen mit den Verlusten aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 5 TEuro (Vj. 2 TEuro) ermittelt sich ein Finanz- und Beteiligungsergebnis in Höhe von 138 TEuro (Vj. 1.417 TEuro). Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens fielen im Geschäftsjahr nicht an (Vj. 5 TEuro).
Von den Zinserträgen entfallen 53 TEuro (Vj. 0 TEuro) auf verbundene Unternehmen. Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 10 TEuro (Vj. 16 TEuro).
8. Außerordentliches Ergebnis
Im Berichtsjahr weist die GROUP Business Software AG kein außerordentliches Ergebnis aus (Vj. 143 TEuro).
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstige Steuern
Im Geschäftsjahr 2009 sind keine Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag angefallen (Vj. 314 TEuro). Die sonstigen Steuern betrugen 4 TEuro (Vj. 8 TEuro).
III. Sonstige Angaben
1. Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den bilanzierten Schulden bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen.
| EURO | 1 Jahr | über | über | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1 Jahr | 5 | |||
| Jahre | ||||
| Verpflichtungen aus Mietverträgen | 440.538 | 467.386 | 0 | 907.924 |
| (Vj. 437.229) | (Vj. 501.588) | (Vj. 0) | (Vj. 938.817)zur | |
| Verpflichtungen aus Kfz Leasingverträgen | 91.814 | 153.786 | 0 | V 245.600 |
| (Vj. 73.346) | (Vj. 167.978) | (Vj. 0) | (Vj. 241.324) | |
| Verpflichtungen aus sonstigen Leasingver | 34.139 | 49.566 | 0 | 83.705 |
| trägen | (Vj. 24.190) | (Vj. 29.805) | (Vj. 0) | (Vj. 53.995) |
| Verpflichtungen aus Abnahmever | 0 | 0 | 0 | 0 |
| pflichtungen | (Vj. 0) | (Vj. 0) | (Vj. 0) | (Vj. 0) |
| Gesamt | 566.491 (Vj. 534.765) |
670.738 (Vj. 699.371) |
0 (Vj. 0) |
1.237.229 (Vj. 1.234.136) |
3. Organe
Mitglieder des Vorstandes der GROUP Business Software AG
Die Vorstandsmitglieder sind alleinvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit; ausgenommen die Fälle, in denen sie Handlungen für sich persönlich und in ihrer Eigenschaft als Vorstand wahrnehmen.
Jörg Ott, Atlanta, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender (CEO) seit 26. Juni 2002
Weitere Mandate:
Mitglied des Board of Directors der Westend ITC Plc, Helsinki, Finnland Geschäftsführer der vbv Vitamin - B - Venture GmbH, Eisenach
Tätigkeiten in Konzerngesellschaften:
Geschäftsführer der GROUP Technologies GmbH, Karlsruhe Mitglied des Board (Mitglied der Geschäftsleitung), GROUP Live N.V. Mitglied des Board of Directors (Deputy Member), GROUP Business Software Holding OY President and CEO (Vorstand) der GROUP Business Software Corp., USA Chairman of the board der Relavis Corp., New York
Markus Ernst, Gießen, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstandsmitglied seit 09. August 2000
Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrates der bontype media AG, Bonn
Tätigkeiten in Konzerngesellschaften:
Mitglied des Board of Directors, GROUP Business Software Holding OY
Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt 674 TEuro (Vj. 763 TEuro). Hiervon entfielen auf Jörg Ott fixe Gesamtbezüge in Höhe von 177 TEuro (Vj. 187 TEuro) und Tantiemeansprüche in Höhe von 143 TEuro (Vj. 225 TEuro) sowie auf Markus Ernst fixe Gesamtbezüge in Höhe von 181 TEuro (Vj. 176 TEuro) und Tantiemeansprüche in Höhe von 108 TEuro (Vj. 175 TEuro). Pensionszusagen und Aktienoptionen wurden an den Vorstand nicht gegeben. Diese Angaben stellen Pflichtangaben nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB dar. Pensionszusagen an ausgeschiedene Vorstände wurden nicht gemacht. Leistungen nach Beendigung der Tätigkeiten sind nicht zugesagt worden.
Gesamtprokura gemeinsam mit einem anderen Prokuristen:
Kirstin Schau, Philippsthal,
Marion Betz, Fulda,
Anja Michaela Joris, Eisenach,
Gesamtprokura gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied oder einem anderen Prokuristen:
Jennifer Ann Meade, Jersey City, New Jersey.
Mitglieder des Aufsichtsrats
Johann Praschinger (Vorsitzender), Friedrichsdorf, Rechtsanwalt, Head of Payment Solutions Wincor Nixdorf International GmbH Gewählt durch die Hauptversammlung vom 11. Juni 2001, wieder gewählt durch die Hauptversammlung vom 21.12.2005 Weitere Mandate: keine
Arnold Malsch, Karlsruhe, selbständiger Steuerberater Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21. Dezember 2005 Weitere Mandate: Keine
Dr. jur. Stefan Berz, Gräfelfing, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v.Gronau Berz Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater, Grünwald bei München Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21. Dezember 2005; wiedergewählt als Ersatzmitglied für Herrn Dr. Anhäusser am 29. Juni 2007 Weitere Mandate: Aufsichtsratsmitglied der Blue Cap AG, München
Im Aufwand der GROUP Business Software AG sind im Geschäftsjahr 2009 25 TEuro (Vj. 20 TEuro) für Bezüge an den Aufsichtsrat enthalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils eine jährliche feste Vergütung von 3.000,00 Euro; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der festen Vergütung. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld pro Sitzungstag in Höhe von 1.000,00 Euro, der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 1.500,00 Euro. Telefonische Sitzungen werden pauschal mit 200,00 Euro vergütet; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 300,00 Euro. Im Berichtsjahr fanden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen, davon drei telefonisch und drei mit persönlicher Anwesenheit statt.
4. Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 71 Mitarbeiter (Vj. 59 Mitarbeiter) beschäftigt.
Die Aufsplittung in die einzelnen Bereiche kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden, wobei die Auszubildenden und die Vorstände nicht berücksichtigt sind.
| Funktion | Teilfunktion | Personal | Personal | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | Ø 2009 | Ø 2008 | ||
| Kundennaher Bereich | Service | 14,5 | 13,5 | 13,3 | 10,7 |
| Sales | 18,9 | 15,1 | 16,3 | 14,7 | |
| Marketing | 2,3 | 2,1 | 2,3 | 2,0 | |
| Total Kundennaher Bereich | 35,7 | 30,7 | 31,9 | 27,4 | |
| Forschung und Entwicklung | 26,4 | 20,9 | 25,5 | 20,3 | |
| Management Verwaltung | 13,8 | 10,5 | 13,3 | 11,1 | |
| Total | 75,9 | 62,1 | 70,7 | 58,8 |
5. Beziehungen zu nahe stehenden Personen
Im Geschäftsjahr 2009 sind nachfolgende Geschäftsvorgänge entstanden:
| Gesellschaft | nahestehende Person |
Geschäftsvorgang | Höhe in TEuro | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| GROUP Business Software AG |
Jörg Ott | Mietvertrag als Ver mieter und Eigentümer der Hospitalstraße 6, 99817 Eisenach |
43,2 | Mietaufwand 2009 |
| 43,2 | Mietaufwand 2008 | |||
| 64,8 | Miete Restlaufzeit |
6. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde durch Vorstand und Aufsichtsrat für 2009 mit Datum vom 20. April 2009 abgegeben und entsprechend den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
7. Ergebnisverwendung
Der Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 1.792 TEuro wird auf neue Rechnung vorgetragen.
8. Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs.1 und § 26a WpHG
Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 und § 26a WpHG waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.
9. Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist Muttergesellschaft in dem zu erstellenden Konzernabschluss der GROUP Business Software AG, Eisenach.
10. Honorare Wirtschaftsprüfer
In den Aufwendungen der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2009 sind Honorare für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses in Höhe von 129 TEuro (Vj. 125 TEuro) enthalten. Darüber hinaus wurden an den Wirtschaftsprüfer Honorare für sonstige Leistungen (prüferische Durchsicht zum 30. Juni) in Höhe von 15 TEuro (Vj. 15 TEuro) sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von 3 TEuro (Vj. 5 TEuro) gezahlt.
Eisenach, 31. März 2010
Jörg Ott Markus Ernst Vorstand Vorstand
| GROUP |
|---|
| BUSINESS SOFTWARE |
| Think Lotus Think GROUP |
| WICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS VOM 01.01.09 - 31.12.09 | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungs- |
|||||||||||
| kosten | Abschreibungen | Buchwert | Buchwe | ||||||||
| Stand | Zugang Umbuchung | Abgang | Stand | Stand | Zugang | Abgang | Stand | ||||
| 01.01.2009 | 31.12.2009 01.01.2009 | 31.12.2009 31.12.2009 31.12.200 | |||||||||
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | 高 | |
| ufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs | |||||||||||
| ufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung es Geschäftsbetriebs |
S | 705,1 | e. | e. | 705,1 | e. | 8 | e. | e. | 705,1 | o |
| umme Aufwendungen für Ingangsetzung und | |||||||||||
| rweiterung des Geschäftsbetriebs | .6 | 705,1 | $\ddot{\bullet}$ | $\ddot{\phantom{0}}$ | 705,1 | $\ddot{\circ}$ | $\ddot{\bullet}$ | $\ddot{\phantom{0}}$ | $\ddot{\bullet}$ | 705,1 | |
| nmaterielle Vermögensgegenstände | |||||||||||
| onzessionen, gewerbliche Schutzrechte und | |||||||||||
| hnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an olchen Rechten und Werten |
11.091,8 | 1,033,5 | g | 260,0 | 11.865,4 | 7,368,9 | 762,7 | g. | 8.131,6 | 3.733,7 | 3.723 |
| rmenwert | 8,066,0 | 584,6 | S | 8 | 8,650,6 | 954,7 | 289,5 | 8 | 1.244.3 | 7,406,4 | 7.111 |
| umme immaterielle Vermögensgegenstände | 19.157,8 | 1.618.1 | $\ddot{\bullet}$ | 260,0 | 20.516,0 | 8323,6 | 1.052,3 | $\ddot{\circ}$ | 9.375.9 | 11.140,1 | 10.834 |
| achanlagen | |||||||||||
| ndere Anlagen, Betriebs- und | |||||||||||
| eschäftsausstattung | 2.312,4 | នី និ |
e. | $\frac{6}{21}$ | 2.341,6 | 2.119,4 | 92,2 | 21,6 | 2.189,9 | 1517 | ĝ., |
| umme Sachanlagen | 2.312,4 | 50,8 | $\ddot{\bullet}$ | 21,6 | 2.341,6 | 2.119.4 | 92,2 | 21,6 | 2.189,9 | 151,7 | Ţ93. |
| eleistete Anzahlungen und | |||||||||||
| nlagen im Bau | g O |
8 | 8g | 8. | 8. | 8. | 8g | 8 | 8g | S | |
| inanzanlagen | |||||||||||
| nteile an verbundenen Unternehmen | 16.549,1 | S | s. | S | 16.549,1 | 805,0 | s. | s. | 805,0 | 15.744,1 | 15.744 |
| usleihungen an verbundene Unternehmen | 1,603,2 | 2.346,7 | 88 | 200,0 | 3.749,9 | S | s. | 응 | S | 3.749,9 | 1.603 |
| eteiligungen | 265,0 | S | S | 265,0 | S | 8 | S. | 8 | 265,0 | 265, | |
| usleihungen an Unternehmen, mit denen | |||||||||||
| in Beteiligungsverhältnis besteht | s. | e. | 8 | g. | S | g. | g | g. | s. | s. | o |
| lertpapiere des Anlagevermögens | S, | $\mathbb{S}^1$ | $\mathbb{S}^1$ | 8 | S | 8 | 8 | S. | 8 | S. | ି |
| enossenschaftsanteile | o. | S | S. | g. | o. | S. | S, | S. | S, | $\frac{9}{5}$ | ୍ |
| ückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen | 114.0 | 4.2 | S | 8 | 118.2 | 8 | 8 | 8 | 8 | 118,2 | $\frac{4}{14}$ |
| umme Finanzanlagen | 18.532,2 | 2.350,9 | $\ddot{\phantom{0}}$ | 200.0 | 20.683.0 | 805.0 | $\ddot{\bullet}$ | $\ddot{\circ}$ | 805.0 | 19,878.0 | 17.727, |
| umme Anlagevermögen | 40.002.4 | 4.724.9 | $\ddot{\bullet}$ | 481.6 | 44.245.7 | 11,248.0 | 1144.4 | 21.6 | 12.370.8 | 31.874.9 | 28.754 |
GROUP Business Software AG Eisenach
Bilanzeid für das Geschäftsjahr 2009
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der GROUP Business Software AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Eisenach, 31. März 2010
Jörg Ott Markus Ernst
Vorstand Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GROUP Business Software AG, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.
Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dresden, 16. April 2010
Dr. Winfried Heide
Wirtschaftsprüfer
Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der GROUP Business Software AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gem. § 161 AktG
Die GROUP Business Software AG entsprach und entspricht den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 mit folgenden Ausnahmen:
Kodex Ziff. 3.4: Festlegung Informations- und Berichtspflichten des Vorstands
Eine nähere Festlegung ist bislang nicht erfolgt. Angesichts der Größe der Gesellschaft und der Nähe des Vorstands zum Aufsichtsrat, und umgekehrt, ist es auch für die Zukunft nicht geplant, generelle Festlegungen für die Informations- und Berichtspflichten zu treffen.
Kodex Ziff. 3.8: Selbstbehalt in der D&O-Versicherung
Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart. Es handelt sich noch um Altvertrag, der bereits in 2008 geschlossen wurde.
Kodex Ziff. 4.2.3: Vergütung der Vorstandstätigkeit
Die Vorstandsverträge enthalten keine Aussagen in Bezug auf mehrjährige Bemessungsgrundlagen und negative Entwicklungen für die variablen Vergütungsbestandteile Gleiches gilt für Vorkehrungen in Bezug auf Begrenzung etwaiger Zahlungen im Falle vorzeitiger Beendigung.
Kodex Ziff. 4.2.5: Vergütungsbericht als Teil des Corporate Governance Berichtes
Die Offenlegung der Gesamtvergütung und etwaiger Nebenleistungen jedes Vorstandsmitglieds wird im Anhang des Jahresabschlusses erläutert, nicht aber im Rahmen des Corporate Governance Berichts. Dies ist auch nicht vorgesehen.
Kodex Ziffer 5.1.2: Langfristige Nachfolgeplanung und Altersgrenze
Angesichts der aktuellen Zusammensetzung des Vorstands besteht derzeit und absehbar keine Notwendigkeit für eine langfristige Nachfolgeplanung.
Eine generelle Altersgrenze ist derzeit nicht vorgesehen, da die Laufzeit der Vorstandsverträge jeweils individuell und an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert vom Aufsichtsrat festgelegt wird. Eine grundsätzliche Altersbegrenzung ist für die Firmengröße, Struktur und aktuelle Zusammensetzung des Vorstands nicht erforderlich oder sachgerecht.
Kodex Ziff. 5.3: Ausschüsse des Aufsichtsrates
Aufgrund der Größe der Gesellschaft wurden keine Ausschüsse gebildet.
Kodex Ziff. 5.3.3: Nominierungsausschuss
Ein Nominierungsausschuss wurde nicht gebildet.
Kodex Ziff. 5.4.1: Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder
Eine Altersgrenze ist nicht festgelegt, da die Gesellschaft den Fokus auf Kompetenz und entsprechendes Fachwissen legt.
Kodex Ziffer 5.4.3: Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz an die Aktionäre
Die Gesellschaft folgt insoweit der im Aktiengesetz festgelegten Kompetenzverteilung, wonach die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden allein dem Aufsichtsrat obliegt.
Kodex Ziff. 5.4.6: Vergütung des Aufsichtsrats
Ein erfolgsorientierter Vergütungsbestandteil ist in den derzeitigen Aufsichtsratsbezügen nicht enthalten. Eine erfolgsorientierte Vergütungskomponente sieht die Satzung der Gesellschaft zurzeit nicht vor. Die Vergütung des Aufsichtsrates ist jedoch zumindest teilweise an die Sitzungsteilnahme geknüpft. Entsprechende Satzungsänderungen sind derzeit nicht geplant.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats wurden bislang und werden zukünftig im Anhang des Konzernabschlusses aufgeführt. Eine weitere Differenzierung bzw. eine Darstellung der Bezüge in einem Corporate Governance Bericht sind darüber hinaus nicht vorgesehen.
Herr Arnold Malsch ist für die Gesellschaft in steuerberatender Funktion zu den üblichen Sätzen tätig.
Kodex Ziff. 6.6: Mitteilung von Stimmrechtsanteilen
Die Gesellschaft erfüllt in Bezug auf meldepflichtige Stimmrechtsanteile die Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes. Eine weitere gesonderte Aufnahme von Informationen zu Stimmrechtsanteilen von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt nicht.
Bislang hat das Unternehmen davon abgesehen, über die gesetzlichen Vorgaben für den Anhang des Jahresabschlusses hinaus, einen weitergehenden Corporate Governance Bericht im Geschäftsbericht aufzunehmen. Auch für die Zukunft ist ein solcher Bericht nicht geplant.
Kodex Ziff. 7.1.2: Veröffentlichung von Konzernabschlüssen und Zwischenberichten
Die Veröffentlichung der Konzernabschlüsse und Zwischenberichte ist aus organisatorischen Gründen nicht innerhalb der durch den Corporate Governance Kodex geforderten Zeiträume möglich.
Kodex Ziff. 7.1.3: Aktienoptionsprogramme
Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden soweit sie bestehen im Anhang erläutert.
Eisenach im April 2010 GROUP Business Software AG
Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand
Herausgeber
GROUP Business Software AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach
Zukunftsorientierte Aussagen
Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nachzuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen. Für Druckfehler und sonstige offensichtliche Unrichtigkeiten wird nicht Gewähr geleistet.
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GROUP Business Software AG MesseTurm 60308 Frankfurt am Main Tel. +49 69 789 88 19 -0 Fax +49 69 789 88 19 -99 www.group.de [email protected]