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GBS Software AG Annual Report 2008

Apr 29, 2009

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Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT 2008

Geschäftsbericht GROUP Business Software AG (Konzern und Einzelgesellschaft) zum 31.12.2008

VORWORT DES VORSTANDES

Sehr geehrte Aktionäre, verehrte Kunden und Geschäftspartner, liebe Kollegen,

"Never waste a crisis – there are opportunities to do big things".

Mit diesen Worten hat der amerikanische Präsident Barack Obama sein Amt im Januar angetreten. Dies entspricht exakt der unternehmerischen Meinung des Managements.

"Verschwende niemals eine Krise – sie bietet die Gelegenheiten Großes zu schaffen".

Die GROUP Business Software erzielte im Geschäftsjahr 2008 trotz der Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ein außerordentlich starkes Ergebnis. Die positive Entwicklung der operativen Bereiche, verhalf dem Konzern zu einer Umsatzsteigerung von 15%; das entspricht 3,0 Millionen Euro. Das EBIT stieg um 13,2% auf 2,7 Millionen Euro und das EBITDA auf 4,5 Millionen Euro (+11,1%). Der Konzern hat das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 2,0 Millionen Euro (2007) auf 2,6 Millionen Euro (2008) um 29,1% erhöht.

Die Zahl an Lotus Notes Lizenzen ist 2008 weltweit um 5 Millionen auf 145 Millionen angewachsen. Damit nutzen nun erstmals mehr als 100 Millionen User die Collaboration Software, die die Plattform unseres Geschäftsmodells darstellt. Unsere Gesellschaft hat ihre Position als der weltgrößte Anbieter für Software-Applikationen auf Basis IBM Lotus Notes/Domino gefestigt und weiter ausgebaut. Insbesondere der Bereich des Projektgeschäftes mit internationalem Einsatz unserer Produkte bei unseren Kunden hat weiter zugenommen.

Dennoch prägen Dynamik und unvorhersehbare Volatilität der Märkte das abgelaufene Geschäftsjahr der GROUP Business Software. Der Börsenkurs hat nicht der erfreulichen Entwicklung der Unternehmenskennzahlen Rechnung getragen. Die Kursentwicklung der Aktien der GROUP Business Software stellt sich als Spiegelbild zu den internationalen Aktienmärkten dar. Im Verlauf des Jahres 2008 verlor der Kurs unserer Aktie 42,6% seines Wertes, vergleichbar mit dem DAX, der ebenfalls über 40% und dem Euro Stoxx 50, der ca. 44% seines Wertes verlor. Zusätzlich ist die Liquidität bei den Small Caps nahezu vollständig aus dem Markt abgeflossen.

Die spürbaren Folgen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft mit den negativen Konsequenzen einer weltweiten Rezession werden auf absehbare Zeit zu erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten führen und möglicherweise dabei auch ein organisches Wachstum – selbst bei wirtschaftlich starken und gesunden Unternehmen – behindern.

Die Chancen dieser Unsicherheiten zu identifizieren und zu realisieren ist die große Herausforderung des Managements im laufenden und in den kommenden Geschäftsjahren.

Genau hier werden wir ansetzen: Unvorhersehbares werden wir in operativen Erfolg umsetzen. Wir werden uns auf unsere Fähigkeit konzentrieren, durch gut vorbereitete Zukäufe, zu günstigen Konditionen, bei flexiblen Zahlungskonditionen, dem organischen ein angemessenes anorganisches Wachstum hinzuzufügen. Unsere Gesellschaft und ihr Management haben bereits mehrfach bewiesen, dass wir im Stande sind, Krisen zu nutzen, wo andere sich von der Masse treiben lassen und in Rezessionsängste fallen.

Fakten 2008

Mit 15% Umsatzwachstum auf rund 23,7 Millionen Euro und einer Ergebnisverbesserung vor Steuern um mehr als 29%, wurde das Konzernumsatzziel erreicht. Während die Umsätze aus Lizenzverkäufen und OEM auf hohem Niveau leicht unter dem Wert des Vorjahres lagen, wurden im Bereich der Dienstleistungen, aufgrund des zunehmenden Projektgeschäftes, mit 26,5% und bei den Wartungserlösen mit knapp 11% erhebliche Zuwächse erzielt.

Die Ergebnismarge vor Steuern lag im Geschäftsjahr 2008 im Konzern bei knapp 10,9% und wurde damit auf konstantem Niveau gehalten. Die operative Umsatzmarge vor Abschreibungen betrug rund 19%. Damit hat die Gesellschaft ihre Leistungsfähigkeit auch in Krisenzeiten bewiesen. Das Management hat erneut sein Versprechen gegenüber den Aktionären eingehalten und das in die Gesellschaft gesetzte Vertrauen gerechtfertigt.

In allen Geschäftsbereichen haben wir unsere Marktposition in Europa weiter ausgebaut und mit der Übernahme von nun mehr als 99% an der Relavis Corp. auf den amerikanischen Markt weiter ausgedehnt. Zusätzlich hat die GEDYS IntraWare GmbH, ein Unternehmen der GROUP Business Software, ihren langjährigen Business-Partner, die immediat GmbH übernommen. Die Übernahme ist eine logische Konsequenz der erfolgreichen dezentralen Wachstumsstrategie der GROUP Business Software und wird nicht die letzte dieser Art sein.

GROUP Business Software hat Ende Februar 2009 alle Urheberrechte und dazugehörige weitere Vermögensgegenstände der in Dänemark ansässigen IT Factory erworben. Wichtige Komponenten dieser Akquisition sind, neben der PaaS-Technologie (Platform-as-a-Service), auch die IBM Lotus basierten Anwendungen der IT Factory für das Customer Relationship Management (CRM), das Human Ressource Management (HRM) und die dazugehörige Entwicklungsumgebung. Zusätzlich ist die Report Factory Business Intelligence Suite Bestandteil des Erwerbes. Damit wurde ein weiter Schritt zur Marktkonsolidierung umgesetzt.

Strategie und Wachstumschancen

Wir sehen die wirtschaftlich schwierigen Bedingungen als Herausforderung. Während Wirtschaftsexperten ohne Ausnahme Schreckensszenarien verbreiten, halten wir zielstrebig an unserer Strategie fest und bewegen den Konzern weiter in Richtung nachhaltigen Erfolg.

Kernbausteine unserer Strategie sind und bleiben auch in den kommenden Jahren:

  • die Fortsetzung der Konsolidierungsstrategie im Markt für Applikationen unter IBM Lotus Notes/Domino, insbesondere in Nordamerika
  • die Erweiterung und Integration der Produktpalette, für Applikationen unter IBM Lotus Notes
  • die Konzentration auf die Weiterentwicklung unserer Produkte nach den Forderungen des Marktes.

Anfang 2009 hat die GROUP Business Software in innovative Technologie investiert, um in ein Marktsegment einzusteigen, welches von nahezu allen IT-Analysten als eines der zukunftsträchtigsten Segmente im Bereich der Software Branche eingeschätzt wird: das so genannte "Cloud Computing".

Diese Technologie ermöglicht es Softwareherstellern auf der Plattform IBM Lotus Notes/Domino ihre Lösungen auf diese Plattform zu portieren und dem Markt ihre Produkte als SaaS anzubieten. Diese Funktionalität ist derzeit einmalig im Markt und ist bereits auf erhebliches Interesse bei IBM und deren Lotuspartner gestoßen. Wir verschaffen dem Lotus Softwaremarkt einen strategischen Vorteil im schnell wachsenden Markt für SaaS Lösungen, da die bestehenden Applikationen nicht – wie bei Wettbewerbsplattformen – neu programmiert, sondern nur portiert werden müssen. Das Management erwartet in diesem Markt, insbesondere im US-Geschäft erhebliche Zuwächse und Erträge.

Bislang hat sich GROUP mit ihrem Software Angebot ausschließlich auf traditionelle Inhouse, den so genannten "On-Premise" Installationen konzentriert. Die zunehmenden Anfragen von Neu- und Bestandskunden nach SaaS Lösungen unterstreichen, dass diese Akquisition ein wesentlicher Schlüssel zur Wachstumsstrategie der Gesellschaft ist. GROUP ist damit in der Lage der steigenden Nachfrage von Unternehmen nach diesen so genannten "On-Demand" Modellen gerecht zu werden.

Für nachhaltigen Unternehmenserfolg und das von uns angestrebte Wachstum sind auch hervorragende Mitarbeiter nötig. Wir sind im Hinblick auf unsere internationalen Aktivitäten ein attraktiver Arbeitgeber, der es schafft Talente anzuziehen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Dank einer starken Marktposition europaweit und einer ganzen Reihe interessanter, neuer Produktinitiativen, ist die GROUP Business Software gut gerüstet, um die sich gerade zu dieser anspruchsvollen Zeit ergebenden Chancen zu nutzen.

Dank

Der nachhaltige Unternehmenserfolg steht bei der GROUP Business Software im Fokus aller Aktivitäten. Dazu tragen unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und unsere Partner bei. Sie sind das Fundament für die zukünftige Wertsteigerung unseres Unternehmens. Wir bedanken uns für das Vertrauen, für die Zusammenarbeit und den stets kritischen Dialog, der es unserer Gesellschaft ermöglicht, aktiv den Markt für IBM Lotus Applikationen zu gestalten und langfristig Werte zu schaffen.

Vorstand Vorstand

Jörg Ott Markus Ernst

Bericht des Aufsichtsrates

über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Wachstumskurs der Gesellschaft unter Beachtung der erforderlichen Sorgfalt und Vorsicht weiter fortgesetzt und die Marktposition im internationalen Geschäft weiter ausgebaut.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2008 die ihm nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend unterstützt, die Geschäftsführung regelmäßig überwacht und war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte des Vorstands in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet. Die Überwachung der Geschäftsführung erfolgte durch Einsichtnahme in die wesentlichen Geschäftsunterlagen, die dem Aufsichtsrat jeweils rechtzeitig vor den Sitzungen übersandt wurden. Die jeweils aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen wurden dem Aufsichtsrat regelmäßig umgehend nach deren Erstellung zur Verfügung gestellt. Die Aktualität der Unterlagen und deren Korrektheit wurden durch den Aufsichtsrat durch persönliche Einsichtnahme in die Planungs- und Buchführungsunterlagen der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Die Einsichtnahme erfolgte auch während den Sitzungen, da die Unterlagen aufgrund der elektronischen Datenerfassung und Buchführung der Gesellschaft jederzeit auch ortsunabhängig eingesehen werden können. Dem Aufsichtsrat wurden sämtliche wesentlichen Unterlagen, insbesondere Quartalsauswertungen, der Halbjahresbericht und der 9-Monatsbericht zur eigenständigen Prüfung überlassen.

Der Aufsichtsrat hat seine Prüfungsaufgabe neben der Prüfung der Geschäftsunterlagen auch durch intensive Diskussionen mit dem bestellten Wirtschaftsprüfer über dessen Meinung und Ansichten zum Status der Gesellschaft sowie zur aktuellen Darstellung der Situation und die aus eigenständigen Prüfungen resultierenden Fragen wahrgenommen. Dabei umfassten die Diskussionen auch Fragen zur Auslegung der jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften, der Qualität und Vollständigkeit der Buchhaltung, der Anwendung des internen Kontroll- sowie des Risikomanagementsystems der Gesellschaft.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat während und außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig ausführlich durch schriftliche sowie auch mündliche Berichte, Bezug nehmend auf die Gesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften. Im Rahmen dieser Informationen wurden alle Fragestellungen des Aufsichtsrates zur Unternehmensplanung, Finanz- und Investitionsplanung sowie Personalentwicklung, zur Geschäftspolitik, Rentabilität und dem Geschäftsverlauf, der Lage und der strategischen Entwicklung sowie allen Vorgängen von erheblicher Bedeutung umfassend beantwortet. Schwerpunkte waren die Öffentlichkeitsarbeit und Außenauftritt der Gesellschaft und des Konzerns aber auch der Konzern und der Jahresabschluss, der Halbjahres- sowie der 9-Monatsbericht. Sofern sich berichtswürdige Ereignisse außerhalb des Informationszeitraums ereignet haben, wurde der Aufsichtsrat umgehend durch den Vorstand informiert.

In den vier Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2008 wurden alle Informationen und Berichte ausführlich erörtert und diskutiert. Es wurde gemeinsam mit dem Vorstand eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.

Zur Bewertung der vom Vorstand vorgetragenen Strategie der Geschäftsplanung und der Geschäftspolitik hat der Aufsichtsrat aktuelle Marktstudien herangezogen, anhand derer überprüft werden konnte, dass die vom Vorstand vorgeschlagene Strategie plausibel ist und der richtige Weg eingeschlagen wurde. Über die Entwicklung der Bilanzpositionen und der Ergebnisse wurde der Aufsichtsrat umfassend in Kenntnis gesetzt. Die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden strategischen Chancen und Risiken der weiteren Unternehmensorientierung sowie über das Risikomanagement hat der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand diskutiert und die entsprechenden Maßnahmen und Entscheidungen mit begleitet.

Auch zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat über Themen, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder dringend waren, umfassend informiert und hat, sofern dies erforderlich war, darüber im schriftlichen Verfahren beschlossen.

Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und wurde über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrates

Regelmäßiger Bestandteil der Beratungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und die Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und seiner Beteiligungen sowie die Finanzlage. Beraten wurden darüber hinaus strategische Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Konzerns. Ferner wurde die Erweiterung der Unternehmensleitung durch einen sog. C-Level erörtert und im Laufe des Jahres dann auch umgesetzt.

Ein anderer Themenschwerpunkt in den Sitzungen des Aufsichtsrates waren die Spruchverfahren sowie die Maßnahmen, die der Vorstand in diesem Zusammenhang ergriffen hat. Diese Spruchverfahren wurden gegen Jahresende dann durch Vergleich einvernehmlich beendet und gemäß den vereinbarten Konditionen abgewickelt. Soweit eine Abwicklung noch von weiteren – zukünftigen – Bedingungen abhängt, wurden entsprechende Gelder auf Vorschlag des Vorstandes hinterlegt.

Weitere Schwerpunktthemen waren unter anderen die Corporate Governance, die Vorschriften zum Insiderrecht, das Bilanzrechtmodernisierungsgesetz sowie weitere rechtliche Verpflichtungen für deutsche börsennotierte Aktiengesellschaften.

In Abwesenheit des Vorstands befasste sich der Aufsichtsrat mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Hierbei lag der Schwerpunkt insbesondere auf der Prüfung der Organisation des Aufsichtsrats und dem Informationsfluss zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.

In den Sitzungen vom 25. Februar 2008 und vom 17. April 2008 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahresund dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 sowie der Überprüfung der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2008 auf Basis der vorläufigen Ergebnisse des ersten Quartals 2008 befasst. Hier wurden insbesondere zur Verfügung stehende Finanzierungsspielräume diskutiert und ob und inwieweit diese etwaigen Investitionen zur Verfügung stehen sollen.

In der Aufsichtsratssitzung am 30. September 2008 wurden die Strukturen des Konzerns sowie Möglichkeiten zu deren Vereinfachung erörtert. Darüber hinaus wurden der Stand der Spruchverfahren, insbesondere im Hinblick auf die Vergleichsverhandlungen, sowie der Stand der Budgetplanung besprochen.

In der Sitzung vom 09. Dezember 2008 wurde mit dem Vorstand die Neugestaltung des Corporate Design der Gesellschaft erörtert. Die insoweit angestrebte Vereinheitlichung zur Ausrichtung der einzelnen Divisionen soll eine Wahrnehmung des Konzerns als Softwareanbieter für umfassende Lösungen ermöglichen. Zudem wurde die Geschäftsplanung 2009 nochmals ausführlich erörtert.

Ausschüsse/Beirat

Im Berichtszeitraum wurden keine Ausschüsse gebildet; ein Beirat besteht nicht.

Sitzungen und Teilnahme

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2008 in 4 regelmäßigen Sitzungen. Berichtspflichtige Vorgänge in Bezug auf die Häufigkeit der Sitzungsteilnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrats liegen nicht vor.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die GROUP Business Software AG orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist für die Organe der Gesellschaft selbstverständlich. Im Dezember 2002 erfolgte die erste Entsprechenserklärung; weitere folgten am 17. März 2003, am 03. Mai 2004, am 07. Juni 2005, am 04. Juli 2006, am 23. April 2007 und am 17. April 2008.

Am 20. April 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat die achte jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärungen sind den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung ist auch am Ende dieses Geschäftsberichtes abgedruckt.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2008 gehörten dem Aufsichtsrat die Mitglieder Praschinger, Malsch und Dr. Berz an

Die Herren Praschinger und Malsch waren im Dezember 2005 für eine neue regelmäßige Amtsperiode gewählt worden. Herr Dr. Berz wurde von der Hauptversammlung 2007 als Ersatzmitglied für Herrn Dr. Anhäusser, der gleichfalls von der Hauptversammlung 2005 in den Aufsichtsrat gewählt wurde, sein Mandat am 16.05.2007 zum Ende der Hauptversammlung 2007 aber niederlegte, in den Aufsichtsrat gewählt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2008

Allen Aufsichtsratsmitgliedern haben der vom Vorstand nach HGB aufgestellte Jahresabschluss der AG zum 31. Dezember 2008, der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 nach den Richtlinien der IFRS und der zusammengefasste Lagebericht des Konzerns und der AG für das Geschäftsjahr 2008 sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Wirtschaftsprüfers vorgelegen. Die Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft.

Der mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 zum Abschlussprüfer der Gesellschaft bestimmte Wirtschaftsprüfer Dr. Winfried Heide, Comeniusstraße 32, 01307 Dresden, hat den Jahresabschluss der GROUP Business Software AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für die Muttergesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2008 unter Einbeziehung der Buchführung entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Hierzu berichtete der Wirtschaftsprüfer auch persönlich in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 20. April 2009.

Die Ergebnisse der Prüfungen hat der Aufsichtsrat in der gleichen Sitzung zur Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Aktiengesetz den Jahresabschluss von Muttergesellschaft und Konzern, den zusammengefassten Lagebericht der GROUP Business Software AG und des Konzerns sowie den Risikobericht geprüft und den Jahresabschluss der Muttergesellschaft und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern für die im Berichtszeitraum geleistete Arbeit seinen Dank aus und wünscht allen Beteiligten viel Erfolg für die Geschäftsaktivitäten im aktuellen Geschäftsjahr.

Eisenach/Karlsruhe, im April 2009

Der Aufsichtsrat

Johann Praschinger

Vorsitzender

Lagebericht der GROUP Business Software AG zum 31. Dezember 2008

1. Einleitung

Nach der EU-Verordnung 1606/2002 vom 19. Juli 2002 (sog. IAS-Verordnung) haben kapitalmarktorientierte Unternehmen seit 2005 ihre Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Durch das im Dezember 2004 verabschiedete Bilanzrechtsreformgesetz – BilReG – wurde u. a. diese IAS-Verordnung in nationales Recht umgesetzt. Der Konzernabschluss erfolgt damit nach den Rechnungslegungsvorschriften des International Financial Reporting Standards.

Gemäß § 315 Abs. 3 sowie § 289 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB handelt es sich um einen zusammengefassten Lagebericht. Die Ausführungen im Lagebericht gelten, sofern nicht explizit eingeschränkt, sowohl für den Konzern als auch für die GROUP Business Software AG. Sofern hiervon abweichende Aussagen gemacht werden, sind diese entsprechend gekennzeichnet.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1 Konzern- und Organisationsstruktur

2.1.1 Organisation und Kontrolle

Die ehemalige GROUP Technologies AG wurde nach Beschluss der Hauptversammlung durch Eintragung ins Handelsregister am 24. September 2008 in GROUP Business Software AG (im Nachfolgenden auch GROUP oder Gesellschaft genannt) umfirmiert. Sie ist Konzernobergesellschaft des GROUP-Konzerns. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Aktien der Gesellschaft werden an der Börse in Frankfurt (Main) am geregelten Markt gehandelt.

Wesentliche der Gesellschaft bekannte Aktionäre sind mit 10,55% die vbv Vitamin-B Venture GmbH, mit 7,92% die Westend ICT Plc. und mit 8,00% der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster AG. Die Zusammensetzung des Grundkapitals, das Genehmigte und das Bedingte Kapital, sind im Abschnitt 7 des Lageberichtes erläutert.

Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat folgen den gesetzlichen Bestimmungen. Sie orientieren sich am langfristigen Erfolg des GROUP-Konzerns und folgen insbesondere den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zwei Vorstandsbereiche vor. In die zentralen Führungsbereiche des Vorstandsvorsitzenden fallen die Ressorts Unternehmensentwicklung, Marketing und Kommunikation, Vertrieb und Service, strategische Investor Relations und Recht. Die des Vorstands "Operations" umfassen die Ressorts Finanzwesen, Controlling, Personalmanagement, Organisation, Forschung und Entwicklung und operative Investor Relations. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn.

Er setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Seit dem Geschäftsjahr 2007 besteht eine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat.

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG. Satzungsänderungen richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat gemäß § 14 der Satzung auch befugt ist, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung zu ändern, soweit diese nur deren Fassung betreffen. Gemäß § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat darüber hinaus ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital zu ändern.

2.1.2 Geschäftstätigkeit und Märkte

Die GROUP Business Software AG ist mit ihren Tochtergesellschaften die weltweit größte Anbieterin für Softwarelösungen (Applikationen) auf der Plattform IBM Lotus Notes Domino. Wegen der extrem hohen Fähigkeit dieser Plattform Kommunikationssysteme sicher zu gestalten, wird diese Lösung, insbesondere bei Großunternehmen und im Mittelstand, verstärkt verwendet. Die Kernmärkte für die Produkte der Gesellschaft sind Nord-Amerika, Europa und Japan, während sich die Wachstumsmärkte verstärkt auf Brasilien, Indien, China und Ost-Europa konzentrieren.

Die GROUP Business Software AG ist mit ihren Tochtergesellschaften an zahlreichen Standorten in Deutschland, England, Finnland, Niederlande, Bulgarien, den USA und seit Februar 2009 auch in Dänemark vertreten. Sie vertreibt ihre Lösungen über Vertriebs- und Integrationspartner weltweit. In Deutschland umfassen die Standorte Eisenach, Frankfurt, Karlsruhe, Fulda, Braunschweig, Osnabrück, Stuttgart und Dresden. Sowohl regional, als auch überregional, sichert die Gesellschaft ihren Kunden eine sehr hohe Produkt-, Dienstleistungs- und Servicequalität. Rund 3.000 Kunden mit mehr als drei Millionen Anwendern setzen die Lösungen der GROUP Business Software AG bereits ein.

Die Geschäftsbereiche der GROUP Business Software AG gliederten sich 2008 in die Divisionen "Email Security Compliance & Archiving" und "CRM, Mobile und Business Processes" in 2 Segmente. Die unter der Division "Lotus Experts" vermarkteten Dienstleistungen werden dabei lückenlos diesen beiden Segmenten zugeordnet.

Mit dem Einstieg in den "Cloud Computing" Markt im Februar 2009 und dem neuen Geschäftsbereich "GROUP Live" wird in 2009 ein weiteres Segment bedient werden.

Division Email, Security, Compliance & Archiving

Unter dem Namen GROUP Technologies entwickelt, vertreibt und installiert die GROUP Business Software AG E-Mail Management Systeme. Dabei fokussiert die Division E-Mail, Security, Compliance & Archiving ihre Aktivitäten auf internationale Großunternehmen und Kunden des Mittelstandes.

GROUP Technologies berät ihre Kunden bei der Gestaltung, der Umsetzung und der Einbindung ihrer E-Mail-Kommunikation in deren Geschäftsprozesse. Dadurch garantiert GROUP Technologies ihren Kunden die sichere, effiziente und zentral verwaltete Verwendung von E-Mail in Übereinstimmung mit den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und den betrieblichen Vorgaben.

Die Lösungen für E-Mail-Sicherheit, -Compliance und -Archivierung ermöglichen das Verarbeiten, Speichern und Verwalten von E-Mails – von deren Entstehung bis zur Löschung. Dazu zählen Viren- und Spamschutz, Daten- und Inhaltskontrolle, Verschlüsselung, Klassifizierung, automatisierte Archivierung und intelligentes Auffinden von E-Mails und deren Anlagen. GROUP Technologies garantiert so den höchsten Sicherheitsstandard für Unternehmensdaten.

Division CRM, Mobile & Business Processes:

Die GEDYS IntraWare GmbH, ein Unternehmen der GROUP Business Software AG und Gesellschaft der Division CRM, Mobile & Business Processes entwickelt, vertreibt und installiert Lösungen für das intelligente Management von Kundenbeziehungen (CRM) auf Basis Lotus Notes Domino und der IBM Portal-Technologie.

Die Produktlinie GEDYS IntraWare 7 umfasst eine vollständige Software-Suite für die Pflege von Kundenbeziehungen und beinhaltet leistungsfähige Werkzeuge für Vertrieb, Marketing und Service.

Mit den flexiblen Modulen nutzen Unternehmen professionelle Lösungen von der Adresspflege über die elektronische Kundenakte, Workflow-Automatisierung und das Kampagnenmanagement bis hin zur Vertriebssteuerung mit konfigurierbaren Verkaufsmethoden. Weiterhin umfasst das Portfolio eine komplette Java/J2EE Lösung für das Office- und Kontaktmanagement auf der innovativen IBM Portal-Technologie sowie innovative Produkte ausgewählter Hersteller, die sich sinnvoll in die GEDYS IntraWare 7 Lösung integrieren.

Die ebVOKUS Software GmbH, ein Unternehmen der GROUP Business Software AG, ebenfalls eine Einheit der Division CRM, entwickelt, vertreibt und installiert Speziallösungen für das Kundenmanagement in Banken, Sparkassen und Volksbanken.

Die ebVOKUS Produktreihe umfasst Banking-Anwendungen aus den Kernbereichen des Bankgeschäftes, die ein strukturiertes, effizientes Bearbeiten von banktypischen Lösungen mit direkter Anbindung in die Banken-IT gewährleisten. Hierdurch werden Mehrfacherfassungen überflüssig, die Datenqualität wird erheblich erhöht und Haftungsrisiken vermieden.

Die Relavis Corporation, ein weiteres Unternehmen der GROUP Business Software AG und US-amerikanische Einheit der Division CRM, Mobile & Business Processes entwickelt, vertreibt und installiert amerikanisch geprägte Lösungen für das Management von Kundenbeziehungen (CRM) auf Basis Lotus Notes Domino und der IBM Portal-Technologie und für die mobile Umsetzung auf sogenannten 'personal devices' bzw. 'handhelds' wie RIM's BlackBerry.

Die Produktlinie RELAVIS Complete umfasst die Software-Suite für die Kontaktpflege, die Vertriebssteuerung, das Marketing und den Service mit integrierter E-Mailanbindung. Die Umsetzung der CRM-Lösung auf RIM's BlackBerry PDA und die Produktreihe LotusMobilizer, eine Plattform zur einfachen und schnellen Umsetzungen von Lotus Applikationen ohne Programmieraufwand, ergänzen das Produktportfolio der Gesellschaft.

Division Lotus Experts, Products & Administration

Die im November 2008 neu geschaffene Division wird ab Mitte des Geschäftsjahres 2009 Kunden der GROUP Business Software AG bzw. ihrer Tochterunternehmen neben den bekannten Dienstleistungen nunmehr auch individuelle Softwareentwicklung für unternehmenseigene Anwendungen und die Administration von Lotus Umgebung/-Infrastruktursystemen anbieten. Das Management erwartet insbesondere in diesem Bereich – nach dem Einstieg der GROUP in den Vertrieb von Client Solutions/Administrations Tools – aufgrund der hohen Durchdringung von Individual-Lösungen bei Lotus Anwendern eine überproportionale Steigerung der Nachfrage.

Division GROUP Live

Mit der Akquisition der Urheberrechte an der PaaS (Platform-as-a-Service) Software der IT Factory A/S in Dänemark im Februar 2009, stellt GROUP über die Division GROUP Live ihren Kunden ab Mitte des Jahres 2009 jetzt auch – neben ihren bisherigen On-premise Installationen (Software befindet sich auf kundeneigener Hardware im Haus oder Rechenzentrum des Kunden) – auch Software-as-a-Service Lösungen (Software befindet sich auf firmenfremder Hardware in einem DataCenter und wird nach Bedarf gemietet) an.

Diese neue Art des Produktangebotes wird nach Meinung von Marktspezialisten und -analysten in den kommenden 3 Jahren bis zu 25% der Nachfrage nach Softwarelösungen ausmachen. GROUP sieht sich mit der neuen Division für diesen Markt gut gerüstet. Insbesondere die Plattform-Lösung eröffnet völlig neue Potentiale für die bestehenden Lösungen unserer Gesellschaft.

Zum Stichtag 31. Dezember 2008 umfasst der Konsolidierungskreis der GROUP Business Software AG, die ebVOKUS Software GmbH, Dresden/Deutschland, die GEDYS (SALES) UK LIMITED, Warrington/Großbritannien, die GROUP Technologies GmbH, Karlsruhe/Deutschland (bis zum 26. Februar 2009 noch firmierend unter arcaTRUST Software GmbH), die GEDYS Software Holding Oy, Helsinki/Finnland, die GEDYS IntraWare GmbH, Petersberg/Deutschland, die GROUP Business Software Corporation, New York/USA, die GROUP LIVE N.V., Den Haag/Niederlande (bis zum 13. März 2009 noch firmierend unter GEDYS Internet Products N.V.) sowie die Beteiligungen an der B.E.R.S AN (Varna/Bulgarien, 50%) und der Relavis Software Corporation (New York/USA, 99,5%). Darüber hinaus hat die GEDYS IntraWare GmbH im Berichtsjahr die gesamten Anteile an der immediat Information Management GmbH, Bramsche/Deutschland, erworben. Die Verschmelzung der immediat Information Management GmbH auf die GEDYS IntraWare GmbH erfolgte zum 1. Januar 2009.

2.1.3 Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Positionierung

Die GROUP Business Software AG mit ihren Tochtergesellschaften entwickelt, produziert und vertreibt Software Systeme für E-Mail und CRM sowie Mobile Anwendungen. Dabei konzentriert GROUP ihr Lösungsportfolio 'collaborativer' Geschäftsanwendungen auf der Plattform von IBM Lotus Domino. Konstante Innovation, herausragende Expertise und ausgezeichnete Qualität sichern der GROUP die Position als Marktführer in diesem Segment. GROUP setzt mit ihren Lösungen den Standard im Markt für Lotus Applikationen. Die Gesellschaft operiert multinational mit lokalen operativen Einheiten. GROUP ist strategisch in den Finanzzentren Frankfurt, London und New York präsent.

Das 'neue' Firmenlogo steht für Zusammenarbeit in Teams und zwischen Abteilungen, für Simplifizierung komplexer Prozesse und das Bekenntnis der GROUP Business Software AG zur IBM Lotus Plattform.

Die Visualisierung der GROUP Vision symbolisiert unseren Anspruch, die erste Adresse am Markt für collaborative Software Lösungen auf Basis der Lotus Software zu besetzen.

Wir sehen die Vereinfachung, also die Simplifizierung aller Aspekte des Softwaremarktes, bereits von der Auswahl und dem Kauf einer Lösung, über die Installation und das Betreiben der Systeme, bis hin zur Benutzung und Anwenderfreundlichkeit der einzelnen Anwendungen, als den Erfolgsfaktor für die Zukunft unserer Kollaborationssysteme. Unserer Verpflichtung als Marktführer werden wir mit unserem Simplifizierungskonzept 2010 mit flexiblen Angeboten, effizienten Installations- und Administrationswerkzeugen und intuitiven Anwendungen gerecht.

Die beiden Divisionen Email Security Compliance & Archiving & CRM, Mobile & Business Processes

Mit ihren beiden Divisionen Email Security Compliance & Archiving & CRM, Mobile & Business Processes hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Umsatz von 20,7 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro gesteigert.

Email Security Compliance & Archiving: Organisationen und Unternehmen sind zunehmend abhängiger von modernen Kommunikationstechniken. E-Mail, Instant Messaging und Archivierung sind die Grundbausteine der modernen elektronischen Kommunikation. Sicherheit, Effizienz und ständige Optimierung der unternehmensweiten Kommunikationswerkzeuge sind die kritischen – wenn nicht sogar die kritischsten – Aufgaben für das Management einer Gesellschaft. Zusätzlich ist die Kommunikation über diese Werkzeuge mit den unterschiedlichsten internen und externen Risiken, Vorschriften, Richtlinien und gesetzlichen Anforderungen belastet. Die Anforderung an das E-Mail-Management werden durch den Zwang zur Kostenreduzierung – überwiegend realisiert durch Effizienzsteigerungen – neue Gesetze und Richtlinien, sowie durch die Notwendigkeit zur unternehmensweiten Kollaboration auch in den kommenden Jahren massiv steigen.

GROUP konzentriert ihre E-Mail Produktfamilie in erster Linie auf die serverbasierte, zentralisierte, prozessgesteuerte und einfach zu administrierende E-Mail & Archiving Management Lösung für den Lotus Notes/Domino Markt, ohne dabei jedoch den Microsoft Exchange Markt außen vor zu lassen.

Damit verfolgt die Gesellschaft im Segment E-Mail konsequent die Positionierung als E-Mail-Management-Lösungsanbieter. Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht die Gesellschaft in diesem Bereich ihre ausgereifte Produktpalette, das - in der Branche einmalige - vorhandene Expertenwissen und die langjährige Erfahrung in diesem Markt. Die Gesellschaft wird in 2009 ihre Konsolidierungsstrategie auf dieses Segment ausdehnen, um gleiche Synergieeffekte wie bereits im Segment CRM zu realisieren.

CRM, Mobile & Business Processes: Jede Vertriebs- und Serviceeinheit eines Unternehmens steht in direkter Erfolgsabhängigkeit zum Grad der verfügbaren, zugriffsnahen Information für den einzelnen Mitarbeiter und den Vertriebs-/Serviceteams. Insbesondere das zeitgleiche Verteilen und Verwenden dieser Informationen ist der Schlüssel zum wettbewerblichen Vertriebserfolg. Effiziente Informationsmanagement-Systeme für Vertrieb und Service benötigen eine automatisierte Prozess-Steuerung, mobile Datenverfügbarkeit und eine effiziente Kundenund Kommunikationsdatenverwaltung, um das notwendige Wachstumspotential des jeweiligen Unternehmens zu realisieren.

Die GROUP Business Software AG konzentriert ihre CRM Produktfamilie einerseits auf den Markt für Integrationsanforderungen und platziert sich so als eine der Know-how Lieferantinnen für höchst-integrative, komplexe CRM-Systeme mit einer extrem günstigen Komplettlösung; anderseits wird die GROUP der steigenden internationalen Nachfrage nach flexiblen, mobilen CRM-Applikationen – auch im Zuge der signifikanten Wettbewerbsstellung von On-Demand-Mietlösungen – durch ihre sogenannten CRM-Easy Produktfamilie gerecht. Mit der Integration der CRM Systeme auf die neue GROUP Live Plattform werden die derzeit ausschließlich auf Lotus Basis vorhandenen Anwendungen ebenfalls für den Nicht-Lotus Markt verfügbar.

Im Segment CRM ermöglichen die Konsolidierungsmaßnahmen für die Produktreihe der CRM-Lösungen für IBM Lotus Notes/Domino, sowohl in der Leistungsfähigkeit, als auch im zugehörigen Entwicklungs- und Service-Knowhow, der Gesellschaft, sich noch deutlicher von vergleichbaren Produkten im Markt abzusetzen. Die Gesellschaft wird ihre Konsolidierungsstrategie für Produkte und Markt im CRM Umfeld fortsetzen.

Das neuartige Angebot für Miet- und On-demand-Lösungen unserer Produktreihen für E-Mail und CRM, welches aufgrund der neu geschaffenen GROUP Live-Plattform erst realisiert werden konnte, wird den Vertriebsaufwand und den Verkaufszyklus erheblich reduzieren. Gleichzeitig schafft GROUP für die Kernbereiche durch die flexible Angebotsform einen schnellen Zugang zum preissensitiven Mittelstand.

Im übrigen vertritt das Management der Gesellschaft die Auffassung, dass die vollständige Integration ihrer bestehenden Software-Systeme für CRM und Compliance auf die neu erworbene Plattform-Technologie, insbesondere in den internationalen Märkten in den USA, Asien und UK markt- und damit existenzentscheidend sein wird.

Wachstumsbereiche: Mobilität, Software als Service und Individualentwicklung

Mobilität ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil des betrieblichen Alltages geworden. Mobilität bedeutet für Unternehmen heute: effizientere Prozesse, schnellere Entscheidungen, mehr Flexibilität, mehr Kundennähe. Kollaboration – Zusammenarbeit zwischen Teamkollegen und zwischen Abteilungen – wird in mehr als 50% aller Fälle bereits mit mobilen Lösungen umgesetzt. Dabei spielen heute Datensicherheit, Synchronisierung von Daten, Offline-Zugriffe und intuitive Anwendungen die Hauptrolle bei der Umsetzung von Mobilitätsstrategien in Unternehmen. Die Plattform-Lösung der Gesellschaft bietet genau in diesen Anforderungsbereichen maximale Flexibilität und Sicherheit für unsere Kunden.

Weltweit erwarten Analysten und Unternehmen, dass bis 2011 rund 25% des Software-Umsatzes mit SaaS Diensten getätigt werden. Insbesondere den Bereichen CRM, Mobilität und den Compliance-Tools wird hierbei der größte Anteil an der neuen Dienstleistung bescheinigt. Die IT-Branche, die Finanzindustrie und die Energieversorger zählen dabei zu den wachstumsstärksten Märkten für SaaS. Aufgrund der im Februar erworbenen Urheberrechte der IT Factory in bankruptcy sog. "Cloud-Computing-Technologien" sieht sich die Gesellschaft hier bestens gerüstet.

Dienstleistung und Individualentwicklung

Laut Analystenstudien (Gartner, IDC) wird im Softwaregeschäft nur der kleinste Teil der Umsätze mit Produkten realisiert, rund 125 Milliarden Euro weltweit. Der Umsatz mit externen Servicedienstleistungen rund um diese Produkte liegt dagegen schon bei über 300 Milliarden Euro. Die Wertschöpfung der anwenderinternen IT-Abteilungen liegt bei rund 400 Milliarden Euro. Dabei liegen Individualentwicklungen, Integration von Systemen und Administration-Outsourcing an erster Stelle der Dienstleistungskette. Die GROUP Business Software AG hat sowohl das notwendige Know-how, als auch die Domain-Expertise, um signifikant an diesem Markt zu partizipieren.

Die Gesellschaft wird ab Mitte 2009 ihre Akquisitionsstrategie ebenfalls auf diesen Wachstumsmarkt ausdehnen, um einerseits ihre Position als der Anbieter rund um die Lotus Software zu verstärken und andererseits die Synergieeffekte Produktportfolio übergreifend zu optimieren.

Profitabilität mittels Marktkonsolidierung durch Zukauf und Integration

Die Gesellschaft hat ihre Strategie bei der Konsolidierung des Marktes für CRM-Produkte im IBM Lotus Notes/Domino-Umfeld neu geordnet und auf den gesamten IBM Lotus Applikationsmarkt ausgedehnt.

Dabei wird die Gesellschaft ihre erfolgreiche Konsolidierungsstrategie verstärkt in West-Europa und den USA umsetzen. Der Fokus der Gesellschaft liegt hier insbesondere auf der Gewinnung von Marktanteilen, Reduzierung des Wettbewerbs durch Konsolidierungen und auf neuen Technologien.

Durch die Konsolidierung wird erstmalig seit Bestehen der Lotus Software ein Softwareanbieter für Lotus Applikationen tatsächlich in verschiedenen Märkten, regional und überregional, sowohl horizontal als auch vertikal auftreten. Dadurch erwartet die Gesellschaft eine weitere Steigerung der Ertragskraft, flexiblere Produktanpassungen an lokale Anforderungen und durch besseren Zugang zu internationalen Projekten profitieren zu können.

Die Gesellschaft wird dabei auf ihre eigenen Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen und mit der notwendigen Voraussicht an entsprechende Projekte herangehen. Für internationale Akquisitionen wird sich die Gesellschaft verstärkt extern unterstützen lassen.

Unternehmenssteuerung

Die effektive Steigerung des Unternehmenswertes und somit die langfristige Wertsteigerung im Interesse unserer Investoren stehen im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung der GROUP. Dabei spielt insbesondere die mittelund langfristige Ausrichtung der Gruppe eine wesentliche Rolle. Damit verankern wir unser Ziel der mittel- und langfristigen Wertsteigerung in den Managementprozessen des Konzerns. Der Wertbeitrag ergibt sich aus der Rendite der einzelnen Unternehmensbereiche auf das eingesetzte Vermögen.

Dafür ist neben der zielorientierten Steuerung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, dem effektiven Ressourceneinsatz von Eigen- und Fremdkapital auch ein effektives Management von Investitionen erfolgsentscheidend. Der Wertbeitrag ist neben weiteren, individuell vereinbarten Zielen auch Maßstab für die leistungsorientierte Entlohnung unserer Führungskräfte und der meisten Mitarbeiter. Die GROUP Business Software AG ist neben ihrer Position als Anbieter von E-Mail-Lösungen gleichzeitig Management-Holding des GROUP-Konzerns und nimmt als solche zentrale Leitungsfunktionen wie z.B. Konzernentwicklung/ Mergers&Acquisitions, Finanzen, Controlling, Personalwesen und Kommunikation wahr.

2.1.4 Forschung und Entwicklung

Email Security Compliance & Archiving

Im Bereich E-Mail Management wurden die Funktionalitäten der iQ.Suite für Lotus Domino und Microsoft Exchange erheblich erweitert. Dabei standen insbesondere die Aktualisierung unserer Plattformen im Hinblick auf 64bit Systeme im Vordergrund sowie die technologische Zusammenfassung der Softwarekomponenten. Weiterentwicklungen und Verbesserungen dahingehend werden bis zum Jahr 2011 andauern, um so in Zukunft die Entwicklungsphasen weiter zu verkürzen und damit zusätzliche Ressourcen für weitere Produktinnovationen zu erhalten.

Ende letzten Jahres wurde das Analytikmodul ausgebaut, um dem Kunden nun unabhängig und eigenständig eine tiefgreifendere Übersicht über die Kosten und Leistungen innerhalb seiner E-Mail-Infrastruktur zu ermöglichen.

Mit Hilfe des Analytikmoduls haben Kunden nunmehr die Möglichkeit entsprechende Information, Tendenzen und Analysen durch ein individuell einstellbares Dashboard und durch angepasste Berichte einzusehen. Eine Alpha Version des sog. "Dashboards" wurde mit großem Erfolg auf der CeBIT im März 2009 präsentiert.

CRM, Mobile & Business Processes

Im Bereich CRM wurde ebenfalls erheblich in eine verbesserte Nutzbarkeit investiert. Auch hier stand das "Simplify" Konzept der GROUP im Vordergrund. So werden nun Agenten, die Wizards, in 2009 für den Endverbraucher eingeführt.

In 2008 stand die Entwicklung des Reporting Instrumentes "GI Analytics" im Vordergrund neuer Modulentwicklung. "GI Analytics" eröffnet Kunden die Möglichkeit anspruchsvolle Business Intelligence (BI) Analysen an ihren CRM Daten durchzuführen und sogar mit Leichtigkeit vorhandene Daten mit Informationen anderer Quellen wie ERP Systemen zu kombinieren. Schon nach den ersten Kundenpräsentationen fällt auf, dass "GI Analytics" durchaus die Kundenerwartungen von einem leistungsstarken flexiblen Analysetool erfüllen kann.

Ein Modul, das 2009 ebenfalls zur Verfügung steht, ist der "GI Event Manager". Dieses Modul ist bereits heute schon stark gefragt. "GI Event Manager" ist in der Lage den Kunden in allen Aspekten des Marketings zu unterstützen sowie Konferenzen und Trainingsseminare zu organisieren.

Darüber hinaus wird kontinuierlich der Code von verschiedenen CRM Produktlinien in Europa und Nord Amerika zusammengeführt.

Im März 2009 fand die erste GROUP Entwickler Konferenz (DeveloperConference) statt. Spezifische Sachverhalte wurden thematisiert und zusammen mit den einzelnen Abteilungen des Konzerns sowie mit führenden Köpfen von IBM/Lotus diskutiert. Drei intensive Trainings- und Weiterbildungstage für alle F&E Mitarbeiter des Gesamtkonzerns waren neben der Einführung von innovativen Entwicklungsmethoden Bestandteil der Konferenz in der tschechischen Hauptstadt Prag. Internationale und fachübergreifende Sitzungen ermöglichten den Austausch von Erfahrungen und kreativen Lösungen über die Entwicklung der einzelnen Produktlinien.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Kapitalmarkt

Für die internationalen Aktienmärkte war 2008 ein schwieriges Jahr. Eine schwächelnde US-Konjunktur, die Krise des amerikanischen Hypothekenmarktes und der steigende Ölpreis waren bereits Anfang des Jahres 2008 ausschlaggebend für einen anhaltenden Kursverfall. Die Frage nach möglichen Auswirkungen auf die asiatischen und europäischen Märkte war börsenbestimmend.

Der DAX verlor in der ersten Jahreshälfte bereits ein Fünftel seines Wertes. Als dann auch noch die US-Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz anmeldete, kam es zu einer drastischen Verschärfung der bereits unbefriedigenden Finanzmarktlage.

Weltweit gerieten vermehrt Banken und große Unternehmen in Finanzierungsnöte. Die Börsen verzeichneten gravierende Verluste. Im Gesamtjahresverlauf verlor der DAX über 40% seines Wertes, der Dow Jones über 33% und der EURO STOXX 50 über 44%.

Wirtschaft

Im Jahr 2008 hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft merklich abgeschwächt. Zu Beginn gab sich die globale Wirtschaft noch robust, im Laufe der zweiten Jahreshälfte schwächelten die Märkte jedoch deutlich. Die Konjunkturflaute der USA griff auf andere Märkte über. Verantwortlich dafür waren sicher auch der schwache Dollar (Min. 0,62 €) und der zeitweise exorbitant gestiegene Ölpreis (Max. 145 US\$ pro Fass). Nach dem Fall von Lehman Brothers im September kam es zu einer deutlichen Verschärfung des Abwärtstrends. Die Binnenwirtschaft und der private Verbrauch erlahmten und stagnierten.

Auch die asiatischen Märkte gerieten in den, in den USA, ausgelösten wirtschaftlichen Abwärtsstrudel. Lichtblick war klar China, wo es zu einer fast 9%-igen Erhöhung des BIP kam und der Handelsbilanzüberschuss auf fast 300 Mrd. US\$ anstieg.

Die – dem deutschen Markt ähnliche – stark vom Export abhängige japanische Wirtschaft, hat unter der konjunkturellen weltweiten Abschwächung stark gelitten.

Für exportorientierte europäische Staaten war der starke Euro nachteilig und zeigte sich als Exporthemmnis.

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im Jahr 2008 ebenfalls klar abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Angaben des statistischen Bundesamtes real nur noch um ca. 1,3%. Im Vorjahr war die Wirtschaft noch um 2,5% gewachsen, im konjunkturell äußerst zufriedenstellenden Jahr 2006 sogar um 3,0%.

Der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2008 ist vor allem auf das gute erste Quartal zurückzuführen, als das BIP real um 1,5% zulegte.

Für 2009 erwarten die Volkswirte angesichts der dramatischen konjunkturellen Lage einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Nach Meinung der Bundesregierung könnte Deutschland demnach auf ein sechstes Rezessionsjahr seit Gründung der Bundesrepublik zusteuern. Im Jahreswirtschaftsbericht führt sie in diesem Zusammenhang an, dass die Wirtschaftsleistung um 2% bis 2,5% zurückgehen könne. Die Entwicklungen an den internationalen Devisenbörsen zeigten deutlich die Schwäche des Dollars im Jahr 2008. Die meisten Geschäfte der GROUP Business Software AG werden zurzeit in Euro getätigt, dennoch wirkt sich der schwache Dollarkurs margenreduzierend auf das Ergebnis des Konzerns aus.

Die sich in den USA entwickelte Finanzmarktkrise ist deutlich sichtbar in Europa angekommen. Sie hat begonnen in die Realwirtschaft umzuschlagen. Deutschland wird im Jahr 2009 stark von der Krise und ihren konjunkturellen Entwicklungen geprägt sein; eine Einschätzung des Ausmaßes würde jedoch nur unseriöse Spekulation darstellen.

Der Bundesverband der IT Branche – kurz BITKOM – hat eine zwiespältige Prognose für den Hightech-Markt im Jahre 2009 vorgelegt. Demnach wird der Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik (ITK) in Deutschland mit einem Volumen von 144,6 Milliarden Euro auf dem Niveau des Jahres 2008 verharren.

Bei differenzierter Betrachtung kann man jedoch erkennen, dass für das Krisenjahr 2009 die IT-Ausgaben um weitere 1,5% auf ca. 66 Milliarden Euro zulegen sollen. Besonders die Bedeutung der Informationstechnik für Unternehmen in Krisenzeiten und die Investitionen der öffentlichen Hand – die von konjunkturellen Schwankungen weniger beeinflusst sind – sind der Grund für diese optimistische Prognose.

Anbieter von Software und IT-Services werden voraussichtlich um 3,1% auf 48,5 Milliarden Euro zulegen können. Der Umsatz mit IT-Hardware geht dagegen um 2,4% auf ca. 19 Milliarden Euro zurück.

Die Bundesbank, der Internationale Währungsfonds und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft 2009 schrumpft. Die Spekulationen sind derart unterschiedlich, dass sie von einem Nullwachstum bis hin zu einem Minuswachstum von bis zu 4% reichen.

Die Deutsche Bundesbank rechnet damit, dass die deutsche Wirtschaft erst 2010 wieder an Schwung gewinnt.

2.2.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche für E-Mail-Applikationen

Trotz allgemeiner Abschwächung der Weltwirtschaft sehen die Experten des internationalen Marktforschungsinstitutes EITO für den Bereich Software und Dienstleistungen einen weltweiten Zuwachs von 3,4%. Danach soll sich der Markt in Westeuropa auch robuster als in den USA verhalten.

Gerade in wirtschaftlich besonders anspruchsvollen Zeiten, in denen die gesetzlichen und die Produktivitätsanforderungen beständig zunehmen, sind Unternehmen gut beraten in Standardlösungen zu investieren. Bei dem Umgang mit E-Mails stehen für Unternehmensleitungen heute neben den Effizienzgesichtspunkten auch die Aspekte Haftungsausschluss und Datenintegrität zunehmend im Vordergrund. Damit wurde die E-Mail ursprünglich zur einfachen und kostengünstigen Kommunikation eingesetzte Lösung zum typischen zweischneidigen Schwert. Elektronische Korrespondenz ist heute unverzichtbar aber mit einem durchschnittlichen Bearbeitungsaufwand von etwa 30% der täglichen Arbeitszeit alles andere als ein effizientes Instrument – es sei denn Unternehmen vertrauen auf GROUP Lösungen.

Entwicklung der Branche für Customer Relationship Management (CRM) Applikationen

Mit Customer Relationship Management (CRM) wollen Unternehmen weiterhin in erster Linie den Vertrieb unterstützen. Bereits heute ist die Verbesserung des Services jedoch schon zweitwichtigstes Thema. Es ist davon auszugehen, dass dies vor dem Hintergrund einer gerade jetzt immer wichtiger werdenden Kundenbindung weiter an Bedeutung gewinnen wird. Künftig werden laut einer Umfrage von Cap Gemini Service-Anwendungen im CRM in den Mittelpunkt gestellt. Auf der Agenda stehen außerdem das Reporting sowie analytische Anwendungen, die ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Mit unserem Produktportfolio sind wir auch im Umfeld von professionellen Reporting Anforderungen stark aufgestellt. Wir bieten eine komplette Data Warehouse Architektur für ein professionelles CRM und sind in der Lage, aussagekräftige sowie vor allem zuverlässige Kundenprofile und Verhaltensprognosen zu generieren.

Entwicklung der Branche für SaaS

Bereits heute folgen zahlreiche Unternehmen dem Trend von SaaS. Gerade in Zeiten engerer Budgets werden flexible, einfache und investitionsschonende Verfahren nachgefragt. Große Anbieter wie IBM, Google, Amazon bewegen sich in diesem Umfeld. Gartner sieht im Umfeld von SaaS, dass bis 2012 etwa ein Drittel aller Ausgaben für Unternehmensanwendungen repräsentieren könnte. SaaS übernimmt damit mehr als nur die Funktionalität automatischer Software und wird zu einer Plattform, zu einem wichtigen Stück der IT-Infrastruktur für unternehmenskritische Anwendungen. Es wird also schnell klar, moderner, flexibler und kostengünstiger Software gehört damit die Zukunft.

2.2.3 Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

Die GROUP Business Software AG weist für das Geschäftsjahr 2008 einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von 1,0 Mio. Euro aus. Dieser liegt aufgrund des Verzichtes der Management Fee (rund 1,0 Mio. Euro in 2007) im Wesentlichen durch die Etablierung des Beherrschungsvertrages gegenüber der GEDYS IntraWare GmbH und eines einmaligen positiven Effektes in Höhe von rund 0,7 Mio. Euro im Jahre 2007 rund 0,2 Mio. Euro unter dem Jahresüberschuss des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern, das diesen einmaligen Effekt ausblendet liegt nach den Erträgen aus Beteiligungen mit 1,2 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert.

Das Konzernergebnis wurde von 1,2 Mio. Euro auf rund 1,8 Mio. Euro gesteigert.

Allgemein

Die Gesellschaft hat ihre neue Struktur erstmalig zur Hauptversammlung vorgestellt. Die Neugestaltung des Konzernerscheinungsbildes und der verschiedenen Firmenlogos zu einem einheitlichen Erscheinungsbild des Konzerns wurde äußerst positiv vom Markt aufgenommen. Die Kosten für das Marketing werden dadurch in Zukunft auf gleichem Niveau für erheblich mehr Resonanz sorgen.

Division Email Security Compliance & Archiving

Die Division Email Security Compliance & Archiving konnte gerade im Bereich E-Mail-Management im zweiten Halbjahr 2008 trotz massiver Veränderungen im Kernmarkt der Division, der Finanzindustrie, ihre Position halten und durch Zusatzprodukte/-module weiter festigen. Die Division strebt an, mit den neuen Versionen für Lotus 8.5 und 64 bit, die ab Mitte des Jahres verfügbar sind, ihren Marktanteil in diesem Segment auszubauen und in anderen, stark regulierten Segmenten, wie der Pharmaindustrie, bei Energieversorgern und im Gesundheitswesen bis 2010 zu steigern.

Die Basis für diese Ziele bilden die steigenden gesetzlichen Anforderungen in diesen regulierten Marktsegmenten für das E-Mail-Handling, die Marktposition der Gesellschaft, der internationale Ausbau des Key Account Managements und die verstärkten Aktivitäten in den Bereichen Marketing und PR.

Division CRM, Mobile & Business Processes

Der Trend zu Projekten mit umfassenden individuellen Kundenanpassungen im Geschäftsbereich CRM hat auch in der zweiten Jahreshälfte angehalten. Einen Großteil dieser Projekte machen weltweite Installationen aus. In diesen Projekten ist die Integration bestehender Systeme, insbesondere ERP-Systeme wie SAP, in die CRM Lösung ein wesentlicher Bestandteil des Projektes. Diese Installationen werden heute in einer Vielzahl von Ländern auf allen Kontinenten durchgeführt. Vor diesem Hintergrund wurde das Serviceteam durch Zukauf erweitert, das internationale Team erneut verstärkt, das bestehende internationale Partnernetzwerk ausgebaut. Weiterer ungebrochener Trend im CRM Umfeld ist die Nachfrage nach Mobilfunktionalitäten im CRM. Die Verfügbarkeit von Kundendaten auf sogenannten Handhelds, wie RIM's BlackBerry, wird für bestehende Kunden mehr und mehr zu einer der wichtigsten Zusatzfunktionen für deren CRM Systeme. Für potentielle Neukunden, insbesondere in Nord-Amerika, ist die Mobilitätsverfügbarkeit der CRM Daten ein stetig zunehmender, wesentlicher Entscheidungsfaktor für den Einsatz eines CRM Systems. Die Systeme unserer Gesellschaft sind bereits umfassend mit Mobilfunktionen ausgestattet. Die Gesellschaft konnte so die Nachfrage nach ihren Lösungen weiterhin auf hohem Niveau halten.

Fokus im Rahmen der Marketingaktivitäten liegt weiterhin auf der Generierung potenzieller Kunden über das Internet. Durch die konstante Optimierung des Internetauftrittes und Maßnahmen zur Erhöhung des Rankings in Suchmaschinen sowie durch attraktive Angebote für Interessenten konnten und werden auch in Zukunft hochwertige Kontakte über das Internet generiert. Dieses Konzept wird durch die neue Vertriebsstruktur optimal unterstützt.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr

Im Geschäftsjahr 2008 wurden neue Produkte am Markt eingeführt, bestehende Produkte auf neue Plattformen gehoben und wesentliche Entwicklungsschritte im Hinblick auf das GROUP Live Geschäftsmodell und den Ausbau der Marktpositionen getätigt. Nach einer Umsatzsteigerung im Vorjahr von 18% wurden in 2008 die Umsätze konzernweit nochmal um knapp 15% gesteigert. Das Konzernergebnis des Jahres 2007 beinhaltete als ergebnisverbessernde Sondereffekte die Zahlung aus einer Insolvenzmasse in Höhe von 0,7 Mio. Euro. Dieser Effekt ist in 2008 weggefallen. Das Ergebnis vor Steuern und Minderheiten (EBT) im Jahr 2008 wurde dennoch um knapp 30% auf 2,6 Mio. Euro gesteigert. Das Konzernergebnis lag mit 1,8 Mio. Euro nach Steuern und Minderheiten rund 50% über dem Vorjahreswert. Nicht zuletzt damit zeigt die GROUP Business Software weiterhin einen stabilen erfolgsorientierten Zukunftskurs.

3.2 Ertragslage

Umsatz- und Auftragsentwicklung

GROUP Business Software AG

Die Gesellschaft hat im Jahr 2008 ihren Produktumsatz um 6,3% auf über 10,4 Mio. Euro (2007: 9,8 Mio. Euro) gesteigert. Neben der Zunahme im Bereich Handelsware erfolgten gerade in dem Segment der Dienstleistungen und der Wartung mit 24% und 8% deutliche Steigerungen. In Folge eines in 2007 realisierten Großprojektes liegt der Lizenzumsatz bei rund 2,9 Mio. Euro. Dieses Großprojekt wirkt sich jedoch positiv in den Wartungsumsätzen der Folgejahre aus. Damit entfallen fast 50% der Produktumsatze des Jahres 2008 auf wiederkehrende Wartungserlöse. Zusammen mit den sonstigen Erträgen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (2007: 1,2 Mio. Euro) ergeben sich die Umsätze 2008 zu 10,6 Mio. Euro (2007: 11,0 Mio. Euro).

Die Steigerung im Bereich der 3rd Party Komponenten zeigte sich analog bei den Materialaufwendungen in einer Zunahme um insgesamt rund 0,4 Mio. Euro auf ca. 1,9 Mio. Euro (2007: 1,5 Mio. Euro).

Mit rund 0,5 Mio. Euro liegen die sonstigen betrieblichen Erträge etwa auf Vorjahresniveau. Davon entfielen insgesamt rund 0,2 Mio. Euro auf die Auflösung von Rückstellungen und periodenfremde Erträge.

Für das Jahr 2008 ergaben sich die Personalaufwendungen zu rund 4,7 Mio. Euro (2007: 4,5 Mio. Euro). Die Abschreibungen lagen mit rund 1,1 Mio. Euro knapp unter Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit rund 3,6 Mio. Euro 7% über dem Vorjahreswert (2007: 3,3 Mio. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Mietaufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro (2007: 0,2 Mio. Euro), Marketingaufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro (2007: 0,7 Mio. Euro) und insbesondere Beratungs- und Abschlusskosten 0,2 Mio. Euro (2007: 0,4 Mio. Euro) und sonstige Dienstleistungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro (2007: 0,6 Mio. Euro). Aufgrund der nicht durchgeführten Verrechnung von Verwaltungsleistungen in Folge des Beherrschungsvertrages ergab sich das Betriebsergebnis zu minus 0,2 Mio. Euro (2007: 1,0 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis beinhaltet erstmalig einen Beteiligungsertrag über 1,5 Mio. Euro, resultierend aus dem Unternehmensvertrag zwischen der GROUP Business Software AG und der GEDYS IntraWare GmbH. Damit wurde das Finanzergebnis um rund 1,7 Mio. Euro verbessert und lag mit 1,4 Mio. Euro über dem Vorjahrsniveau von minus 0,3 Mio. Das Ergebnis vor Steuern betrug damit nach der Verrechnung der Beteiligungserträge rund 1,2 Mio. Euro und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2007: 0,7 Mio. Euro).

Nach Abzug der Steuern in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro ergibt sich der Jahresüberschuss zu 1,0 Mio. Euro. Dieser liegt damit aufgrund der Sonderzahlung in 2007 aus der Forderung gegen die sich in Insolvenz befindlichen Ceyoniq AG leicht unter dem Vorjahreswert.

GROUP Konzern

Im Konzern wurde in den ersten 6 Monaten des Jahres 2008 ein Umsatz von 10,7 Mio. Euro erzielt. Mit knapp 22% lag der Umsatz des 2. Halbjahres deutlich und planmäßig mit über 2,3 Mio. Euro über dem 1. Halbjahr 2008. Im gesamten Jahr 2008 hat die Gesellschaft Ihre Umsatzleistung um 14,6% auf 23,8 Mio. Euro gesteigert.

Während die Umsätze aus Lizenzverkäufen und OEM aufgrund eines noch in 2007 erfolgten Lizenzverkaufes leicht unter dem Wert des Vorjahres lagen, wurden im Bereich der Dienstleistungen und Wartungserlöse mit 26,5% und 10,9% erhebliche Zuwächse erzielt. Die Wareneinsatzquote stieg dabei im gesamten 12-Monats Betrachtungszeitraum von 20,8% in 2007 leicht auf 21,9% in 2008. Ursächlich hierfür war die Verdoppelung des Umsatzes im Bereich IBM Lotus Lizenzen von 1,0 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro in 2008.

Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von rund 0,8 Mio. Euro (2007: 1,3 Mio. Euro) und den aktivierten Entwicklungsleistungen von 1,3 Mio. Euro (2007: 0,7 Mio. Euro) ergab sich die Gesamtleistung zu rund 25,8 Mio. Euro (2007: 22,7 Mio. Euro).

Die Personalaufwendungen stiegen mit 14,1% entsprechend den Umsätzen (14,6%). Für das Jahr 2008 ergaben sich die Personalaufwendungen zu rund 10,3 Mio. Euro (2007: 9,1 Mio. Euro). Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag mit 8,5% deutlich unter der Zunahme der Personalaufwendungen und der Umsätze. Sie betrugen 5,8 Mio. Euro (2007: 5,3 Mio. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Mietaufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (2007: 0,5 Mio. Euro), Marketingaufwendungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro (2007: 1,1 Mio. Euro), externe Dienstleistungen und Abschlusskosten in Höhe von rund 1,1 Mio. Euro (2007: 1,4 Mio. Euro) und Reise- und Kfz-Kosten von rund 1,2 Mio. Euro (2007: 1,0 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis des Konzerns wurde gegenüber dem Vorjahr (minus 0,4 Mio. Euro) deutlich verbessert und ist nunmehr (minus 0,06 Mio. Euro) fast ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) lag mit rund 2,6 Mio. Euro (2007: 2,0 Mio. Euro) erneut signifikant über dem Ergebnis des Vorjahres.

Nach Abzug von Minderheitenanteilen und rund 0,8 Mio Euro an Steuern, im Wesentlichen aus der Auflösung latenter Steuern (2007: 0,8 Mio. Euro), resultiert ein Konzernergebnis von knapp 1,8 Mio. Euro (2007: 1,2 Mio. Euro). Damit lag das Ergebnis des Konzerns mit knapp 50% deutlich über dem Wert des Vorjahres.

Die Ergebnismarge vor Steuern lag im Geschäftsjahr 2007 im Konzern bei 10,9% und wurde damit gegenüber dem gesamten Jahr 2007 (9,7%) leicht gesteigert. Die Ergebnismarge nach Steuern kletterte von 5,8% auf 7,7% im Jahr 2008.

3.3 Finanzlage

GROUP Business Software AG

Der Zahlungsmittelbestand der Gesellschaft betrug knapp 1,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2008 (31.12.2007: 0,8 Mio. Euro).

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug rund 2,1 Mio. Euro gegenüber einem Mittelzufluss in 2007 von 2,7 Mio. Euro. Für die Investitionstätigkeit der Gesellschaft wurden rund 2,9 Mio. Euro (2007: 1,3 Mio. Euro), für Finanzierungszwecke - im Wesentlichen für Kreditaufnahmen - insgesamt rund 1,4 Mio. Euro (2007: 1,3 Mio. Euro) verwendet. Damit lag der Finanzmittelbestand Ende 2008 um 0,6 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres.

GROUP-Konzern

Der Zahlungsmittelbestand im Konzern betrug knapp 2,6 Mio. Euro zum 31. Dezember 2008 (31.12. 2007: 1,3 Mio. Euro).

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit spiegelt auch in 2008 die hervorragende Leistung der Gesellschaft wieder. Dieser betrug 4,2 Mio. Euro (Gesamt 2007: 5,1 Mio. Euro). Der Unterschied zu 2007 erklärt sich neben der deutlichen Zunahme im betrieblichen Ergebnis vor Änderungen im Nettoumlaufvermögen im Wesentlichen aus dem Abbau der Lieferantenverbindlichkeiten von 0,4 Mio. Euro gegenüber einer Zunahme dieser Position in 2007 von 2,9 Mio. Euro. Diese Mittel konnten für Investitionen eingesetzt werden. Für Investitionstätigkeit wurden rund 4,8 Mio. Euro (Gesamt 2007: 3,7 Mio. Euro) verwendet. Für Finanzierungszwecke wurden langfristige Bankfinanzierungsformen über insgesamt 1,7 Mio. Euro generiert. Insgesamt wurden für Finanzierungszwecke 1,9 Mio. Euro (2007: Abfluss 1,6 Mio. Euro) bereitgestellt. Damit lag der Zahlungsmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2008 mit rund 2,6 Mio. Euro doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Die Anlagendeckung des Konzerns liegt im 2. und 3. Grad bei über 100% und auch im ersten Grad mit über 97% auf hohem Niveau. Die Liquidität ersten Grades ergibt sich zum Stichtag 31.12.2008 zu 99% und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau (66%). Das Net working capital liegt konzernweit bei 4,3 Mio. Euro (2007: 3,4 Mio. Euro).

3.4 Vermögenslage

GROUP Business Software AG

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2008 rund 36,6 Mio. Euro (31.12.2007: 34,2 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen mit 78% (2007: 79%) den größten Anteil ein. Größte Einzelpositionen darin mit 15,7 Mio. Euro sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und mit 10,8 Mio. Euro die immateriellen Vermögenswerte.

Das Umlaufvermögen ergab sich zu 6,7 Mio. Euro (2007: 6,1 Mio. Euro). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten lag wie im Vorjahr bei 1,1 Mio. Euro und beinhaltet neben abgegrenzten Zinsanteilen aus der begebenen Wandelschuldverschreibung zukünftige Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Erwerb der Rechte an der Archivlösung in Höhe von 1,0 Mio. Euro.

Bei einem Gezeichneten Kapital in Höhe von 25.232.000,00 Euro ergab sich das Eigenkapital der Gesellschaft zu 26,3 Mio. Euro und lag damit um 1,0 Mio. Euro über dem Wert des Jahres 2007 (25,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2008 72% und lag damit leicht unter dem Wert zum 31. Dezember 2007 (74%). Mit Beschluss der Hauptversammlung ist das Grundkapital um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden. Die bedingte Kapitalerhöhung diente der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Zum Bilanzstichtag waren 533.563 Wandelanleihen gezeichnet.

Mit einem Betrag von 2,0 Mio. Euro liegen die Rückstellungen rund 0,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben langfristigen Charakter und dienten zur Finanzierung des amerikanischen Markteintrittes.

GROUP-Konzern

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2008 im Konzern rund 43,4 Mio. Euro (31.12.2007: 40,0 Mio. Euro). Darin nahm das Anlagevermögen wie im Vorjahr mit 71% den größten Anteil ein. Größte Einzelpositionen darin waren mit 30,4 Mio. Euro (2007: 26,3 Mio. Euro) die immateriellen Vermögenswerte. Die Finanzanlagen wurden deutlich reduziert und betrugen zum Jahresende nur noch 0,4 Mio. Euro (2007: 1,3 Mio. Euro). Auch die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen in Folge des nochmals gesteigerten Konzernergebnisses von 3,3 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro reduziert.

Das Umlaufvermögen ergab sich zu 8,4 Mio. Euro (2007: 7,3 Mio. Euro). Die Zunahme erfolgte im Wesentlichen in der Position Zahlungsmittel um 1,2 Mio. Euro auf knapp 2,7 Mio. Euro zum Jahresende.

Ausgehend von dem der Einzelgesellschaft entsprechenden Gezeichneten Kapital in Höhe von 25.232.000,00 Euro ergab sich das Eigenkapital im Konzern zu rund 30,0 Mio. Euro und lag damit rund 2,0 Mio. Euro über dem Wert des Jahres 2007 (27,9 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug im Konzern zum 31. Dezember 2007 69% und lag damit auf Vorjahresniveau.

Die Rückstellungen wurden um 14% reduziert und betrugen zum Bilanzstichtag 2,8 Mio. Euro (2007: 3,2 Mio. Euro).

Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen den bankfinanzierten restlichen Anteilserwerb der Anteile an der Relavis Corp. und sichern damit den Eintritt in den US amerikanischen Markt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit etwa 4,0 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (4,2 Mio. Euro).

3.5 Mitarbeiter

GROUP Business Software AG

Zum 31. Dezember 2008 wurden in der Gesellschaft 74 (2007: 68) Mitarbeiter beschäftigt. Mit einem Anteil von 48% liegt der Schwerpunkt im Bereich Vertrieb. Mehr als 32% entfällt auf den Bereich Forschung & Entwicklung und auf den Bereich Administration – die administrative Unterstützung der Tochtergesellschaften des GROUP-Konzerns mit eingeschlossen –- entfallen rund 20%. Die Ausbildungsquote der Gesellschaft beträgt 16%. Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2008 betrugen 4,7 Mio. Euro (2007: 4,5 Mio. Euro).

GROUP-Konzern

Zum 31. Dezember 2008 wurden im Konzern 172 Mitarbeiter beschäftigt (2007: 152). Auf der Ebene des Konzerns liegt, vor Berücksichtigung der Ausbildungsquote von 12%, der Anteil an Mitarbeitern mit vertriebs- und servicebezogenen Aufgaben bei rund 59%. Die Produktentwicklung umfasst rund 30% und etwa 11% der Mitarbeiter beschäftigen sich mit administrativen Tätigkeiten.

Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2008 betrugen knapp 10,4 Mio. Euro und liegen über dem Vorjahresniveau (2007: 9,1 Mio. Euro).

4. Nachtragsbericht

Am 25. Februar 2009 hat die GROUP Business Software AG Vermögenswerte der IT Factory A/S in bankruptcy erworben, um damit die strategische Marktposition durch das Angebot neuer "Cloud Computing" Modelle auszubauen.

Wichtigstes Element dieses Erwerbes ist die Platform-as-a-Service (PaaS) Technologie für so genanntes "Cloud Computing". Diese Technologie ermöglicht GROUP einfach und effizient ihre Lösungen als Software-as-a-Service (SaaS) Dienste anzubieten. GROUP steigt damit in den am schnellsten wachsenden Bereich der Informationstechnologie mit einem innovativen und stabilen Angebot an On-Demand Lösungen und Leistungen ein.

Mit Datum vom 26. Februar 2009 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der GROUP Business Software AG und der GROUP Technologies GmbH (vormals arcaTRUST Software GmbH) vom zuständigen Registergericht in das Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim eingetragen.

Mit Datum vom 13. März 2009 firmierte die GEDYS Internet Products N.V. in GROUP LIVE N.V. um.

5. Chancen und Risikobericht

Allgemein

Potentielle Anleger sollen vor der Entscheidung über den Verkauf oder Kauf von Aktien der Gesellschaft die nachfolgenden Risikofaktoren sorgfältig lesen und berücksichtigen. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken kann die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen und unter Umständen nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Der Börsenkurs der Aktien könnte aufgrund jedes Risikos erheblich fallen und Anleger könnten ihr eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verlieren. Weitere, hier nicht dargestellte Risiken und Unsicherheiten, die der Gesellschaft gegenwärtig nicht bekannt sind, können ebenfalls den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft beeinträchtigen und erhebliche nachteilige Wirkungen auf das Geschäft, die Geschäftsaussichten, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft entfalten. Die Reihenfolge, in der die nachfolgenden Risiken aufgeführt werden, stellt keine Aussage über deren Eintrittswahrscheinlichkeit noch über die Schwere bzw. die Bedeutung der einzelnen Risiken dar.

Der Eintritt dieser Risiken bei den Beteiligungen entfaltet unmittelbare Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungen.

Unabhängig von den nachfolgend benannten Risiken verfügt die GROUP Business Software AG über ein Risikomanagementsystem, um insbesondere die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Einwicklungen oder Risiken so frühzeitig wie möglich zu erkennen, zu kommunizieren und damit durch die rechtzeitige Einleitung geeigneter Maßnahmen die Auswirkungen akuter Risiken zu minimieren oder teilweise sogar zu vermeiden. Risiken werden elektronisch katalogisiert, strukturiert erfasst, bewertet, automatisiert weitergeleitet und unterliegen einem detaillierten Maßnahmencontrolling.

Die risikopolitischen Grundsätze werden vom Vorstand und dem Management vorgegeben und sind der Ausgangspunkt für die Ausgestaltung der Risikomanagement-Organisation der GROUP Business Software AG.

Es handelt sich hierbei um Verhaltensregeln, die das Management der GROUP Business Software AG zu einem vernünftigen Umgang mit Risiken anleitet. Der Vorstand berichtet hierzu regelmäßig in den Sitzungen des Aufsichtsrates der Gesellschaft.

Es gelten die folgenden Grundsätze:

  • Erkennung und Erfassung aller wesentlichen bzw. bestandsgefährdenden Risiken
  • Regelmäßige und systematische Informationserhebung
  • Zeitnahe, zuverlässige und aussagekräftige Informationsweiterleitung umfassende Betrachtungen der jeweiligen Risikosituation
  • Auswahl und permanente Kontrolle geeigneter Maßnahmen
  • Offene Kommunikation von Risiken
  • Schaffung der Balance zwischen Wertschöpfungszielen und Sicherheitsinteressen

Unabhängig von diesem Risikomanagementsystem bestehen generell nachfolgende benannte latente Risiken.

5.1 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit

Diskontinuität und Vertrauensrisiko

Die Gesellschaft hat in den zurückliegenden Jahren mehrfach ihr Geschäftsmodell verändert. Zunächst war die Gesellschaft hauptsächlich operativ als Softwareanbieter tätig. Mit Übernahme der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte gemäß WpÜG änderte sich das Geschäftsfeld der Gesellschaft und der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag für etwa zwei Jahre im Bereich Mergers&Acquisitions. Das operative Geschäft lag in den Tochtergesellschaften und Beteiligungen, insbesondere im GAP-Konzern. Mit Verschmelzung der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte und der GROUP Technologies AG auf die Gesellschaft sowie der Innenverschmelzung der globalwords AG, einer 100% Tochtergesellschaft der Gesellschaft, auf die Gesellschaft ist die Gesellschaft nunmehr wieder direkt als Softwareanbieter und -hersteller tätig. Aufgrund dieser Veränderungen in Bezug auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft gilt es nun, das zurückgewonnene Vertrauen am Markt sowohl in Bezug auf Kunden als auch auf Partner und potentielle Kunden zu erhalten und auszubauen. Entsprechendes gilt für den Finanzmarkt. Falls es nicht gelingen wird dieses Vertrauen im notwendigen Maß wieder zu gewinnen, wird dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Investitionsrisiken/Risiken in Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft investiert in den kommenden Jahren weiterhin in hohem Maße in Kombi- und Bündelprodukte aus bestehenden Software-Lösungen. Dabei konzentriert sich dieser Investitionsaufwand in Kosten für Personal und Marktbewertung, Markteintritt und Marktdurchdringungen.

Im Zusammenhang mit diesen Investitionen besteht das Risiko, dass etwaige Kosten nicht oder nicht vollumfänglich im Markt amortisiert werden können und somit keine Sicherheit zur Rückführung der Investitionen gegeben ist. Gleiches Risiko gilt, wenn die Entwicklung neuer Produkte die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden nicht oder nicht ausreichend widerspiegelt oder der wirtschaftliche Erfolg aus einem anderen Grund ausbleibt.

Dies gilt insbesondere für die Entscheidung einer Entwicklung nur für bestimmte Technologien unter Ausschluss anderer Technologien.

Die Gesellschaft koordiniert – sowohl hinsichtlich der kurz- als auch der mittelfristigen Produktplanungen – in enger Zusammenarbeit zwischen Vertriebsleitungen, Produktmanagement und den verantwortlichen Führungskräften der Produktentwicklung in definierten Gremien eine marktadäquate Produktentwicklung.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Die Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen der Gesellschaften des GROUP-Konzerns beinhalten und/oder basieren auf Annahmen. Diese Planungen basieren auf bestimmten, in die Zukunft gerichtete Aussagen.

Diese Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.

Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen.

Keine Gewähr zukünftiger Profitabilität

Die Profitabilität des Konzerns und der jeweiligen Einzelgesellschaften ist auch von Faktoren abhängig, auf die die Gesellschaften keinen Einfluss nehmen können. Hierunter fallen insbesondere die Entwicklung des Marktumfeldes (Wettbewerbsstrategien) sowie die gesamtwirtschaftliche (nationale und internationale Konjunkturlage, Branchentrends) Entwicklung. Hierfür kann die Gesellschaft keine Garantie übernehmen.

Aufgrund der aktuellen Ereignisse auf den Finanzmärkten in den letzten Monaten sind gesamtwirtschaftliche Vorhersagen zurzeit nur mit erheblichen Unsicherheiten zu prognostizieren. Gerade die wechselseitige Wirkung von real- und finanzwirtschaftlichen Zusammenhängen führt zu dieser äußerst zurückhaltenden Einschätzung.

Rettungs- und Konjunkturpakete versuchen systematische Risiken zu minimieren. Notenbanken kommen Investoren und Unternehmen entgegen. Allerdings helfen auch diese Maßnahmen nur äußerst bedingt, sinnvolle Prognosen zu erstellen.

Generell gehen Regierungen und Notenbanken davon aus, dass sich nach einem wirtschaftlich bescheidenen Jahr 2009 die Finanzmärkte im Jahr 2010 deutlich entspannen und sich die globale Konjunktur einschlägig stabilisiert.

Es ist jedoch auch denkbar, dass die derzeitige Konjunkturabschwächung stärker ausfällt.

In Betracht zu ziehen ist auch der Fall, dass die wirtschaftliche Lage sich weltweit erst dann entspannt, wenn die Immobilienmärkte, die die weltweite wirtschaftliche Schwächephase eingeläutet haben, konsolidiert sind und sich die Finanzsysteme rekapitalisiert haben.

Auch wenn die IT- und Kommunikationsbranche bislang noch dem mittlerweile auch in Deutschland angekommenen realwirtschaftlichen Abwärtsdruck zu trotzen versucht, so ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass auch sie die Auswirkungen zu spüren bekommt.

In Abhängigkeit der Dauer und des Umfanges dieser allgemeinen sogenannten "Finanzmarktkrise" kann diese beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Preisänderungs-, Liquiditäts- und Zinssatzänderungsrisiko

Sollten insbesondere im Bereich der Liquiditätsrisiken mehrere Risikopositionen wie z. B. verzögerte oder nicht zu realisierende Fremdfinanzierungsinstrumente, Forderungsausfall, Projektverzögerungen oder Zahlungsansprüche auch aus Klagen unabhängig voneinander oder auch gleichzeitig auftreten und sollten die eingeleiteten Maßnahmen wie z. B. Darlehensaufnahme oder Desinvestitionen einen Nettofinanzmittelverbrauch nicht stoppen oder ausgleichen und die Finanzierung aus Mittelrückflüssen aus dem Umsatzprozess (Selbstfinanzierung) oder Beteiligungserträgen nicht erfolgen oder sollten weitere für den Fortbestand der Gesellschaft entscheidende Kapitalmaßnahmen und/oder Konsolidierungen nicht erreicht werden können, kann sich daraus eine Liquiditätssituation ergeben, die den Unternehmensfortbestand der Gesellschaft oder wesentlicher Beteiligungen beeinträchtigt oder gefährdet. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft dient dazu solche Risiken transparent zu machen, geeignete Maßnahmen einzuleiten und die Kontrolle dieser Maßnahmen sicherzustellen. Dieses System wurde rund um die elektronische Erfassung latenter (Risikoinventur) und akuter Risiken strukturiert. Dabei wird zur Erfassung und Informationsweiterleitung eine Vielzahl der eigenen Lösungen eingesetzt. Zins- und Preisänderungsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest- und variabel verzinslichen Positionen gesteuert.

Abhängigkeit von qualifizierten Mitarbeitern

Der Erfolg der Gesellschaft hängt im wesentlichen Umfang von seinen Führungskräften und Mitarbeitern ab. Der Verlust von Mitarbeitern und Führungspersonen, insbesondere in Schlüsselpositionen, könnte die Marktstellung und die Kompetenz der Gesellschaft erheblich beeinträchtigen. Durch den Verlust könnte dem Unternehmen Know-how verloren gehen oder an Wettbewerber gelangen und damit einen negativen Einfluss auf die weitere Unternehmensentwicklung entfalten.

Gleichwohl und ohne das vorgenannte Risiko einzuschränken, ist die Fluktuationsrate als sehr gering einzuschätzen.

Risiken in bestehenden Beteiligungen

Teile des operativen Geschäfts werden durch Beteiligungen wahrgenommen. Es handelt sich insoweit in der Regel um Gesellschaften mit beschränkter Haftung, deren alleinige Gesellschafterin (mit Ausnahme der B.E.R.S. AD Bulgarien und der Relavis Inc. New York) mittelbar oder unmittelbar die Gesellschaft ist.

Entwicklungsrisiken

Auch in Beteiligungen der Gesellschaft werden Softwareprodukte entwickelt. Die Entwicklung von Softwareprodukten ist grundsätzlich abhängig von der Entwicklung der damit in Zusammenhang stehenden Plattformen und Funktionsanforderungen und -erwartungen. Ändern sich diese, sind umfassende Anpassungen oder sogar Neuentwicklungen der bestehenden Produkte der Beteiligungen zwingend notwendig. Dies kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.

Grundsätzlich ist im Softwaremarkt auch die Neuentwicklung von Verfahren, Algorithmen etc. denkbar, die zu signifikant besseren Ergebnissen führen als sie der Gesellschaft heute zur Verfügung stehen. Ein vollständiges oder teilweises Ausscheiden aus dem Markt durch Konkurrenzprodukte ist somit möglich. Dies kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.

Gewährleistungsrisiko

Die Gesellschaft vertreibt Software-Lizenzen – einschließlich Updates und Wartung – an ihren Produkten direkt oder über den Vertriebskanal der Beteiligungen und Vertriebspartner. Für den Fall, dass es hier zu Lizenzstreitigkeiten kommt, besteht dennoch die Möglichkeit, dass es zu Rückabwicklungen oder Preisreduzierungen oder sonstigen Vergleichen zwischen dem Erwerber und der Gesellschaft kommen kann. Sollte die Gesellschaft aus der Veräußerung von Lizenzrechten aus den oben genannten oder anderen Gründen einen Mindererlös erzielen, kann dies unmittelbar Folgen auf die Umsatz-, Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Risiken im Zusammenhang mit dem Bestand der IBM Lotus Notes/Domino-Plattformen/ Microsoft Exchange

Es besteht eine Abhängigkeit vom Bestand der Plattformen IBM Lotus Notes/Domino und von Microsoft Exchange, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen. Sollten IBM und/oder Microsoft ihren Geschäftsbetrieb in wesentlichem Umfange verringern, verändern oder einstellen, so wird sich dies negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, da die Lösungen der Gesellschaft auf diesen Plattformen aufsetzen.

Zudem besteht das Risiko eines Eintritts von IBM, Microsoft oder einer vergleichbaren Unternehmenseinheit – deren Ressourcen die der Gesellschaft erheblich übersteigen – in die Geschäftsbereiche der Gesellschaft.

Schwankungen der Umsätze/Volatilität der Erträge

Im Laufe eines Geschäftsjahres sowie zwischen den einzelnen Geschäftsjahren kann es aufgrund sich ständig verändernder Marktbedingungen und zeitlicher Verzögerungen zwischen dem Abschluss eines Vertrages und seiner Umsetzung zu Schwankungen der Umsatzerlöse und Erträge kommen. Schwankungen der Geschäftsergebnisse im Jahresverlauf und zwischen den verschiedenen Geschäftsjahren werden insbesondere verursacht durch den Umfang und Zeitpunkt der Projekte, deren Umsetzung und deren Abschluss. Es ist zu erwarten, dass solche zeitlichen Umsatzschwankungen auch zukünftig aufgrund einer Reihe von nicht zu beeinflussenden Faktoren für die Ertragslage der Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen werden.

Trotz der Schwierigkeit der Prognose muss die Gesellschaft Vertriebs- und Marketing- sowie ihre sonstigen betrieblichen Aktivitäten planen und hat nur einen geringen Einfluss auf die Höhe der Betriebsaufwendungen, die ihrer Art nach im Wesentlichen Fixkosten sind und folglich den kurzfristigen Schwankungen der Geschäftstätigkeit nicht schnell angepasst werden können. Infolgedessen kann sich ein im Verlauf eines Geschäftsjahres oder zwischen den Geschäftsjahren abzeichnender Rückgang der Umsatzerlöse nachteilig auf die Geschäftsergebnisse der Gesellschaft auswirken und unter Umständen zu kurz-, mittel- oder langfristigen Liquiditätsengpässen führen. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unter den Erwartungen liegen.

Wechselkursschwankungen

Es bestehen Geschäftsbeziehungen in die USA. Fakturiert wird dort zumeist in US-Dollar (USD). Bei der Gesellschaft erfolgt die Rechnungslegung in Euro. Schwankungen des USD zum Euro können deshalb zu Wechselkursverlusten führen.

Entsprechendes gilt für die Faktura im Nicht-Euroraum.

Naturgemäß sind auch Wechselkursgewinne denkbar.

Auch in Zukunft werden Geschäfte der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungen in ausländischen Währungen abgewickelt. Da die Zahlungsströme zeitlich und betragsmäßig meist nicht aufeinander abgestimmt werden können, können sich bei ungünstigen Entwicklungen der Wechselkurse zueinander negative Einflüsse auf die Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Derzeit hat dieses Risiko noch nicht den Grad der Wesentlichkeit erreicht. Gleichwohl ist es latent vorhanden und nimmt mit zunehmender Internationalisierung der Gruppe eine immer höhere Bedeutung ein. Aufgrund dessen ist auch bisher keine Absicherung über Devisentermingeschäfte vorgenommen worden.

Risiken in bestehenden Forderungen

Grundsätzlich besteht bei allen Forderungen der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen ein Ausfallrisiko. Dieses Risiko besteht sowohl direkt zum Endkunden im Rahmen des direkten Vertriebes als auch indirekt zum Endkunden im Rahmen des Vertriebes über so genannte Vertriebspartner. Dies gilt insbesondere aber nicht ausschließlich für Forderungen aus dem nicht deutschsprachigen Markt und/oder für Kunden und/oder Partner, deren Unternehmen über keine ausgewogene Finanzstruktur verfügen. Für den Fall, dass die Aktivitäten zur Beitreibung der offenen Forderungen nicht oder nur bedingt ausreichen, muss mit einer über dem Planansatz liegenden Ergebnis- und Liquiditätsbelastung gerechnet werden.

Sollte ein sich dadurch ergebender Liquiditätsengpass nicht anderweitig ausgleichen lassen, wäre die Gesellschaft darauf angewiesen, ihren Finanzbedarf überwiegend aus Fremdmitteln zu decken oder gegebenenfalls in Form von zusätzlichem Fremd- oder Eigenkapital über den Kapitalmarkt aufzunehmen.

Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass das Ausfallrisiko relativ gering erscheint, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist (keine Risikokonzentration) und Geschäfte nur mit solventen Kunden durchgeführt werden.

Steuerliche Risiken

Steuerliche Risiken der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen bestehen, da nicht sichergestellt werden kann, dass die in den an der Verschmelzung beteiligten drei Gesellschaften (die Gesellschaft, die GROUP Technologies AG (alt) und die GAP AG für GSM Applikationen und Produkte) ihre vorhandenen körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge vollständig oder in Teilen nutzen können. Diese steuerlichen Verlustvorträge unterliegen sämtlich der Prüfung durch die zuständige Finanzverwaltung, so dass deren Bestand und Höhe nicht gesichert ist.

Durch die Verschmelzungen der global words AG, der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte und der GROUP Technologies AG jeweils auf die Gesellschaft gehen grundsätzlich zwar auch auf Ebene der übertragenden Gesellschaften bestehende etwaige Verlustvorträge auf die übernehmende Gesellschaft über (§ 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG), jedoch nur falls der Betrieb oder der Betriebsteil, der den Verlust verursacht hat, über den Verschmelzungsstichtag hinaus in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verhältnisse vergleichbaren Umfang in den folgenden fünf Jahren fortgeführt wird. Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann zurzeit nicht abschließend beurteilt werden, so dass das Risiko besteht, dass die Gesellschaft die entsprechenden körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge ganz oder teilweise verliert. Es besteht in diesem Rahmen zudem das Risiko, dass auch die auf Ebene der Gesellschaft bestehenden körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge untergehen.

Der (ganze oder teilweise) Verlust der Verlustvorträge kann dazu führen, dass die Gesellschaft unmittelbar mit Steuern belastet ist und sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Es besteht die Möglichkeit, dass die Unterstützungsleistungen der Gesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften/Beteiligungsgesellschaften von den Finanzbehörden im Rahmen einer Überprüfung bezüglich der Angemessenheit bemängelt werden und dass daraus ggf. Steuernachforderungen resultieren können.

Risiken aus Abschreibungen

Wesentliche Vermögenswerte der Gesellschaft befinden sich insbesondere in den immateriellen Vermögensgegenständen, den Finanzanlagen sowie den Forderungen und dort insbesondere gegen verbundene oder assoziierte Unternehmen. Hieraus können im Korrekturfall erhebliche Abschreibungspositionen resultieren. Diese können ihrer Höhe nach erheblichen negativen Einfluss auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Prozessrisiken, rechtliche Risiken, Verwaltungsverfahren

Es sind die üblichen Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäftsgang anhängig. Diese Rechtsstreitigkeiten können ihrer Höhe nach negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Im Rahmen der Verschmelzung der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte auf die Gesellschaft und im Rahmen der Verschmelzung der GROUP Technologies AG (alt) auf die Gesellschaft wurden mehrere Anträge auf Einleitung von Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung des jeweiligen Umtauschverhältnisses gestellt.

Diese Anträge wurden im Wege des gerichtlichen Vergleiches zurückgenommen. Der Vergleich umfasst zum einen Einmalzahlungen zum anderen ereignisbedingte Zahlungen an die zum Zeitpunkt des Umtausches beteiligten Aktionäre der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte und an die zum Zeitpunkt des Umtausches beteiligten Aktionäre der GROUP Technologies AG (alt).

Risiken im Zusammenhang mit Versicherungsschutz

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft für bestimmte Risiken über keinen ausreichenden Versicherungsschutz verfügen. Es besteht daher das Risiko, dass gegen die Gesellschaft Ansprüche erhoben oder durchgesetzt werden, die nicht durch Versicherungen abgedeckt sind. Dies kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft haben.

Konjunkturrisiken/Branchenspezifische Risiken

Eine deutliche Abschwächung der Konjunktur hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklungen der Gesellschaft. Sollte sich die allgemeine Marktlage, insbesondere in Deutschland und den USA und insbesondere vor dem Hintergrund zukünftiger Investitionsentscheidungen mit IT-Relevanz, deutlich verschlechtern und sich diese Verschlechterung insbesondere im Segment von Investitionen in professionellen Unternehmensapplikationen zeigen, kann dies negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Geschäftsverlaufes nehmen.

Die Gesellschaft verspricht sich Erfolge insbesondere durch die Verknüpfung ihrer Technologie mit bestehenden Softwareanwendungen. Damit ist die Gesellschaft in einem Geschäftsfeld tätig, das auf Grund der Neuartigkeit der Technologien und deren noch nicht absehbaren Akzeptanz bei potentiellen Kunden mit hohen Risiken behaftet ist. Der Fokus der Gesellschaft liegt dabei auf der Automatisierung von Prozessen innerhalb der zur Anwendung kommenden Software, so dass der Erfolg der Gesellschaft wesentlich von der Integrationsfähigkeit, der Kundenakzeptanz sowie der Bereitschaft anderer Hersteller zur Anbindung der Technologie abhängig sein wird.

Im Markt herrscht aktuell Aufklärungsbedarf über automatisierte Management-Software-Lösungen und somit über die Technologie der Gesellschaft und ihre Anwendungsmöglichkeiten. Die Gesellschaft hat jedoch nur begrenzt Einfluss darauf, ob ihre Technologie im Markt verwendet wird und sich im Markt durchsetzen kann. Maximaler Nutzen kann aus der Technologie der Gesellschaft allerdings nur dann gezogen werden, wenn sie in die bestehende Infrastruktur integriert wird.

Der Erfolg der Gesellschaft ist weiter davon abhängig, dass sich im E-Mail-Sektor ein Markt für automatisierte Systeme bildet. Nur wenn Kunden und Partner von dem Nutzen der Technologie überzeugt werden, kann überhaupt ein Markt entstehen. Insbesondere müssen die potentiellen Kunden und Partner bereit sein, für diese Technologie möglicherweise ein höheres Entgelt zu zahlen, was sich als Wettbewerbsnachteil herausstellen kann.

Die Gesellschaft ist abhängig von der Lizenzierung ihrer Technologie bzw. dem Verkauf ihrer Produkte. Sollte kein Markt für die Technologie entstehen, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Die Softwareindustrie ist durch sich rasant verändernde Märkte und Technologien, immer wieder neu entstehende Normen und Vorschriften, regulatorische Beschränkungen und die häufige Einführung neuer Produkte gekennzeichnet. Auf Grund der Einführung neuer Produkte und der damit verbundenen neuen Technologien, sowie der häufigen Entstehung neuer Normen und regulatorischer Beschränkungen besteht die Gefahr, dass die Produkte der Gesellschaft schnell veralten bzw. weniger wettbewerbsfähig oder marktgängig werden. Das Entwicklungsverfahren für die Technologie der Gesellschaft ist extrem komplex und bedarf einer umfangreichen und kontinuierlichen Entwicklungstätigkeit. Der Erfolg der Gesellschaft hängt auch von der Fähigkeit zur rechtzeitigen, kosteneffizienten und kontinuierlichen Verbesserung ihrer bestehenden Technologien, der Entwicklung neuer, auf die zunehmende Komplexität und Wandlung der Marktanforderungen abgestimmter Technologien sowie der Berücksichtigung des allgemeinen technologischen Fortschritts und der immer wieder neu entstehenden Normen ab. Es besteht die Möglichkeit, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, neue Technologien zu entwickeln, die allgemeine Akzeptanz finden.

Es gibt keine Gewähr dafür, dass es der Gesellschaft künftig weiter gelingen wird, innovative neue Produkte zu entwickeln. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bereits entwickelte Technologien veralten. Möglicherweise wird die Gesellschaft künftig nicht in der Lage sein, den sich ständig weiterentwickelnden Anforderungen des Marktes Rechnung zu tragen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wettbewerber Produkte gleicher oder höherer Qualität und Funktionalität zu günstigeren Preisen anbieten, oder dass die Gesellschaft aus technischen, rechtlichen, finanziellen oder sonstigen Gründen nicht imstande sein sollte, sich rechtzeitig auf Veränderungen der Marktbedingungen oder der Kunden- oder Endverbrauchernachfrage einzustellen.

Der Eintritt der vorgenannten Risiken kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Risiken aus künftigen Akquisitionen

Die Gesellschaft beabsichtigt, zukünftig sowohl in Europa als auch im Ausland, insbesondere in Nordamerika organisch und auch durch Akquisitionen und Zusammenschlüsse weiter zu wachsen.

Der Erfolg künftiger Unternehmenskäufe, Beteiligungen, Zusammenschlüsse oder anderen Beteiligungen ist grundsätzlich nicht gewährleistet. Trotz sorgfältiger Überprüfung könnten etwaige Fehleinschätzungen von Risiken sowie sonstige Misserfolge im Zusammenhang mit Akquisitionen, Beteiligungen und Joint Ventures erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

5.2 Chancen des Unternehmens

Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Tatsache, dass eine verlässliche Aussage über finanzielle Auswirkungen auf den Konzern kaum möglich ist, versucht die Gesellschaft sich vor möglichen negativen Folgen dadurch zu schützen, indem sie Abläufe verbessert und Kosten minimiert.

Die derzeitige Konjunkturlage birgt aber auch ganz besondere Chancen. Kunden versuchen ebenfalls zu optimieren, Gelder einzusparen oder umzustrukturieren. Der Wunsch von Unternehmen und Kunden nach Outsourcing sowie nach der effizienteren Ausgestaltung bereits vorhandener Softwarelösungen muss aufgegriffen und muss als Chance der verschiedenen Geschäftsbereiche verstanden werden. In Zeiten einer schwachen Konjunktur muss es die Gesellschaft verstehen, von ihrer Marktführerschaft und dem vertrauensvollen Verhältnis zu ihren Kunden zu profitieren. Gerade dieses Verhältnis bringt Kunden dazu, bevorzugt mit bewährten Partnern zusammenzuarbeiten.

Das einzigartige Produktset des Konzerns bietet aufgrund den immer steigenden Anforderungen an professionelle und sichere Kommunikation Kunden aus dem Großunternehmensumfeld und dem Mittelstand intelligente Lösungen zur effizienten und gesetzeskonformen Abbildung wesentlicher Unternehmensprozesse wie E-Mail Kommunikation, Customer Relationship Management und Archivierung. Gerade hier müssen Chancen für Unternehmen kommuniziert werden, langfristig drastische Kosteneinsparungen zu erzielen.

Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund des Angebotes an on-demand Lösungen ab Sommer 2009. Flexible Nutzungsmöglichkeiten und Lizenzmodelle bedeuten für die Kunden der GROUP "simple to buy" – einfach zu kaufen, weil passend.

Der Servicebereich wird weiter ausgebaut, um der zunehmenden Nachfrage nach Dienstleistungen gerecht zu werden. Gerade die Zunahme an gesetzlichen Regelungen im nationalen und internationalen Umfeld und die Zunahme an elektronischen Informationen insgesamt fordert die entsprechende Reaktion von Unternehmen in Bezug auf die Ausrichtung ihrer Kommunikationsstrukturen. Hier liegt das Potenzial.

Dabei sind die Märkte in den USA und Westeuropa am stärksten mit dieser Plattform durchdrungen, während die Märkte in Asien und Südamerika das größte Wachstum für diese Plattform aufweisen.

6. Prognosebericht

Anfang des Jahres 2009 befindet sich die Weltwirtschaft in einer deutlichen Abschwungphase; der Negativtrend hält bereits zwei Quartale an. Weltweit versuchen Regierungen und Notenbanken gegenzusteuern, indem sie Maßnahmen beschließen, die die Konjunktur wieder in Gang bringen sollen, sei es durch Zinssenkungen, durch Steuererleichterungen oder durch anderweitige Rettungspläne für Banken oder Unternehmen. Bislang bleibt jedoch die Unsicherheit außerordentlich hoch.

Die Kommission der Europäischen Union sieht für 2009 einen deutlichen Wachstumsrückgang des Bruttoinlandsproduktes für die EU-Staaten und die Euro-Zone voraus.

Für das reale Bruttoinlandsprodukt in 2009 sehen die Experten der EU einen Rückgang von jeweils rund 2% (Deutschland 2,3%) gegenüber dem Jahr 2008. Erst für 2010 wird ein moderater Anstieg von 0,5% erwartet. Gleichzeitig erwartet die Kommission einen sich abschwächenden Preisanstieg von zuletzt 3,8% in 2008 auf etwa 1% in 2009 und knapp unter 2% für 2010.

Fraglich ist, ob die geplanten Konjunkturmaßnahmen in den USA den Rückgang des Bruttoinlandproduktes wirklich vermeiden können (IWF: -1,6%; OECD: -0,9).

Auch in der Eurozone wird sich der Abschwung wohl weiter fortsetzen, auch wenn die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank, der niedrige Ölpreis und der schwächere Euro sowie die geschnürten Konjunkturpakete im Laufe des Jahres langsam Wirkung zeigen sollten.

Neben den traditionellen Themenbereichen der GROUP wie Security, Compliance, Archiving und Customer Relationship Management stellt die Gesellschaft mit dem Einstieg in den SaaS (Software-as-a-Service) Markt und dem Angebot an "Cloud Computing" Modellen wesentliche Weichen für eine Kette zukünftiger Produktinnovationen. Gerade im Umfeld von SaaS erwarten Analysten, dass bis 2011 diese Lösungen zwischen 20 und 25% des Softwarelizenzmarktes - insbesondere für CRM und E-Mail-Applikationen - gewinnen werden. Gleichzeitig bedeutet dies, dass mehr als 75% des Marktes weiterhin auf so genannte On-premise-Lösungen setzen. Unabhängig von der individuellen Kundenpräferenz zu den bestehenden Lösungen ist GROUP durch diesen Markteintritt in der Lage diesen erweiterten Markt aus einer Hand zu bedienen.

Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen Ihre Chancen, Risiken und Ihre Auswirkungen auf unterschiedliche Branchen sind von großer Bedeutung für die Unternehmen des Konzerns.

Die globale Wirtschaftslage hat sich in den vergangenen Monaten über alle Branchen und Regionen in beispielloser Weise verschlechtert.

In Zeiten dieser massiven Konjunkturabschwächungen sind die Prognosen neben der üblichen Schwankungsbreite mit außergewöhnlichen Unsicherheiten behaftet. Einerseits besteht ein zusätzliches Abwärtsrisiko, je nachdem, wie sich die Finanzkrise auswirkt und wie stark die negative Rückkopplung zwischen dem finanz- und realwirtschaftlichen Sektor der Volkswirtschaften ausfällt. Andererseits könnte das Wachstum die Erwartungen dann übertreffen, wenn z.B. die erheblichen Konjunkturprogramme das Vertrauen der Investoren und Verbraucher schneller als angenommen wiederherstellen. Auch die Inflationsrisiken erscheinen angesichts der Entwicklungen bei den Rohstoffpreisen und der weltweiten Verschlechterung der Wirtschaftsaussichten ausgewogen.

Gleichwohl ist es schwierig, in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation verlässliche Aussagen über den Verlauf des gesamten aktuellen Geschäftsjahres zu machen. Wir gehen derzeit davon aus, dass bei weiterhin unverändertem Akquisitionstempo eine Steigerung des Konzernumsatzes von insgesamt 15-20% möglich ist. Dies setzt jedoch nicht nur das Vorhandensein geeigneter Finanzierungsmethoden und in jeglicher Hinsicht kompatibler Akquisitionsobjekte voraus, sondern auch die Bereitschaft der neuen Firmenteile den in solchen Konstellationen oft notwendigen Restrukturierungskurs aktiv mitzugestalten. Wir erwarten ein darin enthaltenes organisches Umsatzwachstum von etwa 8%. Die Ergebnisrelationen erwarten wir in der gleichen Struktur wie im Jahr 2008. Aufgrund der allgemein unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung und dem auch von anderen Branchen festgestellten wirtschaftlichen Druck ist für die Gesellschaft und den Konzern ein geringeres organisches Wachstum als 2008 zumindest in den kommenden beiden Jahren denkbar. Gerade vor diesem Hintergrund spielt die Akquisitionsstrategie der Gesellschaft eine zunehmende Rolle.

Die Prognosen und Aussagen der Gesellschaft und der Konzerngesellschaften beruhen auf zahlreichen Annahmen und unterliegen der Bedingung, dass die Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftsschwäche nicht schneller oder intensiver im Markt zu spüren sind und sich daraus negative Auswirkungen auf unseren geplanten Geschäftsverlauf ergeben. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen.

7. Vergütungsbericht

Das Vergütungssystem der GROUP Business Software AG sieht unterschiedliche Vergütungskomponenten für die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder vor. Die Vergütungskomponenten unterscheiden sich dabei hinsichtlich ihrer Höhe und ihrer Struktur.

Die Gesamtstruktur der Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Dem Vorstand wird eine leistungsorientierte (bezogen auf die Tantieme) Vergütung gewährt. Die Vergütung besteht aus dem Fixum, das erfolgsunabhängig ist und der Tantieme die leistungsbezogen ist. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder Zuschüsse zur Altersvorsorge.

In der Satzung der Gesellschaft ist die Möglichkeit zur Ausgabe von Aktienoptionen als langfristige Anreizwirkung vorgesehen. In der Vergangenheit wurden allerdings nur vereinzelnd Optionsrechte gewährt, sodass das aktuelle Vergütungssystem diese Form der Vergütung nicht mehr vorsieht.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung des Vorstands bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands insgesamt, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftschancen des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsfeldes.

Eine Zusage von Leistungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ist in den Vorstandsverträgen zurzeit nicht geregelt.

Die variable Vergütung ist abhängig von dem Erfolg des Konzerns. Dabei finden die im Unternehmen verwendeten Steuerungskennzahlen Anwendung.

Der Vorstand hat für seine Tätigkeiten in den Tochtergesellschaften keine Vergütungen erhalten.

Dem Vorstand wurden seitens der Gesellschaft keine Kredite gewährt.

Die Aufsichtsratvergütung wird von der Hauptversammlung bestimmt und ist in § 12 der Satzung festgelegt. Im Hinblick auf die sachneutrale Arbeit des Aufsichtsrats und losgelöst vom operativen Geschäft erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats keine erfolgsabhängige Vergütung.

8. Berichterstattung der GROUP Business Software AG gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der GROUP Business Software AG ist geregelt in § 4 der Satzung und stellt rechtlich gesehen eine satzungsgemäß festgelegte Bilanzziffer dar. Es dient vorrangig der Sicherung von Gläubigern der Gesellschaft und beträgt 25.232.000,00 Euro, eingeteilt in 25.232.000 nennwertlose Inhaber-Stammaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie, wobei jede Stückaktie eine Stimme gewährt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Solche Beschränkungen bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.

Beteiligung von über 10 Prozent am Kapital

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 hält die vbv Vitamin-B Venture GmbH 10,55% (2.661.644 Stückaktien) der Stimmrechte an der GROUP Business Software AG.

Herr Joerg Ott hielt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 10,84% (72.500 Stückaktien privat und 2.661.644 Stückaktien über die vbv) der Stimmrechte an der GROUP Business Software AG, davon waren ihm 10,55% der Stimmrechte der vbv Vitamin-B Venture GmbH nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten wurden nicht ausgegeben.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Arbeitnehmer, die Aktien der GROUP Business Software AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist im Aktiengesetz geregelt. Die Vorschrift des § 84 AktG regelt die Einzelheiten der Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder. Diese Regelung verlagert die alleinige Personalkompetenz den Vorstand betreffend auf den Aufsichtsrat. Vorstandsmitglieder dürfen für höchstens fünf Jahre bestellt werden. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.

Bestimmungen über Änderungen der Satzung

Jede Änderung der Satzung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung (§ 179 AktG). Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist in der Satzung der GROUP Business Software AG dem Aufsichtsrat übertragen worden (§ 14). Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Satzungsänderungen werden mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam (§ 181 Abs. 3 AktG).

Befugnisse des Vorstands, insbesondere zur Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien

Der Gesellschaft stehen verschiedene Möglichkeiten offen, durch eine Erhöhung des Grundkapitals neues Kapital zuzufügen. Das genehmigte Kapital (geregelt in den §§ 202 bis 206 AktG) bezweckt die Erleichterung der Kapitalbeschaffung. Die Hauptversammlung kann den Vorstand daher ermächtigen, das Grundkapital bis zu einem bestimmten Nennbetrag zu erhöhen.

Diese Ermächtigung kann für die Zeitdauer von maximal fünf Jahren und höchstens für einen Nennbetrag von 50 Prozent des Grundkapitals erteilt werden. Bei der Gesellschaft besteht im Geschäftsjahr 2008 genehmigtes Kapital als Genehmigtes Kapital I 2008/2013 i. H. v. 10.000.000,00 Euro (§5 Abs. 1 der Satzung). Die Fünfjahresfrist läuft hier am 20.Juni 2013 ab. Daneben besteht ein Genehmigtes Kapital III i. H. v. 2.514.738,00 Euro. Die Fünfjahresfrist läuft hier zum 31. Oktober 2011 ab.

Das Genehmigte Kapital II ist zum Ablauf des 31. Oktober 2007 erloschen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 wurde das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I 2006/2011). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom 1. Januar des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31. Oktober 2011.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ist das Grundkapital um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endete mit Ablauf des 31. Oktober 2007.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.

Eisenach, 31. März 2009

Jörg Ott Markus Ernst

Vorstand Vorstand

Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2008 (zum 31.12.2008) GROUP Business Software AG Konzern gemäß IFRS

Notes
Aktiva
Bilanz
GROUP Business
Bilanz
GROUP Business
Software Konzern Software Konzern
31.12.2008 31.12.2007
EUR EUR
LANGFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Firmenwerte III.a.B. 2.1 25.467.053,66 21.713.733,65
sonstige immaterielle Vermögenswerte III.a.B. 2.2 / 2.3 4.920.377,55 4.580.799,81
Sachanlagen III.a.B. 1 291.336,58 589.069,43
Finanzanlagen III.a.B. 3 359.519,66 1.309.026,11
31.038.287,45 28.192.629,00
aktive latente Steuern III.a.B. 4 2.757.075,34 3.295.848,55
KURZFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Vorräte III.a.A. 4 72.274,80 0,00
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen III.a.A. 2 5.156.260,97 5.301.823,39
sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte III.a.A. 2 520.826,07 497.999,04
Zahlungsmittel III.a.A. 1 2.661.394,82 1.459.035,08
8.410.756,66 7.258.857,51
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten III.a.A. 3 1.216.791,39 1.213.532,37
SUMME VERMÖGENSWERTE 43.422.910,84 39.960.867,43
Passiva Bilanz Bilanz
GROUP Business GROUP Business
Software Konzern Software Konzern
31.12.2008 31.12.2007
EUR EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital III.a.B. 1.1 25.232.000,00 25.232.000,00
Kapitalrücklage III.a.B. 2 3.269.507,16 3.269.507,16
Rücklage für Währungsumrechnung III.a.B. 4 22.858,75 35.074,38
Ergebnisvortrag III.a.B. 3 -404.010,54 -1.616.609,97
Konzernergebnis III.a.B. 3 1.833.349,35 1.212.599,43
Minderheitenanteile III.a.B. 11 2.539,59 -199.296,43
29.956.244,31 27.933.274,57
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen III.a.A. 4 99.314,00 118.267,00
sonstige langfristige Rückstellungen 0,00 167.500,00
langfristige finanzielle Verbindlichkeiten III.a.A. 1 1.689.471,03 0,00
langfristige sonstige Verbindlichkeiten III.a.A. 2 1.041.873,85 982.439,96
2.830.658,88 1.268.206,96
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen + Leistungen III.a.A. 3 2.571.647,78 1.997.970,34
Sonstige Verbindlichkeiten III.a.A. 7 1.358.216,51 1.427.325,07
übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten III.a.A. 1 73.080,33 164.247,23
sonstige kurzfristige Rückstellungen III.a.A. 6 2.671.615,49 2.953.181,87
6.674.560,11 6.542.724,51
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten III.a.A. 8 3.961.447,54 4.216.661,39
SUMME EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 43.422.910,84 39.960.867,43
Group Business Group Business
Gewinn- und Verlustrechnung Notes Software Konzern Software Konzern
01.01.-31.12.2008 01.01.-31.12.2007
EUR EUR
Umsatzerlöse III.b 1. 23.769.324,51 20.732.411,32
Erträge aus aktivierten Eigenleistungen III.b 2. 1.254.594,74 718.228,37
Sonstige betriebliche Erträge III.b 3. 778.343,15 1.274.525,86
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen III.b 4. 5.209.507,36 4.314.367,54
Rohertrag 20.592.755,04 18.410.798,01
Personalaufwand III.b 5. 10.336.049,70 9.054.992,79
Sonstige betriebliche Aufwendungen III.b 7. 5.758.734,57 5.305.806,26
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Abschreibungen
(EBIT DA) 4.497.970,77 4.049.998,96
Abschreibungen III.b 6. 1.840.420,43 1.702.766,36
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2.657.550,34 2.347.232,60
Zinserträge/-aufwendungen III.b 8. -84.946,22 -118.875,07
anteiliger Gewinn aus assoziierten Unternehmen III.b 9. 17.409,02 28.035,61
Abschreibung auf Finanzanlagen III.b 8. 0,00 250.000,00
Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) 2.590.013,14 2.006.393,14
Steuern III.b 10. -754.835,00 -758.411,31
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag vor
Minderheitenanteilen 1.835.178,14 1.247.981,83
Ergebnisanteile von Minderheiten III.b 11. -1.828,79 -35.382,40
Konzernergebnis
1.833.349,35 1.212.599,43
Ergebnis pro Aktie III.a B. 3.1 0,07 0,05
Cash flow statement zum 31.12.2008 (IFRS) 2008 2007
TEUR TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis zum 31. Dezember vor Steuern 2.590 2.006
Berichtigungen für
1. Abschreibungen/Zuschreibungen 1.840 1.953
2. Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste, netto
3. Zinserträge
4. Zinsaufwendungen
5.a. (-) Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
5.b. (+) Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
Betriebliches Ergebnis vor Änderungen im Nettoumlaufvermögen 4.430 3.959
6. (-/+) Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL und sonstigen Aktiva
Vorräte -72 69
Forderungen 241 -1.855
Lieferantenverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten -375 2.880
7. (-/+) Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 4.224 5.053
8. Zinszahlungen
9. Zahlungen für Ertragsteuern 0
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus fortgeführter laufender Geschäftstätigkeit 4.224 5.053
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus nicht fortgeführter laufender Geschäftstätigkeit
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 4.224 5.053
TEUR TEUR
Investitionstätigkeit
Ein- und Auszahlungen für:
1. Erwerb von immateriellem Anlagevermögen -4.671 -3.324
2. Erwerb von Sachanlagevermögen -125 -356
3. Erlöse aus dem Abgang für Sachanlagevermögen 0 0
4.a Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -11 -34
4.b abzüglich erhaltener Zahlungsmittel 0 0
5.a. Veräußerung von konsolidierten Unternehmen 0
5.b abzüglich abgehender Zahlungsmittel 0 0
6. Abgang/Zugang von kurzfristigen Finanzanlagen 0 0
7. Zugang von Finanzanlagen und sonstigen langfristigen Vermögensgegenständen 0
8. Erhaltene Zinsen 0
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus der Investitionstätigkeit -4.808 -3.715
Cash flow statement zum 31.12.2008 (IFRS) 2008 2007
Finanzierungstätigkeit TEUR TEUR
Ein- und Auszahlungen für:
Zu-/Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 1.689 727
Eigenkapitalerhöhungen 200 -163
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0
Zu-/Abnahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 0 -2.147
Mittelzufluss (+) / Mittelabfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit 1.889 -1.582
ÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS 2008 2007
TEUR TEUR
Zahlungsmittelbestand zum 1.1.2008 1.295 1.501
Veränderung des Zahlungsmittelbestandes
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 4.224 5.053
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit -4.808 -3.715
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit 1.889 -1.582
Währungsausgleich -12 38
Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2008 2.588 1.295

Anhang zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2008 (zum 31.12.2008) GROUP Business Software AG Konzern gemäß IFRS

Allgemeine Angaben

Die GROUP Business Software AG (nachfolgend kurz als "GROUP" bezeichnet) mit ihrem Sitz in Eisenach, Hospitalstraße 6 (Deutschland), ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 405713 eingetragen. Sie ist das Mutterunternehmen des GROUP-Konzerns. Die GROUP ist am geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Hinsichtlich der Art der Geschäftstätigkeit und der Hauptaktivitäten verweisen wir auf den Lagebericht und die Segmentberichterstattung unter Abschnitt VII.

Der Vorstand wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 29. April 2009 zur Veröffentlichung freigeben.

Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 20. April 2009. Der zum 31. Dezember 2008 aufgestellte Konzernabschluss und der Lagebericht wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers gemäß § 325 HGB bekannt gemacht.

Der Konzernabschluss der GROUP ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der EU anerkannten Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London / Großbritannien sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips mit Ausnahme gewisser Positionen, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die mit ihrem Zeitwert ausgewiesen werden. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Wertansätze, die auf steuerlichen Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2008).

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz beinhaltet der IFRS-Konzernabschluss als weitere Komponenten die Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, die Kapitalflussrechnung und den Anhang. Der separate Bericht über die Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht gemäß § 315 Abs. 1 HGB) ist im Lagebericht enthalten.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

Minderheitsanteile konzernfremder Gesellschafter sind als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Stichtagen sowie die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung auf Basis der laufenden Ereignisse und Maßnahmen beruhen, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen.

Im Geschäftsjahr 2008 fanden die von der EU verabschiedeten Rechnungslegungsstandards und Interpretationen, soweit sie auf den GROUP-Konzern anwendbar waren, Anwendung.

Die folgenden Standards und Interpretationen bzw. Regelungen der IASB treffen für die Geschäftstätigkeit der GROUP nicht zu bzw. werden aufgrund des gegebenen Wahlrechts erst in den folgenden Konzernabschlüssen der GROUP berücksichtigt:

  • IAS 39, IFRS 7 "Umgliederung finanzieller Vermögenswerte"
  • IAS 23 "Borrowing Costs"
  • IFRIC 11, IFRIC 12, IFRIC 13, IFRIC 14.

Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte jedoch einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Berichtsperiode.

I. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

1. Konzern- und Beteiligungsunternehmen

1.1 Einbezogene Tochterunternehmen

In den Konzernabschluss der GROUP Business Software AG sind die folgend aufgeführten Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen worden; im Vorjahr waren dies neun Tochterunternehmen.

Verbundenes Unternehmen Sitz Eigenkapital
zum
31.12.2008
Anteil am
gez. Kapital
Ergebnis des
Geschäftsjahres
Zeitpunkt
der
Erstkonso
lidierung
Euro Euro % Euro
ebVOKUS Software GmbH Dresden 61.269,54 40.000,00 100,0% 5.417,81 01.11.05
arcaTRUST Software GmbH Dresden -
58.343,24
25.000,00 100,0% -
5.976,11
01.10.05
GEDYS Software Holding OY Helsinki (FIN) 1.375.043,03 64.000,00 100,0% 219.403,71 31.12.05
GEDYS IntraWare GmbH Eisenach 1.243.922,51 50.000,00 100,0% 490.450,95 31.12.05
GEDYS Internet Products
N.V.
Den Haag (NL) - 1.572.349,52 100.000,00 100,0% -
47.138,03
31.12.05
GROUP Business Software
Corporation
Dover/Delaware
(USA)
-
151.777,74
847,67 100,0% -
215.244,76
31.12.05
GEDYS (SALES) UK
LIMITED
Warrington (GB) -
482.132,12
21.951,85 100,0% -
186.456,07
31.12.05
Relavis Corporation New York (USA) -
160.149,91
1.064,25 99,5% 363.049,53 01.08.07
immediat Information
Management GmbH *
Bramsche 93.225,61 25.564,59 100,0% 13.253,18 01.11.08

Bei der GEDYS IntraWare GmbH und der GEDYS (SALES) UK LIMITED handelt es sich um mittelbare 100%-ige Beteiligungen. Zwischen der GROUP Business Software AG als herrschendem Unternehmen und der GEDYS IntraWare GmbH ist am 30. April 2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Diesem wurde durch die Gesellschafterversammlung der GEDYS IntraWare GmbH am 30. April 2008 und durch die Hauptversammlung der GROUP am 20. Juni 2008 zugestimmt. Er wurde mit Datum vom 26. August 2008 vom zuständigen Registergericht in das Handelsregister des Amtsgerichtes Fulda eingetragen.

Die Liquidation der GEDYS Symfoni Nordic AS konnte zum Bilanzstichtag abgeschlossen werden. Der Erlös (6,4 TEuro) aus der Liquidation wird in 2009 zur Auszahlung kommen und ist unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2008 erwarb die GROUP Business Software AG die restlichen 50% der Anteile an der SPEECHSPHERE LLC. (im Vorjahr Ausweis unter assoziiertes Unternehmen) durch Hingabe von 2,5% an der Net2Voice Inc. Nach Gründung der GROUP Business Software Corp. wurde die GT US Inc. d/b/a GROUP Technologies und die SPEECHSPHERE LLC. auf diese neue Gesellschaft verschmolzen.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation bei Erstkonsolidierung der SPEECHSPHERE LLC. stellte die Aixplain-Technologie den größten Einzelvermögenswert dar, welcher bereits im Konzern genutzt wird und zu seinem Fair Value bilanziert ist. Daher erfolgte die Zuordnung des Kaufpreisanteils vollständig auf den Geschäfts- oder Firmenwert.

Der Anteil an der Relavis Corp. konnte im Berichtsjahr auf nunmehr 99,5% durch entgeltlichen Erwerb um 38,7% erweitert werden. Da bereits in 2007 bei Erstkonsolidierung eine Aktivierung der allokierten Vermögenswerte erfolgte, wurde der schrittweise Erwerb der Anteile in 2008 vollumfänglich dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet.

Zwischen der GROUP Business Software AG als herrschendem Unternehmen und der arcaTRUST Software GmbH ist am 28. April 2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Diesem wurde durch die Gesellschafterversammlung der arcaTRUST Software GmbH am 28. April 2008 und durch die Hauptversammlung der GROUP am 20. Juni 2008 zugestimmt. Er wurde mit Datum vom 26. Februar 2009 vom zuständigen Registergericht in das Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim eingetragen. Des Weiteren wurde am 26. Februar 2009 die Umfirmierung der arcaTRUST Software GmbH in GROUP Technologies GmbH in das Handelsregister eingetragen und gleichzeitig erfolgte eine Verlegung des Firmensitzes von Dresden nach Karlsruhe.

Ebenso erfolgte am 13. März 2009 die Umfirmierung der GEDYS Internet Products N.V. in GROUP LIVE N.V..

Des Weiteren erwarb die GEDYS IntraWare GmbH am 06. November 2008 100% der Anteile an der immediat Information Management GmbH, Bramsche.

Die Akquisition wirkt sich wie folgt auf Vermögen und Schulden des Konzerns aus:

TEuro
Goodwill 345,0
Immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation 0,0
Sachanlagen 12,7
Umlaufvermögen 269,5
Rückstellung und Verbindlichkeiten -202,2
Erworbenes Reinvermögen 425,0

Im Rahmen der Kaufpreisallokation bei Erstkonsolidierung der immediat Information Management GmbH konnten keine gesondert zu aktivierenden Vermögenswerte identifiziert werden, da die Gesellschaft bereits als Vertriebspartner die Kunden der GROUP betreute und als "verlängerte Werkbank" fungierte. Daher erfolgte eine Zuordnung des entsprechenden Kaufpreisanteils vollständig auf den Geschäfts- und Firmenwert.

1.2 Assoziierte Unternehmen

Aufgrund der fehlenden Beherrschung bzw. Kontrolle wurde die B.E.R.S. AD, Warna (Bulgarien) als assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss erfasst. Die Beteiligung der GROUP Business Software AG an der B.E.R.S AN, mit Anschaffungskosten in Höhe von 265.000,00 Euro, beträgt 50%. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der 31. Dezember 2006. Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist diese Gesellschaft ein Jahresergebnis in Höhe von 34.818,04 Euro aus. Im Geschäftsjahr 2008 wurden 17.409,02 Euro als Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen.

Zusammengefasste Finanzinformationen
Assoziiertes
Unternehmen
Gesamtwert
Vermögens
werte
Schulden Umsatzerlöse Jahresergebnis
2008
Euro Euro Euro Euro
B.E.R.S. AD 322.236,70 67.111,30 124.212,26 34.818,04

II. Konsolidierungsgrundsätze

1. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend Geschäfts- oder Firmenwerte, erworbene Software sowie aktivierte Softwareentwicklungsleistungen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die Entwicklungskosten nach IAS 38 aktivierungsfähig sind, werden diese mit den zurechenbaren Personal- sowie Gemeinkosten angesetzt.

Selbst erstellte Software kann zum Vertrieb an Dritte bestimmt sein oder vom Unternehmen selbst genutzt werden. Sofern die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst.

Die GROUP schreibt in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Darüber hinaus wird bei Vorliegen besonderer Umstände im Sinne von IAS 36 ein Werthaltigkeitstest vorgenommen und gegebenenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Nutzungsdauer für erworbene Software beträgt zwischen drei bis fünf Jahren, für selbsterstellte Software drei Jahre.

Die im Rahmen einer Akquisition erworbenen immateriellen Vermögenswerte, die nicht die Kriterien einer separaten Erfassung erfüllen, werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und einmal jährlich hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit in Form eines Impairmenttests überprüft. Sofern die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird im GROUP-Konzern grundsätzlich der Nutzungswert herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historische Entwicklungen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die erwarteten Wachstumsraten der betreffenden Märkte zugrunde gelegt.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird linear (pro rata temporis) über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich Nutzungszeiträume von 3 bis 10 Jahren zugrunde.

Sofern Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw. Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einen anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Derivative Finanzinstrumente im Sinne IAS 32 werden zum Bilanzstichtag nicht gehalten. Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald ein Unternehmen des GROUP-Konzerns Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Leistung des Vermögenswertes innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d.h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den GROUP-Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden unsaldiert ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden – ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit dem Erstbuchwert abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen sowie pauschalierten Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt.

Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu qualifizieren, hat die GROUP bislang keinen Gebrauch gemacht.

Eigene Aktien

Eigene Aktien werden in Höhe der Anschaffungskosten offen als Kürzung des Eigenkapitals ausgewiesen.

Latente Steuern

Latente Steuern gemäß IAS 12 werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz gebildet (Temporary-Konzept). Daneben sind latente Steuern aus Verlustvorträgen zu erfassen, sofern damit zu rechnen ist, dass sie genutzt werden können. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Vorräte

Unter den Vorräten wird gemäß IAS 2 (Inventories) zum Bilanzstichtag der zum Verkauf bestimmte Warenbestand ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die angesetzte Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die Pensionsrückstellung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet.

Steuerverbindlichkeiten

Die Steuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Andere Rückstellungen

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Resultiert aus der geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsätze – nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen – werden zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. der Leistungserbringung und bei Vorliegen einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit, dass der aus der Transaktion entstehende ökonomische Nutzung zufließen wird, realisiert.

Die Realisierung von Wartungserlösen erfolgt nach IAS 18 anteilig über den vertraglichen Leistungszeitraum. Beratungs- und Schulungsleistungen werden mit Leistungserbringung realisiert. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten.

Andere aktivierte Eigenleistungen

An dieser Position werden die unter den immateriellen Vermögenswerte zu aktivierenden Entwicklungsleistungen ausgewiesen. Sie umfassen ausschließlich Personalaufwendungen und angemessene anteilige Gemeinkosten. Im Berichtsjahr werden erstmalig Entwicklungsaufwendungen für ein Projekt bei der GEDYS IntraWare GmbH aktiviert.

Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass für die Bewertung bestimmter Bilanzposten und für den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Realisierbarkeit von zukünftigen Steuerentlastungen zu nennen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie die Cashflows des GROUP-Konzerns maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind und sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und somit deren Folgen schwer abzuschätzen sind.

Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ergaben sich Unterschiede zu den deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB, AktG), insbesondere durch:

  • Aktivierung von Entwicklungskosten (IAS 38)
  • Die Bewertung von Pensionsrückstellungen (IAS 19)
  • Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag (IAS 21)
  • Die Bewertung von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten (financial assets held for trading) zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag (IAS 39)
  • Den Ansatz latenter Steuern aufgrund temporärer Differenzen und eines noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvortrages (IAS 12)
  • Die Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes (IAS 22) und die abweichende bilanzielle Darstellung der eigenen Anteile.

2. Währungsumrechnung

Konzerneinheitlich werden Fremdwährungsforderungen gem. IAS 21 § 11 grundsätzlich mit dem Geldkurs am Buchungstag bewertet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Briefkurs am Buchungstag bewertet.

Im Konzernabschluss erfolgt die Währungsumrechnung der Bilanzpositionen der ausländischen Unternehmen grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2008.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs (Mittelkurs des abgelaufenen Geschäftsjahrs) bewertet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Wesentliche Änderungen gegenüber der gemäß IAS 21 § 30 dargestellten Methode der Währungsumrechnung – Umrechnung zu Kursen am Tag des Geschäftsvorfalls ergeben sich nicht. Sicherungsgeschäfte werden nicht vorgenommen.

Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital sowie in den Anhangstabellen gesondert als "Währungsänderungen" ausgewiesen.

3. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) in Verbindung mit IFRS 3 (Business combinations) durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Die gruppeninternen Lieferungen und Leistungen erfolgen sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen. Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

4. Finanzierungsrechnung

Die Finanzierungsrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des GROUP-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cashflow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände und Guthaben sowie kurzfristig fällige Überbrückungsgelder bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Bankenverbindlichkeiten. Die Finanzierungsrechnung stellt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zwischen zwei Stichtagen dar. In diesen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind zum 31. Dezember 2008 Zuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten.

Grundsätzlich muss daher die Finanzierungsrechnung die Gesamtheit aller Mittelzu- und -abflüsse beinhalten. Die zum Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow) korrespondierenden Größen werden in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft detailliert ausgewiesen. Das operative Ergebnis, das den Aufsatzpunkt für die Finanzierungsrechnung darstellt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführende Geschäft ausgewiesen.

5. Kaufpreisallokation und Werthaltigkeitsprüfungen

Geschäfts- oder Firmenwerte, auch solche aus der Kapitalkonsolidierung, werden seit dem 1. Januar 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben.

Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) und dem in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standard IAS 36 (Impairment of Assets) werden Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung gegebenenfalls häufiger durchzuführen.

Die GROUP hat die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Buchwert von insgesamt 25.467 TEuro für Zwecke des Impairment Tests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt.

Als Cash Generating Units wurden dabei die voll konsolidierten Tochtergesellschaften und die Muttergesellschaft des Konzerns definiert. Sofern deren operativer Geschäftsbetrieb zusammengefasst von der GROUP geplant, budgetiert und kontrolliert wird, erfolgt eine entsprechende Zusammenfassung. Aufgrund der in 2005 vollzogenen Verschmelzungen wurden die Firmenwerte der ehemaligen globalwords AG sowie der GAP AG der GROUP Business Software AG zugeordnet und betragen zum Stichtag 7.810 TEuro.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde infolge des Erwerbs der immediat Information Management GmbH ein Firmenwert in Höhe von 345 TEuro sowie durch die Erstkonsolidierung der SPEECHSPERE LLC. in Höhe von 938 TEuro gebildet. Ebenso erhöhte sich der bereits im Vorjahr gebildete Firmenwert der Relavis Corp. um den weiteren Anteilserwerb auf nunmehr 99,5% der Geschäftsanteile um 2.470 TEuro.

Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die Buchwerte der zahlungsgenerierenden Einheiten inklusive zugeordnetem Goodwill dem entsprechenden erzielbaren Betrag zum 31. Dezember 2008 gegenübergestellt. In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust vor. Im Geschäftsjahr 2008 ergab sich kein Wertminderungsbedarf.

Der erzielbare Betrag wird auf der Grundlage des Nutzungswerts bestimmt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Geschäftseinheit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich auf die aktuellen Planungen der GROUP für die Jahre 2009 bis 2013. Die Cashflows ab 2014 sind auf Basis einer stetigen Wachstumsrate von 1,0% p.a. extrapoliert worden.

Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind. Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen des Unternehmens dar. Beide Komponenten werden aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen der Konzerngesellschaften Rechnung zu tragen, werden für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten individuelle Kapitalkosten nach Ertragsteuern ermittelt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts der Muttergesellschaft des Konzerns wurden die erwarteten Cashflows mit Zinssätzen zwischen 9,17% (Zahlungen des Jahres 2009) und 8,25% (Zahlungen ab dem Jahr 2014) diskontiert.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzernerfolgsrechnung

III. a Erläuterungen zur Konzernbilanz

VERMÖGENSWERTE

A. Kurzfristige Vermögenswerte

1. Liquide Mittel

Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.626 TEuro (Vj. 1.436 TEuro) und umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag.

In der Kapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfonds neben den in dieser Position aufgeführten Zahlungsmitteln auch die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 36 TEuro (Vj. 26 TEuro) als liquiditätsnahes Vermögen.

2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichts- und Vorjahr kann dem nachfolgenden Forderungsspiegel entnommen werden.

Euro Euro Euro Euro Euro Euro
Forderungen
Stand 01.01.08
5.301.823 Forderungen
Stand 01.01.07
3.020.391
+ Zugang/
- Abgang
546.059 + Zugang/
- Abgang
2.455.253
EWB
Stand 01.01.08
-598.141 EWB
Stand 01.01.07
-496.770
- Zuführung/
+ Inanspruchnahme EWB 2008
-682.145 -682.145 - Zuführung/
+ Inanspruch-
nahme
EWB 2007
-101.371 -101.371
EWB
Stand 31.12.08
-1.280.286 EWB
Stand 31.12.07
-598.141
PWB
Stand 01.01.07
-69.912 PWB
Stand 01.01.07
-66.009
- Zuführung/
+ Auflösung PWB 2008
-9.476 -9.476 - Zuführung/
+ Auflösung
PWB 2007
-72.450 -72.450
PWB
Stand 31.12.08
-79.388 PWB
Stand 31.12.07
-138.459
Forderungen
Stand 31.12.08
5.156.261 Forderungen
Stand 31.12.07
5.301.823

Eine Altersanalyse der Forderungen, welche zum Abschlussstichtag überfällig waren, jedoch nicht wertgemindert wurden, können der nachfolgende Übersicht entnommen werden.

Überfälligkeit in Tagen von 41 bis 80 von 81 bis 98 von 99 Gesamtergebnis
überfällige Forderungen 255.156,29 69.675,78 1.126.462,31 1.451.294,38

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen sind im Geschäftsjahr 2008 mit 22 TEuro (Vj. 33 TEuro) entstanden.

Die Restlaufzeit der Forderungen liegt mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Kautionen unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögenswerte umfassen Steuererstattungsansprüche (281 TEuro; Vj. 162 TEuro), sonstige gewährte Darlehen (89 TEuro; Vj.148 TEuro) sowie Mietkautionen (117 TEuro; Vj.116 TEuro).

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen in Höhe von 1.217 TEuro (Vj. 1.214 TEuro) Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Der maßgebliche Anteil hieran begründet sich in einer Anzahlung auf einen Umsatzanteil für eine Basistechnologie in Höhe von 975 TEuro, die aufgrund zukünftiger Umsätze bis zum Geschäftsjahr 2012 aufgelöst werden wird.

4. Vorräte

Zum Jahresende wurde ein Warenbestand an Handelswaren in Höhe von 72 TEuro (Vj. 0 TEuro) bilanziert.

B. Langfristige Vermögenswerte

1. Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern wurden konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet.

Abschreibungen der in der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgeführten Computer-Hardware werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verteilt. Die Abschreibungsdauer sonstiger Büroeinrichtungsgegenstände beläuft sich auf drei bis zehn Jahre. Büromöbel werden über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren abgeschrieben.

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens kann dem Konzernanlagespiegel (Vgl. Anlage zum Konzernanhang) entnommen werden.

2. Immaterielle Vermögenswerte

2.1 Geschäfts- oder Firmenwert

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wird nach IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen eines Niederstwerttests (Impairment Test) auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Hinsichtlich der Zugänge zu den Firmenwerten aus dem Erwerb der Anteile an der Relavis Corporation sowie aus der Erstkonsolidierung der immediat Information Management GmbH und der SPEECHSPHERE LLC. verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt II.5.

Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung
GoF per
31.12.2007
in Euro
GoF per
31.12.2008
in Euro
global words AG 01.10.02 3.722.813 3.722.813
GROUP Technologies AG 01.09.05 2.891.588 2.891.588
GT US Inc. d/b/a GROUP Technologies 31.12.05 652.926 0
GROUP Business Software Corp. 31.12.08 0 1.590.988
GEDYS Internet Products N.V. 31.12.05 967.551 967.551
GEDYS Software Holding OY 31.12.05 7.084.365 7.084.365
GEDYS (SALES) UK LIMITED 31.12.05 2.020.286 2.020.286
ebVOKUS Software GmbH
GAP AG für GSM Applikationen und
01.10.05 324.091 324.091
Produkte 31.12.05 1.195.240 1.195.240
Relavis Corporation 01.08.07 2.854.874 5.325.104
immediat Information Management
GmbH GmbH
01.11.08 0 345.028
21.713.734 25.467.054

2.2 Entwicklungskosten

Die Kosten der Entwicklung neuer Softwareprodukte und die Weiterentwicklung bereits vermarkteter Produkte der GROUP Business Software AG werden in der Periode, in der sie anfallen, grundsätzlich als Aufwand erfasst. Soweit sie die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 §45 erfüllen, werden sie aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten können den abgegrenzten Produkten zugeordnet werden. Die technische Realisierbarkeit des Produktes ist ebenso wie ein Absatzmarkt für diese Produkte gegeben.

Die im Berichtsjahr angefallenen Entwicklungskosten resultieren aus dem der Entwicklungstätigkeit zuzurechnenden Personalkosten sowie Gemeinkosten, soweit diese mit der Entwicklungstätigkeit im Zusammenhang stehen und keine allgemeinen Verwaltungskosten darstellen. Die zurechenbaren Gemeinkosten werden direkt erfasst. Sie betrugen für den Bereich Entwicklung im Geschäftsjahr 2.351 TEuro (Vj. 2.246 TEuro).

Der Zugang zu den aktivierten Entwicklungsleistungen betrug im Berichtsjahr 1.255 TEuro (Vj. 718 TEuro), darunter aus den erstmaligen Ansatz der Entwicklungskosten bei der GEDYS IntraWare GmbH in Höhe von 527 TEuro.

Die aktivierten Entwicklungskosten werden ab dem Stadium der Marktfähigkeit der neuen Produkte bzw. der wesentlichen Weiterentwicklungen (major releases) grundsätzlich über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten (629 TEuro) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen" ausgewiesen.

2.3 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen

Die unter dieser Position bilanzierten immateriellen Vermögenswerte sind entgeltlich erworbene Lizenzen. In 2008 betrug der Zugang 938 TEuro (Vj. 2.930 TEuro).

Diese Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Nutzungszeiträume wurden konzerneinheitlich an den bei dem Mutterunternehmen verwendeten ausgerichtet. Die planmäßigen Abschreibungen werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Die Abschreibungen auf die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (1.031 TEuro; Vj. 1.527 TEuro) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Abschreibungen" ausgewiesen.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Zeitablauf kann gleichfalls dem Konzernanlagespiegel entnommen werden.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalten den Wert der 50%-igen Beteiligungen an dem assoziierten Unternehmen B.E.R.S. AD mit einem Buchwert von 293 TEuro (Vj. 275 TEuro).

Die Genossenschaftsanteile wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen) erfolgte mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital. Dem Wertansatz liegen entsprechende Mitteilungen der Versicherungsgesellschaften zugrunde. Erträge aus der Verzinsung der Finanzanlagen wurden – entsprechend dem Aufwand für die Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen – im Altersversorgungsaufwand ausgewiesen.

4. Aktive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 für zu erwartende Steuerminderungen und für zu erwartende Steuermehrbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten resultieren. Die Nutzung dieses latenten Steueranspruchs setzt voraus, dass positive Zukunftsergebnisse erwirtschaftet werden. Grundsätzlich können sich diese Bewertungsunterschiede zwischen der nationalen Steuerbilanz und der nationalen Handelsbilanz, der konzerneinheitlich bewerteten Bilanz und der nationalen Handelsbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und so genannten "Tax Credits" ergeben. Latente Steuern basieren auf den nach der Steuerreform ab 2008 geänderten Steuersätzen. Buchungen latenter Steuern auf Konzernebene erfolgen grundsätzlich unter Ansatz des Konzernsteuersatzes von 30,2% (Vj. 30,2%).

Die aktivierten Verlustvorträge sind vollumfänglich, über den Bilanzansatz zum 31. Dezember 2008 hinaus, durch ertragsteuerliche Verlustvorträge gesichert.

Die latenten Steueransprüche und -schulden werden saldiert unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen.

Nachfolgende Übersicht erläutert die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern.

31.12.2008 31.12.2007
TEuro TEuro
Latente Steueransprüche 2.757,1 3.295,8
Latente Steueransprüche 3.420,7 4.051,4
Verlustvorträge
GROUP Technologies AG 2.533,8 3.070,4
GROUP Technologies Inc. 87,6 2.621,4 38,1 3.108,5
Temporäre Differenzen aus:
unterschiedlicher Abschreibungsdauer LOGOS-Lizenz 677,1 767,4
unterschiedlicher Bewertung von Finanzanlagen 8,5 17,0
unterschiedlicher Bewertung der Drohverlustrückstellung 60,4 105,1
aus Ergänzungsbilanzen 53,3 799,3 53,3 942,8
Latente Steuerschulden 663,6 755,5
Temporäre Differenzen aus:
Aktivierung von Entwicklungskosten als Immaterielle Vermögenswerte 490,8 441,8
Kaufpreisallokation Relavis Corp. 172,8 313,7

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

A. Schulden

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2007 31.12.2008
TEuro TEuro
Darlehen 0 1.689
Kontokorrentkredite 164 73
164 1.690

Die unter den Darlehen ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten besitzen langfristigen Charakter und sind daher unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zählen nach IAS 39 § 8 i.V.m. IAS 32 zu den Finanzinstrumenten. Diese bestehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank und besitzen einen Kreditrahmen in Höhe von insgesamt 2.500 TEuro und sind durch eine stille Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Laufzeit des endfälligen Darlehens beträgt 5 Jahre. Aufgrund der variablen Zinssatzvereinbarung besteht ein Zinsänderungsrisiko bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Hinsichtlich der nicht maßgeblichen Kredithöhe ist dies allerdings zu vernachlässigen.

2. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.042 TEuro (Vj. 982 TEuro). Die Fremdkapitalkomponente ist in Übereinstimmung mit der Kategorisierung nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bilanziert. Der zugrunde gelegte Effektivzinssatz zum Bilanzstichtag beträgt 7,64%.

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 2.561 TEuro (Vj 1.997 TEuro).

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2008 auf 99 TEuro (Vj. 118 TEuro).

Der Berechnung der Rückstellungsverpflichtung für Pensionen lagen versicherungsmathematische Annahmen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens mit einem Zinssatz von 5,5% p. a. und einer Rentensteigerung von 1,5% p.a. zugrunde.

5. Steuerrückstellungen

Zum Bilanzstichtag wurden Steuerrückstellungen in Höhe von 266 TEuro für Ertragsteuern gebildet (Vj. 230 TEuro).

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft abzudecken. Dabei wird gemäß IAS 37 jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhaltes als der wahrscheinlichste ergibt.

Angaben in Euro Stand
01.01.2008
Verbrauch Auflösung Zuführung Währungs
differenzen
Stand
31.12.2008
Gehalt 781.674,52 902.836,91 31.358,71 1.165.478,33 3.466,67 1.016.423,90
Urlaub 190.609,79 195.546,79 5.200,00 188.937,00 0,00 178.800,00
Berufsgenossenschaft 23.760,00 15.596,47 6.560,85 22.997,32 0,00 24.600,00
Schwerbehindertenabgabe 10.000,00 4.320,00 5.680,00 10.400,00 0,00 10.400,00
Ausstehende Rechnungen 609.400,02 1.542.071,85 35.360,13 1.431.656,98 0,00 463.625,02
Drohende Verluste 348.200,00 172.476,00 0,00 24.276,00 0,00 200.000,00
Jahresabschluss-/Prüfungskosten 197.075,81 180.053,45 10.200,00 154.866,82 -3.013,18 158.676,00
Kulanz 100.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Sonstige Rückstellungen 396.912,60 365.569,43 36.684,09 95.255,63 -1.336,14 88.578,57
Gewährleistungen 82.000,00 0,00 0,00 1.000,00 0,00 83.000,00
Prozesskostenrückstellungen 134.300,00 30.000,00 27.300,00 5.000,00 0,00 82.000,00
Beratungskosten 16.349,13 16.349,13 0,00 0,00 0,00 0,00
GESAMT 2.890.281,87 3.424.820,03 158.343,78 3.099.868,08 -882,65 2.406.103,49

Die Rückstellung für Gehälter umfassen die gebildeten Rückstellungen für die variablen Gehälter der Vertriebsmitarbeiter für die erreichten Umsatzziele 2008 sowie Tantiemen der an die Vorstandsmitglieder ausbedungenen vertraglich fixierten Garantietantiemen für das Geschäftsjahr 2008.

Die Urlaubsrückstellungen erfassen die Verpflichtungen der Konzernunternehmen gegenüber ihren Arbeitnehmern aus verbleibenden Urlaubsansprüchen des Berichtszeitraums. Der Rückstellungsbetrag ermittelt sich auf Basis des Bruttolohns des einzelnen Arbeitnehmers zuzüglich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung und der offenen Urlaubstage zum Bilanzstichtag.

Für noch nicht abgerechnete Verbindlichkeiten wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 464 TEuro (Vj. 609 TEuro) gebildet.

Bereits in der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte wurde in 2004 die Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Diese dient zur Abdeckung des zukünftigen Risikos aus einem eventuellen Leerstand der Mieträume am Bajuwarenring in Oberhaching. Die Höhe der gesamten Rückstellung ergibt sich auf der Basis des Mietaufwandes abzüglich des Ertrages aus der Untervermietung bis zur Restlaufzeit November 2009 in Höhe von 200 TEuro abgezinst mit 3%.

Aufwendungen für die Erstellung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses, für die Prüfung des Einzelund Konzernabschlusses wurden mit 159 TEuro (Vj. 163 TEuro) abgegrenzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in der Muttergesellschaft geprägt durch Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen.

Für etwaige Kulanzen wurde eine pauschale Rückstellung in zum Vorjahr unveränderter Höhe gebildet. Für Gewährleistungsansprüche wurden in Abhängigkeit zum Dienstleistungsumsatz eine Rückstellung gebildet 83 TEuro (Vj. 82 TEuro).

Die Rückstellung für Prozesskosten in Höhe von 82 TEuro (Vj. 134 TEuro) wurde vor dem Hintergrund der gegen die Gesellschaft erhobenen Aktionärsklagen in Höhe der erwarteten Verfahrenskosten, sowie für Mitarbeiterklagen aus der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte gebildet.

Von den sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2007 wurden 3.425 TEuro in 2008 verbraucht und 158 TEuro aufgelöst. Im Berichtsjahr wurden den Rückstellungen 3.100 TEuro ergebniswirksam zugeführt. Zusammen mit einer Währungsdifferenz aus den Auslandstochtergesellschaften in Höhe von 1 TEuro ergeben sich die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2008 zu 2.406 TEuro.

7. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2008 auf 1.358 TEuro (Vj. 1.427 TEuro).

Die sonstigen Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres 2008 umfassen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Steuern sowie kurzfristige Darlehen aus Unternehmenserwerben.

8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 3.961 TEuro (Vj. 4.217 TEuro) beinhalten im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Wartungserlöse für den Zeitraum nach Ablauf des Geschäftsjahres, welche vorwiegend in der Muttergesellschaft gebildet wurden. Die Auflösung des Postens erfolgt linear über die jeweiligen Vertragslaufzeiten.

B. Eigenkapital

1.1 Gezeichnetes Kapital

Das Eigenkapital wird nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" und in Anwendung von IAS 32 "Financial Instruments: Disclosure and Presentation" in Verbindung mit IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" als eigenständiger Bestandteil des Jahresabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung beinhaltet neben dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss auch die erfolgsneutral erfassten Wertveränderungen der Vermögens- und Schuldposten.

Das Eigenkapital (Grundkapital der GROUP Business Software AG) beträgt 25.232.000 Euro (Vj. 25.232.000 Euro) und ist in 25.232.000 stimm- und dividendenberechtigte, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Fremdanteile basieren auf den Anteilen Konzernfremder am Eigenkapital der Tochtergesellschaften.

Gesamtaktien eigene Aktien Im Umlauf befindliche Aktien
01.01. - 31.12.2008 25.232.000 0 25.232.000

Hinsichtlich wesentlicher Aktionäre verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Lagebericht, im Free Float befanden sich zum Jahresende 18.553 Tausend Aktien.

Grund
kapital
Kapital
rücklage
eigene
Anteile
Kumuliertes
Ergebnis
Währungs
ausgleichs
posten
Ausgleichs
posten für
Anteile
anderer
Gesell
schafter
Gesamt
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Bilanz zum 01.01.2007 22.747 3.191 -160 -1.617 -3 7 24.165
Sachkapitalerhöhung 2.485 1.588
Zuzahlungen aus
Wandelschuldverschreibungen
79 23
Konzernergebnis 1.1. -
31.12.2007
1.213 -206 991
Veräußerungen eigene Anteile 160 100
Veränderung
Währungsausgleichsposten
38 -3
Bilanz zum 31.12.2007 25.232 3.270 0 -404 35 -199 27.933
Konzernergebnis 1.1. -
31.12.2008
1.833 201 2.035
Veränderung
Währungsausgleichsposten
-13 -13
Bilanz zum 31.12.2008 25.232 3.270 0 1.429 23 3 29.955

Die Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2008 ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.

1.2 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2013, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 10.000.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital I 2008/2013) zu erhöhen.

Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem vom Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem anderen in § 186 Abs. 5 AktG aufgeführten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Weiter ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um gegebenenfalls Inhabern von begebenen Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Stückaktien der GROUP Business Software AG einzuräumen, wie sie ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte zustehen würden.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.

Der Vorstand wird ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

Des Weiteren ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Oktober 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 2.514,738,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital III) zu erhöhen.

Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.

Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

1.3 Bedingtes Kapital

Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital I – 2006/2011). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen.

Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31. Oktober 2011.

Gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endete mit Ablauf des 31. Oktober 2007.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Emissionen, insbesondere den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Laufzeit, die Stückelung, den Wandelpreis, dessen Anpassung bei besonderen Ereignissen und den Wandlungszeitraum, festzusetzen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Teilschuldverschreibungen mit Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG – soweit erforderlich – auszuschließen, um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem gesetzlichen Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet.

Dies gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Rechten auf Aktien, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfällt, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diesen Betrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, für die vorgenannte Emission das gesetzliche Bezugsrecht auch auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von zum Zeitpunkt der Neuemission bereits begebenen Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung der Wandelrechte zustehen würde.

Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das gesetzliche Bezugsrecht auszuschließen, wenn dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Dies hat der Vorstand im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens zu prüfen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr 533.563 Wandelanleihen zum Wert von 2 Euro gezeichnet.

2. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.270 TEuro und besteht unverändert zum Vorjahr.

3. Bilanzgewinn

Der Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2008 beläuft sich auf 1.833 TEuro. Ausgehend von einem Verlustvortrag in Höhe von 404 TEuro ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2008 in Höhe von 1.429 TEuro.

3.1 Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie

Zum 31. Dezember 2008 hat die GROUP Business Software AG 25.232.000 Stückaktien (Stammaktien) ausgegeben, die einem nominalen Wert von 25.232.000 Euro entsprechen.

Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie

Maßgeblich für die Berechnung der Anzahl der Aktien (unverwässert) ist gemäß IAS 33 die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien.

Da die Wandelanleihen nicht unter dem Marktwert ausgegeben wurden, stellt das unverwässerte Ergebnis je Aktie und das verwässerte Ergebnis je Aktie den gleichen Wert dar.

2008 2007
Konzernjahresergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 1.833.349,35 Euro 1.212.599,43 Euro
Anzahl der Aktien (unverwässert) 25.232.000 Stück 23.455.004 Stück
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,07 Euro 0,05 Euro

Das Periodenergebnis, welches der Muttergesellschaft zuzuschreiben ist, beträgt 1.030 TEuro. Im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, sind keine Verwässerungseffekte aufgetreten.

4. Währungsausgleichsposten

Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag ermittelt sich eine passivische Umrechnungsdifferenz in Höhe von 23 TEuro (Vj. 35 TEuro).

III. b Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung

1. Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Konzernfremde.

Die Umsatzrealisierung aus Lieferungen erfolgt unter Beachtung von IAS 18 § 14 mit dem Übergang der mit dem Eigentum der verkauften Produkte verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer.

Erlöse aus Dienstleistungen werden als Umsatzerlöse erfasst, wenn unter Beachtung von IAS 18 § 20 das Ergebnis eines Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden kann. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere Service, Support, Schulung und Consulting für die Produkte der Konzernunternehmen.

Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in zwei Hauptbereiche (Divisionen) ELM (E-Mail-Management) und CRM (Customer Relationship Management) auf. Erläuternd hierzu wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

2008 2007
Lizenzen 5.381.219,09 5.696.336,31
Maintenance 8.547.226,91 7.710.348,40
Partner Contribution 109.518,37 106.480,20
Service 5.284.127,90 4.175.958,50
Fremdprodukte 1.894.114,44 1.775.086,63
Fremdprodukte LND 2.003.121,77 982.324,76
Sonstige 549.996,03 285.876,53
Umsatzerlöse 23.769.324,51 20.732.411,33

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

Im Berichtsjahr wurden aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 1.255 TEuro (Vj. 718 TEuro) zum Ansatz gebracht. Diese umfassen neben der GROUP Business Software AG erstmalig auch Entwicklungskosten der GEDYS IntraWare GmbH.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 778 TEuro (Vj. 1.274 TEuro) begründen sich insbesondere auf Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (183 TEuro, davon sonstige Rückstellungen 158 TEuro), aus periodenfremden und neutralen Erträgen (148 TEuro), Erlöse aus verrechneten Sachbezügen an Mitarbeiter (103 TEuro) und Erträgen aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen (131 TEuro).

4. Materialaufwand

2008 2007
TEuro TEuro
Bezogene Waren 3.741,5 3.030,3
Bezogene Leistungen 1.468,0 1.284,1
5.209,5 4.314,4

Die Aufwendungen für bezogene Waren umfassen insbesondere den Einkauf der Fremdprodukte. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen die zur Erbringung der Serviceumsätze zusätzlich notwendigen Fremdleistungen.

5. Personalaufwand

2008 2007
TEuro TEuro
Löhne und Gehälter 9.222,0 7.819,2
Soziale Abgaben 1.114,0 1.235,8
10.336,0 9.055,0

Die Aufwendungen für Altersvorsorge betragen 40 TEuro (Vj. 74 TEuro), davon -23 TEuro (Vj. 2 TEuro) an Anpassung für Pensionsrückstellung.

6. Abschreibungen

Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (1.660 TEuro) und Sachanlagen (157 TEuro). Im Geschäftsjahr 2008 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Wir verweisen auch hierzu auf dem Anlagespiegel.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf 5.759 TEuro (Vj. 5.306 TEuro) und beinhalten insbesondere Raumkosten (685 TEuro, Vj. 484 TEuro), Kommunikationskosten (273 TEuro, Vj. 213 TEuro), Vertriebs- und Werbekosten (2.075 TEuro; Vj. 1.650 TEuro), Fahrzeugkosten (396 TEuro; Vj. 428 TEuro), periodenfremde und neutrale Aufwendungen (81 TEuro; Vj. 154 TEuro), Versicherungsbeiträge (151 TEuro; Vj. 161 TEuro), Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen (457 TEuro; Vj. 190 TEuro), Forderungsverluste (118 TEuro, Vj. 33 TEuro), sowie Prüfungs- und Beratungskosten (1.054 TEuro; Vj. 1.443 TEuro). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 42 TEuro (Vj. 32 TEuro) an Währungsdifferenzen abgesetzt worden.

8. Finanzergebnis

Den Zinsaufwendungen in Höhe von 190 TEuro (Vj. 165 TEuro) stehen Zinserträge in Höhe von 105 TEuro (Vj. 46 TEuro) entgegen. Es ermittelt sich ein Finanzergebnis in Höhe von -85 TEuro (Vj. -369 TEuro). Im Vorjahr wurde das Finanzergebnis durch eine Abschreibung auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 250 TEuro maßgeblich belastet.

9. Beteiligungsergebnis

Das Ergebnis aus Beteiligungen begründet sich in dem anteiligen Ergebnis der B.E.R.S. AD (17 TEuro; Vj. 10 TEuro).

10. Steuern

Durch das Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 haben sich die Steuersätze geändert. Basierend auf einem Körperschaftsteuersatz von nunmehr 15%, einem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5% und einem Gewerbesteuersatz von 14,4% ermittelt sich ein durchschnittlicher Steuersatz ab 2008 in Höhe von 30,2% (Vj. 30,2%).

Bei den ausländischen Gesellschaften fiel im Berichtsjahr aufgrund von vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen kein Steueraufwand an.

Der Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:

2008 2007
latente Steuern
aus Nutzung der Verlustvorträge GROUP Business Software AG -536.599 -593.121
aus Ergebnis GROUP Business Software Corp. 49.506 12.683
aus unterschiedlichen Ansätzen der Nutzungsdauern -90.311 -90.311
aus unterschiedlichen Wertansätzen von Finanzanlagen -8.511 0
aus steuerlich unterschiedlicher Behandlung der Drohverlustrückstellung -44.719 105.069
aus aktivierten Eigenleistungen -49.024 19.085
aus Währungsdifferenzen -11.566 3.813
aus Abschreibung auf vorhandene Kaufpreisallokation 140.886 0
aus Steuersatzänderungen 0 -349.367
aus Wertaufholung Planungszeitraum 0 298.471
-550.339 -593.678
Laufende Steuern -35.400 -164.733
Steuern Vorjahre -169.096
Steueraufwand gesamt -754.835 -758.411

Der kalkulatorische Steueraufwand bezogen auf des Konzernergebnis vor Steuern 2.590 TEuro (Vj. 2.006 TEuro) bei einem durchschnittlichen Steuersatz von 30,2 (Vj. 30,2%) ergibt sich zu 782 TEuro (Vj. 606 TEuro).

2008 2007
Konzernergebnis vor Steuern 2.590.013 2.006.393
kalk. Steueraufwand (30,2%) 782.184 605.931
Anpassungen des erwarteten Steueraufwands
Steuereffekte aus dem Ansatz und Bewertung latenter Steuern 194.116 155.965
Steuereffekte aus Vorjahren 169.096 0
Steuerfreie Erträge 0 -20.536
Nicht abziehbare Aufwendungen 69.395 179.265
permanente Differenzen -101.877 -86.499
Steuereffekte aus Verlustvorträgen -334.081 -83.088
Anpassungen des Steuerbetrags an den abweichenden nationalen
Steuersatz
-19.128 9.007
sonstige Steuereffekte -4.870 -1.634
Ertragssteueraufwand gemäß Konzern- Gewinn- und
Verlustrechnung
754.835 758.411
Effektiver Steuersatz in % 29,1% 37,8%

11. Minderheitsgesellschaftern zustehende Gewinne

Der Gewinnanteil der außenstehenden Gesellschaften beträgt 2 TEuro (Vj. 35 TEuro) und betrifft vollumfänglich die Relavis Corporation.

12. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die Risikoangaben zu Art und Umfang der Risiken aus Finanzinstrumenten im Sinne von IFRS 7 sind im Risikobericht des Konzernlageberichts enthalten. Die dort gemachten Ausführungen sind Bestandteil des Konzernanhangs, auf die an dieser Stelle verwiesen wird.

IV. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen im GROUP-Konzern keine derartigen Verpflichtungen.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den bilanzierten Schulden und Haftungsverhältnissen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen.

2007 Beträge in TEuro 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre Gesamt
Verpflichtungen aus Mietverträgen 573,2 631,5 - 1.204,8
Verpflichtungen aus Kfz Leasingverträgen 110,9 206,8 - 317,7
Verpflichtungen aus sonstigen Leasingverträgen 75,5 164,7 - 240,2
Verpflichtungen aus Abnahmeverpflichtungen - 200,0 - 200,0
Gesamt 759,7 1.203,0 - 1.962,7
2008 Beträge in TEuro 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre Gesamt
Verpflichtungen aus Mietverträgen 578,0 642,3 - 1.220,3
Verpflichtungen aus Kfz Leasingverträgen 119,1 251,8 - 370,9
Verpflichtungen aus sonstigen Leasingverträgen 78,1 169,4 - 247,5
Verpflichtungen aus Abnahmeverpflichtungen - 200,0 - 200,0

VI. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Als nahe stehende Personen kommen gemäß IAS 24 grundsätzlich der Vorstand, Aufsichtsrat, Anteilseigner sowie assoziierte und verbundene Unternehmen in Betracht.

Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die gleichfalls als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch die Konsolidierung eliminiert worden und werden in diesem Anhang nicht erläutert.

Das Aufsichtsratsmitglied Herr StB Arnold Malsch ist für die Gesellschaft neben seiner Aufsichtsratstätigkeit als Steuerberater tätig. Hier rechnet er seine Leistungen für die Erstellung der Steuererklärungen im Rahmen der Steuerberatergebührenverordnung ab (2008: 10 TEuro, Vj. 6 TEuro).

Die gemäß IAS 24 angabepflichtigen Vergütungen des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfassen die Vergütung des Vorstandes und Aufsichtsrates. Hinsichtlich deren Vergütungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt VIII.

Darüber hinaus bestanden im Geschäftsjahr nachfolgende Geschäftsvorgänge:

Gesellschaft nahestehende
Person
Geschäftsvorgang Höhe in TEuro Bemerkung
GROUP Business Software
AG
Jörg Ott Mietvertrag als Vermieter
und Eigentümer der
Hospitalstraße 6,
99817 Eisenach
43,2 Mietaufwand 2008
34,8 Mietaufwand 2007
21,6 Miete Restlaufzeit

VII. Konzern-Segmentberichterstattung

Die Geschäftstätigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen splittet sich in die Bereiche (Divisionen) ELM (E-Mail-Management) und CRM (Customer Relationship Management) auf. In Bezug auf die inhaltliche Darstellung der Geschäftsfelder als primäres Berichterstattungsformat verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Die Aufteilung der Geschäftsfelder erfolgte direkt durch zuordenbare Gesellschaften mit Ausnahme einer Gesellschaft. Hier erfolgte die Aufteilung anhand der Verteilung der Umsatzerlöse. Intersegmentumsätze liegen nicht vor.

TEUR CRM ELM GESAMT
2008 2007 2008 2007 2008 2007
1. Umsatzerlöse 12.928,4 9.936,1 10.840,9 10.796,3 23.769,3 20.732,4
2. Sonstige betriebliche Erträge 345,5 166,6 432,9 1.107,9 778,3 1.274,5
3. aktivierte Entwicklungsleistungen 526,9 0,0 727,7 718,2 1.254,6 718,2
Gesamtleistung 13.800,8 10.102,7 12.001,5 12.622,5 25.802,3 22.725,2
4. Materialaufwand 3.619,9 2.639,8 1.589,6 1.674,6 5.209,5 4.314,4
5. Personalaufwand 5.094,2 4.223,6 5.241,8 4.831,3 10.336,0 9.055,0
6. Abschreibungen 620,1 404,1 1.220,3 1.298,6 1.840,4 1.702,8
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.880,6 1.687,7 2.878,1 3.618,1 5.758,7 5.305,8
Segmentbetriebsergebnis 1.586,0 1.147,4 1.071,6 1.199,8 2.657,6 2.347,2
Finanzergebnis -67,5 -340,8
Steuern -754,8 -758,4
Ergebnisanteile von Minderheiten -1,8 -35,4
Konzernergebnis 1.833,3 1.212,6
Segmentvermögen 20.915,2 16.976,7 19.750,6 19.688,3 40.665,8 36.665,0
aktive latente Steuern 2.757,1 3.295,8
Bilanzsumme Aktiva 43.422,9 39.960,9
Segmentschulden 2.982,4 3.193,3 7.679,8 7.687,7 10.662,2 10.880,9
Finanzverbindlichkeiten 2.804,4 1.146,7
Eigenkapital 29.956,2 27.933,3
Bilanzsumme Passiva 43.422,9 39.960,9
Sekundär
TEuro Deutschland Niederlande Großbritannien Finnland Norwegen USA Gesamt
2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
1. Umsatz
erlöse 20.825,7 17.903,6 0,0 484,9 739,4 694,7 120,5 144,9 0,0 79,1 2.083,7 1.425,2 23.769,3 20.732,4
2. Sonstige
betriebliche
Erträge 614,2 1.269,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 4,7 164,1 0,5 778,3 1.274,5
3. aktivierte
Entwicklungs
leistungen 1.254,6 718,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1.254,6 718,2
Gesamt
leistung 22.694,5 19.891,1 0,0 484,9 739,4 694,7 120,5 145,0 0,0 83,8 2.247,8 1.425,7 25.802,3 22.725,2
Segment
vermögen 21.289,5 21.087,8 1.356,5 1.419,4 2.258,4 2.234,3 7.591,1 7.481,9 0,0 33,7 8.170,4 4.407,9 40.665,8 36.665,0
Investitionen 3.982,2 5.890,9 0,0 0,0 -111,3 -39,9 0,0 0,0 0,0 6,4 223,3 889,4 4.094,2 6.746,8

Die Sekundärsegmente, welche die Segmentinformation nach Regionen darstellen, stellen sich wie folgt dar:

Die Vorjahresvergleichszahlen wurden im Rahmen der Darstellung des Segmentvermögens um die separat ausgewiesenen aktiven latenten Steuern und die Segmentschulden um die separat ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten angepasst.

VIII. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2008 beschäftigte der GROUP-Konzern rund 141 Mitarbeiter (Vj. 125 Mitarbeiter). Die Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist begründet durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen enthalten weder Auszubildende noch Vorstände.

Die Aufsplittung in die einzelnen Bereiche kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:

Funktion Teilfunktion Personal Personal
31.12.2008 31.12.2007 Ø 2008 Ø 2007
Kundennaher Bereich Service 47,3 35,5 40,1 32,4
Sales 38,7 39,8 37,0 34,4
Marketing 5,1 5,0 6,1 3,6
Total Kundennaher Bereich 91,0 80,3 83,2 70,4
Forschung und Entwicklung 46,5 40,5 42,5 38,1
Management Verwaltung 14,9 17,6 15,5 16,7
Total Konzern 152,39 138,4 141,3 125,1

2. Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Mitglieder des Vorstandes der GROUP Business Software AG

Im Vorstandsbereich waren gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen zu verzeichnen. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

Jörg Ott, Eisenach, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender (CEO) seit 26.06.2002

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrates der Plus Punkt Marketing AG, Hamburg Mitglied des Board of Directors der Westend ITC Plc, Helsinki, Finnland

Tätigkeiten in Konzerngesellschaften:

Geschäftsführer der arcaTRUST Software GmbH, Dresden Member of the Board (Mitglied der Geschäftsleitung), GEDYS Internet Products N.V Mitglied des Board of Directors (Deputy Member), GEDYS Software Holding OY President and CEO (Vorstand) der GROUP Business Software Corp., USA Chairman of the board der Relavis Corp., New York

Markus Ernst, Gießen, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstandsmitglied seit 09.08.2000

Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrates der bontype media AG, Bonn

Tätigkeiten in Konzerngesellschaften: Mitglied des Board of Directors, GEDYS Software Holding OY

Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf insgesamt 763 TEuro (Vj. 608 TEuro). Hiervon entfielen auf Jörg Ott fixe Gesamtbezüge in Höhe von 187 TEuro (Vj. 187 TEuro) und Tantiemeansprüche in Höhe von 225 TEuro (Vj. 160 TEuro) sowie auf Markus Ernst fixe Gesamtbezüge in Höhe von 176 TEuro (Vj. 140 TEuro) und Tantiemeansprüche in Höhe von 175 TEuro (Vj. 120 TEuro). Pensionszusagen und Aktienoptionen wurden an den Vorstand nicht gegeben. Diese Angaben stellen Pflichtangaben nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB dar. Pensionszusagen an ausgeschiedene Vorstände wurden nicht gemacht. Leistungen nach Beendigung der Tätigkeiten sind nicht zugesagt worden.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem anderen Prokuristen:

Kirstin Schau, Philippsthal,

Marion Betz, Fulda,

Anja Michaela Joris, Eisenach

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied oder einem anderen Prokuristen:

Jennifer Ann Meade, Jersey City, New Jersey

Mitglieder des Aufsichtsrates

Im Aufwand der GROUP Business Software AG sind im Geschäftsjahr 2008 20 TEuro (Vj. 41 TEuro) für Bezüge an den Aufsichtsrat enthalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils eine jährliche feste Vergütung von 3.000,00 Euro; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der festen Vergütung. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld pro Sitzungstag in Höhe von 1.000,00 Euro, der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 1.500,00 Euro. Telefonische Sitzungen werden pauschal mit 200,00 Euro vergütet; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 300,00 Euro. Im Berichtsjahr fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen, davon eine telefonisch und eine mit persönlicher Anwesenheit statt. Bei zwei Sitzungen war die Teilnahme teils telefonisch, teils persönlich.

Johann Praschinger (Vorsitzender), Friedrichsdorf, Rechtsanwalt, Head of Payment Solutions Wincor Nixdorf International GmbH

Gewählt durch die Hauptversammlung vom 11.06.2001, wieder gewählt durch die

Hauptversammlung vom 21.12.2005

Weitere Mandate:

keine

Arnold Malsch, Karlsruhe, selbständiger Steuerberater

Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21.12.2005

Weitere Mandate:

Keine

Dr. jur. Stefan Berz, Gräfelfing, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v.Gronau Berz Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater, Grünwald bei München

Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21.12.2005; wiedergewählt als Ersatzmitglied für Herrn Dr. Anhäusser am 29.06.2007

Weitere Mandate:

Aufsichtsratsmitglied der Blue Cap AG, München

3. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die als wesentlich zu bezeichnenden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind im Lagebericht dargestellt. Insoweit wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Die Freigabe zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses soll durch den Vorstand am 29.04.2009 erfolgen.

4. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde durch Vorstand und Aufsichtsrat für 2008 mit Datum vom 23. April 2008 abgegeben und entsprechend den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

5. Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs.1 und § 26a WpHG

Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 und § 26a WpHG waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

6. Honorare Wirtschaftsprüfer

In den Aufwendungen der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2008 sind Honorare für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses in Höhe von 125 TEuro (Vj. 114 TEuro) enthalten. Darüber hinaus wurden an den Wirtschaftsprüfer Honorare für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen in Höhe von 20 TEuro gezahlt.

Eisenach, 31. März 2009

Vorstand Vorstand

Jörg Ott Markus Ernst

Konzernanlagespiegel Anlage zum Konzernanhang

in TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, Firmenwert aus geleistete
Lizenzen Kapitalkonsolidierung Anzahlungen gesamt
Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand: 01.01.2007 13.563 18.860 0 32.423
Zugänge 2.955 2.855 0 5.810
Abgänge 0 1 0 1
Umgliederungen 0 0 0 0
Stand 31.12.2007 16.519 21.714 0 38.233
Zugänge 2.193 2.914 0 5.107
Abgänge 193 0 0 193
Umgliederungen 839 0 839
Stand 31.12.2008 18.518 25.467 0 43.985
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand 01.01.2007 10.386 0 0 10.386
Zugänge 1.552 0 0 1.552
Abgänge 0 0 0 0
Stand 31.12.2007 11.938 0 0 11.938
Zugänge 1.660 2.914 0 4.575
Abgänge 0 0 0 0
Stand 31.12.2008 13.598 2.914 0 16.513
Buchwerte Stand zum
31.12.2007 4.581 21.714 0 26.295
Buchwerte Stand zum
31.12.2008 4.920 25.467 0 30.387

in TEuro

II. Sachanlagen
Betriebs‐ und geleistete
Geschäftsausstattung Anzahlungen gesamt
Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand: 01.01.2007 2.986 0 2.986
Zugänge 344 0 344
Abgänge 30 0 30
Umgliederungen 0 0 0
Stand 31.12.2007 3.300 0 3.300
Zugänge 47 0 47
Abgänge 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0
Stand 31.12.2008 3.347 0 3.347
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand 01.01.2007 2.603 0 2.603
Zugänge 150 0 150
Abgänge 42 0 42
Stand 31.12.2007 2.711 0 2.711
Zugänge 157 0 157
Abgänge 79 0 79
Stand 31.12.2008 3.022 0 3.022
Buchwerte Stand zum 31.12.2007 589 0 589
Buchwerte Stand zum 31.12.2008 291 0 291

in TEuro

III. Finanzanlagen
Beteiligungen Beteiligungen
an
assoziierten
Unternehmen
Wertpapiere
des Anlage‐
vermögens
Ausleihungen
an assoziierten
Unternehmen
Rück‐
deckungs‐
ansprüche
Genossen‐
schafts‐
anteile
gesamt
Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand: 01.01.2007 492 573 2.650 125 61 1 3.901
Zugänge 6 28 0 0 2 0 36
Abgänge 0 0 1.988 0 0 0 1.988
Umgliederungen 0 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2007 498 601 663 125 62 1 1.950
Zugänge 0 525 0 0 3 0 528
Abgänge 6 0 500 125 0 0 632
Umgliederungen 0 -839 0 0 0 1 -839
Stand 31.12.2008 492 286 163 0 66 2 1.007
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand 01.01.2007 492 -14 400 0 0 0 878
Zugänge 0 0 250 0 0 0 250
Abgänge 0 0 488 0 0 0 488
Stand 31.12.2007 492 -6 163 0 0 0 648
Zugänge 0 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2008 492 -6 163 0 0 0 648
Buchwerte Stand
zum 31.12.2007
6 614 500 125 62 1 1.309
Buchwerte Stand
zum 31.12.2008
0 293 0 0 66 1 359

GROUP Business Software AG

Eisenach

Bilanzeid für das Geschäftsjahr 2008

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrund-sätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Eisenach, 31. März 2009

Jörg Ott Markus Ernst Vorstand Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den von der GROUP Business Software AG, Eisenach, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Ich habe meine Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Dresden, 20. April 2009

Dr. Winfried Heide

Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2008 (zum 31.12.2008) GROUP Business Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

Aktiva Anhang Bilanz Bilanz
GROUP Business
Software AG
GROUP Business
Software AG
31.12.2008 31.12.2007
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten I.1.1 a) 3.462.964,48 4.089.385,57
geleistete Anzahlungen I.1.1 c) 260.000,00
Geschäfts- und Firmenwert I.1.1 b) 7.111.285,15 7.380.527,15
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung I.1.2 192.972,00 203.426,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen I.1.3.1 15.744.062,46 12.839.525,93
2. Beteiligungen I.1.3.1 265.000,00 580.000,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen I.1.3.2 1.603.217,20 1.081.802,08
4. Ausleihungen mit Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 125.000,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens I.1.3.3 0,00 500.000,00
6. Genossenschaftsanteile 900,00 900,00
7. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen I.1.3.4 113.973,00 106.844,00
A. ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 28.754.374,29 26.907.410,88
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 0,00 0,00
II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen I.2.1 1.492.329,31 1.873.879,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen I.2.1 3.493.464,68 3.144.978,97
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht I.2.1 0,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände I.2.1 342.463,57 219.245,07
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere I.2.2 32.091,71 25.265,29
2. eigene Aktien 0,00 0,00
IV. Kassenbestand; Guthaben bei Kreditinstituten I.2.3 1.365.856,14 812.756,92
B. UMLAUFVERMÖGEN GESAMT 6.726.205,41 6.076.125,69
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN I.3. 1.149.768,48 1.173.734,78
Aktiva, gesamt 36.630.348,18 34.157.271,35
Passiva Bilanz
GROUP Business
Software AG
31.12.2008
EUR
Bilanz
GROUP Business
Software AG
31.12.2007
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital I.4.1 25.232.000,00 25.232.000,00
II. Kapitalrücklage I.4.4 3.269.507,16 3.269.507,16
III. Bilanzverlust I.4.6 -3.200.913,26 -4.452.956,46
IV. Jahresfehlbetrag-/überschuss I.4.7 1.030.389,23 1.252.043,20
A. EIGENKAPITAL GESAMT 26.330.983,13 25.300.593,90
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen I.5.1 119.334,00 106.386,00
2. Steuerrückstellungen I.5.2 250.800,00 215.400,00
3. Sonstige Rückstellungen I.5.3 1.646.300,00 1.904.150,00
B. RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 2.016.434,00 2.225.936,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen I.6 1.067.126,00 1.067.126,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten I.6 1.689.484,13 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen + Leistungen I.6 737.251,78 537.749,56
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen I.6 630.506,70 830.295,89
5. Verbindlichkeiten gegenüber UN mit Beteiligungsverhältnis I.6 10.500,00 0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten I.6 882.786,81 950.500,78
C. VERBINDLICHKEITEN GESAMT 5.017.655,42 3.385.672,23
D. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN I.7 3.265.275,63 3.245.069,22
Passiva, gesamt 36.630.348,18 34.157.271,35
GROUP GROUP
Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Business Software AG Business Software AG
2008 2007
EUR EUR
Umsatzerlöse II.1. 10.593.518,63 11.048.026,65
Sonstige betriebliche Erträge II.2 492.938,93 549.890,61
11.086.457,56 11.597.917,26
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen II.3 1.894.164,41 1.525.346,44
Personalaufwand II.4 4.716.471,08 4.468.926,78
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände II.5 1.090.847,96 1.243.463,27
Sonstige betriebliche Aufwendungen II.6 3.593.133,77 3.346.669,15
Betriebsergebnis -208.159,66 1.013.511,62
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen II.7 1.511.770,38 0,00
Zinserträge/-aufwendungen II.7 -94.317,12 -68.901,05
Abschreibung auf Finanzanlagen II.7 0,00 250.000,00
Ergebnis vor Steuern 1.209.293,60 694.610,57
Steuern vom Einkommen und Ertrag II.9 314.197,55 130.400,00
sonstige Steuern II.9 7.843,00 4.503,65
Außerordentliche Erträge / Aufwendungen II.8 143.136,18 692.336,28
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.030.389,23 1.252.043,20
Kapitalflussrechnung der GROUP Business Software AG zum 31.12. 2008 2007
TEUR TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.030 1.252
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 1.091 1.493
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -210 218
- sonstige zahlungsunwirksame Erträge -206 -150
- Ertrag aus der Auflösung von Einzelwertberichtigung Verbundforderungen 0 0
+ sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 334 174
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen
g
0 1
(sofern nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) -326 -945
(sofern nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 419 660
+/- Ein-/Auszahlungen aus außerordentlichen Posten
= Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.133 2.703
Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (RBW netto) 2.938 1.333
= Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 2.938 -1.333
Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 79
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter 0 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 1.690 790
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten -325 -2.123
- Auszahlungen aus der Begebung von Krediten 0 -20
+ Einzahlungen aus der Tilgung von begebenen Krediten 0 0
= Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 1.365 -1.274
Liquiditätsveränderung gesamt 560 96
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 838 742
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.398 838
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 560 96

Anhang zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2008 (zum 31.12.2008) GROUP Business Software AG Einzelgesellschaft gemäß HGB

Allgemeine Angaben

Die GROUP Business Software AG (vormals GROUP Technologies AG) hat ihren Sitz in Eisenach und ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Jena unter der Nummer 405713 eingetragen.

Der Jahresabschluss 2008 der Gesellschaft ist vom Vorstand nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des Aktiengesetzes erstellt. Die Bewertung erfolgt nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung.

Die GROUP Business Software AG gilt nach § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB als eine große Kapitalgesellschaft, da sie an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 Wertpapierhandelsgesetz mit von ihr ausgegebenen Wertpapieren teilnimmt. Die Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0005104509) werden an der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart gehandelt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die tabellarischen Darstellungen zu Postenaufgliederungen im Anhang werden in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Bei geringfügigen Abweichungen oder scheinbaren Additionsfehlern handelt es sich um Rundungsdifferenzen.

Alle notwendigen Angaben, die gemäß Gesetz wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, werden im Anhang ausgewiesen.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden – unverändert gegenüber dem Vorjahr – folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Neben den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen hat die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, den durch die Verschmelzung im Geschäftsjahr 2005 entstandenen Firmenwert nach Aufdeckung der stillen Reserven zu aktivieren. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer wurde an den Bewertungszeitraum zur Ermittlung der Unternehmenswerte im Rahmen der Berechnung des Umtauschverhältnisses angelehnt. Die im Rahmen der Aufdeckung der stillen Reserven entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden über drei Jahre abgeschrieben.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich linear entsprechend den steuerlichen Höchstsätzen vorgenommen. Zugänge bei den Sachanlagen werden pro rata temporis im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel vereinfachend als Abgang dargestellt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für voraussichtlich dauernde Wertminderung werden angemessene außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen und angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungen werden Zahlungen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem jeweiligen Zeitablauf.

Rückstellungen werden grundsätzlich mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewerteten Wert angesetzt, um die künftigen Zahlungsverpflichtungen, drohende Verluste, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten zu erfassen. Der Berechnung der gebildeten Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, die Bewertung erfolgte zum Teilwert gem. § 6a EStG.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Anschaffungskurs oder zum höheren Stichtagskurs angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen. Die Auflösung erfolgt entsprechend der jeweiligen Leistungserbringung.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Verluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei dem Guthaben eines Kreditinstitutes in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung, soweit es das Niederstwertprinzip erfordert, zum Geld- bzw. Briefkurs des Stichtages.

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008 kann dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel entnommen werden.

1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

a) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

Die unter dieser Position bilanzierten immateriellen Vermögensgegenstände ergeben sich aus entgeltlich erworbenen Lizenzen.

b) Geschäfts- und Firmenwert

Der aus den Verschmelzungen mit der GROUP Technologies AG und der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte entstandene Firmenwert wurde nach der Prüfung und Aufdeckung vorhandener stiller Reserven, welche zum Bilanzstichtag bereits planmäßig abgeschrieben wurden, bei der aufgenommenen Gesellschaft aktiviert. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer wurde an den Bewertungszeitraum zur Ermittlung der Unternehmenswerte im Rahmen der Berechnung des Umtauschverhältnisses angelehnt.

c) geleistete Anzahlungen

Die geleisteten Anzahlungen betreffen den in 2009 vorgesehenen Lizenzerwerb.

1.2 Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Abschreibungen der in der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgeführten Computer-Hardware werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verteilt.

Die Abschreibungsdauer sonstiger Büroeinrichtungsgegenstände beläuft sich auf drei bis zehn Jahre. Büromöbel werden über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren abgeschrieben.

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens kann gleichfalls dem Anlagespiegel entnommen werden.

1.3 Finanzanlagen

1.3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen/Beteiligungen

Unter den Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen – soweit es sich um die 50%-igen Beteiligungen handelt – als Beteiligungen ausgewiesen:

Verbundenes Unternehmen Sitz Eigenkapital
zum
31.12.2008
Anteil am gez.
Kapital
Ergebnis
des
Geschäftsjahres
Anteile
Verb. UN
Beteiligungen
TEURO TEURO % TEURO TEURO TEURO
ebVOKUS Software GmbH Dresden 61,3 40,0 100,0 5,4 325,0 -
arcaTRUST Software GmbH Dresden -58,3 25,0 100,0 -6,0 25,0 -
GEDYS Software Holding OY Helsinki 1.375,0 64,0 100,0 219,4 8.589,4 -
GEDYS IntraWare GmbH
GEDYS Internet Products
Petersberg 753,5 50,0 100,0 1.511,8 - -
N.V.
GEDYS (SALES) UK
DenHaag -1.572,3 100,0 100,0 -47,1 350,0 -
LIMITED
GROUP Business Software
Warrington -482,1 22,0 100,0 -186,5 - -
Corp. New York -250,9 0,8 100,0 -215,2 1.373,5 -
B.E.R.S AD Varna 255,0 25,6 50,0 34,8 - 265,0
Relavis Corporation New York -426,3 1.064,3 99,5 363,0 5.081,2 -
15.744,1 265,0

Bei der GEDYS IntraWare GmbH und der GEDYS (SALES) UK LIMITED handelt es sich um mittelbare 100%-ige Beteiligungen. Zwischen der GROUP Business Software AG als herrschendem Unternehmen und der GEDYS IntraWare GmbH ist am 30. April 2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Diesem wurde durch die Gesellschafterversammlung der GEDYS IntraWare GmbH am 30. April 2008 und durch die Hauptversammlung der GROUP am 20. Juni 2008 zugestimmt. Er wurde mit Datum vom 26. August 2008 vom zuständigen Registergericht in das Handelsregister des Amtsgerichtes Fulda eingetragen.

Darüber hinaus hat die GEDYS IntraWare GmbH im Berichtsjahr die gesamten Anteile an der immediat Information Management GmbH, Bramsche, erworben. Die Verschmelzung der immediat Information Management GmbH auf die GEDYS IntraWare GmbH erfolgte zum 1. Januar 2009.

Die Liquidation der GEDYS Symfoni Nordic AS konnte zum Bilanzstichtag abgeschlossen werden. Der Erlös (6,4 TEuro) aus der Liquidation wird in 2009 zur Auszahlung kommen und ist unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2008 erwarb die GROUP Business Software AG die restlichen 50% der Anteile an der SPEECHSPHERE LLC. durch Hingabe von 2,5% an der Net2Voice Inc. Nach Gründung der GROUP Business Software Corp. legte die Gesellschaft dann die Geschäftsanteile an der GT US Inc. d/b/a GROUP Technologies und der SPEECHSPHERE LLC. in diese neue Gesellschaft zur Verschmelzung ein.

Der Anteil an der Relavis Corp. konnte im Berichtszeitraum auf nunmehr 99,5% durch entgeltlichen Erwerb um 38,7% erweitert werden.

Zwischen der GROUP Business Software AG als herrschendem Unternehmen und der arcaTRUST Software GmbH ist am 28. April 2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Diesem wurde durch die Gesellschafterversammlung der arcaTRUST Software GmbH am 28. April 2008 und durch die Hauptversammlung der GROUP am 20. Juni 2008 zugestimmt. Er wurde mit Datum vom 26. Februar 2009 vom zuständigen Registergericht in das Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim eingetragen. Des Weiteren wurde am 26. Februar 2009 die Umfirmierung der arcaTRUST Software GmbH in GROUP Technologies GmbH und die Verlegung des Firmensitzes von Dresden nach Karlsruhe in das Handelsregister eingetragen.

Ebenso erfolgte am 13. März 2009 die Umfirmierung der GEDYS Internet Procucts N.V. in GROUP LIVE N.V..

1.3.2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die unter dieser Position ausgewiesenen langfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen wurden zum Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Dabei wurde die Fähigkeit der Unternehmen, die finanziellen Mittel aufgrund der Planung bis 2013 zurückzuführen, berücksichtigt. Neben der Umgliederung der Ausleihung gegenüber der zunächst als Beteiligung gehaltenen SPEECHSPHERE LLC. begründet sich die Erhöhung dieser Position im Geschäftsjahr 2008 aus der Gewährung eines Darlehens an die Relavis Corp. zur Finanzierung des Marktzugangs in Nordamerika.

1.3.3 Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens konnten im Geschäftsjahr 2008 vollumfänglich als Zahlungsmittel zum Erwerb der ausstehenden Anteile an der SPEECHSPHERE LLC. verwandt werden.

1.3.4 Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen

Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen) erfolgte in Übereinstimmung mit R 41 Abs. 24 der Einkommensteuerrichtlinie mit dem geschäftsmäßigen Deckungskapital. Dem Wertansatz liegen entsprechende Mitteilungen der Versicherungsgesellschaften zugrunde.

2. Umlaufvermögen

2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen und angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.492 TEuro (Vj. 1.874 TEuro). Daneben bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.493 TEuro (Vj. 3.145 TEuro), welche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.179 (Vj. 1.016 TEuro) enthalten.

Die Restlaufzeit der Forderungen liegt unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von 277 TEuro (Vj. 157 TEuro) aus der nunmehr erfolgten Veranlagung der Umsatzsteuer 2000 sowie eine Mietkaution in Höhe von 24 TEuro (Vj. 34 TEuro) mit einer Restlaufzeit ebenfalls unter einem Jahr.

2.2 Wertpapiere des Umlaufvermögens

Unter den sonstigen Wertpapieren werden Aktien und Investmentfondanteile ausgewiesen, die der vorübergehenden Anlage liquider Mittel dienen.

Zum 31. Dezember 2008 hält die Gesellschaft keine eigenen Aktien.

2.3 Zahlungsmittel

Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.366 TEuro (Vj. 813 TEuro) und umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1.150 TEuro (Vj 1.174 TEuro) betreffen Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Dies betrifft zum einen den Zinsaufwand in Höhe von 66 TEuro (Vj. 87 TEuro) aus der ausgegebenen Wandelanleihe. Daneben umfasst der Rechnungsabgrenzungsposten eine Anzahlung auf einen Umsatzanteil für eine Basistechnologie in Höhe von 1.000 TEuro, die aufgrund zukünftiger Umsätze bis zum Geschäftsjahr 2012 aufgelöst werden wird (im Berichtsjahr 25 TEuro) und bestand zum 31. Dezember 2008 in Höhe von 975 TEuro (Vj 1.000 TEuro)

4. Eigenkapital

4.1 Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der GROUP Business Software AG beläuft sich unverändert zum Bilanzstichtag auf 25.232.000,00 Euro und ist in 25.232.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie aufgeteilt.

4.2 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2013, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 10.000.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital I 2008/2013) zu erhöhen.

Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem vom Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem anderen in § 186 Abs. 5 AktG aufgeführten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Weiter ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um gegebenenfalls Inhabern von begebenen Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Stückaktien der GROUP Business Software AG einzuräumen, wie sie ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte zustehen würden.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.

Der Vorstand wird ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

Des Weiteren ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Oktober 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 5.000.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stückaktie gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital III) zu erhöhen.

Die neuen Aktien können den Aktionären im Wege des unmittelbaren oder mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten werden. Bei Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts werden die neuen Aktien von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.

Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

4.3 Bedingtes Kapital

Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital I – 2006/2011). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2006 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endet mit Ablauf des 31. Oktober 2011.

Gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 2.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. November 2002 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihren Umtauschrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Umtauschrechten entstehen.

Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen endete mit Ablauf des 31. Oktober 2007.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Emissionen, insbesondere den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Laufzeit, die Stückelung, den Wandelpreis, dessen Anpassung bei besonderen Ereignissen und den Wandlungszeitraum, festzusetzen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Teilschuldverschreibungen mit Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG – soweit erforderlich – auszuschließen, um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem gesetzlichen Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Dies gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Rechten auf Aktien, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfällt, und zwar weder im Zeitpunkt der Erteilung, im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diesen Betrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, für die vorgenannte Emission das gesetzliche Bezugsrecht auch auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von zum Zeitpunkt der Neuemission bereits begebenen Wandelrechten auf Aktien der INTRAWARE AG ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung der Wandelrechte zustehen würde.

Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das gesetzliche Bezugsrecht auszuschließen, wenn dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Dies hat der Vorstand im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens zu prüfen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr 533.563 Wandelanleihen zum Wert von 2 Euro gezeichnet.

4.4 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahresstichtag auf 3.270 TEuro.

4.5 Gesetzliche Rücklage/Rücklage für eigene Anteile

Die Bildung einer gesetzlichen Rücklage kann aufgrund des noch vorhandenen Verlustvortrages unterbleiben.

Zum Bilanzstichtag besteht keine Rücklage für eigene Anteile, da die Gesellschaft keine Aktien mehr hält.

4.6 Verlustvortrag

Der Verlustvortrag berücksichtigt die in Vorjahren erzielten Ergebnisse und beläuft sich nach der teilweisen Verrechnung mit der Kapitalrücklage auf 3.201 TEuro (Vj 4.453 TEuro).

4.7 Jahresüberschuss/ Bilanzverlust

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2008 der GROUP Business Software AG beläuft sich auf 1.030 TEuro (Vj 1.252 TEuro). Die Gesellschaft weist unter Berücksichtigung des bestehenden Verlustvortrages in Höhe von 3.201 TEuro zum 31. Dezember 2008 einen Bilanzverlust in Höhe von 2.171 TEuro aus.

5. Rückstellungen

5.1 Pensionsrückstellungen

Für die bestehenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von 119 TEuro (Vj. 106 TEuro) wurde eine Anpassung auf die gebildete Pensionsrückstellung in Höhe von 13 TEuro im Geschäftsjahr 2008 vorgenommen. Der Anpassung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zu Grunde.

5.2 Steuerrückstellungen

Neben den bereits in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen für Ertragssteuerrisiken (85 TEuro) und Ertragssteuerrückstellung für 2007 (130 TEuro) wurde im Geschäftsjahr 2008 für den erwirtschafteten Gewinn, unter der teilweisen Berücksichtigung des bestehenden steuerlichen Verlustvortrages, eine weitere Ertragssteuerrückstellung in Höhe von 35 TEuro gebildet.

5.3 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag bezüglich der Höhe oder ihrer Fälligkeit nach ungewiss sind sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, gebildet.

Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewerteten Wert angesetzt, um die künftigen Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten zu erfassen.

Euro Stand Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
01.01.2008 31.12.2008
Tantiemen 280.000 280.000 450.000 450.000
Kreditoren 336.900 246.424 6.375 190.899 275.000
Provisionen 226.500 207.127 19.373 241.000 241.000
drohende Verluste 348.200 172.476 24.276 200.000
Jahresabschlusskosten 158.000 114.300 10.200 115.500 149.000
Gewährleistung und Kulanz 125.000 125.000
Prozesskostenrückstellung 134.300 30.000 27.300 5.000 82.000
Urlaubsrückstellung 98.500 98.500 78.000 78.000
Aufsichtsratsvergütungen 38.050 25.650 900 10.800 22.300
Berufsgenossenschaft 11.500 8.781 2.719 12.600 12.600
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 10.000 4.320 5.680 10.400 10.400
sonstige Rückstellungen 121.700 119.898 802 0 1.000
Rückstellungen f. sonstige Beratung 15.500 15.500 0
GESAMT 1.904.150 1.307.476 88.849 1.138.475 1.646.300

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Bereits in der GAP AG für GSM Applikationen und Produkte wurde in 2004 eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Diese dient zur Abdeckung des durch die Untervermietung in den Geschäftsräumen am Bajuwarenring in Oberhaching entstehenden Mietdifferenzbetrages im nächsten Jahr sowie zur Absicherung des zukünftigen Risikos aus einer eventuellen nicht mehr möglichen weiteren Untervermietung. Die Höhe der gesamten Rückstellung ergibt sich auf Basis des derzeitigen Verhandlungsstandes zu dieser Mietsache abzüglich der durch eine Untervermietung realisierten Verlustminderung zu 200 TEuro.

Für noch nicht abgerechnete Verbindlichkeiten wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 275 TEuro gebildet. Diese stellen im Berichtsjahr eingegangene Verpflichtungen dar, die im folgenden Geschäftsjahr eingelöst werden und umfassen insbesondere die Rückstellung für die Durchführung der Hauptversammlung, Vermittlungsprovisionen, Versicherungen, Lizenzgebühren und sonstige Beratungskosten.

Die Rückstellung für Tantiemen bildet die an die Vorstandsmitglieder ausbedungenen vertraglich fixierten Garantietantiemen aus dem aktuellen Geschäftsjahr ab.

Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile der Mitarbeiter welche zum 31. Dezember 2008 noch nicht ausgezahlt wurden, sind unter den Provisionen zusammengefasst.

Aufwendungen für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses sowie für die Erstellung der Steuererklärungen wurden mit 149 TEuro abgegrenzt.

Für Prozesskosten wurden Rückstellungen in Höhe von insgesamt 82 TEuro gebildet. Diese beinhalten Rückstellungen bereits aus vorherigen Geschäftsjahren, Mitarbeiterklagen im Rahmen der Ausgliederung des GSM-Geschäftsbereiches sowie für laufende Spruchstellenverfahren.

Für etwaige Gewährleistungsansprüche und Kulanzen wurde eine pauschale Rückstellung in zum Vorjahr unveränderter Höhe gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen betrafen zum 31. Dezember 2007 im Wesentlichen die Rückstellung für zu zahlende Zinsen aus den ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, die im Berichtsjahr in Anspruch genommen wurde. Der Ausweis zum Bilanzstichtag betrifft insofern nur noch die Rückstellung für Archivierungskosten.

Die Urlaubsrückstellungen erfassen die Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber ihren Arbeitnehmern aus verbleibenden Urlaubsansprüchen des Berichtsjahres. Der Rückstellungsbetrag ermittelt sich auf Basis des Bruttolohns des einzelnen Arbeitnehmers zuzüglich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung und der offenen Urlaubstage zum Bilanzstichtag.

Die Rückstellung für Aufsichtsratsvergütungen umfassen im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2008 gebildeten Ansprüche für die Aufsichtsratsvergütung.

6. Verbindlichkeiten

GESAMT Gesamt
Betrag
Laufzeit
Bis 1 Jahr
Laufzeit
1 bis 5
Jahre
Laufzeit
über 5
Jahre
Euro Euro Euro Euro
I Anleihen 1.067.126 0 1.067.126
II Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.689.484 0 1.689.484 0
III Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 737.252 737.252 0 0
IV Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen 630.507 630.507 0 0
V Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis
10.500 10.500 0 0
VI Sonstige Verbindlichkeiten 882.787 882.787 0 0
5.017.655 2.261.046 2.756.610 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank und besitzen einen Kreditrahmen in Höhe von insgesamt 2.500 TEuro und sind durch eine stille Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind allgemein durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 637 TEuro und Darlehensverbindlichkeiten aus dem Erwerb von Beteiligungen in Höhe von 190 TEuro summiert.

7. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Ertragsabgrenzungen für zukünftige Perioden ausgewiesen, welche zu Umsatzrealisierung nach dem Bilanzstichtag führen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 3.245 TEuro (Vj. 3.265 TEuro) beinhalten im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Wartungserlöse für den Zeitraum nach Ablauf des Geschäftsjahres. Die Auflösung des Postens erfolgt linear über die jeweiligen Vertragslaufzeiten.

II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich – aufgegliedert nach Produktgruppen – wie folgt zusammen:

2008 2007 Veränderung Veränderung
[TEuro]
Lizenzen 2.874,7 3.355,4 -480,7 -14%
Dienstleistung 797,4 643,1 154,3 24%
Wartung 5.153,8 4.768,1 385,7 8%
Handelsware 1.596,1 1.039,4 556,7 54%
Total operativer Umsatz 10.422,0 9.806,0 616,0 6%
Sonstige 171,5 1.242,0 -1.070,5 -86%
Total 10.593,5 11.048,0 -454,5 -4%

Die Lizenzen sind maßgeblich durch die Verkäufe der eigenen Produkte im Bereich E-Mail-Management (ELM) geprägt. Die Abweichung in diesem Bereich ergibt sich in Folge eines in 2007 realisierten Großprojektes, welches sich positiv auf den Wartungsumsatz der Folgejahre auswirkt.

Die Dienstleistungen umfassen den Service, Support, Schulung und Consulting im Bereich E-Mail-Management (ELM). Die Wartungsumsätze stehen im Zusammenhang mit der Wartung und dem Support der eigenen Produkte. Die Umsätze aus Handelswaren begründen sich aus dem Verkauf von den eigenen Produkten ergänzender Software. Unter den sonstigen Umsätzen summieren sich die Beträge, die die GROUP Business Software AG an ihre Tochtergesellschaften für administrative Leistungen weiterberechnet hat. Im Zuge der noch näheren Anbindung der Tochter- und Enkelgesellschaften an die Muttergesellschaft durch den Abschluss von Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträgen entfielen teilweise diese Weiterberechnungen da die Tochtergesellschaften sodann wie eine innerhalb des Unternehmens fungierende Abteilungen behandelt werden. Im Berichtsjahr betrifft dies den abgeschlossenen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag der GEDYS IntraWare GmbH. Durch die vollumfängliche steuerliche Organschaft verbleibt der Gewinn der beherrschten Gesellschaft im Mutterunternehmen und deckt somit die Aufwendungen für die weiterhin erbrachten Aufgaben im Bereich der Administration.

Die geographische Umsatzverteilung ergibt sich wie folgt:

2008 2007
[TEuro]
Deutschland 8.479,2 8.474,8
EU 1.470,3 1.733,8
Rest of world 644,0 839,4
Total 10.593,5 11.048,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich insbesondere in periodenfremde Erträge (131 TEuro; Vj. 141 TEuro), Weiterberechnungen von Kosten an die Tochtergesellschaften (101 TEuro; Vj. 91 TEuro), Erträge aus der Auflösung und Inanspruchnahme von Rückstellungen (89 TEuro; Vj. 151 TEuro), in Erlöse ausgewiesener Sachbezüge an Mitarbeiter (66 TEuro; Vj. 68 TEuro) und sonstige Erträge (107 TEuro; Vj. 30 TEuro). Die periodenfremden Erträge umfassen neben einer Versicherungsentschädigung insbesondere Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 1.894 TEuro und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1.525 TEuro) um 369 TEuro. Diese Erhöhung steht in unmittelbaren Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung der Handelswaren im Geschäftsjahr.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr (4.469 TEuro) um 248 TEuro auf 4.716 TEuro. Dies begründet sich insbesondere durch Veränderungen in der Gehaltsstruktur.

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (714 TEuro; Vj. 859 TEuro) und Sachanlagen (107 TEuro; Vj. 115 TEuro), welche sich in 2008 zusammen mit der Abschreibung auf den Firmenwert in Höhe von 269 TEuro (Vj. 269 TEuro) auf 1.091 TEuro (Vj. 1.243 TEuro) aufsummieren.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Rechts- und Beratungskosten/ Dienstleistungen 786 TEuro (Vj. 1.084 TEuro), Marketingaufwendungen 901 TEuro (Vj. 747 TEuro), Kraftfahrzeugkosten 245 TEuro (Vj. 282 TEuro), Reisekosten 368 TEuro (Vj. 242 TEuro), Raumkosten 352 TEuro (Vj. 184 TEuro), Versicherungsbeiträge 124 TEuro (Vj. 137 TEuro), Kommunikationsaufwand 98 TEuro (Vj. 95 TEuro), Betriebsbedarf 76 TEuro (Vj. 79 TEuro), Leasingaufwendungen 28 TEuro (Vj. 51 TEuro), Kosten des Geldverkehrs 16 TEuro (Vj. 39 TEuro) ) sowie Ausgangsfrachten 16 TEuro (Vj. 12 TEuro) und übrige Aufwendungen 583 TEuro (Vj. 582 TEuro).

Unter dieser Position summieren sich periodenfremde Aufwendungen 48 TEuro (Vj. 121 TEuro), Aufwendungen aus der Einstellung in die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen 332 TEuro (Vj. 120 TEuro), weiterberechnete Kosten an Tochtergesellschaften 101 TEuro (Vj. 81 TEuro), Forderungsverluste 21 TEuro (Vj. 20 TEuro) sowie andere Aufwendungen 82 TEuro (Vj. 52 TEuro). Die periodenfremden Aufwendungen umfassen Gutschriften aus Rechnungen der Vorjahreszeiträume.

7. Finanz- und Beteiligungsergebnis

Im Rahmen des im Geschäftsjahr abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GEDYS IntraWare GmbH sind der Gesellschaft Erträge aus der Gewinnabführung in Höhe von 1.512 TEuro zuzurechnen.

Den Zinserträgen in Höhe von 70 TEuro (Vj. 91 TEuro) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 167 TEuro (Vj. 158 TEuro) entgegen. Zusammen mit den Verlusten aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 2 TEuro (Vj. 1 TEuro) und den Erträgen aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 5 TEuro ermittelt sich ein Finanz- und Beteiligungsergebnis in Höhe von 1.417 TEuro (Vj. -319 TEuro). Im Vorjahr wurde das Finanzergebnis durch eine Abschreibung auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 250 TEuro maßgeblich belastet.

Von den Zinserträgen entfallen keine (Vj. 75 TEuro) auf verbundene Unternehmen, da die Gesellschaft im Rahmen der Unterstützung der Tochtergesellschaften auf die Berechnung von Zinsen verzichtet hat. Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 16 TEuro (Vj. 0,3 TEuro).

8. Außerordentliches Ergebnis

Im Berichtsjahr weist die GROUP Business Software AG ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 143 TEuro aus (Vj. 692 TEuro). Dieser außerordentliche Ertrag resultiert im Wesentlichen aus Veranlagung der Umsatzsteuer 2000 welche vor dem Hintergrund der im Rahmen der Börsengangaufwendungen gezogenen Vorsteuern bisher noch nicht erfolgt war.

9. Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstige Steuern

Im Geschäftsjahr 2008 sind Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 314 TEuro (Vj. 130 TEuro) und sonstige Steuern in Höhe von 8 TEuro (Vj. 5 TEuro) angefallen.

Neben der unter 5.2 erläuterten Ertragssteuerrückstellung für die Erträge des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von 35 TEuro ergibt sich der Steueraufwand aus der nunmehr erfolgten Veranlagung der Steuerjahre 2000-2006. Hiernach ergaben sich Zahlungen für Gewerbesteuer 126 TEuro und Körperschaftssteuer 153 TEuro. Diese sind begründet durch die nachträgliche Einführung der Verlustvortragsnutzung mit einem Sockelbetrag von 1 Mio. Euro.

III. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den bilanzierten Schulden bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen.

EURO 1 Jahr über
1 Jahr
über
5
Jahre
Gesamt
Verpflichtungen aus Mietverträgen 437.229 501.588 0 938.817
(Vj. 432.470) (Vj. 490.772) (Vj. 0) (Vj. 923.242)
Verpflichtungen aus Kfz Leasingverträgen 73.346 167.978 0 241.324
(Vj. 65.191) (Vj. 122.938) (Vj. 0) (Vj. 188.129)
Verpflichtungen aus sonstigen 24.190 29.805 0 53.996
Leasingverträgen (Vj. 21.638) (Vj. 25.122) (Vj. 0) (Vj. 46.760)
Verpflichtungen aus 0 0 0 0
Abnahmeverpflichtungen (Vj. 0) (Vj. 200.000) (Vj. 0) (Vj. 200.000)
Gesamt 534.766 699.371 0 1.234.136
(Vj. 519.300) (Vj. 838.832) (Vj. 0) (Vj. 1.358.131)

3. Organe

Mitglieder des Vorstandes der GROUP Business Software AG

Die Vorstandsmitglieder sind alleinvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit; ausgenommen die Fälle, in denen sie Handlungen für sich persönlich und in ihrer Eigenschaft als Vorstand wahrnehmen.

Jörg Ott, Eisenach, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender (CEO) seit 26.06.2002

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrates der Plus Punkt Marketing AG, Hamburg Mitglied des Board of Directors der Westend ITC Plc, Helsinki, Finnland

Tätigkeiten in Konzerngesellschaften:

Geschäftsführer der arcaTRUST Software GmbH, Dresden Member of the Board (Mitglied der Geschäftsleitung), GEDYS Internet Products N.V Mitglied des Board of Directors (Deputy Member), GEDYS Software Holding OY President and CEO (Vorstand) der GROUP Business Software Corp., USA Chairman of the board der Relavis Corp., New York

Markus Ernst, Gießen, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstandsmitglied seit 09.08.2000

Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrates der bontype media AG, Bonn

Tätigkeiten in Konzerngesellschaften:

Mitglied des Board of Directors, GEDYS Software Holding OY

Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf insgesamt 763 TEuro (Vj. 608 TEuro). Hiervon entfielen auf Jörg Ott fixe Gesamtbezüge in Höhe von 187 TEuro (Vj. 187 TEuro) und Tantiemeansprüche in Höhe von 225 TEuro (Vj. 160 TEuro) sowie auf Markus Ernst fixe Gesamtbezüge in Höhe von 176 TEuro (Vj. 140 TEuro) und Tantiemeansprüche in Höhe von 175 TEuro (Vj. 120 TEuro). Pensionszusagen und Aktienoptionen wurden an den Vorstand nicht gegeben. Diese Angaben stellen Pflichtangaben nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB dar. Pensionszusagen an ausgeschiedene Vorstände wurden nicht gemacht. Leistungen nach Beendigung der Tätigkeiten sind nicht zugesagt worden.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem anderen Prokuristen:

Kirstin Schau, Philippsthal,

Marion Betz, Fulda,

Anja Michaela Joris, Eisenach

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied oder einem anderen Prokuristen:

Jennifer Ann Meade, Jersey City, New Jersey.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Johann Praschinger (Vorsitzender), Friedrichsdorf, Rechtsanwalt, Head of Payment Solutions Wincor Nixdorf International GmbH Gewählt durch die Hauptversammlung vom 11.06.2001, wieder gewählt durch die Hauptversammlung vom 21.12.2005

Weitere Mandate:

keine

Arnold Malsch, Karlsruhe, selbständiger Steuerberater

Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21.12.2005

Weitere Mandate:

Keine

Dr. jur. Stefan Berz, Gräfelfing,
Wirtschaftsprüfer/Steuerberater bei LKC Kemper Czarske v.Gronau Berz Wirtschaftsprüfer
Rechtsanwälte Steuerberater, Grünwald bei München
Gewählt durch die Hauptversammlung vom 21.12.2005; wiedergewählt als Ersatzmitglied für
Herrn Dr. Anhäusser am 29.06.2007
Weitere Mandate:
Aufsichtsratsmitglied der Blue Cap AG, München

Im Aufwand der GROUP Business Software AG sind im Geschäftsjahr 2008 20 TEuro (Vj. 41 TEuro) für Bezüge an den Aufsichtsrat enthalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils eine jährliche feste Vergütung von 3.000,00 Euro; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der festen Vergütung. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld pro Sitzungstag in Höhe von 1.000,00 Euro, der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 1.500,00 Euro. Telefonische Sitzungen werden pauschal mit 200,00 Euro vergütet; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 300,00 Euro. Im Berichtsjahr fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen, davon eine telefonisch und eine mit persönlicher Anwesenheit statt. Bei zwei Sitzungen war die Teilnahme teils telefonisch, teils persönlich.

4. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 59 Mitarbeiter (Vj. 60 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die Aufsplittung in die einzelnen Bereiche kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden, wobei die Auszubildenden und die Vorstände nicht berücksichtigt sind.

Funktion Teilfunktion Personal Personal
31.12.2008 31.12.2007 Ø 2008 Ø 2007
Kundennaher Bereich Service 13,5 8,8 10,7 8,4
Sales 15,1 16,0 14,7 15,9
Marketing 2,1 1,0 2,0 1,0
Total Kundennaher Bereich 30,7 25,8 27,4 25,3
Forschung und Entwicklung 20,9 21,0 20,3 21,0
Management Verwaltung 10,5 13,6 11,1 13,2
Total 62,1 60,4 58,7 59,5

5. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2008 sind nachfolgende Geschäftsvorgänge entstanden:

Gesellschaft nahestehende
Person
Geschäftsvorgang Höhe in TEUR Bemerkung
GROUP Business
Software AG
Jörg Ott Mietvertrag als
Vermieter und
Eigentümer der
Hospitalstraße 6,
99817 Eisenach
43,2 Mietaufwand 2008
34,8 Mietaufwand 2007
21,6 Miete Restlaufzeit

6. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde durch Vorstand und Aufsichtsrat für 2008 mit Datum vom 23. April 2008 abgegeben und entsprechend den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

7. Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 2.171 TEuro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

8. Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs.1 und § 26a WpHG

Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 und § 26a WpHG waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

9. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Muttergesellschaft in dem zu erstellenden Konzernabschluss der GROUP Business Software AG, Eisenach.

10. Honorare Wirtschaftsprüfer

In den Aufwendungen der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2008 sind Honorare für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses in Höhe von 125 TEuro enthalten. Darüber hinaus wurden an den Wirtschaftsprüfer Honorare für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen in Höhe von 20 TEuro gezahlt.

Eisenach, 31. März 2009

Vorstand Vorstand

Jörg Ott Markus Ernst

Geschäftsbericht
GROUP Business Software AG (Konzern und Einzelgesellschaft)
zum 31.12.2008
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS VOM 01.01.08 - 31.12.08
A n s c h a f f u n g s -/
H e r s t e l l u n g s-
k o s t e n A b s c h r e i b u n g e n Buchwert Buchwert
Stand Zugang Umbuchung Abgang Stand Stand Zugang Abgang Stand
01.01.2008 31.12.2008 01.01.2008 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2007
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
1. und Werten 10.743,9 347,9 0,0 0,0 11.091,8 6.654,5 714,4 0,0 7.368,9 3.723,0 4.089,4
2. Firmenwert 8.066,0 0,0 0,0 0,0 8.066,0 685,5 269,2 0,0 954,7 7.111,3 7.380,5
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 18.809,9 347,9 0,0 0,0 19.157,8 7.340,0 983,6 0,0 8.323,6 10.834,2 11.469,9
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.259,1 96,8 0,0 43,5 2.312,4 2.055,7 107,2 43,5 2.119,4 193,0 203,4
Summe Sachanlagen 2.259,1 96,8 0,0 43,5 2.312,4 2.055,7 107,2 43,5 2.119,4 193,0 203,4
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.644,5 2.096,0 815,0 6,4 16.549,1 805,0 0,0 0,0 805,0 15.744,1 12.839,5
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.081,8 631,4 125,0 235,0 1.603,2 0,0 0,0 0,0 0,0 1.603,2 1.081,8
3. Beteiligungen 580,0 500,0 -815,0 0,0 265,0 0,0 0,0 0,0 0,0 265,0 580,0
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 125,0 0,0 -125,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 125,0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 662,5 0,0 0,0 662,5 0,0 162,5 0,0 162,5 0,0 0,0 500,0
6. Genossenschaftsanteile 0,9 0,0 0,0 0,0 0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,9 0,9
7. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 106,8 2,6 0,0 0,0 109,4 0,0 0,0 0,0 0,0 109,4 106,8
Summe Finanzanlagen 16.201,6 3.230,0 0,0 903,9 18.527,6 967,5 0,0 162,5 805,0 17.722,6 15.234,1
Summe Anlagevermögen 37.270,6 3.674,7 0,0 947,4 39.997,8 10.363,2 1.090,8 206,0 11.248,0 28.749,8 26.907,4

GROUP Business Software AG Eisenach

Bilanzeid für das Geschäftsjahr 2008

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der GROUP Business Software AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Eisenach, 31. März 2009

Jörg Ott Markus Ernst Vorstand Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GROUP Business Software AG, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Dresden, 20. April 2009

Dr. Winfried Heide Wirtschaftsprüfer

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der GROUP Business Software AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gem. § 161 AktG

Die GROUP Business Software AG entsprach und entspricht den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 06. Juni 2008 mit folgenden Ausnahmen:

Kodex Ziff. 3.4: Festlegung Informations- und Berichtspflichten des Vorstands

Eine nähere Festlegung ist bislang nicht erfolgt. Angesichts der Größe der Gesellschaft und der Nähe des Vorstands zum Aufsichtsrat, und umgekehrt, ist es auch für die Zukunft nicht geplant, generelle Festlegungen für die Informations- und Berichtspflichten zu treffen.

Kodex Ziff. 3.10: Corporate Governance Bericht

Im Geschäftsbericht wurde und wird der Verweis auf die Internetseite bezüglich der aktuellen Fassung der Entsprechenserklärung im Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses abgedruckt. Ältere Fassungen des Kodex werden auf der Internetseite nicht zugänglich gehalten, können aber jederzeit bei der Gesellschaft angefordert werden.

Kodex Ziff. 4.2.3: Vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit

Die Vorstandsverträge wurden vor Inkrafttreten dieser Empfehlung geschlossen und enthalten keine Vorkehrungen in Bezug auf Begrenzung etwaiger Zahlungen im Falle vorzeitiger Beendigung. Dies wird jedoch bei kommenden Verträgen Beachtung finden.

Kodex Ziff. 4.2.5: Vergütungsbericht als Teil des Corporate Governance Berichtes

Die Offenlegung der Gesamtvergütung und etwaiger Nebenleistungen jedes Vorstandsmitglieds wird im Anhang des Jahresabschlusses erläutert, nicht aber im Rahmen des Corporate Governance Berichts. Dies ist auch nicht vorgesehen.

Kodex Ziffer 5.1.2: Langfristige Nachfolgeplanung und Altersgrenze

Angesichts der aktuellen Zusammensetzung des Vorstands besteht derzeit und absehbar keine Notwendigkeit für eine langfristige Nachfolgeplanung.

Eine generelle Altersgrenze ist derzeit nicht vorgesehen, da die Laufzeit der Vorstandsverträge jeweils individuell und an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert vom Aufsichtsrat festgelegt wird. Eine grundsätzliche Altersbegrenzung ist für die Firmengröße, Struktur und aktuelle Zusammensetzung des Vorstands nicht erforderlich oder sachgerecht.

Kodex Ziff. 5.3: Ausschüsse des Aufsichtsrates

Aufgrund der Größe der Gesellschaft wurden keine Ausschüsse gebildet.

Kodex Ziff. 5.3.3: Nominierungsausschuss

Ein Nominierungsausschuss wurde nicht gebildet. Die Amtsperiode der derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats endet erst in 2010.

Kodex Ziff. 5.4.1: Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder

Eine Altersgrenze ist nicht festgelegt, da die Gesellschaft den Fokus auf Kompetenz und entsprechendes Fachwissen legt.

Kodex Ziffer 5.4.3: Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz an die Aktionäre

Die Gesellschaft folgt insoweit der im Aktiengesetz festgelegten Kompetenzverteilung, wonach die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden allein dem Aufsichtsrat obliegt.

Kodex Ziff. 5.4.6: Vergütung des Aufsichtsrats

Ein erfolgsorientierter Vergütungsbestandteil ist in den derzeitigen Aufsichtsratsbezügen nicht enthalten. Eine erfolgsorientierte Vergütungskomponente sieht die Satzung der Gesellschaft zurzeit nicht vor. Die Vergütung des Aufsichtsrates ist jedoch zumindest teilweise an die Sitzungsteilnahme geknüpft. Entsprechende Satzungsänderungen sind derzeit nicht geplant.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats wurden bislang und werden zukünftig im Anhang des Konzernabschlusses aufgeführt. Eine weitere Differenzierung bzw. eine Darstellung der Bezüge in einem Corporate Governance Bericht sind darüber hinaus nicht vorgesehen.

Herr Arnold Malsch ist für die Gesellschaft in steuerberatender Funktion zu den üblichen Sätzen tätig.

Kodex Ziff. 6.6: Mitteilung von Stimmrechtsanteilen

Die Gesellschaft erfüllt in Bezug auf meldepflichtige Stimmrechtsanteile die Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes. Eine weitere gesonderte Aufnahme von Informationen zu Stimmrechtsanteilen von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt nicht.

Bislang hat das Unternehmen davon abgesehen, über die gesetzlichen Vorgaben für den Anhang des Jahresabschlusses hinaus, einen weitergehenden Corporate Governance Bericht im Geschäftsbericht aufzunehmen. Auch für die Zukunft ist ein solcher Bericht nicht geplant.

Kodex Ziff. 7.1.2: Veröffentlichung von Konzernabschlüssen und Zwischenberichten

Die Veröffentlichung der Konzernabschlüsse und Zwischenberichte ist aus organisatorischen Gründen nicht innerhalb der durch den Corporate Governance Kodex geforderten Zeiträume möglich.

Kodex Ziff. 7.1.3: Aktienoptionsprogramme

Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden soweit sie bestehen im Anhang erläutert.

Eisenach im April 2009 GROUP Business Software AG

Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand

Johann Praschinger Jörg Ott Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender

Herausgeber

GROUP Business Software AG Hospitalstraße 6 99817 Eisenach

Zukunftsorientierte Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nachzuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen. Für Druckfehler und sonstige offensichtliche Unrichtigkeiten wird nicht Gewähr geleistet.

Kontakt

GROUP Business Software AG MesseTurm 60308 Frankfurt am Main Tel. +49 69 789 88 19 -0 Fax +49 69 789 88 19 -99 www.group.de [email protected]