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Funkwerk AG Annual Report 2011

May 10, 2012

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Annual Report

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Funkwerk AG

Kölleda

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

GESCHÄFTSBERICHT 2011

LAGEBERICHT

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftsgrundlage und Konzernstruktur

Die Funkwerk AG ist als mittelständischer Technologiekonzern spezialisiert auf lösungsorientierte Informations-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme für den Schienenverkehr, Kraftfahrzeuge, Infrastruktur, Behörden und Unternehmen. Funkwerk-Produkte basieren auf modernsten Verfahren der Funk- und Kommunikationstechnik sowie der Datenverarbeitung, verbessern die Sicherheit und den Komfort und tragen zur Kostensenkung bei den Kunden bei. Kern unseres Leitbilds ist eine hohe Flexibilität, auf Kundenwünsche einzugehen, sowie eine ausgeprägte technologische Kompetenz.

Unter dem Dach der Funkwerk AG ist die Geschäftstätigkeit in drei strategische Geschäftsbereiche unterteilt. Der Geschäftsbereich Enterprise Communication (EC) ist im Geschäftsjahr veräußert worden.

Der Bereich Traffic & Control Communication (TCC) umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Systemlösungen für Eisenbahn- und Verkehrsunternehmen, Infrastrukturbetreiber sowie Hersteller von Schienenfahrzeugen weltweit. Hierzu zählen u. a. Stellwerk- und Informationssystme sowie Zugfunkgeräte. Unser Kundenstamm setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Bahn-Verkehrsbetrieben, Infrastrukturbetreibern und Systemhäusern.

Im Segment Security Communication (SC) werden Systeme für High-end-Sicherheitslösungen wie Personensicherungs- und Videoüberwachungsanlagen entwickelt, produziert und vertrieben. Zu den Kunden gehören unter anderem Behörden, Justizvollzugsanstalten, öffentliche Verkehrsbetriebe und Unternehmen.

Der Geschäftsbereich Automotive Communication (AC) bietet PKW- und LKW-Herstellern maßgeschneiderte Connectivity- und Vernetzungslösungen für das Fahrzeug sowie Telematik-Systeme. Zielgruppen sind insbesondere die Premium-Hersteller der Fahrzeugindustrie sowie Transportunternehmen.

Ab dem Jahr 2012 soll die Funkwerk-Gruppe stärker zentral gesteuert werden. Deshalb wurde das operative Geschäft innerhalb der drei strategischen Geschäftsbereiche zum Jahreswechsel in Business Units (BUs) gegliedert, die auch standortübergreifend tätig sind. So ist der Geschäftsbereich TCC künftig aufgeteilt in die BUs Infrastruktur (Infrastructure) und Mobile Systeme (Rolling Stock), der Bereich SC in Videosicherheitslösungen (Videosystems), Sicherheitskommunikationslösungen (Security Communications) und Sicherheitsprodukte (Security Products). In der Sparte AC übernimmt die gleichnamige BU Automotive Communication die Geschäftstätigkeit. Zentrale Funktionen werden zukünftig parallel dazu zusammengefasst und aus der Funkwerk AG heraus gesteuert.

Funkwerk ist in den wichtigsten Märkten mit eigenen Niederlassungen oder Tochtergesellschaften vertreten. Ende 2011 war der Konzern bezogen auf die drei fortgeführten Geschäftsbereiche mit acht Standorten in Deutschland und vier im Ausland präsent. Der Konsolidierungskreis veränderte sich im Berichtsjahr zum einen durch den Verkauf der Tochtergesellschaft Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH. Zum anderen wurde Anfang Oktober der gesamte Geschäftsbereich Enterprise Communications (EC) mit den dazugehörigen Tochtergesellschaften veräußert. Der wirtschaftliche Übergang an den neuen Eigentümer erfolgte am 13. Januar 2012. Darüber hinaus wurde die Funkwerk Avionics GmbH im ersten Quartal 2012 verkauft. Details sind in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu finden. Eine Darstellung des Konsolidierungskreises enthält der Konzernanhang.

Neuausrichtung der Funkwerk-Gruppe

Die Strategie der Funkwerk AG ist grundsätzlich auf ertragsorientiertes Wachstum, den weiteren Ausbau unserer technologischen Kompetenz und die Verbesserung unserer in vielen Teilbereichen marktführenden Stellung gerichtet. Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine umfassende Neuausrichtung eingeleitet, um die Unternehmensgruppe effizienter aufzustellen, die Wettbewerbsfähigkeit im gesamten Konzern zu verbessern und die Ertragskraft zu erhöhen. Dabei verfolgen wir im Wesentlichen vier Ziele:

Im Rahmen der Fokussierung auf die Kernbereiche konzentriert sich das Unternehmen konsequent auf die drei strategischen Geschäftsbereiche TCC, SC und AC. Innerhalb dieser Geschäftsbereiche beschränken wir uns auf margenstarke Wachstumsfelder und haben alle anderen Aktivitäten auf den Prüfstand gestellt. 2011 und im ersten Quartal 2012 wurden bereits mehrere Gesellschaften verkauft, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören, und weitere Bereinigungsmaßnahmen insbesondere des Produktportfolios umgesetzt bzw. eingeleitet.
Parallel dazu werden wir in der Gruppe vorhandene Synergiepotenziale verstärkt heben und damit Ertragskraft zurück gewinnen. Dazu straffen und vereinfachen wir die Konzernstrukturen, richten uns operativ konsequent auf den Markt aus und bündeln zentrale Bereiche wie z. B. Verwaltung, Einkauf oder Produktion. Dadurch können wir unsere Ressourcen gezielter einsetzen, die Komplexität reduzieren und die Marktansprache effizienter gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Finanzkraft der Funkwerk AG, die wir stärken wollen. Bereits 2011 haben wir unsere Liquidität durch einen mehrjährigen Konsortialdarlehensvertrag verbessert. Zudem tragen die Unternehmensverkäufe dazu bei, die finanzielle Situation auf eine stabilere Basis zu stellen.
Insgesamt ist die Funkwerk AG auf Wachstum ausgerichtet. Wir konzentrieren uns auf expansive Produktfelder und wollen unsere drei Geschäftsbereiche international auf Märkten etablieren, in denen nachhaltige Steigerungsraten erwartet werden. Dabei nutzen wir unsere technologisch führende Position bei Schlüsselprodukten und entwickeln uns zunehmend vom Lieferanten für spezielle Nischenbereiche zum lösungsorientierten Systemanbieter und verbreitern über Partnerschaften den Markzugang.

Unternehmensführung und Steuerungssystem

Die Unternehmensführung von Funkwerk orientiert sich an den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Verantwortlich für die Unternehmensführung ist der Vorstand. Seine Arbeit wird durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand legt auch die Konzernstrategie fest und erarbeitet gemeinsam mit den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche bzw. der Business Units geeignete Maßnahmen zu ihrer Umsetzung.

Die operativen Unternehmensbereiche werden sowohl über strategische Vorgaben als auch über Kennzahlen gesteuert. Dazu gehören der Umsatz, die EBIT-Marge, die Wertschöpfung pro Mitarbeiter, das Verhältnis von Working Capital zu Umsatz, die Investitionsintensität und die Umschlagshäufigkeit. Diese Führungsinstrumente werden im Rahmen des konzernweiten Controllings eingesetzt und bei Bedarf erweitert. Zudem beobachten wir verschiedene operative Frühindikatoren wie Markt-, Konjunktur- und ausgewählte Branchendaten, den Auftragseingang in unseren Geschäftsfeldern und die Entwicklung wichtiger Rohstoffpreise bzw. Währungen. Auch die Analyse der aktuellen sowie der angestrebten Wettbewerbsposition dient der Unternehmenssteuerung von Funkwerk. Dazu untersuchen wir regelmäßig unseren jeweiligen Marktanteil, die Qualität der Produkte, den Umsatzbeitrag neuer Produkte sowie die Entwicklungsintensität.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2011

Die Weltwirtschaft entwickelte sich 2011 insgesamt positiv: Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) belief sich das globale Wirtschaftswachstum auf 3,8 %. Dieser vergleichsweise hohe Anstieg wurde vor allem in den ersten Monaten realisiert, im weiteren Jahresverlauf geriet die Konjunktur zusehends ins Stocken. Dies war nach Ansicht des IWF vor allem eine Folge der sich sukzessive verschärfenden Staatsschuldenkrise im Euro-Raum und der schwierigen Situation an den Finanzmärkten.

Den größten Wachstumsbeitrag leisteten 2011 erneut die Schwellen- und Entwicklungsländer, die in der Summe um 6,2 % zulegten, obwohl die wirtschaftliche Dynamik auch dort zuletzt deutlich abnahm. Im Vergleich dazu erhöhten die Industrienationen ihre Leistung mit einem Plus von 1,6% eher moderat. Eine positive Ausnahme in dieser Ländergruppe war die deutsche Volkswirtschaft: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das reale Bruttoinlandsprodukt 2011 um 3,0 %. Trotz der beeindruckenden Wachstumsstärke zogen auch in Deutschland zum Jahresende hin verstärkt Wolken am Konjunkturhimmel auf.

Für Funkwerk als Hersteller von Anlagen und Infrastruktur-Produkten ist die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen bzw. der Ausrüstungsinvestitionen ein wichtiger Konjunkturindikator. 2011 stiegen die Ausgaben für Ausrüstungen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 8,3%. Hinter diesem Wert verbargen sich allerdings deutlich unterschiedliche Entwicklungen in einzelnen Teilsektoren. So blieb beispielsweise der für Funkwerk besonders wichtige Markt für Kommunikations- und Informationssysteme insgesamt schwierig. Dies lag unter anderem an den Sparzwängen der öffentlichen Hand, die zu Verzögerungen bei der Auftragsvergabe bzw. zu einer zeitlichen Streckung von Projekten führten. Auch die Investitionen der Deutschen Bahn in die Erneuerung der Stellwerktechnik im Regionalverkehr blieben 2011 hinter den Erwartungen zurück.

Funkwerk-Geschäftsentwicklung im Überblick

Die Funkwerk AG hat im Geschäftsjahr 2011 eine entscheidende strategische Neuausrichtung eingeleitet und bei deren Umsetzung gute Fortschritte gemacht. Wir haben die Unternehmensgruppe auf drei Kernbereiche fokussiert und beschränken uns innerhalb dieser strategischen Geschäftsbereiche künftig auf expansive Felder. Die geplante Umgestaltung der Organisationsstrukturen haben wir im Berichtsjahr vorbereitet und konnten zu Beginn des Jahres 2012 die Einteilung der operativen Geschäftstätigkeit in sechs marktorientierte Business Units umsetzen. Bei der Zentralisierung bereichsübergreifender Funktionen gab es ebenfalls erste Erfolge, beispielsweise im Einkauf und in der Produktion. Im operativen Geschäft konnten wir wichtige strategische Neuaufträge gewinnen und die Marktposition in vielen Unternehmensbereichen behaupten.

Die Neuausrichtung sowie hohe Entwicklungs- und Investitionsvorleistungen belasten jedoch die Ertragslage. Das Geschäftsjahr 2011 schloss mit einem operativen Betriebsergebnis (Betriebsergebnis vor Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen) in Höhe von - 3,2 Mio. Euro. Die Neuausrichtung führte auch zu Restrukturierungsaufwendungen, die sich 2011 auf insgesamt 4,7 Mio. Euro beliefen, und nochmalig zu Wertminderungsaufwendungen aus aktivierten Produktentwicklungen und Firmenwerten in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Per saldo lag das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern bei - 13,1 Mio. Euro gegenüber - 14,9 Mio. Euro im Vorjahr. Das Umsatzvolumen im Konzern reduzierte sich auf vergleichbarer Basis um 2,4 % auf 164,6 Mio. Euro.

2. Bericht aus den Unternehmensbereichen / Segmentbericht

Traffic & Control Communication

Im größten Bereich TCC, der mehr als die Hälfte zum Konzernumsatzvolumen beiträgt, haben wir uns 2011 im Rahmen der Restrukturierung konsequent auf den Zug- und Schienenverkehr ausgerichtet. Ein wichtiger Schritt war dabei der Verkauf der Tochtergesellschaft Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH (Alpha). Bis zur Entkonsolidierung am 30. September 2011 verbuchte das Unternehmen mit etwa 120 Mitarbeitern einen Umsatz von 11,2 Mio. Euro. Darüber hinaus wurde die Produktlinie Sportanzeiger der Funkwerk Information Technologies Karlsfeld GmbH ebenfalls zum Verkauf gestellt und damit ein Umsatz in 2011 in Höhe von 1,5 Mio. Euro umgegliedert. Auf bereinigter Basis, also ohne die Alpha und die Produktlinie Sportanzeiger, erzielte der Bereich TCC im Geschäftsjahr 2011 einen leicht höheren Umsatz von 86,5 Mio. Euro gegenüber 83,6 Mio. Euro im Vorjahr. Das operative Betriebsergebnis vor Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen konnte mit 4,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (3,6 Mio. Euro) deutlich verbessert werden. Bedingt durch höhere Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,1 Mio. Euro reduzierte sich jedoch das EBIT auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).

Ein Highlight 2011 war der erfolgreich verlaufene Erprobungsbetrieb für das elektronische Stellwerksystem Alister SIL 4. Mit der Entwicklung dieser Plattform hat sich Funkwerk im Segment Signaltechnik in den letzten Jahren neu positioniert und will sich so einen Markt mit großen Wachstumschancen erschließen. Inzwischen haben wir mit der weiteren Vermarktung im Personenverkehr begonnen, mit der formalen SIL 4 Zulassung rechnen wir in 2012. Ende 2011 ging bereits ein wichtiger Folgeauftrag aus dem Personenverkehr ein: Für die Deutsche Bahn werden wir die Signaltechnik auf dem Streckenabschnitt Bremen - Bremerhaven erneuern und damit die zweite Strecke in Deutschland mit Alister SIL 4 ausrüsten. Die Inbetriebnahme ist im dritten Quartal 2013 geplant.

In Rangieranlagen, Depots und Werkbahnen, für die das geringere Sicherheitslevel SIL 2 gilt, sind unsere Stellwerksysteme mit dem Namen Alister Cargo bereits seit mehreren Jahren im Einsatz. 2011 erhielten wir in diesem Anwendungsgebiet ebenfalls mehrere Neuaufträge aus dem In- und Ausland. Unter anderem wurde Alister Cargo in Schweden, Dänemark, Österreich, der Schweiz und der Slowakei installiert.

Ein weiterer Neuauftrag von der Deutschen Bahn AG beinhaltet die Software-Migration der acht Betriebszentralen der DB Netz AG auf eine neue Hardwareplattform und moderne Betriebssysteme, die im September 2012 ans Netz gehen sollen. Darüber hinaus nehmen wir an einem Projekt teil, das die Leit- und Sicherungstechnik der Deutschen Bahn mit modernen, leistungsfähigen Standardschnittstellen ausstattet.

Im Zugfunk besitzt Funkwerk seit Jahren eine dominante Position bei den mobilen Kommunikationssystemen auf Basis des GSM-R Standards. In Europa haben wir hier einen Marktanteil von etwa 70 %. Im Berichtsjahr konnten wir eine neue Generation von Handgeräten vorstellen. Mit den sogenannten focX-Geräten, die sowohl im Zug- als auch im Rangierfunk einsetzbar sind, haben wir 2011 sofort den Einstieg in den Markt geschafft und einen großen Rahmenvertrag aus Österreich erhalten: Bis zum Jahr 2016 liefern wir mehr als 2.000 Handfunkgeräte an die österreichische Bundesbahn. Die erste Lieferung erfolgte bereits im letzten Quartal 2011.

Im Geschäftsfeld Informationssysteme ging 2011 eine wichtige Neubestellung von der Deutschen Bahn ein, die uns im Rahmen ihrer Qualitätsoffensive mit der Erweiterung und Verbesserung der Fahrgastinformationssysteme im Sprachbereich beauftragte. Das Projekt umfasst nahezu die Hälfte aller Fernbahnhöfe in Deutschland. Bedeutsam waren außerdem zwei Projekte für die Ausstattung in Zügen: Dabei geht es u. a. um elektronische Lautsprecher-Ansagen, die wir an einen Zughersteller liefern.

Security Communication

Im Geschäftsbereich SC standen 2011 insbesondere die Vereinheitlichung von Geschäftsfeldern und die Standardisierung von Produkten im Mittelpunkt der Neustrukturierung. So wurde die Kamerafertigung am Standort Salzgitter konzentriert, was mit umfangreichen organisatorischen Änderungen, auch im Personalbereich, verbunden war. Damit können wir unsere Kostenstrukturen optimieren, die Organisation vereinfachen und vorhandene Ressourcen - u. a. im Einkauf - verstärkt gemeinsam nutzen. Auch die Produkte selbst haben wir in Bezug auf ihre Fertigungskosten optimiert und die Komplexität reduziert. Bei der geplanten Internationalisierung kamen wir ebenfalls voran: Funkwerk arbeitet im Bereich SC bereits mit 30 Vertragspartnern in 13 Ländern zusammen, wovon allein 17 Partner im Berichtsjahr gewonnen wurden. Der Segmentumsatz ging leicht von 57,4 Mio. Euro auf 55,5 Mio. Euro zurück. Das operative Betriebsergebnis vor Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen blieb mit - 4,5 Mio. Euro hinter dem Vorjahr (- 3,9 Mio. Euro) zurück. Das EBIT stellte sich mit - 6,2 Mio. Euro gegenüber - 13,7 Mio. Euro im Vorjahr erheblich verbessert dar, wobei für diese Entwicklung die im Vorjahr vorgenommenen signifikanten Wertminderungen bezüglich unseres Algerien-Engagements ursächlich sind.

Bei den Personensicherungsanlagen haben wir vor allem bei den Justizvollzugsanstalten (JVA) eine herausragende Marktstellung. Etwa die Hälfte aller Einrichtungen in Deutschland nutzen heute unsere Systeme und von den 2011 insgesamt in Deutschland ausgeschriebenen Projekten konnte Funkwerk mehr als zwei Drittel für sich gewinnen. Vor allem innovative TETRA-Lösungen werden zunehmend nachgefragt - beispielsweise von der JVA Leipzig. Um unsere Marktposition hier zu sichern und weiter auszubauen, haben wir zum einen unseren Kundenkreis erweitert. So statten wir seit 2011 auch ein Kraftwerk von RWE mit Personennotrufsignalanlagen aus. Zum anderen verbreiterten wir unser Produktspektrum, beispielsweise durch das neu eingeführte Funkwerk D4 Office, ein hochwertiges Business-Handgerät mit umfassenden Telefonie- und Messaging-Funktionen. Es kann in nahezu allen DECT-Netzen eingesetzt werden. Außerdem erhielten wir 2011 die Zulassung der höchsten ATEX-Schutzklasse für unsere TETRA-Handgeräte. Erste Aufträge für diese explosionsgeschützte Variante gingen von einem französischen Energieversorger sowie für eine Öl-Plattform in Norwegen ein.

Im Geschäftsfeld Videoüberwachungssysteme gehörte ein Auftrag der Europäischen Zentralbank (EZB) zu den wichtigsten Bestellungen im Berichtsjahr, das erste Projekt für Funkwerk aus dem Bankensektor überhaupt. Funkwerk stattet den EZB-Neubau in Frankfurt mit der kompletten Videoüberwachung aus. Ein neues Arbeitsgebiet haben wir uns mit der Seitenstreifenfreigabe auf Autobahnen erschlossen. Mit Hilfe der Softwarelösung Argoscan und innovativen Videokameras können im Bereich stark frequentierter Autobahnabschnitte die Seitenstreifen temporär als zusätzliche Fahrspur genutzt werden. Zum Einsatz kommen dabei innovative Funkwerk-Kameras mit sehr robusten und hochmodernen Schwenk-Neige-Köpfen. In Nürnberg unterstützen unsere Systeme den fahrerlosen Betrieb der U-Bahn. Durch eine videogestützte Fahrgastraumüberwachung, die über Wireless-LAN Videobilder in Echtzeit und hoher Bildqualität übermittelt, erhöhen unsere Systeme die Betriebssicherheit und den Schutz vor Straftaten und Vandalismus.

Automotive Communication

Den Bereich AC haben wir 2011 im Rahmen der Neuausrichtung komplett auf das Erstausrüstergeschäft mit der Automobil- und LKW-Herstellerindustrie ausgerichtet. Den Vertrieb aller Produkte für den automobilen Nachrüstmarkt gaben wir an einen deutschen Distributionspartner ab. Zudem wurde die Produktlinie Avionics mit einem Jahresumsatz in 2011 von 3,3 Mio. Euro zum Verkauf gestellt. Parallel dazu wurden auch die internen Abläufe neu strukturiert. Darüber hinaus initiierten wir Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Lageroptimierung.

Das Umsatzvolumen im Bereich AC reduzierte sich bedingt durch die Restrukturierung und die zum Verkauf gestellte Produktlinie Avionics auf 22,6 Mio. Euro gegenüber 27,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010. Das operative Betriebsergebnis (vor Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen) war von umfangreichen Vorleistungen geprägt und belief sich auf - 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: - 1,1 Mio. Euro). Durch Restrukturierungs- sowie Wertminderungsaufwendungen endete das Geschäftsjahr mit einem EBIT von - 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: - 2,1 Mio. Euro).

Die Vorleistungen fielen im Zusammenhang mit Großaufträgen von führenden Automobil- und LKW-Herstellern an, die wir im Frühjahr erhalten haben. Das Bestellvolumen aus Rahmenverträgen beläuft sich insgesamt auf nahezu 100 Mio. Euro. Das Bearbeiten der Aufträge erfordert zunächst hohe Entwicklungsaufwendungen, bevor sie in späteren Perioden umsatzwirksam werden. Im Wesentlichen handelt es sich bei diesen Rahmenverträgen, die teilweise auf einer neu geschaffenen Entwicklungsplattform basieren, um drei Projekte: Erstens werden wir einen Automobilhersteller mit maßgeschneiderten Produkten zur Integration mobiler Endgeräte im Fahrzeug beliefern. Das zweite Projekt umfasst Telematik-Einheiten für Fahrzeuge eines führenden LKW-Herstellers. Und drittens wird Funkwerk einem weiteren großen PKW-Hersteller eine universale induktive Anbindung des Mobiltelefons im PKW liefern, die den Empfang optimiert (die sogenannte Koppelkammer). Wir wollen diese Lösungen auch anderen Herstellern anbieten und werden ab 2012 an entsprechenden Ausschreibungen teilnehmen.

Für unser innovatives Echtzeit-Flottenmanagement für Speditionen und Betreiber größerer Fuhrparks erhielten wir ebenfalls einen großen Auftrag, der die Aktivitäten im Geschäftsfeld Telematik maßgeblich bestimmte. Hier statten wir seit Ende 2011 die Deutsche Telekom, einen der größten Flottenbetreiber in Deutschland, mit einer Fahrtenbuchlösung für rund 6.000 PKW und Transporter unterschiedlicher Hersteller aus. Das System überträgt alle relevanten Daten weitgehend automatisiert und erfüllt die steuerlichen Anforderungen bezüglich der Fahrtenbuchdokumentation.

Enterprise Communication (EC)

Der auf integrierte Kommunikationslösungen für primär kleine bis mittlere Unternehmen spezialisierte Bereich EC erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatz von 27,8 Mio. Euro (Vorjahr: 28,3 Mio. Euro) ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von - 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro). Das EBIT wurde in 2011 durch den Verkauf der Sparte beeinflusst. Nachdem der gesamte Bereich im Rahmen der Konzernneuausrichtung mit Kaufvertrag vom 18. Oktober 2011 und wirtschaftlichem Übergang zum 13. Januar 2012 verkauft wurde, erfolgte der Ausweis in der Gesamtergebnisrechung 2011 saldiert unter der Position Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatz und Ertragslage von Restrukturierung geprägt

Die Konzernergebnisrechnung der Funkwerk AG war 2011 erneut von hohen Umstrukturierungskosten sowie erheblichen Vorleistungen für neue Projekte vor allem im Unternehmensbereich AC geprägt. Wesentlichen Einfluss hatten auch die Maßnahmen zur Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder. So wurde im vergangenen Jahr im Oktober 2011 die Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH (TCC) (im Konzernabschluss enthalten bis 30. September) und Anfang Januar 2012 der Unternehmensbereich EC (enthalten bis 31. Dezember) veräußert. Die Funkwerk Avionics GmbH (AC) gaben wir im März 2012 ab. Zudem beabsichtigen wir, innerhalb des Jahres 2012 die Produktlinie Sportanzeiger (TCC) zu veräußern. Die Umsatz- und Kostenanteile dieser Gesellschaften wurden zusammengefasst und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position »Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (nach Steuern)« ausgewiesen, die Zahlen des Geschäftsjahrs 2010 wurden entsprechend angepasst.

Der Konzernumsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche ging 2011 um 2,4 % auf 164,6 Mio. Euro zurück. Dies war vor allem eine Folge der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen wichtiger Abnehmerbranchen. Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben trotz niedrigerer Investitionszuschüsse stabil bei 6,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro). Grund dafür war die Auflösung einer Rückstellung, die für juristische Lizenzauseinandersetzungen gebildet wurde, nach erfolgreichem Ausgang für Funkwerk nun aber nicht mehr benötigt wird.

Bei den Personalkosten war trotz abnehmender Mitarbeiterzahl nur ein vergleichsweise moderater Rückgang um 1,4% auf 62,5 Mio. Euro zu verzeichnen. Hier machte sich die Veränderung in der Belegschaftsstruktur bemerkbar, da im Rahmen der Neuausrichtung vor allem Arbeitnehmer im Niedriglohnsegment ausgeschieden sind. Darüber hinaus fielen erstmals wieder tarifliche und außertarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen an.

Eine erfreuliche Entwicklung gab es beim Materialaufwand, der deutlich um 7,1 % auf 83,8 Mio. Euro und damit stärker als der Umsatz reduziert werden konnte. Der Rohertrag (ohne Berücksichtigung der aktivierten Eigenleistungen und Sonstigen betrieblichen Erträge) lag trotz des geringeren Geschäftsvolumens mit 78,8 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Rohertragsmarge verbesserte sich von 46,7% auf 47,9%. In den erheblichen Materialkosteneinsparungen spiegeln sich erste positive Effekte der konsequenten Umstrukturierung wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in 2011 auf 24,0 Mio. Euro nach 24,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2011 schließt mit einem operativen EBITDA (vor Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen) in Höhe von 4,7 Mio. Euro nach 5,4 Mio. Euro in 2010.

Das operative Betriebsergebnis vor Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen betrug 2011 - 3,2 Mio. Euro nach einem angepassten Ergebnis von - 1,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der in 2011 massiv eingeleitete Konzernumbau führte allerdings nochmals zu hohen Restrukturierungskosten von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro). Hinzu kamen Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Darin sind Abschreibungen auf Entwicklungsleistungen und Firmenwerte enthalten, die im Anhang näher erläutert werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich in der Summe dennoch leicht von - 14,9 Mio. Euro auf - 13,1 Mio. Euro, was aus dem Wegfall von Einmalaufwendungen aus dem Projektgeschäft resultierte - hier waren 2010 hohe Wertminderungen für unser Algerien-Engagement in Höhe von - 7,8 Mio. Euro angefallen.

Das Finanzergebnis belief sich 2011 auf - 2,2 Mio. Euro gegenüber - 1,7 Mio. Euro im Vorjahr. Dies war im Wesentlichen eine Folge des sehr niedrigen Marktzinsniveaus für Geldanlagen, die zu deutlich geringeren Finanzierungserträgen von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) führte. Die Finanzierungsaufwendungen mit - 2,4 Mio. Euro betreffen im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit der Aufnahme von Darlehen.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergab sich ein Konzernergebnis vor Steuern von - 15,3 Mio. Euro im Vergleich zu - 16,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 3,6 Mio. Euro, wovon der wesentliche Anteil der zusätzlichen Dotierung einer Rückstellung, die wir aufgrund einer höher als erwartet ausgefallenen Nachforderung aus einer steuerlichen Betriebsprüfung vornahmen, geschuldet ist. Gegen die ergangenen Steuerbescheide haben wir Klage erhoben und die umfängliche Aussetzung der Vollziehung genehmigt bekommen. Das Nettoergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche lag 2011 bei - 18,9 Mio. Euro nach - 22,7 Mio. Euro im Vorjahr. Das - verwässerte wie unverwässerte - Ergebnis je Aktie für die fortgeführten Geschäftsbereiche betrug damit - 2,35 Euro (Vorjahr: - 2,82 Euro).

Unter Berücksichtigung des Ertrags aus aufgegebenen Aktivitäten von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: - 2,2 Mio. Euro) wurde für das Geschäftsjahr 2011 unter dem Strich ein gegenüber dem Vorjahr deutlich geringerer Konzern-Jahresfehlbetrag von - 15,9 Mio. Euro (Vorjahr: - 24,9 Mio. Euro) ausgewiesen.

Finanzlage

Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements der Funkwerk AG bestehen darin, die Liquidität der Unternehmensgruppe zu sichern, die Finanzaufwendungen und -erträge zu optimieren sowie die Währungs- und Zinsrisiken zu steuern und zu minimieren. Hierfür setzen wir falls möglich ein breites Spektrum an Finanzierungsinstrumenten ein. Diese Diversifikation verschafft uns einen größeren Handlungsspielraum.

Um die Finanzierung der Funkwerk AG langfristig auf eine stabile Basis zu stellen, wurde im März 2011 ein Konsortialdarlehensvertrag in Höhe von 75,5 Mio. Euro mit drei deutschen Geschäftsbanken unter Führung der Commerzbank AG abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt drei Jahre und beinhaltet eine Verlängerungsoption um zwei Jahre. Der Kredit setzt sich aus einem revolvierenden Geldmarktdarlehen in Höhe von 12,5 Mio. Euro, einer Kontokorrentlinie von 5,0 Mio. Euro und einer Avalkreditlinie von 58,0 Mio. Euro zusammen. Dafür haben die Funkwerk AG und ihre Tochtergesellschaften Sicherheiten zur Verfügung gestellt. Außerdem war die Gewährung einer staatlichen Ausfallbürgschaft Voraussetzung für die Kreditvergabe. Diese erhielten wir aus dem Bund / Länder-Programm »Deutschlandfonds«. Konkret handelt es sich dabei um eine 80 %-ige Ausfallbürgschaft für 9,0 Mio. Euro Barkredite und eine 60 %-ige Ausfallbürgschaft für 10,6 Mio. Euro Avalkredite. Die Bürgschaft läuft über fünf Jahre und ist mit der für Staatsbürgschaften üblichen Bedingung verbunden, dass sich während der Laufzeit der Mehrheitseigentümer der Funkwerk AG verpflichtet, im Rahmen der Hauptversammlung für eine Gewinnthesaurierung zu stimmen, sodass keine Dividende ausgeschüttet wird.

Im Konsortialdarlehensvertrag ist als Bedingung vereinbart worden, dass die Eigenmittelquote der Funkwerk-Gruppe zu keiner Zeit 35 % unterschreiten darf. Ebenso darf der adjustierte Verschuldungsgrad der Funkwerk-Gruppe per 30. September 2011 und bis zum 30. Dezember 2011 nicht mehr als 7,0 sowie per 31. Dezember 2011 und danach nicht mehr als 3,5 betragen.

Die Funkwerk AG hat dem Bankenkonsortium in Bezug auf die deutlichen Auswirkungen der Neuausrichtung eine Nichteinhaltung der Kennzahlenvorgaben zum 30. September 2011, für den 31. Dezember 2011 sowie für die Folgequartale 2012 mitgeteilt. Das Bankenkonsortium hat die Nichteinhaltung im Rahmen der Neuausrichtung zum 30. September 2011 sowie 31. Dezember 2011 geduldet. Für 2012 und Folgezeiträume werden neue Kennzahlen bezogen auf die geänderte Konzernstruktur im Rahmen der verbindlich geplanten Änderung der Konsortialfinanzierung definiert. Bezüglich der geplanten Änderung der bestehenden Konsortialfinanzierung verweisen wir auf Abschnitt 10. Nachtragsbericht. Bis zum Abschluss der Änderungsvereinbarung wurde entsprechend dem aktuellen Kreditvertrag vereinbart, dass die aus den Unternehmensverkäufen zugeflossenen Mittel in 2011 sowie Anfang 2012 in Höhe von ca. 18 Mio. Euro an das Bankenkonsortium verpfändet werden.

Insgesamt hat sich mit der Konsortialfinanzierung und durch die 2011 eingeleitete und bis Anfang 2012 in weiten Teilen erfolgreich umgesetzte Fokussierungsstrategie und die damit verbundenen Verkäufe der Alpha (TCC), des Geschäftsbereichs EC sowie der Produktlinie Avionics (AC) die Finanzlage deutlich stabilisiert.

Liquiditätsentwicklung

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit flossen 2011 liquide Mittel von insgesamt 5,9 Mio. Euro aus dem Unternehmen ab.

Mit 7,4 Mio. Euro entfiel der Großteil der Investitionen auf den Entwicklungsbereich, 2,7 Mio. Euro flossen in Sachanlagen. In den Geschäftsbereichen, die aufgegeben wurden, investierten wir 2,6 Mio. Euro. Die Einnahmen resultierten aus Investitionszuwendungen (1,1 Mio. Euro) und aus dem Verkauf der Alpha (9,6 Mio. Euro).

Fasst man die Mittelzu- und -abflüsse aus laufender sowie Investitionstätigkeit zusammen, ergab sich 2011 insgesamt ein Free Cash Flow von - 6,4 Mio. Euro im Vergleich zu - 8,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf 12,3 Mio. Euro. Dieser Zugang resultierte vor allem aus der Inanspruchnahme des revolvierenden Geldmarktdarlehens.

Vermögenslage - Konzernbilanz verlängert

Die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011 ist stark von der Entkonsolidierung der Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH sowie den 2012 durchgeführten Unternehmensverkäufen des Geschäftsbereiches EC sowie der Funkwerk Avionics GmbH geprägt. Somit ist eine direkte Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht mehr gegeben. Sämtliche Vermögenswerte der in 2012 veräußerten Unternehmenseinheiten wurden auf der Aktivseite unter der neu gebildeten Position »Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte« in Höhe von 14,6 Mio. Euro und die dazugehörigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite unter »Zur Veräußerung gehaltene Schulden« mit 15,7 Mio. Euro ausgewiesen. Da bei einer beabsichtigten Veräußerung die internen und bisher konsolidierten Schulden als externe Schulden des Erwerbers behandelt werden und korrespondierend die konzerninternen Forderungen entsprechend ihres Charakters den kurzfristigen Vermögenswerten zugeordnet werden, trägt dies zu einer Verlängerung der Bilanzsumme in Höhe von 9,9 Mio. Euro bei.

Die Konzernbilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,5% auf 157,9 Mio. Euro. Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich nach der Umgliederung der veräußerten Geschäftseinheiten auf 36,9 Mio. Euro. Davon entfielen 24,6 Mio. Euro auf immaterielle Vermögenswerte und 12,3 Mio. Euro auf Sachanlagen. Die ersten Erfolge in der Umstrukturierung der Bereiche Beschaffung und Produktion führten zu einer Reduzierung der Vorräte auf 35,6 Mio. Euro. Die Zunahme bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 6,4 Mio. Euro auf 34,0 Mio. Euro resultiert einerseits aus dem Auslaufen des Factoring (im Vorjahr Inanspruchnahme 7,5 Mio. Euro) und ist andererseits stichtagsbedingt, da im letzten Quartal zahlreiche Projekte abgerechnet wurden. Die Zunahme der Finanziellen Vermögenswerte ist im vertraglich vereinbarten Ausgleich der internen Darlehens- sowie Cash-Pool-Forderungen für die im ersten Quartal 2012 veräußerten Unternehmenseinheiten begründet. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich im Wesentlichen durch den eingegangenen Kaufpreis für die Alpha um 5,3 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro. Die liquiden Mittel sind zum Bilanzstichtag mit 9,4 Mio. Euro an das Bankenkonsortium verpfändet.

Auf der Passivseite der Konzernbilanz machte sich neben den veräußerungsbedingten, nicht konsolidierten Darstellungen insbesondere der Rückgang beim Eigenkapital von 64,5 Mio. Euro auf 48,7 Mio. Euro infolge des Jahresfehlbetrags bemerkbar. Die Eigenkapitalquote belief sich damit am Jahresende 2011 auf 30,8%. Bereinigt um die zur Veräußerung gehaltenen Schulden lag sie bei 34,2 %.

Die langfristigen Schulden von 14,4 Mio. Euro, unter denen im Wesentlichen Pensionsverpflichtungen von 12,8 Mio. Euro ausgewiesen werden, veränderten sich gegenüber dem Vorjahreswert von 14,5 Mio. Euro kaum. Die kurzfristigen Schulden nahmen insgesamt um 24,1 Mio. Euro auf 94,8 Mio. Euro zu. Neben den nicht konsolidierten internen Schulden im Zusammenhang mit den erfolgten Unternehmensverkäufen in 2012 zeigte sich hier der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 0,4 Mio. Euro auf 12,9 Mio. Euro, der auf die Inanspruchnahme des revolvierenden Geldmarktdarlehens zur Finanzierung des laufenden Geschäfts zurückging.

Die Nettofinanzposition, d. h. die Saldierung von Finanzverbindlichkeiten und liquiden Mitteln, belief sich zum Jahresende 2011 auf 4,5 Mio. Euro, war also trotz des erneuten Fehlbetrags immer noch deutlich positiv. Hinsichtlich der geplanten Freigabe der verpfändeten liquiden Mittel verweisen wir auf Abschnitt 10. Nachtragsbericht.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt konnte trotz der nochmals in 2011 entstandenen Verluste die wirtschaftliche Lage der Funkwerk AG durch die umfängliche und in weiten Teilen bis Anfang 2012 umgesetzte Fokussierungs- und Neuausrichtungsstrategie stabilisiert werden. Bereinigt um die zum 31. Dezember 2011 zur Veräußerung gehaltenen Schulden konnte die Bilanzsumme von 149,7 Mio. Euro auf rund 142,2 Mio. Euro reduziert werden. Das entsprechend bereinigte Eigenkapital beläuft sich auf rund 49 Mio. Euro, so dass die bereinigte Eigenkapitalquote bei rund 34,5% liegt. Das Working Capital wurde um rund 4,1 Mio. Euro bzw. 10 % auf 37,1 Mio. Euro (Vorjahr: 41,2 Mio. Euro) abgebaut. Durch die Kaufpreiszahlung für den Anfang Januar 2012 ausgeschiedenen Geschäftsbereich Enterprise Communication wird sich die Nettoliquidität nach der geplanten Freigabe der verpfändeten Mittel nochmals um rund 8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2012 erhöhen. Wir verweisen hierzu auf Abschnitt 10. Nachtragsbericht.

Der Auftragseingang der fortgeführten Bereiche belief sich im Berichtsjahr konzernweit auf 165,1 Mio. Euro. Davon entfielen rund 83,1 Mio. Euro auf den strategischen Geschäftsbereich TCC, rund 58,6 Mio. Euro auf SC und im Segment AC gingen Bestellungen im Wert von rund 23,4 Mio. Euro ein. Der vom Projektgeschäft geprägte Auftragsbestand im Konzern, der ebenfalls um die nicht fortgeführten Bereiche bereinigt wurde, lag am 31. Dezember 2011 bei 97,8 Mio. Euro nach 98,8 Mio. Euro am Stichtag des Vorjahres. Mit 63,8 Mio. Euro (Vorjahr: 68,7 Mio. Euro) entfielen hier nahezu zwei Drittel auf den Geschäftsbereich TCC. Im Segment SC erhöhte sich der Orderbestand auf 24,5 Mio. Euro (Vorjahr 21,0 Mio. Euro) und im Bereich AC auf 9,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro).

4. Weitere Leistungsindikatoren

Beschaffung

Wir beziehen unsere Roh- und Betriebsstoffe weltweit von verschiedenen Lieferanten, um Abhängigkeiten und Engpässe zu vermeiden und Preisschwankungen in einzelnen Regionen möglichst auszugleichen. Dabei hat die Region Asien eine große Bedeutung für die Funkwerk-Gruppe. Infolge der Erdbebenkatastrophe in Japan kam es hier zu erheblichen Preissteigerungen und Lieferengpässen. Diesen Mehraufwand konnten wir durch Einsparungen an anderer Stelle und durch erste positive Auswirkungen aus den Umstrukturierungsmaßnahmen mehr als ausgleichen. Insgesamt ging der Materialaufwand 2011 konzernweit um 7,1 % auf 83,8 Mio. Euro zurück.

Im Rahmen unserer strategischen Neuausrichtung haben wir zur Nutzung innerbetrieblicher Synergien eine Zentralisierung des Einkaufs eingeleitet. Ziel ist es, das konzernweite Volumen besser zu steuern und in den nächsten Jahren weitere Einsparungen zu erzielen. Damit dies gelingt, setzen wir verstärkt auf die Vereinheitlichung von Lieferanten sowie von Komponenten, und arbeiten stärker bereichsübergreifend zusammen.

Produktion

Im Bereich Produktion haben wir 2011 damit begonnen, die Fertigungs- und Montage-Standorte der Gruppe zu überprüfen und auf drei Schwerpunktwerke zu konzentrieren. Damit können wir die Auslastung der Kapazitäten im Konzernverbund optimieren und Kompetenzen zusammenlegen, um die Fixkosten zu reduzieren. Hierbei nutzen wir den Standort Dabendorf als Zentrum für den Bereich AC, Kölleda für den Bahnbereich und Salzgitter für die Elektronik-Fertigung. 2011 wurde die Produktion von Video-Kameras komplett von der Funkwerk plettac electronic GmbH in Fürth nach Salzgitter verlegt und die damit verbundenen Strukturen angepasst. Damit konnten wir einen Fertigungsstandort schließen und die Auslastung in Salzgitter erhöhen. Das Werk in Kölleda war ebenfalls ausreichend ausgelastet, während die Kapazitäten in Dabendorf nicht komplett ausgeschöpft wurden. Darüber hinaus haben wir in 2011 für zwei Volumenprodukte in Kölleda und Salzgitter begonnen, die Fertigungsmethodik auf »lean«-Prinzipien umzustellen. Hiermit werden wir Fertigungszeiten und Durchlaufzeiten aber auch Bestände reduzieren.

Mitarbeiter der fortgeführten Geschäftsbereiche

Die Funkwerk-Gruppe beschäftigte am 31. Dezember 2011 konzernweit 1.008 Mitarbeiter (exklusive der aufgegebenen Geschäftsbereiche), das sind 355 Personen weniger als am Vorjahresstichtag. Der Abbau resultierte einerseits aus den Unternehmensverkäufen (- 285) und andererseits aus der Straffung der operativen Einheiten (- 70). Durch den Verkauf des Geschäftsbereichs EC reduzierte sich die Konzernbelegschaft um 144 Beschäftigte, im Bereich TCC resultierten 117 weggefallene Stellen aus der Veräußerung der Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH. Unterteilt nach strategischen Geschäftsbereichen ergibt sich folgendes Bild: 515 Mitarbeiter waren im Geschäftsbereich TCC tätig (Vorjahr inkl. Alpha: 665), 327 im Segment SC (Vorjahr: 343) und 158 bei AC (Vorjahr inkl. Avionics: 204). Bei der Funkwerk AG als Holding des Konzerns waren unverändert 8 Personen beschäftigt.

Insgesamt sind Funkwerk-Mitarbeiter überdurchschnittlich gut ausgebildet: 43 % der Angestellten im Konzern haben ein Hochschulstudium absolviert, etwa 45% sind Facharbeiter. Zusätzlich haben wir das Know-how unserer Belegschaft mit einer Vielzahl an Qualifizierungsaktivitäten 2011 gestärkt. Sie umfassten die Bereiche Produktion, Vertrieb, Entwicklung, Controlling sowie Qualitätsmanagement und schlossen auch die Führungskräfte der Gesellschaften ein. Wir sehen die stetige Weiterbildung unserer Beschäftigten auch als Maßnahme zur Absicherung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung.

Im Jahresdurchschnitt 2011 bildete Funkwerk konzernweit 60 junge Menschen (Vorjahr: 67) in sechs kaufmännischen, industriellen und informationstechnischen Berufen aus. Zu den Berufsbildern gehörten Industriekaufmann/-frau, Elektroniker/-in, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachinformatiker/-in, IT-System-kaufmann/-frau und IT-Systemelektroniker/-in. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation mit der Berufsakademie ein Wirtschafts- oder Ingenieurstudium an. 2011 umfasste unser Angebot für dieses praxisorientierte Studium, das mit einem staatlich anerkannten Diplom abgeschlossen wird, die Fächer Konstruktion, Informations- und Kommunikationstechnologien, Bachelor of Engineering und Betriebswirtschaftslehre.

Forschung und Entwicklung

Die intensiven Aktivitäten von Funkwerk im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) zielen darauf ab, neue Produkte und Lösungen zu konzipieren sowie die Effizienz der Produktionsprozesse zu steigern und damit die in vielen Märkten führende Wettbewerbsposition weiter auszubauen. Grundsätzlich steht nicht die Grundlagenforschung, sondern eine kundenorientierte Entwicklung von Produkten und Systemen im Mittelpunkt. Zusätzlich werden Konzepte und Vorleistungen für neu entstehende Märkte entworfen. 2011 betrug der F&E-Aufwand im Konzern 16,9 Mio. Euro (Vorjahr: 22,3 Mio. Euro). Gemessen am Umsatz lagen die F&E-Aufwendungen bei ca. 10 %. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren bei Funkwerk konzernweit 284 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig, das entspricht einem Anteil von 22 % an der Gesamtbelegschaft.

Wir treiben unsere Entwicklungsprojekte strukturiert, geplant und unter Berücksichtigung der Markt- und Kundenanforderungen voran. Um die Produktivität im Bereich F&E zu steigern und den Prozess zu beschleunigen, setzen wir zunehmend auf generische Entwicklungsplattformen in den Geschäftsbereichen. Im Rahmen unserer Neuausrichtung haben wir zudem damit begonnen, die gruppenweiten Aktivitäten im Bereich F&E sowie das vorhandene Know-how zu bündeln und stärker in Kompetenzzentren zu arbeiten. Dadurch können wir Synergien zwischen den Bereichen und Einzelgesellschaften besser nutzen und unsere innovativen Entwicklungsergebnisse vielfältiger einsetzen. Erste gute Erfolge haben wir mit dem Software-Entwicklungsframework gemacht. Diese Technologie wurde für den Bereich AC entwickelt und darüber hinaus bereits im Geschäftsfeld Telematik und für Schienenfahrzeuge eingesetzt. Auch bei den IT-Übertragungssystemen und den Videosystemen arbeiten die einzelnen Funkwerk-Segmente verstärkt zusammen.

Innerhalb der drei Geschäftsbereiche standen 2011 folgende Entwicklungsthemen im Vordergrund:

TCC - Ausgehend von unserer europaweit führenden Stellung im Bereich GSM-R-Zugfunkanlagen entwickelten wir unser Produktportfolio 2011 vor allem marktorientiert weiter. Schwerpunkt war zum einen die neue Zugfunkgeneration MESA, eine mobile Zugfunkanlage für die Sprach- und Datenübertragung. Die modular einsetzbaren Komponenten sind kompatibel mit den bestehenden GSM-R-Anlagen, sodass bereits im Markt befindliche Generationen schrittweise aufgerüstet werden können. Das System MESA 26 erreicht voraussichtlich 2012 die Marktreife. Zum anderen arbeiteten wir an der Erweiterung unseres GSM-R-Produktspektrums. Diese neuen Geräte können sowohl Sprache als auch Daten übertragen.

Im Arbeitsgebiet Fahrgastinformationsanlagen konzentrierten wir unsere Entwicklung auf die Verbesserung der Sicherheit. Insbesondere die elektronischen Lautsprecher-Ansagen im Zug standen hier im Vordergrund.

SC - Im Geschäftsfeld Personennotrufanlagen gehörte ein neues DECT-over-IP-System zu den größten Entwicklungsprojekten. Diese DECT-Funkfeststationen können z. B. in großen Bürogebäuden aber auch JVAs über die vorhandene Ethernet-Verkabelung verknüpft werden. Mit den Entwicklungen im Bereich Videokameras streben wir vor allem den Einstieg in die HD -Technik an - durch eine von uns konzipierte IP-Kamera in hochauflösender Qualität. Auch unser hochpräziser Schwenk-Neigekopf für Kameras und unsere führende Video-Management-Lösung wurde weiterentwickelt.

AC - Die F&E-Schwerpunkte im Bereich AC wurden zum einen bestimmt durch die Vorleistungen für die 2011 gewonnenen Rahmenverträge und zum anderen durch den Connectivity-Trend in Fahrzeugen. Dabei geht es um die Verknüpfung von mobilen Endgeräten mit der bestehenden Elektronik und die Anbindung der PKWs an das mobile Netz bzw. Internet. Im Berichtsjahr entwickelten wir beispielsweise unseren Signalverstärker Compenser weiter. Die hierfür entwickelte Verstärkertechnik ermöglicht eine gleichbleibend gute Übertragung von Daten und Sprache im und ins Fahrzeug. Weitere Impulse für den Compenser erwarten wir durch die zunehmende Nutzung von Smartphones im Fahrzeug. Da viele dieser Geräte keine Anschlussmöglichkeit für eine externe Antenne besitzen, haben wir eine sogenannte Koppelkammer konzipiert, die das Antennensignal des Mobiltelefons induktiv aufnimmt und an den Compenser weiterleitet. Immer wichtiger wird auch das Thema Wireless Charging, das kontaktlose Laden der Geräte im Fahrzeug. Auch hier arbeitet Funkwerk an verschiedenen Innovationen, die mit Hilfe von energieübertragenden Spulen arbeiten. Zudem stehen moderne Schnittstellen wie USB oder HDMI, die in die Fahrzeuge integriert werden, im Fokus unserer F&E-Aktivitäten. Im Telematik-Bereich wurde ein neuer, größerer Bildschirm zur Marktreife gebracht sowie ein Verfahren, das den LKW-Flottenbetreibern ermöglicht, die vom Gesetzgeber geforderte Archivierung der Daten vorzunehmen (funkgestützter Tachographen download).

NACHHALTIGKEIT UND GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG

Funkwerk fühlt sich gegenüber seinem sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Umfeld verantwortlich. Als international agierender Konzern nehmen wir Einfluss auf Menschen, gesellschaftliche Bereiche und die Natur. Daher verpflichten wir uns, nachhaltig zu handeln und die Bedürfnisse aller Interessengruppen zu berücksichtigen, die von unseren Aktivitäten betroffen sind.

So übernehmen wir an allen Standorten der Unternehmensgruppe direkt oder indirekt gesellschaftliche und soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter. Beispielsweise engagiert sich Funkwerk für verschiedene Initiativen und gemeinnützige Vereine. Das reicht von der Förderung von Jugend- und Nachwuchsarbeit in Vereinen über Denkmalschutzprojekte bis hin zu regionalen Hilfen für Bedürftige. Darüber hinaus sehen wir die erfolgreiche Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Bereitstellung attraktiver Arbeitsplätze sowie gesunder und sicherer Arbeitsbedingungen als Indikatoren für Nachhaltigkeit.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Die Zuverlässigkeit und die hohe Qualität von Produkten, Systemen und Prozessen sind wesentlich für unsere Marktstellung und zugleich Bestandteil der wirtschaftlichen Verantwortung von Funkwerk. Aus diesem Grund unterziehen wir alle relevanten Geschäftsprozesse einer regelmäßigen Qualitätskontrolle und haben in allen Betriebsstätten ein dem ISO-Standard entsprechendes Qualitätsmanagement-System installiert. Darüber hinaus haben einzelne Werke spezielle Zertifizierungen, um die Anforderungen der jeweiligen Branchen oder Kundenzielgruppen zu erfüllen.

Die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Qualitätsmanagement-Systems ist ein kontinuierlicher Prozess, der 2011 fortgesetzt wurde. Am Standort Dabendorf definierten wir infolge der Umstrukturierungen im Bereich AC die Verantwortlichkeiten für einzelne Arbeitsbereiche, Informationsflüsse und Prozessabläufe neu. Im Geschäftsfeld Videosysteme fand zusammen mit der Produktion eine Verlagerung der Qualitätssicherung von Fürth nach Salzgitter statt.

Durch Zertifizierungen nach nationalen und internationalen Standards wird unsere Qualitätsorientierung auch von unabhängiger Seite bestätigt. In allen drei Geschäftsbereichen fanden 2011 Re- und Überwachungsaudits statt, wobei als zugrundeliegende Normen die internationalen Standards ISO 9001 sowie ISO 14001 und die Automobilindustrie-Norm ISO / TS 16949 im Vordergrund standen.

Darüber hinaus gibt es interne Vorschriften wie Organisations- und Kalkulationsrichtlinien oder Grundsätze zum Projektmanagement, die sowohl in der Auftragsabwicklung als auch bei internen Entwicklungsvorhaben verpflichtend sind. Dadurch können Mängel unverzüglich festgestellt und zügig behoben werden. Die eindeutig definierten Qualitätsstandards sind in den einzelnen Standorten in Handbüchern dokumentiert und werden konsequent umgesetzt.

UMWELTSCHUTZ

Funkwerk betrachtet Umweltschutz als ein vorrangiges Unternehmensziel und strebt danach, ökologische Belange mit ökonomischen Interessen in Einklang zu bringen. Unser Umweltmanagement ist darauf ausgerichtet, die natürlichen Ressourcen weitgehend zu schonen und eine intakte Umwelt zu erhalten. Die Produktionsstandorte verfügen über eigene Umweltmanagementsysteme, die zum Großteil nach den geltenden nationalen und europäischen Normen zertifiziert sind. Am AC-Standort Dabendorf wurde im Berichtsjahr mit dem Aufbau eines solchen Systems begonnen, die Zertifizierung erfolgt voraussichtlich im Jahr 2012.

Intern versuchen wir, in allen Unternehmensbereichen den Energieverbrauch und damit den CO2 -Ausstoß, den Wasserverbrauch sowie Abwassermengen zu reduzieren. Wir betreiben an allen Standorten der Gruppe eine aktive Müllvermeidung und -trennung, geben recyclingfähigen, umweltverträglichen und wiederverwendbaren Materialien den Vorzug und installieren zunehmend eine stromsparende Informationstechnologie (GreenIT). Auch unsere F&E-Anstrengungen zielen darauf ab, die Ökobilanz der Produkte und Prozesse zu verbessern.

5. Risiko- und Chancenbericht

Risikopolitik

Chancen und Risiken sind ein integraler Bestandteil jeder unternehmerischen Tätigkeit und damit auch der global ausgerichteten Aktivitäten von Funkwerk. Unsere Risikopolitik folgt dem Ziel, potenzielle Risiken nicht grundsätzlich zu vermeiden, sondern vielmehr Handlungsspielräume zu schaffen, die ein bewusstes Eingehen der Risiken ermöglichen, wenn durch das damit verbundene Geschäft ein angemessener Beitrag zum Unternehmenswert erwartet werden kann. Dafür sind umfassende Kenntnisse über die Risiken und deren Zusammenhänge nötig. Diese vom Vorstand festgelegte Risikopolitik bestimmt das Handeln aller am Risikomanagement-Prozess beteiligten Personen.

Risikomanagement-System

Funkwerk verfügt über ein mehrstufiges Risikomanagementsystem (RMS) sowie über weitere unterstützende Kontrollsysteme. Dazu gehört auch das interne Kontrollsystem (IKS). Zusammen bilden die beiden Systeme einen geeigneten Rahmen, um zum einen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen, und zum anderen Chancen offenzulegen und zu nutzen. Das System wird zentral koordiniert, ist für alle Gesellschaften des Konzerns verbindlich vorgegeben und erstreckt sich über alle Unternehmensteile. Dabei wird durch eine regelmäßige und systematische Überwachung der Projekte und der jeweiligen Rahmenbedingungen ein hohes Maß an Transparenz erreicht, sodass bei Bedarf frühzeitig entsprechende Maßnahmen definiert und eingeleitet werden können.

Das RMS der Funkwerk AG besteht aus Richtlinien und Arbeitsdokumenten wie zum Beispiel Checklisten. In diesen werden Prozesse standardisiert und eine systematische, kontinuierliche Prüfung operativer und nicht-operativer Risiken und Chancen festgelegt. Zusätzlich sorgen Richtlinien zur Bilanzierung, zum Projektmanagement und zur Kalkulation sowie die Compliance-Richtlinie für eine nachvollziehbare und einheitliche Vorgehensweise. Die Konzerngesellschaften setzen das RMS eigenverantwortlich um und erweitern dieses bei Bedarf um spezifische Themen. Das Rahmenwerk für die Verbindung von RMS und IKS bildet die Berichterstattung, die zum einen zentral vorgegeben, zum anderen aber auch durch individuelle Meldungen ergänzt wird. Durch eine kontinuierliche Kontrolle, Analyse und Diskussion der aktuellen Berichte wird gewährleistet, dass RMS und IKS effektiv Zusammenwirken, wobei sowohl Vorstand als auch das Beteiligungscontrolling eingebunden sind.

Zur Bewertung von Projekten verwenden die Gesellschaften Verfahren, die eine systematische Identifikation und Einstufung der Risiken ermöglichen. Dabei werden sowohl quantitative als auch qualitative Kriterien untersucht. Werden bestimmte Risikoschwellen überschritten, erfolgt eine Meldung an das Beteiligungscontrolling, das den Vorstand informiert und eine frühzeitige Bewertung, Diskussion, die Definition von geeigneten Maßnahmen sowie deren Abstimmung ermöglicht.

Die Entwicklung der Projekte sowie der allgemeine Geschäftsverlauf und die daraus resultierenden Risiken werden mindestens monatlich diskutiert, geeignete Maßnahmen besprochen und gegebenenfalls eingeleitet. Zusätzlich erfolgt mindestens einmal im Jahr eine gesamtheitliche Risikoinventur im Rahmen der Planung. Der dabei zugrunde gelegte Risikokatalog wird zentral vorgegeben, von den einzelnen Gesellschaften durch spezifische Themen ergänzt und jährlich einer Neubewertung unterzogen. Das Beteiligungscontrolling wertet die Daten auf Konzernebene aus und prüft eine Bündelung von Risiken. Auf Basis dieser Analyse bewertet der Vorstand die aktuelle Risikosituation und stimmt die Maßnahmen bei Bedarf mit dem Aufsichtsrat ab.

Internes Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Funkwerk ist gemäß § 315 Abs. 2 Nr.5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dieses System ist gesetzlich nicht definiert. Unter einem IKS werden die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Die Regelungsaktivitäten tragen zusätzlich dazu bei, dass verlässliche und nachvollziehbare Informationen durch die Buchungsunterlagen zur Verfügung gestellt werden.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale als wesentlich, die die Bilanzierung und Gesamtaussage des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht und Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dazu gehören sowohl Risiken auf Ebene des Abschlusses insgesamt als auch die Abbildung einzelner Arten von Geschäftsvorfällen und für einzelne Kontensalden und Abschlussangaben. Spezifische Risiken für die Funkwerk AG können aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte, insbesondere zum Ende des Geschäftsjahres, auftreten. Außerdem sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem erhöhten Risiko behaftet. Rechnungslegungsbezogene Risiken aus derivativen Finanzinstrumenten sind im Anhang zum Konzernjahresabschluss erläutert.

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochter- bzw. Konzerngesellschaften der Funkwerk AG derzeit noch in verschiedenen Buchhaltungssystemen. Um eine einheitliche Konzernbilanzierung zu gewährleisten, steht den Tochterunternehmen eine jährlich überarbeitete Konzernbilanzierungsrichtlinie mit Erläuterungen zur Verfügung. Zusätzlich werden die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften durch weitere Informationen zu standardisierten Berichtspaketen ergänzt. Diese verarbeitet das Konzernrechnungswesen mit Hilfe einer Konsolidierungssoftware und erstellt den Konzernabschluss der Funkwerk AG. Dabei werden die Konsolidierungsvorgänge wie z.B. Kapitalkonsolidierung, Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder Aufwands- und Ertragskonsolidierung nicht nur mit Hilfe automatisierter Konsolidierungsassistenten, sondern auch über manuelle Anpassungsbuchungen ausgeführt. Für die Erstellung der Steuerbilanzen nutzen wir die Unterstützung der nationalen Steuerberatungsgesellschaften der jeweiligen Tochterunternehmen.

Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit des RMS / IKS

Durch die regelmäßige Diskussion und Weiterverfolgung im Rahmen der monatlichen Sitzungen, die ergänzt werden durch individuelle Reviews, erfolgt eine kontinuierliche Kontrolle der Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Gleichzeitig wird diese Plattform genutzt, um die bestehende Systematik anzupassen, sodass sie zum Ausgangspunkt eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird. Die Informationen werden mit Hilfe von Kennzahlen analysiert, um Schwachpunkte oder Divergenzen aufzudecken. Außerdem überprüft das Beteiligungscontrolling die Funktionsfähigkeit des Systems durch Stichproben und leitet gegebenenfalls Veränderungen ein.

Die Umsetzung des RMS wird im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer kontrolliert. Zusätzlich erfolgt eine Berichterstattung der Risiken und Chancen an den Aufsichtsrat.

Darstellung der Einzelrisiken

UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE UND MARKTRISIKEN

Der für Funkwerk relevante Markt der professionellen Kommunikationssysteme ist ein verhältnismäßig junger Markt und unterliegt einem schnellen technologischen Wandel. Die Geschäftsentwicklung ist daher grundsätzlich davon abhängig, inwieweit es gelingt, die Marktposition und Technologieführerschaft zu halten bzw. auszubauen sowie flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren. Um das entwicklungstechnische Risiko zu beschränken, gilt es, die neuen Produkte zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Technologie zu entwickeln und in den Markt einzuführen.

Hierzu ist Voraussetzung, dass neue technologische Trends rechtzeitig erkannt und umgesetzt werden. Es besteht insbesondere das Risiko, dass Wettbewerber verbesserte oder innovative Produkte zeitlich früher oder preisgünstiger als Funkwerk im Markt einführen. Außerdem ist nicht immer gewährleistet, dass verbesserte oder neue Produkte vom Markt entsprechend akzeptiert werden.

Sollte Funkwerk zukünftig nicht oder nicht rechtzeitigneue Kundenanforderungen oder die jeweilige technologische Weiterentwicklung erkennen, umsetzen und ihre Produkte unter entsprechender Beachtung betriebswirtschaftlicher Grundsätze weiterentwickeln oder anpassen können, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Funkwerk haben.

Funkwerk unterliegt aufgrund seiner Geschäftstätigkeit zudem den zyklischen Konjunkturschüben der Elektronikindustrie, insbesondere den dynamischen Produktlebenszyklen elektronischer Bauteile. So ersetzen Lieferanten Bauteile und Komponenten innerhalb kurzer Vorlauffristen durch neue, so dass Funkwerk gezwungen ist, Produkte kontinuierlich an neue Bauteile und Komponenten anzupassen. Dies geht einher mit dem Risiko, dass Funkwerk nicht in der Lage sein könnte, die für die Anpassung ihrer Produkte erforderlichen Entwicklungsressourcen bereitzustellen. Da Funkwerk insbesondere in den Geschäftsbereichen Traffic & Control Communication sowie Security Communication aufgrund der mit ihren Kunden vertraglich vereinbarten Gewährleistungen teilweise eine Ersatzteilbevorratung von über 10 Jahren zusichern muss, entsteht ein hoher Lagerbestand. Hier könnte es über die regelmäßig vorgenommenen Abwertungen hinaus zu weiteren Wertberichtigungen des Vorratsvermögens kommen.

Aufgrund der hohen technologischen Dynamik und der Skalierungsfähigkeit der Serienfertigung, dem Innovationdruck sowie dem Wettbewerbsdruck ist der für Funkwerk relevante Markt der Kommunikationstechnik von einem Preisverfall gekennzeichnet. Besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten versuchen Wettbewerber verstärkt, Marktanteile mit niedrigsten Preisangeboten zu gewinnen. Auch bei einem technischen Vorsprung besteht das Risiko, dass Produkte der Wettbewerber sich insbesondere aufgrund des Preises am Markt durchsetzen. Diese Fälle können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Funkwerk auswirken.

ABHÄNGIGKEITEN VON POLITISCHEN ENTSCHEIDUNGEN UND VERGABEPRAXIS

Ein großer Teil der Geschäftstätigkeit von Funkwerk ist in erheblichem Maße abhängig von politischen Entscheidungen, aufgrund derer den öffentlichen Auftraggebern und Kunden von Funkwerk Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. So sind insbesondere die Geschäftsbereiche Traffic & Control Communication und Security Communication von Investitionen der öffentlichen Hand in Bahnanlagen, für Personensicherung, Objektschutzanlagen, Autobahnen und Infrastrukturmaßnahmen abhängig. Insbesondere vor dem Hintergrund des gegenwärtig in zahlreichen europäischen Staaten bestehenden Konsolidierungsdrucks öffentlicher Haushalte und rückläufiger Steuereinnahmen könnten Verzögerungen oder Streichung von Investitionsvorhaben und Fördergeldern die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand und damit auch die Geschäftsentwicklung von Funkwerk negativ beeinträchtigen.

ABHÄNGIGKEITEN VON MITARBEITERN UND PROJEKTMANAGEMENT

Der zukünftige Erfolg von Funkwerk hängt in erheblichem Umfang von der weiteren Mitwirkung ihrer Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in sonstigen Schlüsselpositionen ab. Sollte es Funkwerk in Zukunft nicht gelingen, entsprechend qualifiziertes Personal zu gewinnen, könnten die strategischen und wirtschaftlichen Ziele von Funkwerk möglicherweise nicht erreicht werden und negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Funkwerk haben.

Funkwerk ist im Projektgeschäft tätig. Bei der Erteilung von Projektaufträgen können sowohl der Kunde als auch Funkwerk von unterschiedlichen Voraussetzungen und Forderungen ausgehen, so dass die Umsetzung eines Projektes gefährdet sein könnte. Da Funkwerk im Projektgeschäft nach der Erbringung von bestimmten Leistungsabschnitten vergütet wird, kann der Abbruch eines Projekts dazu führen, dass Vorleistungen und getätigte Aufwendungen sowie Kosten nicht vollständig vergütet werden. Darüber hinaus könnte die von Funkwerk vor der Abgabe von Angeboten im Rahmen der Projektvergabe durchgeführte Risikobewertung in Bezug auf das konkrete Projekt fehlerhaft oder unvollständig sein, so dass die vereinbarte Vergütung nicht in angemessenem Verhältnis zu den Aufwendungen von Funkwerk steht. Die mit dem Projektgeschäft verbundenen Risiken könnten bei ihrer Realisierung wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Funkwerk haben.

ABHÄNGIGKEITEN VON INTERNATIONALEN MÄRKTEN

Der Schwerpunkt von Funkwerk liegt bislang in Deutschland und dem europäischen Ausland. Insbesondere in den Geschäftsbereichen Traffic & Control Communication sowie Security Communication plant Funkwerk eine verstärkte Internationalisierung ihrer geschäftlichen Aktivitäten auch in das außereuropäische Ausland. Die weitere Internationalisierung der Geschäftstätigkeit von Funkwerk birgt jedoch Risiken. Dazu zählen vor allem Risiken durch die in den verschiedenen Ländern herrschenden allgemeinen wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, Wechselkursrisiken sowie die Notwendigkeit der Einhaltung der jeweils geltenden technischen Normen. Sollte Funkwerk nicht in der Lage sein, die Risiken zu beherrschen, könnte dies wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Funkwerk erzielt Umsätze ganz überwiegend in Euro sowie verschiedenen anderen Währungen. Einkäufe von Bauteilen und Komponenten erfolgen dagegen zu einem erheblichen Teil in Fremdwährung, zumeist auf Basis des US-Dollar. Daher besteht ein nicht unerhebliches Wechselkursrisiko, das sich auf die Beschaffungspreise, Währungsbestände, Verbindlichkeiten und damit auf das Ergebnis von Funkwerk auswirken kann. Die von Funkwerk betriebenen Währungssicherungsgeschäfte könnten dabei nicht ausreichend sein, alle Kursschwankungen zwischen Drittwährungen und dem Euro auszugleichen, was wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnte.

ABHÄNGIGKEITEN VON KUNDEN UND ZERTIFIZIERUNGEN

Funkwerk hat Kunden, mit denen sie jeweils bis zu 10 Prozent bzw. in einem Einzelfall über 10 Prozent des Gesamtumsatzes tätigt. Der anteilige Umsatz mit solchen Kunden gemessen am erzielten Umsatz des jeweiligen Geschäftsbereichs liegt bei einigen der Großkunden erheblich darüber. Sollten mehrere der Großkunden nicht mehr Produkte in dem bisherigen Umfang von Funkwerk beziehen, könnte dies wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Funkwerk haben.

Der Geschäftserfolg von Funkwerk hängt unter anderem auch von der Erlangung branchenspezifischer Zulassungen und Zertifizierungen sowie der Einhaltung von vorgegebenen Normen und technischen Richtlinien ab, die für die Einführung neuer Produkte und Technologien maßgeblich sind. Sollte Funkwerk nicht in der Lage sein, Produkte zu entwickeln, die den vorgegebenen Normen und technischen Richtlinien entsprechen oder erforderliche Genehmigungen zum Inverkehrbringen und dem Vertrieb ihrer Produkte in dem jeweiligen Land erhalten, könnte dies Funkwerk in der Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

COMPLIANCE

Angesichts der Komplexität der Geschäftstätigkeit und der geografischen Aufstellung von Funkwerk könnten Gesetzesverstöße und kriminelle Handlungen von Mitarbeitern nicht rechtzeitig entdeckt und unterbunden werden.

Wenn Mitarbeiter oder für Funkwerk tätige Dritte unlautere Vorteile im Zusammenhang mit der Geschäftsanbahnung entgegennehmen oder gewähren oder sonstige illegale Geschäftspraktiken anwenden, könnte dies zu rechtlichen Sanktionen wie etwa Geldbußen, dem Ausschluss von Ausschreibungen und dem Verlust von Aufträgen und einer erheblichen Schädigung der Reputation von Funkwerk führen. Funkwerk kann nicht garantieren, dass die bestehenden und zukünftigen Risikomanagement- und Kontrollverfahren von Funkwerk angemessen sind und sämtliche denkbaren Gesetzesvorgaben in allen Ländern erfassen sowie von allen Mitarbeitern und sonstigen für Funkwerk tätigen Dritten vollständig befolgt werden, was nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Funkwerk haben könnte.

VERLETZUNG VON SCHUTZRECHTEN UND PATENTVERSTÖSSE

Funkwerk hat bislang eine große Zahl von Patenten und weiteren gewerblichen Schutzrechten für seine Produkte in verschiedenen Ländern registriert oder angemeldet. Funkwerk kann nicht gewährleisten, dass auf der Grundlage anhängiger oder zukünftiger Patentanmeldungen Patente erteilt werden oder dass Funkwerk in der Lage sein wird, derzeitige und zukünftige Entwicklungen, Anwendungen und Computerprogramme patentieren zu lassen. Selbst wenn Patente erteilt sind oder erteilt werden, besteht keine Gewissheit, dass der Umfang gegenwärtiger oder zukünftiger Patente hinreichend weit gefasst ist, um einen Schutz gegenüber Dritten zu bieten, der wirtschaftlich von Bedeutung ist oder der Funkwerk mögliche Wettbewerbsvorteile sichert.

Für den Erfolg von Funkwerk bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten ist es unter anderem entscheidend, dass gewerbliche Schutzrechte Dritter nicht verletzt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Funkwerk gegenwärtig oder zukünftig durch Weiter- und Neuentwicklungen von Produkten geistige Eigentumsrechte Dritter verletzt und Dritte infolgedessen Ansprüche aus Verletzung gewerblicher Schutzrechte gegenüber Funkwerk geltend machen können und dadurch ein Anspruch auf Schadensersatz- bzw. Lizenzzahlungen gegen Funkwerk entsteht.

Die Produkte von Funkwerk können mit Fehlern behaftet sein. Diese können auf Verschulden von Funkwerk oder auch auf das Verschulden von Zulieferern beruhen und zu Gewährleistungs- oder Haftungsansprüchen von Kunden oder Dritten oder einer Beeinträchtigung der Marktakzeptanz der Produkte von Funkwerk und damit zu einem Absatzrückgang führen. Die Tatsache, dass gegenwärtig keine wesentlichen Gewährleistungsansprüche gegen Funkwerk geltend gemacht werden, bedeutet nicht, dass Funkwerk künftig keinen erheblichen Gewährleistungs- und Haftungsansprüchen oder Ansprüchen auf Zahlung von Vertragsstrafen von Kunden und Vertriebspartnern ausgesetzt sein könnte. Ansprüche dieser Art können zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage von Funkwerk führen. Zusätzlich besteht das Risiko, dass ein öffentlich bekannt gewordener Schadensfall den Ruf der Produkte von Funkwerk schädigt und somit die Vertrauensbasis bei den Kunden stört und die Akzeptanz der Produkte von Funkwerk beeinträchtigt.

RISIKEN AUS RECHTSSTREITIGKEITEN

Gesellschaften der Funkwerk-Gruppe sind Beklagte in verschiedenen gerichtlichen und außergerichtlichen Auseinandersetzungen mit teilweise erheblichen Streitwerten. Der Ausgang dieser Verfahren ist ungewiss und es besteht das Risiko, dass die Kläger jeweils teilweise oder in voller Höhe obsiegen. Sofern mit einer Inanspruchnahme wahrscheinlich zu rechnen ist, wurden in ausreichender Höhe Rückstellungen gebildet.

RISIKEN AUS DEM ALGERIEN-GESCHÄFT

Die Funkwerk plettac electronic GmbH, eine Tochtergesellschaft der Funkwerk AG, ist an einer Arbeitsgemeinschaft nach algerischem Recht beteiligt. Im Zuge der im Vorjahresbericht sehr ausführlich dargestellten innenpolitischen Entwicklung in Algerien wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des angeblichen Verdachts der Korruption und unerlaubten Preiserhöhung gegen mehrere Unternehmen und Einzelpersonen in die Wege geleitet. Davon betroffen sind die Arbeitsgemeinschaft, der algerische Partner und neben anderen ausländischen Unternehmen auch die Funkwerk plettac electronic GmbH, nicht jedoch deren Geschäftsführung, sonstige Mitarbeiter der Funkwerk-Gruppe oder vor Ort handelnde Personen. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wurde auch eine vorläufige Sperrung der Konten der Arbeitsgemeinschaft mit der Folge verfügt, dass darauf befindliche Beträge, die aus der Bezahlung ordnungsgemäß geleisteter Arbeiten resultieren und die im Innenverhältnis ausschließlich der Funkwerk plettac electronic GmbH zustehen, in einer Größenordnung von rund 4 Mio. Euro aktuell nicht nach Deutschland transferiert werden können und daher der Funkwerk-Gruppe in absehbarer Zeit nicht zur freien Verfügung stehen. Zudem bestehen weiterhin seitens Funkwerk gestellte Bankbürgschaften bzw. Bankgarantien in Höhe von insgesamt rund 10 Mio. Euro. Die Bankbürgschaften bzw. -garantien wurden durch algerische Banken auf Basis entsprechender Rückgarantieverträge mit einigen deutschen Banken emittiert. Die Bankbürgschaften bzw. -garantien sollten auf Basis der Verträge mit dem Auftraggeber im Umfang von rund 7 Mio. Euro aufgrund bereits erfolgter Erfüllung der zugrundeliegenden Liefer- und Leistungsverpflichtungen bzw. Ablauf der vertraglichen Gewährleistungsgarantien ebenso wie aufgrund der Verfristung der Bürgschaften / Garantien nicht mehr in Anspruch genommen werden können. Bezüglich der noch nicht zurückgegebenen Bankbürgschaften bzw. -garantien verbleibt jedoch ein Restrisiko insoweit, als die deutschen Banken gegenüber den algerischen Banken »echte« Rückgarantien auf erstes Anfordern gegeben haben.

RISIKEN AUS DER RÜCKZAHLUNG VON ZULAGEN UND AUS STEUERPRÜFUNGEN

Der Funkwerk-Gruppe wurden und werden für einzelne Entwicklungsprojekte und unternehmerische Maßnahmen staatliche Investitionszulagen gewährt oder zugesagt. Die Verwendung solcher Mittel ist in der Regel zweckgebunden und an entsprechende Auflagen und Bedingungen geknüpft. Sollte Funkwerk nicht in der Lage sein, die zweckentsprechende oder auflagen- bzw. bedingungsgemäße Verwendung dieser Mittel sicherzustellen und nachzuweisen, kann dies zur Folge haben, dass die betreffenden Investitionszulagen zurückzuzahlen sind.

Funkwerk ist der Ansicht, dass die erstellten Steuererklärungen vollständig und korrekt abgegeben wurden. Gleichwohl könnte es im Nachhinein aufgrund unterschiedlicher Betrachtungsweisen von Sachverhalten zu Steuernachforderungen kommen. Insbesondere bezüglich Forderungen in Höhe von 14,7 Mio. Euro und 12,0 Mio. Euro der Vossloh AG, der damaligen Gesellschafterin und Verkäuferin, auf die die Vossloh AG im Vorfeld des Verkaufs der Funkwerk Information Technologies GmbH, Kiel und Funkwerk Information Technologies Karlsfeld GmbH, Karlsfeld, durch uns verzichtet hatte. Diese Forderungen werden von uns als werthaltig eingestuft. Es besteht aber ein steuerliches Risiko hinsichtlich der Einschätzung der Werthaltigkeit der Forderungen durch die Finanzbehörden, was gegebenenfalls zu einer nachträglichen Steuererhebung von bis zu 4,6 Mio. Euro zzgl. Zinsnachzahlungen ab dem Veranlagungsjahr 2007 führen kann. Gegen den ergangenen Bescheid hat Funkwerk in 2011 Einspruch eingelegt und die Aussetzung der Vollziehung beantragt. Dem Antrag auf Aussetzung der Vollziehung wurde seitens der Behörden stattgegeben. Im Januar 2012 wurde die Klage beim Finanzamt eingereicht. Steuernachforderungen können wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Funkwerk haben.

6. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht der Funkwerk AG orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und enthält Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) bzw. der International Financial Reporting Standards (IFRS) Bestandteil des Konzern-Anhangs bzw. des Lageberichts sind.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die gültige Vergütungsstruktur für den Vorstand basiert auf dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), das am 5. August 2009 in Kraft trat und sich auch in den Empfehlungen des aktuellen Deutschen Corporate Governance Kodex wiederfindet. Das Aufsichtsratsplenum prüft regelmäßig das Vergütungssystem und die Angemessenheit der Verträge. Es stellt damit sicher, dass die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder in einem angemessenen Verhältnis zu seinen jeweiligen Aufgaben und Leistungen, zur wirtschaftlichen Lage sowie den Zukunftsaussichten der Gesellschaft stehen und die übliche Höhe nicht ohne besondere Gründe übersteigen.

Grundzüge des Vergütungssystems

In Übereinstimmung mit dem Kodex erläutern wir im Folgenden die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand der Funkwerk AG. Grundsätzlich setzen sich die Bezüge der Vorstandsmitglieder aus einer fixen sowie einer erfolgsabhängigen Komponente zusammen und werden in Höhe und Struktur vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Dienstverträge sind zeitlich begrenzt und sehen für jedes Jahr ein Zielgehalt vor.

Fixvergütung

Der erfolgsunabhängige Teil der Vorstandsvergütung besteht aus einem Fixum zuzüglich Nebenleistungen, welche die private Dienstwagennutzung sowie Versicherungsprämien beinhalten. Die feste jährliche Grundvergütung wird in monatlich gleichen Raten ausbezahlt und ist nicht vom Erreichen bestimmter Ziele abhängig. Sie ist angemessen im Verhältnis zu vergleichbaren Gesellschaften.

Variable Bestandteile

Die erfolgsbezogene Vergütungskomponente berücksichtigt das Erreichen quantitativer und gegebenenfalls qualitativer Ziele. Sie ist aufgeteilt in eine jährliche Tantieme sowie eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung.

Kurzfristige Vergütungskomponente

Die Mitglieder des Vorstands erhalten als kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteil eine jährliche Tantieme. Berechnungsgrundlage für diese Zahlung ist eine feste prozentuale Erfolgsbeteiligung von 0,8 bis 1,0 % am erwirtschafteten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie 0,3 % des Cash Flow nach Investitionen. Sie ist auf das 1,25-fache des Grundgehalts beschränkt und wird zu 20 % zwecks Verrechnung mit gegebenenfalls später anfallenden negativen Beträgen thesauriert und mit 4 % verzinst. Herr Johann Schmid-Davis erhält zusätzlich einen jährlichen Bonus von 50.000 Euro, sofern vorher definierte qualitative Ziele erreicht werden. Mitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Vorstand angehören, bekommen eine zeitanteilige Vergütung. Der Jahresbonus kann bis auf null sinken. Damit wird den Anforderungen des VorstAG und des Kodex entsprochen.

Langfristige Vergütungskomponente

Um Anreize für eine langfristig positive Wertentwicklung des Unternehmens zu schaffen, erhält der Vorstand Aktienoptionen. Die Anzahl wird jeweils vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Bedingungen, zu welchen die Vorstandsmitglieder diese Optionen ausüben können, sind identisch mit denen der anderen Bezugsberechtigten. Eine ausführliche Beschreibung der Aktienoptionsprogramme enthält der Konzernanhang unter Gliederungspunkt E, Abschnitt 11. Derzeit halten die Mitglieder des Vorstands Aktienoptionen aus den Programmen des Jahres 2008 und 2010. Im Berichtsjahr wurden ihnen keine Aktienoptionen gewährt Die Ausübung von Optionen war 2011 ebenfalls nicht möglich.

Versorgungszusagen

Neben der Vergütung hat jedes Vorstandsmitglied Anspruch auf eine Pensionsversicherung (Versorgungszusage). Diese wird für jede Person separat abgeschlossen. Die Beitragszahlungen im Rahmen der Versorgungszusage werden an eine Unterstützungskasse geleistet. Der Aufsichtsrat legt die Bedingungen der Vergütung für die gesamte Dienstvertragslaufzeit fest. Im Vergleich zu anderen Unternehmen sind die Versorgungsvergütungen des Vorstands der Funkwerk AG ebenfalls angemessen.

Vergütungsaufwand im Jahr 2011

Die Vergütungsbestandteile stehen allen Vorstandmitgliedern zu und werden von diesen entsprechend der jeweiligen persönlichen Situation versteuert. Die Gesamtvergütung des Jahres 2011 in Höhe von rund 574 TEuro (Vorjahr: 539 TEuro) ist angemessen im Vergleich zu anderen Unternehmen ähnlicher Größe. Sie trägt sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung Die einzelnen Vergütungsbestandteile verleiten den Vorstand überdies nicht zum Eingehen unangemessener Risiken. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vergütung für den Vorstand der Funkwerk AG den Erfordernissen des VorstAG sowie des Kodex entspricht und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Ein individueller Ausweis der Vorstandsvergütung befindet sich im Konzernanhang unter Gliederungspunkt I. Abschnitt 8.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist geregelt in § 12 der Satzung der Funkwerk AG und enthält grundsätzlich eine feste und eine variable Komponente sowie Sitzungsgeld. Demnach stehen den Mitgliedern pro Geschäftsjahr ein fixer Bestandteil von 5.000 Euro und ein Sitzungsgeld von 1.300 Euro je Sitzung zu. Das Vergütungssystem legt fest, dass der Vorsitzende jeweils das Zweifache und sein Stellvertreter den 1,5-fachen Satz der Jahresvergütung und des Sitzungsgeldes erhalten. Als variabler Bestandteil werden 1.000 Euro je 0,05 Euro ausgeschütteter Dividende angesetzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Gremium angehören, bekommen eine geringere Vergütung. Nimmt ein Mitglied an einer Aufsichtsratssitzung nicht teil, wird die Auszahlung ebenfalls anteilig gekürzt. Sämtliche Vergütungsbestandteile für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr sind nach Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung zu zahlen, in welcher der jeweilige Jahresabschluss vorgelegt und gegebenenfalls ein Gewinnverwendungsbeschluss gefasst wird. § 113 Abs. 2 AktG bleibt unberührt.

Darüber hinaus werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats alle Auslagen sowie die eventuell auf ihre Vergütung und Auslagen zu entrichtende Umsatzsteuer ersetzt.

2011 lag die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats bei rund 57 TEuro nach 56 TEuro im Vorjahr. Einen individualisierten Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 befindet sich unter Gliederungspunkt I. Abschnitt 8.

7. Bericht zur Unternehmensführung

Die Unternehmensführung der Funkwerk AG als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Den aktuellen Corporate Governance Bericht inklusive der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG finden Sie im Geschäftsbericht. Der Bericht zur Unternehmensführung ist vollständig auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.funkwerk.com offengelegt.

8. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Im Berichtszeitraum veränderte sich das gezeichnete Kapital (Grundkapital) nicht. Demzufolge ist das gezeichnete Kapital der Funkwerk AG zum 31. Dezember 2011 auf 8.101.241 nennwertlose Stückaktien (2010: 8.101.241) zu einem rechnerischen Beitrag von je 1 Euro aufgeteilt. Hauptaktionär war die Firma Hörmann Funkwerk Holding GmbH mit 4.280.00 Aktien gleich 52,83 % des Kapitals. Die Funkwerk AG hält zum 31. Dezember 2011 41.579 Stück eigene Aktien.

Jede Aktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung sowie das Gewinnbezugsrecht bei beschlossenen Ausschüttungen. Es bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen.

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Mai 2014 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.050.000 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009).

Sofern den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt wird, können die Aktien auch einem Kreditinstitut oder einem nach §53 Abs. 1 Satz 1 oder §53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen zur Übernahme angeboten werden, mit der Verpflichtung, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wurde des Weiteren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in Form von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder Forderungen gegen die Gesellschaften, wenn die unter Abschluss des Bezugsrechtes ausgegebenen Aktien insgesamt 4.050.000 Stücke nicht überschreiten.
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der Aktien den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechtes ausgegebenen Aktien insgesamt 810.000 Stück nicht überschreiten.

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 27. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 26. Mai 2015 eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10 % am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die zeitliche Befristung gilt nur für den Erwerb, nicht für das Halten der Aktien. Der Erwerb der Aktien erfolgt über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebotes.

Gemäß §5 Abs. 7 - 9 der Satzung dient die bedingte Kapitalerhöhung der Ausgabe von Optionsrechten auf Aktien. Optionsberechtigt sind Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, Mitglieder der Geschäftsführungen der verbundenen Unternehmen, leitende Angestellte der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen sowie sonstige Arbeitnehmer der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Optionsrechte ausgegeben wurden und deren Inhaber von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen.

Gemäß § 5 Abs. 10 der Satzung dient die bedingte Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital IV) der Ausgabe von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt als die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung durch Beschluss vom 27. Mai 2010 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungs- und Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen bzw. ihre Wandlungspflichten aus solchen Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen erfüllen. Bezüglich des bedingten Kapitals I bis IV verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt E.11.

Die §§ 84,85 sowie 133,179 Aktiengesetz sind in der Satzung umgesetzt.

9. Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der Funkwerk AG erklärt, dass bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erfolgte und keine Benachteiligung einer der Parteien bestanden hat. Es wird auf § 312 Abs. 3 Satz 1 AktG verwiesen.

10. Nachtragsbericht

Am 13. Januar 2012 wurde der Verkauf der Funkwerk Enterprise Communications GmbH mit den zum bisherigen Geschäftsbereich EC gehörigen Tochtergesellschaften erfolgreich abgeschlossen. Mit Unterzeichnung des Notarvertrags gingen die Gesellschaften auf die spanische Teldat-Gruppe, Madrid, über. Aus der Transaktion flossen der Funkwerk AG wie erwartet liquide Mittel in Höhe von rund 8,5 Mio. Euro zu.

Mit notariellem Kaufvertrag vom 21. März 2012 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Funkwerk Avionics GmbH, das bestehende Gesellschafterdarlehen sowie weitere Forderungen an ein deutsches Beteiligungsunternehmen verkauft. Der Funkwerk AG werden aus dem Verkauf bis Ende März 2012 rund 1,0 Mio. Euro liquide Mittel zufließen.

Seitens des bestehenden Kreditkonsortiums unter der Führung der Commerzbank AG wurde am 26. März 2012 verbindlich zugesichert, dass infolge der Konzernumstrukturierung und der aus den Verkäufen zugeflossenen Mittel der seit März 2011 bestehende Konsortialkreditvertrag mit Nachtragsvereinbarung angepasst wird. Im Mittelpunkt des Nachtrags wird hierbei die Reduktion der Kreditmittel von 75,5 Mio. Euro auf 50,0 Mio. Euro, aufgeteilt in eine Barmittellinie von 10 Mio. Euro und eine Avalkreditlinie von 40 Mio. Euro stehen. Damit einhergehend werden die Mittel aus den Verkäufen in Höhe von rund 18 Mio. Euro der Funkwerk AG zur freien Verfügung gestellt. Zudem wurde vereinbart, dass die bestehenden Ausfallbürgschaften aus dem Bund- / Länderprogramm »Deutschlandfonds« seitens der Kreditgeber wieder zurückgegeben werden und damit ab dem Geschäftsjahr 2012 die Bedingung, dass sich der Mehrheitseigentümer der Funkwerk AG verpflichtet, im Rahmen der Hauptversammlungen für eine Gewinnthesaurierung zu stimmen, wieder entfällt. Mit einer vertraglichen Umsetzung des Nachtrags wird bis Mitte 2012 gerechnet.

11. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Mehrheit der Forschungsinstitute erwartet 2012 angesichts gestiegener globaler Risiken eine deutliche Abschwächung der Konjunkturdynamik. Beispielsweise rechnet der IWF mit einer weltweiten Zunahme der Wirtschaftsleistung um nur noch 3,3 %. Die bisherige Schätzung lag bei 4,0 %. Entscheidender Grund für diese vorsichtige Prognose ist die Gefahr einer Rezession in der Euro-Zone, deren Wirtschaft insgesamt um 0,5 % schrumpfen könnte. In der Summe dürften die Industrieländer um 1,2 % zulegen. Die Perspektiven für die Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2012 sind ebenfalls gedämpfter als zunächst erwartet. Der Währungsfonds geht davon aus, dass in dieser Ländergruppe insgesamt noch ein Wachstum von rund 5,4% erreichbar ist. Ursächlich für die geringere Dynamik sind laut IWF die von den Industrieländern ausgehenden bremsenden Effekte und eine schwächere Binnennachfrage. Zudem basieren die IWF-Prognosen auf der Annahme, dass die Euro-Krise nicht weiter eskaliert und die Politik Mittel und Wege findet, den Herausforderungen angemessen zu begegnen.

Für Deutschland ist 2012 ebenfalls mit einer deutlichen Konjunkturabkühlung zu rechnen. So geht der IWF von einem Anstieg beim Bruttoinlandsprodukt um nur noch 0,3 % aus. Diese geringere Wirtschaftsdynamik sowie die größeren globalen Unsicherheiten werden aus heutiger Sicht auch die Investitionsbereitschaft bremsen. Für Ausrüstungsinvestitionen erwartet der Sachverständigenrat nur noch ein moderates Plus von rund 3 %. Im Bahnbereich stellt die Bundesregierung im Rahmen des Infrastrukturbeschleunigungsprogramms 2012 zusätzliche Mittel für den Ausbau der Bahninfrastruktur zur Verfügung. Daher ist für die Bahnindustrie insgesamt von einem Umsatzanstieg auszugehen, der aber nicht allen Teilsegmenten zugutekommen wird. Insbesondere die Rahmenbedingungen für Kommunikations- und Informationssysteme dürften schwierig bleiben.

Entwicklung des Funkwerk-Konzerns

2012 steht die Funkwerk-Gruppe erneut vor großen Herausforderungen. Vorrangig müssen die eingeleiteten Maßnahmen zur Neuausrichtung konsequent umgesetzt werden, damit Funkwerk die gute Marktstellung behaupten und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern kann. Im Zentrum stehen der gezielte Ausbau der Internationalisierung, die Umsetzung der neuen Ablauforganisation mit den definierten Zentralisierungsmaßnahmen sowie die Optimierung unseres Supply Chain Managements. Darüber hinaus arbeiten wir weiter intensiv an der Konsolidierung des Produktportfolios und richten es technologisch an den neu strukturierten Business Units aus. Hinzu kommen die verhaltene konjunkturelle Entwicklung in unseren Absatzmärkten und die anhaltend schwierige Situation der öffentlichen Auftraggeber, die von Budgetkürzungen geprägt ist.

Vor diesem Hintergrund sehen wir 2012 als Konsolidierungsjahr und gehen von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Dabei ist die Veräußerung bzw. Aufgabe weiterer Randbereiche möglich. In der Ertragslage sollten sich zunehmend Kostenentlastungen aus den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zeigen, sodass wir operativ ein ausgeglichenes Ergebnis erwarten. Ab 2013 rechnen wir mit Wachstumsimpulsen, die ein Umsatzplus voraussichtlich im höheren einstelligen Prozentbereich ermöglichen. Die Neustrukturierung und die damit verbundenen Kosteneinsparmaßnahmen werden dann erstmals vollumfänglich wirksam. Daher ist beim operativen Betriebsergebnis eine Rückkehr in die Gewinnzone geplant.

Entwicklung und Chancen der Geschäftsbereiche

Im Bereich TCC erwarten wir vor allem auf den internationalen Märkten Zuwächse innerhalb der nächsten Jahre. Deshalb bauen wir unsere weltweiten Vertriebsaktivitäten über Partnerschaften aus, wobei wir uns vornehmlich auf die Regionen Österreich, Schweiz, Benelux und Skandinavien, die osteuropäischen Länder, Türkei, Russland sowie die USA und Australien konzentrieren. Insgesamt rechnen wir in der BU Rolling Stock, also bei den mobilen Systemen, mit größeren Steigerungsraten bis 2014. Dabei profitieren wir von unserer führenden Stellung im Bereich GSM-R, wo wir an vielen internationalen Ausschreibungen teilnehmen, und den neuen Handgeräten focX. Weitere Impulse erwarten wir ab 2013 durch den geplanten Markteintritt in Nordamerika. In der BU Infrastructure gehen wir in unserer Dreijahresplanung von einem moderaten Wachstum aus. Das Produktspektrum im Bereich TCC wollen wir ausbauen und gleichzeitig weitere Maßnahmen ergreifen, um die Komplexität der Systeme zu reduzieren und die Margen zu verbessern. Im Geschäftsfeld Signaltechnik rechnen wir nach der Zulassung von Alister für den Personenverkehr, die voraussichtlich für das Jahr 2012 erwartet wird, mit nennenswerten Zuwächsen in den nächsten Jahren. Allein in Deutschland haben rund 31.000 Stellwerke ihre Altersgrenze erreicht und auch europaweit muss ein Großteil in den nächsten Jahren modernisiert werden. Im Cargo-Bereich erwarten wir aufgrund der positiven Referenzen in zahlreichen Ländern ebenfalls eine weitere Verbreitung unseres Systems Alister Cargo.

Innerhalb des Segments SC wird der systematische Ausbau des internationalen Partnernetzwerks maßgeblich zum Wachstum innerhalb der nächsten Jahre beitragen. Produktseitig rechnen wir mit Marktanteilsgewinnen bei den Personennotrufanlagen - vor allem bei den innovativen DECT- und TETRA-Geräten. Dabei streben wir sowohl bei den JVAs, wo wir von unserer führenden Stellung profitieren, als auch in der Industrie eine Erweiterung des Kundenkreises an. Unser neues Business-Handgerät D4 Office, das 2011 eingeführt wurde, stößt ebenfalls auf positive Resonanz und soll Marktanteile dazugewinnen. Bei den Videosystemen erwarten wir die größten Steigerungsraten durch die neu entwickelte HD Kamera und unsere Lösung zur Seitenstreifenfreigabe auf Autobahnen. Auch eine innovative kompakte Videoüberwachungslösung, die im zweiten Quartal 2012 auf den Markt kommt, wollen wir international über Systempartner vermarkten und erwarten dadurch weitere Impulse.

Die Entwicklung des Geschäftsbereichs AC wird in den nächsten Jahren erheblich von den Vorleistungen und Investitionen im Zusammenhang mit den neu gewonnenen Großaufträgen geprägt sein. Diese führen voraussichtlich erst ab Ende 2013 zu entsprechenden Umsätzen und Erträgen. Wir bieten diese Lösungen auch anderen Herstellern an und rechnen hier mit weiteren Bestellungen. Parallel dazu wollen wir unseren Kundenkreis auf Basis des bestehenden Produktspektrums erweitern. Dabei kommt uns der Trend zur Vernetzung im Automobilbereich zugute, die verstärkte Nutzung von Smartphones und die Notwendigkeit, verschiedene Geräte im Fahrzeug kontaktlos laden zu können. Eine wichtige Rolle spielen dabei strategische Partnerschaften mit spezialisierten Zulieferunternehmen, die wir vermehrt eingehen wollen. Damit können wir den Fahrzeugherstellern komplette Lösungen anbieten und unseren Marktanteil verbreitern.

Finanzlage und Investitionen

Die bereits Ende 2011 deutlich sichtbare Stabilisierung der Finanzlage im Funkwerk-Konzern wird sich 2012 fortsetzen. Anfang des laufenden Jahres konnte durch Kaufpreiszahlungen für die Transaktionen Enterprise Communication und Funkwerk Avionics GmbH die Liquiditätsbasis um weitere rund 8 Mio. Euro gestärkt werden. Ausgehend hiervon konnte die nachhaltige Finanzierung mit dem bestehenden Bankenkonsortium, wie im Nachtragsbericht beschrieben, bedarfsorientiert angepasst und gesichert werden.

Der operative Cash Flow wird aus heutiger Sicht 2012 positiv sein. Basis sind das erwartete ausgeglichene operative Ergebnis sowie die Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capital. Der Free Cash Flow nach Berücksichtigung der geplanten Investitionen sowie des Mittelzuflusses aus Verkäufen in Höhe von über 8 Mio. Euro ist voraussichtlich ausgeglichen bis leicht positiv. Für 2013 planen wir ebenfalls einen ausgeglichenen Free Cash Flow. Hier steht der verbesserten Ergebnisentwicklung der notwendige Aufbau des Working Capital entgegen, der mit dem geplanten Umsatz-wachstum einhergeht.

Das für 2012 geplante Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 12 Mio. Euro, davon betreffen etwa 6,6 Mio. Euro Eigenentwicklungen. Unterteilt nach strategischen Geschäftsbereichen entfällt rund die Hälfte des Gesamtbudgets auf die Großaufträge im Bereich AC, die ab Ende 2013 in die Abrufserienproduktion gehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt mit rund 3,4 Mio. Euro auf dem Segment SC. Hier stehen vor allem Investitionen im Produktionsumfeld und neue Produktentwicklungen auch im Zusammenhang mit der geplanten Internationalisierung an. Im Bereich TCC planen wir vorwiegend Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von rund 1,2 Mio. Euro sowie Entwicklungsinvestitionen von 0,7 Mio. Euro. Dabei liegt der Fokus ebenfalls auf der Optimierung des Produktportfolios sowie der Internationalisierung. Für 2013 ist im Konzern ein Investitionsbudget von rund 11,6 Mio. Euro avisiert, wovon der Hauptteil mit etwa 5,6 Mio. Euro erneut auf den Bereich AC entfallen wird.

Weitere Leistungsindikatoren

Zur Verbesserung der Lieferantenstruktur und der Einkaufsbedingungen haben wir im Bereich Beschaffung ein extern unterstütztes Projekt aufgesetzt, das 2012 voraussichtlich erste nennenswerte Erfolge zeigt. Darauf aufbauend werden wir gezielte Kostenoptimierungsmaßnahmen umsetzen, die zu entsprechenden Impulsen in den Folgejahren führen. Damit wirken wir den 2012 erwarteten Preissteigerungen insbesondere im Bereich elektronische Bauteile entgegen, wo wir unter anderem bedingt durch ungünstige Wechselkurse mit schlechteren Einkaufskonditionen rechnen.

Im Personalbereich wurde ein Großteil der im Rahmen der Restrukturierung erforderlichen Maßnahmen bereits umgesetzt. 2012 überprüfen wir im Zusammenhang mit der Zentralisierung unternehmensübergreifender Bereiche insbesondere Umstrukturierungen im Bereich Verwaltung und Produktion.

Die 2011 begonnene Konsolidierung der Fertigungsstandorte werden wir im laufenden Jahr fortführen, um die Effizienz weiter zu erhöhen. Im nächsten Schritt wollen wir die Produktion einzelner Komponenten an Zuliefererunternehmen auslagern und die Fertigung von Schaltschränken an unserem Standort in Kölleda zentralisieren. An den Standorten Salzgitter und Kölleda wurde Ende 2011 ein Lean-Manufacturing-Konzept für ausgewählte Produkte eingeführt, das zu Effizienzsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich führen dürfte. Dieses Projekt soll im Jahresverlauf auf weitere Produkte ausgedehnt werden. Darüber hinaus prüfen wir ständig zusätzliche Optionen, um die Fertigungsstruktur zu optimieren und die Komplexität zu reduzieren.

Strategische Ausrichtung

Funkwerk hat in den vergangenen Jahren in das Produktportfolio investiert und verfügt in vielen Bereichen über innovative Lösungen und Alleinstellungsmerkmale. Um am erwarteten Wachstum in den von uns bearbeiteten Marktsegmenten teilzuhaben, investieren wir gezielt in Schlüsselkomponenten. Damit können wir die Wertschöpfung erhöhen und unsere technologische Führungsposition behaupten und ausbauen. Wir konzentrieren uns konzernweit auf margenstarke Produkte, die wir zunehmend zusätzlich über Partner vertreiben.

Besondere Chancen für unser Unternehmen sehen wir in der breiteren Vermarktung des erweiterten Produktangebots. Entsprechend liegt der Fokus unserer Arbeit künftig auf der Verbesserung des Marktzugangs durch den Ausbau der bestehenden Absatzkanäle sowie strategische Vertriebspartnerschaften. Durch eine systematische Analyse und Erschließung neuer Regionen wollen wir vor allem die Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit effizient und zielgerichtet vorantreiben.

Unsere Konzernstrukturen werden wir grundsätzlich vereinfachen und straffen, um innerbetriebliche Synergien verstärkt auszuschöpfen. Zentrale Bereiche wie z. B. der Einkauf werden gebündelt und die Ressourcen im operativen Geschäft intensiver gruppenübergreifend genutzt. Im Bereich Entwicklung arbeiten wir künftig stärker in Kompetenzzentren. Durch diesen engeren Unternehmensverbund können wir langfristig erhebliche Einsparpotenziale realisieren.

In der Produktion werden wir die Effizienz durch ein konsequentes Outsourcing von Standardaufgaben und permanente Optimierungsmaßnahmen konzernübergreifend erhöhen. Zudem überprüfen wir weiterhin alle Montage- und Fertigungsstandorte der Gruppe mit dem Ziel, redundante Bereiche zusammenzulegen und die Auslastung an den Standorten zu optimieren.

Als Hochtechnologieunternehmen gehören das Know-how und die Kompetenz unserer Mitarbeiter zu unseren entscheidenden Erfolgsfaktoren. Deshalb treiben wir die Förderung und Qualifizierung der Funkwerk-Beschäftigten permanent voran und forcieren unsere Weiterbildungsmaßnahmen.

Auf Basis dieser strategischen Ausrichtung wollen wir langfristig ein nachhaltiges Ergebnis im Konzern erwirtschaften.

Kölleda, 26. März 2012

Der Vorstand

Johann M. Schmid-Davis

Carsten Ahrens

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind .

Kölleda, 26. März 2012

Der Vorstand

Johann M. Schmid-Davis

Carsten Ahrens

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, liebe Freunde des Unternehmens!

Die Funkwerk Gruppe befindet sich in einem schwierigen Restrukturierungsprozess und hat 2011 eine grundlegende Neuausrichtung eingeleitet. In diesem Zusammenhang wurden alle Aktivitäten der Gruppe auf den Prüfstand gestellt, mehrere Unternehmensverkäufe realisiert und die Konzernstruktur gestrafft. Damit erreichte Funkwerk wichtige Zwischenziele, muss die eingeleiteten Maßnahmen im laufenden Jahr jedoch mit Nachdruck weiterverfolgen, um langfristig wieder profitabel wachsen zu können. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für ihren großen Einsatz und die geleistete Arbeit. Dank und Anerkennung gelten auch den Kunden und Geschäftspartnern der Funkwerk-Gruppe, die unsere Neuausrichtung begleitet haben.

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erneut mit großer Sorgfalt wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle Belange, die für seine Arbeit relevant sind. Im Fokus standen der operative Geschäftsverlauf und alle sonstigen Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens waren. Alle Themen, insbesondere die zustimmungspflichtigen Geschäfte, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich besprochen. Auch zwischen den Gremiumssitzungen erörterte der Aufsichtsratsvorsitzende alle für die Gesellschaft wesentlichen Themen mit den Mitgliedern des Vorstands.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2011 zu sechs ordentlichen und einer telefonischen Sitzung zusammen. Bei allen Sitzungen war das Gremium beschlussfähig. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amtes traten im Berichtszeitraum nicht auf. Ausschüsse wurden 2011 nicht gebildet.

Regelmäßig in den Sitzungen besprochen wurden die jeweils aktuelle Geschäftslage, die Planung und insbesondere die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Dabei wurden auch mögliche Verkäufe und die Anpassung der internen Unternehmensstruktur ausführlich diskutiert. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat während des ganzen Jahres mit der Lage in Algerien, wo Funkwerk die Geschäftstätigkeit infolge der innenpolitischen Umwälzungen 2010 komplett eingestellt hat, sowie mit der Wirksamkeit des Risikomanagements, der Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie den operativen Zielvorgaben. Der Vorstand stellte die jeweils aktuellen Quartalsabschlüsse vor, erläuterte Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planwerten und stimmte die weitere strategische Vorgehensweise mit dem Aufsichtsrat ab.

In der ersten Sitzung des Jahres am 24. Januar 2011 standen neben den regelmäßigen Themen die vorläufigen Jahresabschlüsse der AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 im Mittelpunkt. Darüber hinaus besprach der Aufsichtsrat ausführlich die möglichen Finanzierungsalternativen zur Verbesserung der Liquidität. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die laufende Restrukturierung der Funkwerk plettac electronic GmbH. Neben dem aktuellen Stand des Projekts wurden die erreichten Fortschritte und die noch umzusetzenden Herausforderungen vorgestellt.

Zu den Tagesordnungspunkten am 18. März gehörten der vom Vorstand vorgestellte Konsortialdarlehensvertrag in Höhe von insgesamt 75,5 Mio. Euro, die Tagesordnung für die Hauptversammlung und die Neuwahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters. Ferner setzte sich das Plenum mit den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 auseinander und beschloss die aktuelle Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Diese ist im vorliegenden Geschäftsbericht abgedruckt und kann auf der Internetseite www.funkwerk.com abgerufen werden. Auch der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Funkwerk AG zum 31. Dezember 2010 sowie die Lageberichte wurden in Anwesenheit der Abschlussprüfer eingehend besprochen. Anschließend beschloss der Aufsichtsrat in einer telefonischen Sitzung am 29. März 2011, den Jahresabschluss der AG und den Konzernabschluss sowie den Abhängigkeitsbericht im Umlaufverfahren festzustellen bzw. zu billigen.

Ein Schwerpunkt der Tagung am 19. Mai war der aktuelle Stand der Restrukturierung sowie der geplanten Unternehmensverkäufe. Der Inhalt der laufenden Verhandlungen wurde detailliert erörtert und mögliche strategische Weichenstellungen geprüft.

Im Rahmen des Aufsichtsratstreffens am 23. August war die Konsortialfinanzierung, die Mitte Juli valutiert werden konnte, ein wichtiges Thema. In diesem Zusammenhang wurden auch unternehmensinterne Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität besprochen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Aktualisierung der Geschäftsordnung für den Vorstand, die der Aufsichtsrat genehmigte. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat dem Verkauf der Tochtergesellschaft Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH zu und der Vorstand stellte die künftige Organisation der Funkwerk AG sowie die geplante Straffung der Unternehmensbereiche vor.

Die neue Bereichsaufteilung wurde beim nächsten Treffen am 11. Oktober erneut erörtert und seitens des Aufsichtsrats genehmigt. Weiterhin wurden Alternativen für die Optimierung der Standortstruktur besprochen. Dabei ging es auch um mögliche Optionen hinsichtlich der Zusammenlegung von Fertigungswerken. Darüber hinaus genehmigte der Aufsichtsrat den Verkauf des Geschäftsbereichs Enterprise Communications mit den dazugehörigen Tochtergesellschaften und befasste sich eingehend mit der Unternehmensplanung für die kommenden drei Jahre.

In der letzten Sitzung am 15. Dezember 2011, der sich eine Folgesitzung am 4. Januar 2012 anschloss, diskutierten wir intensiv die weitere Entwicklung des Geschäftsbereichs Automotive Communication und die Investitionsplanung in diesem Segment. Auch die Liquiditätsentwicklung im Jahr 2011 und der voraussichtliche Bedarf für 2012 wurden dabei vorgestellt.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Die ordentliche Hauptversammlung der Funkwerk AG wählte am 19. Mai 2011 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011. KPMG hat den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der Funkwerk AG, den Lagebericht und den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Lageberichte beschreiben die Situation der AG und des Konzerns sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung in zutreffender Weise. Der Abschlussprüfer bewertete auch die Qualität des Risikomanagements positiv.

Die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor. In der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 26. März 2012 wurden diese umfassend beraten. Die Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an dieser Sitzung teil, berichteten über das Ergebnis ihrer Prüfungen und standen für zusätzliche Auskünfte zur Verfügung. Sie bestätigten dem Aufsichtsrat die Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems. Ferner versicherten die Abschlussprüfer, dass sie im Berichtsjahr über die Abschlussprüfung hinaus keine wesentlichen Leistungen für die Funkwerk AG erbracht haben und keine Umstände vorliegen, die ihre Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten. Das abschließende Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte von AG und Konzern durch den Aufsichtsrat führte zu keinen Einwendungen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der AG und den Konzernabschluss für das Jahr 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss der Funkwerk AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, den Jahresverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Die KPMG AG prüfte auch den vom Vorstand nach § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (»Abhängigkeitsbericht«). Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

»Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.«

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht ebenfalls geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer keine Einwände.

Personalien

Herr Dipl. Ing. Maximilian Ardelt hat am 18. März 2011 sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats niedergelegt und schied mit Ende der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Mai 2011 aus dem Gremium aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Ardelt für die stets konstruktive Zusammenarbeit. Die Hauptversammlung wählte am 19. Mai 2011 Herrn Dr. Ing. Manfred Egner ab dem Ausscheiden von Herrn Ardelt für dessen restliche Amtszeit als Mitglied in den Aufsichtsrat. In der ordentlichen Sitzung am 18. März 2011 wählte das Plenum Herrn Alfons Hörmann zum Vorsitzenden des Gremiums und Herrn Prof. Dr. Ing. Gerhard Fettweis zu seinem Stellvertreter.

Auch im Vorstand der Funkwerk AG gab es im Geschäftsjahr 2011 Änderungen: Vorstandsvorsitzender Herr Dr. Hans Grundner schied am 19. Mai 2011 auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Grundner für das große Engagement in den vergangenen Jahren. Seine Aufgaben wurden von Finanzvorstand Johann Schmid-Davis und Technikvorstand Carsten Ahrens mit übernommen, die das Unternehmen seitdem gleichberechtigt führen.

Der Aufsichtsrat wünscht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens viel Erfolg bei der Bewältigung der Herausforderungen im laufenden Geschäftsjahr.

Kölleda, im März 2012

Für den Aufsichtsrat

Alfons Hörmann, Vorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats

Alfons Hörmann,

Geschäftsführer der Hörmann Holding & Co. KG, Kirchseeon, Vorsitzender (seit 18. März 2011)
Prof. Dr. Gerhard P. Fettweis, Hochschullehrer, Dresden

Stellvertretender Vorsitzender (seit 18. März 2011)
Dr. Ing. Manfred Egner,

Generalbevollmächtigter / Non-Executive Director der Freudenberg & Co. KG, Weinheim, (seit 19. Mai 2011)
Maximilian Ardelt, Unternehmer, Starnberg (bis 18. März 2011)

Konzern-Bilanz NACH IFRS ZUM 31. DEZEMBER 2011

AKTIVA

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ANHANG 31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
1. Immaterielle Vermögenswerte E. (1) 24.607 35.658
2. Sachanlagen E. (1) 12.252 14.224
3. Sonstige Vermögenswerte E. (1) 4 43
36.863 49.925
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
1. Vorräte E. (3) 35.611 43.560
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen E. (4) 33.991 27.629
3. Forderungen aus in Arbeit befindlichen Projekten E. (5) 4.733 8.017
4. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen E. (6) 52 206
5. Steuererstattungsansprüche E. (7) 1.010 1.304
6. Sonstige Vermögenswerte E. (8) 1.602 3.026
7. Finanzielle Vermögenswerte E. (9) 11.997 3.969
8. Liquide Mittel E. (9) 17.424 12.056
9. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte E. (10) 14.631 0
121.051 99.767
157.914 149.692
Passiva
ANHANG 31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
A. EIGENKAPITAL E. (11)
1. Gezeichnetes Kapital 8.101 8.101
2. Kapitalrücklage 63.529 63.422
3. Gewinnrücklagen 38.211 38.211
4. Eigene Anteile - 1.062 - 1.062
5. Bilanzverlust - 59.915 - 43.976
6. Währungsposten - 204 - 237
Eigenkapital der Aktionäre der Funkwerk AG 48.660 64.459
48.660 64.459
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN
1. Pensionsverpflichtungen E. (12) 12.822 12.525
2. Abgegrenzte Investitionszuwendungen E. (13) 517 874
3. Latente Steuern E. (14) 1.066 1.071
4. Finanzverbindlichkeiten E. (15) 0 12
14.405 14.482
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN
1. Finanzverbindlichkeiten E. (15) 12.886 422
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen E. (16) 27.939 29.368
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen E. (17) 9.004 8.735
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen E. (18) 390 56
5. Steuerschulden E. (19) 5.674 3.867
6. Rückstellungen E. (20) 11.532 14.323
7. Abgegrenzte Investitionszuwendungen E. (13) 87 138
8. Sonstige Verbindlichkeiten E. (21) 11.679 13.842
9. Zur Veräußerung gehaltene Schulden E. (10) 15.658 0
94.849 70.751
157.914 149.692

Konzern-Gesamtergebnisrechnung NACH IFRS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

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ANHANG 2011

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2010

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Fortzuführende Bereiche
1. Umsatzerlöse F. (22) 164.569 168.638
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen - 1.936 438
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.641 7.354
4. Sonstige betriebliche Erträge F. (25) 6.655 6.844
5. Gesamtleistung 174.929 183.274
6. Materialaufwand F. (23) 83.820 90.253
7. Personalaufwand F. (24) 62.488 63.363
8. Planmäßige Abschreibungen 7.801 7.058
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen F. (26) 23.972 24.283
10. Betriebsergebnis vor Wertminderungsaufwendungen und Restrukturierungsaufwendungen - 3.152 - 1.683
11. Wertminderungs- und sonstige Aufwendungen aus dem Projektgeschäft Algerien F. (27) 0 7.816
12. Wertminderungsaufwendungen immaterielle Vermögenswerte F. (27) 5.278 3.432
13. Restrukturierungsaufwendungen F. (28) 4.693 2.004
14. Betriebsergebnis / EBIT - 13.123 - 14.935
15. Finanzierungserträge 228 482
16. Finanzierungsaufwendungen - 2.445 - 2.155
17. Finanzergebnis F. (29) - 2.217 - 1.673
18. Ergebnis vor Steuern - 15.340 - 16.608
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag F. (30) - 3.609 - 6.089
20. Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche - 18.949 - 22.697
21. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (nach Steuern) C. (1) 3.010 - 2.183
22. Ergebnis nach Steuern/Jahresergebnis - 15.939 - 24.880
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge
23. Währungsdifferenzen 33 86
24. Sonstiges Ergebnis der Periode - fortgeführte Geschäftsbereiche 33 86
25. Sonstiges Ergebnis der Periode - aufgegebene Geschäftsbereiche 0 0
26. Gesamtergebnis - 15.906 - 24.794
VOM JAHRESERGEBNIS ENTFALLEN AUF
Aktionäre der Funkwerk AG - 15.939 - 24.880
VON DIREKT IM EIGENKAPITAL ERFASSTEN BETRÄGEN ENTFALLEN AUF
Aktionäre der Funkwerk AG 33 86
ERGEBNIS JE AKTIE
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) E. (11) - 1,98 - 3,08
ERGEBNIS JE AKTIE FORTGEFÜHRTE GESCHÄFTSBEREICHE
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) E. (11) - 2,35 - 2,82

Konzern-Kapitalflussrechnung

NACH IFRS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

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ANHANG 2011

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2010

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1. Jahresergebnis - 15.939 - 24.880
2. Ertragsteueraufwendungen F. (30) 4.133 7.566
3. Abschreibungen auf Entwicklungskosten E. (1) 8.077 4.554
4. Abschreibungen auf Firmenwerte E. (1) 1.850 1.000
5. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte E. (1) 5.156 6.475
6. Abschreibungen auf Beteiligungen F. (29) 24 0
7. Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0 786
8. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge G. (31) - 4.955 7.395
9. Auflösung Investitionszuwendungen F. (25) - 1.079 - 236
10. Veränderung der Rückstellungen -2.573 1.249
11. Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 10 - 330
12. Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -3.944 - 3.315
13. Veränderung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 332 1.386
14. Veränderung der sonstigen Schulden 2.144 3.627
15. Zinserträge F. (29) -132 - 145
16. Zinsaufwendungen F. (29) 1.581 1.347
17. Gezahlte Zinsen - 387 - 569
18. Erhaltene Zinsen 96 34
19. Gezahlte Ertragsteuer - 301 - 1.582
20. Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit G. (31) - 5.927 4.362
21. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 21 432
22. Auszahlungen für Investitionen in Entwicklungskosten - 7.384 - 9.438
23. Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte ohne Firmenwerte und Entwicklungskosten - 1.192 - 847
24. Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen - 2.716 - 1.774
25. Einzahlungen aus Investitionszuwendungen 1.115 126
26. Erwerb von Beteiligungen 0 51
27. Einzahlungen (Vj. Auszahlungen) aus Entkonsolidierung 9.644 - 1.144
28. Cash Flow aus Investitionstätigkeit G. (32) -512 - 12.594
29. Free Cash Flow G. (34) - 6.439 - 8.232
30. Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 12.500 0
31. Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-) Krediten -166 - 1.853
32. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit G. (35) 12.334 - 1.853
33. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 5.895 - 10.085
34. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 12.056 22.141
35. Finanzmittelfonds am Ende der Periode G. (36) 17.951 12.056

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

NACH IFRS

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ANHANG GEZEICHNETES KAPITAL

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KAPITAL- RÜCKLAGE

T€
GEWINN- RÜCKLAGEN

T€
EIGENE ANTEILE

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BILANZ- VERLUST

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1. Januar 2010 8.101 63.270 38.211 -1.062 - 19.096
Konzernjahresfehlbetrag E. (11) 0 0 0 0 - 24.880
Währungsposten 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 0 - 24.880
Aktienoptionen (IFRS 2) E. (11) 0 152 0 0 0
Veränderung nicht beherrschende Anteile E. (11) 0 0 0 0 0
Transaktionen mit Eigentümern 0 152 0 0 0
31. Dezember 2010 8.101 63.422 38.211 - 1.062 - 43.976
1. Januar 2011 8.101 63.422 38.211 - 1.062 - 43.976
Konzernjahresfehlbetrag E. (11) 0 0 0 0 - 15.939
Währungsposten 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 0 - 15.939
Aktienoptionen (IFRS 2) E. (11) 0 107 0 0 0
Veränderung nicht beherrschende Anteile E. (11) 0 0 0 0 0
Transaktionen mit Eigentümern 0 107 0 0 0
31. Dezember 2011 8.101 63.529 38.211 - 1.062 - 59.915

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WÄHRUNGSPOSTEN

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EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER FUNKWERK AG

T€
NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE

T€
GESAMT

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1. Januar 2010 - 323 89.101 14 89.115
Konzernjahresfehlbetrag 0 - 24.880 0 - 24.880
Währungsposten 86 86 0 86
Gesamtergebnis 86 - 24.794 0 - 24.794
Aktienoptionen (IFRS 2) 0 152 0 152
Veränderung nicht beherrschende Anteile 0 0 - 14 -14
Transaktionen mit Eigentümern 0 152 - 14 138
31. Dezember 2010 - 237 64.459 0 64.459
1. Januar 2011 - 237 64.459 0 64.459
Konzernjahresfehlbetrag 0 - 15.939 0 - 15.939
Währungsposten 33 33 0 33
Gesamtergebnis 33 - 15.906 0 - 15.906
Aktienoptionen (IFRS 2) 0 107 0 107
Veränderung nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0
Transaktionen mit Eigentümern 0 107 0 107
31. Dezember 2011 - 204 48.660 0 48.660

Konzernanhang

A. Darstellung der Konzernverhältnisse

MUTTERUNTERNEHMEN

Das Mutterunternehmen ist die Funkwerk AG, Im Funkwerk 5, 99625 Kölleda (nachfolgend auch »Funkwerk« oder »Gesellschaft« genannt), eingetragen im Handelsregister Jena in der Abteilung B unter der Nummer 111457.

Die Funkwerk AG ist an der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notiert und wird im Prime Standard geführt (WKN: 575 314). Darüber hinaus bestehen Notierungen an den übrigen Deutschen Wertpapierbörsen. Der Konzern ist in folgende drei strategische Geschäftsbereiche aufgeteilt:

Im Geschäftsbereich Traffic & Control Communication (TCC) bietet Funkwerk innovative kommunikationstechnische Lösungen an, um betriebliche Abläufe im Verkehr, in der Logistik und in der Industrie zu automatisieren, zu rationalisieren und steigende Sicherheitsstandards zu erfüllen. Mobilfunklösungen, Managementsysteme und Informationssysteme für Verkehrsbetriebe, Transport- und Logistikunternehmen sowie die Industrie bilden den Schwerpunkt.

Im Geschäftsbereich Automotive Communication (AC) konzentriert sich Funkwerk darauf, dem Nutzer von Fahrzeugen neue Möglichkeiten mobiler Kommunikation überall, sicher und störungsfrei zugänglich zu machen. Hochwertigkeit, Qualität, einfache Bedienung mit Komfortfunktion und Infotainment stehen hierbei im Vordergrund.

Der Geschäftsbereich Security Communication (SC) adressiert mit speziellen und sicherheitsorientierten Kommunikationssystemen auf den Gebieten Personen- und Gebäudesicherung, Videoüberwachung sowie Objektschutz die Zielgruppen Industrie- und Energieunternehmen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), öffentlicher Personennahverkehr, Bahnen und Flughäfen, Verkehrswege sowie Justizvollzugsanstalten und Forensiken.

Darüber hinaus gibt es den Geschäftsbereich Enterprise Communication (EC), welcher im Rahmen der Fokussierung auf die Kernbereiche nunmehr nicht mehr als strategischer Geschäftsbereich definiert ist. EC möchte den Kunden maßgeschneiderte Kommunikationslösungen liefern, die alle betrieblichen Kommunikationsbedürfnisse effizient, kostengünstig und sicher erfüllen. Das Produktportfolio umfasst Netzwerkkomponenten, Telekommunikationsanlagen sowie Produkte für Datensicherheit, die verstärkt auf integrierte Infrastrukturlösungen für kleine und mittlere Datennetze ausgerichtet sind.

Die Gesellschaften Hörmann-Funkwerk Kölleda GmbH, Funkwerk Dabendorf GmbH, Funkwerk Enterprise Communications GmbH, Funkwerk Security Communications GmbH und Funkwerk Information Technologies GmbH sind gemäß § 291 Abs. 2 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Funkwerk stellt gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf; die Voraussetzungen sind erfüllt.

Die Gesellschaften des Funkwerk-Konzerns werden in den Konzernabschluss der Hörmann Holding GmbH & Co. KG, Kirchseeon, einbezogen. Der Konzernabschluss der Konzerngesellschaft Hörmann Holding GmbH & Co. KG, Kirchseeon, wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

A) GRUNDSÄTZE DER ANWENDUNG DER IFRS

Der Funkwerk-Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der Europäischen Union bis zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses übernommen (endorsed) wurden und verpflichtend anzuwenden sind, aufgestellt. Diese umfassen die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 verpflichtend anzuwendenden IAS, IFRS sowie die entsprechenden Interpretationen (SIC/ IFRIC).

Folgende Standards sind im Geschäftsjahr 2011 erstmalig anwendbar und für Funkwerk relevant:

Improvements to IFRS 2010

Im Rahmen des annual improvement project wurden elf Amendments an sechs Standards und einer Interpretation vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz oder die Bewertung. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 27 (i.V.m. IAS 21, 28 und 31), IAS 34, IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7 und die Interpretation IFRIC 13.

Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Funkwerk AG. Von der Möglichkeit, neue Standards, Überarbeitungen von Standards sowie Interpretationen, die am 31. Dezember 2011 bereits verabschiedet und von der Europäischen Union bis zur Freigabe des Konzernabschlusses übernommen waren, vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die folgende vom IASB veröffentlichte Änderung und von der Europäischen Union verabschiedete Standard und Interpretation wird derzeit noch nicht angewendet. Eine Anwendung führt voraussichtlich zu keinen wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

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IFRS 7 Erweiterte Angabepflichten im Anhang bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte

Die folgenden vom IASB veröffentlichten Änderungen von Standards und Interpretationen bedürfen noch der Übernahme in europäisches Recht durch die EU und werden derzeit noch nicht angewendet. Eine Anwendung führt voraussichtlich zu keinen wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

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IAS 1 Darstellung der Positionen des Sonstigen Ergebnisses
IAS 19 Ergänzung der Bilanzierungsvorschriften und Angaben im Anhang zu Leistungen an Arbeitnehmer
IAS 28 Leitlinien zur Bilanzierung von assoziierten Unternehmen und Vorschriften über die Anwendung der Equity-Methode
IAS 32 Bilanzierungsvorschriften zur Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
IFRS 7 Erweiterte Angabepflichten im Anhang bei der Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
IFRS 7 / IFRS 9 Vorschriften zur verpflichtenden Anwendung von IFRS 9 und zu erweiterten Angaben im Anhang während der Übergangsphase von IAS 39 zu IFRS 9
IFRS 9 Ergänzung von Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten
IFRS 10 Bilanzierungsvorschriften zur Darstellung von Konzernabschlüssen sowie Erläuterungen zum Prinzip der Beherrschung
IFRS 11 Ergänzung von Vorschriften für gemeinsame Arrangements und deren Bilanzierung
IFRS 12 Erweiterte Angaben zu sonstigen Beteiligungen
IFRS 13 Leitlinien und Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Die Anwendung spezieller IFRS-Regeln ist den Erläuterungen zu einzelnen Abschlussposten im weiteren Verlauf des Anhangs zu entnehmen.

Der Abschluss ist auf der Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, mit Ausnahme von bestimmten Finanzinstrumenten, welche mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Soweit nicht abweichend im Einzelnen dargestellt, sind alle Angaben des Konzernabschlusses in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung der Vorschriften IAS 1.54 bis 1.76, kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt.

Die Gesamtergebnisrechnung ist unter Beachtung der Vorschriften IAS 1.82 bis 1.96 aufgestellt, wobei das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Seit dem Geschäftsjahr 2009 wird die Gliederung der Gesamtergebnisrechnung zur besseren Vergleichbarkeit erweitert. In der Überleitung zum Betriebsergebnis (EBIT) wird ein Zwischenergebnis als Betriebsergebnis vor Wertminderungsaufwendungen und Restrukturierungsaufwendungen sowie separierte Aufwandspositionen, Wertminderungsaufwendungen immaterieller Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2010 wurde darüber hinaus eine weitere Aufwandsposition separiert, Wertminderungsaufwendungen aus dem Projektgeschäft Algerien.

Infolge der Aufgabe von Geschäftsbereichen wurden Bilanz, Gesamtergebnisrechnung sowie Konzernkapitalflussrechnung unter Anwendung der Vorschriften des IFRS 5 erstellt.

B) SONSTIGES

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Vorstand der Funkwerk AG hat den Konzernabschluss 2011 am 26. März 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er diesen billigt.

C. Konzern

1. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss der Funkwerk AG werden alle Gesellschaften einbezogen, die durch die Muttergesellschaft unmittelbar oder mittelbar kontrolliert werden. Kontrolle wird erlangt, wenn das Unternehmen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Tochterunternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Die nachstehenden Unternehmen werden neben der Funkwerk AG im Konzernabschluss vollkonsolidiert:

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UNMITTELBARE TOCHTERGESELLSCHAFTEN SITZ STIMMRECHTE
IN %
--- --- ---
Hörmann-Funkwerk Kölleda GmbH (HFWK) Kölleda, Thüringen 100
Funkwerk Dabendorf GmbH (FWD) Zossen, Brandenburg 100
Funkwerk Enterprise Communications GmbH (FEC) Nürnberg, Bayern 100
Funkwerk Information Technologies GmbH (FIT) Kiel, Schleswig-Holstein 100
Funkwerk Security Communications GmbH (FSC) Salzgitter, Niedersachsen 100
FunkTech GmbH Nürnberg, Bayern 100

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MITTELBARE TOCHTERGESELLSCHAFTEN SITZ STIMMRECHTE
IN %
--- --- ---
Funkwerk eurotelematik GmbH Ulm, Baden-Württemberg 100
Funkwerk Avionics GmbH Waal, Bayern 100
Funkwerk Enterprise Communications Iberia S.L. Madrid, Spanien 100
Funkwerk Enterprise Communications France S.A.S. Gradignan Cedex, Frankreich 100
Funkwerk Enterprise Communications Italia S.R.L. Mailand, Italien 100
Funkwerk Aphona Communications GmbH Wien, Österreich 100
Funkwerk IP-Appliances GmbH Nürnberg, Bayern 100
Funkwerk Information Technologies Karlsfeld GmbH (FITK) Karlsfeld, Bayern 100
Funkwerk Information Technologies York Limited York, Großbritannien 100
Funkwerk Information Technologies Malmö AB Malmö, Schweden 100
Funkwerk IT Polska Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Microsyst Systemelectronic GmbH Weiden, Bayern 100
Funkwerk plettac electronic GmbH Fürth, Bayern 100
Funkwerk Systems Austria GmbH Wien, Österreich 100
Funkwerk Akademie GmbH Beichlingen, Thüringen 100
Funkwerk Statkom GmbH Kölleda, Thüringen 100
Funkwerk Electronic Services GmbH (FES) Salzgitter, Niedersachsen 100
Funkwerk Engineering GmbH Kiel, Schleswig-Holstein 100

Aufgegebene Geschäftsbereiche

Im Zuge der strategischen Neuausrichtung hat der Vorstand die Veräußerung verschiedener Gesellschaften beschlossen.

Infolge der Ende des dritten Quartals 2011 erfüllten Voraussetzungen des IFRS 5 wurden erstmals ab dem Abschluss zum 30. September 2011 sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die im Zusammenhang mit geplanten Veräußerungen stehen, jeweils in einem Bilanzposten zusammengefasst bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen gesondert ausgewiesen.

Am 9. September 2011 hat die Funkwerk AG 100 Prozent ihrer Anteile an der Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH, Neustadt / Weinstraße, (kurz: Alpha) veräußert. Alpha gehörte zum Segment TCC, allerdings nicht zu dessen Kerngeschäft. Die Entkonsolidierung der Alpha erfolgte mit Wirkung zum 30. September 2011. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 erwirtschaftete das verkaufte Unternehmen bei Umsatzerlösen von 11.248 TEUR einen Jahresüberschuss von 122 TEUR. Im gesamten Geschäftsjahr 2010 konnte die Alpha bei Umsätzen in Höhe von 16.663 TEUR einen Jahresüberschuss von 842 TEUR realisieren. Per 30. September 2011 waren bei Alpha 124 Mitarbeiter beschäftigt. Die im Rahmen der Entkonsolidierung abgehenden Vermögenswerte bestehen aus 167 TEUR Anlagevermögen und 5.696 TEUR Umlaufvermögen, während sich die abgehenden Verbindlichkeiten aus 462 TEUR Latenten Steuern und 2.855 TEUR kurzfristigen Schulden zusammensetzen. Unter Berücksichtigung eines abgehenden Firmenwertes in Höhe von ca. 1,9 Mio. Euro beläuft sich der Ergebniseffekt aus der Entkonsolidierung auf rund 5,1 Mio. Euro. Dieser ist in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ebenso wie das laufende Periodenergebnis im »Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (nach Steuern)« ausgewiesen.

Die Funkwerk AG hatte am 18. Oktober 2011 sämtliche Anteile an der 100-prozentigen Tochtergesellschaft Funkwerk Enterprise Communications GmbH, Nürnberg, verkauft. Der Vollzug der Veräußerung, der unter dem üblichen Vorbehalt aufschiebender Bedingungen stand und die Zustimmung des Bankenkonsortiums der Funkwerk AG erforderte, erfolgte am 13. Januar 2012.

Der Verkauf umfasst neben der Funkwerk Enterprise Communications GmbH auch deren Tochtergesellschaften Funkwerk IP-Appliances GmbH (Nürnberg), Funkwerk Aphona Communications GmbH (Wien, Österreich), Funkwerk Enterprise Communications France S.A.S. (Gradignan Cedex, Frankreich) sowie Funkwerk Enterprise Communications Italia S.R.L. (Mailand, Italien). Ausgenommen sind die inaktiven Tochtergesellschaften in Deutschland und Spanien sowie die von der Funkwerk Enterprise Communications GmbH gehaltene Mehrheitsbeteiligung an der Funkwerk ES Iberia S.L. (Majadahonda / Madrid, Spanien). Die Transaktion bedeutet insofern die Trennung vom kompletten Segment EC. Der Ausweis erfolgt gemäß IFRS 5 in Konzernbilanz (vgl. Aktiva: B.9.; Passiva: C.9.) und Konzern-Gesamtergebnisrechnung (»Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche (nach Steuern)«). Der vorläufige Ergebniseffekt aus der Entkonsolidierung beläuft sich hier auf ca. 1,6 Mio. Euro.

Die dem Segment AC zugehörige Funkwerk Avionics GmbH wurde im März 2012 verkauft. Aus der Entkonsolidierung werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2012 ergeben.

Ferner ist beabsichtigt, die Produktlinie Sportanzeiger (TCC) im Verlauf des Jahres 2012 zu veräußern.

Das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche (nach Steuern) gemäß Position 21 der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ermittelt sich wie folgt:

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AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE 31.12.2011 IN

T €
31.12.2010 IN

T€
Umsatzerlöse 44.056 50.801
Gesamtleistung 46.996 54.865
Aufwendungen 47.588 52.550
Wertminderungsaufwand 410 0
Betriebsergebnis - 1.002 2.167
Finanzergebnis - 535 - 2.873
Ergebnis vor Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - 1.537 - 706
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 524 - 1.477
Betriebsergebnis nach Steuern - 2.061 - 2.183
Ergebnis aus dem Verkauf aufgegebener Geschäftsbereiche 5.071 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf das Ergebnis aus dem Verkauf aufgegebener Geschäftsbereiche 0 0
Periodenergebnis 3.010 - 2.183

Die in der Tabelle aufgeführte Wertminderung für 2011 resultiert aus den unmittelbar vor der Klassifizierung als aufgegebener Geschäftsbereich durchgeführten Werthaltigkeitstests für die CGU Funkwerk Avionics. In diesem Fall lag der erzielbare Betrag unterhalb des Buchwerts, weshalb ein Aufwand von 0,4 Mio. Euro erfasst wurde.

Bezüglich der Zahlungsströme, die den aufgegebenen Geschäftsbereichen zuzurechnen sind, wird vom entsprechenden Wahlrecht im IFRS 5 Gebrauch gemacht, diese im Anhang gesondert darzustellen. Folglich enthält die Konzern-Kapitalflussrechnung sämtliche, dem aufgegebenen Geschäftsbereichen zuzurechnenden Zahlungsströme, d. h. sie wurde so erstellt, als gäbe es keine aufgegebenen Geschäftsbereiche.

Der Anteil der aufgegebenen Geschäftsbereiche am Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt - 579 TEUR (Vorjahr: 3.947 TEUR), am Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit 2.616 TEUR (Vorjahr: - 2.139 TEUR) und am Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 2.043 TEUR (Vorjahr: - 1.540 TEUR). Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft die konzerninterne Finanzierung. Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich aus 17.424 TEUR (Vorjahr: 10.377) der fortgeführten und 527 TEUR (Vorjahr: 1.679 TEUR) der aufgegebenen Geschäftsbereiche zusammen.

Zur Darstellung des Effekts auf die Konzern-Bilanz siehe E. (10).

2. ABSCHLUSSSTICHTAG

Das Geschäftsjahr der Funkwerk AG und deren Tochtergesellschaften endet zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse des Unternehmens und seiner im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaften sowie seiner assoziierten Unternehmen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Transaktionen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden im Konzernabschluss eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen bereinigen wir um Zwischenergebnisse. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern saldiert werden, wenn ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen und beabsichtigt wird, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Nicht beherrschende Anteile am Reinvermögen (außer dem Geschäfts- oder Firmenwert) der konsolidierten Tochterunternehmen werden getrennt vom Eigenkapital des Konzerns ermittelt. Sie bestehen aus dem Betrag solcher Anteile zum Tag des ursprünglichen Unternehmenszusammenschlusses und dem Nicht beherrschenden Anteil an den Änderungen des Eigenkapitals ab dem Zeitpunkt des Zusammenschlusses. Der Anteil der Nicht beherrschenden Gesellschafter erworbener Unternehmen wird bei Zugang mit deren Anteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bewertet.

Beim Erwerb von Gesellschaften, die dem Konsolidierungskreis zuzurechnen sind, werden die Vermögenswerte und Schulden mit ihrem beizulegenden Wert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Soweit die Anschaffungskosten über dem Konzernanteil am so ermittelten Eigenkapital der Gesellschaft liegen, entsteht ein zu aktivierender Firmenwert für die Planungseinheit. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Für die Bilanzierung des Goodwills findet IFRS 3 Anwendung. Soweit die Anschaffungswerte hingegen unter dem Konzernanteil am so ermittelten Eigenkapital der Gesellschaft liegen, wird kein negativer Unterschiedsbetrag passiviert, sondern es erfolgt gemäß IFRS 3 eine sofortige erfolgswirksame Erfassung dieses Unterschiedsbetrages.

Beim Verkauf von Gesellschaften, die dem Konsolidierungskreis zuzurechnen waren, werden die Vermögenswerte (einschließlich Firmenwert) und Schulden zu deren Buchwerten zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung ausgebucht. Der beizulegende Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung aus der Transaktion wird erfasst und der Gewinn / Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert.

Aufstockungen von Mehrheitsbeteiligungen werden nach der Methode der Eigenkapitaltransaktion berücksichtigt.

4. FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG UND -TRANSAKTIONEN

Fremdwährungsumrechnung

Die Funkwerk Information Technologies York Limited, Großbritannien, die Funkwerk Information Technologies Malmö AB, Schweden, sowie die Funkwerk IT Polska Sp. z o.o., Polen, sind nicht im Euro-Raum ansässig.

Alle übrigen im Konzernabschluss vollkonsolidierten Tochtergesellschaften arbeiten mit dem Euro als funktionale Währung. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden wie folgt umgerechnet: Das Eigenkapital wurde mit dem historischen Umrechnungskurs zum Erwerbszeitpunkt angesetzt, die Bilanz mit dem Stichtags-Mittelkurs sowie die Posten der Gesamtergebnisrechnung mit Durchschnittskursen. Differenzen aus dieser Umrechnung wurden erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Im Sonstigen Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 wurden 33 TEUR (i. Vj. 86 TEUR) aus Währungsdifferenzen erfasst.

Bei der Aufstellung der Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet.

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HISTORISCHER KURS STICHTAGS- KURS DURCH- SCHNITTS- KURS
Schweden (in EUR I SEK) 0,10972 0,11221 0,11102
Großbritannien (in EUR I GBP) 1,51768 1,19717 1,14676
Polen (in EUR I PLN) 0,25821 0,22432 0,24341

Fremdwährungstransaktionen

Die Gesellschaft hat Kurssicherungsgeschäfte zur Absicherung von Transaktionen in Fremdwährungen durchgeführt, die auf den Zeitraum beschränkt sind, in dem das Risiko besteht. Diese Kurssicherungsgeschäfte minimieren die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Ertragslage der Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Kurssicherungsgeschäfte hinsichtlich US-Dollar, Australischer Dollar, Schweizer Franken, Ungarischer Forint und Schwedischer Krone getätigt.

5. NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN

Als nahe stehende Unternehmen gelten die direkt oder indirekt von der Gesellschaft beherrschten bzw. durch die Hörmann Holding GmbH & Co. KG beherrschten Gesellschaften.

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für die unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen, die damit auch verbundene Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB sowie gemäß IAS 24 nahe stehende Unternehmen sind. Als nahe stehende Unternehmen werden alle unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften, assoziierte Unternehmen sowie Schlüsselpersonen des Managements angesehen.

Die Gesellschaft selbst ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB i.V.m. § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen der Hörmann Holding GmbH & Co. KG, Kirchseeon, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen.

Aus diesem Grund sind unter anderem folgende Tochterunternehmen der Hörmann Holding GmbH & Co. KG, Kirchseeon, ebenfalls nahe stehende Unternehmen der Funkwerk AG:

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NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN MIT DENEN GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN BESTEHEN SITZ
Hörmann GmbH Kirchseeon
Hörmann Kommunikationsnetze GmbH Kirchseeon

Darüber hinaus konsolidiert die Hörmann Holding GmbH & Co. KG weitere Unternehmen, mit denen Funkwerk jedoch keine Geschäftsbeziehungen unterhält.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im wesentlichen Software, Patente und immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend drei bis vier Jahren abgeschrieben.

Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Entwicklung eines neuen Produktes (oder Verfahrens) eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über den erwarteten Verkaufszeitraum der Produkte bzw. Nutzungszeitraum der Verfahren abgeschrieben (grundsätzlich bis zu fünf Jahren). Forschungskosten sind gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Insofern die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung aufwandswirksam erfasst.

Die immateriellen Vermögenswerte, welche sich noch in der Entwicklungsphase befinden und somit noch nicht planmäßig abgeschrieben werden, werden einer Prüfung gemäß IAS 36 unterzogen. Wenn der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist (Impairmenttest), erfolgt gegebenenfalls eine Wertminderung. Dabei wird für einzelne Entwicklungsprojekte der erzielbare Betrag in Form des beizulegenden Zeitwertes ermittelt.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 entspricht einem positiven Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten eines Unternehmens und den erworbenen neu bewerteten Vermögenswerten und Schulden inklusive Eventualschulden, der nach Durchführung einer Kaufpreisallokation und somit der Identifizierung aller erworbenen Vermögenswerte und Schulden bestehen bleibt. Der Höhe nach werden die identifizierten Vermögenswerte und Schulden im Rahmen dieser Kaufpreisallokation nicht mit ihren bisherigen Buchwerten, sondern ihren beizulegenden Zeitwerten berücksichtigt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und jährlich zu einem festgelegten Zeitpunkt auf Werthaltigkeit im Rahmen eines Impairmenttests überprüft.

Für Zwecke des Impairmenttests werden die Firmenwerte sowie die Entwicklungskosten den betroffenen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (kurz: CGU) zugeordnet; dabei entsprechen die CGU's den eigenständigen rechtlichen Unternehmenseinheiten. In den Segmenten SC und TCC wurden davon abweichend rechtliche Unternehmenseinheiten, die nicht unabhängig voneinander Zahlungsmittel generieren, zu jeweils einer CGU zusammengefasst. Die Wertminderungsaufwendungen ermitteln sich auf Grundlage der erzielbaren Beträge je CGU, wobei letztere auf Basis des Nutzungswertes (value in use) ermittelt werden. Von der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Verkaufskosten (fair value less cost to sell) wird abgesehen, weil keine Anzeichen ersichtlich sind, nach denen dieser Wert höher als der Nutzungswert ist.

Die Berechnungen basieren auf den vom Vorstand genehmigten und dem Aufsichtsrat vorgelegten Cash-Flow-Prognosen für die nachfolgenden drei Geschäftsjahre. Die Planungen werden aufgrund von Erfahrungswerten unter Berücksichtigung der aktuellen Marktentwicklungen erstellt. Die Cash-Flows der CGU's sind vorrangig getrieben durch die geplanten Umsatzerlöse der Perioden. Dabei sind Umsatzsteigerungen bis zum Geschäftsjahr 2014 im jeweils höheren einstelligen Prozentbereich berücksichtigt worden.

Für über die geplanten drei Jahre hinausgehende Perioden werden die Cash-Flows fortgeschrieben. Hier wurde ein branchenübliches nachhaltiges Wachstum von 1 % zugrunde gelegt.

Die Cash-Flows wurden mit dem risikoadjustierten marktgerechten Vorsteuerzinssatz abgezinst. Der Abzinsungssatz vor Steuern wurde gemäß IAS 36.55 ermittelt. Die Abzinsungsfaktoren zum Bewertungsstichtag wurden auf Segmentebene ermittelt und auf die Cash-Flow-Prognosen der jeweiligen CGU's angewendet:

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SEGMENT ZINSSATZ IN % (VORJAHR)
Traffic & Control Communication 11,7 (11,4)
Automotive Communication 12,0 (11,4)
Security Communication 13,0 (12,5)

2. SACHANLAGEN

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Investitionszuschüsse werden grundsätzlich als »Abgegrenzte Investitionszuwendungen« ausgewiesen. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten abzüglich Abschreibungen. Wartungs- und Reparaturarbeiten gehen in den Aufwand ein, wohingegen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen, welche die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Eine Neubewertung der Sachanlagen entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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ART NUTZUNGSDAUER
Gebäude 15 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 12 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 10 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, nehmen wir entsprechende Zuschreibungen vor.

3. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten die Wertansätze für Anteile an verbundenen Unternehmen, die unter Berücksichtigung des Wesentlichkeitsgrundsatzes nicht nach den Vorschriften IAS 27 bilanziert werden, Beteiligungen sowie sonstige Ausleihungen. Der Ansatz erfolgt zu den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich erforderlichen Wertminderungsbedarfs.

4. VORRÄTE

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- / Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Sofern die Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese angesetzt. Grundsätzlich basiert die Bewertung gleichartiger Gegenstände des Vorratsvermögens auf der Durchschnittsmethode. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Abwertungen des Vorratsvermögens werden unter der Position Materialaufwand verbucht.

5. FORDERUNGEN AUS IN ARBEIT BEFINDLICHEN PROJEKTEN

Umsätze und Gewinne aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden gemäß IAS 11 entsprechend dem Fertigstellungsgrad erfasst (Percentage-of-Completion-Methode). Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag bereits angefallenen Auftragskosten und den zum Stichtag aktuell geschätzten Gesamtauftragskosten (cost-to-cost-Methode). Verluste aus Langfristaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad sofort in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Verluste erkennbar sind. Langfristaufträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bewertet sind, werden je nach Höhe der angeforderten Anzahlungen unter den Forderungen aus in Arbeit befindlichen Aufträgen erfasst bzw. als Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen bilanziert. Sie sind zu Herstellkosten zuzüglich eines anteiligen Gewinns entsprechend des erreichten Fertigstellungsgrades bewertet. Insofern keine zuverlässige Schätzung des anteiligen Gewinns möglich ist, wird die Zero-Profit-Methode angewendet. Die Herstellkosten umfassen dem Auftrag direkt zurechenbare Kosten und, soweit angemessen, Teile der Gemeinkosten.

6. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund ihrer Kurzfristigkeit unverzinslich und werden zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen aufgrund erwarteter Forderungsausfälle angesetzt. Forderungsausfälle und Wertberichtigungen auf Forderungen werden als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die sonstigen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wird durch entsprechende Abwertung Rechnung getragen.

7. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE/STEUERSCHULDEN

Die Steuererstattungsansprüche enthalten Ansprüche aus laufenden Ertragsteuern.

Die Steuerschulden enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern sowie aus Feststellungen / Ergebnissen durchgeführter Betriebsprüfungen, insofern diese die bis zum Bilanzstichtag im Rahmen von Vorauszahlungen geleisteten Beträge übersteigen.

8. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die unter dieser Position ausgewiesenen Wertpapiere des Umlaufvermögens (Held for trading) sind gemäß IAS 39 zum Marktwert am Bilanzstichtag bewertet.

Zudem werden in dieser Position aktuell nicht kurzfristig verfügbare bzw. gesperrte Bankguthaben in Algerien erfasst, welche zum Nominalwert unter Berücksichtigung des Stichtagskurses bewertet werden. Daneben werden Darlehensforderungen zum Nominalwert bewertet.

9. LIQUIDE MITTEL

Unter den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten werden die Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbaren Bankguthaben bei Kreditinstituten bilanziert.

10. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE SOWIE AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Langfristige Vermögenswerte, die gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt und bewertet. Eine solche Klassifizierung erfolgt immer dann, wenn die Veräußerung höchstwahrscheinlich ist und der Vermögenswert in seiner jetzigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist.

Als Veräußerungsgruppe werden Vermögenswerte und die damit in Verbindung stehenden Verbindlichkeiten zusammengefasst, die in einer Transaktion veräußert werden sollen.

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Veräußerung höchstwahrscheinlich und der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Das Management muss die Veräußerung beschlossen haben, die erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswert bzw. als Veräußerungsgruppe abgeschlossen sein muss.

In der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode sowie der Vergleichsperiode werden die Erträge und Aufwendungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen separat von den Erträgen und Aufwendungen aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erfasst und als Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen gesondert ausgewiesen.

11. KAPITALRÜCKLAGE

Der IFRS 2 schreibt vor, dass die Auswirkungen von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen, einschließlich des Aufwands für die der Unternehmensleitung und -belegschaft gewährten Aktienoptionen, in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden, erfolgt der Ansatz zum beizulegenden Zeitwert.

12. ABGEGRENZTE INVESTITIONSZUWENDUNGEN

Einzelne Tochtergesellschaften erhalten Fördermittel der öffentlichen Hand, die sowohl zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten als auch zum Erwerb von Sachanlagevermögen verwendet werden.

Erhaltene Investitionszuschüsse und Investitionszulagen aus öffentlichen Mitteln werden nach IAS 20.24 in einem gesonderten Passivposten abgegrenzt. Die Einstellung erfolgte auf der Basis der erfüllten gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen sowie der bewilligten Zuwendungen für durch die Gesellschaft getätigte Investitionen. Die Auflösung erfolgt ertragswirksam entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände.

Andere Zuwendungen der öffentlichen Hand, die für den Ausgleich von bereits entstandenen Aufwendungen oder Verlusten oder für Zwecke der sofortigen finanziellen Unterstützung vereinnahmt werden, werden erfolgswirksam in der Periode der Anspruchsentstehung erfasst.

13. LATENTE STEUERN

Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 »Ertragsteuern«.

Aktive und passive latente Steuern werden für zukünftige Steuerauswirkungen aus dem Abweichen der Buchwerte in der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz beziehungsweise aus steuerlichen Verlustvorträgen gebildet.

Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation gültigen Steuersatzes vorgenommen. Zur Bestimmung der zukünftigen Steuersätze werden die Steuergesetze und -vorschriften verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig waren oder angekündigt sind. Steuerliche Konsequenzen von Gewinnausschüttungen werden erst zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als eine Realisierung der zukünftigen Steuervorteile wahrscheinlich wird.

14. PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

Die Rückstellungen werden gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen bewertet.

15. RÜCKSTELLUNGEN

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.

Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen. Rückstellungen in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

16. VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Langfristige unverzinsliche Verbindlichkeiten werden mit den Barwerten in der Bilanz angesetzt. Differenzen zwischen dem Barwert und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt.

17. REALISIERUNG VON UMSATZERLÖSEN

Umsatzerlöse werden gebucht, wenn eine vertragliche Beziehung besteht, die Lieferung ausgeführt wurde, die Chancen und Risiken auf den Käufer übertragen wurden, der Preis vereinbart bzw. bestimmbar und die Einziehung der Forderung wahrscheinlich ist. Bei Produktverkäufen, die eine Installation beim Kunden erfordern, wird der Umsatz nach erfolgter Lieferung und Installation gebucht. Bezüglich der Umsatzrealisierung bei Fertigungsaufträgen wird auf Punkt 5. verwiesen. Die Erlöse werden nach Abzug von Kaufpreisminderungen, wie Skonti, Kundenboni und gewährten Rabatten, realisiert.

Für realisierte Umsätze werden zum Bilanzstichtag Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Die Rückstellungen basieren auf Einschätzungen und Erfahrungswerten. Insofern Einzelrisiken erkennbar sind, werden hierfür Rückstellungen gebildet. Für alle anderen Umsätze wird eine Rückstellung gebildet, die dem allgemeinen Risiko der Inanspruchnahme Rechnung trägt.

18. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Funkwerk setzt im Rahmen der aktiven Steuerung des Währungsmanagements derivative Finanzinstrumente gezielt ein.

Die von uns verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden mit Vertragsabschluss erfasst und dabei sowie in der Folge mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet (Bilanzierung zum Handelstag). Bei Vorliegen eines positiven bzw. negativen Marktwerts werden sie entsprechend aktiviert oder passiviert. Der Marktwert dieser nicht börsennotierten Derivate wird mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt.

Derivate Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft ausschließlich mit Finanzinstituten höchster Bonität abgeschlossen. Der Marktwert hängt vom jeweiligen Typ des Finanzinstrumentes ab.

Die zum Bilanzstichtag vorliegenden derivativen Finanzinstrumente qualifizieren sich nicht für das Hedge Accounting. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser Derivate werden direkt in der Gesamtergebnisrechnung im Finanzergebnis erfasst. Derivative Finanzinstrumente werden von Funkwerk ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

Der Marktwert der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

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31. DEZEMBER 2011 31. DEZEMBER 2010
AKTIVA

T€
PASSIVA

T€
AKTIVA

T€
PASSIVA

T€
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 7 259 344 212
Devisenoptionen 0 0 39 0
Summe 7 259 383 212

Die Derivate sind aktivisch in den sonstigen Vermögenswerten und passivisch in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

19. ANGABEN GEMÄSS IFRS 7 - FINANZINSTRUMENTE

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und gleichzeitig bei einer anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Ein zusammengesetztes Finanzinstrument beinhaltet sowohl eine Eigenkapital- als auch eine Fremdkapitalkomponente.

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes in vier Klassen unterschieden:

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete« finanzielle Verbindlichkeiten oder als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete« finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.

Der Ansatz finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt zum Handelstag.

Der erstmalige Ansatz erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Bei der Ermittlung des Erstansatzes werden, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden, direkt zuordenbare Transaktionskosten mit einbezogen. Eine Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden erfolgt nur, wenn für die Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis vorzunehmen.

Vom Funkwerk-Konzern ausgereichte »Kredite und Forderungen« und begebene »Finanzielle Verbindlichkeiten« im Sinne von IAS 39 werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter grundsätzlicher Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um die bilanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehensverbindlichkeiten.

Nicht konsolidierte Beteiligungen sind der Kategorie »Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte« zugeordnet und werden zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Wertänderungen werden, sofern keine nachhaltige Wertminderung anzunehmen ist, erfolgsneutral im Eigenkapital in der Position »Rücklage für Zeitbewertung« erfasst. Dabei werden latente Steuern berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert wird für Instrumente, die an einem organisierten Markt gehandelt werden, durch Heranziehung der jeweiligen Börsenkurse ermittelt.

Bei Realisierung durch Abgang oder bei voraussichtlich dauerhaftem Rückgang des Marktwertes unter die Anschaffungskosten werden die Marktänderungen erfolgswirksam. Markterhöhungen werden immer erfolgsneutral erfasst, auch wenn zuvor eine ergebniswirksame Abwertung erfolgt.

Funkwerk untersucht zu jedem Abschlussstichtag die Buchwerte der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte daraufhin, ob substanzielle Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Sofern sich für die finanziellen Vermögenswerte der Kategorie »Zur Veräußerung verfügbar« ergibt, dass eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, werden bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Wertminderungen aus dem Eigenkapital eliminiert und erfolgswirksam in die Gesamtergebnisrechnung übertragen. Ergibt sich in späteren Zeitpunkten eine Werterholung, die auf nach dem ursprünglichen Wertminderungszeitpunkt eingetretenen Ereignissen beruht, so ist die Wertminderung in entsprechender Höhe zurück zu nehmen.

Wertminderungen von mit den Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten der Kategorie »Zur Veräußerung verfügbar« dürfen nicht wieder zugeschrieben werden.

Finanzielle Vermögenswerte werden dann ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht hierüber verliert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die sie begründende Verpflichtung erfüllt wurde oder erloschen ist.

Unter Held for Trading werden die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, ausgewiesen. Diese Kategorie umfasst vom Konzern abgeschlossene derivative Finanzinstrumente sowie Wertpapiere. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der Gesamtergebnisrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Der Marktwert von liquiden Mitteln, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entspricht dem Buchwert. Der Grund hierfür liegt in der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente.

Marktwert finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit folgenden Buchwerten und Fair Values unterteilen:

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BEWERTUNGS- KATEGORIEN NACH IAS 39

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BUCHWERT 31.12.2011

T€
BUCHWERT 31.12.2010

T€
FORTGEFUHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN

T€
FAIR VALUE 31.12.2011

T€
FAIR VALUE 31.12.2010

T€
AKTIVA
Sonstige langfristige Vermögenswerte AfS 4 43 4 4 43
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 33.991 27.629 33.991 33.991 27.629
Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen LaR 52 206 52 52 206
Forderungen aus in Arbeit befindlichen Projekten LaR 4.733 8.017 4.733 4.733 8.017
Finanzielle Vermögenswerte LaR 8.472 0 8.472 8.472 0
Finanzielle Vermögenswerte FAHfT 525 969 525 525 969
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.000 3.000 3.000 3.000 3.000
Liquide Mittel 17.424 12.056 17.424 17.424 12.056
Derivate FAHfT 7 383 7 7 383
68.208 52.303 68.208 68.208 52.303
PASSIVA
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 0 12 0 0 12
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 12.886 422 12.886 12.886 422
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 27.939 29.368 27.939 27.939 29.368
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehende Unternehmen FLAC 390 56 390 390 56
Derivate FLHfT 259 212 259 259 212
41.474 30.070 41.474 41.474 30.070
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39
Available for Sale (AfS) 4 43 4 4 43
Loans and Receivables (LaR) 47.248 35.852 47.248 47.248 35.852
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 532 1.352 532 532 1.352
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 41.215 29.858 41.215 41.215 29.858
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 259 212 259 259 212

Fair Value Hierarchie

Die Tabelle zeigt die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente entsprechend ihrer Bewertungsmethode. Die verschiedenen Methoden definieren sich folgendermaßen:

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Stufe 1: die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise.
Stufe 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Stufe 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren).

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31.12.2011 STUFE 1

T€
STUFE 2

T€
STUFE 3

T€
SUMME

T€
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)* 525 - - 525
Derivative finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) - 7 - 7
Zwischensumme 525 7 - 532
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (FAHfT) - 259 - 259
Summe 525 - 252 - 273
31.12.2010
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)* 969 - - 969
Derivative finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) - 383 - 383
Zwischensumme 969 383 - 1.352
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (FAHfT) - 212 - 212
Summe 969 171 - 1.140

* Wertpapierbestand im Zusammenhang mit der Absicherung von Altersteilzeitansprüchen

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

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2011

T€
2010

T€
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (FAHfT / FLHfT) - 60 210
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) - 24 0
Forderungen (LaR) - 489 - 7.261

Das Nettoergebnis gemäß IFRS 7 umfasst Wertberichtigungen, Wertaufholungen und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert.

Fälligkeitsanalyse für finanzielle Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2011 vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert:

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2012

T€
2013-2016

T€
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzschulden 12.886 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.939 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 390 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 259 0

Die Vorjahreswerte stellen sich wie folgt dar:

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2011

T€
2012-2015

T€
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige verzinsliche Finanzschulden 0 12
Kurzfristige Finanzschulden 422 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.355 13
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 56 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 160 52

Management von Finanzmarktrisiken

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt: dem Marktrisiko bestehend aus Währungsrisiko und Zinsrisiko, dem Kreditrisiko sowie dem Liquiditätsrisiko. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklung an den Finanzmärkten eingestellt und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage der Unternehmensgruppe zu minimieren.

Das Risikomanagement wird durch die Konzernfinanzabteilung nach Vorgaben des Vorstandes durchgeführt. Funkwerk identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Der Vorstand gibt Richtlinien für das Risikomanagement vor als auch Prinzipien für bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel für den Umgang mit Fremdwährungsrisiken, Zinsrisiken und Kreditrisiken, für den Einsatz derivativer und nicht derivativer Finanzinstrumente sowie für die Verwendung von Liquiditätsüberschüssen.

Wir verweisen insbesondere auf unsere Erläuterungen zur Risikoberichterstattung im Lagebericht.

Finanzrisikofaktoren

Die Gesellschaften der Funkwerk-Gruppe beziehen ihre Materiallieferungen zu einem erheblichen Teil in Fremdwährung zumeist auf Basis des US-Dollars sowie im Euroraum. Ausgangsrechnungen erfolgen überwiegend in Euro.

Fremdwährungsrisiken bestehen insbesondere bei den im Folgenden aufgeführten Währungen. Die Kurssicherung durch Devisenoptions- und -termingeschäfte erfolgt zentral über die Funkwerk AG für die Tochtergesellschaften. Das zum Bilanzstichtag durch Devisenoptions- und -termingeschäfte gesicherte Volumen an US-Dollar betrug Null.

Die wesentlichen Buchwerte der im Konzern erfassten finanziellen Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten in fremder Währung stellen die Risikopositionen zum 31. Dezember 2011 dar:

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CHF

IN T€
DKK

IN T€
SEK

IN T€
USD

IN T€
GBP

IN T€
DZD

IN T€
Finanzielle Vermögenswerte 1.210 362 698 182 1.611 3.000
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.002 7 25 1.207 101 0
Fremdwährungsrisiko aus Bilanzposten 208 355 673 - 1.025 1.510 3.000

Die Fremdwährungen SEK, USD, GBP und DZD stellen für den Konzern signifikante Risiken im Hinblick auf Finanzinstrumente dar. Nachfolgend ist für diese finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eine Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2011 dargestellt.

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ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN IN

T€
RÜCKLAGE WÄHRUNGSUMRECHNUNG

IN T€
KONZERNEIGENKAPITAL

IN T€
SEK (10 Prozent Aufwertung) 67 - 67 0
SEK (10 Prozent Abwertung) - 67 67 0
USD (10 Prozent Aufwertung) 102 0 102
USD (10 Prozent Abwertung) - 102 0 - 102
GBP (10 Prozent Aufwertung) 151 - 151 0
GBP (10 Prozent Abwertung) - 151 151 0
DZD (10 Prozent Aufwertung) 300 0 300
DZD (10 Prozent Abwertung) - 300 0 - 300

Unter dem Ausfallrisiko bzw. Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien und, falls angemessen, unter Einholung von Sicherheiten eingegangen werden, um die Risiken eines Verlustes aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Das maximale Ausfallrisiko besteht in Höhe des Buchwertes der finanziellen Vermögenswerte (ohne Berücksichtigung abgeschlossener Versicherungen).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus in Arbeit befindlichen Aufträgen bestehen gegenüber einer großen Anzahl von, über unterschiedliche Geschäftsbereiche und geografische Gebiete verteilten, Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Zustands der Forderungen durchgeführt. Wo es angemessen ist, werden Ausfallversicherungen kontrahiert (vgl. E.4.).

Das Liquiditätsrisiko besteht in einer möglichen Bonitätsverschlechterung, die zu einer Rücknahme der bestehenden Konsortialfinanzierung führen könnte. Funkwerk sieht die kurzfristige Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Risiko nicht zuletzt aufgrund der getätigten Unternehmensverkäufe als gering an. Als weiteres Risiko wird der Ausfall von Banken als Kreditgeber gesehen. Letzteres wird durch das Konsortialdarlehen beschränkt. Beim Brechen von Covenants bestehen grundsätzlich Sonderkündigungsrechte seitens der Konsortialbanken.

Mit Datum vom 24. März 2011 ist mit drei deutschen Geschäftsbanken ein mehrjähriger Konsortialdarlehensvertrag in Höhe von 75,5 Mio. EUR abgeschlossen worden. Das Darlehen setzt sich zusammen aus einem Geldmarktdarlehen auf revolvierender Basis in Höhe von 12,5 Mio. EUR, einer Kontokorrentlinie von 5,0 Mio. EUR sowie aus einer Avalkreditlinie in Höhe von 58,0 Mio. EUR Die Funkwerk AG und ihre Tochtergesellschaften stellen hierfür Sicherheiten in Form von Globalzessionen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einzelner Tochtergesellschaften, Abtretung von Vorräten aller Gesellschaften der Funkwerk-Gruppe sowie Grundschulden auf Betriebsimmobilien in Dabendorf und Kölleda. Das Darlehen hat eine Laufzeit von drei Jahren mit Verlängerungsoption über weitere zwei Jahre.

Zur weiteren Sicherung des Konsortialdarlehensvertrages hat Funkwerk für eine Laufzeit von fünf Jahren eine 80 %-ige Ausfallbürgschaft für 9,0 Mio. EUR Barkredite sowie eine 60 %-ige Ausfallbürgschaft für 10,6 Mio. EUR Avalkredite aus dem Bund- / Länder-Programm »Deutschlandfonds« erhalten. Sie ist mit der für Staatsbürgschaften üblichen Bedingung verbunden, dass sich während der Laufzeit der Mehrheitseigentümer der Funkwerk AG verpflichtet, im Rahmen der Hauptversammlung für eine Gewinnthesaurierung zu stimmen, sodass keine Dividende ausgeschüttet wird.

Des Weiteren sind im Konsortialdarlehensvertrag als Bedingung vereinbart worden, dass die Eigenmittelquote der Funkwerk-Gruppe zu keiner Zeit 35 % unterschreiten darf. Ebenso darf der adjustierte Verschuldungsgrad der Funkwerk-Gruppe per 30. September 2011 und bis zum 30. Dezember 2011 nicht mehr als 7,0 sowie per 31. Dezember 2011 und danach nicht mehr als 3,5 betragen.

Die Funkwerk AG hat dem Bankenkonsortium in Bezug auf die deutlichen Auswirkungen der Neuausrichtung eine Nichteinhaltung der Kennzahlenvorgaben zum 30. September 2011, für den 31. Dezember 2011 sowie für die Folgequartale 2012 mitgeteilt. Das Bankenkonsortium hat die Nichteinhaltung im Rahmen der Neuausrichtung zum 30. September 2011 sowie 31. Dezember 2011 geduldet. Für 2012 und Folgezeiträume werden neue Kennzahlen bezogen auf die geänderte Konzernstruktur im Rahmen der verbindlich geplanten Änderung der Konsortialvereinbarung definiert. Bezüglich der geplanten Änderung der bestehenden Konsortialfinanzierung verweisen wir auf Abschnitt I.10. Nachtragsbericht. Bis zum Abschluss der Änderungsvereinbarung wurde entsprechend dem aktuellen Kreditvertrag vereinbart, dass die aus den Unternehmensverkäufen zugeflossenen Mittel in 2011 sowie Anfang 2012 in Höhe von ca. 18 Mio. EUR an das Bankenkonsortium verpfändet werden.

Der Geldmarktkredit in Höhe von 12.500 TEUR lief bis zum 16. Januar 2012 und wurde bis zum 16. April 2012 in gleicher Höhe verlängert. Der Kontokorrentkredit in Höhe von 5.000 TEUR gilt bis auf Weiteres.

Bürgschafts- / Avalkredite sind zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 29,7 Mio. EUR in Anspruch genommen worden.

Als Sicherungen bestehen zu dem Konsortialdarlehen am 31. Dezember 2011 Globalzessionen von Forderungen in Höhe von 23.651 TEUR, Sicherungsübereignungen von Warenlagern in Höhe von 31.784 TEUR, Grundschulden auf Betriebsimmobilien in Kölleda und Dabendorf in Höhe von 6.000 TEUR sowie verpfändete Guthaben.

Der Geldmarktkredit wird variabel verzinst (Euribor + 3,25 Marge p. a.). Sofern das Kontokorrentdarlehen in Anspruch genommen wird, ist die variable Verzinsung (Euribor + 3,95 Marge p. a.). Für Avalkredite beträgt der Zins 2,85 % p. a. für Anzahlungsbürgschaften bzw. 2,10 % p. a. für sonstige Bürgschaften.

Liquiditätsrisiken werden durch die konzernweite Finanzplanung, die in einem dreijährigen Zeithorizont erfolgt, erfasst. Die Planungen weisen stets positive Net Cash-Positionen aus. Im kurzfristigen Bereich werden monatlich rollierende Liquiditätsforecasts erstellt und optimierende Maßnahmen in Vorstandssitzungen diskutiert und beschlossen.

Kapitalmanagement

Mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligungen durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- und Fremdkapital zu maximieren, wird das Konzernkapital gesteuert. Sichergestellt ist hierbei, dass alle Konzernunternehmen unter der Fortführungsprämisse operieren können. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital. Dieses setzt sich zusammen aus ausgegebenen Aktien, der Kapitalrücklage, den Gewinnrücklagen sowie dem Bilanzgewinn.

Die finanzielle Sicherheit wird hauptsächlich mit der Kennzahl Eigenkapitalquote gemessen. Bestandteile dieser Kenngröße sind die Bilanzsumme des Konzernabschlusses sowie das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital, das im Funkwerk-Konzern auch das Kapital im Sinne des IAS 1 darstellt. Die Eigenkapitalquote wird als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten, Banken und Ratingagenturen verwendet.

Die Steuerung der Kapitalstruktur kann Funkwerk mittels Anpassung von Dividenden, Kapitalherabsetzungen bzw. Emissionen neuer Anteile sowie der Ausgabe von Finanzinstrumenten, die nach IFRS als Eigenkapital qualifiziert werden, vornehmen. Angestrebt wird eine dem Geschäftsrisiko angemessene Kapitalstruktur.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2011 ermittelt sich wie folgt:

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2011 2010 VERÄNDERUNG IN

%
Eigenkapital (in T€) 48.660 64.459 - 24,5
Bilanzsumme (in T€) 157.914 149.692 5,5
Eigenkapitalquote nach bilanziellen Buchwerten (in %) 30,8 43,1

Die reduzierte Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf das negative Jahresergebnis im Berichtsjahr, das sehr stark durch Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5.278 TEUR sowie Restrukturierungskosten in Höhe von 4.693 TEUR beeinflusst ist, zurückzuführen. Des Weiteren hat auch die erhöhte Bilanzsumme infolge der IFRS 5 Ausweisthematik zur Verringerung der Eigenkapitalquote beigetragen.

20. BEDEUTENDE BILANZIELLE ERMESSENSSPIELRÄUME UND HAUPTQUELLEN VON SCHÄTZUNSICHERHEITEN

Die Geschäftsführung muss bei Anwendung der Konzernbilanzierungsrichtlinie in Bezug auf die Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die nicht ohne Weiteres aus anderen Quellen entnommen werden können, Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen resultieren aus Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie Hauptquellen von Schätzunsicherheiten sieht die Geschäftsführung bei dem Werthaltigkeitstest der Geschäfts- und Firmenwerte hinsichtlich der Planungen und des Diskontierungssatzes (vgl. D.I.), den aktienbasierten Vergütungen hinsichtlich der in die Schätzung des beizulegenden Zeitwertes einfließenden Bewertungsparameter (vgl. E.11.), der Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge hinsichtlich der zukünftigen Steuerplanungsstrategien (vgl. E.30.), den Pensionsleistungen hinsichtlich der in die versicherungsmathematischen Berechnungen einfließenden Parameter (vgl. E.12.), Wertberichtigungen auf Forderungen (vgl. E.4.), der Einschätzung der wahrscheinlichen Inanspruchnahme bei rückstellungsrelevanten Sachverhalten (vgl. E.20.) sowie bei den aktivierten Entwicklungsleistungen hinsichtlich der Einschätzungen zur wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit bzw. zur Höhe erwarteter künftiger Cashflows (vgl. D.I.).

Bezüglich der latenten Steuern auf Verlustvorträge sind die Schätzungen in hohem Maße von der Ertragsentwicklung abhängig. Die Schätzungen können demnach von den sich in späteren Perioden tatsächlich einstellenden Beträgen abweichen. Änderungen der zu treffenden Annahmen oder Schätzungen werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens erfolgswirksam berücksichtigt. Die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände werden ebenso wie die zukünftige Entwicklung des Branchenumfeldes bezüglich der zukünftigen erwarteten Geschäftsentwicklung der Funkwerk-Gruppe zugrunde gelegt.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz

- Aktiva -

(1) ANLAGEVERMÖGEN

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Werte des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel (vgl. Anhang letzte Seite) verwiesen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten / Geschäftsbereiche entfallenden Firmenwerte zeigt die nachstehende Aufstellung:

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ANFANGSBESTAND 01.01.2011 IN

T€
WERTMINDERUNG 2011

IN T€
ABGANG ENTKONSOLIDIERUNG/ KLASSIFIZIERUNG ZU IFRS 5

IN T€
ENDBESTAND 31.12.2011

IN T€
FIRMENWERTE
Microsyst Systemelectronic GmbH 2.092 0 0 2.092
Funkwerk Information Technologies Karlsfeld GmbH 2.083 1.600 0 483
Funkwerk Information Technologies GmbH 1.700 0 0 1.700
Funkwerk Information Technologies York Limited 900 150 0 750
ALPHA Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH 1.886 0 1.886 0
Geschäftsbereich Traffic & Control Communication 8.661 1.750 1.886 5.025
Funkwerk eurotelematik GmbH 400 0 0 400
Funkwerk Avionics GmbH* 100 0 100 0
Geschäftsbereich Automotive Communication 500 0 0 400
Summe 9.161 1.750 1.986 5.425

* aufgegebener Geschäftsbereich

Im Geschäftsjahr 2010 erfolgten Wertminderungen in Höhe von 1.000 TEUR, von denen 500 TEUR auf die Microsyst Systemelectronic GmbH und 500 TEUR auf die Funkwerk Information Technologies Karlsfeld GmbH entfielen.

Die Überprüfung der bilanzierten Firmenwerte hat im Geschäftsjahr 2011 zu einer Wertminderung in Höhe von 1.750 TEUR geführt. Es wäre eine zusätzliche Abwertung des Goodwills in Höhe von ca. 80 TEUR ceteris paribus notwendig, wenn die Cash-Flows sich im dreijährigen Planungszeitraum um 5 % niedriger entwickeln würden.

Außer den Geschäfts- und Firmenwerten liegen keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer vor.

Als Aufwand für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 16.875 TEUR (Vorjahr: 22.274 TEUR) erfasst, wovon 5.634 TEUR (Vorjahr: 7.354 TEUR) aktiviert wurden.

Aus Konzernsicht sind die wichtigsten Entwicklungsprojekte das elektronische Stellwerk Alister (Buchwert 9.415 TEUR; verbleibende Abschreibungsdauer zwischen 8 und 10 Jahren) und die neuen TETRA-Funkgeräte (Buchwert 1.499 TEUR; verbleibende Abschreibungsdauer 3 Jahre).

Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten auf aktivierte Entwicklungskosten Wertminderungen in Höhe von 4.276 TEUR. Die Wertminderungen betreffen dabei folgende Geschäftsbereiche:

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31.12.2011

IN T€
AUTOMOTIVE COMMUNICATION
Funkwerk Dabendorf GmbH* 3.526
TRAFFIC & CONTROL COMMUNICATION
Funkwerk Information Technologies Karlsfeld GmbH 750
Summe 4.276

* Mit den Wertminderungen einher ging ein Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von 748 TEUR und ist saldiert in dem Posten »Wertminderungsaufwendungen immaterielle Vermögenswerte« ausgewiesen.

Sonstige langfristige Vermögenswerte

In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten sind folgende Beteiligungen zusammengefasst:

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31.12.2011

IN T€
31.12.2010

IN T€
Patil Vossloh Rail IT Systems Private Ltd., Indien (51 %, i. Vj. 51 %) 4 4
Funkwerk Beteiligungsgesellschaft mbH, Kölleda (100 %, i. Vj. 100 %) 0 32
WHSDnet GmbH, Potsdam (25 %, i. Vj. 25 %) 0 6
Funkwerk ES Iberia S.L., Spanien (54 %, i. Vj. 54 %) 0 1
Summe 4 43

Die Funkwerk Beteiligungsgesellschaft mbH, Kölleda, ist zum 1. November 2011 in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden und firmiert nunmehr unter Funkwerk Statkom GmbH, Kölleda.

(2) LATENTE STEUERN

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden erwarteten zukünftigen Steuerentlastungen:

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31.12.2011

IN T€
31.12.2010

IN T€
Temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses 4.514 7.793
Zukünftige Steuerersparnisse aufgrund von Verlustvorträgen 2.927 4.395
Saldierung mit passiven latenten Steuern - 7.441 - 12.188
Summe 0 0

Zu den latenten Steuern vgl. auch E.14 und E.30.

(3) VORRÄTE

Die Vorräte per 31. Dezember 2011 setzen sich wie folgt zusammen:

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BRUTTO

IN T€
WERTBERICHTIGUNGEN

IN T€
NETTO

IN T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.521 13.406 17.115
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 14.610 3.654 10.956
Fertige Erzeugnisse und Waren 9.620 2.518 7.102
Geleistete Anzahlungen 438 0 438
Vorräte gesamt 55.189 19.578 35.611

Die Werte per 31. Dezember 2010 ergaben sich wie folgt:

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BRUTTO

IN T€
WERTBERICH- TIGUNGEN

IN T€
NETTO

IN T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.240 14.948 20.292
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 15.022 2.147 12.875
Fertige Erzeugnisse und Waren 12.140 2.999 9.141
Geleistete Anzahlungen 1.252 0 1.252
Vorräte gesamt 63.654 20.094 43.560

Die Wertminderungen des Geschäftsjahres betragen 1.032 TEUR. Die zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte zum 31. Dezember 2011 betragen 6.154 TEUR.

(4) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2011

IN T€
2010

IN T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.861 28.236
Wertberichtigungen - 870 - 607
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto, Bestand zum 31. Dezember 33.991 27.629

Sämtliche Tochtergesellschaften vergeben im Rahmen ihres normalen Geschäftes Lieferkredite, die in Einzelfällen bis zu 180 Tagen reichen. Sie prüfen regelmäßig die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden und buchen Wertberichtigungen, um ermittelte Risiken abzudecken. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt unter einem Jahr. Zum Jahresende 2010 wurde mit einer deutschen Geschäftsbank echtes Factoring in Höhe von rd. 7,5 Mio. EUR betrieben. Per 31. Dezember 2011 gab es hingegen betreffend die fortgeführten Geschäftsbereiche kein Factoring.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen basieren in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen haben sich im Berichtzeitraum wie folgt entwickelt:

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2011

IN T€
2010

IN T€
Bestand 01. Januar 607 1.577
Zuführungen 620 336
Auflösungen/Verbrauch 357 1.306
Bestand 31. Dezember 870 607

Per 31. Dezember 2011 waren Bruttoforderungen in Höhe von 927 TEUR (Vorjahr: 991 TEUR) mit Einzelwertberichtigungen belegt. Die Fälligkeitsstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich gemäß IFRS 7.37 (a) wie folgt zusammen.

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31.12.2011

IN T€
31.12.2010

IN T€
Bruttoforderung nicht wertgemindert 33.934 27.245
davon nicht überfällig und nicht wertgemindert 28.062 20.851
Überfällig in folgenden Zeitbändern und nicht wertgemindert
weniger als 30 Tage 4.318 4.413
zwischen 31 und 60 Tagen 726 1.062
zwischen 61 und 90 Tagen 215 418
zwischen 91 und 180 Tagen 333 209
zwischen 181 und 360 Tagen 96 73
mehr als 360 Tage 184 219

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.080 TEUR (Vorjahr: 2.865 TEUR) bestehen zudem entsprechende Ausfallversicherungen.

(5) FORDERUNGEN AUS IN ARBEIT BEFINDLICHEN PROJEKTEN

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen entwickeln sich wie folgt:

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31.12.2011

IN T€
31.12.2010

IN T€
BILANZ
Aufträge in Bearbeitung 6.295 19.581
Erhaltene Anzahlungen - 1.562 - 11.564
Summe 4.733 8.017
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatz - 4.048 - 8.043
Kosten 3.818 3.133
Gewinnanteil - 230 - 4.910

Die Fertigungsaufträge mit einem passivischen Saldo betragen 504 TEUR.

Die den Forderungen zu Grunde liegenden Aufträge werden vollständig im Geschäftsjahr 2012 abgewickelt. Im Vorjahr erfolgten Wertberichtigungen auf Forderungen aus in Arbeit befindlichen Projekten über 6.056 TEUR, welche umfänglich auf Forderungen aus dem algerischen Projektgeschäft entfielen.

(6) FORDERUNGEN GEGEN NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN

Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen bestehen in Höhe von 52 TEUR (Vorjahr: 206 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

(7) STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE

Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen die Forderungen gegen Steuerbehörden aus zu viel geleisteten Vorauszahlungen zur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, bedingt durch das niedrigere zu versteuernde Einkommen im Veranlagungsjahr.

(8) SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

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31.12.2011

IN T€
31.12.2010

IN T€
Rechnungsabgrenzungsposten 366 731
Forderungen Arbeitsamt 154 309
Forderungen Fördermittel, Zuschüsse und Investitionszulagen 48 379
Kautionen 35 185
Vorschüsse Personal 47 86
Zinsforderungen 6 6
Erstattungsansprüche Umsatzsteuer 426 495
übrige 520 835
Summe 1.602 3.026

(9) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND LIQUIDE MITTEL

Unter der Position Finanzielle Vermögenswerte werden neben den Wertpapieren auch kurzfristig nicht verfügbare bzw. gesperrte liquide Mittel in Höhe von 3.000 TEUR ausgewiesen, die auf algerischen Bankkonten liegen sowie sonstige Finanzforderungen, die durch den Erwerber der aufgegebenen Geschäftsbereiche EC und Funkwerk Avionics im I. Quartal 2012 in Höhe von 8.472 TEUR gezahlt werden.

Die gehaltenen Wertpapiere sind ausschließlich dem Umlaufvermögen zuzuordnen. Die Anlage erfolgt in geldmarktnahen Fonds.

Die Position hat sich wie folgt entwickelt:

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2011 2010
ANSCHAFFUNGSKOSTEN IN

T€
ZEITWERT

IN T€
ANSCHAFFUNGSKOSTEN

IN T€
ZEITWERT

IN T€
--- --- --- --- ---
Wertpapiere 562 525 930 969

Die Entwicklung der liquiden Mittel ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Per 31. Dezember 2011 sind insgesamt 9.866 TEUR (davon 9.486 TEUR bei drei deutschen Geschäftsbanken auf sogenannten Verpfändungskonten) verfügungsbeschränkt angelegt. Wir verweisen auf D.19.

Der Mittelbedarf der Tochtergesellschaften wird über einen Cash-Pool zentral gesteuert und überwacht. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt entsprechend den festgelegten Anlagegrundsätzen. Die Anlage in Aktien (ausgenommen eigene Aktien) oder in Finanzderivaten ist ausdrücklich ausgeschlossen.

(10) ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE / ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERBINDLICHKEITEN

Infolge der Klassifizierung bestimmter Geschäftsbereiche als zum Verkauf bestimmt unterliegt die Konzernbilanz Umgliederungen, die sich in den Positionen B.9 und C.9 vereinen.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 14.631 TEUR setzten sich dabei zusammen aus Anlagevermögen in Höhe von 7.202 TEUR, Vorräten in Höhe von 3.631 TEUR, Forderungen und sonstigen Vermögenswerten in Höhe von 3.271 TEUR sowie liquiden Mitteln in Höhe von 527 TEUR.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15.658 TEUR resultieren aus kurzfristigen Schulden in Höhe von 14.320 TEUR, langfristigen Schulden in Höhe von 59 TEUR sowie latenten Steuern in Höhe von 1.279 TEUR.

- Passiva -

(11) EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des Eigenkapitals der Funkwerk AG ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Ausgewiesen ist das Grundkapital der Funkwerk AG zum Nennbetrag. Das Grundkapital beträgt 8.101.241,00 EUR und ist eingeteilt in 8.101.241 Stückaktien im Nennwert von 1 EUR in Form von Inhaberaktien und ist voll eingezahlt. Die Zahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien hat sich mit 8.059.662 Stück zum Vorjahr nicht verändert.

Die Hörmann Funkwerk Holding GmbH, Kirchseeon, hält zum Bilanzstichtag 52,83 Prozent (i. Vj. 52,83 Prozent) der Aktien der Funkwerk AG, was einer Stückzahl von 4.280.000 entspricht. Die Hörmann Funkwerk Holding GmbH befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Hörmann Holding GmbH & Co. KG, Kirchseeon.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Mai 2014 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.050.000,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Der Vorstand wurde des Weiteren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen,
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in Form von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder Forderungen gegen die Gesellschaft, wenn die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 4.050.000 Stück nicht überschreiten,
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der Aktien den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 810.000 Stück nicht überschreiten.

Bedingtes Kapital I - III

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 ist das Aktienoptionsprogramm 2005 beschlossen und zu dessen Bedienung das bedingte Kapital II erschaffen worden. Danach stand der Gesellschaft ein bedingtes Kapital in Höhe von 367.965 EUR und 367.965 Optionsrechten zur Verfügung. Die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen unter dem Aktienoptionsprogramm 2005 war bis zum 18. Mai 2009 befristet. Im Aktienoptionsprogramm 2005 können deshalb keine Aktienoptionen mehr ausgegeben werden. Da die Ermächtigung abgelaufen ist und insgesamt 155.375 Optionen nicht ausgegeben worden sind, wurde im Jahr 2010 das bedingte Kapital II in Höhe von 155.375 EUR aufgehoben. Das bedingte Kapital II wurde in bedingtes Kapital I umbenannt und beträgt 212.590 EUR. Unter diesem Aktienoptionsprogramm wurden bislang noch keine Stückaktien ausgegeben.

Die Aktionäre der Funkwerk AG haben in der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Mai 2008 das Aktienoptionsprogramm 2008 beschlossen und zu dessen Gewährung das bedingte Kapital III erschaffen. Danach stand der Gesellschaft ein bedingtes Kapital in Höhe von 232.525 EUR bzw. 232.525 Optionsrechte zur Verfügung. Das bedingte Kapital III wurde im Jahr 2010 in bedingtes Kapital II umbenannt. Unter diesem Aktienoptionsprogramm wurden bislang noch keine Stückaktien ausgegeben.

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2010 wurde das Aktienoptionsprogramm 2010 beschlossen und hierfür ein bedingtes Kapital III in Höhe von bis zu 365.000 EUR und 365.000 Optionsrechte geschaffen.

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Optionsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen zu Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Optionsrechts entstehen, am Gewinn teil. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wird insoweit ausgeschlossen. Der Nennbetrag des nach § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG beschlossenen bedingten Kapitals zur Schaffung von Aktienoptionsprogrammen darf 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreiten.

Bedingtes Kapital IV

In der Hauptversammlung vom 27. Mai 2010 wurde der Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen ermächtigt. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 26. Mai 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und / oder auf den Namen lautende Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 30.000.000 EUR begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von diesen Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte und den Inhabern bzw. Gläubigern von diesen Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte auf bis zu insgesamt 3.200.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren. Die Laufzeit der Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen kann bis zu zehn Jahre betragen.

Für die Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen wurde in der Hauptversammlung die Schaffung eines neuen bedingten Kapital IV beschlossen und somit das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.200.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 3.200.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- und Optionsrechten Gebrauch machen bzw. ihre Wandlungspflichten aus solchen Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen erfüllen. Die neuen Aktien sind ab dem Beginn des bei ihrer Ausgabe laufenden Geschäftsjahres dividendenberechtigt.

Aktienoptionsplan 2008

Die ordentliche Hauptversammlung vom 14. Mai 2008 hat die Gesellschaft u. a. ermächtigt, ein- oder mehrmalig Optionsrechte auf bis zu 232.525 Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, Mitglieder der Geschäftsführungen der verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), leitende Angestellte der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen sowie sonstige Arbeitnehmer der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen auszugeben (Aktienoptionsplan 2008, kurz: AOP 2008). An Stelle von verfallenen und nicht bereits ausgeübten Rechten können neue Optionsrechte ausgegeben werden.

Für die Begebung und die Ausübung gelten folgende Bedingungen:

Bezugsberechtigt sind der Vorstand und Mitarbeiter des Konzerns.
Die Berechtigten müssen zum Zeitpunkt der Begebung in einem festen Anstellungsverhältnis bei einem der Unternehmen der Funkwerk-Gruppe stehen.
Die Optionsrechte können an die Berechtigten einmal oder mehrmals jeweils während eines Zeitraumes von zehn Börsentagen beginnend zwölf Börsentage nach einer Hauptversammlung oder nach der Veröffentlichung eines Geschäfts- oder Quartalsberichts ausgegeben werden (»Ausgabezeitraum«). Die Entscheidung, ob und in welchem Umfang einem Mitarbeiter jeweils Optionsrechte eingeräumt werden, liegt im freien Ermessen der Organe der Gesellschaft. Es besteht kein Rechtsanspruch auf zukünftige Gewährung von Optionsrechten.

Die Laufzeit des Optionsrechts beträgt vier Jahre beginnend mit dem Ende des jeweiligen Ausgabezeitraums. Das Optionsrecht erlischt entschädigungslos spätestens mit Ablauf des letzten Tages der Laufzeit.

Das Optionsrecht kann erstmals nach Ablauf von zwei Jahren beginnend mit dem Ende des jeweiligen Ausgabezeitraums ausgeübt werden (»Wartefrist«). Nach Ablauf der Wartefrist kann das Optionsrecht jeweils nur während eines Zeitraums von zehn Börsentagen nach dem Tag der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts der Gesellschaft ausgeübt werden (»Ausübungszeiträume«).

Börsentag ist ein Tag, an dem die Deutsche Börse zum Handel geöffnet ist.

Die Optionsrechte können von dem Berechtigten nach Ablauf der Wartefrist innerhalb der Ausübungszeiträume nur ausgeübt werden, wenn zu irgendeinem Zeitpunkt seit der Ausgabe der Optionsrechte der durchschnittliche Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel den Ausübungspreis mindestens einmal um 16 Prozent überstiegen hat (»Erfolgsziel«). Ist das Kursziel für die Optionsrechte einmal erreicht, können sie unabhängig von der weiteren Kursentwicklung der Aktie während der Laufzeit des Optionsrechts in den Ausübungszeiträumen ausgeübt werden.

Aktienoptionsplan 2010

Die ordentliche Hauptversammlung vom 27. Mai 2010 hat die Gesellschaft u.a. ermächtigt, ein- oder mehrmalig Optionsrechte auf bis zu 365.000 Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, Mitglieder der Geschäftsführungen der verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), leitende Angestellte der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen sowie sonstige Arbeitnehmer der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen auszugeben (Aktienoptionsplan 2010, kurz: AOP 2010). An Stelle von verfallenen und nicht bereits ausgeübten Rechten können neue Optionsrechte ausgegeben werden.

Die Optionsbedingungen für den AOP 2010 weichen in einem Punkt von dem AOP 2008 ab:

Die Laufzeit des Optionsrechts beträgt, entgegen dem vorherigen Optionsplan, sechs Jahre beginnend mit dem Ende des jeweiligen Ausgabezeitraums. Das Optionsrecht erlischt entschädigungslos spätestens mit Ablauf des letzten Tages der Laufzeit. Das Optionsrecht kann erstmals, entgegen dem vorherigen Optionsplan, nach Ablauf von vier Jahren beginnend mit dem Ende des jeweiligen Ausgabezeitraums ausgeübt werden (»Wartefrist«).

Eine weitere Darstellung der Optionsbedingungen entnehmen Sie bitte dem Aktienoptionsplan 2008.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Bestandsentwicklung der zum Bezug berechtigten Aktien und die Ausgabepreise in der Berichtsperiode:

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GEWICHTETER DURCHSCHNITTLICHER AUSÜBUNGSPREIS JE AKTIE 2011

ANZAHL OPTIONEN 2011

GEWICHTETER DURCHSCHNITTLICHER AUSÜBUNGSPREIS JE AKTIE 2010

ANZAHL OPTIONEN 2010

Zu Beginn der Berichtsperiode ausstehend 8,17 423.425 10,23 428.535
In der Berichtsperiode gewährte Optionen 0 0 6,76 114.385
In der Berichtsperiode verwirkte Optionen 6,99 47.585 9,99 22.305
In der Berichtsperiode verfallene Optionen 14,60 99.690 15,01 97.190
Am Ende der Berichtsperiode ausstehende Optionen 6,04 276.150 8,17 423.425
Am Ende der Berichtsperiode ausübbare Optionen 5,66 177.990 14,60 104.760

Im Berichtszeitraum konnten keine Optionen zur Ausübung gebracht werden. Der gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit beträgt am 31. Dezember 2011 drei Jahre.

Der Zeitwert der in den Geschäftsjahren 2008 bis 2010 gewährten Optionen, die zur Berechnung des Aufwandes bzw. der Vergleichsdaten des Vorjahres herangezogen wurden, wurde auf Basis des Binomial-Optionspreismodells bestimmt. Die hierbei eingeflossenen Bewertungsprämissen zeigt die nachstehende Tabelle:

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2010 2009 2008
Risikofreier Zinssatz (in %) 4,0 2,23 2,7
Laufzeit in Jahren 6 4 4
Erwartete Volatilität 44 55 50
Erwartete Dividendenrendite 0 2,19 4,0
Zeitwert der Optionen (in EUR) 1,68 2,19 0,97
Aktienkurs bei Ausgabe (in EUR) 6,46 5,80 4,05

Die Ermittlung der erwarteten Volatilität wurde von der Funkwerk AG auf Basis der historischen Kurswerte eines Zeitraums von 6 (Vorjahr: 4) Jahren geschätzt. Die Fluktuation wurde mit 5 Prozent angesetzt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage umfasst den über den Nennbetrag je Aktie in Höhe von 1 EUR hinaus erzielten Erlös aus der Ausgabe von Aktien (Agio). Sie erhöht sich in 2011 aufgrund des erfassten Personalaufwands für Aktienoptionen um 107 TEUR (i. Vj. 152 TEUR). Da im Berichtsjahr keine Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms ausgeübt werden konnten, kam es darüber hinaus zu keiner weiteren Veränderung der Kapitalrücklage. Insgesamt hat sich die Kapitalrücklage seit Einführung der Aktienoptionsprogramme durch ausgeübte Optionen um 2.287 TEUR bzw. durch die Anwendung des IFRS 2 um 3.496 TEUR erhöht. Die Kapitalrücklage dient zur Finanzierung des weiteren Wachstums von Funkwerk.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich wie folgt:

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31.12.2011 31.12.2010
Ergebnis der Aktionäre der Funkwerk AG in T€ - 15.939 - 24.880
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € - 1,98 - 3,08
Ergebnis der Aktionäre der Funkwerk AG in T€ Fortgeführte Geschäftsbereiche - 18.949 - 22.697
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € Fortgeführte Geschäftsbereiche - 2,35 - 2,82

Die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die für die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie herangezogen wurde, lässt sich wie folgt ableiten:

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2011 IN TAUSEND STÜCK 2010 IN TAUSEND STÜCK
Ausgegebene Aktien 1. Januar / 31.Dezember 8.101 8.101
Eigene Aktien 1. Januar / 31.Dezember - 41 - 41
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie verwendeten Stammaktien 8.060 8.060

Für das Geschäftsjahr sind die potenziellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt nicht zu berücksichtigen, da diese den Periodenverlust je Aktie verringern würden.

Gewinnrücklage

Bestandteil der Gewinnrücklage sind die thesaurierten Vorjahresergebnisse.

Eigene Anteile

Die Gesellschaft wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2010 ermächtigt, bis zum Ablauf des 26. Mai 2015 eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10 Prozent am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des Grundkapitals entfallen. Die zeitliche Befristung gilt nur für den Erwerb, nicht für das Halten der Aktien.

Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den ungewichteten Mittelwert der Kurse der Aktie in der Schlussauktion im XETRA-Handelssystem (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse an den jeweils fünf vorangegangenen Börsenhandelstagen um nicht mehr als 10 Prozent übersteigen und um nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten. Wird ein Kurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im XETRA-Handelssystem (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse an einem oder mehreren Börsentagen nicht ermittelt, so tritt der entsprechende Kurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im Parketthandel an der Frankfurter Wertpapierbörse an dessen Stelle.

Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den ungewichteten Mittelwert der Kurse der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im XETRA-Handelssystem (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse an den fünf Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

Die Gesellschaft wird ermächtigt, die Veräußerung der eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, um Aktien der Gesellschaft Dritten im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen, soweit die von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien verwendet werden, um Aktien der Gesellschaft Dritten im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Zwecke ausgeübt werden. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu einem Teil oder insgesamt einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die Funkwerk AG, Kölleda, hat im Berichtsjahr keine eigenen Anteile erworben. Zum Bilanzstichtag ist der Bestand unverändert 41.579 Stück und hat einen Wert von 1.062 TEUR. Die eigenen Aktien sind auf Depots bei drei Banken verteilt. Die eigenen Anteile werden als gesonderter Posten des Eigenkapitals ausgewiesen.

(12) PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

Die bilanzierten Pensionsrückstellungen resultieren aus Zusagen gegenüber den Mitarbeitern der Funkwerk Security Communications GmbH (FSC), Salzgitter, der Funkwerk Electronic Services GmbH (FES), Salzgitter, sowie der Funkwerk Information Technologies Karlsfeld GmbH (FITK). Dabei handelt es sich um Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen auf Grundlage von Betriebsvereinbarungen und sonstigen Vereinbarungen. Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis unabhängiger versicherungsmathematischer Gutachten. Der Umfang und die Höhe der Leistungen richten sich im Wesentlichen nach der Zahl der Dienstjahre.

Sämtliche Versorgungspläne sind geschlossen.

Die Bewertungsannahmen und -methoden zu Beginn und Ende des Berichtsjahres lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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BEGINN DES BERICHTS- JAHRES FSC / FES ENDE DES BERICHTS- JAHRES FSC / FES BEGINN / ENDE DES BERICHTS- JAHRES FITK
Angewandte Rechnungslegungsstandards IAS 19
--- --- --- ---
Angewandte Bewertungsstandards Projected Unit Credit Method
--- --- --- ---
Annahmen zur Sterblichkeit Richttafeln 2005 G K. Heubeck
--- --- --- ---
Rechnungszinsfuß p. a. 4,65 % 4,60% 4,20 % / 4,70 %
Erwartete jährliche Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze 3,00 % 3,00 % 2,50 % / 2,50 %
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung 3,00 % 3,00 % 2,50 % / 2,50 %
Erwartete jährliche Rentensteigerung 2,00 % 2,00 % 2,00 % / 2,00 %
Durchschnittliche Fluktuation < =1 % < =1% 1,50 % / 1, 50 %
Durchschnittliche Restdienstzeit 7,88 / 9,78 6,90 / 9,10 9 / 12

Zur Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wird die Methode gemäß IAS 19.92 - 93 (sog. »Korridor-Methode«) angewendet.

Die Aufwendungen für die Anpassung der Pensionsverpflichtung sind in den Personalkosten erfasst, der Zinsaufwand für die Verpflichtungen wird im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

1. Entwicklung der defined benefit obligation (IAS 19.120 A (c))

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FEC

IN T€
FSC

IN T€
FES

IN T€
FITK

IN T€
GESAMT IN

T€
Stand am 31. Dezember 2010 0 6.304 2.246 4.899 13.449
Dienstzeitaufwand 0 77 52 114 243
Zinsaufwand 0 300 106 204 610
Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste 0 - 2 - 14 - 531 - 547
Gezahlte Leistungen 0 - 301 - 94 - 83 - 478
Transferzahlungen 0 - 156 156 0 0
Stand am 31. Dezember 2011 0 6.222 2.452 4.603 13.277
Stand am 31. Dezember 2009 30 5.928 2.075 3.729 11.762
Dienstzeitaufwand 0 78 64 99 241
Zinsaufwand 0 304 106 203 613
Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste 0 259 145 946 1.350
Gezahlte Leistungen - 30 - 290 - 144 - 78 - 542
Transferzahlungen 0 25 0 0 25
Stand am 31. Dezember 2010 0 6.304 2.246 4.899 13.449

2. Analyse der Defined Benefit Obligation (IAS 19.120 A (d))

Die Pläne werden nicht über einen Fonds finanziert.

3. Planvermögen

Der Konzern verfügt weder über Erstattungsansprüche noch über Planvermögen.

4. Überleitungsrechnung zum Bilanzansatz (IAS 19.120 A (f))

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FSC

IN T€
FES

IN T€
FITK

IN T€
GESAMT

IN T€
Defined Benefit Obligation zum 31. Dezember 2011 6.222 2.452 4.603 13.277
Noch nicht angesetzte versicherungsmathematische Gewinne / Verluste - 840 304 56 - 480
Defined Benefit (Asset) Liability zum 31. Dezember 2011 5.382 2.756 4.659 12.797
Defined Benefit Obligation zum 31. Dezember 2010 6.304 2.246 4.899 13.449
Noch nicht angesetzte versicherungsmathematische Gewinne / Verluste - 842 319 - 475 - 998
Defined Benefit (Asset) Liability zum 31. Dezember 2010 5.462 2.565 4.424 12.451

Neben den passivierten Pensionsverpflichtungen bestehen ferner Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 25 TEUR (Vorjahr: 74 TEUR).

5. Komponenten des Expense (IAS 19.120 A (g))

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2011 FSC

IN T€
FES

IN T€
FITK

IN T€
GESAMT

IN T€
A. IM PERSONALAUFWAND
Dienstzeitaufwand 77 52 114 243
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0 - 30 0 - 30
Summe Personalaufwand 77 22 114 213
B. IM FINANZERGEBNIS (WAHLRECHT)
Zinsaufwand 300 106 204 610
Summe Finanzergebnis 300 106 204 610
Gesamtsumme 377 128 318 823
2010
A. IM PERSONALAUFWAND
Dienstzeitaufwand 78 64 99 241
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0 - 28 - 11 - 39
Summe Personalaufwand 78 36 88 202
B. IM FINANZERGEBNIS (WAHLRECHT)
Zinsaufwand 304 106 203 613
Summe Finanzergebnis 304 106 203 613
Gesamtsumme 382 142 291 815

Die für das Geschäftsjahr 2012 erwarteten Komponenten der Expense (IAS 19.120 A (q)) betragen 253 TEUR (Personalaufwand) bzw. 605 TEUR (Finanzergebnis).

6. Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden (IAS 19.120 A (p))

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31.12.2011

IN T€
31.12.2010

IN T€
31.12.2009

IN T€
31.12.2008

IN T€
31.12.2007

IN T€
Defined Benefit Obligation 13.277 13.449 11.762 11.338 11.192
Fehlbetrag des Plans 13.277 13.449 11.762 11.338 11.192

Die Aufwendungen für beitragsorientierte Altersversorgungspläne (Direktversicherungen, gesetzliche Sozialversicherungen) betragen 4.477 TEUR (Vorjahr: 4.517 TEUR).

(13) ABGEGRENZTE INVESTITIONSZUWENDUNGEN

Der Abgrenzungsposten hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

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2011

IN T€
2010

IN T€
Bestand 01. Januar 1.012 1.151
Einstellung 671 96
Auflösung - 1.079 - 235
Bestand 31. Dezember 604 1.012

Der Ertrag aus der Auflösung des Abgrenzungspostens wird in der Gesamtergebnisrechnung aufgeteilt auf die Positionen Sonstige betriebliche Erträge (331 TEUR) sowie Wertminderungsaufwendung immaterieller Vermögenswerte (748 TEUR).

Die Aufteilung in Investitionszuschüsse bzw. -zulagen ergibt sich aus folgender Tabelle:

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INVESTITIONSZULAGE IN

T €
INVESTITIONSZUSCHUSS IN

T €
Bestand am 01. Januar 2010 784 367
Einstellung - 18 114
Auflösung - 158 - 77
Bestand am 31. Dezember 2010 608 404
Einstellung 14 657
Auflösung - 133 - 946
Bestand am 31. Dezember 2011 489 115

Der Abgrenzungsposten hat folgende Laufzeiten:

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bis 1 Jahr 87 T€ (Vj.: 138 T€)
1 bis 5 Jahre 149 T€ (Vj.: 482 T€)
mehr als 5 Jahre 368 T€ (Vj.: 392 T€)

Die Gewährung von Fördermitteln ist grundsätzlich an die Einhaltung bestimmter Auflagen bzw. Bedingungen, zum Teil über einen mehrjährigen und in die Zukunft reichenden Zeitraum, gebunden. Bei einer etwaigen Nichterfüllung könnte dem Funkwerk-Konzern eine Verpflichtung zur teilweisen oder vollständigen Rückzahlung der erhaltenen Zuwendungen drohen, die sich nachhaltig auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft auswirken würde. Regelmäßige Überprüfungen der gewährten Fördermittel ergaben bisher keine Beanstandungen.

(14) LATENTE STEUERN

Die latenten Steuern resultieren aus Abweichungen zwischen Steuerbilanz und Handelsbilanz II gemäß IFRS. Diese wurden mit den jeweiligen Ertragsteuersätzen berechnet. Für inländische Gesellschaften beträgt der Körperschaftsteuersatz im Geschäftsjahr 2011 15 Prozent (i. Vj. 15 Prozent) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent (i. Vj. 5,5 Prozent). Unter Berücksichtigung des Gewerbesteuersatzes ergibt sich ein effektiver Steuersatz von 26 Prozent (i. Vj. 26 Prozent). Ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen und darauf entsprechende latente Steuern wurden berücksichtigt. Wir verweisen auf F.30.

(15) FINANZVERBINDLICHKEITEN

Der starke Anstieg der Finanzverbindlichkeiten resultiert aus der Inanspruchnahme des Geldmarktdarlehens in Höhe von 12.500 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Die Laufzeit des Darlehens ist bis Januar 2012 und ist bereits für ein weiteres Vierteljahr verlängert. Der Geldmarktkredit wird variabel verzinst (Euribor + 3,25 Marge p. a.).

Bezüglich der Sicherheiten verweisen wir auf D.19.

(16) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Restlaufzeiten liegen im kurzfristigen Bereich. Wir verweisen auf Punkt D.19.

(17) ERHALTENE ANZAHLUNGEN AUF BESTELLUNGEN

Diese Position beinhaltet die von Kunden geleisteten Anzahlungen, insofern diesen Zahlungen noch keine abrechenbare Leistung gegenübersteht.

(18) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Mehrheitsaktionär Hörmann Funkwerk Holding GmbH bzw. Hörmann Holding GmbH & Co. KG in Höhe von 390 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Per 31. Dezember 2010 entfielen die Verbindlichkeiten ausschließlich auf nichtkonsolidierte bzw. assoziierte Unternehmen (56 TEUR).

(19) STEUERSCHULDEN

Steuern und Abgaben, die bis zum Bilanzstichtag wirtschaftlich entstanden sind, deren Höhe aber noch nicht feststeht, werden durch die Position Steuerschulden abgedeckt. Typischerweise unterliegt Funkwerk zwei Ertragsteuerarten, der Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer. Für die Körperschaftsteuer gilt der einheitliche Steuersatz von 15 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag, die Gewerbesteuer beträgt durchschnittlich 10 Prozent.

(20) RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

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01.01.2011

IN T€
INANSPRUCHNAHME

IN T€
AUFLÖSUNG

IN T€
ZUFÜHRUNG IN

T€
ENTKONSOLIDIERUNG / UMGLIEDERUNG GEM. IFRS 5

IN T€
31.12.2011

IN T€
Gewährleistungen 6.444 2.820 355 2.011 682 4.598
Nutzungsentgelt 3.582 25 1.775 250 0 2.032
Personalrückstellungen 1.816 669 31 927 0 2.043
Drohende Verluste 461 281 10 313 26 457
Sonstige Rückstellungen 2.020 1.178 49 1.750 141 2.402
Summe 14.323 4.973 2.220 5.251 849 11.532

Die Rückstellungen haben Laufzeiten von unter einem Jahr.

Die Rückstellungen für Nutzungsentgelt wurden passiviert für Entgelte und Lizenzgebühren für die Nutzung von Know-how. Hier konnte innerhalb des Geschäftsbereiches AC eine ertragswirksame Auflösung in Höhe von 1.775 TEUR realisiert werden.

Die Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen geplante Abfindungszahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Pönale sowie für Prozesskosten.

(21) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2011

IN T€
31.12.2010

IN T€
Sonstige Steuern 2.336 3.987
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 75 228
Resturlaubsansprüche 764 1.238
Uberstundenansprüche 489 652
Altersteilzeit 911 1.437
Tantiemen 1.731 1.910
Übrige Personalverbindlichkeiten 2.805 1.895
Übrige 2.568 2.495
Summe 11.679 13.842

F. Gesamtergebnisrechnung

(22) UMSATZERLÖSE

Funkwerk hat im Geschäftsjahr 2010 Umsätze in Höhe von 164.569 TEUR realisiert. Als Umsatz wird der Nettoumsatz nach Abzug von Skonti, Boni und Rabatten erfasst. Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmenssegmenten und Regionen.

Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten

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2011 TRAFFIC & CONTROL COMMUNICATION AUTOMOTIVE COMMUNICATION ENTERPRISE COMMUNICATION
IN T€ IN % IN T€ IN % IN T€ IN %
--- --- --- --- --- --- ---
Inland 57.963 58,4 19.478 76,2 21.357 76,9
EU 30.836 31,1 5.777 22,6 6.154 22,2
Sonstiges Ausland 10.424 10,5 320 1,2 254 0,9
Summe 99.223 100,0 25.575 100,0 27.765 100,0

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2011 SECURITY COMMUNICATION GESAMT UMSÄTZE ÜBER- LEITUNG GEM. IFRS 5* UMSÄTZE DER FORTGEFÜHRTEN BEREICHE
IN T€ IN % IN T€ IN T€ IN T€ IN %
--- --- --- --- --- --- ---
Inland 34.677 73,6 133.475 - 25.887 107.588 65,4
EU 11.139 23,6 53.906 - 8.002 45.904 27,9
Sonstiges Ausland 1.296 2,8 12.294 - 1.217 11.077 6,7
Summe 47.112 100,0 199.675 - 35.106 164.569 100,0

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2010 TRAFFIC & CONTROL COMMUNICATION AUTOMOTIVE COMMUNICATION ENTERPRISE COMMUNICATION
IN T€ IN % IN T€ IN % IN T€ IN %
--- --- --- --- --- --- ---
Inland 56.838 55,4 25.173 82,4 21.020 74,2
EU 33.605 32,7 4.849 15,9 6.675 23,6
Sonstiges Ausland 12.207 11,9 515 1,7 618 2,2
Summe 102.650 100,0 30.537 100,0 28.313 100,0

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2010 SECURITY COMMUNICATION GESAMT UMSÄTZE UBER- LEITUNG GEM. IFRS 5* UMSÄTZE DER FORTGEFÜHRTEN BEREICHE
IN T€ IN % IN T€ IN T€ IN T€ IN %
--- --- --- --- --- --- ---
Inland 33.244 67,2 136.275 - 33.178 103.097 61,1
EU 12.724 25,7 57.853 - 8.250 49.603 29,4
Sonstiges Ausland 3.500 7,1 16.840 - 902 15.938 9,5
Summe 49.468 100,0 210.968 - 42.330 168.638 100,0

* Wir verweisen auf die Darstellung der Überleitung unter H.

13,4 Prozent der Gesamtumsatzerlöse der fortgeführten Bereiche der Funkwerk-Gruppe wurden mit einem einzigen Kunden realisiert (entspricht 22.043 TEUR, Segmente TCC und SC).

(23) MATERIALAUFWAND

Die Materialaufwendungen setzen sich im Geschäftsjahr aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 74.821 TEUR (i. Vj. 80.166 TEUR) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 21.961 TEUR (i. Vj. 26.927 TEUR) zusammen. Betreffend die aufgegebenen Geschäftsbereiche betrug der Materialaufwand 12.962 TEUR (Vorjahr: 16.840 TEUR).

(24) PERSONALAUFWAND

Die Personalaufwendungen betreffen mit 66.429 TEUR (i. Vj. 68.375 TEUR) Aufwendungen für Löhne und Gehälter und mit 12.161 TEUR (i. Vj. 12.803 TEUR) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Betreffend die aufgegebenen Geschäftsbereiche betrug der Personalaufwand 16.102 TEUR (Vorjahr: 17.815 TEUR).

(25) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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2011 IN

T €
2010 IN

T €
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.220 760
Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten 465 1.128
Erträge aus der Auflösung des Abgrenzungspostens für Investitionszuschüsse und -zulagen 331 235
Fördermittel 623 1.642
Sachbezüge 464 508
Erträge aus Abgang Sachanlagevermögen 10 2
Kursgewinne 328 1.319
Auflösung von Wertberichtigungen 67 311
Übrige 2.147 939
Summe 6.655 6.844

Bezüglich der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen wird auf die Ausführungen unter F 13 verwiesen. Bei den Fördermitteln handelt es sich um geförderte Projekte, zum Beispiel im Rahmen von Forschungsaktivitäten, Aktivitäten zur Ausbildung von Nachwuchskräften (»Bildung und Forschung«) und Personalkostenzuschüsse.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wurden gebucht, sofern der zukünftige Abfluss von Ressourcen nicht mehr wahrscheinlich ist.

(26) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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2011

IN T€
2010

IN T€
Raum- und Gebäudekosten 4.452 4.715
Verwaltungsaufwendungen 6.467 6.232
Vertriebsaufwendungen 4.821 5.103
Zuführung Rückstellung für Garantie 1.289 1.231
Betriebsaufwendungen 2.338 2.678
Wertberichtigungen auf Umlaufvermögen 553 381
Kraftfahrzeugkosten 2.072 2.078
Kursverluste 382 432
Übrige 1.598 1.433
Summe 23.972 24.283

(27) WERTMINDERUNGS- UND SONSTIGE AUFWENDUNGEN AUS DEM PROJEKTGESCHÄFT ALGERIEN UND WERTMINDERUNGSAUFWENDUNGEN IMMATERIELLER VERMÖGENSWERTE

Zu Wertminderungsaufwendungen immaterieller Vermögenswerte verweisen wir auf Abschnitt E.1. des Konzernanhangs sowie den Konzernanlagespiegel.

Die für das Vorjahr ausgewiesenen Wertminderungen aus dem Projektgeschäft Algerien betrafen im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen aus in Arbeit befindlichen Projekten in Höhe von 6.056 TEUR, Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von 900 TEUR sowie die Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 570 TEUR.

(28) RESTRUKTURIERUNGSAUFWENDUNGEN

Die Restrukturierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2011 betreffen im Wesentlichen Abfindungen und Aufwendungen für Transfergesellschaften in Höhe von 3.546 TEUR (Vorjahr: 1.884 TEUR).

(29) FINANZERGEBNIS

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2011

T€
2010

T€
Gewinn aus Devisentermingeschäften /-optionen 7 383
Zinsen und ähnliche Erträge 221 91
Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 8
228 482
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.552 - 472
Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen - 610 - 613
Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte 0 - 858
Abwertung Finanzierungsforderungen 0 0
Abschreibungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 0 0
Abschreibungen auf Beteiligungen - 24 0
Verlust aus Devisentermingeschäften /-optionen - 259 - 212
- 2.445 - 2.155
Summe - 2.217 - 1.673

Die im Vorjahr erfolgte Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte betraf eine Teilabschreibung auf die kurzfristig nicht verfügbaren bzw. gesperrten Kontenguthaben in Algerien.

(30) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Zusammensetzung des Steueraufwands:

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2011

T€
2010

T€
Tatsächlicher Steueraufwand 2.335 3.864
Latenter Steueraufwand 1.274 2.225
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.609 6.089

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist in Höhe von 1.964 TEUR ein periodenfremder Steueraufwand enthalten.

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:

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31.12.2011 31.12.2010
AKTIVE LATENTE STEUERN PASSIVE LATENTE STEUERN AKTIVE LATENTE STEUERN PASSIVE LATENTE STEUERN
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 512 6.190 511 6.155
Sachanlagen 22 358 7 335
Finanzanlagen 738 713 737 713
Vorräte 1.757 1.989 4.625 2.796
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 25 510 20 3.232
Pensionsrückstellungen 682 0 484 0
Rückstellungen 374 0 641 0
Verbindlichkeiten 372 26 671 28
Abgegrenzte Investitionszuwendungen 32 0 97 0
Steuerliche Verlustvorträge 2.927 0 4.395 0
Saldierung - 7.441 - 7.441 - 12.188 - 12.188
Summe 0 2.345 0 1.071
Davon entfällt auf aufgegebene Geschäftsbereiche 0 1.279 0 0
Bilanzansatz 0 1.066 0 1.071

Überleitung vom erwarteten Ertragsteuerertrag zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand

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2011

IN T€
2010

IN T€
Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern - 15.340 - 16.608
Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern 3.534 - 706
Ergebnis vor Ertragsteuern - 11.806 - 17.314
Steuersatz der Funkwerk-Gruppe 26,00% 26,00 %
Erwarteter Ertragsteuerertrag - 3.070 - 4.502
ÜBERLEITUNG
Steuersatzabweichungen
a) Auswirkung von Steuersatzänderungen / Steuersatzdifferenzen - 64 - 702
b) Effekte aus Steuersatzdifferenzen ausländischer Steuerhoheiten - 36 - 2
Steuereffekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage
a) Steuerfreie ausländische Betriebsstätteneinkünfte gem. DBA 552 2.783
b) Steuerfreie Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne - 1.220 0
c) Steuerlich nicht anerkannte Veräußerungsverluste 0 868
d) Nicht abziehbare Aufwendungen 319 257
e) Sonstige steuerfreie Erträge - 96 0
f) Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 138 106
Ansatz und Bewertung aktiver latenter Steuern
a) Nichtansatz von aktiven latenten Steuern 5.469 6.442
b) Nutzung steuerlicher Verlustvorträge, auf die bisher keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden - 300 - 185
c) Latenzierung steuerlicher Verlustvorträge, auf die bisher keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden - 100 - 272
d) Verfall steuerlicher Verlustvorträge, auf die bisher keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden 0 16
e) Verfall steuerlicher Verlustvorträge, die im laufenden Jahr entstanden sind 243 0
Aperiodische Effekte
a) Laufende und latente Steuern Vorjahre 1.884 2.421
Steuerliche Auswirkungen auf Konsolidierungsebene
a) Abschreibung Firmenwert 481 262
Sonstige - 67 73
Ertragsteueraufwand 4.133 7.566
davon Ertragsteuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 524 - 1.477
davon Ertragsteuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 3.609 6.089
Konzernsteuerquote (fortgeführte Geschäftsbereiche) - 23,53% - 36,66%

Für inländische Konzerngesellschaften wurde auf steuerliche Verlustvorträge von insgesamt 47.641 TEUR (i. Vj. 34.851 TEUR) kein latenter Steueranspruch ausgewiesen.

G. Kapitalflussrechnung

(31) CASH FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT

Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit ist ein Indikator dafür, in welchem Maße es durch die operative Unternehmenstätigkeit gelungen ist, Zahlungsmittelüberschüsse zu erwirtschaften.

Die Position »Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge« beinhaltet insbesondere den Ertrag aus dem Verkauf der Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH in Höhe von 5.071 TEUR. Demgegenüber stehen u. a. Aufwendungen im Rahmen der Bilanzierung von Aktienoptionen gemäß IFRS 2 in Höhe von 107 TEUR (Vj. 152 TEUR).

(32) CASH FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Dieser Cash Flow gibt das Ausmaß an, in dem Aufwendungen für Ressourcen getätigt wurden, die künftige Erträge und Cash Flows erwirtschaften sollen.

(33) EINZAHLUNGEN AUS DER VERÄUSSERUNG VON KONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN

Die Einzahlungen resultieren aus dem Verkauf des konsolidierten Tochterunternehmens Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH und stellen die Differenz aus Kaufpreis abzüglich Transaktionskosten sowie abgehende liquide Mittel (15 TEUR) dar.

(34) FREE CASH FLOW

Der Free Cash Flow dient als Kennzahl zur unternehmensinternen Steuerung.

(35) CASH FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit geht einher mit dem im Berichtsjahr erfolgten Abschluss einer Konsortialfinanzierung. Die beanspruchte Linie zum Bilanzstichtag betrug 12.500 TEUR.

(36) FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich aus 17.424 TEUR (Vorjahr: 10.377) der fortgeführten und 527 TEUR (Vorjahr: 1.679 TEUR) der aufgegebenen Geschäftsbereiche zusammen.

Per 31. Dezember 2011 sind insgesamt 9.866 TEUR (davon 9.486 TEUR bei drei deutschen Geschäftsbanken auf sogenannten Verpfändungskonten) verfügungsbeschränkt angelegt.

Nicht im Finanzmittelfonds enthalten sind verfügungsbeschränkte Bankguthaben in Algerien in Höhe von 3.000 TEUR (Vj. 3.000 TEUR), da diese im Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte enthalten sind.

Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht Abschnitt 5, Risikobericht und Risikomanagement, Risiken aus dem Algerien-Geschäft.

Bezüglich der Nettocashflows der aufgegebenen Geschäftsbereiche verweisen wir auf Abschnitt C.2 des Konzernanhangs.

H. Segmentberichterstattung

Funkwerk gliedert das Geschäft in klar voneinander abgrenzbare Geschäftsbereiche: Traffic & Control Communication (kurz: TCC), Automotive Communication (kurz: AC), Enterprise Communication (kurz: EC [ aufgegebener Geschäftsbereich ] ), Security Communication (kurz: SC).

Der Vorstand der Funkwerk hat in 2011 die Entscheidung getroffen, dass der Bereich EC zukünftig nicht mehr von strategischem Interesse ist. Das interne Reporting beinhaltete in 2011 die drei strategischen Segmente sowie das Verkaufssegment EC.

Somit erfolgt die Segmentberichterstattung in Übereinstimmung mit dem IFRS 8.

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JAHR TCC

T€
AC

T€
EC

T€
SC

T€
NICHT ZU- GEORDNETE POSTEN

T€
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2011 21.293 6.374 0 9.192 0
2010 26.270 9.327 5.763 8.522 0
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2011 2.367 3.457 2.198 3.270 0
2010 3.562 2.778 2.494 3.226 0
Vorräte 2011 19.418 4.185 0 12.008 0
2010 21.709 5.878 2.936 13.037 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus in Arbeit befindlichen Projekten 2011 20.834 3.545 0 14.345 0
2010 21.173 2.212 1.812 10.449 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2011 0 0 0 0 32.085
2010 0 0 0 0 20.561
Segmentvermögenswerte 2011 61.545 14.104 0 35.603 32.085
2010 69.152 17.417 10.511 32.008 20.561
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2011 4 0 0 0 0
2010 4 7 0 32 0
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2011 0 0 0 0 14.631
2010 0 0 0 0 0
Gesamtvermögen 2011 61.549 13.887 0 34.312 48.166
2010 69.156 17.424 10.511 32.040 20.561
Pensionsverpflichtungen 2011 4.659 0 0 8.163 0
2010 4.424 0 48 8.053 0
Erhaltene Anzahlungen 2011 6.536 169 0 2.299 0
2010 6.644 0 7 2.084 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2011 16.681 2.892 0 8.366 0
2010 16.785 3.658 1.194 7.731 0
Rückstellungen 2011 8.907 969 0 1.656 0
2010 8.906 2.125 620 2.672 0
Sonstige Schulden 2011 0 0 0 0 32.299
2010 0 0 0 0 20.282
Segmentschulden 2011 36.783 4.030 0 20.484 32.299
2010 36.759 5.783 1.869 20.540 20.282
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 2011 0 0 0 0 15.658
2010 0 0 0 0 0
Gesamtschulden 2011 36.783 4.030 0 20.484 47.957
2010 36.759 5.783 1.869 20.540 20.282

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KONZERN GESAMT

T€
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 36.859
49.882
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 11.292
12.060
Vorräte 35.611
43.560
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus in Arbeit befindlichen Projekten 38.724
35.646
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 32.085
20.561
Segmentvermögenswerte 143.279
149.649
Sonstige langfristige Vermögenswerte 4
43
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 14.631
0
Gesamtvermögen 157.914
149.692
Pensionsverpflichtungen 12.822
12.525
Erhaltene Anzahlungen 9.004
8.735
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.939
29.368
Rückstellungen 11.532
14.323
Sonstige Schulden 32.299
20.282
Segmentschulden 93.596
85.233
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 15.658
0
Gesamtschulden 109.254
85.233

Die langfristigen Vermögenswerte bezogen auf die ausländischen Konzerngesellschaften belaufen sich auf 2.480 TEUR (Vorjahr: 2.689 TEUR) und betreffen das Segment TCC (im Vorjahr TCC mit 2.648 TEUR und EC mit 41 TEUR).

EBIT-ERMITTLUNG UND ÜBERLEITUNG ZUM ERGEBNIS DER AKTIONÄRE

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JAHR TCC

T€
AC

T€
EC

T€
SC

T€
KONZERN

T€
Umsatzerlöse gesamt 2011 99.228 25.613 27.925 55.689 208.455
2010 102.682 30.811 28.494 57.508 219.495
Umsatzerlöse mit anderen Geschäftsbereichen* 2011 5 38 160 8.577 8.780
2010 32 274 181 8.040 8.527
Umsatzerlöse extern 2011 99.223 25.575 27.765 47.112 199.675
2010 102.650 30.537 28.313 49.468 210.968
Sonstige betriebliche Erträge 2011 7.558 3.491 500 645 12.194
2010 3.790 1.713 1.127 1.389 8.019
Segmenterlöse 2011 106.781 29.066 28.265 47.757 211.869
2010 106.440 32.250 29.440 50.857 218.987
Bestandsveränderungen UE und FE 2011 - 2.403 - 19 0 478 - 1.944
2010 - 585 - 61 0 1.036 390
Aktivierte Eigenleistungen (Entwicklung) 2011 1.444 2.334 1.749 1.864 7.391
2010 2.663 2.167 2.085 2.524 9.439
Materialaufwand 2011 43.570 16.143 13.871 23.198 96.782
2010 49.033 18.919 13.917 25.224 107.093
Personalaufwand 2011 37.136 11.071 9.685 20.698 78.590
2010 39.339 10.575 9.769 21.495 81.178
Planmäßige Abschreibungen Anlagevermögen 2011 1.842 1.627 312 1.476 5.257
2010 2.565 1.419 1.030 1.382 6.396
Planmäßige Abschreibungen Entwicklungsleistungen 2011 831 1.292 530 1.147 3.800
2010 336 549 192 1.045 2.122
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2011 13.050 4.075 6.669 8.060 31.854
2010 12.466 3.872 5.929 9.128 31.395
Betriebsergebnis vor Wertminderungsaufw. und Restrukturierungsaufwendungen 2011 9.393 - 2.827 - 1.053 - 4.480 1.033
2010 4.779 - 978 688 - 3.857 632
Wertminderungsaufwand Algerien 2011 0 0 0 0 0
2010 0 0 0 7.816 7.816
Wertminderungsaufwand immaterieller Vermögenswerte 2011 2.500 2.778 0 0 5.278
2010 1.301 936 0 1.195 3.432
Restrukturierungsaufwendungen 2011 1.557 1.458 116 1.678 4.809
2010 1.129 0 148 875 2.152
Betriebsergebnis = Segmentergebnis 2011 5.336 - 7.063 - 1.169 - 6.158 - 9.054
2010 2.349 - 1.914 540 - 13.743 - 12.768

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AUFGEGEBENE GB

T€
KORR. KONS.

T€
FORTGEFÜHRTE GB

T€
Umsatzerlöse gesamt
Umsatzerlöse mit anderen Geschäftsbereichen*
Umsatzerlöse extern - 44.056 8.950 164.569
- 50.801 8.471 168.638
Sonstige betriebliche Erträge - 6.269 730 6.655
- 2.027 852 6.844
Segmenterlöse - 50.325 9.680 171.224
- 52.828 9.323 175.482
Bestandsveränderungen UE und FE 8 0 - 1.936
48 0 438
Aktivierte Eigenleistungen (Entwicklung) - 1.750 0 5.641
- 2.085 0 7.354
Materialaufwand - 21.912 8.950 83.820
- 25.311 8.471 90.253
Personalaufwand - 16.102 0 62.488
- 17.815 0 63.363
Planmäßige Abschreibungen Anlagevermögen - 726 0 4.531
-1.268 0 5.128
Planmäßige Abschreibungen Entwicklungsleistungen - 530 0 3.270
-192 0 1.930
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 8.612 730 23.972
- 7.964 852 24.283
Betriebsergebnis vor Wertminderungsaufw. und Restrukturierungsaufwendungen - 4.185 0 - 3.152
- 2.315 0 - 1.683
Wertminderungsaufwand Algerien 0 0 0
0 0 7.816
Wertminderungsaufwand immaterieller Vermögenswerte 0 0 5.278
0 0 3.432
Restrukturierungsaufwendungen - 116 0 4.693
- 148 0 2.004
Betriebsergebnis = Segmentergebnis - 4.069 0 - 13.123
- 2.167 0 - 14.935

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JAHR TCC

T€
AC

T€
EC

T€
SC

T€
KONZERN

T€
Finanzergebnis 2011 - 2.752
2010 - 4.546
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2011 - 11.806
2010 - 17.314
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2011 - 4.133
2010 - 7.566
Ergebnis der Aktionäre 2011 - 15.939
2010 - 24.880

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AUFGEGEBENE GB

T€
KORR. KONS.

T€
FORTGEFÜHRTE GB

T€
Finanzergebnis 535 0 - 2.217
2.873 0 - 1.673
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 3.534 0 - 15.340
706 0 - 16.608
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 524 0 - 3.609
1.477 0 - 6.089
Ergebnis der Aktionäre - 3.010 0 - 18.949
2.183 0 - 22.697

* Die Umsatzerlöse mit anderen Geschäftsbereichen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

ÜBERLEITUNG DER SEGEMENTBERICHTERSTATTUNG FÜR UMSATZERLÖSE, BETRIEBSERGEBNIS VOR WERTMINDERUNGS- UND RESTRUKTURIERUNGSAUFWENDUNGEN UND BETRIEBSERGEBNIS DER FORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSBEREICHE

Umsatzerlöse der fortgeführten Geschäftsbereiche

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JAHR TCC

T€
AC

T€
EC

T€
SC

T€
KONZERN

T€
Umsatzerlöse für das Segment 2011 99.228 25.613 27.925 55.689 208.455
2010 102.682 30.811 28.494 57.508 219.495
Umsatzerlöse mit anderen Geschäftbereichen* 2011 - 5 - 38 - 160 - 8.577 - 8.780
2010 - 32 - 274 - 181 - 8.040 - 8.527
Reduzierung der Umsatzerlöse der aufgegebenen Geschäftsbereiche - 12.777 - 3.353 - 27.765 0 - 43.895
- 19.025 - 3.286 - 28.313 0 - 50.624
Umsatzerlöse der Segmente, die mit aufgegebenem Geschäftsbereich fortgeführt werden 2011 0 386 0 8.403 8.789
2010 0 328 0 7.966 8.294
Umsatzerlöse fortgeführte Geschäftsbereiche 2011 86.446 22.608 0 55.515 164.569
2010 83.625 27.579 0 57.434 168.638

* Die Umsatzerlöse mit anderen Geschäftsbereichen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Betriebsergebnis vor Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen der fortgeführten Geschäftsbereiche

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JAHR TCC

T€
AC

T€
EC

T€
SC

T€
NICHT ZUGEORDNETE AUFWENDUNGEN

T€
Betriebsergebnis vor Wertminderungs und Restrukturierungsaufwendungen 2011 9.393 - 2.827 - 1.053 - 4.480
2010 4.779 - 978 688 - 3.857
Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungs- aufwendungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche 2011 - 4.941 163 1.053 0 - 460
2010 - 1.224 - 162 - 688 0 - 241
Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungs- aufwendungen der fortgeführten Geschäftsbereiche 2011 4.452 - 2.664 0 - 4.480 - 460
2010 3.555 - 1.140 0 - 3.857 - 241

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KONZERN

T€
Betriebsergebnis vor Wertminderungs und Restrukturierungsaufwendungen 1.033
632
Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsaufwendungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche - 4.185
- 2.315
Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsaufwendungen der fortgeführten Geschäftsbereiche - 3.152
- 1.683

Betriebsergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche

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JAHR TCC

T€
AC

T€
EC

T€
SC

T€
NICHT ZUGEORDNETE AUFWENDUNGEN

T€
Betriebsergebnis 2011 5.336 - 7.063 - 1.169 - 6.158
2010 2.349 - 1.914 540 - 13.743
Betriebsergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche 2011 - 4.941 163 1.169 0 - 460
2010 - 1.224 - 162 - 540 0 - 241
Betriebsergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 2011 395 - 6.900 0 - 6.158 - 460
2010 1.125 - 2.076 0 - 13.743 - 241

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KONZERN

T€
Betriebsergebnis - 9.054
- 12.768
Betriebsergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche - 4.069
- 2.167
Betriebsergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche - 13.123
- 14.935

Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten erfolgt zu marktüblichen Konditionen wie unter fremden Dritten.

Die Darstellung des Finanzergebnisses entspricht dem Management-Approach des IFRS 8.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten ist Gliederungspunkt E. zu entnehmen.

I. Sonstige Angaben

1. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Im Funkwerk Konzern bestanden zum Bilanzstichtag Bürgschaftsverpflichtungen zugunsten von Kunden und Lieferanten sowie Bankbürgschaften in Höhe von 29.721 TEUR (Vorjahr: 39.312 TEUR). Diese setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Bürgschaften für Vertragserfüllungen in Höhe von 16.645 TEUR (Vorjahr: 16.488 TEUR) und Anzahlungen in Höhe von 9.256 TEUR (Vorjahr: 18.376 TEUR). Im Vorjahr bestanden zudem Schuldbeitrittsvereinbarungen der Tochtergesellschaft Funkwerk Security Communications GmbH in Höhe von 690 TEUR sowie der Funkwerk Information Technologies York Ltd. (mittelbare Tochtergesellschaft) in Höhe von 344 TEUR.

2. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN, SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND FINANZIERUNGSLEASING ALS LEASINGGEBER

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für:

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LAUFZEIT
BIS 1 JAHR

T€
BIS 5 JAHRE

T€
SUMME

T€
--- --- --- ---
Langfristige Miet- und Pachtverträge 3.235 2.697 5.932
Langfristige Leasingverträge 1.277 1.674 2.951
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 34 105 139
4.546 4.476 9.022
davon fortgeführte Geschäftsbereiche 3.692 3.800 7.492

Die Miet- und Leasingaufwendungen des Geschäftsjahres betragen 3.766 TEUR (Vorjahr: 5.907 TEUR).

Finanzierungsleasing als Leasinggeber

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LAUFZEIT
31.12.2011

T€
BIS 1 JAHR

T€
1 BIS 5 JAHRE

T€
--- --- --- ---
Bruttoinvestition 235 64 155
Barwert Mindestleasingzahlungen 219
Noch nicht realisierter Finanzertrag 16

Es handelt sich um eine Leasingvereinbarung über LED Banden über eine Gesamtlaufzeit von 60 Monaten.

3. DURCHSCHNITTLICHE ZAHL DER ARBEITNEHMER NACH GRUPPEN WÄHREND DES GESCHÄFTSJAHRES

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2011 2010
Vorstand 2 2
Geschäftsführung 23 23
Verwaltung 88 96
Entwicklung 284 292
Vertrieb / Projekt management 282 300
Produktion 557 586
Sonstige 8 6
1.244 1.305
Auszubildende 60 67
1.304 1.372

4. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 sind Vorstand und Aufsichtsrat, vgl. I.8.

Beziehungen zu »related parties« im Sinne von IAS 24 bestehen zu nahe stehenden Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind und zum Mehrheitsaktionär Hörmann Funkwerk Holding GmbH bzw. Hörmann Holding GmbH & Co. KG (HHKG) gehören.

Die Geschäftsbeziehungen der Funkwerk AG zur HHKG beschränken sich auf die Weiterberechnung von Versicherungsaufwendungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie sonstigen verauslagten Kosten in Höhe von 109 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR). Die Geschäftsbeziehungen von Tochtergesellschaften der Funkwerk AG zur HHKG beziehen sich ebenfalls auf Versicherungsaufwendungen sowie Rechts- und Beratungskosten und belaufen sich auf insgesamt 30 TEUR (Vorjahr: 31 TEUR). Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 104 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

Die Tochtergesellschaften der Funkwerk AG haben mit Unternehmen, die verbundene Unternehmen der HHKG sind, Umsätze in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) getätigt. Die Lieferungen wurden zu Marktpreisen bzw. zu Selbstkosten einschließlich eines angemessenen Gewinnzuschlags in Rechnung gestellt. Die eingeräumten Zahlungsziele sind marktüblich. Zum Bilanzstichtag bestehen hieraus wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eine Tochtergesellschaft der Funkwerk AG hat in 2009 einen Entwicklungsvertrag mit der Hörmann GmbH abgeschlossen und hierfür Entwicklungsleistungen in Höhe von 335 TEUR in 2009 erbracht. Im Geschäftsjahr 2011 ist dieser Entwicklungsvertrag aufgehoben worden. Für die Rückübertragung der Produktrechte an die Gesellschaft hat die Hörmann GmbH 240 TEUR berechnet. Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 285 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

Die Tochtergesellschaften der Funkwerk AG haben im Geschäftsjahr 2011 keine weiteren Lieferungen und Leistungen von sonstigen verbundenen Unternehmen der HHKG (Vorjahr: 15 TEUR) bezogen. Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2011 sowie im Vorjahr nicht.

Es bestand ein Mietvertrag zwischen der Microsyst Systemelectronic GmbH und der Grundner Industrie und Beteiligungen GmbH, Kirchseeon, in Höhe von jährlich 78 TEUR bis zum 31. Dezember 2011. Zudem bestand ein Mietvertrag zwischen der Funkwerk plettac electronic GmbH und der Ehefrau von Herrn Dr. Grundner in Höhe von jährlich 10 TEUR, welcher im Berichtsjahr aufgehoben wurde.

Des Weiteren bestand ein Pachtvertrag zwischen der Funkwerk Akademie GmbH und der Schloss Beichlingen GbR, an welcher Herr Hörmann mehrheitlich beteiligt ist, in Höhe von 36 TEUR p. a. Dieser Pachtvertrag wurde zum 31. Oktober 2011 gekündigt.

Mit dem Beteiligungsunternehmen Funkwerk ES Iberia S.L. bestehen Liefer- und Leistungsbeziehungen. So erfolgten Lieferungen und Leistungen durch die Tochterunternehmen in Höhe von 812 TEUR (Vorjahr: 733 TEUR). Sie bezogen Leistungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen seitens des Funkwerk-Konzerns hieraus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 126 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 48 TEUR).

5. WESENTLICHE RISIKEN UND UNSICHERHEITEN

Grundsätzlich werden rechtliche Risiken durch die Bildung von Rückstellungen in Höhe der voraussichtlichen Belastung berücksichtigt. Außer den durch Rückstellungen ausreichend abgedeckten Risiken sind bis zum heutigen Tag keine weiteren Risiken oder Unsicherheiten erkennbar.

6. ERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS § 161 AKTG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die gemäß § 161 AktG geforderte Erklärung, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« entsprochen wird und in Zukunft entsprochen werden soll, abgegeben und den Aktionären auf der Homepage http://www.funkwerk.com zugänglich gemacht.

7. BEFREIUNGEN NACH § 264 ABS. 3 HGB

Die Tochterunternehmen Hörmann-Funkwerk Kölleda GmbH und Funkwerk Dabendorf GmbH nehmen die Befreiung von der Offenlegung ihrer Abschlüsse sowie zur Aufstellung der Lageberichte gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

8. ANGABEN ZU VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Vorstände

Herr Dipl.-Betriebswirt Johann M. Schmid-Davis, Zorneding

Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Revision, Rechts- und Vertragswesen, IT, Personal- und Sozialwesen, Investor Relations, Koordination des Konzerneinkaufs
Herr Dipl.-Ing. Carsten Ahrens, Kaarst

Koordinierung der Technologie und Produktplanung, Entwicklung der Geschäftsbereiche, Weiterentwicklung der Führungsinstrumente, Merger & Akquisition
Herr Dr. Ing. Hans Grundner, Anzing, (bis 19.05.2011)

Vergütung

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsbezogenen Komponente und wird in Höhe und Struktur vom Aufsichtsrat der Funkwerk AG festgelegt.

Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem Fixum zuzüglich Nebenleistungen und Versorgungszusagen zusammen und ist nicht vom Erreichen bestimmter Ziele abhängig; er wird monatlich ausgezahlt. Neben dem monatlichen Fixum erhalten alle Vorstandmitglieder zusätzlich Nebenleistungen, welche die private Dienstwagennutzung sowie Versicherungsprämien beinhaltet. Diese Vergütungsbestandteile stehen allen Vorstandsmitgliedern zu und werden von jedem versteuert.

Eine ausführliche Darstellung der Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder ist dem Lagebericht für das Geschäftsjahr zu entnehmen.

Vorstandsbezüge

Die kurzfristig fälligen Leistungen setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

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ERFOLGSUNABHÄNGIGE VERGÜTUNG ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNG VERSORGUNGSZUSAGEN
2011

2010

2011

2010

2011

2010

--- --- --- --- --- --- ---
J. Schmid-Davis 165.005 184.731 40.000 0 15.000 15.000
C. Ahrens 228.300 53.315 0 0 3.750 0
Dr. H. Grundner 111.795 231.636 0 0 10.000 24.000
Summe 505.100 469.682 40.000 0 28.750 39.000

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AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG GESAMTBEZÜGE
2011

2010

2011

2010

--- --- --- --- ---
J. Schmid-Davis 0 10.080 220.005 209.811
C. Ahrens 0 10.080 232.050 63.395
Dr. H. Grundner 0 10.080 121.795 265.716
Summe 0 30.240 573.850 538.922

Im Geschäftsjahr 2011 konnten die Vorstände keine Optionen ausüben.

Aufsichtsrat

Herr Alfons Hörmann, Wertingen,

Geschäftsführer der Hörmann Holding & Co. KG, Kirchseeon,

stellvertretender Vorsitzender bis 18. März 2011; Vorsitzender seit 18. März 2011
Herr Prof. Dr. Gerhard P. Fettweis, Dresden,

Hochschullehrer,

stellvertretender Vorsitzender seit 18. März 2011
Herr Dr.-Ing. Manfred Egner, Aidlingen,

Generalbevollmächtigter / Non-Executive Director der Freudenberg & Co. KG, Weinheim,

Mitglied seit 19. Mai 2011
Herr Maximilian Ardelt, Starnberg,

Unternehmer,

Vorsitzender bis 18. März 2011, Mitglied bis 19. Mai 2011

Herr Alfons Hörmann war im Berichtszeitraum Mitglied in folgenden Aufsichtsräten

Schöck AG, Baden-Baden (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG, Oberstdorf (Vorsitzender des Beirats)
Scaltel AG, Waltenhofen (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Hörmann Automotive Gustavsburg GmbH, Gustavsburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 1. Dezember 2011)
Hörmann Automotive Penzberg GmbH, Penzberg (Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 30. November 2011)
DSV Leistungssport GmbH, Planegg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (Ehrenamtlich)
DSV Marketing GmbH, Planegg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (Ehrenamtlich)

Herr Prof. Dr. Gerhard P. Fettweis war im Berichtszeitraum Mitglied in folgenden Aufsichtsräten

Qualitpe AG, Dresden (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
DEWB AG, Jena (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
ZMDI AG, Dresden (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Signalion GmbH, Dresden (Mitglied des Beirats)

Herr Dr.-Ing. Manfred Egner war im Berichtszeitraum Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:

Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG (Mitglied des Aufsichtsrats)

Herr Maximilian Ardelt war im Berichtszeitraum bis zu seinem Ausscheiden Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:

TechData Corporation, Clearwater / Florida (Mitglied des Board of Directors)
Tiburon Partners AG, München (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Ecommerce Alliance AG (vorher Getmobile Europe PLC), München (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Stulz Holding GmbH, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Mannstaedt GmbH, Troisdorf (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Technische Universität Graz, Graz, Österreich (stv .Vorsitzender des Unirats)
Neumüller CeWe Color Stiftung (Mitglied im Kuratorium)

Vergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist geregelt in § 12 der Satzung der Funkwerk AG und unterteilt sich in einen fixen, einen variablen Bestandteil sowie in Sitzungsgeld. Bei der Höhe der Bezüge wird zwischen dem Vorsitz und den übrigen Mitgliedern unterschieden.

Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder

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FIXE BEZÜGE SITZUNGSGELD VARIABLE BEZÜGE
2011

2010

2011

2010

2011

2010

--- --- --- --- --- --- ---
Alfons Hörmann 9.458 4.437 14.300 9.750 0 0
Prof. Dr. Gerhard Fettweis 6.958 2.958 10.400 5.200 0 0
Dr. Manfred Egner 3.069 0 5.200 0 0 0
Maximilian Ardelt 2.167 8.979 5.200 14.950 0 0
Christian A. Hufnagl 0 4.083 0 2.600 0 0
Niels L. Chrestensen 0 2.042 0 1.300 0 0
Summe 21.652 22.499 35.100 33.800 0 0

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GESAMTBEZÜGE
2011

2010

--- --- ---
Alfons Hörmann 23.758 14.187
Prof. Dr. Gerhard Fettweis 17.358 8.158
Dr. Manfred Egner 8.269 0
Maximilian Ardelt 7.367 23.929
Christian A. Hufnagl 0 6.683
Niels L. Chrestensen 0 3.342
Summe 56.752 56.299

9. HONORARE FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER - ANGABE NACH § 314 ABS. 1 NR. 9 HGB

Im laufenden Geschäftsjahr wurden für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 HGB, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, sowie mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen, als Aufwand folgende Honorare erfasst:

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2011

T€
Abschlussprüfung 427
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 63
Steuerberatungsleistungen 31
Sonstige Leistungen 123
644

10. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Am 13. Januar 2012 wurde der Verkauf der Funkwerk Enterprise Communications GmbH mit den zum bisherigen Geschäftsbereich EC gehörigen Tochtergesellschaften erfolgreich abgeschlossen. Mit Unterzeichnung des Notarvertrags gingen die Gesellschaften auf die spanische Teldat-Gruppe, Madrid, über. Aus der Transaktion flossen der Funkwerk AG wie erwartet liquide Mittel in Höhe von rund 8,5 Mio. Euro zu.

Mit notariellem Kaufvertrag vom 21. März 2012 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Funkwerk Avionics GmbH, das bestehende Gesellschafterdarlehen sowie weitere Forderungen an ein deutsches Beteiligungsunternehmen verkauft. Der Funkwerk AG werden aus dem Verkauf bis Ende März 2012 rund 1,0 Mio. Euro liquide Mittel zufließen.

Seitens des bestehenden Kreditkonsortiums unter der Führung der Commerzbank AG wurde am 26. März 2012 verbindlich zugesichert, dass in Folge der Konzernumstrukturierung und der aus den Verkäufen zugeflossenen Mitteln der seit März 2011 bestehende Konsortialkreditvertrag mit Nachtragsvereinbarung angepasst wird. Im Mittelpunkt des Nachtrags wird hierbei die Reduktion der Kreditmittel von 75,5 Mio. Euro auf 50,0 Mio. Euro, aufgeteilt in eine Barmittellinie von 10 Mio. Euro und eine Avalkreditlinie von 40 Mio. Euro stehen. Damit einhergehend werden die Mittel aus den Verkäufen in Höhe von rund 18 Mio. Euro der Funkwerk AG zur freien Verfügung gestellt. Zudem wurde vereinbart, dass die bestehenden Ausfallbürgschaften aus dem Bund- / Länderprogramm »Deutschlandfonds« seitens der Kreditgeber wieder zurück gegeben werden und damit ab dem Geschäftsjahr 2012 die Bedingung, dass sich der Mehrheitseigentümer der Funkwerk AG verpflichtet, im Rahmen der Hauptversammlungen für eine Gewinnthesaurierung zu stimmen, wieder entfällt. Mit einer vertraglichen Umsetzung des Nachtrags wird bis Mitte 2012 gerechnet.

Weitere wichtige Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die nicht im Anhang oder Lagebericht ausgeführt wurden, sind bisher nicht eingetreten.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011 (BRUTTODARSTELLUNG)

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ANLAGE-

VERMÖGEN 2011
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
STAND AM 01.01.2011

T€
ZUGANGE

T€
ABGANGE

T€
ABGÄNGE ENTKONSOLIDIERUNG UND KLASSIFIZIERUNG IFRS 5*

T€
UMBUCHUNGEN

T€
WÄHRUNGS-

POSTEN

T€
--- --- --- --- --- --- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 17.677 1.192 (122) (5.236) 717 8
2. Firmenwert 19.265 0 0 ( 4.121) 0 0
3. Entwicklungskosten 61.821 7.384 0 (12.427) (717) 20
98.763 8.576 (122) (21.784) 0 28
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.890 39 0 (41) 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.257 604 (31) (510) 43 6
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.307 1.349 (557) (5.049) 59 4
4. Anlagen im Bau 116 724 0 (44) (102) 0
61.570 2.716 (588) (5.644) 0 10
160.333 11.292 (710) (27.428) 0 38

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ANLAGE-

VERMÖGEN 2011
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGS-

KOSTEN
ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN
STAND AM 31.12.2011 STAND AM 01.01.2011 ZUGÄNGE ABGÄNGE
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ABSCHREIBUNGEN WERTMINDERUNGEN IFRS 5

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WERT-

MINDERUNGEN**
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENS-

WERTE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 14.236 14.364 1.432 72 0 (110)
2. Firmenwert 15.144 10.104 100 1.750 0
3. Entwicklungskosten 56.081 38.637 3.801 0 4.276 0
85.461 63.105 5.233 172 6.026 (110)
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücks-

gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
10.888 4.115 408 0 0 (79)
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.369 25.580 1.620 0 0 (24)
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung
17.113 17.651 1.557 67 0 (500)
4. Anlagen im Bau 694 0 0 0 0 0
58.064 47.346 3.585 67 (603)
143.525 110.451 8.818 239 6.026 (713)

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ANLAGEVERMÖGEN 2011 ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN BUCHWERT
ABGÄNGE ENTKONSOLIDIERUNG UND KLASSIFIZIERUNG IFRS 5*

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UMBUCHUNGEN

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STAND AM 01.01.2011

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WÄHRUNGS-

POSTEN

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STAND AM 31.12.2011

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STAND AM 31.12.2011

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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten (4.410) 52 14.364 8 11.408 2.828
2. Firmenwert (2.235) 0 10.104 0 9.719 5.425
3. Entwicklungskosten (6.938) (52) 38.637 3 39.727 16.354
(13.583) 0 63.105 11 60.854 24.607
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (18) 0 4.115 0 4.426 6.462
2. Technische Anlagen und Maschinen (493) 0 25.580 5 26.688 2.681
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (4.080) 0 17.651 3 14.698 2.415
4. Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 694
(4.591) 0 47.346 8 45.812 12.252
(18.174) 0 110.451 19 106.666 36.859

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ANLAGEVERMÖGEN 2011 BUCHWERT
STAND AM 31.12.2010

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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 3.313
2. Firmenwert 9.161
3. Entwicklungskosten 23.184
35.658
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.775
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.677
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.656
4. Anlagen im Bau 116
14.224
49.882

* Abgänge betreffen im Geschäftsjahr entkonsolidierte Geschäftsbereiche sowie Umgliederungen auf Grund der Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.

** Die Zugänge zu den Wertminderungen stellen die Differenz dar aus Wertminderungsaufwendungen immaterieller Vermögenswerte sowie dem Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 (BRUTTODARSTELLUNG]

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ANLAGEVERMÖGEN 2010 ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
STAND AM 01.01.2010

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ZUGÄNGE

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ABGÄNGE

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ABGÄNGE ENTKONSOLIDIERUNG

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UMBUCHUNGEN

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WÄHRUNGSPOSTEN

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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 17.825 847 - 285 - 143 - 651 84
2. Firmenwert 19.265 0 0 0 0 0
3. Entwicklungskosten 51.831 9.438 0 - 247 638 161
88.921 10.285 - 285 - 390 - 13 245
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.590 64 - 599 - 165 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.851 635 - 181 - 94 34 12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.310 964 - 770 - 271 58 16
4. Anlagen im Bau 119 112 - 36 0 - 79 0
61.870 1.775 - 1586 - 530 13 28
150.791 12.060 - 1.871 - 920 0 273

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ANLAGEVERMÖGEN 2010 ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN
STAND AM 31.12.2010 STAND AM 01.01.2010 ZUGÄNGE ABGÄNGE ABGÄNGE ENTKONSOLIDIERUNG
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ABSCHREIBUNGEN* WERTMINDERUNGEN
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 17.677 12.586 2.124 0 - 282 - 143
2. Firmenwert 19.265 9.104 0 1.000 0 0
3. Entwicklungskosten 61.821 34.344 2.122 2.432 0 - 247
98.763 56.034 4.246 3.432 - 282 - 390
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.980 4.406 472 0 - 598 - 165
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.257 24.018 1.820 0 - 174 - 94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.307 16.611 2.054 0 - 754 - 271
4. Anlagen im Bau 116 31 5 0 - 36 0
61.570 45.066 4.351 0 - 1.562 - 530
160.333 101.100 8.597 3.432 - 1.844 - 920

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ANLAGEVERMÖGEN 2010 ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN BUCHWERT
WÄHRUNGSPOSTEN

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STAND AM 31.12.2010

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STAND AM 01.01.2010

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STAND AM 31.12.2010

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STAND AM 31.12.2009

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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 79 14.364 12.586 3.313 5.239
2. Firmenwert 0 10.104 9.104 9.161 10.161
3. Entwicklungskosten - 14 38.637 34.344 23.184 17.487
65 63.105 56.034 35.658 32.887
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 4.115 4.406 6.775 7.184
2. Technische Anlagen und Maschinen 10 25.580 24.018 3.677 4.833
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11 17.651 16.611 3.656 4.699
4. Anlagen im Bau 0 0 31 116 88
21 47.346 45.066 14.224 16.804
86 110.451 101.100 49.882 49.691

* Die Zugänge zu den Abschreibungen sind in den Posten Planmäßige Abschreibungen (TEUR 8.518) sowie Restrukturierungsaufwendungen (TEUR 79) der Gesamtergebnisrechnung enthalten.

Kölleda, 26. März 2012

- Der Vorstand -

Johann M. Schmid-Davis

Carsten Ahrens

Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer

Wir haben den von der Funkwerk AG, Kölleda, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Leipzig, den 26. März 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Huber, Wirtschaftsprüfer

Dr. Flascha, Wirtschaftsprüfer