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FUCHS PETROLUB SE — Interim / Quarterly Report 2011
Nov 3, 2011
170_10-q_2011-11-03_8c56abbe-f819-4b75-969a-f905de58ea6e.pdf
Interim / Quarterly Report
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Q3 ZUM 30. SEPTEMBER 2011
ZWISCHENberich t
- Umsatzwachstum zweistellig
- EBIT erreicht 200 Mio €
- Rekord-EBIT des Jahres 2010 soll unverändert übertroffen werden
FUCHS PETROLUB AG
DIE ERSTEN NEUN MONATE 2011 auf einen Blick
Konzern
| Werte in Mio € | 1−9 / 2011 | 1−9/2010 | |
|---|---|---|---|
| Umsatz 1 | 1.255 | 1.084 | |
| Europa | 770 | 651 | |
| Asien-Pazifik, Afrika | 312 | 281 | |
| Nord- und Südamerika | 211 | 184 | |
| Konsolidierung | –38 | –32 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 200 | 191 | |
| Ergebnis nach Steuern | 137 | 133 | |
| Ergebnis je Aktie in € | |||
| Stammaktie | 1,91 | 1,85 | |
| Vorzugsaktie | 1,93 | 1,87 | |
| Brutto-Cashflow | 149 | 127 | |
| Investitionen2 | 24 | 22 | |
| Beschäftigte (zum 30. September) | 3.710 | 3.538 |
1 Nach Sitz der Gesellschaften
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
INHALT
Die ersten neun Monate 2011 auf einen Blick 02
Brief an die Aktionäre 04
Lagebericht des Konzerns 06
- Umfeld 06
- Geschäftsverlauf im 3. Quartal 07
- Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten 09
- Vermögens- und Finanzlage 12
- Investitionen und Beteiligungen 12
- Kapitalflussrechnung 12
- Forschung und Entwicklung 13
- Mitarbeiter 14
- Chancen und Risiken 14
- Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen 15
- Ausblick 16
- Die FUCHS-Aktien 17
Finanzbericht des Konzerns 18
- Gewinn- und Verlustrechnung 18
- Gesamtergebnisrechnung 20
- Bilanz 21
- Entwicklung des Konzerneigenkapitals 22
- Kapitalflussrechnung 24
- Segmente 25
- Anhang 26
- Finanzkalender 30
- Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen 31
Brief an die Ak tionäre
Sehr geehrte Ak tionärinnen und Ak tionäre ,
Der FUCHS PETROLUB Konzern hat im dritten Quartal 2011 den Umsatz weiter ausgebaut und setzte in den ersten neun Monaten 1.255 Mio € um. Alle drei Weltregionen haben zum Wachstum beigetragen. Das Dreivierteljahresergebnis nach Steuern beläuft sich auf 137 Mio €.
Der freie Cashflow des dritten Quartals war sehr zufriedenstellend. Sowohl in diesem als auch im vergangenen Jahr hat das volumen- und preisbedingte Umsatzwachstum Mittel gebunden.
Mit einer Eigenkapitalquote von 62% und einer Überschussliquidität von 64 Mio € zum Quartalsende haben wir eine solide finanzielle Ausstattung.
Bei unserer Wachstumsinitiative kommen wir gut voran: Zusätzliches Personal in allen drei Weltregionen sowie Investitionen in Forschung und Vertrieb, Spezialitäten, Schlüsselwerke und Wachstumsmärkte sind die Grundlage für unser zukünftiges organisches Wachstum.
Die weltweite Konjunkturlage ist insbesondere durch die Staatsschuldenkrise in Europa, in den USA und Japan eingetrübt. Die im Jahresverlauf deutlich gestiegenen Rohstoffkosten verharren insgesamt auf hohem Niveau. Unsere Sachkosten steigen planmäßig aufgrund der Wachstumsinitiative und durch inflationäre Tendenzen in vielen Ländern.
Für das gesamte Jahr 2011 streben wir weiterhin an, das hohe Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 250 Mio € des Vorjahres zu übertreffen. Die Steigerung wird von der Umsatzdynamik Ende des Jahres abhängen.
Stefan Fuchs Vorsitzender des Vorstands
Lagebericht des Konzerns
Um feld
Zum Herbstbeginn 2011 haben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft laut Gemeinschaftsdiagnose führender Wirtschaftsforschungsinstitute deutlich verschlechtert. Während die konjunkturelle Verlangsamung in den Schwellenländern moderat blieb und größtenteils wirtschaftspolitisch gewollt war, belastet die europäische Schuldenkrise zunehmend die europäische Binnenkonjunktur. Für Deutschland erwarten die Institute, dass das BIP in diesem Jahr nur noch um 2,9% zunehmen wird, während man im Sommer noch mit einem Anstieg um 3,6% gerechnet hatte.
Wichtige Abnehmerindustrien entwickeln sich wie folgt:
- Bis August 2011 hat sich die globale Stahlproduktion laut Weltstahlverband (World Steel Association) um 8,3% erhöht. Im Gesamtjahr wird mit einer weltweiten Nachfragesteigerung um 6,5% gerechnet, vor allem wegen des Wachstums in den Schwellenländern. In Deutschland lag die Produktion bis September laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl um 3,6% über dem Dreivierteljahr 2010. Für das Gesamtjahr wird von einer Produktionssteigerung um 4% ausgegangen.
- Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hält die Branchenlage trotz internationaler Risiken für stabil und rechnet für das Jahr 2011 weiterhin mit einem deutschen Produktionszuwachs um 14%, nachdem bis August ein Plus von 16,7% aufgelaufen war.
- Nach Brancheneinschätzungen wird sich der globale Pkw-Absatz im Jahr 2011 um etwa 4% erhöhen. In Deutschland stiegen laut Verband der Automobilindustrie (VDA) im Dreivierteljahr 2011 die Produktion um 7%, der Export um 8% und die Neuzulassungen um 11%.
- Während sich das Wachstum des globalen Chemiemarkts abgeschwächt hat, geht der Verband der Chemischen Industrie (VCI) weiterhin von einem guten Jahr für die deutsche Branche aus und bekräftigte erneut seine Gesamtjahresprognose. Man rechnet für 2011 mit einer Steigerung der Produktion in Deutschland um 5%.
Die Schmierstoffnachfrage in den Industrieländern USA, Japan, Deutschland, Frankreich und Italien, die zusammen rund ein Drittel der weltweiten Schmierstoffmengen auf sich vereinigen, ist kumuliert bis zum Sommer 2011 um rund 2% gestiegen. Allerdings war die Nachfrage im Sommer gegenüber dem Frühjahr rückläufig. Für den globalen Schmierstoffmarkt erwarten wir im Gesamtjahr 2011 ebenfalls eine Volumensteigerung in einer Größenordnung von 2%.
Gesc häf tsverl au f im 3. Quartal
Umsatz
Der Umsatz des dritten Quartals 2011 markierte mit 426 Mio € (383) einen neuen Höchstwert. Der Anstieg um insgesamt 11% gegenüber dem dritten Quartal 2010 war vor allem preis-, aber auch mengenbedingt. Im dritten Quartal konnten die hohen Volumina des zweiten Quartals nicht wiederholt werden. Gleichzeitig reduzierten gegenläufige Währungs- und Konsolidierungseffekte die organisch erzielten Zuwächse um etwa ein Viertel.
Die Umsatzentwicklung im Überblick:
| Mio € | % | |
|---|---|---|
| Organisches Wachstum | 57 | 15 |
| Externes Wachstum | –6 | –2 |
| Wechselkurseffekte | –8 | –2 |
| Umsatzwachstum | 43 | 11 |
Umsatzentwicklung nach Regionen
| Gesamtver | Gesamtver | Organisches | Externes | Wechsel | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3. Quartal | 3. Quartal | änderung | änderung | Wachstum | Wachstum | kurseffekte | |
| in Mio € | 2011 | 2010 | absolut | in% | in% | in% | in% |
| Europa | 260 | 228 | 32 | 14 | 14 | 1 | –1 |
| Asien-Pazifik, Afrika | 106 | 99 | 7 | 7 | 16 | –9 | – |
| Nord- und Südamerika | 73 | 67 | 6 | 9 | 17 | 1 | –9 |
| Konsolidierung | –13 | –11 | –2 | – | – | – | – |
| Gesamt | 426 | 383 | 43 | 11 | 15 | –2 | –2 |
Unsere drei Weltregionen verzeichneten im dritten Quartal ähnlich hohe organische Wachstumsraten von 14% bis 17%. In Asien-Pazifik, Afrika halbierte sich dieses Wachstum jedoch durch die Umstellung zweier vormals quotal konsolidierter Gesellschaften auf die At-equity-Konsolidierung, und in Nord- und Südamerika hatte insbesondere ein schwächerer US-Dollar einen ähnlichen Effekt.
Innerhalb der Regionen konnten insbesondere die Gesellschaften in Nordamerika, Australien und Deutschland ihre Umsätze gegenüber den beiden Vorquartalen nennenswert erhöhen.
Ertrag
Mit der Ausweitung seines Umsatzes um 11% konnte der Konzern im dritten Quartal 2011 sein Bruttoergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,9 Mio € oder 4,7% auf 154,4 Mio € (147,5) steigern. Der unterproportionale Ergebniszuwachs ist rohstoffkostenbedingt. Gleichzeitig stiegen die Funktionsbereichs- und sonstigen Aufwendungen um 6,4 Mio € bzw. 7,8%, so dass sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungsergebnis nur leicht um 0,5 Mio € auf 65,8 Mio € (65,3) erhöhte. Die Erhöhung der Funktionsbereichskosten ist im Wesentlichen Folge höherer Umsätze sowie eines wachstumsorientierten Personalaufbaus.
Das von unseren Joint Ventures im Mittleren Osten stammende Beteiligungsergebnis lag mit 0,5 Mio € (1,6) unter Vorjahr. Ursachen sind ein reduzierter Geschäftsumfang und Risikovorsorgen. Damit liegt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 66,3 Mio € um 0,6 Mio € unter dem Wert des Vorjahresquartals (66,9). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 45,3 Mio € (46,2).
Den absolut höchsten Beitrag zum Konzern-EBIT steuerte Europa mit 33,4 Mio € (32,8) bei. Dabei betrug die EBIT-Marge 12,9% (14,4%). Nord- und Südamerika wies mit 21,4% (23,0%) die höchste EBIT-Marge aus. Der absolute EBIT-Beitrag der Region erreichte 15,7 Mio € (15,4). In Asien-Pazifik, Afrika wurde ein EBIT von 18,4 Mio € erwirtschaftet, die EBIT-Marge (vor Beteiligungsergebnis) betrug 16,9% (18,1%).
Gesc häf tsverl au f in den ersten neun monaten
Umsatz
Mit 1.255 Mio € (1.084) erwirtschaftete der Konzern in den ersten neun Monaten 2011 16% oder 171 Mio € mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wesentlicher Treiber dieses Wachstums waren ansehnliche Volumensteigerungen in Verbindung mit vor allem rohstoffkostenbedingten Verkaufspreiserhöhungen. Beide Faktoren zusammen hatten ein organisches Wachstum von 196 Mio € oder 18% zur Folge, das von leicht negativen Konsolidierungsund Wechselkurseffekten gedämpft wurde.
Die Umsatzentwicklung im Überblick:
| Umsatzwachstum | 171 | 16 |
|---|---|---|
| Wechselkurseffekte | –9 | –1 |
| Externes Wachstum | –16 | –1 |
| Organisches Wachstum | 196 | 18 |
| Mio € | % |
Umsatzentwicklung nach Regionen
| in Mio € | Januar bis September 2011 |
Januar bis September 2010 |
Gesamtver änderung absolut |
Gesamtver änderung in% |
Organisches Wachstum in% |
Externes Wachstum in% |
Wechsel kurseffekte in% |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Europa | 770 | 651 | 119 | 18 | 17 | 1 | – |
| Asien-Pazifik, Afrika | 312 | 281 | 31 | 11 | 19 | –9 | 1 |
| Nord- und Südamerika | 211 | 184 | 27 | 15 | 21 | 1 | –7 |
| Konsolidierung | –38 | –32 | –6 | – | – | – | – |
| Gesamt | 1.255 | 1.084 | 171 | 16 | 18 | –1 | –1 |
Die Region Europa erlöste mit 770 Mio € (651) insgesamt 18% oder 119 Mio € mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Wachstum der Region war mit 17% fast zur Gänze organisch bedingt. Vor allem die Gesellschaften in der Ukraine und in Russland zeigten weit überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten.
Asien-Pazifik, Afrika erwirtschaftete ein organisches Wachstum von 19% oder 53 Mio €. Die Bilanzierung gemäß der Equity-Methode von bisher quotal konsolidierten Gesellschaften im Mittleren Osten reduzierte allerdings den Umsatzausweis um 29 Mio €. Insofern weist die Region im Saldo ein negatives externes Wachstum von – 9% aus. Unter Berücksichtigung leicht positiver Wechselkurseffekte von 4 Mio € bzw. 1% steigerte die Region ihre Umsatzerlöse um insgesamt 11% oder 31 Mio € auf 312 Mio € (281). Überdurchschnittlich hohe organische Wachstumsraten innerhalb dieser Region erwirtschafteten vor allem die Gesellschaften in China, Indien, Südkorea und der Türkei.
Nord- und Südamerika steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um 27 Mio € bzw. 15%. Organisch wuchs die Region sogar um 38 Mio € bzw. 21%. Vor allem ein im Vergleich zum Vorjahr schwächerer US-Dollar beeinflusste den Umsatz der Region mit – 7% negativ. Bei überdurchschnittlichen Umsatzsteigerungen insbesondere in den USA und Kanada erwirtschaftete die Region einen Umsatz von 211 Mio € (184).
Ertrag
Der FUCHS PETROLUB Konzern steigerte seinen Bruttoertrag in den ersten neun Monaten 2011 auf 463,6 Mio € (427,3). Das ist ein Zuwachs um 8,5% gegenüber dem Vorjahr. Basis des Erfolgs waren volumen-, produktmix- und preisbedingt höhere Umsatzerlöse (+16%). Treiber der Verkaufspreiserhöhungen waren die erheblich angestiegenen Rohstoffkosten, die sich gleichzeitig in einem Rückgang der Bruttomarge auf 37,0% (39,4%) auswirkten.
Die übrigen Personal- und Sachkosten stiegen gleichzeitig um 9,3% oder 22,4 Mio € auf 263,4 Mio € (241,0). Ursache waren höhere Fracht- und Provisionsaufwendungen als Folge des gestiegenen Volumens sowie vermehrte Personalkosten. Zusätzliches Personal in allen
drei Weltregionen sowie Investitionen in Forschung und Vertrieb aufgrund unserer Wachstumsoffensive wirkten sich neben weltweit gestiegenen Lohn- und Gehaltskosten aus. Auch die Akquisition des Geschäfts mit lebensmitteltechnischen Schmierstoffen unter der Marke CASSIDA schlug sich in diesem Kostenanstieg nieder.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungsergebnis stieg somit um 7,4% oder 13,6 Mio € auf 197,6 Mio € (184,0). Bezogen auf den Umsatz belief sich das EBIT vor Beteiligungsergebnis auf 15,8% (17,0%).
Das Beteiligungsergebnis ist belastet durch Risikovorsorgen in Bezug auf unsere Joint Ventures im Mittleren Osten. Auch lassen sich die letztjährigen Rekordergebnisse dieser Gesellschaften im laufenden Jahr nicht wiederholen. Insofern liegt das Beteiligungsergebnis mit 2,6 Mio € unter dem Vorjahreswert von 6,8 Mio €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 4,9% oder 9,4 Mio € auf 200,2 Mio € (190,8).
Nach Berücksichtigung des liquiditätsbedingt verbesserten Finanzergebnisses (– 3,0 Mio € nach – 3,7 Mio € im Vorjahr) und der Ertragsteuern von 60,3 Mio € (54,4) erwirtschaftete der Konzern ein Ergebnis nach Steuern von 136,9 Mio € (132,7).
Die Ergebnissteigerung stammt zu etwa gleichen Teilen aus den Regionen Europa sowie Nord- und Südamerika. Nord- und Südamerika erwirtschaftete den relativ stärksten Zuwachs beim Segmentergebnis. Das Segmentergebnis dieser Region erhöhte sich um 12,4% auf 46,2 Mio € (41,1) und die EBIT-Marge erreichte 21,9% (22,4%). Der Zuwachs in Europa betrug 6,2%. Mit 102,2 Mio € (96,2) erreichte die EBIT-Marge dieser Region den Wert von 13,3% (14,8%). Das Segmentergebnis in der Region Asien-Pazifik, Afrika blieb bedingt durch niedrigere Beteiligungserträge der nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften mit 54,9 Mio € (58,1) hinter dem des Vorjahres zurück. Die EBIT-Marge (vor Beteiligungsergebnis) dieser Region belief sich auf 16,8% (18,3%).
Das Ergebnis je (gesplittete) Aktie belief sich auf 1,91 € (1,85) je Stammaktie sowie 1,93 € (1,87) je Vorzugsaktie.
V ermögens - und F inanzl age
Der Konzern ist mit einer Eigenkapitalausstattung von 606,6 Mio € und einer Eigenkapitalquote von 62,4% sehr solide finanziert. Die liquiden Mittel machen 86,7 Mio € aus und übersteigen damit die Finanzverbindlichkeiten von 22,3 Mio € deutlich.
Investitionen und Beteiligungen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im FUCHS PETROLUB Konzern in den ersten neun Monaten 2011 beliefen sich auf 23,8 Mio € (21,6). Investitionsschwerpunkt war das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in Mannheim.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 20,7 Mio € (16,0).
K apitalflu ssrec hnung
Der Brutto-Cashflow der ersten neun Monate 2011 beläuft sich auf 149,2 Mio € (127,1). Darin enthalten sind Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte in Höhe von 20,7 Mio € (16,0).
Vor allem umsatzgetrieben, aber auch vorratsbedingt ist gleichzeitig das Nettoumlaufvermögen um 82,4 Mio € (52,7) angestiegen. Dennoch liegt der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit mit 82,5 Mio € (79,4) auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 17,2 Mio € (13,9), so dass sich der freie Cashflow auf 65,3 Mio € (65,5) belief.
Forsc h ung und Ent wic klung
Im Berichtszeitraum wurden im Bereich Forschung und Entwicklung der deutschen FUCHS-Gesellschaften zahlreiche neue Produkte entwickelt. Die Auswahl der vorgestellten Neuprodukte gibt einen Hinweis auf die breite Vielfalt der Anwendungen, die FUCHS als Nischenspezialist abdeckt.
- Für den Einsatz an Windkraft-Generatoren wurde von FUCHS LUBRITECH ein spezielles Hochleistungs-Wälzlagerfett für extreme Temperaturen bei gleichzeitig hohen Belastungen entwickelt. Das Urethyn XHD 2 erfüllt bereits alle Anforderungen eines namhaften Herstellers und wird dort auf 5-Megawatt-Anlagen eingesetzt.
- Mit dem RENOLIN UNISYN CLP 220 PA wurde ein neu entwickeltes Hochleistungsöl für Anwendungen in Zentral-Umlaufsystemen von Papiermaschinen auf den Markt gebracht. Dieses Produkt wurde auf Basis vollsynthetischer Basisöle entwickelt und erfüllt höchste Ansprüche an die thermische Stabilität, den Korrosionsschutz und das Verschleißschutzvermögen. RENOLIN UNISYN CLP 220 PA ist erfolgreich in sehr großen Umlaufsystemen namhafter Papier-, Kartonagen- und Hygieneartikel-Hersteller im Einsatz und erfüllt alle Anforderungen der Nass- und Trockenpartie von Papiermaschinen. Das Produkt gewährleistet eine hohe Lebensdauer und einen zuverlässigen Betrieb der Produktionsanlagen.
- Mit der WISURA DSW-Reihe ist es gelungen, eine neue wasserbasierte Produktreihe zu entwickeln, die für die Umformung von Stahl hervorragend geeignet ist, auch in größeren Verdünnungen. Die ersten Praxisergebnisse stimmen sehr zuversichtlich. Auch schwerere Umformungen sind möglich. Die gefertigten Teile fallen nahezu trocken und können im Fall von DSW 3001 und 4002 auch ohne Reinigung überschweißt bzw. durch die Glühe gefahren werden. Der Kundennutzen durch Einsparung der Reinigung ist erheblich. Basis der mineralölfreien WISURA DSW-Reihe ist ein modifizierter Pflanzenester.
Mitarbeiter
Zum 30. September 2011 waren im FUCHS PETROLUB Konzern weltweit 3.710 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahlen zu Jahresbeginn (3.584) und im Vergleichszeitraum des Vorjahres (3.538) berücksichtigen noch die Personen der zu diesem Zeitpunkt quotal konsolidierten Gesellschaften im Mittleren Osten (11 bzw. 12). Auf bereinigter Basis hat der FUCHS PETROLUB Konzern damit 137 Personen mehr als zu Jahresbeginn beschäftigt. Die für unsere Wachstumsinitiative wichtigen Neueinstellungen fanden in allen Regionen statt.
| 30. 9. 2011 | 31.12.2010 | 30.9.2010 | |
|---|---|---|---|
| Europa | 2.343 | 2.258 | 2.226 |
| Asien-Pazifik, Afrika | 845 | 824 | 810 |
| Nord- und Südamerika | 522 | 502 | 502 |
| Gesamt | 3.710 | 3.584 | 3.538 |
Die Mitarbeiterzahlen im Überblick:
C hanc en und Risik en
Im Geschäftsbericht 2010 hat FUCHS ausführlich über die aus seiner internationalen Geschäftstätigkeit resultierenden Chancen und Risiken berichtet. Seither haben sich keine wesentlichen Änderungen ergeben. Nach unserer Einschätzung bestehen gegenwärtig und in absehbarer Zeit für den FUCHS PETROLUB Konzern keine wesentlichen Einzelrisiken. Auch die Gesamtsumme der Risiken bzw. Risiko-Kombinationen gefährdet nicht den Fortbestand des Konzerns.
Der FUCHS PETROLUB Konzern hat ein adäquates Risikomanagementsystem implementiert, welches sicherstellt, dass Chancen und Risiken frühzeitig erkannt und adressiert werden. Für die typischen Geschäftsrisiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zur Folge haben könnte, ist Vorsorge getroffen.
Gesc häf te mit nahestehenden Unternehm en und Personen
Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG zum 31. Dezember 2010 ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor." Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, hat als Abschlussprüferin der FUCHS PETROLUB AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit ihrem uneingeschränkten Testat versehen.
Es lagen zum 30. September 2011 keine Anhaltspunkte vor, die uns zu einer abweichenden Aussage über die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen veranlassen würden.
Au sblic k
Die Staatsschuldenkrise mit der Gefahr einer erneuten weltweiten Finanzkrise hat die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2011 verlangsamt. Gleichzeitig stellen unverändert hohe Rohstoffkosten große Herausforderungen an die Unternehmen. Auch FUCHS kann sich dem nicht entziehen. Erwartungsgemäß ist die Bruttomarge rückläufig. Gleichzeitig liegen die Personal- und Sachkosten durch die laufende Wachstumsinitiative weiter über dem Vorjahr.
Für das Gesamtjahr 2011 erwartet der FUCHS PETROLUB Konzern Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr und strebt an, das bisherige Rekord-EBIT von 250 Mio € zu übertreffen. Angesichts der konjunkturellen Abschwächung wird es allerdings schwierig, im vierten Quartal den hohen Vorjahreswert (59 Mio €) wieder zu erreichen.
Der Konzern wird trotz der fortgesetzten Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Wachstumsmärkte und auch unter Berücksichtigung des erhöhten Geschäftsvolumens einen ansprechenden freien Cashflow erwirtschaften.
Der FUCHS PETROLUB Konzern beabsichtigt, zum 1. Dezember 2011 die Betriebsrenten für rund 430 inländische Leistungsempfänger in Höhe von rund 50 Mio € auf externe Versorgungsträger zu übertragen. Mit dem Wechsel von der innenfinanzierten Abbildung über Pensionsrückstellungen zu einer Lösung über einen externen Versorgungsträger verkürzt sich die Bilanzsumme und es werden biometrische Risiken wie die zunehmende Lebenserwartung, Tod oder Berufsunfähigkeit sowie Kapitalanlagerisiken übertragen.
DIE FUCHS-AK TIEN
Die volatile Kursentwicklung des zweiten Quartals setzte sich im dritten Quartal aufgrund der sich verschärfenden Euro-Staatsschuldenkrise und der damit einhergehenden Risiken für Banken und andere Wirtschaftsbereiche verstärkt fort.
Die FUCHS-Stammaktie schloss im XETRA-Handel am 30. September 2011 mit 30,23 € und lag damit um 8,1% unter dem Jahresschlusskurs 2010. Die Vorzugsaktie verzeichnete mit einem Kurs von 31,09 € einen Rückgang von 15,9%. DAX und MDAX verloren im gleichen Zeitraum 20,4% bzw. 17,6%.
Kursentwicklung von Stamm- und Vorzugsaktien im Vergleich zu DA X und MDA X (1. Januar – 30. September 2011)
Vorzugsaktie Stammaktie DAX MDAX
Gewinn - und V erlu strec hnung
18
| in Mio € | Dreivierteljahr 2011 | Dreivierteljahr 2010 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.254,6 | 1.083,5 | |
| Kosten der umgesetzten Leistung | –791,0 | –656,2 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 463,6 | 427,3 | |
| Vertriebsaufwand | –178,8 | –164,2 | |
| Verwaltungsaufwand | –64,6 | –57,8 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | –20,0 | –19,0 | |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | –2,6 | –2,3 | |
| EBIT vor Beteiligungsergebnis | 197,6 | 184,0 | |
| Beteiligungsergebnis | 2,6 | 6,8 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 200,2 | 190,8 | |
| Finanzergebnis | –3,0 | –3,7 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 197,2 | 187,1 | |
| Ertragsteuern | –60,3 | –54,4 | |
| Ergebnis nach Steuern | 136,9 | 132,7 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 0,6 | 0,7 | |
| Ergebnis, das den Aktionären der | |||
| FUCHS PETRO LUB AG zuzurechnen ist |
136,3 | 132,0 | |
| Ergebnis je Aktie in €1 | |||
| Stammaktie | 1,91 | 1,85 | |
| Vorzugsaktie | 1,93 | 1,87 | |
1 Jeweils unverwässert und verwässert.
Gewinn - und V erlu strec hnung
| in Mio € | 3.Quartal 2011 | 3.Quartal 2010 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 426,1 | 382,8 | |
| Kosten der umgesetzten Leistung | –271,7 | –235,3 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 154,4 | 147,5 | |
| Vertriebsaufwand | –59,2 | –55,8 | |
| Verwaltungsaufwand | –21,9 | –19,3 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | –6,6 | –6,3 | |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | –0,9 | –0,8 | |
| EBIT vor Beteiligungsergebnis | 65,8 | 65,3 | |
| Beteiligungsergebnis | 0,5 | 1,6 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 66,3 | 66,9 | |
| Finanzergebnis | –1,1 | –0,7 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 65,2 | 66,2 | |
| Ertragsteuern | –19,9 | –20,0 | |
| Ergebnis nach Steuern | 45,3 | 46,2 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 0,2 | 0,3 | |
| Ergebnis, das den Aktionären der | |||
| FUCHS PETRO LUB AG zuzurechnen ist |
45,1 | 45,9 | |
| Ergebnis je Aktie in €1 | |||
| Stammaktie | 0,63 | 0,64 | |
| Vorzugsaktie | 0,64 | 0,65 | |
1 Jeweils unverwässert und verwässert.
Gesamtergebnisrec hnung
| in Mio € | Dreivierteljahr 2011 | Dreivierteljahr 2010 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 136,9 | 132,7 | |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | |||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts | |||
| von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | 0,0 | 0,0 | |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | |||
| ausländischer Tochterunternehmen | –9,7 | 13,9 | |
| at equity einbezogener assoziierter Unternehmen | 0,2 | –0,2 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste aus leistungs | |||
| orientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen | 1,6 | –4,0 | |
| Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete | |||
| Wertänderungen | –0,5 | 1,1 | |
| Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | –8,4 | 10,8 | |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | 128,5 | 143,5 | |
| davon Anteile der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG | 127,9 | 142,8 | |
| davon Anteile andererer Gesellschafter | 0,6 | 0,7 |
| in Mio € | 3.Quartal 2011 | 3.Quartal 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 45,3 | 46,2 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts | ||
| von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | 0,0 | 0,0 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | ||
| ausländischer Tochterunternehmen | 4,5 | –15,7 |
| at equity einbezogener assoziierter Unternehmen | 0,3 | –0,7 |
| Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste aus leistungs | ||
| orientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen | 0,0 | –2,5 |
| Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete | ||
| Wertänderungen | 0,0 | 4,6 |
| Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,6 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 4,8 | –13,7 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | 50,1 | 32,5 |
| davon Anteile der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG | 49,9 | 32,2 |
| davon Anteile anderer Gesellschafter | 0,2 | 0,3 |
| in Mio € | 30. 9. 2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 116,3 | 123,2 | |
| Sachanlagen | 205,5 | 201,2 | |
| At equity bewertete Beteiligungen | 22,7 | 6,8 | |
| Sonstige Finanzanlagen | 4,7 | 5,7 | |
| Latente Steueransprüche | 21,7 | 21,9 | |
| Langfristige V ermögenswerte |
370,9 | 358,8 | |
| Vorräte | 235,1 | 187,2 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 253,2 | 221,4 | |
| Steuerforderungen | 1,5 | 2,3 | |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 24,1 | 32,4 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 86,7 | 92,1 | |
| Kurzfristige V ermögenswerte |
600,6 | 535,4 | |
| Bilanzsumme | 971,5 | 894,2 | |
| Passiva | |||
| Gezeichnetes Kapital | 71,0 | 71,0 | |
| Rücklagen des Konzerns | 398,0 | 302,6 | |
| Konzerngewinn | 136,3 | 170,7 | |
| Kapital des FUCHS PETROLUB Konzerns | 605,3 | 544,3 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1,3 | 1,6 | |
| Eigenkapital | 606,6 | 545,9 | |
| Rückstellungen für Pensionen | 67,5 | 74,4 | |
| Sonstige Rückstellungen | 6,3 | 6,6 | |
| Latente Steuerschulden | 15,8 | 16,1 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 0,7 | 0,1 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3,1 | 2,6 | |
| Langfristiges Fremdkapital | 93,4 | 99,8 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 125,6 | 114,5 | |
| Rückstellungen | 53,5 | 56,2 | |
| Steuerverbindlichkeiten | 33,8 | 27,3 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 21,6 | 19,6 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 37,0 | 30,9 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 271,5 | 248,5 | |
| Bilanzsumme | 971,5 | 894,2 |
Ent wic klung des Konzerneigenkapitals
| Ausstehende | Gezeichnetes | Kapital | |
|---|---|---|---|
| in Mio € | Aktien (Stücke) | Kapital AG | rücklage AG |
| Stand 31.12.2009 | 23.660.000 | 71,0 | 94,6 |
| Dividendenzahlungen | |||
| Ergebnis nach Steuern 1.1.−30.9.2010 | |||
| Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen |
|||
| Sonstige Änderungen | |||
| Stand 30.9.2010 | 23.660.000 | 71,0 | 94,6 |
| Stand 31.12.2010 | 23.660.000 | 71,0 | 94,6 |
| Effekte aus sukzessivem Anteilserwerb | |||
| Dividendenzahlungen | |||
| Ergebnis nach Steuern 1.1.−30.9.2011 | |||
| Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen |
|||
| Sonstige Änderungen | |||
| Stand 30.9.2011 | 70.980.0003 | 71,0 | 94,6 |
1 Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste nach Steuern aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen.
2 Bei den sonstigen Eigenkapitalposten handelt es sich um die Währungsrücklagen des Konzerns.
3 Nach Aktiensplit vom Juni 2011.
| Eigenkapital | Anteile anderer Gesellschafter |
Kapital des FUCHS PETRO LUB Konzerns |
Sonstige Eigen kapitalposten2 |
Erwirtschaftetes Eigenkapital Konzern |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 392,9 | 1,4 | 391,5 | –15,8 | 241,7 | |
| –39,9 | –0,4 | –39,5 | –39,5 | ||
| 132,7 | 0,7 | 132,0 | 132,0 | ||
| 10,8 | 10,8 | 13,7 | –2,9 | ||
| 0,0 | 0,0 | ||||
| 496,5 | 1,7 | 494,8 | –2,1 | 331,3 | |
| 545,9 | 1,6 | 544,3 | 7,7 | 371,0 | |
| –4,2 | –0,4 | –3,8 | –3,8 | ||
| –63,6 | –0,4 | –63,2 | –63,2 | ||
| 136,9 | 0,6 | 136,3 | 136,3 | ||
| –8,4 | –8,4 | –9,5 | 1,11 | ||
| 0,0 | –0,1 | 0,1 | 0,1 | ||
| 606,6 | 1,3 | 605,3 | –1,8 | 441,5 | |
K apitalflu ssrec hnung
| in Mio € | 30.9. 2011 | 30.9.2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 136,9 | 132,7 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 20,7 | 16,0 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | –5,0 | –14,3 |
| Veränderung der latenten Steuern | –0,8 | –0,5 |
| Nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen | –2,6 | –6,8 |
| Brutto-Cashflow | 149,2 | 127,1 |
| Veränderung der Vorräte | –54,4 | –30,6 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | –43,8 | –47,5 |
| Veränderung der übrigen Aktiva | 1,9 | –11,4 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15,8 | 25,4 |
| Veränderung der übrigen Passiva (ohne Finanzverbindlichkeiten) | 14,1 | 16,4 |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | –0,3 | 0,0 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 82,5 | 79,4 |
| Investitionen in langfristige Vermögenswerte | –24,8 | –21,6 |
| Erwerb von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | –0,4 | 0,0 |
| Verkauf von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0,0 | 0,0 |
| Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | 2,1 | 1,2 |
| Erhaltene Dividenden | 5,9 | 6,5 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | –17,2 | –13,9 |
| Freier Cashflow | 65,3 | 65,5 |
| Ausschüttungen für das Vorjahr | –63,6 | –39,9 |
| Veränderung der Bank- und Leasingverbindlichkeiten | 4,0 | –35,3 |
| Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter | –4,2 | 0,0 |
| Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit | –63,8 | –75,2 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der V orperiode |
92,1 | 89,9 |
| Zahlungsmittelveränderung aufgrund Veränderung des Konsolidierungskreises | –5,8 | 0,0 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 82,5 | 79,4 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | –17,2 | –13,9 |
| Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit | –63,8 | –75,2 |
| Effekt aus der Währungsumrechnung des Finanzmittelfonds | –1,1 | 3,0 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode 1 | 86,7 | 83,2 |
| Angaben zum Erwerb und zum V erkauf von Unternehmen |
||
| und sonstigen Geschäftseinheiten (in Mio €) | ||
| Gesamtbetrag aller Kaufpreise 2 | 0,4 | 0,0 |
| Gesamtbetrag der miterworbenen Bestände an Zahlungsmitteln | 0,0 | 0,0 |
| Saldo des erworbenen Nettovermögens | 0,4 | 0,0 |
| Gesamtbetrag aller Verkaufspreise | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtbetrag der mitveräußerten Bestände an Zahlungsmitteln | 0,0 | 0,0 |
| Saldo des veräußerten Nettovermögens | 0,0 | 0,0 |
1 Der Finanzmittelfonds umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns.
2 Der Kaufpreis wurde vollständig mit Zahlungsmitteln erbracht.
Segm ente
| Summe | Holding | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Asien | Nord | operative | inkl. | FUCHS | ||
| Pazifik, | und Süd | Gesell | Konsoli | PETROLUB | ||
| in Mio € | Europa | Afrika | amerika | schaften | dierung | Konzern |
| Dreivierteljahr 2011 | ||||||
| Umsätze nach Sitz der | ||||||
| Gesellschaften | 770,3 | 312,1 | 211,4 | 1.293,8 | –39,2 | 1.254,6 |
| EBIT vor Beteiligungsergebnis | 102,2 | 52,3 | 46,2 | 200,7 | –3,1 | 197,6 |
| in % vom Umsatz | 13,3 | 16,8 | 21,9 | 15,5 | 15,8 | |
| Beteiligungsergebnis | – | 2,6 | – | 2,6 | 2,6 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 102,2 | 54,9 | 46,2 | 203,3 | –3,1 | 200,2 |
| Dreivierteljahr 2010 | ||||||
| Umsätze nach Sitz der | ||||||
| Gesellschaften | 650,8 | 281,0 | 183,6 | 1.115,4 | –31,9 | 1.083,5 |
| EBIT vor Beteiligungsergebnis | 96,2 | 51,3 | 41,1 | 188,6 | –4,6 | 184,0 |
| in % vom Umsatz | 14,8 | 18,3 | 22,4 | 16,9 | 17,0 | |
| Beteiligungsergebnis | – | 6,8 | – | 6,8 | 6,8 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 96,2 | 58,1 | 41,1 | 195,4 | –4,6 | 190,8 |
| Summe | Holding | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Asien | Nord | operative | inkl. | FUCHS | ||
| Pazifik, | und Süd | Gesell | Konsoli | PETROLUB | ||
| in Mio € | Europa | Afrika | amerika | schaften | dierung | Konzern |
| 3. Quartal 2011 | ||||||
| Umsätze nach Sitz der | ||||||
| Gesellschaften | 259,9 | 106,0 | 73,3 | 439,2 | –13,1 | 426,1 |
| EBIT vor Beteiligungsergebnis | 33,4 | 17,9 | 15,7 | 67,0 | –1,2 | 65,8 |
| in % vom Umsatz | 12,9 | 16,9 | 21,4 | 15,3 | 15,4 | |
| Beteiligungsergebnis | – | 0,5 | – | 0,5 | 0,5 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 33,4 | 18,4 | 15,7 | 67,5 | –1,2 | 66,3 |
| 3. Quartal 2010 | ||||||
| Umsätze nach Sitz der | ||||||
| Gesellschaften | 228,1 | 98,6 | 67,1 | 393,8 | –11,0 | 382,8 |
| EBIT vor Beteiligungsergebnis | 32,8 | 17,8 | 15,4 | 66,0 | –0,7 | 65,3 |
| in % vom Umsatz | 14,4 | 18,1 | 23,0 | 16,8 | 17,1 | |
| Beteiligungsergebnis | – | 1,6 | – | 1,6 | 1,6 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 32,8 | 19,4 | 15,4 | 67,6 | –0,7 | 66,9 |
anhang
Der Konzernzwischenabschluss der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, wird nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der EU anzuwenden sind, wurden berücksichtigt. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Berechnungsmethoden sind gegenüber dem Konzernabschluss 2010 unverändert; wir verweisen insoweit auf die dortigen Anhangangaben.
Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht unterlagen keiner Prüfung durch den Abschlussprüfer.
Änderung des Konsolidierungskreises und Erweiterung der GuV-Gliederung
Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 werden zwei bisher quotal einbezogene Gesellschaften der Region Asien-Pazifik, Afrika nunmehr nach der Equity-Methode bilanziert. Die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr wird durch die Veränderung nicht wesentlich beeinträchtigt. Gegenüber dem Konzernabschluss 2010 ergibt sich eine Verringerung der Bilanzsumme um 3,0 Mio €. Die Umsatzerlöse dieser Gesellschaften beliefen sich im ersten Dreivierteljahr 2010 auf 29,4 Mio €.
Im dritten Quartal 2011 erfolgte die Liquidation und Entkonsolidierung einer Gesellschaft der Region Asien-Pazifik, Afrika. Darüber hinaus wurde in der Region Asien-Pazifik, Afrika eine Gesellschaft neu gegründet. Diese nicht operativ tätige Gesellschaft übernimmt die Funktion einer regionalen Managementzentrale. Beide Konsolidierungsmaßnahmen führten zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FUCHS PETROLUB Konzerns. Weiterhin wurden die ausstehenden Anteile von 50% an einer kleinen Joint-Venture-Gesellschaft der Region Asien-Pazifik, Afrika erworben. Damit hält der FUCHS PETROLUB Konzern alle Geschäftsanteile.
Gleichzeitig wurde der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung dahingehend erweitert, dass zusätzlich zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Konzerns (EBIT) ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungsergebnis ausgewiesen wird. Wird diese neue Kennzahl in Bezug zum Umsatz gesetzt, sind in der relativen Größe sowohl im Ertrag wie im Umsatz allein die von den voll- bzw. quotenkonsolidierten Gesellschaften erwirtschafteten Beträge berücksichtigt. Das EBIT enthält auch das Beteiligungsergebnis. Die dem Beteiligungsergebnis zugrunde liegenden Umsätze sind nicht im Konzernumsatz abgebildet.
Gründung von FUCHS SMÖRJMEDEL SVERIGE AB
Im ersten Halbjahr 2011 hat die FUCHS PETROLUB AG in Schweden eine Tochtergesellschaft zur intensiveren Bearbeitung des skandinavischen Markts gegründet. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss ist ab dem Geschäftsjahr 2012 vorgesehen.
Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter
Der Erwerb von Anteilen an Unternehmen, die bereits von FUCHS PETROLUB AG beherrscht wurden, wird als Transaktion zwischen Anteilseignern behandelt. Im April 2011 wurden die Minderheitenanteile (15%) an der WISURA MINERALÖLWERK GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO. von FUCHS PETROLUB AG erworben. Der sich aus dieser Transaktion ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Erwerbspreis und dem zugehenden anteiligen Reinvermögen in Höhe von 3,8 Mio € wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Entwicklung der Wechselkurse
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:
| Veränderung der Fremdwährung |
|||
|---|---|---|---|
| Stichtagskurs (1€) | 30.9.2011 | 31.12.2010 | in% |
| US-Dollar | 1,360 | 1,325 | –2,6 |
| Pfund Sterling | 0,870 | 0,857 | –1,5 |
| Chinesischer Renminbi Yuan | 8,705 | 8,763 | 0,7 |
| Australischer Dollar | 1,389 | 1,304 | –6,1 |
| Südafrikanischer Rand | 10,793 | 8,813 | –18,3 |
| Polnischer Zloty | 4,439 | 3,972 | –10,5 |
| Brasilianischer Real | 2,488 | 2,214 | –11,0 |
| Durchschnittskurs (1€) | Dreivierteljahr 2011 | Dreivierteljahr 2010 | Veränderung der Fremdwährung in% |
|---|---|---|---|
| US-Dollar | 1,407 | 1,317 | –6,4 |
| Pfund Sterling | 0,872 | 0,859 | –1,5 |
| Chinesischer Renminbi Yuan | 9,515 | 8,979 | –5,6 |
| Australischer Dollar | 1,354 | 1,469 | 8,5 |
| Südafrikanischer Rand | 9,821 | 9,856 | 0,4 |
| Polnischer Zloty | 4,023 | 4,012 | –0,3 |
| Brasilianischer Real | 2,297 | 2,358 | 2,7 |
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der FUCHS PETROLUB Konzern beabsichtigt, zum 1. Dezember 2011 die Betriebsrenten für rund 430 inländische Leistungsempfänger in Höhe von rund 50 Mio € auf externe Versorgungsträger (Pensionsfonds/Unterstützungskasse) zu übertragen. Diese Übertragung hat neben einer Verkürzung der Bilanzsumme eine bessere internationale Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zur Folge.
Mannheim, im November 2011 FUCHS PETROLUB AG
Der Vorstand
Finanzk alender
TerminE 2012
| 24. Februar | Vorläufige Zahlen zum Jahresabschluss 2011 | ||
|---|---|---|---|
| 22.März | Vorlage des Konzern- und Einzelabschlusses 2011 sowie | ||
| Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2011 | |||
| Bilanzpressekonferenz, Mannheim | |||
| Analystenkonferenz, Frankfurt am Main | |||
| 2.Mai | Zwischenbericht zum 31. März 2012 | ||
| Pressetelefonkonferenz | |||
| Analystentelefonkonferenz | |||
| 9.Mai | Hauptversammlung, Mannheim | ||
| 10.Mai | Informationsveranstaltung für Schweizer Aktionäre, Zürich | ||
| 2.August | Zwischenbericht zum 30. Juni 2012 | ||
| Halbjahrespressekonferenz, Mannheim | |||
| Analystentelefonkonferenz | |||
| 5.November | Zwischenbericht zum 30. September 2012 | ||
| Pressetelefonkonferenz | |||
| Analystentelefonkonferenz | |||
Zukunf tsgerichtete Aussagen und Prognosen
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der FUCHS PETROLUB AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der Schmierstoffindustrie gehören. FUCHS PETROLUB AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Dieser Zwischenbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen sind über das Internet abrufbar.
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