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FUCHS PETROLUB SE Audit Report / Information 2007

Mar 31, 2008

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Audit Report / Information

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FUCHS PETROLUB AG

INHALT

Überblick
3 > FUCHS auf einen Blick
4 > Konzernstruktur
4 > Beteiligungsgesellschaften und Produktionsstandorte
5 > Das Unternehmen
Globale Vielfalt
6 > 3.800 Sichtweisen
8 > 100 Länder
10 > 10.000 Herausforderungen
12 > 100% Individualität
14 > 360° Leistung
Das Jahr 2007
16 > Brief an die Aktionäre
18
22
> Bericht des Aufsichtsrats
> Organisation
26 > Corporate Governance Bericht
28 > FUCHS-Wertpapiere
Lagebericht des Konzerns
34 > Strategische Ziele und Geschäftsmodell
35 > Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung
36 > Geschäftsverlauf
45 > Segmentbericht nach Regionen
52 > Forschung und Entwicklung
54 > Mitarbeiter
57 > Angaben laut § 315 Absatz 4 HGB
59 > Grundzüge des Vergütungssystems für Organmitglieder
60 > Chancen- und Risikobericht
65 > Prognosebericht
Finanzbericht
67 > Inhalt
68 > Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG
74 > Regional- und Produktsegmente
76 > Konzernanhang
123 > Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
124 > Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG
126 > Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns
127 > Wesentliche verbundene Unternehmen und Beteiligungen
128 > Glossar
130 > Impressum
131 > Finanzkalender
132 > Zehnjahresübersicht

> PRODUKTIONSTANDORTE > außerhalb Europas

> FUCHS AUF EINEN BLICK FUCHS PETROLUB Konzern

[Werte in Mio €] 2007 2006 Veränderung in %
Umsatz 1.365,3 1.323,3 3,2
Auslandsanteil 1.040,6 1.022,5 1,8
In % 76,2 77,3
Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 216,0 183,3 17,8
In % vom Umsatz 15,8 13,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 195,2 161,2 21,1
In % vom Umsatz 14,3 12,2
Ergebnis nach Steuern 120,3 97,2 23,8
In % vom Umsatz 8,8 7,3
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte (ohne Firmenwerte)
26,4 18,1 45,9
In % der planmäßigen Abschreibungen 134,2 92,0
Eigenkapital 336,5 303,2 11,0
In % der Bilanzsumme 47,1 44,2
Bilanzsumme 714,9 686,4 4,2
Anzahl Mitarbeiter zum 31. Dezember 3.787 3.765 0,6
Ergebnis je Aktie [in €]
> Stammaktie 4,63 3,70 25,1
> Vorzugsaktie 4,69 3,76 24,7
Dividendenvorschlag/Dividende [in €]
> Je Stammaktie 1,44 0,94 53,2
> Je Vorzugsaktie 1,50 1,00 50,0

> KONZERNSTRUKTUR

An der Spitze des Konzerns steht als konzernleitende Muttergesellschaft die FUCHS PETROLUB AG, die zumeist direkt und zu 100% Beteiligungsgesellschaften hält.

Zum 31. Dezember 2007 umfasste der Konzern 54 operativ tätige Gesellschaften. In den Konzernabschluss wurden ferner nicht operative Holding-, Verwaltungs- und Grundstücksgesellschaften einbezogen, womit sich die Zahl der konsolidierten Gesellschaften auf 59 erhöhte. Von den 54 operativen Gesellschaften übten sechs ihre Geschäftstätigkeit im Inland und 48 im Ausland aus. Die Organisations- und Berichtsstruktur folgt den geografischen Regionen:

Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika.

> BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN UND PRODUKTIONSSTANDORTE

[Stand 31.12.2007] Beteiligungsgesellschaften1 Produktionsstandorte2
Deutschland 6 7
Europäisches Ausland 21 9
Nordamerika 3 8
Südamerika 2 2
Afrika 1 1
Asien-Pazifik 21 11
Summe 54 38

1 Ohne Verwaltungs-, Grundstücks- und inaktive Gesellschaften

2 Ohne Partnerwerke in Saudi-Arabien und der Schweiz

Überblick

  • > FUCHS auf einen Blick
  • > Konzernstruktur > Beteiligungsgesellschaften
  • > Produktionsstandorte

> DAS UNTERNEHMEN

FUCHS PETROLUB ist ein in Deutschland ansässiger, global operierender Konzern, der weltweit Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten herstellt und vertreibt. Das Unternehmen, das 1931 gegründet wurde und seinen Sitz in Mannheim hat, steht auf der Weltrangliste der unabhängigen Anbieter auf Platz 1.

Der Konzern beschäftigt in Europa und Übersee derzeit nahezu 3.800 Mitarbeiter in insgesamt 54 operativ tätigen Gesellschaften.

Die nach Umsatz wichtigsten Regionen für FUCHS sind Westeuropa, Nordamerika und Asien.

Das Unternehmen hat einen weit über dem Branchendurchschnitt liegenden Spezialisierungsgrad und verfügt über eine hohe Innovationsgeschwindigkeit.

Das Sortiment umfasst mehrere Tausend Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten für alle Lebensbereiche und Industrien. Wir bedienen unter anderem Kunden aus der Landund Forstwirtschaft, dem Bergbau und der Energiegewinnung, dem Baugewerbe, der Produktions-, Investitions- und Konsumgüterindustrie, dem Transport- und Dienstleistungsgewerbe sowie dem Handel. Die Stamm- und Vorzugsaktien der FUCHS PETROLUB AG sind an den Wertpapierbörsen in Frankfurt am Main und Stuttgart im amtlichen Handel sowie an der Schweizer Wertpapierbörse in Zürich notiert.

Globale Vielfalt ist einer unserer Erfolgsfaktoren im internationalen Wettbewerb. Unsere Arbeitswelten sind komplex und unterliegen einem rasanten technologischen Wandel. Für unsere Kunden nimmt damit der Bedarf an individuellen Lösungen ständig zu. Um diese meistern zu können, setzen wir unsere ganze Vielfalt an Know-how, Kreativität und Engagement ein. Mit hoch qualifizierten Mitarbeitern, die ihr spezifisches Wissen in zukunftsfähige Lösungen übersetzen. Durch umfassenden Service, der auf die Besonderheiten unterschiedlicher Märkte zugeschnitten ist. Und durch unsere Angebotsvielfalt, die den Schmierstoffbedarf aller Lebens- sowie Industriebereiche abdeckt.

Globale Vielfalt ist ein strategischer Eckpfeiler, der FUCHS auch in Zukunft ein wertorientiertes Wachstum sichert.

800

WEISEN SICHT-

Verschiedene Persönlichkeiten, unterschiedliche Erfahrungen vielfältigste Denkansätze

Weltweit beschäftigt FUCHS 3.800 Menschen aus nahezu 50 Nationen. Um die Ansprüche unserer Kunden bestens erfüllen zu können, arbeiten unsere Spezialisten je nach Anforderung in bereichs- und länderübergreifenden Teams zusammen. Die Mischung individueller Eigenschaften, spezifischen Wissens und unterschiedlicher Berufs- und Lebenserfahrung erlaubt es, Probleme aus verschiedensten Perspektiven zu betrachten und so in jede Aufgabenstellung ein Höchstmaß an Kreativität einzubringen.

100 LÄNDER

Neue Märkte, spezifische Profile vielfältigste Chancen

Über unsere Landesgesellschaften, Produktionsstätten und Niederlassungen sind wir in 100 Ländern weltweit nahe an unseren Kunden. Wir kennen die Besonderheiten verschiedenster Märkte und entwickeln den spezifischen Anforderungsprofilen entsprechend passgenaue Lösungen. Dabei sichern uns unsere langjährige praktische Erfahrung, das überdurchschnittlich breite Produktportfolio und eine hohe Innovationsgeschwindigkeit auch in neuen Märkten immer wieder den entscheidenden Vorsprung.

000 RUNGEN HERAUS-FORDE-

Individuelle Anforderungen, differenzierte Problemstellungen vielfältigste Anwendungen

Der rasante technologische Wandel erfordert zunehmend individuelle Anwendungen anstelle standardisierter Produkte. Mit einem Sortiment von mehr als 10.000 Produkten begegnen wir dieser Herausforderung. Unsere Angebotsvielfalt deckt den Schmierstoffbedarf aller Lebenssowie Industriebereiche ab und ist zugleich ideale Basis für die individuelle Entwicklung neuer Produkte. Dabei ist die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern ein entscheidender Faktor für den gemeinsamen Erfolg.

DUALI-TÄT INDIVI-0%

Komplexe Fragestellungen, nachhaltige Innovationen vielfältigste Lösungen

Auf der Suche nach immer besseren Produkten orientieren wir uns an den spezifischen Fragestellungen unserer Kunden. Hierbei hat sich der Wissensaustausch vor Ort bestens bewährt. Unsere Experten erleben die komplexen Bedingungen "live" und entwickeln gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen. Darüber hinaus forschen wir kontinuierlich an nachhaltigen Innovationen, die Prozesse rentabler, umweltfreundlicher und damit zukunftsfähiger machen.

60° LEISTUNG

Jede Menge Anfragen, umfassende Unterstützung vielfältigster Service

Wir sind uns bewusst, dass der Erfolg von FUCHS in erster Linie von der Zufriedenheit unserer Kunden abhängt. Darum haben wir von Anfang an in einen erstklassigen, lückenlosen Service investiert, dessen Art und Umfang weit über das Übliche hinausgehen. Mit unserem globalen Netzwerk von Beratern, Ingenieuren und Entwicklungspartnern sind wir in der Lage, schnell und flexibel auf alle Anforderungen zu reagieren und effektive Lösungen zu finden. Das wissen heute immer mehr Kunden zu schätzen und honorieren den Einsatz mit Vertrauen und Loyalität.

> BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Jahr 2007 konnte der Konzern wiederum Rekordergebnisse ausweisen, und dies bereits zum sechsten Mal in Folge. Die erneute zweistellige Steigerung des Ergebnisses nach Steuern sowie der signifikante freie Cashflow haben den Vorstand und Aufsichtsrat veranlasst, Ihnen eine 50%ige Dividendensteigerung vorzuschlagen. Die Verdoppelung der Dividende in den letzten beiden Jahren ist Ausdruck unserer Zuversicht in die nachhaltig positive Entwicklung von FUCHS PETROLUB.

Die konsequente Fortsetzung unserer bewährten Strategie der kundennahen Entwicklung neuer Produkte und Problemlösungen war der Treiber für das 5,5%ige organische Wachstum im Jahr 2007. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte im Jahr 2007, wie schon in den beiden Vorjahren, um mehr als 20% gesteigert werden. Das Ergebnis nach Steuern legte um 24% auf 120 Mio € zu. Der freie Cashflow von 128 Mio € übertraf den guten Vorjahreswert um knapp 50%.

Die Eigenkapitalquote von 47% und der starke Cashflow erlauben uns, Investitionen intern zu finanzieren, an der Marktkonsolidierung in der Schmierstoffindustrie aktiv teilzunehmen sowie eigene Aktien zurückzukaufen. Die beiden kleinen Akquisitionen im Spezialitätensegment in Brasilien Anfang letzten Jahres konnten erfolgreich integriert werden. Gezielte Akquisitionen werden wir auch in diesem Jahr anstreben. Die Aktionäre sollen an der positiven Entwicklung des Unternehmens teilhaben. Hierauf beruht der Vorschlag, die Dividenden um 50% auf 1,50 € je Vorzugsaktie und 1,44 € je Stammaktie zu erhöhen.

Wir haben in den letzten Monaten richtungsweisende Entscheidungen für das weitere Wachstum von FUCHS PETROLUB getroffen. Die geplante Werkserweiterung mit neuem Labor und Verwaltungsgebäude der FUCHS LUBRITECH Gruppe in Kaiserslautern stellt das größte Einzelinvestitionsprojekt in der 77-jährigen Geschichte der FUCHS-Gruppe dar. Das neue Werk in Schanghai, welches im dritten Quartal dieses Jahres eingeweiht werden soll, wird der Schlüsselstandort der Gruppe in Asien für Produktion sowie Forschung & Entwicklung. In Mannheim sind umfangreiche Baumaßnahmen zur Kapazitäts- und Laborerweiterung geplant, und in Indien wurde ein großes Grundstück zum Bau einer neuen Fertigung und eines Labors erworben.

Der Konzern sieht sich gut aufgestellt und blickt positiv in die Zukunft. Allerdings ist 2008 bisher gekennzeichnet durch steigende Rohstoffkosten, eine zunehmende Aufwertung des Euros und dämpfende Auswirkungen der Finanzkrise in den USA auf die Wirtschaft. In der Erwartung einer unverändert positiven Konjunkturentwicklung in Europa und Asien strebt FUCHS den weiteren Ausbau von Umsatz und EBIT im Jahr 2008 an. Die Unternehmensteuerreform in Deutschland sowie die Fortsetzung des Aktienrückkaufs werden dem Ergebnis je Aktie zusätzlich zugute kommen. Beim EBIT werden sich allerdings die hohen prozentualen Wachstumsraten der Vorjahre nicht fortsetzen lassen. Wir wollen weiterhin qualitativ wachsen

In den Wachstumsregionen Asien, Osteuropa und Südamerika werden wir verstärkt expandieren. Das in den Vorjahren bedeutend gewachsene OEM-Geschäft im Bereich der Erstbefüllung von Kraftfahrzeugen wird weltweit vorangetrieben. Ebenso wird die Vertriebsstruktur im Bereich des Spezialitätensegments der FUCHS LUBRITECH Gruppe sowie des Bergbaugeschäfts global ausgebaut. Im Bereich der Metallbearbeitung wurden richtungsweisende Neuentwicklungen im Jahr 2007 abgeschlossen. In allen Segmenten und Märkten wird der FUCHS PETROLUB Konzern von seinen Kunden als der Technologie-Partner anerkannt.

Ihnen, den Aktionärinnen und Aktionären der FUCHS PETROLUB AG, danke ich für Ihr Vertrauen in das Unternehmen, seine Belegschaft und sein Management. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich für eine hervorragende Teamleistung im Jahr 2007 und freue mich, in der Zukunft gemeinsam mit Ihnen FUCHS PETROLUB noch stärker zu machen.

und zusätzlichen Aktionärswert schaffen.

Mannheim, den 27. März 2008

Stefan Fuchs Vorsitzender des Vorstands

> BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2007 hat FUCHS PETROLUB zum sechsten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. Das Unternehmen verfügt damit über eine solide Grundlage, um seine Position als weltweit führendes unabhängiges Schmierstoffunternehmen in den kommenden Jahren weiterhin profitabel auszubauen.

Berichte und Sitzungen

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2007 die ihm nach Gesetz, Satzung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Die Arbeit des Vorstands wurde regelmäßig und eingehend anhand schriftlicher und mündlicher Berichte überwacht und beratend begleitet. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Es fanden fünf turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, in denen die strategische und operative Entwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftsfelder sowie zahlreiche aktuelle Einzelthemen beraten wurden.

Zwei der Sitzungen fanden im ersten Halbjahr (22. März und 2. Mai 2007) und drei im zweiten Halbjahr (17. Juli, 29. Oktober und 17. Dezember 2007) statt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an den Sitzungen teil, ausgenommen ein Mitglied, das bei einer Sitzung krankheitsbedingt abwesend war. Die Mitglieder des Vorstands haben an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen gab es zahlreiche Arbeitsgespräche des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, um Informationsfluss und Meinungsaustausch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand zu gewährleisten.

Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, Rentabilität und Lage des Unternehmens sowie zu allen relevanten Fragen der strategischen Weiterentwicklung unterrichtet. Die Akquisitionspolitik, die Budgetüberwachung sowie die Unternehmensplanung waren wichtige Beratungspunkte.

Detailliert wurden in den Sitzungen alle wesentlichen Akquisitions- und Beteiligungsprojekte erörtert. Weitere Themen waren u.a. die Wachstumsfinanzierung, die Auswirkungen der neuen, ab 1. Juni 2007 in Kraft getretenen europäischen Verordnung zur Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien (REACH) auf FUCHS, der Technologietransfer innerhalb des FUCHS PETROLUB Konzerns, die Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Rohstoffen sowie die strukturellen Veränderungen in Europa. Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Weiterentwicklung des Risikomanagements und der Compliance. Auch die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde überarbeitet.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzentwicklung des Konzerns und wichtiger Beteiligungsgesellschaften sowie die Länderberichte aus den jeweiligen Weltregionen bzw. Produktsparten bildeten Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen. Mit Blick auf mittel- bis langfristige technologische Veränderungen war die strategische Grundausrichtung des FUCHS PETROLUB Konzerns ein weiterer Themenschwerpunkt.

Ausführlich wurde mit dem Aufsichtsrat das Budget 2008 für Ertrag, Bilanz und Cashflow beraten. Gleiches galt für die Investitionen, die nach der Geschäftsordnung des Vorstands generell der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. In diesem Zusammenhang hat der Aufsichtsrat am 17. Dezember 2007 dem Ausbau des FUCHS LUBRITECH Werks in Kaiserslautern zugestimmt und damit über einen namhaften und zukunftsweisenden Investitionsbetrag und zugleich die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte der FUCHS PETROLUB AG entschieden.

Die wesentlichen Steuerungselemente der zukünftigen Geschäftsentwicklung unterliegen besonderer Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat begrüßte in diesem Zusammenhang die weitere Stärkung der Bilanz, die stetige Zunahme der Profitabilität und die Erhöhung der Marktkapitalisierung.

Außerdem hat sich der Aufsichtsrat ausführlich über den Verlauf des am 10. Mai 2007 begonnenen Aktienrückkaufprogramms informiert. Schließlich wurden auch die Überlegungen des Vorstands zu den Dividenden des Geschäftsjahres 2007 erörtert.

Insgesamt konnte sich der Aufsichtsrat anhand der schriftlichen und mündlichen Berichte davon überzeugen, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt und die notwendigen Maßnahmen rechtzeitig ergriffen hat.

Der Aufsichtsrat hat auch im Jahr 2007 die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit überprüft und sieht Verbesserungen in der Zusammenarbeit als kontinuierlichen Prozess. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats gehört dem Gremium eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder an.

Corporate Governance Bericht und Entsprechenserklärung

Aufsichtsrat und Vorstand haben wiederholt über die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit den im Jahr 2007 erfolgten Änderungen intensiv beraten und am 17. Dezember 2007 die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben.

Die Erläuterungen zur Entsprechenserklärung sind in diesen Geschäftsbericht im Corporate Governance Bericht aufgenommen worden. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung wird den Aktionären außerdem auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

Dem Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Aufgaben und die erforderlichen Beschlussmehrheiten in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt.

Auch die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde im Zusammenhang mit den Änderungen des Corporate Governance Kodex überprüft und angepasst.

Handlungen und Entscheidungen, die der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungstätigkeit unternommen bzw. getroffen hat, standen zu keiner Zeit in einem Konflikt mit Interessen eines oder mehrerer Aufsichtsratsmitglieder. Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern traten ebenfalls nicht auf.

Arbeit der Ausschüsse im Aufsichtsrat

Dem Personalausschuss des Aufsichtsrats gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Strube als Vorsitzender, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Fuchs als stellvertretender Vorsitzender und Prof. Dr. Bernd Gottschalk an. Der Personalausschuss trat im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen am 22. März 2007 und 17. Dezember 2007 zusammen und befasste sich insbesondere mit Vergütungs- und sonstigen Personalthemen der Vorstände sowie mit der Weiterentwicklung der Führungsnachwuchskräfte im FUCHS PETROLUB Konzern.

Gemäß der Empfehlung des Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat beschlossen, einen Nominierungsausschuss zu bilden, der mit den Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und der dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Strube als Vorsitzender, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Fuchs als stellvertretender Vorsitzender, Prof. Dr. Bernd Gottschalk und Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Otto H. Jacobs an. Der Ausschuss konstituierte sich am 17. Dezember 2007 und hat in dieser Sitzung über die Nachfolge von Prof. (em.) Dr. Dr. h. c. mult. Otto H. Jacobs im Aufsichtsrat beraten und dem Aufsichtsrat einen Vorschlag unterbreitet.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Aufsichtsrat hat im Anschluss an die Bestellung der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch die Hauptversammlung am 2. Mai 2007 den Prüfungsauftrag erteilt. Die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers wurde gegenüber dem Aufsichtsrat abgegeben.

Der Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die bei der Auftragserteilung festgelegten Prüfungsschwerpunkte wurden von KPMG vertieft behandelt, insbesondere bestätigte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand gemäß § 91 Absatz 2 AktG ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung eingehend geprüft. Die Prüfungsberichte der KPMG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung am 27. März 2008 umfassend behandelt. An der Beratung haben die Wirtschaftsprüfer teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist, und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung an.

Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und diesen dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."

Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Aufsichtsrat hat es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen gegeben.

Das Geschäftsjahr 2007 hat der FUCHS PETROLUB Konzern erneut mit dem bisher besten Ergebnis seiner Geschichte abgeschlossen. Dafür gebührt allen, die daran beteiligt waren, hohe Anerkennung. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, der Konzernleitung, den Betriebsräten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren großen Einsatz sowie die konstruktive, vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr.

Mannheim, den 27. März 2008

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Jürgen Strube Vorsitzender des Aufsichtsrats

> ORGANISATION Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Jürgen Strube Vorsitzender
Mannheim Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE
Dr. Manfred Fuchs Stellvertretender Vorsitzender
Mannheim Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG
Hans-Joachim Fenzke* Industriemeister Chemie
Mannheim FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
Prof. Dr. Bernd Gottschalk
Esslingen
Ehemaliger Präsident des Verbands der Automobilindustrie e.V.
Prof. (em.) Dr. Dr. h. c. mult. Otto H. Jacobs Em. Ordinarius für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Treuhandwesen
Heddesheim und betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Mannheim
Heinz Thoma* Industriekaufmann
Mannheim FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH

Vorstand

Stefan R. Fuchs
Hirschberg
Vorsitzender
Dr. Alexander Selent
Limburgerhof
Stellvertretender Vorsitzender
L. Frank Kleinman
Chicago, USA
Mitglied
Dr. Georg Lingg
Mannheim
Mitglied

* Arbeitnehmervertreter

Beirat

Dr. Manfred Fuchs
Mannheim
Vorsitzender
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG
Siraj Alhamrani
Jeddah, Saudi-Arabien
Chief Operating Officer der Alhamrani Group
Jürgen Fitschen
Frankfurt
Mitglied des Group Executive Committee der Deutschen Bank AG
Dr. Josef Krapf
München
Mitglied des Vorstands der BayWa AG (bis 31.12.2007)
Franz K. von Meyenburg
Herrliberg, Schweiz
Vize-Präsident des Verwaltungsrats der AXA Winterthur Versicherung
Dr. Uwe Schroeder-Wildberg
Heidelberg
Vorstandsvorsitzender der MLP AG
Roland Schuler
München
Mitglied des Vorstands der BayWa AG (ab 1.1.2008)
Dr. Eckart Sünner
Ludwigshafen
Chief Compliance Officer der BASF SE

> ORGANISATION Leitung der Ressorts, Regionen und Sparten

L. Frank Kleinman

Bernhard Biehl

  • Mitglied der Konzernleitung
  • FUCHS LUBRITECH Gruppe

  • Region Nord- und Südamerika

  • FUCHS LUBRITECH Gruppe > Internationale

Mitglied des Vorstands

Bergbauschmierstoffsparte

Dr. Lutz Lindemann Mitglied der

Region Deutschland, Skandinavien, Mittelund Osteuropa

Konzernleitung

Dr. Ralph Rheinboldt

Mitglied der Konzernleitung

Region West- und Südeuropa

Alf Untersteller

Mitglied der Konzernleitung

Region Türkei, Mittlerer Osten, Zentralasien, indischer Subkontinent, Afrika

Stefan R. Fuchs

Vorsitzender des Vorstands

  • Region Europa

  • Konzernentwicklung

  • Koordination und Öffentlichkeitsarbeit

  • Führungskräfte

  • des Konzerns > Marketing
  • Kfz-Schmierstoffe

> Organisation Das Jahr 2007 Lagebericht Finanzbericht

Dr. Alexander Selent

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands

  • Region Asien

  • Finanzen, Controlling

  • Recht, Personal

  • IT, Interne Revision

Frans J. de Manielle

Mitglied der Konzernleitung

Region Südostasien, Australien und Neuseeland

Klaus Hartig

Mitglied der Konzernleitung

Region Ostasien

Reiner Schmidt

Mitglied der Konzernleitung

Finanzen und Controlling

Dr. Georg Lingg

Mitglied des Vorstands

  • Technik und Supply Chain Management

  • Marketing Industrieschmierstoffe > Internationales

  • Produktmanagement Industrie- und Kfz-Schmierstoffe

> CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Der Deutsche Corporate Governance Kodex, der im Jahr 2002 erlassen und zuletzt im Juni 2007 erweitert wurde, stellt wesentliche Grundsätze zur Leitung und Überwachung von börsennotierten Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Er will das Vertrauen der Aktionäre und anderer am Wohl des Unternehmens interessierter Gruppen in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.

Für FUCHS PETROLUB AG ist eine effektive Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und gehört zu den zentralen Voraussetzungen für die Erreichung der Unternehmensziele und die Steigerung des Unternehmenswerts. Hierzu zählen die verantwortungsbewusste und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Belegschaft, die Achtung der Aktionärsinteressen sowie die Transparenz in der Rechnungslegung und Berichterstattung. Unser vorrangiges Ziel ist es, das uns von den Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit entgegengebrachte Vertrauen weiter zu verstärken und einen Beitrag zu leisten, den Finanzplatz Deutschland auch für ausländische Investoren attraktiver zu gestalten.

Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen haben den Deutschen Corporate Governance Kodex in vollem Umfang anerkannt. Die geforderte Transparenz der Unternehmenskommunikation erfüllt FUCHS PETROLUB AG u.a. mit folgenden Maßnahmen:

  • Regelmäßige Berichterstattung im Geschäftsbericht, in Quartalsberichten, Bilanzpresse- und Telefonkonferenzen

  • Aufführen sämtlicher relevanter Termine im Finanzkalender

  • Hauptversammlung

  • Ad-hoc-Mitteilungen

  • Veröffentlichung von Aktiengeschäften der Führungspersonen (Directors' Dealings)

  • Informationen über Vorstand und Aufsichtsrat (z.B. Struktur der Vergütung, Aktienbesitz, etc.)

Die Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden in der gesetzlich vorgeschriebenen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG dokumentiert. Diese Erklärung ist sowohl nachfolgend im Geschäftsbericht als auch im Internet veröffentlicht.

Weitere Angaben zum Corporate Governance Bericht sind im Anhang dieses Geschäftsberichts auf den Seiten 121 und 122 aufgeführt.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

FUCHS PETROLUB AG hat den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der seit 14. Juni 2007 gültigen Fassung – mit den in der Entsprechenserklärung vom 12.12.2006 offengelegten Abweichungen – entsprochen. Dieser Kodex-Fassung entsprechen wir auch zukünftig mit folgenden Ausnahmen:

Überblick

> Corporate Governance Das Jahr 2007 Lagebericht Finanzbericht

Bericht

> Zu Ziffer 3.8

Ein angemessener Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG ist nicht vereinbart. Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG fühlen sich der Motivation und Verantwortung, mit der sie ihre Aufgaben wahrnehmen, uneingeschränkt verpflichtet und sind nicht der Auffassung, dass dies durch einen Selbstbehalt einer Verdeutlichung bedarf.

Zu Ziffer 5.3.2

Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG ist vergleichsweise klein. Er besteht aus sechs Mitgliedern. Insofern bedarf es keines gesonderten Prüfungsausschusses (Audit Committee). Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG befasst sich in seiner Gesamtheit intensiv mit Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements, der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit der Abschlussprüfer, der Erteilung des Prüfungsauftrags an die Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Im Übrigen werden zur Bilanzsitzung des Aufsichtsrats die Jahresabschlussprüfer hinzugezogen.

> Zu Ziffer 5.4.7

FUCHS PETROLUB AG weist die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses (Corporate Governance Bericht) aufgeteilt nach festen und variablen Komponenten aus. Auf eine individualisierte Angabe der Vergütung wird verzichtet, da diese jeweils aus den Angaben im Corporate Governance Bericht nachvollzogen werden kann.

Zu Ziffer 6.6

FUCHS PETROLUB AG veröffentlicht die gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz meldepflichtigen Geschäfte mit Aktien der Gesellschaft oder mit sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten auf ihrer Internetseite. Eine zusätzliche Angabe im Corporate Governance Bericht erfolgt daher nicht.

Mannheim, den 17. Dezember 2007

Prof. Dr. Jürgen Strube Stefan R. Fuchs Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Vorstands

> FUCHS-WERTPAPIERE

Das Börsenjahr 2007 war von zwei gänzlich unterschiedlichen Hälften geprägt. Im ersten Halbjahr herrschte ein ausgeprägt positives makroökonomisches Umfeld. Dementsprechend wiesen viele Aktienmärkte im Juli Allzeithochs aus. Auch die FUCHS-Stamm- und Vorzugsaktien folgten dieser Entwicklung und erreichten in der zweiten Julihälfte mit 72,95 € und 75,07 € ihre jeweiligen Jahreshöchststände.

Im weiteren Jahresverlauf verdunkelte sich allerdings der bis dahin freundliche Börsenhorizont. Ein schwacher US-Immobilienmarkt, Anzeichen einer Bankenkrise und hohe Abschreibungen bei Finanzkonzernen waren beherrschende Themen an den Weltbörsen. Sie sorgten für eine nervöse und von starken Schwankungen geprägte zweite Jahreshälfte. Im November 2007 fand die allgemeine Verunsicherung an den Finanz- und Kapitalmärkten ihren Höhepunkt, was auch an den FUCHS-Stämmen und -Vorzügen nicht spurlos vorüberging.

Nach neuen Jahreshöchstständen behaupten sich die FUCHS-Aktien in einem von Gewinnmitnahmen geprägten Umfeld

Trotz eines sich im zweiten Halbjahr deutlich abschwächenden Aktienmarktes erhöhte sich der Kurs der Stammaktie seit Jahresbeginn um 20,9% und schloss am 28. Dezember 2007 mit einem Xetra-Schlusskurs von 62,86 € (Schlusskurs 31.12.2006: 52,00 €). Die Vorzugsaktien legten um 4,5% zu und gingen am 28. Dezember 2007 mit einem Xetra-Schlusskurs von 60,59 € (Schlusskurs 31.12.2006: 58,00 €) aus dem Handel. In der zweiten Jahreshälfte hatte die FUCHS-Vorzugsaktie stärker als die Stammaktie unter erheblichen Gewinnmitnahmen zu leiden. Im Vergleich dazu verlor der SDAX im Jahr 2007 um 6,8% an Wert, der DAX legte um 22,3% und der MDAX um 4,9% zu.

Die Marktkapitalisierung erreichte zum 31. Dezember 2007 unter Berücksichtigung der bis dahin erworbenen eigenen Aktien mit 1,6 Mrd. € einen neuen Höchststand. Die Gesamtmarktkapitalisierung lag damit um rund 9% über dem Vorjahreswert von 1,4 Mrd. €.

Zum Jahresbeginn 2008 verschärfte sich die Verunsicherung an den Finanz- und Kapitalmärkten, worunter insbesondere die Nebenwerte litten. Die FUCHS-Aktien waren überdurchschnittlich betroffen, da institutionelle Anleger im Zuge der Börsenturbulenzen auf breiter Front generell aus den Nebenwerten in die liquideren DAX-Werte abwanderten. Das betraf besonders jene Titel, die in den zurückliegenden Jahren eine besonders gute Entwicklung gezeigt hatten. In der Folge führte dies bei den FUCHS-Aktien im Januar zu sehr deutlichen Kursverlusten. Bereits ab der zweiten Januarhälfte erholten sich unsere Titel im Zuge einer einsetzenden Konsolidierungsphase, die bis Redaktionsschluss noch andauerte.

Kursentwicklung von Stamm- und Vorzugsaktien im Vergleich zu DAX und SDAX (1.1.2007–31.12.2007)

Börsenumsätze deutlich gestiegen

Noch deutlicher als die Kurse stiegen die Börsenumsätze mit FUCHS-Aktien. Das gehandelte Volumen erhöhte sich um über 67% von 613,0 Mio € im Jahr 2006 auf 1.026,2 Mio € im Jahr 2007. Der durchschnittliche Tagesumsatz der Stammaktie stieg von 767 T€ auf 1.328 T€, die Vorzugsaktie verzeichnete einen Anstieg des Tagesumsatzes von 1.637 T€ auf 2.744 T€.

Aktienrückkaufprogramm

Die Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 2. Mai 2007 hat die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 1. November 2008 eigene Stamm- und Vorzugsaktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Das Aktienrückkaufprogramm startete am 10. Mai 2007. Bis 29. Februar 2008 wurden von der von uns mit der Durchführung beauftragten Bank 992.285 Aktien für insgesamt 62,4 Mio € zurückgekauft. Dies entspricht 3,8% des Grundkapitals. Die eigenen Aktien werden zum Zwecke der Einziehung erworben.

Die FUCHS PETROLUB AG teilte am 4. Januar 2008 mit, dass ihr Anteil an eigenen Stammaktien die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,02% (391.135 Stimmrechte) betrug.

Research über FUCHS weiter verbreitert

Die hohe Attraktivität der FUCHS-Aktien spiegelte sich auch in einem weiter gestiegenen Interesse von Investoren und in der daraus folgenden nochmaligen Verstärkung der Research-Aktivitäten zahlreicher Analysehäuser wider. Viele renommierte Investmentbanken haben FUCHS in ihr Research aufgenommen: Bankhaus Lampe, Berenberg Bank, Cazenove, Commerzbank, Crédit Agricole-Cheuvreux, Deutsche Bank, Dresdner Kleinwort, DZ-Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Independent Research, Kepler Equities, LBBW, Merck Finck & Co., Merrill Lynch, M.M. Warburg & Co., Sal. Oppenheim sowie WestLB.

Intensive Kommunikation mit institutionellen und privaten Anlegern

Das im Jahr 2007 anhaltend hohe Interesse an FUCHS-Aktien führte zu einer intensiven Finanzkommunikation. Dem hohen Informations- und Anlegerinteresse trugen wir mit der Durchführung bzw. Teilnahme an sechs Finanzmarktkonferenzen, neun Roadshows und 125 Einzelgesprächen mit institutionellen Anlegern, Fondsmanagern und Finanzanalysten im In- und Ausland Rechnung. Letztere wurden außerdem in zwei Analystenkonferenzen und drei Telefonkonferenzen zeitnah über die Unternehmensentwicklung informiert. In der Kommunikation mit privaten Anlegern sind die Hauptversammlung in Mannheim mit rund 1.600 Aktionären und Gästen, die Anlegerinformationsveranstaltung in Zürich mit über 120 Teilnehmern sowie zwei Bankenveranstaltungen mit etwa 500 Privatkunden hervorzuheben. Der Geschäftsbericht und die Quartalsberichte wurden an nahezu 11.000 Interessenten verschickt, wobei knapp die Hälfte davon in das Ausland ging. Schließlich spielte das Internet im Rahmen der Gesamtkommunikation mit über 358.000 Besuchern im Jahr 2007 (2006: 312.000 Besucher) eine herausragende Rolle.

Preise und Auszeichnungen für erfolgreiche Investor Relations

Aus der Befragung von 1.500 internationalen institutionellen Investoren durch das renommierte Research-Haus Thomson Extel Survey ging FUCHS PETROLUB AG im SDAX als Sieger des Jahres 2007 hervor. Im Rahmen der Preisverleihung des Deutschen Investor Relations Verbandes (DIRK) in Frankfurt wurden im Votum der Jury die exzellente Investor-Relations-Arbeit und das professionelle Management des Unternehmens gewürdigt.

Das Jahr 2008 startete mit einem ersten Platz in der Kategorie SDAX beim Preis der "Besten Investor Relations Deutschland" (BIRD) des Finanz- und Anlegermagazins "Börse Online". In den beiden Vorjahren hatte FUCHS jeweils den zweiten Platz belegt. In diesem Wettbewerb werden Schnelligkeit, Qualität, Glaubwürdigkeit und Verständlichkeit der Kommunikation mit Privatanlegern sowie der Internetauftritt als Hauptmedium für den IR-Kontakt mit Privatanlegern bewertet.

FUCHS-Vorzugsaktien ein Schwergewicht im SDAX

Die FUCHS-Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse, der Börse Stuttgart sowie an der Schweizer Wertpapierbörse in Zürich zum amtlichen Handel zugelassen. Außerdem sind sie in das elektronische Handelssystem XETRA einbezogen. Zum Jahresende 2007 waren folgende drei Wertpapiere des FUCHS PETROLUB Konzerns im Umlauf:

Gattung WKN Handelsplatz
Stammaktie 579040 Frankfurt am Main, Stuttgart, Zürich
Vorzugsaktie 579043 Frankfurt am Main, Stuttgart, Zürich
7,29%-Genussscheine 551831 Frankfurt am Main

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Das Jahr 2007

Die Vorzugsaktien und Stammaktien der FUCHS PETROLUB AG sind seit 1. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse notiert. Die zu 100% im Streubesitz befindlichen Vorzugsaktien sind ein Schwergewicht des aus 50 Werten bestehenden SDAX-Segments.

Großes Interesse an Belegschaftsaktien

Auch im Jahr 2007 bestand für die Mitarbeiter und Pensionäre der inländischen FUCHS-Gesellschaften die Möglichkeit, Belegschaftsaktien der FUCHS PETROLUB AG zu beziehen. Pro Mitarbeiter konnten maximal 15 Stammaktien zum Vorzugspreis von 53,34 € bezogen werden. 477 Mitarbeiter machten 2007 von diesem Angebot Gebrauch.

Ergebnis je Aktie

Vom Ergebnis nach Steuern von 120,3 Mio € (97,2) entfallen 0,7 Mio € (0,6) auf andere Gesellschafter. Das Ergebnis nach Fremdanteilen beträgt 119,6 Mio € (96,6). Das Ergebnis je Stammaktie beläuft sich damit auf 4,63 € (3,70), das Ergebnis je Vorzugsaktie auf 4,69 € (3,76). Dies entspricht einer Steigerungsrate von 25%.

2007 2006
Stämme Vorzüge Stämme Vorzüge
Anzahl Stückaktien à 3 € 12.582.999 12.584.855 12.969.000 12.969.000
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 12.846.257 12.845.737 12.969.000 12.969.000
Dividende [in €] 1,441 1,501 0,94 1,00
Dividendenrendite [in %]2 2,3 2,3 2,4 2,4
Ergebnis je Aktie [in €]3 4,63 4,69 3,70 3,76
Brutto-Cashflow je Aktie [in €]4 5,75 5,75 4,50 4,50
Buchwert je Aktie [in €]5 13,29 13,35 11,65 11,65
Xetra-Schlusskurs [in €] 62,86 60,59 52,00 58,00
Xetra-Höchstkurs [in €] 72,95 75,07 53,14 59,90
Xetra-Tiefstkurs [in €] 49,00 53,40 31,68 32,96
Xetra-Durchschnittskurs [in €] 61,96 64,93 39,13 41,66
Durchschnittliche Tagesumsätze [in T€]
Xetra und Parkett
1.328 2.744 767 1.637
Marktkapitalisierung [in Mio €]6 1.553,5 1.426,6
Kurs-Gewinn-Verhältnis7 13,4 13,8 10,6 11,1

Kennzahlen der FUCHS PETROLUB Aktien

1 Vorschlag an die Hauptversammlung

2 Quotient aus Dividende und Durchschnittskurs des Geschäftsjahres

3 Quotient aus Ergebnis nach Fremdanteilen und durchschnittlicher Anzahl der Aktien

4 Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der Aktien

5 Quotient aus Aktionärseigenkapital und Anzahl der Aktien

6 Börsenwerte am Jahresende; 2007 unter Berücksichtigung zurückgekaufter Aktien

7 Quotient aus Durchschnittskurs und Ergebnis je Aktie

Vorschlag auf deutliche Erhöhung der Dividende

Der Hauptversammlung am 6. Mai 2008 wird vorgeschlagen, die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 0,50 € je Aktie auf 1,50 (1,00) je Vorzugsaktie und auf 1,44 (0,94) je Stammaktie deutlich zu erhöhen. Der Dividendenvorschlag übertrifft die im Vorjahr gezahlte Dividende um 50% (Vorzugsaktie) bzw. 53% (Stammaktie).

Genussscheine

Die 1998 zu pari begebenen und im August 2008 zu tilgenden FUCHS PETROLUB Genussscheine im Nennbetrag von insgesamt 51,1 Mio € schlossen das Jahr am 28.12.2007 mit einem Kurs von 103,5% (109,8%); sie sind mit einem Ausschüttungssatz von 7,29% p.a. ausgestattet. Das 52-Wochen-Hoch war 112,6%, das Tief 102,0%. Der Kurs beinhaltet jeweils bis zum 1. August eines Folgejahres die aufgelaufenen "Stückzinsen".

Anzahl der Aktionäre nahezu verdoppelt

Zum 31. Januar 2007 war die Zahl der FUCHS-Aktionäre im In- und Ausland auf nahezu 17.000 angewachsen, so dass dies seit der Aktionärserhebung 2004 eine Verdoppelung darstellt. Dabei handelt es sich unverändert zum größten Teil um private Anleger. Allerdings ist die Zahl der institutionellen Anleger, insbesondere im Ausland, deutlich gestiegen.

In der Gewichtung ergaben sich hingegen bei der Aufteilung des gemeldeten Kapitals kaum Veränderungen. So halten weiterhin neben der Familie Fuchs die privaten und institutionellen Anleger jeweils ein gutes Drittel des Grundkapitals. Dabei hat sich der Anteil der Privaten leicht von 37,0 auf 38,1% erhöht, während der institutionelle Besitz von 37,5 auf 36,3% zurückgegangen ist. In Deutschland ist der Anteil, der von privaten Anlegern gehalten wird, mit 49,5% allerdings noch höher, in der Schweiz sind es sogar 59,1% des Kapitals.

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Im Ausland lagen zum Stichtag am 31. Januar 2007 weiterhin nahezu 30% des gemeldeten Kapitals. Während 2004 allerdings den größten Anteil am Grundkapital noch die Schweiz hielt, ist dies inzwischen Großbritannien mit 7,1%. Es folgen die USA mit 5,8% und Luxemburg mit 5,6%. Für die Schweiz wurden 4,0% gemeldet.

Die Kapitalaufteilung hat sich somit im Ergebnis nicht wesentlich verändert. Traditionell sind Deutschland und die Schweiz für FUCHS die Länder mit hohem Privatanlegerbesitz, während im übrigen Ausland der institutionelle Besitz deutlich überwiegt. Diese Aufteilung spiegelt sich in der darauf abgestimmten Kommunikationsstrategie des Unternehmens wider.

Aktionärserhebung – Anteile der Aktionärsgruppen am Grundkapital1

1 31.1.2007: 18.317.741 Aktien (71% des Gesamtkapitals).

2 Darin enthalten: 45,5% der stimmberechtigten Stammaktien.

Aktionärserhebung – Anteile der Länder am Grundkapital

> STRATEGISCHE ZIELE UND GESCHÄFTSMODELL

FUCHS ist ein in Deutschland ansässiger, global operierender Konzern, dessen Muttergesellschaft die FUCHS PETROLUB AG ist. Der Konzern beschäftigt derzeit weltweit 3.787 Mitarbeiter in insgesamt 54 operativ tätigen Gesellschaften. Die Organisations- und Berichtsstruktur folgt den drei geografischen Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika.

FUCHS ist fokussiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten. Das Unternehmen ist in strategisch bedeutsamen Nischen und hochwertigen Geschäftsfeldern Technologieführer. Anders als die vertikal strukturierten Mineralölfirmen, die große Mengen standardisierter Produkte absetzen, verfolgt FUCHS eine konsequente Nischenstrategie.

Das Sortiment umfasst mehrere Tausend Produkte für alle Lebensbereiche und Industrien. Dazu gehören Bergbau, Stahlindustrie, Landwirtschaft, Fahrzeugindustrie, Verkehr, Maschinenbau, private Haushalte und vieles mehr.

FUCHS ist mit seinen flachen Strukturen wie denen eines Mittelständlers in der Lage, Kundensegmente sehr individuell zu betreuen und mit eigenen Lösungen zu begeistern. Die Nischen sind für die Großen oft zu klein.

Eine hohe Innovationskraft ist der wichtigste interne Ergebnisträger. Jeder elfte Mitarbeiter ist im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig. FUCHS betreibt Anwendungsentwicklung direkt beim Kunden, wobei die Schmierstoffe an deren Prozesse angepasst werden. Darüber hinaus werden in Partnerschaften neue Schmierstoffe gleichzeitig mit neuen Maschinen und Aggregaten entwickelt. Kurz: FUCHS ist in vielen Segmenten Technologieführer.

Der zweite wichtige Erfolgsfaktor ist der Vertrieb: 70% unseres Umsatzes erfolgen im Direktvertrieb, also nahe am Kunden. Die langjährigen Kundenbeziehungen lassen den Servicebedarf der Anwender schnell erkennen, so dass entsprechende Dienstleistungen angeboten werden können. Der Vorteil für die Kunden ist, dass sie in spezifischen Detailfragen von Branchenkennern betreut werden.

Das Unternehmen stellt rund 10.000 Produkte her und vertreibt diese an über 100.000 Kunden. Das breite Produktspektrum deckt den gesamten Schmierstoffbedarf eines Unternehmens ab und ermöglicht die Lieferung und Betreuung aus einer Hand.

Ebenfalls wichtig für den Unternehmenserfolg ist die Mitarbeitermotivation. Variable Vergütungen, die sich am Unternehmenserfolg orientieren, sind dabei ein geeignetes Instrument. So haben wir die Kennzahl FUCHS Value Added eingeführt, die einerseits auf den Ertrag und andererseits auf den Kapitaleinsatz abstellt. Alle Bonuszahlungen an das Management sind auf diese Kennzahl abgestimmt. Die nachhaltige Anwendung dieses Systems zeigt messbare positive Auswirkungen auf das operative Geschäft.

Mit diesem Geschäftsmodell verfolgt FUCHS eine wertorientierte Wachstumsstrategie mit langfristigen strategischen Zielen:

  • Ausbau der Stellung als größter unabhängiger Schmierstoff- und Spezialitätenhersteller der Welt

  • Wertorientiertes Wachstum mittels Innovations- und Spezialisierungsführerschaft

  • Organisches Wachstum in Wachstumsmärken sowie organisches und externes Wachstum in reifen Märkten

  • Schaffung von Aktionärswert, d.h. über die Kapitalkosten hinaus Wert schaffen.

> Strategische Ziele und Geschäftsmodell > Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische

> GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE ENTWICKLUNG

Der Anstieg der Weltkonjunktur war im Jahr 2007 wiederum sehr robust. Der Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) betrug global 3,7% und fiel somit geringfügig schwächer aus als im Jahr 2006 (3,9%). Nicht nur die wirtschaftliche Expansion in den Schwellenländern zeigte sich erneut sehr dynamisch, auch die Produktion in den Industrieländern zog deutlich an. Allerdings hat sich das Konjunkturklima gegen Jahresende merklich eingetrübt, vor allem infolge der Immobilienkrise in den USA. Auch die Ölpreise wirkten im Jahr 2007 eher dämpfend auf die weltwirtschaftliche Entwicklung.

Die wirtschaftliche Lage in den USA kühlte sich im Jahr 2007 ab. Für das BIP ergab sich eine Zuwachsrate von 2,1% (2006: 2,9%). Auch die japanische Wirtschaft verlor 2007 an Fahrt, so dass sich die Zuwachsrate des BIP leicht von 2,2% im Jahr 2006 auf 2,0% verringerte. Die kräftige wirtschaftliche Expansion Chinas setzte sich 2007 mit einer Zuwachsrate des BIP von 11,7% fort und lag damit zum fünften Mal hintereinander über 10%. In Indien betrug die Wachstumsrate des BIP 9,0%. Die wirtschaftliche Dynamik im Euro-Raum im Jahr 2007 war mit einer Zuwachsrate des BIP von 2,6% ähnlich hoch wie im Jahr 2006 (2,8%).

In Deutschland erhöhte sich das BIP im Jahr 2007 ebenfalls um 2,6%. Für den Verband Deutscher Maschinenund Anlagenbau (VDMA) war 2007 ein weiteres Rekordjahr. Die Produktion wuchs real um 11,0%, und der Branchenumsatz konnte um rund 13,0% gesteigert werden. Getragen vom starken Auslandsgeschäft konnten auch die deutschen Automobilhersteller einen neuen Produktionsrekord erzielen. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) ist die PKW-Gesamtproduktion um 6,0% angestiegen. Auch die Mitglieder im Verband der Chemischen Industrie (VCI) können erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Produktion ist 2007 um 4,5% gestiegen, der Branchenumsatz legte um 7,5% zu.

Die weltweite konjunkturelle Entwicklung 2007 spiegelt sich auch in der Mengenveränderung des globalen Schmierstoffmarkts wider. Der Schmierstoffverbrauch ist in allen Weltregionen, mit Ausnahme von Nordamerika, angestiegen. Die höchsten Wachstumsraten wurden ein weiteres Mal in den Entwicklungs- und Schwellenländern erzielt. Der Weltschmierstoffbedarf hat sich im Jahr 2007 insgesamt um rund 0,5% erhöht. Aus heutiger Sicht gehen wir für das Jahr 2008 von einer Volumenveränderung in ähnlicher Höhe aus.

Regionale Aufteilung des Weltschmierstoffbedarfs 2007 [Inlandsverbrauch]

> GESCHÄFTSVERLAUF Umsatz

Ansprechendes internes Wachstum

Der FUCHS PETROLUB Konzern setzte im Jahr 2007 seinen Wachstumskurs fort und steigerte seinen Umsatz intern um 72,7 Mio € bzw. 5,5%. Der Kursanstieg des Euros gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen reduzierte diesen Umsatzzuwachs um 25,4 Mio € oder 1,9%. Das externe Wachstum hatte mit –5,3 Mio € bzw. –0,4% nur einen geringen Einfluss.

Wachstumsfaktoren Mio € %
Internes Wachstum 72,7 5,5
Externes Wachstum –5,3 –0,4
Effekte aus der Währungskursumrechnung –25,4 –1,9
Umsatzentwicklung 42,0 3,2

Regionale Umsatzentwicklung nach dem Sitz der Gesellschaften

[in Mio €] 2007 2006 Internes
Wachstum
Externes
Wachstum
Wechsel-
kurseffekte
Gesamt-
veränderung
absolut
Gesamt
veränderung
in %
Europa 934,1 874,7 68,7 –9,8 0,5 59,4 6,8
Nord- und Südamerika 208,3 235,0 –13,3 2,7 –16,1 –26,7 –11,4
Asien-Pazifik, Afrika 253,4 237,2 24,6 1,5 –9,9 16,2 6,8
Konsolidierung –30,5 –23,6 –7,3 0,3 0,1 –6,9
Gesamt 1.365,3 1.323,3 72,7 –5,3 –25,4 42,0 3,2

Internes Wachstum setzt sich fort

Das interne Wachstum des FUCHS PETROLUB Konzerns belief sich im Jahr 2007 auf 72,7 Mio € oder 5,5%. Sowohl in Europa als auch in Asien konnte der Konzern seinen Umsatz deutlich erhöhen. Die Region Nordund Südamerika spürte hingegen die verhaltene Nachfrage unserer US-amerikanischen Kunden.

In Asien-Pazifik, Afrika machte der intern erzielte Umsatzzuwachs 24,6 Mio € bzw. 10,4% aus. Das Wachstum in Europa betrug sogar 68,7 Mio € bzw. 7,9 %, während in der Region Nord- und Südamerika ein Rückgang um 13,3 Mio € (–5,7%) zu verzeichnen war.

Besonders hervorzuheben sind die zweistelligen Umsatzzuwächse der deutschen, der mittel- und osteuropäischen sowie der chinesischen Gesellschaften. Im übrigen Europa, in Australien, Afrika und in vielen asiatischen Ländern wurden gute einstellige Wachstumsraten erwirtschaftet. Einen nennenswerten Umsatzrückgang musste allein die US-amerikanische Landesgesellschaft hinnehmen.

Geringe externe Umsatzeffekte

Im ersten Halbjahr 2007 hat der Konzern zwei kleinere Spezialitätengeschäfte in Brasilien erworben. Außerdem wurde der Konsolidierungskreis durch die Erstkonsolidierung einer ukrainischen sowie einer türkischen Gesellschaft erweitert. Im Saldo mit den Effekten aus der Dekonsolidierung der LIPPERT-UNIPOL Gruppe zum 1. Juli 2006 verbleibt daraus ein Umsatzrückgang um 5,3 Mio € (–0,4%).

Wechselkurseinflüsse gestiegen

War im Vorjahr die Wechselkursbilanz noch ausgeglichen, hatte die fortgesetzte Euro-Stärke im Jahr 2007 negative Umrechnungseffekte für den Umsatz des Konzerns. Vor allem die Umsätze der US-amerikanischen Gesellschaft, aber auch die der argentinischen, chinesischen sowie anderer asiatischer Gesellschaften waren davon betroffen. Darüber hinaus wertete sich der südafrikanische Rand mit –12% noch deutlicher ab als im Vorjahr (–7%).

Umsatzaufteilung nach Produktsegmenten

Primäres Berichtsformat der Segmentberichterstattung sind die geografischen Regionen Europa, Nordund Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika. Diese Aufgliederung entspricht der Organisationsstruktur des Konzerns. Das sekundäre Berichtsformat unterscheidet nach den Produktsegmenten "Kfz-Schmierstoffe", "Industrieschmierstoffe und Spezialitäten" sowie dem Bereich "Sonstiges".

Im Produktsegment Kfz-Schmierstoffe sind insbesondere die Motoren-, Getriebe- und Stoßdämpferöle zusammengefasst. Der Umsatz dieses Segments lag mit 472,9 Mio € (440,9) um 7,3% über dem des Vorjahres. Der Segmentanteil am Konzernumsatz stieg auf 34,6% (33,3).

Umsatzstruktur des Konzerns

Das Produktsegment Industrieschmierstoffe und Spezialitäten enthält vor allem Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Korrosionsschutzmittel, Hydraulik- und Industriegetriebeöle sowie Fette und andere Spezialitäten. Dieses Geschäftssegment repräsentiert mit 790,4 Mio € (765,4) bzw. 57,9% (57,8) den größeren Teil des Konzernumsatzes. Mit 3,3% ist dieser Bereich parallel zum allgemeinen Umsatztrend gewachsen.

Der Bereich Sonstiges schrumpfte um 15 Mio € oder 12,8%. Dieses Segment umfasst im Wesentlichen die Lohnherstellung, das Chemical Process Management und Handelsaktivitäten. Mit dem Verkauf der Poliersparte im Jahr 2006 reduzierte sich der Anteil des Segmentes am Konzernumsatz auf 7,5% (8,9).

In den unterschiedlichen Wachstumsraten der Produktsegmente spiegelt sich vor allem die unterschiedliche regionale Entwicklung wider. So ist der Anteil der Kfz-Schmierstoffe in Europa sowie in Asien-Pazifik und Afrika höher als in der Region Nord- und Südamerika.

[in Mio €] 2007 Anteil
in %
2006 Anteil
in %
Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Kfz-Schmierstoffe* 472,9 34,6 440,9 33,3 32,0 7,3
Industrieschmierstoffe
und Spezialitäten*
790,4 57,9 765,4 57,8 25,0 3,3
Sonstiges 102,0 7,5 117,0 8,9 –15,0 –12,8
Gesamt 1.365,3 100 1.323,3 100 42,0 3,2

* und verwandte Produkte

Die Vorjahreszahlen wurden leicht angepasst.

Ergebnis steigt um mehr als 20%

Der FUCHS PETROLUB Konzern hat 2007 erneut sehr erfolgreich gewirtschaftet. Das operative Ergebnis, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das Ergebnis vor bzw. nach Steuern weisen Steigerungsraten von über 20% aus. Die Strategie eines qualitativen Wachstums, gepaart mit Spezialisierung und diszipliniertem Kostenmanagement, hat sich abermals bewährt.

Mit einem höherwertigen Produktmix hat FUCHS im Jahr 2007 das Bruttoergebnis um 9,1% oder 42,3 Mio € auf 509,2 Mio € (466,9) erhöht. Die Bruttomarge kletterte um 2 Prozentpunkte auf 37,3% (35,3).

Gleichzeitig gelang es, den Anstieg der Vertriebs-, Verwaltungs- sowie F+E-Aufwendungen auf 2,0% oder 6,3 Mio € zu begrenzen. Damit erhöhte sich das operative Ergebnis um 22,9% oder 36 Mio € auf 193,5 Mio € (157,5). Die operative Marge stieg auf 14,2% (11,9).

Der Anstieg beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 195,2 Mio € (161,2) betrug 34 Mio € oder 21,1%. Im Vorjahr enthielt das sonstige betriebliche Ergebnis einen Ertrag aus der Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften (3,0 Mio €), 2007 gab es keine derartigen Sondererträge.

Der Finanzierungsaufwand im Konzern war erneut rückläufig. Trotz Aktienrückkaufs ermöglichte der hohe freie Cashflow die weitere Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten. Das Finanzergebnis von – 8,5 Mio € (–11,8) macht nur 0,6% (0,9) vom Umsatz aus.

Die Ertragsteuern beliefen sich auf 66,4 Mio € (52,2), was einer Steuerquote von 35,6% (34,9) entspricht, Damit erzielte der Konzern ein Ergebnis nach Steuern von 120,3 Mio € (97,2). Die Nachsteuerrendite bezogen auf den Umsatz erreichte 8,8% (7,3).

Die Region Europa steuerte mit 125,9 Mio € (95,7) rund 64% des Konzern-EBITs bei. Der Zuwachs um 30,2 Mio € entspricht einer Steigerung um 31,6%. Die relative Ergebnissteigerung der Region Asien-Pazifik, Afrika war mit 45,7% noch höher, allerdings auf einer geringeren Basis. Das EBIT dieser Region von 34,1 Mio € (23,4) stellt 17% des Konzern-EBITs dar. Nord- und Südamerika konnte mit 37,1 Mio € (41,2), das sind 19% des Konzern-EBITs, umsatz- und wechselkursbedingt das EBIT nicht auf Vorjahresniveau halten. Dagegen hat die Region die EBIT-Marge auf 17,8% (17,5) gesteigert. Das ist der höchste Wert aller Regionen. Europa erreicht 13,5% (10,9), Asien-Pazifik, Afrika 12,5% (9,4).

Das Ergebnis je Stamm- bzw. Vorzugsaktie beläuft sich auf 4,63 (3,70) bzw. 4,69 € (3,76), was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 25% entspricht.

Respektable Renditekennzahlen

Der FUCHS PETROLUB Konzern hat im Jahr 2007 eine EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Relation zum Umsatz) von 14,3% erzielt. Der Vorjahreswert lag bei 12,2%.

Die Umsatzrendite (Ergebnis nach Steuern bezogen auf den Umsatz) stieg auf 8,8% (7,3).

Die Eigenkapitalrendite (Ergebnis nach Steuern bezogen auf das anhand der unterjährigen Quartalsbilanzen ermittelte durchschnittliche Eigenkapital des Jahres) beläuft sich auf 37,1% (36,9).

Der ROCE, die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Ergebnis vor Zinsen und Steuern bezogen auf den Jahresdurchschnitt der Summe von Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen und kumulierten planmäßigen Goodwillabschreibungen nach Abzug der liquiden Mittel) steigt auf 38,3% (30,4).

Steuerungssystem

Kennzahlen und Steuerungsgrößen für das operative Geschäft sind zunächst der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).

Aus dem EBIT leitet sich nach Abzug der Kosten für das eingesetzte Eigen- und Fremdkapital die zentrale Kennzahl des FUCHS PETROLUB Konzerns, der FUCHS VALUE ADDED (FVA), ab. Der FVA dient der wertorientierten Unternehmenssteuerung des FUCHS PETROLUB Konzerns. Für die Ermittlung der Kosten des eingesetzten Eigen- und Fremdkapitals wird ein gewichteter Zinssatz verwendet (WACC), der sich aus den jeweiligen Finanzmarktdaten ableitet. Der WACC beträgt derzeit 11,5% vor bzw. 7,4% nach Steuern.

Der FVA des Konzerns hat sich im Jahr 2007 auf 136,5 Mio € (100,3) erhöht. Ein positiver FVA bedeutet, dass die tatsächlich erwirtschaftete Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) über den Kapitalkosten (WACC) liegt. Der FVA steigt, wenn das bisher eingesetzte Kapital erfolgreicher eingesetzt wird oder wenn zusätzliches Kapital eine Rendite oberhalb des WACC erzielt.

FUCHS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr das durchschnittlich eingesetzte Kapital reduziert und das verbliebene Kapital rentabler eingesetzt.

Für die Berechnung des FVA wurde das eingesetzte Kapital um planmäßige Firmenwertabschreibungen früherer Jahre korrigiert und ein Durchschnitt aus den Quartalsbilanzwerten eines Jahres gebildet.

Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung

Solide Bilanz

Der FUCHS PETROLUB Konzern ist solide finanziert. Trotz des Rückkaufes eigener Aktien und der Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten Dividendensumme hat sich die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr auf 47,1% (44,2) erhöht. Dabei war die gute Cashflow-Entwicklung wesentlicher Treiber einer Erhöhung der Bilanzsumme um 28,5 Mio € auf 714,9 Mio € (686,4). So stiegen die liquiden Mittel um 24,0 Mio € auf 64,2 Mio € (40,2) an.

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns belaufen sich auf 265,8 Mio € (266,8). Sie stellen 37,2% (38,9) der Bilanzsumme dar. Davon entfallen mit 149,2 Mio € (150,9) mehr als die Hälfte (56,1%) auf Sachanlagen und mit 85,3 Mio € (83,7) knapp ein Drittel (32,1%) auf immaterielle Vermögenswerte. 11,8% entfallen auf andere Positionen. Die langfristigen Aktiva sind vollständig mit Eigenmitteln finanziert.

Aktiva [in %] 2007 2006
Geschäfts- und Firmenwerte 10,8 11,6
Sachanlagevermögen 20,9 22,2
Vorräte 23,0 22,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28,1 29,9
Sonstiges Anlage- und Umlaufvermögen 17,2 13,4
Bilanzsumme [in Mio €] 714,9 680,7

Vermögens- und Kapitalstruktur

Passiva [in %] 2007 2006
Eigenkapital 47,1 44,5
Pensionsrückstellungen 7,9 7,5
Finanzverbindlichkeiten 10,1 14,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16,0 17,3
Sonstige Verbindlichkeiten 18,9 16,2
Bilanzsumme [in Mio €] 714,9 680,7

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 201,2 Mio € (203,7) sowie die Vorräte von 164,7 Mio € (156,0) stellen in Summe gut die Hälfte (51,1%) aller Vermögenswerte in der Bilanz von FUCHS dar. Unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 114,6 Mio € (117,4) verbleibt ein operatives Nettoumlaufvermögen von 251,3 Mio € (242,3). Damit konnte der im Vorjahr deutlich verbesserte Betriebmitteleinsatz nahezu aufrechterhalten werden. Die Quote "operatives Nettoumlaufvermögen zu Umsatz" betrug 18,4% (18,3). Steuerforderungen und andere kurzfristige Vermögensgegenstände beliefen sich auf 19,0 Mio € (19,7).

Der Konzern verfügte zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital von 336,5 Mio € (303,2). Der Anstieg trotz Aktienrückkaufes beruht auf der guten Ertragslage. Wie in den beiden Vorjahren wirkten sich negative Währungseffekte eigenkapitalreduzierend aus.

Neben dem Eigenkapital stehen dem Konzern langfristige Mittel in Form von Pensionsrückstellungen zur Verfügung. Mit 56,5 Mio € (57,0) stellen diese 7,9% (8,3) der Bilanzsumme dar. Weitere langfristige Verbindlichkeiten wie latente Steuern, Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten belaufen sich auf 27,5 Mio € (75,9). Die im Vorjahr noch als langfristige Verbindlichkeit ausgewiesenen Genussscheine über 51,1 Mio € sind am 1. August 2008 zur Rückzahlung fällig und wurden deshalb in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Dennoch deckt das gesamte langfristige Fremdkapital zuzüglich Eigenkapital die langfristigen Vermögenswerte zu 158% (165) ab.

Neben den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 114,6 Mio € (117,4) bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten aus Rückstellungen (44,0 Mio €, im Vorjahr 40,0), Steuerverbindlichkeiten (34,0 Mio €, im Vorjahr 19,3), sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (33,6 Mio €, im Vorjahr 30,5) sowie Finanzverbindlichkeiten (68,2 Mio €, im Vorjahr 43,1).

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten insgesamt sind infolge des guten Cashflows um 26,6 Mio € zurückgegangen. Unter Berücksichtigung des Anstiegs liquider Mittel um 24,0 Mio € hat sich die Nettofinanzverschuldung des Konzerns 2007 um 50,6 Mio € auf 7,7 Mio € (58,3) verringert.

> GESCHÄFTSVERLAUF Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung macht deutlich, dass sich der FUCHS PETROLUB Konzern in einer sehr guten finanziellen Verfassung befindet.

Der Brutto-Cashflow erhöhte sich im Berichtsjahr um 26,5% auf 147,8 Mio € (116,8). Ein wesentlicher Treiber war das verbesserte Konzernergebnis. Daneben erhöhten sich langfristige Rückstellungen und latente Steuerverbindlichkeiten. Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte beliefen sich auf 20,8 Mio € (22,1).

Der bereits sehr gute Brutto-Cashflow konnte infolge positiver Einflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit noch um weitere 4,4 Mio € erhöht werden. Damit beläuft sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf 152,2 Mio € (90,7). Ursache ist der Anstieg von Steuerverbindlichkeiten und Rückstellungen. Das operative Nettoumlaufvermögen (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) erhöhte sich weitgehend parallel mit dem Umsatzwachstum.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Investitionen im Berichtsjahr angestiegen und betrugen 24,4 Mio € (18,2). Auch wurden zwei kleinere Akquisitionen für 3,7 Mio € (0,0) getätigt. Darüber hinaus fielen – anders als im Vorjahr – keine Erlöse aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten an (im Vorjahr 11,1). Insgesamt beläuft sich der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit auf 23,8 Mio € (4,3).

Somit verbleibt ein freier Cashflow von 128,4 Mio €, knapp 49% mehr als im Vorjahr (86,4). Damit konnten die Dividendenausschüttung in Höhe von 25,8 Mio € und der Rückkauf eigener Aktien im Volumen von 50,8 Mio € finanziert werden, und es verblieben noch genügend Mittel, um Finanzverbindlichkeiten im Umfang von 26,6 Mio € zurückzuführen sowie den Finanzmittelfonds um 24,0 Mio € auf 64,2 Mio € (40,2) aufzustocken.

Gesamtlage

Für die Beurteilung der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist das Nettogearing eine aussagefähige Kennzahl. Das Nettogearing wird aus dem Verhältnis von Finanzverbindlichkeiten zuzüglich Pensionsrückstellungen und abzüglich liquider Mittel einerseits und dem Eigenkapital andererseits gebildet. Das Nettogearing hat sich 2007 nochmals deutlich verringert und liegt bei 0,2 (0,4). Der Konzern verfügt damit über eine sehr gesunde finanzielle Basis für sein operatives Geschäft.

Anhand der Rendite auf das eingesetzte Kapital lässt sich die Ertragkraft des Konzerns messen. Mit 38,3 % (30,4) weist der FUCHS PETROLUB Konzern eine gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich verbesserte Kennzahl aus.

Schließlich ist die Dividenden-, Schuldentilgungs- und Akquisitionsfähigkeit des Konzerns aus dem freien Cashflow ableitbar. Mit 128,4 Mio € (86,4) wurde hier 2007 ein hervorragender Wert erreicht.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der FUCHS PETROLUB Konzern in einer sehr guten und stabilen finanziellen Lage ist.

> GESCHÄFTSVERLAUF Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des FUCHS PETROLUB Konzerns haben.

> GESCHÄFTSVERLAUF Investitionen und Geschäftserwerbe

Der FUCHS PETROLUB Konzern hat im Jahr 2007 für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 24,4 Mio € (18,1) aufgewendet. Zwar bedeutet dies eine Steigerung der Investitionen gegenüber dem Vorjahr, trotzdem liegt die Kennzahl 'Investition zu Umsatz' immer noch leicht unter der Quote von 2,0 % bis 2,5 %, die wir als nachhaltige Investitionsquote ansetzen.

Investitionen

Der seit längerem geplante Bau eines neuen Werks in China wurde im zweiten Halbjahr 2007 begonnen. Das Werk wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2008 in Betrieb genommen. Der Konzern verfügt dann über deutlich erweiterte Produktionsanlagen auf dem für ihn bedeutenden chinesischen Markt.

Bei der Mehrzahl der übrigen Investitionen handelte es sich um diverse Ersatz- und Erweiterungsmaßnahmen verschiedener Produktions- und Abfülleinrichtungen sowie um Investitionen in Umwelt- und Brandschutzeinrichtungen.

Der Einsatz der integrierten SAP-Software nimmt im Konzern weiter zu. Im Hinblick auf die im Jahr 2008 bei unserer größten Beteiligungsgesellschaft vorgesehene IT-Umstellung auf SAP wurden weitere Nutzungslizenzen erworben und vielfältige Implementierungsarbeiten durchgeführt.

Die Erweiterungsinvestitionen hatten im Konzern einen Anteil von mehr als 50% am gesamten Investitionsvolumen, der Rest entfiel auf Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte machten im Jahr 2007 18,8 Mio € (19,7) aus. Impairmentabschreibungen auf Firmenwerte beliefen sich auf 1,9 Mio € (2,2).

Geschäftserwerbe

Im Verlauf des ersten Halbjahres 2007 hat FUCHS in Brasilien zwei kleinere Spezialschmierstoffgeschäfte im Wege eines Asset Deals übernommen. Die beiden erworbenen Geschäftsbereiche betreffen Schmiedehilfsstoffe sowie Spezialfette.

Investitionen und Abschreibungen – Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände [ohne Firmenwerte]

> Geschäftsverlauf > Segmentbericht nach Regionen

> SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN

Die Segmentberichterstattung entspricht der konzerninternen Organisations- und Berichtsstruktur nach geografischen Regionen.

Im Jahr 2007 belief sich der Weltschmierstoffverbrauch auf rund 37,2 Mio Tonnen. Davon entfielen etwa 44% auf die Region Asien-Pazifik, Afrika. Diese Region ist nicht nur der größte Markt für Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten, sie ist gleichzeitig auch die Region mit den höchsten Wachstumsraten. In Nordund Südamerika wurden etwa 30% und in Europa rund 26% aller Schmierstoffe verbraucht.

Im FUCHS PETROLUB Konzern entfiel der Umsatz, gegliedert nach dem Sitz der Kunden, wie folgt auf die Regionen:

[in Mio €] 2007 Anteil in % 2006 Anteil in %
Europa 859,4 62,9 809,2 61,1
Nord- und Südamerika 217,8 16,0 243,4 18,4
Asien-Pazifik, Afrika 288,1 21,1 270,7 20,5
Gesamt 1.365,3 100 1.323,3 100

Im Jahr 2007 war der Umsatz mit Kunden in der Region Europa durch ein überdurchschnittliches Wachstum von 6,2% gekennzeichnet. Insgesamt 62,9% (61,1) des gesamten Konzernumsatzes wurden mit europäischen Kunden erzielt.

Trotz ungünstiger Währungseffekte erhöhte sich der Umsatz mit Kunden der Region Asien-Pazifik, Afrika um 6,4% und machte 21,1% (20,5) des Konzernumsatzes aus. Bereinigt um Wechselkurseffekte stieg der Umsatz zweistellig. Rückläufig war der Anteil des Konzernumsatzes mit Kunden in der Region Nord- und Südamerika. Im Jahr 2007 wurden mit amerikanischen Kunden 16,0% (18,4) des Konzernumsatzes getätigt.

> SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Europa

Segmentinformationen [in Mio €]1 2007 2006
Umsätze nach Sitz der Kunden 859,4 809,2
Umsätze nach Sitz der Gesellschaften 934,1 874,7
> davon mit anderen Segmenten 29,4 22,5
Planmäßige Abschreibungen 12,0 12,3
Außerplanmäßige Abschreibungen 0,8 2,2
Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen 0,0 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 125,9 95,7
Segmentvermögen 419,0 396,2
Segmentschulden 147,8 138,8
Investitionen 16,0 11,5
Mitarbeiter (Durchschnitt) 2.327 2.376
Kennzahlen [in %]
EBIT zu Umsatz 13,5 10,9

1 Siehe Seiten 74 und 75

Die Region Europa steigerte ihren Umsatz nach dem Sitz der Gesellschaften im Jahr 2007 um 6,8% auf 934,1 Mio € (874,7). Gründe waren ein sowohl mengen- als auch mixbedingtes internes Wachstum von 7,9%. Als Saldo aus der Dekonsolidierung der LIPPERT-UNIPOL Gruppe nach deren Verkauf Mitte 2006 und der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaft in der Ukraine zu Beginn des Jahres 2007 ergibt sich ein Umsatzrückgang um 1,1% bzw. 9,8 Mio €. Wechselkurseffekte waren mit 0,5 Mio € unbedeutend.

Die Region erreichte 2007 eine deutliche Steigerung ihres Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT erhöhte sich um 31,6% auf 125,9 Mio € (95,7). Die EBIT-Marge (EBIT in Relation zum Umsatz) stieg auf 13,5% (10,9).

Die mittel- und osteuropäischen Gesellschaften erzielten 2007 ein überdurchschnittliches Wachstum. Ihr Umsatzanteil in der Gesamtregion liegt jetzt bei 7,5%. Auf Westeuropa ohne Deutschland entfallen 45,3%. Da die Umsätze der deutschen Gesellschaften ebenfalls kräftig gewachsen sind, beläuft sich der auf sie entfallende Umsatzanteil in der Region auf 47,2%.

Großbritannien nach Deutschland wichtigster Markt in Westeuropa

In Westeuropa haben alle Gesellschaften ihr Ergebnis vor Zinsen und Steuern gesteigert. Erneut deutliche Ergebniszuwächse konnten in Großbritannien erwirtschaftet werden. Auch die Gesellschaften in Frankreich, Italien und Spanien haben sich weiter positiv entwickelt.

> Segmentbericht nach Regionen

FUCHS baut starke Position in Deutschland weiter aus

In Deutschland zeigten die Geschäftsbereiche Kraftfahrzeugschmierstoffe und Industrie schöne Wachstumsraten. Hierdurch hat die größte Konzerngesellschaft FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE nahtlos an die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre anknüpfen können.

Auch das Spezialitätengeschäft hat deutlich zugelegt. In Kaiserslautern wird der Standort zum Zentrum unserer international tätigen LUBRITECH-Gruppe ausgebaut.

Mittel- und Osteuropa bleiben dynamische Märkte

Unsere Gesellschaft in Polen hat die mehrjährige Erfolgsgeschichte guter Umsatz- und Ergebniszuwächse auch 2007 fortsetzen können. Russland hat sich für FUCHS mittlerweile zum zweitwichtigsten Markt der Region entwickelt. Auch die übrigen Gesellschaften konnten ihr Geschäft weiter ausbauen.

Entwicklung des Konzernumsatzes in Europa nach Sitz der Gesellschaften

2006
2005
[in Mio €]
2007
2004
2003

> SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Nord- und Südamerika

Segmentinformationen [in Mio €]1 2007 2006
Umsätze nach Sitz der Kunden 217,8 243,4
Umsätze nach Sitz der Gesellschaften 208,3 235,0
> davon mit anderen Segmenten 1,1 1,1
Planmäßige Abschreibungen 3,9 3,7
Außerplanmäßige Abschreibungen 0,0 0,0
Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen 0,0 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 37,1 41,2
Segmentvermögen 142,6 152,1
Segmentschulden 22,7 22,7
Investitionen 2,8 4,5
Mitarbeiter (Durchschnitt) 588 607
Kennzahlen [in %]
EBIT zu Umsatz 17,8 17,5

1 Siehe Seiten 74 und 75

Die Region Nord- und Südamerika hat nach dem Sitz der Gesellschaften im Jahr 2007 einen Umsatz von 208,3 Mio € (235,0) erzielt. Der Rückgang um 11,4% war überwiegend durch verringerte Umsätze unserer US-amerikanischen Tochtergesellschaft verursacht. Alle übrigen Gesellschaften erzielten interne Umsatzzuwächse. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Region ist auf 37,1 Mio € (41,2) zurückgegangen, was überwiegend währungsbedingt war. In Relation zum Umsatz erreicht das EBIT im Berichtsjahr mit 17,8% dennoch einen neuen Höchstwert.

Die sehr positive Entwicklung unseres Geschäfts in Südamerika hielt auch 2007 an. Die dortigen Gesellschaften generieren bereits 18% (13) des Umsatzes der gesamten Region.

Initiative zur Gewinnung von Neukunden in Nordamerika

Die konjunkturelle Entwicklung in den USA hat im Berichtsjahr den Umsatz unserer lokalen Gesellschaft erheblich beeinträchtigt. Durch ein diszipliniertes Kostenmanagement vermochte die Gesellschaft indes ihre hohe Profitabilität zu sichern. Gleichzeitig hat sie wichtige Schritte unternommen, die Kundenbasis in ihren Kerngeschäftsfeldern zu verbreitern, um damit konjunkturbedingte Umsatzrückgänge bei bestehenden Kunden auszugleichen.

> Segmentbericht nach Regionen

Geschäft mit Spezialschmierstoffen in Südamerika ausgebaut

Unserer Gesellschaft in Argentinien gelang es im abgelaufenen Geschäftsjahr, ihre sehr gute Leistung des Vorjahres nochmals deutlich zu steigern.

In Brasilien haben wir im ersten Halbjahr 2007 zwei kleinere Spezialschmierstoffgeschäfte erworben, die erfolgreich integriert wurden und positiv zu Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft beigetragen haben.

Entwicklung des Konzernumsatzes in Nord- und Südamerika nach Sitz der Gesellschaften

> SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Asien-Pazifik, Afrika

Segmentinformationen [in Mio €]1 2007 2006
Umsätze nach Sitz der Kunden 288,1 270,7
Umsätze nach Sitz der Gesellschaften 253,4 237,2
> davon mit anderen Segmenten 0,0 0,0
Planmäßige Abschreibungen 2,1 2,5
Außerplanmäßige Abschreibungen 1,2 0,2
Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen 2,3 1,0
Segmentergebnis (EBIT) 34,1 23,4
Segmentvermögen 110,7 108,6
Segmentschulden 37,1 38,7
Investitionen 4,2 2,0
Mitarbeiter (Durchschnitt) 821 854
Kennzahlen [in %]
EBIT zu Umsatz 12,5 9,4

1 Siehe Seiten 74 und 75

In der Region Asien-Pazifik, Afrika wuchs der Umsatz 2007 organisch um 10,4%. Die Eurostärke reduzierte das Wachstum auf +6,8%. Insgesamt wurde ein Umsatz nach dem Sitz der Gesellschaften von 253,4 Mio € (237,2) erzielt. Darin enthalten ist der noch geringe Effekt aus der Erstkonsolidierung unseres Joint Ventures in der Türkei.

Die in absoluten Zahlen höchsten Zuwächse im Umsatz erzielten unsere chinesischen Gesellschaften sowie unser Joint Venture in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das Kunden im Mittleren Osten sowie in weiten Teilen Afrikas beliefert. Aber auch die Gesellschaft in Australien sowie viele kleinere Gesellschaften in der Region zeigten ansprechende Umsatzzuwächse.

Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) hat die Region mit einer Steigerung um 45,7% auf 34,1 Mio € (23,4) nochmals erheblich zugelegt. Bereits im Vorjahr war mit +45,3% ein kräftiger Zuwachs gelungen. Das EBIT zum Umsatz beträgt damit 12,5% gegenüber 9,4% im Vorjahr.

Beim Umsatz dominieren innerhalb der Region die Gesellschaften in China (Umsatzanteil 32 %), Australien (Umsatzanteil 28%) und Südafrika (Umsatzanteil 11%).

Chinesisches Wachstum ungebrochen

Das organische Umsatzwachstum war in China auch im Jahr 2007 wiederum zweistellig. Die chinesischen Gesellschaften verbesserten ihr Portfolio mittels Spezialisierung qualitativ deutlich und waren in der Lage, ansprechende EBIT-Margen zu erzielen.

Dem starken Wachstum in China trägt auch der Bau unseres neuen Werks in Schanghai Rechnung, das voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2008 in Betrieb genommen wird.

> Segmentbericht nach Regionen

Gutes Umsatz- und Ergebniswachstum auch in anderen Teilen der Region

Unsere australische Gesellschaft hat ihr Geschäft in dem weiterhin von einer hohen chinesischen Rohstoffnachfrage geprägten Umfeld erneut ausgebaut. Gleichzeitig hat die Gesellschaft ihre internen Strukturen verbessert und konnte somit ihren Gewinn überproportional im Vergleich zum Umsatz steigern.

Die Entwicklung unserer Gesellschaft in Südafrika war weiter positiv, allerdings konnten die in lokaler Währung erzielten Umsatz- und Ergebnissteigerungen die negativen Effekte aus der Währungsumrechnung nicht ausgleichen. Im Laufe des Jahres haben wir die Produktion unseres bisherigen Werks in Durban in das modernere Werk in Johannesburg integriert.

In Indien, einem weiteren großen Wachstumsmarkt der Region, wird das auf Industrieschmierstoffe und Spezialitäten fokussierte Geschäft unverändert kräftig ausgebaut, so dass wir hier in Kürze ein neues Werk errichten wollen.

Entwicklung des Konzernumsatzes in Asien-Pazifik, Afrika nach Sitz der Gesellschaften

[in Mio €]
2007
2006
2005
2004
2003

> FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die maßgeschneiderte Lösung für spezifische tribologische Probleme wird meist durch eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden gefunden. Unterstützt werden die Innovationsprozesse durch die gemeinschaftliche Forschung mit Universitäten und ähnlichen Forschungseinrichtungen.

Der Konzern beschäftigte Ende 2007 in Forschung und Entwicklung 332 (318) Ingenieure, Chemiker sowie technische Fach- und Hilfskräfte. Die Aufwendungen für diesen Bereich betrugen im Berichtszeitraum 23,7 Mio € (22,1).

Transparent-Stoßdämpfer

Moderne Stoßdämpfer sind nicht nur mit Öl befüllt, sondern zusätzlich mit einem Gas-Druckpolster versehen. Durch die hochdynamischen Lastwechsel und Richtungsänderungen des Kolbens findet im Öl ein ständiger Wechsel zwischen Gasaufnahme und Gasabgabe statt – mit entsprechenden Auswirkungen auf das Dämpfungsverhalten und damit auch auf das Fahrverhalten des Fahrzeuges. Die hochdynamischen Vorgänge zeigen nicht nur eine Druck- und Geschwindigkeitsabhängigkeit, sondern werden auch von der Öltemperatur deutlich beeinflusst. Messtechnisch lassen sich diese Phänomene nur sehr schwer erfassen. In einem normalen Dämpfer ist dies nur indirekt, etwa durch Messung der Dämpfkraft, möglich. Deshalb hat FUCHS einen vollbelastbaren Transparent-Stoßdämpfer mit Sichtfenstern aus hochfestem Saphirglas entwickelt, der wegen seiner vielen Detaillösungen zum Patent angemeldet wurde. In nahezu originalgetreuer Geometrie und unter realen Belastungen können grundlegende Untersuchungen durchgeführt werden, um Gasblasenbildung, Kavitation, Ausgasungsverhalten und unterschiedliche Ventileinstellungen und Ölformulierungen messtechnisch, aber auch visuell zu untersuchen und nachzuweisen.

Härteöle

Härteöle und Abschreckmedien spielen eine wichtige Rolle bei der Wärmebehandlung von metallischen Werkstoffen, da sie deren Eigenschaften entscheidend mitbestimmen. Es wurde eine neue leistungsstarke Alternative zu niedrigviskosen Hochleistungshärteölen für Bereiche mit besonders hohen Anforderungen an den Arbeitsschutz entwickelt. Das auf Polymeren basierende Abschreckmittel ist frei von Bakteriziden und nicht brennbar. Es erlaubt konzentrationsabhängig eine unterschiedliche Abkühlcharakteristik, die optimal auf jeden Werkstoff abgestimmt werden kann. Die Abkühlintensität von reinem Wasser wird so gemildert, und gleichzeitig lässt sich eine gesteuerte Wärmeabfuhr vom Werkstück gewährleisten. Das biologisch abbaubare Produkt ist insbesondere zum Abschrecken in offenen Bädern geeignet.

Biohydraulik

Bio-Hydrauliköle für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen überzeugen vor allem durch ihre sehr guten Schmierungs- und Korrosionsschutzeigenschaften. Doch viele dieser Öle machen im Praxiseinsatz Probleme, haben beispielsweise negative Wirkungen auf Dichtungen und Lacke. Einer der führenden Hersteller von Traktoren in Europa reagiert auf diesen – mitunter teuren – Umstand und empfiehlt in einer aktuellen Richtlinie Werkstätten, bei der Umölung seiner Fahrzeuge ausschließlich auf Bio-Hydrauliköle aus dem Hause FUCHS zu setzen. Bei den freigegebenen Bio-Ölen handelt es sich um Schmierstoffe, die sich zusätzlich durch ihre Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit auszeichnen.

Warmwalzwerk

Gestiegene Anforderungen der deutschen Stahlindustrie an die Schmierstoffe haben eine signifikante Überarbeitung unseres Polyharnstofffettes notwendig gemacht. Der Verein Deutscher Eisenhüttenleute (VDEh) hat seine Spezifikationen 2007 erneut überarbeitet. Ein Polyharnstofffett von FUCHS erfüllt als einziges Fett auf dem Markt die seit Anfang 2007 festgeschriebenen Anforderungen. Dieses Produkt wird aufgrund Verschleißschutz, Wasserbeständigkeit, Förderfähigkeit und vor allem wegen seiner guten Walkstabilität bei hohen Temperaturen in der Stahlindustrie eingesetzt. Dies ist insbesondere der Bereich Strangguss, in dem der noch flüssige Stahl über eine Vielzahl von Walzen mit von unserem Fett geschmierten Wälzlagern gleitet und seine Vierkantform erhält. Aber auch in anschließenden Produktionsschritten des Warmwalzwerks findet das Produkt Anwendung.

Chlorfreies Feinschneiden

Heutzutage werden vielfältige ökonomische und ökologische Ansprüche an einen Umformschmierstoff gestellt, wobei die Arbeitssicherheit an erster Stelle steht. Doch insbesondere beim Feinschneiden von Edelstahl ist oftmals eine wirtschaftliche Prozessführung ohne chlorhaltige Umformschmierstoffe kaum realisierbar. Ein von FUCHS neu entwickeltes Feinschneidöl kann durch seine einzigartige Formulierung auch bei schwierigen Umformprozessen bei gleichbleibender Wirtschaftlichkeit auf den Einsatz von chlorhaltigen Additiven verzichten. Das Produkt kann als Konzentrat oder wassergemischt eingesetzt werden und ist mit wässrigen Reinigern einfach vom Werkstück zu entfernen.

> MITARBEITER

Unsere Mitarbeiter – jeder Einzelne Teil des Erfolgs

Unternehmen sind immer nur so gut wie die Menschen, die in ihnen arbeiten. Die Mitarbeiter sind Innovationstreiber und Motor für Veränderungen. Leistungsbereitschaft und Loyalität der Mitarbeiter gegenüber FUCHS sind die Grundvoraussetzungen, um unser Unternehmen heute und in der Zukunft erfolgreich zu führen.

Ausbildung für die Zukunft

Die Zukunftssicherung fängt bei FUCHS bei den eigenen Mitarbeitern an. Wir bieten unseren jungen und engagierten Mitarbeitern interessante Perspektiven. In unseren deutschen Gesellschaften bilden wir in acht Ausbildungsberufen aus. Zielbewussten und qualifizierten Abiturienten bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit einer dualen Ausbildung: Die Ausbildung im Unternehmen wird begleitet durch einen Studiengang an einer Berufsakademie (BA), der mit der staatlichen Abschlussbezeichnung "Bachelor" abschließt. Von Beginn an arbeiten unsere jungen Mitarbeiter mit erfahrenen Fachkräften zusammen, tauschen sich aus und lernen voneinander. So wachsen neue Ideen, die uns immer wieder voranbringen – und das seit vielen Jahren.

Neben den verschiedenen Ausbildungsrichtungen und BA-Studiengängen bietet FUCHS außerdem studienbegleitende Praktika an sowie die Möglichkeit, eine wissenschaftliche Abschlussarbeit in unserem Unternehmen zu verfassen. Viele unserer heutigen Mitarbeiter sind ehemalige Auszubildende, Praktikanten oder Diplomanden. Die Förderung solch potenzieller zukünftiger FUCHS-Mitarbeiter ist für uns eine wichtige Investition in die Zukunft.

Nachwuchsgewinnung

Für unser Unternehmen ist es unverzichtbar, möglichst frühzeitig neue Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen zu binden. Durch gezieltes Personalmarketing, beispielsweise durch die Teilnahme an Firmenkontaktmessen oder regionalen Informationsmessen der Hochschulen, stellen wir sicher, dass FUCHS als attraktiver Arbeitgeber bei Schulabgängern und Studenten bekannt gemacht wird. Darüber hinaus bieten wir Berufsinformationsbörsen im eigenen Haus an, um Schulabgängern die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort ein Bild von unserem Ausbildungsangebot und unseren betrieblichen Abläufen zu machen.

Mitarbeiterqualifizierung

Eine kontinuierliche Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter wird bei FUCHS großgeschrieben und ist durch die unternehmenseigene Bildungseinrichtung FUCHS ACADEMY sichergestellt. Als weltweites Schulungsinstrument bietet die FUCHS ACADEMY regelmäßig verschiedenste technische Seminare an und versorgt durch Vertriebsschulungen unsere Vertriebsprofis mit fundiertem Hintergrundwissen. Die FUCHS ACADEMY steht auch unseren Vertriebspartnern und Kunden in ausgewählten Themen offen und wird von ihnen intensiv genutzt.

Aufgrund unserer internationalen Organisationsstruktur stellt interkulturelle Kompetenz für unsere Beschäftigten zudem einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Wir fördern diese Kompetenz bereits früh durch gezielte Einsätze unserer Auszubildenden und Praktikanten in unseren weltweiten Tochter- und Vertriebsgesellschaften. Darüber hinaus sorgt FUCHS durch weltweite interne Schulungseinsätze für einen optimalen Wissenstransfer von unseren Know-how-Trägern an neue Mitarbeiter. Wann immer notwendig und sinnvoll, organisieren wir gezielt sowohl kurzfristige "Trainings-Einsätze" als auch langfristige Entsendungen zu unseren weltweiten Gesellschaften.

Ein erfolgreiches Unternehmen muss sich auf ein exzellentes Managementteam und gut ausgebildete Mitarbeiter stützen können. Durch eine gezielte Förderung schaffen wir die Basis für eine nachhaltige Nachfolgeplanung. Die Besetzung von Positionen erfolgt, wo immer möglich, aus eigenen Reihen mit operativ erfahrenen Beschäftigten. Soziale Kompetenz, unternehmerisches Denken und Handeln sowie Mitarbeiterorientierung sind entscheidende Voraussetzungen für die Übernahme von Verantwortung in den Gesellschaften der FUCHS-Gruppe.

Erfolgsorientierte Vergütung in der FUCHS-Gruppe

Das Vergütungssystem der FUCHS-Gruppe verknüpft die persönliche Leistung mit dem Erfolg des Unternehmens und ermöglicht damit eine erfolgsorientierte Vergütung der Mitarbeiter.

Bereits im Jahr 2003 wurde mit dem "FUCHS Incentive Program" ein globales Instrument für die leistungsgerechte Vergütung des Managements der weltweiten Tochtergesellschaften der FUCHS-Gruppe eingeführt. Das Programm basiert auf einem wertorientierten Anreizsystem, dem sog. FVA (FUCHS VALUE ADDED), welches den operativen Gewinn, das eingesetzte Kapital und die Kapitalkosten verknüpft.

Der Gedanke der erfolgsorientierten Vergütung findet sich auch in unserer Vertriebsstruktur wieder. Verkäufer nehmen an ihrem individuell erwirtschafteten Erfolg teil.

Rekrutierung in Wachstumsmärkten

Unser Unternehmen wächst und hat damit einen erhöhten Bedarf an neuen, gut qualifizierten Mitarbeitern. Besondere Wachstumsmärkte sind Indien, Russland und China, in denen wir gezielt Personal aufbauen. Dem Bereich Human Resources kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Einem relativ unübersichtlichen Bewerbermarkt in diesen Ländern begegnet FUCHS mit professionellen Auswahlverfahren, um die Rekrutierung geeigneter und zugleich qualifizierter Mitarbeiter sicherzustellen. FUCHS präsentiert sich in den Wachstumsmärkten als attraktiver Arbeitgeber und setzt daher auf die gezielte Rekrutierung von Fachund Führungspersonal sowie auf attraktive Ausbildungsprogramme.

Mitarbeiterzahl auf Vorjahresniveau

Weltweit beschäftigte der FUCHS PETROLUB Konzern zum 31. Dezember 2007 3.787 Mitarbeiter (3.765). Die Gesamtbelegschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 22 Personen oder 0,6% geringfügig erhöht.

2.739 (2.745) Personen oder 72% der Belegschaft waren im Ausland beschäftigt und 1.048 (1.020) im Inland.

Geografische Mitarbeiterstruktur [in % und absoluten Zahlen]

Weltweit sind 37% (38) der Mitarbeiter im Bereich Technik und Produktion tätig, 37% (37) in Marketing und Vertrieb. In der Administration waren 17% (17) und in der Forschung und Entwicklung 9% (8) der Mitarbeiter tätig.

Funktionale Mitarbeiterstruktur [in % und absoluten Zahlen]

> Mitarbeiter > Angaben laut § 315 Absatz 4 HGB

> ANGABEN LAUT § 315 ABSATZ 4 HGB

Durch das Übernahmerichtlinien-Umsetzungsgesetz vom 8. Juli 2006 wurde § 315 des Handelsgesetzbuchs um einen neuen Absatz 4 ergänzt. Zu den hiernach erforderlichen Angabepflichten wird wie folgt Stellung genommen:

  • Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag in 12.969.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) ohne Nennbetrag und 12.969.000 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien (Stückaktien) ohne Nennbetrag eingeteilt. Die Stammaktien gewähren die laut Aktiengesetz vorgesehenen Rechte. Die Vorzugsaktien gewähren mit Ausnahme des Stimmrechts dieselben Rechte. Gemäß der Satzung der Gesellschaft wird der Bilanzgewinn in nachstehender Reihenfolge verwendet:

  • a. Zur Nachzahlung etwaiger Rückstände von Gewinnanteilen auf die stimmrechtslosen Vorzugsaktien aus den Vorjahren,
  • b. zur Zahlung eines Vorzugsgewinnanteils von 0,14 € je ein Stück Vorzugsaktie ohne Nennbetrag,
  • c. zur Zahlung eines ersten Gewinnanteils von 0,08 € je ein Stück Stammaktie ohne Nennbetrag,
  • d. zur gleichmäßigen Zahlung weiterer Gewinnanteile auf die Stammaktien und die stimmrechtslosen Vorzugsaktien, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung beschließt.
  • Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Mai 2007 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 1. November 2008 mit Zustimmung des Aufsichtrats eigene Aktien (Stammund/oder Vorzugsaktien) bis zu 10% des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zum Zweck der Einziehung zu erwerben. Zum Bilanzstichtag wurden 386.001 Stück Stammaktien und 384.145 Stück Vorzugsaktien zurückgekauft. Die Einziehung der Aktien ist noch nicht erfolgt.

  • Die Schutzgemeinschaft FUCHS, die aus der RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, Mannheim, und den übrigen Mitgliedern der Familie Fuchs besteht, verfügt unter Berücksichtigung einer Stimmrechtsvereinbarung mit der Gothaer Lebensversicherung a.G., Göttingen, über die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals.

  • Es bestehen folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten. Die Beteiligungsverhältnisse beziehen sich dabei auf alle stimmberechtigten Aktien, soweit sie sich am Bilanzstichtag nicht im Bestand der Gesellschaft befanden.

Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG hält 44,3% der Stimmrechte, die natürlichen Personen, die Mitglieder der Familie Fuchs sind, weitere 4,3%. Insgesamt hält die Schutzgemeinschaft FUCHS somit 48,6% der stimmberechtigten Aktien. Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG hat mit der Gothaer Lebensversicherung a.G. einen Stimmbindungsvertrag über eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abgeschlossen. Die vertragliche Vereinbarung bezieht sich auf 7,6% des Anteils der Gothaer Lebensversicherung a.G. am stimmberechtigten Grundkapital, so dass der Schutzgemeinschaft FUCHS insgesamt 56,2% der Stimmrechte zuzurechnen sind.

  • Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

  • Stimmrechtskontrollen durch Arbeitnehmer bestehen nicht.

  • Die Satzung der Gesellschaft in der derzeit gültigen Fassung stimmt hinsichtlich der Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und der Satzungsänderungen mit den gesetzlichen Vorschriften gemäß § 84 AktG überein.

  • Die Satzung der Gesellschaft umfasst ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 8. Juni 2009 um bis zu € 35.370.000 durch Ausgabe bis zu 11.790.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Es dürfen jeweils Stamm- und/oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden.

Die Satzung umfasst ein bedingtes Kapital. Danach ist das Grundkapital um weitere bis zu 7.781.400 €, eingeteilt in bis zu jeweils Stück 1.296.900 auf den Inhaber lautende Stammaktien und/oder auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien, bedingt erhöht, soweit die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelanleihen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2005 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen.

  • Die Gesellschaft hat mit einer Bank folgende Vereinbarung getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht: Sollte sich an den Mehrheitsverhältnissen etwas ändern und "andere Personen oder Unternehmen … die Mehrheit der Kapitalanteile und/oder Stimmrechte an dem Kreditnehmer (FUCHS PETROLUB AG) direkt oder mittelbar erwerben oder in anderer Weise die Kontrolle über den Kreditnehmer … erhalten", können die eingeräumten Kreditlinien bzw. Kredite sofort gekündigt bzw. fällig gestellt werden.

  • Die Gesellschaft hat keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen.

  • > Angaben laut § 315 Absatz 4 HGB

  • > Grundzüge des Vergütungs-
  • systems für Organmitglieder

> GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS FÜR ORGANMITGLIEDER

Für die Festlegung der Vergütung des Vorstands ist der Personalausschuss des Aufsichtsrats zuständig, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Strube, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Fuchs sowie Prof. Dr. Bernd Gottschalk angehören.

Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammen. Die variable Vergütung des Vorstands basiert auf dem FUCHS VALUE ADDED (FVA), einer Kennzahl, die der wertorientierten Unternehmenssteuerung dient. Der FVA stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzüglich der Kapitalkosten dar; beide Größen sind um Firmenwertabschreibungen korrigiert. Leistungen aus Anlass der Beendigung der Arbeitsverhältnisse des Vorstands sind nicht vorgesehen. Ebenso bestehen keine aktienbasierten Vergütungen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 21. Juni 2006 erfolgt keine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütungen für die Dauer von fünf Jahren.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der FUCHS PETROLUB AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält danach für das abgelaufene Geschäftsjahr neben der Erstattung von Auslagen eine feste Vergütung von 15.000 € sowie eine variable, am Erfolg des Unternehmens orientierte Vergütung in Höhe 100 € für jede 0,01 €, um die das ausgewiesene durchschnittliche Ergebnis je Aktie 1,03 € übersteigt. Die variable Vergütung darf das Doppelte der festen Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütungen. Weiterhin erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld von 600 € je Aufsichtsratssitzung.

Darüber hinaus erhält jedes Mitglied der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von 600 €, der Ausschussvorsitzende das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Anderthalbfache davon, soweit die Ausschusssitzung nicht am selben Tag stattfindet wie eine Sitzung des Aufsichtsratsplenums. Mitglieder des Aufsichtsrats, die dem Prüfungsausschuss angehören, erhalten eine weitere feste Vergütung von 10.000 €. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält jeweils das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Anderthalbfache.

> CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Der FUCHS PETROLUB Konzern ist durch seine internationale Geschäftstätigkeit auf dem Gebiet der Schmierstoffspezialitäten und der Expansion in neue Märkte einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem des FUCHS PETROLUB Konzerns ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controllingprozesses. FUCHS verfolgt die Strategie, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu begrenzen. Gleichzeitig werden aber auch die sich bietenden Chancen konsequent genutzt, um weiterhin ein nachhaltiges, ertragsorientiertes Wachstum zu generieren. Das Risikomanagement des FUCHS PETROLUB Konzerns besteht aus vielen miteinander verzahnten Prozessen, deren Ziel es ist, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren, anhand vorgegebener Kriterien zu bewerten, ihre quantitativen und qualitativen Folgen abzuschätzen und adäquate Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten. Das Risikomanagementsystem besteht aus den folgenden zentralen Elementen: strategische Planung, Mittelfristplanung und Budgetierung, Reporting und permanentes Controlling, Risikoberichtswesen, Aufbau- und Ablauforganisation sowie Interne Revision.

Eine wichtige Grundlage unserer globalen Risikosteuerung bilden die periodisch vorgenommenen Risikoinventuren, die dezentral in den Unternehmens- und Zentralbereichen erfolgen, da dort detaillierte Kenntnisse der Unternehmensrisiken einschließlich ihrer Ursachen vorhanden sind. Um eine effiziente Erfassung und Quantifizierung der Risiken sicherzustellen, wurde die Risikoerfassung nach konzerneinheitlichen Vorgaben aufgebaut. Hierzu werden die Risiken anhand konzernspezifischer Risikokategorien analysiert, die sich unmittelbar aus den kritischen Erfolgsfaktoren für die Umsetzung der Unternehmensstrategie und deren Zielen ableiten. Die Risiken sind hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und einer zu erwartenden Schadenshöhe zu bewerten. Zudem sind Maßnahmen zur Risikovermeidung, -minderung oder -diversifikation im jeweiligen Verantwortungsbereich aufzuzeigen.

Die Risikomeldungen der einzelnen Einheiten werden in einem intranet-basierten System erfasst, analysiert und zu einem Gesamtüberblick über das Risikoprofil von FUCHS zusammengestellt. Der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG wird regelmäßig über Veränderungen im Risikoprofil unterrichtet und erhält somit eine Entscheidungsgrundlage.

Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die Überwachung des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems (IKS) durch prozessunabhängige Prüfungen. Hier erfüllt die Interne Revision eine wesentliche Aufgabe. Die Interne Revision ist im Auftrag des Vorstands in allen Bereichen des FUCHS PETROLUB Konzerns tätig. Sie prüft im Wesentlichen die Einhaltung von Direktiven, Richtlinien und Genehmigungsgrenzen, die Sicherung der Vermögenswerte und das Erreichen einer angemessenen Rentabilität auf das eingesetzte Kapital, die Organisation und ihre Prozesse auf Effizienz, Effektivität und Ordnungsmäßigkeit, die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagements sowie die Zuverlässigkeit der Berichterstattung. Zu den Grundbestandteilen des Internen Kontrollsystems gehören allgemeine Prinzipien der Risikovorbeugung, wie zum Beispiel die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Abläufen. Darüber hinaus beurteilen die Wirtschaftsprüfer im Rahmen ihrer Jahresabschlussprüfung die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems. Die Prüfer der KPMG haben bestätigt, dass das System den gestellten Anforderungen entspricht.

61

Der FUCHS PETROLUB Konzern verfügt über ein effektives Risikomanagementsystem für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Nachfolgend sind wesentliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns beeinflussen können, dargestellt. Das sind nicht notwendigerweise alle Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Risiken, die uns derzeit nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir nach jetzigem Kenntnisstand noch als unwesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen.

Einzelrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als global agierendes Unternehmen unterliegt FUCHS den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken in den Ländern und Regionen, in denen FUCHS tätig ist. Mögliche Risiken bestehen in einer fortgesetzten Volatilität des Ölpreises, den Auswirkungen der Finanzmarktkrise in den USA sowie einer Verschärfung geopolitischer Spannungen in einzelnen Regionen dieser Welt. Der FUCHS PETROLUB Konzern ist nicht von einzelnen Gesellschaften, Regionen, Kunden oder Industriezweigen abhängig. Das Unternehmen stellt mehrere Tausend Arten von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten für alle Lebensbereiche und Industrien in 38 Werken her und vertreibt diese an über 100.000 Kunden in mehr als 100 Ländern. Diese geografische Aufstellung, die Breite des Beteiligungsportfolios sowie die ausgewogene Kundenstruktur minimieren das Risiko der Ertragsabhängigkeit von einzelnen Kunden, Branchen oder Regionen. Alle operativen Gesellschaften des Konzerns leisten einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis.

Branchenrisiken

FUCHS begegnet den branchentypischen Risiken, wie zum Beispiel zyklische Nachfrageschwankungen wichtiger Abnehmerbranchen wie der Automobil-, Investitionsgüter- und Zulieferindustrie, sowie der intensive Wettbewerb in den Absatzmärkten mit technologischem Vorsprung. Die Innovationskraft ist ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor für FUCHS. Das Unternehmen ist in strategisch bedeutsamen Nischen und hochwertigen Geschäftsfeldern Technologieführer. FUCHS versteht sich vielfach eher als Anbieter von Lösungen als von Produkten. Um die Marktstellung zu festigen und weiter auszubauen, forscht und arbeitet FUCHS ständig an neuen Produkten und Verfahren. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird durch anwendungstechnische Betreuung direkt beim Kunden unterstützt. Darüber hinaus werden in partnerschaftlichen Kundenbeziehungen Schmierstoffe für neue Maschinen, Bauteile und Aggregate entwickelt. Die Innovations- und Nischenstrategie, die globale Präsenz, der hohe Spezialisierungsgrad und ein andauerndes diszipliniertes Kostenmanagement werden auch künftig helfen, unsere Marktstellung zu sichern.

Die neue europäische Chemikalienverordnung REACH ist seit Juni 2007 in Kraft. Vom 1. Juni 2008 bis zum 1. Dezember 2008 beginnt die Phase der Vorregistrierung. Hierbei müssen alle zu registrierenden Stoffe bei der Agentur in Helsinki angemeldet werden. Ab 1. Januar 2009 veröffentlicht die Agentur die Daten der vorregistrierten Stoffe im Internet.

REACH birgt die Gefahr, dass FUCHS und die europäischen Kunden von FUCHS gegenüber den außereuropäischen Wettbewerbern durch kostenintensive Test- und Registrierungsverfahren benachteiligt werden. Zudem könnte sich das Rohstoffangebot verringern, wenn Lieferanten die Produktion einzelner Rohstoffe aus wirtschaftlichen Gründen einstellen, so dass entsprechende Alternativen gesucht werden müssen.

FUCHS bereitet sich seit über einem Jahr intensiv auf REACH vor. Die interne Organisation wird für die zusätzlichen Aufgaben entsprechend neu ausgerichtet. Für bereits als kritisch angesehene Rohstoffe werden Ersatzstoffe gesucht und zum Teil bereits eingesetzt.

Beschaffungsmarktrisiken

Verfügbarkeit und gestiegene Preise für Rohmaterialien wie Grundöle, Additive, Chemikalien und Verpackungsmaterialien stellen für FUCHS ein Risiko dar. Die Grundölpreise sind Ende des Jahres 2007 wieder angestiegen und werden im Jahr 2008 aufgrund der Rohölpreise und Kraftstoffnachfrage vermutlich weiter steigen. Neben den Grundölen sind nahezu alle anderen Rohstoffgruppen im Preis gestiegen, wie zum Beispiel petrochemische und insbesondere oleochemische Stoffe sowie Basischemikalien.

FUCHS versucht, diese Risiken durch geeignete Maßnahmen wie Zentralisierung des Grundöleinkaufs, Akquirierung alternativer Lieferanten sowie Anmietung zusätzlicher Lagerkapazitäten zu minimieren.

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Innovationsfähigkeit und ein hoher Spezialisierungsgrad bei gleichzeitiger Kundennähe sind für FUCHS Voraussetzung für einen nachhaltigen Markterfolg. Risiken bestehen in der hohen Komplexität und beschränkten Kalkulierbarkeit von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Um diese Risiken zu minimieren, werden die meisten Produkte in Kooperation und Abstimmung mit unseren Kunden entwickelt. Zusätzlich leistet die gemeinschaftliche Forschung im Verbund mit Universitäten oder entsprechenden Forschungsstellen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Innovationsfähigkeit und eines hohen Spezialisierungsgrads.

Finanzierungs- und Währungsrisiken

Wesentliche Risiken in diesem Bereich sind die Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Finanzwirtschaftliche Risiken werden durch den Zentralbereich Treasury der FUCHS PETROLUB AG überwacht und gesteuert. Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen vom Vorstand genehmigte detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Finanz- und Währungsrisiken werden durch fristen- und währungskongruente Finanzierung sowie durch den Einsatz von Derivaten reduziert, die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden.

Das Zinsänderungsrisiko hat sich durch die weitere Rückführung der Finanzverbindlichkeiten nochmals reduziert und erfordert deshalb keine Absicherung mehr. Eine Zinssatzerhöhung um einen Prozentpunkt hätte nur einen unwesentlichen Ergebniseffekt.

Bei den Währungskursrisiken ist zwischen den operativen Transaktionsrisiken, die sich für den Konzern vor allem aus Einnahmen und Ausgaben in Fremdwährung auswirken (Beschaffung von Rohstoffen und Fertigprodukten in Fremdwährung durch operative Gesellschaften oder Dividenden- und Lizenzeinnahmen der Holding), und den Translationsrisiken, die sich aus der Währungsumrechung für einzelne Gesellschaften zu verschiedenen Stichtagen ergeben, zu differenzieren.

Transaktions- und Translationsrisiken haben auf Konzernebene eine kompensierende Wirkung.

Regulatorische und rechtliche Risiken

Als international tätiges Unternehmen mit einem heterogenen Portfolio ist der FUCHS PETROLUB Konzern einer Vielzahl von rechtlichen und regulatorischen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Rückrufe, Arbeitssicherheit, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz gehören. FUCHS hat hier eine entsprechende Compliance-Organisation sowie Schulungsmaßnahmen implementiert, um Risiken aus möglichen Rechts- oder Gesetzesverletzungen zu begrenzen. Weiterhin werden durch eine kontinuierliche Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation, des Qualitätsmanagements und eines angemessenen Versicherungsschutzes im Vorfeld mögliche Risiken minimiert.

Rechtliche Risiken ergeben sich aus den vielfältigen uns betreffenden Regelungen und Gesetzen, die insbesondere in der letzten Zeit für börsennotierte Unternehmen stark zugenommen haben. Zur Vermeidung möglicher Risiken stützen sich unsere Entscheidungen und Handlungen auf eine umfassende rechtliche und versicherungsrechtliche Beratung sowohl durch unsere eigenen Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Daneben besteht ein angemessener Versicherungsschutz.

Derzeit sind keine Rechtsstreitigkeiten anhängig oder angedroht, die einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaften des FUCHS PETROLUB Konzerns haben.

Risiken aus Akquisitionen und Investitionen

Akquisitions- und Investitionsprojekte sind mit komplexen Risiken behaftet. Aus diesem Grund werden solche Projekte durch festgelegte Abläufe und Verfahren abgewickelt, wodurch Risiken gesteuert und minimiert werden.

Risiken aus Akquisitions- und Investitionstätigkeiten sind derzeit nicht erkennbar.

Informationstechnische Risiken

Als weltweit operierender Konzern ist es nötig, IT-Systeme und Standorte organisatorisch und technisch miteinander zu vernetzen. Aufgrund der zunehmenden Komplexität von elektronischen Kommunikationstechniken ist der FUCHS PETROLUB Konzern Risiken ausgesetzt, die vom Datenverlust oder -diebstahl über Betriebsstörungen und -unterbrechungen bis hin zum Ausfall von Systemen führen können. Um diesen Risiken begegnen zu können, wurde eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Dies beinhaltet unter anderem regelmäßige Investitionen in moderne Hard- und Software, Implementierung detaillierter Back-up- und Recovery-Prozeduren sowie Einsatz von Virenscannern und Firewalls. Umfassende Schulungen aller Mitarbeiter ermöglichen diesen, stets auf dem neuesten Kenntnis- und Entwicklungsstand zu bleiben.

Derzeit sind keine wesentlichen IT-relevanten Risiken bei FUCHS erkennbar.

Länder- und Standortrisiken

Die globale Präsenz des FUCHS PETROLUB Konzerns birgt bestimmte Länder- und Standortrisiken. Mögliche Risiken sind Naturgewalten, Pandemien, Terror, Verstaatlichung oder Enteignung von Wirtschaftsgütern, rechtliche Risiken, Kapitaltransferverbot, Krieg sowie sonstige Unruhen. Um diese Risiken managen zu können, werden an diesen Standorten die Sicherheitsmaßnahmen ständig neu überprüft, bewertet und entsprechend angepasst. Gleichzeitig werden einzelne Investitionsvorhaben unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet. Zudem ist das Risiko von Sach- und Haftpflichtschäden sowie von eventuellen Betriebsunterbrechungen durch Versicherungen angemessen abgedeckt.

Personalrisiken

Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie bei der Beschaffung und Entwicklung von Fach- und Führungskräften. FUCHS begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungsprogramme sowie leistungsgerechte Vergütungspakete, Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeplanungen.

Produkt- und Umweltschutzrisiken

Die Herstellung chemischer Produkte birgt Risiken, die mit der Produktion, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen verbunden sind. Ein Störfall kann Personenund Umweltschäden nach sich ziehen sowie Ausfälle in der Produktion verursachen.

Um möglichen Risiken in diesen Bereichen zu entgegnen, werden bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen hohe technische und sicherheitstechnische Standards angelegt. Neben der konsequenten Überwachung der Qualitätsstandards zur Vermeidung von Betriebsstörungen führt FUCHS gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Boden- und Gewässerschutzes durch. FUCHS ist zudem im branchenüblichen Rahmen gegen eventuelle Schäden versichert.

Derzeit sind keine wesentlichen Produkt- und Umweltrisiken erkennbar.

Sonstige Risiken

Wesentliche sonstige Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Gesamtrisiko

Die Risikolandschaft des FUCHS PETROLUB Konzerns hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken sowie von Risikokombinationen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Das Risikomanagementsystem des FUCHS PETROLUB Konzerns stellt sicher, dass Chancen und Risiken frühzeitig erkannt, erfasst und adressiert werden. Für die typischen Geschäftsrisiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnte, ist Vorsorge getroffen.

> Chancen- und Risikobericht > Prognosebericht

Geschäftsentwicklung in den beiden ersten Monaten des Jahres 2008

In den beiden ersten Monaten des Jahres 2008 hat sich unser Geschäft weiter positiv entwickelt. Der Umsatz und das Ergebnis wurden gesteigert. Der Konzern erzielte insbesondere in Europa und Asien ein ansprechendes internes Wachstum. Schwächere Umsätze in Nordamerika wurden durch Zuwächse in Südamerika ausgeglichen; wechselkursbedingt zeigt die Region Nord- und Südamerika jedoch einen Umsatzrückgang.

Erwartungen für das Geschäftsjahr 2008

FUCHS PETROLUB geht für 2008 zwar von einem nachlassenden Wachstum der Weltwirtschaft aus, jedoch sollten die Turbulenzen an den Finanzmärkten nur begrenzte Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. So rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner jüngsten Prognose für das Jahr 2008 immerhin mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 4,1%. Entsprechend der Entwicklung im Jahr 2007 erwartet FUCHS bei der globalen Schmierstoffnachfrage für das Jahr 2008 ein Wachstum von 0,5 %.

Für den US-Dollar, der im Rahmen der Translation (Euro-Umrechnung der Bilanz und Erfolgsrechnung) und bei den Rohstoffeinkäufen der europäischen Gesellschaften eine Rolle spielt, hat FUCHS mit einem Kurs von etwa 1,40 US-Dollar pro Euro geplant.

Der FUCHS PETROLUB Konzern sieht sich angesichts seiner globalen Präsenz und des breit diversifizierten Produktprogramms weiterhin gut aufgestellt. Ziel ist es, auch im Jahr 2008 den Marktanteil im Bereich der höherwertigen Schmierstoffe weiter auszubauen.

Wir erwarten deshalb ein organisches Umsatzwachstum. Gleichzeitig hat sich auf den Rohstoffmärkten der Preisanstieg im vierten Quartal 2007 wieder beschleunigt, während an den Devisenmärkten der Euro Höchstkurse erlebt. Offen bleibt, inwieweit die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten und die Währungsentwicklung den Umsatzausweis beeinflussen werden.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) streben wir für das Geschäftsjahr 2008 eine erneute Steigerung an. Die in den Vorjahren erzielten hohen Wachstumsraten werden sich allerdings nicht fortsetzen lassen. Die angestrebten Umsatz- und Ergebnissteigerungen basieren vor allem auf entsprechenden Planungen der Regionen Europa sowie Asien-Pazifik, Afrika.

Wir beabsichtigen, den im Mai 2007 begonnenen Rückkauf eigener Aktien im Jahr 2008 fortzusetzen, um den Gewinn je Aktie zu erhöhen und die Bilanzstruktur weiter zu optimieren. Die Senkung der Körperschaftssteuersätze in Deutschland im Jahr 2008 wird das Ergebnis je Aktie ebenso positiv beeinflussen.

Bei den Investitionen in Sachanlagen erwarten wir mit der Fertigstellung unseres neuen Werks in China und dem Beginn der Werkserweiterung in Kaiserslautern eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2007.

Hinsichtlich der Entwicklung des Cashflow gehen wir insofern auch für 2008 von einem guten Wert aus, der aber das Niveau des Jahres 2007 vor allem investitionsbedingt nicht erreichen dürfte.

Alles in allem gehen wir damit auch für 2008 von einer positiven Geschäftsentwicklung des FUCHS PETROLUB Konzerns aus.

Wir streben weiterhin an, die Dividende auch künftig zu steigern sowie über das Jahr 2008 hinaus unseren Wachstumskurs bei Umsatz und Ergebnis fortzusetzen und unsere Kapitalkosten zu verdienen.

> Inhalt

> FINANZBERICHT Inhalt

68 Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG
68 > Gewinn- und Verlustrechnung
69 > Bilanz
70 > Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns
72 > Entwicklung des Konzerneigenkapitals
73 > Kapitalflussrechnung
74 Regional- und Produktsegmente
76 Konzernanhang
76 > Grundsätze
81 > Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
87 > Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
93 > Erläuterungen zur Bilanz
123 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
124 Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG
124 > Gewinn- und Verlustrechnung
125 > Bilanz
126 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns
127 Wesentliche verbundene Unternehmen und Beteiligungen

67

> KONZERNABSCHLUSS DER FUCHS PETROLUB AG

Gewinn- und Verlustrechnung

[in Mio €] Anhang 2007 2006
Umsatzerlöse (1) 1.365,3 1.323,3
Kosten der umgesetzten Leistung (2) –856,1 –856,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 509,2 466,9
Vertriebsaufwand (3) –216,0 –213,1
Verwaltungsaufwand –76,0 –74,2
Forschungs- und Entwicklungsaufwand –23,7 –22,1
–315,7 –309,4
Operatives Ergebnis 193,5 157,5
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen (4) –0,6 2,7
Beteiligungsergebnis (5) 2,3 1,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 195,2 161,2
Finanzergebnis (6) –8,5 –11,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) 186,7 149,4
Ertragsteuern (7) –66,4 –52,2
Ergebnis nach Steuern 120,3 97,2
Fremdanteile (8) –0,7 –0,6
Ergebnis nach Fremdanteilen (Konzerngewinn) 119,6 96,6
Ergebnis je Aktie in Euro1 (9)
Stammaktie 4,63 3,70
Vorzugsaktie 4,69 3,76

1 Jeweils unverwässert und verwässert.

> Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG

Bilanz

[in Mio €] Anhang 31.12.2007 31.12.2006
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte (13) 85,3 83,7
Sachanlagen 149,2 150,9
At Equity bewertete Beteiligungen (14) 4,4 4,3
Sonstige Finanzanlagen (15) 8,7 8,9
Latente Steuern (16) 12,3 13,3
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (17) 5,9 5,7
Langfristige Vermögenswerte (12) 265,8 266,8
Vorräte (18) 164,7 156,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 201,2 203,7
Steuerforderungen (20) 3,0 0,9
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (21) 16,0 18,8
Liquide Mittel (22) 64,2 40,2
Kurzfristige Vermögenswerte 449,1 419,6
714,9 686,4
Passiva
Gezeichnetes Kapital 77,8 77,8
Rücklagen des Konzerns 137,9 127,7
Konzerngewinn 119,6 96,6
Kapital des FUCHS PETROLUB Konzerns 335,3 302,1
Anteile anderer Gesellschafter 1,2 1,1
Eigenkapital (23) 336,5 303,2
Rückstellungen für Pensionen (24) 56,5 57,0
Sonstige Rückstellungen (25) 8,9 8,6
Latente Steuern (16) 13,3 10,9
Finanzverbindlichkeiten (26) 3,7 55,4
Sonstige Verbindlichkeiten 1,6 1,0
Langfristiges Fremdkapital 84,0 132,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27) 114,6 117,4
Rückstellungen (28) 44,0 40,0
Steuerverbindlichkeiten (29) 34,0 19,3
Finanzverbindlichkeiten (30) 68,2 43,1
Sonstige Verbindlichkeiten (31) 33,6 30,5
Kurzfristiges Fremdkapital 294,4 250,3
714,9 686,4
[in Mio €] Bruttowerte Anschaffungs- und Herstellungskosten
2006 31.12.
2005
Kursdiff. Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Zugänge Abgänge Um-
buchungen
31.12.
2006
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte 32,4 –0,2 –2,0 1,7 0,1 0,5 32,3
Geschäfts- oder Firmenwerte 89,2 –2,6 0,0 0,0 0,1 0,0 86,5
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,4 0,0
122,0 –2,8 –2,0 1,7 0,2 0,1 118,8
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 143,4 –3,8 –5,2 1,8 5,6 2,9 133,5
Technische Anlagen und Maschinen 175,1 –4,5 –5,2 5,7 7,5 1,7 165,3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88,5 –1,0 –3,8 5,1 6,6 0,1 82,3
Anlagen im Bau 4,4 –0,2 –0,2 3,9 0,0 –4,1 3,8
Vermietete Gegenstände 0,7 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,7 0,0
412,1 –9,5 –14,4 16,5 19,7 –0,1 384,9
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,7 0,0 –0,3 0,0 0,0 –0,2 0,2
At Equity bewertete Beteiligungen 15,4 –0,4 0,0 1,0 0,0 0,0 16,0
Beteiligungen 2,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 2,2
Ausleihungen an Beteiligungen 0,7 –0,1 0,0 0,1 0,2 0,0 0,5
Sonstige Ausleihungen 7,2 0,1 0,0 0,0 0,2 0,1 7,2
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,5 –0,1 0,0 0,0 0,0 –0,1 0,3
26,5 –0,5 –0,3 1,1 0,4 0,0 26,4
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 560,6 –12,8 –16,7 19,3 20,3 0,0 530,1
Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns
31.12. Veränderung
Konsolidie-
Um- 31.12.
2007 2006 Kursdiff. rungskreis Zugänge Abgänge buchungen 2007
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte 32,3 –0,4 0,0 3,5 0,1 0,4 35,7
Geschäfts- oder Firmenwerte1 86,5 –1,5 0,0 2,2 1,2 0,0 86,0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,0 0,0 0,0 1,3 0,0 0,0 1,3
118,8 –1,9 0,0 7,0 1,3 0,4 123,0
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 133,5 –5,3 0,0 3,5 1,2 0,8 131,3
Technische Anlagen und Maschinen 165,3 –7,6 0,0 6,0 5,4 0,6 158,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82,3 –2,3 0,1 7,3 7,9 0,8 80,3
Anlagen im Bau 3,8 –0,3 0,0 4,8 0,0 –2,6 5,7
384,9 –15,5 0,1 21,6 14,5 –0,4 376,2
Finanzanlagen2
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,2 0,0 –0,2 0,0 0,0 0,0 0,0
At Equity bewertete Beteiligungen1 4,3 –0,5 0,0 2,3 1,7 0,0 4,4
Beteiligungen 2,2 0,0 –0,2 0,0 0,0 0,0 2,0
Ausleihungen an Beteiligungen 0,5 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,6
Sonstige Ausleihungen 7,2 0,0 0,0 1,1 1,1 0,0 7,2
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,3 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4
14,7 –0,4 –0,4 3,5 2,8 0,0 14,6
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 518,4 –17,8 –0,3 32,1 18,6 0,0 513,8

1 Die bis zum 31. Dezember 2004 aufgelaufenen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte wurden entsprechend IFRS 3.79 b mit den historischen Anschaffungskosten saldiert.

2 Die Zugänge bei den Finanzanlagen enthalten neben den Investitionen auch anteilige Erträge der at equity bewerteten Beteiligungen.

> Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG

Bruttowerte Kumulierte Abschreibungen Nettowerte
31.12.
2005
Kursdiff. Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Planmäßige
Abschrei-
bungen
Außerplan
mäßige Ab-
schreibungen
Abgänge Um-
buchungen
31.12.
2006
31.12.
2006
31.12.
2005
26,5 –0,1 –0,6 1,7 0,0 0,1 0,0 27,4 4,9 5,9
5,5 0,0 0,0 0,0 2,2 0,0 0,0 7,7 78,8 83,7
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4
32,0 –0,1 –0,6 1,7 2,2 0,1 0,0 35,1 83,7 90,0
60,7 –1,4 – 4,0 3,9 0,0 4,2 0,1 55,1 78,4 82,7
120,5 –3,0 –4,7 8,0 0,0 7,4 0,5 113,9 51,4 54,6
69,6 –0,8 –3,0 6,0 0,0 6,3 –0,5 65,0 17,3 18,9
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 3,8 4,4
0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 –0,1 0,0 0,0 0,7
250,8 –5,2 –11,7 18,0 0,0 17,9 0,0 234,0 150,9 161,3
0,1 –0,1 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,1 0,1 0,6
11,7 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 11,7 4,3 3,7
0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,9 1,3 1,1
0,5 –0,1 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,5 0,0 0,2
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 7,2 7,2
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,5
13,2 –0,2 0,0 0,0 0,2 0,0 0,0 13,2 13,2 13,3
296,0 –5,5 –12,3 19,7 2,4 18,0 0,0 282,3 247,8 264,6
31.12.
2006
Kursdiff. Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Planmäßige
Abschrei-
bungen
Außerplan
mäßige Ab-
schreibungen
Abgänge Um-
buchungen
31.12.
2007
31.12.
2007
31.12.
2006
27,4 –0,2 0,0 2,0 0,0 0,1 0,0 29,1 6,6 4,9
7,7 0,2 0,0 0,0 1,9 1,2 0,0 8,6 77,4 78,8
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,3 0,0
35,1 0,0 0,0 2,0 1,9 1,3 0,0 37,7 85,3 83,7
55,1 –2,0 0,0 3,7 0,0 1,5 0,0 55,3 76,0 78,4
113,9 –5,9 0,0 7,2 0,0 5,2 0,0 110,0 48,9 51,4
65,0 –2,1 0,0 5,9 0,0 7,1 0,0 61,7 18,6 17,3
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 5,7 3,8
234,0 –10,0 0,0 16,8 0,0 13,8 0,0 227,0 149,2 150,9
0,1 0,0 –0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 4,4 4,3
0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,9 1,1 1,3
0,5 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,6 0,0 0,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 7,2 7,2
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,3
1,5 0,0 –0,1 0,0 0,1 0,0 0,0 1,5 13,1 13,2
270,6 –10,0 –0,1 18,8 2,0 15,1 0,0 266,2 247,6 247,8

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

[in Mio €] Gezeich-
netes
Kapital
AG
Kapital-
rücklage
AG
Eigene
Anteile
Erwirt-
schaftetes
Eigen-
kapital
Konzern
Unter
schiede
aus der
Währungs-
umrech-
nung
Markt
bewertung
Finanz-
instru-
mente
Kapital
des
Konzerns
Anteile
anderer
Gesell-
schafter
Eigen-
kapital
Stand 31.12.2005 70,7 94,9 57,7 8,7 –0,6 231,4 1,2 232,6
Dividendenzahlungen –17,5 –17,5 –0,7 –18,2
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln
7,1 –7,1 0 0
Erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung
Währungsänderungen –9,1 –9,1 –9,1
Finanzinstrumente
nach latenter Steuer
0,6 0,6 0,6
Übrige Veränderungen 0,1 0,1 0,1
Ergebniswirksame
Eigenkapitalveränderung
Konzernergebnis
nach Steuern 2006
96,6 96,6 0,6 97,2
Stand 31.12.2006 77,8 87,8 136,9 –0,4 0,0 302,1 1,1 303,2
Erwerb von eigenen Anteilen –50,8 –50,8 –50,8
Dividendenzahlungen –25,2 –25,2 –0,6 –25,8
Erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung
Währungsänderungen –10,2 –10,2 –10,2
Finanzinstrumente
nach latenter Steuer
0,0 0,0
Übrige Veränderungen –0,2 –0,2 –0,2
Ergebniswirksame
Eigenkapitalveränderung
Konzernergebnis
nach Steuern 2007
119,6 119,6 0,7 120,3
Stand 31.12.2007 77,8 87,8 –50,8 231,1 –10,6 0,0 335,3 1,2 336,5

Die Kapitalrücklage der AG ist nach IFRS um die Kosten der Kapitalerhöhung 2003 i.H. von 1,1 Mio € reduziert.

Bei der Dividendenzahlung 2007 in Höhe von 25,2 Mio € handelt es sich um die Auszahlung der von der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG

am 2. Mai 2007 beschlossenen Dividende für das Jahr 2006; die Dividende betrug 0,94 € je Stammstückaktie bzw. 1,00 € je Vorzugsstückaktie. Die Veränderung des Eigenkapitals wird im Anhang unter Pos. 23 erläutert.

> Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG

Kapitalflussrechnung

[in Mio €] 2007 2006
Ergebnis nach Steuern 120,3 97,2
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 20,8 22,1
Veränderung der langfristigen Rückstellungen 5,0 –2,6
Veränderung der latenten Steuern 4,0 1,1
Nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen –2,3 –1,0
Brutto-Cashflow 147,8 116,8
Veränderung der Vorräte –12,3 –0,8
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –4,1 –13,9
Veränderung der übrigen Aktiva –3,5 2,2
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –0,2 2,8
Veränderung der übrigen Passiva (ohne Finanzverbindlichkeiten) 24,4 –13,0
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 0,1 –3,4
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 152,2 90,7
Investitionen in langfristige Vermögenswerte –24,4 –18,2
Erwerb von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten –3,7 0,0
Verkauf von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0,0 11,1
Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 2,6 2,8
Erhaltene Dividenden 1,7 0,0
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit –23,8 –4,3
Freier Cashflow 128,4 86,4
Ausschüttungen für das Vorjahr –25,8 –18,2
Auszahlungen für den Rückkauf eigener Aktien –50,8 0,0
Veränderung der Bank- und Leasingverbindlichkeiten –26,6 –53,0
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit –103,2 –71,2
Finanzmittelfonds zum Ende der Vorperiode 40,2 26,0
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 152,2 90,7
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –23,8 –4,3
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit –103,2 –71,2
Effekt aus der Währungsumrechnung des Finanzmittelfonds –1,2 –1,0
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode1 64,2 40,2
Angaben zum Erwerb und zum Verkauf von Unternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten [in Mio €]
Gesamtbetrag aller Kaufpreise 3,7 0,0
Gesamtbetrag der miterworbenen Bestände an Zahlungsmitteln 0,0 0,0
Saldo des erworbenen Nettovermögens 3,3 0,0
Gesamtbetrag aller Verkaufspreise 0,0 12,4
Gesamtbetrag der mitveräußerten Bestände an Zahlungsmitteln 0,0 1,3
Saldo des veräußerten Nettovermögens 0,0 –2,9

1 Der Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel des Konzerns.

Die gezahlten Ertragsteuern belaufen sich auf 47,9 Mio € (64,2).

Die geleisteten Zinszahlungen machen 7,7 Mio € (11,3) aus, die erhaltenen Zinszahlungen betragen 1,7 Mio € (1,6).

> REGIONAL- UND PRODUKTSEGMENTE

[in Mio €] Europa Nord- und Südamerika
2007 2006 Änderung 2007 2006 Änderung
Umsätze nach Sitz der Kunden 859,4 809,2 50,2 217,8 243,4 –25,6
Umsätze nach Sitz der Gesellschaften 934,1 874,7 59,4 208,3 235,0 –26,7
> Davon mit anderen Segmenten 29,4 22,5 6,9 1,1 1,1 0,0
Planmäßige Abschreibungen1 12,0 12,3 –0,3 3,9 3,7 0,2
Außerplanmäßige Abschreibungen1 0,8 2,2 –1,4 0,0 0,0 0,0
Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 125,9 95,7 30,2 37,1 41,2 –4,1
Finanzergebnis
Ertragsteuern
Ergebnis nach Steuern
Segmentvermögen2 419,0 396,2 22,8 142,6 152,1 –9,5
Segmentschulden3 147,8 138,8 9,0 22,7 22,7 0,0
Finanzverbindlichkeiten
Pensionsrückstellungen
Liquide Mittel
Konzernschulden4
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte5 16,0 11,5 4,5 2,8 4,5 –1,7
Mitarbeiter (Durchschnitt) 2.327 2.376 –49 588 607 –19
Kennzahlen [in %]
EBIT zu Umsatz6 13,5 10,9 17,8 17,5

1 Bezogen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Finanzanlagen.

2 Einschließlich der Anteile an at equity bewerteten Beteiligungen, exklusive Finanzforderungen (Vorjahreswerte entsprechend angepasst).

3 Nicht verzinsliches Fremdkapital: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten,

exklusive Ertragsteuerverbindlichkeiten (Vorjahreswerte entsprechend angepasst); Konzernwert einschließlich Steuerverbindlichkeiten.

4 Segmentschulden, Finanzverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen, abzüglich Liquide Mittel.

5 Einschließlich der Zugänge durch die Veränderung des Konsolidierungskreises, ohne Zugänge durch die Akquisition im Segment Nord- und Südamerika und Firmenwerte.

6 EBIT in den Segmenten ohne Ergebnisse und außerplanmäßige Abschreibungen der at equity bewerteten Beteiligungen, da auch deren Umsatzerlöse nicht im Segmentumsatz enthalten sind; Umsatz nach Sitz der Gesellschaften.

[in Mio €] Kfz-Schmierstoffe Industrieschmierstoffe
und Spezialitäten
2007 2006 Änderung 2007 2006 Änderung
Umsätze nach Produktgruppen1 472,9 440,9 32,0 790,4 765,4 25,0
Segmentvermögen2 219,9 206,5 13,4 425,3 420,1 5,2
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte3 7,7 4,7 3,0 13,7 11,7 2,0

1 Umsätze nach Produktgruppen 2006 aktualisiert aufgrund korrigierter Segmentwerte mehrerer Landesgesellschaften.

2 Einschließlich der Anteile an at equity bewerteten Beteiligungen, exklusive Ertragsteuerforderungen (Vorjahreswerte entsprechend angepasst).

3 Einschließlich der Zugänge durch die Veränderung des Konsolidierungskreises, ohne Zugänge durch die Akquisition im Segment Nord- und Südamerika und Firmenwerte.

> Regional- und Produktsegmente

Asien-Pazifik, Afrika Summe operative
Gesellschaften
Holdinggesellschaften
inklusive Konsolidierung
FUCHS PETROLUB Konzern
2007 2006 Änderung 2007 2006 Änderung 2007 2006 Änderung 2007 2006 Änderung
288,1 270,7 17,4 1.365,3 1.323,3 42,0 0,0 0,0 0,0 1.365,3 1.323,3 42,0
253,4 237,2 16,2 1.395,8 1.346,9 48,9 –30,5 –23,6 –6,9 1.365,3 1.323,3 42,0
0,0 0,0 0,0 30,5 23,6 6,9 –30,5 –23,6 –6,9 0,0 0,0 0,0
2,1 2,5 –0,4 18,0 18,5 –0,5 0,8 1,2 –0,4 18,8 19,7 –0,9
1,2 0,2 1,0 2,0 2,4 –0,4 0,0 0,0 0,0 2,0 2,4 –0,4
2,3 1,0 1,3 2,3 1,0 1,3 0,0 0,0 0,0 2,3 1,0 1,3
34,1 23,4 10,7 197,1 160,3 36,8 –1,9 0,9 –2,8 195,2 161,2 34,0
–8,5 –11,8 3,3
–66,4 –52,2 –14,2
120,3 97,2 23,1
110,7 108,6 2,1 672,3 656,9 15,4 42,6 29,5 13,1 714,9 686,4 28,5
37,1 38,7 –1,6 207,6 200,2 7,4 42,4 27,5 14,9 250,0 227,7 22,3
71,9 98,5 –26,6
56,5 57,0 –0,5
64,2 40,2 24,0
314,2 343,0 –28,8
4,2 2,0 2,2 23,0 18,0 5,0 1,4 0,2 1,2 24,4 18,2 6,2
821 854 –33 3.736 3.837 –101 71 72 –1 3.807 3.909 –102
12,5 9,4 14,1 11,8 14,3 12,2
Sonstiges
Summe operative
Gesellschaften
Holdinggesellschaften
inklusive Konsolidierung
FUCHS PETROLUB Konzern
2007 2006 Änderung 2007 2006 Änderung 2007 2006 Änderung 2007 2006 Änderung
102,0 117,0 –15,0 1.365,3 1.323,3 42,0 0,0 0,0 0,0 1.365,3 1.323,3 42,0
47,7 49,5 –1,8 692,9 676,1 16,8 22,0 10,3 11,7 714,9 686,4 28,5
1,6 1,6 0,0 23,0 18,0 5,0 1,4 0,2 1,2 24,4 18,2 6,2

> KONZERNANHANG Grundsätze

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, zum 31. Dezember 2007 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Regelungen erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2007 verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS, vormals International Accounting Standards, IAS) und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), vormals Standing Interpretations Committee (SIC), wurden angewendet. Folgende Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen sind erst ab dem Geschäftsjahr 2008 (IFRIC 11) bzw. 2009 (IFRS 8) verbindlich:

IFRIC 11 "IFRS 2: Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen" > IFRS 8 "Operative Segmente".

Aus den genannten neuen bzw. geänderten Regelungen erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IFRS 8 wird voraussichtlich zusätzliche Angaben im Anhang zur Folge haben.

Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB veröffentlicht, die noch nicht von der Europäischen Union angenommen sind:

  • IAS 1 (2007) "Darstellung des Abschlusses"

  • IAS 23 (2007) "Fremdkapitalkosten"

  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen"

  • IFRIC 13 "Kundenbonusprogramme"

  • IFRIC 14 "Versorgungspläne mit Mindestplanvermögen"

Aus diesen Neuregelungen erwarten wir – mit Ausnahme der veränderten Präsentation des Konzernabschlusses – keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die Berichtswährung ist der Euro (€). Alle Beträge werden in Millionen € (Mio €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Im Interesse einer klareren und übersichtlicheren Darstellung werden einzelne Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim/Deutschland, grundsätzlich alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, d.h. auf den 31. Dezember, aufgestellt. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Bei Tochterunternehmen ohne wesentlichen Geschäftsbetrieb, die – auch in ihrer Gesamtheit – für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, wurde von der Einbeziehung in den Konzernabschluss abgesehen.

Vier Beteiligungsunternehmen, die gemeinsam mit anderen Unternehmen geführt werden, sind anteilmäßig konsolidiert. Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich des Mutterunternehmens insgesamt 59 (61) Gesellschaften.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Jahr 2007 sind nachfolgend in einem separaten Abschnitt erläutert.

Die wesentlichen Beteiligungen sind auf der Seite 127 aufgeführt; die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) ist beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt und abrufbar (www.unternehmensregister.de).

Die Gesellschaft ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD., Jeddah/Saudi-Arabien, wurde wie im Vorjahr nach der Equity-Methode einbezogen.

Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden eine Inlands- und eine Auslands-Tochtergesellschaft sowie fünf weitere Beteiligungen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung ist.

Von der Befreiung von der Offenlegungspflicht von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurde für die WISURA MINERALÖLWERK GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO., Bremen, nach § 264b HGB und für die BREMER & LEGUIL GMBH, Duisburg, FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH, Mannheim FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim, FUCHS LUBRITECH GMBH, Weilerbach, sowie die PARAFLUID MINERALOELGESELLSCHAFT MBH, Hamburg,

nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die großen und mittelgroßen Kapitalgesellschaften wurden darüber hinaus von der Aufstellung eines Lageberichts befreit.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im Berichtsjahr wurde der Konsolidierungskreis durch die Erstkonsolidierung zweier Gesellschaften erweitert. Dabei handelt es sich um ein vollkonsolidiertes Unternehmen aus der Region Europa und eine quotenkonsolidierte Gesellschaft aus der Region Asien-Pazifik, Afrika. Darüber hinaus wurden vier nicht mehr operativ tätige Gesellschaften entkonsolidiert; eine Gesellschaft war der Region Europa und drei Gesellschaften der Region Asien-Pazifik, Afrika zugeordnet.

Die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr wird durch die Veränderungen nicht wesentlich beeinträchtigt. Insgesamt ergibt sich eine Erhöhung der Bilanzsumme um rund 0,4 Mio €. An Umsatzerlösen sind 5,0 Mio € hinzugekommen, das Ergebnis nach Steuern hat sich um 0,3 Mio € erhöht.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wird für Erwerbe vor dem 31. März 2004 nach den damaligen Regelungen des IAS 22 durchgeführt. Für Erwerbe ab dem 31. März 2004 gelten die Grundsätze des IFRS 3. Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode (purchase method of accounting) bilanziert.

Die vor dem 31. März 2004 erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind zum anteiligen beizulegenden Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Für Erwerbe ab dem 31. März 2004 erfolgt der Ansatz der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum vollen beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Der Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten stellt wiederum Geschäfts- oder Firmenwert dar.

Entsprechend den Regelungen des IFRS 3.55 werden seit dem Geschäftsjahr 2005 keine planmäßigen Firmenwertabschreibungen mehr vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird nach IAS 36 mindestens einmal jährlich aufgrund von Werthaltigkeitsrechnungen zur Bestimmung des erzielbaren Zeitwertes bzw. des Nutzungswertes beurteilt (Impairment Test). Zum Zwecke der Überprüfung auf eine Wertminderung werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units) zugeordnet. Falls der erzielbare Betrag den Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterschreitet, erfolgt eine ergebniswirksame Abschreibung des Firmenwertes dieser Einheit auf den Zeit- bzw. Nutzungswert. Das beschriebene Verfahren zum Impairment Test erfolgt in der Regel auf Ebene der Tochtergesellschaft. Bei der Ermittlung des erzielbaren Zeitwertes kommt ein Discounted-Cashflow-Verfahren mit Abzinsungsfaktoren unter Berücksichtigung landesspezifischer Risiken von 6,75%, 8,0% und 12,0% nach Steuern zur Anwendung. Die zugrunde liegende Mittelfristplanung umfasst einen Zeitraum von mindestens drei Jahren.

Für die quotal konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen sowie das nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen gelten die entsprechenden Konsolidierungsgrundsätze.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Tochterunternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Ausgenommen hiervon sind Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung sind.

Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Aktionäre des Mutterunternehmens entfallenden Anteilen ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfeldes, in dem ein Unternehmen tätig ist. Für die Tochtergesellschaften ist damit in der Regel ihre jeweilige Landeswährung die funktionale Währung. Eine Fremdwährungstransaktion wird bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in ihrer funktionalen Währung angesetzt, indem sie mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs umgerechnet wird.

In den Einzelabschlüssen der FUCHS PETROLUB AG und der konsolidierten Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Stichtagskurs bewertet. Die am Bilanzstichtag noch nicht realisierten Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Im Konzernabschluss werden dann für den Ausweis in der Berichtswährung Euro die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften wie folgt umgerechnet:

Aufwendungen und Erträge unter Anwendung der Vereinfachungsregelung des IAS 21.40 zum Jahresdurchschnittskurs, Eigenkapital zu historischen Kursen sowie Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs. Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Darstellung erfolgt in einer separaten Spalte des Eigenkapitalspiegels. Zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst.

Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Der Ausweis der erfolgswirksamen Währungsdifferenzen erfolgt in der GuV-Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen".

Im Anlagenspiegel werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Posten zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich aus Wechselkursänderungen ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Wertberichtigungen in einer separaten Spalte als Kursdifferenz gezeigt.

Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs am Einbeziehungsstichtag. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum Mittelkurs des Abschlussstichtags bzw. zu den von der Europäischen Zentralbank festgelegten Referenzkursen am Bilanzstichtag. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.

Stichtagskurs [1 €] 31.12.2007 31.12.2006 Veränderung der
Fremdwährung
in %
US-Dollar 1,473 1,320 –10,4
Pfund Sterling 0,738 0,674 –8,7
Chinesische Renminbi Yuan 10,773 10,321 –4,2
Australische Dollar 1,682 1,675 –0,4
Südafrikanische Rand 10,036 9,306 –7,3
Polnische Zloty 3,626 3,857 +6,4
Brasilianische Real 2,613 2,823 +8,0
Argentinische Peso 4,640 4,054 –12,6

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

Durchschnittskurs [1 €] 2007 2006 Veränderung der
Fremdwährung
in %
US-Dollar 1,370 1,256 –8,3
Pfund Sterling 0,685 0,682 –0,4
Chinesische Renminbi Yuan 10,433 10,022 –3,9
Australische Dollar 1,636 1,668 +2,0
Südafrikanische Rand 9,670 8,528 –11,8
Polnische Zloty 3,793 3,905 +3,0
Brasilianische Real 2,669 2,737 +2,5
Argentinische Peso 4,279 3,882 –9,3

> BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Abschlüsse der FUCHS PETROLUB AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen assoziierter Unternehmen werden bei Geringfügigkeit beibehalten.

Grundlegendes Bewertungskonzept ist der Ansatz der historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Auf Ausnahmen hiervon wird bei den betreffenden Positionen hingewiesen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der IFRS erfordert bei einigen Positionen Ermessensausübungen hinsichtlich der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die sich auf den Ansatz und die Bewertung in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie bei der Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und auf anderen Faktoren, die unter den jeweiligen Umständen für zutreffend gehalten werden. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei Beurteilung, Ansatz und Bemessung von

  • außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen,

  • Pensionsverpflichtungen,

  • Rückstellungen für Steuern und Restrukturierungen,

  • Abwertungsbedarf bei Vorräten,

  • Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern.

Die künftige tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren abweichen. Die Einschätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden im Jahr der Korrektur und – falls erforderlich – in den Folgejahren berücksichtigt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten die Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Abzug von Erlösschmälerungen und nach Eliminierung konzerninterner Vorgänge. In den Umsatzerlösen sind auch Entgelte für Dienstleistungen aus Chemical Process Management enthalten. Der Realisierungszeitpunkt bestimmt sich nach dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden sowie dem Zeitpunkt der Leistungserstellung.

Kosten der umgesetzten Leistung

Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Sie enthalten nach IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch die dem Produktionsbereich zuzuordnenden Gemeinkosten. Die Gemeinkosten schließen u.a. Abschreibungen auf Fertigungsgebäude und Anlagen sowie Abwertungen auf die Vorräte ein.

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen und des Außendienstes die Kosten für Werbung, Provisionen und für Logistik.

Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen, soweit sie nicht als konzerninterne Dienstleistungen auf andere Bereiche weiterverrechnet worden sind.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Entwicklungskosten werden bei Anfall ergebniswirksam behandelt, da sie nicht die umfangreichen Voraussetzungen des IAS 38 hinsichtlich Aktivierungsfähigkeit erfüllen.

Finanzergebnis

Finanzierungskosten werden ergebniswirksam abgegrenzt und unmittelbar unter Anwendung der Effektivzinsmethode gebucht und im Finanzergebnis dargestellt. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen auf erworbene oder hergestellte Vermögenswerte erfolgt nicht (IAS 23).

Zinserträge werden ergebniswirksam abgegrenzt und unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst, Dividendenerträge werden zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Auszahlung gebucht.

Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen werden zusammen mit dem erwarteten Vermögensertrag der Pensionsfonds anhand von versicherungsmathematischen Gutachten erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungskosten bewertet. Hinsichtlich der Nutzungsdauern wird unterschieden zwischen begrenzter und unbestimmbarer Nutzungsdauer. Unbestimmbare Nutzungsdauer liegt vor, wenn keine vorhersehbare Begrenzung der Periode erkennbar ist, in welcher der Vermögenswert voraussichtlich Netto-Cashflows für den Konzern erzeugen wird. Dies trifft auf unsere Firmenwerte zu, die entsprechend IFRS 3 als Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer angesetzt sind.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden jährlich einer Prüfung auf ihre Werthaltigkeit unterzogen (Impairment Test). Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben.

Für Software und sonstige immaterielle Vermögenswerte wird konzerneinheitlich eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren angesetzt. Die Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Bereichskosten für Herstellung, Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung ausgewiesen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegegenstände werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen im Sachanlagenbereich liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 40 Jahre
Maschinen und technische Anlagen 5 bis 20 Jahre
Fahrzeuge 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und bei Sachanlagen

Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei den Sachanlagen wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes gemäß IAS 36 dann überprüft, wenn wertbeeinflussende Ereignisse vorliegen. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes, der den höheren Wert aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert repräsentiert, den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen (Impairment). Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Leasing

Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen ausgewiesen. Geleaste bzw. gemietete Anlagengegenstände, deren wirtschaftlicher Eigentümer infolge Übertragung der wesentlichen Risiken und Chancen die jeweilige Konzerngesellschaft ist (Finance Lease), werden nach IAS 17 mit dem Barwert der Leasingraten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in Höhe des Barwertes unter den Sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Finanzverbindlichkeiten aufgeteilt.

Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber (Operating Lease), werden die Leasingraten im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst.

At Equity bewertete Beteiligungen und sonstige Finanzanlagen

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Die anteiligen Erträge, reduziert um die Ausschüttungen, werden im Anlagespiegel als Zugänge ausgewiesen.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert, da es sich bei diesen Vermögenswerten um nichtnotierte Anteile an Kapitalgesellschaften handelt, für die der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.

Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Wertpapiere des Anlagevermögens sind nach IAS 39 zu differenzieren in Wertpapiere, die Handelszwecken dienen, weiterveräußerbare Wertpapiere und solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Der FUCHS PETROLUB Konzern hält keine Wertpapiere zu Handelszwecken. Die weiterveräußerbaren Wertpapiere werden dann zum Marktwert angesetzt, wenn es einen sicheren Marktwert gibt, andernfalls werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle der Marktbewertung werden unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen. Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten oder dem fair value angesetzt. Dieser beizulegende Zeitwert ist der Marktwert am Bilanzstichtag ohne Abzug von Transaktionskosten.

Aktive und passive latente Steuern

Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen der konsolidierten Gesellschaften sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern betreffen im Wesentlichen Steuerabgrenzungen auf eliminierte Zwischengewinne im Konzern, insbesondere im Bereich des Vorratsvermögens, sowie auf Pensionsrückstellungen. Sie umfassen auch Steuerminderungsansprüche, sofern sie sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Abschreibungsunterschieden im Anlagevermögen aufgrund abweichender konzerneinheitlicher und steuerlicher Abschreibungsregeln. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Vorratsbewertung basiert grundsätzlich auf der Methode des gewogenen Durchschnitts. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (First-in First-out) angewandt. Die Herstellungskosten bestehen entsprechend IAS 2 aus den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung. Daneben werden auch alle dem Produktionsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten sowie Verbrauchsteuern und Abschreibungen auf Fertigungsanlagen einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden ebenso wie Finanzierungskosten (IAS 23) nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn Forderungen uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist. Unverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Forderungen in ausländischer Währung sind mit dem Stichtagskurs bewertet.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente (Derivate) ausschließlich zur Begrenzung der Währungs- und Zinsrisiken aus seinem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungsvorgängen.

Nach IAS 39 sind derivative Finanzinstrumente, wie z.B. die vom Konzern vor allem genutzten Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren. Marktwerte entsprechen den Aufwendungen bzw. Erträgen bei einer (theoretischen) Auflösung der Derivatvereinbarungen zum Bilanzstichtag. Der Bewertung dieser Finanzinstrumente liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle und mathematische Verfahren (Barwertmethode für Devisentermingeschäfte) auf der Basis aktueller Marktdaten zugrunde.

Da die Derivate ausschließlich im Rahmen von Risikobegrenzungs- bzw. Sicherungsstrategien verwendet werden, können bei entsprechender Dokumentation die Regelungen des Hedge Accounting Anwendung finden. Dabei unterscheidet IFRS insbesondere nach "Fair Value Hedges" und "Cashflow Hedges".

Ein Fair Value Hedge stellt auf die Wertveränderung eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit ab. Da die entsprechende Wertveränderung des Grundgeschäfts ergebniswirksam ist, wird auch die – gegenläufige – Wertveränderung des Derivates in der Ergebnisrechnung erfasst.

Ein Cashflow Hedge liegt vor, wenn das Derivat einen Ausgleich für die Risiken in den zukünftigen Cashflows eines bestehenden Grundgeschäfts oder nahezu sicherer künftiger Transaktionen sicherstellt (z.B. den möglichen Kursnachteil einer Fremdwährungseinnahme ausgleicht). Abhängig davon, wie genau ein konkretes Grundgeschäft mit einem korrespondierenden Derivat abgesichert ist, ist der Cashflow Hedge "effektiv" oder nicht. Soweit unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Bewertung eines Derivates mit dem Grundgeschäft korrespondieren, d.h. "hedge-effektiv" sind, werden sie zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital (Rücklagen des Konzerns) ausgewiesen. Sobald das Grundgeschäft ergebniswirksam (fällig) wird, werden Gewinne oder Verluste aus dem Derivat wie die des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Hingegen wird der auf den nicht "hedge-effektiven" Teil eines Derivates entfallende Gewinn oder Verlust immer erfolgswirksam in der Gewinn- oder Verlustrechnung gezeigt.

Im Berichtsjahr und im Jahr 2006 sind im FUCHS PETROLUB Konzern keine Fair-Value- und keine Cashflow-Hedge-Geschäfte getätigt worden.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten, noch nicht eingereichte Schecks und Wechsel sowie Kassenbestände. Sie sind zu Anschaffungskosten bewertet, die Umrechnung von Vermögenswerten in Fremdwährung erfolgt zum Stichtagskurs.

Die Entwicklung der liquiden Mittel, die dem Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 entsprechen, ist in der Kapitalflussrechnung des Konzerns dargestellt.

Eigenkapital

Kosten der Beschaffung des Eigenkapitals werden direkt beim Eigenkapital in Abzug gebracht.

Vorzugsaktienkapital wird als Eigenkapital bilanziert, weil die Anforderungen des IAS 32 an ein Eigenkapitalinstrument erfüllt sind. Auf Vorzugsaktien entfallende Dividenden werden ebenso wie die Dividenden auf Stammaktien als Eigenkapitalverwendung gezeigt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie 10% des höheren Wertes von Verpflichtungsumfang und etwaigem Fondsvermögen übersteigen ("Korridorregel"). In diesem Fall wird der den Korridor übersteigende Teil über die künftige Restdienstzeit der Belegschaft verteilt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen in Höhe des laufenden Dienstzeitaufwandes wird den Personalkosten in den Bereichskosten zugeordnet, während der enthaltene Zinsanteil im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich (d.h. Eintrittswahrscheinlichkeit >50%) und die voraussichtliche Höhe des erforderlichen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.

Der Wertansatz der Rückstellungen zeigt diejenigen Beträge, die zur Abdeckung zukünftiger Zahlungsverpflichtungen, erkennbarer Risiken und ungewisser Verbindlichkeiten des Konzerns erforderlich sind. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem zu marktüblichen Konditionen auf den Bilanzstichtag abgezinsten Betrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Derivaten (Fair Value Hedge Accounting) kann davon abweichen, diese Verbindlichkeiten werden ebenso wie die Derivate selbst zu Marktwerten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingraten in den Sonstigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

> ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1 > Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aufgeteilt nach Tätigkeitsbereichen sind wie folgt:

[in Mio €] 2007 2006 Veränderung
in %
Kfz-Schmierstoffe 472,9 440,9 7,3
Industrieschmierstoffe und Spezialitäten 790,4 765,4 3,3
Sonstiges 102,0 117,0 –12,8
1.365,3 1.323,3 3,2

Im Bereich Sonstiges sind im Wesentlichen die Lohnherstellung, Chemical Process Management und Handelsaktivitäten zusammengefasst, im Vorjahr waren noch Umsätze des Bereichs Poliertechnik enthalten.

Die Vorjahreswerte wurden geringfügig angepasst.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen ist aus der Segmentberichterstattung auf den Seiten 74 und 75 ersichtlich.

2 > Kosten der umgesetzten Leistung

[in Mio €] 2007 2006
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren und Leistungen 776,7 777,4
Materialaufwand 776,7 777,4
Personal- und sonstige Kosten 79,4 79,0
856,1 856,4

3 > Vertriebsaufwand

[in Mio €] 2007 2006
Frachten 48,0 46,5
Provisionen 27,9 24,9
Personal- und sonstige Kosten 140,1 141,7
216,0 213,1

4 > Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Diese Position umfasst alle betrieblichen Aufwendungen und Erträge, die nicht unmittelbar den Funktionsbereichen zurechenbar sind.

[in Mio €] 2007 2006
Erträge aus Anlageabgängen 0,3 0,6
Erträge aus Entkonsolidierungen 0,0 3,0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3,5 2,5
Erträge aus den Auflösungen von Wertberichtigungen 1,6 1,9
Erträge aus Lizenzen und Kostenweiterbelastungen 1,4 1,0
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 0,3 0,3
Erträge aus Währungsumrechnungen und Kursgewinne 2,9 2,4
Übrige betriebliche Erträge 7,0 6,0
Sonstige betriebliche Erträge 17,0 17,7
Verluste aus Anlageabgängen 0,4 0,2
Wertberichtigungen auf Forderungen 3,2 4,0
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen und Kursverluste 3,7 2,4
Restrukturierungs- und Abfindungskosten 0,3 0,7
Impairmentabschreibungen 1,9 2,2
Übrige betriebliche Aufwendungen 8,1 5,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17,6 15,0
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen –0,6 2,7

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen Risiken und Verpflichtungen u.a. im Bereich Altersteilzeit, Sanierungsmaßnahmen, Gewährleistungen, Gratifikationen und Provisionen sowie Demontage, mit deren Eintritt nicht mehr oder nicht mehr in dieser Höhe zu rechnen ist.

Bei den übrigen betrieblichen Erträgen handelt es sich u.a. um erhaltene Schadenersatzleistungen, Leergebindeverkäufe und sonstige Verkäufe. Darüber hinaus ist der Ertrag aus der Wertaufholung eines früheren Impairments bei einer europäischen Tochtergesellschaft in Höhe von 0,9 Mio € enthalten.

Die Restrukturierungskosten enthalten die erwarteten Kosten für Umstrukturierungen im europäischen Ausland und in Südafrika.

Die Impairmentabschreibungen betreffen Wertberichtigungen von Firmenwerten. Davon entfallen 0,8 Mio € auf Firmenwerte aus Einzelabschlüssen von Tochtergesellschaften im europäischen Ausland und 1,1 Mio € auf Firmenwerte aus Konsolidierung.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u.a. die Einstandskosten der sonstigen Verkäufe sowie Rückstellungsbildungen aus dem nicht operativen Bereich.

> Konzernanhang

5 > Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis umfasst die Equity-Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen:

[in Mio €] 2007 2006
Erträge aus at equity bewerteten Beteiligungen 2,3 1,0

6 > Finanzergebnis

[in Mio €] 2007 2006
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
> verbundene Unternehmen 0,0 0,1
> Übrige (im Wesentlichen Kreditinstitute) 1,7 1,5
Zinserträge 1,7 1,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
> Vergütung für Genussrechtskapital –3,7 –3,7
> Zinssicherungen 0,0 –0,5
> Übrige (im Wesentlichen Kreditinstitute) –3,6 –5,9
Zinsanteil Finanzleasing –0,3 –0,3
Pensionsverpflichtungen
> Zinsaufwand –7,3 –7,4
> Erwarteter Vermögensertrag der Fonds 4,8 4,7
Zinsaufwendungen –10,1 –13,1
Zinsergebnis –8,4 –11,5
Impairmentabschreibungen auf Finanzanlagen –0,1 –0,2
Sonstiges Finanzergebnis 0,0 –0,1
Finanzergebnis –8,5 –11,8

Der Zinsanteil an Zuführungen zu Pensionsrückstellungen von –2,5 Mio € (–2,7) setzt sich zusammen aus dem Zinsaufwand für die rückstellungs- und fondsfinanzierten Verpflichtungen von 7,3 Mio € (7,4) und den erwarteten Vermögenserträgen der Pensionsfonds in Höhe von 4,8 Mio € (4,7).

7 > Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze zugrunde; diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen oder verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

[in Mio €] 2007 2006
Laufende Steuern 62,0 51,1
Latente Steuern 4,4 1,1
Gesamt 66,4 52,2

Der inländische Steuersatz basiert auf dem Körperschaftsteuersatz von 26,4% unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5%. Einschließlich der Gewerbesteuer liegt die gesamte Steuerbelastung damit bei etwa 39%.

Der von den ausländischen Gesellschaften erzielte Gewinn wird mit den lokalen Sätzen versteuert. Die in den einzelnen Ländern zur Anwendung kommenden Steuersätze liegen zwischen 13,5% und 40,5%.

Ansprüche und Rückstellungen werden insoweit saldiert, als sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und verrechnet werden können.

Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

[in Mio €] 2007 in % 2006 in %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 186,7 149,4
Erwarteter Steueraufwand 72,8 39,0 58,3 39,0
Steuersatzunterschiede –8,1 –4,3 –14,3 –9,6
Abschreibungen auf Firmenwerte und
andere nicht abzugsfähige Posten
1,7 0,9 4,9 3,3
Wertberichtigung aktiver latenter Steuern 0,0 0,0
Steuerfreie Erträge –0,2 –0,1 –0,6 –0,4
Effekt aus steuerlichen Verlustvorträgen,
für die keine latenten Steuerforderungen gebildet waren
–0,3 –0,2 –1,6 –1,1
Erwartete Nutzung von Verlustvorträgen –0,6 –0,3 0,0
Periodenfremde Steuern 0,5 0,3 3,5 2,3
Quellensteuern 0,5 0,3 1,6 1,1
Sonstige 0,1 0,0 0,4 0,3
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 66,4 35,6 52,2 34,9

Die latenten Steuern waren in voller Höhe ergebniswirksam, es wurden keine latenten Steuern im Eigenkapital erfasst. Der Berechnung der latenten Steuern liegen die zum Realisationszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde; die angewandten Steuersätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere im Inland (auf 30%) und in Großbritannien, Italien und Spanien reduziert.

8 > Fremdanteile

Der anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 0,7 Mio € (0,6) entfällt mit 0,3 Mio € auf das Inland und mit 0,4 Mio € auf Mitgesellschafter in Österreich, der Ukraine und Frankreich.

9 > Ergebnis je Aktie

[in Mio €] 2007 2006
Ergebnis nach Fremdanteilen 119,6 96,6
Ergebnis je Stammaktie in Euro
Ergebnis je Aktie 4,63 3,70
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien 12.846.257 12.969.000
Ergebnis je Vorzugsaktie in Euro
Ergebnis je Aktie 4,69 3,76
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Vorzugsaktien 12.845.737 12.969.000

Entsprechend IAS 33 wird die Mehrdividende der Vorzugsaktionäre in Höhe von 0,06 € je Aktie den Vorzugsaktionären vorab zugerechnet, der verbleibende Teil des Konzernergebnisses nach Steuern und nach Abzug von Fremdanteilen wird gewichtet auf beide Aktiengattungen zu gleichen Teilen verteilt.

Die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien sind entsprechend den Regelungen des IAS 33.20 bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie nicht mehr berücksichtigt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis.

10 > Sonstige Steuern

Der Ausweis betrifft ertragsunabhängige Steuern, welche in den Bereichskosten für Herstellung, Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung enthalten sind. Auf ausländische Konzerngesellschaften, hauptsächlich in Frankreich, Polen und USA, entfallen hiervon 6,3 Mio €.

11 > Personalaufwand/Mitarbeiter

Personalaufwand [in Mio €] 2007 2006
Löhne und Gehälter 150,4 154,9
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung u.ä. Verpflichtungen 31,3 26,6
> Davon für Altersversorgung 6,1 6,2
181,7 181,5

Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht die im Finanzergebnis ausgewiesenen Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen sowie keine Erträge aus Planvermögen zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen.

Mitarbeiter [Anzahl im Jahresdurchschnitt] 2007 2006
Angestellte 2.686 2.717
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.121 1.192
3.807 3.909

Der durchschnittliche Personalstand der anteilig konsolidierten Gesellschaften ist entsprechend der Quote eingeflossen. Dadurch werden 51 (47) Mitarbeiter berücksichtigt.

> ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

12 > Langfristige Vermögenswerte

Die Zusammensetzung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen, der at equity bewerteten Beteiligungen und der sonstigen Finanzanlagen sowie ihre Entwicklung im Jahr 2007 ist im Anlagespiegel auf den Seiten 70 und 71 enthalten.

Das Sachanlagevermögen umfasst auch Vermögenswerte aus Leasing (Finance Lease) in Höhe von insgesamt 5,3 Mio €. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um ein Verwaltungsgebäude in Mannheim mit einem Buchwert von 4,3 Mio €. Nach Ablauf des Leasingvertrags im Jahr 2011 besteht eine Kaufoption.

Darüber hinaus sind auch in den Technischen Anlagen und Maschinen und in den Anderen Anlagen mit 0,5 Mio € geleaste Fahrzeuge und EDV-Einrichtungen enthalten.

Auf der Grundlage der für die Tochterunternehmen durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment Tests) zeigte sich, dass bei einer europäischen Gesellschaft das im Jahr 2005 vorgenommene Impairment von Grundstücken und Bauten nicht länger gerechtfertigt war. Dementsprechend wurde die damalige Abschreibung wieder storniert, der entsprechende Ertrag in Höhe von 0,9 Mio € (vor latenter Steuer) ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Es ergaben sich keine Anzeichen für eine Wertminderung der Sachanlagen. Das Verfahren des Werthaltigkeitstests ist unter dem Abschnitt Konsolidierungsgrundsätze erläutert.

13 > Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte

[in Mio €]
aus
Einzel-
abschlüssen
Kapital
konsolidierung
Insgesamt
Historische Anschaffungskosten
Vortrag 1.1.2007 32,0 54,5 86,5
Kursdifferenzen –2,0 0,5 –1,5
Zugänge 2,1 0,1 2,2
Abgänge/Veränderungen Konsolidierungskreis –1,2 0,0 –1,2
Stand am 31.12.2007 30,9 55,1 86,0
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2007 –6,8 –0,9 –7,7
Kursdifferenzen 0,2 –0,4 –0,2
Außerplanmäßige Abschreibungen –0,8 –1,1 –1,9
Abgänge/Veränderungen Konsolidierungskreis 1,2 0,0 1,2
Stand 31.12.2007
Buchwert am 31.12.2007
–6,2
24,7
–2,4
52,7
–8,6
77,4

Nach IFRS 3 handelt es sich bei Geschäfts- oder Firmenwerten um immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer. Die Firmenwerte unterliegen somit seit dem 1. Januar 2005 keiner planmäßigen Abschreibung mehr, sondern werden nach Maßgabe von IAS 36 jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft (Impairment Test). Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Von den ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 77,4 Mio € (78,8) resultieren 52,7 Mio € (53,6) aus der Kapitalkonsolidierung und 24,7 Mio € (25,2) aus den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen (Impairments) beliefen sich im Geschäftsjahr 2007 auf 1,9 Mio € (2,2). Sie betreffen Wertberichtigungen von Firmenwerten aus Einzelabschlüssen von Tochtergesellschaften im europäischen Ausland in Höhe von 0,8 Mio € sowie die Wertberichtigung von Goodwill aus Kapitalkonsolidierung einer Gesellschaft aus der Region Asien-Pazifik, Afrika in Höhe von 1,0 Mio € und der Region Europa von 0,1 Mio €. Grundlage für die Wertberichtigungen waren sog. Impairment Tests, die einen erzielbaren Zeitwert unterhalb des Buchwertes dieser Firmenwerte ergaben und damit die außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich machten.

Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Unter den immateriellen Vermögenswerten sind auch gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte enthalten. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um aktivierte Lizenzen für EDV-Software, um erworbene Formulierungen, ein Wettbewerbsverbot sowie um erworbene Kundenlisten. Der Gesamtbetrag dieser Rechte und Werte beläuft sich auf 6,6 Mio € (4,9).

14 > At Equity bewertete Beteiligungen

Die Position umfasst die at equity bewerteten Anteile an einem assoziierten Unternehmen. Bei der Equity-Bewertung wurde die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals auf Basis des landesrechtlichen Abschlusses vorgenommen, der an die Vorgaben der IFRS angepasst wurde. Die Vermögenswerte des Unternehmens betragen 42,0 Mio €, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 27,8 Mio €. Es wurden Umsatzerlöse von 145,1 Mio € erzielt, das Jahresergebnis 2007 beträgt 8,9 Mio €.

15 > Sonstige Finanzanlagen

Hierunter sind Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften, langfristig gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen enthalten. Entsprechend ihrem Finanzierungscharakter sind die langfristigen Forderungen im Zusammenhang mit Liefervereinbarungen in Frankreich von 6,5 Mio € (5,8) unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen.

Die Entwicklung und die Höhe der einzelnen Positionen ist in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens auf den Seiten 70 und 71 ersichtlich.

> Konzernanhang

16 > Latente Steuern

Die bilanzierten latenten Steuern resultieren aus folgenden Bewertungsunterschieden bzw. Sachverhalten:

[in Mio €] Aktive
latente
Steuern
2007
Aktive
latente
Steuern
2006
Passive
latente
Steuern
2007
Passive
latente
Steuern
2006
Netto
2007
Netto
2006
Sachanlagen 1,5 1,6 –11,3 –12,3 –9,8 –10,7
Übrige langfristige Vermögenswerte 1,5 1,3 –3,1 –1,7 –1,6 –0,4
Vorräte 2,8 3,5 –0,1 –0,1 2,7 3,4
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 1,3 1,2 –0,4 –1,0 0,9 0,2
Langfristige Rückstellungen 5,7 7,3 –2,0 –1,7 3,7 5,6
Finanzverbindlichkeiten 1,6 1,4 0,0 0,0 1,6 1,4
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0,3 0,0 0,0 –0,3 0,3 –0,3
Kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
2,6 4,1 –2,0 –0,9 0,6 3,2
Erwartete Nutzung bestehender
Verlustvorträge
0,6 0,0 0,0 0,0 0,6 0,0
Summe latente Steuer aktiv/passiv 17,9 20,4 –18,9 –18,0 –1,0 2,4
Steuerverrechnungen –5,6 –7,1 5,6 7,1 0,0 0,0
Bilanzansatz aktiv/passiv 12,3 13,3 –13,3 –10,9 –1,0 2,4

Der Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern von 12,3 Mio € (13,3) ist zurückzuführen auf Bewertungsunterschiede zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz in den Positionen Vorräte (Eliminierung konzerninterner Zwischengewinne), Pensionsverpflichtungen und Übrige Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern entstehen im Wesentlichen aufgrund von temporären Bewertungsunterschieden zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz im Anlagevermögen.

Aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge sind Steuerminderungsansprüche angesetzt, soweit mit deren Nutzung in absehbarer Zeit mit hinreichender Sicherheit zu rechnen ist. Die steuerlichen Verlustvorträge im Konzern belaufen sich auf 3,0 Mio € (4,5). Sie bestehen überwiegend bei Gesellschaften der Region Asien-Pazifik, Afrika. Hierfür sind aktive latente Steuern in Höhe von 0,6 Mio € berücksichtigt, die somit den latenten Steueraufwand des Konzerns reduziert haben.

Die Veränderung der Netto-Bilanzansätze an latenten Steuern beträgt im Berichtsjahr –3,4 Mio €. Unter Berücksichtigung von ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Währungsunterschieden ergibt sich der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 4,4 Mio €.

17 > Langfristige Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Hierbei handelt es sich um Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen in Großbritannien und USA im Gesamtbetrag von 5,9 Mio €. Die Darstellung der Vorjahreswerte (5,7) wurde entsprechend angepasst.

18 > Vorräte

Im Berichtsjahr wurden aufwandswirksame Abwertungen aus geminderter Verwertbarkeit von 0,3 Mio € (1,9) vorgenommen. Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 63,2 60,8
Unfertige Erzeugnisse 16,1 9,0
Fertige Erzeugnisse und Waren (einschl. Anzahlungen auf Vorräte) 85,4 86,2
164,7 156,0

19 > Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,1 0,3
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 0,7 0,3
Forderungen gegen übrige Unternehmen 200,4 203,1
201,2 203,7

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

[in Mio €] 2007 2006
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 11,7 13,0
Kursdifferenzen 0,0 0,0
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 3,2 4,0
Verbrauch 2,1 2,9
Auflösungen 1,6 1,9
Veränderung Konsolidierungskreis 0,0 –0,5
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 11,2 11,7

Im Berichtsjahr wurden aufwandswirksam 3,2 Mio € (4,0) Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen gebildet, die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen belaufen sich auf 1,6 Mio € (1,9). Im Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund erkennbarer Risiken insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von 11,2 Mio € (11,7) berücksichtigt.

> Konzernanhang

Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken:

Forderungen nach Fälligkeiten [in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 157,1 143,0
Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind:
> Weniger als 30 Tage 31,9 39,4
> 30 bis 60 Tage 8,7 15,7
> 61 bis 90 Tage 2,5 4,8
> 91 bis 180 Tage 1,9 2,3
> 181 bis 360 Tage 0,9 0,5
> Mehr als 360 Tage 1,0 0,8
Gesamt überfällige Forderungen 46,9 63,5
Abzüglich pauschale Einzelwertberichtigungen –4,7 –4,4
Wertberichtigte Forderungen brutto 8,4 8,9
Abzüglich Einzelwertberichtigungen –6,5 –7,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 201,2 203,7

20 > Kurzfristige Steuerforderungen

Hierbei handelt es sich um Steuererstattungsansprüche u.a. aus deutschen, italienischen und griechischen Ertragsteuern.

21 > Kurzfristige Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Steuererstattungsansprüche 3,0 2,8
Sonstige Vermögenswerte 13,0 16,0
16,0 18,8

Die Steuererstattungsansprüche betreffen mit 2,1 Mio € (1,1) hauptsächlich Umsatzsteuerforderungen. Weiterhin sind hier Forderungen aus Substanzsteuern aus Italien und Griechenland ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögenswerte des Konzerns enthalten Kundendarlehen in Höhe von 3,4 Mio € (4,6) im Zusammenhang mit Liefervereinbarungen in Frankreich. Der langfristige Teil dieser Darlehen wird unter den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen.

Ferner enthalten die sonstigen Vermögenswerte Miet- und Pachtvorauszahlungen, debitorische Kreditoren, Rechnungsabgrenzungsposten sowie andere Kundendarlehen und Forderungen aus sonstigen Verkäufen. In den sonstigen Vermögenswerten sind Wertberichtigungen von insgesamt 5,2 Mio € (5,4) enthalten.

22 > Liquide Mittel

Bei den liquiden Mitteln in Höhe von 64,2 Mio € (40,2) handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten, noch nicht eingereichte Schecks und Wechsel sowie um Kassenbestände.

23 > Eigenkapital

Für den Fortbestand des Unternehmens ist eine solide Eigenkapitalausstattung unabdingbar. Die Geschäftsleitung überprüft regelmäßig die Höhe des Eigenkapitals; hierbei sind das Gearing (die Relation von Finanzverbindlichkeiten zuzüglich Pensionsrückstellungen abzüglich liquiden Mitteln zu Eigenkapital) und die Eigenkapitalquote wichtige Indikatoren.

Gezeichnetes Kapital

Die Höhe des gezeichneten und voll einbezahlten Kapitals der FUCHS PETROLUB AG hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert:

Stand 31. Dezember 2007 [in Mio €] 77,8

Es setzt sich zusammen aus 12.969.000 Stammstückaktien à 3,– € = 38.907.000 € 12.969.000 Vorzugsstückaktien à 3,– € = 38.907.000 €

Bei den Aktien der FUCHS PETROLUB AG handelt es sich um Inhaberaktien. Jede Stammstückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Vorzugsstückaktien sind ohne Stimmrecht, sie haben nur in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen Stimmberechtigung. Die Vorzugsstückaktien erhalten nach der Satzung einen Vorzugsgewinnanteil von 0,06 Euro je Stück Vorzugsaktie gegenüber einer Stammstückaktie.

Das genehmigte Kapital lautet unverändert auf 35,4 Mio €. Das genehmigte Kapital hat eine Laufzeit bis zum 8. Juni 2009 und ermächtigt den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 11.790.000 neuer nennwertloser Stückaktien (Stamm- und/ oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht) gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9. Juni 2004 wurde im Geschäftsjahr 2007 nicht in Anspruch genommen.

Die von der Hauptversammlung vom 24. Mai 2005 beschlossene und von der Hauptversammlung vom 21. Juni 2006 wieder auf 10% des Grundkapitals angepasste bedingte Kapitalerhöhung um bis zu 7,8 Mio €, eingeteilt in bis zu jeweils 1.296.900 Stück auf den Inhaber lautende Stamm- und/ oder stimmrechtslose Vorzugsaktien, wird nur im Falle der Begebung von Options- oder Wandelanleihen und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten ihre Rechte auch wahrnehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 23. Mai 2010 auf den Inhaber lautende Optionsund/oder Wandelanleihen im Gesamtbetrag von bis zu 140 Mio € auszugeben und den Inhabern dieser Anleihen Options- bzw. Wandlungsrechte auf Stamm- und/oder Vorzugsaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 7,5 Mio € zu gewähren. Im Geschäftsjahr 2007 wurden keine Optionsbzw. Wandlungsrechte ausgeübt, da keine entsprechenden Fremdkapitalinstrumente ausgegeben waren.

Aktienrückkaufprogramm

Aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 2. Mai 2007 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, am 10. Mai 2007 mit dem Rückkauf eigener Aktien zu beginnen. Die Ermächtigung erlaubt FUCHS PETROLUB AG, bis einschließlich 1. November 2008 bis zu 10% des Grundkapitals, das heißt bis zu 1.296.900 Stamm- und bis zu 1.296.900 Vorzugsaktien, zum Zwekke der Einziehung über die Börse zu erwerben. Alle durchgeführten Transaktionen bezüglich des Aktienrückkaufprogramms werden wöchentlich auf der Website von FUCHS PETROLUB AG unter der Rubrik "Investor Relations/Aktienrückkaufprogramm" veröffentlicht.

Im Zeitraum vom 10. Mai bis zum 31. Dezember 2007 hat die Gesellschaft insgesamt 770.146 eigene Aktien zurückerworben. Dies entspricht 2,97% des Grundkapitals des Unternehmens. Es wurden 386.001 Stammaktien im Gesamtwert von 25,1 Mio € (durchschnittlicher Preis je Aktie 65,08 €) und 384.145 Vorzugsaktien im Gesamtwert von 25,6 Mio € (durchschnittlicher Preis je Aktie 66,67 €) erworben. Die eigenen Anteile sind noch nicht eingezogen.

Der einschließlich Transaktionskosten insgesamt aufgewendete Betrag von 50,8 Mio € ist vom Eigenkapital abgezogen, und die erworbenen Aktien sind entsprechend den Regelungen des IAS 33.20 bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie nicht mehr berücksichtigt. Die Transaktionskosten wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Rücklagen des Konzerns

Unter diesem Posten sind die Kapitalrücklage der FUCHS PETROLUB AG (Agio) und die Bilanzgewinne und Währungsrücklagen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zusammengefasst. Die Bilanzgewinne enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgten hier die Verrechnungen aktiver und passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der bis zum 31. Dezember 1994 konsolidierten Tochtergesellschaften. In den Währungsrücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ausgewiesen.

Darüber hinaus sind von den Rücklagen des Konzerns auch die durch das Aktienrückkaufprogramm erworbenen eigenen Anteile abgesetzt.

Nicht in den Rücklagen des Konzerns enthalten ist das Konzernergebnis nach Steuern, das in der Position Konzerngewinn ausgewiesen wird.

Die Entwicklung der Rücklagen einschließlich des Erwerbs eigener Aktien im Geschäftsjahr 2007 ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Konzerngewinn

Der Konzerngewinn entspricht dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter.

Gewinnverwendungsvorschlag der FUCHS PETROLUB AG

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung 2008 den Gewinnverwendungsvorschlag von 1,44 € je dividendenberechtigter Stammstückaktie und von 1,50 € je dividendenberechtigter Vorzugsstückaktie vorzulegen.

Anteile anderer Gesellschafter

Diese Position enthält die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis der konsolidierten Tochterunternehmen. Dabei entfallen 0,3 Mio € (0,3) auf das Inland und 0,9 € (0,8) auf Mitgesellschafter in Österreich, Frankreich, Griechenland und der Ukraine.

24 > Rückstellungen für Pensionen

Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an ehemalige Mitarbeiter des FUCHS PETROLUB Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betrieblichen Altersversorgungssysteme sind im Konzern rückstellungs- und fondsfinanziert, die Versorgungspläne sind sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Insbesondere für Mitarbeiter inländischer Konzerngesellschaften besteht eine betriebliche Altersversorgung auf der Basis leistungsorientierter ("defined benefit") Versorgungszusagen. Diese basieren regelmäßig auf der Beschäftigungsdauer, dem Entgelt der Mitarbeiter und sind rückstellungsfinanziert. Sofern bei ausländischen Konzerngesellschaften eine betriebliche Altersversorgung besteht, handelt es sich teilweise um beitragsorientierte ("defined contribution") und überwiegend um fondsfinanzierte Versorgungssysteme mit "defined benefit"-Zusagen.

Die zu bildenden Rückstellungen werden nach IAS 19 ermittelt, die Bewertung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt anhand der sogenannten "projected unit credit method" (Anwartschaftsbarwertverfahren). Neben den biometrischen Grundlagen und dem aktuellen langfristigen Kapitalmarktzins werden insbesondere auch Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Für die biometrischen Grundlagen werden in Deutschland die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

[in %] 2007 2006
Abzinsungsfaktor 5,25 4,25
Gehaltstrend 3,0 3,0
Rententrend 1,9 1,8

Für das Inland sind die folgenden Bewertungsprämissen unterstellt:

Die Verpflichtungen im Ausland werden unter Berücksichtigung der jeweiligen landesspezifischen Rechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt. Hierbei kommen Abzinsungsfaktoren von 1,5% bis 10,0% (Durchschnittswert 5,9%), Gehaltstrends von 3,50% bis 8,00% (Durchschnittswert 3,8%) sowie Rententrends von 3,3% zum Ansatz. Die erwartete Verzinsung der Fondsvermögen liegt zwischen 6,50% und 8,75%.

Unter Berücksichtigung der genannten Berechnungsgrundlagen ergibt sich folgender Finanzierungsstatus der Pensionsverpflichtungen:

Finanzierungsstatus [in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005 31.12.2004 31.12.2003
Barwert der rückstellungsfinanzierten
Versorgungsansprüche
52,8 59,0 59,6 54,1 51,9
Barwert der fondsfinanzierten
Versorgungsansprüche
91,9 103,8 100,9 83,8 81,3
Versorgungsansprüche insgesamt 144,7 162,8 160,5 137,9 133,2
Fondsvermögen zu Marktwerten 77,8 82,2 76,7 64,5 59,7
Nettoverpflichtung 66,9 80,6 83,8 73,4 73,5
Anpassungsbetrag aufgrund
versicherungsmathematischer
Gewinne (+) und Verluste (–)
–16,4 –29,4 –29,3 –18,2 –17,3
Pensionsähnliche Verpflichtungen 0,1 0,1 0,4 0,3 0,8
Nettoverpflichtung zum 31.12. 50,6 51,3 54,9 55,5 57,0
Ausgewiesen als:
Langfristige Vermögenswerte 5,9 5,7 0,0 0,0 0,0
Rückstellungen für Pensionen 56,5 57,0 54,9 55,5 57,0
Aufgrund der Begrenzung von IAS 19.58
nicht als Vermögenswert erfasster Betrag
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Nach IAS 19 sind die Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen nicht mit den Rückstellungsbeträgen anderer Pensionspläne saldiert. Gemäß ihrem Charakter werden die Vermögenswerte von 5,9 Mio € (5,7) unter den Übrigen Forderungen und sonstige Vermögenswerte innerhalb der langfristigen Aktiva ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Barwertes der Versorgungsansprüche:

Versorgungsansprüche [in Mio €] 2007 2006
Barwert zum 1.1. 162,8 160,5
Währungsdifferenzen –9,2 –0,5
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche 3,5 3,0
Zinsaufwand 7,2 7,2
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste –9,7 1,4
Geleistete Pensionszahlungen bzw. Fondsdotierungen –9,9 –8,8
Barwert zum 31.12. 144,7 162,8

Das Fondsvermögen besteht zu 43% aus Aktien, zu 49% aus Rentenpapieren und zu 8% aus Rohstoffkontrakten. Die tatsächliche Verzinsung des Fondsvermögens betrug durchschnittlich 6,5% (5,2%).

Für 2008 wird mit einer Rendite von 6,9% gerechnet. Diese Annahme berücksichtigt für Anleihen die Marktverhältnisse am Bilanzstichtag, während für Aktienanlagen die voraussichtliche künftige Entwicklung eingesetzt wird. Diese Erwartungen werden mit der Portfoliostruktur des Fondsvermögens gewichtet, um zu einer erwarteten Gesamtrendite zu gelangen.

Das Fondsvermögen entwickelte sich wie folgt:

Fondsvermögen [in Mio €] 2007 2006
Marktwert zum 1.1. 82,2 76,7
Währungsdifferenzen –7,2 0,1
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds 4,8 4,7
Fondsdotierungen 3,9 6,8
Geleistete Pensionszahlungen –5,6 –5,4
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste –0,3 –0,7
Marktwert zum 31.12. 77,8 82,2

Für 2008 sind Fondsdotierungen von 3,6 Mio € vorgesehen.

Bei der Ermittlung der Pensionsaufwendungen wird die sogenannte Korridor-Regel angewendet. Hierbei werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, die aus der Abweichung zwischen tatsächlich eingetretenen Werten im Vergleich mit den der Berechnung zugrunde liegenden Annahmen resultieren und die sich aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen ergeben, nicht berücksichtigt, soweit sie 10% des höheren Wertes von Verpflichtungsumfang und etwaigem Fondsvermögen nicht übersteigen. Der diesen Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der Mitarbeiter verteilt.

Aus den Versorgungssystemen ergab sich im FUCHS PETROLUB Konzern ein Pensionsaufwand in Höhe von 10,8 Mio € (10,4), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

Pensionsaufwand [in Mio €] 2007 2006
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche 2,4 3,0
Zinsaufwand 7,3 7,4
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds (–) –4,8 – 4,7
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1,1 1,3
Anpassung durch nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand 0,0 0,0
Auswirkungen von Plankürzungen oder -abgeltungen 0,0 0,0
Aufwand für leistungsorientierte Pensionspläne 6,0 7,0
Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 4,8 3,4
Pensionsaufwand 10,8 10,4

Im Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne sind erstmals die inländischen Arbeitgeberanteile zur Altersversorgung mit 3,0 Mio € enthalten, die Vorjahreswerte (2,8) sind entsprechend angepasst.

Die Pensionsaufwendungen sowie die Pensionszahlungen umfassen auch die Zahlungen für beitragsorientierte Pensionspläne.

> Konzernanhang

Der Pensionsaufwand verteilt sich auf folgende Funktionsbereiche bzw. Kostenarten:

Pensionsaufwand [in Mio €] 2007 2006
Herstellungskosten 1,4 1,4
Forschungs- und Entwicklungskosten 0,7 0,7
Vertriebskosten 2,0 2,2
Verwaltungskosten 4,3 3,4
Sonstige betriebliche Erträge 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,0 0,0
Finanzergebnis 2,4 2,7
10,8 10,4

25 > Sonstige langfristige Rückstellungen

Hierunter sind im Wesentlichen die Altersteilzeitrückstellungen ausgewiesen. Solche Verpflichtungen bestehen ausschließlich im Inland; sie werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze bewertet und aufgrund ihrer langfristigen Struktur abgezinst. Es bestehen Vertragslaufzeiten von zwei bis zu sechs Jahren. Der Abzinsungsfaktor beträgt 4,75% (4,0). Die Rückstellungshöhe beträgt 7,2 Mio € (8,6).

Weiterhin sind hier die bis einschließlich 2009 erwarteten Zahlungsverpflichtungen (sog. earn outs) aus den Akquisitionen unserer brasilianischen Tochtergesellschaft enthalten.

26 > Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden verzinsliche Verpflichtungen des FUCHS PETROLUB Konzerns mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Genussrechtskapital 0,0 51,1
Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten 0,1 0,4
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 3,6 3,9
3,7 55,4

Die Laufzeit der Genussscheine endete am 31. Dezember 2007, die Rückzahlung erfolgt am 1. August 2008. Das Genussrechtskapital wurde deshalb zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert und wird dort (Pos. 30) erläutert.

Für die Bankverbindlichkeiten sind keine dinglichen Sicherheiten gegeben worden.

Die Sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten die aus Finance Leases passivierten Verpflichtungen in Höhe von 3,6 Mio € (3,8). Es handelt sich im Wesentlichen um Finance-Lease-Vereinbarungen für Gebäude, die in Höhe der Barwerte der aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen bilanziert sind. Die entsprechenden nominalen Mindestleasingzahlungen belaufen sich auf 4,1 Mio € (4,7). Für die Abzinsung dieser Mindestleasingzahlungen wurden Zinssätze zwischen 3,0% und 7,4% (Durchschnittswert 4,97%) verwendet.

Die Fälligkeiten der langfristigen Finanzverbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

Fälligkeiten [in Mio €]
2008 0,3
2009 0,3
2010 0,3
2011 2,8
Nach 2011 0,0
3,7

27 > Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstehen aus dem operativen Geschäft und sind deshalb kurzfristiger Natur. Sie werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt; Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 108,4 108,3
Wechselverbindlichkeiten 5,7 8,4
Erhaltene Anzahlungen 0,5 0,7
114,6 117,4

28 > Kurzfristige Rückstellungen

Die kurzfristigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf:

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 28,2 26,1
Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb 4,6 3,8
Sonstige Verpflichtungen 11,2 10,1
44,0 40,0

Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen hauptsächlich Rückstellungen für Gratifikationen, Tantiemen, Provisionen, Urlaubsansprüche, Mitarbeiterprämien und Berufsgenossenschaftsbeiträge.

Unter Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind Rückstellungen für ausstehende Gutschriften, Boni, Rabatte, Gewährleistungen sowie Jahresabschluss- und Beratungskosten enthalten.

Die sonstigen Verpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Reorganisation in Höhe von 1,5 Mio € (1,9). Weiterhin sind hier u.a. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Vertragsrisiken, Beitragsverpflichtungen und Rückgabeverpflichtungen für Pfandgebinde ausgewiesen.

Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

[in Mio €] 31.12.2006 Kurs-
differenz
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Zuführung Verbrauch Auflösung 31.12.2007
Verpflichtungen aus dem
Personal- und Sozialbereich
26,1 –0,8 0,0 29,9 26,6 0,4 28,2
Verpflichtungen aus dem
laufenden Geschäftsbetrieb
3,8 –0,1 0,0 5,3 4,2 0,2 4,6
Sonstige Verpflichtungen 10,1 –0,3 0,0 14,5 11,4 1,7 11,2
40,0 –1,2 0,0 49,7 42,2 2,3 44,0
[in Mio €] 31.12.2005 Kurs-
differenz
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Zuführung Verbrauch Auflösung 31.12.2006
Verpflichtungen aus dem
Personal- und Sozialbereich
21,7 –0,8 0,0 26,1 20,1 0,8 26,1
Verpflichtungen aus dem
laufenden Geschäftsbetrieb
4,7 –0,1 0,0 3,8 4,2 0,4 3,8
Sonstige Verpflichtungen 13,4 –0,1 –0,2 10,1 11,9 1,2 10,1
39,8 –1,0 –0,2 40,0 36,2 2,4 40,0

Durch den kurzfristigen Charakter dieser Rückstellungen haben sich keine Aufzinsungsbeträge ergeben.

29 > Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten

Insgesamt sind unter dieser Position Ertragsteuerverbindlichkeiten von 34,0 Mio € (19,3) ausgewiesen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf die Erhöhung von Körperschaft- und Gewerbesteuerrückstellungen im Inland und im europäischen Ausland zurückzuführen.

30 > Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden verzinsliche Verpflichtungen des FUCHS PETROLUB Konzerns mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Genussrechtskapital 51,1 0,0
Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten 16,6 42,5
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0,5 0,6
68,2 43,1

Aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juli 1998 wurden im August 1998 von der FUCHS PETROLUB AG auf den Inhaber lautende Genussscheine im Gesamtnennbetrag von 51,1 Mio € (entspricht 100 Mio DM) begeben. Der Emissionskurs betrug 100%, der Ausschüttungssatz ist mit 7,29% p.a. festgelegt. Die Laufzeit der Genussscheine endete am 31. Dezember 2007. Die Rückzahlung erfolgt am ersten Bankarbeitstag nach der ordentlichen Hauptversammlung 2008, jedoch nicht vor dem 1. August 2008. Im Berichtsjahr erfolgte deshalb die Umgliederung von den langfristigen zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Genussscheine mit der WKN 551831 sind zum amtlichen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten betreffen die aus Finance Leases passivierten Verpflichtungen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Die nach einem Jahr fälligen Beträge sind unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Pos. 26) dargestellt und erläutert.

31 > Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0,1 0,1
Soziale Sicherheit 4,9 4,2
Mitarbeiter 3,6 3,3
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 6,5 7,0
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 2,8 3,3
Übrige Verbindlichkeiten 15,7 12,6
33,6 30,5

Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten umfassen Verbrauchsteuern, Lohnsteuer und Abgeltungssteuern.

Die Übrigen Verbindlichkeiten umfassen Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 5,3 Mio € (4,8) im Zusammenhang mit den unter den Sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Liefervereinbarungen in Frankreich. Ferner werden hierunter auch die am 1. August 2008 fällige Genussrechtsvergütung von 3,7 Mio € sowie Provisionsverpflichtungen, kreditorische Debitoren und passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

32 > Gemeinschaftsunternehmen

Quotal einbezogene Gemeinschaftsunternehmen sind mit folgenden Werten in den Konzernabschluss eingeflossen:

[in Mio €] 2007 2006
Langfristige Vermögenswerte 2,5 2,6
Vorräte und Forderungen 5,5 4,3
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 2,5 4,2
Vermögen 10,5 11,1
Eigenkapital 5,3 6,2
Langfristiges Fremdkapital 0,2 0,4
Kurzfristiges Fremdkapital 5,0 4,5
Kapital 10,5 11,1
Erträge 40,4 31,7
Aufwendungen 36,3 29,8

33 > Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag setzen sich die zu Nominalwerten angegebenen Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:

Haftungsverhältnisse [in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln (Wechselobligo) 0,0 0,1
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 1,5 2,5
> Davon zugunsten verbundener Unternehmen 0,0 0,0
> Davon zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen, bzw. von Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0,0 1,4
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 16,0 17,1

Bei den Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten handelt es sich um die sogenannten Garagistendarlehen. Bei diesem in Frankreich üblichen Geschäftsmodell garantiert unsere Landesgesellschaft die Rückzahlung von direkt von einer Bank an die Garagisten gewährten Darlehen. Diese Garantie ist Teil der mit unseren Garagisten abgeschlossenen Liefer- und Finanzierungsvereinbarungen.

Leasingverträge

Im Konzern sind im Wesentlichen Miet- bzw. Operating-Lease-Verträge für ein Hochregallager, ein Produktionswerk, Lagerhallen, Kraftfahrzeuge, Gabelstapler, EDV-Ausstattung und Software abgeschlossen.

Die folgende Übersicht zeigt die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2007 für Operating Leases, gegliedert nach den Perioden der Zahlungsfälligkeiten:

Fälligkeiten
[in Mio €]
31.12.2007
Operating Leases
31.12.2006
Operating Leases
Bis 1 Jahr 9,8 9,4
1 bis 5 Jahre 17,7 16,3
Über 5 Jahre 11,6 11,2
Summe der Mindestleasingzahlungen 39,1 36,9

Die Miet- und Leasingzahlungen betrugen im Berichtsjahr 12,4 Mio € (12,7). Für das Hochregallager besteht nach Vertragsende im Jahr 2014 sowohl eine Verlängerungs- als auch eine Kaufoption.

Neben den Operating-Lease-Verpflichtungen bestehen Übrige finanzielle Verpflichtungen (EDV-Wartung u.Ä.) in Höhe von 0,4 Mio € (0,4).

34 > Finanzinstrumente

a) Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns, gegliedert nach unterschiedlichen Klassen (IFRS 7).

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Buchwert beizulegender
Zeitwert
Buchwert beizulegender
Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 201,2 201,2 203,7 203,7
Liquide Mittel 64,2 64,2 40,2 40,2
Übrige finanzielle Vermögenswerte
> Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
0,0 0,0 0,0 0,0
> Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
0,1 0,1 0,0 0,0
> Derivative Finanzinstrumente, die in ein
Hedge Accounting einbezogen sind
0,0 0,0 0,0 0,0
> Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 17,9 17,9 20,7 20,7
Summe finanzielle Vermögenswerte 283,4 283,4 264,6 264,6
Finanzverbindlichkeiten 71,9 71,9 98,5 98,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114,6 114,6 117,4 117,4
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
> Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0,1 0,1 0,1 0,1
> Derivative Finanzinstrumente, die in ein
Hedge Accounting einbezogen sind
0,0 0,0 0,0 0,0
> Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 12,7 12,7 10,9 10,9
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 199,3 199,3 226,9 226,9

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder die Pflichten aus diesem Finanzinstrument von einer unabhängigen anderen Partei übernehmen würde. Aufgrund variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikation für tatsäch-

Die in der Konzernbilanz unter übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte bzw. sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesenen Beträge erfüllen nur in Höhe der hier dargestellten Übrigen finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten die Kriterien des IFRS 7. Insbesondere Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten

beruhen nicht auf vertraglichen Vereinbarungen und fallen deshalb nicht unter die Definition von Finanzinstrumenten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Finanzinstrumente des Konzerns, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39. Die liquiden Mittel und die Verbindlichkeiten aus Finance Leases sind nicht enthalten, da diese Finanzinstrumente keiner Bewertungskategorie von IAS 39 zugeordnet sind:

lich am Markt realisierbare Werte angesehen werden.

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Aktiva
> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 201,2 203,7
> Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 17,9 20,7
Kredite und Forderungen 219,1 224,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0,1 0,0
Passiva
> Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114,6 117,4
> Finanzverbindlichkeiten 67,8 94,1
> Sonstige Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 12,7 10,9
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 195,1 222,4
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0,1 0,1

Die beizulegenden Zeitwerte aller Finanzinstrumente wurden auf der Grundlage der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Liquide Mittel

Aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Übrige finanzielle Vermögenswerte

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind Aktivwerte aus der Stichtagsbewertung von Devisentermingeschäften.

Finanzverbindlichkeiten

Der beizulegende Zeitwert der Finanzverbindlichkeiten entspricht den Rückzahlungsbeträgen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Aufgrund der kurzen Laufzeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzinstrumente den Buchwerten entsprechen.

Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind Passivwerte aus der Stichtagsbewertung von Devisentermingeschäften.

b) Nettogewinne oder -verluste

Die folgende Tabelle zeigt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten:

[in Mio €] 2007 2006
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
und finanzielle Verbindlichkeiten
0,0 0,5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,0
Kredite und Forderungen –1,6 –2,0
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,0

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen den Saldo aus gebildeten und aufgelösten Wertberichtigungen auf Forderungen. Sie sind unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.

c) Gesamtzinsertrag und -aufwand

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, ergeben sich wie folgt:

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Gesamtzinserträge 1,7 1,6
Gesamtzinsaufwendungen –7,6 –9,9

Die Zinsen aus diesen Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis des Konzerns ausgewiesen.

d) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Einsatz von Derivaten. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken. Im Vorjahr wurden in Anpassung an die verringerte Finanzverschuldung des Konzerns alle verbliebenen Zinsswaps vorzeitig aufgelöst. Insofern wurden auch im Berichtsjahr keine Derivate zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossen. Es bestanden zum Bilanzstichtag allein folgende, nach Restlaufzeiten gegliederte derivative Finanzpositionen zur Absicherung von Währungsrisiken:

Nominalwerte 31.12.2007 31.12.2006
Instrument
[in Mio €]
Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über
5 Jahre
Gesamt Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über
5 Jahre
Gesamt
Devisentermingeschäfte 23,8 23,8 19,0 19,0
Nominalvolumen Derivate 23,8 23,8 19,0 19,0

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge der Währungsderivate. Die Nominalbeträge entsprechen grundsätzlich dem Volumen der gesicherten Grundgeschäfte.

Die vom FUCHS PETROLUB Konzern abgeschlossenen Devisentermingeschäfte dienen der Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Marktwertveränderung des Derivats geht in die Ergebnisrechnung ein, Gleiches gilt für die Marktwertveränderungen damit gesicherter Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten. Der Saldo aus beiden Veränderungen gleicht sich aus.

Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte. Es bestanden keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung fester Verpflichtungen (Firm Committments) sowie zukünftiger (antizipativer) Transaktionen.

Beizulegende Zeitwerte von Sicherungsinstrumenten. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente stellten sich wie folgt dar:

Marktwert zum 31.12.2007 Nominalbetrag Marktwert In GuV Im Eigenkapital
Instrument [in Mio €] (netto) berücksichtigt berücksichtigt
Devisentermingeschäfte 23,8 –0,1 –0,1 0,0
Summe Derivate 23,8 –0,1 –0,1 0,0
Marktwert zum 31.12.2006
Instrument [in Mio €]
Nominalbetrag Marktwert
(netto)
In GuV
berücksichtigt
Im Eigenkapital
berücksichtigt
Devisentermingeschäfte 19,0 –0,1 –0,1 0,0
Summe Derivate 19,0 –0,1 –0,1 0,0

Fair Value und Cashflow Hedges

Im Berichtsjahr belasteten keine vorzeitigen Auflösungen von Cashflow Hedges (Zinsswaps) die Ergebnisrechnung. Im Vorjahr war daraus ein Aufwand von 0,5 Mio € zu verzeichnen.

Management der Risiken aus Finanzinstrumenten

Der FUCHS PETROLUB Konzern ist durch seine internationale Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Dazu gehören insbesondere Kreditrisiken, z.B. bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Marktrisiken, wie die Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen. Aus diesen Risiken, aus dem operativen Geschäft sowie aus abrupten Schwankungen auf den Finanzmärkten können darüber hinaus Liquiditätsrisiken resultieren.

Wesentliche finanzwirtschaftliche Risiken werden durch den Zentralbereich Treasury der FUCHS PETROLUB AG überwacht und gesteuert. Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen vom Vorstand genehmigte detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Finanz- und Währungsrisiken werden durch fristen- und währungskongruente Finanzierung sowie durch den Einsatz von Derivaten reduziert, die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist.

Kreditrisiko

Kreditrisiko meint die Gefahr, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Kreditrisiken können aus der Anlage liquider Mittel ebenso wie aus der Gewährung von Zahlungszielen im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen entstehen sowie aus anderen Vereinbarungen, die von der Gegenpartei erst in der Zukunft erfüllt werden müssen.

Liquide Mittel

Der Konzern beschränkt den Bestand an liquiden Mitteln in der Regel auf den für das operative Geschäft notwendigen Umfang. Sofern liquide Mittel nicht für das laufende operative Geschäft erforderlich sind, sollen sie möglichst innerhalb des Konzerns angelegt werden. Die Finanzrichtlinie des Konzerns sieht außerdem vor, dass liquide Mittel nur bei bonitätsmäßig einwandfreien Banken mit einem Standard & Poors/ Moodys Kurzfristrating von A1/P1 oder besser angelegt werden dürfen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Aus der Geschäftsbeziehung mit seinen weltweit mehr als 100.000 Kunden hält der FUCHS PETROLUB Konzern ständig nennenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Den Umgang mit den daraus resultierenden Kreditrisiken regelt eine Richtlinie, wobei ländertypisch abweichende Vorgehensweisen zulässig sind. Sofern die interne Kreditbeurteilung, die unter Verwendung externer Kreditinformationen erfolgt, ein zu hohes Kreditrisiko anzeigt, werden Kreditsicherheiten z.B. in Form von Bankgarantien oder Akkreditiven verlangt.

Für die verbleibenden Kreditrisiken werden, sobald sie bestimmte Niveaus überschreiten, Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu Position 19).

Derivative Finanzinstrumente sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Bei der Auswahl von Banken, mit denen derivative Finanzinstrumente abgeschlossen werden, wird auf ausreichende Bonität der Gegenpartei geachtet. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken mit einem Moody's Langfristrating im Investmentbereich (Baa1 und höher) abgeschlossen. Das Risiko der Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner (Kreditrisiko) ist dadurch minimiert.

Maximale Kreditrisikoposition bei den vorgenannten Positionen ist der Buchwert der Forderung oder des finanziellen Vermögenswertes, auch soweit der Vermögenswert derivative Finanzinstrumente oder liquide Mittel betrifft. Der FUCHS PETROLUB Konzern hält seine Kreditrisiken aufgrund der natürlichen Diversifikation sowie seines Kreditrisikomanagements für nicht wesentlich.

Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko wird die Gefahr bezeichnet, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

Die finanziellen Mittel des FUCHS PETROLUB Konzerns stammen im Wesentlichen aus seinem operativen Geschäft. Darüber hinaus werden zeitweise oder auch revolvierend finanzielle Mittel in Form von Anleihen oder Bankkrediten, vor allem zur Finanzierung operativer Betriebsmittel sowie von Investitionsvorhaben, genutzt.

Derzeit stehen dem Konzern Mittel in Höhe von 51,1 Mio € aus am 1. August 2008 rückzahlbaren Genussscheinen zur Verfügung. Von den dem Konzern weltweit zugesagten Bankkreditlinien von rund 170 Mio € wurden zum Bilanzstichtag 20,8 Mio € genutzt. Daneben hat der Konzern die Möglichkeit, durch die Vereinbarung zusätzlicher Bankdarlehen, durch die Begebung von Schuldscheindarlehen, Private Placements oder Anleihen weitere Finanzierungsquellen zu nutzen. Angesichts der 2007 weiter rückläufigen Finanzverschuldung bei gleichzeitiger Erhöhung der liquiden Mittel wurde von der Nutzung dieser zusätzlichen Instrumente und Möglichkeiten im Berichtsjahr abgesehen.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die vertraglich fixierten Zahlungen des Konzerns für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus den bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2007 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen (undiskontiert):

Finanzielle Verbindlichkeiten [in Mio €] Summe 2008 2009 2010 2011 2012 ≥ 2013
Finanzverbindlichkeiten 75,9 71,8 0,6 0,5 3,0 0,0 0,0
Derivative Finanzinstrumente 0,1 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
114,6 114,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 12,7 12,2 0,5 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 203,3 198,7 1,1 0,5 3,0 0,0 0,0

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Finanzverbindlichkeiten einschließlich Zinsen um 27,0 Mio € durch Tilgung reduziert. Der Anteil der kurzfristig fälligen finanziellen Verbindlichkeiten hat sich durch die im Jahr 2008 anstehende Rückzahlung der Genussscheine auf 97,7% (75,8%) der gesamten finanziellen Verbindichkeiten erhöht.

Der FUCHS PETROLUB Konzern betrachtet seine Liquiditätslage als gut und sieht für sich kein nennenswertes Liquiditätsrisiko. Neben dem operativen Geschäft – hier stehen den Verbindlichkeiten u.a. kurzfristig fällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 201,2 Mio € gegenüber – stehen ausreichend Finanzierungsmittel und zusätzliche Finanzierungsalternativen zur Verfügung.

Marktrisiko

Aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten unterliegt FUCHS Marktrisiken in Form von Wechselkursrisiken und Zinsänderungsrisiken. Aktienmarktrisiken bestehen nicht, da der Konzern keine frei handelbaren Aktien mit Ausnahme der eigenen nur zur Einziehung vorgesehenen Aktien aus dem gegenwärtigen Aktienrückkaufprogramm hält. Die von Pensionsfonds zur Abdeckung von Pensionsverpflichtungen gehaltenen Anlagen sind unter Pos. 24 erläutert und fallen nicht unter diese Ausführungen.

Wechselkursrisiken

Bei den Wechselkursrisiken ist zwischen Transaktionsrisiken und Translationsrisiken zu differenzieren.

Die Transaktionsrisiken des Konzerns resultieren insbesondere aus Einkäufen operativer Gesellschaften in einer anderen Währung als der, in welcher die Umsatzerlöse anfallen. Ein Teil der von FUCHS verarbeiteten Rohstoffe wird auf US-Dollar-Basis gehandelt. Gleichzeitig wird der überwiegende Teil der Umsatzerlöse der Gesellschaften auf deren jeweiligem Heimatmarkt erwirtschaftet. Damit unterliegen alle nicht im US-Dollarraum beheimateten Gesellschaften einem US-Dollar-Transaktionsrisiko.

Beim Export von Fertigprodukten ist die Währung des Exporteurs gleichzeitig Fakturierungswährung. Damit liegen Transaktionsrisiken bei importierenden Konzerngesellschaften oder Drittkunden.

Aus Dividenden- und Lizenzeinnahmen der Holding, welche fast ausnahmslos in der Währung der zahlenden Gesellschaft erfolgen, unterliegt auch die Holding einem Transaktionsrisiko. Insbesondere in Bezug auf den US-Dollar ist dieses dem Transaktionsrisiko vieler operativer Gesellschaften entgegengesetzt, so dass hier ein natürlicher Hedge (Absicherung) vorliegt, der zur Reduzierung der insgesamt im Konzern bestehenden Transaktionsrisiken führt.

Wechselkursrisiken aus der Gewährung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen werden grundsätzlich durch die Vereinbarung entsprechender Devisentermingeschäfte oder anderer originärer oder derivativer Absicherungsinstrumente wie Fremdwährungsaufnahmen oder Zins- und Währungsswaps abgesichert.

Basierend auf der Struktur des Schmierstoffgeschäfts, das keine langen Vorlaufzeiten oder hohen Auftragsbestände kennt, tätigt FUCHS keine langfristigen Währungsabsicherungen seines operativen Geschäftes. Der Wechselkurs ist für die operativen Gesellschaften stattdessen einer von mehreren preisbestimmenden Faktoren, der bei der Kalkulation zu berücksichtigen ist.

Zum FUCHS PETROLUB Konzern gehört eine ganze Reihe nicht im Euro-Raum ansässiger Konzerngesellschaften. Damit bedingen schwankende Wechselkurse im Rahmen der Umrechnung der Umsatzerlöse und Ergebnisse für die Konzernergebnisrechnung sogenannte Translationsrisiken. Sie können unter Umständen die Konzernergebnisrechnung spürbar beeinflussen.

Nennenswerte Translationsrisiken für FUCHS kommen aus den Regionen Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika. Soweit diese Risiken direkt oder auch indirekt gegenüber dem US-Dollar bestehen, sind sie ein natürlicher Hedge des vorgenannten US-Dollar-Transaktionsrisikos. Transaktions- und Translationsrisiken haben damit auf Konzernebene eine kompensierende Wirkung.

Auch bei der Umrechnung der von den ausländischen Tochtergesellschaften gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unterliegt der Konzern Translationsrisiken. Zur Begrenzung dieser Risiken werden kurzfristig zu finanzierende Vermögenswerte in der Regel in lokaler Währung refinanziert und nur die langfristig benötigten Vermögenswerte durch Eigenkapital unterlegt. Die Entwicklung der Eigenkapitalposition wird kontinuierlich beobachtet, in der Regel jedoch nicht gegen Wechselkursschwankungen abgesichert.

Unter Berücksichtigung der Wirkungsweise der Derivate mit Währungskomponente gliedern sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt auf:

> Konzernanhang

Finanzverbindlichkeiten [in Mio €] 2007 in % 2006 in %
Euro 37,6 52,3 54,8 53,9
US-Dollar 15,6 21,7 14,4 14,6
Britisches Pfund 6,5 9,0 16,4 18,4
Australischer Dollar 1,8 2,5 4,7 4,8
Sonstige Währungen 10,4 14,5 8,2 8,3
71,9 100,0 98,5 100,0

Zinsänderungsrisiken

Durch die kontinuierliche Verminderung seiner finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern in den letzten Jahren sein Zinsänderungsrisiko stark reduziert. Während in früheren Jahren zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente eingesetzt wurden, ist beim heutigen Volumen finanzieller Verbindlichkeiten deren Einsatz nicht erforderlich. Die aktuelle kurzfristige Finanzierung der operativen Betriebsmittel entspricht vielmehr dem Konzept einer fristenkongruenten Refinanzierung.

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns (vgl. Pos. 26 und Pos. 30) wurden mit Hilfe der aufgeführten Devisentermingeschäfte teilweise umstrukturiert. Die nachfolgende Darstellung berücksichtigt deshalb die Wirkungsweise der eingesetzten Derivate. Sicherheiten wurden – mit Ausnahme bei Finanzleasingtransaktionen – keine gestellt.

Finanzverbindlichkeiten
[in Mio €]
Effektiver
Zinssatz
Zinsbindung
Dauer
Buchwert
31.12.2007
Buchwert
31.12.2006
EUR-Termingelder Euribor plus Marge < 1 Jahr 1,6 0,0
GBP-Termingelder Libor plus Marge < 1 Jahr 6,5 16,4
USD-Termingelder Libor plus Marge < 1 Jahr 15,6 7,2
AUD-Termingelder Libor plus Marge < 1 Jahr 1,8 4,7
Termingelder in anderen Währungen jeweilige variable Zinssätze < 1 Jahr 10,4 8,2
USD-Festzinsdarlehen Festzinssatz 5,4 % < 1 Jahr 0,0 7,2
EUR-Festzinsverbindlichkeiten Festzinssatz 7,0 % 2008 32,5 51,1
EUR-Finanzleasing Festzinssatz 6,5 % 2011 3,5 3,7
71,9 98,5

Zusammenfassung der Zinssicherungsfristen

Zinssicherungsfristen [in Mio €] 2007 In % 2006 In %
Bis 1 Jahr 68,4 95,1 43,6 44,3
1 bis 5 Jahre 3,5 4,9 54,9 55,7
Über 5 Jahre
71,9 100,0 98,5 100,0

Sonstige Preisrisiken

Der FUCHS PETROLUB Konzern ist erheblichen Risiken aus Preisänderungen bei den Waren ausgesetzt, die er für die Herstellung seiner Fertigprodukte benötigt. Eine Absicherung dieser Warenbezüge mittels Derivat erfolgt nicht, da die verfügbaren Instrumente über keine ausreichende Wirksamkeit verfügen. Insofern bestehen außer den Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken keine sonstigen Marktrisiken von Finanzinstrumenten.

Sensitivitätsanalysen

Sensitivitätsanalysen beziffern näherungsweise und im Rahmen bestimmter Annahmen, welches Risiko besteht, wenn bestimmte Einflussfaktoren Änderungen erfahren. Im Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko sowie das Wechselkursrisiko werden folgende Veränderungen unterstellt:

  • eine Erhöhung der Marktzinssätze aller Währungen um einen Prozentpunkt (Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurven);

  • eine gleichzeitige Aufwertung des Euros gegenüber allen Fremdwährungen um 10%.

In die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos bei FUCHS zum Stichtag fließen nur originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente ein. Originäre Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, sind gemäß IFRS 7 keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zinsderivate, die unter Umständen eine Auswirkung auf das Finanzergebnis haben könnten, bestanden nicht.

Damit hätte ein um einen Prozentpunkt höheres Marktzinsniveau auf die am 31. Dezember 2007 ausgewiesenen variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 0,4 Mio € (0,4) gehabt. Unterstellt ist, dass der höhere Zinssatz für ein ganzes Jahr Anwendung gefunden hätte.

Das Fremdwährungsrisiko wird über alle am Bilanzstichtag ungesicherten Netto-Fremdwährungspositionen ermittelt. Eine gleichzeitige Aufwertung des Euros gegenüber allen Fremdwährungen um 10% hätte einen ergebnismindernden Effekt von 0,5 Mio € (0,4) zur Folge gehabt, der jeweils hälftig aus den Relationen EUR/USD und EUR/GBP herrührt.

35 > Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die liquiden Mittel des FUCHS PETROLUB Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 ("Cashflow Statements") werden die Zahlungsströme unterschieden zwischen laufender Geschäftstätigkeit sowie solchen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst den in der Bilanz ausgewiesenen Bestand an Liquiden Mitteln.

Der Brutto-Cashflow und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit werden ausgehend vom Ergebnis nach Steuern indirekt abgeleitet. Hierbei werden die zugrunde liegenden Veränderungen von Bilanzpositionen um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Diese Veränderungen der Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten aus der Konzernbilanz abgestimmt werden. Die Cashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsbezogen ermittelt.

Vom Finanzmittelfonds zum Ende der Periode stammen 2,4 Mio € (4,1) von anteilig konsolidierten Unternehmen.

36 > Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Segmentberichterstattung bilden die geografischen Regionen entsprechend der konzerninternen Organisations- und Berichtsstruktur des FUCHS PETROLUB Konzerns das operative Segment. Diese Aufgliederung orientiert sich gemäß den Regeln von IFRS 8 ("Operating Segments") an der internen Steuerung sowie Berichterstattung und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder. Entsprechend der internen Steuerung werden die Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika abgegrenzt. Die einzelnen Gesellschaften werden dabei nach ihrer regionalen Zugehörigkeit in die Segmente eingeordnet.

Im Segmentvermögen Asien-Pazifik, Afrika sind Buchwerte assoziierter Unternehmen von 4,4 Mio € (4,3) enthalten.

Ein weiteres Berichtsformat wird gebildet von den Produktsegmenten des Konzerns, d.h. a) Kfz-Schmierstoffe, b) Industrieschmierstoffe und Spezialitäten sowie c) dem Bereich Sonstiges. Das Produktsegment Kfz-Schmierstoffe umfasst im Wesentlichen Motoren-, Getriebe- und Stoßdämpferöle. Die Industrieschmierstoffe und Spezialitäten enthalten vor allem Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Korrosionsschutzmittel, Hydraulik- und Industriegetriebeöle sowie Schmierfette und andere Spezialitäten. Im Bereich Sonstiges sind im Wesentlichen die Lohnherstellung, Chemical Process Management und Handelsaktivitäten zusammengefasst.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Überleitung der Segmentdaten zu den Gesamtwerten des Konzerns ergibt sich aus der Spalte "Holdinggesellschaften inklusive Konsolidierung". Hier sind neben den Abschreibungen, Ergebnissen, Vermögenswerten und Schulden der Holdinggesellschaften auch die Intersegmenteliminierungen im Bereich der Umsätze enthalten. Konzerninterne Umsätze und Transfers erfolgen zu Preisen und Bedingungen unabhängiger Geschäftspartner.

Segmentvermögen und Segmentergebnis enthalten alle direkt zurechenbaren Positionen sowie in unterschiedlichem Umfang indirekte Werte. Während es in den Regionalsegmenten nur in geringem Umfang der Schlüsselung von Werten bedurfte, wurde als Folge der gemeinsamen Nutzung von Produktions- und anderen Vermögensgegenständen das Vermögen der Produktsegmente allein durch indirekte Zurechnung ermittelt. Die Vorjahresumsätze nach Produktgruppen wurden aufgrund korrigierter Segmentwerte einer Landesgesellschaft angepasst.

Das Segmentvermögen und die Segmentschulden beinhalten Aktiva und Passiva, die zur Erzielung der Segmentergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) beigetragen haben.

Die Gesamtentwicklung der Segmente ist im Finanzbericht auf den Seiten 74 und 75 dargestellt.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen (related parties) des FUCHS PETROLUB Konzerns im Sinne von IAS 24 sind anzusehen:

  • die unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und At-Equity-Gesellschaften der FUCHS PETROLUB AG,

  • Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG,

  • die vermögensverwaltende RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, über die der Stammaktienbesitz der Familie überwiegend gehalten wird,

  • deren Komplementär-GmbH FUCHS INTEROIL GMBH sowie deren Geschäftsführung

  • und Pensionsfonds, die zugunsten der Arbeitnehmer des Konzerns bestehen.

Beherrschendes Unternehmen ist die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG.

Für die nahestehenden Unternehmen RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG und FUCHS INTEROIL GMBH erbringt FUCHS PETROLUB AG Dienstleistungen, die durch eine Verwaltungskostenumlage abgegolten werden. Der Umfang dieser Dienstleistungen ist nicht materiell.

Weiterhin bestehen Darlehensbeziehungen sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Holdinggesellschaft FUCHS PETROLUB AG und ihren Tochterunternehmen; diese Beziehungen sind im vorliegenden Konzernabschluss eliminiert. Für die von der Holdinggesellschaft wahrgenommenen Aufgaben im Bereich Forschung und Entwicklung, Produktmarketing, Markenpflege, Werbung etc. werden den Tochtergesellschaften in Abhängigkeit von deren Umsatz Lizenzgebühren verrechnet. Darüber hinaus werden für Managementleistungen und ähnliche Dienstleistungen Kostenumlagen vorgenommen. Die Abrechnung des Leistungsverkehrs zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgt zu Bedingungen wie unter unabhängigen Geschäftspartnern.

Aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit quotal einbezogenen Unternehmen hat der FUCHS PETROLUB Konzern Forderungen in Höhe von 0,1 Mio €, Verbindlichkeiten bestehen keine. Es wurden Umsatzerlöse von 0,4 Mio € erzielt.

Gegenüber dem at equity bewerteten Unternehmen bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr Forderungen des FUCHS PETROLUB Konzerns in Höhe von 0,7 Mio €, Verbindlichkeiten bestehen nicht. Der Wert der Warenlieferungen im Jahr 2007 betrug 2,8 Mio €.

Hinsichtlich der Informationen zu den Pensionsfonds verweisen wir auf die Angaben unter Pos. 24.

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor." Die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als Abschlussprüfer der FUCHS PETROLUB AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit ihrem uneingeschränkten Testat versehen.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorsitzender
Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE
Weitere Mandate*:
> Allianz Deutschland AG
> BASF SE (1)
> Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
> Bertelsmann AG (2)
> Commerzbank AG
> Hapag Lloyd AG
> Linde AG
Stellvertretender Vorsitzender
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG
Weitere Mandate*:
> MVV Energie AG
Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien:
> Hilger u. Kern GmbH (1)
Industriemeister Chemie
FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
Ehemaliger Präsident des Verbands
der Automobilindustrie e.V.
Weitere Mandate*:
> BASF Coatings AG
> F. Hoffmann-La Roche AG
> HYMER AG (1)
> ThyssenKrupp Technologies AG
> Voith AG
Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien:
> Auto-i-DAT (Schweiz)
Em. Ordinarius für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Treuhandwesen
und betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Mannheim
Weitere Mandate*:
> Ernst & Young, Deutsche Allgemeine Treuhand AG,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (1)
Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien:
> ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH
Industriekaufmann
FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
(1) Vorsitzender
(2) Stellvertretender Vorsitzender

* Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 Abs. 2 AktG

Vorstand

Stefan R. Fuchs Vorsitzender
Hirschberg Konzernmandate:
> FUCHS LUBRICANTS CO.
> FUCHS CORPORATION
> FUCHS LUBRIFICANTI S.P.A.
> FUCHS LUBRICANTES, S.A.
> ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD.
> FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD.
Dr. Alexander Selent Stellvertretender Vorsitzender
Limburgerhof Konzernmandate:
> FUCHS DO BRASIL S.A.
> FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A.
> FUCHS LUBRICANTS (SHANGHAI) LTD.
> FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD.
> FUCHS LUBRICANTS (HEFEI) LTD.
> LUBRICANTES FUCHS DE MEXICO, S.A.
> FUCHS CORPORATION
L. Frank Kleinman Mitglied
Chicago, USA Konzernmandate:
> FUCHS CORPORATION (1)
> FUCHS LUBRICANTS CO. (1)
> FUCHS LUBRICANTS CANADA LTD.
> FUCHS LUBRICANTS (S.A.) (PTY.) LTD.
Dr. Georg Lingg Mitglied
Mannheim Konzernmandate:
> MOTOREX AG

(1) Vorsitzender

> Konzernanhang

Corporate Governance Bericht (Ergänzende Angaben)

Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats [in T€] 2007 2006
Bezüge des Vorstands 5.286 4.163
> Davon feste Vergütungen 1.036 1.021
> Davon variable Vergütungen 4.250 3.142
Bezüge des Aufsichtsrats 355 335
> Davon feste Vergütungen 130 130
> Davon variable Vergütungen 225 205
Gesamtbezüge früherer Organmitglieder 320 300
Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands 4.259 4.249
Laufender Dienstzeitaufwand für Pensionszusagen an tätige Mitglieder des Vorstands 231 227
Bezüge des Beirats 72 72

Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammen. Die variable Vergütung des Vorstands basiert auf dem FUCHS VALUE ADDED (FVA), einer Kennzahl, die der wertorientierten Unternehmenssteuerung dient. Der FVA stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzüglich der Kapitalkosten dar; beide Größen sind um Firmenwertabschreibungen korrigiert. Leistungen aus Anlass der Beendigung der Arbeitsverhältnisse des Vorstands sind nicht vorgesehen. Ebenso bestehen keine aktienbasierten Vergütungen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 21. Juni 2006 erfolgt keine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütungen für die Dauer von fünf Jahren.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der FUCHS PETROLUB AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält danach für das abgelaufene Geschäftsjahr neben der Erstattung von Auslagen eine feste Vergütung von 15.000 € sowie eine variable, am Erfolg des Unternehmens orientierte Vergütung in Höhe von 100 € für jede 0,01 €, um die das ausgewiesene durchschnittliche Ergebnis je Aktie 1,03 € übersteigt. Die variable Vergütung darf das Doppelte der festen Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütungen. Weiterhin erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld von 600 € je Aufsichtsratsitzung.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Stefan Fuchs hält am 31. Dezember 2007 unmittelbar und mittelbar 595.330 Stammaktien. Die übrigen Vorstandsmitglieder halten zusammen 77.442 Stammaktien und 234 Vorzugsaktien.

Dr. Manfred Fuchs hält unmittelbar und mittelbar 2.177.621 Stammaktien. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder halten zusammen 2.085 Stammaktien und 5.648 Vorzugsaktien.

Optionsrechte auf den Erwerb von Aktien bestehen nicht.

Corporate Governance Kodex

Die FUCHS PETROLUB AG hat die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Der Wortlaut wird den Aktionären im Geschäftsbericht und auf der Internetseite http://www.fuchs-oil.de/corporate_governance.html zugänglich gemacht.

Abschlussprüferhonorar

Abschlussprüfer des Konzernabschlusses ist die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Mannheim.

Für den Abschlussprüfer wurden Honorare von 522 T€ (401) für Jahresabschlussprüfungen und 10 T€ (0) für Steuerberatungsleistungen als Aufwand erfasst. Im Vorjahr waren des Weiteren Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen von 25 T€ enthalten.

Ab Oktober 2007 ist KPMG LLP (UK) verbundenes Unternehmen der KPMG Deutschland im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB. Die Abschlussprüferhonorare für das Geschäftsjahr 2007 umfassen somit auch Prüfungs- und sonstige Leistungen, die nach dem 30. September 2007 durch die KPMG LLP (UK) für den Konzern der FUCHS PETROLUB AG erbracht worden sind.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Mannheim, den 18. März 2008 FUCHS PETROLUB AG

Vorstand

S. Fuchs Dr. A. Selent L. F. Kleinman Dr. G. Lingg

> Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

> BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Mannheim, den 18. März 2008

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Hohnhorst Heublein Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

> JAHRESABSCHLUSS DER FUCHS PETROLUB AG

Gewinn- und Verlustrechnung

[in Mio €] 2007 2006
Beteiligungsergebnis 123,6 90,0
Kosten für Verwaltung –20,2 –21,3
Sonstige betriebliche Erträge 33,7 27,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –3,2 –3,7
30,5 24,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 133,9 92,7
Finanzergebnis 1,0 –5,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 134,9 86,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –25,4 –21,3
Vergütung für Genussrechtskapital –3,7 –3,7
Jahresüberschuss 105,8 61,8
Gewinnvortrag 28,4 22,7
Einstellung in andere Gewinnrücklagen –52,8 –30,8
Bilanzgewinn 81,4 53,7

> Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG

Bilanz

[in Mio €] 31.12.2007 31.12.2006
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,6 1,3
Sachanlagen 0,7 0,4
Finanzanlagen 348,7 334,1
Anlagevermögen 351,0 335,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 82,1 66,4
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1,6 0,7
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 83,7 67,1
Flüssige Mittel
Umlaufvermögen 83,7 67,1
434,7 402,9
Passiva
Gezeichnetes Kapital 77,8 77,8
Rechnerischer Wert zur Einziehung erworbener Aktien –2,3 0,0
75,5 77,8
Kapitalrücklagen 88,9 88,9
Gewinnrücklagen 98,6 94,2
Genussrechtskapital 0,0 51,1
Bilanzgewinn 81,4 53,7
Eigenkapital 344,4 365,7
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8,9 8,4
Übrige Rückstellungen 24,3 15,3
Rückstellungen 33,2 23,7
Übrige Verbindlichkeiten 56,9 13,2
Verbindlichkeiten 56,9 13,2
Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 0,3
434,7 402,9

> VORSCHLAG ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung 2008 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vorzulegen:

Gewinnverwendungsvorschlag [in €]
Ausschüttung einer Dividende von 1,44 € auf jede am Bilanzstichtag
dividendenberechtigte Stammaktie, das waren 12.582.999 Stücke, d.s.
18.119.518,56
Ausschüttung einer Dividende von 1,50 € auf jede am Bilanzstichtag
dividendenberechtigte Vorzugsaktie, das waren 12.584.855 Stücke, d.s.
18.877.282,50
36.996.801,06
Vortrag auf neue Rechnung 44.426.334,28
Bilanzgewinn (HGB) der FUCHS PETROLUB AG 81.423.135,34

Soweit die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung weitere nicht dividendenberechtigte eigene Aktien hält, wird der Beschlussvorschlag dahingehend geändert, dass die auf diese Aktien entfallenden Beträge auf neue Rechnung vorgetragen werden.

> Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

> Wesentliche verbundene Unternehmen und Beteiligungen

> WESENTLICHE VERBUNDENE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN Stand 31.12.2007

Inland Kapital1
[in T€]
Anteil am Kapital2
[in %]
Umsatz 2007
[in T€]
BREMER & LEGUIL GMBH, Duisburg 240 100 22.662
FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH, Mannheim 10.000 100 389.099
FUCHS LUBRITECH GMBH, Weilerbach 2.583 100 69.803
PARAFLUID MINERALOELGESELLSCHAFT MBH, Hamburg 307 100 7.854
WISURA MINERALÖLWERK GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO., Bremen 1.023 85 12.234
Ausland Kapital1
[in T€]
Anteil am Kapital2
[in %]
Umsatz 2007
[in T€]
Argentinien FUCHS ARGENTINA S.A., El Talar de Pacheco 153 3
100
11.399
Australien FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY. LTD., Sunshine-Melbourne 2.986 100 72.420
Belgien FUCHS BELGIUM N.V., Huizingen 4.700 100 25.876
Brasilien FUCHS DO BRASIL S.A., São Paulo 1.709 100 26.525
British Virgin Islands FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD. 3.787 50 48.104
China FUCHS LUBRICANTS (HEFEI) LTD., Hefei 998 100 15.106
FUCHS LUBRICANTS (SHANGHAI) LTD., Nanxiang, Schanghai 4.112 100 41.438
FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD., Yingkou-City 2.423 100 45.854
Frankreich FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A., Nanterre 10.386 99,68 108.036
FUCHS LUBRITECH S.A.S., Ensisheim/Frankreich 91 100 6.258
Griechenland FUCHS HELLAS S.A., Athen 1.562 97,37 5.143
Großbritannien FUCHS LUBRITECH (UK) LTD., London 86 100 7.411
FUCHS (UK) PLC., Stoke-on-Trent, Staffordshire (Teilkonzern) 2.966 100 161.250
> FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC., Stoke-on-Trent, Staffordshire 61 100 161.250
Indien FUCHS LUBRICANTS (INDIA) PRIVATE LTD., Mumbai 503 100 7.819
Indonesien PT FUCHS INDONESIA, Jakarta 2.109 100 7.828
Italien FUCHS LUBRIFICANTI S.P.A., Buttigliera d'Asti 4.160 100 54.034
Japan MAKOTO-FUCHS K.K., Nara-ken 2.258 50 13.968
Korea FUCHS LUBRICANTS (KOREA) LTD., Seoul 3.467 100 11.174
Kroatien FUCHS MAZIVA D.O.O., Samobor 774 100 5.507
Österreich FUCHS AUSTRIA SCHMIERMITTEL GMBH, Bergheim/Österreich 1.236 70 12.479
Polen FUCHS OIL CORPORATION (PL) SP. Z O.O., Gleiwitz 1.108 4
100
37.109
Portugal FUCHS LUBRIFICANTES UNIPESSOAL LDA., Maia 2.370 100 7.580
Russland OOO FUCHS OIL, Jaroslavl 84 5
100
9.418
Saudi-Arabien ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD., Jeddah 5.895 32 145.082
Schweiz MOTOREX AG, Langenthal 155 50 15.140
Singapur FUCHS LUBRICANTS PTE LTD., Singapur 2.229 100 5.628
Spanien FUCHS LUBRICANTES S.A., Castellbisbal 3.967 100 59.536
Südafrika FUCHS LUBRICANTS (SOUTH AFRICA) (PTY.) LTD., Johannesburg 11 100 27.348
Tchechische Republik FUCHS OIL CORPORATION (CZ) SPOL. S R.O., Prag 54 100 8.705
USA/Kanada FUCHS CORPORATION, Dover, Delaware (Teilkonzern) 1 100 170.889
> FUCHS LUBRICANTS CANADA LTD., Cambridge, Ontario/Kanada 2.567 100 17.817
> FUCHS LUBRICANTS CO., Harvey, Illinois/USA 2 100 148.836

1 Kapital und Umsatz sind zu je 100% ausgewiesen.

2 Bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft.

3 Davon werden 15% von der FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim/Deutschland, gehalten.

4 Davon werden 10,04% von der FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim/Deutschland, gehalten. 5 Davon wird 1% von der FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim/Deutschland, gehalten.

> GLOSSAR

Beteiligungsergebnis Anteilige Ergebnisse von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Beteili
gungsgesellschaften und assoziierten Unternehmen.
Beteiligungsgesellschaft Unternehmen, auf das kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (Beteiligungs
quote unter 20%).
Capital Employed Im Jahresdurchschnitt eingesetztes Kapital, das aus Eigenkapital, Genussrechtskapi
tal, verzinslichen Verbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen und kumulierten
Goodwill-Abschreibungen nach Abzug der flüssigen Mittel besteht.
Cashflow Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben der Abrechnungsperiode. Der
vom FUCHS PETROLUB Konzern im Geschäftsbericht dargestellte Brutto-Cashflow
errechnet sich aus
Ergebnis nach Steuern
+ Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte
± Veränderung der langfristigen Rückstellungen
± Veränderung der latenten Steuern
± nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen.
Der Brutto-Cashflow ist Ausdruck der Innenfinanzierungskraft, die dem Unter
nehmen für Investitionen, die Finanzierung des Nettoumlaufvermögens, Schulden
tilgung, Dividendenzahlungen und zur Speisung des Finanzmittelbestands zur
Verfügung steht.
Corporate Governance Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch für die verantwortliche, auf
langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle.
Corporate Governance umfasst das gesamte System der Führung und Überwa
chung eines Unternehmens und schließt die Organisation, die geschäftspolitischen
Grundsätze und Leitlinien sowie das gesamte System der internen und externen
Kontroll- und Überwachungsmechanismen ein.
Derivative
Finanzinstrumente
Finanzprodukte, deren eigener Wert sich überwiegend vom Preis, von den Preis
schwankungen und Preiserwartungen des zugrunde liegenden Basisgeschäfts
ableitet, ohne dass dieses Grundgeschäft selbst getätigt werden muss. Derivate
werden im FUCHS PETROLUB Konzern ausschließlich zur Begrenzung von Wäh
rungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.
EBIT Abkürzung für "Earnings before Interest and Taxes". Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
EBITDA Abkürzung für "Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation".
EBIT vor Abschreibungen auf Vermögenswerte und Goodwill.
EBIT-Marge Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz.
EBT Abkürzung für "Earnings before Taxes". Ergebnis vor Steuern und einschließlich
Anteilen anderer Gesellschafter.
Eigenkapitalquote Anteil der Eigenmittel (= Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und kumuliertes übriges
Eigenkapital) an der Bilanzsumme.
Eigenkapitalrendite Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Eigenkapital des Konzerns.
Entsprechenserklärung 800
Erklärung von Aufsichtsrat und Vorstand nach § 161 Aktiengesetz zur Umsetzung
der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Equity-Methode Konsolidierungsmethode zur Darstellung assoziierter Unternehmen im Konzern
abschluss. Die Beteiligung wird mit dem konzernanteiligen Eigenkapital bewertet.
Eigenkapitalveränderungen dieser Unternehmen wirken sich im Wertansatz der
Beteiligung aus, das Jahresergebnis ist im Konzernergebnis enthalten.
IAS Abkürzung für "International Accounting Standards". Rechnungslegungsvorschrif
ten, die eine internationale Harmonisierung und Vergleichbarkeit von Bilanzie
rung und Publizität gewährleisten sollen. Sie werden von einem internationalen
Gremium, dem "International Accounting Standards Board" (IASB) erstellt.
IFRS Abkürzung für "International Financial Reporting Standards": Ersetzen seit 2001
die "International Accounting Standards" (IAS). FUCHS PETROLUB erstellt ihren
Konzernabschluss seit 2002 auf Basis der IAS/IFRS.
Joint Ventures Gemeinschaftlich, zu je gleichen Anteilen mit anderen Unternehmen geführte
Gesellschaften.
Latente Steuern Latente Steuern dienen dem periodengerechten Ausweis des Steueraufwands im
Konzernabschluss. Aus der Ermittlung des Steueraufwands einer Periode gemäß
den jeweils geltenden steuerlichen Vorschriften einerseits sowie aus der Ermitt
lung des Steueraufwands dieser Periode gemäß den nach IFRS bilanzierten Sach
verhalten andererseits kann sich eine Differenz ergeben. Sofern es sich um eine
temporäre Differenz handelt, ist zusätzlich zum tatsächlichen Steueraufwand
eine latente Steuer ergebniswirksam zu erfassen und gleichzeitig eine entspre
chende Verbindlichkeit oder ein Vermögenswert zu bilden. Bei Veränderungen
dieser temporären Differenzen werden die dazugehörigen Verbindlichkeiten
bzw. Vermögenswerte ergebniswirksam angepasst.
Quotenkonsolidierung Joint Ventures werden anteilsmäßig (quotal) in den Konzernabschluss einbezogen,
d.h. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Joint Venture sind lediglich mit
dem auf den FUCHS PETROLUB Konzern entfallenden Anteil enthalten.
ROCE Abkürzung für "Return on Capital Employed". Rendite auf das eingesetzte Kapital
(Ergebnis vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen, Finanzergebnis, Steuern
und Anteilen anderer Gesellschafter bezogen auf das Capital Employed).
SDAX Aktienindex der kleineren Börsenwerte in Deutschland. Der SDAX folgt als drittes
Wertsegment dem DAX (30 hochkapitalisierte Aktiengesellschaften) und dem MDAX
(50 mittelhoch kapitalisierte Gesellschaften). Die FUCHS PETROLUB Vorzugsaktie
ist seit dem 1. Januar 2003 für den Prime Standard-Bereich der Deutschen Börse
zugelassen und Mitglied des aus 50 Werten bestehenden SDAX-Segments.
Steuerquote Ertragsteueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern.
Tochterunternehmen Unternehmen, das von einem anderen Unternehmen beherrscht wird.
Umsatzrendite Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Umsatz.
Volatilität Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen im Vergleich zur
Marktentwicklung.

> IMPRESSUM

Herausgeber FUCHS PETROLUB AG
Mannheim
Öffentlichkeitsarbeit
Konzeption/Gestaltung/Satz Hübner & Sturk Werbeagentur GWA
Bensheim
Litho Hübner & Sturk Werbeagentur GWA
Bensheim
Druck WDW Druck GmbH
Leimen-St. Ilgen
Wenn Sie weitere Informationen FUCHS PETROLUB AG
wünschen, schreiben Sie an Investor Relations
Friesenheimer Straße 17
68169 Mannheim
Telefon (0621) 3802-105
Telefax (0621) 3802-274
Fuchs im Internet www.fuchs-oil.de
E-Mail: [email protected]

> FINANZKALENDER

28. März > Bilanzpressekonferenz, Mannheim
> DVFA-Analystenkonferenz, Frankfurt am Main
6. Mai > Hauptversammlung, Mannheim
> Bericht über das erste Quartal 2008
7. Mai > Informationsveranstaltung für Schweizer Aktionäre, Zürich
6. August > Halbjahrespressekonferenz, Mannheim
> Bericht über das erste Halbjahr 2008
1./2. Oktober > Finanzmarktkonferenz, München
6. November > Bericht über das Dreivierteljahr 2008

Hauptversammlung 2008

Die ordentliche Hauptversammlung findet am Dienstag, dem 6. Mai um 10.00 Uhr, im Mozartsaal des m:con Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2 in Mannheim statt. Einladung und Tagesordnung erhalten die Aktionäre über ihre Hinterlegungsbanken. Die Auszahlung der in der Hauptversammlung zu beschließenden Dividenden erfolgt ab 7. Mai 2008.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der FUCHS PETROLUB AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der Schmierstoffindustrie gehören. FUCHS PETROLUB AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

> ZEHNJAHRESÜBERSICHT

FUCHS PETROLUB Konzern

[Werte in Mio €] 2007
IFRS
2006
IFRS
2005
IFRS
2004
IFRS
2003
IFRS
2002
IFRS
2001
IFRS
2000
HGB
1999
HGB
1998
HGB
Ertragslage
Umsatz 1.365,3 1.323,3 1.192,2 1.096,3 1.040,9 1.064,7 940,0 902,0 834,0 789,3
> Davon Inland 324,7 300,8 268,2 262,2 249,8 264,9 183,8 170,1 201,3 218,8
> Davon Ausland 1.040,6 1.022,5 924,0 834,1 791,1 799,8 756,2 731,9 632,7 570,5
Materialaufwand 776,7 777,4 682,0 605,6 569,5 579,6 521,2 494,0 449,0 421,2
Bruttoergebnis vom Umsatz 509,2 466,9 424,8 407,7 387,2 399,7 339,2 329,1 311,6 298,2
> In % vom Umsatz 37,3 35,3 35,6 37,2 37,2 37,5 36,1 36,5 37,4 37,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 195,2 161,2 128,8 86,2 75,1 70,0 50,5 56,9 55,1 41,1
> In % vom Umsatz 14,3 12,2 10,8 7,9 7,2 6,6 5,4 6,3 6,6 5,2
Finanzergebnis –8,5 –11,8 –15,7 –18,8 –23,1 –26,0 –25,6 –16,5 –16,2 –16,3
Ergebnis nach Steuern 120,3 97,2 74,2 40,1 30,9 24,1 8,8 18,5 17,1 6,2
> In % vom Umsatz 8,8 7,3 6,2 3,7 3,0 2,3 0,9 2,1 2,1 0,8
Vermögen/Kapital
Langfristige Vermögenswerte6 265,8 266,8 279,6 254,0 272,0 316,8 354,9 315,5 310,5 325,8
Kurzfristige Vermögenswerte 449,1 419,6 411,7 374,6 363,9 361,6 364,7 365,7 336,7 284,1
Bilanzsumme 714,9 686,4 691,3 628,6 635,9 678,4 719,6 681,2 647,2 609,9
Eigenkapital 336,5 303,2 232,6 159,8 137,7 110,1 120,6 165,8 163,9 196,5
> In % des Gesamtkapitals 47,1 44,2 33,6 25,4 21,7 16,2 16,8 24,3 25,3 32,2
Rückstellungen6 100,5 97,0 94,7 97,5 112,0 107,4 77,8 75,3 85,4 76,9
Finanzverbindlichkeiten 71,9 98,5 157,3 194,2 239,3 318,4 375,6 313,0 273,4 246,1
> In % des Gesamtkapitals 10,1 14,4 22,8 30,9 37,6 46,9 52,2 45,9 42,2 40,4
> Gearing
(Nettofinanzverschuldung zu EK)1
0,19 0,38 0,80 1,39 1,94 3,28 3,21 1,95 1,74 1,26
Übrige Verbindlichkeiten 25,9 21,2 26,8 31,2 45,6 46,7 42,2 127,1 124,5 90,4
Eigenkapitalrendite in %2 37,1 36,9 38,1 32,5 34,7 29,9 7,3 13,4 12,7 3,9
Finanzierung
Brutto-Cashflow 147,8 116,8 100,8 81,7 79,6 76,2 50,3 49,3 48,7 37,5
Mittelzufluss aus
laufender Geschäftstätigkeit 152,2 90,7 77,8 84,7 89,1 78,5 60,1 11,5 49,0 35,8
Mittelabfluss aus
Investitionstätigkeit
–23,8 –4,3 –26,1 –28,6 –11,5 –30,5 –39,4 –35,5 –40,1 –24,0
Veränderungen aus
Finanzierungstätigkeit –103,2 –71,2 –54,7 –57,4 –60,3 –60,0 –11,9 25,5 –9,7 –18,4
Freier Cashflow 128,4 86,4 51,7 56,1 77,6 48,0 20,7 –24,0 8,9 11,8
Investitionen in Sachanlagen 21,6 16,5 24,6 21,2 18,4 27,0 26,4 30,5 28,2 30,1
> Davon Inland 3,8 5,5 8,2 9,1 7,3 12,1 8,4 9,0 7,9 5,8
> Davon Ausland 17,8 11,0 16,4 12,1 11,1 14,9 18,0 21,5 20,3 24,3
Abschreibungen auf Sachanlagen 16,8 18,0 22,5 22,5 25,5 28,3 25,1 24,4 24,3 25,7
> In % der Sachanlageinvestitionen 77,8 109,1 91,5 106,1 138,6 104,8 95,1 80,0 86,2 85,4

FUCHS PETROLUB Konzern

[Werte in Mio €] 2007
IFRS
2006
IFRS
2005
IFRS
2004
IFRS
2003
IFRS
2002
IFRS
2001
IFRS
2000
HGB
1999
HGB
1998
HGB
Mitarbeiter
Anzahl Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 3.807 3.909 4.149 4.221 4.188 4.100 3.925 3.896 3.908 3.951
> Inland 1.044 1.077 1.101 1.094 1.124 1.151 935 939 950 978
> Ausland 2.763 2.832 3.048 3.127 3.064 2.949 2.990 2.957 2.958 2.973
Personalaufwand 182,0 181,5 174,4 173,5 171,9 179,8 161,4 160,5 148,4 144,8
> In % vom Umsatz 13,3 13,7 14,6 15,8 16,5 16,9 17,2 17,8 17,8 18,3
> Umsatz je Mitarbeiter [in T€] 358,6 338,5 287,3 259,7 248,5 259,7 239,5 231,5 213,4 199,8
Forschung und Entwicklung
Forschungs- und Entwicklungskosten 23,7 22,1 20,6 21,4 22,6 23,6 18,7 18,8 17,4 16,1
> In % vom Umsatz 1,7 1,7 1,7 2,0 2,2 2,2 2,0 2,1 2,1 2,0

FUCHS-Wertpapiere

[Werte in Mio €] 2007
IFRS
2006
IFRS
2005
IFRS
2004
IFRS
2003
IFRS
2002
IFRS
2001
IFRS
2000
HGB
1999
HGB
1998
HGB
Ergebnis je Aktie 3, 4 Stämme 4,63 3,70 2,79 1,81 1,61 1,40 0,73 0,68 0,64 0,17
Ergebnis je Aktie 3,4
Vorzüge
4,69 3,76 2,85 1,87 1,67 1,46 0,79 0,74 0,70 0,23
Ausschüttungssumme [in Mio €]5 37,0 25,2 17,4 13,7 12,9 11,0 9,8 9,8 9,1 9,1
Dividende je Stammaktie4,5 1,44 0,94 0,64 0,50 0,47 0,43 0,39 0,39 0,36 0,36
Dividende je Vorzugsaktie4,5 1,50 1,00 0,70 0,56 0,53 0,49 0,45 0,45 0,42 0,42
Börsenkurse per 31.12.
Stammaktie4 62,9 52,0 31,8 25,9 14,5 7,1 6,7 6,0 6,2 9,2
Vorzugsaktie4 60,6 58,0 32,9 24,0 13,3 7,1 6,5 5,8 5,8 7,5
Genussschein 1998–2008 [in %] 103,5 109,8 113,9 115,3 110,0 105,9 104,3 100,5 99,7 100,7

1 Die Relation von Finanzverbindlichkeiten zuzüglich Pensionsrückstellungen und abzüglich liquiden Mitteln zu Eigenkapital.

Mit der Umstellung auf IFRS wurde das Genussrechtskapital vom Eigenkapital in die Nettofinanzverschuldung umgegliedert.

2 Seit 2002 auf Durchschnittswerten berechnet, vorher Jahresendwerte.

3 Vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen.

4 Die Vorjahresangaben wurden zur besseren Vergleichbarkeit um durchgeführte Kapitalmaßnahmen (Gratisaktien, Aktiensplits, Kapitalerhöhungen) bereinigt.

5 Für 2007 Dividendenvorschlag, basierend auf Aktienbestand vor Rückkauf.

6 Für 2006 an die in 2007 aktualisierte Darstellung angepasst.