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FUCHS PETROLUB SE Annual Report 2012

Apr 18, 2013

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Annual Report

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LUBRICANTS. TECHNOLOGY. PEOPLE.

FUCHS PETROLUB ist ein in Deutschland ansässiger, global operierender Konzern, der weltweit Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten herstellt und vertreibt. Das Unternehmen, das 1931 gegründet wurde und seinen Sitz in Mannheim hat, steht auf der Weltrangliste der unabhängigen Anbieter auf Platz 1.

Der Konzern beschäftigt in Europa und Übersee derzeit 3.773 Mitarbeiter in insgesamt 49 operativ tätigen Gesellschaften.

Die nach Umsatz wichtigsten Regionen für FUCHS sind Westeuropa, Asien und Nordamerika.

Lubricants. Technology. People.

Diese drei Eckpfeiler defi nieren unser Selbstverständnis. Sie sind der Bezugspunkt für die ele mentaren Werte unserer Unternehmenskultur, die unser tägliches Handeln prägen. Grund genug, Ihnen unsere Werte in diesem Geschäftsbericht vorzustellen.

FUCHS auf einen Blick

FUCHS PETROLUB KONZERN

Werte in Mio € 2012 2011 1 Veränderung
in %
Umsatz 2 1.819,1 1.651,5 10,1
Europa 1.080,7 1.006,7 7,4
Asien-Pazifi k, Afrika 486,8 412,3 18,1
Nord- und Südamerika 320,3 282,6 13,3
Konsolidierung – 68,7 – 50,1
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und vor at Equity
einbezogenen Unternehmen 278,8 258,4 7,9
in % vom Umsatz 15,3 15,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 293,0 263,5 11,2
Ergebnis nach Steuern 207,3 183,1 13,2
in % vom Umsatz 11,4 11,1
Investitionen in Anlagevermögen 71,4 37,0 93,0
in % der planmäßigen Abschreibungen 3 227 135
Brutto-Cashfl ow 219,0 134,9 62,3
Eigenkapital 781,7 658,2 18,8
in % der Bilanzsumme 70,5 66,8
Bilanzsumme 1.108,7 985,3 12,5
Mitarbeiter zum 31. Dezember 3.773 3.669 2,8
Ergebnis je Aktie (in €)
Stammaktie 2,90 2,56 13,3
Vorzugsaktie 2,92 2,58 13,2
Dividendenvorschlag / Dividende (in €)
je Stammaktie 1,28 0,98 30,6
je Vorzugsaktie 1,30 1,00 30,0

1 Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

2 Nach Sitz der Gesellschaften.

3 Investitionen ohne Finanzanlagen.

KONZERNSTRUKTUR

An der Spitze des Konzerns steht als konzernleitende Muttergesellschaft die FUCHS PETROLUB AG, die zumeist direkt und zu 100 % Beteiligungen hält.

Zum 31. Dezember 2012 umfasste der Konzern 49 operativ tätige Gesellschaften. In den Konzernabschluss wurden ferner nicht operative Holding-, Verwaltungsund Grundstücksgesellschaften einbezogen, womit sich die Zahl der konsolidierten Gesellschaften auf 53 erhöhte. Von den 49 operativen Gesellschaften übten fünf ihre Geschäftstätigkeit im Inland und 44 im Ausland aus.

Die Organisations- und Berichtsstruktur folgt den geografi schen Regionen: Europa, Asien-Pazifi k, Afrika sowie Nord- und Südamerika.

Beteiligungsgesellschaften und Produktionsstandorte

PRODUKTIONSSTANDORTE

KONZERNGESELLSCHAFTEN UND PRODUKTIONSSTANDORTE

Stand 31. 12. 2012 Konzerngesellschaften 1 Produktionsstandorte
Deutschland 5 6
Europäisches Ausland 22 9
Asien-Pazifi k 16 8
Afrika 1 1
Nordamerika 3 7
Südamerika 2 2
Summe 49 33

1 Operative Gesellschaften.

FUCHS fokussiert sich auf Schmierstoffe und hat Lösungen für alle Fragestellungen und Anwendungsgebiete in der Schmierstoffwelt.

Technology.

FUCHS beansprucht für sich die Technologieführerschaft in strategisch wichtigen Anwendungsgebieten und ist als der Technologiepartner bei seinen Kunden bekannt. FUCHS hat dabei nicht nur die eigenen Schmierstoffe, sondern den ganzheitlichen Prozessansatz beim Kunden im Blick.

Der strategische Erfolgsbestandteil von FUCHS ist die eigene Firmenkultur sowie ein loyales und motiviertes Team. Unsere Mitarbeiter sind die Basis des Erfolgs.

People.

M a n a g eme n t & A kt i e

  • 1.1 Brief an die Aktionäre 11
  • 1.2 Organisation 14
  • 1.3 Bericht des Aufsichtsrats 19 1.4 Corporate Governance Bericht 26
  • 1.5 Nachhaltigkeitsbericht 40
  • 1.6 Übernahmerechtliche Angaben laut § 315 Absatz 4 HGB 44
  • 1.7 FUCHS-Wertpapiere 46
2.1 G eschäft und Rahmenbedingungen 53
2.2 Ertragslage des Konzerns 59
2.3 Ertragslage der Regionen 68
2.4 Vermögens- und Finanzlage
des Konzerns 74
2.5 G esamtlage 82
2.6 N ichtfinanzielle Leistungsindikatoren 83
2.7 N achtragsbericht 92
2.8 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 93
2.9 R echtliche Angaben 106

2

Ko n z e r n la g ebe r i cht

mobile.fuchs-oil.de

Verweis auf unsere Mobile Website. Scannen Sie mit Ihrem Smartphone den QR-Code, um sich auch unterwegs in nur wenigen Klicks über FUCHS zu informieren.

F IN A NZ B E RI CHT W e i te r e I n fo r mat i o n e n

3.1 Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG 109
----- -- ---------------------------------------- -----
3.2 Konzernanhang 120
3.3 Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers
202
3.4 Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG 204
  • 3.5 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns 205
Glossar 206
Impressum 208

Umschlag vorne

FUCHS auf einen Blick

Beteiligungsgesellschaften und Produktionsstandorte

Umschlag hinten

Zehnjahresübersicht Finanzkalender

M a n a g eme n t & A kt i e

1.1 Brief an die Aktionäre 11
1.2 Organisation 14
■ Organe der Gesellschaft 14
■ Der Vorstand 15
■ Group Management Committee 18
1.3 Bericht des Aufsichtsrats 19
1.4 Corporate Governance Bericht 26
■ Erklärung zur Unternehmensführung 27
■ Grundzüge des Vergütungssystems der
FUCHS PETROLUB AG für Organmitglieder 36
1.5 Nachhaltigkeitsbericht 40
1.6 Übernahmerechtliche Angaben laut
§ 315 Absatz 4 HGB 44
1.7 FUCHS-Wertpapiere 46

Brief an die Aktionäre

im Jahr 2012 hat der Konzern erneut bei Umsatz und Ergebnis Höchstwerte erwirtschaftet. Die nachhaltig hohe Ertragskraft, die solide Bilanz und der in Umsetzung befindliche Wachstumsplan haben Vorstand und Aufsichtsrat veranlasst, Ihnen eine deutliche Anhebung der Dividende um 30% vorzuschlagen. Damit würde sich die Dividende innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppeln. Dieser Vorschlag beruht auf unserer Zuversicht, mit dem eingeschlagenen Wachstumspfad die positive Entwicklung von FUCHS PETROLUB weiter voranzutreiben.

Die Investitionen in unsere Infrastruktur und der gezielte Personalaufbau zahlen sich aus: Der Umsatz stieg 2012 um 10% auf 1,8 Mrd.€. Treiber des Wachstums waren Neugeschäfte, aber auch rohstoffkostenbedingte Preisanpassungen und positive Währungskurseinflüsse. Die Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern auf 293 Mio € wurde von allen Regionen getragen. Hervorzuheben sind insbesondere Nordamerika und China. Belastungen ergaben sich aus den juristischen Auseinandersetzungen bei unserem Joint-Venture-Unternehmen im Nahen Osten.

Unsere Wachstumsinitiative führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Rekordwert bei den Investitionen. Hierzu zählen die Erweiterung unseres Türkei-Joint-Ventures, der Bau neuer Werke in Russland und China sowie Erweiterungsinvestitionen in Deutschland, in den USA und in Australien. Der freie Cashflow von 140 Mio € erhöhte die Netto-Liquidität und ließ die Eigenkapitalquote auf 70% ansteigen. Dies gibt uns eine solide Basis, um das weitere profitable Wachstum voranzutreiben und die nachhaltige und aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortzuführen.

Unsere wertorientierte Wachstumsphase geht in ihr viertes Jahr. In den letzten drei Jahren wurden knapp 300 neue Stellen mit dem Schwerpunkt auf Forschung und Vertrieb geschaffen. Im Group Management Committee, in dem sowohl die Regionen als auch große Geschäftsfelder vertreten sind, haben wir das Unternehmensleitbild Lubricants. Technology.People. erarbeitet. Die Fokussierung auf Schmierstoffe, die Technologieführerschaft und der Mensch als Erfolgsfaktor bilden die drei elementaren Eckpfeiler unserer Unternehmenskultur. Das Leitbild stützt sich auf fünf zentrale Werte: Vertrauen, Werte schaffen, Respekt, Verlässlichkeit und Integrität. Unser Leitbild und unsere Werte haben wir unseren knapp 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönlich vorgestellt, um unsere spezifische FUCHS-Kultur noch tiefer in der Organisation zu verwurzeln.

Stefan Fuchs, Vorsitzender des Vorstands

Für das Jahr 2013 planen wir erneut Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis. Wir unterstellen dabei eine weitere positive Entwicklung der Weltwirtschaft trotz der bekannten Unwägbarkeiten insbesondere in Europa, aber auch in Nordamerika und einigen bedeutenden Wachstumsmärkten. Wir planen für das Jahr 2013 ähnlich hohe Investitionen wie im Jahr 2012 sowie weitere Neueinstellungen, um unsere Wachstumsstrategie konsequent fortzusetzen.

Ihnen, den Aktionärinnen und Aktionären der FUCHS PETROLUB AG, danke ich im Namen des Vorstands für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen, in sein Management und in dessen weltweites Team. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit danke ich von Herzen für die im Jahr 2012 erneut erbrachte ganz besondere Leistung.

Mannheim, den 20. März 2013

Stefan Fuchs Vorsitzender des Vorstands

Organisation

Organe der Gesellschaft

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Aufsichtsr at Dr. Jürgen Hambrecht Vorsitzender

Neustadt an der Weinstraße Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der BASF SE Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs Stellvertretender Vorsitzender Mannheim Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG Ines Kolmsee Vorsitzende des Vorstands der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG Tutzing Horst Münkel* Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Mannheim FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH Lars-Eric Reinert* Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Altenholz FUCHS PETROLUB AG Dr. Erhard Schipporeit Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON SE Hannover

Ausschüsse des Aufsichtsr ats

Personalausschuss

Dr. Jürgen Hambrecht (Vorsitzender) Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs (Stellvertretender Vorsitzender) Ines Kolmsee

Prüfungsausschuss

Dr. Erhard Schipporeit (Vorsitzender) Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs Ines Kolmsee

Nominierungsausschuss

Dr. Jürgen Hambrecht (Vorsitzender) Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs (Stellvertretender Vorsitzender) Ines Kolmsee Dr. Erhard Schipporeit

*Arbeitnehmervertreter

Vorstand
Stefan R. Fuchs Vorsitzender
Hirschberg

Dr. Alexander Selent Stellvertretender Vorsitzender Limburgerhof

Dr. Lutz Lindemann Mitglied Kerzenheim

Dr. Georg Lingg Mitglied Mannheim

Dr. Ralph Rheinboldt Mitglied Heddesheim

Beir at

Der Beirat der FUCHS PETROLUB AG, der im Jahr 1984 bei der Umwandlung in die Rechtsform einer Aktiengesellschaft geschaffen wurde, trat Ende 2012 zu seiner letzten Sitzung zusammen. Der Beirat ergänzte die aktienrechtlichen Organe Vorstand und Aufsichtsrat. Seine Aufgabe war die Beratung des Vorstands in grundsätzlichen Fragen der Unternehmensstrategie und -führung.

Der Vorstand

Dr. Alexander Selent 60 Jahre, 14 Jahre FUCHS

Stellv. Vorsit zender des Vorstands

  • Finanzen, Controlling
  • Recht, Steuern, Personal
  • Investor Relations, Compliance
  • IT, Interne Revision

Stefan R. Fuchs 45 Jahre, 16 Jahre FUCHS

Vorsit zender des Vorstands

  • Konzernentwicklung
  • Führungskräfte des Konzerns
  • Region Nordamerika
  • FUCHS LUBRITECH Gruppe
  • Koordination und Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Lutz Lindemann 52 Jahre, 14 Jahre FUCHS

Mitglied des Vorstands

  • Technik
  • Supply Chain Management
  • Region Südamerika
  • Internationales OEM-Geschäft

Dr. Georg Lingg 48 Jahre, 17 Jahre FUCHS

Mitglied des Vorstands Region Asien-Pazifik und Afrika Internationales Bergbau-Geschäft Dr. Ralph Rheinboldt 45 Jahre, 14 Jahre FUCHS

Mitglied des Vorstands Region Europa

Group Management Committee

Stefan R. Fuchs

Dr. Alexander Selent

Dr. Lutz Lindemann

Dr. Georg Lingg

Dr. Ralph Rheinboldt

Bernhard Biehl FUCHS LUBRITECH Gruppe
Klaus Hartig Region Ostasien
Stefan Knapp Region Deutschland
Carsten Meyer Globale OEM-Sparte
Steve Puffpaff Region Nordamerika
Reiner Schmidt Finanzen und Controlling
Alf Untersteller Region Türkei, Mittlerer Osten, Zentralasien, Afrika

Bericht des Aufsichtsrats

der FUCHS PETROLUB Konzern hat das Geschäftsjahr 2012 mit Erfolg abgeschlossen. Bei Umsatz und Ergebnis wurden erneut Rekordwerte erreicht. Strategisch ist das Unternehmen gut aufgestellt; der eingeschlagene Weg des organischen Wachstums ist erfolgreich.

Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat

In Vorstand und Aufsichtsrat hat es im Geschäftsjahr 2012 keine personellen Veränderungen gegeben.

Aufsichtsrat und Vorstand haben im Geschäftsjahr 2012 vertrauensvoll und effektiv zusammengearbeitet. Der Vorstandsvorsitzende hat den Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und unverzüglich über alle Ereignisse von wesentlicher Bedeutung informiert. Darüber hinaus standen Aufsichtsrat und Vorstand auch außerhalb der Sitzungen mit- und untereinander in engem Kontakt, um einen steten Informations- und Meinungsaustausch sicherzustellen.

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Überwachungs- und Beratungsaufgaben mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit wahrgenommen. Bei der Überprüfung seiner eigenen Tätigkeit hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im Dezember 2012 keinen wesentlichen Verbesserungsbedarf hinsichtlich Effizienz festgestellt. Auch gehörten dem Aufsichtsrat eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder an. Interessenkonflikte sind weder bei Vorstands- noch Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Berichte und Sitzungen

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig, zeitnah und umfassend zur Geschäftspolitik, Geschäftsentwicklung, Rentabilität, Liquidität und Risikolage des Unternehmens sowie zu allen relevanten Fragen der strategischen Weiterentwicklung entsprechend den in der Geschäftsordnung festgelegten Pflichten unterrichtet. Vor dem Hintergrund der Euro-Staatsschuldenkrise und den damit einhergehenden Risiken wurde auf alle damit zusammenhängenden Fragestellungen besonderes Augenmerk gelegt. Weitere regelmäßige Beratungspunkte waren die Konzernstrategie, die Budgetüberwachung, alle wesentlichen Investitions- und Akquisitionsprojekte, die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Regeln, die Umwandlung der Gesellschaft in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) und der Rechtsstreit mit unseren Joint-Venture-Partnern im Nahen Osten.

Es fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. In einer Sitzung war ein Mitglied verhindert, an den übrigen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Aufsichtsrats

In der Bilanzsitzung am 21. März 2012 wurden der Jahres- und Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und der Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Beisein des Wirtschaftsprüfers geprüft, erörtert und verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG mit den Beschlussvorschlägen verabschiedet und beschlossen, dass die Umwandlung der FUCHS PETROLUB AG in eine Europäische Gesellschaft (SE) vom Vorstand eingehend geprüft und vorbereitet werden soll. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem neu entwickelten Leitbild des FUCHS PETROLUB Konzerns.

In der Sitzung am 9. Mai 2012, unmittelbar vor der Hauptversammlung, berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns nach Abschluss des ersten Quartals.

Glossar Seite 207 a–z

Die Sitzung am 31. Juli 2012 hatte die Strategie für die Region Europa als Schwerpunkt. Neben dem Konzernlagebericht mit Informationen zu Investitions- und Akquisitionsprojekten sowie zum Halbjahresabschluss 2012 beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit den Änderungen des Deutschen Corpor ate Governance Kodex und möglichen neuen Regulierungen der Europäischen Kommission.

In der Sitzung vom 12. Oktober 2012 befasste sich der Aufsichtsrat – neben dem aktuellen Konzernlagebericht des Vorstands – mit den besonderen strategischen Herausforderungen und der Organisationsstruktur für den Bereich Forschung und Entwicklung im Konzern. Darüber hinaus wurde das Wettbewerbsumfeld eingehend erörtert.

Schwerpunktthemen der Sitzung vom 14. Dezember 2012 waren das Budget 2013 für Ertrag, Bilanz, Cashflow und Investitionen sowie die Weiterführung der Wachstumsinitiative für die Jahre 2013 bis 2015. Außerdem beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Risikomanagement- und Compliance-Bericht sowie der Entsprechenserklärung 2012 zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Entsprechend der Empfehlung des Personalausschusses wurden der Leistungsfaktor zur Bestimmung der variablen Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 auf Basis der vorläufig ermittelten Zielerreichung festgelegt, die Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2013 beschlossen und eine Anpassung der Jahresfestvergütung der Vorstände für das Jahr 2013 vorgenommen.

Arbeit der Ausschüsse im Aufsichtsrat

Um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse gebildet: den Prüfungs-, Personal- und Nominierungsausschuss. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Über die Tätigkeit der Ausschüsse wurde jeweils zu Beginn der Aufsichtsratssitzungen informiert. An allen Ausschusssitzungen haben jeweils alle Ausschussmitglieder teilgenommen.

Der Prüfungsausschuss trat im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen. An den Sitzungen nahmen regelmäßig der Finanzvorstand und die Leiter der Abteilungen Controlling und Rechnungswesen teil. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie mit der Abschlussprüfung. Die Zwischenberichte wurden stets vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert. Der Prüfungsausschuss legte zudem die Prüfungsschwerpunkte für das Berichtsjahr fest und erteilte den Prüfungsauftrag an den Wirtschaftsprüfer. Außerdem befasste sich der Ausschuss mit aktuellen Compliance-Themen und dem MDAX Corporate Governance Rating 2012.

Der Personalausschuss unterstützt den Aufsichtsrat bei Personalentscheidungen. Es fanden im Berichtsjahr drei Sitzungen statt. Der Personalausschuss befasste sich eingehend mit dem Thema Vielfalt und angemessene Beteiligung von Frauen in Führungspositionen im Unternehmen. Des Weiteren erörterte der Ausschuss die konzernweite Personalentwicklung, die Weiterentwicklung des Führungskräftenachwuchses im FUCHS PETROLUB Konzern und bereitete die Entscheidungen zur Vergütung für den Vorstand sowie im Jahr 2013 zu treffende Entscheidungen bezüglich der Verlängerung von Vorstandsverträgen vor.

Der Nominierungsausschuss trat im Berichtsjahr einmal zusammen. In der Sitzung verabschiedete er die Empfehlung an das Plenum des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung 2013 vorzuschlagen, alle bisherigen Anteilseignervertreter von der Hauptversammlung für die Restlaufzeit ihrer Mandate zu Anteilseignervertretern des ersten Aufsichtsrats der FUCHS PETROLUB SE wählen zu lassen.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, erteilt. Die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers wurde abgegeben und erläutert.

Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 und der Lagebericht sowie der auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FUCHS PETROLUB AG wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die bei der Auftragserteilung vom Prüfungsausschuss für den Berichtszeitraum festgelegten Prüfungsschwerpunkte wurden von KPMG vertieft behandelt. Insbesondere bestätigte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand gemäß § 91 Absatz 2 AktG ein angemessenes Risikoüberwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Während der Abschlussprüfung hat der Prüfer keine Tatsachen festgestellt, die der Entsprechenserklärung widersprechen. Ebenso wenig hat er eigene Ausschluss- oder Befangenheitsgründe festgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung eingehend geprüft. Die Prüfungsberichte der KPMG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden im Prüfungsausschuss am 14. März 2013 sowie in der Bilanzsitzung am 19. März 2013 umfassend behandelt. An beiden Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des

Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt und damit den Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns angeschlossen.

Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und diesen dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit für ihren großen Einsatz und ihre konstruktiven persönlichen Beiträge zum Erfolg des Unternehmens. Den Arbeitnehmervertretungen danken wir für die gute Zusammenarbeit.

Mannheim, den 19. März 2013

Der Aufsichtsrat

Dr. Jürgen Hambrecht Vorsitzender des Aufsichtsrats

nur beträgt die Fluktuation von Mitarbeitern im FUCHS PETROLUB Konzern. 3,5% » Langfristige Partnerschaften sind die Basis unseres Erfolgs. Ob im Außen- oder im Innenverhältnis, sie basieren immer auf gegenseitigem Vertrauen. Denn erst wenn man sich hundertprozentig aufeinander verlassen kann, erzielt man die besten Ergebnisse.«

Susanne McClurg, Personalleiterin, FUCHS LUBRICANTS, Stoke-on-Trent, Großbritannien

nur beträgt die Fluktuation von Mitarbeitern im FUCHS PETROLUB Konzern.

Corporate Governance Bericht

Im nachfolgenden Kapitel berichtet der Vorstand – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance bei FUCHS PETROLUB AG. Das Kapitel enthält auch die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB.

Die Corporate Governance bei FUCHS PETROLUB AG orientiert sich maßgeblich an den Vorschriften des Aktiengesetzes und den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Kodex beinhaltet wesentliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften und formuliert national und international anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung.

FUCHS PETROLUB AG versteht Corporate Governance als zentrale Voraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele und zur Steigerung des Unternehmenswerts. Nach unserem Verständnis zählen zu einer guten und verantwortungsbewussten, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle insbesondere

  • eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
  • die Achtung der Aktionärsinteressen
  • eine offene Unternehmenskommunikation
  • die Transparenz in der Rechnungslegung
  • ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken sowie gesetzlichen und unternehmensinternen Richtlinien.

Wir sind überzeugt, dass eine gute und transparente Corporate Governance ein wesentlicher Faktor für den unternehmerischen Erfolg der FUCHS PETROLUB AG ist. Corporate Governance ist daher Teil unseres Selbstverständnisses und ein Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens erfasst. Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Öffentlichkeit bringen uns entsprechend Vertrauen entgegen. Dieses Vertrauen wollen wir dauerhaft bestätigen und die Corporate Governance im Konzern fortlaufend weiterentwickeln.

Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG haben sich auch im vergangenen Geschäftsjahr mehrfach und eingehend mit den Vorgaben des Kodex und den Änderungen im Regelwerk befasst, insbesondere mit den Anforderungen an die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder, der Beachtung der Vielfalt (Diversity) und der angemessenen Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen. Auf dieser Basis haben Vorstand und Aufsichtsrat zuletzt am 14. Dezember 2012 gemeinsam die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens – zusammen mit den Erklärungen der Vorjahre – zugänglich gemacht.

Erklärung zur Unternehmensführung*

Führungs- und Kontrollstru k tur – Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsr at

Die FUCHS PETROLUB AG mit Sitz in Mannheim unterliegt als deutsche Aktiengesellschaft ("AG") insbesondere den Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes, auf dessen Grundlage auch der Deutsche Corporate Governance Kodex entwickelt wurde. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Eine gute Corporate Governance verlangt die fortlaufende Weiterentwicklung dieses dualen Führungssystems unter Einbeziehung sämtlicher Unternehmensbereiche. Ausgangspunkt hierfür bildet die eigenverantwortliche Unternehmensleitung durch den Vorstand, der hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten wird. Die Zustimmung der Hauptversammlung 2013 zur Umwandlung der Gesellschaft in eine Europäische Gesellschaft vorausgesetzt, soll dieses duale Führungssystem auch in der zukünftigen FUCHS PETROLUB SE fortgeführt werden.

Unternehmensleitung durch den Vorstand

Der Vorstand ist in eigener Verantwortung als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand. Der Geschäftsverteilungsplan regelt die Verteilung der Ressorts auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands. Für bedeutende Geschäftsvorgänge – wie beispielsweise die Festlegung der Jahresplanung oder größere Akquisitionen – beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.

Der Vorstand entscheidet über Grundsatzfragen der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie sowie über die Jahres- und Mehrjahresplanung. Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risiko management und Risikocontrolling im Unternehmen, er wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin und achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen. Bei FUCHS sind 21% der Managementpositionen im Konzern mit Frauen besetzt. Im Vorstand sind Frauen derzeit nicht vertreten. FUCHS PETROLUB strebt eine systematische und gezielte Förderung von qualifizierten Frauen sowie deren angemessene Berücksichtigung bei der Neubesetzung von Vorstands- und Führungspositionen an.

Der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG bestand im Jahr 2012 aus fünf Personen. Die personelle Zusammensetzung des Vorstands sowie die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands (Organisation der Ressorts, Regionen und Sparten) ist in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 16 und 17 detailliert dargestellt.

Überwachung der Unternehmensleitung durch den Aufsichtsr at

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands, legt die Ressorts der Vorstandsmitglieder fest und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Vorsitzende des Vorstands hält regelmäßigen Kontakt zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Der kontinuierliche und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet eine wichtige Grundlage für den unternehmerischen Erfolg.

Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG setzt sich aus vier Mitgliedern der Anteilseigner, die von der Hauptversammlung gewählt werden, sowie zwei Mitgliedern, die von den Arbeitnehmern gewählt werden, zusammen. Die Amtsperioden sind identisch.

Der Aufsichtsrat trifft seine Entscheidungen durch Beschlüsse, die mit einfacher Mehrheit der bei der Abstimmung teilnehmenden Aufsichtsratsmitglieder gefasst werden. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG ist so besetzt, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagenden Kandidatinnen und Kandidaten sollten aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern wie der FUCHS PETROLUB AG wahrzunehmen und das Ansehen des FUCHS PETROLUB Konzerns in der Öffentlichkeit zu wahren. Der Aufsichtsrat achtet bei seiner Zusammensetzung in erster Linie auf die entsprechende Qualifikation und auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Dabei ist "Diversity" als internationale (nicht im Sinne einer bestimmten Staatsbürgerschaft, sondern einer prägenden Herkunft, Erziehung, Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit), geschlechtliche und Alters-Vielfalt zu verstehen. Der Aufsichtsrat hat sich mit Blick auf Ziffer 5.4.1 des Kodex die nachfolgenden Ziele für seine Zusammensetzung gesetzt:

  • Die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen beziehen sich insbesondere auf die Führung eines international tätigen Unternehmens
  • Berücksichtigung von besonderem wirtschaftlichen Sachverstand
  • Besondere Kenntnis und Erfahrung in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren

1.4 Manage m ent & A ktie Corporate Governance Bericht 29

  • Berücksichtigung von technischem Sachverstand insbesondere im Bereich der (Spezial-)Chemie
  • Angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat bei Neubesetzungen
  • Angemessene Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder; von den vier Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat sollen mindestens zwei unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex sein
  • Vermeidung von wesentlichen und nicht nur vorübergehenden potenziellen Interessenkonflikten
  • Berücksichtigung der (Regel-)Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl

Nach Auffassung des Aufsichtsrats entspricht der Aufsichtsrat dem Erfordernis der Vielfalt (Diversity), da ein Frauenanteil von 25% der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat erreicht und dem Kriterium der Internationalität Rechnung getragen wurde. Gleichzeitig gehört dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Anteilseignervertreter an.

Mit Herrn Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs ist seit 2004 ein ehemaliges Vorstandsmitglied der FUCHS PETROLUB AG im Aufsichtsrat vertreten. Er ist das einzige Aufsichtsratsmitglied, das eine nennenswerte Beteiligung am Unternehmen hält und das in einer persönlichen Beziehung zur Gesellschaft und deren Vorstand steht. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gilt für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Grundsatz der Unabhängigkeit. Mehrere Mitglieder des Aufsichtsrats sind oder waren in hochrangiger Position bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte der FUCHS PETROLUB AG mit diesen Unternehmen erfolgten zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Diese Transaktionen, die bei etwa 1% des Gesamtumsatzes liegen, berühren nach unserer Ansicht nicht die Unabhängigkeit der betroffenen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die nächste Amtsperiode beginnt nach Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2015.

Ausschüsse des Aufsichtsr ats

Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG hat drei fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsprozesse stimmen mit den Anforderungen des Kodex überein und berücksichtigen die verbindlichen Regelungen des deutschen Aktiengesetzes.

Personal- und Prüfungsausschuss tagen jährlich mehrmals, der Nominierungsausschuss tritt entsprechend seiner Aufgabenzuweisung nur bei Bedarf zusammen. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse.

Bericht des Aufsichtsrats

Die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auch auf der Seite 14 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten der Arbeit des Gremiums im Berichtsjahr informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 19 ff.

Corporate Governance und Konzernanhang

Die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für Organmitglieder werden in diesem Bericht auf den Seiten 36 und 37 dargestellt. Die Organbezüge der Mitglieder des Vorstands sowie die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 HGB sind im Anhang des Konzerns auf den Seiten 194 und 195 angegeben.

Besitz von Ak tien der Gesellschaft von Vorstands - und Aufsichtsr atsmitgliedern

Stefan Fuchs hielt am 31. Dezember 2012 unmittelbar und mittelbar 4.473.724 Stammaktien. Die übrigen Vorstandsmitglieder hielten am 31. Dezember 2012 zusammen 3.129 Stammaktien und 4.335 Vorzugsaktien.

Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs hielt am 31. Dezember 2012 unmittelbar und mittelbar 1.175.593 Stammaktien. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder hielten am 31. Dezember 2012 zusammen 589 Stammaktien und 3.500 Vorzugsaktien.

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15 a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der FUCHS PETROLUB AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Die der FUCHS PETROLUB AG im Berichtsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.fuchs-oil.de /meldepfl_aktien.html abrufbar.

Ak tionäre und Haupt v ersammlung

Die FUCHS PETROLUB AG hat sowohl Stamm- als auch Vorzugsaktien ausgegeben. Die in der Hauptversammlung vertretenen Stammaktionäre beschließen über alle ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben (z.B. Gewinnverwendung, Satzungsänderungen, Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern, Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, kapitalverändernde Maßnahmen sowie Wahl des Abschlussprüfers). Bei den Abstimmungen gewährt jede Stammaktie eine Stimme. Rund 51,7% der Stammaktien hält die Schutzgemeinschaft Familie Fuchs. Die Vorzugsaktien gewähren nur in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen Stimmrechte, sind aber mit einem Vorzug bei der Verteilung des Bilanzgewinns und einer Mehrdividende (Vorzug) ausgestattet.

Die Inhaber der Stamm- und Vorzugsaktien nehmen ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Jeder Aktionär ist unter Beachtung der satzungsmäßigen und gesetzlichen Voraussetzungen zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht selbst an der Hauptversammlung teilnehmen wollen oder können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht unter entsprechender Vollmachterteilung durch einen Bevollmächtigten, z.B. ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung oder die von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter, ausüben zu lassen.

Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / meldepfl_aktien.html

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise im Mai statt. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte, Unterlagen und Informationen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle zugänglich zu machende Gegenanträge oder Wahlvorschläge von Aktionären.

Den Vorsitz der Hauptversammlung führt satzungsgemäß der Aufsichtsratsvorsitzende. Er bestimmt die Reihenfolge der Beratungen sowie Art und Form der Abstimmungen. Er kann das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken.

Corpor ate Gov ernance Guidelines

Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / corporate_governance.html Die Satzung der FUCHS PETROLUB AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, der FUCHS-Verhaltenskodex (Code of Conduct), die Erklärung zur Unternehmensführung sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance wie die Global Diversity Guideline oder der FUCHS-Nachhaltigkeitsleitfaden sind im Internet abrufbar unter www.fuchs-oil.de / corporate_governance.html.

Compliance

Unter Compliance verstehen wir die Einhaltung von Recht, Gesetz und Satzung, die Einhaltung interner Regelwerke sowie freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen. Als global operierender Schmierstoffkonzern mit Aktivitäten in den unterschiedlichsten Geschäftsfeldern steht die FUCHS PETROLUB AG kontinuierlich im Wettbewerb. Diesem Wettbewerb stellen wir uns ohne jede Einschränkung. Fairer Wettbewerb ist für uns die Grundlage für Integrität und Fortschritt, er eröffnet uns Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten am Markt.

Richtschnur für das Handeln eines jeden Mitarbeiters ist die Beachtung geltenden Rechts. Geschäftsleitung und Mitarbeiter sind ausnahmslos aufgerufen, im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit die jeweils geltenden Gesetze, Richtlinien und sozialen Standards einzuhalten, unabhängig davon, ob es sich um überstaatliche oder lokale Bestimmungen handelt. Ungesetzliches Verhalten birgt die Gefahr eines Imageschadens, schwächt unsere Marktposition und ist geeignet, wirtschaftliche Schäden für unser Unternehmen herbeizuführen.

Die Bereiche Corporate Governance und Compliance sind direkt dem Vorstand zugeordnet. Dazu gehören ein Chief Compliance Officer sowie eine Compliance-Organisation, die zusammen das Compliance-Programm weiterentwickeln, steuern und umsetzen sowie die Mitarbeiter weltweit unterstützen und beraten. Für jede Landeseinheit gibt es einen Compliance-Verantwortlichen, der den lokalen Mitarbeitern auch als Ansprechpartner für Einzelfragen zur Verfügung steht.

Compliance im Sinne von Maßnahmen zur Einhaltung von geltendem Recht sowie der Beachtung interner Richtlinien durch die Konzernunternehmen ist eine zentrale Leitungsaufgabe des Vorstands. Dieser hat seiner Forderung nach redlichem und professionellem Verhalten bereits im Jahr 2004 im Wege des konzernweit geltenden FUCHS-Verhaltenskodex (Code of Conduct) Ausdruck verliehen. Im Berichtsjahr 2012 wurde der FUCHS-Verhaltenskodex überarbeitet, um neben der allgemeinen Überarbeitung insbesondere die Bedeutung der fünf elementaren Werte Vertrauen, Werte schaffen, Respekt, Verlässlichkeit und Integrität des neuen FUCHS-Leitbilds zu verankern. Der FUCHS-Verhaltenskodex stellt einen verbindlichen Handlungsrahmen dar, um rechtskonformes und sozialethisches Verhalten zu gewährleisten. Ergänzt wird er durch Informations- und Schulungsmaßnahmen, die konsequente Aufarbeitung und Sanktionierung von Compliance-Verstößen, eine Compliance-Hotline zur Meldung straf- oder kartellrechtlich relevanter Verstöße gegen Gesetze oder Richtlinien, ein regelmäßiges Compliance-Reporting sowie durch compliancerelevante Prüfungshandlungen der internen Revision. Für die Compliance-Hotline steht eine externe Rechtsanwaltskanzlei zur Verfügung, deren Mitarbeiter etwaige Hinweise unverzüglich an den Chief Compliance Officer weiterleiten.

Mit einem Compliance-Programm haben wir weitreichende Maßnahmen ergriffen, damit die Korruptions- und Kartellvorschriften sowie die darauf beruhenden Konzernrichtlinien eingehalten werden. Kartellverstöße oder Verstöße gegen die Vorschriften zur Korruptionsbekämpfung werden in keiner Weise geduldet und führen zu Sanktionen gegen die betroffenen Mitarbeiter. Jeder FUCHS-Mitarbeiter ist aufgefordert, in seinem Verantwortungsbereich aktiv an der Umsetzung des Compliance-Programms mitzuwirken. Das Compliance-System wird bei der FUCHS PETROLUB AG regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Leitbild für v er antwortliches Handeln in der Wirtschaft – Be kenntnis zu r nachhaltigen, erfolgs- und werteorientierten Unternehmensführung

Die FUCHS PETROLUB AG beteiligt sich an der Initiative deutscher Wirtschaftsführer, die im November 2010 ein Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft unter der Schirmherrschaft des Wittenberg-Zentrums für globale Ethik vorgestellt haben. Der Vorstand hat sich als Unterzeichner des Leitbilds aus Überzeugung zu einer sowohl erfolgs- als auch werteorientierten Unternehmensführung im Sinne der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet. Dazu gehören dem Leitbild zufolge fairer Wettbewerb, Sozialpartnerschaft, Leistungsprinzip und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus adressiert das Leitbild explizit in der Öffentlichkeit kritisch diskutierte Punkte wie Gewinne und Moral, Stellenabbau, Managervergütungen oder Regelverletzungen.

Das Leitbild drückt eine gemeinsame Haltung der Führung aus und bietet dadurch eine allgemeine Orientierung für verantwortliches Handeln. Dieses gemeinsame Grundverständnis steht im Einklang mit den bei FUCHS gelebten fünf zentralen Werten: Vertrauen, Werte schaffen, Respekt, Verlässlichkeit und Integrität. Diese Werte gelten als Maßstab interner Zielsetzungen und als Grundlage individuellen Handelns.

Neben der internen Umsetzung der im Leitbild verankerten Prinzipien unterstützt FUCHS PETROLUB AG auch den notwendigen Austausch mit der Öffentlichkeit, um die gemeinsamen Maßstäbe den Führungskräften transparent zu machen und so das Vertrauen in die Wirtschaft zurückzugewinnen.

Mit speziellen Technologien bzw. anwendungsgerechten, emissionsmindernden und umweltverträglichen Schmierstoffprodukten leistet der FUCHS PETROLUB Konzern einen Beitrag zur Ressourcenschonung und damit zur Nachhaltigkeit in ökonomischen und ökologischen Bereichen. FUCHS versteht Nachhaltigkeit als Kernelement einer guten Unternehmensführung, bei der ökonomische, ökologische und soziale Aspekte betrachtet und in Einklang gebracht werden. Siehe hierzu den nachfolgenden Nachhaltigkeitsbericht.

Kontroll- und Risikomanagement

Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher. Das systematische Risikomanagement im Rahmen unserer wertorientierten Unternehmensführung sorgt dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und bewertet sowie Risikopositionen rechtzeitig optimiert werden. Über bestehende Risiken, deren Entwicklung sowie ergriffene Maßnahmen wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems sowie der Überwachung der Abschlussprüfung befasst sich regelmäßig der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss. Das interne Kontrollsystem, das Risikomanagement- und das interne Revisionssystem werden kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst.

Einzelheiten zum Risikomanagement im FUCHS PETROLUB Konzern sind im Risikobericht (gesondertes Kapitel im Lagebericht) dargestellt. Hierin ist der gemäß § 289 Abs. 5 bzw. § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

Hohe Tr ansparenz durch umfangreiche Information

Für die FUCHS PETROLUB AG hat eine regelmäßige, umfassende, einheitliche und unverzügliche Information der Teilnehmer am Kapitalmarkt über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und wesentliche Ereignisse einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung erfolgt mittels Geschäftsbericht, Halbjahresfinanzbericht sowie Quartalsberichten. Dabei werden alle Publikationen im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Darüber hinaus informiert die FUCHS PETROLUB AG im Rahmen von Pressemeldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen sind im Internet (Internetseite: www.fuchs-oil.de) abrufbar. Auf dieser Internetseite ist auch der Finanzkalender einsehbar, der die geplanten Termine der wesentlichen Ereignisse und Veröffentlichungen enthält.

Sofern meldepflichtige Aktiengeschäfte (Directors' Dealings) mitzuteilen sind, sind diese auch auf der Internetseite veröffentlicht.

Die FUCHS PETROLUB AG hat das obligatorische Insiderverzeichnis gemäß § 15 b Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) angelegt und die betroffenen Personen, für die der Zugang zu Insiderinformationen unerlässlich ist, um ihre Aufgaben bei der FUCHS PETROLUB AG wahrnehmen zu können, über ihre gesetzlichen Pflichten sowie die ihnen drohenden Sanktionen informiert.

Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Etwaige Interessenkonflikte sind dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung ist gegebenenfalls die Hauptversammlung zu informieren. Im Berichtsjahr lag kein solcher Interessenkonflikt vor.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss und die Zwischenberichte der FUCHS PETROLUB AG werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der FUCHS PETROLUB AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Nach Erstellung durch den Vorstand werden der Jahres- und der Konzernabschluss von dem durch die Hauptversammlung gewählten Wirtschaftsprüfer (2012: KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Aktiengesellschaft, Berlin, Zweigniederlassung Mannheim) geprüft und vom Aufsichtsrat gebilligt und der Jahresabschluss festgestellt. Bei Zwischenberichten sowie dem Halbjahresfinanzbericht erfolgt vor Veröffentlichung eine Durchsprache mit dem Prüfungsausschuss.

Mit dem Abschlussprüfer ist vereinbart, dass er den Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschlussoder Befangenheitsgründe sofort unterrichtet, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll unverzüglich auch über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben.

Wortl aut der Entsprechenser klärung vom 14. Dezember 2012

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

FUCHS PETROLUB AG entspricht sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der seit 15. Juni 2012 gültigen Fassung (auch zukünftig) mit folgender Ausnahme:

Ziffer 5.4.3

Nach Ziffer 5.4.3 des Kodex sollen Wahlen zum Aufsichtsrat als Einzelwahl durchgeführt werden. FUCHS PETROLUB hat sich im Rahmen der Umwandlung in eine SE dafür entschieden, die vier Anteilseignervertreter des ersten Aufsichtsrates der FUCHS PETROLUB SE durch die Satzung zu bestellen. Dies entspricht der im Gesetz vorgesehenen Möglichkeit zur Bestellung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats einer SE (Art. 40 Absatz 2 Satz 2 SE-Verordnung). Diese Abweichung bezieht sich demzufolge nur auf die Bestellung des ersten Aufsichtsrats der zukünftigen FUCHS PETROLUB SE. Eine weitergehende Aussage für die Zukunft ist damit nicht verknüpft.

Mannheim, den 14. Dezember 2012

Dr. Jürgen Hambrecht Stefan R. Fuchs Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Vorstands

Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind im Internet dauerhaft zugänglich unter www.fuchs-oil.de/entsprechenserklaerung.html.

Mannheim, den 19. März 2013

FUCHS PETROLUB AG

Der Vorstand

Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de/ entsprechenserklaerung. html

Grundzüge des Vergütungssystems der Fuchs Petrolub AG für Organmitglieder*

Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach folgenden Kriterien:

  • den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds,
  • seiner persönlichen Leistung,
  • der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens,
  • dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Unternehmens,
  • der Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung von externen vergleichbaren Daten,
  • der Vergütungsstruktur, die in der Gesellschaft gilt.

Die erfolgsbezogenen Komponenten der Vergütung orientieren sich am Prinzip der Nachhaltigkeit. Der FVA als Indikator einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung basiert sowohl auf dem Jahresergebnis als auch auf dem eingesetzten Kapital, das auf langfristigen Entscheidungen (Investitionen, Forschung und Entwicklung etc.) beruht. Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg als Parameter für die Vergütung war und ist dabei Kern der Führungsphilosophie von FUCHS.

Um bei der Bemessung der variablen Vergütung dem Erfordernis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage noch besser zu genügen, wurde der FVA um einen Leistungsfaktor ergänzt. Die nachhaltige Leistung des Vorstands wird auf der Grundlage von mittel- und langfristiger Zielerreichung ermittelt. Die Ziele sind an den strategischen Leitlinien von FUCHS ausgerichtet und werden für den Gesamtvorstand vereinbart.

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus der privaten Dienstwagennutzung und aus Versicherungsprämien. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern in gleicher Weise zu.

* Bestandteil des Lageberichts

Die Pension eines Vorstandsmitglieds bestimmt sich nach einem prozentualen Anteil am durchschnittlichen Festgehalt der letzten drei Jahre, welches das Mitglied vor Beendigung seines Anstellungsvertrags erhielt. Dieser prozentuale Anteil wird über die Bestelldauer als Vorstandsmitglied sukzessive erdient. Pensionen werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die die Pensionsgrenze erreicht haben.

Das bestehende Vergütungssystem gilt seit dem 1. Januar 2010. Im Interesse der Akzeptanz haben Vorstand und Aufsichtsrat die Aktionäre bei der Hauptversammlung am 5. Mai 2010 um Billigung des neuen Vorstandsvergütungssystems ersucht. Die Zustimmungsquote dieses konsultativen Hauptversammlungsbeschlusses lag bei 94,87%.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsr ats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der FUCHS PETROLUB AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält danach für das abgelaufene Jahr neben der Erstattung von Auslagen eine feste Vergütung von 30.000 € sowie eine variable, am Erfolg des Unternehmens orientierte Vergütung in Höhe von 100 € für jede 0,01 €, um die das ausgewiesene durchschnittliche Ergebnis je Aktie 0,53 € übersteigt. Die variable Vergütung darf die feste Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütungen. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Weiterhin erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld von 1.000 € je Aufsichtsratssitzung. Mitglieder des Aufsichtsrats, die dem Prüfungsausschuss angehören, erhalten eine weitere feste Vergütung von 15.000 €, die des Personalausschusses von 5.000 €. Für Ausschusssitzungen wird ein Sitzungsgeld von 1.000 € gezahlt. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält jeweils das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Beträge.

beträgt die zentrale Führungskennzahl des Konzerns, das wertorientierte Anreizsystem 208Mio € » Der nachhaltige Ausbau unseres Unternehmenswerts ist eine Aufgabe, die nicht beim Vorstand aufhört. Die Fähigkeit unserer Mitarbeiter, Chancen zu erkennen und Risiken gut abzuschätzen, macht uns langfristig erfolgreich.«

FUCHS Value Added. Scott Aulinskis, Vertriebsingenieur, FUCHS LUBRICANTS, Chicago, USA

beträgt die zentrale Führungskennzahl des Konzerns, das wertorientierte Anreizsystem FUCHS Value Added.

Nachhaltigkeitsbericht

FUCHS PETROLUB versteht Nachhaltigkeit als Selbstverpflichtung und Kernelement einer sowohl erfolgs- als auch werteorientierten Unternehmensführung. Die Knappheit der Ressourcen und die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen stehen im besonderen Fokus des unternehmerischen Handelns. Wir streben an, mit weniger Ressourcen mehr Wert zu schaffen – und dies im Einklang mit ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung, um auf diese Weise einen dauerhaften Erfolg und Fortbestand des Unternehmens in der Zukunft zu ermöglichen. FUCHS setzt diese wesentlichen Ziele in den drei Nachhaltigkeitsbereichen um.

Ökonomische Ver antwortung

FUCHS begreift Nachhaltigkeit im ökonomischen Handeln als ein Prinzip der langfristigen Geschäftsausrichtung und -sicherung und hat sich zu einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts sowie zur Schaffung von Aktionärswert verpflichtet. Daneben verfolgen wir eine nachhaltige Dividendenpolitik, die auf stetig wachsende, zumindest aber stabile Ausschüttungen an unsere Aktionäre angelegt ist.

Im Sinne dieser Zielsetzungen hat FUCHS folgende Finanzkennzahlen als ökonomische Nachhaltigkeitsindikatoren gewählt: FVA, EBIT, operatives Nettoumlaufvermögen (NOWC) sowie die Dividendensumme. Der Konzern konnte im Berichtsjahr den FVA gegenüber 2011 um 11,9% auf 208,2 Mio € steigern. Die beiden Haupteinflussgrößen des FVA entwickelten sich in die richtige Richtung. Das EBIT stieg im Vergleich zu 2011 um 11,2% auf 293,0 Mio € (263,5), während das die Kapitalkosten beeinflussende NOWC relativ zum Umsatz auf 21,0% (21,1%) leicht zurückging. Durch den unterproportionalen Anstieg des eingesetzten Kapitals ist der Wertbeitrag für die Aktionäre stärker gewachsen als das EBIT. Die Konzern-Dividendensumme soll um 30,3% auf 91,6 Mio € (70,3) steigen.

2012 2011 2010
FUCHS Value Added (FVA) in Mio € 208,2 186,0 182,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Mio € 293,0 263,5 250,1
Operatives Nettoumlaufvermögen (NOWC) in% 21,0 21,1 19,0
Dividendensumme in Mio €* 91,6 70,3 63,2

Ökonomische Kennz ahlen

* Für 2012 Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung.

Ökologische Ver antwortung

Schmierstoffe haben primär die Aufgabe der Reibungsverminderung und des Verschleißschutzes, wodurch Maschinenlaufzeiten verlängert und somit Rohstoffe geschont werden. FUCHS entwickelt, produziert und vertreibt anwendungsgerechte und emissionsmindernde Schmierstoffe, teils unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Hierdurch leistet der Konzern einen Beitrag zur Reduzierung des Energieeinsatzes, zur Ressourcenschonung und damit zur Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne. Aufgrund der niedrigen Fertigungstiefe, die wir als Veredler am Ende der Prozess- und Wertschöpfungskette aufweisen, hinterlassen unsere Aktivitäten bei der Herstellung von Schmierstoffen einen geringen ökologischen Fußabdruck.

FUCHS achtet insbesondere auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie, Wasser und Abfall. Daher haben wir auch diese Kennzahlen als ökologische Nachhaltigkeitsindikatoren festgelegt. Der Energie- und Wasserverbrauch sowie das Abfallaufkommen an den FUCHS-Produktionsstandorten sind im Vergleich zum Durchschnitt der Chemiebranche bereits relativ gering. Zwischen 2010 und 2012 konnte FUCHS pro produzierter Tonne Schmierstoff den Energie- und Wasserverbrauch senken sowie das Abfallaufkommen konstant halten. Der chemische Anteil am Abfallaufkommen konnte im genannten Zeitraum auf 21 Kilogramm pro Tonne Schmierstoffoutput verringert werden.

Ökologische Kennz ahlen*

2012 2011 2010
Energieverbrauch in Kilowattstunden pro produzierter Tonne 270 274 292
Wasserverbrauch in Litern pro produzierter Tonne 319 305 325
Abfallaufkommen in Kilogramm pro produzierter Tonne 27 27 26

* Basis: FUCHS-Produktionsstandorte.

Soziale Ver antwortung

FUCHS ist sich seiner internen und externen sozialen Verantwortung bewusst und berücksichtigt diese Aspekte bei seinen Aktivitäten.

Im internen sozialen Bereich begegnet FUCHS den vielfältigen Herausforderungen insbesondere aus dem demografischen Wandel. Eine Aufgabe ist es sicherzustellen, dass möglichst viele und nicht nur die Kernfunktionen mit der richtigen Mischung von zu entwickelnden und erfahrenen Mitarbeitern besetzt sind. Andererseits sind die im Laufe eines Erwerbslebens aufgebauten Kompetenzen nicht ohne Weiteres zu ersetzen. Ziel sind daher die Aus- und Weiterbildung von jüngeren Mitarbeitern, die Entwicklung und Förderung talentierter Potenzialträger und die Stärkung und der langfristige Erhalt der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit insbesondere der älteren Arbeitnehmer. Dies erreichen wir beispielsweise durch angemessene Arbeits- und Gesundheitsschutzsysteme.

Zudem ist der Konzern bestrebt, qualifizierte Mitarbeiter durch gezielte Maßnahmen langfristig an sich zu binden und besetzt daher, wo immer möglich, frei werdende Stellen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen. Dabei legen wir besonderen Wert auf die angemessene Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen.

Im Sinne dieser Zielsetzungen hat FUCHS im Jahr 2012 das globale und die lokalen Talent-Management-Konzepte sowie auch die Projekte im Gesundheitsmanagement und in der Weiterbildung vorangetrieben.

Zu unseren Nachhaltigkeitsindikatoren zählen das Alter sowie die Altersstruktur der Belegschaft, deren Betriebszugehörigkeit, die Mitarbeiterfluktuation, die Anzahl der Arbeitsunfälle, die krankheitsbedingten Fehltage, der Anteil von Frauen in Führungspositionen und die Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter.

Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter an den weltweiten FUCHS-Produktionsstandorten (Konzern-Repräsentativität: 90%) lag im Berichtsjahr bei 43 Jahren und ist seit 2010 konstant geblieben, genauso wie die Altersstruktur. Mit einem Anteil von rund 26% weist die Altersgruppe der FUCHS-Mitarbeiter über 50 Jahre eine für Industrieunternehmen typische Struktur auf.

Sowohl die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit als auch die Mitarbeiterfluktuation sind Indizien für die Zufriedenheit und die hohe Verbundenheit unserer Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit unserer Arbeitnehmer lag zwischen 2010 und 2012 konstant bei elf Jahren. Die Mitarbeiterfluktuation lag bereits im Jahr 2010 auf einem niedrigen Niveau von nur 3,8% und ist im Berichtsjahr 2012 weiter auf 3,5% gesunken.

Die Zahl der Unfälle bezogen auf 1.000 Mitarbeiter konnten wir von 17 im Jahr 2010 kontinuierlich auf einen Wert von 14 im Berichtsjahr senken. Die durchschnittliche Anzahl an krankheitsbedingten Fehltagen je Mitarbeiter ist in den vergangenen drei Jahren konstant bei durchschnittlich sieben Tagen geblieben.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen an den weltweiten Produktionsstandorten des FUCHS-Konzerns konnte von 18% in den Jahren 2010 und 2011 auf 19% im Berichtsjahr gesteigert werden. Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist ein zentraler Bestandteil unserer nachhaltigen Personalpolitik. Interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen bei FUCHS umfassen Seminare, Workshops, Kurse, gesetzlich vorgeschriebene Schulungen und Inhouse-Trainings, wie z. B. im Rahmen der FUCHS ACADEMY. Wir konnten diesen Wert innerhalb von zwei Jahren von 8,0 auf 15,4 Stunden steigern.

2012 2011 2010
Durchschnittsalter der Mitarbeiter in Jahren 43 43 43
Altersstruktur der Mitarbeiter in%
<30 Jahre 15 14 13
31–40 Jahre 27 29 30
41–50 Jahre 32 31 32
>50 Jahre 26 26 25
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter in Jahren 11 11 11
Mitarbeiterfluktuation1 in% 3,5 4,2 3,8
Arbeitsunfälle 2 pro 1.000 Mitarbeiter 14 16 17
Krankheitsbedingte Fehltage pro Mitarbeiter 7 7 7
Anteil von Frauen in Führungspositionen in% 19 18 18
Durchschnittliche Weiterbildung pro Mitarbeiter in Stunden 15,4 11,0 8,0

Soziale Kennz ahlen*

* Basis: FUCHS-Produktionsstandorte (Konzern-Repräsentativität: 90%).

1 Anteil der Mitarbeiter, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen.

2 Anzahl der Unfälle mit mehr als drei Ausfalltagen.

Im externen sozialen Bereich ist FUCHS davon überzeugt, dass jedes Unternehmen nicht nur zu unternehmerischem Erfolg verpflichtet ist, sondern in gleichem Maße eine gesellschaftliche Verantwortung trägt. Wir unterstützen daher in vielfältiger Weise an den verschiedenen Unternehmensstandorten das soziale und ehrenamtliche Engagement und fördern national wie international wissenschaftliche, kulturelle und soziale Projekte.

Am Konzernhauptsitz fördern wir den wissenschaftlichen Austausch mit der Einrichtung eines Stiftungslehrstuhls an der Universität Mannheim, gemeinsam mit vier weiteren börsennotierten Unternehmen der Metropolregion. Kulturell unterstützen wir seit vielen Jahren unter anderem das Nationaltheater Mannheim, das älteste kommunale Theater und größte städtische Vierspartenhaus bundesweit. FUCHS stellt darüber hinaus Fördermittel für soziale Projekte von gemeinnützigen Trägern in Mannheim zur Verfügung. Dieser FUCHS-Förderpreis wurde im Berichtsjahr zum 13. Mal in Folge vergeben.

Übernahmerechtliche Angaben laut §315 Absatz 4 HGB*

§ 315 Absatz 4 des Handelsgesetzbuchs verlangt zusätzliche Angaben im Lagebericht zu bestimmten Merkmalen der Kapital- und Aktionärsstruktur sowie zu bestimmten Vereinbarungen, die in einer Übernahmesituation von Bedeutung sein könnten.

Zusammensetzung des gezeichneten K apitals

Zum 31. Dezember 2012 belief sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft auf 70.980.000 €. Das Grundkapital ist in 35.490.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) ohne Nennbetrag und 35.490.000 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien (Stückaktien) ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit beträgt der Anteil am Grundkapital der Gesellschaft je Aktiengattung 50%. Auf jede Aktie entfällt zum Bilanzstichtag ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 1 €. Die Stammaktien gewähren die laut Aktiengesetz vorgesehenen Rechte. Die Vorzugsaktien gewähren mit Ausnahme des Stimmrechts dieselben Rechte. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.

Gemäß der Satzung der Gesellschaft wird der Bilanzgewinn in nachstehender Reihenfolge verwendet:

  • a. Zur Nachzahlung etwaiger Rückstände von Gewinnanteilen auf die stimmrechtslosen Vorzugsaktien aus den Vorjahren,
  • b. zur Zahlung eines Vorzugsgewinnanteils von 0,05 € je ein Stück Vorzugsaktie ohne Nennbetrag,
  • c. zur Zahlung eines ersten Gewinnanteils von 0,03 € je ein Stück Stammaktie ohne Nennbetrag,
  • d. zur gleichmäßigen Zahlung weiterer Gewinnanteile auf die Stammaktien und die stimmrechtslosen Vorzugsaktien, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung beschließt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertr agung von Ak tien betreffen

Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, Mannheim, bildet zusammen mit Mitgliedern der Familie Fuchs die Schutzgemeinschaft Fuchs. Innerhalb der Schutzgemeinschaft Fuchs gibt es Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung von Stimmrechten und der Übertragung von Aktien. Die Stimmrechte aller Mitglieder der Schutzgemeinschaft Fuchs werden einheitlich durch die Geschäftsführung der Schutzgemeinschaft ausgeübt. Bei entgeltlichen und unentgeltlichen Übertragungen von Aktien von Mitgliedern der Familie Fuchs oder auch der RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG an Dritte sind die Aktien zunächst schutzgemeinschaftsintern anzubieten.

Darüber hinaus hat die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG zusammen mit einigen Mitgliedern der Schutzgemeinschaft Fuchs zusätzlich eine Stimmrechts- und Verfügungsvereinbarung abgeschlossen. Danach dürfen Aktien nur an Mitglieder dieser Stimmrechts- und Verfügungsvereinbarung übertragen werden.

Beteiligungen am K apital, die 10 % der Stimmrechte ü berschreiten

Es bestehen folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten.

Die Schutzgemeinschaft Fuchs verfügt über die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals. Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG hält 47,16% der Stimmrechte, die natürlichen Personen, die Mitglieder der Familie Fuchs sind, weitere 4,58%. Insgesamt hält die Schutzgemeinschaft Fuchs somit 51,74% der stimmberechtigten Aktien.

Ak tien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse v erleihen

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am K apital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausü ben

Die am Kapital der Gesellschaft beteiligten Arbeitnehmer können ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung ü ber die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Die Satzung der Gesellschaft in der derzeit gültigen Fassung stimmt hinsichtlich der Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und der Satzungsänderungen mit den gesetzlichen Vorschriften gemäß §§ 84, 179 Aktiengesetz überein.

Befugnisse des Vorstands, Ak tien auszugeben oder zurüc k zu kaufen

Die Satzung der Gesellschaft umfasst ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2014 einmalig oder mehrmals um bis zu 35.490.000 € durch Ausgabe bis zu 35.490.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Es dürfen jeweils Stamm- und/oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die Gesellschaft hat mit zwei Banken Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels die Kündigung oder Fälligstellung der eingeräumten Kreditlinien bzw. Kredite ermöglichen, sofern unter den veränderten Eigentümer-/Kontrollverhältnissen keine Einigung über die Fortsetzung der Kreditvereinbarung gefunden wird.

Entschädigungsv ereinbarungen der Gesellschaf t, die fü r den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind

Es gibt bei FUCHS keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

FUCHS-Wertpapiere

Nach einer erfreulichen Entwicklung der FUCHS-Aktien im ersten Quartal zeigte sich die Kursentwicklung im zweiten Quartal aufgrund der eingetrübten Konjunktur und der aus der Staatsschuldenkrise resultierenden Unsicherheiten volatil. Im Verlauf des zweiten Halbjahres entwickelten sich die Aktienmärkte trotz eingetrübter Aussichten für die Weltwirtschaft wieder positiv. Der Aufschwung spiegelte sich auch in der Entwicklung der FUCHS-Aktien wider.

Kursentwic klung der FUCHS -Ak tien

Die Stammaktie schloss im XETRA-Handel am 28. Dezember 2012 mit 53,00 € und lag damit um 76% über dem Jahresschlusskurs 2011.

Die Vorzugsaktie verzeichnete mit einem Kurs von 56,19 € ebenfalls einen Zuwachs von 66,1%. DAX und MDA X gewannen im gleichen Zeitraum 29,1% bzw. 33,9%.

Die Marktkapitalisierung der FUCHS-Aktien belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 3,9 Mrd.€ (2,3).

Kursentwicklung von Stamm- und Vor zugsaktien im Vergleich zu DAX und MDA X (1. 1. 2012 – 31. 12. 2012)

mobile.fuchs-oil.de

Vorzugsaktie Stammaktie DAX MDAX

Höhere Börsenumsätze trotz eingetrübter Aussichten für die Weltwirtschaft

Die Börsenumsätze der FUCHS-Aktien sind im Jahr 2012 weiter angestiegen. Das gehandelte Volumen stieg um 6,5% von 1.448,4 Mio € im Jahr 2011 auf 1.543,0 Mio € im Jahr 2012.

Der durchschnittliche Tagesumsatz der Stammaktie sank von 1.069 T€ auf 888 T€, die Vorzugsaktie verzeichnete einen Anstieg des Tagesumsatzes von 4.567 T€ auf 5.187 T€ und erreichte damit ein neues Rekordniveau.

Handelsplätze der FUCHS -Ak tien

Die FUCHS-Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börse Stuttgart zum amtlichen Handel zugelassen. Außerdem sind sie in das elektronische Handelssystem XETRA einbezogen.

Zum Jahresende 2012 waren zwei Wertpapiere der FUCHS PETROLUB AG im Umlauf:

Gattung WKN Handelsplatz
Stammaktie 579040 Frankfurt am Main, Stuttgart
Vorzugsaktie 579043 Frankfurt am Main, Stuttgart

Die Stammaktien und Vorzugsaktien der FUCHS PETROLUB AG sind seit 1. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse notiert.

Stam mak tie im DA X plus Family 30

Der DAXplus Family-Index der Deutschen Börse bildet die Entwicklung von 118 börsennotierten Familienunternehmen ab. Der Index enthält alle deutschen und internationalen Unternehmen aus dem Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der DAXplus Family 30, in den die FUCHS-Stammaktien seit Index-Gründung im Jahr 2010 aufgenommen wurden, umfasst die 30 größten und liquidesten Familienunternehmen.

Vorzugsak tie im MDA X

In der Rangfolge konnte sich die FUCHS-Vorzugsaktie seit Aufnahme in den MDAX bis zum Jahresende 2012 sowohl bei der Marktkapitalisierung als auch beim Handelsumsatz – den beiden wichtigsten Indexkriterien – stetig verbessern. Die zu 100% im Streubesitz stehenden Vorzugsaktien sind seit Juni 2008 Mitglied im zweitgrößten deutschen Aktienindex, dem MDAX. Im MDAX sind 50 mittelgroße deutsche Unternehmen vorwiegend aus klassischen Branchen gelistet.

Vorzugsak tie im Stoxx Europe 600

Im September 2011 wurde die Vorzugsaktie in den STOXX Europe 600 aufgenommen. Der STOXX Europe 600 ist ein Aktienindex, der die Entwicklung großer, mittelgroßer und kleiner börsennotierter Unternehmen aller Branchen abbildet. Der Index umfasst die Aktien von 600 Unternehmen aus 18 europäischen Ländern.

Ak tionärsstru k tur

Der Anteil der stimmberechtigten Stammaktien der Schutzgemeinschaft Familie Fuchs lag zum 31. Dezember 2012 bei 51,7%. Bezogen auf das Gesamtkapital (Stamm- und Vorzugsaktien) beträgt der Streubesitz nahezu 75%. Er verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf institutionelle und private Anleger. Ein nennenswerter Anteil des Gesamtkapitals liegt im Ausland.

Aktionärsauf tei lung zum 31. Dezember 2012

Weiterhin hohes Research-Interesse an FUCHS PETROLU B

Im Jahresverlauf 2012 hat die Attraktivität der FUCHS-Aktien erneut zugenommen, was sich in einem weiter steigenden Interesse von Investoren und in den daraus folgenden lebhaften Research-Aktivitäten von 20 Analysehäusern widerspiegelte: Baader Bank, Bankhaus Lampe, Commerzbank, Cheuvreux Crédit Agricole, Deutsche Bank, DZ-Bank, equinet Bank, Goldman Sachs, Hauck & Aufhäuser Institutional Research, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Independent Research, Kepler Capital Markets, LBBW, Metzler Equity Research, Macquarie Securities Europe, MainFirst Bank, Silvia Quandt Research, Steubing AG sowie Warburg Research.

Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / analysten.html

Intensiv e Kommunikation mit dem internationalen F inanzpu bliku m

Dem weiter steigenden Informationsinteresse institutioneller Anleger trugen wir mit der Teilnahme an 14 Finanzkonferenzen sowie mit der Durchführung von elf Roadshows in Europa, USA und Kanada Rechnung. 275 Einzelgespräche wurden mit institutionellen Anlegern und Fondsmanagern im In- und Ausland geführt. Finanzanalysten konnten sich zu den jeweiligen Publikationsterminen in Analystenkonferenzen bzw. Telefonkonferenzen über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens informieren. Darüber hinaus stand das Management institutionellen Anlegern und Analysten in zahlreichen persönlichen Gesprächen zur Verfügung.

Finanzanalysten, die FUCHS im Research führen, konnten bei unserer 13. FUCHS-Analystenkonferenz das im Jahr 2012 bezogene Technologiezentrum bei FUCHS in Mannheim besichtigen sowie einen Einblick in unsere Produktion und in das Hochregallager erhalten.

Die Finanz- und Wirtschaftspresse wurde in Pressekonferenzen und Telefonkonferenzen sowie mit Pressemitteilungen kontinuierlich informiert. Daneben bestand reges Interesse an Interviews mit dem Management.

In der Kommunikation mit privaten Anlegern sind unsere Hauptversammlung in Mannheim mit über 1.500 Aktionären sowie die traditionell stattfindende Informationsveranstaltung in Zürich mit über 100 Teilnehmern hervorzuheben. Das 6. Mannheimer Kapitalmarktforum, auf dem sich im Zweijahresrhythmus die börsennotierten Unternehmen Mannheims – darunter auch FUCHS PETROLUB – präsentieren, fand am 10. September 2012 im Congress Center Rosengarten statt und wurde von zahlreichen Privatanlegern besucht.

Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / investor_relations.html

Schließlich spielte das Internet mit kontinuierlich verbesserten Applikationen im Investor-Relations-Bereich in der Gesamtkommunikation eine weiterhin herausragende Rolle. Im Jahr 2012 wurde die FUCHS-Internetseite von mehr als 430.000 Interessierten besucht.

Auszeichnungen für erfolgreiche Inv estor-Rel ations-Arbeit

Im Jahr 2012 war der FUCHS-Geschäftsbericht 2011 bei den Vision Awards, veranstaltet vom amerikanischen Kommunikationsverband LACP, sehr erfolgreich. Er erhielt Gold und kam zusätzlich ins Ranking der "Top 50 German Reports". Insgesamt wurden 5.500 Geschäftsberichte aus mehr als 24 Ländern eingereicht – eine der höchsten Quoten seit Bestehen des Wettbewerbs. Der FUCHS-Geschäftsbericht setzte sich insbesondere durch Qualität und außergewöhnliche Leistung im Bereich Finanzkommunikation gegen die Konkurrenz durch.

Im Finanz- und Anlegermagazin "Börse Online" erzielten wir beim Preis der "Besten Investor Relations Deutschland – BIRD 2012" in der Kategorie MDAX einen zehnten Platz, womit wir im Gesamtranking der 160 größten börsennotierten Gesellschaften in Deutschland Platz 30 erreicht haben. Insgesamt haben 45 Unternehmen das vorgegebene Stimmenquorum geschafft. Bewertet werden der direkte Dialog mit Privatanlegern per Telefon, E-Mail, auf der Hauptversammlung und bei anderen Aktionärsveranstaltungen oder im Internet. Die Glaubwürdigkeit und die Verständlichkeit der Kommunikation sind wichtige Kriterien in der Bewertung der Investor-Relations-Arbeit.

Ergebnis je Ak tie

Als Ergebnis nach Steuern erwirtschaftete der Konzern 207,3 Mio € (183,1), ein Anstieg um 13,2%. Die Nettoumsatzrendite beträgt 11,4% (11,1%).

Das Ergebnis je Stamm- bzw. Vorzugsaktie hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um rund 13,2% auf 2,90 € (2,56) bzw. 2,92 € (2,58) erhöht.

Vorschl ag auf Erhöhung der Dividende

Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns 205

Der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 wird vorgeschlagen, die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 0,30 € je Aktie auf 1,28 € (0,98) je Stammaktie und auf 1,30 € (1,00) je Vorzugsaktie zu erhöhen. Bei einem Anstieg der Dividendensumme auf 91,6 Mio € (70,3) ergäbe sich eine Erhöhung der Dividende je Stamm- und Vorzugsaktie um rund 30%.

Kennz ahlen der FUCHS PETROLUB Aktien

2012 20118
S tä mme V o r z ü g e S tä mme V o r z ü g e
Anzahl Stückaktien zu 1€ 35.490.000 35.490.000 35.490.000 35.490.000
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 35.490.000 35.490.000 35.490.000 35.490.000
Dividende (in €) 1,281 1,301 0,98 1,00
Dividendenrendite (in%) 2 3,1 2,9 3,1 2,9
Ergebnis je Aktie (in €) 3 2,90 2,92 2,56 2,58
Brutto-Cashflow je Aktie (in €) 4 3,09 3,09 1,90 1,90
Buchwert je Aktie (in €) 5 10,99 10,99 9,25 9,25
XETRA-Schlusskurs (in €) 53,0 56,19 30,12 33,82
XETRA-Höchstkurs (in €) 53,0 56,57 37,10 39,73
XETRA-Tiefstkurs (in €) 29,89 34,13 27,80 28,72
XETRA-Durchschnittskurs (in €) 41,24 44,75 31,91 34,20
Durchschnittliche Tagesumsätze (inT€)
XETRA und Parkett 888 5.187 1.069 4.567
Marktkapitalisierung (in Mio €) 6 3.875 2.269
Kurs-Gewinn-Verhältnis 7 14,2 15,3 12,5 12,3

1 Vorschlag an die Hauptversammlung.

2 Quotient aus Dividende und Durchschnittskurs des Geschäftsjahres.

3 Quotient aus Ergebnis nach Abzug von Fremdanteilen und durchschnittlicher Anzahl der Aktien.

4 Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der Aktien.

5 Quotient aus Aktionärseigenkapital und Anzahl der Aktien.

6 Börsenwerte am Jahresende.

7 Quotient aus Durchschnittskurs und Ergebnis je Aktie.

8 Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / dieaktie.html

Unser Geschäftsmodell zahlt sich aus. In den letzten zehn Jahren hat FUCHS seinen Umsatz verdoppelt und das Ergebnis vervielfacht.

Konzernlagebericht ¹

2.1 Geschäft und Rahmenbedingungen 53
■ Strategische Ziele und Geschäftsmodell 53
■ Steuerungssystem 55
■ Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 56
2.2 Ertragslage des Konzerns 59
■ Umsatz 59
■ Gewinn- und Verlustrechnung 62
■ Kennzahlen 64
2.3 Ertragslage der Regionen 68
■ Europa 68
■ Asien-Pazifik, Afrika 70
■ Nord- und Südamerika 72
2.4 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns 74
■ Bilanzstruktur 74
■ Investitionen und Geschäftserwerbe 76
■ Kapitalflussrechnung 78
■ Liquiditätslage, Finanzierungsstruktur
und Dividendenpolitik
79
2.5 Gesamtlage 82
2.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 83
■ Forschung und Entwicklung 83
■ Mitarbeiter 85
■ Nachhaltigkeit 89
2.7 Nachtragsbericht 92
2.8 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 93
■ Chancenbericht 93
■ Risikobericht 94
■ Prognosebericht 103
2.9 Rechtliche Angaben 106
■ Abhängigkeitsbericht 106
■ Erklärung zur Unternehmensführung 106
■ Grundzüge des Vergütungssystems 106
■ Übernahmerechtliche Angaben 106

1 Die Zahlenangaben in Klammern betreffen den jeweiligen Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Strategische Ziele und Geschäftsmodell

Konzentration auf Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten

FUCHS ist ein in Deutschland ansässiger Konzern mit weltweit insgesamt 49 operativen Gesellschaften und mehr als 3.700 Mitarbeitern.

FUCHS ist fokussiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten. Strategisches Ziel des Konzerns ist die Technologieführerschaft in wichtigen Nischen und hochwertigen Geschäftsfeldern. Im Rahmen dieser Strategie werden maßgeschneiderte Produkte mit einem hohen Kundennutzen entwickelt und gefertigt. Weiterhin zeichnet sich das Geschäftsmodell von FUCHS durch eine umfangreiche Dienstleistungskomponente aus. Mit seiner Nischenstrategie unterscheidet sich FUCHS von den vertikal strukturierten Mineralölfirmen, deren Geschäftsmodell insbesondere auf breite Vertriebskanäle setzt. Gegenüber vielen anderen Schmierstofflieferanten, die ebenfalls unabhängig, also nicht Teil eines vertikal strukturierten Konzerns sind, genießt FUCHS die Vorteile seiner Größe, Internationalität und Ressourcenstärke.

Das Sortiment umfasst rund 10.000 Produkte für alle Lebensbereiche und Industrien. Darunter finden sich Bergbau, Stahlindustrie, Landwirtschaft, Fahrzeugindustrie, Verkehr, Maschinenbau, private Haushalte und vieles mehr. Das breite Produktspektrum deckt den gesamten Schmierstoffbedarf der mehr als 100.000 Kunden ab und ermöglicht die Lieferung und Betreuung aus einer Hand.

Die hohe Innovationskraft ist ein wesentlicher Treiber im Geschäftsmodell. Rund jeder zehnte Mitarbeiter ist im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. FUCHS betreibt eine anwendungsnahe Entwicklung direkt beim Kunden. Schmierstoffe werden an Kundenprozesse angepasst oder es werden neue Schmierstoffe gleichzeitig mit neuen Maschinen und Aggregaten in Partnerschaft mit dem Kunden entwickelt.

Rund 75% des Umsatzes werden im Direktvertrieb erzielt. Die meist langjährigen Kundenbeziehungen ermöglichen die Unterbreitung spezifisch auf den Kunden zugeschnittener Dienstleistungsangebote. Dabei verfügen die im Vertrieb eingesetzten Fachleute über spezifische Branchenkenntnisse und können schnell und kompetent Lösungen für Detailfragen finden.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Reaktionsgeschwindigkeit auf Marktschwankungen. Hilfreich sind in diesem Zusammenhang die interne Transparenz sowie die geringe Anlagenintensität. Beide erleichtern kurzfristige Kapazitätsanpassungen. Denn angesichts der kurzfristigen und serviceorientierten Belieferung unserer Kunden mit Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten lassen sich Hinweise für die Absatzentwicklung in der näheren Zukunft nicht aus eigenen Auftragsbeständen, sondern eher aus der allgemeinen Wirtschaftslage sowie der Auftragslage in bestimmten Kundenindustrien gewinnen. Dennoch sind unvorhergesehene Schwankungen im Markt und im Umfeld immer möglich, wie die Entwicklung im Jahr 2008 gezeigt hat.

GröSSere C hancen und reduzierte Risiken durch regionale Mar k terschlieSSung

Eine starke europäische Marktstellung ist Basis der Internationalisierung des FUCHS-Geschäfts. Das breite Produktportfolio ermöglicht die Teilhabe am Wachstumspotenzial in Asien, Afrika, Südamerika und Osteuropa. FUCHS begleitet nicht nur wichtige Kunden in neue Märkte, sondern gewinnt mit maßgeschneiderten Lösungen zusätzlich lokale Kunden. Die Diversifikation in Regionen und Branchen sorgt für einen Ausgleich bei Konjunktur- und Branchenzyklen.

Strategisch bedeutsame Wachstumsbereiche sind die Felder Technologiepartnerschaft, Nischenanwendungen und Service. Auf diesen Gebieten will der Konzern organisch und wenn möglich mittels Akquisitionen weiter wachsen.

Zum Bilanzstichtag waren 27 operative Gesellschaften in Europa und fünf Tochtergesellschaften auf dem amerikanischen Kontinent tätig. In der Region Asien-Pazifik, Afrika wurden die Kunden von 17 Tochtergesellschaften betreut.

Die Beteiligungsstruktur des FUCHS PETROLUB Konzerns ist einfach. Die Gesellschaften werden in der Regel zu 100% von der FUCHS PETROLUB AG in Mannheim gehalten. Damit sind die Berichtswege kurz und es ist eine effiziente Trennung von operativer Führung und gesellschaftsrechtlicher Betreuung möglich. In der Schweiz, in der Türkei und im Nahen Osten gibt es Gesellschaften mit je 50%iger Beteiligung, eine Minderheitsbeteiligung gibt es in Saudi-Arabien.

Die Organisations- und damit auch Berichtsstruktur bei FUCHS folgt den drei geografischen Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika. In diesen Regionen werden Funktionen wie Produktion, Einkauf, Verwaltung, Forschung und Entwicklung lokal gebündelt. Die Kunden hingegen werden nach Abnehmergruppen getrennt durch entsprechende Spezialisten betreut.

Steuerungssystem

FUCH S VALUE ADDED als zentrale Führungskennzahl

FUCHS verfolgt eine wertorientierte Wachstumsstrategie mit langfristigen strategischen Zielen. Zentrale Kennzahl ist der FUCHS Value Added (FVA), der einerseits auf den Ertrag und andererseits auf den Kapitaleinsatz abstellt. Das Management auf der lokalen, regionalen und globalen Ebene widmet den Treibern Umsatz, Roh- bzw. Bruttomarge sowie der Entwicklung der übrigen fixen und variablen Kosten seine besondere Aufmerksamkeit. Ein weiterer Fokus liegt auf dem eingesetzten Kapital. Wichtig ist die Steuerung des Anlagevermögens über Investitionsrechnungen und die Kontrolle der in Form von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebundenen Betriebsmittel. Für die Ermittlung der Kosten des eingesetzten Kapitals werden lokal angepasste Kapitalkostensätze verwendet, um die individuell unterschiedlichen Risiken zu berücksichtigen.

Folgerichtig sind alle Bonuszahlungen an das lokale, regionale und globale Management auf die FVA-Kennzahl abgestimmt. Nur wenn im betreffenden Geschäftsjahr ein positiver Wertbeitrag erwirtschaftet wurde, entsteht ein Anspruch auf eine Bonuszahlung. Deren Höhe kann abhängig sein von zusätzlichen individuellen Vereinbarungen und Leistungsfaktoren.

Die operative Führung der Gesellschaften erfolgt zusätzlich mittels einer detaillierten Soll-Ist--Abweichungskontrolle des Budgets. Zunächst werden während des jährlichen Budgetierungsprozesses Zielvorgaben für Gesellschaften und Regionen hinsichtlich Wachstum, Roh- bzw. Bruttomargen und der Entwicklung der übrigen Sach- und Personalkosten erarbeitet. Durch einen monatlichen Soll-IstVergleich wird die Einhaltung der Budgetziele kontinuierlich überprüft. Bei Zielverfehlungen werden die Ursachen zeitnah untersucht sowie mögliche Kompensationen geprüft und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen: gesamt und branchenspezifisch

Weiterhin nur moderates Wach stum der Weltkonjunk tur erwartet

Im Verlauf des Jahres 2012 hat sich die Weltkonjunktur deutlich abgekühlt. Im Jahresdurchschnitt dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) nur noch um 3,2% gestiegen sein. Dabei war das Wachstumstempo in den einzelnen Weltregionen weiterhin sehr unterschiedlich. Die Europäische Union (EU) ist in die Rezession geraten, die USA sind verhalten gewachsen und in den Schwellenländern hat sich die Dynamik abgekühlt. Zur Jahreswende 2012 / 13 scheint der Tiefpunkt der globalen konjunkturellen Entwicklung zwar durchschritten zu sein, doch belasten Unsicherheiten, die insbesondere im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise im Euroraum und dem zukünftigen finanzpolitischen Kurs in den USA stehen, den Ausblick. Für 2013 rechnet der IWF mit einem Anstieg des globalen BIP um 3,5%.

Unterschiedliche Entwic klung in den groSSen Industrieländern

Mit 7,8% und 4,5% verzeichneten China und Indien im Berichtsjahr jeweils ein geringeres Wirtschaftswachstum als im Jahr 2011, könnten jedoch dem IWF zufolge im Jahr 2013 wieder auf einen Pfad rascher Expansion einschwenken. Für China wird ein Wachstum um mehr als 8% vorausgesagt, während sich die BIP-Entwicklung in Indien auf rund 6% erhöhen soll. In der EU nahm die Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 insgesamt um 0,2% ab, wobei Deutschland im selben Jahr noch einen BIP-Zuwachs von 0,9% erreichen konnte. Im Jahr 2013 wird für die EU insgesamt eine leichte BIP-Zunahme um 0,2% erwartet und die deutsche Wirtschaftsleistung soll sich um 0,6% erhöhen.

Weltstahlprodu k tion im Jahr 2012 auf Re kordniveau, jedoch Rüc kgänge im europäischen Mar k t und in Deutschland

Die Weltrohstahlproduktion stieg im Berichtsjahr laut Weltstahlverband (World Steel Association) gegenüber 2011 um 1,2%. Das Wachstum wurde hauptsächlich in Asien (3,0%) und Nordamerika (2,5%) erreicht, während die Produktion in der EU um 4,5% im betrachteten Zeitraum sank. Nachdem die deutsche Rohstahlproduktion bis September 2012 vier Quartale in Folge zurückgegangen war, stabilisierte sie sich im letzten Jahresviertel. Insgesamt wurde in Deutschland in der Berichtsperiode 3,7% weniger Stahl erschmolzen als im Jahr 2011. Für 2013 rechnet die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) mit einer leichten Aufwärtsbewegung und erwartet eine Erhöhung der deutschen Rohstahlproduktion um rund 1%. Weltweit geht der Verband sogar von einem Produktionswachstum um rund 4% aus.

Weltweiter Maschinenbau wäch st weniger star k , in Deutsc hl and wird Re kordniveau von 2008 wieder erreicht

Die weltweite Maschinenproduktion stieg mit 6,3% laut IMS Research im Jahr 2012 weniger stark als im Jahr davor. Zwar war das Wachstum in den Regionen Asien-Pazifik und Nord- und Südamerika mit jeweils rund 7,5% sehr stark, dennoch war selbst in China das Produktionsplus (9,1%) um rund 10%-Punkte niedriger als noch in 2011. Dies sei laut IMS Research eine Folge der

sinkenden Nachfrage aus Europa und der sich ändernden Geldpolitik verschiedener Staaten. Mit einem geschätzten Zuwachs von 2% hat die deutsche Maschinenbauindustrie im Berichtsjahr das Rekordproduktionsniveau von 2008 wieder erreicht. Für 2013 erwarten die deutschen Maschinenbauer laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ebenfalls einen Anstieg der Produktion um 2%. Das Wachstum der Maschinenproduktion auf dem europäischen und auch dem amerikanischen Kontinent wird für 2013 auf 3,5% eingeschätzt, weit unter der Voraussage für Asien-Pazifik (ca. 9,5%). Weltweit ergäbe sich somit für 2013 ein Plus um etwa 5,5%.

Umsat zstruktur des Konzerns nach Branchen

* Verarbeitendes Gewerbe = Produktionsgüter, Investitionsgüter, Verbrauchsgüter.

Automobilprodu k tion der Schwellenländer auf Wach stumsku rs

Die weltweite Automobilproduktion ist laut Euler Hermes im Berichtsjahr um rund 4% angestiegen. Für 2013 erwartet die weltweit tätige Kreditversicherungsgruppe ein globales Wachstum in ähnlicher Höhe. Ihre Stärke verdankt die Automobilbranche den Schwellenländern, allen voran China und Indien, auch weil Produktion und Konsum sich in den vergangenen Jahren zunehmend dorthin verlagert haben. Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens IHS würde China 2013 erstmals über 20 Mio Fahrzeuge produzieren (+8%) und damit Europa als weltweit größten Produktionsstandort ablösen. In Europa war die Produktion im Jahr 2012 rückläufig (–5%) und soll 2013 um weitere 3% auf unter 19 Mio produzierter Fahrzeuge zurückgehen. Mit einer Erholung in Europa rechnet IHS erst im Jahr 2014. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) umfasste die deutsche Pkw-Produktion im Gesamtjahr 2012 ein Volumen von knapp 5,4 Mio Einheiten (– 4%), werde aber in 2013 um rund 1% zulegen.

Globale C hemieprodu k tion setzt Wach stumstrend fort, Schwellenl änder sind Haupttreiber

Der Zuwachs der globalen Chemieproduktion setzte sich laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) im Jahr 2012 fort, fiel jedoch mit 2,0% im Berichtsjahr geringer aus als im Jahr 2011 (4,8%).

Getragen wurde das Wachstum hauptsächlich von den asiatischen Schwellenländern, allen voran China (+10,5%), während die Produktion in den USA stagnierte und in der EU um 1,5% zurückging. In Deutschland betrug der Rückgang sogar 3,1%. Der VCI erwartet, dass die deutsche Chemieproduktion 2013 wieder um 1,5% zulegen wird. Für die EU wird mit einem schwächeren Wachstum von 1,0% gerechnet und für die USA geht man von einem Anstieg um 1,5% aus. Die chinesische Chemieproduktion soll um 9,5% steigen. Die Prognose für den Zuwachs beim weltweiten Chemieoutput im Jahr 2013 liegt bei 3,5%.

Globaler Schmierstoffmar k t fällt leicht, deutsche Schmierstoffnachfrage ist nur marginal höher

Die globale Schmierstoffnachfrage ist im Jahr 2012 um schätzungsweise 0,5% auf ein Volumen knapp unter 35 Mio Tonnen gesunken. Der Bedarf in den Industrieländern USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, die zusammen rund ein Drittel des weltweiten Schmierstoffbedarfs auf sich vereinigen, dürfte gegenüber Vorjahr um rund 4% gesunken sein. Die vorgenannten Länder mit Ausnahme von Deutschland hatten dabei unterschiedlich hohe Mengenrückgänge zu verzeichnen. In Deutschland stagnierte die Schmierstoffnachfrage laut Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Jahr 2012 auf einem Niveau von rund 1 Mio Tonnen. Die Entwicklungs- und Schwellenregionen Asien-Pazifik und Lateinamerika verzeichneten im Berichtsjahr 2012 Mengenerhöhungen von ca. 1% bzw. 2% gegenüber 2011. Für 2013 erwarten wir aus heutiger Sicht eine volatile globale Schmierstoffmarktentwicklung in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres.

Entwicklung des Weltschmierstoffbedarfs

Regionale Anteile

Gesamt Asien-Pazifik und restliche Welt Nord- und Südamerika Europa

Ertragslage des Konzerns

Umsatz

Entwicklung des Konzernumsat zes

Zweistelliger Umsatzzuwach s

Der FUCHS PETROLUB Konzern hat im Jahr 2012 seinen Umsatz auf 1.819,1 Mio € ausgebaut. Damit wurde der vergleichbare Vorjahreswert von 1.651,5 um 167,6 Mio € oder 10,1% übertroffen. Mit 107,0 Mio € beruhen knapp zwei Drittel der Umsatzsteigerung auf organischem Wachstum. Hinzu kamen 58,8 Mio €, um die der Umsatz währungsbedingt zugenommen hat, sowie 1,8 Mio € aus externem Wachstum.

Wachstumsfaktoren in Mio € in%
Organisches Wachstum 107,0 6,4
Externes Wachstum 1,8 0,1
Effekte aus der Währungskursumrechnung 58,8 3,6
Umsatzwachstum 167,6 10,1

Auftragsbestände erlauben in unserem Geschäftsmodell keine zuverlässige Beurteilung des zukünftigen Geschäftsverlaufs. In der Regel liegen nur wenige Tage zwischen Auftragseingang und Umsatz. Insofern berichten wir nicht über die Entwicklung von Auftragsbeständen.

in Mio € 2012 2011 Organisches
Wachstum
Externes
Wachstum
Wechselkurs
effekte
Gesamt­
veränderung
absolut
Gesamt­
veränderung
in%
Europa 1.080,7 1.006,7 63,3 1,8 8,9 74,0 7,4
Asien-Pazifik, Afrika 486,8 412,3 41,6 32,9 74,5 18,1
Nord- und Südamerika 320,3 282,6 20,4 17,3 37,7 13,3
Konsolidierung –68,7 –50,1 –18,3 –0,3 –18,6
Gesamt 1.819,1 1.651,5 107,0 1,8 58,8 167,6 10,1

Regionale Umsatzentwic klung nach dem Sitz der Gesellschaften

Dynamisches organisches Wach stum in allen Regionen

FUCHS ist in allen drei Weltregionen organisch gewachsen. Jede Region hat Absatzsteigerungen erzielt, die – angesichts einer schwächeren konjunkturellen Entwicklung in einigen Ländern – unterschiedlich stark ausgefallen sind. Hinzu kamen rohstoffkostenbedingte Verkaufspreiserhöhungen als globaler Treiber.

Der Vorstand war in seiner Umsatzprognose für das Jahr 2012 von einer leicht wachsenden Weltwirtschaft und stabilen Rohstoffkosten ausgegangen. Die tatsächliche Entwicklung hingegen war zur Mitte des Berichtsjahres von nennenswerten Preissteigerungen bei Rohstoffen geprägt. Ebenso war die Schwäche des Euros gegenüber einer Vielzahl von für den Konzern wichtigen Währungen nicht eingeplant.

Im Ergebnis wurde mit dem erwirtschafteten Umsatzzuwachs von 10,1% die langjährige durchschnittliche Wachstumsrate von 4 – 5% deutlich übertroffen. Zusätzlich zu den ungeplanten rohstoffseitigen Inflationseffekten hat sich die Schwäche des Euros mit 3,6%-Punkten unerwartet positiv auf den Konzernumsatz ausgewirkt.

Damit erhöhte sich auch das Gewicht der außerhalb des Euroraums erwirtschafteten Umsätze. Die regionale Verteilung zeigt, dass der Anteil von Kunden mit Sitz in Europa auf 52,7% (56,9%) zurückgegangen ist und die beiden anderen Regionen in ihrer Bedeutung weiter zugenommen haben. Kunden mit Sitz in der Region Asien-Pazifik, Afrika erhöhten ihren Anteil am Konzernumsatz auf 29,4% (25,6%), und mit Kunden in Nord- und Südamerika wurden 17,9% (17,5%) des Konzernumsatzes getätigt.

Weiterhin sehr hohe Wach stumsraten in Asien- Pazifik , Afrik a

Europa erwirtschaftete im Berichtsjahr um 7,4% oder 74,0 Mio € höhere Umsätze als im Vorjahr. Der Zuwachs auf 1.080,7 Mio € (1.006,7) war im Wesentlichen, nämlich mit 63,3 Mio € oder 6,3%-Punkten, organisch getrieben. Absatzrückgängen bei einzelnen Gesellschaften der Region standen insgesamt höhere Zuwächse vor allem in Deutschland, Großbritannien und Russland gegenüber. Haupttreiber des Wachstums waren höhere Durchschnittserlöse, beeinflusst von deutlichen Rohstoffkostenverteuerungen. Der positive Wechselkurseffekt von 8,9 Mio € oder 0,9% beruhte vor allem auf dem Kursanstieg des britischen Pfundes gegenüber dem Euro.

Die Gesellschaften in Asien-Pazifik, Afrika haben die absolut größte Absatzsteigerung aller Regionen erzielt und erwirtschafteten gleichzeitig mit 10,1% den prozentual höchsten organischen Umsatzzuwachs (+41,6 Mio €). Zusätzlich wirkten sich insbesondere die Stärke des chinesischen Renminbis sowie des australischen Dollars mit einem positiven Umrechnungseffekt von 32,9 Mio € (8,0%) umsatzsteigernd aus. Bei einem Gesamtwachstum von 18,1% bzw. 74,5 Mio € erreichte die Region im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 486,8 Mio € (412,3).

Mit seinen nordamerikanischen Landesgesellschaften erwirtschaftete der Konzern im Jahr 2012 ein erfreuliches Absatz- und Umsatzwachstum, während unsere Gesellschaften in Südamerika von einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld beeinträchtigt waren. Die Region Nord- und Südamerika insgesamt erzielte ein organisches Wachstum von 7,2% bzw. 20,4 Mio €. Darüber hinaus sorgte der im Verhältnis zum Euro deutlich gestärkte US-Dollar für einen positiven Wechselkurseffekt. Unter Einbeziehung der währungskursbedingten Erhöhung des Konzernumsatzes um 17,3 Mio € bzw. 6,1% steigerte die Region ihren Umsatz um insgesamt 37,7 Mio € oder 13,3% auf 320,3 Mio € (282,6).

Umsat zstruktur des Konzerns

Gewinn- und Verlustrechnung

Ertragskraft weiter gesteigert

2012 war für den FUCHS PETROLUB Konzern wieder ein sehr erfolgreiches Jahr. Der Umsatz wurde zweistellig gesteigert (+10,1%) und die Ergebniszahlen erhöhten sich leicht überproportional. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug der Zuwachs 11,2% und beim Ergebnis nach Steuern 13,2%.

Im Einklang mit der volumen-, preis- und währungsgetriebenen Umsatzsteigerung um 10,1% hat der Konzern das Bruttoergebnis um 10,2% auf 666,0 Mio € (604,6) ausgeweitet.

Gleichzeitig erhöhten sich die Aufwendungen für Sach- und Personalkosten. So stiegen parallel zur Umsatzausweitung die Frachtkosten. Im Zuge unserer Wachstumsinitiative haben wir zudem unsere Mitarbeiterzahl planmäßig erhöht. Ferner wirkte sich – vor allem auf den Wachstumsmärkten – die Inflation im Lohn- und Gehaltsbereich aus. Ebenso haben der Ausbau unserer Werke in wichtigen Märkten sowie die Modernisierung und Erweiterung im Bereich von Forschung und Entwicklung unsere Kostenbasis erhöht. Und nicht zuletzt hat sich wie beim Umsatz die Währungsumrechnung ausgewirkt. In Summe sind die Aufwendungen für Vertrieb, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung um 29,4 Mio € bzw. 8,5% auf 376,1 Mio € (346,7) angestiegen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Konzerns von –11,1 Mio € (0,5) war von Sonderfaktoren belastet. Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung unseres Geschäfts in Großbritannien, wo wir künftig nur mit einer statt bisher zwei operativen Gesellschaften tätig sein werden, erfolgte eine Übertragung von Pensionsverbindlichkeiten auf externe Versorgungsträger. Dies führte zu Aufwendungen von 4,2 Mio €. Außerdem sind im sonstigen betrieblichen Ergebnis Restrukturierungsund Abfindungsaufwendungen von 2,0 Mio € und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Prozess um den Gesellschafterstreit im Nahen Osten von 1,8 Mio € enthalten.

Das EBIT der vor at Equity einbezogenen Unternehmen stieg somit um 20,4 Mio € auf 278,8 Mio € (258,4) und die entsprechende Marge erreichte 15,3% (15,6%). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses der at Equity einbezogenen Unternehmen erwirtschaftete der Konzern ein EBIT von 293,0 Mio € (263,5). Diese EBIT-Steigerung um 29,5 Mio € entspricht einem Zuwachs von 11,2%.

Mit der umfangreichen Reduzierung von Pensionsverbindlichkeiten im Vorjahr und angesichts der guten Liquiditätslage des Konzerns liegt der Nettofinanzaufwand von 1,6 Mio € im Jahr 2012 um gut die Hälfte unter dem des Vorjahres (3,7). Die Steuerquote von 30,3% (30,1%) ist gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen und die Ertragsteuern beliefen sich auf 84,1 Mio € (76,7).

Als Ergebnis nach Steuern erwirtschaftete der Konzern 207,3 Mio € (183,1), ein Anstieg um 13,2%. Die Nettoumsatzrendite beträgt 11,4% (11,1%).

Das Ergebnis je Stamm- bzw. Vorzugsaktie hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um rund 13,2% auf 2,90 € (2,56) bzw. 2,92 € (2,58) erhöht.

Ü berproportionale Ergebnissteigerung bei hohen Wach stumsr aten in der Region Asien- Pazifik , Afrik a

Angesichts eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in verschiedenen europäischen Ländern haben sich die Konzerngesellschaften in Europa insgesamt gut behauptet. Die Region hat ihr Segmentergebnis (EBIT) um 1,9 Mio € oder 1,4% auf 133,6 Mio € (131,7) gesteigert. Vor allem in Großbritannien, Deutschland und Russland haben unsere Gesellschaften sehr erfolgreich gearbeitet.

In Asien-Pazifik, Afrika konnten die meisten Gesellschaften nennenswerte zweistellige Ergebnissteigerungen verbuchen. Insbesondere die Gesellschaften in China und Südafrika haben ihre gute Profitabilität nochmals verbessert. Darüber hinaus haben die at Equity einbezogenen Unternehmen der Region mit 13,2 Mio € (3,8) einen deutlich über dem Vorjahreswert liegenden Beitrag geleistet. Der Vorjahreswert war durch den Aufwand aus der Abwertung einer unsicheren Forderung (7,1 Mio €) belastet. Das EBIT der Region stieg um 24,0 Mio € oder 33,0% auf 96,3 Mio € (72,3).

Nord- und Südamerika ist auch im Jahr 2012 die zwar kleinste, aber relativ betrachtet profitabelste der drei Konzernregionen. Die Gesellschaften haben ein EBIT von 67,5 Mio € (63,1) erwirtschaftet, das sind 7,0% mehr als im Vorjahr. Die sehr gute Entwicklung in Nordamerika konnte die Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds in Argentinien und Brasilien mehr als ausgleichen.

Kennzahlen

Die EinflussgröSSen des FUCH S Value Added (FVA)

FUCHS verwendet mit dem FUCHS Value Added (FVA) eine einheitliche Kennzahl für Zwecke der wertorientierten Unternehmenssteuerung. In den FVA gehen sowohl die Ertragslage als auch die Vermögens- und Finanzlage ein. Die Ertragslage wird repräsentiert durch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Die Vermögens- und Finanzlage spiegelt sich in den Kosten für das durchschnittlich eingesetzte Kapital wider. Nur wenn das erwirtschaftete EBIT über den Kosten des eingesetzten Kapitals liegt, wurde Wert geschaffen.

Das EBIT als Ergebniskennzahl und Steuerungsgröße für das operative Geschäft wird maßgeblich beeinflusst von Absatz, Umsatz, Rohstoffkosten sowie Personal- und Sachaufwand. Als eine Zahl vor Zinsen und Steuern hat das EBIT den Vorteil, die operative Leistung der Gesellschaften vergleichbar zu machen, ohne durch lokale Finanzierungs- und Steuersatzunterschiede beeinflusst zu sein.

Die Kapitalbindung im Unternehmen, das heißt das durchschnittlich eingesetzte Kapital, ermittelt FUCHS als Summe aus Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen sowie aus den kumulierten planmäßigen Firmenwertabschreibungen früherer Jahre (bis 2004: 85,2 Mio €). Davon abgezogen werden die liquiden Mittel und gegebenenfalls ein Aktivüberhang aus ausgelagerten Pensionsverbindlichkeiten. Grundlage der Ermittlung des durchschnittlich eingesetzten Kapitals sind die Jahresendbilanzen des Berichts- sowie des Vorjahres und die drei unterjährigen Quartalsbilanzen des Berichtsjahres.

Wesentliche Treiber für die Höhe des eingesetzten Kapitals sind die Sachanlageinvestitionen sowie die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, bestehend aus Vorräten und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Abzug der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der gewichtete Zinssatz (WACC)

Die Kosten des eingesetzten Kapitals wurden mit Hilfe eines gewichteten Zinssatzes ermittelt (WACC), der auf Basis des Capital Asset Pricing Models (CAPM) aus den Finanzmarktdaten zum Jahresende abgeleitet wurde.

Es ergaben sich:

  • Eigenkapitalkosten¹ = 8,3% nach und 11,9% vor Steuern
  • Fremdkapitalkosten² = 2,2% nach und 3,1% vor Steuern

  • Finanzierungsstruktur³ = 88% Eigenkapital und 12% Fremdkapital

  • Konzerntypische Steuerquote = 30%

3 (Branchenspezifische bzw. Ziel-Finanzierungsstruktur zu Marktwerten).

1 (Risikoloser Zins + Marktrisikoprämie × Branchenrisiko in Form des Beta-Faktors).

2 (Risikoloser Zins + Branchentypischer Risikoaufschlag).

Angesichts eines extremen Niedrigzinsumfelds zum Jahreswechsel 2012 / 2013 und einer breiten Streuung bei Marktrisikoaufschlägen sehen wir den im Vorjahr verwendeten WACC von 11,5% vor Steuern bzw. von 8,1% nach Steuern bestätigt.

Für die FVA-Berechnung wurde der WACC als Vorsteuerzinssatz verwendet, da auch die Ertragslage in Form einer Vorsteuerzahl in die Wertermittlung einfließt.

in Mio € 2012 2011 Veränderung
absolut
Veränderung
relativ in%
EBIT 293,0 263,5 29,5 11,2
Durchschnittlich eingesetztes Kapital 737,3 673,5 63,8 9,5
Vorsteuer WACC (in%) 11,5 11,5
Kapitalkosten 84,8 77,5 7,3 9,5
FVA 208,2 186,0 22,1 11,9

FVA 2012 erneut gesteigert

Der Konzern hat im Jahr 2012 den FUCHS Value Added um 11,9% gesteigert. Durch den unterproportionalen Anstieg des eingesetzten Kapitals ist der Wertbeitrag für die Aktionäre stärker gewachsen als das EBIT.

Weitere Kennzahlen

in% 2012 2011
Umsatzrendite (Ergebnis nach Steuern bezogen auf den Umsatz) 11,4 11,1
Gesamtkapitalrendite (ROCE = EBIT bezogen auf das durchschnittlich
eingesetzte Kapital)
39,7 39,1
Eigenkapitalrendite (ROE = Ergebnis nach Steuern bezogen auf das anhand
der unterjährigen Quartalsbilanzen ermittelte durchschnittliche Eigenkapital) 29,0 31,0

beträgt die durch schnitt liche Betriebs zugehörig keit im 11Jahre » Schon an meinem ersten Arbeitstag fühlte ich mich als Teil der Familie: Es wird sehr geschätzt, wenn jeder aktiv seine Ideen einbringt und von Anfang an Verantwortung übernimmt.«

FUCHS PETROLUB Konzern. Li Shun, Meister Mischanlage, FUCHS LUBRICANTS, Schanghai, China

11Jahre

beträgt die durch schnitt liche Betriebs zugehörig keit im FUCHS PETROLUB Konzern.

EUROPA

Ertragslage der Regionen

Die Segmentberichterstattung entspricht der konzerninternen Organisations- und Berichtsstruktur nach den geografischen Regionen Europa, Asien-Pazifik, Afrika sowie Nord- und Südamerika.

Uneinheitliche Entwic klung der regionalen Schmierstoffmär k te

Der Weltschmierstoffverbrauch war im Jahr 2012 leicht rückläufig und lag bei knapp unter 35 Mio Tonnen (35,1). Die Regionen Europa sowie Nord- und Südamerika verzeichneten einen Rückgang um ca. 2%, während in Asien-Pazifik, Afrika der Markt um etwa 1% wuchs. Der FUCHS PETROLUB Konzern konnte seine Marktposition ausbauen.

Umsat z im FUCHS PETROLUB Konzern gegl iedert nach dem Sit z der Kunden

Werte in Mio € 2012 Anteil in% 2011 Anteil in% Änderung in%
Europa 958,3 52,7 940,3 56,9 18,0 1,9
Asien-Pazifik, Afrika 535,4 29,4 422,0 25,6 113,4 26,9
Nord- und Südamerika 325,4 17,9 289,2 17,5 36,2 12,5
Gesamt 1.819,1 100,0 1.651,5 100,0 167,6 10,1

Konzernabschluss 118

Segmentinformationen (in Mio €) 2012 2011
Umsätze nach Sitz der Kunden 958,3 940,3
Umsätze nach Sitz der Gesellschaften 1.080,7 1.006,7
Abschreibungen 17,4 17,7
EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen 132,6 130,4
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 1,0 1,3
Segmentergebnis (EBIT) 133,6 131,7
Zugänge Sach- und Finanzanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte 34,9 28,7
Mitarbeiter (Durchschnitt) 2.311 2.235
Kennzahlen (in%)
EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen zu Umsatz 12,3 13,0

Die Region Europa hat sich im Jahr 2012 uneinheitlich entwickelt. Der Umsatz nach Sitz der Gesellschaften wuchs nicht zuletzt dank eines guten Exportgeschäfts um 7,4% auf 1.080,7 Mio € (1.006,7). Der Umsatz mit Kunden in der Region erhöhte sich infolge der Eurokrise aber nur um 1,9% auf 958,3 Mio € (940,3).

Vor allem die großen Gesellschaften in Deutschland, Großbritannien sowie Mittel- und Osteuropa haben beim Umsatz deutlich zugelegt. In Südeuropa und einigen Ländern Mitteleuropas hingegen war das wirtschaftliche Umfeld weniger günstig.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Region ist um 1,4% auf 133,6 Mio € (131,7) gestiegen. Ähnlich der Umsatzentwicklung war das Bild zweigeteilt: Steigerungen vor allem bei den größeren Gesellschaften in Deutschland, Großbritannien sowie Mittel- und Osteuropa, Stagnation oder leichte Rückgänge bei einigen Gesellschaften in Süd- und Mitteleuropa. Die Kennzahl EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen zu Umsatz war mit 12,3% (13,0%) rückläufig.

In Deutschland haben sich sowohl das Spezialitätengeschäft wie auch das Geschäft mit der allgemeinen Industrie und mit Großkunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie gut entwickelt. In Großbritannien konnte sich FUCHS dem allgemeinen Trend einer rückläufigen Industrietätigkeit erfolgreich entgegenstemmen und in Russland wurden viele neue Geschäftschancen wahrgenommen.

Mit der für das erste Halbjahr 2013 geplanten Fertigstellung eines neuen Werks in Russland erwarten wir unter anderem aufgrund einer besseren Logistik und eines höheren Servicelevels für unsere Kunden weiteres nennenswertes Wachstum.

In Mannheim haben wir im Jahr 2012 das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum bezogen. Damit hat der Konzern seine Leistungsfähigkeit bei Forschung und Entwicklung deutlich gestärkt, und zudem stehen erweiterte und verbesserte Qualitätssicherungs- und Servicelaborkapazitäten zur Verfügung.

Entwicklung des Konzernumsat zes in Europa nach Sit z der Gesellschaf ten (in Mio €)

ASIEN-PAZIFIK, AFRIK A

2012 2011
535,4 422,0
486,8 412,3
4,5 3,8
83,1 68,5
13,2 3,8
96,3 72,3
24,3 5,7
838 814
17,1 16,6

Das absolut und relativ höchste Umsatzwachstum aller Regionen hat im Jahr 2012 Asien-Pazifik, Afrika erreicht. Die dortigen Gesellschaften erhöhten ihren Umsatz um 74,5 Mio € oder 18,1% auf 486,8 Mio €. Die Kunden in der Region haben sogar um 26,9% oder 113,4 Mio € mehr Produkte des Konzerns bezogen als im Jahr 2011, insgesamt für 535,4 Mio € (422,0).

Die Vorjahresentwicklung setzte sich fort. Beachtliche Volumensteigerungen, besonders ausgeprägt in Australien und China, wurden von rohstoffpreisgetriebenen Verkaufspreiserhöhungen ergänzt. Neu war im Jahr 2012 der erhebliche positive Währungseffekt bei der Umrechnung in die Konzernwährung Euro.

Sehr erfreulich war die Ergebnisentwicklung. Die Region steigerte ihr EBIT um 24,0 Mio € auf 96,3 Mio € (72,3), insbesondere dank hoher Beiträge aus China, Australien und Südafrika. Ferner war das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen – anders als im Vorjahr – nicht durch den Aufwand aus der Abwertung einer unsicheren Forderung (7,1 Mio €) belastet. Die Kennzahl EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen im Verhältnis zum Umsatz erhöhte sich auf 17,1% (16,6%).

Im Norden Chinas haben wir im Jahr 2012 mit dem Bau eines neuen Werks zum Ersatz einer zu klein gewordenen Produktionsstätte begonnen. Von diesem Standort aus werden insbesondere der chinesische Kohlebergbau mit schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten sowie die chinesischen und ausländischen Automobilproduzenten und ihre Zulieferer mit automotiven Ölen und Fetten beliefert. Daneben planen beide chinesische Unternehmen, ihr Geschäft mit Spezialitäten und Metallbearbeitungsflüssigkeiten auszubauen. Ziel ist eine ähnlich hohe Marktdurchdringung, wie sie unsere australische und unsere südafrikanische Gesellschaft in ihren jeweiligen Heimatmärkten bereits erreicht haben.

Entwicklung des Konzernumsat zes in Asien - Pazi f ik, Afrika nach Sit z der Gesellschaf ten (in Mio €)

NORD- und SÜDAMERIK A

Segmentinformationen (in Mio €) 2012 2011
Umsätze nach Sitz der Kunden 325,4 289,2
Umsätze nach Sitz der Gesellschaften 320,3 282,6
Abschreibungen 4,5 4,7
EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen 67,5 63,1
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 0,0 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 67,5 63,1
Zugänge Sach- und Finanzanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte 13,7 2,4
Mitarbeiter (Durchschnitt) 524 519
Kennzahlen (in%)
EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen zu Umsatz 21,1 22,3

Absatzsteigerungen und rohstoffkosteninduzierte Preisanpassungen haben den Umsatz der Gesellschaften in den USA, Kanada und Mexiko im Berichtsjahr angetrieben. Hinzu kamen positive Wechselkurseffekte bei der Translation in die Konzernwährung Euro. In Brasilien und Argentinien beeinträchtigte ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld unsere Wachstumspläne. Bei der Umrechnung in den Euro wirkte sich zusätzlich die Schwäche der lokalen Währungen aus.

Die Gesellschaften in Nord- und Südamerika steigerten ihren Umsatz in Summe um 13,3% oder 37,7 Mio € auf 320,3 Mio € (282,6). Kunden in der Region haben mit 325,4 Mio € (289,2) um 12,5% mehr aus dem Konzern bezogen.

Treiber des Geschäftszuwachses in Nordamerika war wie im Vorjahr insbesondere die strukturierte und kontinuierliche Bearbeitung des US-amerikanischen Markts. Ziel ist eine weitere kontinuierliche Neukundengewinnung in den traditionellen Kerngeschäftsfeldern der Gesellschaft, insbesondere im Bereich Metallbearbeitung, gepaart mit einer weiteren Verbreiterung der Geschäftsbasis im Erstausrüstergeschäft.

In Brasilien haben mit dem Erwerb eines Grundstücks im Jahr 2012 die Vorbereitungen für den Bau eines neuen Werks begonnen. Der Konzern erhofft sich, künftig in Brasilien zusätzliche Geschäftsfelder bearbeiten zu können und so die lokale Marktdurchdringung zu erhöhen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Region stieg um 7,0% oder 4,4 Mio € auf 67,5 Mio € (63,1). Die Marge EBIT zu Umsatz betrug 21,1% (22,3%).

Entwicklung des Konzernumsat zes in Nord - und Südamerika nach Sit z der Gesellschaf ten (in Mio €)

Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Bilanzstruktur

Höheres Eigenk apital und gestiegene Eigenk apitalquote

Angesichts eines erfolgreichen Geschäftsjahres erhöhten sich das Eigenkapital um 18,8% oder 123,5 Mio auf 781,7 Mio € (658,2) und die Eigenkapitalquote von 66,8% auf 70,5%. Der Anstieg der Bilanzsumme um 123,4 Mio € auf 1.108,7 Mio € (985,3) wurde vollständig mit Eigenkapital finanziert.

Wach stumsinitiative lässt Bilanzsumme steigen

Die Bilanzsumme hat sich infolge unserer Investitionen sowie des deutlichen Umsatz- und Ertragswachstums um 12,5% erhöht.

Die langfristigen Vermögenswerte sind nahezu proportional mit der Bilanzsumme um 12,3% angestiegen. Von den insgesamt 440,4 Mio € (392,1), die 39,7% (39,8%) der gesamten Aktiva repräsentieren, entfallen 252,9 Mio € (215,4) auf Sachanlagen und 40,4 Mio € (24,6) auf Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen. Der Zuwachs beider Positionen ist vor allem Folge unserer Wachstumsstrategie und umfasst Investitionen in Werksneubauten und Werksmodernisierungen in Deutschland, USA, Russland und China. Außerdem wurde das Kapital unseres Gemeinschaftsunternehmens in der Türkei für Zwecke der Geschäftsausweitung erhöht. Durch die planmäßige Abschreibung von in den Vorjahren erworbenen Kundenstämmen haben sich die immateriellen Vermögenswerte auf 112,7 Mio € (116,9) reduziert.

Kurzfristige Vermögensgegenstände, die 60,3% (60,2%) der Aktiva ausmachen, hält der FUCHS PETROLUB Konzern vor allem in Form von Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie liquiden Mitteln. Die Vorräte hatten einen Wert von 239,3 Mio € (228,4), und Forderungen an Kunden beliefen sich auf 250,4 Mio € (247,5). Beide Bilanzposten haben sich unterproportional zu Umsatz und Bilanzsumme erhöht. Deutlich zugenommen haben hingegen die liquiden Mittel. Sie sind um 64,7 Mio € auf 143,7 Mio € (79,0) gestiegen.

Das operative Nettoumlaufvermögen des Konzerns (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen plus Vorräte minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) – in Bezug zum annualisierten Umsatz des vierten Quartals gesetzt – liegt mit 21,0% (21,1%) auf Vorjahresniveau.

Vermögens - und K apitalstruktur

Bi lanzsumme in Mio €

Aktiva in Mio €

2012 85 (8%) 253 (23%) 239 (21%) 250 (23%) 282 (25%)
2011 85 (9%) 215 (22%) 228 (23%) 248 (25%) 209 (21%)
2010 86 (10%) 201 (22%) 187 (21%) 221 (25%) 199 (22%)
2009 83 (11%) 181 (24%) 149 (20%) 172 (23%) 161 (22%)
2008 81 (12%) 169 (24%) 192 (27%) 177 (25%) 85 (12%)

Geschäfts- und Firmenwerte Sachanlagevermögen Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Anlage- und Umlaufvermögen

Passiva in Mio €

2012 782 (71%) 26 (2%) 9 (1%) 120 (11%) 172 (15%)
2011 658 (67%) 16 (2%) 14 (1%) 129 (13%) 168 (17%)
2010 546 (61%) 74 (8%) 20 (2%) 114 (13%) 140 (16%)
2009 393 (53%) 84 (11%) 58 (8%) 91 (12%) 120 (16%)
2008 315 (45%) 71 (10%) 124 (18%) 86 (12%) 108 (15%)

Eigenkapital Pensionsrückstellungen Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten

Eigenk apital erneut gestiegen

Die Finanzierung des Konzerns erfolgte im Wesentlichen durch Eigenmittel. Das Eigenkapital wuchs auf 781,7 Mio € (658,2) an und repräsentiert 70,5% der Passivseite der Bilanz. Daneben stand dem Konzern langfristiges Fremdkapital in Höhe von 54,4 Mio € (45,2) zur Verfügung. Pensionsverbindlichkeiten machten davon mit 26,4 Mio € (15,8) knapp die Hälfte aus.

Der hohe Anteil an langfristigem Kapital, insbesondere Eigenkapital, versetzt den Konzern in die Lage, seine Wachstumsinitiative fortzusetzen, gleichzeitig nach externen Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau zu halten und an der "progressiven" Dividendenpolitik festzuhalten. Die Finanzierungsstrategie sieht trotz der aktuell vorgehaltenen Liquidität für die mittlere und lange Frist einen ausgewogenen Mix von Eigen- und Fremdfinanzierung vor. Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 8,9 Mio € (14,1) verfügte der Konzern zum Bilanzstichtag über eine Nettoliquidität von 134,8 Mio € (64,9).

Ein externes Rating ist angesichts der gegenwärtigen Finanzlage nicht erforderlich. Der Konzern ist jedoch jederzeit in der Lage, sich einem Ratingprozess zu unterziehen, sollte es für Refinanzierungszwecke auf dem Kapitalmarkt erforderlich werden. Die entsprechenden internen Prozesse sind vorhanden. Nicht zuletzt das System der wertorientierten Unternehmenssteuerung mittels des FUCHS Value Added bietet das entsprechende Instrumentarium.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 119,8 Mio € rückläufig (128,5). Die Finanzverbindlichkeiten machten gerade noch 8,9 Mio € (14,1) aus und das übrige kurzfristige Fremdkapital, einschließlich Steuerverbindlichkeiten und Rückstellungen, blieb mit 143,9 Mio € (139,3) auf Vorjahresniveau.

Star ker Partner für Kunden und Lieferanten

Mit der hohen Eigenmittelquote und der guten Liquiditätsausstattung ist FUCHS nicht nur verlässlicher Lieferant, sondern auch solventer Kunde. Technische Leistungsfähigkeit paart sich mit wirtschaftlicher und finanzieller Stabilität.

Investitionen und Geschäftserwerbe

Investitionen

Die Wachstumsinitiative, verbunden mit dem Bau neuer bzw. der Modernisierung und dem Ausbau bestehender Werke, wurde im Jahr 2012 fortgesetzt.

Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum am Standort Mannheim wurde nach rund zweijähriger Bauzeit im ersten Halbjahr 2012 fertiggestellt und bezogen. In den USA machten der Ausbau und die Modernisierung des Standorts bei Chicago Fortschritte, und in Brasilien wurde in der Nähe von São Paulo ein Grundstück für den Bau eines Werks erworben. Ein neues Werk in Kaluga,

Russland, wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013 in Betrieb genommen und auch der Neubau eines Werks in Yingkou im Norden Chinas, mit dem ein bestehendes altes Werk ersetzt, und erweitert wird, hat im Jahr 2012 begonnen. Zusätzlich wurden an verschiedenen anderen Standorten des Konzerns Ersatz- und Modernisie-

rungsinvestitionen durchgeführt sowie Feuerschutzeinrichtungen installiert. Insgesamt gab der Konzern 61,0 Mio € (35,6) für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus.

In der Türkei hat der Konzern im Zusammenhang mit der Akquisition eines automotiven Schmierstoffgeschäfts durch ein Joint-Venture -Unternehmen 10,1 Mio € investiert. Sie wurden dem at Equity bilanzierten Unternehmen als Kapitalerhöhung zur teilweisen Finanzierung der Akquisition gewährt.

In Summe haben sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen) sowie in Finanzanlagen im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt und beliefen sich auf 71,4 Mio € (37,0).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen bewegten sich mit 26,9 Mio € (26,7) auf Vorjahresniveau.

Geschäftserwerbe

Im Berichtsjahr hat FUCHS in Großbritannien und in Brasilien kleinere Handelsgeschäfte mit einem Umsatz von jeweils unter 1 Mio € erworben.

Investitionen und Abschreibungen – Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Firmenwerte in Mio €)

Konzernabschluss

Investitionen Abschreibungen

Kapitalflussrechnung

FUCHS PETROLUB hat im Jahr 2012 mit 140,4 Mio € (59,0) einen hohen freien C ashflow erwirtschaftet. Gleichzeitig hat der Konzern sein zweistelliges Umsatzwachstum finanziert und seine Investitionsausgaben nahezu verdoppelt.

Brutto-cashflow von 219 Mio € erwirtschaftet

Mit einem Rekordergebnis nach Steuern von 207,3 Mio € (183,1) und Abschreibungen von 26,9 Mio € (26,7) hat der Konzern mit 219,0 Mio € (134,9) seinen bisher höchsten Brutto-Cashflow erzielt.

Hoher Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit trotz zweistelligen Umsatzwach stums

Das hohe Umsatzwachstum des Jahres 2012 ging mit einer moderaten Erhöhung des Nettoumlaufvermögens (Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) um 24,9 Mio € (59,9) einher. Im Verhältnis zum annualisierten Umsatz des vierten Quartals 2012 ging es leicht auf 21,0% (21,1%) zurück. Die durchschnittliche Kapitalbindung lag bei 77 Tagen (77).

Kapitalfreisetzungen bei den übrigen Aktiva und Passiva haben den Anstieg des Nettoumlaufvermögens zum Teil ausgeglichen. Im Saldo hat der Konzern einen Mittelzufluss aus seiner betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 203,1 Mio € (89,2) erzielt.

Deutliche Zunahme der Investitionstätigkeit

Im Berichtsjahr investierte FUCHS PETROLUB im Wege der Modernisierung und des Ausbaus seiner weltweiten Standorte in sein organisches Wachstum. Vor allem deshalb hat sich der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit auf 62,7 Mio € (30,2) gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Akquisitionen hatten dabei mit 0,9 Mio € wie schon im Vorjahr (0,4) keinen nennenswerten Einfluss. Positiv wirkten sich Dividenden der at Equity bilanzierten Gesellschaften in Höhe von 7,9 Mio € (10,3) aus.

Nennenswerter freier C ashflow von 140,4 Mio € erwirtschaftet

Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit saldiert mit dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ergibt einen freien Cashflow von 140,4 Mio € (59,0). Dem Konzern verblieben davon nach Auszahlung der Dividenden für das Vorjahr in Höhe von 70,9 Mio € (63,6) und nach der Tilgung von Bank- und Leasingverbindlichkeiten von 4,9 Mio € (3,6) noch 64,6 Mio € (– 12,4). Diese Mittel haben den Finanzmittelfonds auf 143,7 Mio € ansteigen lassen. Im Vorjahr reduzierte sich der Finanzmittelfonds auf 79,0 Mio €.

Liquiditätslage, Finanzierungsstruktur und Dividendenpolitik

Liquiditätsentwic klung und F inanzierungsstrategie

Der Konzern verfügt über erhebliche liquide Mittel. Diese Mittel sichern im derzeitigen volatilen Umfeld seine Flexibilität und Unabhängigkeit. Gleichzeitig unterstützen sie eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die angelegt ist auf stetig wachsende, zumindest aber stabile Ausschüttungen an die Aktionäre der AG. Der Konzern bzw. die konzernleitende Holdinggesellschaft verfolgen damit eine "progressive" Dividendenpolitik und wenden keine feste Ausschüttungsquote auf das jeweilige Ergebnis an.

Für FUCHS ist auch die Fähigkeit, bei sich eventuell ergebenden Akquisitionsmöglichkeiten handlungsfähig zu sein, wichtig. Neben den eigenen liquiden Mitteln stehen dem Konzern deshalb bei Kreditinstituten freie Kreditlinien in Höhe von 148 Mio € (140) zur Verfügung. Zusätzlich hat das Unternehmen die Möglichkeit, sich über den Kapitalmarkt zu finanzieren.

Trotz des aktuellen Liquiditätspolsters sieht die mittel- und langfristige Finanzierungsstrategie einen ausgewogenen Mix von Eigen- und Fremdfinanzierung vor.

Mitarbeiter sind im Bereich Forschung und 378 » FUCHS PETROLUB bietet Spitzentechnologie und versteht sich als Entwicklungspartner seiner Kunden. Technologische Trends greifen wir auf und übersetzen sie in neue Produkte.«

Entwicklung tätig. Alex Booth, Chemietechniker, FUCHS LUBRICANTS, Newcastle, Australien

Mitarbeiter sind im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Gesamtlage

Nach Einschätzung des Vorstands befindet sich der FUCHS PETROLUB Konzern in einer sehr guten wirtschaftlichen Lage, wie die Ertragskraft, Stabilität und Liquidität des Unternehmens zeigen.

Eine wichtige Kennzahl für die Messung der Ertragskraft, die der FUCHS PETROLUB Konzern verwendet, ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Der Wert von 39,7% (39,1%) im Jahr 2012 liegt erneut deutlich über den gewichteten Kapitalkosten vor Steuern von 11,5%. Gleichzeitig hat FUCHS den ökonomischen Gewinn, ausgedrückt als FUCHS Value Added (FVA), zweistellig gesteigert. Die unverändert hohe Kapitalrendite bei gleichzeitiger Steigerung des FVA bedeutet, dass auf das zusätzliche gebundene Kapital (+9,5%) eine ebenso hohe Rendite wie auf das bereits vorhandene Kapital erwirtschaftet wurde.

Eine etablierte Kennzahl für die Einschätzung der Vermögens- und Finanzlage im FUCHS PETROLUB Konzern ist das Nettogearing. Das Nettogearing ist das Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel zum Eigenkapital. Angesichts hoher liquider Mittel, die die geringen Finanzverbindlichkeiten deutlich überstiegen, ist der Konzern de facto schuldenfrei. Insofern weist die Kennzahl im Berichtsjahr erneut einen Wert von null auf.

Für die Beurteilung der Dividenden- und Schuldentilgungsfähigkeit des Konzerns eignet sich der freie Cashflow. FUCHS PETROLUB hat im Jahr 2012 einen freien Cashflow von 140,4 Mio € (59,0) erwirtschaftet. Der Betrag ermöglicht im Jahr 2013 eine deutlich über dem Vorjahreswert liegende Dividendenausschüttung.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung sind für den FUCHS-Konzern wesentliche Bestandteile des Geschäftserfolgs. Eine entscheidende Voraussetzung für diesen Erfolg ist die Weiterentwicklung des internationalen Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks unter Einbindung der gesamten und weltweit im FUCHS-Konzern verfügbaren Expertise. Ebenso wichtig ist die Kooperation mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen in der europäischen Verbundforschung zur Festigung unserer Technologieführerschaft und Erschließung neuer Arbeitsfelder.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit intensiviert sich stetig. Im Berichtszeitraum lag die Zahl der Mitarbeiter im Mittel bei 378 (357) Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Gleichzeitig sind die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen konzernweit auf 29,2 Mio € (27,5) gestiegen.

Im Jahr 2012 haben die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen zahlreiche technologisch wegweisende Neuentwicklungen auf den Markt gebracht.

Im Produktsegment der automotiven Schmierstoffe hat FUCHS – in enger Zusammenarbeit mit einem deutschen Premium-Kfz-Hersteller – das derzeit modernste Motorenöl in der wegweisenden Viskositätsklasse SAE 0W-20 entwickelt. Dabei konnte maximale Verbrauchsoptimierung mit einem uneingeschränkt hohen Aggregateschutz vereint und in umfangreichen Labor- und Prüfstandserprobungen bei FUCHS, dem Kunden sowie bei unabhängigen Instituten nachgewiesen werden. Die bevorstehende Einführung dieses Produkts stellt den ersten Großserieneinsatz eines Motorenöls dieser Viskositätsklasse in Europa dar und unterstreicht erneut die hohe Entwicklungskompetenz von FUCHS.

Fragestellungen zur Verwendung biogener Rohstoffe, insbesondere im Kontext der Nachhaltigkeit, bestimmen in zunehmendem Maße die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Die Verwendung biogener Moleküle eröffnet gleichzeitig neue Perspektiven. Unsere Abteilung Vorausentwicklung bearbeitet dieses Thema im Rahmen zahlreicher Forschungs- und Entwicklungskooperationen.

Zwei Projekte seien in diesem Zusammenhang erwähnt. Unter dem Arbeitstitel "TRAFECO" werden biogene Transformatorenöle entwickelt und getestet. Eine erste Produktskizze wird derzeit in Kooperation mit zwei namhaften Industriepartnern geprüft.

Im Projekt "ZEROCARB FP" wird die Verwertung von Abfallströmen (CO² , Abwässer/Abfälle und Rohglycerin) zur Produktion funktionaler Biomasse untersucht. Die Forschung innerhalb des auf einen Zeitraum von neun Jahren angelegten Projekts befasst sich mit vier Bereichen. Für FUCHS liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten im Bereich Additive.

In diesem Zusammenhang ist FUCHS zudem eine marktreife Neuentwicklung im Produktbereich Schmierfette gelungen. Die Verwendung eines Biopolymers in der neuesten Generation von Gelenkwellenfetten ist derzeit in der Erprobung. Das entsprechende Produkt wird mit bisher guten Resultaten bei mehreren OEMs getestet.

Im Bereich der Bearbeitungsflüssigkeiten hat FUCHS seine hohe Kompetenz mit der Entwicklung eines individuellen Zerspanöls (Ecocut CU 24) zur Herstellung von exklusiven Füllfederhaltern gezeigt. Hier war eine individuelle Problemlösung mit sehr hohen Anforderungen an die Produktqualität gefordert. In dieser Anwendung ist vor dem Hintergrund einer höchst anspruchsvollen Bearbeitung, nämlich dem Spiegelglanzdrehen mit Diamantwerkzeugen zur Erzeugung einer exzellenten Oberflächengüte, die Verträglichkeit mit allen verwendeten Materialien, z.B. Gold, Platin, Silber, Titan, Kupfer, Kunststoff, Messing gefordert.

Die RENOLIN ZAF B HT Reihe repräsentiert Universalöle, die für unterschiedlichste Anwendungen, nämlich als Hydrauliköle wie auch als Industriegetriebeöle, eingesetzt werden. Bei der Einführung der RENOLIN ZAF B HT Reihe standen neben der Forderung nach hoher thermischer und oxidativer Beständigkeit auch exzellente Verschleißschutzeigenschaften im Vordergrund. HT steht dabei für "High Temperature Stability". Neueste zink- und aschefreie Additivtechnologie in Verbindung mit ausgewählten mineralölbasischen Solvent-Raffinaten gewährleistet exzellente Hydraulikund Getriebeöleigenschaften. Die speziellen Additive stellen einen außerordentlich robusten Verschleißschutz sowie eine ausgezeichnete Hochtemperaturstabilität sicher. Damit war es möglich, sowohl die Hydraulikölanforderungen nach DIN 51524-2 als auch die Getriebeölanforderungen nach DIN 51517-3 zu erfüllen. Die Produkte der RENOLIN ZAF B HT Reihe werden für den Einsatz in Hydraulikanlagen, Pressen und Werkzeugmaschinen als universelles Umlauf- und demulgierendes Getriebeöl empfohlen. Die Produkte der RENOLIN ZAF B HT Reihe sind sowohl für stationäre als auch mobile Hydraulikanlagen geeignet.

Diese Auswahl an Neuentwicklungen zeigt die hohe Kompetenz, mit der FUCHS in vielen unterschiedlichen Produktbereichen Lösungen für technologische Herausforderungen bietet oder neue Produktwege beschreitet.

Mitarbeiter

Das Leitbild von FUCHS verweist auf unsere Mitarbeiter, sie sind die Basis unseres Erfolgs. Die FUCHSeigene Firmenkultur sowie loyale und motivierte Mitarbeiter stellen sicher, dass unsere Kunden die besten Lösungen für alle Fragestellungen und Anwendungsgebiete in der Welt der Schmierstoffe erhalten.

Im Jahr 2012 standen wir wieder vor der Herausforderung, unseren Leistungsträgern und Spezialisten im In- und Ausland neue Kollegen zur Seite zu stellen. Wir haben unser weltweites Team erfolgreich um weitere Neueinsteiger, aber auch um erfahrene Fachkräfte erweitert (+104).

Neben der Einarbeitung und Qualifizierung der neu hinzugekommenen Kolleginnen und Kollegen haben wir uns mit der Entwicklung und Förderung unserer bestehenden Mitarbeiter intensiv beschäftigt.

Die Unternehmenskultur

Im Frühjahr 2012 wurde mit dem internen Leitbild dokumentiert, wie wir die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Kapitalgebern gestalten wollen.

Die FUCHS-Werte bilden die Basis für eine Unternehmenskultur, die von Vertrauen, dem Bestreben nach Wertbildung, Respekt, Verlässlichkeit und Integrität geprägt ist. Die Vielfalt der gesellschaftlichen und kulturellen Einflüsse, denen ein weltweit agierendes Unternehmen ausgesetzt ist, sehen wir als Vorteil, der es uns ermöglicht, stets kundenorientierte Lösungen anzubieten.

Bereits im November 2010 haben Führungskräfte von FUCHS das vom Wittenberg-Zentrum für globale Ethik initiierte "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft" unterzeichnet. Die Unterzeichner verpflichten sich zu einer sowohl erfolgs- als auch werteorientierten Führung im Sinne der sozialen Marktwirtschaft. Dazu gehören fairer Wettbewerb, Sozialpartnerschaft, Leistungsprinzip und Nachhaltigkeit.

Bei internen und externen Stellenbesetzungen haben wir bereits in der Vergangenheit darauf Wert gelegt, dass qualifizierte Frauen in der Bewerberrunde vertreten waren. Bei FUCHS sind 21% (20%) der Managementpositionen im Konzern mit Frauen besetzt.

Im Jahr 2012 wurden die Projekte im Gesundheitsmanagement, in der Weiterbildung sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf weitergeführt; Projekte, die in die Wege geleitet wurden, um den Folgen des demografischen Wandels zu begegnen.

Ausbildung

In unseren deutschen Gesellschaften bilden wir in acht verschiedenen kaufmännischen sowie technischen Berufsbildern aus. Zielbewussten und qualifizierten Abiturienten bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit eines dualen Studiums in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), das mit der staatlichen Abschlussbezeichnung "Bachelor" abschließt.

Neben den verschiedenen Ausbildungsrichtungen und DHBW-Studiengängen bietet FUCHS außerdem studienbegleitende Praktika bei unseren Tochtergesellschaften im In- und Ausland sowie die Möglichkeit der Erstellung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit an. Viele unserer heutigen Leistungsträger sind ehemalige Auszubildende, Praktikanten oder Diplomanden. Die Förderung solch potenzieller zukünftiger FUCHS-Mitarbeiter ist für uns eine wichtige Investition in die Zukunft.

Potenzialentwic klung

Wir fördern Vielfalt durch individuelle Weiterentwicklung im Unternehmen. Gezielte, bedarfsgerechte Personalentwicklung bildet die Basis für die Entwicklung von Potenzialträgern. So kann die Besetzung von Schlüsselpositionen, wo immer möglich, aus eigenen Reihen mit operativ erfahrenen Mitarbeitern erfolgen. Dabei legen wir besonderen Wert auf die gezielte Förderung von Frauen und stellen deren angemessene Berücksichtigung bei der Besetzung von Führungspositionen sicher.

Durch die unternehmenseigene Bildungseinrichtung FUCHS ACADEMY wird eine kontinuierliche Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sichergestellt. Als weltweites Schulungsinstrument bietet die FUCHS ACADEMY regelmäßig verschiedenste technische Seminare an und versorgt durch Vertriebsschulungen unsere Vertriebsprofis mit fundiertem Hintergrundwissen. Die FUCHS ACADEMY bietet auch die passende Plattform für Nachwuchs- und Potenzialentwicklungsmaßnahmen.

Aufgrund unserer internationalen Organisationsstruktur stellt interkulturelle Kompetenz für unsere Beschäftigten zudem einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Wir fördern diese Kompetenz bereits früh durch Einsätze unserer Auszubildenden und Praktikanten in unseren weltweiten Tochtergesellschaften. Durch Unterstützung von Sprachtrainings wird sichergestellt, dass die Konzernsprache Englisch als Basis für den Know-how-Austausch zur Verfügung steht. Darüber hinaus sorgt FUCHS durch interne Schulungseinsätze für einen optimalen Wissenstransfer von unseren Know-how-Trägern an neue Mitarbeiter. Wann immer notwendig und sinnvoll, organisieren wir sowohl kurzfristige "Trainings-Einsätze" als auch langfristige Entsendungen zu unseren Tochtergesellschaften.

Die im Jahr 2010 begonnene Weiterentwicklung unserer Vertriebsmannschaft in Nordamerika wurde im Jahr 2012 fortgesetzt. Die durchgeführten Schulungen, ergänzt durch organisatorische Änderungen, waren erfolgreich und ermöglichen, noch gezielter auf die Bedürfnisse und technischen Fragestellungen unserer Kunden einzugehen.

Ein erfolgreiches Unternehmen muss sich auf ein exzellentes Managementteam und gut ausgebildete Mitarbeiter stützen können. Eine gute Vorbereitung, soziale und methodische Kompetenz, unternehmerisches Denken und Handeln sowie die passende Persönlichkeit sind entscheidende Voraussetzungen für die Übernahme von Verantwortung in den Gesellschaften der FUCHS-Gruppe.

Auf Basis eines globalen Talent-Management-Konzepts werden Talente über alle Tochtergesellschaften hinweg erkannt und gefördert. Im Jahr 2012 wurden erstmalig im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltung im Raum Mannheim Talente aus allen Weltregionen zusammengerufen, um mit Mitgliedern des Vorstands zu diskutieren und Impulse für ihre Entwicklung mitzunehmen. Auf Basis der sehr guten Erfahrungen werden weitere Veranstaltungen folgen. Das globale Talentmanagementkonzept wird unterstützt durch lokale Talentförderprogramme.

Attrak tiver Arbeitgeber

Im Jahr 2012 haben wir unser Profil als attraktiver Arbeitgeber weiter geschärft. Die Arbeitgebermarke (Employer Branding) wird in den kommenden Jahren z.B. in Stellenanzeigen und auf Hochschulmessen sichtbar werden.

Dadurch wird FUCHS als attraktiver Arbeitgeber bei Schulabgängern und Studenten auch über die Metropolregion Rhein-Neckar hinaus bekannt gemacht. Zudem bieten wir im Rahmen von Schulkooperationen Veranstaltungen zur Berufsinformation im eigenen Haus an, um Schulabgängern die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort ein Bild von unserem Ausbildungsangebot und unseren betrieblichen Abläufen zu machen.

Die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern ist insbesondere in den Wachstumsmärkten wie Brasilien, Russland, Indien und China eine besondere Herausforderung. Dem Bereich Human Resources kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Einem relativ unübersichtlichen und zum Teil knappen Bewerbermarkt in diesen Ländern begegnet FUCHS mit professionellen Auswahlverfahren und attraktiven Angeboten, um die Rekrutierung geeigneter und zugleich qualifizierter Mitarbeiter sicherzustellen. Unser Ziel ist es, die besten Talente im jeweiligen Kompetenzfeld zu finden und für unser Unternehmen und unsere Produkte zu begeistern.

Beteiligungsvereinbarung am 30. Januar 2013 unterzeichnet

Es ist beabsichtigt, die FUCHS PETROLUB AG in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) umzuwandeln. Am 30. Januar 2013 wurde nach Abschluss der Verhandlungen die Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer vom Vorstand und dem Besonderen Verhandlungsgremium, das sich aus Mitarbeitervertretern aus zwölf Landesgesellschaften zusammensetzte, unterschrieben. Die Beteiligungsvereinbarung dokumentiert das vertrauensvolle Zusammenwirken des Vorstands mit den Arbeitnehmern und deren Vertretungen. Die Vereinbarung dient der Sicherung des Rechts auf grenzüberschreitende Unterrichtung, Anhörung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt, sie sind der entscheidende Erfolgsfaktor. FUCHS bekennt sich dazu, die fachlichen und persönlichen Kompetenzen stetig weiterzuentwickeln, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Das verantwortliche Handeln im Sinne des Gesamtunternehmens charakterisiert das Miteinander. Die Hauptversammlung am 8. Mai 2013 muss noch dem Umwandlungsplan und der SE-Satzung zustimmen.

Mitarbeiterzahl gestiegen

Weltweit beschäftigte der FUCHS PETROLUB Konzern zum 31. Dezember 2012 3.773 Mitarbeiter (3.669). Die Gesamtbelegschaft ist somit gegenüber dem Vorjahr um 104 Personen oder 2,8% gestiegen. Der größte Aufbau fand dabei in der Region Europa statt. Hier stieg die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr um 78 Mitarbeiter (+3,3%) an. In der Region Asien-Pazifik, Afrika sind 21 Mitarbeiter (+2,6%) mehr und in Nord- und Südamerika fünf Mitarbeiter (+1,0%) mehr beschäftigt als zum 31. Dezember 2011.

2.615 (2.556) Personen oder 69,3% (69,7%) der Belegschaft waren außerhalb Deutschlands beschäftigt und 1.158 (1.113) innerhalb Deutschlands.

Weltweit sind 35,4% (35,9%) der Mitarbeiter im Bereich Produktion tätig, 38,8% (38,7%) in Marketing und Vertrieb. In der Administration waren 15,8% (16,0%) und in der Forschung und Entwicklung 10,0% (9,4%) der Mitarbeiter tätig.

funktionale Mitarbeiterstruktur

Nachhaltigkeit

Das Nachhaltigkeitsmanagement der Gesellschaft sowie die Entwicklung ausgewählter Nachhaltig-Nachhaltigkeitsbericht keitsindikatoren sind im Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 40 ff. dargestellt.

wurde der Code of Conduct des FUCHS PETROLUB Konzerns neu aufgelegt. 2012 » Integrität ist ein zentraler Wert unseres Selbstverständnisses. Mit einer gewissenhaften Einstellung und der Übereinstimmung von Wort und Tat wird man als wertvolles Mitglied der Gesellschaft geachtet.«

Margarita Moskaltchouk, Personalleiterin, FUCHS OIL, Moskau, Russland

wurde der Code of Conduct des FUCHS PETROLUB Konzerns neu aufgelegt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage des FUCHS PETROLUB Konzerns haben, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Chancen-, Risikound Prognosebericht

Unsere Chancen- und Risikopolitik ist auf eine nachhaltige Bestandssicherung und Steigerung des Unternehmenswerts des FUCHS PETROLUB Konzerns ausgerichtet. FUCHS will deshalb Chancen erfolgreich und frühzeitig erkennen sowie damit verbundene Risiken identifizieren und angemessen bewerten bzw. darauf reagieren. Die Technologieführerschaft in wichtigen Geschäftsfeldern, die breite Palette unseres Produktportfolios, Kooperationen mit lokalen und internationalen Kunden sowie die globale Aufstellung eröffnen für die Geschäftstätigkeit des Konzerns vielfältige Chancen. Dadurch wird die Erschließung vieler Branchen und Nischen sowie eine stabile und stetige Unternehmensentwicklung möglich.

Chancenbericht

C hancenmanagement des Konzerns

Der Vorstand zusammen mit dem Group Management Committee (GMC), den Zentralfunktionen sowie den Einzelgesellschaften steuert auf der Grundlage der strategischen Planung, Budgetierung und des regelmäßigen Controllings die Geschäftsaktivitäten des Konzerns. Dadurch wird eine Identifizierung, Definition, Quantifizierung und Nachverfolgung von Zielen systematisch gewährleistet. Ein aktives und permanentes Chancenmanagement ist Bestandteil dieser Prozesse.

Gesamtwirtschaftliche C hancen

Über die globale Präsenz des FUCHS PETROLUB Konzerns in allen Industriemärkten bedeutender und aufstrebender Volkswirtschaften diversifizieren und stärken wir unsere Kundenstruktur sowie das Produktportfolio kontinuierlich weiter. Es ist unser Ziel, an der dynamischen Entwicklung teilzuhaben sowie neue Kunden zu akquirieren und zusätzliche Aufträge zu realisieren.

Unternehmensstrategische C hancen

Wichtige Grundpfeiler unseres unternehmerischen Erfolgs bilden die Innovationsstärke, die Technologieführerschaft bei Produkten und ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein. Diese Stärken sowie die Früherkennung zukünftiger Anforderungen auf der Grundlage von Entwicklungspartnerschaften zwischen unseren leistungsstarken Forschungs- und Entwicklungszentren und Universitäten, verwandten Forschungseinrichtungen sowie unseren Kunden ermöglichen den weiteren Ausbau unserer führenden Stellung in den weltweiten Schmierstoffmärkten und die Entwicklung optimaler Schmierstofflösungen. Die strategische Definition erfolgt im Rahmen unserer Wachstumsinitiative.

Branchen- und Mar k tspezifische C hancen

Unser globales und leistungsfähiges Netzwerk von Verkaufsmitarbeitern, Anwendungsingenieuren und Handelspartnern ist räumlich und organisatorisch auf die branchen- und marktspezifischen Anforderungen unserer Kunden abgestimmt. Wir sehen das Streben nach Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit nicht nur als Chance, sondern begegnen neuen Trends auf dem Gebiet energiesparender und umweltschonender Produkte bereits als einer der Weltmarktführer bei biologisch schnell abbaubaren Schmierstoffen. Ferner treiben wir das Unternehmenswachstum nicht nur mittels eines organischen, sondern auch externen Wachstums voran. Die Integration des automotiven Schmierstoffgeschäfts unseres türkischen Partners OPET wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossen und ermöglicht uns den Aufstieg in die Spitzengruppe der Schmierstoffhersteller im wichtigen Wachstumsmarkt Türkei.

Risikobericht

Risikomanagementsystem des Konzerns

Das vom Vorstand des FUCHS PETROLUB Konzerns festgelegte und in allen Konzerneinheiten implementierte Risikomanagementsystem (RMS) ist in die Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse aller operativen Einheiten und Zentralfunktionen integriert. Das RMS bildet über einen strukturierten Prozess der Identifikation, Bewertung, Formulierung von Gegenmaßnahmen, regelmäßiger Berichterstattung und Nachverfolgung von Risiken sämtliche Unternehmensaktivitäten und Unternehmensprozesse nachvollziehbar und transparent ab. Folgende Elemente sind Bestandteile des RMS: Strategische Planung, Mittelfristplanung und Budgetierung, Reporting und permanentes Controlling, Risikoberichtswesen, Internes Kontrollsystem (als Bestandteil des RMS), Compliance Management System sowie Interne Revision.

Das allgemein anerkannte Rahmenwerk COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) bildet die systematische Grundlage des Risikomanagementsystems und des Internen Kontrollsystems, welches bezüglich Umfang und Ausrichtung durch den Vorstand unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Anforderungen festgesetzt und gegebenenfalls angepasst wird.

Neben der Erstellung von Budgets und Prognoserechnungen bilden die vom Management der operativen Einheiten (halbjährlich) sowie in den Zentraleinheiten (jährlich) durchgeführten Risikoinventuren ein wichtiges Instrument zur globalen Risikosteuerung. Risiken werden grundsätzlich an dem Ort erfasst und kontrolliert, an dem die verantwortlichen Fachleute zur Risikobewältigung tätig sind. Für unterjährig auftretende Risiken gibt es zudem eine Ad-hoc Berichterstattung im Fall des Auftretens wesentlicher neuer Risiken. Die Abwicklung des Risiko-Reportings liegt in der Verantwortung der Internen Revision und umfasst die folgenden Schritte:

  • Der Umgang mit Risiken steht im engen Zusammenhang mit der übergeordneten Ausrichtung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie deren operativer Umsetzung auf der Ebene der Einzelgesellschaften. Der Vorstand des FUCHS PETROLUB Konzerns hat diesbezüglich ein umfangreiches Richtlinienwerk vorgegeben, das u. a. die Anforderungen an das Verhalten aller Konzernmitarbeiter in einem Verhaltenskodex (Code of Conduct) formuliert. In diesem Zusammenhang ist auch die Risikopolitik des Konzerns vorgegeben.
  • Für die Risikoidentifikation auf der Grundlage gegebener unternehmerischer Ziele sowie des Umfelds der unternehmerischen Tätigkeit stehen als Hilfsmittel geeignete Risikokategorien zur Verfügung. Die am Prozess beteiligten Personen nehmen im Rahmen eines strukturierten Verfahrens eine Risikoinventur ihrer Gesellschaft oder ihres Zentralbereichs vor.
  • Die Bewertung der Risiken erfolgt über die Ermittlung einer Brutto- (d.h. vor Ergreifen von Gegenmaßnahmen) und einer Nettoschadenshöhe (d.h. nach Ergreifen von Gegenmaßnahmen), einer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der verbalen Formulierung von Maßnahmen zur Risikoreduktion. Risiken, die außerhalb unserer Kernprozesse liegen, verlagern wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger oder reduzieren diese durch andere Gegenmaßnahmen. Sämtliche quantitativen Aussagen werden in der Regel auf das EBIT bezogen.
  • Sämtliche Risikodaten werden zwischen den meldenden Einheiten sowie deren unmittelbaren Vorgesetzten besprochen und innerhalb eines strukturierten Prozesses gemeldet. Die Interne Revision bereitet die Daten auf und berichtet diese an den Vorstand, der wiederum dem Aufsichtsrat die Ergebnisse des Gesamtprozesses präsentiert.

Dennoch ist eine absolute Sicherheit hinsichtlich der Identifikation und Steuerung von Risiken auch bei angemessenen und funktionsfähig eingerichteten Systemen nicht gegeben.

Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblic k auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Der Vorstand des FUCHS PETROLUB Konzerns verfolgt mit der Einrichtung und Pflege eines Internen Kontrollsystems die Zielsetzung einer Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Zuverlässigkeit der Rechnungslegung sowie Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen sowie internen Vorschriften.

Die vom Vorstand der FUCHS PETROLUB AG implementierte Kontrollhierarchie umfasst drei Ebenen:

  • (1) Kontrollen zur Steuerung des Gesamtunternehmens
  • n z.B. Verhaltenskodex, Corporate Governance Bericht, Konzernrichtlinien, Risikoberichterstattung, Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats, Compliance-Komitee, Interne Revision
  • (2) Kontrollen zur Überwachung des Gesamtunternehmens
  • n umfangreiches Controlling-System zur Überwachung operativer und finanzieller Prozesse in der Form periodischer Finanzberichte, Hochrechnungen, Budgets, Compliance- und Revisionsberichte
  • (3) Kontrollen innerhalb einzelner Geschäftsprozesse und Geschäftsvorfälle
  • n z.B. Umsetzung der zuvor genannten Vorgaben über Vier-Augen Prinzip, Funktionstrennungen, Genehmigungsstufen etc.

Eine konzernweit einheitliche Rechnungslegung sämtlicher Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, den internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards, kurz: IFRS) sowie den konzerninternen Richtlinien wird über unseren Konzernrechnungslegungsprozess gewährleistet. Dieser umfasst die Rechnungslegungsprozesse aller einbezogenen Unternehmen, die Berichterstattung an die den Konzern leitende Obergesellschaft, alle erforderlichen Maßnahmen zur Konsolidierung und Abschlusserstellung sowie die Publizität des Berichts- und Rechenwerks.

Der Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns und ist dezentral organisiert. Das Berichtswesen umfasst umfangreiche monatliche Eckzahlen sowie detaillierte vierteljährliche Zwischen- und Jahresabschlüsse über den Geschäftsverlauf, deren Inhalte konzernintern regelmäßig hinsichtlich der Vollständigkeit, Genauigkeit und Plausibilität analysiert und überprüft werden. Der Prozess der Berichterstattung wird über ein konzernweit einheitliches intranetbasiertes Berichtsprogramm abgewickelt.

Der FUCHS PETROLUB Konzern verfügt über ein umfassendes Richtlinienwerk, welches die Einheitlichkeit der rechnungslegungsbezogenen Abbildung von Geschäftsvorfällen sicherstellt und Vorgaben wie das Bilanzierungshandbuch (FUCHS Accounting Manual, kurz: FAM), eine Finanzrichtlinie, eine Investitionsrichtlinie, eine Forderungsrichtlinie und eine Richtlinie für den Intercompanyzahlungsverkehr beinhaltet. Änderungen bestehender Rechnungslegungsvorschriften mit Auswirkung auf den Konzernjahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG werden zeitnah und rechtzeitig analysiert und gegebenenfalls an die Konzern-Gesellschaften zur Umsetzung kommuniziert. Die fachliche Kompetenz des am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personals wird über eine sorgfältige Auswahl, Ausbildung und laufende Weiterbildung der Mitarbeiter gewährleistet. Die weitreichend vereinheitlichten IT-Systeme und entsprechenden Sicherheitseinrichtungen schützen die im Bereich der Rechnungslegung verwendeten EDV-Systeme bestmöglich gegen unbefugte Zugriffe. Die Konzernrevision überprüft im Rahmen des jährlich aufzustellenden Prüfungsplans und des entsprechenden Prüfungsumfangs die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die Ergebnisse der Revisionsprüfungen werden jeweils im Folgejahr nachverfolgt. Daneben werden die Ergebnisse der Jahresabschlussprüfungen vom Konzernrechnungswesen (bilanziell) und der Internen Revision (IKS) ebenfalls nachgehalten. Beide Abteilungen sind direkt dem Finanzvorstand der FUCHS PETROLUB AG unterstellt. Der Aufsichtsrat erhält eine regelmäßige Berichterstattung über die Ergebnisse der Risikoinventuren sowie über die Ergebnisse der Revisionsprüfungen.

Die Aktivitäten im Rahmen des Internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems (insbesondere im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess) der FUCHS PETROLUB AG sind darauf ausgerichtet, Risiken und Fehlentwicklungen möglichst frühzeitig zu erkennen bzw. zeitnah aufzudecken. Jedoch bieten auch unsere Systeme keine absolute Sicherheit gegen eventuell auftretende Fehler. Die KPMG hat im Rahmen der Abschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von FUCHS PETROLUB geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der Prüfung der KPMG ergaben sich bisher keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem.

Einzelrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die gegenwärtige Staatsschuldenkrise in Europa, mögliche geopolitische Spannungen sowie Volati l itäten der Rohstoffkosten im Zusammenhang mit gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen betrachten wir als Risiken, mit denen wir uns im Rahmen der globalen Geschäftstätigkeit des FUCHS PETROLUB Konzerns auseinanderzusetzen haben. Unser Geschäftsmodell mit 49 operativen Gesellschaften in 42 Ländern, einer Vielzahl von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten für eine Vielfalt von Anwendungen sowie dem Vertrieb an über 100.000 Kunden in mehr als 100 Ländern ist ausgewogen und reduziert das Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Regionen, Branchen, Gesellschaften, Produkten oder Kunden. Die Aktivitäten zur Risikoreduktion und -vermeidung werden zudem durch unsere intensiven Monitoring-Systeme z.B. das Volumen- und Margenmanagement, das strikte Kostenmanagement, die periodische Berichterstattung zum Net Operating Working Capital Management (kurz: NOWC-Management) und die Kostenkontrolle sowie eine intensive Kommunikation mit den Landesgesellschaften unterstützt.

Branchenrisiken

Die verschiedenen Branchen, in denen unsere Gesellschaften Kunden betreuen und Produkte verkaufen, sind auch geprägt von einem intensiven Wettbewerb auf den dortigen Absatzmärkten, steigenden Qualitätsansprüchen der Kunden sowie dem technologischen Fortschritt. Unsere Position als Technologieführer auf der Grundlage unserer Aktivitäten in strategisch bedeutsamen Nischen und Geschäftsfeldern versuchen wir über stetige Innovationsaktivitäten zur Aufrechterhaltung des technologischen Vorsprungs, partnerschaftliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie die anwendungstechnische Betreuung direkt beim Kunden zu festigen und weiter auszubauen. Wir entsprechen den Kundenansprüchen hinsichtlich einer laufenden Entwicklung von Schmierstoffen für neue Maschinen, Bauteile, Aggregate und Fertigungsprozesse über eine ständige Forschung und Entwicklung neuer Produkte sowie Weiterentwicklung bestehender Produkte. Die Profitabilität des Konzerns wird auch künftig durch diese Innovations-, Qualitäts- und Nischenstrategie, die globale Präsenz, den hohen Spezialisierungsgrad und ein permanentes Kostenmanagement unterstützt.

Im Zusammenhang mit der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) wurden sämtliche personellen wie organisatorischen Maßnahmen ergriffen, um den regulatorischen Anforderungen zu entsprechen und die Weiterentwicklung zu kontrollieren. Die Vorregistrierung ist bereits abgeschlossen.

Mit dem am 20. Januar 2009 in Kraft getretenen GHS (Globally Harmonised System) verfolgte der Gesetzgeber das Ziel der Einführung eines weltweit einheitlichen Systems zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Damit verbunden ist eine neue Bewertung der Toxizitätseigenschaften von Stoffen und Zubereitungen, die zu einer Kennzeichnungspflicht von Produkten aus dem FUCHS-Sortiment oder zu einem eventuellen Verkaufsverbot führen könnte. Als Gegenmaßnahmen wurden bereits Alternativformulierungen für Produkte entwickelt, für die Änderungen erwartet werden. Andererseits wird in unseren Forschungs- und Entwicklungsabteilungen an weiteren Alternativen gearbeitet. Durch die Schaffung entsprechender organisatorischer Strukturen wurde die Einführung von GHS weltweit unterstützt.

Beschaffungsrisiken

Auf der Beschaffungsseite sehen wir die Verfügbarkeit von Rohstoffen, Marktveränderungen, die Oligopolstellung von Lieferanten sowie dadurch verursachte Preisschwankungen als wesentliche Risiken an. Sowohl von zentraler Seite wie auch in den Landesgesellschaften werden die Beschaffungsmärkte beobachtet, um auf ungünstige Entwicklungen frühzeitig reagieren zu können. Als weitere Gegenmaßnahmen werden die Sicherung der Grundversorgung mit Grundölen und wichtigen Chemikalien über eine breitere Bezugsbasis sowie die ständige Suche nach alternativen Lieferanten praktiziert.

Vorratsrisiken

Die Ziele des weltweiten Vorratsmanagements liegen in einer angemessenen Verfügbarkeit an Vorräten bei Fertigprodukten, Rohstoffen und Verpackungsmaterialien aufgrund einer hohen Anzahl an Kunden bei gleichzeitig großer Breite des Produktportfolios sowie kurzen Lieferzeiten. Die operativen Risiken der gesamten Lieferkette sind Gegenstand von Management Reviews, während die finanzielle Seite über unser Berichtswesen, insbesondere über das NOWC-Management und die Berichterstattung bezüglich der monatlichen Bestände, abgedeckt ist. Angesichts der Volatilität bei den Beschaffungspreisen und auch der Kundennachfrage entstehen Bewertungsrisiken, die durch eine verlustfreie Bewertung angemessen berücksichtigt werden.

Risiken aus dem Forderungsbereich

Die noch bestehende weltweite Finanzkrise sowie die unsicheren Auswirkungen auf die Realwirtschaft können im Rahmen unserer operativen Geschäftstätigkeit zu langen Kapitalbindungsdauern und möglichen Zahlungsausfällen auf der Kundenseite führen. Im Rahmen unseres Frühwarnsystems werden regelmäßig entlang der konzernweiten Berichtskette Informationen zum Bestand und zur Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesammelt und aufbereitet. Zusätzlich kontrollieren die Einzelgesellschaften die Einhaltung der Zahlungsziele sowie die Bonität pro Kunde bzw. Gesellschaft. Diese Maßnahmen sind auch Gegenstand der periodisch durchgeführten internen Revisionsprüfungen. Zurzeit bestehen keine nennenswerten Forderungsrisiken.

Risiken aus Forschung und Entwicklung (F & E)

Aus den Chancen einer großen Innovationsfähigkeit und eines hohen Spezialisierungsgrads resultieren gleichzeitig die Risiken einer hohen Komplexität und beschränkten Kalkulierbarkeit von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich Forschung und Entwicklung. Zur Steuerung dieser Risiken werden die meisten Produkte in Abstimmung mit unseren Kunden entwickelt sowie eine gemeinschaftliche Forschung im Verbund mit Universitäten oder entsprechenden Forschungsstellen betrieben. Die Entwicklung neuer und innovativer Produkte macht einen effektiven Know-how-Schutz erforderlich, den wir sicherstellen.

Finanzrisiken

Das Währungsrisiko des FUCHS PETROLUB Konzerns wird von zwei wesentlichen Risiken bestimmt. Transaktionsrisiken bestehen aufgrund von Einnahmen und Ausgaben in Fremdwährung, die u. a. aus der Beschaffung von Rohstoffen resultieren. Die Umrechnung von Bilanzen sowie Gewinnund Verlustrechnungen in Euro beinhaltet ein Translationsrisiko.

Der Vorstand hat zur Steuerung und Kontrolle wesentlicher Finanzrisiken, wie des Währungs- und Zinsrisikos, detaillierte Richtlinien und Vorgaben implementiert, welche durch den Zentralbereich Treasury überwacht und gesteuert werden. Während das Währungsrisiko (sofern erforderlich) durch eine fristen- und währungskongruente Finanzierung sowie den Einsatz von Derivaten gesteuert wird, die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden, bestehen zurzeit keine wesentlichen Zinsrisiken, die separat betrachtet werden müssten. Durch die Bonität von FUCHS ist das Refinanzierungsrisiko gering. Es besteht eine ausreichende Liquidität.

Transaktions- und Translationsrisiken haben auf Konzernebene einen gegenläufigen Effekt.

Pensionsrisiken

Der Konzern hat im Jahr 2011 seine Pensionsrisiken in erheblichem Umfang durch Übertragung auf externe Leistungsträger reduziert. Die verbliebenen Risiken sind überschaubar und stellen im Verhältnis zum gesamten Konzernvermögen kein nennenswertes Risiko dar.

Rechtliche, regulatorische und Standortrisiken

Das regulatorische Umfeld des FUCHS PETROLUB Konzerns hat ebenfalls Auswirkungen auf die internationale Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens. Die daraus resultierenden regulatorischen und rechtlichen Risiken werden über eine rechtliche und versicherungsrechtliche Beratung abgedeckt. Ferner stehen uns eigene Fachleute zur Verfügung. Für lokale Steuerrisiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Zurzeit sind keine rechtlichen, versicherungsrechtlichen und steuerlichen Risiken bzw. anhängige oder angedrohte Rechtsstreitigkeiten mit einem wesentlichen Einfluss auf den Konzern bekannt.

Den gegen die FUCHS PETROLUB AG im Dezember 2010 seitens unserer Mitgesellschafterin bei der FUCHS OIL MIDDLE EAST angestrebten Prozess wegen Verletzung der gesellschaftsrechtlichen Pflichten hat FUCHS mit Urteil vom 21. Dezember 2012 in erster Instanz verloren. Die Mitgesell-

schafterin hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, da einem ihrer Klageanträge (Buyout) nicht stattgegeben wurde. Für die Prozesskosten und die aus heutiger Sicht vorhandenen Risiken wurde Vorsorge getroffen. Belastungen für die zukünftige Entwicklung und Ertragskraft der Gesellschaft sind nicht auszuschließen. Der Beitrag des assoziierten Unternehmens zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des FUCHS PETROLUB Konzerns liegt unter zwei Prozent.

Die vom Vorstand der FUCHS PETROLUB AG implementierte Compliance-Organisation, die ein Compliance-Management-System (CMS) und ein Compliance-Komitee mit regelmäßigen Sitzungen, entsprechenden Berichtswegen sowie Schulungsmaßnahmen umfasst, verfolgt die Zielsetzung, den bereits genannten wie weiteren aus der internationalen Geschäftstätigkeit resultierenden Risiken z.B. aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Arbeitssicherheit, Patentrecht sowie Markenrecht angemessen zu begegnen.

Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung, Bewertung und gegebenenfalls Anpassung der regulatorischen Länder- und Standortrisiken und des Risikomanagements. Die gruppenweit bestehenden Versicherungsprogramme decken die Risiken durch Sach- und Haftpflichtschäden, Transportschäden sowie mögliche Betriebsunterbrechungen angemessen ab.

Risiken aus Akquisitionen und Investitionen

Der Komplexität von Akquisitions- und Investitionsprojekten und den daraus resultierenden Risiken begegnet der FUCHS PETROLUB Konzern mit festgelegten Abläufen und Verfahren zur Steuerung und Minimierung solcher Risiken.

Derzeit sind keine Risiken aus Akquisitions- und Investitionstätigkeiten erkennbar.

Risiken der Informationstechnologie

Die organisatorische und IT-technische Vernetzung von Standorten und Systemen beinhaltet Risiken in Form einer zunehmenden Komplexität von elektronischen Kommunikationstechniken, die zu Datenverlust oder -diebstahl, Betriebsstörungen und -unterbrechungen sowie zum kompletten Systemausfall führen können. Unsere Gegenmaßnahmen dazu bestehen in Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen, der Zusammenarbeit mit etablierten IT-Service-Providern, der Implementierung detaillierter Back-up- und Recovery-Prozeduren sowie dem Einsatz von Virenscannern und Firewalls. Die Mitarbeiter werden über Schulungen auf dem aktuellen Kenntnis- und Entwicklungsstand gehalten.

Personalrisiken

Die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie die Akquise und Entwicklung von Fachund Führungskräften sind die wesentlichen Risiken aus dem Personalbereich. Als Gegenmaßnahmen wurden Weiterbildungsprogramme sowie leistungsgerechte Vergütungspakete, Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeregelungen eingerichtet.

Wesentliche Risiken aus dem Personalbereich sind momentan nicht erkennbar.

Produkt- und Umweltschutzrisiken

Produkt- und Umweltschutzrisiken können innerhalb des Herstellungsprozesses chemischer Produkte entlang der Produktion, Abfüllung, Lagerung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen entstehen. Mögliche Effekte liegen in damit verbundenen Störfällen mit unmittelbaren Auswirkungen auf Personen, Umwelt und Produktionsabläufe. Wir berücksichtigen daher hohe (sicherheits-)technische Standards beim Bau, Betrieb und bei der Instandhaltung von Produktionsanlagen. Die Verwendung von Rohstoffen sowie die Herstellung unserer Produkte unterliegen einer weltweit konsequenten Überwachung von Qualitätsanforderungen und -standards. Weiterhin führen wir gezielte Maßnahmen zur Einhaltung des Boden- und Gewässerschutzes durch. FUCHS ist zudem branchenüblich gegen eventuell daraus resultierende Schäden versichert. Für bekannte Risiken wurde aus unserer Sicht ausreichend Vorsorge getroffen.

Sonstige Risiken

Wesentliche sonstige Risiken sind derzeit nicht bekannt.

Gesamtrisiko

Die Risikodarstellung des Gesamtkonzerns entspricht einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risiken, die aus den Budgetmeldungen, Einzelrisiken bzw. Meldungen der Einzelgesellschaften sowie Zentralfunktionen abgeleitet wurden. In der Gesamtbetrachtung hat sich das Risikoprofil der FUCHS PETROLUB AG nicht verändert. Das ausbalancierte Chancen- und Risikomanagement des Konzerns, die stabile finanzielle Lage mit einer Eigenkapitalquote von 70,5%, einem Verschuldungsgrad von null, steigenden Jahresergebnissen und Cashflows sowie einem soliden Geschäftsmodell begrenzen die Risiken der Geschäftstätigkeit und eröffnen weitere Möglichkeiten der Unternehmensentwicklung bei Umsatz und Ertrag.

Das vom Vorstand eingerichtete und weltweit praktizierte Risikomanagementsystem ist bezüglich des Chancen- und Risikoprofils des FUCHS PETROLUB Konzerns angemessen und wird gegebenenfalls unter Berücksichtigung neuer Chancen und Risiken stetig weiterentwickelt. Die Ergebnisse dieser Bemühungen spiegeln sich in einer angemessenen Gesamtrisikoposition wider. Die Managementaktivitäten sind u. a. darauf ausgerichtet, die weiterhin bestehenden Unsicherheiten der Weltwirtschaft sowie die Preis- und Kursschwankungen bei Rohstoffen, Währungen und Sachwerten zu beobachten, um zeitnah darauf reagieren zu können. Aus heutiger Sicht sind für den Vorstand keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Wir halten die derzeit eingerichteten Systeme für angemessen und erachten ein gleichzeitiges Auftreten aller Einzelrisiken für unwahrscheinlich.

Prognosebericht

Ausrichtung des Konzerns und wirtschaftliche R ahmenbedingungen

Das Geschäftsmodell des FUCHS PETROLUB Konzerns basiert auf einer breiten regionalen und über viele Branchen verteilten Nutzung von Geschäftschancen. Das Geschäftsportfolio ist ausgerichtet auf Produkte, die hohe Ansprüche an die Technologie stellen und mit hohem Serviceaufwand verbunden sind. Insbesondere die Bearbeitung von Nischen und regionalen Teilmärkten steht im Fokus. Damit ist FUCHS PETROLUB breit diversifiziert. Eine Ausdehnung der Konzernaktivitäten auf Geschäftsfelder außerhalb des Schmierstoffbereichs ist nicht geplant.

Die Absatzmärkte für die im FUCHS PETROLUB Konzern verfügbaren technologischen Lösungen und Verfahren liegen sowohl in den reifen Märkten als auch in den sich wirtschaftlich besonders schnell entwickelnden Regionen der Welt.

Insofern sucht der Konzern beständig neue Geschäftsmöglichkeiten durch die kontinuierliche Entwicklung neuer Produkte, die in komplexen Prozessen Kosten reduzieren und technische Probleme lösen. Gleichzeitig werden existierende Produkte sowohl zentral wie auch regional unterschiedlichen oder sich wandelnden Anforderungen angepasst. Bei Letzterem geht es um eine Vielzahl von Problemlösungen, nicht um grundsätzliche technologische Schübe.

Prognosen zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwic klung

Die Weltwirtschaft wird nach den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2013 nur geringfügig stärker wachsen als im Jahr 2012. Nach einer Zunahme der Weltproduktion um rund 3,2% im Jahr 2012 werden für 2013 Zuwachsraten von insgesamt 3,5% erwartet.

In der Europäischen Union rechnet der IWF nach einem leichten Rückgang in der Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 (– 0,2%) für 2013 mit einem geringen Wachstum (0,2%). Dabei bestehen angesichts eines Schrumpfens des Bruttoinlandsprodukts in Südeuropa sowie merklicher Wachstumsraten in Mittel- und Nordeuropa nennenswerte regionale Unterschiede.

In den Vereinigten Staaten ist für 2013 ein Wachstum von 2,0% prognostiziert, das leicht unter dem des Jahres 2012 (2,3%) liegen soll. In dem für den FUCHS PETROLUB Konzern ebenfalls wichtigen Land China ist hingegen eine Wachstumsbeschleunigung für 2013 auf 8,2% (7,8%) prognostiziert.

Auswir kungen auf unser Geschäftsmodell

Die Nachfrage nach Schmierstoffen dürfte sich dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entsprechend verhalten. Insgesamt auf dem Niveau des Jahres 2012 verharrend, ist für Europa ein leichter Rückgang zu erwarten, während Asien, insbesondere China, weitere Volumenzuwächse verzeichnen dürfte.

Nach den zum Teil erheblichen Rohstoffkostenverteuerungen im Jahr 2012 erwartet der Konzern derzeit keinen weiteren allgemeinen Anstieg der Rohstoffpreise.

Allerdings hat sich an den diversen, teilweise latenten Risiken wenig geändert. Dazu gehören die Staatsschuldenkrisen verschiedenster Länder, die weiterhin schwierige Lage vieler Banken, Ungleichgewichte in Wechselkursrelationen sowie eine hohe Zentralbankliquidität und die daraus resultierenden Inflationsgefahren.

Diese Risiken haben möglicherweise erhebliche Auswirkungen auf die Absatzmärkte des Konzerns. Die Austeritätspolitik kann sich auf das Nachfrageverhalten negativ auswirken. Eventuelle starke Wechselkursschwankungen können den Konzern bei Rohstoffeinkäufen der Konzerngesellschaften, bei der Umrechnung von Bilanz und Ergebnisrechnung und bei Dividendeneinkünften der Holding deutlich beeinflussen.

Darüber hinaus kann die andauernde politische Instabilität im nördlichen Afrika und im Nahen und Mittleren Osten Auswirkungen auf den Ölpreis und damit auf unsere Rohstoffkosten haben. Und nicht zuletzt besteht das Risiko, dass die aktuell zunehmenden politischen Spannungen im asiatischen Raum die dortige wirtschaftliche Entwicklung bremsen.

Voraussichtliche Ertrags -, V ermögens - und F inanzlage

Der FUCHS PETROLUB Konzern geht bei seiner Planung für 2013 davon aus, dass aufgrund der breiten regionalen Aufstellung und der Tätigkeit in vielen Nischenbereichen die Fortsetzung seiner Wachstumspolitik möglich ist. Auf Basis der beschriebenen Rahmenbedingungen plant der Konzern für 2013 organisches Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Inwieweit externes Wachstum durch Akquisitionen möglich sein wird oder der Umsatz durch Wechselkursveränderungen beeinflusst wird, bleibt abzuwarten.

Nach dem Anstieg der Bruttomarge in den Quartalen 2012 geht der Vorstand für 2013 von einer Stabilisierung aus. Gleichzeitig werden die Personal- und Sachkosten inflations- und geschäftsbedingt ansteigen. Die Planungen sehen vor, dass der vor allem umsatzbedingt ansteigende Bruttoertrag absolut stärker wächst als die übrigen Kosten. Insofern rechnen wir für 2013 mit einer weiteren Steigerung beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), beim Ergebnis nach Steuern sowie beim Ergebnis je Aktie. Ein weitgehend unverändertes Zinsergebnis sowie eine stabile Glossar Seite 207 Steuerquote von ca. 30% sind in dieser Planung enthalten.

Wir beabsichtigen, Umsatz- und Ergebnissteigerungen in allen Regionen zu erwirtschaften. Insbesondere Asien, mit dem Schwerpunkt in China, sowie Nordamerika sollten zum Umsatz- wie Ergebniswachstum beitragen. Einen nennenswerten Beitrag erwarten wir auch durch unsere Gesellschaften in Mittel- und Osteuropa.

Im Jahr 2013 plant der Konzern Investitionsausgaben auf dem Niveau des Jahres 2012. Das abgelaufene Jahr war mit 71,4 Mio € von deutlich höheren Investitionsausgaben geprägt als die Vorjahre. Die wesentlichen Projekte des Jahres 2013 sind die Fertigstellung der Werksneubauten in Russland und Nordchina sowie der Abschluss der Modernisierung und Erweiterung unserer Werke in den USA. In Brasilien und möglicherweise in Newcastle, Australien, wird mit dem Bau neuer Werke begonnen. Für die Folgejahre erwarten wir jedoch, dass sich dieses hohe Investitionsniveau nicht fortsetzt.

Aufgrund der guten Finanzlage und des ebenfalls erwarteten guten Brutto-Cashflows wollen wir die geplanten Investitionen und das geschäftsbedingte Wachstum des Nettoumlaufvermögens intern finanzieren.

Für die Beibehaltung unserer nachhaltigen und aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung.

Inwieweit Mittel für Akquisitionen benötigt werden, lässt sich aus heutiger Sicht nicht sagen. Auch die mögliche Nutzung liquider Mittel für Aktienrückkäufe ist derzeit nicht absehbar. Ohne Akquisitionen oder Aktienrückkäufe im Laufe des Jahres 2013 wird der Konzern auch zum Jahresende keine Fremdmittel benötigen.

Der Konzern geht davon aus, dass auch im Jahr 2014 die bisher für ihn insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen anhalten. FUCHS PETROLUB plant keine strategischen Änderungen, sondern will seine erfolgreiche Arbeit in bewährter Art und Weise fortsetzen. Für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sollte es deshalb keine wesentlichen Änderungen geben. Allerdings unterliegt diese einfache Fortschreibung von Rahmenbedingungen und unternehmensspezifischen Faktoren diversen Risiken.

Geschäftsentwic klung in den beiden ersten Monaten des Jahres 2013

Das Jahr 2013 hat erfreulich begonnen. Unsere Erwartungen haben sich in den beiden ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres erfüllt und es wurden Umsätze und Erträge über Vorjahr erzielt.

Rechtliche Angaben

Abhängigkeitsbericht bzw. Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Familie Fuchs verfügt über die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals. Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, über die der Stammaktienbesitz der Familie überwiegend gehalten wird, ist herrschendes Unternehmen für die FUCHS PETROLUB AG und Letztere ist abhängiges Unternehmen.

Es wurde deshalb gemäß § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens lagen nicht vor."

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, hat als Abschlussprüferin der AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit ihrem uneingeschränkten Testat versehen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Weitere Informationen www

unter www.fuchs-oil.de / ezu2013.html

Die nach § 289 a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 27 bis 35 dargestellt und Bestandteil des Konzernlageberichts. Sie steht auch im Internet unter www.fuchs-oil.de / ezu2013.html zur Verfügung.

Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für Organmitglieder

Die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für Organmitglieder sind im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 36 bis 37 dargestellt und Bestandteil des Konzernlageberichts.

Übernahmerechtliche Angaben laut § 315 Absatz 4 HGB

Die nach § 315 Absatz 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben sind auf den Seiten 44 bis 45 enthalten und Bestandteil des Konzernlageberichts.

Basierend auf einer hohen Eigenkapitalquote von 70% kann FUCHS flexibel auf den Markt reagieren und seine Wachstumsinitiativen konsequent vorantreiben.

FINANZBERICHT

3.1 Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG 109
■ Gewinn- und Verlustrechnung 109
■ Gesamtergebnisrechnung 110
■ Bilanz 111
■ Entwicklung des Konzerneigenkapitals 112
■ Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte
des Konzerns* 114
■ Kapitalflussrechnung 116
■ Segmente* 118
3.2 Konzernanhang 120
■ Grundsätze 120
– Allgemeine Angaben 120
– Konsolidierungskreis 125
– Veränderungen des Konsolidierungskreises 127
– Änderung der Rechnungslegungsmethode 127
– Konsolidierungsgrundsätze 134
– Währungsumrechnung 135
■ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 137
■ Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 150
1 Umsatzerlöse 150
2 Kosten der umgesetzten Leistung 151
3 Vertriebsaufwand 151
4 Verwaltungsaufwand 152
5 Sonstige betriebliche Erträge
und Aufwendungen 152
6 Ergebnis aus at Equity
einbezogenen Unternehmen
153
7 Finanzergebnis 153
8 Ertragsteuern 154
9 Anteile anderer Gesellschafter 155
10 Ergebnis je Aktie 155
11 Sonstige Steuern 156
12 Personalaufwand / Mitarbeiter 156
■ Erläuterungen zur Bilanz 157
13 Langfristige Vermögenswerte 157
14 Sachanlagen 157
15 Immaterielle Vermögenswerte 158
16 Anteile an at Equity
einbezogenen Unternehmen 162
17 Sonstige Finanzanlagen 162
18 Latente Steueransprüche und
Steuerschulden
163
19 Langfristige übrige Forderungen
und sonstige Vermögenswerte 164
20 Vorräte 164
21 Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 165
22 Kurzfristige Steuerforderungen
(Ertragsteuer) 166
23 Kurzfristige übrige Forderungen und
sonstige Vermögenswerte 166
24 Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 167
25 Eigenkapital 167
26 Rückstellungen für Pensionen 169
27 Sonstige langfristige Rückstellungen 175
28 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 175
29 Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 175
30 Kurzfristige Rückstellungen 176
31 Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 177
32 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 177
33 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 177
34 Eventualverbindlichkeiten und
sonstige finanzielle Verpflichtungen 178
35 Finanzinstrumente 179
■ Weitere Anhangangaben 189
36 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 189
37 Erläuterungen zur
Segmentberichterstattung 189
38 Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen 190
39 Organe 192
– Aufsichtsrat 192
– Vorstand 193
– Vergütung der Mitglieder des Vorstands 194
– Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats 195
40 Erklärung zum Deutschen Corporate
Governance Kodex nach § 161 AktG 196
41 Honorare und Dienstleistungen
des Abschlussprüfers 196
42 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 196
43 Anteilsbesitz 196
■ Erklärung des Vorstands und Versicherung nach
§§ 297 Abs. 2, 315 Abs. 1 HGB 201
3.3 Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers 202
3.4 Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG 204
■ Gewinn- und Verlustrechnung 204
■ Bilanz 204
3.5 Vorschlag über die Verwendung des
Bilanzgewinns
205

* Bestandteile des Anhangs

Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio € Anhang 2012 20111
Umsatzerlöse (1) 1.819,1 1.651,5
Kosten der umgesetzten Leistung (2) –1.153,1 –1.046,9
Bruttoergebnis vom Umsatz 666,0 604,6
Vertriebsaufwand (3) –256,2 –236,2
Verwaltungsaufwand (4) –90,7 –83,0
Forschungs- und Entwicklungsaufwand –29,2 –27,5
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen (5) –11,1 0,5
EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen 278,8 258,4
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen (6) 14,2 5,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 293,0 263,5
Finanzergebnis (7) –1,6 –3,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) 291,4 259,8
Ertragsteuern (8) –84,1 –76,7
Ergebnis nach Steuern 207,3 183,1
Davon
Anteile anderer Gesellschafter (9) 0,7 0,7
Ergebnis, das den Aktionären der
FUCHS PETROLUB AG zuzurechnen ist 206,6 182,4
Ergebnis je Aktie in €2 (10)
Stammaktie 2,90 2,56
Vorzugsaktie 2,92 2,58

1 Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

2 Jeweils unverwässert und verwässert, Aktiensplit vom Juni 2011 berücksichtigt.

Gesamtergebnisrechnung

in Mio € 2012 2011
Ergebnis nach Steuern 207,3 183,1
Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung1
ausländischer Tochterunternehmen –3,9 4,7
at Equity einbezogener Unternehmen 0,1 0,5
Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste aus leistungsorientierten
Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen2 –12,1 –10,9
Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 2 3,0 2,6
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –12,9 –3,1
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 194,4 180,0
davon Anteile der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG 193,7 179,3
davon Anteile anderer Gesellschafter 0,7 0,7

1 Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

Anmerkung 26 2 Weitere Erläuterungen vgl. Konzernanhang, Anmerkung 26.

3.1 F inanzbericht Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG 111

Bilanz

in Mio € Anhang 31. 12. 2012 31.12.20111 1.1.20111
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte (15) 112,7 116,9 123,1
Sachanlagen (14) 252,9 215,4 201,0
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen (16) 40,4 24,6 29,3
Sonstige Finanzanlagen (17) 3,8 5,1 5,7
Latente Steueransprüche (18) 29,8 26,1 21,9
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (19) 0,8 4,0 0,0
Langfristige Vermögenswerte (13) 440,4 392,1 381,0
Vorräte (20) 239,3 228,4 184,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (21) 250,4 247,5 212,3
Steuerforderungen (22) 3,3 1,8 2,3
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (23) 31,6 36,5 25,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (24) 143,7 79,0 84,4
Kurzfristige Vermögenswerte 668,3 593,2 508,5
Bilanzsumme 1.108,7 985,3 889,5
Passiva
Gezeichnetes Kapital 71,0 71,0 71,0
Rücklagen des Konzerns 502,5 403,3 302,6
Konzerngewinn 206,6 182,4 170,7
Eigenkapital der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG 780,1 656,7 544,3
Anteile anderer Gesellschafter 1,6 1,5 1,6
Eigenkapital (25) 781,7 658,2 545,9
Rückstellungen für Pensionen (26) 26,4 15,8 74,4
Sonstige Rückstellungen (27) 4,9 7,0 6,6
Latente Steuerschulden (18) 19,0 18,6 16,1
Finanzverbindlichkeiten 0,0 0,0 0,1
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 4,1 3,8 2,6
Langfristiges Fremdkapital 54,4 45,2 99,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 119,8 128,5 111,5
Rückstellungen (30) 27,9 23,8 23,4
Steuerverbindlichkeiten (31) 28,7 30,8 27,0
Finanzverbindlichkeiten (32) 8,9 14,1 18,7
Sonstige Verbindlichkeiten (33) 87,3 84,7 63,2
Kurzfristiges Fremdkapital 272,6 281,9 243,8
Bilanzsumme 1.108,7 985,3 889,5

1 Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Ausstehende Aktien Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
in Mio € (Stücke) AG AG
Stand 31.12.2010 23.660.000 71,0 94,6
Effekte aus sukzessivem Anteilserwerb
Dividendenzahlungen
Ergebnis nach Steuern 2011
Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen
Stand 31.12.2011 70.980.0001 71,0 94,6
Dividendenzahlungen
Ergebnis nach Steuern 2012
Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen
Stand 31.12.2012 70.980.0001 71,0 94,6

1 Nach Aktiensplit vom Juni 2011.

2 Im Eigenkapital der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG erfasste Erträge und Aufwendungen.

Weitere Erläuterungen zum Eigenkapital in Anmerkung 25 des Konzernanhangs

Eigenkapital Anteile anderer
Gesellschafter
Eigenkapital
der Aktionäre der
FUCHS PETROLUB
AG
Unterschiedsbetrag
aus der Währungs
umrechnung2
Versicherungs
mathematische
Gewinne
und Verluste 2
Erwirtschaftetes
Eigenkapital
Konzern
545,9 1,6 544,3 7,7 –24,3 395,3
–4,1 –0,4 –3,7 –3,7
–63,6 –0,4 –63,2 –63,2
183,1 0,7 182,4 182,4
–3,1 –3,1 5,2 –8,3
658,2 1,5 656,7 12,9 –32,6 510,8
–70,9 –0,6 –70,3 –70,3
207,3 0,7 206,6 206,6
–12,9 –12,9 –3,8 –9,1
781,7 1,6 780,1 9,1 –41,7 647,1

ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE DES KONZERNS ¹

B rutto
w erte
in Mio € A nschaffungs - und H erstellungskosten
2011 1.1.2011 Kursdiff. Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Zugänge Abgänge Um
buchungen
31.12.2011
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Werte 75,9 –0,2 0,0 1,9 0,2 0,1 77,5
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 95,8 0,1 0,0 0,0 1,0 0,0 94,9
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,2 0,1 0,0 0,1 0,0 –0,1 0,3
171,9 0,0 0,0 2,0 1,2 0,0 172,7
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 172,0 0,9 0,0 3,8 1,1 3,3 178,9
Technische Anlagen und Maschinen 184,2 1,6 0,0 7,6 1,2 1,5 193,7
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 96,1 0,1 0,0 6,0 2,0 0,7 100,9
Anlagen im Bau 10,7 0,0 0,0 16,6 0,0 –5,5 21,8
463,0 2,6 0,0 34,0 4,3 0,0 495,3
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,9 0,0 0,0 0,9
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen3 29,3 0,5 0,0 5,1 10,3 0,0 24,6
Beteiligungen 2,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 2,3
Sonstige Ausleihungen 4,3 0,0 0,0 0,5 2,0 0,0 2,8
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3
36,2 0,5 0,0 6,5 12,3 0,0 30,9
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern u.
übrige Forderungen u. sonstige Vermögenswerte)
671,1 3,1 0,0 42,5 17,8 0,0 698,9
Veränderung
2012 31.12.2011 Kursdiff. Konsolidie
rungskreis
Zugänge Abgänge Um
buchungen
31.12.2012
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Werte 77,5 –0,6 0,6 1,6 0,2 0,3 79,2
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 94,9 –1,1 0,5 0,1 0,0 0,0 94,4
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,3 0,0 0,0 0,3 0,0 –0,3 0,3
172,7 –1,7 1,1 2,0 0,2 0,0 173,9
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 178,9 –1,0 0,0 6,3 0,3 9,5 193,4
Technische Anlagen und Maschinen 193,7 –0,2 0,0 7,8 3,1 7,0 205,2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100,9 0,2 0,0 9,5 4,2 1,9 108,3
Anlagen im Bau 21,8 –0,4 0,0 36,3 0,0 –18,4 39,3
495,3 –1,4 0,0 59,9 7,6 0,0 546,2
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,9 0,0 –0,7 0,0 0,2 0,0 0,0
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen3 24,6 0,2 0,0 24,0 8,4 0,0 40,4
Beteiligungen 2,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 2,3
Sonstige Ausleihungen 2,8 0,0 0,0 0,3 0,7 0,0 2,4
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3
30,9 0,2 –0,7 24,3 9,3 0,0 45,4
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern u.
übrige Forderungen u. sonstige Vermögenswerte) 698,9 –2,9 0,4 86,2 17,1 0,0 765,5

1 Bestandteil des Anhangs; Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

2 Die bis zum 31. Dezember 2004 aufgelaufenen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte wurden mit den historischen Anschaffungskosten saldiert.

3 Die Zugänge bei den Anteilen an at Equity einbezogenen Unternehmen enthalten neben den Investitionen in Höhe von 10,1 Mio € auch deren anteilige Ergebnisse.

Nettow erte

A nschaffungs - und H erstellungskosten K umulierte A bschreibungen

Um
31.12.2011
31.12.2011
1.1.2011
buchungen Abgänge Wert
minde
rungen
Planmäßige
Abschrei
bungen
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Kursdiff. 1.1.2011
0,0
46,3
31,2
0,2 0,0 8,1 0,0 0,0 38,4
0,0
9,5
85,4
1,0 0,0 0,0 0,0 0,1 10,4
0,0
0,0
0,3
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0
55,8
116,9
123,1
1,2 0,0 8,1 0,0 0,1 48,8
0,0
71,0
107,9
106,1
0,5 0,3 4,3 0,0 1,0 65,9
0,0
136,9
56,8
1,2 0,0 7,7 0,0 1,5 128,9
0,0
71,9
29,0
1,9 0,0 6,3 0,0 0,4 67,1
0,0
0,1
21,7
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1
0,0
279,9
215,4
201,0
3,6 0,3 18,3 0,0 2,9 262,0
0,0
0,0
0,9
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0
0,0
24,6
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0
1,2
1,1
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,2
0,0
–0,1
2,9
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,1
0,0
0,1
0,2
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1
0,0
1,2
29,7
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,2
0,0
336,9
362,0
359,1
4,8 0,3 26,4 0,0 3,0 312,0
Abgänge Wert
minde
rungen
Planmäßige
Abschrei
bungen
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Kursdiff. 31.12.2011
0,2 0,0 5,8 0,1 –0,4 46,3
0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 9,5
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
0,2 0,0 5,8 0,1 –0,3 55,8
0,2 0,0 5,0 0,0 –0,8 71,0
2,8 0,0 8,5 0,0 –0,2 136,9
4,0 0,0 7,6 0,0 0,3 71,9
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1
7,0 0,0 21,1 0,0 –0,7 279,9
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,2
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,1
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,2
7,2 0,0 26,9 0,1 –1,0 336,9

KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Mio € 2012 20111
Ergebnis nach Steuern 207,3 183,1
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 26,9 26,7
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der sonstigen
langfristigen Vermögenswerte (Deckungsmittel) –0,7 –70,9
Veränderung der latenten Steuern –0,3 1,1
Nicht zahlungswirksames Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen –14,2 –5,1
Brutto-Cashflow 219,0 134,9
Veränderung der Vorräte –11,5 –43,2
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –3,4 –34,1
Veränderung der übrigen Aktiva 3,2 –11,3
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –10,0 17,4
Veränderung der übrigen Passiva (ohne Finanzverbindlichkeiten) 5,8 26,2
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 0,0 –0,7
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 203,1 89,2
Investitionen in Anlagevermögen –71,4 –37,0
Erwerb von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten –0,9 –0,4
Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 1,5 3,1
Veränderung Finanzmittel aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises 0,2 –6,2
Erhaltene Dividenden 7,9 10,3
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –62,7 –30,2
Freier Cashflow 140,4 59,0
Ausschüttungen für das Vorjahr –70,9 –63,6
Veränderung der Bank- und Leasingverbindlichkeiten –4,9 –3,6
Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter 0,0 –4,2
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit –75,8 –71,4
Finanzmittelfonds zum Ende der Vorperiode 79,0 90,6
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 203,1 89,2
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –62,7 –30,2
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit –75,8 –71,4
Effekt aus der Währungsumrechnung des Finanzmittelfonds 0,1 0,8
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode2 143,7 79,0
in Mio € 2012 20111
Angaben zum Erwerb von Unternehmen und
sonstigen Geschäftseinheiten (in Mio €)
Gesamtbetrag aller Kaufpreise 3 0,9 0,4
Gesamtbetrag der miterworbenen Bestände an Zahlungsmitteln 0,0 0,0
Saldo des erworbenen Nettovermögens 0,9 0,4

1 Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

2 Der Finanzmittelfonds umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns.

3 Der Kaufpreis wurde vollständig mit Zahlungsmitteln erbracht.

Die gezahlten Ertragsteuern belaufen sich auf 87,1 Mio € (71,9) und sind im Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit berücksichtigt.

Die geleisteten Zinszahlungen machen 2,4 Mio € (1,6) aus, die erhaltenen Zinszahlungen betragen 1,0 Mio € (1,3).

Segmente ¹

E uropa
A sien
- Pazifik
, A frika
N ord
- und
Sü damerika
in Mio € 2012 2011 Änd. 2012 2011 Änd. 2012 2011 Änd.
Umsätze nach Sitz
der Kunden 958,3 940,3 18,0 535,4 422,0 113,4 325,4 289,2 36,2
Umsätze nach Sitz
der Gesellschaften
1.080,7 1.006,7 74,0 486,8 412,3 74,5 320,3 282,6 37,7
davon mit anderen
Segmenten 66,2 47,5 18,7 0,1 0,2 –0,1 2,4 2,4 0,0
Planmäßige Abschreibungen2 17,4 17,7 –0,3 4,5 3,8 0,7 4,5 4,4 0,1
Wertminderungen2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 –0,3
EBIT vor at Equity
einbezogenen Unternehmen
132,6 130,4 2,2 83,1 68,5 14,6 67,5 63,1 4,4
Ergebnis aus at Equity
einbezogenen Unternehmen 1,0 1,3 –0,3 13,2 3,8 9,4 0,0 0,0 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 133,6 131,7 1,9 96,3 72,3 24,0 67,5 63,1 4,4
Finanzergebnis
Ertragsteuern
Ergebnis nach Steuern
Segmentvermögen3 530,0 497,0 33,0 262,9 221,3 41,6 211,6 189,8 21,8
davon Anteile an at Equity
einbezogenen Unternehmen 2,4 2,6 –0,2 38,0 22,0 16,0 0,0 0,0 0,0
Segmentschulden4 139,2 148,7 –9,5 62,8 58,1 4,7 32,4 30,3 2,1
Finanzverbindlichkeiten
Pensionsrückstellungen
Liquide Mittel
Konzernschulden5
Zugänge Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte 6 34,6 27,5 7,1 14,2 5,5 8,7 13,7 2,4 11,3
Zugänge Finanzanlagen 0,3 1,2 –0,9 10,1 0,2 9,9 0,0 0,0 0,0
Mitarbeiter (Durchschnitt) 2.311 2.235 76 838 814 24 524 519 5
Kennzahlen
EBIT vor at Equity
einbezogenen Unternehmen
in% vom Umsatz 12,3 13,0 17,1 16,6 21,1 22,3

1 Bestandteil des Anhangs; Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

2 Bezogen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Finanzanlagen.

3 Einschließlich der at Equity einbezogenen Unternehmen, exklusive Finanzforderungen.

4 Nicht verzinsliches Fremdkapital: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten,

exklusive Ertragsteuerverbindlichkeiten; Konzernwert einschließlich Steuerverbindlichkeiten.

5 Segmentschulden, Finanzverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen, abzüglich liquide Mittel.

6 Inkl. Akquisitionen und Veränderung Konsolidierungskreis.

G esellschaften S umme
operative
H oldinggesellschaften
inklusive
Konsolidierung
FUCHS PETROLUB Konzern
2012 2011 Änd. 2012 2011 Änd. 2012 2011 Änd.
1.819,1 1.651,5 167,6 0,0 0,0 0,0 1.819,1 1.651,5 167,6
1.887,8 1.701,6 186,2 –68,7 –50,1 –18,6 1.819,1 1.651,5 167,6
68,7 50,1 18,6 –68,7 –50,1 –18,6 0,0 0,0 0,0
26,4 25,9 0,5 0,5 0,5 0,0 26,9 26,4 0,5
0,0 0,3 –0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 –0,3
283,2 262,0 21,2 –4,4 –3,6 –0,8 278,8 258,4 20,4
14,2 5,1 9,1 0,0 0,0 0,0 14,2 5,1 9,1
297,4 267,1 30,3 –4,4 –3,6 –0,8 293,0
–1,6
263,5
–3,7
29,5
2,1
–84,1 –76,7 –7,4
207,3 183,1 24,2
1.004,5 908,1 96,4 104,2 77,2 27,0 1.108,7 985,3 123,4
40,4 24,6 15,8 0,0 0,0 0,0 40,4 24,6 15,8
234,4 237,1 –2,7 57,3 60,1 –2,8 291,7 297,2 –5,5
8,9 14,1 –5,2
26,4
143,7
15,8
79,0
10,6
64,7
183,3 248,1 –64,8
62,5 35,4 27,1 0,5 0,6 –0,1 63,0 36,0 27,0
10,4 1,4 9,0 0,0 0,0 0,0 10,4 1,4 9,0
3.673 3.568 105 81 78 3 3.754 3.646 108
15,0 15,4 15,3 15,6

Konzernanhang

Grundsätze

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden Regelungen erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2012 verbindlichen International Financial Reporting Standards (I FRS, vormals International Accounting Standards IAS) und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), vormals Standing Interpretations Committee (SIC), wurden angewendet.

Für das Geschäftsjahr 2012 waren keine Änderungen von Standards und Interpretationen mit Relevanz für den FUCHS PETROLUB Konzern zu berücksichtigen.

Folgende von der EU übernommene Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen mit Relevanz für den FUCHS PETROLUB Konzern sind erst ab dem Geschäftsjahr 2013 oder später verbindlich und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:

Amendments to IAS 1 "Darstellung von Sachverhalten im sonstigen Ergebnis"

Dieses Amendment ändert die Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden ("recycling"), sind künftig separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, d.h. ohne Saldierung mit Effekten aus latenten Steuern ausgewiesen werden, sind die latenten Steuern nunmehr nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondern den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen.

Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.

IAS 19 (revised 2011) "Leistungen an Arbeitnehmer"

Neben umfangreicheren Angabepflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer ergeben sich insbesondere folgende Änderungen aus dem überarbeiteten Standard:

Derzeit gibt es ein Wahlrecht, wie unerwartete Schwankungen der Pensionsverpflichtungen, die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, im Abschluss dargestellt werden können. Mit der Neufassung des IAS 19 wird dieses Wahlrecht für eine transparentere und vergleichbarere Abbildung abgeschafft, so dass künftig nur noch eine unmittelbare und vollumfängliche Erfassung im sonstigen Ergebnis zulässig ist. Außerdem ist nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand nunmehr im Jahr der Entstehung direkt im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Zudem werden derzeit zu Beginn der Rechnungsperiode die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der Erwartungen des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn zulässig.

Der erwartete Betrag an Verwaltungskosten für das Planvermögen wurde bislang im Zinsergebnis berücksichtigt. Den Änderungen zufolge sind Verwaltungskosten für das Planvermögen als Bestandteil der Neubewertungskomponente im sonstigen Ergebnis zu erfassen, während die sonstigen Verwaltungskosten im Zeitpunkt ihres Anfallens dem operativen Gewinn zuzuordnen sind.

Da der FUCHS PETROLUB Konzern bereits seit dem Geschäftsjahr 2008 die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst, wird die Änderung keine Auswirkungen auf die Konzernbilanz haben. Der wesentliche Effekt wird die künftige Erfassung der Verzinsung des Planvermögens auf Basis des Diskontierungssatzes der Pensionsverpflichtung zu Periodenbeginn sein. Hieraus wird sich für 2013 ein Rückgang des Finanzergebnisses in Höhe von ca. 1,0 Mio € ergeben. Der FUCHS PETROLUB Konzern erwartet nicht, dass der Einfluss der geänderten Ausweisvorschriften für Verwaltungskosten für das Planvermögen wesentlich sein wird.

Die geänderte Definition der Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits) wird sich auf die Bilanzierung der im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge auswirken. Der FUCHS PETROLUB Konzern erwartet aus dieser Änderung der Bilanzierung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellungen für Altersteilzeit.

Die Änderungen des IAS 19 (revised 2011) sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Amendments to IAS 27 "Einzelabschlüsse"

Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 10 Konzernabschlüsse werden die Regelungen für das Kontrollprinzip und die Anforderungen an die Erstellung von Konzernabschlüssen aus dem IAS 27 ausgelagert und abschließend im IFRS 10 behandelt (siehe Ausführungen zu IFRS 10). Im Ergebnis enthält IAS 27 künftig nur die Regelungen zur Bilanzierung von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in IFRS-Einzelabschlüssen. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Amendments to IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures"

Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 11 Joint Arrangements erfolgten auch Anpassungen an IAS 28. IAS 28 regelt – wie bislang auch – die Anwendung der Equity-Methode. Allerdings wird der Anwendungsbereich durch die Verabschiedung des IFRS 11 erheblich erweitert, da zukünftig nicht nur Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sondern auch an Gemeinschaftsunternehmen (IFRS 11) nach der Equity-Methode bewertet werden müssen. Die Anwendung der quotalen Konsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen entfällt mithin.

Künftig sind auch potenzielle Stimmrechte und andere derivative Finanzinstrumente bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat, zu berücksichtigen.

Eine weitere Änderung betrifft die Bilanzierung nach IFRS 5, wenn nur ein Teil eines Anteils an einem assoziierten Unternehmen oder an einem Joint Venture zum Verkauf bestimmt ist. Der IFRS 5 ist dann partiell anzuwenden, wenn nur ein Anteil oder ein Teil eines Anteils an einem assoziierten Unternehmen (oder an einem Joint Venture) das Kriterium "zur Veräußerung gehalten" erfüllt. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Da der FUCHS PETROLUB Konzern zum Bilanzstichtag bereits alle Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezieht und die übrigen Änderungen derzeit keine Relevanz für den FUCHS PETROLUB Konzern haben, werden aus der Anwendung des IFRS 11 in Verbindung mit dem geänderten IAS 28 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

Amendments to IAS 32 und IFRS 7 "Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden sowie Anhangangaben"

Diese Ergänzung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen. In der Ergänzung wird die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung erläutert und klargestellt, welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich im Sinne des Standards angesehen werden können. Einhergehend mit diesen Klarstellungen wurden auch die Vorschriften zu den Anhangangaben im IFRS 7 erweitert. Die Änderung des IAS 32 bzw. IFRS 7 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 bzw. 1. Januar 2013 beginnen.

IFRS 10 "Konzernabschlüsse"

Mit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung ("control") neu und umfassend definiert. Beherrscht ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmen das Tochterunternehmen zu konsolidieren. Aus diesem neuen Standard können Auswirkungen auf den Umfang des Konsolidierungskreises, u. a. für Zweckgesellschaften, entstehen. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Aus diesem Standard erwarten wir aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf den Umfang des Konsolidierungskreises.

IFRS 11 "Gemeinschaftliche Tätigkeiten"

Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten (Joint Arrangements) neu geregelt. Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Bei Gemeinschaftsunternehmen ist künftig nur noch die Equity-Methode im Konzernabschluss zulässig, das Wahlrecht zur quotalen Einbeziehung in den Konzernabschluss entfällt somit. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Bezüglich der Auswirkungen auf den FUCHS PETROLUB Konzern verweisen wir auf unsere Angaben zu IAS 28.

IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen"

Dieser Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen. Die erforderlichen Angaben sind erheblich umfangreicher gegenüber den bisher nach IAS 27, IAS 28 und IAS 31 vorzunehmenden Angaben. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IFRS 13 "Fair-Value-Bewertung"

Mit diesem Standard wird die Fair-Value-Bewertung in IFRS-Abschlüssen einheitlich geregelt. Alle nach anderen Standards geforderten Fair-Value-Bewertungen haben zukünftig den einheitlichen Vorgaben des IFRS 13 zu folgen; lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungen geben. Die neue Fair-Value-Bewertung kann gegenüber den bisherigen Vorschriften zu abweichenden Werten führen. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Der FUCHS PETROLUB Konzern erwartet aus der Anwendung der neuen Fair-Value-Bewertung keine wesentlich abweichenden Werte.

Folgende noch nicht von der EU übernommene Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen mit Relevanz für den FUCHS PETROLUB Konzern sind – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erst ab dem Geschäftsjahr 2013 oder später verbindlich und wurden auch nicht vorzeitig angewendet.

Für diese nachfolgenden Änderungen prüft der FUCHS PETROLUB Konzern derzeit noch die Auswirkungen, erwartet aber aus heutiger Sicht keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Improvements to IFRS 2009 – 2011

Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an fünf Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz, die Bewertung sowie auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 und IFRS 1. Die Änderungen sind – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

Die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 wird IAS 39 ersetzen.

Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: Zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum Fair Value. Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich aus IAS 39 übernommen. Der wesentlichste Unterschied betrifft die Erfassung von Wertänderungen von zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Zukünftig sind diese aufzuteilen: Der auf das eigene Kreditrisiko entfallende Teil ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen, der verbleibende Teil der Wertänderung ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen. IFRS 9 ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.

Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 – Mandatory Effective Date and Transition Disclosures

Die Änderungen ermöglichen einen Verzicht auf angepasste Vorjahreszahlen bei der Erstanwendung von IFRS 9. Ursprünglich war diese Erleichterung nur bei vorzeitiger Anwendung von IFRS 9 vor dem 1. Januar 2012 möglich. Die Erleichterung bringt zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7 im Übergangszeitpunkt mit sich. Diese Änderungen sind analog zu den Regelungen des IFRS 9 – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.

Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 – Transition Guidance

Die Änderungen beinhalten eine Klarstellung und zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Die Änderungen der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 sind – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Die Berichtswährung ist der Euro (€). Alle Beträge werden in Millionen € (Mio €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Vorjahreswerte sind in Klammern angegeben. Im Interesse einer klareren und übersichtlicheren Darstellung werden einzelne Posten in der Bilanz und der Gewinnund Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Anzahl Europa Asien-Pazifik,
Afrika
Nord- und
Südamerika
Gesamt
Vollkonsolidierte Unternehmen
(inkl. Muttergesellschaft)
1.1.2012 28 16 8 52
Zugänge 1 1
Abgänge
31.12.2012 29 16 8 53
At Equity einbezogene Unternehmen
1.1.2012/31.12.2012 1 4 0 5
Nicht konsolidierte Unternehmen
1.1.2012 3 3 0 6
Zugänge
Abgänge –2 –1 –3
31.12.2012 1 2 0 3

Konsolidierungskreis*

* Vorjahreswerte angepasst, siehe Abschnitt "Änderung der Rechnungslegungsmethode".

In den Konzernabschluss werden neben der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim/Deutschland, grundsätzlich alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, d.h. auf den 31. Dezember, aufgestellt. Der Anteilsbesitz ist unter Anmerkung 43 aufgeführt.

Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich des Mutterunternehmens insgesamt 53 (52) Gesellschaften. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Jahr 2012 sind im nachfolgenden Abschnitt erläutert.

Bei Tochterunternehmen ohne wesentlichen Geschäftsbetrieb, die – auch in ihrer Gesamtheit – für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, wurde von der Einbeziehung in den Konzernabschluss abgesehen. Nicht einbezogen wurden drei ausländische Gesellschaften. Die nicht konsolidierten Gesellschaften erzielten Umsatzerlöse von insgesamt 1,4 Mio € und ein Ergebnis nach Steuern von 0,2 Mio €.

Von der Befreiung der Offenlegungspflicht von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurde für die

  • BREMER & LEGUIL GMBH, Duisburg,
  • FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH, Mannheim,
  • FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim,
  • FUCHS LUBRITECH GMBH, Kaiserslautern,
  • PARAFLUID MINERALOELGESELLSCHAFT MBH, Hamburg, sowie die
  • WISURA GMBH, Bremen,

nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die großen und mittelgroßen Kapitalgesellschaften wurden darüber hinaus von der Aufstellung eines Lageberichts befreit.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Zugänge bei vollkonsolidierten Unternehmen in%
FUCHS SMÖRJMEDEL SVERIGE AB, Helsingborg/ Schweden 100

Im ersten Quartal 2012 erfolgte die Erstkonsolidierung der schwedischen Tochtergesellschaft FUCHS SMÖRJMEDEL SVERIGE AB. Diese hat die FUCHS PETROLUB AG in Schweden zur intensiveren Bearbeitung des skandinavischen Markts gegründet. Die Erstkonsolidierung führte zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FUCHS PETROLUB Konzerns.

Abgänge bei vollkonsolidierten Unternehmen gab es im Jahr 2012 keine.

Der FUCHS PETROLUB Konzern hat seine Methode zur Bilanzierung der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) geändert, vgl. nachfolgender Abschnitt "Änderung der Rechnungslegungsmethode".

Abgänge bei nicht konsolidierten Unternehmen in%
WISURA BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Bremen 100
FUCHS LUBRITECH JAPAN LTD., Osaka /Japan 100
FUCHS SMÖRJMEDEL SVERIGE AB, Helsingborg/ Schweden 100

Änderung der Rechnungslegungsmethode

IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen

Der FUCHS PETROLUB Konzern hat seine Methode zur Bilanzierung der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) geändert. Die Änderung betrifft die Umstellung von der Quotenkonsolidierung auf die at Equity Bilanzierung der beiden Gemeinschaftsunternehmen in der Schweiz und der Türkei. Hintergrund ist der vom IASB beschlossene und veröffentlichte IFRS 11 "Gemeinschaftliche Tätigkeiten", der für die Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) in den Konzernabschluss ab dem Geschäftsjahr 2014 nur noch die Equity-Methode vorsieht, das derzeitige Wahlrecht nach IAS 31 zur quotalen Einbeziehung soll für Geschäftsjahre ab 2014 entfallen. Im Hinblick auf diese Neuregelung haben wir für unsere beiden Gemeinschaftsunternehmen, die bis zum 31. Dezember 2011 quotal in den Konzernabschluss einbezogen wurden, in Ausübung des derzeitigen Wahlrechts nach IAS 31 bereits ab dem 1. Januar 2012 auf die Equity-Methode umgestellt. Diese Darstellung entspricht der aktuellen Entwicklung der Rechnungslegung. Die Änderungen führen zur Anpassung der Finanzinformationen des Vorjahres, die nachfolgend erläutert werden. Entsprechend wurden bei den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz die Vorjahresangaben angepasst.

Anpassung der GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG des Vorjahres

2011 2011 2011
in Mio € nach Anpassung vor Anpassung Veränderung
Umsatzerlöse 1.651,5 1.668,1 –16,6
Kosten der umgesetzten Leistung –1.046,9 –1.056,3 9,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 604,6 611,8 –7,2
Vertriebsaufwand –236,2 –240,0 3,8
Verwaltungsaufwand –83,0 –83,7 0,7
Forschungs- und Entwicklungsaufwand –27,5 –27,5 0,0
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 0,5 0,5 0,0
EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen 258,4 261,1 –2,7
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 5,1 3,1 2,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 263,5 264,2 –0,7
Finanzergebnis –3,7 –3,9 0,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 259,8 260,3 –0,5
Ertragsteuern –76,7 –77,2 0,5
Ergebnis nach Steuern 183,1 183,1 0,0
Davon
Anteile anderer Gesellschafter 0,7 0,7 0,0
Ergebnis, das den Aktionären der
FUCHS PETROLUB AG zuzurechnen ist 182,4 182,4 0,0
Ergebnis je Aktie in €1
Stammaktie 2,56 2,56 0,00
Vorzugsaktie 2,58 2,58 0,00

1 Jeweils unverwässert und verwässert, Aktiensplit vom Juni 2011 berücksichtigt.

Anpassung der Bi lanz des Vorjahres

in Mio € 31.12.2011
nach Anpassung
31.12.2011
vor Anpassung
31.12.2011
Veränderung
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 116,9 116,9 0,0
Sachanlagen 215,4 216,0 –0,6
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 24,6 20,4 4,2
Sonstige Finanzanlagen 5,1 5,1 0,0
Latente Steueransprüche 26,1 26,2 –0,1
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4,0 4,0 0,0
Langfristige Vermögenswerte 392,1 388,6 3,5
Vorräte 228,4 230,0 –1,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 247,5 251,1 –3,6
Steuerforderungen 1,8 1,8 0,0
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 36,5 36,6 –0,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 79,0 81,5 –2,5
Kurzfristige Vermögenswerte 593,2 601,0 –7,8
Bilanzsumme 985,3 989,6 –4,3
Passiva
Gezeichnetes Kapital 71,0 71,0 0,0
Rücklagen des Konzerns 403,3 403,3 0,0
Konzerngewinn 182,4 182,4 0,0
Eigenkapital der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG 656,7 656,7 0,0
Anteile anderer Gesellschafter 1,5 1,5 0,0
Eigenkapital 658,2 658,2 0,0
Rückstellungen für Pensionen 15,8 15,8 0,0
Sonstige Rückstellungen 7,0 7,0 0,0
Latente Steuerschulden 18,6 18,6 0,0
Finanzverbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 3,8 3,8 0,0
Langfristiges Fremdkapital 45,2 45,2 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 128,5 130,1 –1,6
Rückstellungen 23,8 23,9 –0,1
Steuerverbindlichkeiten 30,8 31,0 –0,2
Finanzverbindlichkeiten 14,1 16,2 –2,1
Sonstige Verbindlichkeiten 84,7 85,0 –0,3
Kurzfristiges Fremdkapital 281,9 286,2 –4,3
Bilanzsumme 985,3 989,6 –4,3

Anpassung der ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE DES KONZERNS zum 1.1.2011

B rutto
w erte
A nschaffungs
- und
H erstellungskosten
K umulierte
A bschreibungen
Netto
w erte
in Mio € 31.12.
2010
vor
Anpas
sung
Änderung
der Rech
nungs
legungs
methode
Verän
derung
Konsoli
dierungs
kreis
1.1.
2011
nach
Anpas
sung
31.12.
2010
vor
Anpas
sung
Änderung
der Rech
nungs
legungs
methode
Verän
derung
Konsoli
dierungs
kreis
1.1.
2011
nach
Anpas
sung
31.12.
2010
vor
Anpas
sung
1.1.
2011
nach
Anpas
sung
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
u. ähnliche Werte
76,0 –0,1 0,0 75,9 38,4 0,0 0,0 38,4 37,6 37,5
Geschäfts- oder Firmenwerte 95,8 0,0 0,0 95,8 10,4 0,0 0,0 10,4 85,4 85,4
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,2 0,0 0,0 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,2
172,0 –0,1 0,0 171,9 48,8 0,0 0,0 48,8 123,2 123,1
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
172,0 0,0 0,0 172,0 65,9 0,0 0,0 65,9 106,1 106,1
Technische Anlagen und Maschinen 184,3 –0,1 0,0 184,2 128,9 0,0 0,0 128,9 55,4 55,3
Andere Anlagen, Betriebs-und
Geschäftsausstattung
96,6 –0,3 –0,2 96,1 67,5 –0,2 –0,2 67,1 29,1 29,0
Anlagen im Bau 10,7 0,0 0,0 10,7 0,1 0,0 0,0 0,1 10,6 10,6
463,6 –0,4 –0,2 463,0 262,4 –0,2 –0,2 262,0 201,2 201,0
Finanzanlagen
Anteile an at Equity einbezogenen
Unternehmen 6,8 3,4 19,1 29,3 0,0 0,0 0,0 0,0 6,8 29,3
Beteiligungen 2,3 0,0 0,0 2,3 1,2 0,0 0,0 1,2 1,1 1,1
Sonstige Ausleihungen 4,3 0,0 0,0 4,3 –0,1 0,0 0,0 –0,1 4,4 4,4
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,3 0,0 0,0 0,3 0,1 0,0 0,0 0,1 0,2 0,2
13,7 3,4 19,1 36,2 1,2 0,0 0,0 1,2 12,5 35,0
Langfristige Vermögenswerte
(ohne latente Steuern
und übrige Forderungen und
sonstige Vermögenswerte) 649,3 2,9 18,9 671,1 312,4 –0,2 –0,2 312,0 336,9 359,1

Anpassung der KAPITALFLUSSRECHNUNG des Vorjahres

in Mio € 31.12.2011
nach Anpassung
31.12.2011
vor Anpassung
31.12.2011
Veränderung
Ergebnis nach Steuern 183,1 183,1 0,0
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 26,7 26,8 –0,1
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der
sonstigen langfristigen Vermögenswerte (Deckungsmittel) –70,9 –70,9 0,0
Veränderung der latenten Steuern 1,1 1,1 0,0
Nicht zahlungswirksames Ergebnis aus at Equity
einbezogenen Unternehmen –5,1 –3,1 –2,0
Brutto-Cashflow 134,9 137,0 –2,1
Veränderung der Vorräte –43,2 –44,0 0,8
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –34,1 –35,5 1,4
Veränderung der übrigen Aktiva –11,3 –11,4 0,1
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17,4 18,8 –1,4
Veränderung der übrigen Passiva (ohne Finanzverbindlichkeiten) 26,2 25,9 0,3
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte –0,7 –0,7 0,0
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 89,2 90,1 –0,9
Investitionen in Anlagevermögen –37,0 –37,6 0,6
Erwerb von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten –0,4 –0,4 0,0
Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 3,1 3,1 0,0
Abgang Finanzmittel aufgrund der Veränderung
des Konsolidierungskreises –6,2 –6,2 0,0
Erhaltene Dividenden 10,3 9,2 1,1
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –30,2 –31,9 1,7
Freier Cashflow 59,0 58,2 0,8
Ausschüttungen für das Vorjahr –63,6 –63,6 0,0
Veränderung der Bank- und Leasingverbindlichkeiten –3,6 –1,8 –1,8
Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter –4,2 –4,2 0,0
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit –71,4 –69,6 –1,8
Finanzmittelfonds zum Ende der Vorperiode 90,6 92,1 –1,5
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 89,2 90,1 –0,9
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –30,2 –31,9 1,7
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit –71,4 –69,6 –1,8
Effekt aus der Währungsumrechnung des Finanzmittelfonds 0,8 0,8 0,0
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode1 79,0 81,5 –2,5

1 Der Finanzmittelfonds umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns.

Anpassung der Segmente des Vorjahres ¹

E uropa A sien
- Pazifik
, A frika
in Mio € nach
Anpassung
2011
vor
Anpassung
2011 Änderung nach
Anpassung
2011
vor
Anpassung
2011 Änderung
Umsätze nach Sitz der Kunden 940,3 950,8 –10,5 422,0 427,6 –5,6
Umsätze nach Sitz der Gesellschaften 1.006,7 1.018,3 –11,6 412,3 420,9 –8,6
davon mit anderen Segmenten 47,5 51,1 –3,6 0,2 0,2 0,0
Planmäßige Abschreibungen2 17,7 17,8 –0,1 3,8 3,8 0,0
Wertminderungen2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen 130,4 132,0 –1,6 68,5 69,6 –1,1
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 1,3 0,0 1,3 3,8 3,1 0,7
Segmentergebnis (EBIT) 131,7 132,0 –0,3 72,3 72,7 –0,4
Finanzergebnis
Ertragsteuern
Ergebnis nach Steuern
Segmentvermögen3 497,0 501,0 –4,0 221,3 225,8 –4,5
davon Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 2,6 0,0 2,6 22,0 20,4 1,6
Segmentschulden4 148,7 150,2 –1,5 58,1 58,8 –0,7
Finanzverbindlichkeiten
Pensionsrückstellungen
Liquide Mittel
Konzernschulden5
Zugänge Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6 27,5 27,6 –0,1 5,5 6,0 –0,5
Zugänge Finanzanlagen 1,2 1,2 0,0 0,2 0,2 0,0
Mitarbeiter (Durchschnitt) 2.235 2.247 –12 814 836 –22
Kennzahlen
EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen in% vom Umsatz 13,0 13,0 16,6 16,5

1 Bestandteil des Anhangs.

2 Bezogen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Finanzanlagen.

3 Einschließlich der at Equity einbezogenen Unternehmen, exklusive Finanzforderungen.

4 Nicht verzinsliches Fremdkapital: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,

sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten, exklusive Ertragsteuerverbindlichkeiten; Konzernwert einschließlich Steuerverbindlichkeiten.

5 Segmentschulden, Finanzverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen, abzüglich liquide Mittel.

6 Inkl. Akquisitionen und Veränderung Konsolidierungskreis.

N ord
- und
Sü damerika S umme
operative
G esellschaften
H oldinggesellschaften
inklusive
Konsolidierung FUCHS P E T R O L U B
Konzern
nach
Anpassung
2011
Anpassung vor
2011 Änderung
nach
Anpassung
2011
vor
Anpassung
2011 Änderung nach
Anpassung
2011
vor
Anpassung
2011 Änderung nach
Anpassung
2011
vor
Anpassung
2011 Änderung
289,2 289,7 –0,5 1.651,5 1.668,1 –16,6 0,0 0,0 0,0 1.651,5 1.668,1 –16,6
282,6 282,6 0,0 1.701,6 1.721,8 –20,2 –50,1 –53,7 3,6 1.651,5 1.668,1 –16,6
2,4 2,4
0,0
50,1 53,7 –3,6 –50,1 –53,7 3,6 0,0 0,0 0,0
4,4 4,4
0,0
25,9 26,0 –0,1 0,5 0,5 0,0 26,4 26,5 –0,1
0,3 0,3
0,0
0,3 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,3 0,0
63,1 63,1
0,0
262,0 264,7 –2,7 –3,6 –3,6 0,0 258,4 261,1 –2,7
0,0 0,0
0,0
5,1 3,1 2,0 0,0 0,0 0,0 5,1 3,1 2,0
63,1 63,1
0,0
267,1 267,8 –0,7 –3,6 –3,6 0,0 263,5 264,2 –0,7
–3,7 –3,9 0,2
–76,7 –77,2 0,5
183,1 183,1 0,0
189,8 189,8 0,0 908,1 916,6 –8,5 77,2 73,0 4,2 985,3 989,6 –4,3
0,0 0,0
0,0
24,6 20,4 4,2 0,0 0,0 0,0 24,6 20,4 4,2
30,3 30,3
0,0
237,1 239,3 –2,2 60,1 60,1 0,0 297,2 299,4 –2,2
14,1 16,2 –2,1
15,8 15,8 0,0
79,0 81,5 –2,5
248,1 249,9 –1,8
2,4 2,4
0,0
35,4 36,0 –0,6 0,6 0,6 0,0 36,0 36,6 –0,6
0,0 0,0
0,0
1,4 1,4 0,0 0,0 0,0 0,0 1,4 1,4 0,0
519 519
0
3.568 3.602 –34 78 78 0 3.646 3.680 –34
22,3 22,3 15,4 15,4 15,6 15,7

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wird für Erwerbe vor dem 31. März 2004 nach den damaligen Regelungen des IAS 22 durchgeführt. Für Erwerbe ab dem 31. März 2004 gelten die Grundsätze des IFRS 3. Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode (purchase method of accounting) zum Erwerbszeitpunkt bilanziert. Dabei werden zunächst alle Vermögenswerte, Schulden und zusätzlich zu aktivierenden immateriellen Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteilig erworbenen, neu bewerteten Eigenkapital aufgerechnet. Hierbei entstehende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Überprüfung sofort ergebniswirksam erfasst. Die Anschaffungsnebenkosten eines Unternehmenszusammenschlusses werden ergebniswirksam erfasst. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird nach IAS 36 mindestens einmal jährlich oder im Falle des Vorliegens von Anzeichen einer Wertminderung aufgrund von Werthaltigkeitsrechnungen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags beurteilt (Impairment Test). Details hierzu sind im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" erläutert.

Veränderungen der Beteiligungsquote, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Transaktion zwischen Anteilseignern behandelt und direkt im Eigenkapital erfasst. Solche Transaktionen führen weder zum Ansatz von Geschäfts- oder Firmenwerten noch zur Realisierung von Veräußerungserfolgen.

Für die nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen gelten die Konsolidierungsgrundsätze entsprechend. Bei Verlust der gemeinschaftlichen Führung oder des maßgeblichen Einflusses werden die verbleibenden Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet.

Die Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich der kumulierten Änderungen des Nettovermögens bewertet, wobei ein bilanzierter Geschäftsoder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Tochterunternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Ausgenommen hiervon sind Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung sind.

Auf Anteile anderer Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Aktionäre des Mutterunternehmens entfallenden Anteilen ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem ein Unternehmen tätig ist. Für die Tochtergesellschaften ist damit in der Regel ihre jeweilige Landeswährung die funktionale Währung. Eine Fremdwährungstransaktion wird bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in ihrer funktionalen Währung angesetzt, indem sie mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs umgerechnet wird.

In den Einzelabschlüssen der FUCHS PETROLUB AG und der konsolidierten Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Stichtagskurs bewertet. Die am Bilanzstichtag noch nicht realisierten Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Im Konzernabschluss werden dann für den Ausweis in der Berichtswährung Euro die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften wie folgt umgerechnet:

Aufwendungen und Erträge unter Anwendung der Vereinfachungsregelung des IAS 21.40 zum Jahresdurchschnittskurs, Eigenkapital zu historischen Kursen sowie Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs. Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Zum Zeitpunkt des Abgangs von Tochterunternehmen werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst.

Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt. Der Ausweis der erfolgswirksamen Währungsdifferenzen erfolgt in der GuV-Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen".

Gewinn- und Verlustrechnung 109

Anlagenspiegel 114

Im Anlagenspiegel werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Posten zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich aus Wechselkursänderungen ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Wertberichtigungen in einer separaten Spalte als Kursdifferenz gezeigt.

Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs am Einbeziehungsstichtag. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum Mittelkurs des Abschlussstichtags. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

Stichtagskurs (1€) 31. 12. 2012 31.12.2011 Veränderung der
Fremdwährung
in%
US-Dollar 1,318 1,295 –1,7
Pfund Sterling 0,815 0,838 +2,8
Chinesischer Renminbi Yuan 8,212 8,242 +0,4
Australischer Dollar 1,271 1,273 +0,2
Südafrikanischer Rand 11,190 10,532 –5,9
Polnischer Zloty 4,093 4,436 +8,4
Brasilianischer Real 2,695 2,418 –10,3
Argentinischer Peso 6,474 5,579 –13,8
Russischer Rubel 40,20 41,73 +3,8
Südkoreanischer Won 1.411,37 1.502,16 +6,4
2012 2011 Veränderung der
Fremdwährung
in%
1,286 1,393 +8,3
0,812 0,868 +6,9
8,129 9,017 +10,9
1,242 1,349 +8,6
10,569 10,100 –4,4
4,189 4,126 –1,5
2,513 2,330 –7,3
5,858 5,755 –1,8
40,04 40,96 +2,3
1.453,29 1.543,85 +6,2

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der FUCHS PETROLUB AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen assoziierter Unternehmen werden bei Geringfügigkeit beibehalten.

Grundlegendes Bewertungskonzept ist der Ansatz historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Auf Ausnahmen wird an entsprechender Stelle hingewiesen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der IFRS, wie sie in der EU angewendet werden. Die Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden sowie die Erläuterungen und Angaben zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 folgen grundsätzlich dem Stetigkeitsprinzip. Die Ausnahme ist im Abschnitt "Änderung der Rechnungslegungsmethode" dargestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird zusätzlich zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Konzerns (EBIT) ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und vor at Equity einbezogenen Unternehmen ausgewiesen. Wird diese neue Kennzahl in Bezug zum Umsatz gesetzt, sind in der relativen Größe sowohl im Ertrag wie im Umsatz allein die von den vollkonsolidierten Gesellschaften erwirtschafteten Beträge berücksichtigt. Das EBIT enthält auch das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen. Die den at Equity einbezogenen Unternehmen zugrunde liegenden Umsätze sind nicht im Konzernumsatz abgebildet.

Weitere Ausnahmen ergeben sich aus Änderungen aufgrund der Anwendung neuer bzw. überarbeiteter Rechnungslegungsvorschriften (siehe "Allgemeine Angaben") bzw. im Sinne der Vermittlung relevanterer Informationen. Soweit Anpassungen von Vorjahresbeträgen erfolgen, wird dies bei den betroffenen Anhangangaben erläutert.

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert bei einigen Positionen Ermessensausübungen hinsichtlich der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die sich auf den Ansatz und die Bewertung in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie bei der Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten, dem aktuellen Kenntnisstand und aktuell verfügbaren Informationen sowie auf anderen Faktoren, die vom Vorstand unter den jeweiligen Umständen für zutreffend gehalten werden. Zukunftsbezogene Annahmen sowie Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei Beurteilung, Ansatz und Bemessung der nachfolgend aufgeführten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:

Allgemeine Angaben

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird nach IAS 36 mindestens einmal jährlich oder im Falle des Vorliegens von Anzeichen einer Wertminderung aufgrund von Werthaltigkeitsberechnungen mittels des erzielbaren Betrags beurteilt (Impairment Test). Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Zum Zwecke der Überprüfung der Wertminderung werden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird, bewertet.

Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird in der Regel durch eine Tochtergesellschaft gebildet. Falls der erzielbare Betrag den Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterschreitet, erfolgt eine ergebniswirksame Abschreibung des Firmenwerts dieser Einheit auf den erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag wird durch den Nutzungswert bestimmt, der anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt wird. Als Planungsgrundlage wurde die Mittelfristplanung der Tochtergesellschaften, die aus der Budgetplanung 2013 und den Planjahren 2014 und 2015 besteht, verwendet.

Neben den zugrunde liegenden Cashflow-Planungen ist die Ermittlung des Abzinsungssatzes von wesentlicher Bedeutung für die Werthaltigkeitsberechnungen. Der Abzinsungssatz ist ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC), der sich aus den mit der Kapitalstruktur gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkosten zusammensetzt. Die Eigenkapitalkosten werden gemäß dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) aus Kapitalmarktdaten ermittelt und setzen sich aus einem risikofreien Zins und einem Risikozuschlag (bestehend aus Marktrisikoprämie und Betafaktor) zusammen. Die Fremdkapitalkosten entsprechen dem risikofreien Zins zuzüglich eines Aufschlags für das Kreditrisiko. Zur Abbildung des nachhaltigen Wachstums der Gesellschaften in den sich an die Mittelfristplanung anschließenden Jahren wurde im Terminal Value ein Wachstumsabschlag im Abzinsungssatz berücksichtigt. Für weitere Informationen wird auf Anmerkung 15

Rückstellungen für Pensionen und Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und die Pensionsrückstellungen sowie Vermögenswerte aus Pensionsplänen werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Eine versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen, die von der tatsächlichen Entwicklung in der Zukunft abweichen können. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, künftige Rentensteigerungen, die Sterblichkeitsrate sowie die erwartete Wertentwicklung des Planvermögens. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Alle Parameter werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden direkt im Eigenkapital mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet. Sie entstehen durch Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Pensionsvermögens von den zu Jahresbeginn getroffenen Annahmen sowie durch Aktualisierung der versicherungsmathematischen Annahmen. Für weitere Informationen wird auf Anmerkung 26 verwiesen.

Anmerkung 26

169

Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern

Die Realisierbarkeit latenter Steueransprüche hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Konzerngesellschaft ab. Wenn Zweifel an der Realisierbarkeit bestehen, erfolgen im Einzelfall entsprechende Wertberichtigungen der latenten Steueransprüche. Für weitere Informationen wird auf Anmerkung 18 verwiesen.

Weitere wichtige zukunftsbezogene Annahmen sowie Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei Beurteilung, Ansatz und Bemessung von:

  • Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen,
  • Wertminderungen und Wertaufholungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
  • Sonstige Rückstellungen, wie Umweltverpflichtungen und Prozesskosten.

Die künftige tatsächliche Entwicklung kann von den getroffenen Annahmen und Schätzungen aufgrund vieler Faktoren abweichen. Die Einschätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresschätzungen mussten nicht angepasst werden.

Umsat zerlöse

Umsatzerlöse umfassen die Erlöse für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer und andere im Zusammenhang mit Umsätzen anfallende Steuern sowie nach Abzug von Erlösschmälerungen und nach Eliminierung konzerninterner Vorgänge. Umsatzerlöse gelten als realisiert, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und die wesentlichen Risiken und Chancen des Eigentums auf den Erwerber übergegangen sind. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. In den Umsatzerlösen sind auch Entgelte für Dienstleistungen aus Chemical Process Management enthalten.

FUCHS PETROLUB tätigt keine Geschäfte, die eine Umsatzrealisierung als langfristige Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode erfordern.

Kosten der umgesetzten Leistung

Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse, Handelswaren und Leistungen. Sie enthalten nach IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Material-, Personal- und Energiekosten auch Fertigungseinzelkosten sowie die dem Produktionsbereich zuzuordnenden Gemeinkosten. Die Gemeinkosten schließen auch Abschreibungen auf Fertigungsgebäude und Anlagen sowie Abwertungen auf Vorräte ein.

Vertriebsau fwand

Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsorganisation und der anwendungstechnischen Beratung bei Kunden die Kosten für Werbung, Provisionen und Logistik.

Verwaltungsau fwand

Die Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen, soweit sie nicht als konzerninterne Dienstleistungen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind.

Forschungs- und Entwic klungsau fwand

Zu den Forschungs- und Entwicklungskosten zählen Kosten der Suche nach alternativen Materialien oder alternativen Produkten zur Beherrschung von technischen Prozessen oder Verfahren.

Entwicklungstätigkeit beinhaltet die Anwendung von Forschungsergebnissen im Hinblick auf die Entwicklung neuer Produkte und/oder Verfahren vor Beginn der kommerziellen Nutzung. Entwicklungsaufwendungen werden nur dann als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Die der Entwicklung des immateriellen Vermögenswerts zurechenbaren Aufwendungen lassen sich zuverlässig bestimmen,
  • die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit der Fertigstellung ist gegeben,
  • künftiger wirtschaftlicher Nutzen ist wahrscheinlich und
  • die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen, um ihn zu nutzen oder zu verkaufen, liegt vor.

Die Kriterien für den Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten sind in unseren Produktsegmenten erst kurz vor der Marktreife der Produkte vollständig erfüllt. Entwicklungskosten, die nach der Erfüllung der Aktivierungskriterien entstehen, sind unwesentlich. Demzufolge werden auch die Entwicklungskosten zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.

F inanzergebnis

Finanzierungskosten werden ergebniswirksam abgegrenzt und unmittelbar unter Anwendung der Effektivzinsmethode gebucht und im Finanzergebnis dargestellt, soweit sie nicht nach IAS 23.8 als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten zu aktivieren sind.

Zinserträge werden ergebniswirksam abgegrenzt und unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst, Dividendenerträge werden zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Auszahlung gebucht.

Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen werden zusammen mit dem erwarteten Vermögensertrag der Pensionsfonds auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Im materielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungskosten bewertet und aktiviert. Hinsichtlich der Nutzungsdauern wird unterschieden zwischen begrenzter und unbestimmbarer Nutzungsdauer. Unbestimmbare Nutzungsdauer liegt vor, wenn keine vorhersehbare Begrenzung der Periode erkennbar ist, in welcher der Vermögenswert voraussichtlich Netto-Cashflows für den Konzern erzeugen wird.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer sowie die Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens einmal jährlich sowie bei Anhaltspunkten für eine Wertminderung einer Prüfung auf ihre Werthaltigkeit unterzogen (Impairment Test). Das Vorgehen bei Werthaltigkeitstests ist im Abschnitt "Konsolidierungsgrundsätze" beschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode

Konsolidierungsgrundsätze abgeschrieben.

Für Software wird konzerneinheitlich eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren angesetzt. Sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Patente und Lizenzen werden entsprechend ihrer vertraglich vereinbarten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Bereichskosten für Herstellung, Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung ausgewiesen.

Sac hanl agen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bilanziert. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit den Anschaffungskosten verrechnet. Eine Neubewertung von Sachanlagen auf Basis der Regelungen in IAS 16 wird nicht vorgenommen. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.

Den planmäßigen Abschreibungen im Sachanlagenbereich liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 40 Jahre
Technische Anlagen 5 bis 20 Jahre
Fahrzeuge 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und bei Sac hanl agen

Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei den Sachanlagen wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts gemäß IAS 36 dann überprüft, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts, der den höheren Wert aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert repräsentiert, den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung (Impairment) vorgenommen. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Leasing

Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen ausgewiesen. Geleaste bzw. gemietete Anlagengegenstände, deren wirtschaftlicher Eigentümer infolge Übertragung der wesentlichen Risiken und Chancen die jeweilige Konzerngesellschaft ist (Finance Lease), werden nach IAS 17 mit dem Barwert der Leasingraten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in Höhe des Barwerts unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Finanzverbindlichkeiten aufgeteilt.

Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber (Operating Lease), werden die Leasingraten im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst.

Anteile an at Equity einbezogenen Unternehm en und sonstige F inanzanl agen

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Anteilige Ergebnisse werden hierbei erfolgswirksam berücksichtigt und dem Buchwert zugeschrieben. Ausschüttungen von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen vermindern deren Eigenkapital und werden erfolgsneutral vom Buchwert abgesetzt. Im Anlagenspiegel werden die anteiligen Ergebnisse als Zugänge ausgewiesen, die Ausschüttungen werden als Abgänge gezeigt.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert, da es sich bei diesen Vermögenswerten um nicht notierte Anteile an Kapitalgesellschaften handelt, für die der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.

Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen.

Wertpapiere des Anlagevermögens sind nach IAS 39 zu differenzieren in Wertpapiere, die zu Handelszwecken gehalten werden, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere und solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Der FUCHS PETROLUB Konzern hält keine Wertpapiere zu Handelszwecken. Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden dann zum Marktwert angesetzt, wenn es einen verlässlich ermittelbaren Marktwert gibt, andernfalls werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle der Marktbewertung werden unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen. Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten oder dem Fair Value angesetzt. Dieser beizulegende Zeitwert ist der Marktwert am Bilanzstichtag ohne Abzug von Transaktionskosten.

F inanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn das Unternehmen bei einem Finanzinstrument Vertragspartner wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte aus Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. In der Regel werden marktübliche Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag bilanziert. Derivate werden zum Handelstag erfasst.

Die Finanzinstrumente werden nach IAS 39 in die folgenden Bewertungskategorien eingeteilt:

Finanzielle Vermögenswerte

  • Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind: Im FUCHS PETROLUB Konzern gehören dieser Kategorie ausschließlich Derivate (Devisentermingeschäfte) mit positivem Zeitwert an. Diese sind unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.
  • Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen: Diese umfassen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen bzw. bestimmbaren Zahlungen und fester Laufzeit, bei denen die Absicht und die Fähigkeit zum Halten bis zur Endfälligkeit besteht und die keiner der anderen Bewertungskategorien zugeordnet sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern sind keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie zugeordnet.

  • Kredite und Forderungen: Hierunter sind die nicht an einem aktiven Markt notierten finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen zu verstehen, die keine Derivate sind und nicht als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind. Neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfasst diese Kategorie auch die in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten und in den Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Vermögenswerte. Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der regelmäßig dem Nennwert der Forderung bzw. dem ausgereichten Kreditbetrag entspricht. Unverzinsliche und niedrigverzinsliche langfristige Kredite und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Die erfolgswirksame Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

  • Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Hierunter sind finanzielle Vermögenswerte zu verstehen, die keine Derivate sind und die keiner der zuvor genannten Bewertungskategorien zugeordnet sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern sind keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie zugeordnet.

Finanzielle Verbindlichkeiten

  • Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern gehören dieser Kategorie ausschließlich Derivate (Devisentermingeschäfte) mit negativem Zeitwert an. Diese sind unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
  • Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten: Hierunter fallen u. a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Bankverbindlichkeiten und Kundenanzahlungen. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Rückzahlungsbetrag entsprechen, angesetzt.

Nach IAS 39 sind derivative Finanzinstrumente, wie z.B. die vom Konzern genutzten Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren. Marktwerte entsprechen den Aufwendungen bzw. Erträgen bei einer (theoretischen) Auflösung der Derivatvereinbarungen zum Bilanzstichtag. Der Bewertung dieser Finanzinstrumente liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle und mathematische Verfahren (Barwertmethode für Devisentermingeschäfte) auf der Basis aktueller Marktdaten zugrunde.

Da die Derivate ausschließlich im Rahmen von Risikobegrenzungs- bzw. Sicherungsstrategien verwendet werden, können bei entsprechender Dokumentation die Regelungen des Hedge Accounting Anwendung finden. Dabei unterscheidet IFRS insbesondere nach "Fair Value Hedges" und "Cashflow Hedges".

Ein Fair Value Hedge stellt auf die Wertveränderung eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit ab. Da die entsprechende Wertveränderung des Grundgeschäfts ergebniswirksam ist, wird auch die – gegenläufige – Wertveränderung des Derivats in der Ergebnisrechnung erfasst.

Ein Cashflow Hedge liegt vor, wenn das Derivat einen Ausgleich für die Risiken in den zukünftigen Cashflows eines bestehenden Grundgeschäfts oder hoch wahrscheinlicher künftiger Transaktionen sicherstellt (z.B. den möglichen Kursnachteil einer geplanten Fremdwährungseinnahme ausgleicht). Abhängig davon, wie genau ein konkretes Grundgeschäft mit einem korrespondierenden Derivat abgesichert ist, ist der Cashflow Hedge "effektiv" oder nicht. Soweit unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Bewertung eines Derivats mit dem Grundgeschäft korrespondieren, d.h. "hedge-effektiv" sind, werden sie zunächst im Eigenkapital (Rücklagen des Konzerns) ausgewiesen. Sobald das Grundgeschäft ergebniswirksam (fällig) wird, werden Gewinne oder Verluste aus dem Derivat wie die des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Hingegen wird der auf den nicht "hedge-effektiven" Teil eines Derivats entfallende Gewinn oder Verlust immer erfolgswirksam in der Gewinn- oder Verlustrechnung ausgewiesen.

Der FUCHS PETROLUB Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente (Derivate) ausschließlich zur Begrenzung der Währungs- und Zinsrisiken aus seinem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungsvorgängen. Alle getätigten Sicherungsgeschäfte sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet. Die Regelungen des Hedge Accounting wurden nicht angewendet, damit sind keine Sicherungsgeschäfte direkt dem Eigenkapital zugeordnet.

Erträge aus verzinslichen Aktiva werden unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze abgegrenzt.

Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung einer Forderung oder einer Ausleihung vor, wird eine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Bei der Beurteilung des Wertberichtigungsbedarfs werden regionale, branchen- und unternehmensspezifische Gegebenheiten berücksichtigt sowie auf externe Ratings und die Einschätzung von Kreditversicherern zurückgegriffen, soweit solche verfügbar sind. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Forderungen und Ausleihungen von nicht einwandfreier Kreditqualität wertberichtigt werden. Forderungen und Ausleihungen werden ausgebucht, wenn ihre Uneinbringlichkeit endgültig feststeht. Bei Wegfall der Gründe für Wertminderungen werden erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Bei allen Finanzinstrumenten werden Wertberichtigungen separat auf einem Wertberichtigungskonto erfasst.

Detaillierte Informationen zu Finanzinstrumenten sind im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz" unter Anmerkung 35 der Anmerkung 35 angegeben.

Ak tiv e und passiv e l atente Steuern

Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Bilanzansätzen der konsolidierten Gesellschaften sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern betreffen im Wesentlichen Steuerabgrenzungen auf eliminierte Zwischengewinne im Konzern, insbesondere im Bereich des Vorratsvermögens, sowie auf Pensionsrückstellungen. Sie umfassen auch Steuerminderungsansprüche, sofern sie sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Aktive latente Steuern unterliegen einer Wertberichtigung, soweit die Realisierung des Steueranspruchs unwahrscheinlich ist. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Abschreibungsunterschieden im Anlagevermögen aufgrund abweichender konzerneinheitlicher und steuerlicher Abschreibungsregeln. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind. Die Veränderungen von aktiven und passiven latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Bei Sachverhalten, deren Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden auch die darauf entfallenden aktiven und passiven latenten Steuern ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.

Vorräte

Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Sie werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet (Net Realizable Value). Die Vorratsbewertung basiert grundsätzlich auf der Methode des gewogenen Durchschnitts. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten, die auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt werden. Sie bestehen entsprechend IAS 2 aus den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung. Daneben werden auch alle dem Produktionsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten sowie Verbrauchsteuern und Abschreibungen auf Fertigungsanlagen einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden ebenso wie Finanzierungskosten (IAS 23) nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Für Abwertungen aus der Überschreitung bestimmter Lagerdauern bestehen konzerneinheitliche Vorgaben.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn Forderungen uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist. Unverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Forderungen in ausländischer Währung sind mit dem Stichtagskurs bewertet. Entsprechend dem Geschäftsmodell bestehen im FUCHS PETROLUB Konzern keine Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die liquiden Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten, noch nicht eingereichte Schecks und Wechsel sowie Kassenbestände. Sie sind zu Anschaffungskosten bewertet, die Umrechnung von Vermögenswerten in Fremdwährung erfolgt zum Stichtagskurs.

Die Entwicklung der liquiden Mittel, die dem Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 entsprechen, ist in der Kapitalflussrechnung des Konzerns dargestellt.

Eigenkapital

Kosten der Beschaffung des Eigenkapitals werden direkt beim Eigenkapital in Abzug gebracht.

Vorzugsaktienkapital wird als Eigenkapital bilanziert, weil die Anforderungen des IAS 32 an ein Eigenkapitalinstrument erfüllt sind. Auf Vorzugsaktien entfallende Dividenden werden ebenso wie die Dividenden auf Stammaktien als Eigenkapitalverwendung gezeigt.

Rüc k stellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Für die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste besteht nach IFRS ein Wahlrecht. FUCHS übt das Wahlrecht nach IAS 19.93A aus, wonach versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt und vollständig gegen das Eigenkapital des Konzerns verrechnet werden. Hierdurch erhöht sich die Aussagekraft der Konzernbilanz, weil nunmehr die Pensionsverpflichtungen in voller Höhe Berücksichtigung finden.

Die Pensionsverpflichtungen sind um die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen vermindert dargestellt (saldiert). Ein sich ergebender Aktivüberhang wird unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen in Höhe des laufenden Dienstzeitaufwands wird den Personalkosten in den Funktionsbereichen zugeordnet. Die Verzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie der erwartete Ertrag aus Planvermögen werden innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Sonstige Rüc k stellungen

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und deren Höhe zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit bestmöglich geschätzten Beträgen zur Erfüllung der Verpflichtung erfasst werden.

Der Wertansatz der Rückstellungen zeigt diejenigen Beträge, die zur Abdeckung zukünftiger Zahlungsverpflichtungen, erkennbarer Risiken und ungewisser Verbindlichkeiten des Konzerns erforderlich sind. Bei der Bewertung werden mögliche Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Sofern die Höhe der Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmbar ist, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt. Bei gleicher Wahrscheinlichkeit wird der Mittelwert erfasst. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinsen abgezinst, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen. Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden nicht mit den Rückstellungen saldiert, sondern als separater Vermögenswert aktiviert, sofern die Realisierung nahezu sicher ist.

Verbindlich keiten

Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Derivaten (Fair Value Hedge Accounting) kann davon abweichen, diese Verbindlichkeiten werden ebenso wie die Derivate selbst zu Marktwerten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingraten in den sonstigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Abschnitt "Änderung der Rechnungslegungsmethode".

Umsatzerlöse

1

Die Umsatzaufteilung nach Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:

in Mio € 2012 Anteil
in%
2011 Anteil
in%
Veränderung
absolut
Veränderung
in%
Kfz-Schmierstoffe* 719,6 39,5 627,5 38,0 92,1 14,7
Industrieschmierstoffe und
Spezialitäten* 1.038,1 57,1 972,0 58,9 66,1 6,8
Sonstiges 61,4 3,4 52,0 3,1 9,4 18,1
1.819,1 100,0 1.651,5 100,0 167,6 10,1

* und verwandte Produkte.

Im Produktsegment Kfz-Schmierstoffe sind insbesondere die Motoren-, Getriebe- und Stoßdämpferöle zusammengefasst. Der Umsatz dieses Segments erhöhte sich um 14,7% auf 719,6 Mio € (627,5). Der Segmentanteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 39,5% (38,0%).

Das Produktsegment Industrieschmierstoffe und Spezialitäten enthält vor allem Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Korrosionsschutzmittel, Hydraulik- und Industriegetriebeöle sowie Fette und andere Spezialitäten. Der Umsatz dieses Geschäftssegments ist um 6,8% auf 1.038,1 Mio € (972,0) gestiegen. Mit 57,1% (58,9%) stellt das Segment den größten Teil des Konzernumsatzes dar.

Der Bereich Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Lohnherstellung, das Chemical Process Management und Handelsaktivitäten. Dieses Segment erhöhte sich um 9,4 Mio € oder 18,1% auf 61,4 Mio € (52,0).

Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach geografischen Regionen ist aus der Segmentberichterstattung auf den Seiten 118 bis 119 ersichtlich.

Kosten der umgesetzten Leistung

in Mio € 2012 2011
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren und Leistungen 1.054,4 954,9
Materialaufwand 1.054,4 954,9
Personalkosten 52,9 47,5
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 12,5 13,8
Fremdleistungen 10,8 9,9
Energiekosten 9,8 8,5
Instandhaltungsaufwendungen 6,8 6,6
Sonstige Kosten 5,9 5,7
1.153,1 1.046,9

Vertriebsau fwand

in Mio € 2012 2011
Personalkosten 98,4 90,6
Frachten 61,5 55,9
Provisionen 36,1 33,4
Reisekosten 12,4 11,5
Marketingaufwendungen 9,1 8,4
Mieten und Leasingaufwendungen 9,6 8,9
Fremdleistungen 9,1 8,9
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6,5 6,0
Instandhaltungsaufwendungen 2,9 2,6
Steuern 1,4 1,3
Sonstige Kosten 9,2 8,7
256,2 236,2

Die Marketingaufwendungen enthalten u. a. Ausgaben für Kfz- und Motorradsponsoring, Messeteilnahmen, Werbematerialien, Werbegeschenke und Anzeigen. Fremdleistungen setzen sich zusammen aus in Anspruch genommenen Dienstleistungen für Laborleistungen, Distributionsservice, Warenzeichenverwaltung und den Betrieb des Rechenzentrums. In den Sonstigen Kosten sind Kosten der Kommunikation und anteilige Versicherungsprämien enthalten.

Verwaltungsau fwand

4

5

in Mio € 2012 2011
Personalkosten 51,7 47,0
Prüfungs- und Beratungskosten 5,3 5,2
Fremdleistungen 5,4 5,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 5,7 5,0
Steuern 4,2 3,1
Mieten und Leasingaufwendungen 2,8 2,7
Reisekosten 2,9 2,6
Instandhaltungsaufwendungen 2,4 2,2
Sonstige Kosten 10,3 10,0
90,7 83,0

Die Fremdleistungen umfassen u. a. Kosten der Warenzeichen- und Markenverwaltung sowie anteilige Kosten für den Betrieb des Rechenzentrums. In den Sonstigen Kosten sind Kommunikationskosten und anteilige Versicherungsprämien enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Diese Position umfasst alle betrieblichen Aufwendungen und Erträge, die nicht unmittelbar den Funktionsbereichen zurechenbar sind.

in Mio € 2012 2011
Erträge aus Anlageabgängen 0,3 0,8
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2,1 1,6
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 1,5 2,3
Erträge aus Lizenzen und Kostenweiterbelastungen 1,3 0,3
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 0,1 0,1
Erträge aus Währungsumrechnungen und Kursgewinne 5,3 5,0
Übrige betriebliche Erträge 10,3 8,4
Sonstige betriebliche Erträge 20,9 18,5
Verluste aus Anlageabgängen 0,3 0,1
Wertberichtigungen auf Forderungen 4,0 3,5
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen und Kursverluste 5,9 5,6
Restrukturierungs- und Abfindungskosten 2,0 0,7
Impairmentabschreibungen 0,0 0,3
Aufwand aus der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen 4,2 0,0
Übrige betriebliche Aufwendungen 15,6 7,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 32,0 18,0
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen –11,1 0,5

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen Risiken und Verpflichtungen, mit deren Eintritt nicht mehr oder nicht mehr in dieser Höhe gerechnet wird.

In den Übrigen betrieblichen Erträgen sind erhaltene Zuschüsse, Schadenersatzleistungen, Erstattungsansprüche, Leergebindeverkäufe und Erträge aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen ausgewiesen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten uneinbringliche Forderungen in Höhe von 1,1 Mio € (0,8).

Die Übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. die Einstandskosten der sonstigen Verkäufe und Rückstellungsbildungen für Prozesskosten sowie Risiken aus dem nicht-operativen Bereich. Die Prozesskosten betreffen Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Prozess um den Gesellschafterstreit bei einem unserer beiden Beteiligungsunternehmen im Nahen Osten.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen umfasst die anteiligen Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen:

in Mio € 2012 2011
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 14,2 5,1

F inanzergebnis

6

in Mio € 2012 2011
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Übrige (im Wesentlichen Kreditinstitute) 1,0 1,3
Zinserträge 1,0 1,3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Übrige (im Wesentlichen Kreditinstitute) –2,5 –2,3
Zinsanteil Finanzleasing 0,0 –0,2
Pensionsverpflichtungen
Zinsaufwand –4,7 –5,9
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds 4,5 3,4
Zinsaufwendungen –2,7 –5,0
Zinsergebnis –1,7 –3,7
Beteiligungsergebnis 0,1 0,0
Finanzergebnis –1,6 –3,7

Der saldierte Zinsanteil an Zuführungen zu Pensionsrückstellungen von –0,2 Mio € (– 2,5) setzt sich zusammen aus dem Zinsaufwand für die rückstellungs- und fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen von 4,7 Mio € (5,9) und den erwarteten Vermögenserträgen der Pensionsfonds in Höhe von 4,5 Mio € (3,4).

Ertr agsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze zugrunde; diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen oder verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

in Mio € 2012 2011
Laufende Steuern 83,8 76,1
davon Inland 28,4 25,5
davon Ausland 55,4 50,6
Latente Steuern 0,3 0,6
davon Inland 1,3 0,1
davon Ausland –1,0 0,5
Gesamt 84,1 76,7

Die laufenden Steuern enthalten Steuererstattungen von 0,6 Mio € (1,3) für vergangene Geschäftsjahre.

Der deutsche Steuersatz basiert auf dem Körperschaftsteuersatz von 15,83% unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5%. Einschließlich der Gewerbesteuer liegt die gesamte inländische Steuerbelastung damit bei etwa 30,9% (30,6%).

Der von den ausländischen Gesellschaften erzielte Gewinn wird mit den lokalen Sätzen versteuert. Die in den einzelnen Ländern zur Anwendung kommenden Steuersätze liegen zwischen 12,3% (12,5%) und 41,9% (41,0%). Die lokalen Steuersätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen in Großbritannien, Thailand und der Ukraine reduziert. Ein höherer Steuersatz ist in den USA zur Anwendung gekommen.

Ansprüche und Rückstellungen werden insoweit saldiert, als sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und verrechnet werden können.

Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

in Mio € 2012 in% 2011 in%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 291,4 259,8
Erwarteter Steueraufwand 90,0 30,9 79,5 30,6
Steuersatzunterschiede –4,4 –1,5 –1,8 –0,7
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 2,2 0,8 0,7 0,3
Steuerfreie Erträge –2,2 –0,7 –0,3 –0,1
Erträge aus assoziierten Unternehmen –4,4 –1,5 –1,6 –0,6
Effekt aus steuerlichen Verlustvorträgen,
für die keine latenten Steuerforderungen
gebildet waren 0,2 0,0 0,0 0,0
Periodenfremde Steuern –0,6 –0,2 –1,3 –0,5
Quellensteuern 2,9 1,0 1,7 0,6
Sonstige 0,4 0,1 –0,2 –0,1
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 84,1 28,9 76,7 29,5

Die Steuerquote von 28,9% (29,5%) beinhaltet das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen. Die bereinigte Steuerquote des Konzerns liegt bei 30,3% (30,1%).

Anteile anderer Gesellschafter

Der anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 0,7 Mio € (0,7) entfällt auf Mitgesellschafter in Österreich, der Ukraine, Griechenland und Frankreich.

Ergebnis je Ak tie

9

in Mio € 2012 2011
Ergebnis, das den Aktionären der FUCHS PETROLUB AG zuzurechnen ist 206,6 182,4
Ergebnis je Stammaktie in €
Ergebnis je Aktie 2,90 2,56
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien 35.490.000 35.490.000
Ergebnis je Vorzugsaktie in €
Ergebnis je Aktie 2,92 2,58
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Vorzugsaktien 35.490.000 35.490.000

Entsprechend IAS 33 wird die Mehrdividende der Vorzugsaktionäre in Höhe von 0,02 € je Aktie den Vorzugsaktionären vorab zugerechnet, der verbleibende Teil des Konzernergebnisses nach Steuern und nach Abzug von Fremdanteilen wird gewichtet auf beide Aktiengattungen verteilt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis.

Sonstige Steuern

in Mio € 2012 2011
6,5 5,3

Der Ausweis betrifft ertragsunabhängige Steuern, welche in den Bereichskosten für Herstellung, Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung enthalten sind. Auf die ausländischen Konzerngesellschaften in Argentinien, China, Frankreich, Großbritannien und den USA entfallen hiervon 5,1 Mio € (4,2).

12

11

Personal au fwand / Mitarbeiter

Personalaufwand (in Mio €) 2012 2011
Löhne und Gehälter 207,7 189,1
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung,
Unterstützung u. ä. Verpflichtungen
41,4 37,7
davon für Altersversorgung 4,8 4,4
249,1 226,8

Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht die im Finanzergebnis ausgewiesenen Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen und auch keine Erträge aus Planvermögen zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen.

Mitarbeiter (Anzahl im Jahresdurchschnitt) 2012 2011
Angestellte 2.758 2.675
Gewerbliche Arbeitnehmer 996 967
3.754 3.642

Erläuterungen zur Bilanz

Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Abschnitt "Änderung der Rechnungslegungsmethode".

Die Zusammensetzung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen der Immateriellen Ver-

Langfristige Vermögenswerte

114

13

14

mögenswerte, der Sachanlagen, der Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen und der Sonstigen Finanzanlagen sowie ihre Entwicklung im Jahr 2012 ist in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens auf den Seiten 114 und 115 enthalten. Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Sac hanl agen

Die Zugänge des Jahres 2012 betrafen im Wesentlichen den Neubau von Werken und Produktionsanlagen an den Standorten Australien, China, Russland und den USA sowie die Fertigstellung des Laborgebäudes am Standort Mannheim. Das Sachanlagevermögen umfasst auch Vermögenswerte aus Leasing (Finance Lease) in Höhe von insgesamt 0,4 Mio € (0,4).

Bei den für die Tochterunternehmen durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment Tests) ergaben sich im Berichtsjahr keine Anhaltspunkte für Wertminderungen.

Das Verfahren des Werthaltigkeitstests ist unter dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" erläutert.

Im materielle Vermögenswerte

Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte im Jahr 2012

in Mio € Einzel Kapital
aus abschlüssen konsolidierung Gesamt
Historische Anschaffungskosten
Vortrag 1.1.2012 40,6 54,3 94,9
Kursdifferenzen –0,6 –0,5 –1,1
Zugänge 0,1 0,5 0,6
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Stand am 31.12.2012 40,1 54,3 94,4
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2012 –8,5 –1,0 –9,5
Kursdifferenzen –0,1 0,0 –0,1
Wertminderungen 0,0 0,0 0,0
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Stand 31.12.2012 –8,6 –1,0 –9,6

Der Zugang bei den Geschäfts- und Firmenwerten aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von 0,5 Mio € betrifft die Erstkonsolidierung der schwedischen Tochtergesellschaft FUCHS SMÖRJMEDEL SVERIGE AB.

Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte im Jahr 2011

in Mio € Einzel Kapital
aus abschlüssen konsolidierung Gesamt
Historische Anschaffungskosten
Vortrag 1.1.2011 40,2 55,6 95,8
Kursdifferenzen 0,4 –0,3 0,1
Zugänge 0,0 0,0 0,0
Abgänge 0,0 –1,0 –1,0
Stand am 31.12.2011 40,6 54,3 94,9
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2011 –8,4 –2,0 –10,4
Kursdifferenzen –0,1 0,0 –0,1
Wertminderungen 0,0 0,0 0,0
Abgänge 0,0 1,0 1,0
Stand 31.12.2011 –8,5 –1,0 –9,5
Buchwert am 31.12.2011 32,1 53,3 85,4

Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Von den zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 84,8 Mio € (85,4) resultieren 53,3 Mio € (53,3) aus der Kapitalkonsolidierung und 31,5 Mio € (32,1) aus den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen. Auf den Teilkonzern FUCHS CORPORATION, USA, entfällt ein Geschäfts- oder Firmenwert von insgesamt 68,3 Mio € (68,8), der sich in Höhe von 41,8 Mio € (41,9) aus der Kapitalkonsolidierung und in Höhe von 26,5 Mio € (26,9) aus erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerten zusammensetzt.

2012 2011
in Mio €
aus
Einzel
abschlüssen
Kapital
konsoli
dierung
Gesamt Einzel
abschlüssen
Kapital
konsoli
dierung
Gesamt
FUCHS CORPORATION, USA 26,5 41,8 68,3 26,9 41,9 68,8
Weitere sechs zahlungsmittel
generierende Einheiten
5,0 11,5 16,5 5,2 11,4 16,6
Geschäfts- oder Firmenwerte 31,5 53,3 84,8 32,1 53,3 85,4

Die übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf weitere sechs zahlungsmittelgenerierende Einheiten.

Die Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden nach Maßgabe von IAS 36 mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft (Impairment Test). Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Eine ergebniswirksame Abschreibung des Firmenwerts hat zu erfolgen, wenn der Buchwert des Reinvermögens der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einschließlich zugeordnetem Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung den erzielbaren Betrag übersteigt. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird in der Regel durch eine Tochtergesellschaft gebildet. Der erzielbare Betrag wurde nach dem Konzept des Nutzungswerts bestimmt. Zur Ermittlung des Nutzungswerts wird ein Discounted-Cashflow-Verfahren verwendet. Als Planungsgrundlage für die Cashflows wurde die Mittelfristplanung der Tochtergesellschaften, die aus der Budgetplanung 2013 und den Planjahren 2014 und 2015 besteht, verwendet. Die Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit, den aktuellen Geschäftsergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung durch die Unternehmensführung zur künftigen Entwicklung. Für den Zeitraum nach der Mittelfristplanung wird ein Endwert (Terminal Value) unter Fortschreibung des letzten detaillierten Planungsjahres ermittelt. Bei der Ermittlung des Terminal Values werden zur Berücksichtigung eines inflationsbedingten Wachstums landesspezifische Wachstumsraten von 0,5% (0,5%) bis 2,0% (2,0%) berücksichtigt. Der Werthaltigkeitsprüfung bei FUCHS CORPORATION, USA liegt die Annahme einer landesspezifischen nachhaltigen Wachstumsrate von 0,5% (0,5%) zugrunde.

Der Abzinsungssatz ist ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC), der sich aus den mit der Kapitalstruktur gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkosten zusammensetzt. Die Eigenkapitalkosten werden gemäß dem CAPM aus Kapitalmarktdaten ermittelt und setzen sich aus einem risikofreien Zins und einem Risikozuschlag (bestehend aus Marktrisikoprämie und Betafaktor) zusammen. Bei der Ermittlung des Nutzungswerts der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind Abzinsungssätze unter Berücksichtigung landesspezifischer Risiken von 7,0% (8,0%) bis 27,0% (26,0%) nach Steuern zur Anwendung gekommen. Die Abzinsungssätze vor Steuern liegen in einer Bandbreite von 8,9% (10,1%) bis 38,6% (40,0%). Bei der Werthaltigkeitsprüfung von FUCHS CORPORATION, USA wurde ein gewichteter Kapitalkostensatz von 8,0% (8,0%) nach Steuern bzw. von 12,9% vor Steuern (12,9%) berücksichtigt.

In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 ergaben sich aus den Werthaltigkeitsprüfungen keine Wertminderungen (Impairments) auf Geschäfts- oder Firmenwerte.

Zur Berücksichtigung möglicher Abweichungen bei den wesentlichen Annahmen wurden Sensitivitäten ermittelt und eine Reduzierung der zukünftigen Cashflows um 20% angenommen. Größere Schwankungen halten wir aufgrund der bisherigen Erfahrungen für unwahrscheinlich. Wären die tatsächlichen Cashflows um 20% geringer als die im Impairment Test zugrunde gelegten Cashflows, hätte dies keinen Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte im Konzern zur Folge.

Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Unter den immateriellen Vermögenswerten sind auch gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte enthalten. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um aktivierte Lizenzen für EDV-Software, um erworbene Formulierungen und Produkttechnologien, Wettbewerbsverbote sowie um erworbene Kundenlisten. Der Gesamtbetrag dieser Rechte und Werte beläuft sich auf 27,6 Mio € (31,2). Unsere Tochtergesellschaft FUCHS LUBRICANTS UK in Großbritannnien hat im Rahmen eines Asset Deals ein Geschäft zu 0,6 Mio € zum 31. Oktober 2012 erworben. Hierbei handelt es sich um den Erwerb von Kundenbeziehungen in Höhe von 0,5 Mio €. Der Rest entfällt auf Vorräte. Darüber hinaus hat unsere Tochtergesellschaft in Brasilien im Rahmen eines Asset Deals ein Geschäft zu 0,5 Mio € zum 31. August 2012 erworben. Dieser entfällt insbesondere auf die Kundenbeziehungen in Höhe von 0,2 Mio € und Vorräte in Höhe von 0,2 Mio €.

In den immateriellen Vermögenswerten sind geleistete Anzahlungen von 0,3 Mio € (0,3) enthalten.

Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen

Die Position umfasst fünf at Equity einbezogene Unternehmen. Bei der Equity-Bewertung wurde die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals auf Basis der landesrechtlichen Abschlüsse vorgenommen, die an die Vorgaben der IFRS angepasst wurden.

Für die drei assoziierten Unternehmen betragen die Vermögenswerte (100%-Werte) 136,4 Mio € (131,3), die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 45,4 Mio € (45,9). Es werden Umsatzerlöse von 264,8 Mio € (215,4) erzielt, die Jahresergebnisse 2012 betragen 38,6 Mio € (32,6).

Die beiden Gemeinschaftsunternehmen, die ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen werden, weisen folgende Werte (100%-Werte) aus:

in Mio € 2012 2011
Summe aller kurzfristigen Vermögenswerte 56,7 15,7
Summe aller langfristigen Vermögenswerte 33,9 1,5
Vermögenswerte 31.12. 90,6 17,2
Summe aller kurzfristigen Verbindlichkeiten 61,2 8,7
Summe aller langfristigen Verbindlichkeiten 0,2 0,0
Verbindlichkeiten 31.12. 61,4 8,7
Summe aller Erträge 115,8 41,5
Summe aller Aufwendungen 113,7 37,8

Sonstige F inanzanl agen

Hierunter sind Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie Ausleihungen an Betei l igungsgesellschaften, langfristig gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen enthalten. Entsprechend ihrem Finanzierungscharakter ist der langfristige Teil der Forderungen im Zusammenhang mit Liefervereinbarungen in Frankreich von 2,4 Mio € (2,8) unter den Sonstigen Ausleihungen ausgewiesen.

Die Entwicklung und die Höhe der einzelnen Positionen sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens auf den Seiten 114 und 115 ersichtlich.

Latente Steuer ansprüche und Steuerschulden

Die bilanzierten latenten Steuern resultieren aus folgenden Bewertungsunterschieden bzw. Sachverhalten:

A ktive
latente
S teuern Passive
latente
S teuern
in Mio € 2012 2011 2012 2011
Sachanlagen 0,9 0,8 10,0 10,2
Übrige langfristige Vermögenswerte 1,4 1,7 7,8 5,2
Vorräte 6,2 5,0 0,1 0,1
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 5,9 5,7 0,8 0,8
Langfristige Rückstellungen 15,9 12,1 1,7 1,8
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0,5 0,5 4,1 3,9
Kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten 5,4 4,4 0,9 0,7
Erwartete Nutzung bestehender Verlustvorträge 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe latente Steuer aktiv/passiv 36,2 30,2 25,4 22,7
Steuerverrechnungen –6,4 –4,1 –6,4 –4,1
Bilanzansatz aktiv/passiv 29,8 26,1 19,0 18,6

Der Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern von 29,8 Mio € (26,1) ist im Wesentlichen zurückzuführen auf Bewertungsunterschiede zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz in den Positionen Vorräte (Eliminierung konzerninterner Zwischengewinne), Übrige kurzfristige Vermögenswerte, Pensionsverpflichtungen und kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die passiven latenten Steuern entstehen im Wesentlichen aufgrund von temporären Bewertungsunterschieden (unterschiedliche Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern) zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz im Anlagevermögen.

Die steuerlichen Verlustvorträge im Konzern belaufen sich auf 3,2 Mio € (1,8). Sie bestehen bei einer Gesellschaft in der Region Europa in Höhe von 1,1 Mio € (0,0) und einer Gesellschaft in der Region Asien-Pazifik, Afrika in Höhe von 2,1 Mio € (1,8). Die hierfür gebildeten aktiven latenten Steuern von 0,2 Mio € (0,0) und 0,8 Mio € (0,8) sind in voller Höhe wertberichtigt, da mit der Nutzung der Verlustvorträge in absehbarer Zeit nicht mit hinreichender Sicherheit zu rechnen ist.

Für künftige Steuerlasten aus geplanten Gewinnausschüttungen ausländischer Tochterunternehmen ist eine latente Steuerverbindlichkeit von 4,1 Mio € (3,9) bilanziert. Darüber hinaus existieren weitere thesaurierte Gewinne bei den Tochtergesellschaften in Höhe von 248,7 Mio € (220,8), die dauerhaft investiert bleiben sollen und somit nicht zu einer latenten Steuerschuld führen.

Die Veränderung der Netto-Bilanzansätze an latenten Steuern beträgt im Berichtsjahr 3,3 Mio € (1,8). Unter Berücksichtigung der für das Geschäftsjahr 2012 ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten latenten Steuern, die mit 3,0 Mio € (2,6) im Wesentlichen aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen resultieren, ergibt sich unter Berücksichtigung von Währungseffekten der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 0,3 Mio € (0,6). Aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 18,5 Mio € (15,5) aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sind direkt im Eigenkapital erfasst.

Langfristige übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Aktivüberhang aus der Verrechnung der Pensionsrückstellungen mit dem zugehörigen
Planvermögen 0,1 3,5
Sonstige Vermögenswerte 0,7 0,5
0,8 4,0

20

19

Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 97,2 99,3
Unfertige Erzeugnisse 13,6 12,1
Fertige Erzeugnisse und Waren 128,5 117,0
239,3 228,4

Im Berichtsjahr wurden aufwandswirksame Abwertungen aus geminderter Verwertbarkeit von 0,3 Mio € (0,3) vorgenommen; zum Bilanzstichtag haben die einer Abwertung unterzogenen Bestände einen Restbuchwert von 2,3 Mio € (3,1). Vorräte in Höhe von 1.054,4 Mio € (954,9) sind als Materialaufwand in der Berichtsperiode erfasst worden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,2 0,4
Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen 1,3 0,4
Forderungen gegen übrige Unternehmen 248,9 246,7
250,4 247,5

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio € 2012 2011
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 13,2 15,2
Kursdifferenzen 0,1 0,0
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 2,1 2,3
Verbrauch –0,6 –0,6
Auflösungen –0,9 –1,5
Veränderung Konsolidierungskreis 0,0 –2,2
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 13,9 13,2

Im Berichtsjahr wurden aufwandswirksam 2,1 Mio € (2,3) Wertberichtigungen auf Forderungen gebildet. Die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen belaufen sich auf 0,9 Mio € (1,5). Im Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund erkennbarer Risiken insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von 13,9 Mio € (13,2) berücksichtigt.

Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken:

Forderungen nach Fälligkeiten (in Mio €) 31. 12. 2012 31.12.2011
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 200,3 203,9
Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind:
weniger als 30 Tage 37,5 30,6
30 bis 60 Tage 7,1 7,5
61 bis 90 Tage 5,5 3,2
91 bis 180 Tage 1,9 2,3
181 bis 360 Tage 0,6 0,6
mehr als 360 Tage 0,8 0,2
Gesamt überfällige Forderungen 53,4 44,4
Abzüglich pauschale Einzelwertberichtigungen –4,6 –4,6
Wertberichtigte Forderungen brutto 10,6 12,4
Abzüglich Einzelwertberichtigungen –9,3 –8,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 250,4 247,5

22

Kurzfristige Steuerforderungen (Ertr agsteuer)

Hierbei handelt es sich um Steuererstattungsansprüche im Wesentlichen aus argentinischen und italienischen Ertragsteuern.

23

Kurzfristige übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 0,3 3,3
Steuererstattungsansprüche (Verkehrssteuern) 2,1 3,2
Übrige sonstige Vermögenswerte 29,2 30,0
31,6 36,5

Die Steuererstattungsansprüche betreffen mit 1,8 Mio € (2,6) hauptsächlich Umsatzsteuerforderungen.

Die Übrigen sonstigen Vermögenswerte des Konzerns enthalten Kundendarlehen in Höhe von 3,4 Mio € (2,8) im Zusammenhang mit Liefervereinbarungen in Frankreich. Der langfristige Teil dieser Darlehen wird unter den langfristigen Sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen. Darüber hinaus ist hier ein Betrag von 14,0 Mio € (13,5) enthalten, der treuhänderisch für ein assoziiertes Unternehmen im Nahen Osten gehalten wird. Derselbe Betrag wird auch bilanzverlängernd auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Ferner enthalten die sonstigen Vermögenswerte Mietvorauszahlungen, Rechnungsabgrenzungen, Erstattungsansprüche sowie andere Kundendarlehen und Forderungen aus sonstigen Verkäufen. Hierbei sind Wertberichtigungen von insgesamt 4,1 Mio € (4,0) berücksichtigt.

24

25

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei den liquiden Mitteln in Höhe von 143,7 Mio € (79,0) handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten, noch nicht eingereichte Schecks und Wechsel sowie um Kassenbestände.

Eigenkapital

Für den Fortbestand des Unternehmens ist eine solide Eigenkapitalausstattung unabdingbar. Das Gearing (die Relation von Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel zu Eigenkapital) und die Eigenkapitalquote sind wichtige Indikatoren für die Kapitalstruktur.

Gezeichnetes Kapital

Die Höhe des gezeichneten und voll einbezahlten Kapitals der FUCHS PETROLUB AG hat sich im Berichtsjahr nicht verändert:

in Mio €
Stand 31. Dezember 2012 71,0

Es setzt sich zusammen aus

35.490.000 Stammstückaktien à 1,– € = 35.490.000 €
35.490.000 Vorzugsstückaktien à 1,– € = 35.490.000 €

Bei den Aktien der FUCHS PETROLUB AG handelt es sich um Inhaberaktien. Jede Stammstückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Vorzugsstückaktien sind ohne Stimmrecht, sie haben nur in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen Stimmberechtigung. Die Vorzugsstückaktien erhalten nach der Satzung einen Vorzugsgewinnanteil von 0,02 € je Stück Vorzugsaktie gegenüber einer Stammstückaktie.

Das genehmigte Kapital lautet auf 35,5 Mio €. Das genehmigte Kapital hat eine Laufzeit bis zum 5. Mai 2014 und ermächtigt den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 35.490.000 neuer auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stamm- und/ oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht) gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Mai 2009 wurde im Geschäftsjahr 2012 nicht in Anspruch genommen.

Rücklagen des Konzerns

Unter diesem Posten sind die Kapitalrücklage der FUCHS PETROLUB AG (Agio) und die Bilanzgewinne und Währungsrücklagen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zusammengefasst. Die Bilanzgewinne enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. In den Währungsrücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen und von nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Nicht in den Rücklagen des Konzerns enthalten ist das Konzernergebnis nach Steuern, das in der Position Konzerngewinn ausgewiesen wird.

Konzerngewinn

Der Konzerngewinn entspricht dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter.

Gewinnverwendungsvorschlag FUCHS PETROLUB AG

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung 2013 den Gewinnverwendungsvorschlag von 1,28 € je dividendenberechtigter Stammstückaktie und von 1,30 € je dividendenberechtigter Vorzugsstückaktie vorzulegen. Für das Geschäftsjahr 2011 wurden Dividenden von 0,98 € für die Stammstückaktie und von 1,00 € für die Vorzugsstückaktie ausgeschüttet.

Anteile anderer Gesellschafter

Diese Position enthält die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis der konsolidierten Tochterunternehmen. Dabei entfällt der Betrag in Höhe von 1,6 Mio € (1,6) auf Mitgesellschafter in Österreich, Ukraine, Frankreich und Griechenland.

Rüc k stellungen für Pensionen

Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an ehemalige Mitarbeiter des FUCHS PETROLUB Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betrieblichen Altersversorgungssysteme sind im Konzern rückstellungs- und fondsfinanziert, die Versorgungspläne sind sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.

Insbesondere für Mitarbeiter inländischer Konzerngesellschaften besteht eine betriebliche Altersversorgung auf der Basis leistungsorientierter ("defined benefit") Versorgungszusagen. Diese basieren regelmäßig auf der Beschäftigungsdauer sowie dem Entgelt der Mitarbeiter und sind nahezu vollständig fondsfinanziert. Der verbleibende Betrag ist rückstellungsfinanziert. Die inländischen leistungsorientierten Versorgungspläne sind grundsätzlich seit dem Jahr 1983 geschlossen.

Sofern bei ausländischen Konzerngesellschaften eine betriebliche Altersversorgung besteht, handelt es sich um fondsfinanzierte Versorgungssysteme mit "Defined-Benefit"-Zusagen sowie teilweise um beitragsorientierte ("Defined-Contribution"-)Zusagen. In den USA und in Großbritannien wurde für Neuzusagen zwischenzeitlich bereits das beitragsorientierte System eingeführt.

Die zu bildenden Rückstellungen werden nach IAS 19 ermittelt, die Bewertung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt anhand der sogenannten "projected unit credit method" (Anwartschaftsbarwertverfahren). Neben den biometrischen Grundlagen und dem aktuellen langfristigen Kapitalmarktzins werden insbesondere auch Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Für die biometrischen Grundlagen werden in Deutschland die Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Seit dem Jahr 2008 werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in der Periode ihrer Entstehung unmittelbar ergebnisneutral mit den Rücklagen des Konzerns verrechnet. Diese Veränderungen sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns auf Seite 112 dargestellt.

Für das Inland sind die folgenden Bewertungsprämissen unterstellt:

in% 2012 2011
Abzinsungsfaktor 3,3 4,6
Gehaltstrend 2,5 2,5
Rententrend 1,8 1,8
Erwartete Verzinsung der Fondsvermögen 4,0 4,0

Die Verpflichtungen im Ausland werden unter Berücksichtigung der jeweiligen landesspezifischen Rechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt. Die Durchschnittswerte sind auf gewichteter Basis berechnet.

in% 2012 2011
Abzinsungsfaktor von 2,1 bis 8,0 von 4,3 bis 8,0
Abzinsungsfaktor Durchschnittswert 4,1 4,8
Gehaltstrend von 2,0 bis 8,0 von 2,0 bis 8,0
Gehaltstrend Durchschnittswert 2,4 2,7
Rententrend von 2,5 bis 2,7 von 2,1 bis 2,8
Rententrend Durchschnittswert 2,7 2,8
Erwartete Verzinsung der Fondsvermögen von 5,8 bis 6,8 von 5,9 bis 7,3
Erwartete Verzinsung der Fondsvermögen Durchschnittswert 6,6 7,0

Unter Berücksichtigung der genannten Berechnungsgrundlagen ergibt sich folgender Finanzierungsstatus der Pensionsverpflichtungen:

Finanzierungsstatus (in Mio €) 31. 12. 2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Barwert der inländischen fondsfinanzierten
Versorgungsansprüche 60,1 51,4 0,0 0,0 0,0
Barwert der ausländischen fondsfinanzierten
Versorgungsansprüche 56,4 46,2 65,5 92,3 71,3
Barwert der inländischen rückstellungsfinanzierten
Versorgungsansprüche 0,9 0,7 52,0 52,4 50,2
Barwert der ausländischen rückstellungsfinanzierten
Versorgungsansprüche 4,2 3,1 3,9 2,5 2,0
Versorgungsansprüche insgesamt 121,6 101,4 121,4 147,2 123,5
Fondsvermögen Inland zu Marktwerten 55,5 54,8 0,0 0,0 0,0
Fondsvermögen Ausland zu Marktwerten 40,0 34,5 47,7 63,5 53,4
Finanzierungsstatus 26,1 12,1 73,7 83,7 70,1
Pensionsähnliche Verpflichtungen 0,2 0,2 0,7 0,1 0,5
Nettoverpflichtung zum 31.12. 26,3 12,3 74,4 83,8 70,6
Bilanzausweis:
Vermögenswerte aus überdeckten
Pensionsplänen 0,1 3,5 0,0 0,0 0,0
Pensionsrückstellung 26,4 15,8 74,4 83,8 70,6

Zu den fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen sind neben den USA und Großbritannien bereits im Vorjahr die zuvor rückstellungsfinanzierten inländischen Pensionsverpflichtungen aufgrund der Übertragung an den externen Versorgungsträger ALLIANZ hinzugekommen. Die Übertragung erfolgte mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 und beinhaltet ein Kombinationsmodell aus der Übertragung von bereits erdienten Ansprüchen auf den ALLIANZ-Pensionsfonds und der künftig noch zu erdienenden Ansprüche auf die ALLIANZ-Unterstützungskasse. Insgesamt wurden Einzahlungen von 55,8 Mio € an die ALLIANZ geleistet.

Darüber hinaus bestehen im Inland mitarbeiterfinanzierte Versorgungsverpflichtungen aus dem sogenannten Deferred Compensation Programm. Zum 31. Dezember 2012 bestehen Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 5,0 Mio € (4,6), die in der Konzernbilanz mit Vermögenswerten von 4,8 Mio € (4,4) saldiert werden. Der Saldo aus Verpflichtungen und Vermögenswerten ist unter "Pensionsähnliche Verpflichtungen" in Höhe von 0,2 Mio € (0,2) ausgewiesen.

Versorgungsansprüche (in Mio €) 2012 2011
Barwert zum 1.1. 101,4 121,4
Währungsdifferenzen 1,5 1,7
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche 1,5 1,1
Nachzuverrechnender Pensionsaufwand 0,0 0,0
Zinsaufwand 4,7 5,9
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 12,6 3,3
Auslagerung an externen Versorgungsträger (Großbritannien) 4,2 0,0
Planbeendigung (USA) 0,0 –22,9
Geleistete Pensionszahlungen –4,3 –9,1
Barwert zum 31.12. 121,6 101,4
Saldierung mit Fondsvermögen –95,5 –89,3
Pensionsähnliche Verpflichtungen 0,2 0,2
Nettoverpflichtung zum 31.12. 26,3 12,3
Davon:
Pensionsrückstellung 26,4 15,8
Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen 0,1 3,5

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Barwerts der Versorgungsansprüche:

Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung unseres Geschäfts in Großbritannien wurde beschlossen, die leistungsorientierten Versorgungszusagen der FUCHS LUBRITECH UK auf einen externen Versorgungsträger zu übertragen.

Bestehende leistungsorientierte Versorgungszusagen in den USA wurden 2009 eingefroren und auf ein beitragsorientiertes Altersversorgungssystem umgestellt. Die Planbeendigung und Auszahlung der Altbestände in den USA erfolgte zum 1. Dezember 2011.

Im Vorjahr sind in den geleisteten Pensionszahlungen Einmalzahlungen in Höhe von 3,4 Mio € zur Abfindung inländischer Versorgungsansprüche enthalten.

Das Fondsvermögen entwickelte sich wie folgt:

Fondsvermögen (in Mio €) 2012 2011
Marktwert zum 1.1. 89,3 47,7
Währungsdifferenzen 1,1 1,2
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds 4,5 3,4
Fondsdotierungen 4,5 9,7
Sonderzahlungen Inland 0,0 54,8
Geleistete Pensionszahlungen –4,3 –4,1
Abgehendes Fondsvermögen aus Planbeendigung (USA) 0,0 –18,5
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0,4 –4,9
Marktwert zum 31.12. 95,5 89,3

Das deutsche Fondsvermögen von 55,5 Mio € (54,8) ist ausschließlich in Versicherungsprodukte der ALLIANZ Lebensversicherung investiert. Für die erwartete Verzinsung der Fondsvermögen wurden 4,0% für das Jahr 2012 zugrunde gelegt. Die tatsächliche Verzinsung der Fondsvermögen betrug 3,5%.

Das Fondsvermögen in Großbritannien beläuft sich auf 40,0 Mio € (34,5). Es besteht zu 62% (63%) aus Aktien, zu 31% (29%) aus Rentenpapieren und zu 7% (8%) aus Rohstofffonds. Für die erwartete Verzinsung der Fondsvermögen wurden durchschnittlich 6,6% (7,0%) zugrunde gelegt. Die tatsächliche Verzinsung der Fondsvermögen betrug durchschnittlich 8,3% (-6,7%).

Für das Jahr 2013 ist aufgrund der Anwendung des geänderten IAS 19 (revised 2011) nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn zulässig.

Für das Jahr 2013 sind laufende Fondsdotierungen von 3,3 Mio € (3,4) vorgesehen.

Im Vorjahr resultierten die Sonderzahlungen im Inland aus dem Einmalbetrag im Zusammenhang mit der Übertragung der inländischen Pensionsverpflichtungen auf die ALLIANZ.

Aus den Versorgungssystemen ergab sich im FUCHS PETROLUB Konzern ein Pensionsaufwand in Höhe von 12,9 Mio € (9,5), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

Pensionsaufwand (in Mio €) 2012 2011
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche 1,5 1,1
Zinsaufwand 4,7 5,9
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds –4,5 –3,4
Auslagerung an externen Versorgungsträger (Großbritannien) 4,2 0,0
Auswirkungen der Planbeendigung (USA) 0,0 –1,0
Aufwand für leistungsorientierte Pensionspläne 5,9 2,6
Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 7,0 6,9
Pensionsaufwand 12,9 9,5

Im Zusammenhang mit der beschlossenen Übertragung der leistungsorientierten Versorgungszusagen in Großbritannien entstand ein Einmalaufwand von 4,2 Mio € (0,0), der in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist.

Im Vorjahr resultierte aus der Planbeendigung in den USA ein Ertrag in Höhe von 1,0 Mio €.

Im Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne sind die inländischen Arbeitgeberanteile zur Altersversorgung mit 3,8 Mio € (3,4) enthalten.

Die Pensionsaufwendungen sowie die Pensionszahlungen umfassen auch die Zahlungen für beitragsorientierte Pensionspläne.

Der Pensionsaufwand verteilt sich auf folgende Funktionsbereiche bzw. Kostenarten:

Pensionsaufwand (in Mio €) 2012 2011
Kosten der umgesetzten Leistung 1,9 1,8
Forschungs- und Entwicklungsaufwand 0,9 0,8
Vertriebsaufwand 2,9 2,8
Verwaltungsaufwand 2,8 1,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4,2 0,0
Finanzergebnis 0,2 2,5
Pensionsaufwand 12,9 9,5

Sonstige l angfristige Rüc k stellungen

31.12.2011 Kurs
differenz
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung Verbrauch Auflösung 31. 12. 2012
in Mio €
Sonstige langfristige
Rückstellungen 7,0 –0,1 0,0 0,5 –2,2 –0,3 4,9

Hierunter sind Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 3,4 Mio € (5,1) enthalten. Solche Verpflichtungen bestehen ausschließlich im Inland; sie werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze bewertet und aufgrund ihrer langfristigen Struktur abgezinst. Es bestehen Vertragslaufzeiten von drei bis zu sechs Jahren. Der Abzinsungssatz beträgt 1,5% (3,9%).

Darüber hinaus sind hier weitere langfristige Rückstellungen aus Personalverpflichtungen wie Jubiläumsgelder ausgewiesen.

28

Sonstige l angfristige Verbindlich keiten

Bei den Sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern einer französischen Tochtergesellschaft. Diese Verbindlichkeiten entstehen aus einem gesetzlich vorgesehenen Mitarbeitergewinnbeteiligungsprogramm; sie sind frühestens 12 Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres fällig.

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Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstehen aus dem operativen Geschäft und sind deshalb kurzfristiger Natur. Sie werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt; Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117,0 124,6
Wechselverbindlichkeiten 2,2 3,1
Erhaltene Anzahlungen 0,6 0,8
119,8 128,5

Kurzfristige Rüc k stellungen

Die Kurzfristigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf:

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Gewährleistung 0,8 1,0
Jahresabschlusskosten 1,5 1,4
Gutschriften, Boni, Rabatte 3,0 2,6
Restrukturierungen und Abfindungen 1,5 0,8
Umweltverpflichtungen 5,4 6,7
Aufsichtsratsvergütung 0,5 0,5
Sonstige Verpflichtungen 15,2 10,8
27,9 23,8

Die Kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Kurs
in Mio € 31.12.2011 differenz Zuführung Verbrauch Auflösung 31. 12. 2012
Gewährleistung 1,0 0,0 0,2 0,1 0,3 0,8
Jahresabschlusskosten 1,4 0,0 1,5 1,4 0,0 1,5
Gutschriften, Boni, Rabatte 2,6 0,0 3,0 2,6 0,0 3,0
Restrukturierungen und Abfindungen 0,8 0,0 0,8 0,1 0,0 1,5
Umweltverpflichtungen 6,7 –0,2 1,5 1,4 1,2 5,4
Aufsichtsratsvergütung 0,5 0,0 0,5 0,5 0,0 0,5
Sonstige Verpflichtungen 10,8 0,0 12,4 7,9 0,1 15,2
23,8 –0,2 19,9 14,0 1,6 27,9

Die Rückstellungen für Restrukturierungen und Abfindungen enthalten Abfindungszahlungen für ausscheidende Mitarbeiter sowie erwartete Kosten für Standortschließungen.

Die Rückstellungen für Umweltverpflichtungen betreffen die Beseitigung von Altlasten und decken erwartete Belastungen aus der Beseitigung von Bodenverunreinigungen ab.

In den Sonstigen Verpflichtungen sind u. a. Rückstellungen für Vertragsrisiken, Beitragsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie Prozesskosten ausgewiesen.

Durch den kurzfristigen Charakter dieser Rückstellungen haben sich keine Aufzinsungsbeträge ergeben.

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Kurzfristige Steuerv erbindlich keiten

Insgesamt sind unter dieser Position Ertragsteuerverbindlichkeiten von 28,7 Mio € (30,8) ausgewiesen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf die Verringerung von Körperschaft- und Gewerbesteuerrückstellungen im Inland und in Australien zurückzuführen.

Kurzfristige F inanz v erbindlich keiten

Unter den Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden verzinsliche Verpflichtungen des FUCHS PETROLUB Konzerns mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten 8,8 14,0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0,1 0,1
8,9 14,1

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Sonstige kurzfristige Verbindlich keiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 36,9 34,5
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0,2 0,4
Soziale Sicherheit 4,8 4,6
Mitarbeiter 5,2 5,0
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 7,5 8,5
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 3,9 3,6
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 14,2 13,5
Übrige Verbindlichkeiten 14,6 14,6
87,3 84,7

Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen hauptsächlich Gratifikationen, Tantiemen, Provisionen, Mitarbeiterprämien und Berufsgenossenschaftsbeiträge.

Die Sonstigen Steuerverbindlichkeiten umfassen Verbrauchsteuern, Lohnsteuer und Abgeltungssteuern.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen handelt es sich in Höhe von 14,0 Mio € um einen treuhänderisch für ein assoziiertes Unternehmen im Nahen Osten gehaltenen Betrag, der bilanzverlängernd auf der Aktivseite unter den kurzfristigen Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen ist.

Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 4,9 Mio € (4,8) im Zusammenhang mit den unter den Sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Liefervereinbarungen in Frankreich. Ferner werden hierunter auch Provisionsverpflichtungen und kreditorische Debitoren ausgewiesen.

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Ev entualv erbindlich keiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag setzen sich die zu Nominalwerten angegebenen Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:

Haftungsverhältnisse (in Mio €) 31. 12. 2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln (Wechselobligo) 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 2,7 2,7
davon zugunsten verbundener Unternehmen 0,0 0,0
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 14,6 15,1

Bei den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften handelt es sich um die insolvenzgesicherten Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen.

Bei den Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Garagistendarlehen. Bei diesem in Frankreich üblichen Geschäftsmodell garantiert unsere Landesgesellschaft die Rückzahlung von direkt von einer Bank an die Garagisten gewährten Darlehen. Diese Garantie ist Teil der mit unseren Garagisten abgeschlossenen Liefer- und Finanzierungsvereinbarungen.

Vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen aufgrund unserer Wachstumsinitiative bestehen zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 20,2 Mio € (9,0). Der Anstieg betrifft im Wesentlichen unsere Tochterunternehmen in Australien, China, Russland und den USA.

Operating-Lease-Verträge

Im Konzern sind im Wesentlichen Miet- bzw. Operating-Lease-Verträge für ein Hochregallager, ein Produktionswerk, Lagerhallen, Kraftfahrzeuge, Gabelstapler, EDV-Ausstattung und Software abgeschlossen.

Die folgende Übersicht zeigt die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2012 für Operating Leases, gegliedert nach den Perioden der Zahlungsfälligkeiten:

Fälligkeiten (in Mio €) 31. 12. 2012 31.12.2011
Bis 1 Jahr 10,0 9,7
1 bis 5 Jahre 14,5 17,2
Über 5 Jahre 2,0 2,7
Summe der Mindestleasingzahlungen 26,5 29,6

Die Miet- und Leasingzahlungen betrugen im Berichtsjahr 12,2 Mio € (12,0). Für das Hochregallager besteht nach Vertragsende im Jahr 2014 sowohl eine Verlängerungs- als auch eine Kaufoption. Für das Produktionswerk besteht nach Vertragsende im Jahr 2017 ein Ankaufsrecht.

Neben den Operating-Lease-Verpflichtungen bestehen übrige finanzielle Verpflichtungen (EDV-Wartung u.Ä.) in Höhe von 0,8 Mio € (0,8).

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F inanzinstrumente

a) Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/ oder die Pflichten aus diesem Finanzinstrument von einer unabhängigen anderen Partei übernehmen würde. Aufgrund variierender Einflussfaktoren können die beizulegenden Zeitwerte nur als Indikation für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden.

Die beizulegenden Zeitwerte aller Finanzinstrumente wurden auf der Grundlage der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.

Die in der Konzernbilanz unter Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte bzw. Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesenen Beträge erfüllen nicht in voller Höhe die Kriterien des IFRS 7. Insbesondere Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten beruhen nicht auf vertraglichen Vereinbarungen und fallen deshalb nicht unter die Definition von Finanzinstrumenten.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Übrigen Forderungen und sonstigem Vermögen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert des Finanzinstruments weitestgehend dem beizulegenden Zeitwert.

Hinsichtlich der Bewertungskategorien des IAS 39 umfasst die Kategorie Kredite und Forderungen die Buchwerte der Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte.

Zur Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten gehören die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Finanzverbindlichkeiten und die übrigen Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Verbindlichkeiten aus Finance Leases sind in der Zuordnung nach Kategorien nicht enthalten, da diese Finanzinstrumente keiner Bewertungskategorie von IAS 39 zugeordnet sind.

b) Nettogewinne oder -verluste aus Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten:

in Mio € 2012 2011
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten –0,2 –0,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,0
Kredite und Forderungen –2,5 –1,2
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0,4 0,0

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten den Saldo aus gebildeten und aufgelösten Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Ausbuchungen uneinbringlicher Forderungen. Sie sind unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.

c) Gesamtzinsertrag und -aufwand

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, ergeben sich wie folgt:

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Gesamtzinserträge 1,0 1,3
Gesamtzinsaufwendungen –2,5 –2,5

Die Zinsen aus diesen Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis des Konzerns ausgewiesen.

d) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Einsatz von Derivaten. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken. Angesichts einer nur geringen Brutto-Finanzverschuldung des Konzerns – unter Berücksichtigung der liquiden Mittel ergibt sich sogar eine Netto-Cash-Position – sieht die Konzernstrategie keine Zinsfestschreibungen oder andere Methoden der Zinsbegrenzung vor. Insofern wurden wie im Vorjahr keine Derivate zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossen. Es bestanden zum Bilanzstichtag allein folgende, nach Restlaufzeiten gegliederte derivative Finanzpositionen zur Absicherung von Währungsrisiken:

Nominalwerte (in Mio €) 31. 12. 2012 31. 12. 2011
Instrument bis
1 Jahr
1–5
Jahre
über
5 Jahre
Gesamt bis
1 Jahr
1–5
Jahre
über
5 Jahre
Gesamt
Devisentermingeschäfte 16,0 0,0 0,0 16,0 14,2 0,0 0,0 14,2
Nominalvolumen Derivate 16,0 0,0 0,0 16,0 14,2 0,0 0,0 14,2

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge der Währungsderivate. Die Nominalbeträge entsprechen grundsätzlich dem Volumen der gesicherten Grundgeschäfte.

Die vom FUCHS PETROLUB Konzern abgeschlossenen Devisentermingeschäfte dienen der Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Marktwertveränderung des Derivats geht in die Ergebnisrechnung ein, Gleiches gilt für die Marktwertveränderungen damit gesicherter Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten. Der Saldo aus beiden Veränderungen gleicht sich aus.

Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte nur zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte (Forderungen und Verbindlichkeiten aus Intercompany-Darlehen). Die Grundgeschäfte wurden im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen im Konzernabschluss eliminiert. Es bestanden keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung fester Verpflichtungen (firm commitments) sowie zukünftiger (antizipativer) Transaktionen.

Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente stellten sich wie folgt dar:

Marktwert zum 31. 12. 2012

Instrument (in Mio €) Nominalbetrag Marktwert
(netto)
in GuV
berücksichtigt
im Eigenkapital
berücksichtigt
Devisentermingeschäfte 16,0 –0,2 –0,2 0,0
Summe Derivate 16,0 –0,2 –0,2 0,0

Marktwert zum 31. 12. 2011

Summe Derivate 14,2 –0,4 –0,4 0,0
Devisentermingeschäfte 14,2 –0,4 –0,4 0,0
Instrument (in Mio €) Nominalbetrag Marktwert
(netto)
in GuV
berücksichtigt
im Eigenkapital
berücksichtigt

Management der Risiken aus F inanzinstrumenten

Der FUCHS PETROLUB Konzern ist durch seine internationale Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Dazu gehören insbesondere Kreditrisiken, z.B. bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Marktrisiken, wie die Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen. Aus diesen Risiken, aus dem operativen Geschäft sowie aus abrupten Schwankungen auf den Finanzmärkten können darüber hinaus Liquiditätsrisiken resultieren.

Wesentliche finanzwirtschaftliche Risiken werden durch den Zentralbereich Treasury der FUCHS PETROLUB AG überwacht und gesteuert. Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen vom Vorstand genehmigte detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Finanz- und Währungsrisiken werden durch fristen- und währungskongruente Finanzierung sowie durch den Einsatz von Derivaten reduziert, die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist.

Kreditrisiko

Kreditrisiko meint die Gefahr, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Kreditrisiken können aus der Anlage liquider Mittel ebenso wie aus der Gewährung von Zahlungszielen im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen entstehen sowie aus anderen Vereinbarungen, die von der Gegenpartei erst in der Zukunft erfüllt werden müssen.

Z ahlungsmittel und Z ahlungsmitteläquivalente

Der Konzern beschränkt den Bestand an liquiden Mitteln in der Regel auf den für das operative Geschäft notwendigen Umfang. Sofern liquide Mittel nicht für das laufende operative Geschäft erforderlich sind, sollen sie möglichst innerhalb des Konzerns angelegt werden. Die Finanzrichtlinie des Konzerns sieht außerdem vor, dass liquide Mittel nur bei bonitätsmäßig einwandfreien Banken mit einem Standard & Poors/Moody's/ Fitch Kurzfristrating von A1 / P1 / F1 oder besser angelegt werden dürfen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Aus der Geschäftsbeziehung mit seinen weltweit mehr als 100.000 Kunden hält der FUCHS PETROLUB Konzern ständig nennenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Den Umgang mit den daraus resultierenden Kreditrisiken regelt eine Richtlinie, wobei ländertypisch abweichende Vorgehensweisen zulässig sind. Sofern die interne Kreditbeurteilung, die unter Verwendung externer Kreditinformationen erfolgt, ein zu hohes Kreditrisiko anzeigt, werden Kreditsicherheiten z.B. in Form von Bankgarantien oder Akkreditiven verlangt. Alternativ werden auch Kreditversicherungen eingesetzt. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen über insgesamt 4,1 Mio € (1,5) abgesichert.

Für die verbleibenden Kreditrisiken werden, sobald sie bestimmte Niveaus überschreiten, Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu Anmerkung 21).

Derivative Finanzinstrumente sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte Bei der Auswahl von Banken, mit denen derivative Finanzinstrumente abgeschlossen werden, wird auf ausreichende Bonität der Gegenpartei geachtet. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken mit einem Moody's Langfristrating im Investmentbereich abgeschlossen. Das Risiko der Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner (Kreditrisiko) ist dadurch minimiert.

Maximale Kreditrisikoposition bei den vorgenannten Positionen ist der Buchwert der Forderung oder des finanziellen Vermögenswerts, auch soweit der Vermögenswert derivative Finanzinstrumente oder liquide Mittel betrifft. Der FUCHS PETROLUB Konzern hält seine Kreditrisiken aufgrund der natürlichen Diversifikation sowie seines Kreditrisikomanagements für begrenzt. Konzentrationsrisiken sind derzeit nicht erkennbar.

Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko wird die Gefahr bezeichnet, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

Die finanziellen Mittel des FUCHS PETROLUB Konzerns stammen im Wesentlichen aus seinem operativen Geschäft. Darüber hinaus werden zeitweise oder auch revolvierend finanzielle Mittel in Form von z.B. Anleihen oder Bankkrediten vor allem zur Finanzierung operativer Betriebsmittel sowie von Investitionsvorhaben genutzt.

Dem Konzern standen neben den bereits genutzten Kreditlinien über 8,9 Mio € (14,1) weitere freie Linien in Höhe von 148,7 Mio € (140,0) zur Verfügung. Daneben hat der Konzern die Möglichkeit, durch die Vereinbarung zusätzlicher Bankdarlehen, durch die Begebung von Schuldscheindarlehen, Private Placements oder Anleihen weitere Finanzierungsquellen zu nutzen.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Summe der vertraglich fixierten Zahlungen des Konzerns für Rückzahlungen und Zinsen aus den bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2012 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflusst (undiskontiert):

Finanzielle Verbindlichkeiten (in Mio €) Summe 2013 2014 2015 2016 2017 ≥ 2018
Finanzverbindlichkeiten inkl. Zinsen 9,0 9,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Derivative Finanzinstrumente 0,2 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 119,8 119,8 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 11,4 11,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 140,4 140,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Finanzielle Verbindl ichkeiten zum 31. Dezember 2012

Finanzielle Verbindl ichkeiten zum 31. Dezember 2011

Finanzielle Verbindlichkeiten (in Mio €) Summe 2012 2013 2014 2015 2016 ≥ 2017
Finanzverbindlichkeiten inkl. Zinsen 14,4 14,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Derivative Finanzinstrumente 0,4 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 128,5 128,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 24,3 24,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 167,6 167,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Der Vergleich zum Vorjahr zeigt einen Rückgang der Finanzverbindlichkeiten einschließlich Zinsen um 27,2 Mio € auf 140,4 Mio € (167,6). Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur.

Der FUCHS PETROLUB Konzern schätzt seine Liquiditätslage als gut ein und sieht für sich kein nennenswertes Liquiditätsrisiko. Dem Konzern stehen liquide Mittel in Höhe von 143,7 Mio € (79,0) und freie Kreditlinien in Höhe von 148,7 Mio € (140,0) zur Verfügung. Daneben verfügt der Konzern aus dem operativen Geschäft über kurzfristig fällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 250,4 Mio € (247,5).

Marktrisiko

Aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten unterliegt FUCHS Marktrisiken in Form von Wechselkursrisiken und Zinsänderungsrisiken. Aktienmarktrisiken bestehen nicht, da der Konzern keine frei handelbaren Aktien hält. Die von Pensionsfonds zur Abdeckung von Pensionsverpflichtungen gehaltenen Anlagen sind unter Anmerkung 26 erläutert.

Wechselkursrisiken

Bei den Wechselkursrisiken ist zwischen Transaktionsrisiken und Translationsrisiken zu differenzieren.

Die Transaktionsrisiken des Konzerns resultieren insbesondere aus Einkäufen operativer Gesellschaften in einer anderen Währung als der, in welcher die Umsatzerlöse anfallen. Ein Teil der von FUCHS verarbeiteten Rohstoffe wird auf US-Dollar-Basis gehandelt. Gleichzeitig wird der überwiegende Teil der Umsatzerlöse der Gesellschaften auf deren jeweiligem Heimatmarkt erwirtschaftet. Damit unterliegen alle nicht im US-Dollarraum beheimateten Gesellschaften einem US-Dollar-Transaktionsrisiko.

Beim Export von Fertigprodukten ist die Währung des Exporteurs gleichzeitig Fakturierungswährung. Damit liegen Transaktionsrisiken bei importierenden Konzerngesellschaften oder Drittkunden.

Aus Dividenden- und Lizenzeinnahmen der Holding, welche fast ausnahmslos in der Währung der zahlenden Gesellschaft erfolgen, unterliegt auch die Holding einem Transaktionsrisiko. Insbesondere in Bezug auf den US-Dollar ist dieses dem Transaktionsrisiko vieler operativer Gesellschaften entgegengesetzt, so dass hier ein natürlicher Hedge (Absicherung) vorliegt, der zur Reduzierung der insgesamt im Konzern bestehenden Transaktionsrisiken führt.

Anmerkung 26

Wechselkursrisiken aus der Gewährung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen werden grundsätzlich durch die Vereinbarung entsprechender Devisentermingeschäfte oder anderer originärer oder derivativer Absicherungsinstrumente wie Fremdwährungsaufnahmen oder Zins- und Währungsswaps abgesichert.

Basierend auf der Struktur des Schmierstoffgeschäfts, das keine langen Vorlaufzeiten oder hohen Auftragsbestände kennt, tätigt FUCHS keine langfristigen Währungsabsicherungen seines operativen Geschäfts. Der Wechselkurs ist für die operativen Gesellschaften stattdessen einer von mehreren preisbestimmenden Faktoren, der bei der Kalkulation zu berücksichtigen ist.

Zum FUCHS PETROLUB Konzern gehört eine ganze Reihe nicht im Euro-Raum ansässiger Konzerngesellschaften. Damit bedingen schwankende Wechselkurse im Rahmen der Umrechnung der Umsatzerlöse und Ergebnisse für die Konzernergebnisrechnung sogenannte Translationsrisiken. Sie können unter Umständen die Konzernergebnisrechnung spürbar beeinflussen.

Nennenswerte Translationsrisiken für FUCHS kommen aus den Regionen Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika. Soweit diese Risiken direkt oder auch indirekt gegenüber dem US-Dollar bestehen, sind sie ein natürlicher Hedge des vorgenannten US-Dollar-Transaktionsrisikos. Transaktions- und Translationsrisiken haben damit auf Konzernebene eine gegenläufige Wirkung.

Auch bei der Umrechnung der von den ausländischen Tochtergesellschaften gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unterliegt der Konzern Translationsrisiken. Zur Begrenzung dieser Risiken werden kurzfristig zu finanzierende Vermögenswerte in der Regel in lokaler Währung refinanziert und nur die langfristig benötigten Vermögenswerte durch Eigenkapital unterlegt. Die Entwicklung der Eigenkapitalposition wird kontinuierlich beobachtet, in der Regel jedoch nicht gegen Wechselkursschwankungen abgesichert.

Die Finanzverbindlichkeiten bestehen in folgenden Währungen:

Finanzverbindlichkeiten (in Mio €) 2012 in% 2011 in%
Euro 0,4 4,5 0,5 3,5
Indische Rupie 4,6 51,7 4,2 29,8
Chinesischer Renminbi Yuan 0,0 0,0 3,8 27,0
Brasilianischer Real 2,2 24,7 1,5 10,6
Sonstige Währungen 1,7 19,1 4,1 29,1
8,9 100,0 14,1 100,0

Zinsänderungsrisiken

Durch die kontinuierliche Verminderung seiner finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern in den letzten Jahren sein Zinsänderungsrisiko stark reduziert. Wurden in früheren Jahren zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken noch derivative Finanzinstrumente eingesetzt, ist deren Einsatz beim heutigen Volumen finanzieller Verbindlichkeiten nicht erforderlich. Ziel ist es, die der Finanzierung des (kurzfristigen) Umlaufvermögens dienenden Finanzmittel fristenkongruent mit kurzfristigen Zinssätzen auszustatten.

Aufgeteilt nach Zinsvereinbarung gliedern sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt. Sicherheiten wurden keine gestellt.

Finanzverbindlichkeiten (in Mio €) Effektiver
Zinssatz
Zinsbindung
Dauer
Buchwert
31. 12. 2012
Buchwert
31.12.2011
Variabler
EUR-Termingelder Zinssatz < 1 Jahr 0,4 0,5
Variabler
INR-Termingelder Zinssatz < 1 Jahr 4,6 4,2
Variabler
CNY-Termingelder Zinssatz < 1 Jahr 0,0 3,8
Variabler
BRL-Termingelder Zinssatz < 1 Jahr 2,2 1,5
Jeweilige Vari
Termingelder in anderen Währungen able Zinssätze < 1 Jahr 1,7 4,1
8,9 14,1

Zusammenfassung der Zinssicherungsfristen

Zinssicherungsfristen (in Mio €) 2012 in% 2011 in%
Bis 1 Jahr 8,9 100,0 14,1 100,0
1 bis 5 Jahre 0,0 0,0 0,0 0,0
Über 5 Jahre 0,0 0,0 0,0 0,0
8,9 100,0 14,1 100,0

Sonstige Preisrisiken

Der FUCHS PETROLUB Konzern ist Risiken aus Preisänderungen bei den Waren ausgesetzt, die er für die Herstellung seiner Fertigprodukte benötigt. Eine Absicherung dieser Warenbezüge mittels Derivat erfolgt nicht, da die verfügbaren Instrumente über keine ausreichende Wirksamkeit verfügen. In der Regel werden Rohstoffpreisveränderungen in den Markt weitergegeben, eventuell mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Insofern sind diese Preisrisiken begrenzt.

Sensitivitätsanalysen

Sensitivitätsanalysen beziffern näherungsweise und im Rahmen bestimmter Annahmen, welches Risiko besteht, wenn bestimmte Einflussfaktoren Änderungen erfahren. Im Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko sowie das Wechselkursrisiko werden folgende Veränderungen unterstellt:

  • eine Erhöhung der Marktzinssätze aller Währungen um einen Prozentpunkt (Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurven);
  • eine gleichzeitige Aufwertung des Euros gegenüber allen Fremdwährungen um 10%.

In die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos bei FUCHS zum Stichtag fließen nur originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente ein. Originäre Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, sind gemäß IFRS 7 keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zinsderivate, die unter Umständen eine Auswirkung auf das Finanzergebnis haben könnten, bestanden nicht.

Damit hätte ein um einen Prozentpunkt höheres Marktzinsniveau auf die am 31. Dezember 2012 ausgewiesenen variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 0,1 Mio € (0,1) gehabt. Unterstellt ist, dass der höhere Zinssatz für ein ganzes Jahr Anwendung gefunden hätte.

Das Fremdwährungsrisiko wird über alle am Bilanzstichtag ungesicherten Netto-Fremdwährungspositionen ermittelt. Eine gleichzeitige Abwertung des Euros gegenüber allen Fremdwährungen um 10% hätte einen ergebnismindernden Effekt von 0,2 Mio € (0,5) zur Folge gehabt.

Weitere Anhangangaben

Erläuterungen zur K apitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die liquiden Mittel des FUCHS PETROLUB Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 ("Cashflow Statements") werden die Zahlungsströme unterschieden zwischen betrieblicher Tätigkeit sowie solchen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst den in der Bilanz ausgewiesenen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis nach Steuern indirekt abgeleitet. Hierbei werden die zugrunde liegenden Veränderungen von Bilanzpositionen um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Diese Veränderungen der Bilanzpositionen können daher nicht direkt mit den entsprechenden Werten aus der Konzernbilanz abgestimmt werden.

Die Cashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus der Veränderung des Konsolidierungskreises werden dabei bereinigt. Sofern Tochtergesellschaften bzw. Geschäftsaktivitäten erworben bzw. veräußert werden, werden die Einflüsse hieraus in der Kapitalflussrechnung in eigenen Posten dargestellt.

Der freie Cashflow errechnet sich aus dem Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit und dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit.

Änderung der Rechnungslegungsmethode

36

Die Effekte aus der Umstellung von der Quotenkonsolidierung auf die at-Equity-Bewertung bei zwei Gemeinschaftsunternehmen sind im Abschnitt "Änderung der Rechnungslegungsmethode" dargestellt.

37

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Segmentberichterstattung bilden die geografischen Regionen entsprechend der konzerninternen Organisations- und Berichtsstruktur des FUCHS PETROLUB Konzerns die operativen Geschäftssegmente. Diese Aufgliederung orientiert sich gemäß den Grundsätzen des IFRS 8 "Geschäftssegmente" an der konzerninternen Steuerung und spiegelt die Berichterstattung der Geschäftsfelder in den Konzernleitungsgremien wider. Entsprechend der internen Steuerung werden die Regionen Europa, Asien-Pazifik, Afrika sowie Nord- und Südamerika abgegrenzt. Die einzelnen Gesellschaften werden dabei nach ihrer regionalen Zugehörigkeit in die Segmente eingeordnet. Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Überleitung der Segmentdaten zu den Gesamtwerten des Konzerns ergibt sich aus der Spalte "Holdinggesellschaften inklusive Konsolidierung". Hier sind neben den Abschreibungen, Ergebnissen, Vermögenswerten und Schulden der Holdinggesellschaften auch die Intersegmenteliminierungen im Bereich der Umsätze enthalten. Konzerninterne Umsätze und Transfers erfolgen zu Preisen und Bedingungen unabhängiger Geschäftspartner.

Segmentvermögen und Segmentergebnis enthalten alle direkt zurechenbaren Positionen sowie in geringem Umfang indirekte Werte. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden beinhalten Aktiva und Passiva, die zur Erzielung der Segmentergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) beigetragen haben.

Die Höhe der langfristigen Vermögenswerte (Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) beträgt in Deutschland 172,8 Mio € (166,7). Auf das Ausland entfallen 192,8 Mio € (165,6), hiervon betreffen 66,1 Mio € (59,5) die USA.

Die Gesamtentwicklung der Segmente ist auf den Seiten 118 und 119 dargestellt und zeigt die Werte für das Berichtsjahr und die entsprechenden Vergleichszahlen des Vorjahres. Die Aufstellung zeigt für jede geografische Region als zentrale Steuerungsgrößen die Umsatzerlöse, Abschreibungen und das jeweilige Segmentergebnis (EBIT). Die Summe der Segmentergebnisse wird übergeleitet auf das Konzernergebnis nach Steuern. Weiterhin sind die Segmentvermögen angegeben und die Verbindlichkeiten der einzelnen Segmente; Letztere sind auf die Konzernschulden übergeleitet. Die Aufstellung enthält ebenfalls die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen sowie die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Segmente und die jeweils erzielte EBIT-Marge.

Angaben zu den Umsätzen nach Tätigkeitsbereichen sind in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung unter Anmerkung 1 aufgeführt.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen (related parties) des FUCHS PETROLUB Konzerns im Sinne von IAS 24 sind anzusehen:

  • die unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften und at Equity einbezogenen Unternehmen der FUCHS PETROLUB AG,
  • Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG,
  • die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, über die der Stammaktienbesitz der Familie überwiegend gehalten wird,
  • deren Komplementär-GmbH FUCHS INTEROIL GMBH sowie deren Geschäftsführung
  • und Pensionsfonds, die zugunsten der Arbeitnehmer des Konzerns bestehen.

Beherrschendes Unternehmen ist die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG.

Für die nahestehenden Unternehmen RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG und FUCHS INTEROIL GMBH erbringt FUCHS PETROLUB AG Dienstleistungen, die durch eine Verwaltungskostenumlage abgegolten werden. Der Umfang dieser Dienstleistungen ist nicht materiell.

Weiterhin bestehen Darlehensbeziehungen sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Holdinggesellschaft FUCHS PETROLUB AG und ihren in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen; diese Beziehungen sind im vorliegenden Konzernabschluss eliminiert. Für die von der Holdinggesellschaft wahrgenommenen Aufgaben im Bereich Forschung und Entwicklung, Produktmarketing, Markenpflege, Werbung etc. werden den Tochtergesellschaften in Abhängigkeit von deren Umsatz Lizenzgebühren verrechnet. Darüber hinaus werden für Managementleistungen und ähnliche Dienstleistungen Kostenumlagen vorgenommen. Die Abrechnung des Leistungsverkehrs zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgt zu Bedingungen wie unter unabhängigen Geschäftspartnern.

Gegenüber den at Equity einbezogenen Unternehmen bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr Forderungen des FUCHS PETROLUB Konzerns in Höhe von 1,3 Mio € (0,4) sowie sonstige Forderungen in Höhe von 0,3 Mio € (3,3). Bei den Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 14,2 Mio € (13,5) handelt es sich bei 14,0 Mio € (13,5) um einen treuhänderisch für ein assoziiertes Unternehmen im Nahen Osten gehaltenen Betrag, der bilanzverlängernd auf der Aktivseite unter den kurzfristigen Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen ist.

Der Wert der Warenlieferungen an at Equity einbezogene Unternehmen im Jahr 2012 betrug 11,1 Mio € (5,7), die Sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 1,1 Mio € (0,1).

Gegenüber einem nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Lieferungsund Leistungsverkehr Forderungen des FUCHS PETROLUB Konzerns in Höhe von 0,2 Mio € (0,1), der Wert der Warenlieferungen im Jahr 2012 betrug 0,9 Mio € (0,4).

Mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestehen keine Beraterverträge.

Hinsichtlich der Informationen zu den Pensionsfonds verweisen wir auf die Anmerkung 26.

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens lagen nicht vor." Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als Abschlussprüferin der FUCHS PETROLUB AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit ihrem uneingeschränkten Testat versehen.

Organe

Aufsichtsr at
Dr. Jürgen Hambrecht
Neustadt an der Weinstraße
Vorsitzender
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der BASF SE
Weitere Mandate*:
n Daimler AG
n Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft
n Berthold Leibinger GmbH (persönlich haftende Gesellschafterin
der TRUMPF GmbH + Co. KG)¹
Dr. Dr. h.c. Manfred Fuchs
Mannheim
Stellvertretender Vorsitzender
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG
Ines Kolmsee
Tutzing
Vorstandsvorsitzende der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG
Weitere Mandate*:
n UMICORE S.A.
Horst Münkel²
Mannheim
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der
FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
Lars-Eric Reinert²
Altenholz
Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der FUCHS PETROLUB AG
Dr. Erhard Schipporeit
Hannover
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON SE
Weitere Mandate*:
n BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
n Deutsche Börse Aktiengesellschaft
n Hannover Rückversicherung AG
n SAP AG
n Talanx Aktiengesellschaft
Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien:
  • n Fidelity Funds SICAV (Luxemburg)
  • n TUI Travel Plc. (Großbritannien)

¹ Vorsitzender

² Arbeitnehmervertreter

* Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 Abs. 2 AktG

Vorstand

Stefan R. Fuchs

Hirschberg Erstbestellung: 1999 Ablauf des Mandats: 2016

Vorsitzender

weitere Mandate*:

■ Berthold Leibinger GmbH (persönlich haftende Gesellschafterin der TRUMPF GmbH + Co. KG)

Konzernmandate:

  • ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD. (bis 25. Februar 2013)
  • FUCHS CORPORATION
  • FUCHS LUBRICANTS CO.
  • FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD.

Stellvertretender Vorsitzender

Konzernmandate:

  • FUCHS CORPORATION
  • FUCHS LUBRICANTS (CHINA) LTD.
  • ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD. (ab 25. Februar 2013)

Dr. Lutz Lindemann

Dr. Alexander Selent Limburgerhof Erstbestellung: 1999

Kerzenheim Erstbestellung: 2009 Ablauf des Mandats: 2018

Dr. Georg Lingg

Mannheim Erstbestellung: 2004 Ablauf des Mandats: 2015

Mitglied

Mitglied

Konzernmandate:

  • FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD.
  • FUCHS LUBRICANTS (KOREA) LTD.
  • FUCHS LUBRICANTS (CHINA) LTD.
  • FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY. LTD.
  • FUCHS LUBRICANTS TAIWAN CORP.
  • FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD.

Mitglied

Konzernmandate:

  • FUCHS LUBRICANTS BENELUX N.V./ S.A.¹
  • FUCHS HELLAS S.A.
  • FUCHS LUBRICANTES S.A.U.¹
  • FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC
  • FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A.¹
  • FUCHS LUBRIFICANTI S.P.A.¹
  • FUCHS OIL FINLAND OY
  • MOTOREX AG LANGENTHAL

¹ Vorsitzender

* Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 Abs. 2 AktG

Dr. Ralph Rheinboldt

Heddesheim Erstbestellung: 2009 Ablauf des Mandats: 2018

Ablauf des Mandats: 2014

Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Bezüge des Vorstands (in T€) 2012 2011
Bezüge des Vorstands 7.011 6.101
davon feste Vergütungen 1.513 1.478
davon variable Vergütungen 5.498 4.623
Laufender Dienstzeitaufwand für Pensionszusagen an tätige Mitglieder des Vorstands 352 298
Ehemalige Mitglieder des Vorstands
Gesamtbezüge 411 447
Saldo aus Pensionsverpflichtungen und Fondsvermögen 737 43

Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammen. Die festen Vergütungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr und die variablen Vergütungen werden im Folgejahr ausbezahlt. Bei den festen Gehaltsbestandteilen ergibt sich eine inflationsbedingte Erhöhung. Die variable Vergütung des Vorstands basiert auf einer auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg abgestellten Incentiveregelung. Diese Regelung folgt dem FUCHS Value Added (FVA), gekoppelt mit einem Leistungsfaktor. Der FVA stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzüglich der Kapitalkosten dar. Der Leistungsfaktor misst jährlich die Erreichung der für den gesamten Vorstand geltenden langfristig ausgerichteten Ziele. Die variable Vergütung des Vorstands hat sich durch die Veränderung des FVA und die Gewichtung des Leistungsfaktors erhöht. Leistungen aus Anlass der Beendigung der Arbeitsverhältnisse des Vorstands sind nicht vorgesehen. Ebenso bestehen keine aktienbasierten Vergütungen.

Der Saldo aus Pensionsverpflichtungen und Fondsvermögen in Höhe von 737 T€ (43) für ehemalige Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus dem vorhandenen Fondsvermögen von 5.128 T€ (5.128) abzüglich der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 5.865 T€ (5.171).

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 11. Mai 2011 erfolgt keine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütungen für die Dauer von fünf Jahren.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsr ats

Die Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder stellt sich wie folgt dar:

Feste Vergütung Variable Vergütung Vergütung für
Ausschusstätigkeit
Sitzungsgeld /
Nebenleistungen
Gesamt
Angaben (in T€)
Mitglieder des Aufsichtsrats
2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Dr. Jürgen Hambrecht 60 40 48 28 10 6 16 13 134 87
Dr. Dr. h.c. Manfred Fuchs 45 45 36 31 22 23 15 15 118 114
Dr. Erhard Schipporeit 30 30 24 21 30 30 13 11 97 92
Ines Kolmsee 30 20 24 14 20 13 10 7 84 54
Horst Münkel 30 30 24 21 0 0 5 5 59 56
Lars-Eric Reinert 30 30 24 21 0 0 5 5 59 56
Prof. Dr. Jürgen Strube* 0 20 0 14 0 3 0 4 0 41
Prof. Dr. Bernd Gottschalk* 0 10 0 7 0 6 0 9 0 32
Gesamt 225 225 180 157 82 81 64 69 551 532

* Mitglied bis zur Hauptversammlung am 11. Mai 2011 – zeitanteilige Vergütung für 2011.

Die Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat sind in § 15 der Satzung enthalten.

Die feste Vergütung und die Vergütung für die Ausschusstätigkeit werden nach Ablauf des Geschäftsjahres und das Sitzungsgeld nach der jeweiligen Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung ausbezahlt. Die variable Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr wird im Folgejahr nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung ausbezahlt.

Die Grundzüge des Vergütungssystems der FUCHS PETROLUB AG für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Lagebericht des Konzerns dargestellt. Die Vergütung des Aufsichtsrats wird ebenfalls auf Seite 37 näher beschrieben.

Die Vergütung für den Beirat beträgt 52 T€ (52).

Wortlaut der Entsprechenserklärung

41

Er klärung zum Deutschen Corpor ate Gov ernance Kodex nach § 161 Ak tG

Der Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Der Wortlaut ist auf Seite 35 abgedruckt und wird auf der Internetseite www.fuchs-oil.de / entsprechenserklaerung.html öffentlich zugänglich gemacht.

Honor are und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Abschlussprüfer des Konzernabschlusses ist die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim.

Für den Abschlussprüfer wurden Honorare von 359 T€ (332) für Jahresabschlussprüfungen und 14 T€ (9) für andere Bestätigungsleistungen als Aufwand erfasst. Steuerberatungsleistungen sind keine (0) und Aufwendungen für sonstige Leistungen sind in Höhe von 37 T€ (0), davon 30 T€ für Leistungen, die das Vorjahr betreffen, angefallen.

Ereignisse nach dem Bil anzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

Anteilsbesitz

Stand 31. Dezember 2012

I. VERBUNDENE UNTERNEHMEN

INLAND

Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T€) Anteil am Kapital
(in%)
Eigenkapital 2 Umsatz 20122 Konsolidierung3
BREMER & LEGUIL GMBH, Duisburg4 100 324 30.565 V
FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH, Mannheim4 100 60.000 517.486 V
FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim4 100 8.615 0 V
FUCHS LUBRITECH GMBH, Kaiserslautern4 100 5.021 101.825 V
PARAFLUID MINERALOELGESELLSCHAFT MBH, Hamburg4 100 628 10.709 V
WISURA GMBH (vormals WISURA MINERALÖLWERK
GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO.), Bremen4 100 1.100 13.182 V

EUROPA (OHNE INLAND)

Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T€) Anteil am Kapital
(in%)
Eigenkapital 2 Umsatz 20122 Konsolidierung3
CENTURY OILS INTERNATIONAL LTD., Stoke-on-Trent/Großbritannien 100 6907 07 V
FUCHS AUSTRIA SCHMIERSTOFFE GMBH, Thalgau/Österreich 70 2.756 15.313 V
FUCHS HELLAS S.A., Athen/Griechenland 97,4 666 3.681 V
FUCHS LUBRICANTES S.A.U., Castellbisbal/ Spanien 100 20.656 52.944 V
FUCHS LUBRICANTS BENELUX N.V./ S.A., Huizingen/Belgien 100 7.711 30.621 V
FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC., Stoke-on-Trent/Großbritannien (Teilkonzern) 100 33.879 154.041 V
FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A., Nanterre Cedex / Frankreich 99,7 21.403 114.881 V
FUCHS LUBRIFICANTES UNIPESSOAL LDA., Moreira-Maia / Portugal 100 2.174 8.653 V
FUCHS LUBRIFICANTI S.P.A., Buttigliera d'Asti/Italien 100 18.572 58.057 V
FUCHS LUBRITECH INTERNATIONAL (UK) LTD., London/Großbritannien 100 6.164 0 V
FUCHS LUBRITECH S.A.S., Ensisheim/ Frankreich 100 1.546 8.439 V
FUCHS LUBRITECH (UK) LTD., London/Großbritannien 100 1.922 7.345 V
FUCHS MAK DOOEL, Skopje /Mazedonien 100 590 1.426 N
FUCHS MAZIVA D.O.O., Samobor/Kroatien 100 2.198 5.028 V
FUCHS MAZIVA LSL D.O.O., Brezice / Slowenien 100 920 2.256 V
FUCHS OIL CORPORATION (CZ) SPOL. S R.O., Stráncice / Tschechische Republik 100 2.953 9.570 V
FUCHS OIL CORPORATION (PL) SP. Z O.O., Gleiwitz / Polen 100 10.990 51.986 V
FUCHS OIL CORPORATION (SK) SPOL. S.R.O.,
Dubová-Nemecká / Slowakische Republik 100 1.344 7.044 V
FUCHS OIL FINLAND OY, Vaasa / Finnland 100 806 3.051 V
FUCHS OIL HUNGARIA KFT, Budaörs/Ungarn 100 278 3.427 V
FUCHS SMÖRJMEDEL SVERIGE AB, Helsingborg/ Schweden 100 238 1.836 V
JV FUCHS MASTYLA UKRAINA, Lviv /Ukraine 80 3.000 9.857 V
OOO FUCHS OIL, Moskau/Russland 100 8.585 33.975 V

ASIEN-PAZIFIK / AFRIKA

Anteil am Kapital
Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T€) (in%) Eigenkapital 2 Umsatz 20122 Konsolidierung3
FUCHS JAPAN LTD., Tokio/Japan 100 2.233 12.775 V
FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY. LTD.,
Sunshine-Melbourne /Australien (Teilkonzern) 100 39.616 152.799 V
FUCHS LUBRICANTS (CHINA) LTD., Schanghai/Volksrepublik China 100 45.992 118.075 V
FUCHS LUBRICANTS (INDIA) PVT. LTD., Mumbai/Indien 100 5.133 14.499 V
FUCHS LUBRICANTS (KOREA) LTD., Seoul/ Südkorea 100 5.399 18.850 V
FUCHS LUBRICANTS (PHILIPPINES) INC., Manila / Philippinen 100 175 0 V
FUCHS LUBRICANTS (SOUTH AFRICA) (PTY.) LTD., Johannesburg/ Südafrika 100 11.740 52.837 V
FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD., Yingkou-City /Volksrepublik China 100 31.113 99.407 V
FUCHS LUBRICANTS (NEW ZEALAND) LTD., Auckland/Neuseeland 100 3.1958 15.2578 V
FUCHS LUBRICANTS PTE. LTD., Singapur/ Singapur 100 2.524 10.114 V
FUCHS LUBRICANTS REGIONAL HEADQUARTER (EAST ASIA) LTD.,
Schanghai/Volksrepublik China 100 1.453 441 V
FUCHS LUBRICANTS TAIWAN CORP., Taipei/ Taiwan 100 1.588 5.402 V
FUCHS PETROLUBE (MALAYSIA) SDN. BHD., Shah Alam/Malaysia 100 1.726 5.162 V
FUCHS THAI HOLDING LTD., Bangkok / Thailand 100 487 0 V
PT FUCHS INDONESIA, Jakarta /Indonesien 100 2.098 7.376 V
FUCHS LUBRICANTS (THAILAND) CO., LTD.
(vormals SIAM-FUCHS LUBRICANTS CO. LTD.), Bangkok / Thailand 100 1.582 5.435 V

NORD- UND SÜDAMERIKA

Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T€) Anteil am Kapital
(in%)
Eigenkapital 2 Umsatz 20122 Konsolidierung3
FUCHS ARGENTINA S.A., El Talar de Pacheco/Argentinien (Teilkonzern) 100 4.602 15.876 V
FUCHS CORPORATION, Dover, Delaware /USA (Teilkonzern) 100 112.185 268.018 V
FUCHS DO BRASIL S.A., City of Barueri, State of São Paulo/Brasilien 100 10.544 36.859 V
FUCHS LUBRICANTS CANADA LTD., Cambridge, Ontario/Kanada 100 10.7845 26.4495 V
FUCHS LUBRICANTS CO., Harvey, Illinois/USA 100 98.9005 214.4645 V
FUCHS URUGUAY S.A., Montevideo/Uruguay 100 –146 156 V
LUBRICANTES FUCHS DE MEXICO S.A. DE C.V., Querétaro/Mexiko 100 4.6225 12.4565 V
PROMOTORA FUCHS S.A. DE C.V., Querétaro/Mexiko 100 495 1.1915 V

II. GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T€) Anteil am Kapital
(in%)
Eigenkapital 2 Umsatz 20122 Konsolidierung3
ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD.,
Jeddah/ Saudi-Arabien 32 37.052 209.963 E
FUCHS LUBRICANTS IRANIAN COMPANY (PJS), Teheran/Iran 50 3.249 10.840 E
FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD., Sharjah/Vereinigte Arabische Emirate 50 50.645 43.961 E
MOTOREX AG LANGENTHAL, Langenthal/ Schweiz 50 4.794 23.156 E
OPET FUCHS MADENI YAG SANAYI VE TICARET A.S., Cigli-Izmir/ Türkei 50 24.391 92.464 E

III. SONSTIGE BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN (BETEILIGUNGSQUOTE >5%)

Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T€) Anteil am Kapital
(in%)
Eigenkapital 2 Umsatz 20122 Konsolidierung3
NIPPECO LTD., Tokio/Japan 11

1 Anteil der FUCHS PETROLUB AG einschließlich des mittelbaren Anteilsbesitzes.

2 Eigenkapital und Umsatz sind zu 100% ausgewiesen. Die Werte basieren bei den Gesellschaften im Inland auf den deutschen Jahresabschlüssen (HB I), bei den Gesellschaften im Ausland auf den geprüften und testierten IFRS-Abschlüssen (HB II) vor Konsolidierung. Die Umrechnung in den Euro erfolgte bei den Eigenkapitalien zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2012, bei den Umsatzerlösen zum kumulierten Durchschnittskurs des Jahres 2012.

3 Einbeziehung in den Konzernabschluss:

V = Vollkonsolidierung nach IAS 27,

E = Equity-Methode nach IAS 28,

N = Nicht in den Konzernabschluss einbezogen aufgrund untergeordneter Bedeutung.

4 Gesellschaft mit Ergebnisabführungsvertrag.

5 Im Teilkonzernabschluss (HB II) FUCHS CORPORATION, USA, enthalten.

6 Im Teilkonzernabschluss (HB II) FUCHS ARGENTINA S.A., Argentinien, enthalten.

7 Im Teilkonzernabschluss (HB II) FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC., Großbritannien, enthalten.

8 Im Teilkonzernabschluss (HB II) FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY. LTD., Australien, enthalten.

Der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG hat den Konzernabschluss am 14. März 2013 aufgestellt, zur Veröffentlichung freigegeben und am gleichen Tag mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 19. März 2013 zur Billigung vorgelegt.

Erklärung des Vorstands und Versicherung nach §§ 297 Abs. 2, 315 Abs. 1 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Mannheim, den 14. März 2013 FUCHS PETROLUB AG

Vorstand

S. Fuchs Dr. A. Selent

Dr. L. Lindemann Dr. G. Lingg Dr. R. Rheinboldt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FUCHS PETROLUB AG

Vermer k zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften – bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Entwicklung des Konzerneigenkapitals, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang – für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft.

Ver antwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter der FUCHS PETROLUB AG sind verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Ver antwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermer k zum Konzernl agebericht

Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die gesetzlichen Vertreter der FUCHS PETROLUB AG sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Mannheim, den 14. März 2013

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Walter Beyer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG

Gewinnund Verlustrechnung

in Mio € 2012 2011
Beteiligungsergebnis 186,6 147,4
Kosten für Verwaltung –28,9 –27,6
Sonstige betriebliche Erträge 36,5 36,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen –7,6 –4,9
28,9 31,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 186,6 151,7
Finanzergebnis –2,3 0,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 184,3 152,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –28,4 –25,5
Jahresüberschuss 155,9 127,0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 62,6 69,3
Einstellung in andere Gewinnrücklagen –78,0 –63,5
Bilanzgewinn 140,5 132,8

Bilanz

in Mio € 31. 12. 2012 31.12.2011
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 2,3 2,3
Sachanlagen 3,9 3,9
Finanzanlagen 427,4 375,9
Anlagevermögen 433,6 382,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 227,1 190,5
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16,4 16,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 243,5 207,4
Flüssige Mittel 1,0 0,0
Umlaufvermögen 244,5 207,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 0,6
Bilanzsumme 678,8 590,1
Passiva
Gezeichnetes Kapital 71,0 71,0
71,0 71,0
Kapitalrücklagen 95,7 95,7
Gewinnrücklagen 329,3 251,3
Bilanzgewinn 140,5 132,8
Eigenkapital 636,5 550,8
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,1 0,1
Übrige Rückstellungen 24,5 22,4
Rückstellungen 24,6 22,5
Verbindlichkeiten 17,7 16,8
Verbindlichkeiten 17,7 16,8
Bilanzsumme 678,8 590,1

Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung 2013 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vorzulegen:

Gewinnverwendungsvorschlag (in)

Bilanzgewinn (HGB) der FUCHS PETROLUB AG 140.537.273,05
Vortrag auf neue Rechnung 48.973.073,05
91.564.200,00
Ausschüttung einer Dividende von 1,30 € auf jede am Bilanzstichtag
dividendenberechtigte Vorzugsaktie, das sind 35.490.000 Stücke, d.s.
46.137.000,00
dividendenberechtigte Stammaktie, das sind 35.490.000 Stücke, d.s. 45.427.200,00
Ausschüttung einer Dividende von 1,28 € auf jede am Bilanzstichtag

Glossar

A

Assoziiertes Unternehmen

Unternehmen, bei welchem der Anteilseigner über maßgeblichen Einfluss verfügt (Beteiligungsquote mindestens 20%) und das kein Tochterunternehmen ist.

B

Beteiligungsgesellschaft

Unternehmen, auf das kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (Beteiligungsquote unter 20%).

C

C apital Employed

Im Jahresdurchschnitt eingesetztes Kapital, das aus Eigenkapital, verzinslichen Verbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen und kumulierten Goodwill-Abschreibungen nach Abzug der flüssigen Mittel besteht.

C ashflow

Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben der Abrechnungsperiode. Der vom FUCHS PETROLUB Konzern im Geschäftsbericht dargestellte Brutto-Cashflow errechnet sich aus

Ergebnis nach Steuern

    • Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte
  • ± Veränderung der langfristigen Rückstellungen
  • ± Veränderung der latenten Steuern
  • ± nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at Equity bewerteten Beteiligungen.

Der Brutto-Cashflow ist Ausdruck der Innenfinanzierungskraft, die dem Unternehmen für Investitionen, die Finanzierung des Nettoumlaufvermögens, Schuldentilgung, Dividendenzahlungen und zur Speisung des Finanzmittelbestands zur Verfügung steht.

Compliance

Einhaltung sämtlicher für das Unternehmen relevanter gesetzlicher und rechtlicher Bestimmungen, Richtlinien und ethischen Standards.

Corporate Governance

Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Corporate Governance umfasst das gesamte System der Führung und Überwachung eines Unternehmens und schließt die Organisation, die geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie das gesamte System der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen ein.

D

Derivative Finanzinstrumente

Finanzprodukte, deren eigener Wert sich überwiegend vom Preis, von den Preisschwankungen und Preiserwartungen des zugrunde liegenden Basisgeschäfts ableitet, ohne dass dieses Grundgeschäft selbst getätigt werden muss. Derivate werden im FUCHS PETROLUB Konzern ausschließlich zur Begrenzung von Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

E

EBIT

Abkürzung für "Earnings before Interest and Taxes". Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.

EBITDA

Abkürzung für "Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation". EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Anteilige Jahresergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen werden.

EBIT-Marge

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz.

EBT

Abkürzung für "Earnings before Taxes". Ergebnis vor Steuern und einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.

Eigenkapitalquote

Anteil der Eigenmittel (= Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und kumuliertes übriges Eigenkapital) an der Bilanzsumme.

Eigenkapitalrendite

Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Eigenkapital des Konzerns.

Entsprechenserklärung

Erklärung von Aufsichtsrat und Vorstand nach § 161 Aktiengesetz zur Umsetzung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Equity- Methode

Konsolidierungsmethode zur Darstellung von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss. Die Beteiligung wird mit dem konzernanteiligen Eigenkapital bewertet. Eigenkapitalveränderungen dieser Unternehmen wirken sich im Wertansatz der Konzernbilanzposition "Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen" aus, anteilige Jahresergebnisse sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile "Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen" enthalten.

I

IAS

Abkürzung für "International Accounting Standards". Rechnungslegungsvorschriften, die eine internationale Harmonisierung und Vergleichbarkeit von Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen. Sie werden von einem internationalen Gremium, dem "International Accounting Standards Board" (IASB) erstellt.

IFRS

Abkürzung für "International Financial Reporting Standards": Ersetzen seit 2001 die "International Accounting Standards" (IAS). FUCHS PETROLUB erstellt ihren Konzernabschluss seit 2002 auf Basis der IAS /IFRS.

J

Joint Ventures

Gemeinschaftlich, zu je gleichen Anteilen mit anderen Unternehmen geführte Gesellschaften.

M

MDAX

Aktienindex der mittelgroßen Börsenwerte in Deutschland. Der MDAX folgt als zweites Wertsegment dem DAX (30 hochkapitalisierte Aktiengesellschaften). Die FUCHS PETROLUB Vorzugsaktie ist seit dem 1. Januar 2003 für den Prime-Standard-Bereich der Deutschen Börse zugelassen und seit Juni 2008 Mitglied des aus 50 Werten bestehenden MDAX-Segments.

O

Operatives

Nettoumlaufvermögen

rierung von Umsatzerlösen.

Das Nettoumlaufvermögen (Net Operating Working Capital, NOWC) setzt sich zusammen aus den Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bezeichnet das unmittelbar benötigte Kapital zur Gene-

R

ROCE

Abkürzung für "Return on Capital Employed". Rendite auf das eingesetzte Kapital (Ergebnis vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen, Finanzergebnis, Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter bezogen auf das Capital Employed).

S

Steuerquote

Ertragsteueraufwand im Verhältnis zum EBIT vor at Equity einbezogenen Unternehmen abzüglich Finanzergebnis.

T

Tochterunternehmen

Unternehmen, das von einem anderen Unternehmen beherrscht wird.

U

Umsatzrendite

Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

V

Volatilität

Maß für die Schwankungsintensität eines Wertpapier- oder Devisenkurses um seinen eigenen Mittelwert innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Impressum

Herausgeber

FUCHS PETROLUB AG Friesenheimer Straße 17 68169 Mannheim

Telefon: (0621) 3802-0 Telefax: (0621) 3802-7190

www.fuchs-oil.de [email protected]

Investor Relations

Telefon: (0621) 3802-1105 Telefax: (0621) 3802-7274 [email protected]

Presse

Telefon: (0621) 3802-1104 Telefax: (0621) 3802-7274

Konzept und Gestaltung

3st kommunikation GmbH, Mainz

Fotografi e | Bildnachweis

Matthias Müller BFF Julia Teine Getty Images Shutterstock

Satz

BG media design GmbH, Darmstadt

Druck

Societätsdruckerei, Mörfelden-Walldorf

Dieser Geschäftsbericht wurde am 20. März 2013 veröffentlicht und ist bei der FUCHS PETROLUB AG, Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache zu beziehen.

Auf unserer Internetseite stehen Ihnen alle Finanzberichte der FUCHS PETROLUB AG zum Herunterladen zur Verfügung. Die deutsche und englische Fassung des Geschäftsberichts können Sie auch als interaktive Online-Geschäftsberichte aufrufen.

www.fuchs-oil.de

Finanzkalender

TERMINE 2013

22. Februar Vorläufi ge Zahlen zum Jahresabschluss 2012
20. März Vorlage des Konzern- und Einzelabschlusses 2012
sowie Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2012
Bilanzpressekonferenz, Mannheim
Analystenkonferenz, Frankfurt am Main
2. Mai Zwischenbericht zum 31. März 2013
Pressetelefonkonferenz
Analystentelefonkonferenz
8. Mai Ordentliche Hauptversammlung, Mannheim
13. Mai Informationsveranstaltung für Schweizer Aktionäre, Zürich
2. August Zwischenbericht zum 30. Juni 2013
Halbjahrespressekonferenz, Mannheim
Analystentelefonkonferenz
4. November Zwischenbericht zum 30. September 2013
Pressetelefonkonferenz
Analystentelefonkonferenz

HAUPTVERSAMMLUNG 2013

Die ordentliche Hauptversammlung fi ndet am Mittwoch, 8. Mai 2013, 10.00 Uhr, im Mozartsaal des Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2 in Mannheim statt. Einladung und Tagesordnung erhalten die Aktionäre über ihre Hinterlegungsbanken. Die Auszahlung der in der Hauptversammlung zu beschließenden Dividenden erfolgt am 9. Mai 2013.

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSEN

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der FUCHS PETROLUB AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können bei spielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der Schmierstoffi ndustrie gehören. FUCHS PETROLUB AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Zehnjahresübersicht

FUCHS PETROLUB KONZERN

Werte in Mio € 2012 20118 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Ertragslage
Umsatz 1.819,1 1.651,5 1.458,6 1.178,1 1.393,7 1.365,3 1.323,3 1.192,2 1.096,3 1.040,9
davon Inland 467,8 434,9 351,8 267,1 343,7 324,7 300,8 268,2 262,2 249,8
davon Ausland 1.351,3 1.216,6 1.106,8 911,0 1.050,0 1.040,6 1.022,5 924,0 834,1 791,1
Materialaufwand 1.054,4 954,9 808,0 645,4 820,7 776,7 777,4 682,0 605,6 569,5
Bruttoergebnis vom Umsatz 666,0 604,6 567,0 457,1 488,1 509,2 466,9 424,8 407,7 387,2
in % vom Umsatz 36,6 36,6 38,9 38,8 35,0 37,3 35,3 35,6 37,2 37,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 293,0 263,5 250,1 179,9 171,7 195,2 161,2 128,8 86,2 75,1
in % vom Umsatz 16,1 16,0 17,1 15,3 12,3 14,3 12,2 10,8 7,9 7,2
Finanzergebnis – 1,6 – 3,7 – 4,7 – 7,0 – 8,9 – 8,5 – 11,8 – 15,7 – 18,8 – 23,1
Ergebnis nach Steuern 207,3 183,1 171,6 121,4 110,3 120,3 97,2 74,2 40,1 30,9
in % vom Umsatz 11,4 11,1 11,8 10,3 7,9 8,8 7,3 6,2 3,7 3,0
Vermögen / Kapital
Langfristige Vermögenswerte 440,4 392,1 358,8 307,2 292,7 265,8 266,8 279,6 254,0 272,0
Kurzfristige Vermögenswerte 668,3 593,2 535,4 438,5 411,1 449,1 419,6 411,7 374,6 363,9
Bilanzsumme 1.108,7 985,3 894,2 745,7 703,8 714,9 686,4 691,3 628,6 635,9
Eigenkapital 1 781,7 658,2 545,9 392,9 315,3 325,9 303,2 232,6 159,8 137,7
in % des Gesamtkapitals 70,5 66,8 61,0 52,7 44,8 45,6 44,2 33,6 25,4 21,7
Rückstellungen 1, 2 59,2 46,6 97,9 129,2 111,0 111,1 97,0 94,7 97,5 112,0
Finanzverbindlichkeiten 8,9 14,1 19,7 58,2 124,1 71,9 98,5 157,3 194,2 239,3
in % des Gesamtkapitals 0,8 1,4 2,2 7,8 17,6 10,1 14,4 22,8 30,9 37,6
Gearing
(Nettofi nanzverschuldung zu EK) 3 – 0,14 – 0,08 0,00 0,13 0,56 0,23 0,38 0,80 1,39 1,94
Andere Verbindlichkeiten 2 258,9 266,4 230,7 165,4 153,4 206,0 187,7 206,7 177,1 146,9
Eigenkapitalrendite in % 4 29,0 31,0 36,6 35,3 33,3 37,1 36,9 38,1 32,5 34,7
Finanzierung
Brutto-Cashfl ow 219,0 134,9 173,4 139,9 126,8 147,8 116,8 100,8 81,7 79,6
Mittelzufl uss aus betrieblicher Tätigkeit 203,1 89,2 133,2 206,3 59,6 152,2 90,7 77,8 84,7 89,1
Mittelabfl uss aus Investitionstätigkeit – 62,7 – 30,2 – 55,5 – 25,5 – 52,1 – 23,8 – 4,3 – 26,1 – 28,6 – 11,5
Mittelveränderung aus
Finanzierungstätigkeit – 75,8 – 71,4 – 80,0 – 110,7 – 50,6 – 103,2 – 71,2 – 54,7 – 57,4 – 60,3
Freier Cashfl ow 140,4 59,0 77,7 180,8 7,5 128,4 86,4 51,7 56,1 77,6
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte 61,0 35,6 32,4 29,9 46,6 24,4 18,1 28,8 22,1 18,7
Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte (planmäßig) 26,9 26,4 22,5 20,1 18,8 18,8 19,7 21,9 24,3 27,3
in % der Investitionen 44,1 74,2 69,4 67,2 40,3 77,0 108,8 76,0 110,0 146,0

FUCHS PETROLUB KONZERN

Werte in Mio € 2012 20118 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Mitarbeiter
Anzahl Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 3.754 3.646 3.534 3.587 3.864 3.807 3.909 4.149 4.221 4.188
Inland 1.143 1.086 1.010 1.003 1.073 1.044 1.077 1.101 1.094 1.124
Ausland 2.611 2.560 2.524 2.584 2.791 2.763 2.832 3.048 3.127 3.064
Personalaufwand 249,1 226,8 215,9 193,8 191,0 182,0 181,5 174,4 173,5 171,9
in % vom Umsatz 13,7 13,7 14,8 16,5 13,7 13,3 13,7 14,6 15,8 16,5
Umsatz je Mitarbeiter (in T €) 484,6 453,0 412,7 328,4 360,7 358,6 338,5 287,3 259,7 248,5
Forschung und Entwicklung
Forschungs- und Entwicklungsaufwand 29,2 27,5 25,1 22,2 22,7 23,7 22,1 20,6 21,4 22,6
in % vom Umsatz 1,6 1,7 1,7 1,9 1,6 1,7 1,7 1,7 2,0 2,2

FUC HS -WERTPAPIERE

Werte in € 2012 20118 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Ergebnis Stämme 2,90 2,56 2,39 1,69 1,48 1,54 1,23 0,93 0,60 0,54
je Aktie 5, 6 Vorzüge 2,92 2,58 2,41 1,71 1,50 1,56 1,25 0,95 0,62 0,56
Ausschüttungssumme
(in Mio €) 7 91,6 70,3 63,2 39,5 37,1 37,0 25,2 17,4 13,7 12,9
Dividende je Stammaktie 6, 7 1,28 0,98 0,88 0,55 0,51 0,48 0,31 0,21 0,17 0,16
Dividende je Vorzugsaktie 6, 7 1,30 1,00 0,90 0,57 0,53 0,50 0,33 0,23 0,19 0,18
Anzahl Aktien in Tausend Stämme 35.490 35.490 35.490 35.490 35.792 37.749 38.907 38.907 38.907 38.907
zum 31. 12. 6 Vorzüge 35.490 35.490 35.490 35.490 35.792 37.755 38.907 38.907 38.907 38.907
Börsenkurse per 31. 12.
Stammaktie 6 53,0 30,1 32,9 20,2 13,0 21,0 17,3 10,6 8,6 4,8
Vorzugsaktie 6 56,2 33,8 37,0 21,6 11,3 20,2 19,3 11,0 8,0 4,4
Genussschein 1998 – 2008 (in %) 103,5 109,8 113,9 115,3 110,0

1 Ab 2007 direkte Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gegen das Eigenkapital.

2 Ab 2011 werden die Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich unter den Anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Bis 2010 erfolgte der Ausweis unter den Rückstellungen.

3 Die Relation von Finanzverbindlichkeiten zuzüglich Pensionsrückstellungen und abzüglich liquiden Mitteln zu Eigenkapital.

4 Bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital des Jahres.

5 Vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen.

6 Die Vorjahresangaben wurden zur besseren Vergleichbarkeit um durchgeführte Kapitalmaßnahmen (Gratisaktien, Aktiensplits, Kapitalerhöhungen) bereinigt.

7 Für 2012 Dividendenvorschlag.

8 Vorjahreszahlen angepasst, siehe "Änderung der Rechnungslegungsmethode" im Konzernanhang.

FUCHS PETROLUB AG | GESCHÄFTSBERICHT 2012