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FUCHS PETROLUB SE — Annual Report 2011
Mar 30, 2012
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Annual Report
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NÄHE SCHAFFT WERTE
GESCHÄF TSBERICHT 2011
FUCHS PETROLUB AG
FUCHS PETROLUB ist ein in Deutschland ansässiger, global operierender konzern, der weltweit Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten herstellt und vertreibt. Das Unternehmen, das 1931 gegründet wurde und seinen Sitz in Mannheim hat, steht auf der Weltrangliste der unabhängigen anbieter auf Platz 1.
Der konzern beschäftigt in europa und übersee derzeit 3.722 Mitarbeiter in insgesamt 50 operativ tätigen Gesellschaften.
Die nach Umsatz wichtigsten regionen für FUCHS sind Westeuropa, asien und nordamerika.
Seit über 80 Jahren konzentrieren wir all unsere Aktivitäten und unseren Forschergeist auf die Entwicklung innovativer Schmierstoffe. Mit 34 Produktionsstätten sind wir in den Wachstumsländern dieser Welt vor Ort. Diese lokale Nähe zu unseren Kunden und unser einzigartiges Know-how befähigen uns, individuellsten Kundenbedürfnissen mit maßgeschneiderten Schmierstoffen gerecht zu werden. Weltweit. So können wir organisch wachsen und nachhaltigen Mehr-
wert für unsere Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und unsere Gesellschaft schaffen.
FUCHS AUF EINEN BLICK BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN UND
FUC HS PETROLU B KONZERN
| Werte in Mio € | 2011 | 2010 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.668,1 | 1.458,6 | 14,4 |
| Auslandsanteil | 1.231,9 | 1.106,8 | 11,3 |
| in % | 73,9 | 75,9 | |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) | 291,0 | 273,4 | 6,4 |
| in % vom Umsatz | 17,4 | 18,7 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 264,2 | 250,1 | 5,6 |
| in % vom Umsatz | 15,8 | 17,1 | |
| Ergebnis nach Steuern | 183,1 | 171,6 | 6,7 |
| in % vom Umsatz | 11,0 | 11,8 | |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | |||
| (ohne Firmenwerte) | 36,2 | 32,4 | 11,7 |
| in % der planmäßigen Abschreibungen | 136,6 | 161,9 | |
| Eigenkapital | 658,2 | 545,9 | 20,6 |
| in % der Bilanzsumme | 66,5 | 61,0 | |
| Bilanzsumme | 989,6 | 894,2 | 10,7 |
| Anzahl Mitarbeiter zum 31. Dezember | 3.722 | 3.584 | 3,9 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | |||
| Stammaktie | 2,56 | 2,39 | 7,1 |
| Vorzugsaktie | 2,58 | 2,41 | 7,1 |
| Dividendenvorschlag / Dividende (in €) | |||
| je Stammaktie | 0,98 | 0,88 | 11,4 |
| je Vorzugsaktie | 1,00 | 0,90 | 11,1 |
KONZERNSTRUK TU R
An der Spitze des Konzerns steht als konzernleitende Muttergesellschaft die FUCHS PETROLUB AG, die zumeist direkt und zu 100 % Beteiligungen hält.
Zum 31. Dezember 2011 umfasste der Konzern 50 operativ tätige Gesellschaften. In den Konzernabschluss wurden ferner nicht operative Holding-, Verwaltungsund Grundstücksgesellschaften einbezogen, womit sich die Zahl der konsolidierten Gesellschaften auf 54 erhöhte. Von den 50 operativen Gesellschaften übten fünf ihre Geschäftstätigkeit im Inland und 45 im Ausland aus.
Die Organisations- und Berichtsstruktur folgt den geografi schen Regionen: Europa, Asien-Pazifi k, Afrika sowie Nord- und Südamerika.
FUCHS AUF EINEN BLICK BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN UND PRODUK TIONSSTANDORTE
PRODUK TIONSSTANDORTE
KONZERNGESELLSCHAFTEN UND PRODUKTIONSSTANDORTE
| Stand 31. 12. 2011 | Konzerngesellschaften 1 | Produktionsstandorte 2 |
|---|---|---|
| Deutschland | 5 | 6 |
| Andere europäische Länder | 22 | 9 |
| Asien-Pazifi k | 17 | 9 |
| Afrika | 1 | 1 |
| Nordamerika | 3 | 7 |
| Südamerika | 2 | 2 |
| Summe | 50 | 34 |
1 Operative Gesellschaften.
2 Ohne Partnerwerke in Saudi-Arabien und der Schweiz.
| 1 | 2 |
|---|---|
| Managemen t & Aktie |
Kon zernlageber icht |
1.1 Brief an die Aktionäre 06 1.2 Organisation 08 1.3 Bericht des Aufsichtsrats 13 1.4 Corporate Governance Bericht 19 1.5 Übernahmerechtliche Angaben laut § 315 Absatz 4 HGB 32 1.6 FUCHS-Wertpapiere 38
| 2.1 Geschäft und Rahmenbedingungen | 50 | |
|---|---|---|
| 2.2 Ertragslage des Konzerns | 56 | |
| 2.3 Ertragslage der Regionen | 63 | |
| 2.4 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns | 70 | |
| 2.5 Gesamtlage | 80 | |
| 2.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren | 81 | |
| 2.7 Nachtragsbericht | 92 | |
| 2.8 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht | 93 | |
| 2.9 Rechtliche Angaben | 106 | |
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3
Konzernlagebericht finanzbericht Wei tere Informationen
| 3.1 Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG | 110 |
|---|---|
| 3.2 Konzernanhang | 120 |
| 3.3 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers |
190 |
| 3.4 Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG | 192 |
| 3.5 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns |
193 |
Glossar 194 Impressum 196
Umschlag vorne FUCHS auf einen Blick
Beteiligungsgesellschaften und Produktionsstandorte
Umschlag hinten Zehnjahresübersicht Finanzkalender
Management & Aktie
1
| 1.1 | Brief an die Aktionäre | 06 |
|---|---|---|
| 1.2 | Organisation | 08 |
| Organe der Gesellschaft | 08 | |
| Der Vorstand | 10 | |
| Group Management Committee | 12 | |
| 1.3 | Bericht des Aufsichtsrats | 13 |
| 1.4 | Corporate Governance Bericht | 19 |
| Erklärung zur Unternehmensführung | 20 | |
| Grundzüge des Vergütungssystems der FUCHS PETROLUB AG für Organmitglieder |
30 | |
| 1.5 | Übernahmerechtliche Angaben | |
| laut § 315 Absatz 4 HGB | 32 | |
| 1.6 | FUCHS-Wertpapiere | 38 |
BRIEF AN DIE AK TIONÄRE
S e h r g e e h r t e A k t i o n ä r i n n e n u n d A k t i o n ä r e ,
im Jahr 2011 konnte der Konzern Rekordergebnisse ausweisen, und das zum dritten Mal in Folge nach dem krisenbedingten Rückgang im Jahr 2008. Unsere weiter gesteigerte Ertragskraft und unsere grundsolide Bilanz haben Vorstand und Aufsichtsrat veranlasst, Ihnen nach der 60%igen Dividendensteigerung im Vorjahr für 2011 eine weitere Anhebung um 11% vorzuschlagen. Diese dynamische Dividendenentwicklung basiert auf unserer Zuversicht in das weitere profitable Wachstum von FUCHS PETROLUB.
Unsere Investitionen in Wachstum tragen Früchte: Mit knapp 1,7 Mrd.€ Umsatz im Jahr 2011 wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 264 Mio €. Alle Regionen haben zu der insgesamt guten Entwicklung beigetragen. Hervorzuheben sind insbesondere Nordamerika, Australien und unser LUBRITECH-Spezialitätengeschäft. Belastungen ergaben sich aus unseren Joint-Venture-Unternehmen im Mittleren Osten aufgrund von Problemen unserer Partner untereinander.
Der freie Cashflow von 58 Mio € ist nach Berücksichtigung der Finanzierung des kräftigen Umsatzwachstums sowie der im vierten Quartal vorgenommenen Auslagerung der deutschen Pensionsverpflichtungen erneut ein erfreulicher Wert. Die Eigenkapitalquote von 67% und die Nettoliquidität von 65 Mio € geben FUCHS PETROLUB den finanziellen Spielraum für weiteres profitables Wachstum und für eine Fortführung der nachhaltigen und aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik.
Unsere wertorientierte Wachstumsphase geht in ihr drittes Jahr. So haben wir in den letzten beiden Jahren mehr als 230 neue Stellen geschaffen, 80% davon in der Forschung und im Vertrieb. Die laufende Investitionsoffensive in die Bereiche Forschung und Entwicklung, in das Spezialitätengeschäft sowie in die Wachstumsmärkte macht Fortschritte. In Mannheim wird das neue Technologiezentrum in der ersten Hälfte dieses Jahres bezogen. Am neuen Standort unserer weltweit tätigen Spezialitätensparte FUCHS LUBRITECH in Kaiserslautern wurde das Geschäft mit lebensmitteltechnischen Schmierstoffen unter der CASSIDA-Marke erfolgreich integriert und damit die Basis für künftiges Wachstum in einem sich schnell entwickelnden Marktsegment geschaffen. In Russland haben wir mit dem Werksneubau begonnen, und in China sind die Planungen für ein neues großes Werk an unserem zweiten Standort im Nordosten des Landes abgeschlossen, die Bauphase startet im Laufe dieses Jahres. Auch in den USA und Australien haben wir wichtige Investitionen freigegeben. Die Erweiterung unseres Gemeinschaftsunternehmens in der Türkei wird uns in diesem bedeutenden Wachstumsmarkt stärken und voranbringen.
Für das Jahr 2012 planen wir Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis. Dies unterstellt eine positive Entwicklung der Weltwirtschaft trotz der bekannten Schwierigkeiten. Bei einem weiterhin positiven Konjunkturverlauf ist von steigenden Rohstoffkosten auszugehen. Die für die Wachstumsinitiative notwendigen Neueinstellungen und Investitionen werden auch im Jahr 2012 zu weiter steigenden Kosten führen. Wir sehen jedoch deutliches Wachstumspotenzial durch eine Verstärkung im Vertrieb und eine aktive Portfoliosteuerung. Dies wird durch unsere neue Organisationsstruktur mit dem durch je zwei Regionen und Geschäftsbereiche erweiterten operativen Führungsgremium, dem Group Management Committee, unterstützt. Zusätzlich werden wir die sich aus der Konsolidierung der Schmierstoffindustrie ergebenden Chancen prüfen und konsequent nutzen.
Ihnen, den Aktionärinnen und Aktionären der FUCHS PETROLUB AG, danke ich auch im Namen meiner Vorstandskollegen für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen, in sein Management und sein weltweites Team. Unsere Belegschaft rund um den Globus wächst immer mehr zu einer Einheit zusammen und nutzt die Vorteile eines globalen Konzerns. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre persönlichen Beiträge im Jahr 2011, ohne die solche Ergebnisse nicht möglich gewesen wären.
Mannheim, den 21. März 2012
Stefan Fuchs Vorsitzender des Vorstands
Organisation
Organe der Gesellschaft
Au fsi c h tsr at
Siehe Angaben zu den Organen der Gesellschaft Seite 180
Prof. Dr. Jürgen Strube Vorsitzender Mannheim Ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE (bis 11. Mai 2011)
Dr. Jürgen Hambrecht Vorsitzender Neustadt an der Weinstraße Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der BASF SE (seit 11. Mai 2011)
Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs Stellvertretender Vorsitzender Mannheim Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG
Prof. Dr. Bernd Gottschalk Ehemaliger Präsident des Verbands der Automobilindustrie e.V. Esslingen (bis 11. Mai 2011)
Tutzing (seit 11. Mai 2011)
Hannover
Ines Kolmsee Vorsitzende des Vorstands der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG
Horst Münkel* Industriemeister Chemie Mannheim FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
Lars-Eric Reinert* Industriemeister Metall Altenholz FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
Dr. Erhard Schipporeit Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON AG
Aussc h üsse d es Au fsi c h tsr ats
Personalausschuss
Prof. Dr. Jürgen Strube (Vorsitzender bis 11. Mai 2011) Dr. Jürgen Hambrecht (Vorsitzender seit 11. Mai 2011) Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs (Stellv. Vorsitzender) Prof. Dr. Bernd Gottschalk (bis 11. Mai 2011) Ines Kolmsee (seit 11. Mai 2011)
Prüfungsausschuss
Dr. Erhard Schipporeit (Vorsitzender) Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs Prof. Dr. Bernd Gottschalk (bis 11. Mai 2011) Ines Kolmsee (seit 11. Mai 2011)
Nominierungsausschuss
Prof. Dr. Jürgen Strube (Vorsitzender bis 11. Mai 2011) Dr. Jürgen Hambrecht (Vorsitzender seit 11. Mai 2011) Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs (Stellv. Vorsitzender) Prof. Dr. Bernd Gottschalk (bis 11. Mai 2011) Ines Kolmsee (seit 11. Mai 2011) Dr. Erhard Schipporeit
*Arbeitnehmervertreter
1. 2 Managemen t & A k t i e Organ i sat ion 9
Vo rstan d
| Stefan R. Fuchs Hirschberg |
Vorsitzender |
|---|---|
| Dr. Alexander Selent Limburgerhof |
Stellvertretender Vorsitzender |
| Dr. Lutz Lindemann Kerzenheim |
Mitglied |
| Dr. Georg Lingg Mannheim |
Mitglied |
| Dr. Ralph Rheinboldt Heddesheim |
Mitglied |
B e i r at
| Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs | Vorsitzender |
|---|---|
| Mannheim | Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG |
| Jürgen Fitschen Frankfurt |
Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG |
| Dr. Uwe Schroeder-Wildberg Heidelberg |
Vorstandsvorsitzender der MLP AG |
| Roland Schuler München |
Mitglied des Vorstands der BayWa AG |
| Dr. Eckart Sünner Ludwigshafen |
Of Counsel bei Allen & Overy LLP |
Der Vorstand
Dr. Georg Lingg 47 Jahre, 16 Jahre FUCHS
Mitgl ied des Vorstands
Region Asien-Pazifik und Afrika Internationales Bergbau-Geschäft Dr. Lut z Lindemann 51 Jahre, 13 Jahre FUCHS
Mitgl ied des Vorstands
- Technik
- Supply Chain Management
- Region Südamerika
- Internationales OEM-Geschäft
Stefan R . Fuc h s 44 Jahre, 15 Jahre FUCHS
Vorsit zender des Vorstands
- Konzernentwicklung
- Führungskräfte des Konzerns
- Region Nordamerika
- FUCHS LUBRITE CH Gruppe
- Koordination und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Al e x ander Selent 59 Jahre, 13 Jahre FUCHS
Stellv . Vorsit zender des Vorstands
Finanzen, Controlling Recht, Steuern, Personal
- Investor Relations, Compliance
- IT, Interne Revision
Dr. R alph Rheinbold t 44 Jahre, 13 Jahre FUCHS
Mitgl ied des Vorstands Region Europa
Der Vorstand im neuen Technologiezentrum der FUCHS EURO PE SCHMIER STO FFE am Heimatstandort des Konzerns in Mannheim
Group Management Committee
Geschäftsverteilung
siehe Seiten 10 und 11
Stefan R. Fuchs
Dr. Alexander Selent
Dr. Lutz Lindemann
Dr. Ralph Rheinboldt
Dr. Georg Lingg
Bernhard Biehl FUCHS LUBRITECH Gruppe Klaus Hartig Region Ostasien Stefan Knapp Region Deutschland Carsten Meyer Globale OEM-Sparte Steve Puffpaff Region Nordamerika Reiner Schmidt Finanzen und Controlling Alf Untersteller Region Türkei, Mittlerer Osten, Zentralasien,
indischer Subkontinent, Afrika
Bericht des Aufsichtsrats
S e h r g e e h r t e A k t i o n ä r i n n e n u n d A k t i o n ä r e ,
Das Geschäftsjahr 2011 war für den FUCHS PETROLUB Konzern ein erfolgreiches Jahr mit neuen Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis. Der Konzern ist strategisch gut positioniert, finanziell solide ausgestattet und somit in der Lage, sein Schmierstoffgeschäft in attraktiven Geschäftsfeldern und wichtigen Wachstumsmärkten dynamisch auszubauen.
Berichte und Sitzungen
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnungen obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit Sorgfalt wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielten die Aufsichtsratsmitglieder rechtzeitig aussagekräftige Berichte vom Vorstand. Auf der Grundlage dieser Berichterstattung hat sich der Aufsichtsrat eingehend beraten und die Arbeit des Vorstands begleitet und überwacht. Soweit es nach Gesetz und Satzung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung sein Votum zu allen Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands abgegeben.
Es fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt, an denen alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 offen und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammengearbeitet. Auch außerhalb der Sitzungen standen Aufsichtsrat und Vorstand in engem Kontakt, um einen stetigen Informationsfluss und Meinungsaustausch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand zu gewährleisten. Der Vorstandsvorsitzende informierte mich regelmäßig und unverzüglich über alle Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder wurden darüber spätestens bei der folgenden Sitzung umfassend informiert.
Wesentliche Inhalte der Überwachung und Beratung
Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig, zeitnah und umfassend zur Geschäftspolitik, Geschäftsentwicklung, Rentabilität, Liquidität und Risikolage des Unternehmens sowie zu allen relevanten Fragen der strategischen Weiterentwicklung unterrichtet. Vor dem Hintergrund der Euro-Staatsschuldenkrise und der einhergehenden Risiken wurde auf alle damit zusammenhängenden Fragestellungen besonderes Augenmerk gelegt. Weitere wichtige Beratungspunkte waren die Budgetüberwachung, die Konzernstrategie sowie alle wesentlichen Investitions-, Akquisitions- und Beteiligungsprojekte. Außerdem wurde der Rechtsstreit mit unseren Joint-Venture-Partnern im Mittleren Osten erörtert.
In der Bilanzsitzung am 23. März 2011 wurden der Jahres- und Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und der Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Beisein des Wirtschaftsprüfers geprüft, erörtert und verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG am 11. Mai 2011 mit den Beschlussvorschlägen verabschiedet und die Kandidaten zur Neuwahl von zwei Anteilseignervertretern auf Vorschlag des Nominierungsausschusses aufgestellt.
In der Sitzung am 11. Mai 2011, unmittelbar vor der Hauptversammlung, berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns nach Abschluss des ersten Quartals. Unmittelbar nach der Hauptversammlung und der dort erfolgten Neuwahl von zwei Anteilseignervertretern wurden in einer weiteren, kurzen Sitzung des Aufsichtsrats Dr. Jürgen Hambrecht zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und die den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern nachfolgenden Mitglieder der Aufsichtsratsausschüsse gewählt.
Neben dem regelmäßigen Konzernlagebericht mit Informationen zum Halbjahresabschluss 2011 nahm in der Sitzung vom 18. Juli 2011 die Erörterung und Überprüfung der Organisation des FUCHS PETROLUB Konzerns breiten Raum ein. Es wurde beschlossen, das bisherige "Konzernleitungs"- Gremium um vier Personen zu erweitern und in "Group Management Committee" umzubenennen.
In der Sitzung vom 11. Oktober 2011 befasste sich der Aufsichtsrat – neben dem aktuellen Konzernlagebericht des Vorstands – mit den besonderen strategischen Herausforderungen, die der Konzerneinkauf im Hinblick auf das umfangreiche und komplexe Rohstoffportfolio zu bewältigen hat. Darüber hinaus wurde die geplante Auslagerung der Betriebsrenten auf einen externen Versorgungsträger eingehend erörtert.
Siehe Glossar Seite 195
Schwerpunktthema der Sitzung vom 15. Dezember 2011 war das Budget 2012 für Ertrag, Bilanz, Cashflow und Investitionen. Außerdem beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Risikomanagementund Compliance-Bericht sowie der Entsprechenserklärung 2011 zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Schließlich erörterte der Aufsichtsrat einen möglichen Implementierungsplan zur Einführung der Rechtsform SE. Zudem hat der Aufsichtsrat den Leistungsfaktor zur Bestimmung der variablen Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 auf Basis der vorläufig ermittelten Zielerreichung festgelegt, die Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2012 beschlossen und eine Anpassung der Jahresfestvergütung der Vorstände für das Jahr 2012 vorgenommen.
Corporate Governance Bericht und Entsprechenserklärung
Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit der Anwendung und Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Regeln. Auch im Jahr 2011 haben Aufsichtsrat und Vorstand über die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beraten und am 15. Dezember 2011 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Erläuterungen zur Entsprechenserklärung sind dem Corporate Governance Bericht zu entnehmen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 15. Dezember 2011 auch die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit überprüft und sieht keinen wesentlichen Verbesserungsbedarf. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats gehört dem Gremium eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder an. Interessenskonflikte lagen weder bei Aufsichtsrats- noch Vorstandsmitgliedern vor.
Arbeit der Ausschüsse im Aufsichtsrat
Um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse gebildet: den Prüfungs-, Personal- und Nominierungsausschuss. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Darüber hinaus sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen worden, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Die Ausschussvorsitzenden berichten über die Arbeit der Ausschüsse dem Aufsichtsrat jeweils in der anschließenden Sitzung.
Dem Prüfungsausschuss gehören die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Erhard Schipporeit, Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs und Ines Kolmsee an (seit 11. Mai 2011, bis 11. Mai 2011 Prof. Dr. Bernd Gottschalk). Vorsitzender ist Dr. Erhard Schipporeit, der darüber hinaus als "Financial Expert" benannt worden ist. Der Prüfungsausschuss trat im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen. An den
Sitzungen nahmen regelmäßig der Finanzvorstand und die Leiter der Abteilungen Controlling und Rechnungswesen teil. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie mit der Abschlussprüfung. Die Zwischenberichte wurden stets vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss legte zudem die Prüfungsschwerpunkte für das Berichtsjahr fest und erteilte den Prüfungsauftrag an den Wirtschaftsprüfer. Das Gremium setzte sich mit der Wirksamkeit, der Ausstattung und den Feststellungen der internen Konzernrevision auseinander und verabschiedete den Prüfungsplan für das Jahr 2012. Außerdem befasste sich der Ausschuss mit aktuellen Compliance-Themen und dem MDAX Corporate Governance Rating 2011.
Dem Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jürgen Hambrecht als Vorsitzender (seit 11. Mai 2011, bis 11. Mai 2011 Prof. Dr. Jürgen Strube), der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs sowie Ines Kolmsee an (seit 11. Mai 2011, bis 11. Mai 2011 Prof. Dr. Bernd Gottschalk). Der Personalausschuss unterstützt den Aufsichtsrat bei Personalentscheidungen. Es fanden im Berichtsjahr drei Sitzungen statt. Einen breiten Raum der Erörterung nahmen Fragen zur Vielfalt und der angemessenen Beteiligung von Frauen im Unternehmen ein. Des Weiteren erörterte der Ausschuss die konzernweite Personalentwicklung sowie die Weiterentwicklung der Führungsnachwuchskräfte im FUCHS PETROLUB Konzern und bereitete die Entscheidungen zur Vergütung für den Vorstand vor.
Dem Nominierungsausschuss gehören mit Dr. Jürgen Hambrecht als Vorsitzendem (seit 11. Mai 2011, bis 11. Mai 2011 Prof. Dr. Jürgen Strube), Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs, Ines Kolmsee (seit 11. Mai 2011, bis 11. Mai 2011 Prof. Dr. Bernd Gottschalk) und Dr. Erhard Schipporeit ausschließlich die von der Hauptversammlung gewählten Aufsichtsratsmitglieder an. Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor. Im Berichtsjahr ist der Ausschuss nicht zusammengetreten.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2011 der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, erteilt. Die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers wurde abgegeben und erläutert.
Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 und der Lagebericht sowie der auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FUCHS PETROLUB AG wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die bei der Auftragserteilung vom Prüfungsausschuss für den Berichtszeitraum festgelegten Prüfungsschwerpunkte wurden von KPMG vertieft behandelt. Insbesondere bestätigte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand gemäß § 91 Absatz 2 AktG ein angemessenes Risikoüberwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung eingehend geprüft. Die Prüfungsberichte der KPMG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden im Prüfungsausschuss am 16. März 2012 sowie in der Bilanzsitzung am 21. März 2012 umfassend behandelt. An beiden Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen und festgestellt, dass seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt, womit der Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG festgestellt ist. Der Vorstand hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 0,98 € je dividendenberechtigte Stammaktie und von 1,00 € je dividendenberechtigte Vorzugsaktie zu verwenden und den Restbetrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und diesen dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
-
- die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
-
- bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands.
Siehe Glossar Seite 195
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 hatten Prof. Dr. Jürgen Strube und Prof. Dr. Bernd Gottschalk jeweils ihr Amt als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt. An deren Stelle wählte die Hauptversammlung am 11. Mai 2011 als Vertreter der Anteilseigner Dr. Jürgen Hambrecht, früherer Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, sowie Ines Kolmsee, Vorsitzende des Vorstands der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG, in den Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG. Der Aufsichtsrat wählte unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung Dr. Jürgen Hambrecht zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dankte den ausgeschiedenen Mitgliedern Prof. Dr. Jürgen Strube sowie Prof. Dr. Bernd Gottschalk für die gute jahrelange Zusammenarbeit.
Im Vorstand gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen. Der Aufsichtsrat beschloss in seiner Sitzung am 23. März 2011, das Mandat von Herrn Stefan Fuchs als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands um weitere fünf Jahre zu verlängern.
Das Geschäftsjahr 2011 hat der FUCHS PETROLUB Konzern mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Dafür gebührt allen, die daran beteiligt waren, hohe Anerkennung. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens weltweit für ihren großen Einsatz und ihre konstruktiven persönlichen Beiträge zum Erfolg von FUCHS PETROLUB.
Mannheim, den 21. März 2012
Der Aufsichtsrat
Dr. Jürgen Hambrecht Vorsitzender des Aufsichtsrats
Corporate Governance Bericht
Im nachfolgenden Kapitel berichtet der Vorstand – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance bei FUCHS PETROLUB AG. Das Kapitel enthält auch die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB.
Die Corporate Governance bei FUCHS PETROLUB AG orientiert sich maßgeblich an den Vorschriften des Aktiengesetzes und den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Kodex beinhaltet wesentliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften und formuliert national und international anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung.
FUCHS PETROLUB AG versteht Corporate Governance als zentrale Voraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele und zur Steigerung des Unternehmenswerts. Nach unserem Verständnis zählen zu einer guten und verantwortungsbewussten, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle insbesondere
- eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
- die Achtung der Aktionärsinteressen
- eine offene Unternehmenskommunikation
- die Transparenz in der Rechnungslegung
- ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken sowie gesetzlichen und unternehmensinternen Richtlinien
Wir sind überzeugt, dass eine gute und transparente Corporate Governance ein wesentlicher Faktor für den unternehmerischen Erfolg der FUCHS PETROLUB AG ist. Corporate Governance ist daher Teil unseres Selbstverständnisses und ein Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens erfasst. Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Öffentlichkeit bringen uns entsprechend Vertrauen entgegen. Dieses Vertrauen wollen wir dauerhaft bestätigen und die Corporate Governance im Konzern fortlaufend weiterentwickeln.
Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG haben sich auch im vergangenen Geschäftsjahr mehrfach und eingehend mit den Vorgaben des Kodex befasst, insbesondere mit der Beachtung der Vielfalt (Diversity) und der angemessenen Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen. Auf dieser Basis haben Vorstand und Aufsichtsrat zuletzt am 15. Dezember 2011 gemeinsam die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens – zusammen mit den Erklärungen der Vorjahre – zugänglich gemacht.
Siehe Wortlaut der Entspechenserklärung Seite 28
Erklärung zur Unternehmensführung*
Fü h r u n gs - u n d Ko n trollstr u k t u r – A rbe i tsw e ise vo n Vo rstan d u n d Au fsic h tsrat
Die FUCHS PETROLUB AG mit Sitz in Mannheim unterliegt als deutsche Aktiengesellschaft ("AG") insbesondere den Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes, auf dessen Grundlage auch der Deutsche Corporate Governance Kodex entwickelt wurde. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Eine gute Corporate Governance verlangt die fortlaufende Weiterentwicklung dieses dualen Führungssystems unter Einbeziehung sämtlicher Unternehmensbereiche. Ausgangspunkt hierfür bildet die eigenverantwortliche Unternehmensleitung durch den Vorstand, der hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten wird.
Un t e r n e hm e nsle i t u n g d u rc h d e n Vo rstan d
Der Vorstand ist in eigener Verantwortung als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand. Der Geschäftsverteilungsplan regelt die Verteilung der Ressorts auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands. Für bedeutende Geschäftsvorgänge – wie beispielsweise die Festlegung der Jahresplanung oder größere Akquisitionen – beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.
Der Vorstand entscheidet über Grundsatzfragen der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie sowie über die Jahres- und Mehrjahresplanung. Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen, er wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin und achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen. Bei FUCHS PETROLUB sind 20% der Managementpositionen mit Frauen besetzt (Stand: 12 / 2011). Im Vorstand sind Frauen derzeit nicht vertreten. FUCHS PETROLUB strebt eine systematische und gezielte Förderung von talentierten Frauen sowie deren angemessene Berücksichtigung bei der Neubesetzung von Vorstands- und Führungspositionen an.
Der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG bestand im Jahr 2011 aus fünf Personen. Die personelle Zusammensetzung des Vorstands sowie die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands (Organisation der Ressorts, Regionen und Sparten) ist in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 10 und 11 detailliert dargestellt.
* Bestandteil des Lageberichts
Siehe Seiten 10 und 11
Übe rwac h u n g d e r Un t e r n e hm e nsle i t u n g d u rc h d e n Au fsi c h tsr at
Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands, legt die Ressorts der Vorstandsmitglieder fest und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Vorsitzende des Vorstands hält regelmäßigen Kontakt zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Der kontinuierliche und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet eine wichtige Grundlage für den unternehmerischen Erfolg.
Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG setzt sich aus vier Mitgliedern der Anteilseigner, die von der Hauptversammlung gewählt werden, sowie zwei Mitgliedern, die von den Arbeitnehmern gewählt werden, zusammen. Die Amtsperioden sind identisch. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die zwei durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2011 zu wählenden Anteilseignervertreter einzeln gewählt.
Der Aufsichtsrat trifft seine Entscheidungen durch Beschlüsse, die mit einfacher Mehrheit der bei der Abstimmung teilnehmenden Aufsichtsratsmitglieder gefasst werden. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG ist so besetzt, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagenden Kandidatinnen und Kandidaten sollten aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern wie der FUCHS PETROLUB AG wahrzunehmen und das Ansehen des FUCHS PETROLUB Konzerns in der Öffentlichkeit zu wahren. Der Aufsichtsrat achtet bei seiner Zusammensetzung in erster Linie auf die entsprechende Qualifikation und auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Dabei ist "Diversity" als internationale (nicht im Sinne einer bestimmten Staatsbürgerschaft, sondern einer prägenden Herkunft, Erziehung, Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit), geschlechtliche und Alters-Vielfalt zu verstehen. Der Aufsichtsrat hat mit Blick auf Ziffer 5.4.1 des Kodex in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2010 die nachfolgenden Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen:
- Die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen beziehen sich insbesondere auf die Führung eines international tätigen Unternehmens
- Berücksichtigung von besonderem wirtschaftlichen Sachverstand
- Besondere Kenntnis und Erfahrung in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren
- Berücksichtigung von technischem Sachverstand insbesondere im Bereich der (Spezial-) Chemie
- Angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat und Vorstand bei Neubesetzungen
- Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
- Vermeidung von Interessenkonflikten
- Berücksichtigung der (Regel-)Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl
Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG hat diese Zielsetzung für seine Zusammensetzung bereits im Rahmen der Kandidatenauswahl für die im Jahr 2011 erfolgten Neubesetzungen von Aufsichtsratsmandaten beachtet. Der Aufsichtsrat hatte der Hauptversammlung 2011 vorgeschlagen, für die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Jürgen Strube und Prof. Dr. Bernd Gottschalk die Kandidaten Dr. Jürgen Hambrecht und Frau Ines Kolmsee zu wählen. Mit diesem Wahlvorschlag strebte der Aufsichtsrat eine Verjüngung im Interesse der Kontinuität an. Die Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG haben in der Hauptversammlung 2011 beide Kandidaten mit 99,99% der gültigen Stimmen gewählt. Damit entspricht der Aufsichtsrat dem Erfordernis der Vielfalt (Diversity), da ein Frauenanteil von 25% der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat erreicht und dem Kriterium der Internationalität Rechnung getragen wurde.
Mit Herrn Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs ist seit 2004 ein ehemaliges Vorstandsmitglied der FUCHS PETROLUB AG im Aufsichtsrat vertreten. Er ist das einzige Aufsichtsratsmitglied, das eine nennenswerte Beteiligung am Unternehmen hält und das in einer persönlichen Beziehung zur Gesellschaft und deren Vorstand steht. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gilt für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Grundsatz der Unabhängigkeit. Mehrere Mitglieder des Aufsichtsrats sind oder waren in hochrangiger Position bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte der FUCHS PETROLUB AG mit diesen Unternehmen erfolgten zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Diese Transaktionen berühren nach unserer Ansicht nicht die Unabhängigkeit der betroffenen Mitglieder des Aufsichtsrats.
Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die nächste Amtsperiode beginnt nach Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2015.
Aussc h üsse d es Au fsi c h tsr ats
Der Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG hat drei fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsprozesse stimmen mit den Anforderungen des Kodex überein und berücksichtigen die verbindlichen Regelungen des deutschen Aktiengesetzes.
Der Personalausschuss bereitet Beschlüsse des Aufsichtsratsgremiums in Bezug auf Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und der Ausgestaltung von Vorstandsverträgen vor. Dem Personalausschuss gehörten im Berichtsjahr bis zum 11. Mai 2011 Prof. Dr. Jürgen Strube (Ausschussvorsitzender), Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs (stell vertretender Ausschussvorsitzender) sowie Prof. Dr. Bernd Gottschalk an. Seit dem 11. Mai 2011 setzt sich der Personalausschuss aus Dr. Jürgen Hambrecht (Ausschussvorsitzender), Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Frau Ines Kolmsee zusammen.
Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess sowie die Qualität und Unabhängigkeit der Abschlussprüfung zu überwachen, den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer zu erteilen, Prüfungsschwerpunkte zu bestimmen sowie die Honorarvereinbarung zu treffen,
die Wirksamkeit des auf die Rechnungslegung bezogenen internen Kontrollsystems (IKS), des Risikomanagements, der Internen Revision sowie des Compliancemanagements zu überwachen, sowie Sitzungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über diese Fragen vorzubereiten. Dem Prüfungsausschuss gehörten bis zum 11. Mai 2011 Dr. Erhard Schipporeit (Ausschussvorsitzender), Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs sowie Prof. Dr. Bernd Gottschalk an. Seit dem 11. Mai 2011 setzt sich der Prüfungsausschuss aus Dr. Erhard Schipporeit (Ausschussvorsitzender), Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs sowie Frau Ines Kolmsee zusammen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängiger Finanzexperte und verfügt infolge seiner beruflichen Praxis über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.
Der Nominierungsausschuss ist gemäß Corporate Governance Kodex ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Sowohl bis zum 11. Mai 2011 (Prof. Dr. Jürgen Strube, Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs, Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Dr. Erhard Schipporeit) als auch seit dem 11. Mai 2011 (Dr. Jürgen Hambrecht, Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs, Frau Ines Kolmsee, Dr. Erhard Schipporeit) gehörten alle vier Anteilseignervertreter dem Nominierungsausschuss an. Sie beraten über und nominieren mögliche Kandidaten zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Vorsitzender des Nominierungsausschusses ist Dr. Jürgen Hambrecht (bis zum 11. Mai 2011: Prof. Dr. Jürgen Strube) und sein Stellvertreter Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs.
Personal- und Prüfungsausschuss tagen jährlich mehrmals, der Nominierungsausschuss tritt entsprechend seiner Aufgabenzuweisung nur bei Bedarf zusammen. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse.
Die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auch auf Seite 8 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten der Arbeit des Gremiums im Berichtsjahr informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 13 ff.
Die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für Organmitglieder werden in diesem Bericht auf den Seiten 30 und 31 dargestellt. Die Organbezüge der Mitglieder des Vorstands sowie die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 HGB sind im Anhang des Konzerns auf den Seiten 183 und 184 angegeben.
B esi t z vo n A k t i e n d e r Gesellsc haf t vo n Vo rstan ds - u n d Au fsi c h tsr atsm i tgli e d e r n
Stefan Fuchs hielt am 31. Dezember 2011 unmittelbar und mittelbar 3.469.424 Stammaktien. Die übrigen Vorstandsmitglieder hielten am 31. Dezember 2011 zusammen 3.123 Stammaktien und 4.335 Vorzugsaktien.
Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs hielt am 31. Dezember 2011 unmittelbar und mittelbar 3.184.172 Stammaktien. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder hielten am 31. Dezember 2011 zusammen 549 Stammaktien und 3.500 Vorzugsaktien.
Siehe Seite 8 und Bericht des Aufsichtsrats Seite 13
Siehe Seite 30 und Konzernanhang Seiten 183 und 184 Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der FUCHS PETROLUB AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Die der FUCHS PETROLUB AG im Berichtsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.fuchs-oil.de /meldepfl_aktien.html abrufbar.
A k t i o n ä r e u n d Hau p t v e rsammlu n g
Die FUCHS PETROLUB AG hat sowohl Stamm- als auch Vorzugsaktien ausgegeben. Die in der Hauptversammlung vertretenen Stammaktionäre beschließen über alle ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben (z.B. Gewinnverwendung, Satzungsänderungen, Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern, Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, kapitalverändernde Maßnahmen sowie Wahl des Abschlussprüfers). Bei den Abstimmungen gewährt jede Stammaktie eine Stimme. Rund 51,7% der Stammaktien hält die Schutzgemeinschaft Familie Fuchs. Die Vorzugsaktien gewähren nur in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen Stimmrechte, sind aber mit einem Vorzug bei der Verteilung des Bilanzgewinns und einer Mehrdividende (Vorzug) ausgestattet.
Die Inhaber der Stamm- und Vorzugsaktien nehmen ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Jeder Aktionär ist unter Beachtung der satzungsmäßigen und gesetzlichen Voraussetzungen zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht selbst an der Hauptversammlung teilnehmen wollen oder können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht unter entsprechender Vollmachterteilung durch einen Bevollmächtigten, z.B. ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung oder die von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter, ausüben zu lassen.
Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise im Mai statt. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte, Unterlagen und Informationen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle zugänglich zu machende Gegenanträge oder Wahlvorschläge von Aktionären.
Den Vorsitz der Hauptversammlung führt satzungsgemäß der Aufsichtsratsvorsitzende. Er bestimmt die Reihenfolge der Beratungen sowie Art und Form der Abstimmungen. Er kann das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken.
Co r p o r at e Gov e r nan c e Gu i d eli n es
Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / corporate_governance. html
Die Satzung der FUCHS PETROLUB AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, der FUCHS-Verhaltenskodex (Code of Conduct), die Erklärung zur Unternehmensführung sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance wie die Global Diversity Guideline sind im Internet abrufbar unter www.fuchs-oil.de / corporate_governance.html.
Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / meldepfl_aktien.html
Com plian c e
Unter Compliance verstehen wir die Einhaltung von Recht, Gesetz und Satzung, die Einhaltung interner Regelwerke sowie freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen. Als global operierender Schmierstoffkonzern mit Aktivitäten in den unterschiedlichsten Geschäftsfeldern steht die FUCHS PETROLUB AG kontinuierlich im Wettbewerb. Diesem Wettbewerb stellen wir uns ohne jede Einschränkung. Fairer Wettbewerb ist für uns die Grundlage für Integrität und Fortschritt, er eröffnet uns Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten am Markt.
Richtschnur für das Handeln eines jeden Mitarbeiters ist die Beachtung geltenden Rechts. Geschäftsleitung und Mitarbeiter sind ausnahmslos aufgerufen, im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit die jeweils geltenden Gesetze, Richtlinien und sozialen Standards einzuhalten, unabhängig davon, ob es sich um überstaatliche oder lokale Bestimmungen handelt. Ungesetzliches Verhalten birgt die Gefahr eines Imageschadens, schwächt unsere Marktposition und ist geeignet, wirtschaftliche Schäden für unser Unternehmen herbeizuführen.
Die Bereiche Corporate Governance und Compliance sind direkt dem Vorstand zugeordnet. Dazu gehören ein Chief Compliance Officer sowie eine Compliance-Organisation, die zusammen das Compliance-Programm weiterentwickeln, steuern und umsetzen sowie die Mitarbeiter weltweit unterstützen und beraten. Für jede Landeseinheit gibt es einen Compliance-Verantwortlichen, der den lokalen Mitarbeitern auch als Ansprechpartner für Einzelfragen zur Verfügung steht.
Compliance im Sinne von Maßnahmen zur Einhaltung von geltendem Recht sowie der Beachtung interner Richtlinien durch die Konzernunternehmen ist eine zentrale Leitungsaufgabe des Vorstands. Dieser hat seiner Forderung nach redlichem und professionellem Verhalten bereits im Jahr 2004 im Wege des konzernweit geltenden FUCHS-Verhaltenskodex (Code of Conduct) Ausdruck verliehen. Der FUCHS-Verhaltenskodex stellt einen verbindlichen Handlungsrahmen dar, um rechtskonformes und sozialethisches Verhalten zu gewährleisten. Ergänzt wird er durch Informationsund Schulungsmaßnahmen, die konsequente Aufarbeitung und Sanktionierung von Compliance-Verstößen, eine Compliance-Hotline zur Meldung straf- oder kartellrechtlich relevanter Verstöße gegen Gesetze oder Richtlinien, ein regelmäßiges Compliance-Reporting sowie durch Compliancerelevante Prüfungshandlungen der Internen Revision. Für die Compliance-Hotline steht eine externe Rechtsanwaltskanzlei zur Verfügung, deren Mitarbeiter etwaige Hinweise unverzüglich an den Chief Compliance Officer weiterleiten.
Mit einem Compliance-Programm haben wir weitreichende Maßnahmen ergriffen, damit die Korruptions- und Kartellvorschriften sowie die darauf beruhenden Konzernrichtlinien eingehalten werden. Kartellverstöße oder Verstöße gegen die Vorschriften zur Korruptionsbekämpfung werden in keiner Weise geduldet und führen zu Sanktionen gegen die entsprechenden Mitarbeiter. Jeder FUCHS-Mitarbeiter ist aufgefordert, in seinem Verantwortungsbereich aktiv an der Umsetzung des Compliance-Programms mitzuwirken. Das Compliance-System wird bei der FUCHS PETROLUB AG regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
L e i tbi ld f ü r v e r an tw o r t li c h es Han d eln i n d e r Wi r tsc haf t – B e k e n n t n is z u r nac h halt i g e n , e r f olgs - u n d w e r t e o r i e n t i e r t e n Un t e r n e hm e nsf ü h r u n g
Die FUCHS PETROLUB AG beteiligt sich an der Initiative deutscher Wirtschaftsführer, die im November 2010 ein Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft unter der Schirmherrschaft des Wittenberg-Zentrums für globale Ethik vorgestellt haben. Der Vorstand hat sich als Unterzeichner des Leitbilds aus Überzeugung zu einer sowohl erfolgs- als auch werteorientierten Unternehmensführung im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft verpflichtet. Dazu gehören dem Leitbild zufolge fairer Wettbewerb, Sozialpartnerschaft, Leistungsprinzip und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus adressiert das Leitbild explizit in der Öffentlichkeit kritisch diskutierte Punkte wie Gewinne und Moral, Stellenabbau, Managervergütungen oder Regelverletzungen.
Das Leitbild drückt eine gemeinsame Haltung der Führung aus und bietet dadurch eine allgemeine Orientierung für verantwortliches Handeln. Dieses gemeinsame Grundverständnis steht im Einklang mit den bei FUCHS gelebten Werten: Vertrauen, Respekt, Verlässlichkeit und Integrität. Diese Werte gelten als Maßstab interner Zielsetzungen und als Grundlage individuellen Handelns.
Neben der internen Umsetzung der im Leitbild verankerten Prinzipien unterstützt FUCHS PETROLUB AG auch den notwendigen Austausch mit der Öffentlichkeit, um die gemeinsamen Maßstäbe den Führungskräften transparent zu machen und so das Vertrauen in die Wirtschaft zurückzugewinnen.
Mit speziellen Technologien bzw. anwendungsgerechten, emissionsmindernden und umweltverträglichen Schmierstoffprodukten leistet der FUCHS PETROLUB Konzern einen Beitrag zur Ressourcenschonung und damit zur Nachhaltigkeit in ökonomischen und ökologischen Bereichen. In diesem Zusammenhang wurde bei FUCHS zum 1. Januar 2011 auch die Position eines Nachhaltigkeitsbeauftragten (Chief Sustainability Officer) geschaffen, zu dessen Aufgaben insbesondere die Entwicklung eines umfassenden Konzepts zum Nachhaltigkeitsmanagement gehört. FUCHS versteht Nachhaltigkeit als Kernelement einer guten Unternehmensführung, bei der ökonomische, ökologische und soziale Aspekte betrachtet und in Einklang gebracht werden.
A n g em esse n es Ko n t r oll- u n d Risi komanag em e n t
Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher. Das systematische Risikomanagement im Rahmen unserer wertorientierten Unternehmensführung sorgt dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und bewertet sowie Risikopositionen rechtzeitig optimiert werden. Über bestehende Risiken, deren Entwicklung sowie ergriffene Maßnahmen wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems sowie der Überwachung der Abschlussprüfung befasst sich
regelmäßig der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss. Das interne Kontrollsystem, das Risikomanagement- und das interne Revisionssystem werden kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst.
Einzelheiten zum Risikomanagement im FUCHS PETROLUB Konzern sind im Risikobericht (gesondertes Kapitel im Lagebericht) dargestellt. Hierin ist der gemäß § 289 Abs. 5 bzw. § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.
Ho h e Tr anspar e n z d u rc h um fan g r e i c h e In f o rmat i o n
Für die FUCHS PETROLUB AG hat eine regelmäßige, umfassende, einheitliche und unverzügliche Information der Teilnehmer am Kapitalmarkt über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und wesentliche Ereignisse einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung erfolgt mittels Geschäftsbericht, Halbjahresfinanzbericht sowie Quartalsberichten. Dabei werden alle Publikationen im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Darüber hinaus informiert die FUCHS PETROLUB AG im Rahmen von Pressemeldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen sind im Internet (Internetseite: www.fuchs-oil.de) abrufbar. Auf dieser Internetseite ist auch der Finanzkalender einsehbar, der die geplanten Termine der wesentlichen Ereignisse und Veröffentlichungen enthält.
Sofern meldepflichtige Aktiengeschäfte (Directors' Dealings) mitzuteilen sind, sind diese auch auf der Internetseite veröffentlicht.
Die FUCHS PETROLUB AG hat das obligatorische Insiderverzeichnis gemäß § 15 b Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) angelegt und die betroffenen Personen, für die der Zugang zu Insiderinformationen unerlässlich ist, um ihre Aufgaben bei der FUCHS PETROLUB AG wahrnehmen zu können, über ihre gesetzlichen Pflichten sowie die ihnen drohenden Sanktionen informiert.
Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Etwaige Interessenkonflikte sind dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung ist gegebenenfalls die Hauptversammlung zu informieren. Im Berichtsjahr lag kein solcher Interessenkonflikt vor.
Siehe Risikobericht
Seite 93
mobile.fuchs-oil.de
Rec h n u n gsle g u n g u n d Absc h lussp r ü f u n g
Der Konzernabschluss und die Zwischenberichte der FUCHS PETROLUB AG werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der FUCHS PETROLUB AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Nach Erstellung durch den Vorstand wird der Jahres- und Konzernabschluss von dem durch die Hauptversammlung gewählten Wirtschaftsprüfer (2011: KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, Zweigniederlassung Mannheim) geprüft und vom Aufsichtsrat gebilligt und der Jahresabschluss festgestellt. Bei Zwischenberichten sowie dem Halbjahresfinanzbericht erfolgt vor Veröffentlichung eine Durchsprache mit dem Prüfungsausschuss.
Mit dem Abschlussprüfer ist vereinbart, dass er den Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschlussoder Befangenheitsgründe sofort unterrichtet, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll unverzüglich auch über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben.
Wo r tlau t d e r En tsp r ec h e nse r kl ä r u n g vom 15 . De z embe r 2 011
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
FUCHS PETROLUB AG entspricht sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der seit 2. Juli 2010 gültigen Fassung (auch zukünftig) mit folgenden Ausnahmen:
Ziffern 4.2.4 und 4.2.5
Die Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG hat am 11. Mai 2011 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren, d.h. einschließlich des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2015, zu verzichten. Entgegen Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 DCGK wurde und wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder deshalb nicht individualisiert, sondern in einer Summe aufgeteilt nach fixen und variablen Bezügen ausgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass die Details der individualisierten Vergütung der Vorstandsmitglieder keine zentrale Information für die Kapitalmärkte darstellen. Die Angaben zu fixen und variablen Vergütungsanteilen sind hingegen wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine angemessene Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht. Wir sind davon überzeugt, dass die individualisierte Offenlegung der Bezüge dem Schutz der Persönlichkeitsrechte widerspräche.
Ziffer 5.4.6
FUCHS PETROLUB AG hat bislang die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses (Corporate Governance Bericht) aufgeteilt nach festen und variablen Komponenten ausgewiesen und auf eine individualisierte Angabe der Vergütung verzichtet, da diese jeweils aus den Angaben im Corporate Governance Bericht nachvollzogen werden konnte. Zukünftig wird FUCHS PETROLUB AG die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht individualisiert ausweisen.
Mannheim, den 15. Dezember 2011
Dr. Jürgen Hambrecht Stefan R. Fuchs Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Vorstands
Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind im Internet dauerhaft zugänglich unter www.fuchs-oil.de/entsprechenserklaerung.html.
Mannheim, den 21. März 2012
FUCHS PETROLUB AG
Der Vorstand
Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / entsprechenserklaerung. html
Grundzüge des Vergütungssystems der FUCHS PETROLUB AG für Organmitglieder*
V e r g ü t u n g d e r Mi tgli e d e r d es Vo rstan ds
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach folgenden Kriterien:
- Den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds
- Seiner persönlichen Leistung
- Der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens
- Dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Unternehmens
- Der Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung von externen vergleichbaren Daten
- Der Vergütungsstruktur, die in der Gesellschaft gilt
Die erfolgsbezogenen Komponenten der Vergütung orientieren sich am Prinzip der Nachhaltigkeit. Der FUCHS Value Added (FVA) als Indikator einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung basiert sowohl auf dem Jahresergebnis als auch auf dem eingesetzten Kapital, das auf langfristigen Entscheidungen (Investitionen, Forschung und Entwicklung etc.) beruht. Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg als Parameter für die Vergütung war und ist dabei Kern der Führungsphilosophie von FUCHS.
Um bei der Bemessung der variablen Vergütung dem Erfordernis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage noch besser zu genügen, wurde der FVA um einen Leistungsfaktor ergänzt. Die nachhaltige Leistung des Vorstands wird auf der Grundlage von mittel- und langfristiger Zielerreichung ermittelt. Die Ziele sind an den strategischen Leitlinien von FUCHS ausgerichtet und werden für den Gesamtvorstand vereinbart.
Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus der privaten Dienstwagennutzung und aus Versicherungsprämien. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.
Die Pension eines Vorstandsmitglieds bestimmt sich nach einem prozentualen Anteil am durchschnittlichen Festgehalt der letzten drei Jahre, das das Mitglied vor Beendigung seines Anstellungsvertrags erhielt. Dieser prozentuale Anteil wird über die Bestelldauer als Vorstandsmitglied sukzessive erdient. Pensionen werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die die Pensionsgrenze erreicht haben.
* Bestandteil des Lageberichts
Das bestehende Vergütungssystem gilt seit dem 1. Januar 2010. Im Interesse der Akzeptanz haben Vorstand und Aufsichtsrat die Aktionäre bei der Hauptversammlung am 5. Mai 2010 um Billigung des neuen Vorstandsvergütungssystems ersucht. Die Zustimmungsquote dieses konsultativen Hauptversammlungsbeschlusses lag bei 94,87%.
V e r g ü t u n g d e r Mi tgli e d e r d es Au fsi c h tsr ats
Gesetzliche Neuregelungen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass der Aufgabenumfang für Aufsichtsräte deutlich gestiegen ist. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde durch die Hauptversammlung 2011 entsprechend angepasst.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der FUCHS PETROLUB AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält danach für das abgelaufene Jahr neben der Erstattung von Auslagen eine feste Vergütung von 30.000 € sowie eine variable, am Erfolg des Unternehmens orientierte Vergütung in Höhe von 100 € für jede 0,01 €, um die das ausgewiesene durchschnittliche Ergebnis je Aktie 0,50 € übersteigt. Die variable Vergütung darf die feste Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütungen. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Weiterhin erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld von 1.000 € je Aufsichtsratssitzung. Jedes Mitglied der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse erhält pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von 1.000 €. Mitglieder des Aufsichtsrats, die dem Prüfungsausschuss angehören, erhalten eine weitere feste Vergütung von 15.000 €. Mitglieder des Aufsichtsrats, die dem Personalausschuss angehören, erhalten eine weitere feste Vergütung von 5.000 €. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält jeweils das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Beträge.
Übernahmerechtliche Angaben laut § 315 Absat z 4 HGB*
§ 315 Absatz 4 des Handelsgesetzbuchs verlangt zusätzliche Angaben im Lagebericht zu bestimmten Merkmalen der Kapital- und Aktionärsstruktur sowie zu bestimmten Vereinbarungen, die in einer Übernahmesituation von Bedeutung sein könnten.
Zusamm e nse t z u n g d es g e z e i c h n e t e n Kap i tals
Zum 31. Dezember 2011 belief sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft auf 70.980.000 €. Das Grundkapital ist in 35.490.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) ohne Nennbetrag und 35.490.000 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien (Stückaktien) ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit beträgt der Anteil am Grundkapital der Gesellschaft je Aktiengattung 50%. Auf jede Aktie entfällt zum Bilanzstichtag ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 1 €. Die Stammaktien gewähren die laut Aktiengesetz vorgesehenen Rechte. Die Vorzugsaktien gewähren mit Ausnahme des Stimmrechts dieselben Rechte. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
Gemäß der Satzung der Gesellschaft wird der Bilanzgewinn in nachstehender Reihenfolge verwendet:
- a. Zur Nachzahlung etwaiger Rückstände von Gewinnanteilen auf die stimmrechtslosen Vorzugsaktien aus den Vorjahren
- b. Zur Zahlung eines Vorzugsgewinnanteils von 0,05 € je ein Stück Vorzugsaktie ohne Nennbetrag
- c. Zur Zahlung eines ersten Gewinnanteils von 0,03 € je ein Stück Stammaktie ohne Nennbetrag
- d. Zur gleichmäßigen Zahlung weiterer Gewinnanteile auf die Stammaktien und die stimmrechtslosen Vorzugsaktien, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung beschließt
B esc h r ä n k u n g e n , d i e S t imm r ec h t e o d e r d i e Übe r t r ag u n g vo n A k t i e n be t r e f f e n
Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, Mannheim, bildet zusammen mit Mitgliedern der Familie Fuchs die Schutzgemeinschaft Fuchs. Innerhalb der Schutzgemeinschaft Fuchs gibt es Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung von Stimmrechten und der Übertragung von Aktien. Die Stimmrechte aller Mitglieder der Schutzgemeinschaft Fuchs werden einheitlich durch die Geschäftsführung der Schutzgemeinschaft ausgeübt. Bei entgeltlichen und unentgeltlichen Übertragungen von Aktien von Mitgliedern der Familie Fuchs oder auch der RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG an Dritte sind die Aktien zunächst schutzgemeinschaftsintern anzubieten.
Darüber hinaus hat die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG zusammen mit einigen Mitgliedern der Schutzgemeinschaft Fuchs zusätzlich eine Stimmrechts- und Verfügungsvereinbarung abgeschlossen. Danach dürfen Aktien nur an Mitglieder dieser Stimmrechts- und Verfügungsvereinbarung übertragen werden.
B e t e i li g u n g e n am Kap i tal , d i e 10% d e r S t imm r ec h t e ü be rsc h r e i t e n
Es bestehen folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten.
Die Schutzgemeinschaft Fuchs verfügt über die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals. Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG hält 47,16% der Stimmrechte, die natürlichen Personen, die Mitglieder der Familie Fuchs sind, weitere 4,58%. Insgesamt hält die Schutzgemeinschaft Fuchs somit 51,74% der stimmberechtigten Aktien.
A k t i e n m i t S o n d e r r ec h t e n , d i e Ko n t r ollbe f u g n isse v e rle i h e n
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
A r t d e r S t imm r ec h tsko n t r olle , w e n n A rbe i t n e hm e r am Kap i tal be t e i li g t si n d u n d i h r e Ko n t r ollr ec h t e n i c h t u nm i t t elbar ausü be n
Die am Kapital der Gesellschaft beteiligten Arbeitnehmer können ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.
Gese t zli c h e Vo rsc h r i f t e n u n d B est imm u n g e n d e r Sat z u n g ü be r d i e Er n e n n u n g u n d Abbe r u f u n g vo n Vo rstan dsm i tgli e d e r n u n d d i e Än d e r u n g d e r Sat z u n g
Die Satzung der Gesellschaft in der derzeit gültigen Fassung stimmt hinsichtlich der Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und der Satzungsänderungen mit den gesetzlichen Vorschriften gemäß §§ 84, 179 Aktiengesetz überein.
B e f u g n isse d es Vo rstan ds, A k t i e n ausz u g ebe n o d e r z u r ü c k z u k au f e n
Die Satzung der Gesellschaft umfasst ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2014 einmalig oder mehrmals um bis zu 35.490.000 € durch Ausgabe bis zu 35.490.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Es dürfen jeweils Stammund/oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden.
Wese n t li c h e V e r e i nbar u n g e n d e r Gesellsc haf t , d i e u n t e r d e r B e d i n g u n g e i n es Ko n t r ollw ec h sels i n f olg e e i n es Übe r nahm ean g ebo ts st e h e n
Die Gesellschaft hat mit zwei Banken Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels die Kündigung oder Fälligstellung der eingeräumten Kreditlinien bzw. Kredite ermöglichen, sofern unter den veränderten Eigentümer-/Kontrollverhältnissen keine Einigung über die Fortsetzung der Kreditvereinbarung gefunden wird.
En tsc h ä d ig u n gsve r e i nbar u n g e n d e r Gesellsc haf t , d i e f ü r d e n Fall e i n es Übe r nahm ean g ebo ts m i t Vo rstan dsm i tgli e d e r n o d e r A rbe i tn e hm e r n g e tro f f e n si n d
Es gibt bei FUCHS keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.
Innovationen für die Automobilindustrie – reibungsoptimierte Schmierfette für Lenkungen und Bremsanlagen.
haben wir unsere produktionsKapazitäten erweitert, um der steigenden nachfrage nach
der Auto mobilindustrie gerecht zu werden . D amit s
rfetten
Kunden ." amit s rfetten tärken wir unsere Position als Entwicklungspartner bei
haben wir unsere produktionsKapazitäten erweitert, um der steigenden nachfrage nach
Thomas Litters, Leiter der Entwicklung Schmierfette, FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE / FUCHS EUROPE, Mannheim, Deutschland
FUCHS-Wertpapiere
Nach einer Konsolidierungsphase im ersten Halbjahr 2011 erreichten die FUCHS-Aktien zu Beginn des zweiten Halbjahres ihre jeweiligen Kurshöchststände. Im weiteren Verlauf des Jahres verstärkte sich die volatile Kursentwicklung der Stamm- und Vorzugsaktien. Auslöser hierfür waren die Euro-Staatsschuldenkrise und die damit einhergehenden Risiken für Banken und andere Wirtschaftsbereiche.
Ku rse n tw i c klu n g d e r FUCH S - A k t i e n volat i l
Die FUCHS-Stammaktie schloss im XETRA-Handel am 30. Dezember 2011 mit 30,12 € und lag damit um 8,5% unter dem Jahresschlusskurs 2010 (32,90 €). Die Vorzugsaktie verzeichnete mit einem Kurs von 33,82 € ebenfalls einen Rückgang von 8,5% (36,97 €). DAX und MDAX verloren im gleichen Zeitraum 14,7% bzw. 12,1%.
Die Marktkapitalisierung der FUCHS-Aktien belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 2,3 Mrd.€ (2,5).
Kursentwicklung von Stamm- und Vorzugsaktien im Vergleich zu DA X und MDA X (1. 1. 2011 – 31. 12. 2011)
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De u t li c h h ö h e r e B ö rse n umsät z e t r o t z Unsi c h e r h e i t e n au f d em F i nan zmar k t
Die Börsenumsätze der FUCHS-Aktien sind im Jahr 2011 trotz der Unsicherheiten auf dem Finanzmarkt weiter angestiegen. Das gehandelte Volumen stieg um 34,5% von 1.076,7 Mio € im Jahr 2010 auf 1.448,4 Mio € im Jahr 2011. Der durchschnittliche Tagesumsatz der Stammaktie stieg von 875 T€ auf 1.069 T€, die Vorzugsaktie verzeichnete einen Anstieg des Tagesumsatzes von 3.331 T€ auf 4.567 T€ und erreichte damit ein neues Rekordniveau.
Han d elspl ät z e d e r FUCH S - A k t i e n
Die FUCHS-Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börse Stuttgart zum amtlichen Handel zugelassen. Außerdem sind sie in das elektronische Handelssystem XETRA einbezogen.
Zum Jahresende 2011 waren zwei Wertpapiere der FUCHS PETROLUB AG im Umlauf:
| Gattung | WKN | Handelsplatz |
|---|---|---|
| Stammaktie | 579040 | Frankfurt am Main, Stuttgart |
| Vorzugsaktie | 579043 | Frankfurt am Main, Stuttgart |
Vo r z u gsak t i e im MDA X
Die Vorzugsaktien und Stammaktien der FUCHS PETROLUB AG sind seit 1. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse notiert. Die zu 100% im Streubesitz stehenden Vorzugsaktien sind seit Juni 2008 Mitglied im zweitgrößten deutschen Aktienindex, dem MDAX. Im MDAX sind 50 mittelgroße deutsche Unternehmen vorwiegend aus klassischen Branchen gelistet. In der Rangfolge konnte sich die FUCHS-Vorzugsaktie seit Aufnahme in den MDAX bis zum Jahresende 2011 sowohl bei der Marktkapitalisierung als auch beim Handelsumsatz – den beiden wichtigsten Indexkriterien – stetig verbessern.
S tammak t i e im DA X plus Fam i ly 3 0
Der DAXplus Family-Index der Deutschen Börse bildet die Entwicklung von 113 börsennotierten Familienunternehmen ab. Der Index enthält alle deutschen und internationalen Unternehmen aus dem Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Der DAXplus Family 30, in den die FUCHS-Stammaktien seit Index-Gründung im Jahr 2010 aufgenommen wurden, umfasst die 30 größten und liquidesten Familienunternehmen.
Au f nahm e i n d e n STOXX Eu r o p e 6 0 0
Die steigende Bedeutung der FUCHS-Aktien wurde durch die Aufnahme der Vorzugsaktie in den STOXX Europe 600 im September 2011 dokumentiert. Der Index setzt sich aus groß-, mittelund kleinkapitalisierten Gesellschaften aus 18 europäischen Ländern zusammen.
A k t i e nspli t im V e r h ält n is 1 : 3 am 3 0 . J u n i 2 011
Die Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG hatte am 11. Mai 2011 beschlossen, einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3 durchzuführen. Die Umstellung der Börsennotierung erfolgte am 30. Juni 2011. Damit erhielt jeder Stamm- und Vorzugsaktionär anstelle der bisherigen Stückaktien mit einem Nennwert von drei Euro drei Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je einem Euro. Das unveränderte Grundkapital in Höhe von 70.980.000 € wurde eingeteilt in 35.490.000 Stück Stammaktien sowie 35.490.000 Stück Vorzugsaktien mit einem rechnerischen Nennwert von einem Euro je Stamm- bzw. Vorzugsaktie.
S t imm r ec h tsm i t t e i lu n g e n
Erik Leonardo Seyfert hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. März 2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der FUCHS PETROLUB AG am 15. März 2011 infolge seiner Aufnahme in die Schutzgemeinschaft der Familie Fuchs die in § 21 Abs. 1 WpHG genannten Schwellen von 3% bis einschließlich 50% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 51,74% (6.120.808 Stimmrechte) betragen hat. 51,74% der Stimmrechte (das entspricht 6.120.408 Stimmrechten) sind Erik Leonardo Seyfert nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Erik Leonardo Seyfert werden von RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, deren Stimmrechtsanteil an der FUCHS PETROLUB AG 3% oder mehr beträgt, Stimmen zugerechnet.
Die Smallcap World Fund, Inc., Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. November 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der FUCHS PETROLUB AG am 11. November 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,98% (1.058.590 Stimmrechte) betrug.
Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Dezember 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der FUCHS PETROLUB AG am 6. Dezember 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99% (1.064.386 Stimmrechte) betrug. Davon waren ihr 2,99% (1.064.386 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
A k t i o n ä rsst r u k t u r
Der Anteil der stimmberechtigten Stammaktien der Schutzgemeinschaft Familie Fuchs lag zum 31. Dezember 2011 bei 51,7%. Bezogen auf das Gesamtkapital (Stamm- und Vorzugsaktien) beträgt der Streubesitz nahezu 75%. Er verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf institutionelle und private Anleger. Ein nennenswerter Anteil des Gesamtkapitals liegt im Ausland.
Aktionärsauf teilung zum 31. Dezember 2011
Ho h es Researc h -In t e r esse an FUCH S PETROLU B
Die Attraktivität der FUCHS-Aktien hat auch im Jahr 2011 abermals zugenommen, was sich in einem weiter steigenden Interesse von Investoren und in den daraus folgenden lebhaften Research-Aktivitäten von 20 Analysehäusern widerspiegelte: Bankhaus Lampe, Berenberg Bank, Commerzbank, Cheuvreux Crédit Agricole, Deutsche Bank, DZ-Bank, equinet Bank, Goldman Sachs, Hauck & Aufhäuser Institutional Research, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Independent Research, Kepler Capital Markets, LBBW, Metzler Equity Research, Macquarie Securities Europe, Silvia Quandt Research, Steubing AG, UniCredit Research, Warburg Research sowie WestLB.
In t e nsiv e Komm u n i k at i o n m i t d em i n t e r nat i o nale n F i nan z p u bli k um
Dem weiter steigenden Informationsinteresse institutioneller Anleger trugen wir mit der Teilnahme an sieben Investorenkonferenzen in Deutschland sowie mit der Durchführung von 13 Roadshows in Europa und den USA Rechnung. 250 Einzelgespräche wurden mit institutionellen Anlegern und Fondsmanagern im In- und Ausland geführt. Finanzanalysten konnten sich zu den jeweiligen Publikationsterminen in Analystenkonferenzen bzw. Telefonkonferenzen über die aktuelle Unternehmensentwicklung informieren. Darüber hinaus stand das Management institutionellen Anlegern und Analysten in zahlreichen persönlichen Gesprächen zur Verfügung.
Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / analysten.html
Finanzanalysten, die FUCHS im Research führen, konnten sich im Rahmen unserer FUCHS-Analystenkonferenz, die im Jahr 2011 zum zwölften Mal in Folge stattfand, bei einem großen deutschen Getränkehersteller über den Einsatz von anspruchsvollen lebensmittelbedarfsgerechten FUCHS-Spezialschmierstoffen informieren.
Die Finanz- und Wirtschaftspresse wurde in Pressekonferenzen und Telefonkonferenzen sowie mit Pressemitteilungen kontinuierlich informiert. Daneben bestand anhaltend reges Presseinteresse an Interviews mit dem Management.
In der Kommunikation mit privaten Anlegern sind unsere Hauptversammlung in Mannheim mit über 1.500 Aktionären sowie die traditionell einen Tag danach stattfindende Informationsveranstaltung in Zürich mit über 100 Teilnehmern hervorzuheben. Das 6. Mannheimer Kapitalmarktforum, auf dem sich im Zweijahresrhythmus die börsennotierten Unternehmen Mannheims – darunter auch FUCHS PETROLUB – und ein Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar präsentieren, wird in diesem Jahr wieder am 10. September stattfinden.
Aus dem In- und Ausland erreichten uns von Anlegern, Fondsmanagern und Investmentbanken nahezu 7.000 Bestellungen der Druckausgaben des Geschäftsberichts 2010 sowie der Quartalsberichte des Geschäftsjahres 2011.
Schließlich spielte das Internet mit kontinuierlich verbesserten Applikationen im Investor-Relations-Bereich in der Gesamtkommunikation mit über 400.000 Aufrufen der FUCHS-Internetseite im Jahr 2011 eine weiterhin herausragende Rolle.
Ausz e i c h n u n g e n f ü r e r f olg r e i c h e Inv est o r -Relat i o ns - A rbe i t
In zwei US-amerikanischen Geschäftsberichts-Wettbewerben – ARC Award und LACP Vision Award 2011 – hat unser Geschäftsbericht 2010 eine Gold- und Silbermedaille gewonnen. Die Vision Awards des US-amerikanischen Kommunikationsverbands LACP und die ARC Awards der unabhängigen Awardorganisation MerComm sind weltweit die größten Wettbewerbe für Geschäftsberichte und gelten als Auszeichnung in der internationalen Finanzberichterstattung. Insgesamt bewarben sich nahezu 6.000 Geschäftsberichte aus über 25 Ländern in unterschiedlichen Kategorien um die Auszeichnungen. In die Bewertung fließen u. a. die Klarheit der Botschaft, die Vermittlung der Unternehmensphilosophie und die kommunikative Verbindung der Unternehmens- und Finanzdaten ein.
Im Finanz- und Anlegermagazin "Börse Online" erzielten wir beim Preis der "Besten Investor Relations Deutschland – BIRD 2011" in der Kategorie MDAX einen vierten Platz, womit wir uns im Gesamtranking der 160 größten börsennotierten Gesellschaften in Deutschland mit einem achten Platz unter den besten Zehn platzierten. Bewertet werden der direkte Dialog mit Privatanlegern per Telefon, E-Mail, auf der Hauptversammlung und bei anderen Aktionärsveranstaltungen oder im Internet. Die gleichzeitige Information und die Gleichbehandlung mit Analysten und Investoren sind für Privatanleger wichtige Kriterien in der Bewertung der Investor-Relations-Arbeit.
Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de / investor_relations.html
Er g ebn is je A k t i e
Vom Ergebnis nach Steuern von 183,1 Mio € (171,6) entfallen 0,7 Mio € (0,9) auf andere Gesellschafter. Das Ergebnis nach Fremdanteilen beträgt 182,4 Mio € (170,7). Das Ergebnis je Stammaktie beläuft sich damit auf 2,56 € (2,39), das Ergebnis je Vorzugsaktie auf 2,58 € (2,41). Dies entspricht einer Steigerungsrate von rund 7%.
Vo rsc h lag au f Er h ö h u n g d e r Divi d e n d e
Der Hauptversammlung am 9. Mai 2012 wird vorgeschlagen, die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 0,10 € je Aktie auf 0,98 € (0,88) je Stammaktie und auf 1,00 € (0,90) je Vorzugsaktie zu erhöhen. Bei einem Anstieg der Dividendensumme auf 70,3 Mio € (63,2) ergäbe sich eine Erhöhung der Dividende je Stamm- und Vorzugsaktie um 11%.
Ke n n zah le n d e r FUCH S PETROLU B A k t i e n
Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte auf die sich nach dem Aktiensplit vom Juni 2011 ergebenden Werte umgerechnet (Aktiensplit 1:3).
| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| S tä mme | V or z üge |
S tä mme | V or z üge |
|
| Anzahl Stückaktien zu 1€ | 35.490.000 | 35.490.000 | 35.490.000 | 35.490.000 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien | 35.490.000 | 35.490.000 | 35.490.000 | 35.490.000 |
| Dividende (in €) | 0,981 | 1,001 | 0,88 | 0,90 |
| Dividendenrendite (in%) 2 | 3,1 | 2,9 | 3,6 | 3,4 |
| Ergebnis je Aktie (in €) 3 | 2,56 | 2,58 | 2,39 | 2,41 |
| Brutto-Cashflow je Aktie (in €) 4 | 1,93 | 1,93 | 2,44 | 2,44 |
| Buchwert je Aktie (in €) 5 | 9,27 | 9,27 | 7,67 | 7,67 |
| XETRA-Schlusskurs (in €) | 30,12 | 33,82 | 32,90 | 36,97 |
| XETRA-Höchstkurs (in €) | 37,10 | 39,73 | 32,93 | 36,97 |
| XETRA-Tiefstkurs (in €) | 27,80 | 28,72 | 18,85 | 20,10 |
| XETRA-Durchschnittskurs (in €) | 31,91 | 34,20 | 24,73 | 26,38 |
| Durchschnittliche Tagesumsätze (in T€) | ||||
| XETRA und Parkett | 1.069 | 4.567 | 875 | 3.331 |
| Marktkapitalisierung (in Mio €) 6 | 2.269 | 2.480 | ||
| Kurs-Gewinn-Verhältnis 7 | 12,5 | 12,3 | 10,3 | 10,9 |
1 Vorschlag an die Hauptversammlung
2 Quotient aus Dividende und Durchschnittskurs des Geschäftsjahres
3 Quotient aus Ergebnis nach Fremdanteilen und durchschnittlicher Anzahl der Aktien
4 Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der Aktien
5 Quotient aus Aktionärseigenkapital und Anzahl der Aktien
6 Börsenwerte am Jahresende
7 Quotient aus Durchschnittskurs und Ergebnis je Aktie
Siehe Lagebericht Seite 60
Siehe Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns Seite 193
dieaktie.html
Um jährlich 35% hat FUCHS in Russland das Schmierstoffgeschäft in den vergangenen fünf Jahren gesteigert.
kunden wachsen. Deshalb sind wir überall, wo sie Schmierstoffe benötigen.
errichten wir gerade ein neues Werk, das die lokale Verfügbarkeit unserer Produkte
erhöht. Damit tragen wir dem stark
wachsenden Bedarf an Hochleistungs-
schmierstoffen in Russland Rechnung."
errichten wir gerade ein neues Werk, das die lokale Verfügbarkeit unserer Produkte
vor ort
Nikolai Kuznetsov, Geschäftsführer, FUCHS OIL, Moskau, Russland
Ko n z er n l ag eb eri c h t 2
| 2.1 Geschäft und Rahmenbedingungen | 50 |
|---|---|
| Strategische Ziele und Geschäftsmodell | 50 |
| Steuerungssystem | 52 |
| Wirtschaftliche Rahmenbedingungen | 53 |
| 2.2 Ertragslage des Konzerns | 56 |
| Umsatz | 56 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 59 |
| Kennzahlen | 61 |
| 2.3 Ertragslage der Regionen | 63 |
| Europa | 64 |
| Asien-Pazifik, Afrika | 66 |
| Nord- und Südamerika | 68 |
| 2.4 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns | 70 |
| Bilanzstruktur | 70 |
| Investitionen und Geschäftserwerbe | 73 |
| Kapitalflussrechnung | 74 |
| Liquiditätslage, Finanzierungsstruktur | |
| und Dividendenpolitik | 75 |
| 2.5 Gesamtlage | 80 |
| 2.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren | 81 |
| Forschung und Entwicklung | 81 |
| Mitarbeiter | 83 |
| Nachhaltigkeit | 87 |
| 2.7 Nachtragsbericht | 92 |
| 2.8 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht | 93 |
| Chancenbericht | 93 |
| Risikobericht | 94 |
| Prognosebericht | 103 |
| 2.9 Rechtliche Angaben | 106 |
| Abhängigkeitsbericht | 106 |
| Erklärung zur Unternehmensführung | 107 |
| Grundzüge des Vergütungssystems | 107 |
Geschäft und R ahmenbedingungen
Strategische Ziele und Geschäftsmodell
D i e W e lt de r S c hm i e rst o f f e u nd v e rwa ndt e n S p e z i a l i tät e n
FUCHS ist ein in Deutschland ansässiger Konzern mit weltweit insgesamt 50 operativen Gesellschaften und mehr als 3.700 Mitarbeitern.
FUCHS ist fokussiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten. Die Strategie des Konzerns zielt auf die Technologieführerschaft in wichtigen Nischen und hochwertigen Geschäftsfeldern. Im Rahmen dieser Strategie werden maßgeschneiderte Produkte mit einem hohen Kundennutzen entwickelt und gefertigt. Weiterhin zeichnet sich das Geschäftsmodell von FUCHS durch eine umfangreiche Dienstleistungskomponente aus. Mit seiner Nischenstrategie unterscheidet sich FUCHS von den vertikal strukturierten Mineralölfirmen, deren Geschäftsmodell insbesondere auf breite Vertriebskanäle setzt. Gegenüber vielen anderen Schmierstofflieferanten, die ebenfalls unabhängig, also nicht Teil eines vertikal strukturierten Konzerns sind, genießt FUCHS die Vorteile seiner Größe, Internationalität und Ressourcenstärke.
Das Sortiment umfasst rund 10.000 Produkte für alle Lebensbereiche und Industrien. Darunter finden sich Bergbau, Stahlindustrie, Landwirtschaft, Fahrzeugindustrie, Verkehr, Maschinenbau, private Haushalte und vieles mehr. Das breite Produktspektrum deckt den gesamten Schmierstoffbedarf der mehr als 100.000 Kunden ab und ermöglicht die Lieferung und Betreuung aus einer Hand.
Die hohe Innovationskraft ist ein wesentlicher Treiber im Geschäftsmodell. Jeder zehnte Mitarbeiter ist im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. FUCHS betreibt eine anwendungsnahe Entwicklung direkt beim Kunden. Schmierstoffe werden an Kundenprozesse angepasst oder es werden neue Schmierstoffe gleichzeitig mit neuen Maschinen und Aggregaten in Partnerschaft mit dem Kunden entwickelt.
Rund 75% des Umsatzes werden im Direktvertrieb erzielt. Die meist langjährigen Kundenbeziehungen ermöglichen die Unterbreitung spezifisch auf den Kunden zugeschnittener Dienstleistungsangebote. Dabei verfügen die im Vertrieb eingesetzten Fachleute über spezifische Branchenkenntnisse und können schnell und kompetent Lösungen für Detailfragen finden.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Reaktionsgeschwindigkeit auf Marktschwankungen. Hilfreich sind in diesem Zusammenhang die interne Transparenz sowie die geringe Anlagenintensität. Beide erleichtern kurzfristige Kapazitätsanpassungen. Denn angesichts der kurzfristigen und serviceorientierten Belieferung unserer Kunden mit Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten lassen sich
Hinweise für die Absatzentwicklung in der näheren Zukunft nicht aus Auftragsbeständen, sondern eher aus der allgemeinen Wirtschaftslage sowie der Auftragslage in bestimmten Kundenindustrien gewinnen. Allerdings hat die Entwicklung im Jahr 2008 gezeigt, dass selbst damit eine hinreichende Sicherheit über die Absatzentwicklung der kommenden Wochen und Monate nicht erzielt werden kann. Vielmehr sind unvorhergesehene Schwankungen im Markt und im Umfeld immer möglich.
Re g i o n a l e Ma r k t e rsc h l i e S S u n g st e i g e r t In t e r n at i o n a l i tät u nd e r h ö h t so C h a n c e n b zw. r edu z i e r t Risi k e n
Ausgehend von seiner starken europäischen Marktstellung treibt FUCHS die Internationalisierung seines Geschäfts voran. Das breite Produktportfolio ermöglicht die Teilhabe am Wachstumspotenzial in Asien, Afrika, Südamerika und Osteuropa. FUCHS begleitet nicht nur wichtige Kunden in neue Märkte, sondern erschließt sich gleichzeitig mit maßgeschneiderten Lösungen neue lokale Kundengruppen. Darüber hinaus bieten unterschiedliche Konjunkturverläufe in den verschiedenen Regionen sowie in den vielfältigen Abnehmerbranchen Kompensationsmöglichkeiten.
Der Konzern positioniert sich weltweit und strategisch wichtig in den Bereichen Technologiepartnerschaft, Nischenprodukte, Anwendung und Service mittels organischem, aber auch externem Wachstum. Neben 27 operativen Gesellschaften in Europa betreuen fünf Tochtergesellschaften den amerikanischen Kontinent und 18 Tochtergesellschaften sind in der Region Asien-Pazifik, Afrika tätig.
Die Gesellschaften werden überwiegend direkt zu 100% von der FUCHS PETROLUB AG in Mannheim gehalten. Damit sind die Berichtswege kurz und es ist eine effiziente Trennung von operativer Führung und gesellschaftsrechtlicher Betreuung möglich. In der Schweiz, in der Türkei und im Mittleren Osten gibt es Gesellschaften mit je 50%iger Beteiligung, eine Minderheitsbeteiligung gibt es in Saudi-Arabien.
FUCHS bedient seine unterschiedlichsten Abnehmergruppen durch dezentrale Einheiten, die über entsprechende Spezialisten verfügen und in denen Produktion, Einkauf, Verwaltung, Forschung und Entwicklung lokal gebündelt sind. Insofern folgt die Organisations- und damit auch Berichtsstruktur bei FUCHS den drei geografischen Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika.
Steuerungssystem
FUCH S VALUE AD DED a ls z e n t r a l e Fü h r u n gsk e n n z a h l
FUCHS verfolgt eine wertorientierte Wachstumsstrategie mit langfristigen strategischen Zielen. Zentrale Kennzahl ist der FUCHS Value Added (FVA), der einerseits auf den Ertrag und andererseits auf den Kapitaleinsatz abstellt. Den Treibern Umsatz, Roh- bzw. Bruttomarge sowie der Entwicklung der übrigen fixen und variablen Kosten gilt die besondere Aufmerksamkeit des Managements auf der lokalen, regionalen und globalen Ebene. Ein weiterer Fokus liegt auf dem eingesetzten Kapital. Besondere Beachtung finden dabei die Steuerung des Anlagevermögens über Investitionsrechnungen und die Kontrolle der in Form von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebundenen Betriebsmittel.
Folgerichtig sind alle Bonuszahlungen an das lokale, regionale und globale Management auf die FVA-Kennzahl abgestimmt. Nur wenn im betreffenden Geschäftsjahr ein positiver Wertbeitrag erwirtschaftet wurde, entsteht ein Anspruch auf eine Bonuszahlung. Deren Höhe kann abhängig sein von zusätzlichen individuellen Vereinbarungen und von im Verantwortungsbereich liegenden Leistungsfaktoren. Kapitalkostensätze werden unter Berücksichtigung verschiedener Risiken lokal angepasst.
Im Rahmen der operativen Führung der Gesellschaften wird darüber hinaus eine detaillierte Soll-Ist-Abweichungskontrolle des Budgets praktiziert. Im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses werden zunächst Zielvorgaben für Gesellschaften und Regionen hinsichtlich Wachstum, Roh- bzw. Bruttomargen und der Entwicklung der übrigen Sach- und Personalkosten erarbeitet. Ein monatlicher Soll-Ist-Vergleich stellt sicher, dass die Einhaltung der Budgetziele kontinuierlich überprüft wird. Bei Zielverfehlungen werden die Ursachen zeitnah untersucht sowie mögliche Kompensationen geprüft und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen: gesamt und branchenspezifisch
W e lt ko n j u n k t u r sc hwäc h t si c h a b
Nach dem sehr kräftigen Zuwachs von 5,1% im Jahr 2010 ist laut dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) die Weltproduktion im abgelaufenen Jahr nur noch um 3,8% gestiegen. Zur Jahreswende 2011 / 2012 leidet die Weltkonjunktur unter der Staatsschuldenkrise im Euroraum, unter Unsicherheiten über den Zustand des Finanzsektors sowie unter Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der finanzpolitischen Situation in den USA und einer überraschend schwachen Dynamik in den Schwellenländern.
Gr o S S e r e g i o n a l e Wac h st umsu n t e rsc h i ede
China und Indien dürften der IfW-Prognose zufolge, nach Zuwachsraten beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 9,5% bzw. 6,7% im Berichtsjahr, auch 2012 weiterhin die Konjunkturmotoren bleiben. Für China wird ein Wachstum von 8 % vorausgesagt, während sich die BIP-Entwicklung in Indien auf 7% erhöhen soll. Im Euroraum insgesamt nahm die Wirtschaftsleistung im Jahr 2011 nur um 1,5% zu, wobei der Zuwachs in Deutschland im selben Jahr mit 2,9% fast doppelt so hoch war. Im Jahr 2012 wird für die Eurozone ein leichter BIP-Rückgang um 0,1% erwartet, während man in Deutschland noch von einer geringfügigen Erhöhung um 0,5% ausgeht.
S ta h l p r odu k t i o n we ltwe i t de u t l i c h e r h ö h t , j edo c h n u r g e r i n g es Wac h st um i n D e u tsc h l a nd
Die Weltrohstahlproduktion erhöhte sich nach Angaben des Weltstahlverbands (World Steel Association) gegenüber 2010 um 6,8%. Während der Produktionszuwachs in Nordamerika der globalen Wachstumsrate entsprach, verzeichnete die Region Asien ein überdurchschnittliches Produktionsplus von knapp 8%. In Europa erhöhte sich die Rohstahlerzeugung im Jahr 2011 um 4,9%. Vor allem durch eine Eintrübung im vierten Quartal 2011 wuchs die deutsche Produktionsleistung lediglich um 1% gegenüber dem Vorjahr und blieb damit hinter der europäischen Entwicklung zurück. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) erwartet für 2012 in Deutschland eine Stahlproduktion auf dem Niveau von 2011 und geht weltweit von einer Erhöhung um 4% aus.
Masc h i n e n b au g l o b a l m i t zwe ist e l l i g e n Wac h st umsr at e n , i n D e u tsc h l a nd wi rd Vo r k r ise n n i v e au n a h e z u wi ede r e r r e i c h t
Der weltweite Maschinenbau verzeichnete laut IMS Research mit einem Produktionsplus von 10,2% im abgelaufenen Jahr 2011 einen Rekordzuwachs. Dieser globale Trend soll sich nach Angaben der IMS-Analysten noch bis 2014 fortsetzen. Getragen vom Export, der um 16% zugenommen hat, hat der deutsche Maschinenbausektor im Jahr 2011 einen realen Produktionszuwachs von 12% erreicht. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sind die Kapazitäten in Deutschland nach dem absoluten Tief von vor zwei Jahren derzeit mit knapp 90% nahezu voll ausgelastet. Für 2012 ist laut revidierter Prognose des VDMA mit einem stabilen Produktionsvolumen auf dem Niveau des Vorjahres zu rechnen.
Um sat z s truktur des Konzerns nach Branchen (in%)
* Verarbeitendes Gewerbe = Produktionsgüter, Investitionsgüter, Verbrauchsgüter
Au t om o b i l p r odu k t i o n we i t e r au f Wac h st umsk u rs
Die weltweite Automobilproduktion ist nach Angaben von Euler Hermes im Berichtsjahr 2011 um 5% angestiegen. Für das kommende Jahr erwartet die weltweit führende Kreditversicherungsgruppe aufgrund nachlassender Nachfrage in den Entwicklungsländern bestenfalls, dass das Wachstum bei 5% stabil bleibt. Die Pkw-Produktion in Deutschland erreichte im Gesamtjahr 2011 mit einem Zuwachs um 6% auf rund 5,9 Mio Pkw einen neuen Höchststand. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) bleibt der Export mit einer Steigerung um 7% gegenüber Vorjahr die starke Säule der deutschen Automobilproduktion. Der VDA rechnet auch für 2012 mit guten Perspektiven für die deutsche Automobilwirtschaft.
C h em i e i ndust r i e m i t g u t e r K a pa z i tätsausl ast u n g
Nach den kräftigen Rückschlägen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise wuchs die globale Chemieproduktion in den vergangenen beiden Jahren wieder mit hoher Dynamik. Weltweit sind die Kapazitäten zur Jahreswende 2011 / 2012 sehr gut ausgelastet, in einigen Bereichen gibt es sogar Kapazitätsengpässe, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) berichtet. Der weltweite Produktionszuwachs belief sich 2011 laut VCI auf 4,5%. Für 2012 prognostiziert der Verband ein globales Wachstum um 4%.
Auch die europäische Chemieindustrie hat sich rasch von den Folgen der globalen Finanzkrise erholt. Nach einem guten ersten Quartal 2011 ließ die Dynamik allerdings zuletzt deutlich nach, ausgelöst von wieder gut gefüllten Lagern und der Staatsschuldenkrise. Insgesamt ist die europäische Produktion im Jahr 2011 laut dem Branchenverband CEFIC (European Chemical Industry Council) noch um 1,1% gestiegen.
Die chemische Industrie in Deutschland konnte 2011 ein Produktionsplus von 2,2 % verbuchen, während der Jahresumsatz der Branche um 7,7% zulegen konnte. Im Jahr 2012 erwartet der VCI für die deutsche Chemiebranche einen Anstieg um 2% beim Branchenumsatz und 1% beim Produktionswachstum.
S c hm i e rst o f fm a r k t n o c h u n t e r Vo r k r ise n n i v e au
Aufgrund der nachlassenden Konjunktur im zweiten Halbjahr ist die globale Schmierstoffnachfrage im Gesamtjahr 2011 nur um knapp 2% auf 35,1 Mio Tonnen angestiegen. Damit ist das weltweite Mengenniveau noch um rund 1 Mio Tonnen (– 2,5%) unter dem Stand von 2008. Regional erreicht mit Ausnahme von Asien-Pazifik (hier eine Steigerung gegenüber 2008 um rund 5%) keine andere Region im Jahr 2011 ihr jeweiliges Vorkrisen-Marktniveau aus 2008.
Die Entwicklungs- und Schwellenregionen Asien-Pazifik und Lateinamerika zeigten 2011 Bedarfserhöhungen um jeweils 3% gegenüber dem Vorjahr, während die übrigen Regionen eine um rund 1% höhere Nachfrage verzeichneten. In Westeuropa allerdings stagnierte die Schmierstoffnachfrage auf dem Stand von 2010.
China und die USA sind mit ungefähr gleich hohen Volumina weiterhin die beiden größten Schmierstoffländer und machen gemeinsam rund ein Drittel des weltweiten Bedarfs aus. Unter den Top 20 Schmierstoffländern erreichte 2011 mit Ausnahme von China und Indien kein Land das Volumen von 2008. Der Mengenbedarf der beiden vorgenannten Länder ist von 2008 bis 2011 kontinuierlich angestiegen. Den höchsten Verbrauchszuwachs der Top 20 erzielte 2011 die Türkei (+6,7%).
Die deutsche Schmierstoffnachfrage ist laut Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Jahr 2011 um rund 2% wieder leicht über das Niveau von 1 Mio Tonnen angestiegen.
Entwicklung des Welt schmiers toffbedarfs
Regionale Anteile
Gesamt Asien-Pazifik und restliche Welt Nord- und Südamerika Europa
Ertragsl age des Konzerns
Umsatz
Entwicklung des Konzernum sat zes (in Mio €)
| 2011 | 1.668 | ||
|---|---|---|---|
| 2010 | 1.459 | ||
| 2009 | 1.178 | ||
| 2008 | 1.394 | ||
| 2007 | 1.365 |
D e u t l i c h e r Umsat zsp r u n g
Der FUCHS PETROLUB Konzern hat im Jahr 2011 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 209 Mio € bzw. 14,4% auf 1.668 Mio € (1.459) gesteigert. Organisch legte der Umsatz sogar um 243 Mio € bzw. 16,7% zu. Durch die Umstellung auf die Equity-Methode bei der Bilanzierung von Gesellschaften im Mittleren Osten war das externe Wachstum im Saldo mit –25 Mio € negativ (– 1,7%). Wechselkurseffekte hatten mit –9 Mio € (– 0,6%) nur einen geringen Einfluss auf die Umsatzentwicklung.
Das Geschäftsmodell von FUCHS zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass zwischen Auftragseingang und Umsatz in der Regel nur wenige Tage liegen. Insofern berichtet FUCHS allein über die Umsatzentwicklung, Auftragsbestände erlauben keine zuverlässige Beurteilung des zukünftigen Geschäftsverlaufs.
| Umsatzwachstum | 209 | 14,4 |
|---|---|---|
| Effekte aus der Währungskursumrechnung | –9 | –0,6 |
| Externes Wachstum | –25 | –1,7 |
| Organisches Wachstum | 243 | 16,7 |
| achstumsfaktoren | in Mio € | in% |
Siehe Glossar Seite 195
Regionale U msat zent wic klung nac h dem Sit z der Gesellsc haf ten
| Gesamt | 1.668 | 1.459 | 243 | –25 | –9 | 209 | 14,4 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konsolidierung | –54 | –43 | –11 | – | – | –11 | – |
| Nord- und Südamerika | 283 | 245 | 48 | 2 | –12 | 38 | 15,5 |
| Asien-Pazifik, Afrika | 421 | 382 | 69 | –35 | 5 | 39 | 10,2 |
| Europa | 1.018 | 875 | 137 | 8 | –2 | 143 | 16,3 |
| in Mio € | 2011 | 2010 | Organisches Wachstum |
Externes Wachstum |
Wechselkurs effekte |
Gesamt veränderung absolut |
Gesamt veränderung in% |
Zweistellige organisc he Wac hst umsr aten in allen Regionen
In allen drei Weltregionen haben die FUCHS-Gesellschaften im Jahr 2011 deutliche organische Umsatzsteigerungen erzielt. Treiber des organischen Wachstums waren nennenswerte Absatzsteigerungen und rohstoffkostenbedingte Verkaufspreiserhöhungen. Überwogen im ersten Halbjahr noch die Volumensteigerungen, war das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte mehr preisgetrieben. Wechselkurseffekte spielten 2011 kaum eine Rolle, stattdessen führte die Umstellung von quotaler Bilanzierung auf die Equity-Methode bei Gesellschaften im Mittleren Osten zu einem negativen externen Wachstum der Region und des Konzerns.
Unserer Umsatzplanung für 2011 lag die Erwartung einer weniger dynamischen Konjunkturentwicklung zugrunde, als wir sie im ersten Halbjahr 2011 verzeichnen konnten. Ebenso waren in unserer Planung nicht die starken Rohstoffkostenverteuerungen berücksichtigt, die sich bis weit in das dritte Quartal des Jahres hinein auswirkten. Erfreulicherweise gelang es dem Konzern, sowohl an der guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung teilzuhaben, als auch die Rohstoffkostensteigerungen über Verkaufspreiserhöhungen auszugleichen.
Infolge der Umstellung auf die Equity-Methode in der Region Asien-Pazifik, Afrika belief sich der Umsatzanteil dieser Region am Konzernumsatz (nach Sitz der Kunden) im Jahr 2011 auf knapp 26% (28%) und der Anteil Europas erhöhte sich auf 57% (55%). Auf Kunden in Nord- und Südamerika entfielen unverändert rund 17% (17%) des Konzernumsatzes.
Europa ü bersc h reitet Mi lliardensc hwelle beim U msat z
Mit 1.018 Mio € (875) erzielte Europa erstmalig einen Umsatz jenseits der Schwelle von 1 Mrd.€. Der Zuwachs um 16,3% oder 143 Mio € war im Wesentlichen organisch bedingt, der Erwerb des Geschäfts mit lebensmitteltechnischen Schmierstoffen aus 2010 wirkte sich 2011 noch mit einem Prozentpunkt (8 Mio €) positiv aus. Überdurchschnittlich stark wuchsen die Gesellschaften in Deutschland, Belgien und vor allem in Russland sowie der Ukraine.
In der Region Asien-Pazifik, Afrika fiel das organische Umsatzwachstum wieder hoch aus und betrug 69 Mio € oder 18,1%. Hinzu kamen ein kleiner positiver Wechselkurseffekt von 5 Mio € (1,3%) und ein akquisitionsbedingtes Wachstum von 3 Mio €. Die Umstellung von der quotalen Bilanzierung auf die Equity-Methode hatte allerdings einen Umsatzrückgang um 38 Mio € zur Folge. Insgesamt belief sich das regionale Wachstum auf 39 Mio € oder 10,2%. Die Region trug damit 421 Mio € (382) zum Konzernumsatz bei. Neben unseren großen und seit Jahren besonders wachstumsstarken Gesellschaften in China und Australien erzielten insbesondere unsere Einheiten in der Türkei, in Korea und in Indien überdurchschnittliche Zuwachsraten.
Die höchste organische Wachstumsrate erzielte die Region Nord- und Südamerika. Ursächlich waren nicht nur die Dynamik in Südamerika und ein verbessertes konjunkturelles Umfeld in Nordamerika. Vielmehr zeigte in den USA die aktive Bearbeitung neuer Geschäftsfelder, zum Beispiel im Erstausrüstungsgeschäft, gute Erfolge. Das organische Wachstum um 48 Mio € oder 19,5% wurde von leichtem externem Wachstum (2 Mio € oder 0,9%) unterstützt. Hingegen reduzierte der im Gesamtjahr 2011 trotz der Eurostaatsschuldenkrise um rund 5% schwächere US-Dollar das Gesamtwachstum der Region. Alle Wechselkurseffekte in Nord- und Südamerika zusammengenommen beliefen sich auf –12 Mio € oder –5,1%. Insgesamt erzielte die Region Umsatzerlöse von 283 Mio € (245), das sind 38 Mio € oder 15,3% mehr als im Vorjahr.
Um sat z s truktur des Konzerns
Ge r i n g e r Wä h r u n gse i n f l uss
Hatten im Vorjahr Wechselkursveränderungen noch einen merklichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung des Konzerns (66 Mio € oder 5,6%), war der Nettoeffekt im Jahr 2011 gering (9 Mio € oder 0,6%). Spürbare Aufwertungseffekte gingen allein vom australischen Dollar aus, die Aufwertung des Schweizer Franken hatte nur begrenzten Einfluss. Gegenläufig wirkte vor allem die Abwertung des US-Dollars. Daneben dämpften die im Jahresdurchschnitt schwächere Notierung des polnischen Zlotys, des südafrikanischen Rands, der türkischen Lira und der indischen Rupie den Umsatzausweis.
Gewinn- und Verlustrechnung
Alle Ertr agszah len erneut gesteigert
FUCHS PETROLUB hat im Jahr 2011 die Rekordergebnisse des Vorjahres nochmals gesteigert. Sowohl beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wie auch beim Nachsteuerergebnis hat der Konzern die Vorjahreszahlen übertroffen.
Volumen- und insbesondere im zweiten Halbjahr preisbedingt hat der Konzern den Umsatz um 14,4% ausgeweitet. Gleichzeitig wurde der Bruttoertrag um 7,9% auf 611,8 Mio € (567,0) gesteigert. Angesichts der erheblichen Rohstoffkosteninflation stieg der Bruttoertrag nur unterproportional zum Umsatz, mit der Folge einer auf 36,7% (38,9%) rückläufigen Bruttomarge.
Neben den Rohstoffkosten haben sich auch die Vertriebs-, Verwaltungs- sowie Forschungs- und Entwicklungskosten nennenswert erhöht. Der Anstieg ist nicht zuletzt Folge unserer Wachstumsoffensive, die von Sachinvestitionen in Zukunftsmärkten, Personalaufbau im Vertriebsbereich und Verstärkung unserer Forschungs- und Entwicklungskapazitäten gekennzeichnet ist. Geschäftsbedingt nahmen außerdem die Aufwendungen für Frachten und Provisionen zu und bei den Personalkosten war im Jahr 2011 in einer Reihe von Ländern ein nennenswerter Inflationsausgleich erforderlich. Der gesamte Kostenblock erhöhte sich um 8,0% auf 351,2 Mio € (325,3) und macht 21,1% (22,3%) vom Umsatz aus.
Unter Berücksichtigung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses von 0,5 Mio € (0,1) erwirtschaftete der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie vor Beteiligungserträgen von 261,1 Mio € (241,8). Das ist eine Steigerung um 19,3 Mio € bzw. 8,0%. Bezogen auf den Umsatz beläuft sich das EBIT vor Beteiligungserträgen auf 15,7% (16,6%).
Das Betei ligungsergeb nis war 2011 trotz einer erhöhten Anzahl von Gesellschaften, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, rückläufig. Mit 3,1 Mio € (8,3) konnte der Vorjahreswert bei weitem nicht erreicht werden. Zum einen wiederholten sich besonders hohe Umsätze aus dem Jahre 2010 bei unseren Gesellschaften im Mittleren Osten im Jahr 2011 nicht, zum anderen beinhaltet im laufenden Jahr das Beteiligungsergebnis den Aufwand aus der Abwertung einer unsicheren Forderung in Höhe von 7,1 Mio €.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich insgesamt auf 264,2 Mio € (250,1) und übertrifft den bisherigen Rekordwert aus dem Vorjahr um 14,1 Mio € oder 5,6%.
Auch das Finanzergebnis war erneut verbessert. Die gute Liquiditätslage des Konzerns führte zu einem Rückgang des Nettozinsaufwands auf 3,9 Mio € (4,7). Die Ertragsteuern beliefen sich auf 77,2 Mio € (73,8), was einer Steuerquote von 30,0% (31,1%) auf das Ergebnis vor Steuern und vor Beteiligungserträgen entspricht.
Siehe Glossar Seite 194
Siehe Glossar Seite 194
Struktur der Gewinn - und Verlus trechnung
Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns übersteigt den Vorjahreswert um 11,5 Mio € oder 6,7% und stellt mit 183,1 Mio € (171,6) einen neuen Höchstwert dar. Die Nettoumsatzrendite liegt bei 11,0% (11,8%).
Das Ergebnis je Stamm- bzw. Vorzugsaktie hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 7% auf 2,56 € (2,39) bzw. 2,58 € (2,41) erhöht.
In a l l e n Re g i o n e n h ö h e r e Er t r äg e u nse r e r ko nso l idi e r t e n Gese l lsc h a f t e n
Die Ergebnissteigerung im Jahr 2011 wurde von den Regionen Europa sowie Nord- und Südamerika erwirtschaftet. Den absolut und relativ größten Zuwachs erzielte dank einer sehr guten Entwicklung unserer US-amerikanischen Gesellschaft die Region Nord- und Südamerika. Das EBIT der Region stieg um 9,8 Mio € oder 18,4% auf 63,1 Mio € (53,3).
In Europa entwickelte sich insbesondere unser Spezialitätengeschäft weiter erfolgreich, unterstützt durch die Integration des Ende 2010 erworbenen Geschäfts mit lebensmitteltechnischen Schmierstoffen. Die Region steigerte ihr EBIT um 6,7 Mio € oder 5,3% auf 132,0 Mio € (125,3).
Die Region Asien-Pazifik, Afrika zeigt beim EBIT einen Rückgang um 4,2 Mio € oder 5,5% auf 72,7 Mio € (76,9). Der Rückgang betrifft allein die nach der Equity-Methode konsolidierten Gesellschaften, während die 2011 vollkonsolidierten Einheiten ihr Vorjahres-EBIT um 8,2 Mio € oder 13,3% übertroffen haben (Vorjahres-EBIT bereinigt). In der Region war besonders unsere australische Gesellschaft erfolgreich.
Kennzahlen
D i e Ei n f l ussg r ö S S e n des FUCH S VALUE AD DED
FUCHS verwendet seit einer Reihe von Jahren mit dem FUCHS Value Added (FVA) eine einheitliche Kennzahl für Zwecke der wertorientierten Unternehmenssteuerung. In den FVA gehen das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie die Kosten für das durchschnittlich eingesetzte Kapital ein. Nur wenn das erwirtschaftete EBIT über den Kosten des eingesetzten Kapitals liegt, wurde Wert geschaffen.
Das EBIT als Ergebniskennzahl und Steuerungsgröße für das operative Geschäft wird maßgeblich beeinflusst von Absatz bzw. Umsatz, Rohstoffkosten sowie Personal- und Sachaufwand.
Das durchschnittlich eingesetzte Kapital ermittelt FUCHS als Summe aus Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen sowie aus den kumulierten planmäßigen Firmenwertabschreibungen früherer Jahre (bis 2004: 85,2 Mio €). Davon abgezogen werden die liquiden Mittel und der Aktivüberhang aus ausgelagerten Pensionsverbindlichkeiten. Grundlage der Ermittlung des durchschnittlich eingesetzten Kapitals sind die Jahresendbilanzen des Berichts- sowie des Vorjahres und die drei unterjährigen Quartalsbilanzen des Berichtsjahres.
Wesentliche Treiber für die Höhe des eingesetzten Kapitals sind die Sachanlageinvestitionen sowie die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, bestehend aus Vorräten und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Abzug der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Zur Errechnung der Kosten des eingesetzten Kapitals wird ein gewichteter Zinssatz verwendet (WACC), der mit Hilfe des Capital Asset Pricing Models (CAPM) aus den Finanzmarktdaten zum Jahresende abgeleitet wurde. Folgende Größen fließen ein:
Risikoloser Zins
-
- Marktrisikoprämie × Branchenrisiko in Form des Beta-Faktors
- = Eigenkapitalkosten
Risikoloser Zins + Branchentypische Fremdfinanzierungskosten
= Fremdkapitalkosten
Branchenspezifische bzw. Ziel-Finanzierungsstruktur (zu Marktwerten)
Konzerntypische Steuerquote (30%).
FVA au c h 2 011 g est e i g e r t
Für 2011 wurde aus Eigenkapitalkosten von 8,75% nach und 12,5% vor Steuern sowie aus Fremdkapitalkosten von 3,00% nach und 4,30% vor Steuern mit einer Finanzierungsstruktur von 87% Eigenkapital und 13% Fremdkapital ein WACC von 11,5% vor Steuern ermittelt. Der WACC des Jahres 2010 lag ebenfalls bei 11,5%.
| Veränderung | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|
| io € in M |
2011 | 2010 | absolut | relativ in% |
| EBIT | 264,2 | 250,1 | 14,1 | 5,6 |
| Durchschnittlich eingesetztes Kapital | 673,5 | 586,2 | 87,3 | 14,9 |
| Vorsteuer WACC in% | 11,5 | 11,5 | ||
| Kapitalkosten | 77,4 | 67,4 | 10,0 | 14,8 |
| FVA | 186,8 | 182,7 | 4,1 | 2,2 |
Der Konzern hat im Jahr 2011 den FUCHS Value Added um 2,2% gesteigert und so einen erhöhten Wertbeitrag für seine Aktionäre geschaffen.
Wei tere Kennz ahlen
| in% | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsatzrendite (Ergebnis nach Steuern bezogen auf den Umsatz) | 11,0 | 11,8 |
| Gesamtkapitalrendite (ROCE = EBIT bezogen auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital) | 39,2 | 42,7 |
| Eigenkapitalrendite (ROE = Ergebnis nach Steuern bezogen auf das anhand der unterjährigen | ||
| Quartalsbilanzen ermittelte durchschnittliche Eigenkapital) | 31,0 | 36,6 |
Ertragsl age der Regionen
Die Segmentberichterstattung entspricht der konzerninternen Organisations- und Berichtsstruktur nach den geografischen Regionen Europa, Asien-Pazifik, Afrika sowie Nord- und Südamerika.
S c hm i e rst o f fm a r k t de r S c hwe l l e n l ä nde r m i t h ö c h st e n Zuwac h sr at e n
Der Weltschmierstoffverbrauch hat sich 2011 um knapp 2% auf rund 35,1 Mio Tonnen (34,5) erhöht, hat aber das Niveau von 36 Mio Tonnen aus 2008 noch nicht wieder erreicht. In Europa ist der Markt um rund 0,5% gewachsen, in Nord- und Südamerika um rund 1,5% und in Asien-Pazifik, Afrika um etwa 2,5%.
| io € erte in M |
2011 | Anteil in% | 2010 | Anteil in% | Änderung | in% |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Europa | 951 | 57,0 | 796 | 54,6 | 155 | 19,5 |
| Asien-Pazifik, Afrika | 427 | 25,6 | 410 | 28,1 | 17 | 4,1 |
| Nord- und Südamerika | 290 | 17,4 | 252 | 17,3 | 38 | 15,1 |
| Gesamt | 1.668 | 100,0 | 1.458 | 100,0 | 210 | 14,4 |
Um sat z im FU CHS P ETROL U B Konzern gegl iedert nach dem Si t z der Kunden
Europa
| io €) Segmentinformationen (in M |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsätze nach Sitz der Kunden | 950,8 | 796,2 |
| Umsätze nach Sitz der Gesellschaften | 1.018,3 | 874,7 |
| davon mit anderen Segmenten | 51,1 | 41,2 |
| Planmäßige Abschreibungen | 17,8 | 14,5 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0,0 | 0,7 |
| Ergebnisse der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 0,0 | 0,0 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 132,0 | 125,3 |
| Segmentvermögen | 501,0 | 453,9 |
| Segmentschulden | 150,2 | 137,7 |
| Zugänge zu den langfristigen Vermögenswerten | 27,6 | 41,6 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 2.247 | 2.156 |
| Kennzahlen (in%) | ||
| EBIT zu Umsatz | 13,0 | 14,3 |
Die Geschäftsentwicklung unserer europäischen Gesellschaften im Jahr 2011 war gut. Alle Gesellschaften erwirtschafteten Umsatzsteigerungen. Neben materialkostenbedingten Preiserhöhungen erzielten sie fast ausnahmslos ansehnliche Volumenzuwächse. Zusammen brachten es die Gesellschaften der Region auf einen Umsatz von mehr als einer Milliarde € (1.018,3 Mio € nach 874,7 Mio € im Vorjahr).
Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war das Bild weniger einheitlich. Kostensteigerungen bei Material- sowie Personal- und Sachkosten konnten nicht von allen Gesellschaften durch Verkaufspreiserhöhungen vollständig aufgefangen werden. Dennoch wurden vielfach verbesserte operative Ergebnisse erzielt. Insbesondere unsere Spezialitätengesellschaften haben, teilweise durch die Akquisition des Vorjahres verstärkt, deutliche Ergebnissteigerungen erzielt. Insgesamt erhöhte die Region ihren Ergebnisbeitrag zum Konzern-EBIT um 5,3% oder 6,7 Mio € auf 132,0 Mio € (125,3). Bezogen auf den Umsatz ging die EBIT-Marge auf 13,0% (14,3%) zurück.
Die umsatz- und ergebnisstärksten Gesellschaften der Region sind in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Polen und inzwischen auch Russland zu Hause. Die Gesellschaften in diesen acht Ländern erzielten deutlich mehr als 80% des Umsatzes und des Ergebnisses der Region.
Unsere deutschen Gesellschaften sind 2011 etwas stärker als die Region gewachsen. Die gute Automobilkonjunktur und die hohe Auslastung des Maschinenbaus in Deutschland haben dazu ebenso beigetragen wie die kontinuierliche Bearbeitung diverser Projekte in verschiedensten Anwendungsfeldern. Der bereits im Vorjahr beobachtete Margendruck durch gestiegene Rohstoffkosten und erhöhte Personal- und Sachkosten setzte sich fort. Die Gesellschaften erzielten dennoch ansprechende Ergebnisse.
Angesichts der schwachen Binnenkonjunktur in den südeuropäischen Ländern haben sich unsere dortigen Gesellschaften gut behauptet. Die Umsatzzuwächse waren hier zwar unterdurchschnittlich, dennoch wurden insgesamt verbesserte Ergebnisse erzielt.
Das starke Wachstum unserer russischen Gesellschaft setzte sich auch 2011 fort. Die Gesellschaft hat deshalb in der Region Kaluga mit dem Bau eines neuen Werks begonnen, das zu Beginn des Jahres 2013 in Betrieb gehen soll.
Die Akquisition eines Geschäfts mit lebensmitteltechnischen Schmierstoffen im Jahr 2010 hat unser Spezialitätengeschäft erfreulich gestärkt. Die Integration wurde im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen und es wurden die Umsatzziele erreicht.
In den Bau unseres neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums in Mannheim haben wir 2011 erhebliche Mittel investiert. Der Bezug ist für den Beginn des zweiten Quartals 2012 vorgesehen.
| 2011 | 1.018,3 | ||
|---|---|---|---|
| 2010 | 874,7 | ||
| 2009 | 742,5 | ||
| 2008 | 945,0 | ||
| 2007 | 934,1 | ||
Entwicklung des Konzernum sat zes in Europa nach Si t z der Gesellschaf ten (in Mio €)
Asien-Pazifik, Afrika
| io €) Segmentinformationen (in M |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsätze nach Sitz der Kunden | 427,6 | 410,3 |
| Umsätze nach Sitz der Gesellschaften | 420,9 | 382,1 |
| davon mit anderen Segmenten | 0,2 | 0,1 |
| Planmäßige Abschreibungen | 3,8 | 2,9 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0,0 | 0,0 |
| EBIT vor Beteiligungsergebnis | 69,6 | 68,6 |
| Ergebnisse der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 3,1 | 8,3 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 72,7 | 76,9 |
| Segmentvermögen | 225,8 | 203,5 |
| Segmentschulden | 58,8 | 62,4 |
| Zugänge zu den langfristigen Vermögenswerten | 6,0 | 12,0 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 836 | 806 |
| Kennzahlen (in%) | ||
| EBIT zu Umsatz | 16,5 | 18,0 |
Die Gesellschaften der Region Asien-Pazifik, Afrika haben auch im Jahr 2011 wieder ein hohes organisches Wachstum erzielt, das über dem Konzerndurchschnitt lag. Durch die Bilanzierungsumstellung bei Gesellschaften im Mittleren Osten, die seit Beginn 2011 nicht mehr quotal, sondern gemäß der Equity-Methode bilanziert werden, beträgt das insgesamt ausgewiesene Wachstum allerdings nur 10,1%. Neben Volumensteigerungen, die in China und Australien besonders hoch ausfielen, trugen materialkostenbedingte Verkaufspreiserhöhungen zur Umsatzsteigerung bei. Wechselkurseffekte waren im Vergleich zum Vorjahr gering. In Summe haben die Gesellschaften der Region Umsätze von 427,6 Mio € (410,3) erwirtschaftet.
Bereinigt um den Effekt aus der Bilanzierungsumstellung hat die Region ihr Segmentergebnis auch 2011 ausgebaut. Dazu haben insbesondere die australische und die beiden chinesischen Gesellschaften beigetragen. Diese drei Einheiten und unsere südafrikanische Gesellschaft zusammen erwirtschafteten mehr als 80% von Umsatz und Ergebnis der Region. Das EBIT der Region vor Beteiligungsergebnissen stieg auf 69,6 Mio € (68,6), bezogen auf den Umsatz sind das 16,5% (18,0%).
Seite 118
Für alle drei Länder hat das Bergbaugeschäft eine hohe Bedeutung und trägt nennenswert zum Erfolg bei. Zusätzlich verfügen die Gesellschaften in Australien und Südafrika über eine langjährige und breite Verwurzelung im lokalen Markt, die viele Geschäftsmöglichkeiten bietet. In China hat das Automobilgeschäft mit ausländischen und lokalen Produzenten einen hohen Stellenwert, gleichzeitig baut die Gesellschaft ihr Geschäft mit Spezialitäten und Metallbearbeitungsflüssigkeiten kontinuierlich aus. Zur Absicherung des geplanten Wachstums haben wir 2011 in Nordchina ein neues Landnutzungsrecht erworben und werden in Kürze mit dem Bau eines neuen Werks beginnen. Damit werden die Kapazitäten unserer dortigen, inzwischen zu klein gewordenen Produktionsstätte deutlich erhöht.
Der Ergebnisbeitrag der nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften lag 2011 mit 3,1 Mio € (8,3) deutlich unter dem des Vorjahres, obwohl die Zahl der so bilanzierten Gesellschaften zugenommen hat. Sehr hohe Vorjahresumsätze und Erträge ließen sich 2011 weder in Saudi-Arabien noch bei der in den Vereinigten Arabischen Emiraten angesiedelten Vertriebsgesellschaft halten. Darüber hinaus haben Wertberichtigungen im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit das Beteiligungsergebnis deutlich belastet.
| 2011 | 420,9 | |
|---|---|---|
| 2010 | 382,1 | |
| 2009 | 289,8 | |
| 2008 | 274,9 | |
| 2007 | 253,4 |
Entwicklung des Konzernum sat zes in A sien - Pa zi f ik, Afrika nach Si t z der Gesellschaf ten (in Mio €)
Nord- und Südamerika
| io €) Segmentinformationen (in M |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsätze nach Sitz der Kunden | 289,7 | 252,1 |
| Umsätze nach Sitz der Gesellschaften | 282,6 | 245,1 |
| davon mit anderen Segmenten | 2,4 | 2,0 |
| Planmäßige Abschreibungen | 4,4 | 4,6 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0,3 | 0,1 |
| Ergebnisse der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 0,0 | 0,0 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 63,1 | 53,3 |
| Segmentvermögen | 189,8 | 178,2 |
| Segmentschulden | 30,3 | 28,9 |
| Zugänge zu den langfristigen Vermögenswerten | 2,4 | 5,5 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 519 | 498 |
| Kennzahlen (in%) | ||
| EBIT zu Umsatz | 22,3 | 21,8 |
Wie im Vorjahr zeigte die Region Nord- und Südamerika auch im Jahr 2011 die höchste organische Wachstumsrate im Konzern. Wechselkursbedingt verminderten sich die 19,6% in Landeswährung durch Umrechnung in die Konzernwährung auf 14,7%. Der Umsatz der Region belief sich auf 283 Mio € (245).
Positiv wirkte sich die strukturierte und kontinuierliche Bearbeitung des US-amerikanischen Markts aus. Neukunden in den traditionellen Kerngeschäftsfeldern der Gesellschaft sowie der Ausbau des Erstausrüstergeschäfts trugen ebenso zur Umsatzausweitung bei wie die allgemeine Aufhellung der amerikanischen Industriekonjunktur.
Siehe Konzernabschluss Seite 118
In Südamerika war die konjunkturelle Dynamik 2011 verhaltener als in den Vorjahren. Insofern wuchs auch unsere brasilianische Gesellschaft weniger dynamisch. Der Kauf eines Grundstücks für den geplanten Werksneubau hat sich weiter verzögert, so dass sich nicht alle definierten Wachstumsfelder mit der geplanten Schnelligkeit bearbeiten ließen. Dennoch erwirtschaftete die Teilregion ansprechende Margen und trug positiv zur Steigerung des EBIT auf 63,1 Mio € (53,3) bei. Die EBIT-Marge der Region stieg auf 22,3% (21,8%).
Entwicklung des Konzernum sat zes in N ord - und Sü damerika nach Si t z der Gesellschaf ten (in Mio €)
| 282,6 |
|---|
Vermögens- und Finanzl age des Konzerns
Bilanzstruktur
Ho h e Ei g e n k a p i ta l q u o t e
Siehe Glossar Seite 194
Die gute Ertragslage des Jahres 2011 hat sich auch in der Bilanz des FUCHS PETROLUB Konzerns niedergeschlagen. Die Eigenmittel haben sich im Berichtsjahr um 112,3 Mio € bzw. 20,6% auf 658,2 Mio € (545,9) erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt nun 66,5% (61,0%).
Bi l a n zsumm e vo r a l l em umsat z b edi n g t e r h ö h t
Mit der Ausweitung des Geschäfts und den verstärkten Investitionen ist die Bilanzsumme um 10,7% auf 989,6 Mio € (894,2) gestiegen. Insbesondere das Nettoumlaufvermögen hat sich deutlich erhöht. Ein Teil des Vorratsaufbaus ist auf längere Bestandsreichweiten zurückzuführen und wird nur temporärer Natur sein.
Die langfristigen Vermögenswerte repräsentieren mit 388,6 Mio € (358,8) 39,3% (40,1%) der gesamten Aktiva. Größte Position sind die Sachanlagen mit 216,0 Mio € (201,2), gefolgt von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 116,9 Mio € (123,2). Die Zunahme beim Anlagevermögen ist vor allem Folge unserer Wachstumsinitiative, durch die die Sachanlageinvestitionen über den Abschreibungen liegen. Die immateriellen Vermögenswerte sind hingegen rückläufig, da in den Vorjahren erworbene Kundenstämme planmäßig abgeschrieben wurden.
Die kurzfristigen Vermögenswerte repräsentieren mit 601,0 Mio € (534,4) 60,7% (59,9%) der gesamten Aktiva. Die größten Einzelpositionen sind Vorräte mit 230,0 Mio € (187,2) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 251,1 Mio € (221,4), zusammen repräsentieren sie knapp die Hälfte der Bilanzsumme.
Siehe Glossar Seite 195
Bezogen auf den Umsatz hat sich das operative Nettoumlaufvermögen des Konzerns (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen plus Vorräte minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) im Wesentlichen vorratsbedingt auf 21,2% (19,6%) erhöht. Die Vorräte sind überproportional stark gestiegen, teilweise bedingt durch höhere Einstandskosten, lange Lieferwege und höhere Sicherheitsbestände für Kunden. Die Werte wurden mit den annualisierten Umsatzerlösen des vierten Quartals ermittelt.
Zahlungsmittel in Höhe von 81,5 Mio € (92,1) stellen 8,2% (10,3%) der Bilanzsumme dar, die übrigen Forderungen und Steuerforderungen belaufen sich auf 38,4 Mio € (34,7).
Vermögens - und K api tals truktur
2011 2010 2009 2008 2007 990 894 746 704 715 Bilanzsumme in Mio €
Aktiva in Mio €
| 2011 | 86 (9%) | 216 (22%) | 230 (23%) | 251 (25%) | 207 (21%) |
|---|---|---|---|---|---|
| 86 (10%) | 201 (22%) | 187 (21%) | 221 (25%) | 199 (22%) | |
| 2010 | |||||
| 2009 | 83 (11%) | 181 (24%) | 149 (20%) | 172 (23%) | 161 (22%) |
| 2008 | 81 (12%) | 169 (24%) | 192 (27%) | 177 (25%) | 85 (12%) |
| 2007 | 78 (11%) | 149 (21%) | 165 (23%) | 201 (28%) | 122 (17%) |
Geschäfts- und Firmenwerte Sachanlagevermögen Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Anlage- und Umlaufvermögen
| Passiva in M | io € | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 658 (66%) | 16 (2%) | 16 (2%) | 130 (13%) | 170 (17%) |
| 2010 | 546 (61%) | 74 (8%) | 20 (2%) | 114 (13%) | 140 (16%) |
| 2009 | 393 (53%) | 84 (11%) | 58 (8%) | 91 (12%) | 120 (16%) |
| 2008 | 315 (45%) | 71 (10%) | 124 (18%) | 86 (12%) | 108 (15%) |
| 2007 | 326 (46%) | 67 (9%) | 72 (10%) | 115 (16%) | 135 (19%) |
Eigenkapital Pensionsrückstellungen Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
Ei g e n k a p i ta l n o c hm a ls g estä r k t
Das Jahr 2011 stand im Zeichen einer weiteren Stärkung der Passivseite unserer Bilanz. Die Finanzlage des Konzerns wurde damit noch robuster.
Mit einem Eigenkapital von 658,2 Mio € (545,9) und langfristigem Fremdkapital von 45,2 Mio € (99,8), stehen dem Konzern über 70% seiner Finanzmittel langfristig zur Verfügung. Allein das Eigenkapital macht 66,5% (61,0%) der Bilanzsumme aus. Nachdem der Konzern im Vorjahr bereits die Pensionsverbindlichkeiten bei seiner größten englischen Gesellschaft nennenswert reduziert hat, wurden 2011 Pensionsverbindlichkeiten in den USA abgelöst und in Deutschland zum größten Teil auf einen externen Versorgungsträger ausgelagert. Insofern machten die Rückstellungen für Pensionen zum Bilanzstichtag nur noch 15,8 Mio € (74,4) aus. Der Konzern hat durch diese Maßnahmen seine Risiken im nicht-operativen Bereich verringert und weiter an finanzieller Stabilität gewonnen.
Die hohe Eigenmittelquote bietet in den aktuell volatilen Zeiten, die Fremdmittelfinanzierungen deutlich schwieriger machen, eine zusätzliche Sicherheit. Langfristig streben wir einen ausgewogenen Mix von Eigen- und Fremdfinanzierung an. Im Interesse unserer langfristig angelegten Geschäftspolitik, mit der wir Akquisitionschancen wahrnehmen, alle Möglichkeiten für organisches Wachstum ausschöpfen und unsere "progressive" Dividendenpolitik fortsetzen wollen, halten wir es trotz des grundsätzlich angestrebten Finanzierungsmix für zweckmäßig, zeitweise auf Fremdfinanzierungen zu verzichten und sogar liquide Mittel vorzuhalten.
Die derzeitige Finanzierungslage des Konzerns macht ein externes Rating durch eine oder mehrere der einschlägigen Agenturen entbehrlich. Durch die Art der internen Steuerung ("wertorientierte Unternehmensführung") und die interne und externe Transparenz sind wir aber jederzeit in der Lage, uns einem Ratingprozess zu unterziehen, sollte der Kapitalmarkt dies erfordern.
Im Rahmen der Geschäftsausweitung sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 130,1 Mio € (114,5) angestiegen, Steuerverbindlichkeiten belaufen sich auf 31,0 Mio € (27,3) und Rückstellungen und andere kurzfristige Verbindlichkeiten machen 125,1 Mio € (106,7) aus.
S ta r k e r Pa r t n e r f ü r Ku nde n u nd Li e f e r a n t e n
Mit der hohen Eigenmittelquote und der guten Liquiditätsausstattung ist FUCHS nicht nur verlässlicher Lieferant, sondern auch solventer Kunde. Neben die technische Leistungsfähigkeit tritt wirtschaftliche und finanzielle Stabilität.
Investitionen und Geschäftserwerbe
In v est i t i o n e n
Im Jahr 2011 haben wir unsere Aktivitäten zur Steigerung des organischen Wachstums intensiviert. Neben dem Bau neuer Werke in Wachstumsregionen wie Russland und China bzw. der Modernisierung und dem Ausbau bestehender Werke wie z.B. in den USA verbessern wir derzeit unsere Infrastruktur im Bereich Forschung und Entwicklung. Dazu gehört unser bis dato größtes Einzelinvestment in Mannheim mit der Errichtung unseres neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen) sowie in Finanzanlagen erhöhten sich im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um rund 16% auf 37,6 Mio € (32,5).
Der größte Einzelposten entfiel auf das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum, das im ersten Halbjahr 2012 fertiggestellt und bezogen wird. In Russland und in China haben wir 2011 Grundstücke bzw. Grundstücksnutzungsrechte erworben und treiben die Errichtung neuer Werke voran. Die Inbetriebnahme ist für die erste Jahreshälfte 2013 vorgesehen. In den USA haben wir den Startschuss zur Modernisierung und Erweiterung unseres Werks am Standort Chicago gegeben, und in Brasilien laufen die Aktivitäten zum Erwerb eines Grundstücks für den Bau eines neuen Werks auf Hochtouren.
Absc h r e i b u n g e n
Infolge der gestiegenen Investitionen in den letzten Jahren haben sich auch die Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen erhöht. Sie beliefen sich 2011 auf 26,8 Mio € (23,3).
Gesc h ä f tse rwe r b e
Im Berichtsjahr hat FUCHS in Belgien ein kleines Handelsgeschäft mit einem Umsatz von unter 1 Mio € erworben.
Inves ti ti onen und Abschreibungen – Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegens tände (ohne Firmenwerte in Mio € )
Siehe Konzernabschluss Seiten 114 und 115
Investitionen Abschreibungen
Kapitalflussrechnung
Siehe Glossar Seite 194
FUCHS PETROLUB hat 2011 ungeachtet einer deutlichen Umsatzausweitung, die zusätzliches Nettoumlaufvermögen erforderte, einen nennenswerten Cashflow erwirtschaftet. Nach Berücksichtigung erheblicher Abflüsse im Zusammenhang mit der Ablösung bzw. Auslagerung von US-amerikanischen und deutschen Pensionsverbindlichkeiten wurde ein freier Cashflow von 58,2 Mio € erzielt.
Brut to - c ashflow von 137 Mio € erwirtsc haf tet
Obgleich mit 183,1 Mio € (171,6) ein erhöhtes Ergebnis nach Steuern zur Verfügung stand und auch leicht erhöhte Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte von 26,8 Mio € (23,3) zu berücksichtigen waren, verfehlte der Brutto-Cashflow mit 137,0 Mio € (173,4) den Vorjahreswert. Wesentlicher Grund ist die ausgabenwirksame Reduzierung von Pensionsverbindlichkeiten um 65,3 Mio €. Ziel dieser strategischen Entscheidung war die weitere Verringerung des Risikoprofils des Konzerns. So hat sich FUCHS sowohl in Deutschland (55,8 Mio €) als auch in den USA (9,5 Mio €) von langfristigen Pensionsverpflichtungen getrennt, die mit biometrischen und Kapitalanlagerisiken verbunden waren. Insgesamt gehen die langfristigen Rückstellungen und sonstigen langfristigen Vermögenswerte um 70,9 Mio € zurück.
Gestiegener F inanzierungsbedarf du rc h höheres Net touml au f vermögen und höhere Bestandsreic hweiten
Das beträchtliche Umsatzwachstum im Berichtsjahr war mit einer Zunahme des Nettoumlaufvermögens (Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) verbunden. Gleichzeitig erhöhten sich die Bestandsreichweiten bei den Vorräten um rund sechs Tage, so dass in Summe zusätzliche Mittel in Höhe von 60,7 Mio € (47,1) benötigt wurden. Einschließlich der Veränderungen bei den übrigen Aktiva und Passiva belief sich der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit auf 90,1 Mio € (133,2).
Mit tel abf luss aus Investitionstätigkeit gesunken
Die Anstrengungen zur organischen Ausweitung unseres Geschäfts haben wir 2011 verstärkt fortgesetzt. Dementsprechend erhöhten sich die Investitionen in langfristige Vermögenswerte auf 37,6 Mio € (32,5). Dagegen hatten Akquisitionen mit 0,4 Mio € (31,4) im Jahr 2011 keinen nennenswerten Einfluss auf den Cashflow. Stattdessen wirkte sich die Umstellung der Bilanzierung bei Gesellschaften im Mittleren Osten auf die Equity-Methode mit einem Abgang von Finanzmitteln in Höhe von 6,2 Mio € aus. Unter Berücksichtigung der Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte von 3,1 Mio € (1,9) und erhaltener Dividenden von 9,2 Mio € (6,5) machte der gesamte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 31,9 Mio € (55,5) aus.
Ne n n e nswe r t e r f r e i e r C ash f l ow t r o t z Ausl ag e r u n g vo n Pe nsi o nsv e r b i ndl i c h k e i t e n
Als Saldo aus dem Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit und dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit verbleibt ein freier Cashflow von 58,2 Mio € (77,7). Aus diesem Nettomittelzufluss wurden die restlichen Minderheitenanteile bei einer deutschen Gesellschaft für 4,2 Mio € erworben und die Dividenden für das Vorjahr in Höhe von 63,6 Mio € (40,1) zu einem wesentlichen Teil finanziert.
Der Restbetrag für die Finanzierung der Dividendenzahlung 2011 stammte aus dem Finanzmittelfonds des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der Tilgung von Bank- und Leasingverbindlichkeiten um 1,8 Mio € reduzierte sich der Finanzmittelfonds auf 81,5 Mio € (92,1).
Liquiditätslage, Finanzierungsstruktur und Dividendenpolitik
Li q u idi tätse n twi c k l u n g im Li c h t e u nse r e r F i n a n z i e r u n gsst r at e g i e
Die vom Konzern vorgehaltenen liquiden Mittel sichern im derzeitigen volatilen Umfeld seine Flexibilität und Unabhängigkeit. Sie ermöglichten 2011 mit der Auslagerung von Pensionsverbindlichkeiten die Reduzierung nicht-operativer Risiken. Des Weiteren sichern die liquiden Mittel eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die angelegt ist auf stetig wachsende, zumindest aber stabile Ausschüttungen an unsere Aktionäre. Der Konzern bzw. die konzernleitende Holdinggesellschaft verfolgen somit eine "progressive" Dividendenpolitik und wenden keine feste Ausschüttungsquote auf das jeweilige Ergebnis an.
Für FUCHS ist darüber hinaus die Fähigkeit, bei sich eventuell ergebenden Akquisitionsmöglichkeiten sofort handlungsfähig zu sein, ganz besonders wichtig. In einem solchen Fall könnten zusätzlich Fremdfinanzierungsmittel aufgenommen werden. Dem Unternehmen stehen dafür freie Kreditlinien in Höhe von 140 Mio € bei Kreditinstituten zur Verfügung und es ist in der Lage, sich über den Kapitalmarkt zu finanzieren.
Siehe Kapitalflussrechnung Seite 116
Indien ist der drittgrößte Schmierstoff- markt der Welt.
"Indien ist ein gigantischer markt, der uns groSSe
Kersi Hilloo, CEO und Managing Director, FUCHS LUBRICANTS, Mumbai, Indien
bietet. Der wunsch nach
drückt sich in den Zulassungszahlen von PKW, LKW und Motorrädern sowie im Güterverkehr aus.
Wir wachsen mit. Um die Dynamik des indischen Markts zu nutzen, haben wir ein neues Werk in
in der Nähe von Mumbai eröffnet."
drückt sich in den Zulassungszahlen von PKW, LKW und Motorrädern sowie im Güterverkehr aus.
Wir wachsen mit. Um die Dynamik des indischen Markts zu nutzen, haben wir ein neues Werk in
Gesamtl age
Der Vorstand schätzt die aktuelle wirtschaftliche Lage des FUCHS PETROLUB Konzerns positiv ein. Der Konzern verfügt über eine sehr stabile finanzielle Lage, gepaart mit einer großen Ertragskraft und guter Liquidität. Er hat, wie die nachfolgenden Kennzahlen belegen, im Jahr 2011 sein ausgezeichnetes finanzielles und operatives Fundament erneut verbreitert.
Eine Kennzahl für die Messung der Ertragskraft im FUCHS PETROLUB Konzern ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Mit 39,2% (42,7%) erreichte FUCHS 2011 nicht ganz den Rekordwert des Vorjahres, erwirtschaftete dennoch eine deutlich über den gewichteten Kapitalkosten vor Steuern von 11,5% liegende Rendite und steigerte gleichzeitig den ökonomischen Gewinn, ausgedrückt als FUCHS Value Added.
Eine Einschätzung seiner Vermögens- und Finanzlage nimmt der FUCHS PETROLUB Konzern unter anderem anhand der Kenngröße Nettogearing vor. Das Nettogearing als Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel zum Eigenkapital zeigte im Jahr 2011 das dritte Jahr in Folge einen Wert von null. Angesichts seiner nennenswerten liquiden Mittel, die am Bilanzstichtag die Finanzverbindlichkeiten überstiegen, ist der Konzern de facto schuldenfrei.
Der freie Cashflow ermöglicht die Beurteilung der Dividenden- und Schuldentilgungsfähigkeit des Konzerns. Nach Berücksichtigung der Zahlung von 65,3 Mio € für die Reduzierung von Pensionsverbindlichkeiten belief sich der freie Cashflow im Jahr 2011 auf 58,2 Mio € (77,7). Angesichts des starken Umsatzwachstums und der daraus resultierenden Finanzierungserfordernisse von Nettoumlaufvermögen ist das ein respektabler Wert, der es erlaubt, 2012 die Dividende für das Berichtsjahr weitestgehend aus dem Mittelzufluss des Vorjahres zu finanzieren.
Nichtfinanzielle Leistungsindik atoren
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung sind für den FUCHS PETROLUB Konzern wesentlicher Bestandteil des Geschäftserfolgs. Die zunehmende Individualisierung der Schmierstoffanwendungen, aber auch die Globalisierung von Spezifikationen führen zu der Notwendigkeit einer weltweit vernetzten Forschung und Entwicklung, die neue technologische Trends aufgreift und in neue Produkte übersetzt.
Die neu geschaffene Funktion des internationalen Leiters Forschung und Entwicklung gewährleistet die dafür notwendige systematische Zusammenführung und Koordination aller Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Konzerns. Sie ist ein weiterer Baustein in der effizienteren Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Ergänzend haben wir die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in den wesentlichen Schlüsselmärkten personell verstärkt. Im Mittel lag die Zahl der Mitarbeiter im Berichtszeitraum bei 357 (324) Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Das entspricht 10% (9%) der Konzernbelegschaft.
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belaufen sich konzernweit auf 27,5 Mio € (25,1).
Im Berichtszeitraum 2011 haben die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bahnbrechende Neuentwicklungen auf den Markt gebracht. Nachfolgende Beispiele stehen stellvertretend für die in mehr als 400 Projekten entwickelten Produkte:
Mit der Reihe ANTICORIT CPX™ hat FUCHS eine neue Formulierungskategorie für den Langzeitkorrosionsschutz entwickelt. Das neuartige Wachssystem garantiert sowohl bei erhöhter Temperatur als auch bei normaler Umgebungstemperatur eine kontrollierte Ablaufhemmung, ohne die Penetration in Spalten und Flansche zu beeinträchtigen. Das Produkt lässt sich einfach und in verschiedenen Varianten anwenden: mittels einfacher Sprühdosen, Bechersprühpistolen mit Druckluftversorgung, Airless-Anlagen oder Hightech Air-Mix-Systemen.
Weitere Merkmale sind ein Langzeitkorrosionsschutz über zehn Jahre und mehr sowie die leichte Entfernbarkeit des Wachses. Insbesondere Automobilproduzenten, Landmaschinen- und Lkw-Hersteller, Verpackungsunternehmen, Maschinenhersteller und Werkstätten nutzen die CPX™-Technologie und verwenden dabei ANTICORIT CPX 3373 als Basis.
Je nach Kundenwunsch können einzelne Parameter – wie Trocknungszeit, Ablaufneigung, Korrosionsschutzdauer und Filmflexibilität – maßgeschneidert angepasst werden. Die Einsatzmöglichkeiten der CPX™-Technologie, sei es für die Hohlraumkonservierung, die Langzeit-Einlagerung oder den Transportschutz, sind extrem vielfältig.
Mit dem GLEITMO SFL 9025 ist FUCHS die Entwicklung einer Trockenbeschichtung gelungen, die einen Festschmierstoff beinhaltet. Die Anwendung erfolgt auf Getriebeteilen vornehmlich in der automotiven Industrie. Durch die Beschichtung wird ein gesteuerter Einfahrprozess ermöglicht, der in den ersten Betriebsstunden des Getriebes wirkt und zu einer deutlichen Erhöhung der Lebensdauer führt.
Das neuartige Getriebeöl RENOLIN GEAR VCI ist ein leistungsfähiges Industriegetriebeöl, das die Eigenschaften eines Hochleistungsgetriebeöls mit denen eines zuverlässigen Korrosionsschutzes verbindet. Dieses Produkt gewährleistet durch seinen Dampfphasenkorrosionsschutz einen verlässlichen Langzeitschutz. Das Produkt findet gerade in Getrieben Anwendung, die lange Stillstandszeiten haben oder längere Zeit gelagert werden.
Die Luftfahrtindustrie ist eine wachsende Branche mit höchsten Ansprüchen. Insbesondere für Anwendungen in der Bearbeitung von Titan-, Nickel- oder Aluminiumlegierungen hat FUCHS mit dem ECOCOOL PHH AL einen wassermischbaren Kühlschmierstoff auf den Markt gebracht, der neben seiner hohen technischen Leistungsfähigkeit auch auf Borverbindungen und Biozide verzichtet und somit wegweisend für moderne Bearbeitungsflüssigkeiten ist. Das Produkt hat bereits zahlreiche Freigaben bedeutender Zulieferer der Luftfahrtindustrie.
Im Produktbereich der Motorenöle ist FUCHS in enger Zusammenarbeit mit einem führenden deutschen OEM die Entwicklung eines SAE 5W-30 Erstbetriebsmotorenöls für den Einsatz in den neuen Euro VI-Lkw-Motoren gelungen. Dieses TITAN EM 225.18 basiert auf der FUCHS-eigenen zinkfreien low SAPS (Sulfatasche, Phosphor und Schwefel) Technologie, die höchsten Anforderungen an thermische Stabilität, Kälteeigenschaften sowie Verträglichkeit mit Biokraftstoffen genügt. Diese Technologie konnte in diversen Erprobungsfahrten sowie auf dem Prüfstand ihre hervorragenden Verschleißschutzeigenschaften und ein signifikantes Kraftstoff-Einsparpotenzial unter Beweis stellen.
Diese herausragenden Beispiele zeigen, dass systematische Forschung und Entwicklung, wie FUCHS sie betreibt, auch nachhaltigen Erfolg generiert.
Mitarbeiter
Mit erfahrenen und gut ausgebildeten Mitarbeitern stellen wir sicher, dass unsere Kunden mit der richtigen Mischung von Spezialisten und Generalisten betreut werden.
Auch im Jahr 2011 standen wir vor der Herausforderung, unseren Leistungsträgern und Spezialisten im In- und Ausland neue Kollegen zur Seite zu stellen. Mit der Erweiterung unseres Teams um Neueinsteiger, aber auch um erfahrene Fachkräfte, sind wir dieser Aufgabe gerecht geworden.
Neben der Einarbeitung und Qualifizierung der neu hinzugekommenen Kolleginnen und Kollegen wird uns die Entwicklung und Förderung unserer Mitarbeiter auch in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen.
Un t e r n e hm e nsk u lt u r
FUCHS fördert eine Unternehmenskultur, die von Wertschätzung, Vertrauen und respektvollem Umgang miteinander geprägt ist. Die Vielfalt der gesellschaftlichen und kulturellen Einflüsse, denen ein weltweit agierendes Unternehmen ausgesetzt ist, sehen wir als Vorteil, der es uns ermöglicht, stets kundenorientierte Lösungen anzubieten.
Bereits im November 2010 haben FUCHS-Führungskräfte das "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft" unterzeichnet. Die Unterzeichner verpflichten sich zu einer sowohl erfolgsals auch werteorientierten Führung im Sinne der sozialen Marktwirtschaft. Dazu gehören dem Leitbild zufolge fairer Wettbewerb, Sozialpartnerschaft, Leistungsprinzip und Nachhaltigkeit.
Gleichzeitig wurde im Jahr 2011 begonnen, das FUCHS-interne Leitbild zu überarbeiten. In den nächsten Monaten wird mit allen Mitarbeitern weltweit der Dialog zu unseren Werten und Handlungsgrundsätzen geführt werden.
Bei internen und externen Stellenbesetzungen haben wir bereits in der Vergangenheit darauf Wert gelegt, dass qualifizierte Frauen in der Bewerberrunde vertreten waren. Aus diesem Grund werden heute 20% der Managementpositionen im FUCHS PETROLUB Konzern von Frauen wahrgenommen.
Im Jahr 2011 haben die Projekte im Gesundheitsmanagement, in der Weiterbildung oder zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Fahrt aufgenommen. Mit diesen Projekten begegnen wir auch den Folgen des demografischen Wandels.
Ausb i ldu n g
In unseren deutschen Gesellschaften bilden wir in acht verschiedenen kaufmännischen sowie technischen Berufsbildern aus. Zielbewussten und qualifizierten Abiturienten bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit eines dualen Studiums in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), das mit der staatlichen Abschlussbezeichnung "Bachelor" abschließt.
Neben den verschiedenen Ausbildungsrichtungen und DHBW-Studiengängen bietet FUCHS außerdem studienbegleitende Praktika bei unseren Tochtergesellschaften im In- und Ausland an sowie die Möglichkeit der Erarbeitung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Viele unserer heutigen Leistungsträger sind ehemalige Auszubildende, Praktikanten oder Diplomanden. Die Förderung solch potenzieller zukünftiger FUCHS-Mitarbeiter ist für uns eine wichtige Investition in die Zukunft.
Po t e n z i a l e n t wi c k l u n g
Wir fördern Vielfalt durch individuelle Weiterentwicklung im Unternehmen. Gezielte, bedarfsgerechte Personalentwicklung bildet die Basis für die Entwicklung von Potenzialträgern. So kann die Besetzung von Schlüsselpositionen häufig aus eigenen Reihen mit operativ erfahrenen Mitarbeitern erfolgen. Dabei legen wir besonderen Wert auf die gezielte Förderung von talentierten Frauen und stellen deren angemessene Berücksichtigung bei der Besetzung von Führungspositionen sicher.
Durch die unternehmenseigene Bildungseinrichtung FUCHS ACADEMY wird eine kontinuierliche Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sichergestellt. Als weltweites Schulungsinstrument bietet die FUCHS ACADEMY regelmäßig verschiedenste technische Seminare an und versorgt durch Vertriebsschulungen unsere Vertriebsprofis mit fundiertem Hintergrundwissen. Die FUCHS ACADEMY bietet auch die passende Plattform für Nachwuchs- und Potenzialentwicklungsmaßnahmen.
Aufgrund unserer internationalen Organisationsstruktur stellt interkulturelle Kompetenz für unsere Beschäftigten zudem einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Wir fördern diese Kompetenz bereits früh durch Einsätze unserer Auszubildenden und Praktikanten in unseren weltweiten Tochtergesellschaften. Durch Unterstützung von Sprachtrainings wird sichergestellt, dass die Konzernsprache Englisch als Basis für den Know-how-Austausch zur Verfügung steht. Darüber hinaus sorgt FUCHS durch interne Schulungseinsätze für einen optimalen Wissenstransfer von unseren Know-how--Trägern an neue Mitarbeiter. Wann immer notwendig und sinnvoll, organisieren wir sowohl kurzfristige "Trainings-Einsätze" als auch langfristige Entsendungen zu unseren Tochtergesellschaften.
Die im Jahr 2010 begonnene Weiterentwicklung unserer Vertriebsmannschaft in Nordamerika wurde im Jahr 2011 fortgesetzt. Die durchgeführten Schulungen waren erfolgreich und ermöglichen, noch gezielter auf die Bedürfnisse und technischen Fragestellungen unserer Kunden einzugehen.
Ein erfolgreiches Unternehmen muss sich auf ein exzellentes Managementteam und gut ausgebildete Mitarbeiter stützen können. Auf Basis eines globalen Talent-Management-Konzepts werden Talente über alle Tochtergesellschaften hinweg erkannt und gefördert. Im Jahr 2011 wurde dieses Konzept grundlegend überarbeitet und neu gestaltet. Erstmalig werden im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltung im Raum Mannheim Talente aus allen Weltregionen zusammenkommen, um mit Mitgliedern des Vorstands zu diskutieren und Impulse für ihre Entwicklung mitzunehmen.
Eine gute Vorbereitung, Kundenorientierung, soziale Kompetenz, unternehmerisches Denken und Handeln sowie Mitarbeiterorientierung sind entscheidende Voraussetzungen für die Übernahme von Verantwortung in den Gesellschaften der FUCHS-Gruppe.
At t r a k t i v e r Ar b e i tg e b e r
Im Jahr 2011 haben wir an unserem Profil als attraktiver Arbeitgeber intensiv gearbeitet. Die überarbeitete Arbeitgebermarke wird im kommenden Jahr z.B. in Stellenanzeigen und auf Hochschulmessen sichtbar werden. Dadurch wird FUCHS als attraktiver Arbeitgeber bei Schulabgängern und Studenten auch über die Metropolregion Rhein-Neckar hinaus bekannt gemacht. Zudem bieten wir im Rahmen von Schulkooperationen Veranstaltungen zur Berufsinformation im eigenen Haus an, um Schulabgängern die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort ein Bild von unserem Ausbildungsangebot und unseren betrieblichen Abläufen zu machen.
Die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern ist insbesondere in den Wachstumsmärkten wie Brasilien, Russland, Indien und China eine besondere Herausforderung. Dem Bereich Human Resources kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Einem relativ unübersichtlichen und zum Teil knappen Bewerbermarkt in diesen Ländern begegnet FUCHS mit professionellen Auswahlverfahren und attraktiven Angeboten, um die Rekrutierung geeigneter und zugleich qualifizierter Mitarbeiter sicherzustellen. Unser Ziel ist es, die besten Talente im jeweiligen Kompetenzfeld zu finden, für unser Unternehmen und unsere Produkte zu begeistern und im Unternehmen weiterzuentwickeln und zu halten.
Mi ta r b e i t e r z a h l g est i e g e n
Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte der FUCHS PETROLUB Konzern weltweit 3.722 Mitarbeiter (3.584). Die Gesamtbelegschaft ist somit gegenüber dem Vorjahr um 138 Personen oder 3,9% gestiegen. Der größte Aufbau fand dabei in der Region Europa statt. Hier stieg die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr um 88 Mitarbeiter (+3,9%) an. In der Region Asien-Pazifik sind 30 Mitarbeiter (+3,6%), in Nord- und Südamerika 20 Mitarbeiter (+4,0%) mehr beschäftigt als zum 31. Dezember 2010.
2.609 (2.552) Personen oder 70,1 % der Belegschaft waren außerhalb Deutschlands beschäftigt und 1.113 (1.032) innerhalb Deutschlands.
Weltweit sind 36% (36%) der Mitarbeiter im Bereich Technik und Produktion tätig, 38% (39%) in Marketing und Vertrieb. In der Administration waren 16% (16%) und in der Forschung und Entwicklung 10% (9%) der Mitarbeiter tätig.
Nachhaltigkeit
FUCHS PETROLUB versteht Nachhaltigkeit als Kernelement einer guten Unternehmensführung, bei der ökonomische, ökologische und soziale Aspekte betrachtet und in Einklang gebracht werden. FUCHS setzt diese drei wesentlichen Nachhaltigkeitsziele um.
Im ökonomischen Bereich hat sich der Vorstand zu einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts und zur Schaffung von Aktionärswert verpflichtet. Im Sinne dieser Zielsetzung verwendet der Konzern eine Kennzahl zur internen Steuerung, die den ökonomischen Gewinn als ganzheitlichen Ansatz verwendet. Diese Kennzahl ist gleichzeitig Basis für die variable Vergütung auf allen Managementebenen und in vielen anderen Bereichen des Konzerns.
Im ökologischen Bereich entwickelt FUCHS PETROLUB spezielle Technologien bzw. anwendungsgerechte, emissionsmindernde und umweltverträgliche Schmierstoffe. Daneben ist FUCHS einer umweltschonenden Produktionsweise verpflichtet und arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner Prozesse auch mit dem Ziel einer größeren Umweltverträglichkeit. Hierdurch leistet FUCHS einen Beitrag zur Reduzierung des Energieeinsatzes, zur Ressourcenschonung, zum Verschleißschutz und damit zur Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne. Wir wollen mit weniger Ressourcen mehr Wert schaffen.
Im internen sozialen Bereich stellt FUCHS PETROLUB mit erfahrenen und gut ausgebildeten Mitarbeitern sicher, dass nicht nur die Kernfunktionen mit der Vielfalt und richtigen Mischung von Spezialisten und Generalisten besetzt sind. Ziel ist sowohl die Ausbildung von jungen Menschen wie auch die Entwicklung und Förderung talentierter Potenzialträger im Sinne einer nachhaltigen Nachfolgeplanung. Wo immer möglich, besetzt FUCHS frei werdende Stellen mit erfahrenen Mitarbeitern aus den eigenen Reihen.
Im externen sozialen Bereich ist FUCHS davon überzeugt, dass jedes Unternehmen nicht nur zu unternehmerischem Erfolg verpflichtet ist, sondern in gleichem Maße eine gesellschaftliche Verantwortung trägt. FUCHS PETROLUB unterstützt daher an den verschiedenen Unternehmensstandorten das soziale und ehrenamtliche Engagement und fördert national wie international wissenschaftliche, soziale und kulturelle Projekte.
Zum 1. Januar des Berichtsjahres wurde bei FUCHS die Position des Nachhaltigkeitsbeauftragten (Chief Sustainability Officer) geschaffen, zu dessen Aufgaben die Standardisierung, Optimierung und Weiterentwicklung der vorhandenen Prozesse im Sinne einer nachhaltigen Unternehmenssteuerung gehören. Dies beinhaltet u. a. auch die Etablierung von nichtfinanziellen Nachhaltigkeitsindikatoren, die wir momentan für den ökologischen, ökonomischen und sozialen Bereich erstmalig bei unseren Gesellschaften erheben, analysieren und konsolidieren. Wir streben an, diese ab 2012 kontinuierlich zu messen und einmal im Jahr zu veröffentlichen.
Um über 100% hat sich der Um- satz von FUCHS CHINA seit dem Jahr 2005 erhöht.
Cathy Wu, Chief Operation Officer, FUCHS LUBRICANTS, Schanghai, China
Nachtr agsbericht
Siehe Glossar Seite 195
Unser türkisches Gemeinschaftsunternehmen OPET-FUCHS hat zu Jahresbeginn 2012 das Geschäft mit automotiven Schmierstoffen von unserem Joint-Venture-Partner OPET erworben.
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage des FUCHS PETROLUB Konzerns haben, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
Die nachhaltige Bestandssicherung sowie Steigerung des Unternehmenswerts des FUCHS PETROLUB Konzerns erfordert eine Risiko- und Chancenpolitik, welche erfolgreich Chancen erkennt, damit verbundene Risiken identifiziert und angemessen bewertet. Die mit der Geschäftstätigkeit des Konzerns verbundenen Chancen resultieren aus dem guten konjunkturellen Umfeld einzelner Weltregionen der Gesamtwirtschaft, der breiten Palette unseres Produktportfolios, Kooperationen mit lokalen und internationalen Kunden sowie der globalen Aufstellung. Dadurch werden die Erschließung vieler Branchen und Nischen sowie eine stabile und stetige Unternehmensentwicklung möglich.
Chancenbericht
C h a n c e nm a n ag em e n tsyst em des Ko n z e r ns
Die strategische Planung, Budgetierung sowie permanente Kontrolle der Zielerreichung basieren auf einer intensiven Kommunikation zwischen dem Vorstand, dem Group Management Committee (GMC), Zentralfunktionen sowie den Einzelgesellschaften und sind darauf ausgerichtet, eine Identifikation, Definition, Quantifizierung und Nachverfolgung von Zielen systematisch zu gewährleisten. Bestandteil dieser Prozesse ist ein aktives und permanentes Chancenmanagement.
Gesam twi r tsc h a f t l i c h e C h a n c e n
Die globale Präsenz des FUCHS PETROLUB Konzerns in allen bedeutenden und aufstrebenden Industriemärkten ist mit der Teilhabe an einer dynamischen Entwicklung von Volkswirtschaften verbunden, was zu weiteren Aufträgen und neuen Kunden führen kann. Dadurch würden unsere Kundenstruktur sowie das Produktportfolio weiter diversifiziert und gestärkt.
Un t e r n e hm e nsst r at e g isc h e C h a n c e n
Unsere Innovationsstärke, die Technologieführerschaft bei Produkten sowie das ausgeprägte Qualitätsbewusstsein ermöglichen den weiteren Ausbau unserer führenden Stellung in den weltweiten Schmierstoffmärkten. Dabei folgen wir konsequent der Zielsetzung, die Anforderungen der Zukunft zu erkennen, indem in Entwicklungspartnerschaften zwischen unseren leistungsstarken Forschungs- und Entwicklungszentren und Universitäten, verwandten Forschungseinrichtungen sowie Kunden optimale Schmierstofflösungen gesucht und entwickelt werden. Die strategische Definition erfolgt im Rahmen unserer Initiative Structured Business Development.
Br a n c h e n - u nd m a r k tsp e z i f isc h e C h a n c e n
Branchenspezifische Kundenanforderungen verlangen besondere Schmierstofflösungen, denen wir entsprechen möchten. Neuen Trends auf dem Gebiet energiesparender und umweltschonender Produkte begegnen wir bereits als einer der Weltmarktführer bei biologisch schnell abbaubaren Schmierstoffen. Das Streben nach Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit sehen wir als eine Chance. Ferner treiben wir das Unternehmenswachstum nicht nur mittels organischen, sondern auch externen Wachstums voran, aktuell durch die Integration des automotiven Schmierstoffgeschäfts unseres türkischen Partners. OPET-FUCHS rückt dadurch in die Spitzengruppe der Schmierstoffhersteller im wichtigen Wachstumsmarkt Türkei auf.
Risikobericht
Risi kom a n ag em e n tsyst em des Ko n z e r ns
Der FUCHS PETROLUB Konzern verfügt über ein vom Vorstand festgelegtes und in allen Konzerneinheiten implementiertes Risikomanagementsystem (RMS). Das RMS bildet über einen strukturierten Prozess der Identifikation, Bewertung, Formulierung von Gegenmaßnahmen und regelmäßiger Berichterstattung von Risiken sämtliche Unternehmensaktivitäten und Unternehmensprozesse nachvollziehbar und transparent ab. Dabei ist das RMS bei FUCHS in die Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse aller operativen Einheiten und Zentralfunktionen integriert. Es umfasst die Elemente Strategische Planung, Mittelfristplanung und Budgetierung, Reporting und permanentes Controlling, Risikoberichtswesen, Internes Kontrollsystem (als Bestandteil des RMS), Compliance Management System sowie Interne Revision.
Das allgemein anerkannte Rahmenwerk COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) bildet die systematische Grundlage des Risikomanagementsystems und des Internen Kontrollsystems, welches bezüglich Umfang und Ausrichtung durch den Vorstand unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Anforderungen festgesetzt und ggf. angepasst wird.
Ein wichtiges Instrument zur globalen Risikosteuerung sind die vom Management der operativen Einheiten (halbjährlich) sowie in den Zentraleinheiten (jährlich) durchgeführten Risikoinventuren, welche Risiken prinzipiell an dem Ort erfassen sollen, an dem auch die dafür verantwortlichen Fachleute zur Risikobewältigung tätig sind. Ergänzend gibt es eine Ad-hoc-Berichterstattung im Fall des Auftretens wesentlicher neuer Risiken. Die Abwicklung des Risiko-Reportings liegt in der Verantwortung der Internen Revision. Die wesentlichen Schritte können im Einzelnen wie folgt beschrieben werden:
- Die Risikoidentifikation erfolgt auf der Grundlage geeigneter Risikokategorien, welche den am Prozess beteiligten Personen zur Verfügung stehen und die im Rahmen strukturierter Verfahren (z.B. Management Meetings etc.) angewendet werden.
- Im Anschluss werden die Risiken bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Brutto- (d.h. vor dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen) und der Nettoschadenshöhe (d.h. nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen) analysiert und bewertet. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Risikoreduktion formuliert und festgelegt. Risiken, die außerhalb unserer Kernprozesse liegen, verlagern wir ggf. auf andere Risikoträger oder reduzieren diese durch andere Gegenmaßnahmen. Sämtliche quantitativen Auswirkungen werden in der Regel auf das EBIT bezogen.
- Alle Risikodaten werden nach Prüfung und Bewertung seitens der operativ Verantwortlichen durch die Interne Revision aufbereitet und dem Vorstand und dem Aufsichtsrat präsentiert.
Dennoch ist eine absolute Sicherheit hinsichtlich der Identifikation und Steuerung von Risiken auch bei angemessenen und funktionsfähig eingerichteten Systemen nicht gegeben.
W ese n t l i c h e Me r km a l e des In t e r n e n Ko n t r o l l - u nd Risi kom a n ag em e n tsyst ems im Hi n b l i c k au f de n Ko n z e r n r ec h n u n gsl e g u n gsp r o z ess
Mit der Einrichtung eines Internen Kontrollsystems werden die Zielsetzungen verfolgt, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, die Ordnungsmäßigkeit und Zuverlässigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen sowie internen Vorschriften zu sichern.
Der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG hat eine dreistufige Kontrollhierarchie implementiert, welche Kontrollen zur Steuerung und Überwachung des Gesamtunternehmens auf der obersten Unternehmensebene, einzelner Geschäftsprozesse und einzelner Geschäftsvorfälle umfasst. Konkrete Maßnahmen auf der Ebene des Gesamtunternehmens umfassen beispielsweise Vorgaben wie einen Verhaltenskodex, Corporate Governance Berichte und Konzernrichtlinien sowie Routinen und Institutionen wie die Risikoberichterstattung, den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats, das Compliance-Komitee sowie die Interne Revision. Dabei ist auf den nachgelagerten Stellen sicherzustellen, dass die Vorgaben im Sinne der Unternehmensleitung umgesetzt und gelebt werden. Wir steuern und kontrollieren die einzelnen Geschäftsprozesse auf der Grundlage eines umfangreichen, angemessenen und zeitnahen Berichtswesens, welches sowohl Finanzberichte wie auch weitere konzernrelevante Meldungen wie z.B. Hochrechnungs-, Budget- und Compliance-Berichte beinhaltet.
Die Abwicklung des Konzernrechnungslegungsprozesses der FUCHS PETROLUB AG umfasst die Rechnungslegungsprozesse aller einbezogenen Unternehmen, die Berichterstattung an den Konzern, alle erforderlichen Maßnahmen zur Konsolidierung und Abschlusserstellung sowie die Publizität des Berichts- und Rechenwerkes gegenüber der Öffentlichkeit. Dabei ist eine konzernweit einheitliche Rechnungslegung sämtlicher Geschäftsvorfälle im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, den internationalen Rechnungslegungsstandards
(International Financial Reporting Standards, kurz: IFRS) sowie den konzerninternen Richtlinien als wesentlich zu betrachten. Folgende Merkmale sind von besonderer Bedeutung für einen richtigen und verlässlichen Informationsfluss:
- Der Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns und ist dezentral organisiert. Das Berichtswesen umfasst monatliche Eckzahlen sowie vierteljährliche Zwischen- und Jahresabschlüsse über den Geschäftsverlauf, deren Inhalte konzernintern regelmäßig hinsichtlich der Vollständigkeit, Genauigkeit und Plausibilität analysiert und überprüft werden. Der Prozess der Berichterstattung wird über ein konzernweit einheitliches intranetbasiertes Berichtsprogramm abgewickelt.
- Der FUCHS PETROLUB Konzern verfügt über ein umfassendes Richtlinienwerk, welches die Einheitlichkeit der rechnungslegungsbezogenen Abbildung von Geschäftsvorfällen sicherstellt und Vorgaben wie das Bilanzierungshandbuch (FUCHS Accounting Manual, kurz: FAM), eine Finanzrichtlinie, eine Investitionsrichtlinie, eine Forderungsrichtlinie und eine Richtlinie für den Intercompany-Zahlungsverkehr beinhaltet. Änderungen bestehender Rechnungslegungsvorschriften mit Auswirkung auf den Konzernjahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG werden zeitnah und rechtzeitig analysiert und ggf. an die Konzerngesellschaften zur Umsetzung kommuniziert.
- Die fachliche Kompetenz des am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personals wird über eine sorgfältige Auswahl, Ausbildung und laufende Weiterbildung der Mitarbeiter gewährleistet.
- Die weitreichend vereinheitlichten IT-Systeme und entsprechenden Sicherheitseinrichtungen schützen die im Bereich der Rechnungslegung verwendeten EDV-Systeme bestmöglich gegen unbefugte Zugriffe.
- Die Konzernrevision überprüft im Rahmen des jährlich aufzustellenden Prüfungsplans und des entsprechenden Prüfungsumfangs die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die Ergebnisse der Revisionsprüfungen werden jeweils im Folgejahr nachverfolgt. Daneben werden die Ergebnisse der Jahresabschlussprüfungen vom Konzernrechnungswesen (bilanziell) und der Internen Revision (IKS) ebenfalls nachgehalten. Beide Abteilungen sind direkt dem Finanzvorstand der FUCHS PETROLUB AG unterstellt. Der Aufsichtsrat erhält eine regelmäßige Berichterstattung über die Ergebnisse der Risikoinventuren sowie über die Ergebnisse der Revisionsprüfungen.
Eine absolute Sicherheit, dass keine Fehler vorkommen, kann auch unser internes Konzernkontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nicht bieten. Die KPMG hat im Rahmen der (Konzern-) Jahresabschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von FUCHS PETROLUB geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der Prüfung der KPMG ergaben sich bisher keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem.
Ei n z e l r isi k e n
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die globale Geschäftstätigkeit des FUCHS PETROLUB Konzerns in allen wichtigen Weltregionen erfordert eine Auseinandersetzung mit den in diesen Ländern existierenden wirtschaftlichen und/ oder politischen Chancen und Risiken. Die gegenwärtige Finanz- und Währungskrise im Euroraum, mögliche geopolitische Spannungen sowie Volatilitäten der Rohstoffkosten im Zusammenhang mit gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sehen wir als wesentliche Risiken an. Das Geschäftsmodell des FUCHS PETROLUB Konzerns mit 50 operativen Gesellschaften in 42 Ländern, einer Vielzahl von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten für eine Vielfalt von Anwendungen sowie dem Vertrieb an über 100.000 Kunden in mehr als 100 Ländern ist ausgewogen und minimiert das Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Regionen, Branchen, Gesellschaften, Produkten oder Kunden. Weitere Maßnahmen der Risikokontrolle bestehen durch unsere intensiven Monitoring-Systeme, wie eine periodische Berichterstattung zum Net Operating Working Capital (NOWC) Management, ein striktes Kostenmanagement, Kostenkontrolle sowie eine intensive Kommunikation mit den Landesgesellschaften.
Branchenrisiken
Der intensive Wettbewerb auf Absatzmärkten, steigende Qualitätsansprüche der Kunden sowie der technologische Fortschritt bilden wesentliche Risiken in den verschiedenen Branchen, in denen die FUCHS-Gesellschaften tätig sind. Diesen Herausforderungen begegnen wir mit stetigen Innovationsaktivitäten zur Aufrechterhaltung eines technologischen Vorsprungs. Das Unternehmen FUCHS ist dabei in strategisch bedeutsamen Nischen und Geschäftsfeldern Technologieführer. Die partnerschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie die anwendungstechnische Betreuung direkt beim Kunden unterstützen die laufende Entwicklung von Schmierstoffen für neue Maschinen, Bauteile, Aggregate und Fertigungsprozesse. Den Kundenansprüchen entsprechen wir auf diese Weise mit einer ständigen Forschung und Entwicklung neuer Produkte und einer Weiterentwicklung bestehender Produkte. Die Profitabilität des Konzerns wird auch künftig durch diese Innovations-, Qualitäts- und Nischenstrategie, die globale Präsenz, den hohen Spezialisierungsgrad und ein permanentes Kostenmanagement unterstützt.
Im Zusammenhang mit der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) wurden sämtliche personellen wie organisatorischen Maßnahmen ergriffen, um den regulatorischen Anforderungen zu entsprechen und die Weiterentwicklung zu kontrollieren. Die Vorregistrierung ist bereits abgeschlossen.
Siehe Glossar Seite 195
Mit dem am 20. Januar 2009 in Kraft getretenen GHS (Globally Harmonised System) verfolgte der Gesetzgeber das Ziel der Einführung eines weltweit einheitlichen Systems zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Damit verbunden ist eine neue Bewertung der Toxizitätseigenschaften von Stoffen und Zubereitungen, die zu einer Kennzeichnungspflicht von Produkten aus dem FUCHS-Sortiment oder zu einem eventuellen Verkaufsverbot führen könnte. Als Gegenmaßnahmen wurden bereits Alternativformulierungen für Produkte entwickelt, für die Änderungen erwartet werden. Andererseits wird in unseren Forschungs- und Entwicklungsabteilungen an weiteren Alternativen gearbeitet. Durch die Schaffung entsprechender organisatorischer Strukturen wurde die Einführung von GHS weltweit unterstützt.
Beschaffungsrisiken
Die Verfügbarkeit von Rohstoffen, Marktveränderungen und die Oligopolstellung von Lieferanten stellen wesentliche Risiken auf der Beschaffungsseite des FUCHS PETROLUB Konzerns dar, was zu Preisschwankungen, verringerten Verfügbarkeiten oder Konzentration auf wenige Anbieter führen könnte. Der zentrale Einkauf wie auch die Einkaufsabteilungen in den Landesgesellschaften beobachten die Beschaffungsmärkte, um Entwicklungen frühzeitig antizipieren und darauf reagieren zu können. Weitere Maßnahmen bestehen in der Sicherung der Versorgung mit Grundölen und wichtigen Chemikalien über eine breitere Bezugsbasis sowie der ständigen Suche nach alternativen Lieferanten.
Vorratsrisiken
Eine angemessene Verfügbarkeit an Vorräten bei Fertigprodukten, Rohstoffen und Verpackungsmaterialien aufgrund einer hohen Anzahl an Kunden bei gleichzeitig großer Breite des Produktportfolios sowie kurzen Lieferzeiten sind Zielsetzungen des Vorratsmanagements. Die gesamte Lieferkette ist gruppenweit Gegenstand von Management Reviews wie auch in das Berichtswesen des FUCHS PETROLUB Konzerns integriert. Angesichts der Volatilität bei den Beschaffungspreisen und auch der Kundennachfrage entstehen Bewertungsrisiken, die durch eine verlustfreie Bewertung angemessen berücksichtigt sind.
Risiken aus dem Forderungsbereich
Forderungsrisiken entstehen bei langen Kapitalbindungsdauern und möglichen Zahlungsausfällen auf der Kundenseite, welche im Zusammenhang mit den bestehenden Unsicherheiten aufgrund der weltweiten Finanzkrise sowie deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft zu betrachten sind. Das Konzerncontrolling wie auch die Einzelgesellschaften haben entlang der Berichtskette ein Frühwarnsystem implementiert, welches Berichte zum Bestand und zur Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfasst sowie die Einhaltung der Zahlungsziele pro Kunde bzw. Gesellschaft sowie deren Bonität überprüft und kontrolliert. Diese Maßnahmen sind auch Gegenstand der periodisch durchgeführten internen Revisionsprüfungen. Zurzeit bestehen keine nennenswerten Forderungsrisiken.
Risiken aus Forschung und Entwicklung (F&E)
Aus den Chancen einer großen Innovationsfähigkeit und eines hohen Spezialisierungsgrads resultieren gleichzeitig die Risiken einer hohen Komplexität und beschränkten Kalkulierbarkeit von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich Forschung und Entwicklung. Zur Steuerung dieser Risiken werden die meisten Produkte in Abstimmung mit unseren Kunden entwickelt sowie eine gemeinschaftliche Forschung im Verbund mit Universitäten oder entsprechenden Forschungsstellen betrieben.
Finanzrisiken
Transaktionsrisiken aufgrund von Einnahmen und Ausgaben in Fremdwährung, die u. a. aus der Beschaffung von Rohstoffen resultieren, sowie Translationsrisiken aufgrund der Umrechnung von Bilanzen/Gewinn- und Verlustrechnungen von außerhalb des Euroraums in Euro bestimmen das Währungsrisiko des FUCHS PETROLUB Konzerns.
Der Vorstand hat zur Steuerung und Kontrolle wesentlicher Finanzrisiken, wie des Währungs- und Zinsrisikos, detaillierte Richtlinien und Vorgaben implementiert, welche durch den Zentralbereich Treasury überwacht und gesteuert werden. Während das Währungsrisiko (sofern erforderlich) durch eine fristen- und währungskongruente Finanzierung sowie den Einsatz von Derivaten gesteuert wird, die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden, bestehen zurzeit keine wesentlichen Zinsrisiken, die separat betrachtet werden müssten. Durch die Bonität von FUCHS ist das Refinanzierungsrisiko gering. Es besteht eine ausreichende Liquidität.
Transaktions- und Translationsrisiken sind auf Konzernebene gegenläufig und haben einen kompensierenden Effekt.
Pensionsrisiken
Zum 1. Dezember 2011 wurden die deutschen Pensionsverpflichtungen für bereits erdiente Ansprüche (past service) auf einen Pensionsfonds der Allianz gegen eine Einmalzahlung von 54,8 Mio € übertragen. Noch zu erwerbende Ansprüche (future service) werden zukünftig von einer rückgedeckten Unterstützungskasse der Allianz über laufende Beitragszahlung finanziert. Die Übertragung hat den Vorteil, dass Versicherungsleistungen garantiert sind (Garantiezinssatz 2,25 %) und biometrische Risiken wie die zunehmende Lebenserwartung, Tod oder Berufsunfähigkeit und Kapitalrisiken auf die Allianz übergehen. Die zugrunde gelegte Gesamtverzinsung ist hinsichtlich der Überschussbeteiligung nicht garantiert, so dass künftig Nachschüsse notwendig werden können.
Die Pensionsverpflichtungen unserer amerikanischen Tochtergesellschaft wurden zum 30. April 2009 eingefroren, das bestehende Defined-Benefit-System wurde auf ein Defined-Contribution-System umgestellt. Am 1. Dezember 2011 wurden die eingefrorenen Leistungsverpflichtungen befreiend getilgt.
Siehe Glossar Seite 194
Rechtliche, regulatorische und Standortrisiken
Die internationale Geschäftstätigkeit des FUCHS PETROLUB Konzerns und dessen Einzelgesellschaften ist auch mit konzernrelevanten Regelungen und Gesetzen konfrontiert, aus denen rechtliche Risiken resultieren. Zur Absicherung besteht eine umfassende rechtliche und versicherungsrechtliche Beratung. Ferner stehen uns eigene Fachleute zur Verfügung. Das betrifft auch lokale Steuerrisiken, für die ausreichend Vorsorge getroffen wurde. Rechtliche, versicherungsrechtliche und steuerliche Risiken bzw. anhängige oder angedrohte Rechtsstreitigkeiten mit einem wesentlichen Einfluss auf den Konzern sind uns derzeit nicht bekannt.
Allerdings ist die rechtliche Stellung des Mitgesellschafters bei einem unserer assoziierten Unternehmen im Mittleren Osten nach wie vor unklar. Dieser Mitgesellschafter hat gegen die FUCHS PETROLUB AG Klage wegen angeblicher Verletzung gesellschaftsrechtlicher Pflichten eingereicht. Mit einer erstinstanzlichen Entscheidung wird im Herbst 2012 gerechnet. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen lassen sich zurzeit nicht abschätzen. Für die Prozesskosten und die aus heutiger Sicht vorhandenen Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Der Beitrag der assoziierten Unternehmen zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des FUCHS PETROLUB Konzerns liegt unter einem Prozent.
Weitere mit der internationalen Geschäftstätigkeit zusammenhängende Risiken kommen aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Arbeitssicherheit, Patentrecht sowie Markenrecht. Der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG hat eine Compliance-Organisation implementiert, welche ein Compliance-Komitee mit regelmäßigen Sitzungen, entsprechenden Berichtswegen sowie Schulungsmaßnahmen umfasst, um den Risiken angemessen begegnen zu können.
Weitere Risiken der globalen Präsenz betreffen bestimmte Länder- und Standortrisiken wie Naturgewalten, Pandemien, Terror, Verstaatlichung oder Enteignung von Wirtschaftsgütern, rechtliche und regulatorische Risiken, Kapitaltransferverbot, Krieg und sonstige Unruhen. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung, Bewertung und ggf. Anpassung der lokalen Sicherheitsmaßnahmen. Das politische Risiko wird bei einzelnen Investitionsvorhaben angepasst. Das Risiko durch Sach- und Haftpflichtschäden, Transportschäden sowie mögliche Betriebsunterbrechungen ist durch gruppenweit bestehende Versicherungsprogramme angemessen abgedeckt.
Risiken aus Akquisitionen und Investitionen
Der Komplexität von Akquisitions- und Investitionsprojekten und den daraus resultierenden Risiken begegnet der FUCHS PETROLUB Konzern mit festgelegten Abläufen und Verfahren zur Steuerung und Minimierung solcher Risiken.
Derzeit sind keine Risiken aus Akquisitions- und Investitionstätigkeiten erkennbar.
Risiken der Informationstechnologie
Die organisatorische und IT-technische Vernetzung von Standorten und Systemen beinhaltet weitere Risiken. Diese bestehen in der zunehmenden Komplexität von elektronischen Kommunikationstechniken, welche zu Datenverlust oder -diebstahl, Betriebsstörungen und -unterbrechungen sowie zum kompletten Systemausfall führen können. Hierfür wurden Prozesse, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt, um den Risiken angemessen begegnen zu können. Ferner werden regelmäßig Investitionen in moderne Hard- und Software, die Implementierung detaillierter Back-up- und Recovery-Prozeduren sowie der Einsatz von Virenscannern und Firewalls durchgeführt. Umfassende Schulungen aller Mitarbeiter ermöglichen, mit dem neuesten Kenntnis- und Entwicklungsstand Schritt halten zu können.
Personalrisiken
Die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie die Akquise und Entwicklung von Fachund Führungskräften entsprechen den wesentlichen Risiken aus dem Personalbereich. Als Gegenmaßnahmen wurden Weiterbildungsprogramme sowie leistungsgerechte Vergütungspakete, Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeregelungen eingerichtet.
Wesentliche Risiken aus dem Personalbereich sind momentan nicht erkennbar.
Produkt- und Umweltschutzrisiken
Der Herstellungsprozess chemischer Produkte entlang der Produktion, Abfüllung, Lagerung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen beinhaltet auch Produkt- und Umweltschutzrisiken. Damit verbundene Störfälle könnten Personen sowie die Umwelt beeinflussen sowie Produktionsausfälle verursachen.
Der Bau, Betrieb und die Instandhaltung von Produktionsanlagen werden stets von hohen (sicherheits-) technischen Standards begleitet. Die Verwendung von Rohstoffen sowie die Herstellung unserer Produkte unterliegen einer weltweit konsequenten Überwachung von Qualitätsanforderungen und -standards. Weiterhin führen wir gezielte Maßnahmen zur Einhaltung des Boden- und Gewässerschutzes durch. FUCHS ist zudem branchenüblich gegen eventuell daraus resultierende Schäden versichert.
Für bekannte Risiken wurde aus unserer Sicht ausreichend Vorsorge getroffen.
Sonstige Risiken
Wesentliche sonstige Risiken sind derzeit nicht bekannt.
Gesam t r isi ko
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation des FUCHS PETROLUB Konzerns ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikoaggregationen, die aus den Einzelrisiken bzw. Meldungen der Einzelgesellschaften sowie Zentralfunktionen abgeleitet wurden. Die finanzielle Lage des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 60%, einem Verschuldungsgrad von null, stabilen Jahresergebnissen und Cashflows sowie einem soliden Geschäftsmodell begrenzt die Risiken der Geschäftstätigkeit und eröffnet Chancen, die Marktstellung weiter auszubauen, um auch künftig im Umsatz und Ertrag zu wachsen.
Das vom Vorstand eingerichtete und weltweit praktizierte Risikomanagementsystem ist bezüglich des Chancen- und Risikoprofils des FUCHS PETROLUB Konzerns angemessen und wird ggf. unter Berücksichtigung neuer Chancen und Risiken stetig weiterentwickelt. Die Ergebnisse dieser Bemühungen spiegeln sich in einer angemessenen Gesamtrisikoposition wider.
Weiterhin bestehende Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und insbesondere im Euro-Raum, Preisund Kursschwankungen bei Rohstoffen, Währungen und Sachwerten werden beobachtet, um zeitnah darauf reagieren zu können. Aus heutiger Sicht des Vorstands sind jedoch keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Wir halten die derzeit eingerichteten Systeme für angemessen und erachten ein gleichzeitiges Auftreten aller Einzelrisiken für unwahrscheinlich.
Prognosebericht
Ausr i c h t u n g des Ko n z e r ns u nd wi r tsc h a f t l i c h e R a hm e n b edi n g u n g e n
Der FUCHS PETROLUB Konzern verfügt über ein bewährtes Geschäftsmodell, das auf einer breiten regionalen und über viele Branchen verteilten Nutzung von Geschäftschancen basiert. Das Geschäftsmodell soll auch in den kommenden Jahren konsequent umgesetzt und genutzt werden. Insbesondere die Bearbeitung der Nischen und regionalen Teilmärkte steht im Fokus. Das Geschäftsmodell beinhaltet eine breite Diversifikation. Eine Ausdehnung der Konzernaktivitäten auf Geschäftsfelder außerhalb des Schmierstoffbereichs ist deshalb nicht geplant.
Die Absatzmärkte in den sich wirtschaftlich besonders schnell entwickelnden Regionen der Welt bieten derzeit und voraussichtlich auch in den kommenden Jahren breite Einsatzmöglichkeiten für die im FUCHS PETROLUB Konzern verfügbaren technologischen Lösungen und Verfahren. Mit steigenden Ansprüchen an die Technologie und an Antworten, die mit hohem Serviceaufwand verbunden sind, sieht FUCHS in vielen Weltregionen zunehmende Geschäftsmöglichkeiten. Dabei entwickelt FUCHS kontinuierlich neue Produkte, die in komplexen Prozessen Kosten reduzieren und technische Probleme lösen. Gleichzeitig werden existierende Produkte sowohl zentral wie auch regional unterschiedlichen oder sich wandelnden Anforderungen angepasst. Bei Letzterem geht es um eine Vielzahl von Problemlösungen, nicht um grundsätzliche technologische Schübe.
Pr o g n ose n z u r a l lg em e i n e n wi r tsc h a f t l i c h e n En twi c k l u n g
Die Wirtschaftsprognosen für 2012 sprechen von einem etwas verminderten Wachstum der Weltwirtschaft mit großen regionalen Unterschieden. Während für die Schwellenländer auch 2012 wieder deutliche Zuwächse erwartet werden, gehen die Prognosen für Europa von allenfalls geringem Wachstum aus. Insbesondere für die erste Jahreshälfte werden schwächere Wirtschaftszahlen erwartet.
Das Institut für Weltwirtschaft erwartet beim globalen Bruttoinlandsprodukt nach einem Wachstum im Jahr 2011 von 3,8% für 2012 einen Anstieg um 3,4% und im Jahr 2013 von 4,0%. Allerdings wird der Euroraum nach 1,5% im Jahr 2011 im Jahr 2012 mit – 0,1% nicht wachsen. Erst für 2013 wird wieder ein Anstieg von 1,2% erwartet. In den USA hingegen soll sich das Wachstum des BIP von 1,7% im Jahr 2011 auf 1,9% im Jahr 2012 und auf 2,2% im Jahr 2013 beschleunigen. Für China wird nach 9,5% im Jahr 2011 mit 8,0% im Jahr 2012 ein etwas schwächeres Wachstum prognostiziert. Für 2013 wird ein Zuwachs um 8,5% erwartet. In Lateinamerika, Russland und Indien werden für 2012 und prinzipiell auch für 2013 Wachstumsraten auf oder leicht über dem Niveau des Jahres 2011 erwartet.
Auswi r k u n g e n au f u nse r Gesc h ä f tsm ode l l
Basierend auf den allgemeinen Wirtschaftsprognosen erwartet der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG, dass die Nachfrage nach Schmierstoffen im Jahr 2012 weiter steigen wird, das Wachstum allerdings nicht ganz an die knapp 2% des Jahres 2011 heranreichen dürfte. Für den FUCHS PETROLUB Konzern bietet dieses Umfeld die Möglichkeit, seine Strategie fortzusetzen und die definierten Nischen und Teilmärkte auch 2012 gezielt zu bearbeiten. Für die Ertragslage wird darüber hinaus wichtig sein, wie sich die Rohstoffpreise 2012 entwickeln. Nachdem um den Jahreswechsel 2011 / 2012 eine Stabilisierung der Materialpreise insgesamt auf hohem Niveau stattgefunden hatte, drohen angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen nicht nur Verknappungen, sondern erneute Preiserhöhungen.
Unverändert zum Vorjahr bestehen erhebliche Risiken für die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung, die sich aus den Staatsschuldenkrisen verschiedenster Länder, der schwierigen Lage vieler Banken, den Ungleichgewichten in Wechselkursrelationen sowie einer hohen Zentralbankliquidität mit daraus resultierenden Inflationsgefahren ergeben. Diese Risiken haben möglicherweise nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Absatzmärkte des Konzerns. Eventuelle starke Wechselkursschwankungen können den Konzern bei Rohstoffeinkäufen der Konzerngesellschaften, bei der Umrechnung von Bilanz und Ergebnisrechnung und bei Dividendeneinkünften der Holding deutlich beeinflussen. Ob und inwieweit diese Risiken sich tatsächlich auf das Wachstum und den Ertrag des FUCHS PETROLUB Konzerns auswirken, bleibt abzuwarten.
Vo r aussi c h t l i c h e Er t r ags - , V e rm ö g e ns - u nd F i n a n z l ag e
Die Planung für 2012 basiert auf der Annahme, dass die Weltwirtschaft weiter leicht wächst und von größeren Krisen verschont bleibt. Darüber hinaus steht die Planung unter der Prämisse, dass die Rohstoffkosten 2012 stabil bleiben. Unter diesen Rahmenbedingungen rechnet der Konzern mit einem organischen Umsatzwachstum, das auf dem Niveau der längerfristig beobachteten durchschnittlichen Wachstumsrate von 4 bis 5% liegt. Abzuwarten bleibt, ob Wechselkurseinflüsse im Jahr 2012 eine Rolle spielen werden und ob 2012 Wachstum mittels Akquisitionen möglich sein wird.
Bei der Bruttomarge erwartet der Vorstand keine nennenswerte Veränderung. Bei den Personalund Sachkosten wird es inflationsbedingte und geschäftsbedingte Steigerungen geben. Hinzu kommen Nachlaufeffekte aus den Investitionen des Jahres 2011 in künftiges Wachstum. Insofern wird es für die Entwicklung des Ergebnisses 2012 sehr darauf ankommen, wie die Entwicklung des Bruttoertrags im Zusammenspiel von Umsatzentwicklung und Bruttomarge einerseits und die Kostenentwicklung andererseits ausfallen werden. In unseren Planungen gehen wir von einem Umsatzwachstum aus, das bei stabiler Bruttomarge den Anstieg der übrigen Kosten mehr als ausgleicht. Damit wollen wir das 2011 erzielte Ergebnis vor Zinsen und Steuern übertreffen.
Wir erwarten Umsatzsteigerungen in allen Regionen und gehen davon aus, dass insbesondere in Asien-Pazifik, Afrika sowie Nord- und Südamerika weitere nennenswerte Ergebnissteigerungen erzielt werden. Für Europa rechnen wir mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau.
Mit der Übertragung der Pensionsverbindlichkeiten im Jahr 2011 erwarten wir im Jahr 2012 ein nochmals verbessertes Finanzergebnis, da der Konzern nur in geringem Umfang Fremdfinanzierungsmittel nutzt. Mit einer weitgehend unveränderten Steuerquote von rund 30% sollte sich damit 2012 auch das Ergebnis je Aktie weiter erhöhen.
Für 2012 sind merklich höhere Investitionsausgaben geplant als im Jahr 2011 mit 37,6 Mio € angefallen sind. Wesentliche Projekte sind die Fertigstellung des Laborgebäudes in Mannheim, Werksneubauten in China und Russland sowie evtl. in Brasilien, sowie die Modernisierung und Erweiterung unserer Werke in den USA. In Australien wird 2012 der Standort Melbourne erweitert und 2013 das Werk in Newcastle außerhalb der Stadt neu gebaut.
Die geplanten Investitionen und das geschäftsbedingte Wachstum des Nettoumlaufvermögens wollen wir aufgrund der guten Finanzlage und des erwarteten ansprechenden Brutto-Cashflows intern finanzieren.
Darüber hinaus sollten für die Beibehaltung unserer nachhaltigen und aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für die Dividende für das Geschäftsjahr 2012, die im Jahr 2013 zur Auszahlung kommt.
Inwieweit Mittel für Akquisitionen benötigt werden, lässt sich aus heutiger Sicht nicht sagen. Auch die mögliche Nutzung liquider Mittel für Aktienrückkäufe ist derzeit nicht absehbar. Sofern sich daran im Jahresverlauf 2012 nichts ändert, wird der Konzern auch zum Jahresende 2012 keine Fremdmittel benötigen.
Für das Jahr 2013 gehen wir in unseren Planungen von weiterhin positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus. In diesem Umfeld will der Konzern seine erfolgreiche Arbeit in bewährter Art fortzusetzen. Strategische Änderungen sind nicht geplant. Damit sollten sich die Ertragssowie die Vermögens- und Finanzlage nicht grundsätzlich von der Entwicklung im Jahr 2012 unterscheiden. Die Fortschreibung sowohl der Rahmenbedingungen als auch der unternehmensspezifischen Faktoren ist jedoch mit diversen Risiken verbunden.
Gesc h ä f tse n twi c k l u n g i n de n b e ide n e rst e n Mo n at e n des Ja h r es 2 012
Trotz der anhaltenden Unsicherheiten über die Bewältigung der Staatsschuldenkrise hat das Jahr 2012 erfreulich begonnen. Unsere Erwartungen haben sich in den beiden ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres erfüllt und es wurden Umsätze und Erträge über Vorjahr erzielt.
Siehe Glossar Seite 195
Rechtliche Angaben
Abhängigkeitsbericht bzw. Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Familie Fuchs verfügt über die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals. Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, über die der Stammaktienbesitz der Familie überwiegend gehalten wird, ist aufgrund dieses Sachverhalts herrschendes Unternehmen für die FUCHS PETROLUB AG und Letztere ist abhängiges Unternehmen.
Es wurde deshalb gemäß § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens lagen nicht vor."
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, hat als Abschlussprüferin der AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit ihrem uneingeschränkten Testat versehen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 20 bis 29 dargestellt und Bestandteil des Konzernlageberichts. Sie steht auch im Internet unter www.fuchs-oil.de / ezu2012.html zur Verfügung.
Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für Organmitglieder
Die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für Organmitglieder sind im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 30 bis 31 dargestellt und Bestandteil des Konzernlageberichts.
Übernahmerechtliche Angaben laut § 315 Absatz 4 HGB
Die nach § 315 Absatz 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben sind auf den Seiten 32 bis 33 enthalten und Bestandteil des Konzernlageberichts.
Siehe Seite 20
Weitere Informationen unter www.fuchs-oil.de/ ezu2012.html
finanzbericht
| 3.1 Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG | 110 | ||
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | 110 | ||
| Gesamtergebnisrechnung | 111 | ||
| Bilanz | 112 | ||
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 113 | ||
| Entwicklung der langfristigen | |||
| Vermögenswerte des Konzerns* | 114 | ||
| Kapitalflussrechnung | 116 | ||
| Segmente* | 118 | ||
| 3.2 Konzernanhang | 120 | ||
| Grundsätze | 120 | ||
| – Allgemeine Angaben | 120 | ||
| – Konsolidierungskreis | 123 | ||
| – Veränderungen des Konsolidierungskreises | 124 | ||
| – Konsolidierungsgrundsätze | 125 | ||
| – Währungsumrechnung | 127 | ||
| Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 129 | ||
| Erläuterungen zur Gewinn- und | |||
| Verlustrechnung | 141 | ||
| 1 | Umsatzerlöse | 141 | |
| 2 | Kosten der umgesetzten Leistung | 142 | |
| 3 | Vertriebsaufwand | 142 | |
| 4 | Verwaltungsaufwand | 143 | |
| 5 | Sonstige betriebliche Erträge | ||
| und Aufwendungen | 143 | ||
| 6 | Beteiligungsergebnis | 144 | |
| 7 | Finanzergebnis | 145 | |
| 8 9 |
Ertragsteuern Anteile anderer Gesellschafter |
145 147 |
|
| 10 | Ergebnis je Aktie | 147 | |
| 11 | Sonstige Steuern | 148 | |
| 12 | Personalaufwand/Mitarbeiter | 148 | |
| Erläuterungen zur Bilanz | 149 | ||
| 13 | Langfristige Vermögenswerte | 149 | |
| 14 | Sachanlagen | 149 | |
| 15 | Immaterielle Vermögenswerte | 150 | |
| 16 | Nach der Equity-Methode bilanzierte | ||
| Beteiligungen | 151 | ||
| 17 18 |
Sonstige Finanzanlagen Latente Steueransprüche und Steuerschulden 152 |
151 | |
| 19 | Langfristige übrige Forderungen und | ||
| sonstige Vermögenswerte | 153 | ||
| 20 | Vorräte | 153 | |
| 21 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 154 | ||
| 22 | Kurzfristige Steuerforderungen | ||
| (Ertragsteuer) | 155 | ||
| 23 | Kurzfristige übrige Forderungen und | |
|---|---|---|
sonstige Vermögenswerte |
155 | |
| 24 | Zahlungsmittel und | |
Zahlungsmitteläquivalente |
156 | |
| 25 | Eigenkapital | 156 |
| 26 | Rückstellungen für Pensionen | 158 |
| 27 | Sonstige langfristige Rückstellungen | 163 |
28 |
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 163 |
| 29 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |
und Leistungen |
163 | |
| 30 | Kurzfristige Rückstellungen | 164 |
| 31 | Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten | 165 |
| 32 | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 165 |
| 33 | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 165 |
| 34 | Gemeinschaftsunternehmen | 166 |
| 35 | Eventualverbindlichkeiten und | |
sonstige finanzielle Verpflichtungen |
166 | |
| 36 | Finanzinstrumente | 167 |
| Weitere Anhangangaben | 176 | |
37 |
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung | 176 |
| 38 | Erläuterungen zur Segmentberichterstattung 177 | |
| 39 | Beziehungen zu nahestehenden | |
Unternehmen und Personen |
178 | |
| 40 | Organe | 180 |
– Aufsichtsrat |
180 | |
– Vorstand |
182 | |
– Vergütung der Mitglieder des Vorstands |
183 | |
– Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats 184 |
||
| 41 | Erklärung zum Deutschen Corporate | |
Governance Kodex nach § 161 AktG |
185 | |
| 42 | Honorare und Dienstleistungen des | |
Abschlussprüfers |
185 | |
| 43 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag | 185 |
| 44 | Anteilsbesitz | 185 |
| Erklärung des Vorstands und Versicherung | ||
| nach §§ 297 Abs. 2, 315 Abs. 1 HGB | 189 | |
| 3.3 Bestätigungsvermerk des unabhängigen | ||
| Abschlussprüfers | 190 | |
| 3.4 Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG | 192 | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 192 | |
| Bilanz | 192 | |
| 3.5 Vorschlag über die Verwendung des | ||
| Bilanzgewinns | 193 |
* Bestandteile des Anhangs
Konzernabschluss der Fuchs Petrolub AG
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio € | Anhang | 2011 | 2010 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 1.668,1 | 1.458,6 | ||
| Kosten der umgesetzten Leistung | (2) | –1.056,3 | –891,6 | ||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 611,8 | 567,0 | |||
| Vertriebsaufwand | (3) | –240,0 | –223,5 | ||
| Verwaltungsaufwand | (4) | –83,7 | –76,7 | ||
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | –27,5 | –25,1 | |||
| –351,2 | –325,3 | ||||
| Operatives Ergebnis | 260,6 | 241,7 | |||
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | (5) | 0,5 | 0,1 | ||
| EBIT vor Beteiligungsergebnis | 261,1 | 241,8 | |||
| Beteiligungsergebnis | (6) | 3,1 | 8,3 | ||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 264,2 | 250,1 | |||
| Finanzergebnis | (7) | –3,9 | –4,7 | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 260,3 | 245,4 | |||
| Ertragsteuern | (8) | –77,2 | –73,8 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 183,1 | 171,6 | |||
| Davon | |||||
| Anteile anderer Gesellschafter | (9) | 0,7 | 0,9 | ||
| Ergebnis, das den Aktionären der | |||||
| FUCHS PETROLUB AG zuzurechnen ist | 182,4 | 170,7 | |||
| Ergebnis je Aktie in €1 | (10) | ||||
| Stammaktie | 2,56 | 2,39 | |||
| Vorzugsaktie | 2,58 | 2,41 |
1 Jeweils unverwässert und verwässert.
Gesamtergebnisrechnung
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 183,1 | 171,6 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts | ||
| von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | 0,0 | 0,0 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | ||
| ausländischer Tochterunternehmen | 4,5 | 23,0 |
| at equity einbezogener assoziierter Unternehmen | 0,7 | 0,5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste aus leistungsorientierten | ||
| Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen 1 | –10,9 | –4,0 |
| Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen1 | 2,6 | 2,2 |
| Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | –3,1 | 21,7 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | 180,0 | 193,3 |
| davon Anteile der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG | 179,3 | 192,4 |
| davon Anteile anderer Gesellschafter | 0,7 | 0,9 |
1 Weitere Erläuterungen vgl. Konzernanhang Anmerkung 26. Siehe Seite 158
Bilanz
| in Mio € | Anhang | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | (15) | 116,9 | 123,2 | |||
| Sachanlagen | (14) | 216,0 | 201,2 | |||
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | (16) | 20,4 | 6,8 | |||
| Sonstige Finanzanlagen | (17) | 5,1 | 5,7 | |||
| Latente Steueransprüche | (18) | 26,2 | 21,9 | |||
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (19) | 4,0 | 0,0 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | (13) | 388,6 | 358,8 | |||
| Vorräte | (20) | 230,0 | 187,2 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (21) | 251,1 | 221,4 | |||
| Steuerforderungen | (22) | 1,8 | 2,3 | |||
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (23) | 36,6 | 32,4 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (24) | 81,5 | 92,1 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 601,0 | 535,4 | ||||
| 989,6 | 894,2 | |||||
| Passiva | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | 71,0 | 71,0 | ||||
| Rücklagen des Konzerns | 403,3 | 302,6 | ||||
| Konzerngewinn | 182,4 | 170,7 | ||||
| Eigenkapital der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG | 656,7 | 544,3 | ||||
| Anteile anderer Gesellschafter | 1,5 | 1,6 | ||||
| Eigenkapital | (25) | 658,2 | 545,9 | |||
| Rückstellungen für Pensionen | (26) | 15,8 | 74,4 | |||
| Sonstige Rückstellungen | (27) | 7,0 | 6,6 | |||
| Latente Steuerschulden | (18) | 18,6 | 16,1 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0,0 | 0,1 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | (28) | 3,8 | 2,6 | |||
| Langfristiges Fremdkapital | 45,2 | 99,8 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (29) | 130,1 | 114,5 | |||
| Rückstellungen | (30) | 23,9 | 23,5 | |||
| Steuerverbindlichkeiten | (31) | 31,0 | 27,3 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | (32) | 16,2 | 19,6 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | (33) | 85,0 | 63,6 | |||
| Kurzfristiges Fremdkapital | 286,2 | 248,5 | ||||
| 989,6 | 894,2 |
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
| in Mio € | Ausstehende Aktien (Stücke) |
Gezeich netes Kapital AG |
Kapital rücklage AG |
Erwirt schaftetes Eigen kapital Konzern |
Versiche rungs mathe matische Gewinne und Verluste 2 |
Unter schieds betrag aus der Währungs umrech nung2 |
Eigen kapital der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG |
Anteile anderer Gesell schafter |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 | 23.660.000 | 71,0 | 94,6 | 264,2 | –22,5 | –15,8 | 391,5 | 1,4 | 392,9 |
| Dividendenzahlungen | –39,5 | –39,5 | –0,8 | –40,3 | |||||
| Ergebnis nach Steuern 2010 | 170,7 | 170,7 | 0,9 | 171,6 | |||||
| Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen |
–1,8 | 23,5 | 21,7 | 21,7 | |||||
| Sonstige Änderungen | –0,1 | –0,1 | 0,1 | 0,0 | |||||
| Stand 31.12.2010 | 23.660.000 | 71,0 | 94,6 | 395,3 | –24,3 | 7,7 | 544,3 | 1,6 | 545,9 |
| Effekte aus sukzessivem Anteilserwerb | –3,7 | –3,7 | –0,4 | –4,1 | |||||
| Dividendenzahlungen | –63,2 | –63,2 | –0,4 | –63,6 | |||||
| Ergebnis nach Steuern 2011 | 182,4 | 182,4 | 0,7 | 183,1 | |||||
| Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen |
–8,3 | 5,2 | –3,1 | –3,1 | |||||
| Sonstige Änderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||||
| Stand 31.12.2011 | 70.980.0001 | 71,0 | 94,6 | 510,8 | –32,6 | 12,9 | 656,7 | 1,5 | 658,2 |
1 Nach Aktiensplit vom Juni 2011.
2 Im Eigenkapital der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG erfasste Erträge und Aufwendungen.
Weitere Erläuterungen zum Eigenkapital in Anmerkung 25 des Konzernanhangs. Siehe Seite 156
Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns 1
B ruttow erte
A nschaffungs - und H erstellungskosten K umulier t e A bschreibungen
| Veränderung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konsolidie | Um - | |||||||
| 2010 | 31.12.2009 | Kursdiff. | rungskreis | Zugänge | Abgänge | buchungen | 31.12.2010 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Werte | 45,6 | 1,3 | 0,0 | 29,5 | 0,4 | 0,0 | 76,0 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte 2 | 92,1 | 3,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 95,8 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,1 | 0,0 | 0,2 | |
| 137,7 | 5,0 | 0,0 | 29,8 | 0,5 | 0,0 | 172,0 | ||
| Sachanlagen | ||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 155,1 | 7,9 | 0,0 | 9,3 | 2,0 | 1,7 | 172,0 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 168,1 | 8,1 | 0,0 | 6,2 | 1,3 | 3,2 | 184,3 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 87,6 | 3,1 | 0,0 | 7,3 | 2,6 | 1,2 | 96,6 | |
| Anlagen im Bau | 7,7 | 0,3 | 0,0 | 8,8 | 0,0 | –6,1 | 10,7 | |
| 418,5 | 19,4 | 0,0 | 31,6 | 5,9 | 0,0 | 463,6 | ||
| Finanzanlagen | ||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen3 | 4,5 | 0,4 | 0,0 | 8,3 | 6,4 | 0,0 | 6,8 | |
| Beteiligungen | 2,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,3 | |
| Ausleihungen an Beteiligungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstige Ausleihungen | 5,2 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 1,0 | 0,0 | 4,3 | |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | |
| 12,3 | 0,4 | 0,0 | 8,4 | 7,4 | 0,0 | 13,7 | ||
| Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) | 568,5 | 24,8 | 0,0 | 69,8 | 13,8 | 0,0 | 649,3 |
| Veränderung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konsolidie | Um - | |||||||
| 2011 | 31.12.2010 | Kursdiff. | rungskreis | Zugänge | Abgänge | buchungen | 31.12.2011 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Werte | 76,0 | –0,3 | 0,0 | 1,9 | 0,2 | 0,1 | 77,5 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte 2 | 95,8 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 1,0 | 0,0 | 94,9 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0,2 | 0,1 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | –0,1 | 0,3 | |
| 172,0 | –0,1 | 0,0 | 2,0 | 1,2 | 0,0 | 172,7 | ||
| Sachanlagen | ||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 172,0 | 0,9 | 0,0 | 3,8 | 1,1 | 3,3 | 178,9 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 184,3 | 1,6 | 0,0 | 7,6 | 1,2 | 1,5 | 193,8 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 96,6 | 0,4 | –0,2 | 6,5 | 2,1 | 0,7 | 101,9 | |
| Anlagen im Bau | 10,7 | 0,0 | 0,0 | 16,7 | 0,0 | –5,5 | 21,9 | |
| 463,6 | 2,9 | –0,2 | 34,6 | 4,4 | 0,0 | 496,5 | ||
| Finanzanlagen | ||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,9 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen3 | 6,8 | 0,6 | 19,1 | 3,1 | 9,2 | 0,0 | 20,4 | |
| Beteiligungen | 2,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,3 | |
| Ausleihungen an Beteiligungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstige Ausleihungen | 4,3 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 2,0 | 0,0 | 2,8 | |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | |
| 13,7 | 0,6 | 19,1 | 4,5 | 11,2 | 0,0 | 26,7 | ||
| Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) | 649,3 | 3,4 | 18,9 | 41,1 | 16,8 | 0,0 | 695,9 |
1 Bestandteil des Anhangs.
2 Die bis zum 31. Dezember 2004 aufgelaufenen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte wurden entsprechend IFRS 3.79 b mit den historischen Anschaffungskosten saldiert.
3 Die Zugänge bei den Finanzanlagen enthalten neben den Investitionen auch anteilige Erträge der at equity bewerteten Beteiligungen.
in Mio €
N etto w erte
A nschaffungs - und H erstellungskosten K umulier t e A bschreibungen
| Um - | Außerplan mäßige Abschrei |
Planmäßige Abschrei |
Veränderung Konsolidie |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 31.12.2009 | 31.12.2010 | buchungen | Abgänge | bungen | bungen | rungskreis | Kursdiff. | 31.12.2009 |
| 38,4 37,6 12,0 |
0,0 | 0,4 | 0,0 | 4,8 | 0,0 | 0,4 | 33,6 | |
| 10,4 85,4 83,0 |
0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,7 | 9,1 | |
| 0,0 0,2 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 48,8 123,2 95,0 |
0,0 | 0,4 | 0,6 | 4,8 | 0,0 | 1,1 | 42,7 | |
| 65,9 106,1 95,0 |
0,0 | 1,5 | 0,1 | 4,0 | 0,0 | 3,2 | 60,1 | |
| 128,9 55,4 51,4 |
0,0 | 1,2 | 0,0 | 7,5 | 0,0 | 5,9 | 116,7 | |
| 67,5 29,1 26,5 |
0,0 | 2,4 | 0,0 | 6,2 | 0,0 | 2,6 | 61,1 | |
| 0,1 10,6 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | |
| 262,4 201,2 180,5 |
0,0 | 5,1 | 0,1 | 17,7 | 0,0 | 11,7 | 238,0 | |
| 0,0 0,0 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 0,0 6,8 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 1,2 1,1 |
0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 1,2 | |
| 0,0 0,0 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| –0,1 4,4 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | |
| 0,1 0,2 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | |
| 1,2 12,5 11,1 |
0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 1,2 | |
| 312,4 336,9 286,6 |
0,0 | 5,5 | 0,8 | 22,5 | 0,0 | 12,7 | 281,9 | |
| 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2010 |
Um - buchungen |
Abgänge | Außerplan mäßige Abschrei bungen |
Planmäßige Abschrei bungen |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Kursdiff. | 31.12.2010 | |
| Um - | Konsolidie Abschrei Abschrei |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2010 |
buchungen | Abgänge | bungen | bungen | rungskreis | Kursdiff. | 31.12.2010 | |
| 46,3 31,2 |
0,0 | 0,2 | 0,0 | 8,1 | 0,0 | 0,0 | 38,4 | |
| 9,5 85,4 |
0,0 | 1,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 10,4 | |
| 0,0 0,3 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 55,8 116,9 123,2 |
0,0 | 1,2 | 0,0 | 8,1 | 0,0 | 0,1 | 48,8 | |
| 71,0 107,9 106,1 |
0,0 | 0,5 | 0,3 | 4,3 | 0,0 | 1,0 | 65,9 | |
| 136,9 56,9 |
0,0 | 1,2 | 0,0 | 7,7 | 0,0 | 1,5 | 128,9 | |
| 72,5 29,4 |
0,0 | 2,0 | 0,0 | 6,4 | 0,2 | 0,4 | 67,5 | |
| 0,1 21,8 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | |
| 280,5 216,0 201,2 |
0,0 | 3,7 | 0,3 | 18,4 | 0,2 | 2,9 | 262,4 | |
| 0,0 0,9 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 0,0 20,4 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 1,2 1,1 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,2 | |
| 0,0 0,0 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| –0,1 2,9 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | |
| 0,1 0,2 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | |
| 1,2 25,5 |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,2 | |
| 337,5 358,4 336,9 |
0,0 | 4,9 | 0,3 | 26,5 | 0,2 | 3,0 | 312,4 |
Kapitalflussrechnung
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 183,1 | 171,6 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 26,8 | 23,3 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen und | ||
| der sonstigen langfristigen Vermögenswerte (Deckungsmittel) 1 | –70,9 | –15,7 |
| Veränderung der latenten Steuern | 1,1 | 2,5 |
| Nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus nach der | ||
| Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | –3,1 | –8,3 |
| Brutto-Cashflow | 137,0 | 173,4 |
| Veränderung der Vorräte | –44,0 | –26,3 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | –35,5 | –39,0 |
| Veränderung der übrigen Aktiva | –11,4 | –6,6 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18,8 | 18,2 |
| Veränderung der übrigen Passiva (ohne Finanzverbindlichkeiten) | 25,9 | 13,3 |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | –0,7 | 0,2 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 90,1 | 133,2 |
| Investitionen in langfristige Vermögenswerte | –37,6 | –32,5 |
| Erwerb von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | –0,4 | –31,4 |
| Verkauf von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0,0 | 0,0 |
| Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | 3,1 | 1,9 |
| Abgang Finanzmittel aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises | –6,2 | 0,0 |
| Erhaltene Dividenden | 9,2 | 6,5 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | –31,9 | –55,5 |
| Freier Cashflow | 58,2 | 77,7 |
| Ausschüttungen für das Vorjahr | –63,6 | –40,1 |
| Rückzahlung Schuldscheindarlehen | 0,0 | –40,0 |
| Veränderung der Bank- und Leasingverbindlichkeiten | –1,8 | 0,1 |
| Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter | –4,2 | 0,0 |
| Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit | –69,6 | –80,0 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Vorperiode | 92,1 | 89,9 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 90,1 | 133,2 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | –31,9 | –55,5 |
| Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit | –69,6 | –80,0 |
| Effekt aus der Währungsumrechnung des Finanzmittelfonds | 0,8 | 4,5 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode 2 | 81,5 | 92,1 |
Die gezahlten Ertragsteuern belaufen sich auf 72,5 Mio € (65,3) und sind im Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit berücksichtigt.
Die geleisteten Zinszahlungen machen 1,8 Mio € (3,1) aus, die erhaltenen Zinszahlungen betragen 1,3 Mio € (1,3).
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Angaben zum Erwerb und zum Verkauf von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (in Mio €) |
||
| Gesamtbetrag aller Kaufpreise 3 | 0,4 | 31,4 |
| Gesamtbetrag der miterworbenen Bestände an Zahlungsmitteln | 0,0 | 0,0 |
| Saldo des erworbenen Nettovermögens | 0,4 | 31,4 |
| Gesamtbetrag aller Verkaufspreise | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtbetrag der mitveräußerten Bestände an Zahlungsmitteln | 0,0 | 0,0 |
| Saldo des veräußerten Nettovermögens | 0,0 | 0,0 |
1 In der Veränderung der langfristigen Rückstellungen sind Einmalzahlungen in Höhe von 54,8 Mio € an den Allianz-Pensionsfonds sowie 1,0 Mio € an die Allianz-Unterstützungskasse im Zusammenhang mit der Übertragung der inländischen Pensionsverpflichtungen enthalten. Darüber hinaus wurden die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen USA in Höhe von netto 9,5 Mio € abgelöst.
2 Der Finanzmittelfonds umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns.
3 Der Kaufpreis wurde vollständig mit Zahlungsmitteln erbracht.
Weitere Erläuterungen
zur Kapitalflussrechnung vgl. Konzernanhang Anmerkung 37. Siehe Seite 176
Segmente 1
| E uropa | A sien - Pazifik , A frika N ord - und |
S ü damerika | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € | 2011 | 2010 | Änd. | 2011 | 2010 | Änd. | 2011 | 2010 | Änd. | |
| Umsätze nach Sitz der Kunden |
950,8 | 796,2 | 154,6 | 427,6 | 410,3 | 17,3 | 289,7 | 252,1 | 37,6 | |
| Umsätze nach Sitz der Gesellschaften |
1.018,3 | 874,7 | 143,6 | 420,9 | 382,1 | 38,8 | 282,6 | 245,1 | 37,5 | |
| davon mit anderen Segmenten |
51,1 | 41,2 | 9,9 | 0,2 | 0,1 | 0,1 | 2,4 | 2,0 | 0,4 | |
| Planmäßige Abschreibungen2 |
17,8 | 14,5 | 3,3 | 3,8 | 2,9 | 0,9 | 4,4 | 4,5 | –0,1 | |
| Außerplanmäßige Abschreibungen2 |
0,0 | 0,7 | –0,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,1 | 0,2 | |
| EBIT vor Beteiligungsergebnis |
132,0 | 125,3 | 6,7 | 69,6 | 68,6 | 1,0 | 63,1 | 53,3 | 9,8 | |
| Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,1 | 8,3 | –5,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Segmentergebnis (EBIT) Finanzergebnis |
132,0 | 125,3 | 6,7 | 72,7 | 76,9 | –4,2 | 63,1 | 53,3 | 9,8 | |
| Ertragsteuern | ||||||||||
| Ergebnis nach Steuern | ||||||||||
| Segmentvermögen3 | 501,0 | 453,9 | 47,1 | 225,8 | 203,5 | 22,3 | 189,8 | 178,2 | 11,6 | |
| Segmentschulden4 | 150,2 | 137,7 | 12,5 | 58,8 | 62,4 | –3,6 | 30,3 | 28,9 | 1,4 | |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||||
| Pensionsrückstellungen | ||||||||||
| Liquide Mittel | ||||||||||
| Konzernschulden5 | ||||||||||
| Zugänge Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
27,6 | 41,6 | –14,0 | 6,0 | 12,0 | –6,0 | 2,4 | 5,5 | –3,1 | |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) Kennzahlen (in%) EBIT vor Beteiligungsergebnis in% vom Umsatz |
2.247 13,0 |
2.156 14,3 |
91 | 836 16,5 |
806 18,0 |
30 | 519 22,3 |
498 21,8 |
21 |
1 Bestandteil des Anhangs.
2 Bezogen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Finanzanlagen.
3 Einschließlich der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, exklusive Finanzforderungen.
4 Nicht verzinsliches Fremdkapital: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten, exklusive Ertragsteuerverbindlichkeiten; Konzernwert einschließlich Steuerverbindlichkeiten.
5 Segmentschulden, Finanzverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen, abzüglich liquide Mittel.
| S umme opera G esellschaf |
t ive t en |
H oldinggesellschaf t en inklusive Konsolidierung |
F uchs P e t rolub Konzern |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | Änd. | 2011 | 2010 | Änd. | 2011 | 2010 | Änd. | ||
| 1.668,1 | 1.458,6 | 209,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.668,1 | 1.458,6 | 209,5 | ||
| 1.721,8 | 1.501,9 | 219,9 | –53,7 | –43,3 | –10,4 | 1.668,1 | 1.458,6 | 209,5 | ||
| 53,7 | 43,3 | 10,4 | –53,7 | –43,3 | –10,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||
| 26,0 | 21,9 | 4,1 | 0,5 | 0,6 | –0,1 | 26,5 | 22,5 | 4,0 | ||
| 0,3 | 0,8 | –0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,8 | –0,5 | ||
| 264,7 | 247,2 | 17,5 | –3,6 | –5,4 | 1,8 | 261,1 | 241,8 | 19,3 | ||
| 3,1 | 8,3 | –5,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,1 | 8,3 | –5,2 | ||
| 267,8 | 255,5 | 12,3 | –3,6 | –5,4 | 1,8 | 264,2 | 250,1 | 14,1 | ||
| –3,9 | –4,7 | 0,8 | ||||||||
| –77,2 | –73,8 | –3,4 | ||||||||
| 916,6 | 835,6 | 81,0 | 73,0 | 58,6 | 14,4 | 183,1 989,6 |
171,6 894,2 |
11,5 95,4 |
||
| 239,3 | 229,0 | 10,3 | 60,1 | 25,2 | 34,9 | 299,4 | 254,2 | 45,2 | ||
| 16,2 | 19,7 | –3,5 | ||||||||
| 15,8 | 74,4 | –58,6 | ||||||||
| 81,5 | 92,1 | –10,6 | ||||||||
| 249,9 | 256,2 | –6,3 | ||||||||
| 36,0 | 59,1 | –23,1 | 0,6 | 2,3 | –1,7 | 36,6 | 61,4 | –24,8 | ||
| 3.602 | 3.460 | 142 | 78 | 74 | 4 | 3.680 | 3.534 | 146 | ||
in% vom Umsatz 13,0 14,3 16,5 18,0 22,3 21,8 15,4 16,5 15,7 16,6
Konzernanhang
Grundsätze
Allgem eine Angaben
Der Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Regelungen erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2011 verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS, vormals International Accounting Standards IAS) und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), vormals Standing Interpretations Committee (SIC), wurden angewendet.
Im Geschäftsjahr 2011 hatten folgende Änderungen von Standards und folgende Interpretationen mit Relevanz für den FUCHS-Konzern erstmals verbindliche Geltung:
- Improvements to IFRS 2010: Im Rahmen des annual improvement project wurden elf Amendments an sechs Standards und einer Interpretation vorgenommen. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 27 (i.V. mit IAS 21, 28 und 31), IAS 34, IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7 und die Interpretation IFRIC 13.
- IAS 24 (rev. 2009) "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen".
- IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente".
Durch die geänderten Regelungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Folgende noch nicht von der EU übernommene Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen mit Relevanz für den FUCHS-Konzern sind – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht – erst ab dem Geschäftsjahr 2012 oder später verbindlich und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:
Amendments to IAS 1 "Darstellung von Sachverhalten im sonstigen Ergebnis"
Dieses Amendment ändert die Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden ("recycling"), sind künftig separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, d.h. ohne Saldierung mit Effekten aus latenten Steuern ausgewiesen werden, sind die latenten Steuern nunmehr den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.
IAS 19 (rev. 2011) "Leistungen an Arbeitnehmer"
Neben umfangreicheren Angabepflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer ergeben sich insbesondere folgende Änderungen aus dem überarbeiteten Standard:
Derzeit gibt es ein Wahlrecht, wie die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Abschluss dargestellt werden können. Mit der Neufassung des IAS 19 wird dieses Wahlrecht für eine transparentere und vergleichbarere Abbildung abgeschafft, so dass künftig nur noch eine unmittelbare Erfassung im sonstigen Ergebnis zulässig ist. Der FUCHS PETROLUB Konzern hat bereits seit 2008 die Erfassung im sonstigen Ergebnis gewählt. Zudem werden derzeit die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der subjektiven Erwartungen des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des aktuellen Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zulässig. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Amendments to IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures"
Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 11 Joint Arrangements erfolgten auch Anpassungen an IAS 28. IAS 28 regelt – wie bislang auch – die Anwendung der Equity-Methode. Allerdings wird der Anwendungsbereich durch die Verabschiedung des IFRS 11 erheblich erweitert, da zukünftig nicht nur Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sondern auch an Joint Ventures (siehe IFRS 11) nach der Equity-Methode bewertet werden müssen. Die Anwendung der quotalen Konsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen entfällt mithin. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Der FUCHS PETROLUB Konzern plant, die zwei verbleibenden Gemeinschaftsunternehmen, die quotal in den Konzernabschluss 2011 einbezogen sind, bereits ab 2012 (in Ausübung des derzeitigen Wahlrechts nach IAS 31) nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Auswirkungen auf das Gesamtergebnis ergeben sich nach aktueller Einschätzung nicht.
Amendments to IAS 32 und IFRS 7 "Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden sowie Anhangangaben"
Diese Ergänzung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen. Die Änderung des IAS 32 bzw. IFRS 7 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 bzw. 1. Januar 2013 beginnen.
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 wird IAS 39 ersetzen.
Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: Zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum Fair Value. Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden mit wenigen Ausnahmen aus IAS 39 übernommen. IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.
Der FUCHS-Konzern prüft derzeit noch die Auswirkungen, erwartet aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse"
Mit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung ("control") neu und umfassend definiert. Beherrscht ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmen das Tochterunternehmen zu konsolidieren. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Aus diesem neuen Standard erwarten wir aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf den Umfang des Konsolidierungskreises.
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Tätigkeiten"
Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten (Joint Arrangements) neu geregelt. Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Bei Gemeinschaftsunternehmen ist künftig nur noch die Equity-Methode im Konzernabschluss zulässig, das Wahlrecht zur quotalen Einbeziehung in den Konzernabschluss entfällt somit. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Für den Übergang z.B. von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode bestehen spezifische Übergangsvorschriften.
Siehe Glossar Seite 195
Siehe Seite 121
Bezüglich der Auswirkungen auf den FUCHS PETROLUB Konzern verweisen wir auf unsere Angaben zu IAS 28.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen"
Dieser Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen. Die erforderlichen Angaben sind erheblich umfangreicher gegenüber den bisher in IAS 27, IAS 28 und IAS 31 vorzunehmenden Angaben. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRS 13 "Fair-Value-Bewertung"
Mit diesem Standard wird die Fair-Value-Bewertung in IFRS-Abschlüssen einheitlich geregelt. Alle nach anderen Standards geforderten Fair Value-Bewertungen haben zukünftig den einheitlichen
Vorgaben des IFRS 13 zu folgen; lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungen geben. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Die Berichtswährung ist der Euro (€). Alle Beträge werden in Millionen € (Mio €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Im Interesse einer klareren und übersichtlicheren Darstellung werden einzelne Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Konsolidierungskreis
| Asien-Pazifik, | Nord- und | |||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Europa | Afrika | Südamerika | Gesamt |
| Vollkonsolidierte Unternehmen | ||||
| (inkl. Muttergesellschaft) | ||||
| 1.1.2011 | 29 | 15 | 8 | 52 |
| Zugänge | 2 | 2 | ||
| Abgänge | –1 | –1 | –2 | |
| 31.12.2011 | 28 | 16 | 8 | 52 |
| Quotenkonsolidierte Unternehmen | ||||
| 1.1.2011 | 1 | 3 | 0 | 4 |
| Zugänge | ||||
| Abgänge | –2 | –2 | ||
| 31.12.2011 | 1 | 1 | 0 | 2 |
| Konsolidierungskreis | ||||
| 1.1.2011 | 30 | 18 | 8 | 56 |
| Zugänge | 2 | 2 | ||
| Abgänge | –1 | –3 | –4 | |
| 31.12.2011 | 29 | 17 | 8 | 54 |
| At equity bilanzierte Unternehmen | ||||
| 1.1.2011 | 0 | 1 | 0 | 1 |
| Zugänge | 2 | 2 | ||
| Abgänge | ||||
| 31.12.2011 | 0 | 3 | 0 | 3 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | ||||
| 1.1.2011 | 2 | 3 | 0 | 5 |
| Zugänge | 1 | 1 | ||
| Abgänge | ||||
| 31.12.2011 | 3 | 3 | 0 | 6 |
In den Konzernabschluss werden neben der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim/Deutschland, grundsätzlich alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, d.h. auf den 31. Dezember, aufgestellt. Der vollständige Anteilsbesitz ist unter Anmerkung 44 aufgeführt.
Siehe Seite 185
Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich des Mutterunternehmens insgesamt 54 (56) Gesellschaften. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Jahr 2011 sind im nachfolgenden Abschnitt erläutert.
Bei Tochterunternehmen ohne wesentlichen Geschäftsbetrieb, die – auch in ihrer Gesamtheit – für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, wurde von der Einbeziehung in den Konzernabschluss abgesehen. Nicht einbezogen wurden eine Inlands- und drei Auslands-Tochtergesellschaften sowie zwei weitere Beteiligungen. Die nicht konsolidierten Gesellschaften erzielten Umsatzerlöse von insgesamt 2,5 Mio € und ein Ergebnis nach Steuern von – 0,5 Mio €.
Von der Befreiung von der Offenlegungspflicht von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurde für die
WISURA MINERALÖLWERK GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO., Bremen, nach § 264b HGB und für die BREMER & LEGUIL GMBH, Duisburg, FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH, Mannheim, FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim, FUCHS LUBRITECH GMBH, Kaiserslautern, sowie die PARAFLUID MINERALOELGESELLSCHAFT MBH, Hamburg,
nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die großen und mittelgroßen Kapitalgesellschaften wurden darüber hinaus von der Aufstellung eines Lageberichts befreit.
Ver änderungen des Konsolidierungskreises
| Zugänge bei vollkonsolidierten Unternehmen | in% |
|---|---|
| FUCHS LUBRICANTS REGIONAL HEADQUARTER (EAST ASIA) LTD., Schanghai/China | |
| (Neugründung im Mai 2011) | 100 |
| FUCHS LUBRICANTS (NEW ZEALAND) LTD., Avondale /Neuseeland | |
| (Neugründung im Dezember 2011) | 100 |
Die FUCHS LUBRICANTS (NEW ZEALAND) LTD. führt das bisher von FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY. LTD. in Form einer Niederlassung geführte Neuseeland-Geschäft fort.
| Abgänge bei vollkonsolidierten Unternehmen | in% |
|---|---|
| FUCHS LUBRICANTS (HEFEI) LTD., Hefei/China | |
| (Liquidation im Juni 2011) | 100 |
| FUCHS PETROLUB AG i.L., Basel/ Schweiz | |
| (Liquidation im Dezember 2011) | 100 |
| Abgänge bei quotenkonsolidierten Unternehmen Zugänge bei at equity bilanzierten Unternehmen |
in% |
|---|---|
| FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD., Sharjah/Vereinigte Arabische Emirate | 50 |
| FUCHS LUBRICANTS IRANIAN COMPANY (PJS), Teheran/Iran | 50 |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 werden beide bisher quotal einbezogene Gesellschaften aufgrund des Verlusts der gemeinschaftlichen Führung nach der Equity-Methode bilanziert. Die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr wird durch die Veränderung nicht wesentlich beeinträchtigt.
Gegenüber dem Konzernabschluss 2010 ergibt sich dadurch eine Verringerung der Bilanzsumme um 3,1 Mio €. Diese setzt sich zusammen aus dem Zugang des At-Equity-Beteiligungsansatzes von 19,1 Mio € im Übergangszeitpunkt sowie dem quotalen Abgang von langfristigen Vermögenswerten von 0,1 Mio € und kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von 22,1 Mio €. Gleichzeitig ist langfristiges Fremdkapital von 0,1 Mio € sowie kurzfristiges Fremdkapital von 3,0 Mio € abgegangen.
Die im Vorjahr quotal konsolidierten Umsatzerlöse dieser Gesellschaften beliefen sich auf 38,1 Mio €.
| Zugänge bei nicht konsolidierten Unternehmen | in% |
|---|---|
| FUCHS SMÖRJMEDEL SVERIGE AB, Helsingborg/ Schweden | |
| (Neugründung im März 2011) | 100 |
Konsolidierungsgrundsät ze
Die Kapitalkonsolidierung wird für Erwerbe vor dem 31. März 2004 nach den damaligen Regelungen des IAS 22 durchgeführt. Für Erwerbe ab dem 31. März 2004 gelten die Grundsätze des IFRS 3. Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode (purchase method of accounting) bilanziert.
Die vor dem 31. März 2004 erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind zum anteiligen beizulegenden Zeitwert (fair value) angesetzt. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Für Erwerbe ab dem 31. März 2004 erfolgt der Ansatz der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum vollen beizulegenden Zeitwert (fair value). Der Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten stellt wiederum Geschäfts- oder Firmenwert dar, der in lokaler Währung geführt wird. Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs werden erfolgswirksam erfasst. Entsprechend den Regelungen des IAS 38.107 werden seit dem Geschäftsjahr 2005 keine planmäßigen Firmenwertabschreibungen mehr vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird nach IAS 36 mindestens einmal jährlich oder im Falle des Vorliegens von Anzeichen einer Wertminderung aufgrund von Werthaltigkeitsrechnungen zur Bestimmung des erzielbaren Zeitwerts bzw. des Nutzungswerts beurteilt (Impairment Test). Details hierzu sind im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert.
Veränderungen der Beteiligungsquote, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Transaktion zwischen Anteilseignern behandelt und direkt im Eigenkapital erfasst. Solche Transaktionen führen weder zum Ansatz von Geschäfts- oder Firmenwerten noch zur Realisierung von Veräußerungserfolgen.
Für die quotal konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen sowie die nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen gelten die Konsolidierungsgrundsätze entsprechend. Bei Verlust der gemeinschaftlichen Führung oder des maßgeblichen Einflusses werden die verbleibenden Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet.
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich der kumulierten Änderungen des Nettovermögens bewertet, wobei ein bilanzierter Geschäftsoder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Tochterunternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Ausgenommen hiervon sind Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung sind.
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Aktionäre des Mutterunternehmens entfallenden Anteilen ausgewiesen.
Währungsu m rec hnung
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem ein Unternehmen tätig ist. Für die Tochtergesellschaften ist damit in der Regel ihre jeweilige Landeswährung die funktionale Währung. Eine Fremdwährungstransaktion wird bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in ihrer funktionalen Währung angesetzt, indem sie mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs umgerechnet wird.
In den Einzelabschlüssen der FUCHS PETROLUB AG und der konsolidierten Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Stichtagskurs bewertet. Die am Bilanzstichtag noch nicht realisierten Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt.
Im Konzernabschluss werden dann für den Ausweis in der Berichtswährung Euro die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften wie folgt umgerechnet:
Aufwendungen und Erträge unter Anwendung der Vereinfachungsregelung des IAS 21.40 zum Jahresdurchschnittskurs, Eigenkapital zu historischen Kursen sowie Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs. Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird im Eigenkapital erfasst. Die Erläuterung des Postens erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung. Zum Zeitpunkt des Abgangs von Tochterunternehmen werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst.
Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt.
Der Ausweis der erfolgswirksamen Währungsdifferenzen erfolgt in der GuV-Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen".
Im Anlagenspiegel werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Posten zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich aus Wechselkursänderungen ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Wertberichtigungen in einer separaten Spalte als Kursdifferenz gezeigt.
Siehe Seite 110
Siehe Anlagenspiegel Seite 114
Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs am Einbeziehungsstichtag. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum Mittelkurs des Abschlussstichtags. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:
| Veränderung der Fremdwährung |
||
|---|---|---|
| 31. 12. 2011 | 31.12.2010 | in% |
| 1,295 | 1,325 | +2,3 |
| 0,838 | 0,857 | +2,3 |
| 8,242 | 8,763 | +6,3 |
| 1,273 | 1,304 | +2,4 |
| 10,532 | 8,813 | –16,3 |
| 4,436 | 3,972 | –10,5 |
| 2,418 | 2,214 | –8,4 |
| 5,579 | 5,272 | –5,5 |
| 41,73 | 40,47 | – 3,0 |
| 1.502,16 | 1.502,61 | 0,0 |
| Veränderung der Fremdwährung |
|||
|---|---|---|---|
| Durchschnittskurs (1 €) | 2011 | 2010 | in% |
| US-Dollar | 1,393 | 1,328 | –4,7 |
| Pfund Sterling | 0,868 | 0,859 | –1,0 |
| Chinesischer Renminbi Yuan | 9,017 | 9,002 | –0,2 |
| Australischer Dollar | 1,349 | 1,447 | +7,3 |
| Südafrikanischer Rand | 10,100 | 9,744 | –3,5 |
| Polnischer Zloty | 4,126 | 4,003 | –3,0 |
| Brasilianischer Real | 2,330 | 2,347 | +0,7 |
| Argentinischer Peso | 5,755 | 5,205 | –9,6 |
| Russischer Rubel | 40,96 | 40,39 | – 1,4 |
| Südkoreanischer Won | 1.543,85 | 1.538,81 | – 0,3 |
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Abschlüsse der FUCHS PETROLUB AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen assoziierter Unternehmen werden bei Geringfügigkeit beibehalten.
Grundlegendes Bewertungskonzept ist der Ansatz historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Auf Ausnahmen wird an entsprechender Stelle hingewiesen.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der IFRS, wie sie in der EU angewendet werden. Die Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden sowie die Erläuterungen und Angaben zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 folgen grundsätzlich dem Stetigkeitsprinzip.
Als Ausnahme hiervon ist der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung dahingehend geändert, dass zusätzlich zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Konzerns (EBIT) ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungsergebnis ausgewiesen wird. Wird diese neue Kennzahl in Bezug zum Umsatz gesetzt, sind in der relativen Größe sowohl im Ertrag wie im Umsatz allein die von den voll- bzw. quotenkonsolidierten Gesellschaften erwirtschafteten Beträge berücksichtigt. Das EBIT enthält auch das Beteiligungsergebnis. Die dem Beteiligungsergebnis zugrunde liegenden Umsätze sind nicht im Konzernumsatz abgebildet.
Weitere Ausnahmen ergeben sich aus Änderungen aufgrund der Anwendung neuer bzw. überarbeiteter Rechnungslegungsvorschriften (siehe "Allgemeine Angaben") bzw. im Sinne der Vermittlung relevanterer Informationen. Soweit Anpassungen von Vorjahresbeträgen erfolgen, wird dies bei den betroffenen Anhangangaben erläutert.
Wesentlic he Erm essensentsc heidungen , Sc hät zungen und Annahm en
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert bei einigen Positionen Ermessensausübungen hinsichtlich der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die sich auf den Ansatz und die Bewertung in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie bei der Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten, dem aktuellen Kenntnisstand und aktuell verfügbaren Informationen sowie auf anderen Faktoren, die vom Vorstand unter den jeweiligen Umständen für zutreffend gehalten werden. Zukunftsbezogenen Annahmen sowie Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei Beurteilung, Ansatz und Bemessung der nachfolgend aufgeführten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird nach IAS 36 mindestens einmal jährlich oder im Falle des Vorliegens von Anzeichen einer Wertminderung aufgrund von Werthaltigkeitsberechnungen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags beurteilt (Impairment Test). Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Zum Zwecke der Überprüfung auf eine Wertminderung werden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird, bewertet. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird in der Regel durch eine Tochtergesellschaft gebildet. Falls der erzielbare Betrag den Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterschreitet, erfolgt eine ergebniswirksame Abschreibung des Firmenwerts dieser Einheit auf den höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Ermittlung des beizulegenden Werts kommt ein Discounted-Cashflow-Verfahren mit Abzinsungsfaktoren unter Berücksichtigung landesspezifischer Risiken von 8,0% (8,0%) bis 26% (12,0%) nach Steuern zur Anwendung (Nutzungswert). Als Planungsgrundlage ist die Mittelfristplanung des Konzerns, die aus der Budgetplanung 2012 und den Planjahren 2013 und 2014 besteht, verwendet worden. Es werden landesspezifische Wachstumsraten von 0,5% bis 2,0% berücksichtigt. Bei der Berechnung der Sensitivitäten wurde eine Reduzierung der zukünftigen Cashflows um 20% angenommen. Größere Schwankungen halten wir aufgrund der bisherigen Erfahrungen für unwahrscheinlich. Wären die tatsächlichen Cashflows um 20% niedriger als die zugrunde gelegten Cashflows, hätte dies keine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte im Konzern zur Folge. Für weitere Informationen wird auf Anmerkung 15 verwiesen.
Siehe Seite 150
Rückstellungen für Pensionen und Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und die Pensionsrückstellungen sowie Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Eine versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen, die von der tatsächlichen Entwicklung in der Zukunft abweichen können. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, künftige Rentensteigerungen, die Sterblichkeitsrate sowie die erwartete Wertentwicklung des Planvermögens von Pensionsfonds. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Alle Parameter werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden direkt im Eigenkapital mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet. Sie entstehen durch Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Pensionsvermögens von den zu Jahresbeginn getroffenen Annahmen sowie durch Aktualisierung der versicherungsmathematischen Annahmen. Für weitere Informationen wird auf Anmerkung 26 verwiesen.
Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern
Die Realisierbarkeit latenter Steueransprüche hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Konzerngesellschaft ab. Wenn Zweifel an der Realisierbarkeit bestehen, erfolgen im Einzelfall entsprechende Wertberichtigungen der latenten Steueransprüche. Für weitere Informationen wird auf Anmerkung 18 verwiesen.
Weitere wichtige zukunftsbezogene Annahmen sowie Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei Beurteilung, Ansatz und Bemessung von:
- Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen,
- Wertminderungen und Wertaufholungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
- Abwertungsbedarf bei Vorräten,
- Rückstellungen für Steuern und Restrukturierungen.
Die künftige tatsächliche Entwicklung kann von den getroffenen Annahmen und Schätzungen aufgrund vieler Faktoren abweichen. Die Einschätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar.
Umsat zerlöse
Umsatzerlöse umfassen die Erlöse für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer und andere im Zusammenhang mit Umsätzen anfallende Steuern sowie nach Abzug von Erlösschmälerungen und nach Eliminierung konzerninterner Vorgänge. Umsatzerlöse gelten als realisiert, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und die wesentlichen Risiken und Chancen des Eigentums auf den Erwerber übergegangen sind. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. In den Umsatzerlösen sind auch Entgelte für Dienstleistungen aus Chemical Process Management enthalten.
FUCHS PETROLUB tätigt keine Geschäfte, die eine Umsatzrealisierung als langfristige Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode erfordern.
Kosten der u mgeset zten Leistung
Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse, Handelswaren und Leistungen. Sie enthalten nach IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Material-, Personal- und Energiekosten auch Fertigungseinzelkosten sowie die dem Produktionsbereich zuzuordnenden Gemeinkosten. Die Gemeinkosten schließen auch Abschreibungen auf Fertigungsgebäude und Anlagen sowie Abwertungen auf Vorräte ein.
Vertriebskosten
Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsorganisation und der anwendungstechnischen Beratung bei Kunden die Kosten für Werbung, Provisionen und Logistik.
Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen, soweit sie nicht als konzerninterne Dienstleistungen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind.
Forsc hungs - und Entwic klungskosten
Zu den Forschungs- und Entwicklungskosten zählen Kosten der Suche nach alternativen Materialien oder alternativen Produkten zur Beherrschung von technischen Prozessen oder Verfahren.
Entwicklungstätigkeit beinhaltet die Anwendung von Forschungsergebnissen im Hinblick auf die Entwicklung neuer Produkte und/oder Verfahren vor Beginn der kommerziellen Nutzung. Entwicklungsaufwendungen werden nur dann als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:
- Die der Entwicklung des immateriellen Vermögenswerts zurechenbaren Aufwendungen lassen sich zuverlässig bestimmen,
- die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit der Fertigstellung ist gegeben,
- künftiger wirtschaftlicher Nutzen ist wahrscheinlich und
- die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen, um ihn zu nutzen oder zu verkaufen, liegt vor.
Die Kriterien für den Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten sind in unseren Produktsegmenten erst kurz vor der Marktreife der Produkte vollständig erfüllt. Entwicklungskosten, die nach der Erfüllung der Aktivierungskriterien entstehen, sind unwesentlich. Demzufolge werden auch die Entwicklungskosten zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.
Finanzergebnis
Finanzierungskosten werden ergebniswirksam abgegrenzt und unmittelbar unter Anwendung der Effektivzinsmethode gebucht und im Finanzergebnis dargestellt, soweit sie nicht nach IAS 23.8 als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten zu aktivieren sind.
Zinserträge werden ergebniswirksam abgegrenzt und unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst, Dividendenerträge werden zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Auszahlung gebucht.
Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen werden zusammen mit dem erwarteten Vermögensertrag der Pensionsfonds auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Im materielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungskosten bewertet und aktiviert. Hinsichtlich der Nutzungsdauern wird unterschieden zwischen begrenzter und unbestimmbarer Nutzungsdauer. Unbestimmbare Nutzungsdauer liegt vor, wenn keine vorhersehbare Begrenzung der Periode erkennbar ist, in welcher der Vermögenswert voraussichtlich Netto-Cashflows für den Konzern erzeugen wird. Dies trifft auf unsere Firmenwerte zu, die entsprechend IFRS 3 als Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer angesetzt sind.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens einmal jährlich sowie bei Anhaltspunkten für eine Wertminderung einer Prüfung auf ihre Werthaltigkeit unterzogen (Impairment Test). Das Vorgehen bei Werthaltigkeitstests ist im Abschnitt "Konsolidierungsgrundsätze" beschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben.
Für Software wird konzerneinheitlich eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren angesetzt. Sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Patente und Lizenzen werden entsprechend ihrer vertraglich vereinbarten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Gewinnund Verlustrechnung unter den Bereichskosten für Herstellung, Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung ausgewiesen.
Sac hanl agen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bilanziert. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit den Anschaffungskosten verrechnet. Eine Neubewertung von Sachanlagen auf Basis der Regelungen in IAS 16 wird nicht vorgenommen. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.
Den planmäßigen Abschreibungen im Sachanlagenbereich liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
Nutzungsdauer
| Gebäude | 20 bis 40 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen | 5 bis 20 Jahre |
| Fahrzeuge | 5 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
Wertminderungen bei im materiellen Vermögenswerten mit begrenzter Nut zungsdau er und bei Sac hanl agen
Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei den Sachanlagen wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts gemäß IAS 36 dann überprüft, wenn wertbeeinflussende Ereignisse vorliegen. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts, der den höheren Wert aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert repräsentiert, den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen (Impairment). Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Leasing
Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen ausgewiesen. Geleaste bzw. gemietete Anlagengegenstände, deren wirtschaftlicher Eigentümer infolge Übertragung der wesentlichen Risiken und Chancen die jeweilige Konzerngesellschaft ist (Finance Lease), werden nach IAS 17 mit dem Barwert der Leasingraten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in Höhe des Barwerts unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Finanzverbindlichkeiten aufgeteilt.
Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber (Operating Lease), werden die Leasingraten im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst.
At equit y bewertete Beteiligungen und sonstige Finanzanl agen
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Anteilige Ergebnisse werden hierbei erfolgswirksam berücksichtigt und dem Buchwert zugeschrieben. Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen vermindern deren Eigenkapital und werden erfolgsneutral vom Buchwert abgesetzt. Im Anlagenspiegel werden die anteiligen Ergebnisse als Zugänge ausgewiesen, die Ausschüttungen werden als Abgänge gezeigt.
Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert, da es sich bei diesen Vermögenswerten um nicht notierte Anteile an Kapitalgesellschaften handelt, für die der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.
Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wertpapiere des Anlagevermögens sind nach IAS 39 zu differenzieren in Wertpapiere, die Handelszwecken dienen, weiterveräußerbare Wertpapiere und solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Der FUCHS PETROLUB Konzern hält keine Wertpapiere zu Handelszwecken. Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden dann zum Marktwert angesetzt, wenn es einen verlässlich ermittelbaren Marktwert gibt, andernfalls werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle der Marktbewertung werden unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen. Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten oder dem fair value angesetzt. Dieser beizulegende Zeitwert ist der Marktwert am Bilanzstichtag ohne Abzug von Transaktionskosten.
Finanzinstru m ente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn das Unternehmen bei einem Finanzinstrument Vertragspartner wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte aus Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. In der Regel werden marktübliche Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag bilanziert. Derivate werden zum Handelstag erfasst.
Die Finanzinstrumente werden nach IAS 39 in die folgenden Bewertungskategorien eingeteilt:
Finanzielle Vermögenswerte
- Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind: Im FUCHS PETROLUB Konzern gehören dieser Kategorie ausschließlich Derivate (Devisentermingeschäfte) mit positivem Zeitwert an. Diese sind unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.
-
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen: Diese umfassen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen bzw. bestimmbaren Zahlungen und fester Laufzeit, bei denen die Absicht und die Fähigkeit zum Halten bis zur Endfälligkeit besteht und die keiner der anderen Bewertungskategorien zugeordnet sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern sind keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie zugeordnet.
-
Kredite und Forderungen: Hierunter sind die nicht an einem aktiven Markt notierten finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen zu verstehen, die keine Derivate sind und nicht als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind. Neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfasst diese Kategorie auch die in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten und in den Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Vermögenswerte. Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der regelmäßig dem Nennwert der Forderung bzw. dem ausgereichten Kreditbetrag entspricht. Unverzinsliche und niedrigverzinsliche langfristige Kredite und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Die erfolgswirksame Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
- Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Hierunter sind finanzielle Vermögenswerte zu verstehen, die keine Derivate sind und die keiner der zuvor genannten Bewertungskategorien zugeordnet sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern sind keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie zugeordnet.
Finanzielle Verbindlichkeiten
- Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern gehören dieser Kategorie ausschließlich Derivate (Devisentermingeschäfte) mit negativem Zeitwert an. Diese sind unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
- Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten: Hierunter fallen u. a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Bankverbindlichkeiten und Kundenanzahlungen. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Rückzahlungsbetrag entsprechen, angesetzt.
Nach IAS 39 sind derivative Finanzinstrumente, wie z.B. die vom Konzern genutzten Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren. Marktwerte entsprechen den Aufwendungen bzw. Erträgen bei einer (theoretischen) Auflösung der Derivatvereinbarungen zum Bilanzstichtag. Der Bewertung dieser Finanzinstrumente liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle und mathematische Verfahren (Barwertmethode für Devisentermingeschäfte) auf der Basis aktueller Marktdaten zugrunde.
Da die Derivate ausschließlich im Rahmen von Risikobegrenzungs- bzw. Sicherungsstrategien verwendet werden, können bei entsprechender Dokumentation die Regelungen des Hedge Accounting Anwendung finden. Dabei unterscheidet IFRS insbesondere nach "Fair Value Hedges" und "Cashflow Hedges".
Siehe Glossar Seite 194
Ein Fair Value Hedge stellt auf die Wertveränderung eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit ab. Da die entsprechende Wertveränderung des Grundgeschäfts ergebniswirksam ist, wird auch die – gegenläufige – Wertveränderung des Derivats in der Ergebnisrechnung erfasst.
Ein Cashflow Hedge liegt vor, wenn das Derivat einen Ausgleich für die Risiken in den zukünftigen Cashflows eines bestehenden Grundgeschäfts oder hoch wahrscheinlicher künftiger Transaktionen sicherstellt (z.B. den möglichen Kursnachteil einer geplanten Fremdwährungseinnahme ausgleicht). Abhängig davon, wie genau ein konkretes Grundgeschäft mit einem korrespondierenden Derivat abgesichert ist, ist der Cashflow Hedge "effektiv" oder nicht. Soweit unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Bewertung eines Derivats mit dem Grundgeschäft korrespondieren, d.h. "hedge-effektiv" sind, werden sie zunächst im Eigenkapital (Rücklagen des Konzerns) ausgewiesen. Sobald das Grundgeschäft ergebniswirksam (fällig) wird, werden Gewinne oder Verluste aus dem Derivat wie die des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Hingegen wird der auf den nicht "hedge-effektiven" Teil eines Derivats entfallende Gewinn oder Verlust immer erfolgswirksam in der Gewinn- oder Verlustrechnung ausgewiesen.
Der FUCHS PETROLUB Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente (Derivate) ausschließlich zur Begrenzung der Währungs- und Zinsrisiken aus seinem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungsvorgängen. Alle getätigten Sicherungsgeschäfte sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet. Die Regelungen des Hedge Accounting wurden nicht angewendet, damit sind keine Sicherungsgeschäfte direkt dem Eigenkapital zugeordnet.
Erträge aus verzinslichen Aktiva werden unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze abgegrenzt.
Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung einer Forderung oder einer Ausleihung vor, wird eine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Bei der Beurteilung des Wertberichtigungsbedarfs werden regionale, branchen- und unternehmensspezifische Gegebenheiten berücksichtigt sowie auf externe Ratings und die Einschätzung von Kreditversicherern zurückgegriffen, soweit solche verfügbar sind. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Forderungen und Ausleihungen von nicht einwandfreier Kreditqualität wertberichtigt werden. Forderungen und Ausleihungen werden ausgebucht, wenn ihre Uneinbringlichkeit endgültig feststeht. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Bei allen Finanzinstrumenten werden Wertberichtigungen separat auf einem Wertberichtigungskonto erfasst.
Detaillierte Informationen zu Finanzinstrumenten sind im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz" unter der Anmerkung 36 angegeben. Siehe Seite 167
Ak tiv e und passiv e l atente Steu ern
Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Bilanzansätzen der konsolidierten Gesellschaften sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern betreffen im Wesentlichen Steuerabgrenzungen auf eliminierte Zwischengewinne im Konzern, insbesondere im Bereich des Vorratsvermögens, sowie auf Pensionsrückstellungen. Sie umfassen auch Steuerminderungsansprüche, sofern sie sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Aktive latente Steuern unterliegen einer Wertberichtigung, soweit die Realisierung des Steueranspruchs unwahrscheinlich ist. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Abschreibungsunterschieden im Anlagevermögen aufgrund abweichender konzerneinheitlicher und steuerlicher Abschreibungsregeln. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind. Aktive und passive latente Steuern werden erfolgswirksam erfasst. Bei Sachverhalten, deren Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden auch die darauf entfallenden aktiven und passiven latenten Steuern ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.
Vorr äte
Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Sie werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet (Net Realizable Value). Die Vorratsbewertung basiert grundsätzlich auf der Methode des gewogenen Durchschnitts. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten, die auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt werden. Sie bestehen entsprechend IAS 2 aus den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung. Daneben werden auch alle dem Produktionsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten sowie Verbrauchsteuern und Abschreibungen auf Fertigungsanlagen einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden ebenso wie Finanzierungskosten (IAS 23) nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Für Abwertungen aus der Überschreitung bestimmter Lagerdauern bestehen konzerneinheitliche Vorgaben.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn Forderungen uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist. Unverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Forderungen in ausländischer Währung sind mit dem Stichtagskurs bewertet. Entsprechend dem Geschäftsmodell bestehen im FUCHS-Konzern keine Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen.
Zahlungsmit tel und Zahlungsmit tel äquivalente
Die liquiden Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten, noch nicht eingereichte Schecks und Wechsel sowie Kassenbestände. Sie sind zu Anschaffungskosten bewertet, die Umrechnung von Vermögenswerten in Fremdwährung erfolgt zum Stichtagskurs.
Die Entwicklung der liquiden Mittel, die dem Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 entsprechen, ist in der Kapitalflussrechnung des Konzerns dargestellt.
Eigenkapital
Kosten der Beschaffung des Eigenkapitals werden direkt beim Eigenkapital in Abzug gebracht.
Vorzugsaktienkapital wird als Eigenkapital bilanziert, weil die Anforderungen des IAS 32 an ein Eigenkapitalinstrument erfüllt sind. Auf Vorzugsaktien entfallende Dividenden werden ebenso wie die Dividenden auf Stammaktien als Eigenkapitalverwendung gezeigt.
Rüc k stellungen fü r Pensionen und ähnlic he Verpf lic htungen
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.
Für die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste besteht nach IFRS ein Wahlrecht. FUCHS übt das Wahlrecht nach IAS 19.93A aus, wonach versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt und vollständig gegen das Eigenkapital des Konzerns verrechnet werden. Hierdurch erhöht sich die Aussagekraft der Konzernbilanz, weil nunmehr die Pensionsverpflichtungen in voller Höhe Berücksichtigung finden.
Die Pensionsverpflichtungen sind um die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen vermindert dargestellt (saldiert). Ein sich ergebender Aktivüberhang wird unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen in Höhe des laufenden Dienstzeitaufwands wird den Personalkosten in den Funktionsbereichen zugeordnet. Die Verzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie der erwartete Ertrag aus Planvermögen werden innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Sonstige Rüc k stellungen
Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und deren Höhe zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit bestmöglich geschätzten Beträgen zur Erfüllung der Verpflichtung erfasst werden.
Der Wertansatz der Rückstellungen zeigt diejenigen Beträge, die zur Abdeckung zukünftiger Zahlungsverpflichtungen, erkennbarer Risiken und ungewisser Verbindlichkeiten des Konzerns erforderlich sind. Bei der Bewertung werden mögliche Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Sofern die Höhe der Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmbar ist, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt. Bei gleicher Wahrscheinlichkeit wird der Mittelwert erfasst. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinsen abgezinst, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen. Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden nicht mit den Rückstellungen saldiert, sondern als separater Vermögenswert aktiviert, sofern die Realisierung nahezu sicher ist.
Verbindlic h keiten
Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Derivaten (Fair Value Hedge Accounting) kann davon abweichen, diese Verbindlichkeiten werden ebenso wie die Derivate selbst zu Marktwerten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingraten in den sonstigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsat zerlöse
Die Umsatzaufteilung nach Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:
| Anteil | Anteil | Veränderung | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € | 2011 | in% | 2010 | in% | absolut | in% |
| Kfz-Schmierstoffe* | 627,9 | 37,6 | 562,0 | 38,5 | 65,9 | 11,7 |
| Industrieschmierstoffe | ||||||
| und Spezialitäten* | 992,3 | 59,5 | 846,1 | 58,0 | 146,2 | 17,3 |
| Sonstiges | 47,9 | 2,9 | 50,5 | 3,5 | –2,6 | –5,1 |
| 1.668,1 | 100,0 | 1.458,6 | 100,0 | 209,5 | 14,4 |
* und verwandte Produkte
Im Produktsegment Kfz-Schmierstoffe sind insbesondere die Motoren-, Getriebe- und Stoßdämpferöle zusammengefasst. Der Umsatz dieses Segments erhöhte sich um 11,7% auf 627,9 Mio € (562,0). Der Segmentanteil am Konzernumsatz ging zurück auf 37,6% (38,5%). Der Rückgang ist auf die Dekonsolidierung der im Kfz-Schmierstoffsegment tätigen Gesellschaften im Mittleren Osten zurückzuführen. Die Einzelheiten sind im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises" beschrieben.
Das Produktsegment Industrieschmierstoffe und Spezialitäten enthält vor allem Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Korrosionsschutzmittel, Hydraulik- und Industriegetriebeöle sowie Fette und andere Spezialitäten. Der Umsatz dieses Geschäftssegments ist um 17,3% auf 992,3 Mio € (846,1) gestiegen. Mit 59,5% (58,0%) stellt das Segment den größeren Teil des Konzernumsatzes dar.
Der Bereich Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Lohnherstellung, das Chemical Process Management und Handelsaktivitäten. Dieses Segment ging um 2,6 Mio € oder 5,1% auf 47,9 Mio € (50,5) zurück.
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach geografischen Regionen ist aus der Segmentberichterstattung auf den Seiten 118 und 119 ersichtlich.
Siehe Seite 124
1
2
3
Kosten der u mgeset zten Leistung
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | ||
| und für bezogene Waren und Leistungen | 964,2 | 808,0 |
| Materialaufwand | 964,2 | 808,0 |
| Personalkosten | 47,5 | 44,2 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 13,8 | 11,8 |
| Fremdleistungen | 10,0 | 8,8 |
| Energiekosten | 8,5 | 7,6 |
| Instandhaltungsaufwendungen | 6,6 | 6,1 |
| Sonstige Kosten | 5,7 | 5,1 |
| 1.056,3 | 891,6 |
Vertriebsau fwand
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Personalkosten | 92,2 | 89,1 |
| Frachten | 56,4 | 50,0 |
| Provisionen | 33,5 | 31,5 |
| Reisekosten | 11,6 | 10,9 |
| Marketingaufwendungen | 9,0 | 9,2 |
| Mieten und Leasingaufwendungen | 9,0 | 8,3 |
| Fremdleistungen | 8,9 | 8,0 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 6,1 | 4,4 |
| Instandhaltungsaufwendungen | 2,7 | 2,5 |
| Steuern | 1,3 | 1,1 |
| Sonstige Kosten | 9,3 | 8,5 |
| 240,0 | 223,5 |
Die Marketingaufwendungen enthalten u. a. Ausgaben für Kfz- und Motorradsponsoring, Messeteilnahmen, Werbematerialien, Werbegeschenke und Anzeigen. Fremdleistungen setzen sich zusammen aus in Anspruch genommenen Dienstleistungen für Laborleistungen, Distributionsservice, Warenzeichenverwaltung und den Betrieb des Rechenzentrums. In den Sonstigen Kosten sind Kosten der Kommunikation und anteilige Versicherungsprämien enthalten.
Verwaltungsau fwand
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Personalkosten | 47,2 | 43,8 |
| Prüfungs- und Beratungskosten | 5,4 | 4,3 |
| Fremdleistungen | 5,2 | 4,7 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 5,0 | 4,7 |
| Steuern | 3,1 | 2,7 |
| Mieten und Leasingaufwendungen | 2,7 | 2,2 |
| Reisekosten | 2,6 | 2,4 |
| Instandhaltungsaufwendungen | 2,2 | 2,0 |
| Sonstige Kosten | 10,3 | 9,9 |
| 83,7 | 76,7 |
Die Fremdleistungen umfassen u. a. Kosten der Warenzeichen- und Markenverwaltung sowie anteilige Kosten für den Betrieb des Rechenzentrums. In den Sonstigen Kosten sind Kommunikationskosten und anteilige Versicherungsprämien enthalten.
Sonstige betrieblic he Ertr äge und Au fwendungen
Diese Position umfasst alle betrieblichen Aufwendungen und Erträge, die nicht unmittelbar den Funktionsbereichen zurechenbar sind.
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Erträge aus Anlageabgängen | 0,8 | 0,5 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1,6 | 1,7 |
| Erträge aus den Auflösungen von Wertberichtigungen | 2,3 | 5,1 |
| Erträge aus Lizenzen und Kostenweiterbelastungen | 0,3 | 0,5 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 0,1 | 0,2 |
| Erträge aus Währungsumrechnungen und Kursgewinne | 5,1 | 4,9 |
| Übrige betriebliche Erträge | 8,4 | 6,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 18,6 | 19,6 |
| Verluste aus Anlageabgängen | 0,1 | 0,3 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 3,6 | 4,7 |
| Aufwendungen aus Währungsumrechnungen und Kursverluste | 5,6 | 4,8 |
| Restrukturierungs- und Abfindungskosten | 0,7 | 0,6 |
| Impairmentabschreibungen | 0,3 | 0,7 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 7,8 | 8,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 18,1 | 19,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,5 | 0,1 |
4
5
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen Risiken und Verpflichtungen, mit deren Eintritt nicht mehr oder nicht mehr in dieser Höhe gerechnet wird.
In den Übrigen betrieblichen Erträgen sind erhaltene Zuschüsse, Schadenersatzleistungen, Leergebindeverkäufe und Erträge aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen ausgewiesen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten uneinbringliche Forderungen in Höhe von 0,8 Mio € (1,0).
Die Impairmentabschreibungen betreffen eine außerplanmäßige Abschreibung von Sachanlagen bei der US-amerikanischen Tochtergesellschaft.
Die Übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. die Einstandskosten der sonstigen Verkäufe und Rückstellungsbildungen für Risiken aus dem nicht-operativen Bereich.
Beteiligungsergebnis
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Das Beteiligungsergebnis umfasst die anteiligen Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen:
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Erträge aus at equity bewerteten Beteiligungen | 3,1 | 8,3 |
Die Erträge 2011 beinhalten den Aufwand aus der Abwertung einer unsicheren Forderung in Höhe von 7,1 Mio €.
Finanzergebnis
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Verbundene Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Übrige (im Wesentlichen Kreditinstitute) | 1,3 | 1,3 |
| Zinserträge | 1,3 | 1,3 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Übrige (im Wesentlichen Kreditinstitute) | –2,5 | –2,8 |
| Zinsanteil Finanzleasing | –0,2 | –0,2 |
| Pensionsverpflichtungen | ||
| Zinsaufwand | –5,9 | –7,0 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | 3,4 | 4,0 |
| Zinsaufwendungen | –5,2 | –6,0 |
| Zinsergebnis | –3,9 | –4,7 |
| Impairmentabschreibungen auf Finanzanlagen | 0,0 | 0,0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Finanzergebnis | –3,9 | –4,7 |
Der saldierte Zinsanteil an Zuführungen zu Pensionsrückstellungen von –2,5 Mio € (– 3,0) setzt sich zusammen aus dem Zinsaufwand für die rückstellungs- und fondsfinanzierten Verpflichtungen von 5,9 Mio € (7,0) und den erwarteten Vermögenserträgen der Pensionsfonds in Höhe von 3,4 Mio € (4,0).
Ertr agsteu ern
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze zugrunde; diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen oder verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 76,6 | 71,0 |
| davon Inland | 25,5 | 24,3 |
| davon Ausland | 51,1 | 46,7 |
| Latente Steuern | 0,6 | 2,8 |
| davon Inland | 0,1 | 1,9 |
| davon Ausland | 0,5 | 0,9 |
| Gesamt | 77,2 | 73,8 |
7
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Die laufenden Steuern enthalten Rückerstattungen von 1,3 Mio € (Vorjahr 0,2 Mio € Steuernachzahlungen) für vergangene Geschäftsjahre.
Der deutsche Steuersatz basiert auf dem Körperschaftsteuersatz von 15,83% unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5%. Einschließlich der Gewerbesteuer liegt die gesamte inländische Steuerbelastung damit bei etwa 30,6% (30,5%).
Der von den ausländischen Gesellschaften erzielte Gewinn wird mit den lokalen Sätzen versteuert. Die in den einzelnen Ländern zur Anwendung kommenden Steuersätze liegen zwischen 12,5% (12,5%) und 41,0% (40,5%). Die lokalen Steuersätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr in Großbritannien, Korea und Griechenland reduziert. Ein höherer Steuersatz ist in den USA zur Anwendung gekommen.
Ansprüche und Rückstellungen werden insoweit saldiert, als sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und verrechnet werden können.
Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
| in Mio € | 2011 | in% | 2010 | in% |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 260,3 | 245,4 | ||
| Erwarteter Steueraufwand | 79,7 | 30,6 | 74,9 | 30,5 |
| Steuersatzunterschiede | –2,2 | –0,8 | –2,7 | –1,1 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 0,7 | 0,3 | 1,1 | 0,5 |
| Wertberichtigung aktiver latenter Steuern | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Steuerfreie Erträge | –0,3 | –0,1 | –0,1 | –0,1 |
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | –0,9 | –0,4 | –2,5 | –1,0 |
| Effekt aus steuerlichen Verlustvorträgen, für die keine latenten Steuerforderungen |
||||
| gebildet waren | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 0,0 |
| Periodenfremde Steuern | –1,3 | –0,5 | 0,2 | 0,1 |
| Quellensteuern | 1,7 | 0,7 | 3,5 | 1,4 |
| Sonstige | –0,2 | –0,1 | –0,5 | –0,2 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 77,2 | 29,7 | 73,8 | 30,1 |
Anteile anderer Gesellsc haf ter
Der anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 0,7 Mio € (0,9) entfällt auf Mitgesellschafter in Österreich, der Ukraine, Griechenland und Frankreich.
Ergebnis je Ak tie
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis, das den Aktionären der FUCHS PETROLUB AG zuzurechnen ist | 182,4 | 170,7 |
| Ergebnis je Stammaktie in € | ||
| Ergebnis je Aktie | 2,56 | 2,39 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien | 35.490.000 | 35.490.000 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie in € | ||
| Ergebnis je Aktie | 2,58 | 2,41 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Vorzugsaktien | 35.490.000 | 35.490.000 |
Entsprechend IAS 33 wird die Mehrdividende der Vorzugsaktionäre in Höhe von 0,02 € je Aktie den Vorzugsaktionären vorab zugerechnet, der verbleibende Teil des Konzernergebnisses nach Steuern und nach Abzug von Fremdanteilen wird gewichtet auf beide Aktiengattungen verteilt.
Die Vorjahresangaben sind zur besseren Vergleichbarkeit auf die sich nach dem Aktiensplit vom 30. Juni 2011 ergebenden Stücke umgerechnet.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis.
9
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Sonstige Steu ern
11
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| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 5,3 | 4,4 |
Der Ausweis betrifft ertragsunabhängige Steuern, welche in den Bereichskosten für Herstellung, Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung enthalten sind. Auf die ausländischen Konzerngesellschaften in Argentinien, China, Frankreich, Großbritannien und USA entfallen hiervon 4,2 Mio € (3,3).
Personal au fwand / Mitarbeiter
| Personalaufwand (in Mio €) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 190,8 | 179,3 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung, | ||
| Unterstützung u.ä. Verpflichtungen | 37,9 | 36,6 |
| davon für Altersversorgung | 4,6 | 5,2 |
| 228,7 | 215,9 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht die im Finanzergebnis ausgewiesenen Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen und auch keine Erträge aus Planvermögen zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen.
| Mitarbeiter (Anzahl im Jahresdurchschnitt) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Angestellte | 2.706 | 2.588 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 974 | 946 |
| 3.680 | 3.534 |
Der durchschnittliche Personalstand der anteilig konsolidierten Gesellschaften ist entsprechend der Quote eingeflossen. Dadurch werden 34 (34) Mitarbeiter berücksichtigt.
Erläuterungen zur Bilanz
Langfristige Vermögenswerte
Die Zusammensetzung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen der Immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen, der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und der Sonstigen Finanzanlagen sowie ihre Entwicklung im Jahr 2011 ist in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens auf den Seiten 114 und 115 enthalten.
Sac hanl agen
Die Zugänge des laufenden Jahres betreffen im Wesentlichen die Fertigstellung des Vertriebszentrums sowie den Baufortschritt am Technologiezentrum am Standort Mannheim. Des Weiteren sind hierin der Erwerb eines Grundstücks in Russland, eines Landnutzungsrechts in China und der Bau eines Fettwerks sowie eines Labor- und Technikzentrums in Australien enthalten.
Das Sachanlagevermögen umfasst auch Vermögenswerte aus Leasing (Finance Lease) in Höhe von insgesamt 0,4 Mio € (4,4). Im Vorjahr handelte es sich hierbei im Wesentlichen um ein Verwaltungsgebäude in Mannheim mit einem Buchwert von 3,9 Mio €. Das im Leasingvertrag enthaltene Ankaufsrecht wurde ausgeübt, damit wurde das Verwaltungsgebäude mit Wirkung zum 31. Oktober 2011 käuflich erworben.
Bei den für die Tochterunternehmen durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment Tests) ergaben sich im Berichtsjahr keine Anhaltspunkte für Wertminderungen. Das Verfahren des Werthaltigkeitstests ist unter dem Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert.
Siehe Seiten 114 und 115
13
14
15
Im materielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte
| in Mio € | Kapital | ||
|---|---|---|---|
| aus | Einzelabschlüssen | konsolidierung | Gesamt |
| Historische Anschaffungskosten | |||
| Vortrag 1.1.2011 | 40,2 | 55,6 | 95,8 |
| Kursdifferenzen | 0,4 | –0,3 | 0,1 |
| Zugänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge /Veränderungen Konsolidierungskreis | 0,0 | –1,0 | –1,0 |
| Stand am 31.12.2011 | 40,6 | 54,3 | 94,9 |
| Kumulierte Abschreibungen Vortrag 1.1.2011 |
–8,4 | –2,0 | –10,4 |
| Kursdifferenzen | –0,1 | 0,0 | –0,1 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge /Veränderungen Konsolidierungskreis | 0,0 | 1,0 | 1,0 |
| Stand 31.12.2011 | –8,5 | –1,0 | –9,5 |
| Buchwert am 31.12.2011 | 32,1 | 53,3 | 85,4 |
Nach IFRS 3 handelt es sich bei Geschäfts- oder Firmenwerten um immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer. Die Firmenwerte unterliegen seit dem 1. Januar 2005 keiner planmäßigen Abschreibung mehr, sondern werden nach Maßgabe von IAS 36 mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft (Impairment Test). Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Von den ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 85,4 Mio € (85,4) resultieren 53,3 Mio € (53,6) aus der Kapitalkonsolidierung und 32,1 Mio € (31,8) aus den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen. Auf das Konzernunternehmen FUCHS CORPORATION, USA, entfällt ein Firmenwert von insgesamt 68,8 Mio € (68,1), der sich in Höhe von 41,9 Mio € (41,8) aus der Kapitalkonsolidierung und mit 26,9 Mio € (26,3) aus erworbenen Firmenwerten zusammensetzt.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Impairments) auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Beim Impairment Test für diese Firmenwerte kommt ebenfalls das im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläuterte konzerneinheitliche Bewertungsschema zur Anwendung.
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Unter den immateriellen Vermögenswerten sind auch gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte enthalten. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um aktivierte Lizenzen für EDV-Software, um erworbene Formulierungen und Produkttechnologien, Wettbewerbsverbote sowie um erworbene Kundenlisten. Der Gesamtbetrag dieser Rechte und Werte beläuft sich auf 31,2 Mio € (37,6).
In den immateriellen Vermögenswerten sind geleistete Anzahlungen von 0,3 Mio € (0,2) enthalten.
Nac h der Equit y-Methode bil anzierte Beteiligungen
Die Position umfasst die at equity bewerteten Anteile an drei Unternehmen. Bei der Equity-Bewertung wurde die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals auf Basis der landesrechtlichen Abschlüsse vorgenommen, die an die Vorgaben der IFRS angepasst wurden. Die Vermögenswerte der Unternehmen (100%-Werte) betragen 131,3 Mio €, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 45,9 Mio €. Es wurden Umsatzerlöse von 215,4 Mio € erzielt, die Jahresergebnisse 2011 betragen 32,6 Mio €.
Sonstige Finanzanl agen
Hierunter sind Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften, langfristig gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen enthalten. Entsprechend ihrem Finanzierungscharakter ist der langfristige Teil der Forderungen im Zusammenhang mit Liefervereinbarungen in Frankreich von 2,8 Mio € (4,3) unter den Sonstigen Ausleihungen ausgewiesen.
Die Entwicklung und die Höhe der einzelnen Positionen sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens auf den Seiten 114 und 115 ersichtlich.
17 Siehe Glossar Seite 194
16
Siehe Seiten 114 und 115
Latente Steu er ansprüc he und Steu ersc hulden
Die bilanzierten latenten Steuern resultieren aus folgenden Bewertungsunterschieden bzw. Sachverhalten:
| A k t ive la t en t e S t euern |
Passive la t en |
t e S t euern | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio € | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| Sachanlagen | 0,9 | 0,7 | 10,2 | 13,0 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 1,7 | 2,6 | 5,2 | 6,0 |
| Vorräte | 5,0 | 4,6 | 0,1 | 0,0 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 5,7 | 1,6 | 0,8 | 0,4 |
| Langfristige Rückstellungen | 12,1 | 13,4 | 1,8 | 0,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 0,5 | 0,6 | 3,9 | 3,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
4,4 | 6,5 | 0,7 | 1,6 |
| Erwartete Nutzung bestehender | ||||
| Verlustvorträge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe latente Steuer aktiv/passiv | 30,3 | 30,0 | 22,7 | 24,2 |
| Steuerverrechnungen | –4,1 | –8,1 | –4,1 | –8,1 |
| Bilanzansatz aktiv/passiv | 26,2 | 21,9 | 18,6 | 16,1 |
Der Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern von 26,2 Mio € (21,9) ist zurückzuführen auf Bewertungsunterschiede zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz in den Positionen Übrige langfristige Vermögenswerte, Vorräte (Eliminierung konzerninterner Zwischengewinne), Pensionsverpflichtungen und kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die passiven latenten Steuern entstehen im Wesentlichen aufgrund von temporären Bewertungsunterschieden (unterschiedliche Abschreibungsmethoden und -dauern) zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz im Anlagevermögen.
Die steuerlichen Verlustvorträge im Konzern belaufen sich auf 1,8 Mio € (1,9). Sie bestehen bei einer Gesellschaft in der Region Asien-Pazifik, Afrika. Die hierfür gebildeten aktiven latenten Steuern von 0,8 Mio € (0,6) sind in voller Höhe wertberichtigt, da mit der Nutzung der Verlustvorträge in absehbarer Zeit nicht mit hinreichender Sicherheit zu rechnen ist.
Für künftige Steuerlasten aus geplanten Gewinnausschüttungen ausländischer Tochterunternehmen ist eine latente Steuerverbindlichkeit von 3,9 Mio € (3,0) bilanziert. Darüber hinaus existieren thesaurierte Gewinne bei den Tochtergesellschaften, die dauerhaft investiert bleiben sollen und somit nicht zu einer latenten Steuerschuld führen.
Die Veränderung der Netto-Bilanzansätze an latenten Steuern beträgt im Berichtsjahr 1,8 Mio €. Unter Berücksichtigung der für das Geschäftsjahr 2011 ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten latenten Steuern, die mit 2,6 Mio € im Wesentlichen aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen resultieren, ergibt sich unter Berücksichtigung von Währungseffekten der in der Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesene Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 0,6 Mio €.
Von den gesamten aktiven latenten Steuern in Höhe von 26,2 Mio € (21,9) sind kumuliert 15,5 Mio € (12,7) aufgrund der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Langfristige Ü brige Forderungen und sonstige Vermögenswerte
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Aktivüberhang aus der Verrechnung der Pensionsrückstellungen | ||
| mit dem zugehörigen Planvermögen | 3,5 | 0,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 0,5 | 0,0 |
| 4,0 | 0,0 |
Hierunter sind im Wesentlichen die Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen in Höhe von 3,5 Mio € ausgewiesen, die sich aus der Übertragung der inländischen Pensionsverpflichtungen an den externen Versorgungsträger ALLIANZ zum 1. Dezember 2011 ergeben haben. Dieser Vorgang ist unter der Anmerkung 26 Pensionsrückstellungen beschrieben.
Vorr äte
Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 99,3 | 76,1 |
| Unfertige Erzeugnisse | 12,1 | 9,6 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 118,6 | 101,5 |
| 230,0 | 187,2 |
Im Berichtsjahr wurden aufwandswirksame Abwertungen aus geminderter Verwertbarkeit von 0,3 Mio € (1,0) vorgenommen; zum Bilanzstichtag haben die einer Abwertung unterzogenen Bestände einen Restbuchwert von 3,1 Mio € (2,6). Vorräte in Höhe von 964,2 Mio € (808,0) sind als Materialaufwand in der Berichtsperiode erfasst worden.
20
19
21
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 0,4 | 0,0 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 0,4 | 0,4 |
| Forderungen gegen übrige Unternehmen | 250,3 | 221,0 |
| 251,1 | 221,4 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand W ertberichtigungen am 1.1. |
15,5 | 16,2 |
| Kursdifferenzen | 0,0 | 0,9 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 2,4 | 3,7 |
| Verbrauch | 0,6 | 0,2 |
| Auflösungen | 1,5 | 5,1 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | –2,2 | 0,0 |
| Stand W ertberichtigungen am 31.12. |
13,6 | 15,5 |
Im Berichtsjahr wurden aufwandswirksam 2,4 Mio € (3,7) Wertberichtigungen auf Forderungen gebildet. Die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen belaufen sich auf 1,5 Mio € (5,1). Im Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund erkennbarer Risiken insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von 13,6 Mio € (15,5) berücksichtigt.
Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken:
| Forderungen nach Fälligkeiten (in Mio €) | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen | 207,4 | 180,1 |
| Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind: | ||
| weniger als 30 Tage | 31,0 | 29,9 |
| 30 bis 60 Tage | 7,5 | 8,7 |
| 61 bis 90 Tage | 3,2 | 4,2 |
| 91 bis 180 Tage | 2,3 | 2,5 |
| 181 bis 360 Tage | 0,6 | 0,6 |
| mehr als 360 Tage | 0,2 | 0,9 |
| Gesamt überfällige Forderungen | 44,8 | 46,8 |
| Abzüglich pauschale Einzelwertberichtigungen | –4,9 | –6,6 |
| Wertberichtigte Forderungen brutto | 12,5 | 10,0 |
| Abzüglich Einzelwertberichtigungen | –8,7 | –8,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 251,1 | 221,4 |
Ku r zfristige Steu erforderungen (Ertr agsteu er)
Hierbei handelt es sich um Steuererstattungsansprüche im Wesentlichen aus argentinischen und italienischen Ertragsteuern.
Ku r zfristige ü brige Forderungen und sonstige Vermögenswerte
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 3,3 | 0,0 |
| Steuererstattungsansprüche (Verkehrssteuern) | 3,3 | 2,6 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 30,0 | 29,8 |
| 36,6 | 32,4 |
Die Steuererstattungsansprüche betreffen mit 2,7 Mio € (1,6) hauptsächlich Umsatzsteuerforderungen.
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Die Übrigen sonstigen Vermögenswerte des Konzerns enthalten Kundendarlehen in Höhe von 3,8 Mio € (3,6) im Zusammenhang mit Liefervereinbarungen in Frankreich. Der langfristige Teil dieser Darlehen wird unter den langfristigen Sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen. Darüber hinaus ist hier ein Betrag von 13,5 Mio € enthalten, der treuhänderisch für ein assoziiertes Unternehmen im Mittleren Osten gehalten wird. Derselbe Betrag wird auch bilanzverlängernd auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Ferner enthalten die sonstigen Vermögenswerte Mietvorauszahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten sowie andere Kundendarlehen und Forderungen aus sonstigen Verkäufen. Hierbei sind Wertberichtigungen von insgesamt 4,0 Mio € (4,8) berücksichtigt.
Zahlungsmit tel und Zahlungsmit tel äquivalente
Bei den liquiden Mitteln in Höhe von 81,5 Mio € (92,1) handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten, noch nicht eingereichte Schecks und Wechsel sowie um Kassenbestände.
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Eigenkapital
Für den Fortbestand des Unternehmens ist eine solide Eigenkapitalausstattung unabdingbar. Das Gearing (die Relation von Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquiden Mitteln zu Eigenkapital) und die Eigenkapitalquote sind wichtige Indikatoren für die Kapitalstruktur.
Gezeichnetes Kapital
Die Höhe des gezeichneten und voll einbezahlten Kapitals der FUCHS PETROLUB AG hat sich im Berichtsjahr nicht verändert:
in Mio €
| Stand 31.Dezember 2011 | 71,0 |
|---|---|
Es setzt sich zusammen aus
| 35.490.000 Stammstückaktien | à 1,– € = 35.490.000 € |
|---|---|
| 35.490.000 Vorzugsstückaktien | à 1,– € = 35.490.000 € |
Die Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 11. Mai 2011 hat beschlossen, eine Neueinteilung des Grundkapitals durch einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3 durchzuführen. Im Ergebnis führt diese Maßnahme zu einer Verringerung des rechnerischen Anteils der einzelnen Stückaktien am Grundkapital auf 1 €. Die Umstellung der Börsennotierung erfolgte am 30. Juni 2011.
Bei den Aktien der FUCHS PETROLUB AG handelt es sich um Inhaberaktien. Jede Stammstückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Vorzugsstückaktien sind ohne Stimmrecht, sie haben nur in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen Stimmberechtigung. Die Vorzugsstückaktien erhalten nach der Satzung einen Vorzugsgewinnanteil von 0,02 € je Stück Vorzugsaktie gegenüber einer Stammstückaktie.
Das genehmigte Kapital lautet auf 35,5 Mio €. Das genehmigte Kapital hat eine Laufzeit bis zum 5. Mai 2014 und ermächtigt den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 35.490.000 neuer auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stamm- und/oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht) gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Mai 2009 wurde im Geschäftsjahr 2011 nicht in Anspruch genommen.
Rücklagen des Konzerns
Unter diesem Posten sind die Kapitalrücklage der FUCHS PETROLUB AG (Agio) und die Bilanzgewinne und Währungsrücklagen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zusammengefasst. Die Bilanzgewinne enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. In den Währungsrücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen und von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen ausgewiesen.
Der Erwerb von Anteilen an Unternehmen, die bereits von FUCHS PETROLUB AG beherrscht wurden, wird als Transaktion zwischen Anteilseignern behandelt. Im April 2011 wurden die Minderheitenanteile (15%) an der WISURA MINERALÖLWERK GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO. von FUCHS PETROLUB AG erworben. Der sich aus dieser Transaktion ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Erwerbspreis und dem zugehenden anteiligen Reinvermögen in Höhe von 3,7 Mio € wurde mit dem Erwirtschafteten Eigenkapital Konzern verrechnet.
Nicht in den Rücklagen des Konzerns enthalten ist das Konzernergebnis nach Steuern, das in der Position Konzerngewinn ausgewiesen wird.
Konzerngewinn
Der Konzerngewinn entspricht dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter.
Gewinnverwendungsvorschlag FUCHS PETROLUB AG
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung 2012 den Gewinnverwendungsvorschlag von 0,98 € je dividendenberechtigter Stammstückaktie und von 1,00 € je dividendenberechtigter Vorzugsstückaktie vorzulegen. Für das Geschäftsjahr 2010 wurden Dividenden von 0,88 € für die Stammstückaktie und von 0,90 € für die Vorzugsstückaktie ausgeschüttet.
Siehe Konzernabschluss Seite 112
Anteile anderer Gesellschafter
Diese Position enthält die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis der konsolidierten Tochterunternehmen. Dabei entfallen 0,0 Mio € (0,3) auf das Inland und 1,6 Mio € (1,3) auf Mitgesellschafter in Österreich, Ukraine, Frankreich und Griechenland.
Rüc k stellungen fü r Pensionen
Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an ehemalige Mitarbeiter des FUCHS PETROLUB Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betrieblichen Altersversorgungssysteme sind im Konzern rückstellungs- und fondsfinanziert, die Versorgungspläne sind sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.
Insbesondere für Mitarbeiter inländischer Konzerngesellschaften besteht eine betriebliche Altersversorgung auf der Basis leistungsorientierter ("defined benefit") Versorgungszusagen. Diese basieren regelmäßig auf der Beschäftigungsdauer sowie dem Entgelt der Mitarbeiter und sind nahezu vollständig fondsfinanziert. Der verbleibende Betrag ist rückstellungsfinanziert. Die inländischen leistungsorientierten Versorgungspläne sind grundsätzlich seit dem Jahr 1983 geschlossen.
Sofern bei ausländischen Konzerngesellschaften eine betriebliche Altersversorgung besteht, handelt es sich um fondsfinanzierte Versorgungssysteme mit "Defined-Benefit"-Zusagen sowie teilweise um beitragsorientierte ("Defined-Contribution"-) Zusagen. In den USA und in Großbritannien wurde für Neuzusagen zwischenzeitlich bereits das beitragsorientierte System eingeführt.
Die zu bildenden Rückstellungen werden nach IAS 19 ermittelt, die Bewertung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt anhand der sogenannten "projected unit credit method" (Anwartschaftsbarwertverfahren). Neben den biometrischen Grundlagen und dem aktuellen langfristigen Kapitalmarktzins werden insbesondere auch Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Für die biometrischen Grundlagen werden in Deutschland die Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.
Seit dem Jahr 2008 werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in der Periode ihrer Entstehung unmittelbar ergebnisneutral mit den Rücklagen des Konzerns verrechnet. Diese Veränderungen sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns auf Seite 113 dargestellt.
Für das Inland sind die folgenden Bewertungsprämissen unterstellt:
| in% | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 4,6 | 5,0 |
| Gehaltstrend | 2,5 | 2,5 |
| Rententrend | 1,8 | 1,8 |
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Die Verpflichtungen im Ausland werden unter Berücksichtigung der jeweiligen landesspezifischen Rechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt. Die Durchschnittswerte sind auf gewichteter Basis berechnet.
| in% | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | von 4,3 bis 8,0 | von 4,8 bis 8,5 |
| Abzinsungsfaktor Durchschnittswert | 4,8 | 4,9 |
| Gehaltstrend | von 2,0 bis 8,0 | von 2,0 bis 8,0 |
| Gehaltstrend Durchschnittswert | 2,7 | 3,3 |
| Rententrend | von 2,1 bis 2,8 | von 1,0 bis 3,3 |
| Rententrend Durchschnittswert | 2,8 | 3,3 |
| Erwartete Verzinsung der Fondsvermögen | von 4,0 bis 7,3 | von 6,0 bis 6,7 |
| Erwartete Verzinsung der Fondsvermögen Durchschnittswert | 5,1 | 6,3 |
Unter Berücksichtigung der genannten Berechnungsgrundlagen ergibt sich folgender Finanzierungsstatus der Pensionsverpflichtungen:
| Finanzierungsstatus (in Mio €) | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der inländischen fondsfinanzierten | |||||
| Versorgungsansprüche | 51,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Barwert der ausländischen fondsfinanzierten | |||||
| Versorgungsansprüche | 46,2 | 65,5 | 92,3 | 71,3 | 91,9 |
| Barwert der inländischen rückstellungsfinanzierten | |||||
| Versorgungsansprüche | 0,7 | 52,0 | 52,4 | 50,2 | 50,4 |
| Barwert der ausländischen rückstellungsfinanzierten | |||||
| Versorgungsansprüche | 3,1 | 3,9 | 2,5 | 2,0 | 2,4 |
| Versorgungsansprüche insgesamt | 101,4 | 121,4 | 147,2 | 123,5 | 144,7 |
| Fondsvermögen Inland zu Marktwerten | 54,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Fondsvermögen Ausland zu Marktwerten | 34,5 | 47,7 | 63,5 | 53,4 | 77,8 |
| Finanzierungsstatus | 12,1 | 73,7 | 83,7 | 70,1 | 66,9 |
| Pensionsähnliche Verpflichtungen | 0,2 | 0,7 | 0,1 | 0,5 | 0,2 |
| Nettoverpflichtung zum 31.12. | 12,3 | 74,4 | 83,8 | 70,6 | 67,1 |
| Bilanzausweis: | |||||
| Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen | 3,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Pensionsrückstellung | 15,8 | 74,4 | 83,8 | 70,6 | 67,1 |
| Aufgrund der Begrenzung von IAS 19.58 | |||||
| nicht als Vermögenswert erfasster Betrag | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Zu den bereits in den Vorjahren fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen in den USA und in Großbritannien sind die bisher rückstellungsfinanzierten inländischen Pensionsverpflichtungen aufgrund der Übertragung an den externen Versorgungsträger ALLIANZ hinzugekommen. Die Übertragung erfolgte mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 und sieht ein Kombinationsmodell aus der Übertragung von bereits erdienten Ansprüchen auf den ALLIANZ-Pensionsfonds und der künftig noch zu erdienenden Ansprüche auf die ALLIANZ-Unterstützungskasse vor. Insgesamt wurden Einzahlungen von 55,8 Mio € an die ALLIANZ geleistet. Die aufwandswirksamen Einrichtungskosten betrugen 0,9 Mio €.
Darüber hinaus bestehen im Inland mitarbeiterfinanzierte Versorgungsverpflichtungen aus dem sogenannten Deferred Compensation Programm. Zum 31. Dezember 2011 bestehen Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 4,6 Mio € (4,1), die in der Konzernbilanz mit Vermögenswerten von 4,4 Mio € (4,1) saldiert werden. Der Saldo aus Verpflichtungen und Vermögenswerten ist unter "Pensionsähnliche Verpflichtungen" ausgewiesen.
Bestehende leistungsorientierte Versorgungszusagen in den USA wurden 2009 eingefroren und auf ein beitragsorientiertes Altersversorgungssystem umgestellt. Die Planbeendigung und Auszahlung der Altbestände erfolgte zum 1. Dezember 2011. Aus der Planbeendigung resultierte im Jahr 2011 ein Ertrag in Höhe von 1,0 Mio €.
Im Vorjahr wurde in Großbritannien der auf die Rentner entfallende Anteil der Pensionsverpflichtungen regresslos auf einen externen Versorgungsträger übertragen. Die Finanzierung erfolgte durch Entnahmen aus dem Fondsvermögen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Barwerts der Versorgungsansprüche:
| Versorgungsansprüche (in Mio €) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Barwert zum 1.1. | 121,4 | 147,2 |
| Währungsdifferenzen | 1,7 | 5,2 |
| Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche | 1,1 | 1,2 |
| Nachzuverrechnender Pensionsaufwand | 0,0 | 0,0 |
| Zinsaufwand | 5,9 | 7,0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 3,3 | 5,7 |
| Planbeendigung (USA) | –22,9 | 0,0 |
| Auslagerung an externen Versorgungsträger | 0,0 | –36,9 |
| Geleistete Pensionszahlungen | –9,1 | –8,0 |
| Barwert zum 31.12. | 101,4 | 121,4 |
| Saldierung mit Fondsvermögen | –89,3 | –47,7 |
| Pensionsähnliche Verpflichtungen | 0,2 | 0,7 |
| Nettoverpflichtung zum 31.12. | 12,3 | 74,4 |
| Davon: | ||
| Pensionsrückstellung | 15,8 | 74,4 |
| Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen | 3,5 | 0,0 |
Die Planbeendigung im Berichtsjahr betrifft die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen in den USA.
In den geleisteten Pensionszahlungen sind Einmalzahlungen in Höhe von 3,4 Mio € zur Abfindung inländischer Versorgungsansprüche enthalten.
Das Fondsvermögen entwickelte sich wie folgt:
| Fondsvermögen (in Mio €) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Marktwert zum 1. 1. | 47,7 | 63,5 |
| Währungsdifferenzen | 1,2 | 3,5 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | 3,4 | 4,0 |
| Fondsdotierungen | 9,7 | 4,4 |
| Sonderzahlungen (2011 Deutschland; 2010 Großbritannien) | 54,8 | 13,5 |
| Geleistete Pensionszahlungen | –4,1 | –5,5 |
| Abgehendes Fondsvermögen aus Planbeendigung (USA) | –18,5 | 0,0 |
| Auslagerung an externen Versorgungsträger | 0,0 | –36,9 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | –4,9 | 1,2 |
| Marktwert zum 31. 12. | 89,3 | 47,7 |
Das deutsche Fondsvermögen von 54,8 Mio € ist ausschließlich in Versicherungsprodukte der ALLIANZ Lebensversicherung investiert. Das Fondsvermögen in England beläuft sich auf 34,5 Mio €. Es besteht zu 63% (58%) aus Aktien, zu 29% (33%) aus Rentenpapieren und zu 8% (9%) aus Rohstofffonds. Die tatsächliche Verzinsung der Fondsvermögen betrug durchschnittlich – 6,7% (9,9%). Für 2012 wird insgesamt mit einer durchschnittlichen Rendite des Fondsvermögens von 5,1% (6,3%) gerechnet. Dabei wurde für das Inland die erwartete Verzinsung der ALLIANZ Lebensversicherungs-AG in Höhe von 4,0% und für die Fondsvermögen in Großbritannien von 7,3% bzw. 6,3% zugrunde gelegt.
In den Sonderzahlungen ist im Berichtsjahr ein Einmalbetrag von 55,8 Mio € (0,0) inklusive Einrichtungskosten aus der oben beschriebenen Übertragung der inländischen Pensionsverpflichtungen auf die ALLIANZ enthalten.
Im Vorjahr wurde aus dem Altersversorgungssystem Großbritannien eine Auslagerung eines Teils der Pensionsverpflichtungen an einen externen Versorgungsträger durchgeführt. Hierbei wurde 2010 eine Sonderzahlung in Höhe von 13,5 Mio € in das Fondsvermögen geleistet, anschließend wurde Fondsvermögen in Höhe von 36,9 Mio € an den Versorgungsträger übertragen, so dass ein Nettoabfluss aus dem Fonds in Höhe von 23,4 Mio € stattfand.
Für 2012 sind laufende Fondsdotierungen von 3,4 Mio € vorgesehen.
Aus den Versorgungssystemen ergab sich im FUCHS PETROLUB Konzern ein Pensionsaufwand in Höhe von 9,5 Mio € (10,8), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:
| Pensionsaufwand (in Mio €) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche | 1,1 | 1,2 |
| Zinsaufwand | 5,9 | 7,0 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | –3,4 | –4,0 |
| Anpassung durch nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand | 0,0 | 0,0 |
| Auswirkungen von Plankürzungen oder -abgeltungen | –1,0 | –0,1 |
| Aufwand für leistungsorientierte Pensionspläne | 2,6 | 4,1 |
| Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne | 6,9 | 6,7 |
| Pensionsaufwand | 9,5 | 10,8 |
Im Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne sind die inländischen Arbeitgeberanteile zur Altersversorgung mit 3,4 Mio € (3,2) enthalten.
Die Pensionsaufwendungen sowie die Pensionszahlungen umfassen auch die Zahlungen für beitragsorientierte Pensionspläne.
Der Pensionsaufwand verteilt sich auf folgende Funktionsbereiche bzw. Kostenarten:
| Pensionsaufwand (in Mio €) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Herstellungskosten | 1,8 | 1,6 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0,8 | 0,8 |
| Vertriebskosten | 2,8 | 2,8 |
| Verwaltungskosten | 1,6 | 2,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0,0 | –0,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0,0 | 0,0 |
| Finanzergebnis | 2,5 | 3,0 |
| Pensionsaufwand | 9,5 | 10,8 |
| Sonstige l a | ngfristige Rüc k stellungen | |
|---|---|---|
| Veränderung Konsoli |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € | 31.12.2010 | Kursdifferenz | dierungskreis | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | 31. 12. 2011 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 6,6 | –0,1 | 0,0 | 1,1 | –0,6 | 0,0 | 7,0 |
Hierunter sind Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 5,1 Mio € (5,4) enthalten. Solche Verpflichtungen bestehen ausschließlich im Inland; sie werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze bewertet und aufgrund ihrer langfristigen Struktur abgezinst. Es bestehen Vertragslaufzeiten von zwei bis zu sechs Jahren. Der Abzinsungsfaktor beträgt in allen Fällen 3,9% (3,5% bis 5,0%).
Darüber hinaus sind hier weitere langfristige Rückstellungen aus Personalverpflichtungen wie Jubiläumsgelder und dienstzeitabhängige Abfindungen ausgewiesen.
Sonstige l angfristige Verbindlic h keiten
Bei den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern einer französischen Tochtergesellschaft. Diese Verbindlichkeiten entstehen aus einem gesetzlich vorgesehenen Mitarbeitergewinnbeteiligungsprogramm; sie sind frühestens 12 Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres fällig.
Verbindlic h keiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstehen aus dem operativen Geschäft und sind deshalb kurzfristiger Natur. Sie werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt; Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 126,2 | 110,8 |
| Wechselverbindlichkeiten | 3,1 | 3,1 |
| Erhaltene Anzahlungen | 0,8 | 0,6 |
| 130,1 | 114,5 |
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Ku r zfristige Rüc k stellungen
Die kurzfristigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf:
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb | 5,1 | 4,3 |
| Sonstige Verpflichtungen | 18,8 | 19,2 |
| 23,9 | 23,5 |
Unter Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind Rückstellungen für ausstehende Gutschriften, Boni, Rabatte, Gewährleistungen sowie Jahresabschluss- und Beratungskosten enthalten.
Die sonstigen Verpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Sanierungsmaßnahmen und Reorganisation in Höhe von 7,5 Mio € (8,0). Weiterhin sind hier u. a. Rückstellungen für Vertragsrisiken, Prozesskosten, Beitragsverpflichtungen und Rückgabeverpflichtungen für Pfandgebinde ausgewiesen.
Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich wurden von den kurzfristigen Rückstellungen in die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.
Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Veränderung Konsoli |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € | 31.12.2010 | Kursdifferenz | dierungskreis | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | 31. 12. 2011 |
| Verpflichtungen aus dem laufenden | |||||||
| Geschäftsbetrieb | 4,3 | 0,1 | 0,0 | 7,0 | 6,2 | 0,1 | 5,1 |
| Sonstige Verpflichtungen | 19,2 | 0,3 | –0,1 | 21,3 | 20,4 | 1,5 | 18,8 |
| 23,5 | 0,4 | –0,1 | 28,3 | 26,6 | 1,6 | 23,9 |
| Veränderung Konsoli |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € | 31.12.2009 | Kursdifferenz | dierungskreis | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | 31.12.2010 |
| Verpflichtungen aus dem laufenden | |||||||
| Geschäftsbetrieb | 4,6 | 0,3 | 0,0 | 7,8 | 7,9 | 0,5 | 4,3 |
| Sonstige Verpflichtungen | 16,3 | 0,7 | 0,0 | 22,3 | 19,4 | 0,7 | 19,2 |
| 20,9 | 1,0 | 0,0 | 30,1 | 27,3 | 1,2 | 23,5 |
Durch den kurzfristigen Charakter dieser Rückstellungen haben sich keine Aufzinsungsbeträge ergeben.
Ku r zfristige Steu erv erbindlic h keiten
Insgesamt sind unter dieser Position Ertragsteuerverbindlichkeiten von 31,0 Mio € (27,3) ausgewiesen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den Anstieg von Körperschaftund Gewerbesteuerrückstellungen im Inland und in den USA zurückzuführen.
Ku r zfristige Finanz v erbindlic h keiten
Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden verzinsliche Verpflichtungen des FUCHS PETROLUB Konzerns mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten | 16,1 | 16,6 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 0,1 | 3,0 |
| 16,2 | 19,6 |
Sonstige ku r zfristige Verbindlic h keiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 34,7 | 32,7 |
| Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 0,4 | 0,1 |
| Soziale Sicherheit | 4,7 | 4,6 |
| Mitarbeiter | 5,0 | 5,6 |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 8,5 | 5,4 |
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 3,6 | 3,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | 13,5 | 0,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 14,6 | 11,6 |
| 85,0 | 63,6 |
Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich wurden von den kurzfristigen Rückstellungen in die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Diese betreffen hauptsächlich Gratifikationen, Tantiemen, Provisionen, Mitarbeiterprämien und Berufsgenossenschaftsbeiträge. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.
Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten umfassen Verbrauchsteuern, Lohnsteuer und Abgeltungssteuern.
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Siehe Seite 155
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Bei den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen handelt es sich um einen treuhänderisch für ein assoziiertes Unternehmen im Mittleren Osten gehaltenen Betrag, der bilanzverlängernd auf der Aktivseite unter den kurzfristigen Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen ist.
Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 4,8 Mio € (5,3) im Zusammenhang mit den unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Liefervereinbarungen in Frankreich. Ferner werden hierunter auch Provisionsverpflichtungen und kreditorische Debitoren ausgewiesen.
Gem einsc haf tsunternehm en
Quotal einbezogene Gemeinschaftsunternehmen sind mit folgenden Werten in den Konzernabschluss eingeflossen:
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 0,7 | 0,6 |
| Vorräte und Forderungen | 5,3 | 12,7 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 2,6 | 15,2 |
| Vermögen 31.12. | 8,6 | 28,5 |
| Eigenkapital | 4,2 | 23,2 |
| Langfristiges Fremdkapital | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 4,4 | 5,3 |
| Kapital 31.12. | 8,6 | 28,5 |
| Erträge 1.1.–31.12. | 20,7 | 54,3 |
| Aufwendungen 1.1.–31.12. | 18,8 | 45,6 |
Ev entualv erbindlic h keiten und sonstige f inanzielle Verpf lic htungen
Zum Bilanzstichtag setzen sich die zu Nominalwerten angegebenen Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:
| Haftungsverhältnisse (in Mio €) | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung | ||
| von Wechseln (Wechselobligo) | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 2,7 | 3,2 |
| davon zugunsten verbundener Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| davon zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen, bzw. von Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,0 | 0,0 |
| Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für | ||
| fremde Verbindlichkeiten | 15,1 | 14,1 |
Bei den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften handelt es sich um die insolvenzgesicherten Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen.
Bei den Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Garagistendarlehen. Bei diesem in Frankreich üblichen Geschäftsmodell garantiert unsere Landesgesellschaft die Rückzahlung von direkt von einer Bank an die Garagisten gewährten Darlehen. Diese Garantie ist Teil der mit unseren Garagisten abgeschlossenen Liefer- und Finanzierungsvereinbarungen.
Vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen bestehen am 31. Dezember 2011 in Höhe von 9,0 Mio € (5,8). Diese betreffen hauptsächlich europäische Tochterunternehmen.
Operating-Lease-Verträge
Im Konzern sind im Wesentlichen Miet- bzw. Operating-Lease-Verträge für ein Hochregallager, ein Produktionswerk, Lagerhallen, Kraftfahrzeuge, Gabelstapler, EDV-Ausstattung und Software abgeschlossen.
Die folgende Übersicht zeigt die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2011 für Operating Leases, gegliedert nach den Perioden der Zahlungsfälligkeiten:
| Fälligkeiten (in Mio €) | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 9,7 | 9,4 |
| 1 bis 5 Jahre | 17,2 | 18,2 |
| Über 5 Jahre | 2,7 | 4,8 |
| Summe der Mindestleasingzahlungen | 29,6 | 32,4 |
Die Miet- und Leasingzahlungen betrugen im Berichtsjahr 12,0 Mio € (10,5). Für das Hochregallager besteht nach Vertragsende im Jahr 2014 sowohl eine Verlängerungs- als auch eine Kaufoption.
Neben den Operating-Lease-Verpflichtungen bestehen übrige finanzielle Verpflichtungen (EDV-Wartung u.Ä.) in Höhe von 0,8 Mio € (0,7).
Finanzinstru m ente
a) Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten
Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/ oder die Pflichten aus diesem Finanzinstrument von einer unabhängigen anderen Partei übernehmen würde. Aufgrund variierender Einflussfaktoren können die beizulegenden Zeitwerte nur als Indikation für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden.
Die beizulegenden Zeitwerte aller Finanzinstrumente wurden auf der Grundlage der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
Die in der Konzernbilanz unter Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte bzw. Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesenen Beträge erfüllen nicht in voller Höhe die Kriterien des IFRS 7. Insbesondere Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten beruhen nicht auf vertraglichen Vereinbarungen und fallen deshalb nicht unter die Definition von Finanzinstrumenten.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Übrigen Forderungen und sonstigem Vermögen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert des Finanzinstruments weitestgehend dem beizulegenden Zeitwert.
Hinsichtlich der Bewertungskategorien des IAS 39 umfasst die Kategorie Kredite und Forderungen die Buchwerte der Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte.
Zur Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten gehören die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Finanzverbindlichkeiten und die übrigen Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Verbindlichkeiten aus Finance Leases sind in der Zuordnung nach Kategorien nicht enthalten, da diese Finanzinstrumente keiner Bewertungskategorie von IAS 39 zugeordnet sind.
b) Nettogewinne oder -verluste aus Finanzinstrumenten
Die folgende Tabelle zeigt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten:
| in Mio € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle | ||
| Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | –0,4 | 0,0 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 |
| Kredite und Forderungen | –1,3 | 0,5 |
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 |
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten den Saldo aus gebildeten und aufgelösten Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Ausbuchungen uneinbringlicher Forderungen. Sie sind unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.
c) Gesamtzinsertrag und -aufwand
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, ergeben sich wie folgt:
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 1,3 | 1,3 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –2,7 | –3,0 |
Die Zinsen aus diesen Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis des Konzerns ausgewiesen.
d) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
Einsatz von Derivaten. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken. Angesichts einer nur geringen Brutto-Finanzverschuldung des Konzerns – unter Berücksichtigung der liquiden Mittel ergibt sich sogar eine Netto-Cash-Position – sieht die Konzernstrategie keine Zinsfestschreibungen oder andere Methoden der Zinsbegrenzung vor. Insofern wurden wie im Vorjahr keine Derivate zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossen. Es bestanden zum Bilanzstichtag allein folgende, nach Restlaufzeiten gegliederte derivative Finanzpositionen zur Absicherung von Währungsrisiken:
| Nominalwerte (in Mio €) | 3 1 . 1 2 . 2 0 1 1 | 3 1. 1 2 . 2 0 1 0 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Instrument | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt |
| Devisentermingeschäfte | 14,2 | 0,0 | 0,0 | 14,2 | 4,9 | 0,0 | 0,0 | 4,9 |
| Nominalvolumen Derivate | 14,2 | 0,0 | 0,0 | 14,2 | 4,9 | 0,0 | 0,0 | 4,9 |
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge der Währungsderivate. Die Nominalbeträge entsprechen grundsätzlich dem Volumen der gesicherten Grundgeschäfte.
Die vom FUCHS PETROLUB Konzern abgeschlossenen Devisentermingeschäfte dienen der Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Marktwertveränderung des Derivats geht in die Ergebnisrechnung ein, Gleiches gilt für die Marktwertveränderungen damit gesicherter Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten. Der Saldo aus beiden Veränderungen gleicht sich aus.
Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte nur zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte (Forderungen und Verbindlichkeiten aus Intercompany-Darlehen). Die Grundgeschäfte wurden im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen im Konzernabschluss eliminiert. Es bestanden keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung fester Verpflichtungen (firm commitments) sowie zukünftiger (antizipativer) Transaktionen.
Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente stellten sich wie folgt dar:
| Instrument (in Mio €) | Nominalbetrag | Marktwert (netto) |
in GuV berücksichtigt |
im Eigenkapital berücksichtigt |
|---|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 14,2 | –0,4 | –0,4 | 0,0 |
| Summe Derivate | 14,2 | –0,4 | –0,4 | 0,0 |
Marktwert zum 31. 12. 2010
| Instrument (in Mio €) | Nominalbetrag | Marktwert (netto) |
in GuV berücksichtigt |
im Eigenkapital berücksichtigt |
|---|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 4,9 | 0,1 | 0,1 | 0,0 |
| Summe Derivate | 4,9 | 0,1 | 0,1 | 0,0 |
Managem ent der Risiken aus Finanzinstru m enten
Der FUCHS PETROLUB Konzern ist durch seine internationale Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Dazu gehören insbesondere Kreditrisiken, z.B. bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Marktrisiken, wie die Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen. Aus diesen Risiken, aus dem operativen Geschäft sowie aus abrupten Schwankungen auf den Finanzmärkten können darüber hinaus Liquiditätsrisiken resultieren.
Wesentliche finanzwirtschaftliche Risiken werden durch den Zentralbereich Treasury der FUCHS PETROLUB AG überwacht und gesteuert. Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen vom Vorstand genehmigte detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Finanz- und Währungsrisiken werden durch fristen- und währungskongruente Finanzierung sowie durch den Einsatz von Derivaten reduziert, die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist.
Kreditrisiko
Kreditrisiko meint die Gefahr, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Kreditrisiken können aus der Anlage liquider Mittel ebenso wie aus der Gewährung von Zahlungszielen im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen entstehen sowie aus anderen Vereinbarungen, die von der Gegenpartei erst in der Zukunft erfüllt werden müssen.
Z ahlungsmit tel und Z ahlungsmit tel äquivalente
Der Konzern beschränkt den Bestand an liquiden Mitteln in der Regel auf den für das operative Geschäft notwendigen Umfang. Sofern liquide Mittel nicht für das laufende operative Geschäft erforderlich sind, sollen sie möglichst innerhalb des Konzerns angelegt werden. Die Finanzrichtlinie des Konzerns sieht außerdem vor, dass liquide Mittel nur bei bonitätsmäßig einwandfreien Banken mit einem Standard & Poors/Moody's Kurzfristrating von A1 / P1 oder besser angelegt werden dürfen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Aus der Geschäftsbeziehung mit seinen weltweit mehr als 100.000 Kunden hält der FUCHS PETROLUB Konzern ständig nennenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Den Umgang mit den daraus resultierenden Kreditrisiken regelt eine Richtlinie, wobei ländertypisch abweichende Vorgehensweisen zulässig sind. Sofern die interne Kreditbeurteilung, die unter Verwendung externer Kreditinformationen erfolgt, ein zu hohes Kreditrisiko anzeigt, werden Kreditsicherheiten z.B. in Form von Bankgarantien oder Akkreditiven verlangt. Alternativ werden auch Kreditversicherungen eingesetzt. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen über insgesamt 1,5 Mio € (2,5) abgesichert.
Für die verbleibenden Kreditrisiken werden, sobald sie bestimmte Niveaus überschreiten, Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu Anmerkung 21).
Derivative Finanzinstrumente sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte Bei der Auswahl von Banken, mit denen derivative Finanzinstrumente abgeschlossen werden, wird auf ausreichende Bonität der Gegenpartei geachtet. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken mit einem Moody's Langfristrating im Investmentbereich abgeschlossen. Das Risiko der Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner (Kreditrisiko) ist dadurch minimiert.
Maximale Kreditrisikoposition bei den vorgenannten Positionen ist der Buchwert der Forderung oder des finanziellen Vermögenswerts, auch soweit der Vermögenswert derivative Finanzinstrumente oder liquide Mittel betrifft. Der FUCHS PETROLUB Konzern hält seine Kreditrisiken aufgrund der natürlichen Diversifikation sowie seines Kreditrisikomanagements für begrenzt. Konzentrationsrisiken sind derzeit nicht erkennbar.
Liquiditätsrisiko
Als Liquiditätsrisiko wird die Gefahr bezeichnet, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
Die finanziellen Mittel des FUCHS PETROLUB Konzerns stammen im Wesentlichen aus seinem operativen Geschäft. Darüber hinaus werden zeitweise oder auch revolvierend finanzielle Mittel in Form von z.B. Anleihen oder Bankkrediten vor allem zur Finanzierung operativer Betriebsmittel sowie von Investitionsvorhaben genutzt.
Dem Konzern standen neben den bereits genutzten Kreditlinien über 16,2 Mio € (19,7) weitere freie Linien in Höhe von 140 Mio € (198) zur Verfügung. Daneben hat der Konzern die Möglichkeit, durch die Vereinbarung zusätzlicher Bankdarlehen, durch die Begebung von Schuldscheindarlehen, Private Placements oder Anleihen weitere Finanzierungsquellen zu nutzen.
Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Summe der vertraglich fixierten Zahlungen des Konzerns für Rückzahlungen und Zinsen aus den bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2011 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflusst (undiskontiert):
| Finanzielle Verbindlichkeiten (in Mio €) | Summe | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | > 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten inkl. Zinsen | 16,5 | 16,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0,4 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||||||
| und Leistungen | 130,1 | 130,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 24,6 | 24,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 171,6 | 171,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Der Vergleich zum Vorjahr (146,5) zeigt einen Anstieg der Finanzverbindlichkeiten einschließlich Zinsen um 25,1 Mio € auf 171,6 Mio €. Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur.
Der FUCHS PETROLUB Konzern schätzt seine Liquiditätslage als gut ein und sieht für sich kein nennenswertes Liquiditätsrisiko. Neben dem operativen Geschäft – hier stehen den Verbindlichkeiten u. a. kurzfristig fällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 251,1 Mio € gegenüber – stehen ausreichend Finanzierungsmittel und zusätzliche Finanzierungsalternativen zur Verfügung.
Marktrisiko
Aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten unterliegt FUCHS Marktrisiken in Form von Wechselkursrisiken und Zinsänderungsrisiken. Aktienmarktrisiken bestehen nicht, da der Konzern keine frei handelbaren Aktien hält. Die von Pensionsfonds zur Abdeckung von Pensionsverpflichtungen gehaltenen Anlagen sind unter Anmerkung 26 erläutert und fallen nicht unter diese Ausführungen.
Wechselkursrisiken
Bei den Wechselkursrisiken ist zwischen Transaktionsrisiken und Translationsrisiken zu differenzieren.
Die Transaktionsrisiken des Konzerns resultieren insbesondere aus Einkäufen operativer Gesellschaften in einer anderen Währung als der, in welcher die Umsatzerlöse anfallen. Ein Teil der von FUCHS verarbeiteten Rohstoffe wird auf US-Dollar-Basis gehandelt. Gleichzeitig wird der
überwiegende Teil der Umsatzerlöse der Gesellschaften auf deren jeweiligem Heimatmarkt erwirtschaftet. Damit unterliegen alle nicht im US-Dollarraum beheimateten Gesellschaften einem US-Dollar-Transaktionsrisiko.
Beim Export von Fertigprodukten ist die Währung des Exporteurs gleichzeitig Fakturierungswährung. Damit liegen Transaktionsrisiken bei importierenden Konzerngesellschaften oder Drittkunden.
Aus Dividenden- und Lizenzeinnahmen der Holding, welche fast ausnahmslos in der Währung der zahlenden Gesellschaft erfolgen, unterliegt auch die Holding einem Transaktionsrisiko. Insbesondere in Bezug auf den US-Dollar ist dieses dem Transaktionsrisiko vieler operativer Gesellschaften entgegengesetzt, so dass hier ein natürlicher Hedge (Absicherung) vorliegt, der zur Reduzierung der insgesamt im Konzern bestehenden Transaktionsrisiken führt.
Wechselkursrisiken aus der Gewährung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen werden grundsätzlich durch die Vereinbarung entsprechender Devisentermingeschäfte oder anderer originärer oder derivativer Absicherungsinstrumente wie Fremdwährungsaufnahmen oder Zins- und Währungsswaps abgesichert.
Basierend auf der Struktur des Schmierstoffgeschäfts, das keine langen Vorlaufzeiten oder hohen Auftragsbestände kennt, tätigt FUCHS keine langfristigen Währungsabsicherungen seines operativen Geschäfts. Der Wechselkurs ist für die operativen Gesellschaften stattdessen einer von mehreren preisbestimmenden Faktoren, der bei der Kalkulation zu berücksichtigen ist.
Zum FUCHS PETROLUB Konzern gehört eine ganze Reihe nicht im Euro-Raum ansässiger Konzerngesellschaften. Damit bedingen schwankende Wechselkurse im Rahmen der Umrechnung der Umsatzerlöse und Ergebnisse für die Konzernergebnisrechnung sogenannte Translationsrisiken. Sie können unter Umständen die Konzernergebnisrechnung spürbar beeinflussen.
Nennenswerte Translationsrisiken für FUCHS kommen aus den Regionen Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika. Soweit diese Risiken direkt oder auch indirekt gegenüber dem US-Dollar bestehen, sind sie ein natürlicher Hedge des vorgenannten US-Dollar-Transaktionsrisikos. Transaktions- und Translationsrisiken haben damit auf Konzernebene eine kompensierende Wirkung.
Auch bei der Umrechnung der von den ausländischen Tochtergesellschaften gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unterliegt der Konzern Translationsrisiken. Zur Begrenzung dieser Risiken werden kurzfristig zu finanzierende Vermögenswerte in der Regel in lokaler Währung refinanziert und nur die langfristig benötigten Vermögenswerte durch Eigenkapital unterlegt. Die Entwicklung der Eigenkapitalposition wird kontinuierlich beobachtet, in der Regel jedoch nicht gegen Wechselkursschwankungen abgesichert.
Die Finanzverbindlichkeiten bestehen in folgenden Währungen:
| Finanzverbindlichkeiten (in Mio €) | 2011 | in% | 2010 | in% |
|---|---|---|---|---|
| Euro | 0,5 | 3,1 | 3,1 | 15,7 |
| Indische Rupie | 4,2 | 25,9 | 4,1 | 20,8 |
| Chinesischer Renminbi | 3,8 | 23,5 | 2,9 | 14,7 |
| Brasilianischer Real | 1,5 | 9,2 | 3,2 | 16,3 |
| Sonstige Währungen | 6,2 | 38,3 | 6,4 | 32,5 |
| 16,2 | 100,0 | 19,7 | 100,0 |
Zinsänderungsrisiken
Durch die kontinuierliche Verminderung seiner finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern in den letzten Jahren sein Zinsänderungsrisiko stark reduziert. Wurden in früheren Jahren zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken noch derivative Finanzinstrumente eingesetzt, ist deren Einsatz beim heutigen Volumen finanzieller Verbindlichkeiten nicht erforderlich. Ziel ist es, die der Finanzierung des (kurzfristigen) Umlaufvermögens dienenden Finanzmittel fristenkongruent mit kurzfristigen Zinssätzen auszustatten.
Aufgeteilt nach Zinsvereinbarung gliedern sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt. Sicherheiten wurden – mit Ausnahme bei Finanzleasingtransaktionen – keine gestellt.
| Effektiver | Zinsbindung | Buchwert | Buchwert | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten (in Mio €) | Zinssatz | Dauer | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 |
| Variabler | ||||
| EUR-Termingelder | Zinssatz | <1 Jahr | 0,5 | 0,3 |
| Variabler | ||||
| INR-Termingelder | Zinssatz | <1 Jahr | 4,2 | 4,1 |
| Variabler | ||||
| CNY-Termingelder | Zinssatz | <1 Jahr | 3,8 | 2,9 |
| Variabler | ||||
| BRL-Termingelder | Zinssatz | <1 Jahr | 1,5 | 3,2 |
| Jeweilige Vari | ||||
| Termingelder in anderen Währungen | able Zinssätze | <1 Jahr | 6,2 | 6,4 |
| Festzinssatz | ||||
| EUR-Finanzleasing | 6,5% | 2011 | 0,0 | 2,8 |
| 16,2 | 19,7 | |||
Zusammenfassung der Zinssicherungsfristen
| Zinssicherungsfristen (in Mio €) | 2011 | in% | 2010 | in% |
|---|---|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 16,2 | 100,0 | 19,7 | 100,0 |
| 1 bis 5 Jahre | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Über 5 Jahre | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 16,2 | 100,0 | 19,7 | 100,0 |
Sonstige Preisrisiken
Der FUCHS PETROLUB Konzern ist Risiken aus Preisänderungen bei den Waren ausgesetzt, die er für die Herstellung seiner Fertigprodukte benötigt. Eine Absicherung dieser Warenbezüge mittels Derivat erfolgt nicht, da die verfügbaren Instrumente über keine ausreichende Wirksamkeit verfügen. In der Regel werden Rohstoffpreisveränderungen in den Markt weitergegeben, eventuell mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Insofern sind diese Preisrisiken begrenzt.
Sensitivitätsanalysen
Sensitivitätsanalysen beziffern näherungsweise und im Rahmen bestimmter Annahmen, welches Risiko besteht, wenn bestimmte Einflussfaktoren Änderungen erfahren. Im Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko sowie das Wechselkursrisiko werden folgende Veränderungen unterstellt:
- eine Erhöhung der Marktzinssätze aller Währungen um einen Prozentpunkt (Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurven);
- eine gleichzeitige Aufwertung des Euros gegenüber allen Fremdwährungen um 10%.
In die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos bei FUCHS zum Stichtag fließen nur originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente ein. Originäre Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, sind gemäß IFRS 7 keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zinsderivate, die unter Umständen eine Auswirkung auf das Finanzergebnis haben könnten, bestanden nicht.
Damit hätte ein um einen Prozentpunkt höheres Marktzinsniveau auf die am 31. Dezember 2011 ausgewiesenen variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 0,2 Mio € (0,2) gehabt. Unterstellt ist, dass der höhere Zinssatz für ein ganzes Jahr Anwendung gefunden hätte.
Das Fremdwährungsrisiko wird über alle am Bilanzstichtag ungesicherten Netto-Fremdwährungspositionen ermittelt. Eine gleichzeitige Abwertung des Euros gegenüber allen Fremdwährungen um 10% hätte einen ergebnismindernden Effekt von 0,5 Mio € (0,5) zur Folge gehabt.
Weitere Anhangangaben
Erl äuterungen zu r K apital f lussrec hnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die liquiden Mittel des FUCHS PETROLUB Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 ("Cashflow Statements") werden die Zahlungsströme unterschieden zwischen betrieblicher Tätigkeit sowie solchen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst den in der Bilanz ausgewiesenen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis nach Steuern indirekt abgeleitet. Hierbei werden die zugrunde liegenden Veränderungen von Bilanzpositionen um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Diese Veränderungen der Bilanzpositionen können daher nicht direkt mit den entsprechenden Werten aus der Konzernbilanz abgestimmt werden.
Die Cashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus der Veränderung des Konsolidierungskreises werden dabei bereinigt. Sofern Tochtergesellschaften bzw. Geschäftsaktivitäten erworben bzw. veräußert werden, werden die Einflüsse hieraus in der Kapitalflussrechnung in eigenen Posten dargestellt.
Der freie Cashflow errechnet sich aus dem Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit und dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit.
Die Effekte aus der Umstellung von der Quotenkonsolidierung auf die At-Equity-Bewertung aufgrund des Verlusts der gemeinschaftlichen Führung bei zwei assoziierten Unternehmen sind im Abschnitt "Veränderungen des Konsolidierungskreises" erläutert.
Vom Finanzmittelfonds zum Ende der Periode stammen 2,5 Mio € (7,7) von anteilig konsolidierten Unternehmen.
37
Erl äuterungen zu r Segm entberic hterstat tung
Im Rahmen der Segmentberichterstattung bilden die geografischen Regionen entsprechend der konzerninternen Organisations- und Berichtsstruktur des FUCHS PETROLUB Konzerns die operativen Geschäftssegmente. Diese Aufgliederung orientiert sich gemäß den Grundsätzen des IFRS 8 "Geschäftssegmente" an der konzerninternen Steuerung und spiegelt die Berichterstattung der Geschäftsfelder in den Konzernleitungsgremien wider. Entsprechend der internen Steuerung werden die Regionen Europa, Asien-Pazifik, Afrika sowie Nord- und Südamerika abgegrenzt. Die einzelnen Gesellschaften werden dabei nach ihrer regionalen Zugehörigkeit in die Segmente eingeordnet.
Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Überleitung der Segmentdaten zu den Gesamtwerten des Konzerns ergibt sich aus der Spalte "Holdinggesellschaften inklusive Konsolidierung". Hier sind neben den Abschreibungen, Ergebnissen, Vermögenswerten und Schulden der Holdinggesellschaften auch die Intersegmenteliminierungen im Bereich der Umsätze enthalten. Konzerninterne Umsätze und Transfers erfolgen zu Preisen und Bedingungen unabhängiger Geschäftspartner.
Segmentvermögen und Segmentergebnis enthalten alle direkt zurechenbaren Positionen sowie in geringem Umfang indirekte Werte. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden beinhalten Aktiva und Passiva, die zur Erzielung der Segmentergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) beigetragen haben.
Im Segmentvermögen Asien-Pazifik, Afrika sind Buchwerte assoziierter Unternehmen von 20,4 Mio € (6,8) enthalten. Die Höhe der langfristigen Vermögenswerte (Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) beträgt in Deutschland 166,7 Mio € (159,1). Auf das Ausland entfallen 166,2 Mio € (165,3), hiervon betreffen 59,5 Mio € (60,2) die USA.
Die Gesamtentwicklung der Segmente ist auf den Seiten 118 und 119 dargestellt und zeigt die Werte für das Berichtsjahr und die entsprechenden Vergleichszahlen des Vorjahres. Die Aufstellung zeigt für jede geografische Region als zentrale Steuerungsgrößen die Umsatzerlöse, Abschreibungen und das jeweilige Segmentergebnis (EBIT). Die Summe der Segmentergebnisse wird übergeleitet auf das Konzernergebnis nach Steuern. Weiterhin sind die Segmentvermögen angegeben und die Verbindlichkeiten der einzelnen Segmente; Letztere sind auf die Konzernschulden übergeleitet. Die Aufstellung enthält ebenfalls die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Segmente und die jeweils erzielte EBIT-Marge.
Angaben zu den Umsätzen nach Tätigkeitsbereichen sind in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung unter Anmerkung 1 aufgeführt.
Siehe Seiten 118 und 119
von der Holdinggesellschaft wahrgenommenen Aufgaben im Bereich Forschung und Entwicklung, Produktmarketing, Markenpflege, Werbung etc. werden den Tochtergesellschaften in Abhängigkeit von deren Umsatz Lizenzgebühren verrechnet. Darüber hinaus werden für Managementleistungen und ähnliche Dienstleistungen Kostenumlagen vorgenommen. Die Abrechnung des Leistungsverkehrs zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgt zu Bedingungen wie unter unabhängigen Geschäftspartnern.
Aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit quotal einbezogenen Unternehmen hat der FUCHS PETROLUB Konzern Forderungen in Höhe von 3,6 Mio € (0,1), Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1,7 Mio € (0,0). Es wurden Umsatzerlöse von 4,1 Mio € (0,8) erzielt.
Gegenüber den at equity bewerteten Unternehmen bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr Forderungen des FUCHS PETROLUB Konzerns in Höhe von 0,4 Mio € (0,4) sowie Dividendenforderungen in Höhe von 3,3 Mio € (0,0). Bei der Verbindlichkeit in Höhe von 13,5 Mio € (0,0) handelt es sich um einen treuhänderisch für ein assoziiertes Unternehmen im Mittleren Osten gehaltenen Betrag, der gleichzeitig bilanzverlängernd auf der Aktivseite unter den kurzfristigen Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen wird. Der Wert der Warenlieferungen an at equity bewertete Unternehmen im Jahr 2011 betrug 1,6 Mio € (1,5).
Mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestehen keine Beraterverträge.
Hinsichtlich der Informationen zu den Pensionsfonds verweisen wir auf die Anmerkung 26.
Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens lagen nicht vor." Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als Abschlussprüferin der FUCHS PETROLUB AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit ihrem uneingeschränkten Testat versehen.
Siehe Seite 155
Au fsic htsr at
Prof. Dr. Jürgen Strube Vorsitzender (bis 11. Mai 2011) Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE Mannheim Weitere Mandate*:
Dr. Jürgen Hambrecht Vorsitzender (ab 11. Mai 2011) Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der BASF SE Neustadt an der Weinstraße
Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs Stellvertretender Vorsitzender Mannheim Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG
Weitere Mandate*:
MVV Energie AG (bis 18. März 2011)
Bertelsmann AG 2 (bis 30. Mai 2011)
Prof. Dr. Bernd Gottschalk Geschäftsführender Gesellschafter der AutoValue GmbH (bis 11. Mai 2011) Ehemaliger Präsident des Verbands der Automobilindustrie e.V.
Weitere Mandate*:
Weitere Mandate*: Daimler AG Lufthansa AG
TRUMPF GmbH + Co. KG
- HYMER AG 1 (bis 24. Februar 2011)
- Roche Deutschland Holding GmbH
- Roche Diagnostics GmbH
- Schaeffler GmbH
- Voith AG
Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien: Compagnie Plastic Omnium S.A. (Frankreich)
Ines Kolmsee Vorstandsvorsitzende der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG
(ab 11. Mai 2011) Tutzing Weitere Mandate*:
Esslingen
UMICORE S.A. (ab 26. April 2011)
| Horst Münkel 3 | Industriemeister Chemie |
|---|---|
| Mannheim | FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH |
| Lars-Eric Reinert 3 | Industriemeister Metall |
| Altenholz | FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH |
| Dr. Erhard Schipporeit Hannover |
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON AG |
| Weitere Mandate*: | |
| BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (ab 7. Juli 2011) | |
| Deutsche Börse AG | |
| Hannover Rückversicherung AG | |
| SAP AG | |
| Talanx AG | |
| Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien: | |
Fidelity Funds SICAV (Luxemburg) TUI Travel Plc. (Großbritannien)
1 Vorsitzender
- 2 Stellvertretender Vorsitzender
- 3 Arbeitnehmervertreter
- * Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 Abs. 2 AktG
Vorstand
Stefan R. Fuchs Vorsitzender
Hirschberg Konzernmandate:
Limburgerhof Konzernmandate: Erstbestellung: 1999 FUCHS CORPORATION
Dr. Lutz Lindemann Mitglied
Kerzenheim Erstbestellung: 2009 Ablauf des Mandats: 2013
Dr. Georg Lingg Mitglied
Mannheim Konzernmandate:
Dr. Ralph Rheinboldt Mitglied
Heddesheim Konzernmandate:
- Erstbestellung: 1999 ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD.
- Ablauf des Mandats: 2016 FUCHS CORPORATION
- FUCHS LUBRICANTS CO.
- FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD.
Dr. Alexander Selent Stellvertretender Vorsitzender
-
Ablauf des Mandats: 2014 FUCHS LUBRICANTS (CHINA) LTD.
-
Erstbestellung: 2004 FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD.
- Ablauf des Mandats: 2015 FUCHS LUBRICANTS (KOREA)
- FUCHS LUBRICANTS (CHINA) LTD.
- FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY LTD.
- FUCHS LUBRICANTS TAIWAN CORP. (ab 11. Feburar 2011)
-
FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD. (ab 1. Dezember 2011)
-
Erstbestellung: 2009 CENTURY OILS INTERNATIONAL LTD.
- Ablauf des Mandats: 2013 FUCHS LUBRICANTS BENELUX N.V./ S.A.
- FUCHS HELLAS S.A.
- FUCHS LUBRICANTES, S.A.
- FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC.
- FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A. 1
- FUCHS LUBRIFICANTI S.P.A.
- FUCHS OIL FINLAND OY
- MOTOREX AG LANGENTHAL
1 Vorsitzender
Vergütung der Mitglieder des Vorstands
| Bezüge des Vorstands (in T€) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Bezüge des Vorstands | 6.101 | 5.547 |
| davon feste Vergütungen | 1.478 | 1.436 |
| davon variable Vergütungen | 4.623 | 4.111 |
| Laufender Dienstzeitaufwand für Pensionszusagen | ||
| an tätige Mitglieder des Vorstands | 298 | 281 |
| Ehemalige Mitglieder des Vorstands | ||
| Gesamtbezüge | 447 | 950 |
| Pensionsrückstellungen | 490 | 4.917 |
| Deckungsüberhang aus Pensionsverpflichtungen | 447 | 0 |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammen. Die festen Vergütungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr und die variablen Vergütungen werden im Folgejahr ausbezahlt. Bei den festen Gehaltsbestandteilen ergibt sich eine inflationsbedingte Erhöhung. Die variable Vergütung des Vorstands basiert auf einer auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg abgestellten Incentiveregelung. Diese Regelung folgt dem FUCHS Value Added (FVA), gekoppelt mit einem Leistungsfaktor. Der FVA stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzüglich der Kapitalkosten dar. Der Leistungsfaktor misst jährlich die Erreichung der für den gesamten Vorstand geltenden langfristig ausgerichteten Ziele. Die variable Vergütung des Vorstands hat sich durch die Veränderung des FVA und die Gewichtung des Leistungsfaktors erhöht. Leistungen aus Anlass der Beendigung der Arbeitsverhältnisse des Vorstands sind nicht vorgesehen. Ebenso bestehen keine aktienbasierten Vergütungen.
Der Deckungsüberhang aus Pensionsverpflichtungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands resultiert aus der Übertragung der inländischen Pensionsverpflichtungen auf einen externen Versorgungsträger zum 1. Dezember 2011. Der Deckungsüberhang von 447 T€ ergibt sich aus dem vorhandenen Deckungsvermögen von 5.128 T€ abzüglich der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.681 T€ .
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 11. Mai 2011 erfolgt keine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütungen für die Dauer von fünf Jahren.
Vergütung der Mitglieder des Au fsic htsr ats
Die Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder stellt sich wie folgt dar:
| Angaben (in T €) | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Vergütung für Ausschusstätigkeit |
Sitzungsgeld/ Nebenleistungen |
Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitglieder des Aufsichtsrats | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| Prof. Dr. Jürgen Strube 1 | 20 | 30 | 14 | 60 | 3 | 0 | 4 | 4 | 41 | 94 |
| Dr. Jürgen Hambrecht 2 | 40 | 0 | 28 | 0 | 6 | 0 | 13 | 0 | 87 | 0 |
| Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs | 45 | 23 | 31 | 45 | 23 | 10 | 15 | 5 | 114 | 83 |
| Prof. Dr. Bernd Gottschalk 1 | 10 | 15 | 7 | 30 | 6 | 10 | 9 | 5 | 32 | 60 |
| Ines Kolmsee 2 | 20 | 0 | 14 | 0 | 13 | 0 | 7 | 0 | 54 | 0 |
| Horst Münkel | 30 | 15 | 21 | 30 | 0 | 0 | 5 | 3 | 56 | 48 |
| Lars-Eric Reinert | 30 | 15 | 21 | 30 | 0 | 0 | 5 | 3 | 56 | 48 |
| Dr. Erhard Schipporeit | 30 | 15 | 21 | 30 | 30 | 20 | 11 | 7 | 92 | 72 |
| Gesamt | 225 | 113 | 157 | 225 | 81 | 40 | 69 | 27 | 532 | 405 |
1 Mitglied bis zur Hauptversammlung am 11. Mai 2011 – zeitanteilige Vergütung für 2011.
2 Mitglied seit der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 – zeitanteilige Vergütung für 2011.
Die Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat (§ 15 der Satzung) hat die Hauptversammlung am 11. Mai 2011 angepasst. Die neuen Vergütungsregeln tragen der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder wie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. Die feste Vergütung und die Vergütung für die Ausschusstätigkeit werden nach Ablauf des Geschäftsjahres und das Sitzungsgeld nach der jeweiligen Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung ausbezahlt. Die variable Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr wird im Folgejahr nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung ausbezahlt.
Siehe Seiten 30 und 31
Die Grundzüge des Vergütungssystems der FUCHS PETROLUB AG für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Lagebericht des Konzerns dargestellt. Die Vergütung des Aufsichtsrats wird ebenfalls auf den Seiten 30 und 31 näher beschrieben.
Die Vergütung für den Beirat beträgt unverändert 52 T€.
Er kl ärung zu m Deutsc hen Corpor ate Gov ernanc e Kodex nac h §161 Ak tG
FUCHS PETROLUB AG hat die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Der Wortlaut wird auf der Internetseite www.fuchs-oil.de/ entsprechenserklaerung.html öffentlich zugänglich gemacht und ist auf Seite 28 abgedruckt.
Honor are und Dienstleistungen des Absc hlussprü fers
Abschlussprüfer des Konzernabschlusses ist die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim.
Für den Abschlussprüfer wurden Honorare von 332 T€ (310) für Jahresabschlussprüfungen und 9 T€ (17) für andere Bestätigungsleistungen als Aufwand erfasst. Steuerberatungsleistungen (0) und Aufwendungen für sonstige Leistungen (6) sind keine angefallen.
Ereignisse nac h dem Bil anzstic htag
Kurz nach Beendigung des Geschäftsjahres hat der Konzern im Zusammenhang mit einer Akquisition des türkischen Gemeinschaftsunternehmens bei diesem eine Kapitalerhöhung über 10,1 Mio € durchgeführt. Andere Ereignisse von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.
Anteilsbesit z
Stand 31. Dezember 2011
I. Verbundene Unternehmen
Inland
| Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T €) | Anteil am Kapital (in%)1 |
Eigen kapital 2 |
Umsatz 20112 |
Konsoli dierung3 |
|---|---|---|---|---|
| BREMER & LEGUIL GMBH, Duisburg4 FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH, Mannheim4 |
100 100 |
324 24.587 |
29.739 472.639 |
V V |
| FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim4 | 100 | 8.590 | 0 | V |
| FUCHS LUBRITECH GMBH, Kaiserslautern4 | 100 | 5.021 | 96.727 | V |
| PARAFLUID MINERALOELGESELLSCHAFT MBH, Hamburg4 | 100 | 628 | 10.671 | V |
| WISURA BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Bremen | 100 | 57.479 | 0 | N |
| WISURA MINERALÖLWERK GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO., Bremen | 100 | 1.023 | 13.106 | V |
42
43
4 4
Europa (ohne Inland)
| Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T €) | Anteil am Kapital (in%)1 |
Eigen kapital 2 |
Umsatz 20112 |
Konsoli dierung3 |
|---|---|---|---|---|
| CENTURY OILS INTERNATIONAL LTD., Stoke-on-Trent/Großbritannien | 100 | 6727 | 07 | V |
| FUCHS AUSTRIA SCHMIERSTOFFE G.M.B.H., Thalgau/Österreich | 70 | 3.011 | 15.417 | V |
| FUCHS HELLAS S.A., Athen/Griechenland | 97,4 | 761 | 4.167 | V |
| FUCHS LUBRICANTES S.A.U., Castellbisbal/ Spanien | 100 | 20.896 | 52.345 | V |
| FUCHS LUBRICANTS BENELUX N.V./ S.A., Huizingen/Belgien | 100 | 8.785 | 31.229 | V |
| FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC., Stoke-on-Trent/Großbritannien (Teilkonzern) | 100 | 27.776 | 115.048 | V |
| FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A., Nanterre / Frankreich | 99,7 | 22.991 | 110.947 | V |
| FUCHS LUBRIFICANTES UNIPESSOAL LDA., Moreira-Maia / Portugal | 100 | 2.600 | 8.776 | V |
| FUCHS LUBRIFIC,ANTI S.P.A., Buttigliera d`Asti/Italien | 100 | 18.448 | 58.976 | V |
| FUCHS LUBRITECH INTERNATIONAL (UK) LTD., London/Großbritannien | 100 | 6.000 | 0 | V |
| FUCHS LUBRITECH S.A.S., Ensisheim/ Frankreich | 100 | 1.234 | 8.243 | V |
| FUCHS LUBRITECH (UK) LTD., London/Großbritannien | 100 | 2.780 | 6.345 | V |
| FUCHS MAK DOOEL, Skopje /Mazedonien | 100 | 436 | 1.016 | N |
| FUCHS MAZIVA D.O.O., Samobor/Kroatien | 100 | 2.000 | 4.627 | V |
| FUCHS MAZIVA LSL D.O.O., Brezice / Slowenien | 100 | 712 | 2.294 | V |
| FUCHS OIL CORPORATION (CZ) SPOL. S.R.O., Prag/ Tschechische Republik | 100 | 2.926 | 10.194 | V |
| FUCHS OIL CORPORATION (PL) SP. Z O.O., Gleiwitz / Polen | 100 | 8.664 | 42.367 | V |
| FUCHS OIL CORPORATION (SK) SPOL. S.R.O., Dubová-Nemecká / Slowakische Republik | 100 | 1.549 | 7.452 | V |
| FUCHS OIL FINLAND OY, Vaasa / Finnland | 100 | 771 | 2.847 | V |
| FUCHS OIL HUNGARIA KFT, Budaörs/Ungarn | 100 | 167 | 3.446 | V |
| FUCHS SMÖRJMEDEL SVERIGE AB, Helsingborg/ Schweden | 100 | 208 | 594 | N |
| JV FUCHS MASTYLA UKRAINA, L'Viv /Ukraine | 80 | 2.617 | 8.578 | V |
| MOTOREX AG LANGENTHAL, Langenthal/ Schweiz | 50 | 5.183 | 24.096 | Q |
| OOO FUCHS OIL, Jaroslavl/Russland | 100 | 5.625 | 26.523 | V |
A SI EN - PA ZI FIK / A FRIK A
| Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T €) | Anteil am Kapital (in%)1 |
Eigen kapital 2 |
Umsatz 20112 |
Konsoli dierung3 |
|---|---|---|---|---|
| FUCHS JAPAN LTD., Tokio/Japan | 100 | 2.904 | 10.729 | V |
| FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY. LTD., Sunshine-Melbourne /Australien (Teilkonzern) |
100 | 34.352 | 130.444 | V |
| FUCHS LUBRICANTS (CHINA) LTD., Schanghai/Volksrepublik China | 100 | 32.197 | 97.115 | V |
| FUCHS LUBRICANTS (INDIA) PVT. LTD., Mumbai/Indien | 100 | 5.182 | 14.077 | V |
| FUCHS LUBRICANTS IRANIAN COMPANY (PJS), Teheran/Iran | 50 | 2.411 | 8.546 | E |
| FUCHS LUBRICANTS (KOREA) LTD., Seoul/ Südkorea | 100 | 4.512 | 17.404 | V |
| FUCHS LUBRICANTS (PHILIPPINES) INC., Manila / Philippinen | 100 | 166 | 0 | V |
| FUCHS LUBRICANTS (SOUTH AFRICA) (PTY.) LTD., Johannesburg/ Südafrika | 100 | 9.051 | 46.206 | V |
| FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD., Yingkou-City /Volksrepublik China | 100 | 28.846 | 90.839 | V |
| FUCHS LUBRICANTS (NEW ZEALAND) LTD., Auckland/Neuseeland | 100 | 08 | 08 | V |
| FUCHS LUBRICANTS PTE. LTD., Singapur/ Singapur | 100 | 2.030 | 7.060 | V |
| FUCHS LUBRICANTS REGIONAL HEADQUARTER (EAST ASIA) LTD., Schanghai/ Volksrepublik China |
100 | 1.480 | 0 | V |
| FUCHS LUBRICANTS TAIWAN CORP., Taipei/ Taiwan | 100 | 1.291 | 3.726 | V |
| FUCHS LUBRITECH JAPAN LTD., Osaka /Japan | 100 | 235 | 856 | N |
| FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD., Sharjah/Vereinigte Arabische Emirate | 50 | 43.215 | 28.046 | E |
| FUCHS PETROLUBE (MALAYSIA) SDN. BHD., Shah Alam/Malaysia | 100 | 1.805 | 4.644 | V |
| FUCHS THAI HOLDING LTD., Bangkok / Thailand | 100 | 313 | 0 | V |
| OPET FUCHS MADENI YAG SANAYI VE TICARET A.S., Izmir/ Türkei | 50 | 3.218 | 17.134 | Q |
| PT FUCHS INDONESIA, Jakarta /Indonesien | 100 | 2.274 | 6.158 | V |
| SIAM-FUCHS LUBRICANTS CO. LTD., Bangkok / Thailand | 100 | 1.388 | 4.698 | V |
Nord - und Südamerika
| Anteil am Kapital |
Eigen | Umsatz | Konsoli | |
|---|---|---|---|---|
| Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T €) | (in%)1 | kapital 2 | 20112 | dierung3 |
| FUCHS ARGENTINA S.A., El Talar de Pacheco/Argentinien (Teilkonzern) | 100 | 4.172 | 16.092 | V |
| FUCHS CORPORATION, Dover, Delaware /USA (Teilkonzern) | 100 | 97.023 | 227.906 | V |
| FUCHS DO BRASIL S.A., São Paulo/Brasilien | 100 | 10.707 | 39.069 | V |
| FUCHS LUBRICANTS CANADA LTD., Cambridge, Ontario/Kanada | 100 | 9.3475 | 24.4285 | V |
| FUCHS LUBRICANTS CO., Harvey, Illinois/USA | 100 | 86.1345 | 198.0795 | V |
| FUCHS URUGUAY S.A., Montevideo/Uruguay | 100 | –176 | 2176 | V |
| LUBRICANTES FUCHS DE MEXICO S.A. DE C.V., Queretaro/Mexiko | 100 | 3.6175 | 11.5055 | V |
| PROMOTORA FUCHS S.A. DE C.V., Queretaro/Mexiko | 100 | 315 | 1.1005 | V |
II. Assoziierte Unternehm en
| Anteil am Kapital |
Eigen | Umsatz | Konsoli | |
|---|---|---|---|---|
| Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T €) | (in%)1 | kapital 2 | 20112 | dierung3 |
| ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD., Jeddah/ Saudi-Arabien | 32 | 39.732 | 178.777 | E |
III. Sonstige Beteiligungsunternehm en (Beteiligungsquote > 5 %)
| Name und Sitz der Gesellschaft (Beträge in T €) | Anteil am Kapital (in%)1 |
|---|---|
| NIPPECO LTD., Tokio/Japan | 11 |
1 Anteil der FUCHS PETROLUB AG einschließlich des mittelbaren Anteilsbesitzes.
2 Eigenkapital und Umsatz sind zu 100% ausgewiesen. Die Werte basieren bei den Gesellschaften im Inland auf den deutschen Jahresabschlüssen (HB I), bei den Gesellschaften im Ausland auf den geprüften und testierten IFRS-Abschlüssen (HB II) vor Konsolidierung. Die Umrechnung in den Euro erfolgte bei den Eigenkapitalien zum Stichtagskurs zum 31.12.2011, bei den Umsatzerlösen zum kumulierten Durchschnittskurs des Jahres 2011.
3 Einbeziehung in den Konzernabschluss:
V = Vollkonsolidierung nach IAS 27,
Q = Quotenkonsolidierung nach IAS 31,
E = Equity-Methode nach IAS 28,
N = Nicht in den Konzernabschluss einbezogen aufgrund untergeordneter Bedeutung.
4 Gesellschaft mit Ergebnisabführungsvertrag.
5 Im Teilkonzernabschluss (HB II) FUCHS CORPORATION, USA, enthalten.
6 Im Teilkonzernabschluss (HB II) FUCHS ARGENTINA S.A., Argentinien, enthalten.
7 Im Teilkonzernabschluss (HB II) FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC., Großbritannien, enthalten.
8 Im Teilkonzernabschluss (HB II) FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY. LTD., Australien, enthalten.
Der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG hat den Konzernabschluss am 16. März 2012 aufgestellt, zur Veröffentlichung freigegeben und am gleichen Tag mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 21. März 2012 zur Billigung vorgelegt.
Er kl ärung des Vorstands und Versic herung nac h §§ 297 Abs. 2 , 315 Abs. 1 HGB Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Mannheim, den 16. März 2012 FUCHS PETROLUB AG
Vorstand
S. Fuchs Dr. A. Selent
Dr. L. Lindemann Dr. G. Lingg Dr. R. Rheinboldt
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die FUCHS PETROLUB AG
Verm er k zu m Konzernabsc hluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften – bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Entwicklung des Konzerneigenkapitals, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang – für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
Die gesetzlichen Vertreter der FUCHS PETROLUB AG sind verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Verantwortung des Abschlussprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Prüfungsurteil
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.
Verm er k zu m Konzernl ageberic ht
Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die gesetzlichen Vertreter der FUCHS PETROLUB AG sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 16. März 2012
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Walter Beyer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG
Gewinnund Verlustrechnung
| in Mio € | 2011 | 2010 | ||
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsergebnis | 147,4 | 145,2 | ||
| Kosten für Verwaltung | –27,6 | –25,9 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | 36,8 | 32,9 | ||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –4,9 | –2,7 | ||
| 31,9 | 30,2 | |||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 151,7 | 149,5 | ||
| Finanzergebnis | 0,8 | –1,2 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 152,5 | 148,3 | ||
| Außerordentliche Aufwendungen | 0,0 | –0,1 | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –25,5 | –24,1 | ||
| Jahresüberschuss | 127,0 | 124,1 | ||
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 69,3 | 70,4 | ||
| Ertrag aus der Kapitalherabsetzung | 0,0 | 0,0 | ||
| Einstellung in die Kapitalrücklage | 0,0 | 0,0 | ||
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | –63,5 | –62,0 | ||
| Bilanzgewinn | 132,8 | 132,5 |
Bilanz
| in Mio € | 31. 12. 2011 | 31.12.2010 | ||
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2,3 | 2,4 | ||
| Sachanlagen | 3,9 | 1,1 | ||
| Finanzanlagen | 375,9 | 366,0 | ||
| Anlagevermögen | 382,1 | 369,5 | ||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 190,5 | 151,9 | ||
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 16,9 | 0,3 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 207,4 | 152,2 | ||
| Flüssige Mittel | 0,0 | 0,0 | ||
| Umlaufvermögen | 207,4 | 152,2 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,6 | 0,1 | ||
| 590,1 | 521,8 | |||
| Passiva | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 71,0 | 71,0 | ||
| 71,0 | 71,0 | |||
| Kapitalrücklagen | 95,7 | 95,7 | ||
| Gewinnrücklagen | 251,3 | 187,8 | ||
| Bilanzgewinn | 132,8 | 132,5 | ||
| Eigenkapital | 550,8 | 487,0 | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 0,1 | 14,8 | ||
| Übrige Rückstellungen | 22,4 | 17,2 | ||
| Rückstellungen | 22,5 | 32,0 | ||
| Verbindlichkeiten | 16,8 | 2,8 | ||
| Verbindlichkeiten | 16,8 | 2,8 | ||
| 590,1 | 521,8 |
Vorschl ag über die Verwendung des Bil anzgewinns
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung 2012 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vorzulegen:
Gewinnverwendungsvorschlag (in €)
| dividendenberechtigte Stammaktie, das sind 35.490.000 Stücke, d.s. | 34.780.200,00 |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € auf jede am Bilanzstichtag | |
| dividendenberechtigte Vorzugsaktie, das sind 35.490.000 Stücke, d.s. | 35.490.000,00 |
| 70.270.200,00 | |
| Vortrag auf neue Rechnung | 62.568.200,34 |
| Bilanzgewinn (HGB) der FUCHS PETROLUB AG | 132.838.400,34 |
Glossar
Assoziiertes Unternehmen
Unternehmen, bei welchem der Anteilseigner über maßgeblichen Einfluss verfügt (Beteiligungsquote mindestens 20 %) und das kein Tochterunternehmen ist.
B
A
Beteiligungsergebnis
Anteilige Ergebnisse von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungsgesellschaften und assoziierten Unternehmen.
Beteiligungsgesellschaf t
Unternehmen, auf das kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (Beteiligungsquote unter 20 %).
C
C apital Employed
Im Jahresdurchschnitt eingesetztes Kapital, das aus Eigenkapital, verzinslichen Verbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen und kumulierten Goodwill-Abschreibungen nach Abzug der flüssigen Mittel besteht.
C ashflow
Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben der Abrechnungsperiode. Der vom FUCHS PETROLUB Konzern im Geschäftsbericht dargestellte Brutto-Cashflow errechnet sich aus
Ergebnis nach Steuern
-
- Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte
-
± Veränderung der langfristigen Rückstellungen
-
± Veränderung der latenten Steuern
- ± nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen.
Der Brutto-Cashflow ist Ausdruck der Innenfinanzierungskraft, die dem Unternehmen für Investitionen, die Finanzierung des Nettoumlaufvermögens, Schuldentilgung, Dividendenzahlungen und zur Speisung des Finanzmittelbestands zur Verfügung steht.
Compliance
Einhaltung sämtlicher für das Unternehmen relevanter gesetzlicher und rechtlicher Bestimmungen, Richtlinien und ethischer Standards.
Corporate Governance
Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Corporate Governance umfasst das gesamte System der Führung und Überwachung eines Unternehmens und schließt die Organisation, die geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie das gesamte System der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen ein.
D
Derivative Finanzinstrumente
Finanzprodukte, deren eigener Wert sich überwiegend vom Preis, von den Preisschwankungen und Preiserwartungen des zugrunde liegenden Basisgeschäfts ableitet, ohne dass dieses Grundgeschäft selbst getätigt werden muss. Derivate werden im FUCHS PETROLUB Konzern ausschließlich zur Begrenzung von Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.
EBIT
Abkürzung für "Earnings before Interest and Taxes". Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
E
EBITDA
Abkürzung für "Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation". EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
EBIT-Marge
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz.
EBT
Abkürzung für "Earnings before Taxes". Ergebnis vor Steuern und einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
Eigenkapitalquote
Anteil der Eigenmittel (= Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und kumuliertes übriges Eigenkapital) an der Bilanzsumme.
Eigenkapitalrendite
Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Eigenkapital des Konzerns.
Entsprechenserkl ärung
Erklärung von Aufsichtsrat und Vorstand nach § 161 Aktiengesetz zur Umsetzung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Equit y-Methode
Konsolidierungsmethode zur Darstellung assoziierter Unternehmen im Konzernabschluss. Die Beteiligung wird mit dem konzernanteiligen Eigenkapital bewertet. Eigenkapitalveränderungen dieser Unternehmen wirken sich im Wertansatz der Beteiligung aus, das anteilige Jahresergebnis ist im Konzernergebnis enthalten.
I A S
Abkürzung für "International Accounting Standards". Rechnungslegungsvorschriften, die eine internationale Harmonisierung und Vergleichbarkeit von Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen. Sie werden von einem internationalen Gremium, dem "International Accounting Standards Board" (IASB), erstellt.
I
I FR S
Abkürzung für "International Financial Reporting Standards": Ersetzen seit 2001 die "International Accounting Standards" (IAS). FUCHS PETROLUB erstellt ihren Konzernabschluss seit 2002 auf Basis der IAS /IFRS.
Joint Ventures
Gemeinschaftlich, zu je gleichen Anteilen mit anderen Unternehmen geführte Gesellschaften.
M
M DA X
Aktienindex der mittelgroßen Börsenwerte in Deutschland. Der MDAX folgt als zweites Wertsegment dem DAX (30 hochkapitalisierte Aktiengesellschaften). Die FUCHS PETROLUB Vorzugsaktie ist seit dem 1. Januar 2003 für den Prime-Standard-Bereich der Deutschen Börse zugelassen und seit Juni 2008 Mitglied des aus 50 Werten bestehenden MDAX-Segments.
O
Operatives Net toumlaufvermögen
Das Nettoumlaufvermögen (Net Operating Working Capital, NOWC) setzt sich zusammen aus den Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bezeichnet das unmittelbar benötigte Kapital zur Generierung von Umsatzerlösen.
Quotenkonsolidierung
Joint Ventures werden anteilsmäßig (quotal) in den Konzernabschluss einbezogen, d.h. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Joint Venture sind lediglich mit dem auf den FUCHS PETROLUB Konzern entfallenden Anteil enthalten.
RO C E
Abkürzung für "Return on Capital Employed". Rendite auf das eingesetzte Kapital (Ergebnis vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen, Finanzergebnis, Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter bezogen auf das Capital Employed).
R
S teuerquote
Ertragsteueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern.
T
S
Tochterunternehmen
Unternehmen, das von einem anderen Unternehmen beherrscht wird.
Umsat zrendite
Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.
U
Volatilität
Maß für die Schwankungsintensität eines Wertpapier- oder Devisenkurses um seinen eigenen Mittelwert innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
V
ZEHNJAHRESÜBERSICHT
FUC HS PETROLU B KONZERN
| Werte in Mio € | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | ||||||||||
| Umsatz | 1.668,1 | 1.458,6 | 1.178,1 | 1.393,7 | 1.365,3 | 1.323,3 | 1.192,2 | 1.096,3 | 1.040,9 | 1.064,7 |
| davon Inland | 436,2 | 351,8 | 267,1 | 343,7 | 324,7 | 300,8 | 268,2 | 262,2 | 249,8 | 264,9 |
| davon Ausland | 1.231,9 | 1.106,8 | 911,0 | 1.050,0 | 1.040,6 | 1.022,5 | 924,0 | 834,1 | 791,1 | 799,8 |
| Materialaufwand | 964,2 | 808,0 | 645,4 | 820,7 | 776,7 | 777,4 | 682,0 | 605,6 | 569,5 | 579,6 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 611,8 | 567,0 | 457,1 | 488,1 | 509,2 | 466,9 | 424,8 | 407,7 | 387,2 | 399,7 |
| in % vom Umsatz | 36,7 | 38,9 | 38,8 | 35,0 | 37,3 | 35,3 | 35,6 | 37,2 | 37,2 | 37,5 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 264,2 | 250,1 | 179,9 | 171,7 | 195,2 | 161,2 | 128,8 | 86,2 | 75,1 | 70,0 |
| in % vom Umsatz | 15,8 | 17,1 | 15,3 | 12,3 | 14,3 | 12,2 | 10,8 | 7,9 | 7,2 | 6,6 |
| Finanzergebnis | – 3,9 | – 4,7 | – 7,0 | – 8,9 | – 8,5 | – 11,8 | – 15,7 | – 18,8 | – 23,1 | – 26,0 |
| Ergebnis nach Steuern | 183,1 | 171,6 | 121,4 | 110,3 | 120,3 | 97,2 | 74,2 | 40,1 | 30,9 | 24,1 |
| in % vom Umsatz | 11,0 | 11,8 | 10,3 | 7,9 | 8,8 | 7,3 | 6,2 | 3,7 | 3,0 | 2,3 |
| Vermögen / Kapital | ||||||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 388,6 | 358,8 | 307,2 | 292,7 | 265,8 | 266,8 | 279,6 | 254,0 | 272,0 | 316,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 601,0 | 535,4 | 438,5 | 411,1 | 449,1 | 419,6 | 411,7 | 374,6 | 363,9 | 361,6 |
| Bilanzsumme | 989,6 | 894,2 | 745,7 | 703,8 | 714,9 | 686,4 | 691,3 | 628,6 | 635,9 | 678,4 |
| Eigenkapital 1 | 658,2 | 545,9 | 392,9 | 315,3 | 325,9 | 303,2 | 232,6 | 159,8 | 137,7 | 110,1 |
| in % des Gesamtkapitals | 66,5 | 61,0 | 52,7 | 44,8 | 45,6 | 44,2 | 33,6 | 25,4 | 21,7 | 16,2 |
| Rückstellungen 1, 2 | 46,7 | 97,9 | 129,2 | 111,0 | 111,1 | 97,0 | 94,7 | 97,5 | 112,0 | 107,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 16,2 | 19,7 | 58,2 | 124,1 | 71,9 | 98,5 | 157,3 | 194,2 | 239,3 | 318,4 |
| in % des Gesamtkapitals | 1,6 | 2,2 | 7,8 | 17,6 | 10,1 | 14,4 | 22,8 | 30,9 | 37,6 | 46,9 |
| Gearing (Nettofi nanzverschuldung zu EK) 3 | – 0,08 | 0,00 | 0,13 | 0,56 | 0,23 | 0,38 | 0,80 | 1,39 | 1,94 | 3,28 |
| Andere Verbindlichkeiten 2 | 268,5 | 230,7 | 165,4 | 153,4 | 206,0 | 187,7 | 206,7 | 177,1 | 146,9 | 142,5 |
| Eigenkapitalrendite in % 4 | 31,0 | 36,6 | 35,3 | 33,3 | 37,1 | 36,9 | 38,1 | 32,5 | 34,7 | 29,9 |
| Finanzierung | ||||||||||
| Brutto-Cashfl ow | 137,0 | 173,4 | 139,9 | 126,8 | 147,8 | 116,8 | 100,8 | 81,7 | 79,6 | 76,2 |
| Mittelzufl uss aus betrieblicher Tätigkeit | 90,1 | 133,2 | 206,3 | 59,6 | 152,2 | 90,7 | 77,8 | 84,7 | 89,1 | 78,5 |
| Mittelabfl uss aus Investitionstätigkeit | – 31,9 | – 55,5 | – 25,5 | – 52,1 | – 23,8 | – 4,3 | – 26,1 | – 28,6 | – 11,5 | – 30,5 |
| Mittelveränderungen aus | ||||||||||
| Finanzierungstätigkeit | – 69,6 | – 80,0 | – 110,7 | – 50,6 | – 103,2 | – 71,2 | – 54,7 | – 57,4 | – 60,3 | – 60,0 |
| Freier Cashfl ow | 58,2 | 77,7 | 180,8 | 7,5 | 128,4 | 86,4 | 51,7 | 56,1 | 77,6 | 48,0 |
| Investitionen in Sachanlagen | 34,6 | 31,6 | 28,5 | 42,9 | 21,6 | 16,5 | 24,6 | 21,2 | 18,4 | 27,0 |
| davon Inland | 18,7 | 16,2 | 19,7 | 21,9 | 3,8 | 5,5 | 8,2 | 9,1 | 7,3 | 12,1 |
| davon Ausland | 15,9 | 15,4 | 8,8 | 21,0 | 17,8 | 11,0 | 16,4 | 12,1 | 11,1 | 14,9 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 18,4 | 17,7 | 16,9 | 16,2 | 16,8 | 18,0 | 22,5 | 22,5 | 25,5 | 28,3 |
| in % der Sachanlageinvestitionen | 53,2 | 56,0 | 59,3 | 37,8 | 77,8 | 109,1 | 91,5 | 106,1 | 138,6 | 104,8 |
FUC HS PETROLU B KONZERN
| Werte in Mio € | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | ||||||||||
| Anzahl Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 3.680 | 3.534 | 3.587 | 3.864 | 3.807 | 3.909 | 4.149 | 4.221 | 4.188 | 4.100 |
| Inland | 1.086 | 1.010 | 1.003 | 1.073 | 1.044 | 1.077 | 1.101 | 1.094 | 1.124 | 1.151 |
| Ausland | 2.594 | 2.524 | 2.584 | 2.791 | 2.763 | 2.832 | 3.048 | 3.127 | 3.064 | 2.949 |
| Personalaufwand | 228,7 | 215,9 | 193,8 | 191,0 | 182,0 | 181,5 | 174,4 | 173,5 | 171,9 | 179,8 |
| in % vom Umsatz | 13,7 | 14,8 | 16,5 | 13,7 | 13,3 | 13,7 | 14,6 | 15,8 | 16,5 | 16,9 |
| Umsatz je Mitarbeiter (in T €) | 453,3 | 412,7 | 328,4 | 360,7 | 358,6 | 338,5 | 287,3 | 259,7 | 248,5 | 259,7 |
| Forschung und Entwicklung | ||||||||||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 27,5 | 25,1 | 22,2 | 22,7 | 23,7 | 22,1 | 20,6 | 21,4 | 22,6 | 23,6 |
| in % vom Umsatz | 1,6 | 1,7 | 1,9 | 1,6 | 1,7 | 1,7 | 1,7 | 2,0 | 2,2 | 2,2 |
FUC HS -WERTPAPIERE
| Werte in € | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis | Stämme | 2,56 | 2,39 | 1,69 | 1,48 | 1,54 | 1,23 | 0,93 | 0,60 | 0,54 | 0,47 |
| je Aktie 5, 6 | Vorzüge | 2,58 | 2,41 | 1,71 | 1,50 | 1,56 | 1,25 | 0,95 | 0,62 | 0,56 | 0,49 |
| Ausschüttungssumme | |||||||||||
| (in Mio €) 7 | 70,3 | 63,2 | 39,5 | 37,1 | 37,0 | 25,2 | 17,4 | 13,7 | 12,9 | 11,0 | |
| Dividende je Stammaktie 6, 7 | 0,98 | 0,88 | 0,55 | 0,51 | 0,48 | 0,31 | 0,21 | 0,17 | 0,16 | 0,14 | |
| Dividende je Vorzugsaktie 6, 7 | 1,00 | 0,90 | 0,57 | 0,53 | 0,50 | 0,33 | 0,23 | 0,19 | 0,18 | 0,16 | |
| Anzahl Aktien in Tausend zum 31.12. 6 |
Stämme | 35.490 | 35.490 | 35.490 | 35.792 | 37.749 | 38.907 | 38.907 | 38.907 | 38.907 | 36.128 |
| Vorzüge | 35.490 | 35.490 | 35.490 | 35.792 | 37.755 | 38.907 | 38.907 | 38.907 | 38.907 | 34.798 | |
| Börsenkurse per 31. 12. | |||||||||||
| Stammaktie 6 | 30,1 | 32,9 | 20,2 | 13,0 | 21,0 | 17,3 | 10,6 | 8,6 | 4,8 | 2,4 | |
| Vorzugsaktie 6 | 33,8 | 37,0 | 21,6 | 11,3 | 20,2 | 19,3 | 11,0 | 8,0 | 4,4 | 2,4 | |
| Genussschein 1998 – 2008 (in %) |
– | – | – | – | 103,5 | 109,8 | 113,9 | 115,3 | 110,0 | 105,9 |
1 Ab 2007 direkte Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gegen das Eigenkapital.
2 Ab 2010 werden die Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich unter den Anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bis 2009 erfolgte der Ausweis unter den Rückstellungen.
3 Die Relation von Finanzverbindlichkeiten zuzüglich Pensionsrückstellungen und abzüglich liquiden Mitteln zu Eigenkapital.
4 Bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital des Jahres.
5 Vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen.
6 Die Vorjahresangaben wurden zur besseren Vergleichbarkeit um durchgeführte Kapitalmaßnahmen (Gratisaktien, Aktiensplits, Kapitalerhöhungen) bereinigt.
7 Für 2011 Dividendenvorschlag.
IMPRESSUM
Herausgeber
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Wirtschaftspresse
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Konzept und Gestaltung
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Fotografie | Bildnachweis
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Satz
BG media design GmbH, Darmstadt
Druck
Societätsdruckerei, Mörfelden-Walldorf
Dieser Geschäftsbericht wurde am 22. März 2012 veröffentlicht und ist bei der FUCHS PETROLUB AG, Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache zu beziehen.
Auf unserer Internetseite stehen Ihnen alle Finanzberichte der FUCHS PETROLUB AG zum Herunterladen zur Verfügung. Die deutsche und englische Fassung des Geschäftsberichts können Sie auch als interaktive Online-Geschäftsberichte aufrufen.
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FINANZK ALENDER TERMINE 2012
| 22. März | Vorlage des konzern- und einzelabschlusses 2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| sowie Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2011 | ||||||
| bilanzpressekonferenz, Mannheim | ||||||
| analystenkonferenz, Frankfurt am Main | ||||||
| 2. Mai | zwischenbericht zum 31. März 2012 | |||||
| Pressetelefonkonferenz | ||||||
| analystentelefonkonferenz | ||||||
| 9. Mai | Ordentliche Hauptversammlung, Mannheim | |||||
| 10. Mai | informationsveranstaltung für Schweizer aktionäre, zürich | |||||
| 2. august | zwischenbericht zum 30. juni 2012 | |||||
| Halbjahrespressekonferenz, Mannheim | ||||||
| analystentelefonkonferenz | ||||||
| 5. november | zwischenbericht zum 30. September 2012 | |||||
| Pressetelefonkonferenz | ||||||
| analystentelefonkonferenz | ||||||
HAU P T VERSAM MLUNG 2012
Die ordentliche Hauptversammlung fi ndet am Mittwoch, 9. Mai 2012, 10.00 Uhr, im Mozartsaal des m:con Congress Center rosengarten, rosengartenplatz 2 in Mannheim statt. einladung und tagesordnung erhalten die aktionäre über ihre Hinterlegungsbanken. Die auszahlung der in der Hauptversammlung zu beschließenden Dividenden erfolgt ab 10. Mai 2012.
ZUKUNF TSGERIC HTETE AUSSAGEN UND PROGNOSEN
Dieser Geschäftsbericht enthält in die zukunft gerichtete aussagen, die auf annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der FUCHS PetrOlUb aG beruhen. auch wenn die Unternehmensleitung der ansicht ist, dass diese annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche entwicklung und die künftigen tatsächlichen ergebnisse von diesen annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen lage, der Wechselkurse und der zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der Schmierstoffi ndustrie gehören. FUCHS PetrOlUb aG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
FUC H S Pe t rO lU b aG | G eS C H Ä F t S beri C H t 2011