AI assistant
FUCHS PETROLUB SE — Annual Report 2008
Apr 1, 2009
170_10-k_2009-04-01_67e99fb5-0bd4-49cc-84e2-cf3b30b13f4c.pdf
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
GESCHÄFTSBERICHT 2008
Wer in die Zukunft investiert, vergrößert seine Chancen.
FUCHS PETROLUB AG
GESCHÄFTSBERICHT 2008 INHALT
3 Überblick
- 3 FUCHS auf einen Blick
- 4 Konzernstruktur
- 4 Beteiligungsgesellschaften und Produktionsstandorte
- 5 Das Unternehmen
8 Das Jahr 2008
- 8 Brief an die Aktionäre
- 10 Bericht des Aufsichtsrats
- 16 Organisation
- 20 Corporate Governance Bericht
- 24 FUCHS-Wertpapiere
29 Lagebericht des Konzerns
- 29 Strategische Ziele und Geschäftsmodell
- 31 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung
- 34 Geschäftsverlauf
- 45 Segmentbericht nach Regionen
- 54 Forschung und Entwicklung
- 56 Mitarbeiter
- 59 Angaben laut § 315 Absatz 4 HGB
- 62 Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
- 63 Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für Organmitglieder
- 64 Risikobericht
- 71 Prognosebericht
72 Finanzbericht
- 73 74 84 137 138 140 141 142 144 Inhalt Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG Konzernanhang Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns Wesentliche verbundene Unternehmen und Beteiligungen Glossar Impressum
- 145 Finanzkalender
- 146 Zehnjahresübersicht
Wer in die Zukunft investiert, vergrößert seine Chancen.
Das Sonderthema des diesjährigen Geschäftsberichts finden Sie auf den Seiten 6–7, 22–23, 32–33 und 52–53.
FUCHS AUF EINEN BLICK
FUCHS PETROLUB Konzern
| 2008 | 2007 | Veränderungen in % |
|---|---|---|
| 1.393,7 | 1.365,3 | 2,1 |
| 1.050,0 | 1.040,6 | 0,9 |
| 75,3 | 76,2 | |
| 191,7 | 216,0 | –11,3 |
| 13,8 | 15,8 | |
| 171,7 | 195,2 | –12,0 |
| 12,3 | 14,3 | |
| 110,3 | 120,3 | –8,3 |
| 7,9 | 8,8 | |
| 46,6 | 24,4 | 91,0 |
| 247,8 | 124,0 | |
| 315,3 | 325,9 | –3,3 |
| 44,8 | 45,6 | |
| 703,8 | 714,9 | –1,6 |
| 3.855 | 3.787 | 1,8 |
| 4,43 | 4,63 | – 4,3 |
| 4,49 | 4,69 | – 4,3 |
| 1,54 | 1,44 | 6,9 |
| 1,60 | 1,50 | 6,7 |
Produktionsstandorte außerhalb Europas
KONZERNSTRUKTUR
An der Spitze des Konzerns steht als konzernleitende Muttergesellschaft die FUCHS PETROLUB AG, die zumeist direkt und zu 100% Beteiligungsgesellschaften hält.
Zum 31. Dezember 2008 umfasste der Konzern 55 operativ tätige Gesellschaften. In den Konzernabschluss wurden ferner nicht operative Holding-, Verwaltungs- und Grundstücksgesellschaften einbezogen, womit sich die Zahl der konsolidierten Gesellschaften auf 58 erhöhte. Von den 55 operativen Gesellschaften übten sechs ihre Geschäftstätigkeit im Inland und 49 im Ausland aus. Die Organisations- und Berichtsstruktur folgt den geografischen Regionen:
Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika.
BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN UND PRODUKTIONSSTANDORTE
| [Stand 31.12.2008] | Beteiligungsgesellschaften1 | Produktionsstandorte2 |
|---|---|---|
| Deutschland | 6 | 7 |
| Europäisches Ausland | 21 | 9 |
| Nordamerika | 3 | 8 |
| Südamerika | 3 | 2 |
| Afrika | 1 | 1 |
| Asien-Pazifik | 21 | 11 |
| Summe | 55 | 38 |
1 Ohne Verwaltungs-, Grundstücks- und inaktive Gesellschaften 2 Ohne Partnerwerke in Saudi-Arabien und der Schweiz
Produktionsstandorte in Europa
DAS UNTERNEHMEN
FUCHS PETROLUB ist ein in Deutschland ansässiger, global operierender Konzern, der weltweit Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten herstellt und vertreibt. Das Unternehmen, das 1931 gegründet wurde und seinen Sitz in Mannheim hat, steht auf der Weltrangliste der unabhängigen Anbieter auf Platz 1.
Der Konzern beschäftigt in Europa und Übersee derzeit 3.855 Mitarbeiter in insgesamt 55 operativ tätigen Gesellschaften.
Die nach Umsatz wichtigsten Regionen für FUCHS sind Westeuropa, Nordamerika und Asien.
Das Unternehmen hat einen weit über dem Branchendurchschnitt liegenden Spezialisierungsgrad und verfügt über eine hohe Innovationsgeschwindigkeit. Das Sortiment umfasst mehrere Tausend Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten für alle Lebensbereiche und Industrien. Wir bedienen unter anderem Kunden aus der Land- und Forstwirtschaft, dem Bergbau und der Energiegewinnung, dem Baugewerbe, der Produktions-, Investitions- und Konsumgüterindustrie, dem Transport- und Dienstleistungsgewerbe sowie dem Handel.
Die Stamm- und Vorzugsaktien sind an den Wertpapierbörsen in Frankfurt am Main und Stuttgart im amtlichen Handel sowie an der Schweizer Wertpapierbörse in Zürich notiert.
Wer in den Fortschritt investiert, vergrößert seine Markterfolge.
7
Wer an die Zukunft glaubt, muss langfristig in sie investieren. Dort wo sie stattfindet. In den Wachstumsmärkten China, Indien und Brasilien. Und auch in Deutschland. In das Stammwerk Mannheim sowie in die LUBRITECH-Zentrale in Kaiserslautern. Genau das macht die Investitionsinitiative von FUCHS. Mit einem großen, 70 Millionen Euro umfassenden Maßnahmenpaket, das unsere Technologieführerschaft und Leistungsfähigkeit in strategisch wichtigen Anwendungsgebieten nachhaltig verbessern wird. Weltweit.
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
8
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
nach sechs erfolgreichen Jahren in Folge begann auch das Jahr 2008 vielversprechend. Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte machten sich jedoch die kräftige Abkühlung der Weltkonjunktur und die Volatilitäten bei den Rohstoffkosten und Währungen bemerkbar. Insgesamt haben wir das Geschäftsjahr 2008 mit einem Ergebnis nach Steuern von 110 Mio € sowie einem Ergebnis je Aktie, das um 4% unter Vorjahr lag, zufriedenstellend abgeschlossen.
Das organische Umsatzwachstum von 5,3% im Jahr 2008 war preisgetrieben. Die signifikanten Rohstoffverteuerungen Mitte 2008 führten zu einer Margenverwässerung, und der abrupte Nachfragerückgang ab Anfang November belastete die Ergebnisrechnung. Dadurch reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Jahr 2008 um 12% auf 171 Mio €. Die beiden Effekte führten zu einer hohen Mittelbindung beim Vorratsvermögen zum Jahresende, wodurch der freie Cashflow deutlich zurückging.
Heute wissen wir, dass die Wirtschaftskrise global ist und voraussichtlich mindestens das Jahr 2009 über anhalten wird. Es zahlt sich aus, dass FUCHS in den vergangenen Jahren seine Bilanz deutlich gestärkt, Schwachstellen bereinigt und sich auf sein Kernarbeitsgebiet fokussiert hat. Mit einer Eigenkapitalquote von 45% zum Jahresende sowie einem Verhältnis von Eigenkapital zu Nettofinanzschulden von 3:1 ist der Konzern nicht nur solide finanziert, sondern verfügt darüber hinaus durch den Großaktionär über die notwendige Stabilität im Aktionariat. Wir werden unser diszipliniertes Kostenmanagement mit den jeweils erforderlichen Maßnahmen intensiviert fortsetzen. Wir sind uns der derzeit äußerst schwierigen Wirtschaftslage bewusst, sehen allerdings auch Chancen. Wir werden unsere Marktposition weiter ausbauen und strategisch sowie finanziell sinnvolle Akquisitionsgelegenheiten nutzen. Die fallenden Rohstoffkosten werden sich sowohl in der Ergebnis- als auch in der Cashflowrechnung positiv auswirken.
Wir wollen die Verwendung der erwirtschafteten Mittel weiterhin ausgewogen zwischen Investitionen im Unternehmen und Dividendenzahlung an unsere Aktionäre verteilen, damit Sie am Unternehmenserfolg teilhaben. Wir beabsichtigen, die im Vorjahr angekündigte Investitionsoffensive in die Bereiche Forschung und Entwicklung, in das Spezialitätengeschäft sowie in Wachstumsmärkte in den Jahren 2009 und 2010 fortzuführen. Damit schaffen wir die notwendige Basis, um auch in Zukunft zu wachsen und uns bei unseren Kunden als Technologie-Partner weiter zu etablieren. In Mannheim laufen die Planungen für den Neubau eines Labor- und Vertriebszentrums, in Kaiserslautern wird im Jahr 2009 der neue Firmensitz der LUBRITECH-Gruppe mit Labor und Produktionsstandort fertiggestellt. Im Jahr 2008 haben wir ein neues, hochmodernes Werk in Schanghai eröffnet, und im Verlauf der Jahre 2009 und 2010 planen wir sowohl in Indien als auch in Brasilien Werksneubauten.
Stimmt die Hauptversammlung dem Vorschlag der Verwaltung zu, so erhöht sich bei gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderter Ausschüttungssumme die Dividende durch das Aktienrückkaufprogramm um 7% auf 1,60 € je Vorzugsaktie und 1,54 € je Stammaktie.
Die weitere Entwicklung ist nach dem globalen Nachfrageeinbruch nur schwer einschätzbar. Wir müssen davon ausgehen, dass die derzeit unbefriedigenden Marktbedingungen im weiteren Verlauf dieses Jahres Bestand haben werden. Zurzeit ist jede Vorhersage mit hohen Risiken behaftet, und daher können wir erst dann den Ausblick für das Jahr 2009 konkretisieren, wenn wir von unseren Märkten aussagefähige Signale erhalten. FUCHS geht in einer robusten Verfassung in diese schwierige Zeit und vertraut auf sein bewährtes Geschäftsmodell.
FUCHS PETROLUB hat ihren Vorstand erweitert und damit das Unternehmen auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Mit einem Durchschnittsalter von unter 50 Jahren und einer Betriebszugehörigkeit von über zehn Jahren ist der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG zugleich jung und erfahren.
Ihnen, den Aktionärinnen und Aktionären der FUCHS PETROLUB AG, danke ich für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen, in sein Management und in seine Belegschaft auch in dieser schwierigen Zeit. Unser weltweites Team ist fokussiert und motiviert. Dafür möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken und ihnen versichern, dass wir durch besonnenes Reagieren und beherztes Handeln mit FUCHS PETROLUB den Wandel aktiv gestalten werden.
Mannheim, den 26. März 2009
Stefan Fuchs Vorsitzender des Vorstands
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir haben in den letzten Wochen des Jahres 2008 eine in der jüngeren Geschichte beispiellose und in ihrem Ausmaß überraschende Wirtschaftskrise gesehen, die vor keiner Branche und keiner Weltregion Halt gemacht hat. Vor diesem Hintergrund wirkt ermutigend, dass FUCHS in den letzten Jahren konsequent Schwachstellen bereinigt, sich auf sein Kernarbeitsgebiet fokussiert und dabei die Erfolgsrechnung sowie die Bilanz wesentlich verbessert hat. Der Konzern ist für diese schwierige Zeit gut gerüstet, passt sich den veränderten Umständen weiter an und will gestärkt aus der Krise hervorgehen.
Berichte und Sitzungen
10
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2008 die ihm nach Gesetz, Satzung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde regelmäßig und eingehend anhand schriftlicher und mündlicher Berichte überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.
Es fanden fünf turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, in denen die strategische und operative Entwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftsfelder sowie zahlreiche wesentliche Einzelmaßnahmen beraten wurden.
Zwei der Sitzungen fanden im ersten Halbjahr (27. März und 6. Mai 2008) und drei im zweiten Halbjahr (21. Juli, 3. November und 11. Dezember 2008) statt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an den Sitzungen teil. Ebenso haben die Mitglieder des Vorstands an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.
Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen gab es zahlreiche Arbeitsgespräche des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, um einen stetigen Informationsfluss und Meinungsaustausch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand zu gewährleisten.
Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik, Geschäftsentwicklung, Rentabilität und Lage des Unternehmens sowie zu allen relevanten Fragen der strategischen Weiterentwicklung unterrichtet. Die Unternehmensplanung mit Finanzplanung, Personalplanung sowie die Akquisitions- und Investitionspolitik, die Budgetüberwachung sowie die strategische Unternehmensplanung waren wichtige Beratungspunkte.
Detailliert wurden in den Sitzungen alle wesentlichen Investitions-, Akquisitions- und Beteiligungsprojekte erörtert. Weitere Themen waren u.a. die Wachstumschancen in Nordamerika, die strukturellen und technologischen Perspektiven in Europa, die Entwicklung des Industrieschmierstoffgeschäfts in Deutschland, die Auswirkungen der 2007 in Kraft getretenen europäischen Verordnung zur Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien (REACH) auf FUCHS sowie die Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Rohstoffen. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit der strategischen Weiterentwicklung der Human Resources, den personellen Veränderungen im Vorstand, dem Vergütungssystem und mit den wesentlichen Vertragselementen für die Vorstände. Vom Chief Compliance Officer ließ sich der Aufsichtsrat über dessen Tätigkeit, die im Berichtszeitraum getroffenen Maßnahmen sowie anstehende Projekte im FUCHS PETROLUB Konzern berichten. Auch die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde überarbeitet und ein Prüfungsausschuss bestellt.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragsentwicklung des Konzerns und wichtiger Beteiligungsgesellschaften sowie die Berichte aus den jeweiligen Weltregionen bzw. Sparten bildeten Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen. Mit Blick auf mittel- bis langfristige technologische Veränderungen waren Fragen zur strategischen Grundausrichtung des FUCHS PETROLUB Konzerns ein weiterer Themenschwerpunkt.
Die wesentlichen Steuerungselemente der zukünftigen Geschäftsentwicklung fanden die besondere Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats. Umfassend wurde das Budget 2009 für Ertrag, Bilanz und Cashflow beraten. In diesem Zusammenhang wurden auch mögliche Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf FUCHS erörtert. Gleiches galt für das Investitionsbudget, das nach der Geschäftsordnung des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Angesichts der bisher größten Investitionsmaßnahmen des Konzerns zum Neu- bzw. Ausbau von Werken in Deutschland, China, Indien und Brasilien beschäftigte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit Chancen, Risiken, Produktivitäts- und Qualitätsverbesserungen sowie den Marktzielen dieser Vorhaben und stimmte dem Investitionsplan zu.
Außerdem hat sich der Aufsichtsrat ausführlich über den Verlauf des am 10. Mai 2007 begonnenen und im Jahr 2008 fortgesetzten Aktienrückkaufprogramms informiert. Schließlich wurde auch die Dividendenpolitik 2008 erörtert.
Insgesamt konnte sich der Aufsichtsrat anhand der schriftlichen und mündlichen Berichte davon überzeugen, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt und die notwendigen Maßnahmen rechtzeitig ergreift.
Der Aufsichtsrat hat auch im Jahr 2008 die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit überprüft und sieht Verbesserungen in der Zusammenarbeit als kontinuierlichen Prozess. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats gehört dem Gremium eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder an.
Corporate Governance Bericht und Entsprechenserklärung
12
Aufsichtsrat und Vorstand haben über die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit den im Jahr 2008 erfolgten Änderungen intensiv beraten und am 11. Dezember 2008 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben.
Die Erläuterungen zur Entsprechenserklärung sind in diesen Geschäftsbericht im Corporate Governance Bericht aufgenommen worden. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung wurde den Aktionären außerdem auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands, die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder und die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Aufgaben in der Geschäftsordnung des Vorstands überarbeitet und teilweise neu geregelt.
Auch die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde im Zusammenhang mit den Änderungen des Corporate Governance Kodex überprüft und angepasst.
Handlungen und Entscheidungen, die der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungstätigkeit unternommen bzw. getroffen hat, standen zu keiner Zeit in einem Konflikt mit Interessen eines oder mehrerer Aufsichtsratsmitglieder. Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern traten ebenfalls nicht auf.
Arbeit der Ausschüsse im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner satzungsmäßigen Kompetenz drei Ausschüsse gebildet: einen Personalausschuss, einen Nominierungsausschuss und mit Beschluss vom 21. Juli 2008 einen Prüfungsausschuss.
Dem Personalausschuss des Aufsichtsrats gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Strube als Vorsitzender, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Fuchs als stellvertretender Vorsitzender und Prof. Dr. Bernd Gottschalk an. Der Personalausschuss trat im Berichtsjahr zu vier Sitzungen am 21. Juli, 22. September, 30. Oktober und 11. Dezember 2008 zusammen und befasste sich insbesondere mit der Bestellung von zwei neuen Vorstandsmitgliedern. Zusätzlich wurden weitere Personalthemen der Vorstände sowie die Weiterentwicklung der Führungsnachwuchskräfte im FUCHS PETROLUB Konzern erörtert.
Gemäß der Empfehlung des Corporate Governance Kodex bildete der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss, der mit den Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und der dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen
Strube als Vorsitzender, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Fuchs als stellvertretender Vorsitzender, Prof. Dr. Bernd Gottschalk und Dr. Erhard Schipporeit an. Im Berichtsjahr ist der Ausschuss nicht zusammengetreten.
Dem Prüfungsausschuss gehören Dr. Erhard Schipporeit als Vorsitzender, der zugleich als "Audit Committee Financial Expert" benannt ist, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Fuchs und Prof. Dr. Bernd Gottschalk an. Der Prüfungsausschuss trat im Berichtsjahr zu drei Sitzungen am 29. Juli, 31. Oktober und 11. Dezember 2008 zusammen. Der Prüfungsausschuss überwachte den Rechnungslegungsprozess und erörterte vor Veröffentlichung die Quartalsergebnisse. Der Prüfungsausschuss legte die Prüfungsschwerpunkte für das Berichtsjahr fest und erteilte den Prüfungsauftrag an den Wirtschaftsprüfer. Außerdem nahm das Gremium den Prüfungsbericht der internen Konzernrevision entgegen und verabschiedete den Prüfungsplan für 2009.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2008 der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, erteilt. Die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers wurde abgegeben.
Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 und der Lagebericht sowie der auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FUCHS PETROLUB AG wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die bei der Auftragserteilung vom Prüfungsausschuss für den Berichtszeitraum festgelegten Prüfungsschwerpunkte wurden von KPMG vertieft behandelt. Insbesondere bestätigte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand gemäß § 91 Absatz 2 AktG ein angemessenes Risikoüberwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung eingehend geprüft. Die Prüfungsberichte der KPMG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden im Prüfungsausschuss am 19. März 2009 sowie in der Bilanzsitzung am 26. März 2009 umfassend behandelt. An beiden Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis des
Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist, und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung an.
Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und diesen dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
- die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
14
- bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 6. Mai 2008 legte Prof. (em.) Dr. Dr. h. c. mult. Otto H. Jacobs sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats nach 20-jähriger verdienstvoller Zugehörigkeit nieder. An seiner Stelle wurde als neues Aufsichtsratsmitglied Dr. Erhard Schipporeit, ehemaliger Finanzvorstand der E.ON AG, gewählt. Bereits im Vorfeld der Hauptversammlung war Lars-Eric Reinert am 16. April 2008 als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG gewählt worden. Er ist Nachfolger von Heinz Thoma, der seit dem Börsengang von FUCHS im Jahr 1985 diesem Gremium angehörte und altersbedingt zum 16. April 2008 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Der Aufsichtsrat dankt seinen früheren Mitgliedern für die langjährige und erfolgreiche Tätigkeit.
Im Berichtsjahr gab es im Vorstand keine personellen Veränderungen. Zum 1. Januar 2009 wurde eine neue Organisationsstruktur mit regionalen Vorstandsressorts für Europa sowie Asien-Pazifik und Afrika eingeführt und der Vorstand von bisher vier auf sechs Mitglieder erweitert. Die bisherigen Mitglieder der Konzernleitung Dr. Lutz Lindemann und Dr. Ralph Rheinboldt wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2009 zu Vorstandsmitgliedern der FUCHS
mit dieser Weiterentwicklung der Organisation noch besser genutzt werden. Das Geschäftsjahr 2008 hat der FUCHS PETROLUB Konzern mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Dafür gebührt allen, die daran beteiligt waren, hohe Anerkennung. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, der Konzernleitung, den Betriebsräten sowie allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren großen Einsatz sowie die konstruktive, ver-
PETROLUB AG bestellt. Die Wachstums- und Ergebnischancen des Unternehmens können
trauensvolle und erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr.
Mannheim, den 26. März 2009
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr. Jürgen Strube Vorsitzender des Aufsichtsrats
ORGANISATION ORGANE DER GESELLSCHAFT
Aufsichtsrat
16
Prof. Dr. Jürgen Strube Mannheim
Dr. Manfred Fuchs Mannheim
Hans-Joachim Fenzke* Mannheim
Prof. Dr. Bernd Gottschalk Esslingen
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Otto H. Jacobs Heddesheim (bis 6. Mai 2008)
Lars-Eric Reinert* Altenholz (seit 16. April 2008)
Dr. Erhard Schipporeit Hannover (seit 6. Mai 2008)
Heinz Thoma* Mannheim (bis 16. April 2008) Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE
Stellvertretender Vorsitzender Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG
Industriemeister Chemie FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
Ehemaliger Präsident des Verbands der Automobilindustrie e.V.
Em. Ordinarius für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Treuhandwesen und betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Mannheim
Industriemeister Metall FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON AG
Industriekaufmann FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
* Arbeitnehmervertreter
Vorstand
| Stefan R. Fuchs | Vorsitzender |
|---|---|
| Hirschberg | |
| Dr. Alexander Selent Limburgerhof |
Stellvertretender Vorsitzender |
| L. Frank Kleinman Chicago, USA |
Mitglied |
| Dr. Lutz Lindemann Kerzenheim (ab 1. Januar 2009) |
Mitglied |
| Dr. Georg Lingg Mannheim |
Mitglied |
| Dr. Ralph Rheinboldt Heddesheim (ab 1. Januar 2009) |
Mitglied |
| Beirat | |
| Dr. Manfred Fuchs Mannheim |
Vorsitzender Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG |
| Siraj Alhamrani Jeddah, Saudi-Arabien |
Chief Operating Officer der Alhamrani Group |
| Jürgen Fitschen Frankfurt |
Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank AG |
| Franz K. von Meyenburg Herrliberg, Schweiz |
Vize-Präsident des Verwaltungsrats der AXA Winterthur Versicherung |
Vorstandsvorsitzender der MLP AG
Mitglied des Vorstands der BayWa AG
Chief Compliance Officer der BASF SE
(bis 30. Juni 2008)
Dr. Uwe Schroeder-Wildberg Heidelberg
Roland Schuler München
Dr. Eckart Sünner Ludwigshafen
ORGANISATION
LEITUNG DER RESSORTS, REGIONEN UND SPARTEN
Stefan R. Fuchs Vorsitzender des Vorstands Konzernentwicklung Koordination und Öffentlichkeitsarbeit Führungskräfte des Konzerns
Dr. Alexander Selent Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands
Finanzen, Controlling Recht, Personal Compliance IT, Interne Revision
L. Frank Kleinman Mitglied des Vorstands Region Nord- und Südamerika Internationale Bergbauschmierstoffsparte
Dr. Georg Lingg Mitglied des Vorstands Region Asien-Pazifik und Afrika
Dr. Lutz Lindemann Mitglied des Vorstands Technik Supply Chain Management Internationales OEM-Geschäft
Dr. Ralph Rheinboldt Mitglied des Vorstands Region Europa
Klaus Hartig Mitglied der Konzernleitung Region Ostasien
Frans J. de Manielle Mitglied der Konzernleitung Region Südostasien, Australien und Neuseeland
Alf Untersteller Mitglied der Konzernleitung Region Türkei, Mittlerer Osten, Zentralasien, indischer Subkontinent, Afrika
Reiner Schmidt Mitglied der Konzernleitung Finanzen und Controlling
Bernhard Biehl Mitglied der Konzernleitung FUCHS LUBRITECH Gruppe
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
Unser Handeln wird seit jeher von den Grundsätzen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und -transparenz bestimmt. Wir verstehen Corporate Governance als zentrale Voraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele und zur Steigerung des Unternehmenswerts.
Gute und verantwortungsbewusste, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle haben bei FUCHS PETROLUB AG traditionell einen hohen Stellenwert. Hierzu zählen insbesondere:
eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
die Achtung der Aktionärsinteressen
20
- eine offene Unternehmenskommunikation
- die Transparenz in der Rechnungslegung
- ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken sowie gesetzlichen und unternehmensinternen Richtlinien.
FUCHS PETROLUB AG begrüßt den von der Regierungskommission im Jahr 2002 erstmals vorgelegten und zuletzt im August 2008 geänderten Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden in der gesetzlich vorgeschriebenen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG dokumentiert. Diese Erklärung ist sowohl im Geschäftsbericht als auch im Internet (http://www.fuchs-oil.de/berichte_cg.html) veröffentlicht.
Weitere Angaben zum Corporate Governance Bericht sind im Anhang dieses Geschäftsberichts auf den Seiten 135 und 136 aufgeführt.
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
FUCHS PETROLUB AG hat den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der seit 8. August 2008 gültigen Fassung – mit den in der Entsprechenserklärung vom 17.12.2007 offengelegten Abweichungen – entsprochen. Dieser Kodex-Fassung entsprechen wir auch zukünftig mit folgenden Ausnahmen:
Zu Ziffer 3.8
Ein angemessener Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG ist nicht vereinbart. Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG fühlen sich der Motivation und Verantwortung, mit der sie ihre Aufgaben wahrnehmen, uneingeschränkt verpflichtet und sind nicht der Auffassung, dass dies durch einen Selbstbehalt einer Verdeutlichung bedarf.
Zu Ziffer 5.4.6
FUCHS PETROLUB AG weist die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses (Corporate Governance Bericht) aufgeteilt nach festen und variablen Komponenten aus. Auf eine individualisierte Angabe der Vergütung wird verzichtet, da diese jeweils aus den Angaben im Corporate Governance Bericht nachvollzogen werden kann.
Zu Ziffer 6.6
FUCHS PETROLUB AG veröffentlicht die gemäß § 15a WpHG meldepflichtigen Geschäfte mit Aktien der Gesellschaft oder mit sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten auf der Internetseite der Gesellschaft. Eine zusätzliche Angabe im Corporate Governance Bericht erfolgt daher nicht.
Mannheim, den 11. Dezember 2008
Prof. Dr. Jürgen Strube Stefan R. Fuchs Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Vorstands
Wer in die Forschung investiert, vergrößert sein Wissen.
Wenn wir weltweit in neue Werke und in den Ausbau bestehender investieren, ist dies auch immer eine Investition in Forschung und Entwicklung. Denn Vorsprung wird aus Wissen gemacht. Technologie und Fortschritt auch. Durch unser Know-how im Anwendungsbereich sind wir groß geworden. Deshalb investieren wir: in den Bau neuer Technologie- und Laborzentren in Mannheim, Schanghai und in Kaiserslautern.
FUCHS-WERTPAPIERE
24
Die seit dem zweiten Halbjahr 2007 anhaltende Verunsicherung an den Finanz- und Kapitalmärkten war im Börsenjahr 2008 für eine insgesamt turbulente Entwicklung der Aktienkurse bestimmend. Bis zum Jahresende 2008 mussten die von der globalen Finanzkrise zunehmend stärker beeinflussten Aktienmärkte teilweise hohe Kursrückgänge hinnehmen. Hierunter litten insbesondere die Nebenwerte.
Die FUCHS-Aktien waren überdurchschnittlich betroffen, da institutionelle Anleger im Zuge der Börsenturbulenzen auf breiter Front generell aus den Nebenwerten in die liquideren DAX-Werte abwanderten. Das betraf insbesondere jene Nebenwerte, die in den zurückliegenden Jahren eine überdurchschnittlich gute Entwicklung gezeigt hatten. In der Folge führte dies bei den FUCHS-Aktien zu sehr deutlichen Kursverlusten.
FUCHS-Aktien haben in einem von Gewinnmitnahmen geprägten Umfeld gelitten
Die Stammaktien schlossen am 31. Dezember 2008 mit einem Xetra-Schlusskurs von 39,09 € (Schlusskurs 31.12.2007: 62,86 €) und lagen damit um 37,8% unter Vorjahresniveau. Die Vorzugsaktien fielen um 43,9% und gingen am 31. Dezember 2008 mit einem Xetra-Schlusskurs von 34,00 € (Schlusskurs 31.12.2007: 60,59 €) aus dem Handel. Insgesamt hatte die FUCHS-Vorzugsaktie stärker als die Stammaktie unter erheblichen Gewinnmitnahmen zu leiden. Im Vergleich dazu gab der DAX im Jahr 2008 um 40,4% und der MDAX um 43,2% nach.
Die FUCHS-Gesamtmarktkapitalisierung belief sich zum 31. Dezember 2008 nach Abzug der bis dahin erworbenen eigenen Aktien auf 0,9 Mrd. € (1,6).
Börsenumsätze weiter gestiegen
Die Börsenumsätze mit FUCHS-Aktien sind im Jahr 2008 weiter gestiegen. Das gehandelte Volumen erhöhte sich um 15% von 1.026,2 Mio € im Jahr 2007 auf 1.180,5 Mio € im Jahr 2008. Der durchschnittliche Tagesumsatz der Stammaktie fiel von 1.328 T€ leicht auf 1.290 T€, die Vorzugsaktie hingegen verzeichnete einen Anstieg des Tagesumsatzes von 2.744 T€ auf 3.358 T€.
FUCHS-Vorzugsaktien seit Juni 2008 im MDAX
Die FUCHS-Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse, der Börse Stuttgart sowie an der Schweizer Wertpapierbörse in Zürich zum amtlichen Handel zugelassen. Außerdem sind sie in das elektronische Handelssystem XETRA einbezogen.
Zum Jahresende 2008 waren zwei Wertpapiere der FUCHS PETROLUB AG im Umlauf:
| Gattung | WKN | Handelsplatz |
|---|---|---|
| Stammaktie | 579040 | Frankfurt am Main, Stuttgart, Zürich |
| Vorzugsaktie | 579043 | Frankfurt am Main, Stuttgart, Zürich |
Die Vorzugsaktien und Stammaktien der FUCHS PETROLUB AG sind seit 1. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse notiert. Die zu 100% im Streubesitz befindlichen Vorzugsaktien sind seit 23. Juni 2008 Mitglied im zweitgrößten deutschen Aktienindex, dem MDAX. Im MDAX sind – hinter dem DAX – 50 mittelgroße deutsche Unternehmen vorwiegend aus klassischen Branchen gelistet. In der Rangfolge konnte sich die FUCHS-Vorzugsaktie seit Aufnahme in den MDAX bis zum Jahresende 2008 sowohl bei der Marktkapitalisierung als auch beim Handelsumsatz – den beiden wichtigsten Indexkriterien – verbessern.
Genussscheine getilgt
Die 1998 zu pari begebenen FUCHS PETROLUB Genussscheine im Nennbetrag von insgesamt 51,1 Mio € wurden im August 2008 zu 100% getilgt.
Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt
Die Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 6. Mai 2008 hat die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 5. November 2009 eigene Stamm- und Vorzugsaktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Die entsprechende Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Mai 2007 wäre am 1. November 2008 ausgelaufen. Das Aktienrückkaufprogramm startete am 10. Mai 2007. Bis zum Jahresschluss 2008 wurden von der von uns mit der Durchführung beauftragten Bank jeweils 1.038.450 Stamm- und Vorzugsaktien für insgesamt 117,8 Mio € zurückgekauft. Dies entspricht 8,0% des Grundkapitals. Nach dem 31. Dezember 2008 wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms weitere 100.550 Stammaktien und 100.550 Vorzugsaktien zum Zwecke der Einziehung erworben. Die Einziehung der eigenen Aktien ist am 17. März 2009 in das Handelsregister eingetragen worden.
Aktionärsstruktur nach Einzug eigener Aktien
Unter Berücksichtigung des Einzugs der bis zum 31. Dezember 2008 zurückgekauften Aktien hat sich der Anteil der stimmberechtigten Stammaktien der Familie Fuchs auf 51,3% erhöht. Zusammen mit der Gothaer Versicherung ergibt sich ein Stimmenpool von 59,3% am stimmberechtigten Stammkapital. Der Streubesitz von nahezu 70% am Gesamtkapital (Stamm- und Vorzugsaktien) verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf institutionelle und private Anleger. Ein Drittel des Gesamtkapitals liegt im Ausland.
Aktionärsaufteilung nach Einzug zurückgekaufter Aktien zum 31. Dezember 2008 [Stammaktien]
Basis: 11.930.550 Aktien nach Einzug der zurückgekauften Aktien in Höhe von 1.038.450 Stücken (Stammaktien)
Aktionärsaufteilung nach Einzug zurückgekaufter Aktien zum 31. Dezember 2008 [Gesamtkapital]
Basis: 23.861.100 Aktien nach Einzug der zurückgekauften Aktien in Höhe von 2.076.900 Stücken (Stamm- und Vorzugsaktien)
Zahlreiche Stimmrechtsmitteilungen
Die FUCHS PETROLUB AG hat gemäß § 26 Abs. 1 WpHG am 4. Januar 2008 mitgeteilt, dass ihr Anteil an eigenen Stammaktien die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,02% (391.135 Stimmrechte) betrug. Am 16. Juni 2008 erfolgte die Mitteilung, dass der Anteil an eigenen Stammaktien die Schwelle von 5% erreicht hat (648.450 Stimmrechte).
Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, CA, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Juli 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der FUCHS PETROLUB AG am 30. Juni 2008 durch Aktien die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,004% (389.527 Stimmrechte) beträgt. 3,004% der Stimmrechte (389.527 Stimmrechte) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs.1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die Gothaer Krankenversicherung AG, Köln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Dezember 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der FUCHS PETROLUB AG am 15. Dezember 2008 durch Aktien die Schwelle von 3% und 5% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 7,99% (1.036.670 Stimmrechte) beträgt.
Die Gothaer Lebensversicherung AG, Köln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Dezember 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der FUCHS PETROLUB AG am 15. Dezember 2008 durch Aktien die Schwelle von 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 0% (0 Stimmrechte) beträgt.
Unvermindert hohes Research-Interesse an FUCHS
Die unverminderte Attraktivität der FUCHS-Aktien spiegelte sich in einem weiter steigenden Interesse von Investoren und in den daraus folgenden hohen Research-Aktivitäten zahlreicher Analysehäuser wider. Viele renommierte Banken haben FUCHS in ihr Research aufgenommen: Bankhaus Lampe, Berenberg Bank, Cazenove, Commerzbank, Crédit Agricole-Cheuvreux, Deutsche Bank, Dresdner Kleinwort, DZ-Bank, Equinet, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Independent Research, Kepler Equities, LBBW, Merck Finck & Co., M.M. Warburg & Co., Sal. Oppenheim sowie WestLB.
Intensive Kommunikation mit institutionellen und privaten Anlegern
Dem weiterhin hohen Informations- und Anlegerinteresse trugen wir mit der Durchführung bzw. Teilnahme an sieben Finanzmarktkonferenzen, acht Roadshows und 150 Einzelgesprächen mit institutionellen Anlegern, Fondsmanagern und Finanzanalysten im In- und Ausland Rechnung. Letztere wurden außerdem in zwei Analystenkonferenzen und drei Telefonkonferenzen zeitnah über die Unternehmensentwicklung informiert. In der Kommunikation mit privaten Anlegern sind die Hauptversammlung in Mannheim mit über 1.700 Aktionären und Gästen sowie die Anlegerinformationsveranstaltung in Zürich mit über 100 Teilnehmern hervorzuheben. Der Geschäftsbericht und die Quartalsberichte wurden an 13.000 Interessenten verschickt, wobei nahezu die Hälfte davon in das Ausland gingen. Schließlich spielte das Internet im Rahmen der Gesamtkommunikation mit 450.000 Besuchern im Jahr 2008 (2007: 358.000 Besucher) eine weiterhin herausragende Rolle.
Auszeichnungen für erfolgreiche Investor Relations
Das Jahr 2008 begann mit einem ersten Platz in der Kategorie SDAX beim Preis der "Besten Investor Relations Deutschland" (BIRD) des Finanz- und Anlegermagazins "Börse Online". In den beiden Vorjahren hatte FUCHS jeweils den zweiten Platz belegt. In diesem Wettbewerb werden Schnelligkeit, Qualität, Glaubwürdigkeit und Verständlichkeit der Kommunikation mit Privatanlegern sowie der Internetauftritt als Hauptmedium für den IR-Kontakt mit Privatanlegern bewertet.
Jeweils unter den ersten Vier platzierte sich FUCHS bei der Befragung von 1.500 internationalen institutionellen Investoren durch das Research-Haus Thomson Extel Survey in Zusammenarbeit mit der "Wirtschaftswoche" sowie in der Beurteilung von 400 Analysten und Fondsmanagern in einer Studie der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse (DVFA) und des Wirtschaftsmagazins "Capital".
Ergebnis je Aktie
28
Vom Ergebnis nach Steuern von 110,3 Mio € (120,3) entfallen 0,9 Mio € (0,7) auf andere Gesellschafter. Das Ergebnis nach Fremdanteilen beträgt 109,4 Mio € (119,6). Das Ergebnis je Stammaktie beläuft sich damit auf 4,43 € (4,63), das Ergebnis je Vorzugsaktie auf 4,49 € (4,69). Dies entspricht einem Rückgang von 4,3%.
Vorschlag auf Erhöhung der Dividende
Der Hauptversammlung am 6. Mai 2009 wird vorgeschlagen, die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 0,10 € je Aktie auf 1,60 € (1,50) je Vorzugsaktie und auf 1,54 € (1,44) je Stammaktie zu erhöhen. Damit verbliebe die Dividendensumme auf dem Niveau des Vorjahres. Als Folge des Aktienrückkaufs ergäbe sich jedoch eine Erhöhung der Dividende je Aktie um 7%.
Kennzahlen der FUCHS PETROLUB Aktien
| 2008 | 2007 | |||
|---|---|---|---|---|
| Stämme | Vorzüge | Stämme | Vorzüge | |
| Anzahl Stückaktien à 3 € | 11.930.550 | 11.930.550 | 12.582.999 | 12.584.855 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien | 12.265.008 | 12.260.343 | 12.846.257 | 12.845.737 |
| Dividende [in €] | 1,541 | 1,601 | 1,44 | 1,50 |
| Dividendenrendite [in %] 2 | 2,8 | 3,3 | 2,3 | 2,3 |
| Ergebnis je Aktie [in €] 3 | 4,43 | 4,49 | 4,63 | 4,69 |
| Brutto-Cashflow je Aktie [in €] 4 | 5,17 | 5,17 | 5,75 | 5,75 |
| Buchwert je Aktie [in €] 5 | 13,13 | 13,19 | 13,29 | 13,35 |
| Xetra-Schlusskurs [in €] | 39,09 | 34,00 | 62,86 | 60,59 |
| Xetra-Höchstkurs [in €] | 71,15 | 67,75 | 72,95 | 75,07 |
| Xetra-Tiefstkurs [in €] | 30,73 | 23,85 | 49,00 | 53,40 |
| Xetra-Durchschnittskurs [in €] | 54,97 | 48,93 | 61,96 | 64,93 |
| Durchschnittliche Tagesumsätze [in T€] Xetra und Parkett |
1.290 | 3.358 | 1.328 | 2.744 |
| Marktkapitalisierung [in Mio €] 6 | 872,0 | 1.553,5 | ||
| Kurs-Gewinn-Verhältnis 7 | 12,4 | 10,9 | 13,4 | 13,8 |
1 Vorschlag an die Hauptversammlung
2 Quotient aus Dividende und Durchschnittskurs des Geschäftsjahres
3 Quotient aus Ergebnis nach Fremdanteilen und durchschnittlicher Anzahl der Aktien
4 Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der Aktien
5 Quotient aus Aktionärseigenkapital und Anzahl der Aktien 6 Börsenwerte am Jahresende; unter Berücksichtigung zurückgekaufter Aktien
7 Quotient aus Durchschnittskurs und Ergebnis je Aktie
STRATEGISCHE ZIELE UND GESCHÄFTSMODELL
FUCHS ist ein in Deutschland ansässiger, global operierender Konzern, der derzeit weltweit 3.855 Mitarbeiter in insgesamt 55 operativ tätigen Gesellschaften beschäftigt. Die Organisationsund Berichtsstruktur folgt den drei geografischen Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika.
Mittels organischem, aber auch externem Wachstum verfolgt FUCHS das Ziel einer global ausgewogenen Positionierung. Die starke europäische Marktstellung soll sich kontinuierlich zu einer weltweit breiten strategischen Positionierung entwickeln. Deshalb bearbeitet der Konzern nicht nur mit 27 operativen Gesellschaften den Markt in Europa, sondern es betreuen sechs Tochtergesellschaften den amerikanischen Kontinent, und 22 Tochtergesellschaften sind in der Region Asien-Pazifik, Afrika tätig. In der Regel werden die Gesellschaften direkt zu 100% von der FUCHS PETROLUB AG in Mannheim gehalten. Daneben existieren einige Joint-Venture-Vereinbarungen mit je 50 %iger Beteiligung sowie Minderheitsbeteiligungen. Darüber hinaus werden an einzelnen Konzernunternehmen Minderheitsbeteiligungen von externen Partnern gehalten.
FUCHS ist fokussiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten. Das Unternehmen ist in strategisch bedeutsamen Nischen und hochwertigen Geschäftsfeldern Technologieführer. Diese Nischenstrategie erlaubt es, Kundensegmente sehr individuell zu betreuen und mit eigenen Lösungen zu begeistern. FUCHS unterscheidet sich dadurch von den vertikal strukturierten Mineralölfirmen, die sich eher mit Standardschmierstoffen beschäftigen und für die diese Nischen oft zu klein sind.
Das Sortiment umfasst mehrere Tausend Produkte für alle Lebensbereiche und Industrien. Dazu gehören Bergbau, Stahlindustrie, Landwirtschaft, Fahrzeugindustrie, Verkehr, Maschinenbau, private Haushalte und vieles mehr.
Die hohe Innovationskraft ist ein wesentlicher Treiber im Geschäftsmodell. Jeder elfte Mitarbeiter ist im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig. FUCHS betreibt Anwendungsentwicklung direkt beim Kunden, wobei die Schmierstoffe an deren Prozesse angepasst werden. Darüber hinaus werden in Partnerschaften neue Schmierstoffe gleichzeitig mit neuen Maschinen und Aggregaten entwickelt.
Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist der Vertrieb: 70% des Umsatzes werden im Direktvertrieb erzielt. Der Vorteil für die Kunden ist, dass sie in spezifischen Detailfragen von Branchenkennern betreut werden. Die langjährigen Kundenbeziehungen lassen den Servicebedarf der Anwender schnell erkennen, so dass entsprechende Dienstleistungen angeboten werden können.
Das Unternehmen stellt rund 10.000 Produkte her und vertreibt diese an über 100.000 Kunden. Das breite Produktspektrum deckt den gesamten Schmierstoffbedarf eines Unternehmens ab und ermöglicht die Lieferung und Betreuung aus einer Hand.
FUCHS verfolgt eine wertorientierte Wachstumsstrategie mit langfristigen strategischen Zielen. Zentrale Kennzahl ist der FUCHS Value Added, der einerseits auf den Ertrag und andererseits auf den Kapitaleinsatz abstellt. Folgerichtig sind alle Bonuszahlungen an das Management auf diese Kennzahl abgestimmt.
30
FUCHS baut auf eine stabile Finanzierungsstruktur, die neben einer breiten Eigenkapitalbasis verzinsliches Fremdkapital vorsieht. Während das Eigenkapital zur Finanzierung der langfristigen Vermögenswerte dient, erfolgt die Betriebsmittelfinanzierung über Bankkredite und ähnliche Finanzierungsquellen. Dazu können situationsabhängig Schuldscheindarlehen genauso gehören wie Kapitalmarktprodukte, z.B. Anleihen. Die Höhe der Fremdfinanzierung atmet mit der Höhe der geschäftsbedingt erforderlichen Betriebsmittel. Die Höhe des Eigenkapitals wird gesteuert über Dividenden oder auch das Instrument des Aktienrückkaufes.
Zusammenfassend lassen sich die Ziele und Bausteine des Geschäftsmodells wie folgt beschreiben:
- Ausbau der Stellung als größter unabhängiger Schmierstoff- und Spezialitätenhersteller der Welt mit globaler Ausrichtung
- Wertorientiertes Wachstum mittels Innovations- und Spezialisierungsführerschaft
- Organisches Wachstum in Wachstumsmärken sowie organisches und externes Wachstum in reifen Märkten
- Schaffung von Aktionärswert, d.h. über die Kapitalkosten hinaus Wert schaffen
- Stabile Finanzierungsbasis mit einem ausgewogenen Verhältnis von Fremd- und Eigenmitteln.
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE ENTWICKLUNG
Die Phase starker Expansion der Weltwirtschaft ist im Jahr 2008 zu Ende gegangen. Nach einem recht kräftigen Produktionsanstieg zu Jahresbeginn schwächte sich die Konjunktur in den Industrieländern ab der Jahresmitte zusehends ab. Der Nachfragerückgang in den Industrieländern und eine Verschlechterung des Umfelds seitens der Finanzmärkte haben im weiteren Jahresverlauf auch den Aufschwung in den Schwellenländern nach und nach beendet.
Der Einbruch der Konjunktur in den großen Industrieländern verläuft derzeit synchron, so dass die Entwicklung der Branchen in Deutschland ein guter Indikator ist.
Vor dem Hintergrund der weltweiten Konjunktur- und Finanzkrise ist die Wirtschaft in Deutschland im vierten Quartal 2008 stark geschrumpft. Lediglich in den ersten drei Monaten des Jahres hatte es ein kräftiges Wachstum gegeben, so dass die deutsche Konjunktur im Jahresdurchschnitt 2008 immer noch auf ein reales BIP-Wachstum von 1,3% kommen konnte.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zog für 2008 eine positive Bilanz. Die Produktion ist real um 5,4% gestiegen. Im vierten Quartal ergab sich allerdings ein Auftragsminus von rund 30%. Für 2009 wird im Durchschnitt mit einem Rückgang der realen Produktion um 7% gerechnet.
Die deutsche Automobilindustrie befindet sich nach Einschätzung ihres Verbands (VDA) im Sog der weltweiten Rezession. Im Gesamtjahr 2008 wurden knapp 2% weniger PKW neu zugelassen als im Vorjahr. Die Produktion ging um 3% zurück, und das Exportvolumen sank nach sechs Rekordjahren in Folge um 4%.
Laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) blieb die deutsche Chemieproduktion im Gesamtjahr 2008 ohne Zuwachs. Der Branchenumsatz stieg allein wegen höherer Preise um 3% an. Nach vier Jahren mit starken Wachstumsraten erwartet der Chemieverband für 2009 einen Produktionsrückgang von 1%.
Die weltweite konjunkturelle Entwicklung 2008 spiegelt sich auch in der Mengenveränderung des globalen Schmierstoffmarkts wider. In den Industrieländern USA, Japan, Frankreich und Italien, die zusammen rund ein Drittel des weltweiten Schmierstoffvolumens auf sich vereinigen, ist die Nachfrage insgesamt um rund 7% zurückgegangen. In den übrigen Weltregionen, einschließlich der Entwicklungs- und Schwellenländer, dürfte im Jahr 2008 insgesamt zumindest noch das Volumen des Vorjahres verbraucht worden sein. Daher gehen wir für das Gesamtjahr 2008 von einem Rückgang des globalen Schmierstoffmarkts in Höhe von 2% aus.
Wer sein Spezialitätengeschäft stärkt, vergrößert sein eigenes Wachstum.
Das Geschäft mit Spezialschmierstoffen wird für uns immer wichtiger. Was die Investition in den Neubau einer weltweiten Zentrale für das Spezialitätengeschäft in Kaiserslautern belegt. Durch den Ausbau und die Konzentration aller Einrichtungen und Abteilungen an einem Standort wird nicht nur unsere Flexibilität noch größer, sondern auch unser Angebot. Die logische Konsequenz, um der weiterhin stark ansteigenden internationalen Nachfrage nach Spezialschmierstoffen gerecht zu werden.
GESCHÄFTSVERLAUF UMSATZ
Gutes organisches Wachstum, aber Währungseinflüsse wirken reduzierend
Der FUCHS PETROLUB Konzern steigerte im Jahr 2008 seinen Umsatz organisch um 72,5 Mio € bzw. 5,3%. Bei Umrechnung in die Konzernwährung Euro verringerte sich der Umsatz jedoch um 51,9 Mio € bzw. 3,8%, da der Euro im Jahr 2008 gegenüber den meisten anderen Währungen höher als im Vorjahr notierte. Das externe Wachstum belief sich auf 7,8 Mio € bzw. 0,6 %.
| Wachstumsfaktoren | Mio € | % |
|---|---|---|
| Organisches Wachstum | 72,5 | 5,3 |
| Externes Wachstum | 7,8 | 0,6 |
| Effekte aus der Währungskursumrechnung | –51,9 | –3,8 |
| Umsatzentwicklung | 28,4 | 2,1 |
Regionale Umsatzentwicklung nach dem Sitz der Gesellschaften
| [in Mio €] | 2008 | 2007 | Organisches Wachstum |
Externes Wachstum |
Wechsel- kurseffekte |
Gesamt- veränderung absolut |
Gesamt veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Europa | 945,0 | 934,1 | 32,8 | – | –21,9 | 10,9 | 1,2 |
| Nord- und Südamerika | 206,0 | 208,3 | 7,7 | 3,2 | –13,2 | –2,3 | –1,1 |
| Asien-Pazifik, Afrika | 275,0 | 253,4 | 34,1 | 4,6 | –17,1 | 21,6 | 8,5 |
| Konsolidierung | –32,3 | –30,5 | –2,1 | – | 0,3 | –1,8 | |
| Gesamt | 1.393,7 | 1.365,3 | 72,5 | 7,8 | –51,9 | 28,4 | 2,1 |
Preisbedingtes organisches Wachstum
Das organische Wachstum des FUCHS PETROLUB Konzerns im Jahr 2008 war preisgetrieben. Während im ersten Halbjahr nennenswerte Volumenzuwächse erzielt werden konnten, lag der Absatz konjunkturell bedingt im vierten Quartal deutlich unter dem des Vorjahres. Bis zum Jahresende wurde das Vorjahresvolumen nur knapp erreicht. Allerdings führten die erheblichen Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten auch zu Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite. In Summe erzielte der Konzern im Gesamtjahr eine organische Umsatzsteigerung von 72,5 Mio € oder 5,3%.
In Europa waren es die englische, die russische und drei deutsche Gesellschaften, die den Löwenanteil der Umsatzsteigerung erzielten. In Spanien, und abgeschwächt auch in Frankreich, bewirkte dagegen der Konjunktureinbruch bereits einen Rückgang der Umsatzzahlen für das Gesamtjahr.
Innerhalb der Region Asien-Pazifik, Afrika waren unsere Gesellschaften in Australien, dem Mittleren Osten, China und Südafrika besonders erfolgreich und erzielten hohe Umsatzzuwächse. Anders als noch im Vorjahr wurden im Jahr 2008 nicht nur in Süd-, sondern auch in Nordamerika organische Umsatzzuwächse erzielt.
Externes Wachstum in Asien und Amerika
Das externe Wachstum von 7,8 Mio € bzw. 0,6% resultierte aus dem Erwerb zweier kleinerer Spezialitätengeschäfte in Brasilien im ersten Halbjahr 2007 sowie aus der Anteilsaufstockung an unserer japanischen Beteiligungsgesellschaft und aus der Akquisition eines Schmierstoffgeschäftes in den USA im Jahr 2008.
Wechselkurs des Euro erneut gestiegen
Der Euro setzte 2008 seinen mehrjährigen Kursanstieg gegenüber dem US-Dollar zunächst fort, bevor ab Mitte des Jahres ein Kursrückgang einsetzte. Das britische Pfund, der australische Dollar sowie der südafrikanische Rand notierten hingegen insbesondere im zweiten Halbjahr schwächer. In Summe wirkte sich der stärkere Euro bei der Umrechnung mit 51,9 Mio € oder 3,8% negativ auf den Umsatzausweis aus.
Umsatzaufteilung nach Produktsegmenten
Primäres Berichtsformat der Segmentberichterstattung sind die geografischen Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika. Diese Aufgliederung entspricht der Organisationsstruktur des Konzerns. Das sekundäre Berichtsformat unterscheidet nach den Produktsegmenten "Kfz-Schmierstoffe", "Industrieschmierstoffe und Spezialitäten" sowie dem Bereich "Sonstiges".
Im Produktsegment Kfz-Schmierstoffe sind insbesondere die Motoren-, Getriebe- und Stoßdämpferöle zusammengefasst. Der Umsatz dieses Segments erhöhte sich um 5,1% auf 497,2 Mio € (472,9). Der Segmentanteil am Konzernumsatz stieg auf 35,7% (34,6).
Das Produktsegment Industrieschmierstoffe und Spezialitäten enthält vor allem Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Korrosionsschutzmittel, Hydraulik- und Industriegetriebeöle sowie Fette und andere Spezialitäten. Der Umsatz dieses Geschäftssegments ist um 0,7% auf 796,1 Mio € (790,4) gewachsen. Mit 57,1% (57,9) stellt das Segment den größeren Teil des Konzernumsatzes dar.
Der Bereich Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Lohnherstellung, das Chemical Process Management und Handelsaktivitäten. Dieses Segment ging um 1,6 Mio € oder 1,6% auf 100,4 Mio € (102,0) zurück.
Der relative Anstieg des Kfz-Schmierstoffsegments spiegelt das höhere Wachstum in Europa sowie in Asien-Pazifik und Afrika wider. Der Fokus der Region Nord- und Südamerika liegt vor allem bei Industrieschmierstoffen und Spezialitäten.
| [in Mio €] | 2008 | Anteil in % |
2007 | Anteil in % |
Veränderung absolut |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kfz-Schmierstoffe* | 497,2 | 35,7 | 472,9 | 34,6 | 24,3 | 5,1 |
| Industrieschmierstoffe und Spezialitäten* | 796,1 | 57,1 | 790,4 | 57,9 | 5,7 | 0,7 |
| Sonstiges | 100,4 | 7,2 | 102,0 | 7,5 | –1,6 | –1,6 |
| Gesamt | 1.393,7 | 100 | 1.365,3 | 100 | 28,4 | 2,1 |
* und verwandte Produkte
GESCHÄFTSVERLAUF ERTRAGSLAGE
Zweitbestes Konzernergebnis
Im Jahr 2008 erzielte der FUCHS PETROLUB Konzern sein bisher zweitbestes Ergebnis, konnte allerdings die Spitzenwerte des Jahres 2007 nicht wiederholen oder übertreffen. Grund ist der Einbruch der Weltkonjunktur infolge der Finanzmarktkrise im zweiten Halbjahr 2008, der sich insbesondere im vierten Quartal 2008 gravierend bemerkbar machte.
Dennoch erwirtschaftete der Konzern im Jahr 2008 ein zufriedenstellendes Ergebnis nach Steuern von 110,3 Mio € (120,3). Der Rückgang um 8,3% relativiert sich auf –4,3% beim Ergebnis je Aktie, bedingt durch die reduzierte Aktienzahl infolge des Rückkaufs eigener Aktien.
Nach einem unbefriedigenden vierten Quartal erreichte das Bruttoergebnis im Gesamtjahr den Vorjahreswert nicht. Mit 488,1 Mio € (509,2) waren dies 4,1% weniger als im Vorjahr. Die Bruttomarge ging vor allem angesichts eines preisgetriebenen Umsatzanstiegs auf 35,0% (37,3) zurück.
Innerhalb der Vertriebs-, Verwaltungs- sowie F+E-Aufwendungen waren inflationäre Tendenzen insbesondere bei Löhnen und Gehältern sowie Frachten zu verzeichnen. Trotzdem gingen diese Aufwendungen, unterstützt von Währungseinflüssen, um 2,4 Mio Euro zurück (–0,8%). Damit wurde ein operatives Ergebnis von 174,8 Mio € (193,5) erzielt. Die operative Marge reduzierte sich von 14,2% auf 12,5%.
Das sonstige betriebliche Ergebnis trägt den gestiegenen Risiken aus möglichen Forderungsverlusten Rechnung. Der Saldo beläuft sich auf –6,0 Mio € (–0,6). Unter Berücksichtigung des Ergebnisbeitrags von At-equity-Gesellschaften von 2,9 Mio € (2,3) erreicht das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 171,7 Mio € (195,2). Das entspricht einem Rückgang um 12%, die EBIT-Marge macht 12,3% (14,3) aus.
Trotz Aktienrückkaufs und gestiegener Betriebsmittelfinanzierung verblieb das Finanzergebnis aufgrund niedrigerer Zinssätze mit –8,9 Mio € (–8,5) nahezu auf Vorjahresniveau. Der Steueraufwand war mit 52,5 Mio € (66,4) rückläufig, nicht zuletzt da die Steuerquote infolge von Steuerreformen in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern auf 32,2% (35,6) zurückging.
Das Nachsteuerergebnis von 110,3 Mio € (120,3) entspricht einer Nachsteuerrendite bezogen auf den Umsatz von 7,9% (8,8).
Mit 109,6 Mio € (125,9) wurden mehr als 60% des Konzern-EBITs von den europäischen Gesellschaften erwirtschaftet, jeweils rund 20% tragen die beiden anderen Regionen bei. In Amerika belief sich das EBIT auf 34,5 Mio € (37,1), in Asien-Pazifik, Afrika auf 31,2 Mio € (34,1). In allen drei Regionen ist die EBIT-Marge zweistellig, deutlich hervor stechen indes die 16,8% (17,8) der Region Nord- und Südamerika. Die EBIT-Marge in Europa ist nach 13,5% im Vorjahr auf 11,6% zurückgegangen, in Asien-Pazifik, Afrika auf 10,3% nach 12,5% im Vorjahr.
Das Ergebnis je Stamm- bzw. Vorzugsaktie beläuft sich auf 4,43 € (4,63) bzw. 4,49 € (4,69), ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,3% .
Renditekennzahlen
38
Der FUCHS PETROLUB Konzern hat im Jahr 2008 eine EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Relation zum Umsatz) von 12,3 % erzielt. Der Vorjahreswert lag bei 14,3%.
Die Umsatzrendite (Ergebnis nach Steuern bezogen auf den Umsatz) belief sich auf 7,9% (8,8).
Die Eigenkapitalrendite (Ergebnis nach Steuern bezogen auf das anhand der unterjährigen Quartalsbilanzen ermittelte durchschnittliche Eigenkapital des Jahres) lag bei 33,3% (37,1).
Der ROCE, die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Ergebnis vor Zinsen und Steuern bezogen auf den Jahresdurchschnitt der Summe von Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen und kumulierten planmäßigen Goodwillabschreibungen nach Abzug der liquiden Mittel) beträgt 32,0% (38,3).
Steuerungssystem
Kennzahlen und Steuerungsgrößen für das operative Geschäft sind zunächst der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).
Aus dem EBIT leitet sich nach Abzug der Kosten für das eingesetzte Eigen- und Fremdkapital die zentrale Kennzahl des FUCHS PETROLUB Konzerns, der FUCHS VALUE ADDED (FVA) ab. Der FVA dient der wertorientierten Unternehmenssteuerung des FUCHS PETROLUB Konzerns. Für die Ermittlung der Kosten des eingesetzten Eigen- und Fremdkapitals wird ein gewichteter Zinssatz verwendet (WACC), der sich aus den jeweiligen Finanzmarktdaten ableitet. Der WACC beträgt derzeit 11,5% vor bzw. 7,8% nach Steuern.
Der FVA des Konzerns im Jahr 2008 beläuft sich auf 110,1 Mio € (136,5). Der positive FVA bedeutet, dass die tatsächlich erwirtschaftete Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) über den Kapitalkosten (WACC) liegt, mithin eine Prämie auf die Kapitalkosten verdient wurde.
Der FVA steigt, wenn das bisher eingesetzte Kapital erfolgreicher eingesetzt wird oder wenn zusätzliches Kapital eine Rendite oberhalb des WACC erzielt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das durchschnittlich eingesetzte Kapital um 5 % angestiegen und das EBIT hat sich um 12% reduziert.
Für die Berechnung des FVA wurde das eingesetzte Kapital um planmäßige Firmenwertabschreibungen früherer Jahre korrigiert und ein Durchschnitt aus den letzten fünf Quartalsbilanzwerten eines Jahres gebildet.
GESCHÄFTSVERLAUF VERMÖGENS- UND FINANZLAGE*
Solide Bilanz
40
Der FUCHS PETROLUB Konzern geht solide finanziert in das Jahr 2009. Trotz des Rückkaufs eigener Aktien und der Ausschüttung einer gegenüber 2007 erhöhten Dividendensumme hat sich die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr mit 44,8% (45,6) wenig verändert.
Das Vermögen des Konzerns besteht zu 41,6% bzw. 292,7 Mio € (265,8) aus langfristigen Vermögenswerten. Davon entfallen 168,6 Mio € (149,2) auf Sachanlagen, weitere 93,5 Mio € (85,3) stehen für immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Firmenwerte. Die langfristigen Aktiva sind vollständig mit Eigenmitteln finanziert.
Gut die Hälfte (52,4%) aller Aktiva des FUCHS PETROLUB Konzerns bestehen aus Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Den 191,6 Mio € (164,7) an Vorräten und 177,5 Mio € (201,2) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 85,6 Mio € (114,6) entgegen. Damit verbleibt ein operatives Nettoumlaufvermögen von 283,5 Mio € (251,3). Die Quote "operatives Nettoumlaufvermögen zu Umsatz" hat sich damit auf 20,3% (18,4) erhöht. Wesentliche Ursache dieser unbefriedigenden Entwicklung ist der hohe Vorratsbestand infolge starker Materialpreiserhöhungen bei gleichzeitig rückläufiger Nachfrage.
Vermögens- und Kapitalstruktur [in %]
* Die Bilanzwerte haben sich durch die Umstellung in der Bilanzierung der Pensionsverbindlichkeiten leicht verändert und wurden auch für das Vorjahr entsprechend angepasst.
Steuerforderungen und andere kurzfristige Vermögensgegenstände beliefen sich auf 22,5 Mio € (19,0), die liquiden Mittel wurden planmäßig zur Tilgung von Genussscheinverbindlichkeiten eingesetzt und auf 19,5 Mio € (64,2) reduziert.
Mit einem Eigenkapital von 315,3 Mio € (325,9) verfügt der Konzern über eine gute Finanzierungsbasis. Weitere langfristige Finanzierungsquelle sind die Pensionsverbindlichkeiten von 70,6 Mio € (67,1). Dieser und der für das Vorjahr angepasste Betrag enthalten erstmalig die aufgelaufenen versicherungsmathematischen Verluste in Höhe von 19,0 Mio € (16,4).
Als weitere Finanzierungsquelle stehen dem Konzern vor allem kurzfristige Bankdarlehen zur Verfügung. Von den weltweit zugesagten Kreditlinien in Höhe von rund 220 Mio € waren zum Bilanzstichtag mit 118,8 Mio € etwa die Hälfte kurzfristig ausgenutzt. Langfristige Finanzverbindlichkeiten betrugen 5,3 Mio € (3,7).
Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung begibt der Konzern unter Führung einer Bank ein dreijähriges Schuldscheindarlehen in Höhe von 40,0 Mio €, das der teilweisen Umfinanzierung der kurzfristigen Bankfinanzierungen in langfristige Finanzverbindlichkeiten dienen soll.
Weitere kurz- und langfristige Verbindlichkeiten des Konzerns betrafen verschiedene kurz- und langfristige Rückstellungen von 47,3 Mio € (52,9), Steuerverbindlichkeiten von 17,9 Mio € (34,0), latente Steuerschulden von 13,8 Mio € (13,3) und sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten von 29,2 Mio € (35,2).
Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns beliefen sich auf 124,1 Mio € (71,9). Nach Berücksichtigung liquider Mittel von 19,5 Mio € (64,2) betrug die Nettofinanzverschuldung damit 104,6 Mio € (7,7) und macht in etwa nur ein Drittel des Eigenkapitals aus.
GESCHÄFTSVERLAUF KAPITALFLUSSRECHNUNG
42
Die Kapitalflussrechnung weist ausgehend von einem Ergebnis nach Steuern von 110,3 Mio € (120,3) einen Brutto-Cashflow von 126,8 Mio € (147,8) aus. Darin enthalten sind Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte von 20,0 Mio € (20,8).
Vor allem infolge stark gestiegener Materialpreise sowie rückläufiger Umsätze im vierten Quartal haben sich per Ende Dezember 2008 die Vorräte um 33,8 Mio € erhöht. Zwar gingen gleichzeitig die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 18,5 Mio € zurück, andererseits reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 26,4 Mio €. Netto bedeutete dies einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf von 41,7 Mio €. Schließlich wirkten sich hohe Steuerzahlungen liquiditätsbelastend aus. Diese Positionen sind in den Veränderungen der übrigen Passiva enthalten, die im Jahr 2008 Liquidität in Höhe von 20,8 Mio € absorbiert haben, während sie im Vorjahr noch zu einer Liquiditätsersparnis von 24,4 Mio € geführt hatten.
Im Saldo lag der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit im Berichtsjahr mit 59,6 Mio € deutlich unter dem Vorjahreswert von 152,2 Mio €.
Der Konzern hat im Berichtsjahr seine Investitionen in Sachanlagen und andere langfristige Vermögenswerte planmäßig auf 46,6 Mio € (24,4) gesteigert. Darin enthalten sind unter anderem die Fertigstellung des neuen Werkes in Schanghai sowie der Start unserer Werkserweiterung bzw. des Neubaus in Kaiserslautern. Für Akquisitionen wurden 12,2 Mio € (3,7) aufgewendet. Damit hat sich der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit auf 52,1 Mio € (23,8) erhöht.
Damit verbleibt ein freier Cashflow von 7,5 Mio € (128,4). Die Finanzierung der Dividendenausschüttung in Höhe von 36,8 Mio € (25,8) sowie der Rückkauf eigener Aktien im Volumen von 67,1 Mio € (50,8) erfolgte planmäßig über die Reduzierung des Finanzmittelfonds auf 19,5 Mio € (64,2) sowie über die Aufnahme von Bankkrediten. Angesichts einer Nettofinanzverschuldung zum Jahresende 2007 von 7,7 Mio € war es Ziel des Aktienrückkaufs, den finanziellen Leverage des Konzerns zu erhöhen.
Gesamtlage
Eine aussagefähige Kennzahl zur Beurteilung der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist das Nettogearing. Es wird aus dem Verhältnis von Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel einerseits und dem Eigenkapital andererseits gebildet. Das Nettogearing hat sich gegenüber 2007 erhöht und beläuft sich per Ende 2008 auf 33% (2%). Der Konzern verfügt damit weiterhin über eine sehr gesunde finanzielle Basis für sein operatives Geschäft.
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist eine geeignete Kennzahl für die Messung der Ertragkraft des Konzerns. Mit 32,0% (38,3) weist der FUCHS PETROLUB Konzern einen hohen Wert aus.
Aus dem freien Cashflow lässt sich die Dividenden-, Schuldentilgungs- und Akquisitionsfähigkeit des Konzerns ableiten. Im Jahr 2008 wurde mit 7,5 Mio € (128,4) ein unbefriedigender Wert erreicht. Allerdings sind darin sowohl Einmaleffekte (Steuerzahlungen für Vorjahre, Überzahlungen für das laufende Jahr) als auch ein außergewöhnlicher Vorratsaufbau enthalten, der sich so nicht wiederholen bzw. sehr wahrscheinlich sogar umkehren dürfte.
Die Liquiditätslage des Konzerns ist gut. Seine Kreditlinien bei Banken in den verschiedensten Weltregionen sind ausreichend und bieten genügend Flexibilität und Risikopuffer. Die Begebung eines Schuldscheindarlehens im Jahr 2009 im Betrag von 40,0 Mio € erhöht die Stabilität und Langfristigkeit der Konzernfinanzierung. Mit der Beendigung des Aktienrückkaufs im ersten Quartal 2009 entfällt darüber hinaus der sich hieraus ergebende Finanzierungsbedarf. Im Jahr 2008 wurden dafür 67,1 Mio € aufgewendet.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der FUCHS PETROLUB Konzern in einer guten und stabilen finanziellen Lage ist und auch für ein schwieriges Jahr 2009 gewappnet ist.
GESCHÄFTSVERLAUF INVESTITIONEN UND GESCHÄFTSERWERBE
Investitionen
Der FUCHS PETROLUB Konzern hat im Jahr 2008 für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 46,6 Mio € (24,4) aufgewendet. Ursache des deutlichen Anstiegs gegenüber den Vorjahren ist der Start des Mitte 2008 verkündeten Investitionsprogramms, das sich auf zwei deutsche Standorte sowie China, Indien und Brasilien erstreckt. Im Jahr 2008 wurde der Bau des neuen Werkes in Schanghai abgeschlossen und der Betrieb dort aufgenommen. In Kaiserslautern, dem Hauptstandort des Spezialitätenbereiches des FUCHS PETROLUB Konzerns, wurde Mitte 2008 der Bau neuer F&E-, Produktions- und Verwaltungsgebäude begonnen. Dort werden 2009 die Geschäftsaktivitäten von bisher zwei benachbarten Standorten zusammengeführt.
Im Stammwerk des FUCHS PETROLUB Konzerns am Standort Mannheim wurde 2008 die Einführung der integrierten SAP-Software abgeschlossen.
Abschreibungen
44
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Jahr 2008 auf 20,0 Mio € (20,8). Impairmentabschreibungen machten 1,1 Mio € (1,9) aus.
Geschäftserwerbe
Im Jahr 2008 hat FUCHS die Beteiligung am bisherigen Joint Venture in Japan von 50% auf 99,7% aufgestockt. Damit verbessert sich die Möglichkeit für FUCHS, den drittgrößten Schmierstoffmarkt der Welt tiefer bearbeiten zu können.
Zum vierten Quartal 2008 wurde in den USA das Geschäft der MS FLUID TECHNOLOGIES erworben. Schwerpunkt dieses Geschäftes sind Umformschmierstoffe, ein Kernarbeitsgebiet von FUCHS.
GESCHÄFTSVERLAUF NACHTRAGSBERICHT
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des FUCHS PETROLUB Konzerns haben.
Überblick Das Jahr 2008 Lagebericht Finanzbericht
SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN
Die Segmentberichterstattung entspricht der konzerninternen Organisations- und Berichtsstruktur nach geografischen Regionen.
Für das Jahr 2008 schätzen wir, dass der Weltschmierstoffverbrauch gut 36 Mio Tonnen ausmachte. Davon entfiel knapp die Hälfte auf die Region Asien-Pazifik, Afrika. Diese Region ist nicht nur der größte Markt für Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten, sie ist gleichzeitig auch die Region mit den höchsten Wachstumsraten. In Nord- und Südamerika sowie in Europa wurde jeweils gut ein Viertel aller Schmierstoffe verbraucht.
Im FUCHS PETROLUB Konzern entfiel der Umsatz, gegliedert nach dem Sitz der Kunden, wie folgt auf die Regionen:
| [in Mio €] | 2008 | Anteil in % | 2007 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|
| Europa | 870,0 | 62,4 | 859,4 | 62,9 |
| Nord- und Südamerika | 212,8 | 15,3 | 217,8 | 16,0 |
| Asien-Pazifik, Afrika | 310,9 | 22,3 | 288,1 | 21,1 |
| Gesamt | 1.393,7 | 100 | 1.365,3 | 100,0 |
Auch für FUCHS wuchs der Umsatz mit Kunden in der Region Asien-Pazifik, Afrika im Jahr 2008 am stärksten; er legte um 7,9% auf 310,9 Mio € (288,1) zu. Mit europäischen Kunden wurde der Umsatz um 1,2% gesteigert. Mit 870,0 Mio € (859,4) ist diese Kundengruppe bei 62,4% (62,9) vom Umsatz der größte Umsatzträger. Die Region Nord- und Südamerika reduzierte ihren Anteil währungsbedingt auf 212,8 Mio € bzw. 15,3% (217,8 bzw. 16,0%).
SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN EUROPA
| Segmentinformationen [in Mio €]1 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Umsätze nach Sitz der Kunden | 870,0 | 859,4 |
| Umsätze nach Sitz der Gesellschaften | 945,0 | 934,1 |
| davon mit anderen Segmenten | 28,9 | 29,4 |
| Planmäßige Abschreibungen | 12,0 | 12,0 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0,0 | 0,8 |
| Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen | 0,0 | 0,0 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 109,6 | 125,9 |
| Segmentvermögen | 416,1 | 419,0 |
| Segmentschulden | 116,8 | 147,8 |
| Investitionen | 30,9 | 16,0 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 2.357 | 2.327 |
| Kennzahlen [in %] | ||
| EBIT zu Umsatz | 11,6 | 13,5 |
1 Siehe Seiten 82 und 83
Die Gesellschaften in Europa steigerten ihren Umsatz im Jahr 2008 um 1,2% auf 945,0 Mio € (934,1). Besonders dynamisch wuchs der Umsatz in Mittel- und Osteuropa. Diese Gesellschaften erwirtschafteten 8,4% (7,5) der Umsätze der Region. Innerhalb Westeuropas erzielten mit Ausnahme von Spanien, Frankreich und Griechenland ebenfalls alle Gesellschaften organische Zuwächse. Die Schwäche des britischen Pfunds führte jedoch zu substanziellen negativen Umrechnungseffekten. In Gesamteuropa wirkten sich die Wechselkurse mit 21,9 Mio € bzw. 2,3% umsatzreduzierend aus.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Region war mit 109,6 Mio € (125,9) um 12,9% rückläufig. Die EBIT-Marge (EBIT in Relation zum Umsatz) lag bei 11,6% (13,5).
Bedeutende Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Region kamen auch im Jahr 2008 aus den Gesellschaften in Deutschland und Großbritannien. Aber auch in Frankreich und Polen wurden ansehnliche Umsätze und Ergebnisse erwirtschaftet. Positiv zu vermerken ist, dass daneben viele kleinere Gesellschaften in ihren jeweiligen Märkten eine gute Marktposition errungen und erfreuliche Ergebnisbeiträge geliefert haben.
Heterogene Entwicklung in West- und Südeuropa
Trotz eines sehr schwierigen Marktumfelds konnte die Gesellschaft in Großbritannien ein zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaften, auch wenn die Ergebnisse des Vorjahres nicht erreicht wurden. Das Gleiche gilt für Frankreich, während sich die Gesellschaften in Italien und Spanien nicht von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln konnten und aufgrund eines unbefriedigenden Schlussquartals deutlich hinter den Ergebnissen des Vorjahres zurückblieben.
FUCHS behauptet Marktposition in Deutschland
Nach dem Rekordjahr 2007 konnte die größte Konzerngesellschaft FUCHS EUROPE SCHMIER-STOFFE das Vorjahresergebnis aufgrund eines schwachen vierten Quartals nicht erreichen, hat aber ihre Marktposition behauptet.
Mitte des Jahres führte die Gesellschaft erfolgreich SAP R3 ein und ist damit ein wichtiger Bestandteil im europäischen IT-Verbund.
Das Spezialitätengeschäft der LUBRITECH-Gruppe hat sich auch im Jahr 2008 positiv entwickelt. Der Neubau in Kaiserslautern läuft planmäßig und wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2009 abgeschlossen.
Polen und Russland bestimmen Wachstum in Mittel- und Osteuropa
Die polnische Tochtergesellschaft hat im vergangenen Jahr ihr Wachstum von Umsatz und Ergebnis fortgesetzt und zählt innerhalb der Region Europa zu einer der wichtigsten Ertragssäulen. In gleicher Weise gewinnt Russland im europäischen Kontext an Bedeutung, hier gehen signifikant wachsende Umsätze mit dem kontinuierlichen Ausbau der FUCHS-Organisation einher.
Entwicklung des Konzernumsatzes in Europa nach Sitz der Gesellschaften [in Mio €]
SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN NORD- UND SÜDAMERIKA
| Segmentinformationen [in Mio €]1 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Umsätze nach Sitz der Kunden | 212,8 | 217,8 |
| Umsätze nach Sitz der Gesellschaften | 205,9 | 208,3 |
| davon mit anderen Segmenten | 3,3 | 1,1 |
| Planmäßige Abschreibungen | 3,9 | 3,9 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen | 0,0 | 0,0 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 34,5 | 37,1 |
| Segmentvermögen | 152,4 | 142,6 |
| Segmentschulden | 17,3 | 22,7 |
| Investitionen | 3,2 | 2,8 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 574 | 588 |
| Kennzahlen [in %] | ||
| EBIT zu Umsatz | 16,8 | 17,8 |
1 Siehe Seiten 82 und 83
Die Gesellschaften der Region Nord- und Südamerika haben im Jahr 2008 einen Umsatz von 205,9 Mio € (208,3) erzielt. Der leichte Rückgang war währungsbedingt, in Landeswährung haben alle Gesellschaften ihren Umsatz gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Region ist um 7,0% auf 34,5 Mio € (37,1) zurückgegangen. Auch dieser Rückgang war im Wesentlichen währungsbedingt. Die EBIT-Marge, also das EBIT in Relation zum Umsatz, lag bei namhaften 16,8% (17,8).
Die Dynamik der südamerikanischen Märkte äußert sich im zunehmenden Anteil, den die Gesellschaften in Argentinien und Brasilien zur Gesamtregion beitragen. Sie haben 2008 etwa 20% des Umsatzes und EBITs der Gesamtregion erwirtschaftet.
Ausbau der technischen Kompetenz in Nordamerika
Die rezessive Entwicklung in den USA hat im Berichtsjahr, wie schon im Vorjahr, den nordamerikanischen Markt erheblich beeinträchtigt. Unsere lokalen Gesellschaften schafften es dennoch erneut, in diesem schwierigen Umfeld ihre hohe Profitabilität zu sichern. Mit dem konsequenten Ausbau der Bereiche Forschung & Entwicklung, Produktmanagement sowie Anwendungstechnik wurden die Weichen für künftiges Wachstum gestellt. Durch die Ernennung eines Präsidenten für unsere Gesellschaft in den USA wurde die bevorstehende Nachfolge des CEO für Ende dieses Jahres vorbereitet.
Geschäft mit Spezialschmierstoffen in Südamerika weiter ausgebaut
Unserer Gesellschaft in Argentinien gelang es im Jahr 2008, ihre hervorragende Entwicklung der vergangenen Jahre erfolgreich fortzusetzen. Die beiden kleineren Spezialschmierstoffgeschäfte, die Anfang 2007 in Brasilien erworben wurden, bilden eine solide Basis für künftiges Wachstum in diesem wichtigen Segment. Die positive Entwicklung unserer brasilianischen Gesellschaft in den vergangenen Jahren erfordert einen größeren Standort, den wir in der Nähe von São Paulo suchen.
Entwicklung des Konzernumsatzes in Nord- und Südamerika nach Sitz der Gesellschaften [in Mio €]
SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN ASIEN-PAZIFIK, AFRIKA
| Segmentinformationen [in Mio €]1 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Umsätze nach Sitz der Kunden | 310,9 | 288,1 |
| Umsätze nach Sitz der Gesellschaften | 274,9 | 253,4 |
| davon mit anderen Segmenten | 0,0 | 0,0 |
| Planmäßige Abschreibungen | 2,0 | 2,1 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 1,1 | 1,2 |
| Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen | 2,9 | 2,3 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 31,2 | 34,1 |
| Segmentvermögen | 115,5 | 110,7 |
| Segmentschulden | 32,2 | 37,1 |
| Investitionen | 11,8 | 4,2 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 863 | 821 |
| Kennzahlen [in %] | ||
| EBIT zu Umsatz | 10,3 | 12,5 |
1 Siehe Seiten 82 und 83
Die Gesellschaften der Region Asien-Pazifik, Afrika haben ihren Umsatz im Jahr 2008 organisch um 13,4% auf 274,9 Mio € (253,4) gesteigert. Rund die Hälfte dieses Zuwachses büßte die Region jedoch infolge der Stärke des Euros bei der Umrechnung in die Konzernwährung wieder ein. Trotzdem konnten die Gesellschaften der Region unter Einbeziehung eines externen Wachstums von 1,8% einen Umsatzanstieg von 8,5% verbuchen.
Wichtige Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Region kommen von den Gesellschaften in China, Australien, dem Mittleren Osten sowie von Südafrika. Diese Gesellschaften generieren etwa 80% des Umsatzes der Region. Insgesamt haben die Gesellschaften der Region ein EBIT von 31,2 Mio € (34,1) erwirtschaftet. Der Rückgang ist stark wechselkursbedingt. Die EBIT-Marge lag bei 10,3% (12,5).
China nimmt neues Werk in Betrieb
In China wurde im Jahr 2008 das neue Werk in Schanghai eingeweiht und in Betrieb genommen. Insbesondere das chinesische Bergbaugeschäft zeigte 2008 eine sehr positive Entwicklung.
Indien wichtiger Markt für Spezial- und Industrieschmierstoffe
In Indien wurde in der Nähe von Mumbai ein Grundstück erworben und mit Planung und Bau eines Produktionswerkes begonnen. Ziel des Investitionsvorhabens auf diesem wichtigen Markt ist es, unser Kerngeschäft mit Spezial- und Industrieschmierstoffen weiter voranzutreiben.
Südafrikanische Gesellschaft weiter auf Erfolgskurs
Auch im abgelaufenen Berichtszeitraum gelang es unserer Gesellschaft in Südafrika, zum wiederholten Male Umsatz und Ergebnis in Landeswährung zu steigern. Die Konzentration der Fertigung auf den nun einzigen Standort in Johannesburg wurde abgeschlossen und die Produktionskapazitäten entsprechend angepasst.
Australisches Schmierstoffgeschäft auch 2008 sehr erfolgreich
Unsere australische Gesellschaft steigerte Umsatz und Ergebnis sowohl in Landeswährung als auch umgerechnet in Euro. Um mehr am lokalen und regionalen Schmierfettmarkt zu partizipieren, wurde mit dem Bau einer Fettproduktion im Werk Melbourne begonnen, welche im Jahr 2009 in Betrieb gehen wird.
Marktstellung von FUCHS im Mittleren Osten nochmals deutlich verbessert
Sehr erfreuliche Zahlen haben im Jahr 2008 die Gesellschaften in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten erwirtschaftet. Beide Gesellschaften haben auf den von ihnen betreuten Märkten 2008 ihre Marktposition ausgebaut und Umsatz und Ergebnis kräftig gesteigert.
Entwicklung des Konzernumsatzes in Asien-Pazifik, Afrika nach Sitz der Gesellschaften [in Mio €]
Wer in Wachstumsmärkte investiert, vergrößert seine eigenen Stärken.
Große Länder brauchen große Investitionen, die ihren wachsenden Volkswirtschaften gerecht werden. Darum haben wir 2008 unsere neue, hochmoderne Firmenzentrale in Schanghai eingeweiht, die auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum für ganz Asien sein wird. Doch auch in Mumbai und im Großraum São Paulo werden wir neue, größere Werke mit zusätzlichen Kapazitäten bauen. Denn wer in starke Standorte investiert, vergrößert seine eigene Stärke und schafft Potenziale.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Innovative Anwendung tribologischen Wissens führt zur Optimierung der Reibungszustände und Reduzierung des Verschleißes. Dadurch werden Energie gespart und Emissionen gemindert, Ressourcen geschont und die Betriebssicherheit von Maschinen und Anlagen erhöht. Dies gelingt in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und wird unterstützt durch die Forschung in Verbund und Gemeinschaft mit Universitäten und verwandten Forschungseinrichtungen.
Ende 2008 waren im Konzern 330 (332) Ingenieure, Naturwissenschaftler sowie technische Fach- und Hilfskräfte tätig. Im Berichtszeitraum wurden in diesem Bereich 22,7 Mio € (23,7) aufgewendet.
Praxiserprobte Spezialschmierstoffe für die Windkraft
Unter dem Namen FUCHS Windpower Division wurden alle Marktaktivitäten in der Windenergie zusammengeführt. Den Kunden dieser Branche steht damit ein breites Sortiment an Schmierfetten, Fettpasten sowie Hydraulik- und Getriebeölen weltweit zur Verfügung. Damit ist die neue Division kompetenter Ansprechpartner für alle schmierstofftechnischen Anwendungen der Hersteller von Windkraftanlagen, der Produzenten des Antriebsstrangs sowie der Windparkbetreiber. Die FUCHS Windpower Division bietet ihren Kunden Spezialschmierstoffe, die praxiserprobt und von Anlagen-, Getriebe- und Lagerherstellern sowie von Zulieferern von Filtersystemen freigegeben sind. Zu den Serviceleistungen zählen individuelle Schmierstoffauswahl, umfassende Dokumentationen mit Getriebezustandsberichten sowie genaueste Ölanalysen. Diese liefern differenzierte Aussagen über den Ölzustand, so dass Ölwechselintervalle exakt festgelegt werden können.
Spezielles Motorenöl verlängert Wechselintervalle bei erdgasbetriebenen Bussen
In einem gemeinsamen Feldversuch eines Busherstellers und von FUCHS ist es gelungen, die Wartungsintervalle von sechs erdgasbetriebenen Bussen von 30.000 Kilometer auf 45.000 Kilometer zu verlängern. Möglich wird dies durch die Verwendung eines speziellen Motorenöls, welches bereits die Freigabe des Busherstellers erhalten hat. Im Moment arbeiten beide Partner an einer weiteren Ausdehnung des maximal möglichen Intervalls auf 60.000 Kilometer. Durch die Verlängerung der Wechselintervalle ist es gelungen, die Zahl der Werkstattaufenthalte sowie der notwendigen Öl- und Filterwechsel zu verringern. Dadurch spart die Betreibergesellschaft Zeit und Geld. Hinzu kommt, dass der Einsatz des neuen Öls den Verschleiß an zahlreichen Bauteilen messbar verringert und der Kraftstoffverbrauch der Testfahrzeuge seit Versuchsbeginn um rund drei Prozent zurückgegangen ist.
Neues Hochleistungsschleif- und Fräsöl für die Getriebe- und Lagerfertigung
Führende Schleifmaschinenhersteller empfehlen ein neues Hochleistungsschleif- und Fräsöl, das sich in der Getriebe- und Lagerherstellung besonders bewährt. Das emissions- und verdampfungsarme Hightech-Produkt basiert auf aromatenarmen Hydrocrackat-Ölen. Wesentliche Freigabevoraussetzung waren ein Härtetest bezüglich der Schleifleistung, Anwendbarkeit in der Hydraulik und zusätzliche Eignung für Zerspanungsverfahren mit definierter Schneide. Diese Eigenschaft ist vor allem beim Einsatz in der Getriebefertigung von besonderem Vorteil, denn auf diese Weise verfügt man über ein einziges Öl für alle Bearbeitungsverfahren.
Somit wird die Sortenvielfalt beim Anwender reduziert und die Verwechslungsgefahr ausgeschlossen. Neben der besseren Kühlwirkung profitiert der Anwender auch von den wesentlich geringeren Ausschleppverlusten über Werkstücke und Späne, was die nachgeschalteten Waschanlagen entlastet.
Umweltverträgliche Kältemaschinenöle für mehr Energieeffizienz in der Kältetechnik
Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz sind auch in der Kältetechnik wichtige Themen. Große Supermarktketten in Deutschland rüsten ihre neuen Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln wie Kohlendioxid aus. Die umweltfreundlichen Kältemittel stellen aber erhöhte Ansprüche an das verwendete Kältemaschinenöl. FUCHS hat deshalb Schmieröle entwickelt, welche auf hochstabilen synthetischen Estern basieren, mit speziellen Verschleißschutzadditiven versehen und genau auf den Einsatz mit Kohlendioxid als Kältemittel abgestimmt sind.
In modernen Haushaltskühlschränken wird hingegen Isobutan als Kältemittel eingesetzt, ein Kohlenwasserstoff mit geringstem Treibhauspotenzial. Dank innovativer Kältemittelverdichter und speziell eingestellter Kältemaschinenöle werden höchste Energieeffizienzklassen erreicht und der Primärenergieverbrauch in Haushalten reduziert.
Moderne Gleitlacke sorgen für Geräuschreduzierung und Leichtgängigkeit
Nach dem Beschichtungsvorgang mit wasserbasierten Gleitlacken verbleibt auf Bauteilen ein grifffester, meist unsichtbarer Film. Mit einem neu entwickelten Gleitlack lässt sich eine Vielzahl von Materialien beschichten. Das Produkt eignet sich hervorragend für die Schmierung von Kunststoffen und Elastomeren und wird vorrangig zur Verminderung der Geräuschbildung, zur Erzielung der Leichtgängigkeit von Schaltelementen und zur Montageerleichterung eingesetzt. Die Vermeidung der Geräuschbildung hat vor allem in der Automobilindustrie einen hohen Stellenwert. Anwendungen sind zum Beispiel die Mechanik von Luftauslassklappen, die Aufhängung der Gepäckraumabdeckung, die Federmechanik in Türklappfächern und verschiedene Schalterelemente. Weitere Anwendungsgebiete dieses Universalgleitlackes sind beispielhaft Schalter in Haushalts- und Küchengeräten, die Beschichtung von medizintechnischen Bauteilen, Gewindeelementen oder Edelstahldübeln.
MITARBEITER
Unsere Mitarbeiter – jeder Einzelne Teil des Erfolgs
Engagierte Mitarbeiter sind Innovationstreiber und Motor für Veränderungen. Leistungsbereitschaft und Loyalität der Mitarbeiter gegenüber FUCHS sind die Grundvoraussetzungen, um unser Unternehmen heute und in der Zukunft erfolgreich zu führen. Qualifikation ist die beste Voraussetzung, um hohe Ziele zu erreichen.
Attraktiver Arbeitgeber
Das Image von FUCHS als attraktiver Arbeitgeber verbunden mit einem professionellen Rekrutierungsprozess ermöglicht die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern. Besondere Wachstumsmärkte sind Indien, Russland und China, in denen wir gezielt die Personalstruktur verändern. Dem Bereich Human Resources kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Einem relativ unübersichtlichen Bewerbermarkt in diesen Ländern begegnet FUCHS mit professionellen Auswahlverfahren, um die Rekrutierung geeigneter und zugleich qualifizierter Mitarbeiter sicherzustellen. FUCHS präsentiert sich als attraktiver Arbeitgeber und setzt daher auf die gezielte Rekrutierung von Fach- und Führungspersonal sowie auf attraktive Ausbildungsprogramme. Durch gezieltes Personalmarketing, beispielsweise durch die Teilnahme an Firmenkontaktmessen oder regionalen Informationsmessen der Hochschulen, stellen wir sicher, dass FUCHS als attraktiver Arbeitgeber bei Schulabgängern und Studenten bekannt gemacht wird. Darüber hinaus bieten wir Berufsinformationsbörsen im eigenen Haus an, um Schulabgängern die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort ein Bild von unserem Ausbildungsangebot und unseren betrieblichen Abläufen zu machen.
Unternehmenskultur und Work-Life-Balance
FUCHS fördert eine Unternehmenskultur, die von Wertschätzung, Vertrauen und respektvollem Umgang miteinander geprägt ist. Zeitgemäße Betriebsvereinbarungen und transparente Richtlinien schaffen Rahmenbedingungen, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erleichtern. Flexible Arbeitszeitsysteme und ein konsequentes Gesundheitsmanagement unterstützen die Mitarbeiter bei der eigenverantwortlichen Erhaltung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit.
Ausbildung
Durch unsere eigene Ausbildung ermöglichen wir einen flexiblen und bedarfsgerechten Berufseinstieg. Wir bieten unseren jungen und engagierten Mitarbeitern interessante Perspektiven. In unseren deutschen Gesellschaften bilden wir in acht Ausbildungsberufen aus. Zielbewussten und qualifizierten Abiturienten bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit einer dualen Ausbildung: Die Ausbildung im Unternehmen wird begleitet durch einen Studiengang an einer Berufsakademie, der mit der staatlichen Abschlussbezeichnung "Bachelor" abschließt. Von Beginn an arbeiten unsere jungen Mitarbeiter mit erfahrenen Fachkräften zusammen, tauschen sich aus und lernen voneinander. So wachsen neue Ideen, die uns immer wieder voranbringen. Und das seit vielen Jahren.
Potenzialentwicklung
Gezielte Personalentwicklung bildet die Basis für individuelle Weiterentwicklung im Unternehmen. Durch die unternehmenseigene Bildungseinrichtung FUCHS ADADEMY wird eine kontinuierliche Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sichergestellt. Als weltweites Schulungsinstrument bietet die FUCHS ADADEMY regelmäßig verschiedenste technische Seminare an und versorgt durch Vertriebsschulungen unsere Vertriebsmitarbeiter mit fundiertem Hintergrundwissen. Die FUCHS ADADEMY steht auch unseren Vertriebspartnern und Kunden für ausgewählte Themen offen und wird von ihnen intensiv genutzt.
Aufgrund unserer internationalen Organisationsstruktur stellt interkulturelle Kompetenz für unsere Beschäftigten einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Wir fördern diese Kompetenz bereits früh durch gezielte Einsätze in unseren weltweiten Tochter- und Vertriebsgesellschaften. Darüber hinaus sorgt FUCHS durch weltweite interne Schulungseinsätze für einen optimalen Wissenstransfer von unseren Know-how-Trägern an neue Mitarbeiter.
Ein erfolgreiches Unternehmen muss sich auf ein exzellentes Managementteam und gut ausgebildete Mitarbeiter stützen können. Durch eine gezielte Förderung schaffen wir die Basis für eine nachhaltige Nachfolgeplanung. Die Besetzung von Positionen erfolgt, wo immer möglich, aus eigenen Reihen mit operativ erfahrenen Beschäftigten. Soziale Kompetenz, unternehmerisches Denken und Handeln sowie Mitarbeiterorientierung sind entscheidende Voraussetzungen für die Übernahme von Verantwortung in den Gesellschaften der FUCHS-Gruppe.
Erfolgsorientierte Vergütung in der FUCHS-Gruppe
Das Vergütungssystem der FUCHS-Gruppe verknüpft die persönliche Leistung mit dem Erfolg des Unternehmens und ermöglicht damit eine erfolgsorientierte Vergütung der Mitarbeiter. Dieses Vergütungssystem setzt durch Transparenz und Zielorientierung Anreize, Herausforderungen anzunehmen und Verantwortung zu übernehmen.
Bereits im Jahr 2003 wurde mit dem "FUCHS Incentive Program" ein globales Instrument für die leistungsgerechte Vergütung des Managements der weltweiten Tochtergesellschaften der FUCHS-Gruppe eingeführt.
Das Programm basiert auf einem wertorientierten Anreizsystem, dem sogenannten FVA (FUCHS VALUE ADDED), welches den operativen Gewinn, das eingesetzte Kapital und die Kapitalkosten verknüpft.
Der Gedanke der erfolgsorientierten Vergütung findet sich auch in unserer Vertriebsstruktur wieder, in der Verkäufer an ihrem individuell erwirtschafteten Produkterfolg teilhaben.
Mitarbeiterzahl auf Vorjahresniveau
58
Weltweit beschäftigte der FUCHS PETROLUB Konzern zum 31. Dezember 2008 3.855 Mitarbeiter (3.787). Die Gesamtbelegschaft hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um 68 Personen oder +1,8% geringfügig erhöht.
2.761 (2.739) Personen oder 72% der Belegschaft waren im Ausland beschäftigt und 1.094 (1.048) im Inland.
Weltweit sind 37% (37) der Mitarbeiter im Bereich Technik und Produktion tätig, 36% (37) in Marketing und Vertrieb. In der Administration waren 18% (17) und in der Forschung und Entwicklung 9% (9) der Mitarbeiter tätig.
ANGABEN LAUT § 315 ABSATZ 4 HGB
§ 315 Absatz 4 des Handelsgesetzbuchs verlangt zusätzliche Angaben im Lagebericht zu bestimmten Merkmalen der Kapital- und Aktionärsstruktur sowie zu bestimmten Vereinbarungen, die in einer Übernahmesituation von Bedeutung sein könnten.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 31. Dezember 2008 belief sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft auf 77.814.000 €. Das Grundkapital ist in 12.969.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) ohne Nennbetrag und 12.969.000 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien (Stückaktien) ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit beträgt der Anteil am Grundkapital der Gesellschaft je Aktiengattung 50%. Auf jede Aktie entfällt zum Bilanzstichtag ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 3 €. Die Stammaktien gewähren die laut Aktiengesetz vorgesehenen Rechte. Die Vorzugsaktien gewähren mit Ausnahme des Stimmrechts dieselben Rechte. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
Gemäß der Satzung der Gesellschaft wird der Bilanzgewinn in nachstehender Reihenfolge verwendet:
- a. Zur Nachzahlung etwaiger Rückstände von Gewinnanteilen auf die stimmrechtslosen Vorzugsaktien aus den Vorjahren,
- b. zur Zahlung eines Vorzugsgewinnanteils von 0,14 € je ein Stück Vorzugsaktie ohne Nennbetrag,
- c. zur Zahlung eines ersten Gewinnanteils von 0,08 € je ein Stück Stammaktie ohne Nennbetrag,
- d. zur gleichmäßigen Zahlung weiterer Gewinnanteile auf die Stammaktien und die stimmrechtslosen Vorzugsaktien, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung beschließt.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Mai 2007 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 1. November 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien (Stamm- und/oder Vorzugsaktien) bis zu 10% des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zum Zweck der Einziehung zu erwerben. Bis zum 30. April 2008 wurden je 564.000 Stück Stammaktien und Vorzugsaktien zurückgekauft. Die Einziehung der Aktien ist erfolgt.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2008 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 5. November 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats erneut eigene Aktien (Stamm- und/oder Vorzugsaktien) bis zu 10% des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zum Zweck der Einziehung zu erwerben. Bis zum 10. März 2009 wurden jeweils 575.000 Stück Stammaktien und Vorzugsaktien zurückgekauft. Die Einziehung der Aktien ist erfolgt.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, Mannheim, hat mit der Gothaer Krankenversicherung AG, Köln, einen Stimmbindungsvertrag über eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abgeschlossen. Die vertragliche Vereinbarung bezieht sich auf – zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung – 8,09% des stimmberechtigten Grundkapitals, wie es sich nach Einziehung der von der Gesellschaft zurückgekauften Aktien ergibt. Diese 8,09% werden von der Gothaer Krankenversicherung AG gehalten.
60
Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, Mannheim, bildet zusammen mit Mitgliedern der Familie Fuchs die Schutzgemeinschaft Fuchs. Innerhalb der Schutzgemeinschaft Fuchs gibt es Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung von Stimmrechten und der Übertragung von Aktien. Die Stimmrechte aller Mitglieder der Schutzgemeinschaft Fuchs werden einheitlich durch die Geschäftsführung der Schutzgemeinschaft ausgeübt. Bei entgeltlichen und unentgeltlichen Übertragungen von Aktien von Mitgliedern der Familie Fuchs oder auch der RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG an Dritte sind die Aktien zunächst schutzgemeinschaftsintern anzubieten.
Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten
Es bestehen folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten. Die Beteiligungsverhältnisse zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung beziehen sich dabei auf alle stimmberechtigten Aktien nach Einziehung der von der Gesellschaft zurückgekauften Aktien.
Die Schutzgemeinschaft Fuchs verfügt über die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals. Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG hält 47,15% der Stimmrechte, die natürlichen Personen, die Mitglieder der Familie Fuchs sind, weitere 4,59%. Insgesamt hält die Schutzgemeinschaft Fuchs somit 51,74% der stimmberechtigten Aktien. Die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG hat mit der Gothaer Krankenversicherung AG einen Stimmbindungsvertrag über eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abgeschlossen. Die vertragliche Vereinbarung bezieht sich auf 8,09% des infolge der Einziehung der von der Gesellschaft zurückgekauften Aktien reduzierten stimmberechtigten Grundkapitals. Der Schutzgemeinschaft Fuchs sind damit unter Berücksichtigung des Anteils der Gothaer Krankenversicherung AG insgesamt 59,83% der Stimmrechte zuzurechnen.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Die am Kapital der Gesellschaft beteiligten Arbeitnehmer können ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung
Die Satzung der Gesellschaft in der derzeit gültigen Fassung stimmt hinsichtlich der Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und der Satzungsänderungen mit den gesetzlichen Vorschriften gemäß §§ 84, 179 Aktiengesetz überein.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Die Satzung der Gesellschaft umfasst ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 8. Juni 2009 um bis zu 35.370.000 € durch Ausgabe bis zu 11.790.000 neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Es dürfen jeweils Stammund/oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden.
Die Satzung umfasst ein bedingtes Kapital. Danach ist das Grundkapital um weitere bis zu 7.781.400 €, eingeteilt in bis zu jeweils Stück 1.296.900 auf den Inhaber lautende Stammaktien und/oder auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien, bedingt erhöht, soweit die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelanleihen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2005 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/ Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die Gesellschaft hat mit zwei Banken Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots die sofortige Kündigung oder Fälligstellung der eingeräumten Kreditlinien bzw. Kredite ermöglichen.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind
Es gibt bei FUCHS keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.
Der Vorstand hat sich gemäß § 120 Absatz 3 des Aktiengesetzes mit den Pflichtangaben gemäß § 315 Absatz 4 des Handelsgesetzbuchs befasst. Er bestätigt die bei FUCHS getroffenen Regelungen und sieht keinen Änderungsbedarf. Diejenigen Pflichtangaben, die sich auf Merkmale der Kapital- und Aktionärsstruktur beziehen, geben Satzungsinhalte der FUCHS PETROLUB AG wieder.
BERICHT ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
62
Wie im vorangegangenen Abschnitt erläutert, verfügt die Familie Fuchs unter Berücksichtigung einer Stimmrechtsvereinbarung mit der Gothaer Krankenversicherung über die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals. Die vermögensverwaltende RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, über die der Stammaktienbesitz der Familie überwiegend gehalten wird, ist aufgrund dieses Sachverhalts herrschendes Unternehmen für die FUCHS PETROLUB AG und Letztere ist abhängiges Unternehmen.
Es wurde deshalb gemäß § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor."
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als Abschlussprüferin der AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit ihrem uneingeschränkten Testat versehen.
GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER GESELLSCHAFT FÜR ORGANMITGLIEDER
Für die Festlegung der Vergütung des Vorstands ist der Personalausschuss des Aufsichtsrats zuständig, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Strube, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Fuchs sowie Prof. Dr. Bernd Gottschalk angehören.
Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammen. Die variable Vergütung des Vorstands basiert auf dem FUCHS VALUE ADDED (FVA), einer Kennzahl, die der wertorientierten Unternehmenssteuerung dient. Der FVA stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzüglich der Kapitalkosten dar, beide Größen sind um frühere regelmäßige Firmenwertabschreibungen korrigiert. Leistungen aus Anlass der Beendigung der Arbeitsverhältnisse des Vorstands sind nicht vorgesehen. Ebenso bestehen keine aktienbasierten Vergütungen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 21. Juni 2006 erfolgt keine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütungen für die Dauer von fünf Jahren.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der FUCHS PETROLUB AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält danach für das abgelaufene Geschäftsjahr neben der Erstattung von Auslagen eine feste Vergütung von 15.000 € sowie eine variable, am Erfolg des Unternehmens orientierte Vergütung in Höhe von 100 € für jede 0,01 €, um die das ausgewiesene durchschnittliche Ergebnis je Aktie 1,06 € übersteigt. Die variable Vergütung darf das Doppelte der festen Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Anderthalbfache dieser Vergütungen. Weiterhin erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld von 600 € je Aufsichtsratssitzung.
Darüber hinaus erhält jedes Mitglied der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von 600 €, der Ausschussvorsitzende das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Anderthalbfache davon, soweit die Ausschusssitzung nicht am selben Tag stattfindet wie eine Sitzung des Aufsichtsratsplenums. Mitglieder des Aufsichtsrats, die dem Prüfungsausschuss angehören, erhalten eine weitere feste Vergütung von 10.000 €. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält jeweils das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Anderthalbfache.
RISIKOBERICHT
64
Die Geschäftstätigkeit des FUCHS PETROLUB Konzerns sowie dessen operativer Gesellschaften auf dem Gebiet der Schmierstoffe und verwandter Spezialitäten ist mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die aus dem unternehmerischen Handeln resultieren können. Dieses unternehmerische Handeln besteht jedoch nicht nur aus Risiken, sondern bietet auch zahlreiche Chancen, die zum Zweck der Sicherung und des Ausbaus der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erschließen und zu nutzen sind.
Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise
Was zunächst als Finanzkrise begann, hat sich inzwischen zu einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise entwickelt. Alle Weltregionen und sehr viele Wirtschaftszweige sind belastet. Die Auswirkungen lassen sich derzeit zwar nur unzureichend abschätzen, jedoch haben sich für FUCHS die Umsatz- und Ertragsrisiken deutlich erhöht. Diesen Risiken wird FUCHS durch geeignete Maßnahmen im Rahmen seines Risikomanagementsystems entgegenwirken.
Risikomanagementsystem des Konzerns
Das Risikomanagementsystem des FUCHS PETROLUB Konzerns ist integraler Bestandteil der FUCHS Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse in allen operativen und rechtlichen Einheiten sowie Zentralfunktionen. Das Risikomanagementsystem besteht aus den folgenden Elementen: Strategische Planung, Mittelfristplanung und Budgetierung, Reporting und permanentes Controlling, Risikoberichtswesen, Internes Kontrollsystem (IKS) der Aufbau- und Ablauforganisation sowie Interne Revision. Ein wichtiges Instrument zur globalen Risikosteuerung bilden die halbjährlich vorgenommenen Risikoinventuren. Die zentrale und dezentrale Durchführung in den operativen Gesellschaften sowie Zentralfunktionen dient der Risikoerfassung an dem Ort, an dem die Risiken bestehen bzw. die entsprechenden Fachleute zur Bewältigung dieser Risiken arbeiten.
Um Risiken möglichst vermeiden oder erforderlichenfalls rechtzeitig begegnen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, werden Risiken frühzeitig und systematisch identifiziert, beurteilt, kontrolliert und dokumentiert. Dabei werden, unter Anwendung geeigneter Risikokategorien, Risiken vom Management der operativen Gesellschaften sowie zentraler Funktionen identifiziert sowie bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und (Brutto-) Schadenshöhe (d. h. vor dem Ergreifen geeigneter Gegenmaßnahmen) bewertet. Die Bewertung der Schadenshöhe erfolgt in der Regel mit Ausblick auf die Auswirkungen der Risiken auf das EBIT.
Die Erfassung der Risikodaten erfolgt über ein intranetbasiertes System, welches die Informationen aus den operativen Gesellschaften und Zentralfunktionen anhand der vordefinierten Risikokategorien verdichtet und dadurch einen Gesamtüberblick über die Risikosituation des Unternehmens ermöglicht.
Einen weiteren wichtigen Bestandteil des Risikomanagementsystems des FUCHS PETROLUB Konzerns bildet das Interne Kontrollsystem (IKS) des Unternehmens, welches im Rahmen des jährlich aufzustellenden Prüfungsplans und der darin enthaltenden Funktions- (wie z.B. Einkauf, Verkauf, Personal etc.) bzw. Prüfungen der internen Revision mit ausgewählten Schwerpunkten regelmäßig auditiert wird. Die Interne Revision ist direkt dem Finanzvorstand der FUCHS PETROLUB AG unterstellt und überprüft im Wesentlichen die Effektivität und Effizienz von Geschäftsprozessen, die Ordnungsmäßigkeit der Abbildung dieser Prozesse in finanziellen und sonstigen betriebwirtschaftlichen Daten sowie die Einhaltung interner Richtlinien und externer Vorgaben (z.B. Gesetze). Der Prüfungsansatz berücksichtigt dabei strategische, die Einzelgesellschaften betreffende Informationen mit Auswirkungen auf die finanzielle Geschäftsentwicklung, Ergebnisse von Datenauswertungen, Prozessanalysen sowie auch die Ergebnisse vorangegangener Risikoinventuren, die im Rahmen der Prüfungen hinterfragt und beurteilt werden. Schließlich beurteilen die Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems. Die Prüfer der KPMG haben bestätigt, dass das System den gestellten Anforderungen entspricht.
Der FUCHS PETROLUB Konzern verfügt über ein effektives Risikomanagementsystem für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Nachfolgend sind die wesentlichen Risiken als Ergebnisse der oben beschriebenen Prozesse dargestellt, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflussen können. Risiken, die uns derzeit nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir nach jetzigem Kenntnisstand noch als unwesentlich einschätzen, könnten ebenfalls einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns haben.
Einzelrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die globale Geschäftstätigkeit des FUCHS PETROLUB Konzerns erfordert eine Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen und/oder politischen Chancen und Risiken in den Ländern, in denen FUCHS tätig ist. Wesentliche Risiken sind die Volatilität der Rohstoffkosten, die weltweite Finanzkrise mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft und eine mögliche Verschärfung geopolitischer Spannungen in einzelnen Regionen dieser Welt. Die Finanzkrise wirkt sich negativ auf das Konsum-, Investitions- und Exportverhalten aus. Hilfreich ist jedoch, dass das Unternehmen eine Vielzahl von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten für eine Vielzahl von Anwendungen herstellt und diese an über 100.000 Kunden in mehr als 100 Ländern vertreibt. Aufgrund der geografischen Aufstellung, der Breite des Beteiligungsportfolios wie auch aufgrund der ausgewogenen Kundenstruktur ist das Risiko der Ertragsfähigkeit von einzelnen Kunden, Branchen oder Regionen diversifiziert und minimiert.
Branchenrisiken
Technologischer Vorsprung und Innovationskraft sind zwei Maßnahmen, um branchentypischen Risiken, wie zum Beispiel zyklischen Nachfrageschwankungen in wichtigen Abnehmerbranchen wie der Automobil-, Investitionsgüter- und Zulieferindustrie, und auch dem intensiven Wettbewerb auf den Absatzmärkten entgegentreten zu können. Das Unternehmen ist dabei in strategisch bedeutsamen Nischen und Geschäftsfeldern Technologieführer. Für eine weitere Festigung sowie einen Ausbau der Marktstellung forscht und arbeitet FUCHS ständig an neuen Produkten und Verfahren. Die anwendungstechnische Betreuung unterstützt die partnerschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten direkt beim Kunden, wobei ständig Schmierstoffe für neue Maschinen, Bauteile, Aggregate und für Fertigungsprozesse entwickelt werden. Diese Innovations- und Nischenstrategie, die globale Präsenz, der hohe Spezialisierungsgrad und ein permanentes Kostenmanagement werden auch künftig die Profitabilität des Konzerns unterstützen.
Die europäische Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) ist seit dem 1. Juni 2007 in Kraft, wobei die Phase der Vorregistrierung bis zum 1. Dezember 2008 abgeschlossen wurde. Im Zeitraum vom 1. Juni bis 30. November 2008 mussten alle zu registrierenden Stoffe bei der entsprechenden Agentur in Helsinki angemeldet werden. Seit dem 1. Januar 2009 veröffentlicht die Agentur die Daten dieser Stoffe im Internet. Aus Sicht des FUCHS PETROLUB Konzerns liegen die wesentlichen Risiken in der Höhe der Prüfungs-, Registrierungs- und Substitutionskosten. Zudem könnte sich das Rohstoffangebot verringern, wenn Lieferanten die Produktion einzelner Rohstoffe aus betriebswirtschaftlichen Gründen einstellen. Dies würde die Suche nach alternativen Rohstoffen nach sich ziehen. FUCHS arbeitet intensiv daran, diesen Vorgaben zu entsprechen, und hat dementsprechende Maßnahmen sowohl personeller als auch organisatorischer Natur eingeleitet. Sofern möglich werden zudem kritische Rohstoffe identifiziert und durch Alternativen ersetzt.
Beschaffungsrisiken
Der Anstieg der Preise für Rohmaterialien – insbesondere Grundöle, Chemikalien sowie Additive – stellt wegen der sinkenden Verfügbarkeit, generellen Marktveränderungen und der Oligopolstellung von Lieferanten ein Risiko dar. Die gegenwärtig feststellbaren Volatilitäten am Beschaffungsmarkt werden durch den zentralen Einkauf ständig beobachtet, um frühzeitig auf die Entwicklungen reagieren zu können. Die weitere Sicherung der Grundölversorgung wird durch eine breitere Bezugsbasis unterstützt.
Vorratsrisiken
Eine Stärke des FUCHS PETROLUB Konzerns liegt in der hohen Zahl von Kunden bei großer Breite des Produktportfolios. In Verbindung mit kurzen Lieferzeiten erfordert dies eine breite Basis an Vorräten sowohl bei Rohstoffen als auch bei Fertigprodukten. Angesichts deutlich erhöhter Volatilität sowohl bei den Beschaffungspreisen als auch in der Kundennachfrage resultieren daraus erhöhte Bewertungsrisiken. Trotzdem ergab sich zum Bilanzstichtag Ende 2008 kein nennenswerter Abwertungsbedarf aus der verlustfreien Bewertung und aus anderen Bestandsrisiken.
Risiken aus dem Forderungsbereich
Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf die Realwirtschaft sind auch in Verbindung mit der Liquiditätssituation bei unseren Kunden stetig zu beobachten. Der FUCHS PETROLUB Konzern hat daher ein zentrales Frühwarnsystem eingeführt, wodurch die Altersstruktur und die Einhaltung der Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Gesellschaft überprüft werden. Zudem ergreifen die Gesellschaften vor Ort Maßnahmen, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu antizipieren und darauf zu reagieren. In den periodisch durchgeführten internen Revisionsprüfungen wird die Durchführung der Maßnahmen zusätzlich kontrolliert.
Risiken aus Forschung und Entwicklung
Rasche Innovationsfähigkeit und hoher Spezialisierungsgrad bei gleichzeitiger Kundennähe sind für FUCHS die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Markterfolg. Risiken bestehen in der hohen Komplexität und beschränkten Kalkulierbarkeit von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Um diese Risiken zu minimieren, werden die meisten Produkte in Kooperation und Abstimmung mit unseren Kunden entwickelt. Zusätzlich leistet die gemeinschaftliche Forschung im Verbund mit Universitäten oder entsprechenden Forschungsstellen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Innovationsfähigkeit und des hohen Spezialisierungsgrads.
Zinsänderungs- und Währungsrisiken sowie Finanzierungsrisiken
Die wesentlichen Finanzrisiken – Zinsänderungs- und Währungsrisiken – werden durch den Zentralbereich Treasury der FUCHS PETROLUB AG überwacht und gesteuert. Für den Umgang mit diesen Risiken bestehen vom Vorstand genehmigte, detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Währungsrisiken werden (sofern erforderlich) durch eine fristen- und währungskongruente Finanzierung sowie durch den Einsatz von Derivaten reduziert, die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden.
Die zum Ende des Berichtsjahres 2008 bestehende Bruttofinanzverschuldung war nahezu vollständig kurzfristiger Natur. Daraus resultieren im aktuellen Marktumfeld ein Refinanzierungsrisiko sowie ein Zinsänderungsrisiko. Die Finanzkrise macht allgemein den Zugang zu den Kapital- und Geldmärkten schwieriger. Durch die Bonität von FUCHS ist das Refinanzierungsrisiko jedoch gering, zumal die dem Konzern eingeräumten Kreditlinien etwa das Doppelte der Inanspruchnahme ausmachen. Es besteht eine ausreichende Liquidität.
Währungsrisiken bestehen aus (operativen) Transaktionsrisiken (Einnahmen und Ausgaben in Fremdwährung), die u.a. aus der Beschaffung von Rohstoffen resultieren, sowie Translationsrisiken (Umrechnung von Beteiligungen/GuV außerhalb des Euroraums in Euro), die sich aus der Währungsumrechnung für einzelne Gesellschaften zu verschiedenen Stichtagen ergeben.
Transaktions- und Translationsrisiken sind auf Konzernebene gegenläufig und haben einen kompensierenden Effekt.
Pensionsrisiken
Die Pensionsrisiken ergeben sich aus der Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Kapitalmarktes. Diese werden nach IFRS durch versicherungsmathematische Berechnungen ermittelt, welche auf bestimmten Annahmen, insbesondere der Zinsentwicklung (Diskontierungszinssatz) und der Lebenszeit, basieren. Die Wertänderungen der Deckungsmittel werden durch den Kapitalmarkt bestimmt. Die Risiken sind dadurch eingeschränkt, dass das Versorgungswerk in Deutschland bereits 1983 für Neuzusagen geschlossen wurde und für Neuzusagen in England und den USA das beitragsorientierte System (defined contribution system) zur Anwendung kommt.
Es erfolgt eine stetige Kontrolle und Überwachung des Fondsvermögens. Die Betreuung der Pensionsfonds in England und den USA erfolgt durch professionelle Fondsmanager.
Rechtliche, regulatorische und Standortrisiken
Rechtliche Risiken resultieren aus den den Konzern betreffenden Regelungen und Gesetzen. Zur Vermeidung von damit verbundenen Risiken werden unsere Entscheidungen und Handlungen durch eine umfassende rechtliche und versicherungsrechtliche Beratung sowie durch unsere eigenen Fachleute abgesichert. Es besteht ein angemessener Versicherungsschutz, der jedoch von der gegenwärtigen Finanzkrise durch den Ausfall von Versicherern negativ beeinflusst werden könnte.
Momentan sind keine Rechtsstreitigkeiten anhängig oder angedroht, die einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaften des FUCHS PETROLUB Konzerns haben.
Mit der internationalen Geschäftstätigkeit des FUCHS PETROLUB Konzerns sind lokale Steuerpflichten verbunden. Soweit steuerliche Risiken bestehen, wurden dafür ausreichend Risikovorsorgen getroffen. Zur Zeit sind keine steuerlichen Risiken bekannt, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Konzern haben könnten. Die internationale Geschäftstätigkeit hat weiterhin zur Folge, dass der FUCHS PETROLUB Konzern mit seinem heterogenen Portfolio an (Beteiligungs-) Unternehmen bzw. Landesgesellschaften den internationalen wie auch landesspezifischen Risiken ausgesetzt ist. Dazu zählen Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Rückrufaktionen, Arbeitssicherheit, Patentrecht, Markenrecht sowie Umweltschutz. Der FUCHS PETROLUB Konzern hat dafür eine Compliance-Organisation implementiert sowie entsprechende Schulungsmaßnahmen durchgeführt, um den daraus resultierenden Risiken angemessen begegnen zu können. Weitere Maßnahmen zur Minimierung von Risiken bestehen in der kontinuierlichen Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation, des Qualitätsmanagements und im angemessenen Versicherungsschutz.
Die globale Präsenz des FUCHS PETROLUB Konzerns führt auch zu bestimmten Länder- und Standortrisiken. Mögliche Risiken sind in diesem Zusammenhang Naturgewalten, Pandemien, Terror, Verstaatlichung oder Enteignung von Wirtschaftsgütern, rechtliche und regulatorische Risiken, Kapitaltransferverbot, Krieg und sonstige Unruhen. Die Sicherheitsmaßnahmen an diesen Standorten werden ständig neu überprüft, bewertet und entsprechend angepasst. Gleichzeitig wird das politische Risiko bei einzelnen Investitionsvorhaben berücksichtigt. Das Risiko von Sach- und Haftpflichtschäden sowie möglichen Betriebsunterbrechungen ist durch gruppenweit bestehende Versicherungsprogramme angemessen abgedeckt.
Risiken aus Akquisitionen und Investitionen
Akquisitions- und Investitionsprojekte sind mit komplexen Risiken behaftet. Aus diesem Grund werden solche Projekte durch festgelegte Abläufe und Verfahren abgewickelt, wodurch Risiken gesteuert und minimiert werden.
Risiken aus Akquisitions- und Investitionstätigkeiten sind derzeit nicht erkennbar.
Risiken der Informationstechnologie
Die organisatorische und IT-technische Vernetzung von Standorten und Systemen beinhaltet weitere Risiken. Diese bestehen in der zunehmenden Komplexität von elektronischen Kommunikationstechniken, welche zu Datenverlust oder -diebstahl, Betriebsstörungen und -unterbrechungen sowie zum kompletten Systemausfall führen können. Hierfür wurden Prozesse, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt, um den Risiken angemessen begegnen zu können. Ferner werden regelmäßig Investitionen in moderne Hard- und Software, die Implementierung detaillierter Back-up- und Recovery-Prozeduren sowie der Einsatz von Virenscannern und Firewalls durchgeführt. Umfassende Schulungen aller Mitarbeiter ermöglichen, mit dem neuesten Kenntnis- und Entwicklungsstand Schritt halten zu können.
Derzeit sind keine IT-relevanten Risiken für den FUCHS PETROLUB Konzern erkennbar.
Personalrisiken
Personalrisiken ergeben sich aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie bei der Akquise und Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Der FUCHS PETROLUB Konzern begegnet diesen Risiken durch intensive Weiterbildungsprogramme sowie leistungsgerechte Vergütungspakete, Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeplanungen.
Produkt- und Umweltschutzrisiken
Die Herstellung chemischer Produkte beinhaltet Risiken, die mit der Produktion, Abfüllung, Lagerung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen verbunden sind. Ein Störfall kann Personen- und Umweltschäden zur Folge haben sowie Produktionsausfälle verursachen.
Um möglichen Risiken in diesen Bereichen zu begegnen, werden bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen hohe (sicherheits-) technische Standards angewendet. Neben der konsequenten Überwachung der Qualitätsstandards zur Vermeidung von Betriebsstörungen führt FUCHS gezielte Maßnahmen zur Einhaltung des Boden- und Gewässerschutzes durch. FUCHS ist zudem branchenüblich gegen eventuell daraus resultierende Schäden versichert.
Derzeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken aus Konzernsicht hinsichtlich der Produktund Umweltrisiken erkennbar.
Sonstige Risiken
70
Wesentliche sonstige Risiken sind derzeit nicht erkennbar.
Gesamtrisiko
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise wird die konjunkturelle Entwicklung erheblich belasten und bei FUCHS zu erhöhten Umsatz- und Ertragsrisiken führen. Aus heutiger Sicht sind jedoch keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden.
Für die typischen Geschäftsrisiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnte, ist Vorsorge getroffen.
PROGNOSEBERICHT
Geschäftsentwicklung in den beiden ersten Monaten des Jahres 2009
Die Geschäftsentwicklung in den beiden ersten Monaten des Jahres 2009 blieb in hohem Maße unbefriedigend. Unsere Kunden reduzieren weiterhin ihre Vorratsbestände und bestellen angesichts der eigenen schlechten Auftragslage weniger.
Dabei lassen sich kaum regionale Unterschiede feststellen, vielmehr wurde aus Ländern, die bisher von der Weltrezession wenig berührt waren, ebenfalls über rückläufige Umsätze berichtet.
Erwartungen für das Geschäftsjahr 2009
Nachdem im Jahr 2008 die Turbulenzen an den Finanzmärkten deutlich stärkere Auswirkungen auf die Realwirtschaft hatten als erwartet, ist eine Prognose über die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2009 sehr schwierig. Nicht zuletzt, da die von Forschungsinstituten, internationalen Organisationen und Regierungen geschätzten Wachstumsraten für das Jahr 2009 derzeit im Wochen- oder Monatsrythmus revidiert werden. Diese Unsicherheit macht es auch unmöglich, eine verlässliche Annahme über die Entwicklung der globalen Schmierstoffnachfrage im Jahr 2009 zu treffen.
Angesichts mangelnder Möglichkeiten, auf Basis einer fundierten Prognose über die Entwicklung der Weltwirtschaft eigene belastbare Planungen für 2009 und 2010 aufzustellen, lassen sich Umsatz- und Ergebnisentwicklung derzeit nicht quantifizieren. Jedoch sind aufgrund der weltweiten Rezession in 2009 rückläufige Umsätze in allen Regionen zu erwarten. Mit einem disziplinierten Kostenmanagement werden wir versuchen, dem entgegenzuwirken. Die Entspannung bei den Rohstoffpreisen sollte die Entwicklung des EBIT ebenfalls stützen.
Bei der Cashentwicklung wollen wir wieder an die gute Cashflow-Generierung der Vorjahre anknüpfen.
Den im Mai 2007 begonnenen Rückkauf eigener Aktien haben wir im ersten Quartal 2009 planmäßig abgeschlossen.
Bei den Investitionen in Sachanlagen rechnen wir für 2009 mit der Fertigstellung der Werkserweiterung in Kaiserslautern und wollen mit den Investitionen in das F+E- und Vertriebszentrum in Mannheim im zweiten Quartal beginnen. Auch in Indien ist der Start des Werksneubaus für 2009 geplant. Um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein, werden diese strategischen Investitionen durchgeführt. Sofern erforderlich und sinnvoll, erfolgt jedoch eine zeitliche Streckung.
FUCHS geht in einer robusten Verfassung in ein schwieriges Jahr 2009 und vertraut auf sein bewährtes Geschäftsmodell. Gleichwohl müssen wir davon ausgehen, dass das Vorjahresergebnis nicht erreicht wird. FUCHS wird weiterhin an möglichen Schwachstellen arbeiten, sein diszipliniertes Kostenmanagement fortsetzen und die jeweils erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Trotz der äußerst schwierigen Wirtschaftslage sehen wir allerdings auch Chancen. Wir werden unsere Marktposition weiter ausbauen und strategisch sowie finanziell sinnvolle Akquisitionsgelegenheiten nutzen.
Ob sich im Jahr 2010 die Entwicklung bei Umsatz und EBIT wieder umkehren wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.
Finanzbericht 2008
FINANZBERICHT 2008 INHALT
| 74 | Konzernabschluss | 84 |
|---|---|---|
| der FUCHS PETROLUB AG | ||
| 84 | ||
| 74 | Gewinn- und Verlustrechnung | 90 |
| 75 | Bilanz | |
| 76 | Entwicklung der langfristigen | 98 |
| Vermögenswerte des Konzerns | ||
| 78 | Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 104 |
| 80 | Darstellung der erfassten | |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| im Eigenkapital | 137 | |
| 81 | Kapitalflussrechnung | |
| 82 | Regional- und Produktsegmente | |
84 Konzernanhang
Grundsätze
138
138 139
90 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung Erläuterungen zur Bilanz
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Jahresabschluss der FUCHS PETROLUB AG
Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz
140 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns
141 Wesentliche verbundene Unternehmen und Beteiligungen
KONZERNABSCHLUSS DER FUCHS PETROLUB AG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| [in Mio €] | Anhang | 2008 | 2007 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 1.393,7 | 1.365,3 | ||
| Kosten der umgesetzten Leistung | (2) | –905,6 | –856,1 | ||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 488,1 | 509,2 | |||
| Vertriebsaufwand | (3) | –219,3 | –216,0 | ||
| Verwaltungsaufwand | –71,3 | –76,0 | |||
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | –22,7 | –23,7 | |||
| –313,3 | –315,7 | ||||
| Operatives Ergebnis | 174,8 | 193,5 | |||
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | (4) | –6,0 | –0,6 | ||
| Beteiligungsergebnis | (5) | 2,9 | 2,3 | ||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 171,7 | 195,2 | |||
| Finanzergebnis | (6) | –8,9 | –8,5 | ||
| Egebnis vor Steuern (EBT) | 162,8 | 186,7 | |||
| Ertragsteuern | (7) | –52,5 | –66,4 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 110,3 | 120,3 | |||
| Ergebnis, das den Minderheitsanteilen zuzurechnen ist | (8) | –0,9 | –0,7 | ||
| Ergebnis, das den Aktionären der FUCHS PETROLUB AG zuzurechnen ist |
109,4 | 119,6 | |||
| Ergebnis je Aktie in Euro1 | (9) | ||||
| Stammaktie | 4,43 | 4,63 | |||
| Vorzugsaktie | 4,49 | 4,69 |
1 Jeweils unverwässert und verwässert.
BILANZ
| [in Mio €] | Anhang | 31.12.2008 | 31.12.2007 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | (14) | 93,5 | 85,3 | ||
| Sachanlagen | (13) | 168,6 | 149,2 | ||
| At equity bewertete Beteiligungen | (15) | 4,5 | 4,4 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (16) | 8,0 | 8,7 | ||
| Latente Steueransprüche | (17) | 18,1 | 18,2 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | (12) | 292,7 | 265,8 | ||
| Vorräte | (18) | 191,6 | 164,7 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (19) | 177,5 | 201,2 | ||
| Steuerforderungen | (20) | 5,9 | 3,0 | ||
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (21) | 16,6 | 16,0 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (22) | 19,5 | 64,2 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 411,1 | 449,1 | |||
| 703,8 | 714,9 | ||||
| Passiva | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 77,8 | 77,8 | |||
| Rücklagen des Konzerns | 126,7 | 127,3 | |||
| Konzerngewinn | 109,4 | 119,6 | |||
| Kapital des FUCHS PETROLUB Konzerns | 313,9 | 324,7 | |||
| Minderheitsanteile am Eigenkapital | 1,4 | 1,2 | |||
| Eigenkapital | (23) | 315,3 | 325,9 | ||
| Rückstellungen für Pensionen | (24) | 70,6 | 67,1 | ||
| Sonstige Rückstellungen | (25) | 6,9 | 8,9 | ||
| Latente Steuerschulden | (17) | 13,8 | 13,3 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | (26) | 5,3 | 3,7 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1,5 | 1,6 | |||
| Langfristiges Fremdkapital | 98,1 | 94,6 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (27) | 85,6 | 114,6 | ||
| Rückstellungen | (28) | 40,4 | 44,0 | ||
| Steuerverbindlichkeiten | (29) | 17,9 | 34,0 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | (30) | 118,8 | 68,2 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | (31) | 27,7 | 33,6 | ||
| Kurzfristiges Fremdkapital | 290,4 | 294,4 | |||
| 703,8 | 714,9 |
ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE DES KONZERNS
| [in Mio €] | Bruttowerte | Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2007 | 31.12. 2006 |
Kursdiff. | Veränderung Konsolidie- rungskreis |
Zugänge | Abgänge | Um- buchungen |
31.12. 2007 |
|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte | 32,3 | –0,4 | 0,0 | 3,5 | 0,1 | 0,4 | 35,7 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 86,5 | –1,5 | 0,0 | 2,2 | 1,2 | 0,0 | 86,0 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,3 | 0,0 | 0,0 | 1,3 | |
| 118,8 | –1,9 | 0,0 | 7,0 | 1,3 | 0,4 | 123,0 | ||
| Sachanlagen | ||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 133,5 | –5,3 | 0,0 | 3,5 | 1,2 | 0,8 | 131,3 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 165,3 | –7,6 | 0,0 | 6,0 | 5,4 | 0,6 | 158,9 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 82,3 | –2,3 | 0,1 | 7,3 | 7,9 | 0,8 | 80,3 | |
| Anlagen im Bau | 3,8 | –0,3 | 0,0 | 4,8 | 0,0 | –2,6 | 5,7 | |
| 384,9 | –15,5 | 0,1 | 21,6 | 14,5 | –0,4 | 376,2 | ||
| Finanzanlagen | ||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,2 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| At equity bewertete Beteiligungen | 4,3 | –0,5 | 0,0 | 2,3 | 1,7 | 0,0 | 4,4 | |
| Beteiligungen | 2,2 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,0 | |
| Ausleihungen an Beteiligungen | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | |
| Sonstige Ausleihungen | 7,2 | 0,0 | 0,0 | 1,1 | 1,1 | 0,0 | 7,2 | |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,3 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | |
| 14,7 | –0,4 | –0,4 | 3,5 | 2,8 | 0,0 | 14,6 | ||
| Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) | 518,4 | –17,8 | –0,3 | 32,1 | 18,6 | 0,0 | 513,8 | |
| Veränderung | ||||||||
| 31.12. | Konsolidie- | Um- | 31.12. | |||||
| 2008 | 2007 | Kursdiff. | rungskreis | Zugänge | Abgänge | buchungen | 2008 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte | 35,7 | –0,3 | 0,0 | 6,4 | 1,0 | 1,6 | 42,4 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte1 | 86,0 | –1,6 | 0,0 | 4,5 | 0,4 | 0,0 | 88,5 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –1,3 | 0,0 | |
| 123,0 | –1,9 | 0,0 | 10,9 | 1,4 | 0,3 | 130,9 | ||
| Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
131,3 | –4,2 | 2,8 | 7,6 | 4,6 | 7,0 | 139,9 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 158,9 | –9,9 | 0,4 | 7,7 | 1,6 | 1,9 | 157,4 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 80,3 | –4,9 | 0,2 | 6,2 | 2,2 | 0,8 | 80,4 | |
| Anlagen im Bau | 5,7 | 0,0 | 0,0 | 21,4 | 0,2 | –10,0 | 16,9 | |
| 376,2 | –19,0 | 3,4 | 42,9 | 8,6 | –0,3 | 394,6 | ||
| Finanzanlagen2 | ||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| At equity bewertete Beteiligungen1 | 4,4 | 0,2 | 0,0 | 2,9 | 3,0 | 0,0 | 4,5 | |
| Beteiligungen | 2,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,4 | 2,3 | |
| Ausleihungen an Beteiligungen | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | –0,4 | 0,0 | |
| Sonstige Ausleihungen | 7,2 | 0,0 | 0,3 | 0,0 | 1,1 | 0,0 | 6,4 | |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,3 | |
| 14,6 | 0,2 | 0,3 | 2,9 | 4,5 | 0,0 | 13,5 | ||
| Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) | 513,8 | –20,7 | 3,7 | 56,7 | 14,5 | 0,0 | 539,0 |
1 Die bis zum 31. Dezember 2004 aufgelaufenen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte wurden entsprechend IFRS 3.79 b mit den historischen Anschaffungskosten saldiert.
2 Die Zugänge bei den Finanzanlagen enthalten neben
den Investitionen auch anteilige Erträge der at equity bewerteten Beteiligungen.
| Bruttowerte | Kumulierte Abschreibungen | Nettowerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12. 2006 |
Kursdiff. | Veränderung Konsolidie- rungskreis |
Planmäßige Abschrei- bungen |
Außerplan mäßige Ab- schreibungen |
Abgänge | Um- buchungen |
31.12. 2007 |
31.12. 2007 |
31.12. 2006 |
| 27,4 | –0,2 | 0,0 | 2,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 29,1 | 6,6 | 4,9 |
| 7,7 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 1,9 | 1,2 | 0,0 | 8,6 | 77,4 | 78,8 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,3 | 0,0 |
| 35,1 | 0,0 | 0,0 | 2,0 | 1,9 | 1,3 | 0,0 | 37,7 | 85,3 | 83,7 |
| 55,1 | –2,0 | 0,0 | 3,7 | 0,0 | 1,5 | 0,0 | 55,3 | 76,0 | 78,4 |
| 113,9 | –5,9 | 0,0 | 7,2 | 0,0 | 5,2 | 0,0 | 110,0 | 48,9 | 51,4 |
| 65,0 | –2,1 | 0,0 | 5,9 | 0,0 | 7,1 | 0,0 | 61,7 | 18,6 | 17,3 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 5,7 | 3,8 |
| 234,0 | –10,0 | 0,0 | 16,8 | 0,0 | 13,8 | 0,0 | 227,0 | 149,2 | 150,9 |
| 0,1 | 0,0 | –0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 4,4 | 4,3 |
| 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 | 1,1 | 1,3 |
| 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,0 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 7,2 | 7,2 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,3 |
| 1,5 | 0,0 | –0,1 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 1,5 | 13,1 | 13,2 |
| 270,6 | –10,0 | –0,1 | 18,8 | 2,0 | 15,1 | 0,0 | 266,2 | 247,6 | 247,8 |
| 31.12. | Veränderung Konsolidie- |
Planmäßige Abschrei- |
Außerplan mäßige Ab- |
Um- | 31.12. | 31.12. | 1.12. | ||
| 2007 | Kursdiff. | rungskreis | bungen | schreibungen | Abgänge | buchungen | 2008 | 2008 | 2007 |
| 29,1 | –0,3 | 0,0 | 2,6 | 0,0 | 1,0 | 0,0 | 30,4 | 12,0 | 6,6 |
| 8,6 | –1,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 7,0 | 81,5 | 77,4 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,3 |
| 37,7 | –1,5 | 0,0 | 2,6 | 0,0 | 1,4 | 0,0 | 37,4 | 93,5 | 85,3 |
| 55,3 | –1,7 | 0,9 | 3,2 | 2,2 | 3,5 | –0,5 | 55,9 | 84,0 | 76,0 |
| 110,0 | –8,0 | 0,3 | 7,0 | 0,0 | 1,5 | 0,4 | 108,2 | 49,2 | 48,9 |
| 61,7 | –4,2 | 0,2 | 6,0 | 0,0 | 2,0 | 0,1 | 61,8 | 18,6 | 18,6 |
| 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 16,8 | 5,7 |
| 227,0 | –13,8 | 1,4 | 16,2 | 2,2 | 7,0 | 0,0 | 226,0 | 168,6 | 149,2 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 4,5 | 4,4 |
| 0,9 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 1,0 | 1,3 | 1,1 |
| 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 6,4 | 7,2 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,4 |
| 1,5 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,7 | 0,0 | 1,0 | 12,5 | 13,1 |
| 266,2 | –15,1 | 1,4 | 18,8 | 2,2 | 9,1 | 0,0 | 264,4 | 274,6 | 247,6 |
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS
| [in Mio €] | Ausstehende Aktien (Stück)1 |
Gezeichnetes Kapital AG |
Kapitalrücklage AG |
Eigene Anteile |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2006 | 25.938.000 | 77,8 | 87,8 | ||
| Erwerb von eigenen Anteilen | –770.146 | –50,8 | |||
| Dividendenzahlungen | |||||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung | |||||
| Währungsänderungen | |||||
| Finanzinstrumente nach latenter Steuer | |||||
| Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen |
|||||
| Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen |
|||||
| Übrige Veränderungen | |||||
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderung | |||||
| Ergebnis nach Steuern 2007 | |||||
| Stand 31. 12. 2007 | 25.167.854 | 77,8 | 87,8 | –50,8 | |
| Erwerb von eigenen Anteilen | –1.306.754 | –67,1 | |||
| Dividendenzahlungen | |||||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung | |||||
| Währungsänderungen | |||||
| Finanzinstrumente nach latenter Steuer | |||||
| Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen |
|||||
| Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen |
|||||
| Übrige Veränderungen | |||||
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderung | |||||
| Ergebnis nach Steuern 2008 | |||||
| Stand 31. 12. 2008 | 23.861.100 | 77,8 | 87,8 | –117,9 | |
1 Die erworbenen Aktien sind noch nicht eingezogen.
Die Entwicklung des Eigenkapitals wird im Konzernanhang unter Pos. 23 erläutert.
| Überblick | Das Jahr 2008 | Lagebericht | Finanzbericht | |
|---|---|---|---|---|
| Erwirtschaftetes Eigenkapital Konzern |
Unterschiede aus der Währungsumrechnung |
Marktbewertung Finanzinstrumente |
Kapital des Konzerns |
Minderheitsanteile am Eigenkapital |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| 117,8 | –0,4 | 283,0 | 1,1 | 284,1 | |
| –50,8 | –50,8 | ||||
| –25,2 | –25,2 | –0,6 | –25,8 | ||
| –10,2 | –10,2 | –10,2 | |||
| 0,0 | 0,0 | ||||
| 13,0 | 13,0 | 13,0 | |||
| –4,4 | –4,4 | –4,4 | |||
| –0,3 | –0,3 | –0,3 | |||
| 119,6 | 119,6 | 0,7 | 120,3 | ||
| 220,5 | –10,6 | 0 | 324,7 | 1,2 | 325,9 |
| –67,1 | –67,1 | ||||
| –36,5 | –36,5 | –0,6 | –37,1 | ||
| –13,5 | –13,5 | –13,5 | |||
| 0,0 | 0,0 | ||||
| –3,4 | –3,4 | –3,4 | |||
| 0,5 | 0,5 | 0,5 | |||
| –0,2 | –0,2 | –0,1 | –0,3 | ||
| 109,4 | 109,4 | 0,9 | 110,3 | ||
| 290,3 | –24,1 | 0,0 | 313,9 | 1,4 | 315,3 |
DARSTELLUNG DER ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN IM EIGENKAPITAL
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 110,3 | 120,3 |
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten |
0 | 0 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | –13,5 | –10,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen |
–3,4 | 13,0 |
| Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 0,5 | –4,4 |
| Übrige Veränderungen | –0,3 | –0,3 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | –16,7 | –1,9 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | 93,6 | 118,4 |
| Davon Anteile der Aktionäre der FUCHS PETROLUB AG | 92,8 | 117,7 |
| Davon Anteile der Minderheitsgesellschafter | 0,8 | 0,7 |
KAPITALFLUSSRECHNUNG
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 110,3 | 120,3 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 20,0 | 20,8 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | –2,0 | 5,0 |
| Veränderung der latenten Steuern | 2,0 | 4,0 |
| Nicht zahlungswirksame Auflösung eines negativen Unterschiedsbetrags | –0,6 | 0,0 |
| Nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen | –2,9 | –2,3 |
| Brutto-Cashflow | 126,8 | 147,8 |
| Veränderung der Vorräte | –33,8 | –12,3 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18,5 | –4,1 |
| Veränderung der übrigen Aktiva | –3,7 | –3,5 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | –26,4 | –0,2 |
| Veränderung der übrigen Passiva (ohne Finanzverbindlichkeiten) | –20,8 | 24,4 |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | –1,0 | 0,1 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 59,6 | 152,2 |
| Investitionen in langfristige Vermögenswerte | –46,6 | –24,4 |
| Erwerb von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | –12,2 | –3,7 |
| Verkauf von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0,2 | 0,0 |
| Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | 3,5 | 2,6 |
| Erhaltene Dividenden | 3,0 | 1,7 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | –52,1 | –23,8 |
| Freier Cashflow | 7,5 | 128,4 |
| Ausschüttungen für das Vorjahr | –36,8 | –25,8 |
| Rückzahlung Genussrechtskapital | –51,1 | 0,0 |
| Auszahlungen für den Rückkauf eigener Aktien | –67,1 | –50,8 |
| Veränderung der Bank- und Leasingverbindlichkeiten | 103,5 | –26,6 |
| Zahlungsmittelveränderung aufgrund Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,9 | 0,0 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | –50,6 | –103,2 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Vorperiode | 64,2 | 40,2 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 59,6 | 152,2 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | –52,1 | –23,8 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | –50,6 | –103,2 |
| Effekt aus der Währungsumrechnung des Finanzmittelfonds | –1,6 | –1,2 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode1 | 19,5 | 64,2 |
| Angaben zum Erwerb und zum Verkauf von Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten [in Mio €] |
||
| Gesamtbetrag aller Kaufpreise2 | 12,2 | 3,7 |
| Gesamtbetrag der miterworbenen Bestände an Zahlungsmitteln | 0,9 | 0,0 |
| Saldo des erworbenen Nettovermögens3 | 7,3 | 3,3 |
| Gesamtbetrag aller Verkaufspreise | 0,2 | 0,0 |
| Gesamtbetrag der mitveräußerten Bestände an Zahlungsmitteln | 0,0 | 0,0 |
| Saldo des veräußerten Nettovermögens | 0,0 | 0,0 |
1 Der Finanzmittelfonds umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns.
Es teilt sich auf in 4,4 Mio € langfristige Vermögenswerte, 4,9 Mio € kurzfristige Vermögenswerte und 2,0 Mio € Verbindlichkeiten.
2 Die Kaufpreise wurden vollständig mit Zahlungsmitteln erbracht. Die gezahlten Ertragsteuern belaufen sich auf 77,0 Mio € (47,9).
3 Das erworbene Nettovermögen betrifft die FUCHS JAPAN LTD und MS FLUID TECHNOLOGIES, USA.
Die geleisteten Zinszahlungen machen 7,9 Mio € (7,7) aus, die
erhaltenen Zinszahlungen betragen 1,6 Mio € (1,7).
Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung vgl. Konzernanhang Pos. 35.
REGIONAL- UND PRODUKTSEGMENTE
| [in Mio €] | Europa | Nord- und Südamerika | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | Änderung | 2008 | 2007 | Änderung | |||
| Umsätze nach Sitz der Kunden | 870,0 | 859,4 | 10,6 | 212,8 | 217,8 | –5,0 | ||
| Umsätze nach Sitz der Gesellschaften | 9 945,0 |
934,1 | 10,9 | 205,9 | 208,3 | –2,4 | ||
| Davon mit anderen Segmenten | 2 28,9 |
29,4 | –0,5 | 3,3 | 1,1 | 2,2 | ||
| Planmäßige Abschreibungen1 | 1 12,0 |
12,0 | 0,0 | 3,9 | 3,9 | 0,0 | ||
| Außerplanmäßige Abschreibungen1 | 0,0 | 0,8 | –0,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||
| Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||
| Segmentergebnis (EBIT) | 109,6 | 125,9 | –16,3 | 34,5 | 37,1 | –2,6 | ||
| Finanzergebnis | ||||||||
| Ertragsteuern | ||||||||
| Ergebnis nach Steuern | ||||||||
| Segmentvermögen2 | 416,1 | 419,0 | –2,9 | 152,4 | 142,6 | 9,8 | ||
| Segmentschulden3 | 116,8 | 147,8 | –31,0 | 17,3 | 22,7 | –5,4 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||
| Pensionsrückstellungen7 | ||||||||
| Liquide Mittel | ||||||||
| Konzernschulden4 | ||||||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte5 | 3 30,9 |
16,0 | 14,9 | 3,2 | 2,8 | 0,4 | ||
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 2.357 | 2.327 | 30 | 574 | 588 | –14 | ||
| Kennzahlen [in %] | ||||||||
| EBIT zu Umsatz6 | 1 11,6 |
13,5 | 16,8 | 17,8 | ||||
| 1 Bezogen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Finanzanlagen. |
4 Segmentschulden, Finanzverbindlichkeiten, Pensionsrück stellungen, abzüglich Liquide Mittel. |
Verluste gegen das Eigenkapital. | 7 Anpassung Vorjahreswerte aufgrund Umstellung auf direkte Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und |
|||||
| 2 Einschließlich der Anteile an at equity bewerteten Beteiligungen, exklusive Finanzforderungen. |
5 Ohne Zugänge durch die Akquisition im Segment Nord und Südamerika und Firmenwerte. |
|||||||
| 3 Nicht verzinsliches Fremdkapital: Verbindlichkeiten aus | 6 EBIT in den Segmenten ohne Ergebnisse und außer |
3 Nicht verzinsliches Fremdkapital: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten, exklusive Ertragsteuerverbindlichkeiten; Konzernwert einschließlich Steuerverbindlichkeiten.
6 EBIT in den Segmenten ohne Ergebnisse und außerplanmäßige Abschreibungen der at equity bewerteten
Beteiligungen, da auch deren Umsatzerlöse nicht im Segmentumsatz enthalten sind; Umsatz nach Sitz der Gesellschaften.
| [in Mio €] | Kfz-Schmierstoffe | Industrieschmierstoffe und Spezialitäten |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | Änderung | 2008 | 2007 | Änderung | ||
| Umsätze nach Produktgruppen | 497,2 | 472,9 | 24,3 | 796,1 | 790,4 | 5,7 | |
| Segmentvermögen1 | 225,8 | 219,9 | 5,9 | 431,1 | 425,3 | 5,8 | |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte2 | 13,5 | 7,7 | 5,8 | 29,9 | 13,7 | 16,2 |
1 Einschließlich der Anteile an at equity bewerteten Beteiligungen, exklusive Ertragsteuerforderungen.
2 Einschließlich der Zugänge durch die Veränderung des Konsolidierungskreises, ohne Zugänge durch die Akquisition im Segment Nord- und Südamerika und Firmenwerte.
Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung vgl. Konzernanhang Pos. 36.
| Asien-Pazifik, Afrika | Summe operative Gesellschaften |
Holdinggesellschaften inklusive Konsolidierung |
FUCHS PETROLUB Konzern | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | Änderung | 2008 | 2007 | Änderung | 2008 | 2007 | Änderung | 2008 | 2007 | Änderung |
| 310,9 | 288,1 | 22,8 | 1.393,7 | 1.365,3 | 28,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.393,7 | 1.365,3 | 28,4 |
| 274,9 | 253,4 | 21,5 | 1.425,8 | 1.395,8 | 30,0 | –32,1 | –30,5 | –1,6 | 1.393,7 | 1.365,3 | 28,4 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 32,2 | 30,5 | 1,7 | –32,2 | –30,5 | –1,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 2,0 | 2,1 | –0,1 | 17,9 | 18,0 | –0,1 | 1,0 | 0,8 | 0,2 | 18,9 | 18,8 | 0,1 |
| 1,1 | 1,2 | –0,1 | 1,1 | 2,0 | –0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,1 | 2,0 | –0,9 |
| 2,9 | 2,3 | 0,6 | 2,9 | 2,3 | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,9 | 2,3 | 0,6 |
| 31,2 | 34,1 | –2,9 | 175,3 | 197,1 | –21,8 | –3,6 | –1,9 | –1,7 | 171,7 | 195,2 | –23,5 |
| –8,9 | –8,5 | –0,4 | |||||||||
| –52,5 | –66,4 | 13,9 | |||||||||
| 110,3 | 120,3 | –10,0 | |||||||||
| 115,5 | 110,7 | 4,8 | 684,0 | 672,3 | 11,7 | 19,8 | 42,6 | –22,8 | 703,8 | 714,9 | –11,1 |
| 32,2 | 37,1 | –4,9 | 166,3 | 207,6 | –41,3 | 27,5 | 42,4 | –14,9 | 193,8 | 250,0 | –56,2 |
| 124,1 | 71,9 | 52,2 | |||||||||
| 70,6 | 67,1 | 3,5 | |||||||||
| 19,5 | 64,2 | –44,7 | |||||||||
| 369,0 | 324,8 | 44,2 | |||||||||
| 11,8 | 4,2 | 7,6 | 45,9 | 23,0 | 22,9 | 0,7 | 1,4 | –0,7 | 46,6 | 24,4 | 22,2 |
| 863 | 821 | 42 | 3.794 | 3.736 | 58 | 71 | 71 | 0 | 3.865 | 3.807 | 58 |
| 10,3 | 12,5 | 12,2 | 14,1 | 12,3 | 14,3 |
| Sonstiges | Summe operative Gesellschaften |
Holdunggesellschaften inklusiver Konsioidierung |
FUCHS PETROLUB Konzern | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | Änderung | 2008 | 2007 | Änderung | 2008 | 2007 | Änderung | 2008 | 2007 | Änderung |
| 100,4 | 102,0 | –1,6 | 1.393,7 | 1.365,3 | 28,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.393,7 | 1.365,3 | 28,4 |
| 43,9 | 47,7 | –3,8 | 700,8 | 692,9 | 7,9 | 3,0 | 22,0 | –19,0 | 703,8 | 714,9 | –11,1 |
| 2,5 | 1,6 | 0,9 | 45,9 | 23,0 | 22,9 | 0,7 | 1,4 | –0,7 | 46,6 | 24,4 | 22,2 |
KONZERNANHANG GRUNDSÄTZE
Allgemeine Angaben
Der Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, zum 31. Dezember 2008 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Regelungen erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2008 verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS, vormals International Accounting Standards IAS) und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), vormals Standing Interpretations Committee (SIC), wurden angewendet.
Im Geschäftsjahr 2008 hatten folgende Änderungen von Standards und folgende Interpretation erstmals verbindliche Geltung:
Änderung des IAS 39 und des IFRS: "Umklassifizierung von Finanzinstrumenten", IFRIC11 "IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen".
Durch die geänderten Regelungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Folgende Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen sind erst ab dem Geschäftsjahr 2009 verbindlich und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:
- Überarbeitete Fassung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses",
- Überarbeitete Fassung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten",
- Änderungen des IAS 32 und des IAS 1: "Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen",
- Änderung des IFRS 1 und des IAS 27: "Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen",
- Änderungen des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung",
- "Verbesserungen an den International Reporting Standards",
- IFRS 8 "Operative Segmente",
- IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme",
- IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkungen".
Aus den genannten neuen bzw. geänderten Regelungen erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB veröffentlicht, die noch nicht von der Europäischen Union angenommen sind:
IAS 27 (2008) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS",
IFRS 3 (2008) "Unternehmenszusammenschlüsse",
IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen",
- IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien",
- IFRIC 16 "Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation",
- IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer".
Aus diesen Neuregelungen erwarten wir ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Im Geschäftsjahr 2008 haben wir von einer Wahlmöglichkeit des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" Gebrauch gemacht. Die damit verbundenen Änderungen betreffen die Behandlung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen. Diese wurden bisher nach der sogenannten "Korridormethode" gemäß IAS 19.92 berücksichtigt, und die den Korridor übersteigenden Gewinne und Verluste wurden ergebniswirksam amortisiert. Mit der Umstellung auf die Regelung des IAS 19.93A machen wir nun von dem Wahlrecht Gebrauch, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt und vollständig erfolgsneutral gegen das Eigenkapital zu verrechnen. Dadurch erhöhen wir die Aussagekraft der Konzernbilanz, weil nunmehr bislang nicht berücksichtigte Elemente der Pensionsverpflichtungen bilanziert werden. Da es sich um eine Methodenänderung handelt, ist das berichtete Vorjahr anzupassen und vergleichbar darzustellen. Dadurch haben sich die in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007 ausgewiesenen Pensionsrückstellungen um 10,6 Mio € erhöht, langfristige Forderungen und Vermögenswerte sind in Höhe von 5,9 Mio € entfallen, die latenten Steueransprüche haben sich um 5,9 Mio € aufgebaut, und das Eigenkapital hat sich unter Berücksichtigung latenter Steuern um 10,6 Mio € verringert. Der Anfangsbestand des Eigenkapitals zum 1. Januar 2008 wurde durch die Anpassung entsprechend reduziert. Eine Anpassung der im Vorjahr veröffentlichten Gewinn- und Verlustrechnung und des Ergebnisses je Aktie war nicht notwendig, da die Auswirkungen für den Konzernabschluss der FUCHS PETROLUB AG insgesamt vernachlässigbar sind.
Die Berichtswährung ist der Euro (€). Alle Beträge werden in Millionen € (Mio €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Im Interesse einer klareren und übersichtlicheren Darstellung werden einzelne Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden neben der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim/Deutschland, grundsätzlich alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, d.h. auf den 31. Dezember, aufgestellt. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Bei Tochterunternehmen ohne wesentlichen Geschäftsbetrieb, die – auch in ihrer Gesamtheit – für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, wurde von der Einbeziehung in den Konzernabschluss abgesehen.
Drei Beteiligungsunternehmen, die gemeinsam mit anderen Unternehmen geführt werden, sind anteilmäßig konsolidiert. Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich des Mutterunternehmens insgesamt 58 (59) Gesellschaften.
Die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Jahr 2008 sind nachfolgend in einem separaten Abschnitt erläutert.
Die wesentlichen Beteiligungen sind auf der Seite 141 aufgeführt; die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) ist beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt und abrufbar (www.unternehmensregister.de).
Die Gesellschaft ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD., Jeddah/Saudi-Arabien, wurde wie im Vorjahr nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden eine Inlands- und eine Auslands-Tochtergesellschaft sowie vier weitere Beteiligungen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung ist.
Von der Befreiung von der Offenlegungspflicht von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurde für die WISURA MINERALÖLWERK GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO., Bremen, nach § 264b HGB und für die BREMER & LEGUIL GMBH, Duisburg, FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH, Mannheim, FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim, FUCHS LUBRITECH GMBH, Weilerbach, sowie die PARAFLUID MINERALOELGESELLSCHAFT MBH, Hamburg, nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die großen und mittelgroßen Kapitalgesellschaften wurden darüber hinaus von der Aufstellung eines Lageberichts befreit.
Veränderungen des Konsolidierungskreises
Im Berichtsjahr wurde der Konsolidierungskreis durch die Erstkonsolidierung einer Gesellschaft erweitert. Dabei handelt es sich um FUCHS URUGUAY S.A., welche ab dem 1. Januar 2008 als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Der Anteilsbesitz beträgt 100%.
Im April 2008 hat FUCHS PETROLUB AG weitere 49,67% der außenstehenden Anteile an MAKOTO-FUCHS KK, Japan, erworben und hält damit 99,67%. Die inzwischen in FUCHS JAPAN LTD. umbenannte Gesellschaft wurde bis März 2008 quotenkonsolidiert und ist entsprechend IAS 27 ab April 2008 per Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Akquisition führte zu einem negativen Unterschiedsbetrag von 0,6 Mio €, der nach Auflösung im sonstigen betrieblichen Ertrag des Konzerns enthalten ist. Gleichzeitig war eine Impairmentabschreibung in Höhe von 1,1 Mio € erforderlich, die im sonstigen betrieblichen Aufwand des Konzerns ausgewiesen ist.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden zwei nicht operative Gesellschaften in Großbritannien liquidiert. Für das erste Halbjahr sind diese Gesellschaften in die Konsolidierung einbezogen. Das Vermögen dieser Gesellschaften wurde auf die Muttergesellschaft FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC übertragen und ist deshalb unverändert im Konzernabschluss enthalten.
Die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr wird durch die vorgenannten Veränderungen nicht wesentlich beeinträchtigt. Insgesamt ergibt sich eine Erhöhung der Bilanzsumme um rund 4,5 Mio €. An Umsatzerlösen sind 4,8 Mio € hinzugekommen, das Ergebnis nach Steuern hat sich durch die Akquisitionen um –0,3 Mio € verändert.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Kapitalkonsolidierung wird für Erwerbe vor dem 31. März 2004 nach den damaligen Regelungen des IAS 22 durchgeführt. Für Erwerbe ab dem 31. März 2004 gelten die Grundsätze des IFRS 3. Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode (purchase method of accounting) bilanziert.
Die vor dem 31. März 2004 erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind zum anteiligen beizulegenden Zeitwert (fair value) angesetzt. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Für Erwerbe ab dem 31. März 2004 erfolgt der Ansatz der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum vollen beizulegenden Zeitwert (fair value). Der Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten stellt wiederum Geschäfts- oder Firmenwert dar.
Entsprechend den Regelungen des IFRS 3.55 werden seit dem Geschäftsjahr 2005 keine planmäßigen Firmenwertabschreibungen mehr vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird nach IAS 36 mindestens einmal jährlich aufgrund von Werthaltigkeitsrechnungen zur Bestimmung des erzielbaren Zeitwertes bzw. des Nutzungswertes beurteilt (Impairment Test). Zum Zwecke der Überprüfung auf eine Wertminderung werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units) zugeordnet. Falls der erzielbare Betrag den Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterschreitet, erfolgt eine ergebniswirksame Abschreibung des Firmenwertes dieser Einheit auf den Zeitbzw. Nutzungswert. Das beschriebene Verfahren zum Impairment Test erfolgt in der Regel auf Ebene der Tochtergesellschaft. Bei der Ermittlung des erzielbaren Zeitwertes kommt ein Discounted-Cashflow-Verfahren mit Abzinsungsfaktoren unter Berücksichtigung landesspezifischer Risiken von 7,5%, 9,0% und 10,5% nach Steuern zur Anwendung. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage wurde nur das Budget 2009 als Planungsgrundlage verwendet.
Für die quotal konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen sowie das nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen gelten die entsprechenden Konsolidierungsgrundsätze.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Tochterunternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Ausgenommen hiervon sind Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung sind.
Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Aktionäre des Mutterunternehmens entfallenden Anteilen ausgewiesen.
Währungsumrechnung
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfeldes, in dem ein Unternehmen tätig ist. Für die Tochtergesellschaften ist
damit in der Regel ihre jeweilige Landeswährung die funktionale Währung. Eine Fremdwährungstransaktion wird bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in ihrer funktionalen Währung angesetzt, indem sie mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs umgerechnet wird.
88
In den Einzelabschlüssen der FUCHS PETROLUB AG und der konsolidierten Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Stichtagskurs bewertet. Die am Bilanzstichtag noch nicht realisierten Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt.
Im Konzernabschluss werden dann für den Ausweis in der Berichtswährung Euro die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften wie folgt umgerechnet:
Aufwendungen und Erträge unter Anwendung der Vereinfachungsregelung des IAS 21.40 zum Jahresdurchschnittskurs, Eigenkapital zu historischen Kursen sowie Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs. Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Darstellung erfolgt in einer separaten Spalte des Eigenkapitalspiegels. Zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst.
Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt.
Der Ausweis der erfolgswirksamen Währungsdifferenzen erfolgt in der GuV-Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen".
Im Anlagenspiegel werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Posten zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich aus Wechselkursänderungen ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Wertberichtigungen in einer separaten Spalte als Kursdifferenz gezeigt.
Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs am Einbeziehungsstichtag. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum Mittelkurs des Abschlussstichtages bzw. zu den von der Europäischen Zentralbank festgelegten Referenzkursen am Bilanzstichtag. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | Veränderung der Fremdwährung in % |
|---|---|---|
| 1,410 | 1,473 | +4,3 |
| 0,974 | 0,738 | –32,0 |
| 9,663 | 10,773 | +10,3 |
| 2,042 | 1,682 | –21,4 |
| 13,329 | 10,036 | –32,8 |
| 4,153 | 3,626 | –14,5 |
| 3,321 | 2,613 | –27,1 |
| 4,874 | 4,640 | –5,0 |
| Durchschnittskurs [1 €] | 2008 | 2007 | Veränderung der Fremdwährung in % |
|---|---|---|---|
| US-Dollar | 1,471 | 1,370 | –7,4 |
| Pfund Sterling | 0,796 | 0,685 | –16,2 |
| Chinesische Renminbi Yuan | 10,248 | 10,433 | +1,8 |
| Australische Dollar | 1,743 | 1,636 | –6,5 |
| Südafrikanische Rand | 12,075 | 9,670 | –24,9 |
| Polnische Zloty | 3,523 | 3,793 | +7,1 |
| Brasilianische Real | 2,682 | 2,669 | –0,5 |
| Argentinische Peso | 4,656 | 4,279 | –8,8 |
Finanzbericht
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die Abschlüsse der FUCHS PETROLUB AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen assoziierter Unternehmen werden bei Geringfügigkeit beibehalten.
Grundlegendes Bewertungskonzept ist der Ansatz der historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Auf Ausnahmen hiervon wird bei den betreffenden Positionen hingewiesen.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der IFRS erfordert bei einigen Positionen Ermessensausübungen hinsichtlich der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die sich auf den Ansatz und die Bewertung in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie bei der Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und auf anderen Faktoren, die unter den jeweiligen Umständen für zutreffend gehalten werden. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei Beurteilung, Ansatz und Bemessung von
außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen,
- Pensionsverpflichtungen,
- Rückstellungen für Steuern und Restrukturierungen,
- Abwertungsbedarf bei Vorräten,
- Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern.
Die künftige tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren abweichen. Die Einschätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden im Jahr der Korrektur und – falls erforderlich – in den Folgejahren berücksichtigt.
Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge
Die Umsatzerlöse beinhalten die Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Abzug von Erlösschmälerungen und nach Eliminierung konzerninterner Vorgänge. In den Umsatzerlösen sind auch Entgelte für Dienstleistungen aus Chemical Process Management enthalten.
Umsatzerlöse beziehungsweise sonstige betriebliche Erträge werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren oder der Erbringung von Leistungen realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen auf den Erwerber übergegangen sind.
Kosten der umgesetzten Leistung
Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Sie enthalten nach IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch die dem Produktionsbereich zuzuordnenden Gemeinkosten. Die Gemeinkosten schließen u.a. Abschreibungen auf Fertigungsgebäude und Anlagen sowie Abwertungen auf die Vorräte ein.
Vertriebskosten
Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen und des Außendienstes die Kosten für Werbung, Provisionen und für Logistik.
Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen, soweit sie nicht als konzerninterne Dienstleistungen auf andere Bereiche weiterverrechnet worden sind.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Entwicklungskosten werden bei Anfall ergebniswirksam behandelt, da sie nicht die umfangreichen Voraussetzungen des IAS 38 hinsichtlich Aktivierungsfähigkeit erfüllen.
Finanzergebnis
Finanzierungskosten werden ergebniswirksam abgegrenzt und unmittelbar unter Anwendung der Effektivzinsmethode gebucht und im Finanzergebnis dargestellt. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen auf erworbene oder hergestellte Vermögenswerte erfolgt nicht (IAS 23).
Zinserträge werden ergebniswirksam abgegrenzt und unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst, Dividendenerträge werden zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Auszahlung gebucht.
Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen werden zusammen mit dem erwarteten Vermögensertrag der Pensionsfonds anhand von versicherungsmathematischen Gutachten erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungskosten bewertet. Hinsichtlich der Nutzungsdauern wird unterschieden zwischen begrenzter und unbestimmbarer Nutzungsdauer. Unbestimmbare Nutzungsdauer liegt vor, wenn keine vorhersehbare Begrenzung der Periode erkennbar ist, in welcher der Vermögenswert voraussichtlich Netto-Cashflows für den Konzern erzeugen wird. Dies trifft auf unsere Firmenwerte zu, die entsprechend IFRS 3 als Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer angesetzt sind.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden jährlich einer Prüfung auf ihre Werthaltigkeit unterzogen (Impairment Test). Das Vorgehen bei Werthaltigkeitstests ist im Abschnitt Konsolidierungsgrundsätze beschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben.
Für Software und sonstige immaterielle Vermögenswerte wird konzerneinheitlich eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren angesetzt. Die Abschreibungen werden in der Gewinnund Verlustrechnung unter den Bereichskosten für Herstellung, Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung ausgewiesen.
Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit den Anschaffungskosten verrechnet. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.
Den planmäßigen Abschreibungen im Sachanlagenbereich liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Gebäude | 20 bis 40 Jahre |
| Maschinen und technische Anlagen | 5 bis 20 Jahre |
| Fahrzeuge | 5 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und bei Sachanlagen
Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei den Sachanlagen wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes gemäß IAS 36 dann überprüft, wenn wertbeeinflussende Ereignisse vorliegen. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes, der den höheren Wert aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert repräsentiert, den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen (Impairment). Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Leasing
Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen ausgewiesen. Geleaste bzw. gemietete Anlagengegenstände, deren wirtschaftlicher Eigentümer infolge Übertragung der wesentlichen Risiken und Chancen die jeweilige Konzerngesellschaft ist (finance lease), werden nach IAS 17 mit dem Barwert der Leasingraten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in Höhe des Barwertes unter den Sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Finanzverbindlichkeiten aufgeteilt.
Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber (operating lease), werden die Leasingraten im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst.
At equity bewertete Beteiligungen und sonstige Finanzanlagen
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Die anteiligen Erträge, reduziert um die Ausschüttungen, werden im Anlagespiegel als Zugänge ausgewiesen.
Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert, da es sich bei diesen Vermögenswerten um nicht notierte Anteile an Kapitalgesellschaften handelt, für die der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.
Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.
Wertpapiere des Anlagevermögens sind nach IAS 39 zu differenzieren in Wertpapiere, die Handelszwecken dienen, weiterveräußerbare Wertpapiere und solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Der FUCHS PETROLUB Konzern hält keine Wertpapiere zu Handelszwecken. Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden dann zum Marktwert angesetzt, wenn es einen verlässlich ermittelbaren Marktwert gibt, andernfalls werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle der Marktbewertung werden unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen. Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten oder dem fair value angesetzt. Dieser beizulegende Zeitwert ist der Marktwert am Bilanzstichtag ohne Abzug von Transaktionskosten.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn das Unternehmen bei einem Finanzinstrument Vertragspartner wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte aus Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Die Finanzinstrumente werden nach IAS 39 in die folgenden Bewertungskategorien eingeteilt:
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern gehören dieser Kategorie ausschließlich Derivate (Devisentermingeschäfte) an. Derivate sind in den sonstigen Vermögenswerten bzw. in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
- Kredite und Forderungen: Hierunter sind die nicht an einem aktiven Markt notierten finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen zu verstehen, die keine Derivate sind und nicht als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind. Neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfasst diese Kategorie auch die in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten und in den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Vermögenswerte. Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der regelmäßig dem Nennwert der Forderung bzw. dem ausgereichten Kreditbetrag entspricht. Unverzinsliche und niedrigverzinsliche langfristige Kredite und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Die erfolgswirksame Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
- Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen: Diese umfassen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen bzw. bestimmbaren Zahlungen und fester Laufzeit, bei denen die Absicht und die Fähigkeit zum Halten bis zur Endfälligkeit besteht und die keiner der anderen Bewertungskategorien zugeordnet sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern sind keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie zugeordnet.
- Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Hierunter sind finanzielle Vermögenswerte zu verstehen, die keine Derivate sind und die keiner der zuvor genannten Bewertungskategorien zugeordnet sind. Im FUCHS PETROLUB Konzern sind keine finanziellen Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie zugeordnet.
- Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Anschaffungskosten bewertet werden: Hierunter fallen finanzielle Verbindlichkeiten, die keine Derivate sind. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der den Rückzahlungsbeträgen entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Nach IAS 39 sind derivative Finanzinstrumente, wie z.B. die vom Konzern vor allem genutzten Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren. Marktwerte entsprechen den Aufwendungen bzw. Erträgen bei einer (theoretischen) Auflösung der Derivatvereinbarungen zum Bilanzstichtag. Der Bewertung dieser Finanzinstrumente liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle und mathematische Verfahren (Barwertmethode für Devisentermingeschäfte) auf der Basis aktueller Marktdaten zugrunde.
Da die Derivate ausschließlich im Rahmen von Risikobegrenzungs- bzw. Sicherungsstrategien verwendet werden, können bei entsprechender Dokumentation die Regelungen des Hedge Accounting Anwendung finden. Dabei unterscheidet IFRS insbesondere nach "Fair Value Hedges" und "Cashflow Hedges".
Ein Fair Value Hedge stellt auf die Wertveränderung eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit ab. Da die entsprechende Wertveränderung des Grundgeschäftes ergebniswirksam ist, wird auch die – gegenläufige – Wertveränderung des Derivates in der Ergebnisrechnung erfasst.
Ein Cashflow Hedge liegt vor, wenn das Derivat einen Ausgleich für die Risiken in den zukünftigen Cashflows eines bestehenden Grundgeschäftes oder hoch wahrscheinlicher künftiger Transaktionen sicherstellt (z.B. den möglichen Kursnachteil einer geplanten Fremdwährungseinnahme ausgleicht). Abhängig davon, wie genau ein konkretes Grundgeschäft mit einem korrespondierenden Derivat abgesichert ist, ist der Cashflow Hedge "effektiv" oder nicht. Soweit unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Bewertung eines Derivates mit dem Grundgeschäft korrespondieren, d.h. "hedge-effektiv" sind, werden sie zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital (Rücklagen des Konzerns) ausgewiesen. Sobald das Grundgeschäft ergebniswirksam (fällig) wird, werden Gewinne oder Verluste aus dem Derivat wie die des Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Hingegen wird der auf den nicht "hedge-effektiven" Teil eines Derivates entfallende Gewinn oder Verlust immer erfolgswirksam in der Gewinn- oder Verlustrechnung gezeigt.
Der FUCHS PETROLUB Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente (Derivate) ausschließlich zur Begrenzung der Währungs- und Zinsrisiken aus seinem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungsvorgängen. Alle getätigten Sicherungsgeschäfte sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet. Die Regelungen des Hedge Accounting wurden nicht angewendet, damit sind keine Sicherungsgeschäfte erfolgsneutral dem Eigenkapital zugeordnet.
Erträge aus verzinslichen Aktiva werden unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze abgegrenzt.
Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung einer Forderung oder einer Ausleihung vor, wird eine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Bei der Beurteilung des Wertberichtigungsbedarfs werden regionale, branchen- und unternehmensspezifische Gegebenheiten berücksichtigt sowie auf externe Ratings und die Einschätzung von Kreditversicherern zurückgegriffen, soweit solche verfügbar sind. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Forderungen und Ausleihungen von nicht einwandfreier Kreditqualität wertberichtigt werden. Forderungen und Ausleihungen werden ausgebucht, wenn ihre Uneinbringlichkeit endgültig feststeht. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Bei allen Finanzinstrumenten werden Wertberichtigungen separat auf einem Wertberichtigungskonto erfasst.
Detaillierte Informationen zu Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen zur Bilanz unter Position 34 angegeben.
Aktive und passive latente Steuern
Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen der konsolidierten Gesellschaften sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern betreffen im Wesentlichen Steuerabgrenzungen auf eliminierte Zwischengewinne im Konzern, insbesondere im Bereich des Vorratsvermögens, sowie auf Pensionsrückstellungen. Sie umfassen auch Steuerminderungsansprüche, sofern sie sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Aktive latente Steuern unterliegen einer Wertberichtigung, soweit die Realisierung des Steueranspruchs unwahrscheinlich ist. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Abschreibungsunterschieden im Anlagevermögen aufgrund abweichender konzerneinheitlicher und steuerlicher Abschreibungsregeln. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Vorratsbewertung basiert grundsätzlich auf der Methode des gewogenen Durchschnitts. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (First-in First-out) angewandt. Die Herstellungskosten bestehen entsprechend IAS 2 aus den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung. Daneben werden auch alle dem Produktionsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten sowie Verbrauchsteuern und Abschreibungen auf Fertigungsanlagen einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden ebenso wie Finanzierungskosten (IAS 23) nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn Forderungen uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist. Unverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Forderungen in ausländischer Währung sind mit dem Stichtagskurs bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die liquiden Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten, noch nicht eingereichte Schecks und Wechsel sowie Kassenbestände. Sie sind zu Anschaffungskosten bewertet, die Umrechnung von Vermögenswerten in Fremdwährung erfolgt zum Stichtagskurs.
Die Entwicklung der liquiden Mittel, die dem Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 entsprechen, ist in der Kapitalflussrechnung des Konzerns dargestellt.
Eigenkapital
Kosten der Beschaffung des Eigenkapitals werden direkt beim Eigenkapital in Abzug gebracht.
Vorzugsaktienkapital wird als Eigenkapital bilanziert, weil die Anforderungen des IAS 32 an ein Eigenkapitalinstrument erfüllt sind. Auf Vorzugsaktien entfallende Dividenden werden ebenso wie die Dividenden auf Stammaktien als Eigenkapitalverwendung gezeigt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode ihrer Entstehung unmittelbar ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen in Höhe des laufenden Dienstzeitaufwandes wird den Personalkosten in den Bereichskosten zugeordnet, während der enthaltene Zinsanteil im Finanzergebnis ausgewiesen wird.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich (d.h. Eintrittswahrscheinlichkeit >50%) und die voraussichtliche Höhe des erforderlichen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.
Der Wertansatz der Rückstellungen zeigt diejenigen Beträge, die zur Abdeckung zukünftiger Zahlungsverpflichtungen, erkennbarer Risiken und ungewisser Verbindlichkeiten des Konzerns erforderlich sind. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem zu marktüblichen Konditionen auf den Bilanzstichtag abgezinsten Betrag angesetzt.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Derivaten (Fair Value Hedge Accounting) kann davon abweichen, diese Verbindlichkeiten werden ebenso wie die Derivate selbst zu Marktwerten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingraten in den Sonstigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse aufgeteilt nach Tätigkeitsbereichen sind wie folgt:
| [in Mio €] | 2008 | 2007 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Kfz-Schmierstoffe | 497,2 | 472,9 | 5,1 |
| Industrieschmierstoffe und Spezialitäten | 796,1 | 790,4 | 0,7 |
| Sonstiges | 100,4 | 102,0 | –1,6 |
| 1.393,7 | 1.365,3 | 2,1 |
Im Bereich Sonstiges sind im Wesentlichen die Lohnherstellung, Chemical Process Management und Handelsaktivitäten zusammengefasst.
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen ist aus der Segmentberichterstattung auf den Seiten 82 und 83 ersichtlich.
2 Kosten der umgesetzten Leistung
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren und Leistungen | 820,7 | 776,7 |
| Materialaufwand | 820,7 | 776,7 |
| Personal- und sonstige Kosten | 84,9 | 79,4 |
| 905,6 | 856,1 |
3 Vertriebsaufwand
| 2007 |
|---|
| 48,0 |
| 27,9 |
| 140,1 |
| 216,0 |
4 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Diese Position umfasst alle betrieblichen Aufwendungen und Erträge, die nicht unmittelbar den Funktionsbereichen zurechenbar sind.
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Erträge aus Anlageabgängen | 1,5 | 0,3 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 3,0 | 3,5 |
| Erträge aus den Auflösungen von Wertberichtigungen | 1,6 | 1,6 |
| Erträge aus Lizenzen und Kostenweiterbelastungen | 1,0 | 1,4 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 0,1 | 0,3 |
| Erträge aus Währungsumrechnungen und Kursgewinne | 5,5 | 2,9 |
| Übrige betriebliche Erträge | 8,6 | 7,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21,3 | 17,0 |
| Verluste aus Anlageabgängen | 0,5 | 0,4 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 8,2 | 3,2 |
| Aufwendungen aus Währungsumrechnungen und Kursverluste | 7,9 | 3,7 |
| Restrukturierungs- und Abfindungskosten | 0,7 | 0,3 |
| Impairmentabschreibungen | 1,1 | 1,9 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 8,9 | 8,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 27,3 | 17,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | –6,0 | –0,6 |
Die Erträge aus Anlageabgängen sind im Wesentlichen bei unserer französischen Tochtergesellschaft angefallen.
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen Risiken und Verpflichtungen u.a. im Bereich Altersteilzeit, Sanierungsmaßnahmen, Gewährleistungen, Gratifikationen und Provisionen sowie Demontage, mit deren Eintritt nicht mehr oder nicht mehr in dieser Höhe zu rechnen ist.
Bei den Übrigen betrieblichen Erträgen handelt es sich u. a. um erhaltene Schadenersatzleistungen, Leergebindeverkäufe und sonstige Verkäufe. Weiterhin ist ein Ertrag aus der Auflösung eines Badwills in Höhe von 0,6 Mio aus dem Sukzessiverwerb weiterer Anteile an einer bereits bestehenden Beteiligung in der Region Asien-Pazifik enthalten.
Die Restrukturierungskosten enthalten die erwarteten Kosten für Umstrukturierungen im europäischen Ausland und in Südafrika.
Die Impairmentabschreibungen betreffen Wertberichtigungen auf Anlagevermögen bei einer Gesellschaft in der Region Asien-Pazifik.
Die Übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u.a. die Einstandskosten der sonstigen Verkäufe sowie Rückstellungsbildungen aus dem nicht operativen Bereich.
5 Beteiligungsergebnis
Das Beteiligungsergebnis umfasst die anteiligen Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen:
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Erträge aus at equity bewerteten Beteiligungen | 2,9 | 2,3 |
6 Finanzergebnis
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Verbundene Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Übrige (im Wesentlichen Kreditinstitute) | 1,6 | 1,7 |
| Zinserträge | 1,6 | 1,7 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Vergütung für Genussrechtskapital | –2,2 | –3,7 |
| Zinssicherungen | 0,0 | 0,0 |
| Übrige (im Wesentlichen Kreditinstitute) | –5,3 | –3,6 |
| Zinsanteil Finanzleasing | –0,3 | –0,3 |
| Pensionsverpflichtungen | ||
| Zinsaufwand | –7,5 | –7,3 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | 4,8 | 4,8 |
| Zinsaufwendungen | –10,5 | –10,1 |
| Zinsergebnis | –8,9 | –8,4 |
| Impairmentabschreibungen auf Finanzanlagen | 0,0 | –0,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Finanzergebnis | –8,9 | –8,5 |
Der saldierte Zinsanteil an Zuführungen zu Pensionsrückstellungen von –2,7 Mio € (–2,5) setzt sich zusammen aus dem Zinsaufwand für die rückstellungs- und fondsfinanzierten Verpflichtungen von 7,5 Mio € (7,3) und den erwarteten Vermögenserträgen der Pensionsfonds in Höhe von 4,8 Mio € (4,8).
7 Ertragsteuern
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze zugrunde; diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen oder verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 51,1 | 62,0 |
| Latente Steuern | 1,4 | 4,4 |
| Gesamt | 52,5 | 66,4 |
Die laufenden Steuern enthalten 2,2 Mio € Steuern für vergangene Geschäftsjahre.
Im Jahr 2007 wurde die deutsche Unternehmenssteuerreform 2008 verabschiedet. Hieraus resultieren wesentliche Auswirkungen auf die Besteuerung von Kapitalgesellschaften. Insbesondere wurde der deutsche Körperschaftsteuersatz mit Wirkung zum 1. Januar 2008 von 25% auf 15% gesenkt, was für Zwecke der latenten Steuer bereits 2007 berücksichtigt wurde, da für die Berechnung der latenten Steuern der gesetzlich verabschiedete Steuersatz zugrunde gelegt wird. Ebenfalls ab dem Geschäftsjahr 2008 ist die Gewerbesteuer nicht mehr als Betriebsausgabe steuerlich abzugsfähig. Sonstige aktuelle Steueränderungen wirkten sich nicht wesentlich auf den Konzernabschluss aus.
Der deutsche Steuersatz basiert also auf dem Körperschaftsteuersatz von 15,83% unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5%. Einschließlich der Gewerbesteuer liegt die gesamte inländische Steuerbelastung damit bei etwa 30% (39%).
Der von den ausländischen Gesellschaften erzielte Gewinn wird mit den lokalen Sätzen versteuert. Die in den einzelnen Ländern zur Anwendung kommenden Steuersätze liegen zwischen 16,0% (13,5%) und 40,5% (40,5%).
Ansprüche und Rückstellungen werden insoweit saldiert, als sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und verrechnet werden können.
Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
| [in Mio €] | 2008 | in % | 2007 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 162,8 | 186,7 | ||
| Erwarteter Steueraufwand | 48,8 | 30,0 | 72,8 | 39,0 |
| Steuersatzunterschiede | –4,7 | –2,9 | –8,1 | –4,3 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 3,0 | 1,8 | 1,7 | 0,9 |
| Wertberichtigung aktiver latenter Steuern | 0,8 | 0,5 | 0,0 | 0,0 |
| Steuerfreie Erträge | –0,1 | 0,0 | –0,2 | –0,1 |
| Effekt aus steuerlichen Verlustvorträgen, für die keine latenten Steuerforderungen gebildet waren |
–0,1 | 0,0 | –0,3 | –0,2 |
| Erwartete Nutzung von Verlustvorträgen | 0,0 | 0,0 | –0,6 | –0,3 |
| Periodenfremde Steuern | 2,2 | 1,4 | 0,5 | 0,3 |
| Quellensteuern | 0,9 | 0,6 | 0,5 | 0,3 |
| Sonstige | 1,7 | 1,0 | 0,1 | 0,0 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 52,5 | 32,4 | 66,4 | 35,6 |
Der Berechnung der latenten Steuern liegen die zum Realisationszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde; die angewandten Steuersätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere im Inland (auf 30%) und in Spanien, Russland und Südafrika reduziert. Höhere Steuersätze sind in Italien und Korea zur Anwendung gekommen.
8 Ergebnis, das den Minderheitsanteilen zuzurechnen ist
Der anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 0,9 Mio € (0,7) entfällt mit 0,4 Mio € auf das Inland und mit 0,5 Mio € auf Mitgesellschafter in Österreich, der Ukraine und Frankreich.
9 Ergebnis je Aktie
102
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Fremdanteilen | 109,4 | 119,6 |
| Ergebnis je Stammaktie in Euro | ||
| Ergebnis je Aktie | 4,43 | 4,63 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien | 12.265.008 | 12.846.257 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie in Euro | ||
| Ergebnis je Aktie | 4,49 | 4,69 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Vorzugsaktien | 12.260.343 | 12.845.737 |
Entsprechend IAS 33 wird die Mehrdividende der Vorzugsaktionäre in Höhe von 0,06 € je Aktie den Vorzugsaktionären vorab zugerechnet, der verbleibende Teil des Konzernergebnisses nach Steuern und nach Abzug von Fremdanteilen wird gewichtet auf beide Aktiengattungen zu gleichen Teilen verteilt.
Die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien sind entsprechend den Regelungen des IAS 33.20 bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie nicht mehr berücksichtigt.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis.
10 Sonstige Steuern
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| 7,1 | 6,5 |
Der Ausweis betrifft ertragsunabhängige Steuern, welche in den Bereichskosten für Herstellung, Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung enthalten sind. Auf ausländische Konzerngesellschaften, hauptsächlich in Frankreich, Polen und USA, entfallen hiervon 6,8 Mio €.
11 Personalaufwand/Mitarbeiter
| Personalaufwand [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 155,4 | 150,4 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung u.ä. Verpflichtungen | 35,6 | 31,3 |
| davon für Altersversorgung | 5,3 | 6,1 |
| 191,0 | 181,7 | |
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht die im Finanzergebnis ausgewiesenen Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen sowie keine Erträge aus Planvermögen zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen.
| Mitarbeiter [Anzahl im Jahresdurchschnitt] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Angestellte | 2.742 | 2.686 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 1.122 | 1.121 |
| 3.864 | 3.807 |
Der durchschnittliche Personalstand der anteilig konsolidierten Gesellschaften ist entsprechend der Quote eingeflossen. Dadurch werden 30 (51) Mitarbeiter berücksichtigt.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
12 Langfristige Vermögenswerte
Die Zusammensetzung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen, der at equity bewerteten Beteiligungen und der sonstigen Finanzanlagen sowie ihre Entwicklung im Jahr 2008 ist im Anlagespiegel auf den Seiten 76 und 77 enthalten.
13 Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen umfasst auch Vermögenswerte aus Leasing (Finance Lease) in Höhe von insgesamt 4,7 Mio €. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um ein Verwaltungsgebäude in Mannheim mit einem Buchwert von 4,2 Mio €. Nach Ablauf des Leasingvertrags im Jahr 2011 besteht eine Kaufoption.
Darüber hinaus sind auch in den Technischen Anlagen und Maschinen und in den Anderen Anlagen mit 0,3 Mio € geleaste Fahrzeuge und EDV-Einrichtungen enthalten.
Anlässlich des Erwerbs von nahezu 50% der Anteile an FUCHS JAPAN LTD. wurden nach IFRS 3 die erworbenen Vermögenswerte mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Diese wurden anhand von gutachterlichen Stellungnahmen unter Bezugnahme auf den aktiven Markt ermittelt. In der Folge war eine Impairmentabschreibung des vor dem Sukzessiverwerb vorhandenen Sachanlagevermögens in Höhe von 1,1 Mio € vorzunehmen. Diese Abschreibungen sind in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
Bei den für die weiteren Tochterunternehmen durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment Tests) ergaben sich keine Anzeichen für eine Wertminderung der Sachanlagen. Das Verfahren des Werthaltigkeitstests ist unter dem Abschnitt Konsolidierungsgrundsätze erläutert.
14 Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte
| [in Mio €] aus |
Einzel- abschlüssen |
Kapital konsolidierung |
Insgesamt |
|---|---|---|---|
| Historische Anschaffungskosten | |||
| Vortrag 1.1.2008 | 30,9 | 55,1 | 86,0 |
| Kursdifferenzen | –0,9 | –0,7 | –1,6 |
| Zugänge | 4,5 | 0,0 | 4,5 |
| Abgänge/Veränderungen Konsolidierungskreis | 0,0 | –0,4 | –0,4 |
| Stand am 31.12.2008 | 34,5 | 54,0 | 88,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Vortrag 1.1.2008 | –6,2 | –2,4 | –8,6 |
| Kursdifferenzen | 1,2 | 0,0 | 1,2 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge/Veränderungen Konsolidierungskreis | 0,0 | 0,4 | 0,4 |
| Stand 31.12.2008 | –5,0 | –2,0 | –7,0 |
| Buchwert am 31.12.2008 | 29,5 | 52,0 | 81,5 |
Nach IFRS 3 handelt es sich bei Geschäfts- oder Firmenwerten um immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer. Die Firmenwerte unterliegen somit seit dem 1. Januar 2005 keiner planmäßigen Abschreibung mehr, sondern werden nach Maßgabe von IAS 36 jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft (Impairment Test). Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Von den ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 81,5 Mio € (77,4) resultieren 52,0 Mio € (52,7) aus der Kapitalkonsolidierung und 29,5 Mio € (24,7) aus den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen. Auf das Konzernunternehmen FUCHS CORPORATION, USA, entfällt ein Firmenwert von 64,6 Mio € (59,2), der sich in Höhe von 41,7 Mio € (41,6) aus der Kapitalkonsolidierung und mit 22,9 Mio € (17,6) aus erworbenen Firmenwerten zusammensetzt. Beim Impairment Test für diese Firmenwerte kommt ebenfalls das im Abschnitt Konsolidierungsgrundsätze erläuterte konzerneinheitliche Bewertungsschema zur Anwendung.
Im Geschäftsjahr 2008 waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Impairments) auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorzunehmen.
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Unter den immateriellen Vermögenswerten sind auch gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte enthalten. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um aktivierte Lizenzen für EDV-Software, um erworbene Formulierungen, ein Wettbewerbsverbot sowie um erworbene Kundenlisten. Der Gesamtbetrag dieser Rechte und Werte beläuft sich auf 12,0 Mio € (6,6).
15 At equity bewertete Beteiligungen
Die Position umfasst die at equity bewerteten Anteile an einem assoziierten Unternehmen. Bei der Equity-Bewertung wurde die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals auf Basis des landesrechtlichen Abschlusses vorgenommen, der an die Vorgaben der IFRS angepasst wurde. Die Vermögenswerte des Unternehmens betragen 46,7 Mio €, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 31,1 Mio €. Es wurden Umsatzerlöse von 172,4 Mio € erzielt, das Jahresergebnis 2008 beträgt 9,8 Mio €.
16 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Hierunter sind Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften, langfristig gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen enthalten. Entsprechend ihrem Finanzierungscharakter sind die langfristigen Forderungen im Zusammenhang mit Liefervereinbarungen in Frankreich von 6,1 Mio € (6,5) unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen.
Die Entwicklung und die Höhe der einzelnen Positionen ist in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens auf den Seiten 76 und 77 ersichtlich.
17 Latente Steueransprüche und Steuerschulden
Die bilanzierten latenten Steuern resultieren aus folgenden Bewertungsunterschieden bzw. Sachverhalten:
| Aktive latente Steuern 2008 |
Aktive latente Steuern 2007 |
Passive latente Steuern 2008 |
Passive latente Steuern 2007 |
Netto 2008 |
Netto 2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| 0,9 | 1,5 | –10,9 | –11,3 | –10,0 | –9,8 |
| 1,2 | 1,5 | –3,8 | –3,1 | –2,6 | –1,6 |
| 3,5 | 2,8 | –0,1 | –0,1 | 3,4 | 2,7 |
| 2,1 | 1,3 | –0,3 | –0,4 | 1,8 | 0,9 |
| 10,6 | 11,6 | –2,1 | –2,0 | 8,5 | 9,6 |
| 0,9 | 1,6 | 0,0 | 0,0 | 0,9 | 1,6 |
| 0,4 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,3 |
| 3,6 | 2,6 | –1,7 | –2,0 | 1,9 | 0,6 |
| 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 |
| 23,2 | 23,8 | –18,9 | –18,9 | 4,3 | 4,9 |
| –5,1 | –5,6 | 5,1 | 5,6 | 0,0 | 0,0 |
| 18,1 | 18,2 | –13,8 | –13,3 | 4,3 | 4,9 |
Der Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern von 18,1 Mio € (18,2) ist zurückzuführen auf Bewertungsunterschiede zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz in den Positionen Vorräte (Eliminierung konzerninterner Zwischengewinne), Pensionsverpflichtungen und Übrige Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern entstehen im Wesentlichen aufgrund von temporären Bewertungsunterschieden zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz im Anlagevermögen.
Die in vorstehender Tabelle aufgelisteten aktiven latenten Steuern sind netto dargestellt, d.h. nach Abzug von Wertberichtigungen:
Für aktive latente Steuern aus temporären Differenzen bei einer Gesellschaft der Region Asien-Pazifik, Afrika wurden Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 Mio € vorgenommen, da mit deren Realisierung in absehbarer Zeit nicht gerechnet wird.
Die steuerlichen Verlustvorträge im Konzern belaufen sich auf 2,0 Mio € (3,0). Sie bestehen bei Gesellschaften der Region Asien-Pazifik, Afrika. Die hierfür gebildeten aktiven latenten Steuern von 0,7 Mio € sind in voller Höhe wertberichtigt, da mit der Nutzung der Verlustvorträge in absehbarer Zeit nicht mit hinreichender Sicherheit zu rechnen ist.
Für künftige Steuerlasten aus geplanten Gewinnausschüttungen ausländischer Tochterunternehmen ist eine latente Steuerverbindlichkeit von 0,9 Mio € bilanziert. Darüber hinaus existieren thesaurierte Gewinne bei den Tochtergesellschaften, die dauerhaft investiert bleiben sollen und somit nicht zu einer latenten Steuerschuld führen.
Die Veränderung der Netto-Bilanzansätze an latenten Steuern beträgt im Berichtsjahr –0,6 Mio €. Unter Berücksichtigung der für das Geschäftsjahr 2008 ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten latenten Steuern, die im Wesentlichen aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen von 0,5 Mio € resultieren, ergibt sich der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 1,4 Mio €.
Von den gesamten aktiven latenten Steuern in Höhe von 18,1 Mio € sind kumuliert 6,4 Mio € erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet, wovon 6,1 Mio € auf die Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste entfallen.
Aufgrund des Methodenwechsels bei der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen sind die Vorjahreswerte der aktiven latenten Steuern aus dem Bereich der langfristigen Rückstellungen um 5,9 Mio € angepasst worden.
18 Vorräte
Im Berichtsjahr wurden aufwandswirksame Abwertungen aus geminderter Verwertbarkeit von 1,1 Mio € (0,3) vorgenommen. Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 87,2 | 63,2 |
| Unfertige Erzeugnisse | 21,1 | 16,1 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren (einschl. Anzahlungen auf Vorräte) | 83,3 | 85,4 |
| 191,6 | 164,7 |
19 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 0,0 | 0,1 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 0,5 | 0,7 |
| Forderungen gegen übrige Unternehmen | 177,0 | 200,4 |
| 177,5 | 201,2 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1. Januar | 11,2 | 11,7 |
| Kursdifferenzen | –0,2 | 0,0 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 8,2 | 3,2 |
| Verbrauch | 1,0 | 2,1 |
| Auflösungen | 1,6 | 1,6 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,0 | 0,0 |
| Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember | 16,6 | 11,2 |
Im Berichtsjahr wurden aufwandswirksam 8,2 Mio € (3,2) Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen gebildet. Hierin enthalten ist eine Risikovorsorge in Höhe von 4,0 Mio € für Delkredererisiken im Automobil- und Zuliefererbereich. Die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen belaufen sich auf 1,6 Mio € (1,6). Im Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund erkennbarer Risiken insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von 16,6 Mio € (11,2) berücksichtigt.
Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken:
| Forderungen nach Fälligkeiten [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen | 142,3 | 157,1 |
| Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind: | ||
| Weniger als 30 Tage | 23,9 | 31,9 |
| 30 bis 60 Tage | 8,0 | 8,7 |
| 61 bis 90 Tage | 5,0 | 2,5 |
| 91 bis 180 Tage | 3,8 | 1,9 |
| 181 bis 360 Tage | 2,4 | 0,9 |
| Mehr als 360 Tage | 0,4 | 1,0 |
| Gesamt überfällige Forderungen | 43,5 | 46,9 |
| Abzüglich pauschale Einzelwertberichtigungen | –8,9 | –4,7 |
| Wertberichtigte Forderungen brutto | 8,3 | 8,4 |
| Abzüglich Einzelwertberichtigungen | –7,7 | –6,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 177,5 | 201,2 |
20 Kurzfristige Steuerforderungen (Ertragsteuer)
Hierbei handelt es sich um Steuererstattungsansprüche u.a. aus deutschen und italienischen Ertragsteuern.
21 Kurzfristige Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Steuererstattungsansprüche | 2,3 | 3,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 14,3 | 13,0 |
| 16,6 | 16,0 |
Die Steuererstattungsansprüche betreffen mit 1,8 Mio € (2,1) hauptsächlich Umsatzsteuerforderungen. Weiterhin sind hier Forderungen aus Substanzsteuern aus Spanien und Polen ausgewiesen.
Die Sonstigen Vermögenswerte des Konzerns enthalten Kundendarlehen in Höhe von 3,6 Mio € (3,4) im Zusammenhang mit Liefervereinbarungen in Frankreich. Der langfristige Teil dieser Darlehen wird unter den Langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Ferner enthalten die Sonstigen Vermögenswerte Miet- und Pachtvorauszahlungen, debitorische Kreditoren, Rechnungsabgrenzungsposten sowie andere Kundendarlehen und Forderungen aus sonstigen Verkäufen. In den Sonstigen Vermögenswerten sind Wertberichtigungen von insgesamt 5,1 Mio € (5,2) enthalten.
22 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Bei den liquiden Mitteln in Höhe von 19,5 Mio € (64,2) handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten, noch nicht eingereichte Schecks und Wechsel sowie um Kassenbestände.
23 Eigenkapital
Für den Fortbestand des Unternehmens ist eine solide Eigenkapitalausstattung unabdingbar. Die Geschäftsleitung überprüft regelmäßig die Höhe des Eigenkapitals; hierbei sind das Gearing (die Relation von Finanzverbindlichkeiten zuzüglich Pensionsrückstellungen abzüglich liquiden Mitteln zu Eigenkapital) und die Eigenkapitalquote wichtige Indikatoren.
Gezeichnetes Kapital
Die Höhe des gezeichneten und voll einbezahlten Kapitals der FUCHS PETROLUB AG hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert:
Stand 31. Dezember 2008 [in Mio €] 77,8
Es setzt sich zusammen aus 12.969.000 Stammstückaktien à 3,– € = 38.907.000 € 12.969.000 Vorzugsstückaktien à 3,– € = 38.907.000 €
Bei den Aktien der FUCHS PETROLUB AG handelt es sich um Inhaberaktien. Jede Stammstückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Vorzugsstückaktien sind ohne Stimmrecht, sie haben nur in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen Stimmberechtigung. Die Vorzugsstückaktien erhalten nach der Satzung einen Vorzugsgewinnanteil von 0,06 € je Stück Vorzugsaktie gegenüber einer Stammstückaktie.
Das genehmigte Kapital lautet unverändert auf 35,4 Mio €. Das genehmigte Kapital hat eine Laufzeit bis zum 8. Juni 2009 und ermächtigt den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 11.790.000 neuer nennwertloser Stückaktien (Stamm- und/ oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht) gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9. Juni 2004 wurde im Geschäftsjahr 2008 nicht in Anspruch genommen.
Die von der Hauptversammlung vom 24. Mai 2005 beschlossene und von der Hauptversammlung vom 21. Juni 2006 wieder auf 10% des Grundkapitals angepasste bedingte Kapitalerhöhung um bis zu 7,8 Mio €, eingeteilt in bis zu jeweils 1.296.900 Stück auf den Inhaber lautende Stamm- und/ oder stimmrechtslose Vorzugsaktien, wird nur im Falle der Begebung von Options- oder Wandelanleihen und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten ihre Rechte auch wahrnehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 23. Mai 2010 auf den Inhaber lautende Optionsund/oder Wandelanleihen im Gesamtbetrag von bis zu 140 Mio € auszugeben und den Inhabern dieser Anleihen Options- bzw. Wandlungsrechte auf Stamm- und/oder Vorzugsaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 7,8 Mio € zu gewähren. Im Geschäftsjahr 2008 wurden keine Options- bzw. Wandlungsrechte ausgeübt, da keine entsprechenden Fremdkapitalinstrumente ausgegeben waren.
Aktienrückkaufprogramm
Aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 6. Mai 2008 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, am 8. Mai 2008 den Rückkauf eigener Aktien fortzusetzen. Die Ermächtigung erlaubt FUCHS PETROLUB AG, bis einschließlich 5. November 2009 – unter Berücksichtigung der bereits aufgrund der Ermächtigung der FUCHS PETROLUB AG vom 2. Mai 2007 seit dem 10. Mai 2007 erworbenen eigenen Aktien – insgesamt bis zu 10% des Grundkapitals, das heißt bis zu 1.296.900 Stamm- und bis zu 1.296.900 Vorzugsaktien, zum Zwecke der Einziehung über die Börse zu erwerben. Alle durchgeführten Transaktionen bezüglich des Aktienrückkaufprogramms werden wöchentlich auf der Website von FUCHS PETROLUB AG unter der Rubrik "Investor Relations/Aktienrückkaufprogramm" veröffentlicht.
Im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 hat die Gesellschaft insgesamt 1.306.754 eigene Aktien zurückerworben. Es wurden 652.449 Stammaktien im Gesamtwert von 35,5 Mio € (durchschnittlicher Preis je Aktie 54,38 €) und 654.305 Vorzugsaktien im Gesamtwert von 31,6 Mio € (durchschnittlicher Preis je Aktie 48,29 €) erworben. Zusammen mit den im Jahr 2007 erworbenen Aktien addieren sich die Rückkäufe zum 31. Dezember 2008 auf 8,0% des Grundkapitals des Unternehmens.
Der einschließlich Transaktionskosten von 0,1 Mio € insgesamt aufgewendete Betrag in Höhe von 67,1 Mio € ist vom Eigenkapital abgezogen, und die erworbenen Aktien sind entsprechend den Regelungen des IAS 33.20 bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie nicht mehr berücksichtigt. Die Transaktionskosten wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beläuft sich damit auf:
| Aktienanzahl | 31.12.2008 | 1.1.2008 |
|---|---|---|
| Stammaktien | 11.930.550 | 12.582.999 |
| Vorzugsaktien | 11.930.550 | 12.584.855 |
| Gesamt | 23.861.100 | 25.167.854 |
Nach dem 31. Dezember 2008 wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms weitere 100.550 Stammaktien und 100.550 Vorzugsaktien zum Zwecke der Einziehung erworben. Die Einziehung der eigenen Aktien ist am 17. März 2009 in das Handelsregister eingetragen worden.
Rücklagen des Konzerns
Unter diesem Posten sind die Kapitalrücklage der FUCHS PETROLUB AG (Agio) und die Bilanzgewinne und Währungsrücklagen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zusammengefasst. Die Bilanzgewinne enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgten hier die Verrechnungen aktiver und passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der bis zum 31. Dezember 1994 konsolidierten Tochtergesellschaften. In den Währungsrücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ausgewiesen.
Von den Rücklagen des Konzerns sind auch die durch das Aktienrückkaufprogramm erworbenen eigenen Anteile abgesetzt.
Darüber hinaus sind die Rücklagen des Konzerns durch die erfolgsneutrale Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste reduziert. Die kumulative Verrechnung versicherungsmathematischer Verluste von 19,0 Mio € beträgt nach Berücksichtigung latenter Steuern von 6,1 Mio € zum 31. Dezember 2008 netto 12,9 Mio € (10,6).
Nicht in den Rücklagen des Konzerns enthalten ist das Konzernergebnis nach Steuern, das in der Position Konzerngewinn ausgewiesen wird.
Die Entwicklung der Rücklagen einschließlich des Erwerbs eigener Aktien und der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.
Konzerngewinn
Der Konzerngewinn entspricht dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter.
Gewinnverwendungsvorschlag FUCHS PETROLUB AG
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung 2009 den Gewinnverwendungsvorschlag von 1,54 € je dividendenberechtigter Stammstückaktie und von 1,60 € je dividendenberechtigter Vorzugsstückaktie vorzulegen.
Minderheitsanteile am Eigenkapital
Diese Position enthält die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis der konsolidierten Tochterunternehmen. Dabei entfallen 0,3 Mio € (0,3) auf das Inland und 1,1 Mio € (0,9) auf Mitgesellschafter in Österreich, Ukraine, Frankreich und Griechenland.
24 Rückstellungen für Pensionen
Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an ehemalige Mitarbeiter des FUCHS PETROLUB Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betrieblichen Altersversorgungssysteme sind im Konzern rückstellungsund fondsfinanziert, die Versorgungspläne sind sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Insbesondere für Mitarbeiter inländischer Konzerngesellschaften besteht eine betriebliche Altersversorgung auf der Basis leistungsorientierter ("defined benefit") Versorgungszusagen. Diese basieren regelmäßig auf der Beschäftigungsdauer, dem Entgelt der Mitarbeiter und sind rückstellungsfinanziert. Sofern bei ausländischen Konzerngesellschaften eine betriebliche Altersversorgung besteht, handelt es sich teilweise um beitragsorientierte ("defined contribution") und überwiegend um fondsfinanzierte Versorgungssysteme mit "defined benefit"- Zusagen.
Die zu bildenden Rückstellungen werden nach IAS 19 ermittelt, die Bewertung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt anhand der sogenannten "projected unit credit method" (Anwartschaftsbarwertverfahren). Neben den biometrischen Grundlagen und dem aktuellen langfristigen Kapitalmarktzins werden insbesondere auch Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Für die biometrischen Grundlagen werden in Deutschland die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.
Für das Inland sind die folgenden Bewertungsprämissen unterstellt:
112
| [in %] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 6,0 | 5,25 |
| Gehaltstrend | 3,0 | 3,0 |
| Rententrend | 2,25 | 1,9 |
Die Verpflichtungen im Ausland werden unter Berücksichtigung der jeweiligen landesspezifischen Rechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt. Hierbei kommen Abzinsungsfaktoren von 6,20% bis 13,00% (Durchschnittswert 6,3%), Gehaltstrends von 3,20% bis 8,00% (Durchschnittswert 3,3%) sowie Rententrends von 2,60% bis 3,80% (Durchschnittswert 2,7%) zum Ansatz. Die erwartete Verzinsung der Fondsvermögen liegt zwischen 5,20% und 8,25% (Durchschnittswert 6,4%).
Unter Berücksichtigung der genannten Berechnungsgrundlagen ergibt sich folgender Finanzierungsstatus der Pensionsverpflichtungen:
| Finanzierungsstatus [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche | 52,2 | 52,8 |
| Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | 71,3 | 91,9 |
| Versorgungsansprüche insgesamt | 123,5 | 144,7 |
| Fondsvermögen zu Marktwerten | 53,4 | 77,8 |
| Nettoverpflichtung | 70,1 | 66,9 |
| Pensionsähnliche Verpflichtungen | 0,5 | 0,2 |
| Nettoverpflichtung zum 31.12. | 70,6 | 67,1 |
| Aufgrund der Begrenzung von IAS 19.58 nicht als Vermögenswert erfasster Betrag | 0,0 | 0,0 |
Im Jahr 2008 erfolgt eine Änderung der Bilanzierungsmethode dergestalt, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in der Periode ihrer Entstehung unmittelbar ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet werden. Im Geschäftsjahr 2008 werden ohne Berücksichtigung latenter Steuern versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 3,4 Mio € mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Zur besseren Vergleichbarkeit sind die Werte für das Jahr 2007 entsprechend angepasst, hier ist ein Betrag von 13,0 Mio € verrechnet worden.
Diese Veränderungen sind im Eigenkapitalspiegel des Konzerns auf den Seiten 78 und 79 dargestellt. Zum 31. Dezember 2008 sind ohne Berücksichtigung latenter Steuern versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von insgesamt 19,0 Mio € mit dem Eigenkapital verrechnet.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Barwertes der Versorgungsansprüche:
| Barwert zum 31.12. | 123,5 | 144,7 |
|---|---|---|
| Geleistete Pensionszahlungen | –8,4 | –9,9 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | –9,1 | –9,7 |
| Zinsaufwand | 7,5 | 7,2 |
| Nachzuverrechnender Pensionsaufwand | 0,8 | 0,0 |
| Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche | 3,1 | 3,5 |
| Währungsdifferenzen | –15,1 | –9,2 |
| Barwert zum 1.1. | 144,7 | 162,8 |
| Versorgungsansprüche [in Mio €] | 2008 | 2007 |
Das Fondsvermögen besteht zu 37% aus Aktien, zu 51% aus Rentenpapieren und zu 12% aus Rohstoffkontrakten. Die tatsächliche Verzinsung des Fondsvermögens betrug durchschnittlich –12,1% (6,5%).
Für 2009 wird mit einer Rendite von 6,4% gerechnet. Diese Annahme berücksichtigt für Anleihen die Marktverhältnisse am Bilanzstichtag, während für Aktienanlagen die voraussichtliche künftige Entwicklung eingesetzt wird. Diese Erwartungen werden mit der Portfoliostruktur des Fondsvermögens gewichtet, um zu einer erwarteten Gesamtrendite zu gelangen.
Das Fondsvermögen entwickelte sich wie folgt:
| Fondsvermögen [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Marktwert zum 1.1. | 77,8 | 82,2 |
| Währungsdifferenzen | –15,9 | –7,2 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | 4,8 | 4,8 |
| Fondsdotierungen | 3,4 | 3,9 |
| Geleistete Pensionszahlungen | –4,2 | –5,6 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | –12,5 | –0,3 |
| Marktwert zum 31.12. | 53,4 | 77,8 |
Für 2009 sind Fondsdotierungen von 3,6 Mio € vorgesehen.
Aus den Versorgungssystemen ergab sich im FUCHS PETROLUB Konzern ein Pensionsaufwand in Höhe von 10,8 Mio € (10,8), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:
| Pensionsaufwand [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche | 2,3 | 2,4 |
| Zinsaufwand | 7,5 | 7,3 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | –4,8 | –4,8 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 0,0 | 1,1 |
| Anpassung durch nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand | 0,8 | 0,0 |
| Auswirkungen von Plankürzungen oder -abgeltungen | 0,0 | 0,0 |
| Aufwand für leistungsorientierte Pensionspläne | 5,8 | 6,0 |
| Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne | 5,0 | 4,8 |
| Pensionsaufwand | 10,8 | 10,8 |
Im Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne sind die inländischen Arbeitgeberanteile zur Altersversorgung mit 3,2 Mio € (3,0) enthalten.
Die Pensionsaufwendungen sowie die Pensionszahlungen umfassen auch die Zahlungen für beitragsorientierte Pensionspläne.
Der Pensionsaufwand verteilt sich auf folgende Funktionsbereiche bzw. Kostenarten:
| Pensionsaufwand [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Herstellungskosten | 1,4 | 1,4 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0,7 | 0,7 |
| Vertriebskosten | 1,8 | 2,0 |
| Verwaltungskosten | 4,3 | 4,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | –0,1 | 0,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0,0 | 0,0 |
| Finanzergebnis | 2,7 | 2,4 |
| 10,8 | 10,8 | |
25 Sonstige langfristige Rückstellungen
Hierunter sind im Wesentlichen die Altersteilzeitrückstellungen ausgewiesen. Solche Verpflichtungen bestehen ausschließlich im Inland; sie werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze bewertet und aufgrund ihrer langfristigen Struktur abgezinst. Es bestehen Vertragslaufzeiten von zwei bis zu sechs Jahren. Der Abzinsungsfaktor beträgt 5,5 % (4,75). Die Rückstellungshöhe beträgt 6,3 Mio € (7,2).
26 Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden verzinsliche Verpflichtungen des FUCHS PETROLUB Konzerns mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten | 2,1 | 0,1 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 3,2 | 3,6 |
| 5,3 | 3,7 |
Für die Bankverbindlichkeiten sind keine dinglichen Sicherheiten gegeben worden.
Die Sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten die aus Finance Leases passivierten Verpflichtungen in Höhe von 3,2 Mio € (3,6). Es handelt sich im Wesentlichen um Finance-Lease-Vereinbarungen für Gebäude, die in Höhe der Barwerte der aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen bilanziert sind. Die entsprechenden nominalen Mindestleasingzahlungen belaufen sich auf 3,6 Mio € (4,1). Für die Abzinsung dieser Mindestleasingzahlungen wurden Zinssätze zwischen 5,0% und 9,3% (Durchschnittswert 5,1%) verwendet.
Die Fälligkeiten der langfristigen Finanzverbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:
| Fälligkeiten [in Mio €] | |
|---|---|
| 2010 | 0,3 |
| 2011 | 5,0 |
| 2012 | 0,0 |
| Nach 2012 | 0,0 |
| 5,3 | |
27 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstehen aus dem operativen Geschäft und sind deshalb kurzfristiger Natur. Sie werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt; Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 79,6 | 108,4 |
| Wechselverbindlichkeiten | 5,5 | 5,7 |
| Erhaltene Anzahlungen | 0,5 | 0,5 |
| 85,6 | 114,6 | |
28 Kurzfristige Rückstellungen
116
Die kurzfristigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf:
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich | 24,6 | 28,2 |
| Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb | 4,3 | 4,6 |
| Sonstige Verpflichtungen | 11,5 | 11,2 |
| 40,4 | 44,0 |
Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen hauptsächlich Rückstellungen für Gratifikationen, Tantiemen, Provisionen, Urlaubsansprüche, Mitarbeiterprämien und Berufsgenossenschaftsbeiträge.
Unter Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind Rückstellungen für ausstehende Gutschriften, Boni, Rabatte, Gewährleistungen sowie Jahresabschluss- und Beratungskosten enthalten.
Die sonstigen Verpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Reorganisation in Höhe von 1,8 Mio € (1,5). Weiterhin sind hier u.a. Rückstellungen für Vertragsrisiken, Beitragsverpflichtungen und Rückgabeverpflichtungen für Pfandgebinde ausgewiesen.
| [in Mio €] | 31.12.2007 | Kurs- differenz |
Veränderung Konsolidie- rungskreis |
Zuführung | Verbrauch | Auflösung | 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich |
28,2 | –0,5 | –0,1 | 25,5 | 27,9 | 0,6 | 24,6 |
| Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb |
4,6 | –0,2 | 0,1 | 5,6 | 5,2 | 0,6 | 4,3 |
| Sonstige Verpflichtungen | 11,2 | –0,8 | 0,0 | 17,8 | 15,7 | 1,0 | 11,5 |
| 44,0 | –1,5 | 0,0 | 48,9 | 48,8 | 2,2 | 40,4 | |
| [in Mio €] | 31.12.2006 | Kurs- differenz |
Veränderung Konsolidie- rungskreis |
Zuführung | Verbrauch | Auflösung | 31.12.2007 |
| Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich |
26,1 | –0,8 | 0,0 | 29,9 | 26,6 | 0,4 | 28,2 |
| Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb |
3,8 | –0,1 | 0,0 | 5,3 | 4,2 | 0,2 | 4,6 |
| Sonstige Verpflichtungen | 10,1 | –0,3 | 0,0 | 14,5 | 11,4 | 1,7 | 11,2 |
| 40,0 | –1,2 | 0,0 | 49,7 | 42,2 | 2,3 | 44,0 | |
Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Durch den kurzfristigen Charakter dieser Rückstellungen haben sich keine Aufzinsungsbeträge ergeben.
29 Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten
Insgesamt sind unter dieser Position Ertragsteuerverbindlichkeiten von 17,9 Mio € (34,0) ausgewiesen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf die Verminderung von Körperschaft- und Gewerbesteuerrückstellungen im Inland und im europäischen Ausland zurückzuführen.
30 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden verzinsliche Verpflichtungen des FUCHS PETROLUB Konzerns mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Genussrechtskapital | 0,0 | 51,1 |
| Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten | 118,2 | 16,6 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 0,6 | 0,5 |
| 118,8 | 68,2 | |
Aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juli 1998 wurden im August 1998 von der FUCHS PETROLUB AG auf den Inhaber lautende Genussscheine im Gesamtnennbetrag von 51,1 Mio € (entspricht 100 Mio DM) begeben. Der Emissionskurs betrug 100%, der Ausschüttungssatz ist mit 7,29% p.a. festgelegt. Die zehnjährige Laufzeit der Genussscheine endete am 31. Dezember 2007. Die Rückzahlung erfolgte planmäßig am 1. August 2008.
Die Sonstigen Finanzverbindlichkeiten betreffen die aus Finance Leases passivierten Verpflichtungen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Die nach einem Jahr fälligen Beträge sind unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Pos. 26) dargestellt und erläutert.
31 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 0,0 | 0,1 |
| Soziale Sicherheit | 4,1 | 4,9 |
| Mitarbeiter | 3,9 | 3,6 |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 4,5 | 6,5 |
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 2,6 | 2,8 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 12,6 | 15,7 |
| 27,7 | 33,6 |
Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten umfassen Verbrauchsteuern, Lohnsteuer und Abgeltungssteuern.
Die Übrigen Verbindlichkeiten umfassen Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 5,6 Mio € (5,3) im Zusammenhang mit den unter den Sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Liefervereinbarungen in Frankreich. Ferner werden hierunter auch Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Werksneubau in China sowie Provisionsverpflichtungen, kreditorische Debitoren und passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.
32 Gemeinschaftsunternehmen
Quotal einbezogene Gemeinschaftsunternehmen sind mit folgenden Werten in den Konzernabschluss eingeflossen:
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 0,4 | 2,5 |
| Vorräte und Forderungen | 4,2 | 5,5 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 2,9 | 2,5 |
| Vermögen | 7,5 | 10,5 |
| Eigenkapital | 4,9 | 5,3 |
| Langfristiges Fremdkapital | 0,0 | 0,2 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 2,6 | 5,0 |
| Kapital | 7,5 | 10,5 |
| Erträge | 41,0 | 40,4 |
| Aufwendungen | 36,7 | 36,3 |
33 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag setzen sich die zu Nominalwerten angegebenen Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:
| Haftungsverhältnisse [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln (Wechselobligo) | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 1,7 | 1,5 |
| Davon zugunsten verbundener Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Davon zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen, bzw. von Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,0 | 0,0 |
| Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 13,7 | 16,0 |
Bei den Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten handelt es sich um die sogenannten Garagistendarlehen. Bei diesem in Frankreich üblichen Geschäftsmodell garantiert unsere Landesgesellschaft die Rückzahlung von direkt von einer Bank an die Garagisten gewährten Darlehen. Diese Garantie ist Teil der mit unseren Garagisten abgeschlossenen Liefer- und Finanzierungsvereinbarungen.
Die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses ist zum Bilanzstichtag nicht hinreichend zur Bildung einer Rückstellung.
Vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen bestehen am 31. Dezember 2008 hauptsächlich bei europäischen Tochterunternehmen in Höhe von 10,9 Mio €.
Leasingverträge
Im Konzern sind im Wesentlichen Miet- bzw. Operating-Lease-Verträge für ein Hochregallager, ein Produktionswerk, Lagerhallen, Kraftfahrzeuge, Gabelstapler, EDV-Ausstattung und Software abgeschlossen.
Die folgende Übersicht zeigt die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2008 für Operating Leases, gegliedert nach den Perioden der Zahlungsfälligkeiten:
| 31.12.2008 Operating Leases |
31.12.2007 Operating Leases |
|---|---|
| 9,8 | 9,8 |
| 16,4 | 17,7 |
| 9,5 | 11,6 |
| 35,7 | 39,1 |
Die Miet- und Leasingzahlungen betrugen im Berichtsjahr 12,4 Mio € (12,4). Für das Hochregallager besteht nach Vertragsende im Jahr 2014 sowohl eine Verlängerungs- als auch eine Kaufoption.
Neben den Operating-Lease-Verpflichtungen bestehen übrige finanzielle Verpflichtungen (EDV-Wartung u.Ä.) in Höhe von 0,6 Mio € (0,4).
34 Finanzinstrumente
120
a) Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns, gegliedert nach unterschiedlichen Klassen (IFRS 7).
| [in Mio €] | 31.12.2008 31.12.2007 |
|||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 177,5 | 177,5 | 201,2 | 201,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 19,5 | 19,5 | 64,2 | 64,2 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 21,9 | 21,9 | 17,9 | 17,9 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 218,9 | 218,9 | 283,4 | 283,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 124,1 | 124,1 | 71,9 | 71,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 85,6 | 85,6 | 114,6 | 114,6 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 12,4 | 12,4 | 12,7 | 12,7 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 222,1 | 222,1 | 199,3 | 199,3 |
Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder die Pflichten aus diesem Finanzinstrument von einer unabhängigen anderen Partei übernehmen würde. Aufgrund variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikation für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden.
Die in der Konzernbilanz unter Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte bzw. Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesenen Beträge erfüllen nur in Höhe der hier dargestellten Übrigen finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten die Kriterien des IFRS 7. Insbesondere Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten beruhen nicht auf vertraglichen Vereinbarungen und fallen deshalb nicht unter die Definition von Finanzinstrumenten.
Nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Finanzinstrumente des Konzerns, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39. Die liquiden Mittel und die Verbindlichkeiten aus Finance Leases sind nicht enthalten, da diese Finanzinstrumente keiner Bewertungskategorie von IAS 39 zugeordnet sind:
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 177,5 | 201,2 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 21,9 | 17,9 |
| Kredite und Forderungen | 199,4 | 219,1 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,1 |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 85,6 | 114,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 120,3 | 67,8 |
| Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 12,4 | 12,7 |
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 218,3 | 195,1 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,1 |
Die beizulegenden Zeitwerte aller Finanzinstrumente wurden auf der Grundlage der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Übrige finanzielle Vermögenswerte
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind Aktivwerte aus der Stichtagsbewertung von Devisentermingeschäften.
Finanzverbindlichkeiten
Der beizulegende Zeitwert der Finanzverbindlichkeiten entspricht den Rückzahlungsbeträgen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Aufgrund der kurzen Laufzeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzinstrumente den Buchwerten entsprechen.
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind Passivwerte aus der Stichtagsbewertung von Devisentermingeschäften.
b) Nettogewinne oder -verluste
Die folgende Tabelle zeigt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten:
| [in Mio €] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle | ||
| Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 |
| Kredite und Forderungen | –6,6 | –1,6 |
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 |
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen den Saldo aus gebildeten und aufgelösten Wertberichtigungen auf Forderungen. Sie sind unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.
c) Gesamtzinsertrag und -aufwand
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, ergeben sich wie folgt:
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 1,6 | 1,7 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –7,8 | –7,6 |
Die Zinsen aus diesen Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis des Konzerns ausgewiesen.
d) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
Einsatz von Derivaten. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken. Angesichts einer relativ niedrigen Finanzverschuldung des Konzerns, die allein der Finanzierung des kurzfristigen Betriebsmittelvermögens dient, sieht die Konzernstrategie keine Zinsfestschreibungen oder andere Methoden der Zinsbegrenzung vor. Insofern wurden wie im Vorjahr keine Derivate zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossen. Es bestanden zum Bilanzstichtag allein folgende, nach Restlaufzeiten gegliederte derivative Finanzpositionen zur Absicherung von Währungsrisiken:
| Nominalwerte [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Instrument | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre |
Gesamt | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre |
Gesamt |
| Devisentermingeschäfte | 0,6 | – | – | 0,6 | 23,8 | – | – | 23,8 |
| Nominalvolumen Derivate | 0,6 | – | – | 0,6 | 23,8 | – | – | 23,8 |
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge der Währungsderivate. Die Nominalbeträge entsprechen grundsätzlich dem Volumen der gesicherten Grundgeschäfte.
Die vom FUCHS PETROLUB Konzern abgeschlossenen Devisentermingeschäfte dienen der Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Marktwertveränderung des Derivates geht in die Ergebnisrechnung ein, Gleiches gilt für die Marktwertveränderungen damit gesicherter Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten. Der Saldo aus beiden Veränderungen gleicht sich aus.
Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte nur zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte (Intercompany-Darlehen). Es bestanden keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung fester Verpflichtungen (firm commitments) sowie zukünftiger (antizipativer) Transaktionen.
Beizulegende Zeitwerte von Sicherungsinstrumenten. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente stellten sich wie folgt dar:
| Marktwert zum 31.12.2008 Instrument [in Mio €] |
Nominalbetrag | Marktwert (netto) |
In GuV berücksichtigt |
Im Eigenkapital berücksichtigt |
|---|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe Derivate | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Marktwert zum 31.12.2007 Instrument [in Mio €] |
Nominalbetrag | Marktwert (netto) |
In GuV berücksichtigt |
Im Eigenkapital berücksichtigt |
| Devisentermingeschäfte | 23,8 | –0,1 | –0,1 | 0,0 |
| Summe Derivate | 23,8 | –0,1 | –0,1 | 0,0 |
Fair Value und Cashflow Hedges
Im Berichtsjahr belasteten keine vorzeitigen Auflösungen von Cashflow Hedges (Zinsswaps) die Ergebnisrechnung.
Management der Risiken aus Finanzinstrumenten
Der FUCHS PETROLUB Konzern ist durch seine internationale Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Dazu gehören insbesondere Kreditrisiken, z.B. bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Marktrisiken, wie die Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen. Aus diesen Risiken, aus dem operativen Geschäft sowie aus abrupten Schwankungen auf den Finanzmärkten können darüber hinaus Liquiditätsrisiken resultieren.
Wesentliche finanzwirtschaftliche Risiken werden durch den Zentralbereich Treasury der FUCHS PETROLUB AG überwacht und gesteuert. Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen vom Vorstand genehmigte detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Finanz- und Währungsrisiken werden durch fristen- und währungskongruente Finanzierung sowie durch den Einsatz von Derivaten reduziert, die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist.
Kreditrisiko
124
Kreditrisiko meint die Gefahr, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Kreditrisiken können aus der Anlage liquider Mittel ebenso wie aus der Gewährung von Zahlungszielen im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen entstehen sowie aus anderen Vereinbarungen, die von der Gegenpartei erst in der Zukunft erfüllt werden müssen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Der Konzern beschränkt den Bestand an liquiden Mitteln in der Regel auf den für das operative Geschäft notwendigen Umfang. Sofern liquide Mittel nicht für das laufende operative Geschäft erforderlich sind, sollen sie möglichst innerhalb des Konzerns angelegt werden. Die Finanzrichtlinie des Konzerns sieht außerdem vor, dass liquide Mittel nur bei bonitätsmäßig einwandfreien Banken mit einem Standard & Poors/Moodys Kurzfristrating von A1 / P1 oder besser angelegt werden dürfen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Aus der Geschäftsbeziehung mit seinen weltweit mehr als 100.000 Kunden hält der FUCHS PETROLUB Konzern ständig nennenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Den Umgang mit den daraus resultierenden Kreditrisiken regelt eine Richtlinie, wobei ländertypisch abweichende Vorgehensweisen zulässig sind. Sofern die interne Kreditbeurteilung, die unter Verwendung externer Kreditinformationen erfolgt, ein zu hohes Kreditrisiko anzeigt, werden Kreditsicherheiten z.B. in Form von Bankgarantien oder Akkreditiven verlangt. Alternativ werden auch Kreditversicherungen eingesetzt. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen über insgesamt 5,7 Mio € abgesichert.
Für die verbleibenden Kreditrisiken werden, sobald sie bestimmte Niveaus überschreiten, Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu Position 19).
Derivative Finanzinstrumente sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Bei der Auswahl von Banken, mit denen derivative Finanzinstrumente abgeschlossen werden, wird auf ausreichende Bonität der Gegenpartei geachtet. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken mit einem Moody's Langfristrating im Investmentbereich (Baa1 und höher) abgeschlossen. Das Risiko der Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner (Kreditrisiko) ist dadurch minimiert.
Maximale Kreditrisikoposition bei den vorgenannten Positionen ist der Buchwert der Forderung oder des finanziellen Vermögenswertes, auch soweit der Vermögenswert derivative Finanzinstrumente oder liquide Mittel betrifft. Der FUCHS PETROLUB Konzern hält seine Kreditrisiken aufgrund der natürlichen Diversifikation sowie seines Kreditrisikomanagements für begrenzt. Konzentrationsrisiken sind derzeit nicht erkennbar.
Liquiditätsrisiko
,
Als Liquiditätsrisiko wird die Gefahr bezeichnet, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
Die finanziellen Mittel des FUCHS PETROLUB Konzerns stammen im Wesentlichen aus seinem operativen Geschäft. Darüber hinaus werden zeitweise oder auch revolvierend finanzielle Mittel in Form von z.B. Anleihen oder Bankkrediten vor allem zur Finanzierung operativer Betriebsmittel sowie von Investitionsvorhaben genutzt.
Von den dem Konzern weltweit zugesagten Bankkreditlinien von rund 220 Mio € (170) wurden zum Bilanzstichtag 124,1 Mio € (20,8) genutzt. Daneben hat der Konzern die Möglichkeit, durch die Vereinbarung zusätzlicher Bankdarlehen, durch die Begebung von Schuldscheindarlehen, Private Placements oder Anleihen weitere Finanzierungsquellen zu nutzen. Bedingt durch den Aktienrückkauf und einen erhöhten Betriebsmittelbedarf hat sich die Nettofinanzverschuldung des Konzerns im Verlauf des Jahres 2008 um rd. 97 Mio € erhöht. Darüber hinaus wurden Mitte des Jahres 2008 Genusscheine über 51,1 Mio € getilgt. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2008 zusätzliche Bankkreditlinien vereinbart und die Ausnutzung dieser Linien erhöht.
Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Summe der vertraglich fixierten Zahlungen des Konzerns für Rückzahlungen und Zinsen aus den bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2008 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflusst (undiskontiert):
| Finanzielle Verbindlichkeiten [in Mio €] | Summe | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | ≥2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 127,7 | 122,0 | 2,9 | 2,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
85,6 | 85,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 12,4 | 12,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 225,7 | 220,0 | 2,9 | 2,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Der Vergleich zum Vorjahr (203,3) zeigt einen Anstieg der Finanzverbindlichkeiten einschließlich Zinsen um 22,4 Mio €. Mit 97,5% (97,7) ist das Gros der finanziellen Verbindlichkeiten kurzfristig fällig.
Der FUCHS PETROLUB Konzern betrachtet seine Liquiditätslage als gut und sieht für sich kein nennenswertes Liquiditätsrisiko. Neben dem operativen Geschäft, hier stehen den Verbindlichkeiten u.a. kurzfristig fällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 177,5 Mio € gegenüber, stehen ausreichend Finanzierungsmittel und zusätzliche Finanzierungsalternativen zur Verfügung.
Marktrisiko
Aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten unterliegt FUCHS Marktrisiken in Form von Wechselkursrisiken und Zinsänderungsrisiken. Aktienmarktrisiken bestehen nicht, da der Konzern keine frei handelbaren Aktien mit Ausnahme der eigenen nur zur Einziehung vorgesehenen Aktien aus dem gegenwärtigen Aktienrückkaufprogramm hält. Die von Pensionsfonds zur Abdeckung von Pensionsverpflichtungen gehaltenen Anlagen sind unter Position 24 erläutert und fallen nicht unter diese Ausführungen.
Wechselkursrisiken
126
Bei den Wechselkursrisiken ist zwischen Transaktionsrisiken und Translationsrisiken zu differenzieren.
Die Transaktionsrisiken des Konzerns resultieren insbesondere aus Einkäufen operativer Gesellschaften in einer anderen Währung als der, in welcher die Umsatzerlöse anfallen. Ein Teil der von FUCHS verarbeiteten Rohstoffe wird auf US-Dollar-Basis gehandelt. Gleichzeitig wird der überwiegende Teil der Umsatzerlöse der Gesellschaften auf deren jeweiligem Heimatmarkt erwirtschaftet. Damit unterliegen alle nicht im US-Dollarraum beheimateten Gesellschaften einem US-Dollar-Transaktionsrisiko.
Beim Export von Fertigprodukten ist die Währung des Exporteurs gleichzeitig Fakturierungswährung. Damit liegen Transaktionsrisiken bei importierenden Konzerngesellschaften oder Drittkunden.
Aus Dividenden- und Lizenzeinnahmen der Holding, welche fast ausnahmslos in der Währung der zahlenden Gesellschaft erfolgen, unterliegt auch die Holding einem Transaktionsrisiko. Insbesondere in Bezug auf den US-Dollar ist dieses dem Transaktionsrisiko vieler operativer Gesellschaften entgegengesetzt, so dass hier ein natürlicher Hedge (Absicherung) vorliegt, der zur Reduzierung der insgesamt im Konzern bestehenden Transaktionsrisiken führt.
Wechselkursrisiken aus der Gewährung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen werden grundsätzlich durch die Vereinbarung entsprechender Devisentermingeschäfte oder anderer originärer oder derivativer Absicherungsinstrumente wie Fremdwährungsaufnahmen oder Zins- und Währungsswaps abgesichert.
Basierend auf der Struktur des Schmierstoffgeschäftes, das keine langen Vorlaufzeiten oder hohen Auftragsbestände kennt, tätigt FUCHS keine langfristigen Währungsabsicherungen seines operativen Geschäftes. Der Wechselkurs ist für die operativen Gesellschaften stattdessen einer von mehreren preisbestimmenden Faktoren, der bei der Kalkulation zu berücksichtigen ist.
Zum FUCHS PETROLUB Konzern gehört eine ganze Reihe nicht im Euro-Raum ansässiger Konzerngesellschaften. Damit bedingen schwankende Wechselkurse im Rahmen der Umrechnung der Umsatzerlöse und Ergebnisse für die Konzernergebnisrechnung sogenannte Translationsrisiken. Sie können unter Umständen die Konzernergebnisrechnung spürbar beeinflussen.
Nennenswerte Translationsrisiken für FUCHS kommen aus den Regionen Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika. Soweit diese Risiken direkt oder auch indirekt gegenüber dem US-Dollar bestehen, sind sie ein natürlicher Hedge des vorgenannten US-Dollar-Transaktionsrisikos. Transaktions- und Translationsrisiken haben damit auf Konzernebene eine kompensierende Wirkung.
Auch bei der Umrechnung der von den ausländischen Tochtergesellschaften gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unterliegt der Konzern Translationsrisiken. Zur Begrenzung dieser Risiken werden kurzfristig zu finanzierende Vermögenswerte in der Regel in lokaler Währung refinanziert und nur die langfristig benötigten Vermögenswerte durch Eigenkapital unterlegt. Die Entwicklung der Eigenkapitalposition wird kontinuierlich beobachtet, in der Regel jedoch nicht gegen Wechselkursschwankungen abgesichert.
Die Finanzverbindlichkeiten bestehen in folgenden Währungen:
| Finanzverbindlichkeiten [in Mio €] | 2008 | in % | 2007 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Euro | 67,2 | 54,1 | 37,6 | 52,3 |
| US-Dollar | 28,6 | 23,1 | 15,6 | 21,7 |
| Britisches Pfund | 3,4 | 2,7 | 6,5 | 9,0 |
| Australischer Dollar | 3,3 | 2,7 | 1,8 | 2,5 |
| Sonstige Währungen | 21,6 | 17,4 | 10,4 | 14,5 |
| 124,1 | 100,0 | 71,9 | 100,0 |
Zinsänderungsrisiken
Durch die kontinuierliche Verminderung seiner finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern in den letzten Jahren sein Zinsänderungsrisiko stark reduziert. Wurden in früheren Jahren zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken noch derivative Finanzinstrumente eingesetzt, ist deren Einsatz beim heutigen Volumen finanzieller Verbindlichkeiten nicht erforderlich. Ziel ist es, dass die der Finanzierung des (kurzfristigen) Umlaufvermögens dienenden Finanzmittel fristenkongruent mit kurzfristigen Zinssätzen ausgestattet sind.
Aufgeteilt nach Zinsvereinbarung gliedern sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt. Sicherheiten wurden – mit Ausnahme bei Finanzleasingtransaktionen – keine gestellt.
| Finanzverbindlichkeiten [in Mio €] |
Effektiver Zinssatz |
Zinsbindung Dauer |
Buchwert 31.12.2008 |
Buchwert 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|
| EUR-Termingelder | Euribor plus Marge | < 1 Jahr | 64,0 | 1,6 |
| GBP-Termingelder | Libor plus Marge | < 1 Jahr | 3,4 | 6,5 |
| USD-Termingelder | Libor plus Marge | < 1 Jahr | 28,6 | 15,6 |
| AUD-Termingelder | Libor plus Marge | < 1 Jahr | 3,3 | 1,8 |
| Termingelder in anderen Währungen | jeweilige variable Zinssätze | < 1 Jahr | 21,6 | 10,4 |
| EUR-Festzinsverbindlichkeiten | Festzinssatz 7,0 % | 2008 | 0,0 | 32,5 |
| EUR-Finanzleasing | Festzinssatz 6,5 % | 2011 | 3,2 | 3,5 |
| 124,1 | 71,9 |
Zusammenfassung der Zinssicherungsfristen
| Zinssicherungsfristen [in Mio €] | 2008 | in % | 2007 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 120,9 | 97,4 | 68,4 | 95,1 |
| 1 bis 5 Jahre | 3,2 | 2,6 | 3,5 | 4,9 |
| Über 5 Jahre | – | – | – | – |
| 124,1 | 100,0 | 71,9 | 100,0 |
Sonstige Preisrisiken
Der FUCHS PETROLUB Konzern ist Risiken aus Preisänderungen bei den Waren ausgesetzt, die er für die Herstellung seiner Fertigprodukte benötigt. Eine Absicherung dieser Warenbezüge mittels Derivat erfolgt nicht, da die verfügbaren Instrumente über keine ausreichende Wirksamkeit verfügen. In der Regel werden Rohstoffpreisveränderungen in den Markt weitergegeben, eventuell mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Insofern sind diese Preisrisiken begrenzt.
Sensitivitätsanalysen
Sensitivitätsanalysen beziffern näherungsweise und im Rahmen bestimmter Annahmen, welches Risiko besteht, wenn bestimmte Einflussfaktoren Änderungen erfahren. Im Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko sowie das Wechselkursrisiko werden folgende Veränderungen unterstellt:
- eine Erhöhung der Marktzinssätze aller Währungen um einen Prozentpunkt (Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurven);
- eine gleichzeitige Aufwertung des Euros gegenüber allen Fremdwährungen um 10%.
In die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos bei FUCHS zum Stichtag fließen nur originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente ein. Originäre Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, sind gemäß IFRS 7 keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zinsderivate, die unter Umständen eine Auswirkung auf das Finanzergebnis haben könnten, bestanden nicht.
Damit hätte ein um einen Prozentpunkt höheres Marktzinsniveau auf die am 31. Dezember 2008 ausgewiesenen variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 1,2 Mio € (0,4) gehabt. Unterstellt ist, dass der höhere Zinssatz für ein ganzes Jahr Anwendung gefunden hätte.
Das Fremdwährungsrisiko wird über alle am Bilanzstichtag ungesicherten Netto-Fremdwährungspositionen ermittelt. Eine gleichzeitige Aufwertung des Euros gegenüber allen Fremdwährungen um 10% hätte einen ergebnismindernden Effekt von 0,5 Mio € (0,5) zur Folge gehabt.
35 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die liquiden Mittel des FUCHS PETROLUB Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 ("Cashflow Statements") werden die Zahlungsströme unterschieden zwischen betrieblicher Tätigkeit sowie solchen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst den in der Bilanz ausgewiesenen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.
Der Brutto-Cashflow und der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit werden ausgehend vom Ergebnis nach Steuern indirekt abgeleitet. Hierbei werden die zugrunde liegenden Veränderungen von Bilanzpositionen um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Diese Veränderungen der Bilanzpositionen können daher nicht direkt mit den entsprechenden Werten aus der Konzernbilanz abgestimmt werden. Die Cashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsbezogen ermittelt.
Vom Finanzmittelfonds zum Ende der Periode stammen 2,6 Mio € (2,4) von anteilig konsolidierten Unternehmen.
36 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Im Rahmen der Segmentberichterstattung bilden die geografischen Regionen entsprechend der konzerninternen Organisations- und Berichtsstruktur des FUCHS PETROLUB Konzerns das operative Segment. Diese Aufgliederung orientiert sich gemäß den Regeln von IAS 14 "Segment Reporting" an der internen Steuerung sowie Berichterstattung und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder. Entsprechend der internen Steuerung werden die Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Afrika abgegrenzt. Die einzelnen Gesellschaften werden dabei nach ihrer regionalen Zugehörigkeit in die Segmente eingeordnet.
Im Segmentvermögen Asien-Pazifik, Afrika sind Buchwerte assoziierter Unternehmen von 4,5 Mio € (4,4) enthalten.
Ein weiteres Berichtsformat wird gebildet von den Produktsegmenten des Konzerns, d.h. a) Kfz-Schmierstoffe, b) Industrieschmierstoffe und Spezialitäten sowie c) dem Bereich Sonstiges. Das Produktsegment Kfz-Schmierstoffe umfasst im Wesentlichen Motoren-, Getriebeund Stoßdämpferöle. Die Industrieschmierstoffe und Spezialitäten enthalten vor allem Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Korrosionsschutzmittel, Hydraulik- und Industriegetriebeöle sowie Schmierfette und andere Spezialitäten. Im Bereich Sonstiges sind im Wesentlichen die Lohnherstellung, Chemical Process Management und Handelsaktivitäten zusammengefasst.
Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert. Die Überleitung der Segmentdaten zu den Gesamtwerten des Konzerns ergibt sich aus der Spalte "Holdinggesellschaften inklusive Konsolidierung". Hier sind neben den Abschreibungen, Ergebnissen, Vermögenswerten und Schulden der Holdinggesellschaften auch die Intersegmenteliminierungen im Bereich der Umsätze enthalten. Konzerninterne Umsätze und Transfers erfolgen zu Preisen und Bedingungen unabhängiger Geschäftspartner.
Segmentvermögen und Segmentergebnis enthalten alle direkt zurechenbaren Positionen sowie in unterschiedlichem Umfang indirekte Werte. Während es in den Regionalsegmenten nur in geringem Umfang der Schlüsselung von Werten bedurfte, wurde als Folge der gemeinsamen Nutzung von Produktions- und anderen Vermögensgegenständen das Vermögen der Produktsegmente allein durch indirekte Zurechnung ermittelt.
Das Segmentvermögen und die Segmentschulden beinhalten Aktiva und Passiva, die zur Erzielung der Segmentergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) beigetragen haben.
Die Gesamtentwicklung der Segmente ist auf den Seiten 82 und 83 dargestellt.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Als nahestehende Unternehmen und Personen (related parties) des FUCHS PETROLUB Konzerns im Sinne von IAS 24 sind anzusehen:
- die unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und At-Equity-Gesellschaften der FUCHS PETROLUB AG,
- Vorstand und Aufsichtsrat der FUCHS PETROLUB AG,
- die vermögensverwaltende RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG, über die der Stammaktienbesitz der Familie überwiegend gehalten wird,
- deren Komplementär-GmbH FUCHS INTEROIL GMBH sowie deren Geschäftsführung und Pensionsfonds, die zugunsten der Arbeitnehmer des Konzerns bestehen.
Beherrschendes Unternehmen ist die RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG.
Für die nahestehenden Unternehmen RUDOLF FUCHS GMBH & CO KG und FUCHS INTEROIL GMBH erbringt FUCHS PETROLUB AG Dienstleistungen, die durch eine Verwaltungskostenumlage abgegolten werden. Der Umfang dieser Dienstleistungen ist nicht materiell.
Weiterhin bestehen Darlehensbeziehungen sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Holdinggesellschaft FUCHS PETROLUB AG und ihren Tochterunternehmen; diese Beziehungen sind im vorliegenden Konzernabschluss eliminiert. Für die von der Holdinggesellschaft wahrgenommenen Aufgaben im Bereich Forschung und Entwicklung, Produktmarketing, Markenpflege, Werbung etc. werden den Tochtergesellschaften in Abhängigkeit von deren Umsatz Lizenzgebühren verrechnet. Darüber hinaus werden für Managementleistungen und ähnliche Dienstleistungen Kostenumlagen vorgenommen. Die Abrechnung des Leistungsverkehrs zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgt zu Bedingungen wie unter unabhängigen Geschäftspartnern.
Aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit quotal einbezogenen Unternehmen hat der FUCHS PETROLUB Konzern keine Forderungen und keine Verbindlichkeiten. Es wurden Umsatzerlöse von 0,2 Mio € erzielt.
Gegenüber dem at equity bewerteten Unternehmen bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr Forderungen des FUCHS PETROLUB Konzerns in Höhe von 0,5 Mio €, Verbindlichkeiten bestehen nicht. Der Wert der Warenlieferungen im Jahr 2008 betrug 2,3 Mio €.
Hinsichtlich der Informationen zu den Pensionsfonds verweisen wir auf die Angaben unter Position 24.
Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor." Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) hat als Abschlussprüferin der FUCHS PETROLUB AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit ihrem uneingeschränkten Testat versehen.
ANGABEN ZU DEN ORGANEN DER GESELLSCHAFT
Aufsichtsrat
Prof. Dr. Jürgen Strube Mannheim
Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE
Weitere Mandate*: Allianz Deutschland AG (bis 2. April 2009) BASF SE (1) (bis 30. April 2009) Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft (2) Bertelsmann AG (2) Commerzbank AG (bis 15. Mai 2008) Hapag Lloyd AG (bis 17. März 2009) Linde AG (bis 3. Juni 2008)
Stellvertretender Vorsitzender Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG
Weitere Mandate*: MVV Energie AG
Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien: Hilger u. Kern GmbH (1)
Industriemeister Chemie FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH
Ehemaliger Präsident des Verbands der Automobilindustrie e.V.
Weitere Mandate*: BASF Coatings AG (bis 1. April 2008) HYMER AG (1) ThyssenKrupp Steel AG Voith AG
Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien:
Auto-i-DAT (Schweiz) (bis 10. März 2008)
Roche Deutschland Holding GmbH
Roche Diagnostics GmbH
Dr. Manfred Fuchs Mannheim
Hans-Joachim Fenzke (3)
Prof. Dr. Bernd Gottschalk
Mannheim
Esslingen
| Prof. (em.) Dr. Dr. h. c. mult. Otto H. Jacobs Heddesheim |
Em. Ordinarius für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Treuhandwesen und betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Mannheim |
|---|---|
| (bis 6. Mai 2008) | Weitere Mandate*: Ernst & Young, Deutsche Allgemeine Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (1) |
| Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien: ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH |
|
| Lars-Eric Reinert (3) Altenholz (ab 16. April 2008) |
Industriemeister Metall FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH |
| Dr. Erhard Schipporeit Hannover (ab 6. Mai 2008) |
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON AG Weitere Mandate*: CareerConcept AG Deutsche Börse AG Hannover Rückversicherung AG HDI V.a.G. SAP AG Talanx AG Vergleichbare in- und ausländische Kontrollgremien: TUI Travel PLC |
| Heinz Thoma (3) Mannheim |
Industriekaufmann FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH |
(bis 16. April 2008)
(1) Vorsitzender
(2) Stellvertretender Vorsitzender
(3) Arbeitnehmervertreter
* Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 Abs. 2 AktG
Vorstand
Stefan R. Fuchs Hirschberg
Dr. Alexander Selent Limburgerhof
L. Frank Kleinman Chicago, USA
Dr. Georg Lingg Mannheim
Dr. Lutz Lindemann Kerzenheim (ab 1. Januar 2009)
Dr. Ralph Rheinboldt Heddesheim (ab 1. Januar 2009)
Vorsitzender Konzernmandate: ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD. FUCHS CORPORATION FUCHS LUBRICANTS CO. FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A. FUCHS LUBRIFICANTI S.P.A. FUCHS LUBRICANTES S.A. (bis Dezember 2008) FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD. Stellvertretender Vorsitzender Konzernmandate: FUCHS CORPORATION FUCHS DO BRASIL S.A. (bis November 2008) FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A. FUCHS LUBRICANTS (CHINA) LTD. FUCHS LUBRICANTS (SHANGHAI) LTD. FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD. (bis November 2008) FUCHS LUBRICANTS (HEFEI) LTD.
LUBRICANTES FUCHS DE MEXICO, S.A. (bis Dezember 2008)
Mitglied Konzernmandate: FUCHS CORPORATION (1) FUCHS LUBRICANTS CO. (1) FUCHS LUBRICANTS CANADA LTD. (1) FUCHS LUBRICANTS (S.A.) (PTY.) LTD.
Mitglied Konzernmandate: FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD. (ab November 2008) MOTOREX AG LANGENTHAL
Mitglied Konzernmandate: FUCHS OIL FINLAND OY
Mitglied Konzernmandate: CENTURY OILS INTERNATIONAL LTD. FUCHS BELGIUM N.V./S.A. FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH (1) FUCHS HELLAS S.A. FUCHS LUBRICANTES S.A FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC. FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A. (1) FUCHS LUBRIFICANTI S.P.A. MOTOREX AG LANGENTHAL
Corporate Governance Bericht (Ergänzende Angaben)
| Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats [in T€] | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Bezüge des Vorstands | 4.490 | 5.286 |
| Davon feste Vergütungen | 1.076 | 1.036 |
| Davon variable Vergütungen | 3.414 | 4.250 |
| Bezüge des Aufsichtsrats | 395 | 355 |
| Davon feste Vergütungen | 170 | 130 |
| Davon variable Vergütungen | 225 | 225 |
| Gesamtbezüge früherer Organmitglieder | 320 | 320 |
| Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands | 4.032 | 4.259 |
| Laufender Dienstzeitaufwand für Pensionszusagen an tätige Mitglieder des Vorstands | 208 | 231 |
| Bezüge des Beirats | 67 | 72 |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammen. Die variable Vergütung des Vorstands basiert auf dem FUCHS VALUE ADDED (FVA), einer Kennzahl, die der wertorientierten Unternehmenssteuerung dient. Der FVA stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzüglich der Kapitalkosten dar. Leistungen aus Anlass der Beendigung der Arbeitsverhältnisse des Vorstands sind nicht vorgesehen. Ebenso bestehen keine aktienbasierten Vergütungen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der FUCHS PETROLUB AG vom 21. Juni 2006 erfolgt keine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütungen für die Dauer von fünf Jahren.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der FUCHS PETROLUB AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält danach für das abgelaufene Geschäftsjahr neben der Erstattung von Auslagen eine feste Vergütung von 15.000 € sowie eine variable, am Erfolg des Unternehmens orientierte Vergütung in Höhe von 100 € für jede 0,01 €, um die das ausgewiesene durchschnittliche Ergebnis je Aktie 1,06 € übersteigt. Die variable Vergütung darf das Doppelte der festen Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütungen. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Weiterhin erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld von 600 € je Aufsichtsratssitzung. Mitglieder des Aufsichtsrats, die dem Prüfungsausschuss angehören, erhalten eine weitere feste Vergütung von 10.000 €. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache. Jedes Mitglied der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse erhält pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von 600 €, der Ausschussvorsitzende das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache davon, soweit die Ausschusssitzung nicht am selben Tag stattfindet wie eine Sitzung des Aufsichtsratsplenums.
Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat
Stefan Fuchs hält am 31. Dezember 2008 unmittelbar und mittelbar 598.330 Stammaktien. Die übrigen Vorstandsmitglieder halten zusammen 64.009 Stammaktien und 22.634 Vorzugsaktien.
Dr. Manfred Fuchs hält unmittelbar und mittelbar 2.177.371 Stammaktien. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder halten zusammen 211 Stammaktien und 6.696 Vorzugsaktien.
Optionsrechte auf den Erwerb von Aktien bestehen nicht.
Corporate Governance Kodex
Die FUCHS PETROLUB AG hat die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Der Wortlaut wird den Aktionären im Geschäftsbericht und auf der Internetseite http://www.fuchs-oil.de/corporate_governance.html zugänglich gemacht.
Abschlussprüferhonorar
Abschlussprüfer des Konzernabschlusses ist die KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim (vormals KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft).
Für den Abschlussprüfer wurden Honorare von 566 T€ (522) für Jahresabschlussprüfungen und 9 T€ (10) für Steuerberatungsleistungen als Aufwand erfasst. Zusätzlich sind Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen von 76 T€ (25) angefallen.
KPMG LLP, UK, und KPMG Auditores, S.L., Spanien, sind verbundene Unternehmen der KPMG AG, Deutschland, im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB. Die Abschlussprüferhonorare für das Geschäftsjahr 2008 umfassen somit auch Prüfungs- und sonstige Leistungen, die von KPMG LLP und KPMG Auditores, S.L. für den Konzern der FUCHS PETROLUB AG erbracht worden sind.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.
Erklärung des Vorstands und Versicherung nach §§ 297 Abs. 2, 315 Abs.1 HGB
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Mannheim, den 19. März 2009 FUCHS PETROLUB AG
Vorstand
S. Fuchs Dr. A. Selent L. F. Kleinman
Dr. L. Lindemann Dr. G. Lingg Dr. R. Rheinboldt
Überblick Das Jahr 2008 Lagebericht Finanzbericht
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der FUCHS PETROLUB AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 19. März 2009
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)
Walter Hetzel Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
JAHRESABSCHLUSS DER FUCHS PETROLUB AG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| [in Mio €] | 2008 | 2007 | ||
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsergebnis | 140,3 | 123,6 | ||
| Kosten für Verwaltung | –24,9 | –20,2 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | 23,5 | 33,7 | ||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –3,0 | –3,2 | ||
| 20,5 | 30,5 | |||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 135,9 | 133,9 | ||
| Finanzergebnis | –0,1 | 1,0 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 135,8 | 134,9 | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –16,8 | –25,4 | ||
| Vergütung für Genussrechtskapital | –2,2 | –3,7 | ||
| Jahresüberschuss | 116,8 | 105,8 | ||
| Gewinnvortrag | 45,0 | 28,4 | ||
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | –58,4 | –52,8 | ||
| Bilanzgewinn | 103,4 | 81,4 | ||
BILANZ
| [in Mio €] | 31.12.2008 | 31.12.2007 | ||
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1,6 | 1,6 | ||
| Sachanlagen | 0,7 | 0,7 | ||
| Finanzanlagen | 351,0 | 348,7 | ||
| Anlagevermögen | 353,3 | 351,0 | ||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 51,3 | 82,1 | ||
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3,8 | 1,6 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 55,1 | 83,7 | ||
| Flüssige Mittel | ||||
| Umlaufvermögen | 55,1 | 83,7 | ||
| 408,4 | 434,7 | |||
| Passiva | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 77,8 | 77,8 | ||
| Rechnerischer Wert zur Einziehung erworbener Aktien |
–6,2 | –2,3 | ||
| 71,6 | 75,5 | |||
| Kapitalrücklagen | 88,9 | 88,9 | ||
| Gewinnrücklagen | 93,8 | 98,6 | ||
| Genussrechtskapital | 0,0 | 0,0 | ||
| Bilanzgewinn | 103,4 | 81,4 | ||
| Eigenkapital | 357,7 | 344,4 | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche | ||||
| Verpflichtungen | 12,2 | 8,9 | ||
| Übrige Rückstellungen | 12,0 | 24,3 | ||
| Rückstellungen | 24,2 | 33,2 | ||
| Übrige Verbindlichkeiten | 26,3 | 56,9 | ||
| Verbindlichkeiten | 26,3 | 56,9 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,2 | 0,2 | ||
| 408,4 | 434,7 |
VORSCHLAG ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung 2009 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vorzulegen:
| Gewinnverwendungsvorschlag [in €] | |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von 1,54 € auf jede am Bilanzstichtag dividendenberechtigte Stammaktie, das sind 11.830.000 Stücke, d.s. |
18.218.200,00 |
| Ausschüttung einer Dividende von 1,60 € auf jede am Bilanzstichtag | |
| dividendenberechtigte Vorzugsaktie, das sind 11.830.000 Stücke, d.s. | 18.928.000,00 |
| 37.146.200,00 | |
| Vortrag auf neue Rechnung | 66.253.113,19 |
| Bilanzgewinn (HGB) der FUCHS PETROLUB AG | 103.399.313,19 |
Nach dem 31. Dezember 2008 wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms weitere 100.550 Stammaktien und 100.550 Vorzugsaktien zum Zwecke der Einziehung erworben. Diese Aktien, sowie die zuvor erworbenen eigenen Aktien, die zum Bilanzstichtag vom gezeichneten Kapital abgesetzt wurden, sind eingezogen worden. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 17. März 2009. Danach verbleiben je 11.830.000 Stammaktien und 11.830.000 Vorzugsaktien als derzeit dividendenberechtigte Stücke.
| Inland | Kapital1 [in T€] |
Anteil am Kapital2 [in %] |
Umsatz 2008 [in T€] |
|---|---|---|---|
| BREMER & LEGUIL GMBH, Duisburg | 240 | 100 | 24.506 |
| FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GMBH, Mannheim | 10.000 | 100 | 401.001 |
| FUCHS LUBRITECH GMBH, Weilerbach | 2.583 | 100 | 73.937 |
| PARAFLUID MINERALOELGESELLSCHAFT MBH, Hamburg | 307 | 100 | 8.305 |
| WISURA MINERALÖLWERK GOLDGRABE & SCHEFT GMBH & CO., Bremen | 1.023 | 85 | 11.970 |
| Ausland | Kapital1 [in T€] |
Anteil am Kapital2 [in %] |
Umsatz 2008 [in T€] |
|
|---|---|---|---|---|
| Argentinien | FUCHS ARGENTINA S.A., El Talar de Pacheco | 153 | 1003 | 13.502 |
| Australien | FUCHS LUBRICANTS (AUSTRALASIA) PTY. LTD., Sunshine-Melbourne | 2.986 | 100 | 75.743 |
| Belgien | FUCHS BELGIUM N.V., Huizingen | 4.700 | 100 | 27.230 |
| Brasilien | FUCHS DO BRASIL S.A., São Paulo | 1.709 | 100 | 28.945 |
| British Virgin Islands | FUCHS OIL MIDDLE EAST LTD. | 3.787 | 50 | 59.925 |
| Frankreich | FUCHS LUBRIFIANT FRANCE S.A., Nanterre | 10.386 | 99,68 | 107.196 |
| FUCHS LUBRITECH S.A.S., Ensisheim/Frankreich | 91 | 100 | 6.377 | |
| Großbritannien | FUCHS LUBRITECH (UK) LTD., London | 86 | 100 | 6.721 |
| FUCHS LUBRICANTS (UK) PLC., Stoke-on-Trent, Staffordshire (Teilkonzern) | 2.966 | 100 | 156.440 | |
| Indien | FUCHS LUBRICANTS (INDIA) PRIVATE LTD., Mumbai | 503 | 100 | 8.070 |
| Indonesien | PT FUCHS INDONESIA, Jakarta | 2.109 | 100 | 7.209 |
| Italien | FUCHS LUBRIFICANTI S.P.A., Buttigliera d'Asti | 4.160 | 100 | 54.790 |
| Japan | FUCHS JAPAN LTD., Nara-ken | 2.258 | 99,67 | 10.905 |
| Korea | FUCHS LUBRICANTS (KOREA) LTD., Seoul | 3.467 | 100 | 10.000 |
| Kroatien | FUCHS MAZIVA D.O.O., Samobor | 774 | 100 | 5.156 |
| Österreich | FUCHS AUSTRIA SCHMIERMITTEL GMBH, Bergheim/Österreich | 1.236 | 70 | 13.659 |
| Polen | FUCHS OIL CORPORATION (PL) SP. Z O.O., Gleiwitz | 1.108 | 1004 | 40.163 |
| Portugal | FUCHS LUBRIFICANTES UNIPESSOAL LDA., Maia | 2.370 | 100 | 7.854 |
| Russland | OOO FUCHS OIL, Jaroslavl | 84 | 1005 | 15.859 |
| Saudi-Arabien | ALHAMRANI-FUCHS PETROLEUM SAUDI ARABIA LTD., Jeddah | 5.895 | 32 | 172.360 |
| Schweiz | MOTOREX AG, Langenthal | 155 | 50 | 17.431 |
| Singapur | FUCHS LUBRICANTS PTE LTD., Singapur | 2.229 | 100 | 6.109 |
| Slowakei | FUCHS OIL CORP. (SK) SPOL. S.R.O., Dubova-Nemecka | 147 | 100 | 6.090 |
| Spanien | FUCHS LUBRICANTES S.A., Castellbisbal | 3.967 | 100 | 54.588 |
| Südafrika | FUCHS LUBRICANTS (SOUTH AFRICA) (PTY.) LTD., Johannesburg | 11 | 100 | 27.372 |
| Tschechische Republik | FUCHS OIL CORPORATION (CZ) SPOL. S R.O., Prag | 54 | 100 | 9.626 |
| USA/Kanada | FUCHS CORPORATION, Dover, Delaware (Teilkonzern) | 1 | 100 | 164.124 |
| FUCHS LUBRICANTS CANADA LTD., Cambridge, | ||||
| Ontario/Kanada | 2.567 | 100 | 17.447 | |
| FUCHS LUBRICANTS CO., Harvey, Illinois/USA | 2 | 100 | 143.905 | |
| Volksrepublik China | FUCHS LUBRICANTS (CHINA) LTD., Nanxiang/Schanghai | 4.112 | 100 | 42.970 |
| FUCHS LUBRICANTS (HEFEI) LTD., Hefei | 998 | 100 | 17.231 | |
| FUCHS LUBRICANTS (YINGKOU) LTD., Yingkou-City | 2.423 | 100 | 52.101 |
1 Kapital und Umsatz sind jeweils zu 100 % ausgewiesen.
4 Davon werden 10,04 % von der FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim/Deutschland, gehalten.
2 Bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft.
3 Davon werden 15% von der FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim/Deutschland, gehalten.
5 Davon wird 1% von der FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim/Deutschland, gehalten.
GLOSSAR
| Beteiligungsergebnis | Anteilige Ergebnisse von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungsgesell schaften und assoziierten Unternehmen. |
|---|---|
| Beteiligungsgesellschaft | Unternehmen, auf das kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (Beteiligungsquote unter 20%). |
| Capital Employed | Im Jahresdurchschnitt eingesetztes Kapital, das aus Eigenkapital, Genussrechtskapital, verzins lichen Verbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen und kumulierten Goodwill-Abschreibungen nach Abzug der flüssigen Mittel besteht. |
| Cashflow | Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben der Abrechnungsperiode. Der vom FUCHS PETROLUB Konzern im Geschäftsbericht dargestellte Brutto-Cashflow errechnet sich aus Ergebnis nach Steuern |
| + Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte ± Veränderung der langfristigen Rückstellungen ± Veränderung der latenten Steuern ± nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at equity bewerteten Beteiligungen. |
|
| Der Brutto-Cashflow ist Ausdruck der Innenfinanzierungskraft, die dem Unternehmen für Investitionen, die Finanzierung des Nettoumlaufvermögens, Schuldentilgung, Dividenden zahlungen und zur Speisung des Finanzmittelbestands zur Verfügung steht. |
|
| Corporate Governance | Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Corporate Governance umfasst das gesamte System der Führung und Überwachung eines Unternehmens und schließt die Organisation, die geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie das ge samte System der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen ein. |
| Derivative Finanzinstrumente |
Finanzprodukte, deren eigener Wert sich überwiegend vom Preis, von den Preisschwankun gen und Preiserwartungen des zugrunde liegenden Basisgeschäfts ableitet, ohne dass dieses Grundgeschäft selbst getätigt werden muss. Derivate werden im FUCHS PETROLUB Konzern ausschließlich zur Begrenzung von Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. |
| EBIT | Abkürzung für "Earnings before Interest and Taxes". Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter. |
| EBITDA | Abkürzung für "Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation". EBIT vor Abschreibungen auf Vermögenswerte und Goodwill. |
| EBIT-Marge | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz. |
| EBT | Abkürzung für "Earnings before Taxes". Ergebnis vor Steuern und einschließlich Anteilen an derer Gesellschafter. |
| Eigenkapitalquote | Anteil der Eigenmittel (= gezeichnetes Kapital, Rücklagen und kumuliertes übriges Eigenka pital) an der Bilanzsumme. |
| Eigenkapitalrendite | Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Eigenkapital des Konzerns. |
| Entsprechenserklärung | Erklärung von Aufsichtsrat und Vorstand nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. |
| Equity-Methode | Konsolidierungsmethode zur Darstellung assoziierter Unternehmen im Konzernabschluss. Die Beteiligung wird mit dem konzernanteiligen Eigenkapital bewertet. Eigenkapitalverände rungen dieser Unternehmen wirken sich im Wertansatz der Beteiligung aus, das Jahreser gebnis ist im Konzernergebnis enthalten. |
|---|---|
| IAS | Abkürzung für "International Accounting Standards". Rechnungslegungsvorschriften, die eine internationale Harmonisierung und Vergleichbarkeit von Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen. Sie werden von einem internationalen Gremium, dem "International Accounting Standards Board" (IASB) erstellt. |
| IFRS | Abkürzung für "International Financial Reporting Standards": Ersetzen seit 2001 die "Inter national Accounting Standards" (IAS). FUCHS PETROLUB erstellt ihren Konzernabschluss seit 2002 auf Basis der IAS/IFRS. |
| Joint Ventures | Gemeinschaftlich, zu je gleichen Anteilen mit anderen Unternehmen geführte Gesellschaften. |
| Latente Steuern | Latente Steuern dienen dem periodengerechten Ausweis des Steueraufwands im Konzern abschluss. Aus der Ermittlung des Steueraufwands einer Periode gemäß den jeweils geltenden steuerlichen Vorschriften einerseits sowie aus der Ermittlung des Steueraufwands dieser Periode gemäß den nach IFRS bilanzierten Sachverhalten kann sich eine Differenz ergeben. Sofern es sich um eine temporäre Differenz handelt, ist zusätzlich zum tatsächlichen Steuer aufwand eine latente Steuer ergebniswirksam zu erfassen und gleichzeitig eine entspre chende Verbindlichkeit oder ein Vermögenswert zu bilden. Bei Veränderungen dieser tem porären Differenzen werden die dazugehörigen Verbindlichkeiten bzw. Vermögenswerte ergebniswirksam angepasst. |
| MDAX | Aktienindex der mittelgroßen Börsenwerte in Deutschland. Der MDAX folgt als zweites Wertsegment dem DAX (30 hochkapitalisierte Aktiengesellschaften). Die FUCHS PETROLUB Vorzugsaktie ist seit dem 1. Januar 2003 für den Prime-Standard-Bereich der Deutschen Börse zugelassen und seit Juni 2008 Mitglied des aus 50 Werten bestehenden MDAX-Segments. |
| Quotenkonsolidierung | Joint Ventures werden anteilsmäßig (quotal) in den Konzernabschluss einbezogen, d.h. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Joint Venture sind lediglich mit dem auf den FUCHS PETROLUB Konzern entfallenden Anteil enthalten. |
| ROCE | Abkürzung für "Return on Capital Employed". Rendite auf das eingesetzte Kapital (Ergebnis vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen, Finanzergebnis, Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter bezogen auf das Capital Employed). |
| Steuerquote | Ertragsteueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern. |
| Tochterunternehmen | Unternehmen, das von einem anderen Unternehmen beherrscht wird. |
| Umsatzrendite | Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Umsatz. |
| Volatilität | Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen im Vergleich zur Marktentwicklung. |
Finanzbericht
IMPRESSUM
Herausgeber
FUCHS PETROLUB AG Mannheim Öffentlichkeitsarbeit
Konzeption/Gestaltung/Satz
Hübner & Sturk Werbeagentur GWA Bensheim
Litho
Litho Art GmbH Mannheim
Druck
WDW Druck GmbH Leimen-St. Ilgen
Wenn Sie weitere Informationen wünschen, schreiben Sie an
FUCHS PETROLUB AG Investor Relations Friesenheimer Straße 17 68169 Mannheim Telefon (0621) 3802-105 Telefax (0621) 3802-274
FUCHS im Internet
www.fuchs-oil.de E-Mail: [email protected]
FINANZKALENDER TERMINE 2009
| 27. Februar | Vorläufige Zahlen zum Jahresabschluss 2008 |
|---|---|
| 27. März | Berichterstattung Geschäftsjahr 2008 |
| Bilanzpressekonferenz, Mannheim | |
| Analystenkonferenz, Frankfurt am Main | |
| 5. Mai | Quartalsbericht zum ersten Quartal 2009 |
| 6. Mai | Hauptversammlung, Mannheim |
| 7. Mai | Informationsveranstaltung, Zürich |
| 6. August | Halbjahresbericht und zweites Quartal 2009 |
| Halbjahrespressekonferenz, Mannheim | |
| 17. September | Zehnte Finanzmarktkonferenz, Rottenburg |
| 22. September | Fünftes Mannheimer Kapitalmarktforum |
| 6. November | Dreivierteljahresbericht und drittes Quartal 2009 |
Hauptversammlung 2009
Die ordentliche Hauptversammlung und gesonderte Versammlung der Vorzugsaktionäre finden am Mittwoch, dem 6. Mai, um 10.00 Uhr bzw. ab 11.30 Uhr im Mozartsaal der m:con – mannheim:congress GmbH (Rosengarten), Rosengartenplatz 2 in Mannheim statt. Einladung und Tagesordnung erhalten die Aktionäre über ihre Hinterlegungsbanken. Die Auszahlung der in der Hauptversammlung zu beschließenden Dividenden erfolgt ab 7. Mai 2009.
Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der FUCHS PETROLUB AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der Schmierstoffindustrie gehören. FUCHS PETROLUB AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
ZEHNJAHRESÜBERSICHT
FUCHS PETROLUB Konzern
| [Werte in Mio €] | 2008 IFRS |
2007 IFRS |
2006 IFRS |
2005 IFRS |
2004 IFRS |
2003 IFRS |
2002 IFRS |
2001 IFRS |
2000 HGB |
1999 HGB |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | ||||||||||
| Umsatz | 1393,7 | 1.365,3 | 1.323,3 | 1.192,2 | 1.096,3 | 1.040,9 | 1.064,7 | 940,0 | 902,0 | 834,0 |
| Davon Inland | 343,7 | 324,7 | 300,8 | 268,2 | 262,2 | 249,8 | 264,9 | 183,8 | 170,1 | 201,3 |
| Davon Ausland | 1.050,0 | 1.040,6 | 1.022,5 | 924,0 | 834,1 | 791,1 | 799,8 | 756,2 | 731,9 | 632,7 |
| Materialaufwand | 820,7 | 776,7 | 777,4 | 682,0 | 605,6 | 569,5 | 579,6 | 521,2 | 494,0 | 449,0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 488,1 | 509,2 | 466,9 | 424,8 | 407,7 | 387,2 | 399,7 | 339,2 | 329,1 | 311,6 |
| In % vom Umsatz | 35,0 | 37,3 | 35,3 | 35,6 | 37,2 | 37,2 | 37,5 | 36,1 | 36,5 | 37,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 171,7 | 195,2 | 161,2 | 128,8 | 86,2 | 75,1 | 70,0 | 50,5 | 56,9 | 55,1 |
| In % vom Umsatz | 12,3 | 14,3 | 12,2 | 10,8 | 7,9 | 7,2 | 6,6 | 5,4 | 6,3 | 6,6 |
| Finanzergebnis | –8,9 | –8,5 | –11,8 | –15,7 | –18,8 | –23,1 | –26,0 | –25,6 | –16,5 | –16,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 110,3 | 120,3 | 97,2 | 74,2 | 40,1 | 30,9 | 24,1 | 8,8 | 18,5 | 17,1 |
| In % vom Umsatz | 7,9 | 8,8 | 7,3 | 6,2 | 3,7 | 3,0 | 2,3 | 0,9 | 2,1 | 2,1 |
| Vermögen/Kapital | ||||||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 292,7 | 265,8 | 266,8 | 279,6 | 254,0 | 272,0 | 316,8 | 354,9 | 315,5 | 310,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 411,1 | 449,1 | 419,6 | 411,7 | 374,6 | 363,9 | 361,6 | 364,7 | 365,7 | 336,7 |
| Bilanzsumme | 703,8 | 714,9 | 686,4 | 691,3 | 628,6 | 635,9 | 678,4 | 719,6 | 681,2 | 647,2 |
| Eigenkapital6 | 315,3 | 325,9 | 303,2 | 232,6 | 159,8 | 137,7 | 110,1 | 120,6 | 165,8 | 163,9 |
| In % des Gesamtkapitals | 44,8 | 45,6 | 44,2 | 33,6 | 25,4 | 21,7 | 16,2 | 16,8 | 24,3 | 25,3 |
| Rückstellungen6 | 111,0 | 111,1 | 97,0 | 94,7 | 97,5 | 112,0 | 107,4 | 77,8 | 75,3 | 85,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 124,1 | 71,9 | 98,5 | 157,3 | 194,2 | 239,3 | 318,4 | 375,6 | 313,0 | 273,4 |
| In % des Gesamtkapitals | 17,6 | 10,1 | 14,4 | 22,8 | 30,9 | 37,6 | 46,9 | 52,2 | 45,9 | 42,2 |
| Gearing (Nettofinanzverschuldung zu EK)1 |
0,56 | 0,23 | 0,38 | 0,80 | 1,39 | 1,94 | 3,28 | 3,21 | 1,95 | 1,74 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 22,1 | 25,9 | 21,2 | 26,8 | 31,2 | 45,6 | 46,7 | 42,2 | 127,1 | 124,5 |
| Eigenkapitalrendite in %2 | 33,3 | 37,1 | 36,9 | 38,1 | 32,5 | 34,7 | 29,9 | 7,3 | 13,4 | 12,7 |
| Finanzierung | ||||||||||
| Brutto-Cashflow | 126,8 | 147,8 | 116,8 | 100,8 | 81,7 | 79,6 | 76,2 | 50,3 | 49,3 | 48,7 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit |
59,6 | 152,2 | 90,7 | 77,8 | 84,7 | 89,1 | 78,5 | 60,1 | 11,5 | 49,0 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit |
–52,1 | –23,8 | –4,3 | –26,1 | –28,6 | –11,5 | –30,5 | –39,4 | –35,5 | –40,1 |
| Veränderungen aus Finanzierungstätigkeit |
–50,6 | –103,2 | –71,2 | –54,7 | –57,4 | –60,3 | –60,0 | –11,9 | 25,5 | –9,7 |
| Freier Cashflow | 7,5 | 128,4 | 86,4 | 51,7 | 56,1 | 77,6 | 48,0 | 20,7 | –24,0 | 8,9 |
| Investitionen in Sachanlagen | 42,9 | 21,6 | 16,5 | 24,6 | 21,2 | 18,4 | 27,0 | 26,4 | 30,5 | 28,2 |
| Davon Inland | 21,9 | 3,8 | 5,5 | 8,2 | 9,1 | 7,3 | 12,1 | 8,4 | 9,0 | 7,9 |
| Davon Ausland | 21,0 | 17,8 | 11,0 | 16,4 | 12,1 | 11,1 | 14,9 | 18,0 | 21,5 | 20,3 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 16,2 | 16,8 | 18,0 | 22,5 | 22,5 | 25,5 | 28,3 | 25,1 | 24,4 | 24,3 |
| In % der Sachanlageinvestitionen | 37,8 | 77,8 | 109,1 | 91,5 | 106,1 | 138,6 | 104,8 | 95,1 | 80,0 | 86,2 |
FUCHS PETROLUB Konzern
| [Werte in Mio €] | 2008 IFRS |
2007 IFRS |
2006 IFRS |
2005 IFRS |
2004 IFRS |
2003 IFRS |
2002 IFRS |
2001 IFRS |
2000 HGB |
1999 HGB |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | ||||||||||
| Anzahl Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 3.864 | 3.807 | 3.909 | 4.149 | 4.221 | 4.188 | 4.100 | 3.925 | 3.896 | 3.908 |
| Inland | 1.073 | 1.044 | 1.077 | 1.101 | 1.094 | 1.124 | 1.151 | 935 | 939 | 950 |
| Ausland | 2.791 | 2.763 | 2.832 | 3.048 | 3.127 | 3.064 | 2.949 | 2.990 | 2.957 | 2.958 |
| Personalaufwand | 191,0 | 182,0 | 181,5 | 174,4 | 173,5 | 171,9 | 179,8 | 161,4 | 160,5 | 148,4 |
| In % vom Umsatz | 13,7 | 13,3 | 13,7 | 14,6 | 15,8 | 16,5 | 16,9 | 17,2 | 17,8 | 17,8 |
| Umsatz je Mitarbeiter (in T€) | 360,7 | 358,6 | 338,5 | 287,3 | 259,7 | 248,5 | 259,7 | 239,5 | 231,5 | 213,4 |
| Forschung und Entwicklung | ||||||||||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 22,7 | 23,7 | 22,1 | 20,6 | 21,4 | 22,6 | 23,6 | 18,7 | 18,8 | 17,4 |
| In % vom Umsatz | 1,6 | 1,7 | 1,7 | 1,7 | 2,0 | 2,2 | 2,2 | 2,0 | 2,1 | 2,1 |
FUCHS-Wertpapiere
| [Werte in Mio €] | 2008 IFRS |
2007 IFRS |
2006 IFRS |
2005 IFRS |
2004 IFRS |
2003 IFRS |
2002 IFRS |
2001 IFRS |
2000 HGB |
1999 HGB |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie3,4 Stämme | 4,43 | 4,63 | 3,70 | 2,79 | 1,81 | 1,61 | 1,40 | 0,73 | 0,68 | 0,64 |
| Ergebnis je Aktie3,4 Vorzüge | 4,49 | 4,69 | 3,76 | 2,85 | 1,87 | 1,67 | 1,46 | 0,79 | 0,74 | 0,70 |
| Ausschüttungssumme (in Mio €)5 | 37,1 | 37,0 | 25,2 | 17,4 | 13,7 | 12,9 | 11,0 | 9,8 | 9,8 | 9,1 |
| Dividende je Stammaktie4,5 | 1,54 | 1,44 | 0,94 | 0,64 | 0,50 | 0,47 | 0,43 | 0,39 | 0,39 | 0,36 |
| Dividende je Vorzugsaktie4,5 | 1,60 | 1,50 | 1,00 | 0,70 | 0,56 | 0,53 | 0,49 | 0,45 | 0,45 | 0,42 |
| Börsenkurse per 31.12. | ||||||||||
| Stammaktie4 | 39,1 | 62,9 | 52,0 | 31,8 | 25,9 | 14,5 | 7,1 | 6,7 | 6,0 | 6,2 |
| Vorzugsaktie4 | 34,0 | 60,6 | 58,0 | 32,9 | 24,0 | 13,3 | 7,1 | 6,5 | 5,8 | 5,8 |
| Genussschein 1998 –2008 (in %) | – | 103,5 | 109,8 | 113,9 | 115,3 | 110,0 | 105,9 | 104,3 | 100,5 | 99,7 |
1 Die Relation von Finanzverbindlichkeiten zuzüglich Pensionsrückstellungen und abzüglich liquiden Mitteln zu Eigenkapital. Mit der Umstellung auf IFRS wurde das Genussrechtskapital vom Eigenkapital in die Nettofinanzverschuldung umgegliedert.
2 Seit 2002 auf Durchschnittswerten berechnet, vorher Jahresendwerte.
3 Vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen.
4 Die Vorjahresangaben wurden zur besseren Vergleichbarkeit um durchgeführte Kapitalmaßnahmen (Gratisaktien, Aktiensplits, Kapitalerhöhungen) bereinigt.
5 Für 2008 Dividendenvorschlag, basierend auf Aktienbestand nach Beendigung des Aktienrückkaufprogramms.
6 2008 und 2007 direkte Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gegen das Eigenkapital.