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FRoSTA AG — Annual Report 2021
Mar 30, 2022
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Annual Report
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Publication
FRoSTA Aktiengesellschaft
Bremerhaven
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Inhalt:
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021
Bilanz per 31.12.2021
GuV per 31.12.2021
Anlagenspiegel per 31.12.2021
Anhang
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
LAGEBERICHT FRoSTA AG 2021
ÜBERBLICK
GRUNDLAGEN DER FRoSTA AG
GESCHÄFTSMODELL
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
STEUERUNGSSYSTEM
WIRTSCHAFTSBERICHT
RAHMENBEDINGUNGEN IM MARKT & DER BRANCHE
GESCHÄFTSVERLAUF MIT ERTRAGS-, VERMÖGENS- & FINANZLAGE
MITARBEITENDE UND ORGANISATION
ERGEBNISVERWENDUNG
DIE FRoSTA AKTIE
NACHHALTIGKEIT, UMWELT & SOZIALE VERANTWORTUNG
CHANCEN- & RISIKOBERICHT
INTERNES KONTROLLSYSTEM
RISIKOMANAGEMENT RISIKEN & CHANCEN
NACHTRAGSBERICHT
PROGNOSEBERICHT
GRUNDLAGEN DER FRoSTA AG
GESCHÄFTSMODELL
Die 1.088 Mitarbeitenden der FRoSTA AG produzieren schockgefrostete Produkte in unseren drei Werken in Deutschland. Die Marke FRoSTA ist mit Tiefkühlfisch, -gemüse sowie Tiefkühlgerichten in Deutschland und Österreich erfolgreich tätig. Mit unserem Reinheitsgebot verzichten wir seit 2003 bei der Herstellung aller Markenprodukte grundsätzlich auf den Zusatz von Farbstoffen, Aromen, Geschmacksverstärkern, Stabilisatoren und Emulgatoren. FRoSTA gibt es im Supermarkt und bietet neben den Gerichteklassikern wie Bami Goreng, Hühnerfrikassee und Paella sowohl vegetarische und vegane Gerichte als auch Gemüse, Fisch, Obst und Kräuter an. Seit April 2013 veröffentlicht FRoSTA als erste Tiefkühlmarke die Herkunftsländer aller Zutaten im Internet, seit Herbst 2015 auch auf den Produktverpackungen. Seit Herbst 2020 wird unter der Marke „Fisch vom Feld“ eine pflanzliche Alternative zu Fisch angeboten.
Die FRoSTA AG entwickelt und produziert außerdem hochwertige Handelsmarken für den Lebensmitteleinzel- und -großhandel. Dafür werden in erster Linie die Marken unserer Handelspartner genutzt. Bei Bedarf werden auch die Zweitmarken Tiko (für Fisch und Gerichte) sowie Elbtal (für Gemüse) angeboten. Als Produktionspartner für die Industrie sowie für unsere Out-of-Home Kunden (Belieferung von Gastronomie-Ketten und -Großhandel) werden ebenfalls unterschiedlichste Tiefkühlprodukte hergestellt.
Das Geschäft der FRoSTAAG verteilt sich zu 67 % auf den deutschen Markt und zu 33 % auf das Ausland.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die Produktion ist über Zweigniederlassungen organisiert:
FRoSTA AG Werk Bremerhaven
FRoSTA AG Werk Bobenheim-Roxheim
FRoSTA AG Werk Lommatzsch
STEUERUNGSSYSTEM
Die FRoSTA AG steuert den Geschäftsbetrieb über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresergebnis.
WIRTSCHAFTSBERICHT
RAHMENBEDINGUNGEN IM MARKT & DER BRANCHE
KONJUNKTURELLE SITUATION
Die weltwirtschaftliche Lage ist maßgeblich von der Corona-Pandemie beeinflusst. Die Knappheit bei Rohstoffen und Vorprodukten verursachte weltweit vermehrt Produktionsstillstände und führte zu Lieferengpässen bei Fertigprodukten.
In Verbindung mit einer gestiegenen Nachfrage steigen die Weltmarktpreise stark an.
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist von diesen Rahmenbedingungen ebenfalls deutlich beeinflusst. Die Inflationsrate hat bis zuletzt weiter angezogen. Die Knappheit von Rohstoffen und Vorprodukten macht sich auch hier zunehmend bemerkbar. Ob sich dieser Trend im Jahr 2022 fortsetzt - wenn Sonderfaktoren wie die temporäre Senkung der Umsatzsteuer, der starke Anstieg der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie die Verteuerung von Energie im Rahmen des Klimapakets wieder aus dem Vorjahresvergleich herausfallen - bleibt ungewiss.
Die deutsche Wirtschaft zeigt jedoch nach dem Verlust in 2020 wieder Wachstum und legte im dritten Quartal 2021 1,8 % zu, nach einem Plus von 1,9 % im zweiten Vierteljahr (Quelle: BMW - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November20211).
Das statistische Bundesamt berichtet auf Basis der Monate Januar bis Oktober2021 eine preisbereinigte Entwicklung im Lebensmitteleinzelhandel von -0,7% im Vergleich zum wachstumsstarken Corona-Vorjahr((Quelle:EinzelhandelsumsatzimOktober2021um0,3%niedrigalsimVormonat-StatischesBundesamt(destatis.de)).
HERAUSFORDERNDE RAHMENBEDINGUNGEN
Die globale pandemische Lage mit allen direkten und indirekten Auswirkungen machte das Jahr 2021 für FRoSTA erneut sehr herausfordernd.
Höchste Priorität galt erneut dem Schutz der Mitarbeitenden. Flächendeckende Tests, intensive Desinfektionsmaßnahmen, räumliche Distanzierung in den Fabriken, das Angebot von „Remote Work" und die aktive Unterstützung beim Impfen konnten den Betrieb gewährleisten.
Die mangelnde Verfügbarkeit von Rohmaterialien, Verpackung und Logistik machte die Planbarkeit besonders schwierig und führte zeitweise - trotz deutlicher Erhöhung der Lagerbestände - zu kurzfristigen Produktionsausfällen.
Parallel dazu führte die starke Nachfrage nach diesen oft knappen Gütern zu einer hohen Dynamik in den Einkaufspreisen.
DER MARKT FÜR TIEFKÜHLKOST IN 2021

Die Marke FRoSTA wächst in 2021 mit 9,9 % erneut deutlich stärker als der Gesamtmarkt für Tiefkühlkost ohne Eis in Deutschland. Auch nach dem überproportionalen Wachstum von 23,3 % im ersten Corona-Jahr 2020 ist es gelungen, noch mehr Käuferhaushalte für FRoSTA Produkte zu gewinnen.
GESCHÄFTSVERLAUF MIT ERTRAGS-, VERMÖGENS- & FINANZLAGE
UMSATZENTWICKLUNG
Der Umsatz der FRoSTA AG ist im Jahr 2021 um 5,4 mEUR gestiegen. Der Markenumsatz mit dem Handel ist nach dem Rekordwachstum des vorigen Jahres erneut um 9,9 % gewachsen. Das Out-of-Home Geschäft mit seinen Gastronomie- und Großhandelskunden sowie das Heimdienst- und Industriegeschäft haben sich ebenfalls sehr positiv entwickelt. In diesem Berichtsjahr wurde der Ankauf von Fischrohwaren auf Bremerhaven konzentriert, um Abläufe und Währungssicherungsgeschäfte effizienter zu gestalten. Dadurch erhöht sich der Umsatz im Intercompany Geschäft um 35 mEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Infolge der globalen Versorgungskrise haben sich die Herstellkosten und damit auch die Abgabepreise an den Handel erhöht. Einige Handelspartner haben sich infolgedessen dazu entschlossen, ihr Handelsmarkenvolumen nicht mehr bei uns produzieren zu lassen. Wir bedauern diesen Umsatzverlust von 49 mEUR sehr, sind uns jedoch auch unserer Verantwortung gegenüber unseren Partnern, Mitarbeitenden und Anteilseignern bewusst, eine gesunde und nachhaltige Unternehmensentwicklung sicherzustellen.
ERTRAGSENTWICKLUNG
Der Jahresüberschuss der FRoSTA AG in Höhe von 42 mEUR ist wesentlich durch Gewinnausschüttungen (27,3 mEUR im Berichtsjahr vs. 15,1 mEUR in 2020) der FRoSTA Auslandsgesellschaften in Polen und Italien beeinflusst. Ansonsten war das Jahr durch sehr hohen Aufwand für Corona-Prävention sowie für Materialbestände geprägt, um den Herausforderungen in den in den Lieferketten zu begegnen. Gleichzeitig galt es, die Werbung für die Marke, die digitale Transformation sowie die Entwicklung der Mitarbeitenden weiter voranzubringen. Konsequentes Kostenmanagement und ein positiver Margen-Mix zwischen den Segmenten waren daneben die Haupttreiber für die Ergebnisentwicklung.

VERMÖGENS- UND FINANZSITUATION


Die Bilanzstruktur ist im Geschäftsjahr stark durch den gezielten Aufbau von Lagerbeständen beeinflusst, um auf die Herausforderungen in der globalen Supply Chain besser vorbereitet zu sein.
Grundsätzlich war die FRoSTA AG jederzeit in der Lage, alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden weiter reduziert. Das Asset-Backed-Security-Programm wurde beendet und durch eine flexible Betriebsmittelline ersetzt, um bei besseren Konditionen noch mehr Flexibilität zu bekommen.
Wir beobachten den Finanzierungsmarkt, um aus Risikoaspekten bei guten Konditionen gegeben falls auch langfristige Kredite nutzen zu können. Die erhöhte Eigenkapitalquote wird sich dabei positiv auswirken und stärkt gleichzeitig die Unabhängigkeit der Gesellschaft.
Die Investitionen des Geschäftsjahres in Höhe von 13,6 mEUR (2020:12,4 mEUR) sind maßgeblich für Effizienzsteigerungsmaßnahmen und Digitalisierung genutzt worden.
MITARBEITENDE UND ORGANISATION
BESCHÄFTIGUNGSNIVEAU
Im Jahr 2021 hatte die FRoSTA AG durchschnittlich 1.088 Beschäftigte. Hauptursache für den Rückgang von 31 Personen war die geringere Handelsmarkenproduktion, wodurch 37 Arbeitsplätze in der Produktion abgebaut worden sind. In Verwaltung und Vertrieb wurden zur Gestaltung von weiterem profitablen Wachstum 7 neue Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt ist es gelungen, die notwendige Reduktion in den Fabriken maßgeblich über die Beendigung von befristeten Beschäftigungsverträgen und Abgängen in den Ruhestand zu steuern.
| Anzahl der Beschäftigten im Jahresmittel | 2020 | 2021 | Abw |
|---|---|---|---|
| Gesamt FRoSTA AG | 1.119 | 1.089 | -30 |
| davon unbefristet | 985 | 972 | -13 |
| davon befristet | 134 | 117 | -17 |
| Verteilung auf Funktionen | |||
| FRoSTA Admnistration | 244 | 251 | 7 |
| davon Verwaltung | 158 | 163 | 5 |
| davon Vertrieb | 86 | 88 | 2 |
| FRoSTA Produktionsbetriebe | 874 | 837 | -37 |
| davon Bremerhaven | 521 | 489 | -32 |
| davon Lommatzsch | 192 | 193 | 2 |
| davon Bobenheim-Roxheim | 162 | 155 | -7 |
| Gesamt FRoSTA AG | 1.118 | 1088 | -30 |
FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN
47% Angestellten Frauenanteil
Wir glauben an die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Deshalb arbeiten wir daran, den Anteil der Frauen auf allen Ebenen auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis zu bringen. Um dieses Ziel auch im Aufsichtsrat und Vorstand zu erreichen, wollen wir den Nachwuchs entwickeln. Im Bereich der Angestellten ist heute ein Anteil von 47,2 % (2020: 46,9 %) Frauen beschäftigt. In der ersten Managementebene sind es jedoch erst 20 % und in der zweiten Managementebene auch erst 33,3 %. Über unser Management Trainee Programm haben wir in 2021 zwei weitere weibliche Nachwuchskräfte für uns gewinnen können.
GESUNDHEIT UND CORONA PRÄVENTION
Unsere Mitarbeitenden tragen maßgeblich zum Erfolg von FRoSTA bei. Wir fördern daher ganz selbstverständlich ihre Gesundheit. In der aktuellen Corona-Pandemie hatte der Schutz der Gesundheit höchste Priorität. Dafür haben wir erneut 2,5 mEUR für Präventionsmaßnahmen aufgewendet. Hervorzuheben ist hierbei die gute Arbeit unseres Krisenmanagement Teams und des Werksarztzentrums in Bremerhaven. Gemeinsam haben sie über gute Information, Beratung, pragmatische Handlungsanweisungen sowie gezielte Impfkampagnen alle unsere Standorte sicher durch diese kritische Zeit gebracht.
DIGITALISIERUNG UND PERSONALENTWICKLUNG
Die konsequente Digitalisierung von Abläufen hat uns geholfen, unseren Beschäftigten in der Verwaltung die Möglichkeit von Remote Work anzubieten. In 2021 haben wir einen großen Fokus auf die Weiterentwicklung gelegt. Die Entwicklungsgespräche mit unseren Mitarbeitenden wurde digital dokumentiert und die Ziele über das Jahr verfolgt. Das virtuelle Trainingsangebot wurde erweitert und steht der gesamten Belegschaft jederzeit zur Verfügung. Wir sind überzeugt, dass gute Führung und konstruktives Feedback wichtig sind. Deshalb wurde das komplette Management vom Vorstand bis zum Team-Leitenden erneut mit dem Schwerpunkt Feedbackkultur geschult.
BELEGSCHAFTS-AKTIENPROGRAMM
Wir haben unseren Mitarbeitenden erneut die Möglichkeit gegeben, FRoSTA Aktien - die wir am Markt erworben haben - zu vergünstigten Konditionen zu kaufen. Wir freuen uns, dass insgesamt 536 Beschäftigte (2020: 450) daran teilgenommen haben. Es wurden zwei Angebote zum Kauf von Aktien gemacht. Angebot I sollte mit einem Ausgabepreis von 21,50 EUR (limitiert auf 50 Aktien) möglichst viele Personen ansprechen und zu Anteilseignern machen. Es wurden insgesamt 23.309 (2020: 19.127) Aktien erworben Beim Angebot II (limitiert auf maximal 950 Aktien je nach Betriebszugehörigkeit) wurden 9.120 weitere Aktien (2020: 6.713) zu einem Angebotspreis von 64,50 EUR (2020: 48,75 EUR) erworben. Die Kosten für das Programm betrugen 1.912 kEUR (2020: 994 kEUR) und werden im Personalaufwand gezeigt. Wir sind stolz, dass immer mehr Anteilseigner bei FRoSTA mitarbeiten.
An dieser Stelle möchten wir der gesamten Belegschaft wie auch dem Betriebsrat für ihr unermüdliches Engagement ganz herzlich danken.
ERGEBNISVERWENDUNG
Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 1,60 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag den Rücklagen zuzuführen. Bei einer Anzahl von 6.812.598 Aktien, ergibt dies eine Dividendensumme von 10,9 mEUR.
DIE FRoSTA AKTIE
Die FRoSTA Aktie wird seit März 2017 im Freiverkehr der Börse Frankfurt gehandelt. (WKN 606900; ISIN DE00060696008; Nennwert: 2,56 EUR) Der Aktienkursstand im Dezember 2021 bei 86,20 EUR und wir freuen uns> dass er erneut eine zweistellige Steigerung von 18,7 % gegenüber dem Stichtag im Vorjahr erreicht hat. Weitere Angaben zur FRoSTA Aktie sind im Konzernlagebericht 2021 dargestellt. Zu den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf den Anhang.
NACHHALTIGKEIT, UMWELT & SOZIALE VERANTWORTUNG
Nachhaltiges Handeln ist uns wichtig. Sie finden unseren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2020 unter folgendem Link: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte als ePaper- FRoSTA AG (ROSTA-AGON)
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
INTERNES STEUERUNGSSYSTEM
Das interne Steuerungs- und Überwachungssystem der FRoSTA AG wird durch das Controlling in Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen umgesetzt.
Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzwachstum und Profitabilität. Diese Kennzahlen und die damit verbundenen Treiber werden in täglichen, wöchentlichen und monatlichen Zyklen über Controlling-Berichte aufgearbeitet, analysiert und mit den Fachabteilungen durchgesprochen.
Zielsetzung ist es, kontinuierlich an der Verbesserung der Ergebnisse zu arbeiten und gleichzeitig frühe Gegensteuerungsmaßnahmen für Fehlentwicklungen zu gewährleisten.
Im Rahmen des monatlichen „Sales & Operational-Planning“ wird anhand einer rollierenden Planung auf zukünftige Marktveränderungen reagiert.
Die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung wird durch Verfahrensanweisungen im QM-Handbuch und das einheitliche Berichtssystem in SAP gewährleistet, das in allen relevanten Konzerngesellschaften Gültigkeit hat.
Die Verfahrensanweisungen im QM-Handbuch regeln auch die materiellen und formellen Anforderungen an die Abschlusserstellung. Dennoch können Risiken beispielsweise beim Abschluss außergewöhnlicher Geschäfte auftreten.
Über interne Audits unserer Qualitätsmanagement-Beauftragten und interne Revisionsprojekte unterstützen wir die Einhaltung bzw. Anpassung unserer Prozesse.
Die Trennung von Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen reduziert das Risiko missbräuchlichen Handelns.
RISIKOMANAGEMENT
Im Rahmen des FRoSTA Risikomanagements soll sichergestellt werden, dass Risiken schnell erkannt und bewertet werden können.
Die Risiko-Management-Verantwortlichen der unterschiedlichen Fachbereiche schätzen die Risiken - auch unter Einbeziehung externer Beratung - laufend neu ein und initiieren geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung.
Unternehmerische Risiken des Marktes werden vom Unternehmen getragen. Herzugehören beispielsweise Risiken aus der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, die Absatzentwicklung in den Vertriebskanälen und das Qualitätsniveau unserer Produkte.
Qualität und Produktionssicherheit haben für uns höchste Priorität. Wir sind stets bestrebt, die Lebensmittelsicherheit und unsere Lebensmittelsicherheitskultur kontinuierlich zu verbessern.
Die Qualität der Rohwaren wird durch Auditierungen unserer Lieferanten vor Ort und Eingangskontrollen in unseren Werken geprüft. Die Qualitätskontrollen können aber nicht eine 100%ige Sicherheit für die einwandfreie Qualität der Rohwaren garantieren, da die Nachweisgrenzen für Fremdstoffe immer niedriger werden und es sich bei den Kontrollen nur um Stichproben handelt.
Wir kaufen Rohwaren auch aus BSCI (Business Social Compliance Initiative)-Risikoländern. Damit tragen wir auch Verantwortung für die Arbeitsbedingungen bei unseren Lieferanten sowie für die Einhaltung der Menschenrechte. Seit 2020 verpflichten wir alle Produzenten aus BSCI- Risikoländern, nach einem international anerkannten Social Standard (SA 8000, SMETA o. ä.) zertifiziert zu sein.
Unsere internen Prozesse in der Wertschöpfungskette werden ebenfalls regelmäßig nach IFS (International Food Standard)- und BRC (Britsh Retail Consortium)-Standards zertifiziert. Alle unsere Fabriken haben die Audits in 2021 mit gehobenem Niveau abgeschlossen.
FRoSTA praktiziert einen Verhaltens-Kodex für alle Mitarbeitenden, um damit für einen verantwortungsvollen Umgang untereinander, gegenüber Geschäftspartnern, im Zusammenhang mit Daten, aber auch gegenüber unserer Umwelt zu sensibilisieren.
„Cyber-Risiken“ begegnen wir über eine moderne IT-Architektur in Verbindung mit regelmäßigen internen und externen Audits und Penetrationstests, um uns immer wieder neu zu hinterfragen.
Alle nicht zu den unmittelbaren Tätigkeitsfeldern des Unternehmens gehörenden Risiken, wie beispielsweise Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken, übertragen wir soweit sinnvoll auf Dritte.
Unser Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt.
RISIKEN & CHANCEN
BESCHAFFUNGSMARKT
Die Produktion von Tiefkühlkost bedingt den Einsatz einer Vielzahl von nachwachsenden Rohwaren aus über 30 Ländern, deren Beschaffung unterschiedlichsten Schwankungen unterliegen kann. Bei der Versorgung mit Fischrohwaren kommt es beispielsweise durch die zunehmende Nachfrage bei begrenzter Verfügbarkeit immer wieder zu Versorgungsengpässen. Gleiches gilt für klimatischbedingte Ernteausfälle bei der Beschaffung von Gemüse und Obst. Damit verbunden kann es immer wieder zu deutlichen Veränderungen der Rohwarenpreise kommen, die je nach Wettbewerbs- und Kontraktsituation nicht immer unmittelbar an die Kunden weitergegeben werden können.
Durch die Kooperation mit strategischen Lieferanten wird versucht, diese Schwankungen zu glätten und Abhängigkeiten zu vermeiden. Unsere eigene Gemüseproduktion hilft uns auch, unabhängig zu sein und gleichzeitig wichtiges Agrarwissen aufzubauen.
Da eine langfristige Eindeckung mit Lagerbeständen oft nicht möglich ist, unterliegt die Abgabepreisgestaltung grundsätzlichen Risiken und Chancen. Preisvereinbarungen mit Kunden über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten erhöhen die Unsicherheit. Deshalb wird versucht, Kundenliefervereinbarungen über diesen Zeitraum hinaus zu vermeiden. Alternativ können Preisgleitklauseln für bestimmte Rohmaterialien in die Abgabepreisvereinbarungen einfließen. Beides ist, je nach Wettbewerbssituation, nicht immer möglich.
WÄHRUNGSSITUATION
Währungsbedingte Preisschwankungen bei Rohwaren haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Herstellkosten der Produkte. Währungskursschwankungen können daher die Rohertragsmargen und das Jahresergebnis negativ beeinflussen.
Einen großen Teil der Rohwaren bezieht FRoSTA aus internationalen Märkten. Sie werden größtenteils in US-Dollar fakturiert. Zur Absicherung des Wechselkurses bedienen wir ins marktüblicher Termingeschäfte. Ziel der Währungssicherungsgeschäfte ist es, konkrete Kontrakte bzw. verhandelte Jahresgespräche für den entsprechenden Zeitraum abzusichern. Darüber hinaus glättet ein pauschaler rollierender Sicherungsmechanismus kurzfristige Schwankungen. Grundsätzlich kann die Absicherung nur im begrenzten Umfang das Risiko von anhaltend steigenden US-Dollar-Kursen kompensieren. Chancen können sich entsprechend aus fallenden US-Dollar-Kursen ergeben.
ABSATZMARKT
Die zunehmende Konzentration des Handels führt zu Risiken durch den möglichen Wegfall von Großkontrakten. Die breite Kundenstruktur des Unternehmens mit den eigenen Marken, Handelsmarken sowie die Belieferung von Heimdiensten, Großverbrauchern und Industriekunden unterstützt die Absicherung von Schwankungen bei einzelnen Kunden. In der Regel beinhalten unsere Kundenverträge keine festen Mengen, sondern lediglich Listungs- und Preisvereinbarungen. Insofern liegen dieRisiken und Chancen eines schwankenden Konsums durch die Endverbraucher bei FRoSTA.
Das Risiko des Forderungsausfalls begrenzen wir durch Kreditversicherungen mit den üblichen Selbstbeteiligungen, durch ein konsequentes Mahnwesen und durch interne Kreditlimits.
Politischen und protektionistischen Risiken begegnen wir, indem wir die Risiken und Chancen eines Marktes abschätzen und ggfs. Distributions- bzw. Produktions-partner einbeziehen.
Grundsätzlich unterliegt der Markt für Tiefkühlkost ständigen Veränderungen. Wettbewerber können Produkttrends schneller aufgreifen oder technologisch einen Vorsprung erlangen. Durch intensive Marktforschung zum Erkennen von Markttrends können wir mit innovativen Produktkonzepten auf Veränderungen reagieren bzw. Veränderungen am Markt selbst herbeiführen.
Die Marke FRoSTA bietet die Chance auf weiteres nachhaltiges Wachstum auf Basis des Reinheitsgebotes, eines innovativen Portfolios und ihres positiven Images. Es gilt daher, allen Ereignissen, die sich negativ auf das Ansehen der Marke und damit die Geschäftsentwicklung auswirken können, besonders vorausschauend zu begegnen.
FINANZIERUNG
Unsere Finanzierungsfähigkeit basiert auf unserer Kreditwürdigkeit. Über die kontinuierliche Verbesserung unserer Ergebnis- und Bilanzstruktur wollen wir einen Fokus auf die Eigenfinanzierung setzen. Parallel eröffnen wir uns damit am Markt zusätzliches Fremdfinanzierungspotential, das aufgrund von langjährigen Bankpartnerschaften sehr kurzfristig zur Verfügung steht. Durch die Ausnutzung von Kreditlinien schaffen wir zusätzliche Flexibilität in der kurzfristigen Finanzierung. Durch den Ansatz langfristiger Kredite für langfristige Finanzierungen begrenzen wir das Zinsrisiko. Insgesamt unterliegen wir grundsätzlich dem Zinsänderungsrisiko des Kapitalmarktes, das aktuell als eher gering eingeschätzt werden kann.
RECHTLICHE RISIKEN
Rechtliche Risiken bestehen nicht.
KRITISCHE WÜRDIGUNG VON RISIKEN UND CHANCEN
Die Chancen und Risiken für FRoSTA am Beschaffungsmarkt und aus der Währungssituation werden am intensivsten überwacht, da sie das Jahresendergebnis maßgeblich beeinflussen können und insbesondere bei negativer Entwicklung nur mit Zeitverzug über die Erhöhung der Abgabepreise an den Handel weitergegeben werden können.
In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation der FRoSTA AG lässt sich auf Grundlage der heute bekannten Informationen feststellen, dass aktuell und in der absehbaren Zukunft keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
NACHTRAGSBERICHT
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag mit Rückwirkung auf das abgelaufene Geschäftsjahr haben sich nicht ergeben.
PROGNOSEBERICHT
Die Rahmenbedingungen für das neue Geschäftsjahr bleiben herausfordernd. Die globalen Märkte zeigen zum Jahresbeginn keine Entspannung. Die Zahl der weltpolitischen Konflikte nimmt ebenfalls nicht ab und die Auswirkungen des Klimawandels bleiben ebenso unberechenbar. Die Fangquoten für Alaska-Seelachs in der Beringsee sind aktuell um 19 % reduziert worden. Die Einkaufspreise für Fisch, Energie, Logistik und viele andere Rohmaterialien bleiben schwer prognostizierbar und es ist nicht sicher, ob die zu Beginn des Jahres umgesetzten Abgabepreiserhöhungen ausreichen, um die Kostensteigerungen zu decken.
Aus aktueller Sicht erwarten wir, für das Jahr 2022 ein Umsatzwachstum und einen Jahresüberschuss zu erzielen, der sich im mittleren einstelligen Prozentbereich vom Umsatz bewegt.
Es gilt in diesem Jahr mehr denn je, den Markt gut zu beobachten, mögliche Effekte permanent zu simulieren und Gegensteuerungsmaßnahmen schnell und wirksam umzusetzen. Wir vertrauen dabei auf die gewohnt gute Unterstützung unserer Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten. Grundsätzlich bauen wir auf die kontinuierliche Verbesserung der Qualität unserer Produkte, um das Vertrauen der Konsumenten immer wieder aufs Neue zu gewinnen.
Wir sehen uns für das neue Geschäftsjahr gut aufgestellt und freuen uns darauf, es erfolgreich zu gestalten.
Bremerhaven, im Februar 2022
Der Vorstand
ÜBERSICHT ERTRAGS- / VERMÖGENS- UND FINANZSITUATION
| in kEUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Umsatz | 456.069 | 461.471 |
| Jahresüberschuss | 30.000 | 42.014 |
| in % vom Umsatz | 66% | 9,1% |
| Bilanzsumme | 245.134 | 279.050 |
| Eigenkapitalquote | 54,1% | 58,7% |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| kEUR | kEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- |
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | |||
| 1. Umsatzerlöse | 456.069 | 461.471 | 1,2% |
| 2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 6.037 | 9.633 | 59,6% |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 128 | 0 | -100,0% |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 8.886 | 12.235 | 37,7% |
| 5. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -285.242 | -294.087 | 3,1% |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -9.822 | -9.540 | -2,9% |
| -295.064 | -303.627 | 2,9% | |
| ROHERGEBNIS | 176.056 | 179.712 | 2,1% |
| 6. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -55.291 | -54.287 | -1,8% |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -9.755 | -10.012 | 2,6% |
| -65.046 | -64.299 | -1,1% | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -14.554 | -14.499 | -0,4% |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -72.920 | -79.454 | 9,0% |
| 9. BETRIEBSERGEBNIS | 23.536 | 21.460 | -8,8% |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 15.062 | 27.332 | 81,5% |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 68 | 40 | -41,2% |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -561 | -431 | -23,2% |
| 13. Finanzergebnis | 14.569 | 26.941 | 84,9% |
| 14. ERGEBNIS DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 38.105 | 48.401 | 27,0% |
| 15. Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -7.928 | -6.212 | -21,6% |
| 16. ERGEBNIS NACH STEUERN | 30.177 | 42.189 | 39,8% |
| 17. Sonstige Steuern | -177 | -175 | -1,1% |
| 18. JAHRESÜBERSCHUSS/BILANZGEWINN | 30.000 | 42.014 | 40,0% |
BILANZ
AKTIVA
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | kEUR | kEUR | % |
| --- | --- | --- | --- |
| A ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 10.637 | 10.883 | 2,3% |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 23.248 | 22.984 | -1,1% |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 46.523 | 45.583 | -2,0% |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.855 | 14.584 | 5,3% |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.136 | 2.419 | -22,9% |
| 86.762 | 85.570 | -1,4% | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.289 | 11.317 | 0,2% |
| 2. Beteiligungen | 17 | 0 | -100,0% |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens und Genosssenschaftsanteile | 6 | 6 | 0,0% |
| 11.312 | 11.323 | 0,1% | |
| TOTAL ANLAGENVERMÖGEN | 108.711 | 107.776 | -0,9% |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 24.943 | 44.110 | 76,8% |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 19.735 | 23.409 | 18,6% |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 21.567 | 30.120 | 39,7% |
| 66.245 | 97.639 | 47,40 % | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 43.340 | 40.378 | -6,8% |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 16.053 | 24.737 | 54,1% |
| 3. Sonstige Vermogensgegenstande | 3.159 | 6.317 | 100,0% |
| 62.552 | 71.432 | 14,2% | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 6.835 | 850 | -87,6% |
| TOAL UMLAUFVERMÖGEN | 135.632 | 169.921 | 25,3% |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 703 | 1.229 | 74,8% |
| D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG | 88 | 124 | 40,9% |
| BILANZSUMME | 245.134 | 279.050 | 13,8% |
PASSIVA
| A EIGENKAPITAL | |||
| I. Ausgegebenes Kapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 17.440 | 17.440 | 0,0% |
| 2. Eigene Anteile | 0 | 0 | |
| 17.440 | 17.440 | 0,0% | |
| II. Kapitalrücklage | 11.447 | 11.447 | 0,0% |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Differenz aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | #DIV/0! |
| 2. Gesetzliche Rücklage | 200 | 200 | 0,0% |
| 3. Andere Gewinnrücklagen | 73.487 | 92.587 | 26,0% |
| 73.687 | 92.787 | 25,9% | |
| IV. Konzernbilanzgewinn | 30.000 | 42014 | 40,0% |
| 132.574 | 163.688 | 23,5% | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 73 | 71 | -2,7% |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.888 | 1.129 | -60,9% |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 29.127 | 30.122 | 3,4% |
| 32.088 | 31.322 | -2,4% | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28.790 | 12.070 | -58,1% |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 35.250 | 51.623 | 46,4% |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 12.181 | 14.827 | 21,7% |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 4251 | 3.977 | -6,4% |
| 80.472 | 82.497 | 2,5% | |
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 0 | 0 | |
| E LATENTE STEUERN | 0 | 1.543 | |
| BILANZSUMME | 245.134 | 279.050 | 13,8% |
ANLAGENSPIEGEL
| Entwicklung Anlagevermögen in kEUR | Anschchaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2021 | Zugang | Abgang | Umbuchungen | Sand 31122021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 27.827 | 1.948 | 0 | 682 | 30.457 |
| 27.827 | 1.948 | 0 | 682 | 30.457 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 85.025 | 1.179 | 10 | 300 | 86.494 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 178.430 | 5.011 | 7 | 1.443 | 184877 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung | 57.966 | 3081 | 508 | 642 | 61.181 |
| 4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.136 | 2350 | 0 | -3.067 | 2.419 |
| 324557 | 11.621 | 525 | -682 | 334.971 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.741 | 28 | 0 | 0 | 11.769 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 301 | 0 | 0 | 0 | 301 |
| 3 Beteiligungen | 193 | 0 | 17 | 0 | 176 |
| 4. Wertpapiere und Genossenschaftsanteile | 6 | 0 | 0 | 0 | 6 |
| 5 Sonstige Ausleihungen | 22 | 0 | 0 | 0 | 22 |
| 12.241 | 28 | 17 | 0 | 12.252 | |
| Total | 364.625 | 13.597 | 542 | 0 | 377.680 |
| Entwicklung Anlagevermögen in kEUR | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2021 | Zugang | Abgang | Zuschreibungen | Sand 31.12.2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 17.190 | 2.384 | 0 | 0 | 19.574 |
| 17.190 | 2384 | 0 | 0 | 19.574 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 61.777 | 1.743 | 10 | 0 | 63510 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 131.907 | 7.394 | 7 | 0 | 139.294 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung | 44.111 | 2978 | 492 | 0 | 46.597 |
| 4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 237.795 | 12115 | 509 | 0 | 249.401 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 452 | 0 | 0 | 0 | 452 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 301 | 0 | 0 | 0 | 301 |
| 3 Beteiligungen | 176 | 0 | 0 | 0 | 176 |
| 4. Wertpapiere und Genossenschaftsanteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5 Sonstige Ausleihungen | 22 | 0 | 0 | 0 | 22 |
| 929 | 0 | 0 | 0 | 929 | |
| Total | 255.914 | 14.499 | 509 | 0 | 269.904 |
| Entwicklung Anlagevermögen in kEUR | Restbuchwerte | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2021 | Sand 31122021 | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 10.883 | 10.637 |
| 10.883 | 10.637 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 22.984 | 23.248 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 45583 | 46.523 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung | 14584 | 13.855 |
| 4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.419 | 3136 |
| 85.570 | 86.762 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.317 | 11.289 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 |
| 3 Beteiligungen | 0 | 17 |
| 4. Wertpapiere und Genossenschaftsanteile | 6 | 6 |
| 5 Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 |
| 11.323 | 11.312 | |
| Total | 107.776 | 108.711 |
ANHANG
FRoSTA Aktiengesellschaft, Bremerhaven
Registriert im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen,
Register-Nr.: HRB Nr:1100 BHV
1. GRUNDLAGEN DES ABSCHLUSSES
Der Jahresabschluss der FRoSTA Aktiengesellschaft (im Folgenden FRoSTA AG) wird nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung ergänzender Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und in Tausend Euro (kEUR) angegeben.
Allgemeines
Die FRoSFA AG erstellt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Gliederung um den Posten „Betriebsergebni“ erweitert. Dies dient einem besseren Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft.
Der Abschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Die FRoSTA AG stellt auch einen Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Die Nutzungsdauer der in den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen erworbenen Markenrechte haben wir nach unserer Schätzung in den Vorjahren als unbegrenzt angenommen. Aufgrund des geplanten sukzessiven Ersatzes der erworbenen Marken durch die Marke „FRoSTA“ gehen wir nunmehr von einer begrenzten Nutzungsdauer über eine Restnutzungsdauer von 10 Jahren aus. Die Markenrechte wurden daher im Berichtsjahr erstmals planmäßig abgeschrieben.
Die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit schwimmender Ware (unterwegs befindliche Rohware) in Höhe von TEUR 4.718 wurden im Berichtsjahr erstmals unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Vergleichswerte des Vorjahres in Höhe von TEUR 649 sind in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. De Abschreibungen werden auf Grundlage der betrieblichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode ab dem Zeitpunkt der Bereitstellung berechnet. Die Nutzungsdauer für Software und Lizenzen beträgt vier Jahre. Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher in voller Höhe in den Aufwand gebucht.
Die entgeltlich erworbenen Markenrechte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Werthaltigkeit wird jährlich geprüft. Wertverluste werden wenn notwendig über außerplanmäßige Abschreibungen dargestellt.
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bei zeitlich begrenzter Nutzung, angesetzt. Die Kosten selbsterstellter Sachanlagen umfassen alle Einzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.
Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Gebäude | 25-40 |
| Andere Baulichkeiten | 10-19 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7-15 |
| EDV-Ausstattung | 3-7 |
| Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5-13 |
Für voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Bei Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 werden die geringwertigen Anlagegüter voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.
Für bilanzierte Transportpaletten besteht ein Festwert.
Vereinnahmte bzw. beantragte Investitionszulagen und -zuschüsse mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der geförderten Anlagegegenstände.
Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Abschreibungen auf den beizulegenden Wert angesetzt, sofern eine dauernde Wertminderung vorliegt.
Umlaufvermögen
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, soweit nicht nach dem Niederstwertprinzip eine niedrigere Bewertung vorzunehmen ist. Für die Bewertung zum Niederstwertprinzip wird der Marktwert herangezogen. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren ergeben sich aus den Einkaufspreisen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreisminderungen.
De Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abschläge für verlustfreie Bewertung und für Bestandsrisiken durch überhöhte Lagerdauer oder verminderte Verwertbarkeit werden vorgenommen.
Die Wertberichtigungen zum Stichtag betragen für Fertigerzeugnisse kEUR 568 (2020: kEUR 830) sowie kEUR 1.712 (2020: kEUR 578) für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und unfertige Erzeugnisse.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt.
Ausfall- und Kreditrisiken wird durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Für die Berechnung der Pauschalwertberichtigung wird ein Prozentsatz von 1,0 zugrunde gelegt.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzung
Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Latente Steuern
Latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden saldiert ausgewiesen. Bei einem Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern wird von dem Wahlrecht des Nichtausweises Gebrauch gemacht. Zur Berechnung werden die zum Bilanzstichtag zukünftig geltenden Steuersätze angewendet.
Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert.
Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Ertrag aus der Abzinsung verrechnet und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“. Der Rückstellungsbetrag wird unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die „Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.
Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
| Rechnungszinssatz p.a.: | 1,87% | (Vorjahr 2,31%) (10-Jahres-Durchschnitt) |
| Rententrend p.a.: | 1,00% | (Vorjahr 1,00%) |
Für die Abzinsung wird seit dem 1. Januar 2010 der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte durchschnittliche Marktzins verwendet. Die Erfassung des Zinsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis.
Die Berechnung der Rückstellung für die Witwenleistungsanwartschaft erfolgt nach der sog. Kollektiven Methode, bei der die Verheiratungswahrscheinlichkeiten der verendeten Rechnungsgrundlagen zugrunde gelegt werden.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.
Die Altersteilzeitverpflichtungen werden unter Anwendung der „Richttafeln 2018 G' von Klaus Heubeck versicherungsmathematisch im Rahmen des Blockmodells oder des Teilzeitmodells ermittelt. Für die Berechnungen wurde ein Rechnungszinssatz von 1,35% und eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,0% zugrunde gelegt. Zinsaufwendungen werden im Finanzergebnis erfasst.
Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwertes berücksichtigt. Für die Abzinsung wird seit dem 1. Januar 2010 der jeweilige von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Erfassung des Zinsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis.
Für Altersteilzeitzusagen wurden jeweils Zeitkontenrückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Zur Verrechnung von Verpflichtungen mit Vermögensgegenständen sowie zur Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen siehe „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" und „Ertrags- und Aufwandsverrechnung.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Währungsumrechnung
Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in Euro umgerechnet.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Sowohl unrealisierte Gewinne als auch Verluste werden bilanziert. De Bilanzierung von derivativen Bilanzinstrumenten erfolgt dagegen imparitätisch, das heißt, für negative Werte werden Rückstellungen gebildet, positive Werte werden nicht abgesetzt.
3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Anlagevermögen
Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung des Anlagevermögens ist als Anlage zu diesem Anhang beigefügt.
Für bilanzierte Transportpaletten besteht ein Festwert in Höhe von kEUR 871 (2020: kEUR 421).
Die Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von geförderten Anlagegegenständen aufgrund von Investitionszulagen und -zuschüssen betrug zum 31. Dezember 2021 kEUR 290 (2020: kEUR 259). De Auflösung der Investitionszulagen und -zuschüsse von kEUR 75 (2020: kEUR 98) mindert direkt die Bruttoabschreibungen. Im Geschäftsjahr sind Investitionszuschüsse in Höhe von kEUR 106 eingegangen, welche direkt die Anschaffungskosten minder.
| Beteiligungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | Anteil am Kapital | Gezeichnetes Kapital | Eigenkapital | Jahresergebnis 2020 | Jahresergebnis 2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| % | kEUR | kEUR | kEUR | kEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Copack Tiefkühlkost-Produktionsgesellschaft mbH, Bremerhaven | 100,00 | 256 | 230 | -1 | -1 |
| 2. Frosta Tiefkühlkost GmbH Bremerhaven | 100,00 | 255 | 269 | 1 | 1 |
| 3. FRoSTA Foodservice GmbH Bremerhaven | 100,00 | 256 | 272 | 1 | 0 |
| 4. Tiko Vertriebsgesellschaft mbH Bremerhaven | 100,00 | 256 | 281 | 1 | 1 |
| 5. FRoSTA Sp. z o.o., Bydgoszcz/Polen | 100,00 | 7.618 | 34988 | 8.315 | 10.703 |
| 6. COPACK France S.a.r.l., (vorm FRoSTA France S.a.r.l), Boulogne-Billancourt/Frankreich | 100,00 | 153 | 406 | -1 | 1 |
| 7. FRoSTA CR s.r.o., Prag/Tschechien | 100,00 | 40 | 268 | 7 | 8 |
| 8. FRoSTA Hungary Kft., Esztergom/Ungarn | 100,00 | 17 | 89 | 7 | 10 |
| 9. FRoSTA S.r.l., Rom/ltalien | 100,00 | 500 | 2709 | 1.421 | 2207 |
| 10. Copack Sp. z o.o., Bydgoszcz/Polen | 100,00 | 15 | 1 | 0 | 0 |
Die Beteiligung an der Columbus Spedition GmbH, Bremerhaven wurde im Geschäftsjahr veräußert.
Daneben bestehen vier weitere Beteiligungen, auf deren Angabe in der Übersicht mit Hinweis auf § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB verzichtet wird.
Die Eurowerte aus Abschlüssen in Fremdwährung werden durch Umrechnung zu Stichtagskursen ermittelt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Förderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Förderungen aus dem gegenseitigen Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von kEUR 21.968 (2020: kEUR 10.442). In Höhe von kEUR 2.768 (2020: kEUR 5.611) handelt es sich um sonstige Vermögensgegenstände.
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben kEUR 2.083 (2020: kEUR 2.233) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Zum 31. Dezember 2021 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von kEUR 0 (2020: kEUR 15.014) im Rahmen von Asset-Backed-Security-Geschäften verkauft. Im Berichtsjahr wurde der Vertrag gekündigt.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben kEUR 193 (2020: kEUR 155) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Aktiver Uhterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Der aktive Uhterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beträgt kEUR 124 (2020: kEUR 88). kEUR 2 (2020: kEUR 0) unterliegen einer Ausschüttungssperre Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens beträgt kEUR 382 (2020: kEUR 376), die Anschaffungskosten betragen kEUR 380 (2020: kEUR 376).
Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen zur Altersteilzeitverpflichtung.
Eigenkapital
Am 31. Dezember 2021 beträgt das Grundkapital EUR 17.440.250,88 und ist eingeteilt in 6.812.598 Stückaktien (rechnerischer Wert EUR 2,56), die in die Gattung Stammaktien einzuordnen sind. Die Aktien lauten auf den Inhaber.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2021 wurde aus dem ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 29.999.471,98 ein Betrag in Höhe von EUR 19.099.315,18 in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Die Gewinnrücklagen umfassen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Zusätzlich wird in den Gewinnrücklagen der den Nennbetrag übersteigende Anteil der Anschaffungskosten der im Rahmen des Aktienrückkaufs erworbenen Aktien im Zuge einer Kürzung dargestellt (Veränderung: kEUR 0).
Im Eigenkapital werden zum Bilanzstichtag keine eigenen Inhaberstückaktien ausgewiesen.
Dies resultiert aus folgenden An- und Verkaufsvorgängen:
Im Rahmen eines Aktienrückkaufs im Zeitraum zwischen dem 01. Juni 2021 und dem 19. Oktober 2021 hat die FRoSTA AG 36.806 Stück eigene Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Betrag von nominal EUR 94.223,36 beziehungsweise 0,54 % des Grundkapitals. Hierfür wurden EUR 3.387.660,20 aufgewendet; dies entspricht einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von EUR 92,04 je Aktie.
Danach hat die FRoSTA AG im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogrammes 32429 eigene Inhaberstückaktien veräußert. Dies entspricht einem Nominalbetrag von EUR 83.018,24 beziehungsweise 0,48 % des am 31. Dezember 2021 maßgeblichen Grundkapitals. Hierfür sind insgesamt EUR 1.089.383,50 vereinnahmt worden, die die FRoSTA AG zur freien Verwendung erhalten hat. Im Rahmen eines Tantiememodells hat die Gesellschaft an Mitarbeiter der Führungsebene 4.377 Aktien ausgegeben.
Zusätzlich besteht ein noch nicht ausgenutztes, bis zum 20. Juli 2023 befristetes genehmigtes Kapital von EUR 1.000.000,00 zur Ausgabe von Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft oder der mit ihr verbundenen Unternehmen sowie ein bis zum 20. Juli 2023 befristetes genehmigtes Kapital von EUR 5.000.000,00 zur Kapitalerhöhung gegen Geldeinlagen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrifft ausschließlich Bestandsrentner. Der Wertansatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB unter Verwendung des 10-Jahres-Durchschnittzinssatzes in Höhe von 1,87 % beträgt im Geschäftsjahr kEUR 71. Unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittssatzes gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 1,35 % hätte sich im Geschäftsjahr ein Wertansatz in Höhe von kEUR 74 ergeben. Im Vorjahr betrug der Wertansatz unter Verwendung eines 7-Jahres-Durchschnittssatzes in Höhe von 1,60 % kEUR 76.
Der sich ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von kEUR 3 (2020: kEUR 3) unterliegt einer Ausschüttungssperre.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen in Höhe von kEUR 10.871. Darin enthalten sind Jubiläumsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von kEUR 2.571. Der zugrunde gelegte Abzinsungssatz beträgt bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 1,35 %.
Altersteilzeitrückstellungen sind mit einem Erfüllungsbetrag von kEUR 285 bewertet. Es wurde mit einem Zinssatz von 1,35 % (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB) gerechnet. Da das Planvermögen in Höhe von kEUR 382 pro Altersteilzeitverpflichtung zugeordnet ist, kam es wegen des Einzelbewertungsgrundsatzes sowohl zu einem Überhang in Höhe von kEUR 124 als auch zu einer Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von kEUR 27.
Weitere Rückstellungen betreffen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Hohe von kEUR 5.890. Des Weiteren umfassen die sonstigen Rückstellungen Verpflichtungen aus umsatzabhängigen Konditionsvereinbarungen in Höhe von kEUR 10.663.
Verbindlichkeiten
| Verbindlichkeiten | Gesamtbetrag | davon mit einer Restlaufzeit | ||
|---|---|---|---|---|
| (inkEUR) | bis zu 1 Jahr | mehr als 1 Jahr | davon mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12069 | 5.550 | 6.519 | 0 |
| (im Vorjahr) | (28.790) | (18.371) | (10.419) | (626) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 51.623 | 51.623 | 0 | 0 |
| (im Vorjahr) | (35.250) | (35.250) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 14827 | 14827 | 0 | 0 |
| (im Vorjahr) | (12181) | (12181) | (0) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.977 | 3.977 | 0 | 0 |
| (im Vorjahr) | (4.250) | (4.250) | (0) | (0) |
| Gesamt | 82.496 | 75.977 | 6.519 | 0 |
| (im Vorjahr) | (80.471) | (70.052) | (10.419) | (626) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte in Höhe von kEUR 3.594 (2020: kEUR 5.223) und durch ähnliche Rechte in Höhe von kEUR 0 (2020: kEUR 167) besichert (Summe kEUR 3.594: 2020: kEUR 5.390).
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen in Höhe von kEUR 13.403 (2020: kEUR 10.763) aus dem gegenseitigen Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von kEUR 1.424 (2020: kEUR 1.418) aus sonstigen Verbindlichkeiten.
4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
| Umsatzerlöse nach Regionen in mEUR | 2020 | 2021 | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| Inland | 377 | 367 | -2,7 |
| Erlösschmälerungen | 56 | 56 | 0,0 |
| Summe | 321 | 311 | -3,1 |
| Ausland | 138 | 152 | 10,1 |
| Erlösschmälerungen | 3 | 2 | -33,3 |
| Summe | 135 | 150 | 11,1 |
| Gesamt | 456 | 461 | 1,1 |
| Umsatzerlöse nach Produktgruppen in mEUR | 2020 | 2021 | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| Fisch | 173 | 155 | -10,4 |
| Gemüse und Obst | 135 | 124 | -8,1 |
| Fertiggerichte und übrige Produkte | 148 | 182 | 23,0 |
| Gesamt | 456 | 461 | 1,1 |
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sowie Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung
In der Gewinn- und Verlustrechnung der FRoSTA AG sind periodenfremde Erträge von kEUR 1.256 (2020: kEUR 1.138) und periodenfremde Aufwendungen von kEUR 586 (2020: kEUR 569) enthalten. Die periodenfremden Erträge stammen im Wesentlichen aus der Auflösung von Personalrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von kEUR 2.017 angefallen. Die außergewöhnlichen Aufwendungen resultieren aus Restrukturierungsaufwendungen und Pönalen. Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung resultieren in Höhe von kEUR 791 aus dem Verkauf der Beteiligung an der Columbus Spedition GmbH
Ertrags- und Aufwandsverrechnung
Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von kEUR 2 (2020: kEUR 4) wurden mit Zinsaufwendungen aus der Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von kEUR 3 (2020: kEUR 4) verrechnet.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die latenten Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich wie folgt:
| Aktive und passive latente Steuern | 31.12.2020 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|
| in kEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 77 | 0 | 1.541 |
| Sachanlagevermögen | 0 | 100 | 0 | 377 |
| Rückstellungen für Pensionen | 5 | 0 | 5 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 453 | 0 | 341 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus LuL | 0 | 14 | 0 | 11 |
| Summe | 458 | 191 | 346 | 1.889 |
| Saldierung | -191 | -191 | -346 | -346 |
| Saldo | 267 | 0 | 0 | 1.543 |
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz aus KSt und GewSt von 30,66% (2019: 30,66%).
Eine sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB nicht aktiviert.
5. SONSTIGE ANGABEN
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen in kEUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus laufenden Leasingverträgen | 1.840 | 1.193 |
| Verpflichtungen aus laufenden Miet- und Wartungsverträgen | 3.212 | 4.094 |
| Bestellobligo aus Erweiterungsinvestitionen | 5.766 | 6.546 |
| Konsignationsvereinbarungen | 2.150 | 2.829 |
| Gesamt | 12.968 | 14.662 |
| Restlaufzeiten von Met-, Wartungs- und Leasingverträgen zum 31. Dezember 2021 in kEUR | < 1 Jahr | > 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Künftige Zahlungen aus laufenden Leasingverträgen | 760 | 433 | 0 |
| Künftige Zahlungen aus lfd. Miet- und Wartungsverträgen | 3.146 | 782 | 166 |
| Bestellobligo aus Erweiterungsinvestitionen | 6.546 | 0 | 0 |
| Konsignationsvereinbarungen | 2829 | 0 | 0 |
| Gesamt | 13.281 | 1.215 | 166 |
Sicherungsgeschäfte/Derivate
Die Devisensicherungsgeschäfte werden zur Absicherung ausgehender Zahlungen in USD abgeschlossen. Die Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt bei Abschluss mit ihren Anschaffungskosten. Zum Bilanzstichtag werden von den Banken anhand von Marktnotierungen die beizulegenden Zeitwerte ermittelt. Die Bewertung der Sicherungsgeschäfte erfolgt imparitätisch, das heißt, für negative Werte werden Drohverlustrückstellungen gebildet, positive Werte werden nicht angesetzt. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen.
Die einzelnen Finanzinstrumente sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Basis für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist der jeweilige Stichtagskurs.
| Sicherungsgeschäfte / Derivate | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrument | Art | Zeitraum | Grundgeschäft | Umfang | Zeitwert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| kEUR | kEUR | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | Kauf kUSD | 17.11.2021 - 30.06.2022 | 22560 | 19.926 | -66 |
Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Das von den Abschlussprüfern BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist in der entsprechenden Anhangsangabe im Konzernabschluss enthalten.
Anzahl der Mitarbeiter
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 2020 | 2021 |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 751 | 720 |
| Angestellte | 339 | 343 |
| davon Trainees | 7 | 5 |
| Beschäftigtenanzahl nach § 285 Nr. 7 HGB | 1.090 | 1.063 |
| Auszubildende | 28 | 25 |
| Gesamt | 1.118 | 1.088 |
Vorstand
Mitglieder des Vorstands der FRoSTA AG waren im Geschäftsjahr 2021:
| ― | Felix Ahlers, Kaufmann, Hamburg, Vorstandsvorsitzender; Stand zum 31. Dezember 2021: 2.292.949 FRoSTA-Aktien = 33,7 % |
| ― | Hinnerk Ehlers, Kaufmann, Hamburg, Vorstand Marketing, Vertrieb & Personal |
| ― | Maik Busse, Kaufmann, Bremerhaven, Vorstand Finanzen, Controlling, IT, SCM & Operations |
Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Gesamtbesitz an FRoSTA Aktien des Vorstands 2.303.534 Stück = 33,8%.
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats der FRoSTA AG waren im Geschäftsjahr 2021:
| ― | Volker Kuhn, Kaufmann, London, Aufsichtsratsvorsitzender, Chief Transformation Officer, Reckitt Benckiser |
| ― | Dirk Ahlers, Kaufmann, Hamburg, stellvertretender Vorsitzender, ehemaliger Vorstand der Gesellschaft; Stand zum 31. Dezember 2021: 681.159 FRoSTA-Aktien =10,0 %. |
| ― | Torsten Richter, Lommatzsch, Mitarbeiter der FRoSFA AG, Lommatzsch |
Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Gesamtbesitz an Aktien der FRoSTA AG beim Aufsichtsrat 681.659 Stück = 10,0 %.
Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB
Die Mitglieder des Vorstands erhalten Bezüge, die sich zusammensetzen aus:
| ― | einer festen jährlichen Grundvergütung |
| ― | einer variablen Vergütung zum Kauf von FRoSTA Aktien |
| ― | einer variablen Vergütung in Abhängigkeit vom Konzernjahresüberschuss vor Steuern |
| ― | einer langfristigen Tantiemekomponente, die sich an dem 3-Jahres-Durchschnitt der Kapitalverzinsung (Return on Investment/ROI) der FRoSTA AG orientiert. |
Die ausgezahlten Gesamtbezüge des Vorstands bei der FRoSTA AG betrugen im Geschäftsjahr kEUR 2.802 (2020: kEUR 3.195). Davon betrafen fixe Bezüge kEUR 807 (2020: kEUR 804) und variable Vergütungen kEUR 1.995 (2020: kEUR 2.391).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten Bezüge, die sich zusammensetzen aus:
| ― | einer festen jährlichen Grundvergütung, die einmal jährlich ausgezahlt wird |
| ― | einer Erfolgsprämie, die von der Höhe des Gewinns je Aktie abhängig ist und ebenfalls einmal jährlich ausgezahlt wird. |
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen kEUR 150 (2020: kEUR 168), die variable Bezüge in Höhe von kEUR 60 (2020: kEUR 78) und fixe Bezüge in Höhe von kEUR 90 (2020: kEUR 90) betrafen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Besondere Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2021 haben sich nicht ergeben.
Sonstiges
Herr Dirk Ahlers teilte am 22. Dezember 2015 ein Unterschreiten des Anteilsbesitzes von 25 % mit.
Frau Friederike Ahlers teilte am 22. Dezember 2015 ein Überschreiten des Anteilsbesitzes von 25 % mit.
Herr Felix Ahlers teilte am 22. Dezember 2015 ein Überschreiten des Anteilsbesitzes von 25 % mit.
Ergebnisverwendung
Da die Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 keine eigenen Inhaberstückaktien hält, ergibt sich eine Anzahl von dividendenberechtigten Inhaberstückaktien in Höhe von 6.812.598.
Wir werden der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Jahresüberschuss von EUR 42.014.445,65 eine Dividende in Höhe von EUR 1,60 je Aktie entsprechend einer Dividendensumme von EUR 10.900.156,80 zu zahlen und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 31.114.288,85 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Bremerhaven, 21. Februar 2022
Der Vorstand
F. Ahlers
M. Busse
H. Ehlers
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die FRoSTA Aktiengesellschaft, Bremerhaven
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Jahresabschluss der FRoSTA Aktiengesellschaft, Bremerhaven - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FRoSTA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Die unter „SONSTIGE INFORMATIONEN“ genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der und |
„SONSTIGE INFORMATIONEN“ genannten Bestandteile des Lageberichts.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB und die nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b HGB sowie den Querverweis auf den auf der Webseite der FRoSTA Aktiengesellschaft (www.frosta-ag.com) veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, 23. Februar 2022
**BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Sabath, Wirtschaftsprüfer
gez. Renken, Wirtschaftsprüfer