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FRIWO AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 23, 2021
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Interim / Quarterly Report
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Zahlen, Daten, Fakten. Halbjahresbericht 2021

Inhalt
Zusammenfassung
Zwischenlagebericht des FRIWO-Konzerns
- Überblick über den FRIWO-Konzern
- Gesamtwirtschaftliches Umfeld
- Branchenspezifische Rahmenbedingungen
- Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum
- Auftragslage und Umsatzentwicklung
- Ertragslage
- Vermögenslage
- Finanz- und Liquiditätslage
- Mitarbeiter
- Risiken und Chancen
- Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation des Konzerns
- Ausblick
Konzern-Zwischenabschluss
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- Konzern-Kapitalflussrechnung
- Konzern-Bilanz
- Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Konzernanhang für das erste Halbjahr 2020
- Versicherung der gesetzlichen Vertreter
- Termine und Adressen
Zusammenfassung
Der FRIWO-Konzern hat in den ersten sechs Monaten 2021 eine erfreuliche Nachfrage verzeichnet und befindet sich wieder auf einem Wachstumskurs. Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr mit 65,0 Mio. Euro um 18,4 Prozent über dem Wert im gleichen Vorjahreszeitraum. Eine erhöhte Nachfrage verzeichneten vor allem die Bereiche Medical und E-Mobility.
Zugleich war die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von den Folgen der weltweiten COVID-19-Pandemie und der daraus resultierenden Verknappung bei Rohstoffen, Komponenten und Logistikkapazitäten negativ beeinflusst. Die Folge waren Auftragsverschiebungen in nachfolgende Monate und erhöhte Fracht- und Materialkosten, die nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden konnten.
Gleichwohl verbesserte sich die Umsatz- und Ertragslage gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum, blieb aber aufgrund der widrigen Rahmenbedingungen unter den eigenen Erwartungen. Mit 48,2 Mio. Euro lagen die Konzernerlöse um 7,8 Prozent über dem Wert im gleichen Vorjahreszeitraum (44,7 Mio. Euro). Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich auf -2,7 Mio. Euro nach -3,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2020.
Die sehr gute Auftragslage, vereinbarte Preiserhöhungen bei zahlreichen Kunden und die Wirksamkeit von etablierten Gegenmaßnahmen, um die Lieferfähigkeit von FRIWO sicherzustellen, waren grundsätzlich gute Voraussetzungen für die weitere Geschäftsentwicklung. Mit Beginn des zweiten Halbjahres, vor allem zum Ende des Monats Juli verschlechterten sich die Rahmenbedingungen für FRIWO jedoch noch einmal. Angesichts einer stark steigenden Zahl an COVID-19-Infektionen in Vietnam verhängte die vietnamesische Regierung einen harten Lockdown. Dies führte zur erheblichen Störung der Produktionsabläufe in den drei FRIWO-Werken nahe Ho Chi Minh-Stadt. An einem der drei Standorte, der Komponenten und Vorprodukte herstellt, musste die Produktion zwischenzeitlich unterbrochen werden.
Da Umfang und Dauer dieser Beeinträchtigungen nicht verlässlich abgeschätzt werden können und der weitere Geschäftsverlauf des Konzerns deshalb mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, beschloss der Vorstand am 4. August 2021, die Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2021 (Umsatzwachstum im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich, leicht positives Konzern-EBIT) auszusetzen. Je nach weiterem Verlauf der Beeinträchtigungen durch den Lockdown in Vietnam könnte nach derzeitiger Einschätzung eine Verschlechterung beim Konzern-EBIT bis auf ein leicht negatives Ergebnis erwartet werden. Für weitere Informationen wird auf den Risikobericht dieses Lageberichts verwiesen.
Aktuell sind konkrete Aussagen zur weiteren Entwicklung mit der gebotenen hinreichenden Wahrscheinlichkeit nicht möglich. Eine neue Prognose wird erst dann verabschiedet werden, wenn die weitere Geschäftsentwicklung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit abgeschätzt werden kann.
Ungeachtet dieser Herausforderungen plant FRIWO, das laufende, Ende 2019 beschlossene Transformationsprogramm für Wachstum und Profitabilität bis Ende dieses Jahres abzuschließen.
Mit Blick auf die positive Resonanz von Bestands- und Neukunden, nicht zuletzt auch auf die im letzten Jahr erfolgte Weiterentwicklung der Produktpalette und Produktinnovationen, der bisher erfolgreichen Umsetzung der Transformation und den neuen internen Organisationsstrukturen hat FRIWO, nach Überwindung der derzeit bestehenden Beeinträchtigungen auf der Beschaffungs- und Produktionsseite, die Weichen für den mittel- und langfristigen Geschäftserfolg gestellt.

Zwischenlagebericht des FRIWO-Konzerns

Überblick über den FRIWO-Konzern
Die im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte FRIWO AG mit Sitz im westfälischen Ostbevern ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Produktund Systemanbieter von Stromversorgungen, Ladetechnik sowie digital steuerbaren Antriebslösungen. Die Produktpalette umfasst neben technologisch hochwertigen Ladegeräten, Akkupacks und Stromversorgungen auch intelligente Komponenten und Systeme für elektrische Antriebe. Dabei bietet FRIWO sämtliche Bestandteile eines modernen Antriebsstranges aus einer Hand: vom Display über Motorsteuerung und Antriebseinheit bis hin zur Steuerungssoftware.
Mit seinen Produkten deckt das Unternehmen zahlreiche Anwendungen ab. So wird das Know-how im Bereich Ladetechnik vor allem von Kunden in den anspruchsvollen Märkten der Elektromobilität, der mobilen Werkzeuge und Rasenroboter geschätzt. Bei Stromversorgungen liegt der Fokus hauptsächlich auf Anwendungen in den Branchen Medizintechnik und Gesundheit, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie hochwertiger Konsumelektronik. Die Komponenten für elektrische Antriebe werden vor allem im Bereich Elektromobilität eingesetzt, etwa in akkubetriebenen Rollern. Zum Kundenkreis zählen namhafte Unternehmen mit zumeist internationaler, teilweise weltweiter Geschäftstätigkeit.
Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die strategische Steuerung, das Risikomanagement und die Investor Relations zuständig. Sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften. Zentrale Gesellschaft ist die FRIWO Gerätebau GmbH, ebenso mit Sitz in Ostbevern. Zum FRIWO-Konzern gehören ferner eine Produktionsgesellschaft in Vietnam, eine Servicegesellschaft in China, die vor allem für die Beschaffung von Komponenten von großer Bedeutung ist, sowie seit 2020 eine Tochtergesellschaft in Indien zur Erschließung des dortigen E-Mobility-Marktes.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist aufgrund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Zwischenbericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.
Die Marke FRIWO steht weltweit für Innovationskraft, Sicherheit, Qualität und Effizienz. Das Unternehmen ist nach der DIN ISO 9001 (Qualitätsmanagement), der DIN ISO 14001 (Umweltmanagement) und der DIN ISO 13485 (Qualitätsmanagement für Medizinprodukte) zertifiziert. Motivation, technisches Know-how und Begeisterung für Produkte und Lösungen bilden die Grundlage des täglichen Handelns, verbunden mit einer familienbewussten Personalpolitik. Oberstes Ziel ist es, nachhaltige Werte für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter zu schaffen.
Am Stammsitz des Unternehmens in Ostbevern befindet sich neben Administration, Verwaltung und Vertrieb der Bereich Forschung und Entwicklung sowie Kapazitäten für die Herstellung von Prototypen und Kleinserien. Damit verfügt FRIWO als eines der wenigen Unternehmen der Branche über einen Entwicklungs- und Fertigungsstandort in Deutschland. Dies ermöglicht die Last-Minute-Konfektionierung von Standardprodukten, welche den Kunden kürzeste Lieferzeiten bietet.
Der Großteil der Produktion mit dem Fokus auf hohe Stückzahlen findet in einer 2015 gegründeten, hochmodernen Fertigungsstätte in einem Industriepark nahe Ho Chi Minh-Stadt (Vietnam) statt. Der Standort paart deutsches Fertigungs-Know-how für flexible Produktionsabläufe mit attraktiven Produktionsbedingungen in Asien. Im Rahmen des laufenden Transformationsprozesses von FRIWO für nachhaltiges und profitables Wachstum wurden Teile der Produktion von Ostbevern nach Vietnam verlagert, um die dortigen Produktionskostenvorteile konsequent zu nutzen. Dieser Prozess soll bis Ende 2021 abgeschlossen werden.
Im Zuge der vertikalen Integration umfasst der Standort Vietnam neben dem Hauptwerk auch zwei Zulieferwerke, in denen Wickelgüter, Kabel, Kunststoff- und Metallstanzteile für die Endgeräte von FRIWO selbst produziert werden.
Einen kleinen Teil seiner Produkte bezieht FRIWO von drei ausgewählten Auftragsfertigern mit Produktionsstandorten in China, Vietnam und Polen. Darüber hinaus hat FRIWO mit Blick auf die geplante Belieferung des indischen Marktes mit Steuerungssystemen für E-Roller eine Kooperation mit einem lokalen Fertigungsunternehmen vereinbart.
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft blieb trotz erneuter Beeinträchtigungen durch die COVID-19-Pandemie in den ersten Monaten des Jahres 2021 auf Wachstumskurs. Die Pandemie wirkte sich vor allem auf die Dienstleistungsbereiche aus, während Industrieproduktion und Welthandel bis zum Frühjahr weiterhin kräftig expandierten. Beeinträchtigt wird der Aufschwung durch Angebotsengpässe und weltweite logistische Probleme, die teilweise zur Unterbrechung von internationalen Lieferketten führten.
Die Folge sind erhebliche Preisanstiege bei Rohstoffen, Vorleistungsgütern und Logistik-Leistungen, die bereits zu einem spürbaren Anstieg der Verbraucherpreise beigetragen haben. Die Notenbanken, allen voran die EZB, setzten dabei unverändert auf eine stark expansive Geldpolitik, trotz gestiegener Inflationsrisiken. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (ifw) rechnet für 2021 mit einem Anstieg der Weltproduktion um 6,7 Prozent. Allerdings sieht das ifw die Gefahr, dass die US-Notenbank Fed früher als bisher mit einer strafferen Geldpolitik beginnen wird, was sich bereits kurzfristig negativ auf die Finanzierungsbedingungen an den internationalen Kapitalmärkten auswirken könnte.
Auch in Deutschland nimmt die Konjunktur im Jahr 2021 wieder Fahrt auf. Nachdem das Wiederaufflammen der Corona-Pandemie die wirtschaftliche Erholung im Winterhalbjahr ins Stocken gebracht hatte, rechnet das ifw damit, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion im weiteren Verlauf des Jahres in hohem Tempo ausgeweitet wird und ihr Vorkrisenniveau wieder überschreiten kann. Das Kieler Forschungsinstitut geht für Deutschland von einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr um 3,9 Prozent aus. Von dem weitgehenden Wegfall der pandemiebedingten Restriktionen dürften zunächst vor allem der Handel und Dienstleistungsbranchen profitieren, während das Verarbeitende Gewerbe durch die weltweiten Engpässe bei Materialien und Logistik in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch in Deutschland waren die Preisentwicklungen für Rohstoffe, Vorleistungsgüter und Transportleistungen zur Jahresmitte stark nach oben gerichtet.
Quellen:
- Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Wirtschaft im Sommer 2021, ifw, 17. Juni 2021
- Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Sommer 2021, ifw, 17. Juni 2021
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Nach dem COVID-19-bedingten Rückgang der Auftragseingänge im Vorjahr hat sich die stark auf den Export ausgerichtete deutsche Elektroindustrie in den ersten fünf Monaten 2021 teilweise wieder erholt. Von Januar bis Mai übertrafen die Bestellungen den entsprechenden Vorjahreswert um 27,9 Prozent. Die Ordereingänge aus dem Inland erhöhten sich um 23,7 Prozent, aus dem Ausland gingen 31,3 Prozent mehr Bestellungen ein.
Im Juni 2021 hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie weiter verbessert. Dabei fiel die Beurteilung der aktuellen Lage nochmals deutlich besser aus als im Mai, wohingegen die allgemeinen Geschäftserwartungen der Firmen leicht nachgaben. Die Erwartungen für das Exportgeschäft zogen im Juni ebenfalls wieder an.
Die COVID-19-Pandemie hat auch den Weltmarkt für Stromversorgungen temporär beeinträchtigt mit stagnierenden Nachfragen als Folge von Lockdowns, Firmenschließungen oder Kurzarbeit. Mittel- und langfristig befindet sich dieser Markt weiterhin auf einem stabilen Wachstumskurs.
Das Marktforschungsunternehmen Transparency Market Research (TMR) prognostiziert für den Weltmarkt für Stromversorgungen im Jahr 2030 ein Gesamtvolumen von 40,8 Mrd. US-Dollar, ausgehend von 29,2 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 4 Prozent. Für den Weltmarkt für Ladegeräte sieht TMR im Jahr 2030 ein Gesamtvolumen von 42,8 Mrd. US-Dollar, ausgehend von 24,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018, was einem CAGR von 6 Prozent entspricht.
Da FRIWO als Hersteller von Ladegeräten und Stromversorgungen unterschiedliche Branchen und Anwendungen bedient, ist die Entwicklung des Gesamtmarktes für das Unternehmen nur bedingt aussagekräftig. Relevanter ist dagegen die Betrachtung der einzelnen Teilmärkte.
Von hoher strategischer Bedeutung für FRIWO ist der Markt für medizinische Stromversorgungen. Wachstumstreiber sind neben dem steten Fortschritt in der Medizintechnik vor allem die zunehmend bessere medizinische Versorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie der steigende Bedarf an mobilen Lösungen und Medizingeräten für den Hausgebrauch. Zudem führte COVID-19 zu einer erhöhten Nachfrage z.B. nach Stromversorgungen für Beatmungsgeräte.
In dem für FRIWO ebenfalls wichtigen Teilmarkt für Ladetechnik schätzen vor allem Kunden aus den Bereichen akkubetriebene Werkzeuge und akkubetriebene Gartenwerkzeuge das langjährige Know-how von FRIWO. Bei Elektrowerkzeugen sollen vor allem akkubetriebene Geräte auf Basis einer besser werdenden Batterietechnik mit kürzeren Ladezyklen und längeren Laufzeiten zu einem wachsenden Absatz führen.
Einer der momentan stärksten Wachstumsmärkte ist die Elektromobilität. FRIWO liefert für diese Branche nicht nur Ladetechnik für E-Bikes, sondern auch Motorsteuerungen und alle weiteren Komponenten für elektrische Antriebsstränge als Gesamtsystem aus einer Hand.
Für E-Bike-Motoren erwartet Persistence Market Research im Zeitraum bis 2025 durchschnittliche jährliche Zuwachsraten von 6,3 Prozent weltweit. Da die Motoren den Fahrradherstellern in der Regel zusammen mit Bordcomputer, Batterie und Ladegerät als Gesamtsystem geliefert werden, ist dies auch eine gute Indikation für die Entwicklung des entsprechenden Ladegeräte-Marktes.
Systemlösungen werden auch bei Elektrorollern (E-Scootern) eingesetzt, für die ebenfalls eine starke Marktentwicklung erwartet wird. Die Entwicklung wird getrieben von der wachsenden Mikromobilität, d.h. der Verwendung billigerer und umweltfreundlicherer Alternativen zum Auto, insbesondere in dichtbesiedelten Stadtgebieten in Asien und den USA. Grand View Research prognostiziert dem Weltmarkt für E-Scooter-Motoren bis 2030 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 7,7 Prozent.
Quellen:
- Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Presseinformation 8. Juli 2021
- Transparency Market Research: Power Supply Market 2020–2030
- Transparency Market Research: Global Charger Market 2020–2030
- Mordor Intelligence: Medical Power Supply Market Growth, Trends, COVID-19 Impact, and Forecasts (2021–2026)
- Persistence Market Research: Electric Bicycle Motors Market Global Growth, & Forecast to 2025
- Grand View Research: Electric Scooters Market, 2019–2030
Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum
Veränderungen im Vorstand: Am 12. März 2021 gab die FRIWO AG bekannt, dass Finanzvorstand Ulrich Lammers sein Vorstandsmandat zum 30. April 2021 niederlegen wird, um eine neue Herausforderung außerhalb der Gesellschaft anzunehmen. Für die Übergangszeit bis zur Regelung der Nachfolge leitet Herr Tobias Tunsch als externer Manager das Finanzressort interimistisch. Herr Tunsch verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen in leitenden Positionen bei namhaften Industrieunternehmen und ist Partner des europäischen Consulting-Unternehmens Bonum Executive Advisory, zu dessen Leistungsspektrum auch die temporäre Übernahme von Leitungsfunktionen gehört.
Produktinnovation: Anfang Mai 2021 startete FRIWO die Serienproduktion für ein neues Ladegerät mit der hohen Leistung von 500 Watt. Dieses wetterfeste und sehr leise Ladegerät hat die Fähigkeit, durch den Datenaustausch zwischen Steuerungsgeräten mit Batteriemanagement-Systemen zu kommunizieren. Dadurch kommt es zu individuell abgestimmten Ladevorgängen je nach Bedarf. Der Charger kann vielseitig in E-Bikes und E-Scooters, bei Rasenmäher-Robotern, Rollstühlen oder auch Flurförderzeugen eingesetzt werden.
Ordentliche Hauptversammlung: Am 6. Mai 2021 fand die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG als virtuelle Versammlung statt. Die Aktionärinnen und Aktionäre nahmen bei einer Präsenz von 87,3 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft alle Tagesordnungspunkte mit sehr großen Mehrheiten an. Vorstandsvorsitzender Rolf Schwirz gab in seinen Ausführungen einen Überblick zur Geschäftslage des Konzerns im Zeichen der COVID-19-Pandemie, zum Stand des laufenden Transformationsprogramms und zu den strategischen Zielen für die kommenden Jahre.
Auftragslage und Umsatzentwicklung
Der FRIWO-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2021 eine sehr erfreuliche Auftragsentwicklung. Der Auftragseingang lag in den ersten sechs Monaten bei 65,0 Mio. Euro. Gegenüber dem um einen Sondereffekt bereinigten Vorjahreswert von 49,9 Mio. Euro errechnet sich eine Steigerung von 30,3 Prozent (unbereinigt: +18,4 Prozent). Der Auftragsbestand zur Jahresmitte lag um 21,5 Prozent über dem Stand am gleichen Stichtag des Vorjahres.
Die dynamische Auftragsentwicklung hat eine breite Basis über alle Anwendungsbereiche des Konzerns hinweg. Neben dem erhöhten Bedarf bei Bestandskunden wirkte sich auch das Anlaufen von Neuprojekten aus. Treiber des Wachstums waren vor allem die Bereiche E-Mobility und Medizin.
Die Book-to-bill-ratio des Konzerns erreichte per 30. Juni dieses Jahres 1,35 und indiziert damit deutliches Umsatzwachstum.
Der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2021 lag mit 48,2 Mio. Euro um 7,8 Prozent über dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums (44,7 Mio. Euro). Währungsbereinigt, also zu den Wechselkursen des Vorjahreszeitraums, betrug der Zuwachs 13,4 Prozent. Aufgrund der erheblichen Verknappung von Materialien und Komponenten auf den internationalen Beschaffungsmärkten und der Engpässe bei Fracht- und Logistikkapazitäten kam es jedoch teilweise zu Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung. In der Folge lag das Umsatzwachstum in den ersten sechs Monaten unter den eigenen Erwartungen. Im zweiten Quartal erreichten die Konzernerlöse 26,1 Mio. Euro (Q2 2020: 24,7 Mio. Euro; +5,9 Prozent).
Besonders positiv entwickelte sich der Produktbereich E-Mobility: Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2021 um 16,1 Prozent, hauptsächlich getrieben durch hohe Nachfragen bestehender Kunden in Europa und den Produktanläufen bei Neukunden. Die von FRIWO entwickelten digitalen Antriebssteuerungen stoßen gerade bei Herstellern von E-Bikes und E-Rollern unverändert auf ein großes Interesse.
Im Produktbereich Werkzeuge und Gartengeräte konnte im ersten Halbjahr ein deutlicher Umsatzzuwachs von 29,4 Prozent verzeichnet werden, sodass sich die Erlöse fast wieder auf Vor-Corona-Niveau bewegen.
Der Bereich Industrie verzeichnete im Periodenvergleich ein Erlösplus von 19,5 Prozent, getrieben durch Bestandskunden mit neuen Projekten in Deutschland sowie durch einen Neukunden im Segment "Rest der Welt".
Der Bereich Medizin verzeichnete in den ersten sechs Monaten ein Umsatzminus von 13,0 Prozent. Dabei ist zu beachten, dass die Nachfrage im Vergleichszeitraum des Vorjahres, auch bedingt durch die einsetzende CO-VID-19-Pandemie, deutlich zugenommen hatte.
Bei der regionalen Betrachtung stieg der Umsatz des Segmentes "Übriges Europa" im ersten Halbjahr um 3,6 Mio. Euro, gefolgt von der Region "Deutschland" mit einem Zuwachs um 1,8 Mio. Euro. In Asien nahmen die Erlöse um 0,4 Mio. Euro ab.
Ertragslage
Durch den Umsatzanstieg verbesserte sich das Bruttoergebnis des Konzerns im ersten Halbjahr 2021 von 1,7 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro. Die Bruttomarge vom Umsatz stieg entsprechend von 3,8 Prozent auf 5,7 Prozent. Im zweiten Quartal 2021 nahm das Bruttoergebnis auf 1,9 Mio. Euro zu (Q2 2020: 1,1 Mio. Euro).
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden Störungen in den internationalen Lieferketten führten zu erheblichen Mehraufwendungen durch stark gestiegene Preise für Rohstoffe, Elektronikkomponenten sowie Fracht- und Logistikkapazitäten. FRIWO milderte durch ein nochmals verschärftes Kosten- und Liquiditätsmanagement über alle Bereiche des Konzerns sowie durch die Nutzung von Alternativen bei der Komponentenbeschaffung die Folgen dieser Entwicklung zumindest ab. Zudem konnten die Mehrkosten zumindest zum Teil an Kunden weitergegeben werden. Überdies hat FRIWO mit einem Teil der Kunden Preiserhöhungen vereinbart, die sich in einigen Fällen bereits im Juni auswirkten.
Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,8 Prozent auf 6,0 Mio. Euro. Dabei wirkten sich im Wesentlichen Mehraufwendungen für Rechts- und Beratungskosten aus.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,8 Mio. Euro) und die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,9 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen realisierte Währungsgewinne und -verluste.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag nach sechs Monaten bei -2,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -3,7 Mio. Euro). Das Ergebnis ist im Wesentlichen durch den Umsatzanstieg auf der einen Seite und durch die Corona-bedingten operativen Mehraufwendungen auf der anderen Seite beeinflusst. Im zweiten Quartal verbesserte sich das EBIT auf -1,1 Mio. Euro nach -1,3 Mio. Euro im gleichen Quartal des Vorjahres.
Die EBIT-Rendite bezogen auf den Umsatz betrug im ersten Halbjahr -5,7 Prozent (Vorjahreszeitraum: -8,3 Prozent).
Die Verschlechterung des Finanzergebnisses auf -0,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -0,6 Mio. Euro) ist auf höhere Zinsen aus dem Konsortialkredit und auf zusätzlich vom Großaktionär Cardea Holding GmbH, Grünwald, gewährte Gesellschafterdarlehen zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich nach sechs Monaten auf -3,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -4,3 Mio. Euro).
FRIWO schloss das erste Halbjahr 2020 mit einem Konzernergebnis nach Steuern von -3,6 Mio. Euro ab (Vorjahreszeitraum: -3,1 Mio. Euro). Separat für das zweite Quartal 2021 belief sich das Nachsteuerergebnis auf -1,6 Mio. Euro (Q2 2020: -1,3 Mio. Euro).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 30. Juni 2021 betrug 67,1 Mio. Euro und stieg damit um 5,8 Mio. Euro gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2020 (61,3 Mio. Euro).
Auf der Aktivseite sanken die langfristigen Vermögenswerte in Summe von 19,4 Mio. Euro um 0,7 Mio. Euro auf 18,7 Mio. Euro. Davon entfielen 4,5 Mio. Euro auf die aktive latente Steuerabgrenzung. Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (IFRS 16) sanken im Stichtagsvergleich von 2,1 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im Stichtagsvergleich in Summe von 41,9 Mio. Euro auf 48,4 Mio. Euro. Der darin enthaltene Anstieg der Vorräte um 6,8 Mio. Euro auf 27,7 Mio. Euro ist vor allem auf die Verknappung von Material zurückzuführen. Um die Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten, erhöhte FRIWO die Vorräte mit Sicherheitsbeständen. Trotzdem konnten wichtige Komponenten nicht rechtzeitig beschafft werden, während das restliche Material bereits auf Lager lag.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 0,7 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro zu.
Die liquiden Mittel sanken um 0,9 Mio. Euro von 4,2 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro.
Auf der Passivseite der Bilanz verringerte sich das Eigenkapital des Konzerns ergebnisbedingt um 3,4 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 4,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag mit 2,1 Prozent zum 30. Juni 2021 um 5,6 Prozentpunkte niedriger als zum 31. Dezember 2020 und damit deutlich unter dem nachhaltig angestrebten Niveau für den Konzern.
Der FRIWO-Konzern weist zum 30. Juni 2021 Darlehen des Großaktionärs Cardea Holding GmbH, Grünwald, eine Tochter der VTC GmbH & Co. KG, in Höhe von insgesamt 11,5 Mio. Euro aus (31. Dezember 2020: 2,7 Mio. Euro; inklusive Zinsabgrenzung zum Stichtag). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus im Berichtszeitraum zusätzlich zur Verfügung gestellten Liquiditätshilfen des Hauptaktionärs, um die Auswirkungen des Corona-bedingt negativen operativen Cashflow auszugleichen.
Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich nicht wesentlich verändert. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich um 0,4 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen leicht um 0,3 Mio. Euro auf 15,0 Mio. Euro.
Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen reduzierten sich um 3,0 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro im Zuge der plangemäßen Umsetzung des Transformationsprogramms für Wachstum und Profitabilität (Abfindungszahlungen und Zahlungen an die Transfergesellschaft).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 17,0 Mio. Euro um 4,6 Mio. Euro über dem Wert zum Ende 2020.
Der langfristige Anteil der Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 sank von 1,3 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro und die kurzfristige Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 wurden zum Stichtag mit 0,8 Mio. Euro ausgewiesen.
Finanz- und Liquiditätslage
Der FRIWO-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2021 einen negativen Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -8,2 Mio. Euro nach einem Mittelabfluss von 5,5 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Mittelabfluss resultierte im Wesentlichen aus dem Konzernverlust von -3,6 Mio. Euro und einem gestiegenen Working Capital (3,7 Mio. Euro). Zudem flossen 2,8 Mio. Euro als Abfindungszahlung und Zahlung an die Transfergesellschaft ab.
Die Investitionstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von 1,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: Mittelabfluss von 1,1 Mio. Euro). Davon entfielen 0,5 Mio. Euro auf die Einführung der SAP-Software und 0,3 Mio. Euro auf Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung, Produktivitätssteigerung, Modernisierung der Anlagen sowie auf die Erweiterung der Fertigungstiefe in Vietnam.
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 8,3 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus den zusätzlichen Einlagen in Höhe von 8,8 Mio. Euro in das Gesellschafterdarlehen (Vorjahreszeitraum: Mittelzufluss von 2,7 Mio. Euro).
Die Zahlungsmittel des Konzerns per 30. Juni 2021 sanken gegenüber dem Wert zu Jahresbeginn um 0,9 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro.
Mitarbeiter
Der FRIWO-Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2021 weltweit 2.390 Mitarbeiter (31. Dezember 2020: 2.608). Effizienzsteigerungen und Prozessoptimierungen sowie Stichtagseffekte, da je nach Produktionsstunden Mitarbeiter auf- oder abgebaut werden, führten zur Verringerung der Belegschaftsstärke in Vietnam. Die Mitarbeiteranzahl in Deutschland reduzierte sich auf 155 Personen (31. Dezember 2020: 200 Mitarbeiter). Der Rückgang steht im Einklang mit der fortgesetzten Verlagerung von Produktserien nach Vietnam im Rahmen des Transformationskonzepts. Der dadurch bedingte Personalabbau in Ostbevern ist mittlerweile nahezu abgeschlossen.
Risiken und Chancen
Im Vergleich zu den Angaben im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020 hat sich die Risikolage des FRIWO-Konzerns durch die weltweite COVID-19-Pandemie verändert.
Die COVID-19-Pandemie hat auch im ersten Halbjahr 2021 die wirtschaftliche Entwicklung des FRIWO-Konzerns negativ beeinflusst. Betroffen davon waren vor allem die Bereiche Beschaffung, Produktion und Absatz.
Auf der Beschaffungsseite hatte FRIWO Lieferengpässe bei elektronischen Komponenten zu bewältigen und konnte zudem nur auf sehr begrenzte Logistik- und Frachtkapazitäten zurückgreifen. Dies führte zum einen zu teilweisen Einschränkungen in der Produktion und bei der Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden und zum anderen zu Mehrkosten durch erhöhte Materialkosten und Frachtraten. Des Weiteren musste FRIWO die Materialbeschaffung nach Möglichkeit auf Alternativlieferanten, -komponenten und -prozesse umstellen, etwa auf die verstärkte Nutzung von Luftfracht. Oberstes Ziel war dabei, einer Unterbrechung der Lieferkette entgegenzuwirken und die Lieferpünktlichkeit gegenüber den Kunden sicherzustellen.
An den FRIWO-Standorten gab es per 30. Juni 2021 nur in Deutschland wenige COVID-19-Infizierte, die sofort identifiziert werden konnten, sodass keine Folgeinfektionen entstanden. Mittlerweile ist der Großteil der Mitarbeiter in Deutschland geimpft. Auch am größten Produktionsstandort Vietnam wirkten sich die umfangreichen und frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen der vietnamesischen Regierung gegen die Ausbreitung des COVID-19-Virus lange Zeit positiv aus. Jedoch sind die Infektionszahlen im zweiten Halbjahr 2021, vor allem gegen Ende Juli, stark gestiegen, sodass die Regierung einen strengen Lockdown im gesamten Süden des Landes verhängte. Ende Juli gab es auch erste COVID-19-Fälle an einem der drei Standorte von FRIWO, an dem Komponenten und Vorprodukte für FRIWO-Geräte produziert werden. Daraufhin wurde die Produktion an diesem Standort zwischenzeitlich unterbrochen, was wiederum erhebliche Auswirkungen auf die konzerninternen Liefer- und Leistungsketten hat.
Um eine störungsfreie Produktion zu gewährleisten, hatte FRIWO noch Mitte Juli auf dem Firmengelände temporäre Übernachtungskapazitäten eingerichtet. Dadurch konnten FRIWO-Mitarbeiter, die aufgrund der Virusbeschränkungen ihren Wohnsitz nicht verlassen dürften, für den Zeitraum des Lockdowns an den Produktionsstandorten untergebracht werden. Für Mitarbeiter, deren Tätigkeit dieses ermöglicht, bietet FRIWO die Arbeit im Home Office an.
Umfang und Dauer der Beeinträchtigungen durch den Lockdown und die Produktionsunterbrechung können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Damit besteht ein Risiko, dass Aufträge verspätet abgearbeitet werden und die Lieferpünktlichkeit gegenüber den Kunden nicht gewährleistet werden kann. In jedem Fall ist der weitere Geschäftsverlauf im Konzern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, die nicht oder nur sehr begrenzt von FRIWO beeinflusst werden können.
Schon im ersten Halbjahr hatte FRIWO aufgrund begrenzter Materialverfügbarkeit, gestiegener Materialpreise und knapper Logistikkapazitäten als Folgen der COVID-19-Pandemie nicht alle Liefertermine eingehalten, sodass bereits bestätigte Aufträge in die zweite Jahreshälfte verschoben werden mussten. Angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage in Vietnam und weil mit einer kurzfristigen Entspannung auf den Beschaffungsmärkten nicht zu rechnen ist, geht FRIWO von erneuten Auftragsverschiebungen im weiteren Jahresverlauf aus. Dennoch wird FRIWO weiterhin alles daran setzen, um Kunden und Lieferanten auch in diesem herausfordernden Umfeld kontinuierlich als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen. Kundenseitige Verschiebungen oder Stornierungen von Aufträgen sind bisher größtenteils ausgeblieben.
Die schwierige Lage auf den Beschaffungsmärkten und die daraus resultierenden Mehraufwendungen, Auftragsverschiebungen und Erhöhung des Vorratsniveaus haben dazu geführt, dass die Liquiditätssituation des Konzerns im ersten Halbjahr 2021 sehr angespannt war. FRIWO wirkt dem erhöhten Mittelbedarf durch die Fortsetzung von Kostensparmaßnahmen und die Reduzierung oder Verschiebung von nicht unmittelbar notwendigen Investitionen entgegen. Zudem hat der Großaktionär der Gesellschaft, die Cardea Holding GmbH, Grünwald, durch die Erhöhung von Gesellschafterdarlehen einen wesentlichen Finanzierungsbeitrag geleistet.
In Bezug auf die weiteren, im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020 genannten Risiken hat sich die Risikolage des FRIWO-Konzerns in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2021 nicht wesentlich verändert.
Auch das Chancenprofil des FRIWO-Konzerns blieb im Berichtszeitraum gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020 unverändert.
Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation des Konzerns
Aus heutiger Sicht liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden könnten. Die derzeitige Risikolage wird jedoch als angespannt angesehen. Deren Beherrschbarkeit hängt in hohem Maße von den weiteren Auswirkungen der Corona-Maßnahmen in Vietnam ab. Der Vorstand geht davon aus, dass die erforderliche Liquidität bzw. Finanzierung durch entsprechend eingeleitete Maßnahmen sichergestellt werden kann und damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von der Unternehmensfortführung ausgegangen werden kann. Die Gesamtrisikoposition des Konzerns hat sich damit im Vergleich zur Darstellung im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020 negativ verändert und hängt nochmals stärker vom weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie und der weiteren Entwicklung auf den Beschaffungs- und Logistikmärkten und damit von externen Faktoren, die der Vorstand nicht kontrollieren kann, ab.
Die Gesamtchancenposition ist gegenüber der Darstellung am 31. Dezember 2020 als unverändert einzuordnen.
Ausblick
Nachdem Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr stark von den Folgen der COVID-19-Pandemie beeinflusst wurden, haben sich die Beeinträchtigungen der FRIWO-Geschäftsentwicklung im bisherigen Verlauf des dritten Quartals durch den Lockdown am Standort Vietnam nochmals verschärft. Auch bei der Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen und Rohstoffen sowie von Frachtkapazitäten ist zumindest kurzfristig keine durchgreifende Entspannung zu erwarten. FRIWO rechnet deshalb mit der Möglichkeit eines weiteren Anstiegs der Preise wichtiger Rohstoffe und Komponenten sowie der Frachtraten. Diese und andere Unsicherheitsfaktoren stellen die FRIWO-Teams weltweit unverändert vor große Herausforderungen.
Auf der anderen Seite verzeichnet FRIWO aktuell eine sehr erfreuliche Kundenresonanz auf das erweiterte Produktund Leistungsangebot. Insbesondere im E-Mobility-Markt konnten neue, potenzialreiche Kunden gewonnen werden, die auf die digital steuerbaren Antriebslösungen auf Basis der leistungsfähigen FRIWO-Software setzen. Auch hat sich die Kundenzufriedenheit in den vergangenen 12 Monaten mit Blick auf Produktqualität, Prozesseffizienz und Kommunikation deutlich verbessert. FRIWO profitiert zudem immer stärker von den Kosten- und Effizienzvorteilen durch die Neuordnung der weltweiten Produktionsbasis im Rahmen des Transformationsprogramms. Dieses soll plangemäß bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden.
Zwar stellen die dynamischen Auftragsentwicklung im bisherigen Jahresverlauf, die erreichten Effizienzfortschritte und die mit Teilen der Kunden vereinbarten Preissteigerungen positive Signale für das zweite Halbjahr 2021 dar.
Da aber Umfang und Dauer der Produktionsbeeinträchtigungen in Vietnam nicht abgeschätzt werden können und der weitere Geschäftsverlauf des Konzerns deshalb mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, beschloss der Vorstand am 4. August 2021, die bisherige Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2021 (Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich, leicht positives Konzern-EBIT) auszusetzen. Je nach weiterem Verlauf der Beeinträchtigungen durch den Lockdown in Vietnam könnte nach derzeitiger Einschätzung eine Verschlechterung beim Konzern-EBIT bis auf ein leicht negatives Ergebnis erwartet werden. Für weitere Informationen wird auf den Risikobericht dieses Lageberichts verwiesen.
Aktuell sind konkrete Aussagen zur weiteren Entwicklung mit der gebotenen hinreichenden Wahrscheinlichkeit nicht möglich. Eine neue Prognose wird erst dann verabschiedet werden, wenn die weitere Geschäftsentwicklung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit abgeschätzt werden kann.
Trotz der aktuellen, kurzfristigen Störungen in den Produktions- und Lieferketten bleibt nach wie vor die erfolgreiche und zukunftsweisende strategische Ausrichtung des FRIWO-Konzerns entscheidend. Durch die im letzten Jahr erfolgte Weiterentwicklung des Leistungsspektrums, das auf sehr positive Resonanz bei Bestands-und Neukunden gestoßen ist, und die Optimierung der internen Strukturen hat FRIWO, nach Überwindung der derzeit bestehenden Beeinträchtigungen auf Beschaffungs- und Produktionsseite, die Weichen für den mittel- und langfristigen Geschäftserfolg gestellt.

Konzern-Zwischenabschluss
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
| in T Euro | 1–6/2021 | 1–6/2020 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 48.161 | 44.680 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | -45.420 | -42.975 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.741 | 1.705 |
| Vertriebskosten | -1.689 | -2.101 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -4.342 | -3.442 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -973 | -816 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.531 | 938 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -2.732 | -3.716 |
| Zinsertrag | 2 | 0 |
| Zinsaufwand | -921 | -601 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) | -3.651 | -4.317 |
| Ertragsteuern | 20 | 1.254 |
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.063 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) | -0,47 | -0,40 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
| in T Euro | 1–6/2021 | 1–6/2020 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.063 |
| Gewinne / Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen |
312 | -32 |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind |
312 | -32 |
| Gesamtergebnis | -3.319 | -3.095 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
| in T Euro | 1–6/2021 | 1–6/2020 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.063 |
| Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand | -20 | -1.254 |
| Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis | 919 | 601 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.919 | 2.134 |
| Veränderung der Rückstellungen | -3.084 | -2.834 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 1 | 5 |
| Veränderung der Vorräte | -6.803 | -1.171 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-534 | -1.203 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
3.667 | 1.735 |
| Gezahlte Zinsen | -895 | -577 |
| Erhaltene Zinsen | 0 | 0 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 156 | 120 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte | 155 | -15 |
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | -8.150 | -5.522 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens |
28 | 13 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
-474 | -51 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -527 | -1.049 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -973 | -1.087 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 |
| Aufnahme Gesellschafterdarlehen | 8.818 | 2.654 |
| Tilgung von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten | -432 | 9.714 |
| Aufnahme/Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) |
301 | -9.120 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -430 | -432 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 8.257 | 2.816 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | 0 | 0 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | -866 | -3.793 |
| Zahlungsmittel zum Jahresbeginn | 4.203 | 5.855 |
| Zahlungsmittel zum Halbjahresende | 3.337 | 2.062 |
Konzern-Bilanz
zum 30. Juni 2021
Aktiva
| in T Euro | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 2.286 | 2.286 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 1.903 | 1.654 |
| Sachanlagen | 8.297 | 8.894 |
| Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 1.713 | 2.090 |
| Latente Steuern | 4.534 | 4.510 |
| 18.733 | 19.434 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 27.693 | 20.890 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.834 | 4.114 |
| Vertragsvermögenswerte | 7.557 | 8.385 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.277 | 1.876 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 0 | 121 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 2.668 | 2.310 |
| Zahlungsmittel | 3.337 | 4.203 |
| 48.366 | 41.899 | |
| Summe Aktiva | 67.099 | 61.333 |
Passiva
| in T Euro | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 20.020 | 20.020 |
| Kapitalrücklage | 2.002 | 2.002 |
| Gewinnrücklagen | -20.128 | -16.497 |
| Sonstige Rücklagen | -461 | -773 |
| 1.433 | 4.752 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Gesellschafterdarlehen | 11.540 | 2.722 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.950 | 9.382 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 1.025 | 1.306 |
| Rückstellungen für Pensionen | 2.825 | 2.899 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 148 | 143 |
| 24.488 | 16.452 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 1.877 | 4.868 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 14.994 | 14.693 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 786 | 870 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.961 | 12.352 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 221 | 235 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.048 | 6.053 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 45 | 10 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 1.246 | 1.048 |
| 41.178 | 40.129 | |
| Schulden | 65.666 | 56.581 |
| Summe Passiva | 67.099 | 61.333 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
zum 30. Juni 2021
| in T Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen | Konzerneigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 31.12.2019 | 20.020 | 2.002 | -10.964 | -127 | 10.931 |
| Konzernergebnis | -3.063 | -3.063 | |||
| Sonstiges Konzernergebnis | -32 | -32 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis | -3.063 | -32 | -3.095 | ||
| Stand am 30.06.2020 | 20.020 | 2.002 | -14.027 | -159 | 7.836 |
| Stand am 31.12.2020 | 20.020 | 2.002 | -16.497 | -773 | 4.752 |
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.631 | |||
| Sonstiges Konzernergebnis | 312 | 312 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis | -3.631 | 312 | -3.319 | ||
| Stand am 30.06.2021 | 20.020 | 2.002 | -20.128 | -461 | 1.433 |
Konzernanhang für das erste Halbjahr 2021
Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Im Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021, der unter Zugrundelegung des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt wurde, wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2020, der in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt wurde.
Abweichungen zu den im Geschäftsjahr 2020 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bilden die seit dem Geschäftsjahr 2020 verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten internationalen Rechnungslegungsverschriften nach IFRS.
Erläuternde Anhang-Angaben
Die COVID-19-Pandemie stellt für den Konzern ein Triggering Event gemäß IAS 36.12 dar, da sich signifikante Veränderungen im ökonomischen Umfeld des Unternehmens ergeben haben. Aufgrund der Mehraufwendungen und eingebrochenen Umsätze sind die Cashflow-Prognosen für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten anzupassen. Auf Basis der neuen Annahmen sowie unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung der Kapitalkosten wurde ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Die Bewertungsmethode entspricht der Vorgehensweise der Werthaltigkeitsüberprüfung im Geschäftsjahr 2020. Aus der Überprüfung zum 30. Juni 2021 ergab sich kein Wertminderungsbedarf.
Staatliche Fördermaßnahmen im Zusammenhang mit CO-VID-19, wie zum Beispiel Kurzarbeit und Verschiebung von Steuerzahlungen wurden im Berichtszeitraum nicht in Anspruch genommen.
Zusätzliche Angaben zu den Auswirkungen der CO-VID-19-Pandemie finden sich im Konzern-Zwischenlagebericht.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 nicht verändert und umfasst zwei inländische und drei ausländische Gesellschaften.
Segmentinformationen
| in T Euro | Deutschland | übriges Europa |
Asien | übrige | Geschäfts aktivitäten sonstige |
Segmente Summe |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1–6/2021 | ||||||||
| Umsatzerlöse | 21.018 | 21.979 | 3.115 | 2.049 | 0 | 48.161 | 0 | 48.161 |
| Abschreibungen | 991 | 705 | 110 | 107 | 6 | 1.919 | 0 | 1.919 |
| Operatives Ergebnis | -916 | -560 | -273 | -517 | -1.024 | -3.290 | 0 | -3.290 |
| 1–6/2020 | ||||||||
| Umsatzerlöse | 20.732 | 18.409 | 3.491 | 2.048 | 0 | 44.680 | 0 | 44.680 |
| Abschreibungen | 1.041 | 836 | 156 | 92 | 9 | 2.134 | 0 | 2.134 |
| Operatives Ergebnis | -1.465 | -1.757 | -275 | 74 | -415 | -3.838 | 0 | -3.838 |
Überleitung des Segmentergebnisses
| in T Euro | 1–6/2021 | 1–6/2020 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis | ||
| Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente | -3.290 | -3.838 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 558 | 122 |
| Zinsertrag | 2 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -921 | -601 |
| Ertragsteuern | 20 | 1.254 |
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.063 |
Angaben zu Finanzinstrumenten
In der folgenden Tabelle werden die Buchwerte der Finanzinstrumente nach Bilanzpositionen dargestellt:
| in T Euro | nach IFRS 9 Kategorie |
30.06.2021 Buchwert |
31.12.2020 Buchwert |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 4.834 | 4.114 |
| Vertragsvermögenswerte | AC | 7.557 | 8.385 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 2.277 | 1.876 |
| Zahlungsmittel | AC | 3.337 | 4.203 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Gesellschafterdarlehen | FLaAC | 11.540 | 2.722 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLaAC | 8.950 | 9.382 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLaAC | 14.994 | 14.693 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.811 | 2.176 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLaAC | 16.961 | 12.352 |
| Vertragsverbindlichkeiten | FLaAC | 221 | 235 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLaAC | 5.048 | 6.053 |
| Zusammenfassung pro Kategorie | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortisized Cost) (AC) |
18.005 | 18.578 | |
| Finanziell Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLaAC) |
57.714 | 45.437 |
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen bzw. Unternehmen
Das Gesellschafterdarlehen der Cardea Holding GmbH, Grünwald, an die FRIWO AG in Höhe von 2,6 Mio. Euro zum Jahresende 2020 wurde im ersten Halbjahr 2021 in 3 Tranchen um 8,6 Mio. Euro auf 11,2 Mio. Euro aufgestockt.
Darüber hinaus wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.
Prüferische Durchsicht
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Sonstige Angaben
Die Cardea Holding GmbH, Grünwald, eine Tochter der VTC GmbH & Co. KG, München, ist mehrheitlich an der FRIWO AG beteiligt. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC einbezogen.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zu Beginn des zweiten Halbjahres hat sich die Beeinträchtigung der FRIWO-Geschäftsentwicklung durch den Lockdown am Standort Vietnam nochmals verschärft. Für weitere Informationen wird auf den Risikobericht dieses Lageberichts verwiesen.
Anfang August 2021 hat der Großaktionär der Gesellschaft, die Cardea Holding GmbH, Grünwald, einen weiteren Überbrückungskredit in Höhe von 5,0 Mio. Euro zu bisherigen Konditionen zur Verfügung gestellt, um die Auswirkungen des Corona-bedingt negativen operativen Cashflow auszugleichen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."
Rolf Schwirz Vorstand

Termine und Adressen

Finanzkalender 2021 Geschäftsjahr 01.01.–31.12.
Pressemitteilung zum 3. Quartal 2021 11. November 2021
Adressen
FRIWO AG WKN 620110 Von-Liebig-Straße 11 ISIN DE0006201106 D-48346 Ostbevern Deutschland
Telefon: +49 (0) 25 32 / 81 - 0 Fax: +49 (0) 25 32 / 81 - 112
E-Mail: [email protected] Internet: https://www.friwo.com
Auf unserer Internetseite https://www.friwo.com/de/about/investor-relations/ bieten wir Ihnen ein umfassendes Informationsangebot zur FRIWO-Aktie sowie zum Unternehmen. Sie finden dort unter anderem Termine, aktuelle Finanzberichte, Informationen zur Hauptversammlung und Finanzmitteilungen.
Hinweise:
Wir weisen darauf hin, dass die Aussagen gewisse Risiken und Unsicherheitsfaktoren beinhalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten Ergebnissen abweichen.
In diesem Halbjahresbericht werden die Begriffe "Mitarbeiter" und "Arbeitnehmer" aus Vereinfachungsgründen stellvertretend für "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" sowie "Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer" verwendet.
Bei den in diesem Bericht enthaltenen Zahlen und Prozentangaben können Rundungsdifferenzen auftreten.