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FRIWO AG — Annual Report 2016
Apr 10, 2017
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2016
Geschäftsbericht 2016
FRIWO auf einen Blick
| in Mio. Euro | 2016 | 2015 Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Umsatz | 134,6 | 143,0 | -5,9 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 6,6 | 4,4 | 48,9 |
| EBIT-Umsatzrendite in % | 4,9 | 3,1 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) | 6,2 | 4,1 | 50,7 |
| Ergebnis nach Steuern | 4,0 | 2,7 | 47,0 |
| Bilanz | |||
| Bilanzsumme | 57,7 | 57,5 | 0,3 |
| Eigenkapital | 17,7 | 15,1 | 17,2 |
| Eigenkapitalquote in % | 30,6 | 26,2 | |
| Investitionen | 3,0 | 4,9 | -40,2 |
| Mitarbeiter (Stichtag) | 731 | 433 | 68,8 |
| Aktie | |||
| Ergebnis je Aktie in Euro | 0,52 | 0,36 | 47,0 |
| Vorwort des Vorstands | 2 |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrats | 5 |
| Organe der Gesellschaft | 10 |
| Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG | 11 |
| Grundlagen des Konzerns | 11 |
| Geschäftsmodell und Konzernstruktur | 11 |
| Wichtige Ereignisse im Berichtszeitraum | 12 |
| Steuerungssysteme | 13 |
| Forschung und Entwicklung | 13 |
| Wirtschaftsbericht | 15 |
| Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen | 15 |
| Branchenspezifische Rahmenbedingungen | 16 |
| Allgemeiner Geschäftsverlauf | 17 |
| Auftragsentwicklung | 18 |
| Ertragslage | 18 |
| Finanzlage | 21 |
| Vermögenslage | 23 |
| Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG Mitarbeiter |
24 25 |
| Umweltbericht | 27 |
| Prognosebericht | 28 |
| Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen | 28 |
| Unternehmensbezogene Rahmenbedingungen | 29 |
| Voraussichtliche Geschäftsentwicklung | 29 |
| Risikobericht | 31 |
| Risikomanagement | 31 |
| Risikoarten Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns |
33 38 |
| Chancenbericht | 39 |
| Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems | 40 |
| Übernahmerechtliche Angaben | 42 |
| Erklärung zur Unternehmensführung | 44 |
| Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG | 44 |
| Angaben zu Unternehmenspraktiken | 47 |
| Arbeitsweise des Vorstands Arbeitsweise des Aufsichtsrats |
47 48 |
| Vergütungsbericht | 49 |
| Vorstandsvergütung Aufsichtsratsvergütung |
49 50 |
| Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen | 50 |
| Konzernabschluss | 51 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 53 |
| Gesamtergebnisrechnung | 54 |
| Kapitalflussrechnung Bilanz |
55 56 |
| Eigenkapitalveränderungsrechnung | 58 |
| Konzernanhang | 59 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 107 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 108 |
| Adressen und Termine | 110 |
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Freunde der FRIWO AG,
die FRIWO AG hat das Übergangsjahr 2016 nicht nur erfolgreich gemeistert, sondern sogar über den eigenen Erwartungen abgeschlossen. Es war geprägt durch den Wandel unseres Konzerns von einem Hersteller von Stromversorgungen mit einer großen Bandbreite an Anwendungen hin zu einem Anbieter von komplexeren Systemlösungen mit einem fokussierten Spektrum an Zielbranchen. Diese fortlaufende strategische Weiterentwicklung ist der Schlüssel für die sukzessive Steigerung von Margen und Profitabilität, welche im Mittelpunkt unseres Handelns steht.
Im vergangenen Jahr sind wir bei dieser Transformation sehr gut vorangekommen. Ungeachtet der damit verbundenen Veränderungen in nahezu allen Bereichen unseres Konzerns war das Geschäftsjahr auch wirtschaftlich erfolgreich. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 4,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,6 Mio. Euro und lag damit deutlich über unseren ursprünglichen Erwartungen. Neben einer lebhaften Nachfrage unserer Kunden im zweiten Halbjahr konnten wir von einem vorteilhaften Produkt- und Kundenmix profitieren. Dabei wirkte sich bereits die stärkere Fokussierung auf die definierten Zielbranchen aus, welche im Gegenzug die bewusste Aufgabe oder Reduzierung von Geschäftsbeziehungen in margenschwächeren Märkten, wie etwa der Konsumelektronik, nach sich zog. Aufgrund dieser "Ertrag geht vor Umsatz"-Strategie lag der Konzernumsatz 2016 mit 134,6 Mio. Euro wie erwartet leicht unter dem Vorjahresniveau von 143,0 Mio. Euro. Die Umsatzrendite unseres Konzerns – bezogen auf das EBIT – verbesserte sich somit von 3,1 Prozent auf 4,9 Prozent.
Ein wichtiger Einflussfaktor für die erfreuliche Ertragsentwicklung war die Neuordnung unserer weltweiten Produktionsbasis. Diese verlief schneller und kostengünstiger als zunächst geplant. Insbesondere fielen für die Beendigung der Geschäftsbeziehungen zu bisherigen Produktionspartnern in China geringere Kosten an als prognostiziert. Im Mittelpunkt stand das Hochfahren der 2015 gegründeten eigenen Fertigung in Vietnam und damit die Verlängerung unserer eigenen Wertschöpfungskette. Konkret haben wir 2016 die Produktion von ca. 160 Artikeln mit einem Volumen von 1,5 Mio. Produktionsstunden und mit einem Umsatz von fast 50 Mio. Euro von bisherigen Fertigungspartnern in China in unser neues Werk und zu Zulieferern in China und Vietnam verlagert. Dass wir diesen Kraftakt ohne wesentliche Störungen im Produktionsablauf bewältigen konnten, war sicherlich nicht selbstverständlich und zeigt erneut die hohe Kompetenz und den außerordentlichen Einsatzwillen der gesamten FRIWO-Belegschaft. Dafür gebührt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unser herzlicher Dank und unsere Anerkennung!
Positiv stimmt uns auch, dass wichtige Kunden den Aufbau der Fertigung in Vietnam ausdrücklich begrüßen. Sie sehen ganz klar die Vorteile mit Blick auf höchste Produktqualitäten, Liefertreue und Produktionsflexibilität und werten die Investitionsentscheidung als Beweis, dass Kundennähe und Kundenzufriedenheit für FRIWO wichtige Leistungsversprechen sind. Durch die Anfang Januar 2017 abgeschlossene Akquisition einer Wandler- und Drosselfertigung, in unmittelbarer Nähe zu unserem Werk in Ho-Chi-Minh-Stadt aus dem Besitz eines Fertigungspartners haben wir unsere Wertschöpfungskette noch um eine wichtige Produktkomponente ergänzt, denn Wandler werden zumeist produktindividuell für die Kunden hergestellt. Die Fertigung liefert bereits heute den weitaus größten Teil ihrer Komponenten an FRIWO und wird ab 2017 einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten.
Die Transformation von FRIWO hat auch zu Anpassungen in der Vertriebsorganisation geführt. Bereits 2015 hatten wir durch die Übernahme des Vertriebs in Süddeutschland in die eigenen Hände erste Weichen gestellt. Im Berichtsjahr wurden die Ausrichtung auf die potenzialträchtigen Zielmärkte Werkzeuge (Tools), Industrie-Anwendungen, Labor- und Medizintechnik sowie Elektromobilität verstärkt und die Identifikation und Ansprache von Neukunden in diesen Branchen forciert. Wir wollen den Kunden dabei immer öfter komplexere Systemlösungen, die auch in kleineren Stückzahlen hergestellt werden können, anbieten. FRIWO setzt somit künftig auf einen anwendungs- und lösungsbezogenen Vertrieb, für den ein tiefes Verständnis der Anforderungen und Wünsche der Kunden unerlässlich ist. Dies wird begleitet von einer kontinuierlichen Optimierung der Produktqualitäten und der Fertigungsprozesse – Themen, die gerade 2016 im Mittelpunkt unserer Aus- und Weiterbildung standen und in die wir weiterhin stark investieren werden.
Auch im laufenden Jahr 2017 hat die Verbesserung von Margen und Profitabilität für uns hohe Priorität. Dabei werden wir von dem höheren Anteil der Eigenfertigung durch die aufgebauten Kapazitäten in Vietnam profitieren. Die Neuordnung unserer weltweiten Produktionsbasis ist zwar weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Wir wollen 2017 das Werk in Vietnam weiter ausbauen und Geräte, die derzeit in Europa gefertigt werden, teilweise dorthin verlagern, auch um Kapazität für Wachstum in Europa zu schaffen.
Belastend könnten sich in der Erfolgsrechnung 2017 weiter rückläufige Umsätze bei nicht-strategischen Kunden sowie Steigerungen in den operativen Kosten auswirken, deren Umfang noch nicht exakt bestimmt werden kann. Auf Basis des guten Auftragsbestands zum Jahresende 2016 und der Fortschritte bei der Weiterentwicklung des Konzerns gehen wir für das laufende Geschäftsjahr jedoch erneut von einer guten Geschäftsentwicklung aus: Beim Konzernumsatz erwarten wir einen stabilen bis leicht wachsenden Wert. Beim EBIT gehen wir von einem weiteren Anstieg auf 7,0 bis 8,0 Mio. Euro aus. Damit würde sich die operative Umsatzrendite unseres Unternehmens strategiekonform weiter erhöhen.
Die Transformation unseres Konzerns ist unerlässlich im intensiven Wettbewerb der weltweiten Power-Supply-Branche. Der Name FRIWO stand und steht jedoch nicht zuletzt für technologisches Know-how auf Basis jahrzehntelanger Erfahrungen und für eine gelebte Innovationskultur. Erst die Kombination dieser "DNA" mit einer leistungsfähigen und flexiblen Produktions- und Vertriebsbasis bringt unseren Kunden echte Mehrwerte. Sie gezielt gegenüber dem Wettbewerb zu nutzen, ist unsere Aufgabe, der wir uns verpflichtet fühlen. Wir hoffen sehr, dass Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, unsere Gesellschaft dabei wie bisher wohlwollend begleiten und unterstützen.
Ostbevern, im Februar 2017
Der Vorstand
Martin Schimmelpfennig Lothar Schwemm
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Berichtszeitraum, insbesondere über seine Beratungen im Plenum, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex sowie die Prüfung der Abschlüsse der FRIWO AG und des Konzerns.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Aufsichtsrat hat in seinen Präsenzsitzungen wie auch telefonisch, schriftlich oder in Textform im Umlaufverfahren die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzungen sowie zwischen diesen Terminen regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über alle relevanten Aspekte der aktuellen Geschäftsentwicklung, über wesentliche Geschäftsvorfälle sowie über die Lage des Konzerns unterrichtet. Bedeutende Vorgänge, aber auch Abweichungen von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen eingehend geprüft.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2016 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats, die im März 2017 stattfand, behandelte vor allem Themen, die das Geschäftsjahr 2016 betrafen. Die Sitzungen erfolgten vor dem 11. Mai 2016 in der ursprünglichen Zusammensetzung des Aufsichtsrats, danach in der Zusammensetzung, die sich aus den Neuwahlen der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ergeben hatte. Dabei ist Herr Uwe Leifken für Herrn Ingolf Bonkhoff neben die durch Wiederwahl im Amt verbliebene Frau Rita Brehm als neuer Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt worden.
Daneben hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 insgesamt vier Beschlüsse durch schriftliche oder fernmündliche Stimmabgabe oder Stimmabgabe in Textform gefasst. In diesen Beschlüssen wurden die Entsprechenserklärung des Geschäftsjahrs 2016, Personalentscheidungen sowie Anträge des Vorstands auf Erteilung einer Zustimmung des Aufsichtsrats zu vom Vorstand beabsichtigten Maßnahmen gemäß dem Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte behandelt.
Schwerpunkte der Tätigkeit
Der Aufsichtsrat befasste sich in allen Beratungen mit der Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie der Finanzlage der FRIWO AG und des Konzerns, verschiedenen Personalthemen, dem Risikomanagement sowie der Unternehmenscompliance. Daneben standen die Beratungen 2016 in besonderem Maße im Zeichen der Umsetzung der Neuausrichtung der FRIWO-Wertschöpfungsstrategie mit einem besonderen Fokus auf dem Aufbau der FRIWO-eigenen Produktionsstätte in Vietnam. Auch die weitere Schärfung der Vertriebsstrategie sowie der Erwerb einer Wandler- und Drosselfertigung in Vietnam durch eine FRIWO-Tochtergesellschaft bildeten einen Schwerpunkt der Beratungen.
Im Einzelnen wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrats insbesondere die folgenden Themen erörtert:
In seiner Sitzung im März 2016, an der auch die Abschlussprüfer teilnahmen, hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem von der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg (Rödl & Partner) jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahres- und Konzernabschluss 2015 mit dem zusammengefassten Lagebericht für die FRIWO AG und den Konzern, dem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns befasst und diese geprüft. Der Bericht des Aufsichtsrats wurde in dieser Sitzung einstimmig genehmigt. Neben dem Status des Aufbaus der FRIWO-eigenen Fertigungsstätte in Vietnam sowie der Produktverlagerungen im Rahmen der FRIWO-Wertschöpfungsstrategie und der sich aus der neuen Zweilieferantenstrategie eines FRIWO-Großkunden aus dem Konsumelektronikbereich ergebenden Auswirkungen, wurden zudem weitere operative Themen wie Produktionskapazität und Qualität eingehend diskutiert.
Im Mai 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Verlauf der der Sitzung vorangegangenen Hauptversammlung, dem Status und Detailfragen zum Aufbau der Fertigungsstätte in Vietnam sowie verschiedenen Vertriebsthemen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Beratungen zum "Gesetz für die gleichberechtigte Teilnahme von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", zur Marktmissbrauchsverordnung, dem Referentenentwurf des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes sowie dem Abschlussprüferreformgesetz.
In der September-Sitzung 2016 des Aufsichtsrats stand die intensive Diskussion und Verabschiedung der strategischen Planung im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurden die Aufnahme der Serienfertigung in der Fertigungsstätte in Vietnam sowie die Fortschritte und Herausforderungen im Rahmen diverser Produktverlagerungen diskutiert. Auch M&A-Themen sowie damit zusammenhängende Finanzierungsfragen wurden erörtert.
Die Sitzung im Dezember 2016 beschäftigte sich in ihrem Schwerpunkt mit der Jahresplanung 2017, dem Erwerb einer Wandler- und Drosselfertigung in Vietnam, Fragen von Produktionskapazität und -qualität, sowie der Vorbereitung der Entsprechenserklärung 2017. Im Rahmen einer Telefonkonferenz haben die Abschlussprüfer zudem Themen der Abschlussprüfung 2016 mit dem Aufsichtsrat erörtert.
Corporate Governance
Bei drei der vier Aufsichtsratssitzungen 2016 war der Aufsichtsrat vollständig vertreten, an einer der vier Sitzungen nahmen nur fünf der sechs Aufsichtsratsmitglieder teil. An den Umlaufbeschlüssen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht – abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär bzw. dem Näheverhältnis zu einem Aktionär der Gesellschaft.
Gegenwärtig ist im Aufsichtsrat eine Frau vertreten. Im Aufsichtsrat sind umfassende Branchenkenntnisse vorhanden. Das Gremium ist international ausgerichtet; aufgrund der unterschiedlichen Werdegänge seiner Mitglieder ist der Aufsichtsrat durch eine hohe Vielfalt von auch international geprägten Erfahrungen und Fähigkeiten gekennzeichnet.
Zukünftige Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl der Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat sollen auch unter Berücksichtigung der angekündigten gesetzlichen Fortentwicklungen im Rahmen der jeweils vorhandenen Möglichkeiten weiterhin sicherstellen, dass bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die folgenden Ziele erreicht werden:
- umfassende Branchenkenntnisse
- Internationalität
- Vielfalt (Diversity).
Bei der Umsetzung zum "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil in seiner Besetzung wie auch in der Besetzung des Vorstands jeweils die formulierte Zielgröße, die dem aktuellen Status entspricht, erreicht. Diese Ziele wurden unverändert durch einen Aufsichtsratsbeschluss verlängert, wobei die Zielsetzung für den Aufsichtsrat bis zum 10. Mai 2021 und für den Vorstand bis zum 31. Dezember 2021 festgelegt wurde.
Der Aufsichtsrat hat sich für das Geschäftsjahr 2016 davon überzeugt, dass die FRIWO AG die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung von Februar 2016 erfüllt hat. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Februar 2017 findet sich im Lagebericht des Geschäftsberichts sowie auch auf der Internetseite der Gesellschaft, wo sie der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht wurde und wird.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2016
Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 aufgestellte Jahresabschluss der FRIWO AG und der Konzernabschluss 2016 sowie der Lagebericht, der für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefasst wurde, sind von Rödl & Partner geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung des Abschlussprüfers nach § 317 Abs. 4 HGB ergab, dass der Vorstand die Maßnahmen nach § 91 Abs. 2 AktG in der geeigneten Form getroffen hat und das Risikoüberwachungssystem seine Aufgaben erfüllt. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat sich in der gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Prüfungsergebnisse unterrichten lassen und sich über die wesentlichen Sachverhalte des Jahresabschlusses der FRIWO AG sowie des Konzernabschlusses umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefassten Lagebericht geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat die Angaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB eingehend geprüft. Es werden sowohl zu den auf die Gesellschaft zutreffenden Punkten Angaben gemacht als auch negativ erklärt, wenn Angaben nicht möglich sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem Lagebericht des Vorstands einverstanden.
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG zudem einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Rödl & Partner hat den Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
-
- die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
-
- bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
-
- bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Aufsichtsrat, der den Bericht ebenfalls geprüft hat, stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch Rödl & Partner überein und erhebt gegen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen einschließlich der am Schluss des Berichts vom Vorstand abgegebenen Erklärung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung 2017 vor, die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 zu wählen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz und die Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr und das hervorragende Ergebnis, das hierdurch erzielt werden konnte.
Ostbevern, im März 2017
Richard G. Ramsauer Vorsitzender des Aufsichtsrats
Organe der Gesellschaft
| Aufsichtsrat | Mandate |
|---|---|
| Richard G. Ramsauer Vorsitzender Geschäftsführer VTC Industrieholding Verwaltung GmbH |
keine |
| Jürgen Max Leuze stellv. Vorsitzender Geschäftsführer VTC Industrieholding Verwaltung GmbH |
keine |
| Ingolf Bonkhoff (bis zum 11.05.2016) Entwicklungsingenieur Elektronik / Projektleiter FRIWO |
keine |
| Peter Arnold Curt Tilo Brandis Dipl. Ing. Geschäftsführer Brandis Beteiligungsgesellschaft mbH |
keine |
| Rita Brehm Personalreferentin FRIWO Freigestellte Betriebsratsvorsitzende |
keine |
| Johannes Feldmayer Generalbevollmächtigter Heitec AG |
TGW Logistics Group GmbH, A-4600 Wels (Mitglied im Aufsichtsrat – seit Juni 2016) METRIC mobility solutions AG (Mitglied im Aufsichtsrat – bis Mai 2016) |
| Uwe Leifken (ab dem 11.05.2016) Sales Manager Distribution D/A/CH |
keine |
| Vorstand | Mandate |
|---|---|
| Martin Schimmelpfennig | FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., China FRIWO Vietnam Co. Ltd., Vietnam |
| Lothar Schwemm | FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., China FRIWO Vietnam Co. Ltd., Vietnam |
Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell und Konzernstruktur
Die im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte FRIWO AG mit Sitz im westfälischen Ostbevern ist mit ihren Tochterunternehmen (insgesamt im Folgenden FRIWO) ein internationaler Hersteller von technisch hochwertigen Ladegeräten, Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern für ein breites Anwendungsspektrum.
Mit seinen Produkten deckt das Unternehmen zahlreiche Anwendungen ab. So wird das Know-how von FRIWO im Bereich Ladetechnik vor allem von Kunden in den anspruchsvollen Märkten der Elektromobilität, der mobilen Werkzeuge und Rasenroboter geschätzt. Bei Stromversorgungen liegt der Fokus hauptsächlich auf Anwendungen in den Branchen Medizintechnik und Gesundheit, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie hochwertige Konsumelektronik. LED-Treiber der Marke FRIWO finden sich sowohl in der professionellen Innenraumbeleuchtung als auch in witterungsbeständigen Außenbeleuchtungen.
In der Fertigung greift FRIWO auf einen Mix aus eigener Produktion und Zulieferern zurück. Am Unternehmenssitz in Ostbevern betreibt das Unternehmen eine eigene, sehr flexible Fertigungsstätte, die eng mit polnischen Zulieferern kooperiert. Zusätzlich verfügt FRIWO seit 2015 über eine weitere hochmoderne Fertigung am Standort Dong Nai nahe Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) und bezieht Geräte von zwei ausgewählten Auftragsfertigern mit Produktionsstandorten in China und Vietnam.
Seit der Erfindung des ersten Steckernetzgerätes der Welt im Jahr 1971 hat das Unternehmen mittlerweile mehr als eine Milliarde Stromversorgungen produziert und verfügt damit über ein branchenweit führendes technologisches Know-how. Die Marke FRIWO steht weltweit für Innovationskraft, Sicherheit, Qualität und Effizienz. Als Beleg hierfür ist das Unternehmen nach der Qualitätsmanagementnorm DIN ISO 9001 und der Umweltmanagementnorm DIN ISO 14001 zertifiziert. Motivation, technisches Know-how und Begeisterung bilden die Grundlage des täglichen Handelns, verbunden mit einer familienbewussten Personalpolitik – so schafft FRIWO nachhaltige Werte für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre.
Zum FRIWO-Konzern gehören neben der FRIWO AG und deren Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH (beide mit Sitz in Ostbevern), aus der heraus im Wesentlichen das operative Geschäft des Konzerns betrieben wird, eine Vertriebs- und Servicegesellschaft in China sowie eine Produktionsgesellschaft in Vietnam. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und die Investor Relations zuständig. Sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist aufgrund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.
Wichtige Ereignisse im Berichtszeitraum
Im ersten Quartal 2016 erzielte FRIWO eine Einigung in den zwei gerichtlichen Verfahren im Zusammenhang mit der Beendigung eines Handelsvertretervertrages sowie der Nachforderung von Provisionszahlungen, die ein ehemaliger Vertriebspartner von FRIWO angestrengt hatte. FRIWO hatte bereits 2015 bilanzielle Vorsorge für dieses Risiko getroffen, die sich als ausreichend erwies.
Die neue Produktionsgesellschaft in Vietnam hat im ersten Quartal 2016 mit einer ortsansässigen Bank in Vietnam eine Working Capital Kreditlinie in Höhe von 3 Mio. US-Dollar abgeschlossen und damit ihre Finanzierung gestärkt.
Am 11. Mai 2016 beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre der FRIWO AG auf der ordentlichen Hauptversammlung, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro pro Aktie zu zahlen. Das entsprach einer Ausschüttungssumme von rund 1,2 Mio. Euro.
Am 8. Dezember 2016 gab die FRIWO AG den Erwerb einer Fertigung für Wandler und Drosseln von einem Zulieferbetrieb in Vietnam im Rahmen eines Asset Deals durch die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, bekannt. Die Fertigung mit rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in einem Industriepark nahe Ho-Chi-Minh-Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem 2015 aufgebauten neuen Produktionsstandort von FRIWO. Durch den Erwerb verbreitert das Unternehmen seine Wertschöpfungskette und fertigt eine wichtige Komponente für die FRIWO-Geräte künftig selbst. Der Gesamtkaufpreis beträgt rund 3,4 Mio. US-Dollar. Der Kauf wurde am 4. Januar 2017 erfolgreich abgeschlossen.
Steuerungssysteme
Eine kennzahlenbasierte Steuerung hat im FRIWO-Konzern einen hohen Stellenwert. Zur finanziellen Steuerung des Konzerns wird ein in allen Gesellschaften einheitliches Reportingsystem genutzt, das als grundlegende Steuerungsparameter den Umsatz, das operative Ergebnis (definiert als Bruttoergebnis abzüglich Vertriebs- und Verwaltungskosten) sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT bzw. EBIT-Rendite) verwendet.
Darüber hinaus ist die Erzielung eines angemessenen Zahlungsmittelüberschusses ein wichtiges Kriterium bei allen operativen Entscheidungen.
Diese finanziellen Leistungsindikatoren werden ergänzt durch weitere quantifizierbare Kennzahlen, die allerdings keinen direkten finanziellen Ursprung haben (nichtfinanzielle Leistungsindikatoren). Hierbei handelt es sich um Kennzahlen, die als feste Bestandteile des regelmäßigen internen Reportings Aussagen zur operativen Performance machen und so den Entscheidungsträgern eine faktenbasierte Grundlage für operative Entscheidungen bieten. Zu diesen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen die Book-to-Bill Ratio (Verhältnis von Auftragseingang zum fakturierten Umsatz) als Kennzahl für das Geschäftswachstum, OTIF (On Time and In Full) als Kennzahl zur Messung der Termintreue, Materialeinsparungen oder die Kapazitätsauslastung der Produktionspartner.
Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2016 hat der FRIWO-Konzern insgesamt 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,3 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Zum Bilanzstichtag waren weltweit 68 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktentwicklung beschäftigt (Vorjahresstichtag: 69).
Die in den Vorjahren entwickelte Geräteplattform mit der Bezeichnung FOX war die Basis für zahlreiche neue, kundenspezifische Gerätevarianten mit Blick auf Ausgangsleitungen und Bedruckungen. Dem Plattformgedanken folgend war FOX auch eine gute Ausgangsbasis für zahlreiche Neuentwicklungen und Modifikationen, da die Geräteplattform die Wirkungsgradanforderung gemäß US-Department of Energy (DoE) erfüllt. Dieser Standard für Effizienzsteigerungen und die Reduzierung der Standby-Verlustleistung trat am 10. Februar 2016 in Kraft.
Um am Markt als Systemanbieter für Akkupacks und Ladegeräte umfassend auftreten zu können, wurde die im Vorjahr entwickelte Standard-Ladegeräteplattform um Lithium-Ionen Akkupacks mit bis zu 13 Zellen und bis zu 250 Watt erweitert. Mögliche Anwendungsbereiche sind zum Beispiel E-Bikes oder auch LEVs (Light Electric Vehicles).
Für den Bereich E-Mobility/LEVs wurde ein DC-/DC-Konverter entwickelt, der die Energie aus einer 48 V-Traktionsbatterie auf eine 12 V-Spannung heruntersetzt, die mittels Bleibatterie gepuffert wird, um alle Signaleinheiten in einem LEV speisen zu können. Dieser DC-/DC-Konverter wurde zusammen mit einem führenden deutschen Industriepartner für LEVs entwickelt. Er zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad, sehr niedrige elektromagnetische Störaussendungen und eine hohe Störfestigkeit aus.
Im Berichtszeitraum wurde auch für Industrie-Stromversorgungen eine neue Serie für 30, 60 und 90 Watt entwickelt. Diese Stromversorgungen enthalten einen Mikrocontroller, der die Funktion der Stromversorgung überwacht und speziell angeforderte Peak-Leistungen in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur bereitstellt. Damit ist stets ein sicherer Betrieb der Stromversorgung mit allen Betriebsparametern möglich. Zudem weist diese Stromversorgung einen sehr niedrigen Einschaltstromwert auf, wodurch mehrere Stromversorgungen parallel eingeschaltet werden können.
Für Anwendungen in der Medizinbranche hat FRIWO 2016 verschiedenste Akkupacks mit weitreichendem Anforderungsprofil entwickelt und kundenbemustert, zum Beispiel Produkte mit Ladezustandsermittlung sowie mit einem Identifikations-Chip und zweifacher Absicherung.
Für besonders robuste Anwendungen mit hoher Umgebungstemperatur und gleichzeitig langer Lebensdauer wurde eine spezielle Stromversorgung für 60 Watt (12 V/5 A) entwickelt, die für universelle Eingangsspannung und einen Temperaturbereich bis 85°C ausgelegt ist. Bei Volllast und einer Umgebungstemperatur von 80°C erreicht die Stromversorgung eine Lebensdauer von 100.000 Stunden.
Um den Leistungsbedarf von modernen Kommunikationsgeräten wie Tablets oder Mobiltelefonen über die USB-Buchse abzudecken, wurde eine neue Generation von Stromversorgungen entwickelt, die in Standard-Unterputzdosen eingebaut werden kann. Diese Stromversorgungen liefern bis zu 5V/3A und enthalten einen USB-Port-Controller, der Hersteller und Gerätetyp der angeschlossenen Mobilgeräte erkennt und dementsprechend den Ladestrom zur Verfügung stellt.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die weltweite Wirtschaft entwickelte sich im Jahr 2016 positiv, obwohl das Wachstum nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) insgesamt nur unterdurchschnittlich ausfiel. Dabei wiesen die Industriestaaten und die aufstrebenden Volkswirtschaften im Berichtsjahr eine unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung auf: Die Konjunktur in den etablierten Volkswirtschaften entwickelte sich verhalten, während in den Schwellenländern ein teils deutliches Wachstum zu verzeichnen war.
Der IWF nennt mehrere negative Einflussfaktoren für die Weltwirtschaft, die vor allem im ersten Halbjahr relevant waren. Dazu zählen der sogenannte Brexit, also das Referendum in Großbritannien zum Austritt aus der Europäischen Union, eine verlangsamte wirtschaftliche Dynamik in China, die unter den Erwartungen liegende konjunkturelle Entwicklung in den USA und die Verringerung des weltweiten Handels. Auch wirkten sich fortdauernde geopolitische Unsicherheiten negativ aus.
Aufgrund dieser Entwicklungen errechnete der IWF für 2016 ein globales Wirtschaftswachstum auf dem Niveau des Vorjahres von 3,1 Prozent. Die chinesische Wirtschaft wuchs demnach um 6,7 Prozent, die US-Wirtschaft um 1,6 Prozent. Die Wirtschaft in der Euro-Zone verzeichnete dem Währungsfonds zufolge ein Plus von 1,7 Prozent, getragen durch einen hohen privaten Konsum.
Die Konjunktur in Deutschland befand sich 2016 in einem moderaten Aufschwung. Laut Statistischem Bundesamt waren die entscheidenden Impulse für die positive Entwicklung vor allem die privaten Konsumausgaben, staatliche Investitionen, insbesondere in Folge der Zuwanderung, und der boomende Wohnungsbau. Die Ausgaben der Unternehmen für Ausrüstungen entwickelten sich ebenfalls positiv. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Berichtsjahr um 1,9 Prozent.
Quellen:
• Internationaler Währungsfonds (IWF – International Monetary Fund), World Economic Outlook, Oktober 2016 und Januar 2017)
• Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung, 12. Januar 2017
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Der Weltmarkt für Stromversorgungen befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Nach einer Steigerung um knapp 2 Prozent von 32,4 auf 32,9 Mrd. US-Dollar 2016 prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Micro-Tech Consultants für den Gesamtmarkt für Stromversorgungen bis 2019 weiteres Wachstum auf ca. 34,4 Mrd. US-Dollar.
Da FRIWO als Hersteller von Ladegeräten und Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern die unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen bedient, ist die Entwicklung des Gesamtmarktes für das Unternehmen nur bedingt aussagekräftig. Relevanter für die künftige Entwicklung von FRIWO ist dagegen die Betrachtung einzelner Teilmärkte.
Seit geraumer Zeit agiert FRIWO als verlässlicher Zulieferer und Partner für die Medizintechnik. Die Entwicklung des Teilmarktes für medizinische Stromversorgungen ist daher von großer strategischer Bedeutung. Das Marktforschungsunternehmen Mordor Intelligence bewertete diesen Sektor in den vergangenen Jahren als stark wachsend, angetrieben vom steten Fortschritt in der Medizintechnik. Des Weiteren steigt die Zahl chronischer Erkrankungen immer weiter, und der Bedarf an mobilen Lösungen und Medizingeräten für den Hausgebrauch nimmt kontinuierlich zu. Für den Zeitraum von 2016 bis 2021 bestätigen die Experten von Mordor Intelligence daher ihre Aussage aus dem Vorjahr und prognostizieren für den Weltmarkt für medizinische Stromversorgungen ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 7,4 Prozent. Diese Entwicklung sollte FRIWO weitere Marktpotenziale eröffnen.
Ferner sind für FRIWO als Systemanbieter für Akkupacks und Ladetechnik aus einer Hand die Entwicklungen der Märkte für akkubetriebene Werkzeuge und Elektromobilität, vor allem E-Bikes, von großem Interesse. Beide Märkte verzeichnen ein anhaltendes Wachstum. Den Marktexperten von Transparency Market Research zufolge soll der Gesamtmarkt für Elektrowerkzeuge von 2014 bis 2021 weltweit ein durchschnittliches jährliches Wachstum in Höhe von 5,3 Prozent verzeichnen. Getrieben von der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Batterietechnik soll der für FRIWO wichtige Teilbereich der kabellosen Elektrowerkzeuge nach Einschätzung der Freedonia Group im Zeitraum von 2013 bis 2018 die stärksten Wachstumsraten verzeichnen.
Auch für den zweiten wichtigen Absatzmarkt für FRIWO-Ladetechnik, die Elektromobilität, werden starke Zuwächse erwartet. Der globale Markt für E-Bikes wird laut Navigant Research von 2016 bis 2025 zwar nur ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 0,4 Prozent verzeichnen. Rechnet man jedoch den bereits stark entwickelten chinesischen Markt heraus, soll sich der restliche Weltmarkt im gleichen Zeitraum mehr als verdoppeln. Da Europa der Hauptzielmarkt von FRIWO ist, bieten sich dem Unternehmen entsprechende Chancen.
Der Markt für LED-Beleuchtungstechnik, den FRIWO mit LED-Treibern, Dimmungslösungen und Lichtsteuerungen beliefert, entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Die LED verdrängt aufgrund ihrer vielfältigen Vorteile andere Leuchtmittel dauerhaft aus dem Markt: Lag der weltweite Anteil der LED-Technologie am gesamten Beleuchtungsmarkt im Jahr 2016 noch bei 45 Prozent, halten die Marktexperten von McKinsey in ihrer Studie "Lighting the way" bis 2020 einen Anstieg auf rund 70 Prozent für möglich.
Quellen:
- • Micro-Tech Consultants: Global Switching Power Supply Industry 2015
- • Mordor Intelligence: Global Medical Power Supply Market Growth, Trend & Forecasts (2016–2021)
- • Transparency Market Research: Power Tools Market Global Industry Analysis, Size, Share, Growth, Trends, and Forecast 2015–2021
- • Freedonia Group: World Power Tools, Industry Study with Forecasts for 2018 & 2023
- • Navigant Research: Electric Bicycles 2016–2025
- • McKinsey: Lighting the way. Perspectives on the global lighting market
Allgemeiner Geschäftsverlauf
Der FRIWO-Konzern hatte 2016 ein Jahr der Konsolidierung, gleichwohl aber erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr verzeichnet. Nach starkem Wachstum in den Vorjahren standen die Neuausrichtung des weltweiten Produktionsnetzes sowie die Optimierung des Produkt- und Kundenportfolios mit dem Ziel der Margenverbesserung im Vordergrund. Der Umsatz blieb wie erwartet mit 134,6 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert (143,0 Mio. Euro; –5,9 Prozent). Teilweise sehr deutliche Zuwächse in strategischen Zielbranchen (zum Beispiel kabellose Stromversorgungen im Bereich Werkzeuge, Elektromobilität oder medizinische Stromversorgungen) konnten den Umsatzrückgang mit Kunden im Consumer-Bereich aufgrund des Verzichts auf margenschwächere Erlöse nicht vollständig kompensieren. Währungseffekte spielten bei der Umsatzentwicklung – im Gegensatz zum Vorjahr – eine unwesentliche Rolle. Der Auftragseingang lag um 8 Prozent über dem Umsatz und auf Vorjahresniveau.
Ungeachtet des leichten Umsatzrückganges konnte die Ertragslage durch die margenorientierte Verbesserung des Kunden- und Produktmixes und die Neuausrichtung auf verschiedene Zielbranchen und Anwendungsgebiete wesentlich verbessert werden. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 49 Prozent von 4,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,6 Mio. Euro. Zu dieser erfreulichen Ergebnisentwicklung trug auch die Neuordnung der weltweiten Produktionsbasis des FRIWO-Konzerns bei, die schneller und kostengünstiger verlief als erwartet. Insbesondere fielen für die Beendigung der Geschäftsbeziehungen zu bisherigen Produktionspartnern in China geringere Kosten an als prognostiziert.
Auftragsentwicklung
Der Auftragseingang des FRIWO-Konzerns lag 2016 auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Teilweise auch bedingt durch den geringeren Umsatz betrug die Book-to-Bill Ratio 1,08 (Vorjahr: 1,01). Regional entwickelte sich der Ordereingang heterogen: Im größten Segment "Deutschland" stieg der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent, während er in den Segmenten "Asien" (–8,2 Prozent) und "Rest der Welt" (–3,5 Prozent) rückläufig war.
Zum Jahresende 2016 wies FRIWO einen erfreulichen Auftragsbestand aus, der um 20 Prozent über dem Wert am Vorjahresstichtag lag. Ein Grund für den hohen Auftragsbestand findet sich im veränderten, langfristigeren Bestellverhalten der Kunden.
Ertragslage
Umsatzentwicklung
Der Umsatz im FRIWO-Konzern blieb mit 134,6 Mio. Euro um 5,9 Prozent unter dem Vorjahrwert (143,0 Mio. Euro). Diese Entwicklung entsprach in etwa den Erwartungen des Vorstands.
Wachstumsträger waren vor allem der Bereich Werkzeuge und Gartengeräte, der sich im Umsatz mehr als verdoppelt hat (+116 Prozent) und der Bereich Stromversorgungen für den Industriebereich mit +18 Prozent. Der Umsatz im Bereich Elektromobilität ging um 17 Prozent zurück. Auch im Bereich Medizin konnte das Vorjahresniveau nicht ganz erreicht werden (-3 Prozent). Wesentlicher Einflussfaktor für den Rückgang des Konzernumsatzes war jedoch die Reduzierung des Engagements in dem noch immer umsatzgrößten Bereich "Consumer" im Zuge der strategischen Ausrichtung auf margenstärkere Produkte. Die Erlöse im Consumergeschäft gingen 2016 um 24 Prozent zurück.
In regionaler Hinsicht konnte sich "Deutschland" trotz eines leichten Rückgangs um 4,3 Prozent auf 62,0 Mio. Euro als größtes Segment behaupten. Deutschland blieb mit einem Anteil von 46 Prozent der größte Absatzmarkt des Konzerns (2015: 45 Prozent). Die Erlöse im Segment "Übriges Europa" (Europa ohne Deutschland) stiegen um 6,7 Prozent auf 52,0 Mio. Euro. Im Segment Asien reduzierten sich die Erlöse deutlich um 34 Prozent auf 15,2 Mio. Euro. In den übrigen Regionen sank der Umsatz um 17,4 Prozent auf 5,4 Mio. Euro. Zurückzuführen sind die Rückgänge in den beiden zuletzt genannten Segmenten auf die strategische Reduzierung der Umsätze im Consumerbereich.
Differenziert man die Umsatzerlöse nach Produktionsland, so lag der Umsatz aus europäischer Fertigung fast auf dem gleichen hohen Niveau wie im Vorjahr (–1,6 Prozent) und hat einen Anteil von 41 Prozent am Gesamtumsatz (Vorjahr 39 Prozent). In China hingegen ging durch die Beendigung der Geschäftsbeziehungen zu den zwei bisherigen Produktionspartnern und dem Aufbau eines neuen Partners der Umsatz um 44 Prozent zurück, wodurch der Anteil am Gesamtumsatz auf 28 Prozent sank (Vorjahr 46 Prozent). Ein großer Anteil dieser Umsätze wurde nach Vietnam in die eigene Fertigung sowie zu einem bereits bestehenden lokalen Partner verlagert. Daher stieg der Umsatzanteil aus Vietnam von 13 Prozent im Vorjahr auf 31 Prozent in 2016. Die dortige eigene Fertigung steuerte im Berichtsjahr bereits einen Anteil von 14 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Ertragsentwicklung
FRIWO hat 2016 Ertrag und Profitabilität trotz des geringeren Konzernumsatzes deutlich und über den ursprünglichen Erwartungen des Vorstands verbessert. Dabei wirkten sich nicht zuletzt die positiven Effekte aus der Neuordnung der weltweiten Produktionsbasis des FRIWO-Konzerns aus.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz sank 2016 von 17,2 Mio. Euro im Vorjahr um 5,3 Prozent auf 16,2 Mio. Euro. Die Bruttomarge vom Umsatz stieg dagegen von 12,0 Prozent auf 12,1 Prozent. Die leichte Verbesserung ist einerseits auf die Verbesserung des Produktmixes und anderseits auf die Neuausrichtung der Produktionsstrategie zurückzuführen.
Die Vertriebskosten sanken 2016 um 36,3 Prozent auf 4,2 Mio. Euro (2015: 6,6 Mio. Euro). Im Vorjahreswert waren die Einmalaufwendungen für die Neustrukturierung der externen Vertriebsorganisation in Süddeutschland enthalten.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen leicht um 0,1 Mio. Euro auf 5,9 Mio. Euro.
Das operative Ergebnis, also das Bruttoergebnis des Umsatzes abzüglich der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten, erhöhte sich von 4,8 Mio. Euro im Vorjahr um 1,3 Mio. Euro auf 6,1 Mio. Euro. Es konnte in fast allen Regionen bis auf die Region Asien verbessert werden. Dort wirkte sich der starke Umsatzrückgang negativ auf das operative Ergebnis aus. Im Segment der sonstigen Geschäftsaktivitäten stiegen die Kosten um 0,3 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen die Währungsaufwendungen und -erträge. Im Übrigen wird auf Ziffer 14 des Konzernanhangs verwiesen.
Der FRIWO-Konzern erreichte 2016 ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 6,6 Mio. Euro nach 4,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg um 2,2 Mio. Euro (48,9 Prozent) lag deutlich über den ursprünglichen Erwartungen des Vorstands.
Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) verbesserte sich signifikant von 3,1 Prozent auf 4,9 Prozent und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen des Vorstands.
Das Finanzergebnis belief sich auf –0,4 Mio. Euro (Vorjahr: –0,3 Mio. Euro). Es wurde geprägt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau und die durchschnittlich höhere Inanspruchnahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr.
Das Ergebnis vor Steuern (PBT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro.
Nach Steuern nahm das Konzernergebnis auf 4,0 Mio. Euro zu, nach einem Vorjahresergebnis von 2,7 Mio. Euro. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,52 Euro nach 0,36 Euro im Jahr 2015 (siehe Ziffer 17 des Konzernanhangs).
Finanzlage
Kapitalstruktur
Das Finanzmanagement des FRIWO-Konzerns ist maßgeblich auf die Steuerung der benötigten Liquidität sowie eine angemessene Kapitalausstattung des Unternehmens ausgerichtet.
Der Konzern verfügt über mehrere kurzfristige Kreditlinien bei verschiedenen Banken. Im Jahr 2016 wurde der Rahmen einer der kurzfristigen Kreditlinien von 2 Mio. Euro auf 4 Mio. Euro erhöht. Darüber hinaus steht der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH ein festverzinsliches langfristiges Darlehen von 5,0 Mio. Euro zur Verfügung, das im Jahr 2020 fällig ist.
Im Jahr 2015 hatte die FRIWO Gerätebau GmbH eine zusätzliche Finanzierung in Form eines langfristigen Ratentilgungsdarlehens in Höhe von 4,0 Mio. US-Dollar mit einer Laufzeit von 5 Jahren zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Dieses Darlehen diente der langfristigen Finanzierung der eigenen Produktionsstätte in Vietnam und wurde als Darlehen an die vietnamesische Gesellschaft weitergegeben. Als zusätzliche Finanzierung hat die Tochtergesellschaft Vietnam 2016 eine sogenannte Working Capital–Kreditlinie in Höhe von 3 Mio. US-Dollar mit einer lokalen Bank abgeschlossen. Darüber hinaus hat die FRIWO Gerätebau GmbH zur Finanzierung der Akquisition der neuen Wandlerfabrik ein langfristiges Tilgungsdarlehen im Januar 2017 in Höhe von 3 Mio. Euro und einer Laufzeit von 5 Jahren aufgenommen. Im Übrigen wird auf die Angaben unter Ziffer 29 des Konzernanhangs verwiesen.
Die FRIWO Gerätebau GmbH verkauft einen Teil ihrer Forderungen in Form eines echten Factorings, bei dem das Ausfallrisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird. Der Anteil der verkauften Forderungen am Forderungsbestand erhöhte sich im Berichtszeitraum um sechs Prozentpunkte und lag zum Stichtag 31. Dezember 2016 bei rund 71 Prozent nach 65 Prozent im Jahr 2015. Die chinesische Vertriebs- und Servicegesellschaft wird durch die FRIWO Gerätebau GmbH finanziert.
Der FRIWO-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2016 durchgehend selbstständig finanziert und verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2016 lag das Investitionsvolumen des Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit 3,0 Mio. Euro deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (4,9 Mio. Euro), in dem sich der Aufbau der neuen Fertigung in Vietnam niederschlug. Der Hauptteil der Investitionen im Berichtsjahr floss in den Maschinenpark sowie in die Anschaffung von Werkzeugen.
Aus regionaler Sicht entfielen 42 Prozent der Investitionen auf den Fertigungsstandort Deutschland, 47 Prozent auf Vietnam und 11 Prozent auf China. Bei den Investitionen in Deutschland und Vietnam handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungen und Anlagenmodernisierungen sowie um Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit.
Liquidität
Die von den Banken zur Verfügung gestellten kurzfristigen Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2016 nur zu einem Teil in Anspruch genommen. Es standen dem Konzern zum Bilanzstichtag 8,0 Mio. Euro an freien Kreditmitteln zur Verfügung.
Mit einem Teil der finanzierenden Banken sind branchenübliche Klauseln (Covenants) vereinbart, die bei wesentlichen Verschlechterungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein Kündigungsrecht begründen können. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 wurden sämtliche Covenants eingehalten.
Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr -7,4 Mio. Euro nach einem Zufluss von 8,0 Mio. Euro im Vorjahr. Wesentlichen Anteil an der Verschlechterung hat der Anstieg des Working Capital um 14,8 Mio. Euro, der mit der Neuausrichtung der Produktionsbasis und der Verlagerung der Produktion von den Zulieferern in die eigene Fertigung in Vietnam im Zusammenhang steht. Das Vorratsvermögen erhöhte sich dabei um 7,8 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 8,4 Mio. Euro.
Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 2,9 Mio. Euro, der im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen ist (2015: Mittelabfluss von 4,9 Mio. Euro).
Der Netto-Cashflow belief sich auf -10,3 Mio. Euro nach einem positiven Wert von 3,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die Liquiditätsentwicklung entsprach insgesamt den Erwartungen des Vorstands.
Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelzufluss von 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: Mittelzufluss von 2,5 Mio. Euro), bedingt durch die höhere Inanspruchnahme der Kreditlinien. Gegenläufig wirkte sich der Mittelabfluss für die Dividendenzahlung für das Jahr 2015 aus. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2016 über Zahlungsmittel in Höhe von 2,5 Mio. Euro, das waren 6,3 Mio. Euro weniger als zu Jahresbeginn.
Im Berichtsjahr konnten die Gesellschaften des Konzerns ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit bedienen. Aus aktueller Sicht ist die Liquidität auch für das Jahr 2017 und die Folgejahre gesichert.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 31. Dezember 2016 belief sich auf 57,7 Mio. Euro und lag damit nur um 0,2 Mio. Euro bzw. 0,4 Prozent über dem Wert am gleichen Stichtag 2015 (57,5 Mio. Euro).
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte blieb mit 12,6 Mio. Euro (+0,7 Prozent) in etwa konstant zum Wert von 12,5 Mio. Euro zum Jahresende 2015.
Auch die kurzfristigen Vermögenswerte blieben im Stichtagsvergleich mit 45,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2015: 45,0 Mio. Euro). Dabei erhöhten sich die Vorräte um 30,4 Prozent auf 33,4 Mio. Euro (2015: 25,6 Mio. Euro), im Wesentlichen bedingt durch den Aufbau des Materialbestands für die neue Fertigung in Vietnam (+5,9 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken auf 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 7,8 Mio. Euro).
Die Zahlungsmittel verringerten sich von 8,7 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro.
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital des FRIWO-Konzerns durch den Jahresgewinn von 15,1 Mio. Euro per 31. Dezember 2015 um 2,6 Mio. Euro bzw. 17,2 Prozent auf 17,7 Mio. Euro per Ende 2016. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend von 26,2 Prozent per 31. Dezember 2015 auf 30,6 Prozent per Ende 2016 und erreichte damit ein solides Niveau.
Die langfristigen Verbindlichkeiten sanken leicht von 11,1 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro zum Jahresende 2016. Größte Einzelposition sind weiterhin die langfristigen Finanzverbindlichkeiten der FRIWO Gerätebau GmbH in Höhe von 7,1 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken von 31,3 Mio. Euro per Ende 2015 um 5,9 Prozent auf 29,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016. Der Rückgang ist vor allem auf die deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die von 24,2 Mio. Euro um 34,6 Prozent auf 15,8 Mio. Euro sanken. Das resultiert daraus, dass aufgrund der Neuausrichtung der Produktionsbasis des Konzerns die im Vorjahr enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den asiatischen Zulieferern deutlich reduziert wurden.
Das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz stieg strategiekonform von 6,4 Prozent auf 17,1 Prozent zum Ende des Berichtsjahres. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten stiegen von 0,7 Mio. Euro auf 6,6 Mio. Euro.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht um 0,3 Mio. Euro auf 5,3 Mio. Euro.
Vor dem Hintergrund des herausfordernden Wettbewerbsumfelds und der dynamischen Unternehmensentwicklung beurteilt der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt als zufriedenstellend.
Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG
Die FRIWO AG fungiert als Holding des FRIWO-Konzerns. Sie erzielt ihr Ergebnis im Einzelabschluss nach HGB-Rechnungslegung im Wesentlichen aus den vereinnahmten Gewinnen bzw. den übernommenen Verlusten der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, mit der ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag besteht. Darüber hinaus fallen bei der Holding eigene Aufwendungen an.
Getragen von einem deutlich erhöhten Beteiligungsergebnis in Höhe von 7,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro) erzielte die FRIWO AG im Geschäftsjahr 2016 ein positives Ergebnis vor Ertragsteuern von 6,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro).
Der Steueraufwand im Berichtsjahr betrug 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).
Der Jahresüberschuss stieg auf 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro). Der Bilanzgewinn des Vorjahres von 1,3 Mio. Euro wurde auf Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung zur Zahlung einer Dividende von 1,2 Mio. Euro verwendet. Der Rest wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres wurden 2,2 Mio. Euro in die Gewinnrücklagen eingestellt. Damit weist die FRIWO AG für das Jahr 2016 einen Bilanzgewinn von 2,3 Mio. Euro aus.
Die Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH ist der wesentliche Vermögensgegenstand der FRIWO AG. Diese Beteiligung wird zum 31. Dezember 2016 unverändert mit ihren historischen Anschaffungskosten von 28,3 Mio. Euro ausgewiesen. Der Wertansatz wurde zum Abschlussstichtag erneut bestätigt. Der Bewertung lag eine aktuelle Mehrjahres-Ergebnisplanung mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens zu Grunde, bei der Annahmen und Schätzungen über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der FRIWO Gerätebau GmbH getroffen wurden.
Die Bilanzsumme der FRIWO AG stieg von 38,2 Mio. Euro per Ende 2015 auf 42,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote liegt mit 91,5 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau.
Zusammenfassend war die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holding zum Ende des Berichtszeitraums zufriedenstellend.
Dividendenvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss der FRIWO AG zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 2.251 T Euro wie folgt zu verwenden:
| T Euro | |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von 0,25 Euro je Stückaktie bei 7.700.000 dividendenberechtigten Stückaktien |
1.925 |
| Einstellung des verbleibenden Restbetrags in die anderen Gewinnrücklagen | 326 |
Mitarbeiter
Entwicklung der Mitarbeiterzahl
Die FRIWO-Gruppe beschäftigte Ende 2016 weltweit 731 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahresstichtag: 433). Der deutliche Anstieg um 298 Personen resultierte wesentlich aus dem Aufbau der Gesellschaft in Vietnam und dem Hochlaufen der Produktion in dem neuen Werk. In Deutschland waren wie im Vorjahr 260 Mitarbeiter in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung tätig. Dies entsprach zum Bilanzstichtag einem Anteil an der Konzernbelegschaft von 36 Prozent (Vorjahresstichtag: 60 Prozent).
Im Ausland arbeiteten 471 Mitarbeiter (Vorjahresstichtag: 173). Diese verteilten sich im Wesentlichen auf Vietnam mit 414 Mitarbeitern (Vorjahresstichtag: 92) und China mit 56 Mitarbeitern (Vorjahresstichtag: 77). Der Rückgang der Mitarbeiterzahl in China ist hauptsächlich begründet durch eine Verlagerung von Tätigkeiten nach Vietnam.
Junge Talente
Die Ausbildung von jungen Menschen zählt ebenso zu den zentralen Aufgaben der FRIWO Gruppe wie die Suche nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Jahr 2016 beschäftigte der Konzern 17 Auszubildende (Vorjahr: 20) in den verschiedenen Fachrichtungen wie Mechanik, Elektronik, IT oder im kaufmännischen Bereich. Es befanden sich zudem acht duale Studenten in der Ausbildung (2015: sieben).
Darüber hinaus wurde es im Geschäftsjahr 2016 erneut einigen externen Studenten ermöglicht, ihre Bachelor- oder Masterarbeiten bei FRIWO zu schreiben. Alle Studenten wurden umfassend und praxisorientiert in die jeweiligen Aufgabengebiete eingearbeitet. Ein Teil dieser Absolventen wurde von FRIWO anschließend in ein Arbeitsverhältnis übernommen.
Gesundheitsmanagement
Betriebliches Gesundheitsmanagement wird in den Unternehmen heute zunehmend als wichtiger Faktor betrachtet. Der Einsatz für die Gesundheit der Belegschaft vermindert die durch Krankheit entstehenden Kosten erheblich. Deshalb ist das Gesundheitsmanagement auch für FRIWO ein wichtiger Aspekt. Es gab im Berichtsjahr einen weiteren Ausbau von Maßnahmen zur Fehlzeitminimierung durch ein mitarbeiterorientierteres Fehlzeitenmeldesystem sowie Gesundheitsförderungsprogramme, beispielsweise die Bezuschussung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen, eine bessere Gesundheitskommunikation oder ein Arbeitsbewältigungscoaching.
Personalentwicklung
In 2016 setzen die Mitarbeiter und Führungskräfte im Berichtsjahr zum zweiten Mal das neu konzipierte Mitarbeitergespräch "FRIWO Dialog" ein. In diesem Jahr wurde erstmals die Potenzialbewertung in den FRIWO-Dialog impliziert. Das Konzept rückt ein gegenseitig offenes und zugleich konstruktives Feedback in den Vordergrund mit dem Ziel, die mit großem Potenzial behafteten Stellen auszubauen und die Mitarbeiter zu fördern und zu entwickeln.
Fortbildung
Der Erfolg von FRIWO basiert nicht zuletzt auf dem Engagement und der Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016 führte FRIWO Schulungen zum Thema Arbeitsqualität in allen Unternehmensbereichen durch. Den Mitarbeitern wurden Themen wie die kontinuierliche Verbesserung, das zielorientierte Handeln und das Lernen aus der Fehlerkultur veranschaulicht. Es wird in den verschiedenen Teams an der Umsetzung gearbeitet und Ideen zum Thema werden ausgebaut.
Arbeitszeitgestaltung
Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der sich veränderten Sozialgesetzgebung hinsichtlich Rentenniveau und Renteneintrittsalter hat sich FRIWO entschlossen, in zukunftsorientierte Konzepte zur flexiblen Gestaltung der Lebensarbeitszeit zu investieren. Im Berichtsjahr 2016 wurde zu diesem Zweck ein Langzeitkontomodell eingeführt, an dem alle unbefristet beschäftigten Mitarbeiter teilnehmen können.
Umweltbericht
Der Umweltschutz hat für FRIWO in allen Wertschöpfungsstufen einen hohen Stellenwert. Die Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung und fortlaufenden Verbesserungsprozessen. Mit der Einführung des weltweit gültigen Umweltmanagementsystems gemäß DIN EN ISO 14001 bekennt sich FRIWO an allen Produktionsstandorten zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Erfüllung der gesetzlichen Auflagen und Kundenanforderungen ist dadurch sichergestellt. Umweltauswirkungen und -aspekte werden systematisch identifiziert und Maßnahmen zur kontinuierlichen Prozessverbesserung eingeführt.
Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) veranlasste am 22. August 2012 die sogenannte Konfliktmineralienregelung. Diese fordert börsennotierte Unternehmen auf, jährlich die Präsenz von Konfliktmineralien zu melden (Zinn, Tantal, Wolfram und Gold, auch bezeichnet als "3TG"), welche aus der Demokratischen Republik Kongo und deren Nachbarländern stammen. FRIWO unterstützt das Ziel dieser Regelung, Gewalt, Menschenrechtsverletzung und die ökologische Verwüstung in diesen Ländern zu beenden und unterstützt ihre Geschäftspartner deshalb bei der Umsetzung von Konfliktmineralienprogrammen. Dabei fordert FRIWO von allen Lieferanten entsprechende aussagekräftige Konfliktmineralienberichte.
Die ErP-Richtlinie 2009/125/EG (Energy-related Products, auch Ökodesign-Richtlinie genannt) betrifft den gesamten Produktlebenszyklus von der Herstellung bis zur Wiederverwertung und wirkt sich somit vor allem auf die sogenannte Integrierte Produktpolitik aus. Dabei soll verhindert werden, dass Verbesserungen an einer Stelle des Lebenszyklus zu negativen Folgen an einer anderen Stelle führen. Die Richtlinie definiert produktspezifische Ökodesign-Anforderungen: Für Netzteile sind dies Grenzwerte für den Wirkungsgrad und die Standby-Verlustleistung in Abhängigkeit von der Ausgangsleistung. Seit dem 27. April 2011 müssen Netzteile die verschärften Anforderungen der Stufe 2 der Verordnung EG Nr. 278/2009 erfüllen. FRIWO-Produkte übertreffen die aktuellen Anforderungen der ErP-Richtlinie und sind somit für die Zukunft gut aufgestellt.
Am 10. Februar 2014 definierte das Energieministerium der USA, Department of Energy (DoE), weitere Einsparungsstandards für externe Netzteile. Diese Anforderungen an die Energieeffizienz von Stromversorgungen wurden zum 10. Februar 2016 stark verschärft. FRIWO hat frühzeitig sein Portfolio umgestellt und übertrifft mit den neuen Produkten die gesetzlichen Anforderungen bei Weitem.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Entwicklung der Weltwirtschaft soll im Jahr 2017 an Schwung gewinnen. Der internationale Währungsfonds rechnet sowohl in den Industriestaaten als auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften mit einem weiteren Wachstum gegenüber dem Vorjahr, wobei sich die Industriestaaten mit vermindertem Tempo entwickeln werden. Als wesentlichen Einflussfaktor nennt der IWF die neue Administration in den USA und einen damit verbundenen Wechsel in der Wirtschaftspolitik. Gleichzeitig sei der Kurs der neuen US-Administration mit Unsicherheiten verbunden. So könne die veränderte wirtschaftliche Ausrichtung auch Nachteile für die Konjunktur in den aufstrebenden Volkswirtschaften in sich bergen.
Der Währungsfonds geht von einem Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2017 von 3,4 Prozent (2016: 3,1 Prozent) aus. In China werde das Wachstumstempo leicht abnehmen und um 6,5 Prozent (2016: 6,7 Prozent) expandieren. Für die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten wird ein Wachstum von 2,3 Prozent (2016: 1,6 Prozent) erwartet.
Die Wirtschaft in der Euro-Zone wird nach Einschätzung des IWF im Jahr 2017 um 1,6 Prozent zulegen. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht ebenfalls von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum aus, getragen unter anderem durch eine verbesserte preisliche Wettbewerbsfähigkeit aufgrund eines zum US-Dollar schwächeren Euro.
In Deutschland soll das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) dem IfW zufolge im Jahr 2017 um 1,7 Prozent zulegen. Als wesentliche Einflussfaktoren nennt das Institut den privaten Konsum und den Wohnungsbau aufgrund anhaltend günstiger Finanzierungsbedingungen. Ebenso wird erwartet, dass die deutschen Exporte angesichts guter Aussichten in den Absatzmärkten deutlich zunehmen werden. Der IWF sieht die Entwicklung etwas verhaltener und rechnet mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,5 Prozent.
Quellen:
• Internationaler Währungsfonds (IWF – International Monetary Fund), World Economic Outlook,
Oktober 2016 und Januar 2017 • Institut für Weltwirtschaft (IfW), Konjunkturprognose, Pressemitteilung, 15. Dezember 2016
Unternehmensbezogene Rahmenbedingungen
Die künftige Entwicklung des FRIWO-Konzerns hängt zum einen von den allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Zum anderen haben einige dem Geschäftsmodell von FRIWO immanente geschäftstypische Risikofaktoren eine hohe Relevanz für die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung. Die im Folgenden nicht abschließend aufgezählten Faktoren sind für den Vorstand nur schwer einschätzbar und können teilweise nicht oder nur sehr eingeschränkt beeinflusst werden.
FRIWO erwirtschaftet einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in US-Dollar, woraus grundsätzlich eine Abhängigkeit vom Wertverhältnis des Euro zum US-Dollar entsteht. Da die Volatilität des US-Dollar-Kurses voraussichtlich hoch bleiben wird und möglicherweise sogar weiter steigen kann, sind Prognosen und darauf aufbauende Planungen und Sicherungsmaßnahmen mit entsprechend hohen Unsicherheiten behaftet.
Zu den langfristig den Geschäftserfolg potenziell erheblich beeinflussenden externen Parametern zählen unverändert die Lohnkosten in China und Vietnam, bei denen FRIWO weitere Erhöhungen erwartet, sowie die Marktpreise der eingesetzten Rohstoffe.
Die genannten Faktoren könnten die geplante wirtschaftliche Entwicklung des FRIWO-Konzerns kurz-, mittel- und auch langfristig positiv wie negativ beeinflussen.
Voraussichtliche Geschäftsentwicklung
Der Vorstand ist überzeugt, dass der FRIWO-Konzern aus sich heraus strategisch und operativ gut aufgestellt ist, um seine Marktpositionen zu sichern und auszubauen. Ungeachtet dessen prüft der Vorstand – wie auch schon in den Vorjahren – kontinuierlich Möglichkeiten für strategische Zukäufe oder Partnerschaften.
Im Jahr 2017 wird der FRIWO-Konzern die Neustrukturierung der Wertschöpfungskette weiter vorantreiben. Ein weiterer wesentlicher Schritt dazu war der Kauf einer Wandler- und Drosselfertigung in Vietnam im Rahmen eines Asset Deals, der im Januar 2017 abgeschlossen werden konnte. Durch den Erwerb verbreitert FRIWO seine Wertschöpfungskette und fertigt eine wichtige Komponente für die FRIWO-Geräte künftig selbst. FRIWO erwartet aus der Akquisition im Jahr 2017 einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).
Der FRIWO-Konzern wird 2017 weiterhin seine Strategie realisieren, sich auf Zielbranchen und Märkte zu fokussieren, die komplexere Systemlösungen benötigen und die FRIWO die Chance auf Margenverbesserungen bieten. In diesem Zusammenhang wird die Vertriebsorganisation neu ausgerichtet, damit die Konzentration auf diese Zielmärkte verstärkt umgesetzt werden kann.
Ziel ist es, im laufenden Geschäftsjahr den Wachstumstrend der Vorjahre wieder aufzunehmen und zu stabilisieren. Der Vorstand geht auf der Basis gleichbleibender Währungsrelationen und bei einer Fortsetzung der guten Kundennachfrage im laufenden Geschäftsjahr von einer leichten Steigerung des Konzernzumsatzes aus. Diese Annahme wird durch die zum Ende 2016 vorliegende Book-to-Bill Ratio gestützt.
Die Neuausrichtung der Vertriebsorganisation, die gezielte Ausrichtung des Kunden- und Produktportfolios auf Profitabilität und ein höherer Anteil an Eigenproduktion werden zu einer Verbesserung der Margen führen. Daher strebt der Vorstand im Geschäftsjahr 2017 eine Verbesserung des operativen Ergebnisses und damit auch des EBIT auf eine Spanne von 7,0 Mio. Euro bis 8,0 Mio. Euro an.
Die Liquiditätsentwicklung wird 2017 beeinflusst durch die Akquisition der neuen Wandler- und Drosselfertigung im Januar. Trotz dieses Effektes rechnet der Vorstand aufgrund der guten Ergebnisentwicklung mit einem deutlich positiven operativen Cashflow.
Dieser Prognosebericht basiert auf den zum Abschlussstichtag bekannten Rahmenbedingungen und Daten sowie auf der grundlegenden Annahme, dass 2017 keine wesentliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für FRIWO relevanten Märkten eintreten wird.
Risikobericht
Risikomanagement
Als international agierendes Unternehmen ist FRIWO im Rahmen der Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von spezifischen Risiken ausgesetzt, die sich gegebenenfalls nachteilig auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AG und Konzern auswirken können. Vor diesem Hintergrund ist ein professionelles und wirkungsvolles Risikomanagementsystem ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung und –steuerung.
Das Risikomanagementsystem bei FRIWO ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder im Fall ihres Eintretens zu minimieren. Das Risikomanagement stellt einen standardisierten fortwährenden Prozess dar, der ständig verbessert und verfeinert wird. Das System wird nicht zur Analyse und Bewertung von Chancen eingesetzt.
Die systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken sowie die entsprechende Berichterstattung sind in einer Richtlinie niedergelegt, welche konzernweit die Grundlage für ein effizientes Risikomanagementsystem bildet.
Die Risikobewertung wird dreimal im Jahr durch Einschätzung von Risikopotenzial (in Euro) und Eintrittswahrscheinlichkeit (in Prozent) von den zuständigen "Risk-Ownern" (dabei handelt es sich um Führungskräfte in allen wesentlichen Bereichen des Konzerns) vorgenommen.
Risikomatrix
"Risk Controller" unterstützen sie dabei und stellen sicher, dass bei Überschreitung von bestimmten Schwellenwerten Risiken an höhere Führungsebenen und an den Aufsichtsrat kommuniziert werden. Dabei ist die Risikoberichterstattung vollständig in die standardisierten Planungs- und Forecast-Prozesse integriert. Dieses System gewährleistet, dass alle identifizierten Risiken ihrer Wesentlichkeit entsprechend berücksichtigt werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen das Risikobewusstsein stetig geschärft.
Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns haben können. Die folgende Übersicht enthält die derzeitige Einschätzung der unten beschriebenen Unternehmensrisiken.
| Risikoart | Risikopotenzial | Eintrittswahr scheinlichkeit |
|---|---|---|
| Beschaffungs-, Produktions und Preisänderungsrisiken |
||
| Materialbeschaffung | mittel | gering |
| Beschaffung von Fertigprodukten und Handelswaren |
hoch | gering |
| Marktrisiken Wettbewerbsrisiken |
mittel | mittel |
| Finanzrisiken | ||
| Währungsrisiken | gering | hoch |
| Liquiditätsrisiken | hoch | gering |
| Zinsrisiken | gering | gering |
| Ausfallrisiken | gering | gering |
| Rechtsrisiken | gering | gering |
Weitere Informationen zu Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und zum Finanzrisikomanagement sind dem Konzernanhang unter Ziffer 34 zu entnehmen. Risiken, die dem Konzern derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die derzeit noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls negativ beeinträchtigen.
Risikoarten
Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des FRIWO-Konzerns
Eine in relevanten Teilmärkten geringere konjunkturelle Dynamik könnte sich belastend auf die Nachfrage in den von FRIWO bedienten Marktsegmenten auswirken. Dies hätte je nach Intensität und Dauer eine unmittelbare Auswirkung auf die finanzielle Lage des Konzerns.
Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Verbraucherschutz führt unverändert zu stärkeren gesetzlichen Regulierungen. Ein Erfolgsfaktor für FRIWO ist daher die frühzeitige und zügige Erkennung und Umsetzung der relevanten technischen Anforderungen und Normen.
Ferner bestehen länderspezifische Risiken an einzelnen FRIWO-Standorten oder an denen ihrer Lieferanten. Insbesondere ist das Risiko einer uneinheitlichen Auslegung und Anwendung von Rechtsquellen zu nennen, die speziell das Arbeitsrecht sowie Steuer- und Zollregelungen in China und Vietnam betreffen.
Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU und die politische Unsicherheit nach den Präsidentschaftswahlen in den USA könnte ein Risiko für FRIWO darstellen. Der BREXIT bringt möglicherweise den Ausstieg Großbritanniens aus dem Binnenmarkt und die Aufgabe der gemeinsamen Zollunion mit sich. Davon wären sowohl die Exporte als auch die Importe zwischen EU und Großbritannien betroffen. Vor allem nach Großbritannien exportierte Güter könnten aufgrund der Abwertung des Britischen Pfunds sowie durch neu erhobene Zölle verteuert werden, welches zu sinkenden Umsätzen und Margen sowie zu einer Verringerung der Investitionen führen könnte. Denkbar wären auch weitere Handelsbarrieren wie neue Produktstandards, zum Beispiel der Approbation und der Verpackung. Da FRIWO einen Anteil des Umsatzes in Großbritannien generiert, könnte eine anhaltende Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen und der Auftragsvergabe negative Auswirkung auf die Geschäftslage von FRIWO haben. Ein ähnliches Risiko besteht für den amerikanischen Markt.
Beschaffungs-, Produktions- und Preisänderungsrisiken
Bei FRIWO bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können.
Bei der Fertigung von Produkten verarbeitet FRIWO auch Vorprodukte oder Komponenten anderer Hersteller. Dabei haben einige Lieferanten von FRIWO eine Alleinstellung. Deshalb kann unter Umständen eine quantitativ und/oder qualitativ ausreichende Produktions- bzw. Liefermenge nicht immer sichergestellt werden. Auf diese Weise könnten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden.
Auch die Rohstoff- und Energiepreise können je nach Marktsituation stark schwanken und die wirtschaftliche Lage des FRIWO-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Es ist angesichts des unverändert intensiven Wettbewerbs im Markt für Stromversorgungen nicht gesichert, dass FRIWO eventuelle Preiserhöhungen an die Kunden ganz oder zumindest teilweise weitergeben kann.
Einen Teil der Fertigprodukte bezieht FRIWO von externen Geschäftspartnern in Asien und Osteuropa. Unter anderem, um nicht von einem einzelnen Lieferanten abhängig zu sein, wurden, neben der Gründung der eigenen Fertigungsstätte in Vietnam, in den vergangenen Jahren die Geschäftsbeziehungen zu mehreren Auftragsfertigern mit Standorten in China und Vietnam etabliert und ausgebaut. Dennoch besteht das grundsätzliche Risiko eines zumindest mittelfristigen Wegfalls der Lieferbeziehung zu einem der externen Lieferanten oder zu einem anderen Auftragsfertiger von FRIWO, was sich – zumindest kurzfristig – negativ auf die Geschäftsentwicklung von FRIWO auswirken könnte.
Nach wie vor stellt die Dynamik der Lohnkostensteigerungen in China und Vietnam ein Risiko für FRIWO dar. Auch 2016 wurden die gesetzlichen Mindestlöhne in China signifikant erhöht. Dies führte für FRIWO zu Mehrkosten durch erhöhte Einkaufspreise für extern hergestellte Fertiggeräte. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft regelmäßige Lohnerhöhungen in Asien zu bewältigen sein werden. Hierbei ist nicht gesichert, dass FRIWO die Mehrkosten durch Anpassung der Verkaufspreise ohne Zeitverzug an die Kunden weitergeben kann.
Wettbewerbsrisiken
Der FRIWO-Konzern hat ein breites Kunden- und Produktportfolio. Bei einigen Kunden ist FRIWO insgesamt oder für einzelne Produktgruppen Alleinlieferant.
In einem konkreten Fall hat ein Kunde im Geschäftsjahr 2016 durch den Aufbau eines Zweitlieferanten für eine Produktgruppe den Geschäftsumfang mit FRIWO in gewissem Umfang reduziert. FRIWO konnte durch entsprechende Maßnahmen wie der Verbreiterung der Kundenbasis einer negativen Auswirkung auf Umsatz und Ergebnis entgegenwirken.
Sollten weitere Kunden den Aufbau einer Mehrlieferanten-Strategie verstärkt vorantreiben, könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns auswirken.
Währungsrisiken
Da FRIWO als global orientiertes Unternehmen einen wesentlichen Teil des Geschäftes in Fremdwährungen (insbesondere US-Dollar) abwickelt, entstehen im Konzern Transaktionsrisiken.
Die Volatilität an den weltweiten Zins- und Währungsmärkten im Jahr 2016 war unter anderem geprägt durch die sich andeutende Wende in der Zinspolitik der amerikanischen Notenbank (Fed), die zum Jahresende den Leitzinssatz um 0,25 Prozentpunkte anhob. Aufgrund der Unsicherheiten über die weitere Zinspolitik der Fed, aber auch die der Europäischen Zentralbank (EZB) blieben Zins- und Währungsrisiken im Jahr 2016 von großer Relevanz.
Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen in Fremdwährungen sowie künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. Das Fremdwährungsrisiko wird aus der Sicht der jeweiligen Gesellschaft und ihrer Heimatwährung gegenüber allen Fremdwährungen betrachtet. Dabei ergibt sich zunächst zumindest teilweise eine natürliche Absicherung bei jenen Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten.
Darüber hinaus verbleibende Fremdwährungsrisiken werden durch gezieltes Währungsmanagement verringert. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt bevorzugt in der jeweiligen Heimatwährung oder weitestgehend auf währungsgesicherter Basis. Mittelaufnahmen oder Mittelanlagen in Fremdwährungen zu Spekulationszwecken sind im FRIWO-Konzern nicht gestattet. Der Konzern unterhält eine Treasury-Funktion, die regelmäßig die bilanziellen Währungsrisiken erhebt und im Fall eines wesentlichen konsolidierten Risikos entsprechende Absicherungen durch Devisentermingeschäfte vornimmt. Risiken der Währungen USD (US-Dollar) und CNY (chinesischer Renminbi) sowie der Währungen USD (US-Dollar) und VND (Vietnamesische Dong) zueinander werden nicht abgesichert. Den Risiken aus künftigen Transaktionen begegnet FRIWO dadurch, dass Geschäfte bevorzugt in der Währung der entstandenen Herstellkosten abgeschlossen werden.
Dennoch könnten sich aus veränderten Währungsrelationen, aus den zum größten Teil in US-Dollar fakturierten Transaktionen sowie aus der Umrechnung auf die Konzernwährung Euro Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.
Da sich zwei operativ tätige FRIWO-Gesellschaften im asiatischen Raum befinden, ist der Konzern außer den beschriebenen Transaktionsrisiken auch den Einflüssen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Gesellschaften in die Berichtswährung Euro des Konzernabschlusses ausgesetzt.
Liquiditätsrisiken
Einige europäische Staaten befinden sich nach wie vor in einer strukturellen Schuldenkrise, die die Finanzmärkte belastet. Allerdings konnte die Unsicherheit der Finanzmarktteilnehmer durch die expansive Geldmarktpolitik der EZB verringert werden. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass die Zuversicht an den Finanzmärkten wieder Unsicherheiten weicht und die Banken ihre restriktive Kreditvergabepolitik weitgehend beibehalten. Dies würde zu erhöhten Finanzierungskosten für die Kreditnehmer führen und würde den finanziellen Handlungsspielraum der Unternehmen einschränken. Bei einem Fortbestehen der restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditwirtschaft ist nicht ausgeschlossen, dass davon auch FRIWO betroffen wäre.
Einzelne Kreditfazilitäten von FRIWO beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Bei diesen sogenannten Covenants handelt es sich um Finanzkennzahlen, die Relationen der Vermögens- und Ertragslage darstellen, die sich aus der Bilanz und aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierung ist somit gewährleistet. Der Vorstand hat zudem keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Unabhängig davon prüft FRIWO permanent die Notwendigkeit einer Neufassung von Finanzierungsvereinbarungen in Abhängigkeit von den jeweiligen Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten, um Zinsaufwendungen zu reduzieren.
Die solide Kapitalausstattung des FRIWO-Konzerns bietet die notwendigen finanziellen Voraussetzungen, um auch künftig Wachstumspotenziale aktiv zu nutzen.
Zinsrisiken
Das Zinsrisiko des FRIWO-Konzerns resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Finanzschulden und aus zwei langfristigen Darlehen. Bei einem der beiden langfristigen Darlehen wurde eine Festzinszahlung vereinbart. Das zweite der langfristigen Darlehen sowie die kurzfristigen Finanzschulden unterliegen dem Zinsänderungsrisiko.
Ausfallrisiken
FRIWO verzeichnete 2016 keine nennenswerten Forderungsausfälle. Jedoch können trotz großer Sorgfalt bei der Auswahl der Neukunden Forderungsausfälle grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.
Zur Steuerung des Kreditrisikos des zum Bilanzstichtag gegenüber den FRIWO-Kunden ausgewiesenen Forderungsbestands wird auf die Angabe unter Ziffer 22 und Ziffer 34 des Konzernanhangs verwiesen.
Rechtsrisiken
FRIWO ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Lieferungen, Produkthaftung, Produktmängel oder Qualitätsprobleme.
Derzeit sind aus diesen Bereichen keine Verfahren anhängig, die nach Auffassung des Vorstands wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben könnten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass künftige Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns haben könnten.
Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns
Zum heutigen Datum liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden könnten. Die derzeitige Risikolage wird als beherrschbar angesehen.
Chancenbericht
Der weltweite Markt für Stromversorgungen bietet nach wie vor ein sehr attraktives Umfeld, das FRIWO in den kommenden Jahren gute Potenziale für nachhaltiges profitables Wachstum eröffnet.
Chancen ergeben sich für den Konzern insbesondere aus der Fokussierung auf Marktsegmente, die von hohen technologischen Anforderungen gekennzeichnet sind und in denen die Kunden überdurchschnittliche technologische Kompetenz, wie FRIWO sie aufweist, schätzen und honorieren. Es ist das Ziel, die Marktanteile in diesen Segmenten durch den weiteren Ausbau der technischen Kernkompetenzen zu erhöhen. Das Geschäftsmodell von FRIWO – insbesondere die Kombination von europäischem Ingenieurs-Know-how und flexiblen Fertigungsmöglichkeiten in Europa und in Asien – stellt eine leistungsfähige Plattform für die erfolgreiche Bedienung dieser Märkte dar.
Besonders hervorzuheben sind Wachstumschancen in den Teilmärkten für Elektromobilität, kabellose Elektrowerkzeuge und medizinische Stromversorgungen.
In dem sehr dynamischen Marktumfeld der Elektronikindustrie haben Produktinnovationen auch künftig einen hohen Stellenwert. FRIWO arbeitet laufend durch intensive Forschung und Entwicklung am Ausbau der Kernkompetenzen, da dies ein wettbewerbsdifferenzierendes Kriterium und somit einen zentralen Erfolgsparameter für den Konzern darstellt. Im Fokus der technologischen Entwicklung werden auch künftig die Schnell-Ladetechnik für verkürzte Ladezyklen, High Power-Geräte im Leistungsbereich bis zu 1.000 Watt sowie kontaktlose (induktive) Lösungen sein.
Chancen für den FRIWO-Konzern könnten sich zudem in der Abwertung des Euro zum US-Dollar ergeben, falls die US-Notenbank ihre bisherige Zinspolitik weiter verfolgt und die US-Leitzinsen erhöht.
Der Vorstand sieht FRIWO insgesamt gut gerüstet, diese Chancen wahrzunehmen und im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.
Von einer Quantifizierung der oben aufgeführten Chancen wird wegen der Vielzahl ungewisser Parameter und aus Wettbewerbsgründen abgesehen.
Beschreibung des internen Kontrollund Risikomanagementsystems
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die FRIWO AG gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns zu beschreiben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. FRIWO versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
- zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
- zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
- zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken aus unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Über eine klar definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.
Die wesentlichen Geschäftsprozesse der Gruppe werden regelmäßig auf ihre Risikorelevanz in Bezug auf die Rechnungslegung überprüft. Alle als risikorelevant identifizierten Prozesse sind konzernweit in verbindlich anzuwendenden Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden mindestens einmal jährlich an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.
Bei den Rechnungslegungsprozessen erachtet FRIWO jene Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
- Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess
- Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
- präventive Kontrollen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen
- Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten im Konzern und seinen Tochtergesellschaften sicherstellen
- Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch durch interne Revisionstätigkeiten
Übernahmerechtliche Angaben
Nachfolgend werden die übernahmerechtlichen Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB dargestellt. Die FRIWO AG ist als börsennotierte Gesellschaft, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 WpÜG notiert sind, verpflichtet, in den Lage- und Konzernlagebericht die in §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB näher bezeichneten Angaben aufzunehmen. Sie sollen einen Dritten, der an der Übernahme einer börsennotierten Gesellschaft interessiert ist, in die Lage versetzen, sich ein Bild von der Gesellschaft, ihrer Struktur und etwaigen Übernahmehindernissen machen zu können.
Das Grundkapital der FRIWO AG beträgt 20,02 Mio. Euro und ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberstückaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt somit ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von je 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2016 wie auch im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Dem Vorstand der FRIWO AG sind keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bekannt.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2016 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte am Kapital der FRIWO AG:
| Direkter Anteil der Stimmrechte in % |
Indirekter Anteil der Stimmrechte in % |
|
|---|---|---|
| Cardea Holding GmbH, D-Grünwald | 84,91 | |
| VTC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KG, D-München | 84,91 |
Bei den genannten Stimmrechtsanteilen handelt es sich um freiwillige Angaben der Aktionäre zum Stichtag 31. Dezember 2016. Bei diesen Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberstückaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Die ausgegebenen Aktien gewähren keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Den Arbeitnehmern der FRIWO AG steht keine Stimmrechtskontrolle zu.
Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 10,01 Mio. Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte Zwecke ausschließen. Die Ermächtigung hat Gültigkeit bis zum 30. April 2018. Der Vorstand hat von der Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2016 keinen Gebrauch gemacht.
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, namens der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2021. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.
Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Mitgliedern des Vorstands, die in Bezug auf die Vertretung der Gesellschaft nach außen dieselben Rechte wie die ordentlichen Mitglieder des Vorstands haben, ist zulässig.
Nach § 7 Abs. 2 erfolgen sowohl die Bestimmung der Anzahl als auch die Bestellung bzw. der Widerruf der Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat. Ebenso kann dieser ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie weitere Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernennen. Derzeit besteht der Vorstand der Gesellschaft aus zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern, eine Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern ist bisher nicht erfolgt. Über Satzungsänderungen entscheidet gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 AktG die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 12 Abs. 2 der Satzung der FRIWO AG zu Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen.
Es gibt keine wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht. Ebensowenig bestehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen wurden. Im Übrigen wird auf die Angaben im Vergütungsbericht verwiesen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG erklären gemäß § 161 AktG:
"Die Gesellschaft hat den am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 05. Mai 2015) seit der letzten Entsprechenserklärung aus Februar 2016 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft entspricht den am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 05. Mai 2015) mit den nachfolgenden Ausnahmen und wird ihnen auch in Zukunft mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:
Die bestehende D & O Versicherung sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Gesellschaft hat persönliche Verpflichtungserklärungen zur Tragung eines Selbstbehalts durch ihre Aufsichtsratsmitglieder eingeholt, auch wenn ansonsten Versicherungsschutz auf Grund einer durch die Gesellschaft abgeschlossenen D & O Versicherung bestehen sollte. Danach tragen Aufsichtsratsmitglieder, die der Gesellschaft oder Dritten durch ihre Aufsichtsratstätigkeit grob fahrlässig Schaden zufügen, alle in einem Jahr verursachten Schäden bis zur Höhe der Hälfte ihrer jeweiligen Jahresgesamtvergütung im Jahr der Schadensverursachung selbst. Zur Schadensbemessungsgrundlage zählen Rechts- und sonstige Verteidigungskosten nicht. Eine Einschränkung der Haftung der Aufsichtsratsmitglieder gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber Dritten ist damit nicht verbunden (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 3).
Die Gesellschaft wird aus Vereinfachungsgründen darauf verzichten, einen Corporate Governance Bericht zu erstellen (Kodex Ziffer 3.10). Daraus folgt, dass sie auch darauf verzichten wird, über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht anzugeben. Auch konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden daher nicht gemacht (Kodex Ziffern 6.2; 7.1.3).
Die Gesellschaft hat bisher auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden oder Sprechers verzichtet. Gemäß Geschäftsverteilungsplan waren und werden alle wichtigen Aufgaben eindeutig zugeordnet und gleichmäßig auf die beiden Vorstandsmitglieder verteilt. Mit Wirkung ab März 2017 ist jedoch ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt worden. Ab diesem Zeitpunkt wird die Gesellschaft somit – anders als bislang – der betreffenden Empfehlung entsprechen (Kodex Ziffer 4.2.1, Satz 1).
Ziel der Gesellschaft ist es immer, die besten Führungskräfte bei angemessener und leistungsbezogener Vergütung zu verpflichten. Für eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG kann sich dies als schwierig erweisen. Aus diesem Grund möchte sich die Gesellschaft bei der Gestaltung von Vorstandsverträgen größtmöglichen Handlungsspielraum bewahren und verzichtet (i) auf die Betrachtung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (Kodex Ziffer 4.2.2, Absatz 2, Satz 3), (ii) auf die Festlegung betragsmäßiger Höchstgrenzen für die Vergütung insgesamt (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 2, Satz 5) sowie auch (iii) auf die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4 und 5).
Aus dem gleichen Grund wird auch auf die Festlegung einer Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands sowie Selbstbeschränkungen bei der Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorständen (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 2) verzichtet.
Die Gesellschaft verzichtet aus Effizienzgründen darauf, die Hauptversammlung separat über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands zu informieren. (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 6). Informationen zur Vorstandsvergütung finden sich im Geschäftsbericht.
Die Hauptversammlung hat entsprechend den gesetzlich eröffneten Möglichkeiten im Jahr 2011 und nochmals im Jahr 2016 jeweils für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung unterbleibt. Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre der Vorstände erfolgen daher im Vergütungsbericht keine individualisierten Angaben zu den den Vorständen gewährten Zuwendungen einschließlich Nebenleistungen, zu Aufschlüsselung nach Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung sowie zur Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen (Kodex Ziffer 4.2.5). Auch insoweit finden sich alle gesetzlich erforderlichen Informationen zur Vorstandsvergütung im Geschäftsbericht.
Eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG bietet aufgrund ihrer Größe und Komplexität dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, alle Themen ausführlich im Gesamtgremium zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat daher keine Ausschüsse gebildet (Kodex Ziffern 5.2, Absatz 2 sowie 5.3).
Zur Erhaltung der größtmöglichen Flexibilität bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien verzichtet der Aufsichtsrat sowohl auf die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder als auch auf eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2). Aus denselben Gründen und unter Berücksichtigung der nach wie vor vorhandenen Rechtsunsicherheit, was unter Zugrundelegung von Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 5 und 6, konkret mit dieser Empfehlung offenzulegen wäre, verzichtet der Aufsichtsrat zudem auf die Offenlegung von persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 5 und 6, Ziffer 5.4.2, Satz 2).
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen werden aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre nicht individualisiert ausgewiesen (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3).
Der Aufsichtsrat verzichtet auf eine ausdrückliche Effizienzprüfung (Kodex Ziffer 5.6). Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine "Politik der kurzen Wege" ist aus Sicht des Aufsichtsrats ein höchstes Maß an Effizienz gegeben.
Um den Abstimmungsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, wird der Halbjahresbericht vor seiner Veröffentlichung nicht mit dem Gesamtaufsichtsrat, sondern nur mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2)."
Ostbevern, im Februar 2017
Richard G. Ramsauer Martin Schimmelpfennig Lothar Schwemm Vorsitzender Mitglied Mitglied des Aufsichtsrats des Vorstands des Vorstands
Angaben zu Unternehmenspraktiken
Unternehmenspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, werden nicht angewandt.
Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand der FRIWO AG mit derzeit zwei Mitgliedern ist das Leitungsorgan der Gesellschaft und des Konzerns. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand.
Der Vorstand besteht aus zwei männlichen Mitgliedern, womit der derzeitige Anteil von Frauen im Vorstand bei 0 Prozent liegt. Eine Änderung ist nicht geplant, so dass der Aufsichtsrat in Fortführung seiner bisherigen Beschlussfassung mit Blick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beschlossen hat, den aktuellen Status bis zum 31. Dezember 2021 beizubehalten.
Zu den Vorstandsaufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführungen der Tochterunternehmen. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die Besetzung von Schlüsselpositionen im Unternehmen.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Gleichwohl führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Geschäftsverteilungsplan. Auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden wurde verzichtet. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Koordination der Vorstandsarbeit.
Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen.
Der Vorstand arbeitet inhaltlich und zeitlich eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert das Kontrollgremium regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Geschäftsplanung, der Geschäftsentwicklung und der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken und Compliance-Fragen. Wesentliche Entscheidungen sind im Rahmen eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.
Dem Vorstand obliegt zudem die Festlegung von Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands innerhalb der FRIWO AG. Da das operative Geschäft in den Tochtergesellschaften der FRIWO AG angesiedelt ist, existieren in der FRIWO AG keine Führungsebenen unterhalb des Vorstands, so dass die Festlegung solcher Zielgrößen nicht möglich war.
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG umfasst sechs Mitglieder. Er ist gemäß dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer in einem von der Hauptversammlung unabhängigen Wahlverfahren von Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der Aufsichtsräte beträgt fünf Jahre.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat liegt derzeit bei einem Sechstel, das weibliche Mitglied des Aufsichtsrats wurde von den Arbeitnehmern in den Aufsichtsrat gewählt. Nach Neuwahlen der Arbeitnehmervertreter im Frühjahr 2016 liegt der Frauenanteil weiterhin bei einem Sechstel. Die aktuelle Amtszeit der Arbeitnehmervertreter endet mit Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2020 beschließt. Insofern hat sich der Aufsichtsrat, in Fortsetzung seiner bisherigen Beschlussfassung zum Ziel gesetzt, den aktuellen Status bis zum 10. Mai 2021 aufrechtzuerhalten.
Unterjährig tritt der Aufsichtsrat regelmäßig mindestens viermal (zweimal pro Halbjahr) zusammen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats festlegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert er die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresplanung sowie den Jahresabschluss der FRIWO AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In seinen Aufgabenbereich fällt darüber hinaus die Bestellung der Mitglieder des Vorstands. Wesentliche Vorstandsentscheidungen sind an seine Zustimmung gebunden.
Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht gibt gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft und des Konzerns. Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der FRIWO AG vom 11. Mai 2016 unterbleiben Angaben zur individualisierten Vergütung einzelner Vorstandsmitglieder gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft.
Zu den Einzelheiten der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG wird auf die Ziffer 37 des Konzernanhangs und auf Ziffer 14 des Anhangs der FRIWO AG verwiesen.
Vorstandsvergütung
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Er hat sicherzustellen, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage des Unternehmens steht und sich in einem marktüblichen Rahmen bewegt. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur der FRIWO AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Möglichkeit, das Vorstandsvergütungssystem durch die Hauptversammlung billigen zu lassen, nutzt FRIWO derzeit nicht.
Die Vergütung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einer festen Vergütung und einem variablen Teil. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Teil ist von der Erreichung bestimmter finanzieller und qualitativer Ziele abhängig. Diese Ziele werden jährlich neu vereinbart und enthalten sowohl auf das Geschäftsjahr bezogene als auch mehrjährige Ziele. Für außergewöhnliche Entwicklungen ist eine Begrenzung der variablen Vergütung vorgesehen.
Zusätzlich erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus eine Sondervergütung festsetzen. Er hat zudem die Möglichkeit, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Aktienoptionen zuzuteilen. Derzeit bestehen weder ein Stock-Option-Programm noch vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung.
Ein Vorstandsmitglied hat für den Fall, dass es bei der FRIWO AG zu einem Wechsel des Mehrheitsaktionärs kommt, das Recht zur Niederlegung des Amts und Kündigung des Vorstandsdienstvertrags. In diesem Fall stehen dem Vorstandsmitglied eine Ausgleichszahlung in Höhe eines Jahresgrundgehalts zuzüglich einer variablen Jahresvergütung wie bei einer 100-prozentigen Zielerreichung zu, jedoch nicht mehr, als ihm nach der regulären restlichen Vertragslaufzeit zustehen würde. Darüber hinaus enthalten die Vorstandsverträge für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses keine Abfindungszusagen. Eine Ausgleichsverpflichtung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 18 der Satzung der FRIWO AG.
Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
In seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben:
"Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt."
Ostbevern, 17. Februar 2017
FRIWO AG Der Vorstand
Konzernabschluss
Inhaltsübersicht
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 54 Konzern-Kapitalflussrechnung 55 Konzern-Bilanz 56 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 58 Konzernanhang (1) Informationen zum Unternehmen 59 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (2) Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS 59 (3) Grundlagen der Abschlusserstellung 59 (4) Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO 60 (5) Konsolidierungsgrundsätze 60 (6) Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 61 (7) Währungsumrechnung 68 (8) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und 69 Bewertungsmethoden (9) Konsolidierungskreis Segmentberichterstattung (10) Segmentberichterstattung 77 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (11) Umsatzerlöse 79 (12) Vertriebskosten 79 (13) Allgemeine Verwaltungskosten 79 (14) Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 79 (15) Finanzergebnis 80 (16) Ertragsteuern 80 (17) Ergebnis je Aktie 82 Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung (18) Forschungs- und Entwicklungskosten 83 (19) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 83 Erläuterungen zur Bilanz (20) Anlagevermögen 84 (21) Vorräte 86 (22) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87 (23) Sonstige finanzielle Vermögenswerte 88 (24) Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 88 (25) Zahlungsmittel 89 (26) Eigenkapital 89 (27) Rückstellungen für Pensionen 90 (28) Sonstige Rückstellungen 92 (29) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 93 (30) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 94 (31) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 94 (32) Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 94 Weitere Anhangsangaben (33) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse 95 (34) Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente 95 (35) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten 99 (36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 103 (37) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands 104 (38) Honorar des Abschlussprüfers 104 (39) Anteilsbesitz 105 (40) Angaben zur Corporate Governance-Erklärung 105 (41) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 105 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 53 |
|---|---|---|
| 76 | ||
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| in T Euro | Anhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (11) | 134.565 | 143.007 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | -118.323 | -125.856 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 16.242 | 17.151 | |
| Vertriebskosten | (12) | -4.201 | -6.592 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (13) | -5.945 | -5.784 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (14) | -3.545 | -6.653 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (14) | 4.033 | 6.300 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 6.584 | 4.422 | |
| Zinsertrag | (15) | 2 | 1 |
| Zinsaufwand | (15) | -436 | -343 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) | 6.150 | 4.080 | |
| Ertragsteuern | (16) | -2.113 | -1.334 |
| Konzernergebnis | 4.037 | 2.746 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) | (17) | 0,52 | 0,36 |
|---|---|---|---|
| ----------------------------------------------------------- | ------ | ------ | ------ |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| in T Euro | Anhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 4.037 | 2.746 | |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen |
(27) | -253 | 86 |
| Latente Steuern | (16) | 75 | -26 |
| Nettoergebnis aus der Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen |
-178 | 60 | |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
-178 | 60 | |
| Gewinne und Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen |
-112 | 106 | |
| Gewinne und Verluste aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges) |
(34) | 0 | 39 |
| Latente Steuern | (16) | 0 | -12 |
| Nettoergebnis aus Cashflow Hedges | 0 | 27 | |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgeglie dert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind |
-112 | 133 | |
| Summe der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Wertänderungen |
-290 | 193 | |
| Konzern-Gesamtergebnis | 3.747 | 2.939 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| in T Euro | Anhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 4.037 | 2.746 | |
| Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand | (16) | 2.113 | 1.334 |
| Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis | (15) | 434 | 342 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | (20) | 2.827 | 2.162 |
| Veränderung der Rückstellungen | -484 | 526 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 137 | 4 | |
| Veränderung der Vorräte | (21) | -7.792 | -4.118 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
(22) (23) (24) |
1.393 | -794 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
(30) (31) (32) |
-8.121 | 7.253 |
| Gezahlte Zinsen | -373 | -281 | |
| Erhaltene Zinsen | 2 | 1 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.348 | -1.253 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte | -175 | 28 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | -7.350 | 7.950 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sach anlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens |
24 | 1 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlage vermögen |
(20) | -188 | -312 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | (20) | -2.767 | -4.632 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.931 | -4.943 | |
| Gezahlte Dividenden | -1.155 | -1.001 | |
| Tilgung (im Vorjahr: Aufnahme) von langfristigen Verbind lichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
(29) | -668 | 2.756 |
| Aufnahme von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) |
(29) | 5.846 | 737 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 4.023 | 2.492 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | -6.258 | 5.499 | |
| Zahlungsmittel zum Jahresbeginn | (25) | 8.734 | 3.235 |
| Zahlungsmittel zum Jahresende | (25) | 2.476 | 8.734 |
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2016
Aktiva
| in T Euro | Anhang 31.12.2016 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (20) | 442 | 482 |
| Sachanlagen | (20) | 11.892 | 11.823 |
| Latente Steuern | (16) | 265 | 204 |
| 12.599 | 12.509 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (21) | 33.414 | 25.622 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (22) | 5.400 | 7.769 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (23) | 2.022 | 2.011 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 39 | 51 | |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | (24) | 1.788 | 822 |
| Zahlungsmittel | (25) | 2.476 | 8.734 |
| 45.139 | 45.009 | ||
| Summe Aktiva | 57.738 | 57.518 |
Passiva
| in T Euro | Anhang 31.12.2016 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | (26) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 20.020 | 20.020 | |
| Kapitalrücklage | 2.002 | 2.002 | |
| Gewinnrücklagen | -4.560 | -7.264 | |
| Sonstige Rücklagen | 212 | 324 | |
| 17.647 | 15.082 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (29) | 7.087 | 7.756 |
| Rückstellungen für Pensionen | (27) | 3.247 | 3.138 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (28) | 263 | 243 |
| 10.597 | 11.137 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (28) | 971 | 1.267 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (29) | 6.588 | 741 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (30) | 15.844 | 24.218 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (31) | 3.497 | 3.287 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 803 | 65 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (32) | 1.764 | 1.721 |
| 29.467 | 31.299 | ||
| Schulden | 40.064 | 42.436 | |
| Summe Passiva | 57.738 | 57.518 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Sonstige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | umrechnung Währungs- |
Cashflow Hedges | Konzerneigenkapital |
| Stand am 01.01.2015 | 20.020 | 2.002 | -9.069 | 218 | -27 | 13.144 |
| Konzernergebnis | 2.746 | 2.746 | ||||
| Sonstiges Konzernergebnis |
60 | 106 | 27 | 193 | ||
| Konzern Gesamtergebnis |
2.806 | 106 | 27 | 2.939 | ||
| Dividendenzahlung | -1.001 | -1.001 | ||||
| Stand am 31.12.2015 | 20.020 | 2.002 | -7.264 | 324 | 0 | 15.082 |
| Konzernergebnis | 4.037 | 4.037 | ||||
| Sonstiges Konzernergebnis |
-178 | -112 | 0 | -290 | ||
| Konzern Gesamtergebnis |
3.859 | -112 | 0 | 3.747 | ||
| Dividendenzahlung | -1.155 | -1.155 | ||||
| Stand am 31.12.2016 | 20.020 | 2.002 | -4.560 | 212 | 0 | 17.674 |
Konzernanhang
Informationen zum Unternehmen (1)
Die FRIWO AG ist mit ihren Tochtergesellschaften ein international tätiger Anbieter hochwertiger Lade- und Netzgeräte für verschiedene Märkte und Branchen. Die Anschrift lautet: FRIWO AG, Von-Liebig-Straße 11, D-48346 Ostbevern,
Sitz Ostbevern, Amtsgericht Münster, HRB 11727.
Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der FRIWO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Nach Auskunft der VTC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KG hielt deren Tochtergesellschaft, die Cardea Holding GmbH zum 31. Dezember 2016 84,91 Prozent der Aktien der FRIWO AG. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KG einbezogen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Der Konzernabschluss der FRIWO AG wurde am 17. Februar 2017 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch den Vorstand).
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS (2)
Die FRIWO AG nimmt mit ihren Eigenkapitaltiteln an einem geregelten Markt innerhalb der Europäischen Union teil. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Daneben werden die in § 315a HGB normierten Anforderungen beachtet.
Grundlagen der Abschlusserstellung (3)
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge auf Tausend Euro (T Euro) gerundet angegeben.
Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO (4)
Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Die wesentlichen Beurteilungen betreffen die Werthaltigkeit von Sachanlagen (siehe Ziffer (20)) sowie den Ansatz und die Höhe von Rückstellungen (siehe Ziffern (27) und (28)). Für die gegebenenfalls in Ziffer (33) aufgeführten Haftungsverhältnisse wird die Einschätzung getroffen, dass es sich nicht um zu bilanzierende Verpflichtungen, sondern um Eventualverbindlichkeiten handelt.
Konsolidierungsgrundsätze (5)
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Das Geschäftsjahr aller konsolidierten Gesellschaften einschließlich der FRIWO AG entspricht dem Kalenderjahr.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Umsätze, Zwischenergebnisse sowie alle übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden eliminiert.
Die Erstkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den FRIWO-Konzern übergeht. Die Erträge und Aufwendungen erworbener Unternehmen sind jeweils ab dem Kontrollerwerb im Konzernabschluss enthalten. Im Falle der Veräußerung sind Erträge und Aufwendungen bis zum Verlust der Kontrolle im Konzernabschluss enthalten.
Änderungen von Bilanzierungsund Bewertungsmethoden (6)
Der Konzernabschluss von FRIWO zum 31. Dezember 2016 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2016 verbindlich anzuwendenden Interpretationen (IFRIC) des IFRS Interpretations Committee wurden ebenfalls angewendet.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden.
Im Geschäftsjahr 2016 waren erstmalig die folgenden Änderungen an bestehenden Standards zu beachten:
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
Im November 2013 hat der IASB eine Änderung an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" hinsichtlich der Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen oder von Dritten geleisteten Beiträgen bei leistungsorientierten Plänen verabschiedet. Mit einer Änderung an IAS 19.93 wird nunmehr klargestellt, wie die in den formalen Bedingungen eines Pensionsplans enthaltenen Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten bilanziert werden, wenn diese mit der Dienstzeit verknüpft sind. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.
Improvements to IFRS 2010 – 2012
Im Dezember 2013 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:
- • IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung
- • IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
- • IFRS 8 Geschäftssegmente
- • IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
- • IAS 16 Sachanlagen
- • IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
- • IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte
Auf den Konzernabschluss von FRIWO hatten diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
Im Mai 2014 hat der IASB Änderungen an IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten zusätzliche Leitlinien, die klarstellen, dass ein Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellt, nach den Vorschriften von IFRS 3 und anderer relevanter Standards zu bilanzieren ist. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeitig nicht betroffen.
IAS 16 Sachanlagen
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte
Im Mai 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" verabschiedet. Die Änderungen in IAS 16 stellen klar, dass eine Abschreibung, die auf Erlösen basiert, die aus einer Tätigkeit entstehen, die die Verwendung des abzuschreibenden Vermögenswerts beinhaltet, nicht sachgerecht ist. Dies wird damit begründet, dass Erlöse die Erzeugung wirtschaftlichen Nutzens darstellen, nicht aber dessen Verbrauch.
In den IAS 38 wird die widerlegbare Annahme aufgenommen, dass eine erlösbasierte Abschreibung aus den genannten Gründen nicht sachgerecht ist. Diese Annahme kann jedoch bei Vorliegen begrenzter Umstände widerlegt werden.
Daneben wurden in beiden Standards neue Leitlinien zur Bestimmung der Nutzungsdauer aufgenommen. Danach können erwartete zukünftige Verringerungen des Veräußerungspreises ein Hinweis auf einen stärkeren Verbrauch des künftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts sein.
Auf den Konzernabschluss von FRIWO hatten diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss.
IAS 16 Sachanlagen
IAS 41 Landwirtschaft
Im Juni 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft" veröffentlicht. Die Änderungen führen zu einer geänderten Bilanzierung sog. fruchttragender Pflanzen. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.
IAS 27 Einzelabschlüsse
Im August 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 27 "Einzelabschlüsse" verabschiedet, mit denen die Anwendung der Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im Einzelabschluss eines Investors wieder zugelassen wird. Weiterhin besteht die Option einer Bilanzierung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39 bzw. IFRS 9. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeit nicht betroffen.
Improvements to IFRS 2012–2014
Im September 2014 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:
- • IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche
- • IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
- • IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
- • IAS 34 Zwischenberichterstattung
Auf den Konzernabschluss von FRIWO hatten diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss.
IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Im Dezember 2014 hat der IASB Änderungen an den Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" veröffentlicht. Die Änderungen dienen der Klärung einiger Fragestellungen bezüglich der Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften, die ihre Tochterunternehmen stattdessen zum beizulegenden Zeitwert bilanzieren. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeit nicht betroffen.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
Im Dezember 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten im Wesentlichen die folgenden Punkte:
- • Klarstellung, dass Angaben nur bei wesentlicher Bedeutung verpflichtend zu machen sind. Dies gilt auch, wenn in einem Standard eine gewisse Angabe vorgeschrieben ist.
- • Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung.
- • Klarstellung, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind.
- • Streichung der Vorgabe der festen Reihenfolge der Angaben für eine Berücksichtigung unternehmensindividueller Gegebenheiten zur Erhöhung der Verständlichkeit und Vergleichbarkeit des Anhangs.
FRIWO berücksichtigt diese Änderungen bei der Erstellung des Konzernabschlusses.
Ab dem Geschäftsjahr 2017 hat FRIWO die folgenden neuen Standards zu beachten:
IAS 12 Ertragsteuern
Im Januar 2016 hat der IASB Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" veröffentlicht. Die Änderungen stellen klar, wie Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten im Zusammenhang mit der Bewertung von Schuldinstrumenten zum Fair Value, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden, anzusetzen sind. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss haben.
IAS 7 Kapitalflussrechnungen
Ebenfalls im Januar 2016 hat der IASB Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" veröffentlicht. Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern.
Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften).
Anzugeben sind:
- • Zahlungswirksame Veränderungen
- • Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen
- • Währungskursbedingte Änderungen
- • Änderungen der beizulegenden Zeitwerte
- • übrige
Der IASB schlägt vor, die Angaben in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz darzustellen, lässt aber auch andere Darstellungen zu. FRIWO wird prüfen, in welcher Form die erforderlichen Angaben zukünftig erfolgen werden.
Improvements to IFRS 2014–2016
Im Dezember 2016 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:
- • IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards
- • IFRS 12 Angaben zu Anteile an anderen Unternehmen
- • IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Die Änderungen in IFRS 12 sind ab dem 1. Januar 2017, die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden.
Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen Einfluss haben.
Ebenfalls ab dem 1. Januar 2018 hat FRIWO die folgenden Standards zu beachten:
IFRS 9 Finanzinstrumente
Der IASB schloss im Juli 2014 sein Projekt zur Ersetzung des IAS 39, "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" durch die Veröffentlichung der finalen Version des IFRS 9 "Finanzinstrumente" ab. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken.
Aktuell weist FRIWO in der Bilanz keine finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten oder Sicherungsinstrumente aus, bei denen sich durch die Erstanwendung von IFRS 9 Änderungen mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben würden.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Im Mai 2014 hat der IASB den neuen Standard zur Umsatzrealisierung IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" verabschiedet. Mit diesem neuen Standard werden die bisherigen Standards und Interpretationen, die bislang Regelungen zur Umsatzrealisierung enthielten, zusammengeführt. IFRS 15 ist branchenübergreifend auf sämtliche Umsatztransaktionen anzuwenden und enthält ein prinzipienorientiertes fünfstufiges Modell:
- • Identifizierung des Vertrags mit dem Kunden,
- • Identifizierung der eigenständigen Leistungsverpflichtung in dem Vertrag,
- • Bestimmung des Transaktionspreises,
- • Verteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen des Vertrags,
- • Erlöserfassung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen durch das Unternehmen.
Künftig erfolgt die Umsatzrealisierung bei Übertragung der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden. Die Übertragung von Chancen und Risiken stellt nur noch einen Indikator dar. Darüber hinaus sind explizite Regelungen zu Mehrkomponentengeschäften in IFRS 15 enthalten. Ferner gibt es neue Leitlinien dazu, ob Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Im September 2015 hat der IASB als formale Änderung des IFRS 15 veröffentlicht, dass sich der Erstanwendungszeitpunkt um ein Jahr auf den 1. Januar 2018 verschiebt.
Im April 2016 der IASB weitere Änderungen an IFRS 15 veröffentlicht. Die Änderungen enthalten zum einen Klarstellungen zu verschiedenen Regelungen des IFRS 15 und zum anderen Vereinfachungen bezüglich des Übergangs auf den neuen Standard.
FRIWO verkauft überwiegend Erzeugnisse und Waren. Darüber hinaus werden Kunden im europäischen Raum E²MS-Dienstleistungen angeboten. Aus der Anwendung des neuen Standards werden keine wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Praxis in Hinblick auf Zeitpunkt und Höhe der Erfassung der Umsatzerlöse erwartet.
Für die im Folgenden aufgeführten neuen Standards bzw. Änderungen an bestehenden Standards steht die Anerkennung durch die EU (Endorsement) noch aus.
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung
Im Juni 2016 hat der IASB Änderungen an IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen. Bei FRIWO existieren keine anteilsbasierten Vergütungssysteme.
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen
Im Dezember 2016 hat der IASB IFRIC 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen" veröffentlicht. Aufgrund von abweichenden Bilanzierungspraktiken im Hinblick auf IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" hat der IASB mit IFRIC 22 klargestellt, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist nach IFRIC 22 der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird. FRIWO wird diese Klarstellungen berücksichtigen.
IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Ebenfalls im Dezember 2016 hat der IASB eine Änderung an IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" veröffentlicht. Die Änderung dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. FRIWO ist von diesen Regelungen nicht betroffen.
Ab dem Geschäftsjahr 2019 hat FRIWO folgenden neuen IFRS Standard anzuwenden:
IFRS 16 Leasingverhältnisse
Im Januar 2016 hat der IASB den neuen Standard zur Leasingbilanzierung IFRS 16 "Leasingverhältnisse" verabschiedet. IFRS 16 ersetzt künftig IAS 17 und die dazugehörigen Interpretationen.
Gem. IFRS 16 werden beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse derart bilanziert, dass auf der Aktivseite das mit dem Leasingverhältnis einhergehende Nutzungsrecht als Vermögenswert (sog. "Rightof-Use-Asset") und auf der Passivseite die entsprechende abgezinste Leasingverbindlichkeit erfasst wird.
Erleichterungen gibt es für Leasinggegenstände mit geringem Wert sowie für Leasingverhältnisse mit kurzer Laufzeit. Die Leasingzahlungen für diese Leasingverhältnisse können linear (oder gem. einer anderen systematischen Grundlage der Verteilung) über die Laufzeit des Vertrags als Aufwand erfasst werden.
Nach dem bisherigen IAS 17 wurde noch unterschieden zwischen bilanzwirksamen Finance Leases und bilanzunwirksamen Operating Leases. Diese Unterscheidung zwischen zwei verschiedenen Leasingarten fällt bei der Bilanzierung beim Leasingnehmer mit Inkrafttreten von IFRS 16 künftig weg. Sofern ein Vertrag als Leasingverhältnis klassifiziert wird, fällt es in den Anwendungsbereich dieses Standards und ist somit zu bilanzieren. Andernfalls handelt es sich um einen aufwandswirksamen Servicevertrag.
Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen.
IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Leaseback-Transaktionen.
FRIWO prüft, welche Auswirkungen die Anwendung dieses neuen Standards auf den Konzernabschluss haben wird.
Währungsumrechnung (7)
Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Dies entspricht der Berichtswährung der FRIWO AG.
Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Die Bilanzen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Gesellschaften im Ausland entspricht daher der jeweiligen Landeswährung. Die bei der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
| Stichtag | Durchschnitt | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Fremdwährung / Euro | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 | |
| China (CNY) | 7,3202 | 7,0608 | 7,3522 | 6,9733 | |
| Hong Kong (HKD) | 8,1751 | 8,4376 | 8,5922 | 8,6014 | |
| Japan (JPY) | 123,40 | 131,07 | 120,20 | 134,31 | |
| USA (USD) | 1,0541 | 1,0887 | 1,1069 | 1,1095 | |
| Vietnam (VND) | 23.486,00 | 24.014,90 | 24.269,53 | 24.300,50 |
Der Währungsumrechnung liegen die folgenden Wechselkurse zu Grunde:
Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (8)
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Als Umsatzerlöse werden die Lieferungen und Leistungen der zum Jahresende zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften – bereinigt um Innenumsätze, Kundenskonti, Rabatte und Boni – erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Erzeugnisse und Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht wurden und die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.
Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbsterstellten Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 "Vorräte" neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Materialkosten und den Fertigungslöhnen auch sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbezogenen Abschreibungen.
Weiterhin werden unter dieser Position die produktbezogenen Entwicklungs- und Logistikkosten ausgewiesen.
Die Entwicklungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Voraussetzungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38.57 werden nicht erfüllt. FRIWO schafft keine immateriellen Vermögenswerte, da sich die Entwicklungsarbeit im Wesentlichen darauf konzentriert, die bestehende Technologie zu optimieren und Produkte unter Nutzung der bestehenden Technologie an die individuellen Anforderungen der Kunden anzupassen.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie auf etwaige steuerlich nutzbare Verlustvorträge berechnet. Die auf Grund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 30 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) zu Grunde gelegt.
Soweit die aktiven latenten Steuern den Betrag der passiven latenten Steuern übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt sind.
Finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d.h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Neben konkret bekannten Einzelrisiken ist ein weiterer Anhaltspunkt für einen Wertberichtigungsbedarf auf eine Forderung die Überfälligkeit, auf deren Basis individuell geprüft wird, ob die Forderung noch einzubringen ist. Die Fair Value Option aus IAS 39 zur Bewertung von Finanzinstrumenten wird bei FRIWO nicht ausgeübt.
Angaben zu den verwendeten Hierarchiestufen zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten finden sich unter Ziffer (35).
Ausbuchungen finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen der IAS 39.17 ff erfüllt sind. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zu Grunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird entweder direkt oder unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag wird ergebniswirksam erfasst. Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt es den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der Buchwert des Vermögenswerts zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht die fortgeführten Anschaffungskosten übersteigt.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß den Vorschriften in IAS 38 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) beträgt drei bis sechs Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer liegen nicht vor. Der Abschreibungszeitraum und die Methode werden in jeder Periode überprüft. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.
Das Sachanlagevermögen wird gemäß IAS 16 zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei selbsterstellten Anlagen enthalten die Herstellungskosten neben den Einzelkosten sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden in der Regel nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Sind sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen, werden sie gemäß IAS 23 "Fremdkapitalkosten" aktiviert.
Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer verrechnet, sofern nicht aufgrund des tatsächlichen Nutzungsverlaufs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.
Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
| Gebäude | 8 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 Jahre |
| Fahrzeuge | 6 bis 8 Jahre |
Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in den Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.
Komplexere Sachanlagen, die aus klar trennbaren Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden für Zwecke der Abschreibungsermittlung in diese Komponenten aufgeteilt. Die Berechnung der Abschreibung erfolgt anhand der Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten.
Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erhaltungsaufwendungen, die zur Erhöhung des künftigen Nutzenpotenzials eines Vermögenswertes führen, werden aktiviert.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.
An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen.
Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen.
Die Vorräte werden gemäß IAS 2 "Vorräte" zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag unter Beachtung des Einzelbewertungsgrundsatzes angesetzt. Bei austauschbaren Gegenständen wird gemäß IAS 2.25 die Durchschnittsmethode angewendet.
Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Zinsaufwendungen werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Nominalwert entsprechen, bilanziert. Forderungen in fremder Währung sind gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Differenzen aus dieser Umrechnung sind erfolgswirksam erfasst.
Erkennbaren Risiken bei einzelnen Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen auf gesonderten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen.
Der Bilanzposten Zahlungsmittel umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen.
Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Vorgaben des IAS 19.
Die Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen ermittelt. Der Barwert der Verpflichtung (DBO) wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit einem Zinssatz, basierend auf Zinssätzen von Industrieanleihen hoher Bonität, abgezinst werden.
Die Zinsanteile der Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen sind im Finanzergebnis und die übrigen Aufwendungen in den jeweils zutreffenden Positionen ausgewiesen.
Die Sonstigen Rückstellungen sind nach IAS 37 bilanziert. Sie werden nur dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und wenn der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Die bilanzierten Rückstellungen decken die Risiken im Konzernabschluss, die gegenüber Dritten bestehen, ausreichend ab. Die Bemessung erfolgte in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt, sofern der Effekt wesentlich ist. Rückstellungen mit einer erwarteten Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres sind unter den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen.
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Dabei auftretende Differenzen gegenüber dem Einbuchungskurs werden erfolgswirksam verrechnet. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierung sind bei FRIWO üblicherweise marktgerecht verzinst, so dass der Bilanzwert nahezu dem Zeitwert entspricht.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen. Sie erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
Etwaige Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden dergestalt in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Bei FRIWO haben in der laufenden Berichtsperiode sowie in der Vorperiode keine Finanzierungs-Leasingverhältnisse vorgelegen.
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Eventualverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist. Als international tätiges Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist FRIWO einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistung, Steuerrecht, zugesicherte Rechte aus Unternehmenstransaktionen und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen könnten, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten.
In den zum Bilanzstichtag anhängigen Rechtsverfahren sind nach Einschätzung des Vorstands keine Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu Lasten des Konzerns zu erwarten.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausschließlich im Anhang angegeben.
Konsolidierungskreis (9)
In den Konzernabschluss sind neben der FRIWO AG alle inländischen und ausländischen Gesellschaften einbezogen, die durch die FRIWO AG aufgrund unmittelbarer oder mittelbarer Stimmrechtsmehrheit beherrscht werden. Beherrschung liegt nach IFRS 10 vor, wenn die FRIWO AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Der Konsolidierungskreis umfasst zwei inländische und zwei ausländische Gesellschaften. Wir verweisen auf den in Ziffer (39) dargestellten Anteilsbesitz.
Segmentberichterstattung des FRIWO-Konzerns
Segmentberichterstattung (10)
Ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden. Hauptentscheidungsträger der FRI-WO-Gruppe ist demgemäß der Vorstand der FRIWO AG, der die zentrale Entscheidungskompetenz über wesentliche Ressourcenallokationen hat.
Dem Vorstand stehen aus dem regelmäßigen internen Berichtswesen der Konzerngesellschaften diverse Auswertungen zur Verfügung, die jeweils die Ertragskraft des Unternehmens aus unterschiedlichen Sichten analysieren. Dabei spielt der regionale Aspekt in verschiedenen Ausprägungen eine sehr bedeutende Rolle. Insofern erachtet der Vorstand die regionale Differenzierung als das für den Segmentbericht gemäß IFRS 8 grundlegende Kriterium.
Die Segmentierung erfolgt nach Umsätzen für die Regionen Deutschland, übriges Europa, Asien (ohne Japan) und Übrige. Die regionale Zuordnung der Umsätze erfolgt nach Lieferadressen der Kunden. Die Sonstigen Geschäftsaktivitäten enthalten die Aufwendungen der Holding, die keinem regionalen Segment zuzuordnen sind.
| in T Euro | Deutschland | übriges Europa | Asien | Regionen übrige |
Geschäfts aktivitäten sonstige |
Segmente Summe |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | ||||||||
| Umsatzerlöse | 62.021 51.960 15.205 | 5.379 | 0 134.565 | 0 134.565 | ||||
| Abschreibungen | 1.488 | 1.020 | 180 | 138 | 1 | 2.827 | 0 | 2.827 |
| Operatives Ergebnis | 2.305 | 3.156 | 1.375 | 346 -1.086 | 6.096 | 0 | 6.096 | |
| 2015 |
Segmentinformationen
| Umsatzerlöse | 64.796 48.680 23.022 | 6.509 | 0 143.007 | 0 143.007 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen | 1.193 | 661 | 189 | 118 | 1 | 2.162 | 0 | 2.162 |
| Operatives Ergebnis | 1.730 | 2.134 | 1.542 | 178 | -809 | 4.775 | 0 | 4.775 |
Überleitung des Segmentergebnisses
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente | 6.096 | 4.775 |
| Überleitung | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 488 | -353 |
| Zinsertrag | 2 | 1 |
| Zinsaufwendungen | -436 | -343 |
| Ertragsteuern | -2.113 | -1.334 |
| Konzernergebnis | 4.037 | 2.746 |
Geschäftstätigkeiten zwischen den Segmenten finden nicht statt. Die Segmente werden anhand des operativen Ergebnisses beurteilt. Dabei bleiben Finanzierungs- und Steuereffekte ebenso wie sonstige Erträge oder Aufwendungen (bspw. aus Sicherungsgeschäften) unberücksichtigt. Da die interne Berichterstattung den Grundsätzen der IFRS-Bilanzierung folgt, ergeben sich keine Überleitungseffekte.
Von dem langfristigen Anlagevermögen entfallen 65 Prozent der Buchwerte auf den inländischen Standort Ostbevern sowie 29 Prozent auf unseren neuen Fertigungsstandort in Vietnam. Bei der Ermittlung der operativen Ergebnisse der Berichtssegmente werden die Abschreibungen asymmetrisch zu dieser Aufteilung den Segmenten gemäß des Beitrags den der einzelne Standort zum Umsatz des jeweiligen Segments leistet, zugeordnet.
Der Umsatz der FRIWO Gruppe verteilte sich 2016 mit 87,6 Mio. Euro auf die Produktgruppen Netzgeräte (Vorjahr: 101,8 Mio. Euro), mit 39,9 Mio. Euro auf Ladegeräte (Vorjahr: 30,6 Mio. Euro) und mit 7,1 Mio. Euro auf "Sonstige" (Vorjahr: 10,6 Mio. Euro).
Auf zwei Kunden, die in den geographischen Bereichen Deutschland, übriges Europa und Asien enthalten sind, entfielen im Berichtsjahr mit 19,9 Mio. Euro bzw. 19,1 Mio. Euro (Vorjahr: 29,2 Mio. Euro bzw. 21,8 Mio. Euro) 14,8 Prozent bzw. 14,2 Prozent (Vorjahr: 20,4 Prozent bzw. 15,3 Prozent) des Gesamtumsatzes.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse (11)
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen ist in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aufgeführt.
Vertriebskosten (12)
Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen die Kosten für Werbung, Wertberichtungen auf Forderungen und Provisionsaufwendungen. Im Rückgang der Vertriebskosten spiegeln sich unter anderen der Wegfall von Einmalaufwendungen des Vorjahres sowie Einsparungen aufgrund der Neustrukturierung der externen Vertriebsorganisation wider.
Allgemeine Verwaltungskosten (13)
Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge (14)
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Verluste aus Anlageabgängen | -156 | -5 |
| Währungsverluste | -2.896 | -5.677 |
| Andere Aufwendungen | -493 | -971 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.545 | -6.653 |
| Erträge aus Anlageabgängen | 19 | 0 |
| Währungsgewinne | 3.179 | 5.149 |
| Andere Erträge | 835 | 1.151 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.033 | 6.300 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge (saldiert) | 488 | -353 |
Die FRIWO Gerätebau GmbH hat im Geschäftsjahr 2016 – wie schon im Vorjahr – im Zusammenhang mit dem Aufbau der eigenen Fertigung in Vietnam und den daraus resultierenden Produktionsverlagerungen spezielle Teile von Fertigungsanlagen sowohl für FRIWO Vietnam als auch für einen externen Auftragsfertiger eingekauft, teilweise bearbeitet und weiterverkauft. Diese Ein- und Verkäufe wurden in den anderen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Darüber hinaus fiel in 2016 ein Einmalertrag aus einer Einigung mit einem Geschäftspartner an.
Finanzergebnis (15)
| Finanzergebnis | -434 | -343 |
|---|---|---|
| Zinsanteil in den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
-63 | -62 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -373 | -282 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2 | 1 |
| in T Euro | 2016 | 2015 |
Die Verschlechterung des Finanzergebnisses resultiert zum überwiegenden Teil aus dem Anstieg des Kapitalbedarfs.
Ertragsteuern (16)
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern werden nach IAS 12 berechnet und setzen sich wie folgt zusammen:
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | -2.096 | -1.396 |
| Steuern aus Vorjahren | -2 | 106 |
| Latente Ertragsteuern | -15 | -44 |
| -2.113 | -1.334 |
Die bilanzierten Steuerlatenzen betreffen folgende Bilanzposten:
| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| Sachanlagen | 5 | 0 | 7 | 0 |
| Vorräte | 102 | 71 | 0 | 34 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 152 | 0 | 84 |
| Pensionsrückstellungen | 381 | 0 | 340 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 24 | 0 | 23 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 24 | 0 | 48 |
| 512 | 247 | 370 | 166 | |
| Saldierung | -247 | -247 | -166 | -166 |
| Konzernbilanz | 265 | 0 | 204 | 0 |
| Saldiert | davon | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 2016 | 2015 | Veränderung | in GuV | Transaktionen auf im EK erfasste |
| Sachanlagen | 5 | 7 | -2 | -2 | 0 |
| Vorräte | 31 | -34 | 65 | 65 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
-152 | -84 | -68 | -68 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 381 | 340 | 41 | -34 | 75 |
| Sonstige Rückstellungen | 24 | 23 | 1 | 1 | 0 |
| Verbindlichkeiten | -24 | -48 | 24 | 24 | 0 |
| Konzernbilanz | 265 | 204 | 61 | -14 | 75 |
Im Vorjahr stellten sich die Daten wie folgt dar:
| 2015 | 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| Sachanlagen | 7 | 0 | 10 | 0 |
| Vorräte | 0 | 34 | 0 | 33 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 84 | 0 | 132 |
| Pensionsrückstellungen | 340 | 0 | 398 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 23 | 0 | 33 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 48 | 10 | 0 |
| 370 | 166 | 451 | 165 | |
| Saldierung | -166 | -166 | -165 | -165 |
| Konzernbilanz | 204 | 0 | 286 | 0 |
| Saldiert | davon | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 2015 | 2014 | Veränderung | in GuV | Transaktionen auf im EK erfasste |
| Sachanlagen | 7 | 10 | -3 | -3 | 0 |
| Vorräte | -34 | -33 | -1 | -1 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
-84 | -132 | 48 | 48 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 340 | 398 | -58 | -32 | -26 |
| Sonstige Rückstellungen | 23 | 33 | -10 | -10 | 0 |
| Verbindlichkeiten | -48 | 10 | -58 | -46 | -12 |
| Konzernbilanz | 204 | 286 | -82 | -44 | -38 |
Auf sämtliche temporäre Differenzen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 wurden wie im Vorjahr latente Steuern angesetzt.
Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine steuerlich verwertbaren Verlustvorträge.
Auf Grund der positiven Ertragserwartungen in den Folgejahren wird es als wahrscheinlich angesehen, dass ausreichend steuerliche Ergebnisse vorliegen werden, gegen die der bestehende Aktivüberhang aus temporären Differenzen verrechnet werden kann.
Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 6.150 | 4.080 |
| Erwarteter Steueraufwand 1) | 1.845 | 1.224 |
| Steuersatzdifferenzen Ausland | -23 | -41 |
| Nicht abzugsfähige übrige Ausgaben | 23 | 21 |
| Steuern für Vorjahre | 2 | -106 |
| Steuerlich nicht verwertbare Verluste | 222 | 189 |
| Sonstiges, saldiert | 44 | 47 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 2.113 | 1.334 |
1) Erwarteter Steueraufwand bei Steuersatz der FRIWO AG von 30 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent)
Ergebnis je Aktie (17)
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 "Ergebnis je Aktie" auf Basis des Konzernergebnisses ermittelt und beträgt für 2016 0,52 Euro (Vorjahr: 0,36 Euro). Die Aktienanzahl (7,7 Mio. Stückaktien) hat sich im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Anzahl der ausgegebenen Stückaktien | 7.700.000 | 7.700.000 |
| Konzernergebnis | 4.037 | 2.746 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | 0,52 | 0,36 |
Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung
Forschungs- und Entwicklungskosten (18)
Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 4,5 Mio. Euro erfasst worden (Vorjahr: 4,3 Mio. Euro). Die Kosten, die im Wesentlichen Aufwendungen für die projektbezogene Weiterentwicklung der Produktpalette darstellen, sind in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten.
Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (19)
In den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten sind unter anderem die folgenden Aufwandsarten enthalten:
Abschreibungen
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 226 | 142 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 2.601 | 2.021 |
| 2.827 | 2.163 |
Materialaufwand
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
95.445 | 101.728 |
Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeiter
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Personalaufwendungen | 22.747 | 21.860 |
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:
| Anzahl der Mitarbeiter | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Inland | 261 | 260 |
| Ausland | 459 | 115 |
| 720 | 375 |
Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren im Konzern 731 (Vorjahr: 433) Mitarbeiter beschäftigt, davon 260 (Vorjahr: 260) im Inland.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen (20)
a) Anlagespiegel des FRIWO-Konzerns für die Geschäftsjahre 2016 und 2015
| 2016 | Anschaffungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | buchungen Um- |
änderungen Währungs |
31.12.2016 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
3.253 | 103 | 0 | 0 | -4 | 3.352 | |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 85 | 0 | 0 | 0 | 85 | |
| 3.253 | 188 | 0 | 0 | -4 | 3.437 | ||
| Sachanlagen | |||||||
| Grundstücke und Bauten | 8.932 | 45 | 0 | 555 | 19 | 9.551 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 15.638 | 1.611 | 2.266 | 8 | 84 | 15.075 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
15.191 | 948 | 548 | 39 | -53 | 15.577 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
607 | 163 | 0 | -602 | -5 | 163 | |
| 40.369 | 2.767 | 2.814 | 0 | 45 | 40.366 |
| 2015 | Anschaffungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2015 | Zugänge | Abgänge | buchungen Um- |
änderungen Währungs |
31.12.2015 | ||
| in T Euro | |||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
2.837 | 312 | 0 | 97 | 7 | 3.253 | |
| Geleistete Anzahlungen | 97 | 0 | 0 | -97 | 0 | 0 | |
| 2.934 | 312 | 0 | 0 | 7 | 3.253 | ||
| Sachanlagen | |||||||
| Grundstücke und Bauten | 8.926 | 5 | 0 | 0 | 1 | 8.932 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 13.144 | 2.429 | 14 | 56 | 23 | 15.191 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
14.560 | 1.597 | 1.141 | 72 | 103 | 15.191 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
128 | 601 | 0 | -128 | 6 | 607 | |
| 36.758 | 4.632 | 1.155 | 0 | 133 | 40.368 |
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| änderungen 31.12.2016 buchungen Währungs Abgänge Um- |
01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | änderungen Währungs- |
31.12.2016 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| 0 -4 3.352 |
2.771 | 226 | 0 | -2 | 2.995 | 357 | 482 | |
| 0 85 |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 85 | 0 | |
| 3.437 | 2.771 | 226 | 0 | -2 | 2.995 | 442 | 482 | |
| 9.551 | 7.886 | 84 | 0 | 0 | 7.970 | 1.581 | 1.046 | |
| 15.075 | 9.755 | 1.223 | 2.123 | 16 | 8.871 | 6.204 | 5.883 | |
| 15.577 | 10.904 | 1.294 | 529 | -36 | 11.633 | 3.944 | 4.287 | |
| 163 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 163 | 607 | |
| 45 40.366 |
28.545 | 2.601 | 2.652 | -20 | 28.474 | 11.892 | 11.823 |
| Abschreibungen | Buchwert | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abgänge | änderungen Währungs- |
31.12.2015 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||
| 0 | 4 | 2.771 | 482 | 212 | ||||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 97 | ||||
| 0 | 4 | 2.771 | 482 | 309 | ||||
| 0 | 0 | 7.886 | 1.046 | 1.125 | ||||
| 12 | 0 | 9.755 | 5.883 | 4.273 | ||||
| 1.138 | 57 | 10.904 | 4.287 | 3.615 | ||||
| 0 | 0 | 0 | 607 | 128 | ||||
| 1.150 | 57 | 28.545 | 11.823 | 9.141 |
Von den Investitionen entfielen knapp die Hälfte auf den Standort in Vietnam. Dort wurden weitere 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) hauptsächlich in Produktionsanlagen und Werkzeuge investiert, um langfristig eine leistungsfähige Produktionsbasis zu sichern und weiteres Wachstum zu ermöglichen.
Impairment-Test
FRIWO überprüft jährlich, ob Indikatoren für einen möglichen Impairmentbedarf auf das Anlagevermögen vorhanden sind. Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens ist gem. IAS 36 das Vorliegen eines sog. Triggering Events. In den vorangegangen Jahren lagen keine Indikatoren vor, die einen Einfluss auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens hätten haben können. Nach Betrachtung des Geschäftsverlaufes der FRIWO Gerätebau GmbH in 2016 sind ebenfalls keine Indikatoren zu finden, die Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests sein können. Der Umsatz der am Standort Ostbevern gefertigten Produkte ist zwar um 5,4 Prozent gegenüber Vorjahr gesunken, aber diese Reduzierung spiegelt keine signifikante Veränderung des erzielbaren Betrages wider. In der strategischen Planung ist mittelfristig die Stärkung des Fertigungsstandortes Ostbevern geplant und damit eine Erhöhung und Verbesserung des erzielbaren Betrages. Darüber hinaus zeigt die erneute Bestätigung des Beteiligungsbuchwertes der FWGB, dass keine Anzeichen für einen Impairment-Test gegeben sind. Der FRIWO lagen ebenfalls keine Indikatoren vor, die einen Einfluss auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens am Standort in Vietnam hätten haben können.
FRIWO ist deshalb zu dem Schluss gekommen, dass im Jahr 2016 keine signifikanten Indikatoren vorliegen, die eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens notwendig machen.
Vorräte (21)
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 14.168 | 9.589 |
| Unfertige Erzeugnisse | 7.972 | 5.649 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 11.274 | 10.384 |
| 33.414 | 25.622 |
Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Wertberichtigungen 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro). Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte betrug zum Ende des Berichtsjahres 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro). Im Berichtsjahr wurden den Wertberichtigungen 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) zugeführt.
In die Ermittlung der absatzmarktbezogenen Wertberichtungen gehen neben den aktuellen Preisentwicklungen auf der Absatzseite auch Lagerreichweite, erwarteter Verbrauch und Gängigkeit zur Ermittlung der erzielbaren Erträge ('net realizable value') in die Bewertung ein. Dazu wurden Annahmen zu künftigen Umsatzerwartungen auf Produktebene getroffen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22)
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 5.663 | 9.145 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
-263 | -1.376 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 5.400 | 7.769 |
FRIWO verkauft einen Teil der Forderungen in Form eines echten Factorings. Das heißt, die abgetretenen Forderungen stehen nicht mehr in der Bilanz von FRIWO, da überwiegend alle Chancen und Risiken an den Factor übergehen.
FRIWO hat zudem nicht die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 behalten, da der Factor die Fähigkeit hat und rechtlich in der Lage ist, die Forderung an einen Dritten zu verkaufen.
Die FRIWO behält weder die vertraglichen Pflichten und Rechte, da die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 an den Factor übergeht, noch erlangt sie neue Pflichten und Rechte aus der Übertragung bzw. dem Forderungsverkauf an den Factor. Ein sogenanntes anhaltendes Engagement nach IFRS 7 liegt somit nicht vor.
Der Factor stellt den Kaufpreis zum überwiegenden Teil FRIWO als liquide Mittel zur Verfügung.
Für die nicht verkauften Forderungen führt FRIWO Wertberichtigungen auf Basis identifizierter Einzelrisiken durch. Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand der Wertberichtigungen am 1.1. | -1.376 | -952 |
| Verbrauch | 799 | 0 |
| Zuführungen | -90 | -424 |
| Auflösung | 404 | 0 |
| Stand der Wertberichtigungen am 31.12. | -263 | -1.376 |
Der Verbrauch der Wertberichtigung im Geschäftsjahr beinhaltet die endgültige Ausbuchung von wertberichtigten Forderungen aus füheren Jahren.
Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| davon | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum Abschlussstichtag überfällig und nicht wertgemindert |
||||||||||
| in T Euro | Buchwert | Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig |
Zum Stichtag wertge mindert (Buchwert) |
1 bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | Mehr als 90 Tage |
||||
| zum 31.12.2016 | 5.400 | 4.895 | 210 | 272 | 23 | 0 | ||||
| zum 31.12.2015 | 7.769 | 4.640 | 2.095 | 756 | 229 | 49 |
Es gibt keine Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind und nicht wertberichtigt wurden. Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wurden keine Anzeichen identifiziert, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23)
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Kaufpreiseinbehalt aus Factoring | 1.625 | 1.715 |
| Debitorische Kreditoren | 41 | 59 |
| Mietkautionen | 152 | 157 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 204 | 80 |
| 2.022 | 2.011 |
Der Kaufpreiseinbehalt aus Factoring beläuft sich auf einen Betrag in Höhe eines Prozentsatzes auf den Wert der verkauften Bruttoforderung und dient der Absicherung des Factors gegenüber dem Factornehmer um die üblichen Skonti- und Bonuszahlungen sowie die allgemeinen Gebühren zu decken.
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (24)
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus sonstigen Steuern, Zöllen | 1.396 | 656 |
| Abgrenzungsposten | 323 | 113 |
| Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte | 69 | 53 |
| 1.788 | 822 |
Zu den Stichtagen gab es keine Wertberichtigungen auf die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte.
Zahlungsmittel (25)
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Scheck- und Kassenbestände | 8 | 11 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 2.468 | 8.723 |
| 2.476 | 8.734 |
In den Guthaben bei Kreditinstituten ist in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro) der noch nicht in Anspruch genommene Teil des Kaufpreises der abgetretenen Forderungen an den Factor enthalten.
Diese Definition der Zahlungsmittel wird auch in der Kapitalflussrechnung angewandt.
Eigenkapital (26)
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die FRIWO AG. Das Grundkapital der FRIWO AG in Höhe von 20.020 T Euro ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit repräsentiert jede Aktie einen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2016 sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Die Kapitalrücklage steht zur Verrechnung etwaiger zukünftiger Verluste und teilweise zur Erhöhung des Grundkapitals im Rahmen der Restriktionen des § 150 AktG zur Verfügung, jedoch nicht für Ausschüttungen.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2013 wurde der Vorstand der FRIWO AG ermächtigt, bis zum 30. April 2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen und mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss, um bis zu 10.010 T Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Die Kapitalrücklage betrifft die gesetzliche Mindestrücklage der FRIWO AG.
Die Gewinnrücklagen enthalten die Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die Ergebnisse des Berichtsjahres und der Vorjahre, gekürzt um die in der Vergangenheit gezahlten Dividenden sowie die Teile des sonstigen Konzernergebnisses, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
In den sonstigen Rücklagen werden die kumulierten Ergebnisse der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
In ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss zum 31. Dezember 2016 weist die FRIWO AG nach Einstellung von 2.250 T Euro in die anderen Gewinnrücklagen einen Bilanzgewinn in Höhe von 2.251 T Euro (Vorjahr: 1.250 T Euro) aus. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde zur Ausschüttung einer Dividende von 0,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie der Gesellschaft, somit insgesamt 1.155 T Euro verwendet. Der verbleibende Rest von 95 T Euro wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Berichtsjahres wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,25 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie der Gesellschaft, somit insgesamt 1.925 T Euro. Der verbleibende Rest von 326 T Euro soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.
Aussagen zur Kapitalsteuerung finden sich im Abschnitt zum Finanzrisikomanagement (34).
Rückstellungen für Pensionen (27)
Bei den Verpflichtungen, die ausschließlich im Inland bestehen, handelt es sich größtenteils um dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen. Daneben gibt es auch eine einkommensund dienstzeitabhängige Zusage. Bei den Zusagen handelt es sich ausschließlich um Individualvereinbarungen.
Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen. Dazu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft.
Der versicherungsmathematischen Berechnung liegen die folgenden Parameter zu Grunde: ein Abzinsungssatz von 1,45 Prozent (Vorjahr: 2,06 Prozent), ein Gehaltstrend von 2,25 Prozent (Vorjahr: 2,25 Prozent) und neben individuell vereinbarten Rentenanpassungen ein Rententrend von 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent). Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung wird durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.
Der Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
| in T Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 1.1. |
3.138 | 3.366 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (Barwert der im Geschäftsjahr erdienten Pensionsansprüche) |
4 | 4 |
| Zinsaufwand | 63 | 62 |
| Neubewertungseffekte | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen |
193 | -52 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | 60 | -35 |
| Gezahlte Leistungen | -211 | -207 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 31.12. | 3.247 | 3.138 |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag entspricht dem jeweiligen Fehlbetrag des Plans, da kein Planvermögen existiert.
Die im Folgejahr erwarteten Rentenzahlungen betragen 213 T Euro.
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag 10 Jahre (Vorjahr: 10 Jahre).
Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zu Grunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. FRIWO ist diesen versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Ein Anstieg bzw. Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte folgende Auswirkungen:
| in T Euro | Anstieg | Rückgang | |
|---|---|---|---|
| Diskontierungssatz +/– 1 %-Punkt | -306 | 364 | |
| 2016 | Gehalts- und Rententrend +/– 0,25 %-Punkte | 72 | -69 |
| Diskontierungssatz +/– 1 %-Punkt | -293 | 348 | |
| 2015 | Gehalts- und Rententrend +/– 0,25 %-Punkte | 69 | -66 |
Die Ermittlung der Effekte erfolgte unter Anwendung der gleichen Methoden wie für die Bewertung der Verpflichtung zum Jahresende. Dabei wurden die Effekte jeweils isoliert betrachtet, d. h. eventuell bestehende Abhängigkeiten zwischen den untersuchten Parametern blieben unberücksichtigt.
Die Arbeitgeberanteile für die gesetzliche Rentenversicherung, definiert als beitragsorientierter Versorgungsplan, betrugen 1.301 T Euro (Vorjahr: 1.277 T Euro).
| in T Euro | 01.01.2016 Stand |
Inanspruch nahme |
Auflösung | Zuführung | 31.12.2016 Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige Rückstellungen | |||||
| Personal- und Sozialbereich | 243 | 13 | 0 | 33 | 263 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | |||||
| Gewährleistungen | 502 | 462 | 40 | 825 | 825 |
| Handelsvertreterausgleich | 620 | 620 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige | 145 | 75 | 0 | 76 | 146 |
| 1.267 | 1.157 | 40 | 901 | 971 |
Sonstige Rückstellungen (28)
Die langfristigen Rückstellungen betreffen ausschließlich die Jubiläumsverpflichtungen.
Die langfristigen Rückstellungen wurden durch Abzinsung ermittelt. Die Erhöhung des abgezinsten Betrags während der Berichtsperiode aufgrund des Zeitablaufs betrug 4 T Euro (Vorjahr: 5 T Euro). Zur Abzinsung wurde ein laufzeitadäquater Zinssatz gewählt. Der Effekt aus der Zinssatzänderung war unwesentlich.
Die FRIWO Gerätebau GmbH bietet ihren Mitarbeitern seit 2016 die Möglichkeit Lohn- und Gehaltsbestandteile in Langzeitkonten einzubringen. Der Wert der Rückstellungen aus den mitarbeiterfinanzierten Langzeitkonten bestimmt sich nach der Wertentwicklung des Aktivwerts der kongruenten Rückdeckungsversicherung. Der Ausweis erfolgt saldiert.
Den Rückstellungen für Gewährleistungen wurden 825 T Euro zugeführt zur Deckung von Garantieverpflichtungen aufgrund von bereits erbrachten Lieferungen und Leistungen.
Die zum Vorjahr ausgewiesene Rückstellung für Handelsvertreterausgleich war in ausreichender Höhe gebildet worden und wurde im Geschäftsjahr 2016 vollständig in Anspruch genommen. Das im Vorjahr anhängige Verfahren ist abgeschlossen worden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (29)
| 31.12.2016: | kurzfristig | langfristig | ||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
| Darlehen | 5.000 | 0 | 5.000 | 0 |
| Ratentilgungsdarlehn | 2.846 | 759 | 2.087 | 0 |
| Sonstige kurzfristige | 5.829 | 5.829 | 0 | 0 |
| 13.675 | 6.588 | 7.087 | 0 | |
| 31.12.2015: | kurzfristig | langfristig | ||
| in T Euro | Buchwert | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
| Darlehen | 5.000 | 0 | 5.000 | 0 |
| Ratentilgungsdarlehn | 3.490 | 734 | 2.756 | 0 |
| Sonstige kurzfristige | 7 | 7 | 0 | 0 |
| 8.497 | 741 | 7.756 | 0 |
Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der Finanzierung des Working capitals in der vietnamesischen Gesellschaft mit 2,8 Mio. Euro und deutschen Gesellschaft mit 3,0 Mio. Euro.
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten unterlagen wie im Vorjahr keiner Besicherung.
Der gewichtete Durchschnittszinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag 2016 bei 1,90 Prozent (Vorjahr 2,01 Prozent).
Zum Jahresende stellen sich die Kreditlinien wie folgt dar:
| in T Euro | Kreditlinien | Ausnutzung Freie Kreditlinien | |
|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 21.692 | 13.675 | 8.017 |
| 31.12.2015 | 17.490 | 8.497 | 8.993 |
In den Kreditlinien ist ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren enthalten. Im Vorjahr wurde ein langfristiges Ratentilgungsdarlehen mit einem Wert von 3,0 Mio. US-Dollar zum 31. Dezember 2016 zur Finanzierung der neuen Produktionsstätte in Vietnam abgeschlossen. In beiden Kreditverträgen der langfristigen Finanzierung wurden zwei Covenants vereinbart. Die erste Kreditklausel bezieht sich auf die Eigenkapitalquote und die zweite Klausel auf den dynamischen Verschuldungsgrad.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30)
Zahlungsverpflichtungen werden unter der Beachtung der Zahlungsfälligkeit als lang- oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Zahlungsverpflichtungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (31)
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 3.050 | 3.049 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 447 | 238 |
| 3.497 | 3.287 |
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (32)
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Abgrenzungen aus dem Personalbereich | 1.640 | 1.604 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 124 | 117 |
| 1.764 | 1.721 |
Weitere Anhangsangaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse (33)
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 182 | 282 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 1.699 | 1.642 |
| (davon fällig im Folgejahr) | (634) | (533) |
| (davon fällig in 2 bis 5 Jahren) | (1.065) | (1.109) |
| 1.881 | 1.924 |
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 751 T Euro (Vorjahr: 572 T Euro) erfolgswirksam erfasst.
Die Miet- und Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen die Mietverträge über die Gebäude der vietnamesischen und chinesischen Tochtergesellschaft sowie Leasingverträge für Fuhrpark und Büroausstattung.
Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten
Die FRIWO AG oder eine ihrer Tochtergesellschaften sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten.
Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente (34)
Kreditrisiko
Es bestehen Forderungen gegen eine Vielzahl von Kunden. Darin enthalten sind regelmäßig hohe Einzelforderungen gegen Großkunden. Den aus dem Forderungsbestand resultierenden Kreditausfallrisiken wird durch ein systematisches Verfahren bei der Auswahl von Kunden, durch Analyse des Zahlungsverhaltens und Setzen angemessener Kreditlimits begegnet. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die zum Bilanzstichtag angesetzten Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte abgebildet. Die FRIWO-Gesellschaften verkaufen ihre Produkte ausschließlich an Kunden, die zuvor einer Bonitätsprüfung unterzogen wurden.
Liquiditätsrisiko
FRIWO führt regelmäßig eine Liquiditätsplanung für den Konzern durch, um einen etwaigen Liquiditätsengpass frühzeitig erkennen zu können. In das kurz- und mittelfristige Liquiditätsmanagement werden die Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Schätzungen des operativen Cashflows einbezogen. FRIWO steuert seine Liquidität, indem der Konzern ergänzend zum Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Zusätzlich reduziert die Möglichkeit des Verkaufs von Forderungen das Liquiditätsrisiko des Konzerns.
Die folgende Liquiditätsanalyse zeigt die Fälligkeiten der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2016 fixierten Zinssätze ermittelt.
| 31.12.2016: | Cashflows 2017 | Cashflows 2018 | Cashflows 2019ff | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 2016 |
Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
13.675 | 181 | 6.588 | 143 | 759 | 154 | 6.328 |
| 31.12.2015: | Cashflows 2016 | Cashflows 2017 | Cashflows 2018ff | ||||
| in T Euro | Buchwert 2015 |
Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
8.497 | 161 | 741 | 147 | 735 | 275 | 7.021 |
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten branchenübliche Klauseln, die der Bank im Falle einer eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierungen ist somit gewährleistet; der Vorstand hat keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.
Währungsrisiko
Aufgrund der internationalen Tätigkeiten ist FRIWO Währungsrisiken ausgesetzt. Hierbei ergibt sich zunächst eine natürliche Absicherung aufgrund der Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten. Des Weiteren werden verbleibende Fremdwährungsrisiken durch gezieltes Währungsmanagement vermindert; aus diesem Grund schließt FRIWO unterjährig Devisentermingeschäfte ab.
Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. FRIWO tätigt Devisentermingeschäfte als Absicherung auf bereits bestehende Bilanzpositionen und wendet in diesem Fall kein sogenanntes Hedge accounting an. Aus den nicht gesicherten Positionen ergibt sich ein Restrisiko aus den möglichen Änderungen des Wechselkurses US-Dollar, HK-Dollar sowie Japanischen Yen zum Euro. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:
| Kursentwicklung | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|
|---|---|---|---|
| des USD, HKD, JPY | in T Euro | in T Euro | |
| 2016 | +5% | 349 | 349 |
| -5% | -385 | -385 | |
| +5% | 83 | 83 | |
| 2015 | -5% | -92 | -92 |
Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar gegenüber dem Euro ausgesetzt. Zum Stichtag betrug die USD-Nettoposition rd. 7,1 Mio. Euro (Vorjahr: rd. 1,4 Mio. Euro). Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet auch die ausstehenden, auf fremde Währung lautenden monetären Positionen in US-Dollar, HK-Dollar und Japanischen Yen. Berechnet wird der bilanzielle Effekt einer 5-prozentigen Abweichung der Fremdwährungskurse zum Euro am Stichtag. Die Auswirkung auf das Eigenkapital ist aufgrund der nicht vorhandenen Cashflow Hedges identisch mit den Auswirkungen auf das Ergebnis, da die mögliche Veränderung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte nicht berücksichtigt werden muss. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
Zinsänderungsrisiko
Die FRIWO verfügt über ein festverzinsliches langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren. Ein zusätzliches langfristiges Ratentilgungsdarlehen mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren ist dagegen variabel verzinst. Die Zinsentwicklung am Markt wird fortlaufend beobachtet und analysiert.
Zum 31. Dezember 2016 bestand keine Absicherung des Zinsrisikos durch entsprechende Zinsswaps.
Aus den übrigen variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden ergibt sich ein Restrisiko bezüglich möglicher Zinsänderungen. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:
| Erhöhung/ Verringerung |
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|
|---|---|---|---|
| in Basispunkten | T Euro | T Euro | |
| 2016 | +100 | -145 | -145 |
| -100 | 145 | 145 | |
| +100 | -83 | -83 | |
| 2015 | -100 | 83 | 83 |
Zur Ermittlung der Zinssensitivität wurde das Zinsergebnis aus den variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden dem durchschnittlichen Zinssatz von 1,86 Prozent (Vorjahr: 1,59 Prozent) des Geschäftsjahres gegenübergestellt. Anschließend wurde die Veränderung des Zinsergebnisses aufgrund einer Erhöhung/Verringerung des durchschnittlichen Prozentsatzes um 100 Basispunkte ermittelt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital ist identisch mit der Auswirkung auf das Ergebnis, da die mögliche Veränderung der Marktwerte der Zinsswaps nicht mehr berücksichtigt werden muss.
Derivative Finanzinstrumente
Die aufgrund der Fair Value Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten anfallenden Gewinne und Verluste werden im Fall von Cashflow Hedges erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Die Ergebnisse der nicht in effektiven Hedge-Beziehungen befindlichen Derivate werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die aus den Devisentermingeschäften resultierenden Beträge werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.
Zum 31.12.2016 waren wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte bei FRIWO abgeschlossen.
Kapitalsteuerung
Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur mit Blick auf die Gesamtkapitalrentabilität unter Berücksichtigung von Bonitätszielen. Damit soll sowohl den Interessen der Anteilseigner als auch der Kreditgeber entsprochen werden. Darüber hinaus wird neben den aktuellen individuellen Rahmenbedingungen wie geplante Dividenden und Investitionen auch die gesamtwirtschaftliche Lage in die Ermittlung der jeweiligen Zielkapitalstruktur einbezogen.
Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag erfüllt die vertraglich vereinbarten Kreditklauseln zur Eigenkapitalquote. Sie ist auf einem soliden Niveau und dennoch strebt der Vorstand eine kontinuierliche Verbesserung der Eigenkapitalquote an.
Das Verhältnis zwischen lang- und kurzfristigen Schulden entspricht der vom Vorstand angestrebten Relation.
| in T Euro | 31.12.2016 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 17.674 | 15.082 |
| als % vom Gesamtkapital | 31% | 26% |
| Langfristige Schulden | 10.597 | 11.137 |
| Kurzfristige Schulden | 29.467 | 31.299 |
| Fremdkapital | 40.064 | 42.436 |
| als % vom Gesamtkapital | 69% | 74% |
| Gesamtkapital | 57.738 | 57.518 |
Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten (35)
Abkürzungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten:
| AfS | Available for Sale | Zur Veräußerung verfügbar |
|---|---|---|
| FLaAC Financial Liabilities at Amortised Cost | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungkosten |
|
| FAHfT Financial Assets Held for Trading | Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten |
|
| FLHfT | Financial Liabilities Held for Trading | Finanzielle Verbindlichkeiten zur Veräußerung gehalten |
| HtM | Held to Maturity | bis zur Endfälligkeit gehalten |
| LaR | Loans and Receivables | Darlehen und Forderungen |
Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7.6 i.V.m. Appendix B1:
| AC | At Cost | fortgeführte Anschaffungskosten |
|---|---|---|
| FV | At Fair Value | beizulegender Zeitwert |
Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der Kategorien von Finanzinstrumenten in Klassen, welche sich hinsichtlich der Art der Bewertung der darin enthaltenen Finanzinstrumente unterscheiden:
| AKTIVA | nach IAS 39 zu | Bewertung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2016 Buchwert |
nach IAS 39 Kategorie |
Anschaffungs kosten |
Fair Value | nach IFRS 7 Klassen |
31.12.2016 Fair Value |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
5.400 | LaR | 5.400 | AC | 5.400 | |
| Zahlungsmittel | 2.476 | LaR | 2.476 | AC | 2.476 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.022 | LaR | 2.022 | AC | 2.022 |
Davon: Aggregiert nach
Bewertungskategorien gem. IAS 39
| Darlehen und Forderungen | 9.898 | LaR | 9.898 |
|---|---|---|---|
| PASSIVA | Bewertung nach IAS 39 zu |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2016 Buchwert |
nach IAS 39 Kategorie |
Anschaffungs kosten |
Fair Value | nach IFRS 7 Klassen |
31.12.2016 Fair Value |
|
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
7.087 | FLaAC | 7.087 | AC | 7.087 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
15.844 | FLaAC 15.844 | AC 15.844 | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
6.588 | FLaAC | 6.588 | AC | 6.588 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.497 | FLaAC | 3.497 | AC | 3.497 |
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39 Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 33.016 FLaAC 33.016 Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:
| AKTIVA | Bewertung nach IAS 39 zu |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2015 Buchwert |
nach IAS 39 Kategorie |
Anschaffungs kosten |
Fair Value | nach IFRS 7 Klassen |
31.12.2015 Fair Value |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
7.769 | LaR | 7.769 | AC | 7.769 | |
| Zahlungsmittel | 8.734 | LaR | 8.734 | AC | 8.734 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.011 | LaR | 2.011 | AC | 2.011 | |
Davon: Aggregiert nach
Bewertungskategorien gem. IAS 39
| Darlehen und Forderungen 18.514 LaR 18.514 |
|
|---|---|
| -------------------------------------------------- | -- |
| PASSIVA | nach IAS 39 zu | Bewertung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2015 Buchwert |
nach IAS 39 Kategorie |
Anschaffungs kosten |
Fair Value | nach IFRS 7 Klassen |
31.12.2015 Fair Value |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
7.756 | FLaAC | 7.756 | AC | 7.756 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
24.218 | FLaAC 24.218 | AC 24.218 | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
741 | FLaAC | 741 | AC | 741 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.287 | FLaAC | 3.287 | AC | 3.287 | |
| Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39 |
||||||
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 36.002 FLaAC 36.002
Die Buchwerte der Finanzinstrumente stellen zum Stichtag einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar, da diese im Wesentlichen kurzfristig sind bzw. sich aus der zeitlichen Nähe zwischen Einbuchungszeitpunkt und Bilanzstichtag keine nennenswerten Differenzen ergeben.
Gemäß IFRS 13 wird bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen:
| Stufe 1 | Bewertung anhand von auf aktiven Märkten verwendeten (nicht berichtig ten) Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Schulden |
|---|---|
| Stufe 2 | Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren |
| Stufe 3 | Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern |
Der Fair Value ist nach IFRS 13 als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
In der folgenden Tabelle sind die Bewertungsverfahren und wesentlichen Eingangsparameter für die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert dargestellt:
| Bewertungs verfahren 1 |
Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt. |
|---|---|
| Bewertungs verfahren 2 |
Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Zinssätzen geschätzt. |
Zum 31. Dezember 2016 hielt der Konzern wie im Vorjahr keine zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente.
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
| 2016 | Nettoergebnisse aus | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Folgebewertung | |||||||||
| in T Euro | Zinsen | Wertberichtigung | |||||||
| FI-Kategorie nach IAS 39 |
Ertrag | Aufwand | Auflösung Zuführung |
umrechnung Währungs |
|||||
| LaR | 2 | 0 | 404 | -90 | 0 | ||||
| AfS | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| HtM | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| FAHfT/FLHfT | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| FLaAC | 0 | -373 | 0 0 |
-283 | |||||
| Summe | 2 | -373 | 404 | -90 | 283 |
| 2015 | Nettoergebnisse aus | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Folgebewertung | |||||||||
| in T Euro | Zinsen | Wertberichtigung | |||||||
| FI-Kategorie nach IAS 39 |
Ertrag | Aufwand | Auflösung Zuführung |
umrechnung Währungs |
|||||
| LaR | 1 | 0 | 0 | -424 | 0 | ||||
| AfS | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| HtM | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| FAHfT/FLHfT | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| FLaAC | 0 | -281 | 0 | 0 | -495 | ||||
| Summe | 1 | -281 | 0 | -424 | -495 |
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (36)
Die Cardea Holding GmbH, Grünwald, ist mit Mehrheit an der FRIWO AG beteiligt. Die Cardea Holding GmbH und ihre Muttergesellschaft, die VTC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KG, München, sowie deren Tochterunternehmen sind dadurch nahestehende Unternehmen zur FRIWO AG im Sinne des IAS 24. Im Berichtsjahr fanden wie im Vorjahr keine Geschäftsvorfälle zwischen der FRIWO AG und der Cardea Holding GmbH oder der VTC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KG statt.
Vorstand und Aufsichtsrat werden als natürliche nahestehende Personen eingestuft. Zu Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf Ziffer (37) verwiesen. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr fanden keine Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen statt.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands (37)
Die fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 10 T Euro pro Jahr. Die variable Vergütung richtet sich nach der Höhe der beschlossenen Dividenden. Die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütung ist auf das Dreifache des festen Betrags begrenzt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache. Ausschussmitglieder erhalten jeweils eine weitere Vergütung von 1.000 Euro. Davon ausgenommen sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Die fixe Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt für das Geschäftsjahr 2016 75 T Euro (Vorjahr: 75 T Euro). Für das Geschäftsjahr 2015 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt eine variable Vergütung von 7 T Euro (Vorjahr: 4 T Euro).
Hinsichtlich der Bezüge des Vorstands ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 11. Mai 2016 beschlossen hat, dass Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2016 bis einschließlich 2020 unterbleiben.
Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 891 T Euro (Vorjahr: 786 T Euro), davon 495 T Euro fix (Vorjahr: 450 T Euro) und 396 T Euro variabel (Vorjahr: 336 T Euro).
Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Pensionsbezüge von 164 T Euro (Vorjahr: 159 T Euro). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind gemäß IAS 19 insgesamt 2.657 T Euro (Vorjahr: 2.570 T Euro) zurückgestellt.
Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen sind den Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen nicht eingeräumt worden.
Honorar des Abschlussprüfers (38)
Die für das Geschäftsjahr 2016 berechneten Honorare und Auslagen des Abschlussprüfers, der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, umfassten wie im Vorjahr ausschließlich Leistungen im Rahmen der Abschlussprüfung in Höhe von 84 T Euro (Vorjahr: 82 T Euro).
Anteilsbesitz (39)
Die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der FRIWO AG verbunden und nimmt die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
| in T Euro | Kapitalanteil | Eigenkapital | Ergebnis 2016 |
|---|---|---|---|
| FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, Deutschland |
100,00% | 6.534 | 7.186 1) |
| FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen, China |
100,00% | 2.635 | 334 2) 3) |
| FRIWO Vietnam Co. Ltd., Bien Hoa City, Vietnam |
100,00% | -955 | -740 2) 3) |
1) vor Ergebnisabführung
2) gem. IFRS 3) mittelbar über FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern
Angaben zur Corporate Governance-Erklärung (40)
Die Erklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wird der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens unter:
www.friwo-ag.de/corporate-governance/
dauerhaft zugänglich gemacht.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (41)
Am 4. Januar 2017 hat die FRIWO den am 8. Dezember 2016 vereinbarten Kauf einer Fertigung für Wandler und Drosseln von Group Intellect Power Technology Limited (GIP), Hongkong, wie geplant abgeschlossen. Die Fertigung befindet sich in einem Industriepark nahe Ho Chi Minh Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem 2015 aufgebauten neuen Produktionsstandort von FRIWO. Der Verkäufer war mit seiner Fertigung bereits vor dem Kauf Zulieferer für FRIWO und der Erwerb erfolgte mit dem Ziel, die Liefersicherheit, Produktivität und Produktqualität zu erhöhen. Durch den Erwerb verbreitert das Unternehmen seine Wertschöpfungskette und fertigt eine wichtige Komponente für die FRIWO-Geräte künftig selbst.
Der Wert der übertragenen Gegenleistung betrug 3,2 Mio. Euro, davon insgesamt 2,8 Mio. Euro als Bar-Gegenleistung und als weitere Kaufpreiskomponente ein Darlehen über 0,4 Mio. Euro, welches ein Jahr nach dem Erwerb an den Verkäufer ausbezahlt wird.
Nachfolgend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenwerte zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst:
| in T Euro | Buchwert Beizulegender Zeitwert | |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 298 | 298 |
| Vorräte | 19 | 19 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 496 |
| Latente Steuerschulden | 0 | -99 |
| Gesamtes indentifiziertes erworbenes Nettovermögen | 317 | 714 |
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgte vorläufig im Sinne des IFRS 3.45.
Mit dem Erwerb ist der folgende Geschäfts- und Firmenwert entstanden:
| in T Euro | |
|---|---|
| Übertragene Gegenleistung | 3.245 |
| Abzüglich beizulegender Zeitwert des identifizierten und erworbenen Nettovermögens |
714 |
| Mit dem Erwerb verbundener Geschäfts- oder Firmenwert | 2.531 |
Aus dem Erwerb der Transformatorenfabrik ist ein Geschäfts- oder Firmenwert entstanden, weil die gezahlte Gegenleistung die Beträge für die Vorteile aus den erwarteten Synergien, Umsatzwachstum, künftige Entwicklungen und bestehende Arbeitskräfte enthält. Die Vorteile werden nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 bis zum Tag der Freigabe des Konzernabschlusses nicht eingetreten.
Ostbevern, 17. Februar 2017
FRIWO AG
Der Vorstand
Martin Schimmelpfennig Lothar Schwemm
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind."
Ostbevern, 17. Februar 2017
Der Vorstand
Martin Schimmelpfennig Lothar Schwemm
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der FRIWO AG, Ostbevern, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 17. Februar 2017
Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Kraus Grillenberger
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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Geschäftsjahr 01.01. – 31.12.
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| Pressemitteilung zum 3. Quartal 2017 | 8. November 2017 |
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