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FRIWO AG — Annual Report 2015
May 10, 2016
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Annual Report
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FRIWO AG
Ostbevern
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2015
Vorwort des Vorstands
Bericht des Aufsichtsrats
Organe der Gesellschaft
Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell und Konzernstruktur
Wichtige Ereignisse im Berichtszeitraum
Steuerungssysteme
Forschung und Entwicklung
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Allgemeiner Geschäftsverlauf
Auftragsentwicklung
Ertragslage
Finanzlage
Vermögenslage
Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG
Dividendenvorschlag
Mitarbeiter
Umweltbericht
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Unternehmensbezogene Rahmenbedingungen
Voraussichtliche Geschäftsentwicklung
Risikobericht
Risikomanagement
Risikoarten
Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns
Chancenbericht
Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Übernahmerechtliche Angaben
Erklärung zur Unternehmensführung
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Angaben zu Unternehmenspraktiken
Arbeitsweise des Vorstands
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Vergütungsbericht
Vorstandsvergütung
Aufsichtsratsvergütung
Nachtragsbericht
Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Konzernabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtergebnisrechnung
Kapitalflussrechnung
Bilanz
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernanhang
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Adressen und Termine
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Freunde der FRIWO AG,
die FRIWO AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Unser Unternehmen hat den Wachstumskurs der Vorjahre bei Umsatz und Ergebnis fortgesetzt und darüber hinaus wichtige Weichenstellungen für künftiges Wachstum vorgenommen. Insgesamt haben wir unsere weltweite Marktposition als technologisch führender Produzent von hochwertigen Ladegeräten, Stromversorgungen, Akkupacks und LED-Treibern weiter gestärkt.
Der Konzernumsatz erreichte im vergangenen Jahr 143 Mio. Euro und lag damit um 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei dem Zuwachs wirkte sich die vor allem im ersten Halbjahr verzeichnete Wertsteigerung des US-Dollar, in dem FRIWO überwiegend fakturiert, gegenüber dem Euro positiv aus. Aber auch währungsbereinigt konnten wir ein Erlösplus von 3,2 Prozent erzielen. Das Wachstum wurde in hohem Maße von den Bereichen Ladegeräte für Werkzeuge und Elektromobilität sowie von Stromversorgungen für den Zukunftsmarkt Medizintechnik getragen.
Auf der Ertragsseite haben wir mit einem Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,4 Mio. Euro den Vorjahreswert von 3,6 Mio. Euro ebenfalls übertroffen. Dabei konnte FRIWO erneut von der fortlaufenden Konzentration auf höhermargige Produktgruppen profitieren. In dem operativen Gewinn sind Sonderaufwendungen verarbeitet, die aus der Neustrukturierung unserer Vertriebsorganisation in Süddeutschland resultierten und die zudem für ein Projekt anfielen, das eine zentrale Rolle bei der künftigen Produktionsbasis unseres Konzerns spielen wird: Der Aufbau einer eigenen Fertigung in Vietnam.
Durch die Entscheidung, in einem Industriepark nahe der Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt eine eigene Fertigungsstätte aufzubauen, die langfristig zwischen einem Drittel und der Hälfte unseres Produktionsvolumens abdecken soll, tragen wir strukturellen Veränderungen auf der Beschaffungs- und Kundenseite frühzeitig Rechnung: Den wachsenden Qualitätsanforderungen unserer Kunden, der Abhängigkeit von unseren bisherigen Lieferanten in Südchina sowie der klaren Ausrichtung von FRIWO auf technologisch anspruchsvolle Produkte, die echte Mehrwerte bieten.
Das neue Werk in Vietnam ist ein wichtiger Baustein, um das von uns mittel- und langfristig erwartete weitere Nachfragewachstum nach qualitativ hochwertigen und technologisch anspruchsvollen Produkten optimal bedienen zu können. Die Fertigung vereinbart flexible Produktionsabläufe und attraktive Standortbedingungen mit europäischem Qualitäts- und Fertigungs-Know-how, für das der Name FRIWO seit jeher steht. Nach dem plangemäßen Aufbau der Fertigungsanlagen im zweiten Halbjahr 2015 werden wir die Produktion im laufenden Jahr sukzessive hochfahren und die Geschäftsbeziehungen zu unseren chinesischen Fertigungspartnern reduzieren. Unser künftiges Produktionsnetz mit eigenen Fertigungsstätten am Stammsitz in Ostbevern und in Vietnam sowie Partnern in Europa, China und Vietnam ermöglicht die flexible Steuerung von kleinen Losgrößen bis hin zu Großaufträgen mit mehreren Millionen Geräten. Dabei werden wir weiterhin strikt unseren Plattformansatz verfolgen, der Kosteneffizienz bei Planung und Produktion der Geräte mit der Möglichkeit individueller, kundenspezifischer Lösungen verbindet.
Auf der Produktseite haben wir 2015 unser Angebot für Ladegeräte in hohen Leistungsbereichen, wie sie zum Beispiel in der Medizintechnik und Elektromobilität zum Einsatz kommen, ausgeweitet. Weitere wichtige Schwerpunkte waren die Weiterentwicklung induktiver, also kontaktloser Lader, die Aufnahme der Serienproduktion bei Neuprojekten für Werkzeuge und Gartengeräte sowie der Aufbau des Ende 2014 gestarteten Geschäftsfelds Batterien.
Produktinnovationen, die die großen Nachfragetrends in unseren Märkten bedienen, sind jedoch nur bei fortlaufenden Investitionen in die Produktivität unserer Fertigung und in die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. Deshalb haben wir 2015 neben dem Aufbau der Fertigung in Vietnam erheblich in die Produktionsoptimierung des Standortes Ostbevern, der Lead Factory des FRIWO-Konzerns, investiert. Damit einher gingen umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen für die Belegschaft. Unser in Jahrzehnten gewachsenes Know-how rund um das Thema Stromversorgungen bieten wir seit vergangenem Jahr in der neuen "FRIWO Academy" zudem auch externen Dritten in Form von Schulungen und Seminaren an. Die Zielgruppe sind hier zum Beispiel Entwickler, Einkäufer, Techniker oder Produktmanager.
Das laufende Geschäftsjahr sehen wir als Jahr der Konsolidierung auf hohem Niveau. Nach dem erfolgreichen Anlauf der Produktion in der neuen Fertigung in Vietnam werden 2016 im Rahmen der Optimierung des Produktionsnetzes mehrere Produktverlagerungen zwischen den Standorten vorgenommen. Im Mittelpunkt stehen hierbei Verlagerungen von China nach Vietnam und innerhalb Chinas zu einem weiteren Fertigungspartner.
Zudem wollen wir uns noch stärker als bisher auf die Verbesserung der Margen und damit der Rentabilität fokussieren. Dazu werden, neben einem höheren Anteil an Geräten aus Eigenproduktion und der Übernahme des Vertriebs in Süddeutschland in die eigenen Hände, auch weitere Verbesserungen des Produkt- und Kundenportfolios beitragen. Dies kann auch dazu führen, dass wir Kundenbeziehungen, die unseren Margen- und Rentabilitätsanforderungen nicht entsprechen, nicht weiterführen werden, getreu dem Grundsatz: Ergebnis geht vor Umsatz.
Aufgrund der laufenden Neustrukturierung unseres Produktionsnetzes und der Fokussierung auf strategische und margenstarke Produktbereiche geht der Vorstand auf Basis in etwa gleichbleibender Währungsrelationen im Jahr 2016 von einer leichten Reduktion des Konzernumsatzes aus.
Die Anlaufkosten für die Fertigung in Vietnam sowie die Kosten für die Produktverlagerungen werden sich gegenläufig zu den geplanten Margenverbesserungen auswirken, so dass der Vorstand für 2016 von einem EBIT auf dem Niveau des Jahres 2015 ausgeht.
Mit dem, was wir vergangenes Jahr wirtschaftlich erreicht und strategisch eingeleitet haben, sehen wir FRIWO für die kommenden Jahre gut gerüstet. Unser Dank geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern, die mit ihrem gewohnt großen Einsatz diese erfreuliche Entwicklung ermöglicht haben. Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, möchten wir für Ihr Vertrauen danken, das Sie FRIWO - oft bereits seit vielen Jahren - entgegenbringen.
Ostbevern, im März 2016
Der Vorstand
Martin Schimmelpfennig
Lothar Schwemm
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Berichtszeitraum, insbesondere über seine Beratungen im Plenum, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex sowie die Prüfung der Abschlüsse der FRIWO AG und des Konzerns.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Aufsichtsrat hat in seinen Präsenzsitzungen wie auch telefonisch, schriftlich oder in Textform im Umlaufverfahren die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzungen sowie zwischen diesen Terminen regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über alle relevanten Aspekte der aktuellen Geschäftsentwicklung, über wesentliche Geschäftsvorfälle sowie über die Lage des Konzerns unterrichtet. Bedeutende Vorgänge, aber auch Abweichungen von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen eingehend geprüft.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2015 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats, die im März 2016 stattfand, behandelte vor allem Themen, die das Geschäftsjahr 2015 betrafen.
Daneben hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2015 insgesamt sieben Beschlüsse durch schriftliche oder fernmündliche Stimmabgabe oder Stimmabgabe in Textform gefasst. In diesen Beschlüssen wurden die Entsprechenserklärung des Geschäftsjahrs 2015, Personalentscheidungen sowie Anträge des Vorstands auf Erteilung einer Zustimmung des Aufsichtsrats zu vom Vorstand beabsichtigten Maßnahmen gemäß dem Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte behandelt.
Schwerpunkte der Tätigkeit
Der Aufsichtsrat befasste sich in allen Beratungen mit der Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung, der Finanzlage des Konzerns, verschiedenen Personalthemen, dem Risikomanagement und der Unternehmenscompliance. Daneben standen die Beratungen 2015 in besonderem Maße im Zeichen strategischer Überlegungen. Dies betraf neben der Portfoliostrategie vor allem die Neuausrichtung der FRIWO Wertschöpfungsstrategie, insbesondere die Gründung einer FRIWO-eigenen Produktionsstätte in Asien.
Zudem wurden in den einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig folgende Themen erörtert:
In seiner Sitzung im Februar 2015, an der auch die Abschlussprüfer teilnahmen, hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem von der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg (Rödl & Partner) jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen Jahres- und Konzernabschluss 2014 mit dem zusammengefassten Lagebericht für die FRIWO AG und den Konzern sowie dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns befasst und diese geprüft. Der Bericht des Aufsichtsrats wurde in dieser Sitzung einstimmig genehmigt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat über die Einberufung sowie die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 05. Mai 2015 Beschluss gefasst. Zudem wurden in dieser Sitzung, im Rahmen der Beratungen zur Wertschöpfungsstrategie, Fragen der Eigenfertigung, Standortwahl und Fertigungstiefe eingehend diskutiert und verschiedene Szenarien beleuchtet. Verschiedene Personalthemen wurden ebenfalls besprochen.
Im Mai 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Verlauf der der Sitzung vorangegangenen Hauptversammlung, dem Wertschöpfungskonzept einschließlich der Beschlussfassung zur Gründung einer FRIWO-eigenen Fertigungsstätte in Vietnam zur Übernahme bisher an externe Fertigungspartner vergebener Produktionskapazitäten sowie mit daneben bestehenden Fragen der Produktivität und Qualität am Standort Ostbevern. Ein weiteres Schwerpunktthema bildeten die Beratungen zum "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst".
Die Sitzung im September 2015 stand im Zeichen der strategischen Planung, die im Gremium intensiv diskutiert und anschließend verabschiedet wurde. Darüber hinaus wurden weitere Aspekte des Wertschöpfungskonzeptes speziell mit Blick auf die externen Fertigungspartner besprochen, das Finanzierungspaket für die Gesellschaft in Vietnam genehmigt und die notwendigen Beschlüsse hinsichtlich des "Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" herbeigeführt.
Die Sitzung im November 2015 beschäftigte sich in ihrem Schwerpunkt mit der Jahresplanung 2016, den verschiedenen Auswirkungen der Wertschöpfungsstrategie auf die Gesellschaft, Fertigungspartner und Kunden sowie dem Status des Aufbaus der FRIWO-Fertigungsstätte in Vietnam. Die Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden im Gremium besprochen und die Entsprechenserklärung 2016 vorbereitet. Im Rahmen einer Telefonkonferenz haben die Abschlussprüfer Themen der Abschlussprüfung 2015 mit dem Aufsichtsrat erörtert.
Corporate Governance
Bei allen vier Aufsichtsratssitzungen 2015 war der Aufsichtsrat vollständig vertreten. An den Umlaufbeschlüssen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht -abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär bzw. dem Naheverhältnis zu einem Aktionär der Gesellschaft.
Gegenwärtig ist im Aufsichtsrat eine Frau vertreten. Im Aufsichtsrat sind umfassende Branchenkenntnisse vorhanden. Das Gremium ist international ausgerichtet; aufgrund der unterschiedlichen Werdegänge seiner Mitglieder ist der Aufsichtsrat durch eine hohe Vielfalt von auch international geprägten Erfahrungen und Fähigkeiten gekennzeichnet.
Zukünftige Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl der Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat sollen auch unter Berücksichtigung der angekündigten gesetzlichen Fortentwicklungen im Rahmen der jeweils vorhandenen Möglichkeiten weiterhin sicherstellen, dass bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die folgenden Ziele erreicht werden:
| ― | umfassende Branchenkenntnisse |
| ― | Internationalität |
| ― | Vielfalt (Diversity). |
Bei der Umsetzung zum "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil in seiner Besetzung wie auch in der Besetzung des Vorstands jeweils als Zielgröße formuliert, dass der aktuelle Status erhalten bleiben soll. Als zeitlichen Rahmen hat der Aufsichtsrat für die eigene Besetzung die Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung festgelegt, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2015 beschließt, da im Frühjahr 2016 eine Neuwahl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat stattfindet und damit zu diesem Termin die Amtszeit der derzeit dem Aufsichtsrat angehörenden Frau endet. Für die Aufrechterhaltung des aktuellen Status im Vorstand hat der Aufsichtsrat den zeitlichen Rahmen bis zum 31. Dezember 2016 festgelegt.
Der Aufsichtsrat hat sich für das Geschäftsjahr 2015 davon überzeugt, dass die FRIWO AG die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung vom Februar 2015 erfüllt hat. Auf eine Umsetzung der neuen Empfehlung in Ziffer 5.4.1, Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat verzichtet, um die größtmögliche Flexibilität bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien aufrechtzuerhalten. Die aktuelle Entsprechenserklärung vom Februar 2016 findet sich im Lagebericht des Geschäftsberichts sowie auch auf der Internetseite der Gesellschaft, wo sie der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht wurde und wird.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2015
Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellte Jahresabschluss der FRIWO AG und der Konzernabschluss 2015 sowie der Lagebericht, der für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefasst wurde, sind von Rödl & Partner geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung des Abschlussprüfers nach § 317 Abs. 4 HGB ergab, dass der Vorstand die Maßnahmen nach § 91 Abs. 2 AktG in der geeigneten Form getroffen hat und das Risikoüberwachungssystem seine Aufgaben erfüllt. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat sich in der gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Prüfungsergebnisse unterrichten lassen und sich über die wesentlichen Sachverhalte des Jahresabschlusses der FRIWO AG sowie des Konzernabschlusses umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefassten Lagebericht geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat die Angaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB eingehend geprüft.
Es werden sowohl zu den auf die Gesellschaft zutreffenden Punkten Angaben gemacht als auch negativ erklärt, wenn Angaben nicht möglich sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem Lagebericht des Vorstands einverstanden. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Rödl & Partner hat den Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Aufsichtsrat, der den Bericht ebenfalls geprüft hat, stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch Rödl & Partner überein und erhebt gegen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung 2016 vor, die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 zu wählen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz und die Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Ostbevern, im März 2016
Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Organe der Gesellschaft
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| Aufsichtsrat | Mandate |
|---|---|
| Richard G. Ramsauer | ■ keine |
| Vorsitzender | |
| Geschäftsführer der VTC Partners GmbH | |
| Jürgen Max Leuze | ■ keine |
| stellv. Vorsitzender | |
| Geschäftsführer der VTC Partners GmbH | |
| Ingolf Bonkhoff | ■ keine |
| Entwicklungsingenieur | |
| Elektronik / Projektleiter FRIWO | |
| Peter Arnold Curt Tilo Brandis | ■ keine |
| Dipl. Ing. | |
| Geschäftsführer | |
| Brandis Beteiligungsgesellschaft mbH | |
| Rita Brehm | ■ keine |
| Personalreferentin FRIWO | |
| Freigestellte Betriebsratsvorsitzende | |
| Johannes Feldmayer | ■ METRIC mobility solutions AG |
| Generalbevollmächtigter Heitec AG | (Mitglied im Aufsichtsrat) |
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| Vorstand | Mandate |
|---|---|
| Martin Schimmelpfennig | ■ FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., China |
| ■ FRIWO Vietnam Co. Ltd., Vietnam | |
| Lothar Schwemm | ■ FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., China |
| ■ FRIWO Vietnam Co. Ltd., Vietnam |
Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell und Konzernstruktur
Die im General Standard notierte FRIWO AG mit Sitz im westfälischen Ostbevern ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller von technisch hochwertigen Ladegeräten, Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern für ein breites Anwendungsspektrum. Darüber hinaus bietet FRIWO seinen Kunden im europäischen Raum E2 MS-Dienstleistungen (Electronic Engineering and Manufacturing Services).
Mit seinen Produkten deckt das Unternehmen zahlreiche Anwendungen ab. So wird das Know-how der FRIWO im Bereich Ladetechnik vor allem von Kunden in den anspruchsvollen Märkten der Elektromobilität und der mobilen Werkzeuge geschätzt. Bei Stromversorgungen liegt der Fokus hauptsächlich auf Anwendungen in den Branchen Medizintechnik und Gesundheit, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie hochwertige Konsumelektronik. LED-Treiber der Marke FRIWO finden sich sowohl in der professionellen Innenraumbeleuchtung als auch in witterungsbeständigen Außenbeleuchtungen. Als E2 MS-Dienstleister bietet das Unternehmen darüber hinaus ausgereifte Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen, die vom Engineering über die Gerätemontage bis zur Produktion kompletter Baugruppen reichen.
In der Fertigung greift FRIWO auf einen Mix aus eigener Produktion und Zulieferern zurück. Am Unternehmenssitz in Ostbevern betreibt das Unternehmen eine eigene, äußerst flexible Fertigungsstätte, die eng mit polnischen Zulieferern kooperiert. Zusätzlich verfügt das Unternehmen seit 2015 über eine weitere hochqualitative Fertigung am Standort Dong Nai nahe Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) und bezieht Geräte von zwei ausgewählten Auftragsfertigern mit Produktionsstandorten in China und Vietnam.
Seit der Erfindung des ersten Steckernetzgerätes der Welt im Jahr 1971 hat das Unternehmen mittlerweile mehr als eine Milliarde Stromversorgungen produziert und verfügt damit über ein branchenweit führendes technologisches Know-how. Die Marke FRIWO steht weltweit für Innovationskraft, Sicherheit, Qualität und Effizienz. Als Beleg hierfür ist das Unternehmen DIN ISO 9001, DIN ISO 14001 und ISO/TS 16949 zertifiziert.
Motivation, technisches Know-how und Begeisterung bilden die Grundlage des täglichen Handelns, verbunden mit einer familienbewussten Personalpolitik - so schafft FRIWO nachhaltige Werte für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre.
Zum FRIWO-Konzern gehören neben der FRIWO AG und deren Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH (beide mit Sitz in Ostbevern), aus der heraus im Wesentlichen das operative Geschäft des Konzerns betrieben wird, eine Vertriebs- und Servicegesellschaft in China sowie seit 2015 eine Produktionsgesellschaft in Vietnam. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und die Investor Relations zuständig. Sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist aufgrund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.
Wichtige Ereignisse im Berichtszeitraum
Vorstand und Aufsichtsrat haben im zweiten Quartal 2015 wichtige Entscheidungen getroffen, um dem FRIWO-Konzern eine langfristig leistungsfähige Produktionsbasis zu sichern. Um eine eigene Produktionsstätte in Vietnam aufzubauen, wurde eine bestehende Immobilie in einem Industriepark nahe Ho-Chi-Minh-Stadt gemietet, in der im Laufe des ersten Halbjahres 2016 die Serienfertigung beginnen wird. Die über drei Jahre geplanten Investitionen in den Standort werden sich auf einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen, von dem ein Teil bereits 2015 anfiel.
Der Fertigungsstandort Vietnam bietet - mittlerweile auch im Vergleich zu China - niedrigere Arbeitskosten, eine hohe Arbeitsqualität sowie hervorragende Produktionsbedingungen in den Industrieparks. Durch das eigene Standbein in Asien wird FRIWO ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und ausbauen können, nicht zuletzt mit Blick auf eine flexible Kapazitätssteuerung und die Sicherung der hohen Produktqualität. Damit schafft das Unternehmen eine gute Basis für das erwartete weitere Wachstum.
Am 5. Mai 2015 beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre der FRIWO AG auf der ordentlichen Hauptversammlung, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 0,13 Euro pro Aktie zu zahlen. Das entsprach einer Ausschüttungssumme von 1,0 Mio. Euro.
Steuerungssysteme
Eine kennzahlenbasierte Steuerung hat im FRIWO-Konzern einen hohen Stellenwert. Zur finanziellen Steuerung des Konzerns wird ein in allen Gesellschaften einheitliches Reportingsystem genutzt, das als grundlegende Steuerungsparameter den Umsatz, das operative Ergebnis (definiert als Bruttoergebnis abzüglich Vertriebs- und Verwaltungskosten) sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT bzw. EBIT-Rendite vom Umsatz) verwendet.
Darüber hinaus ist ein angemessener Zahlungsmittelüberschuss ein wichtiges Kriterium bei allen operativen Entscheidungen.
Diese finanziellen Leistungsindikatoren werden durch weitere quantifizierbare Leistungsgrößen ergänzt, die allerdings keinen direkten finanziellen Ursprung haben (nichtfinanzielle Leistungsindikatoren). Hierbei handelt es sich um Kennzahlen, die als feste Bestandteile des regelmäßigen internen Reportings Aussagen zur aktuellen operativen Performance machen und so den Entscheidungsträgern eine faktenbasierte Grundlage für strategische und operative Entscheidungen bieten. Zu diesen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen die Book-to-Bill Ratio (Verhältnis von Auftragseingang zum fakturierten Umsatz) als Kennzahl für das Geschäftswachstum, die OTIF (On Time and In Full) als Kennzahl zur Messung der Termintreue, Materialeinsparungen oder die Kapazitätsauslastung der Produktionspartner.
Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2015 hat der FRIWO-Konzern insgesamt 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Zum Bilanzstichtag waren weltweit 69 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Produktentwicklung beschäftigt (Vorjahresstichtag: 70).
Wie schon in den Vorjahren lag auch 2015 ein Schwerpunkt der Aktivitäten darin, die Standards des Department of Energy (DoE) in den USA für Effizienzsteigerungen und Reduzierung der Stand-by Verlustleistung zu erfüllen. Diese Richtlinie trat am 10. Februar 2016 in Kraft und gilt für alle externen Stromversorgungen mit Ausnahme von Medizinanwendungen.
Zur Erfüllung dieser Anforderungen wurde unter anderem die neue Geräteplattform, die in neuem Gehäuseformat in verschiedenen Ausführungen unter der Bezeichnung FOX vertrieben wird, auf 50 bis 60 Watt ausgeweitet. Auch viele kundenspezifische Lösungen, die nicht zur FOX-Plattform transformiert werden konnten, überarbeitete FRIWO, um die DoE-Anforderungen zu erfüllen. Speziell bei Messanwendungen und im Audio- /Videobereich werden kundenspezifische Lösungen eingesetzt, häufig auf Grund der spezifischen Sicherheitsnormen.
Im Berichtszeitraum wurden zudem die LED-Treiber mit 60 Watt und 100 Watt Leistung überarbeitet. Sie erhielten einen Regeleingang und erweiterte Funktionsverbesserungen mit Blick auf Wirkungsgrad, elektromagnetische Verträglichkeit oder Anlaufzeit.
Mit dem 2014 erfolgten Einstieg in das Batteriegeschäft wurde ein Standard-Akkupack-Portfolio entwickelt und mit unterschiedlichen modularen Batterie-Managementsystemen produziert. Diese reichen von einfachen Schutzschaltungen gegen Überspannung sowie Über- und Unterladung bis hin zu komplexeren Kommunikationsbussen. Hierunter versteht man eine Datenübertragungsstrecke, die in serieller oder in paralleler Übertragungsweise arbeiten kann, abhängig von der verwendeten Technologie.
Um die Marktanforderungen an einen Systemanbieter für Akkupacks und Ladegeräte zu erfüllen, entwickelte FRIWO zahlreiche neue Standardladegeräte, die den Bereich von 4 bis 10 Zellen und das Leistungsspektrum von 50 bis 170 Watt abdecken. Diese neuen Standardladegeräte wurden 2015 auch in Pilotserien überführt. Zudem wurde mit der Ausweitung dieses Portfolios hin zu niedrigeren Leistungen und höheren Zellenzahlen begonnen.
Um den wachsenden Markt für Elektrofahrräder (E-Bikes) zu bedienen, hat FRIWO im Berichtsjahr mehrere kundenspezifische Ladegeräte entwickelt. Diese sind sowohl für die Netzspannung von 230 V als auch für ein KFZ-Bordnetz von 12 bis 24 V in verschiedenen Versionen ausgelegt.
Im vergangenen Jahr wurde das Leistungsspektrum des FRIWO-Portfolios auf Micro-Controller gesteuerte Stromversorgungen von bis zu 700 Watt und Lösungen mit mehreren Ausgangsspannungen ausgeweitet.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft befand sich im Jahr 2015 insgesamt auf Wachstumskurs. Jedoch verlor die konjunkturelle Entwicklung im Jahresverlauf an Schwung. Die Gründe waren laut Internationalem Währungsfonds (IWF) die bereits im fünften Jahr in Folge nachlassende wirtschaftliche Dynamik in den aufstrebenden Volkswirtschaften sowie eine unter den Erwartungen liegende wirtschaftliche Erholung in den Industriestaaten. Negativ auf die globale Wachstumsdynamik wirkten sich der stark gesunkene Rohölpreis, die Abwertung der Währungen in den aufstrebenden Volkswirtschaften sowie eine nochmals erhöhte Volatilität auf den Finanzmärkten aus. Der IWF berechnete aufgrund dieser Entwicklungen ein globales Wachstum im Jahr 2015 von 3,1 Prozent.
Die Wirtschaft in der Euro-Zone befand sich dem Währungsfonds zufolge 2015 in einem moderaten Aufschwung und legte insgesamt um 1,5 Prozent zu. Der Zuwachs der Wirtschaftsleistung wurde vor allem von Kaufkraftzuwächsen der Verbraucher als Folge des niedrigen Ölpreises, von der den Export fördernden Abwertung des Euro sowie der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) getragen.
Auch die deutsche Wirtschaft befand sich im Jahr 2015 in einem moderaten Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs laut Statistischem Bundesamt um 1,7 Prozent und lag damit im zweiten Jahr in Folge über dem durchschnittlichen Wachstum der vergangenen zehn Jahre von 1,3 Prozent. Als wesentliche Einflussfaktoren wurden der private Konsum, die gesunkenen Energiepreise sowie die weiterhin gute Lage am Arbeitsmarkt angeführt.
Quellen:
| ― | Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Updates Oktober 2015 und Januar 2016 |
| ― | Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung, 14.01.2016 |
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Das Wachstum des Weltmarktes für Stromversorgungen ist ungebrochen. Dem Marktforschungsunternehmen Micro-Tech Consultants zufolge soll der Gesamtmarkt im Laufe des Jahres 2016 von 30,9 Mrd. US-Dollar auf 31,5 Mrd. US-Dollar wachsen. Bis 2018 prognostiziert Micro-Tech ein anhaltendes Wachstum auf dann 32,8 Mrd. US-Dollar.
Da FRIWO als Hersteller von Ladegeräten und Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern sowie als Anbieter von E2 MS-Dienstleistungen die unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen bedient, ist die Entwicklung des Gesamtmarktes für das Unternehmen nur bedingt aussagekräftig. Relevanter ist dagegen die Betrachtung einzelner Teilmärkte, welche für die künftige Entwicklung von FRIWO ausschlaggebend sind.
Von großer strategischer Bedeutung ist beispielsweise der Teilmarkt für medizinische Stromversorgungen. Das Marktforschungsunternehmen Mordor Intelligence bewertet ihn als stark wachsend, getrieben von stetem Fortschritt in der Medizintechnik, steigenden Zahlen chronischer Erkrankungen sowie dem zunehmenden Bedarf an mobilen Lösungen und Medizingeräten für den Hausgebrauch. Für den Zeitraum von 2014 bis 2020 prognostiziert Mordor Intelligence dem Weltmarkt für medizinische Stromversorgungen ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 7,4 Prozent, was weitere Marktpotenziale für FRIWO öffnen wird.
Neben dem Wachstum des weltweiten Medizinmarktes ist für das Unternehmen auch die Entwicklung der Teilmärkte für Ladetechnik sehr bedeutsam. Das führende Ladetechnik-Know-how der FRIWO erfährt seit geraumer Zeit vor allem bei Kunden aus den Sektoren akkubetriebene Werkzeuge und Elektromobilität hohe Wertschätzung. Durch die Ausweitung der FRIWO-Produktpalette auf Ladegeräte und Akkupacks als Systemlösung aus einer Hand werden diese Sektoren noch wichtiger. Akkubetriebene Werkzeuge und Elektromobilität verzeichnen derzeit ein erfreuliches Wachstum: Den Marktexperten der Freedonia Group zufolge soll der Weltmarkt für Elektrowerkzeuge von 2013 bis 2018 ein jährliches Wachstum von 4,8 Prozent verzeichnen. Dabei verzeichnet der für FRIWO wichtige Teilbereich der kabellosen Elektrowerkzeuge das stärkste Wachstum, was steigende Absatzpotenziale für Ladegeräte und Akku-Lösungen verspricht. Auch der zweite wichtige Absatzmarkt für Ladetechnik, die Elektromobilität, sieht starken Zuwächsen entgegen. Während der globale Markt für E-Bikes von 2013 bis 2020 mit durchschnittlich 3,1 Prozent pro Jahr recht moderat wachsen soll, entwickelt sich der für FRIWO ausschlaggebende Markt in Westeuropa mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 9,1 Prozent deutlich positiver, so die Marktforscher von Navigant Research.
Auch für LED-Treiber aus dem Hause FRIWO bilden sich kontinuierlich neue Absatzpotenziale: Die Experten von McKinsey beziffern den weltweiten Anteil der LED-Technologie am gesamten Beleuchtungsmarkt im Jahr 2016 auf 45 Prozent mit stark steigender Tendenz. Bis 2020 soll dieser Anteil auf etwa 70 Prozent anwachsen.
Die Aussichten für EMS-Dienstleistungen in Europa haben sich leicht gebessert, sind aber weiterhin gedämpft. Nachdem das für FRIWO relevante westeuropäische Marktvolumen im Jahr 2014 um rund 3 Prozent unter dem Vorjahreswert lag, prognostiziert Reed Electronics Research für die kommenden Jahre wieder ein moderates Wachstum. Demnach soll der EMS-Umsatz in Westeuropa von 2014 bis 2019 jährlich um durchschnittlich 1,5 Prozent wachsen.
Quellen:
| ― | Micro-Tech Consultants: Global Switching Power Supply Industry 2014 |
| ― | Mordor Intelligence: Global Medical Power Supply Market Growth, Trend & Forecasts (2014-2020) |
| ― | Freedonia Group: World Power Tools, Industry Study with Forecasts for 2018 & 2023 |
| ― | Navigant Research: Electric Bicycles |
| ― | McKinsey: Lighting the way. Perspectives on the global lighting market |
| ― | Reed Electronics Research: The state of European contract manufacturing |
Allgemeiner Geschäftsverlauf
Der FRIWO-Konzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Es verzeichnete einen soliden Wachstumskurs und konnte damit im dritten Jahr in Folge den Wachstumstrend auf hohem Niveau fortsetzen. Das Umsatzwachstum mit 15,1 Prozent auf 143,0 Mio. Euro war stark durch Währungseffekte beeinflusst und wurde auf einer breiten Basis über verschiedene Zielbranchen und Anwendungsgebiete hinweg erzielt. Dies unterstreicht die potenzialreiche strategische Ausrichtung des Konzerns. Der Auftragseingang legte im Berichtsjahr ebenfalls weiter zu.
Die Ertragslage verbesserte sich auf Basis der dynamischen Umsatzentwicklung und der margenorientierten Verbesserung des Produktmixes ebenfalls, wurde allerdings belastet durch Mehraufwendungen für den Aufbau und das Anlaufen der eigenen Produktion in Vietnam sowie Aufwendungen für die Neustrukturierung der externen Vertriebsorganisation.
Auftragsentwicklung
Der Auftragseingang des FRIWO-Konzerns lag 2015 um 13,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert und mit einem Prozent leicht über dem fakturierten Umsatz. Diese Entwicklung wurde durch den unterjährigen Trend der Book-to-Bill Ratio regelmäßig untermauert. Den höchsten Anstieg des Auftragseingangs mit fast 30 Prozent erzielte die Region Europa ohne Deutschland.
Zum Jahresende 2015 wies FRIWO einen erfreulichen Auftragsbestand aus, der um 15,4 Prozent über dem Wert am Vorjahresstichtag lag. Ein großer Teil dieser Erhöhung entstammt der Tatsache, dass FRIWO einen Großteil des Umsatzes in US-Dollar fakturiert. Die Entwicklung des Dollarkurses gegenüber dem Euro hat mit gut 10 Prozent zum Anstieg des Auftragsbestands beigetragen.
Ertragslage
Umsatzentwicklung
Der FRIWO-Konzern steigerte 2015 den Umsatz um 15,1 Prozent (18,7 Mio. Euro) auf 143,0 Mio. Euro. Währungsbereinigt erreichte FRIWO ein solides Wachstum von 3,9 Mio. Euro beziehungsweise 3,2 Prozent. Die währungsbereinigte Umsatzentwicklung entsprach damit den Erwartungen des Vorstands.
Wachstumsträger waren vor allem die Bereiche Elektromobilität mit einem währungsbereinigten Zuwachs von mehr als 40 Prozent, Werkzeuge mit rund 24 Prozent und Stromversorgungen im medizinischen Bereich mit 16 Prozent.
Die Aktivitäten im Bereich Auftragsfertigung für Dritte (E2 MS) hat FRIWO im Berichtsjahr marktkonform reduziert. Die neuen potenzialreichen Produktbereiche LED und Batterien blieben 2015 noch unter den eigenen Erwartungen.
In den Produktionsstätten in Europa konnte ein Zuwachs von 7 Prozent erreicht werden. Währungsbereinigt haben die asiatischen Produktionsstätten mit einem Zuwachs von gut einem Prozent beigetragen.
In regionaler Hinsicht konnte der höchste absolute Umsatzzuwachs wie im Vorjahr im Segment "Deutschland" erzielt werden, wo sich die Erlöse um 6,2 Mio. Euro beziehungsweise 10,6 Prozent auf 64,8 Mio. Euro erhöhten. Deutschland blieb damit der größte Absatzmarkt des Konzerns. Die Erlöse im Segment "Übriges Europa" (Europa ohne Deutschland) stiegen um 5,7 Mio. Euro auf 48,7 Mio. Euro (plus 13,3 Prozent). In der Region Asien erhöhte sich der Umsatz um 32,0 Prozent auf 23,0 Mio. Euro. Die übrigen Regionen konnten den Umsatz um 22,3 Prozent auf 6,5 Mio. Euro steigern.
Ertragsentwicklung
Die signifikante Umsatzsteigerung im Jahr 2015 spiegelt sich nicht in vollem Umfang in der Ertragslage wider. Ergebnisbelastend wirkten sich Aufwendungen für den Aufbau der eigenen Fertigung in Vietnam sowie die Vorbereitungen der Transfers von Produkten von den asiatischen Zulieferern in die neue eigene Produktionsstätte aus. Zudem fielen weitere Kosten durch die Neustrukturierung der externen Vertriebsorganisation an. Trotz der Sonderbelastungen wurden EBIT und operative Rendite im FRIWO-Konzern gegenüber dem Vorjahr und im Rahmen der Erwartungen des Vorstands verbessert.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg 2015 von 15,4 Mio. Euro im Vorjahr um 11,4 Prozent auf 17,2 Mio. Euro. Die Bruttomarge vom Umsatz sank von 12,4 Prozent auf 12,0 Prozent. Die Reduzierung um 0,4 Prozentpunkte ist ebenfalls auf die Neuausrichtung der Produktionsstrategie und die damit verbundenen Mehraufwendungen zurückzuführen.
Die Vertriebskosten stiegen 2015 um 19,6 Prozent auf 6,6 Mio. Euro (2014: 5,5 Mio. Euro) und damit stärker als der Umsatz. Der Kostenanstieg wurde durch Einmalaufwendungen für die Neustrukturierung der externen Vertriebsorganisation in Süddeutschland verursacht. Dagegen zeigten die allgemeinen Verwaltungskosten einen unterproportionalen Anstieg von 2,1 Prozent auf 5,8 Mio. Euro (2014: 5,7 Mio. Euro). Der Anstieg der Personalkosten konnte dabei durch geringere Rechts- und Beratungskosten kompensiert werden.
Das operative Ergebnis, welches durch den Abzug der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten vom Bruttoergebnis des Umsatzes definiert ist, erhöhte sich von 4,2 Mio. Euro im Vorjahr um 0,6 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro. Trotz der Umsatzsteigerung in allen Regionen konnte nur in der Region Asien, in der die Umsatzsteigerung mit 32 Prozent besonders ausgeprägt war, eine absolute Ergebnisverbesserung erzielt werden. Im Segment der sonstigen Geschäftsaktivitäten wurden die Kosten durch den Wegfall von Sonderbelastungen aus dem Vorjahr halbiert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen die Währungsaufwendungen und -erträge.
Der FRIWO-Konzern erreichte 2015 ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,4 Mio. Euro nach 3,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg um 0,8 Mio. Euro (24,1 Prozent) entsprach ebenfalls den Erwartungen des Vorstands.
Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent).
Das Finanzergebnis lag mit - 0,3 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau (- 0,5 Mio. Euro). Es wurde geprägt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau im Berichtsjahr, die Verbesserung der Konditionen mit unserem Factoring-Partner sowie durch den Abschluss der langfristigen Konzernfinanzierung zu verbesserten Konditionen.
Das Ergebnis vor Steuern (PBT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,1 Mio. Euro auf 4,1 Mio. Euro (2014: 3,0 Mio. Euro).
Nach Steuern betrug das Konzernergebnis 2,7 Mio. Euro nach einem Vorjahresergebnis von 2,2 Mio. Euro. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,36 Euro nach 0,28 Euro im Jahr 2014 (siehe Ziffer 17 des Konzernanhangs).
Finanzlage
Kapitalstruktur
Das Finanzmanagement des FRIWO-Konzerns ist maßgeblich auf die Steuerung der benötigten Liquidität sowie eine angemessene Kapitalausstattung des Unternehmens ausgerichtet.
Der Konzern verfügt über mehrere kurzfristige Kreditlinien bei verschiedenen Banken. Darüber hinaus steht der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH ein festverzinsliches langfristiges Darlehen von 5,0 Mio. Euro zur Verfügung, das im Jahr 2020 fällig ist.
Im letzten Quartal 2015 schloss die Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH eine zusätzliche Finanzierung in Form eines langfristigen Ratentilgungsdarlehens in Höhe von 4,0 Mio. US-Dollar mit einer Laufzeit von 5 Jahren zu marktüblichen Konditionen ab. Dieses Darlehen dient als Grundlage zur langfristigen Finanzierung der eigenen Produktionsstätte in Vietnam.
Im Übrigen wird auf die Angaben unter Ziffer 29 des Konzernanhangs verwiesen.
Zudem verkauft die FRIWO Gerätebau GmbH einen Teil ihrer Forderungen in Form eines echten Factorings, bei dem das Ausfallrisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird. Der Anteil der verkauften Forderungen am Forderungsbestand erhöhte sich im Berichtszeitraum um sechs Prozentpunkte und lag zum Stichtag 31. Dezember bei rund 65 Prozent. Die chinesische Vertriebs- und Servicegesellschaft sowie die eigene Produktionsstätte in Vietnam werden durch die FRIWO Gerätebau GmbH finanziert.
Der FRIWO-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2015 durchgehend selbstständig finanziert und verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2015 lag das Investitionsvolumen des Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit 4,9 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2,4 Mio. Euro).
Von diesen entfielen 4,6 Mio. Euro insgesamt auf Sachanlagen, vor allem auf die Modernisierung der Fertigung, den Aufbau einer neuen Fertigungsstätte und Werkzeuge.
Aus regionaler Sicht entfielen 42 Prozent der Investitionen auf den Fertigungsstandort Deutschland, 54 Prozent auf Vietnam und 4 Prozent auf China. Bei den Investitionen am Stammsitz in Ostbevern handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungen und Anlagenmodernisierungen sowie um Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit. In die neue Produktionsstätte in Vietnam wurden 2015 im ersten Schritt 2,6 Mio. Euro investiert.
Liquidität
Die von den Banken zur Verfügung gestellten kurzfristigen Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2015 nur zu einem Teil in Anspruch genommen. Es standen dem Konzern zum Bilanzstichtag 9,0 Mio. Euro an freien Kreditmitteln zur Verfügung.
Mit einigen finanzierenden Banken sind branchenübliche Klauseln (Covenants) vereinbart, die bei wesentlichen Verschlechterungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein Kündigungsrecht begründen können. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 wurden sämtliche Covenants eingehalten.
Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 8,0 Mio. Euro nach einem Zufluss von 5,4 Mio. Euro im Vorjahr. Das Working Capital konnte gegenüber dem Vorjahr trotz des erhöhten Geschäftsvolumens um 2,4 Mio. Euro verringert werden. Damit wurde das Ziel einer geringeren Mittelbindung im operativen Geschäft erreicht.
Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 4,9 Mio. Euro, der mit 2,6 Mio. Euro in erster Linie auf die neue Fertigung in Vietnam zurückzuführen ist (2014: Mittelabfluss von 2,3 Mio. Euro).
Der Netto-Cashflow lag mit 3,0 Mio. Euro in etwa auf Vorjahresniveau (2014: 3,1 Mio. Euro) und hat sich damit besser als vom Vorstand erwartet entwickelt.
Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelzufluss von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: Mittelabfluss von 1,0 Mio. Euro). Darin sind vor allem die Aufnahme des neuen langfristigen Ratentilgungsdarlehens sowie die Dividendenzahlung für das Jahr 2014 enthalten. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2015 über Zahlungsmittel in Höhe von 8,7 Mio. Euro. Das ist eine deutliche Erhöhung um 5,5 Mio. Euro gegenüber dem Finanzmittelbestand zu Jahresbeginn.
Im Berichtsjahr konnten die Gesellschaften des Konzerns ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit bedienen. Soweit dies derzeit abschätzbar ist, ist die Liquidität auch für das Jahr 2016 und die Folgejahre gesichert.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 31. Dezember 2015 belief sich auf 57,5 Mio. Euro und lag damit signifikant um 13,1 Mio. Euro bzw. 29,6 Prozent über dem Wert am gleichen Stichtag 2014 (44,4 Mio. Euro).
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte stieg von 9,7 Mio. Euro zum Jahresende 2014 auf 12,5 Mio. Euro (Anstieg um 28,5 Prozent).
Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern nahmen deutlich von 34,6 Mio. Euro auf 45,0 Mio. Euro zu. Dabei erhöhten sich die Vorräte um 19,2 Prozent auf 25,6 Mio. Euro (2014: 21,5 Mio. Euro), bedingt durch das höhere Geschäftsvolumen sowie den Aufbau des Materialbestands für die neue Fertigung in Vietnam. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen leicht auf 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro).
Die Zahlungsmittel erhöhten sich von 3,2 Mio. Euro um 5,5 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro.
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital des FRIWO-Konzerns durch den erwirtschafteten Jahresgewinn von 13,1 Mio. Euro um 2,0 Mio. Euro auf 15,1 Mio. Euro per Ende 2015. Die Eigenkapitalquote betrug 26,2 Prozent und lag aufgrund des starken Bilanzsummenwachstums um 3,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (31. Dezember 2014: 29,6 Prozent), blieb aber auf einem soliden Niveau.
Die langfristigen Schulden stiegen um 2,4 Mio. Euro auf 11,1 Mio. Euro zum Jahresende 2015. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem neuen langfristigen Ratentilgungsdarlehen der FRIWO Gerätebau GmbH über 3,8 Mio. US-Dollar (Stand zum Stichtag), welches im letzten Quartal 2015 für die Finanzierung der Gesellschaft in Vietnam abgeschlossen worden war.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Stichtagsvergleich in Summe von 22,5 Mio. Euro um 39,1 Prozent auf 31,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2015. Die Erhöhung ist vor allem auf den deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen (Zuwachs von 6,6 Mio. Euro auf 24,2 Mio. Euro), bei dem sich das erhöhte Geschäftsvolumen sowie hohe Investitionen im vierten Quartal des Berichtsjahres auswirkten.
Das Working Capital reduzierte sich im Verhältnis zum Umsatz strategiekonform von 9,3 Prozent per Ende 2014 auf 6,4 Prozent zum Ende des Berichtsjahres. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten waren in 2015 mit 0,7 Mio. Euro in Anspruch genommen worden.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich sonstiger nicht finanzieller Verbindlichkeiten stiegen um 0,6 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro (plus 14,8 Prozent).
Vor dem Hintergrund des herausfordernden wettbewerblichen Umfelds und des dynamischen Wachstums beurteilt der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt als zufriedenstellend.
Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG
Die FRIWO AG fungiert als Holding des FRIWO-Konzerns. Sie erzielt ihr Ergebnis im Einzelabschluss nach HGB-Rechnungslegung im Wesentlichen aus den vereinnahmten Gewinnen beziehungsweise den übernommenen Verlusten der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, mit der ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag besteht. Darüber hinaus fallen bei der Holding eigene Aufwendungen an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2015 lagen deutlich unter denen des Vorjahres, die von Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit einem nicht realisierten M&A-Projekt geprägt waren.
Getragen von einem wiederum guten Beteiligungsergebnis in Höhe von 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) erzielte die FRIWO AG im Geschäftsjahr 2015 ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro).
Der Steueraufwand im Berichtsjahr betrug 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro). Der Steueraufwand des Vorjahres war dabei durch die Nutzung noch vorhandener steuerlicher Verlustvorträge gemindert worden, die im Vorjahr aufgebraucht waren.
Der Jahresüberschuss belief sich auf 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro). Der Bilanzgewinn des Vorjahres von 1,9 Mio. Euro wurde auf Beschluss der Hauptversammlung zur Zahlung einer Dividende von 1,0 Mio. Euro verwendet. Der verbleibende Rest wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres werden rund 1,3 Mio. Euro in die Gewinnrücklagen eingestellt. Damit weist die FRIWO AG für das Jahr 2015 einen Bilanzgewinn von rund 1,3 Mio. Euro aus.
Die Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH ist der wesentliche Vermögensgegenstand der FRIWO AG. Diese Beteiligung wird zum 31. Dezember 2015 unverändert mit ihren historischen Anschaffungskosten von 28,3 Mio. Euro ausgewiesen. Der Wertansatz konnte zum Abschlussstichtag erneut bestätigt werden. Der Bewertung lag eine aktuelle Mehrjahres-Ergebnisplanung mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens zu Grunde, bei der Annahmen und Schätzungen über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der FRIWO Gerätebau GmbH getroffen wurden.
Infolge des positiven Jahresergebnisses stieg die Bilanzsumme der FRIWO AG von 37,0 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag um 1,2 Mio. Euro auf 38,2 Mio. Euro per 31. Dezember 2015.
Zusammenfassend war die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holding zum Ende des Berichtszeitraums aus Sicht des Vorstands zufriedenstellend.
Dividendenvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss der FRIWO AG zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 1.250 T Euro wie folgt zu verwenden:
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| T Euro | |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von 0,15 Euro je Stückaktie bei 7.700.000 dividendenberechtigten Stückaktien | 1.155 |
| Einstellung des verbleibenden Restbetrags in die anderen Gewinnrücklagen | 95 |
Mitarbeiter
Entwicklung der Mitarbeiterzahl
Die FRIWO-Gruppe beschäftigte Ende 2015 weltweit 433 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahresstichtag: 343). Der deutliche Anstieg resultierte wesentlich aus dem Aufbau der Gesellschaft in Vietnam. In Deutschland waren 260 (Vorjahr: 258) in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung tätig, was zum Bilanzstichtag einem Anteil an der Konzernbelegschaft von 60 Prozent (Vorjahresstichtag: 75 Prozent) entsprach. Im Ausland arbeiteten 173 Personen (Vorjahresstichtag: 85), diese verteilten sich im Wesentlichen auf China mit 77 Mitarbeitern (Vorjahresstichtag: 80) sowie Vietnam mit 92 Mitarbeitern.
Aufgrund der kontinuierlichen Produktivitätssteigerungen und ohne Berücksichtigung der neuen Gesellschaft in Vietnam sank der Personalstand in der Produktion und den produktionsnahen Bereichen wie im Vorjahr leicht. Demgegenüber standen ein Personalaufbau in Vietnam sowie im Vertrieb.
In der Gesellschaft in Vietnam arbeiteten zum Jahresende 53 Mitarbeiter in der Produktion und 39 Personen in den Bereichen Qualität, Material- und Produktionsplanung sowie Verwaltung.
Ausbildung
Neben der Einstellung qualifizierter Mitarbeiter zählt die Ausbildung von jungen Menschen zu den wichtigsten Maßnahmen der FRIWO Gruppe, um einem möglichen Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels zu begegnen. Im Jahr 2015 beschäftigte der Konzern 20 Auszubildende (Vorjahr: 21) in den verschiedensten Fachrichtungen, sei es in der Mechanik, Elektronik, IT oder im kaufmännischen Bereich. Zudem befanden sich sieben duale Studenten bei FRIWO in der Ausbildung (2014: 6).
Mitarbeiterförderung
Fortbildung
Der Erfolg von FRIWO basiert nicht zuletzt auf dem Engagement und der Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb stand auch 2015 die gezielte Weiterentwicklung der Belegschaft im Fokus der Personalarbeit. Sie richtet sich konsequent an der Unternehmensstrategie und -organisation aus und verfolgt das Ziel, die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken und dadurch einen Beitrag zu hoher Arbeitsqualität und Effizienz der Prozesse zu leisten. Im Geschäftsjahr 2015 investierte FRIWO vor allem in fachbezogene Schulungen für technische und kaufmännische Themen.
Mitarbeitergespräche
Die Personalarbeit im FRIWO-Konzern umfasst zahlreiche weitere Projekte. So setzten zum Beispiel die Mitarbeiter und Führungskräfte im Berichtsjahr erstmals das neu konzipierte Mitarbeitergespräch "FRIWO Dialog" ein. Das Konzept rückt ein gegenseitig offenes und zugleich konstruktives Feedback in den Vordergrund mit dem Ziel, die Führungskultur auszubauen und die Arbeitsatmosphäre durch wertschätzenden Dialog zu verbessern.
Umweltbericht
Der schonende Umgang mit Ressourcen und umweltbewusstes Wirtschaften auf allen Wertschöpfungsstufen hat einen hohen Stellenwert für den FRIWO-Konzern. Mit der Implementierung des Umweltmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 14001 im Jahr 2000 bekennt sich FRIWO zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Umweltauswirkungen und -aspekte werden systematisch identifiziert und Maßnahmen zur kontinuierlichen Prozessverbesserung eingeführt.
Gemäß der EU-Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU sind Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind, verpflichtet, Energieaudits nach DIN EN 16247 durchzuführen. Die europäische Richtlinie wurde im Zuge der Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes EDG-L in deutsches Recht umgesetzt; es fordert alle Nicht-KMU zu einem Energieaudit bis zum 5. Dezember 2015 auf. Der Gesetzgeber verlangt die Wiederholung des Energieaudits mindestens alle vier Jahre. Im Jahr 2015 nahm die FRIWO Gerätebau GmbH mit Hilfe eines externen Auditors das Energieaudit nach DIN EN 16247 vor, welches vor Ablauf der gesetzlichen Frist erfolgreich abgeschlossen wurde.
Bereits weit vor der Einführung der ErP-Richtlinie 2009/125/EG (Energy-related Products) wurden bei FRIWO Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung erfüllt. Die Richtlinie definiert produktspezifische Ökodesign-Anforderungen, unter anderem auch für Netzgeräte. Zum Beispiel legt sie Grenzwerte für den Wirkungsgrad und die Standby-Verlustleistung in Abhängigkeit von der Ausgangsleistung fest. Die ErP-Richtlinie wird zurzeit auf ihre Effektivität und die Notwendigkeit von Änderungen überprüft.
Das Department of Energy (DoE) der USA definierte am 10. Februar 2014 weitere Einsparungsstandards für externe Netzteile. Mit Wirkung zum 10. Februar 2016 wurden diese Anforderungen an die Energieeffizienz von Stromversorgungen stark verschärft. FRIWO befindet sich in der Umsetzung dieser Standards und übertrifft dabei die geforderten Grenzwerte im positiven Sinne.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die globale Entwicklung der Wirtschaft im Jahr 2016 wird insgesamt positiv gesehen. Jedoch senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) im Januar seine Erwartungen und rechnete mit einem geringeren Wirtschaftswachstum als noch im Oktober 2015. Wesentliche Gründe dafür sind eine langsamere konjunkturelle Entwicklung in den aufstrebenden Volkswirtschaften und eine nur geringfügige Erholung in den Industriestaaten. Insgesamt sieht der Währungsfonds im laufenden Jahr ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 Prozent anstelle von zunächst prognostizierten 3,6 Prozent.
Für die Euro-Zone rechnet der IWF mit einem Wachstum von 1,7 Prozent und damit mit einer gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten Entwicklung. Positive Einflussfaktoren seien unter anderem der niedrige Ölpreis sowie der zum US-Dollar schwächere Euro, der die Exportwirtschaft fördert.
Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland soll im Jahr 2016 das moderate Wachstum des Vorjahres fortsetzen. Der IWF rechnet mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,7 Prozent nach 1,5 Prozent im Vorjahr. Optimistischer sind die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute: Das ifo Institut geht von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,9 Prozent aus, das Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet sogar ein Plus von 2,2 Prozent. Als Treiber sieht das IfW den weiter wachsenden privaten Konsum aufgrund hoher Einkommenszuwächse und die stärkere Investitionstätigkeit der Wirtschaft. Zudem können höhere staatliche Investitionen für die Versorgung und Integration von Flüchtlingen eine Art "Konjunkturprogramm" darstellen.
Quellen:
| ― | Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Januar 2016 |
| ― | ifo Institut, München: Pressemitteilung 9.12.2015 |
| ― | Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Winterprognose, 14.12.2015 |
Unternehmensbezogene Rahmenbedingungen
Die künftige Entwicklung des FRIWO-Konzerns hängt zum einen von den allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Zum anderen haben einige dem Geschäftsmodell von FRIWO immanente geschäftstypische Risikofaktoren eine große Relevanz für die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung. Die Entwicklung der im Folgenden nicht abschließend aufgezählten Faktoren ist für den Vorstand nur schwer einschätzbar und kann teilweise nicht oder nur sehr eingeschränkt beeinflusst werden.
FRIWO erwirtschaftet einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in US-Dollar, woraus grundsätzlich eine Abhängigkeit vom Wertverhältnis des Euro zum US-Dollar entsteht. Da die Volatilität des US-Dollar-Kurses nicht einschätzbar ist, sind Prognosen und darauf aufbauende Planungen und Sicherungsmaßnahmen mit entsprechend hohen Unsicherheiten behaftet.
Zu den langfristig den Geschäftserfolg potenziell erheblich beeinflussenden externen Parametern zählen unverändert die Lohnkosten in China und Vietnam, bei denen FRIWO weitere Erhöhungen erwartet, sowie die Marktpreise der eingesetzten Rohstoffe, zum Beispiel Kupfer.
Die genannten Faktoren könnten die geplante wirtschaftliche Entwicklung des FRIWO-Konzerns kurz-, mittel- und auch langfristig positiv oder negativ beeinflussen.
Voraussichtliche Geschäftsentwicklung
Der Vorstand ist überzeugt, dass der FRIWO-Konzern aus sich heraus strategisch und operativ gut aufgestellt ist, um seine Marktpositionen zu sichern und auszubauen. Ungeachtet dessen prüft der Vorstand - wie auch schon in den Vorjahren - kontinuierlich Möglichkeiten für strategische Zukäufe oder Partnerschaften.
Das Jahr 2016 wird für FRIWO ein wichtiges Übergangsjahr, in dem zum einen das weltweite Produktionsnetz neu ausgerichtet und zum anderen das Produkt- und Kundenportfolio optimiert wird.
Nach dem Aufbau der Fertigung in Vietnam ist 2016 eine Reihe von Produkttransfers von China nach Vietnam und innerhalb Chinas zu einem neuen Fertigungspartner geplant. Diese Verlagerungen werden mit der Bereinigung des Produktportfolios von Produkten mit unterdurchschnittlicher Marge einhergehen.
Aufgrund dieser Maßnahmen geht der Vorstand auf Basis gleichbleibender Währungsrelationen und bei einer weiterhin guten Kundennachfrage von einer leichten Reduktion des Umsatzes im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr aus. Ungeachtet dessen ist FRIWO mit einem zufriedenstellenden Auftragsbestand in das neue Jahr gestartet. Die zum Ende 2015 vorliegende Book-to-Bill Ratio stützt die Erwartungen.
Der höhere Anteil an Geräten aus Eigenproduktion, die Übernahme des Vertriebs in Süddeutschland in eigene Hände sowie die kontinuierliche profitabilitätsgetriebene Ausrichtung des Kunden- und Produktportfolios werden zu einer Verbesserung der Margen führen. Allerdings wirken sich die zu erwartenden Anlaufkosten in Vietnam sowie die Aufwendungen für die Produkttransfers gegenläufig aus. In der Summe der Einflüsse geht der Vorstand für 2016 von einem EBIT auf dem Niveau des Jahres 2015 aus.
Bei der Liquiditätsentwicklung ist 2016 mit einem wesentlichen Aufbau des Working Capital zu rechnen, bedingt durch den höheren Anteil der Eigenproduktion. In Verbindung mit den erwähnten Sonderbelastungen durch den Produktionsanlauf und die Produkttransfers dürfte dies zu einem Rückgang des Netto-Cashflows führen.
Dieser Prognosebericht basiert auf den zum Abschlussstichtag bekannten Rahmenbedingungen und Daten sowie auf der grundlegenden Annahme, dass 2016 keine wesentliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für FRIWO relevanten Märkten eintreten wird.
Risikobericht
Risikomanagement
Als international agierendes Unternehmen ist FRIWO im Rahmen der Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von spezifischen Risiken ausgesetzt, die sich gegebenenfalls nachteilig auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AG und Konzern auswirken können. Vor diesem Hintergrund ist ein professionelles und wirkungsvolles Risikomanagementsystem ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung.
Das Risikomanagementsystem bei FRIWO ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder im Fall ihres Eintretens zu minimieren. Das Risikomanagement stellt einen standardisierten fortwährenden Prozess dar, der ständig verbessert und verfeinert wird. Das System wird nicht zur Analyse und Bewertung von Chancen eingesetzt. Die systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken sowie die entsprechende Berichterstattung sind in einer Richtlinie niedergelegt, welche auch konzernweit die Grundlage für ein effizientes Risikomanagementsystem bildet.
Die Risikobewertung wird dreimal im Jahr durch Einschätzung von Risikopotenzial (in Euro) und Eintrittswahrscheinlichkeit (in Prozent) von den zuständigen "Risk-Ownern" (dabei handelt es sich um Führungskräfte in allen wesentlichen Bereichen des Konzerns) vorgenommen. "Risk Controller" unterstützen sie dabei und stellen sicher, dass bei Überschreitung von bestimmten Schwellenwerten Risiken an höhere Führungsebenen und an den Aufsichtsrat kommuniziert werden. Dabei ist die Risikoberichterstattung vollständig in die standardisierten Planungs- und Forecast-Prozesse integriert. Dieses System gewährleistet, dass alle identifizierten Risiken ihrer Wesentlichkeit entsprechend berücksichtigt werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen das Risikobewusstsein stetig geschärft.
Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns haben können. Weitere Informationen zu Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und zum Finanzrisikomanagement sind dem Konzernanhang unter Ziffer 34 zu entnehmen. Risiken, die dem Konzern derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die derzeit noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls negativ beeinträchtigen.
Risikoarten
Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des FRIWO-Konzerns
Eine in Teilmärkten geringere konjunkturelle Dynamik könnte sich belastend auf die Nachfrage in den von FRIWO bedienten Marktsegmenten auswirken. Dies hätte je nach Intensität und Dauer eine unmittelbare Auswirkung auf die finanzielle Lage des Konzerns.
Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Verbraucherschutz führt unverändert zu stärkeren gesetzlichen Regulierungen. Ein Erfolgsfaktor für FRIWO ist daher die zügige Erkennung und Umsetzung der relevanten technischen Anforderungen und Normen.
Ferner bestehen länderspezifische Risiken an einzelnen FRIWO-Standorten oder denen ihrer Lieferanten. Insbesondere ist das Risiko einer uneinheitlichen Auslegung und Anwendung von Rechtsquellen zu nennen, die speziell das Arbeitsrecht sowie Steuer- und Zollregelungen in China und Vietnam betreffen.
Währungsrisiken
Da FRIWO als global orientiertes Unternehmen einen wesentlichen Teil des Geschäftes in Fremdwährungen (insbesondere US-Dollar) abwickelt, entstehen im Konzern Transaktionsrisiken.
Die Volatilität an den weltweiten Zins- und Währungsmärkten im Jahr 2015 war unter anderem geprägt durch die angedeutete Wende in der Zinspolitik der amerikanischen Notenbank (Fed), die letztendlich gegen Jahresende zum ersten Mal seit Jahren die Zinsen anhob und damit über das Jahr gesehen zur Stärkung des US-Dollars beitrug. Aufgrund der Unsicherheiten über die weitere Zinspolitik der Fed, aber auch die der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Zins- und Währungsrisiken im Jahr 2015 weiter an Relevanz gewonnen.
Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen in Fremdwährungen sowie künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. Das Fremdwährungsrisiko wird aus der Sicht der jeweiligen Gesellschaft und ihrer Heimatwährung gegenüber allen Fremdwährungen betrachtet. Dabei ergibt sich zunächst zumindest teilweise eine natürliche Absicherung bei jenen Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten.
Darüber hinaus verbleibende Fremdwährungsrisiken werden durch gezieltes Währungsmanagement verringert. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt bevorzugt in der jeweiligen Heimatwährung oder weitestgehend auf währungsgesicherter Basis. Mittelaufnahmen oder Mittelanlagen in Fremdwährungen zu Spekulationszwecken sind im FRIWO-Konzern nicht gestattet. Der Konzern unterhält eine Treasury-Funktion, die regelmäßig die bilanziellen Währungsrisiken erhebt und im Fall eines wesentlichen, konsolidierten Risikos entsprechende Absicherungen durch Devisentermingeschäfte vornimmt. Risiken der Währungen USD (US-Dollar) und CNY (chinesischer Renminbi) zueinander werden nicht abgesichert. Den Risiken aus künftigen Transaktionen begegnet FRIWO dadurch, dass Geschäfte bevorzugt in der Währung der entstandenen Herstellkosten abgeschlossen werden.
Dennoch könnten sich aus veränderten Währungsrelationen, aus den zum größten Teil in US-Dollar fakturierten Transaktionen sowie aus der Umrechnung auf die Konzernwährung Euro Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.
Da sich zwei operativ tätige FRIWO-Gesellschaften im asiatischen Raum befinden, ist der Konzern außer den beschriebenen Transaktionsrisiken auch den Einflüssen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Gesellschaften in die Berichtswährung Euro des Konzernabschlusses ausgesetzt.
Beschaffungs-, Produktions- und Preisänderungsrisiken
Bei FRIWO bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können.
Bei der Fertigung von Produkten verarbeitet FRIWO auch Vorprodukte oder Komponenten anderer Hersteller. Dabei haben einige Lieferanten von FRIWO eine Alleinstellung. Deshalb kann unter Umständen eine quantitativ und / oder qualitativ ausreichende Produktions- bzw. Liefermenge nicht immer sichergestellt werden. Auf diese Weise könnten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden.
Auch die Rohstoff- und Energiepreise können je nach Marktsituation stark schwanken und die wirtschaftliche Lage des FRIWO-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Es ist angesichts des unverändert intensiven Wettbewerbs im Markt für Stromversorgungen nicht gesichert, dass FRIWO eventuelle Preiserhöhungen an die Kunden ganz oder zumindest teilweise weitergeben kann.
Einen wesentlichen Teil der Fertigprodukte bezieht FRIWO von externen Geschäftspartnern in Asien und Osteuropa. Um nicht von einem einzelnen Lieferanten abhängig zu sein, wurden, neben der Gründung der eigenen Fertigungsstätte in Vietnam, in den letzten Jahren die Geschäftsbeziehungen zu mehreren Auftragsfertigern mit Standorten in China und Vietnam ausgebaut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat einer der Produktionspartner die Geschäftsbeziehung zu FRIWO gekündigt. Ein anderer Produktionspartner hat beschlossen, einen Teil der Kapazitäten aufgrund der hohen Personalkosten in China an Standorte in anderen Ländern zu verlagern.
Nach wie vor stellt die Dynamik der Lohnkostensteigerungen in China und Vietnam ein Risiko für FRIWO dar. Auch 2015 wurden die gesetzlichen Mindestlöhne in China signifikant erhöht. Dies führte für FRIWO zu Mehrkosten durch erhöhte Einkaufspreise für extern hergestellte Fertiggeräte. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft regelmäßige Lohnerhöhungen in Asien zu bewältigen sein werden. Hierbei ist nicht gesichert, dass FRIWO die Mehrkosten durch Anpassung der Verkaufspreise ohne Zeitverzug an die Kunden weitergeben kann.
Wettbewerbsrisiken
Der FRIWO-Konzern hat ein breites Kunden- und Produktportfolio. Bei einigen Kunden ist FRIWO insgesamt oder für einzelne Produktgruppen Alleinlieferant. So generierte der Konzern 2015 mit einem Großkunden rund 20 Prozent seines Jahresumsatzes (Vorjahr: 18 Prozent).
Einzelne Kunden haben begonnen, diese Abhängigkeit durch den Aufbau von Alternativlieferanten langfristig zu reduzieren. In einem konkreten Fall wurde FRIWO mitgeteilt, dass die Abhängigkeit zu FRIWO bereits 2016 durch den Aufbau eines Zweitlieferanten für eine Produktgruppe in gewissem Umfang reduziert werden soll. FRIWO wird, durch entsprechende Maßnahmen, einer negativen Auswirkung auf Umsatz und Ergebnis in 2016 entgegenwirken. Sollten weitere Kunden den Aufbau einer Mehrlieferanten-Strategie verstärkt vorantreiben, könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns auswirken.
Ausfallrisiken
FRIWO hatte 2015 keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Jedoch können trotz großer Sorgfalt bei der Auswahl der Neukunden in Zukunft Forderungsausfälle grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.
Zur Steuerung des Kreditrisikos des zum Bilanzstichtag gegenüber den FRIWO-Kunden ausgewiesenen Forderungsbestands wird auf die Angabe unter Ziffer 22 und Ziffer 34 des Konzernanhangs verwiesen.
Liquiditätsrisiken
Einige europäische Staaten befinden sich nach wie vor in einer strukturellen Schuldenkrise, die die Finanzmärkte verunsichert. Allerdings konnte die Unsicherheit der Finanzmarktteilnehmer durch die expansive Geldmarktpolitik der EZB verringert werden. Doch ist nicht ausgeschlossen, dass die Zuversicht an den Finanzmärkten wieder Unsicherheiten weicht und die Banken ihre restriktive Kreditvergabepolitik weitgehend beibehalten. Dies würde zu erhöhten Finanzierungskosten für die Kreditnehmer führen. Diese Entwicklung könnte den finanziellen Handlungsspielraum der Unternehmen einschränken. Bei einem Fortbestehen der restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditwirtschaft ist nicht ausgeschlossen, dass davon auch FRIWO betroffen wäre.
Einzelne Kreditfazilitäten von FRIWO beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Bei diesen sogenannten Covenants handelt es sich um Finanzkennzahlen, die Relationen der Vermögens- und Ertragslage darstellen, die sich aus der Bilanz und aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierung ist somit gewährleistet; der Vorstand hat keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Unabhängig davon prüft FRIWO die Notwendigkeit einer Neufassung von Finanzierungsvereinbarungen in Abhängigkeit von den jeweiligen Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten, um Zinsaufwendungen zu reduzieren.
Die solide Kapitalausstattung des FRIWO-Konzerns stellt die notwendigen finanziellen Voraussetzungen, um auch künftig Wachstumspotenziale aktiv zu nutzen.
Rechtsrisiken
FRIWO ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Lieferungen, Produkthaftung, Produktmängel oder Qualitätsprobleme. Derzeit sind aus diesen Bereichen keine Verfahren anhängig, die nach Auffassung des Vorstands wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben könnten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass künftige Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns haben könnten.
Zum Bilanzstichtag waren zwei Verfahren im Zusammenhang mit der Beendigung eines Handelsvertretervertrages sowie der Nachforderung von Provisionszahlungen rechtshängig, die ein ehemaliger Vertriebspartner von FRIWO angestrengt hat. Eine bilanzielle Vorsorge für dieses Risiko wurde bereits getroffen.
Zinsrisiken
Das Zinsrisiko des FRIWO-Konzerns resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Finanzschulden und aus zwei langfristigen Darlehen. Bei dem ersten der beiden langfristigen Darlehen ist eine Festzinszahlung vereinbart worden. Das zweite der langfristigen Darlehen sowie die kurzfristigen Finanzschulden unterliegen dem Zinsänderungsrisiko.
Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns
Zum heutigen Datum liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden könnten.
Chancenbericht
Der weltweite Markt für Stromversorgungen bietet nach wie vor ein sehr attraktives Umfeld, das FRIWO in den kommenden Jahren gute Potenziale für nachhaltiges profitables Wachstum eröffnet.
Chancen ergeben sich für den Konzern insbesondere aus der Fokussierung auf Marktsegmente, die von hohen technologischen Anforderungen gekennzeichnet sind und in denen die Kunden überdurchschnittliche technologische Kompetenz, wie FRIWO sie aufweist, entsprechend schätzen und honorieren. Es ist das Ziel, die Marktanteile in diesen Segmenten durch den weiteren Ausbau der technischen Kernkompetenzen zu erhöhen. Das Geschäftsmodell von FRIWO - insbesondere die Kombination von europäischem Ingenieurs-Know-how und flexiblen Fertigungsmöglichkeiten in Europa und an Standorten in Asien - stellt auch künftig eine leistungsfähige Plattform für die erfolgreiche Bedienung dieser Märkte dar.
Besonders hervorzuheben sind Wachstumschancen in den Teilmärkten für Elektromobilität, kabellose Elektrowerkzeuge und medizinische Stromversorgungen.
In dem sehr dynamischen Marktumfeld der Elektronikindustrie haben Produktinnovationen auch künftig einen hohen Stellenwert. FRIWO arbeitet laufend durch intensive Forschung und Entwicklung am Ausbau der Kernkompetenzen, da dies ein wettbewerbsdifferenzierendes Kriterium und somit einen zentralen Erfolgsparameter für den Konzern darstellt. Im Fokus der technologischen Entwicklung werden auch künftig die SchnellLadetechnik für verkürzte Ladezyklen, High Power-Geräte im Leistungsbereich bis zu 1.000 Watt sowie kontaktlose (induktive) Lösungen sein.
Chancen für den FRIWO-Konzern könnten sich zudem in der Abwertung des Euro zum US-Dollar ergeben, falls die US-Notenbank ihre bisherige Zinspolitik weiter verfolgt und die US-Leitzinsen erhöht.
Der Vorstand sieht FRIWO insgesamt gut gerüstet, diese Chancen wahrzunehmen und im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.
Von einer Quantifizierung der oben aufgeführten Chancen wird abgesehen, weil dies aufgrund der Vielzahl ungewisser Parameter keine zuverlässigen und belastbaren Ergebnisse liefern würde. Zudem könnte die Position des Konzerns im Markt gegenüber Wettbewerbern beeinträchtigt werden.
Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die FRIWO AG gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns zu beschreiben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. FRIWO versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. in Düsseldorf zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
| ― | zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken aus unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Über eine klar definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.
Die wesentlichen Geschäftsprozesse der Gruppe werden regelmäßig auf ihre Risikorelevanz in Bezug auf die Rechnungslegung überprüft. Alle als risikorelevant identifizierten Prozesse sind konzernweit in verbindlich anzuwendenden Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden mindestens einmal jährlich an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.
Bei den Rechnungslegungsprozessen erachtet FRIWO jene Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess |
| ― | Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften |
| ― | präventive Kontrollen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten im Konzern und seinen Tochtergesellschaften sicherstellen |
| ― | Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch durch interne Revisionstätigkeiten |
Übernahmerechtliche Angaben
Nachfolgend werden die übernahmerechtlichen Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB dargestellt. Die FRIWO AG ist als börsennotierte Gesellschaft, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 WpÜG notiert sind, verpflichtet, in den Lage- und Konzernlagebericht die in §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB näher bezeichneten Angaben aufzunehmen. Sie sollen einen Dritten, der an der Übernahme einer börsennotierten Gesellschaft interessiert ist, in die Lage versetzen, sich ein Bild von der Gesellschaft, ihrer Struktur und etwaigen Übernahmehindernissen machen zu können.
Das Grundkapital der FRIWO AG beträgt 20,02 Mio. Euro und ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberstückaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt somit ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von je 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2015 wie auch im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Dem Vorstand der FRIWO AG sind keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bekannt.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2015 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte am Kapital der FRIWO AG:
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| Direkter Anteil der Stimmrechte in % |
Indirekter Anteil der Stimmrechte in % |
|
|---|---|---|
| Cardea Holding GmbH, D-Grünwald | 84,91 | |
| VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, D-München | 84,91 |
Bei den genannten Stimmrechtsanteilen handelt es sich um freiwillige Angaben der Aktionäre zum Stichtag 31. Dezember 2015. Bei diesen Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberstückaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Die ausgegebenen Aktien gewähren keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Den Arbeitnehmern der FRIWO AG steht keine Stimmrechtskontrolle zu.
Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 10,01 Mio. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte Zwecke ausschließen. Die Ermächtigung hat Gültigkeit bis zum 30. April 2018. Der Vorstand hat von der Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2015 keinen Gebrauch gemacht.
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, namens der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 2. Mai 2016. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.
Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Mitgliedern des Vorstands, die in Bezug auf die Vertretung der Gesellschaft nach außen dieselben Rechte wie die ordentlichen Mitglieder des Vorstands haben, ist zulässig.
Nach § 7 Abs. 2 erfolgen sowohl die Bestimmung der Anzahl als auch die Bestellung bzw. der Widerruf der Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und stellvertretenden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat. Ebenso kann dieser ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie weitere Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernennen. Derzeit besteht der Vorstand der Gesellschaft aus zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern, eine Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern ist bisher nicht erfolgt. Über Satzungsänderungen entscheidet gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 AktG die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 12 Abs. 2 der Satzung der FRIWO AG zu Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen.
Es gibt keine wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht. Ebenso wenig bestehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen wurden. Im Übrigen wird auf die Angaben im Vergütungsbericht verwiesen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG erklären gemäß § 161 AktG:
"Die Gesellschaft hat den am 30. September 2014 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 24. Juni 2014) seit der letzten Entsprechenserklärung aus Februar 2015 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft entspricht den am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 05. Mai 2015) mit den nachfolgenden Ausnahmen und wird ihnen auch in Zukunft mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:
Die bestehende D & O Versicherung sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Gesellschaft hat persönliche Verpflichtungserklärungen zur Tragung eines Selbstbehalts durch ihre Aufsichtsratsmitglieder eingeholt, auch wenn ansonsten Versicherungsschutz auf Grund einer durch die Gesellschaft abgeschlossenen D & O Versicherung bestehen sollte. Danach tragen Aufsichtsratsmitglieder, die der Gesellschaft oder Dritten durch ihre Aufsichtsratstätigkeit grob fahrlässig Schaden zufügen, alle in einem Jahr verursachten Schäden bis zur Höhe der Hälfte ihrer jeweiligen Jahresgesamtvergütung im Jahr der Schadensverursachung selbst. Zur Schadensbemessungsgrundlage zählen Rechts- und sonstige Verteidigungskosten nicht. Eine Einschränkung der Haftung der Aufsichtsratsmitglieder gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber Dritten ist damit nicht verbunden (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 3).
Die Gesellschaft wird aus Vereinfachungsgründen darauf verzichten, einen Corporate Governance Bericht zu erstellen (Kodex Ziffer 3.10). Daraus folgt, dass sie auch darauf verzichten wird, über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht anzugeben. Auch konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden daher nicht gemacht (nunmehr Kodex Ziffern 6.2; 7.1.3).
Die Gesellschaft verzichtet auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden oder Sprechers. Gemäß Geschäftsverteilungsplan sind alle wichtigen Aufgaben eindeutig zugeordnet und gleichmäßig auf die Vorstände verteilt. Sie werden sich bei zentralen Entscheidungen eng abstimmen und diese je nach Themengebiet nach außen vertreten (Kodex Ziffer 4.2.1, Satz 1).
Ziel der Gesellschaft ist es immer, die besten Führungskräfte bei angemessener und leistungsbezogener Vergütung zu verpflichten. Für eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG kann sich dies als schwierig erweisen. Aus diesem Grund möchte sich die Gesellschaft bei der Gestaltung von Vorstandsverträgen größtmöglichen Handlungsspielraum bewahren und verzichtet (i) auf die Betrachtung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (Kodex Ziffer 4.2.2, Absatz 2, Satz 3), (ii) auf die Festlegung betragsmäßiger Höchstgrenzen für die Vergütung insgesamt (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 2, Satz 5) sowie auch (iii) auf die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4 und 5).
Aus dem gleichen Grund wird auch auf die Festlegung einer Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands sowie Selbstbeschränkungen bei der Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorständen (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 2) verzichtet.
Die Gesellschaft verzichtet aus Effizienzgründen darauf, die Hauptversammlung separat über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands zu informieren. (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 6). Informationen zur Vorstandsvergütung finden sich im Geschäftsbericht.
Die Hauptversammlung hat für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 ausdrücklich auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung verzichtet; ihr soll vorgeschlagen werden, in der Hauptversammlung 2016 erneut einen solchen Verzicht zu beschließen. Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre der Vorstände erfolgen im Vergütungsbericht keine individualisierten Angaben zu den den Vorständen gewährten Zuwendungen einschließlich Nebenleistungen, zu Aufschlüsselung nach Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung sowie zur Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen (Kodex Ziffer 4.2.5). Auch insoweit finden sich alle gesetzlich erforderlichen Informationen zur Vorstandsvergütung im Geschäftsbericht.
Eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG bietet aufgrund ihrer Größe und Komplexität dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, alle Themen ausführlich im Gesamtgremium zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat daher keinerlei Ausschüsse gebildet (Kodex Ziffern 5.2, Absatz 2 sowie 5.3).
Zur Erhaltung der größtmöglichen Flexibilität bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien verzichtet der Aufsichtsrat sowohl auf die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder als auch auf eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2). Aus denselben Gründen und unter Berücksichtigung der nach wie vor vorhandenen Rechtsunsicherheit, was unter Zugrundelegung von Kodex Ziffer 5.4.1, nunmehr Absatz 6, konkret mit dieser Empfehlung offenzulegen wäre, verzichtet der Aufsichtsrat zudem auf die Offenlegung von persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär (Kodex Ziffer 5.4.1, nunmehr Absatz 5, Ziffer 5.4.2, Satz 2).
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen werden aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre nicht individualisiert ausgewiesen (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3).
Der Aufsichtsrat verzichtet auf eine ausdrückliche Effizienzprüfung (Kodex Ziffer 5.6). Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine "Politik der kurzen Wege" ist aus Sicht des Aufsichtsrats ein höchstes Maß an Effizienz gegeben.
Um den Abstimmungsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, wird der Halbjahresbericht vor seiner Veröffentlichung nicht mit dem Gesamtaufsichtsrat, sondern nur mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2)."
Ostbevern, im Februar 2016
Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Martin Schimmelpfennig, Mitglied des Vorstands
Lothar Schwemm, Mitglied des Vorstands
Angaben zu Unternehmenspraktiken
Unternehmenspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, werden nicht angewandt.
Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand der FRIWO AG mit derzeit zwei Mitgliedern ist das Leitungsorgan der Gesellschaft und des Konzerns. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand.
Der Vorstand besteht aus zwei männlichen Mitgliedern, womit der derzeitige Anteil von Frauen im Vorstand bei 0 Prozent liegt. Eine Änderung ist nicht geplant, so dass der Aufsichtsrat in Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beschlossen hat, den aktuellen Status zunächst bis zum 31. Dezember 2016 beizubehalten.
Zu den Vorstandsaufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführungen der Tochterunternehmen. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die Besetzung von Schlüsselpositionen im Unternehmen.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Gleichwohl führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Geschäftsverteilungsplan. Auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden wurde verzichtet. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Koordination der Vorstandsarbeit.
Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen.
Der Vorstand arbeitet inhaltlich und zeitlich eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert das Kontrollgremium regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Geschäftsplanung, der Geschäftsentwicklung und der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken und Compliance-Fragen. Wesentliche Entscheidungen sind im Rahmen eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.
Dem Vorstand obliegt zudem die Festlegung von Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands innerhalb der FRIWO AG. Da das operative Geschäft in den Tochtergesellschaften der FRIWO AG angesiedelt ist, existieren innerhalb der FRIWO AG keine Führungsebenen unterhalb des Vorstands, so dass die Festlegung solcher Zielgrößen nicht möglich war.
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG umfasst sechs Mitglieder. Er ist gemäß dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer in einem von der Hauptversammlung unabhängigen Wahlverfahren von Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der Aufsichtsräte beträgt fünf Jahre.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat liegt derzeit bei einem Sechstel, das weibliche Mitglied des Aufsichtsrats wurde von den Arbeitnehmern in den Aufsichtsrat gewählt. Neuwahlen der Arbeitnehmervertreter finden im Frühjahr 2016 statt. Die neuen Arbeitnehmervertreter werden ihr Amt mit dem Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 beschließt, aufnehmen. Insofern hat sich der Aufsichtsrat zum Ziel gesetzt, den aktuellen Status bis zum Ende dieser Hauptversammlung aufrechtzuerhalten.
Unterjährig tritt der Aufsichtsrat regelmäßig mindestens viermal (zweimal pro Halbjahr) zusammen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats festlegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert er die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresplanung sowie den Jahresabschluss der FRIWO AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In seinen Aufgabenbereich fällt darüber hinaus die Bestellung der Mitglieder des Vorstands. Wesentliche Vorstandsentscheidungen sind an seine Zustimmung gebunden.
Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht gibt gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft und des Konzerns. Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der FRIWO AG vom 3. Mai 2011 unterbleiben Angaben zur individualisierten Vergütung einzelner Vorstandsmitglieder gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft.
Zu den Einzelheiten der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG wird auf die Ziffer 37 des Konzernanhangs und auf Ziffer 14 des Anhangs der FRIWO AG verwiesen.
Vorstandsvergütung
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Er hat sicherzustellen, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage des Unternehmens steht und sich in einem marktüblichen Rahmen bewegt. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur der FRIWO AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Möglichkeit, das Vorstandsvergütungssystem durch die Hauptversammlung billigen zu lassen, nutzt FRIWO derzeit nicht.
Die Vergütung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Einer festen Vergütung und einem variablen Teil. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Teil ist von der Erreichung bestimmter finanzieller und qualitativer Ziele abhängig. Diese Ziele werden jährlich neu vereinbart und enthalten sowohl auf das Geschäftsjahr bezogene als auch mehrjährige Ziele. Für außergewöhnliche Entwicklungen ist eine Begrenzung der variablen Vergütung vorgesehen.
Zusätzlich erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus eine Sondervergütung festsetzen. Er hat zudem die Möglichkeit, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Aktienoptionen zuzuteilen. Derzeit bestehen weder ein Stock-Option-Programm noch vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung.
Ein Vorstandsmitglied hat für den Fall, dass es bei der FRIWO AG zu einem Wechsel des Mehrheitsaktionärs kommt, das Recht zur Niederlegung des Amts und Kündigung des Vorstandsdienstvertrags. In diesem Fall stehen dem Vorstandsmitglied eine Ausgleichszahlung in Höhe eines Jahresgrundgehalts zuzüglich einer variablen Jahresvergütung wie bei einer 100%igen Zielerreichung zu, jedoch nicht mehr, als ihm nach der regulären restlichen Vertragslaufzeit zustehen würde. Darüber hinaus enthalten die Vorstandsverträge für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses keine Abfindungszusagen. Eine Ausgleichsverpflichtung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 18 der Satzung der FRIWO AG.
Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.
Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
In seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben:
"Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt."
Ostbevern, 22. Februar 2016
FRIWO AG
Der Vorstand
Konzernabschluss
Inhaltsübersicht
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| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | |
|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | |
| --- | --- |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | |
| Konzern-Bilanz | |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | |
| Konzernanhang | |
| (1) | Informationen zum Unternehmen |
| Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | |
| (2) | Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS |
| (3) | Grundlagen der Abschlusserstellung |
| (4) | Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO |
| (5) | Konsolidierungsgrundsätze |
| (6) | Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden |
| (7) | Währungsumrechnung |
| (8) | Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden |
| (9) | Konsolidierungskreis |
| Segmentberichterstattung | |
| (10) | Segmentberichterstattung |
| Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung | |
| (11) | Umsatzerlöse |
| (12) | Vertriebskosten |
| (13) | Allgemeine Verwaltungskosten |
| (14) | Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge |
| (15) | Finanzergebnis |
| (16) | Ertragsteuern |
| (17) | Ergebnis je Aktie |
| Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung | |
| (18) | Forschungs- und Entwicklungskosten |
| (19) | Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung |
| Erläuterungen zur Bilanz | |
| (20) | Anlagevermögen |
| (21) | Vorräte |
| (22) | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
| (23) | Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
| (24) | Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte |
| (25) | Zahlungsmittel |
| (26) | Eigenkapital |
| (27) | Rückstellungen für Pensionen |
| (28) | Sonstige Rückstellungen |
| (29) | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
| (30) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
| (31) | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
| (32) | Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten |
| Weitere Anhangsangaben | |
| (33) | Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse |
| (34) | Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente |
| (35) | Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten |
| (36) | Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen |
| (37) | Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands |
| (38) | Honorar des Abschlussprüfers |
| (39) | Anteilsbesitz |
| (40) | Angaben zur Corporate Governance-Erklärung |
| (41) | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015
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| in T Euro | Anhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (11) | 143.007 | 124.266 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | -125.856 | -108.873 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 17.151 | 15.393 | |
| Vertriebskosten | (12) | -6.592 | -5.512 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (13) | -5.784 | -5.662 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (14) | -6.653 | -2.630 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (14) | 6.300 | 1.975 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4.422 | 3.564 | |
| Zinsertrag | (15) | 1 | 3 |
| Zinsaufwand | (15) | -343 | -520 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) | 4.080 | 3.047 | |
| Ertragsteuern | (16) | -1.334 | -870 |
| Konzernergebnis | 2.746 | 2.177 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) | (17) | 0,36 | 0,28 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2015
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| in T Euro | Anhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 2.746 | 2.177 | |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | (27) | 86 | -458 |
| Latente Steuern | (16) | -26 | 137 |
| Nettoergebnis aus der Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | 60 | -321 | |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 60 | -321 | |
| Gewinne und Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen | 106 | 146 | |
| Gewinne und Verluste aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges) | (34) | 39 | 174 |
| Latente Steuern | (16) | -12 | -52 |
| Nettoergebnis aus Cashflow Hedges | 27 | 122 | |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind | 133 | 268 | |
| Summe der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Wertänderungen | 193 | -53 | |
| Konzern-Gesamtergebnis | 2.939 | 2.124 |
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2015
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| in T Euro | Anhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 2.746 | 2.177 | |
| Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand | (16) | 1.334 | 870 |
| Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis | 342 | 517 | |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | (20) | 2.162 | 1.927 |
| Veränderung der Rückstellungen | 526 | -67 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 4 | 17 | |
| Veränderung der Vorräte | (21) | -4.118 | -2.789 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | (22) (23) (24) | -794 | -2.696 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | (30) (31) (32) | 7.253 | 5.777 |
| Gezahlte Zinsen | -281 | -429 | |
| Erhaltene Zinsen | 1 | 30 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.253 | -56 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte | 28 | 79 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 7.950 | 5.357 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens | 1 | 82 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlage vermögen | (20) | -312 | -261 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | (20) | -4.632 | -2.102 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -4.943 | -2.281 | |
| Gezahlte Dividenden | -1.001 | 0 | |
| Aufnahme von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (29) | 2.756 | 0 |
| Aufnahme (im Vorjahr Tilgung) von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) | (29) | 737 | -1.034 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 2.492 | -1.034 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | 5.499 | 2.042 | |
| Zahlungsmittel zum Jahresbeginn | (25) | 3.235 | 1.193 |
| Zahlungsmittel zum Jahresende | (25) | 8.734 | 3.235 |
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2015
Aktiva
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| in T Euro | Anhang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (20) | 482 | 309 |
| Sachanlagen | (20) | 11.823 | 9.141 |
| Latente Steuern | (16) | 204 | 286 |
| 12.509 | 9.736 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (21) | 25.622 | 21.504 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (22) | 7.769 | 7.683 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (23) | 2.011 | 1.914 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 51 | 98 | |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | (24) | 822 | 212 |
| Zahlungsmittel | (25) | 8.734 | 3.235 |
| 45.009 | 34.646 | ||
| Summe Aktiva | 57.518 | 44.382 | |
| Passiva | |||
| in T Euro | Anhang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Eigenkapital | (26) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 20.020 | 20.020 | |
| Kapitalrücklage | 2.002 | 2.002 | |
| Gewinnrücklagen | -7.264 | -9.069 | |
| Sonstige Rücklagen | 324 | 191 | |
| 15.082 | 13.144 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (29) | 7.756 | 5.000 |
| Rückstellungen für Pensionen | (27) | 3.138 | 3.366 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (28) | 243 | 367 |
| 11.137 | 8.733 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (28) | 1.267 | 414 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (29) | 741 | 4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (30) | 24.218 | 17.650 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (31) | 3.287 | 2.732 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 65 | 76 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (32) | 1.721 | 1.629 |
| 31.299 | 22.505 | ||
| Schulden | 42.436 | 31.238 | |
| Summe Passiva | 57.518 | 44.382 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2015
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| Sonstige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | Cashflow Hedges | Konzerneigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2014 | 20.020 | 2.002 | -10.925 | 72 | -149 | |
| Konzernergebnis | 2.177 | 2.177 | ||||
| Sonstiges Konzernergebnis | -321 | 146 | 122 | -53 | ||
| Konzern-Gesamtergebnis | 1.856 | 146 | 122 | 2.124 | ||
| Stand am 31.12.2014 | 20.020 | 2.002 | -9.069 | 218 | -27 | 13.144 |
| Konzernergebnis | 2.746 | 2.746 | ||||
| Sonstiges Konzernergebnis | 60 | 106 | 27 | 193 | ||
| Konzern-Gesamtergebnis | 2.806 | 106 | 27 | 2.939 | ||
| Dividendenzahlung | -1.001 | -1.001 | ||||
| Stand am 31.12.2015 | 20.020 | 2.002 | -7.264 | 324 | 0 | 15.082 |
Konzernanhang
Informationen zum Unternehmen (1)
Die FRIWO AG ist mit ihren Tochtergesellschaften ein international tätiger Anbieter hochwertiger Lade- und Netzgeräte für verschiedene Märkte und Branchen.
Die Anschrift lautet: FRIWO AG, Von-Liebig-Straße 11, 48346 Ostbevern.
Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der FRIWO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Nach Auskunft der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG hielt deren Tochtergesellschaft, die Cardea Holding GmbH zum 31. Dezember 2015 84,91 Prozent der Aktien der FRIWO AG. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG einbezogen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Der Konzernabschluss der FRIWO AG wurde am 22. Februar 2016 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch den Vorstand).
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS (2)
Die FRIWO AG nimmt mit ihren Eigenkapitaltiteln an einem geregelten Markt innerhalb der Europäischen Union teil. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Daneben werden die in § 315a HGB normierten Anforderungen beachtet.
Grundlagen der Abschlusserstellung (3)
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Wir verweisen auf Ziffer (31) und (35).
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge auf Tausend Euro (T Euro) gerundet angegeben.
Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO (4)
Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Die wesentlichen Beurteilungen betreffen die Werthaltigkeit von Sachanlagen (siehe Ziffer (20)) sowie den Ansatz und die Höhe von Rückstellungen (siehe Ziffern (27) und (28)). Für die in Ziffer (33) aufgeführten Haftungsverhältnisse wurde die Einschätzung getroffen, dass es sich nicht um zu bilanzierende Verpflichtungen, sondern um Eventualverbindlichkeiten handelt.
Konsolidierungsgrundsätze (5)
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Das Geschäftsjahr aller konsolidierten Gesellschaften einschließlich der FRIWO AG entspricht dem Kalenderjahr.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Umsätze, Zwischenergebnisse sowie alle übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden eliminiert.
Die Erstkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den FRIWO-Konzern übergeht. Die Erträge und Aufwendungen erworbener Unternehmen sind jeweils ab dem Kontrollerwerb im Konzernabschluss enthalten. Im Falle der Veräußerung sind Erträge und Aufwendungen bis zum Verlust der Kontrolle im Konzernabschluss enthalten.
Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)
Der Konzernabschluss von FRIWO zum 31. Dezember 2015 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2015 verbindlich anzuwendenden Interpretationen (IFRIC) des IFRS Interpretations Committee wurden ebenfalls angewendet.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden.
Im Geschäftsjahr 2015 waren erstmalig die folgende neue Interpretation bzw. die Änderungen an bestehenden Standards zu beachten:
IFRIC 21 Abgaben
Im Mai 2013 veröffentlichte der IASB die Interpretation IFRIC 21 "Abgaben". Sie stellt für Abgaben, die durch eine Regierungsinstanz erhoben werden und die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, klar, wie und insbesondere wann solche Verpflichtungen zu passivieren sind. Auswirkungen auf den Konzernabschluss von FRIWO haben sich hieraus nicht ergeben.
Improvements to IFRS 2011-2013
Im Dezember 2013 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:
| ― | IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS |
| ― | IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse |
| ― | IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts |
| ― | IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
Die Änderungen hatten keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.
Ab dem Geschäftsjahr 2016 hat FRIWO die folgenden Änderungen an bestehenden Standards zu beachten:
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
Im November 2013 hat der IASB eine Änderung an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" hinsichtlich der Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen oder von Dritten geleisteten Beiträgen bei leistungsorientierten Plänen verabschiedet. Mit einer Änderung an IAS 19.93 wird nunmehr klargestellt, wie die in den formalen Bedingungen eines Pensionsplans enthaltenen Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten bilanziert werden, wenn diese mit der Dienstzeit verknüpft sind. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.
Improvements to IFRS 2010-2012
Im Dezember 2013 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:
| ― | IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung |
| ― | IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse |
| ― | IFRS 8 Geschäftssegmente |
| ― | IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts |
| ― | IAS 16 Sachanlagen |
| ― | IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen |
| ― | IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte |
FRIWO erwartet aus den Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
Im Mai 2014 hat der IASB Änderungen an IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten zusätzliche Leitlinien, die klarstellen, dass ein Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellt, nach den Vorschriften von IFRS 3 und anderer relevanter Standards zu bilanzieren ist. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeitig nicht betroffen.
IAS 16 Sachanlagen IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte
Im Mai 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" verabschiedet. Die Änderungen in IAS 16 stellen klar, dass eine Abschreibung, die auf Erlösen basiert, die aus einer Tätigkeit entstehen, die die Verwendung des abzuschreibenden Vermögenswerts beinhaltet, nicht sachgerecht ist. Dies wird damit begründet, dass Erlöse die Erzeugung wirtschaftlichen Nutzens darstellen, nicht aber dessen Verbrauch.
In den IAS 38 wird die widerlegbare Annahme aufgenommen, dass eine erlösbasierte Abschreibung aus den genannten Gründen nicht sachgerecht ist. Diese Annahme kann jedoch bei Vorliegen begrenzter Umstände widerlegt werden.
Daneben wurden in beiden Standards neue Leitlinien zur Bestimmung der Nutzungsdauer aufgenommen. Danach können erwartete zukünftige Verringerungen des Veräußerungspreises ein Hinweis auf einen stärkeren Verbrauch des künftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts sein.
Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss haben.
IAS 16 Sachanlagen IAS 41 Landwirtschaft
Im Juni 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft" veröffentlicht. Die Änderungen führen zu einer geänderten Bilanzierung sog. fruchttragender Pflanzen. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.
IAS 27 Einzelabschlüsse
Im August 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 27 "Einzelabschlüsse" verabschiedet, mit denen die Anwendung der Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im Einzelabschluss eines Investors wieder zugelassen wird. Weiterhin besteht die Option einer Bilanzierung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39 bzw. IFRS 9. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeit nicht betroffen.
Improvements to IFRS 2012-2014
Im September 2014 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:
| ― | IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche |
| ― | IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben |
| ― | IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer |
| ― | IAS 34 Zwischenberichterstattung |
FRIWO erwartet aus den Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.
IFRS 10 Konzernabschlüsse IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Im Dezember 2014 hat der IASB Änderungen an den Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" veröffentlicht. Die Änderungen dienen der Klärung einiger Fragestellungen bezüglich der Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften, die ihre Tochterunternehmen stattdessen zum beizulegenden Zeitwert bilanzieren. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeit nicht betroffen.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
Im Dezember 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten im Wesentlichen die folgenden Punkte:
| ― | Klarstellung, dass Angaben nur bei wesentlicher Bedeutung verpflichtend zu machen sind. Dies gilt auch, wenn in einem Standard eine gewisse Angabe vorgeschrieben ist. |
| ― | Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung. |
| ― | Klarstellung, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. |
| ― | Streichung der Vorgabe der festen Reihenfolge der Angaben für eine Berücksichtigung unternehmensindividueller Gegebenheiten zur Erhöhung der Verständlichkeit und Vergleichbarkeit des Anhangs. |
FRIWO wird diese Änderungen bei der Erstellung des Konzernabschlusses berücksichtigen.
Für die im Folgenden aufgeführten neuen Standards bzw. Änderungen an bestehenden Standards steht die Anerkennung durch die EU (Endorsement) noch aus.
Ab dem Geschäftsjahr 2017 hat FRIWO die folgenden neuen Standards zu beachten:
IAS 12 Ertragsteuern
Im Januar 2016 hat der IASB Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" veröffentlicht. Die Änderungen stellen klar, wie Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten im Zusammenhang mit der Bewertung von Schuldinstrumenten zum Fair Value, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden, anzusetzen sind. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss haben.
IAS 7 Kapitalflussrechnungen
Ebenfalls im Januar 2016 hat der IASB Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" veröffentlicht. Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern.
Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z. B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften).
Anzugeben sind:
| ― | Zahlungswirksame Veränderungen |
| ― | Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen |
| ― | Währungskursbedingte Änderungen |
| ― | Änderungen der beizulegenden Zeitwerte |
| ― | übrige |
Der IASB schlägt vor, die Angaben in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz darzustellen, lässt aber auch andere Darstellungen zu. FRIWO wird prüfen, in welcher Form die erforderlichen Angaben zukünftig erfolgen werden.
Ab dem 1. Januar 2018 hat FRIWO die folgenden Standards zu beachten:
IFRS 9 Finanzinstrumente
Der IASB schloss im Juli 2014 sein Projekt zur Ersetzung des IAS 39, "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" durch die Veröffentlichung der finalen Version des IFRS 9 "Finanzinstrumente" ab. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken.
FRIWO prüft derzeit, welche Auswirkungen eine Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss hat.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Im Mai 2014 hat der IASB den neuen Standard zur Umsatzrealisierung IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" verabschiedet. Mit diesem neuen Standard werden die bisherigen Standards und Interpretationen, die bislang Regelungen zur Umsatzrealisierung enthielten, zusammengeführt. IFRS 15 ist branchenübergreifend auf sämtliche Umsatztransaktionen anzuwenden und enthält ein prinzipienorientiertes fünfstufiges Modell:
| ― | Identifizierung des Vertrags mit dem Kunden, |
| ― | Identifizierung der eigenständigen Leistungsverpflichtung in dem Vertrag, |
| ― | Bestimmung des Transaktionspreises, |
| ― | Verteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen des Vertrags, |
| ― | FErlöserfassung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen durch das Unternehmen. |
Künftig erfolgt die Umsatzrealisierung bei Übertragung der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden. Die Übertragung von Chancen und Risiken stellt nur noch einen Indikator dar. Darüber hinaus sind explizite Regelungen zu Mehrkomponentengeschäften in IFRS 15 enthalten. Ferner gibt es neue Leitlinien dazu, ob Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind.
Im September 2015 hat der IASB als formale Änderung des IFRS 15 veröffentlicht, dass sich der Erstanwendungszeitpunkt um ein Jahr auf den 1. Januar 2018 verschiebt.
FRIWO prüft, welche Auswirkungen die Anwendung dieses neuen Standards auf den Konzernabschluss haben wird. Es werden keine wesentlichen Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Ab dem Geschäftsjahr 2019 hat FRIWO folgenden neuen IFRS Standard anzuwenden:
IFRS 16 Leasingverhältnisse
Im Januar 2016 hat der IASB den neuen Standard zur Leasingbilanzierung IFRS 16 "Leasingverhältnisse" verabschiedet. IFRS 16 ersetzt künftig IAS 17 und die dazugehörigen Interpretationen.
Gem. IFRS 16 werden beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse derart bilanziert, dass auf der Aktivseite das mit dem Leasingverhältnis einhergehende Nutzungsrecht als Vermögenswert (sog. "Right-of-Use-Asset") und auf der Passivseite die entsprechende abgezinste Leasingverbindlichkeit erfasst wird.
Erleichterungen gibt es für Leasinggegenstände mit geringem Wert sowie für Leasingverhältnisse mit kurzer Laufzeit. Die Leasingzahlungen für diese Leasingverhältnisse können linear (oder gem. einer anderen systematischen Grundlage der Verteilung) über die Laufzeit des Vertrags als Aufwand erfasst werden.
Nach dem bisherigen IAS 17 wurde noch unterschieden zwischen bilanzwirksamen Finance Leases und bilanzunwirksamen Operating Leases. Diese Unterscheidung zwischen zwei verschiedenen Leasingarten fällt bei der Bilanzierung beim Leasingnehmer mit Inkrafttreten von IFRS 16 künftig weg. Sofern ein Vertrag als Leasingverhältnis klassifiziert wird, fällt es in den Anwendungsbereich dieses Standards und ist somit zu bilanzieren. Andernfalls handelt es sich um einen aufwandswirksamen Servicevertrag.
Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen.
IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Leaseback-Transaktionen.
FRIWO prüft, welche Auswirkungen die Anwendung dieses neuen Standards auf den Konzernabschluss haben wird.
Währungsumrechnung (7)
Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Dies entspricht der Berichtswährung der FRIWO AG.
Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates') nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Die Bilanzen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Gesellschaften im Ausland entspricht daher der jeweiligen Landeswährung. Die bei der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Währungsumrechnung liegen die folgenden Wechselkurse zu Grunde:
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| Stichtag | Durchschnitt | |||
|---|---|---|---|---|
| in Fremdwährung / Euro |
31.12.2015 | 31.12.2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| China (CNY) | 7,0608 | 7,5358 | 6,9733 | 8,1857 |
| Hong Kong (HKD) | 8,4376 | 9,4170 | 8,6014 | 10,3025 |
| Japan (JPY) | 131,07 | 145,23 | 134,31 | 140,31 |
| USA (USD) | 1,0887 | 1,2141 | 1,1095 | 1,3285 |
| Vietnam (VND) | 24.014,90 | 24.300,50 |
Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (8)
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Als Umsatzerlöse werden die Lieferungen und Leistungen der zum Jahresende zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften - bereinigt um Innenumsätze, Kundenskonti, Rabatte und Boni - erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Erzeugnisse und Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht wurden und die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.
Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbsterstellten Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 (,Inventories') neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Materialkosten und den Fertigungslöhnen auch sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbezogenen Abschreibungen.
Weiterhin werden unter dieser Position die produktbezogenen Entwicklungs- und Logistikkosten ausgewiesen.
Die Entwicklungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Voraussetzungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38.57 werden nicht erfüllt. FRIWO schafft keine immateriellen Vermögenswerte, da sich die Entwicklungsarbeit im Wesentlichen darauf konzentriert, die bestehende Technologie zu optimieren und Produkte unter Nutzung der bestehenden Technologie an die individuellen Anforderungen der Kunden anzupassen.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie auf etwaige steuerlich nutzbare Verlustvorträge berechnet. Die auf Grund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 30 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) zu Grunde gelegt.
Soweit die aktiven latenten Steuern den Betrag der passiven latenten Steuern übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt sind.
Finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d.h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Neben konkret bekannten Einzelrisiken ist ein weiterer Anhaltspunkt für einen Wertberichtigungsbedarf auf eine Forderung die Überfälligkeit, auf deren Basis individuell geprüft wird, ob die Forderung noch einzubringen ist. Die Fair Value Option aus IAS 39 zur Bewertung von Finanzinstrumenten wird bei FRIWO nicht ausgeübt.
Angaben zu den verwendeten Hierarchiestufen zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten finden sich unter Ziffer (35).
Ausbuchungen finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen der IAS 39.17 ff erfüllt sind. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zu Grunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird entweder direkt oder unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag wird ergebniswirksam erfasst. Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt es den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der Buchwert des Vermögenswerts zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht die fortgeführten Anschaffungskosten übersteigt.
Der Konzern verwendet fallweise derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Währungsrisiken und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihren beizulegenden Zeitwerten neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminkontrakte wird unter Bezugnahme auf die aktuellen Terminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen ermittelt.
Sicherungsinstrumente: Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen können Sicherungsinstrumente als zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, Absicherung der Cashflows oder als Absicherung der Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert werden. Bei FRIWO wird, sofern der Einsatz von Sicherungsinstrumenten als geeignet erachtet wird, sowohl die Strategie der Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges i.S. des IAS 39) als auch die Strategie der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (entsprechen nicht den definitorischen Anforderungen des IAS 39; insofern Behandlung als derivative Finanzinstrumente) verfolgt.
Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung legt der Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung, die als Sicherungsgeschäft bilanziert werden soll, als auch die Risikomanagementziele und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal fest und dokumentiert diese. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Die Wirksamkeit solcher Sicherungsbeziehungen für das Erreichen des Ziels, Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows zu kompensieren, wird als hoch eingeschätzt. Bei den vorliegenden Hedge-Beziehungen wird die Wirksamkeit während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, überprüft und beurteilt.
Für die Bilanzierung bei Absicherung von Cashflows gilt, dass Sicherungsgeschäfte dann als zur Absicherung der Cashflows klassifiziert werden, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, die einem erfassten Vermögenswert oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden können und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnten. Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in jener Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. in der abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden, oder in der ein vorhergesehener Verkauf oder Kauf durchgeführt wird. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nicht finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Schuld, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge dem ursprünglich erfassten Buchwert des nicht finanziellen Vermögenswerts oder der nicht finanziellen Schuld hinzugerechnet. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge im Periodenergebnis erfasst. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder wenn es veräußert, beendet oder wenn es ohne Ersatz oder ein Überrollen eines Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dies gilt auch, wenn der Konzern die Designation eines Sicherungsinstruments zurückzieht. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß den Vorschriften in IAS 38 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) beträgt drei bis sechs Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer liegen nicht vor. Der Abschreibungszeitraum und die Methode werden in jeder Periode überprüft. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.
Das Sachanlagevermögen wird gemäß IAS 16 zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei selbsterstellten Anlagen enthalten die Herstellungskosten neben den Einzelkosten sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden in der Regel nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Sind sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen, werden sie gemäß IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktiviert.
Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer verrechnet, sofern nicht aufgrund des tatsächlichen Nutzungsverlaufs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.
Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
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| Gebäude | 8 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 Jahre |
| Fahrzeuge | 6 bis 8 Jahre |
Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in den Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.
Komplexere Sachanlagen, die aus klar trennbaren Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden für Zwecke der Abschreibungsermittlung in diese Komponenten aufgeteilt. Die Berechnung der Abschreibung erfolgt anhand der Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten.
Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erhaltungsaufwendungen, die zur Erhöhung des künftigen Nutzenpotenzials eines Vermögenswertes führen, werden aktiviert.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.
An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen.
Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen.
Die Vorräte werden gemäß IAS 2 (,Inventories') zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag unter Beachtung des Einzelbewertungsgrundsatzes angesetzt. Bei austauschbaren Gegenständen wird gemäß IAS 2.25 die Durchschnittsmethode angewendet.
Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Zinsaufwendungen werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Nominalwert entsprechen, bilanziert. Forderungen in fremder Währung sind gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Differenzen aus dieser Umrechnung sind erfolgswirksam erfasst.
Erkennbaren Risiken bei einzelnen Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen auf gesonderten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen.
Der Bilanzposten Zahlungsmittel umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen.
Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Vorgaben des IAS 19.
Die Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen ermittelt. Der Barwert der Verpflichtung (DBO) wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit einem Zinssatz, basierend auf Zinssätzen von Industrieanleihen hoher Bonität, abgezinst werden.
Die Zinsanteile der Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen sind im Finanzergebnis und die übrigen Aufwendungen in den jeweils zutreffenden Positionen ausgewiesen.
Die Sonstigen Rückstellungen sind nach IAS 37 bilanziert. Sie werden nur dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und wenn der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Die bilanzierten Rückstellungen decken die Risiken im Konzernabschluss, die gegenüber Dritten bestehen, ausreichend ab. Die Bemessung erfolgte in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt, sofern der Effekt wesentlich ist. Rückstellungen mit einer erwarteten Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres sind unter den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen.
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Dabei auftretende Differenzen gegenüber dem Einbuchungskurs werden erfolgswirksam verrechnet. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierung sind bei FRIWO üblicherweise marktgerecht verzinst, so dass der Bilanzwert nahezu dem Zeitwert entspricht.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen. Sie erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
Etwaige Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden dergestalt in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Bei FRIWO haben in der laufenden Berichtsperiode sowie in der Vorperiode keine Finanzierungs-Leasingverhältnisse vorgelegen.
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Eventualverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist. Als international tätiges Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist FRIWO einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistung, Steuerrecht, zugesicherte Rechte aus Unternehmenstransaktionen und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen könnten, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten.
In den zum Bilanzstichtag anhängigen Rechtsverfahren sind nach Einschätzung des Vorstands keine Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu Lasten des Konzerns zu erwarten.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausschließlich im Anhang angegeben.
Konsolidierungskreis (9)
In den Konzernabschluss sind neben der FRIWO AG alle inländischen und ausländischen Gesellschaften einbezogen, die durch die FRIWO AG aufgrund unmittelbarer oder mittelbarer Stimmrechtsmehrheit beherrscht werden. Beherrschung liegt nach IFRS 10 vor, wenn die FRIWO AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Der Konsolidierungskreis wurde im Berichtsjahr um die neu gegründete FRIWO Vietnam Co., Ltd. erweitert und umfasst damit zwei inländische und zwei ausländische Gesellschaften. Wir verweisen auf den in Ziffer (39) dargestellten Anteilsbesitz.
Segmentberichterstattung des FRIWO-Konzerns
Segmentberichterstattung (10)
Ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden. Hauptentscheidungsträger der FRIWO-Gruppe ist demgemäß der Vorstand der FRIWO AG, der die zentrale Entscheidungskompetenz über wesentliche Ressourcenallokationen hat.
Dem Vorstand stehen aus dem regelmäßigen internen Berichtswesen der Konzerngesellschaften diverse Auswertungen zur Verfügung, die jeweils die Ertragskraft des Unternehmens aus unterschiedlichen Sichten analysieren. Dabei spielt der regionale Aspekt in verschiedenen Ausprägungen eine sehr bedeutende Rolle. Insofern erachtet der Vorstand die regionale Differenzierung als das für den Segmentbericht gemäß IFRS 8 grundlegende Kriterium.
Die Segmentierung erfolgt nach Umsätzen für die Regionen Deutschland, übriges Europa, Asien (ohne Japan) und Übrige. Die regionale Zuordnung der Umsätze erfolgt nach Lieferadressen der Kunden. Die Sonstigen Geschäftsaktivitäten enthalten die Aufwendungen der Holding, die keinem regionalen Segment zuzuordnen sind.
Segmentinformationen
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| in T Euro | Deutschland | übriges Europa | Asien | übrige Regionen | sonstige Geschäftsaktivitäten | Summe Segmente |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | ||||||
| Umsatzerlöse | 64.796 | 48.680 | 23.022 | 6.509 | 0 | 143.007 |
| Abschreibungen | 1.193 | 661 | 189 | 118 | 1 | 2.162 |
| Operatives Ergebnis | 1.730 | 2.134 | 1.542 | 178 | -809 | 4.775 |
| 2014 | ||||||
| Umsatzerlöse | 58.560 | 42.946 | 17.436 | 5.324 | 0 | 124.266 |
| Abschreibungen | 1.123 | 551 | 142 | 110 | 1 | 1.927 |
| Operatives Ergebnis | 1.768 | 2.970 | 739 | 443 | -1.701 | 4.219 |
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| in T Euro | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|
| 2015 | ||
| Umsatzerlöse | 0 | 143.007 |
| Abschreibungen | 0 | 2.162 |
| Operatives Ergebnis | 0 | 4.775 |
| 2014 | ||
| Umsatzerlöse | 0 | 124.266 |
| Abschreibungen | 0 | 1.927 |
| Operatives Ergebnis | 0 | 4.219 |
Überleitung des Segmentergebnisses
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente | 4.775 | 4.219 |
| Überleitung | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -353 | -655 |
| Zinsertrag | 1 | 3 |
| Zinsaufwendungen | -343 | -520 |
| Ertragsteuern | -1.334 | -870 |
| Konzernergebnis | 2.746 | 2.177 |
Geschäftstätigkeiten zwischen den Segmenten finden nicht statt. Die Segmente werden anhand des operativen Ergebnisses beurteilt. Dabei bleiben Finanzierungs- und Steuereffekte ebenso wie sonstige Erträge oder Aufwendungen (bspw. aus Sicherungsgeschäften) unberücksichtigt. Da die interne Berichterstattung den Grundsätzen der IFRS-Bilanzierung folgt, ergeben sich keine Überleitungseffekte.
Von dem langfristigen Anlagevermögen entfallen 73 Prozent der Buchwerte auf den inländischen Standort Ostbevern sowie 21 Prozent auf unseren neuen Fertigungsstandort in Vietnam. Bei der Ermittlung der operativen Ergebnisse der Berichtssegmente werden die Abschreibungen asymmetrisch zu dieser Aufteilung den Segmenten gemäß des Beitrags den der einzelne Standort zum Umsatz des jeweiligen Segments leistet, zugeordnet.
Der Umsatz der FRIWO Gruppe verteilte sich 2015 mit 101,8 Mio. Euro auf die Produktgruppen Netzgeräte (Vorjahr: 85,3 Mio. Euro), mit 30,6 Mio. Euro auf Ladegeräte (Vorjahr: 27,9 Mio. Euro) und mit 10,6 Mio. Euro auf "Sonstige" (Vorjahr: 11,0 Mio. Euro).
Auf zwei Kunden, die in den geographischen Bereichen Deutschland, übriges Europa und Asien enthalten sind, entfielen im Berichtsjahr mit 29,2 Mio. Euro bzw. 21,8 Mio. Euro (Vorjahr: 23,0 Mio. Euro bzw. 15,0 Mio. Euro) 20,4 Prozent bzw. 15,3 Prozent (Vorjahr: 18,5 Prozent bzw. 12,1 Prozent) des Gesamtumsatzes.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse (11)
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen ist in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aufgeführt.
Vertriebskosten (12)
Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen die Kosten für Werbung, Wertberichtungen auf Forderungen und Provisionsaufwendungen.
Allgemeine Verwaltungskosten (13)
Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge (14)
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Verluste aus Anlageabgängen | -5 | -65 |
| Währungsverluste | -5.677 | -2.505 |
| Andere Aufwendungen | -971 | -60 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.653 | -2.630 |
| Erträge aus Anlageabgängen | 0 | 48 |
| Währungsgewinne | 5.149 | 1.792 |
| Andere Erträge | 1.151 | 135 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.300 | 1.975 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge (saldiert) | -353 | -655 |
Die FRIWO Gerätebau GmbH hat im Geschäftsjahr 2015 im Zusammenhang mit dem Aufbau der eigenen Fertigung in Vietnam und den daraus resultierenden Produktionsverlagerungen spezielle Teile von Fertigungsanlagen sowohl für FRIWO Vietnam als auch für einen externen Auftragsfertiger eingekauft, teilweise bearbeitet und weiterverkauft. Diese Ein- und Verkäufe wurden in den anderen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Darüber hinaus ist der Anstieg der anderen Erträge auf eine Versicherungserstattung im Zusammenhang mit einem Wasserschaden zurückzuführen.
Finanzergebnis (15)
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1 | 3 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -282 | -424 |
| Zinsanteil in den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -62 | -96 |
| Finanzergebnis | -343 | -517 |
Die Verbesserung des Finanzergebnisses resultiert zum überwiegenden Teil aus dem Abschluss der langfristigen Finanzierung im ersten Quartal 2015 unter verbesserten Konditionen.
Ertragsteuern (16)
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern werden nach IAS 12 berechnet und setzen sich wie folgt zusammen:
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | -1.396 | -519 |
| Steuern aus Vorjahren | 106 | 66 |
| Latente Ertragsteuern | -44 | -417 |
| -1.334 | -870 |
Die bilanzierten Steuerlatenzen betreffen folgende Bilanzposten sowie die Verlustvorträge:
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| 2015 | 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 7 | 0 | 10 | 0 |
| Vorräte | 0 | 34 | 0 | 33 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 84 | 0 | 132 |
| Pensionsrückstellungen | 340 | 0 | 398 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 23 | 0 | 33 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 48 | 10 | 0 |
| 370 | 166 | 451 | 165 | |
| Saldierung | -166 | -166 | -165 | -165 |
| Konzernbilanz | 204 | 0 | 286 | 0 |
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| Saldiert | davon | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 2015 | 2014 | Veränderung | in GuV | auf im EK erfasste Transaktionen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 7 | 10 | -3 | -3 | 0 |
| Vorräte | -34 | -33 | -1 | -1 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -84 | -132 | 48 | 48 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 340 | 398 | -58 | -32 | -26 |
| Sonstige Rückstellungen | 23 | 33 | -10 | -10 | 0 |
| Verbindlichkeiten | -48 | 10 | -58 | -46 | -12 |
| Konzernbilanz | 204 | 286 | -82 | -44 | -38 |
Im Vorjahr stellten sich die Daten wie folgt dar:
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| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 10 | 0 | 11 | 0 |
| Vorräte | 0 | 33 | 0 | 36 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 132 | 0 | 1 |
| Pensionsrückstellungen | 398 | 0 | 277 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 33 | 0 | 41 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 10 | 0 | 166 | 26 |
| Verlustvorträge | 0 | 0 | 186 | 0 |
| 451 | 165 | 682 | 63 | |
| Saldierung | -165 | -165 | 0 | 0 |
| Konzernbilanz | 286 | 0 | 682 | 63 |
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| Saldiert | davon | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 2014 | 2013 | Veränderung | in GuV | auf im EK erfasste Transaktionen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 10 | 11 | -1 | -1 | 0 |
| Vorräte | -33 | -36 | 3 | 3 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -132 | -1 | -131 | -131 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 398 | 277 | 121 | -16 | 137 |
| Sonstige Rückstellungen | 33 | 41 | -8 | -8 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 10 | 140 | -130 | -78 | -52 |
| Verlustvorträge | 0 | 186 | -186 | -186 | 0 |
| Konzernbilanz | 286 | 618 | -332 | -417 | 85 |
Auf sämtliche temporäre Differenzen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 wurden wie im Vorjahr latente Steuern angesetzt.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine steuerlich verwertbaren Verlustvorträge. Die Verlustvorträge, die zum Beginn des Vorjahres in Höhe von 0,5 Mio. Euro für die Körperschaftsteuer bzw. 0,7 Mio. Euro für die Gewerbesteuer bestanden, sind im Geschäftsjahr 2014 vollständig mit positiven steuerlichen Ergebnissen verrechnet worden.
Auf Grund der positiven Ertragserwartungen in den Folgejahren wird es als wahrscheinlich angesehen, dass ausreichend steuerliche Ergebnisse vorliegen werden, gegen die der bestehende Aktivüberhang aus temporären Differenzen verrechnet werden kann.
Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.080 | 3.047 |
| Erwarteter Steueraufwand1) | 1.224 | 914 |
| Steuersatzdifferenzen Ausland | -41 | -27 |
| Nicht abzugsfähige übrige Ausgaben | 21 | 29 |
| Steuern für Vorjahre | -106 | -66 |
| Steuerlich nicht verwertbare Verluste | 189 | 0 |
| Sonstiges, saldiert | 47 | 20 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 1.334 | 870 |
1) Erwarteter Steueraufwand bei Steuersatz der FRIWO AG von 30 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent)
Ergebnis je Aktie (17)
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 (,Ergebnis je Aktie') auf Basis des Konzernergebnisses ermittelt und beträgt für 2015 0,36 Euro (Vorjahr: 0,28 Euro). Die Aktienanzahl (7,7 Mio. Stückaktien) hat sich im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Anzahl der ausgegebenen Stückaktien | 7.700.000 | 7.700.000 |
| Konzernergebnis | 2.746 | 2.177 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | 0,36 | 0,28 |
Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung
Forschungs- und Entwicklungskosten (18)
Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 4,3 Mio. Euro erfasst worden (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Die Kosten, die im Wesentlichen Aufwendungen für die projektbezogene Weiterentwicklung der Produktpalette darstellen, sind in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten.
Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (19)
In den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten sind unter anderem die folgenden Aufwandsarten enthalten:
Abschreibungen
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 142 | 97 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 2.021 | 1.830 |
| 2.163 | 1.927 |
Materialaufwand
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 101.728 | 86.587 |
Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeiter
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Personalaufwendungen | 21.860 | 20.177 |
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:
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| Anzahl der Mitarbeiter | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Inland | 260 | 257 |
| Ausland | 115 | 81 |
| 375 | 338 |
Zum Stichtag 31. Dezember 2015 waren im Konzern 433 (Vorjahr: 343) Mitarbeiter beschäftigt, davon 260 (Vorjahr: 258) im Inland.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen (20)
a) Anlagespiegel des FRIWO-Konzerns für die Geschäftsjahre 2015 und 2014
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| 2015 | Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2015 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Währungsänderungen | 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.837 | 312 | 0 | 97 | 7 | 3.253 |
| Geleistete Anzahlungen | 97 | 0 | 0 | -97 | 0 | 0 |
| 2.934 | 312 | 0 | 0 | 7 | 3.253 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 8.926 | 5 | 0 | 0 | 1 | 8.932 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 13.144 | 2.429 | 14 | 56 | 23 | 15.191 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.560 | 1.597 | 1.141 | 72 | 103 | 15.191 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 128 | 601 | 0 | -128 | 6 | 607 |
| 36.758 | 4.632 | 1.155 | 0 | 133 | 40.368 |
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| 2015 | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2015 | Zugänge | Abgänge | Währungsänderungen | 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.625 | 142 | 0 | 4 | 2.771 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.625 | 142 | 0 | 4 | 2.771 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 7.801 | 85 | 0 | 0 | 7.886 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8.871 | 896 | 12 | 0 | 9.755 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.945 | 1.040 | 1.138 | 57 | 10.904 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 27.617 | 2.021 | 1.150 | 57 | 28.545 |
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| 2015 | Buchwert | |
|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 482 | 212 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 97 |
| 482 | 309 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 1.046 | 1.125 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.883 | 4.273 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.287 | 3.615 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 607 | 128 |
| 11.823 | 9.141 |
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| 2014 | Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2014 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Währungsänderungen | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.667 | 164 | 3 | 0 | 9 | 2.837 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 97 | 0 | 0 | 0 | 97 |
| 2.667 | 261 | 3 | 0 | 9 | 2.934 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 8.897 | 29 | 0 | 0 | 0 | 8.926 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 12.538 | 1.152 | 823 | 277 | 0 | 13.144 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.878 | 793 | 266 | 9 | 146 | 14.560 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 286 | 128 | 0 | -286 | 0 | 128 |
| 35.599 | 2.102 | 1.089 | 0 | 146 | 36.758 |
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| 2014 | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2014 | Zugänge | Abgänge | Währungsänderungen | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.525 | 97 | 3 | 6 | 2.625 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.525 | 97 | 3 | 6 | 2.625 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 7.703 | 98 | 0 | 0 | 7.801 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8.847 | 764 | 740 | 0 | 8.871 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.145 | 968 | 250 | 82 | 10.945 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 26.695 | 1.830 | 990 | 82 | 27.617 |
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| 2014 | Buchwert | |
|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 212 | 142 |
| Geleistete Anzahlungen | 97 | 0 |
| 309 | 142 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 1.125 | 1.194 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.273 | 3.691 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.615 | 3.733 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 128 | 286 |
| 9.141 | 8.904 |
Ein großer Teil der Investitionen entfiel auf den Standort in Vietnam. Es wurden 2,6 Mio. Euro hauptsächlich in Produktionsanlagen und Werkzeuge investiert, um langfristig eine leistungsfähige Produktionsbasis zu sichern und weiteres Wachstum zu ermöglichen.
Impairment-Test
FRIWO überprüft jährlich, ob Indikatoren für einen möglichen Impairmentbedarf auf das Anlagevermögen vorhanden sind. Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens ist gem. IAS 36 das Vorliegen eines sog. Triggering Events. In den vorangegangen Jahren lagen keine Indikatoren vor, die einen Einfluss auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens hätten haben können. Nach Betrachtung des Geschäftsverlaufes der FRIWO Gerätebau GmbH in 2015 sind ebenfalls keine Indikatoren zu finden, die Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests sein können. Im Gegenteil, der Umsatz der am Standort Ostbevern gefertigten Produkte konnte um rund 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die strategische Planung zeigt mittelfristig ebenfalls einen Anstieg und Ausbau der Fertigung in Ostbevern und damit eine Erhöhung und Verbesserung des erzielbaren Betrages. Darüber hinaus zeigt die erneute Bestätigung des Beteiligungsbuchwertes der FWGB, dass keine Anzeichen für einen Impairment-Test gegeben sind. Der FRIWO lagen ebenfalls keine Indikatoren vor, die einen Einfluss auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens am Standort in Vietnam hätten haben können.
FRIWO ist deshalb zu dem Schluss gekommen, dass im Jahr 2015 keine signifikanten Indikatoren vorliegen, die eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens notwendig machen.
Vorräte (21)
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| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.589 | 8.383 |
| Unfertige Erzeugnisse | 5.649 | 5.528 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 10.384 | 7.593 |
| 25.622 | 21.504 |
Zum 31. Dezember 2015 betrugen die Wertberichtigungen 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte betrug zum Ende des Berichtsjahres 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Im Berichtsjahr wurden den Wertberichtigungen 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) zugeführt. In die Ermittlung der absatzmarktbezogenen Wertberichtungen gehen neben den aktuellen Preisentwicklungen auf der Absatzseite auch Lagerreichweite, erwarteter Verbrauch und Gängigkeit zur Ermittlung der erzielbaren Erträge (,net realizable value') in die Bewertung ein. Dazu wurden Annahmen zu künftigen Umsatzerwartungen auf Produktebene getroffen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22)
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| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 9.145 | 8.635 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -1.376 | -952 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 7.769 | 7.683 |
FRIWO verkauft einen Teil der Forderungen in Form eines echten Factorings. Das heißt, die abgetretenen Forderungen stehen nicht mehr in der Bilanz von FRIWO, da überwiegend alle Chancen und Risiken an den Factor übergehen.
FRIWO hat zudem nicht die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 behalten, da der Factor die Fähigkeit hat und rechtlich in der Lage ist, die Forderung an einen Dritten zu verkaufen.
Die FRIWO behält weder die vertraglichen Pflichten und Rechte, da die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 an den Factor übergeht, noch erlangt sie neue Pflichten und Rechte aus der Übertragung bzw. dem Forderungsverkauf an den Factor. Ein sogenanntes anhaltendes Engagement nach IFRS 7 liegt somit nicht vor.
Der Factor stellt den Kaufpreis zum überwiegenden Teil FRIWO als liquide Mittel zur Verfügung.
Für die nicht verkauften Forderungen führt FRIWO Wertberichtigungen auf Basis identifizierter Einzelrisiken durch. Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand der Wertberichtigungen am 1.1. | -952 | -736 |
| Verbrauch | 0 | 0 |
| Zuführungen | -424 | -239 |
| Auflösung | 0 | 23 |
| Stand der Wertberichtigungen am 31.12. | -1.376 | -952 |
Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| davon | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum Abschlussstichtag überfällig und nicht wertgemindert | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in T Euro | Buchwert | Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig | Zum Stichtag wertgemindert (Buchwert) | 1 bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | Mehr als 90 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| zum 31.12.2015 | 7.769 | 4.640 | 2.095 | 756 | 229 | 49 |
| zum 31.12.2014 | 7.683 | 6.123 | 641 | 808 | 111 | 0 |
Es gibt keine Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind und nicht wertberichtigt wurden. Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wurden keine Anzeichen identifiziert, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23)
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| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kaufpreiseinbehalt aus Factoring | 1.715 | 1.683 |
| Wertguthaben zur Altersteilzeitsicherung | 0 | 87 |
| Mietkautionen | 157 | 32 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 139 | 112 |
| 2.011 | 1.914 |
Der Kaufpreiseinbehalt aus Factoring beläuft sich auf einen Betrag in Höhe eines Prozentsatzes auf den Wert der verkauften Bruttoforderung und dient der Absicherung des Factors gegenüber dem Factornehmer um die üblichen Skonti- und Bonuszahlungen sowie die allgemeinen Gebühren zu decken.
Das Wertguthaben zur Altersteilzeitsicherung ist aufgelöst worden, da alle Ansprüche aus den Altersteilzeitvereinbarungen erfüllt worden sind.
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (24)
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| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus sonstigen Steuern | 629 | 120 |
| Abgrenzungsposten | 113 | 57 |
| Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte | 80 | 35 |
| 822 | 212 |
Zu den Stichtagen gab es keine Wertberichtigungen auf die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte.
Zahlungsmittel (25)
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| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Scheck- und Kassenbestände | 11 | 5 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 8.723 | 3.230 |
| 8.734 | 3.235 |
In den Guthaben bei Kreditinstituten ist in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro) der noch nicht in Anspruch genommene Teil des Kaufpreises der abgetretenen Forderungen an den Factor enthalten.
Diese Definition der Zahlungsmittel wird auch in der Kapitalflussrechnung angewandt.
Eigenkapital (26)
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die FRIWO AG. Das Grundkapital der FRIWO AG in Höhe von 20.020 T Euro ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit repräsentiert jede Aktie einen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2015 sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Die Kapitalrücklage steht zur Verrechnung etwaiger zukünftiger Verluste und teilweise zur Erhöhung des Grundkapitals im Rahmen der Restriktionen des § 150 AktG zur Verfügung, jedoch nicht für Ausschüttungen.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2013 wurde der Vorstand der FRIWO AG ermächtigt, bis zum 30. April 2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen und mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss, um bis zu 10.010 T Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Die Kapitalrücklage betrifft die gesetzliche Mindestrücklage der FRIWO AG.
Die Gewinnrücklagen enthalten die Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die Ergebnisse des Berichtsjahres und der Vorjahre, gekürzt um die in der Vergangenheit gezahlten Dividenden sowie die Teile des sonstigen Konzernergebnisses, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
In den sonstigen Rücklagen werden die kumulierten Ergebnisse der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
In ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss zum 31. Dezember 2015 weist die FRIWO AG nach Einstellung von 1.250 T Euro in die anderen Gewinnrücklagen einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.250 T Euro (Vorjahr: 1.881 T Euro) aus. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde zur Ausschüttung einer Dividende von 0,13 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie der Gesellschaft, somit insgesamt 1.001 T Euro verwendet. Der verbleibende Rest von 880 T Euro wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Berichtsjahres wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie der Gesellschaft, somit insgesamt 1.155 T Euro. Der verbleibende Rest von 95 T Euro soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.
Aussagen zur Kapitalsteuerung finden sich im Abschnitt zum Finanzrisikomanagement (34).
Rückstellungen für Pensionen (27)
Bei den Verpflichtungen, die ausschließlich im Inland bestehen, handelt es sich größtenteils um dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen. Daneben gibt es auch eine einkommens- und dienstzeitabhängige Zusage. Bei den Zusagen handelt es sich ausschließlich um Individualvereinbarungen.
Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen. Dazu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft.
Der versicherungsmathematischen Berechnung liegen die folgenden Parameter zu Grunde: ein Abzinsungssatz von 2,06 Prozent (Vorjahr: 1,90 Prozent), ein Gehaltstrend von 2,25 Prozent (Vorjahr: 2,25 Prozent) und neben individuell vereinbarten Rentenanpassungen ein Rententrend von 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent). Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung wird durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.
Der Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
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| in T Euro | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 1.1. | 3.366 | 2.989 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (Barwert der im Geschäftsjahr erdienten Pensionsansprüche) | 4 | 22 |
| Zinsaufwand | 62 | 96 |
| Neubewertungseffekte | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen | -52 | 450 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | -35 | 8 |
| Gezahlte Leistungen | -207 | -199 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 31.12. | 3.138 | 3.366 |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag entspricht dem jeweiligen Fehlbetrag des Plans, da kein Planvermögen existiert.
Die im Folgejahr erwarteten Rentenzahlungen betragen 204 T Euro.
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag 10 Jahre (Vorjahr: 11 Jahre).
Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zu Grunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. FRIWO ist diesen versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Ein Anstieg bzw. Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte folgende Auswirkungen:
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| in T Euro | Anstieg | Rückgang | |
|---|---|---|---|
| 2015 | Diskontierungssatz +/- 1 %-Punkt | -293 | 348 |
| Gehalts- und Rententrend +/- 0,25 %-Punkte | 69 | -66 | |
| 2014 | Diskontierungssatz +/- 1 %-Punkt | -332 | 397 |
| Gehalts- und Rententrend +/- 0,25 %-Punkte | 78 | -75 |
Die Ermittlung der Effekte erfolgte unter Anwendung der gleichen Methoden wie für die Bewertung der Verpflichtung zum Jahresende. Dabei wurden die Effekte jeweils isoliert betrachtet, d. h. eventuell bestehende Abhängigkeiten zwischen den untersuchten Parametern blieben unberücksichtigt.
Die Arbeitgeberanteile für die gesetzliche Rentenversicherung, definiert als beitragsorientierter Versorgungsplan, betrugen 1.277 T Euro (Vorjahr: 1.248 T Euro).
Sonstige Rückstellungen (28)
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| in T Euro | Stand | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2015 | 31.12.2015 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | |||||
| Personal- und Sozialbereich | 367 | 89 | 35 | 0 | 243 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | |||||
| Gewährleistungen | 280 | 22 | 0 | 244 | 502 |
| Handelsvertreterausgleich | 0 | 0 | 0 | 620 | 620 |
| Übrige | 134 | 62 | 0 | 73 | 145 |
| 414 | 84 | 0 | 937 | 1.267 |
Die Jubiläumsverpflichtungen und die Rückstellung für Altersteilzeit sind in der Bilanz unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde planmäßig innerhalb des Jahres vollständig in Anspruch genommen.
Die langfristigen Rückstellungen wurden durch Abzinsung ermittelt. Die Erhöhung des abgezinsten Betrags während der Berichtsperiode aufgrund des Zeitablaufs betrug 5 T Euro (Vorjahr: 10 T Euro). Zur Abzinsung wurde ein laufzeitadäquater Zinssatz gewählt. Der Effekt aus der Zinssatzänderung war unwesentlich.
Zum Bilanzstichtag ist ein Verfahren im Zusammenhang mit der Beendigung eines Handelsvertretervertrages anhängig, das ein ehemaliger Vertriebspartner von FRIWO angestrengt hat. Zur bilanziellen Vorsorge ist eine Rückstellung für den Handelsvertreterausgleich in Höhe von 620 T Euro gebildet worden.
Den Rückstellungen für Gewährleistungen wurden 244 T Euro zugeführt zur Deckung von Garantieverpflichtungen aufgrund von bereits erbrachten Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen Drohverluste und Prozesskosten.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (29)
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| 31.12.2015: | kurzfristig | langfristig | ||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen | 5.000 | 0 | 5.000 | 0 |
| Ratentilgungsdarlehn | 3.490 | 734 | 2.756 | 0 |
| Sonstige kurzfristige | 7 | 7 | 0 | 0 |
| 8.497 | 741 | 7.756 | 0 |
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| 31.12.2014: | kurzfristig | langfristig | ||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen | 5.000 | 0 | 0 | 5.000 |
| Sonstige kurzfristige | 4 | 4 | 0 | 0 |
| 5.004 | 4 | 0 | 5.000 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten unterlagen wie im Vorjahr keiner Besicherung.
Der gewichtete Durchschnittszinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag 2015 bei 2,01 Prozent (Vorjahr 3,23 Prozent).
Zum Jahresende stellen sich die Kreditlinien wie folgt dar:
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| in T Euro | Kreditlinien | Ausnutzung | Freie Kreditlinien |
|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | 17.490 | 8.497 | 8.993 |
| 31.12.2014 | 14.000 | 5.004 | 8.996 |
In den Kreditlinien ist ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren enthalten. Im letzten Quartal 2015 wurde ein neues langfristiges Ratentilgungsdarlehen mit einem Wert von 3,8 Mio. US-Dollar zum 31. Dezember 2015 zur Finanzierung der neuen Produktionsstätte in Vietnam abgeschlossen. In beiden Kreditverträgen der langfristigen Finanzierung wurden zwei Covenants vereinbart. Die erste Kreditklausel bezieht sich auf die Eigenkapitalquote und die zweite Klausel auf den dynamischen Verschuldungsgrad.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30)
Zahlungsverpflichtungen werden unter der Beachtung der Zahlungsfälligkeit als lang- oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Zahlungsverpflichtungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (31)
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| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 3.049 | 2.321 |
| Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten | 0 | 39 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 238 | 372 |
| 3.287 | 2.732 |
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (32)
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| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Abgrenzungen aus dem Personalbereich | 1.604 | 1.528 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 117 | 101 |
| 1.721 | 1.629 |
Weitere Anhangsangaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse (33)
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| in T Euro | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 282 | 235 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 1.642 | 707 |
| (davon fällig im Folgejahr) | (533) | (270) |
| (davon fällig in 2 bis 5 Jahren) | (1.109) | (437) |
| 1.924 | 942 |
Im Geschäftsjahr 2015 wurden Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 572 T Euro (Vorjahr: 350 T Euro) erfolgswirksam erfasst. Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Leasingverträge für Fuhrpark und Büroausstattung sowie die Mietverträge über die Gebäude der vietnamesischen und chinesischen Tochtergesellschaft.
Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten
Die FRIWO AG oder eine ihrer Tochtergesellschaften sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Für mögliche finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren sind von der jeweiligen Gesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.
Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente (34)
Kreditrisiko
Es bestehen Forderungen gegen eine Vielzahl von Kunden. Darin enthalten sind regelmäßig hohe Einzelforderungen gegen Großkunden. Den aus dem Forderungsbestand resultierenden Kreditausfallrisiken wird durch ein systematisches Verfahren bei der Auswahl von Kunden, durch Analyse des Zahlungsverhaltens und Setzen angemessener Kreditlimits begegnet. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die zum Bilanzstichtag angesetzten Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte abgebildet. Die FRIWO-Gesellschaften verkaufen ihre Produkte ausschließlich an Kunden, die zuvor einer Bonitätsprüfung unterzogen wurden.
Liquiditätsrisiko
FRIWO führt regelmäßig eine Liquiditätsplanung für den Konzern durch, um einen etwaigen Liquiditätsengpass frühzeitig erkennen zu können. In das kurz- und mittelfristige Liquiditätsmanagement werden die Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Schätzungen des operativen Cashflows einbezogen. FRIWO steuert seine Liquidität, indem der Konzern ergänzend zum Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Zusätzlich reduziert die Möglichkeit des Verkaufs von Forderungen das Liquiditätsrisiko des Konzerns.
Die folgende Liquiditätsanalyse zeigt die Fälligkeiten der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2015 fixierten Zinssätze ermittelt.
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| 31.12.2015: | Cashflows 2016 | Cashflows 2017 | Cashflows 2018ff | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 2015 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.497 | 161 | 741 | 147 | 735 | 275 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8.497 | 161 | 741 | 147 | 735 | 275 |
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| 31.12.2015: | Cashflows 2018ff |
|---|---|
| in T Euro | Tilgung |
| --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.021 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 0 |
| 7.021 |
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| 31.12.2014: | Cashflows 2015 | Cashflows 2016 | Cashflows 2017ff | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 2014 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.004 | 100 | 4 | 101 | 0 | 321 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 39 | 39 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5.043 | 139 | 4 | 101 | 0 | 321 |
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| 31.12.2014: | Cashflows 2017ff |
|---|---|
| in T Euro | Tilgung |
| --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.000 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 0 |
| 5.000 |
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten branchenübliche Klauseln, die der Bank im Falle einer eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumt. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierungen ist somit gewährleistet; der Vorstand hat keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.
Währungsrisiko
Aufgrund der internationalen Tätigkeiten ist FRIWO Währungsrisiken ausgesetzt. Hierbei ergibt sich zunächst eine natürliche Absicherung aufgrund der Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten. Des Weiteren werden verbleibende Fremdwährungsrisiken durch gezieltes Währungsmanagement vermindert; aus diesem Grund schließt FRIWO unterjährig Devisentermingeschäfte ab.
Zum Stichtag 31. Dezember 2015 waren wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. FRIWO tätigt Devisentermingeschäfte als Absicherung auf bereits bestehende Bilanzpositionen und wendet in diesem Fall kein sogenanntes Hedge accounting an. Aus den nicht gesicherten Positionen ergibt sich ein Restrisiko aus den möglichen Änderungen des Wechselkurses US-Dollar, HK-Dollar sowie Japanischen Yen zum Euro. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:
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| Kursentwicklung des USD, HKD, JPY | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in TEuro |
Auswirkungen auf das Eigenkapital in TEuro |
|
|---|---|---|---|
| 2015 | +5% | -83 | -83 |
| -5% | 92 | 92 | |
| 2014 | +5% | -149 | -149 |
| -5% | 165 | 165 |
Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar gegenüber dem Euro ausgesetzt. Zum Stichtag betrug die USD-Nettoposition rd. 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: rd. 3,0 Mio. Euro). Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet auch die ausstehenden, auf fremde Währung lautenden monetären Positionen in US-Dollar, HK-Dollar und Japanischen Yen. Berechnet wird der bilanzielle Effekt einer 5-prozentigen Abweichung der Fremdwährungskurse zum Euro am Stichtag. Die Auswirkung auf das Eigenkapital ist aufgrund der nicht vorhandenen Cashflow Hedges identisch mit den Auswirkungen auf das Ergebnis, da die mögliche Veränderung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte nicht berücksichtigt werden muss. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
Zinsänderungsrisiko
Die FRIWO verfügt über ein festverzinsliches langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren. Ein zusätzliches langfristiges Ratentilgungsdarlehen mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren ist dagegen variabel verzinst. Die Zinsentwicklung am Markt wird fortlaufend beobachtet und analysiert.
Zum 31. Dezember 2015 bestand keine Absicherung des Zinsrisikos durch entsprechende Zinsswaps.
Aus den übrigen variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden ergibt sich ein Restrisiko bezüglich möglicher Zinsänderungen. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:
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| Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern T Euro |
Auswirkungen auf das Eigenkapital T Euro |
|
|---|---|---|---|
| 2015 | + 100 | -83 | -83 |
| -100 | 83 | 83 | |
| 2014 | + 100 | -56 | -56 |
| -100 | 56 | 56 |
Zur Ermittlung der Zinssensitivität wurde das Zinsergebnis aus den variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden dem durchschnittlichen Zinssatz von 1,59 Prozent (Vorjahr: 1,76 Prozent) des Geschäftsjahres gegenübergestellt. Anschließend wurde die Veränderung des Zinsergebnisses aufgrund einer Erhöhung/Verringerung des durchschnittlichen Prozentsatzes um 100 Basispunkte ermittelt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital ist identisch mit der Auswirkung auf das Ergebnis, da die mögliche Veränderung der Marktwerte der Zinsswaps nicht mehr berücksichtigt werden muss.
Derivative Finanzinstrumente
Die aufgrund der Fair Value Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten anfallenden Gewinne und Verluste werden im Fall von Cashflow Hedges erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Die Ergebnisse der nicht in effektiven Hedge-Beziehungen befindlichen Derivate werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Vor Berücksichtigung von latenten Steuern zum 31. Dezember 2015 sind keine Cashflow Hedges mit einem Marktwert mehr vorhanden und damit nicht direkt im Eigenkapital erfasst (Vorjahr: -39 T Euro). Die Veränderungen in Höhe von 39 T Euro (Vorjahr: 174 T Euro) wurden im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Im gleichen Zeitraum fand keine ergebniswirksame Buchung aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung statt. Die aus den Devisentermingeschäften resultierenden Beträge werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und die Beträge aus dem Zinsswap im Zinsergebnis ausgewiesen.
Zum 31.12.2015 waren keine Devisentermingeschäfte bei FRIWO abgeschlossen.
Die Nominal- und Marktwerte der bilanzierten derivativen Finanzinstrumente stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| Nominalvolumen | Marktwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro |
31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps (Cashflow Hedges) | 0 | 7.500 | 0 | -39 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Derivate (Zinsswaps und Devisentermingeschäfte) werden auf Basis von anerkannten Bewertungsmodellen berechnet, deren wesentliche Inputfaktoren am Markt beobachtbar sind.
Kapitalsteuerung
Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur mit Blick auf die Gesamtkapitalrentabilität unter Berücksichtigung von Bonitätszielen. Damit soll sowohl den Interessen der Anteilseigner als auch der Kreditgeber entsprochen werden. Darüber hinaus wird neben den aktuellen individuellen Rahmenbedingungen wie geplante Dividenden und Investitionen auch die gesamtwirtschaftliche Lage in die Ermittlung der jeweiligen Zielkapitalstruktur einbezogen.
Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag erfüllt die vertraglich vereinbarten Kreditklauseln zur Eigenkapitalquote. Sie ist allerdings auf einem nicht zufriedenstellenden Niveau und der Vorstand strebt deshalb die Verbesserung der Eigenkapitalquote an.
Das Verhältnis zwischen lang- und kurzfristigen Schulden entspricht der vom Vorstand angestrebten Relation.
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| in T Euro |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 15.082 | 13.144 |
| als % vom Gesamtkapital | 26% | 30% |
| Langfristige Schulden | 11.137 | 8.733 |
| Kurzfristige Schulden | 31.299 | 22.505 |
| Fremdkapital | 42.436 | 31.238 |
| als % vom Gesamtkapital | 74% | 70% |
| Gesamtkapital | 57.518 | 44.382 |
Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten (35)
Abkürzungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten:
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| AfS | Available for Sale | Zur Veräußerung verfügbar |
| FLaAC | Financial Liabilities at Amortised Cost | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungkosten |
| FAHfT | Financial Assets Held for Trading | Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten |
| FLHfT | Financial Liabilities Held for Trading | Finanzielle Verbindlichkeiten zur Veräußerung gehalten |
| HtM | Held to Maturity | bis zur Endfälligkeit gehalten |
| LaR | Loans and Receivables | Darlehen und Forderungen |
Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7.6 i.V.m. Appendix B1:
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| AC | At Cost | fortgeführte Anschaffungskosten |
| FV | At Fair Value | beizulegender Zeitwert |
Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der Kategorien von Finanzinstrumenten in Klassen, welche sich hinsichtlich der Art der Bewertung der darin enthaltenen Finanzinstrumente unterscheiden:
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| Bewertung nach IAS 39 zu | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 31.12.2015 | Kategorie nach IAS 39 | Anschaffungskosten | Klassen nach IFRS 7 | Fair Value 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.769 | LaR | 7.769 | AC | 7.769 |
| Zahlungsmittel | 8.734 | LaR | 8.734 | AC | 8.734 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.011 | LaR | 2.011 | AC | 2.011 |
| Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39 | |||||
| Darlehen und Forderungen | 18.514 | LaR | 18.514 |
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| PASSIVA | Bewertung nach IAS 39 zu | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 31.12.2015 | Kategorie nach IAS 39 | Anschaffungskosten | Fair Value | Klassen nach IFRS 7 | Fair Value 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.756 | FLaAC | 7.756 | AC | 7.756 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24.218 | FLaAC | 24.218 | AC | 24.218 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 741 | FLaAC | 741 | AC | 741 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.287 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 0 | 0 | FV | 0 | ||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 3.287 | FLaAC | 3.287 | AC | 3.287 | |
| Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39 | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 36.002 | FLaAC | 36.002 |
Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:
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| Bewertung nach IAS 39 zu | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 31.12.2014 | Kategorie nach IAS 39 | Anschaffungskosten | Fair Value | Klassen nach IFRS 7 | Fair Value 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.683 | LaR | 7.683 | AC | 7.683 | |
| Zahlungsmittel | 3.235 | LaR | 3.235 | AC | 3.235 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.914 | LaR | 1.914 | AC | 1.914 | |
| Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39 | ||||||
| Darlehen und Forderungen | 12.832 | LaR | 12.832 |
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| PASSIVA | Bewertung nach IAS 39 zu | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 31.12.2014 | Kategorie nach IAS 39 | Anschaffungskosten | Fair Value | Klassen nach IFRS 7 | Fair Value 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.000 | FLaAC | 5.000 | AC | 5.000 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.650 | FLaAC | 17.650 | AC | 17.650 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 | FLaAC | 4 | AC | 4 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.732 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 39 | 39 | FV | 39 | ||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 2.693 | FLaAC | 2.693 | AC | 2.693 | |
| Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39 | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 25.347 | FLaAC | 25.347 |
Die Buchwerte der Finanzinstrumente stellen zum Stichtag einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar, da diese im Wesentlichen kurzfristig sind bzw. sich aus der zeitlichen Nähe zwischen Einbuchungszeitpunkt und Bilanzstichtag keine nennenswerten Differenzen ergeben.
Gemäß IFRS 13 wurde bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen:
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| Stufe 1 | Bewertung anhand von auf aktiven Märkten verwendeten (nicht berichtigten) Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Schulden |
| Stufe 2 | Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren |
| Stufe 3 | Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern |
Der Fair Value ist nach IFRS 13 als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
In der folgenden Tabelle sind die Bewertungsverfahren und wesentlichen Eingangsparameter für die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert dargestellt:
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| Bewertungsverfahren 1 | Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt. |
| Bewertungsverfahren 2 | Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Zinssätzen geschätzt. |
Zum 31. Dezember 2015 hielt der Konzern keine zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente mehr. Die im Vorjahr auf der Passivseite ausgewiesenen Derivate mit Hedgebeziehungen (Zinsswap) in Höhe von 39 T Euro waren der Hierarchiestufe 2 zugeordnet. Der Wert wurde mit Hilfe des Bewertungsverfahrens 2 ermittelt.
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
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| 2015 | Nettoergebnisse aus | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro |
Zinsen | Folgebewertung | Währungsumrechnung | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertberichtigung | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| FI-Kategorie nach IAS 39 | Ertrag | Aufwand | Auflösung | Zuführung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LaR | 1 | 0 | 0 | -424 | 0 |
| AfS | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| HtM | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| FAHfT/FLHfT | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| FLaAC | 0 | -281 | 0 | 0 | -495 |
| Summe | 1 | -281 | 0 | -424 | -495 |
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| 2014 | Nettoergebnisse aus | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsen | Folgebewertung | Währungsumrechnung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in T Euro |
Wertberichtigung | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| FI-Kategorie nach IAS 39 | Ertrag | Aufwand | Auflösung | Zuführung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LaR | 1 | -1 | 23 | -239 | 0 |
| AfS | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| HtM | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| FAHfT/FLHfT | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| FLaAC | 0 | -425 | 0 | 0 | -712 |
| Summe | 1 | -426 | 23 | -239 | -712 |
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (36)
Seit dem 9. Juni 2008 ist die Cardea Holding GmbH, Grünwald, mit Mehrheit an der FRIWO AG beteiligt. Die Cardea Holding GmbH und ihre Muttergesellschaft, die VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München, sowie deren Tochterunternehmen sind dadurch nahestehende Unternehmen zur FRIWO AG im Sinne des IAS 24. Im Berichtsjahr fanden wie im Vorjahr keine Geschäftsvorfälle zwischen der FRIWO AG und der Cardea Holding GmbH oder der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG statt.
Vorstand und Aufsichtsrat werden als natürliche nahestehende Personen eingestuft. Zu Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf Ziffer (37) verwiesen. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr fanden keine Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen statt.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands (37)
Die fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 10 T Euro pro Jahr. Die variable Vergütung richtet sich nach der Höhe der beschlossenen Dividenden. Die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütung ist auf das Dreifache des festen Betrags begrenzt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache. Ausschussmitglieder erhalten jeweils eine weitere Vergütung von 1.000 Euro. Davon ausgenommen sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 79 T Euro (Vorjahr: 75 T Euro).
Bei den Bezügen des Vorstands ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 3. Mai 2011 beschlossen hat, dass Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 unterbleiben.
Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 786 T Euro (Vorjahr: 831 T Euro), davon 450 T Euro fix (Vorjahr: 492 T Euro) und 336 T Euro variabel (Vorjahr: 339 T Euro).
Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Pensionsbezüge von 159 T Euro (Vorjahr: 151 T Euro). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind gemäß IAS 19 insgesamt 2.570 T Euro (Vorjahr: 2.753 T Euro) zurückgestellt.
Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen sind den Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen nicht eingeräumt worden.
Honorar des Abschlussprüfers (38)
Die für das Geschäftsjahr 2015 berechneten Honorare und Auslagen des Abschlussprüfers, der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, umfassten die folgenden Leistungen:
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| in T Euro |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 82 | 80 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 23 |
| 82 | 103 |
Anteilsbesitz (39)
Die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der FRIWO AG verbunden und nimmt die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
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| in T Euro |
Kapitalanteil | Eigenkapital | Ergebnis 2015 |
|---|---|---|---|
| FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, Deutschland | 100,00% | 6.534 | 4.2411) |
| FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen, China | 100,00% | 2.385 | 6982) 3) |
| FRIWO Vietnam Co. Ltd., Bien Hoa City, Vietnam | 100,00% | -186 | -6312) 3) |
1) vor Ergebnisabführung
2) gem. IFRS
3) mittelbar über FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern
Angaben zur Corporate Governance-Erklärung (40)
Die Erklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wird der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens unter:
www.friwo-ag.de/corporate-governance/
dauerhaft zugänglich gemacht.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (41)
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 sind bis zum Tag der Freigabe des Konzernabschlusses keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.
Ostbevern, 22. Februar 2016
FRIWO AG
Der Vorstand
Martin Schimmelpfennig
Lothar Schwemm
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind."
Ostbevern, 22. Februar 2016
Der Vorstand
Martin Schimmelpfennig
Lothar Schwemm
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der FRIWO AG, Ostbevern, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 22. Februar 2016
**Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Kraus, Wirtschaftsprüfer
Grillenberger, Wirtschaftsprüfer