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FRIWO AG Annual Report 2014

Jun 3, 2015

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Annual Report

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FRIWO AG

Ostbevern

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2014

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

Organe der Gesellschaft

Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum

Steuerungssysteme

Forschung und Entwicklung

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Allgemeiner Geschäftsverlauf

Auftragsentwicklung

Ertragslage

Finanzlage

Vermögenslage

Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG

Dividendenvorschlag

Mitarbeiter

Umweltbericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Unternehmensbezogene Rahmenbedingungen

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Risikobericht

Risikomanagement

Risikoarten

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Chancenbericht

Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Übernahmerechtliche Angaben

Erklärung zur Unternehmensführung

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Angaben zu Unternehmenspraktiken

Arbeitsweise des Vorstands

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Vergütungsbericht

Vorstandsvergütung

Aufsichtsratsvergütung

Nachtragsbericht

Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung

Kapitalflussrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer

Adressen und Termine

Geschäftsbericht 2014

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Freunde der FRIWO AG,

unser Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2014 seinen Wachstumskurs auf hohem Niveau fortgesetzt. Mit einem Anstieg des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahr um gut neun Prozent auf 124,3 Mio. Euro und einer Steigerung des Auftragseinganges um 8,5 Prozent entwickelte sich FRIWO überdurchschnittlich zur deutschen Elektroindustrie, für die ein Umsatzplus in der Größenordnung von 2 Prozent erwartet wurde. Einmal mehr profitierten wir von der Breite unseres Angebotsspektrums und von innovativen Produktlösungen, die Kunden echte Mehrwerte bieten. Wachstumstreiber waren 2014 vor allem die Bereiche Ladegeräte und E-Mobilität.

Die operative Ertragslage des Konzerns lag ebenfalls über Vorjahresniveau, jedoch bedingt durch Sondereffekte unter unseren ursprünglichen Erwartungen. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 3,6 Mio. Euro nach 3,1 Mio. Euro im Vorjahr und war - außer durch Wechselkurseffekte - durch mehrere Sonderbelastungen beeinträchtigt. So wirkten sich Mehraufwendungen für einen - technisch nachhaltig gelösten - Qualitätsfall aus. Zudem haben wir unsere Vertriebsorganisation neu organisiert und unter anderem ein Vertriebsbüro in Süddeutschland eröffnet, um den Kontakt zu unseren Kunden, insbesondere den Key Accounts, zu intensivieren. Darüber hinaus fielen Aufwendungen für ein größeres M&A-Projekt an, das letztlich nicht realisiert werden konnte. Diese Sonderbelastungen im Jahr 2014 summierten sich auf 1,3 Mio. Euro. Das bereinigte Konzern-EBIT beträgt somit 4,9 Mio. Euro.

Entscheidender Faktor für künftigen Erfolg von FRIWO bleibt, dass wir mit unserer Produktpalette Nachfragetrends in den internationalen Märkten für technologisch anspruchsvolle Ladegeräte und Stromversorgungen antizipieren und zugleich die technologischen Anforderungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen.

Vor diesem Hintergrund haben wir auch 2014 einen großen Stellenwert auf die Faktoren Innovation und Produktentwicklung gelegt. Denn das über Jahrzehnte gewachsene Know-how von FRIWO kommt immer dann zum Tragen, wenn Kunden besondere Anforderungen an Technologie, Qualität und Service stellen.

So wurden im Berichtsjahr die ersten Stromversorgungen auf den Markt gebracht, die wir nach der neu definierten strikten Plattformstrategie hergestellt haben. Durch diesen Planungs- und Produktionsansatz können wir die Komplexität in der Produktion kostensparend verringern, ohne auf kundenspezifische Modifikationen verzichten zu müssen.

Zudem haben wir bei Ladegeräten mit höherer Leistung, wie sie zum Beispiel bei Gartengeräten zum Einsatz kommen, oder auch bei der neuen Gerätegeneration induktiver, also kontaktloser Lader gute Fortschritte erreicht. Wir richten unser Portfolio dabei weiterhin gezielt auf attraktive Wachstumsmärkte wie E-Mobilität, Medizintechnik, kabellose Werkzeuge, anspruchsvolle LED-Beleuchtungstechnik oder industrielle Anwendungen aus.

Einen interessanten Zukunftsmarkt sehen wir im neuen Geschäftsfeld Batterien. Im Dezember 2014 hat sich FRIWO auf der Leitmesse electronica in München erstmals als Systemanbieter für Lade- und Akkutechnik zum mobilen und stationären Einsatz präsentiert. Erste Geräte gingen bereits zu Beginn dieses Jahres in die Serienfertigung. Wir sind sicher, dass das Batteriegeschäft unser Produktspektrum aus Stromversorgungen, Ladern und LED-Treibern optimal ergänzen wird.

In das neue Geschäftsjahr gehen wir mit vorsichtigem Optimismus. Die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Konjunktur 2015 in Europa und insbesondere in Deutschland sind im vergangenen Herbst zurückgenommen worden, nicht zuletzt aufgrund der wachsenden geopolitischen Krisen, die das weltweite Investitionsklima beeinträchtigen. Wir sehen dennoch die Chance, mit dem hohen Auftragsbestand, mit dem wir ins Jahr gestartet sind, und auf Basis der budgetierten Kundenprojekte den Konzernumsatz 2015 moderat zu steigern, sofern sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht wesentlich weiter verschlechtern.

Dies sollte auch eine Verbesserung der Ertragsseite zur Folge haben, wobei die Kostenentwicklung unserer asiatischen Zulieferer oder die Entwicklung von Wechselkursen und Rohstoffpreisen Variablen bleiben, deren Entwicklung naturgemäß schwer planbar ist. Ungeachtet dieser kurzfristigen Einflüsse sind wir überzeugt, dass der FRIWO-Konzern grundsätzlich gut aufgestellt ist, um seine Marktpositionen zu sichern und auszubauen.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren gewohnt engagierten Einsatz im abgelaufenen Jahr. Ihr Know-how und ihre Leistungsbereitschaft sind und bleiben Garanten für unseren Unternehmenserfolg. Ihnen, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für Ihr Vertrauen, das Sie FRIWO entgegenbringen und das wir als Verpflichtung und Auftrag betrachten.

Ostbevern, im März 2015

Der Vorstand

Martin Schimmelpfennig

Lothar Schwemm

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der FRIWO AG berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Berichtszeitraum, insbesondere über seine Beratungen im Plenum, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex sowie die Prüfung der Abschlüsse der FRIWO AG und des Konzerns.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der FRIWO AG hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Aufsichtsrat hat in seinen Präsenzsitzungen wie auch telefonisch, schriftlich oder in Textform im Umlaufverfahren die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzungen sowie zwischen diesen Terminen regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über alle relevanten Aspekte der aktuellen Geschäftsentwicklung, über wesentliche Geschäftsvorfälle sowie über die Lage des Konzerns unterrichtet. Bedeutende Vorgänge, aber auch Abweichungen von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen eingehend geprüft.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2014 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats, die im Februar 2015 stattfand, behandelte vor allem Themen, die das Geschäftsjahr 2014 betrafen.

Daneben hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 insgesamt sechs Beschlüsse durch schriftliche oder fernmündliche Stimmabgabe oder Stimmabgabe in Textform gefasst. In diesen Beschlüssen wurden die Entsprechenserklärung des Geschäftsjahrs 2014, verschiedene Personalentscheidungen sowie Anträge des Vorstands auf Erteilung einer Zustimmung des Aufsichtsrats zu vom Vorstand beabsichtigten Maßnahmen gemäß dem Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte behandelt.

Schwerpunkte der Tätigkeit

Der Aufsichtsrat befasste sich in allen Beratungen mit der Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung, der Finanzlage des Konzerns, verschiedenen Personalthemen, dem Risikomanagement und der Unternehmenscompliance. Fragen der Unternehmensentwicklung und mögliche Erweiterungen der Geschäftsbereiche standen 2014 ebenfalls im Zentrum der Beratungen.

Zudem wurden in den einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig folgende Themen erörtert:

In seiner Sitzung im Februar 2014, an der auch die Abschlussprüfer teilnahmen, hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem von der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg (Rödl & Partner) jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahres- und Konzernabschluss 2013 mit dem zusammengefassten Lagebericht für die FRIWO AG und den Konzern sowie dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns befasst und diese geprüft. Der Bericht des Aufsichtsrats wurde in dieser Sitzung einstimmig genehmigt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat über die Einberufung sowie die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 29. April 2014 Beschluss gefasst. Auch die vom Vorstand vorgestellten Pläne zur Erschließung neuer Geschäftsbereiche wurden intensiv diskutiert, hier insbesondere die Aufnahme einer Akkukonfektionierung - durch Eigenaufbau oder Erwerb einer passenden Zielgesellschaft - mit dem Ziel, FRIWO als Systemlieferanten am Markt zu etablieren.

Im April 2014 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Verlauf der der Sitzung vorangegangenen Hauptversammlung sowie mit dem Stand der Überlegungen des Vorstands zum Thema Akkukonfektionierung.

Die Sitzung im September 2014 stand im Zeichen der strategischen Planung, die im Gremium intensiv diskutiert und anschließend verabschiedet wurde. Weitere Themen waren verschiedene Aspekte der Unternehmensentwicklung, anstehende Veränderungen in der externen Vertriebsstruktur durch eigenverantwortlichen Produktvertrieb in ausgewählten Gebieten zum Beginn des Jahres 2015 sowie die langfristige Unternehmensfinanzierung.

Die Sitzung im Dezember 2014 beschäftigte sich in ihrem Schwerpunkt mit der Jahresplanung 2015, verschiedenen Fragen der Wertschöpfungsstrategie, der Beschlussfassung über den Abschluss eines Kreditvertrags zur langfristigen Unternehmensfinanzierung sowie dem Status der möglichen Geschäftsbereichs-Erweiterungen. Die Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden im Gremium besprochen und die Entsprechenserklärung 2015 vorbereitet. Im Rahmen einer Telefonkonferenz haben die Abschlussprüfer Themen der Abschlussprüfung 2014 mit dem Aufsichtsrat erörtert.

Corporate Governance

Bei allen vier Aufsichtsratssitzungen 2014 war der Aufsichtsrat vollständig vertreten. An den Umlaufbeschlüssen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht -abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär bzw. dem Naheverhältnis zu einem Aktionär der Gesellschaft.

Gegenwärtig ist im Aufsichtsrat eine Frau vertreten. Im Aufsichtsrat sind umfassende Branchenkenntnisse vorhanden. Das Gremium ist international ausgerichtet; aufgrund der unterschiedlichen Werdegänge seiner Mitglieder ist der Aufsichtsrat durch eine hohe Vielfalt von auch international geprägten Erfahrungen und Fähigkeiten gekennzeichnet.

Zukünftige Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl der Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat sollen auch unter Berücksichtigung der angekündigten gesetzlichen Fortentwicklungen im Rahmen der jeweils vorhandenen Möglichkeiten weiterhin sicherstellen, dass bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die folgenden Ziele erreicht werden:

umfassende Branchenkenntnisse
Internationalität
Vielfalt (Diversity).

Der Aufsichtsrat hat sich für das Geschäftsjahr 2014 davon überzeugt, dass die FRIWO AG die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung vom Februar 2014 erfüllt hat. Die aktuelle Entsprechenserklärung vom Februar 2015 findet sich im Lagebericht des Geschäftsberichts sowie auch auf der Internetseite der Gesellschaft, wo sie der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht wurde und wird.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 aufgestellte Jahresabschluss der FRIWO AG und der Konzernabschluss 2014 sowie der Lagebericht, der für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefasst wurde, sind von Rödl & Partner geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung des Abschlussprüfers nach § 317 Abs. 4 HGB ergab, dass der Vorstand die Maßnahmen nach § 91 Abs. 2 AktG in der geeigneten Form getroffen hat und das Risikoüberwachungssystem seine Aufgaben erfüllt. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat sich in der gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Prüfungsergebnisse unterrichten lassen und sich über die wesentlichen Sachverhalte des Jahresabschlusses der FRIWO AG sowie des Konzernabschlusses umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefassten Lagebericht geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat die Angaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB eingehend geprüft.

Es werden sowohl zu den auf die Gesellschaft zutreffenden Punkten Angaben gemacht als auch negativ erklärt, wenn Angaben nicht möglich sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem Lagebericht des Vorstands einverstanden. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Rödl & Partner hat den Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat, der den Bericht ebenfalls geprüft hat, stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch Rödl & Partner überein und erhebt gegen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung 2015 vor, die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 zu wählen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz und die Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ostbevern, 26. Februar 2015

Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Organe der Gesellschaft

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Aufsichtsrat Mandate
Richard G. Ramsauer Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH ■ keine
Jürgen Max Leuze stellv. Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH ■ keine
Ingolf Bonkhoff Entwicklungsingenieur Elektronik / Projektleiter FRIWO ■ keine
Peter Arnold Curt Tilo Brandis Dipl. Ing. Geschäftsführer Brandis Beteiligungsgesellschaft mbH ■ keine
Rita Brehm Personalreferentin FRIWO Freigestellte Betriebsratsvorsitzende ■ keine
Johannes Feldmayer Generalbevollmächtigter Heitec AG ■ Höft & Wessel AG (Mitglied im Aufsichtsrat)

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Vorstand Mandate
Martin Schimmelpfennig (ab dem 01.04.2014) ■ FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., China
Lothar Schwemm ■ FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., China
Felix Zimmermann (bis zum 30.06.2014) ■ FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., China

Zusammengefasster Lagebericht

des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Die im General Standard notierte FRIWO AG mit Sitz in Ostbevern / Westfalen ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller von technisch hochwertigen Ladegeräten, Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern für ein breites Anwendungsspektrum. Darüber hinaus bietet FRIWO seinen Kunden E2 MS-Dienstleistungen (Electronic Engineering and Manufacturing Services) im europäischen Raum.

Mit seinen Produkten deckt das Unternehmen zahlreiche Anwendungen ab. So finden sich LED-Treiber der Marke FRIWO sowohl in der Innenraumbeleuchtung als auch in witterungsbeständigen Außenbeleuchtungen wieder. Das Know-how der FRIWO im Bereich Ladetechnik wird vor allem von Kunden in den anspruchsvollen Märkten der Elektromobilität und der mobilen Werkzeuge sehr geschätzt. Bei Stromversorgungen liegt der Fokus hauptsächlich auf Anwendungen in den Branchen hochwertiger Konsumelektronik, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie Medizintechnik und Gesundheit. Als Auftragsfertiger für Dritte (E2 MS) bietet das Unternehmen darüber hinaus ausgereifte Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen, die vom Engineering über die Gerätemontage bis zur Produktion kompletter Baugruppen reichen.

In der Fertigung greift FRIWO auf einen Mix aus eigener Produktion und Zulieferern zurück. Am Unternehmenssitz in Ostbevern betreibt das Unternehmen eine eigene, hoch flexible Fertigungsstätte, die eng mit polnischen Zulieferern kooperiert. Des Weiteren werden Geräte von zwei ausgewählten Auftragsfertigern mit Standorten in China und Vietnam bezogen.

Seit der Erfindung des ersten Steckernetzgerätes der Welt im Jahr 1971 hat das Unternehmen mittlerweile mehr als eine Milliarde Stromversorgungen produziert und verfügt damit über ein branchenweit führendes technologisches Know-how. Die Marke FRIWO steht weltweit für Innovationskraft, Sicherheit, Qualität und Effizienz. Als Beleg hierfür ist das Unternehmen DIN ISO 9001-, DIN ISO 14001- und ISO/TS 16949-zertifiziert. Motivation, technisches Know-how und Begeisterung bilden die Grundlage des täglichen Handelns, verbunden mit einer familienbewussten Personalpolitik - so schafft FRIWO nachhaltige Werte für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre.

Der FRIWO-Konzern umfasst neben der Holding die Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH mit Sitz in Ostbevern, aus der heraus das operative Geschäft des Konzerns im Wesentlichen betrieben wird, sowie deren Vertriebs- und Servicegesellschaft in China. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und Investor Relations zuständig. Sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist aufgrund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.

Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum

Im Zuge einer langfristigen Nachfolgeregelung wurde Herr Martin Schimmelpfennig mit Wirkung zum 1. April 2014 zum Vorstandsmitglied für die Ressorts Finanzen und Produktion bestellt. Herr Felix Zimmermann schied am 30. Juni 2014 nach mehr als elfjähriger Tätigkeit für die FRIWO-Gruppe aus dem Vorstand und aus dem Unternehmen aus.

Steuerungssysteme

Eine kennzahlenbasierte Steuerung hat im FRIWO-Konzern einen hohen Stellenwert. Zur finanziellen Steuerung des Konzerns wird ein in allen Gesellschaften einheitliches Reportingsystem genutzt, das als grundlegende Steuerungsparameter den Umsatz, das operative Ergebnis - definiert als Bruttoergebnis abzüglich Vertriebs- und Verwaltungskosten - sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT bzw. EBIT-Rendite) verwendet.

Darüber hinaus ist ein angemessener Zahlungsmittelüberschuss ein wichtiges Kriterium bei allen operativen Entscheidungen.

Diese finanziellen Leistungsindikatoren werden ergänzt durch weitere quantifizierte Kennzahlen, die allerdings keinen direkten finanziellen Ursprung haben (nichtfinanzielle Leistungsindikatoren). Hierbei handelt es sich um Kennzahlen, die als feste Bestandteile des regelmäßigen internen Reportings Aussagen zur aktuellen operativen Performance machen und so den Entscheidungsträgern eine faktenbasierte Grundlage für operative Entscheidungen bieten. Zu diesen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen die Book-to-Bill Ratio (Verhältnis von Auftragseingang zum fakturierten Umsatz) als Kennzahl für das Geschäftswachstum, die OTIF (On Time and In Full) als Kennzahl zur Messung der Termintreue, Materialeinsparungen oder die Kapazitätsauslastung der Produktionspartner.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2014 hat der FRIWO-Konzern insgesamt 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Zum Bilanzstichtag waren weltweit 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Produktentwicklung beschäftigt (Vorjahresstichtag: 63).

Schon in den Vorjahren wurde über die weltweiten Aktivitäten zur Einführung von erhöhten Standards zur Energieeinsparung und Reduzierung der Leerlaufverluste berichtet. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 veröffentlichte das Department of Energy in den USA (DoE) eine neue Richtlinie, die ab 10. Februar 2016 in Kraft treten wird. Diese Richtlinie zeichnet sich durch massiv erhöhte Anforderungen an den Wirkungsgrad und die Reduzierung der Leerlaufverlustleistung (z. B. von 300 mV auf 100 mV) aus.

Im Berichtszeitraum wurde ein neues Wechselsteckersystem entwickelt. Mit diesem Wechselsteckersystem der neuen Gerätefamilie FOX verfügt FRIWO erstmals über eine Generation von Stromversorgungen, welche die kommenden hohen Energieeffizienzstandards nach DoE 2016 auch für den Medizinbereich einhält. Neben dem sehr hohen Wirkungsgrad der Geräte sind dabei vor allem die geringen Standby-Verluste von < 0,09 W entscheidend. Für eine optimale Patientensicherheit verfügen die Geräte über die Schutzart 2 x MOPP (Means of Patient Protection) und einen minimalen Ableitstrom von < 10 µA.

Die einzelnen Mitglieder der FOX-Gerätefamilie erbringen Leistungen von 7,5 W (FOX6), 12 W (FOX12), 18 W (FOX18) sowie 30 W (FOX30) und decken im Standardportfolio Spannungsvarianten von 5 bis 48 VDC ab. Dank Wechseladaptersystem und Weitbereichseingang von 90 bis 264 VAC können die Geräte weltweit verwendet werden. Für die Produktfamilie sind Zulassungen nach IEC 60065, IEC 60335, IEC 60950 und IEC 60601 ebenso geplant wie die EMV-Konformität nach EN 55022, EN 55024 und EN 60601-1-2. Für den Einsatz in rauen Umgebungen ist außerdem ein Wechseladaptersystem mit IP42-Schutz als optionales Zubehör erhältlich. Das Wechselsteckersystem wurde zum Patent angemeldet. Basierend auf diesem neuen Wechselsteckersystem wurde 2014 die erste Gerätefamilie fertiggestellt und in die Serienproduktion überführt. FRIWO hat die Produkte bereits auf der Fachmesse electronica im November 2014 in München der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Leistungsvarianten werden bis zur Jahresmitte 2015 serienreif.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Konzerns lag wie im Vorjahr auf der Entwicklung kontaktloser (induktiver) Ladesysteme. Kontaktlose oder induktive Energieübertragungen sind immer dann vonnöten, wenn Strom mit Wasser und Feuchtigkeit zusammenkommt. Im Berichtsjahr hat FRIWO das induktive Produktspektrum hin zu höheren übertragenen Leistungen erweitert. Ein Prototyp für eine Dauerleistung von mehr als 100 Watt wurde realisiert und ersten Zielkunden vorgestellt.

Im Jahr 2014 entschied FRIWO, das Leistungs- und Produktspektrum auf das Batteriegeschäft auszuweiten. Das Unternehmen dimensioniert und designt in dem neuen FRIWO Battery Business kundenspezifische Akkulösungen für den mobilen und stationären Einsatz. Dazu wurde in der Entwicklung zusätzliches Know-how aufgebaut und eine intensive Analyse hinsichtlich der am Markt vorhandenen Lithium-Ionen-Zellen, deren Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten vorgenommen. FRIWO entwickelt zudem derzeit ein eigenes Batteriemanagementsystem.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich 2014 insgesamt positiv entwickelt, jedoch nahm die globale Wachstumsdynamik im Jahresverlauf ab. Als wesentlichen Grund nannte der Internationale Währungsfonds (IWF) geopolitische Konflikte wie in der Ukraine oder im Mittleren Osten. Zudem sah die Organisation im Euro-Raum eine nur langsame wirtschaftliche Erholung, die zudem im zweiten Halbjahr wieder an Fahrt verlor. Insgesamt stellte der IWF für das Jahr 2014 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 Prozent fest. Dabei nahm die Wirtschaftsleistung in China um 7,4 Prozent und in den USA um 2,4 Prozent zu.

Die Entwicklung in der Euro-Zone fiel verhalten aus. Laut IWF verzeichnete die Wirtschaft in dem gemeinsamen europäischen Währungsraum ein Wachstum von nur 0,8 Prozent. Dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge zeigten Länder wie Spanien und Portugal zwar Fortschritte bei den Strukturreformen. Andere Staaten wie Italien und Frankreich litten jedoch noch immer unter einem Reformstau, der die wirtschaftliche Aktivität behindere.

Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2014 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,5 Prozent, blieb damit aber deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen von Konjunkturexperten. Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem durch einen Anstieg der privaten Konsumausgaben sowie der Investitionen von Unternehmen und Staat in Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Die Arbeitslosenquote 2014 sank nach vorläufigen Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen lag im Jahresdurchschnitt auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Januar 2015
Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Dämpfer für die Konjunktur, 11.9.2014
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung, 15.1.2015
Bundesanstalt für Arbeit, Presseinformation, 7.1.2015

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Weltmarkt für Stromversorgungen befindet sich weiterhin im Aufwind. Nach einer Steigerung des Branchenumsatzes von 29,9 Mrd. US-Dollar auf 30,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2014 rechnet das Marktforschungsunternehmen Micro-Tech Consultants bis 2018 mit einer kontinuierlichen Steigerung des Gesamtmarktes auf 32,8 Mrd. US-Dollar.

Da FRIWO als Hersteller von Ladegeräten und Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern sowie als Anbieter von E2 MS-Dienstleistungen die unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen bedient, ist die Entwicklung des Gesamtmarktes für das Unternehmen nur bedingt aussagekräftig. Relevanter ist dagegen die Betrachtung einzelner Teilmärkte, welche für die künftige Entwicklung von FRIWO ausschlaggebend sind.

Von großer Bedeutung ist beispielsweise der Teilmarkt für medizinische Stromversorgungen, in welchem FRIWO dank seines hohen technischen Know-hows bereits seit vielen Jahren eine führende Position innehat. Angetrieben von der nachhaltigen Zunahme der medizinischen Versorgung in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie dem steigenden Bedarf an Medizingeräten für die häusliche Pflege, rechnet das Marktforschungsunternehmen IHS Technology bis 2018 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Stückzahlen für medizinische Stromversorgungen von 7,5 Prozent.

Eine sehr positive Entwicklung verzeichnet auch der Teilmarkt für Ladetechnik. Durch den Auftritt als Systemanbieter mit Lösungen aus einer Hand wird die Ladetechnik zu einem immer wichtigeren Standbein für FRIWO. Die für das Unternehmen wichtigen Anwendungsgebiete Elektromobilität und kabellose Werkzeuge verzeichnen ein klares Wachstum. Nach Prognose der Marktexperten von Navigant Research sollen im Jahr 2023 weltweit rund 40 Millionen E-Bikes verkauft werden - ausgehend von 31,7 Millionen Stück im Jahr 2014. Dabei ist Westeuropa nach China der weltweit zweitwichtigste Absatzmarkt für Elektrofahrräder, der sich zudem mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von gut 12 Prozent überdurchschnittlich stark entwickelt. Kabellose Werkzeuge bilden mit einem erwarteten durchschnittlichen jährlichen Marktwachstum von gut 8 Prozent bis 2016 ein ebenfalls stark wachsendes Marktsegment.

Weiterhin vielversprechend entwickelt sich der Markt für LED-Beleuchtungstechnik: Hatte LED-Technologie im Jahr 2014 weltweit noch einen Anteil von 11 Prozent am gesamten Beleuchtungsmarkt, soll sich ihr Marktanteil bis 2020 signifikant auf über 60 Prozent erhöhen. Da ein Großteil der LED-Beleuchtungen auf speziell abgestimmte Stromversorgungen angewiesen ist, bieten sich für die LED-Treiber der FRIWO neue Absatzpotenziale.

Gedämpft sind dagegen die Aussichten für EMS-Dienstleistungen in Europa. Die Experten von Reed Electronics Research prognostizieren nach einem geringen Wachstum im Jahr 2014 für das laufende Jahr eine Marktstagnation. Erst für die Folgejahre sei wieder mit Zuwachsraten zu rechnen. Insgesamt sollen die EMS-Umsätze im für FRIWO ausschlaggebenden westeuropäischen Markt bis 2018 im jährlichen Durchschnitt um moderate 1,4 Prozent wachsen.

Quellen:

Micro-Tech Consultants: Global Switching Power Supply Industry 2014
IHS Technology: Medical power market driven by emerging regions
Navigant Research: 40 Millionen E-Bike Verkäufe im Jahr 2023 erwartet
Freedonia Group: World Power Tools to 2016
Goldman Sachs: Estimated LED penetration of the global lighting market from 2010 to 2020
Reed Electronics Research: Strategischer Ausblick für die europäische EMS-Industrie

Allgemeiner Geschäftsverlauf

Der FRIWO-Konzern hat eine gute Geschäftsentwicklung verzeichnet. Der erfreuliche Wachstumstrend des Jahres 2013 konnte auf hohem Niveau fortgesetzt werden. Der Konzern erreichte ein Umsatzwachstum von 9,1 Prozent auf 124,3 Mio. Euro, wobei nahezu über das gesamte Kunden- und Produktportfolio eine erhöhte Nachfrage verzeichnet wurde, was zum Teil zu temporären Kapazitätsengpässen führte. Auch der Auftragseingang legte im Berichtsjahr weiter zu. Die Ertragslage des Konzerns wurde ebenfalls verbessert, blieb aber aufgrund von Wechselkurseffekten, nicht geplanten Mehraufwendungen für die Neustrukturierung des Vertriebs und eines Qualitätsfalls unter den Erwartungen.

Auftragsentwicklung

Der Auftragseingang des FRIWO-Konzerns lag 2014 um 8,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert und lag mit rund 3 Prozent leicht über dem fakturierten Umsatz.

Zum Jahresende 2014 wies FRIWO einen erfreulichen Auftragsbestand aus, der um 13,4 Prozent über dem Wert am gleichen Vorjahresstichtag lag.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der FRIWO-Konzern steigerte 2014 den Umsatz um 9,1 Prozent (10,4 Mio. Euro) auf 124,3 Mio. Euro und verfestigte damit das Geschäftsvolumen klar über der Marke von 100 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum übertraf damit die ursprünglichen Erwartungen des Vorstands, der zunächst von einem nur leichten Anstieg ausgegangen war. Im vierten Quartal erreichte FRIWO ein erfreuliches Umsatzwachstum von 21,6 Prozent auf 32,7 Mio. Euro (Q4 2013: 26,9 Mio. Euro).

Wachstumsträger waren vor allem die Bereiche kontaktlose Ladegeräte und E-Mobilität, in denen FRIWO von in den Vorjahren gewonnenen Neukunden profitierte. Diese Umsatzentwicklung wurde durch den unterjährigen Trend der Book-to-Bill Ratio regelmäßig untermauert. Der Bereich Auftragsfertigung für Dritte (E2 MS) konnte in einem verhaltenen Marktumfeld den guten Vorjahresumsatz nicht erreichen.

Während im Jahr 2013 die Produktionsstätten in Europa und in Asien jeweils etwa zur Hälfte zum Konzernumsatz beigetragen hatten, entfielen 2014 knapp unter 60 Prozent auf die asiatischen Fertigungspartner. Grund für die Verschiebung ist unter anderem der schwächere Umsatz des Bereichs E2 MS, der sich ausschließlich auf die Produktionsstätten in Europa auswirkt.

In regionaler Hinsicht konnte der höchste Umsatzzuwachs im Segment "Übriges Europa" (Europa ohne Deutschland) erzielt werden, wo sich die Erlöse um 36,2 Prozent auf 42,9 Mio. Euro erhöhten. Die Inlandserlöse stiegen um 1,2 Prozent auf 58,6 Mio. Euro (Vorjahr: 57,9 Mio. Euro). Deutschland blieb damit der größte Absatzmarkt des Konzerns. In der Region Asien sank der Umsatz um 11,4 Prozent auf 17,4 Mio. Euro, unter anderem durch den Wegfall eines größeren Kunden. Die übrigen Regionen konnten den Umsatz um 10,6 Prozent auf 5,3 Mio. Euro steigern.

FRIWO fakturiert einen Großteil der Waren in US-Dollar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der durchschnittliche Dollarkurs im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. Daher entspricht der fakturierte Konzernumsatz auch dem währungsbereinigten Wert.

Ertragsentwicklung

Die operative Ertragslage des Konzerns im Jahr 2014 lag über Vorjahresniveau, jedoch unter unseren ursprünglichen Erwartungen. Sie wurde durch Wechselkurseffekte und durch Mehraufwendungen, unter anderem für einen Qualitätsfall, beeinflusst. Hinzu kommen Aufwendungen für die Neustrukturierung der externen Vertriebsorganisation.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg 2014 von 13,2 Mio. Euro im Vorjahr um 16,4 Prozent auf 15,4 Mio. Euro. Damit verbesserte sich die Bruttomarge vom Umsatz von 11,6 Prozent auf 12,4 Prozent. Die Erhöhung um 0,8 Prozentpunkte ist auf eine leichte Verbesserung der Produktmargen zurückzuführen.

Die Vertriebskosten entwickelten sich 2014 mit einem Anstieg um 7,6 Prozent auf 5,5 Mio. Euro (2013: 5,1 Mio. Euro) unterproportional zum Umsatzanstieg.

Die allgemeinen Verwaltungskosten zeigten einen Anstieg von 4,0 Prozent auf 5,7 Mio. Euro (2013: 5,4 Mio. Euro). Diese Erhöhung beruhte im Wesentlichen auf zusätzlichen Rechts- und Beratungskosten.

Das operative Ergebnis steigerte sich von 2,7 Mio. Euro im Vorjahr um 1,6 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro. Das Ergebnis konnte in fast allen Regionen verbessert werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen die Währungsaufwendungen und -erträge. FRIWO achtet darauf, dass Aufwendungen in US-Dollar entsprechende Umsätze in gleicher Währung entgegenstehen. Der über diese natürliche Absicherungsstrategie hinausgehende Teil wird durch Derivate abgesichert. Aufgrund der von Monat zu Monat gestiegenen Euroschwäche im zweiten Halbjahr 2014, sind Devisentermingeschäfte für die kommenden Monate zur Absicherung mit einem US-Dollar Wechselkurs abgeschlossen worden, der über dem aktuellen Marktniveau gelegen hat. Dadurch verbuchte FRIWO in der zweiten Jahreshälfte Währungsverluste. Demgegenüber wirkte sich diese Euro-Abwertung durch eine verbesserte Marge für Geschäfte in US-Dollar positiv in der Bruttomarge aus.

Der FRIWO-Konzern verbesserte das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 0,5 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro (2013: 3,1 Mio. Euro). Ein überdurchschnittliches viertes Quartal in Umsatz- und Ergebniswachstum hat die Erwartungen des Vorstands übertroffen und führte zurück auf das ursprüngliche Ziel der leichten Verbesserung des Ergebnisses und der EBIT-Rendite gegenüber dem Vorjahr.

Ungeachtet dessen wurde das Ergebnis um 1,3 Mio. Euro durch folgende Einflussfaktoren beeinträchtigt:

Mehraufwendungen für einen - technisch nachhaltig gelösten - Qualitätsfall;
Neuorganisation des Vertriebs unter anderem der Eröffnung eines Vertriebsbüros in Süddeutschland;
Aufwendungen für ein größeres M&A-Projekt, das letztlich nicht realisiert werden konnte.

Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) lag mit 2,9 Prozent um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr (2,7 Prozent) und damit im erwarteten Rahmen.

Das Finanzergebnis lag mit -0,5 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau (-0,6 Mio. Euro). Es ist geprägt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau im Berichtsjahr sowie durch Maßnahmen zur Zinssicherung durch Zinsderivate.

Das Ergebnis vor Steuern (PBT) erhöhte sich um 0,5 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro (2013: 2,5 Mio. Euro).

Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem durch Einmaleffekte ein leicht positiver Steuersaldo (+0,1 Mio. Euro) ausgewiesen wurde, fiel 2014 eine Steuerbelastung von 0,9 Mio. Euro an.

Damit ergab sich ein Konzernergebnis nach Steuern von 2,2 Mio. Euro nach einem Vorjahresergebnis von 2,6 Mio. Euro. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,28 Euro nach 0,34 Euro im Jahr 2013 (siehe Ziffer 17 des Konzernanhangs).

Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Finanzmanagement des Konzerns ist maßgeblich auf die Steuerung der benötigten Liquidität sowie einer angemessenen Kapitalausstattung des Unternehmens ausgerichtet.

Der FRIWO-Konzern verfügt über mehrere kurzfristige Kreditlinien bei verschiedenen Banken. Darüber hinaus steht der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH ein langfristiges Darlehen von 5,0 Mio. Euro zur Verfügung, das im Jahr 2015 fällig geworden wäre.

Zum Ende des Jahres 2014 wurde eine entsprechende Anschlussfinanzierung in Form eines langfristigen Darlehens in Höhe von erneut 5,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren mit marktüblichen Konditionen vertraglich abgeschlossen. Im Übrigen wird auf die Angaben unter Ziffer 30 des Konzernanhangs verwiesen.

Zudem verkauft die FRIWO Gerätebau GmbH einen Teil ihrer Forderungen in Form eines echten Factorings, bei dem das Ausfallrisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird. Der Anteil der verkauften Forderungen am Forderungsbestand hat sich im Berichtszeitraum reduziert und lag bei rund 59 Prozent und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozentpunkte verringert. Die chinesische Vertriebs- und Servicegesellschaft wird derzeit durch die FRIWO Gerätebau GmbH finanziert. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien in den einzelnen Gesellschaften ist innerhalb eines Geschäftsjahres von der Entwicklung des Working Capital, insbesondere der Verbindlichkeiten, Vorräte und Forderungen, abhängig.

Der FRIWO-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2014 durchgehend selbstständig finanziert und verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität.

Investitionen

Die Investitionen des FRIWO-Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 2,4 Mio. Euro und blieben damit auf Vorjahresniveau. Aus regionaler Sicht wurde sowohl am Standort in Ostbevern als auch bei den externen Auftragsfertigern in Asien und Polen investiert. Die Investitionen entfielen mit 2,1 Mio. Euro hauptsächlich auf Sachanlagen, vor allem Produktionsanlagen und Werkzeuge und dienten der Kapazitätserweiterung, Modernisierung und Substanzerhaltung der Anlagen sowie dem Aufbau des neuen Bereiches Batteriegeschäft.

Liquidität

Die von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2014 nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen. Es standen dem Konzern zum Bilanzstichtag 9,0 Mio. Euro an freien Kreditmitteln zur Verfügung.

Mit einer finanzierenden Bank sind branchenübliche Klauseln (Covenants) vereinbart, die bei wesentlichen Verschlechterungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein Kündigungsrecht begründen können. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 wurden sämtliche Covenants eingehalten.

Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 5,4 Mio. Euro nach einem Zufluss von 2,9 Mio. Euro im Vorjahr. Das Working Capital konnte gegenüber dem Vorjahr trotz des erhöhten Geschäftsvolumens um 0,2 Mio. Euro verringert werden. Damit wurde das Ziel einer geringeren Mittelbindung im operativen Geschäft erreicht.

Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 2,3 Mio. Euro, der im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen ist (2013: Mittelabfluss von 2,4 Mio. Euro).

Der Netto-Cashflow lag mit 3,1 Mio. Euro um 2,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (0,5 Mio. Euro) und übertraf damit die Erwartungen des Vorstands.

Die Finanzierungstätigkeit führte durch Rückführung kurzfristiger Kredite zu einem Mittelabfluss von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: Mittelabfluss von 1,7 Mio. Euro). Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2014 über Zahlungsmittel in Höhe von 3,2 Mio. Euro. Das ist eine Erhöhung um 2,0 Mio. Euro gegenüber dem Finanzmittelbestand zu Beginn der Berichtsperiode.

Im Berichtsjahr konnten die Gesellschaften des Konzerns ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit bedienen. Soweit dies derzeit abschätzbar ist, ist die Liquidität auch für das Jahr 2015 und die Folgejahre gesichert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 31. Dezember 2014 belief sich auf 44,4 Mio. Euro und lag damit um 7,2 Mio. Euro bzw. 19,3 Prozent über dem Wert am gleichen Stichtag 2013 (37,2 Mio. Euro).

Der Wert der langfristigen Vermögenswerte betrug wie im Vorjahr 9,7 Mio. Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern stiegen im Stichtagsvergleich von 27,5 Mio. Euro auf 34,6 Mio. Euro. Dabei erhöhten sich die Vorräte um 14,9 Prozent auf 21,5 Mio. Euro (2013: 18,7 Mio. Euro). Der Bestandsaufbau war erforderlich, um den Kunden kürzere Lieferzyklen bieten zu können. Zudem wirkte sich der höhere Auftragsbestand zum Jahresende aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen infolge, nicht zuletzt aufgrund der lebhaften Geschäftsentwicklung im Schlussquartal, um 3,0 Mio. Euro auf 7,7 Mio. Euro.

Die Zahlungsmittel erhöhten sich von 1,2 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro.

Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital des FRIWO-Konzerns ergebnisbedingt von 11,0 Mio. Euro per 31. Dezember 2013 um 2,1 Mio. Euro bzw. 19,3 Prozent auf 13,1 Mio. Euro per Ende 2014. Die Eigenkapitalquote betrug 29,6 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau.

Die langfristigen Schulden stiegen um 0,2 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro zum Jahresende 2014. Größte Einzelposition ist das Darlehen der FRIWO Gerätebau GmbH über 5,0 Mio. Euro, für das im Dezember 2014 eine Anschlussfinanzierung abgeschlossen wurde.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Stichtagsvergleich in Summe von 17,7 Mio. Euro per Ende 2013 um 27,3 Prozent auf 22,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2014. Die Erhöhung ist vor allem auf den deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen (+5,9 Mio. Euro auf 17,7 Mio. Euro). Dabei ist ebenfalls das erhöhte Geschäftsvolumen im letzten Quartal des Jahres 2014 zu berücksichtigen.

Das Working Capital reduzierte sich im Verhältnis zum Umsatz von 10,3 Prozent per Ende 2013 auf 9,3 Prozent zum Ende des Berichtsjahres.

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten von 1,0 Mio. Euro wurden 2014 vollständig zurückgeführt.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten sanken um 0,3 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro.

Vor dem Hintergrund des herausfordernden konjunkturellen Umfelds und des dynamischen Wachstums bewertet der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt als zufriedenstellend.

Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG

Die FRIWO AG fungiert als Holding des FRIWO-Konzerns. Sie erzielt ihr Ergebnis im Einzelabschluss nach HGB-Rechnungslegung aus den vereinnahmten Gewinnen bzw. den übernommenen Verlusten der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, mit der ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag besteht. Des Weiteren fallen bei der Holding eigene Aufwendungen an. In der Gewinn- und Verlustrechnung der FRIWO AG ergaben sich im Geschäftsjahr 2014 Ergebnisbelastungen durch erhöhte Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit einem strategischen M&A-Projekt, das letztlich nicht realisiert wurde.

Getragen von einem wiederum guten Beteiligungsergebnis in Höhe von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) erzielte die FRIWO AG im Geschäftsjahr 2014 ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro).

Der Steueraufwand im Berichtsjahr wurde durch die Nutzung der noch vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge gemindert.

Der Jahresüberschuss belief sich auf 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro). Zusammen mit dem Ergebnisvortrag von 1,4 Mio. Euro und nach Einstellung von 1,8 Mio. Euro in die Gewinnrücklagen weist die FRIWO AG für das Jahr 2014 einen Bilanzgewinn von 1,9 Mio. Euro aus.

Die Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH ist der wesentliche Vermögensgegenstand der FRIWO AG. Diese Beteiligung wird zum 31. Dezember 2014 unverändert mit ihren historischen Anschaffungskosten von 28,3 Mio. Euro ausgewiesen. Der Wertansatz konnte zum Abschlussstichtag erneut bestätigt werden. Der Bewertung lag eine aktuelle Mehrjahres-Ergebnisplanung mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens zu Grunde, bei der Annahmen und Schätzungen über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der FRIWO Gerätebau GmbH getroffen wurden.

Infolge des positiven Jahresergebnisses erhöhte sich die Bilanzsumme der FRIWO AG von 34,5 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 37,0 Mio. Euro.

Zusammenfassend war die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holding zum Ende des Berichtszeitraums aus Sicht des Vorstands zufriedenstellend.

Dividendenvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss der FRIWO AG zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 1.881 T Euro wie folgt zu verwenden:

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T Euro
Ausschüttung einer Dividende von 0,13 Euro je Stückaktie bei 7.700.000 dividendenberechtigten Stückaktien 1.001
Einstellung des verbleibenden Restbetrags in die anderen Gewinnrücklagen 880

Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahl

Die FRIWO-Gruppe beschäftigte Ende 2014 weltweit 343 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahresstichtag: 335). In Deutschland waren 258 (Vorjahr: 255) in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung tätig, was einem Anteil an der Konzernbelegschaft von 75 Prozent (Vorjahr: 76 Prozent) entspricht. Im Ausland, vor allem in China, arbeiteten 85 Personen (31. Dezember 2013: 80).

Infolge von Effizienzsteigerungen ist wie bereits im Vorjahr der Personalstand im Konzern in den produktionsnahen Bereichen leicht gesunken. Demgegenüber steht ein Aufbau in den Bereichen Vertrieb und Entwicklung.

Ausbildung

Die Förderung des eigenen Nachwuchses ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für den FRIWO-Konzern. Mit dem Ziel, die Ausbildung zu stärken, wurde die Anzahl der Auszubildenden am Stammsitz in Ostbevern von 23 Ende 2013 auf 27 zum Jahresende 2014 erhöht. Dabei hat sich die Gruppe auf das neue FRIWO-eigene Ausbildungskonzept "Kombi-Ausbildung" fokussiert. Damit sichert sich FRIWO zukünftig kaufmännische Fachkräfte mit solidem technischen Verständnis. Dieses im regionalen Umfeld einmalige Ausbildungskonzept dauert 5,5 Jahre und kombiniert die Ausbildungsberufe Elektriker/in für Geräte und Systeme, Industriekaufmann/ frau und den Studiengang Bachelor of Arts.

Mitarbeiterförderung

Fortbildung

Der nachhaltige Unternehmenserfolg des FRIWO-Konzerns kann nur mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichergestellt werden. Daher hatte die Fortbildung auch in 2014 wieder einen hohen Stellenwert. Sie dient dem Ziel, die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken und dadurch einen Beitrag zu hoher Arbeitsqualität und Effizienz der Prozesse zu leisten. Im Geschäftsjahr 2014 investierte FRIWO vor allem in fachbezogene Schulungen für technische und kaufmännische Themen sowie in Fortbildungen für Führungskräfte.

Arbeitgeberimage

Um für den intensiver werdenden Wettbewerb um die besten Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet zu sein und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, war FRIWO im Jahr 2014 auf zahlreichen Absolventen- und Ausbildungsmessen vertreten. Zudem gab es einen Vortrag in der Fachhochschule Münster (Fachbereich Elektrotechnik) zum Thema allgemeine Leistungselektronik. Auch Beiträge in Fachpublikationen, etwa über Energieeffizienzanforderungen in der Ladetechnik, tragen das im Unternehmen vorhandene Know-how nach außen und dienen so der externen Imagebildung.

Projekt "Beruf und Familie"

Bereits seit 2007 engagiert sich FRIWO stark für die Weiterentwicklung und die enge Verkoppelung von Beruf und Familie. Ziel ist die Förderung der Vereinbarkeit von beruflichen Aufgaben mit dem familiären Umfeld. Im Geschäftsjahr 2014 lag dabei das Hauptaugenmerk auf den Themen "Work-Life-Balance" sowie "Beruf und Pflege".

Umweltbericht

Umweltbewusstes Wirtschaften ist heute wichtiger denn je. In vielen Branchen fordern Kunden und Endverbraucher ein wirksames, zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Und auch für die breite Öffentlichkeit ist die Einhaltung von Nachhaltigkeitsprinzipien in Betrieben zunehmend ein Qualitätssiegel.

FRIWO hat bereits im Jahr 2000 ein Umweltmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 14001 implementiert. Ziel ist es, innerhalb der Wertschöpfungskette verantwortungsbewusst die natürlichen Ressourcen zu schonen, Umweltauswirkungen zu identifizieren und Maßnahmen zur kontinuierlichen Prozessverbesserung einzuführen. Durch ein effektives Umweltmanagement werden Produktions- und Umweltkosten verringert.

Die speziellen Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte (Energy-related Products, ErP) wurden bei FRIWO bereits weit vor der Einführung der Ökodesign-Richtlinie 2009/125/ EG erfüllt.

Am 10. Februar 2014 definierte das US Department of Energy neue Einsparungsstandards für externe Netzteile. Hiermit werden die Anforderungen an die Energieeffizienz von Stromversorgungen ab dem 10. Februar 2016 stark verschärft. FRIWO ist bereits in der Umsetzung dieser neuen geänderten Standards, die neue FRIWO-Plattformgeneration übertrifft die Grenzwerte schon heute.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Aussichten für die Entwicklung der weltweiten Wirtschaft im Jahr 2015 sind verhalten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet zwar mit einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent und damit mit einem etwas höheren Wert als für 2014. Jedoch haben der Organisation zufolge die negativen Einflussfaktoren deutlich zugenommen. Zu nennen sind insbesondere geopolitische Krisen wie der weiterhin ungelöste Ukraine/Russland-Konflikt, Befürchtungen, dass die wirtschaftliche Erholung in der Euro-Zone stagniere oder dass die sehr niedrige Inflation in Europa in eine Deflation umschlage. Darüber hinaus sei eine Überhitzung der Finanzmärkte möglich: Die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Börsenkurse spiegeln demnach die wachsenden gesamtwirtschaftlichen Risikofaktoren nicht angemessen wider.

Die Wirtschaft in China wird laut IWF langsamer wachsen als bisher und im Jahr 2015 ein Plus von 6,8 Prozent verzeichnen. Für die USA wird ein Anstieg um 3,6 Prozent prognostiziert.

Für die Euro-Zone rechnet der IWF mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent und damit mit einer leichten Beschleunigung gegenüber 2014. Positive Einflussfaktoren sind dem Fonds zufolge der gesunkene Ölpreis oder die Abwertung des Euro im Vergleich zum US-Dollar, womit sich die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte aus dem Währungsraum verbessere. Negativ werde sich dagegen die geringe Investitionstätigkeit der Wirtschaft auf die Entwicklung auswirken.

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2015 nur moderat wachsen. Der IWF geht von einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent aus. Das ifo-Institut ist mit einem Plus von 1,5 Prozent etwas optimistischer. Motor der positiven Entwicklung werde vor allem die Binnenwirtschaft sein, die vom Rückgang der Rohölpreise profitiere.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook, Update Januar 2015
Ifo-Institut, München: ifo-Konjunkturprognose 2014/2015, 11.12.2014

Unternehmensbezogene Rahmenbedingungen

Die künftige Entwicklung des FRIWO-Konzerns hängt zum einen von den allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Zum anderen haben einige dem Geschäftsmodell von FRIWO immanente geschäftstypische Risikofaktoren eine hohe Relevanz für die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung. Die Entwicklung der im Folgenden nicht abschließend aufgezählten Faktoren ist für den Vorstand nur schwer einschätzbar und kann teilweise nicht oder nur sehr eingeschränkt beeinflusst werden.

FRIWO erwirtschaftet einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in US-Dollar, woraus grundsätzlich eine Abhängigkeit vom Wertverhältnis des Euro zum US-Dollar entsteht. Da die Volatilität des US-Dollar-Kurses voraussichtlich hoch bleiben wird und möglicherweise sogar weiter steigen kann, sind Prognosen und darauf aufbauende Planungen und Sicherungsmaßnahmen mit entsprechend hohen Unsicherheiten behaftet.

Zu den langfristig den Geschäftserfolg potenziell erheblich beeinflussenden externen Parametern zählen unverändert die Lohnkosten in China und Vietnam, bei denen FRIWO weitere Erhöhungen erwartet, sowie die Marktpreise der eingesetzten Rohstoffe (insbesondere Kupfer und Öl).

Die genannten Faktoren könnten die geplante wirtschaftliche Entwicklung des FRIWO-Konzerns kurz-, mittel- und auch langfristig negativ beeinflussen.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Der Vorstand ist überzeugt, dass der FRIWO-Konzern grundsätzlich strategisch und operativ gut aufgestellt ist, um seine Marktpositionen zu sichern und auszubauen. Der Vorstand prüft zudem kontinuierlich Möglichkeiten für strategische Zukäufe oder Partnerschaften.

Ziel ist es, im Jahr 2015 den Wachstumstrend der vergangenen zwei Jahre zu stabilisieren. Der Vorstand geht für das laufende Jahr von einem leichten Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich aus. Basis für die Annahme ist der hohe Auftragsbestand, mit dem FRIWO ins Jahr 2015 gestartet ist. Die zum Ende des Geschäftsjahres 2014 vorliegende Book-to-Bill Ratio stützt die Erwartungen.

Die erwartete Umsatzsteigerung sollte auch eine Verbesserung der Ertragsseite zur Folge haben, wobei die Kostenentwicklung unserer asiatischen Zulieferer oder die Entwicklung von Wechselkursen und Rohstoffpreisen abzuwarten bleiben.

Ziel ist die Erhöhung der operativen Profitabilität des Konzerns durch die Verbesserung der Margen infolge der von FRIWO verfolgten Fokussierung auf hochwertige Produktlösungen und weitere Kostensenkungen. Daher strebt der Vorstand im Geschäftsjahr 2015 eine leichte Verbesserung des EBITs gegenüber dem Vorjahr an.

Den Ertragseffekten aus der positiven Umsatzentwicklung könnten im Jahr 2015 erneut unplanmäßige Aufwendungen oder Belastungen gegenüberstehen, die zum heutigen Zeitpunkt nicht vorhersehbar sind.

Bei der Liquiditätsentwicklung ist 2015 mit einem Aufbau der Vorräte zu rechnen, um angesichts der hohen Nachfrage Engpässe bei wichtigen Materialkomponenten zu vermeiden und das Distributionsgeschäft ausweiten zu können. Diese Sondereffekte können durch unser fortwährendes Ziel der Reduzierung des Working Capitals nicht vollständig kompensiert werden und führen zu einer Verschlechterung des Netto-Cashflows.

Dieser Prognosebericht basiert auf den zum Abschlussstichtag bekannten Rahmenbedingungen und Daten sowie auf der grundlegenden Annahme, dass 2015 keine wesentliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für FRIWO relevanten Märkten eintreten wird.

Risikobericht

Risikomanagement

Als international agierendes Unternehmen ist FRIWO im Rahmen der Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von spezifischen Risiken ausgesetzt, die sich gegebenenfalls nachteilig auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AG und Konzern auswirken können. Vor diesem Hintergrund ist ein professionelles und wirkungsvolles Risikomanagementsystem ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung der FRIWO AG und des FRIWO-Konzerns.

Das Risikomanagementsystem bei FRIWO ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder im Fall ihres Eintretens zu minimieren. Das Risikomanagement stellt einen standardisierten fortwährenden Prozess dar, der ständig verbessert und verfeinert wird. Das System wird nicht zur Analyse und Bewertung von Chancen eingesetzt.

Die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung der Risiken sowie die Berichterstattung über sie sind in einer Richtlinie niedergelegt, welche auch konzernweit die Grundlage für ein effizientes Risikomanagementsystem bildet. Die Risikobewertung wird dreimal im Jahr durch Einschätzung von Risikopotenzial (in Euro) und Eintrittswahrscheinlichkeit (in Prozent) von den zuständigen "Risk-Ownern" (Führungskräfte in allen wesentlichen Bereichen des Konzerns) vorgenommen. "Risk Controller" unterstützen sie dabei und stellen sicher, dass bei Überschreitung von bestimmten Schwellenwerten Risiken an höhere Führungsebenen und an den Aufsichtsrat kommuniziert werden. Dabei ist die Risikoberichterstattung vollständig in die standardisierten Planungs- und Forecast-Prozesse integriert. Dieses System gewährleistet, dass alle identifizierten Risiken ihrer Wesentlichkeit entsprechend berücksichtigt werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen das Risikobewusstsein geschärft.

Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns haben können. Weitere Informationen zu Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und zum Finanzrisikomanagement sind dem Konzernanhang unter Ziffer 35 zu entnehmen. Risiken, die dem Konzern derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls negativ beeinträchtigen.

Risikoarten

Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des FRIWO-Konzerns

Eine in Teilmärkten geringere konjunkturelle Dynamik könnte sich belastend auf die Nachfrage in den von FRIWO bedienten Marktsegmenten auswirken. Dies hätte je nach Intensität und Dauer eine unmittelbare Auswirkung auf die finanzielle Lage des Konzerns.

Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Verbraucherschutz führt unverändert zu stärkeren gesetzlichen Regulierungen. Ein Erfolgsfaktor für FRIWO ist daher die zügige Erkennung und Erfüllung der relevanten technischen Anforderungen und Normen.

Ferner bestehen länderspezifische Risiken an einzelnen FRIWO-Standorten oder den Standorten der Lieferanten des Unternehmens. Insbesondere ist das Risiko einer uneinheitlichen Auslegung und Anwendung von Rechtsquellen zu nennen, die speziell das Arbeitsrecht sowie Steuer- und Zollregelungen in China betreffen.

Währungsrisiken

Da FRIWO als global orientiertes Unternehmen einen wesentlichen Teil des Geschäftes in Fremdwährungen (insbesondere US-Dollar) abwickelt, entstehen im Konzern Transaktionsrisiken.

Die zweite Jahreshälfte des Jahres 2014 war geprägt durch die zunehmende Stärke des US-Dollars zum Euro. Die Stärke des US-Dollars resultierte zum Teil aus der Ausweitung des Zinsvorsprungs der US-amerikanischen Staatsanleihen gegenüber deren Pendants im Euroraum. Die Entwicklungen an den weltweiten Zins- und Währungsmärkten im Jahr 2014 waren überdies beeinflusst durch die erneute zweimalige Senkung des Leitzinssatzes durch die Europäische Zentralbank (EZB). Daher hat das Transaktionsrisiko für FRIWO im Jahr 2014 weiter an Relevanz gewonnen.

Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen in Fremdwährungen und künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. Das Fremdwährungsrisiko wird aus der Sicht der jeweiligen Gesellschaft und ihrer Heimatwährung gegenüber allen Fremdwährungen betrachtet. Dabei ergibt sich zunächst zumindest teilweise eine natürliche Absicherung bei jenen Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten.

Darüber hinaus verbleibende Fremdwährungsrisiken werden durch gezieltes Währungsmanagement verringert. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt bevorzugt in der jeweiligen Heimatwährung oder weitestgehend auf währungsgesicherter Basis. Mittelaufnahmen oder Mittelanlagen in Fremdwährungen zu Spekulationszwecken sind im FRIWO-Konzern nicht gestattet. Der Konzern unterhält eine Treasury-Funktion, die regelmäßig die bilanziellen Währungsrisiken erhebt und im Fall eines wesentlichen, konsolidierten Risikos entsprechende Absicherungen durch Devisentermingeschäfte vornimmt. Risiken der Währungen USD (US-Dollar) und CNY (chinesischer Renminbi) zueinander werden nicht abgesichert. Den Risiken aus künftigen Transaktionen begegnet FRIWO dadurch, dass Geschäfte bevorzugt in der Währung der entstandenen Herstellkosten abgeschlossen werden.

Dennoch könnten sich aus veränderten Währungsrelationen, den zum größten Teil in US-Dollar fakturierten Transaktionen sowie aus der Umrechnung auf die Konzernwährung Euro Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Da sich eine operativ tätige FRIWO-Gesellschaft in China befindet, ist der Konzern außer den beschriebenen Transaktionsrisiken auch den Einflüssen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Gesellschaft in die Berichtswährung Euro des Konzernabschlusses ausgesetzt.

Beschaffungs-, Produktions- und Preisänderungsrisiken

Bei FRIWO bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können.

Bei der Fertigung von Produkten verarbeitet FRIWO auch Vorprodukte oder Komponenten anderer Hersteller. Dabei haben einige Lieferanten von FRIWO eine Alleinstellung. Deshalb kann unter Umständen eine quantitativ und/oder qualitativ ausreichende Produktions- bzw. Liefermenge nicht immer sichergestellt werden. Auf diese Weise könnten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden.

Auch die Rohstoff- und Energiepreise können je nach Marktsituation stark schwanken und die wirtschaftliche Lage des FRIWO-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Es ist angesichts des unverändert intensiven Wettbewerbs im Markt für Stromversorgungen nicht gesichert, dass FRIWO eventuelle Preiserhöhungen an die Kunden ganz oder zumindest teilweise weitergeben kann.

Einen wesentlichen Teil der Fertigprodukte bezieht FRIWO von externen Geschäftspartnern in Asien und Osteuropa. Um das Netz der Produktionspartner auf eine noch breitere Basis zu stellen, wurden auch im Geschäftsjahr 2014 die Geschäftsbeziehungen zu externen Fertigungspartnern in diesen beiden Regionen gefestigt und weiter ausgebaut. Dennoch besteht das grundsätzliche Risiko, dass zumindest mittelfristig die Lieferbeziehung zu einem der Hauptlieferanten oder zu einem anderen Auftragsfertiger von FRIWO wegfallen könnte, was sich maßgeblich auf die Geschäftsentwicklung von FRIWO auswirken könnte.

Ein Risiko für FRIWO stellt nach wie vor die Dynamik der Lohnkostensteigerungen in China und Vietnam dar. Auch 2014 wurden die gesetzlichen Mindestlöhne in China signifikant erhöht. Dies führte für FRIWO zu Mehrkosten durch erhöhte Einkaufspreise für extern hergestellte Fertiggeräte. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft regelmäßige Lohnerhöhungen in Asien zu bewältigen sein werden. Hierbei ist nicht gesichert, dass FRIWO die Mehrkosten durch Anpassung der Verkaufspreise ohne Zeitverzug an die Kunden weitergeben kann.

Wettbewerbsrisiken

Der FRIWO-Konzern hat ein breites Kunden- und Produktportfolio. Bei einigen Kunden ist FRIWO insgesamt oder für einzelne Produktgruppen Alleinlieferant. So generierte der Konzern 2014 mit einem Großkunden rund 18 Prozent des Jahresumsatzes (Vorjahr: 22 Prozent). Einzelne Kunden haben begonnen, diese Abhängigkeiten durch den Aufbau von Alternativlieferanten langfristig zu reduzieren. Sollten diese Kunden den Aufbau einer Mehrlieferanten-Strategie verstärkt vorantreiben, könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns auswirken.

Ausfallrisiken

FRIWO musste 2014 einzelne Forderungen wertberichtigen. Trotz großer Sorgfalt bei der Auswahl der Neukunden können in Zukunft Forderungsausfälle grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Zur Steuerung des Kreditrisikos des zum Bilanzstichtag gegenüber den FRIWO-Kunden ausgewiesenen Forderungsbestands wird auf die Angabe unter Ziffer 22 und Ziffer 35 des Konzernanhangs verwiesen.

Liquiditätsrisiken

Die nach wie vor ungelöste Staatsschuldenkrise in Europa trägt weiterhin zur Verunsicherung der Finanzmärkte bei. Allerdings konnte die Unsicherheit der Finanzmarktteilnehmer durch die expansive Geldmarktpolitik der EZB verringert werden. Doch ist nicht ausgeschlossen, dass die Zuversicht an den Finanzmärkten neuen Unsicherheiten weicht und die Banken ihre restriktive Kreditvergabepolitik weitgehend beibehalten. Dies würde zu erhöhten Finanzierungskosten für die Kreditnehmer führen. Diese Entwicklung könnte den finanziellen Handlungsspielraum der Unternehmen einschränken. Bei einem Fortbestehen der restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditwirtschaft ist nicht ausgeschlossen, dass davon auch FRIWO betroffen ist.

Im letzten Quartal 2014 wurde die Anschlussfinanzierung des bei der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH ursprünglich im März 2015 fälligen langfristigen Darlehens (5 Mio. Euro) zu verbesserten Konditionen erneut für eine Laufzeit von 5 Jahren erfolgreich abgeschlossen.

Einzelne Kreditfazilitäten von FRIWO beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Bei diesen sogenannten Covenants handelt es sich um Finanzkennzahlen, die Relationen der Vermögens- und Ertragslage darstellen, die sich aus der Bilanz und aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierung ist somit gewährleistet; der Vorstand hat keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Unabhängig davon prüft FRIWO die Notwendigkeit einer Neufassung von Finanzierungsvereinbarungen in Abhängigkeit von den jeweiligen Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten.

Die solide Kapitalausstattung des FRIWO-Konzerns stellt die notwendigen finanziellen Voraussetzungen, um auch künftig Wachstumspotenziale nutzen zu können.

Rechtsrisiken

FRIWO ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Lieferungen, Produkthaftung, Produktmängel oder Qualitätsprobleme.

Derzeit ist ein Verfahren im Zusammenhang mit der Beendigung eines Handelsvertretervertrags anhängig, das ein ehemaliger Vertriebspartner von FRIWO angestrengt hat. Im Übrigen wird auf die Angaben unter Ziffer 34 des Konzernanhangs verwiesen.

Darüber hinaus sind keine weiteren Verfahren anhängig, die nach Auffassung des Vorstands wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben könnten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass bestehende und/oder künftige Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns haben könnten.

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko des FRIWO-Konzerns resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Finanzschulden und aus einem langfristigen Darlehen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurden entsprechende Zinsswaps abgeschlossen. Durch diese Zinsswaps wird seit 2011 ein Teil der ursprünglichen variablen Zinszahlungen in eine Festzinszahlung umgewandelt. Die erfolgten Absicherungen unterliegen während der Laufzeit einem Marktwertänderungsrisiko.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Zum heutigen Datum liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden könnten.

Chancenbericht

Der weltweite Markt für Stromversorgungen bietet nach wie vor ein sehr attraktives Umfeld, das FRIWO gute Potenziale für nachhaltiges profitables Wachstum eröffnet.

Chancen ergeben sich für den Konzern insbesondere aus der Fokussierung auf Marktsegmente, die von hohen technologischen Anforderungen gekennzeichnet sind und in denen die Kunden überdurchschnittliche technologische Kompetenz, wie FRIWO sie aufweist, entsprechend schätzen und honorieren. Es ist das Ziel, die Marktanteile in diesen Segmenten durch den weiteren Ausbau der technischen Kernkompetenzen zu erhöhen. Das Geschäftsmodell von FRIWO - insbesondere die Kombination von europäischem Ingenieurs-Know-how und flexiblen Fertigungsmöglichkeiten in Europa und an Standorten in Asien - stellt auch künftig eine gute Plattform für die erfolgreiche Bedienung dieser Märkte dar.

Besonders hervorzuheben sind Wachstumschancen im Markt für Elektromobilität, nachdem FRIWO-Projekte im Bereich der Stromversorgungen für E-Bikes sehr erfolgreich laufen.

In dem sehr dynamischen Marktumfeld der Elektronikindustrie haben Produktinnovationen auch künftig einen hohen Stellenwert. FRIWO arbeitet laufend am Ausbau der Kernkompetenzen in der Forschung und Entwicklung, da dies das wettbewerbsdifferenzierende Kriterium und somit einen zentralen Erfolgsparameter für den Konzern darstellt. Im Fokus der technologischen Entwicklung werden auch künftig die LED-Lichttechnik, die Schnell-Ladetechnik mit optimierten Ladern für verkürzte Ladezyklen, High Power-Geräte im Leistungsbereich bis zu 1.000 Watt sowie kontaktlose (induktive) Lösungen sein. Darüber hinaus hat FRIWO im Jahr 2014 sein Leistungs- und Produktspektrum um das Batteriegeschäft erweitert. FRIWO dimensioniert und designt in dem neuen FRIWO Battery Business kundenspezifische Akkulösungen für den mobilen und stationären Einsatz. Erste Geräte für dieses wachsende Marktsegment gingen bereits Anfang 2015 in die Serienfertigung.

Chancen für den FRIWO-Konzern könnten sich zudem in der Abwertung des Euro zum US-Dollar ergeben. Auch eine gegebenenfalls langfristig anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB bietet dem FRIWO-Konzern Chancen, da ein Teil der kurzfristigen Finanzschulden der variablen Verzinsung unterliegt.

Der Vorstand sieht FRIWO insgesamt gut gerüstet, diese Chancen wahrzunehmen und im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Von einer Quantifizierung der oben aufgeführten Chancen wird abgesehen, weil dies aufgrund der Vielzahl ungewisser Parameter keine zuverlässigen belastbaren Ergebnisse liefern würde und zudem die Position des Konzerns im Markt gegenüber Wettbewerbern beeinträchtigt werden könnte.

Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die FRIWO AG gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. FRIWO versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. in Düsseldorf zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken aus unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Über eine klar definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die wesentlichen Geschäftsprozesse der Gruppe werden regelmäßig auf ihre Risikorelevanz in Bezug auf die Rechnungslegung überprüft. Alle als risikorelevant identifizierten Prozesse sind konzernweit in verbindlich anzuwendenden Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden mindestens einmal jährlich an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

Bei den Rechnungslegungsprozessen erachtet FRIWO jene Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess;
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften;
präventive Kontrollen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten im Konzern und seinen Tochtergesellschaften sicherstellen;
Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch durch interne Revisionstätigkeiten.

Übernahmerechtliche Angaben

Nachfolgend sind die übernahmerechtlichen Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB dargestellt. Die FRIWO AG ist als börsennotierte Gesellschaft, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 WpÜG notiert sind, verpflichtet, in den Lage- und Konzernlagebericht die in §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB näher bezeichneten Angaben aufzunehmen. Sie sollen einen Dritten, der an der Übernahme einer börsennotierten Gesellschaft interessiert ist, in die Lage versetzen, sich ein Bild von der Gesellschaft, ihrer Struktur und etwaigen Übernahmehindernissen zu machen.

Das Grundkapital der FRIWO AG beträgt 20,02 Mio. Euro und ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberstückaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt somit ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von je 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2014 wie auch im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Dem Vorstand der FRIWO AG sind keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bekannt.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2014 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte am Kapital der FRIWO AG:

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Direkter Anteil der Stimmrechte

in %
Indirekter Anteil der Stimmrechte

in %
Cardea Holding GmbH, D-Grünwald 84,91
VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, D-München 84,91

Bei den genannten Stimmrechtsanteilen handelt es sich um freiwillige Angaben der Aktionäre zum Stichtag 31. Dezember 2014. Bei diesen Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberstückaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die ausgegebenen Aktien gewähren keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Den Arbeitnehmern der FRIWO AG steht keine Stimmrechtskontrolle zu.

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 10,01 Mio. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte Zwecke ausschließen. Die Ermächtigung hat Gültigkeit bis zum 30. April 2018. Der Vorstand hat von der Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2014 keinen Gebrauch gemacht.

Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, namens der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 2. Mai 2016. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Mitgliedern des Vorstands, die in Bezug auf die Vertretung der Gesellschaft nach außen dieselben Rechte wie die ordentlichen Mitglieder des Vorstands haben, ist zulässig.

Nach § 7 Abs. 2 erfolgen sowohl die Bestimmung der Anzahl als auch die Bestellung bzw. der Widerruf der Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und stellvertretenden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat. Ebenso kann dieser ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie weitere Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernennen. Derzeit besteht der Vorstand der Gesellschaft aus zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern, eine Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern ist bisher nicht erfolgt. Über Satzungsänderungen entscheidet gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 AktG die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 12 Abs. 2 der Satzung der FRIWO AG zu Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen.

Es gibt keine wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht. Ebenso wenig bestehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen wurden. Im Übrigen wird auf die Angaben im Vergütungsbericht verwiesen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG erklären gemäß § 161 AktG:

"Die Gesellschaft hat den am 10. Juni 2013 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 13. Mai 2013) seit der letzten Entsprechenserklärung aus Februar 2014 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft entspricht den am 30. September 2014 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 24. Juni 2014) mit den nachfolgenden Ausnahmen und wird ihnen auch in Zukunft mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:

Die bestehende D & O Versicherung sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Gesellschaft hat persönliche Verpflichtungserklärungen zur Tragung eines Selbstbehalts durch ihre Aufsichtsratsmitglieder eingeholt, auch wenn ansonsten Versicherungsschutz auf Grund einer durch die Gesellschaft abgeschlossenen D & O Versicherung bestehen sollte. Danach tragen Aufsichtsratsmitglieder, die der Gesellschaft oder Dritten durch ihre Aufsichtsratstätigkeit grob fahrlässig Schaden zufügen, alle in einem Jahr verursachten Schäden bis zur Höhe der Hälfte ihrer jeweiligen Jahresgesamtvergütung im Jahr der Schadensverursachung selbst. Zur Schadensbemessungsgrundlage zählen Rechts- und sonstige Verteidigungskosten nicht. Eine Einschränkung der Haftung der Aufsichtsratsmitglieder gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber Dritten ist damit nicht verbunden (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 3) .

Die Gesellschaft wird aus Vereinfachungsgründen darauf verzichten, einen Corporate Governance Bericht zu erstellen (Kodex Ziffer 3.10) . Daraus folgt, dass sie auch darauf verzichten wird, über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht anzugeben. Auch konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden daher nicht gemacht (Kodex Ziffern 6.3; 7.1.3) .

Die Gesellschaft verzichtet auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden oder Sprechers. Gemäß Geschäftsverteilungsplan sind alle wichtigen Aufgaben eindeutig zugeordnet und gleichmäßig auf die Vorstände verteilt. Sie werden sich bei zentralen Entscheidungen eng abstimmen und diese je nach Themengebiet nach außen vertreten (Kodex Ziffer 4.2.1, Satz 1) .

Ziel der Gesellschaft ist es immer, die besten Führungskräfte bei angemessener und leistungsbezogener Vergütung zu verpflichten. Für eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG kann sich dies als schwierig erweisen. Aus diesem Grund möchte sich die Gesellschaft bei der Gestaltung von Vorstandsverträgen größtmöglichen Handlungsspielraum bewahren und verzichtet (i) auf die Betrachtung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (Kodex Ziffer 4.2.2, Absatz 2, Satz 3) , (ii) auf die Festlegung betragsmäßiger Höchstgrenzen für die Vergütung insgesamt (Kodex Ziffer 4.2.3, Abs. 2, Satz 5) sowie auch (iii) auf die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4 und 5) .

Aus dem gleichen Grund wird auch auf die Festlegung einer Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands sowie Selbstbeschränkungen bei der Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorständen (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 2) verzichtet.

Die Gesellschaft verzichtet aus Effizienzgründen darauf, die Hauptversammlung separat über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands zu informieren. (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 6) . Informationen zur Vorstandsvergütung finden sich im Geschäftsbericht.

Die Hauptversammlung hat für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 ausdrücklich auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung verzichtet. Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre der Vorstände erfolgen im Vergütungsbericht keine individualisierten Angaben zu den den Vorständen gewährten Zuwendungen einschließlich Nebenleistungen, zu Aufschlüsselung nach Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung sowie zur Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen (Kodex Ziffer 4.2.5, 3. Absatz) . Auch insoweit finden sich alle gesetzlich erforderlichen Informationen zur Vorstandsvergütung im Geschäftsbericht.

Eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG bietet aufgrund ihrer Größe und Komplexität dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, alle Themen ausführlich im Gesamtgremium zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat daher keinerlei Ausschüsse gebildet (Kodex Ziffern 5.2, Absatz 2 sowie 5.3) .

Zur Erhaltung der größtmöglichen Flexibilität bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien verzichtet der Aufsichtsrat auf die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2) . Aus denselben Gründen und unter Berücksichtigung der nach wie vor vorhandenen Rechtsunsicherheit, was unter Zugrundelegung von Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 5 konkret mit dieser Empfehlung offenzulegen wäre, verzichtet der Aufsichtsrat zudem auf die Offenlegung von persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 4, Ziffer 5.4.2, Satz 2).

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen werden aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre nicht individualisiert ausgewiesen (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3) .

Der Aufsichtsrat verzichtet auf eine ausdrückliche Effizienzprüfung (Kodex Ziffer 5.6) . Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine "Politik der kurzen Wege" ist aus Sicht des Aufsichtsrats ein höchstes Maß an Effizienz gegeben.

Um den Abstimmungsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, wird der Halbjahresbericht vor seiner Veröffentlichung nicht mit dem Gesamtaufsichtsrat, sondern nur mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2) ."

Ostbevern, im Februar 2015

Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Martin Schimmelpfennig, Mitglied des Vorstands

Lothar Schwemm, Mitglied des Vorstands

Angaben zu Unternehmenspraktiken

Über Unternehmenspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, ist nichts zu berichten.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der FRIWO AG mit derzeit zwei Mitgliedern ist das Leitungsorgan der Gesellschaft und des Konzerns. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand.

Zu den Vorstandsaufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Tochterunternehmen. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die Besetzung von Schlüsselpositionen im Unternehmen.

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Gleichwohl führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Geschäftsverteilungsplan. Auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden wurde verzichtet. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Koordination der Vorstandsarbeit.

Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen.

Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Geschäftsplanung, der Geschäftsentwicklung und der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken und Compliance-Fragen. Wesentliche Entscheidungen sind im Rahmen eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat umfasst sechs Mitglieder. Er ist gemäß dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer in einem von der Hauptversammlung unabhängigen Wahlverfahren von Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der Aufsichtsräte beträgt fünf Jahre.

Unterjährig tritt der Aufsichtsrat regelmäßig mindestens viermal (zweimal pro Halbjahr) zusammen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats festlegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert er die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresplanung sowie den Jahresabschluss der FRIWO AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In seinen Aufgabenbereich fällt darüber hinaus die Bestellung der Mitglieder des Vorstands. Wesentliche Vorstandsentscheidungen sind an seine Zustimmung gebunden.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft und des Konzerns. Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der FRIWO AG vom 3. Mai 2011 unterbleiben Angaben zur individualisierten Vergütung einzelner Vorstandsmitglieder gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft.

Zu den Einzelheiten der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG wird auf die Ziffer 38 des Konzernanhangs und auf Ziffer 14 des Anhangs der FRIWO AG verwiesen.

Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Er hat sicherzustellen, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage des Unternehmens steht und sich in einem marktüblichen Rahmen bewegt. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur der FRIWO AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Möglichkeit, das Vorstandsvergütungssystem durch die Hauptversammlung billigen zu lassen, nutzt FRIWO derzeit nicht.

Die Vergütung setzt sich aus bis zu drei Komponenten zusammen: einer festen Vergütung, einem variablen Teil und einem Beitrag zur Altersversorgung.

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Teil ist von der Erreichung bestimmter finanzieller und qualitativer Ziele abhängig. Diese Ziele werden jährlich neu vereinbart und enthalten sowohl auf das Geschäftsjahr bezogene als auch mehrjährige Ziele. Für außergewöhnliche Entwicklungen ist eine Begrenzung der variablen Vergütung vorgesehen.

Zusätzlich erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus eine Sondervergütung festsetzen und hat zudem auch die Möglichkeit, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Aktienoptionen zuzuteilen. Derzeit bestehen kein Stock-Option-Programm oder vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung.

Für den Fall der durch eine Änderung der Mehrheitsbeteiligung bedingten Wahrnehmung des für diesen Fall eingeräumten Rechts zur Niederlegung des Amts und Kündigung des Vorstandsdienstvertrags hat eines der Vorstandsmitglieder einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung in Höhe eines Jahresgrundgehalts zuzüglich einer variablen Jahresvergütung wie bei einer 100%igen Zielerreichung, jedoch nicht mehr, als ihm nach der regulären restlichen Vertragslaufzeit zustehen würde. Darüber hinaus enthalten die Vorstandsverträge für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses keine Abfindungszusagen. Eine Ausgleichsverpflichtung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 18 der Satzung der FRIWO AG.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.

Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

In seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben:

"Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt."

Ostbevern, 20. Februar 2015

FRIWO AG

Der Vorstand

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014

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T Euro
Anhang 2014 2013
Umsatzerlöse (11) 124.266 113.889
Kosten der umgesetzten Leistungen -108.873 -100.668
Bruttoergebnis vom Umsatz 15.393 13.221
Vertriebskosten (12) -5.512 -5.123
Allgemeine Verwaltungskosten (13) -5.662 -5.446
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -2.630 -2.035
Sonstige betriebliche Erträge (14) 1.975 2.448
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 3.564 3.065
Zinsertrag (15) 3 34
Zinsaufwand (15) -520 -596
Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) 3.047 2.503
Ertragsteuern (16) -870 80
Konzernergebnis 2.177 2.583
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) (17) 0,28 0,34

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2014

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T Euro
Anhang 2014 2013
Konzernergebnis 2.177 2.583
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen (28) -458 -231
Latente Steuern (16) 137 69
Nettoergebnis aus der Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen -321 -162
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -321 -162
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen 146 -18
Gewinne und Verluste aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges) 174 183
Latente Steuern (16) -52 -55
Nettoergebnis aus Cashflow Hedges 122 128
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind 268 110
Summe der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Wertänderungen -53 -52
Konzern-Gesamtergebnis 2.124 2.531

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2014

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T Euro
Anhang 2014 2013
Konzernergebnis 2.177 2.583
Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand (16) 870 -80
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis 517 562
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (20) 1.927 2.443
Veränderung der Rückstellungen -67 -405
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 17 69
Veränderung der Vorräte (21) -2.789 -1.339
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (22) (23) (24) -2.696 1 .270
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (31) (32) (33) 5.777 -1.449
Gezahlte Zinsen -429 -488
Erhaltene Zinsen 30 7
Gezahlte Ertragsteuern -56 -314
Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte 79 -8
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 5.357 2.851
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens 82 0
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (20) -261 -55
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (20) -2.102 -2.305
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.281 -2.360
Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) (30) -1.034 -1.672
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.034 -1.672
Nettoveränderung der Zahlungsmittel 2.042 -1.181
Zahlungsmittel zum Jahresbeginn (25) 1.193 2.374
Zahlungsmittel zum Jahresende (25) 3.235 1.193

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

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T Euro
Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (20) 309 142
Sachanlagen (20) 9.141 8.904
Latente Steuern (16) 286 682
9.736 9.728
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (21) 21.504 18.715
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 7.683 4.690
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 1.914 1.649
Forderungen aus Ertragsteuern 98 427
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (24) 212 269
Zahlungsmittel (25) 3.235 1.193
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (26) 0 531
34.646 27.474
Summe Aktiva 44.382 37.202
Passiva
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T Euro
Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital (27)
Gezeichnetes Kapital 20.020 20.020
Kapitalrücklage 2.002 2.002
Gewinnrücklagen -9.069 -10.925
Sonstige Rücklagen 191 -77
13.144 11.020
Langfristige Schulden
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (30) 5.000 5.000
Rückstellungen für Pensionen (28) 3.366 2.989
Sonstige langfristige Rückstellungen (29) 367 446
Latente Steuern (16) 0 64
8.733 8.499
Kurzfristige Schulden
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (29) 414 224
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (30) 4 1.038
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31) 17.650 11.715
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (32) 2.732 3.502
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 76 8
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (33) 1.629 1.196
22.505 17.683
Schulden 31.238 26.182
Summe Passiva 44.382 37.202

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2014

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Sonstige Rücklagen
in

T Euro
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Cashflow Hedges Konzerneigenkapital
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Stand am 01.01.2013 20.020 2.002 -13.346 90 -277 8.489
Konzernergebnis 2.583 2.583
Sonstiges Konzernergebnis -162 -18 128 -52
Konzern-Gesamtergebnis 2.421 -18 128 2.531
Stand am 31.12.2013 20.020 2.002 -10.925 72 -149 11.020
Konzernergebnis 2.177 2.177
Sonstiges Konzernergebnis -321 146 122 -53
Konzern-Gesamtergebnis 1.856 146 122 2.124
Stand am 31.12.2014 20.020 2.002 -9.069 218 -27 13.144

Konzernanhang

Informationen zum Unternehmen (1)

Die FRIWO AG ist mit ihren Tochtergesellschaften ein international tätiger Anbieter hochwertiger Lade- und Netzgeräte für verschiedene Märkte und Branchen.

Die Anschrift lautet: FRIWO AG, Von-Liebig-Straße 11, 48346 Ostbevern.

Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der FRIWO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nach Auskunft der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG hielt deren Tochtergesellschaft, die Cardea Holding GmbH zum 31. Dezember 2014 84,91 Prozent der Aktien der FRIWO AG. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG einbezogen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Der Konzernabschluss der FRIWO AG wurde am 20. Februar 2015 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch den Vorstand).

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS (2)

Die FRIWO AG nimmt mit ihren Eigenkapitaltiteln an einem geregelten Markt innerhalb der Europäischen Union teil. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Daneben werden die in § 315a HGB normierten Anforderungen beachtet.

Grundlagen der Abschlusserstellung (3)

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Wir verweisen auf Ziffer (26) und (33).

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge auf Tausend Euro (T Euro) gerundet angegeben.

Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO (4)

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

Die wesentlichen Beurteilungen betreffen die Werthaltigkeit von Sachanlagen (siehe Ziffer (20)) sowie den Ansatz und die Höhe von Rückstellungen (siehe Ziffern (28) und (29)). Für die in Ziffer (34) aufgeführten Haftungsverhältnisse wurde die Einschätzung getroffen, dass es sich nicht um zu bilanzierende Verpflichtungen, sondern um Eventualverbindlichkeiten handelt.

Konsolidierungsgrundsätze (5)

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Das Geschäftsjahr aller konsolidierten Gesellschaften einschließlich der FRIWO AG entspricht dem Kalenderjahr.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Umsätze, Zwischenergebnisse sowie alle übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden eliminiert.

Die Erstkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den FRIWO-Konzern übergeht. Die Erträge und Aufwendungen erworbener Unternehmen sind jeweils ab dem Kontrollerwerb im Konzernabschluss enthalten. Im Falle der Veräußerung sind Erträge und Aufwendungen bis zum Verlust der Kontrolle im Konzernabschluss enthalten.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)

Der Konzernabschluss von FRIWO zum 31. Dezember 2014 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2014 verbindlich anzuwendenden Interpretationen (IFRIC) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC IC) wurden ebenfalls angewendet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden.

In 2014 waren erstmalig die folgenden neuen bzw. Änderungen an bestehenden Standards anzuwenden:

IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
IAS 27 Separate Abschlüsse (geändert 2011)
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011)

Im Mai 2011 hat der IASB die o.g. neuen und überarbeiteten Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen herausgegeben. IFRS 10 führt die Konsolidierungsvorschriften des bisherigen IAS 27 "Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS" sowie des SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" unter dem nun einheitlich maßgeblichen Konzept der Beherrschung des Tochterunternehmens zusammen. Beherrschung im Sinne des neuen Konzepts umfasst neben der Bestimmungsmacht, die Existenz variabler Rückflüsse sowie die Möglichkeit einer Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch die Ausübung der Bestimmungsmacht durch das Mutterunternehmen.

IFRS 11 befasst sich mit der Einbeziehung von gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Konzernabschluss und ersetzt die bisherigen Regelungen in IAS 31 "Anteile an Joint Ventures" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Einheiten". Die bedeutsamste Änderung betrifft die Abschaffung der Möglichkeit, die Quotenkonsolidierung bei der Bilanzierung von gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen anzuwenden. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sind künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren.

IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabevorschriften zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen gemeinsamen Standard zusammen.

In IAS 27 bleiben die Vorschriften für separate Abschlüsse unverändert. Die anderen Teile von IAS 27 werden durch IFRS 10 ersetzt.

Die Änderungen an IAS 28 umfassen Folgeänderungen aus den neuen IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 und erweitern den Anwendungsbereich des bisherigen Standards auf die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen.

Im Jahr 2012 wurden vom IASB Änderungen an den o. g. Standards herausgegeben. Die im Juni 2012 herausgegebenen Änderungen an den neuen Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen betreffen die Übergangsvorschriften und führen weitere Ausnahmen von der Pflicht zur vollständigen rückwirkenden Anwendung ein.

Im Oktober 2012 wurden weitere Änderungen an IFRS 10 hinsichtlich der Bilanzierung von Investmentgesellschaften veröffentlicht. In Zukunft werden Unternehmen, die die Definition von Investmentgesellschaften erfüllen, von bestimmten Konsolidierungspflichten nach IFRS 10 ausgenommen.

Auf den Konzernabschluss von FRIWO hatten diese Änderungen aufgrund der bestehenden Beteiligungsverhältnisse keinen Einfluss.

IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung

Im Dezember 2011 hat der IASB eine Ergänzung zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" veröffentlicht, welche die Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten klarstellt. Diese Ergänzung soll Inkonsistenzen der praktischen Handhabung bei der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beseitigen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss von FRIWO haben sich hieraus nicht ergeben.

IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten

Im Mai 2013 hat der IASB Änderungen an IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" verabschiedet. Durch diese Änderungen soll klargestellt werden, dass der für einen Vermögenswert erzielbare Betrag - wenn dieser dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht - lediglich für wertgeminderte Vermögenswerte anzugeben ist. Die Änderungen im Zusammenhang mit IAS 36 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die Darstellung des Abschlusses von FRIWO.

IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

Im Juni 2013 veröffentlichte der IASB Änderungen an IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" mit dem Titel: Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Die Änderungen sollen Abhilfe in Fällen schaffen, in denen ein Derivat, das als Sicherungsinstrument bestimmt wurde, infolge von Gesetzes- oder Regulierungsvorschriften von einer Gegenpartei auf eine zentrale Gegenpartei übertragen wird. Sie ermöglichen es, Sicherungsgeschäfte unabhängig von der Novation weiterhin zu bilanzieren, was ohne die Änderung nicht zulässig wäre. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.

Ab dem Geschäftsjahr 2015 hat FRIWO die folgende neue Interpretation bzw. die Änderungen an bestehenden Standards zu beachten.

IFRIC 21 Abgaben

Im Mai 2013 veröffentlichte der IASB die Interpretation IFRIC 21 "Abgaben". Sie stellt für Abgaben, die durch eine Regierungsinstanz erhoben werden und die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, klar, wie und insbesondere wann solche Verpflichtungen zu passivieren sind. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen voraussichtlich keinen Einfluss haben.

Improvements to IFRS 2011-2013

Im Dezember 2013 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

FRIWO erwartet aus den Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Die im Weiteren aufgeführten neuen Standards oder Änderungen an bestehenden Standards finden erst für Geschäftsjahre ab 2016 oder später Anwendung.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Im November 2013 hat der IASB eine Änderung an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" hinsichtlich der Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen oder von Dritten geleisteten Beiträgen bei leistungsorientierten Plänen verabschiedet. Mit einer Änderung an IAS 19.93 wird nunmehr klargestellt, wie die in den formalen Bedingungen eines Pensionsplans enthaltenen Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten bilanziert werden, wenn diese mit der Dienstzeit verknüpft sind. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.

Improvements to IFRS 2010-2012

Im Dezember 2013 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
IFRS 8 Geschäftssegmente
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
IAS 16 Sachanlagen
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte

FRIWO erwartet aus den Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten

Im Januar 2014 hat der IASB den Interims-Standard IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" veröffentlicht. Dieser Standard enthält Regelungen für IFRS-Erstanwender bezüglich der Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften. FRIWO ist von diesen Regelungen nicht betroffen.

IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen

Im Mai 2014 hat der IASB Änderungen an IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten zusätzliche Leitlinien, die klarstellen, dass ein Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellt, nach den Vorschriften von IFRS 3 und anderer relevanter Standards zu bilanzieren ist.

IAS 16 Sachanlagen

IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte

Im Mai 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" verabschiedet. Die Änderungen in IAS 16 stellen klar, dass eine Abschreibung, die auf Erlösen basiert, die aus einer Tätigkeit entstehen, die die Verwendung des abzuschreibenden Vermögenswerts beinhaltet, nicht sachgerecht ist. Dies wird damit begründet, dass Erlöse die Erzeugung wirtschaftlichen Nutzens darstellen, nicht aber dessen Verbrauch.

In den IAS 38 wird die widerlegbare Annahme aufgenommen, dass eine erlösbasierte Abschreibung aus den genannten Gründen nicht sachgerecht ist. Diese Annahme kann jedoch bei Vorliegen begrenzter Umstände widerlegt werden.

Daneben wurden in beiden Standards neue Leitlinien zur Bestimmung der Nutzungsdauer aufgenommen. Danach können erwartete zukünftige Verringerungen des Veräußerungspreises ein Hinweis auf einen stärkeren Verbrauch des künftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts sein.

Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss haben.

IAS 16 Sachanlagen

IAS 41 Landwirtschaft

Im Juni 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft" veröffentlicht. Die Änderungen führen zu einer geänderten Bilanzierung sog. fruchttragender Pflanzen. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.

IAS 27 Einzelabschlüsse

Im August 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 27 "Einzelabschlüsse" verabschiedet, mit denen die Anwendung der Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im Einzelabschluss eines Investors wieder zugelassen wird. Weithin besteht die Option einer Bilanzierung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39 bzw. IFRS 9. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeit nicht betroffen.

IFRS 10 Konzernabschlüsse

IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Im September 2014 hat der IASB Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IAS 28 "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen" im Hinblick auf die Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture verabschiedet. Die Änderungen stellen klar, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeit nicht betroffen.

Improvements to IFRS 2012-2014

Im November 2014 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
IAS 34 Zwischenberichterstattung

FRIWO erwartet aus den Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

IFRS 10 Konzernabschlüsse

IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Im Dezember 2014 hat der IASB Änderungen an den Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" und IAS 28 "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Änderungen dienen der Klärung einiger Fragestellungen bezüglich der Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften, die ihre Tochterunternehmen stattdessen zum beizulegenden Zeitwert bilanzieren. FRIWO ist von diesen Änderungen derzeit nicht betroffen.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Im Dezember 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten im Wesentlichen die folgenden Punkte:

Klarstellung, dass Angaben nur bei wesentlicher Bedeutung verpflichtend zu machen sind. Dies gilt auch, wenn in einem Standard eine gewisse Angabe vorgeschrieben ist.
Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung.
Klarstellung, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind.
Streichung der Vorgabe der festen Reihenfolge der Angaben für eine Berücksichtigung unternehmensindividueller Gegebenheiten zur Erhöhung der Verständlichkeit und Vergleichbarkeit des Anhangs.

FRIWO wird diese Änderungen bei der Erstellung des Konzernabschlusses berücksichtigen.

Ab dem Geschäftsjahr 2017 hat FRIWO den folgenden neuen Standard zu beachten.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Im Mai 2014 hat der IASB den neuen Standard zur Umsatzrealisierung IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" verabschiedet. Mit diesem neuen Standard werden die bisherigen Standards und Interpretationen, die bislang Regelungen zur Umsatzrealisierung enthielten, zusammengeführt. IFRS 15 ist branchenübergreifend auf sämtliche Umsatztransaktionen anzuwenden und enthält ein prinzipienorientiertes fünfstufiges Modell:

Identifizierung des Vertrags mit dem Kunden,
Identifizierung der eigenständigen Leistungsverpflichtung in dem Vertrag,
Bestimmung des Transaktionspreises,
Verteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen des Vertrags,
Erlöserfassung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen durch das Unternehmen.

Künftig erfolgt die Umsatzrealisierung bei Übertragung der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden. Die Übertragung von Chancen und Risiken stellt nur noch einen Indikator dar. Darüber hinaus sind explizite Regelungen zu Mehrkomponentengeschäften in IFRS 15 enthalten. Ferner gibt es neue Leitlinien dazu, ob Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind.

FRIWO prüft, welche Auswirkungen die Anwendung dieses neuen Standards auf den Konzernabschluss haben wird.

Vorbehaltlich der Anerkennung durch die EU (Endorsement) hat FRIWO ab dem 1. Januar 2018 den folgenden Standard zu beachten.

IFRS 9 Finanzinstrumente

Der IASB schloss im Juli 2014 sein Projekt zur Ersetzung des IAS 39, "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" durch die Veröffentlichung der finalen Version des IFRS 9 "Finanzinstrumente" ab. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken.

FRIWO prüft derzeit, welche Auswirkungen eine Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss hat.

Währungsumrechnung (7)

Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Dies entspricht der Berichtswährung der FRIWO AG.

Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates') nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Die Bilanzen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Gesellschaften im Ausland entspricht daher der jeweiligen Landeswährung. Die bei der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Währungsumrechnung liegen die folgenden Wechselkurse zu Grunde:

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Stichtag Durchschnitt
in Fremdwährung /

Euro
31.12.2014 31.12.2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
China (CNY) 7,5358 8,3491 8,1857 8,1646
Hong Kong (HKD) 9,4170 10,6933 10,3025 10,3016
Japan (JPY) 145,23 144,72 140,31 129,66
USA (USD) 1,2141 1,3791 1,3285 1,3281

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (8)

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Als Umsatzerlöse werden die Lieferungen und Leistungen der zum Jahresende zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften - bereinigt um Innenumsätze, Kundenskonti, Rabatte und Boni - erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Erzeugnisse und Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht wurden und die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbsterstellten Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 (,Inventories') neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Materialkosten und den Fertigungslöhnen auch sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbezogenen Abschreibungen.

Weiterhin werden unter dieser Position die produktbezogenen Entwicklungs- und Logistikkosten ausgewiesen.

Die Entwicklungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Voraussetzungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38.57 werden nicht erfüllt. FRIWO schafft keine immateriellen Vermögenswerte, da sich die Entwicklungsarbeit im Wesentlichen darauf konzentriert, die bestehende Technologie zu optimieren und Produkte unter Nutzung der bestehenden Technologie an die individuellen Anforderungen der Kunden anzupassen.

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie auf etwaige steuerlich nutzbare Verlustvorträge berechnet. Die auf Grund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 30 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) zu Grunde gelegt.

Soweit die aktiven latenten Steuern den Betrag der passiven latenten Steuern übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt sind.

Finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d.h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Neben konkret bekannten Einzelrisiken ist ein weiterer Anhaltspunkt für einen Wertberichtigungsbedarf auf eine Forderung die Überfälligkeit, auf deren Basis individuell geprüft wird, ob die Forderung noch einzubringen ist. Die Fair Value Option aus IAS 39 zur Bewertung von Finanzinstrumenten wird bei FRIWO nicht ausgeübt.

Angaben zu den verwendeten Hierarchiestufen zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten finden sich unter Ziffer (36).

Ausbuchungen finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen der IAS 39.17 ff erfüllt sind. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zu Grunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird entweder direkt oder unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag wird ergebniswirksam erfasst. Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der Buchwert des Vermögenswerts zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht die fortgeführten Anschaffungskosten übersteigt.

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Währungsrisiken und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihren beizulegenden Zeitwerten neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Der beizulegende Zeitwert der Kontrakte wird unter Bezugnahme auf die aktuellen Terminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen ermittelt.

Sicherungsinstrumente: Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen können Sicherungsinstrumente als zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, Absicherung der Cashflows oder als Absicherung der Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert werden. Bei FRIWO wird sowohl die Strategie der Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges i.S. des IAS 39) als auch die Strategie der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (entsprechen nicht den definitorischen Anforderungen des IAS 39; insofern Behandlung als derivative Finanzinstrumente) verfolgt.

Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung legt der Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung, die als Sicherungsgeschäft bilanziert werden soll, als auch die Risikomanagementziele und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal fest und dokumentiert diese. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Die Wirksamkeit solcher Sicherungsbeziehungen für das Erreichen des Ziels, Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows zu kompensieren, wird als hoch eingeschätzt. Bei den vorliegenden Hedge-Beziehungen wird die Wirksamkeit während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, überprüft und beurteilt.

Für die Bilanzierung bei Absicherung von Cashflows gilt, dass Sicherungsgeschäfte dann als zur Absicherung der Cashflows klassifiziert werden, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, die einem erfassten Vermögenswert oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden können und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnten. Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in jener Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. in der abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden, oder in der ein vorhergesehener Verkauf oder Kauf durchgeführt wird. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge dem ursprünglich erfassten Buchwert des nicht-finanziellen Vermögenswerts oder der nicht-finanziellen Schuld hinzugerechnet. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge im Periodenergebnis erfasst. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder wenn es veräußert, beendet oder wenn es ohne Ersatz oder ein Überrollen eines Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dies gilt auch, wenn der Konzern die Designation eines Sicherungsinstruments zurückzieht. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß den Vorschriften in IAS 38 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) beträgt drei bis sechs Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer liegen nicht vor. Der Abschreibungszeitraum und die Methode werden in jeder Periode überprüft. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen wird gemäß IAS 16 zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei selbsterstellten Anlagen enthalten die Herstellungskosten neben den Einzelkosten sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden in der Regel nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Sind sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen, werden sie gemäß IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktiviert.

Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer verrechnet, sofern nicht aufgrund des tatsächlichen Nutzungsverlaufs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

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Gebäude 8 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre
Fahrzeuge 6 bis 8 Jahre

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.

Komplexere Sachanlagen, die aus klar trennbaren Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden für Zwecke der Abschreibungsermittlung in diese Komponenten aufgeteilt. Die Berechnung der Abschreibung erfolgt anhand der Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten.

Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erhaltungsaufwendungen die zur Erhöhung des künftigen Nutzenpotenzials eines Vermögenswertes führen, werden aktiviert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.

An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen.

Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen.

Die Vorräte werden gemäß IAS 2 (,Inventories') zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag unter Beachtung des Einzelbewertungsgrundsatzes angesetzt. Bei austauschbaren Gegenständen wird gemäß IAS 2.25 die Durchschnittsmethode angewendet.

Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Zinsaufwendungen werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Nominalwert entsprechen, bilanziert. Forderungen in fremder Währung sind gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Differenzen aus dieser Umrechnung sind erfolgswirksam erfasst.

Erkennbaren Risiken bei einzelnen Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen auf gesonderten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen.

Der Bilanzposten Zahlungsmittel umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und jeweils gesondert ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden als "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" ebenfalls gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Dagegen werden Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Vorgaben des IAS 19.

Die Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen ermittelt. Der Barwert der Verpflichtung (DBO) wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit einem Zinssatz, basierend auf Zinssätzen von Industrieanleihen hoher Bonität, abgezinst werden.

Die Zinsanteile der Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen sind im Finanzergebnis und die übrigen Aufwendungen in den jeweils zutreffenden Positionen ausgewiesen.

Die Sonstigen Rückstellungen sind nach IAS 37 bilanziert. Sie werden nur dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und wenn der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Die bilanzierten Rückstellungen decken die Risiken im Konzernabschluss, die gegenüber Dritten bestehen, ausreichend ab. Die Bemessung erfolgte in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt, sofern der Effekt wesentlich ist. Rückstellungen mit einer erwarteten Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres sind unter den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Dabei auftretende Differenzen gegenüber dem Einbuchungskurs werden erfolgswirksam verrechnet. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierung sind bei FRIWO üblicherweise marktgerecht verzinst, so dass der Bilanzwert nahezu dem Zeitwert entspricht.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen. Sie erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

Etwaige Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden dergestalt in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Bei FRIWO haben in der laufenden Berichtsperiode sowie in der Vorperiode keine Finanzierungs-Leasingverhältnisse vorgelegen.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eventualverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist. Als international tätiges Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist FRIWO einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistung, Steuerrecht, zugesicherte Rechte aus Unternehmenstransaktionen und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen könnten, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag , die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausschließlich im Anhang angegeben.

Konsolidierungskreis (9)

In den Konzernabschluss sind neben der FRIWO AG alle inländischen und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen der FRIWO AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Konsolidierungskreis umfasst unverändert zum Vorjahr zwei inländische und eine ausländische Gesellschaft. Wir verweisen auf den in Ziffer (40) dargestellten Anteilsbesitz.

Segmentberichterstattung des FRIWO-Konzerns

Segmentberichterstattung (10)

Ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden. Hauptentscheidungsträger der FRIWO-Gruppe ist demgemäß der Vorstand der FRIWO AG, der die zentrale Entscheidungskompetenz über wesentliche Ressourcenallokationen hat.

Dem Vorstand stehen aus dem regelmäßigen internen Berichtswesen der Konzerngesellschaften diverse Auswertungen zur Verfügung, die jeweils die Ertragskraft des Unternehmens aus unterschiedlichen Sichten analysieren. Dabei spielt der regionale Aspekt in verschiedenen Ausprägungen eine sehr bedeutende Rolle. Insofern erachtet der Vorstand die regionale Differenzierung als das für den Segmentbericht gemäß IFRS 8 grundlegende Kriterium.

Die Segmentierung erfolgt nach Umsätzen für die Regionen Deutschland, übriges Europa, Asien (ohne Japan) und Übrige. Die regionale Zuordnung der Umsätze erfolgt nach Lieferadressen der Kunden. Die Sonstigen Geschäftsaktivitäten enthalten die Aufwendungen der Holding, die keinem regionalen Segment zuzuordnen sind.

Segmentinformationen

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T Euro
Deutschland übriges Europa Asien übrige Regionen sonstige Geschäftsaktivitäten Summe Segmente Überleitung Konzern
2014
Umsatzerlöse 58.560 42.946 17.436 5.324 0 124.266 0 124.266
Abschreibungen 1.123 551 142 110 1 1.927 0 1.927
Operatives Ergebnis 1.768 2.970 739 443 -1.701 4.219 0 4.219
2013
Umsatzerlöse 57.868 31.525 19.684 4.812 0 113.889 0 113.889
Abschreibungen 1.435 618 241 148 1 2.443 0 2.443
Operatives Ergebnis 871 2.387 464 461 -1.531 2.652 0 2.652

Überleitung des Segmentergebnisses

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T Euro
2014 2013
Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente 4.219 2.652
Überleitung 0 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge -655 413
Zinsertrag 3 34
Zinsaufwendungen -520 -596
Ertragsteuern -870 80
Konzernergebnis 2.177 2.583

Geschäftstätigkeiten zwischen den Segmenten finden nicht statt. Die Segmente werden anhand des operativen Ergebnisses beurteilt. Dabei bleiben Finanzierungs- und Steuereffekte ebenso wie sonstige Erträge oder Aufwendungen (bspw. aus Sicherungsgeschäften) unberücksichtigt. Da die interne Berichterstattung den Grundsätzen der IFRS-Bilanzierung folgt, ergeben sich keine Überleitungseffekte.

Von dem langfristigen Anlagevermögen entfallen wie im Vorjahr mehr als 90 Prozent der Buchwerte auf den inländischen Standort Ostbevern. Bei der Ermittlung der operativen Ergebnisse der Berichtssegmente werden die Abschreibungen asymmetrisch zu dieser Aufteilung den Segmenten gemäß des Beitrags, den der einzelne Standort zum Umsatz des jeweiligen Segments leistet, zugeordnet.

Der Umsatz der FRIWO-Gruppe verteilte sich 2014 mit 85,3 Mio. Euro auf die Produktgruppen Netzgeräte (Vorjahr: 82,9 Mio. Euro), mit 27,9 Mio. Euro auf Ladegeräte (Vorjahr: 17,2 Mio. Euro) und mit 11,0 Mio. Euro auf "Sonstige" (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro).

Im Berichtsjahr wurden die Produktgruppen im internen Berichtswesen auf Basis ihrer Produktcharakteristika neu definiert. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß der neuen Zuordnung angepasst.

Auf einen Kunden, der in den geographischen Bereichen Deutschland, übriges Europa und Asien enthalten ist, entfielen im Berichtsjahr mit 23,0 Mio. Euro (Vorjahr: 25,5 Mio. Euro) 18,5 Prozent (Vorjahr: 22,4 Prozent) des Gesamtumsatzes.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse (11)

Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen ist in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aufgeführt.

Vertriebskosten (12)

Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen die Kosten für Werbung, Wertberichtungen auf Forderungen und Provisionsaufwendungen.

Allgemeine Verwaltungskosten (13)

Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge (14)

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T Euro
2014 2013
Verluste aus Anlageabgängen -65 -73
Währungsverluste -2.505 -1.887
Andere Aufwendungen -60 -75
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.630 -2.035
Erträge aus Anlageabgängen 48 4
Währungsgewinne 1.792 2.049
Andere Erträge 135 395
Sonstige betriebliche Erträge 1.975 2.448
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge (saldiert) -655 413

Die anderen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Altmaterial, Zuschüsse sowie Versicherungserstattungen.

Finanzergebnis (15)

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T Euro
2014 2013
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3 34
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -424 -492
Zinsanteil in den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -96 -104
Finanzergebnis -517 -562

Die Verbesserung des Finanzergebnisses resultiert zum überwiegenden Teil aus dem gegenüber dem Vorjahr gesunkenen durchschnittlichen Finanzierungbedarf.

Ertragsteuern (16)

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern werden nach IAS 12 berechnet und setzen sich wie folgt zusammen:

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T Euro
2014 2013
Laufende Ertragsteuern -519 -277
Steuern aus Vorjahren 66 263
Latente Ertragsteuern -417 94
-870 80

Die bilanzierten Steuerlatenzen betreffen folgende Bilanzposten sowie die Verlustvorträge:

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2014 2013
in

T Euro
aktiv passiv aktiv passiv
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 10 0 11 0
Vorräte 0 33 0 36
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 132 0 1
Pensionsrückstellungen 398 0 277 0
Sonstige Rückstellungen 33 0 41 0
Verbindlichkeiten 10 0 166 26
Verlustvorträge 0 0 186 0
451 165 682 63
Saldierung -165 -165 0 0
Konzernbilanz 286 0 682 63

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Saldiert Veränderung davon
in

T Euro
2014 2013 in GuV auf im EK erfasste Transaktionen Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen 10 11 -1 -1 0 0
Vorräte -33 -36 3 3 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -132 -1 -131 -131 0 0
Pensionsrückstellungen 398 277 121 -16 137 0
Sonstige Rückstellungen 33 41 -8 -8 0 0
Verbindlichkeiten 10 140 -130 -78 -52 0
Verlustvorträge 0 186 -186 -186 0 0
Konzernbilanz 286 618 -332 -417 85 0

Im Vorjahr stellten sich die Daten wie folgt dar:

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Saldiert Veränderung davon
in

T Euro
2013 2012 in GuV auf im EK erfasste Transaktionen Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen 11 14 -3 -3 0 0
Vorräte -36 -34 -2 -2 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1 -3 2 2 0 0
Pensionsrückstellungen 277 238 39 -30 69 0
Sonstige Rückstellungen 41 66 -25 -25 0 0
Verbindlichkeiten 140 143 -3 52 -55 0
Verlustvorträge 186 86 100 100 0 0
Konzernbilanz 618 510 108 94 14 0

Auf sämtliche temporäre Differenzen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 wurden wie im Vorjahr latente Steuern angesetzt.

Im Vorjahr hat im Inland eine steuerliche Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2008 bis 2011 stattgefunden. Aufgrund der Ergebnisse dieser Betriebsprüfung wurden im Vorjahr Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von 256 T Euro ergebniswirksam gebucht. Der Ausgleich dieser Erstattungsansprüche erfolgte im Berichtsjahr 2014 in der berechneten Höhe.

Darüber hinaus ergab sich aus der Betriebsprüfung eine Erhöhung der steuerlichen Verlustvorträge. Die zum Ende des Vorjahres verbliebenen Verlustvorträge in Höhe von 0,5 Mio. Euro für die Körperschaftsteuer bzw. 0,7 Mio. Euro für die Gewerbesteuer, auf die latente Steuererstattungsansprüche von insgesamt 0,2 Mio. Euro aktiviert wurden, sind im Geschäftsjahr 2014 vollständig mit positiven steuerlichen Ergebnissen verrechnet worden.

Auf Grund der positiven Ertragserwartungen in den Folgejahren wird es als wahrscheinlich angesehen, dass ausreichend steuerliche Ergebnisse vorliegen werden, gegen die der bestehende Aktivüberhang aus temporären Differenzen verrechnet werden kann.

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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T Euro
2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.047 2.503
Erwarteter Steueraufwand1) 914 751
Steuersatzdifferenzen Ausland -27 -25
Nicht abzugsfähige übrige Ausgaben 29 23
Steuern für Vorjahre -66 -263
Nutzung bzw. Neubildung von bisher nicht bilanzierten Verlustvorträgen 0 -590
Sonstiges, saldiert 20 24
Tatsächlicher Steuerertrag 870 -80

1) Erwarteter Steueraufwand bei Steuersatz der FRIWO AG von 30 Prozent (Vorjahr.: 30 Prozent)

Ergebnis je Aktie (17)

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 "Ergebnis je Aktie" auf Basis des Konzernergebnisses ermittelt und beträgt für 2014 0,28 Euro (Vorjahr: 0,34 Euro). Die Aktienanzahl (7,7 Mio. Stückaktien) hat sich im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.

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2014 2013
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 7.700.000 7.700.000
Konzernergebnis 2.177 2.583
Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,28 0,34

Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung

Forschungs- und Entwicklungskosten (18)

Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 4,1 Mio. Euro erfasst worden (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro). Die Kosten, die im Wesentlichen Aufwendungen für die projektbezogene Weiterentwicklung der Produktpalette darstellen, sind in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten.

Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (19)

In den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten sind unter anderem die folgenden Aufwandsarten enthalten:

Abschreibungen

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T Euro
2014 2013
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 97 117
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.830 2.326
(davon planmäßige Abschreibungen) (1.830) (2.107)
(davon Wertminderungsaufwand gem. IFRS 5) (0) (219)
1.927 2.443

Materialaufwand

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in

T Euro
2014 2013
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 86.587 80.493

Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeiter

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in

T Euro
2014 2013
Personalaufwendungen 20.177 19.644

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:

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Anzahl der Mitarbeiter 2014 2013
Inland 257 252
Ausland 81 77
338 329

Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren im Konzern 343 (Vorjahr: 335) Mitarbeiter beschäftigt, davon 258 (Vorjahr: 255) im Inland.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen (20)

a) Anlagespiegel des FRIWO-Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013

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2014 Anschaffungskosten
in

T Euro
01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.667 164 3 0 9 2.837
Geleistete Anzahlungen 0 97 0 0 0 97
2.667 261 3 0 9 2.934
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 8.897 29 0 0 0 8.926
Technische Anlagen und Maschinen 12.538 1.152 823 277 0 13.144
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.878 793 266 9 146 14.560
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 286 128 0 -286 0 128
35.599 2.102 1.089 0 146 36.758

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2014 Abschreibungen
in

T Euro
01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.525 97 3 0 6 2.625
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
2.525 97 3 0 6 2.625
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 7.703 98 0 0 0 7.801
Technische Anlagen und Maschinen 8.847 764 740 0 0 8.871
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.145 968 250 0 82 10.945
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
26.695 1.830 990 0 82 27.617

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2014 Buchwert
in

T Euro
31.12.2014 31.12.2013
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 212 142
Geleistete Anzahlungen 97 0
309 142
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.125 1.194
Technische Anlagen und Maschinen 4.273 3.691
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.733
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 128 286
9.141 8.904

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2013 Anschaffungskosten
in

T Euro
01.01.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.614 54 0 0 -1 2.667
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
2.614 54 0 0 -1 2.667
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 8.717 180 0 0 0 8.897
Technische Anlagen und Maschinen 13.796 730 203 -1.785 0 12.538
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.594 1.157 859 6 -20 13.878
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150 238 96 -6 0 286
36.257 2.305 1.158 -1.785 -20 35.599

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2013 Abschreibungen
in

T Euro
01.01.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.409 117 0 0 -1 2.525
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
2.409 117 0 0 -1 2.525
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 7.462 241 0 0 0 7.703
Technische Anlagen und Maschinen 9.202 1.057 158 -1.254 0 8.847
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.967 1.028 839 0 -11 10.145
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
26.631 2.326 997 -1.254 -11 26.695

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2013 Buchwert
in

T Euro
31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 142 205
Geleistete Anzahlungen 0 0
142 205
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.194 1.255
Technische Anlagen und Maschinen 3.691 4.594
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.733 3.627
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 286 150
8.904 9.626

Der im Vorjahr in den Umbuchungsspalten ausgewiesene Netto-Saldo in Höhe von 531 T Euro betraf zum Verkauf vorgesehene Maschinen, die gemäß IFRS 5 gesondert unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen wurden. Weitere Erläuterungen finden sich unter Ziffer (26).

Impairment-Test

FRIWO überprüft jährlich, ob Indikatoren für einen möglichen Impairmentbedarf auf das Anlagevermögen vorhanden sind. Auslöser für die Durchführung eines Impairment-Tests im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens ist gem. IAS 36 das Vorliegen eines sog. Triggering Events. In den vorangegangen Jahren lagen keine Indikatoren vor, die einen Einfluß auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens hätten haben können. Nach Betrachtung des Geschäftsverlaufes der FRIWO Gerätebau GmbH in 2014 sind ebenfalls keine Indikatoren zu finden, die Auslöser für die Durchführung eines Impairment-Tests sein können. Der Umsatz der am Standort Ostbevern gefertigten Produkte ist zwar um 3,5 Prozent gegenüber Vorjahr gesunken, aber diese Reduzierung spiegelt keine signifikante Veränderung des erzielbaren Betrages wider. Im Gegenteil das Budget und die strategische Planung zeigen wieder einen Anstieg und Ausbau der Fertigung in Ostbevern und damit eine Erhöhung und Verbesserung des erzielbaren Betrages. Ebenfalls zeigt die erneute Bestätigung des Beteiligungsbuchwertes der FWGB, das keine Anzeichen für einen Impairment-Test gegeben sind.

FRIWO ist deshalb zu dem Schluss gekommen, dass im Jahr 2014 keine signifikanten Indikatoren vorliegen, die eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens notwendig machen.

Vorräte (21)

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in

T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.383 7.273
Unfertige Erzeugnisse 5.528 4.629
Fertige Erzeugnisse und Waren 7.593 6.813
21.504 18.715

Zum 31. Dezember 2014 betrugen die Wertberichtigungen 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro). Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte betrug zum Ende des Berichtsjahres 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Im Berichtsjahr wurden den Wertberichtigungen 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) zugeführt. In die Ermittlung der absatzmarktbezogenen Wertberichtungen gehen neben den aktuellen Preisentwicklungen auf der Absatzseite auch Lagerreichweite, erwarteter Verbrauch und Gängigkeit zur Ermittlung der erzielbaren Erträge (,net realizable value') in die Bewertung ein. Dazu wurden Annahmen zu künftigen Umsatzerwartungen auf Produktebene getroffen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22)

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T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 8.635 5.426
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -952 -736
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 7.683 4.690

FRIWO verkauft einen Teil der Forderungen in Form eines echten Factorings. Das heißt, die abgetretenen Forderungen stehen nicht mehr in der Bilanz von FRIWO, da überwiegend alle Chancen und Risiken an den Factor übergehen.

FRIWO hat zudem nicht die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 behalten, da der Factor die Fähigkeit hat und rechtlich in der Lage ist, die Forderung an einen Dritten zu verkaufen.

Die FRIWO behält weder die vertraglichen Pflichten und Rechte, da die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 an den Factor übergeht, noch erlangt sie neue Pflichten und Rechte aus der Übertragung bzw. dem Forderungsverkauf an den Factor. Ein sogenanntes anhaltendes Engagement nach IFRS 7 liegt somit nicht vor.

Der Factor stellt den Kaufpreis zum überwiegenden Teil FRIWO als liquide Mittel zur Verfügung.

Für die nicht verkauften Forderungen führt FRIWO Wertberichtigungen auf Basis identifizierter Einzelrisiken durch. Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

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T Euro
2014 2013
Stand der Wertberichtigungen am 1.1. -736 -696
Verbrauch 0 0
Zuführungen -239 -40
Auflösung 23 0
Stand der Wertberichtigungen am 31.12. -952 -736

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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davon
Zum Abschlussstichtag überfällig und nicht wertgemindert
--- --- --- --- --- --- ---
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T Euro
Buchwert Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig Zum Stichtag wertgemindert (Buchwert) 1 bis 30 Tage 31 bis 90 Tage Mehr als 90 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
zum 31.12.2014 7.683 6.764 0 808 111 0
zum 31.12.2013 4.690 4.110 25 363 157 35

Es gibt keine Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind und nicht wertberichtigt wurden.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23)

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T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Kaufpreiseinbehaltung aus Factoring 1.683 1.221
Wertguthaben zur Altersteilzeitsicherung 87 283
Mietkautionen 32 33
Positive Marktwerte aus Währungssicherungsinstrumenten 0 13
Übrige finanzielle Vermögenswerte 112 99
1.914 1.649

Der Kaufpreiseinbehalt aus Factoring beläuft sich auf einen Betrag in Höhe eines Prozentsatzes auf den Wert der verkauften Bruttoforderung und dient der Absicherung des Factors gegenüber dem Factornehmer um die üblichen Skonti- und Bonuszahlungen sowie die allgemeinen Gebühren zu decken.

Das Wertguthaben zur Altersteilzeitsicherung unterliegt einer Verfügungsbeschränkung und Verpfändungsvereinbarung und dient der Sicherung aller Ansprüche aus den Altersteilzeitvereinbarungen.

Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (24)

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T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus sonstigen Steuern 120 14
Abgrenzungsposten 57 74
Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 35 181
212 269

Zu den Stichtagen gab es keine Wertberichtigungen auf die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte.

Zahlungsmittel (25)

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T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Scheck- und Kassenbestände 5 15
Guthaben bei Kreditinstituten 3.230 1.178
3.235 1.193

In den Guthaben bei Kreditinstituten ist in Höhe von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) der noch nicht in Anspruch genommene Teil des Kaufpreises der abgetretenen Forderungen an den Factor enthalten.

Diese Definition der Zahlungsmittel wird auch in der Kapitalflussrechnung angewandt.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (26)

Die im Vorjahr ausgewiesenen Vermögenswerte von 531 T Euro betrafen Maschinen, die nicht mehr im Produktionsprozess benötigt wurden und zum Verkauf vorgesehen waren. Gemäß IFRS 5 wurden diese Maschinen als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte klassifiziert und in der Bilanz unter den kurzfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen. Die Maschinen wurden gemäß IFRS 5 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand von Marktpreisen bzw. von bereits vereinbarten Verkaufspreisen ermittelt. Dies entspricht einer Bewertung gemäß Stufe 1 der Bemessungshierachie des IFRS 13.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden diese Maschinen vollständig veräußert. Die erzielten Verkaufspreise entsprachen nahezu den im Vorjahr ermittelten Zeitwerten, eine Ergebniswirkung ergab sich folglich nicht.

Eigenkapital (27)

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die FRIWO AG. Das Grundkapital der FRIWO AG in Höhe von 20.020 T Euro ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit repräsentiert jede Aktie einen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2014 sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Die Kapitalrücklage steht zur Verrechnung etwaiger zukünftiger Verluste und teilweise zur Erhöhung des Grundkapitals im Rahmen der Restriktionen des § 150 AktG zur Verfügung, jedoch nicht für Ausschüttungen.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2013 wurde der Vorstand der FRIWO AG ermächtigt, bis zum 30. April 2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen und mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss, um bis zu 10.010 T Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Die Kapitalrücklage betrifft die gesetzliche Mindestrücklage der FRIWO AG.

Die Gewinnrücklagen enthalten die Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die Ergebnisse des Berichtsjahres und der Vorjahre, gekürzt um die in der Vergangenheit gezahlten Dividenden sowie die Teile des sonstigen Konzernergebnisses, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

In den sonstigen Rücklagen werden die kumulierten Ergebnisse der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

In ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss zum 31. Dezember 2014 weist die FRIWO AG nach Einstellung von 1.779 T Euro in die anderen Gewinnrücklagen einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.881 T Euro (Vorjahr:1.450 T Euro) aus. Im Berichtsjahr wurden keine Dividenden gezahlt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,13 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie der Gesellschaft, somit insgesamt 1.001 T Euro. Der verbleibende Rest von 880 T Euro soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Aussagen zur Kapitalsteuerung finden sich im Abschnitt zum Finanzrisikomanagement (35).

Rückstellungen für Pensionen (28)

Bei den Verpflichtungen, die ausschließlich im Inland bestehen, handelt es sich größtenteils um dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen. Daneben gibt es auch eine einkommens- und dienstzeitabhängige Zusage. Bei den Zusagen handelt es sich ausschließlich um Individualvereinbarungen.

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen. Dazu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft.

Der versicherungsmathematischen Berechnung liegen die folgenden Parameter zu Grunde: ein Abzinsungssatz von 1,90 Prozent (Vorjahr: 3,30 Prozent), ein Gehaltstrend von 2,25 Prozent (Vorjahr: 2,25 Prozent) und neben individuell vereinbarten Rentenanpassungen ein Rententrend von 1,75 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent). Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung wird durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.

Der Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

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T Euro
2014 2013
Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 1.1. 2.989 2.827
Laufender Dienstzeitaufwand (Barwert der im Geschäftsjahr erdienten Pensionsansprüche) 22 19
Zinsaufwand 104
Neubewertungseffekte
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen 450 146
Erfahrungsbedingte Anpassungen 8 85
Gezahlte Leistungen -199 -192
Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 31.12. 3.366 2.989

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag entspricht dem jeweiligen Fehlbetrag des Plans, da kein Planvermögen existiert.

Die im Folgejahr erwarteten Rentenzahlungen betragen 203 T Euro (Vorjahr: 190 T Euro). Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtung beträgt wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag 11 Jahre.

Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zu Grunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. FRIWO ist diesen versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Ein Anstieg bzw. Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte folgende Auswirkungen:

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T Euro
Anstieg Rückgang
2014 Diskontierungssatz +/- 1 %-Punkt -332 397
Gehalts- und Rententrend +/- 0,25 %-Punkte 78 -75
2013 Diskontierungssatz +/- 1 %-Punkt -280 332
Gehalts- und Rententrend +/- 0,25 %-Punkte 66 -64

Die Ermittlung der Effekte erfolgte unter Anwendung der gleichen Methoden wie für die Bewertung der Verpflichtung zum Jahresende. Dabei wurden die Effekte jeweils isoliert betrachtet, d. h. eventuell bestehende Abhängigkeiten zwischen den untersuchten Parametern blieben unberücksichtigt.

Die Arbeitgeberanteile für die gesetzliche Rentenversicherung, definiert als beitragsorientierter Versorgungsplan, betrugen 1.248 T Euro (Vorjahr: 1.141 T Euro).

Sonstige Rückstellungen (29)

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T Euro
Stand 01.01.2014 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand 31.12.2014
Sonstige langfristige Rückstellungen
Personal- und Sozialbereich 446 248 0 169 367
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Gewährleistungen 100 100 0 280 280
Übrige 124 103 0 113 134
224 203 0 393 414

Die Jubiläumsverpflichtungen und die Rückstellung für Altersteilzeit sind in der Bilanz unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellung für Altersteilzeit wird planmäßig innerhalb des nächsten Jahres vollständig in Anspruch genommen.

Die langfristigen Rückstellungen wurden durch Abzinsung ermittelt. Die Erhöhung des abgezinsten Betrags während der Berichtsperiode aufgrund des Zeitablaufs betrug 10 T Euro (Vorjahr: 21 T Euro). Zur Abzinsung wurde ein laufzeitadäquater Zinssatz gewählt. Der Effekt aus der Zinssatzänderung war unwesentlich.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen decken Garantieverpflichtungen aufgrund von bereits erbrachten Lieferungen und Leistungen ab. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist auf einen im Berichtsjahr aufgetretenen Qualitätsfall zurückzuführen. Die übrigen Rückstellungen betreffen Drohverluste und Prozesskosten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (30)

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31.12.2014: kurzfristig langfristig
in

T Euro
Buchwert bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Darlehen 5.000 0 0 5.000
Sonstige kurzfristige 4 4 0 0
5.004 4 0 5.000

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31.12.2013: kurzfristig langfristig
in

T Euro
Buchwert bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Darlehen 5.000 0 5.000 0
Sonstige kurzfristige 1.038 1.038 0 0
6.038 1.038 5.000 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten unterlagen wie im Vorjahr keiner Besicherung.

Der gewichtete Durchschnittszinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag 2014 bei 3,23 Prozent (Vorjahr 3,04 Prozent).

Zum Jahresende stellen sich die Kreditlinien wie folgt dar:

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T Euro
Kreditlinien Ausnutzung Freie Kreditlinien
31.12.2014 14.000 5.004 8.996
31.12.2013 14.000 6.038 7.962

In den Kreditlinien ist ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro enthalten, welches zum März 2015 fällig wird. Im Dezember 2014 ist eine neue Anschlussfinanzierung über 5,0 Mio. Euro und einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen worden. Im Kreditvertrag der neuen langfristigen Finanzierung wurden wie bisher zwei Covenants vereinbart. Unverändert bezieht sich die erste Kreditklausel auf die Eigenkapitalquote und die zweite Klausel auf den dynamischen Verschuldungsgrad.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31)

Zahlungsverpflichtungen werden unter der Beachtung der Zahlungsfälligkeit als lang- oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Zahlungsverpflichtungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (32)

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T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 2.321 2.944
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten 39 213
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 372 345
2.732 3.502

Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (33)

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n

T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 0 75
Abgrenzungen aus dem Personalbereich 1.528 1.017
Übrige Verbindlichkeiten 101 104
1.629 1.196

Weitere Anhangsangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse (34)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in

T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 235 135
Miet- und Leasingverpflichtungen 707 512
(davon fällig im Folgejahr) (270) (209)
(davon fällig in 2 bis 5 Jahren) (437) (303)
942 647

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 350 T Euro (Vorjahr: 346 T Euro) erfolgswirksam erfasst. Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Leasingverträge für Fuhrpark und Büroausstattung sowie den Mietvertrag über das Gebäude der chinesischen Tochtergesellschaft.

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Die in den Vorjahren erwähnte Rechtsstreitigkeit mit einem Streitwert in Höhe von 200 T Euro wurde im Berichtsjahr im Rahmen eines Vergleichsverfahrens endgültig abgeschlossen.

Derzeit ist ein Verfahren im Zusammenhang mit der Beendigung eines Handelsvertretervertrags anhängig, das ein ehemaliger Vertriebspartner von FRIWO angestrengt hat. Die Möglichkeit einer Inanspruchnahme wird als nicht wahrscheinlich angesehen. Aufgrund des anhängigen Verfahrens werden keine weitergehenden Angaben gemacht.

Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente (35)

Kreditrisiko

Es bestehen Forderungen gegen eine Vielzahl von Kunden. Darin enthalten sind regelmäßig hohe Einzelforderungen gegen Großkunden. Den aus dem Forderungsbestand resultierenden Kreditausfallrisiken wird durch ein systematisches Verfahren bei der Auswahl von Kunden, durch Analyse des Zahlungsverhaltens und Setzen angemessener Kreditlimits begegnet. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die zum Bilanzstichtag angesetzten Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte abgebildet. Die FRIWO-Gesellschaften verkaufen ihre Produkte ausschließlich an Kunden, die zuvor einer Bonitätsprüfung unterzogen wurden.

Liquiditätsrisiko

FRIWO führt regelmäßig eine Liquiditätsplanung für den Konzern durch, um einen etwaigen Liquiditätsengpass frühzeitig erkennen zu können. In das kurz- und mittelfristige Liquiditätsmanagement werden die Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Schätzungen des operativen Cashflows einbezogen. FRIWO steuert seine Liquidität, indem der Konzern ergänzend zum Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Zusätzlich reduziert die Möglichkeit des Verkaufs von Forderungen das Liquiditätsrisiko des Konzerns.

Die folgende Liquiditätsanalyse zeigt die Fälligkeiten der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2014 fixierten Zinssätze ermittelt.

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31.12.2014: Cashflows 2015 Cashflows 2016 Cashflows 2017ff Cashflows 2017ff
in

T Euro
Buchwert 2014 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.004 100 4 101 0 321 5.000
Verbindlichkeiten aus Derivaten 39 39 0 0 0 0 0
5.043 139 4 101 0 321 5.000

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31.12.2013: Cashflows 2014 Cashflows 2015 Cashflows 2016ff Cashflows 2016ff
in

T Euro
Buchwert 2013 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.038 106 1.038 18 5.000 0 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 200 183 -13 36 213 0 0
6.238 289 1.025 54 5.213 0 0

Die langfristige Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten beinhaltet branchenübliche Klauseln, die der Bank im Falle einer eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumt. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierung ist somit gewährleistet; der Vorstand hat keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Zudem wurde Ende des Jahres 2014 eine entsprechende Anschlussfinanzierung in Form eines langfristigen Darlehens in Höhe von erneut 5,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren vertraglich abgeschlossen. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Währungsrisiko

Aufgrund der internationalen Tätigkeiten ist FRIWO Währungsrisiken ausgesetzt. Hierbei ergibt sich zunächst eine natürliche Absicherung aufgrund der Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten. Des Weiteren werden verbleibende Fremdwährungsrisiken durch gezieltes Währungsmanagement vermindert; aus diesem Grund schließt FRIWO Devisentermingeschäfte ab.

Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Im Vorjahr waren etwa 10 Prozent der nicht durch die beschriebene Absicherung erfassten Beträge durch Devisentermingeschäfte abgesichert. FRIWO tätigt Devisentermingeschäfte als Absicherung auf bereits bestehende Bilanzpositionen und hat in diesem Fall kein sogenanntes Hedge Accounting angewendet. Aus den nicht gesicherten Positionen ergibt sich ein Restrisiko aus den möglichen Änderungen des Wechselkurses US-Dollar, HK-Dollar sowie Japanischen Yen zum Euro. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:

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Kursentwicklung des USD, HKD, JPY Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

in TEURo
Auswirkungen auf das Eigenkapital

in TEURo
2014 +5% -149 -149
-5% 165 165
2013 +5% -52 -52
-5% 58 58

Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar gegenüber dem Euro ausgesetzt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet auch die ausstehenden, auf fremde Währung lautenden monetären Positionen in US-Dollar, HK- Dollar und Japanischen Yen. Berechnet wird der bilanzielle Effekt einer 5-prozentigen Abweichung der Fremdwährungskurse zum Euro am Stichtag. Die Auswirkung auf das Eigenkapital ist aufgrund der nicht vorhandenen Cashflow Hedges identisch mit den Auswirkungen auf das Ergebnis, da die mögliche Veränderung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte nicht berücksichtigt werden muss. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Zinsänderungsrisiko

Die FRIWO verfügt über ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren, das variabel verzinst ist. Durch Abschluss von kurzfristigen Geldmarktkrediten wurde der positiven unterjährigen Entwicklung der Zinssätze Rechnung getragen. Die Zinsentwicklung am Markt wird fortlaufend beobachtet und analysiert.

Zur Absicherung des Zinsrisikos aus dem variabel verzinsten Darlehen wurde ein entsprechender Forward-Zinsswap mit gleicher Laufzeit und Volumen abgeschlossen, der als Cashflow Hedge ausgewiesen wird. Die Cashflows in Form von Zinszahlungen sind seit dem zweiten Quartal 2011 geflossen und werden bis zum Ende der Laufzeit im Geschäftsjahr 2015 anfallen. Für die Finanzierung über das Factoring wurde ebenfalls ein Forward-Zinsswap mit 5-jähriger Laufzeit und 2,5 Mio. Euro Volumen im Jahr 2010 abgeschlossen. Die erste Zinszahlung war im ersten Quartal 2011 fällig und die letzte Zahlung wird im ersten Quartal 2015 erfolgen. Die hinreichende Effektivität dieser Instrumente wurde mittels geeigneter Effektivitätstests überprüft.

Aus den übrigen variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden sowie dem Marktwert des Zinsswaps ergibt sich ein Restrisiko bezüglich möglicher Zinsänderungen. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:

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Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

T Euro
Auswirkungen auf das Eigenkapital

T Euro
2014 + 100 -56 -56
-100 56 56
2013 + 100 -83 -11
-100 83 8

Zur Ermittlung der Zinssensitivität wurde das Zinsergebnis aus den variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden dem durchschnittlichen Zinssatz von 1,76 Prozent (Vorjahr: 1,84 Prozent) des Geschäftsjahres gegenübergestellt. Anschließend wurde die Veränderung des Zinsergebnisses aufgrund einer Erhöhung/Verringerung des durchschnittlichen Prozentsatzes um 100 Basispunkte ermittelt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital beinhaltet zusätzlich die Veränderung der Marktwerte der Zinsswaps zum Stichtag.

Derivative Finanzinstrumente

Die aufgrund der Fair Value Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten anfallenden Gewinne und Verluste werden im Fall von Cashflow Hedges erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Die Ergebnisse der nicht in effektiven Hedge-Beziehungen befindlichen Derivate werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Vor Berücksichtigung von latenten Steuern wurden zum 31. Dezember 2014 Cashflow Hedges mit einem Marktwert von -39 T Euro (Vorjahr: -213 T Euro) direkt im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen in Höhe von 174 T Euro (Vorjahr: 183 T Euro) wurden im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Im gleichen Zeitraum fand keine ergebniswirksame Buchung aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung statt. Die aus den Devisentermingeschäften resultierenden Beträge werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und die Beträge aus dem Zinsswap im Zinsergebnis ausgewiesen.

Im Gegensatz zum Vorjahr waren zum 31.12.2014 keine Devisentermingeschäfte bei FRIWO abgeschlossen.

Die Nominal- und Marktwerte der bilanzierten derivativen Finanzinstrumente stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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Nominalvolumen Marktwerte
in

T Euro
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 0 121 0 13
Zinsswaps (Cashflow Hedges) 7.500 7.500 -39 -213

Die positiven Marktwerte sind unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, die negativen Marktwerte unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte der Derivate (Zinsswaps und Devisentermingeschäfte) werden auf Basis von anerkannten Bewertungsmodellen berechnet, deren wesentliche Inputfaktoren am Markt beobachtbar sind.

Kapitalsteuerung

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur mit Blick auf die Gesamtkapitalrentabilität unter Berücksichtigung von Bonitätszielen. Damit soll sowohl den Interessen der Anteilseigner als auch der Kreditgeber entsprochen werden. Darüber hinaus wird neben den aktuellen individuellen Rahmenbedingungen wie geplante Dividenden und Investitionen auch die gesamtwirtschaftliche Lage in die Ermittlung der jeweiligen Zielkapitalstruktur einbezogen.

Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag erfüllt die vertraglich vereinbarte Kreditklausel zur Eigenkapitalquote. Sie ist allerdings auf einem nicht zufriedenstellenden Niveau und der Vorstand strebt deshalb die Verbesserung der Eigenkapitalquote an.

Das Verhältnis zwischen lang- und kurzfristigen Schulden entspricht der vom Vorstand angestrebten Relation.

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in

T Euro
31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital 13.144 11.020
als % vom Gesamtkapital 30% 30%
Langfristige Schulden 8.733 8.499
Kurzfristige Schulden 22.505 17.683
Fremdkapital 31.238 26.182
als % vom Gesamtkapital 70% 70%
Gesamtkapital 44.382 37.202

Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten (36)

Abkürzungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten:

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AfS Available for Sale Zur Veräußerung verfügbar
FLaAC Financial Liabilities at Amortised Cost Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungkosten
FAHfT Financial Assets Held for Trading Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten
FLHfT Financial Liabilities Held for Trading Finanzielle Verbindlichkeiten zur Veräußerung gehalten
HtM Held to Maturity bis zur Endfälligkeit gehalten
LaR Loans and Receivables Darlehen und Forderungen

Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7.6 i.V.m. Appendix B1:

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AC At Cost fortgeführte Anschaffungskosten
FV At Fair Value beizulegender Zeitwert

Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der Kategorien von Finanzinstrumenten in Klassen, welche sich hinsichtlich der Art der Bewertung der darin enthaltenen Finanzinstrumente unterscheiden:

AKTIVA

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Bewertung nach IAS 39 zu
in

T Euro
Buchwert 31.12.2014 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungskosten Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.683 LaR 7.683 AC 7.683
Zahlungsmittel 3.235 LaR 3.235 AC 3.235
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.914
davon sonstige Derivate 0 FAHfT FV 0
davon sonstige Finanzinstrumente 1.914 LaR 1.914 AC 1.914
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Darlehen und Forderungen 12.832 LaR 12.832
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten 0 FAHfT

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PASSIVA Bewertung nach IAS 39 zu
in

T Euro
Buchwert 31.12.2014 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungskosten Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 FLaAC 5.000 AC 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.650 FLaAC 17.650 AC 17.650
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 FLaAC 4 AC 4
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.732
davon Derivate mit Hedgebeziehung 39 39 FV 39
davon sonstige Finanzinstrumente 2.693 FLaAC 2.693 AC 2.693
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 25.293 FLaAC 25.293

Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:

AKTIVA

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Bewertung nach IAS 39 zu
in

T Euro
Buchwert 31.12.2013 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungskosten Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.690 LaR 4.832 AC 4.690
Zahlungsmittel 1.193 LaR 1.193 AC 1.193
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.649
davon sonstige Derivate 13 FAHfT 13 FV 13
davon sonstige Finanzinstrumente 1.636 LaR AC 1.636
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Darlehen und Forderungen 7.519 LaR 7.519
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten 13 FAHfT 13

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PASSIVA Bewertung nach IAS 39 zu
in

T Euro
Buchwert 31.12.2013 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungskosten Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 FLaAC 5.000 AC 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.664 FLaAC 11.664 AC 11.664
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.038 FLaAC 1.038 AC 1.038
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.502
davon Derivate mit Hedgebeziehung 213 213 FV 213
davon sonstige Finanzinstrumente 3.289 FLaAC 3.289 AC 3.289
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 20.991 FLaAC 20.991

Zum Stichtag 31. Dezember 2014 ergaben sich keine Unterschiede zwischen Fair Value und Buchwert der Finanzinstrumente, da diese im Wesentlichen kurzfristig sind und sich aus der zeitlichen Nähe zwischen Einbuchungszeitpunkt und Bilanzstichtag keine nennenswerten Differenzen ergeben.

Gemäß IFRS 13 wurde bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen:

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Stufe 1 Bewertung anhand von auf aktiven Märkten verwendeten (nicht berichtigten) Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2 Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren
Stufe 3 Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern

In der folgenden Tabelle sind die Bewertungsverfahren und wesentlichen Eingangsparameter für die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert dargestellt:

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Bewertungsverfahren 1 Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt.
Bewertungsverfahren 2 Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Zinssätzen geschätzt.

Zum 31. Dezember 2014 hielt der Konzern folgende zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente:

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in

T Euro
31.12.2014 Beizulegender Zeitwert Hierarchiestufe Bewertungsverfahren
Aktiva
Sonstige Derivate 0
Passiva
Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) 39 2 2

Im Berichtsjahr erfolgten keine Umgliederungen zwischen Bewertungen der einzelnen Stufen.

Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:

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in

T Euro
31.12.2013 Beizulegender Zeitwert Hierarchiestufe Bewertungsverfahren
Aktiva
Sonstige Derivate 13 2 1
Passiva
Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) 213 2 2

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

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2014 Nettoergebnisse aus
in

T Euro
Zinsen Folgebewertung Wertberichtigung Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- ---
FI-Kategorie nach IAS 39 Ertrag Aufwand Auflösung Zuführung
--- --- --- --- --- ---
LaR 1 -1 23 -239 0
AfS 0 0 0 0 0
HtM 0 0 0 0 0
FAHfT/FLHfT 0 0 0 0 0
FLaAC 0 -425 0 0 -712
Summe 7 -426 23 -239 -712

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2013 Nettoergebnisse aus
in

T Euro
Zinsen Folgebewertung Wertberichtigung Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- ---
FI-Kategorie nach IAS 39 Ertrag Aufwand Auflösung Zuführung
--- --- --- --- --- ---
LaR 7 -5 0 -40 0
AfS 0 0 0 0 0
HtM 0 0 0 0 0
FAHfT/FLHfT 0 0 0 0 -8
FLaAC 0 -483 0 0 169
Summe 7 -489 0 -40 161

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (37)

Seit dem 9. Juni 2008 ist die Cardea Holding GmbH, Grünwald, mit Mehrheit an der FRIWO AG beteiligt. Die Cardea Holding GmbH und ihre Muttergesellschaft, die VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München, sowie deren Tochterunternehmen sind dadurch nahestehende Unternehmen zur FRIWO AG im Sinne des IAS 24. Im Berichtsjahr fanden wie im Vorjahr keine Geschäftsvorfälle zwischen der FRIWO AG und der Cardea Holding GmbH oder der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG statt.

Vorstand und Aufsichtsrat werden als natürliche nahestehende Personen eingestuft. Zu Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf Ziffer (38) verwiesen. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr fanden keine Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands (38)

Die fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 10 T Euro pro Jahr. Die variable Vergütung richtet sich nach der Höhe der beschlossenen Dividenden. Die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütung ist auf das Dreifache des festen Betrags begrenzt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache. Ausschussmitglieder erhalten jeweils eine weitere Vergütung von 1.000 Euro. Davon ausgenommen sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 betrug 75 T Euro (Vorjahr: 75 T Euro).

Bei den Bezügen des Vorstands ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 3. Mai 2011 beschlossen hat, dass Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 unterbleiben.

Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich für das Geschäftsjahr 2014 auf 831 T Euro (Vorjahr: 1.076 T Euro), davon 492 T Euro fix (Vorjahr: 707 T Euro) und 339 T Euro variabel (Vorjahr: 369 T Euro).

Die Gesamtbezüge enthalten neben den kurzfristig fälligen Leistungen in Höhe von 831 T Euro (Vorjahr: 959 T Euro) im Vorjahr auch Ausgleichszahlungen im Sinne des IAS 24.17d in Höhe von 117 T Euro.

Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Pensionsbezüge von 151 T Euro (Vorjahr: 144 T Euro). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind gemäß IAS 19 insgesamt 2.753 T Euro (Vorjahr: 2.223 T Euro) zurückgestellt.

Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen sind den Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen nicht eingeräumt worden.

Honorar des Abschlussprüfers (39)

Die für das Geschäftsjahr 2014 berechneten Honorare und Auslagen des Abschlussprüfers, der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, umfassten die folgenden Leistungen:

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in

T Euro
2014 2013
Abschlussprüfung 80 76
Sonstige Leistungen 23 0
103 76

Anteilsbesitz (40)

Die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der FRIWO AG verbunden und nimmt die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

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in

T Euro
Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis 2014
FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, Deutschland 100,00% 6.534 4.1041)
FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen, China 100,00% 1.589 4622) 3)

1) vor Ergebnisabführung

2) gem. IFRS

3) mittelbar über FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern

Angaben zur Corporate Governance-Erklärung (41)

Die Erklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wird der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens unter: www.friwo-ag.de/corporate-governance/

dauerhaft zugänglich gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (42)

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 sind bis zum Tag der Freigabe des Konzernabschlusses keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.

Ostbevern, 20. Februar 2015

FRIWO AG

Der Vorstand

Martin Schimmelpfennig

Lothar Schwemm

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind."

Ostbevern, 20. Februar 2015

Der Vorstand

Martin Schimmelpfennig

Lothar Schwemm

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der FRIWO AG, Ostbevern, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend

Nürnberg, den 20. Februar 2015

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Kraus, Wirtschaftsprüfer

Grillenberger, Wirtschaftsprüfer