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FRIWO AG Annual Report 2013

Jul 1, 2014

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Annual Report

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FRIWO AG

Ostbevern

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

Organe der Gesellschaft

Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum

Steuerungssysteme

Forschung und Entwicklung

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Allgemeiner Geschäftsverlauf

Auftragsentwicklung

Ertragslage

Finanzlage

Vermögenslage

Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG

Mitarbeiter

Umweltbericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Unternehmensbezogene Rahmenbedingungen

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Risikobericht

Risikomanagement

Risikoarten

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Chancenbericht

Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Übernahmerechtliche Angaben

Erklärung zur Unternehmensführung

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Angaben zu Unternehmenspraktiken

Arbeitsweise des Vorstands

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Vergütungsbericht

Vorstandsvergütung

Aufsichtsratsvergütung

Nachtragsbericht

Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung

Kapitalflussrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer

Adressen und Termine

Geschäftsbericht 2013

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Freunde der FRIWO AG,

unser Unternehmen hat im Jahr 2013 eine erfreuliche Geschäftsentwicklung verzeichnet. Nachdem bereits im zweiten Halbjahr des Vorjahres Auftragseingänge und Umsätze deutlich angezogen hatten, setzte sich dieser positive Trend im Berichtsjahr fort. In der Folge erreichte der Konzernumsatz den höchsten Wert seit dem Verkauf des Geschäftsbereichs Mobilfunk (FRIWO Mobile Power) im Jahr 2008, verbunden mit einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage.

Mit einem Konzernumsatz von 113,9 Mio. Euro haben wir 2013 einen Erlösanstieg um 21,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 94,1 Mio. Euro erreicht und die Marke von 100 Mio. Euro deutlich übertroffen. Der konzernweite Auftragseingang nahm gegenüber dem Vorjahr um 21,6 Prozent zu.

Dieses Wachstum ist umso bemerkenswerter, wenn man das nach wie vor verhaltene Konjunkturumfeld in Europa in Rechnung stellt, das sich auch auf die deutsche Elektroindustrie auswirkte. FRIWO profitierte jedoch einmal mehr von der Breite seiner Leistungs- und Produktpalette für eine Vielzahl von Kunden: Die Geschäftsentwicklung war in allen Märkten und Regionen lebhaft, bei nahezu allen Kundengruppen konnten wir ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum erzielen. Nicht zuletzt trugen Projekte mit Neukunden zu dieser Entwicklung bei.

Bei weiterhin strengem Kostenmanagement erwirtschaftete FRIWO ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,1 Mio. Euro nach 0,3 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die EBIT-Rendite stieg auf 2,7 Prozent und machte damit einen Sprung in die richtige Richtung.

Nach Steuern betrug der Konzerngewinn 2,6 Mio. Euro, nachdem 2012 noch ein leichter Jahresfehlbetrag von 0,3 Mio. Euro anfiel.

Den starken Nachfragezuwachs - FRIWO produzierte 2013 insgesamt rund 32 Millionen Ladegeräte und Stromversorgungen -konnten wir nicht zuletzt deshalb gut bewältigen, weil wir bereits in den Vorjahren begonnen hatten, unsere internationale Produktionsbasis auszubauen und zu flexibilisieren. Neben der Fertigung am Stammsitz Ostbevern, in deren Automatisierung auch 2013 wieder in signifikantem Umfang investiert wurde, arbeiten wir mit mehreren flexibel aufgestellten Auftragsfertigern in Osteuropa und Asien zusammen. Im vergangenen Jahr haben wir die Produktionsvolumina bei unseren Partnern in China und Vietnam deutlich erhöht. Durch den Start einer Musterlinie in China sind wir zudem in der Lage, Muster und Kleinstserien vor Ort herzustellen und damit schneller auf Kundenwünsche zu reagieren.

FRIWO hat im Jahr 2013 auch seine strategische Ausrichtung weiter geschärft. Wir werden uns künftig noch konsequenter auf die technologisch anspruchsvollen Lösungen in den Segmenten Ladegeräte, Stromversorgungen und LED-Treiber fokussieren. Diese Kerngeschäfte werden abgerundet durch die Auftragsfertigung von elektronischen Produkten für Dritte (E2MS-Geschäft), denen wir neben der Produktion zusätzliche Leistungen wie Entwicklung oder Produktprüfung aus einer Hand anbieten.

Im Vordergrund stehen für FRIWO attraktive und wachsende Zielmärkte wie die Medizintechnik, eMobility-Lösungen (zum Beispiel elektrische Fahrräder), kabellose Produkte (zum Beispiel Bohrmaschinen), Consumer Electronics oder industrielle Anwendungen. Und auch im weltweit weiter stark wachsenden LED-Markt sehen wir sowohl bei Innen- als auch Außenbeleuchtungen erhebliche Wachstumschancen. Attraktiv sind Märkte für uns immer dann, wenn Kunden besondere Anforderungen hinsichtlich Technologie, Produktqualität und Service stellen und wir unser jahrzehntelanges Know-how optimal nutzen können. Commodity-Produkte, die nicht durch technologische Exzellenz, sondern vor allem über den Preis akquiriert werden können, sind dagegen für FRIWO nicht von Interesse.

Wir verfolgen bei der Produktentwicklung einen strikten Plattformansatz. Plattformtechnologien sichern in unserer hochkompetitiven Branche die Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich Kosten und Preis, sie müssen aber zugleich die Anpassung der Produkte an kundenspezifische Anforderungen ermöglichen. Im Jahr 2013 haben wir der Weiterentwicklung unserer Plattformstrategie besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

In das laufende Jahr 2014 sind wir mit Zuversicht gestartet. Für die gesamtwirtschaftliche Konjunktur in Europa wird allgemein eine Belebung erwartet, von der auch unsere Zielmärkte profitieren sollten. Natürlich lässt sich ein Wachstumssprung, wie wir ihn 2013 verzeichnet hatten, nicht einfach wiederholen. Vielmehr geht es darum, den Konzernumsatz auf dem erreichten hohen Niveau zu sichern und leicht auszubauen. Dabei ist es unser Ziel, das EBIT zum Umsatz zu steigern, nicht zuletzt aufgrund von erreichten Kostenvorteilen im Einkauf und Produktivitätssteigerungen infolge optimierter Fertigungsprozesse.

Der Anspruch von FRIWO wird auch in Zukunft sein, unseren Kunden durch technologische Innovationen, erstklassigen Service und wettbewerbsfähige Preise Mehrwerte zu bieten und sich dadurch vom Marktumfeld abzuheben. Basis unseres Erfolgs bleiben unsere erfahrenen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen wir für ihre sehr erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr herzlich danken. FRIWO ist gut gerüstet, um in den kommenden Jahren den Weg profitablen Wachstums fortzusetzen.

Ostbevern, im März 2014

Der Vorstand

Lothar Schwemm

Felix Zimmermann

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der FRIWO AG berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Berichtszeitraum, insbesondere über seine Beratungen im Plenum, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex sowie die Prüfung der Abschlüsse der FRIWO AG und des Konzerns.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der FRIWO AG hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Aufsichtsrat hat in seinen Präsenzsitzungen wie auch telefonisch, schriftlich oder in Textform im Umlaufverfahren die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzungen sowie zwischen diesen Terminen regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über alle relevanten Aspekte der aktuellen Geschäftsentwicklung, über wesentliche Geschäftsvorfälle sowie über die Lage des Konzerns unterrichtet. Bedeutende Vorgänge, aber auch Abweichungen von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen eingehend geprüft.

Die Arbeit des Aufsichtsrats war im Geschäftsjahr 2013 insbesondere geprägt durch Themen der strategischen und personellen Ausrichtung. Im Fokus standen hierbei vor allem folgende Themen:

Operative Umsetzung des Umsatzwachstums
Strategische Fokussierung zur Verfolgung eines langfristigen, profitablen Wachstumspfads
Anpassung der Führungsstruktur an die strategischen und operativen Herausforderungen

Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Risikomanagement, der Compliance sowie verschiedenen Personalthemen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2013 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die heutige Sitzung ist die erste des Geschäftsjahres 2014.

Alle Sitzungen im Geschäftsjahr 2013 befassten sich unter anderem mit der eingehenden Erörterung der operativen Lage der Gesellschaft. Daneben hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2013 insgesamt zehn Beschlüsse durch schriftliche oder fernmündliche Stimmabgabe oder Stimmabgabe in Textform gefasst. Sieben dieser Beschlüsse wurden im Februar gefasst; in den Monaten März, September und Oktober wurde jeweils ein Beschluss gefasst. In diesen Beschlüssen wurden die Entsprechenserklärung des Geschäftsjahrs 2013 sowie verschiedene Personalentscheidungen behandelt.

Anlässlich der Sitzung im März 2013, die über die Feststellung des Jahresabschlusses 2012 befand und an der die Abschlussprüfer teilnahmen, standen die umfassende Erörterung des Jahres- und des Konzernabschlusses, das Risikomanagement sowie die Compliance im Vordergrund. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats einstimmig genehmigt. Im Rahmen der Sitzung im Mai 2013 konstituierte sich der Aufsichtsrat auf Basis der Neuwahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, die im Rahmen der vorangegangenen Hauptversammlung durchgeführt worden war, neu und befasste sich sodann zunächst mit dem Verlauf der Hauptversammlung. Im Rahmen der Diskussionen zur Lage des Unternehmens rückten auch Themen wie Vertriebssystematik, Marktbearbeitung und Kundenprofitabilität in das Zentrum der Beratungen. In der Sitzung im September 2013 konzentrierten sich die Diskussionen des Aufsichtsrats auf den Verlauf des operativen Geschäfts sowie auf die Strategische Planung. Die Sitzung im Dezember 2013 beschäftigte sich in ihrem Schwerpunkt mit der Jahresplanung 2014. Zudem wurden organisatorische und personelle Fragen sowie Neuerungen im Bereich des Deutschen Corporate Governance Kodex diskutiert. Die Wirtschaftsprüfer haben im Rahmen einer Telefonkonferenz Themen der Abschlussprüfung 2013 mit dem Aufsichtsrat erörtert.

Schwerpunkte der Tätigkeit

Die Beratungen des Aufsichtsrats wurden ganzjährig dominiert von Fragen des operativen Geschäfts, hier ging es insbesondere um die Herausforderungen, die das dynamische Umsatzwachstum mit sich brachte, sowie um Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung und Verbesserung der Profitabilität. Auch Themen wie die Investitionstätigkeit und Fragen der Finanzierung wurden diskutiert.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat über die Einberufung sowie die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 07. Mai 2013 in seiner Sitzung im März 2013 einen Beschluss gefasst, ebenso wurde der Jahres- und Konzernabschluss des Jahres 2012 festgestellt und gebilligt.

Der Aufsichtsrat befasste sich mit der strategischen Planung des Konzerns, mit den Forecasts zur Geschäftsentwicklung sowie mit der Jahresplanung 2014.

Das Risikomanagement und die Compliance wurden in allen Sitzungen erörtert.

Corporate Governance

Bei allen vier Aufsichtsratssitzungen 2013 war der Aufsichtsrat vollständig vertreten. An den Umlaufbeschlüssen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht -abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär bzw. dem Naheverhältnis zu einem Aktionär der Gesellschaft.

Gegenwärtig ist im Aufsichtsrat eine Frau vertreten. Im Aufsichtsrat sind umfassende Branchenkenntnisse vorhanden. Das Gremium ist international ausgerichtet; aufgrund der unterschiedlichen Werdegänge seiner Mitglieder ist der Aufsichtsrat durch eine hohe Vielfalt von auch international geprägten Erfahrungen und Fähigkeiten gekennzeichnet.

Zukünftige Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl der Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat sollen im Rahmen der jeweils vorhandenen Möglichkeiten weiterhin sicherstellen, dass bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die folgenden Ziele erreicht werden:

umfassende Branchenkenntnisse
Internationalität
Vielfalt (Diversity).

Der Aufsichtsrat hat sich für das Geschäftsjahr 2013 davon überzeugt, dass die FRIWO AG die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung vom Februar 2013 erfüllt hat. Die aktuelle Entsprechenserklärung vom Februar 2014 finden Sie im Lagebericht des Geschäftsberichts sowie auch auf der Internetseite der Gesellschaft, wo sie der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht wurde und wird.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der FRIWO AG und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht, der für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefasst wurde, sind von der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg (Rödl & Partner) geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung des Abschlussprüfers nach § 317 Abs. 4 HGB ergab, dass der Vorstand die Maßnahmen nach § 91 Abs. 2 AktG in der geeigneten Form getroffen hat und das Risikoüberwachungssystem seine Aufgaben erfüllt. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat sich in der heutigen gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Prüfungsergebnisse unterrichten lassen und sich über die wesentlichen Sachverhalte des Jahresabschlusses der FRIWO AG sowie des Konzernabschlusses umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefassten Lagebericht geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat in seiner heutigen Sitzung in Anwesenheit des Abschlussprüfers den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat die Angaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB eingehend geprüft.

Es werden sowohl zu den auf die Gesellschaft zutreffenden Punkten Angaben gemacht als auch negativ erklärt, wenn Angaben nicht möglich sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem Lagebericht des Vorstands einverstanden. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Rödl & Partner hat den Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat, der den Bericht ebenfalls geprüft hat, stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch Rödl & Partner überein und erhebt gegen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung 2014 vor, die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 zu wählen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz und die Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ostbevern, 27. Februar 2014

Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Organe der Gesellschaft

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Aufsichtsrat Mandate
Richard G. Ramsauer Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH - keine
Jürgen Max Leuze stellv. Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH - keine
Ingolf Bonkhoff Entwicklungsingenieur Elektronik / Projektleiter FRIWO - keine
Peter Arnold Curt Tilo Brandis Dipl. Ing. Geschäftsführer B2X Care Solutions GmbH - Track Tec Koltram sp o o. (Mitglied im Aufsichtsrat)
Rita Brehm Personalreferentin FRIWO Freigestellte Betriebsratsvorsitzende - keine
Johannes Feldmayer (ab dem 07.05.2013) Generalbevollmächtigter Heitec AG - Höft & Wessel AG (Mitglied im Aufsichtsrat)
Dr. Ulrich Wolfrum (bis zum 07.05.2013) Mitglied der Geschäftsleitung VTC Partners GmbH - keine

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Vorstand Mandate
Klaus Schilling (bis zum 30.04.2013) - keine
Lothar Schwemm (ab dem 1.03.2013) - keine
Felix Zimmermann - FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd, China

Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Die FRIWO AG mit Stammsitz in Ostbevern / Westfalen ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller von LED-Treibern, Stromversorgungen und Ladegeräten für die unterschiedlichsten Branchen. Außerdem bietet FRIWO seinen Kunden E2MS-Dienstleistungen (Electronic Engineering and Manufacturing Services) im europäischen Raum.

Mit ihren Produkten deckt die Unternehmensgruppe ein breites Spektrum von Anwendungen ab. So finden sich LED-Treiber der Marke FRIWO sowohl in der Innenraumbeleuchtung als auch in witterungsbeständigen Beleuchtungslösungen im Außenbereich wieder. Das Know-how der FRIWO im Bereich Ladetechnik wird vor allem in den anspruchsvollen Märkten der Elektromobilität und der mobilen Werkzeuge sehr geschätzt. Bei Stromversorgungen liegt der Fokus hauptsächlich auf Anwendungen aus den Branchen hochwertiger Konsumerelektronik, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie Medizintechnik und Gesundheit. Als E2MS-Dienstleister bietet das Unternehmen darüber hinaus ausgereifte Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen, vom Engineering über die Gerätemontage bis zur Produktion kompletter Baugruppen.

Die Marke FRIWO ist dabei weltweit zu einem Symbol für Innovationskraft, Sicherheit und Effizienz geworden. Zurückzuführen ist dies auf über 40 Jahre Erfahrung und vor allem auf sehr hohes technisches Know-how, das von der Konzeption maßgeschneiderter Stromversorgungslösungen über die Fertigung bis hin zur Produktprüfung mit Hilfe komplexer Messaufbauten reicht. Als Beleg hierfür ist FRIWO nach DIN ISO 9001, DIN ISO 14001 und ISO/TS 16949 zertifiziert. Zusätzlich wurde dem Unternehmen auch das Audit-Zertifikat "berufundfamilie" für besonders familienfreundliche Personalpolitik sowie die ÖKOPROFIT ("Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik")-Urkunde für Umweltengagement insbesondere durch die Senkung der Betriebskosten bei gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen verliehen.

Der FRIWO-Konzern umfasst neben der Holding die FRIWO Gerätebau GmbH mit Sitz in Ostbevern, aus der heraus das operative Geschäft des Konzerns im Wesentlichen betrieben wird, sowie deren Vertriebs- und Servicegesellschaft in China. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und Investor Relations zuständig. Sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist aufgrund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.

FRIWO bedient sich eines Fertigungsmixes aus eigener Produktion und Zulieferern. Selbst produziert das Unternehmen in Europa, wo am Unternehmenssitz in Ostbevern eine eigene, hoch automatisierte Fertigungsstätte betrieben wird. Dieser Inlandsstandort kooperiert eng mit polnischen Zulieferern. Zum anderen wird ein wesentlicher Teil der Geräte von zwei asiatischen Auftragsfertigern mit Standorten in China und Vietnam bezogen.

Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum

Herr Lothar Schwemm wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. März 2013 in den Vorstand berufen.

Herr Klaus Schilling ist am 30. April 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Der Aufsichtsrat hat Herrn Martin Schimmelpfennig mit Wirkung zum 1. April 2014 in den Vorstand berufen.

Steuerungssysteme

Eine kennzahlenbasierte Steuerung hat im FRIWO-Konzern einen hohen Stellenwert. Zur finanziellen Steuerung des Konzerns wird ein in allen Gesellschaften einheitliches Reportingsystem genutzt, das als grundlegende Steuerungsparameter den Umsatz, das operative Ergebnis -definiert als Bruttoergebnis abzüglich Vertriebs- und Verwaltungskosten - sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT bzw. EBIT-Rendite) verwendet.

Darüber hinaus ist ein angemessener Zahlungsmittelüberschuss ein bedeutendes Kriterium bei allen operativen Entscheidungen.

Diese finanziellen Leistungsindikatoren werden ergänzt durch weitere quantifizierte Kennzahlen, die allerdings keinen direkten finanziellen Ursprung haben (nichtfinanzielle Leistungsindikatoren). Hierbei handelt es sich um Kennzahlen, die als feste Bestandteile des regelmäßigen internen Reportings Aussagen zur aktuellen operativen Performance machen und so den Entscheidungsträgern eine faktenbasierte Grundlage für operative Entscheidungen bieten. Beispielhaft seien hier die Book-to-Bill-Ratio (Verhältnis von Auftragseingang zum fakturierten Umsatz) als Kennzahl für das Geschäftswachstum, die OTD (On Time Delivery) als Kennzahl zur Messung der Termintreue, die Anzahl der Mitarbeiter in den Funktionsbereichen, Materialeinsparungen und die Kapazitätsauslastung der Produktionspartner erwähnt.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2013 hat der FRIWO-Konzern insgesamt 3,8 Mio. Euro (Vorjahr 3,6 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Zum Abschlussstichtag waren weltweit 63 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Produktentwicklung beschäftigt (Vorjahresstichtag: 57).

Im Berichtszeitraum wurden wesentliche Entwicklungsaktivitäten für Lichttreiber aufgewandt. Die umgesetzten Projekte beziehen sich auf das FRIWO-Standardportfolio mit Lichtsteuergeräten und -treibern sowie auf kundenspezifische Lichttreiber, sowohl für Innen- als auch für Außenbeleuchtung (z.B. Straßenbeleuchtungen). Dabei existieren seit Anfang des Jahres 2013 auch spezifische Anforderungen an die Lichttreiber durch die Europäische Union (EU). Diese Energy related Products (ErP) Richtlinie enthält Mindestanforderungen für Energiewirkungsgrad und Leerlaufverluste sowie für Ansprech- und Umschaltzeiten. Dabei sind die Umsetzungszeiträume bis 2016 gestaffelt.

Nachdem in den Vorjahren speziell die Lichttreiber für den europäischen Markt (mit 230 V Eingangsspannung) im Fokus gestanden hatten, wurden 2013 auch Geräte für Unterputzmontage und für 110 V Eingangsspannung, die auf dem US-Markt eingesetzt werden, entwickelt bzw. weiterentwickelt.

Unverändert waren im Berichtszeitraum die wachsenden Anforderungen an Energieeffizienz und an möglichst niedrige Leerlaufverlustleistungen weltweit in der Diskussion und spielten deshalb bei der Entwicklungstätigkeit von FRIWO eine wichtige Rolle. Für Europa wird im Rahmen der ERP-Richtlinie eine Verschärfung der Grenzwerte diskutiert. Dabei erscheinen entsprechende Änderungen bereits ab dem Jahr 2015 denkbar. Aus diesem Grund hat FRIWO bereits mit einer Bestandsaufnahme des aktuellen Produktportfolios begonnen.

Für Batterieladesysteme ist zum 1. Februar 2013 die CEC-Richtlinie "Appliance Efficiency Regulations", (Title 20, Sections 1601 through 1608) in Kraft getreten. CEC steht für California Energy Commission und ist die einzige weltweit gültige Anforderung an Batterieladesysteme.

Deshalb wurden im Berichtsjahr mehrere Geräte auf diesen Standard hin neu überarbeitet.

Da diese Richtlinie auch für Induktivladesysteme gilt, hat FRIWO 2013 neue Ladesysteme für Zahnbürsten in induktiver Form entwickelt. Diese Neuentwicklungen wurden im Berichtszeitraum bereits in die Fertigung überführt.

Die Ausweitung des Geräteportfolios in Bezug auf höhere Leistungen wurde im Jahr 2013 auf Lithium-Ladegeräte ausgeweitet. FRIWO entwickelte dabei ein Ladegerät in IP67-Ausführung in einem Alu-Druckgussgehäuse, das 10 Zellen Lithium Akkus (42 V) mit 10 A aufladen kann. Dieses Projekt konnte zu Beginn des Berichtsjahres akquiriert werden; gegen Ende des Jahres begann die Prototypenfertigung.

Auch die im Vorjahr gestartete Entwicklung von Ladegeräten für Elektro-Fahrräder konnte im Berichtszeitraum an neue Anforderungen angepasst werden. Das Portfolio für diese Anwendung wurde insgesamt ausgeweitet.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum hat sich nach einem schwachen Beginn Im Verlauf des Jahres 2013 wieder verstärkt. Dabei kam es zu einer Verlagerung der Wachstumsdynamik von den aufstrebenden Volkswirtschaften wie z.B. China zu den etablierten Industrieländern. Zwar tragen die Schwellenländer weiterhin überdurchschnittlich zum Wachstum der Weltwirtschaft bei, aber in den Industrieländern nahmen belastende Faktoren wie die Verschuldung der Privathaushalte ab. Zudem zeigten die Konsolidierungsbemühungen für die öffentlichen Haushalte Fortschritte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ging in seiner Projektion vom Oktober 2013 von einem Anstieg des weitweiten Wachstums im Gesamtjahr um 2,9 Prozent aus (2012: 3,2 Prozent), wobei er zuvor seine Prognose mehrere Male gesenkt hatte.

Die Konjunktur in der Eurozone war 2013 erneut vor allem durch die Folgen der Staatsschuldenkrise geprägt. Der IWF ging von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent aus. Insgesamt nahmen nach einem schwachen Jahresauftakt die Erholungstendenzen in dem europäischen Wirtschafts- und Währungsraum zum Ende des Jahres zu. Dabei sind die Unterschiede unter den Mitgliedsstaaten der Eurozone weiterhin groß.

Die deutsche Wirtschaft hob sich in Europa positiv vom Trend ab und gewann 2013 im zweiten Halbjahr an Dynamik.

Das Statistische Bundesamt errechnete ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (vorläufig) um 0,4 Prozent nach 0,7 Prozent im Vorjahr. Dabei wurde die Aufwärtsbewegung stark vom privaten Konsum, etwa durch die wachsende Nachfrage nach Immobilien, und damit von binnenwirtschaftlichen Faktoren getragen, während in der Erholungsphase nach der Finanz- und Bankenkrise 2008/2009 vor allem Impulse vom Export gekommen waren. Ausfuhren und Unternehmensinvestitionen entwickelten sich im Berichtsjahr weiterhin verhalten.

Die Erwerbstätigkeit erreichte in Deutschland nach vorläufigen Angaben mit einem Anstieg um 233.000 Personen auf 41,84 Mio. Beschäftigte (Jahresdurchschnitt) den höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook, Update Oktober 2013
Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2013
Ifo-Institut, München: Eurozone economic outlook, 10. Januar 2014
Presseinformation Bundesagentur für Arbeit, 7. Januar 2014
Presseinformation, Statistisches Bundesamt, 15. Januar 2014

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nach einem schwierigen Jahr 2012 mit rückläufigem Marktvolumen befindet sich der Weltmarkt für Stromversorgungen wieder im Aufwind. So rechnet das Marktforschungsunternehmen Micro-Tech Consultants im Zeitraum von 2013 bis 2017 mit einer Steigerung des Gesamtmarktes von 29,2 Milliarden auf 31,1 Milliarden US-Dollar.

Da FRIWO als Hersteller von Netz- und Ladegeräten die unterschiedlichsten Branchen mit seinen Produkten beliefert, ist die Entwicklung des Gesamtmarktes allerdings nur bedingt aussagekräftig, insofern können auch keine konkreten Aussagen über die relative Marktposition der FRIWO-Gruppe im Gesamtmarkt gemacht werden. Wesentlich interessanter ist daher die Betrachtung einzelner Teilmärkte, welche für FRIWOs zukünftige Entwicklung eine hohe Bedeutung haben.

Äußerst positiv hebt sich hier der Markt für medizinische Stromversorgungen hervor, in welchem FRIWO mit seinem Know-how schon seit vielen Jahren eine führende Rolle innehat. Hier ist mit einem Marktwachstum von 642 Mio. auf 866,8 Mio. US-Dollar im Berichtszeitraum von 2012 bis 2017 zu rechnen.

Ebenso entwickelt sich der Markt für Ladegeräte, welcher über die Branchen Elektromobilität und kabellose Werkzeuge zu einem immer wichtigeren Standbein für FRIWO wird, nachhaltig positiv. Während der globale Markt für E-Bikes bis 2020 mit durchschnittlich 3,1 Prozent pro Jahr recht moderat wachsen soll, entwickelt sich der für FRIWO ausschlaggebende Markt in Westeuropa mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 9,1 Prozent deutlich positiver. Im Bereich kabellose Werkzeuge ist in den nächsten Jahren mit einem durchschnittlichen Marktwachstum von 8,3 Prozent pro Jahr zu rechnen, dementsprechend wird sich auch der Bedarf für zugehörige Ladegeräte steigern.

Neue Marktfelder der FRIWO entwickeln sich ebenfalls vielversprechend. So hält beispielsweise die LED nach wie vor erfolgreich Einzug in den Bereich der Beleuchtung, bis zum Jahr 2016 wird hier mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 34 Prozent gerechnet. Bereits im Jahr 2020 sollen nahezu 60 Prozent aller Beleuchtungslösungen weltweit mit LED-Technik arbeiten.

Auch der Markt für FRIWO-Dienstleistungen im Bereich Electronic Manufacturing Services (EMS) erfährt eine positive Entwicklung. Im europäischen Raum wird ein Wachstum von 25,5 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf 27,8 Milliarden Euro im Jahr 2017 prognostiziert. Mit der Ausweitung seiner Dienstleistungen hin zu E2MS (Electronic Engineering and Manufacturing Services) sollte FRIWO von dieser positiven Entwicklung profitieren können.

Quellen:

http://www.micro-techco.com/GSPSBrochure.pdf
http://www.marketsandmarkets.com/PressReleases/medical-power-supply.asp
http://beforeitsnews.com/business/2013/02/ global-power-tools-market-forecast-to-reach-28-1-billion-in-2016-reportsnreports-2489208.html
http://www.greencarcongress.com/2013/04/ebikes-20130405.htmlmore
http://www.ledsmagazine.com/articles/print/volume-8/issue-9/features/lighting-market-report-predicts-strong-growth-for-led-lighting-magazine.html
http://www.electronics.ca/european-ems-market-analysis.html

Allgemeiner Geschäftsverlauf

FRIWO blickt auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr 2013 mit einer lebhaften Nachfrage quer durch alle Kundengruppen sowie in der Folge signifikanten Umsatz- und Ergebnisverbesserungen zurück. Nach einem sehr dynamischen Start in das Jahr übertrafen die ersten drei Quartale durchweg die Vorjahreswerte. Zusammen mit einem insgesamt zufriedenstellenden vierten Quartal wurde im Jahr 2013 damit zum ersten Mal die Erlösmarke von 100 Mio. Euro überschritten. Das ist das höchste Geschäftsvolumen seit dem Verkauf der Aktivitäten im Bereich Mobile Power im Jahr 2008.

Die gute Umsatzentwicklung spiegelte sich in einer deutlich verbesserten Ertragslage wider.

Auftragsentwicklung

Der Auftragseingang entwickelte sich in 2013 positiv und lag prozentual zweistellig über dem entsprechenden Vorjahreswert und leicht über dem fakturierten Umsatz. Der Zuwachs im Auftragseingang konnte in nahezu allen Kundengruppen und vor allem im Geschäft mit im Vorjahr neugewonnenen Kunden verzeichnet werden.

Zum Jahresende 2013 kann FRIWO einen erfreulichen Auftragsbestand ausweisen, der um 6,6 Prozent über dem Auftragsbestand des Vorjahres liegt.

Nach dem nicht zufriedenstellenden Vorjahr führte das erhöhte Geschäftsvolumen im Berichtsjahr zu einer insgesamt guten Auslastung der Produktionskapazitäten.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der FRIWO-Konzern erzielte 2013 mit 113,9 Mio. Euro den höchsten Wert für ein Geschäftsjahr seit dem Verkauf der Aktivitäten im Bereich Mobile Power im Jahr 2008. Gegenüber dem Vorjahreswert von 94,1 Mio. Euro errechnet sich eine Steigerung um 19,8 Mio. Euro bzw. 21,1 Prozent. Damit übertraf das Umsatzwachstum 2013 die Vorjahresprognose des Vorstands, in der er von einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich ausging.

Ungeachtet der nach wie vor vorhandenen volkswirtschaftlichen Unsicherheiten in wesentlichen Märkten und Regionen sowie des ungelösten Staatsschuldenproblems in Europa zeigten alle Marktsegmente von FRI-WO 2013 eine lebhafte Geschäftsentwicklung. Nahezu sämtliche Kundengruppen erreichten prozentual zweistellige Umsatzzuwächse. Sehr erfolgreich verlief auch das Geschäft mit im Vorjahr neu gewonnenen Kunden. Aufgrund des reibungslosen und zügigen Anlaufs dieser neuen Projekte konnten sich mehrere Neukunden auf Anhieb sogar unter den Top-Kunden des Unternehmens etablieren. Diese Umsatzentwicklung wurde durch den unterjährigen Trend der Book-to-Bill-Ratio regelmäßig untermauert.

Die FRIWO-Produktionsstätten in Europa und in Asien trugen in etwa jeweils zur Hälfte zum Konzernumsatz bei.

Mit einer Ausnahme erzielte FRIWO in allen Berichtssegmenten prozentual zweistellige Umsatzzuwächse.

In regionaler Hinsicht wurde wie im Vorjahr mehr als die Hälfte des Umsatzes in Deutschland erwirtschaftet. Die Inlandserlöse stiegen um 12,0 Prozent auf 57,9 Mio. Euro. In dem Segment Übriges Europa konnte mit 65,9 Prozent auf 31,5 Mio. Euro das höchste prozentuale Wachstum verzeichnet werden. Die Region Asien zeigte ebenfalls ein deutliches Plus von 13,8 Prozent auf 19,7 Mio. Euro. Die übrigen Regionen sanken um 20,7 Prozent auf 4,8 Mio. Euro.

FRIWO fakturiert einen Großteil der Waren in US-Dollar. Deshalb wirkte sich bei der Umsatzentwicklung der durchschnittliche Wertanstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar negativ aus. Währungsbereinigt, also auf Basis der Wechselkurse des Vorjahres, belief sich der Umsatzanstieg 2013 auf 23,3 Prozent.

Ertragsentwicklung

Die dynamische Umsatzentwicklung im Jahr 2013 führte, verbunden mit einer Verbesserung der Produktmargen, zu einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage im FRIWO-Konzern gegenüber dem Vorjahr und der Prognose des Vorstands im Vorjahresbericht.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg 2013 von 8,8 Mio. Euro im Vorjahr um 50,6 Prozent auf 13,2 Mio. Euro. Damit verbesserte sich die Bruttomarge vom Umsatz von 9,3 Prozent auf 11,6 Prozent. Die Erhöhung um 2,3 Prozentpunkte ist auf die Verbesserung der Produktmargen zurückzuführen. Dabei wirkten sich die Einsparungen im Materialeinkauf, eine Reduzierung der Frachtkosten sowie die Produktivitätssteigerung entsprechend positiv auf die Entwicklung des Bruttoertrags aus.

Die Vertriebskosten entwickelten sich 2013 mit einem Anstieg um 10,0 Prozent auf 5,1 Mio. Euro (2012: 4,7 Mio. Euro) deutlich unterproportional zum Umsatz.

Dagegen zeigten die allgemeinen Verwaltungskosten einen Anstieg von 27,7 Prozent auf 5,4 Mio. Euro (2012: 4,3 Mio. Euro). Diese Erhöhung beruhte im Wesentlichen auf variablen Kostenbestandteilen in der Personalvergütung sowie erhöhten Kosten der Personalbeschaffung.

Das operative Ergebnis steigerte sich damit von -0,1 Mio. Euro im Vorjahr um 2,8 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro. Die Ergebnisverbesserung verteilte sich in regionaler Sicht überwiegend analog zur Umsatzentwicklung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen die Währungsaufwendungen und -erträge.

Der FRIWO-Konzern erreichte 2013 ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 3,1 Mio. Euro nach 0,3 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei hatte auch das Währungsmanagement einen positiven Einfluss auf die Ertragslage.

Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) lag mit 2,7 Prozent deutlich über dem Vorjahr (0,3 Prozent) und übertraf damit auch die Erwartungen des Vorstands für dieses Geschäftsjahr. Das Finanzergebnis lag mit -0,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro). Es ist geprägt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau im Berichtsjahr sowie durch Maßnahmen zur Zinssicherung durch Zinsderivate.

Das Ergebnis vor Steuern (PBT) war mit 2,5 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro höher als 2012 (-0,4 Mio. Euro).

Nach Steuern betrug das Konzernergebnis 2,6 Mio. Euro nach einem Vorjahresergebnis von minus 0,3 Mio. Euro. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,34 Euro nach minus 0,04 Euro im Jahr 2012 (siehe Ziffer 17 des Konzernanhangs).

Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Finanzmanagement des Konzerns ist maßgeblich auf die Steuerung der benötigten Liquidität sowie einer angemessenen Kapitalstruktur des Unternehmens ausgerichtet.

Der Konzern verfügt über mehrere kurzfristige Kreditlinien verschiedener Banken. Darüber hinaus stehen der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH 5,0 Mio. Euro über ein langfristiges Darlehen zur Verfügung, das im Jahr 2015 fällig wird. Im Übrigen wird auf die Angaben unter Ziffer 29 des Konzernanhangs verwiesen.

Zudem verkauft die FRIWO Gerätebau GmbH einen Teil ihrer Forderungen in Form eines echten Factorings, bei dem das Ausfallrisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird. Der Anteil der verkauften Forderungen am Forderungsbestand wurde im Berichtszeitraum leicht erhöht und lag bei einer Quote von rund 74 Prozent. Die chinesische Vertriebs- und Servicegesellschaft wird derzeit durch die FRIWO Gerätebau GmbH mit Finanzmitteln ausgestattet. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien in den einzelnen Gesellschaften ist innerhalb eines Geschäftsjahres von der Entwicklung des Working Capital, d. h. von den Vorräten, den Verbindlichkeiten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, abhängig.

Der FRIWO-Konzern war im Geschäftsjahr 2013 durchgehend selbstständig finanziert und verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität.

Investitionen

Der FRIWO Konzern tätigte Investitionen in Höhe von 2,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013. Im Wesentlichen wurde in das Sachanlagevermögen am Standort in Ostbevern und der externen Auftragsfertigung in Asien und Polen investiert. Die Investitionen dienten -wie in den Vorjahren auch -der fortlaufenden Prozessoptimierung und Qualitätssicherung an allen Produktionsstandorten. Die dadurch erreichten Kosteneinsparungen unterstützten die im Berichtsjahr verzeichneten Margenverbesserungen. Zudem erwarb FRIWO am Stammsitz in Ostbevern ein angrenzendes Grundstück und sicherte sich damit die Option auf eine mögliche Ausweitung der Kapazitäten.

Liquidität

Die von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2013 mit kurzfristigen Geldmarktkrediten in Höhe von 1,0 Mio. Euro in Anspruch genommen. Es stehen dem FRIWO-Konzern darüber hinaus 8,0 Mio. Euro an Kreditlinien zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzt waren. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente sind bei FRIWO von untergeordneter Bedeutung. Mit einigen finanzierenden Banken sind branchenübliche Klauseln (Covenants) vereinbart, die bei wesentlichen Verschlechterungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein Kündigungsrecht begründen können. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurden sämtliche Covenants eingehalten.

Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 2,9 Mio. Euro nach einem Zufluss von 2,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 2,4 Mio. Euro, der im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen ist (2012: Mittelabfluss von 2,3 Mio. Euro).

Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: Mittelabfluss von 1,3 Mio. Euro). Darin spiegelt sich vor allem die Reduzierung der Inanspruchnahme der kurzfristigen Kreditlinien wider. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2013 über Zahlungsmittel in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Das ist eine Verringerung um 1,2 Mio. Euro gegenüber dem Finanzmittelbestand zu Beginn der Berichtsperiode.

Im Berichtsjahr konnten die Gesellschaften des Konzerns ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit bedienen. Soweit dies derzeit absehbar ist, ist die Liquidität auch für das Jahr 2014 und die Folgejahre gesichert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 31. Dezember 2013 belief sich auf 37,2 Mio. Euro und lag damit um 1,1 Mio. Euro bzw. 2,8 Prozent unter dem Wert am gleichen Bilanzstichtag 2012 (38,3 Mio. Euro).

Die langfristigen Vermögenswerte sanken in Summe von 10,6 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro (-8,6 Prozent).

Die Investitionen im Konzern (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrugen im Berichtsjahr 2,4 Mio. Euro nach einem Vorjahreswert von 2,3 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern nahmen im Stichtagsvergleich leicht von 27,6 Mio. Euro auf 27,5 Mio. Euro ab. Die Vorräte erhöhten sich dabei um 7,7 Prozent auf 18,7 Mio. Euro (2012: 17,4 Mio. Euro) und damit im Vergleich zum stark gestiegenen Geschäftsvolumen moderat. Grund für den Bestandsaufbau waren die Verkürzung der Lieferzyklen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und der Zuwachs im Auftragsbestand zum Jahresende. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken hingegen um 13,0 Prozent von 5,4 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro.

Die Zahlungsmittel reduzierten sich von 2,4 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro.

Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital des FRIWO-Konzerns ergebnisbedingt von 8,5 Mio. Euro per 31. Dezember 2012 um 2,5 Mio. Euro bzw. 29,8 Prozent auf 11,0 Mio. Euro per Ende 2013. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend von 22,2 Prozent per 31. Dezember 2012 auf 29,6 Prozent per Ende 2013.

Die langfristigen Schulden sanken leicht von 8,9 Mio. Euro auf 8,5 Mio. Euro zum Jahresende 2013. Größte Einzelposition ist weiterhin das Darlehen der FRIWO Gerätebau GmbH über 5,0 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken in Summe ebenfalls von 20,9 Mio. Euro per Ende 2012 um 15,5 Prozent auf 17,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013. Der Rückgang ist vor allem auf die deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die von 15,1 Mio. Euro um 22,2 Prozent auf 11,7 Mio. Euro sanken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumen im letzten Quartal des Jahres 2012 die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag des Vorjahres deutlich erhöht gewesen waren, so dass sich das Bestandsniveau im Berichtsjahr normalisierte.

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten konnten von 2,7 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro reduziert werden.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten stiegen von 3,0 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro an. Die Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus der Bildung von Rückstellungen für variable, erfolgsabhängige Kostenbestandteile in der Personalvergütung.

Vor dem Hintergrund des herausfordernden konjunkturellen Umfelds und des dynamischen Wachstums stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt als zufriedenstellend dar.

Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG

Die FRIWO AG fungiert als Holding des FRIWO-Konzerns. Sie erzielt ihr Ergebnis im Einzelabschluss nach HGB-Rechnungslegung aus den vereinnahmten Gewinnen bzw. den übernommenen Verlusten der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, mit der ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag besteht. Des Weiteren fallen bei der Holding eigene Aufwendungen an. In der Gewinn- und Verlustrechnung der FRIWO AG ergaben sich in 2013 außergewöhnliche Belastungen aufgrund der Veränderungen im Vorstand.

Getragen von einem guten Beteiligungsergebnis in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 11 T Euro) erzielte die FRIWO AG im Geschäftsjahr 2013 ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: -0,7 Mio. Euro).

Im Berichtsjahr hat im Inland eine steuerliche Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2008 - 2011 stattgefunden. Die Prüfung führte für die FRIWO AG insgesamt zu Ertragsteuererstattungsansprüchen sowie zu einer Erhöhung der steuerlichen Verlustvorträge zum Ende des Prüfungszeitraums, die sich auch auf das Geschäftsjahr 2013 ausgewirkt haben.

Der Jahresüberschuss belief sich auf 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,7 Mio. Euro) und wurde nach Verrechnung mit dem Bilanzverlust des Vorjahres (-0,7 Mio. Euro) in Höhe von 1,4 Mio. Euro auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH ist der wesentliche Vermögensgegenstand der FRIWO AG. Diese Beteiligung wird zum 31. Dezember 2013 unverändert mit ihren historischen Anschaffungskosten von 28,3 Mio. Euro ausgewiesen. Dieser Wertansatz konnte zum Abschlussstichtag wiederum bestätigt werden. Die Bewertung wurde basierend auf einer aktuellen Mehrjahres-Ergebnisplanung mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens durchgeführt. Der Bewertung liegen Annahmen und Schätzungen über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der FRIWO Gerätebau GmbH zugrunde.

Infolge des höheren Ergebnisses erhöhte sich auch die Bilanzsumme der FRIWO AG deutlich von 32,0 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 34,5 Mio. Euro.

Zusammenfassend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holding aus Sicht des Vorstands zufriedenstellend.

Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahl

Zum 31. Dezember 2013 waren in der FRIWO-Gruppe insgesamt 335 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet einen Aufbau um 11 Personen gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres (324 Personen).

Nachdem im Vorjahr Personalumfang und -struktur nahezu unverändert geblieben waren, machte das operative Wachstum im Berichtsjahr die Verstärkung der Organisation erforderlich.

In Europa wurde vor allem in die Teams der Bereiche Produktentwicklung und Vertrieb investiert, sei es durch Neueinstellungen oder die Übernahme von Auszubildenden in Anstellungsverhältnisse. In den produktionsnahen Bereichen am Hauptsitz Ostbevern wurde der Personalstand im Zuge von Ablaufoptimierungen und Effizienzsteigerungen leicht reduziert.

Auch in den Auslandsstandorten hat FRIWO in die Organisation investiert. In der Tochtergesellschaft in China wurden weitere Einstellungen mit dem Ziel, Produktions- und Lieferprozesse der Fertigungspartner besser zu steuern, vorgenommen.

Die Berufsausbildung hatte im Berichtsjahr einen unverändert hohen Stellenwert bei FRIWO. Die Anzahl der Auszubildenden am Stammsitz in Ostbevern blieb mit 23 Personen konstant.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 waren im Inland 255 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 247) in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung beschäftigt. Der Personalstand im Ausland (China, Frankreich, Japan, Niederlande) lag zum Bilanzstichtag bei 80 Personen (31. Dezember 2012: 77).

Mitarbeiterförderung

Fortbildung

Der nachhaltige Unternehmenserfolg der FRIWO-Gruppe kann nur mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichergestellt werden. Daher hat die Fortbildung konzernweit einen hohen Stellenwert. Sie hat zum Ziel, die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken und dadurch einen Beitrag zu hoher Arbeitsqualität und Effizienz der Prozesse zu leisten. Im Geschäftsjahr 2013 investierte FRIWO vor allem in fachbezogene Schulungen für technische und kaufmännische Themen.

Arbeitgeberimage

Um für den intensiver werdenden Wettbewerb um die besten Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet zu sein, wurden im Jahr 2013 erste Vorbereitungen für Aktionen getroffen, mit denen sich FRIWO als attraktiver Arbeitgeber optimal darstellen kann. In diesem Rahmen hat das Unternehmen auch die Aktivitäten im Rahmen der Industrie-Akzeptanzoffensive, die zusammen mit anderen Unternehmen der Region die Förderung des Images der Industrie verfolgt, erheblich verstärkt.

Projekt "berufundfamilie"

Bereits im Jahr 2007 hatte sich FRIWO am deutschen Standort Ostbevern von der Hertie-Stiftung für das Projekt "berufundfamilie" zertifizieren lassen. Ziel dieses langfristig angelegten Projekts ist die Förderung der Vereinbarkeit von beruflichen Aufgaben mit dem familiären Umfeld. Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Aktivitäten zum Schwerpunkt "Beruf und Pflege" fortgeführt. So konnte FRIWO als erstes Unternehmen den neuen, mit Informationsmaterial gefüllten, "Pflegekoffer" des Kreises Warendorf entgegennehmen und den Mitarbeitern unterstützend als Orientierungshilfe in Pflegefällen zur Verfügung stellen.

Umweltbericht

Der Schutz der Umwelt mit Hilfe des Umweltmanagementsystems DIN EN ISO 14001 ist bei FRIWO bereits seit dem Jahr 2000 implementiert. Ziel ist es, innerhalb der Wertschöpfungskette die natürlichen Ressourcen zu schonen und umweltrelevante Maßnahmen von vornherein in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. Die Erreichung dieses Ziels erfordert die permanente Überwachung aller Maßnahmen und deren kontinuierliche Verbesserung. Durch ein effektives Umweltmanagement können Entwicklungs- und Produktionskosten verringert werden. In diesem Zusammenhang arbeitet FRIWO im Vorstandskreis Energieeffizienz des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) mit.

Im November 2013 verpflichtete sich FRIWO, ein Energiemanagementsystem zur Verbesserung der Energieeffizienz gemäß DIN EN ISO 50001 einzuführen. Im Antragsjahr wurde bereits die Ermittlung und Bewertung der aktuellen Energieverbraucher umgesetzt.

Im Jahr 2014 wird FRIWO die konsequente Erfassung und Beurteilung der Energieträger und -verbraucher weiter fortführen.

FRIWO hatte sich 2012 in das Projekt "Ökoprofit" eingebracht. "Ökoprofit" steht für Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik und ist speziell auf mittlere und kleine Unternehmen zugeschnitten. Im November 2013 wurde FRIWO für sein Engagement bei diesem Projekt ausgezeichnet. "Ökoprofit" ist ein Zusammenschluss von Unternehmen aus dem Kreis Warendorf, die im Verbund an der Verbesserung des Umweltschutzes arbeiten. Durch eine Vernetzung der teilnehmenden Firmen, gemeinsame Betriebsrundgänge mit Experten und in Workshops wurden Produktionsprozesse sowie Technologien, Material- und Energienutzung hinterfragt und Einsparungspotenziale ermittelt, um Abfälle und Emissionen zu vermeiden. Entsprechende Maßnahmen wurden individuell erfasst und umgesetzt mit dem Ziel, die Betriebskosten zu senken. Außerdem erhielten die Betriebe Schulungen zu den Themen Arbeitsschutz, Mitarbeitermotivation, juristische Aspekte, Energie- und Wasserverbrauch sowie Abfall und Gefahrstoffe. Während der einjährigen Laufzeit des Projektes konnte FRIWO den Energieverbrauch um 330.500 Kilowattstunden reduzieren, was für den Klimaschutz eine Erleichterung von 189,7 Tonnen CO2 bedeutet. Die Auszeichnung als "Ökoprofit"-Betrieb ist für FRIWO ein weiterer Baustein zum Umweltschutz und trägt wesentlich zur langfristigen umweltbewussten Produktion der Geräte bei.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Allgemein wird von einer Belebung der weltweiten Konjunktur Im Jahr 2014 ausgegangen. Der IWF bezifferte in seiner Projektion vom Oktober 2013 den Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung auf 3,6 Prozent bei einem weiterhin dynamischen Wachstum in den Schwellenländern und einer positiven Entwicklung in den wichtigsten etablierten Volkswirtschaften.

Ein wichtiger Faktor ist dabei die erwartete Erholung in Europa, speziell in der Euro-Zone. Laut ifo-Institut dürften Industrieproduktion und Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone in den ersten beiden Quartalen 2014 spürbar wachsen, sowohl aufgrund höherer Investitionen der Wirtschaft als auch aufgrund einer weniger restriktiv wirkenden Fiskalpolitik in Spanien und Frankreich. Insgesamt sei aber eine nur moderate Erholung der Konjunktur im europäischen Währungsraum zu erwarten, denn die fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen und die hohe Arbeitslosigkeit vor allem in südlichen Euro-Ländern belasteten weiterhin die verfügbaren Einkommen und die Konsumneigung der Bürgerinnen und Bürger.

Die deutsche Wirtschaft dürfte 2014 weiter Fahrt aufnehmen. Dabei wird sich die Tendenz fortsetzen, dass Impulse weniger durch die Außenwirtschaft und mehr durch die Binnennachfrage gesetzt werden. Die im EU-Vergleich niedrige Arbeitslosenquote, das Wachstum der Beschäftigung, Lohnzuwächse sowie das niedrige Zinsniveau mit günstigen Finanzierungskonditionen treiben die Verbraucherausgaben an, etwa den privaten Konsum oder Investitionen in Immobilien. Der zuletzt verhaltene Export sollte nach und nach von der sich abzeichnenden Verbesserung der Konjunktur im Euro-Gebiet profitieren. Die Deutsche Bundesbank geht unter diesen Voraussetzungen für 2014 von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 Prozent aus. Der IWF prognostizierte zuletzt ein Wachstum des BIP um 1,4 Prozent für das laufende Jahr.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook, Update Oktober 2013
Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2013
Reuters: Deutsche Wirtschaft dürfte 2014 Fahrt aufnehmen, 13. Januar 2014

Unternehmensbezogene Rahmenbedingungen

Die künftige Entwicklung des Unternehmens hängt zum einen von den allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, denen sich auch FRIWO nicht entziehen kann, ab. Zum anderen haben einige dem Geschäftsmodell von FRIWO immanente geschäftstypische Risikofaktoren eine hohe Relevanz für die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung. Diese im Folgenden nicht abschließend aufgezählten Faktoren sind für den Vorstand nur schwer einschätzbar und können teilweise gar nicht oder nur sehr eingeschränkt beeinflusst werden.

FRIWO erwirtschaftet einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in US-Dollar, woraus grundsätzlich eine Abhängigkeit vom Wertverhältnis des Euro zum US-Dollar entsteht. Da die Volatilität des US-Dollar-Kurses hoch bleibt und möglicherweise sogar weiter steigen kann, sind Prognosen und darauf aufbauende Planungen und Sicherungsmaßnahmen mit entsprechend hohen Unsicherheiten behaftet.

Zu den langfristig den Geschäftserfolg potenziell erheblich beeinflussenden externen Parametern zählen auch weiterhin die Lohnkosten in China und Vietnam, deren regelmäßige laufende Erhöhung erwartet wird, sowie die Marktpreise der eingesetzten Rohstoffe (insbesondere Kupfer und Öl).

Die genannten Ungewissheiten könnten die geplante wirtschaftliche Entwicklung des FRIWO-Konzerns kurz-, mittel- und auch langfristig negativ beeinflussen.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Die konkreten Planungen des Vorstands für das Jahr 2014 basieren zunächst auf einer sorgfältigen Analyse des Wachstums des Jahres 2013, das deutlich über den Erwartungen lag. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Ausweitung des Geschäftsvolumens durch erstmalige signifikante Volumeneffekte mit wesentlichen Neukunden und -projekten geprägt war. Dies ist aufgrund der zum Jahresende 2013 geringeren Anzahl von neuen Projekten nicht in vergleichbarem Umfang für das Jahr 2014 zu erwarten. Dieser Umstand führt zu der Schlussfolgerung, dass sich das Wachstum des Jahres 2013 nicht in gleichem Ausmaß in 2014 wiederholen wird.

Ungeachtet dessen ist FRIWO mit einem zufriedenstellenden Auftragsbestand auf stabilem hohem Niveau in das neue Jahr gestartet. Der Vorstand sieht die Marktposition insbesondere durch Erfolge in den Bereichen Licht und Elektromobilität weiter gefestigt.

Ziel ist es, im Jahr 2014 das Umsatzniveau deutlich über der erreichten 100 Mio. Euro-Marke zu stabilisieren und ein moderates Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr im einstelligen Prozentbereich zu forcieren. Die zum Ende des Geschäftsjahres 2013 vorliegende Book-to-Bill-Ratio stützt diese Erwartung.

Neben diesem Volumenziel wird es 2014 insbesondere darum gehen, das erreichte Niveau der Profitabilität abzusichern, zu verstetigen und auch weiter auszubauen. Dieses Ziel soll zum einen durch die Verbesserung der Produktmargen durch Realisierung von Kostensenkungspotenzialen erreicht werden. Zum anderen sollen die Strukturkosten konstant gehalten werden.

Im Geschäftsjahr 2014 strebt der Vorstand eine leichte Verbesserung der EBIT-Rendite gegenüber dem Vorjahr an.

Aufbauend auf dem leicht positiven Netto-Cashflow des Jahres 2013 ist die Reduzierung des benötigten Umlaufvermögens (Working Capital) unverändert ein wichtiges finanzielles Ziel.

Dieser Prognosebericht basiert insgesamt auf den zum Abschlussstichtag bekannten Rahmenbedingungen und Daten sowie auf der grundlegenden Annahme, dass in 2014 keine wesentliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für FRIWO relevanten Märkten eintreten wird.

Risikobericht

Risikomanagement

Als international agierendes Unternehmen ist FRIWO im Rahmen der Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von spezifischen Risiken ausgesetzt, die sich gegebenenfalls nachteilig auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AG und Konzern auswirken können. Vor diesem Hintergrund ist ein professionelles und wirkungsvolles Risikomanagementsystem ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung der FRIWO AG und des FRIWO-Konzerns.

Das Risikomanagementsystem bei FRIWO ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder im Fall ihres Eintretens zu minimieren. Das Risikomanagement stellt einen standardisierten fortwährenden Prozess dar, der ständig verbessert und verfeinert wird. Das System wird nicht zur Analyse und Bewertung von Chancen eingesetzt.

Die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung der Risiken sowie die Berichterstattung über sie sind in einer Richtlinie niedergelegt, welche auch konzernweit die Grundlage für ein effizientes Risikomanagementsystem bildet.

Die Risikobewertung wird dreimal im Jahr durch Einschätzung von Risikopotenzial (in Euro) und Eintrittswahrscheinlichkeit (in Prozent) von den zuständigen "Risk-Ownern" (dabei handelt es sich um Führungskräfte in allen wesentlichen Bereichen des Konzerns) vorgenommen. "Risk Controller" unterstützen sie dabei und stellen sicher, dass bei Überschreitung von bestimmten Schwellenwerten Risiken an höhere Führungsebenen und an den Aufsichtsrat kommuniziert werden. Dabei ist die Risikoberichterstattung vollständig in die standardisierten Planungs- und Forecast-Prozesse integriert. Dieses System gewährleistet, dass alle identifizierten Risiken ihrer Wesentlichkeit entsprechend berücksichtigt werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen das Risikobewusstsein geschärft.

Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns haben können. Weitere Informationen zu Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und zum Finanzrisikomanagement sind dem Konzernanhang unter Ziffer 34 zu entnehmen. Risiken, die dem Konzern derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls negativ beeinträchtigen.

Risikoarten

Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des FRIWO-Konzerns

Eine in Teilmärkten geringere konjunkturelle Dynamik könnte sich belastend auf die Nachfrage in den von FRIWO bedienten Marktsegmenten auswirken. Dies hätte je nach Intensität und Dauer eine unmittelbare Auswirkung auf die finanzielle Lage des Konzerns.

Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Verbraucherschutz führt unverändert zu stärkeren gesetzlichen Regulierungen. Ein Erfolgsfaktor für FRIWO ist daher die zügige Erkennung und Umsetzung der relevanten technischen Anforderungen und Normen.

Ferner bestehen länderspezifische Risiken an einzelnen FRIWO-Standorten oder denen ihrer Lieferanten. Insbesondere ist das Risiko einer uneinheitlichen Auslegung und Anwendung von Rechtsquellen zu nennen, die speziell das Arbeitsrecht sowie Steuer- und Zollregelungen in China betreffen.

Währungsrisiken

Da FRIWO als global orientiertes Unternehmen einen wesentlichen Teil des Geschäftes in Fremdwährungen (insbesondere US-Dollar) abwickelt, entstehen im Konzern Transaktionsrisiken.

Die Volatilität an den weltweiten Zins- und Währungsmärkten im Jahr 2013 war zum Teil geprägt durch die expansive Geldmarktpolitik der amerikanischen Nationalbank und zum Teil durch die Erholung der Wirtschaft im Euroraum. Die Europäische Zentralbank hat durch eine zweimalige Senkung ihres Leitzinssatzes ebenfalls einen Einfluss auf die Volatilität des EUR/USD-Kurses genommen. Daher haben diese Risiken auch im Jahr 2013 an Relevanz gewonnen.

Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen in Fremdwährungen und künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. Das Fremdwährungsrisiko wird aus der Sicht der jeweiligen Gesellschaft und ihrer Heimatwährung gegenüber allen Fremdwährungen betrachtet. Dabei ergibt sich zunächst zumindest teilweise eine natürliche Absicherung bei jenen Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten.

Darüber hinaus verbleibende Fremdwährungsrisiken werden durch gezieltes Währungsmanagement verringert. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt bevorzugt in der jeweiligen Heimatwährung oder weitestgehend auf währungsgesicherter Basis. Mittelaufnahmen oder Mittelanlagen in Fremdwährungen zu Spekulationszwecken sind nicht gestattet. Der Konzern unterhält eine Treasury-Funktion, die regelmäßig die bilanziellen Währungsrisiken erhebt und im Fall eines wesentlichen, konsolidierten Risikos entsprechende Absicherungen durch Devisentermingeschäfte vornimmt. Risiken der Währungen USD (US-Dollar) und CNY (chinesischer Renminbi) zueinander werden nicht abgesichert. Den Risiken aus künftigen Transaktionen begegnet FRIWO dadurch, dass Geschäfte bevorzugt in der Währung der entstandenen Herstellkosten abgeschlossen werden.

Dennoch könnten sich aus veränderten Währungsrelationen, den zum größten Teil in US-Dollar fakturierten Transaktionen sowie aus der Umrechnung auf die Konzernwährung Euro Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Da sich eine operativ tätige FRIWO-Gesellschaft in China befindet, ist der Konzern außer den beschriebenen Transaktionsrisiken auch den Einflüssen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Gesellschaft in die Berichtswährung Euro des Konzernabschlusses ausgesetzt.

Beschaffungs-, Produktions- und Preisänderungsrisiken

Bei FRIWO bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können.

Bei der Fertigung von Produkten verarbeitet FRIWO auch Vorprodukte oder Komponenten anderer Hersteller. Dabei haben einige Lieferanten von FRIWO eine Alleinstellung. Deshalb kann unter Umständen eine quantitativ und/oder qualitativ ausreichende Produktions- bzw. Liefermenge nicht immer sichergestellt werden. Auf diese Weise könnten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden. Konkret hat im Jahr 2013 ein bedeutender Alleinlieferant eine Schlüsselkomponente langfristig abgekündigt. FRIWO hat sehr frühzeitig auf diese Information reagiert und entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen.

Auch die Rohstoff- und Energiepreise können je nach Marktsituation stark schwanken und die wirtschaftliche Lage des FRIWO-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Es ist angesichts des unverändert intensiven Wettbewerbs im Markt für Stromversorgungen nicht gesichert, dass FRIWO eventuelle Preiserhöhungen an die Kunden ganz oder zumindest teilweise weitergeben kann.

Einen wesentlichen Teil der Fertigprodukte bezieht FRIWO von externen Geschäftspartnern in Asien und Osteuropa. Um das Netz der Produktionspartner auf eine noch breitere Basis zu stellen, wurden auch im Geschäftsjahr 2013 die Geschäftsbeziehungen zu externen Fertigungspartnern in diesen beiden Regionen gefestigt und weiter ausgebaut. Dennoch besteht das grundsätzliche Risiko eines zumindest mittelfristigen Wegfalls der Lieferbeziehung zu einem der Hauptlieferanten oder zu einem anderen Auftragsfertiger von FRIWO, was sich maßgeblich auf die Geschäftsentwicklung von FRIWO auswirken könnte.

Ein Risiko für FRIWO stellt nach wie vor die Dynamik der Lohnkostensteigerungen in China und Vietnam dar. Auch 2013 wurden die gesetzlichen Mindestlöhne in China signifikant erhöht. Dies führte für FRIWO zu Mehrkosten durch erhöhte Einkaufspreise für extern hergestellte Fertiggeräte. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft regelmäßige Lohnerhöhungen in Asien zu bewältigen sein werden. Hierbei ist nicht gesichert, dass FRIWO die Mehrkosten durch Anpassung der Verkaufspreise ohne Zeitverzug an die Kunden weitergeben kann.

Wettbewerbsrisiken

Der FRIWO-Konzern hat ein breites Kunden- und Produktportfolio. Bei einigen Kunden ist FRIWO insgesamt oder für einzelne Produktgruppen Alleinlieferant. So generierte der Konzern 2013 mit einem Großkunden rund 22 Prozent des Jahresumsatzes (Vorjahr: 24 Prozent). Einzelne Kunden haben begonnen, diese Abhängigkeiten durch den Aufbau von Alternativlieferanten langfristig zu reduzieren. Sollten diese Kunden den Aufbau einer Mehrlieferanten-Strategie verstärkt vorantreiben, könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns auswirken.

Ausfallrisiken

FRIWO hatte 2013 keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Jedoch können trotz großer Sorgfalt bei der Auswahl der Neukunden in Zukunft Forderungsausfälle grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Zur Steuerung des Kreditrisikos des zum Bilanzstichtag gegenüber den FRIWO-Kunden ausgewiesenen Forderungsbestands wird auf die Angabe unter Ziffer 22 und Ziffer 34 des Konzernanhangs verwiesen.

Liquiditätsrisiken

Einige europäische Staaten befinden sich nach wie vor in strukturellen Schuldenkrisen und tragen somit zu einer Verunsicherung an den Finanzmärkten bei. Allerdings konnte die Unsicherheit der Finanzmarktteilnehmer durch die expansive Geldmarktpolitik der EZB verringert werden. Doch ist nicht ausgeschlossen, dass die Zuversicht an den Finanzmärkten wieder Unsicherheiten weicht und die Banken ihre restriktive Kreditvergabepolitik weitgehend beibehalten. Dies würde zu erhöhten Finanzierungskosten für die Kreditnehmer führen. Diese Entwicklung könnte den finanziellen Handlungsspielraum der Unternehmen einschränken. Bei einem Fortbestehen der restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditwirtschaft ist nicht ausgeschlossen, dass davon auch FRIWO betroffen ist.

Einzelne Kreditfazilitäten von FRIWO beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Bei diesen sogenannten Covenants handelt es sich um Finanzkennzahlen, die Relationen der Vermögens- und Ertragslage darstellen, die sich aus der Bilanz und aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierung ist somit gewährleistet; der Vorstand hat keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Unabhängig davon prüft FRIWO die Notwendigkeit einer Neufassung von Finanzierungsvereinbarungen in Abhängigkeit von den jeweiligen Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten.

Die solide Kapitalausstattung des FRIWO-Konzerns stellt die notwendigen finanziellen Voraussetzungen, um auch künftig Wachstumspotenziale nutzen zu können.

Rechtsrisiken

FRIWO ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Lieferungen, Produkthaftung, Produktmängel oder Qualitätsprobleme. Derzeit sind aus diesen Bereichen keine Verfahren anhängig, die nach Auffassung des Vorstands wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben könnten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass künftige Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns haben könnten.

Unverändert ist ein Verfahren über die Zahlung eines Ausgleichsbetrages anhängig, das ein ehemaliger ausländischer Handelsvertreter von FRIWO angestrengt hat. Nachdem FRIWO dieses Verfahren erstinstanzlich gewonnen hatte, hat der Kläger das Verfahren in zweiter Instanz wieder aufleben lassen. FRIWO sieht sich in einer guten Rechtsposition und geht daher nach aktuellem Kenntnisstand nicht von einer Inanspruchnahme aus diesem Verfahren aus. Es kann jedoch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass ein Richterspruch in diesem Verfahren zu Lasten von FRIWO die Ertragslage einmalig belasten wird.

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko des FRIWO-Konzerns resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Finanzschulden und aus einem langfristigen Darlehen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurden entsprechende Zinsswaps abgeschlossen.

Durch diese Zinsswaps wird seit 2011 ein Teil der ursprünglichen variablen Zinszahlungen in eine Festzinszahlung umgewandelt. Die erfolgten Absicherungen unterliegen während der Laufzeit einem Marktwertänderungsrisiko.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Zum heutigen Datum liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden könnten.

Chancenbericht

Der weltweite Markt für Stromversorgungen bietet nach wie vor ein sehr attraktives Umfeld, das FRIWO gute Potenziale für nachhaltiges profitables Wachstum eröffnet.

Chancen ergeben sich für den Konzern insbesondere aus der Fokussierung auf Marktsegmente, die von hohen technologischen Anforderungen gekennzeichnet sind und in denen die Kunden überdurchschnittliche technologische Kompetenz, wie FRIWO sie aufweist, entsprechend schätzen und honorieren. Es ist das Ziel, die Marktanteile in diesen Segmenten durch den weiteren Ausbau der technischen Kernkompetenzen zu erhöhen. Das Geschäftsmodell von FRIWO -insbesondere die Kombination von europäischem Ingenieurs-Know-how und flexiblen Fertigungsmöglichkeiten in Europa und an mehreren Standorten in Asien -stellt auch künftig eine sehr gute Plattform für die erfolgreiche Bedienung dieser Märkte dar.

Besonders hervorzuheben sind Wachstumschancen im Markt für Elektromobilität, nachdem die Projekte im Bereich der Stromversorgungen für E-Bikes sehr erfolgreich gestartet sind.

Im sehr dynamischen Marktumfeld der Elektronikindustrie haben Produktinnovationen auch künftig einen hohen Stellenwert. FRIWO arbeitet laufend am Ausbau der Kernkompetenzen in der Forschung und Entwicklung, da dies das wettbewerbsdifferenzierende Kriterium und somit einen zentralen Erfolgsparameter für den Konzern darstellt. Im Fokus der technologischen Entwicklung werden auch künftig die LED-Lichttechnik, die Schnell-Ladetechnik mit optimierten Ladern für verkürzte Ladezyklen, High Power-Geräte im Leistungsbereich bis zu 1.000 Watt sowie induktive Lösungen sein.

Chancen für den FRIWO-Konzern könnten sich zudem in der Abwertung des Euro zum US-Dollar ergeben, falls sich die Geldmarktpolitik durch die US-Notenbank ändert und die Märkte über steigende US-Leitzinsen zu spekulieren beginnen.

Auch eine gegebenenfalls langfristig anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB bietet dem FRIWO-Konzern Chancen, da ein Teil der kurzfristigen Finanzschulden der variablen Verzinsung unterliegen.

Der Vorstand sieht FRIWO insgesamt gut gerüstet, diese Chancen wahrzunehmen und im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Von einer Quantifizierung der oben aufgeführten Chancen wird abgesehen, weil dies aufgrund der Vielzahl ungewisser Parameter keine zuverlässigen belastbaren Ergebnisse liefern würde und zudem die Position des Konzerns im Markt gegenüber Wettbewerbern beeinträchtigt werden könnte.

Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die FRIWO AG gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. FRIWO versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken aus unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Über eine klar definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die wesentlichen Geschäftsprozesse der Gruppe werden regelmäßig auf ihre Risikorelevanz in Bezug auf die Rechnungslegung überprüft. Alle als risikorelevant identifizierten Prozesse sind konzernweit in verbindlich anzuwendenden Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden mindestens einmal jährlich an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

Bei den Rechnungslegungsprozessen erachtet FRIWO jene Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess;
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften;
präventive Kontrollen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten im Konzern und seinen Tochtergesellschaften sicherstellen;
Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch durch interne Revisionstätigkeiten.

Übernahmerechtliche Angaben

Nachfolgend sind die übernahmerechtlichen Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB dargestellt.

Das Grundkapital der FRIWO AG beträgt 20,02 Mio. Euro und ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberstückaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt somit ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von je 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2013 wie auch im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Dem Vorstand der FRIWO AG sind keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bekannt.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2013 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte am Kapital der FRIWO AG:

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Direkter Anteil der Stimmrechte

in %
Indirekter Anteil der Stimmrechte

in %
Cardea Holding GmbH, D-Grünwald 84,91
VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, D-München 84,91

Bei den genannten Stimmrechtsanteilen handelt es sich um freiwillige Angaben der Aktionäre zum Stichtag 31. Dezember 2013. Bei diesen Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberstückaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die ausgegebenen Aktien gewähren keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Den Arbeitnehmern der FRIWO AG steht keine Stimmrechtskontrolle zu.

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 10,01 Mio. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte Zwecke ausschließen. Die Ermächtigung hat Gültigkeit bis zum 30. April 2018. Der Vorstand hat von der Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2013 keinen Gebrauch gemacht.

Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, namens der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 2. Mai 2016. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Mitgliedern des Vorstandes, die in Bezug auf die Vertretung der Gesellschaft nach außen dieselben Rechte wie die ordentlichen Mitglieder des Vorstands haben, ist zulässig.

Nach § 7 Abs. 2 erfolgen sowohl die Bestimmung der Anzahl als auch die Bestellung bzw. der Widerruf der Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und stellvertretenden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat. Ebenso kann dieser ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie weitere Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernennen. Derzeit besteht der Vorstand der Gesellschaft aus zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern; eine Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern ist bisher nicht erfolgt. Über Satzungsänderungen entscheidet gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 AktG die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 12 Abs. 2 der Satzung der FRIWO AG zu Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen.

Es gibt keine wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht. Ebenso wenig bestehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen wurden.

Erklärung zur Unternehmensführung

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG erklären gemäß § 161 AktG:

"Die Gesellschaft hat den am 15. Juni 2012 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 15. Mai 2012) seit der letzten Entsprechenserklärung aus Februar 2013 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft entspricht den am 10. Juni 2013 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 13. Mai 2013) mit den nachfolgenden Ausnahmen und wird ihnen auch in Zukunft mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:

Die bestehende D & O Versicherung sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Gesellschaft hat persönliche Verpflichtungserklärungen zur Tragung eines Selbstbehalts durch ihre Aufsichtsratsmitglieder eingeholt, auch wenn ansonsten Versicherungsschutz auf Grund einer durch die Gesellschaft abgeschlossenen D & O Versicherung bestehen sollte. Danach tragen Aufsichtsratsmitglieder, die der Gesellschaft oder Dritten durch ihre Aufsichtsratstätigkeit grob fahrlässig Schaden zufügen, alle in einem Jahr verursachten Schäden bis zur Höhe der Hälfte ihrer jeweiligen Jahresgesamtvergütung im Jahr der Schadensverursachung selbst. Zur Schadensbemessungsgrundlage zählen Rechts- und sonstige Verteidigungskosten nicht. Eine Einschränkung der Haftung der Aufsichtsratsmitglieder gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber Dritten ist damit nicht verbunden (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 3).

Die Gesellschaft wird aus Vereinfachungsgründen darauf verzichten, einen Corporate Governance Bericht zu erstellen (Kodex Ziffer 3.10). Daraus folgt, dass sie auch darauf verzichten wird, über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht anzugeben. Auch konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden daher nicht gemacht (Kodex Ziffern 6.3; 7.1.3).

Die Gesellschaft verzichtet auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden oder Sprechers. Gemäß Geschäftsverteilungsplan sind alle wichtigen Aufgaben eindeutig zugeordnet und gleichmäßig auf die Vorstände verteilt. Sie werden sich bei zentralen Entscheidungen eng abstimmen und diese je nach Themengebiet nach außen vertreten (Kodex Ziffer 4.2.1, Satz 1).

Ziel der Gesellschaft ist es immer, die besten Führungskräfte bei angemessener und leistungsbezogener Vergütung zu verpflichten. Für eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG kann sich dies als schwierig erweisen. Aus diesem Grund möchte sich die Gesellschaft bei der Gestaltung von Vorstandsverträgen größtmöglichen Handlungsspielraum bewahren und verzichtet (i) auf die Betrachtung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (Kodex Ziffer 4.2.2, Absatz 2, Satz 3) , (ii) auf die Festlegung betragsmäßiger Höchstgrenzen für die Vergütung insgesamt (Kodex Ziffer 4.2.3, Abs. 2, Satz 5) sowie auch (iii) auf die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4 und 5).

Aus dem gleichen Grund wird auch auf die Festlegung einer Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands sowie Selbstbeschränkungen bei der Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorständen (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 2) verzichtet.

Die Gesellschaft verzichtet aus Effizienzgründen darauf, die Hauptversammlung separat über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands zu informieren. (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 6). Informationen zur Vorstandsvergütung finden sich im Geschäftsbericht.

Die Hauptversammlung hat für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 ausdrücklich auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung verzichtet. Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre der Vorstände erfolgen im Vergütungsbericht keine individualisierten Angaben zu den den Vorständen gewährten Zuwendungen einschließlich Nebenleistungen, zu Aufschlüsselung nach Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung sowie zur Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen (Kodex Ziffer 4.2.5, 3. Absatz). Auch insoweit finden sich alle gesetzlich erforderlichen Informationen zur Vorstandsvergütung im Geschäftsbericht.

Eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG bietet aufgrund ihrer Größe und Komplexität dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, alle Themen ausführlich im Gesamtgremium zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat daher keinerlei Ausschüsse gebildet (Kodex Ziffern 5.2, Absatz 2 sowie 5.3).

Zur Erhaltung der größtmöglichen Flexibilität bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien verzichtet der Aufsichtsrat auf die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2). Aus denselben Gründen und unter Berücksichtigung der nach wie vor vorhandenen Rechtsunsicherheit, was unter Zugrundelegung von Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 5 konkret mit dieser Empfehlung offenzulegen wäre, verzichtet der Aufsichtsrat zudem auf die Offenlegung von persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 4, Ziffer 5.4.2, Satz 2).

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen werden aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre nicht individualisiert ausgewiesen (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3).

Der Aufsichtsrat verzichtet auf eine ausdrückliche Effizienzprüfung (Kodex Ziffer 5.6). Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine "Politik der kurzen Wege" ist aus Sicht des Aufsichtsrats ein höchstes Maß an Effizienz gegeben.

Um den Abstimmungsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, wird der Halbjahresbericht vor seiner Veröffentlichung nicht mit dem Gesamtaufsichtsrat, sondern nur mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2). "

Ostbevern, im Februar 2014

Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Lothar Schwemm, Mitglied des Vorstands

Felix Zimmermann, Mitglied des Vorstands

Angaben zu Unternehmenspraktiken

Über Unternehmenspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, ist nichts zu berichten.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der FRIWO AG mit derzeit zwei Mitgliedern ist das Leitungsorgan der Gesellschaft und des Konzerns. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand.

Zu den Vorstandsaufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Tochterunternehmen. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die Besetzung von Schlüsselpositionen im Unternehmen.

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Gleichwohl führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Geschäftsverteilungsplan. Auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden wurde verzichtet. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Koordination der Vorstandsarbeit.

Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen.

Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Geschäftsplanung, der Geschäftsentwicklung und der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken und Compliance-Fragen. Wesentliche Entscheidungen sind im Rahmen eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat umfasst sechs Mitglieder. Er ist gemäß dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer in einem von der Hauptversammlung unabhängigen Wahlverfahren von Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der Aufsichtsräte beträgt fünf Jahre.

Unterjährig tritt der Aufsichtsrat regelmäßig mindestens viermal (zweimal pro Halbjahr) zusammen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats festlegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert er die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresplanung sowie den Jahresabschluss der FRIWO AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In seinen Aufgabenbereich fällt darüber hinaus die Bestellung der Mitglieder des Vorstands. Wesentliche Vorstandsentscheidungen sind an seine Zustimmung gebunden.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft und des Konzerns. Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der FRIWO AG vom 3. Mai 2011 unterbleiben Angaben zur individualisierten Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft.

Zu den Einzelheiten der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG wird auf die Ziffer 37 des Konzernanhangs und auf Ziffer 14 des Anhangs der FRIWO AG verwiesen.

Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Er hat sicherzustellen, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage des Unternehmens steht und sich in einem marktüblichen Rahmen bewegt. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur der FRIWO AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Möglichkeit, das Vorstandsvergütungssystem durch die Hauptversammlung billigen zu lassen, nutzt FRIWO derzeit nicht.

Die Vergütung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: einer festen Vergütung, einem variablen Teil und einem Beitrag zur Altersversorgung.

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Teil ist von der Erreichung bestimmter finanzieller und qualitativer Ziele abhängig. Diese Ziele werden jährlich neu vereinbart und enthalten sowohl auf das Geschäftsjahr bezogene als auch mehrjährige Ziele. Für außergewöhnliche Entwicklungen ist eine Begrenzung der variablen Vergütung vorgesehen.

Zusätzlich erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus eine Sondervergütung festsetzen und hat zudem auch die Möglichkeit, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Aktienoptionen zuzuteilen. Derzeit bestehen kein Stock-Option-Programm oder vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine Abfindungszusage. Eine Ausgleichsverpflichtung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 18 der Satzung der FRIWO AG.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.

Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

In seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben:

"Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt."

Ostbevern, 20. Februar 2014

FRIWO AG

Der Vorstand

Konzernabschluss

Inhaltsübersicht

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Bilanz

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Anhang

(1) Informationen zum Unternehmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

(2) Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS

(3) Grundlagen der Abschlusserstellung

(4) Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO

(5) Konsolidierungsgrundsätze

(6) Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(7) Währungsumrechnung

(8) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(9) Konsolidierungskreis

Segmentberichterstattung

(10) Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Umsatzerlöse

(12) Vertriebskosten

(13) Allgemeine Verwaltungskosten

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

(15) Finanzergebnis

(16) Ertragsteuern

(17) Ergebnis je Aktie

Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung

(18) Forschungs- und Entwicklungskosten

(19) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

(20) Anlagevermögen

(21) Vorräte

(22) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(23) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

(24) Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

(25) Zahlungsmittel

(26) Eigenkapital

(27) Rückstellungen für Pensionen

(28) Sonstige Rückstellungen

(29) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

(30) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(31) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

(32) Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Weitere Anhangsangaben

(33) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

(34) Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente

(35) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

(36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

(37) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

(38) Honorar des Abschlussprüfers

(39) Anteilsbesitz

(40) Angaben zur Corporate Governance-Erklärung

(41) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013

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in T Euro Anhang 2013 2012
Umsatzerlöse (11) 113.889 94.050
Kosten der umgesetzten Leistungen -100.668 -85.271
Bruttoergebnis vom Umsatz 13.221 8.779
Vertriebskosten (12) -5.123 -4.656
Allgemeine Verwaltungskosten (13) -5.446 -4.266
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -2.035 -1.984
Sonstige betriebliche Erträge (14) 2.448 2.399
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 3.065 272
Zinsertrag (15) 34 12
Zinsaufwand (15) -596 -656
Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) 2.503 -372
Ertragsteuern (16) 80 50
Konzernergebnis 2.583 -322
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) (17) 0,34 -0,04

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2013

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in T Euro Anhang 2013 2012
Konzernergebnis 2.583 -322
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen (27) -231 -343
Latente Steuern (16) 69 103
Nettoergebnis aus der Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen -162 -240
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -162 -240
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -18 -6
Gewinne und Verluste aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecke eingesetzten Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges) 183 -44
Latente Steuern (16) -55 13
Nettoergebnis aus Cashflow Hedges 128 -31
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind 110 -37
Summe der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Wertänderungen -52 -277
Konzern-Gesamtergebnis 2.531 -599

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013

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in T Euro Anhang 2013 2012
Konzernergebnis 2.583 -322
Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand (16) -80 -50
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis 562 644
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (20) 2.443 2.170
Veränderung der Rückstellungen -405 -380
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 69 16
Veränderung der Vorräte (21) -1.339 -1.333
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (22) (23) (24) 1.270 -913
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (30) (31) (32) -1.449 3.517
Gezahlte Zinsen -488 -536
Erhaltene Zinsen 7 12
Gezahlte Ertragsteuern -314 -258
Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte -8 0
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 2.851 2.567
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens 0 9
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (20) -55 -30
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (20) -2.305 -2.285
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.360 -2.306
Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) (29) -1.672 -1.254
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.672 -1.254
Nettoveränderung der Zahlungsmittel -1.181 -993
Zahlungsmittel zum Jahresbeginn (25) 2.374 3.367
Zahlungsmittel zum Jahresende (25) 1.193 2.374

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

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in T Euro Anhang 31.12.2013 31.12.2012
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (20) 142 205
Sachanlagen (20) 8.904 9.626
Latente Steuern (16) 682 807
9.728 10.638
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (21) 18.715 17.376
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 4.690 5.392
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 1.649 1.963
Forderungen aus Ertragsteuern 427 135
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (24) 269 405
Zahlungsmittel (25) 1.193 2.374
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 531 0
27.474 27.645
Summe Aktiva 37.202 38.283
Passiva
in T Euro Anhang 31.12.2013 31.12.2012
Eigenkapital (26)
Gezeichnetes Kapital 20.020 20.020
Kapitalrücklage 2.002 2.002
Gewinnrücklagen -10.925 -13.346
Sonstige Rücklagen -77 -187
11.020 8.489
Langfristige Schulden
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (29) 5.000 5.000
Rückstellungen für Pensionen (27) 2.989 2.827
Sonstige langfristige Rückstellungen (28) 446 735
Latente Steuern (16) 64 297
8.499 8.859
Kurzfristige Schulden
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (28) 224 167
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (29) 1.038 2.710
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30) 11.715 15.065
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (31) 3.502 1.951
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 8 17
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (32) 1.196 1.025
17.683 20.935
Schulden 26.182 29.794
Summe Passiva 37.202 38.283

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2013

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Sonstige Rücklagen
in T Euro Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Cashflow Hedges Konzerneigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2012 20.020 2.002 -12.784 96 -246 9.088
Konzernergebnis -322 -322
Sonstiges Konzernergebnis -240 -6 -31 -277
Konzern- Gesamtergebnis -562 -6 -31 -599
Stand am 31.12.2012 20.020 2.002 -13.346 90 -277 8.489
Konzernergebnis 2.583 2.583
Sonstiges Konzernergebnis -162 -18 128 -52
Konzern- Gesamtergebnis 2.421 -18 128 2.531
Stand am 31.12.2013 20.020 2.002 -10.925 72 -149 11.020

Konzernanhang

Informationen zum Unternehmen (1)

Die FRIWO AG ist mit ihren Tochtergesellschaften ein international tätiger Anbieter hochwertiger Lade- und Netzgeräte für verschiedene Märkte und Branchen.

Die Anschrift lautet: FRIWO AG, Von-Liebig-Straße 11, 48346 Ostbevern.

Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der FRIWO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht und im elektronischen Unternehmensregister hinterlegt.

Nach Auskunft der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG hielt deren Tochtergesellschaft, die Cardea Holding GmbH zum 31. Dezember 2013 84,91 Prozent der Aktien der FRIWO AG. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG einbezogen, der beim elektronischen Unternehmensregister hinterlegt wird.

Der Konzernabschluss der FRIWO AG wurde am 20. Februar 2014 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch den Vorstand).

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS (2)

Die FRIWO AG nimmt mit ihren Eigenkapitaltiteln an einem geregelten Markt innerhalb der Europäischen Union teil. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Daneben werden die in § 315a HGB normierten Anforderungen beachtet.

Grundlagen der Abschlusserstellung (3)

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Wir verweisen auf Ziffer (20) und (32).

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge auf Tausend Euro (T Euro) gerundet angegeben.

Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO (4)

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

Die wesentlichen Beurteilungen betreffen die Werthaltigkeit von Sachanlagen (siehe Ziffer (20)) sowie den Ansatz und die Höhe von Rückstellungen (siehe Ziffern (27) und (28)). Für die in Ziffer (33) aufgeführten Haftungsverhältnisse wurde die Einschätzung getroffen, dass es sich nicht um zu bilanzierende Verpflichtungen, sondern um Eventualverbindlichkeiten handelt.

Konsolidierungsgrundsätze (5)

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Das Geschäftsjahr aller konsolidierten Gesellschaften einschließlich der FRIWO AG entspricht dem Kalenderjahr.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Umsätze, Zwischenergebnisse sowie alle übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden eliminiert.

Die Erstkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den FRIWO-Konzern übergeht.

Die Erträge und Aufwendungen erworbener Unternehmen sind jeweils ab dem Kontrollerwerb im Konzernabschluss enthalten. Im Falle der Veräußerung sind Erträge und Aufwendungen bis zum Verlust der Kontrolle im Konzernabschluss enthalten.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)

Der Konzernabschluss von FRIWO zum 31. Dezember 2013 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2013 verbindlich anzuwendenden Interpretationen (IFRIC) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC IC) wurden ebenfalls angewendet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden.

In 2013 waren erstmalig die Änderungen an den folgenden Standards anzuwenden:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS

Im Dezember 2010 veröffentlichte der IASB Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS" - Ausgeprägte Hochinflation und Beseitigung der festen Zeitpunkte für Erstanwender.

Durch die Änderung werden bisher bestehende Verweise auf das Datum 1. Januar 2004 durch einen Verweis auf den Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS ersetzt. Daneben werden Regeln für jene Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen aufgrund von Hyperinflation nicht in der Lage ist, allen Vorschriften der IFRS gerecht zu werden. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.

IAS 12 Ertragsteuern

Im Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung an IAS 12 "Ertragsteuern" veröffentlicht. Die Bemessung latenter Steuern hängt derzeit davon ab, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch dessen Nutzung oder dessen Veräußerung realisiert wird. Fallweise kann sich eine derartige Abgrenzung als schwierig erweisen. Durch die Einführung einer widerlegbaren Annahme soll die Einteilung künftig praktikabler gestaltet werden. So soll grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass die Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung erfolgt, sofern dem Unternehmen keine eindeutigen Hinweise für eine anderweitige Realisierung vorliegen. Diese Änderung hat zur Folge, dass SIC 21 Ertragsteuer - Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten nicht mehr auf zum Fair Value bewertete, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien anzuwenden ist. Die übrigen, vormals in SIC 21 enthaltenen Regelungen wurden im Zuge der Änderungen in IAS 12 integriert, was zur Folge hat, dass SIC 21 zurückgezogen wurde.

Auswirkungen auf den Konzernabschluss von FRIWO ergeben sich hieraus nicht.

IFRS 13 Fair Value Measurement

Der IASB hat im Mai 2011 IFRS 13 "Fair Value Measurement" veröffentlicht. In dem neuen Standard werden die Regelungen aus verschiedenen aktuellen IFRS-Verlautbarungen, wie eine Fair Value Bewertung vorzunehmen ist und welche Angaben in diesem Zusammenhang offenzulegen sind, vereinheitlicht und zusammengefasst. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Im Juni 2011 hat der IASB eine geänderte Fassung von IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Regelungen zur Bilanzierung von leistungsorientierten Plänen.

Unter anderem sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nunmehr ausschließlich im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Dies entspricht der bereits angewandten Methode bei FRIWO.

Änderungen bezüglich der Behandlung von Erträgen aus Planvermögen treffen bei FRIWO nicht zu.

Eine weitere Änderung betrifft die Bilanzierung von Altersteilzeitverpflichtungen. Demzufolge werden die Aufstockungsbeträge nicht mehr in voller Höhe (spätestens) zum Beginn des Altersteilzeitverhältnisses zurückgestellt, sondern sie werden nunmehr ratierlich über die Arbeitsphase ab Beginn des Altersteilzeitverhältnisses angesammelt. Dies führt zu einer späteren Erfassung der Rückstellungen für Aufstockungsbeträge im Rahmen von Altersteilzeitverhältnissen. Da sich bei FRIWO alle am Altersteilzeitprogramm (Blockmodell) teilnehmenden Mitarbeiter zum Jahresende 2012 bereits in der sogenannten Passivphase befanden, der überwiegende Teil davon schon Ende 2011, hätte die retrospektive Anwendung der Regelungen für die Vergleichsperiode nur eine unwesentliche temporäre Verminderung der Rückstellung für Altersteilzeit zum 01. Januar 2012 i.

H. v. ca. 33 T Euro zur Folge. Dieser Effekt würde sich jedoch bis zum Ende der Vergleichsperiode wieder umkehren, sodass die Rückstellung für Altersteilzeit zum 31. Dezember 2012 in einer zutreffenden Höhe ausgewiesen wird. Aus diesem Grund wurde auf eine Anpassung der Vorjahreswerte verzichtet.

Darüber hinaus wurden mit den Änderungen an IAS 19 die Angabe- und Erläuterungspflichten einer Erweiterung unterzogen.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Ebenfalls im Juni 2011 hat der IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht, die zu einer neuen Gruppierung des sonstigen Ergebnisses (other comprehensive income) führen. Zukünftig sind Posten, die später, beispielsweise bei Ihrer Ausbuchung oder Glattstellung, in das Periodenergebnis umgegliedert werden könnten (sogenanntes Recycling) getrennt von jenen Posten darzustellen, bei denen kein Recycling erfolgen wird. FRIWO hat diese neue Gruppierung bei der Darstellung des sonstigen Ergebnisses berücksichtigt.

IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine

Die im Oktober 2011 veröffentlichte Interpretation enthält Regelungen zur Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Rahmen der sog. Produktionsphase im Tagebau. FRIWO ist von diesen Regelungen nicht betroffen.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

Im Dezember 2011 hat der IASB eine Ergänzung zum IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" bezüglich der Offenlegungspflichten bei der Saldierung von Finanzinstrumenten vorgenommen. Auf den Konzernabschluss von FRIWO hatten diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss.

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS

Im März 2012 veröffentlichte der IASB Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS". Mit der Änderung soll klargestellt werden, wie ein Darlehen der öffentlichen Hand mit einem nicht dem Marktniveau entsprechenden Zinssatz von einem IFRS-Erstanwender zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS zu bilanzieren ist. FRIWO ist von den Änderungen nicht betroffen.

Improvements to IFRS 2009-2011

Im Mai 2012 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS

Zulässigkeit der wiederholten Anwendung von IFRS; Klarstellung bezüglich Angabe von Vorjahresvergleichsinformationen bei Fremdkapitalkosten
IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Klarstellung zu Angabepflichten für Vergleichsinformationen bei verpflichtender oder freiwilliger Erstellung einer dritten Bilanz
IAS 16 Sachanlagen

Klarstellung der Klassifizierung von Wartungsgeräten
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung

Klarstellung, dass die Ertragsteuern aus Ausschüttungen an Anteilseigner sowie Transaktionskosten aus der Ausgabe bzw. dem Rückkauf von Eigenkapitalinstrumenten in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 12 Ertragsteuern zu bilanzieren sind • IAS 34 Zwischenberichterstattung Verdeutlichung der Vorschriften des IAS 34 in Bezug auf die Berichterstattung über Segmentvermögenswerte und -schulden

Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.

Ab dem Geschäftsjahr 2014 hat FRIWO die folgenden neuen bzw. geänderten IFRS Standards oder Interpretationen zu beachten:

IFRS 10 Konzernabschlüsse

IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen

IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen IAS 27 Separate Abschlüsse (geändert 2011)

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011)

Im Mai 2011 hat der IASB die o.g. neuen und überarbeiteten Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen herausgegeben.

IFRS 10 führt die Konsolidierungsvorschriften des bisherigen IAS 27 "Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS" sowie des SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" unter dem nun einheitlich maßgeblichen Konzept der Beherrschung des Tochterunternehmens zusammen. Beherrschung im Sinne des neuen Konzepts umfasst neben der Bestimmungsmacht, die Existenz variabler Rückflüsse sowie die Möglichkeit einer Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch die Ausübung der Bestimmungsmacht durch das Mutterunternehmen.

IFRS 11 befasst sich mit der Einbeziehung von gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Konzernabschluss und ersetzt die bisherigen Regelungen in IAS 31 "Anteile an Joint Ventures" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Einheiten". Die bedeutsamste Änderung betrifft die Abschaffung der Möglichkeit, die Quotenkonsolidierung bei der Bilanzierung von gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen anzuwenden. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sind künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren.

IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabevorschriften zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen gemeinsamen Standard zusammen.

In IAS 27 bleiben die Vorschriften für separate Abschlüsse unverändert. Die anderen Teile von IAS 27 werden durch IFRS 10 ersetzt.

Die Änderungen an IAS 28 umfassen Folgeänderungen aus den neuen IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 und erweitern den Anwendungsbereich des bisherigen Standards auf die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen.

Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen voraussichtlich keinen Einfluss haben.

Im Jahr 2012 wurden vom IASB Änderungen an den o. g. Standards herausgegeben. Die im Juni 2012 herausgegebenen Änderungen an den neuen Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen betreffen die Übergangsvorschriften und führen weitere Ausnahmen von der Pflicht zur vollständigen rückwirkenden Anwendung ein.

Im Oktober 2012 wurden weitere Änderungen an IFRS 10 hinsichtlich der Bilanzierung von Investmentgesellschaften veröffentlicht. In Zukunft werden Unternehmen, die die Definition von Investmentgesellschaften erfüllen, von bestimmten Konsolidierungspflichten nach IFRS 10 ausgenommen.

IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung

Im Dezember 2011 hat der IASB eine Ergänzung zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" veröffentlicht, welche die Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten klarstellt. Diese Ergänzung soll Inkonsistenzen der praktischen Handhabung bei der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beseitigen. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.

IFRIC 21 Abgaben

Im Mai 2013 veröffentlichte der IASB die Interpretation IFRIC 21 "Abgaben". Sie stellt für Abgaben, die durch eine Regierungsinstanz erhoben werden und die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, klar, wie und insbesondere wann solche Verpflichtungen zu passivieren sind. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben. Die Anerkennung dieser Interpretation durch die EU steht noch aus.

IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten

Im Mai 2013 hat der IASB Änderungen an IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten". Durch diese Änderungen soll klargestellt werden, dass der für einen Vermögenswert erzielbare Betrag -wenn dieser dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht -lediglich für wertgeminderte Vermögenswerte anzugeben ist. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.

IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

Im Juni 2013 veröffentlichte der IASB Änderungen an IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" mit dem Titel: Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Die Änderungen sollen Abhilfe in Fällen schaffen, in denen ein Derivat, das als Sicherungsinstrument bestimmt wurde, infolge von Gesetzes- oder Regulierungsvorschriften von einer Gegenpartei auf eine zentrale Gegenpartei übertragen wird. Sie ermöglichen es, Sicherungsgeschäfte unabhängig von der Novation weiterhin zu bilanzieren, was ohne die Änderung nicht zulässig wäre. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.

Die folgenden Änderungen an bestehenden Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht noch aus.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Im November 2013 hat der IASB eine Änderung an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" hinsichtlich der Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen oder von Dritten geleisteten Beiträgen bei leistungsorientierten Plänen verabschiedet. Mit einer Änderung an IAS 19.93 wird nunmehr klargestellt, wie die in den formalen Bedingungen eines Pensionsplans enthaltenen Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten bilanziert werden, wenn diese mit der Dienstzeit verknüpft sind. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.

Improvements to IFRS 2010-2012

Im Dezember 2013 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
IFRS B Unternehmenszusammenschlüsse
IFRS 1B Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

FRIWO erwartet aus den Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Improvements to IFRS 2011-2013

Ebenfalls im Dezember 2013 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung
IFRS B Unternehmenszusammenschlüsse
IFRS 8 Geschäftssegmente
IFRS 1B Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
IAS 16 Sachanlagen
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte

FRIWO erwartet aus den Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

IFRS 14 Regulatory Deferral Accounts

Im Januar 2014 hat der IASB den Interims-Standard IFRS 14 "Regulatory Deferral Accounts" veröffentlicht. Dieser Standard enthält Regelungen für IFRS-Erstanwender bezüglich der Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften. FRIWO ist von diesen ab dem Geschäftsjahr 2016 anzuwendenden Regelungen nicht betroffen.

IFRS 9 Finanzinstrumente

Im November 2009 hat der IASB den Standard zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten verabschiedet. Der Standard ist Teil des umfassenden IASB-Projektes zum Ersatz des IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung. In der verabschiedeten Fassung sollen finanzielle Vermögenswerte künftig im Wesentlichen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Ergänzend ist ein nicht reversibles Fall-zu-Fall-Wahlrecht zur ergebnisneutralen Zeitwertbilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten vorgesehen. Die Kategorisierung von Finanzinstrumenten wird bei Zugang vorgenommen und darf später nicht geändert werden. Weiter enthält der Standard damit verbundene Regelungen wie z.B. zu eingebetteten Derivaten, der Fair Value Option und Wertminderungen bzw. Wertaufholungen. Im Oktober 2010 hat der IASB IFRS 9 "Finanzinstrumente" erneut herausgegeben, in den neue Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen und die Vorschriften für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" übernommen wurden.

Im Dezember 2011 hat der IASB die Verschiebung des Erstanwendungszeitpunktes von IFRS 9 "Finanzinstrumente" vom 1. Januar 2013 auf den 1. Januar 2015 verabschiedet.

Im November 2013 hat der IASB Ergänzungen an IFRS 9 veröffentlicht. Die Ergänzungen enthalten neue Regelungen zum Hedge Accounting in Form eines neuen allgemeinen Modells für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Zusammen mit den o.g. Ergänzungen wurde auch der verpflichtende Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung dieses Standards gestrichen. Erst nach Abschluss des gesamten Projekts wird ein verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 festgesetzt.

FRIWO untersucht die Auswirkungen des Standards auf den Konzernabschluss und beobachtet in diesem Zusammenhang die weitere Entwicklung des gesamten Projektes zur Neuregelung des IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.

Währungsumrechnung (7)

Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Dies entspricht der Berichtswährung der FRIWO AG.

Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 21 (,The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates') nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Die Bilanzen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Gesellschaften im Ausland entspricht daher der jeweiligen Landeswährung. Die bei der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Währungsumrechnung liegen die folgenden Wechselkurse zugrunde:

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Stichtag Durchschnitt
in Fremdwährung /

Euro
31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
China (CNY) 8,3491 8,2207 8,1646 8,1052
Hong Kong (HKD) 10,6933 10,2260 10,3016 9,9663
Japan (JPY) 144,7200 113,6100 129,6600 102,4900
USA (USD) 1,3791 1,3194 1,3281 1,2848

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (8)

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Als Umsatzerlöse werden die Lieferungen und Leistungen der zum Jahresende zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften -bereinigt um Innenumsätze, Kundenskonti, Rabatte und Boni -erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Erzeugnisse und Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht wurden und die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbsterstellten Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 (,Inventories') neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Materialkosten und den Fertigungslöhnen auch sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbezogenen Abschreibungen.

Weiterhin werden unter dieser Position die produktbezogenen Entwicklungs- und Logistikkosten ausgewiesen.

Die Entwicklungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Voraussetzungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38.57 werden nicht erfüllt. FRIWO schafft keine immateriellen Vermögenswerte, da sich die Entwicklungsarbeit im Wesentlichen darauf konzentriert, die bestehende Technologie zu optimieren und Produkte unter Nutzung der bestehenden Technologie an die individuellen Anforderungen der Kunden anzupassen.

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie auf etwaige steuerlich nutzbare Verlustvorträge berechnet. Die aufgrund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 30 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) zu Grunde gelegt.

Soweit die aktiven latenten Steuern den Betrag der passiven latenten Steuern übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt sind.

Finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d.h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Neben konkret bekannten Einzelrisiken ist ein weiterer Anhaltspunkt für einen Wertberichtigungsbedarf auf eine Forderung die Überfälligkeit, auf deren Basis individuell geprüft wird, ob die Forderung noch einzubringen ist. Die Fair Value Option aus IAS 39 zur Bewertung von Finanzinstrumenten wird bei FRIWO nicht ausgeübt.

Angaben zu den verwendeten Hierarchiestufen zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten finden sich unter Ziffer (35).

Ausbuchungen finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen der IAS 39.17 ff erfüllt sind. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zu Grunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird entweder direkt oder unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag wird ergebniswirksam erfasst. Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt es den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der Buchwert des Vermögenswerts zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht die fortgeführten Anschaffungskosten übersteigt.

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Währungsrisiken und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihren beizulegenden Zeitwerten neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Der beizulegende Zeitwert der Kontrakte wird unter Bezugnahme auf die aktuellen Terminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen ermittelt.

Sicherungsinstrumente: Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen können Sicherungsinstrumente als zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, Absicherung der Cashflows oder als Absicherung der Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert werden. Bei FRIWO wird sowohl die Strategie der Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges i.S. des IAS 39) als auch die Strategie der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (entsprechen nicht den definitorischen Anforderungen des IAS 39; insofern Behandlung als derivative Finanzinstrumente) verfolgt.

Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung legt der Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung, die als Sicherungsgeschäft bilanziert werden soll, als auch die Risikomanagementziele und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal fest und dokumentiert diese. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Die Wirksamkeit solcher Sicherungsbeziehungen für das Erreichen des Ziels, Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows zu kompensieren, wird als hoch eingeschätzt. Bei den vorliegenden Hedge-Beziehungen wird die Wirksamkeit während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, überprüft und beurteilt.

Für die Bilanzierung bei Absicherung von Cashflows gilt, dass Sicherungsgeschäfte dann als zur Absicherung der Cashflows klassifiziert werden, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, die einem erfassten Vermögenswert oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden können und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnten. Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in jener Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. in der abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden, oder in der ein vorhergesehener Verkauf oder Kauf durchgeführt wird. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge dem ursprünglich erfassten Buchwert des nicht-finanziellen Vermögenswerts oder der nicht-finanziellen Schuld hinzugerechnet. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge im Periodenergebnis erfasst. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder wenn es veräußert, beendet oder wenn es ohne Ersatz oder ein Überrollen eines Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dies gilt auch, wenn der Konzern die Designation eines Sicherungsinstruments zurückzieht. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß den Vorschriften in IAS 38 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) beträgt drei bis sechs Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer liegen nicht vor. Der Abschreibungszeitraum und die Methode werden in jeder Periode überprüft. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen wird gemäß IAS 16 zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei selbsterstellten Anlagen enthalten die Herstellungskosten neben den Einzelkosten sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden in der Regel nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Sind sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen, werden sie gemäß IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktiviert.

Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer verrechnet, sofern nicht aufgrund des tatsächlichen Nutzungsverlaufs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Gebäude 8 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre
Fahrzeuge 6 bis 8 Jahre

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.

Komplexere Sachanlagen, die aus klar trennbaren Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden für Zwecke der Abschreibungsermittlung in diese Komponenten aufgeteilt. Die Berechnung der Abschreibung erfolgt anhand der Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten.

Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erhaltungsaufwendungen, die zur Erhöhung des künftigen Nutzenpotenzials eines Vermögenswertes führen, werden aktiviert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.

An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen.

Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen.

Die Vorräte werden gemäß IAS 2 (,Inventories') zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag unter Beachtung des Einzelbewertungsgrundsatzes angesetzt. Bei austauschbaren Gegenständen wird gemäß IAS 2.25 die Durchschnittsmethode angewendet.

Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Zinsaufwendungen werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Nominalwert entsprechen, bilanziert. Forderungen in fremder Währung sind gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Differenzen aus dieser Umrechnung sind erfolgswirksam erfasst.

Erkennbaren Risiken bei einzelnen Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen auf gesonderten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen.

Der Bilanzposten Zahlungsmittel umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und jeweils gesondert ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden als "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" ebenfalls gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Dagegen werden Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Vorgaben des IAS 19.

Die Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen ermittelt. Der Barwert der Verpflichtung (DBO) wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit einem Zinssatz, basierend auf Zinssätzen von Industrieanleihen hoher Bonität, abgezinst werden.

Die Zinsanteile der Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen sind im Finanzergebnis und die übrigen Aufwendungen in den jeweils zutreffenden Positionen ausgewiesen.

Die Sonstigen Rückstellungen sind nach IAS 37 bilanziert. Sie werden nur dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und wenn der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Die bilanzierten Rückstellungen decken die Risiken im Konzernabschluss, die gegenüber Dritten bestehen, ausreichend ab. Die Bemessung erfolgte in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt, sofern der Effekt wesentlich ist. Rückstellungen mit einer erwarteten Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres sind unter den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Dabei auftretende Differenzen gegenüber dem Einbuchungskurs werden erfolgswirksam verrechnet. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierung sind bei FRIWO üblicherweise marktgerecht verzinst, so dass der Bilanzwert nahezu dem Zeitwert entspricht.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen. Sie erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

Etwaige Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden dergestalt in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Bei FRIWO haben in der laufenden Berichtsperiode sowie in der Vorperiode keine Finanzierungs-Leasingverhältnisse vorgelegen.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eventualverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist. Als international tätiges Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist FRIWO einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistung, Steuerrecht, zugesicherte Rechte aus Unternehmenstransaktionen und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen könnten, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten.

In den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren sind nach Einschätzung des Vorstands keine Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage zu Lasten des Konzerns zu erwarten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausschließlich im Anhang angegeben.

Konsolidierungskreis (9)

In den Konzernabschluss sind neben der FRIWO AG alle inländischen und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen der FRIWO AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Konsolidierungskreis umfasst unverändert zum Vorjahr zwei inländische und eine ausländische Gesellschaft. Wir verweisen auf den in Ziffer (39) dargestellten Anteilsbesitz.

Segmentberichterstattung des FRIWO-Konzerns

Segmentberichterstattung (10)

Ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden. Hauptentscheidungsträger der FRI-WO-Gruppe ist demgemäß der Vorstand der FRIWO AG, der die zentrale Entscheidungskompetenz über wesentliche Ressourcenallokationen hat.

Dem Vorstand stehen aus dem regelmäßigen internen Berichtswesen der Konzerngesellschaften diverse Auswertungen zur Verfügung, die jeweils die Ertragskraft des Unternehmens aus unterschiedlichen Sichten analysieren. Dabei spielt der regionale Aspekt in verschiedenen Ausprägungen eine sehr bedeutende Rolle. Insofern erachtet der Vorstand die regionale Differenzierung als das für den Segmentbericht gemäß IFRS 8 grundlegende Kriterium.

Die Segmentierung erfolgt nach Umsätzen für die Regionen Deutschland, übriges Europa, Asien (ohne Japan) und Übrige. Die regionale Zuordnung der Umsätze erfolgt nach Lieferadressen der Kunden. Die Sonstigen Geschäftsaktivitäten enthalten die Aufwendungen der Holding, die keinem regionalen Segment zuzuordnen sind.

Segmentinformationen

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in T Euro Deutschland übriges Europa Asien übrige Regionen sonstige Geschäftsaktivitäten Summe Segmente
2013
Umsatzerlöse 57.868 31.525 19.684 4.812 0 113.889
Abschreibungen 1.435 618 241 00 1 2.443
Operatives Ergebnis 871 2.387 464 461 -1.531 2.652
2012
Umsatzerlöse 51.685 19.004 17.293 6.068 0 94.050
Abschreibungen 1.274 469 227 198 2 2.170
Operatives Ergebnis -317 470 385 97 -778 -143

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in T Euro Überleitung Konzern
2013
Umsatzerlöse 0 113.889
Abschreibungen 0 2.443
Operatives Ergebnis 0 2.652
2012
Umsatzerlöse 0 94.050
Abschreibungen 0 2.170
Operatives Ergebnis 0 -143

Überleitung des Segmentergebnisses

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in T Euro 2013 2012
Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente 2.652 -143
Überleitung
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 413 415
Zinsertrag 34 12
Zinsaufwendungen -596 -656
Ertragsteuern 80 50
Konzernergebnis 2.583 -322

Geschäftstätigkeiten zwischen den Segmenten finden nicht statt. Die Segmente werden anhand des operativen Ergebnisses beurteilt. Dabei bleiben Finanzierungs- und Steuereffekte ebenso wie sonstige Erträge oder Aufwendungen (bspw. aus Sicherungsgeschäften) unberücksichtigt. Da die interne Berichterstattung den Grundsätzen der IFRS-Bilanzierung folgt, ergeben sich keine Überleitungseffekte.

Von dem langfristigen Anlagevermögen entfallen mehr als 90 Prozent der Buchwerte auf den inländischen Standort Ostbevern. Bei der Ermittlung der operativen Ergebnisse der Berichtssegmente werden die Abschreibungen asymmetrisch zu dieser Aufteilung den Segmenten gemäß des Beitrags, den der einzelne Standort zum Umsatz des jeweiligen Segments leistet, zugeordnet.

Der Umsatz der FRIWO Gruppe verteilte sich 2013 mit 65,0 Mio. Euro auf die Produktgruppen Netzgeräte (Vorjahr: 52,5 Mio. Euro), mit 34,5 Mio. Euro auf Ladegeräte (Vorjahr: 29,6 Mio. Euro) und mit 14,4 Mio. Euro auf "Sonstige" (Vorjahr: 12,0 Mio. Euro).

Auf einen Kunden, der in den geographischen Bereichen Deutschland, übriges Europa und Asien enthalten ist, entfielen im Berichtsjahr mit 25,5 Mio. Euro (Vorjahr: 22,1 Mio. Euro) 22,4 Prozent (Vorjahr: 23,5 Prozent) des Gesamtumsatzes.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse (11)

Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen ist in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aufgeführt.

Vertriebskosten (12)

Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen die Kosten für Werbung, Wertberichtigungen auf Forderungen und Provisionsaufwendungen.

Allgemeine Verwaltungskosten (13)

Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge (14)

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in T Euro 2013 2012
Verluste aus Anlageabgängen -73 -21
Währungsverluste -1.887 -1.911
Andere Aufwendungen -75 -52
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.035 -1.984
Erträge aus Anlageabgängen 4 5
Währungsgewinne 2.049 2.163
Andere Erträge 395 231
Sonstige betriebliche Erträge 2.448 2.399
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge (saldiert) 413 415

Die anderen Aufwendungen und die anderen Erträge enthalten zu einem überwiegenden Teil die Aufwendungen für den Einkauf bzw. die Montage sowie die Erlöse aus dem Weiterverkauf von Komponenten für die technischen Anlagen von Produktionspartnern.

Finanzergebnis (15)

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in T Euro 2013 2012
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34 12
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -492 -536
Zinsanteil in den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -104 -120
Finanzergebnis -562 -644

Die Verbesserung des Finanzergebnisses spiegelt das anhaltende niedrige Zinsniveau im Jahr 2013 wider.

Ertragsteuern (16)

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern werden nach IAS 12 berechnet und setzen sich wie folgt zusammen:

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in T Euro 2013 2012
Laufende Ertragsteuern -277 56
Steuern aus Vorjahren 263 -31
Latente Ertragsteuern 94 25
80 50

Die bilanzierten Steuerlatenzen betreffen folgende Bilanzposten sowie die Verlustvorträge:

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2013 2012
in T Euro aktiv passiv aktiv passiv
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 11 0 14 0
Vorräte 0 36 0 34
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 1 0 3
Pensionsrückstellungen 277 0 320 82
Sonstige Rückstellungen 41 0 66 0
Sonstige Verbindlichkeiten 166 26 321 178
Verlustvorträge 186 0 86 0
Konzernbilanz 682 63 807 297

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Saldiert Veränderung davon
in T Euro 2013 2012 in GuV auf im EK erfasste Transaktionen Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen 11 14 -3 -3 0 0
Vorräte -36 -34 -2 -2 0 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte -1 -3 2 2 0 0
Pensionsrückstellungen 277 238 39 -30 69 0
Sonstige Rückstellungen 41 66 -25 -25 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 140 143 -3 52 -55 0
Verlustvorträge 186 86 100 100 0 0
Konzernbilanz 618 510 108 94 14 0

Im Vorjahr stellten sich die Daten wie folgt dar:

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2012 2011
in T Euro aktiv passiv aktiv passiv
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 14 0 16 0
Vorräte 0 34 0 33
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 3 0 70
Pensionsrückstellungen 320 82 214 58
Sonstige Rückstellungen 66 0 96 6
Sonstige Verbindlichkeiten 321 178 269 106
Verlustvorträge 86 0 46 0
Konzernbilanz 807 297 641 273

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Saldiert Veränderung davon
in T Euro 2012 2011 in GuV auf im EK erfasste Transaktionen Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen 14 16 -2 -2 0 0
Vorräte -34 -33 -1 -1 0 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte -3 -70 67 67 0 0
Pensionsrückstellungen 238 156 82 -21 103 0
Sonstige Rückstellungen 66 90 -24 -24 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 143 163 -20 -33 13 0
Verlustvorträge 86 46 40 39 0 1
Konzernbilanz 510 368 142 25 116 1

Auf sämtliche temporäre Differenzen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 wurden latente Steuern angesetzt.

Im Berichtsjahr hat im Inland eine steuerliche Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2008 bis 2011 stattgefunden, die zum Jahresende abgeschlossen wurde. Aufgrund der Ergebnisse dieser Betriebsprüfung wurden Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von 256 T Euro ergebniswirksam gebucht. Darüber hinaus ergab sich eine Erhöhung der steuerlichen Verlustvorträge zum Ende des Prüfungszeitraums, deren Nutzung unter Berücksichtigung der sogenannten Mindestbesteuerung bei der Berechnung des Ertragsteueraufwands für das Geschäftsjahr 2013 zu einem deutlichen Steuervorteil führte.

Auf die verbleibenden Verlustvorträge in Höhe von 0,5 Mio. Euro für die Körperschaftsteuer bzw. 0,7 Mio. Euro für die Gewerbesteuer wurden latente Steuererstattungsansprüche von insgesamt 0,2 Mio. Euro aktiviert. Auf Grund der positiven Ertragserwartungen in den Folgejahren wird es als wahrscheinlich angesehen, dass ausreichend steuerliche Ergebnisse vorliegen werden, gegen die die noch nicht genutzten Verlustvorträge und der bestehende Aktivüberhang aus temporären Differenzen verrechnet werden können.

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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in T Euro 2013 2012
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.503 -372
Erwarteter Steueraufwand (im Vorjahr Steuerertrag)1) 751 -112
Steuersatzdifferenzen Ausland -25 -10
Nicht abzugsfähige übrige Ausgaben 23 31
Steuern für Vorjahre -263 31
Nutzung bzw. Neubildung von bisher nicht bilanzierten Verlustvorträgen -590 0
Sonstiges, saldiert 24 10
Tatsächlicher Steuerertrag -80 -50

1) Erwarteter Steueraufwand bei Steuersatz der FRIWO AG von 30 Prozent (Vorjahr.: 30 Prozent)

Ergebnis je Aktie (17)

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 (,Ergebnis je Aktie') auf Basis des Konzernergebnisses ermittelt und beträgt für 2013 0,34 Euro (Vorjahr: minus 0,04 Euro). Die Aktienanzahl (7,7 Mio. Stückaktien) hat sich im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.

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2013 2012
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 7.700.000 7.700.000
Konzernergebnis 2.583 -322
Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,34 -0,04

Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung

Forschungs- und Entwicklungskosten (18)

Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 3,8 Mio. Euro erfasst worden (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro). Die Kosten, die im Wesentlichen Aufwendungen für die projektbezogene Weiterentwicklung der Produktpalette darstellen, sind in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten.

Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (19)

In den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten sind unter anderem die folgenden Aufwandsarten enthalten:

Abschreibungen

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in T Euro 2013 2012
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 117 130
Abschreibungen auf Sachanlagen 2.326 2.040
(davon planmäßige Abschreibungen) (2.107) (2.040)
(davon Wertminderungsaufwand gem. IFRS 5) (219) (0)
2.443 2.170

Materialaufwand

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in T Euro 2013 2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 80.493 65.340

Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeiter

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in T Euro 2013 2012
Personalaufwendungen 19.644 16.716

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:

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Anzahl der Mitarbeiter 2013 2012
Inland 252 250
Ausland 77 74
329 324

Zum Stichtag 31. Dezember 2013 waren im Konzern 335 (Vorjahr: 324) Mitarbeiter beschäftigt, davon 255 (Vorjahr: 247) im Inland.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen (20)

a) Anlagespiegel des FRIWO-Konzerns für die Geschäftsjahre 2013 und 2012

2013

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Anschaffungskosten
in T Euro 01.01.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.612 54 0 0 -1 2.667
2.614 54 0 0 -1 2.667
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 8.717 180 0 0 0 8.897
Technische Anlagen und Maschinen 13.796 730 203 -1.785 0 12.538
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.594 1.157 859 6 -20 13.878
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150 238 96 -6 0 286
36.257 2.305 1.158 -1.785 -20 35.599

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Abschreibungen
in T Euro 01.01.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.409 117 0 0 -1 2.525
2.409 117 0 0 -1 2.525
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 7.462 241 0 0 0 7.703
Technische Anlagen und Maschinen 9.202 1.057 158 -1.254 0 8.847
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.967 1.028 839 0 -11 10.145
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
26.631 2.326 997 -1.254 -11 26.695

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Buchwert
in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 142 205
142 205
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.194 1.255
Technische Anlagen und Maschinen 3.691 4.594
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.733 3.627
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 286 150
8.904 9.626

2012

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Anschaffungskosten
in T Euro 01.01.2012 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.195 30 611 0 0 2.614
3.195 30 611 0 0 2.614
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 8.717 0 0 0 0 8.717
Technische Anlagen und Maschinen 12.603 1.179 0 14 0 13.796
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.274 1.082 992 241 -11 13.594
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 380 24 0 -255 1 150
34.974 2.285 992 0 -10 36.257

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Abschreibungen
in T Euro 01.01.2012 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.890 130 611 0 2.409
2.890 130 611 0 0 2.409
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 7.221 241 0 0 0 7.462
Technische Anlagen und Maschinen 8.429 773 0 0 0 9.202
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.912 1.026 967 0 -4 9.967
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
25.562 2.040 967 0 -4 26.631

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Buchwert
in T Euro 31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 205 305
205 305
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.255 1.496
Technische Anlagen und Maschinen 4.594 4.174
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.627 3.362
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150 380
9.626 9.412

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Der in den Umbuchungsspalten ausgewiesene Netto-Saldo in Höhe von 531 T Euro betrifft Maschinen, die im Rahmen von Prozessoptimierungen und damit verbundenen Kapazitätsanpassungen nicht mehr im Produktionsprozess benötigt wurden und zum Verkauf vorgesehen sind. Gemäß IFRS 5 sind diese Maschinen als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte klassifiziert worden und werden in der Bilanz unter den kurzfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen. Die Maschinen wurden gemäß IFRS 5 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand von Marktpreisen bzw. von bereits vereinbarten Verkaufspreisen ermittelt. Dies entspricht einer Bewertung gemäß Stufe 1 der Bemessungshierachie des IFRS 13. Der entstandene Wertminderungsaufwand in Höhe von 219 T Euro ist in den Abschreibungen innerhalb der Kosten der umgesetzten Leistungen der deutschen Produktionsstätte enthalten. Der Verkauf der Maschinen wird voraussichtlich bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014 erfolgt sein.

Impairment-Test

FRIWO überprüft jährlich, ob Indikatoren für ein Impairment auf das Anlagevermögen vorhanden sind. Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens ist gemäß IAS 36 das Vorliegen eines sogenannten Triggering Events. Im vorangegangen Jahr 2012 lagen keine Indikatoren vor, die einen Einfluss auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens hätten haben können. Nach Betrachtung des Geschäftsverlaufs der FRIWO Gerätebau GmbH 2013 sind ebenfalls keine Indikatoren zu finden, die Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests sein können. Im Gegenteil, der Umsatz der am Standort Ostbevern gefertigten Produkte konnte um rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Ausblick für das Jahr 2014 und die strategische Planung zeigen ebenfalls einen Anstieg und den Ausbau der Fertigung in Ostbevern und damit eine Erhöhung und Verbesserung des erzielbaren Betrags. FRIWO ist deshalb zu dem Schluss gekommen, dass im Jahr 2013 keine Indikatoren vorlagen, die -abgesehen von der Bewertung der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte gemäß IFRS 5 -eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens notwendig machten.

Vorräte (21)

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.273 7.530
Unfertige Erzeugnisse 4.629 4.096
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.813 5.750
18.715 17.376

Zum 31. Dezember 2013 betrugen die Wertberichtigungen 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte betrug zum Ende des Berichtsjahres 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Im Berichtsjahr wurden den Wertberichtigungen 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) zugeführt.

In die Ermittlung der absatzmarktbezogenen Wertberichtungen gehen neben den aktuellen Preisentwicklungen auf der Absatzseite auch Lagerreichweite, erwarteter Verbrauch und Gängigkeit zur Ermittlung der erzielbaren Erträge (,net realizable value') in die Bewertung ein. Dazu wurden Annahmen zu künftigen Umsatzerwartungen auf Produktebene getroffen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22)

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 5.426 6.088
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -736 -696
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 4.690 5.392

FRIWO verkauft einen Teil der Forderungen in Form eines echten Factorings. Das heißt, die abgetretenen Forderungen stehen nicht mehr in der Bilanz von FRIWO, da überwiegend alle Chancen und Risiken an den Factor übergehen.

FRIWO hat zudem nicht die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 behalten, da der Factor die Fähigkeit hat und rechtlich in der Lage ist, die Forderung an einen Dritten zu verkaufen.

Die FRIWO behält weder die vertraglichen Pflichten und Rechte, da die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 an den Factor übergeht, noch erlangt sie neue Pflichten und Rechte aus der Übertragung bzw. dem Forderungsverkauf an den Factor. Ein sogenanntes anhaltendes Engagement nach IFRS 7 liegt somit nicht vor.

Der Factor stellt den Kaufpreis zum überwiegenden Teil FRIWO als liquide Mittel zur Verfügung.

Für die nicht verkauften Forderungen führt FRIWO Wertberichtigungen auf Basis identifizierter Einzelrisiken durch. Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

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in T Euro 2013 2012
Stand der Wertberichtigungen am 1.1. -696 -639
Verbrauch 0 0
Zuführungen -40 -57
Auflösung 0 0
Stand der Wertberichtigungen am 31.12. -736 -696

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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davon
Zum Abschlussstichtag überfällig und nicht wertgemindert
--- --- --- --- --- --- ---
in T Euro Buchwert Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig Zum Stichtag wertgemindert (Buchwert) 1 bis 30 Tage 31 bis 90 Tage Mehr als 90 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
zum 31.12.2013 4.690 4.110 25 363 157 35
zum 31.12.2012 5.392 4.478 19 727 115 53

Es gibt keine Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind und nicht wertberichtigt wurden.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23)

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Kaufpreiseinbehaltung aus Factoring 1.221 1.305
Wertguthaben zur Altersteilzeitsicherung 283 545
Mietkautionen 33 32
Positive Marktwerte aus Währungssicherungsinstrumenten 13 0
Übrige finanzielle Vermögenswerte 99 81
1.649 1.963

Der Kaufpreiseinbehalt aus Factoring beläuft sich auf einen Betrag in Höhe eines Prozentsatzes auf den Wert der verkauften Bruttoforderung und dient der Absicherung des Factors gegenüber dem Factornehmer, um die üblichen Skonti- und Bonuszahlungen sowie die allgemeinen Gebühren zu decken.

Das Wertguthaben zur Altersteilzeitsicherung unterliegt einer Verfügungsbeschränkung und Verpfändungsvereinbarung und dient der Sicherung aller Ansprüche aus den Altersteilzeitvereinbarungen.

Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (24)

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus sonstigen Steuern 14 226
Abgrenzungsposten 74 94
Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 181 85
269 405

Zu den Stichtagen gab es keine Wertberichtigungen auf die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte.

Zahlungsmittel (25)

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Scheck- und Kassenbestände 15 14
Guthaben bei Kreditinstituten 1.178 2.360
1.193 2.374

In den Guthaben bei Kreditinstituten ist in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) der noch nicht in Anspruch genommene Teil des Kaufpreises der abgetretenen Forderungen an den Factor enthalten.

Diese Definition der Zahlungsmittel wird auch in der Kapitalflussrechnung angewandt.

Eigenkapital (26)

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die FRIWO AG. Das Grundkapital der FRIWO AG in Höhe von 20.020 T Euro ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit repräsentiert jede Aktie einen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2013 sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Die Kapitalrücklage steht zur Verrechnung etwaiger zukünftiger Verluste und teilweise zur Erhöhung des Grundkapitals im Rahmen der Restriktionen des § 150 AktG zur Verfügung, jedoch nicht für Ausschüttungen.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2013 wurde der Vorstand der FRIWO AG ermächtigt, bis zum 30. April 2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen und mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss, um bis zu 10.010 T Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Die Kapitalrücklage betrifft die gesetzliche Mindestrücklage der FRIWO AG.

Die Gewinnrücklagen enthalten die Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sowie die Ergebnisse des Berichtsjahres und der Vorjahre, gekürzt um die in der Vergangenheit gezahlten Dividenden. Darüber hinaus werden im Zusammenhang mit den Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" bezüglich der Gliederung des sonstigen Ergebnisses nunmehr die Teile des sonstigen Konzernergebnisses, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, ebenfalls in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.

In den sonstigen Rücklagen werden die kumulierten Ergebnisse der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

In ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss zum 31. Dezember 2013 weist die FRIWO AG nach Verrechnung des Jahresüberschusses mit dem Bilanzverlust des Vorjahres einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.450 T Euro (Vorjahr: Bilanzverlust: 662 T Euro) aus.

Aussagen zur Kapitalsteuerung finden sich im Abschnitt zum Finanzrisikomanagement (34).

Rückstellungen für Pensionen (27)

Bei den Verpflichtungen, die ausschließlich im Inland bestehen, handelt es sich größtenteils um dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen. Daneben gibt es auch eine einkommens- und dienstzeitabhängige Zusage. Bei den Zusagen handelt es sich ausschließlich um Individualvereinbarungen.

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen. Dazu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft.

Der versicherungsmathematischen Berechnung liegen die folgenden Parameter zu Grunde: ein Abzinsungssatz von 3,30 Prozent (Vorjahr: 3,80 Prozent), ein Gehaltstrend von 2,25 Prozent (Vorjahr: 2,25 Prozent) und neben individuell vereinbarten Rentenanpassungen ein Rententrend von 1,75 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent). Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung wird durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.

Der Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

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in T Euro 2013 2012
Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 1.1. 2.827 2.536
Laufender Dienstzeitaufwand (Barwert der im Geschäftsjahr erdienten Pensionsansprüche) 19 15
Zinsaufwand 104 120
Neubewertungseffekte
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen 146 287
Erfahrungsbedingte Anpassungen 85 56
Gezahlte Leistungen -192 -187
Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 31.12. 2.989 2.827

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag entspricht dem jeweiligen Fehlbetrag des Plans, da kein Planvermögen existiert.

Die im Folgejahr erwarteten Rentenzahlungen betragen 190 T Euro.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag 11 Jahre.

Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zu Grunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. FRIWO ist diesen versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Ein Anstieg bzw. Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte folgende Auswirkungen:

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in T Euro Anstieg Rückgang
Diskontierungssatz +/- 1 %-Punkt -280 332
Gehalts- und Rententrend +/- 0,25 %-Punkte 66 -64

Die Ermittlung der Effekte erfolgte unter Anwendung der gleichen Methoden wie für die Bewertung der Verpflichtung zum Jahresende. Dabei wurden die Effekte jeweils isoliert betrachtet, d. h. eventuell bestehende Abhängigkeiten zwischen den untersuchten Parametern blieben unberücksichtigt.

Die Arbeitgeberanteile für die gesetzliche Rentenversicherung, definiert als beitragsorientierter Versorgungsplan, betrugen 1.141 T Euro (Vorjahr: 1.141 T Euro).

Sonstige Rückstellungen (28)

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in T Euro Stand 01.01.2013 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand 31.12.2013
Sonstige langfristige Rückstellungen
Personal- und Sozialbereich 735 322 0 33 446
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Gewährleistungen 40 40 0 100 100
Übrige 127 56 0 53 124
167 96 0 153 224

Die Jubiläumsverpflichtungen und die Rückstellung für Altersteilzeit sind in der Bilanz unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Mit der Inanspruchnahme der Rückstellung für Altersteilzeit wird innerhalb der nächsten 2 Jahre gerechnet.

Die langfristigen Rückstellungen wurden durch Abzinsung ermittelt. Die Erhöhung des abgezinsten Betrags während der Berichtsperiode aufgrund des Zeitablaufs betrug 21 T Euro. Zur Abzinsung wurde ein laufzeitadäquater Zinssatz gewählt. Der Effekt aus der Zinssatzänderung war unwesentlich.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen decken Garantieverpflichtungen aufgrund von bereits erbrachten Lieferungen und Leistungen ab. Die übrigen Rückstellungen betreffen Drohverluste und Prozesskosten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (29)

31.12.2013:

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kurzfristig langfristig
in T Euro Buchwert bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Darlehen 5.000 0 5.000 0
Sonstige kurzfristige 1.038 1.038 0 0
6.038 1.038 5.000 0

31.12.2012:

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kurzfristig langfristig
in T Euro Buchwert bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Darlehen 5.000 0 5.000 0
Sonstige kurzfristige 2.710 2.710 0 0
7.710 2.710 5.000 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten unterlagen wie im Vorjahr keiner Besicherung.

Der gewichtete Durchschnittszinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag 2013 bei 3,04 Prozent (Vorjahr 3,27 Prozent).

Zum Jahresende stellen sich die Kreditlinien wie folgt dar:

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in T Euro Kreditlinien Ausnutzung Freie Kreditlinien
31.12.2013 14.000 6.038 7.962
31.12.2012 14.000 7.710 6.290

In den Kreditlinien ist ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren enthalten. Im Kreditvertrag der langfristigen Finanzierung wurden 2 Covenants vereinbart. Die erste Kreditklausel bezieht sich auf die Eigenkapitalquote und die zweite Klausel auf den dynamischen Verschuldungsgrad.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30)

Zahlungsverpflichtungen werden unter der Beachtung der Zahlungsfälligkeit als lang- oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Zahlungsverpflichtungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (31)

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 2.944 1.113
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten 213 396
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 345 442
3.502 1.951

Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (32)

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 75 11
Abgrenzungen aus dem Personalbereich 1.017 913
Übrige Verbindlichkeiten 104 101
1.196 1.025

Weitere Anhangsangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse (33)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Bestellobligo für Sachanlagen 135 292
Miet- und Leasingverpflichtungen 512 487
(davon fällig im Folgejahr) (209) (169)*
(davon fällig in 2 bis 5 Jahren) (303) (318)
647 779

* Dieser Wert enthält im Vorjahresbericht einen Übertragungsfehler, der berichtigt wurde.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 346 T Euro (Vorjahr: 344 T Euro) erfolgswirksam erfasst.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Leasingverträge für Fuhrpark und Büroausstattung sowie den Mietvertrag über das Gebäude der chinesischen Tochtergesellschaft.

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Wie bereits im Vorjahr besteht weiterhin eine Eventualverbindlichkeit aus einer Rechtsstreitigkeit mit einem Streitwert in Höhe von 200 T Euro. Die Klage wird von der FRIWO AG als unbegründet eingestuft und wurde in erster Instanz gewonnen. Folglich wird mit einer Inanspruchnahme auch in der jetzt berufenen Revision nicht gerechnet. Aufgrund des anhängigen Status des Verfahrens werden keine weitergehenden Angaben gemacht

Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente (34)

Kreditrisiko

Es bestehen Forderungen gegen eine Vielzahl von Kunden. Darin enthalten sind regelmäßig hohe Einzelforderungen gegen Großkunden. Den aus dem Forderungsbestand resultierenden Kreditausfallrisiken wird durch ein systematisches Verfahren bei der Auswahl von Kunden, durch Analyse des Zahlungsverhaltens und Setzen angemessener Kreditlimits begegnet. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die zum Bilanzstichtag angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte abgebildet. Die FRIWO-Gesellschaften verkaufen ihre Produkte ausschließlich an Kunden, die zuvor einer Bonitätsprüfung unterzogen wurden.

Liquiditätsrisiko

FRIWO führt regelmäßig eine Liquiditätsplanung für den Konzern durch, um einen etwaigen Liquiditätsengpass frühzeitig erkennen zu können. In das kurz- und mittelfristige Liquiditätsmanagement werden die Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Schätzungen des operativen Cashflows einbezogen. FRIWO steuert seine Liquidität, indem der Konzern ergänzend zum Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Zusätzlich reduziert die Möglichkeit des Verkaufs von Forderungen das Liquiditätsrisiko des Konzerns.

Die folgende Liquiditätsanalyse zeigt die Fälligkeiten der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2013 fixierten Zinssätze ermittelt.

31.12.2013:

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Cashflows 2014 Cashflows 2015 Cashflows 2016ff
in T Euro Buchwert 2013 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.038 106 1.038 18 5.000 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 200 183 -13 36 213 0
6.238 289 1.025 54 5.213 0

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Cashflows 2016ff
in T Euro Tilgung
--- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 0
0

31.12.2012:

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Cashflows 2013 Cashflows 2014 Cashflows 2015ff
in T Euro Buchwert 2012 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.710 137 2.710 128 0 23
Verbindlichkeiten aus Derivaten 396 143 0 143 0 28
8.106 280 2.710 271 00 51

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Cashflows 2015ff
in T Euro Tilgung
--- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000
Verbindlichkeiten aus Derivaten 396
5.000

Die langfriste Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten beinhaltet branchenübliche Klauseln, die der Bank im Falle einer eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumt. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierung ist somit gewährleistet; der Vorstand hat keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Währungsrisiko

Aufgrund der internationalen Tätigkeiten ist FRIWO Währungsrisiken ausgesetzt. Hierbei ergibt sich zunächst eine natürliche Absicherung aufgrund der Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten. Des Weiteren werden verbleibende Fremdwährungsrisiken durch gezieltes Währungsmanagement vermindert; aus diesem Grund schließt FRIWO Devisentermingeschäfte ab.

Zum Stichtag 31. Dezember 2013 sind etwa 10 Prozent der nicht durch die beschriebene natürliche Absicherung erfassten Beträge durch Devisentermingeschäfte gesichert. FRIWO tätigt Devisentermingeschäfte als Absicherung auf bereits bestehende Bilanzpositionen und hat in diesem Fall kein sogenanntes Hedge Accounting angewendet. Zum Stichtag des Vorjahres waren keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Aus den übrigen nicht gesicherten Positionen ergibt sich ein Restrisiko aus den möglichen Änderungen des Wechselkurses US-Dollar, HK-Dollar sowie Japanischen Yen zum Euro. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:

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Kursentwicklung des USD, HKD, JPY Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
in

T Euro
in

T Euro
--- --- --- ---
2013 +5% -52 -52
-5% 58 58
2012 +5% -30 -30
-5% 33 33

Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar gegenüber dem Euro ausgesetzt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet auch die ausstehenden, auf fremde Währung lautenden monetären Positionen in US-Dollar, HK-Dollar und Japanischen Yen. Berechnet wird der bilanzielle Effekt einer 5-prozentigen Abweichung der Fremdwährungskurse zum Euro am Stichtag. Die Auswirkung auf das Eigenkapital ist aufgrund der nicht vorhandenen Cashflow Hedges identisch mit den Auswirkungen auf das Ergebnis, da die mögliche Veränderung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte nicht berücksichtigt werden muss. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Zinsänderungsrisiko

Die FRIWO verfügt über ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren, das variabel verzinst ist. Durch Abschluss von kurzfristigen Geldmarktkrediten wurde der positiven unterjährigen Entwicklung der Zinssätze Rechnung getragen. Die Zinsentwicklung am Markt wird fortlaufend beobachtet und analysiert.

Zur Absicherung des Zinsrisikos aus dem variabel verzinsten Darlehen wurde ein entsprechender Forward-Zinsswap mit gleicher Laufzeit und Volumen abgeschlossen, der als Cashflow Hedge ausgewiesen wird. Die Cashflows in Form von Zinszahlungen sind seit dem zweiten Quartal 2011 geflossen und werden bis zum Ende der Laufzeit im Geschäftsjahr 2015 anfallen. Für die Finanzierung über das Factoring wurde ebenfalls ein Forward-Zinsswap mit 5 jähriger Laufzeit und 2,5 Mio. Euro Volumen im Jahr 2010 abgeschlossen. Die erste Zinszahlung war im ersten Quartal 2011 fällig und die letzte Zahlung wird im ersten Quartal 2015 erfolgen. Die hinreichende Effektivität dieser Instrumente wurde mittels geeigneter Effektivitätstests überprüft.

Aus den übrigen variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden sowie dem Marktwert des Zinsswaps ergibt sich ein Restrisiko bezüglich möglicher Zinsänderungen. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:

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Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

T Euro
Auswirkungen auf das Eigenkapital

T Euro
2013 + 100 -83 -11
-100 83 8
2012 + 100 -137 13
-100 137 -18

Zur Ermittlung der Zinssensitivität wurde das Zinsergebnis aus den variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden dem durchschnittlichen Zinssatz von 1,84 Prozent (Vorjahr: 2,31 Prozent) des Geschäftsjahres gegenübergestellt. Anschließend wurde die Veränderung des Zinsergebnisses aufgrund einer Erhöhung/Verringerung des durchschnittlichen Prozentsatzes um 100 Basispunkte ermittelt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital beinhaltet zusätzlich die Veränderung der Marktwerte der Zinsswaps zum Stichtag.

Derivative Finanzinstrumente

Die aufgrund der Fair Value Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten anfallenden Gewinne und Verluste werden im Fall von Cashflow Hedges erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Die Ergebnisse der nicht in effektiven Hedge-Beziehungen befindlichen Derivate werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Vor Berücksichtigung von latenten Steuern wurden zum 31. Dezember 2013 Cashflow Hedges mit einem Marktwert von -213 T Euro (Vorjahr -396 T Euro) direkt im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen in Höhe von 183 T Euro (Vorjahr: -44 T Euro) wurden im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Im gleichen Zeitraum fand keine ergebniswirksame Buchung aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung statt. Die aus den Devisentermingeschäften resultierenden Beträge werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und die Beträge aus dem Zinsswap im Zinsergebnis ausgewiesen.

FRIWO verfügt am Geschäftsjahresende 2013 über mehrere Devisentermingeschäfte, welche zur Absicherung des Währungsrisikos von bestehenden Forderungen in US-Dollar dienen.

Die Nominal- und Marktwerte der bilanzierten derivativen Finanzinstrumente stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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Nominalvolumen Marktwerte
in T Euro 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 121 0 13 0
Zinsswaps (Cashflow Hedges) 7.500 7.500 -213 -396

Die positiven Marktwerte sind unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, die negativen Marktwerte unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte der Derivate (Zinsswaps und Devisentermingeschäfte) werden auf Basis von anerkannten Bewertungsmodellen berechnet, deren wesentliche Inputfaktoren am Markt beobachtbar sind.

Kapitalsteuerung

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur mit Blick auf die Gesamtkapitalrentabilität unter Berücksichtigung von Bonitätszielen. Damit soll sowohl den Interessen der Anteilseigner als auch der Kreditgeber entsprochen werden. Darüber hinaus wird neben den aktuellen individuellen Rahmenbedingungen wie geplante Dividenden und Investitionen auch die gesamtwirtschaftliche Lage in die Ermittlung der jeweiligen Zielkapitalstruktur einbezogen.

Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag erfüllt die vertraglich vereinbarte Kreditklausel zur Eigenkapitalquote. Sie ist allerdings auf einem nicht zufriedenstellenden Niveau und der Vorstand strebt deshalb die Verbesserung der Eigenkapitalquote an.

Das Verhältnis zwischen lang- und kurzfristigen Schulden entspricht der vom Vorstand angestrebten Relation.

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in T Euro 31.12.2013 31.12.2012
Eigenkapital 11.020 8.489
als % vom Gesamtkapital 30% 22%
Langfristige Schulden 8.499 8.859
Kurzfristige Schulden 17.683 20.935
Fremdkapital 26.182 29.794
als % vom Gesamtkapital 70% 78%
Gesamtkapital 37.202 38.283

Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten (35)

Abkürzungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten:

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AfS Available for Sale Zur Veräußerung verfügbar
FLaAC Financial Liabilities at Amortised Cost Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
FAHfT Financial Assets Held for Trading Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten
FLHfT Financial Liabilities Held for Trading Finanzielle Verbindlichkeiten zur Veräußerung gehalten
HtM Held to Maturity bis zur Endfälligkeit gehalten
LaR Loans and Receivables Darlehen und Forderungen

Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7.6 i.V. m. Appendix B1:

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AC At Cost fortgeführte Anschaffungskosten
FV At Fair Value beizulegender Zeitwert

Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der Kategorien von Finanzinstrumenten in Klassen, welche sich hinsichtlich der Art der Bewertung der darin enthaltenen Finanzinstrumente unterscheiden:

AKTIVA

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Bewertung nach IAS 39 zu
in T Euro Buchwert 31.12.2013 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungskosten Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.690 LaR 4.832 AC 4.690
Zahlungsmittel 1.193 LaR 1.193 AC 1.193
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.649
davon sonstige Derivate 13 FAHfT 13 FV 13
davon sonstige Finanzinstrumente 1.636 LaR AC 1.636
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Darlehen und Forderungen 7.519 LaR 7.519
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten 13 FAHfT 13

PASSIVA

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Bewertung nach IAS 39 zu
in T Euro Buchwert 31.12.2013 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungskosten Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 FLaAC 5.000 AC 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.664 FLaAC 11.664 AC 11.664
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.038 FLaAC 1.038 AC 1.038
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.502
davon Derivate mit Hedgebeziehung 213 213 FV 213
davon sonstige Finanzinstrumente 3.289 FLaAC 3.289 AC 3.289
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 20.991 FLaAC 20.991

Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:

AKTIVA

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Bewertung nach IAS 39 zu
in T Euro Buchwert 31.12.2012 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungskosten Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.392 LaR 5.392 AC 5.392
Zahlungsmittel 2.374 LaR 2.374 AC 2.374
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.963 LaR 1.963 AC 1.963
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Darlehen und Forderungen 9.729 LaR 9.729

PASSIVA

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Bewertung nach IAS 39 zu
in T Euro Buchwert 31.12.2012 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungskosten Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 FLaAC 5.000 AC 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.065 FLaAC 15.065 AC 15.065
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.710 FLaAC 2.710 AC 2.710
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.951
davon Derivate mit Hedgebeziehung 396 396 FV 396
davon sonstige Finanzinstrumente 1.555 FLaAC 1.555 AC 1.555
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 24.330 FLaAC 24.330

Zum Stichtag 31. Dezember 2013 ergaben sich keine Unterschiede zwischen Fair Value und Buchwert der Finanzinstrumente, da diese im Wesentlichen kurzfristig sind und sich aus der zeitlichen Nähe zwischen Einbuchungszeitpunkt und Bilanzstichtag keine nennenswerten Differenzen ergeben.

Gemäß IFRS 13 wurde bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen:

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Stufe 1 Bewertung anhand von auf aktiven Märkten verwendeten (nicht berichtigten) Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2 Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren
Stufe 3 Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern

In der folgenden Tabelle sind die Bewertungsverfahren und wesentlichen Eingangsparameter für die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert dargestellt:

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Bewertungsverfahren 1 Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt.
Bewertungsverfahren 2 Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Zinssätzen geschätzt.

Zum 31. Dezember 2013 hielt der Konzern folgende zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente:

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in T Euro 31.12.2013 Beizulegender Zeitwert Hierarchiestufe Bewertungsverfahren
Aktiva
Sonstige Derivate 13 2 1
Passiva
Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) 213 2 2

Im Berichtsjahr erfolgten keine Umgliederungen zwischen Bewertungen der einzelnen Stufen.

Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:

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in T Euro 31.12.2012 Beizulegender Zeitwert Hierarchiestufe Bewertungsverfahren
PASSIVA
Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) 396 2 2

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

2013

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Nettoergebnisse aus
Folgebewertung
--- --- --- --- --- ---
in T Euro Zinsen Wertberichtigung
--- --- --- --- --- ---
FI-Kategorie nach IAS 39 Ertrag Aufwand Auflösung Zuführung Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- ---
LaR 7 -5 0 -40 0
AfS 0 0 0 0 0
HtM 0 0 0 0 0
FAHfT/FLHfT 0 0 0 0 -8
FLaAC 0 -483 0 0 169
Summe 7 -489 0 -40 161

2012

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Nettoergebnisse aus
Folgebewertung
--- --- --- --- --- ---
in T Euro Zinsen Wertberichtigung
--- --- --- --- --- ---
FI-Kategorie nach IAS 39 Ertrag Aufwand Auflösung Zuführung Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- ---
LaR 12 -11 0 -57 0
AfS 0 0 0 0 0
HtM 0 0 0 0 0
FLaAC 0 -525 0 0 252
Summe 12 -536 0 -57 252

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (36)

Seit dem 9. Juni 2008 ist die Cardea Holding GmbH, Grünwald, mit Mehrheit an der FRIWO AG beteiligt. Die Cardea Holding GmbH und ihre Muttergesellschaft, die VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München, sowie deren Tochterunternehmen sind dadurch nahestehende Unternehmen zur FRIWO AG im Sinne des IAS 24. Im Berichtsjahr fanden wie im Vorjahr keine Geschäftsvorfälle zwischen der FRIWO AG und der Cardea Holding GmbH oder der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG statt.

Vorstand und Aufsichtsrat werden als natürliche nahestehende Personen eingestuft. Zu Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf Ziffer (37) verwiesen. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr fanden keine Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands (37)

Die fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 10.000 Euro pro Jahr. Die variable Vergütung richtet sich nach der Höhe der beschlossenen Dividenden. Die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütung ist auf das Dreifache des festen Betrags begrenzt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache. Ausschussmitglieder erhalten jeweils eine weitere Vergütung von 1.000 Euro. Davon ausgenommen sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 betrug 75 T Euro (Vorjahr: 75 T Euro).

Bei den Bezügen des Vorstands ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 3. Mai 2011 beschlossen hat, dass Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 unterbleiben.

Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 1.076 T Euro (Vorjahr: 522 T Euro), davon 707 T Euro fix (Vorjahr: 426 T Euro) und 369 T Euro variabel (Vorjahr: 96 T Euro). Die Gesamtbezüge enthalten neben den kurzfristig fälligen Leistungen in Höhe von 959 T Euro (Vorjahr: 522 T Euro) auch Ausgleichszahlungen im Sinne des IAS 24.17d in Höhe von 117 T Euro (Vorjahr: 0 T Euro).

Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Pensionsbezüge von 144 T Euro (Vorjahr: 139 T Euro). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind gemäß IAS 19 insgesamt 2.223 T Euro (Vorjahr: 2.117 T Euro) zurückgestellt.

Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen sind den Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen nicht eingeräumt worden.

Honorar des Abschlussprüfers (38)

Die für das Geschäftsjahr 2013 berechneten Honorare und Auslagen des Abschlussprüfers, der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, betragen 76 T Euro (Vorjahr: 74 T Euro). Sie betreffen wie im Vorjahr ausschließlich die Leistungen für die Abschlussprüfungen. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen abgerechnet.

Anteilsbesitz (39)

Die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der FRIWO AG verbunden und nimmt die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

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in T Euro Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis 2013
FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, Deutschland 100,00% 6.534 3.5111)
FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen, China 100,00% 590 4102)3)

1) vor Ergebnisabführung

2) gem. IFRS

3) mittelbar über FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern

Angaben zur Corporate Governance-Erklärung (40)

Die Erklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wird der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens unter:

http://www.friwo-ag.de/corporate-governance/

dauerhaft zugänglich gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (39)

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2013 sind bis zum Tag der Freigabe des Konzernabschlusses keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.

Ostbevern, 20. Februar 2014

FRIWO AG

Der Vorstand

Lothar Schwemm

Felix Zimmermann

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind."

Ostbevern, 20. Februar 2014

Lothar Schwemm, Vorstand

Felix Zimmermann, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der FRIWO AG, Ostbevern, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, den 20. Februar 2014

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Kraus, Wirtschaftsprüfer

Grillenberger, Wirtschaftsprüfer