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FRIWO AG Annual Report 2012

May 27, 2013

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Annual Report

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FRIWO AG

Ostbevern

Konzernabschluss zum 31.12.2012

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

Organe der Gesellschaft

Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG

Geschäft und Rahmenbedingungen

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Ertragslage

Vermögenslage

Finanzlage und Finanzmanagement

Übernahmerechtliche Angaben

Erklärung zur Unternehmensführung

Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG

Risikobericht

Mitarbeiter

Vergütungsbericht

Entwicklungsbericht

Umweltbericht

Chancen- und Prognosebericht

Nachtragsbericht

Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung

Kapitalflussrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Adressen und Termine

Geschäftsbericht 2012

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Freunde der FRIWO AG,

unser Unternehmen blickt auf eine "gespaltene" Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr zurück. Die ersten sechs Monate waren durch ein sehr verhaltenes Bestellverhalten unserer Kunden als Folge der weltweiten Konjunkturabschwächung und aufgrund von Projektverschiebungen geprägt - eine Entwicklung, die bereits im Vorjahr eingesetzt hatte. In der zweiten Hälfte des Jahres dagegen verzeichnete FRIWO einen klaren Aufwärtstrend mit einer erfreulichen Entwicklung bei Auftragseingängen und Neuprojekten. Alles in allem blieb der Geschäftsverlauf 2012 aber hinter unseren Erwartungen zurück. In konkreten Zahlen bedeutet dies:

Der Auftragsbestand zum Jahresende 2012 lag mit 38,9 Mio. Euro um 9 Prozent über dem Wert zum gleichen Stichtag des Vorjahres, dank der wieder dynamischen Auftragsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte.

Der Konzernumsatz erreichte 94,1 Mio. Euro und lag damit um 4,1 Prozent unter dem Wert des Jahres 2011. Nach den ersten sechs Monaten hatte der Rückstand noch 18 Prozent betragen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war mit 0,3 Mio. Euro in etwa ausgeglichen, lag aber unter dem Vorjahreswert von 1,4 Mio. Euro.

Nach Steuern schloss der FRIWO-Konzern mit einem Jahresfehlbetrag von 0,3 Mio. Euro ab nach einem Gewinn von 0,4 Mio. Euro im Jahr 2011.

Natürlich gab es im Berichtsjahr externe Faktoren, die sich dem Einfluss unseres Unternehmens entzogen. Die europäische Staatschuldenkrise etwa verunsicherte die gesamte Wirtschaft und führte gerade in konsumnahen Branchen zu einem sehr vorsichtigen Agieren. In der Folge nahmen 2012 Produktion und Absatz in der deutschen Elektroindustrie - nach zwei Jahren starken Wachstums - um jeweils rund zwei Prozent ab. Auch viele unserer Kunden bauten zunächst ihre Lagerbestände ab oder verschoben geplante oder bereits zugesagte Projekte. Entsprechend kurzfristig war ihr Orderverhalten.

Wir haben uns aber darauf eingestellt, dass der Trend zu einer volatilen und damit immer schwerer planbaren Bestellpolitik unserer Kunden von Dauer sein wird. Dies erfordert von FRIWO ein Höchstmaß an Kundennähe und Flexibilität - Anforderungen, die gerade im vergangenen Jahr im Zentrum unseres Handelns standen.

Beispiel Produktion: Bereits lange bevor Mitte 2012 die Zusammenarbeit mit unserem früheren Partner Flextronics plangemäß beendet wurde, hatten wir mit dem Ausbau unserer Produktionsbasis begonnen. Heute verfügt FRIWO über jeweils drei Lieferanten in Asien und in Polen und damit über ein leistungsstarkes Produktionsnetz. Damit können wir - je nach Zeitplanung, technischen Spezifikationen und Losgrößen - flexibel auf Kundenanforderungen reagieren. Dazu trägt auch die stärkere Anbindung unserer Zulieferer bei, die wir 2012 zum Beispiel durch eine verbesserte Integration der IT-Systeme erreicht haben. Und auch unsere eigene Produktion am FRIWO-Stammsitz in Ostbevern haben wir im Berichtsjahr durch umfangreiche Investitionen in die Automatisierung weiter gestärkt.

Beispiel Kommunikation: Kundennähe bedeutet zunächst einmal, genau zu wissen, welche Anforderungen und Wünsche Kunden an FRIWO haben. Als einer der weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Netz- und Ladegeräten für ein breites Spektrum von Märkten und Anwendungen haben wir stets den Anspruch, technologischen Mehrwert zu liefern. Eine enge Kommunikation mit bestehenden und potenziellen Kunden ist dafür essenziell. Dass FRIWO vergangenes Jahr sein Produkt- und Leistungsspektrum auf wichtigen Leitmessen wie der "Electronica" in München, der "Medica" in Düsseldorf oder auf der Frankfurter "Light & Building" präsentiert hat, war diesem wichtigen Austausch mit dem Markt sehr förderlich.

Auch 2012 haben wir unsere Entwicklungskapazitäten und Investitionen gezielt auf neue Märkte ausgerichtet. Dazu zählen der stark wachsende Markt der LED-Beleuchtungsanwendungen, Netz- und Ladegeräte für das besonders anspruchsvolle Segment der Medizintechnik, Stromversorgungen höherer Leistungsklassen oder Unterputzanschlüsse für USB-Schnittstellen in Gebäuden. Die FRIWO-typische Innovationskraft trug wesentlich dazu bei, dass wir vergangenes Jahr nicht nur die bestehende Kundenbasis stabil halten, sondern auch neue Kunden mit strategisch interessanten Projekten gewinnen konnten.

Das laufende Geschäftsjahr 2013 sehen wir mit Vorsicht, aber auch mit Optimismus. Die anziehende Dynamik bei den Auftragseingängen seit dem dritten Quartal 2012, neue Kundenprojekte und grundsätzlich positive Konjunkturaussichten für die deutsche Elektroindustrie insgesamt bilden die Grundlagen, auf denen wir dieses Jahr wieder ein Wachstum des Konzernumsatzes erreichen wollen.

FRIWO ist gut gerüstet, um in einem strukturell sich verändernden Marktumfeld nachhaltig erfolgreich zu sein - auf Basis eines intakten Geschäftsmodells, innovativer Produkte, Kosteneffizienz in allen Bereichen und nicht zuletzt dank kompetenter und engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen gebührt unser herzlicher Dank für das im Jahr 2012 Geleistete. Und Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir, dass Sie FRIWO auch in Zukunft begleiten.

Ostbevern, im März 2013

Der Vorstand

Klaus Schilling

Felix Zimmermann

Lothar Schwemm

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der FRIWO AG berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Berichtszeitraum, insbesondere über seine Beratungen im Plenum, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex sowie die Prüfung der Abschlüsse der FRIWO AG und des Konzerns.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der FRIWO AG hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Aufsichtsrat hat in seinen Präsenzsitzungen wie auch telefonisch, schriftlich oder in Textform im Umlaufverfahren die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzungen sowie zwischen diesen Terminen regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über alle relevanten Aspekte der aktuellen Geschäftsentwicklung, über wesentliche Geschäftsvorfälle sowie über die Lage des Konzerns unterrichtet. Bedeutende Vorgänge, aber auch Abweichungen von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen eingehend geprüft.

Im Geschäftsjahr 2012 prägten zwei Themen die Arbeit des Aufsichtsrats ganz besonders: der unter den Erwartungen liegende Geschäftsverlauf und die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Im Fokus standen hier neben der langfristigen Unternehmensplanung diverse Maßnahmen und Programme zur Effizienzsteigerung. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Risikomanagement, der Compliance sowie verschiedenen Personalthemen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2012 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die heutige Sitzung ist die erste des Geschäftsjahres 2013.

Alle Sitzungen im Geschäftsjahr 2012 befassten sich unter anderem mit der eingehenden Erörterung der operativen Lage der Gesellschaft. Daneben hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 7 Beschlüsse durch schriftliche oder fernmündliche Stimmabgabe oder Stimmabgabe in Textform gefasst. Fünf Beschlüsse wurden im Februar und zwei Beschlüsse im Dezember 2012 gefasst; in diesen Beschlüssen wurde die Entsprechenserklärung des Geschäftsjahrs 2012, Personal- und Budgetthemen sowie Geschäftsentscheidungen nach dem Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte des Vorstands behandelt.

Anlässlich der Sitzung im März 2012, die über die Feststellung des Jahresabschlusses 2011 befand und an der die Abschlussprüfer teilnahmen, standen die umfassende Erörterung des Jahres- und des Konzernabschlusses, das Risikomanagement sowie die Compliance im Vordergrund. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats einstimmig genehmigt. Die Sitzung im Mai 2012 befasste sich zunächst mit dem Verlauf der Hauptversammlung. Deutlicher Schwerpunkt der Sitzung war jedoch die unzufriedenstellende Auftrags- und Ertragslage und die daraus abzuleitenden Maßnahmen. In der Sitzung im September 2012 konzentrierten sich die Diskussionen des Aufsichtsrats auf den Verlauf des operativen Geschäfts, speziell die Weiterentwicklung des Bereichs Electronic Manufacturing Services (EMS) wurde intensiv erörtert. Die Sitzung im November 2012 wurde dominiert von der Jahresplanung 2013 sowie der Unternehmensstrategie. Zudem wurden organisatorische und personelle Fragen sowie Neuerungen im Bereich des Deutschen Corporate Governance Kodex diskutiert. Die Wirtschaftsprüfer haben im Rahmen einer Telefonkonferenz Themen der Abschlussprüfung 2012 mit dem Aufsichtsrat erörtert.

Schwerpunkte der Tätigkeit

Die Beratungen des Aufsichtsrats wurden ganzjährig dominiert von Fragen des operativen Geschäfts, speziell mit Blick auf kurz- bis mittelfristig zu ergreifende Maßnahmen zur Verbesserung der Auftrags- und Ertragslage. Damit einher gingen Beratungen über die langfristige strategische Ausrichtung des Unternehmens. Ein besonderes Augenmerk lag im Jahresverlauf auf der Optimierung der Investitionstätigkeit und der Finanzierung.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat über die Einberufung sowie die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 03. Mai 2012 in seiner Sitzung im März 2012 einen Beschluss gefasst, ebenso wurde der Jahres- und Konzernabschluss des Jahres 2011 festgestellt und gebilligt.

Der Aufsichtsrat befasste sich mit der strategischen Planung des Konzerns, mit den Forecasts zur Geschäftsentwicklung sowie mit der Jahresplanung 2013.

Das Risikomanagement und die Compliance wurden in allen Sitzungen erörtert.

Corporate Governance

Bei einer der vier Aufsichtsratssitzungen 2012 waren nur vier von sechs Aufsichtsratsmitgliedern anwesend, die abwesenden Aufsichtsratsmitglieder haben jedoch durch Stimmbotschaft an den Abstimmungen der Sitzung teilgenommen. Bei zwei Sitzungen fehlte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied. Keines der sechs Aufsichtsratsmitglieder hat bei mehr als der Hälfte der Sitzungen gefehlt. An den Umlaufbeschlüssen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht - abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär bzw. dem Naheverhältnis zu einem Aktionär der Gesellschaft.

Gegenwärtig ist im Aufsichtsrat eine Frau vertreten. Des Weiteren sind im Aufsichtsrat umfassende Branchenkenntnisse vorhanden. Das Gremium ist international ausgerichtet und aufgrund der unterschiedlichen Werdegänge der Mitglieder ist der Aufsichtsrat durch eine hohe Vielfalt von auch international geprägten Erfahrungen und Fähigkeiten gekennzeichnet.

Zukünftige Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl der Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat sollen im Rahmen der jeweils vorhandenen Möglichkeiten weiterhin sicherstellen, dass bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die folgenden Ziele erreicht werden:

umfassende Branchenkenntnisse
Internationalität
Vielfalt (Diversity).

Der Aufsichtsrat hat sich für das Geschäftsjahr 2012 davon überzeugt, dass die FRIWO AG in diesem Bereich die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung vom Februar 2012 erfüllt hat. Sie finden die aktuelle Entsprechenserklärung auf Seite 21 dieses Geschäftsberichts. Die Entsprechenserklärung wurde der Öffentlichkeit auch auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der FRIWO AG und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht, der für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefasst wurde, sind von der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg (Rödl & Partner) geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung des Abschlussprüfers nach § 317 Abs. 4 HGB ergab, dass der Vorstand die Maßnahmen nach § 91 Abs. 2 AktG in der geeigneten Form getroffen hat und das Risikoüberwachungssystem seine Aufgaben erfüllt. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat sich in der heutigen gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Prüfungsergebnisse unterrichten lassen und sich über die wesentlichen Sachverhalte des Jahresabschlusses der FRIWO AG sowie des Konzernabschlusses umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefassten Lagebericht geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat in seiner heutigen Sitzung in Anwesenheit des Abschlussprüfers den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat die Angaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB eingehend geprüft.

Es werden sowohl zu den auf die Gesellschaft zutreffenden Punkten Angaben gemacht als auch negativ erklärt, wenn Angaben nicht möglich sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem Lagebericht des Vorstands einverstanden. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Rödl & Partner hat den Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat, der den Bericht ebenfalls geprüft hat, stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch Rödl & Partner überein und erhebt gegen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung 2013 vor, die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 zu wählen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz und die Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ostbevern, 5. März 2013

Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Organe der Gesellschaft

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Aufsichtsrat Mandate
Richard G. Ramsauer Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH - keine
Jürgen Max Leuze stellv. Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH - keine
Ingolf Bonkhoff Entwicklungsingenieur Elektronik / Projektleiter FRIWO - keine
Peter Arnold Curt Tilo Brandis Dipl. Ing. Geschäftsführer B2X Care Solutions GmbH - Track Tec Koltram sp o o. (Mitglied im Aufsichtsrat)
Rita Brehm Personalreferentin FRIWO Freigestellte Betriebsratsvorsitzende - keine
Dr. Ulrich Wolfrum Mitglied der Geschäftsleitung VTC Partners GmbH - keine

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Vorstand Mandate
Klaus Schilling Vertrieb und Finanzen - keine
Felix Zimmermann Produktion und Technik - FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd, China

Zusammengefasster Lagebericht

des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG

Geschäft und Rahmenbedingungen

Überblick über den FRIWO-Konzern ("FRIWO")

Die FRIWO AG mit Sitz in Ostbevern/Westfalen ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller und Anbieter qualitativ hochwertiger Netz- und Ladegeräte für verschiedene Märkte und Branchen. Die Firmengruppe deckt mit ihren Erzeugnissen ein breites Spektrum von Anwendungen für die Bereiche Haushaltsgeräte, mobile Werkzeuge, IT und Kommunikation, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie Mess-, Wäge-, Gebäude-, Licht- und Medizintechnik ab. Außerdem bietet FRIWO seinen Kunden hochwertige Fertigungsdienstleistungen (EMS) von der Gerätemontage bis zur Produktion kompletter elektronischer Baugruppen.

Der FRIWO-Konzern umfasst neben der FRIWO AG als Holding die FRIWO Gerätebau GmbH mit Sitz in Ostbevern, aus der heraus das operative Geschäft des Konzerns im Wesentlichen betrieben wird, sowie deren Vertriebs- und Servicegesellschaft in China. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und Investor Relations zuständig; sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.

FRIWO produziert zum einen in Europa, wo am Unternehmenssitz in Ostbevern eine eigene, moderne automatisierte Fertigungsstätte betrieben wird. Dieser Inlandsstandort kooperiert eng mit drei osteuropäischen Zulieferern. Zum anderen wird ein wesentlicher Teil der Geräte von mehreren asiatischen Auftragsfertigern bezogen.

Wesentliche finanzielle Steuerungsparameter für den FRIWO-Konzern sind der Umsatz, das operative Ergebnis - definiert als Bruttoergebnis abzüglich Vertriebs- und Verwaltungskosten - sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Darüber hinaus ist eine angemessene Gesamtkapitalrentabilität ein bedeutendes Kriterium bei allen operativen Entscheidungen.

Der Konzernabschluss wird nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Aufstellung des Einzelabschlusses der FRIWO AG erfolgt gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist aufgrund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hat sich im Jahr 2012 abgeschwächt. Das Nachlassen der Konjunkturdynamik ist in erster Linie auf erhebliche strukturelle Anpassungsprozesse im Euroraum zurückzuführen. Die von der Staatsschuldenkrise besonders betroffenen Länder Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien und Zypern unternahmen - mit unterschiedlichem Erfolg - große Anstrengungen zur Konsolidierung ihrer Staatsfinanzen. Besonders Griechenland blieb im gesamten Jahr 2012 aber ein Risikofaktor für die Konjunktur in Europa sowie für die Entwicklung der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) mahnte in seiner Studie "World Economic Outlook" vom Oktober 2012 zum wiederholten Male an, dass die Politik die Staatsschuldenkrise in Europa durch beherzte institutionelle Reformen in den Griff bekommen und dadurch neues Vertrauen an den Kapital- und Finanzmärkten und in der investierenden Wirtschaft schaffen müsse. Die Vorhersage für das weltweite Wachstum im Gesamtjahr 2012 senkte der IWF gegenüber der Prognose von Juli um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent.

Für die Eurozone ging der IWF von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 um 0,4 Prozent aus. Sorgen um die Solvenz der krisenbehafteten Staaten und um die Stabilität von deren Bankensystem verunsicherten weltweit Investoren, Unternehmen und Verbraucher. Auch wenn die Europäische Zentralbank (EZB) durch ihre im September 2012 angekündigte Bereitschaft, in signifikantem Umfang auf dem Staatsanleihenmarkt zu intervenieren, die Situation in der Währungsunion etwas stabilisierte, so nahm das Produzenten- und Konsumentenvertrauen im Euroraum bis zum Jahresende weiter ab.

Die deutsche Wirtschaft konnte sich mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent im Jahr 2012 (preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt) positiv vom rezessiven Trend in der Eurozone absetzen. Allerdings hatte das Wachstum im Vorjahr noch 3,0 Prozent betragen. Die Bundesregierung wies darauf hin, dass die deutsche Volkswirtschaft nach wie vor in einer robusten Verfassung sei, was sich unter anderem in einer leicht positiven Entwicklung der privaten Kaufkraft sowie in einem stabilen Exportgeschäft ausdrücke. Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland erreichte 2012 mit 41,6 Mio. Menschen das sechste Jahr in Folge einen neuen Höchststand.

In den Vereinigten Staaten verlief 2012 die wirtschaftliche Erholung schleppend. Der private Konsum wurde durch das Bestreben vieler US-Bürger gedämpft, ihre hohe Verschuldung auf ein tragbares Niveau zurückzuführen. Gegen Jahresende 2012 wurden Kapital- und Finanzmärkte sowie Verbraucher durch den heftigen US-Haushaltsstreit und die damit verbundene Aussicht auf drastische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zusätzlich verunsichert. Der IWF ging zuletzt von einem Wachstum der US-Wirtschaft um 2,2 Prozent aus.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die Weltkonjunktur war die wirtschaftliche Entwicklung in China, da die Bedeutung dieser Volkswirtschaft für die Weltkonjunktur stetig wächst. Das Land verzeichnete 2012 erneut einen Wachstumsrückgang, nicht zuletzt aufgrund massiv steigender Löhne und einem entsprechend erhöhten Preisniveau mit negativen Folgen für das Exportgeschäft. Allerdings hat China - wie auch andere Schwellenländer - auf die Verlangsamung der Konjunkturentwicklung mit die Wirtschaft stimulierenden Maßnahmen reagiert, etwa mit der schrittweisen Lockerung der Geldpolitik.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook, Update Oktober 2012
Ifo-Institut, München: ifo-Konjunkturprognose 2012/2013, 13. Dezember 2012
Bundesagentur für Arbeit, Presseinformation vom 3. Januar 2013
Bundesministerium der Wirtschaft: Pressemitteilung vom 17. Oktober 2012
Statistisches Bundesamt: Presseinformation vom 15. Januar 2013

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Als Hersteller von Netz- und Ladegeräten für unterschiedlichste Anwendungen ist FRIWO weltweit branchenübergreifend tätig. Diese sehr heterogene Geschäftsverteilung, die auch FRIWO-Wettbewerber aufweisen, führt dazu, dass nur wenige detaillierte Marktdaten verfügbar sind. Aus dem Nachfrageverhalten der FRIWO-Kunden lassen sich jedoch Entwicklungen und Tendenzen ableiten.

Branchenübergreifend ließ sich im Berichtsjahr 2012 beobachten, dass Trends wie "Technologisierung" und "kabellose Anwendungen" weiter voranschreiten. Insofern kann davon ausgegangen werden, dass der weltweite Markt für Netz- und Ladegeräte trotz der abgeschwächten Weltkonjunktur auch 2012, zumindest moderat, gewachsen ist. Innerhalb dieses Marktes konnten sich neue potenzialträchtige Anwendungsgebiete, wie z.B. die Lichttechnik oder auch der Bereich E-Mobility, etablieren.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der Konzernumsatz verfehlte im Jahr 2012 mit 94,1 Mio. Euro den Vorjahreswert um 4 Mio. Euro bzw. 4,1 Prozent zwar nur knapp, jedoch lag diese Entwicklung unter den ursprünglichen Erwartungen. Die Umsatzentwicklung zeigte ein recht heterogenes Bild.

Im ersten Halbjahr, das mit einem Umsatzrückgang von 18 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum abgeschlossen wurde, spürte FRIWO unerwartet starke Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise und der daraus resultierenden Ungewissheit der Verbraucher. So wurde das Orderverhalten großer Kunden, die in konsumnahen Märkten agieren, deutlich kurzfristiger und volatiler. Des Weiteren wurde FRIWO mit erheblichen Terminverschiebungen bei Neuprojekten sowohl von Bestands- als auch von Neukunden konfrontiert. Infolgedessen konnten die Rückgänge bei diversen größeren Kunden im ersten Halbjahr nicht durch eingeplante Neuanläufe aufgefangen werden.

Dagegen war ab der Jahresmitte eine sehr deutliche Belebung der Geschäfte zu verzeichnen. FRIWO registrierte einen spürbaren Anstieg der Bestellungen aus nahezu allen Vertriebskanälen. Die Auftragseingänge legten deutlich zu, so dass ein wesentlicher Teil des Umsatzrückstandes zum Vorjahr im dritten und vierten Quartal wieder aufgeholt werden konnte. In der Folge lagen Auftragseingang und Umsatz im zweiten Halbjahr des Jahres 2012 zweistellig über den entsprechenden Vorjahreswerten. Dieser positive Trend im zweiten Halbjahr war zum einen von einer Entspannung in den Konsummärkten getragen. Zum anderen wurde mit der Serienbelieferung wichtiger neu gewonnener Kunden begonnen. Diese Kunden haben bedeutende Positionen in für FRIWO strategisch wichtigen Märkten wie z.B. Elektromobilität, Licht, Medizintechnik und High Power.

Mit Blick auf die Produktmargen waren im Berichtsjahr wiederum Steigerungen einiger Kostenfaktoren, insbesondere der Löhne in China, zu verkraften. Durch eine nochmals erheblich verstärkte Fokussierung des Produktkostenmanagements konnten im Berichtsjahr die Margen wichtiger Produkte und Plattformen gehalten bzw. sogar verbessert werden. Die Erfolge im Kostenmanagement waren umso wichtiger, weil in dem Marktumfeld Preisanpassungen nur schwer durchsetzbar sind. Insgesamt konnte die Gesamtmarge jedoch nicht das Vorjahresniveau erreichen, da Verschiebungen im Produktmix sowie vorübergehend erhöhte Anlaufkosten neuer Projekte zu verzeichnen waren.

Angesichts der nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung wurden im Laufe des Berichtsjahres die regelmäßigen Aktivitäten des Kostenmanagements noch weiter forciert. Bei den Gemeinkosten ist es hierdurch gelungen, einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu vermeiden.

Infolge des geringeren Umsatzes erreichte das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nicht das Niveau des Vorjahres von 1,4 Mio. Euro. Mit 0,3 Mio. Euro EBIT konnte für das Gesamtjahr 2012 jedoch ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden, nachdem für das erste Halbjahr noch ein negativer Wert ausgewiesen worden war. Dies entspricht einer EBIT-Umsatzrendite von 0,3 Prozent.

Das Nachsteuerergebnis des Konzerns betrug 2012 minus 0,3 Mio. Euro (2011: 0,4 Mio. Euro).

Produktion

FRIWO produziert Netz- und Ladegeräte in Europa und Asien. Die Produktion in Europa erfolgt am eigenen Standort in Ostbevern und wird durch drei Auftragsfertiger in Osteuropa unterstützt. In Asien arbeitet FRIWO mit Partnern in China und Vietnam zusammen, die als Auftragsfertiger fungieren.

Die im Jahr 2011 aufgebauten konzernweiten Kapazitäten konnten auch 2012 nicht voll ausgenutzt werden. Während in Europa insgesamt 2,3 Prozent mehr Geräte produziert wurden, lag das Produktionsvolumen bei Geräten aus asiatischer Fertigung um minus 9,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Umsatzentwicklung

Der Umsatz des FRIWO-Konzerns lag im Jahr 2012 mit 94,1 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (98,1 Mio. Euro; minus 4,1 Prozent). Die Verteilung des Umsatzes auf die Berichtssegmente veränderte sich gegenüber dem Vorjahr kaum. In Deutschland, wo erneut fast die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet wurde, konnte der Vorjahreswert nicht ganz erreicht werden (minus 4,0 Prozent). Der Umsatzrückgang in Asien (minus 6,4 Prozent) und in den übrigen Regionen (minus 17,7 Prozent) konnte durch das Plus im Segment Übriges Europa (plus 3,1 Prozent) nicht vollständig kompensiert werden.

FRIWO fakturiert den Großteil der Waren in US-Dollar. Deshalb wirkte sich bei der Umsatzentwicklung der 2012 verzeichnete Wertverlust des Euro gegenüber dem US-Dollar positiv auf den Umsatz aus. Währungsbereinigt, also auf Basis der Wechselkurse des Vorjahres, belief sich die Umsatzminderung 2012 auf gut 8 Prozent.

Ertragslage

Die heterogene, in der Summe aber rückläufige Umsatzentwicklung im Berichtsjahr spiegelt sich ebenfalls im Ergebnis wider. Der FRIWO-Konzern konnte trotz des Aufwärtstrends in der zweiten Jahreshälfte das Umsatzniveau des Vorjahres nicht halten. Der Umsatzrückgang um 4,0 Mio. Euro und die dadurch fehlende Bruttomarge konnte durch striktes Fixkostenmanagement nur teilweise kompensiert werden.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz sank 2012 von 10,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,8 Mio. Euro (minus 16,8 Prozent). Die Bruttomarge vom Umsatz reduzierte sich entsprechend von 10,8 Prozent auf 9,3 Prozent. Der FRIWO-Konzern konnte aufgrund des positiven Geschäftstrends im zweiten Halbjahr dennoch ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 0,3 Mio. Euro ausweisen (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro).

Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) lag mit 0,3 Prozent deutlich unter Vorjahr (1,4 Prozent). Der Konzern weist mit -0,6 Mio. Euro ein um 0,1 Mio. Euro verbessertes Finanzergebnis aus (Vorjahr: -0,7 Mio. Euro). Trotz Zinssicherung durch den Einsatz von Zinsderivaten konnte FRIWO vom gesunkenen Zinsniveau profitieren und die Zinsbelastung reduzieren.

Das Ergebnis vor Steuern (PBT) war mit -0,4 Mio. Euro um 1,1 Mio. Euro niedriger als 2011.

Nach Steuern betrug das Konzernergebnis minus 0,3 Mio. Euro nach einem Vorjahresergebnis von 0,4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf minus 0,04 Euro nach 0,05 Euro im Jahr 2011 (siehe dazu Ziffer 17 des Konzernanhangs).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 31. Dezember 2012 belief sich auf 38,3 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber dem gleichen Bilanzstichtag 2011 (36,6 Mio. Euro) um 1,7 Mio. Euro. Insgesamt ergaben sich in der Bilanzstruktur im Stichtagsvergleich keine erheblichen Veränderungen.

Auf der Aktivseite nahmen die langfristigen Vermögenswerte von 10,4 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro zu. Die Investitionen im FRIWO-Konzern (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrugen im Berichtsjahr 2,3 Mio. Euro nach einem Vorjahreswert von 2,7 Mio. Euro. Davon entfielen 2,0 Mio. Euro auf den Standort Ostbevern zum Zweck der Prozessoptimierung und Modernisierung der Produktion. Hinzu kommen Ausgaben von 0,3 Mio. Euro in Verbindung mit einem Standortwechsel der chinesischen Gesellschaft.

Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern stiegen im Stichtagsvergleich von 26,3 Mio. Euro auf 27,7 Mio. Euro. Die Vorräte erhöhten sich um 1,4 Mio. Euro von 16,0 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro. Der Bestandsaufbau war erforderlich, um den Kunden kürzere Lieferzyklen bieten zu können. Zudem wirkte sich der erhöhte Auftragsbestand zum Jahresende aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen infolge des erhöhten Geschäftsvolumens im Schlussquartal um 0,5 Mio. Euro von 4,9 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro.

Die sonstigen Vermögensgegenstände einschließlich sonstiger finanzieller Vermögenswerte lagen mit 2,4 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 1,9 Mio. Euro. Die Zahlungsmittel reduzierten sich von 3,4 Mio. Euro auf 2,4 Mio. Euro.

Auf der Passivseite der Bilanz sank das Eigenkapital des FRIWO-Konzerns von 9,1 Mio. Euro per 31. Dezember 2011 um 0,6 Mio. Euro auf 8,5 Mio. Euro per Ende 2012. Kapitalmindernd wirkte sich im Wesentlichen die Neubewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von 0,3 Mio. Euro aufgrund des verminderten Zinsniveaus aus. Die Eigenkapitalquote veränderte sich entsprechend von 24,8 Prozent per Ende 2011 auf 22,2 Prozent zum 31. Dezember 2012.

Die langfristigen Schulden veränderten sich gegenüber dem Vorjahresstichtag kaum und blieben auf dem Niveau von 8,9 Mio. Euro (Vorjahr: 8,8 Mio. Euro).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 18,8 Mio. Euro per Ende 2011 um 2,1 Mio. Euro auf 20,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2012. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die um 3,7 Mio. Euro erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15,1 Mio. Euro nach 11,4 Mio. Euro). Der Anstieg ist Folge des erhöhten Geschäftsvolumens im Schlussquartal 2012 sowie des Anstiegs des Auftragsbestandes. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten konnten von 4,0 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro reduziert werden.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten blieben mit 3,0 Mio. Euro annähernd auf dem Vorjahresniveau (3,1 Mio. Euro).

Finanzlage und Finanzmanagement

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist maßgeblich auf die Steuerung der benötigten Liquidität sowie einer angemessenen Kapitalstruktur des Unternehmens ausgerichtet.

Der Konzern verfügt über mehrere kurzfristige Kreditlinien verschiedener Banken. Darüber hinaus stehen der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH 5,0 Mio. Euro über ein langfristiges Darlehen zur Verfügung.

Zudem verkauft die FRIWO Gerätebau GmbH einen Teil ihrer Forderungen in Form eines echten Factorings, bei dem das Ausfallrisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird. Der Anteil der verkauften Forderungen am Forderungsbestand konnte im Berichtszeitraum erhöht werden. Die chinesische Vertriebs- und Servicegesellschaft wird derzeit durch die FRIWO Gerätebau GmbH mit Finanzmitteln ausgestattet. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien in den einzelnen Gesellschaften ist innerhalb eines Geschäftsjahres in Abhängigkeit vom Bestand an Verbindlichkeiten, Vorräten und Forderungen Schwankungen unterworfen.

Der FRIWO-Konzern war im Geschäftsjahr 2012 durchgehend selbstständig finanziert und verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität.

Die von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditlinien wurden zum 31. Dezember 2012 mit kurzfristigen Geldmarktkrediten in Höhe von 2,7 Mio. Euro in Anspruch genommen. Einzelne Kreditfazilitäten beinhalten markt- und branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer in Zukunft eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente sind im FRIWO-Konzern von untergeordneter Bedeutung.

Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 2,6 Mio. Euro nach 3,9 Mio. Euro im Vorjahr. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 2,3 Mio. Euro (2011: 2,7 Mio. Euro), der im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen ist.

Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: Mittelzufluss von 1,0 Mio. Euro). Darin spiegelt sich vor allem die Reduzierung der Inanspruchnahme der kurzfristigen Kreditlinien wider. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2012 über Zahlungsmittel in Höhe von 2,4 Mio. Euro. Das ist ein Mittelabfluss von 1,0 Mio. Euro gegenüber dem Beginn der Berichtsperiode.

Im Berichtsjahr konnten die Gesellschaften des Konzerns ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit bedienen. Soweit dies derzeit absehbar ist, ist die Liquidität auch für das Jahr 2013 und darüber hinaus gesichert.

Zusammenfassend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aus Sicht des Vorstands als zufriedenstellend zu bewerten.

Übernahmerechtliche Angaben

Nachfolgend sind die übernahmerechtlichen Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB dargestellt.

Das Grundkapital der FRIWO AG beträgt 20,02 Mio. Euro und ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberstückaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt somit ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von je 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2012 wie auch im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Dem Vorstand der FRIWO AG sind keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bekannt.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2012 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte am Kapital der FRIWO AG:

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Direkter Anteil der Stimmrechte

in %
Indirekter Anteil der Stimmrechte

in %
Cardea Holding GmbH, Grünwald 82,91
VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München 82,91

Bei den genannten Stimmrechtsanteilen handelt es sich um freiwillige Angaben der Aktionäre zum Stichtag 31. Dezember 2012. Bei diesen Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die ausgegebenen Aktien gewähren keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Den Arbeitnehmern der FRIWO AG steht keine Stimmrechtskontrolle zu.

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 10,01 Mio. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte Zwecke ausschließen. Die Ermächtigung hat Gültigkeit bis zum 31. Juli 2013. Der Vorstand hat von der Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2012 keinen Gebrauch gemacht.

Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, einmalig oder mehrmalig eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 2. Mai 2016. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen. Nach § 7 Abs. 2 erfolgen sowohl die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und stellvertretenden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat. Ebenso kann dieser ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie weitere Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernennen. Derzeit besteht der Vorstand der Gesellschaft aus zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern. Über Satzungsänderungen entscheidet gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 AktG die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 12 Abs. 2 der Satzung der FRIWO AG ausschließlich zu Satzungsänderungen berechtigt, die die Fassung betreffen.

Es gibt keine wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht. Ebenso wenig bestehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen wurden.

Erklärung zur Unternehmensführung

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG erklären gemäß § 161 AktG:

"Die Gesellschaft hat den am 02. Juli 2010 im (damals noch bezeichnet als: elektronischen) Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 26. Mai 2010) seit der letzten Entsprechenserklärung aus Februar 2012 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft entspricht den am 15. Juni 2012 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 15. Mai 2012) mit den nachfolgenden Ausnahmen und wird ihnen auch in Zukunft mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:

Die satzungsmäßigen Voraussetzungen für die Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege sind zwar erfüllt. Eine automatische elektronische Übermittlung an alle in Ziffer 2.3.2 Genannten kann jedoch nicht erfolgen, da die FRIWO AG Inhaberaktien ausgegeben hat und ihr die Aktionäre und deren Adressen nicht bekannt sind. Eine Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Weg erfolgt daher nur, soweit das depotführende Kreditinstitut des Aktionärs diese Leistung erbringt oder an die Aktionäre, Aktionärsvereinigungen und Finanzdienstleister, die dies verlangen (Kodex Ziffer 2.3.2).

Die bestehende D & O Versicherung sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Gesellschaft hat persönliche Verpflichtungserklärungen zur Tragung eines Selbstbehalts durch ihre Aufsichtsratsmitglieder eingeholt, auch wenn ansonsten Versicherungsschutz auf Grund einer durch die Gesellschaft abgeschlossenen D & O Versicherung bestehen sollte. Danach tragen Aufsichtsratsmitglieder, die der Gesellschaft oder Dritten durch ihre Aufsichtsratstätigkeit grob fahrlässig Schaden zufügen, alle in einem Jahr verursachten Schäden bis zur Höhe der Hälfte ihrer jeweiligen Jahresgesamtvergütung im Jahr der Schadensverursachung selbst. Zur Schadensbemessungsgrundlage zählen Rechts- und sonstige Verteidigungskosten nicht. Eine Einschränkung der Haftung der Aufsichtsratsmitglieder gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber Dritten ist damit nicht verbunden (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 2).

Die Gesellschaft wird aus Vereinfachungsgründen darauf verzichten, einen Corporate Governance Bericht zu erstellen (Kodex Ziffer 3.10). Daraus folgt, dass sie auch darauf verzichten wird, über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht anzugeben. Auch konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden daher nicht gemacht (Kodex Ziffern 6.6; 7.1.3).

Die Gesellschaft verzichtet auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden oder Sprechers. Gemäß Geschäftsverteilungsplan sind alle wichtigen Aufgaben eindeutig zugeordnet und gleichmäßig auf die beiden Vorstände verteilt. Sie werden sich bei zentralen Entscheidungen eng abstimmen und diese je nach Themengebiet nach außen vertreten (Kodex Ziffer 4.2.1, Satz 1).

Ziel der Gesellschaft ist es immer, die besten Führungskräfte bei angemessener und leistungsbezogener Vergütung zu verpflichten. Für eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG kann sich dies als schwierig erweisen. Aus diesem Grund möchte sich die Gesellschaft bei der Gestaltung von Vorstandsverträgen größtmöglichen Handlungsspielraum bewahren und verzichtet sowohl auf die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4 und 5) als auch auf die Festlegung einer Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands sowie Selbstbeschränkungen bei der Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorständen (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 2).

Die Gesellschaft verzichtet aus Effizienzgründen darauf, die Hauptversammlung separat über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands zu informieren. Informationen zur Vorstandsvergütung finden sich im Geschäftsbericht (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 6).

Eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG bietet aufgrund ihrer Größe und Komplexität dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, alle Themen ausführlich im Gesamtgremium zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat daher keinerlei Ausschüsse gebildet (Kodex Ziffern 5.2, Absatz 2 sowie 5.3).

Zur Erhaltung der größtmöglichen Flexibilität bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien verzichtet der Aufsichtsrat auf die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2). Aus denselben Gründen und unter Berücksichtigung der nach wie vor vorhandenen Rechtsunsicherheit, was unter Zugrundelegung von Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 5 konkret mit dieser neuen Empfehlung offenzulegen wäre, verzichtet der Aufsichtsrat zudem auf die Offenlegung von persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 4, Ziffer 5.4.2, Satz 2).

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre nicht individualisiert ausgewiesen werden (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3).

Der Aufsichtsrat verzichtet auf eine ausdrückliche Effizienzprüfung (Kodex Ziffer 5.6). Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine "Politik der kurzen Wege" ist aus Sicht des Aufsichtsrats ein höchstes Maß an Effizienz gegeben.

Um den Abstimmungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, wird der Halbjahresbericht vor seiner Veröffentlichung nicht mit dem Gesamtaufsichtsrat, sondern nur mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2). "

Ostbevern, im Februar 2013

Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Klaus Schilling, Mitglied des Vorstands

Felix Zimmermann, Mitglied des Vorstands

Angaben zu Unternehmenspraktiken

Über Unternehmenspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, ist nichts zu berichten.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der FRIWO AG mit derzeit zwei Mitgliedern ist das Leitungsorgan der Gesellschaft und des Konzerns. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand.

Zu den Vorstandsaufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Tochterunternehmen. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die Besetzung von Schlüsselpositionen im Unternehmen.

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Gleichwohl führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Geschäftsverteilungsplan. Auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden wurde verzichtet. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Koordination der Vorstandsarbeit.

Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen.

Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Geschäftsplanung, der Geschäftsentwicklung und der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken und Compliance-Fragen. Wesentliche Entscheidungen sind im Rahmen eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat umfasst sechs Mitglieder. Er ist gemäß dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer in einem von der Hauptversammlung unabhängigen Wahlverfahren von Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der Aufsichtsräte beträgt fünf Jahre.

Unterjährig tritt der Aufsichtsrat regelmäßig mindestens viermal (zweimal pro Halbjahr) zusammen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats festlegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert er die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresplanung sowie den Jahresabschluss der FRIWO AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In seinen Aufgabenbereich fällt darüber hinaus die Bestellung der Mitglieder des Vorstands. Wesentliche Vorstandsentscheidungen sind an seine Zustimmung gebunden.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG

Die FRIWO AG fungiert als Holding des FRIWO-Konzerns. Sie erzielt ihr Ergebnis im Einzelabschluss nach HGB-Rechnungslegung aus den vereinnahmten Gewinnen bzw. den übernommenen Verlusten der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, mit der ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag besteht. Des Weiteren fallen bei der Holding eigene Aufwendungen an.

Die FRIWO AG weist für das Geschäftsjahr 2012 einen geringen Verlust aus. Das sehr geringe Beteiligungsergebnis in Höhe von 11 T Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) führte in Verbindung mit den eigenen Kosten der Holding zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Das Jahresergebnis von ebenfalls -0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Es waren im Jahr 2012 keine Sondereffekte in der Gewinn- und Verlustrechnung der FRIWO AG zu verzeichnen.

Die Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH ist der wesentliche Vermögensgegenstand der FRIWO AG. Diese Beteiligung wird zum 31. Dezember 2012 unverändert mit ihren historischen Anschaffungskosten von 28,3 Mio. Euro ausgewiesen. Dieser Wertansatz des Vorjahres hat sich zum Abschlussstichtag erneut bestätigt. Die Bewertung wurde basierend auf einer aktuellen Mehrjahres-Ergebnisplanung mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens durchgeführt. Der Bewertung liegen Annahmen und Schätzungen über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der FRIWO Gerätebau GmbH zugrunde.

Die Bilanzsumme der FRIWO AG verkürzte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 32,9 Mio. Euro auf 32,0 Mio. Euro. Wesentlicher Grund ist der Vortrag des Bilanzverlustes.

Zusammenfassend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holding zufriedenstellend.

Risikobericht

Risikomanagement

Als international agierendes Unternehmen ist FRIWO im Rahmen der Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von spezifischen Risiken ausgesetzt, die sich gegebenenfalls nachteilig auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AG und Konzern auswirken können. Vor diesem Hintergrund ist ein professionelles und wirkungsvolles Risikomanagementsystem ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung der FRIWO AG und des FRIWO-Konzerns.

Das Risikomanagementsystem bei FRIWO ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder im Fall ihres Eintretens zu minimieren. Das Risikomanagement stellt einen standardisierten fortwährenden Prozess dar, der ständig verbessert und verfeinert wird.

Die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung der Risiken sowie die Berichterstattung über sie sind in einer Richtlinie niedergelegt, welche auch konzernweit die Grundlage für ein effizientes Risikomanagementsystem bildet.

Die Risikobewertung wird dreimal im Jahr durch Einschätzung von Risikopotenzial (in Euro) und Eintrittswahrscheinlichkeit (in Prozent) von den zuständigen "Risk-Ownern" (dabei handelt es sich um Führungskräfte in allen wesentlichen Bereichen des Konzerns) vorgenommen. "Risk Controller" unterstützen sie dabei und stellen sicher, dass bei Überschreitung von bestimmten Schwellenwerten Risiken an höhere Führungsebenen und an den Aufsichtsrat kommuniziert werden. Dabei ist die Risikoberichterstattung vollständig in die standardisierten Planungs- und Forecast-Prozesse integriert. Dieses System gewährleistet, dass alle identifizierten Risiken ihrer Wesentlichkeit entsprechend berücksichtigt werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen das Risikobewusstsein geschärft.

Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns haben können. Weitere Informationen zu Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und zum Finanzrisikomanagement sind dem Konzernanhang unter Ziffer 32 zu entnehmen. Risiken, die dem Konzern derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls negativ beeinträchtigen.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des FRIWO-Konzerns

Eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft ist für das Jahr 2013 nicht auszuschließen. Auch wenn eine globale Rezession derzeit eher unwahrscheinlich ist, könnte sich eine in Teilmärkten geringere konjunkturelle Dynamik belastend auf die Nachfrage in den von FRIWO bedienten Marktsegmenten auswirken. Dies hätte je nach Intensität und Dauer eine unmittelbare Auswirkung auf die finanzielle Lage des Konzerns.

Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Verbraucherschutz führt unverändert zu stärkeren gesetzlichen Regulierungen. Ein Erfolgsfaktor für FRIWO ist daher die zügige Erkennung und Umsetzung der relevanten technischen Anforderungen und Normen.

Ferner bestehen länderspezifische Risiken an einzelnen FRIWO-Standorten oder denen ihrer Lieferanten. Insbesondere ist das Risiko einer uneinheitlichen Auslegung und Anwendung von Rechtsquellen zu nennen, die speziell das Arbeitsrecht sowie Steuer- und Zollregelungen in China betreffen.

Währungsrisiken

Da FRIWO als global orientiertes Unternehmen einen wesentlichen Teil des Geschäftes in Fremdwährungen (insbesondere US-Dollar) abwickelt, entstehen im Konzern Transaktionsrisiken.

Die Volatilität an den weltweiten Zins- und Währungsmärkten war im ersten Halbjahr 2012 erheblich von der europäischen Staatsschuldenkrise geprägt. Im zweiten Halbjahr führte die Ankündigung der unlimitierten Anleihenankäufe seitens der EZB zu einer leichten Beruhigung und Reduzierung der EUR-USD-Volatilität. Dennoch haben diese Risiken auch im Jahr 2012 an Relevanz gewonnen.

Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen in Fremdwährungen und künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. Das Fremdwährungsrisiko wird aus der Sicht der jeweiligen Gesellschaft und ihrer Heimatwährung gegenüber allen Fremdwährungen betrachtet. Dabei ergibt sich zunächst zumindest teilweise eine natürliche Absicherung bei jenen Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten.

Darüber hinaus verbleibende Fremdwährungsrisiken werden durch gezieltes Währungsmanagement verringert. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt bevorzugt in der jeweiligen Heimatwährung oder weitestgehend auf währungsgesicherter Basis. Mittelaufnahmen oder -anlagen in Fremdwährungen zu Spekulationszwecken sind nicht gestattet. Der Konzern unterhält eine Treasury-Funktion, die regelmäßig die bilanziellen Währungsrisiken erhebt und im Fall eines wesentlichen konsolidierten Risikos entsprechende Absicherungen durch Devisentermingeschäfte vornimmt. Risiken der Währungen USD (US-Dollar) und CNY (chinesischer Renminbi) zueinander werden nicht abgesichert. Den Risiken aus künftigen Transaktionen begegnet FRIWO dadurch, dass Geschäfte bevorzugt in der Währung der entstandenen Herstellkosten abgeschlossen werden.

Dennoch könnten sich aus veränderten Währungsrelationen, den zum größten Teil in US-Dollar fakturierten Transaktionen sowie aus der Umrechnung auf die Konzernwährung Euro Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Da sich eine operativ tätige FRIWO-Gesellschaft außerhalb des Euro-Währungsraums befindet, ist der Konzern außer den beschriebenen Transaktionsrisiken auch den Einflüssen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Gesellschaft in die Berichtswährung Euro des Konzernabschlusses ausgesetzt.

Beschaffungs-, Produktions- und Preisänderungsrisiken

Bei FRIWO bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können.

Bei der Fertigung von Produkten verarbeitet FRIWO auch Vorprodukte oder Komponenten anderer Hersteller. Dabei haben einige Lieferanten von FRIWO eine Alleinstellung. Deshalb kann unter Umständen eine quantitativ und/oder qualitativ ausreichende Produktions- bzw. Liefermenge nicht immer sichergestellt werden. Auf diese Weise könnten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden.

Auch die Rohstoff- und Energiepreise können je nach Marktsituation stark schwanken und die wirtschaftliche Lage des FRIWO-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Es ist nicht gesichert, dass FRIWO eventuelle Preiserhöhungen an die Kunden ganz oder zumindest teilweise weitergeben kann.

Einen wesentlichen Teil der Fertigprodukte bezieht FRIWO von externen Geschäftspartnern in Asien und Osteuropa. Um das Netz der Produktionspartner auf eine noch breitere Basis zu stellen, wurden auch im Geschäftsjahr 2012 die Geschäftsbeziehungen zu externen Fertigungspartnern in diesen beiden Regionen etabliert und ausgebaut. So wurde in 2012 die Fertigung bei einem neu gewonnenen Fertigungspartner in Vietnam erfolgreich hochgefahren. Dennoch besteht das grundsätzliche Risiko eines zumindest mittelfristigen Wegfalls der Lieferbeziehung zu einem der Hauptlieferanten oder zu einem anderen Auftragsfertiger von FRIWO, was sich maßgeblich auf die Geschäftsentwicklung von FRIWO auswirken könnte.

Ein Risiko für FRIWO stellt nach wie vor die Dynamik der Lohnkosten in China und Vietnam dar. Auch 2012 wurden die gesetzlichen Mindestlöhne in China signifikant erhöht. Dies führte für FRIWO zu Mehrkosten durch erhöhte Einkaufspreise für extern hergestellte Fertiggeräte. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft regelmäßige Lohnerhöhungen in Asien zu bewältigen sein werden. Hierbei ist nicht gesichert, dass FRIWO die Mehrkosten durch Anpassung der Verkaufspreise ohne Zeitverzug an die Kunden weitergeben kann.

Wettbewerbsrisiken

Der FRIWO-Konzern hat ein breites Kunden- und Produktportfolio. Bei einigen Kunden ist FRIWO insgesamt oder für einzelne Produktgruppen Alleinlieferant. So generierte der Konzern 2012 mit einem Großkunden rund 24 Prozent des Jahresumsatzes. Einzelne Kunden haben begonnen, diese Abhängigkeiten durch den Aufbau von Alternativlieferanten langfristig zu reduzieren. Sollten diese Kunden den Aufbau einer Mehrlieferanten-Strategie verstärkt vorantreiben, könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns auswirken.

Ausfallrisiken

FRIWO hatte 2012 keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Jedoch können trotz großer Sorgfalt bei der Auswahl der Neukunden in Zukunft Forderungsausfälle nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Zur Steuerung des Kreditrisikos des zum Bilanzstichtag gegenüber den FRIWO-Kunden ausgewiesenen Forderungsbestands wird auf die Angabe unter Ziffer 22 und Ziffer 32 des Konzernanhangs verwiesen.

Liquiditätsrisiken

Einige europäische Staaten befinden sich nach wie vor in einer Schuldenkrise und tragen somit zu einer Verunsicherung an den Finanzmärkten bei. Allerdings hat die Ankündigung der EZB, unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt Staatsanleihen der Krisenländer zu kaufen, die Finanzmärkte spürbar beruhigt. Doch die Zuversicht an den Finanzmärkten könnte schnell wieder schwinden, zudem haben die Banken ihre restriktive Kreditvergabepolitik weitgehend beibehalten. Dies führt ebenfalls vielfach zu erhöhten Finanzierungskosten für die Kreditnehmer. Diese Entwicklung könnte den finanziellen Handlungsspielraum der Unternehmen einschränken.

Bei einem Fortbestehen der restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditwirtschaft ist nicht ausgeschlossen, dass davon auch FRIWO betroffen ist.

Einzelne Kreditfazilitäten von FRIWO beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer in Zukunft eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Bei diesen sogenannten Covenants handelt es sich um Finanzkennzahlen, die Relationen der Vermögens- und Ertragslage darstellen, die sich aus der Bilanz und aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 wurden die für FRIWO relevanten Covenants eingehalten. Die Fortführung der langfristigen Finanzierung ist somit gewährleistet; der Vorstand hat keine Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung. Unabhängig davon wird die Notwendigkeit einer Neuausrichtung von Finanzierungsvereinbarungen auch angesichts der jeweiligen Marktentwicklung zeitnah beobachtet.

Rechtsrisiken

FRIWO ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Lieferungen, Produkthaftung, Produktmängel oder Qualitätsprobleme. Derzeit sind aus diesen Bereichen keine Verfahren anhängig, die nach Auffassung des Vorstands wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben könnten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass künftige Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns haben könnten.

Unverändert ist ein Verfahren über die Zahlung eines Ausgleichsbetrages anhängig, das ein ehemaliger ausländischer Handelsvertreter von FRIWO angestrengt hat. Nachdem FRIWO dieses Verfahren erstinstanzlich gewonnen hatte, hat der Kläger das Verfahren in zweiter Instanz wieder aufleben lassen. FRIWO sieht sich in einer guten Rechtsposition und geht daher nach aktuellem Kenntnisstand nicht von einer Inanspruchnahme aus diesem Verfahren aus. Es kann jedoch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass ein Richterspruch in diesem Verfahren zu Lasten von FRIWO die Ertragslage einmalig belasten wird.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko des FRIWO-Konzerns resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Finanzschulden und aus einem langfristigen Darlehen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurden entsprechende Zinsswaps abgeschlossen. Durch diese Zinsswaps wird ein Teil der ursprünglichen variablen Zinszahlungen in eine Festzinszahlung seit 2011 umgewandelt. Die Zinsswaps unterliegen während der Laufzeit einem Marktwertänderungsrisiko.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Zum heutigen Datum liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden könnten.

Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die FRIWO AG gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. FRIWO versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken aus unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Über eine klar definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die wesentlichen Geschäftsprozesse der Gruppe werden regelmäßig auf ihre Risikorelevanz in Bezug auf die Rechnungslegung überprüft. Alle als risikorelevant identifizierten Prozesse sind konzernweit in verbindlich anzuwendenden Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden mindestens einmal jährlich an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

Bei den Rechnungslegungsprozessen erachtet FRIWO jene Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess;
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften;
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten im Konzern und seinen Tochtergesellschaften sicherstellen;
Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch durch interne Revisionstätigkeiten.

Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahl

Nachdem 2011 der Personalstand im Konzern in den produktionsnahen Bereichen sowie in der Verwaltung durch Effizienzsteigerungen leicht reduziert worden war, gab es im Berichtsjahr keine bedeutenden Veränderungen der Organisationsstruktur.

Zum 31. Dezember 2012 waren im FRIWO-Konzern insgesamt 324 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet einen leichten Aufbau um 2 Personen gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres (322 Personen).

Am inländischen Standort Ostbevern führten leichte Veränderungen einzelner Funktionsbereiche per Saldo zu einem im Stichtagsvergleich unveränderten Personalstand. Die Organisation der Tochtergesellschaft in China wurde infolge der intensivierten Steuerung der Fertigung bei Partnern in Asien von 70 auf 73 Personen leicht verstärkt.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 waren im Inland unverändert zum Vorjahr insgesamt 247 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung beschäftigt. Der Personalstand im Ausland (China, Frankreich, Japan) lag zum Bilanzstichtag bei 77 Personen (31. Dezember 2011: 75).

Mitarbeiterförderung

Fortbildung

Der nachhaltige Unternehmenserfolg der FRIWO-Gruppe kann nur mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichergestellt werden. Daher hat die Fortbildung konzernweit einen hohen Stellenwert. Die Fortbildung hat zum Ziel, die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken und dadurch einen Beitrag zu hoher Arbeitsqualität und Effizienz der Prozesse zu leisten. Im Geschäftsjahr 2012 wurden neben fachbezogenen technischen Schulungen auch Fortbildungen für Führungskräfte durchgeführt.

Projekt Beruf und Familie

FRIWO hatte sich am deutschen Standort bereits im Jahr 2007 von der Hertie-Stiftung für das Projekt "Beruf und Familie" zertifizieren lassen. Ziel dieses langfristig angelegten Projektes ist die Förderung der Vereinbarkeit von beruflichen Aufgaben mit dem familiären Umfeld. Im Geschäftsjahr 2012 wurde im Rahmen dieser Aktivitäten ein besonderer Schwerpunkt dem Themenkreis Beruf und Pflege gewidmet.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft und des Konzerns. Die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG beschloss am 3. Mai 2011, dass die Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 unterbleiben werden.

Zu den Einzelheiten der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG wird auf die Ziffer 35 des Konzernanhangs und auf Ziffer 14 des Anhangs der FRIWO AG verwiesen.

Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Er hat sicherzustellen, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage des Unternehmens steht und sich in einem üblichen Rahmen bewegt. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur der FRIWO AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Möglichkeit, das Vorstandsvergütungssystem durch die Hauptversammlung billigen zu lassen, nutzt FRIWO derzeit nicht.

Die Vergütung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: einer festen Vergütung, einem variablen Teil und einem Beitrag zur Altersversorgung. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Teil ist von der Erreichung bestimmter finanzieller und qualitativer Ziele abhängig. Diese Ziele werden jährlich neu vereinbart und enthalten sowohl auf das Geschäftsjahr bezogene als auch mehrjährige Ziele. Für außergewöhnliche Entwicklungen ist eine Begrenzung der variablen Vergütung vorgesehen.

Zusätzlich erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus eine Sondervergütung festsetzen und hat überdies die Möglichkeit, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Aktienoptionen zuzuteilen. Derzeit bestehen kein Stock-Option-Programm oder vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 18 der Satzung der FRIWO AG.

Entwicklungsbericht

Die überarbeitete Sicherheitsnorm für Stromversorgungen für Medizinprodukte, die im Juni 2012 in Kraft trat, war im Berichtszeitraum ein wesentlicher Auslöser für Überarbeitungen und Neuentwicklungen von Geräten.

Bei der Überarbeitung der Sicherheitsnorm für Medizingeräte (dritte Ausgabe) wird erstmals zwischen Patientenbereichen und Bedienpersonal sicherheitstechnisch unterschieden. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die notwendigen Luft- und Kriechstrecken sowie die erlaubten Temperaturen, z.B. am Gehäuse. Deshalb wurden sowohl die Gerätefamilien als auch die kundenspezifischen Stromversorgungen überarbeitet und den Zulassungsbehörden vorgestellt. Auch ergab sich bei den kundenspezifischen Stromversorgungen ein enger Dialog zwischen FRIWO und den Kunden über weitere Anwendungspotenziale.

Das Geräte-Portfolio für Stromversorgungen für Medizinprodukte wurde insgesamt auf die neueste Version hin überprüft.

Darüber hinaus wurde das FRIWO-Produktportfolio in Bezug auf höhere Ausgangsleistungen und LED-Stromtreiber erweitert. Nachdem im Vorjahr 250 Watt-Stromversorgungen für medizinische Anwendungen entwickelt worden waren, wurden im Berichtszeitraum Geräte bis 450 Watt entwickelt und in die Pilotfertigung überführt. Auch konnten bereits erste Kunden bemustert werden.

Die LED-Stromtreiber umfassen derzeit einen Leistungsbereich von kleiner 10 bis größer 150 Watt, die in unterschiedlichen Spannungs- und Stromwerten sowie Gehäuseabmessungen zur Verfügung stehen. Diese Stromtreiber sind Teil eines modularen Baukastensystems, sodass sie zusammen mit speziell entwickelten Steuergeräten zur Helligkeitsregulierung eingesetzt (oder kombiniert) werden können. Daneben wurden mehrere kundenspezifische LED-Stromtreiber mit verschiedenen Dimmverfahren entwickelt.

Den wachsenden Markt für Elektro-Fahrräder hat FRIWO durch ein neu entwickeltes Ladegerät mit hohem Wirkungsgrad und hoher Leistungsdichte bedient, das bereits in die Serienfertigung überführt wurde.

Umweltbericht

Der Schutz der Umwelt mit Hilfe des Umweltmanagementsystems DIN EN ISO 14001 ist bei FRIWO bereits seit dem Jahr 2000 implementiert. Ziel ist es, innerhalb der Wertschöpfungskette die natürlichen Ressourcen zu schonen und umweltrelevante Maßnahmen von vornherein in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. Die Erreichung dieses Ziels erfordert die permanente Überwachung aller Maßnahmen und deren kontinuierliche Verbesserung. Durch ein effektives Umweltmanagement können Entwicklungs- und Produktionskosten verringert werden. In diesem Zusammenhang arbeitet FRIWO federführend im Vorstandskreis Energie-Effizienz des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) mit.

FRIWO ist seit langem nach DIN ISO 14001 umweltzertifiziert und hat sich zusätzlich in das Projekt ÖKOPROFIT eingebracht. Dieses Projekt ist ein Zusammenschluss von dreizehn Unternehmen aus dem Kreis Warendorf, die im Verbund an der Verbesserung des Umweltschutzes arbeiten. ÖKOPROFIT steht für Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik und ist speziell auf mittlere und kleine Unternehmen zugeschnitten. Durch die Vernetzung der teilnehmenden Firmen, gemeinsame Betriebsrundgänge mit Experten und in Workshops werden Produktionsprozesse sowie Technologien, Material- und Energienutzung hinterfragt und Einsparungspotenziale aufgezeigt, um Abfälle und Emissionen zu vermeiden. Entsprechende Maßnahmen werden individuell erfasst und umgesetzt mit dem Ziel, die Betriebskosten zu senken. Außerdem werden die Betriebe zu den Themen Arbeitsschutz, Mitarbeitermotivation, juristische Aspekte, Energie- und Wasserverbrauch, Abfall und Gefahrstoffe geschult. Die Laufzeit des Projektes ist auf ein Jahr ausgelegt, und nach einem erfolgreichen Abschluss erhält die FRIWO die Auszeichnung als ÖKOPROFIT-Betrieb. Dies ist ein weiterer Baustein zum Umweltschutz und trägt wesentlich zur langfristigen umweltbewussten Produktion der FRIWO-Geräte bei.

Die Europäische Kommission hat im Juli 2005 die EuP-Rahmenrichtlinie (2005/32/EG - Energy using products) verabschiedet. Diese regelt die Anforderungen an eine umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte. Durch die Vorgabe allgemeiner und spezifischer Ökodesign-Anforderungen soll die Umweltverträglichkeit vieler Produkte durch die Steigerung der Energieeffizienz verbessert werden. Im Jahr 2009 erfolgte eine Neufassung der Ökodesignrichtlinie. Dadurch werden nun auch Produkte erfasst, durch deren Nutzung der Verbrauch von Energie beeinflusst wird (2009/125/EG - Energy related products). Speziell für Netzteile werden die Ökodesign-Anforderungen in der Verordnung (EG) 278/2009 geregelt. Hier werden die Anforderungen an die Leerlaufleistungsaufnahme sowie die Effizienz während des Betriebs geregelt. Die Einführung der Richtlinie geschieht in zwei verpflichtenden Schritten. Nach Abschluss des ersten Schrittes 2010 , erfolgte der zweite Schritt im April 2011 mit einer Verschärfung der Anforderungen. FRIWO hat intensiv an einer Umsetzung der Verordnung gearbeitet, mit dem Ergebnis, dass somit alle FRIWO-Produkte die Anforderungen der zweiten Stufe erfüllen oder übertreffen.

Die europäische Verordnung 1907/2006 "REACH" (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals), die seit Juni 2007 in Kraft ist, betrifft die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Die Verordnung richtet sich an jeden Erzeuger und Nutzer von Chemikalien, die verwendeten Chemikalien hinsichtlich Verwendungs- und Einsatzzweck testen, dokumentieren und registrieren zu lassen. Die Beweislast für die vorzulegenden Daten (Unbedenklichkeit, Toxizität, Abbaubarkeit, Gefahren etc.) liegt nun auf Seiten der Erzeuger und Nutzer und damit nicht mehr bei den Behörden. Die erste Phase der Umsetzung der Verordnung wurde bereits zum Jahresende 2008 abgeschlossen: Seit dem 1. Juni 2009 werden von den Unternehmen Materialien für die "Liste der zulassungspflichtigen Stoffe" vorgeschlagen. Von 2013 bis 2018 sollen alle zulassungspflichtigen Materialien registriert werden. FRIWO bezieht alle Lieferanten in die Umsetzung der Verordnung eng ein.

Die neue RoHS-Richtlinie ("Restriction of certain Hazardous Substances") ist am 1. Juli 2011 im EU-Amtsblatt verkündet worden. Die Richtlinie mit der Nummer 2011/65/EU, vorher 2002/95/EG, die die Beschränkung einzelner gefährlicher Stoffe regelt, dient der Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Die neue Ausgabe von 2011 fordert eine CE-Kennzeichnung für entsprechende Produkte - was eigentlich alle elektrotechnischen Erzeugnisse betrifft. Die Umsetzung erfolgt durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten vom 16. März 2005. Dieses Gesetz erfasst auch die sogenannte WEEE-Richtlinie 2002/96/EG und ist damit sehr komplex. Die neue EU-Richtlinie wird zum 2. Januar 2013 ins nationale Recht der EU-Mitgliedsstaaten umgesetzt.

Chancen- und Prognosebericht

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Übereinstimmend gehen die meisten Ökonomen von einem weiter abgeschwächten Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2013 aus. Die Gefahr einer globalen Rezession wird jedoch nicht gesehen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für 2013 im Oktober des vergangenen Jahres nochmals nach unten revidiert und geht nun von einem globalen Wachstum von 3,6 Prozent (zuvor: 3,9 Prozent) aus.

Das Bankhaus M.M.Warburg wertet als größte Risiken für die Weltwirtschaft eine mögliche Eskalation der Schuldenkrise in Europa, die Konjunktur- und Staatshaushaltsrisiken in den USA, eine deutliche Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern, einen starken Renditeanstieg an den Rentenmärkten sowie schwelende geopolitische Risiken, etwa die nicht enden wollende Krise im Nahen Osten.

Die Schuldenkrise und die schwache wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern der Eurozone bleiben demnach auch 2013 der größte Unsicherheitsfaktor für die Weltwirtschaft. In vielen anderen westlichen Industriestaaten sowie in den Schwellenländern haben sich die Frühindikatoren dagegen zuletzt wieder etwas verbessert. Auch konnten sich die politischen Parteien in den USA zum Jahreswechsel in letzter Minute auf einen Kompromiss im Haushaltsstreit einigen, womit gravierende negative Folgen für die Weltwirtschaft zunächst abgewendet wurden. Angesichts des anhaltenden Konsolidierungsdrucks aufgrund der Verschuldung der öffentlichen und der privaten Haushalte bleibt laut M.M.Warburg das konjunkturelle Umfeld in den Industrieländern 2013 jedoch schwierig.

Die Schwellenländer Asiens und Lateinamerikas, allen voran China, werden auch 2013 für den Großteil des globalen Wachstums verantwortlich sein. Diese Länder haben mittlerweile einen Anteil von fast 50 Prozent am aggregierten Weltsozialprodukt (basierend auf dem jeweiligen nationalen BIP zu Kaufkraftparitäten).

Für die deutsche Wirtschaft geht der IWF im Jahr 2013 von einem BIP-Zuwachs von 0,9 Prozent und damit vom gleichen Zuwachsniveau wie 2012 aus. Damit würde sich Deutschland innerhalb der Eurozone erneut positiv absetzen, für die ein Zuwachs von nur 0,2 Prozent prognostiziert wird. Die Bundesregierung ist für 2013 dagegen weniger optimistisch und rechnet mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um nur noch 0,4 Prozent, nachdem sie bereits im Herbst 2012 ihre Prognose deutlich gesenkt hatte.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook, Update Oktober 2012
Ifo-Institut, München: ifo-Konjunkturprognose 2012/2013, 13. Dezember 2012
M.M.Warburg & Co., Hamburg: Kapitalmarktperspektiven, Januar 2013
Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung, 16. Januar 2013

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Es ist nach Ansicht des Vorstands davon auszugehen, dass der weltweite Markt für Netzteile- und Stromversorgungen weiter wachsen wird. Dabei wird der Trend hin zu einer immer höheren Technologisierung in Verbindung mit weiter zunehmender Mobilität auch zukünftig ungebrochen sein. In welchem Maße dies geschieht, hängt nicht zuletzt von den allgemeinen weltweiten konjunkturellen Rahmenbedingungen ab, so dass für 2013 insgesamt voraussichtlich nur mit einem moderaten Wachstum zu rechnen sein wird.

Strategische Ziele und Schwerpunkte

Auch wenn FRIWO im Jahr 2012 wegen des schwachen ersten Halbjahres den Wachstumspfad der Vorjahre nicht fortsetzen konnte, bietet der Markt für Stromversorgungen unverändert ein sehr attraktives Umfeld, mit sehr guten Potenzialen für nachhaltiges profitables Wachstum. Aus diesem Grund wird die grundsätzliche Konzernausrichtung, die sich im aktuellen Geschäftsmodell widerspiegelt, nach wie vor beibehalten.

Die strategische Ausrichtung basiert auf der selektiven Fokussierung auf Marktsegmente, die von einem hohen technologischen Anspruch gekennzeichnet sind und in denen überdurchschnittliche technologische Kompetenz entsprechend geschätzt und honoriert wird. Es ist das Ziel, die Marktanteile in diesen Marktsegmenten durch den Ausbau der technologischen Kernkompetenzen zu erhöhen. Das Geschäftsmodell von FRIWO - insbesondere die Kombination von asiatischem und europäischem Ingenieurs-Know-how sowie die variablen Fertigungsmöglichkeiten in Europa und in Asien - bietet den Kunden ein Optimum an Flexibilität und Vorortbetreuung. Dies ist die Basis für profitables Wachstum sowohl mit bestehenden als auch mit neuen Kunden.

Bei den von FRIWO bearbeiteten Marktsegmenten für Stromversorgungen sieht der Vorstand den FRIWO-Konzern nach wie vor richtig positioniert. Eine noch intensivere Bearbeitung wurde für den Markt für Elektromobilität eingeleitet. Vielversprechende Projekte im Bereich der Stromversorgungen für Elektrofahrräder im Berichtsjahr haben den Vorstand dazu veranlasst, einen Schwerpunkt bei der Gewinnung von Neukunden auf diesen Markt zu setzen.

Zudem hat FRIWO die strategische Ausrichtung für den Bereich der elektronischen Produktionsdienstleistungen (EMS) vorangetrieben. Dieser Bereich, in dem FRIWO bereits seit mehreren Jahren erfolgreich tätig ist, hat eine eigenständige Organisation für das operative Geschäft am deutschen Standort erhalten. Durch die eigenständige Leitung sollen die Potenziale des EMS-Marktes besser genutzt werden.

Der im Vorjahr eingeschlagene Weg zur verstärkten Akquisition attraktiver Kunden in Frankreich hat sich 2012 als richtig und zukunftsträchtig erwiesen. Erste messbare Erfolge konnten erzielt werden: So entwickelt sich der Umsatz mit französischen Kunden bereits deutlich positiv. Darauf aufbauend wurde zum Ende des Berichtsjahres mit den Vorbereitungen für die intensivere Bearbeitung des BeNeLux-Marktes begonnen. Auch in diesem potenzialträchtigen europäischen Kernmarkt wird eine zunächst kleine lokale Vertriebsorganisation eingerichtet.

Im permanent dynamischen Marktumfeld der Elektronikindustrie haben Produktinnovationen auch künftig einen hohen Stellenwert. FRIWO arbeitet laufend am Ausbau der Kernkompetenzen im Bereich der Forschung und Entwicklung. Die technologische Führerschaft und der hohe Servicegrad sind wichtige Kriterien und somit zentrale Erfolgsparameter für die Gruppe. Im Fokus der technologischen Entwicklung werden auch künftig die LED-Lichttechnik, die Schnell-Ladetechnik mit optimierten Ladern für verkürzte Ladezyklen, High Power im Leistungsbereich bis über 500 Watt sowie induktive Lösungen stehen. Auf diesen Gebieten konnten 2012 wertvolle Fortschritte erzielt werden.

Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung

Neben den allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben auch einige dem Geschäftsmodell von FRIWO immanente Risikofaktoren eine hohe Bedeutung für die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung. Diese sind für den Konzern nur schwer einschätzbar und können gar nicht oder nur eingeschränkt beeinflusst werden.

FRIWO erwirtschaftet einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in US-Dollar, daraus entsteht grundsätzlich eine Abhängigkeit vom Wertverhältnis des Euro zum US-Dollar. Da die Volatilität des US-Dollar-Kurses nach wie vor hoch ist und tendenziell weiter zunehmen kann, sind Prognosen und darauf aufbauende Planungen und Sicherungsmaßnahmen mit entsprechend hohen Unsicherheiten behaftet.

Zu den langfristig den Geschäftserfolg potenziell erheblich beeinflussenden externen Parametern zählen auch weiterhin die Lohnkosten in Asien und die Marktpreise der eingesetzten Rohstoffe (Kupfer, Öl).

Die hier genannten unsicheren Faktoren könnten das geplante nachhaltige Wachstum von Umsatz und Ergebnis kurz-, mittel- und auch langfristig limitieren.

Die wieder erfreuliche Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz im zweiten Halbjahr 2012 hat gezeigt, dass FRIWO mit seiner hohen technischen Kompetenz für Nachfrager von hochwertigen Stromversorgungen ein gesuchter Partner ist. Mit dieser guten Marktposition geht der Konzern in das Jahr 2013, in dem sich für FRIWO wieder Wachstumsmöglichkeiten bieten. Der zum Bilanzstichtag erreichte Auftragsbestand ermöglicht bereits ein Wachstum im ersten Halbjahr des neuen Jahres. Sofern sich dieser positive Trend fortsetzt und die Auftragseingänge nachhaltig mindestens auf dem aktuellen Niveau bleiben, kann der FRIWO-Konzern auch im Gesamtjahr 2013 und darüber hinaus wieder wachsen.

Konkret rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr 2013 mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich. Auch ist der Vorstand davon überzeugt, dass FRIWO über das Jahr 2013 hinaus an einer positiven Marktentwicklung überproportional partizipieren kann. Diese Erwartung ist mit einer weitgehend stabilen Entwicklung des Geschäfts mit bestehenden Kunden sowie einem deutlichen An- und Hochlauf der in 2012 neu gewonnenen Kunden und Projekte unterlegt. Die Rückkehr auf einen Wachstumspfad vorausgesetzt, geht der Vorstand auch beim Ergebnis von einer entsprechend positiven Entwicklung aus.

Darauf aufbauend wurden langfristige Umsatz- und Ergebniswachstumsziele ebenfalls für die Folgejahre gesteckt.

Neben dem Volumenwachstum wird die konsequente Fortsetzung des Kostenmanagements einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Margen leisten und Veränderungen der Strukturkosten in engen Grenzen halten. Der Vorstand strebt unverändert mittelfristig eine EBIT-Rendite im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich an, um den Wachstumspfad des Konzerns weiterhin aus eigener Kraft erfolgreich gestalten zu können.

Aufbauend auf dem leicht positiven Netto-Cashflow des Jahres 2012 hat sich FRIWO auch künftig ehrgeizige Ziele für die Optimierung des Umlaufvermögens gesetzt.

Diese Prognosen basieren auf der grundlegenden Annahme, dass 2013 keine wesentliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für FRIWO relevanten Märkten eintreten wird. Dies bedeutet insbesondere, dass keine unvorhergesehenen negativen Markteffekte aus der nach wie vor ungelösten europäischen Staatsschuldenkrise eintreten.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.

Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

In seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben:

"Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt."

Ostbevern, 20. Februar 2013

FRIWO AG

Der Vorstand

Konzernabschluss

Inhaltsübersicht

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Bilanz

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Anhang

(1) Informationen zum Unternehmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

(2) Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS

(3) Grundlagen der Abschlusserstellung

(4) Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO

(5) Konsolidierungsgrundsätze

(6) Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(7) Währungsumrechnung

(8) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(9) Konsolidierungskreis

Segmentberichterstattung

(10) Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Umsatzerlöse

(12) Vertriebskosten

(13) Allgemeine Verwaltungskosten

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

(15) Finanzergebnis

(16) Ertragsteuern

(17) Ergebnis je Aktie

Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung

(18) Forschungs- und Entwicklungskosten

(19) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

(20) Anlagevermögen

(21) Vorräte

(22) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(23) Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

(24) Zahlungsmittel

(25) Eigenkapital

(26) Rückstellungen für Pensionen

(27) Sonstige Rückstellungen

(28) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

(29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(30) Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Weitere Anhangsangaben

(31) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

(32) Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente

(33) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

(34) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

(35) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

(36) Honorar des Abschlussprüfers

(37) Anteilsbesitz

(38) Angaben zur Corporate Governance-Erklärung

(39) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012

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T Euro
Anhang 2012 2011
Umsatzerlöse (11) 94.050 98.115
Kosten der umgesetzten Leistungen -85.271 -87.557
Bruttoergebnis vom Umsatz 8.779 10.558
Vertriebskosten (12) -4.656 -4.987
Allgemeine Verwaltungskosten (13) -4.266 -4.294
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -1.984 -2.675
Sonstige betriebliche Erträge (14) 2.399 2.755
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 272 1.357
Zinsertrag (15) 12 10
Zinsaufwand (15) -656 -680
Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) -372 687
Ertragsteuern (16) 50 -267
Konzernergebnis -322 420
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) (17) -0,04 0,05

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012

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T Euro
Anhang 2012 2011
Konzernergebnis -322 420
Unrealisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen (26) -343 -47
Latente Steuern (16) 103 14
Nettoergebnis aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen -240 -33
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -6 30
Nettoergebnis aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -6 30
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges) -44 -202
Latente Steuern (16) 13 61
Nettoergebnis aus Cashflow Hedges -31 -141
Summe der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Wertänderungen -277 -144
Konzern-Gesamtergebnis -599 276

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012

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T Euro
Anhang 2012 2011
Konzernergebnis -322 420
Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand (16) -50 267
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis 644 670
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (20) 2.170 2.149
Veränderung der Rückstellungen -380 -359
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 16 1
Veränderung der Vorräte (21) -1.333 295
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (22) (23) -913 2.946
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (29) (30) 3.517 -1.789
Gezahlte Zinsen -536 -555
Erhaltene Zinsen 12 10
Gezahlte Ertragsteuern -258 -122
Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte 0 -20
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 2.567 3.913
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens 9 2
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (20) -30 -162
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (20) -2.285 -2.561
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.306 -2.721
Gezahlte Dividenden 0 -1.925
Tilgung (im Vorjahr: Aufnahme) von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) (27) -1.254 2.952
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.254 1.027
Nettoveränderung der Zahlungsmittel -993 2.219
Zahlungsmittel zum Jahresbeginn (23) 3.367 1.148
Zahlungsmittel zum Jahresende (23) 2.374 3.367

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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T Euro
Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (20) 205 305
Sachanlagen (20) 9.626 9.412
Latente Steuern (16) 807 641
10.638 10.358
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (21) 17.376 16.044
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 5.392 4.901
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 1.963 1.783
Forderungen aus Ertragsteuern 135 0
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (23) 405 163
Zahlungsmittel (24) 2.374 3.367
27.645 26.258
Summe Aktiva 38.283 36.616
Passiva
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T Euro
Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapital (25)
Gezeichnetes Kapital 20.020 20.020
Kapitalrücklage 2.002 2.002
Gewinnrücklagen -12.608 -13.028
Sonstige Rücklagen -603 -326
Konzernergebnis -322 420
8.489 9.088
Langfristige Schulden
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (28) 5.000 5.000
Rückstellungen für Pensionen (26) 2.827 2.536
Sonstige langfristige Rückstellungen (27) 735 949
Latente Steuern (16) 297 273
8.859 8.758
Kurzfristige Schulden
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (27) 167 161
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (28) 2.710 3.963
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 15.065 11.354
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (30) 1.951 2.012
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 17 165
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (30) 1.025 1.115
20.935 18.770
Schulden 29.794 27.528
Summe Passiva 38.283 36.616

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2012

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Sonstige Rücklagen
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T Euro
Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinn-

rücklagen
Versicherungs-

mathematische

Gewinne/

Verluste
Währungs-

umrechnung
Cashflow

Hedges
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2011 20.020 2.002 -9.244 -142 66 -105
Gewinnvortrag -1.860
Konzern-Gesamtergebnis -34 30 -140
Dividendenzahlung -1.925
Stand am 31.12.2011 20.020 2.002 -13.028 -176 96 -246
Ergebnisvortrag 420
Konzern-Gesamtergebnis -240 -6 -31
Stand am 31.12.2012 20.020 2.002 -12.608 -416 90 -277

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T Euro
Konzernergebnis Konzerneigenkapital
--- --- ---
Stand am 01.01.2011 -1.860 10.737
Gewinnvortrag 1.860 0
Konzern-Gesamtergebnis 420 276
Dividendenzahlung -1.925
Stand am 31.12.2011 420 9.088
Ergebnisvortrag -420 0
Konzern-Gesamtergebnis -322 -599
Stand am 31.12.2012 -322 8.489

Konzernanhang

Informationen zum Unternehmen (1)

Die FRIWO AG ist mit ihren Tochtergesellschaften ein international tätiger Anbieter hochwertiger Lade- und Netzgeräte für verschiedene Märkte und Branchen.

Die Anschrift lautet: FRIWO AG, Von-Liebig-Straße 11, 48346 Ostbevern.

Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der FRIWO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht und im elektronischen Unternehmensregister hinterlegt.

Nach Auskunft der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG hielt deren Tochtergesellschaft, die Cardea Holding GmbH zum 31. Dezember 2012 82,91 Prozent der Aktien der FRIWO AG. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG einbezogen, der beim elektronischen Unternehmensregister hinterlegt wird.

Der Konzernabschluss der FRIWO AG wurde am 20. Februar 2013 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch den Vorstand).

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS (2)

Die FRIWO AG nimmt mit ihren Eigenkapitaltiteln an einem geregelten Markt innerhalb der Europäischen Union teil. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Daneben werden die in § 315a HGB normierten Anforderungen beachtet.

Grundlagen der Abschlusserstellung (3)

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Wir verweisen auf Ziffer (32).

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge auf Tausend Euro (T Euro) gerundet angegeben.

Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO (4)

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

Die wesentlichen Beurteilungen betreffen die Werthaltigkeit von Sachanlagen (siehe Ziffer (20)) sowie den Ansatz und die Höhe von Rückstellungen (siehe Ziffern (26) und (27)). Für die in Ziffer (31) aufgeführten Haftungsverhältnisse wurde die Einschätzung getroffen, dass es sich nicht um zu bilanzierende Verpflichtungen, sondern um Eventualverbindlichkeiten handelt.

Konsolidierungsgrundsätze (5)

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Das Geschäftsjahr aller konsolidierten Gesellschaften einschließlich der FRIWO AG entspricht dem Kalenderjahr.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Umsätze, Zwischenergebnisse sowie alle übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden eliminiert.

Die Erstkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den FRIWO-Konzern übergeht.

Die Erträge und Aufwendungen erworbener Unternehmen sind jeweils ab dem Kontrollerwerb im Konzernabschluss enthalten. Im Falle der Veräußerung sind Erträge und Aufwendungen bis zum Verlust der Kontrolle im Konzernabschluss enthalten.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)

Der Konzernabschluss von FRIWO zum 31. Dezember 2012 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2012 verbindlich anzuwendenden Interpretationen (IFRIC) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC IC) wurden ebenfalls angewendet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden.

In 2012 waren erstmalig die Änderungen an den folgenden Standards anzuwenden:

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

Im Oktober 2010 veröffentlichte der IASB Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben".

Die Änderungen betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte und sollen den Bilanzadressaten ein besseres Verständnis der Auswirkungen der beim Unternehmen verbleibenden Risiken ermöglichen. Bei FRIWO liegen keine Sachverhalte vor, die diese erweiterten Angabepflichten begründen. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (22).

Ab dem Geschäftsjahr 2013 hat FRIWO folgende neue oder geänderte IFRS Standards oder Interpretationen zu beachten:

IAS 12 Ertragsteuern

Im Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung an IAS 12 "Ertragsteuern" veröffentlicht. Die Bemessung latenter Steuern hängt derzeit davon ab, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch dessen Nutzung oder dessen Veräußerung realisiert wird. Fallweise kann sich eine derartige Abgrenzung als schwierig erweisen. Durch die Einführung einer widerlegbaren Annahme soll die Einteilung künftig praktikabler gestaltet werden. So soll grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass die Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung erfolgt, sofern dem Unternehmen keine eindeutigen Hinweise für eine anderweitige Realisierung vorliegen. Diese Änderung hat zur Folge, dass SIC 21 Ertragsteuer - Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten nicht mehr auf zum Fair Value bewertete, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien anzuwenden ist. Die übrigen, vormals in SIC 21 enthaltenen Regelungen wurden im Zuge der Änderungen in IAS 12 integriert, was zur Folge hat, dass SIC 21 zurückgezogen wurde. Auswirkungen auf den Konzernabschluss von FRIWO werden sich hieraus nicht ergeben.

IFRS 1 Ausgeprägte Hochinflation und Beseitigung der festen Zeitpunkte für Erstwender

Durch die Änderung werden bisher bestehende Verweise auf das Datum 1. Januar 2004 durch einen Verweis auf den Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS ersetzt. Daneben werden Regeln für jene Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen aufgrund von Hyperinflation nicht in der Lage ist, allen Vorschriften der IFRS gerecht zu werden. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen

IFRS 13 Fair Value Measurement

Der IASB hat im Mai 2011 IFRS 13 "Fair Value Measurement" veröffentlicht. In dem neuen Standard werden die Regelungen aus verschiedenen aktuellen IFRS-Verlautbarungen, wie eine Fair Value Bewertung vorzunehmen ist und welche Angaben in diesem Zusammenhang offenzulegen sind, vereinheitlicht und zusammengefasst. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Im Juni 2011 hat der IASB eine geänderte Fassung von IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Regelungen zur Bilanzierung von leistungsorientierten Plänen. Unter anderem sind zukünftig die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ausschließlich im sonstigen Konzernergebnis zu erfassen. Dies entspricht der Vorgehensweise bei FRIWO. Eine weitere Änderung betrifft die Unterscheidung zwischen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und anderen Leistungen an Arbeitnehmer. Dies führt zu einer geänderten Behandlung der Aufstockungsbeträge in Altersteilzeitprogrammen, die zukünftig über den Zeitraum der Erdienung angesammelt werden müssen. Da sich bei FRIWO alle am Altersteilzeitprogramm (Blockmodell) teilnehmenden Mitarbeiter zum Jahresende 2012 bereits in der sogenannten Passivphase befanden, wird diese Änderung keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben. Darüber hinaus wurden die Angabe- und Erläuterungspflichten einer Erweiterung unterzogen.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Ebenfalls im Juni 2011 hat der IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses veröffentlicht, die zu einer neuen Gruppierung des sonstigen Ergebnisses (other comprehensive income) führen. Zukünftig sind Posten, die später, beispielsweise bei Ihrer Ausbuchung oder Glattstellung, in das Periodenergebnis umgegliedert werden könnten (sogenanntes recycling) getrennt von den Posten darzustellen, bei denen kein Recycling erfolgen wird. FRIWO wird diese neue Gruppierung bei der Darstellung des sonstigen Ergebnisses berücksichtigen.

IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine

Die im Oktober 2011 veröffentlichte Interpretation enthält Regelungen zur Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Rahmen der sog. Produktionsphase im Tagebau. FRIWO ist von diesen Regelungen nicht betroffen.

IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

Im Dezember 2011 hat der IASB eine Ergänzung zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" veröffentlicht, welche die Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten klarstellt. Diese Ergänzung soll Inkonsistenzen der praktischen Handhabung bei der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beseitigen.

In diesem Zusammenhang wurde eine Ergänzung zum IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" bezüglich der Offenlegungspflichten bei der Saldierung von Finanzinstrumenten vorgenommen. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.

Bei den folgenden - überwiegend ab dem Geschäftsjahr 2013 anzuwendenden - neuen oder geänderten Standards und Interpretationen steht die Anerkennung (endorsement) durch die EU noch aus.

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS

Im März 2012 veröffentlichte der IASB Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS". Mit der Änderung soll klargestellt werden, wie ein Darlehen der öffentlichen Hand mit einem nicht dem Marktniveau entsprechenden Zinssatz von einem IFRS-Erstanwender zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS zu bilanzieren ist. FRIWO ist von den Änderungen nicht betroffen.

Improvements to IFRS 2009-2011

Im Mai 2012 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens Änderungen an folgenden Standards:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS

Zulässigkeit der wiederholten Anwendung von IFRS; Klarstellung bezüglich Angabe von Vorjahresvergleichsinformationen bei Fremdkapitalkosten
IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Klarstellung bezüglich des Erfordernisses von Vorjahresvergleichsinformationen
IAS 16 Sachanlagen

Klarstellung der Klassifizierung von Wartungsgeräten
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung

Klarstellung, dass die Ertragsteuern auf Ausschüttungen an Anteilseigner in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 12 Ertragsteuern zu bilanzieren sind
IAS 34 Zwischenberichterstattung

Verdeutlichung der Vorschriften des IAS 34 in Bezug auf das Gesamtsegmentvermögen

Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.

Ab dem Geschäftsjahr 2014 hat FRIWO die folgenden neuen bzw. geänderten IFRS Standards zu beachten:

IFRS 10 Konzernabschlüsse IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen IAS 27 Separate Abschlüsse (geändert 2011) IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011)

Im Mai 2011 hat der IASB die o.g. neuen und überarbeiteten Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen herausgegeben.

IFRS 10 führt die Konsolidierungsvorschriften des bisherigen IAS 27 "Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS" sowie des SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" unter dem nun einheitlich maßgeblichen Konzept der Beherrschung des Tochterunternehmens zusammen. Beherrschung im Sinne des neuen Konzepts umfasst neben der Bestimmungsmacht, die Existenz variabler Rückflüsse sowie die Möglichkeit einer Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch die Ausübung der Bestimmungsmacht durch das Mutterunternehmen.

IFRS 11 befasst sich mit der Einbeziehung von gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Konzernabschluss und ersetzt die bisherigen Regelungen in IAS 31 "Anteile an Joint Ventures" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Einheiten". Die bedeutsamste Änderung betrifft die Abschaffung der Möglichkeit, die Quotenkonsolidierung bei der Bilanzierung von gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen anzuwenden. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sind künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren.

IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabevorschriften zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen gemeinsamen Standard zusammen.

In IAS 27 bleiben die Vorschriften für separate Abschlüsse unverändert. Die anderen Teile von IAS 27 werden durch IFRS 10 ersetzt.

Der geänderte IAS 28 enthält Folgeänderungen, die sich aus der Veröffentlichung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 ergeben.

Auf den Konzernabschluss von FRIWO haben diese Änderungen derzeit keinen Einfluss.

Im Jahr 2012 wurden vom IASB Änderungen an den o. g. Standards herausgegeben, für die die Anerkennung (endorsement) durch die EU noch aussteht.

Die im Juni 2012 herausgegebenen Änderungen an den neuen Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen betreffen die Übergangsvorschriften und führen weitere Ausnahmen von der Pflicht zur vollständigen rückwirkenden Anwendung ein.

Im Oktober 2012 wurden weitere Änderungen an IFRS 10 hinsichtlich der Bilanzierung von Investmentgesellschaften veröffentlicht. In Zukunft werden Unternehmen, die die Definition von Investmentgesellschaften erfüllen, von bestimmten Konsolidierungspflichten nach IFRS 10 ausgenommen.

Auch bei dem ab dem Geschäftsjahr 2015 geltenden Standard IFRS 9 steht die Anerkennung durch die EU noch aus:

IFRS 9 Finanzinstrumente

Im November 2009 hat der IASB den Standard zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten verabschiedet. Der Standard ist Teil des umfassenden IASB-Projektes zum Ersatz des IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung. In der verabschiedeten Fassung sollen finanzielle Vermögenswerte künftig im Wesentlichen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Ergänzend ist ein nicht reversibles Fall-zu-Fall-Wahlrecht zur ergebnisneutralen Zeitwertbilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten vorgesehen. Die Kategorisierung von Finanzinstrumenten wird bei Zugang vorgenommen und darf später nicht geändert werden. Weiter enthält der Standard damit verbundene Regelungen wie z.B. zu eingebetteten Derivaten, der Fair Value Option und Wertminderungen bzw. Wertaufholungen. Im Oktober 2010 hat der IASB IFRS 9 "Finanzinstrumente" erneut herausgegeben, in den neue Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen und die Vorschriften für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" übernommen wurden.

FRIWO untersucht die Auswirkungen des Standards auf den Konzernabschluss und beobachtet in diesem Zusammenhang die weitere Entwicklung des gesamten Projektes zur Neuregelung des IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.

Im Dezember 2011 hat der IASB die Verschiebung des Erstanwendungszeitpunktes von IFRS 9 "Finanzinstrumente" vom 1. Januar 2013 auf den 1. Januar 2015 verabschiedet.

Währungsumrechnung (7)

Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Dies entspricht der Berichtswährung der FRIWO AG.

Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war.

Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 21 ("The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates") nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Die Bilanzen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Gesellschaften im Ausland entspricht daher der jeweiligen Landeswährung. Die bei der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Währungsumrechnung liegen die folgenden Wechselkurse zugrunde:

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Stichtag Durchschnitt
in Fremdwährung 31.12.2012 31.12.2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
China (CNY) 8,2207 8,1588 8,1052 8,9960
Hong Kong (HKD) 10,2260 10,0510 9,9663 10,8362
Japan (JPY) 113,6100 100,2000 102,4900 110,9600
USA (USD) 1,3194 1,2939 1,2848 1,3920

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (8)

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Als Umsatzerlöse werden die Lieferungen und Leistungen der zum Jahresende zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften - bereinigt um Innenumsätze, Kundenskonti, Rabatte und Boni - erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Erzeugnisse und Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht wurden und die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbsterstellten Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 (,Inventories') neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Materialkosten und den Fertigungslöhnen auch sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbezogenen Abschreibungen.

Weiterhin werden unter dieser Position die produktbezogenen Entwicklungs- und Logistikkosten ausgewiesen.

Die Entwicklungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Voraussetzungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38.57 werden nicht erfüllt. FRIWO schafft keine immateriellen Vermögenswerte, da sich die Entwicklungsarbeit im Wesentlichen darauf konzentriert, die bestehende Technologie zu optimieren und Produkte unter Nutzung der bestehenden Technologie an die individuellen Anforderungen der Kunden anzupassen.

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie auf etwaige steuerlich nutzbare Verlustvorträge berechnet. Die auf Grund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 30 Prozent zugrunde gelegt.

Soweit die aktiven latenten Steuern den Betrag der passiven latenten Steuern übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt sind.

Finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zu Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d.h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Neben konkret bekannten Einzelrisiken ist ein weiterer Anhaltspunkt für einen Wertberichtigungsbedarf auf eine Forderung die Überfälligkeit, auf deren Basis individuell geprüft wird, ob die Forderung noch einzubringen ist. Die Fair Value Option aus IAS 39 zur Bewertung von Finanzinstrumenten wird bei FRIWO nicht ausgeübt.

Angaben zu den verwendeten Hierarchiestufen zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten finden sich unter Ziffer (33).

Ausbuchungen finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen der IAS 39.17 ff erfüllt sind. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird entweder direkt oder unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag wird ergebniswirksam erfasst. Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt es den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der Buchwert des Vermögenswerts zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht die fortgeführten Anschaffungskosten übersteigt.

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Währungsrisiken und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihren beizulegenden Zeitwerten neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Der beizulegende Zeitwert der Kontrakte wird unter Bezugnahme auf die aktuellen Terminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen ermittelt.

Sicherungsinstrumente: Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen können Sicherungsinstrumente als zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, Absicherung der Cashflows oder als Absicherung der Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert werden. Bei FRIWO wird sowohl die Strategie der Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges i.S. des IAS 39) als auch die Strategie der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (entsprechen nicht den definitorischen Anforderungen des IAS 39; insofern Behandlung als derivative Finanzinstrumente) verfolgt.

Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung legt der Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung, die als Sicherungsgeschäft bilanziert werden soll, als auch die Risikomanagementziele und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal fest und dokumentiert diese. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Die Wirksamkeit solcher Sicherungsbeziehungen für das Erreichen des Ziels, Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows zu kompensieren, wird als hoch eingeschätzt. Die Wirksamkeit wird während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, überprüft und beurteilt.

Für die Bilanzierung bei Absicherung von Cashflows gilt, dass Sicherungsgeschäfte dann als zur Absicherung der Cashflows klassifiziert werden, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, die einem erfassten Vermögenswert oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden können und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnten. Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in jener Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. in der abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden, oder in der ein vorhergesehener Verkauf oder Kauf durchgeführt wird. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nicht finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Schuld, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge dem ursprünglich erfassten Buchwert des nicht finanziellen Vermögenswerts oder der nicht finanziellen Schuld hinzugerechnet. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge im Periodenergebnis erfasst. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder wenn es veräußert, beendet oder wenn es ohne Ersatz oder ein Überrollen eines Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dies gilt auch, wenn der Konzern die Designation eines Sicherungsinstruments zurückzieht. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß den Vorschriften in IAS 38 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) beträgt drei bis sechs Jahre. Der Abschreibungszeitraum und die Methode werden in jeder Periode überprüft. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen wird gemäß IAS 16 zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei selbsterstellten Anlagen enthalten die Herstellungskosten neben den Einzelkosten sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden in der Regel nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Sind sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen, werden sie gemäß IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktiviert.

Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer verrechnet, sofern nicht aufgrund des tatsächlichen Nutzungsverlaufs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Gebäude 8 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre
Fahrzeuge 6 bis 8 Jahre

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.

Komplexere Sachanlagen, die aus klar trennbaren Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden für Zwecke der Abschreibungsermittlung in diese Komponenten aufgeteilt. Die Berechnung der Abschreibung erfolgt anhand der Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten.

Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erhaltungsaufwendungen, die zur Erhöhung des künftigen Nutzenpotenzials eines Vermögenswertes führen, werden aktiviert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.

An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen.

Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen.

Die Vorräte werden gemäß IAS 2 (,Inventories') zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag unter Beachtung des Einzelbewertungsgrundsatzes angesetzt. Bei austauschbaren Gegenständen wird gemäß IAS 2.25 die Durchschnittsmethode angewendet.

Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Zinsaufwendungen werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Nominalwert entsprechen, bilanziert. Forderungen in fremder Währung sind gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Differenzen aus dieser Umrechnung sind erfolgswirksam erfasst.

Erkennbaren Risiken bei einzelnen Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen auf gesonderten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen.

Der Bilanzposten Zahlungsmittel umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen.

Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Vorgaben des IAS 19.

Die Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen ermittelt. Der Barwert der Verpflichtung (DBO) wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit einem Zinssatz, basierend auf Zinssätzen von Industrieanleihen hoher Bonität, abgezinst werden.

Gemäß IAS 19.93A werden sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Konzernergebnis erfasst.

Die Zinsanteile der Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen sind im Finanzergebnis und die übrigen Aufwendungen in den jeweils zutreffenden Positionen ausgewiesen.

Die Sonstigen Rückstellungen sind nach IAS 37 bilanziert. Sie werden nur dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und wenn der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Die bilanzierten Rückstellungen decken die Risiken im Konzernabschluss, die gegenüber Dritten bestehen, ausreichend ab. Die Bemessung erfolgte in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt, sofern der Effekt wesentlich ist. Rückstellungen mit einer erwarteten Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres sind unter den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Dabei auftretende Differenzen gegenüber dem Einbuchungskurs werden erfolgswirksam verrechnet. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierung sind bei FRIWO üblicherweise marktgerecht verzinst, so dass der Bilanzwert nahezu dem Zeitwert entspricht.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen. Sie erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

Etwaige Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden dergestalt in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eventualverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist. Als international tätiges Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist FRIWO einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistung, Steuerrecht, zugesicherte Rechte aus Unternehmenstransaktionen und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen könnten, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten.

In den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren sind nach Einschätzung des Vorstands keine Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage zu Lasten des Konzerns zu erwarten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausschließlich im Anhang angegeben.

Konsolidierungskreis (9)

In den Konzernabschluss sind neben der FRIWO AG alle inländischen und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen der FRIWO AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Konsolidierungskreis umfasst unverändert zum Vorjahr zwei inländische und eine ausländische Gesellschaft. Wir verweisen auf den in Ziffer (37) dargestellten Anteilsbesitz.

Segmentberichterstattung des FRIWO-Konzerns

Segmentberichterstattung (10)

Ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden. Hauptentscheidungsträger der FRIWO-Gruppe ist demgemäß der Vorstand der FRIWO AG, der die zentrale Entscheidungskompetenz über wesentliche Ressourcenallokationen hat.

Dem Vorstand stehen aus dem regelmäßigen internen Berichtswesen der Konzerngesellschaften diverse Auswertungen zur Verfügung, die jeweils die Ertragskraft des Unternehmens aus unterschiedlichen Sichten analysieren. Dabei spielt der regionale Aspekt in verschiedenen Ausprägungen eine sehr bedeutende Rolle. Insofern erachtet der Vorstand die regionale Differenzierung als das für den Segmentbericht gemäß IFRS 8 grundlegende Kriterium.

Die Segmentierung erfolgt nach Umsätzen für die Regionen Deutschland, übriges Europa, Asien (ohne Japan) und Übrige. Die regionale Zuordnung der Umsätze erfolgt nach Lieferadressen der Kunden. Die Sonstigen Geschäftsaktivitäten enthalten die Aufwendungen der Holding, die keinem regionalen Segment zuzuordnen sind.

Segmentinformationen

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T Euro
Deutschland übriges Europa Asien übrige Regionen
2012
Umsatzerlöse 51.685 19.004 17.293 6.068
Abschreibungen 1.274 469 227 198
Operatives Ergebnis -317 470 385 97
2011
Umsatzerlöse 53.833 18.438 18.470 7.374
Abschreibungen 1.291 517 147 192
Operatives Ergebnis 1.465 576 -11 -5

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T Euro
sonstige Geschäftsaktivitäten Summe Segmente Überleitung Konzern
2012
Umsatzerlöse 0 94.050 0 94.050
Abschreibungen 2 2.170 0 2.170
Operatives Ergebnis -778 -143 0 -143
2011
Umsatzerlöse 0 98.115 0 98.115
Abschreibungen 2 2.149 0 2.149
Operatives Ergebnis -748 1.277 0 1.277

Überleitung des Segmentergebnisses

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T Euro
2012 2011
Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente -143 1.277
Überleitung 0 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 415 80
Zinsertrag 12 10
Zinsaufwendungen -656 -680
Ertragsteuern 50 -267
Konzernergebnis -322 420

Geschäftstätigkeiten zwischen den Segmenten finden nicht statt. Die Segmente werden anhand des operativen Ergebnisses beurteilt. Dabei bleiben Finanzierungs- und Steuereffekte ebenso wie sonstige Erträge oder Aufwendungen (bspw. aus Sicherungsgeschäften) unberücksichtigt. Da die interne Berichterstattung den Grundsätzen der IFRS-Bilanzierung folgt, ergeben sich keine Überleitungseffekte.

Von dem langfristigen Anlagevermögen entfallen mehr als 90 Prozent der Buchwerte auf den inländischen Standort Ostbevern. Bei der Ermittlung der operativen Ergebnisse der Berichtssegmente werden die Abschreibungen asymmetrisch zu dieser Aufteilung den Segmenten gemäß des Beitrags, den der einzelne Standort zum Umsatz des jeweiligen Segments leistet, zugeordnet.

Der Umsatz der FRIWO Gruppe verteilte sich 2012 mit 52,5 Mio. Euro auf die Produktgruppen Netzgeräte (Vorjahr: 55,3 Mio. Euro), mit 29,6 Mio. Euro auf Ladegeräte (Vorjahr: 32,0 Mio. Euro) und mit 12,0 Mio. Euro auf "Sonstige" (Vorjahr: 10,8 Mio. Euro).

Auf einen Kunden, der in den geographischen Bereichen Deutschland, übriges Europa und Asien enthalten ist, entfielen im Berichtsjahr mit 22,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,3 Mio. Euro) 23,5 Prozent (Vorjahr: 23,7 Prozent) des Gesamtumsatzes.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse (11)

Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen ist in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aufgeführt.

Vertriebskosten (12)

Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen die Kosten für Werbung, Wertberichtigungen auf Forderungen und Provisionsaufwendungen.

Allgemeine Verwaltungskosten (13)

Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge (14)

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T Euro
2012 2011
Verluste aus Anlageabgängen -21 -1
Währungsverluste -1.911 -2.368
Andere Aufwendungen -52 -306
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.984 -2.675
Erträge aus Anlageabgängen 5 0
Währungsgewinne 2.163 2.275
Andere Erträge 231 480
Sonstige betriebliche Erträge 2.399 2.755
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge (saldiert) 415 80

Die anderen Aufwendungen und die anderen Erträge enthalten zu einem überwiegenden Teil die Aufwendungen für den Einkauf bzw. die Montage sowie die Erlöse aus dem Weiterverkauf von Komponenten für die technischen Anlagen von Produktionspartnern.

Finanzergebnis (15)

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T Euro
2012 2011
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12 10
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -536 -555
Zinsanteil in den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -120 -125
Finanzergebnis -644 -670

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 26 T Euro verbessert und spiegelt damit den allgemeinen Verlauf der Zinsentwicklung im Jahr 2012 wider.

Ertragsteuern (16)

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern werden nach IAS 12 berechnet und setzen sich wie folgt zusammen:

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T Euro
2012 2011
Laufende Ertragsteuern 56 -282
Steuern aus Vorjahren -31 -7
Latente Ertragsteuern 25 22
50 -267

Die bilanzierten Steuerlatenzen betreffen folgende Bilanzposten sowie die Verlustvorträge:

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2012 2011 Saldiert Veränderung davon
in

T Euro
aktiv passiv aktiv passiv 2012 2011 in GuV auf im EK

erfasste

Transaktionen
Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen 14 0 16 0 14 16 -2 -2 0 0
Vorräte 0 34 0 33 -34 -33 -1 -1 0 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 3 0 70 -3 -70 67 67 0 0
Pensionsrückstellungen 320 82 214 58 238 156 82 -21 103 0
Sonstige Rückstellungen 66 0 96 6 66 90 -24 -24 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 321 178 269 106 143 163 -20 -33 13 0
Verlustvorträge 86 0 46 0 86 46 40 39 0 1
Konzernbilanz 807 297 641 273 510 368 142 25 116 1

Im Vorjahr stellten sich die Daten wie folgt dar:

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2011 2010 Saldiert Veränderung davon
in

T Euro
aktiv passiv aktiv passiv 2011 2010 in GuV auf im EK

erfasste

Transaktionen
Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen 16 0 18 0 16 18 -2 -2 0 0
Vorräte 0 33 0 55 -33 -55 22 22 0 0
Forderungen und Sonstige Vermögenswerte 0 70 0 27 -70 -27 -43 -43 0 0
Pensionsrückstellungen 214 58 206 58 156 148 8 -6 14 0
Sonstige Rückstellungen 96 6 143 13 90 130 -40 -40 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 269 106 109 56 163 53 110 49 61 0
Verlustvorträge 46 0 0 0 46 0 46 42 0 4
Konzernbilanz 641 273 476 209 368 267 101 22 75 4

Auf sämtliche temporäre Differenzen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 wurden latente Steuern angesetzt.

Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 resultierte bei unserer chinesischen Tochtergesellschaft ein steuerlicher Verlustvortrag von 0,2 Mio. Euro, für den ein latenter Steuererstattungsanspruch aktiviert worden ist. Durch das steuerliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 konnte dieser Verlustvortrag vollständig abgebaut werden.

Im Inland ergab sich im Berichtsjahr ein steuerlicher Verlust, der in die Folgejahre vorgetragen werden kann. Auf diesen Verlustvortrag in Höhe von 0,1 Mio. Euro für die Körperschaftssteuer bzw. 0,5 Mio. Euro für die Gewerbesteuer wurden latente Steuererstattungsansprüche von insgesamt 0,1 Mio. Euro aktiviert. Auf Grund der positiven Ertragserwartungen in den Folgejahren wird es als wahrscheinlich angesehen, dass ausreichend steuerliche Ergebnisse vorliegen werden, gegen die die noch nicht genutzten Verlustvorträge und der bestehende Aktivüberhang aus temporären Differenzen verrechnet werden können.

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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T Euro
2012 2011
Ergebnis vor Ertragsteuern -372 687
Erwarteter Steueraufwand1) -112 206
Steuersatzdifferenzen Ausland -10 10
Nicht abzugsfähige übrige Ausgaben 31 33
Steuern für Vorjahre 31 7
Sonstiges, saldiert 10 11
Tatsächlicher Steuerertrag (im Vorjahr Steueraufwand) -50 267

1) Erwarteter Steueraufwand bei Steuersatz der FRIWO AG von 30 Prozent (Vorjahr.: 30 Prozent)

Ergebnis je Aktie (17)

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 (,Ergebnis je Aktie') auf Basis des Konzernjahresergebnisses ermittelt und beträgt für 2012 minus 0,04 Euro (Vorjahr: 0,05 Euro). Die Aktienanzahl (7,7 Mio. Stückaktien) hat sich im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.

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2012 2011
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 7.700.000 7.700.000
Konzernergebnis -322 420
Ergebnis je Aktie (in Euro) -0,04 0,05

Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung

Forschungs- und Entwicklungskosten (18)

Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 3,6 Mio. Euro erfasst worden (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Die Kosten, die im Wesentlichen Aufwendungen für die projektbezogene Weiterentwicklung der Produktpalette darstellen, sind in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten.

Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (19)

In den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten sind unter anderem folgende Aufwandsarten enthalten:

Abschreibungen

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in

T Euro
2012 2011
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 130 253
Abschreibungen auf Sachanlagen 2.040 1.896
2.170 2.149

Materialaufwand

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in

T Euro
2012 2011
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 65.340 67.052

Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeiter

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in

T Euro
2012 2011
Personalaufwendungen 16.716 17.344

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:

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Anzahl der Mitarbeiter 2012 2011
Inland 250 248
Ausland 74 73
324 321

Zum Stichtag 31. Dezember 2012 waren im Konzern 324 Mitarbeiter beschäftigt, davon 247 im Inland.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen (20)

a) Anlagespiegel des FRIWO-Konzerns für die Geschäftsjahre 2012 und 2011

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Anschaffungskosten
2012 in

T Euro
01.01.2012 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungs-

änderungen
31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.195 30 611 0 0 2.614
3.195 30 611 0 0 2.614
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 8.717 0 0 0 0 8.717
Technische Anlagen und Maschinen 12.603 1.179 0 14 0 13.796
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.274 1.082 992 241 -11 13.594
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 380 24 0 -255 1 150
34.974 2.285 992 0 -10 36.257

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Abschreibungen
2012 in

T Euro
01.01.2012 Zugänge Abgänge Währungs-

änderungen
31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.890 130 611 2.409
2.890 130 611 0 2.409
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 7.221 241 0 0 7.462
Technische Anlagen und Maschinen 8.429 773 0 0 9.202
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.912 1.026 967 -4 9.967
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
25.562 2.040 967 -4 26.631

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Buchwert
2012 in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 205 305
205 305
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.255 1.496
Technische Anlagen und Maschinen 4.594 4.174
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.627 3.362
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150 380
9.626 9.412

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Anschaffungskosten
2011 in

T Euro
01.01.2011 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungs-

änderungen
31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.030 162 1 0 4 3.195
3.030 162 1 0 4 3.195
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 8.717 0 0 0 0 8.717
Technische Anlagen und Maschinen 11.373 1.110 17 137 0 12.603
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.146 1.056 4.219 237 54 13.274
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 341 395 2 -374 20 380
36.577 2.561 4.238 0 74 34.974

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Abschreibungen
2011 in

T Euro
01.01.2011 Zugänge Abgänge Währungs-

änderungen
31.12.2011
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.635 253 1 3 2.890
2.635 253 1 3 2.890
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 6.979 242 0 0 7.221
Technische Anlagen und Maschinen 7.768 678 17 0 8.429
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.125 976 4.218 29 9.912
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
27.872 1.896 4.235 29 25.562

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Buchwert
2011 in

T Euro
31.12.2011 31.12.2010
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 305 395
305 395
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.496 1.738
Technische Anlagen und Maschinen 4.174 3.605
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.362 3.021
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 380 341
9.412 8.705

Die Abgänge im Anlagevermögen in Höhe von 1,6 Mio. Euro im Berichtsjahr (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro) resultieren zum größten Teil aus der Ausbuchung nicht mehr genutzter, voll abgeschriebener Wirtschaftsgüter.

b) Impairment-Test

FRIWO überprüft jährlich, ob Indikatoren für einen möglichen Impairmentbedarf auf das Anlagevermögen vorhanden sind. Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens ist gemäß IAS 36 das Vorliegen eines sogenannten Triggering Events. Im vorangegangen Jahr 2011 lagen keine Indikatoren vor, die einen Einfluss auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens hätten haben können. Nach Betrachtung des Geschäftsverlaufs der FRIWO Gerätebau GmbH in 2012 sind ebenfalls keine Indikatoren zu finden, die Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests sein können. Der Umsatz der am Standort Ostbevern gefertigten Produkte sank zwar um rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber diese Reduzierung zieht keine signifikante Veränderung für die zukünftige Planung nach sich. Der Ausblick für das Jahr 2013 und die strategische Planung zeigen im Gegenteil wieder einen Anstieg und den Ausbau der Fertigung in Ostbevern und damit eine Erhöhung und Verbesserung des erzielbaren Betrags. FRIWO ist deshalb zu dem Schluss gekommen, das im Jahr 2012 keine Indikatoren vorlagen, die eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens notwendig machten.

Vorräte (21)

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T Euro
31.12.2012 31.12.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.530 6.892
Unfertige Erzeugnisse 4.096 3.689
Fertige Erzeugnisse und Waren 5.750 5.463
17.376 16.044

Zum 31. Dezember 2012 betrugen die Wertberichtigungen 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte betrug zum Ende des Berichtsjahres 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Im Berichtsjahr wurden den Wertberichtigungen 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) zugeführt.

In die Ermittlung der absatzmarktbezogenen Wertberichtungen gehen aktuelle Preisentwicklungen auf der Absatzseite ein. Darüber hinaus werden auch Lagerreichweite, erwarteter Verbrauch und Gängigkeit zur Ermittlung der erzielbaren Erträge (,net realizable value') herangezogen. Dazu wurden Annahmen zu künftigen Umsatzerwartungen auf Produktebene getroffen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22)

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in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 6.088 5.540
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -696 -639
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 5.392 4.901

FRIWO verkauft einen Teil der Forderungen in Form eines echten Factorings. Gemäß IAS 39 hat FRIWO die für eine vollständige Ausbuchung notwendige Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken geprüft. Als relevanten Risiken wurden das Ausfallrisiko, das Fremdwährungsrisiko, das Risiko der verspäteten Zahlung, das Zinsänderungsrisiko sowie das Risiko der vorzeitigen Zahlung identifiziert und überprüft. FRIWO kam zu dem Ergebnis, dass überwiegend alle Chancen und Risiken an den Factor übergehen.

Damit kann die vollumfängliche Ausbuchung der an den Factor verkauften Forderungen nach IAS39 erfolgen.

Die FRIWO hat zudem nicht die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 behalten, da der Factor die Fähigkeit hat und rechtlich in der Lage ist, die Forderung an einen Dritten zu verkaufen.

Die neuen Angabepflichten für vollumfänglich ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte nach IFRS 7 gelten nur dann, wenn das Unternehmen ein "anhaltendes Engagement" bezüglich des ausgebuchten Vermögenswertes ausweist. Ein anhaltendes Engagement im Sinne des geänderten IFRS 7 liegt vor, wenn das Unternehmen - als Teil der Übertragung - etwaige vertragliche Rechte und Pflichten aus dem ausgebuchten finanziellen Vermögenswert zurückbehält oder etwaige vertragliche Rechte und Pflichten im Hinblick auf den übertragenden finanziellen Vermögenswert erlangt.

FRIWO behält weder die vertraglichen Pflichten und Rechte, da die Verfügungsgewalt laut IAS 39.20 an den Factor übergeht, noch erlangt sie neue Pflichten und Rechte aus der Übertragung bzw. dem Forderungsverkauf an den Factor.

Der Factor stellt den Kaufpreis zu einem wesentlichen Teil FRIWO als liquide Mittel zur Verfügung.

Im Jahr 2012 konnte FRIWO den Anteil der verkauften Forderungen erhöhen. Für die nicht verkauften Forderungen führt FRIWO Wertberichtigungen auf Basis identifizierter Einzelrisiken durch. Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

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T Euro
2012 2011
Stand der Wertberichtigungen am 1.1. -639 -292
Verbrauch 0 0
Zuführungen -57 -347
Auflösung 0 0
Stand der Wertberichtigungen am 31.12. -696 -639

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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davon
Zum Abschlussstichtag überfällig und nicht wertgemindert
--- --- --- --- --- --- ---
in

T Euro
Buchwert Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig Zum Stichtag wertgemindert (Buchwert) 1 bis 30 Tage 31 bis 90 Tage Mehr als 90 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
zum 31.12.2012 5.392 4.478 19 727 115 53
zum 31.12.2011 4.901 4.197 15 595 67 27

Es gibt keine Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind und nicht wertberichtigt wurden.

Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte (23)

In der Bilanz wurde die Darstellung der sonstigen Vermögenswerte angepasst. Um den Informationsgehalt zu erhöhen wird nun direkt in der Bilanz unterschieden zwischen sonstigen finanziellen Vermögenswerten und sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten. Bei der Bewertung und der Gesamthöhe der sonstigen Vermögenswerte ergab sich dadurch keine Veränderung gegenüber dem Ausweis in den früheren Jahren. Die Aufteilung der Vorjahreswerte wurde angepasst und zur Verdeutlichung der Entwicklung um den Stichtag 1. Januar 2011 erweitert.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten:

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in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011 01.01.2011
Kaufpreiseinbehaltung aus Factoring 1.305 878 1.299
Wertguthaben zur Altersteilzeitsicherung 545 725 648
Mietauktionen 32 41 20
Übrige finanzielle Vermögenswerte 81 139 15
1.963 1.783 1.982

Der Kaufpreiseinbehalt aus Factoring beläuft sich auf einen Betrag in Höhe eines Prozentsatzes auf den Wert der verkauften Bruttoforderung und dient der Absicherung des Factors gegenüber dem Factornehmer, um die üblichen Skonti- und Bonuszahlungen sowie die allgemeinen Gebühren zu decken.

Das Wertguthaben zur Altersteilzeitsicherung unterliegt einer Verfügungsbeschränkung und Verpfändungsvereinbarung und dient der Sicherung aller Ansprüche aus den Altersteilzeitvereinbarungen.

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte enthalten:

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in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011 01.01.2011
Forderungen aus sonstigen Steuern 226 10 186
Abgrenzungsposten 94 96 122
Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 85 57 43
405 163 351

Zu den Stichtagen gab es keine Wertberichtigungen auf die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte.

Zahlungsmittel (24)

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in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011
Scheck- und Kassenbestände 14 9
Guthaben bei Kreditinstituten 2.360 3.358
2.374 3.367

In den Guthaben bei Kreditinstituten ist in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) der noch nicht in Anspruch genommene Teil des Kaufpreises der abgetretenen Forderungen an den Factor enthalten.

Diese Definition der Zahlungsmittel wird auch in der Kapitalflussrechnung angewandt.

Eigenkapital (25)

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die FRIWO AG. Das Grundkapital der FRIWO AG in Höhe von 20.020 T Euro ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit repräsentiert jede Aktie einen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2012 sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Die Kapitalrücklage steht zur Verrechnung etwaiger zukünftiger Verluste und teilweise zur Erhöhung des Grundkapitals im Rahmen der Restriktionen des § 150 AktG zur Verfügung, jedoch nicht für Ausschüttungen.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 21. August 2008 wurde der Vorstand der FRIWO AG ermächtigt, bis zum 31. Juli 2013 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen und mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss, um bis zu 10.010 T Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Die Kapitalrücklage betrifft die gesetzliche Mindestrücklage der FRIWO AG.

Die Gewinnrücklagen enthalten die Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sowie die Ergebnisse der Vorjahre, gekürzt um die in der Vergangenheit gezahlten Dividenden.

In den sonstigen Rücklagen werden die kumulierten Werte der im sonstigen Konzernergebnis erfassten Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen.

In ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss zum 31. Dezember 2012 weist die FRIWO AG einen Bilanzverlust in Höhe des Jahresfehlbetrages von 662 T Euro aus. Im Vorjahr wurde der zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Bilanzgewinn von 1.925 T Euro gemäß Hauptversammlungsbeschluss zur Ausschüttung einer Dividende von 0,25 Euro je Aktie verwendet und der Jahresüberschuss von 502 T Euro vollständig in die Gewinnrücklage eingestellt, so dass kein Bilanzgewinn ausgewiesen wurde.

Aussagen zur Kapitalsteuerung finden sich im Abschnitt zum Finanzrisikomanagement (32).

Rückstellungen für Pensionen (26)

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen. Dazu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft.

Der versicherungsmathematischen Berechnung liegen die folgenden Parameter zugrunde: ein Abzinsungssatz von 3,80 Prozent (Vorjahr: 4,90 Prozent), ein Gehaltstrend von 2,25 Prozent (Vorjahr: 2,25 Prozent) und neben individuell vereinbarten Rentenanpassungen ein Rententrend von 1,75 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent). Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Bei der Festsetzung des für die Abzinsung der Pensionsrückstellung anzuwendenden Zinssatzes (3,80 Prozent) wurde auf die im Dezember 2012 von Versicherungsmathematikern veröffentlichten Zinssätze zurückgegriffen.

Die Barwerte der Pensionsverpflichtung sind nicht kapitalgedeckt.

Bei den Verpflichtungen, die ausschließlich im Inland bestehen, handelt es sich größtenteils um dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen. Daneben gibt es auch eine einkommens- und dienstzeitabhängige Zusage. Bei den Zusagen handelt es sich ausschließlich um Individualvereinbarungen.

Der Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

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in

T Euro
2012 2011 2010 2009 2008
Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 1.1. 2.536 2.534 2.471 2.061 2.308
Laufender Dienstzeitaufwand (Barwert der im Geschäftsjahr erdienten Pensionsansprüche) 15 14 12 65 80
Zinsaufwand 120 125 138 117 115
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 343 47 98 376 -247
Gezahlte Leistungen -187 -184 -185 -148 -132
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 -63
Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 31.12. 2.827 2.536 2.534 2.471 2.061
Erfahrungsbedingte Anpassungen Gewinne (-)/Verluste (+) 56 -1 -15 262 -116

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag entspricht dem jeweiligen Fehlbetrag des Plans, da kein Planvermögen existiert.

Die Arbeitgeberanteile für die gesetzliche Rentenversicherung, definiert als beitragsorientierter Versorgungsplan, betrugen 1.141 T Euro (Vorjahr: 1.179 T Euro).

Sonstige Rückstellungen (27)

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in

T Euro
Stand

01.01.2012
Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand

31.12.2012
Sonstige langfristige Rückstellungen
Personal- und Sozialbereich 949 238 0 24 735
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Gewährleistungen 50 10 0 0 40
Übrige 111 61 0 77 127
161 71 0 77 167

Die Jubiläumsverpflichtungen und die Rückstellung für Altersteilzeit sind in der Bilanz unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Mit der Inanspruchnahme der Rückstellung für Altersteilzeit wird innerhalb der nächsten 3 Jahre gerechnet.

Die langfristigen Rückstellungen wurden durch Abzinsung ermittelt. Die Erhöhung des abgezinsten Betrags während der Berichtsperiode aufgrund des Zeitablaufs betrug 32 T Euro. Zur Abzinsung wurde ein laufzeitadäquater Zinssatz gewählt. Der Effekt aus der Zinssatzänderung gegenüber dem Vorjahr war unwesentlich.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen decken Garantieverpflichtungen aufgrund von bereits erbrachten Lieferungen und Leistungen ab. Die übrigen Rückstellungen betreffen Drohverluste und Prozesskosten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (28)

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31.12.2012: Buchwert kurzfristig langfristig
in

T Euro
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Darlehen 5.000 0 5.000 0
Sonstige kurzfristige 2.710 2.710 0 0
7.710 2.710 5.000 0

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31.12.2011: Buchwert kurzfristig langfristig
in

T Euro
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Darlehen 5.000 0 5.000 0
Sonstige kurzfristige 3.963 3.963 0 0
8.963 3.963 5.000 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten unterlagen wie im Vorjahr keiner Besicherung.

Der gewichtete Durchschnittszinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag 2012 bei 3,27 Prozent (Vorjahr 3,69 Prozent).

Zum Jahresende stellen sich die Kreditlinien wie folgt dar:

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in

T Euro
Kreditlinien Ausnutzung Freie Kreditlinien
31.12.2012 14.000 7.710 6.290
31.12.2011 14.000 8.963 5.037

In den Kreditlinien ist ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren enthalten. Im Kreditvertrag der langfristigen Finanzierung wurden 2 Covenants vertraglich vereinbart. Die erste Kreditklausel bezieht sich auf die Eigenkapitalquote und die zweite Klausel auf den dynamischen Verschuldungsgrad.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29)

Zahlungsverpflichtungen werden unter der Beachtung der Zahlungsfälligkeit als lang- oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Zahlungsverpflichtungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten (30)

In der Bilanz wurde die Darstellung der sonstigen Verbindlichkeiten angepasst. Um den Informationsgehalt zu erhöhen wird nun direkt in der Bilanz unterschieden zwischen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Bei der Bewertung und der Gesamthöhe der sonstigen Verbindlichkeiten ergab sich dadurch keine Veränderung gegenüber dem Ausweis in den früheren Jahren. Die Aufteilung der Vorjahreswerte wurde angepasst und zur Verdeutlichung der Entwicklung um den Stichtag 1. Januar 2011 erweitert.

Bei den Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich wurde im Rahmen dieser Aufgliederung eine neue Zuordnung vorgenommen. Während bisher alle sonstigen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich als Finanzinstrumente eingestuft wurden, werden nunmehr die Personalverbindlichkeiten, die überwiegend Abgrenzungscharakter haben (Arbeitszeitguthaben, noch nicht genommene Urlaubstage) den nicht finanziellen sonstigen Verbindlichkeiten zugeordnet.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten:

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in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011 01.01.2011
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 1.113 1.297 1.781
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten 396 352 149
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 442 363 715
1.951 2.012 2.645

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten enthalten:

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in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011 01.01.2011
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 11 137 9
Abgrenzungen aus dem Personalbereich 913 876 1.113
Übrige Verbindlichkeiten 101 102 107
1.025 1.115 1.229

Weitere Anhangsangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse (31)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011
Bestellobligo für Sachanlagen 292 209
Miet- und Leasingverpflichtungen 487 597
(davon fällig im Folgejahr) (334) (196)
(davon fällig in 2 bis 5 Jahren) (318) (401)
779 806

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 344 T Euro (Vorjahr: 340 T Euro) erfolgswirksam erfasst.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Leasingverträge für Fuhrpark und Büroausstattung sowie den Mietvertrag über das Gebäude der chinesischen Tochtergesellschaft.

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Wie bereits im Vorjahr besteht weiterhin eine Eventualverbindlichkeit aus einer Rechtsstreitigkeit mit einem Streitwert in Höhe von 200 T Euro. Die Klage wird von der FRIWO AG als unbegründet eingestuft und wurde in erster Instanz gewonnen. Folglich wird mit einer Inanspruchnahme auch in der jetzt berufenen Revision nicht gerechnet. Aufgrund des anhängigen Status des Verfahrens werden keine weitergehenden Angaben gemacht.

Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente (32)

Kreditrisiko

Es bestehen Forderungen gegen eine Vielzahl von Kunden. Darin enthalten sind regelmäßig hohe Einzelforderungen gegen Großkunden. Den aus dem Forderungsbestand resultierenden Kreditausfallrisiken wird durch ein systematisches Verfahren bei der Auswahl von Kunden, durch Analyse des Zahlungsverhaltens und Setzen angemessener Kreditlimits begegnet. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die zum Bilanzstichtag angesetzten Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte abgebildet. Die FRIWO-Gesellschaften verkaufen ihre Produkte ausschließlich an Kunden, die zuvor einer Bonitätsprüfung unterzogen wurden.

Liquiditätsrisiko

FRIWO führt regelmäßig eine Liquiditätsplanung für den Konzern durch, um einen etwaigen Liquiditätsengpass frühzeitig erkennen zu können. In das kurz- und mittelfristige Liquiditätsmanagement werden die Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Schätzungen des operativen Cashflows einbezogen. FRIWO steuert seine Liquidität, indem der Konzern ergänzend zum Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Zusätzlich reduziert die Möglichkeit des Verkaufs von Forderungen das Liquiditätsrisiko des Konzerns.

Die folgende Liquiditätsanalyse zeigt die Fälligkeiten der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2012 fixierten Zinssätze ermittelt.

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31.12.2012 Cashflows 2013 Cashflows 2014 - 2016 Cashflows 2017ff Cashflows 2017ff
in

T Euro
Buchwert

2012
Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.710 137 2.710 151 5.000 0 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 396 143 0 171 396 0 0
8.106 280 2.710 322 5.396 0 0

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31.12.2011 Cashflows 2012 Cashflows 2013 - 2015 Cashflows 2016ff Cashflows 2016ff
in

T Euro
Buchwert

2011
Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.963 174 3.963 340 5.000 0 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 352 100 0 220 0 0 0
9.315 274 3.963 560 5.000 0 0

Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Währungsrisiko

Aufgrund der internationalen Tätigkeiten ist FRIWO Währungsrisiken ausgesetzt. Hierbei ergibt sich zunächst eine natürliche Absicherung aufgrund der Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten. Des Weiteren werden verbleibende Fremdwährungsrisiken durch gezieltes Währungsmanagement vermindert; aus diesem Grund schließt FRIWO Devisentermingeschäfte ab. Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger zu erwartenden Cashflows dienen werden als Cashflow Hedges ausgewiesen. Daneben tätigt FRIWO Devisentermingeschäfte als Absicherung auf bereits bestehende Bilanzpositionen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2012 sowie zum Vorjahresstichtag waren keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Aus den durch die natürliche Absicherung nicht gesicherten Positionen ergibt sich ein Restrisiko aus den möglichen Änderungen des Wechselkurses US-Dollar, HK-Dollar sowie Japanischen Yen zum Euro. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen, vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:

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Kursentwicklung des USD, HKD, JPY Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

in TEuro
Auswirkungen auf das Eigenkapital

in TEuro
2012 +5% -30 -30
-5% 33 33
2011 +5% -36 -36
-5% 40 40

Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar gegenüber dem Euro ausgesetzt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet auch die ausstehenden, auf fremde Währung lautenden monetären Positionen in US-Dollar, HK- Dollar und Japanischen Yen. Berechnet wird der bilanzielle Effekt einer 5-prozentigen Abweichung der Fremdwährungskurse zum Euro am Stichtag. Die Auswirkung auf das Eigenkapital ist aufgrund der nicht vorhandenen Cashflow Hedges identisch mit den Auswirkungen auf das Ergebnis, da die mögliche Veränderung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte nicht berücksichtig werden muss. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Zinsänderungsrisiko

Die FRIWO verfügt über ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren, das variabel verzinst ist. Durch Abschluss von kurzfristigen Geldmarktkrediten wurde der positiven unterjährigen Entwicklung der Zinssätze Rechnung getragen. Die Zinsentwicklung am Markt wird fortlaufend beobachtet und analysiert.

Zur Absicherung des Zinsrisikos aus dem variabel verzinsten Darlehen wurde ein entsprechender Forward-Zinsswap mit gleicher Laufzeit und Volumen abgeschlossen, der als Cashflow Hedge ausgewiesen wird. Die Cashflows in Form von Zinszahlungen sind seit dem zweiten Quartal 2011 geflossen und werden bis zum Ende der Laufzeit im Geschäftsjahr 2015 anfallen. Für die Finanzierung über das Factoring wurde ebenfalls ein Forward-Zinswap mit 5 jähriger Laufzeit und 2,5 Mio. Euro Volumen im Jahr 2010 abgeschlossen. Die erste Zinszahlung war im ersten Quartal 2011 fällig und die letzte Zahlung wird im ersten Quartal 2015 erfolgen. Die hinreichende Effektivität dieser Instrumente wurde mittels geeigneter Effektivitätstests überprüft.

Aus den übrigen variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden sowie dem Marktwert des Zinsswaps ergibt sich ein Restrisiko bezüglich möglicher Zinsänderungen. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weisen vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen, hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:

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Erhöhung/Verringerung in Basispunkten Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

T Euro
Auswirkungen auf das Eigenkapital

T Euro
2012 +100 -137 13
-100 137 -18
2011 +100 -129 84
-100 129 -93

Zur Ermittlung der Zinssensitivität wurde das Zinsergebnis aus den variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden dem durchschnittlichen Zinssatz von 2,31 Prozent (Vorjahr: 3,28 Prozent) des Geschäftsjahres gegenübergestellt. Anschließend wurde die Veränderung des Zinsergebnisses aufgrund einer Erhöhung/Verringerung des durchschnittlichen Prozentsatzes um 100 Basispunkte ermittelt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital beinhaltet zusätzlich die Veränderung der Marktwerte der Zinsswaps zum Stichtag.

Derivative Finanzinstrumente

Die aufgrund der Fair Value Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten anfallenden Gewinne und Verluste werden im Fall von Cashflow Hedges erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Die Ergebnisse der nicht in effektiven Hedge-Beziehungen befindlichen Derivate werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Vor Berücksichtigung von latenten Steuern wurden zum 31. Dezember 2012 Cashflow Hedges mit einem Marktwert von -396 T Euro (Vorjahr -352 T Euro) direkt im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen in Höhe von -44 T Euro (Vorjahr: -202 T Euro) wurden im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Im gleichen Zeitraum fand keine ergebniswirksame Buchung aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung statt. Die aus den Devisentermingeschäften resultierenden Beträge werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und die Beträge aus dem Zinsswap im Zinsergebnis ausgewiesen.

FRIWO verfügt am Geschäftsjahresende 2012 über kein Devisentermingeschäft, welches zur Absicherung des Währungsrisikos von bestehenden Forderungen in US-Dollar dient.

Die Nominal- und Marktwerte der bilanzierten derivativen Finanzinstrumente stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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Nominalvolumen Marktwerte
in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Zinsswaps (Cashflow Hedges) 7.500 7.500 -396 -352

Die positiven Marktwerte sind unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, die negativen Marktwerte unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Marktwerte werden im Falle von Zinsswaps von den kontrahierenden Banken ermittelt und im Fall von Devisentermingeschäften anhand der Referenzkurse der EZB berechnet.

Kapitalsteuerung

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur mit Blick auf die Gesamtkapitalrentabilität unter Berücksichtigung von Bonitätszielen. Damit soll sowohl den Interessen der Anteilseigner als auch der Kreditgeber entsprochen werden. Darüber hinaus wird neben den aktuellen individuellen Rahmenbedingungen wie geplante Dividenden und Investitionen auch die gesamtwirtschaftliche Lage in die Ermittlung der jeweiligen Zielkapitalstruktur einbezogen.

Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag erfüllt die vertraglich vereinbarte Kreditklausel zur Eigenkapitalquote. Diese ist allerdings auf einem nur zufriedenstellenden Niveau.

Das Verhältnis zwischen lang- und kurzfristigen Schulden entspricht der vom Vorstand angestrebten Relation.

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in

T Euro
31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapital 8.489 9.088
als % vom Gesamtkapital 22% 25%
Langfristige Schulden 8.859 8.758
Kurzfristige Schulden 20.935 18.770
Fremdkapital 29.794 27.528
als % vom Gesamtkapital 78% 75%
Gesamtkapital 38.283 36.616

Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten (33)

Abkürzungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten:

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AfS Available for Sale Zur Veräußerung verfügbar
FLaAC Financial Liabilities at Amortised Cost Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungkosten
FAHfT Financial Assets Held for Trading Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten
FLHfT Financial Liabilities Held for Trading Verbindlichkeiten zur Veräußerung gehalten
HtM Held to Maturity bis zur Endfälligkeit gehalten
LaR Loans and Receivables Darlehen und Forderungen

Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7.6 i.V.m. Appendix B1:

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AC At Cost fortgeführte Anschaffungskosten
FV At Fair Value beizulegender Zeitwert

Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der Kategorien von Finanzinstrumenten in Klassen, welche sich hinsichtlich der Art der Bewertung der darin enthaltenen Finanzinstrumente unterscheiden:

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AKTIVA Bewertung nach IAS 39 zu
in

T Euro
Buchwert 31.12.2012 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungs-

kosten
Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.392 LaR 5.392 AC 5.392
Zahlungsmittel 2.374 LaR 2.374 AC 2.374
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.963 LaR 1.963 AC 1.963

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PASSIVA Bewertung nach IAS 39 zu
in

T Euro
Buchwert 31.12.2012 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungs-

kosten
Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 FLaAC 5.000 AC 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.065 FLaAC 15.065 AC 15.065
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.710 FLaAC 2.710 AC 2.710
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.951
davon Derivate mit Hedgebeziehung 396 396 FV 396
davon sonstige Finanzinstrumente 1.555 FLaAC 1.555 AC 1.555

Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:

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AKTIVA Bewertung nach IAS 39 zu
in

T Euro
Buchwert 31.12.2011 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungs-

kosten
Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.901 LaR 4.901 AC 4.901
Zahlungsmittel 3.367 LaR 3.367 AC 3.367
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.783 LaR 1.783 AC 1.783

scroll

PASSIVA Bewertung nach IAS 39 zu
in

T Euro
Buchwert 31.12.2011 Kategorie nach IAS 39 Anschaffungs-

kosten
Fair Value Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 FLaAC 5.000 AC 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.354 FLaAC 11.354 AC 11.354
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.963 FLaAC 3.963 AC 3.963
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.012
davon Derivate mit Hedgebeziehung 352 352 FV 352
davon sonstige Finanzinstrumente 1.660 FLaAC 1.660 AC 1.660

Zum Stichtag 31. Dezember 2012 ergaben sich keine Unterschiede zwischen Fair Value und Buchwert der Finanzinstrumente, da diese im Wesentlichen kurzfristig sind und sich aus der zeitlichen Nähe zwischen Einbuchungszeitpunkt und Bilanzstichtag keine nennenswerten Differenzen ergeben.

Gemäß IFRS 7 wurde bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen:

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Stufe 1 Bewertung anhand von Marktpreisen für das spezifische Finanzinstrument
Stufe 2 Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren
Stufe 3 Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern

Zum 31. Dezember 2012 hielt der Konzern folgende zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente:

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in

T Euro
31.12.2012 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
PASSIVA
Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) 396 0 396 0

Im Berichtsjahr erfolgten keine Umgliederungen zwischen Bewertungen der einzelnen Stufen.

Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:

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in

T Euro
31.12.2011 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
PASSIVA
Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) 352 0 352 0

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

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2012 Nettoergebnisse aus
in

T Euro
Zinsen Folgebewertung Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- ---
Wertberichtigung
--- --- --- --- --- ---
FI-Kategorie nach IAS 39 Ertrag Aufwand Auflösung Zuführung
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
LaR 12 -11 0 -57 0
AfS 0 0 0 0 0
HtM 0 0 0 0 0
PASSIVA
FLaAC 0 -525 0 0 252
Summe 12 -536 0 -57 252

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2011 Nettoergebnisse aus
in

T Euro
Zinsen Folgebewertung Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- ---
Wertberichtigung
--- --- --- --- --- ---
FI-Kategorie nach IAS 39 Ertrag Aufwand Auflösung Zuführung
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
LaR 10 0 0 -347 0
AfS 0 0 0 0 0
HtM 0 0 0 0 0
PASSIVA
FLaAC 0 -555 0 0 -94
Summe 10 -555 0 -347 -94

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (34)

Seit dem 9. Juni 2008 ist die Cardea Holding GmbH, Grünwald, mit Mehrheit an der FRIWO AG beteiligt. Die Cardea Holding GmbH und ihre Muttergesellschaft, die VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München, sowie deren Tochterunternehmen sind dadurch nahestehende Unternehmen zur FRIWO AG im Sinne des IAS 24. Im Berichtsjahr fanden wie im Vorjahr keine Geschäftsvorfälle zwischen der FRIWO AG und der Cardea Holding GmbH oder der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG statt.

Vorstand und Aufsichtsrat werden als natürliche nahestehende Personen eingestuft. Zu Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf Ziffer (35) verwiesen. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr fanden keine Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands (35)

Die fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 10.000 Euro pro Jahr. Die variable Vergütung richtet sich nach der Höhe der beschlossenen Dividenden. Die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütung ist auf das Dreifache des festen Betrags begrenzt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache. Ausschussmitglieder erhalten jeweils eine weitere Vergütung von 1.000 Euro. Davon ausgenommen sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 betrug 75 T Euro (Vorjahr: 75 T Euro).

Bei den Bezügen des Vorstands ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 3. Mai 2011 beschlossen hat, dass Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 unterbleiben.

Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich für das Geschäftsjahr 2012 auf 522 T Euro (Vorjahr: 506 T Euro), davon 426 T Euro fix (Vorjahr: 410 T Euro) und 96 T Euro variabel (Vorjahr: 96 T Euro).

Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Pensionsbezüge von 139 Euro (Vorjahr: 137 T Euro). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind gemäß IAS 19 insgesamt 2.117 T Euro (Vorjahr: 1.917 T Euro) zurückgestellt.

Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen sind den Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen nicht eingeräumt worden.

Honorar des Abschlussprüfers (36)

Die für das Geschäftsjahr 2012 berechneten Honorare und Auslagen des Abschlussprüfers, der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, betragen 74 T Euro (Vorjahr: 74 T Euro). Sie betreffen wie im Vorjahr ausschließlich die Leistungen für die Abschlussprüfungen. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen abgerechnet.

Anteilsbesitz (37)

Die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der FRIWO AG verbunden und nimmt die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

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T Euro
Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis 2012
FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, Deutschland 100,00% 6.534 111)
FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen, China 100,00% 590 -1502)3)

1) vor Ergebnisabführung

2) gem. IFRS

3) mittelbar über FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern

Angaben zur Corporate Governance-Erklärung (38)

Die Erklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und wird der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens unter:

http://www.friwo-ag.de/de/friwoag/investorrelations/corporategovernance.html

dauerhaft zugänglich gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (39)

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012 sind bis zum Tag der Freigabe des Konzernabschlusses keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.

Ostbevern, 20. Februar 2013

FRIWO AG

Der Vorstand

Klaus Schilling

Felix Zimmermann

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind."

Ostbevern, 20. Februar 2013

Klaus Schilling, Vorstand

Felix Zimmermann, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der FRIWO AG, Ostbevern, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, den 20. Februar 2013

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Kraus, Wirtschaftsprüfer

Grillenberger, Wirtschaftsprüfer