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FRIWO AG — Annual Report 2011
Apr 24, 2012
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Annual Report
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FRIWO AG
Ostbevern
Konzernabschluss zum 31.12.2011
Inhaltsverzeichnis
Bericht des Aufsichtsrats
Organe der Gesellschaft
Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG
Geschäft und Rahmenbedingungen
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns
Ertragslage
Vermögenslage
Finanzlage und Finanzmanagement
Übernahmerechtliche Angaben
Erklärung zur Unternehmensführung
Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG
Risikobericht
Mitarbeiter
Vergütungsbericht
Entwicklung
Umweltbericht
Chancen- und Prognosebericht
Nachtragsbericht
Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Konzernabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtergebnisrechnung
Kapitalflussrechnung
Bilanz
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Anhang
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Berichtszeitraum, insbesondere über seine Beratungen im Plenum, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex sowie die Prüfung der Abschlüsse der FRIWO AG und des Konzerns.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Aufsichtsrat hat in seinen Präsenzsitzungen wie auch telefonisch, schriftlich oder in Textform im Umlaufverfahren die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzungen sowie zwischen diesen Terminen regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über alle relevanten Aspekte der aktuellen Geschäftsentwicklung, über wesentliche Geschäftsvorfälle sowie über die Lage des Konzerns unterrichtet. Bedeutende Vorgänge, aber auch Abweichungen von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen eingehend geprüft.
Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Geschäftsentwicklung speziell mit Blick auf die operativen Herausforderungen in 2011, die die teilweise rückläufige Nachfrage mit sich brachte sowie der Unternehmensplanung, den Investitionen, der Finanzierung, der Risikolage, dem Risikomanagement, der strategischen Ausrichtung bzw. Weiterentwicklung des Konzerns sowie der Compliance.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2011 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die heutige Sitzung ist die erste des Geschäftsjahres 2012.
Alle Sitzungen im Geschäftsjahr 2011 befassten sich unter anderem mit der eingehenden Erörterung der operativen Lage der Gesellschaft. Daneben hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2011 insgesamt vier Beschlüsse gefasst durch schriftliche oder fernmündliche Stimmabgabe oder Stimmabgabe in Textform. Zwei Beschlüsse wurden im Februar, ein Beschluss im Juni und ein Beschluss im August 2011 gefasst; in diesen Beschlüssen wurde die Entsprechenserklärung des Geschäftsjahrs 2011 sowie Geschäftsentscheidungen nach dem Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte des Vorstands behandelt; in allen Fällen erfolgte eine einstimmige Zustimmung entsprechend der jeweiligen Vorlage des Vorstands.
Anlässlich der Sitzung im Februar 2011, die über die Feststellung des Jahresabschlusses 2010 befand und an der die Abschlussprüfer teilnahmen, standen die umfassende Erörterung des Jahres- und des Konzernabschlusses, das Risikomanagement sowie die Compliance im Vordergrund. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats einstimmig genehmigt. Die für die variablen Vergütungsanteile der Vergütungen der Vorstandsmitglieder relevanten Zielerreichungen wurden ebenfalls im Gesamtgremium erörtert und hierüber einstimmig Beschluss gefasst. Die Sitzung im Mai 2011 befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Verlauf der Hauptversammlung und hieß gleichzeitig Herrn Ingolf Bonkhoff willkommen, der Herrn Herbert Ellefred als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ablöste. Die Positionen des Vorsitzenden sowie des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurden unverändert beibehalten. In der Sitzung im September 2011 haben Aufsichtsrat und Vorstand sehr ausführlich die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2011 betrachtet und daraus resultierende strategische und operative Aspekte erörtert. Die Sitzung im November 2011 stand ganz im Zeichen der Jahresplanung 2012 und der Unternehmensstrategie.
Schwerpunkte der Tätigkeit
Die Schwerpunkte der Beratungen lagen zu Jahresbeginn z.B. auf Themen wie die Gewinnung von Neukunden sowie mögliche weitere Margenverbesserungen und damit ein Erreichen gesteigerter Profitabilität. Im Jahresverlauf rückten dann die Abschwächung der Auftragseingänge und die damit verbundene Umsatzabschwächung in den Fokus. Möglichkeiten zur Fixkostenreduktion waren ebenfalls ein Beratungsschwerpunkt. Auch Fragen des Investitionsbedarfs und der Finanzierung wurden erörtert.
Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat über die Einberufung sowie die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 03. Mai 2011 in seiner Sitzung im Februar 2011 einen Beschluss gefasst, ebenso wurde der Jahres- und Konzernabschluss des Jahres 2010 festgestellt und gebilligt. Der Aufsichtsrat befasste sich mit der strategischen Planung des Konzerns, mit den Forecasts zur Geschäftsentwicklung sowie mit der Jahresplanung 2012.
Das Risikomanagement und die Compliance wurden in allen Sitzungen erörtert.
Corporate Governance
Bei zwei der vier Aufsichtsratssitzungen 2011 waren nur fünf von sechs Aufsichtsratsmitgliedern anwesend. An den Umlaufbeschlüssen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht – abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär bzw. dem Näheverhältnis zu einem Aktionär der Gesellschaft.
Gegenwärtig ist im Aufsichtsrat eine Frau vertreten; eines der sechs Aufsichtsratsmitglieder ist Österreicher, dies dokumentiert die internationale Ausrichtung des Gremiums. Des Weiteren sind im Aufsichtsrat umfassende Branchenkenntnisse vorhanden. Auf Grund der unterschiedlichen Werdegänge der Mitglieder ist die Zusammensetzung des Aufsichtsrats auch durch eine hohe Vielfalt von Erfahrungen und Fähigkeiten geprägt.
Zukünftige Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl der Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat sollen im Rahmen der jeweils vorhandenen Möglichkeiten weiterhin sicherstellen, dass bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die folgenden Ziele erreicht werden:
| • | umfassende Branchenkenntnisse |
| • | Internationalität |
| • | Vielfalt (Diversity). |
Der Aufsichtsrat hat sich insoweit auch für das Geschäftsjahr 2011 davon überzeugt, dass die FRIWO AG in diesem Bereich die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung vom Februar 2012 erfüllt hat. Sie finden die aktuelle Entsprechenserklärung auf Seite 19 dieses Geschäftsberichts. Die Entsprechenserklärung wurde der Öffentlichkeit auch auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der FRIWO AG und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht, der für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefasst wurde, sind von der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg (Rödl & Partner) geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung des Abschlussprüfers nach § 317 Abs. 4 HGB ergab, dass der Vorstand die Maßnahmen nach § 91 Abs. 2 AktG in der geeigneten Form getroffen hat und das Risikoüberwachungssystem seine Aufgaben erfüllt. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat sich in der heutigen gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Prüfungsergebnisse unterrichten lassen und sich über die wesentlichen Sachverhalte des Jahresabschlusses der FRIWO AG sowie des Konzernabschlusses umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefassten Lagebericht geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat in seiner heutigen Sitzung in Anwesenheit des Abschlussprüfers den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat die Angaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB eingehend geprüft.
Es werden sowohl zu den auf die Gesellschaft zutreffenden Punkten Angaben gemacht als auch negativ erklärt, wenn Angaben nicht möglich sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem Lagebericht des Vorstands einverstanden. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Rödl & Partner hat den Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.” Der Aufsichtsrat, der den Bericht ebenfalls geprüft hat, stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch Rödl & Partner überein und erhebt gegen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung 2012 vor, die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 zu wählen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz und die Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Ostbevern, 2. März 2012
Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Organe der Gesellschaft
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| Aufsichtsrat | Mandate |
|---|---|
| Richard G. Ramsauer Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH | • VTC Beteiligungen AG, München (Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 11.04.2011) |
| Jürgen Max Leuze stellv. Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH | • keine |
| Ingolf Bonkhoff (Mitglied seit 03.05.2011) Entwicklungsingenieur Elektronik / Projektleiter | • keine |
| Peter Arnold Curt Tilo Brandis Dipl. Ing. Geschäftsführer der Brandis Beteiligungsgesellschaft mbH | • Track Tec Koltram sp o o. (Mitglied im Aufsichtsrat) |
| Rita Brehm Personalreferentin FRIWO Freigestellte Betriebsratsvorsitzende | • keine |
| Herbert Ellefred (Mitglied bis 03.05.2011) Projektmanager FRIWO | • keine |
| Dr. Ulrich Wolfrum Mitglied der Geschäftsleitung der VTC Partners GmbH | • keine |
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| Vorstand | Mandate |
|---|---|
| Klaus Schilling Vertrieb und Finanzen | • keine |
| Felix Zimmermann Produktion und Technik | • FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd, China |
Zusammengefasster Lagebericht
des FRIWO Konzerns und der FRIWO AG
Geschäft und Rahmenbedingungen
Überblick über den FRIWO-Konzern („FRIWO“)
Die FRIWO AG mit Sitz in Ostbevern/Westfalen ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller und Anbieter qualitativ hochwertiger Netz- und Ladegeräte für verschiedene Märkte und Branchen. Die Firmengruppe deckt mit ihren Erzeugnissen ein breites Spektrum von Anwendungen für die Bereiche Haushaltsgeräte, mobile Werkzeuge, IT und Kommunikation, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie Mess-, Wäge-, Gebäude-, Licht- und Medizintechnik ab. Außerdem bietet FRIWO seinen Kunden hochwertige Fertigungsdienstleistungen (EMS), von der Gerätemontage bis zur Produktion kompletter elektronischer Baugruppen.
Der FRIWO-Konzern umfasst neben der Holding die FRIWO Gerätebau GmbH mit Sitz in Ostbevern, aus der heraus das operative Geschäft des Konzerns im Wesentlichen betrieben wird, sowie deren Vertriebs- und Servicegesellschaft in China. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und Investor Relations zuständig; sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.
FRIWO produziert zum einen in Europa, wo am Unternehmenssitz in Ostbevern eine eigene, hoch automatisierte Fertigungsstätte betrieben wird. Dieser Inlandsstandort kooperiert eng mit polnischen Zulieferern. Zum anderen wird ein wesentlicher Teil der Geräte von drei asiatischen Auftragsfertigern bezogen.
Wesentliche finanzielle Steuerungsparameter für den FRIWO-Konzern sind der Umsatz, das operative Ergebnis - definiert als Bruttoergebnis abzüglich Vertriebs- und Verwaltungskosten - sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Darüber hinaus ist eine angemessene Gesamtkapitalrentabilität ein bedeutendes Kriterium bei allen operativen Entscheidungen.
Der Konzernabschluss wird nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Aufstellung des Einzelabschlusses der FRIWO AG erfolgt gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist auf Grund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft präsentierte sich im Jahr 2011 in insgesamt robuster Verfassung und blieb auf Wachstumskurs. Dennoch war sie beeinflusst von einer Vielzahl von Krisenfaktoren, allen voran von der Staatsschuldenkrise in Europa und den dadurch ausgelösten oder verstärkten Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten. Aber auch Naturkatastrophen wie das schwere Erdbeben in Japan im März, die Haushaltskrise in den USA oder politische Umwälzungen in Nordafrika vergrößerten die Verunsicherungen der Märkte. Dennoch gingen Experten wie das Institut für Weltwirtschaft (IfW) zum Ende des Berichtsjahres von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,8 Prozent aus. Getragen wurde der Zuwachs unverändert von den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas, allerdings mit deutlich abnehmender Dynamik im Jahresverlauf.
Die Schuldenkrise mehrerer Euro-Länder führte zu umfassenden politischen und wirtschaftlichen Stützungsmaßnahmen der Europäischen Union und der Europäischen Zentralbank (EZB) für die betroffenen Mitgliedsstaaten, insbesondere für Griechenland. Mehrere Male musste die EU im Jahresverlauf den Umfang der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), des so genannten Euro-Rettungsschirms, ausweiten. Trotz der umfassenden öffentlichen Stützungsmaßnahmen blieb die Funktionsfähigkeit des Bankensektors über das gesamte Jahr 2011 hinweg ein dominierendes Thema.
Die europäische Wirtschaft entwickelte sich 2011 im Zuge der Staatsschuldenkrise unterdurchschnittlich zur Weltwirtschaft. Die Prognosen für das Jahreswachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) lagen für die Euro-Zone gegen Ende des Berichtsjahres zwischen 1,5 und 1,7 Prozent. Dabei war im Jahresverlauf ein deutlicher Abwärtstrend zu verzeichnen, der das sinkende Vertrauen der investierenden Wirtschaft und der Verbraucher und die sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen spiegelt.
Dagegen erwies sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2011 im internationalen Vergleich als dynamisch. Das Statistische Bundesamt ermittelte ein Wachstum des BIP von 3,0 Prozent (2010: 3,6 Prozent) und sprach von einer „sehr robusten“ Entwicklung. Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie, die Elektroindustrie oder der Maschinen- und Anlagenbau verzeichneten deutliche Zuwächse. Die gute Konjunktur führte zudem zu einem signifikanten Aufbau von Beschäftigung bzw. zur weiteren Reduzierung der Arbeitslosigkeit in Deutschland.
Quellen:
• Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Weltkonjunktur mit geringer Dynamik, Medieninformation 20. Dezember 2011
• Europäische Zentralbank (EZB); Monatsbericht Dezember 2011
• Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2011
• Nachrichtenmagazin Der Spiegel 52/2011: „Europas Musterknabe“
• Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11. Januar 2012
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Die deutsche Elektroindustrie hat nach dem Erholungsjahr 2010 auch 2011 ein dynamisches Wachstum verzeichnet. Hochrechnungen des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) gingen von einem Umsatzwachstum der Branche um ca. 8 Prozent auf rund 180 Mrd. Euro aus. Damit seien die Einbußen aus der Zeit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 weitgehend aufgeholt. Sowohl die Auslastung der Produktionskapazitäten als auch der Auftragsbestand lagen zum Ende des Berichtsjahres über dem langfristigen Durchschnitt.
FRIWO ist als Hersteller von Netz- und Ladegeräten in unterschiedlichen weltweiten Marktbereichen tätig. Über die einzelnen Trends und Entwicklungen dieser sehr verschiedenen Bereiche sind nur wenige detaillierte und zuverlässige Marktdaten verfügbar.
Quellen:
• ZVEI-Presseinformationen, 15. Dezember 2011 und 10. Januar 2012
• Frankfurter Allgemeine Zeitung: Elektroindustrie mit Umsatzrekord, 16. Dezember 2011
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns
Mit einem Konzernumsatz von 98,1 Mio. Euro konnte FRIWO im Jahr 2011 das sehr erfreuliche, von starkem Wachstum geprägte Umsatzniveau des Vorjahres (97,5 Mio. Euro) gut bestätigen. Die Umsatzentwicklung verfehlte jedoch die Erwartungen und zeigte ein uneinheitliches Bild.
Während im ersten Halbjahr noch ein in der Breite fortgesetztes zweistelliges Umsatzwachstum realisiert werden konnte, ließen im zweiten Halbjahr insbesondere die Bestellungen von Großkunden in den hochvolumigen Sektoren IT/Kommunikation und Elektrokleingeräte erheblich nach. Diese Volumeneffekte bei Großkunden neutralisierten Umsatzrekorde in einzelnen Vertriebsbereichen wie z.B. EMS oder Distribution, so dass das Gesamtjahr ohne wesentliches Wachstum abgeschlossen wurde. Die Kundenbasis konnte allerdings stabil gehalten werden; und in den für FRIWO wichtigen Zukunftsmärkten wie z.B. LED, Medizintechnik, Gebäudetechnik oder High Power gewann FRIWO potenzialträchtige Neukunden.
Auf der Margenseite gelang es, Steigerungen wichtiger Kostenfaktoren (Rohstoffe, Lohnkosten in China) zeitnah in Form von Preisanpassungen weiterzugeben. Darüber hinaus trugen weitere Optimierungen in Projektabläufen und Produktionsprozessen zu einer nachhaltigen Verbesserung des Margenniveaus und damit der Ertragslage bei. Wie auch in den Vorjahren konnten Anstiege der Gemeinkosten durch straffes Kostenmanagement begrenzt werden.
Im Gegensatz zum Vorjahr gelang es FRIWO im Jahr 2011, Belastungen aus prozessbezogenen Mehrkosten nahezu vollständig zu vermeiden. Dies wurde zum einen ermöglicht durch die deutliche Entspannung auf den weltweiten Beschaffungsmärkten für elektronische Bauteile. Zum anderen leisteten Prozessverbesserungen z.B. in der Kommunikationskette mit Kunden und Lieferanten einen erheblichen Beitrag, um Aufträge effizient und kostenbewusst abzuwickeln.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte bei nahezu unverändertem Umsatz von 0,7 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro verdoppelt werden. Ebenso stieg die EBIT-Umsatzrendite deutlich von 0,7 Prozent auf 1,4 Prozent.
Das Nachsteuerergebnis des Konzerns lag für 2011 bei 0,4 Mio. Euro (2010: –1,9 Mio. Euro).
Produktion
FRIWO produziert Netz- und Ladegeräte in Europa und Asien. Die Produktion in Europa erfolgt am eigenen Standort in Ostbevern und wird durch drei Auftragsfertiger in Polen unterstützt. In Asien arbeitet FRIWO mit weiteren drei Partnern zusammen, die als Auftragsfertiger fungieren.
Nachdem 2010 die Kapazitäten knapp waren, konnten im Berichtsjahr die neu hinzugewonnenen Auftragsfertiger in Polen noch nicht voll ausgelastet werden. Dennoch wurde die Produktion aus europäischer Fertigung um 21 Prozent gesteigert nach 34 Prozent im Vorjahr. Ein deutlicher Rückgang von 14 Prozent war bei den asiatischen Auftragsfertigern zu verzeichnen, wesentlich bedingt durch die nachlassende Nachfrage bei wichtigen Volumenprodukten.
Umsatzentwicklung
Der Umsatz des FRIWO-Konzerns lag im Jahr 2011 mit 98,1 Mio. Euro geringfügig über dem Vorjahresniveau (97,5 Mio. Euro; plus 0,6 Prozent). Die Verteilung des Umsatzes auf die Berichtssegmente veränderte sich gegenüber dem Vorjahr kaum. In Deutschland, wo erneut mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet wurde, konnte das Vorjahr leicht übertroffen werden (plus 0,9 Prozent). Der Umsatzrückgang in Asien (minus 6,4 Prozent) wurde durch das deutliche Plus im Segment Übriges Europa (plus 7,7 Prozent) kompensiert. Die übrigen Regionen blieben konstant.
FRIWO fakturiert einen Großteil der Waren in US-Dollar. Deshalb wirkte sich bei der Umsatzentwicklung der durchschnittliche Wertanstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar negativ aus. Währungsbereinigt, also auf Basis der Wechselkurse des Vorjahres, belief sich der Umsatzanstieg 2011 auf gut 3 Prozent.
Ertragslage
Nach dem starken Umsatzwachstum 2010 lag der Fokus im Berichtsjahr vor allem auf der Steigerung der Margen und der Profitabilität. Während der Umsatz 2011 nur knapp über dem Vorjahr lag, konnte das Ergebnis durch kontinuierliche Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität sowie die teilweise Weitergabe von Kostenerhöhungen an die Kunden deutlich verbessert werden.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg 2011 von 9,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,6 Mio. Euro (plus 7,1 Prozent). Die Bruttomarge vom Umsatz verbesserte sich entsprechend von 10,1 Prozent auf 10,8 Prozent. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde auf 1,4 Mio. Euro verdoppelt nach 0,7 Mio. Euro im Jahr zuvor.
Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) lag mit 1,4 Prozent deutlich höher als im Vorjahr (0,7 Prozent). Der Konzern weist ein negatives Finanzergebnis von -0,7 Mio. Euro aus nach -0,4 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (PBT) erhöhte sich auf 0,7 Mio. Euro nach 0,2 Mio. Euro im Jahr 2010.
Nach Steuern betrug das Konzernergebnis 0,4 Mio. Euro. Das Vorjahresergebnis von minus 1,9 Mio. Euro war durch Aufwendungen aus einem Rechtsvergleich im Zusammenhang mit dem 2008 erfolgten Verkauf des Geschäftsbereichs FRIWO Mobile Power belastet gewesen; bereinigt um diesen Effekt war es im Vorjahr ausgeglichen gewesen.
Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,05 Euro nach -0,24 Euro im Jahr 2010 (siehe Ziffer 18 des Konzernanhangs).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 31. Dezember 2011 erreichte 36,6 Mio. Euro und verkürzte sich damit gegenüber dem gleichen Bilanzstichtag 2010 (36,9 Mio. Euro) geringfügig um 0,3 Mio. Euro.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 9,6 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro. Dies resultierte aus erhöhten Investitionen (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen), die sich auf 2,7 Mio. Euro summierten. Wie im Vorjahr entfiel erneut ein großer Teil der Ausgaben auf die Erweiterung, Modernisierung und Automatisierung der Fertigung in Ostbevern.
Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern in Höhe von 26,3 Mio. Euro sanken um 1,0 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 27,3 Mio. Euro). Die Vorräte sanken im Stichtagsvergleich um 0,3 Mio. Euro auf 16,0 Mio. Euro. Eine weitere Verringerung konnte nicht realisiert werden, da nach wie vor eine erhöhte Lagerhaltung von Bauteilen erforderlich war, um eine pünktliche Auftragsabwicklung zu gewährleisten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 2,6 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro. Gründe hierfür waren ein geringeres Geschäftsvolumen im letzten Quartal 2011 und die Erhöhung des Anteils verkaufter Forderungen im Rahmen eines Factoring-Programms.
Die sonstigen Vermögenswerte sanken um 0,4 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro. Die Zahlungsmittel erhöhten sich von 1,1 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro.
Auf der Passivseite der Bilanz sank das Eigenkapital des FRIWO-Konzerns von 10,7 Mio. Euro per 31. Dezember 2010 um 1,6 Mio. Euro auf 9,1 Mio. Euro per Ende 2011. Kapitalmindernd wirkte sich im Wesentlichen die im Mai erfolgte Dividendenzahlung von 1,9 Mio. Euro aus. Die Eigenkapitalquote veränderte sich entsprechend von 29,1 Prozent per 31. Dezember 2010 auf 24,8 Prozent zum 31. Dezember 2011. Damit wies der Konzern zum Bilanzstichtag aber unverändert eine akzeptable Eigenkapitalbasis aus.
Die langfristigen Schulden veränderten sich gegenüber Ende 2010 nicht und blieben auf dem Niveau von 8,8 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 1,4 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011. Darin enthalten ist die Erhöhung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten von 1,0 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro. Gründe sind die Dividendenzahlung im zweiten Quartal und die Finanzierung von Vorräten zur pünktlichen Auftragsabwicklung. Demgegenüber sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,8 Mio. Euro auf 11,4 Mio. Euro zum Dezember 2011. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten konnten um 0,8 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro reduziert werden.
Finanzlage und Finanzmanagement
Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist maßgeblich auf die Steuerung der benötigten Liquidität sowie einer angemessenen Kapitalstruktur des Unternehmens ausgerichtet.
Der Konzern verfügt über mehrere kurzfristige Kreditlinien verschiedener Banken. Im ersten Halbjahr 2011 wurden temporäre Erhöhungen der bestehenden kurzfristigen Kreditlinien mit den Banken vereinbart; zudem wurde das Portfolio um eine zusätzliche, zeitlich begrenzte Kreditlinie erweitert. Darüber hinaus stehen der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH 5,0 Mio. Euro über ein langfristiges Darlehen zur Verfügung.
Zudem verkauft die FRIWO Gerätebau GmbH einen Teil ihrer Forderungen in Form eines echten Factorings, bei dem das Ausfallrisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird. Der Anteil der verkauften Forderungen am Forderungsbestand konnte im Berichtszeitraum erhöht werden. Die chinesische Vertriebs- und Servicegesellschaft wird derzeit durch die FRIWO Gerätebau GmbH mit Finanzmitteln ausgestattet. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien in den einzelnen Gesellschaften ist innerhalb eines Geschäftsjahres in Abhängigkeit vom Bestand an Verbindlichkeiten, Vorräten und Forderungen Schwankungen unterworfen.
Der FRIWO-Konzern war im Geschäftsjahr 2011 durchgehend selbstständig finanziert und verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität.
Die von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2011 mit kurzfristigen Geldmarktkrediten in Höhe von 4,0 Mio. Euro in Anspruch genommen. Einzelne Kreditfazilitäten beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer in Zukunft eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente sind bei FRIWO von untergeordneter Bedeutung.
Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 3,9 Mio. Euro nach minus 4,6 Mio. Euro im Vorjahr. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 2,7 Mio. Euro, der im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen ist.
Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelzufluss von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: Mittelabfluss von 2,0 Mio. Euro). In dem Saldo spiegeln sich vor allem die Dividendenzahlung von 1,9 Mio. Euro und die Inanspruchnahme der kurzfristigen Kreditlinien wider. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2011 über Zahlungsmittel in Höhe von 3,4 Mio. Euro. Das ist ein Anstieg um 2,2 Mio. Euro gegenüber dem Beginn der Berichtsperiode.
Im Berichtsjahr konnten die Gesellschaften des Konzerns ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit bedienen. Soweit dies derzeit erkennbar ist, ist die Liquidität auch für das Jahr 2012 und die Folgejahre gesichert.
Zusammenfassend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aus Sicht des Vorstands als zufriedenstellend zu bewerten.
Übernahmerechtliche Angaben
Nachfolgend sind die übernahmerechtlichen Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB dargestellt.
Das Grundkapital der FRIWO AG beträgt 20,02 Mio. Euro und ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberstückaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt somit ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2011 wie auch im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Dem Vorstand der FRIWO AG sind keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bekannt.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2011 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte am Kapital der FRIWO AG:
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| Direkter Anteil der Stimmrechte in % |
Indirekter Anteil der Stimmrechte in % |
|
|---|---|---|
| Cardea Holding GmbH, Grünwald | 82,91 | |
| VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München | 82,91 |
Bei den genannten Stimmrechtsanteilen handelt es sich um freiwillige Angaben der Aktionäre zum Stichtag 31. Dezember 2011. Bei diesen Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Die ausgegebenen Aktien gewähren keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Den Arbeitnehmern der FRIWO AG steht keine Stimmrechtskontrolle zu.
Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 10,01 Mio. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte Zwecke ausschließen. Die Ermächtigung hat Gültigkeit bis zum 31. Juli 2013. Der Vorstand hat von der Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2011 keinen Gebrauch gemacht.
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 03. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, einmalig oder mehrmalig eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 02. Mai 2016. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen. Nach § 7 Abs. 2 erfolgen sowohl die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und stellvertretenden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat. Ebenso kann dieser ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie weitere Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernennen. Derzeit besteht der Vorstand der Gesellschaft aus zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern. Über Satzungsänderungen entscheidet gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 AktG die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 12 Abs. 2 der Satzung der FRIWO AG ausschließlich zu Satzungsänderungen berechtigt, die die Fassung betreffen.
Es gibt keine wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht. Ebenso wenig bestehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen wurden.
Erklärung zur Unternehmensführung
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG erklären gemäß § 161 AktG:
„Die Gesellschaft hat den am 02. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 26. Mai 2010) seit der letzten Entsprechenserklärung aus Februar 2011 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen und wird ihnen auch in Zukunft mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:
Die satzungsmäßigen Voraussetzungen für die Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege sind zwar erfüllt. Eine automatische elektronische Übermittlung an alle in Ziffer 2.3.2 Genannten kann jedoch nicht erfolgen, da die FRIWO AG Inhaberaktien ausgegeben hat und ihr die Aktionäre und deren Adressen nicht bekannt sind. Eine Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Weg erfolgt daher nur, soweit das depotführende Kreditinstitut des Aktionärs diese Leistung erbringt oder an die Aktionäre, Aktionärsvereinigungen und Finanzdienstleister, die dies verlangen (Kodex Ziffer 2.3.2).
Die bestehende D & O Versicherung sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Gesellschaft hat persönliche Verpflichtungserklärungen zur Tragung eines Selbstbehalts durch ihre Aufsichtsratsmitglieder eingeholt, auch wenn ansonsten Versicherungsschutz auf Grund einer durch die Gesellschaft abgeschlossenen D & O Versicherung bestehen sollte. Danach tragen Aufsichtsratsmitglieder, die der Gesellschaft oder Dritten durch ihre Aufsichtsratstätigkeit grob fahrlässig Schaden zufügen, alle in einem Jahr verursachten Schäden bis zur Höhe der Hälfte ihrer jeweiligen Jahresgesamtvergütung im Jahr der Schadensverursachung selbst. Zur Schadensbemessungsgrundlage zählen Rechts- und sonstige Verteidigungskosten nicht. Eine Einschränkung der Haftung der Aufsichtsratsmitglieder gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber Dritten ist damit nicht verbunden (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 2).
Die Gesellschaft wird aus Vereinfachungsgründen darauf verzichten, einen Corporate Governance Bericht zu erstellen (Kodex Ziffer 3.10). Daraus folgt, dass sie auch darauf verzichten wird, über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht anzugeben. Auch konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden daher nicht gemacht (Kodex Ziffern 6.6; 7.1.3).
Die Gesellschaft verzichtet auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden oder Sprechers. Gemäß Geschäftsverteilungsplan sind alle wichtigen Aufgaben eindeutig zugeordnet und gleichmäßig auf die beiden Vorstände verteilt. Sie werden sich bei zentralen Entscheidungen eng abstimmen und diese je nach Themengebiet nach außen vertreten (Kodex Ziffer 4.2.1, Satz 1).
Ziel der Gesellschaft ist es immer, die besten Führungskräfte bei angemessener und leistungsbezogener Vergütung zu verpflichten. Für eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG kann sich dies als schwierig erweisen. Aus diesem Grund möchte sich die Gesellschaft bei der Gestaltung von Vorstandsverträgen größtmöglichen Handlungsspielraum bewahren und verzichtet sowohl auf die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4 und 5) als auch auf die Festlegung einer Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands sowie Selbstbeschränkungen bei der Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorständen (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 2).
Die Gesellschaft verzichtet aus Effizienzgründen darauf, die Hauptversammlung separat über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands zu informieren. Informationen zur Vorstandsvergütung finden sich im Geschäftsbericht (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 6).
Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre erfolgen keine individualisierten Angaben zu den Vorstandsbezügen (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Von der durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen vom 3. August 2005 (VorstOG) eingeführten Rechtspflicht zu einer individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 03. Mai 2011 für den Zeitraum von fünf Jahren befreit.
Eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG bietet aufgrund ihrer Größe und Komplexität dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, alle Themen ausführlich im Gesamtgremium zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat daher keinerlei Ausschüsse gebildet (Kodex Ziffern 5.2, Absatz 2 sowie 5.3).
Zur Erhaltung der größtmöglichen Flexibilität bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien verzichtet der Aufsichtsrat auf die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2, Unterpunkt 3).
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre nicht individualisiert ausgewiesen werden (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3).
Der Aufsichtsrat verzichtet auf eine ausdrückliche Effizienzprüfung (Kodex Ziffer 5.6). Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine „Politik der kurzen Wege“ ist aus Sicht des Aufsichtsrats ein höchstes Maß an Effizienz gegeben.
Um den Abstimmungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, wird der Halbjahresbericht vor seiner Veröffentlichung nicht mit dem Gesamtaufsichtsrat, sondern nur mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2).“
Ostbevern, im Februar 2012
Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Klaus Schilling, Mitglied des Vorstands
Felix Zimmermann, Mitglied des Vorstands
Angaben zu Unternehmenspraktiken
Über Unternehmenspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, ist an dieser Stelle nichts zu berichten.
Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand der FRIWO AG mit derzeit zwei Mitgliedern ist das Leitungsorgan der Gesellschaft und des Konzerns. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand.
Zu den Vorstandsaufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Tochterunternehmen. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die Besetzung von Schlüsselpositionen im Unternehmen.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Gleichwohl führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Geschäftsverteilungsplan. Auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden wurde verzichtet. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Koordination der Vorstandsarbeit.
Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen.
Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Geschäftsplanung, der Geschäftsentwicklung und der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken und Compliance-Fragen. Wesentliche Entscheidungen sind im Rahmen eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat umfasst sechs Mitglieder. Er ist gemäß dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer in einem von der Hauptversammlung unabhängigen Wahlverfahren von Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der Aufsichtsräte beträgt fünf Jahre.
Unterjährig tritt der Aufsichtsrat regelmäßig mindestens viermal (zweimal pro Halbjahr) zusammen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats festlegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert er die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresplanung sowie den Jahresabschluss der FRIWO AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In seinen Aufgabenbereich fällt darüber hinaus die Bestellung der Mitglieder des Vorstands. Wesentliche Vorstandsentscheidungen sind an seine Zustimmung gebunden.
Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.
Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG
Die FRIWO AG fungiert als Holding des FRIWO-Konzerns. Sie erzielt ihr Ergebnis im Einzelabschluss nach HGB-Rechnungslegung aus den vereinnahmten Gewinnen bzw. den übernommenen Verlusten der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, mit der ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag besteht. Des Weiteren fallen bei der Holding eigene Aufwendungen an. In der Gewinn- und Verlustrechnung der FRIWO AG ergaben sich in 2011 keine Sondereffekte.
Die FRIWO AG erzielte im Geschäftsjahr 2011 ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro), das Ergebnis nach Steuern lag bei 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro). Der Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 1,9 Mio. Euro wurde 2011 gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 als Dividende für das Geschäftsjahr 2010 ausgeschüttet.
Wesentlicher Vermögensgegenstand der FRIWO AG ist die Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH. Diese Beteiligung wird seit einer im Vorjahr erfolgten Zuschreibung mit ihren historischen Anschaffungskosten von 28,3 Mio. Euro ausgewiesen. Dieser Wertansatz hat sich zum Abschlussstichtag bestätigt. Die Bewertung wurde basierend auf einer aktuellen Mehrjahres-Ergebnisplanung mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens durchgeführt. Der Bewertung liegen Annahmen und Schätzungen über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der FRIWO Gerätebau GmbH zugrunde.
Die Bilanz der FRIWO AG veränderte sich im Berichtsjahr nicht wesentlich. Einzig nennenswerte bilanzverkürzende Effekte resultierten aus der Ausschüttung des Bilanzgewinns aus dem Vorjahr von 1,9 Mio. Euro.
Zusammenfassend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holding aus Sicht des Vorstands zufriedenstellend.
Risikobericht
Risikomanagement
Als international agierendes Unternehmen ist FRIWO im Rahmen der Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von spezifischen Risiken ausgesetzt, die sich gegebenenfalls nachteilig auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AG und Konzern auswirken können. Vor diesem Hintergrund ist ein professionelles und wirkungsvolles Risikomanagementsystem ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung der FRIWO AG und des FRIWO-Konzerns.
Das Risikomanagementsystem bei FRIWO ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder zu minimieren. Das Risikomanagement stellt einen standardisierten fortwährenden Prozess dar, der ständig verbessert und verfeinert wird.
Die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung der Risiken sowie die Berichterstattung über sie sind in einer Richtlinie niedergelegt, welche auch konzernweit die Grundlage für ein effizientes Risikomanagementsystem bildet.
Die Risikobewertung wird dreimal im Jahr durch Einschätzung von Risikopotenzial (in Euro) und Eintrittswahrscheinlichkeit (in Prozent) von den zuständigen „Risk-Ownern“ (dabei handelt es sich um Führungskräfte in allen wesentlichen Bereichen des Konzerns) vorgenommen. „Risk Controller“ unterstützen sie dabei und stellen sicher, dass bei Überschreitung von bestimmten Schwellenwerten Risiken an höhere Führungsebenen und an den Aufsichtsrat kommuniziert werden. Dabei ist die Risikoberichterstattung vollständig in die standardisierten Planungs- und Forecastprozesse integriert. Dieses System gewährleistet, dass alle identifizierten Risiken ihrer Wesentlichkeit entsprechend berücksichtigt werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen das Risikobewusstsein geschärft.
Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns haben können. Weitere Informationen zu Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und zum Finanzrisikomanagement finden sich auch im Konzernanhang unter Ziffer 31. Risiken, die dem Konzern derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls negativ beeinträchtigen.
Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des FRIWO-Konzerns
Allgemein erwarten Experten im Jahr 2012 eine Abschwächung der globalen Wirtschaftsentwicklung. Insbesondere die Wirtschaft in dem für FRIWO wichtigen Absatzmarkt Europa wird den Einschätzungen zufolge unverändert unter den Folgen der Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone leiden und sich unterdurchschnittlich zur Weltwirtschaft entwickeln (vgl. Chancen- und Prognosebericht). Eine geringere konjunkturelle Dynamik könnte sich entsprechend negativ auf die Nachfrage in den für den FRIWO-Konzern relevanten Absatzmärkten auswirken.
Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Verbraucherschutz führt unverändert zu stärkeren gesetzlichen Regulierungen. Ein Erfolgsfaktor für FRIWO ist daher die zügige Erkennung und Umsetzung der relevanten technischen Anforderungen und Normen.
Ferner bestehen länderspezifische Risiken an einzelnen FRIWO-Standorten oder denen ihrer Lieferanten. Insbesondere ist das Risiko einer uneinheitlichen Auslegung und Anwendung von Rechtsquellen zu nennen, die speziell das Arbeitsrecht sowie Steuer- und Zollregelungen in China betreffen.
Währungsrisiken
Da FRIWO als global orientiertes Unternehmen einen wesentlichen Teil des Geschäftes in Fremdwährungen (insbesondere US-Dollar) abwickelt, entstehen im Konzern Transaktionsrisiken. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum verursachte eine hohe Volatilität an den weltweiten Zins- und Währungsmärkten, so dass Währungsrisiken im Jahr 2011 an Relevanz gewannen.
Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen in Fremdwährungen und künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. Das Fremdwährungsrisiko wird aus der Sicht der jeweiligen Gesellschaft und ihrer Heimatwährung gegenüber allen Fremdwährungen betrachtet. Dabei ergibt sich zunächst zumindest teilweise eine natürliche Absicherung bei jenen Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten.
Darüber hinaus verbleibende Fremdwährungsrisiken werden durch gezieltes Währungsmanagement verringert. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt bevorzugt in der jeweiligen Heimatwährung oder weitestgehend auf währungsgesicherter Basis. Mittelaufnahmen oder -anlagen in Fremdwährungen zu Spekulationszwecken sind nicht gestattet. Der
Konzern unterhält eine Treasury-Funktion, die regelmäßig die bilanziellen Währungsrisiken erhebt und im Fall eines wesentlichen, konsolidierten Risikos entsprechende Absicherungen durch Devisentermingeschäfte vornimmt. Risiken der Währungen USD (US-Dollar) und CNY (chinesischer Renminbi) zueinander werden nicht abgesichert. Den Risiken aus künftigen Transaktionen begegnet FRIWO dadurch, dass Geschäfte bevorzugt in der Währung der entstandenen Herstellkosten abgeschlossen werden.
Dennoch könnten sich aus veränderten Währungsrelationen, den zum größten Teil in US-Dollar fakturierten Transaktionen sowie aus der Umrechnung auf die Konzernwährung Euro Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.
Da sich eine operativ tätige FRIWO-Gesellschaft außerhalb des Euro-Währungsraums befindet, ist der Konzern außer den beschriebenen Transaktionsrisiken auch den Einflüssen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Gesellschaft in die Berichtswährung Euro des Konzernabschlusses ausgesetzt.
Beschaffungs-, Produktions- und Preisänderungsrisiken
Bei FRIWO bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können.
Bei der Fertigung von Produkten verarbeitet FRIWO auch Vorprodukte oder Komponenten anderer Hersteller. Dabei haben einige Lieferanten von FRIWO eine Alleinstellung. Deshalb kann unter Umständen eine quantitativ und/oder qualitativ ausreichende Produktions- bzw. Liefermenge nicht immer sichergestellt werden. Auf diese Weise könnten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden.
Auch die Rohstoff- und Energiepreise können je nach Marktsituation stark schwanken und die wirtschaftliche Lage des FRIWO-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Es ist nicht gesichert, dass FRIWO eventuelle Preiserhöhungen an die Kunden ganz oder zumindest teilweise weitergeben kann.
Im Jahre 2010 hatte FRIWO mit erheblichen Engpässen auf den internationalen Beschaffungsmärkten für elektronische Bauteile zu kämpfen. Um die termingerechte Belieferung der Kunden zu gewährleisten, mussten seinerzeit signifikante Mehrkosten bei der Materialbeschaffung und eine entsprechend extensive Vorratshaltung in Kauf genommen werden. Die inzwischen eingetretene Entspannung auf den Beschaffungsmärkten führte 2011 zum einen zu einer erheblichen Reduzierung von Mehrkosten
und zum anderen zu einer Reduzierung des Risikos, Kunden nicht oder nicht termingerecht beliefern zu können.
Einen wesentlichen Teil der Fertigprodukte bezieht FRIWO von externen Geschäftspartnern in Asien und Osteuropa. Um das Netz der Produktionspartner auf eine noch breitere Basis zu stellen, konnten auch im Geschäftsjahr 2011 die Geschäftsbeziehungen zu externen Fertigungspartnern in Asien und Osteuropa etabliert und ausgebaut werden. Dennoch besteht das grundsätzliche Risiko eines zumindest mittelfristigen Wegfalls der Lieferbeziehung zu einem der Hauptlieferanten oder zu einem anderen Auftragsfertiger von FRIWO, was sich maßgeblich auf die Geschäftsentwicklung von FRIWO auswirken könnte.
Ein Risiko für FRIWO stellt nach wie vor die Dynamik der Lohnkosten in China dar. Auch 2011 wurden die gesetzlichen Mindestlöhne signifikant erhöht. Dies führte für FRIWO zu Mehrkosten durch erhöhte Einkaufspreise für extern hergestellte Fertiggeräte. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft regelmäßige Lohnerhöhungen in China zu bewältigen sind. Hierbei ist nicht gesichert, dass FRIWO die Mehrkosten durch Anpassung der Verkaufspreise ohne Zeitverzug an die Kunden weitergeben kann.
Wettbewerbsrisiken
Der FRIWO-Konzern hat ein breites Kunden- und Produktportfolio. Bei einigen Kunden ist FRIWO insgesamt oder für einzelne Produktgruppen Alleinlieferant. So generierte der Konzern 2011 mit einem Großkunden allein rund 24 Prozent des Jahresumsatzes. Einzelne Kunden haben begonnen, diese Abhängigkeiten durch den Aufbau von Alternativlieferanten langfristig zu reduzieren. Sollten diese Kunden den Aufbau einer Mehrlieferanten-Strategie verstärkt vorantreiben, könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns auswirken.
Ausfallrisiken
FRIWO musste 2011 einzelne Forderungen wertberichtigen. Trotz großer Sorgfalt bei der Auswahl der Neukunden können in Zukunft Forderungsausfälle grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Für eine spezifische überfällige Forderung gegenüber einem Kunden wurde im Abschluss eine angemessene Risikovorsorge getroffen.
Zur Steuerung des Kreditrisikos des zum Bilanzstichtag gegenüber den FRIWO-Kunden ausgewiesenen Forderungsbestands wird auf die Angabe unter Ziffer 23 und Ziffer 31 des Konzernanhangs verwiesen.
Liquiditätsrisiken
Die Staatsschuldenkrise im Euroraum hat zu einer stark erhöhten Unsicherheit und Volatilität an den Finanzmärkten geführt. Die Banken haben ihre restriktive Kreditvergabepolitik weitgehend beibehalten oder sogar verstärkt, da die Refinanzierung der europäischen Banken trotz einer anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank verteuert wurde. Dies schlug sich vielfach in erhöhten Finanzierungskosten für die Kreditnehmer nieder. Diese Entwicklung kann den finanziellen Handlungsspielraum der Unternehmen einschränken.
Bei einem Fortbestehen der restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditwirtschaft ist nicht ausgeschlossen, dass davon auch FRIWO betroffen ist.
Einzelne Kreditfazilitäten von FRIWO beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer in Zukunft eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung liegen aber nicht vor.
Rechtsrisiken
FRIWO ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Lieferungen, Produkthaftung, Produktmängel oder Qualitätsprobleme. Derzeit sind aus diesen Bereichen keine Verfahren anhängig, die nach Auffassung des Vorstands wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben könnten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass künftige Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns haben könnten.
Unverändert ist ein Verfahren über die Zahlung eines Ausgleichsbetrages anhängig, das ein ehemaliger ausländischer Handelsvertreter von FRIWO angestrengt hat. Nachdem FRIWO dieses Verfahren erstinstanzlich gewonnen hatte, hat der Kläger das Verfahren in zweiter Instanz wieder aufleben lassen. FRIWO sieht sich in einer guten Rechtsposition und geht daher nach aktuellem Kenntnisstand nicht von einer Inanspruchnahme aus diesem Verfahren aus. Es kann jedoch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass ein Richterspruch in diesem Verfahren zu Lasten von FRIWO die Ertragslage einmalig belasten wird.
Zinsrisiko
Die Zinsrisiken des FRIWO-Konzerns resultieren hauptsächlich aus kurzfristigen Finanzschulden und aus einem langfristigen Darlehen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurden entsprechende Zinsswaps mit mehrjähriger Laufzeit abgeschlossen. Durch diese Zinsswaps wird im Jahr 2011 und in den Folgejahren ein Teil der ursprünglichen variablen Zinszahlungen in eine Festzinszahlung umgewandelt. Die Zinsswaps unterliegen während der Laufzeit einem Marktwertänderungsrisiko.
Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns
Zum heutigen Datum liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die FRIWO AG gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns zu beschreiben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. FRIWO versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
| • | zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| • | zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| • | zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken aus unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Über eine klar definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.
Die wesentlichen Geschäftsprozesse der Gruppe werden regelmäßig auf ihre Risikorelevanz in Bezug auf die Rechnungslegung überprüft. Alle als risikorelevant identifizierten Prozesse sind konzernweit in verbindlich anzuwendenden Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden mindestens einmal jährlich an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.
Bei den Rechnungslegungsprozessen erachtet FRIWO jene Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| • | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess; |
| • | Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften; |
| • | präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen; |
| • | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten im Konzern und seinen Tochtergesellschaften sicherstellen; |
| • | Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch durch interne Revisionstätigkeiten. |
Mitarbeiter
Entwicklung der Mitarbeiterzahl
Die FRIWO-Gruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2011 insgesamt 322 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist eine leichte Reduzierung um 11 Personen gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres (333 Personen).
Nachdem im Vorjahr das starke Wachstum den Aufbau des Personalstammes insbesondere am Stammsitz in Ostbevern erforderlich gemacht hatte, standen im Berichtsjahr Effizienzsteigerungen in zahlreichen Kernprozessen im Fokus. Dies hatte die Konsolidierung des Personalstandes in produktionsnahen Bereichen sowie in der Verwaltung zur Folge.
Die Organisation der Tochtergesellschaft in China wurde durch den Aufbau einer Person weiter gestärkt.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 waren im Inland 247 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2010: 261) in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung beschäftigt. Der Personalstand im Ausland (China, Frankreich, Japan) belief sich zum Bilanzstichtag auf 75 Personen (31. Dezember 2010: 72).
Unternehmensleitbild der FRIWO-Gruppe
Das im Jahr 2010 erarbeitete Unternehmensleitbild wurde im Berichtsjahr noch intensiver in der täglichen Zusammenarbeit verankert. Dies zeigt sich insbesondere in einer neu eingeführten Personalbewertungsmethodik. Damit wird für Führungskräfte und alle Mitarbeiter zum Ausdruck gebracht, dass das Leitbild das Fundament der täglich gelebten FRIWO-Kultur darstellt.
Mitarbeiterförderung
Fortbildung
Der nachhaltige Unternehmenserfolg der FRIWO-Gruppe kann nur mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sicher gestellt werden. Daher hat die Fortbildung konzernweit einen hohen Stellenwert. Die Fortbildung hat zum Ziel, die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken und dadurch einen Beitrag zu hoher Arbeitsqualität und Effizienz der Prozesse zu leisten. Auch im Geschäftsjahr 2011 fanden kontinuierlich Fortbildungsmaßnahmen statt.
Projekt Beruf und Familie
Bedeutendes Element zur Bindung der wichtigen Fachkräfte an das Unternehmen ist die Vereinbarkeit von beruflichen Aufgaben mit dem familiären Umfeld. Im Geschäftsjahr 2011 wurde das bereits in 2007 initiierte und durch die Hertie-Stiftung zertifizierte Projekt „Beruf und Familie“ neu ausgerichtet, um künftig den gesellschaftlichen Veränderungen noch besser Rechnung tragen zu können.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht gibt gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft und des Konzerns. Die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG beschloss am 3. Mai 2011, dass die Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 unterbleiben werden.
Zu den Einzelheiten der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG wird auf die Ziffer 34 des Konzernanhangs und auf Ziffer 14 des Anhangs der FRIWO AG verwiesen.
Vorstandsvergütung
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Er hat sicherzustellen, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage des Unternehmens steht und sich in einem üblichen Rahmen bewegt. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur der FRIWO AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Möglichkeit, das Vorstandsvergütungssystem durch die Hauptversammlung billigen zu lassen, nutzt FRIWO derzeit nicht.
Die Vergütung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: einer festen Vergütung, einem variablen Teil und einem Beitrag zur Altersversorgung. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Teil ist von der Erreichung bestimmter finanzieller und qualitativer Ziele abhängig. Diese Ziele werden jährlich neu vereinbart und enthalten sowohl auf das Geschäftsjahr bezogene als auch mehrjährige Ziele. Für außergewöhnliche Entwicklungen ist eine Begrenzung der variablen Vergütung vorgesehen.
Zusätzlich erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus eine Sondervergütung festsetzen und hat überdies die Möglichkeit, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Aktienoptionen zuzuteilen. Derzeit bestehen kein Stock-Option-Programm oder vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung.
Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 18 der Satzung der FRIWO AG.
Entwicklung
Die Entwicklungsaktivitäten sind ein wesentlicher Baustein der Innovationskraft von FRIWO. Im Berichtsjahr lagen die Schwerpunkte im Wesentlichen auf dem Design neuer innovativer Plattformen und Lösungen für zukunftsträchtige Marktfelder wie LED-Lichtsysteme, High Power sowie Schnell-Ladetechnik.
Des weiteren waren die Aktivitäten im Entwicklungsbereich auch in 2011 durch die Umsetzung zweier Richtlinien sehr stark geprägt: zum einen die ErP-Richtlinie (Energy Related Products Directive) der EU für externe Stromversorgungen, die seit April 2011 gültig ist, und zum anderen die überarbeitete Sicherheitsnorm für Stromversorgungen für Medizinprodukte, die im Juni 2012 in Kraft tritt.
Im Rahmen der Optimierung der Wirkungsgradwerte sowie der Leerlaufverluste wurden im Berichtsjahr neue Meilensteine bezüglich niedriger Leerlaufverluste erzielt. Der Richtwert bei der oben beschriebenen Norm liegt bei 0,3 Watt. Je nach Anwendung kann FRIWO Stromversorgungen designen, deren Leerlaufverlustleistung bei einem Zehntel der Norm (0,03 Watt) liegt.
Bei der Überarbeitung der Sicherheitsnorm für Medizingeräte (dritte Ausgabe) wird erstmals zwischen Patientenbereichen und Bedienpersonal sicherheitstechnisch unterschieden. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die notwendigen Luft- und Kriechstrecken sowie die erlaubten Temperaturen, z.B. am Gehäuse der Stromversorgung. Aus diesem Grund wurden sowohl die Gerätefamilien als auch die kundenspezifischen Stromversorgungen überarbeitet und den Zulassungsbehörden vorgestellt. Aufgrund der Vielfalt des Portfolios ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen. Bei den kundenspezifischen Stromversorgungen steht FRIWO mit den Kunden in einem engen Dialog mit Blick auf weitere Anwendungspotenziale.
Das FRIWO-Produktportfolio wurde 2011 in Bezug auf höhere Ausgangsleistungen und LED-Stromtreiber erweitert. Nachdem im Vorjahr 150 Watt-Stromversorgungen für medizinische Anwendungen entwickelt worden waren, wurden im Berichtszeitraum Geräte bis 250 Watt (24 Volt/10 Ampere) entwickelt und in die Pilotfertigung überführt. Auch konnten bereits erste Kunden mit entsprechenden Serien-Mustern beliefert werden.
Die LED-Stromtreiber umfassen einen Leistungsbereich von 10 bis 60 Watt, die 2011 in die Pilotfertigung überführt wurden. Für den 100-Watt-Bereich wurde die Entwicklung gestartet. Diese Stromtreiber sind Teil eines modularen Baukastensystems, so dass sie zusammen mit speziell entwickelten Steuergeräten zur Helligkeitsregulierung eingesetzt (oder kombiniert) werden können. Die Steuergeräte sind kompatibel mit dem DALI (Digital Addressable Lighting Interface) Protokoll. Hierbei handelt es sich um ein Protokoll, das als Bussystem (digitale Steuerung) speziell für Lichtanwendungen eingesetzt wird.
Umweltbericht
Der Schutz der Umwelt mit Hilfe des Umweltmanagementsystems DIN EN ISO 14001 ist bei FRIWO bereits seit langem implementiert. Ziel ist es, innerhalb der Wertschöpfungskette die natürlichen Ressourcen zu schonen und umweltrelevante Maßnahmen von vornherein in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. Die Erreichung dieses Ziels erfordert die permanente Überwachung aller Maßnahmen und deren kontinuierliche Verbesserung. Durch ein effektives Umweltmanagement können Entwicklungs- und Produktionskosten verringert werden. In diesem Zusammenhang arbeitet FRIWO federführend im Vorstandskreis Energie-Effizienz des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) mit.
Die europäische Kommission hat im Juli 2005 die EuP-Rahmenrichtlinie (2005/32/EG – Energy using products) verabschiedet. Diese regelt die Anforderungen an eine umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte. Durch die Vorgabe allgemeiner und spezifischer Ökodesign-Anforderungen soll die Umweltverträglichkeit vieler Produkte durch die Steigerung der Energieeffizienz verbessert werden. Im Jahr 2009 erfolgte eine Neufassung der Ökodesignrichtlinie, die seitdem auch Produkte erfasst, durch deren Nutzung der Verbrauch von Energie beeinflusst wird wie zum Beispiel Fenster oder Wasserhähne (2009/125/EG – Energy related products). Speziell für Netzteile werden die Ökodesign-Anforderungen in der Verordnung (EG) 278/2009 geregelt. Hier werden die Anforderungen an die Leerlaufleistungsaufnahme sowie die Effizienz während des Betriebs geregelt. Die Einführung der Richtlinie erfolgte zweistufig: Nach Abschluss des ersten Schrittes im Vorjahr folgte im April 2011 der zweite Schritt mit einer Verschärfung der Anforderungen. FRIWO hat sichergestellt, dass alle FRIWO-Produkte die Anforderungen der zweiten Stufe erfüllen oder sogar übertreffen.
Die europäische Verordnung 1907/2006 „REACH” (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals), die seit Juni 2007 in Kraft ist, betrifft die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Die Verordnung richtet sich an jeden Erzeuger und Nutzer von Chemikalien, die verwendeten Chemikalien hinsichtlich Verwendungs- und Einsatzzweck testen, dokumentieren und registrieren zu lassen. Die Beweislast für die vorzulegenden Daten (Unbedenklichkeit, Toxizität, Abbaubarkeit, Gefahren etc.) liegt dabei auf Seiten der Erzeuger und Nutzer und damit nicht mehr bei den Behörden. Die erste Phase der Umsetzung der Verordnung wurde zum Jahresende 2008 abgeschlossen: Seit dem 1. Juni 2009 werden von den Unternehmen Materialien für die „Liste der zulassungspflichtigen Stoffe“ vorgeschlagen. Von 2013 bis 2018 sollen alle zulassungspflichtigen Materialien registriert werden. FRIWO bezieht alle Lieferanten in die Umsetzung der Verordnung eng ein.
Die RoHS-Richtlinie („Restriction of certain Hazardous Substances“, 2011/65/EU) existiert seit dem 1. Juli 2006 und ist 2011 verschärft worden. Sie dient der Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten.
Die Fassung von 2011 fordert eine CE-Kennzeichnung für entsprechende Produkte; sie ist spätestens ab dem 3. Januar 2013 europaweit anzuwenden. Die Umsetzung erfolgt durch das ElektroG, das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten vom 16. März 2005. Die neue EU-Richtlinie ist noch von den nationalen Gesetzgebern in nationales Recht umzusetzen.
Chancen- und Prognosebericht
Konjunkturelle Rahmenbedingungen
Konjunkturexperten rechneten zu Jahresbeginn 2012 übereinstimmend mit einem Abschwung der Weltwirtschaft. Im Verlauf des zweiten Halbjahres 2011 wurden die gesamtwirtschaftlichen Projektionen ausnahmslos nach unten korrigiert, insbesondere für die Euro-Zone. Die Gefahr des Abgleitens der Weltwirtschaft in eine Rezession sehen die Experten jedoch nicht.
Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) sieht neben der nach wie vor schwelenden Staatsschuldenkrise in Europa und den daraus resultierenden Vertrauensverlusten von Unternehmen, Verbrauchern und Anlegern weitere relevante Krisenfaktoren: die nach wie vor verhaltene Konjunktur in den ebenfalls hochverschuldeten Vereinigten Staaten, die Notwendigkeit in vielen Schwellenländern, die richtige Balance zwischen kurzfristigem Wirtschaftsboom und langfristiger Stabilität zu finden, sowie wachsende protektionistische Tendenzen. Vor diesem Hintergrund geht das IfW von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent im Jahr 2012 aus.
Für das Euro-Währungsgebiet schwankten die Projektionen für das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2012 in einer Bandbreite von -0,4 und +1,0 Prozent. Die Entwicklung innerhalb des Währungsraumes wird demnach weiterhin sehr heterogen sein: Zumindest weite Teile der Euro-Zone, darunter große Volkswirtschaften wie Spanien, Italien oder Frankreich, wurden am Jahreswechsel 2011/2012 am Rande einer Rezession gesehen. Dagegen dominierte in Deutschland der Optimismus, sich auch im Jahr 2012 positiv von den Nachbarländern abzuheben. Dabei deuteten die Stimmungsindikatoren auf eine Grundzuversicht der deutschen Unternehmen hin: Nicht nur Schlüsselindustrien wie die Automobilbranche, die Elektroindustrie oder der Maschinen- und Anlagenbau gehen 2012 von steigender Produktion und wachsenden Umsätzen ihrer Mitgliedsunternehmen aus.
Quellen:
• Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Weltkonjunktur mit geringer Dynamik, Medieninformation 20. Dezember 2011
• Europäische Zentralbank (EZB); Monatsbericht Dezember 2011
• Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2011
• Börsen-Zeitung, 4. Januar 2012
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Die deutsche Elektroindustrie ist nach den beiden guten Jahren 2010 und 2011 auch für das Jahr 2012 optimistisch. Der Branchenverband ZVEI ging von einem weiteren Umsatzwachstum um rund 5 Prozent auf dann etwa 190 Mrd. Euro aus, was ein Rekordwert wäre. Neun von zehn Unternehmen bewerteten demnach zu Jahresbeginn ihre Situation als gut oder stabil.
Der ZVEI sieht nicht zuletzt deswegen gute langfristige Wachstumschancen für die Branche, weil globale Herausforderungen wie mehr Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz oder die Entwicklung von Infrastruktur ohne die Technologien der Elektroindustrie nicht zu meistern seien.
Quellen:
• ZVEI-Presseinformationen, 15. Dezember 2011 und 10. Januar 2012
• Frankfurter Allgemeine Zeitung: Elektroindustrie mit Umsatzrekord, 16. Dezember 2012
Strategische Ziele und Schwerpunkte
Das Jahr 2011 verlief für FRIWO heterogen: Sehr gute Vertriebserfolge in vielen Kundensegmenten führten zu teilweise zweistelligem Umsatzwachstum; diese Entwicklung wurde jedoch im zweiten Halbjahr vom schwachen Bestellverhalten von wenigen Großkunden überschattet. Da diese Entwicklungen als vorübergehende Tendenzen, nicht jedoch als nachhaltig wirkende Veränderungen des Marktes zu sehen sind, wird die grundsätzliche Konzernausrichtung auch für die Folgejahre in den bearbeiteten Marktsegmenten unverändert beibehalten.
Mit dem Ziel der breiteren Marktbearbeitung in Europa hat FRIWO im Berichtsjahr einen neuen Schritt in den französischen Markt getan. So wurde durch die Einrichtung einer zunächst kleinen lokalen Vertriebsorganisation die Grundlage für einen eigenständigen Marktauftritt in Frankreich geschaffen. Im Erfolgsfall sind ein Ausbau der Kapazitäten in Frankreich sowie weitere vergleichbare Schritte in anderen europäischen Kernmärkten geplant.
Einen besonderen Fokus legt FRIWO auf Produktinnovationen: Erste Projekterfolge konnten in strategisch wichtigen Produktbereichen wie zum Beispiel Stromversorgungen für LED-Lichttechnik, Medizintechnik und Gebäudetechnik erreicht werden. Aber auch in weiteren Bereichen wie der Schnell-Ladetechnik mit optimierten Ladern für verkürzte Ladezyklen, High Power mit Leistungen zum Teil deutlich über 100 Watt und bei induktiven Lösungen wurden große Fortschritte gemacht. Der Vorstand wertet die positiven Marktreaktionen als Bestätigung dafür, dass der eingeschlagene Weg, die Kernkompetenzen im Bereich der Forschung und Entwicklung weiter auszubauen und zu fördern, ein zentraler Erfolgsfaktor für den Konzern ist.
Die bereits im Vorjahr intensiv vorbereitete Zertifizierung des Unternehmens nach der für die Automobilindustrie wichtigen Norm ISO/TS16949 wurde 2011 mit Erfolg abgeschlossen. Die Prozesse von FRIWO sind somit nach ISO/TS16949 zertifiziert. Dies belegt den hohen Anspruch des Konzerns an Zuverlässigkeit und Qualität und bietet die Chance, die Geschäftsbeziehungen zu den deutschen Automobilzulieferern, für die FRIWO als Auftragsfertiger fungiert, zu intensivieren.
Nachdem das Wachstum des Geschäftsvolumens einen nicht unerheblichen Aufbau der Organisation erfordert hatte, konnten die Strukturen 2011 in Teilbereichen durch Verbesserungen der Effizienz wichtiger Prozesse verschlankt werden. Gleichzeitig wurden die Prozesse noch besser aufeinander abgestimmt. FRIWO geht insofern mit einer schlanken und effizienten Organisation in das Geschäftsjahr 2012.
Der Markt für Stromversorgungen ist nach wie vor ein attraktiver langfristiger Wachstumsmarkt, dessen Zukunft von einer stetig zunehmenden Zahl elektrischer Applikationen untermauert wird. Der Vorstand sieht den FRIWO-Konzern in einer guten Marktposition, die - verbunden mit einer klaren und konsequent umgesetzten Strategie - eine gute Plattform für die Gewinnung weiterer Marktanteile in den relevanten Marktsegmenten darstellt. In den kommenden Jahren wird daher der weitere Ausbau der Kernkompetenzen von FRIWO - insbesondere im technologischen Bereich mit Blick auf das Ziel Innovationsführerschaft - einen strategischen Schwerpunkt darstellen.
Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung
Ausgehend von einer gefestigten Marktposition und einer klaren strategischen Ausrichtung bieten sich dem Konzern sehr gute Wachstumsmöglichkeiten. Die Erfolge des Jahres 2011 haben gezeigt, dass durch Margenverbesserungen und gute Kostenkontrolle deutliche Schritte in die nachhaltige Profitabilität erreicht werden konnten. Hier sieht der Vorstand auch für die Zukunft weiteres Potenzial.
Für die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sind allerdings nicht nur die allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Bedeutung, sondern auch einige dem Geschäftsmodell von FRIWO immanente geschäftstypische Risiken, die für den Konzern nur schwer einschätzbar sind und die gar nicht oder nur eingeschränkt beeinflusst werden können.
So fakturiert FRIWO einen hohen Anteil seiner Umsätze in US-Dollar, dies begründet grundsätzlich eine Abhängigkeit vom Wertverhältnis des Euro zum US-Dollar. Da die Volatilität des US-Dollar-Kurses zugenommen hat, sind Prognosen und darauf aufbauende Planungen und Sicherungsmaßnahmen mit entsprechend höheren Unsicherheiten behaftet.
Zu den langfristig den Geschäftserfolg potenziell erheblich beeinflussenden externen Parametern zählen auch weiterhin die Lohnkosten in China und die Marktpreise der eingesetzten Rohstoffe (Kupfer, Öl).
Die hier genannten unsicheren Faktoren könnten das geplante nachhaltige Wachstum von Umsatz und Ergebnis kurz-, mittel- und auch langfristig limitieren.
In den konkreten Konzernplanungen für das Jahr 2012 geht der Vorstand unter Würdigung aller zum Abschlussstichtag bekannten Fakten und Rahmenbedingungen von einem moderaten Umsatzwachstum aus.
Darauf aufbauend wurden langfristige Umsatzwachstumsziele ebenfalls für die Folgejahre gesteckt.
Um den geplanten Wachstumspfad des Konzerns auch langfristig unabhängig gestalten zu können, strebt der Vorstand eine EBIT-Rendite im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich an. Daher ist für 2012 und die Folgejahre einhergehend mit dem Umsatzwachstum das Ziel der weiteren Verbesserung der Ertragssituation verbunden. Die 2011 erfolgten Schritte zur Verbesserung der Margen- und Kostenstruktur werden weiter intensiviert, ebenso liegt weiterhin ein besonderer Fokus auf Prozessverbesserungen z.B. in der Kommunikationskette mit Kunden und Lieferanten.
Nachdem es 2011 gelungen ist, wieder einen positiven Netto-Cashflow zu generieren, geht der Vorstand auch für 2012 und die Folgejahre durch weitere Optimierungen des Umlaufvermögens von positiven Netto-Cashflows aus.
Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2012 nicht wesentlich verschlechtern werden und dass keine unvorhergesehenen negativen Effekte aus der europäischen Staatsschuldenkrise eintreten.
Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.
Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
In seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben:
„Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt.“
Ostbevern, 20. Februar 2012
FRIWO AG
Der Vorstand
Konzernabschluss
Inhaltsübersicht
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Bilanz
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernanhang
(1) Informationen zum Unternehmen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
(2) Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS
(3) Grundlagen der Abschlusserstellung
(4) Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO
(5) Konsolidierungsgrundsätze
(6) Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(7) Währungsumrechnung
(8) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(9) Konsolidierungskreis
(10) Nicht fortgeführte Geschäftsbereiche (Discontinued Operations)
Segmentberichterstattung
(11) Segmentberichterstattung
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(12) Umsatzerlöse
(13) Vertriebskosten
(14) Allgemeine Verwaltungskosten
(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge
(16) Finanzergebnis
(17) Ertragsteuern
(18) Ergebnis je Aktie
Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung
(19) Forschungs- und Entwicklungskosten
(20) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterungen zur Bilanz
(21) Anlagevermögen
(22) Vorräte
(23) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
(24) Zahlungsmittel
(25) Eigenkapital
(26) Rückstellungen für Pensionen
(27) Sonstige Rückstellungen
(28) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
Weitere Anhangangaben
(30) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
(31) Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente
(32) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten
(33) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
(34) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
(35) Honorar des Abschlussprüfers
(36) Anteilsbesitz
(37) Angaben zur Corporate Governance-Erklärung
(38) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
Fortgeführte Bereiche
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| in TEuro | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (12) | 98.115 | 97.491 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | -87.557 | -87.633 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 10.558 | 9.858 | |
| Vertriebskosten | (13) | -4.987 | -4.738 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (14) | -4.294 | -4.690 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (15) | -2.675 | -5.103 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (15) | 2.755 | 5.328 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 1.357 | 655 | |
| Zinsertrag | (16) | 10 | 16 |
| Zinsaufwand | (16) | -680 | -436 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) der fortgeführten Bereiche | 687 | 235 | |
| Ertragsteuern | (17) | -267 | -218 |
| Ergebnis der fortgeführten Bereiche (nach Steuern) | 420 | 17 |
Nicht fortgeführte Bereiche
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| in TEuro | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis der nicht fortgeführten Bereiche (nach Steuern) | (10) | 0 | -1.877 |
Konzernergebnis
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| in TEuro | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis der fortgeführten und nicht fortgeführten Bereiche (nach Steuern) | 420 | -1.860 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) | (18) | ||
| aus fortgeführten Bereichen | 0,05 | 0,00 | |
| aus fortgeführten und nicht fortgeführten Bereichen | 0,05 | -0,24 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2011
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| in TEuro | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 420 | -1.860 | |
| Unrealisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen | (26) | -47 | -98 |
| Latente Steuern | (17) | 14 | 30 |
| Nettoergebnis aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen | -33 | -68 | |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen | 30 | 46 | |
| Nettoergebnis aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen | 30 | 46 | |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges) | -202 | -149 | |
| Ergebniswirksame Umgliederung realisierter Gewinne/Verluste | 0 | 39 | |
| Latente Steuern | (17) | 61 | 33 |
| Nettoergebnis aus Cashflow Hedges | -141 | -77 | |
| Summe der im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Wertänderungen | -144 | -99 | |
| Gesamtergebnis | 276 | -1.959 |
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011
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| in TEuro | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 420 | -1.860 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung der Geschäftseinheit FMP | (10) | 0 | 1.877 |
| Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand | (17) | 267 | 218 |
| Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis | 670 | 420 | |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | (21) | 2.149 | 2.029 |
| Veränderung der Rückstellungen | -359 | -87 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 1 | -7 | |
| Veränderung der Vorräte | (22) | 295 | -7.566 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | (23) | 2.946 | -1.777 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | (29) | -1.789 | 2.782 |
| Gezahlte Zinsen | -555 | -298 | |
| Erhaltene Zinsen | 10 | 16 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -122 | -210 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte | -20 | -95 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 3.913 | -4.558 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sach- anlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens | 2 | 72 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlage- vermögen | (21) | -162 | -75 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | (21) | -2.561 | -2.615 |
| Veräußerung der Geschäftseinheit FMP | (10) | 0 | -2.707 |
| Rückfluss der i.R.d. Veräußerung der Geschäftseinheit FMP hinterlegten Sicherheit in kurzfristige Kapitalanlagen (Tages- bzw. Monatsgelder) | 0 | 8.625 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.721 | 3.300 | |
| Gezahlte Dividenden | (25) | -1.925 | 0 |
| Aufnahme von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (28) | 0 | 5.000 |
| Aufnahme (im Vorjahr: Tilgung) von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) | (28) | 2.952 | -6.994 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.027 | -1.994 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | 2.219 | -3.252 | |
| Zahlungsmittel zum Jahresbeginn | (24) | 1.148 | 4.400 |
| Zahlungsmittel zum Jahresende | (24) | 3.367 | 1.148 |
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2011
Aktiva
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| in TEuro | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (21) | 305 | 395 |
| Sachanlagen | (21) | 9.412 | 8.705 |
| Latente Steuern | (17) | 641 | 476 |
| 10.358 | 9.576 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (22) | 16.044 | 16.339 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (23) | 4.901 | 7.460 |
| Sonstige Vermögenswerte | (23) | 1.946 | 2.333 |
| (davon Finanzinstrumente) | (1.783) | (1.982) | |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 0 | 6 | |
| Zahlungsmittel | (24) | 3.367 | 1.148 |
| 26.258 | 27.286 | ||
| Summe Aktiva | 36.616 | 36.862 | |
| Passiva | |||
| in TEuro | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Eigenkapital | (25) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 20.020 | 20.020 | |
| Kapitalrücklage | 2.002 | 2.002 | |
| Gewinnrücklagen | -13.028 | -9.244 | |
| Sonstige Rücklagen | -326 | -181 | |
| Konzernergebnis | 420 | -1.860 | |
| 9.088 | 10.737 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (28) | 5.000 | 5.000 |
| Rückstellungen für Pensionen | (26) | 2.536 | 2.534 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (27) | 949 | 1.016 |
| Latente Steuern | (17) | 273 | 209 |
| 8.758 | 8.759 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (27) | 161 | 283 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (28) | 3.963 | 1.011 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (29) | 11.354 | 12.194 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | (29) | 165 | 4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (29) | 3.127 | 3.874 |
| (davon Finanzinstrumente) | (2.890) | (3.763) | |
| 18.770 | 17.366 | ||
| Schulden | 27.528 | 26.125 | |
| Summe Passiva | 36.616 | 36.862 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2011
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| Sonstige Rücklagen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Versicherungs- mathematische Gewinne/ Verluste | Währungs- umrechnung |
Cashflow Hedges | Konzern- ergebnis |
Konzern- eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2010 | 20.020 | 2.002 | -9.260 | -74 | 20 | -27 | 15 | 12.696 |
| Ergebnisvortrag | 15 | -15 | 0 | |||||
| Gesamtergebnis | -68 | 46 | -77 | -1.860 | -1.959 | |||
| Stand am 31.12.2010 | 20.020 | 2.002 | -9.244 | -142 | 66 | -105 | -1.860 | 10.737 |
| Ergebnisvortrag | -1.860 | 1.860 | 0 | |||||
| Gesamtergebnis | -34 | 30 | -140 | 420 | 276 | |||
| Dividendenzahlung | -1.925 | -1.925 | ||||||
| Stand am 31.12.2011 | 20.020 | 2.002 | -13.028 | -176 | 96 | -246 | 420 | 9.088 |
Konzernanhang
Informationen zum Unternehmen (1)
Die FRIWO AG ist mit ihren Tochtergesellschaften ein international tätiger Anbieter hochwertiger Lade- und Netzgeräte für verschiedene Märkte und Branchen.
Die Anschrift lautet: FRIWO AG, Von-Liebig-Straße 11, 48346 Ostbevern.
Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der FRIWO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2011 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und im elektronischen Unternehmensregister hinterlegt.
Nach Auskunft der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG hielt deren Tochtergesellschaft, die Cardea Holding GmbH zum 31. Dezember 2011 82,91 Prozent der Aktien der FRIWO AG. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG einbezogen, der beim elektronischen Unternehmensregister hinterlegt wird.
Der Konzernabschluss der FRIWO AG wurde am 20. Februar 2012 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch den Vorstand).
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS (2)
Die FRIWO AG nimmt mit ihren Eigenkapitaltiteln an einem geregelten Markt innerhalb der Europäischen Union teil. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Daneben werden die in § 315a HGB normierten Anforderungen beachtet.
Grundlagen der Abschlusserstellung (3)
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Wir verweisen auf Ziffer (32).
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge auf Tausend Euro (T Euro) gerundet angegeben.
Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO (4)
Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Die wesentlichen Beurteilungen betreffen die Werthaltigkeit von Sachanlagen (wir verweisen auf die Ziffer (21)) sowie den Ansatz und die Höhe von Rückstellungen (wir verweisen auf die Ziffern (26) und (27)). Für die in Ziffer (30) aufgeführten Haftungsverhältnisse wurde die Einschätzung getroffen, dass es sich nicht um zu bilanzierende Verpflichtungen, sondern um Eventualverbindlichkeiten handelt.
Konsolidierungsgrundsätze (5)
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Das Geschäftsjahr aller konsolidierten Gesellschaften einschließlich der FRIWO AG entspricht dem Kalenderjahr.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften der fortgeführten Bereiche werden gegeneinander aufgerechnet. Die Umsätze, Zwischenergebnisse sowie alle übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden eliminiert.
Die Erstkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den FRIWO-Konzern übergeht.
Die Erträge und Aufwendungen erworbener Unternehmen sind jeweils ab der Kontrollerwerbung im Konzernabschluss enthalten. Im Falle einer Veräußerung sind Erträge und Aufwendungen bis zum Verlust der Kontrolle im Konzernabschluss enthalten.
Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)
Der Konzernabschluss von FRIWO zum 31. Dezember 2011 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2011 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls angewendet.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden.
In 2011 waren erstmalig die folgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen anzuwenden:
IAS 32 Änderung: Klassifikation von Eigenkapitalemissionen
Im Oktober 2009 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 32 “Finanzinstrumente: Darstellung.“ Die Änderung regelt die Bilanzierung bestimmter Eigenkapitalemissionen, die bei FRIWO nicht auftreten.
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Im November 2009 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“. Mit den Änderungen des IAS 24 wurde die Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen vereinfacht und die Angabepflichten für einem Staat nahestehende Unternehmen wurden verringert. Bei FRIWO haben die Änderungen keinen Einfluss auf die Angaben zu nahestehenden Personen.
IFRIC 14 Änderung zu Mindestdotierungspflichten gegenüber Pensionsfonds
Die Änderung des IFRIC 14 regelt die Bilanzierung vorfristiger Zahlungen auf Dotierungspflichten gegenüber Pensionsfonds und ist bei FRIWO nicht relevant.
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente
Die Interpretation erfasst die Bilanzierung bestimmter finanzieller Restrukturierungen, bei denen Schulden eines Unternehmens gegen Eigenkapitaltitel getauscht werden. Die Interpretation ändert die Bilanzierung von FRIWO nicht.
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
Im Januar 2010 veröffentlichte der IASB eine geringfügige Änderung des IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS“. Erstanwender sind demnach von den im März 2009 im Zuge der Änderungen des IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ eingeführten Anhangangaben befreit. FRIWO ist von den Änderungen nicht betroffen.
Improvements to IFRS 2010
Im Mai 2010 hat der IASB seinen dritten Omnibus-Standard „Improvements to IFRS“ veröffentlicht. Hierbei werden folgende kleinere und nicht dringende aber als notwendig erachtete Änderungen innerhalb des IFRS-Regelwerks vorgenommen:
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
Die neuen Regelungen zu IFRS 1 betreffen die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahr der Erstanwendung, die Neubewertungsbasis als angemessene Anschaffungskosten sowie die Verwendung angemessener Anschaffungskosten für Geschäftstätigkeiten, die der Preisregulierung unterliegen. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
Die Anpassungen des IFRS 3 betreffen
| • | Übergangsvorschriften für bedingte Gegenleistungen aus einem Unternehmenszusammenschluss, der vor dem Inkrafttreten des geänderten IFRS 3 stattfand |
| • | Einschränkungen des Wahlrechts zur Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss |
| • | Die Vereinheitlichung von Vorgaben für die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses |
Auswirkungen auf FRIWO haben sich hierdurch nicht ergeben.
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
Der Wesentlichkeitsvorbehalt in IFRS 7.34 bzgl. diverser Risikoangaben zu Finanzinstrumenten wird gestrichen. Zusätzlich werden die Anforderungen an quantitative Angaben geändert (IFRS 7.36) und die geforderten Angaben nach IFRS 7.36d und 7.37c entfallen ersatzlos. Im Konzernabschluss von FRIWO haben diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Angaben zu Finanzinstrumenten.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
Die Unternehmen erhalten das Wahlrecht die Überleitungsrechnung aller Bestandteile des sonstigen Ergebnisses vom Anfangs- zum Endbestand entweder wie bisher in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder zukünfig im Anhang darzustellen. FRIWO hat die Darstellung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung beibehalten.
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse
Diese Anpassung betrifft Übergangsbestimmungen für Folgeänderungen infolge der Änderungen an IAS 27. FRIWO ist von diesen Regelungen nicht betroffen.
IAS 34 Zwischenberichterstattung
Der IASB hat Leitlinien entwickelt, um zu veranschaulichen, wie die Angabevorschriften des IAS 34 in der Praxis umzusetzen sind. Zudem wurden die Angabevorschriften erweitert. FRIWO berücksichtigt diese Änderungen in der Zwischenberichterstattung.
IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme
Die Änderung betrifft eine Klarstellung zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Prämienansprüchen. Für den Konzernabschluss von FRIWO hat dies keine Auswirkungen, da FRIWO derzeit kein Kundenbindungsprogramm im Sinne des IFRIC 13 betreibt.
Ab dem Geschäftsjahr 2012 hat FRIWO die Änderungen an den folgenden IFRS Standards zu beachten:
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
Im Oktober 2010 veröffentlichte der IASB Änderungen an IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“.
Die Änderungen betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte und sollen den Bilanzadressaten ein besseres Verständnis der Auswirkungen der beim Unternehmen verbleibenden Risiken ermöglichen. FRIWO wird die erweiterten Angabepflichten zukünftig beachten.
IAS 12 Ertragsteuern
Im Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung an IAS 12 „Ertragsteuern“ veröffentlicht. Die Änderung enthält eine Klarstellung zur Behandlung temporärer Differenzen im Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“.
Auswirkungen auf den Konzernabschluss von FRIWO werden sich aus heutiger Sicht hieraus nicht ergeben. Bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung stand die Übernahme in EU-Recht noch aus.
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
Durch die Änderung werden bisher bestehende Verweise auf das Datum 1. Januar 2004 durch einen Verweis auf den Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS ersetzt. Daneben werden Regeln für jene Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen aufgrund von Hyperinflation nicht in der Lage ist, allen Vorschriften der IFRS gerecht zu werden. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen. Bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung stand die Übernahme in EU-Recht noch aus.
Bei den folgenden – überwiegend ab dem Geschäftsjahr 2013 anzuwendenden – neuen oder geänderten Standards und Interpretationen steht die Anerkennung (endorsement) durch die EU ebenfalls noch aus.
IFRS 9 Finanzinstrumente
Im November 2009 hat der IASB den Standard zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten verabschiedet. Der Standard ist Teil der umfassenden IASB - Projektes zum Ersatz des IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung. In der verabschiedeten Fassung sollen finanzielle Vermögenswerte künftig im Wesentlichen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Ergänzend ist ein nicht reversibles Fall-zu-Fall Wahlrecht zur ergebnisneutralen Zeitwertbilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten vorgesehen. Die Kategorisierung von Finanzinstrumenten wird bei Zugang vorgenommen und darf später nicht geändert werden. Weiter enthält der Standard damit verbundene Regelungen wie z.B. zu eingebetteten Derivaten, der Fair Value Option und Wertminderungen / Wertaufholungen. Im Oktober 2010 hat der IASB IFRS 9 „Finanzinstrumente“ erneut herausgegeben, in den neue Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen und die Vorschriften für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ übernommen wurden.
FRIWO untersucht die Auswirkungen des Standards auf den Konzernabschluss und beobachtet in diesem Zusammenhang die weitere Entwicklung des gesamten Projektes zur Neuregelung des IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.
Im Dezember 2011 hat der IASB die Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 9 „Finanzinstrumente“ vom 01. Januar 2013 auf den 01. Januar 2015 verabschiedet.
IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
IAS 27 Separate Abschlüsse (geändert 2011)
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011)
Im Mai 2011 hat der IASB die o. g. neuen und überarbeiteten Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen herausgegeben.
IFRS 10 führt die Konsolidierungsvorschriften des bisherigen IAS 27 „Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS“ sowie des SIC-12 „Konsolidierung - Zweckgesellschaften“ unter dem nun einheitlich maßgeblichen Konzept der Beherrschung des Tochterunternehmens zusammen. Beherrschung im Sinne des neuen Konzepts umfasst neben der Bestimmungsmacht, die Existenz variabler Rückflüsse sowie die Möglichkeit einer Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch die Ausübung der Bestimmungsmacht durch das Mutterunternehmen.
IFRS 11 befasst sich mit der Einbeziehung von gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Konzernabschluss und ersetzt die bisherigen Regelungen in IAS 31 „Anteile an Joint Ventures“ und SIC-13 „Gemeinschaftlich geführte Einheiten“. Die bedeutsamste Änderung betrifft die Abschaffung der Möglichkeit, die Quotenkonsolidierung bei der Bilanzierung von gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen anzuwenden. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sind künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren.
IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabevorschriften zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen gemeinsamen Standard zusammen.
In IAS 27 bleiben die Vorschriften für separate Abschlüsse unverändert. Die anderen Teile von IAS 27 werden durch IFRS 10 ersetzt.
Der geänderte IAS 28 enthält Folgeänderungen, die sich aus der Veröffentlichung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 ergeben.
Auf den Konzernabschluss von FRIWO haben diese Änderungen derzeit keinen Einfluss.
IFRS 13 Fair Value Measurement
Der IASB hat im Mai 2011 IFRS 13 „Fair Value Measurement“ veröffentlicht. In dem neuen Standard werden die Regelungen aus verschiedenen aktuellen IFRS-Verlautbarungen, wie eine Fair Value Bewertung vorzunehmen ist und welche Angaben in diesem Zusammenhang offenzulegen sind, vereinheitlicht und zusammengefasst. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
Im Juni 2011 hat der IASB eine geänderte Fassung von IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Regelungen zur Bilanzierung von leistungsorientierten Plänen. Unter anderem sind zukünftig die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ausschließlich im sonstigen Gesamtergebnis zu erfassen. Des Weiteren wurden die Anhangangaben erweitert. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
Ebenfalls im Juni 2011 hat der IASB Änderungen an IAS 1 „Darstellung des Abschlusses veröffentlicht, die zu einer neuen Gruppierung des sonstigen Ergebnisses (other comprehensive income) führen. Zukünftig sind Posten, die später, beispielsweise bei Ihrer Ausbuchung oder Glattstellung, in das Periodenergebnis umgegliedert werden könnten (sog. recycling) getrennt von den Posten darzustellen, bei denen kein recycling erfolgen wird. FRIWO wird diese neue Gruppierung bei der Darstellung des sonstigen Ergebnisses berücksichtigen.
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine
Die im Oktober 2011 veröffentlichte Interpretation enthält Regelungen zur Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Rahmen der sog. Produktionsphase im Tagebau. FRIWO ist von diesen Regelungen nicht betroffen.
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
Im Dezember 2011 hat der IASB eine Ergänzung zu IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“ veröffentlicht, welche die Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten klarstellt. Diese Ergänzung soll Inkonsistenzen der praktischen Handhabung bei der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beseitigen.
In diesem Zusammenhang wurde eine Ergänzung zum IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ bezüglich Saldierung von Finanzinstrumenten gemacht. Auf den Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss haben.
Währungsumrechnung (7)
Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Dies entspricht der Berichtswährung der FRIWO AG.
Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 21 (‚The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates') nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Die Bilanzen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Gesellschaften im Ausland entspricht daher der jeweiligen Landeswährung. Die bei der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Währungsumrechnung liegen die folgenden Wechselkurse zugrunde:
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| Stichtag | Durchschnitt | |||
|---|---|---|---|---|
| in Fremdwährung | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| China (CNY) | 8,1588 | 8,8220 | 8,9960 | 8,9746 |
| Hong Kong (HKD) | 10,0510 | 10,3856 | 10,8362 | 10,3027 |
| Japan (JPY) | 100,2000 | 108,6500 | 110,9600 | 116,3000 |
| USA (USD) | 1,2939 | 1,3362 | 1,3920 | 1,3262 |
Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (8)
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Als Umsatzerlöse werden die Lieferungen und Leistungen der zum Jahresende zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften – bereinigt um Innenumsätze, Kundenskonti, Rabatte und Boni – erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Erzeugnisse und Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht wurden und die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.
Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbsterstellten Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 (‚Inventories') neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Materialkosten und den Fertigungslöhnen auch sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbezogenen Abschreibungen.
Weiterhin werden unter dieser Position die produktbezogenen Entwicklungs- und Logistikkosten ausgewiesen.
Die Entwicklungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Voraussetzungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38.57 werden nicht erfüllt. FRIWO schafft keine immateriellen Vermögenswerte, da sich die Entwicklungsarbeit im Wesentlichen darauf konzentriert, die bestehende Technologie zu optimieren und Produkte unter Nutzung der bestehenden Technologie an die individuellen Anforderungen der Kunden anzupassen.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie auf etwaige steuerlich nutzbare Verlustvorträge berechnet. Die auf Grund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 30 Prozent angewendet.
Soweit die aktiven latenten Steuern den Betrag der passiven latenten Steuern übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.
Finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zu Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d.h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Neben konkret bekannten Einzelrisiken ist ein weiterer Anhaltspunkt für einen Wertberichtigungsbedarf auf eine Forderung die Überfälligkeit, auf deren Basis eine individuelle Prüfung der Einbringlichkeit erfolgt. Die Fair Value Option aus IAS 39 zur Bewertung von Finanzinstrumenten wird bei FRIWO nicht ausgeübt.
Angaben zu den verwendeten Hierarchiestufen zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten finden sich unter Ziffer (32).
Ausbuchungen finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen der IAS 39.17 ff erfüllt sind. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird entweder direkt oder unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag wird ergebniswirksam erfasst. Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt es den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der Buchwert des Vermögenswerts zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht die fortgeführten Anschaffungskosten übersteigt.
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Währungsrisiken und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihren beizulegenden Zeitwerten neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Der beizulegende Zeitwert der Kontrakte wird unter Bezugnahme auf die aktuellen Terminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen ermittelt.
Sicherungsinstrumente: Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen können Sicherungsinstrumente als zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, Absicherung der Cashflows oder als Absicherung der Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert werden. Bei FRIWO wird sowohl die Strategie der Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges i.S. des IAS 39) als auch die Strategie der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (entsprechen nicht den definitorischen Anforderungen des IAS 39; insofern Behandlung als derivative Finanzinstrumente) verfolgt.
Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung legt der Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung, die der Konzern als Sicherungsgeschäft bilanzieren möchte, als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal fest und dokumentiert diese. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hoch wirksam waren.
Für die Bilanzierung bei Absicherung von Cashflows gilt, dass Sicherungsgeschäfte dann als zur Absicherung der Cashflows klassifiziert werden, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, die einem erfassten Vermögenswert oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden können und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnten. Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. in der abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden, oder in der ein vorhergesehener Verkauf oder Kauf durchgeführt wird. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge dem ursprünglich erfassten Buchwert des nicht-finanziellen Vermögenswerts oder der nicht-finanziellen Schuld hinzugerechnet. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge im Periodenergebnis erfasst. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ohne Ersatz oder ein Überrollen eines Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird oder wenn der Konzern die Designation eines Sicherungsinstruments zurückzieht, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß den Vorschriften in IAS 38 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) beträgt drei bis fünf Jahre. Der Abschreibungszeitraum und die Methode werden in jeder Periode überprüft. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in den Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.
Das Sachanlagevermögen wird gemäß IAS 16 zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei selbsterstellten Anlagen enthalten die Herstellungskosten neben den Einzelkosten sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden in der Regel nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Sind sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen, werden sie gemäß IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktiviert.
Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer verrechnet, sofern nicht aufgrund des tatsächlichen Nutzungsverlaufs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.
Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
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| Gebäude | 8 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 15 Jahre |
| Fahrzeuge | 5 Jahre |
Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in den Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.
Komplexere Sachanlagen, die aus klar trennbaren Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden für Zwecke der Abschreibungsermittlung in diese Komponenten aufgeteilt. Die Berechnung der Abschreibung erfolgt anhand der Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten.
Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erhaltungsaufwendungen die zur Erhöhung des künftigen Nutzenpotenzials eines Vermögenswertes führen, werden aktiviert.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.
An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen.
Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen.
Die Vorräte werden gemäß IAS 2 (‚Inventories') zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag unter Beachtung des Einzelbewertungsgrundsatzes angesetzt. Bei austauschbaren Gegenständen wird gemäß IAS 2.25 die Durchschnittsmethode angewendet.
Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Zinsaufwendungen werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Nominalwert entsprechen, bilanziert. Forderungen in fremder Währung sind gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Differenzen aus dieser Umrechnung sind erfolgswirksam erfasst.
Erkennbaren Risiken bei einzelnen Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen auf gesonderten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen.
Der Bilanzposten Zahlungsmittel umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen.
Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Vorgaben des IAS 19.
Die Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen ermittelt. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit einem Zinssatz, basierend auf
Zinssätzen von Industrieanleihen höchster Bonität, abgezinst werden.
Gemäß IAS 19.93A werden sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Zinsanteile der Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen sind im Finanzergebnis und die übrigen Aufwendungen in den jeweils zutreffenden Positionen ausgewiesen.
Die Sonstigen Rückstellungen sind nach IAS 37 bilanziert. Hiernach werden sie nur dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Die bilanzierten Rückstellungen decken die Risiken im Konzernabschluss, die gegenüber Dritten bestehen, ausreichend ab. Die Bemessung erfolgte in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt, sofern der Effekt wesentlich ist. Rückstellungen mit einer erwarteten Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres sind unter den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen.
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Dabei auftretende Differenzen gegenüber dem Einbuchungskurs werden erfolgswirksam verrechnet. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierung sind bei FRIWO üblicherweise marktgerecht verzinst, so dass der Bilanzwert nahezu dem Zeitwert entspricht.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
Etwaige Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben.
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Eventualverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist. Als international tätiges Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist FRIWO einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistung, Steuerrecht, zugesicherte Rechte aus Unternehmenstransaktionen und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten.
In den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren sind nach Einschätzung des Vorstands keine Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage zu Lasten des Konzerns zu erwarten.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausschließlich im Anhang angegeben.
Konsolidierungskreis (9)
In den Konzernabschluss sind neben der FRIWO AG alle inländischen und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen der FRIWO AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Konsolidierungskreis umfasst zwei inländische und eine ausländische Gesellschaft. Wir verweisen auf den in Ziffer (36) dargestellten Anteilsbesitz.
Nicht fortgeführte Geschäftsbereiche (Discontinued Operations) (10)
Nach den Vorgaben des IFRS 5 gibt es gesonderte Regelungen für den Ausweis der Finanzangaben aufgegebener Geschäftsbereiche (im Folgenden: nicht fortgeführte Geschäftsbereiche). Die Darstellung der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung als Nachsteuerergebnis in einer gesonderten Zeile.
Das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis nach Steuern des nicht fortgeführten Bereichs betrifft die im Geschäftsjahr 2008 erfolgte Veräußerung des früheren Geschäftsbereichs FRIWO Mobile Power (FMP).
Im April 2010 haben sich die FRIWO AG und die Erwerberin Flextronics auf einen Vergleich bezüglich einer offenen Schiedsklage im Zusammenhang mit Verletzungen von Garantien aus dem Kaufvertrag geeinigt. Die FRIWO AG hat infolge dessen eine Vergleichssumme von 4 Mio. US-Dollar (ca. 3 Mio. Euro) an die Erwerberin von FMP gezahlt. Im Gegenzug sind damit sämtliche Ansprüche aus dem Kaufvertrag final abgegolten.
Die Vergleichszahlung erfolgte aus dem hinterlegten Garantiebetrag von 8,6 Mio. Euro und hat zusammen mit weiteren Effekten das Ergebnis des nicht fortgeführten Bereichs (discontinued operations) mit 1,9 Mio. Euro negativ beeinflusst. Bei den weiteren Ergebniseffekten handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie eine ergebniswirksam vereinnahmte Umsatzsteuererstattung. Insgesamt setzt sich das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs im Geschäftsjahr 2010 wie folgt zusammen:
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| in TEuro | 2010 |
|---|---|
| Vergleichszahlung | -3.018 |
| Weitere Ergebniseffekte (vor Steuern) | 1.355 |
| Ertragsteuern | -214 |
| Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs (nach Steuern) | -1.877 |
Segmentberichterstattung des FRIWO-Konzerns
Segmentberichterstattung (11)
Ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden. Hauptentscheidungsträger der FRIWO-Gruppe ist demgemäß der Vorstand der FRIWO AG, der die zentrale Entscheidungskompetenz über wesentliche Ressourcenallokationen hat.
Dem Vorstand stehen aus dem regelmäßigen internen Berichtswesen der Konzerngesellschaften diverse Auswertungen zur Verfügung, die jeweils die Ertragskraft des Unternehmens aus unterschiedlichen Sichten analysieren. Dabei spielt der regionale Aspekt in verschiedenen Ausprägungen eine sehr bedeutende Rolle. Insofern erachtet der Vorstand die regionale Differenzierung als das für den Segmentbericht gemäß IFRS 8 grundlegende Kriterium.
Die Segmentierung erfolgt nach Umsätzen für die Regionen Deutschland, übriges Europa, Asien (ohne Japan) und Übrige. Die regionale Zuordnung der Umsätze erfolgt nach Lieferadressen der Kunden. Die Sonstigen Geschäftsaktivitäten enthalten die Aufwendungen der Holding, die keinem regionalen Segment zuzuordnen sind.
Segmentinformationen
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| in TEuro | Deutschland | übriges Europa | Asien | übrige Regionen |
|---|---|---|---|---|
| 2011 | ||||
| Umsatzerlöse | 53.833 | 18.438 | 18.470 | 7.374 |
| Abschreibungen | 1.291 | 517 | 147 | 192 |
| Operatives Ergebnis | 1.465 | 576 | -11 | -5 |
| 2010 | ||||
| Umsatzerlöse | 53.375 | 17.122 | 19.729 | 7.265 |
| Abschreibungen | 1.246 | 427 | 128 | 224 |
| Operatives Ergebnis | 54 | 77 | 1.088 | 66 |
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| in TEuro | sonstige Geschäftsaktivitäten | Summe Segmente | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| 2011 | ||||
| Umsatzerlöse | 0 | 98.115 | 0 | 98.115 |
| Abschreibungen | 2 | 2.149 | 0 | 2.149 |
| Operatives Ergebnis | -748 | 1.277 | 0 | 1.277 |
| 2010 | ||||
| Umsatzerlöse | 0 | 97.491 | 0 | 97.491 |
| Abschreibungen | 4 | 2.029 | 0 | 2.029 |
| Operatives Ergebnis | -855 | 430 | 0 | 430 |
Überleitung des Segmentergebnisses
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| in TEuro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente | 1.277 | 430 |
| Überleitung | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 80 | 225 |
| Zinsertrag | 10 | 16 |
| Zinsaufwendungen | -680 | -436 |
| Ertragsteuern | -267 | -218 |
| Ergebnis der nicht fortgeführten Bereiche | 0 | -1.877 |
| Konzernergebnis | 420 | -1.860 |
Geschäftstätigkeiten zwischen den Segmenten finden nicht statt. Die Segmente werden anhand des operativen Ergebnisses beurteilt. Dabei bleiben Finanzierungs- und Steuereffekte ebenso wie sonstige Erträge oder Aufwendungen (bspw. aus Sicherungsgeschäften) unberücksichtigt. Da die interne Berichterstattung den Grundsätzen der IFRS-Bilanzierung folgt, ergeben sich keine Überleitungseffekte.
Von dem langfristigen Anlagevermögen entfallen über 90 Prozent der Buchwerte auf den inländischen Standort. Bei der Ermittlung der operativen Ergebnisse der Berichtssegmente werden die Abschreibungen asymmetrisch zu dieser Aufteilung den Segmenten gemäß des Beitrags, den der einzelne Standort zum Umsatz des jeweiligen Segments leistet, zugeordnet.
Der Umsatz der FRIWO Gruppe verteilt sich in 2011 auf die Produktgruppen Netzgeräte 55,3 Mio. Euro (Vorjahr: 53,1 Mio. Euro), Ladegeräte 32,0 Mio. Euro (Vorjahr: 36,9 Mio. Euro) und Sonstige 10,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7,5 Mio. Euro).
Auf einen Kunden, der in den geographischen Bereichen Deutschland, übriges Europa und Asien enthalten ist, entfielen im Berichtsjahr mit 23,3 Mio. Euro (Vorjahr: 28,7 Mio. Euro) 23,7 Prozent (Vorjahr: 29,5 Prozent) des Gesamtumsatzes.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Vorbemerkung:
Sofern keine andere Angabe erfolgt, beziehen sich die Anhangsangaben in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung nur auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.
Umsatzerlöse (12)
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen ist in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aufgeführt.
Vertriebskosten (13)
Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen die Kosten für Werbung, Wertberichtigungen auf Forderungen und Provisionsaufwendungen.
Allgemeine Verwaltungskosten (14)
Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten Umstrukturierungen in den Bereichen Einkauf und Materialplanung. Geänderte Definitionen bzw. Zuordnungen von Kostenstellen führten zu einer geänderten Kostenverteilung innerhalb der Funktionsbereiche der Gewinn- und Verlustrechnung. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres Kosten in Höhe von 0,6 Mio. Euro aus den allgemeinen Verwaltungskosten in die Kosten der umgesetzten Leistungen umgegliedert.
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge (15)
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| in TEuro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Verluste aus Anlageabgängen | -1 | -3 |
| Währungsverluste | -2.368 | -4.983 |
| Andere Aufwendungen | -306 | -117 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.675 | -5.103 |
| Erträge aus Anlageabgängen | 0 | 10 |
| Währungsgewinne | 2.275 | 5.046 |
| Andere Erträge | 480 | 272 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.755 | 5.328 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge (saldiert) | 80 | 225 |
Die anderen Aufwendungen und die anderen Erträge enthalten zu einem überwiegenden Teil die Aufwendungen für den Einkauf bzw. die Montage sowie die Erlöse aus dem Weiterverkauf von Komponenten für die technischen Anlagen von Produktionspartnern.
Finanzergebnis (16)
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| in TEuro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 10 | 16 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -555 | -298 |
| Zinsanteil in den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -125 | -138 |
| Finanzergebnis | -670 | -420 |
Das Finanzergebnis im Vorjahr 2010 war geprägt durch den Rückfluss des hinterlegten Garantiebetrages von 8,6 Mio. Euro abzüglich der Vergleichszahlung in Höhe von ca. 3 Mio. Euro mit dem kurzfristige Kredite zurückgezahlt wurden. In 2011 führte die Dividendenzahlung im Mai zu einer höheren Inanspruchnahme der kurzfristigen Kreditlinien.
Ertragsteuern (17)
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern werden nach IAS 12 berechnet und setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEuro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | -282 | -119 |
| Steuern aus Vorjahren | -7 | 0 |
| Latente Ertragsteuern | 22 | -99 |
| -267 | -218 |
Die bilanzierten Steuerlatenzen betreffen folgende Bilanzposten sowie die inländischen Verlustvorträge:
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| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEuro | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 16 | 0 | 18 | 0 |
| Vorräte | 0 | 33 | 0 | 55 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0 | 70 | 0 | 27 |
| Pensionsrückstellungen | 214 | 58 | 206 | 58 |
| Sonstige Rückstellungen | 96 | 6 | 143 | 13 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 269 | 106 | 109 | 56 |
| Verlustvorträge | 46 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernbilanz | 641 | 273 | 476 | 209 |
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| Saldiert | davon | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 2011 | 2010 | Verän- derung |
in GuV | auf im EK erfasste Transaktionen | Währungs- umrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 16 | 18 | -2 | -2 | 0 | 0 |
| Vorräte | -33 | -55 | 22 | 22 | 0 | 0 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -70 | -27 | -43 | -43 | 0 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 156 | 148 | 8 | -6 | 14 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 90 | 130 | -40 | -40 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 163 | 53 | 110 | 49 | 61 | 0 |
| Verlustvorträge | 46 | 0 | 46 | 42 | 0 | 4 |
| Konzernbilanz | 368 | 267 | 101 | 22 | 75 | 4 |
Im Vorjahr stellten sich die Daten wie folgt dar:
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| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEuro | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 18 | 0 | 28 | 0 |
| Vorräte | 0 | 55 | 0 | 21 |
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | 0 | 27 | 0 | 73 |
| Pensionsrückstellungen | 206 | 58 | 129 | 10 |
| Sonstige Rückstellungen | 143 | 13 | 356 | 23 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 109 | 56 | 60 | 11 |
| Verlustvorträge | 0 | 0 | 120 | 0 |
| Konzernbilanz | 476 | 209 | 693 | 138 |
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| Saldiert | davon | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 2010 | 2009 | Verän- derung |
Ergebnis fortgeführte Bereiche | Ergebnis nicht fortgeführte Bereiche | auf im EK erfasste Trans- aktionen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 18 | 28 | -10 | -10 | 0 | 0 |
| Vorräte | -55 | -21 | -34 | -34 | 0 | 0 |
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | -27 | -73 | 46 | 46 | 0 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 148 | 119 | 29 | -1 | 0 | 30 |
| Sonstige Rückstellungen | 130 | 333 | -203 | -10 | -193 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 53 | 49 | 4 | -29 | 0 | 33 |
| Verlustvorträge | 0 | 120 | -120 | -61 | -59 | 0 |
| Konzernbilanz | 267 | 555 | -288 | -99 | -252 | 63 |
Auf sämtliche temporäre Differenzen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 wurden latente Steuern angesetzt.
Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 resultierte im Inland ein steuerlicher Verlustvortrag von 0,2 Mio. Euro für die Körperschaftssteuer und 0,6 Mio. Euro für die Gewerbesteuer.
Durch das steuerliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 konnten diese Verlustvorträge vollständig abgebaut werden.
Bei unserer chinesischen Tochtergesellschaft ergab sich im Berichtsjahr ein steuerlicher Verlust, der in die Folgejahre vorgetragen werden kann. Auf diesen Verlustvortrag wurden latente Steuererstattungsansprüche aktiviert, da mit einer Verwendung dieser Verlustvorträge in den Folgejahren gerechnet wird.
Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand der fortgeführten Bereiche zeigt die folgende Tabelle:
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| in T Euro |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 687 | 235 |
| Erwarteter Steueraufwand 1) | 206 | 71 |
| Steuersatzdifferenzen Ausland | 10 | -9 |
| Nicht abzugsfähige übrige Ausgaben | 33 | 29 |
| Steuer auf Zuschreibung von Beteiligungsbuchwerten | 0 | 124 |
| Steuern für Vorjahre | 7 | 0 |
| Sonstiges, saldiert | 11 | 3 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 267 | 218 |
1) Erwarteter Steueraufwand bei Steuersatz der FRIWO AG von 30 Prozent (Vorjahr.: 30 Prozent)
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 des nicht fortgeführten Bereichs enthält einen Steueraufwand von 214 T Euro.
Ergebnis je Aktie (18)
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 (‚Ergebnis je Aktie') auf Basis des Konzernjahresergebnisses ermittelt und beträgt für 2011 0,05 Euro (Vorjahr: -0,24 Euro). Die Aktienanzahl (7,7 Mio. Stückaktien) hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Anzahl der ausgegebenen Stückaktien | 7.700.000 | 7.700.000 |
| Ergebnis nach Steuern (in T Euro) der fortgeführten Bereiche | 420 | 17 |
| Ergebnis nach Steuern (in T Euro) der nicht fortgeführten Bereiche | 0 | -1.877 |
| Ergebnis nach Steuern (in T Euro) der fortgeführten und nicht fortgeführten Bereiche | 420 | -1.860 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) der fortgeführten Bereiche | 0,05 | 0,00 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) der nicht fortgeführten Bereiche | 0,00 | -0,24 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) der fortgeführten und nicht fortgeführten Bereiche | 0,05 | -0,24 |
Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung
Forschungs- und Entwicklungskosten (19)
Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 3,4 Mio. Euro erfasst worden (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro). Die Kosten, die im Wesentlichen Aufwendungen für die projektbezogene Weiterentwicklung der Produktpalette darstellen, sind in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten.
Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (20)
In den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten sind unter Anderen folgende Aufwandsarten enthalten:
Abschreibungen
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| in TEuro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 253 | 248 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 1.896 | 1.781 |
| 2.149 | 2.029 |
Materialaufwand
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| in TEuro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 67.052 | 69.212 |
Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeiter
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| in TEuro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Personalaufwendungen | 17.344 | 17.696 |
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:
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| Anzahl der Mitarbeiter | 2011 | 2010 |
| Inland | 248 | 255 |
| Ausland | 73 | 71 |
| 321 | 326 |
Zum Stichtag waren im Konzern 322 Mitarbeiter beschäftigt, davon 247 im Inland.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen (21)
a) Anlagespiegel des FRIWO-Konzerns für die Geschäftsjahre 2011 und 2010
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| 2011 | Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Umbu- chungen |
Währungs- änderungen |
31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.030 | 162 | 1 | 0 | 4 | 3.195 |
| 3.030 | 162 | 1 | 0 | 4 | 3.195 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 8.717 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.717 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 11.373 | 1.110 | 17 | 137 | 0 | 12.603 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
16.146 | 1.056 | 4.219 | 237 | 54 | 13.274 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 341 | 395 | 2 | -374 | 20 | 380 |
| 36.577 | 2.561 | 4.238 | 0 | 74 | 34.974 |
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| 2011 | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Währungs- änderungen |
31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.635 | 253 | 1 | 3 | 2.890 |
| 2.635 | 253 | 1 | 3 | 2.890 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 6.979 | 242 | 0 | 0 | 7.221 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7.768 | 678 | 17 | 0 | 8.429 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
13.125 | 976 | 4.218 | 29 | 9.912 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 27.872 | 1.896 | 4.235 | 29 | 25.562 |
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| 2011 | Buchwert | |
|---|---|---|
| in TEuro | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 305 | 395 |
| 305 | 395 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 1.496 | 1.738 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.174 | 3.605 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
3.362 | 3.021 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 380 | 341 |
| 9.412 | 8.705 |
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| 2010 | Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 01.01.2010 | Zugänge | Abgänge | Umbu- chungen |
Währungs- änderungen |
31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.934 | 75 | 0 | 16 | 5 | 3.030 |
| Geleistete Anzahlungen | 16 | 0 | 0 | -16 | 0 | 0 |
| 2.950 | 75 | 0 | 0 | 5 | 3.030 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 8.638 | 57 | 0 | 22 | 0 | 8.717 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 10.280 | 1.103 | 162 | 152 | 0 | 11.373 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
15.216 | 1.109 | 283 | 60 | 44 | 16.146 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 241 | 346 | 12 | -234 | 0 | 341 |
| 34.375 | 2.615 | 457 | 0 | 44 | 36.577 |
scroll
| 2010 | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 01.01.2010 | Zugänge | Abgänge | Währungs- änderungen |
31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.384 | 248 | 0 | 3 | 2.635 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.384 | 248 | 0 | 3 | 2.635 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 6.718 | 261 | 0 | 0 | 6.979 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7.351 | 552 | 135 | 0 | 7.768 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
12.399 | 968 | 257 | 15 | 13.125 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 26.468 | 1.781 | 392 | 15 | 27.872 |
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| 2010 | Buchwert | |
|---|---|---|
| in TEuro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 395 | 550 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 16 |
| 395 | 566 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 1.738 | 1.920 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.605 | 2.929 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
3.021 | 2.817 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 341 | 241 |
| 8.705 | 7.907 |
b) Impairment-Test
FRIWO überprüft jährlich, ob Indikatoren für einen möglichen Impairmentbedarf auf das Anlagevermögen vorhanden sind. Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens ist gem. IAS 36 das Vorliegen eines sog. Triggering Events. Im vorangegangen Jahr 2010 lagen keine Indikatoren vor, die einen Einfluss auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens hätten haben können. Nach Betrachtung des Geschäftsverlaufes der FRIWO Gerätebau GmbH in 2011 sind ebenfalls keine Indikatioren zu finden, die Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests sein können. Im Gegenteil, der Umsatz der am Standort Ostbevern gefertigten Produkte konnte um 21 Prozent gegenüber Vorjahr gesteigert werden. FRIWO ist deshalb zu dem Schluss gekommen, dass im Jahr 2011 keine Indikatoren vorliegen, die eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens notwendig machen.
Vorräte (22)
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| in TEuro | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.892 | 7.503 |
| Unfertige Erzeugnisse | 3.689 | 5.004 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 5.463 | 3.832 |
| 16.044 | 16.339 |
Zum 31. Dezember 2011 betrugen die Wertberichtigungen 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro). Die zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte haben einen Buchwert von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Im Berichtsjahr wurden den Wertberichtigungen 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) zugeführt.
In die Ermittlung der absatzmarktbezogenen Wertberichtigungen gehen aktuelle Preisentwicklungen auf der Absatzseite ein. Weiterhin werden auch Lagerreichweite, erwarteter Verbrauch und Gängigkeit zur Ermittlung der erzielbaren Erträge (‚net realizable value') herangezogen. Hierzu sind Annahmen hinsichtlich zukünftiger Umsatzerwartungen auf Produktebene getroffen worden.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (23)
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| in TEuro | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.901 | 7.460 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.946 | 2.333 |
| 6.847 | 9.793 |
FRIWO verkauft einen Teil der Forderungen in Form eines echten Factorings. Das heißt, die abgetretenen Forderungen stehen nicht mehr in der Bilanz von FRIWO, da überwiegend alle Chancen und Risiken an den Factor übergehen. Der Factor stellt den Kaufpreis zu einem wesentlichen Teil FRIWO als liquide Mittel zur Verfügung.
In 2011 konnte FRIWO den Anteil der verkauften Forderungen erhöhen und für die nicht verkauften Forderungen führt FRIWO Wertberichtigungen auf Basis identifizierter Einzelrisiken durch. Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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| in TEuro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand der Wertberichtigungen am 1.1. | -292 | -190 |
| Verbrauch | 0 | 0 |
| Zuführungen | -347 | -102 |
| Auflösung | 0 | 0 |
| Stand der Wertberichtigungen am 31.12. | -639 | -292 |
Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| davon | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum Abschlussstichtag überfällig und nicht wertgemindert | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEuro | Buchwert | Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig | Zum Stichtag wertgemindert (Buchwert) | 1 bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | Mehr als 90 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| zum 31.12.2011 | 4.901 | 4.197 | 15 | 595 | 67 | 27 |
| zum 31.12.2010 | 7.460 | 6.477 | 106 | 495 | 317 | 65 |
Es gibt keine Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind und nicht wertberichtigt wurden.
In den sonstigen Vermögenswerten sind Anteile an einem Fond zur Sicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeitzusagen, Einbehalte aus dem Factoringprogramm, Mietkautionen und sonstige Positionen aktiviert. Zum Stichtag gab es keine Wertberichtigungen auf die sonstigen Vermögenswerte. Die nicht wertberichtigten sonstigen Vermögenswerte betrugen 1.946 T Euro (Vorjahr 2.333 T Euro).
Zahlungsmittel (24)
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| in TEuro | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Scheck- und Kassenbestände | 9 | 10 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 3.358 | 1.138 |
| 3.367 | 1.148 |
In den Guthaben bei Kreditinstituten ist in Höhe von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) der noch nicht in Anspruch genommene Teil des Kaufpreises der abgetretenen Forderungen an den Factor enthalten.
Diese Definition der Zahlungsmittel wird auch in der Kapitalflussrechnung angewandt.
Eigenkapital (25)
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die FRIWO AG. Das Grundkapital der FRIWO AG in Höhe von 20,0 Mio. Euro ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit repräsentiert jede Aktie einen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Die Kapitalrücklage steht zur Verrechnung etwaiger zukünftiger Verluste und teilweise zur Erhöhung des Grundkapitals im Rahmen der Restriktionen des § 150 AktG, jedoch nicht für Ausschüttungen zur Verfügung.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 21. August 2008 wurde der Vorstand der FRIWO AG ermächtigt, bis zum 31. Juli 2013 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen und mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss, um bis zu 10.010 T Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
In ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss zum 31. Dezember 2011 weist die FRIWO AG keinen Bilanzgewinn aus. Der Jahresüberschuss von 502 T Euro wurde vollständig in die Gewinnrücklage eingestellt. Der bis zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Bilanzgewinn von 1.925 T Euro wurde im Berichtsjahr gemäß Hauptversammlungsbeschluss zur Ausschüttung einer Dividende von 0,25 Euro je Aktie verwendet.
Aussagen zur Kapitalsteuerung finden sich im Abschnitt zum Finanzrisikomanagement (31).
Rückstellungen für Pensionen (26)
Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft.
Der versicherungsmathematischen Berechnung liegen die folgenden Parameter zu Grunde: ein Abzinsungssatz von 4,90 Prozent (Vorjahr: 5,10 Prozent), ein Gehaltstrend von 2,25 Prozent (Vorjahr: 2,25 Prozent) und ein Rententrend von 1,75 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent). Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet.
Bei der Festsetzung des für die Abzinsung der Pensionsrückstellung anzuwendenden Zinssatzes (4,90 Prozent) wurde auf die von Versicherungsmathematikern veröffentlichten Zinssätze zurückgegriffen.
Die Barwerte der Pensionsverpflichtung sind nicht kapitalgedeckt.
Bei den Verpflichtungen, die ausschließlich im Inland bestehen, handelt es sich größtenteils um dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen, daneben gibt es auch eine einkommens- und dienstzeitabhängige Zusage. Bei den Zusagen handelt es sich ausschließlich um Individualvereinbarungen.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
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| in TEuro | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 1.1. | 2.534 | 2.471 | 2.061 | 2.308 | 2.499 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (Barwert der im Geschäftsjahr erdienten Pensionsansprüche) | 14 | 12 | 65 | 80 | 68 |
| Zinsaufwand | 125 | 138 | 117 | 115 | 111 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | 47 | 98 | 376 | -247 | -225 |
| Gezahlte Leistungen | -184 | -185 | -148 | -132 | -145 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | -63 | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 31.12. | 2.536 | 2.534 | 2.471 | 2.061 | 2.308 |
Sonstige Rückstellungen (27)
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| in TEuro | Stand 01.01.2011 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige Rückstellungen | |||||
| Personal- und Sozialbereich | 1.016 | 250 | 0 | 183 | 949 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | |||||
| Gewährleistungen | 50 | 50 | 0 | 50 | 50 |
| Übrige | 233 | 46 | 76 | 0 | 111 |
| 283 | 96 | 76 | 50 | 161 |
Die Jubiläumsverpflichtungen und die Rückstellung für Altersteilzeit sind in der Bilanz unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellung für Altersteilzeit betrifft die deutschen Gesellschaften. Mit der Inanspruchnahme der Rückstellung für Altersteilzeit wird innerhalb der nächsten 4 Jahre gerechnet.
Die Rückstellungen für Gewährleistungen decken Garantieverpflichtungen aufgrund von bereits erbrachten Lieferungen und Leistungen ab. Die übrigen Rückstellungen betreffen Drohverluste und Prozesskosten.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (28)
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| 31.12.2011: | kurzfristig | langfristig | ||
|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Buchwert | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen | 5.000 | 0 | 5.000 | 0 |
| Sonstige kurzfristige | 3.963 | 3.963 | 0 | 0 |
| 8.963 | 3.963 | 5.000 | 0 |
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| 31.12.2010: | kurzfristig | langfristig | ||
|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Buchwert | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen | 5.000 | 0 | 5.000 | 0 |
| Sonstige kurzfristige | 1.011 | 1.011 | 0 | 0 |
| 6.011 | 1.011 | 5.000 | 0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten unterliegen wie im Vorjahr keiner Besicherung.
Der gewichtete Durchschnittszinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag in 2011 bei 3,69 Prozent (Vorjahr 2,78 Prozent). Zum Jahresende stellen sich die Kreditlinien wie folgt dar:
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| in TEuro | Kreditlinien | Ausnutzung | Freie Kreditlinien |
|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | 14.000 | 8.963 | 5.037 |
| 31.12.2010 | 11.000 | 6.011 | 4.989 |
In den Kreditlinien ist ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro und einen Zeitraum von 5 Jahren enthalten. Im Kreditvertrag der langfristigen Finanzierung sind 2 Covenants vertraglich vereinbart worden. Die erste Kreditklausel bezieht sich auf die Eigenkapitalquote und die zweite Klausel auf den Verschuldungsgrad. In 2011 konnten die Kreditlinien um 3 Mio. Euro erweitert werden.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten (29)
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| in TEuro | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Dritte) | 11.354 | 12.194 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 165 | 4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.127 | 3.874 |
| (davon aus Steuern) | (250) | (176) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (15) | (0) |
| 14.646 | 16.072 |
Zahlungsverpflichtungen werden unter der Beachtung der Zahlungsfälligkeit als lang- oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die oben aufgeführten Verbindlichkeiten sind alle innerhalb eines Jahres fällig.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten, negative Marktwerte aus den laufenden Zinssicherungsinstrumenten, Umsatzboni sowie übrige Verbindlichkeiten aus dem Betriebs- und Vertriebsbereich.
Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer.
Weitere Anhangsangaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse (30)
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| in TEuro | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Sachanlagen | 209 | 618 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 597 | 301 |
| (davon fällig im Folgejahr) | (196) | (150) |
| (davon fällig in 2 bis 5 Jahren) | (401) | (151) |
| 806 | 919 |
Im Geschäftsjahr 2011 wurden Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 340 T Euro (Vorjahr: 290 T Euro) erfolgswirksam erfasst. Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Leasingverträge für Fuhrpark und Büroausstattung sowie den Mietvertrag über die Räumlichkeiten unserer chinesischen Tochtergesellschaft.
Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten
Wie bereits im Vorjahr besteht weiterhin eine Eventualverbindlichkeit aus einer Rechtsstreitigkeit mit einem Streitwert in Höhe von 200 T Euro. Die Klage wird von der FRIWO AG als unbegründet eingestuft und wurde in erster Instanz gewonnen. Folglich wird mit einer Inanspruchnahme auch in der jetzt berufenen Revision nicht gerechnet. Aufgrund des anhängigen Status des Verfahrens werden keine weitergehenden Angaben gemacht.
Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente (31)
Kreditrisiko
Es bestehen Forderungen gegen eine Vielzahl von Kunden. Darin enthalten sind regelmäßig hohe Einzelforderungen gegen Großkunden. Den aus dem Forderungsbestand resultierenden Kreditausfallrisiken wird durch ein systematisches Verfahren bei der Auswahl von Kunden, durch Analyse des Zahlungsverhaltens und Setzen angemessener Kreditlimits begegnet. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die zum Bilanzstichtag angesetzten Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte abgebildet. Die FRIWO-Gesellschaften verkaufen ihre Produkte ausschließlich an Kunden, die zuvor einer Bonitätsprüfung unterzogen wurden.
Liquiditätsrisiko
FRIWO führt regelmäßig eine Liquiditätsplanung für den Konzern durch, um einen etwaigen Liquiditätsengpass frühzeitig erkennen zu können. Die genutzte Software berücksichtigt dabei sowohl die Laufzeiten von Finanzierungsinstrumenten als auch die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft.
Währungsrisiko
Aufgrund der internationalen Tätigkeiten ist FRIWO Währungsrisiken ausgesetzt. Hierbei ergibt sich zunächst eine natürliche Absicherung aufgrund der Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten. Des Weiteren werden verbleibende Fremdwährungsrisiken durch gezieltes Währungsmanagement vermindert; aus diesem Grund werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger zu erwartenden Cashflows dienen werden als Cashflow Hedges ausgewiesen. Daneben tätigt FRIWO Devisentermingeschäfte als Absicherung auf bereits bestehende Bilanzpositionen.
Zum Stichtag waren keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Aus den durch die natürliche Absicherung nicht gesicherten Positionen ergibt sich ein Restrisiko aus den möglichen Änderungen des Wechselkurses US-Dollar/Euro. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen weisen hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:
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| Kursentwicklung des US-Dollar | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in TEuro |
Auswirkungen auf das Eigenkapital in TEuro |
|
|---|---|---|---|
| 2011 | +5% | -36 | -36 |
| -5% | 40 | 40 | |
| 2010 | +5% | -9 | -9 |
| -5% | 10 | 10 |
Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar gegenüber dem Euro ausgesetzt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen in US-Dollar. Berechnet wird der bilanzielle Effekt einer 5-prozentigen Abweichung des US-Dollar Kurses zum Euro am Stichtag. Die Auswirkung auf das Eigenkapital ist aufgrund der nicht vorhandenen Cashflow Hedges identisch mit den Auswirkungen auf das Ergebnis, da die mögliche Veränderung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte nicht berücksichtig werden muss. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
Zinsänderungsrisiko
Die FRIWO verfügt über ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro und einen Zeitraum von 5 Jahren, welches variabel verzinst ist. Durch Abschluss von kurzfristigen Geldmarktkrediten wurde der positiven unterjährigen Entwicklung der Zinssätze Rechnung getragen. Die Zinsentwicklung am Markt wird fortlaufend beobachtet und analysiert.
Zur Absicherung des Zinsrisikos aus dem variabel verzinsten Darlehen wurde ein entsprechender Forward-Zinsswap mit gleicher Laufzeit und Volumen abgeschlossen, der als Cashflow Hedge ausgewiesen wird. Die Cashflows in Form von Zinszahlungen sind seit dem zweiten Quartal 2011 geflossen und werden bis zum Ende der Laufzeit im Geschäftsjahr 2015 anfallen. Für die Finanzierung über das Factoring wurde ebenfalls ein Forward-Zinswap mit 5 jähriger Laufzeit und 2,5 Mio. Euro Volumen im letzten Jahr 2010 abgeschlossen. Die erste Zinszahlung war im ersten Quartal 2011 fällig und die letzte Zahlung erfolgt im ersten Quartal 2015. Eine hinreichende Effektivität dieser Instrumente wurde mittels geeigneter Effektivitätstests sichergestellt.
Aus den übrigen variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden sowie dem Marktwert des Zinsswaps ergibt sich ein Restrisiko bezüglich möglicher Zinsänderungen. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen weisen hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:
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| Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern TEuro |
Auswirkungen auf das Eigenkapital TEuro |
|
|---|---|---|---|
| 2011 | +100 | -129 | 84 |
| -100 | 129 | -93 | |
| 2010 | +100 | -191 | 88 |
| -100 | 191 | -94 |
Zur Ermittlung der Zinssensitivität wurde das Zinsergebnis aus den variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden dem durchschnittlichen Zinssatz des Geschäftsjahres gegenübergestellt. Anschließend wurde die Veränderung des Zinsergebnisses aufgrund einer Erhöhung/Verringerung des durchschnittlichen Prozentsatzes um 100 Basispunkte ermittelt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital beinhaltet zusätzlich die Veränderung der Marktwerte der Zinsswaps zum Stichtag.
Derivative Finanzinstrumente
Die aufgrund der Fair Value Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten anfallenden Gewinne und Verluste werden im Fall von Cashflow Hedges erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Ergebnisse der nicht in effektiven Hedge-Beziehungen befindlichen Derivate werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Vor Berücksichtigung von latenten Steuern wurden im Geschäftsjahr 2011 aus den Cashflow Hedges -202 T Euro (Vorjahr -149 T Euro) direkt im Eigenkapital erfasst. Im gleichen Zeitraum fand keine ergebniswirksame Buchung aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung statt (Vorjahr -39 T Euro). Die aus den Devisentermingeschäften resultierenden Beträge werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und die Beträge aus dem Zinsswap im Zinsergebnis ausgewiesen.
FRIWO verfügt am Geschäftsjahresende über kein Devisentermingeschäft, welches zur Absicherung des Währungsrisikos von bestehenden US-Dollar Forderungen dient. Im Vorjahr war ein Sicherungsgeschäft mit einem Volumen von 0,8 Mio. Euro abgeschlossen worden.
Die Nominal- und Marktwerte der bilanzierten derivativen Finanzinstrumente stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| Nominalvolumen | Marktwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte (übrige) | 0 | 770 | 0 | 7 |
| Zinsswaps (Cashflow Hedges) | 7.500 | 7.500 | -352 | -149 |
Die positiven Marktwerte sind unter den sonstigen Vermögenswerten, die negativen Marktwerte unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Marktwerte werden im Falle von Zinsswaps von den kontrahierenden Banken ermittelt, im Falle von Devisentermingeschäften anhand der Referenzkurse der EZB berechnet.
Kapitalsteuerung
Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur mit Blick auf die Gesamtkapitalrentabilität unter Berücksichtigung von Bonitätszielen. Damit soll sowohl den Interessen der Anteilseigner als auch der Kreditgeber entsprochen werden. Darüber hinaus wird neben den aktuellen individuellen Rahmenbedingungen wie geplante Dividenden und Investitionen auch die gesamtwirtschaftliche Lage in die Ermittlung der jeweiligen Zielkapitalstruktur einbezogen.
Die zukünftige Zielkapitalstruktur entspricht dem aktuellen Niveau und berücksichtigt damit auch die in 2011 vertraglich vereinbarte Kreditklausel bezüglich der Eigenkapitalquote. Das Verhältnis zwischen lang- und kurzfristigen Schulden ist auf der Ebene der vom Management angestrebten Relation.
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| in TEuro | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 9.088 | 10.737 |
| als % vom Gesamtkapital | 25% | 29% |
| Langfristige Schulden | 8.758 | 8.759 |
| Kurzfristige Schulden | 18.770 | 17.366 |
| Fremdkapital | 27.528 | 26.125 |
| als % vom Gesamtkapital | 75% | 71% |
| Gesamtkapital | 36.616 | 36.862 |
Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten (32)
Abkürzungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten:
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| AfS | Available for Sale | Zur Veräußerung verfügbar |
| FLaAC | Financial Liabilities at Amortised Cost | Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungkosten |
| FAHfT | Financial Assets Held for Trading | Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten |
| FLHfT | Financial Liabilities Held for Trading | Verbindlichkeiten zur Veräußerung gehalten |
| HtM | Held to Maturity | bis zur Endfälligkeit gehalten |
| LaR | Loans and Receivables | Darlehen und Forderungen |
Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7.6 i.V.m. Appendix B1:
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| AC | At Cost | fortgeführte Anschaffungskosten |
| FV | At Fair Value | beizulegender Zeitwert |
Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der Kategorien von Finanzinstrumenten in Klassen, welche sich hinsichtlich der Art der Bewertung der darin enthaltenen Finanzinstrumente unterscheiden:
AKTIVA
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| Bewertung nach IAS 39 zu | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Buchwert 31.12.2011 | Kategorie nach IAS 39 | Anschaffungs- kosten |
Fair Value | Klassen nach IFRS 7 | Fair Value 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.901 | LaR | 4.901 | AC | 4.901 | |
| Zahlungsmittel | 3.367 | LaR | 3.367 | AC | 3.367 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.946 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | ||||||
| davon sonstige Derivate | ||||||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 1.783 | LaR | 1.783 | AC | 1.783 | |
| davon keine Finanzinstrumente | 163 |
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| PASSIVA | Bewertung nach IAS 39 zu | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Buchwert 31.12.2011 | Kategorie nach IAS 39 | Anschaffungs- kosten |
Fair Value | Klassen nach IFRS 7 | Fair Value 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.000 | FLaAC | 5.000 | AC | 5.000 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.354 | FLaAC | 11.354 | AC | 11.354 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.963 | FLaAC | 3.963 | AC | 3.963 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.127 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 352 | 352 | FV | 352 | ||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 2.538 | FLaAC | 2.538 | AC | 2.538 | |
| davon keine Finanzinstrumente | 237 |
Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:
AKTIVA
scroll
| in TEuro | Buchwert 31.12.2010 | Kategorie nach IAS 39 | Anschaffungs- kosten |
Fair Value | Klassen nach IFRS 7 | Fair Value 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.460 | LaR | 7.460 | AC | 7.460 | |
| Zahlungsmittel | 1.148 | LaR | 1.148 | AC | 1.148 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.333 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 0 | FV | 0 | |||
| davon sonstige Derivate | 7 | FAHfT | 7 | FV | 7 | |
| davon sonstige Finanzinstrumente | 1.975 | LaR | 1.975 | AC | 1.975 | |
| davon keine Finanzinstrumente | 351 |
scroll
| PASSIVA | Bewertung nach IAS 39 zu | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Buchwert 31.12.2010 | Kategorie nach IAS 39 | Anschaffungs- kosten |
Fair Value | Klassen nach IFRS 7 | Fair Value 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.000 | FLaAC | 5.000 | AC | 5.000 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.194 | FLaAC | 12.194 | AC | 12.194 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.011 | FLaAC | 1.011 | AC | 1.011 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.874 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 149 | 149 | FV | 149 | ||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 3.614 | FLaAC | 3.614 | AC | 3.614 | |
| davon keine Finanzinstrumente | 110 |
Auf der Aktivseite werden im Wesentlichen Finanzinstrumente nach IAS 39 in Form von Krediten und Forderungen (LaR) ausgewiesen.
Auf der Passivseite werden ausschließlich Finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 ausgewiesen. Zum Stichtag ergeben sich keine Unterschiede zwischen Fair Value und Buchwert der Finanzinstrumente, da diese im Wesentlichen kurzfristig sind und sich aus der zeitlichen Nähe zwischen Einbuchungszeitpunkt und Bilanzstichtag keine nennenswerten Differenzen ergeben.
Gemäß IFRS 7 wurde bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen:
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| Stufe 1 | Bewertung anhand von Marktpreisen für das spezifische Finanzinstrument |
| Stufe 2 | Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren |
| Stufe 3 | Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern |
Zum 31. Dezember 2011 hielt der Konzern folgende zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente:
AKTIVA
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| in TEuro | 31.12.2011 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Derivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | ||||
| Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) | 352 | 0 | 352 | 0 |
| Sonstige Derivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
Im Berichtsjahr erfolgten keine Umgliederungen zwischen Bewertungen der einzelnen Stufen.
Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:
AKTIVA
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| in TEuro | 31.12.2010 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Derivate | 7 | 0 | 7 | 0 |
| PASSIVA | ||||
| Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) | 149 | 0 | 149 | 0 |
| Sonstige Derivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
scroll
| 2011 | Nettoergebnisse aus | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Zinsen | Folgebewertung Wertberichtigung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| FI-Kategorie nach IAS 39 | Ertrag | Aufwand | Auflösung | Zuführung | Währungs- umrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| LaR | 10 | 0 | 0 | -347 | 0 |
| HtM | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | |||||
| FLaAC | 0 | -555 | 0 | 0 | -94 |
| Summe | 10 | -555 | 0 | -347 | -94 |
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| 2010 | Nettoergebnisse aus | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Zinsen | Folgebewertung Wertberichtigung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| FI-Kategorie nach IAS 39 | Ertrag | Aufwand | Auflösung | Zuführung | Währungs- umrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| LaR | 16 | 0 | 0 | -102 | 0 |
| HtM | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | |||||
| FLaAC | 0 | -298 | 0 | 0 | 63 |
| Summe | 16 | -298 | 0 | -102 | 63 |
Die folgende Liquiditätsanalyse zeigt die Fälligkeiten der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2011 fixierten Zinssätze ermittelt.
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| 31.12.2011 | Cashflows 2012 | Cashflows 2013 - 2015 | Cashflows 2016ff | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Buchwert 2011 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.963 | 174 | 3.963 | 340 | 5.000 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 352 | 100 | 0 | 220 | 0 | 0 | 0 |
| 9.315 | 274 | 3.963 | 560 | 5.000 | 0 | 0 |
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| 31.12.2010 | Cashflows 2011 | Cashflows 2012 - 2014 | Cashflows 2015ff | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Buchwert 2010 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.011 | 145 | 1.011 | 423 | 0 | 25 | 5.000 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 142 | 93 | 0 | 372 | 0 | 24 | 0 |
| 6.154 | 238 | 1.011 | 795 | 0 | 49 | 5.000 |
Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.
Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (33)
Seit dem 9. Juni 2008 ist die Cardea Holding GmbH, Grünwald, mit Mehrheit an der FRIWO AG beteiligt. Die Cardea Holding GmbH und ihre Muttergesellschaft, die VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München, sowie deren Tochterunternehmen sind dadurch nahestehende Unternehmen zur FRIWO AG im Sinne des IAS 24. Im Berichtsjahr fanden keine Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen statt.
Vorstand und Aufsichtsrat werden als natürliche nahestehende Personen eingestuft. Zu Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf Ziffer (34) verwiesen. Daneben haben keine wesentlichen Transaktionen mit natürlichen nahestehenden Personen stattgefunden.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands (34)
Die fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 10.000 Euro p.a. Die variable Vergütung richtet sich nach der Höhe der beschlossenen Dividenden. Die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütung ist auf das Dreifache des festen Betrags begrenzt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache. Ausschussmitglieder erhalten jeweils eine weitere Vergütung von 1.000 Euro. Davon ausgenommen sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 beträgt 75 T Euro (Vorjahr: 96 T Euro).
Hinsichtlich der Bezüge des Vorstands ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 3. Mai 2011 beschlossen hat, dass die Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 unterbleiben.
Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich für das Geschäftsjahr 2011 auf 506 T Euro (Vorjahr: 674 T Euro), davon 410 T Euro fix (Vorjahr: 412 T Euro) und 96 T Euro variabel (Vorjahr: 262 T Euro).
Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Pensionsbezüge von 137 T Euro (Vorjahr: 138 T Euro). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind gem. IAS 19 insgesamt 1.917 T Euro (Vorjahr: 1.926 T Euro) zurückgestellt.
Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen sind den Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen nicht eingeräumt worden.
Honorar des Abschlussprüfers (35)
Die für das Geschäftsjahr 2011 berechneten Honorare und Auslagen unseres Abschlussprüfers, der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, betragen 74 T Euro (Vorjahr: 73 T Euro) und betreffen wie im Vorjahr ausschließlich die Leistungen für die Abschlussprüfungen. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen abgerechnet.
Anteilsbesitz (36)
Die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der FRIWO AG verbunden und nimmt die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
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| in TEuro | Kapitalanteil | Eigenkapital | Ergebnis 2011 |
|---|---|---|---|
| FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, Deutschland | 100,00% | 6.534 | 1.390 1) |
| FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., XiXiang, China | 100,00% | 445 | -163 2) 3) |
1) vor Ergebnisabführung
2) gem. IFRS
3) mittelbar über FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern
Angaben zur Corporate Governance-Erklärung (37)
Die Erklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens unter:
www.friwo.de/de/friwoag/investorrelations/corporategovernance.html
dauerhaft zugänglich gemacht.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (38)
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011 sind bis zum Tag der Freigabe des Konzernabschlusses keine Vorgänge von besonderer Beteutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.
Ostbevern, 20. Februar 2012
FRIWO AG
Der Vorstand
Klaus Schilling
Felix Zimmermann
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.“
Ostbevern, 20. Februar 2012
Der Vorstand
Klaus Schilling
Felix Zimmermann
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der FRIWO AG, Ostbevern, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 20. Februar 2012
**Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Kraus, Wirtschaftsprüfer
Grillenberger, Wirtschaftsprüfer