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FRIWO AG — Annual Report 2010
May 5, 2011
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Annual Report
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FRIWO AG
Ostbevern
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Inhaltsverzeichnis
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| Vorwort des Vorstands |
| Bericht des Aufsichtsrats |
| Organe der Gesellschaft |
| Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO Konzerns und der FRIWO AG |
| Geschäft und Rahmenbedingungen |
| Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns |
| Ertragslage |
| Vermögenslage |
| Finanzlage und Finanzmanagement |
| Übernahmerechtliche Angaben |
| Erklärung zur Unternehmensführung |
| Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG |
| Dividendenvorschlag |
| Risikobericht |
| Mitarbeiter |
| Vergütungsbericht |
| Entwicklung |
| Umweltbericht |
| Chancen- und Prognosebericht |
| Nachtragsbericht |
| Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen |
| Konzernabschluss |
| Gewinn- und Verlustrechnung |
| Gesamtergebnisrechnung |
| Kapitalflussrechnung |
| Bilanz |
| Eigenkapitalveränderungsrechnung |
| Konzernanhang |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers |
| Adressen und Termine |
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Berichtszeitraum, insbesondere über seine Beratungen im Plenum, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex sowie die Prüfung der Abschlüsse der FRIWO AG und des Konzerns.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der FRIWO AG hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen wie auch telefonisch, schriftlich oder in Textform im Umlaufverfahren die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzungen sowie zwischen diesen Terminen regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte zeitnah und umfassend über alle relevanten Aspekte der aktuellen Geschäftsentwicklung, über wesentliche Geschäftsvorfälle sowie über die Lage des Konzerns unterrichtet. Bedeutende Vorgänge, aber auch Abweichungen von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen eingehend geprüft.
Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Geschäftsentwicklung speziell mit Blick auf die operativen Herausforderungen, die das starke Wachstum in 2010 mit sich brachte sowie der Unternehmensplanung, den Investitionen, der Finanzierung, der Risikolage, dem Risikomanagement, der strategischen Ausrichtung bzw. Weiterentwicklung des Konzerns sowie der Compliance.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2010 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die heutige Sitzung ist die erste des Geschäftsjahres 2011. Alle Sitzungen befassten sich unter anderem mit der eingehenden Erörterung der operativen Lage der Gesellschaft.
Anlässlich der Sitzung im Februar 2010, die über die Feststellung des Jahresabschlusses 2009 befand und an der die Abschlussprüfer teilnahmen, standen die umfassende Erörterung des Jahres- und des Konzernabschlusses, das Risikomanagement sowie die Compliance im Vordergrund. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats einstimmig durch die Mitglieder des Aufsichtsrats genehmigt. Die Sitzung im April 2010 befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Verlauf der Hauptversammlung sowie mit dem Vergleich, der im April 2010 zwischen der Gesellschaft und Flextronics geschlossen wurde. In der Sitzung im September 2010 hat der Aufsichtsrat unter anderem die 2010 aufgenommenen Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex diskutiert. Der gesetzlichen Forderung, dass wenigstens ein Aufsichtsratsmitglied ein unabhängiger Finanzexperte ist, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der FRIWO AG entsprochen. Von den amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats qualifiziert sich Herr Brandis als unabhängiger Finanzexperte nach § 100 Abs. 5 AktG. Die Unabhängigkeit wird vom Aufsichtsrat fortlaufend geprüft. Die Sitzung im November 2010 stand ganz im Zeichen der Jahresplanung 2011 und der Unternehmensstrategie.
Schwerpunkte der Tätigkeit
Zu Jahresbeginn lag der Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats auf den Auswirkungen, die der deutlich belebte Auftragseingang mit sich brachte; Fragen hinsichtlich der Organisation und des Investitionsbedarfes wurden diskutiert und die Schwierigkeiten, die sich durch die angespannte Situation auf den Beschaffungsmärkten für Elektronikbauteile ergab, beleuchtet. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit Fragen der Finanzierung.
Der Aufsichtsrat hat über die Einberufung sowie die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2010 in seiner Sitzung im Februar 2010 einen Beschluss gefasst, ebenso wurde der Jahres- und Konzernabschluss des Jahres 2009 festgestellt und gebilligt. Weiter wurde in dieser Sitzung erörtert (und der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgeschlagen), die abschließend erforderlichen Schritte zur Gestaltung der Satzung der Gesellschaft entsprechend dem zwischenzeitlich in Kraft getretenen Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinie (ARUG) umzusetzen. Diese Vorschläge sind von der Hauptversammlung genehmigt und im ersten Halbjahr 2010 umgesetzt worden.
Der Aufsichtsrat befasste sich mit der strategischen Planung des Konzerns, mit den Forecasts zur Geschäftsentwicklung sowie mit der Jahresplanung 2011.
Das Risikomanagement und die Compliance wurden in allen Sitzungen erörtert.
Corporate Governance
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen Sitzungen und Umlaufbeschlüssen vollzählig teilgenommen. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht – abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär der Gesellschaft.
Gegenwärtig ist im Aufsichtsrat eine Frau vertreten. Des Weiteren sind im Aufsichtsrat umfassende Branchenkenntnisse vorhanden. Auf Grund der unterschiedlichen Werdegänge der Mitglieder ist die Zusammensetzung des Aufsichtsrats auch durch eine hohe Vielfalt von Erfahrungen und Fähigkeiten geprägt.
Zukünftige Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl der Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat sollen überdies im Rahmen der jeweils vorhandenen Möglichkeiten sicherstellen, dass bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die folgenden Ziele erreicht werden:
| • | umfassende Branchenkenntnisse |
| • | Internationalität |
| • | Vielfalt (Diversity). |
Der Aufsichtsrat hat sich insoweit auch bei diesen in die Fassung 2010 aufgenommenen Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex davon überzeugt, dass die FRIWO AG die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß ihrer Entsprechenserklärung aus Februar 2011 erfüllt hat. Sie finden die aktuelle Entsprechenserklärung auf Seite 20 dieses Geschäftsberichts. Die Entsprechenserklärung wurde der Öffentlichkeit auch auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der FRIWO AG und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht, der für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefasst wurde, sind von der Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg (Rödl & Partner) geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung des Abschlussprüfers nach § 317 Abs. 4 HGB ergab, dass der Vorstand die Maßnahmen nach § 91 Abs. 2 AktG in der geeigneten Form getroffen hat und das Risikoüberwachungssystem seine Aufgaben erfüllt. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat sich in der heutigen gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Prüfungsergebnisse unterrichten lassen und sich über die wesentlichen Sachverhalte des Jahresabschlusses der FRIWO AG sowie des Konzernabschlusses umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den für die FRIWO AG und den Konzern zusammengefassten Lagebericht geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat in seiner heutigen Sitzung in Anwesenheit des Abschlussprüfers den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat die Angaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB eingehend geprüft.
Es werden sowohl zu den auf die Gesellschaft zutreffenden Punkten Angaben gemacht als auch negativ erklärt, wenn Angaben nicht möglich sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem Lagebericht des Vorstands einverstanden. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Rödl & Partner hat den Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.” Der Aufsichtsrat, der den Bericht ebenfalls geprüft hat, stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch Rödl & Partner überein und erhebt gegen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung 2011 vor, die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 zu wählen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz und die Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Ostbevern, 25. Februar 2011
*Richard G. Ramsauer
(Vorsitzender des Aufsichtsrats)*
Organe der Gesellschaft
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| Aufsichtsrat | Mandate |
|---|---|
| Richard G. Ramsauer Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH |
• VTC Beteiligungen AG, München (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Jürgen Max Leuze stellv. Vorsitzender Geschäftsführer der VTC Partners GmbH |
• keine |
| Peter Arnold Curt Tilo Brandis Dipl. Ing. Vorsitzender der Geschäftsführung der Rail.ONE GmbH bis 27.01.2010 Vorstand der Track Tec S.A. seit dem 28.09.2010 |
• Beijing Rail.ONE Pfleiderer Track Systems Technology Co. Ltd., China (Mitglied des Verwaltungsrats bis 27.01.2010) • Rail.ONE–B15 Saudi Arabia L.C.C., Königreich Saudi-Arabien (Member of the Board bis 27.01.2010) • Track Tec S.A., Polen Mitglied des Aufsichtsrats vom 03.08. bis 28.09.2010) |
| Rita Brehm Personalreferentin FRIWO Freigestellte Betriebsratsvorsitzende |
• keine |
| Herbert Ellefred Projektmanager FRIWO |
• keine |
| Dr. Ulrich Wolfrum Mitglied der Geschäftsleitung der VTC Partners GmbH |
• keine |
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| Vorstand | Mandate |
|---|---|
| Felix Zimmermann Produktion und Technik |
• FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd, China |
| Klaus Schilling Vertrieb und Finanzen |
• keine |
Zusammengefasster Lagebericht des FRIWO Konzerns und der FRIWO AG
Geschäft und Rahmenbedingungen
Überblick über den FRIWO-Konzern („FRIWO“)
Die FRIWO AG mit Sitz in Ostbevern/Westfalen ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller und Anbieter qualitativ hochwertiger Netz- und Ladegeräte für verschiedene Märkte und Branchen. Die Firmengruppe deckt mit ihren Erzeugnissen ein breites Spektrum von Anwendungen für die Bereiche Haushaltsgeräte, mobile Werkzeuge, IT und Kommunikation, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie Mess-, Wäge-, Gebäude-, Licht- und Medizintechnik ab. Außerdem bietet FRIWO seinen Kunden Fertigungsdienstleistungen (EMS) in Perfektion, von der Gerätemontage bis zur Produktion kompletter Baugruppen.
Der FRIWO-Konzern umfasste zum Ende des Berichtsjahres neben der Holding die FRIWO Gerätebau GmbH mit Sitz in Ostbevern, aus der heraus das operative Geschäft des Konzerns im Wesentlichen betrieben wird, sowie deren Vertriebs- und Servicegesellschaft in China. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und Investor Relations zuständig; sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.
FRIWO produziert zum einen in Europa, wo am Unternehmenssitz in Ostbevern eine eigene, hoch automatisierte Fertigungsstätte betrieben wird. Dieser Inlandsstandort kooperiert eng mit polnischen Zulieferern. Zum anderen wird ein wesentlicher Teil der Geräte von asiatischen Auftragsfertigern bezogen.
Wesentliche finanzielle Steuerungsparameter für den FRIWO-Konzern sind der Umsatz, das operative Ergebnis – definiert als Bruttoergebnis abzüglich Vertriebs- und Verwaltungskosten – sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Darüber hinaus ist eine angemessene Gesamtkapitalrentabilität ein bedeutendes Kriterium bei allen operativen Entscheidungen.
Der Konzernabschluss wird nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der FRIWO AG erfolgt gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist auf Grund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.
Wesentliche Vorgänge während des Berichtszeitraums
Vergleich mit Flextronics
Im Geschäftsjahr 2008 verkaufte die FRIWO AG (vormals CEAG AG) den früheren Geschäftsbereich FRIWO Mobile Power (FMP) zu einem Kaufpreis von 56,2 Mio. Euro an die Flextronics BV, Venray. Am 7. Mai 2009 reichte Flextronics bei der deutschen Schiedsgerichtsstelle eine Schiedsklage gegen die FRIWO AG ein. Flextronics warf der FRIWO AG die Verletzung von Garantien aus dem am 7. Februar 2008 geschlossenen Anteilskaufvertrag vor.
Im April 2010 einigten sich FRIWO und Flextronics auf einen Vergleich. Die FRIWO AG hat im Rahmen dieses Vergleichs einen Betrag von 4,0 Mio. US-Dollar (zum Zahlungszeitpunkt umgerechnet ca. 3 Mio. Euro) an Flextronics gezahlt. Damit wurden sämtliche Ansprüche der Klägerin aus dem Kaufvertrag final abgegolten.
Die Vergleichszahlung ist gemäß IFRS 5 im Ergebnis des nicht fortgeführten Bereichs (discontinued operations) als Aufwand auszuweisen und hat daher das Konzernergebnis des Jahres 2010 belastet. Des Weiteren hatte diese Transaktion erhebliche Auswirkungen auf die Bilanz.
Einen deutlich positiven Effekt hatte der Vergleich auf die Liquiditätssituation des Konzerns. Da zur Absicherung der Garantien aus dem Kaufvertrag liquide Mittel in Höhe von 8,6 Mio. Euro hinterlegt worden waren, wurde dieser Betrag – abzüglich der zu leistenden Vergleichszahlung – im ersten Halbjahr des Berichtsjahres frei. Die Liquidität der Gruppe erhöhte sich somit um rund 5,6 Mio. Euro.
Die operative Zusammenarbeit mit Flextronics war durch den Rechtsstreit und die Vergleichsverhandlungen nicht beeinträchtigt. Im Rahmen des Vergleichs wurde vereinbart, die Belieferung von FRIWO durch Flextronics langfristig fortzusetzen.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Nach dem Einbruch im Rezessionsjahr 2009 haben sich die Volkswirtschaften im Jahr 2010 deutlich erholt. Die Erholung verlief dabei schneller und fiel intensiver aus als zu Beginn des Berichtsjahres von Experten angenommen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) -korrigierte deshalb Anfang Oktober 2010 zum wiederholten Mal seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben und rechnete mit einem deutlichen Wachstum der Weltwirtschaft von 4,8 Prozent. Motoren dieser positiven Entwicklung sind dem IWF zufolge weiterhin vor allem schnell wachsende Schwellenländer wie China oder Indien.
Deutschland erreichte 2010 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes eine preisbereinigte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,6 Prozent nach einem Minus von 4,7 Prozent im Jahr zuvor. Damit lag die deutsche Wirtschaft an der Spitze der Volkswirtschaften in der Euro-Zone. Nachdem die Impulse dafür zunächst aus dem Ausland gekommen waren, gewann, so das Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., die Binnenwirtschaft im Jahresverlauf mehr und mehr an Bedeutung. Besonders wichtig war dafür der Investitionsanreiz der Wirtschaft, der aus einem historisch niedrigen Zinsniveau resultierte. Das Statistische Bundesamt errechnete für 2010 ein Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen in Deutschland um 5,5 Prozent nach einem Rückgang um 10,1 Prozent im Jahr zuvor. Begleitet wurde diese Entwicklung von wieder steigenden Unternehmensgewinnen, sinkender Arbeitslosigkeit und einem Zuwachs des Deutschen Aktienindex (DAX) um 16 Prozent.
Allerdings stellten Konjunkturexperten übereinstimmend fest, dass die konjunkturelle Erholung nach wie vor fragil sei und Risiken berge. So mahnt der IWF vor allem Reformen im Finanzsektor und bei der Konsolidierung der Staatshaushalte an. Die immer noch vorhandenen Anfälligkeiten im Bankensystem und die angeschlagenen Staatsfinanzen zahlreicher Industrienationen seien die größten Risiken für eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft. Übereinstimmend wurde gegen Ende des Jahres 2010 mit einer Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2011 gerechnet.
Quellen:
Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2010
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München, Konjunkturprognose 2010/2011, 14. Dezember 2010
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 12. Januar 2011
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
2010 war für die deutsche Elektroindustrie geprägt durch die Wiederbelebung der Weltwirtschaft. Laut Branchenverband ZVEI konnte der Umsatz um 14 Prozent gegenüber Vorjahr zulegen (Inland +11 Prozent, Ausland +16 Prozent). Der deutschen Elektroindustrie ist es damit gelungen, bei Umsatz und Produktion in einem Jahr die Hälfte der krisenbedingten 2009er Verluste aufzuholen.
Bei den Auftragseingängen konnte die Branche noch bessere Ergebnisse erzielen: 2010 konnte eine Steigerung um 24 Prozent gegenüber Vorjahr verzeichnet werden (Inlandsbestellungen plus 20 Prozent, Auslandsbestellungen plus 29 Prozent). Damit lagen die Auftragseingänge nur noch 10 Prozent unter den Rekordwerten des Jahres 2008.
FRIWO ist als Hersteller von Netz- und Ladegeräten in unterschiedlichen weltweiten Marktbereichen tätig. Über die einzelnen Trends und Entwicklungen dieser sehr verschiedenen Bereiche sind nur wenige detaillierte und zuverlässige Marktdaten verfügbar.
Quelle:
ZVEI-Konjunkturbarometer, Ausgabe Februar 2011
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns
Der FRIWO-Konzern hat sich 2010 sehr zügig von der Wirtschaftskrise erholt und nutzte den gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstrend für ein überdurchschnittlich starkes Wachstum. Der Konzernumsatz legte 2010 deutlich um 33,1 Prozent zu. Mit 97,5 Mio. Euro kann der FRIWO-Konzern sogar den höchsten Umsatz seit Verkauf der ehemaligen FMP-Aktivitäten ausweisen. Das Wachstum war nahezu über das gesamte Kunden- und Produktportfolio breit angelegt und setzte sich unterjährig kontinuierlich fort. Durch einen weit gefächerten Auftritt in klar definierten Märkten werden einseitige Abhängigkeiten von einzelnen Marktsegmenten oder Kunden vermieden – eine der Stärken von FRIWO. Neben Volumensteigerungen mit bestehenden Kunden konnten auch wichtige Neukunden mit langfristigem Potenzial gewonnen werden.
Die Entwicklung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) der fortgeführten Bereiche hielt jedoch nicht mit dieser dynamischen Umsatzsteigerung Schritt. Der Vorjahreswert von 0,5 Mio. Euro konnte nur leicht auf 0,7 Mio. Euro erhöht werden. Die EBIT-Umsatzrendite verbesserte sich damit geringfügig von 0,6 Prozent auf 0,7 Prozent.
Das Ergebnis war geprägt von Belastungen, die direkt oder indirekt Folge des schnellen Wachstums der Weltwirtschaft waren. Die weltweit stark gestiegene Nachfrage nach Elektronikkomponenten traf auf im Zuge der Wirtschaftskrise teilweise nachhaltig reduzierte Kapazitäten bei den Herstellern. In der Folge kam es teilweise zu massiven Lieferengpässen auf der Beschaffungsseite. Dies resultierte für FRIWO in erheblichen Prozess-Mehrkosten zur Sicherstellung der Materialversorgung, die nicht in vollem Umfang an die Kunden weiter gegeben werden konnten.
Hinzu kamen insbesondere ab dem zweiten Halbjahr nachhaltig steigende Materialpreise. Sehr zeitnah eingeleitete mehrmalige Preiserhöhungen konnten diese Effekte für das Geschäftsjahr 2010 nur teilweise kompensieren.
Der Konzern weist für 2010 ein Nachsteuerergebnis von -1,9 Mio. Euro aus, das auf die Belastung des nicht fortgeführten Bereiches durch den Vergleich mit Flextronics zurückzuführen ist.
Produktion
FRIWO produziert Netz- und Ladegeräte in Europa und China. Die Produktion in Europa erfolgt am eigenen Standort in Ostbevern und wird durch Auftragsfertiger in Polen unterstützt. In China arbeitet FRIWO mit weiteren Partnern zusammen.
Während 2009 am Standort Ostbevern teilweise Kurzarbeit genutzt wurde, reichten im Berichtsjahr die Kapazitäten in Europa nicht aus, um die Kundennachfragen bedienen zu können. Ende 2010 wurden deshalb zwei weitere Partner in Polen qualifiziert und mit Fertigungsaufträgen bedacht. Die Ausbringung aus europäischer Fertigung wurde 2010 um fast 34 Prozent gesteigert. Eine ähnlich gute Steigerungsrate wurde bei der Fertigung der chinesischen Partner erreicht.
Umsatzentwicklung
Der FRIWO-Konzern verzeichnete im Jahr 2010 einen Umsatz von 97,5 Mio. Euro, ein Zuwachs von 33,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (73,3 Mio. Euro). Das Umsatzplus verteilte sich mit sehr unterschiedlichen Wachstumsraten auf sämtliche Berichtssegmente. Obwohl im Krisenjahr 2009 der Umsatz in Deutschland geringer gesunken war als im Ausland, stieg er 2010 um 46,2 Prozent und weist damit die höchste Steigerungsrate aller FRIWO-Absatzmärkte aus. Daraus resultiert, dass FRIWO im Segment Deutschland 2010 über die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet hat. Auch in Asien konnte FRIWO mit einem Zuwachs von 28,0 Prozent den Umsatzrückgang des Vorjahres (minus 21,7 Prozent) überkompensieren. Das Segment Übriges Europa sowie die übrigen Regionen wuchsen um 16,5 bzw. 9,2 Prozent.
FRIWO fakturiert einen Großteil der Waren in US-Dollar, daher wirkte sich bei der Umsatzentwicklung der durchschnittliche Wertanstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro positiv aus. Währungsbereinigt, also auf Basis der Wechselkurse des Vorjahres, belief sich der Umsatzanstieg auf gut 29 Prozent.
Ertragslage
Die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns war im Jahr 2010 grundsätzlich durch die weltweite Konjunkturerholung geprägt. Das Wachstum traf jedoch auf verknappte Ressourcen in den Beschaffungsmärkten, vor allem bei Herstellern elektronischer Bauelemente. Dies führte zu erheblich höheren Materialkosten. In der Folge musste FRIWO Mehrkosten bei der Beschaffung in Kauf nehmen, um die Sicherstellung der Materialversorgung zu gewährleisten.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg 2010 von 8,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,5 Mio. Euro (plus 26,6 Prozent). Die Bruttomarge vom Umsatz, vor allem bedingt durch die genannten Marktengpässe, sank von 11,3 Prozent im Vorjahr auf 10,7 Prozent. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der fortgeführten Bereiche betrug 0,7 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro im Jahr zuvor. Im Vorjahr war allerdings ein Einmalertrag in Höhe von 0,8 Mio. Euro aus der Entkonsolidierung der liquidierten Vertriebsgesellschaft FRIWO USA enthalten.
Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) lag mit 0,7 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (0,6 Prozent). Der Konzern weist ein negatives Finanzergebnis von -0,4 Mio. Euro aus nach -0,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (PBT) für die fortgeführten Bereiche erreichte wie im Vorjahr 0,2 Mio. Euro.
Nach Steuern betrug das Konzernergebnis der fortgeführten Bereiche 0,0 Mio. Euro (2009: 0,4 Mio. Euro). Die nicht fortgeführten Bereiche weisen ein Nachsteuerergebnis von -1,9 Mio. Euro aus. Dies beinhaltet sämtliche Aufwendungen aus dem Vergleich, der mit Flextronics geschlossen wurde.
Das Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,24 Euro nach 0,00 Euro im Jahr 2009 (siehe Ziffer 19 des Konzernanhangs).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 31. Dezember 2010 belief sich auf 36,9 Mio. Euro und verkürzte sich damit gegenüber dem Bilanzstichtag 2009 (39,0 Mio. Euro) um 2,1 Mio. Euro. Die Vermögenslage wurde im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2009 durch den Vergleich im Zusammenhang mit der Schiedsklage von Flextronics beeinflusst.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 9,2 Mio. Euro auf 9,6 Mio. Euro. Dies resultierte aus einer erhöhten Investitionstätigkeit (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) in Höhe von 2,7 Mio. Euro. Hiervon entfiel ein großer Teil auf die Erweiterung, Modernisierung und Automatisierung der Fertigung in Ostbevern.
Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern lagen mit 27,3 Mio. Euro um 2,5 Mio. Euro unter Vorjahresniveau (29,8 Mio. Euro). Die Vorräte stiegen im Stichtagsvergleich um 7,5 Mio. Euro auf 16,3 Mio. Euro. Maßgeblich beeinflusst wurde dieser Anstieg durch den bewusst vollzogenen Lageraufbau von Elektronikkomponenten vor dem Hintergrund der Engpässe bei der Materialbeschaffung; zudem wirkte sich der erhöhte Auftragsbestand aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen infolge des erhöhten Geschäftsvolumens um 1,0 Mio. Euro auf 7,5 Mio. Euro.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken von 10,2 Mio. Euro per Ende 2009 um 7,9 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro. Durch den Vergleich mit Flextronics wurde der hinterlegte Garantiebetrag von 8,6 Mio. Euro abzüglich der Vergleichszahlung in Höhe von ca. 3 Mio. Euro frei und konnte für die Rückzahlung der kurzfristigen Kredite und für den wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals verwendet werden. Die Zahlungsmittel reduzierten sich von 4,4 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro.
Auf der Passivseite der Bilanz sank das Eigenkapital des FRIWO-Konzerns von 12,7 Mio. Euro per 31. Dezember 2009 um 2,0 Mio. Euro auf 10,7 Mio. Euro per Ende 2010. Kapitalmindernd wirkte sich im Wesentlichen die Vergleichszahlung aus. Mit einer Eigenkapitalquote von 29,1 Prozent wies der Konzern zum Bilanzstichtag aber unverändert eine solide Eigenkapitalbasis aus (31. Dezember 2009: 32,6 Prozent).
Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 3,6 Mio. Euro auf 8,8 Mio. Euro und enthalten aufgrund der bereits im ersten Quartal mit den Banken abgeschlossenen Anschlussfinanzierung der FRIWO Gerätebau GmbH wieder eine langfristige Finanzverbindlichkeit von 5,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken von 22,7 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro. Größter Einflussfaktor war dabei die oben genannte Umgliederung der Bankverbindlichkeiten vom kurzfristigen in den langfristigen Bereich. Zudem wirkte sich auch die Tilgung kurzfristiger Kredite in Höhe von 2,0 Mio. Euro aus. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen wachstumsbedingt um 1,2 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro.
Finanzlage und Finanzmanagement
Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist maßgeblich auf die Steuerung der benötigten Liquidität sowie einer angemessenen Kapitalstruktur des Unternehmens ausgerichtet.
Der Konzern verfügt über mehrere kurzfristige Kreditlinien verschiedener Banken. Darüber hinaus stehen der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH 5,0 Mio. Euro über ein langfristiges Darlehen zur Verfügung. Dieses Darlehen wurde im Frühjahr 2010 zu marktüblichen Konditionen neu abgeschlossen, nachdem ein Schuldscheindarlehen in gleicher Höhe planmäßig fällig geworden war.
Zudem verkauft die FRIWO Gerätebau GmbH einen Teil ihrer Forderungen in Form eines echten Factorings, bei dem das Ausfallrisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird. Die chinesische Vertriebs- und Servicegesellschaft wird derzeit durch die FRIWO Gerätebau GmbH mit Finanzmitteln ausgestattet. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien in den einzelnen Gesellschaften ist innerhalb eines Geschäftsjahres in Abhängigkeit vom Bestand an Verbindlichkeiten, Vorräten und Forderungen Schwankungen unterworfen.
Der FRIWO-Konzern war im Geschäftsjahr 2010 durchgehend selbstständig finanziert und verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität.
Die von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditlinien wurden zum 31. Dezember 2010 mit kurzfristigen Geldmarktkrediten in Höhe von 1,0 Mio. Euro in Anspruch genommen. Einzelne Kreditfazilitäten beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer in Zukunft eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente sind von untergeordneter Bedeutung.
Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr -4,6 Mio. Euro nach 3,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der um die Vergleichszahlung bereinigte Rückfluss aus der Garantiesumme in Höhe von 5,6 Mio. Euro wurde für die Rückzahlung der kurzfristigen Kredite und für den gezielten Aufbau des Working Capitals verwendet. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelzufluss von 3,3 Mio. Euro, der im Wesentlichen den Saldo aus dem Rückfluss der Garantiesumme und den getätigten Investitionen darstellt.
Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: Mittelabfluss von 20,5 Mio. Euro). Darin spiegelt sich vor allem die Rückzahlung der Inanspruchnahme der kurzfristigen Kreditlinien wider. Die Zahlungsmittel des Konzerns sanken im Geschäftsjahr insgesamt um 3,3 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro).
Im Berichtsjahr konnten die Gesellschaften des Konzerns ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit bedienen. Soweit dies derzeit absehbar ist, ist die Liquidität auch für das Jahr 2011 und die Folgejahre gesichert.
Vor dem Hintergrund des konjunkturellen Umfelds und des dynamischen Wachstums stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft insgesamt als zufrieden stellend dar.
Übernahmerechtliche Angaben
Nachfolgend sind die übernahmerechtlichen Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB dargestellt.
Das Grundkapital der FRIWO AG beträgt 20,02 Mio. Euro und ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberstückaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt somit ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2010 sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Dem Vorstand der FRIWO AG sind keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bekannt.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2010 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte am Kapital der FRIWO AG:
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| Direkter Anteil der Stimmrechte in % |
Indirekter Anteil der Stimmrechte in % |
|
|---|---|---|
| Cardea Holding GmbH, Grünwald | 82,91 | |
| VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München | 82,91 |
Bei den genannten Stimmrechtsanteilen handelt es sich um freiwillige Angaben der Aktionäre zum Stichtag 31. Dezember 2010. Bei diesen Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Die ausgegebenen Aktien gewähren keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Den Arbeitnehmern der FRIWO AG steht keine Stimmrechtskontrolle zu.
Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 10,01 Mio. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte Zwecke ausschließen. Die Ermächtigung hat Gültigkeit bis zum 31. Juli 2013. Der Vorstand hat von der Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2010 keinen Gebrauch gemacht.
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 21. August 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, einmalig oder mehrmalig eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung hatte Gültigkeit bis zum 20. Februar 2010. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen. Nach § 7 Abs. 2 erfolgen sowohl die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und stellvertretenden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat. Ebenso kann dieser ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie weitere Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernennen. Derzeit besteht der Vorstand der Gesellschaft aus zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern. Über Satzungsänderungen entscheidet gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 AktG die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 12 Abs. 2 der Satzung der FRIWO AG ausschließlich zu Satzungsänderungen berechtigt, die die Fassung betreffen.
Es gibt keine wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht. Ebenso wenig bestehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen wurden.
Erklärung zur Unternehmensführung
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG erklären gemäß § 161 AktG:
„Die Gesellschaft hat den am 05. August 2009 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 18. Juni 2009) seit der letzten Entsprechenserklärung aus Februar 2010 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft entspricht den am 02. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 26. Mai 2010) mit den nachfolgenden Ausnahmen und wird ihnen auch in Zukunft mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:
Die satzungsmäßigen Voraussetzungen für die Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege sind zwar erfüllt. Eine automatische elektronische Übermittlung an alle in Ziffer 2.3.2 Genannten kann jedoch nicht erfolgen, da die FRIWO AG Inhaberaktien ausgegeben hat und ihr die Aktionäre und deren Adressen nicht bekannt sind. Eine Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Weg erfolgt daher nur, soweit das depotführende Kreditinstitut des Aktionärs diese Leistung erbringt oder an die Aktionäre, Aktionärsvereinigungen und Finanzdienstleister, die dies verlangen (Kodex Ziffer 2.3.2).
Die bestehende D & O Versicherung sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Gesellschaft hat persönliche Verpflichtungserklärungen zur Tragung eines Selbstbehalts durch ihre Aufsichtsratsmitglieder eingeholt, auch wenn ansonsten Versicherungsschutz auf Grund einer durch die Gesellschaft abgeschlossenen D & O Versicherung bestehen sollte. Danach tragen Aufsichtsratsmitglieder, die der Gesellschaft oder Dritten durch ihre Aufsichtsratstätigkeit grob fahrlässig Schaden zufügen, alle in einem Jahr verursachten Schäden bis zur Höhe der Hälfte ihrer jeweiligen Jahresgesamtvergütung im Jahr der Schadensverursachung selbst. Zur Schadensbemessungsgrundlage zählen Rechts- und sonstige Verteidigungskosten nicht. Eine Einschränkung der Haftung der Aufsichtsratsmitglieder gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber Dritten ist damit nicht verbunden (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 2).
Die Gesellschaft wird aus Vereinfachungsgründen darauf verzichten, einen Corporate Governance Bericht zu erstellen (Kodex Ziffer 3.10). Daraus folgt, dass sie auch darauf verzichten wird, über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht anzugeben. Auch konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden daher nicht gemacht (Kodex Ziffern 6.6; 7.1.3).
Die Gesellschaft verzichtet auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden oder Sprechers. Gemäß Geschäftsverteilungsplan sind alle wichtigen Aufgaben eindeutig zugeordnet und gleichmäßig auf die beiden Vorstände verteilt. Sie werden sich bei zentralen Entscheidungen eng abstimmen und diese je nach Themengebiet nach außen vertreten (Kodex Ziffer 4.2.1, Satz 1).
Ziel der Gesellschaft ist es immer, die besten Führungskräfte bei angemessener und leistungsbezogener Vergütung zu verpflichten. Für eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG kann sich dies als schwierig erweisen. Aus diesem Grund möchte sich die Gesellschaft bei der Gestaltung von Vorstandsverträgen größtmöglichen Handlungsspielraum bewahren und verzichtet sowohl auf die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4 und 5) als auch auf die Festlegung einer Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands sowie Selbstbeschränkungen bei der Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorständen (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 2).
Die Gesellschaft verzichtet aus Effizienzgründen darauf, die Hauptversammlung separat über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands zu informieren. Informationen zur Vorstandsvergütung finden sich im Geschäftsbericht (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 6).
Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre erfolgen keine individualisierten Angaben zu den Vorstandsbezügen (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Von der durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen vom 3. August 2005 (VorstOG) eingeführten Rechtspflicht zu einer individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom Mai 2006 für den Zeitraum von fünf Jahren befreit.
Eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG bietet aufgrund ihrer Größe und Komplexität dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, alle Themen ausführlich im Gesamtgremium zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat daher keinerlei Ausschüsse gebildet (Kodex Ziffern 5.2, Absatz 2 sowie 5.3). Zur Erhaltung der größtmöglichen Flexibilität bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien verzichtet der Aufsichtsrat auf die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2, Unterpunkt 3).
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre nicht individualisiert ausgewiesen werden (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3).
Der Aufsichtsrat verzichtet auf eine ausdrückliche Effizienzprüfung (Kodex Ziffer 5.6). Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine „Politik der kurzen Wege“ ist aus Sicht des Aufsichtsrats ein höchstes Maß an Effizienz gegeben.
Um den Abstimmungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, wird der Halbjahresbericht vor seiner Veröffentlichung nicht mit dem Gesamtaufsichtsrat, sondern nur mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2).“
Ostbevern, im Februar 2011
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| Richard G. Ramsauer Vorsitzender des Aufsichtsrats |
Felix Zimmermann Mitglied des Vorstands |
Klaus Schilling Mitglied des Vorstands |
Angaben zu Unternehmenspraktiken
Über Unternehmenspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, ist an dieser Stelle nichts zu berichten.
Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand der FRIWO AG mit derzeit zwei Mitgliedern ist das Leitungsorgan der Gesellschaft und des Konzerns. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand.
Zu den Vorstandsaufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Tochterunternehmen. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die Besetzung von Schlüsselpositionen im Unternehmen.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Gleichwohl führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Geschäftsverteilungsplan. Auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden wurde verzichtet. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Koordination der Vorstandsarbeit.
Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen.
Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Geschäftsplanung, der Geschäftsentwicklung und der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken und Compliance-Fragen. Wesentliche Entscheidungen sind im Rahmen eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat umfasst sechs Mitglieder. Er ist gemäß dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat zu zwei Dritteln mit Anteilseigner- und zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer in einem von der Hauptversammlung unabhängigen Wahlverfahren von den Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der Aufsichtsräte beträgt fünf Jahre.
Unterjährig tritt der Aufsichtsrat regelmäßig mindestens viermal (zweimal pro Halbjahr) zusammen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats festlegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert er die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresplanung sowie den Jahresabschluss der FRIWO AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In seinen Aufgabenbereich fällt darüber hinaus die Bestellung der Mitglieder des Vorstands. Wesentliche Vorstandsentscheidungen sind an seine Zustimmung gebunden.
Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.
Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG
Die FRIWO AG als Holding des FRIWO-Konzerns erzielt ihr Ergebnis im Einzelabschluss nach HGB-Rechnungslegung aus den vereinnahmten Gewinnen bzw. den übernommenen Verlusten der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, mit der ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag besteht. Des Weiteren fallen bei der Holding eigene Aufwendungen an.
Im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden die Pensionsrückstellungen einer Neubewertung unterzogen. Die Anpassung in Höhe von 0,4 Mio. Euro wird unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die FRIWO AG weist für das Geschäftsjahr 2010 ein positives Ergebnis vor Steuern von 6,2 Mio. Euro (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro) und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 6,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro) aus. Hiervon werden nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag 3,7 Mio. Euro den Gewinnrücklagen zugeführt. Der Bilanzgewinn beträgt 1,9 Mio. Euro.
In der Gewinn- und Verlustrechnung der FRIWO AG sind für 2010 einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro enthalten. Diese werden im Konzernergebnis unter den discontinued operations ausgewiesen und resultieren aus dem mit Flextronics vereinbarten Vergleich. Der Aufwandssaldo umfasst neben der Vergleichszahlung in diesem Zusammenhang entstandene Aufwendungen für Rechtsberatung und Gerichtskosten sowie die Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungen.
Das Ergebnis der Holdinggesellschaft war wesentlich positiv geprägt von einer Zuschreibung des Buchwertes der Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH. Die Beteiligung wurde vom bisherigen Wertansatz (20 Mio. Euro) auf die historischen Anschaffungskosten von 28,3 Mio. Euro aufgewertet. Diese Aufwertung um 8,3 Mio. Euro wurde zum einen getragen durch die positive Geschäftsentwicklung des Jahres 2010, zum anderen gestützt durch die aktuelle Ergebnis- und Cashflowplanung für die kommenden Jahre. Die Bewertung wurde mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens durchgeführt. Der Beurteilung liegen Annahmen und Schätzungen über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der FRIWO Gerätebau GmbH zugrunde.
Resultierend aus dem Vergleich und der erfolgten Zuschreibung des Beteiligungsbuchwertes veränderte sich auch die Bilanzstruktur der FRIWO AG entsprechend.
Zusammenfassend bewertet der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holding als zufrieden stellend.
Dividendenvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss der FRIWO AG zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
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| T Euro | |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von 0,25 Euro je Stückaktie bei 7.700.000 dividendenberechtigten Stückaktien |
1.925 |
Damit sollen die Aktionäre an dem Liquiditätsrückfluss beteiligt werden, der durch den mit Flextronics geschlossenen Vergleich im Zusammenhang mit dem Verkauf des ehemaligen Geschäftsbereiches FMP ermöglicht wurde.
Risikobericht
Risikomanagement
Als international agierendes Unternehmen ist FRIWO im Rahmen der Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von spezifischen Risiken ausgesetzt, die sich gegebenenfalls nachteilig auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AG und Konzern auswirken können. Vor diesem Hintergrund ist ein professionelles und wirkungsvolles Risikomanagementsystem ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung der FRIWO AG und des FRIWO-Konzerns.
Das Risikomanagementsystem bei FRIWO ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder zu minimieren. Das Risikomanagement stellt einen standardisierten fortwährenden Prozess dar, der ständig verbessert und verfeinert wird.
Die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung der Risiken sowie die Berichterstattung über sie sind in einer Richtlinie niedergelegt, welche auch konzernweit die Grundlage für ein effizientes Risikomanagementsystem bildet.
Die Risikobewertung wird dreimal im Jahr durch Einschätzung von Risikopotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit von den zuständigen „Risk-Ownern“ – dabei handelt es sich um Führungskräfte in allen wesentlichen Bereichen des Konzerns – vorgenommen. „Risk Controller“ unterstützen sie dabei und stellen sicher, dass bei Überschreitung von bestimmten Schwellenwerten Risiken an höhere Führungsebenen und an den Aufsichtsrat kommuniziert werden. Dabei ist die Risikoberichterstattung vollständig in die standardisierten Planungs- und Forecastprozesse integriert. Dieses System gewährleistet, dass alle identifizierten Risiken ihrer Wesentlichkeit entsprechend berücksichtigt werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen eine „Risikokultur“ geschaffen und das Risikobewusstsein geschärft.
Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns haben können. Weitere Informationen zu Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und zum Finanzrisikomanagement finden sich auch im Konzernanhang unter Ziffer 33. Risiken, die dem Konzern derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls negativ beeinträchtigen.
Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des FRIWO-Konzerns
Die Weltwirtschaft hat sich 2010 zunehmend von den Folgen der Rezession erholt. Dieser positive Trend war auch in der deutschen Elektroindustrie und in den wichtigen Absatzmärkten von FRIWO zu erkennen. FRIWO hatte sich in den vergangenen Jahren durch die Belieferung sehr unterschiedlicher Märkte und Zielgruppen breit aufgestellt, um die Konjunkturempfindlichkeit zu reduzieren.
Diese Strategie wirkte sich im Berichtsjahr positiv aus: FRIWO konnte ein Umsatzwachstum deutlich über dem Durchschnitt der Branche verzeichnen. Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Verbraucherschutz führt zu stärkeren gesetzlichen Regulierungen. Ein Erfolgsfaktor für FRIWO ist daher die zügige Erkennung und Umsetzung der relevanten technischen Anforderungen und Normen.
Ferner bestehen länderspezifische Risiken an einzelnen FRIWO-Standorten oder denen ihrer Lieferanten. Insbesondere ist das Risiko einer uneinheitlichen Auslegung und Anwendung von Rechtsquellen zu nennen, die speziell das Arbeitsrecht sowie Steuer- und Zollregelungen in China betreffen.
Währungsrisiken
Da FRIWO als global orientiertes Unternehmen einen wesentlichen Teil des Geschäftes in Fremdwährungen (insbesondere US-Dollar) abwickelt, entstehen im Konzern Transaktionsrisiken. Infolge der hohen Volatilität der weltweiten Zins- und Währungsmärkte haben diese Risiken im Jahr 2010 an Relevanz gewonnen.
Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen in Fremdwährungen und künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. Das Fremdwährungsrisiko wird aus der Sicht der jeweiligen Gesellschaft und ihrer Heimatwährung gegenüber allen Fremdwährungen betrachtet. Dabei ergibt sich zunächst zumindest teilweise eine natürliche Absicherung bei jenen Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten.
Darüber hinaus verbleibende Fremdwährungsrisiken werden durch gezieltes Währungsmanagement verringert. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt bevorzugt in der jeweiligen Heimatwährung oder weitestgehend auf währungsgesicherter Basis. Mittelaufnahmen oder -anlagen in Fremdwährungen zu Spekulationszwecken sind nicht gestattet. Der Konzern unterhält eine Treasury-Funktion, die regelmäßig die bilanziellen Währungsrisiken erhebt und im Fall eines wesentlichen, konsolidierten Risikos entsprechende Absicherungen durch Devisentermingeschäfte vornimmt. Risiken der Währungen USD (US-Dollar) und CNY (chinesischer Renminbi) zueinander werden nicht abgesichert. Den Risiken aus künftigen Transaktionen begegnet FRIWO dadurch, dass Geschäfte bevorzugt in der Währung der entstandenen Herstellkosten abgeschlossen werden.
Dennoch könnten sich aus veränderten Währungsrelationen, den zum größten Teil in US-Dollar fakturierten Transaktionen sowie aus der Umrechnung auf die Konzernwährung Euro Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.
Da sich eine operativ tätige FRIWO-Gesellschaft außerhalb des Euro-Währungsraums befindet, ist der Konzern außer den beschriebenen Transaktionsrisiken auch den Einflüssen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Gesellschaft in die Berichtswährung Euro des Konzernabschlusses ausgesetzt.
Beschaffungs-, Produktions- und Preisänderungsrisiken
Bei FRIWO bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können.
Bei der Fertigung von Produkten verarbeitet FRIWO auch Vorprodukte oder Komponenten anderer Hersteller. Dabei haben einige Lieferanten von FRIWO eine Alleinstellung. Deshalb kann unter Umständen eine quantitativ und/oder qualitativ ausreichende Produktions- bzw. Liefermenge nicht immer sichergestellt werden. Auf diese Weise könnten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden.
Auch die Rohstoff- und Energiepreise können je nach Marktsituation stark schwanken und die wirtschaftliche Lage des FRIWO-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Es ist nicht gesichert, dass FRIWO eventuelle Preiserhöhungen an die Kunden ganz oder zumindest teilweise weitergeben kann.
Der unerwartet schnelle Aufschwung führte 2010 zu einer stark ansteigenden Nachfrage nach Rohstoffen und Vorprodukten. Engpässe auf den Beschaffungsmärkten von FRIWO waren die Folge. Vor allem bei elektronischen Komponenten herrschte aufgrund von kurzfristig nicht zu behebenden Kapazitätsengpässen der Lieferanten Knappheit. FRIWO musste daher Mehrkosten bei der Materialbeschaffung in Kauf nehmen, um die termingerechte Belieferung der Kunden nicht zu gefährden. Da eine deutliche Entspannung der Beschaffungssituation nach wie vor nicht absehbar ist, könnte die anhaltende Knappheit zu verspäteten Belieferungen der FRIWO-Kunden oder sogar vereinzelt zu Ausfällen bestehender FRIWO-Lieferbeziehungen führen.
Einen wesentlichen Teil der Fertigprodukte bezieht FRIWO von externen Geschäftspartnern in China und Osteuropa. Um das Netzwerk der Produktionspartner auf eine noch breitere Basis zu stellen, wurden im Geschäftsjahr 2010 die Geschäftsbeziehungen zu einem zweiten Auftragsfertiger mit Standorten in China und Vietnam ausgebaut. Darüber hinaus wird das Netzwerk externer Fertigungspartner in Asien und Osteuropa erweitert. Dennoch besteht das grundsätzliche Risiko eines zumindest mittelfristigen Wegfalls der Lieferbeziehung zu einem der Hauptlieferanten oder zu einem anderen Auftragsfertiger von FRIWO, was sich maßgeblich auf die Geschäftsentwicklung von FRIWO auswirken könnte.
Ein weiteres Risiko für FRIWO stellt die Dynamik der Lohnkosten in China dar. Auch 2010 wurden die gesetzlichen Mindestlöhne signifikant erhöht. Dies bedeutete für FRIWO Mehrkosten durch erhöhte Einkaufspreise für extern hergestellte Fertiggeräte. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft regelmäßige Lohnerhöhungen in China zu bewältigen sind. Hier ist nicht gesichert, dass FRIWO die Mehrkosten durch Anpassung der Verkaufspreise ohne Zeitverzug an die Kunden weitergeben kann.
Wettbewerbsrisiken
Der FRIWO-Konzern hat ein breites Kunden- und Produktportfolio. Bei einigen Kunden ist FRIWO insgesamt oder für einzelne Produktgruppen Alleinlieferant. So generiert der Konzern mit einem Großkunden allein gut 29 Prozent des Jahresumsatzes. Einzelne Kunden haben begonnen, diese Abhängigkeiten durch den Aufbau von Alternativlieferanten langfristig zu reduzieren. Sollten diese Kunden den Aufbau einer Mehrlieferanten-Strategie verstärkt vorantreiben, könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns auswirken.
Ausfallrisiken
Die Kunden von FRIWO sind durchweg gut durch die Wirtschaftskrise gekommen und hatten im Berichtsjahr nach Kenntnis der Gesellschaft keine Liquiditätsprobleme. FRIWO hatte 2010 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insofern ist auch das latente Ausfallrisiko von FRIWO gegenüber dem Vorjahr gesunken. Für eine spezifische überfällige Forderung gegenüber einem Kunden wurde im Abschluss eine angemessene Risikovorsorge getroffen.
Zur Steuerung des Kreditrisikos des zum Bilanzstichtag gegenüber den FRIWO-Kunden ausgewiesenen Forderungsbestands wird auf die Angabe unter Ziffer 24 und Ziffer 33 des Konzernanhangs verwiesen.
Liquiditätsrisiken
Viele Finanzmarktindikatoren (Schuldscheinverschreibungen, CDS-Spreads) deuten darauf hin, dass sich die Situation auf den internationalen Finanzmärkten tendenziell verbessert hat. Dennoch bleibt eine Unsicherheit und Volatilität bestehen. Die Banken haben ihre restriktive Kreditvergabepolitik weitgehend beibehalten, dies kann vielfach zu erhöhten Finanzierungskosten für die Kreditnehmer führen. Diese Entwicklung kann den finanziellen Handlungsspielraum der Unternehmen einschränken.
Bei einem Fortbestehen der restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditwirtschaft ist nicht ausgeschlossen, dass davon auch FRIWO betroffen ist.
Im ersten Quartal 2010 konnte eine langfristige Finanzierung über eine Laufzeit von 5 Jahren in Höhe von 5,0 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen werden.
Einzelne Kreditfazilitäten von FRIWO beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer in Zukunft eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung liegen nicht vor.
Rechtsrisiken
FRIWO ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Lieferungen, Produkthaftung, Produktmängel oder Qualitätsprobleme. Derzeit sind aus diesen Bereichen keine Verfahren anhängig, die nach Auffassung des Vorstands wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben werden. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass künftige Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns haben könnten.
Aktuell ist ein Verfahren über die Zahlung eines Ausgleichsbetrages anhängig, das ein ehemaliger ausländischer Handelsvertreter von FRIWO angestrengt hat. Nachdem FRIWO dieses Verfahren im Vorjahr erstinstanzlich gewonnen hatte, hat der Kläger das Verfahren in zweiter Instanz wieder aufleben lassen. FRIWO sieht seine Position gut untermauert und geht daher nach aktuellem Kenntnisstand nicht von einer Inanspruchnahme aus diesem Verfahren aus. Es kann jedoch nicht vollkommen ausgeschlossen werden, dass ein künftiger Richterspruch zu Lasten von FRIWO die Ertragslage einmalig belasten wird.
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko des FRIWO-Konzerns resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Finanzschulden und aus einem langfristigen Darlehen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurden entsprechende Zinsswaps abgeschlossen. Durch diese Zinsswaps wird die ursprüngliche variable Zinszahlung in eine Festzinszahlung ab dem Jahr 2011 umgewandelt. Die Zinsswaps unterliegen während der Laufzeit einem Marktwertänderungsrisiko.
Risiken und Auswirkungen aufgrund des Verkaufs von FMP
Durch den Vergleich mit Flextronics haben sich sämtliche Garantien, die FRIWO im Rahmen des Verkaufs der ehemaligen Geschäftseinheit FMP abgegeben hatte, final erledigt. Daher sind aus diesem Bereich keine Risiken mehr zu berichten.
Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns
Zum heutigen Datum liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die FRIWO AG gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 4 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns zu beschreiben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. FRIWO versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
| • | zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| • | zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| • | zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Über eine klar definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.
Die wesentlichen Geschäftsprozesse der Gruppe werden regelmäßig auf ihre Risikorelevanz in Bezug auf die Rechnungslegung überprüft. Alle als risikorelevant identifizierten Prozesse sind konzernweit in verbindlich anzuwendenden Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden mindestens einmal jährlich an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.
Bei den Rechnungslegungsprozessen erachtet FRIWO jene Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| • | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess; |
| • | Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften; |
| • | präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen; |
| • | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten im Konzern und seinen Tochtergesellschaften sicherstellen; |
| • | Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch durch interne Revisionstätigkeiten. |
Mitarbeiter
Entwicklung der Mitarbeiterzahl
Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im FRIWO-Konzern betrug zum 31. Dezember 2010 insgesamt 333. Dies ist gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres ein Anstieg um 20 Personen oder 6 Prozent, der in erster Linie aus der gezielt verfolgten Stärkung der Bereiche Produktentwicklung und Vertrieb sowie aus Einstellungen in fertigungsnahen Bereichen resultierte.
Der Konzern beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2010 im Inland 261 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 247), die am Stammsitz in Ostbevern in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung tätig sind. Im Ausland betrug die Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag 72 Personen (31. Dezember 2009: 66) in den Bereichen Produktentwicklung, Einkauf, Qualitätswesen, Vertrieb und Verwaltung.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 wurde die Mitgliedschaft der deutschen Tochtergesellschaft der FRIWO AG im Verband münsterländischer Metallindustrieller e.V. (VMM) beendet. Die Gesellschaft ist einem freien Arbeitgeberverband beigetreten. Damit wird auch diese Gesellschaft zukünftigen Entgeltabkommen nicht mehr beziehungsweise nur noch eingeschränkt unterliegen. Dieser Schritt dient dazu, die notwendige Autonomie zu erreichen, um künftige Gehaltsanpassungen an der wirtschaftlichen Lage des Konzerns auszurichten.
Unternehmensleitbild der FRIWO-Gruppe
In unserem Leitbild halten wir fest, wofür FRIWO steht, welche Ziele wir verfolgen und welche Werte unser Handeln prägen. Das Leitbild umfasst unsere Mission, die Vision, unsere Werte und Ziele sowie unsere Führungs- und Mitarbeitergrundsätze und wurde 2010 bei FRIWO neu erarbeitet.
Die Führungs- und Mitarbeitergrundsätze halten fest, wie wir den Umgang miteinander gestalten und was unsere Zusammenarbeit prägt.
Dieses Leitbild stellt somit die „Leitplanken“ dar, innerhalb derer sich FRIWO bei all seinen Aktivitäten bewegt – dies gilt sowohl für Entscheidungen, die wir im Rahmen unserer täglichen Arbeit zu treffen haben, als auch für unsere grundsätzliche strategische Ausrichtung. Gerade in unserem sich täglich immer schneller verändernden Umfeld kann dieses Leitbild, wenn wir es zum Fundament unserer täglich gelebten FRIWO-Kultur machen, Orientierung geben und Richtung weisen. Das Unternehmensleitbild ist für alle Führungskräfte und Mitarbeiter verbindlich und soll alle unsere Aktivitäten nach innen und außen prägen.
Mitarbeiterförderung
Schulungen und Projekte
Für den nachhaltigen Unternehmenserfolg der FRIWO-Gruppe sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein zentraler Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund hat die Weiterbildung bei FRIWO einen hohen Stellenwert. Hohe Qualität und Effizienz in allen Arbeitsbereichen zeichnen das Unternehmen aus. Ziel ist es, durch Training und Weiterbildung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu stärken und langfristig an das Unternehmen zu binden. Diesen Aspekten wurde auch im Geschäftsjahr 2010 Rechnung getragen, unter anderem durch ein umfangreiches Vertriebstraining in Ostbevern und ein fortgeführtes Führungskräftetraining in Shenzhen/China.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht gibt gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft und des Konzerns. Es ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 11. Mai 2006 beschlossen hat, dass die Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2006 bis einschließlich 2010 unterbleiben.
Zu den Einzelheiten der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG wird auf die Ziffer 36 des Konzernanhangs und auf Ziffer 15 des Anhangs der FRIWO AG verwiesen.
Vorstandsvergütung
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Er sorgt dafür, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage des Unternehmens steht und sich in einem üblichen Rahmen bewegt. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur der FRIWO AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Möglichkeit der Billigung des Vorstandsvergütungssystems durch die Hauptversammlung wird nicht genutzt.
Die Vergütung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: einer festen Vergütung, einem variablen Teil und einem Beitrag zur Altersversorgung. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Teil ist von der Erreichung bestimmter finanzieller und qualitativer Ziele abhängig. Diese Ziele werden jährlich neu vereinbart und enthalten sowohl auf das Geschäftsjahr bezogene als auch mehrjährige Ziele. Für außergewöhnliche Entwicklungen ist eine Begrenzung der variablen Vergütung vorgesehen.
Zusätzlich erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Versicherungsprämien und Entschädigungsleistungen im Rahmen der doppelten Haushaltsführung bestehen. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus eine Sondervergütung festsetzen und hat die Möglichkeit, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Aktienoptionen zuzuteilen. Derzeit besteht kein Stock-Option-Programm oder vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung.
Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 18 der Satzung der FRIWO AG.
Entwicklung
Auch im Jahre 2010 waren die Entwicklungstätigkeiten stark durch die ERP-Rahmenrichtlinie (Energy Relevant Products Directive) der EU für externe Stromversorgungen geprägt. Die zweite Stufe dieser Richtlinie tritt ab April 2011 in Kraft und verlangt erhöhte Wirkungsgradwerte und reduzierte Leerlaufverluste.
Deshalb musste fast das komplette FRIWO-Produktportfolio (kundenspezifische Geräte sowie Plattformprodukte – im Katalog aufgelistet) überprüft und teilweise überarbeitet werden. Für FRIWO bot sich damit auch die Chance, die technische Leistungsfähigkeit der Produktpalette weiter zu optimieren.
So wurden viele Gerätefamilien auf neue ASICs (Application Specific IC) umgestellt. Auch der neueste Kontroll-IC, dessen Entwicklung Ende 2009 begonnen worden war, wird hierbei eingesetzt. Dieser ASIC setzt den Erfolg der Reihe von FRIWO-ASICs fort und dient auch der Sicherung des Kopierschutzes. Nur FRIWO kann diesen Baustein einsetzen, was garantiert, dass die Elektronik nicht kopiert werden kann.
Ein weiterer Meilenstein war die Entwicklung von Stromversorgungen für elektrische Antriebe. Auch hier konnte die FRIWO-Technologie in neue Anwendungen ausgerollt werden und hilft, die Stand-by-Verlustleistung auf ein Minimum zu reduzieren und das Gesamtsystem zu optimieren.
Auch der Bereich der kontaktlosen (induktiven) Energieübertragung wurde weiter ausgebaut und es wurden Demoboards für die Speisung von Infusionspumpen ausgeliefert. Der Vorteil dieser Technologie kommt speziell in Umgebungen zum Tragen wo Feuchtigkeit und Elektrizität aufeinander treffen.
Sich verändernde Rahmenbedingungen und Kundenanforderungen stellen die Entwicklung immer wieder vor neue Herausforderungen. FRIWO entwickelte eine völlig neue Produktkategorie von Netzteilen, um diese speziellen Anforderungen wie z.B. kompakte Bauform, Staub- und Wasserschutz, usw. zu bedienen. Die Unterputzstromversorgungen finden vor allem in den Bereichen Sanitärtechnik, Zugangs-, Kontroll- und Sicherheitssysteme sowie Licht- und Türsteuerung Verwendung.
In Zukunft werden eine Vielzahl von Applikationen über standardisierte USB - Schnittstellen mit Energie versorgt. Hierfür entwickelte FRIWO eine neue Schaltnetzteilserie.
Ein Netzteil mit 2 USB Buchsen, welches einfach und unkompliziert in eine handelsübliche Unterputzdose installiert werden kann, ist nun ebenfalls Bestandteil des Produktportfolios. Parallel hierzu wurde eine neue miniaturisierte Variante des erfolgreichen GPP USB entwickelt.
Ein weiterer Zukunftsmarkt betrifft Leuchtdioden (LED), die in verschiedensten Anwendungen (Dunstabzugshauben, Kühlschränke, Wohnraum- und Außenbeleuchtung etc.) zur Anwendung kommen. Diese Leuchtdioden zeichnen sich durch eine hohe Lichtintensität und hohe Lichtausbeute aus. FRIWO wird im Markt als Systemlieferant für Leuchtdioden, Vorschaltgeräte und so genannte Strings (beliebig konfigurierbare Serienschaltung der Leuchtdioden) auftreten.
Auch die Ausweitung der Stromversorgungen nach Medizinnorm für höhere Leistungen wurde vorangetrieben. Auf Basis des 150 Watt-Gerätes wurden mehrere Desktop und Open-frame Versionen entwickelt.
Umweltbericht
Der Schutz der Umwelt mit Hilfe des Umweltmanagementsystems ist bei FRIWO stark verwurzelt. Ziel ist es, innerhalb der Wertschöpfungskette die natürlichen Ressourcen zu schonen und umweltrelevante Maßnahmen von vornherein in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. Die Erreichung dieses Ziels erfordert die permanente Überwachung aller Maßnahmen und deren kontinuierliche Verbesserung. Durch ein effektives Umweltmanagement können Entwicklungs- und Produktionskosten verringert werden. In diesem Zusammenhang arbeitet FRIWO federführend im Vorstandskreis Energie-Effizienz des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) mit.
Die europäische Kommission hat im Juli 2005 die EuP-Rahmenrichtlinie (2005/32/EG – Energy using products) verabschiedet. Diese regelt die Anforderungen an eine umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte. Durch die Vorgabe allgemeiner und spezifischer Ökodesign-Anforderungen soll die Umweltverträglichkeit vieler Produkte durch die Steigerung der Energieeffizienz verbessert werden. Im Jahr 2009 erfolgte eine Neufassung der Ökodesignrichtlinie. Dadurch werden nun auch Produkte erfasst, durch deren Nutzung der Verbrauch von Energie beeinflusst wird wie z.B. Fenster oder Wasserhähne (2009/125/EG – Energy related products). Speziell für Netzteile werden die Ökodesign-Anforderungen in der Verordnung (EG) 278/2009 geregelt. Hier werden die Anforderungen an die Leerlaufleistungsaufnahme sowie die Effizienz während des Betriebs geregelt. Die Einführung der Richtlinie geschieht in zwei Schritten. Der erste Schritt erfolgte am 27. April 2010, im April 2011 folgt eine Verschärfung der Anforderungen. FRIWO arbeitet intensiv an einer Umsetzung der Verordnung und schon heute erfüllen alle FRIWO-Produkte die Anforderungen der zweiten Stufe.
Die europäische Verordnung 1907/2006 „REACH” (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals), die seit Juni 2007 in Kraft ist, betrifft die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Die Verordnung richtet sich an jeden Erzeuger und Nutzer von Chemikalien, die verwendeten Chemikalien hinsichtlich Verwendungs- und Einsatzzweck testen, dokumentieren und registrieren zu lassen. Die Beweislast für die vorzulegenden Daten (Unbedenklichkeit, Toxizität, Abbaubarkeit, Gefahren etc.) liegt nun auf Seiten der Erzeuger und Nutzer und damit nicht mehr bei den Behörden. Die erste Phase der Umsetzung der Verordnung wurde zum Jahresende 2008 abgeschlossen: Seit dem 1. Juni 2009 werden von den Unternehmen Materialien für die „Liste der zulassungspflichtigen Stoffe“ vorgeschlagen. Von 2013 bis 2018 sollen alle zulassungspflichtigen Materialien registriert werden. FRIWO bezieht alle Lieferanten in die Umsetzung der Verordnung eng ein.
Chancen- und Prognosebericht
Konjunkturelle Rahmenbedingungen
Zu Beginn des Jahres 2011 gingen Konjunkturexperten übereinstimmend von der grundsätzlichen Fortsetzung der konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft aus, allerdings auf abgeschwächtem Niveau. Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten, so analysierte das ifo Institut für Wirtschaftsforschung, bleibe angespannt. Die Sorgen um die stark gestiegenen Budgetdefizite und Schuldenstände der Industrieländer und die damit einhergehenden Zweifel an der Zahlungsfähigkeit insbesondere einiger Länder der Euroraum-Peripherie dämpften den Optimismus für 2011.
Der IWF sieht die Gründe für die nachlassende Wachstumsdynamik zudem in der ungleichen Wachstumsbilanz zwischen den eher verhalten wachsenden Industriestaaten und der rasanten Entwicklung in vielen Schwellenländern. Der Währungsfonds rechnet für 2011 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent.
Auch für Deutschland wird mit einer sich abschwächenden wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet. Für das ifo Institut sind dabei die privaten Konsumausgaben, für die ein Zuwachs von 1,4 Prozent prognostiziert wird, eine der wesentlichen Säulen des Wachstums. Bereits 2010 sei die Binnennachfrage ein Wachstumstreiber gewesen. Von der Finanzpolitik werde 2011 aufgrund der Sparbemühungen für die öffentlichen Haushalte sowie durch den Wegfall staatlicher Anreize aus Konjunkturprogrammen ein merklich restriktiver Impuls auf die wirtschaftliche Entwicklung ausgehen.
Der IWF rechnet 2011 für Deutschland mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 2,0 Prozent.
Quellen:
Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2010
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München, Konjunkturprognose 2010/2011, 14. Dezember 2010
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Für die nächsten Jahre wird dem weltweiten Markt für Netz- und Ladegeräte ein stabiles Wachstum prognostiziert. Das Zugpferd im Markt ist laut Marktforschungsunternehmen Asien mit Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich. In den Regionen Amerika und EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) sollen allerdings noch leichte Auswirkungen der Rezession wahrzunehmen sein, hier gibt es 2011 ein geringeres Wachstum. Ab 2012 sollen aber auch diese Regionen wieder ein Wachstumsniveau im mittleren einstelligen Bereich erreichen.
Angetrieben wird diese positive Marktentwicklung vor allem durch Anwendungen aus den Bereichen IT & Kommunikation, induktive Ladetechnik sowie akkubetriebene Werkzeuge. Darüber hinaus ist auch in den Bereichen Medizin-, Licht- und Gebäudetechnik mit einer positiven Entwicklung zu rechnen.
In den weiteren Tätigkeitsfeldern des FRIWO Konzerns zeichnet sich ebenfalls eine viel versprechende Entwicklung ab. Im Bereich EMS (Electronics Manufacturing Services) werden von diversen Marktforschungsunternehmen bis 2014 durchschnittliche Wachstumsraten zwischen 7,6 Prozent und 12,0 Prozent prognostiziert.
Quellen:
IMS Research: The World Market for LEDs, Edition January 2011, Internet: http://www.ledmarketresearch.com/press-details.php?eID=MTc=#top
IMS Research: The World Market for Power Adapters by Application, Edition May 2010
IMS Research: The World Market for Power Adapters by Region, Edition May 2010
InForum Inc., International Data Corp, New Venture Research: EMS Industry Forecasts 2009-2014, Internet: http://www.emsnow.com/npps/story.cfm?id=44582
iSuppli: Wireless Charging Market Expand by Factor of 70 in 2014, Internet: http://www.isuppli.com/Mobile-and-Wireless-Communications/News/Pages/Wireless-Charging-Market-Set-to-Expand-by-Factor-of-Nearly-70-by-2014.aspx
Strategische Ziele und Schwerpunkte
FRIWO hat sich 2010 schnell und nachhaltig von der weltweiten Rezession des Vorjahres erholt.
Das starke Umsatzwachstum hat gezeigt, dass es richtig war, 2009 trotz der Wirtschaftskrise den eingeschlagenen langfristigen Weg der Wachstumsorientierung konsequent weiter zu verfolgen. Der Vorstand sieht sich hierdurch bestätigt und hat daher auch 2010 in den weiteren Aufbau der Organisation – insbesondere der Bereiche Vertrieb und Entwicklung – investiert.
FRIWO ist im langfristigen Wachstumsmarkt für Stromversorgungen als etablierter Anbieter sehr gut positioniert und wird von den Kunden für überdurchschnittliche technische Kompetenz, die sich in Produkten höchster Qualität und Effizienz widerspiegelt, geschätzt. FRIWO legt großen Wert darauf, die Wettbewerbsfähigkeit beständig zu erhöhen.
Der Konzern ist für eine Phase nachhaltigen Wachstums strategisch und produktseitig gut gerüstet.
Um den hohen Anspruch von FRIWO an Qualität und Wettbewerbsfähigkeit zu untermauern, wurden Organisation und Prozesse auch 2010 auf die zusätzliche Zertifizierung nach der sehr anspruchsvollen, aus der Automobilindustrie stammenden Norm ISO/TS16949 vorbereitet.
Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung
Der Vorstand sieht FRIWO insgesamt gut aufgestellt für den Weg nachhaltigen profitablen Wachstums und geht davon aus auch zukünftig die Chancen, die die Erholung der Weltwirtschaft bietet nutzen zu können. Das Geschäftsmodell von FRIWO birgt allerdings bestimmte geschäftstypische Risiken, deren Umfang und Bedeutung für die Zukunft nur ungenau abzuschätzen sind und die vom Konzern nicht oder nur eingeschränkt beeinflusst werden können.
Da FRIWO den wesentlichen Teil seiner Umsätze in US-Dollar fakturiert, besteht grundsätzlich eine Abhängigkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vom Wertverhältnis des Euro zum US-Dollar. Unsicherheiten aufgrund der Volatilität des US-Dollar-Kurses bestehen auch künftig; dieser bleibt ein kaum prognostizierbarer Parameter.
Des Weiteren muss nach wie vor in Betracht gezogen werden, dass kurzfristige Erhöhungen der für die Geschäftsentwicklung wesentlichen Faktoren wie z.B. der Lohnkosten in China oder der Marktpreise der eingesetzten Rohstoffe (Kupfer, Öl) die Ertragslage von FRIWO belasten können, falls es nicht gelingt, diese Kostensteigerungen ohne Zeitverzug an die Kunden weiter zu geben.
Unter Berücksichtigung der sich bietenden Chancen und der genannten Unsicherheiten geht der Vorstand für das Jahr 2011 und auch darüber hinaus von einer Fortsetzung des Umsatzwachstums aus. Allerdings ist es derzeit nicht verlässlich abschätzbar, ob es auch 2011 gelingen wird, eine ähnliche Wachstumsdynamik wie in 2010 zu erreichen.
Besonderes Augenmerk gilt 2011 der Verbesserung der Margen- und Ergebnissituation. Bei fortgesetztem Umsatzwachstum bietet sich FRIWO hier die Chance, auf Basis der bestehenden Kostenstruktur bereits 2011 wieder die Ertragslage spürbar zu verbessern. Darauf aufbauend ist davon auszugehen, dass für die Jahre ab 2012 in Bezug auf die Profitabilität nachhaltig ein angemessenes Niveau erzielt werden kann. Um den Wachstumspfad des Konzerns auch langfristig unabhängig gestalten zu können, ist nach Einschätzung des Vorstands eine EBIT-Rendite im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich erforderlich.
Der Netto-Cashflow war im Berichtsjahr sehr deutlich vom raschen Umschwung aus dem in 2009 erfolgten Bestandsabbau zu einem starken Aufbau des Umlaufvermögens in 2010 belastet. Sobald sich auf den Beschaffungsmärkten Entspannung zeigt, wird FRIWO diese Chance nutzen, die Kapitalbindung insbesondere im Materialbereich zu reduzieren. Dies ist ein wesentlicher Faktor für einen positiven Netto-Cashflow in 2011 und darüber hinaus. Mit dem aktuellen Geschäftsmodell ist die Gruppe grundsätzlich in der Lage, das angenommene nachhaltige Wachstum mit durchweg positiven Netto-Cashflows zu realisieren.
Diese Annahmen zu Umsatz-, Ergebnis und Cashflowpotenzial basieren auf dem hohen Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres in Verbindung mit einem anhaltend hohen Auftragseingang im Verlauf des ersten Quartals. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass die breit angelegte Konjunkturerholung 2011 stabil bleibt und keine neuen Einbrüche zu verkraften sind.
Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.
Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen In seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben:
„Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt.“
Ostbevern, 11. Februar 2011
FRIWO AG
Der Vorstand
Konzernabschluss
Inhaltsübersicht
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| Gewinn- und Verlustrechnung |
| Gesamtergebnisrechnung |
| Kapitalflussrechnung |
| Bilanz |
| Eigenkapitalveränderungsrechnung |
| Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010 |
| (1) Informationen zum Unternehmen |
| Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze |
| (2) Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS |
| (3) Grundlagen der Abschlusserstellung |
| (4) Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO |
| (5) Konsolidierungsgrundsätze |
| (6) Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden |
| (7) Währungsumrechnung |
| (8) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden |
| (9) Konsolidierungskreis |
| (10) Nicht fortgeführte Geschäftsbereiche (Discontinued Operations) |
| Segmentberichterstattung |
| (11) Segmentberichterstattung |
| Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung |
| (12) Umsatzerlöse |
| (13) Vertriebskosten |
| (14) Allgemeine Verwaltungskosten |
| (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge |
| (16) Erfolg aus der Entkonsolidierung verbundener Unternehmen |
| (17) Finanzergebnis |
| (18) Ertragsteuern |
| (19) Ergebnis je Aktie |
| Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung |
| (20) Forschungs- und Entwicklungskosten |
| (21) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung |
| Erläuterungen zur Bilanz |
| (22) Anlagevermögen |
| (23) Vorräte |
| (24) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände |
| (25) Garantiehinterlegung (beschränkt verfügbar) |
| (26) Zahlungsmittel |
| (27) Eigenkapital |
| (28) Rückstellungen für Pensionen |
| (29) Sonstige Rückstellungen |
| (30) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
| (31) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten |
| Weitere Anhangsangaben |
| (32) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse |
| (33) Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente |
| (34) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten |
| (35) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen |
| (36) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands |
| (37) Honorar des Abschlussprüfers |
| (38) Anteilsbesitz |
| (39) Angaben zur Corporate Governance-Erklärung |
| (40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag |
Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung des FRIWO-Konzerns
für das Geschäftsjahr 2010
Fortgeführte Bereiche
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| in T Euro | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (12) | 97.491 | 73.265 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | -87.011 | -64.985 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 10.480 | 8.280 | |
| Vertriebskosten | (13) | -4.738 | -3.684 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (14) | -5.312 | -5.218 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (15) | -5.103 | -1.959 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (15) | 5.328 | 2.232 |
| Erfolg aus der Entkonsolidierung verbundener Unternehmen (16) | 0 | 818 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 655 | 469 | |
| Zinsertrag | (17) | 16 | 263 |
| Zinsaufwand | (17) | -436 | -516 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) der fortgeführten Bereiche |
235 | 216 | |
| Ertragsteuern | (18) | -218 | 179 |
| Ergebnis der fortgeführten Bereiche (nach Steuern) | 17 | 395 |
Nicht fortgeführte Bereiche
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| in T Euro | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis der nicht fortgeführten Bereiche (nach Steuern) | (10) | -1.877 | -380 |
Konzernergebnis
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| in T Euro | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis der fortgeführten und nicht fortgeführten Bereiche (nach Steuern) |
-1.860 | 15 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) | (19) | ||
| aus fortgeführten Bereichen | 0,00 | 0,05 | |
| aus fortgeführten und nicht fortgeführten Bereichen | -0,24 | 0,00 |
Gesamtergebnisrechnung des FRIWO-Konzerns
für das Geschäftsjahr 2010
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| in T Euro | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | -1.860 | 15 | |
| Unrealisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen |
(28) | -98 | -376 |
| Latente Steuern | (18) | 30 | 113 |
| Nettoergebnis aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen |
-68 | -263 | |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen |
46 | 7 | |
| Ergebniswirksame Umgliederung realisierter Gewinne/Verluste |
(16) | 0 | -818 |
| Nettoergebnis aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen |
46 | -811 | |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges) |
-149 | -59 | |
| Ergebniswirksame Umgliederung realisierter Gewinne/Verluste | 39 | 13 | |
| Latente Steuern | (18) | 33 | 14 |
| Nettoergebnis aus Cashflow Hedges | -77 | -32 | |
| Summe der im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Wertänderungen |
-99 | -1.106 | |
| Gesamtergebnis | -1.959 | -1.091 |
Kapitalflussrechnung des FRIWO-Konzerns
für das Geschäftsjahr 2010
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| in T Euro | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | -1.860 | 15 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung der Geschäftseinheit FMP | (10) | 1.877 | 0 |
| Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand | (18) | 218 | -179 |
| Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis | 420 | 253 | |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | (22) | 2.029 | 1.904 |
| Veränderung der Rückstellungen | -87 | -622 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -7 | 5 | |
| Veränderung der Vorräte | (23) | -7.566 | 1.700 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
(24) | -1.777 | 2.026 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
(31) | 2.782 | -124 |
| Gezahlte Zinsen | -298 | -398 | |
| Erhaltene Zinsen | 16 | 767 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -210 | -847 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte | -95 | -857 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | -4.558 | 3.643 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sach- anlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens |
72 | 5 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlage- vermögen |
(22) | -75 | -150 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | (22) | -2.615 | -1.604 |
| Veräußerung der Geschäftseinheit FMP | (10) | -2.707 | 0 |
| Rückfluss (Vj.: Anlage) der i.R.d. Veräußerung der Ge- schäftseinheit FMP hinterlegten Sicherheit in kurzfristige Kapitalanlagen (Tages- bzw. Monatsgelder) |
(25) | 8.625 | -8.625 |
| Desinvestitionen von Bundeswertpapieren (hinterlegte Sicherheit i.R.d. Veräußerung der Geschäftseinheit FMP) |
0 | 8.625 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 3.300 | -1.749 | |
| Gezahlte Dividenden | (27) | 0 | -23.100 |
| Aufnahme von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) |
(30) | 5.000 | 0 |
| Tilgung (im Vorjahr: Aufnahme) von kurzfristigen Verbind- lichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) |
(30) | -6.994 | 2.593 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.994 | -20.507 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | -3.252 | -18.613 | |
| Zahlungsmittel zum Jahresbeginn | (26) | 4.400 | 23.013 |
| Zahlungsmittel zum Jahresende | (26) | 1.148 | 4.400 |
Bilanz des FRIWO-Konzerns
zum 31. Dezember 2010
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| Aktiva | |||
|---|---|---|---|
| in T Euro | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (22) | 395 | 566 |
| Sachanlagen | (22) | 8.705 | 7.907 |
| Latente Steuern | (18) | 476 | 693 |
| 9.576 | 9.166 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (23) | 16.339 | 8.772 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (24) | 7.460 | 6.482 |
| Sonstige Vermögenswerte | (24) | 2.333 | 1.534 |
| (davon Finanzinstrumente) | (1.982) | (1.396) | |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 6 | 0 | |
| Tages- bzw. Monatsgelder als Garantiehinterlegung (beschränkt verfügbar) |
(25) | 0 | 8.625 |
| Zahlungsmittel | (26) | 1.148 | 4.400 |
| 27.286 | 29.813 | ||
| Summe Aktiva | 36.862 | 38.979 |
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| Passiva | |||
|---|---|---|---|
| in T Euro | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | (27) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 20.020 | 20.020 | |
| Kapitalrücklage | 2.002 | 2.002 | |
| Gewinnrücklagen | -9.244 | -9.260 | |
| Sonstige Rücklagen | -181 | -81 | |
| Konzernergebnis | -1.860 | 15 | |
| 10.737 | 12.696 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (30) | 5.000 | 0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (28) | 2.534 | 2.471 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (29) | 1.016 | 1.011 |
| Latente Steuern | (18) | 209 | 138 |
| 8.759 | 3.620 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (29) | 283 | 842 |
| Kurzfristige Finanzschulden | (30) | 1.011 | 8.005 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (31) | 12.194 | 10.995 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | (31) | 4 | 126 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (31) | 3.874 | 2.695 |
| (davon Finanzinstrumente) | (3.763) | (2.464) | |
| 17.366 | 22.663 | ||
| Schulden | 26.125 | 26.283 | |
| Summe Passiva | 36.862 | 38.979 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung des FRIWO-Konzerns
für das Geschäftsjahr 2010
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| Sonstige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Versicherungs- mathematische Gewinne/Verluste |
Währungs- umrechnung |
Cashflow Hedges |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2009 | 20.020 | 2.002 | 2.006 | 189 | 831 | 5 |
| Gewinnvortrag | 11.835 | |||||
| Gesamtergebnis | -263 | -811 | -32 | |||
| Dividendenzahlung | -23.100 | |||||
| Stand am 31.12.2009 | 20.020 | 2.002 | -9.260 | -74 | 20 | -27 |
| Gewinnvortrag | 15 | |||||
| Gesamtergebnis | -68 | 46 | -77 | |||
| Stand am 31.12.2010 | 20.020 | 2.002 | -9.244 | -142 | 66 | -105 |
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| in T Euro | Konzernergebnis | Konzerneigenkapital |
|---|---|---|
| Stand am 01.01.2009 | 11.835 | 36.888 |
| Gewinnvortrag | -11.835 | 0 |
| Gesamtergebnis | 15 | -1.091 |
| Dividendenzahlung | -23.100 | |
| Stand am 31.12.2009 | 15 | 12.696 |
| Gewinnvortrag | -15 | 0 |
| Gesamtergebnis | -1.860 | -1.959 |
| Stand am 31.12.2010 | -1.860 | 10.737 |
Konzernanhang
Informationen zum Unternehmen (1)
Die FRIWO AG ist mit ihren Tochtergesellschaften ein international tätiger Anbieter hochwertiger Lade- und Netzgeräte für verschiedene Märkte und Branchen.
Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung am 21. April 2009 hat die Gesellschaft den Namen von CEAG AG in FRIWO AG geändert.
Die Anschrift lautet: FRIWO AG, Von-Liebig-Straße 11, 48346 Ostbevern.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FRIWO AG für das Geschäftsjahr 2010 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und im elektronischen Unternehmensregister hinterlegt.
Nach Auskunft der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG hielt deren Tochtergesellschaft, die Cardea Holding GmbH zum 31. Dezember 2010 82,91 Prozent der Aktien der FRIWO AG. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG einbezogen, der beim elektronischen Unternehmensregister hinterlegt wird.
Der Konzernabschluss der FRIWO AG wurde am 11. Februar 2011 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch den Vorstand).
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS (2)
Die FRIWO AG nimmt mit ihren Eigenkapitaltiteln an einem geregelten Markt innerhalb der Europäischen Union teil. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Daneben werden die in § 315a HGB normierten Anforderungen beachtet.
Grundlagen der Abschlusserstellung (3)
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Wir verweisen auf Ziffer (34).
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge auf Tausend Euro (T Euro) gerundet angegeben.
Wesentliche Beurteilungen durch FRIWO (4)
Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert Beurteilungen bezüglich Höhe und Ausweis einzelner bilanzierter Vermögenswerte, dem Vorliegen von Impairment Indikatoren, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten vorzunehmen.
Eine wesentliche Beurteilung betraf im Vorjahr den nicht erfolgten Ansatz einer Rückstellung aufgrund der vom Käufer eingereichten Klage im Zusammenhang mit dem 2008 erfolgten Verkauf der Geschäftseinheit FMP und des anschließenden Schiedsverfahrens (im Folgenden: Schiedsklage). Zur ausführlichen Darstellung des Sachverhalts verweisen wir auf Ziffer (10) dieses Anhangs.
Die übrigen Beurteilungen betreffen die Werthaltigkeit von Sachanlagen (wir verweisen auf die Ziffer (22)) sowie den Ansatz und die Höhe von Rückstellungen (wir verweisen auf die Ziffern (28) und (29)). Für die in Ziffer (32) aufgeführten Haftungsverhältnisse wurde die Einschätzung getroffen, dass es sich nicht um zu bilanzierende Verpflichtungen, sondern um Eventualverbindlichkeiten handelt.
Konsolidierungsgrundsätze (5)
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Das Geschäftsjahr aller konsolidierten Gesellschaften einschließlich der FRIWO AG entspricht dem Kalenderjahr.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Umsätze, Zwischenergebnisse sowie alle übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden eliminiert.
Die Erstkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den FRIWO-Konzern übergeht. Die Erträge und Aufwendungen erworbener Unternehmen sind jeweils ab der Kontrollerwerbung im Konzernabschluss enthalten. Im Falle einer Veräußerung sind Erträge und Aufwendungen bis zum Verlust der Kontrolle im Konzernabschluss enthalten.
Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)
Der Konzernabschluss von FRIWO zum 31. Dezember 2010 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2010 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls angewendet.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden.
In 2010 waren erstmalig die folgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen anzuwenden:
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse und IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS
Im Januar 2008 veröffentlichte der IASB eine überarbeitete Fassung des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ sowie Änderungen am IAS 27 „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“. IFRS 3 führt eine Reihe von Änderungen bezüglich der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen ein, deren Erwerbszeitpunkt auf den Beginn der ersten am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnenden Berichtsperiode fällt oder danach liegt. Vermögenswerte und Schulden aus Unternehmenszusammenschlüssen, deren Erwerbszeitpunkt vor dem erstmaligen Anwendungszeitpunkt liegt, werden nicht angepasst. Das Wahlrecht für jeden Unternehmenserwerb, die Anteile ohne beherrschenden Einfluss entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit ihrem Anteil am Reinvermögen zu bewerten, wirkt sich auf die Höhe des erfassten Geschäfts- oder Firmenwerts aus. Außerdem werden Transaktionskosten nicht mehr als Teil der Anschaffungskosten aktiviert, sondern sofort ergebniswirksam erfasst. Beinhaltet ein Erwerb eine von künftigen Ereignissen abhängige Kaufpreiskomponente (bedingte Gegenleistung), werden entsprechende Änderungen des Kaufpreises nicht mehr mit dem Geschäfts- oder Firmenwert verrechnet, sondern in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
IAS 27 schreibt vor, dass eine Änderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führt, als Eigenkapitaltransaktion bilanziert wird. Deshalb wirkt sich eine solche Veränderung weder auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus, noch führt sie zu einen Gewinn oder Verlust. Außerdem wurden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf Mutterunternehmen und Anteile ohne beherrschenden Einfluss und die Bilanzierungsregelungen bei Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen, geändert. Die Neuregelungen des IFRS 3 sowie des IAS 27 werden sich auf künftige Transaktionen mit Anteilen ohne beherrschenden Einfluss auswirken. Im Berichtszeitraum fanden keine Unternehmenszusammenschlüsse statt.
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Qualifizierende Grundgeschäfte
Im Juli 2008 veröffentlichte der IASB Änderungen am IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“. Es wird konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen auf die Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft sowie auf die Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft anzuwenden sind. Es wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Für den Konzernabschluss von FRIWO haben sich hieraus keine Änderungen ergeben.
IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer
Im November 2008 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 17 „Sachausschüttungen an Eigentümer“. Der Standard stellt klar, wann eine Sachdividende anzusetzen ist, wie sie zu bewerten ist, wie ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem Zeitwert eines abgehenden Vermögenswerts zu behandeln ist und welche Angabenpflichten zu erfüllen sind. Aus der Berücksichtigung dieses Standards haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von FRIWO ergeben.
IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch Kunden
Im Januar 2009 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 18 „Übertragung von Vermögenswerten durch Kunden“. Die Interpretation regelt die Bilanzierung der Übertragung von Sachanlagen durch einen Kunden beim Empfänger der Übertragung, der die Sachanlagen anschließend einsetzt, um den Kunden mit Waren und/oder Dienstleistungen zu versorgen.
Die Interpretation betrifft insbesondere Unternehmen des Energie- bzw. Telekommunikationssektors.
Der Regelungsbereich des IFRIC 18 umfasst auch die Übertragung von Zahlungsmitteln mit der Auflage, die zur Lieferung bzw. Leistung benötigten Vermögenswerte anzuschaffen oder herzustellen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss von FRIWO haben sich hieraus nicht ergeben.
Improvements to IFRSs
Im April 2009 hat der IASB seinen zweiten Omnibus-Standard „Improvements to IFRSs“ veröffentlicht.
Die Änderungen beseitigen im Wesentlichen Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Standards sowie ungenaue Formulierungen. Im Folgenden werden die Änderungen erläutert.
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung
Mit der Änderung wird klargestellt, dass die Einbringung eines Geschäftsbetriebs bei Gründung eines Joint Ventures nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 2 fällt, auch dann, wenn sie ebenfalls nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fällt. Für FRIWO haben sich keine Auswirkungen ergeben.
IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche
Klarstellung, dass für langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten oder als aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert sind, nur die Angabeerfordernisse des IFRS 5 gelten. Angabeerfordernisse anderer Standards sind nur dann zu beachten, wenn ein Standard dies ausdrücklich für nach IFRS 5 ausgewiesene Vermögenswerte (Veräußerungsgruppen) fordert. Gleichzeitig wird klargestellt, dass die grundsätzlichen Anforderungen des IAS 1 auch für nach IFRS 5 ausgewiesene Vermögenswerte gelten. Auswirkungen auf FRIWO haben sich hierdurch nicht ergeben.
IFRS 8 Geschäftssegmente
Der Standard wurde geändert, um klarzustellen, dass im Rahmen der Segmentberichterstattung die Betragsangabe zu Segmentvermögenswerten und -schulden nur dann zu erfolgen hat, wenn diese Angabe Gegenstand der regelmäßigen Berichterstattung an die Hauptentscheidungsträger des Unternehmens ist. Es handelt sich demgemäß nicht um eine Mindestangabe. Die Aufteilung der Vermögenswerte auf die berichtspflichtigen Segmente gehört bei FRIWO nicht zu der regelmäßigen Berichterstattung und wird daher ab dem Geschäftsjahr 2010 nicht mehr als Bestandteil der Segmentberichterstattung gezeigt.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
Sehen die Konditionen einer Schuld (Wandelschuldverschreibung) vor, dass die andere Vertragspartei die Option hat, eine jederzeitige Erfüllung durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten zu verlangen, hat dies keinen Einfluss auf die Klassifizierung der Schuld als kurz- oder langfristig. FRIWO hat derzeit keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben, insoweit ergeben sich derzeit keine Auswirkungen.
IAS 7 Kapitalflussrechnungen
Mit dieser Änderung wurde klargestellt, dass nur solche Ausgaben, die zu einem in der Bilanz erfassten Vermögenswert führen, im Rahmen der Kapitalflussrechnung als Cashflows aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen werden können. Für FRIWO ergeben sich hieraus keine Änderungen.
IAS 17 Leasingverhältnisse
Durch die Änderung werden die speziellen Regelungen zur Klassifizierung von Grundstücken als Leasinggegenstand entfernt, so dass lediglich die allgemeinen Vorschriften verbleiben. Für FRIWO ergeben sich hieraus keine Veränderungen.
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten
Mit dieser Änderung stellt der IASB klar, dass die größte Einheit, auf die eine Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts möglich ist, ein Geschäftssegment im Sinne des IFRS 8 darstellt. Es ist nunmehr festgeschrieben, dass auf die niedrigste Ebene eines Geschäftssegments i. S. der Definition gemäß IFRS 8.5 abzustellen ist. Eine nach IFRS 8.12 ggf. zulässige Zusammenfassung einzelner Geschäftsegmente zu einem berichtspflichtigen Segment wäre somit keine zulässige Ebene, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert auf Wertminderungen getestet werden dürfte. FRIWO weist derzeit keine Geschäfts- oder Firmenwerte aus.
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte
Als Folgeänderung aus der geänderten Fassung des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ wurde in IAS 38 klargestellt, dass sofern im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses ein immaterieller Vermögenswert nur gemeinsam mit einem anderen immateriellen Vermögenswert identifiziert werden kann, diese Vermögenswerte gemeinsam als ein einziger Vermögenswert erfasst werden können, sofern sie die gleiche Nutzungsdauer haben.
Eine weitere Änderung des IAS 38 betrifft die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von immateriellen Vermögenswerten, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden und nicht auf einem aktiven Markt handelbar sind. Sie stellt klar, dass die im Standard dargestellten Bewertungsmethoden zur Ermittlung dieses beizulegenden Zeitwerts lediglich Beispiele darstellen und nicht abschließend sind. Andere Methoden sind zulässig. Auswirkungen auf FRIWO haben sich hieraus zur Zeit nicht ergeben.
IAS 39 Finanzinstrument: Ansatz und Bewertung
Im Rahmen des Sammelstandards wurden mehrere Änderungen zu IAS 39 vorgenommen.
So wurde u. a. klargestellt, dass eine Vorfälligkeitsoption als eng mit dem Basisvertrag verbunden gilt, wenn der Ausübungspreis der Vorfälligkeitsoption dem Kreditgeber den ungefähren Barwert des Zinsnachteils für die verbleibende Laufzeit des Basisvertrags ersetzt. D. h. dass Vorfälligkeitsentschädigungen, die zuvor als eingebettetes Derivat identifiziert wurden, ggf. nicht länger als solche bilanziert werden müssen, da sie nun als eng mit dem Basisvertrag verbunden angesehen werden. Eine weitere Änderung betrifft den Anwendungsbereich des IAS 39. Die Voraussetzungen für einen Anwendungsausschluss von Verträgen über Unternehmenszusammenschlüsse zu einem zukünftigen Zeitpunkt wurden präzisiert.
Darüber hinaus erfolgte in dem geänderten IAS 39 eine Klarstellung, dass Gewinne oder Verluste aus Cashflow Hedges bezogen auf eine künftige Transaktion, die in der Folge zum Ansatz eines Finanzinstruments führen oder aus Cashflow Hedges bezogen auf angesetzte Finanzinstrumente, in der Periode umzugliedern sind, in der die gesicherten künftigen Cashflows das Ergebnis beeinflussen.
Für den Konzernabschluss von FRIWO ergaben sich aus diesen Änderungen und Klarstellungen keine Auswirkungen.
IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate
Als Folge der Änderung des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ wurde der Anwendungsbereich von IFRIC 9 angepasst. Die Anpassung dient der Klarstellung, das die Interpretation nicht auf eine mögliche Neubeurteilung von eingebetteten Derivaten in Verträgen zum Erwerbszeitpunkt anzuwenden ist, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses zwischen Unternehmen oder Geschäftseinheiten unter gemeinsamer Beherrschung oder der Gründung eines Joint Ventures erworben wurden. Auswirkungen für FRIWO haben sich hieraus nicht ergeben.
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
Die Änderung stellt klar, dass ein Sicherungsinstrument bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb auch von dem ausländischen Geschäftsbetrieb selbst gehalten werden darf, solange die Anforderungen des IAS 39 in Bezug auf Designation, Dokumentation und Effektivität der Sicherungsbeziehung erfüllt sind. Auswirkungen für FRIWO haben sich hieraus nicht ergeben.
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen
Der IASB hat im Juni 2009 Änderungen an IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütungen“ herausgegeben, die die Bilanzierung von in bar erfüllten Vergütungen im Konzern betreffen. Die Änderungen stellen klar, dass ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, diese Güter oder Dienstleistungen bilanzieren muss, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt, und unabhängig davon, ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird.
Darüber hinaus wird klargestellt, dass in IFRS 2 der Begriff „Konzern“ die gleiche Bedeutung hat, wie in IAS 27 die Begriffseinheit „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“. Das heißt, der Begriff beinhaltet auch nur ein Mutterunternehmen und seine Tochtergesellschaften.
Mit den Änderungen von IFRS 2 werden auch Leitlinien in den Standard aufgenommen, die vormals in IFRIC 8 „Anwendungsbereich von IFRS 2“ und IFRIC 11 „Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2“ enthalten waren. Daher hat der IASB IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen. Auf den Konzernabschluss von FRIWO haben diese Änderungen keine Auswirkungen.
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
Im Juli 2009 veröffentlichte der IASB Änderungen von IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS“. Die Änderungen betreffen die retrospektive Anwendung von IFRS in besonderen Situationen und sollen sicherstellen, dass Unternehmen bei der Umstellung auf IFRS keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen. FRIWO ist von den Änderungen nicht betroffen.
Ab dem Geschäftsjahr 2011 hat FRIWO folgende – bereits von der EU übernommene – neue oder geänderte IFRS Standards oder Interpretationen anzuwenden:
IAS 32 Änderung: Klassifikation von Eigenkapitalemissionen
Im Oktober 2009 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“. Die Änderung regelt die Bilanzierung bestimmter Eigenkapitalemissionen, die bei FRIWO nicht auftreten.
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Im November 2009 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“. Die Änderung des IAS 24 vereinfacht die Definition einer nahestehenden Person und verringert die Angabepflichten für einem Staat nahestehende Unternehmen. Die Änderungen werden die Bilanzierung von FRIWO nicht ändern und voraussichtlich keinen Einfluss auf die Angaben zu nahestehenden Personen haben.
IFRIC 14 Änderung zu Mindestdotierungspflichten gegenüber Pensionsfonds
Die Änderung des IFRIC 14 regelt die Bilanzierung vorfristiger Zahlungen auf Dotierungspflichten gegenüber Pensionsfonds und ist bei FRIWO nicht relevant.
IFRIC 19 Tausch von Schulden gegen Eigenkapital
Die Interpretation erfasst die Bilanzierung bestimmter finanzieller Restrukturierungen, bei denen Schulden eines Unternehmens gegen Eigenkapitaltitel getauscht werden. Die Interpretation ändert die Bilanzierung von FRIWO nicht.
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
Im Januar 2010 veröffentlichte der IASB eine geringfügige Änderung des IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS“. Erstanwender sind demnach von den im März 2009 im Zuge der Änderungen des IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ eingeführten Anhangangaben befreit. FRIWO ist von den Änderungen nicht betroffen.
Bei den folgenden neuen Standards und Interpretationen steht die Anerkennung (endorsement) durch die EU noch aus.
Improvements to IFRS 2008 - 2010
Im Mai 2010 hat der IASB seinen dritten Omnibus-Standard „Improvements to IFRS“ veröffentlicht. Hierbei werden folgende kleinere und nicht dringende aber als notwendig erachtete Änderungen innerhalb des IFRS-Regelwerks vorgenommen:
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
Die neuen Regelungen zu IFRS 1 betreffen die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahr der Erstanwendung, die Neubewertungsbasis als angemessene Anschaffungskosten sowie die Verwendung angemessener Anschaffungskosten für Geschäftstätigkeiten, die der Preisregulierung unterliegen. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
Die Anpassungen des IFRS 3 betreffen
| • | Übergangsvorschriften für bedingte Gegenleistungen aus einem Unternehmenszusammenschluss, der vor dem Inkrafttreten des geänderten IFRS 3 stattfand |
| • | Einschränkungen des Wahlrechts zur Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss |
| • | Die Vereinheitlichung von Vorgaben für die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses |
Auswirkungen auf FRIWO werden sich hierdurch voraussichtlich nicht ergeben.
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
Der Wesentlichkeitsvorbehalt in IFRS 7.34 bzgl. diverser Risikoangaben zu Finanzinstrumenten wird gestrichen. Zusätzlich werden die Anforderungen an quantitative Angaben geändert (IFRS 7.36) und die geforderten Angaben nach IFRS 7.36d und 7.37c entfallen ersatzlos. Im Konzernabschluss von FRIWO werden diese Änderungen voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Angaben zu Finanzinstrumenten haben.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
Die Unternehmen erhalten das Wahlrecht die Überleitungsrechnung aller Bestandteile des sonstigen Ergebnisses vom Anfangs- zum Endbestand entweder wie bisher in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder zukünfig im Anhang darzustellen. FRIWO wird die Darstellung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung beibehalten.
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse
Diese Anpassung betrifft Übergangsbestimmungen für Folgeänderungen infolge der Änderungen an IAS 27. FRIWO wird diese angepassten Regelungen berücksichtigen.
IAS 34 Zwischenberichterstattung
Der IASB hat Leitlinien entwickelt, um zu veranschaulichen, wie die Angabevorschriften des IAS 34 in der Praxis umzusetzen sind. Zudem wurden die Angabevorschriften erweitert. FRIWO wird diese Änderungen in der zukünftigen Zwischenberichterstattung berücksichtigen.
IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme
Die Änderung betrifft eine Klarstellung zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Prämienansprüchen. Für den Konzernabschluss von FRIWO hat dies keine Auswirkungen, da FRIWO derzeit kein Kundenbindungsprogramm im Sinne des IFRIC 13 betreibt.
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
Im Oktober 2010 veröffentlichte der IASB Änderungen an IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“. Die Änderungen betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte und sollen den Bilanzadressaten ein besseres Verständnis der Auswirkungen der beim Unternehmen verbleibenden Risiken ermöglichen. FRIWO wird die erweiterten Angabepflichten zukünftig beachten.
IFRS 9 Finanzinstrumente
Im November 2009 hat der IASB den Standard zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten verabschiedet. Der Standard ist Teil des umfassenden IASB - Projektes zum Ersatz des IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung. In der verabschiedeten Fassung sollen finanzielle Vermögenswerte künftig im Wesentlichen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Ergänzend ist ein nicht reversibles Fall-zu-Fall Wahlrecht zur ergebnisneutralen Zeitwertbilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten vorgesehen. Die Kategorisierung von Finanzinstrumenten wird bei Zugang vorgenommen und darf später nicht geändert werden. Weiter enthält der Standard damit verbundene Regelungen wie z.B. zu eingebetteten Derivaten, der Fair Value Option und Wertminderungen / Wertaufholungen. Im Oktober 2010 hat der IASB IFRS 9 „Finanzinstrumente“erneut herausgegeben, in den neue Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen und die Vorschriften für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ übernommen wurden.
Der Standard ist nach Übernahme in EU-Recht voraussichtlich ab 2013 verpflichtend anzuwenden. FRIWO untersucht die Auswirkungen des Standards auf den Konzernabschluss und beobachtet in diesem Zusammenhang die weitere Entwicklung des gesamten Projektes zur Neuregelung des IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.
IAS 12 Ertragsteuern
Im Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung an IAS 12 „Ertragsteuern“ veröffentlicht. Die Änderung enthält eine Klarstellung zur Behandlung temporärer Differenzen im Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“. Auswirkungen auf den Konzernabschluss von FRIWO werden sich aus heutiger Sicht hieraus nicht ergeben.
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
Durch die Änderung werden bisher bestehende Verweise auf das Datum 1. Januar 2004 durch einen Verweis auf den Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS ersetzt. Daneben werden Regeln für jene Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen aufgrund von Hyperinflation nicht in der Lage ist, allen Vorschriften der IFRS gerecht zu werden. FRIWO ist von diesen Änderungen nicht betroffen.
Währungsumrechnung (7)
Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Dies entspricht der Berichtswährung der FRIWO AG.
Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war.
Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 21 (‚The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates') nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Die Bilanzen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Gesellschaften im Ausland entspricht daher der jeweiligen Landeswährung. Die bei der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Währungsumrechnung liegen die folgenden Wechselkurse zugrunde:
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| Stichtag | Durchschnitt | |||
|---|---|---|---|---|
| in Fremdwährung | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| China (CNY) | 8,8220 | 9,8000 | 8,9746 | 9,5403 |
| Hong Kong (HKD) | 10,3856 | 11,1709 | 10,3027 | 10,7995 |
| Japan (JPY) | 108,6500 | 132,2130 | 116,3000 | 130,4037 |
| USA (USD) | 1,3362 | 1,4333 | 1,3262 | 1,3946 |
Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (8)
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Als Umsatzerlöse werden die Lieferungen und Leistungen der zum Jahresende zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften – bereinigt um Innenumsätze, Kundenskonti, Rabatte und Boni – erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Erzeugnisse und Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht wurden und die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.
Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbsterstellten Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 (‚Inventories') neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Materialkosten und den Fertigungslöhnen auch sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbezogenen Abschreibungen.
Weiterhin werden unter dieser Position die produktbezogenen Entwicklungs- und Logistikkosten ausgewiesen.
Die Entwicklungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Voraussetzungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38.57 werden nicht erfüllt. FRIWO schafft keine immateriellen Vermögenswerte, da sich die Entwicklungsarbeit im Wesentlichen darauf konzentriert, die bestehende Technologie zu optimieren und Produkte unter Nutzung der bestehenden Technologie an die individuellen Anforderungen der Kunden anzupassen.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie auf etwaige steuerlich nutzbare Verlustvorträge berechnet. Die auf Grund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 30 Prozent angewendet.
Soweit die aktiven latenten Steuern den Betrag der passiven latenten Steuern übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.
Finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zu Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d.h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Neben konkret bekannten Einzelrisiken ist ein weiterer Anhaltspunkt für einen Wertberichtigungsbedarf auf eine Forderung die Überfälligkeit, auf deren Basis eine individuelle Prüfung der Einbringlichkeit erfolgt. Die Fair Value Option aus IAS 39 zur Bewertung von Finanzinstrumenten wird bei FRIWO nicht ausgeübt.
Angaben zu den verwendeten Hierarchiestufen zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten finden sich unter Ziffer (34).
Ausbuchungen finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen der IAS 39.17 ff erfüllt sind. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird entweder direkt oder unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag wird ergebniswirksam erfasst. Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt es den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der Buchwert des Vermögenswerts zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht die fortgeführten Anschaffungskosten übersteigt.
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Währungsrisiken und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihren beizulegenden Zeitwerten neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Der beizulegende Zeitwert der Kontrakte wird unter Bezugnahme auf die aktuellen Terminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen ermittelt.
Sicherungsinstrumente: Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen können Sicherungsinstrumente als zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, Absicherung der Cashflows oder als Absicherung der Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert werden. Bei der FRIWO wird sowohl die Strategie der Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges i.S. des IAS 39) als auch die Strategie der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (entsprechen nicht den definitorischen Anforderungen des IAS 39; insofern Behandlung als derivative Finanzinstrumente) verfolgt.
Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung legt der Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung, die der Konzern als Sicherungsgeschäft bilanzieren möchte, als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal fest und dokumentiert diese. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hoch wirksam waren.
Für die Bilanzierung bei Absicherung von Cashflows gilt, dass Sicherungsgeschäfte dann als zur Absicherung der Cashflows klassifiziert werden, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, die einem erfassten Vermögenswert oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden können und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnten. Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. in der abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden, oder in der ein vorhergesehener Verkauf oder Kauf durchgeführt wird. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge dem ursprünglich erfassten Buchwert des nicht-finanziellen Vermögenswerts oder der nicht-finanziellen Schuld hinzugerechnet. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge im Periodenergebnis erfasst. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ohne Ersatz oder ein Überrollen eines Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird oder wenn der Konzern die Designation eines Sicherungsinstruments zurückzieht, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß den Vorschriften in IAS 38 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) beträgt drei bis fünf Jahre. Der Abschreibungszeitraum und die Methode werden in jeder Periode überprüft. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden gemäß ihrer sachlichen Zuordnung entweder in die Kosten der umgesetzten Leistungen oder in den Vertriebs- oder Verwaltungskosten ausgewiesen.
Das Sachanlagevermögen wird gemäß IAS 16 zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei selbsterstellten Anlagen enthalten die Herstellungskosten neben den Einzelkosten sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden in der Regel nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Sind sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen, werden sie gemäß IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktiviert.
Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer verrechnet, sofern nicht aufgrund des tatsächlichen Nutzungsverlaufs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.
Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
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| Gebäude | 8 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 15 Jahre |
| Fahrzeuge | 5 Jahre |
Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.
Komplexere Sachanlagen, die aus klar trennbaren Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden für Zwecke der Abschreibungsermittlung in diese Komponenten aufgeteilt. Die Berechnung der Abschreibung erfolgt anhand der Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten.
Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erhaltungsaufwendungen die zur Erhöhung des künftigen Nutzenpotentials eines Vermögenswertes führen, werden aktiviert.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.
An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen.
Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen.
Die Vorräte werden gemäß IAS 2 (‚Inventories') zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag unter Beachtung des Einzelbewertungsgrundsatzes angesetzt. Bei austauschbaren Gegenständen wird gemäß IAS 2.25 die Durchschnittsmethode angewendet.
Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Zinsaufwendungen werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, welche regelmäßig dem Nominalwert entsprechen, bilanziert. Forderungen in fremder Währung sind gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Differenzen aus dieser Umrechnung sind erfolgswirksam erfasst.
Erkennbaren Risiken bei einzelnen Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen auf gesonderten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen.
Der Bilanzposten Zahlungsmittel umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen.
Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Vorgaben des IAS 19.
Die Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen ermittelt. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit einem Zinssatz, basierend auf Zinssätzen von Industrieanleihen höchster Bonität, abgezinst werden.
Gemäß IAS 19.93A werden sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unmittelbar in voller Höhe im Eigenkapital erfasst.
Die Zinsanteile der Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen sind im Finanzergebnis und die übrigen Aufwendungen in den jeweils zutreffenden Positionen ausgewiesen.
Die Sonstigen Rückstellungen sind nach IAS 37 bilanziert. Hiernach werden sie nur dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Die bilanzierten Rückstellungen decken die Risiken im Jahresabschluss, die gegenüber Dritten bestehen, ausreichend ab. Die Bemessung erfolgte in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt, sofern der Effekt wesentlich ist. Rückstellungen mit einer erwarteten Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres sind unter den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen.
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Dabei auftretende Differenzen gegenüber dem Einbuchungskurs werden erfolgswirksam verrechnet. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierung sind bei FRIWO üblicherweise marktgerecht verzinst, so dass der Bilanzwert nahezu dem Zeitwert entspricht.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
Etwaige Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben.
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Eventualverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist. Als international tätiges Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist FRIWO einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistung, Steuerrecht, zugesicherte Rechte aus Unternehmenstransaktionen und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten.
In den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren sind nach Einschätzung des Vorstands keine Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage zu Lasten des Konzerns zu erwarten.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausschließlich im Anhang angegeben.
Konsolidierungskreis (9)
In den Konzernabschluss sind neben der FRIWO AG alle inländischen und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen der FRIWO AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Konsolidierungskreis umfasst zwei inländische und eine ausländische Gesellschaft. Wir verweisen auf den in Ziffer (38) dargestellten Anteilsbesitz.
Änderung des Konsolidierungskreises:
Im Geschäftsjahr 2009 schied die FRIWO USA, Inc., Colorado Springs, USA, durch Liquidation aus dem Konsolidierungskreis aus.
Nicht fortgeführte Geschäftsbereiche (Discontinued Operations) (10)
Nach den Vorgaben des IFRS 5 gibt es gesonderte Regelungen für den Ausweis der Finanzangaben aufgegebener Geschäftsbereiche (im Folgenden: nicht fortgeführte Geschäftsbereiche). Die Darstellung der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung als Nachsteuerergebnis in einer gesonderten Zeile.
Das Ergebnis nach Steuern des nicht fortgeführten Bereichs betrifft die im Geschäftsjahr 2008 erfolgte Veräußerung des früheren Geschäftsbereichs FRIWO Mobile Power (FMP).
Im Mai 2009 hatte die Flextronics BV (Venray) als Erwerberin Ansprüche aus der Verletzung von Garantien aus dem Kaufvertrag gestellt und eine entsprechende Schiedsklage bei der deutschen Schiedsgerichtsstelle eingereicht. Im Ergebnis des nicht fortgeführten Bereichs wurden die Aufwendungen für Anwalts- und Gerichtskosten erfasst.
Im April 2010 haben sich die FRIWO AG und Flextronics auf einen Vergleich geeinigt. Die FRIWO AG hat infolge dessen eine Vergleichssumme von 4,0 Mio. US-Dollar (ca. 3 Mio. Euro) an die Erwerberin von FMP gezahlt. Im Gegenzug sind damit sämtliche Ansprüche aus dem Kaufvertrag final abgegolten.
Die Vergleichszahlung erfolgte aus dem hinterlegten Garantiebetrag von 8,6 Mio. Euro und hat zusammen mit weiteren Effekten das Ergebnis des nicht fortgeführten Bereichs (discontinued operations) mit 1,9 Mio. Euro negativ beeinflusst. Bei den weiteren Ergebniseffekten handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von nun nicht mehr benötigten Rückstellungen für Steuerrisiken in China und für Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Schiedsklage. Darüber hinaus wurde eine Umsatzsteuererstattung in Höhe von 0,5 Mio. Euro ergebniswirksam vereinnahmt. Insgesamt setzt sich das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs wie folgt zusammen:
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| in T Euro | 2010 |
|---|---|
| Vergleichszahlung | -3.018 |
| Weitere Ergebniseffekte (vor Steuern) | 1.355 |
| Ertragsteuern | -214 |
| Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs (nach Steuern) | -1.877 |
Im Vorjahr wurden im Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs die im Zusammenhang mit dem Schiedsverfahren angefallenen und erwarteten Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro ausgewiesen.
Segmentberichterstattung des FRIWO-Konzerns
Segmentberichterstattung (11)
Ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden. Hauptentscheidungsträger der FRIWO-Gruppe ist demgemäß der Vorstand der FRIWO AG, der die zentrale Entscheidungskompetenz über wesentliche Ressourcenallokationen hat.
Dem Vorstand stehen aus dem regelmäßigen internen Berichtswesen der Konzerngesellschaften diverse Auswertungen zur Verfügung, die jeweils die Ertragskraft des Unternehmens aus unterschiedlichen Sichten analysieren. Dabei spielt der regionale Aspekt in verschiedenen Ausprägungen eine sehr bedeutende Rolle. Insofern erachtet der Vorstand die regionale Differenzierung als das für den Segmentbericht gemäß IFRS 8 grundlegende Kriterium.
Die Segmentierung erfolgt nach Umsätzen für die Regionen Deutschland, übriges Europa, Asien (ohne Japan) und Übrige, für die Konzernstruktur, wie sie sich zum Bilanzstichtag darstellt. Die regionale Zuordnung der Umsätze erfolgt nach Lieferadressen der Kunden. Die sonstigen Geschäftsaktivitäten enthalten die Aufwendungen der Holding, die keinem regionalen Segment zuzuordnen sind.
Segmentinformationen
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| in T Euro | Deutschland | übriges Europa | Asien | Übrige Regionen |
sonstige Geschäfts- aktivitäten |
Summe Segmente |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | ||||||
| Umsatzerlöse | 53.375 | 17.122 | 19.729 | 7.265 | 0 | 97.491 |
| Abschreibungen | 1.246 | 427 | 128 | 224 | 4 | 2.029 |
| Operatives Ergebnis | 54 | 77 | 1.088 | 66 | -855 | 430 |
| 2009 | ||||||
| Umsatzerlöse | 36.510 | 14.693 | 15.409 | 6.653 | 0 | 73.265 |
| Abschreibungen | 1.062 | 420 | 162 | 256 | 4 | 1.904 |
| Operatives Ergebnis | -267 | 361 | 532 | -313 | -935 | -622 |
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| in T Euro | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|
| 2010 | ||
| Umsatzerlöse | 0 | 97.491 |
| Abschreibungen | 0 | 2.029 |
| Operatives Ergebnis | 0 | 430 |
| 2009 | ||
| Umsatzerlöse | 0 | 73.265 |
| Abschreibungen | 0 | 1.904 |
| Operatives Ergebnis | 0 | -622 |
Überleitung des Segmentergebnisses
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente | 430 | -622 |
| Überleitung | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 225 | 273 |
| Erfolg aus der Entkonsolidierung verbundener Unternehmen | 0 | 818 |
| Zinsertrag | 16 | 263 |
| Zinsaufwendungen | -436 | -516 |
| Ertragsteuern | -218 | 179 |
| Ergebnis der nicht fortgeführten Bereiche | -1.877 | -380 |
| Konzernergebnis | -1.860 | 15 |
Geschäftstätigkeiten zwischen den Segmenten finden nicht statt. Die Segmente werden anhand des operativen Ergebnisses beurteilt. Dabei bleiben Finanzierungs- und Steuereffekte ebenso, wie sonstige Erträge oder Aufwendungen (bspw. aus Sicherungsgeschäften), unberücksichtigt.
Der Umsatz der FRIWO Gruppe verteilt sich in 2010 auf die Produktgruppen Netzgeräte 53,1 Mio. Euro (Vorjahr: 44,6 Mio. Euro), Ladegeräte 36,9 Mio. Euro (Vorjahr: 24,2 Mio. Euro) und Sonstige 7,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro).
Auf einen Kunden, der in den geographischen Bereichen Deutschland, übriges Europa und Asien enthalten ist, entfielen im Berichtsjahr mit 28,7 Mio. Euro (Vorjahr: 17,3 Mio. Euro) 29,5 Prozent (Vorjahr: 23,6 Prozent) des Gesamtumsatzes.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Vorbemerkung:
Sofern keine andere Angabe erfolgt, beziehen sich die Anhangsangaben in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung nur auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.
Umsatzerlöse (12)
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen ist in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aufgeführt.
Vertriebskosten (13)
Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen die Kosten für Werbung, Wertberichtungen auf Forderungen und Provisionsaufwendungen.
Allgemeine Verwaltungskosten (14)
Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge (15)
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Verluste aus Anlageabgängen | -3 | -9 |
| Währungsverluste | -4.983 | -1.926 |
| Andere Aufwendungen | -117 | -24 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.103 | -1.959 |
| Erträge aus Anlageabgängen | 10 | 4 |
| Währungsgewinne | 5.046 | 1.793 |
| Andere Erträge | 272 | 435 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.328 | 2.232 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge (saldiert) | 225 | 273 |
Erfolg aus der Entkonsolidierung verbundener Unternehmen (16)
Diese Position enthielt im Vorjahr mit 818 T Euro den Erfolg aus der Entkonsolidierung der FRIWO USA, Inc.
Finanzergebnis (17)
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 16 | 263 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -298 | -399 |
| Zinsanteil in den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
-138 | -117 |
| Finanzergebnis | -420 | -253 |
Das Finanzergebnis im Vorjahr 2009 war bis zur Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008 im April 2009 noch geprägt durch hohe liquide Mittel aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches FMP.
Ertragsteuern (18)
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern werden nach IAS 12 berechnet und setzen sich wie folgt zusammen:
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | -119 | -27 |
| Steuern aus Vorjahren | 0 | -3 |
| Latente Ertragsteuern | -99 | 209 |
| -218 | 179 |
Die bilanzierten Steuerlatenzen betreffen folgende Bilanzposten sowie die inländischen Verlustvorträge:
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| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 18 | 0 | 28 | 0 |
| Vorräte | 0 | 55 | 0 | 21 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0 | 27 | 0 | 73 |
| Pensionsrückstellungen | 206 | 58 | 129 | 10 |
| Sonstige Rückstellungen | 143 | 13 | 356 | 23 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 109 | 56 | 60 | 11 |
| Verlustvorträge | 0 | 0 | 120 | 0 |
| Konzernbilanz | 476 | 209 | 693 | 138 |
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| Saldiert | davon | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 2010 | 2009 | Veränderung | Ergebnis fortgeführte Bereiche |
Ergebnis nicht fortgeführte Bereiche |
auf im EK erfasste Transaktionen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 18 | 28 | -10 | -10 | 0 | 0 |
| Vorräte | -55 | -21 | -34 | -34 | 0 | 0 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
-27 | -73 | 46 | 46 | 0 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 148 | 119 | 29 | -1 | 0 | 30 |
| Sonstige Rückstellungen | 130 | 333 | -203 | -10 | -193 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 53 | 49 | 4 | -29 | 0 | 33 |
| Verlustvorträge | 0 | 120 | -120 | -61 | -59 | 0 |
| Konzernbilanz | 267 | 555 | -288 | -99 | -252 | 63 |
Im Vorjahr stellten sich die Daten wie folgt dar:
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| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 28 | 0 | 33 | 0 |
| Vorräte | 0 | 21 | 0 | 17 |
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | 0 | 73 | 0 | 57 |
| Pensionsrückstellungen | 129 | 10 | 147 | 81 |
| Sonstige Rückstellungen | 356 | 23 | 399 | 21 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
0 | 0 | 0 | 194 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 60 | 11 | 35 | 25 |
| Verlustvorträge | 120 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernbilanz | 693 | 138 | 614 | 395 |
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| Saldiert | davon | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 2009 | 2008 | Veränderung | in GuV | auf im EK erfasste Trans- aktionen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 28 | 33 | -5 | -5 | 0 |
| Vorräte | -21 | -17 | -4 | -4 | 0 |
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte |
-73 | -57 | -16 | -43 | 27 |
| Pensionsrückstellungen | 119 | 66 | 53 | -60 | 113 |
| Sonstige Rückstellungen | 333 | 378 | -45 | -45 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
0 | -194 | 194 | 194 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 49 | 10 | 39 | 52 | -13 |
| Verlustvorträge | 120 | 0 | 120 | 120 | 0 |
| Konzernbilanz | 555 | 219 | 336 | 209 | 127 |
Auf sämtliche temporäre Differenzen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 wurden latente Steuern angesetzt.
Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 resultierte im Inland ein steuerlicher Verlustvortrag von 0,2 Mio. Euro für die Körperschaftssteuer und 0,6 Mio. Euro für die Gewerbesteuer.
Durch das steuerliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 konnten diese Verlustvorträge vollständig abgebaut werden.
Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand der fortgeführten Bereiche zeigt die folgende Tabelle:
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 235 | 216 |
| Erwarteter Steueraufwand * | 71 | 65 |
| Steuersatzdifferenzen Ausland | -9 | -8 |
| Nicht abzugsfähige übrige Ausgaben | 29 | 24 |
| Steuer auf Zuschreibung von Beteiligungsbuchwerten | 124 | 0 |
| Steuerfreier Entkonsolidierungserfolg | 0 | -245 |
| Steuern für Vorjahre | 0 | 3 |
| Sonstiges, saldiert | 3 | -18 |
| Tatsächlicher Steueraufwand (im Vorjahr: Steuerertrag) | 218 | -179 |
* Erwarteter Steueraufwand bei Steuersatz der FRIWO AG von 30 Prozent (Vorjahr.: 30 Prozent)
Das Ergebnis der nicht fortgeführten Bereiche enthält einen Steueraufwand von 214 T Euro.
Ergebnis je Aktie (19)
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 (‚Ergebnis je Aktie') auf Basis des Konzernjahresergebnisses ermittelt und beträgt für 2010 -0,24 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Die Aktienanzahl (7,7 Mio. Stückaktien) hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Anzahl der ausgegebenen Stückaktien | 7.700.000 | 7.700.000 |
| Ergebnis nach Steuern (in T Euro) der fortgeführten Bereiche | 17 | 395 |
| Ergebnis nach Steuern (in T Euro) der nicht fortgeführten Bereiche | -1.877 | -380 |
| Ergebnis nach Steuern (in T Euro) der fortgeführten und nicht fortgeführten Bereiche |
-1.860 | 15 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) der fortgeführten Bereiche | 0,00 | 0,05 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) der nicht fortgeführten Bereiche | -0,24 | -0,05 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) der fortgeführten und nicht fortgeführten Bereiche | -0,24 | 0,00 |
Sonstige Angaben zur Erfolgsrechnung
Forschungs- und Entwicklungskosten (20)
Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 3,2 Mio. Euro erfasst worden (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro). Die Kosten, die im Wesentlichen Aufwendungen für die projektbezogene Weiterentwicklung der Produktpalette darstellen, sind in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten.
Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (21)
In den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten sind unter Anderen folgende Aufwandsarten enthalten:
Abschreibungen
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 248 | 265 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 1.781 | 1.639 |
| 2.029 | 1.904 |
Materialaufwand
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
69.212 | 48.943 |
Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeiter
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Personalaufwendungen | 17.696 | 15.177 |
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:
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| Anzahl der Mitarbeiter | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Inland | 255 | 249 |
| Ausland | 71 | 64 |
| 326 | 313 |
Zum Stichtag waren im Konzern 333 Mitarbeiter beschäftigt, davon 261 im Inland.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen (22)
a) Anlagespiegel des FRIWO-Konzerns für die Geschäftsjahre 2010 und 2009
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| 2010 | Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2010 | Zugänge | Abgänge | Um- buchungen |
Währungsän- derungen |
31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
2.934 | 75 | 0 | 16 | 5 | 3.030 |
| Geleistete Anzahlungen | 16 | 0 | 0 | -16 | 0 | 0 |
| 2.950 | 75 | 0 | 0 | 5 | 3.030 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 8.638 | 57 | 0 | 22 | 0 | 8.717 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 10.280 | 1.103 | 162 | 152 | 0 | 11.373 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
15.216 | 1.109 | 283 | 60 | 44 | 16.146 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
241 | 346 | 12 | -234 | 0 | 341 |
| 34.375 | 2.615 | 457 | 0 | 44 | 36.577 |
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| 2010 | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2010 | Zugänge | Abgänge | Um- buchungen |
Währungs- änderungen |
31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
2.384 | 248 | 0 | 0 | 3 | 2.635 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.384 | 248 | 0 | 0 | 3 | 2.635 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 6.718 | 261 | 0 | 0 | 0 | 6.979 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7.351 | 552 | 135 | 0 | 0 | 7.768 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
12.399 | 968 | 257 | 0 | 15 | 13.125 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 26.468 | 1.781 | 392 | 0 | 15 | 27.872 |
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| 2010 | Buchwert | |
|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
395 | 550 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 16 |
| 395 | 566 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 1.738 | 1.920 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.605 | 2.929 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.021 | 2.817 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
341 | 241 |
| 8.705 | 7.907 |
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| 2009 | Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2009 | Zugänge | Abgänge | Um- buchungen |
Währungsän- derungen |
31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
2.773 | 134 | 12 | 39 | 0 | 2.934 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 16 | 0 | 0 | 0 | 16 |
| 2.773 | 150 | 12 | 39 | 0 | 2.950 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 8.551 | 51 | 0 | 36 | 0 | 8.638 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 10.082 | 352 | 10 | -144 | 0 | 10.280 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
14.331 | 1.039 | 329 | 178 | -3 | 15.216 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
188 | 162 | 0 | -109 | 0 | 241 |
| 33.152 | 1.604 | 339 | -39 | -3 | 34.375 |
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| 2009 | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 01.01.2009 | Zugänge | Abgänge | Um- buchungen |
Währungs- änderungen |
31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
2.133 | 265 | 13 | 0 | -1 | 2.384 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.133 | 265 | 13 | 0 | -1 | 2.384 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 6.448 | 270 | 0 | 0 | 0 | 6.718 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6.924 | 464 | 5 | -32 | 0 | 7.351 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
11.787 | 905 | 322 | 32 | -3 | 12.399 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 25.159 | 1.639 | 327 | 0 | -3 | 26.468 |
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| 2009 | Buchwert | |
|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
550 | 640 |
| Geleistete Anzahlungen | 16 | 0 |
| 566 | 640 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 1.920 | 2.103 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.929 | 3.158 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.817 | 2.544 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
241 | 188 |
| 7.907 | 7.993 |
b) Impairment-Test
FRIWO überprüft jährlich, ob Indikatoren für einen möglichen Impairmentbedarf auf das Anlagevermögen vorhanden sind. Auslöser für die Durchführung eines Impairment Tests im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens ist gem. IAS 36 das Vorliegen eines sog. Triggering Events. Im letzten Jahr hat die FRIWO einen Impairment Test durchgeführt, da der Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr und die zeitweise Kurzarbeit als Indikatoren ermittelt wurden, die einen Einfluß auf die Werthaltigkeit des Anlagevermögens hätten haben können. Im Jahr 2010 treffen diese Indikatoren nicht mehr zu. Im Gegenteil, der Umsatz der am Standort Ostbevern gefertigten Produkte ist um rd. 30% gegenüber Vorjahr gestiegen und es fand keine Kurzarbeit in 2010 statt. FRIWO ist zu dem Schluss gekommen, das im Jahr 2010 keine Indikatoren vorliegen, die eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens notwendig machen.
Vorräte (23)
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| in T Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.503 | 2.823 |
| Unfertige Erzeugnisse | 5.004 | 2.768 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 3.832 | 3.181 |
| 16.339 | 8.772 |
Zum 31. Dezember 2010 betrugen die Wertberichtigungen 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro). Die zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte haben einen Buchwert von 0,1 Mio. Euro. Im Berichtsjahr wurden den Wertberichtigungen 0,3 Mio. Euro zugeführt.
In die Ermittlung der absatzmarktbezogenen Wertberichtigungen gehen aktuelle Preisentwicklungen auf der Absatzseite ein. Weiterhin werden auch Lagerreichweite, erwarteter Verbrauch und Gängigkeit zur Ermittlung der erzielbaren Erträge (‚net realizable value') herangezogen. Hierzu sind Annahmen hinsichtlich zukünftiger Umsatzerwartungen auf Produktebene getroffen worden.
Forderungen und Sonstige Vermögenswerte (24)
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| in T Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.460 | 6.482 |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.333 | 1.534 |
| 9.793 | 8.016 |
FRIWO verkauft einen Teil der Forderungen in Form eines echten Factorings. Das heißt, die abgetretenen Forderungen stehen nicht mehr in der Bilanz von FRIWO, da überwiegend alle Chancen und Risiken übergehen. Der Factor stellt den Kaufpreis zu einem wesentlichen Teil FRIWO als liquide Mittel zur Verfügung.
Für die nicht verkauften Forderungen führt FRIWO Wertberichtigungen auf Basis identifizierter Einzelrisiken durch. Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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| in T Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Stand der Wertberichtigungen am 1.1. | -190 | -192 |
| Verbrauch | 0 | 0 |
| Zuführungen | -102 | -15 |
| Auflösung | 0 | 17 |
| Stand der Wertberichtigungen am 31.12. | -292 | -190 |
Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| davon | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum Abschlussstichtag überfällig und nicht wertgemindert |
||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in T Euro | Buchwert | Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig |
Zum Stichtag wertge- mindert (Buchwert) |
1 bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | Mehr als 90 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| zum 31.12.2010 | 7.460 | 6.477 | 106 | 495 | 317 | 65 |
| zum 31.12.2009 | 6.482 | 5.027 | 0 | 1.050 | 340 | 65 |
Es gibt keine Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind und nicht wertberichtigt wurden.
In den sonstigen Vermögenswerten sind Guthaben im Zusammenhang mit Altersteilzeitzusagen, Einbehalte aus dem Factoringprogramm, Mietkautionen und sonstige Positionen aktiviert.
Zum Stichtag gab es keine Wertberichtigungen auf die sonstigen Vermögenswerte. Die nicht wertberichtigten sonstigen Vermögenswerte betrugen 2.333 T Euro (Vorjahr 1.534 T Euro).
Garantiehinterlegung (beschränkt verfügbar) (25)
Die unter dieser Position im Vorjahr ausgewiesenen Tages- bzw. Monatsgelder in Höhe von 8,6 Mio. Euro dienten als Sicherheit für eine Bankgarantie im Zusammenhang mit dem Verkauf der Geschäftseinheit FMP und unterlagen Verfügungsbeschränkungen.
Im April 2010 haben sich die FRIWO AG und der Erwerber der Geschäftseinheit FMP auf einen Vergleich geeinigt. Nach Zahlung der Vergleichssumme von 4 Mio. US-Dollar (ca. 3 Mio. Euro) wurde die Verfügungsbeschränkung aufgehoben und der Restbetrag von rd. 5,6 Mio. Euro hat die frei verfügbare Liquidität des FRIWO-Konzerns erhöht. Wir verweisen auf Ziffer (10)
Zahlungsmittel (26)
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| in T Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Scheck- und Kassenbestände | 10 | 9 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 1.138 | 4.391 |
| 1.148 | 4.400 |
In den Guthaben bei Kreditinstituten ist in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) der noch nicht zu Finanzierungszwecken verwendete Teil des Kaufpreises der abgetretenen Forderungen an den Factoringgeber enthalten.
Diese Definition der Zahlungsmittel wird auch in der Kapitalflussrechnung angewandt.
Eigenkapital (27)
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die FRIWO AG. Das Grundkapital der FRIWO AG in Höhe von 20,0 Mio. Euro ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit repräsentiert jede Aktie einen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Die Kapitalrücklage steht zur Verrechnung etwaiger zukünftiger Verluste und teilweise zur Erhöhung des Grundkapitals im Rahmen der Restriktionen des § 150 AktG, jedoch nicht für Ausschüttungen zur Verfügung.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 21. August 2008 wurde der Vorstand der FRIWO AG ermächtigt, bis zum 31. Juli 2013 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen und mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss, um bis zu 10.010 T Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Die FRIWO AG hat im Berichtsjahr keine Dividende ausgeschüttet (Vorjahr: 3,00 Euro pro Aktie mit einem Gesamtvolumen von 23,1 Mio. Euro).
In ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss zum 31. Dezember 2010 weist die FRIWO AG einen Jahresüberschuss von 6,1 Mio. Euro aus, von dem nach Verrechnung mit dem vorhandenen Verlustvortrag von 0,6 Mio. Euro und einer Einstellung in die Gewinnrücklagen von 3,7 Mio. Euro ein Bilanzgewinn von 1,9 Mio. Euro (im Vorjahr: Bilanzverlust 0,6 Mio. Euro) verbleibt.
Aussagen zur Kapitalsteuerung finden sich im Abschnitt zum Finanzrisikomanagement (33).
Rückstellungen für Pensionen (28)
Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft.
Der versicherungsmathematischen Berechnung liegen die folgenden Parameter zu Grunde: ein Abzinsungssatz von 5,10 Prozent (Vorjahr: 5,80 Prozent), ein Gehaltstrend von 2,25 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) und ein Rententrend von 1,75 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent). Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die Richttafeln 2005 von Dr. Klaus Heubeck verwendet.
Bei der Festsetzung des für die Abzinsung der Pensionsrückstellung anzuwendenden Zinssatzes (5,1 Prozent) wurde auf die von Versicherungsmathematikern veröffentlichten Zinssätze zurückgegriffen.
Die Barwerte der Pensionsverpflichtung sind nicht kapitalgedeckt.
Bei den Verpflichtungen, die ausschließlich im Inland bestehen, handelt es sich größtenteils um dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen, daneben gibt es auch eine einkommens- und dienstzeitabhängige Zusage. Bei den Zusagen handelt es sich ausschließlich um Individualvereinbarungen.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
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| in T Euro | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 1.1. |
2.471 | 2.061 | 2.308 | 2.499 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (Barwert der im Geschäftsjahr erdienten Pensionsansprüche) |
12 | 65 | 80 | 68 |
| Zinsaufwand | 138 | 117 | 115 | 111 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) |
98 | 376 | -247 | -225 |
| Gezahlte Leistungen | -185 | -148 | -132 | -145 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -63 | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 31.12. |
2.534 | 2.471 | 2.061 | 2.308 |
Sonstige Rückstellungen (29)
scroll
| in T Euro | Stand 01.01.2010 |
Inanspruch- nahme |
Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige Rückstellungen | |||||
| Personal- und Sozialbereich | 1.011 | 291 | 0 | 296 | 1.016 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | |||||
| Gewährleistungen | 690 | 0 | 640 | 0 | 50 |
| Übrige | 152 | 102 | 0 | 183 | 233 |
| 842 | 102 | 640 | 183 | 283 |
Die Jubiläumsverpflichtungen und die Rückstellung für Altersteilzeit sind in der Bilanz unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellung für Altersteilzeit betrifft die deutschen Gesellschaften. Mit der Inanspruchnahme der Rückstellung für Altersteilzeit wird innerhalb der nächsten 5 Jahre gerechnet.
Die Rückstellungen für Gewährleistungen decken Garantieverpflichtungen aufgrund von bereits erbrachten Lieferungen und Leistungen ab. Darüber hinaus wurden unter dieser Position im Vorjahr Garantierisiken aus dem Verkauf der Geschäftseinheit FMP ausgewiesen, die mit der im April 2010 erfolgten Vergleichszahlung abgegolten wurden. Die Auflösung wurde ertragswirksam im Ergebnis des nicht fortgeführten Bereichs erfasst.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (30)
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| 31.12.2010: | kurzfristig | langfristig | ||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen | 5.000 | 0 | 5.000 | 0 |
| Sonstige kurzfristige | 1.011 | 1.011 | 0 | 0 |
| 6.011 | 1.011 | 5.000 | 0 |
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| 31.12.2009: | kurzfristig | langfristig | ||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Schuldscheindarlehen | 5.000 | 5.000 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige | 3.005 | 3.005 | 0 | 0 |
| 8.005 | 8.005 | 0 | 0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten unterliegen wie im Vorjahr keiner Besicherung.
Der gewichtete Durchschnittszinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag in 2010 bei 2,78 Prozent (Vorjahr: 4,33 Prozent). Zum Jahresende stellen sich die Kreditlinien wie folgt dar:
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| in T Euro | Kreditlinien | Ausnutzung | Freie Kreditlinien |
|---|---|---|---|
| 11.000 | 6.011 | 4.989 |
Das Schuldscheindarlehen endete im ersten Quartal 2010 und wurde durch ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro und einen Zeitraum von 5 Jahren abgelöst. Im neuen Kreditvertrag sind 2 Covenants vertraglich vereinbart worden. Die erste Kreditklausel bezieht sich auf die Eigenkapitalquote und die zweite Klausel auf den Verschuldungsgrad.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten (31)
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| in T Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Dritte) | 12.194 | 10.995 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 4 | 126 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3.874 | 2.695 |
| (davon aus Steuern) | (176) | (294) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (0) | (0) |
| 16.072 | 13.816 |
Zahlungsverpflichtungen werden unter der Beachtung der Zahlungsfälligkeit als lang- oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die oben aufgeführten Verbindlichkeiten sind alle innerhalb eines Jahres fällig.
Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten, negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente, Umsatzboni sowie sonstige Verbindlichkeiten aus dem Betriebs- und Vertriebsbereich.
Weitere Anhangsangaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse (32)
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| in T Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Sachanlagen | 618 | 107 |
| Miet-, Leasing- und sonstige Verpflichtungen | 633 | 811 |
| (davon fällig im Folgejahr) | (461) | (533) |
| (davon fällig in 2 bis 5 Jahren) | (172) | (278) |
| 1.251 | 918 |
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 290 T Euro (Vorjahr: 273 T Euro) erfolgswirksam erfasst.
Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten
Die im Vorjahr aufgeführten Eventualverbindlichkeiten und Risiken aus dem Verkauf der Geschäftseinheit FMP wurden sämtlich durch die im April 2010 erfolgte Vergleichszahlung abgegolten. Wir verweisen auf Ziffer (10).
Weiterhin bestehen bleibt eine Eventualverbindlichkeit aus einer Rechtsstreitigkeit mit einem Streitwert in Höhe von 0,2 Mio. Euro. Die Klage wird von der FRIWO AG als unbegründet eingestuft und wurde in erster Instanz gewonnen. Folglich wird mit einer Inanspruchnahme auch in der jetzt berufenen Revision nicht gerechnet. Aufgrund des anhängigen Status des Verfahrens werden keine weitergehenden Angaben gemacht.
Finanzrisikomanagement und Derivative Finanzinstrumente (33)
Kreditrisiko
Es bestehen Forderungen gegen eine Vielzahl von Kunden. Darin enthalten sind regelmäßig hohe Einzelforderungen gegen Großkunden. Den aus dem Forderungsbestand resultierenden Kreditausfallrisiken wird durch ein systematisches Verfahren bei der Auswahl von Kunden, durch Analyse des Zahlungsverhaltens und Setzen angemessener Kreditlimits begegnet. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die zum Bilanzstichtag angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte abgebildet. Die FRIWO-Gesellschaften verkaufen ihre Produkte ausschließlich an Kunden, die zuvor einer Bonitätsprüfung unterzogen wurden.
Liquiditätsrisiko
FRIWO führt regelmäßig eine Liquiditätsplanung für den Konzern durch, um einen etwaigen Liquiditätsengpass frühzeitig erkennen zu können. Die genutzte Software berücksichtigt dabei sowohl die Laufzeiten von Finanzierungsinstrumenten als auch die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft.
Währungsrisiko
Aufgrund der internationalen Tätigkeiten ist FRIWO Währungsrisiken ausgesetzt. Hierbei ergibt sich zunächst eine natürliche Absicherung aufgrund der Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten. Des Weiteren werden verbleibende Fremdwährungsrisiken durch gezieltes Währungsmanagement vermindert; aus diesem Grund werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger zu erwartenden Cashflows dienen werden als Cashflow Hedges ausgewiesen. Daneben tätigt FRIWO Devisentermingeschäfte als Absicherung auf bereits bestehende Bilanzpositionen.
Zum Stichtag sind etwa 80 Prozent der nicht durch die beschriebene natürliche Absicherung erfassten Beträge durch Devisentermingeschäfte gesichert. Aus den übrigen nicht gesicherten Positionen ergibt sich ein Restrisiko aus möglichen Änderungen des Wechselkurses US-Dollar/Euro. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen weisen hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:
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| Kursentwicklung des US-Dollar |
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|
|---|---|---|---|
| in T Euro | in T Euro | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 2010 | +5% | -9 | -9 |
| -5% | 10 | 10 | |
| 2009 | +5% | 46 | 33 |
| -5% | -51 | -36 |
Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar gegenüber dem Euro ausgesetzt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen sowie die Devisentermingeschäfte, die nicht als Cashflow Hedge bilanziert werden. Berechnet wird der bilanzielle Effekt einer 5-prozentigen Abweichung des US-Dollarkurses zum Euro am Stichtag. Die Auswirkung auf das Eigenkapital würde zusätzlich die Veränderung der Marktwerte der als Cashflow Hedges ausgewiesenen Devisentermingeschäfte zum Stichtag beinhalten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
Zinsänderungsrisiko
Die Refinanzierung des Schuldscheindarlehens erfolgt durch ein langfristiges Darlehen über 5,0 Mio. Euro und einen Zeitraum von 5 Jahren, welches variabel verzinst ist. Durch Abschluss von kurzfristigen Geldmarktkrediten wurde der positiven unterjährigen Entwicklung der Zinssätze Rechnung getragen. Die Zinsentwicklung am Markt wird fortlaufend beobachtet und analysiert.
Zur Absicherung des Zinsrisikos aus dem variabel verzinsten Darlehen wurde ein entsprechender Forward-Zinsswap mit gleicher Laufzeit und Volumen abgeschlossen, der als Cashflow Hedge ausgewiesen wird. Die Cashflows in Form von Zinszahlungen starten im ersten Quartal des Jahres 2011 und werden bis zum Ende der Laufzeit im Geschäftsjahr 2015 anfallen. Für die Finanzierung über das Factoring wurde ebenfalls ein Forward-Zinsswap mit 5 jähriger Laufzeit und 2,5 Mio. Euro Volumen in 2010 abgeschlossen. Die erste Zinszahlung ist im ersten Quartal 2011 fällig und die letzte Zahlung erfolgt im ersten Quartal 2015. Eine hinreichende Effektivität dieser Instrumente wurde mittels geeigneter Effektivitätstests sichergestellt.
Aus den übrigen variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden sowie dem Marktwert des Zinsswaps ergibt sich ein Restrisiko bezüglich möglicher Zinsänderungen. Das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital vorbehaltlich etwaiger steuerlicher Effekte bzw. Steuerlatenzen weisen hinsichtlich dieses Risikos folgende Sensitivitäten auf:
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| Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten |
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|
|---|---|---|---|
| T Euro | T Euro | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 2010 | +100 | -191 | 88 |
| -100 | 191 | -94 | |
| 2009 | +100 | -40 | -31 |
| -100 | 40 | 31 |
Zur Ermittlung der Zinssensitivität wurde das Zinsergebnis aus den variabel verzinsten Vermögenswerten und Schulden dem durchschnittlichen Zinssatz des Geschäftsjahres gegenübergestellt. Anschließend wurde die Veränderung des Zinsergebnisses aufgrund einer Erhöhung/Verringerung des durchschnittlichen Prozentsatzes um 100 Basispunkte ermittelt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital beinhaltet zusätzlich die Veränderung des Marktwertes des Zinsswap zum Stichtag.
Derivative Finanzinstrumente
Die aufgrund der Fair Value Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten anfallenden Gewinne und Verluste werden im Fall von Cashflow Hedges erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Ergebnisse der nicht in effektiven Hedge-Beziehungen befindlichen Derivate werden erfolgswirksam in der GuV ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden aus den Cashflow Hedges -149 T Euro (Vorjahr - 39 T Euro) direkt im Eigenkapital erfasst. Im gleichen Zeitraum wurden -39 T Euro (Vorjahr 84 T Euro) dem Eigenkapital entnommen und ergebniswirksam in der GuV erfasst. Die aus den Devisentermingeschäften resultierenden Beträge werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und die Beträge aus dem Zinsswap im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Effektivität der Cashflow Hedges ist in 2010 gegeben und die abgesicherten Posten sind geplante zukünftige Transaktionen.
FRIWO verfügt am Geschäftsjahresende über Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von 0,8 Mio. Euro. Diese dienen zur Absicherung des Währungsrisikos von bestehenden US-Dollar Forderungen. Im Vorjahr waren entsprechende Sicherungsgeschäfte in einem Volumen von 1,4 Mio. Euro abgeschlossen worden.
Die Nominal- und Marktwerte der bilanzierten derivativen Finanzinstrumente stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| Nominalvolumen | Marktwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| in T Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte (Cashflow Hedges) |
0 | 271 | 0 | -8 |
| Devisentermingeschäfte (übrige) | 770 | 1.389 | 7 | -6 |
| Zinsswaps (Cashflow Hedges) | 7.500 | 5.000 | -149 | -31 |
Die positiven Marktwerte sind unter den sonstigen Vermögenswerten, die negativen Marktwerte unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Marktwerte werden im Falle von Zinsswaps von den kontrahierenden Banken ermittelt, im Falle von Devisentermingeschäften anhand der Referenzkurse der EZB berechnet.
Kapitalsteuerung
Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur mit Blick auf die Gesamtkapitalrentabilität unter Berücksichtigung von Bonitätszielen. Damit soll sowohl den Interessen der Anteilseigner als auch der Kreditgeber entsprochen werden. Darüber hinaus wird neben den aktuellen individuellen Rahmenbedingungen wie geplante Dividenden und Investitionen auch die gesamtwirtschaftliche Lage in die Ermittlung der jeweiligen Zielkapitalstruktur einbezogen.
Die zukünftige Zielkapitalstruktur entspricht dem aktuellen Niveau und berücksichtigt damit auch die in 2010 vertraglich vereinbarte Kreditklausel bezüglich der Eigenkapitalquote. Das Verhältnis zwischen lang- und kurzfristigen Schulden ist durch die erfolgreich abgeschlossene Anschlussfinanzierung wieder in Richtung der vom Management angestrebten Relation verschoben worden.
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| in T Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 10.737 | 12.696 |
| als % vom Gesamtkapital | 29% | 33% |
| Langfristige Schulden | 8.759 | 3.620 |
| Kurzfristige Schulden | 17.366 | 22.663 |
| Fremdkapital | 26.125 | 26.283 |
| als % vom Gesamtkapital | 71% | 67% |
| Gesamtkapital | 36.862 | 38.979 |
Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten (34)
Abkürzungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten: Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 39.9
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| AfS | Available for Sale | Zur Veräußerung verfügbar |
| FLaAC | Financial Liabilities at Amortised Cost | Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungkosten |
| FAHfT | Financial Assets Held for Trading | Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten |
| FLHfT | Financial Liabilities Held for Trading | Verbindlichkeiten zur Veräußerung gehalten |
| HtM | Held to Maturity | bis zur Endfälligkeit gehalten |
| LaR | Loans and Receivables | Darlehen und Forderungen |
Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7.6 i.V.m Appendix B1:
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| AC | At Cost | fortgeführte Anschaffungskosten |
| FV | At Fair Value | beizulegender Zeitwert |
Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der Kategorien von Finanzinstrumenten in Klassen, welche sich hinsichtlich der Art der Bewertung der darin enthaltenen Finanzinstrumente unterscheiden:
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| AKTIVA | Bewertung nach IAS 39 zu |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 31.12.2010 |
Kategorie nach IAS 39 |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value | Klassen nach IFRS 7 |
Fair Value 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.460 | LaR | 7.460 | AC | 7.460 | |
| Zahlungsmittel | 1.148 | LaR | 1.148 | AC | 1.148 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.333 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 0 | FV | 0 | |||
| davon sonstige Derivate | 7 | FAHfT | 7 | FV | 7 | |
| davon sonstige Finanzinstrumente | 1.975 | LaR | 1.975 | AC | 1.975 | |
| davon keine Finanzinstrumente | 351 |
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| PASSIVA | Bewertung nach IAS 39 zu |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 31.12.2010 |
Kategorie nach IAS 39 |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value | Klassen nach IFRS 7 |
Fair Value 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 5.000 | FLaAC | 5.000 | AC | 5.000 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
12.194 | FLaAC | 12.194 | AC | 12.194 | |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.011 | FLaAC | 1.011 | AC | 1.011 | |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3.874 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 149 | 149 | FV | 149 | ||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 3.614 | FLaAC | 3.614 | AC | 3.614 | |
| davon keine Finanzinstrumente | 110 |
Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:
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| AKTIVA | Bewertung nach IAS 39 zu |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 31.12.2009 |
Kategorie nach IAS 39 |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value | Klassen nach IFRS 7 |
Fair Value 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.482 | LaR | 6.482 | AC | 6.482 | |
| Zahlungsmittel | 4.400 | LaR | 4.400 | AC | 4.400 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.534 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 0 | FV | 0 | |||
| davon sonstige Derivate | 0 | FAHfT | FV | 0 | ||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 1.396 | LaR | 1.396 | AC | 1.396 | |
| davon keine Finanzinstrumente | 138 | |||||
| Tages- u. Monatsgeld mit | ||||||
| Garantiehinterlegung | 8.625 | LaR | 8.625 | AC | 8.625 |
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| PASSIVA | Bewertung nach IAS 39 zu |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 31.12.2009 |
Kategorie nach IAS 39 |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value | Klassen nach IFRS 7 |
Fair Value 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | FLaAC | 0 | AC | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
10.995 | FLaAC | 10.995 | AC | 10.995 | |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 8.005 | FLaAC | 8.005 | AC | 8.005 | |
| Übrige Verbindlichkeiten | 2.695 | |||||
| davon Derivate mit Hedgebeziehung | 45 | 45 | FV | 45 | ||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 2.419 | FLaAC | 2.419 | AC | 2.419 | |
| davon keine Finanzinstrumente | 231 |
Auf der Aktivseite werden im Wesentlichen Finanzinstrumente nach IAS 39 in Form von Krediten und Forderungen (LaR) ausgewiesen.
Auf der Passivseite werden ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 ausgewiesen. Alle Kategorien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zum Stichtag ergeben sich keine Unterschiede zwischen Fair Value und Buchwert der Finanzinstrumente, da diese im Wesentlichen kurzfristig sind und sich aus der zeitlichen Nähe zwischen Einbuchungszeitpunkt und Bilanzstichtag keine nennenswerten Differenzen ergeben.
Gemäß IFRS 7 wurde bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen:
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| Stufe 1 | Bewertung anhand von Marktpreisen für das spezifische Finanzinstrument |
| Stufe 2 | Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren |
| Stufe 3 | Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern |
Zum 31. Dezember 2010 hielt der Konzern folgende zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente:
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| in T Euro | 31.12.2010 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | ||||
| Sonstige Derivate | 7 | 0 | 7 | 0 |
| PASSIVA | ||||
| Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) |
149 | 0 | 149 | 0 |
Im Berichtsjahr erfolgten keine Umgliederungen zwischen Bewertungen der einzelnen Stufen.
Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:
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| in T Euro | 31.12.2009 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | ||||
| Sonstige Derivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | ||||
| Derivate mit Hedgebeziehung (Zinsswap) |
31 | 0 | 31 | 0 |
| Sonstige Derivate | 14 | 0 | 14 | 0 |
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
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| 2010 | Nettoergebnisse aus | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Zinsen | Folgebewertung Wertberichtigung |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| FI-Kategorie nach IAS 39 |
Ertrag | Aufwand | Auflösung | Zuführung | Währungs- umrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| LaR | 16 | 0 | 0 | -102 | 0 |
| HtM | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | |||||
| FLaAC | 0 | -298 | 0 | 0 | 63 |
| Summe | 16 | -298 | 0 | -102 | 63 |
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| 2009 | Nettoergebnisse aus | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Zinsen | Folgebewertung Wertberichtigung |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| FI-Kategorie nach IAS 39 |
Ertrag | Aufwand | Auflösung | Zuführung | Währungs- umrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| LaR | 161 | 0 | 17 | -15 | 0 |
| HtM | 103 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| PASSIVA | |||||
| FLaAC | 0 | -400 | 0 | 0 | -132 |
| Summe | 264 | -400 | 17 | -15 | -132 |
Die folgende Liquiditätsanalyse zeigt die Fälligkeiten der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2010 fixierten Zinssätze ermittelt.
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| 31.12.2010 | Cashflows 2011 | Cashflows 2012 – 2014 |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| in T Euro | Buchwert 2010 |
Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
6.011 | 145 | 1.011 | 423 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten |
142 | 93 | 0 | 372 | 0 |
| 6.154 | 238 | 1.011 | 795 | 0 |
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| 31.12.2010 | Cashflows 2015ff | |
|---|---|---|
| in T Euro | Zinsen | Tilgung |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
25 | 5.000 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten |
24 | 0 |
| 49 | 5.000 |
Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.
Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (35)
Gemäß IAS 24 werden Unternehmen und Personen als nahe stehend betrachtet, wenn eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben.
Seit dem 9. Juni 2008 ist die Cardea Holding GmbH, München, mit Mehrheit an der FRIWO AG beteiligt. Die Cardea Holding GmbH und ihre Muttergesellschaft, die VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München, sowie deren Tochterunternehmen sind dadurch nahestehende Unternehmen zur FRIWO AG im Sinne des IAS 24. Im Berichtsjahr fanden keine Geschäftsvorfälle zwischen der FRIWO AG und der Cardea Holding GmbH oder der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG statt.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands (36)
Die fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 10.000 Euro p.a. Die variable Vergütung richtet sich nach der Höhe der beschlossenen Dividenden. Die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütung ist auf das Dreifache des festen Betrags begrenzt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache. Ausschussmitglieder erhalten jeweils eine weitere Vergütung von 1.000 Euro. Davon ausgenommen sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 beträgt 96 T Euro (Vorjahr: 75 T Euro).
Hinsichtlich der Bezüge des Vorstands ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 1. Mai 2006 beschlossen hat, dass die Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2006 bis einschließlich 2010 unterbleiben.
Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich für das Geschäftsjahr 2010 auf 674 T Euro (Vorjahr: 501 T Euro), davon 412 T Euro fix (Vorjahr: 426 T Euro) und 262 T Euro variabel (Vorjahr: 75 T Euro).
Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Pensionsbezüge von 138 T Euro (Vorjahr: 94 T Euro). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind gem. IAS 19 insgesamt 1.926 T Euro (Vorjahr: 1.865 T Euro) zurückgestellt.
Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen sind den Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen nicht eingeräumt worden.
Honorar des Abschlussprüfers (37)
Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. April 2010 wurde beschlossen, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 zu bestellen und damit die bisherigen Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH, abzulösen.
Die für das Geschäftsjahr 2010 berechneten Honorare und Auslagen unserer Abschlussprüfer Rödl & Partner GmbH betragen 73 T Euro (Vorjahr: 75 T Euro von Ernst & Young GmbH)) und betreffen für beide Jahre ausschließlich die Leistungen für die Abschlussprüfungen. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen abgerechnet.
Anteilsbesitz (38)
Die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der FRIWO AG verbunden und nimmt die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
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| in T Euro | Kapitalanteil | Eigenkapital | Ergebnis 2010 |
|---|---|---|---|
| FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, Deutschland |
100,00% | 6.534 | 715 1) |
| FRIWO Power Solutions Technology (Shenzhen) Co. Ltd., XiXiang, China |
100,00% | 578 | 135 2)3) |
1) vor Ergebnisabführung
2) gem. IFRS
3) mittelbar über FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern
Angaben zur Corporate Governance-Erklärung (39)
Die Erklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens unter:
www.friwo.de/de/friwoag/investorrelations/corporategovernance.html
dauerhaft zugänglich gemacht.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (40)
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 sind bis zum Tag der Freigabe des Konzernabschlusses keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.
Ostbevern, 11. Februar 2011
FRIWO AG
Der Vorstand
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| Felix Zimmermann | Klaus Schilling |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.“
Ostbevern, 11. Februar 2011
Der Vorstand
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| Felix Zimmermann | Klaus Schilling |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der FRIWO AG, Ostbevern, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 11. Februar 2011
Rödl & Partner GmbH
*Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft*
scroll
| Kraus Wirtschaftsprüfer |
Grillenberger Wirtschaftsprüfer |