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Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Interim / Quarterly Report Mar 31, 2010

165_rns_2010-03-31_1bc05496-07ef-42bd-916b-666303b40732.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht nach IFRS (gemäß § 315a HGB)

31.03.2010

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Else-Kröner-Straße 1 61346 Bad Homburg

Zwischenlagebericht
2
Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
2
Chancen- und Risikobericht19
Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung20
Konzernabschluss21
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung21
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
22
Konzern-Bilanz23
Konzern-Cash Flow24
Eigenkapitalveränderungsrechnung25
Anmerkungen zum Konzernabschluss26
Corporate Governance51
Prüferische Durchsicht
52
Kontakte und Kalender
53

Zwischenlagebericht

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

a) Finanz- und Ertragslage

Die folgende Darstellung und Analyse der operativen Entwicklung der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA und ihrer Tochtergesellschaften ("FMC-AG & Co. KGaA" oder die "Gesellschaft") sollte in Verbindung mit dem ungeprüften Konzernabschluss der Gesellschaft und den zugehörigen Anmerkungen gelesen werden, die sich an anderer Stelle dieses Berichts befinden, sowie mit den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 gemäß § 315a HGB nach IFRS aufgestellten enthaltenen Angaben und Erläuterungen. In diesem Bericht beinhalten "FMC-AG & Co. KGaA" oder die "Gesellschaft" in Abhängigkeit vom Kontext auch die Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. In diesem Bericht wird mit der Verwendung der Worte "erwartet", "geht davon aus", "beabsichtigt", "plant", "ist der Überzeugung", "strebt an", "schätzt" und ähnlicher Ausdrücke beabsichtigt, zukunftsbezogene Aussagen kenntlich zu machen. Obwohl die Gesellschaft davon überzeugt ist, dass die in solchen zukunftsbezogenen Aussagen widergespiegelten Erwartungen plausibel sind, unterliegen zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten, von denen viele nicht genau vorhergesagt werden können und einige möglicherweise überhaupt nicht vorhergesehen werden können. Diese zukunftsbezogenen Aussagen wurden auf der Grundlage von aktuellen Annahmen und Einschätzungen formuliert, die die Gesellschaft nach bestem Wissen getroffen hat. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der Gesellschaft wesentlich von denjenigen abweichen, und auch negativer ausfallen können als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Des Weiteren können sich in die Zukunft gerichtete Schätzungen und Voraussagen, die auf Gutachten oder Informationen Dritter basieren, als unrichtig herausstellen. Daher kann die Gesellschaft keine Zusicherungen hinsichtlich der zukünftigen Richtigkeit der in diesem Bericht dargestellten Meinungen oder hinsichtlich des tatsächlichen Eintretens der hier beschriebenen Entwicklungen machen. Auch sind zukünftige Ergebnisse der Gesellschaft, selbst wenn sie den hier dargestellten Erwartungen entsprechen sollten, nicht notwendigerweise indikativ für die Leistung der Gesellschaft in zukünftigen Geschäftsjahren.

Zu den Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, welche die tatsächlichen Ergebnisse der Gesellschaft von den geschätzten abweichen lassen, gehören insbesondere:

• Änderungen in Erstattungen von staatlichen Stellen und privaten Versicherern für die Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft, einschließlich der vorgeschriebenen Umstellung auf ein ausgeweitetes gebündeltes Medicare-Erstattungssystem für Dialysedienstleistungen ab 2011;

  • Rückgänge in der Verabreichung von Erythropoietin (EPO) oder der Erstattungsleistungen für EPO;
  • das Ergebnis laufender staatlicher Ermittlungen
  • der Einfluss von privaten Versicherern und Managed Care-Organisationen;
  • die Auswirkungen von bevorstehenden und zukünftigen Gesundheitsreformen;
  • Produkthaftungsrisiken;
  • das Ergebnis möglicherweise wesentlicher laufender Rechtsstreitigkeiten;
  • Risiken aus der Integration von Akquisitionen und die Abhängigkeit der Gesellschaft von weiteren Akquisitionen;
  • die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen;
  • Änderungen der Kosten und des Verordnungsumfelds für Medikamente;
  • die Einführung von Generika oder neuen Medikamenten, die mit pharmazeutischen Produkten der Gesellschaft konkurrieren;
  • Änderungen der Rohmaterial- und Energiekosten; sowie
  • sonstige Aussagen bezüglich der Erwartungen, Annahmen, zukünftigen Pläne und Strategien, erwarteten Entwicklungen sowie sonstiger Inhalte, bei denen es sich nicht um historische Tatsachen handelt.

Wichtige Faktoren, die zu derartigen Abweichungen beitragen können, sind im vorliegenden Bericht im Abschnitt "Zwischenlagebericht für das 1. Quartal 2010 und 2009" und in Anmerkung 12 "Rechtliche Verfahren" in den Anmerkungen des ungeprüften Konzernabschlusses der Gesellschaft sowie im Kapitel C "Risiken der zukünftigen Entwicklung" im Konzernlagebericht des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2009 gemäß § 315a HGB beschrieben.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist darüber hinaus weiteren Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt, die von Zeit zu Zeit im Rahmen der veröffentlichten Berichte der Gesellschaft dargestellt werden. Veränderungen in jedem dieser Bereiche könnten dazu führen, dass die Ergebnisse wesentlich von den Ergebnissen abweichen, die die Gesellschaft oder andere vorhergesagt haben oder vorhersagen werden.

Die im Konzernabschluss dargestellte Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft wird durch die angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze sowie durch die Annahmen und Schätzungen beeinflusst, die dem Konzernabschluss der Gesellschaft zu Grunde liegen. Die tatsächlich angewandten Rechnungslegungsgrundsätze, die Beurteilungen im Rahmen der Auswahl und Anwendung dieser Grundsätze sowie die Sensitivität der berichteten Ergebnisse in Bezug auf Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen, Annahmen und Schätzungen stellen Faktoren dar, in deren Kontext der vorliegende Konzernabschluss und die im Folgenden unter "Operative Entwicklung" dargestellten Ausführungen zu betrachten sind.

Überblick

Das Geschäft der Gesellschaft besteht vorwiegend aus der Erbringung von Dialysedienstleistungen sowie aus der Produktion und dem Vertrieb von Produkten und Geräten für die Behandlung von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz. In den USA führt die Gesellschaft zusätzlich klinische Labortests durch. Die Gesellschaft schätzt, dass die Bereitstellung von Dialysedienstleistungen und der Vertrieb von Dialyseprodukten und -geräten einen weltweiten Markt von über 65 Mrd. US-\$ mit einem erwarteten jährlichen weltweiten Patientenzuwachs von etwa 6% darstellt. Der Patientenzuwachs wird durch Faktoren wie die alternde Bevölkerung und die steigende Lebenserwartung, den Mangel an Spenderorganen für Nierentransplantationen, ein steigendes Aufkommen und die verbesserte Behandlung von Diabetes und Bluthochdruck, welche häufig einem terminalen Nierenversagen vorangehen, sowie eine höhere Überlebensrate der von diesen Erkrankungen betroffenen Patienten, Verbesserungen bei der Behandlungsqualität, durch die das Leben des Patienten verlängert wird, und die sich verbessernden Lebensstandards in den Entwicklungsländern, welche eine lebensrettende Dialysebehandlung ermöglichen, verursacht. Der Schlüssel zu kontinuierlichem Wachstum der Umsätze ist die Fähigkeit der Gesellschaft, neue Patienten zur Steigerung der Anzahl der jährlich durchgeführten Behandlungen zu gewinnen. Daher geht die Gesellschaft davon aus, dass die Anzahl der jährlich durchgeführten Behandlungen ein aussagefähiger Indikator für kontinuierliches Umsatzwachstum und Erfolg ist. Zusätzlich beeinflussen das Erstattungsumfeld sowie das Umfeld für die Verordnung von Zusatzdienstleistungen das Geschäft der Gesellschaft erheblich. In der Vergangenheit erlebte die Gesellschaft im Allgemeinen stabile Erstattungen für ihre Dialysebehandlungen, und sie erwartet diese auch in der Zukunft. Das beinhaltet den Ausgleich von ungünstigen Änderungen der Erstattungssätze in gewissen Ländern durch günstige Änderungen in anderen Ländern. Ein Großteil der Behandlungen wird von staatlichen Institutionen wie Medicare in den USA bezahlt. Als Konsequenz des Drucks zur Kostenreduzierung im Gesundheitswesen waren die Steigerungen der Erstattungssätze begrenzt. Die Fähigkeit der Gesellschaft, die Preise für ihre Dienstleistungen zu beeinflussen, ist beschränkt. Die Ertragskraft ist abhängig von der Fähigkeit der Gesellschaft, ansteigende Personal-, Medikamenten- und Verbrauchsmaterialkosten zu kontrollieren.

Ein Großteil der Dialysedienstleistungen, die die Gesellschaft in den USA erbringt, wird durch das Medicare-Programm bezahlt. Die Medicare-Zahlungen für Dialysedienstleistungen basieren auf einem Mischsatz, der einen Arzneimittelzuschlag und Anpassungen aufgrund der Fall-Zusammensetzung und aufgrund von regionalen Lohnindizes enthält. Der Arzneimittelzuschlag wurde mit dem sogenannten "Medicare Prescription Drug, Improvement and Modernization Act of 2003 - Gesetz" ("MMA") eingeführt, um die Differenz zwischen der Medicare-Erstattung für separat abrechenbare Arzneimittel vor Einführung des MMA und dem im MMA vorgeschriebenen neuen, auf dem durchschnittlichen Verkaufspreis basierenden Erstattungssystem zu berücksichtigen.

Für 2010 haben die CMS (Centers for Medicare and Medicaid Services) den Arzneimittelzuschlag für 2009 unverändert in Höhe von 20,33 US-\$ je Behandlung übernommen, während der Basisanteil des Erstattungssatzes wie vom "Medicare Improvements for Patients and Providers Act of 2008 – Gesetz" (dem "MIPPA") vorgeschrieben um 1% erhöht wurde. Daher hat sich der in Dollar konstant gebliebene Arzneimittelzuschlag 2010 auf 15% der gesamten Erstattung je Behandlung verringert. Anders als viele andere Medicare-Programme unterlag der Basisanteil des Erstattungssatzes in der Vergangenheit keiner automatischen jährlichen Anpassung. Da keine entsprechende Gesetzesänderung vorgenommen wurde, blieb dieser Teil der

Gesamtvergütung entsprechend unverändert. Der Kongress hat mit dem MIPPA den Basisanteil des Erstattungssatzes für 2010 um 1% erhöht. Des Weiteren hat der Kongress eine Klausel eliminiert, nach der in der Vergangenheit an Krankenhäuser angeschlossene Einrichtungen etwas höhere Vergütungen erhielten als unabhängige (oder "freistehende") Kliniken. Für 2010 beträgt der Basis-Erstattungssatz sowohl für unabhängige als auch für an Krankenhäuser angeschlossene Einrichtungen 135,15 US-\$ und liegt damit um 1% höher als 2009. Das CMS hat die lohnindexbasierte Anpassung für Dialyseeinrichtungen aktualisiert, die sich 2008 zu 25% aus einer alten – auf den statistischen Ballungsgebieten (MSA – metropolitan statistical area) beruhenden – Anpassung und zu 75% aus einer neuen – auf den statistischen Kerngebieten (CBSA – core-based statistical area) basierenden – Anpassung berechnete. 2009 hat das CMS den Übergang von der MSA Definition auf die CBSA Definition abgeschlossen, so dass die Zahlungen an Einrichtungen nunmehr auf dem CBSA-Satz basieren. Für 2010 hat das CMS die Untergrenze für den Lohnindex von 0,70 auf 0,65 herabgesetzt.

Bestimmte andere Artikel und Dienstleistungen, die die Gesellschaft in ihren Dialysezentren bereitstellt bzw. erbringt, sind gegenwärtig im Erstattungssatz nicht enthalten und werden von Medicare separat erstattet. Zu den Wesentlichen gehören Medikamente wie blutbildungsanregende Substanzen (erythropoietin-stimulating agents – "ESA"), Vitamin-Dund Eisen-Präparate, die mit 106% des vom Hersteller an das CMS gemeldeten durchschnittlichen Verkaufspreises erstattet werden. Produkte und Nebendienstleistungen für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz, die ihre Dialysebehandlungen zu Hause durchführen, werden ebenfalls separat erstattet. Die Erstattungsstruktur hierfür ist mit dem Erstattungssatz für Behandlungen in Dialysezentren vergleichbar. Diese Erstattungsmethoden begrenzen die zulässigen abrechenbaren Beträge je Behandlung, führen aber für die Gesellschaft zu planbaren Erlösen je Behandlung.

Mit der Einführung des MIPPA in 2008 hat der Kongress die Entwicklung eines ausgeweiteten gebündelten Erstattungssystems bei terminaler Niereninsuffizienz vorgeschrieben, das für ab dem 1. Januar 2011 erbrachte Dienstleistungen gültig sein soll. Das MIPPA verlangt, dass das CMS bis zum 1. Januar 2011 ein gebündeltes Erstattungssystem bei terminaler Niereninsuffizienz einführt, nach dem das CMS die Erstattungen an die Dialysekliniken mit einer Zahlung für (i) alle Produkte und Dienstleistungen, die im Erstattungssatz enthalten sind, (ii) alle in der Vergangenheit separat erstattete an Patienten verabreichte blutbildungsanregende Substanzen sowie sonstige Medikamente (andere Arzneimittel und Präparate, mit Ausnahme von Impfungen), (iii) diagnostische Labortests und (iv) sonstige zur Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz an Personen erbrachte Dienstleistungen vornimmt. Der anfängliche gebündelte Erstattungssatz wird auf 98% der geschätzten Kosten des Medicare-Programms für die Dialyseversorgung für 2011 festgesetzt. Diese Schätzung errechnet sich anhand des gegenwärtigen Erstattungssystems unter Zugrundelegung der jeweils geringsten Inanspruchnahme je Patient aus den Jahren 2007, 2008 und 2009 für alle Empfänger von Medicare-Leistungen. Der gebündelte Satz wird Anpassungen aufgrund der Fall-Zusammensetzung unterworfen sein, die Merkmale der einzelnen Patienten (z. B. Alter, Gewicht, Körpermassenzahl) sowie Sterblichkeitszusammenhänge widerspiegeln können. Außerdem sollen Anpassungen aufgrund von (i) bestimmten Einzelfällen von Patienten mit extrem hohen Kosten aufgrund von außergewöhnlichen medizinisch notwendigen Versorgungserfordernissen, (ii) unverhältnismäßig hohen Kosten von Kliniken mit geringen Fallzahlen im Vergleich zu anderen Kliniken und (iii) vom Gesundheitsminister für angemessen erachtete sonstige Anpassungen vorgenommen werden. Ab 2012 wird der gebündelte Erstattungssatz jährlichen Erhöhungen unterliegen, die auf dem Anstieg der Kosten eines vom Gesundheitsministerium ("HHS") noch festzulegenden "Warenkorbs" aus Dialyseprodukten und -dienstleistungen abzüglich 1% beruhen. Das MIPPA schreibt dem CMS die Einführung von Standards vor, die ab 2012 einem leistungsbasierten Erstattungssystem zugrunde liegen sollen. Dialysekliniken, die die festgelegten

Qualitätsstandards nicht erreichen, werden die Erstattungen um bis zu 2% gekürzt. Qualitätsstandards für Kliniken werden anfangs voraussichtlich auf die Bereiche Anämie-Management und Hämodialyse-Adäquanz begrenzt und die Leistungswerte der einzelnen Kliniken werden öffentlich zugänglich sein. Das gebündelte System wird phasenweise über einen Zeitraum von vier Jahren eingeführt, so dass die Implementierung für alle Dialysezentren zum 1. Januar 2014 abgeschlossen sein wird. Dienstleister können sich jedoch im November 2010 freiwillig für eine volle Umstellung auf das neue System ab Januar 2011 entscheiden. Das MIPPA weitet die Befugnisse von spezialisierten Medicare Advantage ("MA") Programmen zur Fokussierung auf die Aufnahme bestimmter Zielgruppen bis zum 31. Dezember 2010 aus und revidiert die Definitionen, Anforderungen an das Versorgungsmanagement und Standards der Qualitätsberichterstattung für alle spezialisierten Programme. Am 29. September 2009 hat das CMS einen Regelungsentwurf zur Einführung eines Erstattungssystems veröffentlicht, der wie im MIPPA vorgesehen für Dialysezentren den gebündelten Erstattungssatz mit Anpassungen aufgrund der Fall-Zusammensetzung vorsieht. Eine Umsetzung der im Entwurf vorgesehenen Bestimmungen zu Fallzusammensetzungs- und Übergangsanpassungen in ihrer gegenwärtigen Form würde zu einer Senkung der Erstattungen führen. Sofern der Regelungsentwurf ohne Änderungen verabschiedet wird, wird er keine ausreichende Erstattung von Verabreichungen von gegenwärtig von Medicare Part D abgedeckten oral zu verabreichenden Medikamenten durch Dialysekliniken vorsehen und keine ausreichenden Regelungen zur Koordinierung von Erstattungen von Zweit-Versicherungen enthalten. Obwohl deutlich ist, dass die Ausweitung des gebündelten Erstattungssystems für die Behandlung terminalen Nierenversagens sich in wesentlichem Umfang auf die an die Gesellschaft geleisteten Erstattungen für Medikamente und andere Produkte und Dienstleistungen auswirken wird, wird die Gesellschaft erst nach Verabschiedung der endgültigen Vorschriften des CMS in der Lage sein, die Gesamtauswirkung des neuen Systems auf ihr Geschäft zu beurteilen.

Das "Patient Protection and Affordable Care Act - Gesetz" wurde in den USA am 23. März 2010 verabschiedet und danach vom "Health Care and Educational Affordability Reconciliation Act - Gesetz" geändert (geändertes Gesetz im Folgenden "PPACA"). PPACA wird weitreichende Reformen des Gesundheitssystems einführen, einschließlich (i) Bestimmungen, die allen Amerikanern den Zugang zu einer erschwinglichen Krankenversicherung ermöglichen, (ii) der Ausweitung des Medicaid-Programms, (iii) einer ab 2011 von Arzneimittelfirmen zu zahlenden und anhand des Absatzes von Marken-Medikamenten an staatliche Gesundheitsprogramme errechneten Branchenabgabe, (iv) eine Umsatzsteuer in Höhe von 2,3% auf Umsätze der Hersteller mit medizinischen Geräten ab 2013, (v) Erhöhungen der Medicare-Rabatte für verschreibungspflichtige Medikamente zum 1. Januar 2010, (vi) Reformen des privaten Versicherungsmarktes zum Schutze der Verbraucher, wie z.B. Verbote von Lebens- und Jahresobergrenzen, Abdeckung bestehender Erkrankungen sowie Begrenzung von Wartezeiten, (vii) Bestimmungen zur Förderung der integrierten Gesundheitsversorgung, Effizienz und Abstimmung zwischen Gesundheitsdienstleistern sowie (viii) Bestimmungen zur Verringerung von Verschwendung und Betrug bei Gesundheitsprogrammen. Das PPACA beinhaltet keine Änderungen der Vorschriften des MIPPA zur Erstattung von Dialysebehandlungen. Die im PPACA enthaltene Umsatzsteuer auf medizinische Geräte, die Erhöhungen der Medicaid-Rabatte für Medikamente und die jährliche Abgabe der pharmazeutischen Industrie wird sich negativ auf das Ergebnis und die Zahlungsmittelzuflüsse des Produktgeschäfts der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft erwartet, dass sich die Vorschriften des PPACA zur integrierten Gesundheitsversorgung und zum Verbraucherschutz bei privaten Versicherungen leicht positiv auf ihr Geschäft auswirken werden.

Am 17. Februar 2010 hat die US-Veteranenbehörde (Department of Veterans Affairs – "VA") einen Regelungsentwurf für Erstattungen veröffentlicht, der die Erstattungssätze für nicht auf Verträgen basierende Dialysedienstleistungen auf die Medicare-Erstattungssätze absenken würde. Sofern der Entwurf wie gegenwärtig vorgesehen umgesetzt wird, erwartet die

Gesellschaft Schwankungen in ihren Gesamt-VA-Erstattungssätzen sowohl für auf Verträgen basierende als auch für nicht auf Verträgen basierende Dienstleistungen. Zusätzlich kann es zu einer Verringerung der Anzahl der in den Kliniken der Gesellschaft behandelten VA-Patienten kommen.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist in drei operativen Segmenten organisiert: Nordamerika, International und Asien-Pazifik. Die Gesellschaft hat die operativen Segmente International und Asien-Pazifik für Berichtszwecke zum Segment "International" zusammengefasst. Diese Zusammenfassung erfolgte aufgrund der Ähnlichkeit der in den beiden Segmenten vorherrschenden wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die Ähnlichkeit bezieht sich unter anderem auf die erbrachten Dienstleistungen, die vertriebenen Produkte, die Art der Patientenstrukturen, die Vertriebsmethoden für Produkte und Dienstleistungen sowie das wirtschaftliche Umfeld. Die für die Rentabilität und den Cash Flow aller Bereiche eines Segments zuständigen Mitglieder des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin überwachen das Management des jeweiligen Segments. Die Rechnungslegungsgrundsätze der operativen Segmente sind die gleichen wie für die nach den in den USA allgemein anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung ("U.S.-GAAP") aufgestellten Konzernabschlüsse der Gesellschaft. Der Vorstand beurteilt die Segmente anhand einer Zielgröße, die so gewählt ist, dass sie alle Aufwendungen und Erträge beinhaltet, die im Entscheidungsbereich der Segmente liegen.

Das operative Ergebnis ist aus Sicht des Vorstands der Gesellschaft der Maßstab, der am besten dazu geeignet ist, die Ertragskraft des Unternehmens zu beurteilen. Die Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Segmente unterliegt. Daher sind Zinsaufwendungen für die Finanzierung keine Zielgröße für die Segmente. Auch die Steueraufwendungen unterliegen nach Ansicht der Gesellschaft nicht dem Einfluss der Segmente. Die Kosten der Zentralbereiche, die im Wesentlichen aus bestimmten Aufwendungen der Konzernzentrale in den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen, Beratungsleistungen etc. bestehen, werden ebenfalls nicht berücksichtigt, da es sich nach Ansicht der Gesellschaft auch hier um Kosten handelt, die nicht der Kontrolle der einzelnen Segmente unterliegen. Zudem wurden bestimmte Akquisitionen und immaterielle Vermögenswerte nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet, sondern unter den Zentralbereichen ausgewiesen. Daher werden diese Komponenten nicht in die Analyse der Segmentergebnisse einbezogen, sondern in der folgenden Darstellung der operativen Entwicklung des Konzerns erläutert

Operative Entwicklung

Die folgenden Tabellen fassen den finanziellen Erfolg und ausgewählte operative Entwicklungen der Gesellschaft nach wesentlichen Geschäftssegmenten für die angegebenen Zeiträume zusammen. Umsätze zwischen den Segmenten betreffen hauptsächlich den Verkauf von medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterialien des Segments International an das Segment Nordamerika. Die Informationen sind nach dem Managementansatz aufbereitet, d.h. in der gleichen Art und Weise und auf der gleichen Basis, auf der das Management intern finanzielle Informationen zur Unterstützung von operativen Entscheidungen und zur Beurteilung der Managementergebnisse verarbeitet.

Segmentdaten
US GAAP IFRS Anpassungen IFRS
in Mio. €, ungeprüft 1. Quartal 1. Quartal 1. Quartal
2010 2009 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse
Nordamerika 1,418 1,362
International 682 617
Gesamt 2,100 1,979 2,100 1,979
Umsätze zwischen den Segmenten
Nordamerika $\sim$
International 15 14
Gesamt 16 14 16 14
Umsatzerlöse mit Dritten
Nordamerika 1,417 1,362
International 667 603
Gesamt 2,084 1,965 2,084 1.965
Abschreibungen
Nordamerika 52 49
International 36 31
Konzern $\overline{2}$ 1
Gesamt 90 81 90 81
Operatives Ergebnis
Nordamerika 221 209
International 109 113
Konzern (24) (18)
Gesamt 306 304 $\overline{2}$ 1 308 305
Zinserträge $\overline{4}$ 3 $\overline{4}$ 3
Zinsaufwendungen (53) (60) (53) (60)
Ertragsteuern (92) (85) (1) (92) (86)
Ergebnis nach Ertragsteuerm 165 162 $\overline{2}$ 167 162
Anteile anderer Gesellschafter 12 10 12 10
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die
Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA entfällt)
153 152 $\overline{\mathbf{2}}$ 155 152

Der Vergleich des 1. Quartals 2010 mit dem 1. Quartal 2009 ist durch die Aufwertung des Euros gegenüber dem US-\$ stark verzerrt, da ca. 68% des Umsatzes und ca. 73% des operativen Ergebnisses im US-\$-Raum generiert werden.

1. Quartal 2010 im Vergleich zum 1. Quartal 2009

Konzernabschluss

1. Quartal
2010
Veränderung in %
1. Quartal zu konstanten
2009 wie berichtet Wechselkursen.
Anzahl der Behandlungen 7.508.564 7.041.174 7%
Organisches Behandlungswachstum in % 4.2% 4.4%
Umsatz in Mio. $\in$ 2.084 1.965 6% 10%
Bruttoergebnis in % vom Umsatz 33.5% 33.7%
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten in % vom Umsatz 17.9% 17.3%
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC AG-
& Co. KGaA entfällt) in Mio. €
155 152 2% 5%

Die Gesellschaft erbrachte 7.508.564 Behandlungen im 1. Quartal 2010, dies entspricht einem Anstieg um 7% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009. Hierzu trugen das organische Behandlungswachstum 4%, der Beitrag aus Akquisitionen 2% und die Auswirkung eines im Vergleich zu 2009 zusätzlichen Behandlungstages in 2010 1% bei.

Am 31. März 2010 besaß, betrieb oder leitete die Gesellschaft (ohne von der Gesellschaft geleitete aber nicht konsolidierte Kliniken in den USA) 2.580 Kliniken im Vergleich zu 2.448 Kliniken am 31. März 2009. Im 1. Quartal 2010 übernahm die Gesellschaft 23 Kliniken, eröffnete 17 Kliniken und schloss oder verkaufte 13 Kliniken. Die Anzahl der behandelten Patienten in Kliniken, die die Gesellschaft besitzt, betreibt oder leitet (ohne von der Gesellschaft geleitete aber nicht konsolidierte Kliniken in den USA), stieg um 6% von 187.476 am 31. März 2009 auf 198.774 am 31. März 2010. Einschließlich der 30 Kliniken, die die Gesellschaft in den USA leitet aber nicht konsolidiert, betrug die Gesamtanzahl der Patienten 200.516.

Die Umsätze stiegen im 1. Quartal 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 6% (10% zu konstanten Wechselkursen) aufgrund des Umsatzwachstums sowohl bei Dialysedienstleistungen als auch bei Dialyseprodukten.

Der Umsatz aus Dialysedienstleistungen erhöhte sich im 1. Quartal 2010 um 6% auf 1.570 Mio. € (11% zu konstanten Wechselkursen). Der Anstieg zu konstanten Wechselkursen ist hauptsächlich zurückzuführen auf einen Anstieg der Erlöse je Behandlung um 5%, das organische Behandlungswachstum von 4% und den Beitrag aus Akquisitionen in Höhe von 2%.

Der Umsatz aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten stieg im gleichen Zeitraum um 5% (5% zu konstanten Wechselkursen) auf 514 Mio. €. Dieser Anstieg war hauptsächlich getragen von gestiegenen Umsätzen mit Hämodialyseprodukten, insbesondere Lösungen und Konzentraten, und Umsätzen mit Dialysatoren und Blutschläuchen sowie Produkten für die Akutdialyse.

Die Reduzierung der Bruttoergebnismarge ergab sich aus einer Verringerung der Bruttoergebnismarge im Segment International, teilweise ausgeglichen durch einen Anstieg in Nordamerika. Die Verringerung im Segment International ist auf die positive Auswirkung

einer im 1. Quartal 2009 vorgenommenen Anpassung der Vorräte zurückzuführen. Der Anstieg in Nordamerika beruhte auf gestiegenen Erlösen je Behandlung, teilweise ausgeglichen durch gestiegene Kosten und Verordnungen von Arzneimitteln wie Eisen und Epogen sowie durch einen höheren Personalaufwand.

Die Vertriebskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen auf 373 Mio. € im 1. Quartal 2010 von 340 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die Vertriebs- und die allgemeinen Verwaltungskosten in Prozent vom Umsatz erhöhten sich von 17,3% im 1. Quartal 2009 auf 17,9% im gleichen Zeitraum 2010. Der Anstieg ist vor allem auf einen Anstieg in Nordamerika und in den Zentralbereichen zurückzuführen. Der Anstieg in Nordamerika geht zurück auf einen höheren Personalaufwand, der teilweise durch Größenvorteile ausgeglichen wurde. Die Vertriebskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten in den Zentralbereichen erhöhten sich aufgrund von Währungskurseffekten. Die Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen betrugen im 1. Quartal 2010 44 Mio. € gegenüber 41 Mio. € im 1. Quartal 2009 und entsprachen damit 2,1% vom Umsatz im 1. Quartal 2010 und 2009.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten sanken leicht von 18 Mio. € auf 17 Mio. € im 1. Quartal 2010 gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009.

Das operative Ergebnis stieg von 305 Mio. € im 1. Quartal 2009 auf 308 Mio. € im gleichen Zeitraum 2010. In Prozent vom Umsatz ("operative Marge") sank es im 1. Quartal 2010 auf 14,8% von 15,5% für den gleichen Zeitraum 2009 aufgrund der angeführten Verringerung der Bruttoergebnismargen und der wie vorstehend beschrieben gestiegenen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten in Prozent vom Umsatz.

Der Zinsaufwand sank um 12% von 60 Mio. € für das 1. Quartal 2009 auf 53 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2010, hauptsächlich aufgrund gesunkener kurzfristiger Zinssätze.

Die Ertragsteuern stiegen von 86 Mio. € im 1. Quartal 2009 auf 92 Mio. € im gleichen Zeitraum 2010, im Wesentlichen aufgrund des in 2010 höheren Ergebnisses und der Auswirkung des leicht von 34,8% für das 1. Quartal 2009 auf 35,3% im 1. Quartal 2010 gestiegenen effektiven Steuersatzes.

Das Ergebnis, das für das 1. Quartal 2010 auf die Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA entfällt, erhöhte sich auf 155 Mio. € von 152 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die oben angeführten Ursachen zurückzuführen.

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31. März 2010 69.329 Personen (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) im Vergleich zu 65.670 Personen zum 31. März 2009. Dieser Anstieg von 5,6% resultiert hauptsächlich aus dem allgemeinen Wachstum der Geschäftsbereiche der Gesellschaft resultiert.

Wesentliche Ergebnisanpassungen zwischen US-GAAP und IFRS

Operatives Ergebnis

Die wesentlichen Unterschiede zwischen IFRS und US-GAAP resultieren aus der unterschiedlichen Bilanzierung der Gewinne aus Sale and Leaseback-Transaktionen, die eine Operating-Lease Vereinbarung beinhalten, sowie der unterschiedlichen Behandlung der versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen.

In 2010 beliefen sich die Unterschiede zwischen US-GAAP und IFRS im operativen Ergebnis für das 1. Quartal 2010 auf 2 Mio. €, für das 1. Quartal 2009 betrugen sie 1 Mio. €.

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die operativen Segmente der Gesellschaft und auf die Zielgrößen, welche die Gesellschaft der Führung dieser Segmente zugrunde legt.

Segment Nordamerika

Veränderung in %
1. Quartal
2010
1. Quartal 2009 wie berichtet zu konstanten
Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen 5.034.516 4.744.551 6%
Organisches Behandlungswachstum in % 4,1% 3,2%
Umsatz in Mio. $\in$ 1.417 1.362 4% 10%
Abschreibungen in Mio. € 52 49 6% 13%
Operatives Ergebnis in Mio. €
Operative Marge in %
221
15.6%
209
15,3%
6% 13%

Umsatzerlöse

Die Behandlungen stiegen im 1. Quartal 2010 um 6% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009, hauptsächlich aufgrund des organischen Wachstums von 4%, des Beitrags aus Akquisitionen von 1% und der Auswirkung zusätzlicher Behandlungen im Zusammenhang mit der Behandlungsplanung am Anfang des Jahres 2010 von 1%. Zum 31. März 2010 wurden 133.105 Patienten (5% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum) in den 1.788 Kliniken behandelt, die die Gesellschaft im Segment Nordamerika besitzt oder betreibt, verglichen mit 127.121 behandelten Patienten in 1.714 Kliniken zum 31. März 2009. Der Durchschnittserlös je Behandlung zu konstanten Wechselkursen in Nordamerika betrug im 1. Quartal 2010 267 € und 254 € für den gleichen Zeitraum 2009. In den USA betrug der Durchschnittserlös je Behandlung zu konstanten Wechselkursen 273 € für das 1. Quartal 2010 und 259 € für den gleichen Zeitraum 2009. Der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf einer Steigerung der Erlöse je Behandlung, einschließlich gestiegener Umsätze mit privaten Versicherern, gestiegener Verordnungen von Arzneimitteln, einschließlich Eisen, Erhöhungen der Medicare-Erstattungen für Arzneimittel (DVP (durchschnittlicher Verkaufspreis) + 6%) und der Erhöhung des Medicare-Erstattungssatzes um 1% für 2010.

Der Umsatz des Segments Nordamerika stieg im 1. Quartal 2010 aufgrund eines Anstiegs der Umsätze im Geschäftszweig Dialysedienstleistungen um 5% (12% zu konstanten Wechselkursen) auf 1.273 Mio. € von 1.211 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Leicht gegenläufig wirkte der Rückgang der Umsätze mit Dialyseprodukten um 5% (Anstieg um 1% zu konstanten Wechselkursen) auf 144 Mio. € von 151 Mio. € im 1. Quartal 2009.

Der Anstieg der Umsätze aus Dialysedienstleistungen zu konstanten Wechselkursen wurde getragen von den um 5% gestiegenen Erlösen je Behandlung, einem organischen Behandlungswachstum von 4%, dem Beitrag aus Akquisitionen von 2%, sowie den Auswirkungen eines im Vergleich zu 2009 zusätzlichen Behandlungstags in 2010 von 1%.

Die Verabreichung von EPO betrug im 1. Quartal 2010 ca. 20% der Gesamtumsätze aus Dialysedienstleistungen im Segment Nordamerika, und ca. 20% im 1. Quartal 2009.

Das Umsatzwachstum aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten zu konstanten Wechselkursen war hauptsächlich auf einen gestiegenen Absatz von Blutschläuchen und Lösungen für die Hämodialyse sowie höhere Preise, gestiegene Volumina und Lizenzerlöse im Arzneimittelgeschäft zurückzuführen. Teilweise wurde dies ausgeglichen durch geringere Absatzzahlen für Geräte und niedrigere Umsätze aus der Peritonealdialyse.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 221 Mio. € im 1. Quartal 2010 von 209 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die operative Marge stieg auf 15,6% im 1. Quartal 2010 von 15,3% im gleichen Zeitraum 2009, im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Erlösen je Behandlung und Größenvorteilen, teilweise ausgeglichen durch höheren Personalaufwand und gestiegene Kosten und Verordnungen von Arzneimitteln wie Eisen und Epogen. Die Kosten je Behandlung zu konstanten Wechselkursen stiegen im 1. Quartal 2010 auf 222 € von 217 € im gleichen Zeitraum 2009.

Segment International

Veränderung in %
1. Quartal, 1. Quartal,
2010
2009 wie zu konstanten
berichtet Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen 2.474.048 2.296.623 8%
Organisches Behandlungswachstum in % 4.3% 7,3%
Umsatz in Mio. $\in$ 667 603 11% 8%
Abschreibungen in Mio. € 36 31 19% 17%
Operatives Ergebnis in Mio. €
Operative Marge in %
109
16,4%
113
18,7%
-3% -5%

Umsatzerlöse

Die Behandlungen stiegen im 1. Quartal 2010 um 8% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009, hauptsächlich aufgrund des organischen Wachstums von 4% und des Beitrags aus Akquisitionen von 4%. Zum 31. März 2010 wurden 65.669 Patienten (9% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum) in den 792 Kliniken behandelt, die die Gesellschaft im Segment International besitzt, betreibt oder leitet, verglichen mit 60.355 behandelten Patienten in 734 Kliniken zum 31. März 2009. Der Durchschnittserlös je Behandlung erhöhte sich zu konstanten Wechselkursen von 116 € auf 117 € infolge gestiegener Erstattungssätze und Änderungen im Ländermix (1 €).

Die Umsätze des Segments International stiegen im 1. Quartal 2010 um 11% (8% zu konstanten Wechselkursen) im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2009 aufgrund des Umsatzwachstums sowohl bei Dialysedienstleistungen als auch bei Dialyseprodukten. Der Anstieg der Umsätze im Segment International zu konstanten Wechselkursen ist hauptsächlich auf ein organisches Umsatzwachstum von 6% und Akquisitionen von etwa 2% zurückzuführen.

Einschließlich der Akquisitionseffekte stieg der Umsatz in der Region Europa um 8% (7% zu konstanten Wechselkursen) und in der Region Lateinamerika um 18% (11% zu konstanten Wechselkursen) und in der Region Asien-Pazifik um 13% (9% zu konstanten Wechselkursen) an.

Im Segment International verbesserte sich der Gesamtumsatz aus Dialysedienstleistungen im Verlauf des 1. Quartals 2010 um 12% (9% zu konstanten Wechselkursen) auf 297 Mio. € von 266 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Die Steigerung zu konstanten Wechselkursen ist eine Folge des organischen Behandlungswachstums von 4%, eines Zuwachses aufgrund von Akquisitionen in Höhe von 4% und der positiven Auswirkungen der gestiegenen Erlöse je Behandlung von 1%.

Der Gesamtumsatz aus Dialyseprodukten verbesserte sich im Verlauf des 1. Quartals 2010 um 10% (7% zu konstanten Wechselkursen) auf 370 Mio. € von 337 Mio. € für den gleichen

Zeitraum 2009. Das Umsatzwachstum aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten zu konstanten Wechselkursen war hauptsächlich auf verbesserte Umsätze mit Lösungen und Konzentraten für die Hämodialyse, Dialysatoren und Blutschläuchen sowie einen gestiegenen Absatz von Hämodialysegeräten zurückzuführen.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis sank um 3% auf 109 Mio. € im 1. Quartal 2010 von 113 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die operative Marge sank von 18,7% für das 1. Quartal 2009 auf 16,4% für den gleichen Zeitraum 2010, vorwiegend aufgrund der positiven Auswirkung auf das Vorjahresquartal einer im 1. Quartal 2009 vorgenommenen Anpassung der Vorräte und aufgrund der einmaligen Neubewertung der Bilanz des venezolanischen Geschäftsbetriebs der Gesellschaft, die durch die Hochinflation dieses Landes und die Abwertung der lokalen Währung notwendig geworden war, teilweise ausgeglichen durch günstige Währungseffekte in Europa und Lateinamerika sowie Größenvorteile.

Liquidität und Mittelherkunft

1. Quartal 2010 im Vergleich zum 1. Quartal 2009

Liquidität

Wesentliche Quellen der Liquidität waren in der Vergangenheit Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Darlehen von Dritten und von verbundenen Unternehmen sowie aus der Ausgabe von Aktien und Anleihen. Die Gesellschaft benötigt diese Liquidität vornehmlich zur Finanzierung des Nettoumlaufvermögens, zur Finanzierung von Akquisitionen und der Entwicklung von eigenständigen Dialysezentren, zur Anschaffung von Ausrüstung für bestehende oder neue Dialysezentren und Produktionsstätten, zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für Dividendenausschüttungen.

Zum 31. März 2010 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 196 Mio. €. Für Informationen über die Nutzung und Verfügbarkeit der Kreditvereinbarung 2006 der Gesellschaft siehe auch Anmerkung 8 "Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen" im Konzernabschluss an anderer Stelle in diesem Bericht.

Laufende Geschäftstätigkeit

Im 1. Quartal 2010 bzw. 2009 hat die Gesellschaft Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 252 Mio. € bzw. 119 Mio. € generiert. Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden beeinflusst durch die Rentabilität des Geschäfts der Gesellschaft, die Entwicklung ihres Nettoumlaufvermögens, insbesondere des Forderungsbestands, und Zahlungsabflüsse aufgrund verschiedener Einzelsachverhalte (insbesondere Zahlungen aufgrund von nicht anerkannten steuerlichen Abzügen und Rechtsstreitigkeiten). Der Anstieg 2010 im Vergleich zu 2009 ergab sich im Wesentlichen aus Verbesserungen beim Nettoumlaufvermögen, einschließlich der Lagerbestandslaufzeiten, geringeren Auszahlungen für Ertragsteuern und einem gestiegenen Ergebnis. Diese Steigerungen wurden teilweise ausgeglichen durch die günstige Entwicklung der Forderungslaufzeiten in 2009 gegenüber den stabilen Forderungslaufzeiten im 1. Quartal 2010.

Die Rentabilität des Geschäfts der Gesellschaft hängt wesentlich von den Erstattungssätzen ab. Etwa 75% der Umsätze der Gesellschaft entfallen auf Dialysebehandlungen, wobei ein erheblicher Anteil entweder von staatlichen Gesundheitsorganisationen oder von privaten Versicherungsgesellschaften erstattet wird. Im 1. Quartal 2010 resultierten etwa 32% des Konzernumsatzes aus den Erstattungen von staatlichen US-Gesundheitsprogrammen wie Medicare und Medicaid. Gesetzesänderungen können alle Medicare-Erstattungssätze für die von der Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen wie auch den Umfang der Medicare-Leistungen betreffen. Eine Senkung der Erstattungssätze oder eine Verringerung des Leistungsumfangs könnte wesentliche negative Auswirkungen auf das Geschäft, die Finanzlage und das operative Ergebnis der Gesellschaft haben und damit auf die Fähigkeit der Gesellschaft, Zahlungsmittelzuflüsse zu erzeugen. In der Vergangenheit blieben die Erstattungssätze für Dialysebehandlungen stabil, was auch für die Zukunft erwartet wird. Das umfasst auch den Ausgleich von ungünstigen Änderungen der Erstattungssätze in gewissen Ländern durch günstige Änderungen in anderen Ländern. Der Abschnitt "Überblick" enthält eine Darstellung von neuen Änderungen in Medicare-Erstattungssätzen, einschließlich der

Vorschriften zur Implementierung eines gebündelten Erstattungssystems mit Beginn am 1. Januar 2011.

Das Nettoumlaufvermögen betrug zum 31. März 2010 366 Mio. € gegenüber 1.273 Mio. € am 31. Dezember 2009. Ursache war hauptsächlich die Umgliederung von 1.028 Mio. € aus den langfristigen Verbindlichkeiten in die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Da die revolvierende Kreditfazilität und das Darlehen A am 31. März 2011 fällig sind, wurden beide Beträge in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Für Details zur Inanspruchnahme zum 31. März 2010 siehe Anmerkung 8 "Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen" im Konzernabschluss an anderer Stelle in diesem Bericht. Das Verhältnis von Umlaufvermögen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten betrug 1,1.

Die Finanzierungsaktivitäten der Gesellschaft werden in den nächsten Jahren auch darauf ausgerichtet sein, nachrangige Finanzierungsinstrumente gegebenenfalls durch vorrangige Anleihen zu ersetzen. Im Hinblick auf fällig werdende langfristige Verbindlichkeiten beabsichtigt die Gesellschaft die Kreditvereinbarung 2006 in der zweiten Jahreshälfte zu verlängern oder zu erneuern, und die Anfang 2011 fällig werdenden Verbindlichkeiten zu refinanzieren oder hierfür eine zusätzliche Finanzierung zu arrangieren. Mit den nur teilweise genutzten Kreditlinien sowie ihrem Forderungsverkaufsprogramm verfügt die Gesellschaft über ausreichende finanzielle Ressourcen, die sie in den kommenden Jahren beizubehalten beabsichtigt. Hierbei wird eine Zielgröße von zugesicherten und nicht genutzten Kreditfazilitäten von mindestens 300 Mio. US- \$ bis 500 Mio. US-\$ angestrebt.

Am 17. Februar 2010 wurde im Rahmen der Vereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank ("EIB") aus dem Jahre 2009 ein Darlehen in Höhe von 50 Mio. € ausgereicht ("Darlehen 2009"). Die Verzinsung des Darlehens ist variabel und an den EURIBOR mit einem Aufschlag gebunden. Die Zinssätze werden alle drei Monate angepasst. Das Darlehen ist 2013 fällig. Des Weiteren hat die Gesellschaft am 15. März 2010 die verbleibenden 80,8 Mio. US-\$ aus der 2005 von der EIB bereitgestellten revolvierenden Kreditlinie ("Revolvierende Kreditlinie 2005") in Anspruch genommen. Die Verzinsung des Darlehens beträgt zum 31. März 2010 0,387%, und das Darlehen ist 2013 fällig. Für weitere Informationen zu der EIB Inanspruchnahme, siehe auch Anmerkung 8 "Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen" im Konzernabschluss an anderer Stelle in diesem Bericht.

Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit hängen von der Einziehung der Forderungen ab. Kunden und staatliche Einrichtungen haben im Allgemeinen unterschiedliche Forderungslaufzeiten. Eine Verlängerung dieser Forderungslaufzeiten könnte einen wesentlichen negativen Effekt auf die Fähigkeit der Gesellschaft zur Generierung von Mittelzuflüssen haben. Des Weiteren könnte die Gesellschaft bei der Durchsetzung und Einziehung der Forderungen auf Schwierigkeiten mit den Rechtssystemen einiger Länder stoßen. Der Forderungsbestand zum 31. März 2010 bzw. 31. Dezember 2009 entsprach nach Wertberichtigungen etwa 72 Nettotagesumsätzen.

Die folgende Tabelle stellt eine Übersicht über die Entwicklung der Forderungslaufzeiten nach operativen Segmenten dar:

31. März
2010
31. Dezember
2009
Nordamerika 52 52
International 111 110
FMC AG & Co. KGaA 72

Die Forderungslaufzeiten im Segment Nordamerika haben sich zum 31. März 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 nicht verändert. Die Erhöhung der Forderungslaufzeiten im Segment International spiegelt im Wesentlichen leichte durchschnittliche Zahlungsverzögerungen bei staatlichen und privaten Stellen wider, die von der aktuellen weltweiten Finanzmarktkrise betroffen sind. Da die Gesellschaft einen Großteil ihrer Erstattungen von staatlichen Gesundheitsorganisationen und privaten Versicherungsgesellschaften erhält, geht sie davon aus, dass die meisten ihrer Forderungen einbringlich sind, wenn auch in unmittelbarer Zukunft möglicherweise im Segment International etwas langsamer, insbesondere in den am stärksten von der aktuellen globalen Finanzkrise betroffenen Ländern. Zins- und Ertragsteuerzahlungen haben ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die Gesellschaft hat mehrere steuerliche und andere Sachverhalte identifiziert, die ihre Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in unmittelbarer Zukunft wie folgt beeinflussen werden oder beeinflussen könnten:

Die Gesellschaft hat gegen die Versagung der Abzugsfähigkeit der von der Fresenius Medical Care Holdings, Inc. ("FMCH") in den Steuererklärungen für Vorjahre der FMCH geltend gemachten zivilrechtlichen Vergleichszahlungen durch den Internal Revenue Service ("IRS") Anträge auf Erstattung eingereicht. Aufgrund einer Vergleichsvereinbarung der Gesellschaft mit dem IRS erhielt die Gesellschaft im September 2008 einer Erstattung in Höhe von 37 Mio. US-\$ inklusive Zinsen. Mit dem Vergleich bleibt der Gesellschaft das Recht vorbehalten, vor den USamerikanischen Bundesgerichten weiterhin das Ziel einer Erstattung für alle anderen nicht anerkannten Abzüge zu verfolgen. Am 22. Dezember 2008 hat die Gesellschaft beim US Bundesbezirksgericht für Massachusetts eine Klage auf vollständige Erstattung mit der Bezeichnung Fresenius Medical Care Holdings, Inc. v United States eingereicht. Dieser Rechtsstreit wird vor Gericht fortgeführt.

Die Gesellschaft hat im Steuerjahr 1997 eine Abschreibung auf den Buchwert einer ihrer Tochtergesellschaften vorgenommen, deren steuerliche Anerkennung als Aufwand im Jahr 2003 im Abschluss der für die Jahre 1996 und 1997 durchgeführten Betriebsprüfung versagt wurde. Die Gesellschaft hat vor dem zuständigen deutschen Finanzgericht Klage erhoben, um die Entscheidung der Finanzbehörde anzufechten.

Die steuerliche Betriebsprüfung der FMCH durch den IRS für die Jahre 2002 bis 2006 wurde nunmehr abgeschlossen. Der IRS hat die Abzugsfähigkeit für konzerninternes genussrechtsähnliches Kapital in diesem Prüfungszeitraum nicht anerkannt. Die Gesellschaft hat gegen die Nichtanerkennung der Abzüge Einspruch eingelegt und wird alle Rechtsmittel nutzen. Ein nachteiliger Ausgang bezüglich der Nichtanerkennung der Abzugsfähigkeit für konzerninternes genussrechtsähnliches Kapital könnte erhebliche negative Auswirkungen auf das Ergebnis sowie die Finanzlage der Gesellschaft haben. Zusätzlich schlug die IRS weitere Anpassungen vor, welche im Konzernabschluss Berücksichtigung fand.

Die Gesellschaft unterliegt derzeit steuerlichen Betriebsprüfungen in den USA, in Deutschland sowie in weiteren Ländern. Die Gesellschaft hat im Zusammenhang mit einigen dieser Betriebsprüfungen, einschließlich der vorstehend beschriebenen, Mitteilungen über nachteilige Anpassungen und Nichtanerkennungen erhalten. Die Gesellschaft hat unter anderem Einsprüche gegen diese Festsetzungen eingelegt. Wenn die Einwände und Einsprüche der Gesellschaft nicht erfolgreich sein sollten, könnte die Gesellschaft gezwungen sein, zusätzliche Steuerzahlungen zu leisten, einschließlich Zahlungen an US - bundesstaatliche Behörden, die das Ergebnis der Anpassungen unserer Steuererklärungen in den USA sind. Im Hinblick auf andere mögliche Anpassungen und Versagungen in steuerlichen Angelegenheiten, die gegenwärtig untersucht werden oder für die nur vorläufige Vereinbarungen getroffen wurden, wird nicht erwartet, dass eine nachteilige Entscheidung wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte. Die Gesellschaft ist gegenwärtig nicht in der Lage, den Zeitpunkt für diese potentiellen Steuernachzahlungen zu bestimmen.

Am 2. April 2001 beantragten die W.R. Grace & Co. und einige ihrer Tochtergesellschaften die Reorganisation nach Chapter 11 des US-amerikanischen Konkursrechts (das "Grace Chapter 11 - Insolvenzverfahren"). Die Vergleichsvereinbarung mit den Asbest-Gläubigerausschüssen im Namen der W.R. Grace & Co.-Konkursmasse (siehe Anmerkung 12 im Anhang zum Konzernabschluss "Rechtliche Verfahren") sieht nach der stattgefundenen Genehmigung der Vergleichsvereinbarung durch das US-Bezirksgericht und der den Vergleich einschließenden Bestätigung des Sanierungsplans der W.R. Grace eine von der Gesellschaft zu leistende Zahlung in Höhe von 115 Mio. US-\$ vor. Die Rückstellung, die im Jahr 2001 zur Abdeckung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus mit dem Zusammenschluss von 1996 verbundenen Rechtsangelegenheiten gebucht wurde, beinhaltet die Zahlung von 115 Mio. US-\$ (85 Mio. €). Die Zahlungsverpflichtung ist unverzinslich.

Sollten alle potentiellen Steuernachzahlungen und die Vergleichszahlung für das Grace Chapter 11-Verfahren gleichzeitig fällig werden, könnte sich dies in der entsprechenden Berichtsperiode wesentlich negativ auf den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit auswirken. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit und, wenn notwendig, die Kreditvereinbarung sowie andere Liquiditätsquellen zur Erfüllung aller derartigen Verpflichtungen bei deren Fälligkeit ausreichen.

Investitionstätigkeit

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit der Gesellschaft im 1. Quartal 2010 bzw. im 1. Quartal 2009 betrugen 130 Mio. € bzw. 112 Mio. €.

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen nach Abzug von Einnahmen aus Abgängen 72 Mio. € für das 1. Quartal 2010 und 85 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Im 1. Quartal 2010 betrugen die Investitionen in Sachanlagen 45 Mio. € im Segment Nordamerika und 27 Mio. € im Segment International. Die Investitionen in Sachanlagen im 1. Quartal 2009 betrugen 54 Mio. € im Segment Nordamerika und 31 Mio. € im Segment International. Der größte Teil der Investitionsausgaben wurde für die Instandhaltung bestehender Kliniken, die Ausrüstung neuer Kliniken, die Instandhaltung und den Ausbau der Produktionskapazitäten, vorwiegend in Nordamerika und Deutschland sowie für die Aktivierung von Geräten, die Kunden, vorwiegend im Segment International, zur Verfügung gestellt wurden, verwendet. Die Investitionen in Sachanlagen machten im 1. Quartal 2010 bzw. im 1. Quartal 2009 etwa 3% bzw. 4% des Gesamtumsatzes aus.

Für Akquisitionen, die vornehmlich aus Dialysekliniken bestanden, investierte die Gesellschaft im 1. Quartal 2010 Mittel in Höhe von etwa 60 Mio. € (21 Mio. € im Segment Nordamerika, 36 Mio. € im Segment International und 3 Mio. € in den Zentralbereichen), im Vergleich zu 28 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009 (5 Mio. € im Segment Nordamerika und 23 Mio. € im Segment International). Des Weiteren verzeichnete die Gesellschaft im 1. Quartal 2010 bzw. im 1. Quartal 2009 Einzahlungen von 2 Mio. € bzw. 1 Mio. € im Zusammenhang mit Veräußerungen.

Für 2010 sind Investitionen in Sachanlagen in Höhe von etwa 550 Mio. US-\$ bis 650 Mio. US-\$ sowie Akquisitionen im Umfang von bis zu 400 Mio. US-\$ vorgesehen. Siehe nachstehenden Abschnitt "Ausblick".

Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich im 1. Quartal 2010 Mittelabflüsse in Höhe von 147 Mio. € verglichen mit 18 Mio. € im 1. Quartal 2009.

Im 1. Quartal 2010 wurden die Mittel hauptsächlich für die Tilgung des Forderungsverkaufsprogramms und eines Teils der Verbindlichkeiten aus dem revolvierenden Kredit verwendet, teilweise ausgeglichen durch die Begebung einer vorrangigen 5,50% Anleihe im Januar 2010. Für weitere Informationen über die Begebung der vorrangigen 5,50% Anleihe siehe auch Anmerkung 8 "Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen". Im 1. Quartal 2009 wurden die Mittel hauptsächlich zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten verwendet.

b) Vermögenslage

Zum 31. März 2010 stieg die Bilanzsumme an auf 11,8 Mrd. € im Vergleich zu 11,0 Mrd. € am 31. Dezember 2009. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Verhältnis zur Bilanzsumme zum 31. März 2010 auf 29% im Vergleich zu 28% zum 31. Dezember 2009. Ursache waren hauptsächlich die gestiegenen Forderungsbestände und höhere sonstige kurzfristige Vermögenswerte. Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, blieb am 31. Dezember 2009 und am 31. März 2010 unverändert bei 45%.

Chancen- und Risikobericht

a) Chancenbericht

In den ersten drei Monaten 2010 haben sich im Vergleich zu den in dem Konzernabschluss und -lagebericht der Gesellschaft gemäß § 315a HGB zum 31. Dezember 2009 unter dem Abschnitt D) "Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung" auf Seite 28 – 32 des Konzernlageberichts veröffentlichten Informationen keine wesentlichen Änderungen ergeben.

b) Risikobericht

Informationen zu den Risiken der Gesellschaft sind in Anmerkung 12 "Rechtliche Verfahren" sowie im Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unter den Abschnitten "Zukunftsbezogene Aussagen" und "Überblick" dargestellt. Für weitere Informationen kann der Abschnitt C) "Risiken der zukünftigen Entwicklung" auf Seite 20 – 27 des Konzernlageberichts in dem Konzernabschluss und -lagebericht der Gesellschaft gemäß § 315a HGB zum 31. Dezember 2009 eingesehen werden.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Der Vorstand steuert die Gesellschaft anhand von Zielgrößen, die in US-Dollar auf Basis von US-GAAP ermittelt werden. Der nachfolgende Wachstumsausblick beruht auf dieser Datengrundlage. Die Gesellschaft bestätigt den in der folgenden Übersicht dargestellten Wachstumsausblick für das Geschäftsjahr 2010.

Ausblick 2010
in Mio. US-\$, mit Ausnahme des Verschuldungsgrads
Umsatzwachstum > 12.000
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der 950 – 980
FMC-AG & Co. KGaA entfällt)
Verschuldungsgrad < 2,5
Investitionen ~ 550 – 650
Akquisitionen bis zu 400

Konzernabschluss

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

  1. Januar bis 31. März 2010 und 2009 (ungeprüft)
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in Tsd. €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie Ziffer 2010 2009
Umsatzerlöse
Dialysedienstleistungen 1.569.733 1.476.185
Dialyseprodukte 514.386 488.517
14 2.084.119 1.964.702
Umsatzkosten
Dialysedienstleistungen 1.114.817 1.072.076
Dialyseprodukte 270.838 229.923
1.385.655 1.301.999
Bruttoergebnis vom Umsatz 698.464 662.703
Betriebliche Aufwendungen
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 373.712 339.749
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 2a 17.086 17.963
Operatives Ergebnis 307.666 304.991
Sonstige (Erträge) Aufwendungen
Zinserträge (4.222) (3.280)
Zinsaufwendungen 52.979 60.299
Ergebnis vor Ertragsteuern 258.909 247.972
Ertragsteuern 91.411 86.331
Ergebnis nach Ertragsteuern 167.498 161.641
Anteile anderer Gesellschafter 12.597 10.029
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC-AG &
Co. KGaA entfällt) 154.901 151.612
Ergebnis je Stammaktie 2 b 0.52 0,51
Ergebnis je Stammaktie bei voller Verwässerung 2 b 0,51 0,51

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Januar bis 31. März 2010 und 2009 (ungeprüft)

in Tsd. $\in$ Ziffer 2010 2009
Ergebnis nach Ertragsteuern 167.498 161.641
(Verlust) aus Cash Flow Hedges (12.627) (59)
Währungsumrechungsdifferenzen 250.550 136.925
Ertragsteuern auf Komponenten des Übrigen Comprehensive Income (Loss) 3.475 (461)
Übriges Comprehensive Income 241.398 136.405
Gesamtergebnis 408.896 298.046
Auf andere Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis 21.648 14.749
Auf die Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA entfallendes Gesamtergebnis 387.248 283.297

Konzern-Bilanz

zum 31. März 2010 (ungeprüft) und zum 31. Dezember 2009 (geprüft)

Ziffer
in Tsd. €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahl.
2010 2009
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte
Flüssige Mittel 4 196.017 209.097
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertberichtigungen
auf zweifelhafte Forderungen (203.501 € in 2010 und 184.957 € in 2009)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
5
3c
1.707.569
246.677
1.586.776
189.425
Vorräte 6 611.450 570.355
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 622.661 561.854
Summe kurzfristige Vermögenswerte 3.384.374 3.117.507
Sachanlagen 1.767.043 1.679.569
Immaterielle Vermögenswerte 647.969 607.631
Firmenwerte 5.590.967 5.213.362
Latente Steuern 264.737 256.215
Sonstige Aktiva 160.434 148.202
Summe Aktiva 11.815.524 11.022.486
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten 287.521 251.567
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3c 250.186 192.579
1.146.838 980.897
Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Darlehen und sonstige Finanzverbindlichkeiten
7 73.154 219.592
Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen 3c,7 7.247 7.247
Kurzfristig fälliger Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten und
Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen 1.147.029 111.305
Rückstellungen für Ertragsteuern 106.319 81.201
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 3.018.294 1.844.388
Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
aktivierten Leasingverträgen abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 8 2.220.122 3.048.923
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 143.171 155.128
Pensionsrückstellungen 90.831 87.751
Rückstellungen für Ertragsteuern 162.214 149.883
Latente Steuern 371.541 350.510
Genussscheinähnliche Wertpapiere
der Fresenius Medical Care Capital Trusts
466.285 455.432
Summe Verbindlichkeiten 6.472.458 6.092.015
Eigenkapital der Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA
Vorzugsaktien, ohne Nennwert, Nominalwert 1,00 €,
12.356.880 Aktien genehmigt, 3.893.337 ausgegeben und in Umlauf 3.893 3.884
Stammaktien, ohne Nennwert, Nominalwert 1,00 €,
373.436.220 Aktien genehmigt, 295.746.635 ausgegeben und in Umlauf 295.747 295.747
Einlage zur Kapitalerhöhung auf Stammaktien 9 475
Kapitalrücklage 3.693.859 3.674.743
Gewinnrücklagen 2.510.809 2.355.908
Kumuliertes Übriges Comprehensive (loss) (1.312.377) (1.544.724)
Summe Eigenkapital der Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA 5.192.406 4.785.558
Anteile anderer Gesellschafter 150.660 144.913
Summe Eigenkapital 5.343.066 4.930.471
Summe Passiva 11.815.524 11.022.486

Konzern-Cash Flow

1. Januar bis 31. März 2010 und 2009 (ungeprüft)

in Tsd. $\in$ Ziffer 2010 2009
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis nach Ertragsteuern 167.498 161.641
Uberleitung vom Ergebnis nach Ertragsteuern
auf den Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen 14 90.388 81.372
Veränderung der latenten Steuern 8.467 9.046
(Gewinn) aus Investitionsabgängen (244) (161)
(Gewinn) aus Anlagenabgängen (78)
Personalaufwand aus Aktienoptionen 5.166 5.853
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, ohne Auswirkungen
aus der Veränderung des Konsolidierungskreises:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto (42.717) (20.145)
Vorräte (13.617) (64.048)
Sonstige Vermögenswerte (12.434) (30.071)
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (60.699) 9.539
Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen 57.368 (1.199)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
Rückstellungen und sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 82.384 29.222
Gezahlte Zinsen 15 (60.433) (72.781)
Erhaltene Zinsen 4.222 3.280
Veränderung der Steuerrückstellungen 76.609 77.101
Gezahlte Ertragsteuern 15 (49.450) (69.251)
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 252.430 119.398
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 14
Erwerb von Sachanlagen (76.548) (85.988)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen
Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und immateriellen
4.930 1.018
Vermögenswerten, netto (59.843) (27.732)
Erlöse aus Desinvestitionen 1.477 705
Cash Flow aus Investitionstätigkeit (129.984) (111.997)
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus kurzfristigen Darlehen und sonstigen Finanzverbindichkeiten 26.299 15.717
Tilgung kurzfristiger Darlehen und sonstiger Finanzverbindlichkeiten (26.685) (45.790)
Einzahlungen aus kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen 12.000
Tilgung kurzfristiger Darlehen von verbundenen Unternehmen (161)
Einzahlungen aus langfristigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten
aus aktivierten Leasingverträgen (nach Abzug von Kosten der Fremdkapital-
aufnahme in Höhe von 7.340 € im Jahr 2010) 351.104 63.746
Tilgung von langfristigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten
aus aktivierten Leasingverträgen
(336.860) (60.100)
(Rückgang) des Forderungsverkaufsprogramms (154.747)
Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen. 12.310 6.897
Ausschüttung entfallend auf Anteile anderer Gesellschafter (24.592) (10.791)
Kapitaleinlagen anderer Gesellschafter
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
6.058
(147.113)
(18.482)
Wechselkursbedingte Veränderung der flüssigen Mittel 11.587 4.247
Flüssige Mittel
Netto (-verminderung) der flüssigen Mittel (13.080) (6.834)
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 209.097 159.218
Flüssige Mittel am Ende der Periode 4 196.017 152.384

Eigenkapitalveränderungsrechnung

  1. Januar bis 31. März 2010 und 2009 (ungeprüft)
Vorzugsaktien Stammaktien
Anzahl
der Aktien
Betrag Anzahl
der Aktien
Betrag Einlage zur
Kapitalerhöhung
auf Stammaktien
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
Kumuliertes
Ubriges
Comprehensive
Income (Loss)
Summe
Eigenkapital der
Anteilseigner der
FMC-AG & Co.
KGaA
Anteile
anderer
Gesell-
schafter
Summe
Stand am 31. Dezember 2008 3810.540 3.811 293.932.036 293.932 ÷. 3607.853 1.892.369 (1.455.348) 4.342.617 115.329 4.457.946
Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen und
Steuereffekte
Personalaufwand aus Aktienoptionen
Dividendenzahlungen
Enverb / Verkauf von Anteilen anderer Gesellschafter
Kapitaleinlage anderer Gesellschafter
1.498 339 5.699
5.853
6.039
5.853
$\sim$
(10.791)
(8.866)
1.092
6.039
5.853
(10.791)
(8.866)
1.092
Ergebnis nach Ertragsteuern
Übriges Comprehensive Income (Loss)
Comprehensive Income
151.612 131.685
131.685
151.612
131.685
283.297
10.029
4.720
14.749
161.641
136.405
298.046
Stand am 31. März 2009 3.812.038 3.812 293.932.036 293.932 339 3.619.405 2.043.981 (1.323.663) 4.637.806 111.513 4.749.319
Stand am 31. Dezember 2009
Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen und
3.884.328 3,884 295.746.635 295.747 3.674.743 2.355.908 (1.544.724) 4.785.558 144,913 4.930.471
Steuereffekte
Personalaufwand aus Aktienoptionen
Dividendenzahlungen
Enverb / Verkauf von Anteilen anderer Gesellschafter
Kapitaleinlage anderer Gesellschafter
9.009 9 0 475 12.009
5.166
1.941
12493
5.166
$\sim$
1.941
(23.780)
5.763
2116
12.493
5.166
(23.780)
7.704
2116
Ergebnis nach Ertragsteuern
Übriges Comprehensive Income (Loss)
Comprehensive Income
154.901 232.347
232.347
154.901
232.347
387.248
12.597
9.051
21.648
167.498
241.398
408.896
Stand am 31. März 2010 3893337 3.893 295.746.635 295.747 475 3.693.859 2.510.809 (1.312.377) 5.192.406 150,660 5.343.066

Anmerkungen zum Konzernabschluss

(ungeprüft) (in Tsd., mit Ausnahme der Beträge je Aktie)

1. Die Gesellschaft und Zusammenfassung der wesentlichen Grundsätze der Rechnungslegung

Die Fresenius Medical Care Aktiengesellschaft & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien (FMC-AG & Co. KGaA oder die Gesellschaft) ist der weltweit führende integrierte Anbieter von Dialysedienstleistungen und Dialyseprodukten für die Behandlung von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz. Als vertikal integriertes Unternehmen bietet die Gesellschaft Dialysedienstleistungen in eigenen Klinken oder Kliniken, die sie betreibt, an und versorgt diese mit einer weiten Produktpalette. Zusätzlich verkauft die Gesellschaft Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. In den USA führt die Gesellschaft darüber hinaus klinische Labortests durch und bietet stationäre Dialysebehandlungen sowie andere Dienstleistungen im Rahmen von Verträgen mit Krankenhäusern an.

In dem vorliegenden Bericht beziehen sich die Begriffe FMC-AG & Co. KGaA oder die Gesellschaft in Abhängigkeit vom Kontext auf die Gesellschaft oder auf die Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis.

Grundlage der Darstellung

Seit dem Geschäftsjahr 2007 erfüllt die Gesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) ihre Pflicht, den Konzernabschluss nach den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) unter Anwendung von § 315a "Handelsgesetzbuch" (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen.

Der beigefügte verkürzte Quartalsabschluss entspricht den Vorschriften des International Accounting Standard IAS 34. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten IFRS erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die diesem Quartalsabschluss zugrunde liegen, entsprechen im Wesentlichen denen, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 angewendet wurden.

Die Gesellschaft wendet die überarbeitete Fassung von IAS 1 seit dem 1. Januar 2009 an. IAS 1 legt allgemeine Anforderungen an die Präsentation von Abschlüssen, Richtlinien für ihre Struktur und Mindestanforderungen an ihren Inhalt fest. Eine wesentliche Änderung betrifft die nicht anteilseignerbezogenen Eigenkapitalveränderungen, die in zwei getrennten Abschlussbestandteilen (Konzern-Gewinn und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung) dargestellt werden.

Aufgrund der Inflationsentwicklung in Venezuela wenden die dort operierenden Tochtergesellschaften der Gesellschaft seit dem 1. Januar 2010 IAS 29, Rechnungslegung in Hochinflationsländern an.

Weiterhin wurde ein Konzernabschluss nach US-GAAP und mit dem "US-Dollar" (US-\$) als Berichtswährung erstellt und als Bestandteil der Form 6-K bei der "Securities and Exchange Commission" (SEC), sowie der deutschen Börse eingereicht.

Die in diesem Bericht dargelegten Konzernabschlüsse zum 31. März 2010 sowie für das 1. Quartal 2010 und 2009 sind ungeprüft und sollten im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009, gemäß § 315a HGB nach IFRS, gelesen werden. Die Erstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS macht Schätzungen und Annahmen durch die Unternehmensleitung erforderlich, die die Höhe der Aktiva und Passiva, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Höhe der Erträge und Aufwendungen während des Geschäftsjahres beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Konzernabschlüsse geben alle Anpassungen wider, die nach Ansicht der Unternehmensleitung für eine sachgerechte Darstellung der Ergebnisse für die aufgeführten Zeiträume erforderlich sind. Dabei handelt es sich in allen Fällen um normale, wiederkehrende Anpassungen.

Aus dem operativen Ergebnis für das 1. Quartal 2010 kann nicht notwendigerweise auf das operative Ergebnis für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 geschlossen werden.

Um der Berichterstattung des aktuellen Jahres zu entsprechen, wurde im Konzernabschluss des vergangenen Jahres Ertragsteuer in Höhe von 3.841 € für das 1. Quartal 2009 in den Posten "Anteile anderer Gesellschafter" umgegliedert.

Neue Verlautbarungen

Kürzlich umgesetzte Rechnungslegungsverlautbarungen

Im 1. Quartal 2010 wurden die IFRS zugrunde gelegt, die verpflichtend bzw. freiwillig vorzeitig auf Quartalsabschlüsse anzuwenden sind, die am 1. Januar 2010 beginnen. Im 1. Quartal 2010 wurden keine für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wesentlichen neuen Standards erstmals angewendet.

Kürzlich veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen - noch nicht umgesetzt.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat folgende für die Gesellschaft relevanten neue Standards bzw. Interpretationen herausgegeben:

• IFRS 9 ( Financial Instruments Recognition and Measurement)

Im November 2009 verabschiedete das IASB IFRS 9 (Financial Instruments). Der Standard ist der erste Schritt zur Ablösung von IAS 39, Financial Instruments: Recognition and Measurement. IFRS 9 ersetzt die Kategorien nach IAS 39 durch zwei Kategorien. Finanzielle Vermögenswerte, die grundlegende Kreditmerkmale (basic loan features) aufweisen und auf Basis der vertraglichen Rendite (contractual yield basis) gesteuert werden, sind zu den fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden über die Gewinn- und Verlustrechnung zum Marktwert bewertet. Für strategische Investitionen in Eigenkapital besteht die Möglichkeit, die Wertänderungen im Other Comprehensive Income (Loss) auszuweisen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, wobei eine frühere Anwendung erlaubt ist. Die

Gesellschaft untersucht zurzeit die Auswirkungen des Standards auf den Konzernabschluss und prüft den geeigneten Implementierungszeitpunkt.

Die Anerkennung der Änderungen zu IFRS 9 durch die EU-Kommission steht noch aus.

In der Regel übernimmt die Gesellschaft neue Rechnungslegungsvorschriften nicht vor dem Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung.

2. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

a) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 17.086 € (im 1. Quartal 2009: 17.963 €) sind neben den Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten auch die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 390 € (im 1. Quartal 2009: 390 €) enthalten.

b) Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Zähler und Nenner für die Ermittlung des Ergebnis je Aktie vor und bei voller Verwässerung im 1. Quartal 2010 und 2009 dar.

in Tsd. €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie 1. Quartal
2010
1. Quartal
2009
Zähler
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC-AG & Co.
KGaA entfällt)
154.901 151.612
abzüglich:
Dividenden auf Vorzugsaktien 19 18
Ergebnis, das für alle Aktiengattungen zur Verfügung steht 154.882 151.594
Nenner
Durchschnittlich ausstehende Aktien
Stammaktien 295.746.635 293.932.036
Vorzugsaktien 3.889.994 3.811.297
Summe aller ausstehenden Aktiengattungen 299.636.629 297.743.333
Potenziell verwässernde Stammaktien 1.196.118 64.602
Potenziell verwässernde Vorzugsaktien 58.813 87.242
Summe aller ausstehenden Stammaktien bei voller Verwässerung 296.942.753 293.996.638
Summe aller ausstehenden Vorzugsaktien bei voller Verwässerung 3.948.807 3.898.539
Ergebnis je Stammaktie 0,52 0,51
Vorzüge 0,00 0,00
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,52 0,51
Ergebnis je Stammaktie bei voller Verwässerung 0,51 0,51
Vorzüge 0,01 0,00
Ergebnis je Vorzugsaktie bei voller Verwässerung 0,52 0,51

3. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Dienstleistungsvereinbarungen und Mietverträge

Die Gesellschaft hat mit der Fresenius SE, der alleinigen Aktionärin der Management AG sowie mit einem 36%-igen Anteil der stimmberechtigten Aktien größten Aktionärin der Gesellschaft, und einigen Tochtergesellschaften der Fresenius SE, die nicht auch Tochtergesellschaft der FMC-AG & Co. KGaA sind, Vereinbarungen über die Bereitstellung von Dienstleistungen geschlossen. Sie umfassen u. a. Verwaltungsdienstleistungen, Management-Informationsdienstleistungen, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Versicherungen, IT-Dienstleistungen und Steuer- und Finanzdienstleistungen. Für die ersten drei Monate 2010 und 2009 stellte die Fresenius SE der Gesellschaft auf der Grundlage dieser Dienstleistungsvereinbarungen 4.958 € und 5.014 € in Rechnung. In den gleichen Zeiträumen stellten Tochtergesellschaften der Fresenius SE der Gesellschaft 8.924 € und 7.320 € in Rechnung. Die Gesellschaft übernimmt ihrerseits bestimmte Dienstleistungen für die Fresenius SE und bestimmte Tochtergesellschaften der Fresenius SE, die u.a. Forschung und Entwicklung, Zentraleinkauf, Patentverwaltung und Lagerung umfassen. In den ersten drei Monaten 2010 nahm die Fresenius SE Dienstleistungen der Gesellschaft in Höhe von 22 € in Anspruch. In den ersten drei Monaten 2009 stellte die Gesellschaft der Fresenius SE für an diese erbrachte Dienstleistungen 1.108 € in Rechnung. Tochtergesellschaften der Fresenius SE wurden in den ersten drei Monaten 2010 und 2009 1.226 € bzw. 3.925 € in Rechnung gestellt

Entsprechend den Mietverträgen für Immobilien, die mit der Fresenius SE abgeschlossen wurden, zahlte die Gesellschaft in den ersten drei Monaten 2010 und 2009 1.107 € bzw. 1.223 €. An Tochtergesellschaften der Fresenius SE wurden in den ersten drei Monaten 2010 und 2009 2.540 € bzw. 2.532 € gezahlt. Die Mehrzahl der Mietverträge läuft 2016 aus und enthält Verlängerungsoptionen.

Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass der Management AG als persönlich haftender Gesellschafterin alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeit einschließlich der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands erstattet werden. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhielt die Management AG in den ersten drei Monaten 2010 und 2009 insgesamt 1.683 bzw. 1.625 €.

b) Produkte

Die Gesellschaft verkaufte in den ersten drei Monaten 2010 und 2009 keine Produkte an die Fresenius SE. In den ersten drei Monaten 2010 und 2009 verkaufte die Gesellschaft Produkte in Höhe von 2.922 € bzw. 3.048 € an Tochtergesellschaften der Fresenius SE. In den ersten drei Monaten 2010 und 2009 tätigte die Gesellschaft keine Einkäufe bei der Fresenius SE und Einkäufe bei Tochtergesellschaften der Fresenius SE in Höhe von 7.395 € und 8.221 €.

Zusätzlich zu den oben angeführten Einkäufen bezieht die Gesellschaft momentan Heparin über einen Beschaffungsverband von der APP Inc. Im September 2008 kaufte die Fresenius Kabi AG, die eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fresenius SE ist, sämtliche Anteile an der APP Inc. Die Gesellschaft hat keinen direkten Liefervertrag mit APP Inc. und bestellt nicht direkt bei APP Inc. In den ersten drei Monaten 2010 und 2009 bezog die "Fresenius Medical Care Holdings, Inc." (FMCH), über den zu marktüblichen Konditionen abgeschlossenen Vertrag mit dem Beschaffungsverband Heparin im Wert von etwa

7.821 US-\$ (5.656 €) bzw. 7.078 US-\$ (5.432 €). Der Vertrag wurde von dem Beschaffungsverband und im Namen aller seiner Mitglieder ausgehandelt.

c) Erhaltene Darlehen

Während des 2. Quartals 2009 reklassifizierte die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber der Fresenius SE in Höhe von 77.745 € von "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" in "Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen". Der Betrag entspricht der Gewerbesteuerverbindlichkeit der Jahre 1997-2001. Innerhalb dieser Periode zahlte die Fresenius SE die Gewerbesteuer im Namen der Gesellschaft. Von diesem Betrag standen zum 31. März 2010 5.747 € aus und werden im Jahr 2010 zu einem Zinssatz von 6% zurückgezahlt.

Am 19. August 2009 lieh sich die Gesellschaft 1.500 € (2.022 US-\$ zum 31. März 2010), zu einem Zinssatz von 1,335% von der alleinigen Gesellschafterin. Der Betrag ist am 19. August 2010 zurückzuzahlen.

Am 7. November 2008 gewährte die Gesellschaft der Fresenius SE ein Darlehen in Höhe von 50.000 US-\$, zu einem Zinssatz von 6,45% welches am 30. April 2009 fällig und zurückgezahlt wurde.

4. Flüssige Mittel

Zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die flüssigen Mittel wie folgt zusammen:

in Tsd. $\in$ 31. März
2010
31. Dezember
2009
Zahlungsmittel 180.457 197.563
Wertpapiere (mit einer Fälligkeit von bis zu 90 Tagen) 15.560 11.534
Flüssige Mittel 196.017 209.097

5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt zusammen:

in Tsd. $\in$ 31. März
2010
31. Dezember
2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.911.070 1.771.733
abzüglich Wertberichtigungen 203.501 184.957
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 1.707.569 1.586.776

6. Vorräte

Zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die Vorräte wie folgt zusammen:

31. März 31. Dezember
in Tsd. € 2010 2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 110.135 107.316
Unfertige Erzeugnisse 44.377 44.206
Fertige Erzeugnisse 374.661 333.921
Verbrauchsmaterialien 82.277 84.912
Vorräte 611.450 570.355

Im 1. Quartal 2009 führten Anpassungen der Vorräte zu einer Erhöhung der Buchwerte der Vorräte um 16.762 € zum 1. Januar 2009 und einer entsprechenden Verminderung der Umsatzkosten während des 1. Quartals 2009.

7. Kurzfristige Darlehen, sonstige Finanzverbindlichkeiten und kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen

Zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die kurzfristigen Darlehen und sonstigen Finanzverbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen wie folgt zusammen:

in Tsd. $\in$ 31. März
2010
31. Dezember
2009
Verbindlichkeiten aus Kreditlinien 68.288 66.445
Forderungsverkaufsprogramm 148.549
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 4.866 4.598
Kurzfristige Darlehen und sonstige Finanzverbindlichkeiten 73.154 219.592
Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen (siehe Anmerkung 3.c.) 7.247 7.247
Kurzfristige Darlehen, sonstige Finanzverbindlichkeiten und kurzfristige-
Darlehen von verbundenen Unternehmen 80.401 226.839

8. Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen

Zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die langfristigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen wie folgt zusammen:

in Tsd. $\in$ 31. März
2010
31. Dezember
2009
Kreditvereinbarung 2006 2.265.418 2.444.842
67/8% Anleihe 366.174 342.457
5,50% Anleihe 246.745
Euro-Schuldscheindarlehen 200,000 200.000
Kredite von der Europäischen Investitionsbank 262.129 148.174
Verpflichtungen aus aktivierten Leasingverträgen. 11.960 12.217
Sonstige 44.159 39.346
Abzüglich Finanzierungskosten. (29.434) (26.808)
3.367.151 3.160.228
Abzüglich kurzfristig fälliger Anteil (1.147.029) (111.305)
2.220.122 3.048.923

Kreditvereinbarung 2006

Die folgende Tabelle zeigt die zur Verfügung stehenden Fazilitäten und die Inanspruchnahme aus der Kreditvereinbarung 2006 zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009:

Kreditvereinbarung 2006 - Verfügbarer und in Anspruch genommener Kredit

in Tsd. US-\$
31. März 2010 31. Dezember 2009
Kreditfazilitäten
Revolvierender Kredit 1.000.000 1.000.000
Darlehen ("Loan A") 1.343.987 1.373.418
Darlehen ("Loan B") 1.549.872 1.553.908
3.893.859 3.927.326
Inanspruchnahmen
Revolvierender Kredit 159.698 594.714
Darlehen ("Loan A") 1.343.987 1.373.418
Darlehen ("Loan B") 1.549.872 1.553.908
3.053.557 3.522.040

Zusätzlich hatte die Gesellschaft zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 Letters of Credit in Höhe von 97.287 US-\$ (72.177 € zum 31. März 2010 bzw. 67.532 € zum 31. Dezember 2009) genutzt, die nicht in den oben genannten Inanspruchnahmen zu diesen Zeitpunkten enthalten waren, die jedoch die zur Verfügung stehenden Beträge des revolvierenden Kredits entsprechend reduzieren.

5,50% Anleihe

Am 20. Januar 2010 hat die FMC Finance VI S.A. ("Finance VI"), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Gesellschaft, eine vorrangige, unbesicherte Anleihe in Höhe von 250.000 € mit einem Coupon von 5,50% platziert (die "5,50% Anleihe"). Die 5,50% Anleihe wird am 15. Juli 2016 fällig. Bei einem Ausgabekurs von 98,6636% liegt die Rückzahlungsrendite bei 5,75%. Finance VI hat jederzeit das Recht, die 5,50% Anleihe zu 100% des Nennwertes zuzüglich aufgelaufener Zinsen und bestimmten in den Anleihebedingungen festgelegten Aufschlägen zurückzukaufen. Die Anleihegläubiger haben das Recht, einen Rückkauf der 5,50% Anleihe durch Finance VI zu 101% des Nennwertes

zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu fordern, wenn es nach einem Kontrollwechsel zu einer Herabstufung des Ratings der 5,50% Anleihe kommt. Der Emissionserlös wurde zur Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und für allgemeine Geschäftszwecke verwendet. Die 5,50% Anleihe wird durch Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Fresenius Medical Care Holdings, Inc. und Fresenius Medical Care Deutschland GmbH gesamtschuldnerisch garantiert.

Kreditvereinbarungen mit der Europäischen Investitionsbank

Die Gesellschaft hat im Dezember 2009 mit der Europäischen Investitionsbank ("EIB") einen Darlehensvertrag in Höhe von insgesamt 50.000 € abgeschlossen, dessen Auszahlung am 17. Februar 2010 in voller Höhe erfolgte. Der Kredit hat eine Laufzeit von 4 Jahren und wird durch die FMCH und die Fresenius Medical Care Deutschland GmbH ("D-GmbH") garantiert. Der Kredit wird zu variablen Zinssätzen verzinst, die auf Basis des EURIBOR zuzüglich einer vertraglich vereinbarten Marge ermittelt werden. Die Zinssätze werden im 3-Monatsrhythmus angepasst. Die Gesellschaft verwendet die Mittel zur Refinanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Des Weiteren nahm die Gesellschaft am 15. März 2010 die verbleibende Summe von 80.812 US-\$ in Anspruch, die noch aus der mit der EIB abgeschlossenen revolvierenden Kreditvereinbarung 2005 zur Verfügung stand. Die Gesellschaft hatte diese Kreditvereinbarung mit der EIB im Jahr 2005 abgeschlossen. Gemäß den Regelungen der Kreditvereinbahrung konnte die Gesellschaft Ziehungen dieser Kreditlinie nur bis zum 15. März 2010 und in maximaler Höhe von 90.000 € vornehmen. Dieser Betrag entsprach zum Zeitpunkt der erstmaligen Kreditaufnahme 115.812 US-\$. Der Kredit hat zum 31. März 2010 einen Zinssatz von 0,387% und ist im Jahr 2013 fällig.

Die Gesellschaft hat außerdem zwei weitere Kreditvereinbarungen bei der EIB:

  • Darlehen 2005- ein Darlehen in Höhe von 41.000 €, das im September 2005 in voller Höhe ausgezahlt wurde. Dieses Darlehen wird im Jahr 2013 fällig.
  • Darlehen 2006- ein Darlehen in Höhe von 90,000 €, das im Februar 2008 in voller Höhe ausgezahlt wurde. Dieses Darlehen wird im Jahr 2014 fällig.

Die Kredite im Rahmen der vier EIB Kreditfazilitäten die zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 ausstanden, werden in der folgenden Tabelle gezeigt:

in Tsd. $\in$ 31. Marz 2010 31. Dezember 2009
Revolvierende Kreditlinie 85.920 24.295
Darlehen 2005 36.209 33.879
Darlehen 2006 90.000 90.000
Darlehen 2009 50.000
262.129 148.174

9. Eigenkapital

Einlage zur Kapitalerhöhung

Im 1. Quartal 2010 wurden 475.411 Aktienoptionen auf Stammaktien ausgeübt, für die die entsprechenden Stammaktien noch nicht ausgegeben wurden. Die Zuflüsse für die Gesellschaft aus der Ausübung dieser Aktienoptionen beliefen sich auf 11.383 €. Der Nominalwert der noch auszugebenden Stammaktien, die als Einlage zur Kapitalerhöhung im Eigenkapital ausgewiesen wurden, beträgt 475 €. Die verbleibenden 11.461 € sind als Kapitalrücklage im Eigenkapital erfasst worden.

10. Zusätzliche Informationen zum Kapitalmanagement

Zum 31. März 2010 betrug die Eigenkapitalquote 45,2%, und das Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten zur Bilanzsumme belief sich auf 33,1%. Der Verschuldungsgrad betrug 2,3. Zu Zielen des Kapitalmanagements und weiteren Informationen wird auf den gemäß § 315a HGB nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 verwiesen.

Die Gesellschaft wird von den führenden Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch bewertet.

30. April 2010
Standard & Poor's Moody's Fitch
Unternehmensrating Ba1
Ausblick positiv stabil stabil

11. Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft verfügt zurzeit im Wesentlichen über zwei Pensionspläne, einen für deutsche Mitarbeiter und einen für Mitarbeiter in den USA, der in 2002 gekürzt wurde. Die Pensionszahlungen hängen generell von der Anzahl der Dienstjahre und dem Gehalt des Mitarbeiters bei Eintritt des Versorgungsfalls ab. Wie in Deutschland üblich, sind die Pensionszusagen der Gesellschaft Direktzusagen. Für den deutschen Pensionsplan besteht kein gesonderter Pensionsfonds. Jedes Jahr führt Fresenius Medical Care Holdings, Inc., ("FMCH"), die maßgebliche US-amerikanische Tochtergesellschaft der FMC-AG & Co. KGaA, dem Pensionsplan für die Mitarbeiter in den USA mindestens den Betrag zu, der sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Employee Retirement Income Security Act of 1974 in seiner ergänzten Form) ergibt. Im Jahr 2010 sehen die gesetzlichen Vorschriften keine Mindestzuführung für den leistungsorientierten Pensionsplan vor. Im 1. Quartal 2010 wurden freiwillige Zuführungen in Höhe von 136 € getätigt. Für das verbleibende Geschäftsjahr 2010 erwartet die Gesellschaft weitere freiwillige Zuführungen in Höhe von 311 €. Die folgende Tabelle zeigt die Ermittlung des Pensionsaufwandes für das 1. Quartal 2010 und 2009.

in Tsd. $\in$ 1. Quartal 1. Quartal
2010 2009
Laufender Dienstzeitaufwand 1.482 1.460
Zinsaufwand 4.098 4.056
Erwartete Erträge des Planvermögens (3.157) (3.043)
Tilgung von versicherungsmathematischen Verlusten, netto- 209 117
Pensionsaufwand 2.632 2.590

12. Rechtliche Verfahren

Die FMC-AG & Co. KGaA ist regelmäßig in zahlreiche Klagen, Rechtsstreitigkeiten, behördliche und steuerbehördliche Prüfungen, Ermittlungen und sonstige Rechtsangelegenheiten involviert, die sich größtenteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Erbringung von Dienstleistungen und Lieferung von Produkten im Gesundheitswesen ergeben. Der genaue Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und anderen Rechtsangelegenheiten kann stets nur schwer vorhergesagt werden, und es können sich Resultate ergeben, die von der Einschätzung der Gesellschaft abweichen. Die Gesellschaft ist überzeugt, stichhaltige Einwände gegen die in anhängigen Rechtsangelegenheiten geltend gemachten Ansprüche oder Vorwürfe zu besitzen und wird sich vehement verteidigen. Dennoch ist es möglich, dass die Entscheidung einer oder mehrerer derzeit anhängiger oder drohender rechtlicher Angelegenheiten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Zivilrechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaft wurde ursprünglich als Ergebnis einer Reihe von Transaktionen in Übereinstimmung mit der Fusionsvereinbarung und dem Reorganisationsplan vom 4. Februar 1996 zwischen W.R. Grace & Co. und Fresenius SE (vormals: Fresenius AG) gegründet (der Zusammenschluss). Zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses hatte und hat noch heute eine Tochtergesellschaft der W.R. Grace & Co., die W.R. Grace & Co.-Conn., erhebliche Verbindlichkeiten aus Rechtsverfahren im Zusammenhang mit Produzentenhaftung (einschließlich Asbestansprüchen), Steuerverbindlichkeiten für die Zeit

vor dem Zusammenschluss und weitere Verbindlichkeiten, die nicht mit der National Medical Care, Inc. (NMC) in Verbindung stehen, welche vor dem Zusammenschluss das Dialysegeschäft von W.R. Grace & Co. betrieb. Im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss hatte sich W.R. Grace & Co.-Conn. verpflichtet, die Gesellschaft, Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) und NMC von allen Verpflichtungen der W.R. Grace & Co. freizustellen, die sich auf Ereignisse vor oder nach dem Zusammenschluss beziehen mit Ausnahme von Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit dem Geschäftsbetrieb der NMC stehen. Am 2. April 2001 beantragten W.R. Grace & Co. und einige ihrer Tochtergesellschaften die Reorganisation nach "Chapter 11 des USamerikanischen Konkursrechts" (das Grace Chapter 11-Insolvenzverfahren).

Vor und nach Beginn des Grace Chapter 11-Insolvenzverfahrens wurde gegen W.R. Grace & Co. und FMCH Sammelklage erhoben, sowohl von Klägern, die sich als Gläubiger von W.R. Grace & Co.-Conn. ausgeben, als auch von Asbest-Gläubigerausschüssen des Grace Chapter 11-Insolvenzverfahrens. Dabei wird im Wesentlichen behauptet, dass der Zusammenschluss eine betrügerische Übertragung gewesen sei, gegen das Gesetz gegen betrügerische Transfers verstoße und eine Verschwörung darstelle. Alle Verfahren dieser Art wurden entweder zunächst ausgesetzt, an das US-Bezirksgericht überwiesen oder liegen beim US-Konkursgericht als Teil des Grace Chapter 11-Insolvenzverfahrens.

Im Jahr 2003 hat die Gesellschaft eine Vereinbarung in Bezug auf die im Rahmen des Grace Chapter 11-Insolvenzverfahrens anhängigen Angelegenheiten geschlossen. Die Vereinbarung regelt alle Ansprüche gegen die Gesellschaft im Hinblick auf den Vorwurf der betrügerischen Übertragung sowie steuerliche und andere Ansprüche gegen die Gesellschaft. Gemäß den ergänzten Regelungen der Vergleichsvereinbarung werden die Behauptung der betrügerischen Übertragung und andere von den Asbestklägern erhobene Behauptungen öffentlich fallen gelassen, und die Gesellschaft wird Schutz vor allen vorhandenen und allen potenziellen künftigen Ansprüchen im Zusammenhang mit W.R. Grace & Co. erhalten, einschließlich solcher aus betrügerischer Übertragung und aus Asbestansprüchen sowie Freistellungen von Einkommensteuerforderungen, die sich auf die bei der Bestätigung des W.R. Grace & Co. Reorganisations- und Sanierungsplans nicht zur NMC gehörenden Mitglieder der steuerlichen Organschaft W.R. Grace & Co. beziehen. Nachdem der W.R. Grace & Co. Reorganisations- und Sanierungsplan bestätigt worden ist, wird die Gesellschaft gemäß der Vergleichsvereinbarung insgesamt 115.000 US-\$ ohne Zinsen an die W.R. Grace & Co.-Konkursmasse bzw. an eine andere vom Gericht festgelegte Stelle zahlen. Es wurden keine Schuldanerkenntnisse erklärt, und es werden keine Schuldanerkenntnisse erklärt werden. Die Vergleichsvereinbarung wurde vom US-Konkursgericht genehmigt. Nach dem Zusammenschluss war W.R. Grace & Co. in einer mehrstufigen Transaktion im Zusammenhang mit der Sealed Air Corporation (Sealed Air, früher bekannt als Grace Holding, Inc.) involviert. Die Gesellschaft befindet sich in einem Rechtsstreit mit Sealed Air, um ihren Anspruch auf Entschädigung durch Sealed Air für alle Verluste und Aufwendungen der Gesellschaft in Verbindung mit Steuerverbindlichkeiten vor dem Zusammenschluss und im Zusammenhang mit anderen Ansprüchen aus dem Zusammenschluss geltend zu machen. Gemäß der Vergleichsvereinbarung wird dieser Rechtsstreit bei Bestätigung eines Plans, der den Bedingungen der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft in Verbindung mit dem Rechtsstreit gerecht wird, öffentlich fallen gelassen.

Am 4. April 2003 hat FMCH eine Feststellungsklage (Fresenius USA, Inc., et al., v. Baxter International, Inc., et al.) mit der Geschäftsnr. C 03-1431 beim US-Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien eingereicht, mit der gerichtlich festgestellt werden soll, dass FMCH keine Patente der Firma Baxter International, Inc., ihrer Tochtergesellschaften oder ihrer verbundenen Unternehmen (Baxter) verletzt, dass die Patente ungültig sind und dass Baxter kein Recht und keine Befugnis hat, FMCH wegen der angeblichen Verletzung von Patenten der Firma Baxter eine Klage anzudrohen oder einen Prozess gegen FMCH zu führen.

Allgemein betreffen die angeblichen Patente die Verwendung von Touchscreen-Schnittstellen für Hämodialysegeräte. Baxter hat Widerklage gegen FMCH auf Schadensersatz in Höhe von über 140.000 US-\$ und auf Erlass einer einstweiligen Verfügung erhoben und behauptet, dass FMCH vorsätzlich die Baxter-Patente verletzte. Am 17. Juli 2006 hatte das Gericht der Klage von FMCH durch Geschworenenurteil stattgegeben und festgestellt, dass die fraglichen Baxter-Patente offensichtlich ungültig und/oder angesichts des Stands der Technik dispositiv sind.

Am 13. Februar 2007 hat das Gericht dem Antrag von Baxter, das zugunsten von FMCH ergangene Urteil aufzuheben, stattgegeben, die Patente wieder in Kraft gesetzt und deren Verletzung festgestellt. In Folge einer im Rahmen des Verfahrens im Hinblick auf Schadensersatz erfolgten Verhandlung hat das Gericht am 6. November 2007 Baxter durch Geschworenenurteil 14.300 US-\$ zuerkannt. Am 4. April 2008 hat das Gericht Baxters Antrag auf ein neues Verfahren abgelehnt. Für den seit dem 7. November 2007 fortgesetzten Verkauf der mit Touchscreens ausgerüsteten FMCH-Hämodialysegeräte 2008K setzte das Gericht die Zahlung einer Lizenzgebühr an Baxter in Höhe von 10% des Verkaufspreises sowie für zugehörige Einwegartikel, Ersatzteile und Wartung in Höhe von 7% des Verkaufspreises fest und untersagte den Verkauf des Geräts 2008K ab dem 1. Januar 2009. Die Gesellschaft hat gegen die Entscheidung des Gerichts bei dem Bundesberufungsgericht Rechtsmittel eingelegt. Die Gesellschaft hat im Oktober 2008 die Durchführung konstruktiver Veränderungen an dem Gerät 2008K abgeschlossen, die das Risiko weiterer, auf der ursprünglichen bezirksgerichtlichen Entscheidung basierender Ansprüche auf Lizenzzahlungen beseitigen. Am 10. September 2009 hob das Berufungsgericht die Entscheidung des Bezirksgerichts auf und stellte die Unwirksamkeit der behaupteten Ansprüche hinsichtlich zwei der drei strittigen Patente fest. Hinsichtlich des dritten Patents bestätigte das Berufungsgericht die Entscheidung des Bezirksgerichts, jedoch hob es die Untersagung des Verkaufs und die Zubilligung von Schadensersatz auf. Diese Streitpunkte wurden zur nochmaligen Überprüfung im Lichte der Entscheidung über die Unwirksamkeit der meisten Ansprüche an das Bezirksgericht zurückverwiesen. Demzufolge besteht für FMCH kein Erfordernis mehr, Zahlungen auf das gerichtlich anerkannte Treuhandkonto zu leisten, das zur Hinterlegung der durch das Bezirksgericht angeordneten Lizenzgebühren eingerichtet worden war. Bereits einbezahlte Beträge bleiben jedoch bis zur abschließenden Entscheidung über den Fall hinterlegt. Am 18. März 2010 haben das US Patent- und Markenamt (USPTO) und das US Board of Patent Appeals and Interferences (Beschwerdekammer) in einem separaten Prüfungsverfahren (Re-examination) das verbliebene Baxter-Patent für unwirksam erklärt.

Am 28. April 2008 hat Baxter bei dem US-Bundesbezirksgericht für Nord-Illinois, Eastern Division (Chicago), eine Klage (Baxter International, Inc. and Baxter Healthcare Corporation v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc. and Fresenius USA, Inc., Geschäftsnr. CV 2389) eingereicht, in der die Verletzung von vier kürzlich (Ende 2007 bis 2008) erteilten Patenten durch Hämodialysemaschinen von FMCH behauptet wird. Sämtliche dieser Patente basieren auf einem der Patente, das bereits durch den vorab beschriebenen Rechtsstreit mit Baxter vom April 2003 streitgegenständlich ist. Die neuen Patente laufen im April 2011 aus und beziehen sich auf Trendkurven, deren Anzeige auf Touchscreen-Schnittstellen erfolgt, sowie auf der Erfassung von Ultrafiltrations-Profilen (Ultrafiltration meint die Entziehung von Flüssigkeiten aus dem Körper eines Patienten durch osmotischen Druck). Das Gericht hat das Verfahren zurzeit ausgesetzt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass ihre Hämodialysemaschinen keine gültigen Patentansprüche dieser Patente von Baxter verletzen. Alle geltend gemachten Patente sind nun in dem anhängigen separaten Überprüfungsverfahren (Re-examination) vor dem USPTO abgewiesen,.

Am 17. Oktober 2006 haben Baxter und die DEKA Products Limited Partnership (DEKA) bei dem US-Bundesbezirksgericht für Ost-Texas eine Klage mit der Bezeichnung Baxter

Healthcare Corporation and DEKA Products Limited Partnership v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc. d/b/a Fresenius Medical Care North America and Fresenius USA, Inc., Geschäftsnr. CV438 TJW eingereicht, die im weiteren Verlauf an den Gerichtsbezirk Nordkalifornien übertragen wurde. In der Klageschrift wurde behauptet, der LibertyTM Cycler der FMCH verletze neun von Baxter gehaltene oder an Baxter lizenzierte Patente. Mit dem Verkauf des LibertyTM Cyclers wurde im Juli 2008 begonnen. Während und nach dem Beweisverfahren (Discovery) wurden sechs der geltend gemachten Patente als Klagegegenstand fallengelassen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der zur Peritonealdialyse verwendete LibertyTM Cycler keine gültigen Patentansprüche von Baxter/DEKA verletzt.

In Deutschland war eine Patentrechtsstreitigkeit zwischen Gambro Industries (Gambro) auf der einen Seite und der Fresenius Medical Care Deutschland GmbH (FMC D-GmbH) sowie der FMC AG & Co. KGaA auf der anderen Seite anhängig. Gambro behauptete darin Verletzungen eines Patents betreffend eine Einrichtung zur Vorbereitung medizinischer Lösungen durch die Gesellschaft. Das Landgericht Mannheim hat mit Urteil vom 27. Juni 2008 der Klage von Gambro stattgegeben, die Patentverletzung festgestellt, die Gesellschaft diesbezüglich zu Schadensersatzleistungen verurteilt (die noch im Rahmen eines separaten Gerichtsverfahrens, das Gambro vor kurzem angestrengt hat, zu bestimmen sind; nach einem ersten Verhandlungstermin im Februar hat das Gericht noch kein Urteil erlassen) und die Verpflichtung ausgesprochen, den Vertrieb der vermeintlich patentverletzenden Technologie in der ursprünglichen Form in Deutschland zu unterlassen. Die Fresenius Medical Care Deutschland GmbH hatte zunächst bei dem "Bundespatentgericht" (BPatG) Nichtigkeitsklage gegen das Patent von Gambro erhoben. Dieses Verfahren befindet sich zwischenzeitlich in der Berufungsinstanz bei dem Bundesgerichtshof. Ferner hat die Gesellschaft gegen das stattgebende Urteil des Landgerichts Berufung eingelegt. Am 5. Januar 2009 hat Gambro dieses Urteil gegen Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckt. Im Vorfeld zu einer solchen vorläufigen Vollstreckung hatte die Gesellschaft jedoch bereits konstruktive Veränderungen entwickelt, die eine technische Alternative darstellen; inzwischen wurde die vermeintlich patentverletzende Technologie in allen betroffenen Geräten ausgetauscht. Vor dem Hintergrund sowohl der bereits anhängigen Berufung gegen die Entscheidung des BPatG als auch der Berufung gegen das Urteil des Landgerichts ist die Gesellschaft der Auffassung, dass die vermeintlich patentverletzende Technologie gegen keine gültigen Patentansprüche von Gambro verstößt. Daher hat die Gesellschaft in dieser Angelegenheit in ihrem Abschluss keine Rückstellung gebildet.

Sonstige Rechtsstreitigkeiten und potenzielle Risiken

"Renal Care Group, Inc." (RCG) ist als Beklagte in einer Klage mit der Bezeichnung Indiana State District Council of Laborers and Hod Carriers Pension Fund v. Gary Brukardt et al. benannt, die ursprünglich am 13. September 2006 beim Chancery Court für den Bundesstaat Tennessee, Zwanzigster Gerichtsbezirk in Nashville eingereicht wurde. In Folge der Klageabweisung durch das erstinstanzliche Gericht, der Einlegung der teilweisen Berufung durch den Kläger sowie der teilweisen Aufhebung durch das Berufungsgericht, hat der Klagegegenstand den Anspruch einer Sammelklage im Namen der ehemaligen Aktionäre von RCG und ist auf Schadensersatz gegen einzelne frühere Mitglieder des Board of Directors von RCG gerichtet. Die jeweiligen Beklagten könnten jedoch Ansprüche auf Freistellung und Aufwandsentschädigung gegenüber der Gesellschaft haben. Die Gesellschaft rechnet damit, dass sie das Verfahren, welches zur Verhandlung bei dem Chancery Court fortgeführt wird, als Beklagte fortsetzen wird, und geht davon aus, dass die Beklagten obsiegen werden.

Am 17. Juli 2007 hat die US-Staatsanwaltschaft, resultierend aus einem im Jahr 2005 begonnenen Ermittlungsverfahren, eine Zivilklage gegen Renal Group, Inc., ihre

Tochtergesellschaft RCG Supply Company und FMCH in ihrer Eigenschaft als aktuelle Muttergesellschaft von RCG vor dem United States Bezirksgericht für das Eastern District von Missouri erhoben. Mit der Klage werden Schadensersatzansprüche und Strafmaßnahmen im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit der Method II Zulieferungsgesellschaft von RCG im Jahr 2005 vor dem Erwerb von RCG durch FMCH im Jahr 2006 geltend gemacht. Die Klage läuft unter United States of America ex. rel. Julie Williams et al. vs. Renal Care Group, Renal Care Group Supply Company und FMCH. Am 11. August 2009 hat das Bezirksgericht in Missouri dem Antrag der RCG stattgegeben, gemäß dem der Verhandlungsort an das US-Bezirksgericht für den "Middle District" von Tennessee (Nashville) verlegt wird. Am 22. März 2010 hat das Bezirksgericht Tennessee ein Urteil über ca. 23 Mio. US-\$ Schadenersatz und Zinsen bezüglich des Klagepunktes der ungerechtfertigten Bereicherung gegen die Beklagten erlassen, aber alle sechs in der Klageschrift geltend gemachten Klagebegehren nach dem False Claims Act abgelehnt. Die Gesellschaft legte beim US-Berufungsgericht für den Sechsten Bezirk Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts Tennessee ein und erwirkte einen Aufschub der Vollstreckung der Entscheidung für die Dauer des Berufungsverfahrens. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass RCG die Leitung der Method II Zulieferungsgesellschaft im Einklang mit geltendem Recht durchgeführt hat, dass eine Stattgabe der von den Vereinigten Staaten geltend gemachten Klagebegehren nicht zu erwarten ist und dass sie ihre Position im Verfahren am Ende durchsetzen wird.

Am 27. November 2007 hat das Bundesbezirksgericht für den "Western District" von Texas (El Paso) zwei Anzeigen, die zuvor versiegelt durch eine so genannte qui tam-Anzeigeerstatterin, eine frühere Angestellte einer dortigen Klinik der FMCH, eingereicht worden waren, entsiegelt und deren Zustellung zugelassen. Im Rahmen des ersten Verfahrens wurde behauptet, ein Nephrologe habe in seiner Praxis zum Zwecke der Behandlung von Patienten unrechtmäßigerweise einen Assistenten beschäftigt, der hierfür nicht approbiert gewesen sei. Abrechnungen des Nephrologen und der FMCH gegenüber Medicare hätten daher gegen das Gesetz betreffend unberechtigte Forderungen (False Claims Act) verstoßen. Im Rahmen des zweiten Verfahrens wurde behauptet, FMCH habe sich gegenüber der Anzeigeerstatterin unrechtmäßig verhalten, indem ihr Arbeitsverhältnis durch eine vom Arbeitgeber durch dessen Verhalten herbeigeführte arbeitnehmerseitige Kündigung beendet worden sei. Die Staatsanwaltschaft des "Western District" of Texas lehnte es ab, sich in das Verfahren einzuschalten und den Vorgang im Namen der Vereinigten Staaten zu verfolgen.

Am 30. März 2010 hat das Bezirksgericht auf Grundlage einer Juryentscheidung vom 25. Februar und Entscheidungen des Gerichts von Rechts wegen während der Verhandlung ein endgültiges Urteil zu Gunsten der Beklagten in allen Klagepunkten erlassen.

Am 25. Juni 2009 hat FMCH eine Vorlageverfügung der US-Justizbehörden, des US-Bundesanwalts für den Bezirk Massachusetts erhalten. Mit der Vorlageverfügung werden Informationen hinsichtlich der Ergebnisse bestimmter Labortests angefordert, die in den Jahren 2004 bis 2009 für Patienten vorgenommen wurden, die in Dialyseeinrichtungen der FMCH in Behandlung waren. Das Unternehmen beabsichtigt, im Rahmen der Ermittlungen vollumfänglich zu kooperieren.

Die Gesellschaft hat gegen die Versagung der Abzugsfähigkeit der von der Fresenius Medical Care Holdings, Inc. ("FMCH") in den Steuererklärungen für Vorjahre der FMCH geltend gemachten zivilrechtlichen Vergleichszahlungen durch den Internal Revenue Service ("IRS") Anträge auf Erstattung eingereicht. Aufgrund einer Vergleichsvereinbarung der Gesellschaft mit dem IRS erhielt die Gesellschaft im September 2008 einer Erstattung in Höhe von 37.000 US-\$ inklusive Zinsen. Mit dem Vergleich bleibt der Gesellschaft das Recht vorbehalten, vor den US-amerikanischen Bundesgerichten weiterhin das Ziel einer Erstattung für alle anderen nicht anerkannten Abzüge zu verfolgen. Am 22. Dezember 2008 hat die Gesellschaft beim US Bundesbezirksgericht für Massachusetts eine Klage auf

vollständige Erstattung mit der Bezeichnung Fresenius Medical Care Holdings, Inc. v United States eingereicht. Dieser Rechtsstreit wird vor Gericht fortgeführt.

Die Gesellschaft hat im Steuerjahr 1997 eine Abschreibung auf den Buchwert einer ihrer Tochtergesellschaften vorgenommen, deren steuerliche Anerkennung als Aufwand im Jahr 2003 im Abschluss der für die Jahre 1996 und 1997 durchgeführten Betriebsprüfung versagt wurde. Die Gesellschaft hat vor dem zuständigen deutschen Finanzgericht Klage erhoben, um die Entscheidung der Finanzbehörde anzufechten.

Die steuerliche Betriebsprüfung der FMCH durch den IRS für die Jahre 2002 bis 2006 wurde nunmehr abgeschlossen. Der IRS hat die Abzugsfähigkeit für konzerninternes genussrechtsähnliches Kapital in diesem Prüfungszeitraum nicht anerkannt. Die Gesellschaft hat gegen die Nichtanerkennung der Abzüge Einspruch eingelegt und wird alle Rechtsmittel nutzen. Ein nachteiliger Ausgang bezüglich der Nichtanerkennung der Abzugsfähigkeit für konzerninternes genussrechtsähnliches Kapital könnte erhebliche negative Auswirkungen auf das Ergebnis sowie die Finanzlage der Gesellschaft haben. Zusätzlich schlug die IRS weitere Anpassungen vor, welche im Konzernabschluss Berücksichtigung fand.

Im Nachgang zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 7. Mai 2009 haben zwei Aktionäre Anfechtungsklage gegen die von der Hauptversammlung gefassten Beschlüsse zur (i) Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin und zur (ii) Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats erhoben. Abhängig vom Ausgang des Verfahrens wird das Gericht die gefassten Beschlüsse entweder aufrecht erhalten oder aber über deren Nichtigkeit befinden. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die Klagen in der Sache unbegründet sind und wird sich mit allen Mitteln gegen diese verteidigen. Ein Termin zur mündlichen Verhandlung, welcher für März 2010 anberaumt war, wurde verschoben. Ferner hat einer der Kläger seine Klage im März 2010 zurückgenommen.

Die Gesellschaft ist im normalen Geschäftsverlauf Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und Ermittlungen hinsichtlich verschiedenster Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft analysiert regelmäßig entsprechende Informationen und bildet die erforderlichen Rückstellungen für möglicherweise aus solchen Verfahren resultierende Verbindlichkeiten einschließlich der geschätzten Rechtsberatungskosten.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unterliegt, wie die anderer Gesundheitsdienstleister, strengen staatlichen Regulierungen und Kontrollen. Die Gesellschaft muss Vorschriften und Auflagen einhalten, die sich auf die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte und Zulieferungen, auf den Betrieb von Produktionsanlagen, Labors und Dialysekliniken sowie auf den Umwelt- und Arbeitsschutz beziehen. Die Gesellschaft muss ebenfalls die US-Gesetze über das Verbot illegaler Provisionen, gegen betrügerische Zahlungsanforderungen an staatliche Einrichtungen, das Stark Statut sowie andere US-Bundes- und Staatsgesetze gegen Betrug und Missbrauch einhalten. Die zu beachtenden Gesetze und Regulierungen können geändert werden, oder Kontrollbehörden oder Gerichte können die Vorschriften oder geschäftliche Tätigkeiten anders auslegen als die Gesellschaft. In den USA hat die Durchsetzung der Vorschriften für die amerikanische Bundesregierung und für einige Bundesstaaten eine hohe Priorität erlangt.

Außerdem ermuntern die Bestimmungen des False Claims Act (betrügerische Zahlungsanforderungen), die dem Anzeigenden eine Beteiligung an den verhängten Bußgeldern zusichern, private Kläger, sogenannte Whistleblower-Aktionen einzuleiten. Im Mai 2009 wurde der Anwendungsbereich des False Claim Act erweitert und enthält nun zusätzliche Schutzmaßnahmen für sogenannte Whistleblower sowie Verfahrensbestimmungen, die einen Whistleblower darin unterstützen, in einem Fall nach dem False Claims Act vorzugehen. Angesichts dieses von Regulierungen geprägten Umfeldes werden die geschäftlichen Aktivitäten und Praktiken der Gesellschaft auch in

Zukunft Gegenstand intensiver Überprüfungen durch Regulierungsbehörden und Dritte sowie von Untersuchungsverlangen, Vorlagebeschlüssen, anderen Anfragen, Rechtsansprüchen und Gerichtsverfahren sein, die sich auf die Einhaltung der relevanten Gesetze und Regulierungen beziehen. Die Gesellschaft wird nicht in jedem Falle von vornherein wissen, dass Untersuchungen oder Aktionen gegen sie angelaufen sind; das gilt insbesondere für Whistleblower-Aktionen, die von den Gerichten zunächst vertraulich behandelt werden.

Die Gesellschaft betreibt eine große Anzahl und Vielfalt von Betriebsstätten in allen Teilen der USA. In einem derart dezentralisierten System ist es häufig schwierig, das wünschenswerte Maß an Aufsicht und Kontrolle über Tausende von Mitarbeitern sicherzustellen, die bei einer Vielzahl von Tochterunternehmen beschäftigt sind. Bei der Führung, dem Management und der Kontrolle dieser Mitarbeiter verlässt sich die Gesellschaft auf ihre Führungsstruktur, auf ihre Regelungskompetenz und juristischen Ressourcen sowie auf die effektive Umsetzung ihres Programms zur Einhaltung von Verhaltensregeln. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass die Gesellschaft feststellen muss, dass Mitarbeiter absichtlich oder versehentlich unangemessene oder falsche Abrechnungen eingereicht haben. Das rechtswidrige Verhalten solcher Mitarbeiter kann dazu führen, dass gegenüber der Gesellschaft Haftungsansprüche u. a. nach dem Anti-Kickback Statut, dem Stark Statut und dem False Claims Act geltend gemacht werden.

Es werden zunehmend Prozesse gegen Ärzte, Krankenhäuser und andere Akteure des Gesundheitswesens wegen fachlicher Fahrlässigkeit, Behandlungsfehler, Produkthaftung, Mitarbeiterentschädigungs- und ähnlicher Ansprüche angestrengt, von denen viele zu hohen Schadensersatzforderungen und zu erheblichen Anwaltskosten führen. Gegen die Gesellschaft sind aufgrund der Art ihres Geschäfts solche Prozesse geführt worden und werden gegenwärtig geführt, und es ist damit zu rechnen, dass auch in Zukunft von Zeit zu Zeit solche Verfahren angestrengt werden. Obwohl die Gesellschaft in angemessenem Umfang versichert ist, kann sie nicht garantieren, dass die Obergrenzen des Versicherungsschutzes immer ausreichend sein werden oder dass alle geltend gemachten Ansprüche durch die Versicherungen abgedeckt sind. Ein erfolgreich durchgesetzter Schadensersatzanspruch gegen die Gesellschaft oder gegen irgendeine ihrer Tochtergesellschaften, der den Versicherungsschutz übersteigt, könnte eine wesentliche negative Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder Schadensersatzanspruch, gleichgültig ob er berechtigt ist, kann das Ansehen und das Geschäft der Gesellschaft negativ beeinflussen.

Gegen die Gesellschaft sind auch Schadensersatzansprüche erhoben und Gerichtsverfahren eingeleitet worden, die sich auf angebliche Patentrechtsverletzungen und von der Gesellschaft erworbene oder veräußerte Unternehmen beziehen. Diese Ansprüche und Verfahren können sich sowohl auf den Geschäftsbetrieb als auch auf das Akquisitions- oder Veräußerungsgeschäft beziehen. Die Gesellschaft hat eigene Rechtsansprüche und Schadensersatzforderungen gestellt, wo dies angebracht war. Eine erfolgreiche Klage gegen die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche ungünstige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Sämtliche Ansprüche, unabhängig von ihrem sachlichen Gehalt oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, können wesentliche ungünstige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Rückstellung für Sonderaufwendungen für Rechtsangelegenheiten

Zum 31. Dezember 2001 hat die Gesellschaft eine Rückstellung für Sonderaufwendungen für Rechtsangelegenheiten in Höhe von 258.159 US-\$ (vor Steuern) gebildet, die ihre Einschätzung der Ausgaben widerspiegelt, die im Zusammenhang mit der Verteidigung und Regelung von Steuerforderungen aus der Zeit vor dem Zusammenschluss, von Ansprüchen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss sowie von Ansprüchen privater Versicherungen auftreten können. Die Aufwendungen aus der Vergleichsvereinbarung und den Vergleichen mit den Versicherungen wurden zulasten dieser Rückstellung gebucht. Mit Ausnahme der vorgeschlagenen Zahlung in Höhe von 115.000 US-\$ (85.318 €) gemäß der Vergleichsvereinbarung in dem Grace Chapter 11-Insolvenzverfahren sind alle in der Rückstellung für Sonderaufwendungen für Rechtsangelegenheiten enthaltenen Sachverhalte beglichen. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass ihre verbleibende Rückstellung die geschätzten künftigen Aufwendungen im Zusammenhang mit der fortgesetzten Verteidigung und Regelung dieser verbleibenden Angelegenheit angemessen widerspiegelt. Es kann aber keine Gewähr dafür gegeben werden, dass die tatsächlichen Kosten, die der Gesellschaft entstehen, den Rückstellungsbetrag nicht überschreiten werden.

13. Finanzinstrumente

Die Gesellschaft wendet IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) an. Dabei sind für die Gesellschaft bisher folgende Kategorien nach IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) relevant: Kredite und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden, Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die folgende Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen den Klassen und Kategorien sowie die Zuordnung der Klassen zu den Bilanzposten.

Klassen
Flüssige Mittel Zum Buchwert bilanzierte
Vermögenswerte
Zum Buchwert bilanzierte
Verbindlichkeiten
Nicht als
Sicherungsinstrumente
designierte derivative
Finanzinstrumente
Als
Sicherungsinstrumente
designierte derivative
Finanzinstrumente
Finanzielle Vermögenswerte, die
erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet
werden
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte,
Sonstige Aktiva
Kredite und Forderungen Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen, Forderungen
gegen verbundene
Unternehmen
Kategorien Finanzielle Verbindlichkeiten, die
erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet
werden
Rückstellungen und
sonstige
Verbindlichkeiten 3
Finanzielle Verbindlichkeiten, die
zum Restbuchwert bewertet
werden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen, kurzfristige Darlehen
und sonstige Finanzverbindlichkeiten,
kurzfristige Darlehen von
verbundenen Unternehmen,
langfristige Verbindlichkeiten und
Verbindlichkeiten aus aktivierten
Leasingverträgen 1 ,
Genussscheinähnliche Wertpapiere
Keiner Kategorie zugeordnet Flüssige Mittel Langfristige Verbindlichkeiten und
Verbindlichkeiten aus aktivierten
Leasingverträgen 2
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte,
sonstige Aktiva,
Rückstellungen und
sonstige
Verbindlichkeiten 3

Marktwerte der Finanzinstrumente

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte sowie die Marktwerte der Finanzinstrumente der Gesellschaft zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 dargestellt:

in Tsd. $\in$ 31. März
2010
Buchwert
31. März
2010
Marktwert
31. Dezember
2009
Buchwert
31. Dezember
2009
Marktwert
Flüssige Mittel 196.017 196.017 209.097 209.097
Zum Buchwert bilanzierte Vermögenswerte. 1.954.246 1.954.246 1.776.201 1.776.201
Zum Buchwert bilanzierte Verbindlichkeiten. 4.448.010 4.494.676 4.282.695 4.279.146
Nicht als Sicherungsinstrumente designierte
derivative Finanzinstrumente
(30.915) (30.915) 1.032 1.032
Als Sicherungsinstrumente designierte
derivative Finanzinstrumente
(122.174) (122.174) (70.815) (70.815)

Nicht-Derivative Finanzinstrumente

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen erläutert, die bei der Ermittlung der Marktwerte von Nicht-Derivativen Finanzinstrumenten angewendet werden:

Flüssige Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt, der dem Marktwert entspricht.

Kurzfristige Finanzinstrumente, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Darlehen werden mit dem Buchwert angesetzt, der aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten dieser Instrumente eine angemessene Schätzung des Marktwertes darstellt.

Die Marktwerte der wesentlichen langfristigen Finanzinstrumente werden anhand vorhandener Marktinformationen ermittelt. Finanzinstrumente, für die Kursnotierungen verfügbar sind, werden mit diesen Kursnotierungen bewertet. Der Marktwert der anderen langfristigen Finanzinstrumente ergibt sich als Barwert der entsprechenden zukünftigen Zahlungsströme. Für die Ermittlung dieser Barwerte werden die am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Kreditmargen der Gesellschaft berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft ist Marktrisiken aus Veränderungen von Zinssätzen und Wechselkursen ausgesetzt. Zur Steuerung der Risiken aus Zinssatz- und Wechselkursänderungen tritt die Gesellschaft im Rahmen der von der persönlich haftenden Gesellschafterin festgelegten Limite in verschiedene Sicherungsgeschäfte mit Banken mit einem hohen Rating ein. Quartalsweise erfolgt eine Bewertung des Kreditrisikos der Geschäftspartner, welches derzeit als niedrig eingestuft wird.

In gewissen Fällen schließt die Gesellschaft Derivate ab, für die kein Hedge Accounting

angewandt wird, die jedoch zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt werden ("economic hedges"). Die Gesellschaft verwendet Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke.

Management des Währungsrisikos

Die Gesellschaft führt ihre Geschäfte weltweit in verschiedenen Währungen, wobei sie jedoch hauptsächlich in Deutschland und in den USA tätig ist. Für die Finanzberichterstattung ist der € die Berichtswährung. Daher beeinflussen Wechselkursänderungen zwischen dem € und den lokalen Währungen, in denen die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erstellt werden, die im Konzernabschluss dargestellte Finanz- und Ertragslage.

Die Fremdwährungsrisiken der Gesellschaft ergeben sich aus Transaktionen wie Käufen und Verkäufen in fremder Währung. Die Gesellschaft fakturiert die Verkäufe von in ihren europäischen Produktionsstätten hergestellten Produkten an internationale Geschäftseinheiten überwiegend in Euro und fakturiert in geringem Umfang Verkäufe von Produkten in anderen nicht-funktionalen Währungen. Dadurch werden die Tochtergesellschaften der Gesellschaft Wechselkursänderungen zwischen dem Euro und den Währungen ausgesetzt, in denen sie ihre lokalen Geschäftstätigkeiten durchführen. Zur Sicherung der bestehenden oder zu erwartenden Transaktionsrisiken setzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte und in geringem Umfang Devisenoptionen ein. Es ist ein von der Gesellschaft konsequent verfolgter Grundsatz, diese derivativen Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung der Währungsrisiken einzusetzen. Zum 31. März 2010 waren keine Devisenoptionen im Bestand.

Marktwertänderungen von Devisenterminkontrakten, die als Cash Flow Hedges für geplante Wareneinkäufe und –verkäufe bestimmt und designiert sind, werden bei Anwendung von Hedge Accounting erfolgsneutral im Eigenkapital (Kumuliertes Übriges Comprehensive Income (Loss)) abgegrenzt.

Im Zusammenhang mit Konzerndarlehen in fremder Währung tätigt die Gesellschaft in der Regel Devisenswapgeschäfte. Dadurch wird sichergestellt, dass aus konzerninternen Darlehen in fremder Währung keine Wechselkursrisiken entstehen. Sofern für diese Derivate Hedge Accounting angewandt wird, werden deren Marktwertänderungen ebenfalls erfolgsneutral im Kumulierten Übrigen Comprehensive Income (Loss) abgegrenzt.

Diese Beträge werden in der Folgezeit zeitgleich mit den Ergebniswirkungen der abgesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung bei Devisenterminkontrakten als Umsatzkosten und bei Konzerndarlehen als Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten erfasst. Das Nominalvolumen aller Kontrakte, die als Cash Flow Hedges designiert wurden, betrug 726.338 € und 747.062 € zum 31. März 2010 bzw. 31. Dezember 2009.

Die Gesellschaft geht auch Derivate für geplante Wareneinkäufe und –verkäufe und Konzerndarlehen in Fremdwährung ein, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, die jedoch, wie oben definiert, zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt werden (economic hedges). In diesen Fällen werden die Marktwertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und gleichen somit im Wesentlichen die gegenläufigen Marktwertänderungen der zugrundeliegenden Geschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Die Nominalwerte der Kontrakte für die kein Hedge Accounting angewandt wird, betrugen 645.510 € und 521.180 € zum 31. März 2010 bzw. 31. Dezember 2009.

Management des Zinsrisikos

Die Gesellschaft setzt Derivate, vor allem Zinsswaps und zu einem gewissen Grad Zinsoptionen ein, um sich gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern. Diese Zinsderivate sind als Cash Flow

Hedges designiert. Der Großteil dieser Zinsswaps dient dazu, einen wesentlichen Teil der in US-Dollar zu leistenden variablen Zinszahlungen, die im Rahmen der Kreditvereinbarung 2006 fällig sind, in fixe Zinszahlungen umzuwandeln. Die anderen Zinsswaps wurden im Hinblick auf die Aufnahme zukünftiger Verbindlichkeiten abgeschlossen.

Die Nominalwerte der als Cash Flow Hedges klassifizierten US-Dollar Zinsswaps betrugen 2.262.779 € (3.050.000 US-\$) und 1.665.973 € (2.400.000 US-\$) zum 31. März 2010 bzw. 31. Dezember 2009.

Bewertung der Derivativen Finanzinstrumente

Die folgende Tabelle zeigt die derivativen Finanzinstrumente der Gesellschaft zum 31. März 2010 und zum 31. Dezember 2009 :

Bewertung der derivativen Finanzinstrumente
in Tsd. $\in$ 31. März,
2010
31. Dezember,
2009
Aktiva (2) Passiva (2) Aktiva (2) Passiva (2)
Als Sicherungsinstrumente designierte
derivative Finanzistrumente (0)
kurzfristig
Devisenkontrakte 4.050 (43.562) 6.177 (6.422)
Zinssicherungsgeschäfte (US-\$) (25.574) (211)
langfristig
Devisenkontrakte 55 (394) 3.668 (576)
Zinssicherungsgeschäfte (US-\$) (56.747) (73.449)
Zinssicherungsgeschäfte (Yen) (2) (2)
Total 4.105 (126.279) 9.845 (80.660)
Nicht als Sicherungsinstrumente
designierte derivative Finanzistrumente (1)
kurzfristig
Devisenkontrakte 1.603 (32.525) 5.342 (4.316)
langfristig
Devisenkontrakte 8 (1) 6.
Total 1.611 (32.526) 5.348 (4.316)

Der kurzfristig fällige Teil der Zinssicherungsgeschäfte und der Devisenkontrakte, der in der vorhergehenden Tabelle als Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit gezeigt ist, wird in der Bilanz unter sonstige kurzfristige Vermögenswerte bzw. unter Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der als Vermögenswert bzw. als Verbindlichkeit ausgewiesene langfristig fällige Teil ist in den sonstigen Aktiva bzw. in den Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen erläutert, die bei der Ermittlung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten angewendet werden:

Bei Zinsswaps erfolgt die Bewertung durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze. Für die Ermittlung der Marktwerte von Devisentermingeschäften wird der kontrahierte Terminkurs mit dem Terminkurs des Bilanzstichtags für die Restlaufzeit des jeweiligen Kontrakts verglichen. Der daraus resultierende Wert wird unter Berücksichtigung aktueller Marktzinssätze der

entsprechenden Währung auf den Bilanzstichtag diskontiert.

Die Gesellschaft bezieht bei der Ermittlung der Marktwerte der als Verbindlichkeiten bilanzierten derivativen Finanzinstrumente das eigene Kreditrisiko mit ein. Für die Bewertung der als Vermögenswerte bilanzierten derivativen Finanzinstrumente wurde das Kreditrisiko der Vertragspartner mit einbezogen.

Einfluss der Derivate auf die Gesamtergebnisrechnung

im kumulierten übrigen
in Tsd. $\in$
Comprehensive Income
angesetzter Gewinn/(Verlust) aus
Derivaten
Als Sicherungsinstrumente
Ausweis des (Gewinns)/
Verlusts nach Umbuchung
aus kumuliertem übrigen
Comprehensive Income in
das Ergebnis
Im Ergebnis angesetzter (Gewinn)/
Verlust nach Umbuchung aus
kumuliertem übrigen Comprehensive
Income
designierte derivative
Finanzinstrumente
(Effektiver Anteil) (Effektiver Anteil)
31. März 2010 31. März 2009 (Effektiver Anteil) 1. Quartal 2010 1. Quartal 2009
Zinssicherungsgeschäfte
$(US-$)$
Zinssicherungsgeschäfte
(3.504) 5.605 Zinsertrag/-aufwand (25)
(Yen) 0 3 Zinsertrag/-aufwand
Devisenkontrakte (10.193) (4.593) Aufwendungen zur
Erzielung der Umsatzerlöse 1.070 (1.049)
(13.697) 1.015 1.070 (1.074)
Als Sicherungsinstrumente
designierte derivative
Finanzinstrumente
Ausweis des im Ergebnis aus
Derivaten angesetzten (Gewinns) /
Im Ergebnis aus Derivaten
angesetzter (Gewinn)/ Verlust
1. Quartal 2010
Verlusts 1. Quartal 2009
Devisenkontrakte Vertriebs- und allgemeine
Verwaltungskosten
Zinsertrag/-aufwand
28.712
581
(1.726)
390

Die Gesellschaft geht davon aus, in den kommenden 12 Monaten einen Verlust in Höhe von 6.116 € zum 31. März 2010 aus dem kumulierten übrigen Comprehensive Income als Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen.

Zum 31. März 2010 hatte die Gesellschaft Devisenkontrakte mit einer maximalen Laufzeit von 32 Monaten und Zinsswaps mit einer maximalen Laufzeit von 29 Monaten im Bestand.

14. Segment-Berichterstattung

Die Gesellschaft hat gemäß IFRS 8 drei Geschäftssegmente identifiziert: Nordamerika, International und Asien-Pazifik. Sie ergeben sich aus der Art, wie die Gesellschaft ihre Geschäfte steuert. Alle Segmente sind im Wesentlichen tätig in den Bereichen Dialysedienstleistungen, Produktion und Vertrieb von Produkten und Ausrüstungen für die Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz. In den USA führt die Gesellschaft zusätzlich klinische Labortests durch und bietet stationäre Dialysebehandlung sowie andere Dienstleistungen im Rahmen von Verträgen mit Kliniken an. Die Gesellschaft hat die operativen Segmente International und Asien-Pazifik zum Segment "International" zusammengefasst. Diese Zusammenfassung erfolgte wegen der Ähnlichkeit der in den beiden Segmenten

vorherrschenden wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die Ähnlichkeit bezieht sich u.a. auf die Erbringung von Dienstleistungen sowie die vertriebenen Produkte, auf die Art der Patientenstrukturen, auf die Vertriebsmethoden für Produkte und Dienstleistungen sowie auf das wirtschaftliche Umfeld.

Die Zielgrößen, an denen die Segmente vom Vorstand gemessen werden, sind so gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der Segmente liegen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass der dafür am besten geeignete Maßstab das operative Ergebnis der Segmente ist, welches die Ertragskraft der Gesellschaft misst. Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Segmente unterliegt. Daher gehen Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die Zielgröße für ein Segment ein. Darüber hinaus werden die Kosten der Zentralbereiche, die im Wesentlichen Aufwendungen der Konzernzentrale in den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen, Beratungsleistungen etc. beinhalten, nicht berücksichtigt, da es sich nach Ansicht der Gesellschaft um Kosten handelt, die nicht der Kontrolle der einzelnen Segmente unterliegen. Zusätzlich werden manche Akquisitionen und immateriellen Vermögenswerte nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet, sondern den Zentralbereichen. Auch die Steueraufwendungen unterliegen nach Ansicht der Gesellschaft nicht dem Einfluss der Segmente.

Der Vorstand der Gesellschaft steuert die jeweiligen Segmente anhand von Zielgrößen, die auf US-GAAP Zahlen basieren. In der Segmentberichterstattung werden daher die Kennzahlen der einzelnen Segmente gemäß US-GAAP dargestellt. Mit den in der Spalte "IFRS-Überleitung" dargestellten Bewertungsunterschieden wird dann von den Segmentdaten nach US-GAAP auf die Kennzahlen nach IFRS übergeleitet. Die Unterschiede zu den Kennzahlen nach IFRS resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen bilanziellen Behandlung von Gewinnen aus Sale and Leaseback-Transaktionen mit einer Operating-Lease Vereinbarung, Entwicklungskosten sowie von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten für Pensionen.

Angaben über die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft für das 1. Quartal 2010 und 2009 nach Segmenten enthält die folgende Tabelle.

in Tsd. $\in$ Nordamerika International Segmente
Gesamt
Konzern US-GAAP
Gesamt
IFRS
Überleitung
IFRS
Gesamt
1. Quartal 2010
Umsatzerlöse mit Dritten 1.417.086 666.876 2.083.962 157 2.084.119 2.084.119
Umsätze zwischen den Segmenten 409 15.257 15.666 (15.666)
Umsatzerlöse Gesamt 1.417.495 682.133 2.099.628 (15.509) 2.084.119 2.084.119
Abschreibungen (51.850) (36.424) (88.274) (1.724) (89.998) (390) (90.388)
Operatives Ergebnis 221.431 109.140 330.571 (24.339) 306.232 1.434 307.666
Aktiva der Segmente 8.331.724 3.164.517 11.496.241 279.950 11.776.191 39.333 11.815.524
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte sowie Akguisitionen
(1) 67.142 67.093 134.235 2.781 137.016 (625) 136.391
1. Quartal 2009
Umsatzerlöse mit Dritten 1.361.434 603.150 1.964.584 118 1.964.702 1.964.702
Umsätze zwischen den Segmenten 13.452 13.452 (13.452)
Umsatzerlöse Gesamt 1.361.434 616.602 1.978.036 (13.334) 1.964.702 1.964.702
Abschreibungen (48.886) (30.511) (79.397) (1.554) (80.951) (421) (81.372)
Operatives Ergebnis 208.716 112.662 321.378 (17.562) 303.816 1.175 304.991
Aktiva der Segmente 8.238.890 2.647.574 10.886.464 286.331 11.172.795 54.386 11.227.181
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte sowie Akquisitionen
(2) 58.678 55,000 113.678 349 114.027 (307) 113.720

15. Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Die folgende Übersicht liefert zusätzliche Informationen in Bezug auf die Konzern-Kapitalflussrechnungen:

in Tsd. $\in$ 1. Quartal
2010 2009
Zusätzliche Angaben zum Cash Flow
Zinszahlungen 60.433 72.781
Zahlungen für Ertragsteuern (1) 49.450 69.251
Mittelzufluss aus der Ausübung von Aktienoptionen. 800 1.065
Zusätzliche Offenlegung von Cash Flow Informationen
Zusätzliche Informationen zu Akquisitionen:
Ausgaben für erworbene Vermögenswerte (78.616) (33.414)
Übernommene Verbindlichkeiten 7.276 4.222
Anteile anderer Anteilseigner 4.005 (54)
Als Teil des Kaufpreises über- bzw. aufgenommene Schulden 7.486 1.138
Barzahlungen (59.849) (28.108)
Abzüglich erworbene Barmittel 845 1.170
Nettoauszahlungen für Akquisitionen (59.004) (26.938)

16. Nachtragsbericht

Seit Ende des 1. Quartals 2010 sind keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Unternehmenssituation sowie im Branchenumfeld der Gesellschaft eingetreten. Auch sind derzeit keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform der Gesellschaft oder im Personalbereich vorgesehen.

Corporate Governance

Die persönlich haftende Gesellschafterin vertreten durch den Vorstand der Fresenius Medical Care Management AG und der Aufsichtsrat der FMC-AG & Co. KGaA haben die nach § 161 Aktiengesetz vorgeschriebene Entsprechungserklärung abgegeben. Die Gesellschaft hat die Erklärung auf ihrer Internetseite www.fmc-ag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Prüferische Durchsicht

Der Konzernabschluss und der Zwischenlagebericht zum 31. März 2010 wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Kontakte und Kalender

Kontakt

Fresenius Medical Care 61346 Bad Homburg Tel. +49 6172 609 0 www.fmc-ag.de

Oliver Maier Leiter Investor Relations & Corporate Communications Tel. +49 6172 609 2525 Fax +49 6172 609 2301 E-Mail: [email protected]

Kalender 2010

Veröffentlichung zum 2. Quartal 3. August 2010
Kapitalmarkttag 1. – 2. September 2010
Veröffentlichung zum 3. Quartal 2. November 2010

Änderungen vorbehalten.

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