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Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Interim / Quarterly Report Aug 20, 2010

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Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht nach IFRS (gemäß § 315a HGB)

30.06.2010

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Hof an der Saale Deutschland

FRESENIUS MEDICAL CARE AG & Co. KGaA

Inhalt

Zwischenlagebericht 1
Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1
Chancen- und Risikobericht 22
Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung 23
Konzernabschluss 24
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung 24
Konzern- Gesamtergebnisrechnung 25
Konzern- Bilanz 26
Konzern- Cash Flow 27
Eigenkapitalveränderungsrechnung 28
Anmerkungen zum Konzernabschluss 29
1. Die Gesellschaft und Zusammenfassung der wesentlichen Grundsätze der
Rechnungslegung 29
2. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung 31
3. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen 32
4. Flüssige Mittel 34
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34
6.Vorräte 34
7.Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 35
8.Kurzfristige Darlehen, sonstige Finanzverbindlichkeiten und kurzfristige Darlehen
von verbundenen Unternehmen 35
9. Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen 36
10. Zusätzliche Informationen zum Kapitalmanagement 37
11. Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 38
12. Rechtliche Verfahren 38
13. Finanzinstrumente 46
14. Segment- Berichterstattung 51
15. Zusätzliche Informationen zum Konzern-Cash Flow 53
16. Nachtragsbericht 54
Corporate Governance 55
Prüferische Durchsicht 56
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 57
Kontakte und Kalender 58

Zwischenlagebericht

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

a) Finanz- und Ertragslage

Die folgende Darstellung und Analyse der operativen Entwicklung der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA und ihrer Tochtergesellschaften ("FMC-AG & Co. KGaA" oder die "Gesellschaft") sollte in Verbindung mit dem ungeprüften Konzernabschluss der Gesellschaft und den zugehörigen Anmerkungen gelesen werden, die sich an anderer Stelle dieses Berichts befinden, sowie mit den im nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss gemäß § 315a HGB zum 31. Dezember 2009 enthaltenen Angaben und Erläuterungen. In diesem Bericht beinhalten "FMC-AG & Co. KGaA" oder die "Gesellschaft" in Abhängigkeit vom Kontext auch die Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. In diesem Bericht wird mit der Verwendung der Worte "erwartet", "geht davon aus", "beabsichtigt", "plant", "ist der Überzeugung", "strebt an", "schätzt" und ähnlicher Ausdrücke beabsichtigt, zukunftsbezogene Aussagen kenntlich zu machen. Obwohl die Gesellschaft davon überzeugt ist, dass die in solchen zukunftsbezogenen Aussagen widergespiegelten Erwartungen plausibel sind, unterliegen zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten, von denen viele nicht genau vorhergesagt werden können und einige möglicherweise überhaupt nicht vorhergesehen werden können. Diese zukunftsbezogenen Aussagen wurden auf der Grundlage von aktuellen Annahmen und Einschätzungen formuliert, die die Gesellschaft nach bestem Wissen getroffen hat. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der Gesellschaft wesentlich von denjenigen abweichen und auch negativer ausfallen können als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Des Weiteren können sich in die Zukunft gerichtete Schätzungen und Voraussagen, die auf Gutachten oder Informationen Dritter basieren, als unrichtig herausstellen. Daher kann die Gesellschaft keine Zusicherungen hinsichtlich der zukünftigen Richtigkeit der in diesem Bericht dargestellten Meinungen oder hinsichtlich des tatsächlichen Eintretens der hier beschriebenen Entwicklungen machen. Auch sind zukünftige Ergebnisse der Gesellschaft, selbst wenn sie den hier dargestellten Erwartungen entsprechen sollten, nicht notwendigerweise indikativ für die Leistung der Gesellschaft in zukünftigen Geschäftsjahren.

Zu den Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, welche die tatsächlichen Ergebnisse der Gesellschaft von den geschätzten abweichen lassen, gehören insbesondere:

  • Änderungen in Erstattungen von staatlichen Stellen und privaten Versicherern für die Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft, einschließlich der vorgeschriebenen Umstellung auf ein ausgeweitetes gebündeltes Medicare-Erstattungssystem für Dialysedienstleistungen ab 2011 in den USA;
  • Rückgänge in der Verabreichung von Erythropoietin (EPO) oder der Erstattungsleistungen für EPO;
  • das Ergebnis laufender staatlicher Ermittlungen;
  • der Einfluss von privaten Versicherern und Managed Care-Organisationen;
  • die Auswirkungen von kürzlich beschlossenen und möglichen Gesundheitsreformen;
  • Produkthaftungsrisiken;

  • das Ergebnis möglicherweise wesentlicher laufender Rechtsstreitigkeiten;

  • Risiken aus der Integration von Akquisitionen und die Abhängigkeit der Gesellschaft von weiteren Akquisitionen;
  • die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen;
  • Änderungen der Kosten und des Verordnungsumfelds für Medikamente;
  • die Einführung von Generika oder neuen Medikamenten, die mit pharmazeutischen Produkten der Gesellschaft konkurrieren;
  • Änderungen der Rohmaterial- und Energiekosten; sowie
  • sonstige Aussagen bezüglich der Erwartungen, Annahmen, zukünftigen Pläne und Strategien, erwarteten Entwicklungen sowie sonstiger Inhalte, bei denen es sich nicht um historische Tatsachen handelt.

Wichtige Faktoren, die zu derartigen Abweichungen beitragen können, sind im vorliegenden Bericht im Abschnitt "Zwischenlagebericht" für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2010 und 2009 und in Anmerkung 12 "Rechtliche Verfahren" in den Anmerkungen des ungeprüften Konzernabschlusses der Gesellschaft sowie im Kapitel C "Risiken der zukünftigen Entwicklung" im Konzernlagebericht des Konzernabschlusses gemäß § 315a HGB zum 31. Dezember 2009 beschrieben.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist darüber hinaus weiteren Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt, die von Zeit zu Zeit im Rahmen der veröffentlichten Berichte der Gesellschaft dargestellt werden. Veränderungen in jedem dieser Bereiche könnten dazu führen, dass die Ergebnisse wesentlich von den Ergebnissen abweichen, die die Gesellschaft oder andere vorhergesagt haben oder vorhersagen werden.

Die im Konzernabschluss dargestellte Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft wird durch die angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze sowie durch die Annahmen und Schätzungen beeinflusst, die dem Konzernabschluss der Gesellschaft zu Grunde liegen. Die tatsächlich angewandten Rechnungslegungsgrundsätze, die Beurteilungen im Rahmen der Auswahl und Anwendung dieser Grundsätze sowie die Sensitivität der berichteten Ergebnisse in Bezug auf Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen, Annahmen und Schätzungen stellen Faktoren dar, in deren Kontext der vorliegende Konzernabschluss und die im Folgenden unter "Operative Entwicklung" dargestellten Ausführungen zu betrachten sind. Betreffend die Darstellung der kritischen Rechnungslegungsgrundsätze siehe Anmerkung 2 "Kritische Rechnungslegungsgrundsätze" in den Anmerkungen zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009.

Überblick

Das Geschäft der Gesellschaft besteht vorwiegend aus der Erbringung von Dialysedienstleistungen sowie aus der Produktion und dem Vertrieb von Produkten und Geräten für die Behandlung von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz. In den USA führt die Gesellschaft zusätzlich klinische Labortests durch. Die Gesellschaft schätzt, dass die Bereitstellung von Dialysedienstleistungen und der Vertrieb von Dialyseprodukten und -geräten einen weltweiten Markt von über 65 Mrd. US-\$ mit einem erwarteten jährlichen weltweiten Patientenzuwachs von etwa 6% darstellt. Der Patientenzuwachs wird durch Faktoren wie die alternde Bevölkerung und die steigende Lebenserwartung, den Mangel an Spenderorganen für Nierentransplantationen, ein steigendes Aufkommen und die verbesserte Behandlung von Diabetes und Bluthochdruck, welche häufig einem terminalen Nierenversagen vorangehen, sowie eine höhere Überlebensrate der von diesen Erkrankungen betroffenen Patienten, Verbesserungen bei der Behandlungsqualität, durch die das Leben des Patienten verlängert wird, und die sich verbessernden Lebensstandards in den Entwicklungsländern, welche eine lebensrettende Dialysebehandlung ermöglichen, verursacht. Der Schlüssel zu kontinuierlichem Wachstum der Umsätze ist die Fähigkeit der Gesellschaft, neue Patienten zur Steigerung der Anzahl der jährlich durchgeführten Behandlungen zu gewinnen. Daher geht die Gesellschaft davon aus, dass die Anzahl der jährlich durchgeführten Behandlungen ein aussagefähiger Indikator für kontinuierliches Umsatzwachstum und Erfolg ist. Zusätzlich beeinflussen das Erstattungsumfeld sowie das Umfeld für die Verordnung von Zusatzdienstleistungen das Geschäft der Gesellschaft erheblich. In der Vergangenheit erlebte die Gesellschaft im Allgemeinen stabile Erstattungen für ihre Dialysebehandlungen, und sie erwartet diese auch in der Zukunft. Das beinhaltet den Ausgleich von ungünstigen Änderungen der Erstattungssätze in gewissen Ländern durch günstige Änderungen in anderen Ländern. Ein Großteil der Behandlungen wird von staatlichen Institutionen wie Medicare in den USA bezahlt. Als Konsequenz des Drucks zur Kostenreduzierung im Gesundheitswesen waren die Steigerungen der Erstattungssätze begrenzt. Die Fähigkeit der Gesellschaft, die Preise für ihre Dienstleistungen zu beeinflussen, ist beschränkt. Die Ertragskraft ist abhängig von der Fähigkeit der Gesellschaft, ansteigende Personal-, Medikamenten- und Verbrauchsmaterialkosten zu kontrollieren.

Ein Großteil der Dialysedienstleistungen, die die Gesellschaft in den USA erbringt, wird durch das Medicare-Programm bezahlt. Die Medicare-Zahlungen für Dialysedienstleistungen basieren auf einem Mischsatz, der einen Arzneimittelzuschlag und Anpassungen aufgrund der Fall-Zusammensetzung und aufgrund von regionalen Lohnindizes enthält. Der Arzneimittelzuschlag wurde mit dem sogenannten "Medicare Prescription Drug, Improvement and Modernization Act of 2003 - Gesetz" ("MMA") eingeführt, um die Differenz zwischen der Medicare-Erstattung für separat abrechenbare Arzneimittel vor Einführung des MMA und dem im MMA vorgeschriebenen neuen, auf dem durchschnittlichen Verkaufspreis basierenden Erstattungssystem zu berücksichtigen.

Für 2010 haben die Centers for Medicare and Medicaid Services ("CMS") den Arzneimittelzuschlag für 2009 unverändert in Höhe von 20,33 US-\$ je Behandlung übernommen, während der Basisanteil des Erstattungssatzes wie vom "Medicare Improvements for Patients and Providers Act of 2008 – Gesetz" (dem "MIPPA") vorgeschrieben um 1% erhöht wurde. Daher hat sich der in Dollar konstant gebliebene Arzneimittelzuschlag 2010 auf 15% der gesamten Erstattung je Behandlung verringert. Anders als viele andere Medicare-Programme unterlag der Basisanteil des Erstattungssatzes in der Vergangenheit keiner automatischen jährlichen Anpassung. Da keine entsprechende Gesetzesänderung vorgenommen wurde, blieb dieser Teil der Gesamtvergütung entsprechend unverändert. Der Kongress hat mit dem MIPPA den Basisanteil des Erstattungssatzes für 2010 um 1% erhöht. Des Weiteren hat der Kongress eine Klausel eliminiert, nach der in der Vergangenheit an Krankenhäuser angeschlossene Einrichtungen etwas höhere Vergütungen erhielten als unabhängige (oder "freistehende") Kliniken. Für 2010 wird der Basis-Erstattungssatz sowohl für unabhängige als auch für an Krankenhäuser angeschlossene Einrichtungen 135,15 US-\$ betragen und damit um 1% höher liegen als 2009. Das CMS hat die lohnindexbasierte Anpassung für Dialyseeinrichtungen aktualisiert, die sich 2008 zu 25% aus einer alten – auf den statistischen Ballungsgebieten (MSA – metropolitan statistical area) beruhenden – Anpassung und zu 75% aus einer neuen – auf den statistischen Kerngebieten (CBSA – core-based statistical area) basierenden – Anpassung berechnete. 2009 hat das CMS den Übergang von der MSA Definition auf die CBSA Definition abgeschlossen, so dass die Zahlungen an Einrichtungen nunmehr auf dem CBSA-Satz basieren. Für 2010 hat das CMS die Untergrenze für den Lohnindex von 0,70 auf 0,65 herabgesetzt.

Bestimmte andere Artikel und Dienstleistungen, die die Gesellschaft in ihren Dialysezentren bereitstellt bzw. erbringt, sind gegenwärtig im Erstattungssatz nicht enthalten und werden von Medicare separat erstattet. Zu den Wesentlichen gehören Medikamente wie blutbildungsanregende Substanzen (erythropoietin-stimulating agents – "ESA"), Vitamin-D- und Eisen-Präparate, die mit 106% des vom Hersteller an das CMS gemeldeten durchschnittlichen Verkaufspreises erstattet werden. Produkte und Nebendienstleistungen für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz, die ihre Dialysebehandlungen zu Hause durchführen, werden ebenfalls separat erstattet. Die Erstattungsstruktur hierfür ist mit dem Erstattungssatz für Behandlungen in Dialysezentren vergleichbar. Diese Erstattungsmethoden begrenzen die zulässigen abrechenbaren Beträge je Behandlung, führen aber für die Gesellschaft zu planbaren Erlösen je Behandlung.

Mit der Einführung des MIPPA in 2008 hat der Kongress die Entwicklung eines ausgeweiteten gebündelten Erstattungssystems bei terminaler Niereninsuffizienz vorgeschrieben, das für ab dem 1. Januar 2011 erbrachte Dienstleistungen gültig sein soll. Am 26. Juli 2010 hat das CMS endgültige Vorschriften veröffentlicht, mit denen nach den Maßgaben des MIPPA ein gebündeltes prospektives Erstattungssystem ("PES") mit Anpassungen aufgrund von Fallzusammensetzungen für Dialysezentren für die Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz eingeführt wird. Mit dem PES wird das CMS die Erstattungen an die Dialysezentren mit einer Zahlung pro Dialysebehandlung, und damit auch für (i) alle Produkte und Dienstleistungen, die im Erstattungssatz enthalten sind, (ii) oral zu verabreichende Vitamin D Präparate und oral zu verabreichendes Levocarnitin (ein Aminosäurederivat) sowie alle in der Vergangenheit nach Part B des Medicare-Programms separat erstattete und an Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz verabreichte blutbildungsanregende Substanzen sowie sonstige Medikamente (mit Ausnahme von Impfungen), (iii) bestimmte diagnostische Labortests und (iv) sonstige zur Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz an Patienten erbrachte Dienstleistungen und gelieferte Produkte vornehmen. Medikamente zur Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz, die nur in oral zu verabreichender Form vorliegen, werden im Rahmen des PES ab Januar 2014 mit einem angepassten Vergütungsbetrag erstattet, der vom Gesundheitsministerium unter Berücksichtigung der in den Dialysezentren anfallenden zusätzlichen Kosten für die Verabreichung dieser Medikamente festgelegt wird. Der anfängliche PES Basis-Erstattungssatz wird auf 229,63 US-\$ je Dialysebehandlung festgesetzt. Die PES Basis-Erstattung wird Anpassungen aufgrund der Fall-Zusammensetzung unterworfen sein, die Merkmale der einzelnen Patienten (z. B. Alter, Gewicht, Körpermassenzahl, Länge der Dialysebehandlung) sowie Sterblichkeitszusammenhänge widerspiegeln. Außerdem sollen Anpassungen aufgrund von (i) bestimmten Einzelfällen von Patienten mit extrem hohen Kosten aufgrund von außergewöhnlichen medizinisch notwendigen Versorgungserfordernissen, (ii) unverhältnismäßig hohen Kosten von Kliniken mit geringen Fallzahlen im Vergleich zu anderen Kliniken, (iii) der Durchführung von Heimdialyseschulungen, (iv) Lohn- und Lohnnebenkosten in der Region, in der der Dienstleister angesiedelt ist und (v) einer Kombination der alten und neuen Erstattungsmethoden während der Einführungsphase des neuen Systems vorgenommen werden. Ab 2012 wird der PES Erstattungsbetrag jährlichen Anpassungen unterliegen, die auf dem Anstieg der Kosten eines "Warenkorbs" aus bestimmten Dialyseprodukten und -dienstleistungen abzüglich 1% beruhen. Die Qualitätsstandards des PES, bei denen der Fokus auf den Bereichen Anämie-Management und Hämodialyse-Adäquanz liegt, werden ab 2012 dem leistungsbasierten Erstattungssystem zugrunde liegen. Dialysekliniken, die die festgelegten Qualitätsstandards nicht erreichen, werden die Erstattungen um bis zu 2% gekürzt. Das PES wird phasenweise über einen Zeitraum von vier Jahren eingeführt, so dass die Implementierung für alle Dialysezentren zum 1. Januar 2014 abgeschlossen sein wird. Dienstleister können sich jedoch im November 2010 freiwillig für eine volle Umstellung auf das neue System ab Januar 2011 entscheiden. Die Gesellschaft überprüft derzeit die Auswirkung des PES auf ihr Geschäft und ob sie die Umstellung auf das PES ab Januar 2011 vollständig oder phasenweise über den erlaubten Zeitraum von vier Jahren vornehmen wird.

Das "Patient Protection and Affordable Care Act - Gesetz" wurde in den USA am 23. März 2010 verabschiedet und danach vom "Health Care and Educational Affordability Reconciliation Act - Gesetz" geändert (geändertes Gesetz im Folgenden "PPACA"). PPACA wird weitreichende Reformen des Gesundheitssystems einführen, einschließlich (i) Bestimmungen, die allen Amerikanern den Zugang zu einer erschwinglichen Krankenversicherung ermöglichen, (ii) der Ausweitung des Medicaid-Programms, (iii) einer ab 2011 von Arzneimittelfirmen zu zahlenden und anhand des Absatzes von Marken-Medikamenten an staatliche Gesundheitsprogramme errechneten Branchenabgabe, (iv) eine Umsatzsteuer in Höhe von 2,3% auf Umsätze der Hersteller mit medizinischen Geräten ab 2013, (v) Erhöhungen der Medicare-Rabatte für verschreibungspflichtige Medikamente zum 1. Januar 2010, (vi) Reformen des privaten Versicherungsmarktes zum Schutze der Verbraucher, wie z.B. Verbote von Lebens- und Jahresobergrenzen, Abdeckung bestehender Erkrankungen sowie Begrenzung von Wartezeiten, (vii) Bestimmungen zur Förderung der integrierten Gesundheitsversorgung, Effizienz und Abstimmung zwischen Gesundheitsdienstleistern sowie (viii) Bestimmungen zur Verringerung von Verschwendung und Betrug bei Gesundheitsprogrammen. Das PPACA beinhaltet keine Änderungen der Vorschriften des MIPPA zur Erstattung von Dialysebehandlungen. Die im PPACA enthaltene Umsatzsteuer auf medizinische Geräte, die Erhöhungen der Medicaid-Rabatte für Medikamente und die jährliche Abgabe der pharmazeutischen Industrie wird sich negativ auf das Ergebnis und die Zahlungsmittelzuflüsse des Produktgeschäfts der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft erwartet, dass sich die Vorschriften des PPACA zur integrierten Gesundheitsversorgung und zum Verbraucherschutz bei privaten Versicherungen leicht positiv auswirken werden.

Am 17. Februar 2010 hat die US-Veteranenbehörde (Department of Veterans Affairs – "VA") einen Regelungsentwurf für Erstattungen veröffentlicht, der die Erstattungssätze für nicht auf Verträgen basierende Dialysedienstleistungen auf die Medicare-Erstattungssätze absenken würde. Sofern der Entwurf wie gegenwärtig vorgesehen umgesetzt wird, erwartet die Gesellschaft Schwankungen in ihren Gesamt-VA-Erstattungssätzen sowohl für auf Verträgen basierende als auch für nicht auf Verträgen basierende Dienstleistungen. Zusätzlich kann es zu einer Verringerung der Anzahl der in den Kliniken der Gesellschaft behandelten VA-Patienten kommen.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist in drei operativen Segmenten organisiert: Nordamerika, International und Asien-Pazifik. Die Gesellschaft hat die operativen Segmente International und Asien-Pazifik für Berichtszwecke zum Segment "International" zusammengefasst. Diese Zusammenfassung erfolgte aufgrund der Ähnlichkeit der in den beiden Segmenten vorherrschenden wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die Ähnlichkeit bezieht sich unter anderem auf die erbrachten Dienstleistungen, die vertriebenen Produkte, die Art der Patientenstrukturen, die Vertriebsmethoden für Produkte und Dienstleistungen sowie das wirtschaftliche Umfeld. Die für die Rentabilität und den Cash Flow aller Bereiche eines Segments zuständigen Mitglieder des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin überwachen das Management des jeweiligen Segments. Die Rechnungslegungsgrundsätze der operativen Segmente sind die gleichen wie für die nach den in den USA allgemein anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung ("U.S.-GAAP") aufgestellten Konzernabschlüsse der Gesellschaft. Der Vorstand beurteilt die Segmente anhand einer Zielgröße, die so gewählt ist, dass sie alle Aufwendungen und Erträge beinhaltet, die im Entscheidungsbereich der Segmente liegen.

Das operative Ergebnis ist aus Sicht des Vorstands der Gesellschaft der Maßstab, der am besten dazu geeignet ist, die Ertragskraft des Unternehmens zu beurteilen. Die Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Segmente unterliegt. Daher sind Zinsaufwendungen für die Finanzierung keine Zielgröße für die Segmente. Auch die Steueraufwendungen unterliegen nach Ansicht der Gesellschaft nicht dem Einfluss der Segmente. Die Kosten der Zentralbereiche, die im Wesentlichen aus bestimmten Aufwendungen der Konzernzentrale in den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen, Beratungsleistungen etc. bestehen, werden ebenfalls nicht berücksichtigt, da es sich nach Ansicht der Gesellschaft auch hier um Kosten handelt, die nicht der Kontrolle der einzelnen Segmente unterliegen. Zudem wurden bestimmte Akquisitionen und immaterielle Vermögenswerte nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet, sondern unter den Zentralbereichen ausgewiesen. Daher werden diese Komponenten nicht in die Analyse der Segmentergebnisse einbezogen, sondern in der folgenden Darstellung der operativen Entwicklung des Konzerns erläutert.

Operative Entwicklung

Die folgenden Tabellen fassen den finanziellen Erfolg und ausgewählte operative Entwicklungen der Gesellschaft nach wesentlichen Geschäftssegmenten für die angegebenen Zeiträume zusammen. Umsätze zwischen den Segmenten betreffen hauptsächlich den Verkauf von medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterialien des Segments International an das Segment Nordamerika. Die Informationen sind nach dem Managementansatz aufbereitet, d.h. in der gleichen Art und Weise und auf der gleichen Basis, auf der das Management intern finanzielle Informationen zur Unterstützung von operativen Entscheidungen und zur Beurteilung der Managementergebnisse verarbeitet.

Segmentdaten

in Mio. €, ungeprüft
US GAAP IFRS Anpassungen IFRS
2. Quartal 2. Quartal 2. Quartal
2010 2009 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse
Nordamerika 1.588 1.377
International 738 668
Gesamt 2.326 2.045 - - 2.326 2.045
Umsätze zwischen den Segmenten
Nordamerika 1 1
International 17 15
Gesamt 18 16 - - 18 16
Umsatzerlöse mit Dritten
Nordamerika 1.587 1.377
International 721 652
Gesamt 2.308 2.029 - - 2.308 2.029
Abschreibungen
Nordamerika 56 48
International 38 31
Zentralbereiche 1 2
Gesamt 95 81 1 1 96 82
Operatives Ergebnis (EBIT)
Nordamerika 258 218
International 135 112
Zentralbereiche (30) (24)
Gesamt 363 306 (1) 1 362 307
Zinserträge 7 6 - - 7 6
Zinsaufwendungen (60) (61) - - (60) (61)
Ertragsteuern (101) (75) 3 (2) (98) (77)
Ergebnis nach Ertragsteuern 209 176 2 (1) 211 175
Abzüglich Anteile anderer
Gesellschafter 16 13 - - 16 13
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf
die Anteilseigner der FMC - AG & Co.
KGaA entfällt) 193 163 2 (1) 195 162

Segmentdaten

in Mio. €, ungeprüft US GAAP IFRS Anpassungen IFRS
1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr
2010 2009 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse
Nordamerika 3.006 2.739
International 1.420 1.285
Gesamt 4.426 4.024 - - 4.426 4.024
Umsätze zwischen den Segmenten
Nordamerika 2 1
International 32 29
Gesamt 34 30 - - 34 30
Umsatzerlöse mit Dritten
1 Nordamerika 3.004 2.739
International 1.388 1.255
Gesamt 4.392 3.994 - - 4.392 3.994
Abschreibungen
Nordamerika 108 97
International 74 62
Zentralbereiche 3 3
Gesamt 185 162 1 1 186 163
Operatives Ergebnis (EBIT)
Nordamerika 479 427
International 244 225
Zentralbereiche (54) (42)
Gesamt 669 610 1 2 670 612
Zinserträge 11 9 - - 11 9
Zinsaufwendungen (113) (121) - - (113) (121)
Ertragsteuern (193) (160) 3 (3) (190) (163)
Ergebnis nach Ertragsteuern 374 338 4 (1) 378 337
Abzüglich Anteile anderer
Gesellschafter 28 23 - - 28 23
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf
die Anteilseigner der FMC - AG & Co.
KGaA entfällt) 346 315 4 (1) 350 314

Der Vergleich des 2. Quartals 2010 mit dem 2. Quartal 2009 und des 1. Halbjahrs 2010 mit dem 1. Halbjahr 2009 ist durch die Abwertung des Euros gegenüber dem US-\$ stark beeinflusst, da ca. 68% des Umsatzes und ca. 72% des operativen Ergebnisses im US-\$-Raum generiert werden.

2. Quartal 2010 im Vergleich zum 2. Quartal 2009

Konzernabschluss

Zentrale Indikatoren für den Konzernabschluss
Veränderung
2. Quartal 2010 2. Quartal 2009 wie
berichtet
zu konstanten
Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen 7.749.584 7.314.822 6% -
Organisches Behandlungswachstum in % 4,3% 4,3% - -
Umsatz in Mio. € 2.308 2.029 14% 7%
Bruttoergebnis in % vom Umsatz 34,3% 33,7% - -
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten
in % vom Umsatz
17,8% 17,9% - -
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die
Anteilseigner der FMC - AG & Co. KGaA
entfällt) in Mio. €
195 162 20% 17%

Die Gesellschaft erbrachte 7.749.584 Behandlungen im 2. Quartal 2010, dies entspricht einem Anstieg um 6% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009. Hierzu trugen das organische Behandlungswachstum 4% und der Beitrag aus Akquisitionen 2% bei.

Am 30. Juni 2010 besaß, betrieb oder leitete die Gesellschaft (ohne von der Gesellschaft geleitete aber nicht konsolidierte Kliniken in den USA) 2.599 Kliniken im Vergleich zu 2.471 Kliniken am 30. Juni 2009. Im 2. Quartal 2010 übernahm die Gesellschaft 9 Kliniken, eröffnete 27 Kliniken und schloss oder verkaufte 17 Kliniken. Die Anzahl der behandelten Patienten in Kliniken, die die Gesellschaft besitzt, betreibt oder leitet (ohne von der Gesellschaft geleitete aber nicht konsolidierte Kliniken in den USA), stieg um 6% von 190.081 am 30. Juni 2009 auf 202.414 am 30. Juni 2010. Einschließlich der 29 Kliniken, die die Gesellschaft in den USA leitet aber nicht konsolidiert, betrug die Gesamtanzahl der Patienten 204.210.

Die Umsätze stiegen im 2. Quartal 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 14% (7% zu konstanten Wechselkursen) aufgrund des Umsatzwachstums sowohl bei Dialysedienstleistungen als auch bei Dialyseprodukten.

Der Umsatz aus Dialysedienstleistungen erhöhte sich im 2. Quartal 2010 um 16% auf 1.742 Mio. € (8% zu konstanten Wechselkursen) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009. Der Anstieg zu konstanten Wechselkursen ist hauptsächlich zurückzuführen auf das organische Behandlungswachstum von 4%, einen Anstieg der Erlöse je Behandlung um 3% und den Beitrag aus Akquisitionen in Höhe von 2%, teilweise ausgeglichen durch Klinikverkäufe und -schließungen 1%.

Der Umsatz aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten stieg im gleichen Zeitraum um 8% (3% zu konstanten Wechselkursen) auf 566 Mio. €. Der Anstieg zu konstanten Wechselkursen war hauptsächlich getragen von gestiegenen Umsätzen mit Hämodialyseprodukten, insbesondere Lösungen und Konzentraten, Blutschläuchen und Dialysatoren sowie gestiegenen Umsätzen mit Produkten für die Akutdialyse.

Der Anstieg der Bruttoergebnismarge ergab sich aus einer Steigerung der Bruttoergebnismarge in Nordamerika, teilweise ausgeglichen durch einen Rückgang im Segment International. Der Anstieg in Nordamerika beruhte auf gestiegenen Erlösen je Behandlung und günstigeren Kosten für Arzneimittel. Diese wurden teilweise ausgeglichen durch einen höheren Personalaufwand. Die Verringerung im Segment International ist auf einen Rückgang der Margen im japanischen Produktgeschäft und eine Kürzung der Erstattungssätze in Taiwan zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich erhöhte Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Ausbau von Produktionskapazitäten negativ aus. Diese wurden teilweise ausgeglichen durch Wachstum in China.

Die Vertriebskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen auf 411 Mio. € im 2. Quartal 2010 von 363 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die Vertriebs- und die allgemeinen Verwaltungskosten in Prozent vom Umsatz sanken leicht von 17,9% im 2. Quartal 2009 auf 17,8% im 2. Quartal 2010. Der Rückgang im Segment International resultierte im Wesentlichen aus Größenvorteilen, Kursgewinnen und niedrigeren Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen. Der Anstieg in Nordamerika ist zurückzuführen auf einen höheren Personalaufwand und Spenden an die US-amerikanische Wohlfahrtsverbände für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz, teilweise ausgeglichen durch Größenvorteile. Die Vertriebskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten in den Zentralbereichen erhöhten sich aufgrund von Patentstreitigkeiten. Die Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen betrugen im 2. Quartal 2010 44 Mio. € gegenüber 41 Mio. € im 2. Quartal 2009 und entsprachen damit 1,9% vom Umsatz im 2. Quartal 2010 und 2,0% im gleichen Zeitraum 2009.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen auf 17 Mio. € im 2. Quartal 2010 von 14 Mio. € im 2. Quartal 2009 an.

Das operative Ergebnis verbesserte sich von 307 Mio. € im 2. Quartal 2009 auf 362 Mio. € im gleichen Zeitraum 2010. In Prozent vom Umsatz ("operative Marge") stieg es im 2. Quartal 2010 auf 15,7% von 15,1% für den gleichen Zeitraum 2009 aufgrund des angeführten Anstiegs der Bruttoergebnismarge sowie der wie vorstehend beschrieben gesunkenen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten in Prozent vom Umsatz.

Der Zinsaufwand sank um 2% von 61 Mio. € für das 2. Quartal 2009 auf 60 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2010, hauptsächlich aufgrund gesunkener kurzfristiger Zinssätze.

Die Ertragsteuern erhöhten sich von 77 Mio. € im 2. Quartal 2009 auf 98 Mio. € im gleichen Zeitraum 2010. Der effektive Steuersatz stieg von 30,4% für das 2. Quartal 2009 auf 32,0% im 2. Quartal 2010. Die Steigerung resultierte hauptsächlich aus der Bilanzierung eines Steuerertrags in Höhe von 16,3 Mio. US-\$ (12,3 Mio. €) im 2. Quartal 2009 als Ergebnis einer Einschätzungsänderung im Zusammenhang mit einer Klage, die die Gesellschaft bei einem deutschen Finanzgericht gegen die Versagung der steuerlichen Abzugsfähigkeit bestimmter Aufwendungen eingelegt hat, welche die Gesellschaft für das Steuerjahr 1997 geltend gemacht hatte. Aufgrund einer Änderung in den Steuerstrategien wurde dieser Effekt teilweise durch die Auflösung einer Wertberichtigung auf latente Steuern für Verlustvorträge in Höhe von 10 Mio. US-\$ (8 Mio. €) im 2. Quartal 2010 ausgeglichen.

Das Ergebnis, das für das 2. Quartal 2010 auf die Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA entfällt, erhöhte sich auf 195 Mio. € von 162 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Der Anstieg ist auf die oben angeführten Ursachen zurückzuführen.

Die Gesellschaft beschäftigte zum 30. Juni 2010 70.096 Personen (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) im Vergleich zu 66.364 Personen zum 30. Juni 2009, ein Anstieg von 5,6% der hauptsächlich aus dem allgemeinen Wachstum der Geschäftsbereiche der Gesellschaft resultiert.

Wesentliche Ergebnisanpassungen zwischen US-GAAP und IFRS

Operatives Ergebnis

Die wesentlichen Unterschiede zwischen IFRS und US-GAAP resultieren aus der unterschiedlichen Bilanzierung der Gewinne aus Sale and Leaseback-Transaktionen, die eine Operating-Lease Vereinbarung beinhalten, sowie der unterschiedlichen Behandlung der versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen.

Die Unterschiede zwischen US-GAAP und IFRS im operativen Ergebnis beliefen sich für das 2. Quartal 2010 und das 2. Quartal 2009 auf -1 Mio. € bzw. 1 Mio. €.

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die operativen Segmente der Gesellschaft und auf die Zielgrößen, welche die Gesellschaft der Führung dieser Segmente zugrunde legt.

Segment Nordamerika

Veränderung
2. Quartal,
2010
2. Quartal,
2009
wie berichtet zu konstanten
Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen
Organisches
5.189.159 4.945.148 5% -
Behandlungswachstum in % 4,2% 3,6% - -
Umsatz in Mio. € 1.587 1.377 15% 8%
Abschreibungen in Mio. € 56 48 18% 10%
Operatives Ergebnis in Mio. € 258 218 18% 11%
Operative Marge in % 16,3% 15,9% - -

Zentrale Indikatoren für das Segment Nordamerika

Umsatzerlöse

Die Behandlungen stiegen im 2. Quartal 2010 um 5% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009, hauptsächlich aufgrund des organischen Wachstums von 4% und des Beitrags aus Akquisitionen von 1%. Zum 30. Juni 2010 wurden 135.088 Patienten (5% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum) in den 1.795 Kliniken behandelt, die die Gesellschaft im Segment Nordamerika besitzt oder betreibt, verglichen mit 129.163 behandelten Patienten in 1.731 Kliniken zum 30. Juni, 2009. Der Durchschnittserlös je Behandlung in Nordamerika zu konstanten Wechselkursen betrug im 2. Quartal 2010 256 € und 248 € im gleichen Zeitraum 2009. In den USA betrug der Durchschnittserlös je Behandlung zu konstanten Wechselkursen 261 € für das 2. Quartal 2010 und 252 € für den gleichen Zeitraum 2009. Der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf einer Steigerung der Umsätze mit privaten Versicherern und insgesamt gestiegenen Verordnungen von Arzneimitteln. Die Erstattungen durch Medicare hatten nur einen geringen positiven Effekt aufgrund der Erhöhung des Medicare-Erstattungssatzes um 1% für 2010, da sich die gesunkenen Erstattungen für Arzneimittel gegenläufig auswirkten.

Der Umsatz des Segments Nordamerika erhöhte sich im 2. Quartal 2010 aufgrund eines Anstiegs der Umsätze im Geschäftszweig Dialysedienstleistungen um 16% (ein Anstieg von 8% zu konstanten Wechselkursen) auf 1.423 Mio. € von 1.231 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009 Die Umsätze mit Dialyseprodukten stiegen um 12% (ein Anstieg von 5% zu konstanten Wechselkursen) auf 164 Mio. € von 146 Mio. € im 2. Quartal 2009.

Der Anstieg der Umsätze zu konstanten Wechselkursen aus Dialysedienstleistungen wurde getragen durch ein organisches Behandlungswachstum von 4%, den Anstieg der Erlöse je Behandlung von 3% und einen Beitrag aus Akquisitionen von 2%, teilweise ausgeglichen durch Klinikverkäufe und schließungen von 1%. Die Verabreichung von EPO betrug im 2. Quartal 2010 ca. 20% der Gesamtumsätze aus Dialysedienstleistungen im Segment Nordamerika, und im 2. Quartal 2009 ca. 21%.

Das Umsatzwachstum aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten zu konstanten Wechselkursen war hauptsächlich auf einen gestiegenen Absatz von Blutschläuchen, Konzentraten, Dialysatoren und Dialysegeräten zurückzuführen.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 258 Mio. € im 2. Quartal 2010 von 218 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die operative Marge stieg auf 16,3% im 2. Quartal 2010 von 15,9% im gleichen Zeitraum 2009, im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Erlösen je Behandlung, Größenvorteilen und günstigeren Arzneimittelkosten teilweise ausgeglichen durch höheren Personalaufwand und Spenden an die US-amerikanischen Wohlfahrtsverbände für Patienten mit terminaler

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Niereninsuffizienz. Die Kosten je Behandlung stiegen zu konstanten Wechselkursen im 2. Quartal 2010 auf 211 € von 209 € im gleichen Zeitraum 2009.

Segment International

Zentrale Indikatoren für das Segment International

Veränderung

2. Quartal,
2010
2. Quartal,
2009
wie
berichtet
zu konstanten
Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen 2.560.425 2.369.674 8% -
Organisches Behandlungswachstum
in %
4,4% 6,0% - -
Umsatz in Mio. € 721 652 11% 5%
Abschreibungen in Mio. € 38 31 17% 11%
Operatives Ergebnis in Mio. € 135 112 20% 18%
Operative Marge in % 18,8% 17,3% - -

Umsatzerlöse

Die Behandlungen stiegen im 2. Quartal 2010 um 8% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009, hauptsächlich aufgrund des organischen Wachstums von 4% und des Beitrags aus Akquisitionen von 4%. Zum 30. Juni 2010 wurden 67.326 Patienten (11% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum) in den 804 Kliniken behandelt, die die Gesellschaft im Segment International besitzt, betreibt oder leitet, verglichen mit 60.918 behandelten Patienten in 740 Kliniken zum 30. Juni 2009. Der Durchschnittserlös je Behandlung blieb zu konstanten Wechselkursen mit 117 € unverändert.

Die Umsätze des Segments International stiegen im 2. Quartal 2010 um 11% (5% zu konstanten Wechselkursen) im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2009 aufgrund des Umsatzwachstums sowohl bei Dialysedienstleistungen als auch bei Dialyseprodukten. Der Anstieg zu konstanten Wechselkursen ist eine Folge des organischen Umsatzwachstums in diesem Quartal von 3% und des Beitrags aus Akquisitionen von etwa 2%.

Einschließlich der Akquisitionseffekte stieg der Umsatz in der Region Europa um 6% (ein Anstieg von 4% zu konstanten Wechselkursen) und erhöhte sich in der Region Lateinamerika um 23% (ein Anstieg von 8% zu konstanten Wechselkursen) und in der Region Asien-Pazifik um 19% (ein Anstieg von 5% zu konstanten Wechselkursen).

Im Segment International verbesserte sich der Gesamtumsatz aus Dialysedienstleistungen im Verlauf des 2. Quartals 2010 um 15% (9% zu konstanten Wechselkursen) auf 319 Mio. € von 277 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Die Steigerung zu konstanten Wechselkursen ist eine Folge des organischen Behandlungswachstums von 4%, eines Zuwachses aufgrund von Akquisitionen in Höhe von 4% und der positiven Auswirkungen der gestiegenen Erlöse je Behandlung von 1%.

Der Gesamtumsatz aus Dialyseprodukten verbesserte sich im Verlauf des 2. Quartals 2010 auf 402 Mio. € von 375 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Das Umsatzwachstum aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten zu konstanten Wechselkursen war hauptsächlich auf verbesserte Umsätze mit Lösungen und Konzentraten für die Hämodialyse, Dialysatoren und Blutschläuchen sowie mit Produkten für die Akutdialyse zurückzuführen und zeigte sich in einem organische Umsatzwachstum von 2%.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis stieg um 20% auf 135 Mio. € im 2. Quartal 2010 von 112 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die operative Marge stieg von 17,3% für das 2. Quartal 2009 auf 18,8% für den gleichen Zeitraum 2010, aufgrund von Größenvorteilen, Kursgewinnen und niedrigeren Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen. Diese Effekte wurden teilweise ausgeglichen durch einen Rückgang der Margen in Japan und einer Kürzung der Erstattungssätze in Taiwan. Darüber hinaus wirkten sich erhöhte Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Ausbau von Produktionskapazitäten negativ aus.

1. Halbjahr 2010 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009

Konzernabschluss

Zentrale Indikatoren für den Konzernabschluss

Veränderung
1.Halbjahr
2010
1.Halbjahr
2009
wie
berichtet
zu konstanten
Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen 15.258.148 14.355.996 6% -
Organisches Behandlungswachstum
in %
4,3% 4,4% - -
Umsatz in Mio. € 4.392 3.994 10% 8%
Bruttoergebnis in % vom Umsatz 33,9% 33,7% - -
Vertriebs- und allgemeine
Verwaltungskosten in % vom Umsatz
17,9% 17,6% - -
Konzernergebnis ( Ergebnis, das auf
die Anteilseigner der FMC - AG &
Co. KGaA entfällt) in Mio. €
350 314 12% -

Die Gesellschaft erbrachte 15.258.148 Behandlungen im 1. Halbjahr 2010. Dies entspricht einem Anstieg um 6% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009. Hierzu trugen das organische Behandlungswachstum 4% und Akquisitionen 2% bei.

Die Umsätze stiegen im 1. Halbjahr 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 10% (8% zu konstanten Wechselkursen) aufgrund des Umsatzwachstums sowohl bei Dialysedienstleistungen als auch bei Dialyseprodukten.

Der Umsatz aus Dialysedienstleistungen erhöhte sich um 11% (10% zu konstanten Wechselkursen) von 2.984 Mio. € im 1. Halbjahr 2009 auf 3.312 Mio. € im gleichen Zeitraum 2010. Der Anstieg zu konstanten Wechselkursen ist hauptsächlich zurückzuführen auf eine Steigerung der Erlöse je Behandlung um 4%, das organische Behandlungswachstum von 4%, den Beitrag aus Akquisitionen in Höhe von 2%, zusätzliche Behandlungen infolge von Unterschieden der Feiertagskalender zu Beginn der Jahre 2010 und 2009 in Höhe von 1%. Der Anstieg wurde teilweise ausgeglichen durch Klinikverkäufe und -schließungen (1%).

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Der Umsatz aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten stieg von 1.010 Mio. € im 1. Halbjahr 2009 um 7% (4% zu konstanten Wechselkursen) auf 1.080 Mio. € im gleichen Zeitraum 2010. Der Anstieg zu konstanten Wechselkursen war hauptsächlich getragen von gestiegenen Umsätzen mit Hämodialyseprodukten, insbesondere Lösungen und Konzentraten, Dialysatoren und Blutschläuchen sowie Produkten für die Akutdialyse.

Der Anstieg der Bruttoergebnismarge ergab sich aus einem Anstieg der Bruttoergebnismarge in Nord Amerika, teilweise ausgeglichen durch einen Rückgang im Segment International. Der Anstieg in Nordamerika beruhte auf gestiegenen Erlösen je Behandlung und günstigeren Kosten für Arzneimittel. Diese wurden teilweise ausgeglichen durch einen höheren Personalaufwand. Die Verringerung im Segment International ist auf die positive Auswirkung auf das Vorjahreshalbjahr einer im gleichen Zeitraum 2009 vorgenommenen Anpassung der Vorräte und einer Kürzung der Erstattungssätze in Taiwan zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich erhöhte Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Ausbau von Produktionskapazitäten negativ aus. Dies wurde teilweise durch Wachstum in China ausgeglichen.

Die Vertriebskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen auf 785 Mio. € im 1. Halbjahr 2010 von 703 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die Vertriebs- und die allgemeinen Verwaltungskosten in Prozent vom Umsatz erhöhten sich von 17,6% im 1. Halbjahr 2009 auf 17,9% im gleichen Zeitraum 2010. Die Steigerung ist auf einen Anstieg in Nordamerika und den Zentralbereichen zurückzuführen, der teilweise durch einen Rückgang im Segment International ausgeglichen wurde. Der Anstieg in Nordamerika resultiert aus einem höheren Personalaufwand und Spenden an die US-amerikanischen Wohlfahrtsverbände für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz, teilweise ausgeglichen durch Größenvorteile. Die Steigerung in den Zentralbereichen resultiert dagegen im Wesentlichen aus negativen Auswirkungen von Wechselkursänderungen sowie Aufwendungen für Patentstreitigkeiten. Der Rückgang im Segment International beruhte im Wesentlichen auf Größenvorteilen und Kursgewinnen, teilweise ausgeglichen durch eine einmaligen Neubewertung der Bilanz des venezolanischen Geschäftsbetriebs der Gesellschaft, die durch die Abwertung der lokalen Währung, dem venezolanischen Bolivar, in Folge einer Hochinflation notwendig geworden war. Die Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen betrugen im 1. Halbjahr 2010 87 Mio. € gegenüber 82 Mio. € im 1. Halbjahr 2009 und entsprachen damit jeweils 2% vom Umsatz im 1. Halbjahr 2010 und 2009.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen auf 34 Mio. € im 1. Halbjahr 2010 von 32 Mio. € im 1. Halbjahr 2009.

Das operative Ergebnis stieg von 612 Mio. € im 1. Halbjahr 2009 auf 670 Mio. € im gleichen Zeitraum 2010. In Prozent vom Umsatz ("operative Marge") blieb es konstant bei 15,3% aufgrund der, wie vorstehend beschrieben, gestiegenen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten in Prozent vom Umsatz, ausgeglichen durch den oben angeführten Anstieg der Bruttoergebnismargen.

Der Zinsaufwand sank um 7% von 121 Mio. € für das 1. Halbjahr 2009 auf 113 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2010, hauptsächlich aufgrund gesunkener kurzfristiger Zinssätze.

Die Ertragsteuern stiegen von 163 Mio. € im 1. Halbjahr 2009 auf 190 Mio. € im gleichen Zeitraum 2010. Der effektive Steuersatz erhöhte sich von 32,6% im 1. Halbjahr 2009 auf 33,5% für den gleichen Zeitraum 2010. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus der Bilanzierung eines Steuerertrags in Höhe von 16,3 Mio. US-\$ (12,3 Mio €) im 2. Quartal 2009 als Ergebnis einer Einschätzungsänderung im Zusammenhang mit einer Klage, die die Gesellschaft bei einem deutschen Finanzgericht gegen die Versagung der steuerlichen Abzugsfähigkeit bestimmter Aufwendungen eingelegt hat, welche die Gesellschaft für das Steuerjahr 1997 geltend gemacht hatte. Aufgrund einer Änderung in den Steuerstrategien, wurde dieser Effekt teilweise durch die Auflösung einer Wertberichtigung auf latente Steuern für Verlustvorträge in Höhe von 10 Mio. US-\$ (8 Mio €) im 2. Quartal 2010 ausgeglichen.

Das Ergebnis, das für das 1. Halbjahr 2010 auf die Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA entfällt, erhöhte sich auf 350 Mio. US-\$ von 314 Mio. US-\$ für den gleichen Zeitraum 2009. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die oben angeführten Ursachen zurückzuführen.

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Wesentliche Ergebnisanpassungen zwischen US-GAAP und IFRS

Operatives Ergebnis

Die wesentlichen Unterschiede zwischen IFRS und US-GAAP resultieren aus der unterschiedlichen Bilanzierung der Gewinne aus Sale and Leaseback-Transaktionen, die eine Operating-Lease Vereinbarung beinhalten, sowie der unterschiedlichen Behandlung der versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen.

Die Unterschiede zwischen US-GAAP und IFRS im operativen Ergebnis beliefen sich für das 1. Halbjahr 2010 auf 1 Mio. €, für das 1. Halbjahr 2009 betrugen sie 2 Mio. €.

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die operativen Segmente der Gesellschaft und auf die Zielgrößen, welche die Gesellschaft der Führung dieser Segmente zugrunde legt.

Segment Nordamerika

Zentrale Indikatoren für das Segment Nordamerika
Veränderung
1. Halbjahr
2010
1. Halbjahr
2009
wie
berichtet
zu konstanten
Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen 10.223.675 9.689.699 6% -
Organisches Behandlungswachstum
in %
4,2% 3,4% - -
Umsatz in Mio. € 3.004 2.739 10% 9%
Abschreibungen in Mio. € 108 97 12% 11%
Operatives Ergebnis in Mio. € 479 427 12% 12%
Operative Marge in % 16,0% 15,6% - -

Umsatzerlöse

Die Behandlungen stiegen im 1. Halbjahr 2010 um 6% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009, hauptsächlich aufgrund des organischen Wachstums von 4%, des Beitrags aus Akquisitionen von 1% und der Auswirkung zusätzlicher Behandlungen infolge von Unterschieden der Feiertagskalender zu Beginn der Jahre 2010 und 2009 in Höhe von 1%. Der Durchschnittserlös je Behandlung in Nordamerika betrug im 1. Halbjahr 2010 zu konstanten Wechselkursen 261 € und 251 € im gleichen Zeitraum 2009. In den USA betrug der Durchschnittserlös je Behandlung zu konstanten Wechselkursen 267 € für das 1. Halbjahr 2010 und 256 € für den gleichen Zeitraum 2009. Der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf einer Steigerung der Umsätze mit privaten Versicherern und insgesamt gestiegenen Verordnungen von Arzneimitteln. Zusätzlich wurde der Medicare-Erstattungssatz für 2010 um 1% erhöht.

Der Umsatz des Segments Nordamerika verbesserte sich im 1. Halbjahr 2010 aufgrund eines Anstiegs der Umsätze im Geschäftszweig Dialysedienstleistungen um 10% (10% zu konstanten Wechselkursen) auf 2.696 Mio. € von 2.442 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009 und der Umsätze mit Dialyseprodukten um 4% (3% zu konstanten Wechselkursen) auf 308 Mio. € von 297 Mio. € im 1. Halbjahr 2009.

Der Anstieg der Umsätze zu konstanten Wechselkursen aus Dialysedienstleistungen wurde getragen von den um 4% gestiegenen Erlösen je Behandlung, einem organischen Behandlungswachstum von 4% und dem Beitrag aus Akquisitionen von 2% sowie von Unterschieden der Feiertagskalender zu Beginn der Jahre 2010 und 2009 in Höhe von 1%. Diese wurden teilweise ausgeglichen durch Klinikverkäufe und –schließungen (1%). Die Verabreichung von EPO betrug im 1. Halbjahr 2010 und 2009 jeweils etwa 20% der Gesamtumsätze aus Dialysedienstleistungen im Segment Nordamerika.

Das Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkurse aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten war hauptsächlich auf einen gestiegenen Absatz von Blutschläuchen, Konzentraten und Dialysatoren zurückzuführen.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 479 Mio. € im 1. Halbjahr 2010 von 427 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die operative Marge stieg auf 16,0% im 1. Halbjahr 2010 von 15,6% im gleichen Zeitraum 2009, im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Erlösen je Behandlung und Größenvorteilen, teilweise ausgeglichen durch höheren Personalaufwand und Spenden an die USamerikanischen Wohlfahrtsverbände für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz. Die Kosten je Behandlung stiegen zu konstanten Wechselkursen im 1. Halbjahr 2010 auf 216 € von 213 € im gleichen Zeitraum 2009.

Segment International

Zentrale Indikatoren für das Segment International

Veränderung

1. Halbjahr 1. Halbjahr wie zu konstanten
2010 2009 berichtet Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen 5.034.473 4.666.297 8% -
Organisches Behandlungswachstum
in %
4,3% 6,6% - -
Umsatz in Mio. € 1.388 1.255 11% 6%
Abschreibungen in Mio. € 74 62 18% 14%
Operatives Ergebnis in Mio. € 244 225 8% 8%
Operative Marge in % 17,6% 18,0% - -

Umsatzerlöse

Die Behandlungen stiegen im 1. Halbjahr 2010 um 8% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009, hauptsächlich aufgrund des organischen Wachstums von 4% und des Beitrags aus Akquisitionen von 4%. Der Durchschnittserlös je Behandlung erhöhte sich zu konstanten Wechselkursen von 116 € im 1. Halbjahr 2009 auf 117 € im gleichen Zeitraum 2010. Ein Anstieg in Höhe von 1 € war auf gestiegene Erstattungssätze zurückzuführen, diese wurden teilweise ausgeglichen durch Wachstum in Ländern mit niedrigeren Erstattungssätzen.

Die Umsätze des Segments International stiegen im 1. Halbjahr 2010 um 11% (6% zu konstanten Wechselkursen) im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2009 aufgrund des Umsatzwachstums sowohl bei Dialysedienstleistungen als auch bei Dialyseprodukten. Das Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen ist die Folge eines organischen Umsatzwachstums im 1. Halbjahr von 4% und Akquisitionen von 2%.

Einschließlich der Akquisitionseffekte stieg der Umsatz in der Region Europa um 7% (5% zu konstanten Wechselkursen), in der Region Lateinamerika um 21% (9% zu konstanten Wechselkursen) und in der Region Asien-Pazifik um 16% (7% zu konstanten Wechselkursen) an.

Im Segment International verbesserte sich der Gesamtumsatz aus Dialysedienstleistungen im Verlauf des 1. Halbjahrs 2010 um 14% (9% zu konstanten Wechselkursen) auf 616 Mio. € von 543 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Die Steigerung zu konstanten Wechselkursen ist eine Folge des organischen Behandlungswachstums von 4%, eines Zuwachses aufgrund von Akquisitionen in Höhe von 4% und der positiven Auswirkungen der gestiegenen Erlöse je Behandlung von 1%.

Der Gesamtumsatz aus Dialyseprodukten verbesserte sich im Verlauf des 1. Halbjahrs 2010 um 8% (4% zu konstanten Wechselkursen) auf 772 Mio. € von 713 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Das Umsatzwachstum aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten war hauptsächlich auf verbesserte Umsätze mit Dialysatoren, mit Lösungen und Konzentraten für die Hämodialyse sowie Blutschläuchen und Produkten für die Akutdialyse zurückzuführen.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis stieg um 8% auf 244 Mio. € im 1. Halbjahr 2010 von 225 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009. Die operative Marge sank von 18,0% für das 1. Halbjahr 2009 auf 17,6% für den gleichen Zeitraum 2010, vorwiegend aufgrund der positiven Auswirkung auf das Vorjahreshalbjahr einer im 1. Halbjahr 2009 vorgenommenen Anpassung der Vorräte und aufgrund der einmaligen Neubewertung der Bilanz des venezolanischen Geschäftsbetriebs der Gesellschaft, die durch die dortige Hochinflation und die dadurch verursachte Abwertung der lokalen Währung notwendig geworden war, teilweise ausgeglichen durch Größenvorteile und günstige Währungseffekte.

Liquidität und Mittelherkunft

1. Halbjahr 2010 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009

Liquidität

Wesentliche Quellen der Liquidität waren in der Vergangenheit der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Darlehen von Dritten und von verbundenen Unternehmen sowie aus der Ausgabe von Aktien und Anleihen. Die Gesellschaft benötigt diese Liquidität vornehmlich zur Finanzierung des Nettoumlaufvermögens, zur Finanzierung von Akquisitionen und der Entwicklung von eigenständigen Dialysezentren, zur Anschaffung von Ausrüstung für bestehende oder neue Dialysezentren und Produktionsstätten, zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für Dividendenausschüttungen.

Zum 30. Juni 2010 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 467 Mio. € und kurzfristige Termingeldanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 100 Mio. €. Für Informationen über die Nutzung und Verfügbarkeit der Kreditvereinbarung 2006 der Gesellschaft siehe auch Anmerkung 9 "Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen" im Konzernabschluss an anderer Stelle in diesem Bericht.

Laufende Geschäftstätigkeit

Im 1. Halbjahr 2010 bzw. 2009 hat die Gesellschaft Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 485 Mio. € bzw. 328 Mio. € generiert. Die Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden beeinflusst durch die Rentabilität des Geschäfts der Gesellschaft, die Entwicklung ihres Nettoumlaufvermögens, insbesondere des Forderungsbestands, und Zahlungsabflüsse aufgrund verschiedener Einzelsachverhalte (insbesondere Zahlungen aufgrund von nicht anerkannten steuerlichen Abzügen und Rechtsstreitigkeiten). Der Anstieg 2010 im Vergleich zu 2009 ergab sich im Wesentlichen aus Verbesserungen von Bestandteilen des Nettoumlaufvermögens, sinkenden Lagerbeständen und einem gestiegenen Ergebnis. Diese Steigerungen wurden teilweise ausgeglichen durch höhere Ertragssteuerzahlungen.

Die Rentabilität des Geschäfts der Gesellschaft hängt wesentlich von den Erstattungssätzen ab. Etwa 75% der Umsätze der Gesellschaft entfallen auf Dialysebehandlungen, wobei ein erheblicher Anteil entweder von staatlichen Gesundheitsorganisationen oder von privaten Versicherungsgesellschaften erstattet wird. Im 1. Halbjahr 2010 resultierten etwa 32% des Konzernumsatzes aus den Erstattungen von staatlichen US-Gesundheitsprogrammen wie Medicare und Medicaid. Gesetzesänderungen können alle Medicare-Erstattungssätze für die von der Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen wie auch den Umfang der Medicare-Leistungen betreffen. Eine Senkung der Erstattungssätze oder eine Verringerung des Leistungsumfangs könnte wesentliche negative Auswirkungen auf das Geschäft, die Finanzlage und das operative Ergebnis der Gesellschaft haben und damit auf die Fähigkeit der Gesellschaft, Zahlungsmittelzuflüsse zu erzeugen. In der Vergangenheit blieben die Erstattungssätze für ihre Dialysebehandlungen im Allgemeinen stabil, und die Gesellschaft erwartet dies auch in der Zukunft. Das umfasst auch den Ausgleich von ungünstigen Änderungen der Erstattungssätze in gewissen Ländern durch günstige Änderungen in anderen Ländern. Der Abschnitt "Überblick" enthält eine Darstellung von neuen Änderungen in Medicare-Erstattungssätzen, einschließlich der Vorschriften zur Implementierung eines gebündelten Erstattungssystems ab dem 1. Januar 2011.

Das Nettoumlaufvermögen war zum 30. Juni 2010 negativ in Höhe von 311 Mio. €, eine Verringerung gegenüber 1.273 Mio. € am 31. Dezember 2009. Ursache war hauptsächlich die Umgliederung von langfristigen Verbindlichkeiten in kurzfristige Verbindlichkeiten, sowie ein Anstieg der Rückstellungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, teilweise ausgeglichen durch einen Anstieg sowohl der flüssigen Mittel und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch der sonstigen

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

kurzfristigen Vermögenswerte. Da die revolvierende Kreditfazilität und das Darlehen A am 31. März 2011 und die genussscheinähnlichen Wertpapiere der Gesellschaft am 15. Juni 2011 fällig sind, wurden diese Beträge in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Hierbei wurden im 1. Quartal 2010 für die revolvierende Kreditfazilität und das Darlehen A 1.028 Mio. € und im 2. Quartal 2010 für die genusscheinähnlichen Wertpapiere 483 Mio. € umgegliedert. Für Details zur Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditfazilität und des Darlehens A zum 30. Juni 2010 siehe Anmerkung 9 "Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen" im Konzernabschluss an anderer Stelle in diesem Bericht. Das Verhältnis von Umlaufvermögen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten betrug zum 30. Juni 2010 0,9.

Die Finanzierungsaktivitäten der Gesellschaft werden in den nächsten Jahren darauf ausgerichtet sein, nachrangige Finanzierungsinstrumente gegebenenfalls mit vorrangigen Anleihen zu ersetzen. Die Gesellschaft schloss zu Beginn des Jahres eine Finanzierung durch die Ausgabe von vorrangigen Anleihen mit einem Nominalbetrag von 250 Mio. € ab (siehe auch nachstehenden Abschnitt "Finanzierungstätigkeit"). Im Hinblick auf fällig werdende langfristige Verbindlichkeiten beabsichtigt die Gesellschaft die Kreditvereinbarung 2006 in der zweiten Jahreshälfte zu verlängern oder zu erneuern, sowie die Anfang 2011 fällig werdenden Verbindlichkeiten zu refinanzieren oder hierfür eine zusätzliche Finanzierung zu arrangieren. Mit den nur teilweise genutzten Kreditlinien sowie ihrem Forderungsverkaufsprogramm verfügt die Gesellschaft kurzfristig über ausreichende finanzielle Ressourcen, die sie mit Hilfe der Verlängerung oder Erneuerung der Kreditvereinbarung 2006 sowie durch die Erlangung von zusätzlichen Finanzierungen auch in den kommenden Jahren beibehalten wird. Hierbei wird eine Zielgröße von zugesicherten und nicht genutzten Kreditfazilitäten von mindestens 300 Mio. US-\$ bis 500 Mio. US-\$ angestrebt.

Die Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit hängen von der Einziehung der Forderungen ab. Kunden und staatliche Einrichtungen haben im Allgemeinen unterschiedliche Forderungslaufzeiten. Eine Verlängerung dieser Forderungslaufzeiten könnte einen wesentlichen negativen Effekt auf die Fähigkeit der Gesellschaft zur Generierung von Mittelzuflüssen haben. Des Weiteren könnte die Gesellschaft bei der Durchsetzung und Einziehung der Forderungen auf Schwierigkeiten mit den Rechtssystemen einiger Länder stoßen. Der Forderungsbestand zum 30. Juni 2010 bzw. 31. Dezember 2009 entsprach nach Wertberichtigungen etwa 71 Nettotagesumsätzen.

Die folgende Tabelle stellt eine Übersicht über die Entwicklung der Forderungslaufzeiten nach operativen Segmenten dar:

30. Juni
2010
31. Dezember
2009
Nordamerika 51 52
International 113 110
Gesamt 71 72

Entwicklung der Forderungslaufzeiten

Die Forderungslaufzeiten im Segment Nordamerika haben sich zum 30. Juni 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 verringert, vorwiegend aufgrund der fortgesetzten Fokussierung auf strukturelle Veränderungen bei den Abrechnungsstellen sowie der fortlaufenden Anstrengungen zur Prozessverbesserung mit dem Ziel, die Forderungseingänge zu forcieren. Die Erhöhung der Forderungslaufzeiten im Segment International spiegelt im Wesentlichen leichte durchschnittliche Zahlungsverzögerungen bei staatlichen und privaten Stellen wider, die von der weltweiten Finanzmarktkrise betroffen sind. Da die Gesellschaft einen Großteil ihrer Erstattungen von staatlichen Gesundheitsorganisationen und privaten Versicherungsgesellschaften erhält, geht sie davon aus, dass die meisten ihrer Forderungen einbringlich sind, wenn auch in unmittelbarer Zukunft möglicherweise im Segment International etwas langsamer, insbesondere in den am stärksten von der globalen Finanzkrise betroffenen Ländern. Zins- und Ertragsteuerzahlungen haben ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die Gesellschaft hat mehrere steuerliche und andere Sachverhalte identifiziert, die ihre Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit in unmittelbarer Zukunft wie folgt beeinflussen werden oder beeinflussen könnten:

Die Gesellschaft hat gegen die Versagung der Abzugsfähigkeit der von der Fresenius Medical Care Holdings, Inc. ("FMCH") in den Steuererklärungen für Vorjahre der FMCH geltend gemachten zivilrechtlichen Vergleichszahlungen durch den Internal Revenue Service ("IRS") Anträge auf Erstattung eingereicht. Aufgrund einer Vergleichsvereinbarung der Gesellschaft mit dem IRS erhielt die Gesellschaft im September 2008 eine Erstattung in Höhe von 37 Mio. US-\$ inklusive Zinsen. Mit dem Vergleich bleibt der Gesellschaft das Recht vorbehalten, vor den US-amerikanischen Bundesgerichten weiterhin das Ziel einer Erstattung für alle anderen nicht anerkannten Abzüge zu verfolgen. Am 22. Dezember 2008 hat die Gesellschaft beim US Bundesbezirksgericht für Massachusetts eine Klage auf vollständige Erstattung mit der Bezeichnung Fresenius Medical Care Holdings, Inc. v United States eingereicht. Am 24. Juni 2010 hat das Gericht den Antrag der FMCH auf ein Urteil im abgekürzten Verfahren abgelehnt. Dieser Rechtsstreit wird vor Gericht fortgeführt.

Die Gesellschaft hat im Steuerjahr 1997 eine Abschreibung auf den Buchwert einer ihrer Tochtergesellschaften vorgenommen, deren steuerliche Anerkennung als Aufwand im Jahr 2003 im Abschluss der für die Jahre 1996 und 1997 durchgeführten Betriebsprüfung versagt wurde. Die Gesellschaft hat vor dem zuständigen deutschen Finanzgericht Klage erhoben, um die Entscheidung der Finanzbehörde anzufechten.

Die steuerliche Betriebsprüfung der FMCH durch den IRS für die Jahre 2002 bis 2006 wurde nunmehr abgeschlossen. Der IRS hat die Abzugsfähigkeit für konzerninternes genussrechtsähnliches Kapital in diesem Prüfungszeitraum nicht anerkannt. Die Gesellschaft hat gegen die Nichtanerkennung der Abzüge Einspruch eingelegt und wird alle Rechtsmittel nutzen. Ein nachteiliger Ausgang bezüglich der Nichtanerkennung der Abzugsfähigkeit für konzerninternes genussrechtsähnliches Kapital könnte erhebliche negative Auswirkungen auf das Ergebnis sowie die Finanzlage der Gesellschaft haben. Zusätzlich schlug die IRS weitere Anpassungen vor, welche im Konzernabschluss Berücksichtigung fanden.

Die Gesellschaft unterliegt derzeit und in der Zukunft steuerlichen Betriebsprüfungen in den USA, in Deutschland sowie in weiteren Ländern. Die Gesellschaft hat im Zusammenhang mit einigen dieser Betriebsprüfungen, einschließlich der vorstehend beschriebenen, Mitteilungen über nachteilige Anpassungen und Nichtanerkennungen erhalten. Die Gesellschaft hat unter anderem Einsprüche gegen diese Festsetzungen eingelegt. Wenn die Einwände und Einsprüche der Gesellschaft nicht erfolgreich sein sollten, könnte die Gesellschaft gezwungen sein, zusätzliche Steuerzahlungen zu leisten, einschließlich Zahlungen an US-bundesstaatliche Behörden, die das Ergebnis der Anpassungen unserer Steuererklärungen in den USA sind. Im Hinblick auf andere mögliche Anpassungen und Versagungen in steuerlichen Angelegenheiten, die gegenwärtig untersucht werden, für die nur vorläufige Vereinbarungen getroffen wurden, oder die zukünftigen Prüfungen unterliegen wird nicht erwartet, dass eine nachteilige Entscheidung wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte. Die Gesellschaft ist gegenwärtig nicht in der Lage, den Zeitpunkt für diese potentiellen Steuernachzahlungen zu bestimmen.

Am 2. April 2001 beantragten die W.R. Grace & Co. und einige ihrer Tochtergesellschaften die Reorganisation nach Chapter 11 des US-amerikanischen Konkursrechts (das "Grace Chapter 11 - Insolvenzverfahren"). Die Vergleichsvereinbarung mit den Asbest-Gläubigerausschüssen im Namen der W.R. Grace & Co.-Konkursmasse (siehe Anmerkung 12 im Anhang zum Konzernabschluss "Rechtliche Verfahren") sieht nach der stattgefundenen Genehmigung der Vergleichsvereinbarung durch das US-Bezirksgericht und der den Vergleich einschließenden Bestätigung des Sanierungsplans der W.R. Grace eine von der Gesellschaft zu leistende Zahlung in Höhe von 115 Mio. US-\$ (94 Mio. €) vor. Die Rückstellung, die im Jahr 2001 zur Abdeckung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus mit dem Zusammenschluss von 1996 verbundenen Rechtsangelegenheiten gebucht wurde, beinhaltet die Zahlung von 115 Mio. US-\$. Die Zahlungsverpflichtung ist unverzinslich.

Sollten alle potentiellen Steuernachzahlungen und die Vergleichszahlung für das Grace Chapter 11- Verfahren gleichzeitig fällig werden, könnte sich dies in der entsprechenden Berichtsperiode wesentlich negativ auf den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit auswirken. Die

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Gesellschaft erwartet jedoch, dass die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit und, wenn notwendig, die Kreditvereinbarung sowie andere Liquiditätsquellen zur Erfüllung aller derartigen Verpflichtungen bei deren Fälligkeit ausreichen.

Investitionstätigkeit

Aus der Investitionstätigkeit der Gesellschaft ergaben sich im 1. Halbjahr 2010 bzw. im 1. Halbjahr 2009 Mittelabflüsse in Höhe von 377 Mio. € bzw. 210 Mio. €.

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen nach Abzug von Einnahmen aus Abgängen 164 Mio. € für das 1. Halbjahr 2010 und 187 Mio. € für den gleichen Zeitraum 2009. Im 1. Halbjahr 2010 betrugen die Investitionen in Sachanlagen 97 Mio. € im Segment Nordamerika und 67 Mio. € im Segment International. Die Investitionen in Sachanlagen im 1. Halbjahr 2009 betrugen 110 Mio. € im Segment Nordamerika und 77 Mio. € im Segment International. Der größte Teil der Investitionsausgaben wurde für die Instandhaltung bestehender Kliniken, die Ausrüstung neuer Kliniken, die Instandhaltung und den Ausbau der Produktionskapazitäten, vorwiegend in Nordamerika und Deutschland sowie für die Aktivierung von Geräten, die Kunden, vorwiegend im Segment International, zur Verfügung gestellt wurden, verwendet. Die Investitionen in Sachanlagen machten im 1. Halbjahr 2010 bzw. im 1. Halbjahr 2009 etwa 4% bzw. 5% des Gesamtumsatzes aus.

Für Akquisitionen, die vornehmlich aus Dialysekliniken bestanden, investierte die Gesellschaft im 1. Halbjahr 2010 Mittel in Höhe von etwa 119 Mio. € (38 Mio. € im Segment Nordamerika, 77 Mio. € im Segment International und 4 Mio. € in den Zentralbereichen), im Vergleich zu 61 Mio. € im gleichen Zeitraum 2009 (27 Mio. € im Segment Nordamerika und 34 Mio. € im Segment International). Während des 1. Halbjahres 2010 investierte die Gesellschaft 100 Mio. € in kurzfristige Termingeldanlagen mit Banken. Des Weiteren verzeichnete die Gesellschaft im 1. Halbjahr 2010 bzw. im 1. Halbjahr 2009 Einzahlungen von 6 Mio. € bzw. 38 Mio. € im Zusammenhang mit Veräußerungen.

Für 2010 sind Investitionen in Sachanlagen in Höhe von etwa 550 Mio. US-\$ bis 650 Mio. US-\$ sowie Akquisitionen im Umfang von bis zu 500 Mio. US-\$ vorgesehen. Siehe nachstehenden Abschnitt "Ausblick".

Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich im 1. Halbjahr 2010 Mittelzuflüsse in Höhe von 119 Mio. € verglichen mit Mittelabflüssen in Höhe von 115 Mio. € im 1. Halbjahr 2009.

Im 1. Halbjahr 2010 ergaben sich die Mittelzuflüsse hauptsächlich durch den revolvierenden Kredit, die Begebung einer vorrangigen 5,50% Anleihe im Januar 2010 und Ziehungen aus dem Forderungsverkaufsprogramm. Ein Teil dieser Mittel wurde zur Zahlung von Dividenden verwendet. Im 1. Halbjahr 2009 wurden die Mittel hauptsächlich für die Zahlung von Dividenden verwendet.

Am 11. Mai 2010 wurde eine Dividende für das Geschäftjahr 2009 von 0,61 € je Stammaktie (2009 für 2008 gezahlt: 0,58 €) und von 0,63 € je Vorzugsaktie (2009 für 2008 gezahlt: 0,60 €) gezahlt. Die Dividendenzahlung liegt insgesamt bei 183 Mio. €, im Vergleich zu 173 Mio. €, die 2009 für 2008 gezahlt wurden.

Am 17. Februar 2010 wurde im Rahmen der Vereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank ("EIB") aus dem Jahre 2009 ein Darlehen in Höhe von 50 Mio. € ausgereicht ("Darlehen 2009"). Das Darlehen ist 2014 fällig. Des Weiteren hat die Gesellschaft am 15. März 2010 die verbleibenden 80,8 Mio. US-\$ aus der 2005 von der EIB bereitgestellten revolvierenden Kreditlinie ("Revolvierende Kreditlinie 2005") in Anspruch genommen. Das Darlehen ist 2013 fällig. Die Verzinsung beider Darlehens ist variabel und an den EURIBOR bzw. den LIBOR mit einem Aufschlag gebunden. Die Zinssätze werden alle drei Monate angepasst.

Am 20. Januar 2010 hat die FMC Finance VI S.A. ("Finance VI"), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Gesellschaft, eine vorrangige, unbesicherte Anleihe (die "5,50% Anleihe") in

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Höhe von 250 Mio. € mit einen Coupon von 5,50% und einem Ausgabekurs von 98,6636% platziert. Die 5,50% Anleihe wird am 15. Juli 2016 fällig, die Rückzahlungsrendite liegt bei 5,75%. Der Emissionserlös wird zur Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und für allgemeine Geschäftszwecke verwendet. Die 5,50% Anleihe wird durch Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Fresenius Medical Care Holdings, Inc. und Fresenius Medical Care Deutschland GmbH gesamtschuldnerisch garantiert.

b) Vermögenslage

Zum 30. Juni 2010 erhöhte sich die Bilanzsumme um 19% auf 13,1 Mrd. € im Vergleich zu 11,0 Mrd. € zum 31. Dezember 2009. Dies ist zu einem großen Teil auf Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. Zu konstanten Wechselkursen beträgt der Anstieg 3%. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Verhältnis zur Bilanzsumme zum 30. Juni 2010 auf 29% im Vergleich zu 28% zum 31. Dezember 2009. Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme sank von 45% am 31. Dezember 2009 auf 44% am 30. Juni 2010.

Chancen- und Risikobericht

a) Chancenbericht

Im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2010 haben sich im Vergleich zu den in dem Konzernabschluss und lagebericht der Gesellschaft gemäß § 315a HGB zum 31. Dezember 2009 unter dem Abschnitt D) "Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung" auf Seite 28 – 32 des Konzernlageberichts veröffentlichten Informationen keine wesentlichen Änderungen ergeben.

b) Risikobericht

Informationen zu den Risiken der Gesellschaft sind in den Anmerkungen 12 "Rechtliche Verfahren" und 13 "Finanzinstrumente" sowie im Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unter den Abschnitten "Zukunftsbezogene Aussagen" und "Überblick" dargestellt. Für weitere Informationen kann der Abschnitt C) "Risiken der zukünftigen Entwicklung" auf Seite 20 – 27 des Konzernlageberichts in dem Konzernabschluss und -lagebericht der Gesellschaft gemäß § 315a HGB zum 31. Dezember 2009 eingesehen werden.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Der Vorstand steuert die Gesellschaft anhand von Zielgrößen, die in US-Dollar auf Basis von US-GAAP ermittelt werden. Der nachfolgende Wachstumsausblick beruht auf dieser Datengrundlage.

Die Gesellschaft erhöhte die erwarteten Ausgaben für Akquisitionen von 400 Mio. US-\$ auf bis zu 500 Mio. US-\$ und bestätigt ansonsten den in der folgenden Übersicht dargestellten Wachstumsausblick für das Geschäftsjahr 2010:

Ausblick

in Mio. US-\$, mit Ausnahme des Verschuldungsgrades
2010
Umsatz > 12.000 US-\$
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC-AG
& Co. KGaA entfällt)
950 US-\$ - 980 US-\$
Debt/ EBITDA Verhältnis < 2,5
Investitionen ~ 550 US-\$ - 650 US-\$
Akquisitionen bis zu 500 US-\$

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  1. Januar bis 30. Juni 2010 und 2009 (ungeprüft)
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in Tsd. €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie
2. Quartal 1. Halbjahr
Ziffer 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse
Dialysedienstleistungen 1.742.078 1.508.078 3.311.811 2.984.263
Dialyseprodukte 565.580 521.352 1.079.966 1.009.869
14 2.307.658 2.029.430 4.391.777 3.994.132
Umsatzkosten
Dialysedienstleistungen 1.218.338 1.081.923 2.333.155 2.153.999
Dialyseprodukte 298.604 262.909 569.442 492.832
1.516.942 1.344.832 2.902.597 2.646.831
Bruttoergebnis vom Umsatz 790.716 684.598 1.489.180 1.347.301
Betriebliche Aufwendungen
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 411.025 363.080 784.737 702.829
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 2a 17.096 14.218 34.182 32.181
Operatives Ergebnis 362.595 307.300 670.261 612.291
Sonstige (Erträge) Aufwendungen
Zinserträge (6.390) (5.853) (10.612) (9.133)
Zinsaufwendungen 59.847 61.022 112.826 121.321
Ergebnis vor Ertragsteuern 309.138 252.131 568.047 500.103
Ertragsteuern 99.051 76.684 190.462 163.015
Ergebnis nach Ertragsteuern 210.087 175.447 377.585 337.088
Abzüglich: Anteile anderer Gesellschafter 14.929 13.222 27.526 23.250
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die
Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA entfällt) 195.158 162.225 350.059 313.838
Ergebnis je Stammaktie 2b 0,65 0,54 1,17 1,05
Ergebnis je Stammaktie bei voller Verwässerung 2b 0,65 0,54 1,16 1,05

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

  1. Januar bis 30. Juni 2010 und 2009 (ungeprüft)

Konzern- Gesamtergebnisrechnung

in Tsd. € 2. Quartal 1. Halbjahr
Ziffer 2010 2009 2010 2009
Ergebnis nach Ertragsteuern 210.087 175.447 377.585 337.088
(Verlust) Gewinn aus Cash Flow Hedges 13 (42.343) 12.057 (54.970) 11.998
Währungsumrechungsdifferenzen 375.839 (193.512) 626.389 (56.587)
Ertragsteuern auf Komponenten des Übrigen
Comprehensive Income (Loss)
11.073 (5.360) 14.548 5.821
Übriges Comprehensive Income 344.569 (186.815) 585.967 50.410
Gesamtergebnis 554.656 (11.368) 963.552 286.678
Auf andere Gesellschafter entfallendes
Gesamtergebnis
29.984 6.861 51.632 21.610
Auf die Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA
entfallendes Gesamtergebnis
524.672 (18.229) 911.920 265.068

Konzern-Bilanz

zum 30. Juni 2010 (ungeprüft) und zum 31. Dezember 2009 (geprüft)

Konzern-Bilanz
in Tsd. €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahl
Aktiva Ziffer 2010 2009
Kurzfristige Vermögenswerte
Flüssige Mittel 4 466.833 209.097
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertberichtigungen
auf zweifelhafte Forderungen (222.371 € in 2010 und 184.957 € in 2009) 5 1.841.215 1.586.776
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3c 89.478 189.425
Vorräte 6 660.106 570.355
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 788.816 561.854
Summe kurzfristige Vermögenswerte 3.846.448 3.117.507
Sachanlagen 1.900.899 1.679.569
Immaterielle Vermögenswerte 7 528.081 607.631
Firmenwerte 7 6.301.089 5.213.362
Latente Steuern 312.551 256.215
Sonstige Aktiva 194.295 148.202
Summe Aktiva 13.083.363 11.022.486
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 295.422 251.567
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3c 92.373 192.579
Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.360.685 980.897
Kurzfristige Darlehen und sonstige Finanzverbindlichkeiten 8 334.168 219.592
Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen 3c,8 7.247 7.247
Kurzfristig fälliger Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten und
Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen 1.522.572 111.305
Genussscheinähnliche Wertpapiere
der Fresenius Medical Care Capital Trusts - kurzfristiger Anteil 482.828 -
Rückstellungen für Ertragsteuern 61.761 81.201
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 4.157.056 1.844.388
Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
aktivierten Leasingverträgen abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 9 2.376.488 3.048.923
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 165.649 155.128
Pensionsrückstellungen 93.269 87.751
Rückstellungen für Ertragsteuern 175.916 149.883
Latente Steuern 404.569 350.510
Genussscheinähnliche Wertpapiere
der Fresenius Medical Care Capital Trusts - 455.432
Summe Verbindlichkeiten 7.372.947 6.092.015
Eigenkapital der Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA
Vorzugsaktien, ohne Nennwert, Nominalwert 1,00 €,
12.356.880 Aktien genehmigt, 3.908.683 ausgegeben und in Umlauf 3.908 3.884
Stammaktien, ohne Nennwert, Nominalwert 1,00 €,
373.436.220 Aktien genehmigt, 296.478.496 ausgegeben und in Umlauf 296.479 295.747
Kapitalrücklage 3.705.336 3.674.743
Gewinnrücklagen 2.523.114 2.355.908
Kumuliertes Übriges Comprehensive (loss) (982.863) (1.544.724)
Summe Eigenkapital der Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA 5.545.974 4.785.558
Anteile anderer Gesellschafter 164.442 144.913
Summe Eigenkapital 5.710.416 4.930.471
Summe Passiva 13.083.363 11.022.486

Konzern- Cash Flow

1. Januar bis 30. Juni 2010 und 2009 (ungeprüft)

Konzern-Cash Flow
in Tsd. € Ziffer 2010 2009
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis nach Ertragsteuern 377.585 337.088
Überleitung vom Ergebnis nach Ertragsteuern
auf den Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen 14 185.725 162.896
Veränderung der latenten Steuern (3.458) 24.609
(Gewinn) aus Investitionsabgängen (1.396) (489)
(Gewinn) Verlust aus Anlagenabgängen (65) 488
Personalaufwand aus Aktienoptionen 10.332 11.248
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, ohne Auswirkungen
aus der Veränderung des Konsolidierungskreises:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto (71.055) (44.355)
Vorräte (25.230) (97.332)
Sonstige Vermögenswerte (75.316) (88.402)
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 96.649 (2.522)
Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen (100.670) 226
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
Rückstellungen und sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 202.355 154.742
Gezahlte Zinsen 15 (107.921) (124.940)
Erhaltene Zinsen 10.612 5.927
Veränderung der Steuerrückstellungen 184.066 150.044
Gezahlte Ertragsteuern 15 (197.193) (161.107)
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 485.020 328.121
Cash Flow aus Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen 14 (170.931) (190.475)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 6.467 3.242
Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und dem
Erwerb immateriellen Vermögenswerten sowie Investitionen, netto 14, 15 (218.689) (60.856)
Erlöse aus Desinvestitionen 5.928 38.204
Cash Flow aus Investitionstätigkeit (377.225) (209.885)
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus kurzfristigen Darlehen und sonstigen Finanzverbindichkeiten 793.214 30.401
Tilgung kurzfristiger Darlehen und sonstiger Finanzverbindlichkeiten (788.087) (71.413)
Einzahlungen aus kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen - 12.000
Tilgung kurzfristiger Darlehen von verbundenen Unternehmen - (12.943)
Einzahlungen aus langfristigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten
aus aktivierten Leasingverträgen (nach Abzug von Kosten der Fremdkapital-
aufnahme in Höhe von 7.699 € im Jahr 2010) 624.471 442.387
Tilgung von langfristigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten
aus aktivierten Leasingverträgen (373.769) (193.884)
Anstieg (Rückgang) des Forderungsverkaufsprogramms 64.803 (142.557)
Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen 20.943 9.646
Dividendenzahlungen (182.853) (172.767)
Ausschüttung entfallend auf Anteile anderer Gesellschafter (50.909) (21.139)
Kapitaleinlagen anderer Gesellschafter 11.190 5.262
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 119.003 (115.007)
Wechselkursbedingte Veränderung der flüssigen Mittel 30.938 34
Flüssige Mittel
Nettoerhöhung der flüssigen Mittel 257.736 3.263
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 209.097 159.218
Flüssige Mittel am Ende der Periode 4 466.833 162.481

Eigenkapitalveränderungsrechnung

zum 30. Juni 2010 und 2009 (ungeprüft)

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in Tsd. €, mit Ausnahme der Anzahl der Aktien

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10.4
16

Anmerkungen zum Konzernabschluss

1. Die Gesellschaft und Zusammenfassung der wesentlichen Grundsätze der Rechnungslegung

Die Gesellschaft

Die Fresenius Medical Care Aktiengesellschaft & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien (FMC-AG & Co. KGaA oder die Gesellschaft) ist der weltweit führende integrierte Anbieter von Dialysedienstleistungen und Dialyseprodukten für die Behandlung von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz. Als vertikal integriertes Unternehmen bietet die Gesellschaft Dialysedienstleistungen in eigenen Klinken oder Kliniken, die sie betreibt, an und versorgt diese mit einer weiten Produktpalette. Zusätzlich verkauft die Gesellschaft Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. In den USA führt die Gesellschaft darüber hinaus klinische Labortests durch und bietet stationäre Dialysebehandlungen sowie andere Dienstleistungen im Rahmen von Verträgen mit Krankenhäusern an.

In dem vorliegenden Bericht beziehen sich die Begriffe FMC-AG & Co. KGaA oder die Gesellschaft in Abhängigkeit vom Kontext auf die Gesellschaft oder auf die Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis.

Grundlage der Darstellung

Seit dem Geschäftsjahr 2007 erfüllt die Gesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) ihre Pflicht, den Konzernabschluss nach den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) unter Anwendung von § 315a "Handelsgesetzbuch" (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen.

Der beigefügte verkürzte Quartalsabschluss entspricht den Vorschriften des International Accounting Standard IAS 34. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten IFRS erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die diesem Quartalsabschluss zugrunde liegen, entsprechen im Wesentlichen denen, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 angewendet wurden.

Die Gesellschaft wendet die überarbeitete Fassung von IAS 1 seit dem 1. Januar 2009 an. IAS 1 legt allgemeine Anforderungen an die Präsentation von Abschlüssen, Richtlinien für ihre Struktur und Mindestanforderungen an ihren Inhalt fest. Eine wesentliche Änderung betrifft die nicht anteilseignerbezogenen Eigenkapitalveränderungen, die in zwei getrennten Abschlussbestandteilen (Konzern-Gewinn und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung) dargestellt werden.

Aufgrund der Inflationsentwicklung in Venezuela wenden die dort operierenden Tochtergesellschaften der Gesellschaft seit dem 1. Januar 2010 IAS 29, Rechnungslegung in Hochinflationsländern an.

Weiterhin wurde ein Konzernabschluss nach US-GAAP und mit dem "US-Dollar" (US-\$) als Berichtswährung erstellt und als Bestandteil der Form 6-K bei der "Securities and Exchange Commission" (SEC), sowie der deutschen Börse eingereicht.

Die in diesem Bericht dargelegten Konzernabschlüsse zum 30. Juni 2010 sowie für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2010 und 2009 sind ungeprüft und sollten im Zusammenhang mit dem nach IFRS erstellten Konzernabschluss gemäß § 315a HGB zum 31. Dezember 2009 gelesen werden. Die Erstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS macht Schätzungen und Annahmen durch die Unternehmensleitung erforderlich, die die Höhe der Aktiva und Passiva, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Höhe der Erträge und Aufwendungen während des Geschäftsjahres beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von

diesen Schätzungen abweichen. Die Konzernabschlüsse geben alle Anpassungen wider, die nach Ansicht der Unternehmensleitung für eine sachgerechte Darstellung der Ergebnisse für die aufgeführten Zeiträume erforderlich sind. Dabei handelt es sich in allen Fällen um normale, wiederkehrende Anpassungen.

Aus dem operativen Ergebnis für das 2. Quartal 2010 und dem 1. Halbjahr 2010 kann nicht notwendigerweise auf das operative Ergebnis für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 geschlossen werden.

Zusammenfassung der wesentlichen Grundsätze der Rechnungslegung

Flüssige Mittel und kurzfristige Termingeldanlagen

Die Flüssigen Mittel enthalten hoch liquide Termingeldanlagen, die mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger sofort umwandelbar in die entsprechend angelegten Geldbeträge sind. Termingeldanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten und einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden als kurzfristige Termingeldanlagen klassifiziert. Kurzfristige Termingeldanlagen, die zur Veräußerung (available-for-sale) gehalten werden, werden zum Marktwert bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden entsprechend bis zu ihrer Realisierung erfolgsneutral im Eigenkapital (Kumuliertes Übriges Comprehensive Income (Loss)) abgegrenzt. Kurzfristige Termingeldanlagen, die bis zur Endfälligkeit (held-to-maturity) gehalten werden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese Termingeldanlagen sind in der Bilanz unter den Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Zum 30. Juni 2010 besitzt die Gesellschaft kurzfristige Termingeldanlagen in Höhe von 100.000 €, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Die Bewertung der Termingeldanlagen erfolgt zum Buchwert, der aufgrund der relativ kurzfristigen Fälligkeit eine angemessene Schätzung des Marktwertes darstellt.

US-amerikanische Gesundheitsreform

Das "Patient Protection and Affordable Care Act - Gesetz" wurde in den USA am 23. März 2010 verabschiedet und danach vom "Health Care and Educational Affordability Reconciliation Act - Gesetz" geändert (das geändertes Gesetz wird im Folgenden als "PPACA" abgekürzt). PPACA wird weitreichende Reformen des Gesundheitssystems einführen, einschließlich (i) Bestimmungen, die allen Amerikanern den Zugang zu einer erschwinglichen Krankenversicherung ermöglichen, (ii) der Ausweitung des Medicaid-Programms, (iii) einer ab 2011 von Arzneimittelfirmen zu zahlenden und anhand des Absatzes von Marken-Medikamenten an staatliche Gesundheitsprogramme errechneten Branchenabgabe, (iv) eine Umsatzsteuer in Höhe von 2,3% auf Umsätze der Hersteller mit medizinischen Geräten ab 2013, (v) Erhöhungen der Medicaid-Rabatte für verschreibungspflichtige Medikamente zum 1. Januar 2010, (vi) Reformen des privaten Versicherungsmarktes zum Schutze der Verbraucher, wie z.B. Verbote von Lebens- und Jahresobergrenzen, Abdeckung bestehender Erkrankungen sowie Begrenzung von Wartezeiten, (vii) Bestimmungen zur Förderung der integrierten Gesundheitsversorgung, Effizienz und Abstimmung zwischen Gesundheitsdienstleistern sowie (viii) Bestimmungen zur Verringerung von Verschwendung und Betrug bei Gesundheitsprogrammen. Das PPACA beinhaltet keine Änderungen der Vorschriften des MIPPA zur Erstattung von Dialysebehandlungen. Die im PPACA enthaltene Umsatzsteuer auf medizinische Geräte, die Erhöhungen der Medicaid-Rabatte für Medikamente und die jährliche Abgabe der pharmazeutischen Industrie wird sich negativ auf das Ergebnis und die Zahlungsmittelzuflüsse des Produktgeschäfts der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft erwartet, dass sich die Vorschriften des PPACA zur integrierten Gesundheitsversorgung und zum Verbraucherschutz bei privaten Versicherungen leicht positiv auswirken werden.

Neue Verlautbarungen

Kürzlich umgesetzte Rechnungslegungsverlautbarungen

Im 1. Halbjahr 2010 wurden die IFRS zugrunde gelegt, die verpflichtend bzw. freiwillig vorzeitig auf Quartalsabschlüsse anzuwenden sind, die am 1. Januar 2010 beginnen. Im 1. Halbjahr 2010 wurden keine für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wesentlichen neuen Standards erstmals angewendet.

Kürzlich veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen - noch nicht umgesetzt.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat folgende für die Gesellschaft relevanten neue Standards bzw. Interpretationen herausgegeben:

• IFRS 9 ( Financial Instruments Recognition and Measurement)

Im November 2009 verabschiedete das IASB IFRS 9 (Financial Instruments). Der Standard ist der erste Schritt zur Ablösung von IAS 39, Financial Instruments: Recognition and Measurement. IFRS 9 ersetzt die Kategorien für finanzielle Vermögenswerte nach IAS 39 durch zwei Kategorien. Finanzielle Vermögenswerte, die grundlegende Kreditmerkmale (basic loan features) aufweisen und auf Basis der vertraglichen Rendite (contractual yield basis) gesteuert werden, sind zu den fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden über die Gewinn- und Verlustrechnung zum Marktwert bewertet. Für strategische Investitionen in Eigenkapital besteht die Möglichkeit, die Wertänderungen im Other Comprehensive Income (Loss) auszuweisen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, wobei eine frühere Anwendung erlaubt ist. Die Gesellschaft untersucht zurzeit die Auswirkungen des Standards auf den Konzernabschluss und prüft den geeigneten Implementierungszeitpunkt.

Die Anerkennung der Änderungen zu IFRS 9 durch die EU-Kommission steht noch aus.

In der Regel übernimmt die Gesellschaft neue Rechnungslegungsvorschriften nicht vor dem Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung.

2. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

a) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 34.182 € (1. Halbjahr 2009: 32.181 €) sind neben den Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten auch die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 836 € (1. Halbjahr 2009: 779 €) enthalten.

b) Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Zähler und Nenner für die Ermittlung des Ergebnis je Aktie vor und bei voller Verwässerung im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2010 und 2009 dar.

in Tsd. €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahl 2. Quartal
1. Halbjahr
2010 2009 2010 2009
Zähler
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC
AG & Co. KGaA entfällt)
195.158 162.225 350.059 313.838
abzüglich:
Dividenden auf Vorzugsaktien
-
19
-
19
-
39
-
38
Ergebnis, das für alle Aktiengattungen zur Verfügung steht 195.139 162.206 350.020 313.800
Nenner
Durchschnittlich ausstehende Aktien
Stammaktien 296.104.554 294.163.999 295.926.583 294.048.658
Vorzugsaktien 3.899.075 3.827.962 3.894.560 3.819.676
Summe aller ausstehenden Aktiengattungen 300.003.629 297.991.961 299.821.143 297.868.334
Potentiell verwässernde Stammaktien 1.872.100 - 1.565.306 71.033
Potentiell verwässernde Vorzugsaktien 65.675 65.260 61.103 70.715
Summe ausstehender Stammaktien bei voller Verwässerung 297.976.654 294.163.999 297.491.889 294.119.691
Summe ausstehender Vorzugsaktien bei voller Verwässerung 3.964.750 3.893.222 3.955.663 3.890.391
Ergebnis je Stammaktie 0,65 0,54 1,17 1,05
Vorzüge 0,01 0,01 0,01 0,01
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,66 0,55 1,18 1,06
Ergebnis je Stammaktie bei voller Verwässerung 0,65 0,54 1,16 1,05
Vorzüge 0,01 0,01 0,01 0,01
Ergebnis je Vorzugsaktie bei voller Verwässerung 0,66 0,55 1,17 1,06

3. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Dienstleistungsvereinbarungen und Mietverträge

Die Gesellschaft hat mit der Fresenius SE, der alleinigen Aktionärin der Fresenius Medical Care Management AG (im Folgenden: Management AG) sowie mit einem 36%-igen Anteil der stimmberechtigten Aktien größten Aktionärin der Gesellschaft, und einigen Tochtergesellschaften der Fresenius SE, die nicht auch Tochtergesellschaft der FMC - AG & Co. KGaA sind (im Folgenden einheitlich als "Fresenius SE" bezeichnet), Vereinbarungen über die Bereitstellung von Dienstleistungen geschlossen. Sie umfassen u.a. Verwaltungsdienstleistungen, Management-Informationsdienstleistungen, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Versicherungen, IT-Dienstleistungen und Steuer- und Finanzdienstleistungen. Für das 1. Halbjahr 2010 und 2009 stellte die Fresenius SE der Gesellschaft auf der Grundlage dieser Dienstleistungsvereinbarungen 7.944 € und 8.003 € in Rechnung. In den gleichen Zeiträumen stellten Tochtergesellschaften der Fresenius SE der

Gesellschaft 16.243 € und 16.110 € in Rechnung. Die Gesellschaft übernimmt ihrerseits bestimmte Dienstleistungen für die Fresenius SE, die u.a. Forschung und Entwicklung, Zentraleinkauf, Patentverwaltung und Lagerung umfassen. Für das 1. Halbjahr 2010 und 2009 nahm die Fresenius SE Dienstleistungen der Gesellschaft in Höhe von 44 € und 1.129 € in Anspruch. Tochtergesellschaften der Fresenius SE wurden im 1. Halbjahr 2010 und 2009 2.419 € bzw. 5.778 € in Rechnung gestellt

Entsprechend den Mietverträgen für Immobilien, die mit der Fresenius SE abgeschlossen wurden, zahlte die Gesellschaft im 1. Halbjahr 2010 und 2009 2.220 € bzw. 2.263 €. An Tochtergesellschaften der Fresenius SE wurden im 1. Halbjahr 2010 und 2009 5.081€ bzw. 5.064 € gezahlt. Die Mehrzahl der Mietverträge läuft 2016 aus und enthält Verlängerungsoptionen.

Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass der Management AG als persönlich haftender Gesellschafterin alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeit einschließlich der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands erstattet werden. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhielt die Management AG im 1. Halbjahr 2010 und 2009 insgesamt 3.755 € bzw. 2.716 €.

b) Produkte

Die Gesellschaft verkaufte im 1. Halbjahr 2010 und 2009 keine Produkte an die Fresenius SE. Im 1. Halbjahr 2010 und 2009 verkaufte die Gesellschaft Produkte in Höhe von 5.414 € bzw. 5.501 € an Tochtergesellschaften der Fresenius SE. Im 1. Halbjahr 2010 und 2009 tätigte die Gesellschaft keine Einkäufe bei der Fresenius SE und Einkäufe bei Tochtergesellschaften der Fresenius SE in Höhe von 16.994 € und 16.734 €.

Zusätzlich zu den oben angeführten Einkäufen bezieht die Gesellschaft momentan Heparin über einen Beschaffungsverband von der APP Inc. Im September 2008 kaufte die Fresenius Kabi AG, die eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fresenius SE ist, sämtliche Anteile an der APP Inc. Die Gesellschaft hat keinen direkten Liefervertrag mit APP Inc. und bestellt nicht direkt bei APP Inc. Im 1. Halbjahr 2010 und 2009 bezog die "Fresenius Medical Care Holdings, Inc." (FMCH) über den zu marktüblichen Konditionen abgeschlossenen Vertrag mit dem Beschaffungsverband Heparin von APP Inc. im Wert von etwa 15.591 US-\$ (11.748 €) bzw. 17.421 US-\$ (13.071€). Der Vertrag wurde von dem Beschaffungsverband und im Namen aller seiner Mitglieder ausgehandelt.

c) Erhaltene und gewährte Darlehen von Fresenius SE

Während des 2. Quartals 2010 hat die Gesellschaft im Rahmen der Cash Pooling Vereinbarungen liquide Mittel in Höhe von insgesamt 161.800 € bei der Fresenius SE angelegt, der Zinssatz betrug 1,02%. Der gesamte Betrag war am 31. Juli 2010 fällig. Für den noch ausstehenden Betrag zum 31. Juli 2010 in Höhe von 109.900 € wurde die Fälligkeit auf den 31. August 2010 verlängert. Der Zinssatz für diese Anlage beträgt 1,09%. Am 30. Juni 2009 legte die Gesellschaft im Rahmen der Cash Pooling Vereinbarungen bei der Fresenius SE 25.159 US-\$ (17.800 €) zu einem Zinssatz von 1,16% an. Der Betrag wurde am 6. Juli 2009 zurückgezahlt.

Während des 2. Quartals 2009 reklassifizierte die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber der Fresenius SE in Höhe von 77.745 € von "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" in "Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen". Der Betrag entspricht der Gewerbesteuerverbindlichkeit der Jahre 1997-2001. Innerhalb dieser Periode zahlte die Fresenius SE die Gewerbesteuer im Namen der Gesellschaft. Von diesem Betrag standen zum 30. Juni 2010 5.747 € aus und werden im Jahr 2010 zu einem Zinssatz von 6% zurückgezahlt.

Am 19. August 2009 lieh sich die Gesellschaft 1.500 € zu einem Zinssatz von 1,335% von der alleinigen Gesellschafterin. Der Betrag wurde am 19. August 2010 zurückgezahlt.

Am 7. November 2008 gewährte die Gesellschaft der Fresenius SE ein Darlehen in Höhe von 50.000 US-\$ zu einem Zinssatz von 6,45% welches am 30. April 2009 fällig und zurückgezahlt wurde.

4. Flüssige Mittel

Zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die flüssigen Mittel wie folgt zusammen:

Flüssige Mittel

in Tsd. $\in$
in Tsd. €
2010 2009
Zahlungsmittel
Wertpapiere (mit einer Fälligkeit von bis zu 90 Tagen)
303.274
163.559
197.563
11.534
Flüssige Mittel 466.833 209.097

5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt zusammen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto

in Tsd. €
2010 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.063.586 1.771.733
abzüglich Wertberichtigungen 222.371 184.957
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 1.841.215 1.586.776

6. Vorräte

Zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die Vorräte wie folgt zusammen:

Vorräte
in Tsd. €
2010 2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 116.881 107.316
Unfertige Erzeugnisse 51.761 44.206
Fertige Erzeugnisse 400.524 333.921
Verbrauchsmaterialien 90.940 84.912
Vorräte 660.106 570.355

7. Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte

Am 1. April 2010 erhielt die Gesellschaft vom Bundesstaat New York die Genehmigung, Eigentum an Kliniken in diesem Bundesstaat zu halten. Dies war zuvor durch bundesstaatliche Gesetze untersagt. Aufgrund dieses Verbotes verwendete die Gesellschaft in der Vergangenheit eine Kombination von Verwaltungsdienstleistungsverträgen, Vereinbarungen über die Option zum Erwerb von Anteilen und Käufen einzelner Vermögensgegenstände, um solche Kliniken nach den ursprünglich als Emerging Issues Task Force 97-2 Application of FASB Statement No. 94 and APB Opinion No. 16 to Physicians Practice Management Entities and Certain Other Entities with Contractual Management Arrangements herausgegebenen und nunmehr im FASB Accounting Standards Codification Topic 810-10 Consolidation: Overall enthaltenen Vorschriften konsolidieren zu können. Im Rahmen derartiger Transaktionen wurde ein Teil des Kaufpreises den identifizierbaren immateriellen Vermögenswerten zugeordnet, während der als immaterieller Vermögenswert "Administrative Services Agreement" klassifizierte verbleibende Teil als Äquivalent zum Goodwill behandelt und in der Bilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 innerhalb der immateriellen Vermögenswerte in der Position Managementverträge ausgewiesen wurde. Mit der nunmehr erfolgten regulatorischen Genehmigung hat die Gesellschaft Eigentum an diesen Kliniken erhalten und daher, übereinstimmend mit der Behandlung anderer Klinikakquisitionen, bei denen die Gesellschaft die Beherrschung durch den Erwerb des rechtlichen Eigentums erlangt hat, mit Wirkung zum 1. April 2010 im Segment Nordamerika 214.706 Mio. US-\$ (161.786 Mio. €) des immateriellen Vermögenswertes "Administrative Services Agreements" von der Position "Managementverträge" im Bilanzposten Immaterielle Vermögenswerte in Firmenwerte umgegliedert.

8. Kurzfristige Darlehen, sonstige Finanzverbindlichkeiten und kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen

Zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die kurzfristigen Darlehen und sonstigen Finanzverbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen wie folgt zusammen:

Kurzfristige Darlehen
in Tsd. €
2010 2009
Verbindlichkeiten aus Kreditlinien 82.612 66.445
Forderungsverkaufsprogramm 244.479 148.549
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 7.077 4.598
Kurzfristige Darlehen und sonstige Finanzverbindlichkeiten 334.168 219.592
Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen (siehe Anmerkung 3.c.) 7.247 7.247
Kurzfristige Darlehen, sonstige Finanzverbindlichkeiten und kurzfristige
Darlehen von verbundenen Unternehmen 341.415 226.839

9. Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen

Zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009 setzten sich die langfristigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen wie folgt zusammen:

Langfristige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen in Tsd. €

2010 2009
Kreditvereinbarung 2006 2.750.653 2.444.842
6 7/8% Anleihe 402.402 342.457
5,50% Anleihe 246.873 -
Euro-Schuldscheindarlehen 200.000 200.000
Kredite von der Europäischen Investitionsbank 274.152 148.174
Verpflichtungen aus aktivierten Leasingverträgen 12.600 12.217
Sonstige 41.037 39.346
Abzüglich Finanzierungskosten (28.657) (26.808)
3.899.060 3.160.228
Abzüglich kurzfristig fälliger Anteil (1.522.572) (111.305)
2.376.488 3.048.923

Kreditvereinbarung 2006

Die folgende Tabelle zeigt die zur Verfügung stehenden Fazilitäten und die Inanspruchnahme aus der Kreditvereinbarung 2006 zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009:

Kreditvereinbarung 2006 - Verfügbarer und in Anspruch genommener Kredit

in Tsd. US-\$
2010 2009
Kreditfazilitäten
Revolvierender Kredit 1.000.000 1.000.000
Darlehen ("Loan A") 1.314.557 1.373.418
Darlehen ("Loan B") 1.545.836 1.553.908
3.860.393 3.927.326
Inanspruchnahmen
Revolvierender Kredit 514.933 594.714
Darlehen ("Loan A") 1.314.557 1.373.418
Darlehen ("Loan B") 1.545.836 1.553.908
3.375.326 3.522.040

Zusätzlich hatte die Gesellschaft zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009 Letters of Credit in Höhe von 121.518 US-\$ und 97.287 US-\$ (zum 30. Juni 2010 99.029 € bzw. zum 31. Dezember 2009 67.532 €) genutzt, die nicht in den oben genannten Inanspruchnahmen zu diesen Zeitpunkten enthalten waren, die jedoch die zur Verfügung stehenden Beträge des revolvierenden Kredits entsprechend reduzieren.

10. Zusätzliche Informationen zum Kapitalmanagement

Zum 30. Juni 2010 betrug die Eigenkapitalquote 44%, und das Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten zur Bilanzsumme belief sich auf 36%. Das Debt/EBITDA Verhältnis betrug 2,5. Zu Zielen des Kapitalmanagements und weiteren Informationen wird auf den gemäß § 315a HGB nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 verwiesen.

Die Gesellschaft wird von den führenden Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch bewertet.

Kreditrating 3. August 2010 Standard & Poor´s Moody´s Fitch Unternehmensrating BB Ba1 BB Ausblick positiv stabil positiv

11. Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft verfügt zurzeit im Wesentlichen über zwei Pensionspläne, einen für deutsche Mitarbeiter und den anderen für Mitarbeiter in den USA, der 2002 nachträglich gekürzt wurde. Die Pensionszahlungen hängen generell von der Anzahl der Dienstjahre und dem Gehalt des Mitarbeiters bei Eintritt des Versorgungsfalls ab. Wie in Deutschland üblich, sind die Pensionszusagen der Gesellschaft Direktzusagen. Für den deutschen Pensionsplan besteht kein gesonderter Pensionsfonds. Jedes Jahr führt FMCH, die maßgebliche US-amerikanische Tochtergesellschaft der FMC-AG & Co. KGaA, dem Pensionsplan für die Mitarbeiter in den USA mindestens den Betrag zu, der sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Employee Retirement Income Security Act of 1974 in seiner ergänzten Form) ergibt. Im Jahr 2010 sehen die gesetzlichen Vorschriften keine Mindestzuführung für den leistungsorientierten Pensionsplan vor. Im 1. Halbjahr 2010 wurden freiwillige Zuführungen in Höhe von 240 € getätigt. Für das verbleibende Geschäftsjahr 2010 erwartet die Gesellschaft weitere freiwillige Zuführungen in Höhe von 255 €.

Die folgende Tabelle zeigt die Ermittlung des Pensionsaufwandes für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2010 und 2009.

Bestandteile des Pensionsaufwands

in Tsd. € 2. Quartal 1. Halbjahr
2010 2009 2010 2009
Laufender Dienstzeitaufwand 1.443 1.442 2.988 2.902
Zinsaufwand 4.160 3.930 8.430 7.986
Erwartete Erträge des Planvermögens
Tilgung von versicherungsmathematischen
(3.290) (2.907) (6.580) (5.950)
Verlusten - netto 218 112 436 229
Pensionsaufwand 2.531 2.577 5.274 5.167

12. Rechtliche Verfahren

Die FMC-AG & Co. KGaA ist regelmäßig in zahlreiche Klagen, Rechtsstreitigkeiten, behördliche und steuerbehördliche Prüfungen, Ermittlungen und sonstige Rechtsangelegenheiten involviert, die sich größtenteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Erbringung von Dienstleistungen und Lieferung von Produkten im Gesundheitswesen ergeben. Der genaue Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und anderen Rechtsangelegenheiten kann stets nur schwer vorhergesagt werden, und es können sich Resultate ergeben, die von der Einschätzung der Gesellschaft abweichen. Die Gesellschaft ist überzeugt, stichhaltige Einwände gegen die in anhängigen Rechtsangelegenheiten geltend gemachten Ansprüche oder Vorwürfe zu besitzen und wird sich vehement verteidigen. Dennoch ist es möglich, dass die Entscheidung einer oder mehrerer derzeit anhängiger oder drohender rechtlicher Angelegenheiten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Zivilrechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaft wurde ursprünglich als Ergebnis einer Reihe von Transaktionen in Übereinstimmung mit der Fusionsvereinbarung und dem Reorganisationsplan vom 4. Februar 1996 zwischen W.R. Grace & Co. und Fresenius SE (vormals: Fresenius AG) gegründet (der Zusammenschluss). Zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses hatte und hat noch heute eine Tochtergesellschaft der W.R. Grace & Co., die W.R. Grace & Co.-Conn., erhebliche Verbindlichkeiten aus Rechtsverfahren im Zusammenhang mit Produzentenhaftung (einschließlich Asbestansprüchen), Steuerverbindlichkeiten

für die Zeit vor dem Zusammenschluss und weitere Verbindlichkeiten, die nicht mit der National Medical Care, Inc. (NMC) in Verbindung stehen, welche vor dem Zusammenschluss das Dialysegeschäft von W.R. Grace & Co. betrieb. Im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss hatte sich W.R. Grace & Co.-Conn. verpflichtet, die Gesellschaft, Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) und NMC von allen Verpflichtungen der W.R. Grace & Co. freizustellen, die sich auf Ereignisse vor oder nach dem Zusammenschluss beziehen mit Ausnahme von Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit dem Geschäftsbetrieb der NMC stehen. Am 2. April 2001 beantragten W.R. Grace & Co. und einige ihrer Tochtergesellschaften die Reorganisation nach "Chapter 11 des USamerikanischen Konkursrechts" (das Grace Chapter 11-Insolvenzverfahren).

Vor und nach Beginn des Grace Chapter 11-Insolvenzverfahrens wurde gegen W.R. Grace & Co. und FMCH Sammelklage erhoben, sowohl von Klägern, die sich als Gläubiger von W.R. Grace & Co.- Conn. ausgeben, als auch von Asbest-Gläubigerausschüssen des Grace Chapter 11- Insolvenzverfahrens. Dabei wird im Wesentlichen behauptet, dass der Zusammenschluss eine betrügerische Übertragung gewesen sei, gegen das Gesetz gegen betrügerische Transfers verstoße und eine Verschwörung darstelle. Alle Verfahren dieser Art wurden entweder zunächst ausgesetzt, an das US-Bezirksgericht überwiesen oder liegen beim US-Konkursgericht als Teil des Grace Chapter 11-Insolvenzverfahrens.

Im Jahr 2003 hat die Gesellschaft eine Vereinbarung in Bezug auf die im Rahmen des Grace Chapter 11-Insolvenzverfahrens anhängigen Angelegenheiten geschlossen. Die Vereinbarung regelt alle Ansprüche gegen die Gesellschaft im Hinblick auf den Vorwurf der betrügerischen Übertragung sowie steuerliche und andere Ansprüche gegen die Gesellschaft. Gemäß den ergänzten Regelungen der Vergleichsvereinbarung werden die Behauptung der betrügerischen Übertragung und andere von den Asbestklägern erhobene Behauptungen öffentlich fallen gelassen, und die Gesellschaft wird Schutz vor allen vorhandenen und allen potentiellen künftigen Ansprüchen im Zusammenhang mit W.R. Grace & Co. erhalten, einschließlich solcher aus betrügerischer Übertragung und aus Asbestansprüchen sowie Freistellungen von Einkommensteuerforderungen, die sich auf die bei der Bestätigung des W.R. Grace & Co. Reorganisations- und Sanierungsplans nicht zur NMC gehörenden Mitglieder der steuerlichen Organschaft W.R. Grace & Co. beziehen. Nachdem der W.R. Grace & Co. Reorganisations- und Sanierungsplan bestätigt worden ist, wird die Gesellschaft gemäß der Vergleichsvereinbarung insgesamt 115.000 US-\$ ohne Zinsen an die W.R. Grace & Co.- Konkursmasse bzw. an eine andere vom Gericht festgelegte Stelle zahlen. Es wurden keine Schuldanerkenntnisse erklärt, und es werden keine Schuldanerkenntnisse erklärt werden. Die Vergleichsvereinbarung wurde vom US-Konkursgericht genehmigt. Nach dem Zusammenschluss war W.R. Grace & Co. in einer mehrstufigen Transaktion im Zusammenhang mit der Sealed Air Corporation (Sealed Air, früher bekannt als Grace Holding, Inc.) involviert. Die Gesellschaft befindet sich in einem Rechtsstreit mit Sealed Air, um ihren Anspruch auf Entschädigung durch Sealed Air für alle Verluste und Aufwendungen der Gesellschaft in Verbindung mit Steuerverbindlichkeiten vor dem Zusammenschluss und im Zusammenhang mit anderen Ansprüchen aus dem Zusammenschluss geltend zu machen. Gemäß der Vergleichsvereinbarung wird dieser Rechtsstreit bei Bestätigung eines Plans, der den Bedingungen der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft in Verbindung mit dem Rechtsstreit gerecht wird, öffentlich fallen gelassen.

Am 4. April 2003 hat FMCH eine Feststellungsklage (Fresenius USA, Inc., et al., v. Baxter International, Inc., et al.) mit der Geschäftsnr. C 03-1431 beim US-Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien eingereicht, mit der gerichtlich festgestellt werden soll, dass FMCH keine Patente der Firma Baxter International, Inc., ihrer Tochtergesellschaften oder ihrer verbundenen Unternehmen (Baxter) verletzt, dass die Patente ungültig sind und dass Baxter kein Recht und keine Befugnis hat, FMCH wegen der angeblichen Verletzung von Patenten der Firma Baxter eine Klage anzudrohen oder einen Prozess gegen FMCH zu führen. Allgemein betreffen die angeblichen Patente die Verwendung von Touchscreen-Schnittstellen für Hämodialysegeräte. Baxter hat Widerklage gegen FMCH auf Schadensersatz in Höhe von über 140.000 US-\$ und auf Erlass einer einstweiligen Verfügung erhoben und behauptet, dass FMCH vorsätzlich die Baxter-Patente verletzte. Am 17. Juli 2006 hatte das Gericht der Klage von FMCH durch Geschworenenurteil stattgegeben und festgestellt, dass die

fraglichen Baxter-Patente offensichtlich ungültig und/oder angesichts des Stands der Technik dispositiv sind.

Am 13. Februar 2007 hat das Gericht dem Antrag von Baxter, das zugunsten von FMCH ergangene Urteil aufzuheben, stattgegeben, die Patente wieder in Kraft gesetzt und deren Verletzung festgestellt. In Folge einer im Rahmen des Verfahrens im Hinblick auf Schadensersatz erfolgten Verhandlung hat das Gericht am 6. November 2007 Baxter durch Geschworenenurteil 14.300 US-\$ zuerkannt. Am 4. April 2008 hat das Gericht Baxters Antrag auf ein neues Verfahren abgelehnt. Für den seit dem 7. November 2007 fortgesetzten Verkauf der mit Touchscreens ausgerüsteten FMCH-Hämodialysegeräte 2008K setzte das Gericht die Zahlung einer Lizenzgebühr an Baxter in Höhe von 10% des Verkaufspreises sowie für zugehörige Einwegartikel, Ersatzteile und Wartung in Höhe von 7% des Verkaufspreises fest und untersagte den Verkauf des Geräts 2008K ab dem 1. Januar 2009. Die Gesellschaft hat gegen die Entscheidung des Gerichts bei dem Bundesberufungsgericht Rechtsmittel eingelegt. Die Gesellschaft hat im Oktober 2008 die Durchführung konstruktiver Veränderungen an dem Gerät 2008K abgeschlossen, die das Risiko weiterer, auf der ursprünglichen bezirksgerichtlichen Entscheidung basierender Ansprüche auf Lizenzzahlungen beseitigen. Am 10. September 2009 hob das Berufungsgericht die Entscheidung des Bezirksgerichts auf und stellte die Unwirksamkeit der behaupteten Ansprüche hinsichtlich zwei der drei strittigen Patente fest. Hinsichtlich des dritten Patents bestätigte das Berufungsgericht die Entscheidung des Bezirksgerichts, jedoch hob es die Untersagung des Verkaufs und die Zubilligung von Schadensersatz auf. Diese Streitpunkte wurden zur nochmaligen Überprüfung im Lichte der Entscheidung über die Unwirksamkeit der meisten Ansprüche an das Bezirksgericht zurückverwiesen. Demzufolge besteht für FMCH kein Erfordernis mehr, Zahlungen auf das gerichtlich anerkannte Treuhandkonto zu leisten, das zur Hinterlegung der durch das Bezirksgericht angeordneten Lizenzgebühren eingerichtet worden war. Bereits einbezahlte Beträge bleiben jedoch bis zur abschließenden Entscheidung über den Fall hinterlegt. Am 18. März 2010 haben das US Patent- und Markenamt (USPTO) und das US Board of Patent Appeals and Interferences (Beschwerdekammer) in einem separaten Prüfungsverfahren (Reexamination) das verbliebene Baxter-Patent für unwirksam erklärt.

Am 28. April 2008 hat Baxter bei dem US-Bundesbezirksgericht für Nord-Illinois, Eastern Division (Chicago), eine Klage (Baxter International, Inc. and Baxter Healthcare Corporation v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc. and Fresenius USA, Inc., Geschäftsnr. CV 2389) eingereicht, in der die Verletzung von vier 2007 und 2008 erteilten Patenten durch Hämodialysemaschinen von FMCH behauptet wird. Sämtliche dieser Patente basieren auf einem der Patente, das bereits durch den vorab beschriebenen Rechtsstreit mit Baxter vom April 2003 streitgegenständlich ist. Die neuen Patente laufen im April 2011 aus und beziehen sich auf Trendkurven, deren Anzeige auf Touchscreen-Schnittstellen erfolgt, sowie auf der Erfassung von Ultrafiltrations-Profilen (Ultrafiltration meint die Entziehung von Flüssigkeiten aus dem Körper eines Patienten durch osmotischen Druck). Das Gericht hat das Verfahren zurzeit ausgesetzt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass ihre Hämodialysemaschinen keine gültigen Patentansprüche dieser Patente von Baxter verletzen. Alle geltend gemachten Patente sind nun in dem anhängigen separaten Überprüfungsverfahren (Reexamination) vor dem USPTO abgewiesen.

Am 17. Oktober 2006 haben Baxter und die DEKA Products Limited Partnership (DEKA) bei dem US-Bundesbezirksgericht für Ost-Texas eine Klage mit der Bezeichnung Baxter Healthcare Corporation and DEKA Products Limited Partnership v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc. d/b/a Fresenius Medical Care North America and Fresenius USA, Inc., Geschäftsnr. CV438 TJW eingereicht, die im weiteren Verlauf an den Gerichtsbezirk Nordkalifornien übertragen wurde. In der Klageschrift wurde behauptet, der LibertyTM Cycler der FMCH verletze neun von Baxter gehaltene oder an Baxter lizenzierte Patente. Während und nach dem Beweisverfahren (Discovery) wurden sieben der geltend gemachten Patente als Klagegegenstand fallengelassen. Zum Abschluss der Verhandlung am 28. Juli 2010 hat die Jury in einem Urteil zugunsten von FMCH befunden, dass der LibertyTM Cycler keine der geltend gemachten Ansprüche aus den Baxter Patenten verletzt.

In Deutschland war eine Patentrechtsstreitigkeit zwischen Gambro Industries (Gambro) auf der einen Seite und der Fresenius Medical Care Deutschland GmbH (FMC D-GmbH) sowie der FMC AG & Co.

KGaA auf der anderen Seite anhängig. Gambro behauptete darin Verletzungen eines Patents betreffend eine Einrichtung zur Vorbereitung medizinischer Lösungen durch die Gesellschaft. Das Landgericht Mannheim hat mit Urteil vom 27. Juni 2008 der Klage von Gambro stattgegeben, die Patentverletzung festgestellt, die Gesellschaft diesbezüglich zu Schadensersatzleistungen verurteilt (die noch im Rahmen eines separaten Gerichtsverfahrens, das Gambro angestrengt hat, zu bestimmen sind; nach einem ersten Verhandlungstermin im Februar 2010 hat das Gericht im Mai 2010 angeordnet, dass das Verfahren solange ruht, bis ein abschließendes Urteil über die Nichtigkeit des Patents ergangen ist) und die Verpflichtung ausgesprochen, den Vertrieb der vermeintlich patentverletzenden Technologie in der ursprünglichen Form in Deutschland zu unterlassen. Die Fresenius Medical Care Deutschland GmbH hatte zunächst bei dem "Bundespatentgericht" (BPatG) Nichtigkeitsklage gegen das Patent von Gambro erhoben. Dieses Verfahren befindet sich zwischenzeitlich in der Berufungsinstanz bei dem Bundesgerichtshof. Ferner hat die Gesellschaft gegen das stattgebende Urteil des Landgerichts Berufung eingelegt. Am 5. Januar 2009 hat Gambro dieses Urteil gegen Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckt. Im Vorfeld zu einer solchen vorläufigen Vollstreckung hatte die Gesellschaft jedoch bereits konstruktive Veränderungen entwickelt, die eine technische Alternative darstellen; inzwischen wurde die vermeintlich patentverletzende Technologie in allen betroffenen Geräten ausgetauscht. Vor dem Hintergrund sowohl der bereits anhängigen Berufung gegen die Entscheidung des BPatG als auch der Berufung gegen das Urteil des Landgerichts ist die Gesellschaft der Auffassung, dass die vermeintlich patentverletzende Technologie gegen keine gültigen Patentansprüche von Gambro verstößt. Das Patent ist im Mai 2010 erloschen, was bedeutet, dass die Anordnung der vorläufigen Vollstreckung bezüglich der Unterlassung nicht mehr länger wirksam ist.

Sonstige Rechtsstreitigkeiten und potenzielle Risiken

"Renal Care Group, Inc." (RCG) ist als Beklagte in einer Klage mit der Bezeichnung Indiana State District Council of Laborers and Hod Carriers Pension Fund v. Gary Brukardt et al. benannt, die ursprünglich am 13. September 2006 beim Chancery Court für den Bundesstaat Tennessee, Zwanzigster Gerichtsbezirk in Nashville eingereicht wurde. In Folge der Klageabweisung durch das erstinstanzliche Gericht, der Einlegung der teilweisen Berufung durch den Kläger sowie der teilweisen Aufhebung durch das Berufungsgericht, hat der Klagegegenstand den Anspruch einer Sammelklage im Namen der ehemaligen Aktionäre von RCG und ist auf Schadensersatz ausschließlich gegen einzelne frühere Mitglieder des Board of Directors von RCG gerichtet. Die jeweiligen Beklagten könnten jedoch Ansprüche auf Freistellung und Aufwandsentschädigung gegenüber der Gesellschaft haben. Die Gesellschaft rechnet damit, dass sie das Verfahren, welches zur Verhandlung bei dem Chancery Court fortgeführt wird, als Beklagte fortsetzen wird, und geht davon aus, dass die Beklagten obsiegen werden.

Am 17. Juli 2007 hat die US-Staatsanwaltschaft, resultierend aus einem im Jahr 2005 begonnenen Ermittlungsverfahren, eine Zivilklage gegen Renal Group, Inc., ihre Tochtergesellschaft RCG Supply Company und FMCH in ihrer Eigenschaft als aktuelle Muttergesellschaft von RCG vor dem United States Bezirksgericht für das Eastern District von Missouri erhoben. Mit der Klage werden Schadensersatzansprüche und Strafmaßnahmen im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit der Method II Zulieferungsgesellschaft von RCG im Jahr 2005 vor dem Erwerb von RCG durch FMCH im Jahr 2006 geltend gemacht. Die Klage läuft unter United States of America ex. rel. Julie Williams et al. vs. Renal Care Group, Renal Care Group Supply Company und FMCH. Am 11. August 2009 hat das Bezirksgericht in Missouri dem Antrag der RCG stattgegeben, gemäß dem der Verhandlungsort an das US-Bezirksgericht für den "Middle District" von Tennessee (Nashville) verlegt wird. Am 22. März 2010 hat das Bezirksgericht Tennessee ein Urteil über ca. 23 Mio. US-\$ Schadenersatz und Zinsen bezüglich des Klagepunktes der ungerechtfertigten Bereicherung gegen die Beklagten erlassen, aber alle sechs in der Klageschrift geltend gemachten Klagebegehren nach dem False Claims Act abgelehnt. Die Gesellschaft legte beim US-Berufungsgericht für den Sechsten Bezirk Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts Tennessee ein und erwirkte einen Aufschub der Vollstreckung der Entscheidung für die Dauer des Berufungsverfahrens. Die US-Staatsanwaltschaft hat Anschlussberufung eingelegt, jedoch das Gericht zusätzlich um eine vorläufige oder ergänzende Entscheidung ersucht. Am 23. Juni 2010 erließ das Bezirksgericht Tennessee die vorläufige

Entscheidung, ein Urteil gegen die Gesellschaft in Höhe von 104 Mio. US-\$ auf Grundlage des False Claims Act zu erlassen, sofern das Verfahren an das Bezirksgericht zurückverwiesen wird. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass RCG die Leitung der Method II Zulieferungsgesellschaft im Einklang mit geltendem Recht durchgeführt hat, dass eine Stattgabe der von den Vereinigten Staaten geltend gemachten Klagebegehren nicht zu erwarten ist und dass sie ihre Position im Verfahren am Ende durchsetzen wird.

Am 27. November 2007 hat das Bundesbezirksgericht für den "Western District" von Texas (El Paso) zwei Anzeigen, die zuvor versiegelt durch eine so genannte qui tam-Anzeigeerstatterin, eine frühere Angestellte einer dortigen Klinik der FMCH, eingereicht worden waren, entsiegelt und deren Zustellung zugelassen. Im Rahmen des ersten Verfahrens wurde behauptet, ein Nephrologe habe in seiner Praxis zum Zwecke der Behandlung von Patienten unrechtmäßigerweise einen Assistenten beschäftigt, der hierfür nicht approbiert gewesen sei. Abrechnungen des Nephrologen und der FMCH gegenüber Medicare hätten daher gegen das Gesetz betreffend unberechtigte Forderungen (False Claims Act) verstoßen. Im Rahmen des zweiten Verfahrens wurde behauptet, FMCH habe sich gegenüber der Anzeigeerstatterin unrechtmäßig verhalten, indem ihr Arbeitsverhältnis durch eine vom Arbeitgeber durch dessen Verhalten herbeigeführte arbeitnehmerseitige Kündigung beendet worden sei. Die Staatsanwaltschaft des "Western District" of Texas lehnte es ab, sich in das Verfahren einzuschalten und den Vorgang im Namen der Vereinigten Staaten zu verfolgen. Am 30. März 2010 hat das Bezirksgericht auf Grundlage einer Juryentscheidung vom 25. Februar 2010 und Entscheidungen des Gerichts von Rechts wegen während der Verhandlung ein endgültiges Urteil zu Gunsten der Beklagten in allen Klagepunkten erlassen. Die Klägerin hat beim Bezirksgericht Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Am 25. Juni 2009 hat FMCH eine Vorlageverfügung der US-Justizbehörden, des US-Bundesanwalts für den Bezirk Massachusetts erhalten. Mit der Vorlageverfügung werden Informationen hinsichtlich der Ergebnisse bestimmter Labortests angefordert, die in den Jahren 2004 bis 2009 für Patienten vorgenommen wurden, die in Dialyseeinrichtungen der FMCH in Behandlung waren. Das Unternehmen beabsichtigt, im Rahmen der Ermittlungen vollumfänglich zu kooperieren.

Die Gesellschaft hat gegen die Versagung der Abzugsfähigkeit der von der Fresenius Medical Care Holdings, Inc. ("FMCH") in den Steuererklärungen für Vorjahre der FMCH geltend gemachten zivilrechtlichen Vergleichszahlungen durch den Internal Revenue Service ("IRS") Anträge auf Erstattung eingereicht. Aufgrund der von der Gesellschaft mit dem IRS geschlossenen Vergleichsvereinbarung hat die Gesellschaft im September 2008 eine Teilerstattung in Höhe von 37.000 USD, einschließlich Zinsen erhalten und sich das Recht bewahrt, die Erstattung aller anderen nicht anerkannten Abzüge auf dem Klagewege vor den US-Gerichten weiter zu verfolgen. Am 22. Dezember 2008 hat die Gesellschaft in dem Verfahren Fresenius Medical Care Holdings, Inc. v United States bei dem US-Bezirksgericht für den Bezirk von Massachusetts eine Klage auf vollständige Erstattung eingereicht. Am 24. Juni 2010 lehnte das Gericht den Antrag von FMCH auf ein Urteil im beschleunigten Verfahren ab und der Rechtsstreit wird vor Gericht weitergeführt.

Die Gesellschaft hat im Steuerjahr 1997 eine Abschreibung auf eine ihrer Tochtergesellschaften vorgenommen, deren steuerliche Anerkennung als Aufwand im Jahr 2003 im Abschluss der für die Jahre 1996 und 1997 durchgeführten Betriebsprüfung versagt wurde. Die Gesellschaft hat vor dem zuständigen deutschen Finanzgericht Klage erhoben, um die Entscheidung der Finanzbehörde anzufechten.

Die steuerliche Betriebsprüfung durch den IRS für die Jahre 2002 bis 2006 wurde nunmehr abgeschlossen. Der IRS hat die Abzugsfähigkeit für konzerninternes genussrechtsähnliches Kapital in diesem Prüfungszeitraum nicht anerkannt. Die Gesellschaft hat gegen die Nichtanerkennung der Abzüge Einspruch eingelegt. Sie wird alle Rechtsmittel nutzen. Ein nachteiliger Ausgang hinsichtlich der Abzugsfähigkeit des konzerninternen genussrechtsähnlichen Kapitals könnte erhebliche negative Auswirkungen auf das Ergebnis sowie die Finanzlage der Gesellschaft haben. Zusätzlich schlug die IRS weitere Anpassungen vor, welche im Konzernabschluss Berücksichtigung fanden.

Im Nachgang zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 7. Mai 2009 haben zwei Aktionäre Anfechtungsklage gegen die von der Hauptversammlung gefassten Beschlüsse zur (i) Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin und zur (ii) Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats erhoben. Das Unternehmen war der Ansicht, dass die Klagen in der Sache unbegründet waren und verteidigte sich mit allen Mitteln gegen diese. Einer der Kläger nahm seine Klage im März 2010 zurück. Die verbleibende Klägerin nahm ihre Klage Anfang Mai 2010 zurück. Daher sind die gefassten Beschlüsse über die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2008 endgültig bestandskräftig geworden.

Die Gesellschaft ist im normalen Geschäftsverlauf Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und Ermittlungen hinsichtlich verschiedenster Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft analysiert regelmäßig entsprechende Informationen und bildet die erforderlichen Rückstellungen für möglicherweise aus solchen Verfahren resultierende Verbindlichkeiten einschließlich der geschätzten Rechtsberatungskosten.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unterliegt, wie die anderer Gesundheitsdienstleister, strengen staatlichen Regulierungen und Kontrollen. Die Gesellschaft muss Vorschriften und Auflagen einhalten, die sich auf die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte und Zulieferungen, auf den Betrieb von Produktionsanlagen, Labors und Dialysekliniken sowie auf den Umwelt- und Arbeitsschutz beziehen. Die Gesellschaft muss ebenfalls die US-Gesetze über das Verbot illegaler Provisionen, gegen betrügerische Zahlungsanforderungen an staatliche Einrichtungen, das Stark Statut sowie andere US-Bundes- und Staatsgesetze gegen Betrug und Missbrauch einhalten. Die zu beachtenden Gesetze und Regulierungen können geändert werden, oder Kontrollbehörden oder Gerichte können die Vorschriften oder geschäftliche Tätigkeiten anders auslegen als die Gesellschaft. In den USA hat die Durchsetzung der Vorschriften für die amerikanische Bundesregierung und für einige Bundesstaaten eine hohe Priorität erlangt.

Außerdem ermuntern die Bestimmungen des False Claims Act (betrügerische Zahlungsanforderungen), die dem Anzeigenden eine Beteiligung an den verhängten Bußgeldern zusichern, private Kläger, sogenannte Whistleblower-Aktionen einzuleiten. Im Mai 2009 wurde der Anwendungsbereich des False Claim Act erweitert und enthält nun zusätzliche Schutzmaßnahmen für sogenannte Whistleblower sowie Verfahrensbestimmungen, die einen Whistleblower darin unterstützen, in einem Fall nach dem False Claims Act vorzugehen. Angesichts dieses von Regulierungen geprägten Umfeldes werden die geschäftlichen Aktivitäten und Praktiken der Gesellschaft auch in Zukunft Gegenstand intensiver Überprüfungen durch Regulierungsbehörden und Dritte sowie von Untersuchungsverlangen, Vorlagebeschlüssen, anderen Anfragen, Rechtsansprüchen und Gerichtsverfahren sein, die sich auf die Einhaltung der relevanten Gesetze und Regulierungen beziehen. Die Gesellschaft wird nicht in jedem Falle von vornherein wissen, dass Untersuchungen oder Aktionen gegen sie angelaufen sind; das gilt insbesondere für Whistleblower-Aktionen, die von den Gerichten zunächst vertraulich behandelt werden.

Die Gesellschaft betreibt eine große Anzahl und Vielfalt von Betriebsstätten in allen Teilen der USA. In einem derart dezentralisierten System ist es häufig schwierig, das wünschenswerte Maß an Aufsicht und Kontrolle über Tausende von Mitarbeitern sicherzustellen, die bei einer Vielzahl von Tochterunternehmen beschäftigt sind. Bei der Führung, dem Management und der Kontrolle dieser Mitarbeiter verlässt sich die Gesellschaft auf ihre Führungsstruktur, auf ihre Regelungskompetenz und juristischen Ressourcen sowie auf die effektive Umsetzung ihres Programms zur Einhaltung von Verhaltensregeln. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass die Gesellschaft feststellen muss, dass Mitarbeiter absichtlich oder versehentlich unangemessene oder falsche Abrechnungen eingereicht haben. Das rechtswidrige Verhalten solcher Mitarbeiter kann dazu führen, dass gegenüber der Gesellschaft Haftungsansprüche u. a. nach dem Anti-Kickback Statut, dem Stark Statut und dem False Claims Act geltend gemacht werden.

Es werden zunehmend Prozesse gegen Ärzte, Krankenhäuser und andere Akteure des Gesundheitswesens wegen fachlicher Fahrlässigkeit, Behandlungsfehler, Produkthaftung, Mitarbeiterentschädigungs- und ähnlicher Ansprüche angestrengt, von denen viele zu hohen Schadensersatzforderungen und zu erheblichen Anwaltskosten führen. Gegen die Gesellschaft sind auf Grund der Art ihres Geschäfts solche Prozesse geführt worden und werden gegenwärtig geführt, und es ist damit zu rechnen, dass auch in Zukunft von Zeit zu Zeit solche Verfahren angestrengt werden. Obwohl die Gesellschaft in angemessenem Umfang versichert ist, kann sie nicht garantieren, dass die Obergrenzen des Versicherungsschutzes immer ausreichend sein werden oder dass alle geltend gemachten Ansprüche durch die Versicherungen abgedeckt sind. Ein erfolgreich durchgesetzter Schadensersatzanspruch gegen die Gesellschaft oder gegen irgendeine ihrer Tochtergesellschaften, der den Versicherungsschutz übersteigt, könnte eine wesentliche negative Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder Schadensersatzanspruch, gleichgültig ob er berechtigt ist, kann das Ansehen und das Geschäft der Gesellschaft negativ beeinflussen.

Gegen die Gesellschaft sind auch Schadensersatzansprüche erhoben und Gerichtsverfahren eingeleitet worden, die sich auf angebliche Patentrechtsverletzungen und von der Gesellschaft erworbene oder veräußerte Unternehmen beziehen. Diese Ansprüche und Verfahren können sich sowohl auf den Geschäftsbetrieb als auch auf das Akquisitions- oder Veräußerungsgeschäft beziehen. Die Gesellschaft hat eigene Rechtsansprüche und Schadensersatzforderungen gestellt, wo dies angebracht war. Eine erfolgreiche Klage gegen die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche ungünstige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Sämtliche Ansprüche, unabhängig von ihrem sachlichen Gehalt oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, können wesentliche ungünstige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Rückstellung für Sonderaufwendungen für Rechtsangelegenheiten

Zum 31. Dezember 2001 hat die Gesellschaft eine Rückstellung für Sonderaufwendungen für Rechtsangelegenheiten in Höhe von 258.159 US-\$ (vor Steuern) gebildet, die ihre Einschätzung der Ausgaben widerspiegelt, die im Zusammenhang mit der Verteidigung und Regelung von Steuerforderungen aus der Zeit vor dem Zusammenschluss, von Ansprüchen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss sowie von Ansprüchen privater Versicherungen auftreten können. Die Aufwendungen aus der Vergleichsvereinbarung und den Vergleichen mit den Versicherungen wurden zulasten dieser Rückstellung gebucht. Mit Ausnahme der vorgeschlagenen Zahlung in Höhe von 115.000 US-\$ (93.717 €) gemäß der Vergleichsvereinbarung in dem Grace Chapter 11- Insolvenzverfahren sind alle in der Rückstellung für Sonderaufwendungen für Rechtsangelegenheiten enthaltenen Sachverhalte beglichen. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass ihre verbleibende Rückstellung die geschätzten künftigen Aufwendungen im Zusammenhang mit der fortgesetzten Verteidigung und Regelung dieser verbleibenden Angelegenheit angemessen widerspiegelt. Es kann aber keine Gewähr dafür gegeben werden, dass die tatsächlichen Kosten, die der Gesellschaft entstehen, den Rückstellungsbetrag nicht überschreiten werden.

13. Finanzinstrumente

Die Gesellschaft wendet IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) an. Dabei sind für die Gesellschaft bisher folgende Kategorien nach IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) relevant: Kredite und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden, Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die folgende Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen den Klassen und Kategorien sowie die Zuordnung der Klassen zu den Bilanzposten.

Klassen
Flüssige Mittel Zum Buchwert bilanzierte
Vermögenswerte
Zum Buchwert bilanzierte
Verbindlichkeiten
Nicht als
Sicherungsinstrumente
designierte derivative
Finanzinstrumente
Als
Sicherungsinstrumente
designierte derivative
Finanzinstrumente
Finanzielle
Vermögenswerte, die
erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte,
Sonstige Aktiva
Kredite und Forderungen Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen, Forderungen
gegen verbundene
Unternehmen, Sonstige
kurzfristige
Vermögenswerte
Kategorien Finanzielle
Verbindlichkeiten, die
erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Rückstellungen und
sonstige
Verbindlichkeiten 3
Finanzielle
Verbindlichkeiten, die zum
Restbuchwert bewertet
werden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen, kurzfristige Darlehen
und sonstige
Finanzverbindlichkeiten, kurzfristige
Darlehen von verbundenen
Unternehmen, langfristige
Verbindlichkeiten und
Verbindlichkeiten aus aktivierten
Leasingverträgen1,
Genussscheinähnliche Wertpapiere
Keiner Kategorie
zugeordnet
Flüssige Mittel Langfristige Verbindlichkeiten und
Verbindlichkeiten aus aktivierten
Leasingverträgen 2
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte,
sonstige Aktiva,
Rückstellungen und
sonstige
Verbindlichkeiten 3

1 ohne Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen

2 enthält ausschließlich Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen

3 inklusive kurzfristiger Anteil

Marktwerte der Finanzinstrumente

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte sowie die Marktwerte der Finanzinstrumente der Gesellschaft zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009 dargestellt:

Markt- und Buchwerte der Finanzinstrumente

in Tsd. € 30. Juni
2010
30. Juni
2010
31. Dezember
2009
31. Dezember
2009
Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
Flüssige Mittel 466.833 466.833 209.097 209.097
Zum Buchwert bilanzierte Vermögenswerte1) 2.030.693 2.030.693 1.776.201 1.776.201
Zum Buchwert bilanzierte Verbindlichkeiten 5.107.519 5.119.753 4.282.695 4.279.146
Nicht als Sicherungsinstrumente designierte
derivative Finanzinstrumente
(20.996) (20.996) 1.032 1.032
Als Sicherungsinstrumente designierte
derivative Finanzinstrumente
(225.010) (225.010) (70.815) (70.815)
1) enthält kurzfristige Termingeldanlagen in Höhe von 100.000 € in 2010

Nicht-Derivative Finanzinstrumente

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen erläutert, die bei der Ermittlung der Marktwerte von nicht-derivativen Finanzinstrumenten angewendet werden:

Flüssige Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt, der dem Marktwert entspricht.

Kurzfristige Finanzinstrumente, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Termingeldanlagen, sowie kurzfristige Darlehen, werden mit dem Buchwert angesetzt, der aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten dieser Instrumente eine angemessene Schätzung des Marktwertes darstellt.

Die Marktwerte der wesentlichen langfristigen Finanzinstrumente werden anhand vorhandener Marktinformationen ermittelt. Finanzinstrumente, für die Kursnotierungen verfügbar sind, werden mit diesen Kursnotierungen bewertet. Der Marktwert der anderen langfristigen Finanzinstrumente ergibt sich als Barwert der entsprechenden zukünftigen Zahlungsströme. Für die Ermittlung dieser Barwerte werden die am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Kreditmargen der Gesellschaft berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft ist Marktrisiken aus Veränderungen von Zinssätzen und Wechselkursen ausgesetzt. Zur Steuerung der Risiken aus Zinssatz- und Wechselkursänderungen tritt die Gesellschaft im Rahmen der von der persönlich haftenden Gesellschafterin festgelegten Limite in verschiedene Sicherungsgeschäfte mit Banken mit einem hohen Rating ein. Quartalsweise erfolgt eine Bewertung des Kreditrisikos der Geschäftspartner, welches derzeit als niedrig eingestuft wird. Es ist ein von der Gesellschaft konsequent verfolgter Grundsatz, diese derivativen Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung der Währungsrisiken einzusetzen.

In gewissen Fällen schließt die Gesellschaft Derivate ab, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, die jedoch zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt werden ("economic hedges"). Die Gesellschaft verwendet Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke.

Management des Währungsrisikos

Die Gesellschaft führt ihre Geschäfte weltweit in verschiedenen Währungen, wobei sie jedoch hauptsächlich in Deutschland und in den USA tätig ist. Für die Finanzberichterstattung ist der € die Berichtswährung. Daher beeinflussen Wechselkursänderungen zwischen dem € und den lokalen Währungen, in denen die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erstellt werden, die im Konzernabschluss dargestellte Finanz- und Ertragslage.

Die Fremdwährungsrisiken der Gesellschaft ergeben sich aus Transaktionen wie Käufen und Verkäufen in fremder Währung. Die Gesellschaft fakturiert die Verkäufe von in ihren europäischen Produktionsstätten hergestellten Produkten an internationale Geschäftseinheiten überwiegend in Euro und fakturiert in geringem Umfang Verkäufe von Produkten in anderen nicht-funktionalen Währungen. Dadurch werden die Tochtergesellschaften der Gesellschaft Wechselkursänderungen zwischen dem Euro und den Währungen ausgesetzt, in denen sie ihre lokalen Geschäftstätigkeiten durchführen. Zur Sicherung der bestehenden oder zu erwartenden Transaktionsrisiken setzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte und in geringem Umfang Devisenoptionen ein. Zum 30. Juni 2010 waren keine Devisenoptionen im Bestand.

Marktwertänderungen von Devisenterminkontrakten, die als Cash Flow Hedges für geplante Wareneinkäufe und –verkäufe bestimmt und designiert sind, werden bei Anwendung von Hedge Accounting erfolgsneutral im Eigenkapital (Kumuliertes Übriges Comprehensive Income (Loss)) abgegrenzt.

Im Zusammenhang mit Konzerndarlehen in fremder Währung tätigt die Gesellschaft in der Regel Devisenswapgeschäfte. Dadurch wird sichergestellt, dass aus konzerninternen Darlehen in fremder Währung keine Wechselkursrisiken entstehen. Sofern für diese Derivate Hedge Accounting angewandt wird, werden deren Marktwertänderungen ebenfalls erfolgsneutral im Kumulierten Übrigen Comprehensive Income (Loss) abgegrenzt.

Diese Beträge werden in der Folgezeit zeitgleich mit den Ergebniswirkungen der abgesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung bei Devisenterminkontrakten als Umsatzkosten und bei Konzerndarlehen als Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten erfasst. Das Nominalvolumen aller Kontrakte, die als Cash Flow Hedges designiert wurden, betrug 700.477 € und 747.062 € zum 30. Juni 2010 bzw. 31. Dezember 2009.

Die Gesellschaft geht auch Derivate für geplante Wareneinkäufe und –verkäufe und Konzerndarlehen in Fremdwährung ein, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, die jedoch, wie oben definiert, zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt werden (economic hedges). In diesen Fällen werden die Marktwertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und gleichen somit im Wesentlichen die gegenläufigen Marktwertänderungen der zugrundeliegenden Geschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Die Nominalwerte der Kontrakte für die kein Hedge Accounting angewandt wird, betrugen 728.529 € und 521.180 € zum 30. Juni 2010 bzw. 31. Dezember 2009.

Management des Zinsrisikos

Die Gesellschaft setzt Derivate, vor allem Zinsswaps und in einem gewissen Umfang Zinsoptionen ein, um sich gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern. Diese Zinsderivate sind als Cash Flow Hedges designiert. Der Großteil dieser Zinsswaps dient dazu, einen wesentlichen Teil der in US-Dollar zu leistenden variablen Zinszahlungen, die im Rahmen der Kreditvereinbarung 2006 fällig sind, in fixe Zinszahlungen umzuwandeln. Die anderen Zinsswaps wurden im Hinblick auf die Aufnahme zukünftiger Verbindlichkeiten abgeschlossen.

Die Nominalwerte der als Cash Flow Hedges klassifizierten US-Dollar Zinsswaps betrugen 2.587.401 € (3.175.000 US-\$) und 1.665.973 € (2.400.000 US-\$) zum 30. Juni 2010 bzw. 31. Dezember 2009.

Bewertung der Derivativen Finanzinstrumente

Die folgende Tabelle zeigt die derivativen Finanzinstrumente der Gesellschaft zum 30. Juni 2010 und zum 31. Dezember 2009:

Bewertung der derivativen Finanzinstrumente

in Tsd. €

30. Juni 31. Dezember
2010
Aktiva(2)
Passiva(2) 2009
Aktiva(2)
Passiva(2)
Als Sicherungsinstrumente designierte
derivative Finanzinstrumente(1)
kurzfristig
Devisenkontrakte
Zinssicherungsgeschäfte (US-\$)
1.430
-
(96.162)
(56.029)
6.177
-
(6.422)
(211)
Zinssicherungsgeschäfte (Yen) - (1) - -
langfristig
Devisenkontrakte 15 (860) 3.668 (576)
Zinssicherungsgeschäfte (US-\$) - (73.403) - (73.449)
Zinssicherungsgeschäfte (Yen) - - - (2)
Total 1.445 (226.455) 9.845 (80.660)
Nicht als Sicherungsinstrumente designierte
derivative Finanzinstrumente(1)
kurzfristig
Devisenkontrakte 1.860 (22.863) 5.342 (4.316)
langfristig
Devisenkontrakte 7 - 6 -
Total 1.867 (22.863) 5.348 (4.316)

(1) Zum 30. Juni 2010 und 31. Dezember 2009 erfolgte die Bewertung von Derivaten der Gesellschaft basierend auf signifikanten sonstigen beobachtbaren Werten (Level 2).

(2) Derivative Finanzinstrumente werden in jeder Berichtsperiode zum Marktwert bewertet, demzufolge entspricht der Buchwert zum Berichtstermin auch dem Marktwert.

Der kurzfristig fällige Teil der Zinssicherungsgeschäfte und der Devisenkontrakte, der in der vorhergehenden Tabelle als Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit gezeigt ist, wird in der Bilanz unter sonstige kurzfristige Vermögenswerte bzw. unter Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der als Vermögenswert bzw. als Verbindlichkeit ausgewiesene langfristig fällige Teil ist in den sonstigen Aktiva bzw. in den Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen erläutert, die bei der Ermittlung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten angewendet werden:

Bei Zinsswaps erfolgt die Bewertung durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze. Für die Ermittlung der Marktwerte von Devisentermingeschäften wird der kontrahierte Terminkurs mit dem Terminkurs des Bilanzstichtags für die Restlaufzeit des jeweiligen Kontrakts verglichen. Der daraus resultierende Wert wird unter Berücksichtigung aktueller Marktzinssätze der entsprechenden Währung auf den Bilanzstichtag diskontiert.

Die Gesellschaft bezieht bei der Ermittlung der Marktwerte der als Verbindlichkeiten bilanzierten derivativen Finanzinstrumente das eigene Kreditrisiko ein. Für die Bewertung der als Vermögenswerte bilanzierten derivativen Finanzinstrumente wird das Kreditrisiko der Vertragspartner einbezogen.

Einfluss der Derivate auf die Gesamtergebnisrechnung

in Tsd. € Im kumulierten übrigen
Comprehensive Income
angesetzter Gewinn/
(Verlust) aus Derivaten
Ausweis des
(Gewinns)/ Verlusts
nach Umbuchung aus
kumuliertem übrigen
Im Ergebnis angesetzter
(Gewinn)/ Verlust nach
Umbuchung aus
kumuliertem übrigen
Comprehensive Income
Als Sicherungsinstrumente
designierte derivative
Comprehensive
Income in das
Ergebnis
Finanzinstrumente (Effektiver Anteil) (Effektiver Anteil)
30. Juni 2010 30. Juni 2009 (Effektiver Anteil) 2. Halbjahr
2010
2. Halbjahr
2009
Zinssicherungsgeschäfte (US-\$) (39.719) 18.515 Zinsertrag/ -aufwand - (25)
Zinssicherungsgeschäfte (Yen)
Devisenkontrakte
1
(16.675)
4
(3.871)
Zinsertrag/ -aufwand
Aufwendungen zur
Erzielung der
Umsatzerlöse
-
1.423
-
(2.625)
(56.393) 14.648 1.423 (2.650)
Nicht als
Sicherungsinstrumente
designierte derivative
Finanzinstrumente
Ausweis des im Ergebnis aus Derivaten
angesetzten (Gewinns) / Verlusts
Im Ergebnis aus Derivaten
angesetzter (Gewinn)/
Verlust
2. Halbjahr
2010
2. Halbjahr
2009
Devisenkontrakte Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten
Zinsertrag/ -aufwand
32.299 (2.847)
(6.968) (518)
25.331 (3.365)

Die Gesellschaft geht davon aus, in den kommenden 12 Monaten einen Verlust in Höhe von 12.561 US-\$ zum 30. Juni 2010 aus dem kumulierten übrigen Comprehensive Income als Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen.

Zum 30. Juni 2010 hatte die Gesellschaft Devisenkontrakte mit einer maximalen Laufzeit von 29 Monaten und Zinsswaps mit einer maximalen Laufzeit von 26 Monaten im Bestand.

14. Segment-Berichterstattung

Die Gesellschaft hat gemäß IFRS 8 drei Geschäftssegmente identifiziert: Nordamerika, International und Asien-Pazifik. Sie ergeben sich aus der Art, wie die Gesellschaft ihre Geschäfte steuert. Alle Segmente sind im Wesentlichen tätig in den Bereichen Dialysedienstleistungen, Produktion und Vertrieb von Produkten und Ausrüstungen für die Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz. In den USA führt die Gesellschaft zusätzlich klinische Labortests durch und bietet stationäre Dialysebehandlung sowie andere Dienstleistungen im Rahmen von Verträgen mit Kliniken an. Die Gesellschaft hat die operativen Segmente International und Asien-Pazifik zum Segment "International" zusammengefasst. Diese Zusammenfassung erfolgte wegen der Ähnlichkeit der in den beiden Segmenten vorherrschenden wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die Ähnlichkeit bezieht sich u.a. auf die Erbringung von Dienstleistungen sowie die vertriebenen Produkte, auf die Art der Patientenstrukturen, auf die Vertriebsmethoden für Produkte und Dienstleistungen sowie auf das wirtschaftliche Umfeld.

Die Zielgrößen, an denen die Segmente vom Vorstand gemessen werden, sind so gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der Segmente liegen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass der dafür am besten geeignete Maßstab das operative Ergebnis der Segmente ist, welches die Ertragskraft der Gesellschaft misst. Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Segmente unterliegt. Daher gehen Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die Zielgröße für ein Segment ein. Darüber hinaus werden die Kosten der Zentralbereiche, die im Wesentlichen Aufwendungen der Konzernzentrale in den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen, Beratungsleistungen etc. beinhalten, nicht berücksichtigt, da es sich nach Ansicht der Gesellschaft um Kosten handelt, die nicht der Kontrolle der einzelnen Segmente unterliegen. Zusätzlich werden manche Akquisitionen und immateriellen Vermögenswerte nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet, sondern den Zentralbereichen. Auch die Steueraufwendungen unterliegen nach Ansicht der Gesellschaft nicht dem Einfluss der Segmente.

Der Vorstand der Gesellschaft steuert die jeweiligen Segmente anhand von Zielgrößen, die auf US-GAAP Zahlen basieren. In der Segmentberichterstattung werden daher die Kennzahlen der einzelnen Segmente gemäß US-GAAP dargestellt. Mit den in der Spalte "IFRS-Überleitung" dargestellten Bewertungsunterschieden wird dann von den Segmentdaten nach US-GAAP auf die Kennzahlen nach IFRS übergeleitet. Die Unterschiede zu den Kennzahlen nach IFRS resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen bilanziellen Behandlung von Gewinnen aus Sale and Leaseback-Transaktionen mit einer Operating-Lease Vereinbarung, Entwicklungskosten sowie von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten für Pensionen.

Angaben über die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2010 und 2009 nach Segmenten enthält die folgende Tabelle.

Segmentinformationen

in Tsd. €
Nordamerika International Segmente
Gesamt
Konzern US-GAAP
Gesamt
IFRS
Überleitung
IFRS
Gesamt
2. Quartal 2010
Umsatzerlöse mit Dritten 1.586.659 720.922 2.307.581 77 2.307.658 - 2.307.658
Umsätze zwischen den Segmenten 968 17.259 18.227 - - - -
Umsatzerlöse 1.587.627 738.181 2.325.808 (18.150) 2.307.658 - 2.307.658
Abschreibungen (55.846) (37.209) (93.055) (1.835) (94.890) (447) (95.337)
Operatives Ergebnis 258.130 135.020 393.150 (30.128) 363.022 (427) 362.595
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte sowie
Akquisitionen und sonstige
Investitionen
68.346 82.967 151.313 101.907 253.220 9 253.229
2. Quartal 2009
Umsatzerlöse mit Dritten
1.377.281 652.038 2.029.319 111 2.029.430 - 2.029.430
Umsätze zwischen den Segmenten 566 15.804 16.370 - - - -
Umsatzerlöse 1.377.847 667.842 2.045.689 (16.259) 2.029.430 - 2.029.430
Abschreibungen (47.494) (31.893) (79.387) (1.608) (80.995) (529) (81.524)
Operatives Ergebnis 218.528 112.680 331.208 (24.671) 306.537 763 307.300
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte sowie
Akquisitionen
78.327 59.029 137.356 229 137.585 26 137.611
1. Halbjahr 2010
Umsatzerlöse mit Dritten
3.003.745 1.387.798 4.391.543 234 4.391.777 - 4.391.777
Umsätze zwischen den Segmenten 1.377 32.516 33.893 (33.893) - - -
Umsatzerlöse 3.005.122 1.420.314 4.425.436 (33.659) 4.391.777 - 4.391.777
Abschreibungen (107.696) (73.633) (181.329) (3.559) (184.888) (837) (185.725)
Operatives Ergebnis 479.561 244.160 723.721 (54.467) 669.254 1.007 670.261
Aktiva der Segmente 9.193.896 3.217.378 12.411.274 627.243 13.038.517 44.846 13.083.363
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte sowie
Akquisitionen und sonstige
Investitionen (1)
135.488 150.060 285.548 104.688 390.236 (616) 389.620
1. Halbjahr 2009
Umsatzerlöse mit Dritten 2.738.715 1.255.188 3.993.903 229 3.994.132 - 3.994.132
Umsätze zwischen den Segmenten 925 29.256 30.181 (30.181) - - -
Umsatzerlöse 2.739.640 1.284.444 4.024.084 (29.952) 3.994.132 - 3.994.132
Abschreibungen (96.380) (62.404) (158.784) (3.162) (161.946) (950) (162.896)
Operatives Ergebnis 427.244 225.342 652.586 (42.233) 610.353 1.938 612.291
Aktiva der Segmente 7.819.250 2.768.857 10.588.107 261.670 10.849.777 45.962 10.895.739
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte sowie
Akquisitionen (2)
137.005 114.029 251.034 578 251.612 (281) 251.331

(1) In den Akquisitionen des Segments International und Konzern sind nicht-zahlungswirksame Akquisitionen von 6.694 € (IFRS 6.489 €) und 1.601€ (IFRS 1.601€) nicht enthalten.

(2) In den Akquisitionen des Segments International sind nicht-zahlungswirksame Akquisitionen von 1.371 € (IFRS 716 €) nicht enthalten.

15. Zusätzliche Informationen zum Konzern - Cash Flow

Die folgende Übersicht liefert zusätzliche Informationen in Bezug auf den Konzern - Cash Flow:

Zusätzliche Angaben zum Konzern - Cash Flow

in Tsd. €
1. Halbjahr
2010 2009
Zusätzliche Angaben zum Konzern - Cash Flow
Zinszahlungen 107.921 124.940
Zahlungen für Ertragsteuern (1) 197.193 161.107
Mittelzufluss aus der Ausübung von Aktienoptionen 1.792 1.790
Zusätzliche Offenlegung von Cash Flow Informationen
Zusätzliche Informationen zu Akquisitionen:
Ausgaben für erworbene Vermögenswerte (139.600) (71.846)
Übernommene Verbindlichkeiten 8.517 4.672
Anteile anderer Anteilseigner 4.326 10.193
Als Teil des Kaufpreises über- bzw. aufgenommene Schulden 8.090 716
Barzahlungen (118.667) (56.265)
Abzüglich erworbene Barmittel 1.264 3.005
Nettoauszahlungen für Akquisitionen (117.402) 53.260

(1) abzüglich Steuerstattungen

16. Nachtragsbericht

Seit Ende des 1. Halbjahres 2010 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten, die die ausgewiesenen Kennzahlen und Geschäftsergebnisse in irgendeiner Form nennenswert beeinflussen.

Hof an der Saale, 20. August 2010

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

_____________________________

Vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Fresenius Medical Care Management AG

Der Vorstand

Dr. B. Lipps R. Powell M. Brosnan R. Fusté

Dr. E. Gatti Dr. R. Runte K. Wanzek

Corporate Governance

Die persönlich haftende Gesellschafterin vertreten durch den Vorstand der Fresenius Medical Care Management AG und der Aufsichtsrat der FMC-AG & Co. KGaA haben die nach § 161 Aktiengesetz vorgeschriebene Entsprechungserklärung abgegeben. Die Gesellschaft hat die Erklärung auf ihrer Internetseite www.fmc-ag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Prüferische Durchsicht

Der Konzernabschluss und der Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2010 wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Fresenius Medical Care-Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."

Hof an der Saale, 20. August 2010

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

______________________________

Vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Fresenius Medical Care Management AG

Der Vorstand

Dr. B. Lipps R. Powell M. Brosnan R. Fusté

Dr. E. Gatti Dr. R. Runte K. Wanzek

Kontakte und Kalender

Kontakt

Fresenius Medical Care 61346 Bad Homburg Tel. +49 6172 609 0 www.fmc-ag.de

Oliver Maier Leiter Investor Relations & Corporate Communications Tel. +49 6172 609 2525 Fax +49 6172 609 2301 E-Mail: [email protected]

Kalender 2010

Kalender 2011

Kapitalmarkttag 1.-2. September 2010 Veröffentlichung zum 3. Quartal 2. November 2010

Veröffentlichung zum Geschäftsjahr 2010: 23. Februar 2011 Veröffentlichung zum 1. Quartal 2011: 4. Mai 2011 Hauptversammlung: 12. Mai 2011 Dividendenzahlung: 13. Mai 2011 (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung) Veröffentlichung zum 2. Quartal 2011: 2. Aug 2011 Veröffentlichung zum 3. Quartal 2011: 2. Nov 2011

Änderungen vorbehalten.

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