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freenet AG Interim / Quarterly Report 2016

Aug 10, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Publication

freenet AG

Büdelsdorf

Zwischenbericht zum 30.06.2016 (Q2/2016)

ZWISCHENBERICHT ZUM 30. JUNI 2016

Q2 2016

KENNZAHLENÜBERSICHT:

KONZERN

Operative Entwicklung

In Mio. EUR bzw. lt. Angabe 1. Hj. 2016 1. Hj. 2015 Q2/2016 Q1/2016 Q2/2015
Umsatzerlöse 1.556,9 1.501,0 807,7 749,2 752,5
Rohertrag1 412,1 377,8 219,9 192,2 186,4
EBITDA2 194,0 175,1 104,8 89,1 89,1
EBIT3 131,6 140,9 64,4 67,3 70,3
EBT 98,6 121,6 43,0 55,5 60,6
Konzernergebnis 101,0 111,1 49,6 51,3 54,9
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) 0,81 0,86 0,40 0,41 0,42

Bilanz

In Mio. EUR bzw. lt. Angabe 30.6.2016 30.6.2015 30.6.2016 31.3.2016 30.6.2015
Bilanzsumme 4.278,9 2.464,7 4.278,9 4.608,3 2.464,7
Eigenkapital 1.273,9 1.217,3 1.273,9 1.426,9 1.217,3
Eigenkapitalquote in % 29,8 49,4 29,8 31,0 49,4

Finanzen und Investitionen

In Mio. EUR 1. Hj. 2016 1. Hj. 2015 Q2/2016 Q1/2016 Q2/2015
Free Cashflow4 180,8 136,3 115,9 64,9 74,1
Abschreibungen und Wertminderungen 56,8 34,2 35,1 21,7 18,8
Nettoinvestitionen5 (CAPEX) 24,7 14,9 17,7 7,0 6,6
Nettofinanzschulden6 898,0 500,3 898,0 805,0 500,3
Pro-forma-Nettofinanzschulden7 1.526,9 500,3 1.526,9 1.411,3 500,3

Aktie

30.6.2016 30.6.2015 30.6.2016 31.3.2016 30.6.2015
Schlusskurs Xetra in EUR 23,08 30,22 23,08 26,29 30,22
Anzahl der ausgegebenen Aktien in Tsd. Stück 128.061 128.061 128.061 128.061 128.061
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 2.955,0 3.869,4 2.955,0 3.366,7 3.869,4

Mitarbeiter

30.6.2016 30.6.2015 30.6.2016 31.3.2016 30.06.2015
Mitarbeiter 4.879 4.611 4.879 4.990 4.611

KENNZAHLENÜBERSICHT:

SEGMENT MOBILFUNK

Kundenentwicklung

In Mio. 1. Hj. 2016 1. Hj. 2015 Q2/2016 Q1/2016 Q2/2015
Mobilfunkkunden-/karten8 12,09 12,38 12,09 12,15 12,38
davon Customer-Ownership 9,42 9,11 9,42 9,37 9,11
davon Postpaid 6,39 6,16 6,39 6,36 6,16
davon No-frills 3,02 2,94 3,02 3,01 2,94
davon Prepaid 2,67 3,27 2,67 2,79 3,27
Brutto-Neukunden 1,31 1,39 0,67 0,64 0,68
Netto-Veränderung -0,14 -0,35 -0,06 -0,08 -0,16

Operative Entwicklung

In Mio. EUR 1. Hj. 2016 1. Hj. 2015 Q2/2016 Q1/2016 Q2/2015
Umsatzerlöse 1.465,2 1.473,6 737,8 727,4 739,0
Rohertrag1 353,6 353,2 176,9 176,7 174,3
EBITDA2 189,4 183,5 98,6 90,7 92,1

Monatlicher Umsatz pro Kunde (ARPU)

In EUR 1. Hj. 2016 1. Hj. 2015 Q2/2016 Q1/2016 Q2/2015
Postpaid 21,4 21,2 21,4 21,5 21,4
No-frills 2,4 2,5 2,4 2,4 2,6
Prepaid 3,0 2,8 3,1 2,9 3,0

SEGMENT TV UND MEDIEN

Operative Entwicklung

In Mio. EUR 1. Hj. 2016 1. Hj. 2015 Q2/2016 Q1/2016 Q2/2015
Umsatzerlöse 78,0 0,0 67,6 10,4 0,0
Rohertrag1 37,3 0,0 32,5 4,8 0,0
EBITDA2 10,5 0,0 9,5 1,0 0,0

1 Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand.

2 Konzernergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Wertminderungen, inklusive Ergebnisanteile der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, exklusive Abschreibungen und latente Steuern aus der Folgebewertung bezüglich der Schatten-PPA (Bestandteil des Ergebnisses, der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen).

3 Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern.

4 Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

5 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, abzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

6 Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel, abzüglich des Anteils am Börsenwert der Sunrise Communications Group AG zum 31. März 2016 bzw. 30. Juni 2016 (Schlusskurs Börse Frankfurt am Main).

7 Finanzschulden, abzüglich flüssiger Mittel.

8 Am Ende der Periode.

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Liebe Aktionäre, Kunden, Geschäftspartner und Freunde der freenet AG,

der 31. Mai 2016 markiert einen Meilenstein in der Geschichte des digitalen Fernsehempfangs in der Bundesrepublik Deutschland: Zu diesem Datum startete unter großer medialer Begleitung in mehreren deutschen Ballungszentren das neue DVB-T2 HD im Pilotbetrieb. Damit können Zuschauer dort jetzt ultrahochauflösende Fernsehbilder über Antenne empfangen - zunächst beschränkt auf ARD und ZDF als öffentlich-rechtliche Sender sowie die Privatsender RTL, Sat.1, ProSieben und VOX.

Mit dem Ende der Testphase am 29. März kommenden Jahres folgt dann ein weiterer Meilenstein: Bis zu 18 öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten senden fortan terrestrisch und kostenlos ihre Programme, während rund 20 Privatsender dann ebenfalls auf Ultra HD-Qualität wechseln und dann verschlüsselt gegen eine entsprechende Gebühr zu empfangen sein werden. Die enthaltenen Programme werden mittelfristig mindestens 96 Prozent des Zuschauermarktanteils abdecken, und spätestens 2019 wird DVB-T2 HD terrestrisch über 80 Prozent der deutschen Bevölkerung erreichen.

Damit beginnt auch eine neue Zeitrechnung für die freenet AG. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Paradigmenwechsels in der Fernsehlandschaft und der stark wachsenden internetbasierten Nutzung von TV-Formaten, Streaming- und Mediathek-Diensten hatten wir zu Jahresanfang zwei grundlegende Akquisitionen beziehungsweise Beteiligungen vollzogen: die der Media Broadcast Gruppe und der EXARING AG. Für die ohnehin recht dynamische Historie unseres Unternehmens bedeutet dies ein weiteres, sehr spannendes Kapitel - nämlich den Einstieg in das TV-Geschäft und Home-Entertainment der Zukunft.

Denn zum einen stellt Media Broadcast als alleiniger kommerzieller Anbieter von DVB-T2 HD mit der terrestrischen Antennenübertragung der zweiten Generation das oben beschriebene neue Senderpaket in Full-HD-Qualität zur Verfügung; und das als Standard nicht nur für den Fernseher zu Hause, sondern auch für das Tablet oder Smartphone unterwegs, beispielsweise im Liegestuhl im Garten, im Zug oder Auto. Das Paket wird noch ergänzt durch den Zugang zu Abrufdiensten wie den jeweiligen Mediatheken der Sender.

Zum anderen verfügt EXARING über ein mehr als 11.000 Kilometer langes Glasfasernetz, das technisch rund 23 Millionen deutsche Haushalte erreicht, die heute schon über einen Breitbandanschluss mit mehr als 16 Mbit/s verfügen. Unsere Beteiligung mit einer Option zum schrittweisen Mehrheitserwerb sichert uns die Vertriebsrechte an dieser geschlossenen IP-Plattform - und damit auch die Umsetzung zukünftiger Bewegtbild-Innovationen wie Virtual Reality oder Holographie/3D.

Wie schon zuvor an dieser Stelle anlässlich der aktuellen Zukäufe beschrieben, sind die künftigen Perspektiven in diesen Geschäftsfeldern sehr vielversprechend: Laut Unterhaltungselektronikverband GFU avanciert der Fernseher immer mehr zum zentralen Gerät für Bewegtbild-Unterhaltung sowie Home Entertainment/Automation, und der Absatz von hochauflösenden UHD-Geräten in Deutschland steigt derzeit deutlich an. Zudem verbringt der Durchschnittsdeutsche nicht nur fast vier Stunden täglich vor dem TV; zusätzlich bezahlen laut Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen mittlerweile 16 Prozent der befragten deutschen Internetnutzer für einen Videoabrufdienst im Internet. Und das in einem noch sehr jungen Marktumfeld, dessen Online-Umsätze nach Prognosen von PricewaterhouseCoopers in Deutschland von 81 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 410 Millionen Euro in 2019 steigen werden.

Wir sind fest davon überzeugt, dass mit der technologischen Verschmelzung von digitalem linearen HDTV und Mediatheken, von Cloud-basierten Streaming- und PC-Diensten, von Online-Spielen und Video-on-Demand-Angeboten neue Dimensionen von Information und Unterhaltung entstehen. Und zwar App-gesteuert per Smartphone oder Tablet in den Auflösungen HD, 4K und 8K - zu Hause oder auf mobilen Geräten unterwegs. Ebenso sind wir fest davon überzeugt, unser über viele Jahre bewährtes Subskriptionsmodell mit derzeit 12,09 Millionen Kunden im Bereich Mobilfunk/mobiles Internet auf die neuen Geschäftsfelder übertragen zu können.

Doch Visionen sind eine Sache; deren tatkräftige, erfolgreiche Umsetzung eine andere. So waren dann auch die zurückliegenden Monate durch sehr intensive Vorbereitungsarbeiten in der jetzt deutlich größer gewordenen freenet Gruppe geprägt. Schließlich soll und wird freenet TV - so der Markenname unseres neuen DVB-T2-Produkts im Privatsenderbereich - einen reibungslosen Start hinlegen bei der generellen Umschaltung auf DVB-T2 und Abschaltung des bisherigen freien Standards DVB-T Ende März 2017.

Dazu haben wir über ein Dutzend Hersteller von jetzt schon am Markt verfügbaren Set-Top-Boxen lizenziert, die herkömmliche HD-Fernseher zum Empfang von Ultra HD-Programmen benötigen - neben einer Innen- oder Außenantenne; für TV-Geräte, die DVB-T2 HD-zertifiziert sind, genügt dagegen ein kleines CI+ Modul von freenet TV. Gleichzeitig verstärken wir parallel zur massiven Presseberichterstattung über den neuen TV-Standard unsere PR- und Marketingaktivitäten, unter anderem mit einem eigenen Stand auf der IFA und mit geplanten Serien von TV-Spots ab Herbst. Und selbstverständlich befinden wir uns in konkreten Gesprächen mit den TV-Sendern bezüglich Kooperationen im Bereich Werbung und bei der Erschließung möglichst großer Zuschauerquoten für die neue Technologie. Unser klares Ziel ist dabei, möglichst viele der derzeit rund 4 Millionen Set-Top-Boxen nach altem DVB-T-Standard zum Umschalttermin am 29. März 2017 zu ersetzen.

Bereits weiter fortgeschritten sind die Vorbereitungen für unser zweites innovatives Produkt in der Folge unserer jüngsten Zukäufe. Basierend auf der EXARING-Infrastruktur und -Technologie, soll waipu.tv - als weitere innovative freenet-Marke im Mediensegment - noch im vierten Quartal 2016 neue Maßstäbe im Wachstumsmarkt für IPTV in Deutschland setzen.

Dazu haben wir im April 100 Teilnehmer für ausgiebige erste Tests auf dieser IP-Plattform ausgewählt und deren Zahl im Mai auf 500 aufgestockt. Sie liefern uns über kontinuierliche Befragungen wertvolles Feedback rund um lineares Fernsehen, Video-on-Demand, Onlinespiele und Streaming-Dienste - mit individuellen Nutzungsprofilen, differenzierten Anwendergruppen und Verbesserungsvorschlägen, die dann in die Konfigurierung des Endprodukts einfließen.

Gleichzeitig beschäftigen wir uns derzeit intensiv mit weiteren Fragen zur möglichst effizienten kommerziellen Gestaltung von waipu.tv. Sie beinhalten beispielsweise:

das Adressieren spezifischer Nutzergruppen im B2B-Bereich,
die optimale Verknüpfung aus klassischer TV- und synchroner Online-Werbung,
die Integration gesonderter "Spartensender", Special-Interest-Themen oder
alternativer Video-Portale.

Selbstverständlich werden wir waipu.tv und im kommenden Jahr freenet TV, insbesondere auch im eigenen stationären Handel anbieten. Dazu installieren wir seit Ende Juli 2016 die neuen TV-Themen sukzessive in rund der Hälfte unserer 544 mobilcom-debitel Shops sowie in den 43 GRAVIS Stores; in den übrigen Shops lassen sich die Produkte über das Smartphone darstellen und ausprobieren. Zudem laufen auch die Schulungen des Personals vor Ort - ganz dem Medium entsprechend - über den eigenen Business-Kanal: Mit waipu.tv können wir künftig jeden einzelnen unserer Läden permanent und quasi live mit den jeweils aktuellen Vertriebsthemen ansteuern.

Ungeachtet dieser aufwändigen Vorbereitungsarbeiten betreiben wir mit der gleichen Intensität unser Stammgeschäft im Mobilfunk und dazu den konsequenten organischen Ausbau des Bereichs Digital-Lifestyle. So konnten wir - nicht zuletzt mit gezielten Sonderaktionen von mobilcom-debitel und einer restrukturierten Allnet-Tarifgruppe unserer Discounttochter klarmobil - einmal mehr den für unser Unternehmen sehr wesentlichen Customer-Ownership (Postpaid- und No-frills-Kundenstamm) ausweiten.

Dazu beigetragen hat zum einen eine groß angelegte Marketing-Kampagne zum 25-jährigen Bestehen von mobilcom-debitel; sie umfasste als Schwerpunkte zwei vierwöchige TV-Flights mit über 2.000 Spots, dazu komplexe Online-Werbung, Out-of-Home-Plakate und verschiedenste "Below-the-line" (BTL) Maßnahmen am "Point of Sale" (PoS). Zum anderen sind wir wieder auf unsere fast schon traditionelle Roadshow durch dieses Mal 30 deutsche Städte gegangen; dabei standen in diesem Jahr Großveranstaltungen wie "Bochum Total" oder das "Out4Fame-Festival" in Bottrop etwas mehr im Vordergrund - mit der Positionierung unseres Unternehmens als Digital-Lifestyle-Anbieter.

Den Bereich Digital-Lifestyle adressierten darüber hinaus unsere einzelnen Konzernmarken im zweiten Quartal mit zeitlich begrenzten Sonderaktionen. Zum Beispiel die im November letzten Jahres gestarteten "Sonntagskracher". Diese sonntäglichen Online-Aktionen boten in den zurückliegenden Monaten im Hinblick auf die Europameisterschaft in Frankreich unter anderem Online-Video-Recorder und WLAN-Soundsysteme für die zahlreichen Fußball-Fans. Daneben standen insbesondere teilweise stark vergünstigte Smartphones von allen gefragten Herstellern im Vordergrund - von Apple über Huawai und Sony bis zu Samsung.

Besondere Aktivitäten vermeldet zudem unsere Tochtergesellschaft MFE Energie GmbH; freenet hatte den Energievermarkter mit Sitz in Berlin 2013 übernommen. Seitdem vertreibt das Unternehmen über die mobilcom-debitel-Shops und unsere stationären Handelspartner Angebote von über 30 regionalen und bundesweiten Strom- und Gaslieferanten. Dieses Portfolio ergänzte das Unternehmen im zweiten Quartal um zwei weitere Kooperationen: einmal mit der First Utility GmbH, die das Produktangebot Shell PrivatEnergie in Deutschland verantwortet, und zum Zweiten mit der EnBW zum Vertrieb von deren Produkten im süddeutschen Stammgebiet. Damit betreut MFE Energie nun neben weiteren Premiummarken drei der vier großen Energiekonzerne in Deutschland.

Der Effekt all dieser Aktivitäten und der getätigten Zukäufe spiegelt sich in den Zahlen der freenet AG für das zweite Quartal 2016 wider:

Der Customer-Ownership als wichtige Steuerungsgröße unseres Unternehmens legt weiter zu: Die Kundenzahl im Postpaid- und No-frills-Bereich ist im zweiten Quartal um 50.000 auf jetzt 9,42 Millionen gestiegen; die darin enthaltene Anzahl besonders werthaltiger Kunden mit zweijähriger Vertragsbindung hat sich im gleichen Zeitraum um 39.000 auf 6,39 Millionen vergrößert.
Auch die Stabilisierung des Postpaid-ARPUs setzt sich fort. Mit 21,4 Euro liegt dieser auf dem Niveau des Vorjahres bzw. 0,1 Euro niedriger im Vergleich zum Vorquartal.
Die Umsätze haben sich gegenüber dem Vergleichs- und Vorquartal auf 807,7 Millionen Euro erhöht; dazu tragen ein stabiles Mobilfunkgeschäft, aber insbesondere steigende werthaltige Erlöse im Bereich Digital-Lifestyle und erstmals die seit Jahresbeginn getätigten Akquisitionen und Beteiligungen bei.
Der Rohertrag liegt mit 219,9 Millionen Euro über dem Wert der Vergleichsquartale, bei einer Rohertragsmarge von 27,2 Prozent.
Das EBITDA steigt gegenüber dem Vergleichsquartal 2015 von 89,1 Millionen Euro auf 104,8 Millionen Euro.
Der Free Cashflow bewegt sich mit jetzt 115,9 Millionen Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals.

Mit einem Gesamtumsatz von 1.556,9 Millionen Euro, einem EBITDA von 194,0 Millionen Euro und einem Free Cashflow von 180,8 Millionen Euro für die ersten sechs Monate sind wir weiterhin auf einem guten Weg und exakt im Rahmen unserer Planungen hinsichtlich unserer Jahresziele für 2016. Aufgrund der Akquisition der Media Broadcast Gruppe und der Beteiligung an der EXARING AG im ersten Quartal 2016 bzw. Ende 2015 hatten sich unsere Planungen leicht erhöht - auf ein EBITDA von leicht über 400 Millionen Euro und einen Free Cashflow von rund 300 Millionen Euro. Nach Zufluss der erwarteten Dividendenzahlung der Sunrise Communications Group AG im April 2016 erhöhte sich der Free Cashflow um rund 30 Millionen Euro, die nicht Bestandteil der Guidance sind. Wir rechnen darüber hinaus nach wie vor mit einem moderat steigenden Konzernumsatz bei einem leicht steigenden Kundenwachstum im Customer-Ownership-Bereich und einem sich weiterhin stabilisierenden Postpaid-ARPU.

Auf dem Weg dorthin werden wir künftig über alle Geschäftsfelder hinweg die Marke freenet stärker als bisher in den Vordergrund stellen. Wir tragen damit der immer größeren Strahlkraft unseres Konzerns Rechnung, die wir nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Akquisitionen und Beteiligungen sowie des sehr erfolgreichen organischen Wachstums in den Bereichen Mobilfunk und Digital-Lifestyle als sehr stark wahrnehmen: zum Beispiel in den regelmäßigen Verhandlungen mit den nationalen wie internationalen Anbietern und Herstellern im Bereich Telekommunikation und Digital-Lifestyle, aber auch in den Gesprächen mit den großen Medienanstalten Deutschlands bezüglich künftiger Kooperationen im TV-Segment. Erste Anfänge sind bereits gemacht - beispielsweise mit freenet TV und bei MFE Energie, die ihre Produkte demnächst unter der Marke freenet Energy anbieten wird.

Wir stehen als freenet AG also vor spannenden Zeiten mit nicht minder spannenden Herausforderungen. Wir - das Management und jeder einzelne Mitarbeiter - werden wie bisher unsere ganze Kraft, Erfahrung und Expertise dafür einsetzen, der langjährigen Erfolgsgeschichte des Unternehmens nun ein neues Kapitel hinzuzufügen. Damit machen wir einen weiteren entscheidenden Schritt hin zum führenden Digital-Lifestyle-Provider in Deutschland.

Christoph Vilanek Joachim Preisig Stephan Esch

DIE FREENET AG AM KAPITALMARKT

Kapitalmarktumfeld

Im ersten Halbjahr 2016 waren die Finanzmärkte erneut zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren sowie den daraus resultierenden Unsicherheiten ausgesetzt. Dabei stand neben der anhaltend angespannten weltweiten Konjunkturlage und der unklaren Zinspolitik der großen Notenbanken vor allem die Europäische Union mit der Asyl- und Euro-Krise im Fokus. Die Europäische Staatengemeinschaft konnte sich bislang nicht über eine gemeinschaftliche Lösung der Flüchtlingskrise einigen und auch die seit 2009 andauernde Krise der Europäischen Währungsunion gilt nicht als ausgestanden. Hinzu kommt der Ausgang des Referendums vom 23. Juni, in dem die britische Bevölkerung mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Union ("Brexit") stimmte. Das Brexit-Votum führte weltweit zu einer starken Verunsicherung über mögliche Konsequenzen für die globale Wirtschaft und die Finanzmärkte.

Vor diesem Hintergrund mussten Anleger im ersten Halbjahr 2016 deutliche Kursrückgänge hinnehmen. Dabei verzeichneten insbesondere europäische Aktienindizes zweistellige Verluste. Der Index der europäischen Telekommunikationswerte SXKP sowie der deutsche Technologieindex TecDAX schlossen am 30. Juni mit einem Minus von jeweils 13 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn. Der EURO STOXX, der die führenden Unternehmen der Eurozone zusammenfasst und der größte deutsche Aktienindex DAX verloren im ersten Halbjahr jeweils etwa 10 Prozent. Vergleichsweise stabil hielt sich dagegen der Index der mittelgroßen deutschen Werte MDAX, mit einem Minus von rund 4 Prozent seit Jahresbeginn.

Als Reaktion auf das von den Marktteilnehmern mehrheitlich unerwartete Brexit-Votum gab der DAX am 24. Juni - ausgehend vom Höchstkurs des Vortages - temporär um mehr als 1.100 Punkte nach. Dennoch reagierte das Gros der institutionellen und privaten Akteure besonnen und suchte nach günstigen Einstiegschancen. Gemäß dem Sentiment-Index der Börse Frankfurt stieg der Optimismus der Privatanleger sogar auf den zweithöchsten Stand des Jahres. Diese Marktstimmungslage führte in der Woche nach dem Brexit-Votum zwar zu einer leichten Erholung der Kurse, korrektive Anstiege des DAX blieben jedoch aus. Das größte deutsche Börsenbarometer beendete das erste Halbjahr schließlich mit einem Zählerstand von 9.680 Punkten (10.743 Punkte am 31. Dezember 2015).

freenet Aktie

Nach einer guten Performance im Geschäftsjahr 2015 entwickelte sich der Kurs der freenet Aktie im Verlauf des ersten Halbjahres 2016 rückläufig. Das Papier startete mit einer Notierung von 24,69 Euro auf der elektronischen Handelsplattform Xetra in das zweite Quartal. In den ersten Wochen dieses Zeitraums legte die Aktie an Wert zu und stieg bis zum 20. April auf ihr Quartalshoch von 26,20 Euro. Bis Ende Juni ging der Kurs wieder zurück und erreichte am 27. Juni mit 22,35 Euro seinen Tiefstand im zweiten Quartal. Mit einem Kurs von 23,08 Euro ging die freenet Aktie am 30. Juni aus dem Handel. Der durchschnittliche Xetra-Tagesschlusskurs lag im zweiten Quartal bei 24,49 Euro.

Der Handel mit freenet Aktien hat sich im Berichtszeitraum deutlich belebt. In Summe wechselten auf der elektronischen Handelsplattform Xetra im zweiten Quartal 38,6 Millionen Aktien den Besitzer, im Vergleich zu 33,7 Millionen im ersten Quartal 2016 und 36,3 Millionen im zweiten Quartal 2015. Der Anteil des über alternative Handelsplätze ("Dark Pools") gehandelten Volumens ist im zweiten Quartal auf 50 Prozent des gesamten Handelsvolumens gestiegen (Vorquartal: 46 Prozent). Von April bis Juni wurden auf Xetra börsentäglich im Durchschnitt rund 594 Tausend freenet Aktien ge- und verkauft nach rund 595 Tausend in der vergleichbaren Vorjahresperiode und rund 519 Tausend Stück im Vorquartal.

Im zweiten Quartal fiel der Kurs der freenet Aktie um 7 Prozent und entwickelte sich damit um 5 Prozentpunkte schlechter als der Vergleichsindex TecDAX. Weiterhin lag die Performance der freenet Aktie im gleichen Zeitraum um 2 Prozentpunkte unter der Kursentwicklung des SXKP Index.

Mit einem Minus von 24 Prozent hat sich die freenet Aktie im 12-Monatsvergleich negativer entwickelt als der TecDAX, der im gleichen Zeitraum lediglich 3 Prozent nachgab. Der SXKP Index hingegen sank ebenfalls um signifikante 18 Prozent.

Gemessen an der Marktkapitalisierung belegte die freenet Aktie am Ende des zweiten Quartals 2016 im TecDAX Rang 4 und Rang 5 gemessen am Handelsvolumen.

Grafik 1: Performance der freenet Aktie in den vergangenen 12 Monaten

(indexiert; 100 = Xetra-Schlusskurs am 30. Juni 2015)

Analystenempfehlungen

Im ersten Halbjahr 2016 bewerteten insgesamt 19 Analystenhäuser die Geschäftsentwicklung der freenet AG. Das durchschnittliche Kursziel der freenet Aktie belief sich auf 28,16 Euro.

Per 30. Juni 2016 ergibt sich hinsichtlich der jüngsten Anlageempfehlungen folgendes Bild:

Grafik 2: Aktuelle Empfehlungen zur freenet Aktie (Kursziel in Euro)*

* Stand: 30. Juni 2016.

Dividende

Im Anschluss an die Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wurde die beschlossene Dividende in Höhe von 1,55 Euro je dividendenberechtigter Aktie ausgezahlt. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 69,7 Prozent des im Geschäftsjahr 2015 erzielten Free Cashflows.

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital der freenet AG beträgt 128.061.016 Euro und ist in 128.061.016 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Der auf die einzelne Stückaktie anfallende anteilige Betrag am Grundkapital beläuft sich auf 1,00 Euro.

Die Aktionärsstruktur der freenet AG hat sich gemäß zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen nach § 21 WpHG im Berichtszeitraum folgendermaßen verändert:

Deutsche Asset Management Investment GmbH (Deutschland) hat uns im Mai die Unterschreitung der 3-Prozent-Schwelle mitgeteilt. Am 10. Mai betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 2,65 Prozent (3.392.465 Stimmrechte).
Flossbach von Storch SICAV (Luxemburg) hat uns im Mai die Überschreitung der 5-Prozent-Schwelle mitgeteilt. Am 10. Mai betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 5,23 Prozent (6.701.755 Stimmrechte).
BlackRock Inc. (USA) hat uns im Juni die Unterschreitung der 3-Prozent-Schwelle mitgeteilt. Am 17. Juni betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 2,98 Prozent (3.811.336 Stimmrechte).

Demnach stellte sich die Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2016 wie folgt dar.

Grafik 3: Aktuelle Aktionärsstruktur

1 5,55 % Flossbach von Storch AG*
2 5,16% Allianz Global Investors GmbH*
3 3,70 % The Capital Group Companies, Inc*
4 85,59 % Übrige Aktionäre/Streubesitz**

* Einschließlich Zurechnungen gemäß WpHG.

** Der Free float (gemäß Definition der Deutsche Börse AG) beträgt 89,29%.

Infolge der für das Berichtsquartal zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen hat sich der Streubesitz im Vergleich zum 31. März 2016 von 77,62 Prozent um 7,97 Prozentpunkte auf 85,59 Prozent erhöht.

Unternehmensanleihe

Im April 2011 hatte die freenet AG zur Ablösung einer Private-Equity-Finanzierung unter anderem eine fünfjährige Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 400,0 Millionen Euro und einem jährlichen Zinskupon von 7,125 Prozent am Kapitalmarkt platziert. Die Anleihe wurde fristgerecht am 20. April 2016 inklusive Zinsen zu 100 Prozent zurückgezahlt.

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

WIRTSCHAFTSBERICHT

Geschäftsverlauf

In ihrem traditionellen Geschäftsfeld bedient die freenet AG als unabhängiger Service-Provider den Wachstumsmarkt Digital-Lifestyle mit integrierten Produktwelten, kundenorientierten Dienstleistungen und günstigen Mobilfunktarifen für alle deutschen Mobilfunknetze. Das Portfolio umfasst zum einen eigene Tarife und Services sowie entsprechende Angebote der Netzbetreiber in Deutschland rund um Mobilfunk/mobiles Internet. Darüber hinaus offeriert das Unternehmen innovative digitale Anwendungen rund um Home Automation und Security, Health, Datensicherheit, Enter- und Infotainment - inklusive den aktuellen Smartphones, Tablets und Notebooks als Endgeräten mit attraktivem Zubehör.

Wesentliche Zielgruppe sind dabei jeweils Privatkunden, adressiert im Rahmen einer Mehrmarkenstrategie: Die Hauptmarke mobilcom-debitel konzentriert sich angesichts des intensiven Wettbewerbs innerhalb der Branche vornehmlich auf qualitativ hochwertige Vertragsbeziehungen bei der Kundengewinnung und beim Bestandsmanagement; zudem decken die Discountmarken von freenet den sogenannten No-frills-Bereich ab.

Zusätzlich hat die freenet AG im ersten Quartal 2016 bzw. Ende 2015 mit zwei grundlegenden Akquisitionen und Beteiligungen den Einstieg in das digitale Fernsehen als neues Geschäftsfeld vollzogen. Zum einen wurden alle Geschäftsanteile an der Media Broadcast Gruppe übernommen. Das Kölner Unternehmen ist alleiniger kommerzieller Anbieter des Ende Mai gestarteten DVB-T2 HD Standard in Deutschland. Dieser neue Standard ermöglicht die terrestrische Ausstrahlung eines umfassenden Senderpakets in Full-HD-Qualität und adressiert Millionen deutscher TV-Haushalte, die bislang bereits das auslaufende DVB-T nutzen, und das auf dem Fernseher zu Hause, aber auch zur mobilen Nutzung unterwegs etwa im Zug oder Auto. Ergänzt wird dieses Angebot der Media Broadcast durch den Zugang zu den Mediatheken der Sender. Im akquirierten Paket enthalten sind auch die Bestandteile Radio (UKW und DAB plus) sowie Netzwerk-Dienstleistung für TV-Produktion.

Zum anderen beteiligte sich die freenet AG zunächst mit 24,99 Prozent an der EXARING AG und sicherte sich die Vertriebsrechte an der geschlossenen IP-Plattform für innovative Entertainment- und TV-Dienste; diese "Startinvestition" kann bis Ende 2016 über vorhandene Optionen Schritt für Schritt auf eine Mehrheitsbeteiligung von 50,01 Prozent ausgebaut werden. Das in München ansässige Unternehmen verfügt über ein eigenes Glasfaser-Netz und ermöglicht technisch gesehen Bewegtbild-Unterhaltung für 23 Millionen deutsche Haushalte- damit ist die Technologie auch für künftige Innovationen wie Virtual Reality und Holographie/3D gerüstet.

Im zweiten Quartal 2016 hat die freenet AG wesentliche Vorarbeiten für die geplanten Produkteinführungen in den neu akquirierten Mediensegmenten durchgeführt; vorgesehene Starttermine sind im Bereich IPTV/Entertainment von EXARING das Ende des laufenden Jahres und im Bereich DVB-T2 HD das Frühjahr 2017. Ein weiterer Schwerpunkt der operativen Aktivitäten von freenet war - wie schon in den Vorjahren - der kontinuierliche Ausbau von Angeboten in den Geschäftsfeldern Digital-Lifestyle und Mobilfunk/mobiles Internet.

Markteinführungen im Mediensegment werden intensiv vorbereitet

Am 31. Mai 2016 startete wie geplant der Pilotbetrieb von DVB-T2 HD in mehreren deutschen Ballungsräumen. In dieser ersten Phase des neuen Sendestandards, die am 29. März 2017 endet, kann der Zuschauer in den jeweiligen Kernregionen über Antenne ultrahochauflösende Fernsehbilder von ARD und ZDF sowie von den Privatsendern RTL, Sat.1, ProSieben und VOX empfangen.

Mit dem Ende des "Soft Launch" im März nächsten Jahres endet zeitgleich das bisherige DVB-T - und freenet TV geht als neue Marke an den kommerziellen Start: Bis zu 20 Privatsender sind dann in Full-HD-Qualität zu empfangen - allerdings nur noch verschlüsselt. Dazu benötigt der Zuschauer neben einer Innen- oder Außenantenne bei neuen, DVB-T2 HD-fähigen Fernsehern ein CI+ Modul von freenet TV zur Nachrüstung; bei allen anderen Geräten ist dagegen eine kleine Set-Top-Box erforderlich.

In den zurückliegenden Wochen und Monaten haben freenet beziehungsweise die neue Tochtergesellschaft Media Broadcast rund ein Dutzend dieser Set-Top-Boxen lizensiert; sie sind jetzt bereits am Markt erhältlich. Gleichzeitig starteten ergänzend zu den Werbeaktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sender und einer intensiven Berichterstattung über das neue terrestrische HDTV diverse Marketingmaßnahmen, Messeauftritte und Gespräche mit Privatsendern beispielsweise über künftige PR-Kooperationen.

Im Bereich IPTV von EXARING sind die Vorbereitungen zur Einführung von waipu.tv - so der künftige Markenname des neuen Produkts rund um digitales Bewegtbild-Entertainment - schon weiter fortgeschritten. Zum Quartalsanfang starteten zunächst 100 Teilnehmer intensive Probeläufe rund um lineares Fernsehen, Video-on-Demand, Online-Spiele und Streaming-Dienste. Im Mai wurden die Testreihen mit kontinuierlichen Befragungen auf 500 Teilnehmer aufgestockt; die gesammelten Erfahrungen und Anregungen gehen in die möglichst kundenorientierte Konfiguration von waipu.tv ein, dessen Produktstart im 4. Quartal 2016 geplant ist.

Neue Angebote erweitern das Digital-Lifestyle- Portfolio

Im November letzten Jahres startete mobilcom-debitel mit den "Sonntagskrachern" eine Marketing-Aktion, in deren Rahmen Digital-Lifestyle-Produkte online besonders günstig angeboten werden. Im zweiten Quartal lag ein Schwerpunkt auf Smartphones verschiedener Hersteller. So verbilligte sich beispielsweise das Sony Xperia M5 von üblichen Marktpreisen ab 340 Euro auf 260 Euro - ohne gekoppelten Mobilfunkvertrag. Das wasser- und staubdichte Gerät punktet unter anderem mit seinem 5-Zoll-Full-HD-Display, einer 13-Megapixel-Frontkamera mit Weitwinkelobjektiv, Video-Aufnahmen in 4K-Qualität, mit hybridem Autofokus und extrem scharfem Fünffach-Clear-Image-Zoom. Und als besonderer "Pfingstkracher" war das sehr erfolgreiche und weiterhin gesuchte iPhone 5s in der 16-GB-Variante für 300 Euro erhältlich. Es verfügt unter anderem über den Fingerabdruck-Scanner Touch ID, eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie ein Retina-Display.

Darüber hinaus bot mobilcom-debitel im Rahmen der Jubiläumsangebote anlässlich seines 25-jährigen Bestehens unter anderem das Huawei P8 und P9 sowie das Samsung Galaxy S5 Neo zu Konditionen an, die gegenüber den Standardpreisen am Markt bis zu 100 Euro Ersparnis brachten. Weitere 90 Euro ließen sich zudem durch den Kauf eines iPad Air 2 WiFi von Apple in der 16-GB-Version sparen.

Besondere Angebote gab es zusätzlich auch zur Fußball-Europameisterschaft. So bot freenet bei einem Vertragsabschluss von Save.TV 20 Prozent Rabatt auf das original UEFA EURO 2016 DFB Heimtrikot von adidas. Mit dem browserbasierten Online-Videorecorder lassen sich dank zahlreicher Apps für iOS, Android, Windows, KindleFire und SmartTV Aufnahmen programmieren und aus dem TV-Programm streamen; sie werden nach der Ausstrahlung im Free-TV in der persönlichen Cloud abgelegt und stehen als gewünschtes Format zum Download oder Stream zur Verfügung - und das in bester HD-Qualität. Save.TV bietet dabei über 45 öffentlich-rechtliche und private Sender zur Aufnahme an. Mobilfunkkunden von mobilcom-debitel zahlen für das Angebot ab 4,99 Euro monatlich, ohne bestehenden Mobilfunkvertrag ist Save.TV ab 9,99 Euro monatlich erhältlich.

GRAVIS wartete zur EM ebenfalls mit besonderen Offerten auf. Wer etwa beim Fernsehen zu Hause echten Stadion-Sound in HiFi-Qualität erleben wollte, für den bot die freenet-Tochtergesellschaft die Sonos PLAYBAR bis Ende Juni mit einem 100-Euro-Gutschein an. Das WLAN-Soundsystem mit neun Lautsprechern sorgte App-gesteuert auch für die anschließende Party-Musik mit Musikdiensten wie Apple Music, Spotify oder Deezer. Den passenden Cocktail dazu lieferte "Perfect Drink" - eine digitale Waage mit kostenloser App, mitgeliefertem Shaker und genauen Rezepturen für 300 Drinks. Und mit dem Selfiestick "Mila" von Networx ließ sich zudem jeder Torjubel optimal festhalten.

Wie bei allen Fußball-Großereignissen hatte freenet.de zuvor die Erfolgsgeschichte seiner bisherigen Fußball-Apps fortgeführt. "Pocket EM 2016" bot als perfekter Begleiter für die Europameisterschaft topaktuelle News und Analysen rund um das Turnier in Frankreich und die DFB-Elf. Hinzu kamen die wichtigsten Fakten auch zu den anderen Teams mit Spielerprofilen und den Stadien, ein übersichtlicher Spielplan sowie sämtliche Gruppentabellen.

klarmobil wertet seine Tariffamilie auf

In den zurückliegenden Monaten und Quartalen hatte die Discounttochter von freenet den intensiven Wettbewerb innerhalb der Branche mit einer Vielzahl an Sonderaktionen mitgestaltet. Anfang Juni restrukturierte klarmobil diese temporären Angebote zu einer festen Allnet-Tarifgruppe um. Damit erhalten Neu- wie Bestandskunden jetzt generell mehr Leistung für das gleiche Geld - insbesondere erhöhtes Datenvolumen und schnellere Surfgeschwindigkeit. Im Folgenden die drei neuen Tarif-Optionen im Überblick:

Die Allnet Flat 1000 beinhaltet für 14,85 Euro monatlich während der zweijährigen Mindestvertragslaufzeit eine Sprachflat in alle deutschen Netze, eine Internet-Flat mit 1 GB Highspeed-Datenvolumen und maximal 21 Mbit/s im Downstream.
Bei der Allnet Flat 2000 für 17,85 Euro monatlich verdoppelt sich die Internet-Flat auf 2 GB Highspeed-Datenvolumen bei maximal 42 Mbit/s im Downstream und sonst gleichen Leistungen.
Die Allnet Flat 4000 schließlich kostet 22,85 Euro im Monat und bietet dafür zusätzlich zur Sprach-Flat auch eine SMS-Flat in alle deutschen Netze sowie ein Highspeed-Datenvolumen von 4 GB mit ebenfalls maximal 42 Mbit/s.

Der einmalige Einrichtungspreis für die drei Tarife beträgt 19,95 Euro; wer eine bestehende Rufnummer zu klarmobil portiert, erhält ein Gesprächsguthaben von 25 Euro. Alle drei Flats werden im Netz der Deutschen Telekom angeboten.

Mit einer außergewöhnlich günstigen Allnet-Flat-Sonderaktion wartete im Juni auch mobilcom-debitel auf: Angeboten über die Deal-Plattform crash-tarife.de, reduzierte sich der Preis für die Flat Allnet Comfort von regulär 29,99 Euro monatlich auf rechnerische 6,99 Euro pro Monat. Über die 24-monatige Vertragslaufzeit sparen Neukunden damit über 550 Euro. Der Tarif enthält als Inklusivleistungen eine Handy-Internet-Flat mit 1 GB bei einer maximalen Bandbreite von 21,6 Mbit/s. sowie eine Telefonie-Flat in alle deutschen Mobilfunknetze und ins nationale Festnetz.

mobilcom-debitel startet Jubiläumskampagne und Roadshow

Anlässlich seines 25. Geburtstags startete das Unternehmen Anfang Juni eine dreimonatige Jubiläumskampagne mit Angeboten rund um Smartphones, Tarife und Digital-Lifestyle-Produkte. Mit dem sympathisch-provokanten Griechen "Costa Fast Gar Nix" als Presenter bespielte die Kampagne eine Vielzahl von Marketingkanälen mit TV-Spots, Onlinewerbung, Out-of-Home-Plakaten sowie diversen BTL-Maßnahmen am "Point of Sale". Dazu liefen zwei vierwöchige TV-Flights mit über 2.000 Spots auf reichweitenstarken Sendern wie ProSieben und Sat.1, unterstützt durch umfassende Onlinewerbung und Out-of-Home-Plakate in mehr als 20 deutschen Großstädten. Zusätzliche Social-Media- und PR-Maßnahmen sowie eine Bild-Zeitungsbeilage mit einer Auflage in mehrstelliger Millionenhöhe rundeten die 360°-Kampagne ab.

Ebenfalls im Juni ging mobilcom-debitel wieder auf Tour, die im Verlauf der Sommermonate insgesamt 30 deutsche Städte ansteuert. Im Fokus der Roadshow stehen verstärkt Großevents wie Bochum Total oder das Out4Fame-Festival in Bottrop und die Positionierung des Unternehmens als Digital-Lifestyle-Anbieter. Besucher können in virtuelle Welten eintauchen, neue Smartphones sowie weitere Produkte und Anwendungen testen, zum Drohnenpiloten werden oder sich über das neue freenet TV informieren. Das Markenerlebnis für potenzielle Neukunden steht dabei im Vordergrund, nicht der Verkauf.

MFE Energie GmbH ergänzt ihr Angebotsportfolio

Im Jahre 2013 hatte freenet mit der MFE Energie GmbH einen der führenden Energievermarkter in Deutschland übernommen. Seitdem vertreibt das Unternehmen mit Sitz in Berlin über die 544 mobilcom-debitel-Shops sowie gut 5.600 Handelspartner und 400 Elektronikmärkte Angebote von über 30 regionalen und bundesweiten Strom- und Gaslieferanten.

Im zweiten Quartal ergänzte MFE Energie ihr Angebotsportfolio um zwei weitere Kooperationen und baute damit ihre Marktposition als Deutschlands führender Energievermarkter im stationären Vertrieb aus:

Mitte Juni schlossen die Berliner eine Vertriebsvereinbarung mit der First Utility GmbH, die das Produktangebot Shell PrivatEnergie in Deutschland verantwortet und übernehmen als einer der wenigen Exklusivpartner deren Produktportfolio. Es basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Shell Energy Europe Ltd. und der First Utility Ltd. Muttergesellschaft - einem der größten britischen Energieversorger mit langjähriger Erfahrung in der Versorgung von Haushalts- und Gewerbekunden.
Ende Juni folgte eine Kooperation mit der EnBW zum Vertrieb von deren Produkten im süddeutschen Stammgebiet. Als einer der größten Energieanbieter Deutschlands versorgt die EnBW 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wasser sowie energienahen Produkten und Dienstleistungen. Damit betreut MFE Energie nun neben weiteren Premiummarken drei der vier großen Energiekonzerne in der Bundesrepublik.

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Kundenentwicklung

Tabelle 1: Entwicklung der Mobilfunkkunden

In Mio. 30.6.2016 31.3.2016 31.12.2015 30.9.2015 30.6.2015
Customer-Ownership 9,42 9,37 9,30 9,21 9,11
davon Postpaid 6,39 6,36 6,31 6,23 6,16
davon No-frills 3,02 3,01 2,99 2,97 2,94
Prepaid 2,67 2,79 2,94 3,07 3,27
Mobilfunkkunden/-karten 12,09 12,15 12,24 12,28 12,38

Wie in der Vergangenheit betreiben wir unser Stammgeschäft Mobilfunk mit dem Ziel sowohl in der Neukundengewinnung als auch im Bestandskundenmanagement werthaltige Kunden zu generieren und unseren Digital-Lifestyle-Bereich konsequent auszubauen. Das Ergebnis ist eine weitere Erhöhung des nicht finanziellen Leistungsindikators Customer-Ownership im zweiten Quartal 2016. Im Vergleich zum 30. Juni 2015 ist ein Anstieg um 313.000 Teilnehmer oder 3,4 Prozent auf nun 9,42 Millionen zu verzeichnen. Gegenüber dem 31. März 2016 beträgt der Anstieg rund 50.000 Teilnehmer oder 0,5 Prozent.

Der Anstieg geht maßgeblich auf die Erhöhung des Postpaid-Kundenbestands zurück, in welchem alle im Konzern vermarkteten Mobilfunkverträge mit einer Laufzeit von 24 Monaten zusammengefasst sind. Diese strategisch bedeutsame Kundengruppe ist im Jahresvergleich mit einem Anstieg von 232.000 Teilnehmern oder 3,8 Prozent überproportional auf 6,39 Millionen gewachsen. Gegenüber dem 31. März 2016 beträgt der Anstieg rund 39.000 oder 0,6 Prozent.

Im No-frills-Bereich, der sämtliche über Discount-Marken des Konzerns vertriebene Mobilfunktarife umfasst, konnte der Kundenbestand im Vorjahresvergleich um 81.000 Teilnehmer oder 2,8 Prozent gesteigert werden. Gegenüber dem 31. März 2016 erhöht sich der Kundenbestand um 11.000 Teilnehmer auf 3,02 Millionen.

Die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Prepaid-SIM-Karten, welche über die Hauptmarke mobilcom-debitel vertrieben werden, hat sich im Verlauf des Berichtsquartals weiter auf einen Endstand von 2,67 Millionen Karten reduziert. Der erneute Rückgang resultiert aus den entsprechenden Abschaltungen nicht genutzter SIM-Karten durch die Netzbetreiber (technischer Churn).

Durchschnittlicher monatlicher Umsatz pro Kunde (ARPU)

Tabelle 2: Entwicklung des ARPU

In EUR Q2/2016 Q1/2016 Q4/2015 Q3/2015 Q2/2015
Postpaid 21,4 21,5 21,3 21,9 21,4
No-frills 2,4 2,4 2,4 2,6 2,6
Prepaid 3,1 2,9 3,1 3,2 3,0

Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde im Postpaid-Kundensegment liegt im zweiten Quartal 2016 mit 21,4 Euro auf dem Niveau des Vorjahres und leicht unter dem Vorquartal. Die ARPU-Entwicklung der letzten Quartale zeigt deutlich die Stabilisierung auf diesem Niveau und bestätigt die Strategie im Mobilfunkgeschäft auf werthaltige Kunden zu setzen.

Der im No-frills-Kundensegment erzielte durchschnittliche monatliche Umsatz in Höhe von 2,4 Euro liegt auf dem Niveau des vorhergehenden Quartals. Gegenüber dem zweiten Quartal 2015 wird der No-frills-ARPU um 0,2 Euro geringer ausgewiesen.

Der Prepaid-ARPU ist im zweiten Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Euro auf 3,1 Euro gestiegen und übertrifft damit leicht das Niveau des Vorjahresquartals.

Steuerungssystem

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der Vorstand der freenet AG orientiert sich bei der strategischen Ausrichtung des Konzerns an den Interessen aller Stakeholder. Zur Umsetzung wird sowohl auf der Konzernebene als auch in den einzelnen Tochterunternehmen ein einheitliches Steuerungssystem verwendet, das sowohl an finanziellen als auch an nicht finanziellen Steuerungsgrößen anknüpft. Es sei darauf hingewiesen, dass die folgenden Steuerungsgrößen, bis auf die Kennzahl Umsatz, keinen Ersatz für die gemäß IFRS ausgewiesenen Kennzahlen darstellen und daher nicht als solche betrachtet werden sollten. Für eine ausführliche Definition der finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren sei auf den Abschnitt "Grundlagen des Konzerns" im aktuellen Geschäftsbericht verwiesen.

Steuerungsrelevante finanzielle Leistungsindikatoren sind:

Umsatz,
EBITDA,
Free Cashflow,
Postpaid-ARPU.

Eine Herleitungsrechnung für die sog. Non-GAAP Measures (auch: Alternative Performance Measures) EBITDA bzw. Free Cashflow ist im Abschnitt "Segmentberichterstattung" bzw. in der Konzern-Kapitalflussrechnung abgebildet.

Darüber hinaus hat der Vorstand folgenden nicht finanziellen Leistungsindikator definiert:

Customer Ownership.

Unter Berücksichtigung des fortschreitenden Ausbaus unserer Digital-Lifestyle-Aktivitäten und vor dem Hintergrund der geplanten Erschließung eines neuen TV-Geschäftsfelds im Zusammenhang mit der Akquisition der Media Broadcast Gruppe und der Beteiligung an der EXARING AG, überprüfen wir laufend die Zusammensetzung unserer gesamten internen Steuerungsgrößen. Sofern ein entsprechender Anpassungsbedarf identifiziert wird, werden wir unsere internen Steuerungsgrößen gegebenenfalls anpassen. Im zweiten Quartal 2016 wurden im Vergleich zum Vorquartal keine Anpassungen vorgenommen.

Sonstige Steuerungsgrößen

Zur Steuerung des Konzerns werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung sowie Gradmesser für die Fortentwicklung der freenet Group werden hierzu vor allem folgende sonstige Steuerungsgrößen eingesetzt:

Produktmarken, neue Produkte,
Vertriebsaktivitäten,
Partnerschaften,
Forschung und Entwicklung,
Mitarbeiter.

Gegenüber dem 31. März 2016 hat sich die Anzahl der Mitarbeiter von 4.990 auf nun 4.879 leicht verringert. Zum 30. Juni 2015 waren insgesamt 4.611 Mitarbeiter im freenet Konzern beschäftigt.

Vermögens, Finanz- und Ertragslage

Umsatz- und Ertragslage

Tabelle 3: Wesentliche Kennzahlen des Konzerns

In TEUR Q2/2016 Q2/2015 Ergebnisveränderung
Umsatzerlöse 807.673 752.537 55.136
Rohertrag 219.864 186.359 33.505
Gemeinkosten -115.027 -97.271 -17.756
EBITDA1 104.837 89.088 15.749
EBIT 64.353 70.332 -5.979
EBT 43.027 60.618 -17.591
Konzernergebnis 49.648 54.910 -5.262

Der KONZERNUMSATZ erhöhte sich im zweiten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 7,3 Prozent. Dies konnte in erster Linie durch den deutlich gestiegenen Customer-Ownership-Bestand (9,42 Millionen Kunden Ende Juni 2016 gegenüber 9,11 Millionen Kunden Ende Juni 2015) bei einem stabilen Postpaid-ARPU (21,4 Euro in Q2/2016 im Vergleich zu 21,4 Euro in Q2/2015) sowie durch den Einbezug der Media Broadcast Gruppe in den Konsolidierungskreis erreicht werden.

Die ROHERTRAGSMARGE stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 27,2 Prozent. Der Rohertrag lag mit 219,9 Millionen Euro um 33,5 Millionen Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals. Beide Entwicklungen stehen in erster Linie im Zusammenhang mit dem um die Media Broadcast Gruppe erweiterten Konsolidierungskreis.

Die GEMEINKOSTEN, welche die Positionen SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE, ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN, PERSONALAUFWAND, SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN sowie das ERGEBNIS DER NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN (NUR ERGEBNISANTEILE) beinhalten, erhöhten sich gegenüber Q2/2015 um 17,8 Millionen Euro. Auf der einen Seite führte die Zunahme des Personalaufwands sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, im Wesentlichen resultierend aus dem Einbezug der Media Broadcast Gruppe sowie der EXARING in den Konsolidierungskreis, zu einem Gemeinkostenanstieg. Durch die Ergebnisanteile der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen kam es auf der anderen Seite aufgrund des Erwerbs der Anteile an der Sunrise zu einer Entlastung der Gemeinkosten.

1 Konzernergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Wertminderungen, inklusive Ergebnisanteile der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, exklusive Abschreibungen und latente Steuern aus der Folgebewertung bezüglich der Schatten-PPA (Bestandteil des Ergebnisses, der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen).

Das EBITDA wird im Berichtsquartal 2016 mit 104,8 Millionen Euro und damit um 15,7 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals ausgewiesen.

Die ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 16,4 Millionen Euro auf 35,1 Millionen Euro, im Wesentlichen aufgrund des erhöhten Bestandes an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten durch die Unternehmenserwerbe (Media Broadcast Gruppe und EXARING) sowie der in diesem Zusammenhang durchgeführten vorläufigen Kaufpreisallokation (Media Broadcast Gruppe) und finalen Kaufpreisallokation (EXARING).

Das ZINSERGEBNIS als Saldo der Zinserträge und -aufwendungen wurde im Berichtsquartal mit -21,3 Millionen Euro ausgewiesen (Q2/2015: -9,7 Millionen Euro). Die deutliche Zunahme des Nettozinsaufwandes um 11,6 Millionen Euro ist hauptsächlich auf die Aufzinsung langfristiger Verbindlichkeiten der Media Broadcast Gruppe sowie auf die im März 2016 vorgenommene Neufinanzierung zurückzuführen.

Aufgrund der erläuterten Effekte ergibt sich ein KONZERNGEWINN VOR STEUERN (EBT) in Höhe von 43,0 Millionen Euro, was im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 17,6 Millionen Euro darstellt.

Im Berichtsquartal 2016 wurden Erträge aus ERTRAGSTEUERN in Höhe von 6,6 Millionen Euro (Q2/2015: Aufwendungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro) ausgewiesen. Dabei wurden laufende Steueraufwendungen in Höhe von 7,3 Millionen Euro (Q2/2015: 8,0 Millionen Euro) mit latenten Steuererträgen, im Wesentlichen aus der Zuschreibung auf latente Ertragsteueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, in erster Linie auf die Konsolidierung der Media Broadcast Gruppe, in Höhe von 13,9 Millionen Euro (Q2/2015: 2,3 Millionen Euro) saldiert.

Der im zweiten Quartal 2016 ausgewiesene KONZERNGEWINN resultiert wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres ausschließlich aus weitergeführten Geschäftsbereichen und addiert sich auf 49,6 Millionen Euro, was verglichen mit den im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielten 54,9 Millionen Euro einer Verringerung um 5,3 Millionen Euro entspricht.

Vermögens- und Finanzlage

Tabelle 4: Ausgewählte Bilanzzahlen des Konzerns

Aktiva

In Mio. EUR 30.6.2016
Langfristiges Vermögen 3.582,2
Kurzfristiges Vermögen 696,7
Bilanzsumme 4.278,9
In Mio. EUR 31.3.2016
Langfristiges Vermögen 3.583,9
Kurzfristiges Vermögen 1.024,5
Bilanzsumme 4.608,3

Passiva

In Mio. EUR 30.6.2016
Eigenkapital 1.273,9
Langfristige und kurzfristige Schulden 3.005,0
Bilanzsumme 4.278,9
In Mio. EUR 31.3.2016
Eigenkapital 1.426,9
Langfristige und kurzfristige Schulden 3.181,4
Bilanzsumme 4.608,3

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2016 beträgt 4.278,9 Millionen Euro und hat sich gegenüber dem 31. März 2016 (4.608,3 Millionen Euro) um 329,5 Millionen Euro bzw. 7,1 Prozent verringert.

Auf der AKTIVSEITE veränderte sich das LANGFRISTIGE VERMÖGEN von 3.583,9 Millionen Euro auf 3.582,2 Millionen Euro. Der leichte Rückgang resultiert vorwiegend aus der Abnahme der immateriellen Vermögenswerte um 18,5 Millionen Euro auf

987.8Millionen Euro, hauptsächlich erklärt durch laufende Abschreibungen bei geringen Neuinvestitionen. Gegenläufige Effekte sind vor allem auf die Zunahme von Ansprüchen aus aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen zurückzuführen, was insgesamt zu einer Erhöhung der latenten Ertragsteueransprüche um 16,2 Millionen Euro auf 174,0 Millionen Euro führte.

Im KURZFRISTIGEN VERMÖGEN ist überwiegend die Abnahme der Flüssigen Mittel um 299,4 Millionen Euro auf 204,0 Millionen Euro hervorzuheben. Der Rückgang der flüssigen Mittel resultierte im Wesentlichen aus der am 20. April 2016 zurückgezahlten Unternehmensanleihe im Nominalwert von 400,0 Millionen Euro zuzüglich aufgelaufener Zinsen von 28,5 Millionen Euro sowie aus der im zweiten Quartal 2016 gezahlten Dividendenausschüttung in Höhe von 198,4 Millionen Euro. Kompensierend wirkten die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden aus der ersten Tranche des Ende März 2016 unterzeichneten Kreditvertrages ("Facilities Agreement") im Nominalbetrag von 240,0 Millionen Euro sowie der im Berichtsquartal erzielte Free Cashflow in Höhe von 115,9 Millionen Euro.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um 19,4 Millionen Euro auf 464,1 Millionen Euro zurückgegangen. Des Weiteren reduzierte sich das Vorratsvermögen aufgrund eines rückläufigen Hardware-Bestandes um 8,0 Millionen Euro auf 70,4 Millionen Euro.

Auf der PASSIVSEITE verringerten sich die Finanzschulden im Vergleich zum 31. März 2016 um 183,9 Millionen Euro auf 1.730,9 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund der im Berichtsquartal zurückgezahlten Unternehmensanleihe. Auf der anderen Seite wirkte die im April 2016 abgerufene erste Tranche des Kreditvertrages ("Facilities Agreement") über einen Nominalbetrag von 240,0 Millionen Euro, die mit einem Buchwert von 238,7 Millionen Euro unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen wird, erhöhend.

Der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen um 11,0 Millionen Euro auf 543,8 Millionen Euro ist in erster Linie auf den Abbau von Verbindlichkeiten aus Umsatz- und Lohnsteuersachverhalten in Höhe von 10,1 Millionen Euro zurückzuführen.

Die Zunahme der anderen Rückstellungen um 10,4 Millionen Euro auf 93,7 Millionen Euro betrifft vorwiegend Rückstellungen der Media Broadcast Gruppe. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich um 6,9 Millionen Euro auf 94,6 Millionen Euro, in erster Linie resultierend aus dem deutlichen Rückgang des gesunkenen Rechnungszinssatzes (30. Juni 2016: 1,7 Prozent, 31. März 2016: 2,2 Prozent). Wir verweisen an dieser Stelle auf die Textziffer 10 der ausgewählten erläuternden Anhangangaben.

Die EIGENKAPITALQUOTE verringerte sich, maßgeblich aufgrund der Dividendenauszahlung, von 31,0 Prozent per Ende März 2016 auf 29,8 Prozent per Ende Juni 2016. Die NETTOFINANZSCHULDEN belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf 898,0 Millionen Euro. Bei dieser Kennzahl werden die Finanzschulden (1.730,9 Millionen Euro) um die flüssigen Mittel (204,0 Millionen Euro) sowie um den Anteil am Börsenwert der Sunrise zum 30. Juni 2016 (11.051.578 Aktien multipliziert mit dem Schlusskurs von 56,90 Euro an der Börse Frankfurt am Main) vermindert, da die Anteile an der Sunrise jederzeit für einen Verschuldungsabbau zur Verfügung stünden. Zum 31. März 2016 betrugen die Nettofinanzschulden 805,0 Millionen Euro, als Ergebnis aus Finanzschulden von 1.914,7 Millionen Euro, abzüglich flüssiger Mittel von 503,4 Millionen Euro und des Anteils am Börsenwert der Sunrise zum 31. März 2016 (10.721.395 Aktien multipliziert mit dem Schlusskurs von 56,55 Euro an der Börse Frankfurt am Main).

Liquiditätslage

Tabelle 5: Wichtige Cashflow-Kennzahlen des Konzerns

In Mio. EUR Q2/2016 Q2/2015 Ergebnisveränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 133,6 80,7 52,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -39,7 -6,5 -33,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -393,3 -123,1 -270,2
Veränderung des Finanzmittelfonds -299,4 -48,9 -250,5
Free Cashflow1 115,9 74,1 41,8

Der CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT wird im zweiten Quartal 2016 mit 133,6 Millionen Euro ausgewiesen, gleichbedeutend mit einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 52,9 Millionen Euro. Neben einem um 9,8 Millionen Euro gestiegenen EBITDA (ohne den Einbezug der nicht zahlungswirksamen Ergebnisanteile aus dem assoziierten Unternehmen Sunrise in Höhe von 5,9 Millionen Euro)) und einer von Sunrise erhaltenen Dividendenausschüttung in Höhe von 30,1 Millionen Euro wirkten sich die um 10,9 Millionen Euro verringerten Steuerzahlungen (Q2/2016: -7,5 Millionen Euro, Q2/2015: -18,3 Millionen Euro) sowie eine im Vergleich zu Q2/2015 um 2,1 Millionen Euro erhöhte Abnahme des Net Working Capitals positiv auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus.

Der CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT betrug im zweiten Quartal 2016 -39,7 Millionen Euro gegenüber -6,5 Millionen Euro im zweiten Quartal 2015 und war im Wesentlichen bestimmt durch die Auszahlungen für den weiteren Anteil von 0,73 Prozent am Grundkapital der Sunrise in Höhe von 22,1 Millionen Euro.

Die Zahlungsmittelabflüsse für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens sowie in Sachanlagen, saldiert mit den Zahlungseingängen aus dem Abgang solcher Vermögenswerte, sind im zweiten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal 2015 um 11,1 Millionen Euro von 6,6 Millionen Euro auf 17,7 Millionen Euro gestiegen. Die zahlungswirksamen Investitionen wurden vollständig aus Eigenmitteln finanziert und betrafen im Wesentlichen Sachanlagen der Media Broadcast Gruppe.

Der CAHSFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT entwickelte sich im Berichtsquartal gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von -123,1 Millionen Euro auf -393,3 Millionen Euro, im Wesentlichen geprägt durch die im zweiten Quartal 2016 erfolgte Dividendenausschüttung in Höhe von 198,4 Millionen Euro sowie durch die Rückzahlung der Unternehmensanleihe im Nominalwert von 400,0 Millionen Euro zuzüglich der Zahlung aufgelaufener Zinsen auf die Unternehmensanleihe von 28,5 Millionen Euro. Demgegenüber flossen dem Konzern aus der Aufnahme von Finanzschulden 239,3 Millionen zu.

Im zweiten Quartal 2016 wurde als Folge der vorstehend erläuterten Effekte ein FREE CASHFLOW in Höhe von 115,9 Millionen Euro erzielt, was einem Anstieg gegenüber dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres (74,1 Millionen Euro) um 41,8 Millionen Euro entspricht.

1 Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Finanzmanagement

Die strategische Unternehmenssteuerung wird von einem fokussierten Finanzmanagement unterstützt, welches neben der Liquiditätsentwicklung die Kapitalstruktur als Steuerungsgröße aufweist. Die operative Umsetzung erfolgt durch ein umfassendes Treasury-Management auf der Basis etablierter Controlling-Strukturen.

Zur Steuerung der Kapitalstruktur dienen insbesondere der Verschuldungsfaktor, der so genannte Interest Cover und die Eigenkapitalquote als finanzielle Steuerungsgrößen. Der Verschuldungsfaktor gibt an, wie oft das aktuelle operative Ergebnis (EBITDA) erarbeitet werden müsste, um die Nettoverschuldung (Finanzschulden abzüglich liquider Mittel, abzüglich des Anteils am Börsenwert der Sunrise) zu tilgen. Der Interest Cover bildet das Verhältnis von EBITDA zu Zinssaldo ab.

In der folgenden Übersicht sind die Kennzahlen des Finanzmanagements mit ihrer aktuellen Ausprägung im Vergleich zum Vorjahresquartal dargestellt. Für zeitraumbezogene Größen wie das EBITDA und das Netto-Zinsergebnis wurden dabei jeweils die letzten 12 Monate (also Juli 2015 bis Juni 2016 bzw. für das Vorjahr Juli 2014 bis Juni 2015) herangezogen.

Tabelle 6: Kennzahlen des Finanzmanagements

Q2/2015 Ziel 2015 Q2/2016 Ziel
Verschuldungsfaktor 1,4 1,0 - 2,5 2,3 1,0 - 2,5
Pro-forma-Verschuldungsfaktor 1,4 1,0 - 2,5 3,9 1,0 - 2,5
Interest Cover 9,3 > 5 6,7 > 5
Eigenkapitalquote in % 49,4 > 50 29,8 > 50

Der Verschuldungsfaktor gibt das Verhältnis an, in dem die Finanzschulden (1.730,9 Millionen Euro) abzüglich flüssiger Mittel (204,0 Millionen Euro), abzüglich des Anteils am Börsenwert der Sunrise zum 30. Juni 2016 (11.051.578 Aktien multipliziert mit dem Schlusskurs von 56,90 Euro an der Börse Frankfurt am Main) im Verhältnis zum in den letzten 12 Monaten erzielten EBITDA stehen. Dieser liegt zum 30. Juni 2016 bei 2,3 und damit, wie auch zum 30. Juni 2015, innerhalb der strategischen Bandbreite von 1,0 bis 2,5.

Der Pro-forma-Verschuldungsfaktor (Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel im Verhältnis zum in den letzten 12 Monaten erzielten EBITDA) liegt mit 3,9 über dem Bereich der strategischen Bandbreite von 1,0 und 2,5, bedingt durch die Neufinanzierung im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben während des ersten Quartals 2016 sowie die im Berichtsquartal erfolgte Dividendenausschüttung. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im dafür herangezogenen EBITDA der letzten 12 Monate erst dreieinhalb Monate der EBITDA-starken Geschäftstätigkeit der Media Broadcast Gruppe enthalten sind.

Die Finanzschulden sind überwiegend von den zwischen 2017 und 2026 endfälligen Schuldscheindarlehen über einen Nennwert von insgesamt 780,0 Millionen Euro sowie auf das im März 2016 abgeschlossene Tilgungsdarlehen (zweite Tranche der Neufinanzierung) zu einem Nennwert von 720,0 Millionen Euro bestimmt.

Der Interest Cover liegt mit 6,7 im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung des Nettozinsaufwandes aufgrund der Neufinanzierung im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben, deutlich niedriger als in Q2/2015 (9,3), damit jedoch nach wie vor über der Zielmarke von 5,0.

Die Eigenkapitalquote bewegt sich zum 30. Juni 2016 unter der Zielmarke von 50 Prozent, was ebenfalls im Zusammenhang mit der Neufinanzierung steht.

Der Vorstand hält trotz der Neufinanzierung im Rahmen der Unternehmenserwerbe an seiner Finanzstrategie und damit auch am Ziel fest.

Dividendenpolitik

Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 mit dem Aufsichtsrat abgestimmte, aktuelle Dividendenpolitik des Vorstands sieht vor, jeweils 50 bis 75 Prozent des für das Geschäftsjahr ausgewiesenen Free Cashflows als Dividende auszuschütten. Mit dieser Bandbreite trägt die Gesellschaft dem Interesse der wertorientierten Anteilseigner Rechnung, am freien Barmittelzufluss der Gesellschaft in angemessenem Maße teilzuhaben. Gleichzeitig soll eine neuerliche Optimierung der Kapitalstruktur für eine nachhaltige Unternehmenswertsicherung sorgen. Auch vor dem Hintergrund der im ersten Quartal 2016 bzw. Ende 2015 durchgeführten Akquisition der Media Broadcast Gruppe, der Beteiligung an der EXARING AG und dem Anteilserwerb an der Sunrise Communications Group AG bestätigt der Vorstand ausdrücklich die aktuelle Dividendenpolitik.

Im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 hat die freenet AG die beschlossene Dividende in Höhe von 1,55 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie aus dem Bilanzgewinn ausgeschüttet. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 69,7 Prozent des im Geschäftsjahr 2015 erzielten Free Cashflows.

Grafik 4: Kennzahlen der Dividendenpolitik

Zur Unterstreichung der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells beabsichtigt der Vorstand dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung im Jahr 2017 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,60 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie für das Geschäftsjahr 2016 vorzuschlagen.

Damit stellt der Vorstand seinen Aktionären eine Ausschüttung in Aussicht, die gegenüber den Vorjahren eine kontinuierliche Erhöhung darstellt.

NACHTRAGSBERICHT

Berichtspflichtige Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Chancenbericht

Zur Steuerung und Überwachung des laufenden Geschäfts hat der Vorstand ein umfangreiches monatliches Berichtswesen aufgebaut, das sowohl die finanziellen als auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern umfasst. In regelmäßigen Besprechungsterminen mit allen relevanten Geschäftsbereichen informiert sich der Vorstand zeitnah über die operativen Entwicklungen. Zusätzlich werden in diesen Besprechungsterminen aktuelle Themen diskutiert und zukünftige in- und externe Entwicklungen, Maßnahmen sowie potentielle Chancen besprochen. Die Identifikation, Analyse und Kommunikation der Chancen sowie deren Nutzung stellt eine unternehmerische (Führungs-)Aufgabe dar, die vom Vorstand, den Verantwortlichen der einzelnen Unternehmensbereiche sowie den jeweiligen Entscheidungsträgern in ständiger Kommunikation ausgeübt wird.

Die freenet AG stellt an sich selbst den Anspruch, in allen Bereichen des Digital-Lifestyle eine Vorreiterrolle einzunehmen und diese erfolgreich zu verteidigen. Daher haben die freenet AG und ihre Tochtergesellschaften die Strategie mit einer Fokussierung auf mobile Sprach- und Datendienste sowie der Vermarktung von Digital-Lifestyle-Produkten umsichtig und dennoch konsequent fortgesetzt. Im Rahmen der Vermarktung von Smartphones und Flatrate-Tarifen standen vor allem die Kundenqualität sowie die Stabilisierung der Vertragskundenbasis im Fokus des unternehmerischen Handelns. Darüber hinaus wurde, entsprechend der Strategie der freenet AG, weiterhin ein Schwerpunkt auf das Digital-Lifestyle-Geschäft gelegt. Zu den relevanten Bereichen zählen hier neben Health, Datensicherheit und Home Automation auch Entertainment und Wearables. Die Produktpalette in diesem Wachstumsmarkt wurde entsprechend um weitere smartphone- und tabletbasierte Anwendungen erweitert. Damit ist die freenet AG bei diesen Produkten breiter aufgestellt als je zuvor. Als größter netzunabhängiger Mobilfunk-Service-Provider wird die freenet AG auch zukünftig im Digital-Lifestyle-Geschäft diesen erfolgreichen Weg weiter ausbauen und Chancen vor dem Hintergrund einer strikten Stakeholder-Value-Orientierung nutzen.

Externe Chancen sieht die freenet AG insbesondere in folgenden Marktentwicklungen:

Wachsende Bereitschaft der Kunden, für Mobilfunkendgeräte zu zahlen,
Trend zur mobilen Internet- und Datennutzung über Smartphone und Tablet PC,
Trend zu höherpreisigen Endgeräten (Smartphones) und eine damit verbundene höhere Nutzung bzw. Vertrieb von Flatrate-Produkten,
Trend zur Vernetzung von Produkten ("Internet der Dinge" sowie "integrierte Produktwelten").

Der Trend, für Mobilfunkendgeräte zu zahlen, die Ausdehnung der mobilen Internet- und Datennutzung, die weitere Verbreitung von Smartphones sowie die Vernetzung von Produkten haben sich weiter fortgesetzt.

Die Auswirkungen aus dem Trend zur verstärkten mobilen Internet- und Datennutzung sowie dem damit verbundenen Trend zu höherpreisigen Flatrate-Produkten könnten darüber hinaus zu einem positiveren Anstieg des Customer-Ownerships führen als erwartet, wenngleich Letzteres insgesamt eher als gering wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Darüber hinaus hat die freenet AG Anfang des Jahres den Einstieg in das neue Geschäftsfeld digitales Fernsehen vollzogen:

Es wurde mit der Media Broadcast Gruppe der bundesweit alleinige kommerzielle Anbieter des Ende Mai 2016 gestarteten DVB-T2 HD Standard übernommen.

Dieser neue Standard adressiert Millionen deutscher Haushalte und ermöglicht die Ausstrahlung eines umfangreichen Senderpakets in HD-Qualität. Ergänzt wird das Angebot durch den Zugang zu den Mediatheken einiger Sender.

Ferner hat sich die freenet AG mit 24,99% an der EXARING AG beteiligt und sich Vertriebsrechte an deren geschlossener IP-Plattform für innovative Entertainment- und TV-Dienste gesichert. Unter dem Markennamen "waipu.tv" ist ein Produkt rund um digitales Bewegtbild-Entertainment geplant. Der Marktstart ist für das 4. Quartal 2016 vorgesehen.

All dies könnte sich positiv auf die erwartete Entwicklung der Umsatzerlöse, des EBITDA und des Free Cashflows auswirken.

Interne Chancen für die freenet AG könnten sich vor allem ergeben aus:

der Prüfung und Implementierung strategischer Optionen im Bereich Mobilfunk, Digital-Lifestyle und TV,
der kontinuierlichen Intensivierung der Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten zur Stabilisierung der bestehenden und zur Entwicklung von neuen Konditionenmodellen,
der Festigung und der konsequenten Weiterentwicklung der IT-Systeme zur weiteren Erhöhung der Kundenzufriedenheit,
dem Ausbau der Vertriebsstärke durch die Ausweitung bestehender Vertriebskanäle (Multi-Channel-Ansatz) und die Nutzung bestehender sowie neuer Vertriebskooperationen und Partnerschaften,
der weiteren Steigerung der Shop-Performance auch durch Vermarktung zusätzlicher Produkte,
der Implementierung und Vermarktung neuer Produkte im Bereich Digital Lifestyle und TV,
der verstärkten Etablierung der Marken klarmobil, freenetmobile, callmobile und debitel light im stetig wachsenden Discount-Markt, um an diesem Wachstumsmarkt noch stärker zu partizipieren
und der kontinuierlichen Prozess- und Qualitätsverbesserung zur nachhaltigen Senkung der Kostenstrukturen.

Aus der Prüfung und Implementierung von strategischen Optionen sowohl im Bereich Mobilfunk als auch Digital-Lifestyle, der Implementierung und Vermarktung neuer innovativer Produkte sowie dem Ausbau der eigenen Vertriebsstärke könnte ein positiver Effekt auf die Entwicklung der zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren resultieren und unsere Erwartungen mithin übertreffen. Gleichsam könnte ein besserer Ausbau der Vertriebsstärke und der Kundenzufriedenheit dazu führen, dass sich der Customer-Ownership möglicherweise positiver entwickelt als prognostiziert. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wird jedoch eher als gering wahrscheinlich eingeschätzt.

Neben der bereits etablierten Hauptmarke mobilcom-debitel könnten sich insbesondere auch die Discount-Marken klarmobil, freenetmobile, callmobile und debitel light zunehmend stärker am Markt etablieren, wodurch eine höhere Marktdurchdringung als bisher erwartet erreicht werden könnte.

Anfang Juni 2016 wurden seitens der klarmobil gewisse Tarifangebote restrukturiert. Ehemals temporäre Sonderaktionen wurden zu einer festen Allnet-Tarifgruppe abgewandelt. Hierdurch kann den Kunden für das gleiche Geld noch mehr Leistung geboten werden- insbesondere ein höheres Datenvolumen und eine schnellere Surfgeschwindigkeit. Sollten die Marken stärker als erwartet am stetig wachsenden Discount-Markt partizipieren, könnte dies sowohl zu höheren Umsatzerlösen als auch Ergebnisgrößen und Free Cashflows führen als bisher prognostiziert.

Das strategische Zusammenwirken von Mobilfunkdienstleistungen und Digital-Lifestyle-Geschäft wurde weiter forciert. Diese konzernpolitische Ausrichtung der Aktivitäten wird auch zukünftig konsequent verfolgt werden, da der Trend zur fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung von Produkten und Dienstleistungen weiter anhalten wird. Vor diesem Hintergrund werden in Bezug auf die Erbringung von Leistungen im Bereich Digital-Lifestyle, insbesondere Health, Home Automation & Security, Datensicherheit sowie Enter- und Infotainment, weiterhin Wachstumschancen, Synergiepotenziale sowie Chancen für neue strategische Partnerschaften gesehen. Dadurch könnten zukünftig positivere Beiträge zu den zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren generiert werden als bisher erwartet. Die Bedeutung der strategischen Transformation vom reinen Mobilfunkspezialisten zum Digital-Lifestyle-Provider wird vor diesem Hintergrund zukünftig voraussichtlich weiter zunehmen.

Sollten die aus der kontinuierlichen Prozess- und Qualitätsverbesserung resultierenden Maßnahmen und Effizienzsteigerungen zur nachhaltigen Senkung der Kostenstrukturen positiver ausfallen als erwartet, könnte sich dies in den kommenden Jahren positiver auf die Höhe der Sachgemein- und Personalkosten und mithin auf das EBITDA sowie den Free Cashflow auswirken als bisher budgetiert.

Gesamtwürdigung der Chancenlage

Durch die regelmäßige Überwachung der internen und externen Chancen durch das monatliche Berichtswesen sowie der Kommunikation in den Besprechungsterminen ist die Unternehmensleitung in der Lage, der ihr obliegenden unternehmerischen (Führungs-)Aufgabe nachzukommen und mithin durch die Nutzung von Chancen einen positiven Beitrag zur operativen als auch strategischen Sicherung des Unternehmenserfolgs zu leisten.

Es wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert, die im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert bestehen. Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen sowie die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf die prognostizierten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren und somit auf die Entwicklung der freenet AG insgesamt werden zusammenfassend als gering eingestuft. Die Unternehmensleitung erwartet daher die im Ausblick prognostizierte, positive Entwicklung des Geschäftsverlaufs.

Risikomanagementsystem

Zur Gewährleistung des langfristigen Fortbestands der freenet AG kommt einem effizienten Risikomanagementsystem eine maßgebliche Bedeutung zu. Das Risikomanagementsystem in der freenet AG wird ausschließlich auf Risiken, nicht hingegen auf Chancen angewendet. Dabei soll sichergestellt werden, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig von jedem unserer Führungskräfte erkannt und in systematischer, nachvollziehbarer Weise an die zuständigen Entscheidungsträger im Unternehmen kommuniziert werden. Durch die rechtzeitige Kommunikation von Risiken an die verantwortlichen Entscheidungsträger soll gewährleistet werden, dass angemessene Maßnahmen zum Umgang mit den erkannten Risiken ergriffen und hierdurch Schäden von unserem Unternehmen, unseren Mitarbeitern und unseren Kunden abgewendet werden.

Dazu hat der Vorstand der freenet AG innerhalb des Konzerns ein effizientes Risikofrüherkennungs-, Überwachungs- und Steuerungssystem eingerichtet, in welches auch die Tochtergesellschaften eingebunden sind. Das System wird im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahres- und Konzernabschluss durch den Abschlussprüfer geprüft, ob es geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Das Risikofrüherkennungssystem entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Die Systeme und Methoden des Risikomanagementsystems sind integrativer Bestandteil der generellen Aufbau- und Ablauforganisation der freenet AG.

Grafik 5: Aufbau- und Ablauforganisation des Risikomanagementsystems der freenet AG

Mindestens halbjährlich erfassen bzw. aktualisieren die einzelnen Fachbereiche der freenet AG und die freenet Tochterunternehmen bestehende und etwaige neue Risiken, die eine definierte Wesentlichkeitsgrenze übersteigen, in formalisierten Risikoberichten (Risikoidentifikation). In den Risikoberichten werden die spezifischen Risiken beschrieben und auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihre Auswirkungen auf das Unternehmen anhand standardisierter Kriterien untersucht (Risikoanalyse und -bewertung).

Die Bewertung der Risiken erfolgt innerhalb der freenet AG nach dem Nettoprinzip, bei dem das Risiko inklusive der reduzierenden Einflüsse von durchgeführten Gegenmaßnahmen betrachtet wird. Für die Bewertung der Risiken werden die Kriterien "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "erwartetes Schadensausmaß" herangezogen. Dabei werden Risiken mit geringer (<50 Prozent), mittlerer (50-75 Prozent) und hoher (>75 Prozent) Eintrittswahrscheinlichkeit systematisch voneinander unterschieden und kategorisiert. Hinsichtlich der Höhe des erwarteten Schadensausmaßes aus einem Risiko wird zwischen unwesentlichen (<1,0 Millionen Euro), geringen (1,0 bis 2,5 Millionen Euro), mittleren (2,5 bis 10,0 Millionen Euro) und hohen (>10,0 Millionen Euro) erwarteten Schäden unterschieden. Aus der Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe des erwarteten Schadensausmaßes ergibt sich die Einteilung hinsichtlich der Bedeutung der Risiken in die Kategorien "unwesentlich", "gering", "mittel", "hoch" sowie "wesentlich". Diese Risikokategorien sind in der folgenden Abbildung dargestellt.

Grafik 6 : Risikomatrix der freenet AG

Basierend auf den kommunizierten Ergebnissen der Risikoanalyse und -bewertung werden verschiedene Handlungsalternativen im Rahmen der allgemeinen Unternehmenssteuerung ergriffen, um angemessen auf die identifizierten Risiken zu reagieren (Risikosteuerung und -überwachung). Die einzelnen Risikoberichte werden zu einem gesamthaften Konzernrisikobericht zusammengefasst und an den Vorstand berichtet. Auch zwischen den Standard-Meldezeitpunkten werden Risiken direkt nach ihrer Identifikation erfasst, analysiert, bewertet und gesteuert sowie bei entsprechender Größenordnung unmittelbar an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet (Risikokommunikation).

Der Vorstand hat in einem Leitfaden, der kontinuierlich ergänzt und verbessert wird, die wesentlichen Risikokategorien für den Konzern definiert, eine Strategie zum Umgang mit den Risikokategorien erarbeitet und die Verteilung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb des Risikomanagementsystems im Konzern dokumentiert. Dieser Leitfaden ist den Mitarbeitern bekannt und entwickelt deren Risikobewusstsein gezielt weiter (Teil der Risikokommunikation).

Die Methoden und Systeme des Risikomanagements werden ständig überprüft, weiterentwickelt und angepasst. Dabei wirkt die interne Revisionsabteilung der freenet AG unterstützend, wobei die regelmäßigen Prüfungen der Risikoberichterstattung den Schwerpunkt bilden. Der Aufsichtsrat, hier insbesondere der Prüfungsausschuss der freenet AG, überwacht aufgrund aktienrechtlicher Bestimmungen die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Aufsichtsrat wird durch regelmäßige Berichterstattung und, soweit erforderlich, durch eine aktuelle Berichterstattung des Vorstands eingebunden (prozessunabhängige Risikoüberwachung).

Neben dem Risikomanagementsystem hat die Unternehmensleitung zur Steuerung und Überwachung des laufenden Geschäfts ein umfangreiches monatliches Berichtswesen aufgebaut, das sowohl die finanziellen als auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern umfasst. In regelmäßigen Besprechungsterminen mit allen relevanten Geschäftsbereichen informiert sich der Vorstand zeitnah über die operativen Entwicklungen. Zusätzlich werden in diesen Besprechungsterminen aktuelle Themen diskutiert und zukünftige Maßnahmen besprochen (Teil der Risikokommunikation).

Risiken

In diesem Abschnitt werden die Risiken dargestellt, welche die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der freenet AG beeinflussen könnten. Es erfolgt eine Einteilung in die Kategorien Marktrisiken, IT-Risiken, steuerliche Risiken, finanzielle Risiken und rechtliche Risiken. Die einzelnen Risiken werden gemäß ihrer Rangfolge in den jeweiligen Kategorien genannt.

Der Mobilfunkbereich ist sowohl umsatz- als auch ergebnisbezogen das mit Abstand bedeutendste Segment im freenet Konzern. Entsprechend resultieren auch die maßgeblichen Marktrisiken aus diesem Bereich und werden daher im Folgenden vorwiegend auf dieses Segment bezogen dargestellt. Die Risikoeinschätzung für die übrigen Kategorien gilt grundsätzlich für alle Segmente. Wesentliche Unterschiede zwischen den Segmenten in Bezug auf die Risikoeinschätzung werden als solche gesondert genannt.

Marktrisiken

Wettbewerbsintensive Märkte

Die Telekommunikationsmärkte sind weiterhin durch intensiven Wettbewerb geprägt. Dies kann zum einen zu Einbußen bei den Umsatzerlösen und zum Verlust von Marktanteilen sowie zu Margendruck in den jeweiligen Geschäftsbereichen führen und/oder den Gewinn von Marktanteilen erschweren.

Weiterhin können höhere Aufwendungen für die Gewinnung neuer Kunden bei gleichzeitig sinkenden Erlösen und einer kundenseitig hohen Wechselbereitschaft die Folge des starken Wettbewerbs sein. Hierdurch könnten sich die prognostizierten umsatzbasierten Kennzahlen, Ergebnisgrößen sowie der Free Cashflow möglicherweise leicht negativer entwickeln als bisher erwartet. Um sich gegenüber den Wettbewerbern zu behaupten, muss die freenet AG ihre Produkte weiterhin attraktiv gestalten und erfolgreich vermarkten sowie Kundenbindungsmaßnahmen durchführen. Außerdem muss die freenet AG auf die Geschäftsentwicklung der Konkurrenz reagieren und neue Kundenbedürfnisse antizipieren. Darin liegt ein mittleres Risiko für die Erreichung der Ziele der Gesellschaft.

Netzbetreiber

Bonuszahlungen und Provisionen seitens der MNOs sind Bestandteil der Erträge der freenet AG. Eine Reduzierung dieser Netzbetreiber-Prämien kann zu einem höheren Kapitalbindungs- und Vermarktungsrisiko führen. Diese Tatsache stellt ein mittleres Risiko für die freenet AG dar. Das Risiko versucht die freenet AG dadurch zu minimieren, dass die Gesellschaft flexible Einkaufskonditionen verhandelt sowie ein laufendes Monitoring der Zielerreichung bei den Prämienzahlungen durchführt und gegebenenfalls nachverhandelt.

Die Margen im Mobilfunk-Service-Provider-Geschäft sind wesentlich durch die Netzbetreiber und deren Gestaltung der Tarifmodelle bedingt. Hierdurch werden, beispielsweise durch Tarifwechselbeschränkungen, die Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Tarifmodelle eingeschränkt. Dieses Risiko wird seitens der freenet AG als gering eingestuft. Dennoch findet eine laufende Prüfung der Implementierung weiterer mengenbasierter Einkaufsmodelle statt - sowohl im Postpaid- als auch im Prepaidbereich.

Die Netzbetreiber vertreiben ihre Produkte zunehmend selbst und drängen Mobilfunk-Service-Provider aus dem Markt ("shift to direct"). Hinzu kommt, dass die Netzbetreiber aufgrund ihrer Geschäftsstruktur im Vertrieb zum Teil bessere Konditionen bieten können als die Mobilfunk-Service-Provider. Dies könnte wiederum zum Verlust von Vertriebswegen und Kunden führen. Dieser Umstand stellt für die freenet AG ein geringes Risiko dar.

Als Gegenmaßnahme schließt die freenet AG mit den wichtigen Vertriebspartnern langfristige Verträge und bietet ihnen attraktive Anreizsysteme (z.B. Airtime-Modelle). Eine zusätzliche Möglichkeit, bestehende Vertriebskanäle zu erhalten bzw. auszubauen, liegt in der Gewinnung von weiteren Franchisepartnern.

Der Zusammenschluss der beiden Netzbetreiber O2 und E-Plus könnte zu einem verminderten Wettbewerb zwischen den verbleibenden Mobilfunkgesellschaften ("MNOs") und einer einhergehenden Schwächung des Service-Provider-Modells führen. Dies könnte sich unter anderem in einer Verringerung der Marge äußern. Ferner besteht die Gefahr eines koordinierten Verhaltens der drei nach dem Zusammenschluss übrig gebliebenen MNOs zu Lasten aller Service-Provider. Die von Telefonica Deutschland an einen anderen Marktteilnehmer ohne eigenes Mobilfunknetz abgegebene Netzkapazität wird voraussichtlich recht aggressiv vermarktet werden. Auf der Habenseite wurden bestehende Verträge bis 2025 verlängert, wodurch die freenet AG eine gewisse Absicherung erfährt. Für den Fall, dass es zu marktweiten Konditionenkürzungen käme, würden die Konditionen für die Vertriebspartner angepasst. Das Risiko wird seitens der freenet AG als unwesentlich eingestuft.

Die Netzbetreiberrisiken, alleine oder in Kombinationen, könnten sich auf die prognostizierten Ergebnisgrößen sowie den Free Cashflow negativer auswirken als dies bisher erwartet wird.

Kauf von Unternehmen

Die freenet AG hat in der Vergangenheit Unternehmenskäufe getätigt. Es besteht das mittlere Risiko, dass sich das operative Geschäft dieser Beteiligungen nicht erwartungsgemäß entwickelt und somit unter anderem das Wachstum des Geschäftsbereichs Digital-Lifestyle unter den Erwartungen und mithin unter den prognostizierten Ergebnissen und des Free Cashflows bleibt. Im Rahmen des Managementreports findet daher ein regelmäßiges Monitoring der Beteiligungsentwicklung statt, das darauf abzielt, sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten, falls Planabweichungen vorliegen sollten.

Übernahme der Media Broadcast Gruppe

Aus der im ersten Quartal erfolgten Übernahme ergeben sich für die Gesellschaft verschiedene Risiken. Als mittleres Risiko sieht die freenet AG die aktuelle UKW-Regelung der Bundesnetzagentur. Diese Regelung könnte zu einer Intensivierung und Förderung des Wettbewerbs führen, wodurch sich in diesem Bereich Marktanteils-, Umsatz- und Ergebnisverluste ergeben könnten.

Weiterhin könnte die kundenseitige Nachfrage des Produkts freenet TV, das über den im Chancenbericht erwähnten Standard DVB-T2 HD angeboten wird, geringer ausfallen als erwartet. Dies stellt für die freenet ein mittleres Risiko dar.

Beteiligung an der EXARING AG

Die freenet AG ist seit Ende 2015 mit 24,99% an der EXARING AG beteiligt. Hieraus könnten sich die Risiken ergeben, dass einerseits die Kundenanzahl zum Produktlaunch geringer als erwartet ausfällt und womöglich die Kosten, insbesondere im Bereich Content (TV-Sender) und Akquisition (Vertriebspartner/Marketingpartner), höher ausfallen als erwartet. Beide Risiken stuft die freenet als mittel ein.

Beteiligung an der Sunrise Communications Group AG

In der ersten Hälfte 2016 hat die freenet AG einen Anteil von 24,56% an der Sunrise Telecommunications Group AG erworben. Es könnte sein, dass sich die Geschäftsentwicklung der Sunrise AG schlechter entwickelt als angenommen, was sich wiederum negativ auf die Ertragslage und die Geschäftsentwicklung der freenet auswirken könnte. Das Risiko wird seitens der freenet als gering eingestuft.

Terminierungsentgelte

Eine weitere Absenkung der so genannten Terminierungsentgelte durch die Bundesnetzagentur könnte im Markt die Umsätze pro Kunde stärker reduzieren als erwartet. Aufgrund der in der Vergangenheit bereits durchgeführten Absenkungen ist das Risiko allerdings gering. Es findet eine permanente Beobachtung des Regulierungsumfelds durch die freenet AG statt.

Gesetze und Regulierung

Aufgrund von gesetzlichen Änderungen, Eingriffen von Regulatoren oder auch durch gerichtliche Grundsatzentscheidungen könnten sich Auswirkungen auf die Tarifstruktur und die Möglichkeit, Kundenforderungen geltend zu machen, ergeben. Dies könnte sich zum einen negativ auf die Höhe der prognostizierten Umsatzerlöse und zum anderen auf die Höhe des Free Cashflows auswirken. Die Auswirkungen von einzelnen Entscheidungen oder rechtlichen Änderungen können für sich genommen nicht wesentlich sein, so dass das Risiko insgesamt als gering eingestuft werden kann. Die freenet AG begegnet dem Risiko durch ein regelmäßiges Monitoring der Entwicklungen seitens der Regulatoren bzw. durch das Verfolgen des Ausgangs gerichtlicher Entscheidungen.

IT-Risiken

Die Betriebsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der technischen Infrastruktur inklusive der Rechenzentren und Billing-Systeme des Unternehmens sind für dessen erfolgreiches Operieren und seinen Fortbestand von erheblicher Bedeutung. Es besteht das geringe Risiko, dass Netzwerkausfälle oder Serviceprobleme aufgrund von Systemfehlern oder -ausfällen zum Verlust von Kunden führen können. Neben dem Rückgang der Umsatzerlöse bei einem Verlust von Kunden könnte bei einem Ausfall der Systeme keine Leistung seitens der freenet AG erbracht und damit auch kein Umsatz bzw. kein positiver Beitrag zum erwarteten Ergebnis sowie Free Cashflow erzielt werden. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, werden technische Frühwarnsysteme eingesetzt. Ständige Pflege und Updates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellen Stand. Um den Verlust von sensiblen Daten zu vermeiden, wird in einem 24-stündigen Rhythmus ein Backup erstellt und dieser bei der Speicherung ausgelagert.

Ein Hackerangriff auf die freenet TV-Datenbank könnte der Auslöser für eine schadhafte Datenmanipulation sein, die im Extremfall dazu führen könnte, dass die TV-Boxen ausfallen. Das Risiko wird seitens der freenet als gering eingestuft.

Steuerliche Risiken

Verlustvorträge

Wenn innerhalb von fünf Jahren mittelbar oder unmittelbar mehr als 25 Prozent der Aktien oder Stimmrechte der Gesellschaft in einer Hand oder in Händen mehrerer Aktionäre mit gleichgerichteten Interessen vereinigt würden (schädlicher Beteiligungserwerb), könnten die bis zum schädlichen Beteiligungserwerb nicht ausgeglichenen oder abgezogenen negativen Einkünfte (körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge) der Gesellschaft gemäß § 8c KStG anteilig oder vollständig verloren gehen. Aktien werden in einer Hand vereinigt, wenn sie an einen Erwerber, an diesem nahestehende Personen oder an eine Gruppe von Erwerbern mit gleichgerichteten Interessen übertragen werden.

Auf den Eintritt dieses Risikos hat die Gesellschaft keinen Einfluss, da der (gegebenenfalls teilweise) Wegfall der bis zum schädlichen Beteiligungserwerb nicht ausgeglichenen oder abgezogenen negativen Einkünfte (körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge) durch Maßnahmen und Transaktionen auf der Ebene der Aktionäre herbeigeführt wird. Vor diesem Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in Folge einer Veräußerung oder eines Hinzuerwerbs von Aktien durch die Aktionäre der Gesellschaft zu einer Vereinigung von mehr als 25 Prozent der Aktien in einer Hand kommen könnte. Dasselbe mittlere Risiko besteht, wenn durch andere Maßnahmen erstmals in der Hand eines Aktionärs oder mehrerer Aktionäre mit gleichgerichteten Interessen mehr als 25 Prozent der Aktien oder Stimmrechte vereinigt werden. Die oben dargestellten Rechtsfolgen gelten entsprechend.

Umsatzsteuerrisiko aus "Entgelt von dritter Seite"

Mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 4. Dezember 2014 sowie gleichzeitiger Ergänzung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses traf die Finanzverwaltung folgende Regelung: Liefert der Vermittler eines Mobilfunkvertrags im eigenen Namen an den Kunden ein Mobilfunkgerät oder einen sonstigen Elektronikartikel und gewährt das Mobilfunkunternehmen dem Vermittler auf Grund vertraglicher Vereinbarung eine von der Abgabe des Mobilfunkgeräts oder sonstigen Elektronikartikels abhängige Provision bzw. einen davon abhängigen Provisionsbestandteil, handelt es sich bei dieser Provision oder diesem Provisionsbestandteil insoweit nicht um ein Entgelt für die Vermittlungsleistung an das Mobilfunkunternehmen, sondern um ein Entgelt von dritter Seite im Sinne des §10 Abs. 1 Satz 3 UStG für die Lieferung des Mobilfunkgeräts oder des sonstigen Elektronikartikels. Dies gilt unabhängig von der Höhe einer von dem Kunden zu leistenden Zuzahlung. Aus der Anwendung dieser Regelung ab dem 1. Januar 2015 entstehen der Gesellschaft keine berichtspflichtigen Risiken. Für die vor dem 1. Januar 2015 ausgewiesenen Umsätze ist es aus Sicht der Gesellschaft überwiegend wahrscheinlich, dass die genannte Regelung keine wesentlichen negativen umsatzsteuerrechtlichen Auswirkungen für die freenet AG haben wird. Es verbleibt für die vor dem 1. Januar 2015 für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume ausgewiesenen Umsätze jedoch ein geringes Risiko, bei dem die freenet AG Vorsteuern teilweise an das Finanzamt zurückerstatten müsste.

Sonstige Steuerrisiken

Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es grundsätzlich zu Änderungen kommen, aus denen Steuernachzahlungen oder Veränderungen der Verlustvorträge resultieren, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen des jeweiligen zugrundeliegenden Sachverhalts kommen. Gleiches gilt für Abgabenarten, die zum Teil noch nicht geprüft wurden, insbesondere weil sie üblicherweise keiner steuerlichen Außenprüfung unterliegen.

Das Risiko abweichender Sachverhaltsauslegungen und -bewertungen gilt insbesondere für gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen. Deshalb ist nicht ganz auszuschließen, dass durch Einbringungen, andere Umwandlungsvorgänge, Kapitalzuführungen und Gesellschafterwechsel die von den Kapitalgesellschaften der freenet AG erklärten und so auch bislang von der Finanzverwaltung gesondert festgestellten körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge vermindert werden bzw. entfallen könnten. Insgesamt wird dies als ein geringes Risiko angesehen.

Finanzielle Risiken

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dabei unterliegt die Gesellschaft hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente, finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen den nachfolgend dargestellten Risiken.

Forderungsausfälle

Ein Forderungsausfallrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen aufgrund des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Debitoren. Es besteht ein mittleres Ausfallrisiko im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Vermögenswerte.

Bei der Betrachtung des Forderungsausfallrisikos stehen im freenet Konzern insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Endkunden im Fokus. Hierbei wird im Massengeschäft unseres Konzerns der Bonität von Kunden und Vertriebspartnern besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Für wesentliche Vertragskundenbereiche werden vor Vertragsabschluss Bonitätsprüfungen der Kunden durchgeführt. Im laufenden Vertragsverhältnis sind die Durchführung eines zügigen und regelmäßigen Mahn- und Inkassoprozesses mit mehreren Inkassounternehmen im Benchmarking und einer Langzeitinkasso-Überwachung sowie das High Spender Monitoring in unserem Konzern wesentliche Maßnahmen zur Minimierung des Ausfallrisikos. Auch im Bereich der Forderungen gegen Händler und Franchisepartner findet ein laufender Mahn- und Inkassoprozess statt. Ebenso werden Kreditlimits festgelegt und überwacht. Überdies sind durch eine Warenkreditversicherung wesentliche Forderungsausfallrisiken gegenüber Großkunden (Händler und Distributoren im Bereich Mobilfunk) abgesichert. Die Risiken bei nicht versicherten Händlern und Distributoren sind durch ein internes Limitsystem begrenzt - in der Regel müssen Kunden mit schlechter Bonität Vorauskasse leisten oder die Geschäftsbeziehung kommt nicht zustande. Schließlich trägt eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen den Forderungsausfallrisiken Rechnung.

Weitere wesentliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen regelmäßig im Segment Mobilfunk gegen die Mobilfunknetzbetreiber sowie im Segment TV/Medien gegen öffentlich-rechtliche sowie private Anbieter von TV- und Radioprogrammen. Die Eintreibung dieser Forderungen wird ebenfalls laufend überwacht; allerdings zeigen die Vergangenheitserfahrungen hier ein äußerst geringes Forderungsausfallrisiko.

Zwischen dem Konzern und einer Bank besteht eine Factoring-Vereinbarung zum Verkauf von Handy-Optionsforderungen. Die maßgeblichen Risiken (im Wesentlichen das Forderungsausfallrisiko) und Chancen gehen hierbei auf die Bank über. Im freenet Konzern verbleibt in voller Höhe das Spätzahlungsrisiko, das jedoch von untergeordneter Bedeutung ist.

Werthaltigkeit des Vermögens

In der Konzernbilanz der freenet AG werden ein bilanzieller Goodwill sowie immaterielle Vermögenswerte wie Kundenbeziehungen, Markenrechte und Nutzungsrechte in wesentlicher Höhe ausgewiesen. Es besteht das mittlere Risiko, dass es im Rahmen von Werthaltigkeitsprüfungen in den Folgeperioden zu wesentlichen Wertminderungen kommen kann.

Die Vermögenswerte der freenet AG werden regelmäßig als auch anlassbezogen überprüft, sofern mögliche Indikatoren für eine nachhaltige Wertminderung vorliegen. Bei einem solchen Indikator kann es sich z. B. um Änderungen im Wirtschafts- oder Regulierungsumfeld handeln. Eine eventuell resultierende Wertminderung ist nicht zahlungswirksam und bleibt daher ohne Einfluss für den Free-Cashflow. Darüber hinaus werden die Umsatzerlöse und das EBITDA nicht tangiert (kein Einfluss auf die finanziellen Leistungsindikatoren).

Liquidität

Das als mittleres Risiko eingestufte allgemeine Liquiditätsrisiko des Konzerns besteht darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, z. B. der Tilgung von Finanzschulden, der Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen und der Verpflichtungen aus Leasingverträgen.

Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit umfangreiche Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken des Weiteren durch das Halten angemessener Bankguthaben, Kreditlinien bei Banken sowie durch eine laufende Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows. Auf Basis mehrerer bestehender konzerninterner Cash-Pooling-Vereinbarungen, an denen die wesentlichen Gesellschaften des freenet Konzerns teilnehmen, werden Bedarf und Anlage von liquiden Mitteln im Konzern zentral gesteuert.

Um das allgemeine Liquiditätsrisiko zu verringern, bedient sich der Konzern verschiedener Finanzierungsinstrumente. Die unter den Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus den im Dezember 2012, Mai 2015 und Februar 2016 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen (zum 30. Juni 2016 inkl. Zinsabgrenzungen bilanziert 778,8 Millionen Euro) sowie den beiden Darlehenstranchen im syndizierten Bankkredit ("Facility Agreement") vom März 2016 über insgesamt maximal 1.040,0 Millionen Euro (zum 30. Juni 2016 inkl. Zinsabgrenzungen bilanziert 951,9 Millionen Euro). Die dritte - als revolvierende Kreditlinie ausgestaltete - Tranche im Facility Agreement über 100,0 Millionen Euro war zum 30. Juni 2016 nicht gezogen.

Aus den abgeschlossenen Kreditverträgen resultiert ein weiteres geringes Liquiditätsrisiko, da die darin vereinbarten Beschränkungen (sog. Undertakings und Covenants) den finanziellen und operativen Spielraum der freenet AG eingrenzen. Die Verträge beinhalten beispielsweise Beschränkungen bei Änderungen der Geschäftstätigkeit des Konzerns, bei der Durchführung gruppeninterner gesellschaftsrechtlicher Strukturmaßnahmen, bei der Bestellung von Sicherheiten sowie hinsichtlich eventueller Erwerbe sowie Veräußerungen von Vermögenswerten, insbesondere von Anteilsbesitz. Der Gesellschaft ist es nur in engen Grenzen erlaubt, außerhalb der Kreditverträge Fremdmittel aufzunehmen, um so beispielsweise zukünftige strategische Investitionen zu finanzieren. Aufgrund der genannten Liquiditätsreserven stellen die Covenants jedoch nur eine geringe Einschränkung für die freenet AG dar.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalrisikomanagement des Konzerns bezieht sich auf das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital und daraus abgeleitete Kennziffern. Primäres Ziel des Kapitalrisikomanagements des Konzerns ist es, die Einhaltung der in den Kreditverträgen vorgesehenen Kennzahlen ("financial covenants") zu gewährleisten. Die wesentlichen financial covenants sind in Bezug auf die Eigenkapitalquote des Konzerns sowie den Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Netto-Finanzverschuldung des Konzerns zu Konzern-EBITDA) definiert. Sollten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen negativ entwickeln, kann dies unter Umständen dazu führen, dass der freenet Konzern seine Vereinbarungen mit den kreditfinanzierenden Banken nicht mehr einhalten kann. Es besteht das mittlere Risiko zur Fälligkeitsstellung der Kredite durch die finanzierenden Banken. Die freenet AG minimiert das Risiko durch eine laufende Überwachung der finanziellen Kennzahlen.

Zinsänderungsrisiko

Unser Unternehmen unterliegt, was die Finanzschulden mit variabler Verzinsung betrifft, Zinsänderungsrisiken im Wesentlichen bezogen auf den EURIBOR. Das Unternehmen begegnet diesen mittleren Risiken durch eine Mischung aus fest und variabel verzinslichen Finanzschulden. Die Zinsänderungsrisiken sind nicht explizit gesichert, allerdings wirkt der Kassenbestand, der im Wesentlichen auf Basis von EONIA bzw. EURIBOR variabel verzinslich angelegt wird, als natürliche Absicherung und mindert das Zinsänderungsrisiko aus den variabel verzinslichen Finanzschulden entsprechend.

Geldanlagen werden in der Regel in Form von Tages- und Termingeld bei Geschäftsbanken mit hoher Bonität angelegt.

Die Gesellschaft überprüft auf der Grundlage der ihr zur Verfügung stehenden täglichen Liquiditätsplanung laufend die verschiedenen Anlagemöglichkeiten für die liquiden Mittel sowie die verschiedenen Dispositionsmöglichkeiten hinsichtlich der Finanzschulden. Marktzinsänderungen könnten sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein.

Sonstige finanzielle Risiken

Weitere Finanzrisiken wie beispielsweise Fremdwährungs- und Kursänderungsrisiken sind nach Auffassung der Gesellschaft als gering einzustufen und daher im Zwischenlagebericht nicht separat darzustellen.

Rechtliche Risiken

Vergleichsvereinbarung mit France Télécom S.A.

Die mobilcom AG als Rechtsvorgängerin der Gesellschaft sowie weitere Gesellschaften des ehemaligen mobilcom Konzerns haben im November 2002 einen Vergleich mit der France Telecom S.A. und verbundenen Unternehmen geschlossen. Die Wirksamkeit dieses Vergleichs wird von einzelnen Aktionären angezweifelt.

Die Gesellschaft hält diesen Vergleich für wirksam und hat auch keine Anhaltspunkte dafür, dass France Telecom S.A. sich daran nicht gebunden fühlt. Sollte die Auffassung dieser Aktionäre jedoch gerichtlich bestätigt werden, würde auf die freenet AG ein mittleres Risiko zukommen, dass France Telecom S.A. den Betrag von 7,1 Milliarden Euro, auf den sie im Rahmen des Vergleichs verzichtet hat, gegenüber der Gesellschaft geltend macht und etwaige Gegenansprüche der Gesellschaft dem Grunde und der Höhe nach bestreiten wird.

Sachkapitalerhöhung

Einzelne Aktionäre sind der Ansicht, dass die Sachkapitalerhöhung der mobilcom AG als Rechtsvorgängerin der Gesellschaft im November 2000 fehlerhaft bzw., dass die erbrachte Sacheinlage nicht werthaltig gewesen sei, mit der Folge, dass einerseits der Gesellschaft noch Ausgleichsansprüche in Milliardenhöhe gegen die France Télécom S.A. zustünden sowie ferner, dass die an die France Télécom S.A. ausgegebenen Aktien nicht stimmberechtigt gewesen seien. Die freenet AG sieht diesen Sachverhalt als mittleres Risiko an und geht davon aus, dass die Sachkapitalerhöhung wirksam erfolgt ist.

Gesamtwürdigung der Risikolage

Die vorstehend aufgeführten Risiken der freenet AG werden nachstehend überblicksartig zusammengefasst.

Risiken Eintrittswahrscheinlichkeit erwartetes Schadensausmaß Risiko Tendenz
Marktrisiken
Wettbewerbsintensive Märkte mittel mittel mittel
Netzbetreiber
Prämien und Margen mittel mittel mittel
shift to direct mittel gering gering
O2 und E-Plus gering unwesentlich unwesentlich
Kauf von Unternehmen mittel mittel mittel
Terminierungsentgelte gering mittel gering
Gesetze und Regulierung gering gering gering
IT-Risiken gering mittel gering
Datendiebstahl und Hackerangriff gering gering gering
Steuerliche Risiken
Verlustvorträge gering hoch mittel
Umsatzsteuerrisiko aus "Entgelt von dritter Seite" gering mittel gering
Sonstige Steuerrisiken gering mittel gering
Finanzielle Risiken
Forderungsausfälle hoch gering mittel
Werthaltigkeit des Vermögens gering hoch mittel
Liquidität
Allgemeines Liquiditätsrisiko gering hoch mittel
Einschränkung finanzieller Spielraum gering mittel gering
Kapitalrisikomanagement gering hoch mittel
Zinsänderungsrisiko mittel mittel mittel
Sonstige finanzielle Risiken gering unwesentlich unwesentlich
Rechtliche Risiken
Vergleichsvereinbarung mit France Telecom gering hoch mittel
Sachkapitalerhöhung gering hoch mittel
Compliance Risiken
Wettbewerbsrisiko "UKW-Regulierung" mittel mittel mittel
Operative Risiken
Kundenaufkommen freenet TV gering hoch mittel
Strategische Risiken
Ergebnisauswirkung Sunrise gering mittel gering
Kundenentwicklung EXARING mittel mittel mittel
Kostenentwicklung EXARING mittel mittel mittel
Pfeilrichtung nach oben: Einstufung in höhere Risikoklasse im Vergleich zum Vorbericht
Pfeilrichtung waagerecht: Einstufung in gleiche Risikoklasse im Vergleich zum Vorbericht oder neu eingemeldetes Risiko
Pfeilrichtung nach unten: Einstufung in geringere Risikoklasse im Vergleich zum Vorbericht

Durch den implementierten Risikomanagementprozess sowie das monatliche Berichtswesen hat der Vorstand einen Überblick über die vorgestellte Risikosituation insgesamt. Einzelne Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit oder die Auswirkung lediglich geringfügig verändert. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Risiken keine Auswirkungen auf den Fortbestand der freenet AG haben. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass bei Fortführung des bisherigen Risikomanagementansatzes die freenet AG auch für das kommende Geschäftsjahr in der Lage sein wird, relevante Risiken rechtzeitig zu identifizieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ihrer Begegnung einleiten zu können.

Zum 30. Juni 2016 wurden Markt-, IT- und steuerliche, finanzielle sowie rechtliche Risiken identifiziert. Die möglichen Auswirkungen auf die allgemeine zukünftige Entwicklung der freenet AG sowie die finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden von der Unternehmensleitung insgesamt als gering qualifiziert. Es wird folglich von der Unternehmensleitung erwartet, dass die im Ausblick prognostizierte, positive Entwicklung nicht wesentlich durch die aufgezeigten Risiken beeinträchtigt wird.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§ 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontrollsystems der freenet AG

Das interne Kontrollsystem der freenet AG orientiert sich am international anerkannten Rahmenwerk des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Es umfasst alle Prozesse und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit sowie der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, insbesondere zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben.

Der Vorstand der freenet AG hat alle Bereiche des Konzerns zur Steuerung ihrer Kontrollprozesse nach einheitlichen Grundsätzen beauftragt.

Die Bereiche analysieren die Prozesse ständig auch in Bezug auf neue gesetzliche Vorgaben und sonstige zu beachtende Standards, entwickeln daraus interne Vorgaben und schulen die verantwortlichen Mitarbeiter.

Die Kernelemente des internen Überwachungssystems der freenet AG basieren einerseits auf automatisierten IT-Kontrollprozessen mit Alarmierungsschwellen, andererseits auf manuellen Prozesskontrollen zur Plausibilisierung der automatisch aggregierten Ergebnisse. Das Risikomanagementsystem ist mit dem internen Kontrollsystem verbunden und umfasst neben dem operativen Risikomanagement konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem werden im Berichtsteil "Risikomanagementsystem" des Risikoberichts erteilt.

Struktur des Konzernrechnungslegungsprozesses

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der freenet AG im Wesentlichen durch lokale Buchhaltungssysteme des Herstellers SAP. Als Konsolidierungssystem auf oberster Konzernebene setzt die freenet AG das Modul "EC-CS" von SAP ("SAP EC-CS") ein. Zur Aufstellung der Konzernbilanz, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie zur Durchführung der Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung etc. gelangen die Meldedaten der Tochterunternehmen in unterschiedlicher Weise in das Konsolidierungssystem - im Wesentlichen automatisch über das SAP-Modul "FI" ("SAP-FI"), in Einzelfällen auch manuell durch Eingabe der Meldedaten. Die einzelnen Lageberichts- und Anhangangaben werden jeweils aus standardisierten Berichtspaketen und institutionalisierten Abstimmungsprozessen im Rahmen des internen Steuerungssystems gewonnen, die unter anderem in Microsoft Excel ("MS Excel") geführt werden. Auch die Konsolidierung dieser Anhangangaben erfolgt in MS Excel.

Durch die Konzernrevision der freenet AG werden die Ordnungsmäßigkeit und Berechtigungen im Konsolidierungssystem SAP EC-CS in regelmäßigen Abständen geprüft. Der Konzernabschlussprüfer der freenet AG prüft regelmäßig die Schnittstelle zwischen SAP-FI und dem Konsolidierungssystem SAP EC-CS sowie die Überleitungen der standardisierten Berichtspakete der Tochterunternehmen bis hin zum Konzernabschluss der freenet AG.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden.

Die ordentlichen Kontrollelemente innerhalb des internen Kontrollsystems zielen auf weitgehende Automatisierung der Bildung und Gegenkontrolle aller wesentlichen Daten, angefangen von den abrechnungsrelevanten Rohdaten über die Rechnungslegung gegenüber den Kunden bis zur Wertberichtigung, Abgrenzung und Abschreibung. Die automatisierten Kontrollen werden ergänzt durch manuelle Plausibilisierung aller relevanten Zwischenergebnisse und stichprobenartige Kontrolle der zugrundeliegenden Detaildaten. So wird gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden und Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Daneben bestehen als außerordentliche Kontrollelemente die prozessunabhängigen Prüfungen der Konzernrevision der freenet AG im Auftrag des Aufsichtsrats, insbesondere unter Überwachung durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der freenet AG.

Die jährliche Prüfung des internen Kontrollsystems durch die Konzernrevision zeigte 2015, dass die geprüften Bereiche in den Vorjahren erkannte Verbesserungsmöglichkeiten umgesetzt haben. Sie haben einerseits ihre bewährten Kontrollaktivitäten laufend vertieft und die Häufigkeit der Kontrolldurchführung gesteigert, andererseits den Automatisierungsgrad innerhalb der Kontrollaktivitäten erhöht. Aus den Kontrollergebnissen leiten sie systematisch Maßnahmen ab und überwachen deren Erfolg.

Der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane sind ebenfalls mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld der freenet AG einbezogen.

Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bzw. die Prüfung der einbezogenen Formularabschlüsse der Konzerngesellschaften bildet die finale prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

Grafik 7: Maßnahmen des internen Kontrollsystems der freenet AG

PROGNOSEBERICHT

Auf Basis der positiven Geschäftsergebnisse für 2015 und vor dem Hintergrund der Akquisition der Media Broadcast Gruppe und der Beteiligung an der EXARING AG, hatte der Vorstand im März diesen Jahres die Prognose für das Geschäftsjahr 2016 angepasst. Die im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 kommunizierte angepasste Prognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 wird bestätigt.

Demnach strebt die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 einen moderat steigenden Konzernumsatz, ein EBITDA von leicht über 400 Millionen Euro und einen Free Cashflow von etwa 300 Millionen Euro an. Wir gehen wie bisher davon aus, dass weitere rund 10 Millionen Euro an EBITDA hinzukommen, die aus unserer jüngsten Beteiligung an der Sunrise Communications Group AG resultieren. Nach Beschluss durch die Generalversammlung der Sunrise Communications Group AG ist der freenet AG am 21. April

2016zudem eine Dividende in Höhe von 30,1 Millionen Euro zahlungswirksam zugeflossen. Der Free Cashflow erhöhte sich dementsprechend im zweiten Quartal 2016 um die erwarteten rund 30 Millionen Euro, die nicht Bestandteil der Guidance sind. Die Zielangaben für die Entwicklung der Leistungsindikatoren Postpaid-ARPU und Customer-Ownership im Geschäftsjahr 2016 bleiben unverändert: Die Gesellschaft rechnet weiterhin mit einer Stabilisierung des Postpaid-ARPUs auf dem Niveau von 2015 und einer leicht steigenden Kundenzahl im Customer-Ownership-Bereich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015.

Dem allgemein konstatierten Rückgang der Endkundenpreise und dem damit einhergehenden Trend zu rückläufigen Postpaid-ARPUs im Mobilfunkmarkt versucht die Gesellschaft weiterhin mit ihrer strategischen Fokussierung auf den Erhalt und die Gewinnung werthaltiger Kundenbeziehungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus trägt sie dem geänderten Nutzerverhalten hin zur vermehrt mobilen Datennutzung mit einer verstärkten Vermarktung von Datentarifen und aktuellen Endgeräten, wie Smartphones und Tablets Rechnung. Den im Mobilfunkmarkt allgemein sinkenden Teilnehmerzahlen begegnet die freenet AG mit diversen Vertriebsmaßnahmen in vergleichbarem Umfang wie in 2015. Darüber hinaus rechnet die Gesellschaft mit der zunehmenden Erschließung neuer Erlösquellen durch die Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen für mobile Anwendungen im Bereich Digital-Lifestyle, unter anderem im neuen Geschäftsfeld TV.

Tabelle 7: Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren

Prognose aus 20141 Ist 2015 seit Jahresbeginn/ Q2/2016 aktuelle Prognose
In Mio. EUR bzw. lt. Angabe 2015 2016 2016
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Leistungsindikatoren
Konzernumsatz stabil leicht steigend 3.117,9 1.556,9 moderat steigend
Konzern-EBITDA2 370 375 370,2 194,0 leicht über 4003
Free Cashflow4 280 285 284,5 180,8 etwa 3005
Postpaid-ARPU (in Euro) stabil stabil 21,4 21,4 stabil
Nicht finanzieller Leistungsindikator
Customer-Ownership (in Mio.) leicht steigend leicht steigend 9,30 9,42 leicht steigend

1 Gemäß Konzernlagebericht zum Konzernabschluss 2014.

2 Konzernergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Wertminderungen, inklusive Ergebnisanteile der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, exklusive Abschreibungen und latente Steuern aus der Folgebewertung bezüglich der Schatten-PPA (Bestandteil des Ergebnisses, der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen).

3 Weitere 10 Millionen Euro werden aus der jüngsten Beteiligung an der Sunrise erwartet.

4 Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

5 Die rund 30 Millionen Euro aus der Dividendenzahlung der Sunrise Communications Group AG im April sind nicht enthalten.

VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzerngewinn- und Verlustrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016

In TEUR bzw. lt. Angabe 1. Hj. 2016 1.1.2016-30.6.2016 1. Hj. 2015 1.1.2015-30.6.2015 Q2/2016 1.4.2016-30.6.2016 Q2/2015 1.4.2015-30.6.2015
Umsatzerlöse 1.556.856 1.501.011 807.673 752.537
Sonstige betriebliche Erträge 32.366 31.431 14.335 17.761
Andere aktivierte Eigenleistungen 7.313 6.351 4.921 3.785
Materialaufwand -1.144.765 -1.123.261 -587.809 -566.178
Personalaufwand -101.605 -99.762 -56.730 -49.589
Abschreibungen und Wertminderungen -56.798 -34.211 -35.136 -18.756
Sonstige betriebliche Aufwendungen -162.361 -140.710 -83.466 -69.254
Betriebsergebnis 131.006 140.849 63.788 70.306
Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 620 57 565 26
davon aus Ergebnisanteilen* 6.160 57 5.913 26
davon aus Folgebilanzierung aus Kaufpreisallokation* -5.540 0 -5.348 0
Zinsen und ähnliche Erträge 520 457 350 207
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.587 -19.717 -21.676 -9.921
Ergebnis vor Ertragsteuern 98.559 121.646 43.027 60.618
Ertragsteuern 2.409 -10.522 6.621 -5.708
Konzernergebnis 100.968 111.124 49.648 54.910
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Konzernergebnis 103.862 110.616 51.898 54.651
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis -2.894 508 -2.250 259
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 0,81 0,86 0,40 0,42
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 0,81 0,86 0,40 0,42
Gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien in Tsd. Stück (unverwässert) 128.011 128.011 128.011 128.011
Gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien in Tsd. Stück (verwässert) 128.011 128.011 128.011 128.011

* Wir verweisen auf die Tz. 4 der ausgewählten erläuternden Anhangangaben gemäß IAS 34.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016

In TEUR 1. Hj. 2016 1.1.2016-30.6.2016 1. Hj. 2015 1.1.2015-30.6.2015 Q2/2016 1.4.2016-30.6.2016 Q2/2015 1.4.2015-30.6.2015
Konzernergebnis 100.968 111.124 49.648 54.910
Änderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten -28 -43 -5 -11
Umgliederungsbeträge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 35 0 35 0
Währungsumrechnungsdifferenzen -20 169 49 -68
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Folgebilanzierung von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 1.196 0 1.196 0
Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern -14 -38 -42 24
Sonstiges Ergebnis / in künftigen Perioden in die GuV umzugliedern 1.169 88 1.233 -55
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aus der Bilanzierung von Pensionsplänen gem. IAS 19 (2011) -12.675 6.454 -7.871 12.175
Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern 3.815 -1.939 2.369 -3.658
Sonstiges Ergebnis / in künftigen Perioden nicht in die GuV umzugliedern -8.860 4.515 -5.502 8.517
Sonstiges Ergebnis -7.691 4.603 -4.269 8.462
Konzern-Gesamterfolg 93.277 115.727 45.379 63.372
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Konzern-Gesamterfolg 96.171 115.219 47.629 63.113
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Konzern-Gesamterfolg -2.894 508 -2.250 259

Konzernbilanz zum 30. Juni 2016

Aktiva

In TEUR 30.6.2016 31.3.2016 31.12.2015
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 987.790 1.006.295 458.089
Goodwill 1.372.891 1.374.273 1.153.985
Sachanlagen 234.270 223.656 32.542
Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen 713.582 719.833 1.760
Sonstige Finanzanlagen 566 1.575 1.517
Latente Ertragsteueransprüche 173.970 157.760 177.337
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75.973 77.311 79.438
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 23.138 23.179 12.045
3.582.180 3.583.882 1.916.713
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 70.386 78.387 79.468
Laufende Ertragsteueransprüche 3.086 3.054 3.058
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 388.130 406.205 436.009
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 31.080 33.396 18.910
Flüssige Mittel 204.019 503.425 269.761
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 0 101
696.701 1.024.467 807.307
4.278.881 4.608.349 2.724.020

Passiva

In TEUR 30.6.2016 31.3.2016 31.12.2015
Eigenkapital
Grundkapital 128.061 128.061 128.061
Kapitalrücklage 737.536 737.536 737.536
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -23.054 -18.785 -15.363
Konzernbilanzergebnis 380.022 526.541 474.577
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Eigenkapital 1.222.565 1.373.353 1.324.811
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 51.330 53.580 54.224
1.273.895 1.426.933 1.379.035
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.709 26.400 0
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 431.788 422.367 42.452
Finanzschulden 1.487.296 1.484.851 218.382
Latente Ertragsteuerschulden 6 6 6
Pensionsrückstellungen 94.555 87.691 51.191
Andere Rückstellungen 66.064 56.480 8.044
2.096.418 2.077.795 320.075
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 480.929 468.722 443.718
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 111.999 132.382 107.975
Laufende Ertragsteuerschulden 44.431 45.831 32.465
Finanzschulden 243.580 429.876 420.532
Andere Rückstellungen 27.629 26.810 20.220
908.568 1.103.621 1.024.910
4.278.881 4.608.349 2.724.020

Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016

Kumuliertes sonstiges Ergebnis
In TEUR Grund-

kapital
Kapital-

rücklage
Wertänderungs-

rücklage
Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Bewertungs-

rücklage

nach IAS 19
Konzern-

bilanzergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1.1.2015 128.061 737.536 -99 247 -21.443 445.625
Dividendenzahlung 0 0 0 0 0 -192.017
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 110.616
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gem. IAS 19 (2011)1 0 0 0 0 4.515 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente1 0 0 -30 0 0 0
Fremdwährungsumrechnung1 0 0 0 118 0 0
Zwischensumme: Konzern-Gesamterfolg 0 0 -30 118 4.515 110.616
Stand 30.6.2015 128.061 737.536 -129 365 -16.928 364.224
In TEUR Aktionäre der freenet AG am Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Eigenkapital
--- --- --- ---
Stand 1.1.2015 1.289.927 3.693 1.293.620
Dividendenzahlung -192.017 0 -192.017
Konzernergebnis 110.616 508 111.124
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gem. IAS 19 (2011)1 4.515 0 4.515
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente1 -30 0 -30
Fremdwährungsumrechnung1 118 0 118
Zwischensumme: Konzern-Gesamterfolg 115.219 508 115.727
Stand 30.6.2015 1.213.129 4.201 1.217.330
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
In TEUR Grund-

kapital
Kapital-

rücklage
Wertänderungs-

rücklage
Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Währungs-

umrechnungs-

differenzen aus der

Folgebilanzierung

von nach der

Equity-Methode

einbezogenen Unternehmen
Bewertungs-

rücklage

nach IAS 19
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1.1.2016 128.061 737.536 -139 364 0 -15.588
Dividendenzahlung 0 0 0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gem. IAS 19 (2011)1 0 0 0 0 0 -8.860
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente1 0 0 5 0 0 0
Fremdwährungsumrechnung1 0 0 0 -14 0 0
Fremdwährungsumrechnung der Folgebilanzierung von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen1 0 0 0 0 1.178 0
Zwischensumme: Konzern-Gesamterfolg 0 0 5 -14 1.178 -8.860
Stand 30.6.2016 128.061 737.536 -134 350 1.178 -24.448
In TEUR Konzernbilanzergebnis Anteil der Aktionäre der freenet AG am Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Eigenkapital
--- --- --- --- ---
Stand 1.1.2016 474.577 1.324.811 54.224 1.379.035
Dividendenzahlung -198.417 -198.417 0 -198.417
Konzernergebnis 103.862 103.862 -2.894 100.968
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gem. IAS 19 (2011)1 0 -8.860 0 -8.860
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente1 0 5 0 5
Fremdwährungsumrechnung1 0 -14 0 -14
Fremdwährungsumrechnung der Folgebilanzierung von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen1 0 1.178 0 1.178
Zwischensumme: Konzern-Gesamterfolg 103.862 96.171 -2.894 93.277
Stand 30.6.2016 380.022 1.222.565 51.330 1.273.895

1 Die Beträge werden mit den im sonstigen Ergebnis erfassten Ertragsteuern saldiert dargestellt.

Konzern-Kapitalflussrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016

In TEUR 1. Hj. 2016

1.1.2016-30.6.2016
1. Hj. 2015

1.1.2015-30.6.2015
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) 131.626 140.906
Anpassungen
Abschreibungen und Wertminderungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 56.798 34.211
Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen -620 -57
Erhaltene Dividenden von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 30.124 0
Gewinne aus dem Verkauf von Tochterunternehmen -35 0
Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens -187 -91
Abnahme des Net Working Capitals, soweit nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuordenbar 6.543 4.496
Steuerzahlungen -18.766 -28.303
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 205.483 151.162
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte -25.141 -15.068
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 424 196
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -76.618 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen 43 100
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen -738.219 0
Zinseinnahmen 488 334
Cashflow aus Investitionstätigkeit -839.023 -14.438
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -198.417 -192.017
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 1.505.680 99.400
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -697.231 -1.157
Zinszahlungen -42.234 -30.808
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 567.798 -124.582
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -65.742 12.142
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 269.761 111.944
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 204.019 124.086
Herleitung des Finanzmittelfonds In TEUR 30.6.2016 30.6.2015
Bestand an flüssigen Mitteln 204.019 124.086
204.019 124.086
Herleitung des Free Cashflows In TEUR 30.6.2016 30.6.2015
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 205.483 151.162
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte -25.141 -15.086
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 424 196
Free Cashflow (FCF) 180.766 136.290

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN GEMÄSS IAS 34

Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze

1. Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates nach den durch die Europäische Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial Reporting Standards (IFRS), in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt. Hierbei hat der Konzern alle von der EU übernommenen und verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt. Auf eine prüferische Durchsicht des vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurde verzichtet.

Der Konzern hat alle zum Berichtszeitpunkt verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Die erstmalig zum 1. Januar 2016 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen haben keinen nennenswerten Einfluss auf den vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der freenet AG. Hierbei handelt es sich um das Annual Improvements Project 2012 bis 2014 - Verbesserungen der IFRS (IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34), um die Änderungen des IFRS 11 (Bilanzierung von Erwerben von Anleihen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten), des IAS 16 und IAS 38 (Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden), des IAS 16 und IAS 41 (Produzierende Pflanzen), des IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 (Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme), des IAS 27 (Equity-Methode im separaten Abschluss) sowie des IAS 1 (Disclosure-Initiative).

2. Mit den Erwerben der EXARING sowie der Media Broadcast Gruppe ist der freenet Konzern in dem neuen Geschäftsfeld TV und Medien tätig. Gleichwohl waren die Ergebnisse aus diesem Geschäftsfeld im ersten Quartal 2016 noch vorläufig dem Segment "Sonstige/Holding" zugeordnet worden, da zum Zeitpunkt der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses zum 31. März 2016 den Hauptentscheidungsträgern des Konzerns noch keine im Vergleich zum 31. Dezember 2015 geänderte Berichtsstruktur vorgelegen hatte. Zwischenzeitlich liegt den Hauptentscheidungsträgern des Konzerns eine geänderte Berichtsstruktur vor, nach der die EXARING sowie die Media Broadcast Gruppe separat als ein Geschäftsfeld berichtet werden. Da auch die quantitativen Schwellenwerte gemäß IFRS 8.13 überschritten sind, werden die Media Broadcast Gruppe sowie die EXARING erstmals im vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss dem neuen Segment "TV und Medien" zugeordnet. Da die Informationen in der geänderten Berichtsstruktur jeweils ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt vorliegen, erfolgt die Zuordnung der EXARING zum Segment "TV und Medien" mit Rückwirkung zum 1. Januar 2016 und die Zuordnung der Media Broadcast Gruppe zum Segment "TV und Medien" mit Rückwirkung zum 18. März 2016. Im Vergleichszeitraum 2015 war der freenet Konzern noch nicht im Geschäftsfeld "TV und Medien" tätig, weshalb für die Vergleichsangaben des Vorjahres keine Anpassung in der Segmentberichterstattung notwendig war.

Ab dem zweiten Quartal 2016 wurde das den Hauptentscheidungsträgern des Konzerns vorliegende Management Reporting geändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung der einzelnen Segmente wird nicht länger bis zum Segment-EBIT berichtet, sondern endet mit dem Segment-EBITDA, da das EBIT keinen finanziellen Leistungsindikator darstellt und somit danach nicht gesteuert wird. Eine entsprechende Anpassung des Vorjahreszeitraums ist erfolgt.

Erhebliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

3. Die mobilcom-debitel GmbH, als eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der freenet AG, hat am 3. März 2016 einen Kaufvertrag mit der Tyrol Acquisition 1 & Cie S.C.A., Luxemburg, der Taunus Management GmbH & Co. KG sowie der Taunus Management II GmbH & Co. KG (Verkäuferinnen), über den Erwerb von 100 Prozent der Geschäftsanteile an der Media Broadcast Gruppe unterzeichnet. Die Media Broadcast Gruppe besteht aus einer Holdinggesellschaft (vormals zwei Holdinggesellschaften, von denen eine zwischenzeitlich auf die andere verschmolzen wurde) sowie der wesentlichen operativen Gesellschaft Media Broadcast GmbH, Köln, und weiteren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Der Geschäftsbereich Satellite der Media Broadcast Gruppe (Media Broadcast Satellite GmbH und Media Broadcast Satellite Services GmbH) ist von der Akquisition nicht umfasst. Die Media Broadcast Gruppe beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter.

Nach erfolgter kartellrechtlicher Zustimmung wurde die Übernahme am 17. März 2016 vollzogen, wodurch der Konzern die Beherrschung über dieses Tochterunternehmen erlangte. Ab dem 18. März 2016 (Stichtag der Erstkonsolidierung) wird die Media Broadcast Gruppe in den Konzernabschluss der freenet AG einbezogen.

Der Kaufpreis für den Erwerb der Geschäftsanteile, der keinen Anpassungen unterliegt, beträgt 113,0 Millionen Euro. Davon flossen dem Konzern 101,7 Millionen Euro in bar ab. In Höhe des Differenzbetrags von 11,4 Millionen Euro erwarb der Konzern Netto-Verbindlichkeiten (übrige Forderungen in Höhe von 13,5 Millionen Euro sowie übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 24,9 Millionen Euro).

Zusätzlich entrichtete der Konzern an die Verkäuferin einen Kaufpreis für den Erwerb einer Darlehensforderung gegen die Media Broadcast Gruppe in Höhe von 195,0 Millionen Euro und löste Bankverbindlichkeiten der Media Broadcast Gruppe in Höhe von 102,2 Millionen Euro ab.

Bei der Media Broadcast Gruppe handelt es sich um den alleinigen kommerziellen Anbieter von DVB-T2 und DAB+ in Deutschland. Die Akquisition der Media Broadcast Gruppe stellt in Verbindung mit der vorher erworbenen Beteiligung an der EXARING AG eine wichtige Ergänzung der strategischen Entwicklung der freenet AG zum führenden Digital-Lifestyle-Provider in Deutschland dar. Der Einstieg in das neue Geschäftsfeld des linearen und internetbasierten Fernsehens eröffnet dem Unternehmen die Möglichkeit, sich im Bereich Digital-Lifestyle weiter zu diversifizieren und neue Wachstumspotenziale und Erlösquellen zu erschließen.

Die bezüglich des Erwerbs der Media Broadcast Gruppe nach IFRS 3 durchgeführte Kaufpreisallokation hat auch im vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss vorläufigen Charakter. Die Bestimmung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Verbindlichkeiten der Media Broadcast Gruppe ist aufgrund der Größe und Komplexität der Akquisition zum Datum der Erstellung des vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses noch nicht vollständig erfolgt. Dementsprechend sind alle in diesem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss erfassten Beträge als vorläufig zu betrachten.

Über die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zu beizulegenden Zeitwerten übernommenen Vermögenswerte und Schulden der Media Broadcast Gruppe gibt die folgende Übersicht Auskunft:

Vermögenswerte und Schulden der Media Broadcast Gruppe zum 17. März 2016 zu beizulegenden Zeitwerten

Aktiva

In TEUR 17.3.2016
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 562.252
Goodwill 220.288
Sachanlagen 191.573
Sonstige Finanzanlagen 64
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 469
974.646
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.858
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 33.180
Liquide Mittel 25.036
76.074
1.050.720

Passiva

In TEUR 17.3.2016
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.660
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 395.750
Finanzschulden 297.193
Latente Ertragsteuerschulden 22.635
Pensionsrückstellungen 31.731
Andere Rückstellungen 47.898
822.867
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.261
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 13.170
Laufende Ertragsteuerschulden 26.989
Andere Rückstellungen 8.397
114.817
937.684

Die Differenz zwischen den Aktiva und Passiva in Höhe von 113,0 Millionen Euro stellt den Kaufpreis für die erworbenen Geschäftsanteile dar. Auf Basis der vorläufigen Bestimmung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden rund 220 Millionen Euro als Goodwill, davon erwartungsgemäß 196,1 Millionen Euro für Steuerzwecke abzugsfähig sowie rund 100 Millionen Euro als immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Zudem wurde aus einem Rahmenmietvertrag ein entsprechender Vermögenswert in Höhe von rund 460 Millionen Euro sowie eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe abgeleitet. Der Goodwill beruht insbesondere auf dem Cash Flow aus dem Aufbau des neuen Geschäftsfelds B2C.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 33,2 Millionen Euro ergeben sich aus Bruttobeträgen in Höhe von 34,8 Millionen Euro abzüglich Wertberichtigungen in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

Die Schulden der Media Broadcast Gruppe zum 17. März 2016 zu beizulegenden Zeitwerten enthalten Eventualschulden in Höhe von 24,8 Millionen Euro, davon 17,3 Millionen Euro kurzfristige laufende Ertragsteuerschulden sowie 7,5 Millionen Euro langfristige andere Rückstellungen.

Die Media Broadcast Gruppe steuerte ab dem Zeitpunkt ihrer Erstkonsolidierung (18. März 2016 bis 30. Juni 2016) 77,9 Millionen Euro zu den Konzern-Umsatzerlösen mit Dritten bei. Hätte diese Transaktion zum 1. Januar 2016 stattgefunden, wäre der Beitrag zu den Konzernumsatzerlösen der ersten sechs Monate 2016 136,5 Millionen Euro gewesen. Der Beitrag zum EBITDA des Konzerns für die Zeit vom 18. März 2016 bis 30. Juni 2016 lag bei 14,6 Millionen Euro. Wenn diese Transaktion zum 1. Januar 2016 stattgefunden hätte, hätte der Beitrag zum EBITDA des Konzerns bei 25,2 Millionen Euro gelegen.

4. Mit Vertrag vom 17. März 2016 erwarb die freenet einen Anteil von 23,83 Prozent am Grundkapital der Sunrise. Der Vollzug dieser Transaktion erfolgte am 23. März 2016. Die Aktien wurden zu einem Preis von 72,95 CHF erworben und sind sofort dividendenberechtigt. Insgesamt ergaben sich Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 718,0 Millionen Euro.

Sunrise wird als assoziiertes Unternehmen seit dem 24. März 2016 in den Konzernabschluss der freenet AG einbezogen. Über zwei Sitze im Verwaltungsrat der Sunrise sowie einen Stimmrechtsanteil von mehr als 20 Prozent ist die freenet AG in der Lage, maßgeblichen Einfluss auszuüben.

Mit Vollzug am 14. April 2016 erwarb die freenet einen weiteren Anteil von 0,73 Prozent am Grundkapital der Sunrise. Die Aktien wurden ebenfalls zu einem Preis von 72,95 CHF erworben und sind sofort dividendenberechtigt. Für diesen zusätzlichen Erwerb ergaben sich Anschaffungskosten in Höhe von 22,1 Millionen Euro.

Insgesamt hält die freenet AG danach, und auch zum 30. Juni 2016, einen Anteil von 24,56 Prozent am Grundkapital der Sunrise.

Sunrise ist die größte private Telekommunikationsanbieterin der Schweiz mit über 3 Millionen Kunden in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und digitales Fernsehen.

Die letzten von der Sunrise veröffentlichten Finanzinformationen betreffen den Zwischenbericht zum 31. März 2016. Wir geben dazu folgende Kurzübersicht:

Zusammengefasste Informationen zum 1. Quartal 2016 für Sunrise

Bilanz

In TCHF 31.3.2016
Langfristige Vermögenswerte 3.430.471
davon immaterielle Vermögenswerte 2.472.154
Kurzfristige Vermögenswerte 637.616
davon Zahlungsmittel 214.810
Summe Vermögenswerte 4.068.087
Langfristige Schulden 2.356.584
davon langfristige Finanzschulden 1.832.426
Kurzfristige Schulden 561.021
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten 494.303
Summe Schulden 2.917.605

Ergebnisrechnung

In TCHF 1.1.-31.3.2016
Umsatzerlöse 445.588
Rohertrag 290.848
EBITDA 139.248
Konzernergebnis nach Steuern 6.789

Aufgrund der Größe der Transaktion hat die erstellte Schatten-Kaufpreisallokation nach IAS 28 einen vorläufigen Charakter, dementsprechend sind die im vorliegenden Abschluss erfassten Beträge als vorläufig zu betrachten. Der Begriff "Schatten-Kaufpreisallokation" wird verwendet, da die Kaufpreisallokation für ein assoziiertes Unternehmen nicht direkt in die Konzernbilanz der freenet AG Eingang findet, sondern nur über die Folgeabschreibung. Im Rahmen der vorläufigen Schatten-Kaufpreisallokation wurden ein auf den freenet-Anteil entfallender, nicht der laufenden Abschreibung unterliegender Goodwill in Höhe von 755,5 Millionen CHF sowie auf den freenet-Anteil entfallende, der laufenden Abschreibung unterliegende Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 237,8 Millionen CHF (davon Kundenbeziehungen 169,9 Millionen CHF, davon Markenrechte 67,9 Millionen CHF) identifiziert.

Für den Zeitraum vom 24. März 2016 bis 30. Juni 2016 ist in der Gewinn- und Verlustrechnung ein auf die Anteile an der Sunrise entfallendes Ergebnis der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen in Höhe von 572 Tausend Euro ausgewiesen worden; davon 6.112 Tausend Euro aus Anteilen am Konzernüberschuss der Sunrise nach Steuern sowie -5.540 Tausend Euro aus der Folge-Abschreibung der Schatten-Kaufpreisallokation. Dabei ist bezüglich der Anteile am Konzernüberschuss der Sunrise nach Steuern zum einen zu beachten, dass für den Zeitraum vom 1. April 2016 bis 30. Juni 2016 eine Abschätzung seitens der freenet vorgenommen worden ist, da diesbezüglich zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzern-Zwischenabschlusses noch keine Finanzinformationen seitens der Sunrise vorlagen. Zum anderen ist bezüglich der Anteile am Konzernüberschuss der Sunrise nach Steuern jeweils zu beachten, dass freenet das von der Sunrise ausgewiesene Konzernergebnis nach Steuern zunächst um den Betrag bereinigt, der seitens der Sunrise als Abschreibungen sowie latente Steuereffekte auf Kaufpreisallokationen bereits in diesem Konzernergebnis enthalten ist. So wird erreicht, dass es bezüglich dieser Abschreibungen und latenten Steuereffekte nicht zu einer doppelten Berücksichtigung kommt, denn freenet weist die Effekte aus der Kaufpreisallokation nach IAS 28 im "Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, davon aus Folgebilanzierung aus Kaufpreisallokation" aus.

Als Bestandteil des sonstigen Ergebnisses der Konzern-Gesamtergebnisrechnung des ersten Halbjahres 2016 wurde auf die Sunrise entfallend aus Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Folgebilanzierung ein sonstiges Ergebnis von 1.196 Tausend Euro sowie aus erfassten Ertragsteuern ein sonstiges Ergebnis von -18 Tausend Euro ausgewiesen.

Am 21. April 2016 erhielt die freenet AG eine Dividendenzahlung in Höhe von 30,1 Millionen Euro aufgrund der in der Generalversammlung der Sunrise vom 15. April 2016 beschlossenen Ausschüttung von 3,00 CHF je Aktie. Dieser Zahlungseingang erhöhte den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des zweiten Quartals 2016.

In der Segmentberichterstattung des Konzerns freenet AG sind die Anteile an der Sunrise dem Segment "Mobilfunk" zugeordnet worden.

Mit dem Erwerb von Anteilen an Sunrise ergibt sich für den freenet Konzern hinsichtlich der Darstellung der GuV-Position "Ergebnis der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen" eine neue Situation: erfolgte die Folgebilanzierung für ein assoziiertes Unternehmen in der Historie unseres Konzerns bisher nur durch Zuschreibung oder Abschreibung des Buchwerts der Beteiligung aufgrund der laufenden Ergebnisanteile sowie ggf. die Abschreibung des Buchwerts aufgrund von Wertminderungen, so ergaben sich aus der Schatten-Kaufpreisallokation zum Sunrise-Erwerb abschreibungspflichtige immaterielle Vermögenswerte und damit ein weiterer Bestandteil des Ergebnisses der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen.

Zur besseren Nachvollziehbarkeit des Ergebnisses der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen haben wir deshalb in unserer Gewinn- und Verlustrechnung für diese Position ab dem Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2016 Zeilen für die entsprechenden Davon-Angaben eingefügt.

In die Ermittlung unseres wesentlichen finanziellen Leistungsindikators EBITDA fließen dabei von der Position "Ergebnis der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen" wie in der Vergangenheit nur die Ergebnisanteile. Die Abschreibungen aus der Folgebilanzierung der Schatten-Kaufpreisallokation belasten nicht das Konzern-EBITDA.

5. Zum 30. Juni 2016 wurden aus der bestehenden Vereinbarung über das Factoring von Handy-Optionsforderungen Forderungen in Höhe von 60,9 Millionen Euro (31. März 2016: 61,4 Millionen Euro) verkauft und ausgebucht, aber noch nicht bezahlt.

6. Zwischen dem Konzern und nahestehenden Unternehmen bzw. Personen fanden folgende wesentliche Geschäftsvorfälle statt:

In TEUR 1.1.2016 - 30.6.2016 1.1.2015 - 30.6.2015
Erlöse aus der Berechnung von Dienstleistungen
Gemeinschaftsunternehmen
FunDorado GmbH, Hamburg 173 205
Gesamt 173 205

Zum 30. Juni 2016 bestanden folgende wesentliche Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen:

In TEUR 30.6.2016 30.6.2015
Forderungen aus laufendem Leistungsverkehr
Gemeinschaftsunternehmen
FunDorado GmbH, Hamburg 41 81
Gesamt 41 81

Allen Transaktionen lagen Marktpreise zugrunde.

Sonstige Anhangangaben

7. Ausgangsgröße der Kapitalflussrechnung ist das Ergebnis der weitergeführten und aufgegebenen Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT). Im Folgenden ist die Herleitung dieses Ergebnisses aus der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ersichtlich:

Herleitung der Ausgangsgröße der Konzernkapitalflussrechnung

In TEUR 1.1.2016-30.6.2016 1.1.2015-30.6.2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 98.559 121.646
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.587 19.717
Zinsen und ähnliche Erträge -520 -457
Ergebnis der weitergeführten und aufgegebenen Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) 131.626 140.906

8. Zu beizulegenden Zeitwerten machen wir die folgenden Angaben:

In der nachfolgenden Übersicht "Fair-Value-Hierarchie zum 30. Juni 2016" wird dargelegt, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung zum einen der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente sowie zum anderen auch des Teils der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente, für die ein beizulegender Zeitwert ermittelt werden konnte, basiert. Zur Definition der einzelnen Levels gemäß IFRS 13 verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 der freenet AG.

Finanzinstrumente nach Klassen per 30. Juni 2016

Wertansatz
In TEUR Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Bilanz 30.6.2016 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Fair Value erfolgswirksam Fair Value, über das sonstige Ergebnis erfasst
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel/Flüssige Mittel KF 204.019 204.019
Sonstige Finanzanlagen ZVF 566
Sonstige Finanzanlagen, bewertet zu Anschaffungskosten ZVF 566 566
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen KF 464.103 464.103
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 54.218
Sonstige nicht derivative finanzielle Vermögenswerte KF 35.928 35.928
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ZVF 2.782 2.782
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FV 497.638 497.638
Finanzschulden FV 1.730.876 1.730.876
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 543.787
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten FV 474.243 474.243
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente ZVF 3.348 566 2.782
Kredite und Forderungen KF 704.050 704.050
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten FV 2.702.757 2.702.757
In TEUR Nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten Fair Value Finanzinstrumente 30.6.2016
--- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel/Flüssige Mittel -*
Sonstige Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen, bewertet zu Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 464.315
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15.508
Sonstige nicht derivative finanzielle Vermögenswerte 35.928
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.782
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -*
Finanzschulden 1.736.859
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 69.544
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 474.243
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 2.782
Kredite und Forderungen 500.243*
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 2.211.102*

* Für die Positionen Zahlungsmittel / Flüssige Mittel und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurde kein Fair Value ermittelt, jedoch stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar. Dies führt dazu, dass die aggregierten Fair Values für die Bewertungskategorien KF sowie FV jeweils deutlich unter deren aggregierten Buchwerten in der Bilanz liegen.

Fair-Value-Hierarchie zum 30. Juni 2016

In TEUR Summe Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.782 2.782 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76.230 0 0 76.230
Passiva
Finanzschulden 781.288 0 0 781.288

Es haben sich keine Verschiebungen hinsichtlich der Levels ergeben.

Die dem Level 3 der Hierarchie zugeordneten Finanzschulden haben sich in den ersten sechs Monaten im Wesentlichen durch die Aufnahme des neuen Schuldscheindarlehens um 557,3 Millionen Euro erhöht.

Die sonstigen Finanzanlagen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit eine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nicht möglich ist, erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten. Die Anteile, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, sind nicht börsennotiert und es besteht für sie kein aktiver Markt. Die sonstigen Finanzanlagen wurden im zweiten Quartal 2016 komplett veräußert. Ein gesonderter Ausweis erfolgte zum 30. Juni 2016 somit nicht.

9. Der Konsolidierungskreis hat sich in den ersten sechs Monaten 2016, im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 durch die erwähnten Unternehmenserwerbe um die nachstehenden Gesellschaften erweitert:

Vollkonsolidierte Unternehmen

Taunus Beteiligungs GmbH, Köln
MEDIA BROADCAST GmbH, Köln
MEDIA BROADCAST Services GmbH, Köln
Media Broadcast TV Services GmbH, Köln

At Equity bewertete Unternehmen

Sunrise Communications Group AG, Zürich (Schweiz)

Die 01083.com GmbH wurde zum 30. Juni 2016 entkonsolidiert.

10. Auf Basis eines aktualisierten Zinssatzes von 1,7 Prozent (31. März 2016: 2,2 Prozent) wurde bei sonst unveränderten Prämissen eine Neubewertung der Pensionsrückstellungen für das freenet Programm und für die debitel Programme sowie für die im ersten Quartal erworbene Media Broadcast Gruppe vorgenommen. Der aus der verringerten Abzinsung resultierende versicherungsmathematische Verlust in Höhe von 12,7 Millionen Euro sowie die gegenläufige Erhöhung der latenten Steueransprüche um 3,8 Millionen Euro wurden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Per Saldo ergab sich ein negatives Ergebnis aus nicht in die GuV umzugliedernden Posten von 8,9 Millionen Euro.

11. Der Berechnung der laufenden und latenten Ertragsteuern wurde wie im Konzernabschluss 2015 ein Durchschnittssteuersatz von 30,10 Prozent (Vorjahresvergleichszeitraum: 30,05 Prozent) zu Grunde gelegt.

12. Die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel, abzüglich des Anteils am Börsenwert der Sunrise) betrugen zum Ende des ersten Quartals 805,0 Millionen Euro (31. Dezember 2015: 369,2 Millionen Euro) aufgrund der Neufinanzierung sowie der Erwerbe der Media Broadcast Gruppe und der Anteile an der Sunrise.

Zum Ende des zweiten Quartals erhöhten sich die Nettofinanzschulden von 805,0 Millionen Euro um 93,0 Millionen Euro auf 898,0 Millionen Euro. Die Auszahlung für die Dividendenausschüttung in Höhe von 198,4 Millionen Euro sowie der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -39,7 Millionen Euro stellen die wesentlichen Faktoren für die Erhöhung der Nettofinanzschulden dar. Gegenläufig wirkte hauptsächlich der erzielte Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 133,6 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch die erfolgte Dividendenzahlung der Sunrise in Höhe von 30,1 Millionen Euro aufgrund der am 15. April 2016 beschlossenen Ausschüttung von 3,00 CHF je Aktie.

13. Berichtspflichtige Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

14. Der Vorstand organisiert und steuert das Unternehmen als Hauptentscheidungsträger auf der Grundlage der Unterschiede zwischen den einzelnen angebotenen Produkten und Dienstleistungen. Da der Konzern seine Geschäftstätigkeit nahezu ausschließlich in Deutschland ausübt, erfolgt keine Organisation und Steuerung nach geografischen Bereichen. Der Konzern war in den ersten sechs Monaten 2016 in den folgenden Geschäftssegmenten tätig:

Mobilfunk:

Tätigkeiten als Mobilfunk-Service-Provider - Vermarktung von Mobilfunkdienstleistungen (Sprach- und Datendiensten) der Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone und Telefónica Deutschland in Deutschland
auf der Grundlage der mit diesen Netzbetreibern geschlossenen Netzbetreiberverträge sowohl Angebot eigener netzunabhängiger Dienste und Tarife als auch Angebot der Tarife der Netzbetreiber
Vertrieb/Verkauf von Mobilfunk-Endgeräten sowie zusätzlicher Dienste in den Bereichen von mobiler Datenkommunikation sowie Digital-Lifestyle
Erbringung von Vertriebsdienstleistungen
Tätigkeit der Sunrise (Geschäftsfelder der Sunrise: Mobilfunk, Festnetz, Internet sowie digitales Fernsehen)

TV und Medien:

Erbringung von Leistungen, im Wesentlichen an Endkunden, im Bereich IP-TV
Planung, Projektierung, Errichtung, Betrieb, Service sowie Vermarktung von broadcastnahen Lösungen für Geschäftskunden der Rundfunk- und Medienbranche
Erbringung von Leistungen im Bereich DVB-T2 an Endkunden

Sonstige/Holding:

Erbringung von Portal-Dienstleistungen wie E-Commerce/Advertising-Leistungen (diese beinhalten im Wesentlichen das Angebot des Online-Shoppings und die Vermarktung von Werbeflächen auf Internetseiten), von Bezahldiensten für Endkunden sowie Angebot verschiedener digitaler Produkte und Unterhaltungsformate zum Download bzw. zur Anzeige und Nutzung auf mobilen Endgeräten
Entwicklung von Kommunikationslösungen, EDV-Dienstleistungen und sonstigen Leistungen für Geschäftskunden
Angebot schmalbandiger Sprachdienste (Call-by-Call, Preselection) und Datendienste
Erbringung von Vertriebsdienstleistungen

Im Segment "Sonstige/Holding" sind neben den operativen Tätigkeiten auch übrige Geschäftsaktivitäten zusammengefasst. Hierzu zählt im Wesentlichen die Holding-Tätigkeit der freenet AG (mit der Erbringung von innerkonzernlichen Dienstleistungen in Zentralbereichen wie zum Beispiel Recht, Personal und Finanzen), daneben aber auch nicht eindeutig zuordenbare Buchungen. Die für das Segment "Sonstige/Holding" für das erste Halbjahr 2016 berichteten Segmentumsatzerlöse in Höhe von 38,6 Millionen Euro (Vorjahr: 42,2 Millionen Euro) betreffen zu 37,8 Millionen Euro (Vorjahr: 39,3 Millionen Euro) die operativen Geschäftstätigkeiten und zu 0,8 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro) die übrigen Geschäftsaktivitäten. Der für das Segment "Sonstige/Holding" im ersten Halbjahr 2016 ausgewiesene Rohertrag von 24,8 Millionen Euro (Vorjahr: 28,1 Millionen Euro) entfällt zu 25,5 Millionen Euro (Vorjahr: 28,5 Millionen Euro) auf die operativen Tätigkeiten sowie zu -0,7 Millionen Euro (Vorjahr: -0,4 Millionen Euro) auf die übrigen Geschäftsaktivitäten. Das für das Segment "Sonstige/Holding" im ersten Halbjahr 2016 ausgewiesene EBITDA von -5,9 Millionen Euro (Vorjahr: -8,3 Millionen Euro) wurde zu 5,1 Millionen Euro (Vorjahr: 3,5 Millionen Euro) mit den operativen Tätigkeiten sowie zu -11,0 Millionen Euro (Vorjahr: -11,8 Millionen Euro) mit den übrigen Geschäftsaktivitäten erzielt.

Segmentbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016

In TEUR Mobilfunk TV und Medien Sonstige/ Holding Eliminierung der intersegmentären Erlöse und Aufwendungen Gesamt
Umsatzerlöse mit Dritten 1.449.094 77.966 29.796 0 1.556.856
Intersegmenterlöse 16.058 6 8.844 -24.908 0
Umsatzerlöse gesamt 1.465.152 77.972 38.640 -24.908 1.556.856
Materialaufwand gegenüber Dritten -1.105.857 -28.013 -10.895 0 -1.144.765
Intersegmentärer -5.669 -12.633 -2.990 21.292 0
Materialaufwand Materialaufwand gesamt -1.111.526 -40.646 -13.885 21.292 -1.144.765
Segment-Rohertrag 353.626 37.326 24.755 -3.616 412.091
Sonstige betriebliche Erträge 29.890 1.362 3.180 -2.066 32.366
Andere aktivierte Eigenleistungen 4.501 1.932 880 0 7.313
Personalaufwand -67.072 -17.941 -16.592 0 -101.605
Sonstige betriebliche Aufwendungen -137.692 -12.212 -18.139 5.682 -162.361
Ergebnisanteile nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen 6.112 0 48 0 6.160
Segment-EBITDA 189.365 10.467 -5.868 0 193.964
Abschreibungen und Wertminderungen -56.798
Folgebilanzierung nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen -5.540
EBIT 131.626
Konzernfinanzergebnis -33.067
Ertragsteuern 2.409
Konzernergebnis 100.968
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Konzernergebnis 103.862
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis -2.894
Zahlungswirksame Nettoinvestitionen 11.361 11.532 1.824 24.717

Segmentbericht vom 1. Januar bis 30. Juni 2015

In TEUR Mobilfunk Sonstige/ Holding Eliminierung der intersegmentären Erlöse und Aufwendungen Gesamt
Umsatzerlöse mit Dritten 1.469.126 31.885 0 1.501.011
Intersegmenterlöse 4.507 10.346 -14.853 0
Umsatzerlöse gesamt 1.473.633 42.231 -14.853 1.501.011
Materialaufwand gegenüber Dritten -1.113.250 -10.011 0 -1.123.261
Intersegmentärer Materialaufwand -7.190 -4.131 11.321 0
Materialaufwand gesamt -1.120.440 -14.142 11.321 -1.123.261
Segment-Rohertrag 353.193 28.089 -3.532 377.750
Sonstige betriebliche Erträge 30.944 2.515 -2.028 31.431
Andere aktivierte Eigenleistungen 4.850 1.501 0 6.351
Personalaufwand -77.885 -21.877 0 -99.762
Sonstige betriebliche Aufwendungen -127.645 -18.625 5.560 -140.710
Ergebnisanteile nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen 0 57 0 57
Segment-EBITDA 183.457 -8.340 0 175.117
Abschreibungen und Wertminderungen -34.211
Folgebilanzierung nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen 0
EBIT 140.906
Konzernfinanzergebnis -19.260
Ertragsteuern -10.522
Konzernergebnis 111.124
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Konzernergebnis 110.616
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis 508
Zahlungswirksame Nettoinvestitionen 12.502 2.370 14.872

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Büdelsdorf, 10. August 2016

freenet AG

Der Vorstand

Christoph Vilanek Joachim Preisig Stephan Esch

FINANZKALENDER

11. August 20161 Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 - 2. Quartal 2016
1. September 20161 Commerzbank TMT & Consumer Conference, Frankfurt, Deutschland
8. September 20161 dbAccess European TMT Conference, Deutsche Bank, London, Großbritannien
19. und 21. September 20161 5. German Corporate Conference, Berenberg / Goldman Sachs, München, Deutschland
9. November 20161 Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. September 2016 - 3. Quartal 2016
16. und 17. November 20161 Morgan Stanley TMT Conference 2016, Barcelona, Spanien

1 Änderungen vorbehalten.

IMPRESSUM, KONTAKT, PUBLIKATIONEN

freenet AG

Hollerstraße 126

24782 Büdelsdorf

Telefon: 0 4331/69 - 10 00

Internet: www.freenet-group.de

freenet AG

Investor Relations

Deelbögenkamp 4c

22297 Hamburg

Telefon: 0 40/5 13 06-7 78

Fax: 0 40/5 13 06-9 70

E-Mail: [email protected]

Den Geschäftsbericht und unsere Zwischenberichte finden Sie auch im Internet unter:

http://www.freenet-group.de/investor-relations/publikationen

Der Zwischenbericht liegt auch in englischer Fassung vor. Im Zweifelsfall ist die deutsche Fassung maßgeblich.

Aktuelle Informationen zur freenet AG und zu ihrer Aktie sind für Sie auf unserer Website unter

www.freenet-group.de verfügbar.

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