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freenet AG Interim / Quarterly Report 2016

May 3, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Publication

freenet AG

Büdelsdorf

Zwischenbericht zum 31.03.2016

ZWISCHENBERICHT ZUM 31. MÄRZ 2016

Q1 2016

KENNZAHLEN: ÜBERSICHT KONZERN

Operative Entwicklung

In Mio. EUR bzw. lt. Angabe Q1/2016 Q1/2015 Q4/2015
Umsatzerlöse 749,2 748,5 826,8
Rohertrag 192,2 191,4 215,6
EBITDA 89,1 86,0 97,8
EBIT 67,3 70,6 78,9
EBT 55,5 61,0 64,0
Konzernergebnis 51,3 56,2 48,4
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) 0,41 0,44 0,38

Bilanz

In Mio. EUR bzw. lt. Angabe 31.3.2016 31.3.2015 31.12.2015
Bilanzsumme 4.608,3 2.512,1 2.724,0
Eigenkapital 1.426,9 1.346,0 1.379,0
Eigenkapitalquote in % 31,0 53,6 50,6

Finanzen und Investitionen

In Mio. EUR Q1/2016 Q1/2015 Q4/2015
Free Cashflow1 64,9 62,2 67,1
Abschreibungen und Wertminderungen 21,7 15,5 18,8
Nettoinvestitionen (CAPEX) 7,0 8,3 10,7
Nettofinanzschulden2 1.411,3 373,6 369,2

Aktie

31.3.2016 31.3.2015 31.12.2015
Schlusskurs Xetra in EUR 26,29 28,08 31,32
Anzahl der ausgegebenen Aktien in Tsd. Stück 128.061 128.061 128.061
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 3.366,7 3.595,3 4.010,2

Mitarbeiter

31.3.2016 31.3.2015 31.12.2015
Mitarbeiter 4.990 4.713 4.367

KENNZAHLEN: ÜBERSICHT SEGMENT MOBILFUNK

Kundenentwicklung

In Mio. Q1/2016 Q1/2015 Q4/2015
Mobilfunkkunden-/karten2 12,15 12,54 12,24
davon Customer-Ownership 9,37 9,04 9,30
davon Postpaid 6,36 6,10 6,31
davon No-frills 3,01 2,94 2,99
davon Prepaid 2,79 3,50 2,94
Brutto-Neukunden 0,64 0,71 0,78
Netto-Veränderung -0,08 -0,19 -0,04

Operative Entwicklung

In Mio. EUR Q1/2016 Q1/2015 Q4/2015
Umsatzerlöse 727,4 734,6 811,6
Rohertrag 176,7 178,9 203,6
EBITDA 90,7 91,3 99,1
EBIT 76,0 78,6 83,2

Monatlicher Umsatz pro Kunde (ARPU)

In EUR Q1/2016 Q1/2015 Q4/2015
Postpaid 21,5 21,1 21,3
No-frills 2,4 2,4 2,4
Prepaid 2,9 2,6 3,1

1 Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

2 Am Ende der Periode.

An unsere Aktionäre

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Liebe Aktionäre, Kunden, Geschäftspartner und Freunde der freenet AG,

in der jüngeren Vergangenheit hat sich die freenet AG im attraktiven Marktsegment rund um Digital-Lifestyle neben dem traditionellen Mobilfunkgeschäft eine zweite wichtige Erlösquelle geschaffen. Dies haben wir vor allem über organisches Wachstum erreicht - mit innovativen Produkten und kundenorientierten Dienstleistungen insbesondere in den Bereichen Smart Home und Security, Entertainment und Health/Fitness mit entsprechendem Zubehör. In der Regel setzten wir dabei auf entsprechende Partnerschaften mit erstklassigen, etablierten Anbietern wie z. B. GRAVIS, als autorisierten Apple Reseller in Deutschland.

Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres standen nun ganz im Zeichen von zwei sehr grundlegenden neuen Akquisitionen beziehungsweise Beteiligungen der freenet AG: Mit dem Erwerb aller Anteile der Media Broadcast Gruppe sowie von knapp 25 Prozent der EXARING AG steigen wir in das TV-Geschäft ein und gehen damit einen weiteren entscheidenden Schritt hin zum führenden Digital-Lifestyle-Provider in Deutschland.

Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich derzeit in diesem Segment mit der steigenden Bedeutung von Streaming-Angeboten und Mediatheken ein Paradigmenwechsel vollzieht - der Fernseher zu Hause also eine neue Dimension erhält. Aktuelle Zahlen des Unterhaltungselektronikverbands GFU belegen diesen radikalen Wandel: So steigt der Absatz von hochauflösenden UHD-Geräten in Deutschland deutlich an, das TV avanciert immer mehr zum zentralen Gerät für Bewegtbild-Unterhaltung und Home Automation, und der Durchschnittsdeutsche verbringt annähernd vier Stunden täglich vor dem Fernseher. Laut Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen bezahlen inzwischen 16 Prozent der befragten deutschen Internetnutzer für einen Videoabrufdienst im Internet, obwohl wesentliche Anbieter noch nicht sehr lange in diesem Markt agieren. Und nach Prognosen der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers werden die Umsätze mit Online-Videoangeboten in Deutschland von 81 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 410 Millionen Euro in 2019 steigen.

Zu diesem Paradigmenwechsel können Media Broadcast und EXARING Wesentliches beitragen:

Als alleiniger kommerzieller Anbieter des in Kürze startenden Standards DVB-T2-HD und mit der terrestrischen Antennenübertragung der zweiten Generation ab dem ersten Quartal 2017 stellt die Media Broadcast Gruppe dann das vollständige Senderpaket in Full-HD-Qualität zur Verfügung - noch ergänzt durch den Zugang zu Abrufdiensten wie den jeweiligen Mediatheken der Sender.
Die EXARING AG wiederum verfügt über ein eigenes Glasfasernetz, das rund 23 Millionen deutsche Haushalte mit einer Übertragungsbandbreite bis zu 8K erreicht. Unsere Beteiligung sichert uns die Vertriebsrechte an dieser geschlossenen IP-Plattform - und damit auch die Umsetzung zukünftiger Bewegtbild-Innovationen wie Virtual Reality oder Holographie/3D. In Kombination mit der EXARING-App sollen alle Services inklusive Zusatzfunktionen, wie Video-on-Demand, Filmaufnahmen, Online-Spiele, Streaming- und PC-Dienste zukünftig in die Cloud verlagert werden. Auf diese Weise können sie unkompliziert per App auf Smartphone oder Tablet in den Auflösungen HD, 4k und 8 k überall - zu Hause oder unterwegs - genutzt werden. Set-top-Boxen, Festplatten, Fernbedienungen und lästige Verkabelungen verschwinden so aus unseren Wohnzimmern.

Wir sind fest davon überzeugt, für dieses einzigartige Angebot flexiblen digitalen Fernsehens entsprechend neue Nutzer auf Basis unseres bewährten Subskriptionsmodells begeistern zu können: mit unserer Vertriebs- und Service-Stärke über alle Kanäle hinweg, der langjährigen Erfahrung im Mobilfunk- und DSL-Segment, aber nicht zuletzt auch aufgrund unseres bestehenden Kundenstamms von derzeit rund 12,2 Millionen. Der Vermarktungsstart entsprechender Produkte ist noch für das laufende Geschäftsjahr vorgesehen.

Gleichwohl vernachlässigen wir angesichts dieser faszinierenden Perspektiven weder unser traditionelles Mobilfunkgeschäft noch das organische Wachstum im Bereich Digital-Lifestyle. So haben wir im ersten Quartal unter der Klammer "SmartCare" eine weitere neue Produktfamilie gestartet, und zwar für den Bereich E-Health. Sie umfasst unterschiedliche digitale Angebote zur Krankheitsprävention sowie für körperliches und mentales Wohlbefinden. Darin enthalten sind beispielsweise:

eine digitale Wellnessoase mit individuell steuerbaren Licht- und Soundoptionen für entspanntes Einschlafen und Aufwachen mit sensorgesteuerter Schlafüberwachung,
eine App-gesteuerte Multifunktionswaage, die Gewicht, Body-Maß-Index, Körperfettanteil oder Herzfrequenz kontrolliert,
ein Online-Training mit über 20 Programmen und 250 Kursen, die das Zuhause zum digitalen Sportstudio aufrüsten, oder
"NeuroNation" für Analyse und individualisiertes Training der mentalen Leistungen und Konzentration.

Zudem setzten unsere einzelnen Konzernmarken im ersten Quartal wie schon im Vorjahr mit zeitlich begrenzten Sonderaktionen in den jeweiligen Segmenten ihre Produktoffensiven fort. Sie waren in der Regel unterlegt durch gesonderte Marketingmaßnahmen, bei der auch "unser Grieche" mit "Costa Fast Gar Nix" im Rahmen der Frühjahrskampagne wieder zum Einsatz kam - und zusätzlich noch Markenbekanntheit sowie Wahrnehmung von mobilcom-debitel als Digital-Lifestyle-Provider auf neue Spitzenwerte steigerte. Im Mobilfunk lag die Konzentration unserer Hauptmarke mobilcom-debitel dabei wie bisher auf qualitativ hochwertigen Vertragsbeziehungen bei der Neukundengewinnung wie auch im Bestandskundenmanagement, während die Discountmarken von freenet den No-frills-Bereich abdecken.

Diese Strategie hat sich für die freenet AG einmal mehr bezahlt gemacht, wie die Zahlen für das erste Quartal 2016 belegen:

Der Customer-Ownership als wichtige Steuerungsgröße unseres Unternehmens legt weiter kontinuierlich zu: Die Kundenzahl im Postpaid- und No-frills-Bereich ist in den ersten drei Monaten um 70.000 auf jetzt 9,37 Millionen angewachsen; die darin enthaltene Anzahl besonders werthaltiger Vertragskunden mit Zweijahresverträgen hat sich gegenüber Jahresbeginn um 45.000 auf 6,36 Millionen vergrößert.
Die positive Stabilisierung des Postpaid-ARPU setzt sich mit jetzt 21,5 Euro ebenfalls fort; dies entspricht einem Plus von 0,2 Euro im Vergleich zum Vorquartal und von 0,4 Euro zum Vorjahresquartal.
Trotz dieser Entwicklungen sowie weiterhin steigender werthaltiger Erlöse im Bereich Digital-Lifestyle liegen die Umsätze mit 749,2 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahresquartals.
Der Rohertrag liegt mit 192,2 Millionen Euro auf dem Niveau des ersten Quartals 2015, bei einer Rohertragsmarge von 25,7 Prozent.
Das EBITDA bewegt sich mit 89,1 Millionen Euro um 3,1 Millionen Euro über dem Wert des Vergleichsquartals in 2015.
Auch der Free Cashflow zeigt sich mit jetzt 64,9 Millionen Euro positiv im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Damit ist die erste Etappe für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 gemeistert; unsere Ziele sind nun aufgrund der jüngsten Akquisitionen etwas höher gesteckt: Wir streben ein EBITDA von etwas über 400 Millionen Euro und einen Free Cashflow von rund 300 Millionen Euro an - bei steigendem Konzernumsatz, fortgesetztem Kundenwachstum im Customer-Ownership und sich weiterhin stabilisierendem Postpaid-ARPU.

Wir gehen wie bisher davon aus, dass weitere rund 10 Millionen Euro an EBITDA und etwa 30 Millionen an Free Cashflow hinzukommen, die aus unserer jüngsten Beteiligung resultieren: Mitte März unterzeichnete die freenet AG einen Vertrag über den Erwerb von bis zu 24,56 Prozent an der Sunrise Communications Group AG. Wir beobachten den größten privaten Telekommunikationsanbieter der Schweiz mit über 3 Millionen Kunden in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und digitales Fernsehen bereits seit einiger Zeit, sehen starke Parallelen zu uns bei Geschäftsmodell, Cash-Orientierung und Finanzprofil - und insofern in der Anteils-Übernahme eine tolle Opportunität für freenet.

Gleichzeitig haben wir im ersten Quartal das derzeit günstige Zinsumfeld genutzt und Fremdmittel in Höhe von insgesamt bis zu 1,7 Milliarden Euro aufgenommen. Zur Finanzierung der im Berichtsquartal kommunizierten Transaktionen und zur Refinanzierung der im April endfälligen Unternehmensanleihe haben wir ein Schuldscheindarlehen und ein syndiziertes Bankdarlehen aufgenommen. Das Schuldscheindarlehen in Höhe von 560,0 Millionen Euro konnten wir Ende Februar erfolgreich bei in- und ausländischen institutionellen Investoren platzieren - in insgesamt fünf Tranchen mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren und zu einem durchschnittlichen Zinssatz über diese Laufzeiten von 1,12 Prozent pro Jahr. Das syndizierte Bankdarlehen hat ein Volumen von insgesamt 1,14 Milliarden Euro und erlaubt der Gesellschaft in drei unterschiedlichen Tranchen Mittel für mögliche Akquisitionen und den laufenden Betrieb zu ziehen. Die beiden ersten Tranchen dienen der Brückenfinanzierung von möglichen Akquisitionen und stellen die für die jeweilige Akquisition benötigten Mittel zur Verfügung. Die erste Tranche hat eine Laufzeit von 12 plus 6 Monaten und ist variabel verzinslich mit einer anfänglichen Marge von 0,8 Prozent. Die zweite Tranche hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ist variabel verzinslich mit einer anfänglichen Marge von 2,1 Prozent. Die dritte Tranche mit einem Volumen von 100,0 Millionen Euro ist ebenfalls variabel verzinslich mit einer anfänglichen Marge von 1,8 Prozent und speziell als Revolving Credit Facility ausgestaltet. Somit können die Mittel während der 5-jährigen Laufzeit jederzeit gezogen und wieder zurückgezahlt werden.

Trotz gestiegener Verschuldung halten wir an den Zielgrößen unserer Finanzstrategie im Grundsatz fest: Den selbst gesteckten Verschuldungsrahmen - also das 1- bis 2,5-fache des EBITDA - wollen wir in absehbarer Zeit wieder erreichen, die Liquiditätsreserve bei mindestens 100 Millionen Euro halten und die Eigenkapitalquote wieder auf 50 Prozent steigern. Darüber hinaus zahlen wir bei Akquisitionen grundsätzlich nur ein Ertragsvielfaches in Bezug auf das EBITDA, das unter dem von freenet von 10 liegt. So zum Beispiel auch bei der aktuellen Akquisition von Media Broadcast; und selbstverständlich halten wir auch weiterhin an unserer nachhaltigen, aktionärsorientierten Ausschüttungspolitik fest.

Auf Basis dieser Financial Policy, unserer bewährten Strategie rund um Mobilfunk, mobiles Internet und Digital-Lifestyle sowie mit den aktuellen Zukäufen sind die Weichen für eine vielversprechende Zukunft unseres Unternehmens gestellt. Wir - das Management und die Mitarbeiter der freenet AG - werden in den kommenden Monaten und Quartalen mit vollem Engagement und Enthusiasmus die damit verbundenen neuen Herausforderungen angehen.

Christoph Vilanek Joachim Preisig Stephan Esch

DIE FREENET AG AM KAPITALMARKT

Kapitalmarktumfeld

Nach einem verlustreichen Jahresauftakt an den internationalen Börsen zeichnete sich bei den meisten Aktienindizes ab Mitte Februar wieder eine Trendwende ab, mit leichten Kurserholungen im März.

Die internationalen Krisenherde in der Ukraine und in Syrien und der daraus resultierende Flüchtlingsstrom beeinflussten die Kapitalmärkte weiterhin auf geopolitischer Ebene. Dabei erschweren divergierende Ansichten der EU-Mitgliedstaaten in Bezug auf die Verteilung der ankommenden Flüchtlinge auf die EU-Länder nach wie vor eine gemeinsame europäische Lösung. Weitere Einflussfaktoren auf das Kapitalmarktumfeld waren wirtschaftlicher und finanzpolitischer Natur, wie der anhaltende Ölpreisverfall, der Förderstaaten, Schwellenländern und Ölkonzernen gleichermaßen zu schaffen macht, sowie die spürbare Abkühlung der Konjunktur vor allem in China und den USA.

Das erste Quartal verlief auch für den deutschen Aktienmarkt ernüchternd. In den ersten sechs Wochen verlor der DAX kontinuierlich, in der Spitze rund 17 Prozent. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik in Europa gehörten vor allem die Banken und Versicherer zu den Verlierern. Aber auch die Aktien der deutschen Automobilkonzerne verloren im ersten Quartal deutlich an Wert. Zwar erholten sich die Kurse ab Mitte Februar wieder leicht, alles in allem blickt das deutsche Börsenbarometer aber auf ein äußerst schwaches Startquartal zurück: Der DAX verlor mehr als 7 Prozent und schloss am 31. März 2016 mit 9.966 Punkten knapp unter der 10.000er Marke. Der TecDAX gab um rund 11 Prozent nach und beendete das erste Quartal mit 1.626 Punkten.

Dennoch hat sich die Stimmung der institutionellen Investoren wieder etwas verbessert - zuvor lag der Frankfurt Börse Sentiment-Index noch auf der neutralen Nulllinie. Gegenläufig stellt sich die Stimmungslage bei den Privataktionären dar; in dieser Anlegergruppe konnte ein Rückgang des Sentiment-Index verzeichnet werden. Damit haben sich die Stimmungslagen der institutionellen sowie der privaten Anleger, welche zuvor noch deutlich divergierten, wieder etwas angenähert.

freenet Aktie

Die positive Kursentwicklung der freenet Aktie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 konnte sich im ersten Quartal 2016 nicht fortsetzen. Das Papier startete am 2. Januar 2016 mit einem Kurs von 31,32 Euro in das neue Börsenjahr und erreichte am 23. März 2016 mit 26,00 Euro sein Quartalstief. Der durchschnittliche Xetra-Tagesschlusskurs lag im Berichtszeitraum bei 27,92 Euro. Mit einem Kurs von 26,29 Euro ging die Aktie zum Quartalsende aus dem Handel.

Im abgelaufenen Quartal wurden über das elektronische Handelssystem Xetra insgesamt rund 33,7 Millionen freenet Aktien gehandelt, gegenüber 24,7 Millionen im Vorquartal und 37,1 Millionen im ersten Quartal 2015. Dies entspricht einem durchschnittlichen Handelsvolumen von rund 519 Tausend Aktien pro Tag (Vorquartal: rund 375 Tausend Aktien). Der Anteil des über alternative Handelsplätze ("Dark Pools") gehandelten Volumens stieg im ersten Quartal leicht um 1 Prozent auf rund 46 Prozent des gesamten Handelsvolumens (Vorjahresquartal: 41 Prozent).

In den ersten drei Monaten des Jahres verlor die freenet Aktie in einem sehr volatilen Marktumfeld insgesamt 16 Prozent. Damit entwickelte sie sich schwächer als der Vergleichsindex TecDAX, der einen Rückgang um 11 Prozent verzeichnete. Auch der SXKP Index, ein europäischer Aktienindex für Telekommunikationswerte, in dem auch die freenet AG gelistet ist, ging in diesem Zeitraum um 6 Prozent zurück. Im 12-Monats-Vergleich fällt der Rückgang des freenet Aktienkurses mit rund 6 Prozent geringer aus, als der des SXKP (-11 Prozent). Der TecDAX verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von einem Prozent.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,4 Milliarden Euro gehörte die freenet Group zum Quartalsende erneut zu den Top 5 der wertvollsten TecDAX-Unternehmen.

Grafik 1: Performance der freenet Aktie in den vergangenen 12 Monaten

(indexiert; 100 = Xetra-Schlusskurs am 31. März 2015)

Analystenempfehlungen

Im ersten Quartal 2016 bewerteten insgesamt 18 Analystenhäuser die Geschäftsentwicklung der freenet AG. Sieben Analysten gaben eine Kaufempfehlung ab, ebenfalls sieben Analysten bewerteten die Aktie mit dem Anlageurteil "Halten" und vier Analysten rieten zum Verkauf des Papiers. Das durchschnittliche Kursziel für die freenet Aktie belief sich zum Quartalsende auf 30,4 Euro.

Grafik 2: Aktuelle Empfehlungen zur freenet Aktie (Kursziel in Euro)*

* Stand: 31. März 2016.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,55 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie für das Geschäftsjahr 2015 vorschlagen. Das entspricht einer Erhöhung um 0,05 Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Ausschüttungsquote in Höhe von rund 70 Prozent des Free Cashflows liegt im Rahmen unserer Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung zwischen 50 und 75 Prozent des jeweils erzielten Free Cashflows vorsieht.

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital der freenet AG beträgt 128.061.016 Euro und ist in 128.061.016 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Der auf die einzelne Stückaktie anfallende anteilige Betrag am Grundkapital beläuft sich auf 1,00 Euro.

Die Aktionärsstruktur der freenet AG hat sich gemäß zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen nach § 21 WpHG im Berichtszeitraum folgendermaßen verändert:

Flossbach von Storch (Deutschland) hat uns im Februar die Überschreitung der 3-Pro-zent-Schwelle mitgeteilt. Am 8. Februar betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 3,033 Prozent (3.873.898 Stimmrechte).
Allianz Global Investors (Luxemburg) hat uns im Februar die Überschreitung der 3-Pro-zent-Schwelle mitgeteilt. Am 20. April 2015 betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 3,07 Prozent (3.936.052 Stimmrechte).
Flossbach von Storch SICAV (Luxemburg) hat uns im Februar die Überschreitung der 3-Pro-zent-Schwelle mitgeteilt. Am 22. Februar betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 3,06 Prozent (3.927.881 Stimmrechte).
BNP Paribas Asset Management (Frankreich) hat uns im Februar die Überschreitung der 3-Pro-zent-Schwelle mitgeteilt. Am 5. Februar betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 3,01 Prozent (3.850.077 Stimmrechte).
Capital Income Builder (USA) hat uns im März die Unterschreitung der 3-Prozent-Schwelle mitgeteilt. Am 11. März betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 2,93 Prozent (3.751.148 Stimmrechte).
BNP Paribas Asset Management (Frankreich) hat uns im März die Unterschreitung der 3-Pro-zent-Schwelle mitgeteilt. Am 22. März betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 2,985 Prozent (3.822.430 Stimmrechte).
Flossbach von Storch (Deutschland) hat uns im März die Überschreitung der 5-Prozent-Schwelle mitgeteilt. Am 21. März betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 5,004 Prozent (6.398.624 Stimmrechte).
Deutsche Asset Management Investment (Deutschland) hat uns im März die Unterschreitung der 5-Prozent-Schwelle mitgeteilt. Am 23. März betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 4,89 Prozent (6.261.015 Stimmrechte).
Flossbach von Storch (Deutschland) hat uns im März die Überschreitung der 5-Prozent-Schwelle mitgeteilt. Am 23. März betrug der Stimmrechtsanteil an der freenet AG 5,55 Prozent (7.111.663 Stimmrechte).

Demnach stellte sich die Aktionärsstruktur zum 31. März 2016 wie folgt dar:

Grafik 3: Aktuelle Aktionärsstruktur

Basierend auf den uns im Berichtsquartal zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen hat sich der Streubesitz im Vergleich zum Jahresende 2015 von 79,82 Prozent um 2,21 Prozentpunkte auf 77,62 Prozent verringert.

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

WIRTSCHAFTSBERICHT

Geschäftsverlauf

Die freenet AG bedient als unabhängiger Service-Provider den Wachstumsmarkt Digital-Lifestyle mit integrierten Produktwelten, kundenorientierten Dienstleistungen und günstigen Mobilfunktarifen für alle deutschen Mobilfunknetze. Das Portfolio umfasst eigene Tarife und Services sowie entsprechende Angebote der Netzbetreiber in Deutschland im traditionellen Geschäftsfeld Mobilfunk/mobiles Internet. Darüber hinaus offeriert das Unternehmen innovative digitale Anwendungen rund um Home Automation und Security, Health, Datensicherheit, Enter- und Infotainment - inklusive den aktuellen Smartphones, Tablets und Notebooks als Endgeräten plus attraktivem Zubehör.

Wesentliche Zielgruppe sind dabei jeweils Privatkunden, adressiert im Rahmen einer Mehrmarkenstrategie: Die Hauptmarke mobilcom-debitel konzentriert sich angesichts des intensiven Wettbewerbs innerhalb der Branche vornehmlich auf qualitativ hochwertige Vertragsbeziehungen bei der Kundengewinnung und beim Bestandskundenmanagement; zusätzlich decken die Discountmarken von freenet den sogenannten No-frills-Bereich ab.

Im ersten Quartal 2016 hat die freenet AG ihre erfolgreiche Strategie rund um Digital-Lifestyle, Mobilfunk und mobiles Internet konsequent fortgesetzt und die Angebote und Aktivitäten in diesen Segmenten weiter ausgebaut. Gleichzeitig vollzog das Unternehmen mit wichtigen Beteiligungen/Akquisitionen einen weiteren strategischen Schritt hin zum führenden Digital-Lifestyle-Provider.

Akquisitionen ergänzen strategische Ausrichtung

Im ersten Quartal 2016 hat die freenet AG mit zwei grundlegenden Akquisitionen/Beteiligungen den Einstieg ins digitale TV-Geschäft realisiert.

Von der Media Broadcast Gruppe wurden alle Geschäftsanteile übernommen. Das Kölner Unternehmen ist alleiniger kommerzieller Anbieter von DVB-T und dem in den kommenden Monaten startenden DVB-T2-HD in Deutschland. Dieser neue Standard ermöglicht die terrestrische Ausstrahlung eines dann kompletten Senderpakets in Full-HD-Qualität ohne Kabel und Buchsen und adressiert Millionen deutsche TV-Haushalte, die heute bereits DVB-T nutzen. Ergänzt wird dieses Angebot noch durch den Zugang zu den Mediatheken der Sender. Im akquirierten Paket enthalten sind auch die Bestandteile Radio (UKW und DAB) sowie die Netzwerk-Dienstleistung für TV-Produktion; das Satelliten-Geschäft der Media Broadcast wurde vor der Übernahme herausgelöst.
An der EXARING AG hat sich freenet mit 24,99 Prozent beteiligt und die Vertriebsrechte an deren geschlossener IP-Plattform für innovative Entertainment-Dienste gesichert. Das in München ansässige Unternehmen verfügt über ein eigenes Glasfasernetz und ermöglicht auf dieser Basis Bewegtbild-Unterhaltung für 23 Millionen deutsche Haushalte mit Übertragungen bis zu 8K - damit also auch künftige Innovationen wie Virtual Reality und Holographie/3D. Die aktuelle Beteiligung an der EXARING AG ist als eine Art Startinvestition zu betrachten, die Schritt für Schritt ausgebaut werden soll. So hat sich die freenet AG die Option gesichert, bis Ende 2016 zu gleichen Konditionen weitere 25,02 Prozent an der EXARING AG zu erwerben - damit würde der Anteilsbesitz der Gesellschaft an der EXARING AG gegebenenfalls auf 50,01 Prozent steigen. In den Konzernabschluss der freenet AG als vollkonsolidiertes Unternehmen einbezogen wird die EXARING AG jedoch bereits ab dem 31. Dezember 2015, also bereits mit der Beteiligung in Höhe von 24,99 Prozent. Hintergrund sind vertragliche Rechte, die die freenet AG derzeit berechtigen, über eine mehrheitliche Besetzung der Organe der EXARING AG Beherrschung über dieses Tochterunternehmen auszuüben.

Damit hat die freenet AG zum einen die Basis gelegt, noch im laufenden Geschäftsjahr Fernsehen in exzellenter Bildqualität mit seiner großen Handelsexpertise an Privatkunden zu vermarkten. Zum andern adressiert freenet mit der EXARING-Beteiligung den stark wachsenden Markt von Streaming- und Video-on-Demand-Diensten in Deutschland.

Mitte März unterzeichnete die freenet AG zudem einen Vertrag über den Erwerb von bis zu 11.051.578 Stammaktien der Sunrise Communications Group AG, Zürich; dies entspricht einem Anteil von 24,56 Prozent am Unternehmen. Sunrise ist der größte private Telekommunikationsanbieter der Schweiz mit über 3 Millionen Kunden in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und digitales Fernsehen.

Neue Angebote erweitern das Digital-Lifestyle- Portfolio

In den zurückliegenden Geschäftsjahren hat mobilcom-debitel mit innovativen Lösungen zu SmartHome neue Akzente in den Marktsegmenten Energie und Security gesetzt. Im ersten Quartal 2016 startete mit E-Health ein weiterer Bereich mit unterschiedlichen Produkten: Unter der Klammer "Smart-Care" sind jetzt über www.md.de/smartcare digitale Technologien für Krankheitsprävention sowie körperliches und mentales Wohlbefinden verfügbar.

Die Angebote rund ums Wohlbefinden umfassen zum einen "Withings Aura" - eine digitale Wellnessoase mit individuell steuerbaren Licht- und Soundoptionen für entspanntes Einschlafen und Aufwachen sowie zusätzlich buchbaren Möglichkeiten der sensorgesteuerten Schlafüberwachung. Und zum andern den "Withings Smart Body Analyser": Die Multifunktionswaage kontrolliert per App Gewicht, Body-Maß-Index sowie Körperfettanteil, und differenzierte Angaben für unterschiedliche Körpertypen, automatisches Messen der Herzfrequenz sowie Zusatzfeatures wie Raumluftqualität oder Tageswetterbericht runden das Angebot ab.

Im Bereich Fitness wiederum offeriert "Gymondo" als führendes Portal für Online-Training über 20 Programme und über 250 Kurse, mit deren Hilfe die eigenen vier Wände zum Sportstudio avancieren. Das monatlich kündbare Abonnement kostet 8,99 Euro, bei Abschluss einer zweijährigen Laufzeit reduziert sich die Gebühr auf 4,99 Euro im Monat. Die ideale Ergänzung dazu stellt der Fitnesstracker Jawbone UP2 dar: Das schlanke Armband überprüft die Fitness seines Nutzers, schlägt Aktivitätspläne vor, unterstützt eine ausgewogene Ernährung und überzeugt mit langer Akku-Laufzeit und integriertem Wecker mit Vibrationsalarm. Und mit "NeuroNation" schließlich lässt sich ab 8 Euro monatlich die Gehirn-Fitness analysieren, individualisierte Übungsprogramme erstellen und mit zielgerichtetem Gedächtnistraining Konzentration und kognitive Leistungen verbessern.

Das Thema Elektromobilität nimmt in der öffentlichen Diskussion einen immer größeren Stellenwert ein. Dazu startete die freenet.de GmbH Ende Januar die neue Internet-Plattform www.stromschnell.de. Das für alle Displaygrößen optimierte Informationsportal bietet topaktuelle, durch eine eigene Redaktion recherchierte Artikel rund um nachhaltige Mobilität, mit Meldungen und Hintergründen aus den Bereichen Technik und Nachhaltigkeit, mit Modellübersichten und Kostenanalysen.

Bereits im November letzten Jahres hatte mobilcom-debitel die "Sonntagskracher" zum günstigen Erwerb von Endgeräten gestartet. Im Rahmen dieser wöchentlichen Schnäppchenaktionen bot das Unternehmen beispielsweise im Februar das Samsung Galaxy S6 in der 32-GByte-Ausführung für knapp 400 Euro an - eine Ersparnis von 150 Euro zum offiziellen Verkaufspreis. Mitte März folgte als ein weiteres Highlight das Galaxy Tab A LTE 9.7 für rund 235 Euro statt der offiziellen 340 Euro. Und als "Oster-Sonntagskracher" gab es die Online-Waage Medisana BS 444 connect für knapp 25 Euro statt 70 Euro als UVP. Die Bluetooth-Körperanalysewaage misst mittels hochsensibler Edelstahl-Elektroden nicht nur Gewicht, Muskelmasse, Körperfett und -wasser, sondern erfasst auch den Body-Maß-Index sowie täglichen Kalorienbedarf und übermittelt die Werte per App für bis zu acht verschiedene Personen.

Zusätzlich bietet das Unternehmen seinen Mobilfunkkunden seit Anfang Februar "Save.TV" mit flexiblen Laufzeiten schon ab 4,99 Euro monatlich an. Mit dem vollständig browserbasierten Online-Videorecorder lassen sich dank zahlreicher Apps für iOS, Android, Windows, KindleFire und SmartTV aus über 45 TV-Sendern Aufnahmen nach der jeweiligen Ausstrahlung im Free-TV streamen oder programmieren; ohne bestehenden Mobilfunkvertrag ist Save.TV ab 9,99 Euro monatlich erhältlich.

Zum Quartalsende startete dann mit "pocketstory" ein weiteres neues Angebot von mobilcom-debitel. Mit dem Online-Kiosk quasi für die Hosentasche erhält der Kunde Zugriff auf sorgfältig ausgewählte Artikel, Reportagen, Essays und Analysen der wichtigsten Zeitungen und Magazine sowie auf einzelne Kapitel aus Büchern; sie sind jeweils optimiert für mobiles Lesen auf dem Smartphone oder Tablet. Weitere Features wie Such-, Filter- und Offline-Lesefunktion, das Anpassen an Lesevorlieben, Speichern und Teilen sind ebenfalls verfügbar. Die Medien-Flatrate ist in zwei Varianten für rund 5 beziehungsweise 8 Euro monatlich buchbar.

GRAVIS schließlich reduzierte Ende Januar das iPad Pro gegenüber dem UVP von Apple um bis zu 120 Euro je nach Ausstattung. Gleichzeitig verbilligte die freenet Tochtergesellschaft das Apple Wireless Keyboard um über 25 Prozent gegenüber anderen günstigen Händlern auf knapp 50 Euro. Und im Februar gab es beispielsweise den Kopfhörer Bowers & Wilkins P3 für knapp 70 Euro - damit rund 20 Prozent unter dem aktuellen Internet-Preisvergleich.

Tarif-Sonderaktionen tragen zu nachhaltigem Kundenwachstum bei

Wie bereits im Vorjahr führte freenet im ersten Quartal 2016 weitere attraktive Tarifaktionen bei seinen Haupt- und Discountmarken durch und kam damit einmal mehr sehr gut in den jeweiligen Marktsegmenten an. Diese sehr günstigen Angebote waren in der Regel kurzfristig und zeitlich begrenzt über die unternehmenseigene Handelsplattform www.crash-tarife.de oder vergleichbare Plattformen verfügbar. Im Folgenden eine Auswahl:

Ende Januar offerierte mobilcom-debitel den Smart Surf im Vodafone-Netz für 9,99 Euro monatlich - ein Preis, der sich inklusive zweier Gutschriften über insgesamt 144 Euro noch weiter auf 3,99 Euro monatlich über die zweijährige Vertragslaufzeit reduzierte. Dafür erhält der Nutzer 1 GB Datenvolumen mit einer Geschwindigkeit von 14,4 MBit/s und zusätzlich 50 Freiminuten sowie 50 Frei-SMS in alle deutschen Netze.
Die Tochtergesellschaft klarmobil bot Mitte Februar die AllNet-Spar-Flat um 10 Euro günstiger für 14,85 Euro an - ebenfalls in bester D-Netz-Qualität. Die Flatrate beinhaltet unlimitierte Freigespräche in alle deutschen Netze, 1 GB-Datenvolumen mit maximaler Bandbreite von bis zu 28 MBit/s, SMS zum Preis von 9 Cent und einen Amazon-Gutschein über 20 Euro.
Anfang März reduzierte klarmobil diese Flat im Telekom-Netz nochmals um 5 Euro auf 9,85 Euro im ersten Jahr der Vertragslaufzeit - mit einem Datenvolumen von 500 MB; die maximale Surfgeschwindigkeit von 14MBit/s wird nach Erreichen der Volumengrenze auf GPRS-Niveau gedrosselt.
Auf das rechnerisch gleiche Niveau halbierte mobilcom-debitel Mitte März den Comfort Allnet, hier mithilfe eines Startguthabens von 120 Euro. Der Tarif im Netz von O2 umfasst eine Handy-Internet-Flat mit einem ungedrosselten Inklusivvolumen von 1 GB bei einer maximalen Bandbreite von 21,6 MBit/s sowie eine Telefonie-Flat in alle deutschen Netze.

mobilcom-debitel startet Frühjahrskampagne

Im Geschäftsjahr 2015 hatte "Costa Fast Gar Nix" beziehungsweise "Costa Gans Wenig" der Sommer- und der Weihnachtskampagne von mobilcom-debitel ein provokantes Gesicht gegeben. Mit dem stark emotionalisierenden Griechen avancierten die Kampagnen zu den effektivsten der letzten Jahre - alle relevanten Messkriterien sowie die Zuführung neuer Kunden zu den involvierten Shops stiegen in der Folge an. Die Kampagnen umfassten klassische Marketingmaßnahmen wie TV-Spots, Online-Kommunikation und eine Vielzahl an Aktivitäten am PoS - unter anderem mit Angebotsflyern, Aufstellern und Schaufenster-Beklebungen.

"Costa Fast Gar Nix" präsentierte dann im Rahmen der Frühjahrskampagne wiederum attraktive Angebote rund um Digital-Lifestyle und Mobilfunk. Sie startete Anfang Februar für drei Monate und beinhaltete zwei vierwöchige TV-Flights mit über 2.000 Spots auf reichweitenstarken Privatsendern, Online-Werbung, vielfältige PoS-Maßnahmen, umfangreiche Promotions, Postwurfsendungen in mehrstelliger Millionenauflage sowie Social Media und PR. Zu den Highlights unter den Angeboten zählten beispielsweise Hardware wie das Samsung Galaxy Grand Prime, die LED Sengled Pulse Solo, diverse Smartphone-Tarife und Digital-Lifestyle-Optionen von Gymondo, Zattoo, mobilcom-debitel AudioBooks sowie um bis zu 50 Prozent reduziertes Zubehör. Und anlässlich des Valentinstags kamen regionale Promotion-Aktionen mit "Watch-out-Flyern" inklusive Gewinnspielen und weitere Spiele/Gewinnmöglichkeiten auf den Social-Media-Kanälen von mobilcom-debitel hinzu.

Aufgrund der Frühjahrskampagne erreichte die Markenbekanntheit von mobilcom-debitel mit stabilisierten Werten von rund 80 Prozent ein Allzeithoch seit Einführung der regelmäßigen monatlichen Messung.

Darüber hinaus stieg die Wahrnehmung des Unternehmens als Digital-Lifestyle-Provider deutlich an: Der Aussage "mobilcom-debitel hat innovative Produkte" stimmten im ersten Quartal 2016 45 Prozent der Befragten zu, nach 13 Prozent in Q4/2015; bei der Aussage "mobilcom-debitel bietet mehr als Mobilfunk" verbesserte sich die Zustimmung von 18 Prozent in Q4/2015 auf jetzt 50 Prozent.

klarmobil relauncht Info-Portal "MIC"

Die Tochtergesellschaft klarmobil GmbH hat im März ihr Informationsportal mit innovativen Formaten und Themen sowie neuem Design und Nutzwert für die Leser aufgewertet: "MIC" bietet neben den klassischen News, Tipps, Tricks und Tests von Hardware und Apps jetzt als fest etablierte Serie "Extremtests" von aktuellen Gadgets. Daneben runden Bewegtbilder, attraktive Gewinnspiele, Reportagen und eine umfassende Social-Media-Anbindung inklusive Response-Modulen das komplexe Angebot ab. Weil rund 70 Prozent der Nutzer per Smartphone oder Tablet auf die MIC-Inhalte zugreifen, lag ein weiterer Fokus beim Relaunch auf der mobilen Bedienerfreundlichkeit; damit werden die Leserinnen und Leser jetzt intuitiv durch digitale Welten, neue Anwendungen und Produkte geleitet.

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Kundenentwicklung

Tabelle 1: Entwicklung der Mobilfunkkunden

In Mio. 31.3.2016 31.12.2015 30.9.2015 30.6.2015 31.3.2015
Mobilfunkkunden/-karten 12,15 12,24 12,28 12,38 12,54
davon Customer-Ownership 9,37 9,30 9,21 9,11 9,04
davon Postpaid 6,36 6,31 6,23 6,16 6,10
davon No-frills 3,01 2,99 2,97 2,94 2,94
davon Prepaid 2,79 2,94 3,07 3,27 3,50

Auch im Jahr 2016 wird die freenet AG in der Neukundengewinnung und im Bestandskundenmanagement ihren eingeschlagenen Weg, auf werthaltige Kundenbeziehungen zu setzen, weiter verfolgen, um den nicht finanziellen Leistungsindikator Customer-Ownership weiter zu erhöhen. Die Ergebnisse im Berichtszeitraum sind sehr ermutigend. Der Customer-Ownership Bestand steigt im Vorjahresvergleich um rund 331.000 Teilnehmer oder 3,7 Prozent auf nun 9,37 Millionen. Gegenüber dem Vorquartal beträgt der Zuwachs 70.000 Teilnehmer oder 0,8 Prozent.

Maßgeblich für die Erhöhung des Customer-Ownerships ist der für die strategische Geschäftsausrichtung bedeutsame Postpaid-Kundenbestand, in welchem alle im Konzern vermarkteten Mobilfunkverträge mit einer Laufzeit von 24 Monaten zusammengefasst sind. Der Bestand in dieser Kundengruppe steigt im Jahresvergleich überproportional um 260.000 Teilnehmer oder 4,3 Prozent auf 6,36 Millionen an. Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 beträgt der Anstieg noch rund 45.000 oder 0,7 Prozent.

Alle über Discount-Marken des Konzerns vertriebenen Mobilfunktarife werden im sogenannten No-frills-Bereich zusammengefasst. Trotz der beschriebenen Fokussierung auf die Vertragskunden ist der Kundenbestand auch in diesem Kundensegment im Vorjahresvergleich um 71.000 Teilnehmer oder 2,4 Prozent gestiegen. Mit einem Anstieg von rund 24.500 Teilnehmern oder 0,8 Prozent konnte auch die Zahl der No-frills-Kunden des Vorquartals übertroffen werden.

Die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Prepaid-SIM-Karten, welche über die Hauptmarke mobilcom-debitel vertrieben werden, hat sich im Verlauf des Berichtsquartals weiter auf einen Endstand von 2,79 Millionen Karten reduziert. Dieser Rückgang resultiert erneut aus Abschaltungen nicht genutzter SIM-Karten durch die Netzbetreiber (technischer Churn).

Durchschnittlicher monatlicher Umsatz pro Kunde (ARPU)

Tabelle 2: Entwicklung des ARPU

In EUR Q1/2016 Q4/2015 Q3/2015 Q2/2015 Q1/2015
Postpaid 21,5 21,3 21,9 21,4 21,1
No-frills 2,4 2,4 2,6 2,6 2,4
Prepaid 2,9 3,1 3,2 3,0 2,6

Die sich bereits im vergangenen Geschäftsjahr abzeichnende positive Entwicklung des Postpaid-ARPU setzt sich auch im ersten Quartal 2016 fort. Im Vorjahresvergleich steigt der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde von 21,1 Euro um 0,4 Euro auf nun 21,5 Euro im Berichtsquartal. Auch im Vergleich zum Vorquartal ist eine Erhöhung um 0,2 Euro zu verzeichnen. Diese Entwicklung bestätigt erneut die Strategie, in der Kundengewinnung und im Bestandskundenmanagement auf werthaltige Kundenbeziehungen zu setzen.

Der im No-frills-Kundensegment erzielte durchschnittliche monatliche Umsatz in Höhe von 2,4 Euro liegt sowohl auf dem Niveau des vorhergehenden Quartals als auch des Vorjahresquartals.

Auch im Prepaid-Bereich übertrifft der ARPU im ersten Quartal 2016 mit 2,9 Euro das Ergebnis des Vorjahresquartals um 0,3 Euro. Im Vergleich zum Vorquartal ist ein leichter Rückgang um 0,2 Euro zu verzeichnen.

Steuerungssystem

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der Vorstand der freenet AG orientiert sich bei der strategischen Ausrichtung des Konzerns an den Interessen aller Stakeholder. Zur Umsetzung wird sowohl auf der Konzernebene als auch in den einzelnen Tochterunternehmen ein einheitliches Steuerungssystem verwendet, das sowohl an finanziellen als auch an nicht finanziellen Steuerungsgrößen anknüpft. Als steuerungsrelevant sind hierunter insbesondere die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren zu verstehen:

Umsatz,
EBITDA,
Free Cashflow,
Postpaid-ARPU.

Darüber hinaus hat der Vorstand folgenden nicht finanziellen Leistungsindikator definiert:

Customer Ownership.

Unter Berücksichtigung des fortschreitenden Ausbaus unserer Digital-Lifestyle-Aktivitäten und vor dem Hintergrund der geplanten Erschließung eines neuen TV-Geschäftsfelds im Zusammenhang mit der Akquisition der Media Broadcast Gruppe und der Beteiligung an der EXARING AG, überprüfen wir laufend die Zusammensetzung unserer gesamten internen Steuerungsgrößen. Sofern ein entsprechender Anpassungsbedarf identifiziert wird, werden wir unsere internen Steuerungsgrößen gegebenenfalls anpassen. Im ersten Quartal 2016 wurden im Vergleich zum Vorjahr keine Anpassungen vorgenommen.

Sonstige Steuerungsgrößen

Zur Steuerung des Konzerns werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung sowie Gradmesser für die Fortentwicklung der freenet Group werden hierzu vor allem folgende sonstige Steuerungsgrößen eingesetzt:

Produktmarken, neue Produkte,
Vertriebsaktivitäten,
Partnerschaften,
Forschung und Entwicklung,
Mitarbeiter.

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich zum Ende des ersten Quartals 2016 auf 4.990 erhöht, verglichen mit 4.367 zum Ende des Geschäftsjahres 2015 und 4.713 zum Ende des ersten Quartals 2015. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition der Media Broadcast Gruppe.

Vermögens, Finanz- und Ertragslage

Umsatz- und Ertragslage

Tabelle 3: Wesentliche Kennzahlen des Konzerns

In TEUR Q1/2016 Q1/2015 Ergebnisveränderung
Umsatzerlöse 749.183 748.474 709
Rohertrag 192.227 191.391 836
Gemeinkosten -103.100 -105.362 2.262
EBITDA 89.127 86.029 3.098
EBIT 67.273 70.574 -3.301
EBT 55.532 61.028 -5.496
Konzernergebnis 51.320 56.214 -4.894

Der KONZERNUMSATZ lag im ersten Quartal 2016 mit 749,2 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei standen dem deutlich gestiegenen Customer-Ownership-Bestand (9,37 Millionen Kunden Ende März 2016 gegenüber 9,04 Millionen Kunden Ende März 2015) bei einem erhöhten Postpaid-ARPU (21,5 Euro in Q1/2016 im Vergleich zu 21,1 Euro in Q1/2015) und erstmals einbezogenen Umsatzerlösen der Media Broadcast Gruppe (10,4 Millionen Euro für die 14 Tage vom 18. März 2016 bis 31. März 2016) rückläufige Entgelte für Prämien und Provisionen aufgrund einer geringeren Bruttoaktivierungsleistung gegenüber.

Die ROHERTRAGSMARGE stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 25,7 Prozent und lag damit auf dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals. Dies ist gleichbedeutend mit einer Steigerung des Rohertrags gegenüber dem ersten Quartal 2015 um 0,4 Prozent auf 192,2 Millionen Euro.

Die GEMEINKOSTEN als Differenz zwischen Rohertrag und EBITDA, welche die Positionen SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRAGE, ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN, PERSONALAUFWAND, SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN SOWIE DAS ERGEBNIS DER NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN (NUR ERGEBNISANTEILE) beinhalten, verringerten sich gegenüber Q1/2015 um 2,3 Millionen Euro. Auf der einen Seite führten verminderte Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der Effizienzsteigerung betrieblicher Prozesse sowie einmalige Erträge aus der Veräußerung von Vermögenswerten aus dem Bereich "mds Repair/Service" in Höhe von 3,3 Millionen Euro zu einem Gemeinkostenrückgang. Durch den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, maßgeblich im Zusammenhang mit den Akquisitionen sowie einem gestiegenen Anteil der Fremdbeschaffung von Dienstleistungen korrespondierend zu den verminderten Personalaufwendungen kam es auf der anderen Seite zu einer Erhöhung der Gemeinkosten.

Das Konzernergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) wird im Berichtsquartal 2016 mit 89,1 Millionen Euro und damit um 3,1 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals ausgewiesen.

Die ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Millionen Euro auf 21,7 Millionen Euro, im Wesentlichen aufgrund des erhöhten Bestandes an Software, Lizenzen und Nutzungsrechten im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen aus Unternehmenserwerben (EXARING AG, Media Broadcast Gruppe).

Das ZINSERGEBNIS als Saldo der Zinserträge und -aufwendungen wurde im Berichtsquartal mit -11,7 Millionen Euro ausgewiesen (Q1/2015: -9,5 Millionen Euro). Der Nettozinsaufwand entfällt im Wesentlichen auf die im April 2016 endfällige Unternehmensanleihe. Die Erhöhung des Nettozinsaufwandes im Vergleich zum ersten Quartal 2015 ist hauptsächlich auf die Neufinanzierung im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben zurückzuführen.

Aufgrund der erläuterten Effekte ergibt sich ein KONZERNGEWINN VOR STEUERN (EBT) in Höhe von 55,5 Millionen Euro, was im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 5,5 Millionen Euro darstellt.

Im Berichtsquartal 2016 wurden Aufwendungen aus ERTRAGSTEUERN in Höhe von 4,2 Millionen Euro (Q1/2015: 4,8 Millionen Euro) ausgewiesen. Dabei wurden laufende Steueraufwendungen in Höhe von 5,8 Millionen Euro (Q1/2015: 8,2 Millionen Euro) mit latenten Steuererträgen, im Wesentlichen aus der Zuschreibung auf latente Ertragsteueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, in Höhe von 1,6 Millionen Euro (Q1/2015: 3,4 Millionen Euro) saldiert.

Der im ersten Quartal 2016 ausgewiesene KONZERNGEWINN resultiert wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres ausschließlich aus weitergeführten Geschäftsbereichen und addiert sich auf 51,3 Millionen Euro, was verglichen mit den im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielten 56,2 Millionen Euro einer Verringerung um 4,9 Millionen Euro entspricht.

Vermögens- und Finanzlage

Tabelle 4: Ausgewählte Bilanzzahlen des Konzerns

Aktiva

In Mio. EUR 31.3.2016
Langfristiges Vermögen 3.583,9
Kurzfristiges Vermögen 1.024,5
Bilanzsumme 4.608,3
In Mio. EUR 31.12.2015
Langfristiges Vermögen 1.916,7
Kurzfristiges Vermögen 807,3
Bilanzsumme 2.724,0

Passiva

In Mio. EUR 31.3.2016
Eigenkapital 1.426,9
Langfristige und kurzfristige Schulden 3.181,4
Bilanzsumme 4.608,3
In Mio. EUR 31.12.2015
Eigenkapital 1.379,0
Langfristige und kurzfristige Schulden 1.345,0
Bilanzsumme 2.724,0

Die BILANZSUMME zum 31. März 2016 beträgt 4.608,3 Millionen Euro und hat sich im Zuge der Erwerbe der Anteile an der Media Broadcast Gruppe, Köln, und Sunrise Communications Group AG, Zürich, Schweiz, (im Folgenden als "Sunrise" bezeichnet) gegenüber dem 31. Dezember 2015 (2.724,0 Millionen Euro) um 1.884,3 Millionen Euro bzw. 69,2 Prozent erhöht.

Die AKTIVSEITE ist durch die Zunahme des LANGFRISTIGEN VERMÖGENS um 1.667,2 Millionen Euro auf 3.583,9 Millionen Euro geprägt. Dies ist unter anderem auf den Erwerb von 23,83 Prozent der Anteile an der Sunrise zurückzuführen. Als assoziiertes Unternehmen wird der Anteilsbesitz an der Sunrise zu einem Buchwert von 718,0 Millionen Euro in der Position "Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen" ausgewiesen. Anlässlich der durchgeführten vorläufigen Kaupreisallokation im Rahmen der Übernahme von 100 Prozent der Geschäftsanteile der Media Broadcast Gruppe, Köln, erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte um 548,2 Millionen Euro, der Goodwill um 220,3 Millionen Euro sowie die Sachanlagen um 191,1 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf Textziffer 4 der ausgewählten erläuternden Anhangangaben gemäß IAS 34.

Im KURZFRISTIGEN VERMÖGEN ist zunächst der Anstieg der Flüssigen Mittel um 233,7 Millionen Euro auf 503,4 Millionen Euro hervorzuheben. Diese Erhöhung geht einerseits auf Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von 1.266,4 Millionen Euro zurück, bedingt durch das im Februar 2016 emittierte Schuldscheindarlehen sowie den im März 2016 unterzeichneten Kreditvertrag ("Facilities Agreement"), andererseits auf Auszahlungen im Rahmen des Erwerbs der Anteile an der Sunrise (716,1 Millionen Euro) sowie die Ablösung von Bank- und Gesellschafterdarlehen der Media Broadcast Gruppe (297,2 Millionen Euro). Wir verweisen an dieser Stelle auf die Textziffern 4, 5 und 7 der ausgewählten erläuternden Anhangangaben.

Auf der PASSIVSEITE erhöhten sich die Finanzschulden per Ende März 2016 als weiterhin größte Position innerhalb der langfristigen und kurzfristigen Schulden. Der Anstieg der langfristigen Finanzschulden um 1.266,5 Millionen Euro auf 1.484,9 Millionen Euro ist hauptsächlich auf das im Februar 2016 platzierte Schuldscheindarlehen im Nominalbetrag von 560,0 Millionen Euro (Buchwert: 556,7 Millionen Euro) sowie auf das im März 2016 gezeichnete Darlehen über einen Nominalbetrag von 720,0 Millionen Euro, das mit einem Buchwert von 709,8 Millionen Euro ausgewiesen wird, zurückzuführen. Die im April 2016 endfällige Unternehmensanleihe in Höhe von 426,8 Millionen Euro (inklusive aufgelaufener Zinsen) wird unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.

Die deutliche Erhöhung diverser anderer Positionen innerhalb der langfristigen und kurzfristigen Schulden, wie z.B. der übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen um 404,3 Millionen Euro, der anderen Rückstellungen um 55,0 Millionen Euro, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 51,4 Millionen Euro sowie der Pensionsrückstellungen um 36,5 Millionen Euro sind überwiegend auf die erstmalige Einbeziehung der Media Broadcast Gruppe zurückzuführen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf Textziffer 4 der ausgewählten erläuternden Anhangangaben.

Die EIGENKAPITALQUOTE verringerte sich, hauptsächlich aufgrund der Neufinanzierung im ersten Quartal, von 50,6 Prozent per Ende Dezember 2015 auf 31,0 Prozent per Ende März 2016. Die NETTO-FINANZVERSCHULDUNG beläuft sich zum 31. März 2016 auf 1.411,3 Millionen Euro, was einen Anstieg gegenüber dem 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Stand um 1.042,1 Millionen Euro bedeutet.

Liquiditätslage

Tabelle 5: Wichtige Cashflow-Kennzahlen des Konzerns

In Mio. EUR Q1/2016 Q1/2015 Ergebnisveränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 71,9 70,5 1,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit -799,3 -8,0 -791,3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 961,1 -1,5 962,6
Veränderung des Finanzmittelfonds 233,7 61,0 172,6
Free Cashflow1 64,9 62,2 2,6

1 Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Der CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT wird im ersten Quartal 2016 mit 71,9 Millionen Euro ausgewiesen, gleichbedeutend mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 Millionen Euro. Bei einem um 3,1 Millionen Euro gestiegenen EBITDA und einer im Vergleich zu Q1/2015 gleichbleibenden Zunahme des Net Working Capitals (jeweils Erhöhung um 5,5 Millionen Euro) erhöhten sich die geleisteten Steuerzahlungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Millionen Euro.

Der CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT betrug im ersten Quartal 2016 -799,3 Millionen Euro gegenüber -8,0 Millionen Euro im ersten Quartal 2015 und ist bestimmt durch die Auszahlungen für den Erwerb der Anteile an der Sunrise sowie der Media Broadcast Gruppe.

Die Zahlungsmittelabflüsse für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens sowie in Sachanlagen, saldiert mit den Zahlungseingängen aus dem Abgang solcher Vermögenswerte, sind im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal 2015 um 1,3 Millionen Euro von 8,3 Millionen Euro auf 7,0 Millionen Euro gesunken. Die zahlungswirksamen Investitionen wurden vollständig aus Eigenmitteln finanziert und betrafen im Wesentlichen selbst erstellte Software im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung unserer IT-Systeme, die Erneuerung und Erweiterung der Ausstattung unserer Mobilfunk-Shops sowie Investitionen in EDV-Hardware.

Der CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT entwickelte sich im Berichtsquartal gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von -1,5 Millionen Euro auf 961,1 Millionen Euro, im Wesentlichen geprägt durch die im ersten Quartal 2016 erfolgten Zuflüsse aus Neufinanzierung in Höhe von 1.266,4 Millionen Euro sowie aus der Ablösung von Gesellschafter- und Bankdarlehen der Media Broadcast Gruppe in Höhe von 297,2 Millionen Euro. Die Zinszahlungen in Höhe von 8,1 Millionen Euro betreffen neben Finanzierungszinsen im Wesentlichen Zinsen auf Steuernachzahlungen.

Im ersten Quartal 2016 wurde als Folge der vorstehend erläuterten Effekte ein FREE CASHFLOW in Höhe von 64,9 Millionen Euro erzielt, was einem Anstieg gegenüber dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres (62,2 Millionen Euro) um 2,6 Millionen Euro entspricht.

Finanzmanagement

Die strategische Unternehmenssteuerung wird von einem fokussierten Finanzmanagement unterstützt, welches neben der Liquiditätsentwicklung die Kapitalstruktur als Steuerungsgröße aufweist. Die operative Umsetzung erfolgt durch ein umfassendes Treasury-Management auf der Basis etablierter Controlling-Strukturen.

Zur Steuerung der Kapitalstruktur dienen insbesondere der Verschuldungsfaktor, der so genannte Interest Cover und die Eigenkapitalquote als finanzielle Steuerungsgrößen. Der Verschuldungsfaktor gibt an, wie oft das aktuelle operative Ergebnis (EBITDA) erarbeitet werden müsste, um die Nettoverschuldung (Finanzschulden abzüglich liquider Mittel) zu tilgen. Der Interest Cover bildet das Verhältnis von EBITDA zu Zinssaldo ab.

In der folgenden Übersicht sind die Kennzahlen des Finanzmanagements mit ihrer aktuellen Ausprägung im Vergleich zum Vorjahresquartal dargestellt. Für zeitraumbezogene Größen wie das EBITDA und das Netto-Zinsergebnis wurden dabei jeweils die letzten 12 Monate (also April 2015 bis März 2016 bzw. für das Vorjahr April 2014 bis März 2015) herangezogen.

Tabelle 6: Kennzahlen des Finanzmanagements

Q1/2015 Ziel 2015 Q1/2016 Ziel 2016
Verschuldungsfaktor 1,0 1,0 - 2,5 3,8 1,0 - 2,5
Interest Cover 9,0 > 5 8,1 > 5
Eigenkapitalquote in % 53,6 > 50 31,0 > 50

Der Verschuldungsfaktor liegt mit 3,8 über dem Bereich der strategischen Bandbreite von 1,0 und 2,5, bedingt durch die Neufinanzierung im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben. Die Finanzschulden sind überwiegend von der im April 2016 endfälligen Unternehmensanleihe über einen Nennwert von 400,0 Millionen Euro, den zwischen 2017 und 2026 endfälligen Schuldscheindarlehen über einen Nennwert von insgesamt 780,0 Millionen Euro sowie auf das im März 2016 abgeschlossene Tilgungsdarlehen (zweite Tranche der Neufinanzierung) zu einem Nennwert von 720,0 Millionen Euro bestimmt.

Der Interest Cover liegt mit 8,1, im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung des Nettozinsaufwandes aufgrund der Neufinanzierung im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben, etwas niedriger als in Q1/2015 (9,0) und damit nach wie vor deutlich über der Zielmarke.

Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. März 2016 unter der Zielmarke von 50 Prozent, was ebenfalls im Zusammenhang mit der Neufinanzierung im ersten Quartal 2016 steht.

Der Vorstand hält trotz der Neufinanzierung im Rahmen der Unternehmenserwerbe an seiner Finanzstrategie und damit auch an den Zielen für 2016 und 2017 fest.

Dividendenpolitik

Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 mit dem Aufsichtsrat abgestimmte, aktuelle Dividendenpolitik des Vorstands sieht vor, jeweils 50 bis 75 Prozent des für das Geschäftsjahr ausgewiesenen Free Cashflows als Dividende auszuschütten. Mit dieser Bandbreite trägt die Gesellschaft dem Interesse der wertorientierten Anteilseigner Rechnung, am freien Barmittelzufluss der Gesellschaft in angemessenem Maße teilzuhaben. Gleichzeitig soll die weitere Optimierung der Kapitalstruktur für eine nachhaltige Unternehmenswertsicherung sorgen. Auch vor dem Hintergrund der im ersten Quartal 2016 durchgeführten Akquisition der Media Broadcast Gruppe, der Beteiligung an der EXARING AG und dem Anteilserwerb an der Sunrise Communications Group AG bestätigt der Vorstand ausdrücklich die aktuelle Dividendenpolitik.

Auf Basis der positiven Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr 2015 beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 die Auszahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 1,55 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie aus dem Bilanzgewinn vorzuschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 70 Prozent des Free Cashflows.

Grafik 4: Kennzahlen der Dividendenpolitik

1 Die Dividende wird vorbehaltlich der Beschlussfassung in der Hauptversammlung im Mai 2016 ausgezahlt.

Zur Unterstreichung der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells beabsichtigt der Vorstand darüber hinaus, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung im Jahr 2017 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,60 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie für das Geschäftsjahr 2016 vorzuschlagen.

Damit stellt der Vorstand seinen Aktionären eine Ausschüttung in Aussicht, die gegenüber den Vorjahren und gegenüber dem Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2015 eine kontinuierliche Erhöhung darstellt.

NACHTRAGSBERICHT

Mit Vollzug am 14. April 2016 erwarb die freenet AG einen weiteren Anteil von 0,73 Prozent am Grundkapital der Sunrise. Die Aktien wurden zu einem Preis von 72,95 CHF erworben und sind sofort dividendenberechtigt. Für diesen zusätzlichen Erwerb ergaben sich Anschaffungskosten in Höhe von 22,1 Millionen Euro.

Insgesamt hält die freenet AG danach einen Anteil von 24,56 Prozent am Grundkapital der Sunrise.

Am 21. April 2016 erhielt die freenet AG eine Dividendenzahlung in Höhe von 30,1 Millionen Euro aufgrund der in der Generalversammlung der Sunrise vom 15. April 2016 beschlossenen Ausschüttung von 3,00 CHF je Aktie.

Am 20. April 2016 wurde die Unternehmensanleihe im Nominalwert von 400,0 Millionen Euro zuzüglich aufgelaufener Zinsen von 28,5 Millionen Euro zurückgezahlt.

Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Im ersten Quartal 2016 wurden die Beteiligungen der freenet AG an der EXARING AG und der Sunrise Communications Group AG, sowie die Akquisition der Media Broadcast Gruppe durch die freenet AG abgeschlossen. Die Gesellschaften wurden unmittelbar in das Risikomanagement der freenet AG integriert. Aus der ersten Bestandsaufnahme ergeben sich aus Sicht der Gesellschaft keine großen oder wesentlichen Risiken.

Es haben sich somit im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2015 ausführlich unter "Chancen- und Risikobericht" beschriebenen Chancen und Risiken keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Der Geschäftsbericht 2015 ist im Internet unter http://www.freenet-group.de/investor-relations/publikationen/index.html verfügbar.

PROGNOSEBERICHT

Auf Basis der positiven Geschäftsergebnisse für 2015 und vor dem Hintergrund der Akquisition der Media Broadcast Gruppe und der Beteiligung an der EXARING AG, hat der Vorstand im März diesen Jahres die Prognose für das Geschäftsjahr 2016 angepasst. Die im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 kommunizierte angepasste Prognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 wird bestätigt.

Demnach strebt die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 einen moderat steigenden Konzernumsatz, ein EBITDA von leicht über 400 Millionen Euro und einen Free Cashflow von etwa 300 Millionen Euro an. Wir gehen wie bisher davon aus, dass weitere rund 10 Millionen Euro an EBITDA und etwa 30 Millionen Euro an Free Cashflow hinzukommen, die aus unserer jüngsten Beteiligung an der Sunrise resultieren. Die Zielangaben für die Entwicklung der Leistungsindikatoren Postpaid-ARPU und Customer-Ownership im Geschäftsjahr 2016 bleiben unverändert: Die Gesellschaft rechnet weiterhin mit einer Stabilisierung des Postpaid-ARPUs auf dem Niveau von 2015 und einer leicht steigenden Kundenzahl im Customer-Ownership-Bereich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015.

Dem allgemein konstatierten Rückgang der Endkundenpreise und dem damit einhergehenden Trend zu rückläufigen Postpaid-ARPUs im Mobilfunkmarkt versucht die Gesellschaft weiterhin mit ihrer strategischen Fokussierung auf den Erhalt und die Gewinnung werthaltiger Kundenbeziehungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus trägt sie dem geänderten Nutzerverhalten hin zur vermehrt mobilen Datennutzung mit einer verstärkten Vermarktung von Datentarifen und aktuellen Endgeräten, wie Smartphones und Tablets Rechnung. Den im Mobilfunkmarkt allgemein sinkenden Teilnehmerzahlen begegnet die freenet AG mit diversen Vertriebsmaßnahmen in vergleichbarem Umfang wie in 2015. Darüber hinaus rechnet die Gesellschaft mit der zunehmenden Erschließung neuer Erlösquellen durch die Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen für mobile Anwendungen im Bereich Digital-Lifestyle, unter anderem im neuen Geschäftsfeld TV.

Tabelle 7: Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren

Prognose aus 20141 Ist 2015 seit Jahresbeginn/ aktuelle Prognose
In Mio. EUR bzw. lt. Angabe 2015 2016 Q1/2016 2016
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Finanzielle Leistungsindikatoren
Konzernumsatz stabil leicht steigend 3.117,9 749,2 moderat steigend
Konzern-EBITDA 370 375 370,2 89,1 leicht über 4003
Free Cashflow2 280 285 284,5 64,9 etwa 3004
Postpaid-ARPU (in Euro) stabil stabil 21,4 21,5 stabil
Nicht finanzieller Leistungsindikator
Customer Ownership (in Mio.) leicht steigend leicht steigend 9,30 9,37 leicht steigend

1 Gemäß Konzernlagebericht zum Konzernabschluss 2014.

2 Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

3 Weitere 10 Millionen Euro werden aus der jüngsten Beteiligung an der Sunrise erwartet.

4 Weitere 30 Millionen Euro werden aus der jüngsten Beteiligung an der Sunrise erwartet.

VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzerngewinn- und Verlustrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016

Q1/2016 Q1/2015
In TEUR bzw. lt. Angabe 1.1.2016 -

31.3.2016
1.1.2015 -

31.3.2015
--- --- ---
Umsatzerlöse 749.183 748.474
Sonstige betriebliche Erträge 18.031 13.670
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.392 2.566
Materialaufwand -556.956 -557.083
Personalaufwand -44.875 -50.173
Abschreibungen und Wertminderungen -21.662 -15.455
Sonstige betriebliche Aufwendungen -78.895 -71.456
Betriebsergebnis 67.218 70.543
Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 55 31
davon aus Ergebnisanteilen 247 31
davon aus Folgebilanzierung aus Kaufpreisallokation -192 0
Zinsen und ähnliche Erträge 170 250
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.911 -9.796
Ergebnis vor Ertragsteuern 55.532 61.028
Ertragsteuern -4.212 -4.814
Konzernergebnis 51.320 56.214
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Konzernergebnis 51.964 55.965
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis -644 249
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 0,41 0,44
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 0,41 0,44
Gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien in Tsd. Stück (unverwässert) 128.011 128.011
Gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien in Tsd. Stück (verwässert) 128.011 128.011

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016

Q1/2016 Q1/2015
In TEUR 1.1.2016 - 31.3.2016 1.1.2015 - 31.3.2015
--- --- ---
Konzernergebnis 51.320 56.214
Änderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten -23 -32
Währungsumrechnungsdifferenzen -69 237
Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern 28 -62
Sonstiges Ergebnis / in künftigen Perioden in die GuV umzugliedern -64 143
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aus der Bilanzierung von Pensionsplänen gem. IAS 19 (2011) -4.804 -5.721
Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern 1.446 1.719
Sonstiges Ergebnis / in künftigen Perioden nicht in die GuV umzugliedern -3.358 -4.002
Sonstiges Ergebnis -3.422 -3.859
Konzern-Gesamterfolg 47.898 52.355
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Konzern-Gesamterfolg 48.542 52.106
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Konzern-Gesamterfolg -644 249

Konzernbilanz zum 31. März 2016

Aktiva

In TEUR 31.3.2016 31.12.2015
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 1.006.295 458.089
Goodwill 1.374.273 1.153.985
Sachanlagen 223.656 32.542
Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen 719.833 1.760
Sonstige Finanzanlagen 1.575 1.517
Latente Ertragsteueransprüche 157.760 177.337
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77.311 79.438
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 23.179 12.045
3.583.882 1.916.713
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 78.387 79.468
Laufende Ertragsteueransprüche 3.054 3.058
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 406.205 436.009
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 33.396 18.910
Flüssige Mittel 503.425 269.761
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 101
1.024.467 807.307
4.608.349 2.724.020

Passiva

In TEUR 31.3.2016 31.12.2015
Eigenkapital
Grundkapital 128.061 128.061
Kapitalrücklage 737.536 737.536
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -18.785 -15.363
Konzernbilanzergebnis 526.541 474.577
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Eigenkapital 1.373.353 1.324.811
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 53.580 54.224
1.426.933 1.379.035
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.400 0
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 422.367 42.452
Finanzschulden 1.484.851 218.382
Latente Ertragsteuerschulden 6 6
Pensionsrückstellungen 87.691 51.191
Andere Rückstellungen 56.480 8.044
2.077.795 320.075
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 468.722 443.718
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 132.382 107.975
Laufende Ertragsteuerschulden 45.831 32.465
Finanzschulden 429.876 420.532
Andere Rückstellungen 26.810 20.220
1.103.621 1.024.910
4.608.349 2.724.020

Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016

Kumuliertes sonstiges Ergebnis
In TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Wertänderungs-

rücklage
Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Bewertungs-

rücklage

nach IAS 19
Konzern-

bilanzergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1.1.2015 128.061 737.536 -99 247 -21.443 445.625
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 55.965
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gem. IAS 19 (2011)1 0 0 0 0 -4.002 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente1 0 0 -23 0 0 0
Fremdwährungsumrechnung1 0 0 0 166 0 0
Zwischensumme: Konzern-Gesamterfolg 0 0 -23 166 -4.002 55.965
Stand 31.3.2015 128.061 737.536 -122 413 -25.445 501.590
In TEUR Anteil der Aktionäre der freenet AG am Eigenkapital Nicht beerrschende Anteile am Eigenkapital Eigenkapital
Stand 1.1.2015 1.289.927 3.693 1.293.620
Konzernergebnis 55.965 249 56.214
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gem. IAS 19 (2011)1 -4.002 0 -4.002
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente1 -23 0 -23
Fremdwährungsumrechnung1 166 0 166
Zwischensumme: Konzern-Gesamterfolg 52.106 249 52.355
Stand 31.3.2015 1.342.033 3.942 1.345.975
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
In TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Wertänderungs-

rücklage
Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Bewertungs-

rücklage nach IAS 19
Konzern-

bilanzergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1.1.2016 128.061 737.536 -139 364 -15.588 474.577
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 51.964
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gem. IAS 19 (2011)1 0 0 0 0 -3.358 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente1 0 0 -16 0 0 0
Fremdwährungsumrechnung1 0 0 0 -48 0 0
Zwischensumme: Konzern-Gesamterfolg 0 0 -16 -48 -3.358 51.964
Stand 31.3.2016 128.061 737.536 -155 316 -18.946 526.541
In TEUR Anteil der Aktionäre der freenet AG am Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Eigenkapital
Stand 1.1.2016 1.324.811 54.224 1.379.035
Konzernergebnis 51.964 -644 51.320
Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gem. IAS 19 (2011)1 -3.358 0 -3.358
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente1 -16 0 -16
Fremdwährungsumrechnung1 -48 0 -48
Zwischensumme: Konzern-Gesamterfolg 48.542 -644 47.898
Stand 31.3.2016 1.373.353 53.580 1.426.933

1 Die Beträge werden mit den im sonstigen Ergebnis erfassten Ertragsteuern saldiert dargestellt.

Konzern-Kapitalflussrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016

Q1/2016 Q1/2015
In TEUR 1.1.2016 -

31.3.2016
1.1.2015 -

31.3.2015
--- --- ---
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) 67.273 70.574
Anpassungen
Abschreibungen und Wertminderungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 21.662 15.455
Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen -55 -31
Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens -153 -56
Zunahme des Net Working Capitals, soweit nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuordenbar -5.545 -5.464
Steuerzahlungen -11.297 -9.971
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 71.885 70.507
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte -7.321 -8.395
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 317 121
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -76.633 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen 0 100
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen -716.107 0
Zinseinnahmen 416 188
Cashflow aus Investitionstätigkeit -799.328 -7.986
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 1.266.400 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -297.231 -98
Zinszahlungen -8.062 -1.380
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 961.107 -1.478
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 233.664 61.043
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 269.761 111.944
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 503.425 172.987

Herleitung des Finanzmittelfonds

In TEUR 31.3.2016 31.3.2015
Bestand an flüssigen Mitteln 503.425 172.987
503.425 172.987

Herleitung des Free Cashflows

In TEUR 31.3.2016 31.3.2015
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 71.885 70.507
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte -7.321 -8.395
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 317 121
Free Cashflow (FCF) 64.881 62.233

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN GEMÄSS IAS 34

Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze

1. Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates nach den durch die Europäische Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial Reporting Standards (IFRS), in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt. Hierbei hat der Konzern alle von der EU übernommenen und verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt. Auf eine prüferische Durchsicht des vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurde verzichtet.

Der Konzern hat alle zum Berichtszeitpunkt verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Die erstmalig zum 1. Januar 2016 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen haben keinen nennenswerten Einfluss auf den vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der freenet AG. Hierbei handelt es sich um das Annual Improvements Project 2012 bis 2014 - Verbesserungen der IFRS (IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34), um die Änderungen des IFRS 11 (Bilanzierung von Erwerben von Anleihen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten), des IAS 16 und IAS 38 (Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden), des IAS 16 und IAS 41 (Produzierende Pflanzen), des IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 (Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme), des IAS 27 (Equity-Methode im separaten Abschluss) sowie des IAS 1 (Disclosure-Initiative).

Bei der Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses zum 31. März 2016 und der Ermittlung der Vergleichszahlen für das Vorjahr wurden unter Beachtung der oben genannten erstmalig angewandten Rechnungslegungsnormen sowie der in Textziffer 2 beschriebenen Erweiterung der Aufgliederung der Gewinn- und Verlustrechnung dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 angewandt. Eine detaillierte Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns ist dem Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 der freenet AG zu entnehmen.

2. Mit dem Erwerb von Anteilen am assoziierten Unternehmen Sunrise Communications Group AG, Zürich, Schweiz (im Folgenden als "Sunrise" bezeichnet) ergibt sich für den freenet Konzern hinsichtlich der Darstellung der GuV-Position "Ergebnis der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen" eine neue Situation: erfolgte die Folgebilanzierung für ein assoziiertes Unternehmen in der Historie unseres Konzerns bisher nur durch Zuschreibung oder Abschreibung des Buchwerts der Beteiligung aufgrund der laufenden Ergebnisanteile sowie ggf. die Abschreibung des Buchwerts aufgrund von Wertminderungen, so ergaben sich aus der vorläufigen Schatten-Kaufpreisallokation zum Sunrise-Erwerb abschreibungspflichtige immaterielle Vermögenswerte und damit ein weiterer Bestandteil des Ergebnisses der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu Textziffer 5 dieser ausgewählten erläuternden Anhangangaben. Zur besseren Nachvollziehbarkeit des Ergebnisses der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen haben wir deshalb in unserer Gewinn- und Verlustrechnung für diese Position ab sofort Zeilen für die entsprechenden Davon-Angaben eingefügt.

In die Ermittlung unseres wesentlichen finanziellen Leistungsindikators EBITDA fließen dabei von der Position "Ergebnis der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen" wie in der Vergangenheit nur die Ergebnisanteile. Die Abschreibungen aus der Folgebilanzierung der Schatten-Kaufpreisallokation belasten nicht das Konzern-EBITDA.

Erhebliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

3. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde der Erwerb von 24,99 Prozent der Geschäftsanteile und Stimmrechte an der Gesellschaft EXARING AG, München (im Folgenden als "EXARING" bezeichnet) beschrieben. Als Stichtag der Erstkonsolidierung war der 31. Dezember 2015 gewählt worden. Von dem finalen Barkaufpreis in Höhe von 25,0 Millionen Euro waren dem Konzern 5,0 Millionen Euro im vierten Quartal 2015 abgeflossen. Die restlichen 20,0 Millionen Euro zahlte die Erwerberin freenet AG im ersten Quartal 2016. Da diese Zahlung durch eine Einlage in die Kapitalrücklage der bereits vollkonsolidierten EXARING erfolgte, war aus Konzernsicht der Cashflow aus Investitionstätigkeit des ersten Quartals 2016 hiervon nicht betroffen. Die im Konzernanhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 unter Textziffer 36 dargestellte vorläufige Kaufpreisallokation ist identisch mit der zwischenzeitlich erstellten finalen Kaufpreisallokation - insofern haben alle dazu im erwähnten Konzernanhang erfolgten Angaben ohne Änderung Gültigkeit.

Die EXARING leistete im ersten Quartal 2016 keinen Beitrag zu den Konzern-Umsatzerlösen mit Dritten, da sie sich in der Produktvorbereitungsphase befindet. Der Beitrag der EXARING zum Ergebnis nach Steuern des Konzerns war von unwesentlicher Größenordnung.

4. Die mobilcom-debitel GmbH, als eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der freenet AG, hat am 3. März 2016 einen Kaufvertrag mit der Tyrol Acquisition 1 & Cie S.C.A., Luxemburg (Verkäuferin), über den Erwerb von 100 Prozent der Geschäftsanteile an der Media Broadcast Gruppe unterzeichnet. Die Media Broadcast Gruppe besteht aus zwei Holdinggesellschaften sowie der wesentlichen operativen Gesellschaft Media Broadcast GmbH, Köln, und weiteren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Der Geschäftsbereich Satellite der Media Broadcast Gruppe (Media Broadcast Satellite GmbH und Media Broadcast Satellite Services GmbH) ist von der Akquisition nicht umfasst. Die Media Broadcast Gruppe beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter.

Nach erfolgter kartellrechtlicher Zustimmung wurde die Übernahme am 17. März 2016 vollzogen, wodurch der Konzern die Beherrschung über dieses Tochterunternehmen erlangte. Ab dem 18. März 2016 (Stichtag der Erstkonsolidierung) wird die Media Broadcast Gruppe in den Konzernabschluss der freenet AG einbezogen.

Der Kaufpreis für den Erwerb der Geschäftsanteile, der keinen Anpassungen unterliegt, beträgt 113,0 Millionen Euro. Davon flossen dem Konzern 101,7 Millionen Euro in bar ab. In Höhe des Differenzbetrags von 11,4 Millionen Euro erwarb der Konzern Netto-Verbindlichkeiten (übrige Forderungen in Höhe von 13,5 Millionen Euro sowie übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 24,9 Millionen Euro).

Zusätzlich entrichtete der Konzern an die Verkäuferin einen Kaufpreis für den Erwerb einer Darlehensforderung gegen die Media Broadcast Gruppe in Höhe von 195,0 Millionen Euro und löste Bankverbindlichkeiten der Media Broadcast Gruppe in Höhe von 102,2 Millionen Euro ab.

Bei der Media Broadcast Gruppe handelt es sich um den alleinigen kommerziellen Anbieter von DVB-T2 und DAB+ in Deutschland. DVB-T wird aktuell in über sieben Millionen deutschen TV-Haushalten genutzt, davon in knapp drei Millionen TV-Haushalten über mobile Geräte wie Sticks und Dongles. Es bietet den Vorteil der kostenlosen Verfügbarkeit und einfacheren Installation gegenüber Kabel und Satellit - jedoch mit einem eingeschränkten Senderangebot. Durch DVB-T2-HD verbessert sich diese Ausgangslage grundlegend. Nach dem Start der ersten Stufe von DVB-T2-HD bereits im zweiten Quartal 2016 bietet die terrestrische Antennenübertragung der zweiten Generation ab dem ersten Quartal 2017 den Nutzern das vollständige Senderpaket auch in Full-HD, ergänzt durch den Zugang zu Abrufdiensten wie den jeweiligen Mediatheken der Sender. Dabei werden private Programme gegen ein Zugangsentgelt angeboten, was das Marktumfeld für diese Technologie ändert. Die Akquisition der Media Broadcast Gruppe stellt in Verbindung mit der vorher erworbenen Beteiligung an der EXARING AG eine wichtige Ergänzung der strategischen Entwicklung der freenet AG zum führenden Digital-Lifestyle-Provider in Deutschland dar. Der Einstieg in das neue Geschäftsfeld des linearen und internetbasierten Fernsehens eröffnet dem Unternehmen die Möglichkeit, sich im Bereich Digital-Lifestyle weiter zu diversifizieren und neue Wachstumspotenziale und Erlösquellen zu erschließen.

Die bezüglich des Erwerbs der Media Broadcast Gruppe nach IFRS 3 durchgeführte Kaufpreisallokation hat vorläufigen Charakter. Die Bestimmung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Verbindlichkeiten der Media Broadcast Gruppe ist aufgrund der Größe und Komplexität der Akquisition sowie der zeitlichen Nähe des Vollzugs der Transaktion zum Datum der Erstellung des vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses noch nicht vollständig erfolgt. Dementsprechend sind alle in diesem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss erfassten Beträge als vorläufig zu betrachten.

Über die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zu beizulegenden Zeitwerten übernommenen Vermögenswerte und Schulden der Media Broadcast Gruppe gibt die folgende Übersicht Auskunft:

Vermögenswerte und Schulden der Media Broadcast Gruppe zum 17. März 2016 zu beizulegenden Zeitwerten

Aktiva

In TEUR 17.3.2016
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 562.252
Goodwill 220.288
Sachanlagen 191.573
Sonstige Finanzanlagen 64
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 469
974.646
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.858
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 33.180
Liquide Mittel 25.036
76.074
1.050.720

Passiva

In TEUR 17.3.2016
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.660
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 395.750
Finanzschulden 297.193
Latente Ertragsteuerschulden 22.635
Pensionsrückstellungen 31.731
Andere Rückstellungen 47.898
822.867
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.261
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 13.170
Laufende Ertragsteuerschulden 26.989
Andere Rückstellungen 8.397
114.817
937.684

Die Differenz zwischen den Aktiva und Passiva in Höhe von 113,0 Millionen Euro stellt den Kaufpreis für die erworbenen Geschäftsanteile dar. Auf Basis der vorläufigen Bestimmung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden rund 220 Millionen Euro als Goodwill sowie rund 100 Millionen Euro als immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Zudem wurde aus einem Rahmenmietvertrag ein entsprechender Vermögenswert in Höhe von rund 460 Millionen Euro sowie eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe abgeleitet. Der Goodwill beruht insbesondere auf dem Cash Flow aus dem Aufbau des neuen Geschäftsfelds B2C.

In der Segmentberichterstattung des Konzerns freenet AG ist die Media Broadcast Gruppe im vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschluss zunächst dem Segment "Sonstige/Holding" zugeordnet worden, da zum Zeitpunkt der Erstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses den Hauptentscheidungsträgern des Konzerns noch keine im Vergleich zum letzten veröffentlichten Konzernabschluss geänderte Berichtsstruktur vorlag.

Die Media Broadcast Gruppe steuerte während der 14 Tage ab dem Zeitpunkt ihrer Erstkonsolidierung (18. März 2016 bis 31. März 2016) 10,4 Millionen Euro zu den Konzern-Umsatzerlösen mit Dritten bei. Hätte diese Transaktion zum 1. Januar 2016 stattgefunden, wäre der Beitrag zu den Konzernumsatzerlösen der ersten drei Monate 2016 69,0 Millionen Euro gewesen. Der Beitrag zum Ergebnis nach Steuern des Konzerns war von unwesentlicher Größenordnung. Dies gilt auch, wenn diese Transaktion zum 1. Januar 2016 stattgefunden hätte.

5. Mit Vertrag vom 17. März 2016 erwarb die freenet AG einen Anteil von 23,83 Prozent am Grundkapital der Sunrise. Der Vollzug dieser Transaktion erfolgte am 23. März 2016. Die Aktien wurden zu einem Preis von 72,95 CHF erworben und sind sofort dividendenberechtigt. Insgesamt ergaben sich Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 718,0 Millionen Euro.

Sunrise wird als assoziiertes Unternehmen seit dem 24. März 2016 in den Konzernabschluss der freenet AG einbezogen. Über zwei Sitze im Verwaltungsrat der Sunrise sowie einen Stimmrechtsanteil von mehr als 20 Prozent ist die freenet AG in der Lage, maßgeblichen Einfluss auszuüben.

Sunrise ist die größte private Telekommunikationsanbieterin der Schweiz mit über 3 Millionen Kunden in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und digitales Fernsehen.

Die letzten von der Sunrise veröffentlichten Finanzinformationen betreffen das Geschäftsjahr 2015. Wir geben dazu folgende Kurzübersicht:

Bilanz

In TCHF 31.12.2015
Langfristiges Vermögen 3.520.536
davon Immaterielle Vermögenswerte 2.521.090
Kurzfristige Vermögenswerte 629.190
davon Zahlungsmittel 244.388
Summe Vermögenswerte 4.149.726
Langfristige Schulden 2.350.965
davon langfristige Finanzschulden 1.831.128
Kurzfristige Schulden 630.225
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten 553.655
Summe Schulden 2.981.190

Ergebnisrechnung

In TCHF 1.1. - 31.12.2015
Umsatzerlöse 1.976.131
Rohertrag 1.243.604
EBITDA 616.099
Konzernergebnis nach Steuern -112.921

Aufgrund der zeitlichen Nähe des Vollzugs der Transaktion zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses hat die erstellte Schatten-Kaufpreisallokation nach IAS 28 einen vorläufigen Charakter, dementsprechend sind die im vorliegenden Abschluss erfassten Beträge als vorläufig zu betrachten. Der Begriff "Schatten-Kaufpreisallokation" wird verwendet, da die Kaufpreisallokation für ein assoziiertes Unternehmen nicht direkt in die Konzernbilanz der freenet AG Eingang findet, sondern nur über die Folgeabschreibung - hier von im Rahmen der Kaufpreisallokation in Höhe von ca. 103 Millionen Euro (Anteil der freenet AG) aufgedeckten stillen Reserven auf immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen.

Für die 8 Tage vom Vollzug bis zum Quartalsstichtag (24. März 2016 bis 31. März 2016) ist in der Gewinn- und Verlustrechnung ein auf die Anteile an der Sunrise entfallendes Ergebnis der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen in Höhe von 29 Tausend Euro ausgewiesen worden; davon 221 Tausend Euro aus Anteilen am Konzernüberschuss der Sunrise nach Steuern (die anhand der Gesamtjahreserwartung von 10 Millionen Euro ermittelt wurden) sowie -192 Tausend Euro aus der Folge-Abschreibung der vorläufigen Schatten-Kaufpreisallokation.

In der Segmentberichterstattung des Konzerns freenet AG sind die Anteile an der Sunrise dem Segment "Mobilfunk" zugeordnet worden.

6. Am 11. Dezember 2015 hatten der freenet Konzern und die ProPartner IT GmbH, Osnabrück, einen Vertrag über den Verkauf von Vermögenswerten aus dem Bereich "mds Repair/Service" abgeschlossen. Das Geschäft des Bereiches "mds Repair/Service" besteht im Wesentlichen aus Reparaturleistungen von Mobiltelefonen, die in Shops der mobilcom-debitel Shop GmbH zur Reparatur angenommen wurden.

Für den Verkauf war ein finaler Barkaufpreis in Höhe von 3,5 Millionen Euro vereinbart worden, der noch im Geschäftsjahr 2015 zugeflossen war. Da der Vollzug dieser Transaktion am 1. Januar 2016 erfolgte und erst zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über die veräußerten Vermögenswerte auf die Erwerberin überging, wurde der sich aus der Transaktion ergebende Gewinn (Barkaufpreis abzüglich der Restbuchwerte zum Zeitpunkt der Veräußerung) in Höhe von 3,3 Millionen Euro in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" im ersten Quartal 2016 erfasst.

7. Ende Februar 2016 hat die freenet AG ein Schuldscheindarlehen über ein Gesamtvolumen von 560,0 Millionen Euro begeben. Das endfällige Finanzierungsinstrument ist in eine fünfjährige fixe Tranche über 264,0 Millionen Euro, eine fünfjährige variable Tranche über 179,0 Millionen Euro, eine siebenjährige fixe Tranche über 78,5 Millionen Euro, eine siebenjährige variable Tranche über 15,0 Millionen Euro und eine zehnjährige fixe Tranche über 23,5 Millionen Euro aufgeteilt. Die Zeichnung erfolgte über das gesamte Volumen am unteren Ende der jeweiligen Vermarktungsspanne mit einem fixen Kupon von 1,03% für die fixe 5-Jahres-Tranche, einem variablen Kupon, der bei 1,00% für die ersten sechs Monate der variablen 5-Jahres-Tranche erwartet wird, einem fixen Kupon von 1,45% für die fixe 7-Jahres-Tranche, einem variablen Kupon, der bei 1,20% für die ersten sechs Monate der variablen 7-Jahrestranche erwartet wird und einem fixen Kupon von 1,95% für die fixe 10-Jahres-Tranche. Durchschnittlich handelt es sich um eine Verzinsung von 1,12% p.a. über die genannten Laufzeiten.

Daneben haben die freenet AG sowie die mobilcom-debitel GmbH Anfang März 2016 einen Kreditvertrag ("Facilities Agreement") mit einem Bankenkonsortium über einen Gesamtbetrag von bis zu 1.140,0 Millionen Euro unterzeichnet. Der Abschluss dieses Kreditvertrags erfolgte erstens im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Media Broadcast Gruppe sowie der Anteile an Sunrise. Zweitens war die Endfälligkeit der Unternehmensanleihe über nominal 400,0 Millionen Euro im April 2016 zu berücksichtigen. Drittens wurde im Zuge des neuen Kreditvertrags auch die bisherige Revolving Facility, die sich auf maximal 300,0 Millionen Euro belief, abgelöst.

Die dritte Tranche mit einem Volumen von 100,0 Millionen Euro ist variabel verzinslich mit einer anfänglichen Marge von 1,8 Prozent und speziell als Revolving Facility ausgestaltet, d.h. die Mittel können während der 5-jährigen Laufzeit der Tranche jederzeit gezogen und wieder zurückgezahlt werden. Zum 31. März 2016 wurde diese Tranche nicht in Anspruch genommen. Die beiden ersten Tranchen dienen der Brückenfinanzierung von möglichen Akquisitionen und stellen die für die jeweilige Akquisition benötigten Mittel zur Verfügung. Die erste Tranche hat eine Laufzeit von 12 plus 6 Monaten und ist variabel verzinslich mit einer anfänglichen Marge von 0,8 Prozent. Sie wurde als Kreditrahmen von bis zu 240,0 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, bislang aber noch nicht genutzt. Aus der zweiten Tranche, die maximal über 800,0 Millionen Euro abrufbar ist und über 3 Jahre läuft, wurden bislang für den Erwerb der Sunrise nominal 720,0 Millionen Euro abgerufen. Die Verzinsung der zweiten Tranche ist variabel und beträgt zum 31. März 2016 2,1 Prozent.

Das im Februar 2016 aufgenommene Schuldscheindarlehen sowie der im März 2016 abgeschlossene Kreditvertrag werden gemeinsam als "Neufinanzierung" bezeichnet.

In der Konzernbilanz zum 31. März 2016 sind in den Finanzschulden Schuldscheindarlehen zu Nominalwerten von insgesamt 780,0 Millionen Euro (Darlehen über 220,0 Millionen Euro sowie 560,0 Millionen Euro), Tilgungsdarlehen (zweite Tranche der oben beschriebenen Neufinanzierung) zu einem Nominalwert von 720,0 Millionen Euro sowie die Unternehmensanleihe über nominal 400,0 Millionen Euro ausgewiesen - mithin insgesamt eine Finanzierung über nominal 1.900,0 Millionen Euro. Abzüglich bei der Begebung dieser Finanzierung angefallener Einmalgebühren (die unter Anwendung der Effektivzinsmethode aufgezinst werden) sowie zuzüglich aufgelaufener Zinsen ergibt sich ein zum 31. März 2016 bilanzierter Stand der Finanzschulden in Höhe von insgesamt 1.914,7 Millionen Euro.

Im Zuge der Neufinanzierung sowie der Erwerbe der Media Broadcast Gruppe sowie der Anteile an Sunrise hat sich die Nettofinanzverschuldung zum Ende des ersten Quartals 2016 gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 1.042,1 Millionen Euro auf 1.411,3 Millionen Euro erhöht.

8. Zum 31. März 2016 wurden aus der bestehenden Vereinbarung über das Factoring von Handy-Optionsforderungen Forderungen in Höhe von 61,4 Millionen Euro (31. Dezember 2015: 58,5 Millionen Euro) verkauft und ausgebucht, aber noch nicht bezahlt.

9. Zwischen dem Konzern und nahestehenden Unternehmen bzw. Personen fanden folgende wesentliche Geschäftsvorfälle statt:

In TEUR 1.1.2016 -

31.3.2016
1.1.2015 -

31.3.2015
Erlöse aus der Berechnung von Dienstleistungen
Gemeinschaftsunternehmen
FunDorado GmbH, Hamburg 84 53
Gesamt 84 53

Z um 31. März 2016 bestanden folgende wesentliche Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen:

In TEUR 31.3.2016 31.3.2015
Forderungen aus laufendem Leistungsverkehr
Gemeinschaftsunternehmen
FunDorado GmbH, Hamburg 21 47
Gesamt 21 47

Allen Transaktionen lagen Marktpreise zugrunde.

Sonstige Anhangangaben

10. Ausgangsgröße der Kapitalflussrechnung ist das Ergebnis der weitergeführten und aufgegebenen Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT). Im Folgenden ist die Herleitung dieses Ergebnisses aus der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ersichtlich:

Herleitung der Ausgangsgröße der Konzernkapitalflussrechnung

In TEUR 1.1.2016 - 31.3.2016 1.1.2015 - 31.3.2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 55.532 61.028
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.911 9.796
Zinsen und ähnliche Erträge -170 -250
Ergebnis der weitergeführten und aufgegebenen Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) 67.273 70.574

11. Zu beizulegenden Zeitwerten machen wir die folgenden Angaben:

In der nachfolgenden Übersicht "Fair-Value-Hierarchie zum 31. März 2016" wird dargelegt, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung zum einen der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente sowie zum anderen auch des Teils der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente, für die ein beizulegender Zeitwert ermittelt werden konnte, basiert. Zur Definition der einzelnen Levels gemäß IFRS 13 verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 der freenet AG.

Finanzinstrumente nach Klassen per 31. März 2016

Wertansatz
In TEUR Bewertungs-

kategorie nach IAS 39
Buchwert

Bilanz 31.3.2016
Fortgeführte

Anschaffungskosten
Anschaffungs-

kosten
Fair Value

erfolgswirksam
Fair Value, über das sonstige Ergebnis erfasst
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel/Flüssige Mittel KF 503.425 503.425
Sonstige Finanzanlagen ZVF 1.575
Sonstige Finanzanlagen, bewertet zu Anschaffungskosten ZVF 566 566
Sonstige Finanzanlagen, über das sonstige Ergebnis bewertet, zum Fair Value ZVF 1.009 1.009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen KF 483.516 483.516
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 56.575
Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte KF 37.901 37.901
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ZVF 2.785 2.785
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FV 495.122 495.122
Finanzschulden FV 1.914.727 1.914.727
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 554.747
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten FV 472.370 472.370
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente ZVF 4.360 566 3.794
Kredite und Forderungen KF 1.024.842 1.024.842
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten FV 2.882.219 2.882.219
Nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten Fair Value Finanzinstrumente 31.3.2016
In TEUR
--- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel/Flüssige Mittel -*
Sonstige Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen, bewertet zu Anschaffungskosten
Sonstige Finanzanlagen, über das sonstige Ergebnis bewertet, zum Fair Value 1.009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 483.825
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15.889
Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte 37.901
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.785
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -*
Finanzschulden 1.926.573
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 82.377
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 472.370
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 3.794
Kredite und Forderungen 521.726*
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 2.398.943*

* Für die Positionen Zahlungsmittel / Flüssige Mittel und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurde kein Fair Value ermittelt, jedoch stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar. Dies führt dazu, dass die angegebenen aggregierten Fair Values für die Bewertungskategorien KF sowie FV jeweils deutlich unter deren aggregierten Buchwerten in der Bilanz liegen.

Fair-Value-Hierarchie zum 31. März 2016

In TEUR Summe Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.785 2.785 0 0
Sonstige Finanzanlagen 1.009 1.009 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77.329 0 0 77.329
Passiva
Finanzschulden 1.186.772 401.184 0 785.588

Es haben sich keine Verschiebungen hinsichtlich der Levels ergeben.

Die dem Level 3 der Hierarchie zugeordneten Finanzschulden haben sich in den ersten drei Monaten im Wesentlichen durch die Aufnahme des neuen Schuldscheindarlehens um 561,6 Millionen Euro erhöht.

Die sonstigen Finanzanlagen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit eine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nicht möglich ist, erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten. Die Anteile, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, sind nicht börsennotiert und es besteht für sie kein aktiver Markt. Weiterhin ist eine Veräußerung derzeit nicht vorgesehen. Soweit Hinweise auf niedrigere beizulegende Zeitwerte bestehen, werden diese angesetzt.

12. Der Konsolidierungskreis hat sich in den ersten drei Monaten 2016, im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 durch die erwähnten Unternehmenserwerbe um die nachstehenden Gesellschaften erweitert:

Vollkonsolidierte Unternehmen

Taunus Beteiligungs GmbH, Köln

Taunus Verwaltungs GmbH, Köln

MEDIA BROADCAST GmbH, Köln

MEDIA BROADCAST Services GmbH, Köln

Media Broadcast TV Services GmbH, Köln

At Equity bewertete Unternehmen

Sunrise Communications Group AG, Zürich (Schweiz)

13. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen zum 31. März 2016 resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 31,7 Millionen Euro im Rahmen des Erwerbs der Media Broadcast Gruppe.

Zusätzlich führte die Abnahme des Rechnungszinssatzes auf 2,2 Prozent (31. Dezember 2015: 2,6 Prozent) für das freenet Programm und für die debitel Programme zur Erhöhung der Pensionsverpflichtungen. Der aus der verringerten Abzinsung resultierende versicherungsmathematische Verlust in Höhe von 4,8 Millionen Euro sowie die gegenläufige Erhöhung der latenten Steueransprüche um 1,4 Millionen wurden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Per Saldo ergab sich ein negatives sonstiges Ergebnis aus nicht die GuV umzugliedernden Posten von 3,4 Millionen Euro.

14. Der Berechnung der laufenden und latenten Ertragsteuern wurde wie im Konzernabschluss 2015 ein Durchschnittssteuersatz von 30,10 Prozent (Vorjahresvergleichszeitraum: 30,05 Prozent) zu Grunde gelegt.

15. Zur Konzern-Kapitalflussrechnung für das erste Quartal 2016 machen wir folgende erläuternde Angaben:

Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Höhe von 76,6 Millionen Euro betreffen den Erwerb der Media Broadcast Gruppe: dem Barabfluss für den Erwerb der Anteile in Höhe von 101,7 Millionen Euro standen zum Vollzugstag übernommene liquide Mittel der Media Broadcast Gruppe in Höhe von 25,0 Millionen Euro gegenüber.

Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von 1.266,4 Millionen Euro betreffen das Schuldscheindarlehen (Nominalbetrag 560,0 Millionen Euro) sowie die zweite Tranche des neuen Kreditvertrages (Nominalbetrag 720,0 Millionen Euro) - wir verweisen auf Textziffer 7 dieser ausgewählten erläuternden Anhangangaben.

Die in Höhe von 297,2 Millionen Euro ausgewiesenen Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden fielen im Zuge des Erwerbs der Media Broadcast Gruppe an und betreffen zu 195,0 Millionen Euro den gezahlten Kaufpreis für den Erwerb einer Darlehensforderung gegen die Media Broadcast Gruppe sowie zu 102,2 Millionen Euro die Ablösung von Bankverbindlichkeiten der Media Broadcast Gruppe.

16. Zu den Ereignissen von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag 31. März 2016 nehmen wir wie folgt Stellung:

Mit Vollzug am 14. April 2016 erwarb die freenet einen weiteren Anteil von 0,73 Prozent am Grundkapital der Sunrise. Die Aktien wurden zu einem Preis von 72,95 CHF erworben und sind sofort dividendenberechtigt. Für diesen zusätzlichen Erwerb ergaben sich Anschaffungskosten in Höhe von 22,1 Millionen Euro.

Insgesamt hält die freenet AG danach einen Anteil von 24,56 Prozent am Grundkapital der Sunrise.

Am 21. April 2016 erhielt die freenet AG eine Dividendenzahlung in Höhe von 30,1 Millionen Euro aufgrund der in der Generalversammlung der Sunrise vom 15. April 2016 beschlossenen Ausschüttung von 3,00 CHF je Aktie.

Am 20. April 2016 wurde die Unternehmensanleihe im Nominalwert von 400,0 Millionen Euro zuzüglich aufgelaufener Zinsen von 28,5 Millionen Euro zurückgezahlt.

Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

17. Der Vorstand organisiert und steuert das Unternehmen als Hauptentscheidungsträger auf der Grundlage der Unterschiede zwischen den einzelnen angebotenen Produkten und Dienstleistungen. Da der Konzern seine Geschäftstätigkeit nahezu ausschließlich in Deutschland ausübt, erfolgt keine Organisation und Steuerung nach geografischen Bereichen. Der Konzern war in den ersten drei Monaten 2016 in den folgenden Geschäftssegmenten tätig:

Mobilfunk:

Tätigkeiten als Mobilfunk-Service-Provider - Vermarktung von Mobilfunkdienstleistungen (Sprach- und Datendiensten) der Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone und Telefónica Deutschland in Deutschland
auf der Grundlage der mit diesen Netzbetreibern geschlossenen Netzbetreiberverträge sowohl Angebot eigener netzunabhängiger Dienste und Tarife als auch Angebot der Tarife der Netzbetreiber
Vertrieb/Verkauf von Mobilfunk-Endgeräten sowie zusätzlicher Dienste in den Bereichen von mobiler Datenkommunikation sowie Digital Lifestyle
Erbringung von Vertriebsdienstleistungen
Tätigkeit der Sunrise (Geschäftsfelder der Sunrise: Mobilfunk, Festnetz, Internet sowie digitales Fernsehen)

Sonstige/Holding:

Erbringung von Portal-Dienstleistungen wie E-Commerce/Advertising-Leistungen (diese beinhalten im Wesentlichen das Angebot des Online-Shoppings und die Vermarktung von Werbeflächen auf Internetseiten), von Bezahldiensten für Endkunden sowie Angebot verschiedener digitaler Produkte und Unterhaltungsformate zum Download bzw. zur Anzeige und Nutzung auf mobilen Endgeräten
Entwicklung von Kommunikationslösungen, EDV-Dienstleistungen und sonstigen Leistungen für Geschäftskunden
Angebot schmalbandiger Sprachdienste (Call-by-Call, Preselection) und Datendienste
Erbringung von Vertriebsdienstleistungen
Erbringung von Dienstleistungen im Geschäftsfeld TV und Radio

Im Segment "Sonstige/Holding" sind neben den operativen Tätigkeiten auch übrige Geschäftsaktivitäten zusammengefasst. Hierzu zählt im Wesentlichen die Holding-Tätigkeit der freenet AG (mit der Erbringung von innerkonzernlichen Dienstleistungen in Zentralbereichen wie zum Beispiel Recht, Personal und Finanzen), daneben aber auch nicht eindeutig zuordenbare Buchungen. Die für das Segment "Sonstige/Holding" für Q1/2016 berichteten Segmentumsatzerlöse in Höhe von 30,6 Millionen Euro (Vorjahr: 21,9 Millionen Euro) betreffen zu 29,9 Millionen Euro (Vorjahr: 19,8 Millionen Euro) die operativen Geschäftstätigkeiten und zu 0,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro) die übrigen Geschäftsaktivitäten. Der für das Segment "Sonstige/Holding" in Q1/2016 ausgewiesene Rohertrag von 17,3 Millionen Euro (Vorjahr: 14,2 Millionen Euro) entfällt zu 17,6 Millionen Euro (Vorjahr: 14,4 Millionen Euro) auf die operativen Tätigkeiten sowie zu -0,3 Millionen Euro (Vorjahr: -0,2 Millionen Euro) auf die übrigen Geschäftsaktivitäten. Das für das Segment "Sonstige/Holding" in Q1/2016 ausgewiesene EBITDA von -1,6 Millionen Euro (Vorjahr: -5,3 Millionen Euro) wurde zu 3,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,7 Millionen Euro) mit den operativen Tätigkeiten sowie zu -5,0 Millionen Euro (Vorjahr: -6,0 Millionen Euro) mit den übrigen Geschäftsaktivitäten erzielt. Das für das Segment "Sonstige/Holding" für Q1/2016 berichtete EBIT in Höhe von -8,7 Millionen Euro (Vorjahr: -8,0 Millionen Euro) betrifft zu -3,5 Millionen Euro (Vorjahr: -1,8 Millionen Euro) die operativen Geschäftstätigkeiten sowie zu -5,2 Millionen Euro (Vorjahr: -6,2 Millionen Euro) die übrigen Geschäftsaktivitäten.

Segmentbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016

In TEUR Mobilfunk Sonstige/ Holding Eliminierung der intersegmentären Erlöse und Aufwendungen Gesamt
Umsatzerlöse mit Dritten 723.860 25.323 0 749.183
Intersegmenterlöse 3.537 5.280 -8.817 0
Umsatzerlöse gesamt 727.397 30.603 -8.817 749.183
Materialaufwand gegenüber Dritten -546.993 -9.963 0 -556.956
Intersegmentärer Materialaufwand -3.692 -3.353 7.045 0
Materialaufwand gesamt -550.685 -13.316 7.045 -556.956
Segment-Rohertrag 176.712 17.287 -1.772 192.227
Sonstige betriebliche Erträge 16.844 2.223 -1.036 18.031
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.954 438 0 2.392
Personalaufwand -33.610 -11.265 0 -44.875
Sonstige betriebliche Aufwendungen -71.392 -10.311 2.808 -78.895
Ergebnisanteile nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen 221 26 0 247
Segment-EBITDA 90.729 -1.602 0 89.127
Abschreibungen und Wertminderungen -14.585 -7.077 0 -21.662
Folgebilanzierung nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen -192 0 0 -192
Segment-EBIT 75.952 -8.679 0 67.273
Konzernfinanzergebnis -11.741
Ertragsteuern -4.212
Konzernergebnis 51.320
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Konzernergebnis 51.964
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis -644
Zahlungswirksame Investitionen 3.054 4.267 7.321

Segmentbericht vom 1. Januar bis 31. März 2015

In TEUR Mobilfunk Sonstige/ Holding Eliminierung der intersegmentären Erlöse und Aufwendungen Gesamt
Umsatzerlöse mit Dritten 731.694 16.780 0 748.474
Intersegmenterlöse 2.935 5.132 -8.067 0
Umsatzerlöse gesamt 734.629 21.912 -8.067 748.474
Materialaufwand gegenüber Dritten -552.135 -4.948 0 -557.083
Intersegmentärer Materialaufwand -3.584 -2.740 6.324 0
Materialaufwand gesamt -555.719 -7.688 6.324 -557.083
Segment-Rohertrag 178.910 14.224 -1.743 191.391
Sonstige betriebliche Erträge 13.512 1.168 -1.010 13.670
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.993 573 0 2.566
Personalaufwand -38.715 -11.458 0 -50.173
Sonstige betriebliche Aufwendungen -64.376 -9.833 2.753 -71.456
Ergebnisanteile nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen 0 31 0 31
Segment-EBITDA 91.324 -5.295 0 86.029
Abschreibungen und Wertminderungen -12.734 -2.721 0 -15.455
Segment-EBIT 78.590 -8.016 0 70.574
Konzernfinanzergebnis -9.546
Ertragsteuern -4.814
Konzernergebnis 56.214
Anteil der Aktionäre der freenet AG am Konzernergebnis 55.965
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis 249
Zahlungswirksame Investitionen 7.384 1.011 8.395

FINANZKALENDER

4. Mai 2016 Veröffentlichung Zwischenbericht zum 31. März 2016 - 1. Quartal 2016
12. Mai 2016 Ordentliche Hauptversammlung der freenet AG
24. und 25. Mai 20161 Berenberg European Conference, New York, USA
11. August 20161 Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 - 2. Quartal 2016
1. September 20161 Commerzbank TMT & Consumer Conference, Frankfurt, Deutschland
8. September 20161 dbAccess European TMT Conference, Deutsche Bank, London, Großbritannien
19. und 21. September 20161 5. German Corporate Conference, Berenberg / Goldman Sachs, München, Deutschland
9. November 20161 Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. September 2016 - 3. Quartal 2016
16. und 17. November 20161 Morgan Stanley TMT Conference 2016, Barcelona, Spanien

1 Änderungen vorbehalten.

IMPRESSUM, KONTAKT, PUBLIKATIONEN

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24782 Büdelsdorf

Telefon: 0 4331/69 - 10 00

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Fax: 0 40/5 13 06-9 70

E-Mail: [email protected]

Den Geschäftsbericht und unsere Zwischenberichte finden Sie auch im Internet unter:

http://www.freenet-group.de/investor-relations/publikationen

Der Zwischenbericht liegt auch in englischer Fassung vor.

Im Zweifelsfall ist die deutsche Fassung maßgeblich.

Aktuelle Informationen zur freenet AG und zu ihrer Aktie sind für Sie auf unserer Website unter www.freenet-group.de verfügbar.

Wenn Ihr Mobiltelefon über eine QR-Code-Erkennungssoftware verfügt, so gelangen Sie mit dem Scannen des Codes auf die Webseite der freenet Group.