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freenet AG Audit Report / Information 2009

Apr 1, 2010

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Audit Report / Information

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Publication

freenet AG

Büdelsdorf

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und Lagebericht 2009

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis

1. Lagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr 2009

1.1. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

1.2. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.2.1. Marktentwicklung 2009

1.2.2. Geschäftsverlauf freenet Konzern

1.2.3. Operative Entwicklung der Geschäftsfelder

1.2.4. Geschäftsverlauf 2009 für das Einzelunternehmen freenet AG

1.2.5. Forschung & Entwicklung

1.3. Nachhaltigkeitsbericht

1.4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1.5. Risikobericht

1.5.1. Risikomanagement

1.5.2. Die wesentlichen Risiken

1.5.3. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

1.6. Übernahmerechtliche Angaben nach §289 Abs. 4 HGB

1.7. Erklärung nach §289a HGB

1.8. Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats

1.9. Nachtragsbericht

1.10. Chancen- und Prognosebericht

1. Lagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr 2009

Wichtiger Hinweis:

Dieser Lagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten des Einzelabschlusses der freenet AG und den Anhangsangaben gelesen werden.

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen; Aussagen, die nicht auf historischen Tatsachen, sondern auf aktuellen Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur zum Zeitpunkt gültig, zu dem sie gemacht werden. Die freenet AG übernimmt keine Verpflichtung, diese beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten. Zukunftsaussagen unterliegen per se Risiken und Unsicherheiten. Wir möchten deshalb deutlich darauf hinweisen, dass eine Reihe von Faktoren die tatsächlichen Ergebnisse dahingehend beeinflussen können, dass diese von den prognostizierten wesentlich abweichen. Einige dieser Faktoren sind im Abschnitt „Risikobericht“ und in weiteren Teilen dieses Berichts beschrieben.

1.1. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

Geschäftstätigkeit

Die freenet Group ist der größte netzunabhängige Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Der Konzern bietet seinen Kunden ein breites Spektrum von Dienstleistungen insbesondere aus dem Bereich Mobilfunk/mobiles Internet.

Als Mobilfunk-Service-Provider verfügt die freenet Group über keine eigene Netzinfrastruktur, sondern vermarktet unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung Mobilfunkdienstleistungen der Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 in Deutschland. Grundlage der Tätigkeit von freenet als Mobilfunk-Service-Provider bilden die mit den Netzbetreibern geschlossenen Netzbetreiberverträge, auf deren Grundlage die Gesellschaft Mobilfunkleistungen bei den Netzbetreibern als Vorleistungen einkauft, um diese an ihre Endkunden zu vermarkten. Neben den eigenen netzunabhängigen Diensten und Tarifen im Bereich Postpaid, Prepaid und No-frills bietet das Unternehmen auch die Tarife der Netzbetreiber an.

Darüber hinaus vertreibt freenet Mobilfunk-Endgeräte und zusätzliche Dienste im Bereich der mobilen Datenkommunikation.

Das Unternehmen kann dabei – neben seinen bewährten Online- und Direktvertriebskanälen – auf exklusive Shops und eine große Präsenz in Elektronik- und Flächenmärkten zurückgreifen; damit verfügt es über die größte netzunabhängige Vertriebsplattform für Mobilfunkprodukte in Deutschland. Der Vermarktungsschwerpunkt liegt dabei im Wesentlichen auf dem Endkundengeschäft mit Privathaushalten in Deutschland.

Darüber hinaus betreibt das Unternehmen ein Online-Portal und bietet zunehmend auch Inhalte für das mobile Internet an. Das Portalgeschäft von freenet wird abgerundet durch die Online-Vermarktungsagentur freeXmedia, die zum Jahresende 2009 64 konzernfremde Portale vermarktete.

Konzernstruktur

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Konzern vom DSL- und vom Hosting-Geschäft getrennt. Die freenet Breitband GmbH, in der das DSL-Geschäft des Konzerns gebündelt war, wurde an die 1&1 Internet AG verkauft. Nicht mehr zum Konzern gehört ebenfalls die Gesellschaft freenet Customer Care GmbH, in welcher der Kundenservice für die Breitbandsparte konzentriert war. Diese Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2009 an die adm Group GmbH & Co KG veräußert. Die STRATO Gruppe mit den Gesellschaften STRATO AG und Strato Rechenzentrum AG wurde an die Deutsche Telekom AG veräußert.

Innerhalb des Konzerns wurde im Geschäftsjahr die dug telecom aktiengesellschaft, Oberkrämer, in die Rechtsform einer GmbH umgewandelt und firmiert nun unter mobilcom-debitel Shop GmbH. In der mobilcom-debitel Shop GmbH sind alle Shopaktivitäten der freenet AG zusammengefasst.

Wesentliche Konzerngesellschaften:

1.2. Geschäft und Rahmenbedingungen

In diesem Abschnitt soll zunächst auf den Geschäftsverlauf aus Sicht des freenet Konzerns eingegangen werden. Ohne eine solche Beurteilung auf Konzernebene wäre die reine Beurteilung des Geschäftsverlaufes des Einzelunternehmens freenet AG nur beschränkt aussagekräftig. Mit einer Vielzahl der in der Beteiligungsstruktur aufgeführten wesentlichen Konzerngesellschaften hat die freenet AG direkt oder indirekt Gewinnabführungsverträge geschlossen, so dass das Ergebnis jener Gesellschaften in den Jahresüberschuss der freenet AG eingeht.

1.2.1. Marktentwicklung 2009

Gesamtmarkt

In 2009 durchlief die Weltwirtschaft die schwerste Rezession seit Ende des 2. Weltkrieges, ausgehend vom Beinahe-Zusammenbruch des internationalen Finanz- und Bankensektors. Mit seiner stark exportorientierten Volkswirtschaft bei unverändert verhaltener Binnenkonjunktur war Deutschland von der globalen Wirtschaftskrise besonders betroffen: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 5 Prozent – der stärkste Einbruch der deutschen Wirtschaft in der Geschichte der Bundesrepublik.

Telekommunikationsmarkt

Der seit 2005 zu beobachtende Umsatzrückgang im Gesamtmarkt der Telekommunikation in Deutschland hat sich nach Zahlen von Dialog Consult und des Branchenverbands VATM im vergangenen Geschäftsjahr einmal mehr fortgesetzt. Hintergrund ist der sehr intensive Wettbewerb mit immer günstigeren Tarifen, Flatrates und Bündelprodukten in diesem Segment. Betroffen sind dabei sowohl die klassische Festnetztelefonie als auch der Mobilfunk; die tendenziell stärkere Nutzung des Handys für Gespräche und beim Herunterladen von Daten konnte den Trend rückläufiger Endkundenpreise nicht kompensieren.

T-Mobile bleibt in 2009 mit einem Umsatzanteil von 30,5 Prozent Marktführer im Mobilfunk, gefolgt von Vodafone mit 28,8 Prozent und mobilcom-debitel mit 14,5 Prozent als drittgrößtem Anbieter in Deutschland. E-Plus und O2 erzielen nach Schätzungen des Branchenverbandes VATM einen Marktanteil von 12,9 beziehungsweise 11,9 Prozent und Drillisch erreicht demnach 1,4 Prozent.

Weiter gestiegen ist die Zahl der aktivierten SIM-Karten, und zwar auf 109,1 Millionen per Ende Dezember 2009, nach 107,3 Millionen in 2008. Die hohe Marktpenetrationsrate von jetzt 132,6 Prozent und der im Vergleich zu den Vorjahren stark verlangsamte Zuwachs von nur noch 1,7 Prozent zeigen aber an, dass sich der Mobilfunkmarkt hinsichtlich der Teilnehmerzahl langsam seiner Sättigungsgrenze nähert.

Der Markt rund um das mobile Internetbleibt laut Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur hingegen auf Wachstumskurs, denn das Potenzial wird noch nicht ausgeschöpft, da insbesondere nicht alle Teilnehmer über ein UMTS-fähiges Endgerät verfügen.

Werbemarkt

Von der schweren Wirtschaftskrise wurde im vergangenen Jahr auch der Werbemarkt erfasst. So geht der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft ZAW für das Jahr 2009 von einem Rückgang der Gesamtaufwendungen für Werbung um über 1,5 Milliarden Euro auf nur noch gut 29 Milliarden Euro aus. Damit setzte sich der Abwärtstrend aus dem Jahre 2008 verstärkt fort.

Die heftigsten Einbrüche in der deutschen Werbegeschichte erlebten laut ZAW die klassischen Medien wie TV-Sender, Radio und die Print-Verlage.

1.2.2. Geschäftsverlauf freenet Konzern

Das vergangene Geschäftsjahr der freenet AG stand ganz im Zeichen der strategischen Neuausrichtung hin zu Mobilfunk und mobilem Internet. Damit einher gingen die Harmonisierung der Markenvielfalt und Tarife, die Integration und Restrukturierung der einzelnen Unternehmensteile sowie der Verkauf von Konzernunternehmen, die nicht mehr der strategischen Neuausrichtung von freenet entsprechen. Unter diesen Rahmenbedingungen und in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld kann die freenet AG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2009 zurückblicken.

Bei den nachfolgend dargestellten Vergleichszahlen für das Vorjahr sind gegenüber dem im Vorjahr veröffentlichten Konzernabschluss folgende Punkte zu berücksichtigen: Zum einen war in der 1. Jahreshälfte 2008 die Anfang Juli 2008 übernommene debitel Group noch nicht im Konzern konsolidiert; zum anderen wurden die Vergleichszahlen gemäß IFRS 5 aufgrund des Verkaufs der STRATO Gruppe angepasst. Darüber hinaus waren aufgrund des erfolgten Verkaufs des Breitbandgeschäfts retrospektive Umgliederungen innerhalb der GuV-Positionen der weitergeführten Geschäftsbereiche für 2008 vorzunehmen.

Der Konzernumsatz stieg in 2009 gegenüber dem Vorjahr um 874,2 Millionen Euro auf 3,65 Milliarden Euro – ein Plus von 31,5 Prozent. Rohertrag und Ergebnisse des freenet Konzerns sind in 2009 ebenfalls deutlich gestiegen: Der Rohertrag legte gegenüber dem Vorjahr um 37,4 Prozent auf 774,6 Millionen Euro zu. Das EBITDA stieg in 2009 gegenüber 2008 um 90,1 Prozent auf 327,1 Millionen Euro. Das EBIT hat sich in 2009 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt – von 58,9 Millionen Euro auf 123,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich in 2009 um 64,4 Millionen Euro auf 35,6 Millionen Euro; im Vorjahr lag das EBT bei –28,8 Millionen Euro.

Das im Geschäftsjahr veräußerte DSL-Geschäft sowie die ebenfalls im Geschäftsjahr veräußerte STRATO Gruppe und die bereits in 2008 veräußerte debitel Nederland B.V. werden in den Konzernzahlen als aufgegebene Geschäftsbereiche gemäß IFRS 5 ausgewiesen. Die aufgegebenen Geschäftsbereiche trugen mit 239,9 Millionen Euro (-15,9 Millionen Euro in 2008) zum Konzernergebnis bei, während die weitergeführten Geschäftsbereiche ein Konzernergebnis von 16,6 Millionen Euro (127,5 Millionen Euro in 2008) erzielten – im Vorjahr fielen steuerliche Einmalerträge im Zusammenhang mit dem Erwerb der debitel Group an.

Das kumulierte Konzernergebnis aus weitergeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 129,8 Prozent auf 256,5 Millionen Euro.

Die Nettofinanzschulden der Gesellschaft konnten im Jahresverlauf durch die positive Entwicklung des Cashflows im operativen Geschäft sowie in Folge der Verkäufe des DSL-Geschäfts und der STRATO Gruppe um 514,0 Millionen Euro von 1,30 Milliarden Euro auf 789,8 Millionen Euro gesenkt werden.

Aufgrund der erfolgreichen Restrukturierung von Geschäftsbereichen und Standorten sowie der erfolgten Verkäufe von Tochtergesellschaften hat sich die Mitarbeiterzahl im freenet Konzern im Jahresverlauf 2009 um 2.861 auf jetzt 4.394 verringert.

1.2.3. Operative Entwicklung der Geschäftsfelder

Weitergeführte Geschäftsbereiche

Mobilfunk/Portalgeschäft

In der Folge der debitel-Akquisition war zum Jahresende 2008 ein umfassendes Integrations- und Restrukturierungskonzept für die neu entstandene Unternehmensgruppe beschlossen worden. Dieses Konzept hat freenet im Jahresverlauf 2009 konsequent umgesetzt.

Zudem hat freenet mit einer Produkt- und Dienstleistungsoffensive das neue Kerngeschäftsfeld Mobilfunk/mobiles Internet gezielt ausgebaut und damit seine starke Positionierung im Wettbewerb als größter netzunabhängiger Mobilfunkanbieter Deutschlands untermauert. Ein weiterer Fokus der Aktivitäten lag auf dem Portalgeschäft; denn aus diesem Segment fließen insbesondere Expertise und Erfahrung mit Web-Inhalten und -Diensten sowie deren Vermarktung ins mobile Internet.

Mobilfunkgeschäft

Ein wesentlicher Schritt beim Ausbau des neuen Kerngeschäftsfelds war zunächst die Einführung der neuen Service-Provider-Marke „mobilcom-debitel“. Zum Brandbuilding und -selling der neuen Marke startete freenet im Mai eine große Kampagne; sie erstreckte sich schwerpunktmäßig über die zweite Jahreshälfte 2009 und umfasste TV-Werbung, Kinospots, Werbeplakate, Print-Anzeigen, Online-Advertising sowie diverse Promotion-Maßnahmen. In der Folge erhöhte sich die gestützte Bekanntheit der neuen Doppelmarke bereits nach wenigen Monaten deutlich auf 84 Prozent.

Parallel zur neuen Marke „mobilcom-debitel“ werden die erfolgreichen Discount-Marken „klarmobil“ und „callmobile“ fortgeführt, wie auch die im Rahmen des debitel-Kaufs erworbene Marke „talkline“ für den Direktvertrieb.

Mit der Einführung der neuen Service-Provider-Marke einher ging die Zusammenführung und Umgestaltung der Shops sowie des Fachhandels. Das Rebranding spiegelt damit auch optisch die starke Positionierung als größter netzunabhängiger Mobilfunkanbieter Deutschlands wider. Zudem wurden bis zum Ende des 2. Quartals auch die jeweiligen Neukundentarife schrittweise vereinheitlicht.

Gleichzeitig haben wir im Jahresverlauf 2009 konsequent die Integration des Unternehmens fortgeführt und beschleunigt. Dies betrifft die Reduzierung von Standorten, die Ausschöpfung von Synergien im operativen Geschäft – vom Einkauf über Vertrieb, Kunden- und Forderungsmanagement bis hin zur Prozessoptimierung – sowie die Konsolidierung der unterschiedlichen IT-Systeme. Die erste Stufe der IT-Integration haben wir Mitte Oktober abgeschlossen und mit der Daten- und Systemmigration von debitel und Talkline die IT-Systeme im Konzern von drei auf zwei reduziert; die Vorbereitungen zur Reduzierung auf nur noch ein System sind bereits mit Hochdruck angelaufen.

Ein weiterer Meilenstein war zu Jahresbeginn die vorzeitige Vertragsverlängerung bei der Zusammenarbeit mit der Media-Saturn-Gruppe: In deren über 360 Elektronikmärkten wird freenet bis Ende 2011 weiterhin exklusiv eigene Angebote sowie die Mobilfunkprodukte der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone und E-Plus vertreiben.

Auf der Produktseite hat freenet sein Angebot im klassischen Mobilfunk und insbesondere im Wachstumsmarkt mobiles Internet im Jahresverlauf 2009 konsequent ausgebaut. Dies zeigt sich sowohl im Angebot attraktiver Hardware als auch in der Vermarktung entsprechender Produkte und Dienstleistungen.

So konnten die Kunden beispielsweise frühzeitig das erste, optimal aufs mobile Internet ausgelegte Google-Smartphone, das G1, nutzen sowie weitere Touchscreen-Handys wie das LG KM 900 Arena oder das Samsung i900 Omnia. Zu den Angeboten zählten darüber hinaus die neuen Netbooks Acer Aspire One 150X 3G, das Samsung NC10 und das LG X 120. Darüber hinaus ersetzte freenet die marktüblichen Netzbetreiber-USB-Datensticks ab Ende Juli durch einen eigenen mobilcom-debitel Surfstick: Er ist in jedem Mobilfunknetz mit Geschwindigkeiten bis zu 7,2 Mbit/s anwendbar, unterstützt HSDPA und HSUPA und erhielt im August eine Prepaid-Roaming-Option, die sich in sechs ausgewählten Ländern mit bis zu 5 Gigabyte nutzen lässt.

Im Zuge des Marken-Rebrandings führte freenet ebenfalls eine Vereinheitlichung bei den Neukundentarifen durch, um so mehr Transparenz in der Kundenansprache zu erreichen. Das Unternehmen startete in diesem Zusammenhang die Vermarktung neuer Vario-Tarife, die den Nutzern hohe Flexibilität bei der Wahl zwischen Inklusiv-Freiminuten und Frei-SMS gewähren und zudem den monatlichen Wechsel zwischen den einzelnen Optionen erlauben. Es folgten diverse Flatrate-Tarife und Zusatzoptionen sowie Einstiegs- und Testangebote fürs mobile Internet. So beispielsweise die Daten-Option T@ke-away-Flat für 9,95 Euro, die zu überschaubaren Monatsbeiträgen Kostensicherheit beim mobilen Surfen auf dem Handy bietet, oder kostengünstige Internet-Flattarife, die das Surfen in Verbindung mit einem Surfstick oder Netbook ermöglichen und sich insbesondere an Small-Office/Home-Office-Nutzer richten. Im No-frills-Bereich öffnete freenet mit einem Einstiegs- und Testangebot seinen klarmobil-Neukunden ebenfalls die Nutzung des mobilen Internets. Gegen Ende des Jahres offerierte freenet schließlich „Try&Buy“ Testangebote fürs mobile Internet – eine günstige Datenflatrate inklusive Surf-Stick fürs Netbook sowie eine Flatrate-Aktion fürs Handy, buchbar in allen Netzen und zu allen Sprachtarifen für Neu- und Bestandskunden. Zudem verfügen ausgewählte mobilcom-debitel-Handys über einen vorkonfigurierten, kostenlosen Zugang zum mobilen freenet-Portal http://mobil.freenet.de.

Der Teilnehmerbestand im Mobilfunk lag zum Ende des Geschäftsjahres 2009 bei 17,58 Millionen Teilnehmern (2008: 19,12 Millionen). Er setzt sich zusammen aus 8,43 Millionen Vertragskunden und 9,15 Millionen Prepaidkunden. Neben der bewussten Steuerung der Neukundengewinnung auf qualitativ hochwertige Teilnehmer lag der Hauptgrund für den Rückgang im sogenannten technischen Churn im Prepaid-Geschäft, insbesondere in Folge von Ausbuchungen inaktiver SIM-Karten durch die Netzbetreiber.

Flatrates, sinkende Gesprächstarife, der Wechsel von Bestandskunden aus erlös- und margenstarken Tarifen in günstigere Tarifmodelle sowie der nachhaltige Erfolg der No-frills-Angebote bewirken, dass mobiles Telefonieren und Surfen tendenziell immer günstiger wird. Entsprechend sind die ARPUs, die monatlichen Durchschnittsumsätze der Kunden, marktübergreifend weiter rückläufig, und auch freenet kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen. So reduzierte sich der ARPU in 2009 auf 24,20 Euro für den klassischen Vertragskunden, 5,40 Euro für den No-frills-Kunden und 3,00 Euro für den Prepaid-Kunden, wobei sich im Laufe des Jahres 2009 der rückläufige Trend verlangsamte. Im Vorjahr lagen die entsprechenden Werte noch bei 25,30 Euro, 5,70 Euro und 3,20 Euro.

Der Umsatz im Mobilfunksegment stieg in Folge der Akquisition der debitel Group zum 5. Juli 2008 von 2,655 Milliarden Euro in 2008 auf 3,509 Milliarden Euro in 2009; damit trägt das Mobilfunksegment jetzt rund 96 Prozent zu den Gesamtumsätzen des Konzerns bei. Der Rohertrag erhöhte sich in 2009 gegenüber dem Vorjahr um 51,0 Prozent auf 708,2 Millionen Euro.

Portalgeschäft

Vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens mit mobiler Internetnutzung als einem zentralen Element spielte der Ausbau der mobilen Inhalte und Dienste eine wesentliche Rolle im Portalgeschäft. Im Jahresverlauf 2009 vollzog freenet zunächst einen Relaunch und Ausbau des mobilen E-Mail-Dienstes sowie des mobilen Portals.

Der neue E-Mail-Dienst mit kundenorientierter Web-Oberfläche und elegantem Design umfasste zum Jahresende 2009 neben allen gängigen E-Mail-Funktionen die komfortable Verwaltung unterschiedlicher Postfächer, einen Kalender sowie den mobilen Empfang von Fax- und Sprachnachrichten des webbasierten Anrufbeantworters; damit bietet der mobile E-Mail-Dienst jetzt auch alle im stationären freenetMail-Angebot integrierten Kommunikationsmöglichkeiten.

Das mobile Portal liefert vielfältige redaktionelle Themenbereiche und interaktive Services für die kostenlose Nutzung unterwegs – wie etwa Nachrichten, Sport oder Communities, und das optimiert für jeden Handy-Typ. Im Jahresverlauf erweiterte das Unternehmen sein mobiles Angebot unter anderem um mobil.4Players.de – eines der erfolgreichsten deutschen Online-Spielemagazine mit monatlich über 900.000 Besuchern –, um einen eigenen iPhone App Store mit tausenden Apps sowie um den Reise-Channel „Unterwegs“ mit aktuellen Infos und Services rund um den Urlaub.

Auch das stationäre freenet-Portal wurde im Jahresverlauf weiter aufgewertet – mit einem neuen, attraktiven Design, einfacher, intuitiver Bedienung, klaren Themenbereichen und zusätzlichen hochwertigen Inhalten marktführender Content-Partner.

freeXmedia baute im Jahresverlauf 2009 seine Position als Online-Vermarkter konzernfremder Portale deutlich aus – und zwar von 47 Websites zu Jahresbeginn auf 64. Gleichzeitig ist die Reichweite bei der Vermarktung laut AGOF internet facts 2009-III einmal mehr gestiegen: Unter anderem ist das Unternehmen führender Vermarkter Deutschlands in den Bereichen Automotive, Lifestyle und Outdoor&Funsport.

Gleichwohl konnte sich das Portalgeschäft mit seinen Bereichen E-Commerce/Advertising und Bezahldiensten dem rückläufigen Trend am Werbemarkt nicht entziehen. So sank der Umsatz in 2009 gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent auf 43,3 Millionen Euro und der Rohertrag reduzierte sich von 35,2 Millionen Euro auf 25,3 Millionen Euro.

Weitere Aktivitäten
Schmalbandgeschäft und B2B-Services

Beide Segmente sind schon seit mehreren Jahren von stark veränderten Rahmenbedingungen betroffen. Dazu zählt zum einen der Siegeszug von Mobilfunk und umfangreichen DSL-Angeboten, die zunehmend die klassische Festnetztelefonie, den Schmalband-Webzugang und VPN-Vernetzungen für Firmenkunden ersetzen; zum anderen beeinträchtigen regulatorische Beschränkungen bei Teletext-Werbung, bei den Service-Rufnummern 0900 und den Auskunftsdiensten sowie die seit Februar 2009 geltende neue Gewinnspielsatzung der Landesmedienanstalten vor allem den Geschäftsbereich B2B-Services.

So hatten denn auch beide Segmente in 2009 deutliche Einbußen bei Erlösen und Roherträgen zu verzeichnen: Der Umsatz sank bei den B2B-Services um 30,7 Prozent auf 70,1 Millionen Euro und im Schmalbandgeschäft um 44,5 Prozent auf 42,1 Millionen Euro. Die Roherträge reduzierten sich um 31,0 Prozent auf 17,7 Millionen Euro bei den B2B-Services und um 43,2 Prozent auf 27,8 Millionen Euro im Schmalbandgeschäft.

Aufgegebene Geschäftsbereiche

Breitbandgeschäft und Webhosting

Als Konsequenz der Neuausrichtung des Konzerns auf den Bereich Mobilfunk/mobiles Internet hat freenet sein DSL- und Webhosting-Geschäft im Jahresverlauf 2009 verkauft.

Am 26. Mai 2009 hat die freenet AG mit der United Internet Tochter 1&1 Internet AG einen Vertrag über den Verkauf der freenet Breitband GmbH geschlossen – mit allen freenetDSL und freenetKomplett Verträgen. Für den Verkauf wurde ein vorläufiger Kaufpreis von 123 Millionen Euro vereinbart, der noch Kaufpreisanpassungen bezüglich Parametern unterliegt, die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses noch nicht final ermittelt wurden. Nach der kartellrechtlichen Freigabe am 26. Juni erfolgte die technische Migration des DSL-Geschäfts – und damit der Vollzug des Verkaufs – plangemäß am 30. November 2009. Das Geschäft der freenet Breitband GmbH bestand im Angebot breitbandiger Internetanschlüsse und -zugänge sowie dem Angebot breitbandiger Sprachdienste (Voice over IP).

Am 19. November 2009 schloss die freenet AG einen Vertrag mit der Deutsche Telekom AG zum Verkauf der STRATO Gruppe, bestehend aus drei Gesellschaften: der STRATO AG, der STRATO Rechenzentrum AG und der Cronon AG. Für den Verkauf wurde ein vorläufiger Kaufpreis von 275 Millionen Euro vereinbart, der noch Kaufpreisanpassungen bezüglich Parametern unterliegt, die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses noch nicht final ermittelt wurden. Nach der kartellrechtlichen Freigabe am 18. Dezember 2009 wurde der Verkauf am 31. Dezember 2009 vollzogen.

Die Geschäftstätigkeit der STRATO Gruppe umfasste Angebote an Endkunden sowie Geschäftskunden im In- und Ausland, im Wesentlichen bezüglich der Registrierung von Top-Level-Domains, der Bereitstellung von Webspace sowie der Realisierung der damit verbundenen Softwarelösungen.

1.2.4. Geschäftsverlauf 2009 für das Einzelunternehmen freenet AG

Durch Einbringungsvertrag vom 17. Juni 2008 hatte sich die freenet AG verpflichtet, ihren Geschäftsbereich Breitband durch Einzelrechtsnachfolge im Wege der Sachkapitalerhöhung in die freenet Breitband GmbH (im Folgenden „FBB“ genannt) einzubringen. Diese Einbringung wird im Folgenden als „Ausgliederung des Geschäftsbereiches Breitband“ bezeichnet. Die Einbringung des Geschäftsbereiches Breitband erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung ab dem 01. Januar 2008. Dieser Vereinbarung über die wirtschaftliche Wirkung war dadurch Rechnung getragen worden, dass der Verlust, welcher in den ersten sechs Monaten 2008 im Geschäftsbereich Breitband der freenet AG erzielt worden war, in einem Betrag (im Folgenden „Auskehrungsbetrag Breitband“ genannt) der FBB weiterbelastet worden war.

Weiterhin hatte sich die freenet AG durch Einbringungsvertrag vom 17. Juni 2008 verpflichtet, ihren Geschäftsbereich Portal durch Einzelrechtsnachfolge im Wege der Sachkapitalerhöhung in die freenet.de GmbH einzubringen. Diese Einbringung wird im Folgenden als „Ausgliederung des Geschäftsbereiches Portal“ bezeichnet. Die Einbringung des Geschäftsbereiches Portal erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung ab dem 01. Januar 2008. Dieser Vereinbarung über die wirtschaftliche Wirkung war dadurch Rechnung getragen worden, dass der Gewinn, welcher in den ersten sechs Monaten 2008 im Geschäftsbereich Portal der freenet AG erzielt worden war, in einem Betrag (im Folgenden „Auskehrungsbetrag Portal“ genannt) der freenet.de GmbH gutgeschrieben worden war.

Zu den in 2009 erfolgten Verkäufen der FBB sowie der STRATO Gesellschaften verweisen wir auf unsere obigen Ausführungen in Abschnitt 1.2.3 zu den aufgegebenen Geschäftsbereichen.

Die freenet AG weist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 bei in Höhe von 9,6 Millionen Euro (Vorjahr: 178,1 Millionen Euro) erzielten Umsatzerlösen einen Rohertrag in Höhe von 5,5 Millionen Euro (Vorjahr: 42,7 Millionen Euro) aus. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 224,7 Millionen Euro (Vorjahr: 32,9 Millionen Euro) entfallen zu 222,7 Millionen Euro (Vorjahr: 29,0 Millionen Euro) auf Vermögensgegenstände sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert, die erstmals im Jahresabschluss 2006 im Rahmen der Zeitwertaufdeckungen anlässlich der Verschmelzung der freenet.de AG sowie der mobilcom AG auf die Gesellschaft (im Folgenden als „Verschmelzung“ bezeichnet) angesetzt worden waren. 197,5 Millionen Euro dieser 222,7 Millionen Euro wurden im Zusammenhang mit der Veräußerung der FBB außerplanmäßig abgeschrieben. Auf Finanzanlagen wurden auf Grund dauerhafter Wertminderungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen in 2009 94,9 Millionen Euro (Vorjahr: 329,1 Millionen Euro) abgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2009 stammen in Höhe von 232,7 Millionen Euro aus dem Verkauf von Tochterunternehmen. Aus dem operativen Geschäft resultieren übrige Nettoaufwendungen (Saldo aus übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen, Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) in Höhe von 37,0 Millionen Euro (Vorjahr: 48,2 Millionen Euro). Von Tochtergesellschaften wurden aus Ergebnisabführungsverträgen bzw. Dividendenausschüttungen Nettoerträge in Höhe von 64,5 Millionen Euro (Vorjahr: 165,5 Millionen Euro) erzielt. Es ergab sich im Geschäftsjahr 2008 nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses von -0,3 Millionen Euro (Vorjahr: -6,3 Millionen Euro) ein Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 54,2 Millionen Euro (Vorjahr: 208,4 Millionen Euro). Nach der Berücksichtigung von Steueraufwendungen in Höhe von 17,4 Millionen Euro (Vorjahr: 14,5 Millionen Euro) resultierte ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 71,6 Millionen Euro (Vorjahr: 222,8 Millionen Euro).

1.2.5. Forschung & Entwicklung

Mit ihren Kerngeschäftsfeldern Mobilfunk/mobiles Internet mit dem Portalgeschäft ist die freenet AG als Dienstleister im Telekommunikationsmarkt tätig. Insofern unterhält das Unternehmen keine eigene Abteilung für Forschung & Entwicklung.

Gleichwohl machen es der rasante technologische Fortschritt und der starke Wettbewerb in diesem Bereich erforderlich, sich kontinuierlich mit den Trends am Markt auseinanderzusetzen und das eigene Produkt- und Dienstleistungsportfolio an neue Markt- und Kundenanforderungen anzupassen. Durch die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung innovativer Angebote sichert sich freenet damit langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit.

Im vergangenen Geschäftsjahr prägten insbesondere Entwicklungen im Bereich mobiles Internet die Trends im Markt: Neue Technologien und Endgeräte (Smartphones, Netbooks und Surfsticks) sowie die ansteigende Verfügbarkeit mobiler Inhalte in Verbindung mit einem weiter voranschreitenden Ausbau der Datennetze haben die Konvergenz von Mobilfunk und Internet weiter vorangetrieben. Damit ist das Geschäft rund um den mobilen Datenverkehr in 2009 endgültig zum Massenmarkt avanciert, wie auch die Studie „Mobile Web Watch 2009“ von accenture belegt.

Vor diesem Hintergrund hat die freenet AG im Rahmen ihres Geschäftsmodells ihr Portfolio an Produkten und Dienstleistungen rund um Mobilfunk und mobiles Internet weiter ausgebaut. Hierzu zählten im Wesentlichen:

der Relaunch und Ausbau des mobilen Portals,
die Erweiterung der Produktpalette für das mobile Internet,
die Entwicklung von Apps für Smartphones sowie
die Vermarktung innovativer und kundenfreundlicher Datenprodukte (Netbooks und Datenoptionen).

1.3. Nachhaltigkeitsbericht

Als Unternehmen sieht sich die freenet AG nicht nur ihren Kunden und Aktionären gegenüber in der Verantwortung, sondern im Sinne eines umfassenden Stakeholder Value auch ihren Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt.

Vor diesem Hintergrund ist die freenet AG im vergangenen Jahr in den Bereichen Personal, Soziales Engagement und Umweltschutz aktiv gewesen.

Personal

Der Erfolg von freenet basiert auf den Leistungen sämtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die freenet AG setzt daher auf eine verantwortungsvolle Personalpolitik.

Im Bereich Mitarbeiterentwicklung bietet freenet ein umfassendes Ausbildungsangebot, anspruchsvolle Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Förderprogramme für ausgewählte Führungskräfte. Berufliches Engagement wird unter anderem belohnt durch flache Hierarchien mit großen Entscheidungsspielräumen, durch Zusatzleistungen (wie z.B. Mitarbeitertarife und subventionierte Mitarbeiterfahrzeuge) und finanzielle Prämien.

Der Vereinbarkeit von Familie und Beruf begegnet freenet durch flexible Eltern- und Arbeitszeiten, Kindergarten-Zuschüsse sowie die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten.

Um ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen, bietet freenet ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze, Rückenschulung und physiotherapeutische Behandlungen. Weiterhin können Mitarbeiter interne und externe Sportangebote und – an einigen Standorten – spezielle Gesundheitstage mit medizinischem Check in Anspruch nehmen.

Die freenet AG legt großen Wert auf den direkten Dialog mit ihren Mitarbeitern. Über diverse Kanäle, und hier insbesondere über ein neugestaltetes konzernweites Intranet, informiert sie ihre Mitarbeiter regelmäßig über wesentliche betriebliche Veränderungen und bietet ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, – z.B. durch gute Ideen – die Zukunft des Unternehmens mitzugestalten.

Soziales Engagement

Die freenet AG nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung auch außerhalb des Unternehmens wahr.

So fördert freenet mit bis zu sechsstelligen Beträgen ein gutes Dutzend an Kinder-, Jugend- und Sportstiftungen in Deutschland, darüber hinaus regionale Sportvereine- und –schulen. Konzernunternehmen unterstützen ein Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Thüringen sowie eine Schule für sinnesbehinderte Kinder in Heiligenbronn.

Außerdem nimmt eine Vielzahl von Mitarbeitern an der Aktion „Helping Hands“ teil, bei der in der Region um den Standort Büdelsdorf alljährlich ein größeres Spielgerät auf einem Spielplatz finanziert und selbst aufgebaut wird.

Zusätzlich spenden Mitarbeiter regelmäßig Blut für wohltätige Zwecke und übernehmen Patenschaften für Kinder in der Dritten Welt.

Besonderen Wert legt freenet auch auf gute Beziehungen zu seinen Kunden. Dies zeigt sich beispielsweise beim zuverlässigen, kompetenten Kundenservice, bei speziellen Angeboten etwa für Senioren bei der Handynutzung und Warnungen vor kostenpflichtigen Funktionen, aber auch bei Verhaltenskodizes, Überwachungen und Sperrlisten in Chats und Communities oder beim strikten Schutz persönlicher Kundendaten.

Umweltschutz

Die freenet AG ist als Dienstleistungsunternehmen von Anforderungen des Umweltschutzes weniger betroffen als produzierende Unternehmen. Dennoch fühlt sich freenet dem Umweltschutz verpflichtet und unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen.

So hat freenet sein Rechenzentrum in Düsseldorf auf energiesparende Rechnersysteme und die Stromversorgung dort auf Ökostrom umgestellt.

In der Logistik setzt freenet mit der GLS-Group auf einen hocheffizienten Dienstleister, bei dem ebenfalls Nachhaltigkeit zur Unternehmensphilosophie zählt. Wenn möglich, nutzt freenet insbesondere Großkartonagen zur Wiederverwendung für interne Lagerprozesse und wiederverwendbare Europaletten.

Ein ganz wesentlicher Bereich in einem Unternehmen mit über 4.300 Mitarbeitern ist außerdem das Management der Mitarbeiter-Fahrzeuge: freenet subventioniert verbrauchsarme Autos durch die Gewährung besonders günstiger Mitarbeiterkonditionen und bezieht bei der Modellauswahl neben dem Verbrauch auch die Emissionsklassen oder CO2-Richtwerte mit ein und bevorzugt die neueste, umweltschonendste Technik.

Abgerundet wird der Umweltschutzgedanke durch eine Vielzahl kleiner Maßnahmen: So sind beispielsweise alle Mitarbeiter zu Mülltrennung und sparsamem Papierverbrauch angehalten – dementsprechend wird auch auf den Druck von Quartalsberichten verzichtet. Wenn möglich, sollten außerdem Dienstreisen durch Video- und Telefonkonferenzen ersetzt werden.

Mit der Online-Rechnung sowie dem Reparaturservice und dem Rückkauf gebrauchter Handys ermöglicht die freenet AG auch ihren Kunden, einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

1.4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wesentlichen Positionen des Einzelabschlusses

Vermögens- und Finanzlage

Im Rahmen der Zeitwertaufdeckung bezüglich der Verschmelzung war in 2006 die Marke „freenet“ angesetzt worden. Der Restbuchwert dieser Marke beträgt zum 31. Dezember 2009 55,4 Millionen Euro (Vorjahr: 60,9 Millionen Euro). Der auf Grund der Verschmelzung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert, der zum 31. Dezember 2008 mit einem Restbuchwert von 217,2 Millionen Euro ausgewiesen worden war, bezog sich auf das Breitbandgeschäft des Tochterunternehmens FBB. Im Zuge der Veräußerung der FBB im Geschäftsjahr 2009 kam es zur vollständigen Abschreibung und zum Abgang dieses Geschäfts- und Firmenwertes.

Die wesentlichen Beteiligungsansätze innerhalb der Bilanzposition „Anteile an verbundenen Unternehmen“ betreffen die Anteile an der mobilcom Communicationstechnik GmbH (im Folgenden: „MCC“ genannt) mit 897,5 Millionen Euro, an der freenet Cityline GmbH (im Folgenden: „FCL“ genannt“) mit 43,2 Millionen Euro, an der freenet.de GmbH (39,8 Millionen Euro) sowie an der freenet Breitband Services GmbH (im Folgenden „FBS“ genannt) mit 19,2 Millionen Euro. Die im Geschäftsjahr 2009 ausgewiesenen Zugänge zu den Anteilen an der MCC in Höhe von 141,4 Millionen Euro resultieren aus Bareinzahlungen in die freie Kapitalrücklage der MCC. Die Minderung der Beteiligungsansätze an der FCL um 86,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr sowie an der FBS um 8,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr ist jeweils auf außerplanmäßige Abschreibungen in 2009 zurückzuführen. Aufgrund von Veräußerungen gingen im Geschäftsjahr die Anteile an der FBB (Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2008: 1,1 Millionen Euro), an der Strato AG (Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2008: 65,7 Millionen Euro) sowie an der Strato RZ (Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2008: 23,6 Millionen Euro) ab.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 77,3 Millionen Euro (Vorjahr: 133,6 Millionen Euro) betreffen größtenteils Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften. Die sonstigen Vermögenswerte werden zum 31. Dezember 2009 mit 53,6 Millionen Euro (Vorjahr: 3,3 Millionen Euro) ausgewiesen. Sie enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus Gewinnabführungsverträgen gegen die veräußerten Unternehmen Strato AG und Strato RZ, Forderungen auf Restkaufpreis aus den Veräußerungen der FBB, Strato AG und Strato RZ sowie Ertragsteuerforderungen gegen Finanzbehörden.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag liquide Mittel von 291,1 Millionen Euro (Vorjahr: 17,3 Millionen Euro) aus. Im Rahmen eines internen Cashpoolings übertragen die wesentlichen Gesellschaften des Bereiches Festnetz/Internet die ihnen zur Verfügung stehenden Bankguthaben täglich auf Konten der Gesellschaft, während die Gesellschaft andererseits diese Gesellschaften mit betriebsnotwendiger Liquidität versorgt. Hintergrund für den im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Anstieg der liquiden Mittel sind erhaltene Zahlungseingänge aus der Veräußerung der FBB, Strato AG sowie der Strato RZ.

Das Grundkapital der freenet AG beträgt unverändert 128,1 Millionen Euro, die Kapitalrücklage wird konstant zum Vorjahr mit 911,7 Millionen Euro ausgewiesen. Nach Berücksichtigung des in 2009 ausgewiesenen Jahresfehlbetrags in Höhe von 71,6 Millionen Euro ergibt sich zum 31. Dezember 2009 ein Eigenkapital der freenet AG in Höhe von 1.355,0 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft im Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 89,3 Prozent (Vorjahr: 93,9 Prozent).

Wie zum Vorjahresstichtag resultieren die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Anstieg von 72,9 Millionen Euro zum 31. Dezember 2008 auf 129,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2009) in erster Linie aus dem oben beschriebenen internen Cashpooling. Die sonstigen Verbindlichkeiten, die zum 31. Dezember mit 18,7 Millionen Euro gegenüber 4,9 Millionen Euro zum 31. Dezember 2008 ausgewiesen werden, beinhalten wie im Vorjahr überwiegend Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse 2009 entfallen im Wesentlichen auf die Holdingtätigkeit. Im Vergleich zu 2008 gingen die Umsatzerlöse um 168,5 Millionen Euro auf 9,6 Millionen Euro zurück. Zur Mitte des Jahres 2008 waren die Ausgliederungen der Bereiche Breitband und Portal der Gesellschaft vorgenommen worden – somit hatte die Gesellschaft noch in der ersten Jahreshälfte 2008 Breitband- und Portalumsätze in Höhe von 171,2 Millionen Euro ausgewiesen. Dementsprechend ging auch das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr von 42,7 Millionen Euro auf 5,5 Millionen Euro zurück.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres 2009 sind Gewinne aus der Veräußerung der Tochterunternehmen FBB, Strato AG sowie Strato RZ von insgesamt 232,7 Millionen Euro enthalten. Im Vorjahr 2008 war in dieser Position der Auskehrungsbetrag Breitband in Höhe von 25,9 Millionen Euro enthalten, weiterhin auch laufende Erträge des Breitband- und Portalgeschäfts des 1. Halbjahres 2008. Insgesamt haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge vor diesem Hintergrund von 46,5 Millionen Euro (2008) auf 239,3 Mio. Euro erhöht.

Die Personalaufwendungen enthalten in Höhe von 2,9 Millionen Euro (Vorjahr: in Höhe von 0,0 Millionen Euro) Aufwendungen für Aktienwertsteigerungsprogramme. Im Geschäftsjahr 2008 waren, im Wesentlichen durch den im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 gesunkenen Kurs der freenet Aktie bedingt, Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für Aktienwertsteigerungsprogramme und Aktienoptionen in Höhe von 10,4 Millionen Euro erzielt worden, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstand) 158 (Vorjahr: 192) Mitarbeiter.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten in Höhe von 222,7 Millionen Euro (Vorjahr: 29,0 Millionen Euro) Abschreibungen auf die Vermögenswerte, die im Rahmen der Zeitwertaufstockung bezüglich der Verschmelzung aufgedeckt worden waren, sowie die Abschreibungen auf den im Rahmen der Verschmelzungen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert. Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen auf jenen Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 197,5 Millionen Euro enthalten.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 51,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr steht im Zusammenhang mit der Tatsache, dass die Gesellschaft in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres noch das Breitband- und Portalgeschäft betrieben hatte. Im Vorjahr enthielt diese Position auch den Auskehrungsbetrag Portal in Höhe von 1,9 Millionen Euro.

Das Nettoergebnis aus Beteiligungen (Erträge aus Gewinnübernahmen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen, Aufwendungen aus Verlustübernahmen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen, Erträge aus Beteiligungen) entwickelte sich mit 64,5 Millionen Euro gegenüber den 165,5 Millionen Euro des Vorjahres rückläufig, u.a. da erstmals über den Gewinnabführungsvertrag mit der MCC Verluste der debitel-Gruppe übernommen wurden.

Die in 2009 in Höhe von 94,9 Millionen Euro vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen resultieren im Wesentlichen aus einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Beteiligung an der FCL in Höhe von 86,2 Millionen Euro. In 2008 entstanden die in Höhe von 329,1 Millionen Euro vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen im Wesentlichen aus einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Beteiligung an der FCL mit 317,8 Millionen Euro. Wesentliche Ursachen für diese Wertminderung waren in 2008 der anhaltende Rückgang des Schmalbandgeschäfts sowie zurückgehende Erträge im Breitbandgeschäft der FCL auch auf Grund der geplanten Veräußerung des DSL-Geschäfts; in 2009 ergab sich die weitere Wertminderung ganz überwiegend aufgrund des nunmehr erfolgten Verkaufs der FBB und damit des DSL-Geschäfts.

Das Zinsergebnis als Saldo der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sowie der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Millionen Euro verbessert. Dies hat seine Ursache im Wesentlichen in der unterjährigen Rückzahlung eines Intercompany-Darlehens an die Tochtergesellschaft mobilcom Communicationstechnik GmbH.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in 2009 Aufwendungen in Höhe von 17,3 Millionen Euro ausgewiesen gegenüber Aufwendungen von 14,4 Millionen Euro in 2008. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die freenet AG mit den wesentlichen Konzerngesellschaften direkt oder indirekt organschaftlich über Gewinnabführungsverträge verbunden ist und damit die Steuerlast der gesamten ertragsteuerlichen Organschaft trägt.

In der Folge der beschriebenen Entwicklungen weist die Gesellschaft für 2009 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 71,6 Millionen Euro gegenüber einem Jahresfehlbetrag des Vorjahres von 222,8 Millionen Euro aus.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2009:

Nach der Ausgliederung ihres Breitband- und Portalgeschäfts bereits zur Mitte des Vorjahres war die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009 ganz überwiegend als Holdinggesellschaft aktiv.

Die Gewinn- und Verlustrechnung 2009 wurde dabei wesentlich von den Verkäufen der Anteile an der freenet Breitband GmbH, der STRATO AG sowie der STRATO Rechenzentrum AG beeinflusst. Auf der einen Seite wurden aus diesen Verkäufen Veräußerungsgewinne in Höhe von 232,7 Millionen Euro vereinnahmt. Andererseits kam es im Zusammenhang mit dem Verkauf der freenet Breitband GmbH zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert sowie auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 292,4 Millionen Euro.

In der Folge wurde im Geschäftsjahr 2009 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 71,6 Millionen Euro ausgewiesen, womit sich der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn von 386,8 Millionen Euro (zum 31. Dezember 2008) auf 315,2 Millionen Euro zum 31. Dezember 2009 verringerte.

1.5. Risikobericht

1.5.1. Risikomanagement

Zur Gewährleistung des langfristigen Fortbestands der freenet AG kommt einem effizienten Risikomanagementsystem eine maßgebliche Bedeutung zu. Dabei soll das Risikomanagementsystem sicherstellen, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig von jedem unserer Führungskräfte erkannt und in systematischer, nachvollziehbarer Weise an die zuständigen Entscheidungsträger im Unternehmen kommuniziert werden. Durch die rechtzeitige Kommunikation von Risiken an die verantwortlichen Entscheidungsträger soll gewährleistet werden, dass angemessene Maßnahmen zum Umgang mit den erkannten Risiken ergriffen und hierdurch Schäden von unserem Unternehmen, unseren Mitarbeitern und Kunden abgewendet werden.

Dazu hat der Vorstand der freenet AG innerhalb des Konzerns ein effizientes Risikofrüherkennungs-, Überwachungs- und Steuerungssystem eingerichtet, welches den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem entspricht.

Des Weiteren hat der Vorstand in einem Leitfaden, der kontinuierlich ergänzt und verbessert wird, die wesentlichen Risikokategorien für den Konzern definiert, eine Strategie des Umgangs mit diesen Risikokategorien erarbeitet und die Verteilung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb des Risikomanagementsystems im Konzern dokumentiert. Dieser Leitfaden ist den Mitarbeitern bekannt und entwickelt deren Risikobewusstsein gezielt weiter.

Gleichzeitig ist eine Stelle in der Aufbauorganisation des freenet Konzerns damit befasst, die formalisierten Risikoberichte der einzelnen Abteilungen und der Tochterunternehmen in regelmäßigen Zeitabständen zusammenzufassen. Diese Risikoberichte, in denen erkannte spezifische Risiken beschrieben und auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Auswirkungen hin untersucht werden, erhält der Vorstand und wertet sie entsprechend aus.

Darüber hinaus hat die Unternehmensleitung zur Steuerung und Überwachung des laufenden Geschäfts ein umfangreiches monatliches Berichtswesen aufgebaut, das sowohl die finanziellen als auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Konzern umfasst. In regelmäßigen Besprechungsterminen mit allen relevanten Geschäftsbereichen informiert sich der Vorstand zeitnah über die operativen Entwicklungen. Zusätzlich werden in diesen Besprechungsterminen aktuelle Themen diskutiert und zukünftige Maßnahmen besprochen, wie auch die Verantwortlichen der einzelnen Unternehmensbereiche in ständiger Kommunikation mit dem Vorstand entstehende Risiken zeitnah an die Entscheidungsträger melden.

Das Risikomanagement wird durch die Revisionsabteilung unterstützt. Dabei wird sowohl regelmäßig als auch fallweise die Einhaltung der Richtlinien überprüft.

Die Methoden und Systeme des Risikomanagements werden ständig überprüft, weiterentwickelt und angepasst. Im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2009 wurde das Risikomanagementsystem der freenet AG durch den Abschlussprüfer überprüft.

1.5.2. Die wesentlichen Risiken

Aus der Gesamtheit der für den freenet Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risikofelder bzw. Einzelrisiken erläutert, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der freenet AG wesentlich beeinflussen können.

Durch den Verkauf des DSL-Geschäfts und der freenet Customer Care GmbH sowie der STRATO Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr sind viele potenzielle Risiken entfallen.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Mit der debitel-Akquisition und dem in der Folge deutlich vergrößerten Geschäftsumfang im Segment Mobilfunk haben sich die für das Mobilfunkgeschäft relevanten Marktrisiken signifikant erhöht. Dadurch und in Folge der Verkäufe des DSL-Geschäfts und der STRATO-Gruppe reduzieren sich die Möglichkeiten von freenet zur Risikodiversifikation über andere Tätigkeitsfelder bzw. Segmente deutlich.

Die Telekommunikationsmärkte sind weiterhin durch intensiven Wettbewerb und hohe Wechselbereitschaft der Kunden geprägt. Dies kann zum einen zu Einbußen bei Umsatzerlösen und zum Verlust von Marktanteilen sowie zu Margendruck in den jeweiligen Geschäftsbereichen führen und/oder den Gewinn von Marktanteilen erschweren. Zum anderen bringt der starke Wettbewerb immer höhere Aufwendungen für die Gewinnung neuer Kunden bei gleichzeitig sinkenden Erlösen und hoher Wechselbereitschaft der Kunden mit sich. Sollte sich dieser Trend fortsetzen oder gar verstärken, wird dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Der Wechselbereitschaft seiner Kunden versucht freenet durch Kundenbindungsmaßnahmen entgegenzuwirken. Gelingt dies nicht in ausreichendem Umfang oder nur zu unangemessenen Kosten, wird sich dies negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der freenet AG auswirken.

Die Margen im Mobilfunk-Service-Provider-Geschäft sind wesentlich durch die Netzbetreiber und deren Gestaltung der Tarifmodelle bedingt.

Darüber hinaus gehen die Mobilfunk-Netzbetreiber verstärkt dazu über, ihre Produkte selbst zu vertreiben und die Mobilfunk-Service-Provider aus dem Markt zu drängen. Hinzu kommt, dass die Mobilfunk-Netzbetreiber aufgrund ihrer Geschäftsstruktur im Vertrieb zum Teil bessere Konditionen bieten können als die Mobilfunk-Service-Provider. Dies kann wiederum zum Verlust von Vertriebswegen und Kunden führen.

In Folge des anhaltenden Wettbewerbsdrucks ist auch nicht auszuschließen, dass sich unter den Mobilfunk-Netzbetreibern ebenfalls eine Konsolidierung vollzieht. Dies könnte zu einer Reduzierung des Wettbewerbsdrucks und in der Folge zu einer Schwächung des Service-Provider-Modells führen.

Der Preis- und Margendruck im deutschen Endkundenmarkt für Mobilfunkdienstleistungen wird durch den stetig wachsenden Discount-Markt noch verstärkt. freenet ist selbst mit den Marken „klarmobil“ und „callmobile“ in diesem Segment tätig, um an diesem Wachstumsmarkt zu partizipieren.

Seit 2008 steigt der Mobilfunk-Umsatz mit sog. Non-Voice-Diensten auf Grund der stark zunehmenden Nutzung von Datendiensten erheblich an. freenet möchte die Wachstumschancen des mobilen Internets nutzen, um preisbedingte Umsatzverluste bei den Gesprächsgebühren aufzufangen. Sollte es freenet nicht gelingen, eine entsprechende mobile Reichweite zu generieren oder sollten keine attraktiven Einkaufsmodelle seitens der Netzbetreiber bereitgestellt werden, kann dies nachhaltige negative Ertragsaussichten für die Gesellschaft haben.

Die Ausweitung des Mobilfunk-Endgerätegeschäfts ist mit Preisrisiken verbunden. Auch könnte eine Reduzierung von Netzbetreiber-Subventionen in dem Bereich zu einem höheren Kapitalbindungs- und Vermarktungsrisiko führen. Die deutliche Präferenz für neue Endgeräte auf der Kundenseite sowie die Skalenvorteile auf der Einkaufsseite bei den Herstellern und Netzbetreibern bieten in Kombination mit der hohen Anzahl von Verkaufspunkten deutliche Chancen.

Am 4. August 2009 ist das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen in Kraft getreten. Damit ist die telefonische Werbung gegenüber einem Verbraucher künftig nur noch nach vorheriger ausdrücklicher Einwilligung (sog. OPT-IN-Verfahren) zulässig. Der Verbraucher muss sein Einverständnis zur Nutzung zu Werbezwecken, z. B. durch das Setzen eines Kreuzes, explizit erklären. Neben der Neukundenakquisition wird diese Regelung insbesondere das Bestandskundenmanagement beeinträchtigen, da zahlreiche Bestandskunden ihre Einwilligung nicht ausdrücklich erteilt haben. Diese Kunden können dann nicht mehr zu reinen Werbezwecken angerufen werden.

2010 könnte die Arbeitslosigkeit in Deutschland dramatisch ansteigen, wenn nach Auslaufen der Kurzarbeitsregelungen die Konjunktur nicht rechtzeitig anspringt. Betroffene Privatkunden dürften ihre Telefonie-Budgets einschränken.

Durch die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind durch die Insolvenz von Hertie und Karstadt bereits zwei Vertriebskanäle der freenet AG weggebrochen bzw. beeinträchtigt worden. Es ist nicht auszuschließen, dass bei andauernden schlechten Bedingungen weitere Vertriebskanäle wegbrechen bzw. beeinträchtigt werden könnten.

Sollte die Finanz- und Wirtschaftkrise die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter negativ beeinflussen, kann dies unter Umständen dazu führen, dass der Konzern seine Vereinbarungen mit den Kredit finanzierenden Banken nicht mehr einhalten kann. Dies hätte unter Umständen ein Recht zur Fälligkeitsstellung der Kredite durch die finanzierenden Banken zur Folge.

Technische Infrastruktur

Die Betriebsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der technischen Infrastruktur inklusive der Rechenzentren und Billingsysteme des Unternehmens sind für dessen erfolgreiches Operieren und Fortbestand von erheblicher Bedeutung. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der in den Jahren 2010 und 2011 anstehenden IT-Migrationen, bei denen es sich um Projekte mit enormer Komplexität handelt. Netzwerkausfälle oder Serviceprobleme auf Grund von Systemfehlern oder -ausfällen können zum Verlust von Kunden führen und auch finanzielle Nachteile für die Gesellschaft nach sich ziehen. Zudem binden die komplexen Integrationsvorhaben aus der Zusammenführung von Unternehmen erhebliche Ressourcen. Soweit freenet dazu noch Dienstleistungen Dritter in Anspruch nimmt, sind diese Risiken nicht vollumfänglich vom Unternehmen selbst kontrollierbar.

Abhängigkeit von Dritten

Im Bereich Schmalband erfolgt das Inkasso des überwiegenden Teils der Kundenforderungen über die Deutsche Telekom AG (DTAG). Insofern ist freenet von der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der DTAG abhängig.

Steuerliche Risiken

Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es grundsätzlich zu Änderungen kommen, die in Steuernachzahlungen oder Veränderungen der Verlustvorträge resultieren, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen des jeweiligen zugrundeliegenden Sachverhalts kommen. Gleiches gilt für Abgabenarten, die zum Teil noch gar nicht geprüft wurden, insbesondere weil sie üblicherweise keiner steuerlichen Außenprüfung unterliegen.

Dies betrifft beispielsweise den Abschluss oder die Verlängerung von Mobilfunkverträgen. Die Finanzverwaltung vertritt hier die Auffassung, dass für vergünstigt an die Endkunden abgegebene Handys in Höhe der Vergünstigung ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden ist, der über die Laufzeit des mit dem Kunden geschlossenen Mobilfunkvertrags aufzulösen ist. Die Gesellschaft ist anderer Auffassung und behandelt derartige Vergünstigungen bei Abschluss bzw. Vertragsverlängerung aufwandswirksam. Sollte sich die Gesellschaft mit ihrer Auffassung nicht durchsetzen, hätte dies Steuernachzahlungen zur Folge.

Das Risiko abweichender Sachverhaltsauslegungen und -bewertungen gilt insbesondere auch für gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen. Deshalb ist nicht ganz auszuschließen, dass durch Einbringungen, andere Umwandlungsvorgänge, Kapitalzuführungen und Gesellschafterwechsel gemäß § 8 Abs. 4 KStG (alte Fassung), ggf. in Verbindung mit § 10a Satz 9 GewStG, sowie § 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG (alte Fassung), ggf. in Verbindung mit § 19 Abs. 2 UmwStG (alte Fassung), die von den Kapitalgesellschaften der freenet Group erklärten und so auch bislang von der Finanzverwaltung gesondert festgestellten körperschafts- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge vermindert würden bzw. entfallen könnten.

Wenn innerhalb von fünf Jahren mittelbar oder unmittelbar 25 Prozent oder mehr der Aktien oder Stimmrechte der Gesellschaft in einer Hand oder in Händen mehrerer Aktionäre mit gleichgerichteten Interessen vereinigt würden (schädlicher Beteiligungserwerb), könnten die bis zum schädlichen Beteiligungserwerb nicht ausgeglichenen oder abgezogenen negativen Einkünfte (körperschafts- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge) der Gesellschaft gemäß § 8c KStG, ggf. in Verbindung mit § 10a Satz 9 GewStG, anteilig oder vollständig verloren gehen. Aktien werden in einer Hand vereinigt, wenn sie an einen Erwerber, an diesem nahe stehende Personen oder an eine Gruppe von Erwerbern mit gleichgerichteten Interessen übertragen werden.

Auf den Eintritt dieses Risikos hat die Gesellschaft keinen Einfluss, da der (ggf. teilweise) Wegfall der bis zum schädlichen Beteiligungserwerb nicht ausgeglichenen oder abgezogenen negativen Einkünfte (körperschafts- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge) durch Maßnahmen und Transaktionen auf der Ebene der Aktionäre herbeigeführt wird. Vor diesem Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden, dass es infolge einer Veräußerung oder eines Hinzuerwerbs von Aktien durch die Aktionäre der Gesellschaft zu einer Vereinigung von 25 Prozent der Aktien oder mehr in einer Hand kommen könnte. Dasselbe Risiko besteht, wenn durch andere Maßnahmen erstmals in der Hand eines Aktionärs oder mehrerer Aktionäre mit gleichgerichteten Interessen 25 Prozent oder mehr der Aktien oder Stimmrechte vereinigt werden. Die oben dargestellten Rechtsfolgen gelten entsprechend.

Finanzrisiken

Die unter den Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus variabel verzinslichen Krediten. Im Zusammenhang mit der debitel-Akquisition führt freenet Kreditverbindlichkeiten der debitel Group aus einem Konsortialkreditvertrag in Höhe von ca. 962 Millionen Euro (Stand 31. Dezember 2009) unter einer Garantie von freenet fort. Zudem besteht im Rahmen des Konsortialkreditvertrags eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 150 Millionen Euro. Durch die Regelungen des Konsortialkreditvertrags wird der finanzielle Spielraum der Gesellschaft eingeschränkt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die freenet AG Kredite bis zur Hälfte des Betrags der revolvierenden Kreditlinie unter dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch nehmen. Der Gesellschaft ist es ferner nur in engen Grenzen erlaubt, außerhalb des Konsortialkreditvertrags Fremdmittel aufzunehmen.

Darüber hinaus wird der finanzielle und operative Spielraum der freenet AG durch eine Vielzahl von vertraglichen Beschränkungen (sog. Undertakings und Covenants) eingeschränkt, denen sich freenet im Hinblick auf die Fortführung des Konsortialkreditvertrags unterworfen hat. Diese legen der freenet beispielsweise Beschränkungen bei der Aufnahme weiterer Fremdmittel, der Bestellung von Sicherheiten sowie bei der Veräußerung von Vermögensgegenständen, insbesondere von Anteilsbesitz, auf. Der Konsortialkreditvertrag verpflichtet freenet zudem, die Erlöse aus der Veräußerung von bestimmten Vermögensgegenständen anteilig in Höhe von 50 Prozent zur Tilgung der Verbindlichkeiten aus dem Konsortialkreditvertrag zu verwenden. Unter dem Konsortialkreditvertrag besteht zudem die Verpflichtung, einen Betrag von bis zu 50 Prozent des nach Schuldendienst verfügbaren operativen Cashflows aus dem Tätigkeitsfeld Mobilfunk zur Rückführung der Kreditverbindlichkeiten zu verwenden. Auch sind zur Sicherung der Ansprüche der Kreditgeber aus dem Konsortialkreditvertrag unter anderem die Anteile an den wesentlichen Gesellschaften der freenet Group zugunsten der Kreditgeber verpfändet.

Die genannten Beschränkungen können sich – für sich genommen oder im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren, wie einer etwaigen Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds – negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der freenet auswirken. Im Falle eines Kontrollwechsels ergibt sich ein Sonderkündigungsrecht der Konsortialbanken. Dies würde sich auf die Fähigkeit der Gesellschaft, ihrer Geschäftstätigkeit nachzugehen, nachteilig auswirken und könnte sogar eine Insolvenz der freenet nach sich ziehen.

Zinsänderungsrisiken werden teilweise durch den Einsatz von Zinsswaps begrenzt. Damit werden variabel verzinsliche Finanzschulden in festverzinsliche Verbindlichkeiten umgewandelt.

In der Konzernbilanz der freenet werden ein bilanzieller Goodwill sowie immaterielle Vermögenswerte wie Kundenbeziehungen und Markenrechte in wesentlicher Höhe ausgewiesen. Es besteht das Risiko, dass es im Rahmen von Werthaltigkeitsprüfungen in den Folgeperioden zu wesentlichen Wertminderungen kommen kann.

Ausfallrisiken bestehen im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Vermögenswerte. Das Ausfallrisiko ist dabei der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Für den erwarteten Ausfall wurden in der Stichtagsbilanz Wertberichtigungen gebildet. Sollten sich die gebildeten Wertberichtigungen als nicht ausreichend erweisen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Weitere Finanzrisiken wie Fremdwährungsrisiken oder Kursänderungsrisiken sind nach Auffassung der Gesellschaft als unwesentlich einzustufen und daher im Lagebericht nicht separat darzustellen.

Rechtliche Risiken

Ehemalige Aktionäre der mobilcom AG und der freenet.de AG haben die gerichtliche Überprüfung der Umtauschrelation aus der Verschmelzung der mobilcom AG und der freenet.de AG auf die heutige freenet AG nach § 15 UmwG beantragt. Sollte das Gericht in diesem Spruchverfahren eine Unangemessenheit des Umtauschverhältnisses feststellen, erfolgt ein Ausgleich durch bare Zuzahlung. Die Zuzahlung ist an alle betroffenen Aktionäre zu leisten, auch wenn sie im Spruchverfahren nicht Antragssteller waren.

Die Gesellschaft geht allerdings davon aus, dass die Umtauschrelation angemessen war und bare Zuzahlungen nicht zu erfolgen haben, da das Umtauschverhältnis sorgfältig ermittelt und von den gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfern überprüft und bestätigt wurde.

Die mobilcom AG als Rechtsvorgängerin der Gesellschaft sowie weitere Gesellschaften des ehemaligen mobilcom Konzerns haben im November 2002 einen Vergleich mit der France Télécom und verbundenen Unternehmen geschlossen. Die Wirksamkeit dieses Vergleichs wird von einzelnen Aktionären angezweifelt. Die Gesellschaft hält diesen Vergleich für wirksam und hat auch keine Anhaltspunkte dafür, dass France Télécom sich daran nicht gebunden fühlt. Sollte die Auffassung dieser Aktionäre jedoch gerichtlich bestätigt werden, wäre damit zu rechnen, dass France Télécom den Betrag von 7,1 Milliarden Euro, auf den sie im Rahmen des Vergleichs verzichtet hat, gegenüber der Gesellschaft geltend machen und etwaige Gegenansprüche der Gesellschaft dem Grunde und der Höhe nach bestreiten wird.

Einzelne Aktionäre sind der Ansicht, dass die Sachkapitalerhöhung der mobilcom AG als Rechtsvorgängerin der Gesellschaft im November 2000 fehlerhaft bzw. dass die erbrachte Sacheinlage nicht werthaltig gewesen sei, mit der Folge, dass einerseits der Gesellschaft noch Ausgleichsansprüche in Milliardenhöhe gegen die France Télécom zustünden sowie ferner, dass die an die France Télécom ausgegebenen Aktien nicht stimmberechtigt gewesen seien.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Sachkapitalerhöhung wirksam erfolgt ist. Die Gesellschaft geht daher ebenfalls davon aus, dass dies auch keine Auswirkung auf das Spruchstellenverfahren haben wird.

1.5.3. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 HGB)

1. Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontrollsystems der freenet Group

Das interne Kontrollsystem der freenet Group orientiert sich am international anerkannten Rahmenwerk des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Es umfasst alle Prozesse und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit sowie der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, insbesondere zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben.

Der Vorstand der freenet AG hat zur Steuerung der Kontrollprozesse insbesondere die Bereiche Controlling, Rechnungswesen, Treasury sowie Personal als Verantwortliche des internen Steuerungssystems der freenet Group beauftragt.

Diese Bereiche analysieren die Prozesse ständig auch in Bezug auf neue gesetzliche Vorgaben und sonstige zu beachtende Standards, entwickeln daraus interne Vorgaben und schulen die verantwortlichen Mitarbeiter.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems der freenet Group. Neben manuellen Prozesskontrollen sind auch die automatisierten IT-Prozesskontrollen ein wesentlicher Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems umfasst neben dem operativen Risikomanagement konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem werden im Berichtsteil „Risikomanagement“ des Risikoberichts erteilt.

2. Struktur des Rechnungslegungsprozesses

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt im Einzelabschluss der freenet AG im Wesentlichen durch ein lokales Buchhaltungssystem.

Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der freenet AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen zu standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die in MS Excel geführt werden. Als Konsolidierungssystem auf oberster Konzernebene setzt die freenet AG das Modul „EC-CS“ von SAP ein. Zur Aufstellung der Konzernbilanz, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzern– Kapitalflussrechnung, der Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung etc. gelangen die Meldedaten der Tochterunternehmen in unterschiedlicher Weise in das Konsolidierungssystem – sowohl automatisch über das SAP-Modul „FI“, als auch teilweise manuell durch Eingabe der Meldedaten, die vorher bereits in verschiedenen Teilkonzernen zusammengefasst wurden. Die einzelnen Anhangsangaben werden jeweils aus den standardisierten Berichtspaketen gewonnen, die Konsolidierung der Anhangsangaben erfolgt in MS Excel.

Durch die Konzern-Revision der freenet AG werden die Ordnungsmäßigkeit und Berechtigungen im Konsolidierungssystem SAP EC-CS in regelmäßigen Abständen geprüft. Durch den Konzernabschlussprüfer der freenet AG werden regelmäßig die Schnittstelle zwischen SAP-FI und dem Konsolidierungssystem SAP EC-CS sowie die Überleitungen der standardisierten Berichtspakete der Tochterunternehmen bis hin zum Konzernabschluss der freenet AG geprüft.

3. Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Konzern-Revision der freenet AG ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem der freenet Group eingebunden und wird dabei durch den Aufsichtsrat, hier insbesondere den Prüfungsausschuss der freenet AG, überwacht.

Der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane sind ebenfalls mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld der freenet Group einbezogen. Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bzw. die Prüfung der einbezogenen Formularabschlüsse der Konzerngesellschaften bildet die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

1.6. Übernahmerechtliche Angaben nach §289 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der freenet AG beträgt 128.061.016 Euro. Es ist in ebenso viele auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Im Geschäftsjahr 2009 wurden die bisherigen Inhaberaktien auf Namensaktien umgestellt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

10 Prozent der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen

Aktionär der Gesellschaft mit direkten oder indirekten Beteiligungen an Kapital von mehr als 10 Prozent ist eine Aktionärsgruppe bestehend aus der United Internet AG, der Drillisch AG und Herrn Ralph Dommermuth, die insgesamt 16,57 Prozent an unserem Grundkapital hält. Zum 31.12.2009 hält die Telco (Netherlands) Holding B.V., eine von Permira Fonds mehrheitlich kontrollierte Holdinggesellschaft, einen Anteil in Höhe von 10,07 Prozent.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands, Satzungsänderungen

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der freenet AG richtet sich nach §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 5 Abs. 1 der Satzung. Die maßgeblichen Vorschriften zur Änderung der Satzung sind §§ 133, 179 AktG und § 16 der Satzung der freenet AG.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. August 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 16.030.508 Euro durch Ausgabe von bis zu 16.030.508 neuen, auf den Namen oder den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2005).

§ 4 Abs. 7 der Satzung enthält die Ermächtigung für den Vorstand, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 6. Juli 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 20.000.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 20.000.000 neuen, auf den Namen oder den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009).

Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2009 wurde der Vorstand bis zum 6. Januar 2011 ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals in Höhe von 128.061.016 Euro zu erwerben. Die Ermächtigung kann durch die Gesellschaft oder ihre Tochtergesellschaften oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines öffentlichen Kaufangebots, mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten, durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre oder unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put- oder Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden).

Kontrollwechsel

Die Bankverbindlichkeiten, die die freenet Group unter dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch nimmt, können unter bestimmten Voraussetzungen teilweise oder zur Gänze fällig gestellt werden. Ein Recht zur Fälligstellung kann bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Beschränkungen und Auflagen entstehen, denen sich freenet bei der Übernahme des Konsortialkredits unterworfen hat. Zum Teil hat freenet keinen Einfluss auf die Voraussetzungen, unter denen den Konsortialbanken ein Recht zur Fälligstellung des Kredits entsteht.

Dies gilt insbesondere für das Recht zur Fälligstellung im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft. Ein solcher Kontrollwechsel liegt, vorausgesetzt, dass die Verpflichtung zur Abgabe eines Übernahmeangebots besteht, bereits beim Erwerb einer Hauptversammlungsmehrheit durch eine oder mehrere gemeinsam handelnde Personen vor. Im Falle einer Kündigung trägt freenet das Risiko, dass eine Folgefinanzierung zur Ablösung des Konsortialkreditvertrags nicht oder nur zu für freenet ungünstigen Konditionen zustande kommt. Kommt keine Folgefinanzierung zustande, wäre freenet dem Risiko ausgesetzt, dass die Konsortialbanken die zu ihren Gunsten eingeräumten Pfandrechte an den wesentlichen Gesellschaften und die weiteren von der freenet Group bestellten Sicherheiten verwerten.

Entschädigungsvereinbarung der Gesellschaft

Bei einem Kontrollwechsel können die Aktienwertsteigerungsrechte ohne Rücksicht auf die Wartezeit ausgeübt werden.

1.7. Erklärung nach §289a HGB

Die Erklärung nach §289a HGB ist auf der Homepage der Gesellschaft im Internet unter im Bereich Corporate Governance veröffentlicht.

1.8. Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vorstandsvergütung

Grundzüge der Vergütung

Die Vorstandsvergütung wird gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats vom Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats der freenet AG festgelegt.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihrer Vorgängergesellschaften ist leistungsorientiert und setzt sich aus drei Komponenten zusammen: einem fixen Bestandteil, einem erfolgsabhängigen Bestandteil und einem langfristigen Anteil mit entsprechender Anreizwirkung.

Für das Geschäftsjahr 2009 betrug die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt 5.617 Tausend Euro, gegenüber -4.579 Tausend Euro in 2008. Dabei entfielen 1.920 Tausend Euro auf die Festbezüge und 3.697 Tausend Euro auf die variablen Bezüge.

An Herrn Vilanek, der seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der freenet AG ab dem 1. Mai 2009 aufnahm, wurden im Geschäftsjahr 2009 400.000 Aktienwertsteigerungsrechte ausgegeben. Die an Herrn Vilanek in 2009 ausgegebenen Aktienwertsteigerungsrechte hatten zum Gewährungszeitpunkt am 1. Mai 2009 einen Gesamtwert in Höhe von 509 Tausend Euro (beizulegender Zeitwert gemäß IFRS 2). An die weiteren Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2009 keine neuen Aktienwertsteigerungsrechte oder Aktienoptionen ausgegeben.

Die Vorstandsbezüge des Vorjahres 2008 der Herren Spoerr, Krieger, Esch und Berger wurden mit negativem Vorzeichen ausgewiesen, was auf die im wesentlichen stichtagskursbedingte Verringerung der Rückstellung für Aktienwertsteigerungsrechte zurückzuführen ist. Ohne Berücksichtigung der zahlungsunwirksamen Vergütungsbestandteile aus Aktienwertsteigerungsrechten hätten sich in 2008 für Herrn Spoerr Bezüge in Höhe von 1.051 Tausend Euro, für Herrn Krieger Bezüge in Höhe von 516 Tausend Euro, für Herrn Esch Bezüge in Höhe von 314 Tausend Euro, für Herrn Berger Bezüge in Höhe von 313 Tausend Euro sowie für Herrn Preisig Bezüge in Höhe von 205 Tausend Euro ergeben.

Über die oben aufgeführten Bezüge hinaus wurde an Herrn Berger, aufgrund der vorzeitigen Aufhebung seines Dienstverhältnisses zum 30. September 2009, im Geschäftsjahr 2009 eine Zahlung von 508 Tausend Euro zur Abgeltung vertraglicher Ansprüche aus seinem Dienstvertrag geleistet.

Insgesamt ergaben sich in 2009 Vorstandsbezüge im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB (zahlungswirksame Bezüge inklusive der Zahlung an Herrn Berger zur Abgeltung vertraglicher Ansprüche zuzüglich der neu ausgegebenen Aktienwertsteigerungsrechte angesetzt zu ihrem Gesamtwert bei Gewährung im Geschäftsjahr) in Höhe von 4.044 Tausend Euro. Im Vorjahr 2008 betrugen die Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB 5.790 Tausend Euro, inklusive der Zahlung von 2.000 Tausend Euro an Herrn Spoerr zur Abgeltung vertraglicher Ansprüche sowie zuzüglich der an Herrn Preisig neu ausgegebenen Aktienwertsteigerungsrechte zu ihrem Gesamtwert von 1.391 Tausend Euro (beizulegender Zeitwert gemäß IFRS 2) bei Gewährung in 2008.

Zum 31. Dezember 2009 betrug der Stand der Rückstellung für Aktienwertsteigerungsrechte für Herrn Vilanek 424 Tausend Euro (Vorjahr: 0), für Herrn Krieger 719 Tausend Euro (Vorjahr: 352 Tausend Euro), für Herrn Esch 392 Tausend Euro (Vorjahr: 176 Tausend Euro), für Herrn Preisig 386 Tausend Euro (Vorjahr: 55 Tausend Euro), für Herrn Berger 248 Tausend Euro (Vorjahr: 106 Tausend Euro) sowie für Herrn Spoerr 1.673 Tausend Euro (Vorjahr: 563 Tausend Euro).

Im Geschäftsjahr 2009 sind wie im Vorjahr aus Aktienoptionen und Aktienwertsteigerungsrechten keine Bezüge zahlungswirksam geflossen.

Im November 2004 war den Herren Spoerr, Krieger, Esch und Berger jeweils eine mittelbare Pensionszusage gewährt worden. Im Geschäftsjahr 2009 ist Herrn Vilanek anlässlich seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden zum 1. Mai 2009 eine mittelbare Pensionszusage erteilt worden. Zum 31. Dezember 2009 betrug die Defined Benefit Obligation (DBO) für Herrn Vilanek 115 Tausend Euro (Vorjahr: 0), für Herrn Krieger 1.128 Tausend Euro (Vorjahr: 473 Tausend Euro), für Herrn Esch 386 Tausend Euro (Vorjahr: 164 Tausend Euro), für Herrn Berger 385 Tausend Euro (Vorjahr: 163 Tausend Euro) sowie für Herrn Spoerr 1.442 Tausend Euro (Vorjahr: 894 Tausend Euro). Die freenet AG übernahm zum 1. September 2008 von der debitel AG die an Herrn Preisig gewährte Pensionszusage. Zum 31. Dezember 2009 betrug die DBO für Herrn Preisig 244 Tausend Euro (Vorjahr: 137 Tausend Euro).

Im Personalaufwand wurden für die Vorstandsmitglieder aus den Pensionszusagen insgesamt laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen von 820 Tausend Euro (Vorjahr: 222 Tausend Euro) erfasst.

Es wurden keinem der Vorstandsmitglieder Darlehen gewährt und für keines der Vorstandsmitglieder Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungen übernommen.

Vergütungsregelungen für den Fall der Tätigkeitsbeendigung

Altersversorgung

Im November 2004 war sämtlichen Vorstandsmitgliedern der damaligen freenet.de AG jeweils eine mittelbare Pensionszusage von der freenet.de AG gewährt worden.

Bei Beendigung des Dienstverhältnisses haben die Vorstandsmitglieder der freenet AG Anspruch auf die unter Textziffer 5 des Anhangs dargestellten Leistungen.

Vorzeitige Beendigung des Dienstvertrags

Die vor Wirksamwerden der Verschmelzung bestehenden Dienstverträge mit der mobilcom AG und freenet.de AG gingen mit Wirksamwerden der Verschmelzung auf die Gesellschaft über. Die kraft Gesetzes fortgeltenden alten Verträge wurden durch neue Verträge ersetzt. Mit Ausnahme der Höhe der Vergütung einschließlich der Anzahl der Aktienwertsteigerungsrechte entsprechen die Dienstverträge auch hinsichtlich der Vergünstigungen für den Fall der (vorzeitigen) Beendigung des Dienstverhältnisses einander. Ein Abfindungsanspruch besteht nicht, sofern ein Vorstandsmitglied die (vorzeitige) Beendigung des Dienstvertrags selbst zu vertreten hat.

Im Einzelnen sehen die Dienstverträge der Gesellschaft für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses folgende Vergünstigungen vor:

Für den Vorstandsvorsitzenden Christoph Vilanek gelten folgende Regelungen seit 1. Mai 2009:

Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Christoph Vilanek eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Vertragsjahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts.
Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal der Altersrente.
Aktienwertsteigerungsrechte, die aufgrund Ablaufs der jeweiligen Wartezeit und Eintritt der jeweiligen Erfolgsziele bereits ausübbar geworden sind, bleiben bestehen. Bei Kündigung des Dienstvertrags durch Herrn Vilanek aus einem sonstigen wichtigen Grund oder aufgrund vollständiger Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit oder im Todesfall bleiben sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte bestehen und können nach Maßgabe der sonstigen Vertragsbedingungen binnen einer Frist von zwölf Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit, im Falle eines wichtigen Grundes ohne Beschränkung auf die Frist von zwölf Monaten ausgeübt werden.

Für den Vorstand Joachim Preisig gelten folgende Regelungen seit 1. September 2008:

Mit Ausscheiden nach Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Joachim Preisig eine Altersrente in Höhe von 9.333,00 Euro (zugesagte monatliche Altersrente). Bei einem vorzeitigen Ausscheiden erhält Herr Preisig nach Vollendung des 60. Lebensjahrs und Eintritt der Unverfallbarkeitsvoraussetzungen eine Altersrente, die sich nach den gesetzlichen Vorgaben berechnet, somit erfolgt eine Quotierung der zugesagten Altersrente entsprechend der tatsächlichen Dienstzugehörigkeit.
Hinterbliebenenrente für die Ehefrau und Waisenrente für die personensorgerechtspflichtigen Kinder auf Basis der zugesagten Altersrente für Joachim Preisig. Witwen- und Waisengelder dürfen zusammen 90 Prozent der Altersrente nicht übersteigen, auf die Herr Preisig zum Zeitpunkt seines Todes Anspruch oder Anwartschaft hatte. Vollenden Waisen das 18. Lebensjahr, so erlischt der Anspruch auf das monatlich laufende Waisengeld. Zu diesem Zeitpunkt wird eine einmalige Kapitalleistung in Höhe des 24-fachen monatlichen Waisengeldes gezahlt.
Aktienwertsteigerungsrechte, die aufgrund Ablaufs der jeweiligen Wartezeit und Eintritt der jeweiligen Erfolgsziele bereits ausübbar geworden sind, bleiben bestehen. Bei Kündigung des Dienstvertrags durch Herrn Preisig aus einem sonstigen wichtigen Grund oder aufgrund vollständiger Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit oder im Todesfall bleiben sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte bestehen und können nach Maßgabe der sonstigen Vertragsbedingungen binnen einer Frist von zwölf Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit, im Falle eines wichtigen Grundes ohne Beschränkung auf die Frist von zwölf Monaten, ausgeübt werden.

Für die Vorstände Axel Krieger und Stephan Esch, sowie für die ehemaligen Vorstände Eckhard Spoerr und Eric Berger gelten folgende Regelungen:

Anspruch auf Auszahlung des Gehalts sowie der Tantiemen (auf der Grundlage der Annahme einer 100-prozentigen Zielerreichung) für die verbliebene restliche Vertragslaufzeit bei einvernehmlicher Beendigung oder Kündigung des Dienstvertrags, jeweils binnen zwölf Monaten nach Eintritt eines Kontrollwechsels an der Gesellschaft.
Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhalten die o. g. Vorstände eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Jahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft oder ihrer Rechtsvorgängerin, der freenet.de AG, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts (Garantierente).
Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal der Garantierente.
Aktienwertsteigerungsrechte, die aufgrund Ablaufs der jeweiligen Wartezeit und Eintritt der jeweiligen Erfolgsziele bereits ausübbar geworden sind, bleiben bestehen. Bei Kündigung des Dienstvertrags aufgrund Kontrollwechsels bleiben sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte bestehen und können ohne Rücksicht auf die Wartezeit bei Eintritt der sonstigen Ausübungsvoraussetzungen binnen zwölf Monaten, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit, ausgeübt werden. Bei Kündigung des Dienstvertrags durch ein Vorstandsmitglied aus einem sonstigen wichtigen Grund oder aufgrund vollständiger Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit oder im Todesfall bleiben sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte bestehen und können nach Maßgabe der sonstigen Vertragsbedingungen binnen einer Frist von zwölf Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit, im Falle eines wichtigen Grundes ohne Beschränkung auf die Frist von zwölf Monaten ausgeübt werden.

Dienstverträge mit Tochtergesellschaften der freenet AG bestehen nicht.

Aufsichtsratsvergütung

Grundzüge der Vergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

einer Basisvergütung
Sitzungsentgelten und
einer erfolgsabhängigen Vergütung

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2009 wurde die Basisvergütung geändert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ab dem Geschäftsjahr 2009 für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zu diesem Gremium eine feste Basisvergütung in Höhe von 30.000 € von der Gesellschaft. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende den anderthalbfachen Betrag der Basisvergütung.

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält zusätzlich für jede Sitzung des Aufsichtsrats, an der es teilgenommen hat, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 €. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats – mit Ausnahme des gem. § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildeten Ausschusses – angehören, erhalten zusätzlich für jede Sitzung des Ausschusses ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 €. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält den doppelten Betrag.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner nach Ablauf jedes Geschäftsjahres eine variable, erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 500 € je 0,01 € Dividende, die über 0,10 € je Stückaktie der Gesellschaft hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Vergütung ist der Höhe nach begrenzt auf den als feste Vergütung geschuldeten Betrag. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende erhält den anderthalbfachen Betrag.

Für ihre Tätigkeit innerhalb des Geschäftsjahrs 2009 bezogen die Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft eine Festvergütung in Höhe von 405,8 Tsd. € sowie 260 Tsd. € Sitzungsgeld. Zudem wurde eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 67,6 Tsd. € als Aufwand erfasst. Inwiefern diese erfolgsabhängige Vergütung zur Auszahlung kommen wird, ist vom Gewinnverwendungsbeschluss durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2009 abhängig. Die Gesamtsumme an Aufwendungen für Aufsichtsratstätigkeiten beträgt somit 733,3 Tsd. €.

Mitgliedern des Aufsichtsrats werden darüber hinaus Auslagen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie Umsatzsteuer ersetzt.

Die für das vorangegangene Geschäftsjahr zurückgestellte erfolgsabhängige Vergütung kam nicht zur Auszahlung, weil keine Dividende von der Hauptversammlung beschlossen wurde. Eine hierfür gebildete Rückstellung wurde daher wieder aufgelöst. Die gezahlte Aufsichtsratsvergütung für das Vorjahr beträgt insgesamt 375,9 Tsd. €.

1.9. Nachtragsbericht

Der Vorstand hat beschlossen, dem Aufsichtsrat die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Stückaktie aus dem Bilanzgewinn der freenet AG vorzuschlagen – veröffentlicht am 09. Februar 2010 im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der vorläufigen Geschäftszahlen.

Die Telco (Netherlands) Holding B.V. meldete im Januar 2010 einen Rückgang ihres Stimmrechtsanteils an der freenet AG von 10,07 Prozent auf 0,00 Prozent.

Das Verkäuferdarlehen, welches zum 31. Dezember 2009 mit ca. 146 Millionen Euro in der Konzernbilanz in den kurzfristigen Finanzschulden enthalten ist, konnte Anfang Februar 2010 vollständig getilgt werden.

1.10. Chancen- und Prognosebericht

Chancenbericht

In diesem Abschnitt soll auf den Chancen-Bericht aus Sicht des freenet Konzerns eingegangen werden. Ohne eine solche Beurteilung auf Konzernebene wäre die reine Beurteilung der Einzelgesellschaft freenet AG nur beschränkt aussagekräftig.

Mit der Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder Mobilfunk/mobiles Internet mit dem Portalgeschäft in Verbindung mit der konsequenten Umsetzung des Ende 2008 beschlossenen Restrukturierungs- und Integrationsprogramms schafft die Gesellschaft die Voraussetzung für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Hieraus können sich folgende Chancen ergeben:

Stabilisierung der Systeme und Prozesse zur konsequenten Ausnutzung der vorhandenen Synergiepotenziale;
Hebung von weiteren Synergieeffekten und Kosteneinsparungen durch die finale Zusammenführung der Systemlandschaften: Reduzierung von 2 auf 1 IT-System;
Nutzen der geschaffenen Vertriebsstärke für die Vermarktung neuer Produkte;
die Ausschöpfung von Wachstumschancen im Datenmarkt und Zusatzpotenzialen durch den weiteren Ausbau des mobilen Portals & Internet.

Prognosebericht

In diesem Abschnitt soll auf den Prognose-Bericht aus Sicht des freenet Konzerns eingegangen werden. Ohne eine solche Beurteilung auf Konzernebene wäre die reine Beurteilung der Einzelgesellschaft freenet AG nur beschränkt aussagekräftig.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach dem Konjunktureinbruch in Folge der Finanz- und Wirtschaftkrise nahm in Deutschland das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Sommerhalbjahr 2009 wieder moderat zu. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht erwartet die Bundesregierung eine Fortsetzung der Erholung für 2010. Jedoch rechnet die Bundesregierung gleichzeitig mit einem weiteren Rückgang der Beschäftigung, was den privaten Konsum belasten dürfte. Gestützt vom beschlossenen Sofortprogramm prognostiziert die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt 2010 einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent.

Telekommunikationsmarkt

Der Trend rückläufiger Umsätze im Telekommunikationsmarkt aufgrund weiter sinkender Endkundenpreise wird sich auch in 2010 weiter fortsetzen, wenn auch nicht im selben Maße wie in 2009: Die Experten des VATM gehen dabei von einem Rückgang zwischen 2 und 3 Prozent aus.

freenet Konzern

Der freenet Konzern agiert mit allen Geschäftsbereichen in Märkten mit hoher Wettbewerbsintensität, unterschiedlichen Wachstumsraten und teilweise rückläufigen Nutzungszahlen; für die Jahre 2010 und 2011 geht die Gesellschaft derzeit von folgenden Entwicklungen aus:

In den Kerngeschäftsfeldern Mobilfunk/mobiles Internet mit dem Portalgeschäft wird der Fokus weiterhin die Gewinnung und Bindung von qualitativ hochwertigen Kunden sein. Die Gesellschaft erwartet vor diesem Hintergrund einen Rückgang der Kundenbasis im Vergleich zum 31.12.2009.

Dem marktweit erwarteten Preisverfall und damit verbundenen Rückgang der ARPUs versucht die Gesellschaft durch die qualitative Verbesserung der Kundenbasis sowie die Vermarktung von Datenumsätzen teilweise entgegen zu wirken. Die Gesellschaft erwartet vor diesem Hintergrund einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009.

Das strategisch wichtige Online-Portal der Gesellschaft bietet zunehmend auch Inhalte für das mobile Internet an, um sich im Wachstumsmarkt des mobilen Internets gut zu positionieren.

Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft eine Online-Vermarktungsagentur. Die weiteren Wachstumschancen hängen jedoch davon ab, wie sich der von der Finanzkrise betroffene Werbemarkt weiter entwickeln wird.

Die Gesellschaft erwartet einen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung des Konzerns

Die freenet AG konnte im Geschäftsjahr 2009 ihre Profitabilität beim EBITDA und Free-Cashflow trotz der negativen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Belastungen der Organisation durch die Restrukturierung des Mobilfunkgeschäfts gegenüber dem Vorjahr steigern.

Diese Ergebnisse bestätigen die freenet AG in der Fortsetzung ihrer Strategie der Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder Mobilfunk/mobiles Internet mit dem Portalgeschäft, um die nachhaltige Profitabilität und Cashflow-Stärke zu sichern und auszubauen sowie die Verschuldung weiter zurückzuführen.

Büdelsdorf, den 2. März 2010

Der Vorstand

Christoph Vilanek

Axel Krieger

Stephan Esch

Joachim Preisig

Bilanz

Aktiva

31.12.2009

31.12.2008

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.805.441,81 63.427.872,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 217.202.198,40
3. Geleistete Anzahlungen 36.374,48 0,00
55.841.816,29 280.630.070,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.337.727,55 7.850.708,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.738.227,02 2.329.537,40
9.075.954,57 10.180.246,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.025.884.947,99 1.069.283.394,36
2. Beteiligungen 1.664.209,23 1.664.209,23
1.027.549.157,22 1.070.947.603,59
1.092.466.928,08 1.361.757.920,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 0,00 55.168,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.240.989,25 2.590.610,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 77.251.400,23 133.588.645,30
3. Sonstige Vermögensgegenstände 53.613.331,31 3.312.015,12
134.105.720,79 139.491.271,31
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 291.077.068,33 17.309.716,35
425.182.789,12 156.856.156,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 107.034,68 145.227,82
1.517.756.751,88 1.518.759.304,70
Passiva
31.12.2009

31.12.2008

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 128.061.016,00 128.061.016,00
II. Kapitalrücklage 911.664.429,49 911.664.429,49
III. Bilanzgewinn 315.246.866,82 386.799.258,50
1.354.972.312,31 1.426.524.703,99
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 280.420,00 175.519,00
2. Sonstige Rückstellungen 12.930.011,04 10.652.087,04
13.210.431,04 10.827.606,04
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.091.928,53 2.690.953,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 129.774.057,98 72.885.479,81
3. Sonstige Verbindlichkeiten 18.708.022,02 4.852.354,15
(davon aus Steuern € 17.874.239,91; Vorjahr € 3.649.974,39)
149.574.008,53 80.428.787,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 978.207,16
1.517.756.751,88 1.518.759.304,70

Gewinn- und Verlustrechnung

2009

2008

1. Umsatzerlöse 9.602.671,39 178.143.847,59
2. Sonstige betriebliche Erträge 239.304.086,46 46.499.622,43
248.906.757,85 224.643.470,02
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 0,00 8.716.764,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.087.937,53 126.716.424,93
4.087.937,53 135.433.189,13
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.351.845,59 14.415.361,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.702.928,47 2.140.430,77
(davon für Altersversorgung € 476.747,53; Vorjahr € 371.846,53)
17.054.774,06 16.555.792,55
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 224.692.898,08 32.909.400,82
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.558.960,55 78.153.329,29
7. Erträge aus Beteiligungen 400.000,00 300.000,00
8. Erträge aus Gewinnübernahmen aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 85.026.097,54 168.045.834,60
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.862.657,03 3.361.742,02
(davon aus verbundenen Unternehmen € 2.788.527,22; Vorjahr € 2.306.762,69)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 94.904.144,82 329.096.338,56
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 20.905.006,23 2.886.780,74
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.170.962,17 9.672.963,40
(davon an verbundene Unternehmen € 2.931.113,13; Vorjahr € 5.992.400,01)
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -54.179.171,02 -208.356.747,85
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.343.078,27 14.446.817,34
15. Sonstige Steuern 30.142,39 37.146,99
16. Jahresfehlbetrag -71.552.391,68 -222.840.712,18
17. Gewinnvortrag 386.799.258,50 609.639.970,68
18. Bilanzgewinn 315.246.866,82 386.799.258,50

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 der freenet AG, Büdelsdorf, wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des AktG erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Unsere Gesellschaft wurde am 15. April 2005 als telunico holding AG gegründet und mit Handelsregistereintragung vom 2. März 2007 in freenet AG umfirmiert. Mit Verschmelzungsvertrag vom 8. Juli 2005 und Handelsregistereintragung vom 2. März 2007 waren die mobilcom Aktiengesellschaft, Büdelsdorf, und die freenet.de AG, Hamburg, auf unsere Gesellschaft verschmolzen worden.

Durch Einbringungsvertrag vom 17. Juni 2008 hatte sich die freenet AG verpflichtet, ihren Geschäftsbereich Breitband mit allen Aktiva und Passiva, Vermögensgegenständen und Schulden sowie sonstigen Rechten und Pflichten durch Einzelrechtsnachfolge im Wege der Sachkapitalerhöhung in die freenet Breitband GmbH einzubringen. Diese Einbringung wird im Folgenden als „Ausgliederung des Geschäftsbereiches Breitband“ bezeichnet. Die Einbringung des Geschäftsbereiches Breitband war mit wirtschaftlicher Wirkung ab dem 1. Januar 2008 erfolgt. Dieser Vereinbarung über die wirtschaftliche Wirkung ist dadurch Rechnung getragen worden, dass der Verlust, welcher in den ersten sechs Monaten 2008 im Geschäftsbereich Breitband der freenet AG erzielt worden war, in einem Betrag (im Folgenden „Auskehrungsbetrag Breitband“ genannt) der freenet Breitband GmbH weiterbelastet worden ist.

Weiterhin hatte sich die freenet AG durch Einbringungsvertrag vom 17. Juni 2008 verpflichtet, ihren Geschäftsbereich Portal mit allen Aktiva und Passiva, Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten sowie sonstigen Rechten und Pflichten durch Einzelrechtsnachfolge im Wege der Sachkapitalerhöhung in die freenet.de GmbH einzubringen. Diese Einbringung wird im Folgenden als „Ausgliederung des Geschäftsbereiches Portal“ bezeichnet. Die Einbringung des Geschäftsbereiches Portal war mit wirtschaftlicher Wirkung ab dem 1. Januar 2008 erfolgt. Dieser Vereinbarung über die wirtschaftliche Wirkung ist dadurch Rechnung getragen worden, dass der Gewinn, welcher in den ersten sechs Monaten 2008 im Geschäftsbereich Portal der freenet AG erzielt worden war, in einem Betrag (im Folgenden „Auskehrungsbetrag Portal“ genannt) der freenet.de GmbH gutgeschrieben worden ist.

Durch die Ausgliederungen der Geschäftsbereiche Portal und Breitband im Geschäftsjahr 2008 wurde die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflusst. Dies führt zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit mit dem Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahrs.

Am 26. Mai 2009 schlossen die freenet AG und die 1&1 Internet AG, eine Tochter der United Internet AG, einen Vertrag über den Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der freenet Breitband GmbH. Weiterhin schlossen die Parteien auch eine Vertriebsvereinbarung, die mindestens bis 2014 läuft. In dieser Vereinbarung gewährt die 1&1 Internet AG bis Ende 2014, zusätzlich zu ihren marktüblichen DSL-Provisionen, eine Prämie von bis zu insgesamt 6.551.000 United Internet Aktien. 1&1 hat das Wahlrecht, diese Prämie alternativ in bar zu begleichen.

Für den Verkauf wurde ein vorläufiger Kaufpreis von 123 Millionen Euro vereinbart. Allerdings unterliegt der vorläufige Kaufpreis verschiedenen Anpassungen, beispielsweise einer Bewertung des Kundenbestands, die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses noch nicht final ermittelt wurden. Bis zum Bilanzstichtag und auch dem Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses sind dem Konzern bereits Kaufpreisanteile in Höhe von T€ 120.383 zugeflossen.

Der Vollzug dieser Transaktion erfolgte in zwei Schritten und war mit der technischen Kundenmigration zum 30. November 2009 abgeschlossen.

Mit Kaufvertrag vom 19. November 2009, der am 30. Dezember 2009 vollzogen wurde bei Übergang der Kontrolle auf die Erwerberin zum 31. Dezember 2009, 24.00 Uhr, veräußerte die freenet AG sämtliche Geschäftsanteile an der STRATO AG sowie der STRATO Rechenzentrum AG an die Deutsche Telekom AG, Bonn. Für den Verkauf wurde ein vorläufiger Kaufpreis von 275 Millionen Euro vereinbart, der noch Kaufpreisanpassungen bezüglich Parametern unterliegt, die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses noch nicht final ermittelt wurden. Bis zum Bilanzstichtag und auch dem Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses ist der Gesellschaft ein Kaufpreis von T€ 289.945 zugeflossen, nachdem von den Vertragsparteien eine Abschätzung der Kaufpreisanpassungen vorgenommen worden war.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Zugänge zu den Immateriellen Vermögensgegenständen und zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer mit steuerlich zulässigen Sätzen vorgenommen. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand gebucht. Die Marke wird über 15 Jahre abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über die Geschäftsjahre abgeschrieben, in denen sie voraussichtlich genutzt werden. Der aufgrund der Verschmelzungen entstandene Geschäfts- oder Firmenwertwurde ursprünglich beginnend ab dem 1. Januar 2005 über 15 Jahre abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurde dieser Geschäfts- und Firmenwert vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder Einbringungswerten unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Gängigkeitsabschreibungen bewertet.

Der Ansatz der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden größtenteils aufgrund von Altersstrukturanalysen vorgenommen. Für den Restbestand wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 2 % gebildet. Zur Abdeckung von spezifischen Kreditrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten bilanziert.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Einer bestimmten Personengruppe wurden Pensionszusagen erteilt. Für jene Zusagen, die im Rahmen einer rückgedeckten Unterstützungskasse durchgeführt werden, wird der Vermögensstock kongruent zum Verpflichtungsumfang aufgebaut, so dass in Anlehnung an Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB eine Rückstellung für diese mittelbaren Verpflichtungen nicht gebildet wird. Die aus einer unmittelbaren, nicht rückgedeckte Pensionszusage resultierende Pensionsverpflichtung ist mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert auf Basis eines Zinssatzes von 6 Prozent (Vorjahr 6 Prozent) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Die Währungsumrechnung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte mit den Kursen am Tage der Entstehung, mindestens mit den höheren Geldkursen am Bilanzstichtag.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für bestimmte zukünftige Zeiträume ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2009 ist im Anlagenspiegel (Anlage III Seite 26) gesondert dargestellt.

Aus der Zeitwertaufdeckung bezüglich der Verschmelzung der freenet.de AG auf die Gesellschaft verbleibt zum 31. Dezember 2009 die Marke „freenet“ mit einem Restbuchwert von € 55,4 Mio. (Vorjahr € 60,9 Mio.) in der Bilanz der Gesellschaft. Der aus der Verschmelzung resultierende Geschäfts- und Firmenwert, der zum 31. Dezember 2008 mit € 217,2 Mio. angesetzt war, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zusammenhang mit der Veräußerung der freenet Breitband GmbH außerplanmäßig auf € 0 abgeschrieben und ging aus dem Anlagevermögen ab.

Die wesentlichen Beteiligungsansätze innerhalb der Bilanzposition Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Anteile an der mobilcom Communicationstechnik GmbH mit € 897,5 Mio. (Vorjahr € 756,1 Mio.), an der freenet Cityline GmbH mit € 43,2 Mio. (Vorjahr € 129,4 Mio.), an der freenet.de GmbH mit € 39,8 Mio. (Vorjahr € 39,8 Mio.) sowie an der freenet Breitband Services GmbH mit € 19,2 Mio. (Vorjahr € 27,5 Mio.).

Die Beteiligungen betreffen wie im Vorjahr zu T€ 962 den 50%igen Geschäftsanteil an der FunDorado GmbH, zu T€ 304 den 10%igen Geschäftsanteil der libri.de GmbH sowie zu T€ 398 den 19,9%igen Geschäftsanteil an der Pocketfilm Media Entertainment GmbH, Frechen,.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderungen von € 292,4 Mio. wurden zu € 197,5 Mio. auf den Geschäfts- und Firmenwert vorgenommen, da dieser sich auf den veräußerten Geschäftsbereich Breitband bezog. Daneben wurden in der Position Anteile an verbundene Unternehmen € 94,9 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben. Auch hier wurde der Veräußerung des Geschäftsbereiches Breitband Rechnung getragen. Im Einzelnen entfallen hiervon auf die freenet Cityline GmbH € 86,2 Mio., auf die freenet Breitband Services GmbH € 8,3 Mio. und auf die freenet Zugangdienste GmbH € 0,4 Mio.

Innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu € 51,6 Mio. Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2009 (im Vorjahr zu € 167,9 Mio. Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2008) saldiert. Weiterhin resultieren Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Wesentlichen aus einem hausinternen Cashpooling und Umsatzsteuern sowie aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (€ 1,6 Mio.) mit verbundenen Unternehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu 12 Monaten auf.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen zu € 35,1 Mio. Forderungen gegen die Strato AG und die Strato Rechenzentrum AG. Hiervon entfallen € 32,9 Mio. auf Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2009. Im vorangegangenen Geschäftsjahr waren diese innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Daneben sind Forderungen gegen Finanzbehörden aus Körperschafts-, Gewerbesteuer und Kapitalertragssteuer in Höhe von € 0,7 Mio. (Vorjahr € 2,4 Mio.) sowie Provisionsforderungen aus der Vermittlung von DSL-Anschlüssen in Höhe von € 0,5 Mio. enthalten.

Das begebene Grundkapital der Gesellschaft beträgt T€ 128.061. Aufgrund eines Hauptversammlungsbeschlusses erfolgte am 28. September 2009 eine Umstellung von Inhaber- auf Namensaktien. Das Grundkapital ist eingeteilt in 128.061.016 auf den Namen lautende Stückaktien zu einem kalkulatorischen Nennwert von € 1,00. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet.

Der Vorstand wurde am 7. Juli 2009 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG durch die Hauptversammlung dazu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in Höhe von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die vorliegende Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder – falls dieser Betrag geringer ist – des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu erwerben und zu verwenden. Die Ermächtigung gilt bis zum 6. Januar 2011.

In Ergänzung der Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG darf der Vorstand zusätzlich Eigenkapitalderivate einsetzen, um eigene Aktien zu erwerben.

Der vollständige Wortlaut dieser Ermächtigungsbeschlüsse wurde am 29. Mai 2009 unter den Tagesordnungspunkten 7 und 8 der Einladung zur Hauptversammlung 2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hatte am 19. August 2005 ein Genehmigtes Kapital 2005 in Höhe von € 48.030.508 beschlossen, das am 2. März 2007 im Handelsregister eingetragen worden ist. Vom Genehmigten Kapital 2005 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats mit Beschlüssen vom 27. April 2008 in Höhe von € 32.000.000 Gebrauch gemacht. Nach der Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2008 besteht das Genehmigte Kapital 2005 in Höhe von € 16.030.508 fort.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. August 2010 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals insgesamt um bis zu € 16.030.508 durch Ausgabe von bis zu 16.030.508 neuen auf den Namen oder Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2005). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, in gesetzlich zugelassenen und in § 4 Abs. 6 der Satzung aufgezählten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 7. Juli 2009 ein Genehmigtes Kapital 2009 in Höhe von € 20.000.000 beschlossen, das am 9. September 2009 im Handelsregister eingetragen worden ist. Gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 6. Juli 2014 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals insgesamt um bis zu € 20.000.000 durch Ausgabe neuer auf den Namen oder Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, in gesetzlich zugelassenen Fällen und mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 20. Juli 2007 ist das Kapital der Gesellschaft um bis zu € 318.447 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2007).

Die Gesellschaft ist aufgrund der Verschmelzung gemäß § 23 Umwandlungsgesetz verpflichtet, Inhabern von Aktienoptionen der vormaligen mobilcom AG gleichwertige Rechte einzuräumen. Nach Maßgabe von § 4 des Verschmelzungsvertrags vom 8. Juli 2005 ist dies dadurch erfolgt, dass die Gesellschaft die bisherigen Bezugsrechte auf Aktien der mobilcom AG entsprechend dem im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnis der Aktien der mobilcom AG in Aktien der Gesellschaft von 1:1 unverändert in Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft umgestellt hat.

Um im Falle der Ausübung der genannten Aktienoptionen in der Lage zu sein, an die jeweiligen Optionsinhaber entsprechend den Regelungen in den Optionsbedingungen neue Aktien der Gesellschaft ausgeben zu können, wurde in § 4 Abs. 8 der Satzung ein bedingtes Kapital in Höhe von € 318.447 geschaffen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Optionsrechte ihr Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung der Optionsrechte keine eigenen Aktien oder einen Barausgleich gewährt. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Es sind bislang keine Aktien aus dem Bedingten Kapital 2007 ausgegeben worden.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Juli 2009 ist das Kapital der Gesellschaft um bis zu € 15.000.000 durch Ausgabe von bis zu 15.000.000 neuen auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von € 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Namen lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 7. Juli 2009 unter Tagesordnungspunkt 10, lit A) beschlossenen Ermächtigung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht bestimmen.

Der Ausgabebetrag für die neuen auf den Namen lautenden Stückaktien richtet sich nach den in § 4 Abs. 9 der Satzung genannten Regelungen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur soweit durchgeführt, wie von Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden oder durch die Gesellschaft ein Barausgleich erfolgt. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt,

Für eine unmittelbare, nicht rückgedeckte Pensionszusage wurden zum 31. Dezember 2009 Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 280 (Vorjahr T€ 176) ausgewiesen. Die Unterdeckung aus mittelbaren Pensionszusagen beträgt zum Stichtag T€ 592 (Vorjahr T€ 13).

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (€ 5,1 Mio., Vorjahr € 3,2 Mio.), Personalverpflichtungen (€ 6,8 Mio., Vorjahr € 5,2 Mio.) darin enthalten € 5,0 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.) für ausstehende Aktienoptionen sowie Aktienwertsteigerungsrechte und Rechts- und Beratungskosten (€ 0,3 Mio., Vorjahr € 1,2 Mio.) zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von € 21,4 Mio. (Vorjahr € 2,9 Mio.) Verlustübernahmen für das Geschäftsjahr 2009. Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft, hausinternem Cashpooling sowie dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr (€ 2,2 Mio.) mit verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Umsatzsteuer (€ 17,5 Mio., Vorjahr € 3,4 Mio.) sowie aus Lohn- und Kirchensteuer.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der Bilanzgewinn/ Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:

Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2008 386.799.258,50
Jahresfehlbetrag 2009 -71.552.391,68
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2009 315.246.866,82

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2009

T€
2008

T€
Breitband 2.361 155.881
Portal 2.028 15.366
B2B 0 571
Holding 5.214 6.326
9.603 178.144

Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich im Inland erzielt. Die Vorjahresumsätze bezüglich der Segmente Breitband und Portal aus dem 1. Halbjahr 2008 wurden für Rechnung der freenet Breitband GmbH bzw. der freenet.de GmbH erzielt und entsprechend in den Auskehrungsbeträgen berücksichtigt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2009 enthalten Erträge aus der Veräußerung der freenet Breitband GmbH sowie der Beteiligungen an der Strato AG und Strato Rechenzentrum AG in Höhe von insgesamt € 232,7 Mio. Daneben beinhaltet diese Position im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 4,0 Mio. (Vorjahr € 7,7 Mio.), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Mahngebühren. Durch die bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr vollzogene Ausgliederung des Breitbandgeschäftes ist ein Auskehrungsbetrag Breitband nicht mehr enthalten (Vorjahr € 25,9 Mio.).

Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden im Wesentlichen Vergütungen an Tochtergesellschaften für deren Konnektivitätsleistungen im Bereich DSL sowie Aufwendungen für Vertriebsprovisionen ausgewiesen.

Die Personalaufwendungen enthalten in Höhe von € 2,9 Mio. (Vorjahr: Erträge in Höhe von € 10,4 Mio.) Aufwendungen für Aktienwertsteigerungsprogramme. Im Geschäftsjahr 2006 hatte die freenet AG ein Aktienwertsteigerungsprogramm durch Ausgabe von insgesamt 5.145.000 Aktienwertsteigerungsrechten (AWRs) an Führungskräfte, einschließlich der Mitglieder des Vorstands, eingeführt (im Folgenden Programm 1 genannt). Im Geschäftsjahr 2008 waren in zwei weiteren Programmen AWRs ausgegeben worden: in einem Programm 2 waren zum 1. April 2008 720.000 AWRs an Führungskräfte ausgegeben worden; zum 30. September 2008 waren Herrn Joachim Preisig anlässlich seiner Bestellung zum Vorstand der freenet AG 400.000 AWRs gewährt worden (Programm 3). Im Geschäftsjahr 2009 wurden an Herrn Christoph Vilanek zum 1. Mai 2009 anlässlich seiner Bestellung zum Vorstand der freenet AG 400.000 AWRs ausgegeben (Programm 4).

Die Aktienwertsteigerungsprogramme sehen jeweils keine Berechtigung zum Bezug von Aktien vor, sondern eine Barzahlung je AWR in Höhe der Differenz des bei Ausübung geltenden Aktienkurses der Gesellschaft, der jedoch in den einzelnen Programmen jeweils nach oben hin durch einen Cap begrenzt ist, und einem Basiswert. Der Cap beträgt € 27,00 für das Programm 1, € 21,00 für das Programm 2, € 21,46 für das Programm 3 sowie € 18,00 für das Programm 4. Der Basiswert beträgt € 11,16 für das Programm 1, € 11,33 für das Programm 2, € 11,46 für das Programm 3 sowie € 8,00 für das Programm 4.

Der Wert von Ausschüttungen an die Aktionäre und sonstiger Vorteile für die Aktionäre wird jeweils nach anerkannten Methoden für den Total-Shareholder-Return-Ansatz vom Basiswert abgezogen. Vorbehaltlich des Fortbestehens des Anstellungsverhältnisses endet die Wartezeit für jeweils 20 Prozent der einem Berechtigten zustehenden AWRs am 7. November eines jeden Jahres beginnend mit dem 7. November 2006 für die erste Tranche (Programm 1), am 1. April eines jeden Jahres beginnend mit dem 1. April 2009 für die erste Tranche (Programm 2), am 31. August eines jeden Jahres beginnend mit dem 31. August 2009 (Programm 3) bzw. am 29. April eines jeden Jahres beginnend mit dem 29. April 2010 (Programm 4), sofern bestimmte Erfolgsziele erreicht wurden.

Für die jeweilige erste Tranche eines Programms ist Erfolgsziel, dass der Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft den Basiswert (unter Berücksichtigung des Total-Shareholder-Return-Ansatzes) zumindest einmal im Zeitraum beginnend unmittelbar vor Eintritt der Ausübbarkeit der jeweiligen AWRs und endend mit dem Ablauf der Laufzeit des jeweiligen Programms um mindestens fünf Prozent (Programm 1) bzw. um mindestens zehn Prozent (Programme 2, 3 und 4) übersteigt. Für die AWRs der Tranchen zwei bis fünf erhöht sich der Prozentsatz um jeweils fünf Prozentpunkte pro Tranche (Programm 1) bzw. um jeweils zehn Prozentpunkte pro Tranche (Programme 2, 3 und 4), bis auf 25 Prozent Anstieg in Bezug auf den Basiswert für die Tranche 5 (Programm 1) bzw. 50 Prozent Anstieg in Bezug auf den Basiswert für die Tranche 5 (Programme 2, 3 und 4).

Tritt ein Kontrollwechsel bei der Gesellschaft ein, so entfallen die vorstehend beschriebenen Wartefristen jeweils; die Erfolgsziele bleiben jedoch erhalten.

Die Laufzeit sämtlicher AWRs endet am 2. Februar 2012 (Programm 1), am 1. April 2014 (Programm 2), am 1. September 2014 (Programm 3) bzw. am 1. Mai 2015 (Programm 4). Der Zeitraum, beginnend 31 Börsenhandelstage an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main nach dem Ablauf der ersten ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft nach dem Ende der jeweiligen Wartezeit bis zum Ende der Laufzeit, ist der jeweilige Ausübungszeitraum.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten in Höhe von € 222,7 Mio. (Vorjahr € 29,2 Mio.) Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände sowie den Geschäfts- oder Firmenwert, die im Rahmen der Zeitwertaufstockung bezüglich der Verschmelzung aufgedeckt worden waren. Hierunter entfallen € 5,5 Mio. auf die Abschreibung der Marke sowie € 217,2 Mio. (davon € 197,5 Mio. außerplanmäßig) auf die Abschreibung des im Rahmen der Verschmelzungen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwertes.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund der Umstrukturierung in eine Holdinggesellschaft wesentlich geringer als im Vorjahr undsetzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Marketing/Werbung mit € 1,2 Mio. (Vorjahr € 9,2 Mio.), Aufwendungen für Dienstleistungen von bzw. Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen mit € 7,0 Mio. (Vorjahr € 32,2 Mio.) sowie Rechts- und Beratungskosten mit € 9,4 Mio. (Vorjahr € 4,2 Mio.) zusammen. Ein Auskehrungsbetrag Portal entfällt aufgrund der bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr abgeschlossenen Ausgliederung des Portalgeschäftes. Ebenfalls aufgrund der Ausgliederungen sind die Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen und der Ausbuchung von Forderungen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 19,2 Mio.) stark reduziert.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen resultieren im Wesentlichen aus der voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Beteiligung an der freenet Cityline GmbH mit € 86,2 Mio. Ursache für die Wertminderung war die Veräußerung des Breitbandgeschäftes.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 2,9 Mio. (Vorjahr € 6,0 Mio.) enthalten.

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich um Aufwendungen aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag zu Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer. Sie betreffen neben den Veranlagungszeiträumen 2005 bis 2008 auch mit einem Ertrag von € 1,1 Mio. Ergebnisse aus der für die Veranlagungszeiträume 2000 bis 2004 durchgeführten steuerlichen Außenprüfung für die einzelnen Rechtsvorgängergesellschaften der freenet AG. Die Außenprüfung ist am Stichtag abgeschlossen; endgültige Steuerbescheide bezüglich der Ergebnisse dieser Außenprüfung liegen teilweise, jedoch noch nicht vollständig vor.

5. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hatte im Jahresdurchschnitt 156 Beschäftigte (ohne Vorstand) (Vorjahr: 192).

Im Geschäftsjahr 2009 und bis zur Aufstellung dieses Abschlusses sind bzw. waren folgende Herren Mitglieder des Vorstands:

Christoph Vilanek, Planegg, (Vorstandsvorsitzender seit 01.05.2009)

Konzerninterne Mandate i.S.v. § 100 Abs. 2 AktG:

debitel AG, Stuttgart, (Mitglied des Aufsichtsrats seit 11.12.2009)

Joachim Preisig, München, (Vorstand)

Eckhard Spoerr, Hamburg, (Vorstandsvorsitzender bis 23.01.2009)

Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

Conergy AG, Hamburg, (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Konzerninterne Mandate i.S.v. § 100 Abs. 2 AktG:

aktiencheck.de AG, Westerburg, (Mitglied des Aufsichtsrats bis 23.01.2009)

financial advertising AG, Westerburg, (stellvertretender Vorsitzender bis 23.01.2009)

STRATO AG, Berlin, (Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 23.01.2009)

Eric Berger, Kämpfelbach, (Vorstand bis 30.09.2009)

Konzerninterne Mandate i.S.v. § 100 Abs. 2 AktG:

aktiencheck AG, Westerburg, (Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 30.09.2009)

financial advertising AG, Westerburg, (Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 30.09.2009)

STRATO AG, Berlin, (Mitglied des Aufsichtsrats bis 30.09.2009)

Stephan Esch, Hamburg, (Vorstand)

Konzerninterne Mandate i.S.v. § 100 Abs. 2 AktG:

STRATO AG, Berlin, (Mitglied des Aufsichtsrats 24.01.2009-31.12.2009)

Strato Rechenzentrum AG, Berlin, (Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.12.2009)

Axel Krieger, Hamburg, (stellvertretender Vorstandsvorsitzender)

Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

Commerzbank AG, Frankfurt, (Mitglied im Hamburger Landesbeirat)
Konzerninterne Mandate i.S.v. § 100 Abs. 2 AktG:

aktiencheck.de AG, Westerburg, (Mitglied des Aufsichtsrats)

financial advertising AG, Westerburg, (Mitglied des Aufsichtsrats)

STRATO AG, Berlin, (Vorsitzender des Aufsichtsrats 28.01.2009-31.12.2009)

debitel AG, Stuttgart (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihrer Vorgängergesellschaften setzt sich wie folgt zusammen:

Vergütung für das Geschäftsjahr 2009

(In Tsd.€)
Festbezüge Variable Vergütung aus Aktienwertsteigerungsprogramm 1 Sonstige variable Bezüge Gesamt- Bezüge
Christoph Vilanek 2 410 424 267 1.101
Axel Krieger 503 367 212 1.082
Stephan Esch 327 216 137 680
Joachim Preisig 422 331 400 1.153
Eric Berger 3 205 142 62 409
Eckhard Spoerr 4 53 1.110 29 1.192
1.920 2.590 1.107 5.617

1 Einschließlich im Geschäftsjahr zahlungsunwirksamer und gemäß IFRS 2 bewerteter Bezüge.

2 Bezüge ab der Bestellung zum Vorstand der freenet AG, also für die Zeit vom 1.5. bis 31.12.2009.

3 Festbezüge und sonstige variable Bezüge bis zur Aufhebung des Dienstverhältnisses, also vom 1.1. bis 30.9.2009; variable Bezüge aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm für das Gesamtjahr 2009.

4 Festbezüge und sonstige variable Bezüge bis zur Aufhebung des Dienstverhältnisses, also vom 1.1. bis 23.1.2009; variable Bezüge aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm für das Gesamtjahr 2009.

Vergütung für das Geschäftsjahr 2008

(In Tsd.€)
Festbezüge Variable Vergütung aus Aktienwertsteigerungsprogramm 1 Sonstige variable Bezüge Gesamt- Bezüge
Eckhard Spoerr 641 -3.310 410 -2.259
Axel Krieger 361 -2.069 155 -1.553
Stephan Esch 254 -1.034 60 -720
Eric Berger 253 -620 60 -307
Joachim Preisig 2 105 55 100 260
1.614 -6.978 785 -4.579

1 Einschließlich im Geschäftsjahr zahlungsunwirksamer und gemäß IFRS 2 bewerteter Bezüge.

2 Bezüge ab der Bestellung zum Vorstand der freenet AG, also für die Zeit vom 30.9. bis 31.12.2008.

An Herrn Vilanek, der seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der freenet AG ab dem 1. Mai 2009 aufnahm, wurden im Geschäftsjahr 2009 400.000 Aktienwertsteigerungsrechte ausgegeben. Die an Herrn Vilanek in 2009 ausgegebenen Aktienwertsteigerungsrechte hatten zum Gewährungszeitpunkt am 1. Mai 2009 einen Gesamtwert in Höhe von T€ 509 (beizulegender Zeitwert gemäß IFRS 2). An die weiteren Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2009 keine neuen Aktienwertsteigerungsrechte oder Aktienoptionen ausgegeben.

Die Vorstandsbezüge des Vorjahres 2008 der Herren Spoerr, Krieger, Esch und Berger wurden mit negativem Vorzeichen ausgewiesen, was auf die im wesentlichen stichtagskursbedingte Verringerung der Rückstellung für Aktienwertsteigerungsrechte zurückzuführen ist. Ohne Berücksichtigung der zahlungsunwirksamen Vergütungsbestandteile aus Aktienwertsteigerungsrechten hätten sich in 2008 für Herrn Spoerr Bezüge in Höhe von T€ 1.051, für Herrn Krieger Bezüge in Höhe von T€ 516, für Herrn Esch Bezüge in Höhe von T€ 314, für Herrn Berger Bezüge in Höhe von T€ 313 sowie für Herrn Preisig Bezüge in Höhe von T€ 205 ergeben.

Über die in der obigen Tabelle aufgeführten Bezüge hinaus wurde an Herrn Berger, aufgrund der vorzeitigen Aufhebung seines Dienstverhältnisses zum 30. September 2009, im Geschäftsjahr 2009 eine Zahlung von T€ 508 zur Abgeltung vertraglicher Ansprüche aus seinem Dienstvertrag geleistet.

Insgesamt ergaben sich in 2009 Vorstandsbezüge im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB (zahlungswirksame Bezüge inklusive der Zahlung an Herrn Berger zur Abgeltung vertraglicher Ansprüche zuzüglich der neu ausgegebenen Aktienwertsteigerungsrechte angesetzt zu ihrem Gesamtwert bei Gewährung im Geschäftsjahr) in Höhe von T€ 4.044. Im Vorjahr 2008 betrugen die Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB T€ 5.790, inklusive der Zahlung von T€ 2.000 an Herrn Spoerr zur Abgeltung vertraglicher Ansprüche sowie zuzüglich der an Herrn Preisig neu ausgegebenen Aktienwertsteigerungsrechte zu ihrem Gesamtwert von T€ 1.391 (beizulegender Zeitwert gemäß IFRS 2) bei Gewährung in 2008.

Zum 31. Dezember 2009 betrug der Stand der Rückstellung für Aktienwertsteigerungsrechte für Herrn Vilanek T€ 424 (Vorjahr: 0), für Herrn Krieger T€ 719 (Vorjahr: T€ 352), für Herrn Esch T€ 392 (Vorjahr: T€ 176), für Herrn Preisig T€ 386 (Vorjahr: T€ 55), für Herrn Berger T€ 248 (Vorjahr: T€ 106) sowie für Herrn Spoerr T€ 1.673 (Vorjahr: T€ 563).

Im Geschäftsjahr 2009 sind wie im Vorjahr aus Aktienoptionen und Aktienwertsteigerungsrechten keine Bezüge zahlungswirksam geflossen.

Im November 2004 war den Herren Spoerr, Krieger, Esch und Berger jeweils eine mittelbare Pensionszusage gewährt worden. Im Geschäftsjahr 2009 ist Herrn Vilanek anlässlich seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden zum 1. Mai 2009 eine mittelbare Pensionszusage erteilt worden. Zum 31. Dezember 2009 betrug die Defined Benefit Obligation (DBO) für Herrn Vilanek T€ 115 (Vorjahr: 0), für Herrn Krieger T€ 1.128 (Vorjahr: T€ 473), für Herrn Esch T€ 386 (Vorjahr: T€ 164), für Herrn Berger T€ 385 (Vorjahr: T€ 163) sowie für Herrn Spoerr T€ 1.442 (Vorjahr: T€ 894). Die freenet AG übernahm zum 1. September 2008 von der debitel AG die an Herrn Preisig gewährte Pensionszusage. Zum 31. Dezember 2009 betrug die DBO für Herrn Preisig T€ 244 (Vorjahr: T€ 137).

Im Personalaufwand wurden für die Vorstandsmitglieder aus den Pensionszusagen insgesamt laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen von T€ 820 (Vorjahr: T€ 222) erfasst.

Es wurden keinem der Vorstandsmitglieder Darlehen gewährt und für keines der Vorstandsmitglieder Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungen übernommen.

Vergütungsregelungen für den Fall der Tätigkeitsbeendigung

Altersversorgung

Im November 2004 war sämtlichenVorstandsmitgliedern der damaligen freenet.de AG jeweils eine unmittelbare Pensionszusage von der freenet.de AG gewährt worden.

Bei Beendigung des Dienstverhältnisses haben die Vorstandsmitglieder der freenet AG Anspruch auf die unter Textziffer 32 des Konzernanhangs dargestellten Leistungen.

Vorzeitige Beendigung des Dienstvertrags

Die vor Wirksamwerden der Verschmelzung bestehenden Dienstverträge mit der mobilcom und freenet.de AG gingen mit Wirksamwerden der Verschmelzung auf die Gesellschaft über. Die kraft Gesetzes fortgeltenden alten Verträge wurden durch neue Verträge ersetzt. Mit Ausnahme der Höhe der Vergütung einschließlich der Anzahl der Aktienwertsteigerungsrechte entsprechen die Dienstverträge auch hinsichtlich der Vergünstigungen für den Fall der (vorzeitigen) Beendigung des Dienstverhältnisses einander. Ein Abfindungsanspruch besteht nicht, sofern ein Vorstandsmitglied die (vorzeitige) Beendigung des Dienstvertrags selbst zu vertreten hat.

Im Einzelnen sehen die Dienstverträge der Gesellschaft für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses folgende Vergünstigungen für die Vorstände Axel Krieger, Stephan Esch, Eckhard Spoerr und Eric Berger vor:

Anspruch auf Auszahlung des Gehalts sowie der Tantiemen (auf der Grundlage der Annahme einer 100-prozentigen Zielerreichung) für die verbliebene restliche Vertragslaufzeit bei einvernehmlicher Beendigung oder Kündigung des Dienstvertrags, jeweils binnen zwölf Monaten nach Eintritt eines Kontrollwechsels an der Gesellschaft.
Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhalten die o. g. Vorstände eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Jahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft oder ihrer Rechtsvorgängerin, der freenet.de AG, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts (Garantierente).
Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal der Garantierente.
Aktienwertsteigerungsrechte, die auf Grund Ablaufs der jeweiligen Wartezeit und Eintritt der jeweiligen Erfolgsziele bereits ausübbar geworden sind, bleiben bestehen. Bei Kündigung des Dienstvertrags auf Grund Kontrollwechsels bleiben sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte bestehen und können ohne Rücksicht auf die Wartezeit bei Eintritt der sonstigen Ausübungsvoraussetzungen binnen zwölf Monaten, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit, ausgeübt werden. Bei Kündigung des Dienstvertrags durch ein Vorstandsmitglied aus einem sonstigen wichtigen Grund oder auf Grund vollständiger Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit oder im Todesfall bleiben sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte bestehen und können nach Maßgabe der sonstigen Vertragsbedingungen binnen einer Frist von zwölf Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit, im Falle eines wichtigen Grundes ohne Beschränkung auf die Frist von zwölf Monaten ausgeübt werden.

Für den Vorstand Joachim Preisig gelten folgende Regelungen seit 1. September 2008:

Mit Ausscheiden nach Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Joachim Preisig eine Altersrente in Höhe von € 9.333,00 (zugesagte monatliche Altersrente). Bei einem vorzeitigen Ausscheiden erhält Herr Preisig nach Vollendung des 60. Lebensjahrs und Eintritt der Unverfallbarkeitsvoraussetzungen eine Altersrente, die sich nach den gesetzlichen Vorgaben berechnet, somit erfolgt eine Quotierung der zugesagten Altersrente entsprechend der tatsächlichen Dienstzugehörigkeit.
Hinterbliebenenrente für die Ehefrau und Waisenrente für die personensorgerechtspflichtigen Kinder auf Basis der zugesagten Altersrente für Joachim Preisig. Witwen- und Waisengelder dürfen zusammen 90 Prozent der Altersrente nicht übersteigen, auf die Herr Preisig zum Zeitpunkt seines Todes Anspruch oder Anwartschaft hatte. Vollenden Waisen das 18. Lebensjahr, so erlischt der Anspruch auf das monatlich laufende Waisengeld. Zu diesem Zeitpunkt wird eine einmalige Kapitalleistung in Höhe des 24-fachen monatlichen Waisengeldes gezahlt.
Aktienwertsteigerungsrechte, die auf Grund Ablaufs der jeweiligen Wartezeit und Eintritt der jeweiligen Erfolgsziele bereits ausübbar geworden sind, bleiben bestehen. Bei Kündigung des Dienstvertrags durch Herrn Preisig aus einem sonstigen wichtigen Grund oder auf Grund vollständiger Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit oder im Todesfall bleiben sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte bestehen und können nach Maßgabe der sonstigen Vertragsbedingungen binnen einer Frist von zwölf Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit, im Falle eines wichtigen Grundes ohne Beschränkung auf die Frist von zwölf Monaten, ausgeübt werden.

Für den Vorstandsvorsitzenden Christoph Vilanek gelten folgende Regelungen seit 1. Mai 2009:

Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Vilanek eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Vertragsjahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts.
Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal der Altersrente.
Aktienwertsteigerungsrechte, die auf Grund Ablaufs der jeweiligen Wartezeit und Eintritt der jeweiligen Erfolgsziele bereits ausübbar geworden sind, bleiben bestehen. Bei Kündigung des Dienstvertrags durch ein Vorstandsmitglied aus einem sonstigen wichtigen Grund oder auf Grund vollständiger Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit oder im Todesfall bleiben sämtliche Aktienwertsteigerungsrechte bestehen und können nach Maßgabe der sonstigen Vertragsbedingungen binnen einer Frist von zwölf Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit, im Falle eines wichtigen Grundes ohne Beschränkung auf die Frist von zwölf Monaten ausgeübt werden.

Dienstverträge mit Tochtergesellschaften der freenet AG bestehen nicht.

Für Informationen, insbesondere über Vergütungshöhe, gehaltene Aktienwertsteigerungsrechte, Aktienbesitz und sonstige Angaben, verweisen wir ebenfalls auf Textziffer 32 des Konzernanhangs.

Mitglieder des Aufsichtsrates sind bzw. waren im Geschäftsjahr 2009 und bis zur Aufstellung des Abschlusses:

Vertreter der Anteilseigner

Dr. Christof Aha, Bad Vilbel (ab 07.07.2009)

Rechtsanwalt und Partner der BEITEN BURKHARDT Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

Thorsten Kraemer, Amberg (Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 07.07.2009)

Geschäftsführender Gesellschafter der Crocodile Capital Partners GmbH, Ursensollen

Dr. Arnold Bahlmann, München (ab 07.07.2009)

Selbstständiger Unternehmensberater, München

Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Business Gateway AG, Starnberg, Mitglied des Aufsichtsrats

Telegate AG, Martinsried, Mitglied des Aufsichtsrats

Senator Entertainment AG, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrats

YOC AG, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

TVN S.A. Group, Warschau, Polen, Mitglied des Aufsichtsrats

ITI Neovision Sp. z.o.o., Warschau, Polen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Maarten Henderson, Hamburg (ab 07.07.2009)

Selbstständiger Unternehmensberater, Hamburg

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

PV Crystalox Solar plc, Abingdon, Oxfordshire, Großbritannien, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Prof. Dr. Helmut Thoma, Köln (Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 07.07.2009)

Selbständiger Medienberater

Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

DAF Deutsches Anleger Fernsehen AG, Kulmbach, Mitglied des Aufsichtsrats

PrimaCom AG, Mainz, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

typhoon networks AG, Hürth, Vorsitzender des Aufsichtsrats

IM Internationalmedia AG, München, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

3 Plus TV Network AG, Zürich, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

Doğan Yayin Holding, Istanbul, Türkei, Mitglied des Verwaltungsrats
Konzerninterne Mandate i.S.v. § 100 Abs. 2 AktG

debitel AG, Stuttgart, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Achim Weiss, Karlsruhe (ab 07.07.2009)

Geschäftsführender Gesellschafter der Profitbrick GmBH, Karlsruhe

Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Fonpit AG, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

ACAN Invest AG, Baar, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

ACAN Management AG, Baar, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

Finalfolder AG, Baar, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

Parallels Inc., Seattle, USA, Mitglied des Aufsichtsrats

Vertreter der Arbeitnehmer

Claudia Anderleit, Hamburg

Personalprojekt- und Beteiligungsmanagement, freenet AG, Hamburg

Joachim Halefeld, Kiel

Projektmanagement Portal IT, freenet.de GmbH, Hamburg

Hans-Jürgen Klempau, Norderstedt

Gewerkschaftssekretär der ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Hamburg

Franziska Oelte, Hamburg (Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats)

Bereichsleiterin Recht und Regulierung freenet AG, Hamburg

Matthias Schneider, Felm

Produktmanagement mobilcom Communicationstechnik GmbH, Kiel

Steffen Vodel, Wundersleben

Abteilungsleiter Customer Service, mobilcom Communicationstechnik GmbH, Erfurt

Im Geschäftsjahr 2009 aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedene Mitglieder waren

a) Dr. Dieter Leuering (bis 07.07.2009)
b) Prof. Dr. Hans-Joachim Priester (bis 07.07.2009)
c) Lars P. Reichelt (bis 07.07.2009)
d) Richard Roy (bis 07.07.2009)

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

einer Basisvergütung
Sitzungsentgelten und
einer erfolgsabhängigen Vergütung

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2009 wurde die Basisvergütung geändert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ab dem Geschäftsjahr 2009 für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zu diesem Gremium eine feste Basisvergütung in Höhe von € 30.000 von der Gesellschaft. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende den anderthalbfachen Betrag der Basisvergütung.

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält zusätzlich für jede Sitzung des Aufsichtsrats, an der es teilgenommen hat, ein Sitzungsgeld in Höhe von € 1.000. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats – mit Ausnahme des gem. § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildeten Ausschusses – angehören, erhalten zusätzlich für jede Sitzung des Ausschusses ein Sitzungsgeld in Höhe von € 1.000. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält den doppelten Betrag.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner nach Ablauf jedes Geschäftsjahres eine variable, erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von € 500 je € 0,01 Dividende, die über € 0,10 je Stückaktie der Gesellschaft hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Vergütung ist der Höhe nach begrenzt auf den als feste Vergütung geschuldeten Betrag. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende erhält den anderthalbfachen Betrag.

Für ihre Tätigkeit innerhalb des Geschäftsjahrs 2009 bezogen die Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft eine Festvergütung in Höhe von T€ 405,8 sowie T€ 260 Sitzungsgeld. Zudem wurde eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von T€ 67,6 als Aufwand erfasst. Inwiefern diese erfolgsabhängige Vergütung zur Auszahlung kommen wird, ist vom Gewinnverwendungsbeschluss durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2009 abhängig. Die Gesamtsumme an Aufwendungen für Aufsichtsratstätigkeiten beträgt somit T€ 733,3.

Mitgliedern des Aufsichtsrats werden darüber hinaus Auslagen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie Umsatzsteuer ersetzt.

Individualisierte Angaben für die letzten beiden Geschäftsjahre sind aus den nachfolgenden Tabellen ersichtlich. Es ist zu beachten, dass es aufgrund des Zahlenformats bei den Zwischen- und Endsummen rechnerische Rundungsdifferenzen geben kann, da die Zahlen auf eine Dezimalstelle gerundet wurden.

Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 (In T€) Basisvergütung Sitzungsentgelte Erfolgsabhängige Vergütung Gesamt
aktive Mitglieder
Thorsten Kraemer 1 44,5 32,0 7,4 84,0
Franziska Oelte 3 45,0 16,0 7,5 68,5
Dr. Christof Aha 14,6 6,0 2,4 23,0
Claudia Anderleit 3 30,0 25,0 5,0 60,0
Dr. Arnold Bahlmann 14,6 4,0 2,4 21,0
Joachim Halefeld 3 30,0 25,0 5,0 60,0
Maarten Henderson 14,6 14,0 2,4 31,0
Hans-Jürgen Klempau 3 30,0 11,0 5,0 46,0
Matthias Schneider 3 30,0 25,0 5,0 60,0
Prof. Dr. Helmut Thoma 2 45,6 42,0 7,6 95,2
Steffen Vodel3 30,0 14,0 5,0 49,0
Achim Weiss 14,6 5,0 2,4 22,0
343,5 219,0 57,3 619,7
ehemalige Mitglieder
Dr. Dieter Leuering 15,6 8,0 2,6 26,2
Prof. Dr. Hans-Joachim Priester 15,6 12,0 2,6 30,2
Lars P. Reichelt 15,6 1,0 2,6 19,2
Richard Roy 15,6 20,0 2,6 38,2
62,3 41,0 10,3 113,6
405,8 260,0 67,6 733,3

1 Vorsitzender des Aufsichtsrats seit dem 7. Juli 2009.

2 Vorsitzender des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2009.

3 Arbeitnehmervertreter/innen gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG vom 4. Mai 1976.

Vergütung für das Geschäftsjahr 2008

(In T€)
Basisvergütung Sitzungsentgelte Erfolgsabhängige Vergütung 2 Gesamt
aktive Mitglieder
Prof. Dr. Helmut Thoma 24,0 39,0 24,0 87,0
Franziska Oelte 1 14,7 16,0 14,7 45,4
Claudia Anderleit 1 5,8 11,0 5,8 22,6
Joachim Halefeld 1 5,8 11,0 5,8 22,6
Hans-Jürgen Klempau 1 5,8 6,0 5,8 17,6
Thorsten Kraemer 12,0 12,0 12,0 36,0
Dr. Dieter Leuering 12,0 14,0 12,0 38,0
Prof. Dr. Hans-Joachim Priester 12,0 16,0 12,0 40,0
Lars P. Reichelt 4,8 4,0 4,8 13,5
Richard Roy 12,0 21,0 12,0 45,0
Matthias Schneider 1 5,8 11,0 5,8 22,6
Steffen Vodel 1 5,8 8,0 5,8 19,6
120,5 169,0 120,5 410,1
ehemalige Mitglieder
Oliver Brexl 7,3 11,0 7,3 25,6
Birgit Geffke 1 9,3 9,0 9,3 27,6
Sascha Lucht 1 6,2 9,0 6,2 21,4
Andreas Neumann 1 6,2 6,0 6,2 18,4
Kai Petersen 1 6,2 5,0 6,2 17,4
Ulrike Scharlach1 6,2 5,0 6,2 17,4
41,4 45,0 41,4 127,7
161,9 214,0 161,9 537,8

1 Arbeitnehmervertreter/innen gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG vom 4. Mai 1976.

2 Eine variable Vergütung gemäß § 11 Abs. 5 der Satzung kam nicht zur Auszahlung, da keine Dividende für das Geschäftsjahr 2008 von der Hauptversammlung beschlossen wurde. Die gebildete Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2009 aufgelöst.

Die für das vorangegangene Geschäftsjahr zurückgestellte erfolgsabhängige Vergütung kam nicht zur Auszahlung, weil keine Dividende von der Hauptversammlung beschlossen wurde. Eine hierfür gebildete Rückstellung wurde daher wieder aufgelöst. Die gezahlte Aufsichtsratsvergütung für das Vorjahr beträgt insgesamt T€ 375,9.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt T€ 5.356 und gliedern sich folgendermaßen auf:

Restlaufzeit bis 1 Jahr

in T€
Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre

in T€
Gesamt

T€
Leasing, Mieten 993 4.223 5.216
Aus sonstigen Verträgen 120 0 120
Bestellobligo 20 0 20
1.133 4.223 5.356

Haftungsverhältnisse

Um die Zusammenarbeit zwischen der klarmobil GmbH, Büdelsdorf, und T-Mobile Deutschland GmbH, Bonn, finanziell abzusichern, erteilte die Gesellschaft eine uneingeschränkte Patronatserklärung zu Gunsten ihrer Tochtergesellschaft klarmobil GmbH.

Für sämtliche Ansprüche der Commerzbank AG, Rendsburg, der Commerzbank AG, Hamburg, der Dresdner Bank, Hamburg, sowie der Deutschen Bank, Kiel, aus der Abwicklung des Lastschrifteinzugs der Tochtergesellschaft mobilcom Communicationstechnik GmbH, insbesondere für entstehende Sollsalden aus Rücklastschriften, hat die Gesellschaft die Haftung als Gesamtschuldner durch Schuldbeitritt erklärt.

Des Weiteren bestehen Haftungsverhältnisse aus gegenüber Geschäftskunden abgegebenen Bürgschaften für Verbindlichkeiten eines Tochterunternehmens, die sich am Bilanzstichtag auf € 0,0 Mio. (Vorjahr: € 12,3 Mio.) belaufen.

Wesentliche Vermögenswerte der Gesellschaft wurden als Sicherheit für die im Rahmen des debitel-Erwerbs aufgenommenen Finanzschulden begeben. Die freenet AG ist dem Konsortialkreditvertrag als Garantiegeber beigetreten. Damit hat die freenet AG in erster Linie ihre in flüssigen Mitteln bestehenden Forderungen gegenüber Kreditinstituten (€ 291,1 Mio.), wesentliche Teile ihrer Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie bestimmte immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen (freenet.de GmbH, € 39,8 Mio. per 31.12.09) als Sicherheit an die Kreditgeber abgetreten. Die garantierten Finanzschulden betragen zum 31. Dezember 2009 € 1.120,6 Mio. (31. Dezember 2008: € 1.287,3 Mio.).

Anteilsbesitz der freenet AG gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB, soweit nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB:

Eigenkapital zum 31.12.2009

T€
Ergebnis des Geschäftsjahres

T€
Anteil am Kapital

%
Unmittelbarer Anteilsbesitz
me Ome GmbH, Hamburg 5.345 0 1 100,00
mobilcom Communicationstechnik GmbH, Schleswig 542.131 0 1 100,00
klarmobil GmbH 50 0 1 100,00
MobilCom Multimedia GmbH, Schleswig 8.625 0 1 100,00
freenet Cityline GmbH, Kiel 43.168 0 1 100,00
4Players GmbH, Hamburg 910 138 100,00
FunDorado GmbH 1.391 1.002 50,00
Next ID GmbH, Bonn 8.488 0 1 100,00
freenet Breitband Services GmbH 19.186 -4.036 100,00
freenet.de GmbH 42.187 0 1 100,00
Über die mobilcom Communikationstechnik GmbH gehaltener direkter/indirekter Anteilsbesitz
debitel Konzernfinanzierungsges. mbH, Stuttgart 27 0 2 100,00
debitel AG, Stuttgart 708.863 0 4 100,00
mobilcom-debitel Shop GmbH, Oberkrämer 12.894 0 4 100,00
callmobile GmbH & Co. KG, Hamburg 11.073 7.188 100,00
Über die freenet Cityline GmbH gehaltener direkter/indirekter Anteilsbesitz
01019 Telefondienste GmbH, Hamburg 125 0 3 100,00
01024 Telefondienste GmbH, Kiel 25 0 3 100,00
freenet Datenkommunikations GmbH, Hamburg 3.159 0 3 100,00
KielNET Gesellschaft für Kommunikation mbH, Kiel 8.142 3.142 50,00
Next ID Technologies GmbH, Hamburg 25 0 3 100,00

1 Ergebnisabführungsvertrag mit der freenet AG.

2 Ergebnisabführungsvertrag mit mobilcom Communikationstechnik GmbH.

3 Ergebnisabführungsvertrag mit freenet Cityline GmbH.

4 Ergebnisabführungsvertrag mit debitel Konzernfinanzierungsges. mbH.

Nach § 21 Wertpapierhandelsgesetz sind der Gesellschaft folgende Beteiligungen von Aktionären angezeigt worden:

Aktionärsgruppe bestehend aus United Internet AG, Drillisch AG, MSP Holding GmbH und Herrn Ralph Dommermuth (seit Mitteilung vom 02.09.2009)

16,57%

Telco (Netherlands) Holding B.V. (seit Mitteilung vom 29.09.2009)

10,07%

DWS Investment GmbH (seit Mitteilung vom 03.11.2009)

5,06%

Cyrte Investments B.V. (seit Mitteilung vom 30.03.2009)

3,00%

Die freenet AG ist als Mutterunternehmen nach § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Dieser wurde nach den IFRS und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle zum 31. Dezember 2009 gültigen Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung wurde im Dezember 2009 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben. Sie wurden den Aktionären im Internet unter der Adresse

http://www.freenet.ag/media/Entsprechenserklaerung_freenet_AG_2009.pdf

dauerhaft zugänglich gemacht.

Honorare des Abschlussprüfers

Für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB sind im Geschäftsjahr insgesamt T€ 1.029 (Vorjahr T€ 434) an Honorar aufgewendet worden. Davon betreffen T€ 332 (Vorjahr T€ 364) die Abschlussprüfungsleistung, T€ 183 (Vorjahr T€ 37) andere Bestätigungsleistungen sowie T€ 514 (Vorjahr T€ 33) sonstige Leistungen.

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Der Vorstand hat beschlossen, dem Aufsichtsrat die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Stückaktie aus dem Bilanzgewinn der freenet AG vorzuschlagen – veröffentlicht am 09. Februar 2010 im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der vorläufigen Geschäftszahlen.

Die Telco (Netherlands) Holding B.V. meldete im Januar 2010 einen Rückgang ihres Stimmrechtsanteils an der freenet AG von 10,07 Prozent auf 0,00 Prozent.

Büdelsdorf, den 2. März 2010

**freenet AG

Der Vorstand**

Christoph Vilanek

Axel Krieger

Stephan Esch

Joachim Preisig

Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2009

Zugänge

Abgänge

31.12.2009

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.755.293,52 40.973,00 2.194.706,11 96.601.560,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 296.184.816,00 0,00 296.184.816,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 36.374,48 0,00 36.374,48
394.940.109,52 77.347,48 298.379.522,11 96.637.934,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 13.073.668,29 0,00 0,00 13.073.668,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.014.115,79 848.438,71 8.706.097,40 7.156.457,10
28.087.784,08 848.438,71 8.706.097,40 20.230.125,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.398.379.732,92 260.477.532,11 208.971.833,66 1.449.885.431,37
2. Beteiligungen 2.157.958,23 0,00 0,00 2.157.958,23
1.400.537.691,15 260.477.532,11 208.971.833,66 1.452.043.389,60
1.823.565.584,75 261.403.318,30 516.057.453,17 1.568.911.449,88
Abschreibungen
01.01.2009

Zugänge

Abgänge

31.12.2009

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.327.421,46 6.570.752,64 1.102.055,50 40.796.118,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert 78.982.617,60 217.202.198,40 296.184.816,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
114.310.039,06 223.772.951,04 297.286.871,50 40.796.118,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.222.959,46 512.981,28 0,00 5.735.940,74
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.684.578,39 406.965,76 7.673.314,07 5.418.230,08
17.907.537,85 919.947,04 7.673.314,07 11.154.170,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 329.096.338,56 94.904.144,82 0,00 424.000.483,38
2. Beteiligungen 493.749,00 0,00 0,00 493.749,00
329.590.087,56 94.904.144,82 0,00 424.494.232,38
461.807.664,47 319.597.042,90 304.960.185,57 476.444.521,80
Buchwerte
31.12.2009

31.12.2008

--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.805.441,81 63.427.872,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 217.202.198,40
3. Geleistete Anzahlungen 36.374,48 0,00
55.841.816,29 280.630.070,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.337.727,55 7.850.708,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.738.227,02 2.329.537,40
9.075.954,57 10.180.246,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.025.884.947,99 1.069.283.394,36
2. Beteiligungen 1.664.209,23 1.664.209,23
1.027.549.157,22 1.070.947.603,59
1.092.466.928,08 1.361.757.920,28

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der freenet AG, Büdelsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 3. März 2010

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009. Im Mittelpunkt der Beratungen mit dem Vorstand standen insbesondere die Integration der Mobilfunksparte und der IT-Systemlandschaften sowie die Veräußerung des DSL-Geschäfts und der STRATO Gruppe.

Überwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand

Auch im Geschäftsjahr 2009 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Zahlreiche Sachthemen standen in den einzelnen Sitzungen des Aufsichtsrats zur Diskussion und Entscheidung.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei seinen Entscheidungen zur Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und in seiner Geschäftsführung kontinuierlich begleitet und überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in alle grundlegenden Entscheidungen für die Leitung des Unternehmens frühzeitig einbezogen und regelmäßig und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Unternehmensplanung, die strategische Entwicklung und die Lage des Unternehmens in schriftlicher und mündlicher Form berichtet. Die Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung durch den Vorstand waren nicht zu beanstanden. Insbesondere wurden mit dem Vorstand Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen im Einzelnen erörtert und anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft. Ferner hat der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens im Hinblick auf die Konzentration auf das Mobilfunkgeschäft und den Verkauf der STRATO Gruppe und des DSL-Geschäfts in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat umgesetzt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich diskutiert. Ebenfalls auf der Grundlage der Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach Prüfung und Beratung Beschlüsse gefasst, soweit dies erforderlich war. Bei aktuellen Geschäftsvorfällen, die eine Beratung erforderten, wurden Sitzungen mit verkürzter Frist einberufen. Auch außerhalb von Sitzungen hat der Vorstand die Aufsichtsratsmitglieder über die aktuelle Geschäftsentwicklung informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats in Gesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige strategische Ausrichtung des Unternehmens erörtert und wurde über aktuelle Themen und Ereignisse informiert.

Im Geschäftsjahr 2009 befasste sich der Aufsichtsrat in sieben Präsenzsitzungen und vier telefonischen Sitzungen eingehend mit der Geschäfts- und Finanzlage, der Restrukturierung der Mobilfunksparte und dem Integrationskonzept der IT-Systemlandschaften. In einem Fall hat der Aufsichtsrat einen Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst.

Die Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 91 Prozent. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Ausschüsse tagten 2009 mit Ausnahme von drei Sitzungen jeweils in vollzähliger Besetzung. Bei der Entscheidung über den Verkauf der STRATO Gruppe hat ein vormals für einen der Bieter tätiges Aufsichtsratsmitglied zur Vermeidung eines potenziellen Interessenkonfliktes auf die Teilnahme an der Sitzung verzichtet.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Regelmäßige Sitzungsinhalte waren die Darstellung und Erörterung der aktuellen Geschäfts- und Finanzlage und der Einhaltung der Kreditklauseln aus den Finanzierungsverträgen mit den kreditgebenden Banken, sowie die Berichterstattung über den Stand der Integration der Mobilfunksparte und der IT-Systemlandschaften. Vorstandsangelegenheiten waren ebenfalls Gegenstand der Sitzungen.

In einer telefonischen Sitzung am 28. Januar 2009 hat das Plenum die Geschäftsverteilung im Vorstand nach dem Ausscheiden von Eckhard Spoerr beraten.

Am 25. März 2009 war Sitzungsinhalt die Befassung mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008. Gemeinsam mit den Abschlussprüfern der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers wurden hierbei die Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung diskutiert. Aufgrund eigener Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwände gegen das Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer erhoben und folgte der Empfehlung des Prüfungsausschusses, indem er den Jahresabschluss und den Konzernabschluss billigte. Diese waren damit festgestellt. Neben der Feststellung von Jahres- und Konzernabschluss wurde über die neue Marketing-Kampagne für mobilcom-debitel beraten.

In der Sitzung vom 7. April 2009 wurde Christoph Vilanek zum Vorstand und neuen Vorstandsvorsitzenden der freenet AG mit Wirkung ab dem 1. Mai 2009 bestellt.

Am 19. Mai 2009 wurden die Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung 2009, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und der Verkauf der Breitbandsparte beraten.

In einer telefonischen Sitzung am 25. Mai 2009 wurden die Beratungen zur Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung und zum DSL-Verkaufsprozess fortgesetzt.

Die Sitzung vom 7. Juli 2009, die unmittelbar vor der Hauptversammlung stattfand, wurde zur Vorbereitung auf die Hauptversammlung genutzt. Auf dieser Sitzung wurde ebenfalls die Bestellung von Joachim Preisig zum Vorstandsmitglied verlängert. Am gleichen Tag fand im Anschluss an die Hauptversammlung eine konstituierende Sitzung statt, in welcher der Aufsichtsratsvorsitzende neu gewählt sowie die Ausschüsse besetzt wurden.

In der folgenden Sitzung am 14. August 2009 war die Beendigung des Dienstvertrags mit dem Vorstandsmitglied Eric Berger Sitzungsinhalt. Ebenfalls wurde diese Sitzung für eine Erörterung der Customer Care-Strategie genutzt. Der Aufsichtsrat befasste sich zudem mit den Auswirkungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG).

Am 28. September 2009 wurden telefonisch die Ressortverteilung des Vorstands nach dem Ausscheiden von Eric Berger und die Zustimmung zum Verkauf der freenet Customer Care GmbH, Kiel, beschlossen. Weitere Themen waren Vorstandsangelegenheiten.

Gegenstand der telefonischen Sitzung am 18. November 2009 waren die Beratungen über und die Zustimmung zur Veräußerung der STRATO Gruppe.

Auf der Sitzung am 7. Dezember 2009 wurden die Planungen für das Geschäftsjahr 2010 eingehend mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit der Corporate Governance der Gesellschaft und fasste Beschluss über die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex. In Umsetzung neuer gesetzlicher Vorschriften sowie der neuen Empfehlungen des Kodex hat der Aufsichtsrat eine Anpassung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates beschlossen.

In der Sitzung vom 15. März 2010 war die Erörterung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2009 zentraler Sitzungsinhalt. Die Einzelheiten hierzu sind Inhalt eines gesonderten Abschnitts „Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2009“ dieses Berichts.

Arbeit der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt ein Präsidium und fünf Ausschüsse eingerichtet. Hierzu gehört auch der am 7. Juli 2009 neu eingerichtete Ausschuss IT/Netze. Die Ausschüsse bereiten die im Plenum zu behandelnden Themen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor. In Einzelfällen wurden auch Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats im Rahmen der gesetzlichen Zulässigkeit auf Ausschüsse übertragen. Den Vorsitz in allen Ausschüssen außer im Prüfungsausschuss führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Über die Inhalte der Ausschusssitzungen haben jeweils die Ausschussvorsitzenden dem gesamten Aufsichtsrat berichtet.

Präsidium

Das Präsidium berät über Schwerpunktthemen und bereitet Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. Das Präsidium kann an Stelle des Aufsichtsrats über die nach der Geschäftsordnung des Vorstands erforderliche Zustimmung zu Maßnahmen und Geschäften des Vorstands beschließen, sofern die Angelegenheit keinen Aufschub duldet und ein Beschluss des Aufsichtsrats nicht rechtzeitig gefasst werden kann.

Insgesamt fanden fünf Präsenzsitzungen und zwei telefonische Sitzungen statt.

Themen in den Sitzungen waren die Begleitung und Beratung von M&A-Projekten, wie die Veräußerungen des DSL-Geschäftes, der freenet Customer Care GmbH und der STRATO Gruppe. Der Ausschuss verfolgte und überwachte ebenfalls den Stand der Integration der Mobilfunksparte.

Mitglieder: Thorsten Kraemer (Vorsitz; seit 7. Juli 2009), Maarten Henderson (seit 7. Juli 2009), Franziska Oelte, Matthias Schneider.

Es schieden als Mitglieder aus: Prof. Dr. Helmut Thoma (Vorsitz; bis 7. Juli 2009), Richard Roy (bis 7. Juli 2009).

Personalausschuss

Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung Vorschläge zur Vergütung des Vorstands, zum Vergütungssystem und zu dessen regelmäßiger Überprüfung. Der Ausschuss beschließt an Stelle des Aufsichtsrats, jedoch vorbehaltlich zwingender Zuständigkeiten des Aufsichtsrats, über personalrelevante Angelegenheiten der Vorstandsmitglieder.

2009 fanden insgesamt zwölf Präsenzsitzungen und vier telefonische Sitzungen des Personalausschusses statt.

Thema der Erörterungen war neben der Vorstandsorganisation nach Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Eckhard Spoerr vor allem die Auswahl eines neuen Vorstandsvorsitzenden und die Vorbereitung des Anstellungsvertrages für Christoph Vilanek als neuer Vorstandsvorsitzender. Der Ausschuss beschäftigte sich auch mit dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Eric Berger und der anschließenden Ressortverteilung für den Vorstand. Weitere Beratungen fanden zu Zielvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern und zu den Auswirkungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) statt.

Mitglieder: Thorsten Kraemer (Vorsitz; seit 7. Juli 2009), Prof. Dr. Helmut Thoma (Vorsitz bis 7. Juli 2009), Claudia Anderleit, Joachim Halefeld.

Es schied als Mitglied aus: Richard Roy (bis 7. Juli 2009).

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss befasst sich mit Fragen der Rechnungslegung, insbesondere der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems und bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Vorschlag zur Gewinnverwendung und die Vereinbarungen mit dem Abschlussprüfer (insbesondere den Prüfungsauftrag, die Festlegung von Prüfungsschwerpunkten, die Honorarvereinbarung sowie etwaige zusätzliche Leistungen) vor.

Es fanden insgesamt fünf Präsenzsitzungen statt, davon vier unter Teilnahme von Vertretern der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers als Abschlussprüfer.

Der Ausschuss hat die Jahresabschlussprüfung für 2008 begleitet und überwacht, wesentliche Themen hierbei waren die SAC-Bilanzierung, die Kaufpreisallokation der debitel-Gruppe und die Bewertung des Goodwills der Mobilfunksparte. Der Ausschuss hat dem Plenum die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses empfohlen. Den Stand der Integration hat der Ausschuss ebenso regelmäßig kontrolliert wie den Status der Compliance und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Weitere Sitzungsinhalte waren die Quartals- und Halbjahresberichte 2009 sowie Veränderungen in der Zuständigkeit des Ausschusses durch die Neufassung von § 107 AktG. Intensiv hat sich der Ausschuss auch mit der Abschlussprüfung 2009 befasst, zu der er die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex einholte, die Unabhängigkeit des Prüfers überwachte und den Prüfungsauftrag für die Abschlussprüfung festlegte.

Mitglieder: Maarten Henderson (Vorsitz; seit 7. Juli 2009), Dr. Christof Aha (seit 7. Juli 2009), Matthias Schneider, Steffen Vodel.

Es schieden als Mitglieder aus: Prof. Dr. Hans-Joachim Priester (Vorsitz; bis 7. Juli 2009), Dr. Dieter Leuering (bis 7. Juli 2009).

Vermittlungsausschuss

Der Vermittlungsausschuss ist nach § 27 Abs. 3 MitbestG gebildet, um die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG bezeichnete Aufgabe wahrzunehmen. Er wurde 2009 nicht einberufen.

Mitglieder: Thorsten Kraemer (Vorsitz seit 7. Juli 2009), Dr. Arnold Bahlmann (seit 7. Juli 2009), Franziska Oelte, Claudia Anderleit. Es schied als Mitglied aus: Richard Roy (bis 7. Juli 2009).

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss, der bei anstehenden Neuwahlen dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorschlägt, hat sich in seiner einzigen Sitzung 2009 mit der Kandidatenauswahl für den Aufsichtsrat infolge der Amtsniederlegungen von Dr. Dieter Leuering, Prof. Dr. Hans-Joachim Priester, Lars P. Reichelt und Richard Roy zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2009 beschäftigt.

Mitglieder: Thorsten Kraemer (Vorsitz seit 7. Juli 2009), Dr. Arnold Bahlmann (seit 7. Juli 2009), Achim Weiss (seit 7. Juli 2009).

Es schieden als Mitglieder aus: Prof. Dr. Helmut Thoma (Vorsitz; bis 7. Juli 2009), Richard Roy (bis 7. Juli 2009).

Ausschuss IT/Netze

Der Ausschuss IT/Netze wurde unmittelbar im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 7. Juli 2009 gegründet und mit der Aufgabe betraut, IT-Integrationsprojekte, die von besonderer Bedeutung für den Konzern sind, zu überwachen und zu begleiten. Der Ausschuss tagte 2009 zweimal.

Themen waren die Begleitung und Überwachung der IT-Migrationsprojekte, deren Risiken und technische Details. Darüber hinaus befasste sich der Ausschuss mit dem Status des Netzes und den Aussichten des Schmalbandgeschäftes.

Mitglieder: Thorsten Kraemer (Vorsitz), Achim Weiss, Franziska Oelte, Matthias Schneider.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2009

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 und der Lagebericht der freenet AG wurden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2009 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der freenet AG zum 31. Dezember 2009 wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Abschlussprüfer versah auch diesen Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Die Berichte hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 5. Februar 2010, am 22. Februar 2010 und am 15. März 2010 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 15. März 2010 diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Gegenstand der Berichterstattung durch die Abschlussprüfer war auch die Prüfung des Risiko-Früherkennungssystems der Gesellschaft.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts sowie des vom Vorstand vorgelegten Gewinnverwendungsvorschlags hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat ist der Empfehlung des Prüfungsausschusses gefolgt und hat in der Sitzung am 15. März.2010 den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Zudem hat der Aufsichtsrat – der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend – einen Beschluss zum Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung gefasst. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben in ihren Sitzungen vom 15. März 2010 jeweils den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Hieran anschließend hat der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt und sich diesem angeschlossen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Aufsichtsrat

Mit Ablauf der Hauptversammlung vom 7. Juli 2009 sind Richard Roy, Dr. Dieter Leuering, Prof. Dr. Hans-Joachim Priester und Lars P. Reichelt aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in den Aufsichtsrat gewählt durch die Hauptversammlung am 7. Juli 2009 wurden Dr. Christof Aha, Maarten Henderson, Dr. Arnold Bahlmann und Achim Weiss.

Prof. Dr. Helmut Thoma hat den Vorsitz des Aufsichtsrates zum Ende der Hauptversammlung am 7. Juli 2009 niedergelegt. Am gleichen Tag wurde Thorsten Kraemer zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Vorstand

Ausgeschieden aus dem Vorstand sind mit Ablauf des 23. Januar 2009 Eckhard Spoerr und mit Ablauf des 30. September 2009 Eric Berger. Neu bestellt zum Vorstand und Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung ab dem 1. Mai 2009 wurde Christoph Vilanek.

Den ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands dankt der Aufsichtsrat für die gute Zusammenarbeit, die konstruktive Begleitung des Unternehmens und ihre langjährige Tätigkeit für den Konzern. Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die in einem schwierigen Umfeld geleistete Arbeit aus.

Büdelsdorf, den 15. März 2010

Der Aufsichtsrat

Thorsten Kraemer, Vorsitzender

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Die freenet AG hat den im Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 bzw. seit dem 18. Juni 2009 in der aktuellen Fassung enthaltenen Empfehlungen seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2008 mit Ausnahme der nachfolgend genannten Abweichungen entsprochen und beabsichtigt, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009, soweit es hierzu nachfolgend seitens der Gesellschaft keine abweichende Erklärung gibt, auch zukünftig zu entsprechen.

1. Die Gesellschaft hat eine D&O-Versicherung für die Organmitglieder abgeschlossen. Diese Versicherung beinhaltet bislang keinen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats (Ziffer 3.8 Satz 5 des Kodex). Der durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 5. August 2009 neu angefügte § 93 Abs. 2 Satz 2 AktG bestimmt für D&O Versicherungen eine Pflicht zur Vereinbarung eines Selbstbehalts für den Vorstand. Nach der Übergangsvorschrift zum Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung ist diese Vorgabe auch für bestehende Versicherungsverträge ab dem 1. Juli 2010 anzuwenden. Die Gesellschaft beabsichtigt, die gesetzlichen Erfordernisse einzuhalten.

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist weiterhin keine Vereinbarung eines Selbstbehalts vorgesehen, weil ein damit verbundener Vorteil für die Gesellschaft nicht ersichtlich ist. Verantwortungsvolles Handeln ist für alle Organmitglieder selbstverständliche Pflicht.
2. Der Aufsichtsrat hat die Befassung mit dem Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und dessen regelmäßige Überprüfung bislang dem Personalausschuss des Aufsichtsrats übertragen (Ziff er 4.2.2 Satz 1 des Kodex). Seit dem Inkrafttreten des Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung am 5. August 2009 und auch zukünftig wird das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festlegen, das Vergütungssystem für den Vorstand beschließen und regelmäßig überprüfen.
3. Weder für die Vorstandsmitglieder, noch für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist derzeit eine Altersgrenze festgelegt. Es ist nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht einsichtig, warum qualifizierte Personen mit großer Berufs- und Lebenserfahrung allein aufgrund ihres Alters nicht als Kandidaten in Betracht gezogen werden sollen (Ziffer 5.1.2 Satz 7 und Ziffer 5.4.1 Satz 2 des Kodex).

Büdelsdorf, 7. Dezember 2009

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand