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freenet AG — Annual Report 2014
Jun 1, 2015
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Annual Report
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Publication

freenet AG
Büdelsdorf
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
Lagebericht
Grundlagen des Konzerns
Wichtiger Hinweis:
Dieser Lagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten des Einzelabschlusses der freenet AG und den Anhangangaben gelesen werden.
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen; Aussagen, die nicht auf historischen Tatsachen, sondern auf aktuellen Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur zum Zeitpunkt gültig, zu dem sie gemacht werden. Die freenet AG übernimmt keine Verpflichtung, diese beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten. Zukunftsaussagen unterliegen per se Risiken und Unsicherheiten. Wir möchten deshalb deutlich darauf hinweisen, dass eine Reihe von Faktoren die tatsächlichen Ergebnisse dahingehend beeinflussen können, dass diese von den prognostizierten wesentlich abweichen. Einige dieser Faktoren sind im Abschnitt „Risikomanagementsystem“ und in weiteren Teilen dieses Berichts beschrieben.
Geschäftsmodell
Als Digital-Lifestyle-Provider ist die freenet Group der größte netzunabhängige Anbieter von Mobilfunkleistungen in Deutschland. Daneben etabliert sich der Konzern im Bereich Digital Lifestyle zunehmend als Anbieter internetbasierter Anwendungen für private Kunden.
Die freenet Group bietet ihren Kunden in Deutsch- land ein umfassendes Portfolio an Dienstleistungen und Produkten aus dem Bereich mobiler Sprach- und Datendienste an. Die Vermarktung der Dienstleis- tungen der Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O² und E-Plus) erfolgt unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung über eine Vielzahl von Vertriebskanälen und unterschiedlichen Marken. Neben den eigenen netzunabhängigen Diensten und Tarifen vermarktet die freenet Group unter eigenem Namen auch die Originaltarife der deutschen Mobilfunknetzbetreiber.
Darüber hinaus bietet die freenet Group ein wachsendes Angebot attraktiver Produkte und Dienstleistungen für den Haushalt und andere Lebensbereiche privater Kunden rund um das mobile Internet an. Mit der Gravis-Computervertriebsgesellschaft mbH („GRAVIS“), einer der größten unabhängigen autorisierten Apple-Händler in Deutschland, nimmt der Konzern auch in diesem Bereich eine hervorragende Marktstellung ein.
Diese im Berichtssegment Mobilfunk zusammengefassten Geschäftsaktivitäten werden durch umfang-reiche Handelsaktivitäten mit mobilen Endgeräten und innovativen Accessoires vervollständigt.
Als wesentliche Einflussfaktoren für ihren Geschäfts- erfolg sieht die Gesellschaft insbesondere die Kundenentwicklung, die monatlichen Umsatzerlöse pro Kunde im Segment Mobilfunk sowie die Entwicklung der Digital-Lifestyle-Geschäftsaktivitäten in den drei strategischen Geschäftsfeldern Fitness/Wearables, Entertainment und Smart Home an.
Für den Erfolg der klaren Wettbewerbspositionierung als Digital-Lifestyle-Provider ist die Kundennähe in allen Absatzkanälen unverzichtbar. Mit 570 unter der Hauptmarke mobilcom-debitel betriebenen Shops und 45 unter der Premiummarke GRAVIS betriebenen Stores sowie einer Vielzahl weiterer Vertriebsstellen für Mobilfunk im Fachhandel – davon exklusiv rund 400 große Elektronikmärkte der Media-Saturn Deutschland GmbH – ist die freenet Group im stationären Handel flächendeckend in Deutschland vertreten. Gleichzeitig werden erfolgreich mehrere eigene Vertriebsmarken über diverse Online-Vertriebskanäle genutzt. Insgesamt arbeiten 4.826 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der freenet Group laufend an der Verbesserung der Vertriebs- und Servicekompetenz.
Der Vermarktungsschwerpunkt liegt im Wesentlichen auf dem Endkundengeschäft mit Privatkunden in Deutschland, welches in drei Kundensegmente eingeteilt ist. Die Vertragskunden der überwiegend stationären Vertriebsstellen sowie die ausschließlich über Onlinekanäle generierten No-Frills-Kunden bilden zusammen den nicht finanziellen Leistungsindikator Customer Ownership ab, der als interne Steuerungsgröße verwendet wird. Daneben besteht das prepaid Kundensegment.
Konzernstruktur und Akquisitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Konzern seine strategische Weiterentwicklung durch Akquisitionen fortgesetzt. Im Januar 2014 vollzog der Konzern die Übernahme der Jesta Digital Group und erwarb jeweils sämtliche Geschäftsanteile an den Gesellschaften Jesta Digital GmbH, Jesta Digital Holdings, Inc. und Jesta Digital Group U.S. Holdings, Inc. Damit konnte das Leistungsangebot im dynamischen Wachstumsfeld Digital Lifestyle entsprechend den sich verändernden Kundenbedürfnissen weiter ausgebaut werden. Im zweiten Quartal 2014 wurde die Jesta Digital GmbH in freenet digital GmbH umfirmiert.
Im April 2014 schloss GRAVIS einen Vertrag zur Übernahme von bis zu zwölf Ladengeschäften des Apple-Premium-Resellers reStore. Damit vergrößert die freenet Tochtergesellschaft ihre Präsenz und Vertriebsstärke in begehrten 1a-Lagen deutscher Großstädte; die Anzahl der GRAVIS Stores steigt mit der Akquisition von 34 auf 45 . Nach der entsprechenden Umgestaltung der Ladengeschäfte von reStore liegt deren Fokus auf der Vermarktung von Apple-Produkten und Digital-Lifestyle-Zubehör.
Wesentliche Konzerngesellschaften der freenet AG zum 31. Dezember 2014

Segmentspezifische Angaben
Die Organisation und Steuerung der freenet AG erfolgt nicht nach Kundensegmenten und nicht nach geographischen Bereichen. Es werden in Übereinstimmung mit der internen Steuerung der freenet AG die Geschäftssegmente „Mobilfunk“ sowie „Sonstige/Holding“ unterschieden, wenngleich Letzterem für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der freenet AG lediglich eine untergeordnete Bedeutung beizumessen ist
Unternehmensstrategie
Die freenet AG hat im Geschäftsjahr 2014 wie im Vorjahr ihre am Umsatz des Segments Mobilfunk gemessene Marktposition als Service-Provider in einem gesättigten, insgesamt rückläufigen Mobilfunkmarkt im Wesentlichen behauptet. Die anhaltende Konsolidierungstendenz der europäischen Telekommunikationsunternehmen berührte insbesondere mit der Übernahme von E–Plus durch Telefónica Deutschland auch den deutschen Markt. Die von der Europäischen Kommission im Sommer genehmigte Übernahme wurde an einige regulatorische Bedingungen geknüpft, welche die Wettbewerbsposition von Mobilfunkanbietern ohne eigene Netzinfrastruktur grundlegend stärken sollen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war der deutsche Verbrauchermarkt für Mobilfunk und mobiles Internet insbesondere von der zunehmenden datenbasierten Nutzung von Smartphones und anderen leistungsfähigen mobilen Endgeräten in unterschiedlichen Lebensbereichen geprägt. Die Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen haben ihre Geschäftsmodelle entsprechend strategisch angepasst, um von den vielfältigen neuen Wertschöpfungsquellen der permanenten Vernetzung zu profitieren.
Die freenet Group hat sich frühzeitig als Digital-Lifestyle-Provider unter Fokussierung auf ihre Kern- kompetenzen in diesem neu entstehenden Marktsegment für private Verbraucher in Deutschland positioniert. Mit der großen Vertriebskraft der unter der Hauptmarke mobilcom-debitel geführten Shops und Vertriebsstellen, der Premiummarke GRAVIS sowie einem gut ausgewogenen Bündel an Online-Vertriebsmarken und -kanälen verfügt die freenet Group über eine kritische Größe für die erfolgreiche Platzierung neuartiger Produkte und Dienstleistungen im Markt für Digital Lifestyle. Darüber hinaus hat die Akquisition der Jesta Digital (jetzt freenet digital) zu einer Beschleunigung in der nachfragegerechten Bereitstellung und Markteinführung innovativer Anwendungen für die mobile Nutzung geführt.
Der Vorstand hat in diesem Umfeld seine Strategie weiterentwickelt, um als unabhängiger Service-Provider die Wertschöpfung der freenet Group durch zusätzliche Geschäftsaktivitäten rund um den Bereich Mobilfunk und mobiles Internet zu erhöhen. Dazu gehörte insbesondere die weitere Stabilisierung der Kundenbasis in den werthaltigen Kundensegmenten Vertragskunden und No-Frills (zusammen: Customer Ownership), während die Gesamtkundenzahl aufgrund der fortgesetzten Ausbuchung inaktiver Prepaid-Karten weiter rückläufig war. Daneben lag der rentabilitätsorientierte Ausbau des stationären Vertriebs im strategischen Fokus. Neben der weiteren Optimierung der unter der Hauptmarke mobilcom-debitel betriebenen Shops hinsichtlich Standorte, Angebotsportfolio und Vertriebsunterstützung ist hier insbesondere die Weiterentwicklung der GRAVIS Stores als Premiumanbieter von Digital-Lifestyle-Produkten unterschiedlicher Hersteller zu nennen. Das dadurch entstehende Cross-Selling-Potential soll strategisch konsequent ausgenutzt werden. Schließlich wurde mit der erfolgreichen Einführung des Click-and-Collect-Systems eine strategische Weiche für den weiteren Ausbau des Multikanalvertriebs gestellt.
Mittelfristig erweitert die freenet Group neben dem reinen Mobilfunkgeschäft und dem Handel von Produkten rund um den Mobilfunk ihr Angebotsportfolio im Digital Lifestyle in Abhängigkeit vom künftigen Nachfrageverhalten der privaten Nutzer. Unter Verzicht auf eigene Produktentwicklung stehen hier zunehmend Partnerschaften mit innovativen Herstellern im Fokus der Vermarktung. Die weitere Geschäftsentwicklung in diesem Bereich hängt zwar sehr stark von der künftigen Dynamik des noch sehr jungen, oftmals stark fragmentierten Marktsegmentes ab. Die unter dem Begriff „Internet der Dinge“ zunehmend beobachtbare Veränderung des gesellschaftlichen Lebens zu einer umfassend vernetzten Lebensweise bleibt jedoch die feste Grundlage für den künftigen wertschöpfungsorientierten Ausbau dieses Geschäftsbereichs
Die freenet Group nutzt dieses Cross-Selling-Potential innerhalb der Customer-Ownership-Kundenbasis insbesondere durch die zunehmende Vermarktung integrierter Lifestyle- Produktwelten.
Vor diesem Hintergrund wird die freenet AG die strategische Ausrichtung auch in den nächsten Geschäftsjahren weiter fortsetzen und verfeinern. Darüber hinaus wird die freenet Group zusätzliche strategische Handlungsfelder unter eng definierten Rentabilitäts- und Investitionsvorgaben evaluieren.
Bei der Strategieumsetzung berücksichtigt die freenet AG die unterschiedlichen Bedürfnisse und Erwartungen aller Interessensgruppen gleicher- maßen. Während die Anteilseigner eine angemessene und verlässliche Gesamtverzinsung ihres eingesetzten Kapitals erwarten, steht für die Gläubiger der Gesellschaft neben einer attraktiven, risikoadäquaten Fremdkapitalverzinsung die nachhaltige Sicherung der Fähigkeit zur Schuldentilgung im Vordergrund. Die Kunden der freenet Group sind an zeitgemäßen Dienstleistungen und Produkten mit einem spezifischen Zusatznutzen sowie kompetenter Beratung interessiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwarten eine vorausschauende Unternehmensführung, die nachhaltig sichere Arbeitsplätze mit ange- messenen Arbeitsbedingungen ermöglicht. Daher misst die freenet Group einer offenen, respektvollen und wertschätzenden Unternehmenskultur im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine besondere strategische Bedeutung bei.
Steuerungssystem
Die Unternehmensleitung der freenet Group orientiert sich bei der operativen und strategischen Ausrichtung des Konzerns an den Interessen aller Stakeholder. Zur Umsetzung wird auf der obersten Konzernebene sowie in den einzelnen Unternehmen der freenet Group ein einheitliches Steuerungssystem verwendet, das sowohl an finanziellen als auch an nicht finanziellen Steuerungsgrößen anknüpft. Als steuerungsrelevant sind hierunter insbesondere die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren zu verstehen.
Unter Berücksichtigung des fortschreitenden Ausbaus unserer Digital-Lifestyle-Aktivitäten entsprechend unserer zentralen Unternehmensstrategie überprüfen wir laufend die Zusammensetzung unserer gesamten internen Steuerungsgrößen und werden diese gegebenenfalls anpassen, sofern ein entsprechender Anpassungsbedarf identifiziert wird. Im Vergleich zum Vorjahr wurden lediglich klarstellende Anpassungen vorgenommen und in diesem Kontext der Leistungsindikator „Customer Ownership“ nunmehr als nicht finanzieller Leistungsindikator ausgewiesen. Eine Anpassung des Steuerungssystems resultierte daraus nicht
Für die freenet AG ist es von großer Bedeutung, die Ausschüttungsfähigkeit im Sinne unserer Dividendenpolitik sicherzustellen. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an dem auf Konzernebene erreichten Free Cashflow. Insofern handelt es sich bei dem Free Cashflow um den für die freenet AG als Einzelgesellschaft maßgebenden steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikator. Bezüglich der Prognose zu diesem Leistungsindikator verweisen wir auf unsere Ausführungen im Prognosebericht dieses Lageberichts zum freenet-Konzern. Zur Darstellung dessen erfolgen im Folgenden im Wesentlichen Ausführungen zum freenet Konzern.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Um den kurzfristigen sowie mittel- und langfristigen Erfolg unserer strategischen Ausrichtung und deren operativer Umsetzung zu messen, verwenden wir derzeit die folgenden wesentlichen finanziellen Leis- tungsindikatoren:
| • | Umsatz, |
| • | EBITDA, |
| • | Free Cashflow, |
| • | Postpaid-ARPU. |
Umsatz
Das traditionelle Geschäftsfeld der freenet Group wird durch Produkte und Dienstleistungen rund um den Mobilfunk und das mobile Internet bestimmt. Der dort generierte Umsatz wird im Segment Mobilfunk abgebildet. Der deutsche Mobilfunkmarkt ist gesättigt und durch wenige Anbieter gekennzeichnet. Daher besteht seit längerem ein Verdrängungswettbewerb mit zunehmendem Preisdruck, was tendenziell zu einem Umsatzrückgang führt.
In diesem Umfeld richtet sich die Strategie des Vorstands auf die Generierung zusätzlicher Erlösquellen, die komplementär zum Geschäftsfeld Mobilfunk sind. Daher hat der mit Digital-Lifestyle-Geschäftsaktivitäten in der freenet Group generierte Umsatz eine gestiegene Bedeutung als finanzielle Steuerungsgröße gewonnen. Neben dem EBITDA spiegelt sich der Erfolg der Digital-Lifestyle-Geschäftsaktivitäten primär in der künftigen Umsatzentwicklung der Gesellschaft wider.
EBITDA
Das EBITDA entspricht dem Konzernergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Wertminderungen und bildet allgemein die operative Leistungskraft eines Unternehmens ab. Damit gilt das EBITDA als ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator, sowohl bei der Beurteilung von Unternehmensentwicklungen über mehrere Perioden als auch von Unternehmen untereinander im gleichen Marktsegment.
Während die Mobilfunknetzbetreiber jährlich hohe Kapitalaufwendungen für den Ausbau und die Instandhaltung ihrer Netze verbuchen, beschränkte sich die freenet Group in den vergangenen Jahren im Rahmen der Unternehmensplanung beziehungsweise -steuerung auf jährliche Investitionen von gut 20 Millionen Euro im Bereich Mobilfunk. Da das EBITDA den Fokus allerdings auf die in der Rechnungslegung ermittelte operative Effizienz legt, ermöglicht dieser Leistungsindikator die Vergleichbarkeit auch unabhängig von den strukturell – durch das jeweilige Geschäftsmodell – bedingt unterschiedlichen Kapitalkosten. Entsprechend wird das EBITDA auch für Bewertungszwecke im Rahmen von Unternehmenskäufen und -verkäufen herangezogen.
Free Cashflow
Die freenet AG definiert den Free Cashflow als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Diese liquiditätsorientierte Kennzahl stellt eine wichtige Ergänzung der ergebnisorientierten Leistungsbeurteilung eines Unternehmens dar.
Der Free Cashflow ist gleichermaßen für die Eigen- und Fremdkapitalbeschaffung bedeutsam. Während die Hauptversammlung über die Höhe der Dividendenausschüttung zwar als Teil des nach dem Handelsgesetzbuch aufgestellten Bilanzgewinns der freenet AG beschließt, wird die sogenannte Ausschüttungsquote der Dividendenausschüttungen in Relation zum Free Cashflow angegeben. Dadurch wird eine direkte Verbindung zum tatsächlich in der jeweiligen Periode erwirtschafteten Barmittelzufluss hergestellt. Zur besseren Orientierung der Aktionäre hat der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung einen Ausschüttungskorridor von derzeit 50 Prozent bis 75 Prozent des Free Cashflow festgelegt.
Gleichzeitig ist der Free Cashflow für Fremdkapitalgeber bedeutsam, da er sämtliche operativen Zahlungsverpflichtungen einer Gesellschaft enthält und als solcher ein Gradmesser für potentielle Zins- und Tilgungsleistungen ist.
Postpaid-ARPU
Als Postpaid-ARPU bezeichnen wir den monatlichen Durchschnittsumsatz pro Vertragskunde. Der ARPU bildet allgemein die Kundenbereitschaft ab, für die jeweiligen Mobilfunkleistungen entsprechende Entgelte zu zahlen. Die über die so genannte Handyoption generierten Umsätze aus dem Verkauf von Handys beziehungsweise Smartphones fließen dabei nicht in den ARPU ein. Die Veränderungen der Markt- und Wettbewerbssituation in Deutschland haben bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des ARPU. Aufgrund des gesättigten deutschen Marktes und des daraus resultierenden hohen Wettbewerbsdrucks befindet sich der Postpaid-ARPU weiterhin in einem abnehmenden Trend.
Mit dem zunehmenden Anteil an anderen werthaltigen Umsätzen wird die Bedeutung dieser Kennzahl für die interne Steuerung allerdings zukünftig abnehmen.
Nicht finanzieller Leistungsindikator
Vor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als Digital-Lifestyle-Provider wird neben den finanziellen Leistungsindikatoren der so genannte Customer Ownership als wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung der freenet Group eingesetzt.
Customer Ownership
Die Messung des Customer Ownership, bestehend aus werthaltigem Postpaid- und No-frills- Kundenbestand, dient insbesondere der mittel- und langfristigen Unternehmenssteuerung. Im Segment Mobilfunk stellt der Customer Ownership in Verbindung mit dem durchschnittlich generierten Umsatz (ARPU) eine wesentliche Säule des Geschäfts dar.
Darüber hinaus bietet der Customer Ownership die Möglichkeit zur individualisierten Ansprache
von Kunden mit dem Ziel des sogenannten Cross- und Up-Sellings. Die durch den Mehrkanalvertrieb bedingten Medienbrüche werden durch vielfältige Marketingmaßnahmen erfolgreich überwunden. Vor diesem Hintergrund ist auch die erfolgreiche Einführung des Click-and-Collect-Systems, also die Bezahlung und Abholung von Online-Bestellungen in mobilcom-debitel Shops, zu sehen.
Im Sinne der strategischen Geschäftsausrichtung zum Digital-Lifestyle-Provider fokussiert sich freenet sowohl in der Neukundengewinnung als auch im Bestandskundenmanagement auf werthaltige Kundenbeziehungen.
Sonstige Steuerungsgrößen
Zur Steuerung des Konzerns werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung sowie Gradmesser für die Fortentwicklung der freenet Group werden hierzu vor allem folgende sonstige Steuerungsgrößen eingesetzt:
| • | Produktmarken, neue Produkte, |
| • | Vertriebsaktivitäten, |
| • | Partnerschaften, |
| • | Forschung und Entwicklung, |
| • | Mitarbeiter. |
Produktmarken, neue Produkte
Die freenet AG setzt im traditionellen Geschäftsfeld Mobilfunk und mobiles Internet auf eine Mehrmarkenstrategie, um alle Segmente dieses Marktes zielgruppenspezifisch bedienen zu können. Unter der Hauptmarke mobilcom-debitel vermarktet die Gesellschaft Postpaid- und Prepaid-Tarife für alle vier deutschen Mobilfunknetze und fokussiert sich dabei auf hochwertige Vertragsverhältnisse. Wesentliche Stärke der Marke ist die bedarfsorientierte, netzunabhängige Kundenberatung zu Mobilfunkprodukten und Dienstleistungen bei bestmöglicher Kundennähe; diese ist gewährleistet durch 570 unter der Hauptmarke mobilcom-debitel betriebene Shops, über die Präsenz in rund 400 großen Elektronikmärkten und über eine Vielzahl weiterer stationärer Vertriebsstellen.
Zusätzlich adressiert die freenet AG mit den Discount-Marken klarmobil, freenetmobile, callmobile und debitel light den sogenannten No-frills-Bereich: In diesem Bereich sind die Kunden vor allem an kostengünstigen Tarifen und weniger an subventionierten Endgeräten oder besonderen Services interessiert; der Vertrieb der Discounttarife erfolgt schwerpunktmäßig über das Internet.
Die mobilen Datendienste gehören seit mehreren Jahren zu den wachstumsintensivsten Feldern der Telekommunikation und bilden insofern für die freenet AG auch einen Schwerpunkt bei der Vermarktung ihres Produkt- und Dienstleistungsportfolios. Dabei ergänzte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 sein bestehendes Portfolio an Tarifen um weitere Flatrates für Smartphones und Datentarife. Das bestehende Tarif-Portfolio von mobilcom-debitel und der Discount-Töchter wurde im Jahresverlauf im Rahmen einer Vielzahl von Marketing- und Saisonaktionen mit zusätzlichen Leistungen beziehungsweise Preisnachlässen weiter aufgewertet; die Sonderaktionen liefen dabei zum großen Teil über die unternehmenseigene Online-Vertriebsplattform www.crash-tarife.de.
Im Bereich Digital Lifestyle baute mobilcom-debitel im Geschäftsjahr 2014 das Angebot innovativer Anwendungen und Produkte weiter aus – mit den Bereichen Home Automation & Security, Datensicherheit sowie Entertainment als Schwerpunkten.
Vertriebsaktivitäten
Die freenet AG hat mit den Akquisitionen der Geschäftsjahre 2013 und 2014 ihre Wettbewerbs- positionierung als größte netzunabhängige Vertriebsplattform für Digital-Lifestyle-Produkte in Deutschland – wie vorstehend beschrieben – nochmals gestärkt; sie umfasst jetzt
| • | 570 unter der Hauptmarke mobilcom-debitel betriebene Shops und 45 unter der Premiummarke GRAVIS betriebene Stores, |
| • | rund 400 Media-Saturn-Elektronikmärkte, |
| • | eine Vielzahl weiterer stationärer Vertriebsstellen im Fachhandel sowie |
| • | einen breit gefächerten Online- und Direktvertrieb. |
Darüber hinaus hat die Gesellschaft – wie schon in den Vorjahren – im Jahresverlauf mit einer Vielzahl von innerbetrieblichen Investitionen und Maßnahmen an der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Vertriebsstärke gearbeitet. Einen der Schwerpunkte stellte dabei der Ausbau von Dienstleistungen im stationären Handel und von Online-Angeboten dar.
Partnerschaften
Kooperationen, gemeinsame Aktivitäten und strategische Partnerschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung für die freenet Group. Im August vereinbarte die freenet AG eine Kooperation mit dem Axel Springer Verlag. Damit können Kunden künftig die Inhalte von Bild+ inklusive der Bundesliga-Berichterstattungen als kostenpflichtige Option zu ihren jeweiligen Tarifen hinzu buchen. Gleichzeitig startete die freenet Discounttochter klarmobil.de die Bild-Fan Flat. Der für die Tablet-Nutzung optimierte neue Daten-Tarif bietet bei einer monatlichen Grundgebühr von 19,95 Euro im ersten Jahr der Vertragslaufzeit 1.000 MB Highspeed-Volumen mit maximal 7,2 Mbit/s beim Downstream – inklusive Samsung Galaxy Tab 4 und Bild+ zum Sonderpreis; im zweiten Jahr der Vertragslaufzeit erhöht sich die Monatsgebühr dann auf 27,95 Euro.
Im September folgte eine Kooperation mit car2go, dem weltweit größten, App-basierten Carsharing- Service. Rund 100 mobilcom-debitel Shops sowie zwölf GRAVIS Stores übernehmen dazu in sieben deutschen Großstädten – Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart – die für car2go-Nutzer obligatorische Führerscheinvalidierung; zusätzlich können die Shop-Mitarbeiter die erforderliche App auf dem Smartphone installieren und Tipps zur Nutzung geben. Einmal registriert, zeigt das Smartphone an, wo in der Nähe car2go-Fahrzeuge stehen, und mit einem Click reserviert sich der Nutzer den gewünschten Smart in seiner Nähe für die nächsten 30 Minuten zur Abholung.
Im November vereinbarte GRAVIS eine Kooperation mit shopkick. Der Pionier und US-Marktführer für mobiles Shopping steigert die Kundenfrequenz in Ladengeschäften, indem er schon registrierte Besuche von angeschlossenen Shops und das Anschauen und Ausprobieren von dort verfügbaren Produkten mit geldwerten Punkten über eine entsprechende App entlohnt; zusätzlich gibt er den Nutzern dieser Anwendung maßgeschneiderte Shopping-Tipps.
Gleichzeitig ging mobilcom-debitel eine Vertriebspartnerschaft mit maxdome ein, dem Anbieter von über 50.000 Spielfilmen, Serien, Comedies und Dokumentationen für internetfähige Fernseher, PCs, Laptops und Smartphones. Kunden von mobilcom-debitel können damit zu ihren jeweiligen Sprach- und Datentarifen eine Abonnement-Option der Onlinevideothek zum Monatspreis von 7,99 Euro abschließen.
Im Dezember folgten zwei weitere Kooperationen mit den beiden Payment-Dienstleistern Paymorrow und Barzahlen.de. Sie zielen auf Kunden, die zwar online bestellen, aber derzeit lieber noch in Ladengeschäften bar für ihre gekauften Waren bezahlen.
Forschung und Entwicklung
Die freenet AG agiert als Service Provider ohne eigene Netzinfrastruktur in den Bereichen Mobilfunk, mobiles Internet und Digital Lifestyle. Im traditionellen Geschäftsfeld Mobilfunk und mobiles Internet vermarktet das Unternehmen Mobilfunkdienstleistungen der Netzbetreiber in Deutschland sowie eigene Mobilfunkangebote inklusive entsprechender Hardware.
Die Gesellschaft unterhält keine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung. Sie setzt sich jedoch in Anbetracht des rasanten technologischen Fortschritts in der Telekommunikation und bei den mobilen Sprach- und Datendiensten intensiv mit den aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich auseinander. Ziel ist es dabei, sich in diesem dynamischen Wettbewerbsumfeld langfristig zu behaupten. Vor diesem Hintergrund hat die freenet AG im Geschäftsjahr 2014 mit einem eigenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio rund um Mobilfunk und mobiles Internet die sich stetig wandelnden Markt- und Kundenanforderungen adressiert.
Auch im Wachstumsmarkt Digital Lifestyle ging die freenet Group im Jahresverlauf 2014 mit neuen Produkten an den Start; sie konzentrierten sich im Wesentlichen auf die Bereiche Home Automation & Security, Entertainment sowie Datensicherheit. Um diese innovativen Angebote möglichst kundenfreundlich zu gestalten, beteiligte sich das Unternehmen teilweise an der Endphase von deren Entwicklung; insofern erhöhte sich auch die Wertschöpfung der Gesellschaft bei der Vermarktung der entsprechenden Produkte.
Im Zusammenhang mit der Durchführung von IT- und Strategieprojekten wurden in der freenet Group in 2014 zahlungswirksame Investitionen in selbsterstellte Software in Höhe von 13,3 Millionen Euro (Vorjahr: 10,8 Millionen Euro) vorgenommen.
Mitarbeiter
Die freenet AG verzeichnete auch in 2014 eine hohe Nachfrage am Arbeitsmarkt. So gingen im Jahresverlauf rund 21.500 Bewerbungen auf rund 630 Stellenangebote ein. Um Motivation, Eigenverantwortung, Teamgeist und Identifikation mit dem Unternehmen zu fördern, bietet das Unternehmen eine Vielzahl an Initiativen und Anreizen.
Zudem bildet das Unternehmen kontinuierlich eigene Fachkräfte aus, stellt damit den Bedarf an dringend benötigten Spezialisten und qualifiziertem Nachwuchs sicher – und trägt gleichzeitig seiner gesellschaftlichen Verantwortung als großes und erfolgreiches Unternehmen Rechnung. Im Jahresverlauf 2014 stellte die freenet Group insgesamt 94 Auszubildende ein, u. a. für die Ausbildung als Informatikkaufleute, Fachinformatiker, Einzelhandelskaufleute, Kaufleute für Dialogmarketing sowie in der Lagerlogistik. Zusätzlich bietet das Unternehmen drei verschiedene duale Studiengänge zum Bachelor of Science oder Bachelor of Arts an Berufsakademien an.
Ein weiteres Zusatzangebot ist neben den klassischen Dienstwagen ein Firmenwagen aus dem „Mit- arbeiterfahrzeugmodell“: Alle festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können im Rahmen eines Gehaltsverzichts ein Fahrzeug zur privaten und dienstlichen Nutzung zu attraktiven Konditionen erhalten. Dabei legt die freenet AG Wert auf umweltfreundliche Fahrzeuge und neue Modelle deutscher Hersteller.
Für die beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Führungskräfte führt freenet bedarfsgenaue, meist maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahmen durch. In 2014 nahmen gut 892 Festangestellte an einer Personalentwicklungsmaßnahme teil, dazu zählten Fachtrainings ebenso wie Trainings zum methodischen Vorgehen oder auch Teamentwicklungen. Basierend auf den bereits in den Vorjahren erfolgten Führungstrainings wurden Führungskultur und -instrumente weiter verfeinert und kommende Projekte vorbereitet.
Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft ist die freenet Group von Zukäufen und Verkäufen geprägt. Mit den Veränderungen ist die Herausforderung entstanden, die Eigenschaften, für die die freenet Group als Arbeitgeber steht, zu spezifizieren.
Finanzmanagement
Die strategische Unternehmenssteuerung wird von einem fokussierten Finanzmanagement unterstützt, welches neben der Liquiditätsentwicklung die Kapitalstruktur als Steuerungsgröße aufweist. Die operative Umsetzung erfolgt durch ein umfassendes Treasury Management auf der Basis etablierter Controlling-Strukturen.
Zur Steuerung der Kapitalstruktur dienen insbesondere der Verschuldungsfaktor, der sogenannte Interest Cover und die Eigenkapitalquote als finanzielle Steuerungsgrößen.
Kennzahlen des Finanzmanagements
| 2013 | Ziel 2014/15 | 2014 | Ziel 2015/16 | |
|---|---|---|---|---|
| Verschuldungsfaktor | 1,2 | 1,0 – 2,5 | 1,2 | 1,0 – 2,5 |
| Interest Cover | 8,3 | > 5 | 9,0 | > 5 |
| Eigenkapitalquote | 50,0% | > 50% | 51,8% | > 50% |
Der Verschuldungsfaktor gibt an, wie oft das aktuelle operative Ergebnis (EBITDA) erarbeitet werden müsste, um die Nettoverschuldung (Finanzschulden abzüglich liquider Mittel) zu tilgen. Da das Geschäftsmodell der freenet Group als Service-Provider im Segment Mobilfunk – anders als bei den Netzbetreibern – keine hohen Investitionen erfordert und einen stabilen Barmittelzufluss aufweist, liegt der Verschuldungsfaktor innerhalb der als Ziel angegebenen Spanne von 1 bis 2,5 relativ niedrig. Im Rahmen einer risikoorientierten Unternehmensführung wird die Kapitalstruktur laufend optimiert. Gleichzeitig erfordert die Umsetzung der Unternehmensstrategie jedoch eine jederzeit angemessene Liquiditätsreserve, welche bei dem aktuellen Geschäftsvolumen der Gesellschaft mit rund 100 Millionen Euro beziffert wird. Dadurch wird auch die Möglichkeit zur laufenden Liquiditätsbeschaffung von Eigen- und Fremdmitteln erhalten. Da ein geringer Verschuldungsfaktor insbesondere für Fremdkapitalgeber attraktiv ist, können die Fremdkapitalbeschaffungskosten auf diese Weise künftig weiter optimiert werden. Vor diesem Hintergrund ist auch die Entwicklung des Interest Cover zu sehen (Verhältnis von EBITDA zu Zinssaldo). Die Einhaltung einer Eigenkapitalquote von mehr als 50 Prozent dient dabei als zusätzlicher Gradmesser für eine effiziente Aufteilung der Unternehmensfinanzierung.
Schließlich hat der Vorstand eine Dividendenpolitik definiert, die den freenet-Aktionären eine attraktive Dividendenrendite ermöglicht, ohne das Risikoprofil der freenet AG zu gefährden.
Kennzahlen der Dividendenpolitik

*) Free Cashflow (FCF) ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Gemäß der bereits Anfang 2013 vom Vorstand beschlossenen und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten aktuellen Dividendenpolitik sollen die jährlichen Dividendenausschüttungen zwischen 50 und 75 Prozent des jeweils generierten freien Barmittelzuflusses (Free Cashflow) liegen. Mit der Anhebung dieser Bandbreite ab dem Geschäftsjahr 2013 trägt der Vorstand dem Interesse der wertorientierten Anteilseigner Rechnung, am freien Barmittelzufluss der Gesellschaft in angemessenem Maße teilzuhaben, während die optimierte Kapitalstruktur für die nachhaltige Unternehmenswertsicherung sorgt.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds („IWF“) wies bereits in seinem im Oktober 2014 veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick1 auf erhöhte Risiken für die Weltkonjunktur hin. Im Januar 2015 nahm er unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen der Ölpreise und Wechselkurse die aktuelle wirtschaftspolitische Situation in den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt zum Anlass für eine Aktualisierung seiner Prognose2 für das globale Wachstum auf nunmehr 3,5 Prozent für 2015 und auf 3,7 Prozent für 2016.
Für die Eurozone rechnet der IWF aktuell mit 0,8 Prozent Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr und 1,2 Prozent im Jahr 2015. Beide Werte wurden ebenfalls deutlich gesenkt. Die konjunkturelle Entwicklung in Italien und Frankreich wird dabei als besonders problematisch angesehen. Allerdings haben sich auch die konjunkturellen Bedingungen für Deutschland im zweiten Halbjahr verschlechtert, sodass für das gesamte Jahr 2014 lediglich eine Wirtschaftsleistung von 1,5 Prozent und für das laufende Geschäftsjahr von 1,3 Prozent angenommen wird.
Die deutsche Wirtschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des zunehmend schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds als weitgehend stabil erwiesen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts („Destatis“)3 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2014 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent gestiegen, nach einer Steigerung um 0,1 Prozent im dritten Quartal. Im zweiten Quartal 2014 war das BIP geringfügig zurückgegangen (– 0,1 Prozent), nachdem die deutsche Wirtschaft zunächst mit viel Schwung ins Jahr gestartet war (erstes Quartal 2014: +0,8 Prozent).
Die privaten Konsumausgaben trugen insbesondere im vierten Quartal mit einem bereinigten Wachstum von 1,0 Prozent zu den positiven Impulsen bei, nach 0,6 Prozent im dritten Quartal, 0,4 Prozent im zweiten Quartal und 0,5 Prozent im ersten Quartal.
Entwicklung des Telekommunikationsmarkts 2014
Neben den konjunkturellen Einflüssen war der Telekommunikationsmarkt im Berichtsjahr weiterhin insbesondere durch strukturelle Veränderungen geprägt. So war auf europäischer Ebene eine dynamische Marktkonsolidierung der Netzbetreiber sowie ein anhaltender Trend zur Konvergenz ihres Produktangebotes in den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Breitband/Internet und Fernsehen zu beobachten.
Nach einem im August 2014 von Mergermarket veröffentlichten Bericht4 dominierte der europäische Telekommunikationssektor allein im ersten Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres mit insgesamt 422 Unternehmensübernahmen im Gesamtwert von 65,1 Milliarden Euro und einem Anteil von 19,5 Prozent den gesamten europäischen M&A-Markt über alle Wirtschaftszweige hinweg. Diese Entwicklung wurde maßgeblich von den ordnungspolitischen Bestrebungen der Europäischen Kommission unterstützt, einen einheitlichen europäischen Binnenmarkt für Telekommunikation zu schaffen. Die übergeordneten Konsolidierungsziele der europäischen Telekommunikationsanbieter lagen wie schon im Vorjahr in der Effizienzsteigerung und Ausnutzung von Kostensynergien, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit einer leistungsfähigen Infrastruktur für die mobile Kommunikation nachhaltig zu stärken.
Der deutsche Telekommunikationsmarkt wurde im Berichtsjahr maßgeblich von dem im Jahresverlauf abgeschlossenen Erwerb der deutschen KPN-Tochtergesellschaft E-Plus durch Telefónica Deutschland bestimmt. Die endgültige Zustimmung der Europäischen Kommission erfolgte im Sommer und wurde im Sinne einer verbraucherorientierten Wettbewerbspolitik an bestimmte Auflagen geknüpft. Diese regulatorischen Auflagen sollen in besonderem Maße die Position von Mobilfunkanbietern ohne eigene Netzinfrastruktur stärken, um das Risiko der Ausnutzung marktbeherrschender Stellungen seitens der drei verbleibenden Netzbetreiber zu mindern.
Das Marktvolumen der Telekommunikationsdienste in Deutschland hat sich gemäß der im Oktober 2014 vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. („VATM“) in Zusammenarbeit mit der Dialog Consult GmbH („Dialog Consult“) veröffentlichten TK-Marktanalyse Deutschland 20145 leicht rückläufig entwickelt. Demnach sank das gesamte Marktvolumen im Berichtsjahr um 1,2 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro, was auf die rückläufige Entwicklung der Teilmärkte für Festnetz und Mobilfunk zurückgeführt wird. Demgegenüber hat sich das Marktvolumen für Breitbandkabelnetze leicht ausgedehnt.
Nach den VATM-Angaben lässt sich der gesamte deutsche Telekommunikationsmarkt aktuell zu 57,5 Prozent (Vorjahr: 58,0 Prozent) in das Geschäft mit Festnetzanschlüssen und zu 42,5 Prozent (Vorjahr: 42,0 Prozent) in das Mobilfunkgeschäft einteilen. Das kumulierte Volumen des deutschen Mobilfunkmarktes, also unter Einbeziehung der Geschäftsaktivitäten von Mobilfunkanbietern ohne eigenes Netz, wird von VATM im Berichtsjahr auf 24,8 Milliarden Euro geschätzt (Vorjahr: 25,1 Milliarden Euro). Dabei sieht der Bericht mit 30,3 Prozent (Vorjahr: 29,8 Prozent) Marktanteil weiterhin die Deutsche Telekom in einer dominanten Stellung, gefolgt von Vodafone mit 28,6 Prozent (Vorjahr: 28,3 Prozent) und Telefónica Deutschland mit 13,7 Prozent (Vorjahr: 14,3 Prozent) sowie E-Plus mit 12,1 Prozent (Vorjahr: 12, 4 Prozent). Auf die Netze O² und E-Plus entfällt demnach ein gemeinsamer Marktanteil von 25,8 Prozent (Vorjahr: 26,7 Prozent). Der kumulierte Marktanteil der Anbieter ohne eigenes Netz wird bei 15,3 Prozent (Vorjahr: 15,2 Prozent) gesehen und entfällt den Schätzungen zufolge mit 11,3 Prozent (Vorjahr: 12,0 Prozent) auf die freenet Group, mit 2,8 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent) auf United Internet und mit 1,2 Prozent (Vorjahr: 1,2 Prozent) auf Drillisch.
Marktanteile kumulierter Mobilfunkmarkt Deutschland

Quelle: Dialog Consult / VATM – TK-Marktanalysen Deutschland 2014 und 2013.
Während der Datenumsatz laut VATM-Schätzungen im Berichtsjahr mit 9,5 Milliarden Euro etwa 38 Prozent des Marktvolumens ausmachte (Vorjahr: 35 Prozent), hat sich der Anteil des durch SMS generierten Umsatzes am Datenvolumen von 2,1 Milliarden Euro auf 1,3 Milliarden Euro signifikant reduziert. Gleichzeitig wird die Erhöhung des Umsatzes mit mobilen Internetzugängen von VATM mit 1,5 Milliarden Euro auf nunmehr 8,2 Milliarden Euro beziffert. Entsprechend hat sich nach den im Bericht angegebenen Schätzungen das durchschnittliche monatlich verbrauchte Datenvolumen pro Nutzer im Vorjahresvergleich um 45 Prozent auf 283 MB erhöht.
In der Veröffentlichung6 „The Mobile Internet Economy in Europe“ vom Dezember 2014 weist die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group („BCG“) auf das sich verändernde Nutzungsverhalten der rund 530 Millionen europäischen Mobilfunkkunden hin, indem sich der Fokus der Konsumenten vom Einkaufen über das Teilen (Sharing) bis hin zur sozialen Vernetzung (sogenanntes Socializing) entwickelt, was eine permanente Online-Verfügbarkeit voraussetzt. Bei einer Penetrationsrate in der europäischen Bevölkerung von ca. 1,33 Mobilfunkverträgen und einem Smartphone-Anteil von über 50 Prozent hat diese Entwicklung auch wesentliche Auswirkungen auf das künftige Nachfrageverhalten von Mobilfunkkunden. Das hat die meisten deutschen Telekommunikations-anbieter im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer proaktiven Anpassung ihrer Geschäftsmodelle veranlasst. Im Bereich der Mobilfunknetze werden sich die Anbieter zunehmend auf die marktpreisfähige Bereitstellung schneller Datenverbindungen mit steigenden Datenvolumina fokussieren.
Die hohe Marktdynamik im Geschäft mit mobilen Internetzugängen wird auch dadurch deutlich, dass laut der BCG-Studie die Ausgaben europäischer Marktteilnehmer für die Entwicklung von mobil genutzten Anwendungen („ Apps“) zwischen Juni 2013 und Juli 2014 die Schwelle von 15 Milliarden US-Dollar überschritten. Die weiter zunehmende Verfügbarkeit und Verwendung leistungsstarker mobiler Endgeräte mit einem verbreiterten Anwendungsspektrum sowie die damit verbundene erhöhte Datennutzung blieben somit auch für die deutschen Mobilfunknutzer die bestimmenden Einflussfaktoren im Jahr 2014. Bei der mobilen Internetnutzung werden neben Smartphones auch tragbare Computer wie Laptops, Netbooks und Tablet-Computer über ein Mobilfunknetz oder ein drahtloses Netzwerk verwendet.
Anteil der Internetnutzer/-innen, die auch mobiles Internet verwenden (jeweils erstes Quartal des Jahres)
| In Prozent bzw. lt. Angabe | 2014 | 2013 | Veränderung in Prozentpunkten |
|---|---|---|---|
| Personen ab 10 Jahren insgesamt | 63 | 51 | 12 |
| darunter im Alter von … | |||
| …10 – 15 Jahren | 64 | 47 | 17 |
| …16 – 24 Jahren | 90 | 81 | 9 |
| …25 – 44. Jahren | 77 | 62 | 15 |
| …45 – 64 Jahren | 50 | 37 | 13 |
| …65 Jahre oder älter | 32 | 22 | 10 |
Quelle. Destatis Pressemitteilung Nr. 457 vom 17.12.2014.
Nach Destatis-Angaben7 stieg in der Altersgruppe von 10 bis 15 Jahren die Nutzung des mobilen Internets in Deutschland überproportional an. Gleichzeitig zeigte sich in der Altersgruppe von 16 bis 24 Jahren mit einem Anteil von 90 Prozent die Dominanz der mobilen Internetnutzung am deutlichsten. Weiterhin ist auffällig, dass in der Altersgruppe über 65 inzwischen nahezu jeder dritte Internetnutzer auch mobil auf das Internet zugreift.
Insgesamt waren nach den von Destatis erhobenen Daten 82 Prozent aller Personen, die im ersten Quartal 2014 das Internet genutzt haben, fast täglich online, 13 Prozent mindestens einmal in der Woche und lediglich 5 Prozent seltener als einmal in der Woche. Die Teilnahme an sozialen Netzwerken im Internet wurde in jedem zweiten Fall als Onlineaktivität beobachtet.
Geschäftsverlauf
Der Konzern kann ein positives Fazit für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 ziehen: die Ziele, die wir uns zu Beginn des Geschäftsjahres im Februar 2014 bezüglich der wesentlichen Steuerungskennzahlen selbst gesetzt hatten, konnten wir für den Postpaid-ARPU, das Konzern-EBITDA , die Customer Ownership sowie den Free Cashflow erreichen oder übertreffen. Unterjährig korrigierten wir die Prognose leicht steigender Konzernumsätze.
Das in 2014 erzielte Konzern-EBITDA beläuft sich auf 365,6 Millionen Euro. Es hat sich gegenüber dem Niveau des Vorjahres (357, 4 Millionen Euro) um 2,3 Prozent erhöht und übertrifft damit leicht unsere Zielsetzung (365,0 Millionen Euro). Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete der um 6,4 Prozent auf 778,1 Millionen Euro gesteigerte Rohertrag.
Die weiteren Ergebniskennzahlen konnten im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr gesteigert bzw. gehalten werden: so ergibt sich nach Abzug von Abschreibungen und Wertminderungen ein annähernd konstantes EBIT von 301,2 Millionen Euro (Vorjahr: 301,3 Millionen Euro). Mit 260,6 Millionen Euro hat sich das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) gegenüber dem Vorjahr (258,4 Millionen Euro) um 0,8 Prozent erhöht. Das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2014 wird mit 248,2 Millionen Euro ausgewiesen, was einer Steigerung von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Der Free Cashflow, einer der wichtigsten steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren im Konzern, beläuft sich im Berichtszeitraum auf 266,6 Millionen Euro (Vorjahr: 256,2 Millionen Euro) und übertrifft damit leicht den prognostizierten Wert von 265,0 Millionen Euro. Die Nettofinanzschulden verringerten sich von 427,2 Millionen Euro am Ende des Geschäftsjahres 2013 auf nun 426,6 Millionen Euro.
Der Kundenbestand im für die Gesellschaft wichtigen Vertragskunden-Bereich (Postpaid) hat sich im Vergleich zum Jahresende 2013 um circa 150.000 von 5,86 Millionen Kunden auf 6,01 Millionen Kunden erhöht. Zusammen mit dem leicht gesteigerten No-frills-Kundenbestand führt dies zu einem Customer-Ownership-Kundenbestand zum Jahresende 2014 von 8,92 Millionen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 160.000 entspricht. Damit konnte das Ziel eines leicht steigenden Customer Ownership erreicht werden. Der monatliche Durchschnittsumsatz pro Vertragskunde (Postpaid-ARPU) zeigte sich im Berichtsjahr mit 21,4 Euro gegenüber dem Niveau des Vorjahres (22,3 Euro) wie erwartet leicht rückläufig, aber im Verhältnis zum Gesamtmarkt vergleichsweise resistent.
Wesentliche Leistungsindikatoren 2014
| Prognose 2014 | |||
|---|---|---|---|
| In Mio. EUR bzw. lt. Angabe | 2013 | Q3/2014 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | Leichter Anstieg | Rückgang um etwa 5%-8%8 | 3.040,6 |
| EBITDA | 365,0 | 365,0 | 365,6 |
| Free Cashflow | 265,0 | 255,0 | 266,6 |
| Customer-Ownership- Kundenbestand in Mio. | Leichtes Wachstum | leichtes Wachstum | 8,92 |
| Postpaid-ARPU in EUR | Leichter Rückgang | Leichter Rückgang | 21,4 |
Diese Ergebnisse bestätigen die Strategieausrichtung des Unternehmens als Digital-Lifestyle-Provider rund um das Geschäftsfeld Mobilfunk und mobiles Internet und bilden eine gute Basis, um den erfolgreichen Kurs der freenet AG in den kommenden Monaten und Jahren fortzusetzen
Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf
Kundenentwicklung
Kundenentwicklung im Segment Mobilfunk
| In Tsd. | 31.12.2014 | 31.12.2013 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Mobilfunkkunden | 12.727 | 13.294 | -4,3 |
| davon Customer Ownership | 8.922 | 8.760 | 1,9 |
| davon Postpaid-Kunden | 6.012 | 5.862 | 2,6 |
| davon No-frills-Kunden | 2.910 | 2.898 | 0,4 |
| davon Prepaid-Karten | 3.805 | 4.534 | -16,1 |
Im Geschäftsjahr 2014 ist die Zahl der Postpaid-Kunden erstmals wieder über sechs Millionen gestiegen. Zum Ende des Berichtsjahrs wurde in dieser Kundengruppe mit 24-Monats-Verträgen ein Bestand von 6,01 Millionen verzeichnet (Vorjahr: 5,86 Millionen). Der Zuwachs gegenüber dem 31. Dezember 2013 konnte im Vorjahresvergleich aufgrund der Vielzahl neu eingeführter datenbasierter Smartphone-Tarife mehr als verdoppelt werden und beläuft sich auf rund 150.000 Kunden (Vorjahr: rund 80.000), auch weil die Kündigungsrate („Churn Rate“) deutlich gesunken ist. Diese Entwicklung wurde durch eine zielgerichtete Kundenansprache über sämtliche Vertriebskanäle des stationären Handels sowie auf der mobilcom-debitel Webseite und durch ein insgesamt verbessertes Kundenmanagement in der freenet Group unterstützt.
Die Kundenzahl im sogenannten No-frills-Bereich ist im Berichtsjahr um rund 10.000 angestiegen. In diesem Bereich werden vorwiegend über das Internet abgeschlossene Verträge mit Laufzeiten von 1 und 24 Monaten sowie Prepaid-Karten zusammengefasst. Der Kundenbestand belief sich in dieser Kundengruppe zum Jahresende 2014 auf 2,91 Millionen, gegenüber 2,90 Millionen im Vorjahr.
Der Customer-Ownership-Bestand, der die Summe der definierten Vertrags- und No-frills-Kundengruppen darstellt, hat sich somit um etwa 160.000 Kunden von 8,76 Millionen auf 8,92 Millionen erhöht. Damit konnte der für das Unternehmen wichtige nicht finanzielle Leistungsindikator auch im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden.
Demgegenüber war die Zahl der ausgegebenen Prepaid-Karten im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter rückläufig und betrug zum Jahresende 3 ,81 Millionen (Vorjahr: 4,53 Millionen). Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der anhaltenden Ausbuchung inaktiver SIM-Karten durch die Netzbetreiber.
Infolgedessen lag die Gesamtzahl der Mobilfunkkunden Ende Dezember 2014 bei 12,73 Millionen, gegenüber 13,29 Millionen zum Jahresende 2013 . Das entspricht einem Rückgang um rund 570.000 Mobilfunkkunden.
Monatliche Umsatzerlöse pro Kunde im Segment Mobilfunk
Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Vertragskunde („Postpaid-ARPU“) hat sich im Geschäftsjahr 2014 wie erwartet rückläufig entwickelt und ist um 0,9 Euro auf 21,4 Euro gesunken. Ursächlich dafür war insbesondere die erhöhte Wechselbereitschaft von Bestandkunden innerhalb der freenet Group zu attraktiveren Tarifangeboten, während der ARPU bei Neukunden vergleichsweise stabil blieb.
Der No-frills-ARPU ist im Vorjahresvergleich um 0,6 Euro auf 2,8 Euro gesunken. Der Preisdruck im Discount-Marktsegment, in dem die freenet Group überwiegend über eine Vielzahl von Online- Vertriebskanälen aktiv ist, hat sich im Berichtszeitraum weiter erhöht. Ausschlaggebend war hier insbesondere die erhöhte Nachfrage nach attraktiven datenbasierten Smartphone-Tarifen ohne den Bezug neuer Endgeräte. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Prepaid-Kunde („Prepaid-ARPU“) liegt im Geschäftsjahr 2014 mit 2,9 nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,0 Euro).
Durchschnittlicher monatlicher Umsatz pro Kunde (ARPU)
| in EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Vertragskunden | 21,4 | 22,3 |
| No-frills-Kunden | 2,8 | 3,4 |
| Prepaid-Karten | 2,9 | 3,0 |
Digital Lifestyle
Neben der Optimierung des Kerngeschäfts Mobilfunk konzentriert sich die freenet Group seit 2012 mit ihren Geschäftsaktivitäten zunehmend auf den jungen Wachstumsbereich internetbasierter mobiler Anwendungen für private Kunden. Digital Lifestyle umfasst für die freenet Group die Themen Telekommunikation, Internet und Energie sowie alle Services, Anwendungen und Geräte, die über ein mobiles Endgerät mit dem Internet verbunden oder durch dieses steuerbar sind.
Im Fokus der bestehenden Digital-Lifestyle-Strategie stehen der Ausbau und die Erweiterung des heutigen Produkt- und Serviceportfolios auf den Gesamtbereich Digital Lifestyle unter der konsequenten Nutzung bestehender Stärken und Kompetenzen. freenet positioniert sich über Partnerschaften in diesem Wachstumsmarkt und erbringt keine eigenen Entwicklungsleistungen. Gleichzeitig vergrößert und optimiert der Konzern seine Digital-Lifestyle-Vertriebsoberfläche, insbesondere über die unter der Premiummarke GRAVIS geführten eigenen Stores in 1a-Lagen sowie die im abgelaufenen Geschäftsjahr erworbene freenet digital GmbH (ehemals: Jesta Digital GmbH), welche moderne, digitale Unterhaltungsformate und Serviceleistungen vermarktet.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der freenet AG
Vorbemerkungen
Mit Gesellschafterbeschluss vom 13. Dezember 2011 hatte die mobilcom-debitel GmbH aus ihrer Kapitalrücklage einen Betrag in Höhe von 850,0 Millionen Euro an die freenet AG ausgekehrt („Auskehrung“). Die sich aus diesem Gesellschafterbeschluss ergebende Verpflichtung der mobilcom-debitel GmbH gegenüber der Gesellschaft war durch Inanspruchnahme eines Darlehensrahmens bedient worden. In Höhe von 342,7 Millionen Euro war die Auskehrung von der Gesellschaft in 2011 ertragswirksam vereinnahmt worden, der restliche Betrag hatte den Beteiligungsbuchwert an der mobilcom-debitel GmbH vermindert.
Zur langfristigen Sicherung des Konzerns hatte die Gesellschaft eine Finanzierung aus der Platzierung einer fünfjährigen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 400 Millionen Euro („Anleihe“) im Geschäftsjahr 2011 erhalten. Die Verzinsung des Coupons der Unternehmensanleihe lautet auf 7,125 Prozent per anno. Die Zahlung der Zinsen erfolgt jährlich beginnend am 20. April 2012.
Als weiteren Finanzierungsbaustein hatte im Dezember 2012 die Gesellschaft ein Schuldscheindarlehen bestehend aus 3 Tranchen platziert („Schuldscheindarlehen“). Die erste Tranche besteht aus einem endfälligen Darlehen in Höhe von 56 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer variablen Verzinsung. Die zweite Tranche besteht aus einem endfälligen Darlehen in Höhe von 44,5 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer Verzinsung von 3,27 Prozent per anno. Die dritte Tranche des Schuldscheindarlehens besteht aus einem Darlehen in Höhe von 19,5 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einer Verzinsung von 4,14 Prozent per anno. Die Zahlung der Zinsen erfolgt für die Tranche mit variabler Verzinsung halbjährlich nachschüssig beginnend am 18.06.2013, für die übrigen Tranchen jährlich nachschüssig beginnend mit dem 18.12.2013. Die erste Tranche konnte im Geschäftsjahr aufgrund des sich verbesserten Marktumfeldes umgeschichtet werden. Die Marge wurde für einen Teil in Höhe von 55 Millionen um einen Prozentpunkt gesenkt. Gleichzeitig wurde für 45 Millionen aus dieser Tranche die Laufzeit um zwei Jahre verlängert. Die Endfälligkeit besteht somit im Dezember 2019.
Im Dezember 2013 hatte die Gesellschaft einen neuen Konsortialkreditvertrag zu allgemeinen Refinanzierung ihrer unternehmerischen Aktivitäten abgeschlossen. Die revolvierende Kreditlinie in Höhe von maximal 300 Millionen Euro kann sowohl von der Gesellschaft selbst als auch von der mobilcom-debitel GmbH in Anspruch genommen werden. Zum 31. Dezember 2014 ist die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen worden.
Vermögens- und Finanzlage
Im Rahmen der Zeitwertaufdeckung bezüglich der Verschmelzung der freenet.de AG und der mobilcom AG auf die Gesellschaft („Verschmelzung“) war in 2006 die Marke „freenet“ angesetzt worden. Der Restbuchwert dieser Marke beträgt zum 31. Dezember 2014 27,7 Millionen Euro (Vorjahr: 33,2 Millionen Euro).
Die wesentlichen Beteiligungsansätze innerhalb der Bilanzposition „Anteile an verbundenen Unternehmen“ betreffen die Anteile an der mobilcom-debitel GmbH mit 1.122,7 Millionen Euro, an der freenet Cityline GmbH mit 43,2 Millionen Euro sowie an der freenet.de GmbH mit 39,8 Millionen Euro.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen einen mit der mobilcom-debitel GmbH am 01. Juli 2011 geschlossenen Darlehensvertrag über 900 Millionen Euro. Zum Stichtag waren aus diesem 489,9 Millionen Euro (Vorjahr: 613,4 Millionen Euro) in Anspruch genommen. Ein weiterer Darlehensvertrag vom 14. Januar 2014 mit der freenet Cityline GmbH über ein Tilgungsdarlehen in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro wurde mit 6,4 Millionen getilgt (Vorjahr: 0,0 Millionen Euro).
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 190,9 Millionen Euro (Vorjahr: 158,7 Millionen Euro) betreffen größtenteils Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag liquide Mittel von 3,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2,6 Millionen Euro) aus. Im Rahmen eines internen Cashpoolings übertragen die wesentlichen Gesellschaften des Konzernsegments „Sonstige“ die ihnen zur Verfügung stehenden Bankguthaben täglich auf Konten der Gesellschaft, während die Gesellschaft andererseits diese Gesellschaften mit betriebsnotwendiger Liquidität versorgt.
Das Grundkapital der freenet AG beträgt unverändert 128,1 Millionen Euro, die Kapitalrücklage wird konstant zum Vorjahr mit 911,7 Millionen Euro ausgewiesen. Der Bilanzgewinn zum 1. Januar 2014 betrug € 335,3 Mio. Nach Berücksichtigung des in 2014 ausgewiesenen Jahresüberschusses in Höhe von 128,7 Millionen Euro sowie einer in 2014 für das Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Dividendenausschüttung in Höhe von 185,6 Millionen Euro ergibt sich zum 31. Dezember 2014 ein Eigenkapital der freenet AG in Höhe von 1.318,0 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft im Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 67,7 Prozent (Vorjahr: 67,7 Prozent).
Die zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Steuerrückstellungen in Höhe von 28,7 Millionen Euro betreffen überwiegend für Vorjahre zu zahlende Körperschaft- und Gewerbesteuer, während die mit 8,6 Millionen Euro bilanzierten sonstigen Rückstellungen in erster Linie auf Personalverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen entfallen.
Zum 31. Dezember 2014 wird die Anleihe mit 400,0 Millionen Euro unter den Anleihen ausgewiesen.
Wie zum Vorjahresstichtag resultieren die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Rückgang von 67,2 Millionen Euro zum 31. Dezember 2013 auf 39,1 Millionen Euro zum 31. Dezember 2014) in erster Linie aus dem oben beschriebenen internen Cashpooling. Die sonstigen Verbindlichkeiten, die zum 31. Dezember 2014 mit 150,6 Millionen Euro gegenüber 145,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2013 ausgewiesen werden, beinhalten neben dem Schuldscheindarlehen mit 120,0 Millionen Euro überwiegend mit 19,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr aufgelaufene, noch nicht zahlungswirksam gewordenen Zinsen auf die Anleihe. Die weiteren sonstigen Verbindlichkeiten resultieren wie im Vorjahr überwiegend aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten.
Cashflow
Der maßgebende steuerungsrelevante finanzielle Leistungsindikator Free Cashflow wird in diesem Abschnitt des Lageberichts auf der Basis des Konzernlageberichts der freenet AG wiedergegeben.
Wichtige Cashflow-Kennzahlen des Konzerns
| Operative Entwicklung in Mio. EUR |
2014 | 2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 294,5 | 278,4 | 16,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -70,4 | –35,4 | -35,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -222,9 | –339,6 | 116,6 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 1,2 | -96,6 | 97,8 |
| Free Cashflow1 | 266,6 | 256,2 | 10,4 |
1 Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse (1,4 Millionen Euro gegenüber 1,3 Millionen Euro in 2013) entfallen in 2014 wie im Vorjahr im Wesentlichen auf die Holdingtätigkeit.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres 2014 sind hauptsächlich Erträge aus der Vermittlung von DSL-Verträgen (5,6 Millionen Euro), Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen an verbundene Unternehmen (3,1 Millionen Euro), Mieterträge (0,7 Millionen) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1,5 Millionen Euro) enthalten.
Die Personalaufwendungen enthalten in Höhe von 2,5 Millionen Euro Aufwendungen für langfristige variable Gehaltsbestandteile. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstand) 150 (Vorjahr: 151) Mitarbeiter.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 6,2 Millionen Euro (Vorjahr: 6,3 Millionen Euro) entfallen zu 5,5 Millionen Euro wie im Vorjahr auf ein Markenrecht.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Dienstleistungen von bzw. Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen mit 6,0 Millionen Euro (Vorjahr: 4,9 Millionen Euro), Rechts- und Beratungskosten mit 3,0 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro), Aufwendungen für gemietete Immobilien inklusive Nebenkosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro) sowie Aufwendungen für Kraftfahrzeuge mit 0,8 Millionen Euro (Vorjahr: 0,7 Millionen Euro) zusammen.
Das Nettoergebnis aus Beteiligungen (Erträge aus Gewinnübernahmen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen, Aufwendungen aus Verlustübernahmen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen, Erträge aus Beteiligungen) erhöht sich auf 191,1 Millionen Euro gegenüber den 168,5 Millionen Euro des Vorjahres.
Das Zinsergebnis als Saldo der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sowie der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrug -4,5 Millionen Euro (Vorjahr: -1,1 Millionen Euro).
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in 2014 Aufwendungen in Höhe von 31,0 Millionen Euro ausgewiesen gegenüber Aufwendungen von 34,1 Millionen Euro in 2013. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die freenet AG mit den wesentlichen Konzerngesellschaften direkt oder indirekt organschaftlich über Gewinnabführungsverträge verbunden ist und damit die Steuerlast der gesamten ertragsteuerlichen Organschaft trägt.
In der Folge der beschriebenen Entwicklungen weist die Gesellschaft für 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von 128,7 Millionen Euro gegenüber 107,9 Millionen Euro im Vorjahr aus.
Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr überwiegend als Holdinggesellschaft aktiv. Damit erbrachte sie zentrale Dienstleistungen an die operativen Konzernbereiche, im Wesentlichen den Mobilfunkbereich.
Wesentliche Ertragsposten waren das Nettoergebnis aus Beteiligungen (Erträge aus Gewinnübernahmen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen, Aufwendungen aus Verlustübernahmen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen, Erträge aus Beteiligungen) in Höhe von 191,1 Millionen Euro sowie sonstige betriebliche Erträge von 12,0 Millionen Euro. Maßgebende Posten auf der Aufwandsseite waren die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die gesamte Organschaft in Höhe von 31,0 Millionen Euro, sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 16,9 Millionen Euro, Personalkosten in Höhe von 17,2 Millionen Euro sowie Abschreibungen in Höhe von 6,2 Millionen Euro.
In der Folge wurde im Geschäftsjahr 2014 ein Jahresüberschuss in Höhe von 128,7 Millionen Euro ausgewiesen. Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn verringerte sich von 335,3 Millionen Euro (zum 31. Dezember 2013) auf 278,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2014.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für den freenet Konzern ergeben.
Chancen- und Risikobericht
Chancenbericht
Zur Steuerung und Überwachung des laufenden Geschäfts hat der Vorstand ein umfangreiches monatliches Berichtswesen aufgebaut, das sowohl die finanziellen als auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern umfasst. In regelmäßigen Besprechungsterminen mit allen relevanten Geschäftsbereichen informiert sich der Vorstand zeitnah über die operativen Entwicklungen. Zusätzlich werden in diesen Besprechungsterminen aktuelle Themen diskutiert und zukünftige in- und externe Entwicklungen, Maßnahmen sowie potentielle Chancen besprochen. Die Identifikation, Analyse und Kommunikation der Chancen sowie deren Nutzung stellt eine unternehmerische (Führungs-)Aufgabe dar, die vom Vorstand, den Verantwortlichen der einzelnen Unternehmensbereiche sowie den jeweiligen Entscheidungsträgern in ständiger Kommunikation ausgeübt wird.
Die freenet AG und ihre Tochtergesellschaften haben im Jahr 2014 ihre Strategie als Digital Lifestyle Provider mit einer Fokussierung auf mobile Sprach- und Datendienste sowie der Vermarktung von Digital Lifestyle Produkten konsequent fortgesetzt. Im Rahmen der Vermarktung von Smartphones und Flatrate-Tarifen standen vor allem die Kundenqualität sowie die leichte Steigerung der Vertragskundenbasis im Fokus des unternehmerischen Handelns. Darüber hinaus wurde weiterhin ein Schwerpunkt auf das Digital Lifestyle Geschäft gelegt. Neben der Integration von freenet digital in den freenet Konzern wurde die Vermarktung von SmartHome Produkten und Digital Lifestyle Optionen, wie zum Beispiel md Cloud, mload Plus oder Norton Mobile Security, verstärkt. Als größter netzunabhängiger Digital Lifestyle Provider wird die freenet Group auch zukünftig diesen erfolgreichen Weg weiter fortsetzen und Chancen vor dem Hintergrund einer strikten Stakeholder Value Orientierung nutzen.
Externe Chancen sieht die freenet AG insbesondere in folgenden Marktentwicklungen:
| • | Wachsende Bereitschaft der Kunden, für Mobilfunkendgeräte zu zahlen, |
| • | Trend zur mobilen Internet- und Datennutzung über Smartphone und Tablet PC, |
| • | Trend zu teureren Endgeräten (Smartphones) und eine damit verbundene höhere Nutzung, beziehungsweise einen damit verbundenen Vertrieb von Flatrate-Produkten, |
| • | Trend zur Vernetzung von Produkten („Internet der Dinge“, „integrierte Produktwelten“). |
Der anhaltende Trend für Mobilfunkendgeräte zu zahlen und die Ausdehnung der mobilen Internet- und Datennutzung, die weitere Verbreitung von Smartphones sowie die Vernetzung von Produkten, könnte sich positiv auf die erwartete Entwicklung der Umsatzerlöse, des EBITDA und den Free Cashflow auswirken. Die Auswirkungen aus dem Trend zur mobilen Internet- und Datennutzung sowie dem damit verbundenen Trend zu teureren Flatrate-Produkten könnten darüber hinaus zu einem positiveren Anstieg des Customer Ownerships führen als erwartet, wenngleich Letzteres insgesamt eher als gering wahrscheinlich eingeschätzt wird.
Interne Chancen für die freenet AG könnten sich vor allem ergeben aus:
| • | der Prüfung und Implementierung strategischer Optionen im Bereich Mobilfunk und Digital Lifestyle, |
| • | der kontinuierlichen Intensivierung der Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten zur Stabilisierung der bestehenden und zur Entwicklung neuer Konditionenmodelle, |
| • | der Festigung und Weiterentwicklung der IT-Systeme zur weiteren Erhöhung der Kundenzufriedenheit, |
| • | dem Ausbau der Vertriebsstärke durch die Ausweitung bestehender Vertriebskanäle (Multi-Channel-Ansatz) und die Nutzung bestehender sowie neuer Vertriebskooperationen und Partnerschaften, |
| • | der weiteren Steigerung der Shop-Performance auch durch Vermarktung zusätzlicher Produkte, |
| • | der Implementierung und Vermarktung neuer Produkte im Bereich des Digital Lifestyle, |
| • | der verstärkten Etablierung der Marken klarmobil, freenetmobile, callmobile und debitel light im stetig wachsenden Discount-Markt, um an diesem Wachstumsmarkt noch stärker zu partizipieren, |
| • | der kontinuierlichen Prozess- und Qualitätsverbesserung zur nachhaltigen Senkung der Kostenstrukturen. |
Aus der operativen Tätigkeit der freenet AG als weiterhin netzunabhängiger Mobilfunk-Serviceprovider sowie der strategischen geschäftspolitischen Ausrichtung zu einem echten Digital Lifestyle Provider resultieren insbesondere die vorstehenden internen Chancen.
Aus der Prüfung und Implementierung von strategischen Optionen sowohl im Bereich Mobilfunk als auch Digital Lifestyle, der Implementierung und Vermarktung neuer innovativer Produkte sowie dem Ausbau der eigenen Vertriebsstärke, könnte ein positiver Effekt auf die erwarteten Umsatzerlöse, das EBITDA und den Free Cashflow resultieren und unsere Erwartungen mithin übertreffen. Gleichsam könnte ein besserer Ausbau der Vertriebsstärke und der Kundenzufriedenheit dazu führen, dass sich der Customer Ownership möglicherweise positiver entwickelt als prognostiziert. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wird jedoch eher als gering eingeschätzt.
Neben der bereits etablierten Hauptmarke mobilcom-debitel könnten sich insbesondere auch die Discount-Marken klarmobil, freenetmobile, callmobile und debitel light zunehmend stärker am Markt etablieren, wodurch eine höhere Marktdurchdringung als bisher erwartet erreicht werden könnte. Sollten die Marken stärker als erwartet am stetig wachsenden Discount-Markt partizipieren, könnte dies sowohl zu höheren Umsatzerlösen als auch Ergebnisgrößen und Free Cashflows führen als bisher prognostiziert.
Das strategische Zusammenwirken von Mobilfunkdienstleistungen und Digital Lifestyle Geschäft wurde im Jahr 2014 weiter forciert. Diese konzern-politische Ausrichtung der Aktivitäten wird auch zukünftig konsequent verfolgt werden, da der Trend zur fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung von Produkten und Dienstleistungen weiter anhalten wird („Internet der Dinge“, „integrierte Produktwelten“). Vor diesem Hintergrund werden in Bezug auf die Erbringung von Leistungen im Bereich Digital Lifestyle, insbesondere Home Automation & Security, Datensicherheit sowie Entertainment, weiterhin Wachstumschancen, Synergiepotenziale sowie Chancen für neue strategische Partnerschaften gesehen. Dadurch könnten zukünftig positivere Beiträge zu den Umsatzerlösen sowie zum EBITDA und zum Free Cashflow generiert werden als bisher erwartet. Die Bedeutung der strategischen Transformation vom reinen Mobilfunkspezialisten zum Digital Lifestyle Provider wird vor diesem Hintergrund zukünftig voraussichtlich weiter zunehmen.
Sollten die aus der kontinuierlichen Prozess- und Qualitätsverbesserung resultierenden Maßnahmen und Effizienzsteigerungen zur nachhaltigen Senkung der Kostenstrukturen erfolgreicher ausfallen als erwartet, könnte sich dies in den kommenden Jahren positiver auf die Höhe der Sachgemein- und Personalkosten und mithin auf das EBITDA sowie den Free Cashflow auswirken als bisher budgetiert.
Gesamtwürdigung der Chancenlage
Durch die regelmäßige Überwachung der in- und externen Chancen durch das monatliche Berichtswesen sowie der Kommunikation in den Besprechungsterminen ist die Unternehmensleitung in der Lage, der ihr obliegenden unternehmerischen (Führungs-)Aufgabe nachzukommen und mithin durch die Nutzung von Chancen einen positiven Beitrag zur operativen als auch strategischen Sicherung des Unternehmenserfolgs zu leisten.
Zum Ende des Jahres 2014 wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert, die im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert bestehen. Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen sowie die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf die prognostizierten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren und somit auf die Entwicklung der freenet Group insgesamt, werden zusammenfassend als gering eingestuft. Die Unternehmensleitung erwartet daher die im Ausblick prognostizierte, positive Entwicklung des Geschäftsverlaufs.
Risikomanagementsystem
Zur Gewährleistung des langfristigen Fortbestands der freenet AG kommt einem effizienten Risikomanagementsystem eine maßgebliche Bedeutung zu. Das Risikomanagementsystem in der freenet AG wird ausschließlich auf Risiken, nicht hingegen auf Chancen angewendet. Dabei soll es sicherstellen, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig von jedem unserer Führungskräfte erkannt und in systematischer, nachvollziehbarer Weise an die zuständigen Entscheidungsträger im Unternehmen kommuniziert werden. Durch die rechtzeitige Kommunikation von Risiken an die verantwortlichen Entscheidungsträger soll gewährleistet werden, dass angemessene Maßnahmen zum Umgang mit den erkannten Risiken ergriffen und hierdurch Schäden von unserem Unternehmen, unseren Mitarbeitern und Kunden abgewendet werden.
Dazu hat der Vorstand der freenet AG innerhalb des Konzerns ein effizientes Risikofrüherkennungs-, Überwachungs- und Steuerungssystem eingerichtet, welches auch die Tochtergesellschaften abdeckt. Dieses System wird im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahres- und Konzernabschluss durch den Abschlussprüfer auf seine Eignung geprüft, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Das Risikofrüherkennungssystem entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Die Systeme und Methoden des Risikomanagementsystems sind integrativer Bestandteil der generellen Aufbau- und Ablauforganisation der freenet AG.
Aufbau- und Ablauf organisation des Risikomanagementsystems der freenet AG

Mindestens halbjährlich erfassen beziehungsweise aktualisieren die einzelnen Fachbereiche der freenet AG und die freenet Tochterunternehmen bestehende und etwaige neue Risiken, die eine definierte Wesentlichkeitsgrenze übersteigen, in formalisierten Risikoberichten (Risikoidentifikation). Die Risikoberichte beschreiben die spezifischen Risiken und untersuchen diese auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihre Auswirkungen auf das Unternehmen anhand standardisierter Kriterien (Risikoanalyse und -bewertung).
Die Bewertung der Risiken erfolgt innerhalb der freenet Group nach dem Nettoprinzip, bei dem das Risiko inklusive der reduzierenden Einflüsse von durchgeführten Gegenmaßnahmen betrachtet wird. Für die Bewertung der Risiken werden die Kriterien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „erwartetes Schadensausmaß“ herangezogen. Dabei werden Risiken mit bis zu geringer (< 50 Prozent), mittlerer (50 – 75 Prozent) und einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (> 75 Prozent) systematisch voneinander unterschieden und kategorisiert. Hinsichtlich der Höhe des erwarteten Schadensausmaßes aus einem Risiko wird in unwesentliche (< 1,0 Millionen Euro), geringe (1,0 bis 2,5 Millionen Euro), mittlere (> 2,5 bis 10,0 Millionen Euro) und hohe erwartete Schäden (> 10,0 Millionen Euro) unterschieden. Aus der Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe des erwarteten Schadensausmaßes 10 ergibt sich die Einteilung hinsichtlich der Bedeutung der Risiken in die Kategorien „unwesentlich“, „gering“, „mittel“, „hoch“ sowie „wesentlich“.
Diese Risikokategorien sind in der folgenden Abbildung dargestellt.
Risikomatrix der freenet AG

Basierend auf den kommunizierten Ergebnissen der Risikoanalyse und Bewertung werden verschiedene Handlungsalternativen im Rahmen der allgemeinen Unternehmenssteuerung ergriffen, um angemessen auf die identifizierten Risiken zu reagieren (Risikosteuerung und Risikoüberwachung). Die einzelnen Risikoberichte werden zu einem gesamthaften Konzernrisikobericht zusammengefasst und an den Vorstand berichtet. Auch zwischen den Standard-Meldezeitpunkten werden Risiken direkt nach ihrer Identifikation erfasst, analysiert, bewertet und gesteuert sowie bei entsprechender Größenordnung unmittelbar an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet (Risikokommunikation).
Der Vorstand hat in einem Leitfaden, der kontinuierlich ergänzt und verbessert wird, die wesentlichen Risikokategorien für den Konzern definiert, eine Strategie des Umgangs mit diesen Risikokategorien erarbeitet und die Verteilung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb des Risikomanagementsystems im Konzern dokumentiert. Dieser Leitfaden ist den Mitarbeitern bekannt und entwickelt deren Risikobewusstsein gezielt weiter (Teil der Risikokommunikation).
Die Methoden und Systeme des Risikomanagements werden ständig überprüft, weiterentwickelt und angepasst. Dabei wirkt die interne Revisionsabteilung der freenet AG unterstützend, wobei die regelmäßigen Prüfungen der Risikoberichterstattung den Schwerpunkt bilden. Der Aufsichtsrat, hier insbesondere der Prüfungsausschuss der freenet AG, überwacht aufgrund aktienrechtlicher Bestimmungen die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Aufsichtsrat wird durch regelmäßige Berichterstattung und, soweit erforderlich, durch eine aktuelle Berichterstattung des Vorstands eingebunden (prozessunabhängige Risikoüberwachung).
Neben dem Risikomanagementsystem hat die Unternehmensleitung zur Steuerung und Überwachung des laufenden Geschäfts ein umfangreiches monatliches Berichtswesen aufgebaut, das sowohl die finanziellen als auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern umfasst. In regelmäßigen Besprechungsterminen mit allen relevanten Geschäftsbereichen informiert sich der Vorstand zeitnah über die operativen Entwicklungen. Zusätzlich werden in diesen Besprechungsterminen aktuelle Themen diskutiert und zukünftige Maßnahmen besprochen (Teil der Risikokommunikation).
Risiken
In diesem Abschnitt werden die Risiken dargestellt, welche die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der freenet AG beeinflussen könnten. Es erfolgt eine Einteilung in die Kategorien Marktrisiken, IT-Risiken, steuerliche Risiken, finanzielle Risiken und rechtliche Risiken. Die einzelnen Risiken werden gemäß ihrer Rangfolge in den jeweiligen Kategorien genannt.
Der Mobilfunkbereich ist sowohl umsatz- als auch ergebnisbezogen der mit Abstand bedeutendste Bereich im freenet Konzern. Entsprechend resultieren auch die maßgeblichen Marktrisiken aus diesem Bereich. Die Risikoeinschätzung für die übrigen Kategorien gilt grundsätzlich für beide Segmente. Wesentliche Unterschiede zwischen den Segmenten in Bezug auf die Risikoeinschätzung werden als solche gesondert genannt.
Markt risiken
Wettbewerbsintensive Märkte
Die Telekommunikationsmärkte sind weiterhin durch intensiven Wettbewerb geprägt. Dies kann zum einen zu Einbußen bei Umsatzerlösen und zum Verlust von Marktanteilen sowie zu Margendruck in den jeweiligen Geschäftsbereichen führen und/oder den Gewinn von Marktanteilen erschweren. Weiterhin können höhere Aufwendungen für die Gewinnung neuer Kunden bei gleichzeitig sinkenden Erlösen und hoher Wechselbereitschaft der Kunden die Folge des starken Wettbewerbs sein. Hierdurch könnten sich die prognostizierten umsatzbasierten Kennzahlen, Ergebnisgrößen sowie der Free Cashflow möglicherweise leicht negativer entwickeln als bisher erwartet.
Um sich gegenüber diesem Wettbewerb zu behaupten, muss die freenet AG seine Produkte attraktiv gestalten und erfolgreich vermarkten sowie Kundenbindungsmaßnahmen durchführen. Außerdem muss die freenet AG auf die Geschäftsentwicklung der Konkurrenz reagieren und neue Kundenbedürfnisse antizipieren. Darin liegt ein mittleres Risiko für die Erreichung der Ziele der Gesellschaft.
Netzbetreiber
Eine Reduzierung von Netzbetreiber-Prämien kann zu einem höheren Kapitalbindungs- und Vermarktungsrisiko führen. Auch sind die Margen im Mobilfunk-Service-Provider-Geschäft wesentlich durch die Netzbetreiber und deren Gestaltung der Tarifmodelle bedingt, welches sich als ein mittleres Risiko für die freenet AG darstellt. Die freenet AG versucht dieses Risiko dadurch zu minimieren, indem die Gesellschaft flexible Einkaufskonditionen verhandelt sowie laufendes Monitoring der Zielerreichung bei den Prämienzahlungen durchführt und gegebenenfalls nachverhandelt.
Im Rahmen der Neuzuteilung der bisher genutzten Mobilfunkfrequenzen nach 2016 könnte die Bundesnetzagentur nicht mehr die Mobilfunknetzbetreiber verpflichten, Diensteanbieter diskriminierungsfrei zuzulassen. Es besteht das mittlere Risiko, dass der Wegfall der Diensteanbieterverpflichtung zu einer jährlichen Kündigung der Diensteanbieterverträge durch die Mobilfunknetzbetreiber führen könnte, sofern mit dem jeweiligen Mobilfunknetzbetreiber noch keine langfristigen Verträge abgeschlossen worden sind. Ohne einen Diensteanbietervertrag wäre die Vermarktung von Mobilfunkprodukten als Service-Provider für diesen Mobilfunknetzbetreiber nicht mehr möglich. Die freenet AG begegnet diesem Risiko durch langfristige Diensteanbieterverträge mit den entsprechenden Mobilfunknetzbetreibern sowie durch aktive Beteiligung im laufenden Frequenzvergabeverfahren mit dem Ziel, die Diensteanbieterverpflichtung zu erhalten.
Die Netzbetreiber gehen dazu über, ihre Produkte selbst zu vertreiben und die Mobilfunk-Service- Provider aus dem Markt zu drängen (shift to direct). Hinzu kommt, dass die Netzbetreiber aufgrund ihrer Geschäftsstruktur im Vertrieb zum Teil bessere Konditionen bieten können als die Mobilfunk-Service-Provider. Dies kann wiederum zum Verlust von Vertriebswegen und Kunden führen. Die freenet AG schließt mit den wichtigen Vertriebspartnern langfristige Verträge und bietet ihnen attraktive Anreizsysteme (z. B. Airtimemodelle). Gewinnung von zusätzlichen Franchise Partnern ist eine weitere Möglichkeit, Vertriebskanäle zu erhalten bzw. auszubauen und damit das Risiko weiterhin gering zu halten.
In Folge des Zusammenschlusses der beiden Mobilfunk Netzbetreiber O2 und E-Plus kann es zu Einschränkungen im Wettbewerb zwischen den noch verbleibenden Netzbetreibern kommen. Dies kann zu einer Schwächung des Service-Provider-Modells führen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, führt die freenet AG eine Absicherung der Konditionsmodelle mit allen Netzbetreibern durch bzw. verhandelt über alternative Konditionsmodelle. Da aktuell eine Schwächung des Service-Provider-Modells nicht beobachtet werden kann, besteht hier ein geringes Risiko.
Die Netzbetreiberrisiken, allein oder in Kombination miteinander, könnten sich auf die prognostizierten Ergebnisgrößen sowie den Free Cashflow negativer auswirken als dies bisher erwartet wird.
Kauf von Unternehmen
Die freenet AG hat, um die Strategie des Digital Lifestyle zu stärken, in der jüngeren Vergangenheit Unternehmenszukäufe getätigt. Es besteht das mittlere Risiko, dass sich das operative Geschäft dieser neuen Beteiligungen nicht erwartungsgemäß entwickelt und somit das Wachstum unter den Erwartungen und mithin unter den prognostizierten Ergebnissen sowie Free Cashflows bleibt. Im Rahmen des Managementreports findet ein regelmäßiges Monitoring der Unternehmensentwicklung statt mit dem Ziel, sofort Gegenmaßnahmen einleiten zu können, falls eine Planabweichung vorliegt.
Terminierungsentgelte
Eine weitere Absenkung der so genannten Terminierungsentgelte durch die Bundesnetzagentur könnte im Markt die Umsätze pro Kunde stärker reduzieren als erwartet. Aufgrund der in der Vergangenheit bereits durchgeführten Absenkungen ist das Risiko allerdings gering. Es findet eine permanente Beobachtung des Regulierungsumfelds durch die freenet AG statt.
Gesetze und Regulierung
Aufgrund von gesetzlichen Änderungen, Eingriffen von Regulatoren oder auch durch gerichtliche Grundsatzentscheidungen können sich Auswirkungen auf die Tarifstruktur und die Möglichkeit, Kundenforderungen geltend zu machen, ergeben. Dies kann sich zum einen negativ auf die Höhe der prognostizierten Umsatzerlöse und zum anderen auf die Höhe der Free Cashflows auswirken. Die Auswirkungen von einzelnen Entscheidungen oder rechtlichen Änderungen können für sich genommen nicht wesentlich sein, so dass das Risiko insgesamt als gering eingestuft werden kann. Die freenet AG begegnet dem Risiko durch ein regelmäßiges Monitoring der Entwicklungen seitens der Regulatoren beziehungsweise Verfolgen des Ausgangs gerichtlicher Entscheidungen.
IT-Risiken
Die Betriebsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der technischen Infrastruktur inklusive der Rechenzentren und Billing-Systeme des Unternehmens sind für dessen erfolgreiches Operieren und seinen Fortbestand von erheblicher Bedeutung. Es besteht das geringe Risiko, dass Netzwerkausfälle oder Serviceprobleme aufgrund von Systemfehlern oder -ausfällen zum Verlust von Kunden führen können. Neben dem Rückgang der Umsatzerlöse bei einem Verlust von Kunden kann bei einem Ausfall der Systeme keine Leistung seitens der freenet AG erbracht und damit auch kein Umsatz bzw. kein positiver Beitrag zum erwarteten Ergebnis sowie Free Cashflow erzielt werden. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, werden technische Frühwarnsysteme eingesetzt. Ständige Pflege und Updates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellen Stand. Um den Verlust von sensiblen Daten zu vermeiden, wird in einem vierundzwanzigstündigen Rhythmus ein Backup erstellt und dieses bei der Speicherung ausgelagert.
Steuerliche Risiken
Verlustvorträge
Wenn innerhalb von fünf Jahren mittelbar oder unmittelbar 25 Prozent oder mehr der Aktien oder Stimmrechte der Gesellschaft in einer Hand oder in Händen mehrerer Aktionäre mit gleichgerichteten Interessen vereinigt würden (schädlicher Beteiligungserwerb), könnten die bis zum schädlichen Beteiligungserwerb nicht ausgeglichenen oder abgezogenen negativen Einkünfte (körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge) der Gesellschaft gemäß § 8c KStG anteilig oder vollständig verloren gehen. Aktien werden in einer Hand vereinigt, wenn sie an einen Erwerber, an diesem nahestehende Personen oder an eine Gruppe von Erwerbern mit gleichgerichteten Interessen übertragen werden.
Auf den Eintritt dieses Risikos hat die Gesellschaft keinen Einfluss, da der (gegebenenfalls teilweise) Wegfall der bis zum schädlichen Beteiligungserwerb nicht ausgeglichenen oder abgezogenen negativen Einkünfte (körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge) durch Maßnahmen und Transaktionen auf der Ebene der Aktionäre herbeigeführt wird. Vor diesem Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in Folge einer Veräußerung oder eines Hinzuerwerbs von Aktien durch die Aktionäre der Gesellschaft zu einer Vereinigung von 25 Prozent der Aktien oder mehr in einer Hand kommen könnte. Dasselbe mittlere Risiko besteht, wenn durch andere Maßnahmen erstmals in der Hand eines Aktionärs oder mehrerer Aktionäre mit gleichgerichteten Interessen 25 Prozent oder mehr der Aktien oder Stimmrechte vereinigt werden. Die oben dargestellten Rechtsfolgen gelten entsprechend.
Umsatzsteuerrisiko aus „Entgelt von dritter Seite“
Mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 4. Dezember 2014 sowie gleichzeitiger Ergänzung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses traf die Finanzverwaltung folgende Regelung: Liefert der Vermittler eines Mobilfunkvertrages im eigenen Namen an den Kunden ein Mobilfunkgerät oder einen sonstigen Elektronikartikel und gewährt das Mobilfunkunternehmen dem Vermittler auf Grund vertraglicher Vereinbarung eine von der Abgabe des Mobilfunkgeräts oder sonstiger Elektronikartikel abhängige Provision bzw. einen davon abhängigen Provisionsbestandteil, handelt es sich bei dieser Provision oder diesem Provisionsbestandteil insoweit nicht um ein Entgelt für die Vermittlungsleistung an das Mobilfunkunternehmen, sondern um ein Entgelt von dritter Seite im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 3 UStG für die Lieferung des Mobilfunkgeräts oder des sonstigen Elektronikartikels. Dies gilt unabhängig von der Höhe einer von dem Kunden zu leistenden Zuzahlung. Aus der zukünftigen Anwendung dieser Regelung ab dem 1. Januar 2015 entstehen der Gesellschaft keine berichtspflichtigen Risiken. Für die vor dem 1. Januar 2015 ausgeführten Umsätze ist es aus Sicht der Gesellschaft überwiegend wahrscheinlich, dass die genannte Regelung keine wesentlichen negativen umsatzsteuerrechtlichen Auswirkungen für die freenet AG haben wird. Es verbleibt für die vor dem 1. Januar 2015 für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume ausgeführten Umsätze jedoch ein geringes Risiko, bei dem die freenet AG Vorsteuern teilweise an das Finanzamt zurückerstatten müsste.
Sonstige Steuerrisiken
Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es grundsätzlich zu Änderungen kommen, aus denen Steuernachzahlungen oder Veränderungen der Verlustvorträge resultieren, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen des jeweiligen zugrundeliegenden Sachverhalts kommen. Gleiches gilt für Abgabenarten, die zum Teil noch nicht geprüft wurden, insbesondere weil sie üblicherweise keiner steuerlichen Außenprüfung unterliegen.
Das Risiko abweichender Sachverhaltsauslegungen und -bewertungen gilt insbesondere für gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen. Deshalb ist nicht ganz auszuschließen, dass durch Einbringungen, andere Umwandlungsvorgänge, Kapitalzuführungen und Gesellschafterwechsel die von den Kapitalgesellschaften der freenet Group erklärten und so auch bislang von der Finanzverwaltung gesondert festgestellten körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge vermindert werden beziehungsweise entfallen könnten. Insgesamt wird dies als ein geringes Risiko angesehen
Finanzielle Risiken
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dabei unterliegt die Gesellschaft hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente, finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen den nachfolgend dargestellten Risiken.
Forderungsausfälle
Ein Forderungsausfallrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen aufgrund des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen. Es besteht ein mittleres Ausfallrisiko im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Vermögenswerte.
Bei der Betrachtung des Forderungsausfallrisikos stehen im freenet Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Endkunden im Fokus. Hierbei wird im Massengeschäft unseres Konzerns der Bonität von Kunden und Vertriebspartnern besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Für wesentliche Vertragskundenbereiche werden vor Vertragsabschluss Bonitätsprüfungen der Kunden durchgeführt. Im laufenden Vertragsverhältnis sind die Durchführung eines zügigen und regelmäßigen Mahn- und Inkassoprozesses mit mehreren Inkassounternehmen im Benchmarking und einer Langzeitinkassoüberwachung sowie das High-Spender-Monitoring in unserem Konzern wesentliche Maßnahmen zur Minimierung des Ausfallrisikos. Auch im Bereich der Forderungen gegen Händler und Franchisepartner findet ein laufender Mahn- und Inkassoprozess statt. Ebenso werden Kreditlimits festgelegt und überwacht. Überdies sind durch eine Warenkreditversicherung wesentliche Forderungsausfallrisiken gegenüber Großkunden (Händler und Distributoren im Bereich Mobilfunk) abgesichert. Die Risiken bei nicht versicherten Händlern und Distributoren sind durch ein internes Limitsystem begrenzt – in der Regel müssen Kunden mit schlechter Bonität Vorauskasse leisten oder die Geschäftsbeziehung kommt nicht zustande. Schließlich trägt eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen den Forderungsausfallrisiken Rechnung.
Zwischen dem Konzern und einer Bank besteht eine Vereinbarung zum Verkauf von Handy-Options-Forderungen. Dieser regresslose Verkauf von Forderungen stellt ein echtes Factoring dar. Die relevanten Risiken, wie im Wesentlichen das Forderungsausfallrisiko, und Chancen gehen auf die Bank über. Im freenet Konzern verbleibt in voller Höhe das Spätzahlungsrisiko, das jedoch von untergeordneter Bedeutung ist.
Werthaltigkeit des Vermögens
In der Konzernbilanz der freenet AG werden ein bilanzieller Goodwill sowie immaterielle Vermögenswerte wie Kundenbeziehungen und Markenrechte in wesentlicher Höhe ausgewiesen. Es besteht das mittlere Risiko, dass es im Rahmen von Werthaltigkeitsprüfungen in den Folgeperioden zu wesentlichen Wertminderungen kommen kann.
Die Vermögenswerte der freenet AG werden regelmäßig als auch anlassbezogen überprüft, sofern mögliche Indikatoren für eine nachhaltige Wertbeeinträchtigung vorliegen. Bei einem solchen Indikator kann es sich zum Beispiel um Änderungen im Wirtschafts- oder Regulierungsumfeld handeln. Eine aus einem Werthaltigkeitstest eventuell resultierende Wertminderung ist nicht zahlungswirksam und bleibt daher ohne Einfluss auf die zentralen Steuerungsgrößen.
Liquidität
Das als mittleres Risiko eingestufte allgemeine Liquiditätsrisiko des Konzerns besteht darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, zum Beispiel der Tilgung von Finanzschulden, der Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen und der Verpflichtungen aus Leasingverträgen.
Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit umfangreiche Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken des Weiteren durch das Halten angemessener Bankguthaben, Kreditlinien bei Banken sowie durch eine laufende Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows. Auf Basis mehrerer bestehender konzerninterner Cash-Pooling-Vereinbarungen, an denen die wesentlichen Gesellschaften des freenet Konzerns teilnehmen, werden Bedarf und Anlage von liquiden Mitteln im Konzern zentral gesteuert.
Um das allgemeine Liquiditätsrisiko zu verringern, bedienen wir uns verschiedener Finanzierungsinstrumente. Die unter den Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einer festverzinslichen Unternehmensanleihe (zum 31. Dezember 2014 bilanziert: 400 Millionen Euro), die im Rahmen der Neufinanzierung im April 2011 aufgenommen worden war sowie aus dem im Dezember 2012 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen (zum 31. Dezember 2014 mit einem Saldo von insgesamt 120 Millionen Euro ausgewiesen – davon entfallen 56 Millionen Euro auf drei Tranchen mit variabler Verzinsung sowie 64 Millionen Euro auf zwei Tranchen mit jeweils festem Zinssatz). Zudem besteht im Konzern eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von insgesamt 300,0 Millionen Euro, die zum Jahresende nicht gezogen war.
Aus den abgeschlossenen Kreditverträgen resultiert ein weiteres geringes Liquiditätsrisiko, da die darin vereinbarten Beschränkungen (so genannte Undertakings und Covenants) den finanziellen und operativen Spielraum der freenet AG eingrenzen. Die Verträge erlegen der Gesellschaft beispielsweise Beschränkungen bei Änderungen der Geschäftstätigkeit des Konzerns, bei der Durchführung gruppeninterner gesellschaftsrechtlicher Strukturmaßnahmen, bei der Bestellung von Sicherheiten sowie hinsichtlich eventueller Erwerbe sowie Veräußerungen von Vermögensgegenständen, insbesondere von Anteilsbesitz, auf. Der Gesellschaft ist es nur in engen Grenzen erlaubt, außerhalb der Kreditverträge Fremdmittel aufzunehmen, um so beispielsweise zukünftige strategische Investitionen zu finanzieren. Aufgrund der genannten Liquiditätsreserven stellen die Covenants jedoch nur eine geringe Einschränkung für die freenet AG dar.
Kapitalrisikomanagement
Das Kapitalrisikomanagement des Konzerns bezieht sich auf das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital und daraus abgeleitete Kennziffern. Primäres Ziel des Kapitalrisikomanagements des Konzerns ist es, die Einhaltung der in den Kreditverträgen vorgesehenen Kennzahlen (financial covenants) zu gewährleisten. Die wesentlichen financial covenants sind in Bezug auf die Eigenkapitalquote des Konzerns sowie den Verschuldungsfaktor (Verhältnis von NettoFinanzverschuldung des Konzerns zu KonzernEBITDA) definiert. Sollten sich die gesamtwirt schaftlichen Rahmenbedingungen negativ entwickeln, kann dies unter Umständen dazu führen, dass der freenet Konzern seine Vereinbarungen mit den kreditfinanzierenden Banken nicht mehr einhalten kann. Es besteht das mittlere Risiko zur Fälligkeitsstellung der Kredite durch die finanzierenden Banken. Die freenet AG minimiert das Risiko durch eine laufende Überwachung der finanziellen Kennzahlen.
Zinsänderungsrisiko
Unser Unternehmen unterliegt, was die Finanzschulden mit variabler Verzinsung betrifft, Zinsänderungsrisiken im Wesentlichen bezogen auf den EURIBOR. Das Unternehmen begegnet diesen geringen Risiken durch eine Mischung aus fest und variabel verzinslichen Finanzschulden. Die Zinsänderungsrisiken sind nicht explizit gesichert, allerdings wirkt der Kassenbestand, der im Wesentlichen auf Basis von EONIA beziehungsweise EURIBOR variabel verzinslich angelegt wird, als natürliche Absicherung und mindert das Zinsänderungsrisiko aus den variabel verzinslichen Finanzschulden entsprechend.
Geldanlagen werden in der Regel in Form von Tages und Termingeld bei Geschäftsbanken mit hoher Bonität angelegt.
Die Gesellschaft überprüft auf der Grundlage der ihr zur Verfügung stehenden täglichen Liquiditätsplanung laufend die verschiedenen Anlagemöglichkeiten für die liquiden Mittel sowie die verschiedenen Dispositionsmöglichkeiten hinsichtlich der Finanzschulden. Marktzinsänderungen könnten sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein.
Sonstige finanzielle Risiken
Weitere Finanzrisiken wie beispielsweise Fremdwährungs und Kursänderungsrisiken sind nach Auffassung der Gesellschaft als unwesentlich einzustufen und daher im Konzernlagebericht nicht separat darzustellen.
Rechtliche Risiken
Spruchverfahren
Ehemalige Aktionäre der mobilcom AG und der freenet.de AG haben die gerichtliche Überprüfung der Umtauschrelation aus der Verschmelzung der mobilcom AG und der freenet.de AG auf die heutige freenet AG im Jahr 2007 nach § 15 UmwG beantragt. Sollte das Gericht in diesem Spruchverfahren eine Unangemessenheit des Umtauschverhältnisses feststellen, besteht das mittlere Risiko, dass ein Ausgleich durch bare Zuzahlung erfolgt. Die Zuzahlung ist an alle betroffenen Aktionäre zu leisten, auch wenn sie im Spruchverfahren nicht Antragssteller waren.
Die Gesellschaft geht allerdings davon aus, dass die Umtauschrelation angemessen war und bare Zuzahlungen nicht zu erfolgen haben, da das Umtauschverhältnis sorgfältig ermittelt und von den gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfern überprüft und bestätigt wurde.
Sie sieht sich in ihrer Einschätzung durch das Landgericht Kiel bestätigt, das die Anträge beider Aktionärsgruppen zurückgewiesen hat. Gegen diese Entscheidung haben einige Antragsteller Beschwerde beim Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht („OLG Schleswig“) eingelegt. Das OLG Schleswig hat mit Beschluss vom 29. Januar 2015 die Beschwerden sämtlicher Antragsteller zurückgewiesen.
Vergleichsvereinbarung mit France Telecom
Die mobilcom AG als Rechtsvorgängerin der Gesellschaft sowie weitere Gesellschaften des ehemaligen mobilcom Konzerns haben im November 2002 einen Vergleich mit der France Telecom und verbundenen Unternehmen geschlossen. Die Wirksamkeit dieses Vergleichs wird von einzelnen Aktionären angezweifelt.
Die Gesellschaft hält diesen Vergleich für wirksam und hat auch keine Anhaltspunkte dafür, dass France Telecom sich daran nicht gebunden fühlt. Sollte die Auffassung dieser Aktionäre jedoch gerichtlich bestätigt werden, würde auf die freenet AG ein mittleres Risiko zukommen, dass France Telecom den Betrag von 7,1 Milliarden Euro, auf den sie im Rahmen des Vergleichs verzichtet hat, gegenüber der Gesellschaft geltend macht und etwaige Gegenansprüche der Gesellschaft dem Grunde und der Höhe nach bestreiten wird.
Sachkapitalerhöhung
Einzelne Aktionäre sind der Ansicht, dass die Sachkapitalerhöhung der mobilcom AG als Rechtsvorgängerin der Gesellschaft im November 2000 fehlerhaft beziehungsweise, dass die erbrachte Sacheinlage nicht werthaltig gewesen sei, mit der Folge, dass einerseits der Gesellschaft noch Ausgleichsansprüche in Milliardenhöhe gegen die France Telecom zustünden sowie ferner, dass die an die France Telecom ausgegebenen Aktien nicht stimmberechtigt gewesen seien. Die freenet AG sieht diesen Sachverhalt als mittleres Risiko an und geht davon aus, dass die Sachkapitalerhöhung wirksam erfolgt ist. Die Gesellschaft geht daher ebenfalls davon aus, dass dies auch keine Auswirkung auf das Spruchverfahren haben wird.
Gesamtwürdigung der Risikolage
Die vorstehend aufgeführten Risiken der freenet AG werden nachstehend überblicksartig zusammengefasst.
| Risiken | Eintrittswahrscheinlichkeit | Erwartetes Schadensausmaß | Risiko | Tendenz |
|---|---|---|---|---|
| Marktrisiken | ||||
| Wettbewerbsintensive Märkte | mittel | mittel | mittel | → |
| Netzbetreiber | ||||
| Prämien und Margen | mittel | mittel | mittel | → |
| Diensteanbieterverpflichtung | gering | hoch | mittel | → |
| shift to direct | mittel | gering | gering | → |
| O² und E-Plus | gering | gering | gering | ↘ |
| Kauf von Unternehmen | mittel | mittel | mittel | → |
| Terminierungsentgelte | gering | mittel | gering | → |
| Gesetze und Regulierung | gering | gering | gering | → |
| IT-Risiken | gering | mittel | gering | → |
| Steuerliche Risiken | ||||
| Verlustvorträge | gering | hoch | mittel | → |
| Umsatzsteuerrisiko aus "Entgelt von dritter Seite" | gering | mittel | gering | ↘ |
| Sonstige Steuerrisiken | gering | mittel | gering | → |
| Finanzielle Risiken | ||||
| Forderungsausfälle | hoch | gering | mittel | → |
| Werthaltigkeit des Vermögens | gering | hoch | mittel | → |
| Liquidität | ||||
| Allgemeines Liquiditätsrisiko | gering | hoch | mittel | → |
| Einschränkung finanzieller Spielraum | gering | mittel | gering | → |
| Kapitalrisikomanagement | gering | hoch | mittel | → |
| Zinsänderungsrisiko | gering | mittel | gering | → |
| Sonstige finanzielle Risiken | gering | unwesentlich | unwesentlich | → |
| Rechtliche Risiken | ||||
| Spruchstellenverfahren | gering | hoch | mittel | → |
| Vergleichsvereinbarung mit France Telecom | gering | hoch | mittel | → |
| Sachkapitalerhöhung | gering | hoch | mittel | → |
Durch den implementierten Risikomanagementprozess sowie das monatliche Berichtswesen hat der Vorstand einen Überblick über die vorgestellte Risikosituation insgesamt. Einzelne Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit oder die Auswirkung lediglich geringfügig verändert. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Risiken keine Auswirkungen auf den Fortbestand der freenet Group haben. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass bei Fortführung des bisherigen Risikomanagementansatzes die freenet AG auch für das kommende Geschäftsjahr in der Lage sein wird, relevante Risiken rechtzeitig zu identifizieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ihrer Begegnung einleiten zu können.
Zum Ende des Jahres 2014 wurden Markt- und IT-Risiken sowie steuerliche, finanzielle und rechtliche Risiken identifiziert. Die möglichen Auswirkungen auf die allgemeine zukünftige Entwicklung der freenet Group sowie die finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden von der Unternehmensleitung insgesamt als gering qualifiziert. Es wird folglich von der Unternehmensleitung erwartet, dass die im Ausblick prognostizierte, positive Entwicklung nicht wesentlich durch die aufgezeigten Risiken beeinträchtigt wird.
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 HGB)
Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontrollsystems der freenet Group
Das interne Kontrollsystem der freenet Group orientiert sich am international anerkannten Rahmenwerk des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Es umfasst alle Prozesse und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit sowie der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, insbesondere zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben.
Der Vorstand der freenet AG hat alle Bereiche des Konzerns zur Steuerung ihrer Kontrollprozesse nach einheitlichen Grundsätzen beauftragt.
Die Bereiche analysieren die Prozesse ständig auch in Bezug auf neue gesetzliche Vorgaben und sonstige zu beachtende Standards, entwickeln daraus interne Vorgaben und schulen die verantwortlichen Mitarbeiter.
Die Kernelemente des internen Überwachungssystems der freenet Group basieren einerseits auf automatisierten IT-Kontrollprozessen mit Alarmierungsschwellen, andererseits auf manuellen Prozesskontrollen zur Plausibilisierung der automatisch aggregierten Ergebnisse. Das Risiko-managementsystem ist mit dem internen Kontrollsystem verbunden und umfasst neben dem operativen Risikomanagement konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem werden im Berichtsteil „Risikomanagementsystem“ des Risikoberichts erteilt.
Struktur des Konzernrechnungslegungsprozesses
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der freenet AG im Wesentlichen durch lokale Buchhaltungssysteme des Herstellers SAP. Als Konsolidierungssystem auf oberster Konzernebene setzt die freenet AG das Modul „EC-CS“ von SAP ein. Zur Aufstellung der Konzernbilanz, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie zur Durchführung der Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung etc. gelangen die Meldedaten der Tochterunternehmen in unterschiedlicher Weise in das Konsolidierungssystem – im Wesentlichen automatisch über das SAP-Modul „FI“, in Einzelfällen auch manuell durch Eingabe der Meldedaten. Die einzelnen Lageberichts- und Anhangangaben werden jeweils aus standardisierten Berichtspaketen und institutionalisierten Abstimmungsprozessen im Rahmen des internen Steuerungssystems gewonnen, die unter anderem in MS Excel geführt werden. Auch die Konsolidierung dieser Anhangangaben erfolgt in MS Excel.
Durch die Konzernrevision der freenet AG werden die Ordnungsmäßigkeit und Berechtigungen im Konsolidierungssystem SAP EC-CS in regelmäßigen Abständen geprüft. Der Konzernabschlussprüfer der freenet AG prüft regelmäßig die Schnittstelle zwischen SAP-FI und dem Konsolidierungssystem SAP EC-CS sowie die Überleitungen der standardisierten Berichtspakete der Tochterunternehmen bis hin zum Konzernabschluss der freenet AG.
Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung
Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden.
Die ordentlichen Kontrollelemente innerhalb des internen Kontrollsystems zielen auf weitgehende Automatisierung der Bildung und Gegenkontrolle aller wesentlichen Daten, angefangen von den abrechnungsrelevanten Rohdaten über die Rechnungslegung gegenüber den Kunden bis zur Wertberichtigung, Abgrenzung und Abschreibung. Die automatisierten Kontrollen werden ergänzt durch manuelle Plausibilisierung aller relevanten Zwischenergebnisse und stichprobenartige Kontrolle der zugrundeliegenden Detaildaten. So wird gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Daneben treten als außerordentliche Kontrollelemente die prozessunabhängigen Prüfungen der Konzernrevision der freenet AG im Auftrag des Aufsichtsrats, insbesondere unter Überwachung durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der freenet AG.
Die jährliche Prüfung des internen Kontrollsystems durch die Konzernrevision zeigte 2014, dass die geprüften Bereiche in den Vorjahren erkannte Verbesserungsmöglichkeiten umgesetzt haben. Sie haben einerseits ihre bewährten Kontrollaktivitäten laufend vertieft und die Häufigkeit der Kontrolldurchführung gesteigert, andererseits den Automatisierungsgrad innerhalb der Kontrollaktivitäten erhöht.
Aus den Kontrollergebnissen leiten sie systematisch Maßnahmen ab und überwachen deren Erfolg.
Der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane sind ebenfalls mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld der freenet Group einbezogen.
Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer beziehungsweise die Prüfung der einbezogenen Formularabschlüsse der Konzerngesellschaften bildet die finale prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.
Maßnahmen des internen Kontrollsystems der freenet AG

Corporate Governance
Der Vorstand berichtet an dieser Stelle – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance in der freenet Group. Das Kapitel enthält auch die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB.
Die freenet AG und ihre Leitungs- und Kontrollgremien bekennen sich zu den Prinzipien guter und verantwortungsbewusster Unternehmensführung; sie identifizieren sich mit den Zielen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie den Grundsätzen einer transparenten, verantwortlichen und auf Wertsteigerung ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat sowie alle Führungskräfte und Mitarbeiter der freenet Group sind dieser Zielsetzung verpflichtet.
Der Aufsichtsrat hat sich auf seiner Sitzung am 5. Dezember 2014 mit den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Im Zentrum der Beratung stand die Auseinandersetzung mit den erstmalig anzuwendenden Mustertabellen zur Darstellung der Vorstandsvergütung. Nach intensiver Diskussion hat der Aufsichtsrat sich gemeinsam mit dem Vorstand dazu entschlossen, von den Mustertabellen keinen Gebrauch zu machen. Ausschlaggebend hierfür war, dass nach Einschätzung des Aufsichtsrats Maximalbeträge für bestimmte Konstellationen in die Mustertabellen aufgenommen werden müssten, die ein Bild von der Vergütungssituation entstehen lassen könnten, das nicht der Realität entspricht und detaillierter Erläuterungen bedürfte.
Im Zuge der Verlängerung der Vorstandsbestellungen im Februar 2014 hat sich der Aufsichtsrat von der Überlegung leiten lassen, dass Kontinuität im Vorstandsgremium Vorrang gegenüber einer Auswahl neuer Vorstandsmitglieder nach den in Kodex-Ziffer 5.1.2 enthaltenen Kriterien haben soll. Bereits in der Entsprechenserklärung aus dem Dezember 2013 hatte der Aufsichtsrat diese Absicht zum Ausdruck gebracht. Dementsprechend findet sich die entsprechende Kodexabweichung auch in der aktuellen Entsprechenserklärung wieder. Bei der Verlängerung der Vorstandsanstellungsverträge hat der Aufsichtsrat im Februar 2014 besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der sonstigen relevanten Kodexempfehlungen gelegt.
Die übrigen erklärten Abweichungen und ihre Begründungen sind aus den Vorjahren fortgeführt worden. Die Entsprechenserklärung vom 5. Dezember 2014 ist in der nachfolgenden Erklärung zur Unternehmensführung enthalten und auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Erklärung zur Unternehmensführung
In der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB stellt die freenet AG ihre aktuelle Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG dar und erläutert die relevanten Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Regelungen hinaus angewandt werden. Des Weiteren werden die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben und die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats dargestellt. Die freenet AG hat folgende Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB abgegeben, die zugleich Bestandteil ihres Lageberichts für das Geschäftsjahr 2014 ist.
Erklärung nach § 161 AktG
Die freenet AG hat seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 5. Dezember 2013 im Zeitraum bis zum 30. September 2014 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex“) in der Fassung vom 13. Mai 2013 und seit dem 30. September 2014 den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit Ausnahme der nachfolgend genannten Abweichungen entsprochen und wird den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014, soweit es hierzu nachfolgend seitens der Gesellschaft keine abweichende Erklärung gibt, auch zukünftig entsprechen.
| 1. | Die Gesellschaft hat eine D&O-Versicherung für die Organmitglieder abgeschlossen. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist keine Vereinbarung eines Selbstbehalts vorgesehen, weil ein damit verbundener Vorteil für die Gesellschaft nicht ersichtlich ist. Verantwortungsvolles Handeln ist für alle Mitglieder des Aufsichtsrats selbstverständliche Pflicht. Ein Selbstbehalt müsste zudem wegen des Gleichheitssatzes einheitlich festgesetzt werden, obwohl die persönlichen Verhältnisse der Aufsichtsratsmitglieder variieren. Ein Selbstbehalt würde die Aufsichtsratsmitglieder daher unterschiedlich belasten. In Anbetracht gleicher Pflichten erscheint das nicht angemessen. (Kodex-Ziffer 3.8 Abs. 3) |
| 2. | Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vorstandsvergütung, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Gleichwohl haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vorstandsvergütung vorgesehenen Mustertabellen im Vergütungsbericht nicht zu verwenden. Trotz Vereinbarung von betragsmäßigen Höchstgrenzen in den Vorstandsverträgen steht zu befürchten, dass durch die Angabe von Maximalbeträgen im Hinblick auf aktienbasierte Vergütungsbestandteile ein Bild erzeugt wird, das nicht den tatsächlichen Annahmen hinsichtlich der Entwicklung des Aktienkurses entspricht. (Kodex-Ziffer 4.2.5 Satz 5 und Satz 6) |
| 3. | Der Aufsichtsrat sieht die derzeitige Besetzung des Vorstands als erfolgreich an und strebt deswegen Kontinuität im Vorstand an. Eine Auswahl nach den in Kodex-Ziffer 5.1.2 Abs. 1 genannten Kriterien für die Zusammensetzung des Vorstands ist demgegenüber aus Sicht des Aufsichtsrats nachrangig und hat auch bei der Entscheidung über die Neubestellungen der Vorstandsmitglieder im Februar 2014 keine Berücksichtigung gefunden. (Kodex-Ziffer 5.1.2 Abs. 1) |
| 4. | Für die Vorstands- und die Aufsichtsratsmitglieder ist keine Altersgrenze festgelegt. Es ist nicht einsichtig, warum qualifizierte Personen mit großer Berufs- und Lebenserfahrung allein aufgrund ihres Alters nicht als Kandidaten in Betracht gezogen werden sollen. (Kodex-Ziffern 5.1.2 Satz 7 und 5.4.1 Satz 2) |
| 5. | Der Aufsichtsrat benennt keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung im Sinne von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Ziffer 5.4.2 Satz 1. Folglich kann auch den hierauf basierenden Empfehlungen gem. Ziff. 5.4.1 Abs. 3 nicht gefolgt werden. Der Aufsichtsrat hat sich bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat bisher ausschließlich von der Eignung leiten lassen. Dies hat sich nach seiner Überzeugung bewährt. Deshalb wird keine Notwendigkeit gesehen, diese Praxis zu ändern. (Kodex-Ziffern 5.4.1 Abs. 2, Abs. 3 und 5.4.2 Satz 1) |
| 6. | Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 empfiehlt, dass eine erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrats auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein soll. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats bemisst sich gem. § 11 Abs. 5 der Satzung nach der Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr. Diese Form der variablen Vergütung hat sich in der Vergangenheit bewährt. Zudem ist die dem Kapitalmarkt kommunizierte, an den freien Cashflow anknüpfende Dividendenpolitik der Gesellschaft auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Daher dient auch die Anknüpfung der variablen Vergütung an diese Dividendenstrategie der nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Eine Anpassung der variablen Vergütung des Aufsichtsrats ist aus diesem Grund nicht vorgesehen. (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2) |
Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die freenet AG verfügt über eine konzernweite Compliance-Organisation, die kontinuierlich ausgebaut und fortentwickelt wird. Der Chief Compliance Officer der freenet Group berichtet direkt an den Vorstand. Er unterstützt den Vorstand dabei, die für die freenet AG relevanten rechtlichen Vorgaben aufzuzeigen und innerhalb der freenet Group entsprechend umzusetzen sowie Anpassungen des Compliance Systems an sich wandelnde Anforderungen vorzunehmen. Der Chief Compliance Officer berichtet darüber hinaus regelmäßig an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat wird durch den Chief Compliance Officer informiert, wenn Risiken betroffen sind, die die Existenz der freenet Group gefährden.
Die freenet Group bekennt sich umfassend zur Einhaltung von Recht und Gesetz. Compliance bedeutet für die freenet Group, dass rechtliche Vorschriften eingehalten, eigene Regelungen sowie unternehmensinterne Richtlinien beachtet und Straftaten vermieden werden. Die Gesellschaft setzt alles daran, dass Compliance-Verstöße wie Betrug, Korruption und Wettbewerbsverstöße gar nicht erst entstehen. Sofern es aber zu Fehlverhalten und Compliance-Verstößen kommt, werden diese umfassend aufgeklärt und es wird mit Entschiedenheit darauf reagiert.
Die Führungskräfte der freenet Group leben Compliance vor und stellen sicher, dass in ihrem Verantwortungsbereich die maßgeblichen Handlungen im Einklang mit den jeweiligen rechtlichen Bestimmungen und unseren eigenen Werten und Regeln stehen.
Die Compliance-Organisation steht allen Ansprechpartnern beratend für Einzelfragen zur Verfügung.
Der Bereich Compliance hat ein Hinweisgebersystem (Whistleblowertool) entwickelt und innerhalb der freenet Group eingeführt. Dies ermöglicht dem Hinweisgeber, bei Kenntniserlangung von Compliance-Verstößen anonym Hinweise zu geben.
Allen Hinweisen wird zeitgerecht nach einem transparenten und nachvollziehbaren Prozess nachgegangen, wobei die Interessen des Hinweisgebers, der Betroffenen und des Unternehmens berücksichtigt werden.
Ziel ist es, dem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, bei Compliance-Verstößen sofort konsequent angemessene Maßnahmen zu ergreifen und somit Schäden von der freenet Group abzuwenden. Zur Sicherstellung einer sachgerechten, zügigen Bearbeitung von Hinweisen gemäß dem Hinweisgeberprozesses hat die freenet Group einen Hinweisgeberausschuss eingerichtet. Ständige Mitglieder des Hinweisgeberausschusses sind der Chief Compliance Officer, der Leiter Interne Revision und der Leiter Fraud-Management. Der Hinweisgeberausschuss ist für die operative Durchführung des Hinweisgeberprozesses zuständig.
Ebenfalls wurde ein zentrales Fraud-Management eingerichtet, welches neben der koordinierenden Funktion der einzelnen Fraud-Fachabteilungen der freenet Group insbesondere für die Einführung und Verbesserung wirksamer Präventivmaßnahmen und -prozesse zur Vermeidung von Fraud-Schäden verantwortlich ist.
Die Bedeutung des Datenschutzes hat in den letzten Jahren ständig zugenommen. Die freenet Group ist sich ihrer besonderen Verantwortung im Hinblick auf den Umgang mit den persönlichen Daten unserer Kunden, Lieferanten, Vertragspartner und Mitarbeiter bewusst. Es ist uns daher wichtig, diese Daten vor unberechtigten Zugriffen zu schützen und transparent darüber zu berichten, wie wir mit den uns anvertrauten Daten umgehen. Die operative Verantwortung für den Datenschutz befindet sich im Compliance-Bereich.
Darüber hinaus hat die Compliance-Organisation in diversen Schulungen über die maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen und die zuvor von ihr entwickelten unternehmensinternen Richtlinien aufgeklärt und den Mitarbeitern bei Themen, die für die freenet Group zentrale Bedeutung haben, die notwendige Sicherheit gegeben und entsprechende Transparenz hergestellt. Neben den Präsenzschulungen entwickeln wir E-Learning-Programme, um auf effiziente Weise eine Vielzahl von Mitarbeitern über die maßgeblichen Compliance-Themen zu informieren und zu schulen.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand und Aufsichtsrat der freenet AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand ist als Leitungsorgan der Konzernmuttergesellschaft dem Unternehmensinteresse verpflichtet und besteht aktuell aus drei Mitgliedern. Die Arbeit des Vorstands ist durch seine Geschäftsordnung geregelt. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Im Übrigen ist jedes Vorstandsmitglied eigenverantwortlich für seinen Geschäftsbereich zuständig. Die Vorstandsmitglieder arbeiten kollegial zusammen und informieren sich gegenseitig in regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen laufend über Tatsachen und Entwicklungen aus ihren Geschäftsbereichen. Darüber hinaus nehmen die Mitglieder des Vorstands an regelmäßig stattfindenden Fachbereichssitzungen teil. Der Aufsichtsrat legt im Rahmen eines Geschäftsverteilungsplans die Verantwortungsbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder fest.
Der Aufsichtsrat wird mindestens zweimal im Kalenderhalbjahr einberufen. Er fasst seine Beschlüsse in der Regel in Präsenzsitzungen, in Ausnahmefällen auch mittels gebräuchlicher Kommunikationsmittel. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei seinen Entscheidungen zur Leitung des Unternehmens regelmäßig und überwacht ihn in seiner Geschäftsführung. Der Vorstand bezieht den Aufsichtsrat in alle grundlegenden Entscheidungen für die Leitung des Unternehmens ein und berichtet regelmäßig über den Geschäftsverlauf, die Unternehmensplanung, die strategische Entwicklung und die Lage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat prüft Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen im Einzelnen und erörtert sie mit dem Vorstand. Außerdem prüft er ausführlich für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis von Vorstandsberichten, berät sich hierzu und fasst Beschlüsse, soweit dies erforderlich ist. Auch außerhalb von Sitzungen werden die Aufsichtsratsmitglieder über die aktuelle Geschäftsentwicklung vom Vorstand informiert.
Zusammensetzung und Arbeitsweise von Ausschüssen
Der Vorstand hat keine Ausschüsse eingerichtet.
Der Aufsichtsrat hat ein Präsidium und vier Ausschüsse gebildet. Diese Ausschüsse bereiten die im Plenum zu behandelnden Themen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und sind in einzelnen Bereichen anstelle des Plenums entscheidungsbefugt. Hierbei werden die Ausschüsse im Rahmen von Präsenzsitzungen tätig; in Ausnahmefällen können die Sitzungen aber auch telefonisch durchgeführt werden. Die Ausschüsse beraten zu den Gegenständen der Tagesordnungen und fassen gegebenenfalls hierzu Beschlüsse. Über die Inhalte der Ausschusssitzungen berichten die Ausschussvorsitzenden dem Aufsichtsratsplenum.
Präsidium
Das Präsidium berät über Schwerpunktthemen und bereitet Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. Es kann an Stelle des Aufsichtsrats über die nach der Geschäftsordnung des Vorstands erforderliche Zustimmung zu Maßnahmen und Geschäften des Vorstands beschließen, sofern die Angelegenheit keinen Aufschub duldet und ein Beschluss des Aufsichtsrats nicht rechtzeitig gefasst werden kann.
Mitglieder: Dr. Hartmut Schenk (Vorsitz), Prof. Dr. Helmut Thoma, Birgit Geffke, Knut Mackeprang
Personalausschuss
Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung Vorschläge zur Vergütung des Vorstands, zum Vergütungssystem und zu dessen regelmäßiger Überprüfung. Der Ausschuss beschließt an Stelle des Aufsichtsrats, jedoch vorbehaltlich zwingender Zuständigkeiten des Aufsichtsrats, über personalrelevante Angelegenheiten der Vorstandsmitglieder.
Mitglieder: Dr. Hartmut Schenk (Vorsitz), Thorsten Kraemer, Claudia Anderleit, Birgit Geffke
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss befasst sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit Fragen der Compliance.
Mitglieder: Robert Weidinger (Vorsitz), Marc Tüngler, Ronny Minak, Michael Stephan
Vermittlungsausschuss
Der Vermittlungsausschuss ist nach § 27 Abs. 3 MitbestG gebildet, um die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG bezeichnete Aufgabe wahrzunehmen.
Mitglieder: Dr. Hartmut Schenk (Vorsitz), Thorsten Kraemer, Knut Mackeprang, Gesine Thomas
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorzuschlagen.
Mitglieder: Dr. Hartmut Schenk (Vorsitz), Marc Tüngler, Achim Weiss
Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der freenet AG beträgt 128.061.016 Euro. Es ist in ebenso viele auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung je eine Stimme.
Aktienübertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
10 Prozent der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen
Zum 31. Dezember 2014 bestanden keine 10 Prozent der Stimmrechte überschreitenden Kapitalbeteiligungen an der freenet AG.
Aktien mit Sonderrechten und Kontrollbefugnissen
Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind
Soweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten.
Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands, Satzungsänderungen
Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der freenet AG richten sich nach §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 5 Abs. 1 der Satzung. Die maßgeblichen Vorschriften zur Änderung der Satzung sind §§ 133, 179 AktG und § 16 der Satzung der freenet AG.
Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 bis zum 5. Juni 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen insgesamt um höchstens 12.800.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013).
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2014 ist der Vorstand weiterhin bis zum 12. Mai 2019 ebenfalls mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien insgesamt um höchstens 12.800.000,00 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Namen lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 13. Mai 2014 unter Tagesordnungspunkt 8, lit A) beschlossenen Ermächtigung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungs- oder Optionspflicht bestimmen.
Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2014 wurde der Vorstand bis zum 12. Mai 2019 ermächtigt, eigene Aktien in Höhe von bis zu 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Diese Ermächtigung kann durch die Gesellschaft, ihre Tochtergesellschaften oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft oder für Rechnung ihrer Tochtergesellschaften ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines öffentlichen Kaufangebots, mittels einer öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsofferten, durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre oder unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put- oder Call-Optionen oder eine Kombination aus beiden).
Kontrollwechsel
Die Bankverbindlichkeiten, die die freenet Group unter dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch nimmt, können unter bestimmten Voraussetzungen teilweise oder zur Gänze fällig gestellt werden. Ein Recht zur Fälligstellung kann bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Beschränkungen und Auflagen entstehen, denen sich freenet bei der Übernahme des Konsortialkredits unterworfen hat. Zum Teil hat freenet keinen Einfluss auf die Voraussetzungen, unter denen den Konsortialbanken ein Recht zur Fälligstellung des Kredits entsteht.
Dies gilt insbesondere für das Recht zur Fälligstellung im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft. Ein solcher Kontrollwechsel liegt, vorausgesetzt, dass die Verpflichtung zur Abgabe eines Übernahmeangebots besteht, bereits beim Erwerb einer Hauptversammlungsmehrheit durch eine oder mehrere gemeinsam handelnde Personen vor. Im Falle der Kündigung des Konsortialkreditvertrages trägt freenet das Risiko, dass eine Folgefinanzierung zur Ablösung des Vertrages nicht oder nur zu ungünstigeren Konditionen zustande kommt.
Erklärung nach § 289a HGB
Die Erklärung nach § 289a HGB ist auf der Homepage der Gesellschaft im Internet unter www.freenet-group.de im Bereich Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.
Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats
Vorstandsvergütung nach HGB
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus einem jährlichen Fixgehalt, jährlichen variablen Bezügen sowie Bezügen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Daneben bestehen Pensionszusagen. Die jährlichen variablen Bezüge resultieren jeweils aus einer jährlichen Zielvereinbarung, wobei als Einzelziele regelmäßig bestimmte Ausprägungen der wesentlichen finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren des freenet Konzerns festgelegt werden. Für die Mitglieder des Vorstands war im Geschäftsjahr 2011 ein Vergütungsprogramm mit langfristiger Anreizwirkung, das so genannte „LTIP-Programm“ (im Folgenden auch als „LTIP Programm 1“ bezeichnet), aufgelegt worden. Am 26. Februar 2014 wurden mit den Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen zu den Dienstverträgen geschlossen, die neue LTIP gewähren (im Folgenden auch als „LTIP Programm 2“ bezeichnet).
In den LTIP-Programmen wird für jeden Vorstand ein LTIP-Konto geführt, auf dem jeweils pro Geschäftsjahr, abhängig von dem Erreichungsgrad bestimmter für dieses Geschäftsjahr definierter Ziele, eine Gutschrift oder Lastschrift in Form von virtuellen Aktien erfolgt. Pro Geschäftsjahr sind dann in einer festgelegten Zeitspanne, abhängig vom Kontostand des LTIP-Kontos, Barauszahlungen abzüglich Steuern und Abgaben möglich. Die Höhe dieser Auszahlungen ist unter anderem von dem zum Auszahlungszeitpunkt maßgeblichen Aktienkurs abhängig.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft setzte sich im Berichtsjahr und Vorjahr im Einzelnen wie folgt zusammen; dabei weisen die folgenden Tabellen die Vorstandsbezüge im Sinne des § 285 Nr 9 HGB in Verbindung mit dem DRS 17 aus. Darin enthalten sind die im Geschäftsjahr gewährten Bezüge. Wertänderungen der LTIP-Programme, die nicht auf einer Änderung der Ausübungsbedingungen beruhen, sind entsprechend § 285 Nr 9 HGB nicht angegeben.
Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014 nach HGB
| Vorstandsbezüge 2014 | Festbezüge TEUR |
Variable Barbezüge | Gesamt Barbezüge | Gewährte Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung TEUR |
Gesamt Bezüge nach HGB TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Vilanek | 767 | 659 | 1.426 | 5.545 | 6.971 |
| Joachim Preisig | 432 | 540 | 972 | 2.912 | 3.884 |
| Stephan Esch | 442 | 162 | 604 | 1.942 | 2.546 |
| 1.641 | 1.361 | 3.002 | 10.399 | 13.401 |
Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2013 nach HGB
| Vorstandsbezüge 2013 | Festbezüge TEUR |
Variable Barbezüge | Gesamt Barbezüge | Gewährte Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung TEUR |
Gesamt Bezüge nach HGB TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Vilanek | 621 | 504 | 1.125 | 0 | 1.125 |
| Joachim Preisig | 440 | 504 | 944 | 0 | 944 |
| Stephan Esch | 444 | 151 | 595 | 0 | 595 |
| 1.505 | 1.159 | 2.664 | 0 | 2.664 |
Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Vorstandsbezüge gemäß § 285 Nr.9 HGB 13.401 Tausend Euro (Vorjahr: 2.664 Tausend Euro). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich auf das in 2014 neu gewährte LTIP Programm 2 zurückzuführen. Zum Zeitpunkt der Gewährung, am 26. Februar 2014, lag der beizulegende Zeitwert des kompletten LTIP Programms 2 bei insgesamt 10.399 Tausend Euro, davon 5.545 Tausend Euro für Herrn Vilanek, 2.912 Tausend Euro für Herrn Preisig sowie 1.942 Tausend Euro für Herrn Esch. Für das Vorjahr 2013 waren dagegen keine Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung enthalten, da diese bereits im Geschäftsjahr der Gewährung des LTIP Programms 1, in 2011, ausgewiesen worden waren.
Im Geschäftsjahr 2014 kam es aus den LTIP-Programmen zu Barauszahlungen in Höhe von insgesamt 2.847 Tausend Euro (Vorjahr: 797 Tausend Euro), und zwar an Herrn Vilanek in Höhe von 2.280 Tausend Euro (Vorjahr: 405 Tausend Euro), an Herrn Preisig in Höhe von 391 Tausend Euro (Vorjahr: 270 Tausend Euro) sowie an Herrn Esch in Höhe von 176 Tausend Euro (Vorjahr: 122 Tausend Euro). Bei den Barauszahlungen an Herrn Vilanek ist zu berücksichtigen, dass damit sein altes LTIP-Programm (Zielerreichungsjahre 2011 bis 2013) vollständig abgelöst wurde – das neue LTIP-Programm für Herrn Vilanek berücksichtigt die Zielerreichungsjahre 2014 bis 2018. Herr Preisig und Herr Esch befinden sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 noch im alten LTIP-Programm (mit den Zielerreichungsjahren 2011 bis 2014), während ihr neues LTIP-Programm über die Zielerreichungsjahre 2015 bis 2019 laufen wird.
Zum 31. Dezember 2014 beträgt der Stand der Rückstellung für die LTIP-Programme für Herrn Vilanek 1.077 Tausend Euro (Vorjahr: 1.853 Tausend Euro), für Herrn Preisig 1.551 Tausend Euro (Vorjahr: 1.236 Tausend Euro) sowie für Herrn Esch 698 Tausend Euro (Vorjahr: 556 Tausend Euro).
Im November 2004 war Herrn Esch eine mittelbare Pensionszusage gewährt worden. Im Geschäftsjahr 2009 war Herrn Vilanek anlässlich seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden zum 1. Mai 2009 eine mittelbare Pensionszusage erteilt worden. Die freenet AG hatte zum 1. September 2008 von der damaligen debitel AG die an Herrn Preisig gewährte Pensionszusage übernommen. Im Februar 2014 wurden an den Pensionszusagen aller drei Vorstände Anpassungen vorgenommen. Wir verweisen hierzu auf den Abschnitt „Vergütungsregelungen für den Fall der Tätigkeitsbeendigung“.
Zum 31. Dezember 2014 betrug die handelsrechtliche Verpflichtung für Herrn Vilanek 1.290 Tausend Euro (Vorjahr: 698 Tausend Euro), für Herrn Preisig 1.814 Tausend Euro (Vorjahr: 613 Tausend Euro) sowie für Herrn Esch 1.345 Tausend Euro (Vorjahr: 957 Tausend Euro). Der Verpflichtungswert für die Herren Spoerr, Krieger und Berger als ehemalige Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 4.232 Tausend Euro (Vorjahr: 3.702 Tausend Euro).
Im Personalaufwand wurden für die Vorstandsmitglieder aus den Pensionszusagen insgesamt laufende Dienstzeitaufwendungen von 541 Tausend Euro (Vorjahr: 515 Tausend Euro) erfasst. Diese entfielen für 2014 mit 146 Tausend Euro (Vorjahr: 142 Tausend Euro) auf Herrn Vilanek, mit 296 Tausend Euro (Vorjahr: 276 Tausend Euro) auf Herrn Preisig sowie mit 99 Tausend Euro (Vorjahr: 97 Tausend Euro) auf Herrn Esch. Weiterhin wurden im Personalaufwand für die Vorstandsmitglieder aus den Pensionszusagen insgesamt nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen in Höhe von 1.375 Tausend Euro (Vorjahr: 0) erfasst, wovon 306 Tausend Euro auf Herrn Vilanek, 941 Tausend Euro auf Herrn Preisig sowie 128 Tausend Euro auf Herrn Esch entfielen.
Es wurden keinem der Vorstandsmitglieder Darlehen gewährt und für keines der Vorstandsmitglieder Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungen übernommen.
Vorstandsvergütung nach DCGK
Im Sinne der Ziffer 4.2.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) machen wir folgende Angaben zu den für das Geschäftsjahr 2014 sowie das Vorjahr gewährten Zuwendungen an die Mitglieder des Vorstands sowie zu den im Geschäftsjahr 2014 und dem Vorjahr an die Mitglieder des Vorstandes geflossenen Zuwendungen.
Dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 gewährte Zuwendungen gemäß DCGK
| Gewährte Zuwendungen 2014 in TEUR |
Christoph Vilanek | Joachim Preisig | Stephan Esch | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 750 | 418 | 430 | 1.598 |
| Nebenleistungen | 17 | 14 | 12 | 43 |
| Summe | 767 | 432 | 442 | 1.641 |
| Einjährige variable Vergütung | 500 | 400 | 120 | 1.020 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||
| LTIP-Programm 1 | 427 | 706 | 318 | 1.451 |
| LTIP-Programm 2 | 1.142 | 474 | 316 | 1.932 |
| Summe | 2.069 | 1.580 | 754 | 4.403 |
| Versorgungsaufwand | ||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 238 | 126 | 167 | 531 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 501 | 1.422 | 213 | 2.136 |
| Summe | 739 | 1.548 | 380 | 2.667 |
| Gesamtvergütung | 3. 575 | 3. 560 | 1. 576 | 8.711 |
Dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 gewährte Zuwendungen gemäß DCGK
| Gewährte Zuwendungen 2013 in TEUR |
Christoph Vilanek | Joachim Preisig | Stephan Esch | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 600 | 418 | 430 | 1.448 |
| Nebenleistungen | 21 | 22 | 14 | 57 |
| Summe | 621 | 440 | 444 | 1.505 |
| Einjährige variable Vergütung | 400 | 400 | 120 | 920 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||
| LTIP-Programm 1 | 972 | 649 | 292 | 1.913 |
| LTIP-Programm 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1.372 | 1.049 | 412 | 2.833 |
| Versorgungsaufwand | ||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 250 | 125 | 174 | 549 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 250 | 125 | 174 | 549 |
| Gesamtvergütung | 2. 243 | 1. 614 | 1.0 30 | 4.887 |
An den Vorstand im Geschäftsjahr 2014 geflossene Zuwendungen gemäß DCGK
| Geflossene Zuwendungen 2014 in TEUR |
Christoph Vilanek | Joachim Preisig | Stephan Esch | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 750 | 418 | 430 | 1.598 |
| Nebenleistungen | 17 | 14 | 12 | 43 |
| Summe | 767 | 432 | 442 | 1.641 |
| Einjährige variable Vergütung | 659 | 540 | 162 | 1.361 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||
| LTIP-Programm 1 | 2.280 | 391 | 176 | 2.847 |
| LTIP-Programm 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 2.939 | 931 | 338 | 4.208 |
| Versorgungsaufwand | ||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 238 | 126 | 167 | 531 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 501 | 1.422 | 213 | 2.136 |
| Summe | 739 | 1.548 | 380 | 2.667 |
| Gesamtvergütung | 4.445 | 2.911 | 1.160 | 8.516 |
An den Vorstand im Geschäftsjahr 2013 gef lossene Zuwendungen gemäß DCGK
| Geflossene Zuwendungen 2013 in TEUR |
Christoph Vilanek | Joachim Preisig | Stephan Esch | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 600 | 418 | 430 | 1.448 |
| Nebenleistungen | 21 | 22 | 14 | 57 |
| Summe | 621 | 440 | 444 | 1.505 |
| Einjährige variable Vergütung | 504 | 504 | 151 | 1.159 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||
| LTIP-Programm 1 | 405 | 270 | 122 | 797 |
| LTIP-Programm 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 909 | 774 | 273 | 1.956 |
| Versorgungsaufwand | ||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 250 | 125 | 174 | 549 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 250 | 125 | 174 | 549 |
| Gesamtvergütung | 1.780 | 1.339 | 891 | 4.010 |
Vergütungsregelungen für den Fall der Tätigkeitsbeendigung
Die Vergütungsregelungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandsdienstverträge und für den Altersversorgungsfall sind wie folgt geregelt:
Regelungen für die ehemaligen Vorstandsmitglieder Eckhard Spoerr, Axel Krieger und Eric Berger:
| • | Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhalten die o. g. Vorstände eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Jahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft oder ihrer Rechtsvorgängerin, der freenet.de AG, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts (Garantierente). |
| • | Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal der Garantierente. |
Für den Vorstandsvorsitzenden Christoph Vilanek gelten folgende Regelungen vom 1. Juni 2011 bis 31.12.2013:
| • | Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Vilanek eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Vertragsjahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts (Maximalrente). |
| • | Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal dem Betrag der zuletzt gezahlten Altersrente bzw. des beim Ableben von Herrn Vilanek erreichten Werts der Versorgungsanwartschaft. |
| • | Es wurde eine auf vier Jahre ausgelegte Zielvereinbarung geschlossen. Endet der Dienstvertrag durch Zeitlablauf, Kündigung, durch Aufhebung oder anderweitig oder endet die Organstellung aufgrund Widerrufs, so hat Herr Vilanek Anspruch auf Auszahlung des Longterm-Incentive-Kontos zum Zeitpunkt der Beendigung, sofern darauf ein positiver Saldo verbucht ist. Sofern für die Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft nicht ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt oder sofern der Widerruf der Organstellung nicht im Zusammenhang steht mit der Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft, für die ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, wird der Anzahl der virtuellen Aktien im Longterm-Incentive-Konto die Anzahl von Aktien hinzugerechnet, die sich aufgrund des Konzern-EBITDA für das laufende Geschäftsjahr ergibt. |
Für den Vorstand Stephan Esch gelten folgende Regelungen seit 1. Januar 2011 bis 31.12.2014:
| • | Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Esch eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Jahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft oder ihrer Rechtsvorgängerin, der freenet.de AG, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts (Garantierente). |
| • | Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal der Garantierente. |
| • | Es wurde eine auf vier Jahre ausgelegte Zielvereinbarung geschlossen. Endet der Dienstvertrag durch Zeitlablauf, Kündigung, durch Aufhebung oder anderweitig oder endet die Organstellung aufgrund Widerrufs, so hat Herr Esch Anspruch auf Auszahlung des Longterm-Incentive-Kontos zum Zeitpunkt der Beendigung, sofern darauf ein positiver Saldo verbucht ist. Sofern für die Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft nicht ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt oder sofern der Widerruf der Organstellung nicht im Zusammenhang steht mit der Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft, für die ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, wird der Anzahl der virtuellen Aktien im Longterm-Incentive-Konto die Anzahl von Aktien hinzugerechnet, die sich aufgrund des Konzern-EBITDA für das laufende Geschäftsjahr ergibt. |
Für den Vorstand Joachim Preisig gelten folgende Regelungen seit 1. Juni 2011 bis 31.12.2014:
| • | Mit Ausscheiden nach Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Joachim Preisig eine Altersrente in Höhe von 9.333,00 Euro (zugesagte monatliche Altersrente). Bei einem vorzeitigen Ausscheiden erhält Herr Preisig nach Vollendung des 60. Lebensjahrs eine Altersrente, die sich nach den gesetzlichen Vorgaben berechnet, somit erfolgt eine Quotierung der zugesagten Altersrente entsprechend der tatsächlichen Dienstzugehörigkeit. |
| • | Hinterbliebenenrente für die Ehefrau und Waisenrente für die personensorgerechtspflichtigen Kinder auf Basis der zugesagten Altersrente für Joachim Preisig. Witwen- und Waisengelder dürfen zusammen 90 Prozent der Altersrente nicht übersteigen, auf die Herr Preisig zum Zeitpunkt seines Todes Anspruch oder Anwartschaft hatte. Vollenden Waisen das 18. Lebensjahr, so erlischt der Anspruch auf das monatlich laufende Waisengeld. Zu diesem Zeitpunkt wird eine einmalige Kapitalleistung in Höhe des 24-fachen monatlichen Waisengeldes gezahlt. |
| • | Es wurde eine auf vier Jahre ausgelegte Zielvereinbarung geschlossen. Endet der Dienstvertrag durch Zeitlablauf, Kündigung, durch Aufhebung oder anderweitig oder endet die Organstellung aufgrund Widerrufs, so hat Herr Preisig Anspruch auf Auszahlung des Longterm-Incentive-Kontos zum Zeitpunkt der Beendigung, sofern darauf ein positiver Saldo verbucht ist. Sofern für die Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft nicht ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt oder sofern der Widerruf der Organstellung nicht im Zusammenhang steht mit der Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft, für die ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, wird der Anzahl der virtuellen Aktien im Longterm-Incentive-Konto die Anzahl von Aktien hinzugerechnet, die sich aufgrund des Konzern-EBITDA für das laufende Geschäftsjahr ergibt. |
Für den Vorstandsvorsitzenden Christoph Vilanek gelten folgende Regelungen seit 1. Januar 2014:
| • | Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Vilanek eine Altersrente in Höhe von 2,7 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Vertragsjahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts (Maximalrente). |
| • | Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal dem Betrag der zuletzt gezahlten Altersrente bzw. des beim Ableben von Herrn Vilanek erreichten Werts der Versorgungsanwartschaft. |
| • | Es wurde eine auf fünf Jahre ausgelegte Zielvereinbarung geschlossen. Endet der Dienstvertrag durch Zeitlablauf, Kündigung, durch Aufhebung oder anderweitig oder endet die Organstellung aufgrund Widerrufs, so hat Herr Vilanek Anspruch auf Auszahlung des Longterm-Incentive-Kontos zum Zeitpunkt der Beendigung, sofern darauf ein positiver Saldo verbucht ist. Sofern für die Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft nicht ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt oder sofern der Widerruf der Organstellung nicht im Zusammenhang steht mit der Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft, für die ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, wird der Anzahl der virtuellen Aktien im Longterm-Incentive-Konto die Anzahl von Aktien hinzugerechnet, die sich aufgrund des Konzern-EBITDA für das laufende Geschäftsjahr ergibt. |
Für den Vorstand Stephan Esch gelten folgende Regelungen seit 1. Januar 2015 (Vereinbarung vom 26. Februar 2014):
| • | Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Esch eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Jahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft oder ihrer Rechtsvorgängerin, der freenet.de AG, maximal jedoch 40% des letzten jährlichen Fixgehalts (Garantierente). |
| • | Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal der Garantierente. |
| • | Es wurde eine auf fünf Jahre ausgelegte Zielvereinbarung geschlossen. Endet der Dienstvertrag durch Zeitlablauf, Kündigung, durch Aufhebung oder anderweitig oder endet die Organstellung aufgrund Widerrufs, so hat Herr Esch Anspruch auf Auszahlung des Longterm-Incentive-Kontos zum Zeitpunkt der Beendigung, sofern darauf ein positiver Saldo verbucht ist. Sofern für die Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft nicht ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt oder sofern der Widerruf der Organstellung nicht im Zusammenhang steht mit der Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft, für die ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, wird der Anzahl der virtuellen Aktien im Longterm-Incentive-Konto die Anzahl von Aktien hinzugerechnet, die sich aufgrund des Konzern-EBITDA für das laufende Geschäftsjahr ergibt. |
Für den Vorstand Joachim Preisig gelten folgende Regelungen seit 1. Januar 2015 (Vereinbarung vom 26. Februar 2014):
| • | Mit Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Preisig eine Altersrente in Höhe von 2,5 Prozent des letzten jährlichen Fixgehalts für jedes angefangene Jahr der Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft, bzw. zuvor bei der Debitel AG, maximal jedoch ein Drittel des letzten jährlichen Fixgehalts (Garantierente). |
| • | Hinterbliebenenrente für die Ehefrau bzw. Lebensgefährtin und Waisenrente für etwaige Kinder bis zur Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, in einem Gesamtbetrag von maximal der Garantierente. |
| • | Mit Ausscheiden nach Vollendung des 60. Lebensjahres erhält Herr Preisig aus der Debitel Altersversorgung eine Altersrente in Höhe von 9.333,00 Euro (zugesagte monatliche Altersrente). Bei einem vorzeitigen Ausscheiden erhält Herr Preisig nach Vollendung des 60. Lebensjahrs eine Altersrente, die sich nach den gesetzlichen Vorgaben berechnet, somit erfolgt eine Quotierung der zugesagten Altersrente entsprechend der tatsächlichen Dienstzugehörigkeit. Sämtliche Ansprüche von Herrn Preisig, seiner Ehefrau oder einer bezugsberechtigten Lebensgefährtin und von Hinterbliebenen aus der Debitel-Altersversorgung werden auf sämtliche vorgenannten Ansprüche aus dem aktuellen Dienstvertrag angerechnet. |
| • | Hinterbliebenenrente für die Ehefrau und Waisenrente für die personensorgerechtspflichtigen Kinder auf Basis der zugesagten Altersrente für Joachim Preisig. Witwen- und Waisengelder dürfen zusammen 90 Prozent der Altersrente nicht übersteigen, auf die Herr Preisig zum Zeitpunkt seines Todes Anspruch oder Anwartschaft hatte. Vollenden Waisen das 18. Lebensjahr, so erlischt der Anspruch auf das monatlich laufende Waisengeld. Zu diesem Zeitpunkt wird eine einmalige Kapitalleistung in Höhe des 24-fachen monatlichen Waisengeldes gezahlt. |
| Es wurde eine auf fünf Jahre ausgelegte Zielvereinbarung geschlossen. Endet der Dienstvertrag durch Zeitlablauf, Kündigung, durch Aufhebung oder anderweitig oder endet die Organstellung aufgrund Widerrufs, so hat Herr Preisig Anspruch auf Auszahlung des Longterm-Incentive-Kontos zum Zeitpunkt der Beendigung, sofern darauf ein positiver Saldo verbucht ist. Sofern für die Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft nicht ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt oder sofern der Widerruf der Organstellung nicht im Zusammenhang steht mit der Kündigung des Dienstvertrags von Seiten der Gesellschaft, für die ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, wird der Anzahl der virtuellen Aktien im Longterm-Incentive-Konto die Anzahl von Aktien hinzugerechnet, die sich aufgrund des Konzern-EBITDA für das laufende Geschäftsjahr ergibt. | |
| Dienstverträge mit Tochtergesellschaften der freenet AG bestehen nicht. |
Aufsichtsratsvergütung
Grundzüge der Vergütung
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
| • | einer Basisvergütung |
| • | Sitzungsentgelten und |
| • | einer erfolgsabhängigen Vergütung |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zu diesem Gremium eine feste Basisvergütung in Höhe von 30.000 Euro von der Gesellschaft.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende den anderthalbfachen Betrag der Basisvergütung.
Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält zusätzlich für jede Sitzung des Aufsichtsrats, an der es teilgenommen hat, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 Euro. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats – mit Ausnahme des gem. § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildeten Ausschusses – angehören, erhalten zusätzlich für an jeder teilgenommenen Sitzung des Ausschusses ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 Euro. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält den doppelten Betrag.
Der Aufsichtsrat hat im Rahmen einer freiwilligen Selbstbeschränkung beschlossen, auf die Vergütung von Sitzungsgeldern für telefonische Sitzungen des Aufsichtsrates, seiner Ausschüsse und für telefonische Teilnahmen an Präsenzsitzungen zu verzichten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner nach Ablauf jedes Geschäftsjahres eine variable, erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 500 Euro je 0,01 Euro Dividende, die über 0,10 Euro je Stückaktie der Gesellschaft hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Vergütung ist der Höhe nach begrenzt auf den als feste Vergütung geschuldeten Betrag. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende erhält den anderthalbfachen Betrag.
Für ihre Tätigkeit innerhalb des Geschäftsjahrs 2014 bezogen die Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft eine Festvergütung in Höhe von 405 Tausend Euro sowie 84 Tausend Euro Sitzungsgeld. Zudem wurde eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 405 Tausend Euro als Aufwand erfasst. Inwiefern diese erfolgsabhängige Vergütung zur Auszahlung kommen wird, ist vom Gewinnverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr 2014 abhängig. Die Gesamtsumme an Aufwendungen für Aufsichtsratstätigkeiten beträgt somit 894 Tausend Euro.
Mitgliedern des Aufsichtsrats werden darüber hinaus Auslagen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie Umsatzsteuer ersetzt.
Es wurden keinem der Aufsichtsratsmitglieder Darlehen gewährt und für keines der Aufsichtsratsmitglieder Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungen übernommen.
Individualisierte Angaben für die letzten beiden Geschäftsjahre sind aus den nachfolgenden Tabellen ersichtlich. Es ist zu beachten, dass es aufgrund des Zahlenformats bei den Zwischen- und Endsummen rechnerische Rundungsdifferenzen geben kann, da die Zahlen auf eine Dezimalstelle gerundet wurden.
| Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 (In TEUR) | Basisvergütung | Sitzungsentgelte | Erfolgsabhängige Vergütung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| aktive Mitglieder | ||||
| Dr. Hartmut Schenk | 60,0 | 12,0 | 60,0 | 132,0 |
| Knut Mackeprang1 | 45,0 | 6,0 | 45,0 | 96,0 |
| Claudia Anderleit1 | 30,0 | 6,0 | 30,0 | 66,0 |
| Birgit Geffke1 | 30,0 | 8,0 | 30,0 | 68,0 |
| Thorsten Kraemer | 30,0 | 5,0 | 30,0 | 65,0 |
| Ronny Minak1 | 30,0 | 8,0 | 30,0 | 68,0 |
| Michael Stephan1 | 30,0 | 7,0 | 30,0 | 67,0 |
| Prof. Dr. Helmut Thoma | 30,0 | 5,0 | 30,0 | 65,0 |
| Gesine Thomas1 | 30,0 | 4,0 | 30,0 | 64,0 |
| Marc Tüngler | 30,0 | 8,0 | 30,0 | 68,0 |
| Robert Weidinger | 30,0 | 11,0 | 30,0 | 71,0 |
| Achim Weiss | 30,0 | 4,0 | 30,0 | 64,0 |
| 405,0 | 84,0 | 405,0 | 894,0 |
1 Arbeitnehmervertreter/innen gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG vom 4. Mai 1976.
| Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 (In TEUR) | Basisvergütung | Sitzungsentgelte | Erfolgsabhängige Vergütung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| aktive Mitglieder | ||||
| Dr. Hartmut Schenk | 60,0 | 12,0 | 60,0 | 132,0 |
| Knut Mackeprang1 | 27,3 | 4,0 | 27,5 | 58,8 |
| Claudia Anderleit1 | 30,0 | 5,0 | 30,0 | 65,0 |
| Birgit Geffke1 | 18,2 | 6,0 | 18,3 | 42,5 |
| Thorsten Kraemer | 30,0 | 7,0 | 30,0 | 67,0 |
| Ronny Minak1 | 18,2 | 5,0 | 18,3 | 41,5 |
| Michael Stephan1 | 18,2 | 5,0 | 18,3 | 41,5 |
| Prof. Dr. Helmut Thoma | 30,0 | 5,0 | 30,0 | 65,0 |
| Gesine Thomas1 | 30,0 | 4,0 | 30,0 | 64,0 |
| Marc Tüngler | 30,0 | 8,0 | 30,0 | 68,0 |
| Robert Weidinger | 30,0 | 12,0 | 30,0 | 72,0 |
| Achim Weiss | 30,0 | 4,0 | 30,0 | 64,0 |
| 351,9 | 77,0 | 352,4 | 781,3 | |
| ehemalige Mitglieder | ||||
| Nicole Engenhardt-Gillé1 | 17,7 | 1,0 | 17,6 | 36,3 |
| Joachim Halefeld1 | 11,9 | 4,0 | 11,8 | 27,7 |
| Steffen Vodel1 | 11,9 | 3,0 | 11,8 | 26,7 |
| Angela Witzmann1 | 11,9 | 1,0 | 11,8 | 24,7 |
| 53,4 | 9,0 | 53,0 | 115,4 | |
| 405,3 | 86,0 | 405,4 | 896,7 |
1 Arbeitnehmervertreter/innen gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG vom 4. Mai 1976.
Prognosebericht
Marktentwicklung 2014
Im Januar 2015 hat der internationale Währungsfonds („IWF“) seine Prognose9 für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone auf 1,2 Prozent im laufenden Geschäftsjahr reduziert. Dabei wurden die jüngsten Entwicklungen der Ölpreise und Wechselkurse ebenso berücksichtigt wie die allgemeinen geopolitischen Risiken für die europäische Wirtschaft. Das für die Geschäftsaktivitäten der freenet Group bedeutsame private Konsumentenverhalten ist maßgeblich von künftigen Preiserwartungen abhängig. Somit stellt die Entwicklung des Konsumentenvertrauens einen geeigneten makroökonomischen Indikator für die konjunkturell bedingte Marktentwicklung dar.
Die GFK Konsumklima-Studie10 für Deutschland für Januar 2015 stellte eine zuletzt deutlich erhöhte Konsumbereitschaft fest, was neben der geringen Preissteigerungsrate im Euroraum insbesondere auf eine Erhöhung des tatsächlich verfügbaren Einkommens aufgrund gesunkener Energiekosten zurückgeführt wird. Entsprechend ist die Sparquote der privaten Haushalte seit Beginn des Vorjahres deutlich rückläufig gewesen. Demgegenüber spielten Deflationsrisiken und mögliche Engpässe bei der individuellen Altersvorsorge in der Wahrnehmung der Konsumenten zu Jahresbeginn nur eine untergeordnete Rolle.
Das kumulierte Marktvolumen des deutschen Telekommunikationsmarktes wird nach Ansicht des Branchenverbandes VATM11 im laufenden Jahr um 1,5 bis 2 Prozent sinken. Dabei soll das erwartete Wachstum in der mobilen Datennutzung erneut durch sinkende Sprachumsätze sowie sinkende nationale und EU-weite Roamingentgelte aufgezehrt werden. Der VATM geht von einem Rückgang der Endkundenpreise im Mobilfunk um etwa 0,7 Prozent aus. Als bedeutende Trends im deutschen Telekommunikationsmarkt gelten neben der weiteren Marktkonsolidierung der fortschreitende Infrastrukturausbau in leistungsfähige Netze sowie das Thema Mobile Payment. Insgesamt wird vor dem Hintergrund zunehmender globaler Vernetzung und Intensivierung des internationalen Wettbewerbs ein Innovationsdruck für deutsche Telekommunikationsanbieter gesehen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln bzw. Wertschöpfungsquellen zu erschließen.
Auf den globalen Trend zur Transformation der gesamten ökonomischen Wertschöpfung in mobile Geschäftsmodelle weist auch die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group („BCG“) in ihrer Veröffentlichung12 „The Mobile Revolution“ vom Januar 2015 hin. Während demnach die gesamte deutsche mobile Wirtschaft – in den Bereichen Telekommunikationsdienstleistungen, Endgeräte und Zubehör sowie mobile Inhalten und Anwendungen – im Geschäftsjahr 2014 etwa 1,8 Prozent zu der gesamten inländischen Bruttowertschöpfung beitrug, wurde für diesen mobilen Teil der deutschen Ökonomie in den Jahren 2009 bis 2014 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,1 Prozent gemessen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei der Wachstumsdynamik hinter Südkorea (18,3 Prozent), China (17,7 Prozent), den USA (15,4 Prozent), Indien (12,4 Prozent) und Brasilien (11,7 Prozent). Mit etwa 13 Prozent vom verfügbaren Haushaltseinkommen gaben die deutschen Konsumenten im Untersuchungszeitraum allerdings am meisten für mobile Technologien aus. Für die private internetbasierte Nutzung mobiler Endgeräte ist neben den technologischen Innovationen grundsätzlich eine Ersparnis von Zeit und/oder Geld durch entsprechende mobile Anwendungen von entscheidender Bedeutung.
In diesem Zusammenhang verwies die Veröffentlichung13 des Branchenverbands BITKOM und der Beratungsgesellschaft Deloitte „Vor dem Boom – Marktaussichten für Smart Home“ anlässlich des nationalen IT-Gipfels in Hamburg bereits im Oktober 2014 auf die im Vorjahresvergleich deutlich verbesserten Marktaussichten für das vernetzte private Heim. Während im Jahr 2015 frühestens die Schwelle von 500 Tsd. Haushalten erreicht wird, sollen den Schätzungen zufolge bereits im Jahr 2020 mindestens 1 Million Haushalte in Deutschland vernetzt sein. Die besondere Wachstumsdynamik in diesem speziellen Marktsegment wird in der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 18 Prozent für die Jahre 2013 bis 2020 deutlich. Neben den übergeordneten Faktoren allgemeines Marktumfeld, technologische Innovationen, gesellschaftliche Entwicklungen und Energiewende gelten insbesondere folgende Faktoren als Smart-Home-Wachstumstreiber: Portfolioerweiterung etablierter Anbieter, Ausbau des After-Sales-Service, Preissenkungen für Hardware und Dienstleistungen, niedrige Markteintrittsbarrieren, Transparenzerhöhung für Konsumenten, branchenübergreifende Kooperationen, Verfügbarkeit leistungsfähiger Breitbandzugänge.
Im Ergebnis werden insbesondere folgende Annahmen für die Ableitung der Prognosen der freenet Group als wesentlich angesehen:
| • | Erhöhte Konsumbereitschaft der privaten Haushalte für Digital-Lifestyle-Produkte, |
| • | Weiterhin leicht rückläufiges kumuliertes Marktvolumen für Telekommunikation |
| • | Zunehmende Vermarktung integrierter Produktangebote der Netzbetreiber (Festnetz, Mobilfunk, Breitband, Fernsehen) |
| • | Leichter Rückgang der Endkundenpreise im Mobilfunk bei weiterhin hoher Wettbewerbsintensität bei zunehmender Bedeutung von Datentarifen |
| • | Hohe Wachstumsraten in neuen Marktsegmenten rund um Digital Lifestyle, insbesondere im Bereich Smart Home |
freenet Konzern
Im Geschäftsfeld Mobilfunk ist die freenet Group in einem gesättigten Markt tätig, der sich durch eine hohe Wettbewerbsintensität auszeichnet. Das leicht rückläufige kumulierte Marktvolumen steht weiterhin unter Konsolidierungsdruck auf der Anbieterseite und dem Einfluss sinkender Gesamtnutzerzahlen auf der Konsumentenseite. Darüber hinaus positioniert sich die freenet Group zunehmend mit Produkten und Dienstleistungen rund um den Bereich Digital Lifestyle auch in jungen Märkten. Diese Marktsegmente – wie Smart Home – verfügen zwar über ein großes Wachstumspotential. Gleichzeitig stellen diese Geschäftsbereiche – gemessen am gesamten Konzernumsatz – derzeit nur einen relativ kleinen Teil des gesamten Geschäftsvolumens der freenet Group dar.
Der im Konzernlagebericht zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 anhand der definierten Leistungsindikatoren prognostizierte Geschäftsausblick für die freenet Group hat sich insgesamt als zutreffend erwiesen. Lediglich die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich der Entwicklung des Konzernumsatzes wurde im Jahresverlauf aktualisiert und konkretisiert. Maßgeblich ursächlich dafür war die Änderung des Beschaffungsmanagements eines großen Distributionspartners für bestimmte Endgeräte, die zuvor von der freenet Group bezogen wurden. Dadurch entfiel im Jahresverlauf ein Teil des Hardwareumsatzes mit geringen Handelsmargen. Vor dem Hintergrund der Mehrmarken-Strategie haben sowohl der konsequente Ausbau von Vertriebskanälen als auch die Einführung neuer Produkte in geplanter Weise zur Festigung der Marktposition als führender
Digital-Lifestyle-Provider beigetragen. Darüber hinaus wurde das leicht rückläufige Geschäftsvolumen im traditionellen Geschäftsfeld Mobilfunk durch eine Portfolioerweiterung über Akquisitionen und Partnerschaften weitgehend kompensiert.
Die freenet Group wird sich auch künftig auf den Erhalt bzw. die Gewinnung werthaltiger Mobilfunkkunden (Customer Ownership) konzentrieren, um das sich daraus ergebende Cross-Selling-Potential zum weiteren Ausbau ihrer Digital-Lifestyle-Geschäftsaktivitäten zu nutzen. Hierzu werden die betrieblichen organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, damit den Kunden zeitnah in den schnell wachsenden, teilweise stark fragmentierten neuen Marktsegmenten auf ihre individuellen Bedürfnisse maßgeschneiderte Angebote in allen relevanten Vertriebskanälen gemacht werden können. Erklärtes Ziel der freenet Group ist es, in diesen Bereichen schneller als der Markt zu wachsen. Die frühzeitige Positionierung als Digital-Lifestyle-Provider sowie der bestehende Mehrkanal-Vertrieb bieten hierfür eine gute Ausgangslage.
Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren
| In Mio. EUR bzw. lt. Angabe | Prognose aus 20131) | 2014 | Änderung zum Vorjahr in % |
Aktuelle Prognose | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2015 | 2016 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Leistungsindikatoren | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernumsatz | Leicht steigend2) | Leicht steigend | 3.040,6 | -4,8 | stabil | Leicht steigend |
| Konzern-EBITDA | 365 | 370 | 365,6 | 2,3 | 370 | 375 |
| Konzern-Free Cashflow3) | 265 | 280 | 266,6 | 4,1 | 280 | 285 |
| Postpaid-ARPU (in €) | Leicht sinkend | stabil | 21,4 | -4,1 | stabil | stabil |
| Nicht finanzieller Leistungsindikator | ||||||
| Customer Ownership in Mio. | Leicht steigend | Leicht steigend | 8,92 | 1,9 | Leicht steigend | Leicht steigend |
1) Gemäß Konzernlagebericht zum Konzernabschluss 2013.
2) Aktualisiert im Zwischenbericht zum 30. Juni 2014 von ursprünglich „Leichter Anstieg“ auf „Leichter Rückgang“ und weiter konkretisiert im Zwischenbericht zum 30. September 2014 auf „Rückgang um etwa 5 bis 8 Prozent“ .
3 ) Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Für die Jahre 2015 und 2016 erwartet die freenet AG eine jeweils leicht steigende Kundenzahl im Customer-Ownership-Kundenbestand (Postpaid und No-frills). Dem im Mobilfunkmarkt anhaltenden Preisverfall und dem damit verbundenen allgemeinen Rückgang der ARPUs versucht die freenet AG weiterhin durch eine qualitative Verbesserung der Kundenbasis sowie die zunehmende Vermarktung von Datentarifen in Verbindung mit der gestiegenen Nachfrage nach Smartphones und mobilen Digital-Lifestyle-Anwendungen entgegenzuwirken.
Der freenet AG ist es im Geschäftsjahr 2014 gelungen, dem am Telekommunikationsmarkt im Allgemeinen zu konstatierenden Preisverfall (Rückgang des Postpaid-ARPU) wirkungsvoll entgegenzuwirken. Die jüngsten positiven Entwicklungen im Neukundenbereich führten im Geschäftsjahr 2014 in Verbindung mit den bestehenden Tarifmodellen zu einer Verlangsamung des ARPU-Rückgangs. Darauf aufbauend geht die freenet AG von einer weiteren Stabilisierung des Postpaid-ARPU für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 aus.
Die freenet AG erwartet für das Geschäftsjahr 2015 eine Stabilisierung und für das Geschäftsjahr 2016 einen leichten Anstieg des Konzernumsatzes. Ausschlaggebend hierfür ist neben den vorstehend beschriebenen Erwartungen bezüglich der Entwicklungen von Customer Ownership und Postpaid-ARPU im Kerngeschäftsfeld Mobilfunk auch die zunehmende Erschließung von Erlösquellen aus dem Absatz von Geräten, Zubehör und Dienstleistungen für mobile Anwendungen rund um den Bereich Digital Lifestyle.
Entsprechend den vorstehend beschriebenen Entwicklungen strebt die freenet AG für das Geschäftsjahr 2015 ein Konzern-EBITDA in Höhe von etwa 370 Millionen Euro und für das Geschäftsjahr 2016 ein Konzern-EBITDA in Höhe von etwa 375 Millionen Euro an.
Des Weiteren strebt die freenet AG einen Free Cashflow des freenet Konzerns, definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von etwa 280 Millionen Euro und für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von etwa 285 Millionen Euro an.
Weitere Aussagen zu der künftigen Entwicklung nicht steuerungsrelevanter Leistungsindikatoren finden sich im Wirtschaftsbericht.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Der Vorstand der freenet AG geht auf Grundlage der bereits in 2011 eingeleiteten Stabilisierung des Customer OwnershipKundenbestands in den werthaltigen Kundensegmenten Postpaid und Nofrills sowie des im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres weiter ausgebauten DigitalLifestyleAngebots von einer positiven Gesamtentwicklung des Unternehmens aus. Die Gesellschaft wird ihre grundlegende Ausrichtung auf werthaltige Kundenbeziehungen in allen Geschäftsfeldern fortsetzen, um die etablierte Marktposition im Mobilfunkmarkt weiter abzusichern und gleichzeitig Wachstumspotentiale in den jungen und schnell wachsenden Marktsegmenten rund um den Bereich Digital Lifestyle zu nutzen.
Sicherung und Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität und CashflowStärke sind die Kernelemente dieser Geschäftsausrichtung. Darüber hinaus wird die weitere organische und anorganische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder bezüglich Portfolioerweiterung und Ausbau von Vertriebskanälen angestrebt, nahe am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts und Investitionsvorgaben.
Büdelsdorf, den 3. März 2015
Der Vorstand
Christoph Vilanek
Joachim Preisig
Stephan Esch
1 http://bit.ly/1tT1Qyu
2 http://bit.ly/1wo7Nob
3 http://bit.ly/1Fni9uw
4 http://bit.ly/1Mfz2fS
5 http://bit.ly/1EeiHlU
6 http://on.bcg.com/1w6rS3c
7 http://bit.ly/16X2xCx
8 Aktualisiert im Zwischenbericht zum 30. Juni 2014 von ursprünglich „Leichter Anstieg“ auf „Leichter Rückgang“ und weiter konkretisiert im Zwischenbericht zum 30. September 2014.
9 http://bit.ly/1wo7Nob
10 http://bit.ly/1ton7Ge
11 http://bit.ly/10wU6vk
12 http://on.bcg.com/1zegzMm
13 http://bit.ly/1oxT5xO
Bilanz
Aktiva
| 31.12.2014 € |
31.12.2013 € |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 27.690.123,12 | 33.223.289,69 |
| 27.690.123,12 | 33.223.289,69 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 4.921.345,01 | 5.379.222,70 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 697.818,85 | 809.491,42 |
| 5.619.163,86 | 6.188.714,12 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.214.868.816,68 | 1.214.868.816,68 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 503.546.373,00 | 613.400.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 962.059,23 | 962.059,23 |
| 1.719.377.248,91 | 1.829.230.875,91 | |
| 1.752.686.535,89 | 1.868.642.879,72 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 548.127,63 | 202.960,84 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 190.886.404,09 | 158.748.867,23 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 113.312,93 | 1.238.985,81 |
| davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren: € 0,00; Vorjahr € 100.000,00 | ||
| 191.547.844,65 | 160.190.813,88 | |
| II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 3.685.091,80 | 2.661.314,47 |
| 195.232.936,45 | 162.852.128,35 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 138.864,90 | 1.011.696,09 |
| 1.948.058.337,24 | 2.032.506.704,16 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2014 € |
31.12.2013 € |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 128.061.016,00 | 128.061.016,00 |
| II. Kapitalrücklage | 911.664.429,49 | 911.664.429,49 |
| III. Bilanzgewinn | 278.326.673,61 | 335.252.637,03 |
| 1.318.052.119,10 | 1.374.978.082,52 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Pensionsrückstellungen | 1.813.994,00 | 613.086,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 28.747.690,40 | 34.151.044,49 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 8.675.169,78 | 10.002.864,91 |
| 39.236.854,18 | 44.766.995,40 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Anleihen | 400.000.000,00 | 400.000.000,00 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.130.550,24 | 288.392,45 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 39.058.182,72 | 67.183.321,47 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 150.580.631,00 | 145.289.912,32 |
| davon aus Steuern € 10.518.711,21; Vorjahr € 5.193.022,27 | ||
| davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren: € 120.000.000,00; Vorjahr € 100.500.000,00 | ||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: € 33.320,49; Vorjahr € 19.533.320,49 | ||
| 590.769.363,96 | 612.761.626,24 | |
| 1.948.058.337,24 | 2.032.506.704,16 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2014 € |
2013 € |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.410.940,00 | 1.265.000,00 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 11.959.099,07 | 10.197.625,11 |
| 13.370.039,07 | 11.462.625,11 | |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 13.995.813,89 | 12.976.433,94 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 3.195.340,71 | 1.970.806,30 |
| - davon für Altersversorgung € 1.926.371,42; (Vorjahr € 785.265,25) | ||
| 17.191.154,60 | 14.947.240,24 | |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 6.221.702,29 | 6.315.477,01 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 16.878.435,65 | 15.645.838,70 |
| 6. Erträge aus Beteiligungen | 150.000,00 | 250.000,00 |
| 7. Erträge aus Gewinnübernahmen aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | 193.044.894,84 | 168.318.396,13 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 30.240.163,44 | 36.443.129,35 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen € 29.833.352,77; (Vorjahr € 36.434.856,31) | ||
| 9. Aufwendungen aus Verlustübernahmen aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | 2.078.627,28 | 19.366,76 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 34.704.730,69 | 37.514.954,15 |
| - davon an verbundene Unternehmen € 449,20; (Vorjahr € 98.301,71) | ||
| - davon aus Aufzinzung € 26.682,00; (Vorjahr € 24.067,00) | ||
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 159.730.446,84 | 142.031.273,73 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 31.046.734,07 | 34.066.956,52 |
| 13. Sonstige Steuern | -6.297,01 | 37.452,74 |
| 14. Jahresüberschuss | 128.690.009,78 | 107.926.864,47 |
| 15. Gewinnvortrag | 149.636.663,83 | 227.325.772,56 |
| 16. Bilanzgewinn | 278.326.673,61 | 335.252.637,03 |
Anhang
1. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 der freenet AG, Büdelsdorf, wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des AktG erstellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Unsere Gesellschaft wurde am 15. April 2005 als telunico holding AG gegründet und mit Handelsregistereintragung vom 2. März 2007 in freenet AG umfirmiert. Mit Verschmelzungsvertrag vom 8. Juli 2005 und Handelsregistereintragung vom 2. März 2007 waren die mobilcom Aktiengesellschaft, Büdelsdorf, und die freenet.de AG, Hamburg, auf unsere Gesellschaft verschmolzen worden („Verschmelzung“).
Mit Gesellschafterbeschluss vom 13. Dezember 2011 hatte die mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf, aus ihrer Kapitalrücklage einen Betrag in Höhe von 850,0 Millionen Euro an die freenet AG ausgekehrt („Auskehrung“). Die sich aus diesem Gesellschafterbeschluss ergebende Verpflichtung der mobilcom-debitel GmbH gegenüber der Gesellschaft war nicht in bar erfüllt, sondern durch Inanspruchnahme eines Darlehensrahmens bedient worden. Der Beteiligungsbuchwert der Gesellschaft an der mobilcom-debitel GmbH war aufgrund dieser Transaktion nach dem Verhältnis des Zeitwerts des entnommenen Vermögensgegenstands (also des Auskehrungsbetrages) zum Zeitwert der Beteiligung an der mobilcom-debitel GmbH gemindert worden. Der Beteiligungsbuchwert an der mobilcom-debitel GmbH war auf diese Weise im Geschäftsjahr 2011 um 507,3 Millionen Euro vermindert worden.
Der restliche Betrag in Höhe von 342,7 Millionen Euro war von der Gesellschaft ertragswirksam vereinnahmt worden und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2011 in der Position Erträge aus Beteiligungen ausgewiesen.
Zur langfristigen Sicherung des Konzerns hatte die Gesellschaft eine Finanzierung aus der Platzierung einer fünfjährigen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 400 Millionen Euro („Anleihe“) im Geschäftsjahr 2011 erhalten. Die Verzinsung des Coupons der Unternehmensanleihe lautet auf 7,125 Prozent per anno. Die Zahlung der Zinsen erfolgt jährlich beginnend am 20. April 2012.
Als weiteren Finanzierungsbaustein hatte im Dezember 2012 die Gesellschaft ein Schuldscheindarlehen bestehend aus 3 Tranchen platziert („Schuldscheindarlehen“). Die erste Tranche besteht aus einem endfälligen Darlehen in Höhe von 56 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer variablen Verzinsung. Die zweite Tranche besteht aus einem endfälligen Darlehen in Höhe von 44,5 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer Verzinsung von 3,27 Prozent per anno. Die dritte Tranche des Schuldscheindarlehens besteht aus einem Darlehen in Höhe von 19,5 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einer Verzinsung von 4,14 Prozent per anno. Die Zahlung der Zinsen erfolgt für die Tranche mit variabler Verzinsung halbjährlich nachschüssig beginnend am 18.06.2013, für die übrigen Tranchen jährlich nachschüssig beginnend mit dem 18.12.2013. Die erste Tranche konnte im Geschäftsjahr aufgrund des sich verbesserten Marktumfeldes umgeschichtet werden. Die Marge wurde für einen Teil in Höhe von 55 Millionen um einen Prozentpunkt gesenkt. Gleichzeitig wurde für 45 Millionen aus dieser Tranche die Laufzeit um zwei Jahre verlängert. Die Endfälligkeit besteht somit im Dezember 2019.
Im Dezember 2013 hatte die Gesellschaft einen neuen Konsortialkreditvertrag zur allgemeinen Refinanzierung ihrer unternehmerischen Aktivitäten abgeschlossen. Die revolvierende Kreditlinie in Höhe von maximal 300 Millionen Euro kann sowohl von der Gesellschaft selbst als auch von der mobilcom-debitel GmbH in Anspruch genommen werden. Zum 31. Dezember 2014 ist die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen worden.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Die Zugänge zu den entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenständen und zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 150,00 Euro werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand gebucht. Die Marke wird über 15 Jahre abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder Einbringungswerten unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.
Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bilanziert.
Der Ansatz der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zu Nennwerten. Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten bilanziert.
Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für bestimmte zukünftige Zeiträume ausgewiesen.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der freenet AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, an denen die freenet AG als Gesellschafterin beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des steuerlichen Organkreises der freenet AG von aktuell 30,05%. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine – nicht bilanzierte – aktive latente Steuer.
Einer bestimmten Personengruppe wurden Pensionszusagen erteilt. Für jene Zusagen, die im Rahmen einer rückgedeckten Unterstützungskasse durchgeführt werden, wird ein Vermögensstock aufgebaut. In Ausübung des Wahlrechtes nach Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wird keine Rückstellung für diese mittelbaren Verpflichtungen gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 0% (Vorjahr: 0%) bei den Entgelten und von 1,5% (Vorjahr: 1,5%) bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31.12.2014 auf 4,53% (Vorjahr: 4,88%); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.
Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Währungsumrechnung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte mit den Kursen am Tage der Entstehung, mindestens mit den höheren Geldkursen am Bilanzstichtag. Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Stichtag eine Umrechnung zum Devisen-Kassa-Mittelkurs.
3. Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2014 ist im Anlagenspiegel (Anlage III) gesondert dargestellt.
Aus der Zeitwertaufdeckung bezüglich der Verschmelzung der freenet.de AG auf die Gesellschaft verbleibt zum 31. Dezember 2014 die Marke „freenet“ mit einem Restbuchwert von 27,7 Millionen Euro (Vorjahr: 33,2 Millionen Euro) in der Bilanz der Gesellschaft.
Der wesentliche Beteiligungsansatz innerhalb der Bilanzposition Anteile an verbundenen Unternehmen betrifft die Anteile an der mobilcom-debitel GmbH mit 1.122,7 Millionen Euro (Vorjahr: 1.122,7 Millionen Euro). Daneben sind Beteiligungen an der freenet Cityline GmbH mit 43,2 Millionen Euro (Vorjahr: 43,2 Millionen Euro) sowie an der freenet.de GmbH mit 39,8 Millionen Euro (Vorjahr: 39,8 Millionen Euro) wesentliche Anteile an verbundenen Unternehmen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen einen mit der mobilcom-debitel GmbH am 01. Juli 2011 geschlossenen Darlehensvertrag über 900 Millionen Euro. Zum Stichtag waren aus diesem 489,9 Millionen Euro (Vorjahr: 613,4 Millionen Euro) in Anspruch genommen. Ein weiterer Darlehensvertrag vom 14. Januar 2014 mit der freenet Cityline GmbH über ein Tilgungsdarlehen in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro wurde mit 6,4 Millionen Euro getilgt (Vorjahr: 0,0 Millionen Euro). Für beide Darlehen endet die Restlaufzeit am 30. Juni 2021.
Die Beteiligungen betreffen zu 962 Tausend Euro den 50%igen Geschäftsanteil an der FunDorado GmbH, Hamburg.
Innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen (193,0 Millionen Euro, Vorjahr: 163,1 Millionen Euro), der umsatzsteuerlichen Organschaft sowie dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr mit verbundenen Unternehmen enthalten, die in Höhe von -15,2 Millionen Euro (Vorjahr: -10,5 Millionen Euro) mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert sind. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu 12 Monaten auf.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen zu 100 Tausend Euro eine Restforderung aus dem Veräußerungserlös der Geschäftsanteile an der 4Players GmbH, Hamburg, mit einer Restlaufzeit von einem Jahr.
Das begebene Grundkapital der Gesellschaft beträgt 128.061 Tausend Euro. Das Grundkapital ist eingeteilt in 128.061.016 auf den Namen lautende Stückaktien zu einem kalkulatorischen Nennwert von 1,00 Euro. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet.
Der Vorstand war am 13. Mai 2014 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG durch die Hauptversammlung dazu ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in Höhe von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die vorliegende Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder – falls dieser Betrag geringer ist – des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu erwerben und zu verwenden. Die Ermächtigung gilt bis zum 12. Mai 2019.
In Ergänzung der Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG darf der Vorstand zusätzlich Eigenkapitalderivate einsetzen, um eigene Aktien zu erwerben.
Der vollständige Wortlaut dieser Ermächtigungsbeschlüsse war am 1. April 2014 unter den Tagesordnungspunkten 6 und 7 der Einladung zur Hauptversammlung 2014 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht worden.
Wesentliche Bestandteile der zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Kapitalrücklage stammen aus der Kapitalerhöhung in 2008 aufgrund des Erwerbs der debitel-Gruppe (349,8 Millionen Euro) sowie aus der in 2007 wirksam gewordenen Verschmelzung der mobilcom AG sowie der freenet.de AG auf die freenet AG und dem damit im Zusammenhang stehenden Erwerb der Minderheitenanteile an der ehemaligen freenet.de AG (134,7 Millionen Euro).
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ist der Vorstand bis zum 5. Juni 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 12.800.000 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013). Der vollständige Wortlaut der Ermächtigung des Vorstands ist unter Tagesordnungspunkt 6 in der Einladung zur Hauptversammlung 2013 im Bundesanzeiger vom 12. April 2013 veröffentlicht worden.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Mai 2014 ist das Kapital der Gesellschaft um bis zu 12.800.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 12.800.000 neuen auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Namen lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 13. Mai 2014 unter Tagesordnungspunkt 8, lit A) beschlossenen Ermächtigung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungs- oder Optionspflicht bestimmen.
Der Ausgabebetrag für die neuen auf den Namen lautenden Stückaktien richtet sich nach den in § 4 Abs. 7 der Satzung genannten Regelungen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur soweit durchgeführt, wie von Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden oder durch die Gesellschaft ein Barausgleich erfolgt. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung zu bestimmen.
Für unmittelbare, nicht rückgedeckte Pensionszusagen wurden zum 31. Dezember 2014 Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.814 Tausend Euro (Vorjahr: 613 Tausend Euro) ausgewiesen. Die Unterdeckung aus mittelbaren Pensionszusagen beträgt zum Stichtag 1.254 Tausend Euro (Vorjahr: 1.055 Tausend Euro).
Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalverpflichtungen (5,2 Millionen Euro, Vorjahr: 5,6 Millionen Euro) – darin enthalten 0,0 Millionen Euro (Vorjahr: 0,5 Millionen Euro) für ausstehende Aktienoptionen und Aktienwertsteigerungsrechte sowie 3,3 Millionen Euro (Vorjahr: 3,6 Millionen Euro) für langfristige variable Gehaltsbestandteile –, ausstehende Rechnungen (1,4 Millionen Euro, Vorjahr: 2,4 Millionen Euro) sowie Rechts- und Beratungskosten (0,8 Millionen Euro, Vorjahr: 0,9 Millionen Euro) zusammen.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus hausinternem Cashpooling (37,3 Millionen Euro, Vorjahr: 71,9 Millionen Euro), der umsatzsteuerlichen Organschaft sowie dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr mit verbundenen Unternehmen enthalten, die in Höhe von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: -5,2 Millionen Euro) mit Ergebnisübernahmen für das Geschäftsjahr 2014 saldiert sind.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen zu 120,0 Millionen Euro aus dem im Geschäftsjahr 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehen, aus den für 2014 aufgelaufenen, im Geschäftsjahr noch nicht zahlungswirksam gewordenen Zinsen auf die Unternehmensanleihe (19,9 Millionen Euro, Vorjahr: 19,9 Millionen Euro), aus Umsatzsteuer (10,3 Millionen Euro, Vorjahr: 4,9 Millionen Euro) sowie aus Lohn- und Kirchensteuer.
Die Anleihe hat eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind das Schuldscheindarlehen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren (120 Millionen Euro, Vorjahr: 100,5 Millionen Euro) und einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren (0,0 Millionen Euro, Vorjahr: 19,5 Millionen Euro) sowie weitere langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 33 Tausend Euro (Vorjahr: 33 Tausend Euro) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten.
Sämtliche übrige Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| EUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2013 | 335.252.637,03 |
| Dividendenausschüttung in 2014 für 2013 | -185.615.973,20 |
| Jahresüberschuss 2014 | 128.690.009,78 |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 | 278.326.673,61 |
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse wurden nahezu ausschließlich im Bereich Holding für Dienstleistungen an Konzerngesellschaften erbracht und ausschließlich im Inland erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Vermittlung von DSL-Verträgen (5,6 Millionen Euro, Vorjahr: 4,5 Millionen Euro), Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen an verbundene Unternehmen (3,1 Millionen Euro, Vorjahr: 2,8 Millionen Euro), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro (Vorjahr: 0,6 Millionen Euro) sowie Mieterträge (0,7 Millionen Euro, Vorjahr: 0,7 Millionen Euro).
Personalaufwendungen
Aktienwertsteigerungsprogramm
Im Geschäftsjahr 2006 hatte die freenet AG ein so genanntes Aktienwertsteigerungsprogramm durch Ausgabe von insgesamt 5.145.000 Aktienwertsteigerungsrechten (AWRs) an Führungskräfte, einschließlich der damaligen Mitglieder des Vorstands, eingeführt („Programm 1“). Im Geschäftsjahr 2008 waren in zwei weiteren Programmen AWRs ausgegeben worden: in einem Programm 2 waren zum 1. April 2008 720.000 AWRs an Führungskräfte ausgegeben worden; zum 30. September 2008 waren Herrn Joachim Preisig anlässlich seiner Bestellung zum Vorstand der freenet AG 400.000 AWRs gewährt worden (Programm 3). Im Geschäftsjahr 2009 waren an Herrn Christoph Vilanek zum 1. Mai 2009 anlässlich seiner Bestellung zum Vorstand der freenet AG 400.000 AWRs ausgegeben worden. (Programm 4). Im Geschäftsjahr 2011 war mit Wirkung zum 1. Januar 2011 die Laufzeit der noch bestehenden 300.000 AWRs, die Herrn Stephan Esch im Rahmen von Programm 1 gewährt worden waren, bis zum 31. Dezember 2014 verlängert worden. Für eine einfachere Darstellung waren diese AWRs vom Programm 1 in ein separates Programm 5 umgegliedert worden.
Bereits zum 31. Dezember 2012 waren alle Stücke aus den Programmen 1, 3, 4 und 5 entweder ausgeübt, abgegangen oder verfallen, so dass nur Aktienwertsteigerungsrechte aus dem Programm 2 bestanden. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf das Programm 2.
Das Programm sah keine Berechtigung zum Bezug von Aktien vor, sondern eine Barzahlung je AWR in Höhe der Differenz des Ausübungskurses und einem Basiswert, wobei der Ausübungskurs in den einzelnen Tranchen des Programms jeweils nach oben hin durch einen Cap begrenzt war. Der Ausübungskurs stellte den durchschnittlichen Aktienkurs der Gesellschaft der letzten 30 Börsenhandelstage vor der Ausübung dar. Die jeweilige Höhe des Caps und des Basiswertes je Tranche ergeben sich aus untenstehender Tabelle.
Der Wert von Ausschüttungen an die Aktionäre und sonstiger Vorteile für die Aktionäre wurde jeweils nach anerkannten Methoden für den Total-Shareholder-Return-Ansatz vom Basiswert abgezogen. Vorbehaltlich des Fortbestehens des Anstellungsverhältnisses endete für das Programm die Wartezeit für jeweils 20 Prozent der einem Berechtigten zustehenden AWRs am 1. April eines jeden Jahres beginnend mit dem 1. April 2009 für die erste Tranche, sofern bestimmte Erfolgsziele erreicht wurden.
Für die erste Tranche des Programms war Erfolgsziel, dass der Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft den Basiswert (unter Berücksichtigung des Total-Shareholder-Return-Ansatzes) zumindest einmal im Zeitraum beginnend unmittelbar mit dem Ablauf der Wartezeit der jeweiligen AWRs und endend mit dem Ablauf der Laufzeit des Programms (am 1. April 2014) um mindestens zehn Prozent übersteigt. Für die AWRs der Tranchen zwei bis fünf erhöhte sich der Prozentsatz um jeweils zehn Prozentpunkte pro Tranche, bis auf 50 Prozent Anstieg in Bezug auf den Basiswert für die Tranche 5.
Der Zeitraum, beginnend 31 Börsenhandelstage an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main nach dem Ablauf der ersten ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft nach dem Ende der jeweiligen Wartezeit bis zum Ende der Laufzeit, war der jeweilige Ausübungszeitraum.
Am 31. Dezember 2014 war mit dem Programm 2 auch das letzte der oben genannten fünf Aktienwertsteigerungsprogramme aufgrund Zeitablaufs beendet, so dass keine Verpflichtungen aus Aktienwertsteigerungsprogrammen mehr bestanden. Es resultierte aus dem Programm 2 im Geschäftsjahr 2014 eine Minderung des Personalaufwand in Höhe von 199 Tausend Euro: zum 31. Dezember 2013 vorhandenen Rückstellungen in Höhe von 483 Tausend Euro standen Auszahlungen in Höhe von 284 Tausend Euro gegenüber. Die in 2014 aufgrund der Ausübungen geleisteten Auszahlungen erfolgten zu einem durchschnittlichen Ausübungskurs von 21,00 Euro.
In 2014 kam es zu keinen Neugewährungen von AWRs.
LTIP-Programm e
Programm 1
Im Geschäftsjahr 2011 wurden mit den Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen zu den Dienstverträgen geschlossen, die langfristige variable Gehaltsbestandteile (sogenannte „LTIP“) gewähren. Im Folgenden wird das in 2011 gewährte Programm als „Programm 1“ bezeichnet. Zusätzlich zur jährlichen Zielvereinbarung wurde eine auf vier Jahre ausgelegte Zielvereinbarung geschlossen, die das Konzern-EBITDA der nächsten vier Geschäftsjahre auf Grundlage des Business Plans, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011, zum Zielparameter erklärt. Bei Akquisitionen, die durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert werden, werden die Ergebnisziele am Ausgabedatum der neuen Aktien proportional zum effektiven Nettoverwässerungseffekt angepasst. Für diese Vergütungskomponente wurde im Dienstvertrag pro Berechtigtem ein Basisbetrag festgelegt, der nach Maßgabe der Zielerreichung je Geschäftsjahr wie nachfolgend beschrieben in ein virtuelles Konto für das jeweilige Vorstandsmitglied als Positiv- oder Negativbetrag eingebucht und in jährlichen Staffeln, je nach weiterer Wertentwicklung, bei Ausweis eines Guthabens ausgezahlt wird. Für die Berechtigten wurden Basisbeträge von in Summe 590 Tausend Euro pro Geschäftsjahr festgelegt.
Wird das jeweils festgesetzte Konzern-EBITDA für ein Geschäftsjahr erreicht, so werden 100 Prozent des Basisbetrags in das virtuelle Konto eingestellt. Wird das für 120 Prozent Zielerreichung festgeschriebene Konzern-EBITDA erreicht, so werden 200 Prozent des Basisbetrags in das virtuelle Konto eingestellt. Auch eine Überschreitung des 120 Prozent-Zielwerts führt stets nur zur Einstellung von 200 Prozent des Basisbetrags in das virtuelle Konto. Bei einer Zielerreichung zwischen dem festgeschriebenen 90 Prozent-Zielwert und 100 Prozent des festgesetzten Konzern-EBITDAs wird ein linear niedrigerer Prozentsatz des Basisbetrags in das virtuelle Konto eingestellt; wird nur der 90 Prozent-Zielwert erreicht, so wird dem virtuellen Konto für das betreffende Geschäftsjahr nichts gutgeschrieben. Bei einem unter dem 90 Prozent-Zielwert liegenden Konzern-EBITDA wird in das virtuelle Konto ein Negativbetrag von bis zu maximal 200 Prozent des Basisbetrags (bei Erreichung des 80 Prozent-Zielwerts oder weniger) eingestellt. Der jeweilige auf dem virtuellen Konto stehende Betrag wird in virtuelle Aktien umgerechnet. Grundlage dafür ist der durchschnittliche Xetra-Schlusskurs der 20 Börsenhandelstage nach dem Tag der Billigung des Konzernabschlusses für das relevante Geschäftsjahr. Beginnend mit Ablauf des zweiten Geschäftsjahres nach Einführung dieser Vergütungskomponente, jeweils nach der Einstellung eines (Positiv- oder Negativ-) Betrags für das abgelaufene Geschäftsjahr in das virtuelle Konto, kommen 25 Prozent des Kontobestands jährlich zur Auszahlung, sofern das Konto ein Guthaben ausweist. Zu diesem Zweck wird der jeweilige Kontobestand an virtuellen Aktien wiederum auf der Grundlage des durchschnittlichen Xetra-Schlusskurses der 20 Börsenhandelstage nach dem Tag der Billigung des Konzernabschlusses für das relevante Geschäftsjahr in bar umgerechnet. Dabei wird die Aktienkursentwicklung nur bis zu einem Aktienkurs von 25,00 Euro (Cap) berücksichtigt. Bei der Umrechnung in virtuelle Aktien sind Dividendenzahlungen sowie Umstände, für die bei marktgängigen vom Aktienwert abhängigen Finanzinstrumenten Verwässerungsschutzbestimmungen zur Anwendung kommen, einzurechnen. Befindet sich das virtuelle Konto zu einem Auszahlungszeitpunkt im Minus, erhält das Vorstandsmitglied erst dann (wieder) eine Auszahlung, wenn der Negativbetrag durch das Erreichen entsprechender Zielparameter für das oder die Folgejahre wieder ausgeglichen wurde.
Die Verpflichtung aus dem LTIP-Programm wurde anhand eines anerkannten Bewertungsmodells zum beizulegenden Zeitwert ermittelt. Als wesentliche Parameter gehen in dieses Bewertungsmodell der Aktienkurs der freenet AG zum Bilanzstichtag, die Schätzung des Zielerreichungsgrades für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr, die Schätzung zukünftiger Aktienkurse, aus beiden vorgenannten Schätzungen abgeleitet die Schätzung künftiger Auszahlungen aus den virtuellen Konten sowie die Schätzung des Diskontierungszinssatzes ein.
Die Entwicklung der Bestände auf den virtuellen Konten pro Vorstand ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:
| Programm 1 | Bestand virtuelle Aktien 31.12.2013 | Zuführung | Abgang durch Auszahlung | Bestand virtuelle Aktien 31.12.2014 | Rückstellung 31.12.2014 in TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Vilanek | 62.878 | 24.824 | 87.702 | 0 | 0 |
| Joachim Preisig | 41.919 | 16.549 | 14.617 | 43.851 | 1.551 |
| Stephan Esch | 18.863 | 7.448 | 6.578 | 19.733 | 698 |
| 123.660 | 48.821 | 108.897 | 63.584 | 2.249 |
Die für 2013 festgestellte Ist-Zielerreichung beträgt 120 Prozent, so dass 200 Prozent des Basisbetrages, entsprechend insgesamt 1.180 Tausend Euro, für die Mitglieder des Vorstands zur Einstellung in die virtuellen Konten herangezogen wurden. Nach der Billigung des Konzernabschlusses 2013 erfolgte die Umrechnung in virtuelle Aktien für das Geschäftsjahr 2013 zu einem durchschnittlichen Aktienkurs von 24,17 Euro, so dass insgesamt 48.821 virtuelle Aktien in die virtuellen Konten eingestellt wurden. Die Auszahlungen aus dem Programm 1 in 2014 führten für Herrn Vilanek zu einem Zahlbetrag von 2.280 Tausend Euro, für Herrn Preisig zu einem Zahlbetrag von 391 Tausend Euro sowie für Herrn Esch zu einem Zahlbetrag von 176 Tausend Euro. Für Herrn Vilanek war zu berücksichtigen, dass bei dieser Auszahlung seine gesamten virtuellen Aktien des Programms 1 ausgezahlt wurden und mit dieser Auszahlung in 2014 das Programm 1 für Herrn Vilanek endete. Für Herrn Preisig und Herrn Esch wird das Programm 1 in 2015 enden durch Auszahlung der gesamten dann aufgelaufenen Bestände an virtuellen Aktien, nachdem vorher noch virtuelle Aktien für das Geschäftsjahr 2014 eingestellt werden. Dabei wird die Zielerreichung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 120% betragen.
Es resultiert aus dem Programm 1 im Geschäftsjahr 2014 ein Personalaufwand in Höhe von 1.451 Tausend Euro, sich zusammensetzend aus Auszahlungen in Höhe von 2.847 Tausend Euro abzüglich der Verringerung der Rückstellung gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 1.396 Tausend Euro auf 2.249 Tausend Euro.
Programm 2
Am 26. Februar 2014 wurden mit den Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen zu den Dienstverträgen geschlossen, die neue LTIP gewähren (im Folgenden als „Programm 2“) bezeichnet.
Es wurde, wiederum zusätzlich zur jährlichen Zielvereinbarung, eine auf fünf Jahre ausgelegte Zielvereinbarung geschlossen, die das EBITDA der Geschäftsjahre 2014 bis 2018 (für Herrn Vilanek) bzw. das EBITDA der Geschäftsjahre 2015 bis 2019 (für Herrn Preisig und Herrn Esch) zum Zielparameter erklärt. Bei Akquisitionen, die durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert werden, werden die Ergebnisziele am Ausgabedatum der neuen Aktien proportional zum effektiven Nettoverwässerungseffekt angepasst. Für diese Vergütungskomponente wurde im Dienstvertrag pro Berechtigtem ein Basisbetrag festgelegt, der nach Maßgabe der Zielerreichung je Geschäftsjahr wie nachfolgend beschrieben in ein virtuelles Konto für das jeweilige Vorstandsmitglied als Positiv- oder Negativbetrag eingebucht und in jährlichen Staffeln, je nach weiterer Wertentwicklung, bei Ausweis eines Guthabens ausgezahlt wird. Für die Berechtigten wurden Basisbeträge von in Summe 1.050 Tausend Euro pro Geschäftsjahr festgelegt.
Wird das jeweils festgesetzte Konzern-EBITDA für ein Geschäftsjahr erreicht, so werden 100 Prozent des Basisbetrags in das virtuelle Konto eingestellt. Wird das für 120 Prozent Zielerreichung festgeschriebene Konzern-EBITDA erreicht, so werden 200 Prozent des Basisbetrags in das virtuelle Konto eingestellt. Auch eine Überschreitung des 120 Prozent-Zielwerts führt grundsätzlich nur zur Einstellung von 200 Prozent des Basisbetrags in das virtuelle Konto. Bei der Feststellung der jeweiligen Zielerreichung ist der Aufsichtsrat berechtigt, außerordentliche Leistungen und Erfolge durch Ansatz eines fiktiven Konzern-EBITDA-Betrags zu honorieren. Wird durch einen solchen Ansatz der Zielerreichungsgrad von 120 Prozent rechnerisch übertroffen, so kann der Aufsichtsrat auch einen höheren Zielerreichungsgrad festsetzen, allerdings dürfen maximal 300 Prozent des Basisbetrags in das virtuelle Konto eingestellt werden. Bei einer Zielerreichung zwischen dem festgeschriebenen 90 Prozent-Zielwert und 100 Prozent des festgesetzten Konzern-EBITDAs wird ein linear niedrigerer Prozentsatz des Basisbetrags in das virtuelle Konto eingestellt; wird nur der 90 Prozent-Zielwert erreicht, so wird dem virtuellen Konto für das betreffende Geschäftsjahr nichts gutgeschrieben. Bei einem unter dem 90 Prozent-Zielwert liegenden Konzern-EBITDA wird in das virtuelle Konto ein Negativbetrag von bis zu maximal 200 Prozent des Basisbetrags (bei Erreichung des 80 Prozent-Zielwerts oder weniger) eingestellt. Zum Zwecke der Einbuchung der (positiven oder negativen) Anzahl von virtuellen Aktien in das virtuelle Konto werden im LTIP-Konto Unterkonten errichtet, die die jeweilige Bezeichnung des Geschäftsjahres tragen, für das die Einbuchungszahl ermittelt worden ist.
Der jeweilige auf dem virtuellen Konto stehende Betrag (genannt der „Zuteilungsbetrag“ als Produkt aus Basisbetrag und Basisbetragsmultiplikator) wird in virtuelle Aktien umgerechnet. Grundlage dafür ist als maßgeblicher Aktienkurs der durchschnittliche Xetra-Schlusskurs der 20 Börsenhandelstage nach dem Tag der Veröffentlichung des Konzernabschlusses für das relevante Geschäftsjahr. Beginnend mit Ablauf des zweiten durch das Programm begünstigten Geschäftsjahres (für Herrn Vilanek damit beginnend im Geschäftsjahr 2016, für die Herren Preisig und Esch beginnend im Geschäftsjahr 2017), jeweils nach der Einstellung eines (Positiv- oder Negativ-) Betrags für das abgelaufene Geschäftsjahr in das virtuelle Konto, hat der Begünstigte jährlich in einem Zeitfenster von drei Monaten ab dem Tage, der 20 Börsenhandelstage nach dem Tag der Veröffentlichung des Konzernabschlusses liegt, Anspruch auf Auszahlung von 25 Prozent des Kontobestands, sofern das Konto ein Guthaben ausweist. Zu diesem Zweck wird der jeweilige Kontobestand an virtuellen Aktien wiederum auf der Grundlage des durchschnittlichen Xetra-Schlusskurses der 20 Börsenhandelstage nach dem Tag der Veröffentlichung des Konzernabschlusses für das relevante Geschäftsjahr in bar umgerechnet. Dabei wird die Aktienkursentwicklung nur bis zu einem Aktienkurs von 50,00 Euro (Cap) berücksichtigt. Ungeachtet dessen ist der Bruttobetrag der Auszahlung in jedem Geschäftsjahr zusätzlich wie folgt begrenzt: der maximale Bruttobetrag der Auszahlung je Geschäftsjahr entspricht der Summe von je 25 Prozent von 500 Prozent der Anzahl der virtuellen Aktien im jeweiligen Unterkonto, diese multipliziert mit dem maßgeblichen Aktienkurs, der der Ermittlung des Zuteilungsbetrags bei Einbuchung in das jeweilige Unterkonto zugrunde lag.
Bei der Umrechnung in virtuelle Aktien sind Dividendenzahlungen sowie Umstände, für die bei marktgängigen vom Aktienwert abhängigen Finanzinstrumenten Verwässerungsschutzbestimmungen zur Anwendung kommen, einzurechnen. Befindet sich das virtuelle Konto zu einem Auszahlungszeitpunkt im Minus, erhält das Vorstandsmitglied erst dann (wieder) eine Auszahlung, wenn der Negativbetrag durch das Erreichen entsprechender Zielparameter für das oder die Folgejahre wieder ausgeglichen wurde.
Die Verpflichtung aus dem LTIP-Programm wurde anhand eines anerkannten Bewertungsmodells zum beizulegenden Zeitwert ermittelt. Als wesentliche Parameter gehen in dieses Bewertungsmodell der Aktienkurs der freenet AG zum Bilanzstichtag, die Schätzung des Zielerreichungsgrades für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr, die Schätzung zukünftiger Aktienkurse, aus beiden vorgenannten Schätzungen abgeleitet die Schätzung künftiger Auszahlungen aus den virtuellen Konten sowie die Schätzung des Diskontierungszinssatzes ein.
Die Entwicklung der Bestände auf den virtuellen Konten pro Vorstand für das Programm 2 ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:
| Programm 2 | Bestand virtuelle Aktien 31.12.2013 | Zuführung | Abgang durch Auszahlung | Bestand virtuelle Aktien 31.12.2014 | Rückstellung 31.12.2014 in TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Vilanek | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.077 |
| Joachim Preisig | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stephan Esch | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 1.077 |
Die Zielerreichung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 wird 120% betragen.
Es resultiert aus dem Programm 2 im Geschäftsjahr 2014 ein Personalaufwand in Höhe von 1.077 Tausend Euro. Da es aus diesem Programm noch keine Auszahlungen gab, beträgt auch die zum 31. Dezember 2014 gebildete Rückstellung 1.077 Tausend Euro.
Aufwendungen wurden dabei in 2014 nur für Herrn Vilanek erfasst, dessen erstes Zielerreichungsjahr für das Programm 2 das Jahr 2014 ist.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten in Höhe von 5,5 Millionen Euro (Vorjahr: 5,5 Millionen Euro) Abschreibungen auf die Marke, die im Rahmen der Zeitwertaufstockung bezüglich der Verschmelzung aufgedeckt worden war.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Dienstleistungen von bzw. Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen mit 6,0 Millionen Euro (Vorjahr: 4,9 Millionen Euro), Rechts- und Beratungskosten mit 3,0 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro), Aufwendungen für gemietete Immobilien inklusive Nebenkosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro) sowie Aufwendungen für Kraftfahrzeuge mit 0,8 Millionen Euro (Vorjahr: 0,7 Millionen Euro) zusammen.
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus der Ausschüttung der FunDorado GmbH.
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Wesentlichen Zinsen von verbunden Unternehmen in Höhe von 29,8 Millionen Euro (Vorjahr: 36,4 Millionen Euro) enthalten. Davon 26,4 Millionen Euro (Vorjahr: 33,1 Millionen Euro) für den am 01. Juli 2011 geschlossenen Darlehensvertrag mit der mobilcom-debitel GmbH über 900 Millionen Euro, 2,6 Millionen Euro (Vorjahr: 2,0 Millionen Euro) für Zinserträge aus Gewinnübernahmen aufgrund von Gewinnabführungsverträgen sowie 0,9 Millionen Euro (Vorjahr: 0,0 Millionen Euro) für den am 14. Januar geschlossenen Darlehensvertrag mit der freenet Cityline GmbH.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsen und Gebühren für die Unternehmensanleihe (28,5 Millionen Euro, Vorjahr: 28,4 Millionen Euro), dem Schuldscheindarlehen (4,0 Millionen Euro, Vorjahr 3,8 Millionen Euro) sowie für den Bankkredit (1,1 Millionen Euro, Vorjahr: 1,3 Millionen Euro). Des Weiteren sind Zinsen für Steuerzahlungen in Höhe von 0,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,0 Millionen Euro) sowie an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,0 Millionen Euro (Vorjahr: 0,1 Millionen Euro) enthalten.
Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich um Aufwendungen aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag zu Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer.
Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung durch latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB n.F. sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nicht aktiviert.
| Differenzen (in TEUR) | Abziehbare temporäre Differenzen 31.12.2014 | Zu versteuernde temporäre Differenzen 31.12.2014 | Abziehbare temporäre Differenzen 31.12.2013 | Zu versteuernde temporäre Differenzen 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 49.063 | 60.463 | ||
| Sachanlagen | 7.149 | 6.416 | ||
| Finanzanlagen | 685.623 | 685.623 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 5 | |||
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 57.897 | 50.477 | ||
| Rückstellungen | 19.143 | 20.544 | ||
| Verbindlichkeiten | 3.092 | |||
| Verlustvorträge ¹ | 1.188.489 | 1.137.404 | ||
| Summe | 1.275.776 | 734.686 | 1.214.841 | 746.086 |
| Latente Steuern (in TEUR) | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| Bewertung | 383.371 | 25.045 | 362.630 | 28.281 |
| Saldierung | -25.045 | -25.045 | -28.281 | -28.281 |
| Saldo | 358.326 | 0 | 334.349 | 0 |
Die Bewertung der temporären Differenzen und der steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltendem kombinierten Steuersatz für KSt und GewSt von 30,05% (Vorjahr: 29,85%).
¹ Soweit sie sich innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechnen lassen.
5. Sonstige Angaben
Die Gesellschaft hatte ohne Vorstand im Jahresdurchschnitt 150 Beschäftigte (Vorjahr: 151).
Im Geschäftsjahr 2014 und bis zur Aufstellung dieses Abschlusses sind bzw. waren folgende Herren Mitglieder des Vorstandes:
Christoph Vilanek, Planegg, (Vorstandsvorsitzender)
| • | Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: |
| Netzpiloten AG, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats) | |
| Ströer Media SE, Köln (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (Vorsitz seit 18.06.2014) | |
| mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
Joachim Preisig, München, (Vorstand)
| • | Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: |
| Commerzbank AG, Frankfurt (Mitglied im Regionalbeirat Nord) | |
| William Prym Holding GmbH, Stollberg (Mitglied des Beirats) | |
| mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf (Mitglied des Aufsichtsrats) |
Stephan Esch, Hamburg, (Vorstand)
| • | Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: |
| mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf (Mitglied des Aufsichtsrats) |
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus einem jährlichen Fixgehalt, jährlichen variablen Bezügen sowie Bezügen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Daneben bestehen Pensionszusagen. Die jährlichen variablen Bezüge resultieren jeweils aus einer jährlichen Zielvereinbarung, wobei als Einzelziele regelmäßig bestimmte Ausprägungen der wesentlichen finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren des freenet Konzerns festgelegt werden. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft setzte sich im Berichtsjahr und Vorjahr im Einzelnen wie folgt zusammen:
| Vorstandsbezüge 2014 (In TEUR) | Festbezüge | Sonstige variable Bezüge | Zwischensumme | Variable Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung | Gesamt Bezüge |
|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Vilanek | 767 | 659 | 1.426 | 5.545 | 6.971 |
| Joachim Preisig | 432 | 540 | 972 | 2.912 | 3.884 |
| Stephan Esch | 442 | 162 | 604 | 1.942 | 2.546 |
| 1.641 | 1.361 | 3.002 | 10.399 | 13.401 |
| Vorstandsbezüge 2013 (In TEUR) | Festbezüge | Sonstige variable Bezüge | Zwischensumme | Variable Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung | Gesamt Bezüge |
|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Vilanek | 621 | 504 | 1.125 | 0 | 1.125 |
| Joachim Preisig | 440 | 504 | 944 | 0 | 944 |
| Stephan Esch | 444 | 151 | 595 | 0 | 595 |
| 1.505 | 1.159 | 2.664 | 0 | 2.664 |
Zur Zusammensetzung der variablen, nicht zahlungswirksamen und geflossenen Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung geben wir folgende Aufstellung:
| Variable Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung 2014 (In TEUR) | LTIP-Programm Bezüge aus Veränderung der Rückstellung (nicht zahlungswirksam) | LTIP-Programm Bezüge aus gef lossenen Zahlungen |
|---|---|---|
| Christoph Vilanek | -776 | 2.280 |
| Joachim Preisig | 316 | 391 |
| Stephan Esch | 142 | 176 |
| -318 | 2.847 |
| Variable Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung 2013 (In TEUR) | LTIP-Programm Bezüge aus Veränderung der Rückstellung (nicht zahlungswirksam) | LTIP-Programm Bezüge aus geflossenen Zahlungen |
|---|---|---|
| Christoph Vilanek | 567 | 405 |
| Joachim Preisig | 379 | 270 |
| Stephan Esch | 170 | 122 |
| 1.116 | 797 |
Am 26. Februar 2014 wurden mit den Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen zu den Dienstverträgen geschlossen, die neue langfristige variable Gehaltsbestandteile (sogenannte „LTIP“) gewähren. In 2011 war den Mitgliedern des Vorstands erstmals ein LTIP-Programm gewährt worden.
Im Geschäftsjahr 2014 kam es aus den LTIP-Programmen zu Barauszahlungen in Höhe von insgesamt 2.847 Tausend Euro (Vorjahr: 797 Tausend Euro), und zwar an Herrn Vilanek in Höhe von 2.280 Tausend Euro (Vorjahr: 405 Tausend Euro), an Herrn Preisig in Höhe von 391 Tausend Euro (Vorjahr: 270 Tausend Euro) sowie an Herrn Esch in Höhe von 176 Tausend Euro (Vorjahr: 122 Tausend Euro). Bei den Barauszahlungen an Herrn Vilanek ist zu berücksichtigen, dass damit sein altes LTIP-Programm (Zielerreichungsjahre 2011 bis 2013) vollständig abgelöst wurde – das neue LTIP-Programm für Herrn Vilanek berücksichtigt die Zielerreichungsjahre 2014 bis 2018. Herr Preisig und Herr Esch befinden sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 noch im alten LTIP-Programm (mit den Zielerreichungsjahren 2011 bis 2014), während ihr neues LTIP-Programm über die Zielerreichungsjahre 2015 bis 2019 laufen wird.
Zum 31. Dezember 2014 beträgt der Stand der Rückstellung für die LTIP-Programme für Herrn Vilanek 1.077 Tausend Euro (Vorjahr: 1.853 Tausend Euro), für Herrn Preisig 1.551 Tausend Euro (Vorjahr: 1.236 Tausend Euro) sowie für Herrn Esch 698 Tausend Euro (Vorjahr: 556 Tausend Euro).
Insgesamt ergaben sich in 2014 Vorstandsbezüge im Sinne des § 285 Nr.9 HGB in Höhe von 13.401 Tausend Euro (Vorjahr: 2.664 Tausend Euro). Dabei sind im Vorjahr keine Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung enthalten, da diese jeweils in den Geschäftsjahren der Gewährung der Vergütungsinstrumente nach HGB bereits ausgewiesen worden waren. Im Geschäftsjahr 2014 ist in diesen Bezügen, zusätzlich zur Zwischensumme aus Festbezügen und sonstigen variablen Bezügen in Höhe von 3.002 Tausend Euro, der beizulegende Zeitwert des gesamten neuen LTIP-Programms zum Gewährungszeitpunkt am 26. Februar 2014, mithin 10.399 Tausend Euro (davon 5.545 Tausend Euro entfallend auf Herrn Vilanek, 2.912 Tausend Euro entfallend auf Herrn Preisig sowie 1.942 Tausend Euro entfallend auf Herrn Esch) ausgewiesen.
Im November 2004 war Herrn Esch eine mittelbare Pensionszusage gewährt worden. Im Geschäftsjahr 2009 war Herrn Vilanek anlässlich seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden zum 1. Mai 2009 eine mittelbare Pensionszusage erteilt worden. Die freenet AG hatte zum 1. September 2008 von der damaligen debitel AG die an Herrn Preisig gewährte Pensionszusage übernommen. Im Februar 2014 wurden an den Pensionszusagen aller drei Vorstände Anpassungen vorgenommen. Wir verweisen hierzu auf den Abschnitt „Vergütungsregelungen für den Fall der Tätigkeitsbeendigung“ im Vergütungsbericht des Vorstands im Konzernlagebericht.
Zum 31. Dezember 2014 betrug die handelsrechtliche Verpflichtung für Herrn Vilanek 1.290 Tausend Euro (Vorjahr: 698 Tausend Euro), für Herrn Preisig 1.814 Tausend Euro (Vorjahr: 613 Tausend Euro) sowie für Herrn Esch 1.345 Tausend Euro (Vorjahr: 957 Tausend Euro). Der Verpflichtungswert für die Herren Spoerr, Krieger und Berger als ehemalige Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 4.232 Tausend Euro (Vorjahr: 3.702 Tausend Euro).
Im Personalaufwand wurden für die Vorstandsmitglieder aus den Pensionszusagen insgesamt laufende Dienstzeitaufwendungen von 541 Tausend Euro (Vorjahr: 515 Tausend Euro) erfasst. Diese entfielen für 2014 mit 146 Tausend Euro (Vorjahr: 142 Tausend Euro) auf Herrn Vilanek, mit 296 Tausend Euro (Vorjahr: 276 Tausend Euro) auf Herrn Preisig sowie mit 99 Tausend Euro (Vorjahr: 97 Tausend Euro) auf Herrn Esch. Weiterhin wurden im Personalaufwand für die Vorstandsmitglieder aus den Pensionszusagen insgesamt nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen in Höhe von 1.375 Tausend Euro (Vorjahr: 0) erfasst, wovon 306 Tausend Euro auf Herrn Vilanek, 941 Tausend Euro auf Herrn Preisig sowie 128 Tausend Euro auf Herrn Esch entfielen.
Es wurden keinem der Vorstandsmitglieder Darlehen gewährt und für keines der Vorstands-mitglieder Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungen übernommen.
Vergütungsregelunge n für den Fall der Tätigkeitsbeendigung
Bei den Vergütungsregelungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandsdienstverträge und für den Altersversorgungsfall verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht.
Mitglieder des Aufsichtsrats sind bzw. waren im Geschäftsjahr 2014 und bis zur Aufstellung des Abschlusses:
Vertreter der Anteilseigner
Thorsten Kraemer,Zug (Schweiz)
Geschäftsführender Gesellschafter der Crocodile Capital GmbH, Vaduz (Liechtenstein)
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Keine |
| • | Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien amaysim Australia Pty Ltd, Sydney (Australien), Mitglied im Board of Directors |
Dr. Hartmut Schenk, Saarbrücken (Vorsitzender)
Geschäftsführender Gesellschafter der Casaplan Seeliger GmbH, Saarbrücken
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Optima Gruppe Aktiengesellschaft, Saarbrücken, Vorsitzender des Aufsichtsrats mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf, Mitglied des Aufsichtsrats |
Prof. Dr. Helmut Thoma , Hürth-Berrenrath
Selbständiger Medienberater
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: DAF Deutsches Anleger Fernsehen AG, Kulmbach, Mitglied des Aufsichtsrats |
| • | Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: 3 Plus TV Network AG, Zürich (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats Doğan Yayin Holding, Istanbul (Türkei), Mitglied des Verwaltungsrats |
Marc Tüngler, Düsseldorf
Rechtsanwalt und Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: InnoTec TSS AG, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrats |
Robert Weidinger, Valley
Selbständiger Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Corporate Finance Berater, Valley
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Himmer AG, Augsburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats (Mitgied des Aufsichtsrats seit 5. August 2014, Vorsitzender seit 1. September 2014) mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf, Mitglied des Aufsichtsrats |
Achim Weiss, Berlin (bis zum 31.01.2015)
Geschäftsführender Gesellschafter der ProfitBricks GmbH, Berlin
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Fonpit AG, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrats |
| • | Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: ACAN Invest AG, Baar (Schweiz), Mitglied im Verwaltungsrat ACAN Management AG, Baar (Schweiz), Mitglied im Verwaltungsrat Finalfolder AG, Baar (Schweiz), Mitglied im Verwaltungsrat Parallels Inc., Seattle (USA), Advisor to the Board |
Sabine Christiansen , Berlin (seit 23.02.2015)
Geschäftsführende Gesellschafterin der TV21 GmbH, Berlin
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Hermes Europe GmbH, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats |
| • | Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: Arqueonautas GmbH, Hamburg, Mitglied des Beirats |
Vertreter der Arbeitnehmer
Claudia Anderleit, Hamburg
Leiterin Personalmanagement, freenet AG, Hamburg
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Keine |
Gesine Thomas, Neumünster
Rechtsschutzsekretärin in der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Neumünster
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf, Mitglied des Aufsichtsrats |
Birgit Geffke, Mömbris OT Dörnsteinbach
Leiterin Kundenbetreuung, mobilcom-debitel GmbH, Erfurt
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Keine |
Knut Mackeprang, Fahrdorf (Stellvertretender Vorsitzender)
Justiziar, freenet AG, Büdelsdorf
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Keine |
Ronny Minak, Fürstenwalde
Betriebsrat, mobilcom-debitel Shop GmbH, Oberkrämer
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Keine |
Michael Stephan, Schacht-Audorf
Prozessmanager, mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf
| • | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Keine |
Im Geschäftsjahr 2014 ist kein Mitglied aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
| • | einer Basisvergütung |
| • | Sitzungsentgelten und |
| • | einer erfolgsabhängigen Vergütung |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zu diesem Gremium eine feste Basisvergütung in Höhe von 30.000 Euro von der Gesellschaft.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende den anderthalbfachen Betrag der Basisvergütung.
Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält zusätzlich für jede Sitzung des Aufsichtsrats, an der es teilgenommen hat, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 Euro. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats – mit Ausnahme des gem. § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildeten Ausschusses – angehören, erhalten zusätzlich für an jeder teilgenommenen Sitzung des Ausschusses ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 Euro. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält den doppelten Betrag.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner nach Ablauf jedes Geschäftsjahres eine variable, erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 500 Euro je 0,01 Euro Dividende, die über 0,10 Euro je Stückaktie der Gesellschaft hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Vergütung ist der Höhe nach begrenzt auf den als feste Vergütung geschuldeten Betrag. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende erhält den anderthalbfachen Betrag.
Für ihre Tätigkeit innerhalb des Geschäftsjahrs 2014 bezogen die Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft eine Festvergütung in Höhe von 405 Tausend Euro sowie 84 Tausend Euro Sitzungsgeld. Zudem wurde eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 405 Tausend Euro als Aufwand erfasst. Inwiefern diese erfolgsabhängige Vergütung zur Auszahlung kommen wird, ist vom Gewinnverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr 2014 abhängig. Die Gesamtsumme an Aufwendungen für Aufsichtsratstätigkeiten beträgt somit 894 Tausend Euro.
Mitgliedern des Aufsichtsrats werden darüber hinaus Auslagen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie Umsatzsteuer ersetzt.
Es wurden keinem der Aufsichtsratsmitgliedern Darlehen gewährt und für keines der Aufsichtsratsmitglieder Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungen übernommen.
Individualisierte Angaben für die letzten beiden Geschäftsjahre sind aus den nachfolgenden Tabellen ersichtlich. Es ist zu beachten, dass es aufgrund des Zahlenformats bei den Zwischen- und Endsummen rechnerische Rundungsdifferenzen geben kann, da die Zahlen auf eine Dezimalstelle gerundet wurden.
| Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 (In TEUR) | Basisvergütung | Sitzungsentgelte | Erfolgsabhängige Vergütung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| aktive Mitglieder | ||||
| Dr. Hartmut Schenk | 60,0 | 12,0 | 60,0 | 132,0 |
| Knut Mackeprang1 | 45,0 | 6,0 | 45,0 | 96,0 |
| Claudia Anderleit1 | 30,0 | 6,0 | 30,0 | 66,0 |
| Birgit Geffke1 | 30,0 | 8,0 | 30,0 | 68,0 |
| Thorsten Kraemer | 30,0 | 5,0 | 30,0 | 65,0 |
| Ronny Minak1 | 30,0 | 8,0 | 30,0 | 68,0 |
| Michael Stephan1 | 30,0 | 7,0 | 30,0 | 67,0 |
| Prof. Dr. Helmut Thoma | 30,0 | 5,0 | 30,0 | 65,0 |
| Gesine Thomas1 | 30,0 | 4,0 | 30,0 | 64,0 |
| Marc Tüngler | 30,0 | 8,0 | 30,0 | 68,0 |
| Robert Weidinger | 30,0 | 11,0 | 30,0 | 71,0 |
| Achim Weiss | 30,0 | 4,0 | 30,0 | 64,0 |
| 405,0 | 84,0 | 405,0 | 894,0 |
1 Arbeitnehmervertreter/innen gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG vom 4. Mai 1976.
| Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 (In TEUR) | Basisvergütung | Sitzungsentgelte | Erfolgsabhängige Vergütung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| aktive Mitglieder | ||||
| Dr. Hartmut Schenk | 60,0 | 12,0 | 60,0 | 132,0 |
| Knut Mackeprang1 | 27,3 | 4,0 | 27,5 | 58,8 |
| Claudia Anderleit1 | 30,0 | 5,0 | 30,0 | 65,0 |
| Birgit Geffke1 | 18,2 | 6,0 | 18,3 | 42,5 |
| Thorsten Kraemer | 30,0 | 7,0 | 30,0 | 67,0 |
| Ronny Minak1 | 18,2 | 5,0 | 18,3 | 41,5 |
| Michael Stephan1 | 18,2 | 5,0 | 18,3 | 41,5 |
| Prof. Dr. Helmut Thoma | 30,0 | 5,0 | 30,0 | 65,0 |
| Gesine Thomas1 | 30,0 | 4,0 | 30,0 | 64,0 |
| Marc Tüngler | 30,0 | 8,0 | 30,0 | 68,0 |
| Robert Weidinger | 30,0 | 12,0 | 30,0 | 72,0 |
| Achim Weiss | 30,0 | 4,0 | 30,0 | 64,0 |
| 351,9 | 77,0 | 352,4 | 781,3 | |
| ehemalige Mitglieder | ||||
| Nicole Engenhardt-Gillé1 | 17,7 | 1,0 | 17,6 | 36,3 |
| Joachim Halefeld1 | 11,9 | 4,0 | 11,8 | 27,7 |
| Steffen Vodel1 | 11,9 | 3,0 | 11,8 | 26,7 |
| Angela Witzmann1 | 11,9 | 1,0 | 11,8 | 24,7 |
| 53,4 | 9,0 | 53,0 | 115,4 | |
| 405,3 | 86,0 | 405,4 | 896,7 |
1 Arbeitnehmervertreter/innen gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG vom 4. Mai 1976.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt 3,58 Millionen Euro und gliedern sich folgendermaßen auf:
| sonstige finanzielle Verpflichtungen (In TEUR) | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Leasing, Mieten | 1.328 | 1.750 | 0 | 3.078 |
| Abnahmeverpflichtungen aus Bestellungen | 397 | 0 | 0 | 397 |
| Sonstige | 25 | 75 | 0 | 100 |
| 1.750 | 1.825 | 0 | 3.575 |
Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten
Um die Zusammenarbeit zwischen der klarmobil GmbH, Büdelsdorf, und T-Mobile Deutschland GmbH, Bonn, finanziell abzusichern, erteilte die Gesellschaft eine uneingeschränkte Patronatserklärung zu Gunsten ihrer indirekt gehaltenen Tochtergesellschaft klarmobil GmbH. Zum Stichtag betragen die Verbindlichkeiten der klarmobil GmbH gegenüber der T-Mobile Deutschland GmbH 3.766 Tausend Euro inklusive der noch ausstehenden Rechnungen. Eine weitere Patronatserklärung, welche bis zur maximalen Höhe der jeweils letzten drei kumulierten Monatsrechnungen für Mobilfunkleistungen gilt, erteilte die Gesellschaft der klarmobil GmbH, um das Vertragsverhältnis gegenüber der Vodafone D2 GmbH finanziell abzusichern. Gegenüber der Vodafone D2 GmbH, Düsseldorf, betragen die abgesicherten Verbindlichkeiten zum Stichtag 1.219 Tausend Euro.
Daneben erteilte die Gesellschaft eine eingeschränkte Patronatserklärung zugunsten der indirekt gehaltenen Tochtergesellschaft callmobile GmbH, Hamburg, zur finanziellen Absicherung der Zusammenarbeit zwischen der callmobile GmbH und der Vodafone D2 GmbH, Düsseldorf. Die Patronatserklärung gilt bis zu einem Maximalbetrag in Höhe der jeweils drei letzten kumulierten Monatsrechnungen für Mobilfunkleistungen aus dem genannten Vertrag. Die Verbindlichkeiten der callmobile GmbH gegenüber der Vodafone D2 GmbH betragen zum Stichtag inklusive noch ausstehender Rechnungen 538 Tausend Euro.
Zu Gunsten der freenet Datenkommunikation GmbH hat die Gesellschaft eine auf 250 Tausend Euro beschränkte Patronatserklärung als Mietsicherheit gegenüber der IVG Immobilien Management GmbH & Co. Bonn VII – Objekt Düsseldorf Willstätter Straße – KG, Bonn, abgegeben.
Es wird nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Patronatserklärungen gerechnet, weil erwartet wird, dass die entsprechenden Rechnungen vertragsgemäß gezahlt bzw. die entsprechenden Mietzahlungen regelmäßig geleistet werden.
Im Rahmen der Finanzierung der Gesellschaft werden keine dinglichen Sicherheiten an die Kreditgeber gestellt. Hier gilt die sogenannte Negativerklärung, d.h. die freenet Gesellschaften stellen keine Sicherheiten und verpflichten sich gleichzeitig, keine wesentlichen Vermögensgegenstände an Dritte zu verpfänden. Hauptschuldner der Finanzierung ist die Gesellschaft, die mobilcom-debitel GmbH ist Obligor und haftet damit ebenfalls für die Zins- und Rückzahlung des Kapitals. Im Gegenzug haftet die freenet AG für Zins- und Rückzahlung des Kapitals, falls die mobilcom-debitel GmbH Mittel aus der revolvierenden Kreditlinie zieht. Zum 31. Dezember war die revolvierende Kreditlinie nicht in Anspruch genommen (weder durch die Gesellschaft noch durch die mobilcom-debitel GmbH). Alle aufgelaufenen Zinsen wurden bereits im Geschäftsjahr zahlungswirksam erfasst oder aufwandswirksam abgegrenzt.
Es besteht am 31. Dezember 2014 folgende Eventualverbindlichkeit: Mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 4. Dezember 2014 sowie gleichzeitiger Ergänzung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses traf die Finanzverwaltung folgende Regelung: Liefert der Vermittler eines Mobilfunkvertrags im eigenen Namen an den Kunden ein Mobilfunkgerät oder einen sonstigen Elektronikartikel und gewährt das Mobilfunkunternehmen dem Vermittler auf Grund vertraglicher Vereinbarung eine von der Abgabe des Mobilfunkgeräts oder sonstigen Elektronikartikels abhängige Provision bzw. einen davon abhängigen Provisionsbestandteil, handelt es sich bei dieser Provision oder diesem Provisionsbestandteil insoweit nicht um ein Entgelt für die Vermittlungsleistung an das Mobilfunkunternehmen, sondern um ein Entgelt von dritter Seite im Sinne des §10 Abs. 1 Satz 3 UStG für die Lieferung des Mobilfunkgeräts oder des sonstigen Elektronikartikels. Dies gilt unabhängig von der Höhe einer von dem Kunden zu leistenden Zuzahlung. Aus der zukünftigen Anwendung dieser Regelung ab dem 1. Januar 2015 entstehen der Gesellschaft keine berichtspflichtigen Risiken. Für die vor dem 1. Januar 2015 ausgeführten Umsätze ist es aus Sicht der Gesellschaft überwiegend wahrscheinlich, dass die genannte Regelung keine wesentlichen negativen umsatzsteuerrechtlichen Auswirkungen für die freenet AG haben wird. Es verbleibt für die vor dem 1. Januar 2015 für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume ausgeführten Umsätze jedoch ein Risiko, bei dessen Eintritt die freenet AG Vorsteuern teilweise an das Finanzamt zurückerstatten müsste, was eine negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnte.
Anteilsbesitz der freenet AG gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB, soweit nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB:
| Anteilsbesitz (in TEUR) | Eigenkapital zum 31.12.2014 | Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 | Anteil am Kapital % |
|
|---|---|---|---|---|
| Unmittelbarer Anteilsbesitz | ||||
| mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf | 407.527 | 0 | 1 | 100,00 |
| MobilCom Multimedia GmbH, Schleswig | 8.625 | 0 | 1 | 100,00 |
| freenet Cityline GmbH, Kiel | 43.174 | 0 | 1 | 100,00 |
| FunDorado GmbH, Hamburg | 2.633 | 603 | 50,00 | |
| freenet.de GmbH, Hamburg | 42.187 | 0 | 1 | 100,00 |
| mobilcom-debitel Logistik GmbH, Schleswig | 176 | -10 | 100,00 | |
| Über die mobilcom-debitel GmbH gehaltener direkter/indirekter Anteilsbesitz | ||||
| klarmobil GmbH, Hamburg | 74 | 0 | 2 | 100,00 |
| mobilcom-debitel Shop GmbH, Oberkrämer | 15.029 | 0 | 2 | 100,00 |
| callmobile GmbH, Hamburg | 6.644 | 0 | 2 | 100,00 |
| GRAVIS - Computervertriebsgesellschaft mbH, Berlin | 6.821 | 0 | 2 | 100,00 |
| MOTION TM - Vertriebs GmbH, Troisdorf | 4.465 | 1.429 | 51,00 | |
| Über die freenet Cityline GmbH gehaltener direkter/indirekter Anteilsbesitz | ||||
| 01019 Telefondienste GmbH, Hamburg | 575 | 0 | 3 | 100,00 |
| freenet Datenkommunikations GmbH, Hamburg | 3.159 | 0 | 3 | 100,00 |
| MFE Energie GmbH, Berlin | 598 | 0 | 3 | 100,00 |
| freenet Digital GmbH, Berlin | -2.307 | 0 | 3 | 100,00 |
1 Ergebnisabführungsvertrag mit der freenet AG.
2 Ergebnisabführungsvertrag mit der mobilcom-debitel GmbH.
³ Ergebnisabführungsvertrag mit der freenet Cityline GmbH.
Aufgrund der der freenet AG vorliegenden Mitteilungen nach §§ 21 ff. Wertpapierhandelsgesetz ergaben sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 folgende meldepflichtige Beteiligungen bzw. Stimmrechtsanteile an der freenet AG:
| • | BlackRock, Inc. ,USA (30. September 2014): 3,34 Prozent |
| • | Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH, Deutschland (17. September 2014): 5,13 Prozent |
| • | Flossbach von Storch AG, Deutschland (13. Oktober 2014): 3,04 Prozent |
| • | Allianz Global Investors GmbH, Deutschland (10. Dezember 2014): 5,07 Prozent |
Die freenet AG ist als Mutterunternehmen nach § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Dieser wurde nach den IFRS und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle zum 31. Dezember 2014 gültigen Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Corporate Governance Kodex
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat am 5. Dezember 2014 abgegeben und wird den Aktionären im Internet unter nachfolgender Adresse dauerhaft zugänglich gemacht:
http://www.freenet-group.de/investor-relations/corporate-governance/index.html
Honorare des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers sowie dessen Aufteilung sind in den Angaben des Konzernabschlusses der freenet AG enthalten.
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Einzelabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der freenet AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der freenet AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der freenet AG beschrieben sind.
Büdelsdorf, den 03. März 2015
freenet AG
Der Vorstand
Christoph Vilanek
Joachim Preisig
Stephan Esch
Anlagenspiegel
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2014 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
31.12.2014 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 91.505.183,84 | 7.400,00 | 0,00 | 91.512.583,84 |
| 91.505.183,84 | 7.400,00 | 0,00 | 91.512.583,84 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 13.155.375,12 | 29.828,89 | 0,00 | 13.185.204,01 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.980.322,77 | 81.756,57 | 0,00 | 5.062.079,34 |
| 18.135.697,89 | 111.585,46 | 0,00 | 18.247.283,35 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.629.059.472,69 | 0,00 | 0,00 | 1.629.059.472,69 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 613.400.000,00 | 20.000.000,00 | 129.853.627,00 | 503.546.373,00 |
| 3. Beteiligungen | 1.360.259,23 | 0,00 | 0,00 | 1.360.259,23 |
| 2.243.819.731,92 | 20.000.000,00 | 129.853.627,00 | 2.133.966.104,92 | |
| 2.353.460.613,65 | 20.118.985,46 | 129.853.627,00 | 2.243.725.972,11 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2014 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
31.12.2014 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 58.281.894,15 | 5.540.566,57 | 0,00 | 63.822.460,72 |
| 58.281.894,15 | 5.540.566,57 | 0,00 | 63.822.460,72 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 7.776.152,42 | 487.706,58 | 0,00 | 8.263.859,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.170.831,35 | 193.429,14 | 0,00 | 4.364.260,49 |
| 11.946.983,77 | 681.135,72 | 0,00 | 12.628.119,49 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 414.190.656,01 | 0,00 | 0,00 | 414.190.656,01 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 398.200,00 | 0,00 | 0,00 | 398.200,00 |
| 414.588.856,01 | 0,00 | 0,00 | 414.588.856,01 | |
| 484.817.733,93 | 6.221.702,29 | 0,00 | 491.039.436,22 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 € |
31.12.2013 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 27.690.123,12 | 33.223.289,69 |
| 27.690.123,12 | 33.223.289,69 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 4.921.345,01 | 5.379.222,70 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 697.818,85 | 809.491,42 |
| 5.619.163,86 | 6.188.714,12 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.214.868.816,68 | 1.214.868.816,68 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 503.546.373,00 | 613.400.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 962.059,23 | 962.059,23 |
| 1.719.377.248,91 | 1.829.230.875,91 | |
| 1.752.686.535,89 | 1.868.642.879,72 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der freenet AG, Büdelsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 4. März 2015
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Vinzent Graf, Wirtschaftsprüfer
Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG
Die freenet AG hat seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 5. Dezember 2013 im Zeitraum bis zum 30. September 2014 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 13. Mai 2013 und seit dem 30. September 2014 den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit Ausnahme der nachfolgend genannten Abweichungen entsprochen und wird den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014, soweit es hierzu nachfolgend seitens der Gesellschaft keine abweichende Erklärung gibt, auch zukünftig entsprechen.
| 1. | Die Gesellschaft hat eine D&O-Versicherung für die Organmitglieder abgeschlossen. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist keine Vereinbarung eines Selbstbehalts vorgesehen, weil ein damit verbundener Vorteil für die Gesellschaft nicht ersichtlich ist. Verantwortungsvolles Handeln ist für alle Mitglieder des Aufsichtsrats selbstverständliche Pflicht. Ein Selbstbehalt müsste zudem wegen des Gleichheitssatzes einheitlich festgesetzt werden, obwohl die persönlichen Verhältnisse der Aufsichtsratsmitglieder variieren. Ein Selbstbehalt würde die Aufsichtsratsmitglieder daher unterschiedlich belasten. In Anbetracht gleicher Pflichten erscheint das nicht angemessen. (Kodex-Ziffer 3.8 Abs. 3) |
| 2. | Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vorstandsvergütung, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Gleichwohl haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vorstandsvergütung vorgesehenen Mustertabellen im Vergütungsbericht nicht zu verwenden. Trotz Vereinbarung von betragsmäßigen Höchstgrenzen in den Vorstandsverträgen steht zu befürchten, dass durch die Angabe von Maximalbeträgen im Hinblick auf aktienbasierte Vergütungsbestandteile ein Bild erzeugt wird, das nicht den tatsächlichen Annahmen hinsichtlich der Entwicklung des Aktienkurses entspricht. (Kodex-Ziffer 4.2.5 Satz 5 und Satz 6) |
| 3. | Der Aufsichtsrat sieht die derzeitige Besetzung des Vorstands als erfolgreich an und strebt deswegen Kontinuität im Vorstand an. Eine Auswahl nach den in Kodex-Ziffer 5.1.2 Abs. 1 genannten Kriterien für die Zusammensetzung des Vorstands ist demgegenüber aus Sicht des Aufsichtsrats nachrangig und hat auch bei der Entscheidung über die Neubestellungen der Vorstandsmitglieder im Februar 2014 keine Berücksichtigung gefunden. (Kodex-Ziffer 5.1.2 Abs. 1) |
| 4. | Für die Vorstands- und die Aufsichtsratsmitglieder ist keine Altersgrenze festgelegt. Es ist nicht einsichtig, warum qualifizierte Personen mit großer Berufs- und Lebenserfahrung allein aufgrund ihres Alters nicht als Kandidaten in Betracht gezogen werden sollen. (Kodex-Ziffern 5.1.2 Satz 7 und 5.4.1 Satz 2) |
| 5. | Der Aufsichtsrat benennt keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung im Sinne von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Ziffer 5.4.2 Satz 1. Folglich kann auch den hierauf basierenden Empfehlungen gem. Ziff. 5.4.1 Abs. 3 nicht gefolgt werden. Der Aufsichtsrat hat sich bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat bisher ausschließlich von der Eignung leiten lassen. Dies hat sich nach seiner Überzeugung bewährt. Deshalb wird keine Notwendigkeit gesehen, diese Praxis zu ändern. (Kodex-Ziffern 5.4.1 Abs. 2, Abs. 3 und 5.4.2 Satz 1) |
| 6. | Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 empfiehlt, dass eine erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrats auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein soll. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats bemisst sich gem. § 11 Abs. 5 der Satzung nach der Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr. Diese Form der variablen Vergütung hat sich in der Vergangenheit bewährt. Zudem ist die dem Kapitalmarkt kommunizierte, an den freien Cashflow anknüpfende Dividendenpolitik der Gesellschaft auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Daher dient auch die Anknüpfung der variablen Vergütung an diese Dividendenstrategie der nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Eine Anpassung der variablen Vergütung des Aufsichtsrats ist aus diesem Grund nicht vorgesehen. (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2) |
Büdelsdorf, den 5. Dezember 2014
Der Aufsichtsrat
Der Vorstand
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
freenet AG, Büdelsdorf
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 31.12.2014 beendete Geschäftsjahr beschließt, folgende Gewinnverwendung vor:
Ausschüttung einer Dividende von Euro 1,50 je dividendenberechtigter Stückaktie, d.h. Euro 192.016.524,00 als Gesamtbetrag der Dividende, und Vortrag des Restbetrags in Höhe von Euro 86.310.149,61 auf neue Rechnung. Die Dividende ist am 22. Mai 2015 zahlbar.
| Gesamtbetrag der Dividende | Euro | 192.016.524,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | Euro | 86.310.149,61 |
| Bilanzgewinn | Euro | 278.326.673,61 |
Zum Zeitpunkt der Einberufung hält die Gesellschaft mittelbar 50.000 eigene Stückaktien, die nicht dividendenberechtigt sind. Bis zur Hauptversammlung kann sich durch den Erwerb, die Einziehung oder die Veräußerung eigener Aktien die Zahl der dividendenberechtigten Aktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von Euro 1,50 je dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein angepasster Beschlussvorschlag über die Gewinnverwendung unterbreitet werden, der eine entsprechende Anpassung des insgesamt an die Aktionäre auszuschüttenden Betrags der Dividende und eine entsprechende Anpassung des auf neue Rechnung vorzutragenden Betrags vorsehen wird.
Hamburg, den 25.03.2015
freenet AG
Der Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats
der Aufsichtsrat berichtet nachfolgend über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014.
Überwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand
Wie in den Vorjahren hat der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Neben zahlreichen Sachthemen, die im Rahmen der Sitzungen des Aufsichtsrats diskutiert und entschieden wurden, lag im ersten Halbjahr 2014 der Fokus der Beratungen des Plenums insbesondere auf
| • | der Verlängerung der Vorstandsbestellungen, |
| • | der Prüfung und Beschlussfassung zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und |
| • | der Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 13. Mai 2014, insbesondere |
| • | dem Vorschlag zur Wahl eines neuen Abschlussprüfers. |
Im zweiten Halbjahr befasste sich der Aufsichtsrat dann schwerpunktmäßig mit der weiteren Optimierung der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft.
Der Aufsichtsrat begleitete und überwachte den Vorstand kontinuierlich bei dessen Geschäftsführung und beriet ihn regelmäßig bei seinen Entscheidungen im Rahmen der Leitung des Unternehmens. Der Vorstand bezog den Aufsichtsrat bei allen grundlegenden Entscheidungen im Rahmen der Unternehmensführung frühzeitig ein und berichtete regelmäßig und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über den Geschäftsverlauf, die Unternehmensplanung, die strategische Entwicklung und die Lage des Unternehmens. In diesem Rahmen stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat Berichte und Unterlagen zur Verfügung, sowohl unaufgefordert als auch auf Anforderung anlässlich von Besprechungen im Aufsichtsrat. Der Vorstand stand zudem im Plenum und in Sitzungen der Ausschüsse des Aufsichtsrats umfassend Rede und Antwort.
Insbesondere erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen im Einzelnen und prüfte diese anhand der vorgelegten Unterlagen. Darüber hinaus setzte der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens – mit der Konzentration auf das Mobilfunkgeschäft bei gleichzeitigem Umbau zum Digital-Lifestyle-Provider – in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat fort. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich diskutiert. Ebenfalls auf der Grundlage der Berichte des Vorstands fasste der Aufsichtsrat nach Prüfung und Beratung Beschlüsse, soweit dies erforderlich war. Auch außerhalb von Sitzungen hat der Vorstand die Aufsichtsratsmitglieder über die aktuelle Geschäftsentwicklung informiert.
Zudem besprach der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige strategische Ausrichtung des Unternehmens und informierte sich über aktuelle Themen und Ereignisse. Die Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung durch den Vorstand waren nicht zu beanstanden.
Im Geschäftsjahr 2014 hielt der Aufsichtsrat vier Präsenzsitzungen und eine telefonische Sitzung ab und fasste zusätzlich Beschlüsse im schriftlichen Verfahren. Die Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen war im Berichtsjahr wieder erfreulich hoch: an drei Sitzungen nahmen elf der zwölf Aufsichtsratsmitglieder teil, zu den beiden übrigen Sitzungen fand sich der Aufsichtsrat in voller Besetzung zusammen. Wiederum hat kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Ausschüsse tagten 2014 mit Ausnahme einer telefonischen Sitzung des Personalausschusses jeweils in vollzähliger Besetzung.
In Zusammenhang mit einer nicht durchgeführten Unternehmensakquisition hat ein Aufsichtsratsmitglied dem Vorsitzenden gegenüber einen Interessenkonflikt angezeigt und auf die Teilnahme an Beratungen des Plenums und an Beschlussfassungen des Aufsichtsrates in dieser Sache verzichtet. Das betroffene Mitglied hat ebenfalls auf die Zuleitung sämtlicher Informationen und Unterlagen in dieser Angelegenheit verzichtet. Durch dieses Vorgehen des betreffenden Aufsichtsratsmitglieds war nach Auffassung des Aufsichtsrats im Umgang mit dem Interessenkonflikt der Vorrang des Unternehmensinteresses gewährleistet, so dass für darüber hinausgehende Maßnahmen keine Notwendigkeit gesehen wurde.
Weitere Sachverhalte, die Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern begründen können, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind dem Aufsichtsrat gegenüber nicht offengelegt worden.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Regelmäßige Sitzungsinhalte im Plenum waren
| • | die aktuelle Geschäftsentwicklung, |
| • | die Markt- und Wettbewerbssituation und |
| • | die Finanzlage und Finanzierungssituation der Gesellschaft. |
In einer telefonisch durchgeführten Sitzung am 21. Februar 2014 berieten die Aufsichtsratsmitglieder über eine vorzeitige Verlängerung der Vorstandsanstellungsverträge und verlängerten die Bestellungen und Anstellungsverträge für Christoph Vilanek bis zum 31.12.2018 und für Joachim Preisig und Stephan Esch jeweils bis zum 31.12.2019. Auf diese Weise konnte der Aufsichtsrat sein Bestreben nach Kontinuität der erfolgreichen Arbeit des Vorstands sicherstellen.
Die Sitzung des Aufsichtsrats vom 20. März 2014 gab den Mitgliedern Gelegenheit, sich mit einem Akquisitionsprojekt zu befassen, das im Ergebnis jedoch nicht weiter verfolgt wurde. Zuvor hatte der Vorstand dem Aufsichtsrat verschiedene Akquisitionsobjekte vorgestellt, die er identifiziert hatte und die aus seiner Sicht anorganisches Wachstum im Kerngeschäft und im Digital Lifestyle bieten könnten. Unabhängig von diesem Einzelfall unterstützt der Aufsichtsrat grundsätzlich die Zielrichtung des Vorstands, Möglichkeiten nach anorganischen Wachstumsimpulsen durch Zukäufe wahrzunehmen.
In der Sitzung vom 25. März 2014 war zunächst der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 zentraler Prüfungs- und Beratungsgegenstand. Gemeinsam mit den Vertretern des Abschlussprüfers, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG, wurden die Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung diskutiert. Nach Abschluss der eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwände gegen das Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer und folgte der Empfehlung des Prüfungsausschusses, indem er den Jahresabschluss und den Konzernabschluss billigte. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Ein weiterer wesentlicher Punkt dieser Sitzung war die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2014 und die entsprechenden Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Auf eine Empfehlung des Prüfungsausschusses, der einen entsprechenden Ausschreibungsprozess durchgeführt hatte, schlug der Aufsichtsrat die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Hauptversammlung zur Wahl als Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 vor.
Am 19. September 2014 berichtete der Vorstand ausführlich über die Geschäftsentwicklung und über Projekte zur Effizienzsteigerung der internen Organisation des Unternehmens. Weiteres Thema waren Überlegungen zur Optimierung der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft durch Begebung eines Schuldscheindarlehens über bis zu 100 Millionen Euro.
In der Sitzung vom 5. Dezember 2014 befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem mit folgenden Themen: er erteilte die Zustimmung zum Schuldscheindarlehen, verabschiedete das Budget für 2015 und fasste Beschluss über die Abgabe der jährlichen Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich der Aufsichtsrat nach Vorbereitung des Personalausschusses intensiv mit der Verwendung der vom Kodex empfohlenen Mustertabellen zur Darstellung der Vorstandsvergütung. Vorstand und Aufsichtsrat entschieden sich, diese Tabellen nicht zu verwenden und in der aktuellen Entsprechenserklärung eine Abweichung zu erklären.
Nach Ende des Geschäftsjahres 2014 fand am 25. März 2015 eine Sitzung des Plenums mit der Erörterung des Jahres- und des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 als zentralem Inhalt statt. Die Einzelheiten hierzu sind Gegenstand des gesonderten Abschnitts „Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2014“ in diesem Bericht. Weitere Themen waren die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2015 mit den Beschlussvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung.
Arbeit der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat ein Präsidium und vier weitere Ausschüsse eingerichtet. Die generellen Aufgaben, die Arbeitsweise und die Besetzung der einzelnen Ausschüsse sind in der Erklärung zur Unternehmensführung näher beschrieben.
Präsidium
Das Präsidium befasste sich in zwei Präsenzsitzungen 2014 einerseits mit aktuellen Akquisitionsprojekten und andererseits mit Möglichkeiten zur Optimierung der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft.
Personalausschuss
Die Mitglieder des Personalausschusses fanden sich 2014 zu insgesamt zwei Präsenzsitzungen und einer telefonischen Sitzung zusammen. Die telefonisch durchgeführte Sitzung diente der Vorbereitung für die Verlängerung der Vorstandsanstellungsverträge. In seiner zweiten Sitzung 2014 stellte der Ausschuss fest, ob und inwieweit die Parameter für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für 2013 erreicht wurden, legte neue Parameter für die Zielvereinbarungen für das Geschäftsjahr 2014 fest und schlug diese dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vor. In der dritten Sitzung schließlich befasste sich der Ausschuss mit den Auswirkungen einer Verwendung der Mustertabellen nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss befasste sich in vier Präsenzsitzungen regelmäßig mit den aktuellen Prüfungsschwerpunkten der Bilanzierung und erörterte sie mit den Abschlussprüfern. Intensiv setzten sich die Ausschussmitglieder mit dem Geschäftsbericht, dem Halbjahresbericht und den Zwischenberichten auseinander. Ein wesentliches Thema im Ausschuss war im ersten Halbjahr 2014 der Dividendenvorschlag, den die Ausschussmitglieder intensiv mit dem Finanzvorstand diskutierten. Im zweiten Halbjahr 2014 lag ein Fokus auf dem Forderungsmanagement, dem Risikomanagement und dem Umgang mit Fraud. Hierzu berichteten die verantwortlichen Manager dem Ausschuss regelmäßig. Weitere Berichte erhielten die Ausschussmitgleider von den Managern der Bereiche Interne Revision und Compliance.
Der Schwerpunkt der Arbeit des Prüfungsausschusses lag auf der Begleitung der Jahresabschlussprüfung. Hierzu
| • | holte der Ausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein, |
| • | überwachte der Ausschuss die Unabhängigkeit des Prüfers sowie die Umsetzung des Prüfungsauftrags, |
| • | legte der Ausschuss die Schwerpunkte der Abschlussprüfung fest und |
| • | bereitete der Ausschuss die Beschlüsse des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Vorschlag zur Gewinnverwendung und die Vereinbarungen mit dem Abschlussprüfer vor. |
Vermittlungsausschuss
Der Vermittlungsausschuss musste in 2014 nicht einberufen werden.
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss wurde 2014 ebenfalls nicht tätig.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 201 4
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht der freenet AG wurden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses entsprechend dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2014 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der freenet AG zum 31. Dezember 2014 wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Abschlussprüfer versah auch diesen Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Über die Prüfung wurde im Prüfungsausschuss am 26. Februar 2015 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. März 2015 berichtet und diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt.
Der Aufsichtsrat ist der Empfehlung des Prüfungsausschusses gefolgt und hat in der Sitzung am 25. März 2015 den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 25. März 2015 zudem den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Hieran anschließend hat sich der Aufsichtsrat – der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend – dem Vorschlag des Vorstands angeschlossen.
Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2014 gab es keine Veränderungen in der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Im Geschäftsjahr 2015 legte Achim Weiss sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung zum 31. Januar 2015 nieder. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Weiss an dieser Stelle für seine sachkundigen und konstruktiven Beiträge und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Für ihn bestellte das Amtsgericht Kiel mit Beschluss vom 10. Februar 2015 Sabine Christiansen in den Aufsichtsrat.
Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die geleistete Arbeit aus.
Büdelsdorf, den 25. März 2015
Für den Aufsichtsrat
Dr. Hartmut Schenk, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 25.03.2015