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Francotyp-Postalia Holding AG Annual Report 2016

Feb 14, 2018

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Annual Report

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Francotyp-Postalia Holding AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konzernabschluss

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern, Francotyp-Postalia oder das Unternehmen) mit Hauptsitz in Berlin bietet Unternehmen und Behörden innovative Lösungen für die sichere Kommunikation. Neben Systemen für das Frankieren und Kuvertieren von Briefen umfasst das Angebot derzeit Dienstleistungen wie die Abholung von Geschäftspost sowie Softwarelösungen. Aus seiner mehr als 90-jährigen Unternehmensgeschichte heraus verfügt der FP-Konzern über eine einzigartige Mischung aus gewachsener Kompetenz bei der Postbearbeitung und digitalem Know-how. In vielen Industrieländern ist das Unternehmen mit eigenen Niederlassungen präsent.

Seine Geschäftstätigkeit unterteilt das Unternehmen in drei Produktbereiche: Frankieren und Kuvertieren, Mail Services sowie Softwarelösungen.

1.1.1 Produktbereiche

Produktbereich Frankieren und Kuvertieren

Der FP-Konzern entwickelt und fertigt Frankiersysteme. Er verkauft und vermietet sie ebenso wie Kuvertiersysteme und bietet darüber hinaus umfassende Services. Die Kunden können mit den Frankiersystemen ihre Post in kurzer Zeit automatisiert frankieren und die Portokosten reduzieren. Wichtigster Umsatzträger ist das After-Sales-Geschäft mit seinen wiederkehrenden Umsätzen aus der Vermietung von Frankiersystemen, dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien wie Farbbandkassetten und Tintenkartuschen, Servicedienstleistungen, Softwarelösungen für die Kostenstellenverwaltung sowie Teleporto.

Produktbereich Softwarelösungen

Im Bereich Softwarelösungen fasst der FP-Konzern sein Geschäft mit Hybrid-Mail Services sowie Lösungen rund um die volldigitale Kommunikation zusammen. Bei den Hybrid-Mail Services der FP-Tochter IAB verschickt der Absender das Dokument über das Internet unter Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards; der Empfänger erhält im Normalfall einen klassischen Brief. Der FP-Konzern übernimmt den gesamten Herstellungsprozess bis zur Übergabe der Briefe an einen Zustelldienstleister (FP Outbound). Ergänzend bietet der FP-Konzern seinen Kunden auch universelle Komplettlösungen zur Posteingangsverarbeitung (FP Inbound). Dabei wird die gesamte eingehende Post digitalisiert, nach kundenspezifischen Kriterien analysiert, ausgewertet und anschließend dem Daten- oder Dokumentensystem des Kunden in elektronischer Form zugeführt. Die Dienstleistungen der volldigitalen Kommunikation der Tochtergesellschaft Mentana-Claimsoft umfassen vor allem Produkte zur Langzeitspeicherung und zur Absicherung elektronischer Dokumente durch Verschlüsselungs- und Signatursoftware. Zukunftsweisend ist in diesem Bereich das Produkt FP-Sign, eine cloudbasierte Lösung für den rechtssicheren digitalen Abschluss und Austausch von Verträgen und Dokumenten.

Produktbereich Mail Services

Der Produktbereich Mail Services umfasst zum einen den Frankierservice - die Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme der Frankierung - und zum anderen die Konsolidierung von Geschäftspost. Darunter versteht man die Abholung von Briefen in Unternehmen, deren Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post oder alternativen Postzustellern. Das entsprechende Geschäft betreibt die freesort, die mit acht Sortierzentren im Bundesgebiet der führende unabhängige Konsolidieren von Geschäftspost am deutschen Markt ist.

1.1.2 Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Mit seinen Frankiersystemen ist der FP-Konzern weltweit in den wichtigsten Märkten vertreten, darunter Deutschland, USA, Großbritannien und Frankreich. Mit insgesamt rund 230.000 installierten Frankiersystemen liegt der globale Marktanteil des Unternehmens bei über 10 %; damit ist der FP-Konzern weltweit der drittgrößte Anbieter. In Deutschland ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von rund 42 % Marktführer. Der weltweite Vertrieb erfolgt über Tochtergesellschaften in Deutschland, den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich, Italien und Schweden sowie über ein dichtes Händlernetzwerk in rund 40 Ländern.

In vielen Märkten profitierte der FP-Konzern auch 2016 von dem anhaltenden Trend hin zu kleineren Frankiersystemen. Der FP-Konzern konzentriert sich traditionell auf das A- sowie das B-Segment für Frankiersysteme und verfügt mit der PostBase-Familie über innovative Frankiersysteme für kleinere und mittlere Briefaufkommen.

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A-Segment B-Segment C-Segment
1-200 Briefe / Tag 200-2000 Briefe / Tag > 2000 Briefe / Tag

In den Bereichen Mail Services und Softwarelösungen konzentriert sich der FP-Konzern zurzeit auf den deutschen Markt. Dank einer bundesweiten Struktur mit acht Sortierzentren in Langenfeld, Hamburg, Hannover, Berlin, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart und München kann der FP-Konzern eine flächendeckende Abholung der Geschäftspost garantieren und hat sich damit als der führende unabhängige Konsolidierer im deutschen Markt etabliert. Für das Thema Hybrid-Mail verfügt der Konzern über ein eigenes Druckzentrum in Berlin. Darüber hinaus gibt es ein Druckzentrum bei der österreichischen Konzerngesellschaft in Wien.

1.2 STRATEGIEN UND ZIELE

1.2.1 Neue Ära mit ACT-Strategie

Der FP-Konzern erarbeitete im Jahresverlauf 2016 die neue Strategie ACT und stellte sie im November der Öffentlichkeit vor. Diese Strategie läutet eine neue Ära ein und macht den Konzern zu einem dynamischen Wachstumsunternehmen. Sie widerlegt die seit Langem bestehenden drei Mythen zum FP-Geschäftsmodell:

1. Der Frankiermaschinenmarkt schrumpft infolge rückläufiger Briefmengen.

2. Der FP-Konzern kann im Geschäft mit Frankiersystemen nicht weiter wachsen.

3. Die Digitalisierung kommt über Nacht und führt zu einer disruptiven Veränderung des Marktes.

Ein Umsatzwachstum im Bereich des Frankiermaschinengeschäfts ist machbar

Bereits im Geschäftsjahr 2016 deutete die Entwicklung des FP-Konzerns an, welche Potenziale im Kerngeschäft mit Frankiersystemen noch möglich sind. Das im Geschäftsjahr erzielte Umsatzwachstum im Bereich der Frankiersysteme in Höhe von 1,9 % ist ein wichtiger erster Indikator. Dieses Wachstum basiert auf der guten Positionierung des FP-Konzerns in dem sich verändernden Markt für Frankiersysteme. Das Unternehmen verfügt über eine installierte Basis von rund 230.000 Frankiersystemen, ist Marktführer in Deutschland und weltweit in gut 50 Ländern sowohl mit eigenen Tochtergesellschaften als auch über Händler präsent. Mit über 10 % Marktanteil im Frankiermaschinenmarkt ist FP weltweit das drittgrößte Unternehmen.

Im vergangenen Jahr komplettierte das Unternehmen sein Produktportfolio im Bereich der Frankiersysteme und verfügt nun über eine innovative und zugleich kundenorientierte Produktpalette; der FP-Konzern spricht damit weltweit vom Kleinkunden bis hin zu Kunden mit mittlerem und größerem Briefaufkommen ein breites Spektrum von Unternehmen an. Über 80 % dieser Unternehmen verwenden auch im digitalen Zeitalter weiter Briefe gerade für vertrauliche Unterlagen; dies zeigte 2016 erneut eine Studie des deutschen ITK-Branchenverbands BITKOM mit FP.

Der Frankiermaschinenmarkt wächst in Teilen

Innerhalb des Frankiermaschinenmarkts kommt es mit Vordringen der E-Mail zu erheblichen Veränderungen: Immer mehr Unternehmen ersetzen große Systeme für hohe Briefaufkommen durch kleinere Systeme. Am Beispiel des größten Frankiermaschinenmarktes, den USA, kann die Verschiebung vom sogenannten C-Segment mit mehr als 2.000 Briefen täglich zum A-Segment mit weniger als 200 Briefen pro Tag überzeugend dargestellt werden. Während das C- und auch das B-Segment (200-2000 Briefe pro Tag) deutlich schrumpfen, wächst das A-Segment um etwa 3,4 % pro Jahr. Unternehmen, die bislang große bis sehr große Briefvolumen selbst verarbeitet haben, lagern deren Verarbeitung an externe Dienstleister aus. Im Unternehmen verbleiben kleinere Mengen klassischer Briefsendungen für die anstelle der großen Frankiermaschinen nunmehr kleine, einfach zu bedienende Frankiersysteme eingesetzt werden. Diese Segmentverschiebung eröffnet FP Chancen für die Gewinnung von Neukunden. Denn der FP-Konzern verfügt gerade im A-Segment mit den PostBase-Frankiersystemen über technisch hochmoderne und mehrfach in Design und Funktionalität ausgezeichnete Systeme.

Die Digitalisierung erfolgt Schritt für Schritt

Die Digitalisierung verläuft gerade im Bereich der Kommunikations- und Dokumentenprozesse eher schleppend. Ein wesentlicher Grund dafür ist ein hohes Maß an Verunsicherung über die richtige Anwendung der digitalen Medien und Kommunikationskanäle. Unternehmen halten an bewährten Prozessen und Medien gerade für vertrauliche Informationen fest und nutzen die E-Mail hingegen vorwiegend für den Versand einfacher Korrespondenz.

Die Digitalisierung selbst verläuft in der Regel über drei Stufen:

1. Digitalisierung der Eingangspost,

2. Produktion und Verarbeitung der Ausgangspost,

3. vollständiges digitales Dokumenten- und Transaktionsmanagement.

Die Digitalisierung dieser Bereiche erfolgt sukzessiv und führt in den meisten Fällen nicht dazu, dass aus den zuvor vollständig analogen, papierbasierten ausschließlich digitale Kommunikations- und Dokumentenprozesse entstehen. Vielmehr laufen beide Kommunikationskanäle nebeneinander. Die Digitalisierung führt also nicht zu einer disruptiven Veränderung des Marktes, sondern mündet in einem länger andauernden Transformationsprozess beim Kunden. Der FP-Konzern verfügt schon heute über Lösungen wie beispielsweise FP-Sign, um diesen Prozess zu begleiten und die Ein- wie Ausgangspost zu digitalisieren.

Paradigmenwechsel im FP-Konzern

Bei der Erarbeitung der neuen Strategie wurden die für den FP-Konzern maßgeblichen Fakten auf diese Weise von einer geänderten Perspektive aus betrachtet und neu bewertet. Das Ergebnis: FP kann aus dem Potenzial des bestehenden Geschäfts seine bestehende Kundenbasis von rund 200.000 Unternehmen erweitern. Zugleich ergibt sich pro bestehenden Kunden und mit jedem neuen Kunden die Möglichkeit, diesen auf dem Weg der digitalen Transformation zu begleiten und ihm über die klassische Sendungsverarbeitung hinaus Produkte rund um die digitale Kommunikation anzubieten. Insgesamt führt dies zu einer stärkeren Kundenbindung und höherem nachhaltig profitablen Wachstum pro Kunde.

Die neue ACT-Strategie berücksichtigt diese Chancen. Sie umfasst die drei Bestandteile Attack, Customer Journey und Transformation. Sie wird begleitet durch die laufenden FP FIT-Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und der Umsetzungsstärke in allen Bereichen mit den vier Schwerpunkten Finanzen, Personal, Vertrieb und Digitalisierung.

Wir werden unseren Kunden bei der digitalen Transformation begleiten und weiteres Umsatzwachstum generieren

Attack: Ausbau der Kundenbasis und Erhöhung des Marktanteils im Kerngeschäft

Das Kerngeschäft des FP-Konzerns mit Frankiersystemen verfügt wie gezeigt über mehr Wachstumspotenzial als bislang angenommen. Immer mehr Geschäftskunden setzen auf Systeme für kleinere Briefvolumina, die FP mit der innovativen PostBase-Familie weltweit abdeckt. Schon heute kann das Unternehmen damit seine Umsätze steigern. Mit einer gezielten Marktentwicklungsstrategie vor allem in den nach wie vor attraktivsten Märkten USA und Frankreich will der FP-Konzern nun sukzessive Marktanteile im Kerngeschäft gewinnen und die Kundenbasis ausbauen. Zusätzlich plant der FP-Konzern, das Leistungsspektrum durch zusätzliche Produkte und Services wie zum Beispiel im Bereich Päckchen und Paketversand zu erweitern.

Customer Journey: Neue Lösungen und Services für Bestands- und Neukunden entwickeln

Der FP-Konzern reagiert auf sich verändernde Kundenbedürfnisse und entwickelt sich zum Begleiter der Digitalisierung von Prozessen rund um die ein- und ausgehende Geschäftskommunikation in Unternehmen und Behörden. Bereits bestehende Services der Tochtergesellschaft IAB werden dazu mithilfe der bundesweiten Sortierzentren der Tochter freesort systematisch ausgebaut. Auf diese Weise entstehen Digitalisierungs-Hubs für die Ein- und Ausgangspost. Mit zusätzlichen Innovationen stärkt der FP-Konzern seine Marktposition. Zukunftsweisend ist etwa das auf der CeBIT 2017 vorgestellte Produkt FP-Sign. Mit dieser neuen Lösung für den sicheren, vertraulichen und rechtsverbindlichen digitalen Abschluss und Austausch von Verträgen und Dokumenten adressiert der FP-Konzern einen Wachstumsmarkt, der in den kommenden fünf Jahren um 43 % pro Jahr zulegen soll (Aragon Research).

Transformation: Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsfelder

Die Entwicklung zu einem Begleiter der Digitalisierung von Prozessen setzt zugleich voraus, dass auch die FP sich verändert. Im Wesentlichen gehen die Anforderungen hier in die Implementierung und Nutzung neuer, agiler Innovationsmethoden zur besseren und schnelleren strategischen Positionierung und Anpassung des Kerngeschäfts entlang der sich wandelnden Kundenbedürfnisse.

Daraus folgen die Exploration und Verprobung zukünftiger Märkte, Produkte und Geschäftsmodelle auf Basis der FP-eigenen DNA (Kryptographie, Sensorik, Aktorik, Konnektivität) und auch die weitergehenden Überlegungen hinsichtlich strategischer Optionen für die Transformation von FP.

1.2.2 Klare Ziele für ein dynamisches Wachstum

Mit der ACT-Strategie verfolgt FP ehrgeizige Ziele: Bis 2023, dem Jahr seines 100-jährigen Bestehens, will das Unternehmen den Umsatz auf rund 400 Mio. Euro verdoppeln und eine EBITDA-Marge von ca. 20 % erzielen. Schon im Jahr 2020 will FP einen Umsatz von rund 250 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von mindestens 17 % erwirtschaften.

Die Basis für ACT schafft das Unternehmen mit FP FIT. Hierin sind bereits gestartete sowie neu definierte Maßnahmen zusammengefasst. Diese Maßnahmen dienen der Steigerung der Effizienz und der Umsetzungsstärke in allen Unternehmensbereichen. Die Maßnahmen mit den vier Schwerpunkten Finanzen, Personal, Vertrieb und Digitalisierung werden ihre volle Wirkung ab 2019 entfalten. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 strebt das Unternehmen danach einen Gewinn je Aktie (EPS) von mindestens 1,00 Euro an. In seiner Dividendenpolitik bleibt das Unternehmen konstant: Einen positiven Free Cash Flow vorausgesetzt, plant das Unternehmen mit einer Ausschüttungsquote von 35-50 % auf das bereinigte Konzernergebnis.

Dividendenpolitik 35-50 % des bereinigten Jahresüberschusses

1.3 ORGANISATION

1.3.1 Konzernstruktur und Standorte

Die Konzernstruktur zum 31. Dezember 2016 wird in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.

Berlin ist der Hauptsitz des Unternehmens und größter Standort des FP-Konzerns. In Berlin sind zentrale Unternehmensbereiche wie Rechnungswesen, Einkauf, IT und Konzernsteuerung angesiedelt. Außerdem erfolgt dort die Entwicklung der Frankiersysteme und zahlreicher Softwarelösungen. Der weltweite Vertrieb der Frankier- und Kuvertiersysteme erfolgt über Tochtergesellschaften in den Märkten Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Österreich, Italien, Schweden, USA, Kanada und Frankreich sowie über ein dichtes Händlernetzwerk. Eine Übersicht zu den Tochtergesellschaften findet sich im Konzernanhang.

Seit 2012 stellt der FP-Konzern seine Frankiersysteme in einer modernen und flexiblen Produktion im brandenburgischen Wittenberge her.

1.3.2 Leitung und Kontrolle

Für die Darstellung der Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder gemäß dem Geschäftsverteilungsplan wird auf die Angaben im Anhang in Abschnitt V. Vorstand und Aufsichtsrat (Zusatzangaben nach HGB) verwiesen.

Die Vorstände arbeiten eng mit einem Team von internationalen Führungskräften zusammen.

Ein dreiköpfiger Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands und berät diesen. Innerhalb des Aufsichtsrats kam es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinen Veränderungen. Zum 31. Dezember 2016 gehörten ihm die folgenden Mitglieder an: Klaus Röhrig (Vorsitzender), Robert Feldmeier (stellvertretender Vorsitzender) und Botho Oppermann.

1.4 STEUERUNG

1.4.1 Steuerungssystem

STEUERUNGSSYSTEM

1) Umfasst 3 Jahre, wird jährlich im Budgetprozeß angepasst, ggf. auch unterjährig.

2) Monatlich über Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

Der FP-Konzern gliedert seine betriebliche Tätigkeit in die vier Segmente Produktion, Vertrieb Deutschland, Vertrieb International sowie Zentrale Funktionen. Die Segmentierung entspricht dem internen Berichtswesen des Unternehmens.

Als Steuerungsinstrumente nutzt der Vorstand das konzernweite Reporting-System sowie die strategische Konzernplanung. Die strategische Planung umfasst drei Jahre und wird jährlich während des Budgetprozesses aktualisiert sowie gegebenenfalls auch unterjährig angepasst.

Monatlich berichten alle Geschäftseinheiten und Tochterunternehmen im Rahmen des konzernweiten Reportings über ihre Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die konsolidiert in die Quartals- und Geschäftsberichte des Konzerns eingehen.

Darüber hinaus gewährleisten die folgenden Komponenten im Wesentlichen die Einhaltung des konzerninternen Steuerungssystems:

regelmäßige Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen
regelmäßige Gesellschafterversammlungen
regelmäßige Sitzungen aller internationalen und nationalen Führungskräfte
Risiko- und Chancenmanagement
Liquiditätsplanung
Interne Revision
Qualitäts-, Arbeitsschutz-, Umwelt- und Energiemanagement

1.4.2 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die folgenden finanziellen Kennzahlen:

Umsatz
EBITDA
Free Cashflow

Damit stellt der FP-Konzern sicher, dass Entscheidungen das Spannungsfeld zwischen Wachstum, Profitabilität und Liquidität ausreichend berücksichtigen.

Der Umsatz dient der Messung des Erfolgs am Markt. Mit dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) misst der Konzern die operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftseinheiten.

Mit der Berücksichtigung des Free Cashflows wird sichergestellt, dass die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleibt. Der Free Cashflow ergibt sich aus dem Saldo von Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich vorgenommener Investitionen.

1.4.3 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben finanziellen Leistungsindikatoren nutzt der FP-Konzern auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. Im Zentrum steht die Qualität des Leistungsspektrums, gemessen an einem Qualitäts- und einem Verbesserungsindikator.

Der Qualitätsindikator misst die Veränderung der Produktqualität auf der Basis der jährlichen Serviceeinsätze im Verhältnis zum durchschnittlichen gewichteten Maschinenbestand. Dabei werden auch laufende Veränderungen wie die Einführung neuer oder die Optimierung bestehender Produkte berücksichtigt. Diese Kennzahl wird in Deutschland erhoben, da aufgrund der hiesigen Organisationsstruktur die Erfassung und Auswertung von Serviceeinsätzen am besten möglich ist, und wird vergleichend auf die international tätigen Tochtergesellschaften angewandt, wo sie beispielsweise der Kostenkalkulation für Vertriebspartner dienen kann.

Auch der Verbesserungsindikator erfasst die Qualität der FP-Produkte und hier insbesondere die Qualität neuer Frankiersysteme. Er basiert auf dem Teileaufwand für Nachbesserungen an ausgelieferten Maschinen und misst das Verhältnis der Teilekosten aus Gewährleistungen zum Gesamtumsatz. Der FP-Konzern erfasst die notwendigen Daten monatlich, wobei eine Analyse der vergangenen Jahre zeigt, dass der Indikator bei der Neueinführung einer neuen Generation von Frankiersystemen tendenziell steigt.

1.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

1.5.1 Forschung und Entwicklung / Ziele und Produktneuheiten

Entwicklung neuer Produkte entlang der FP-eigenen DNA
Unterstützung der wesentlichen strategischen Maßnahmen innerhalb der ACT-Strategie zur Entwicklung neuer, innovativer Produkte und Überarbeitung bestehender Produkte entlang der Customer Journey
Steigerung der Effizienz und Innovationsfähigkeit durch Implementierung neuer, agiler Innovationsmethoden im Rahmen von FP FIT
Überarbeitung der bestehenden Patenstrategie
Etablierung eines Innovationsnetzwerks - enge Kooperation mit Hochschulen und Start-ups

Neue, im FP-Konzern eingeführte Produkte, Ländervarianten und Softwareprogramme

Produktbereich Frankieren und Kuvertieren

PostBase 100 mit dynamischer Waage, neuer automatischer Zuführung und Stapelboxablage
100 Portotabellen weltweit freigegeben
PostBase ONE
PostBase Mini
SANDD
14 neue Ländervarianten

Produktbereich Softwarelösungen

FP-Sign
MailOne Kanada

1.5.2 Die DNA des FP-Konzerns

Innovationskraft der DNA von FP

Die kreative Energie der Entwicklungsingenieure des FP-Konzerns bildet die Plattform für innovative Produkte und Services. Neben der Betreuung der Bestandsprodukte steht die Entwicklung neuer innovativer Produkte und Services im Vordergrund. Agile Entwicklungsmethoden sind dabei seit Jahren gelebte Praxis. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit Hochschulen. Über die Initiierung und Betreuung von Abschlussarbeiten entstehen in der Zusammenarbeit zwischen erfahrenen FP-Ingenieuren und Studenten neue Ideen, die in die Entwicklung innovativer Produkte und Services übernommen werden. Des Weiteren sucht die FP gezielt Partnerschaften mit jungen Unternehmen. Die Herausforderungen der digitalen Transformation von Unternehmen entstehen auf vielen Ebenen und bedingen Kooperationen, um das steigende Tempo von Innovationszyklen zu halten. Die DNA der FP prädestiniert den Konzern, in die Bereiche Industrie 4.0 und Internet of Things vorzudringen.

Kryptographie (Sicherheits- und Verschlüsselungssoftware)

Seit mehr als 15 Jahren wird bei Francotyp-Postalia das Know-how der angewendeten Kryptographie entwickelt und laufend an neue Techniken und Erfordernisse angepasst. Das Beherrschen dieser Technik ist unverzichtbar für alle FP-Produkte und stellt eine herausragende Disziplin dar. Kryptographie ist ursprünglich die Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen. Heute befasst sich Kryptographie auch allgemein mit der Konzeption, Definition und Konstruktion von Informationssystemen, die widerstandsfähig gegen Manipulation und unbefugtes Lesen sind, also dem Thema Informationssicherheit. Sie wird damit überall dort eingesetzt, wo die sichere Speicherung und Übertragung von vertraulichen Daten notwendig ist. Ergänzt werden diese Techniken um Funktionen, die es gestatten, den Absender einer Information eindeutig zu identifizieren. Im Fall der Frankiersysteme ist dies im Wesentlichen die hochsichere Übertragung von Geldwerten und Sensorikdaten.

Sensorik / Aktorik (oder Aktuatorik)

Die in den Frankiersystemen und anderer Geräte eingesetzten Sensoren erkennen äußere und innere Betriebszustände. Sie erfassen beispielsweise Temperaturen, Geschwindigkeiten oder Helligkeiten. Diese Informationen werden in den Frankiersystemen aufgezeichnet und mittels spezieller Softwareprogramme in die Steuerung von Antriebselementen sogenannter Aktoren umgesetzt. So kann sichergestellt werden, dass der Transport, der Druck und der Schutz der Systeme auf einem hohen Qualitätsniveau erfolgt.

Software

Der Stellenwert von Software ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der weltweit eingesetzten FP-Produkte. Die Softwarenentwicklung innerhalb des FP-Konzerns reicht von der Maschinensteuerung über die Gruppe von Anwendungen, die auf PCs laufen bis hin zu den Servern, die unsere Kryptographie realisieren, und Web-Anwendungen. Software überspannt heutzutage eine große Bandbreite an unterschiedlichen Techniken. FP organisiert die Software-Entwicklung zunehmend in Kompetenzzentren. Diese stellen sicher, dass wir in den unterschiedlichen Bereichen der Softwaretechnik am Puls der Zeit bleiben. Die Entwicklung von Mobil-Apps ist hier ein gutes Beispiel. Zusammen mit externen Partnern können wir zeitnah auf Trends reagieren. Der Ausbau der Kompetenzzentren wird in 2017 weiter vorangetrieben.

Konnektivität

Ein Produkt oder ein Service der FP ist heute keine isoliert arbeitende Einheit mehr. FP verfügt beispielsweise über mehr als 110.000 PostBase-Systeme, die alle mit dem sogenannten FP Repository verbunden sind. Über dieses System können u. a. neue Klischees auf die jeweiligen Systeme geladen werden. Jedes Produkte und jeder Service stellt also ein komplexes System dar, das mit verschiedenen anderen Computern und Systemen in Verbindung steht und kommuniziert. Der Navigator für Frankiersysteme stellt eine Verbindung zu hybriden (Web-Mail) oder vollelektronischen Versandsystemen her. Über Cloud-Systeme können Paketdienste abgerufen bzw. Verträge und Dokumente auch mobil rechtsverbindlich, sicher und vertraulich ausgetauscht werden. Neben der Verbindung über Produktgrenzen hinweg werden auch innerhalb eines Produktes Dienste zur Verfügung gestellt, die durch den Verbund mit anderen Teilsystemen erst möglich werden. Beispielsweise kann bei der Eingabe einer Adresse geprüft werden, ob es sich um eine gültige Adresse handelt.

1.5.3 Innovative Produktentwicklung

Aufbau und Mitarbeiter des Bereichs Forschung und Entwicklung

Bereiche Forschung und Entwicklung

Aufteilung Mitarbeiter auf die Bereiche Forschung und Entwicklung (IN %)

Mitarbeiter Forschung und Entwicklung

Ende 2016 waren in den Bereichen Forschung und Entwicklung des Konzerns (einschließlich Tochtergesellschaften) 75 Beschäftigte fest angestellt; dies entspricht 7,1 % (im Vorjahr 7,4 %) der Konzernbelegschaft. Für bestimmte Projekte werden bei Bedarf zusätzliche, externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter temporär eingesetzt. Ende 2016 betrug deren Anteil 10,7 % der festangestellten F&E-Belegschaft.

Ausgewählte Entwicklungsthemen Forschung und Entwicklung

FP-Sign

FP-Sign ist eine plattformbasierte Lösung zur digitalen Abwicklung von dokumentenbasierten Transaktionen und Prozessen im Rahmen von BSI-zertifizierten Cloud-Anwendungen. Mit FP-Sign können Kunden Dokumente einfach digital rechtskonform zeichnen und gegenzeichnen. Die dafür entwickelte Lösung ermöglicht allen Vertragsparteien einen einfachen Zugang unabhängig von Zeit und Ort. Die Authentifizierung für das Portal erfolgt dabei z. B. durch Videoidentifizierung oder durch mobile Tan-Verfahren. FP-Sign lässt sich vielfältig nutzen. Als Enterprise-Lösung kann die Anwendung in bestehende CRM- und ERP-Systeme über offene Schnittstellen integriert werden. Besonders für Großunternehmen ist dies von Vorteil, da jede Fachabteilung von Personal, Einkauf bis zum Vertrieb über eigene Anwendungen verfügt, in die FP-Sign nahtlos eingebunden wird. Darüber hinaus lässt sich die Software als Service-Lösung auch über ein Portal ansteuern. Dieser Zugang macht diese Variante besonders für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv, weil kein Implementierungsaufwand entsteht und FP-Sign bedarfsgerecht unmittelbar genutzt werden kann.

Der Vorteil für die Kunden: Verträge und andere rechtlich relevante Dokumente können innerhalb kürzester Zeit von allen zeichnenden Parteien digital rechtskonform ohne unnötige Medienbrüche unterschrieben werden.

PostBase One

Im Frühjahr 2016 wurde die PostBase One termingerecht in den Markt eingeführt. Das neue System, das die PostBase-Produktfamilie in der oberen Leistungsklasse abrundet, kann zwischen 120 und 150 Briefe pro Minute verarbeiten. Wesentliche Erfolgsfaktoren der PostBase One sind der in dieser Leistungsklasse immer noch konkurrenzlose vertikale Brieftransport für echten Mischpostbetrieb; d. h. die Verarbeitung von nicht nach Format und Stärken (bis zu 20 mm) vorsortierten Briefen.

Darüber hinaus wurde die PostBase One als modular wandelbares System konzipiert. Je nach Kundenbedürfnis kann dem Kernsystem eine

automatische Briefzuführung,
eine Anlagenerweiterung für höhere Briefmengen,
ein automatischer Briefschließer (Power Sealer),
eine dynamische Waage,
verschiedene Briefablagen,
eine extern frei platzierbare statische Waage sowie eine Kuvertieranbindung

und die Softwareprodukte NavigatorBasic (PC-Steuerungssoftware), NavigatorPlus (Kostenmanagement) und MailReport hinzugefügt werden. Wie alle übrigen PostBase-Systeme erfolgt die intuitive Bedienführung auch bei der PostBase One über das schwenkbare Farbtouch-Display. Alle Frankiersysteme der FP folgen nunmehr der gleichen Bedienphilosophie, welche den Aufwand und Schulungsbedarf für Test, Service und Hotline erheblich reduziert. Ein hoher Anteil wiederverwendeter Bauteile, z. B. das Sicherheitsmodul oder die Waagekomponenten und die einfache Bedienung von Kartuschen, runden das Produktergebnis ab.

PostBase 100 mit dynamischer Waage

Maßstäbe für die Entwicklung der PostBase 100 mit dynamischer Waage waren Effizienz und hohe Produktivität. Auf dem Weg zu mittleren Postvolumen stellt das neue Frankiersystem PostBase 100 ein innovatives System zur Verfügung, das höchsten Komfort mit Schnelligkeit verknüpft. Mit der PostBase 100 können bis zu 100 Sendungen pro Minute verarbeitet werden. Die Besonderheit der neuen PostBase ist die dynamische Waage. Mit dieser können Kunden Stapel gleichförmiger Mischpost bequem verarbeiten. Die automatische Zuführung vereinzelt die Sendungen und führt sie der dynamischen Waage zu. Die Waage ermittelt das Gewicht und die signifikanten Dimensionen der jeweiligen Sendung und berechnet daraus das Frankierporto. Dieser Wert wird an das Frankiersystem übertragen, so dass die Abrechnung und Frankierung automatisch erfolgt.

MailOne Canada

MailOne bietet Kunden eine cloudbasierte Lösung für den Versand von Paketen durch die Kanadische Post an. Kunden, die bereits ein Frankiersystem von Francotyp-Postalia im Einsatz haben, können MailOne mühelos in Kombination mit dem Frankiersystem kombinieren.

Neukunden können sich auf einfache Weise registrieren und die angebotenen Dienste einfach nutzen. MailOne kann aufgrund der angewandten Cloud-Technik auch auf mobilen Geräten eingesetzt werden.

Entwicklungsprozesse

Durch den Einsatz agiler Entwicklungsmethoden, z. B. SCRUM, hat FP die Möglichkeit, Produkte dynamisch an die Marktbedürfnisse anzupassen. Hierbei besteht am Anfang eines Projektes eine Vorstellung des Projektes, die jedoch nicht starr im Sinne eines herkömmlichen Wasserfall-Modells durchgeführt wird, sondern durch den frühzeitigen Kontakt mit Kunden und Marketing fortwährend verbessert werden kann.

Neben der agilen Umsetzung von Projekten setzt FP vermehrt auch agile Methoden in der Definitionsphase von Produkten ein. Diese Design Sprints (auch Google Sprint genannt) führen zu einem schnellen Marktfeedback bereits in der Phase der Entstehung der Produktidee. Ziel dieser Methode ist es, bereits nach fünf Tagen ein qualifiziertes Feedback zur Produktidee zu erhalten.

Konstruktions-, Elektronik- und Entwicklungslabore

Innovative Techniken werden ebenso im Bereich der Konstruktion eingesetzt. Für die von FP entwickelten Produkte und Services erwartet der Kunde eine hohe Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb. Daneben soll das System auch die gehobenen Designansprüche an ein modernes Büro erfüllen. Denn insbesondere die FP-Lösungen für das kleinere und mittlere Leistungssegment finden den Einzug von der traditionellen Poststelle direkt in die Büros der Kunden. Neben der leichten Bedienbarkeit sind es zwei Faktoren, die die hohe Kundenakzeptanz begründen:

1. Eine sehr geringe Betriebslautstärke

2. Ein preisgekröntes Design

Wesentlicher Grund für die erfolgreiche Konstruktion sind frühzeitige und intensive Testphasen der Wirkprinzipien in den FP-Laboren, mit entsprechendem Feedback an die Konstrukteure. Das Feedback kann sofort in den CAD-Systemen (Computer Aided Design) umgesetzt werden. Die dort gewonnenen neuen Konstruktionsdaten gehen direkt an einen der 3D-Drucker, um das neue Bauteil in kürzester Zeit vorlegen, anwenden und erneut testen zu können. Dieses Vorgehen spart Zeit und beschleunigt die Entwicklungsprozesse.

Zusammenarbeit Universitäten

Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und anderen Bildungsträgern ist essenziell für jedes Unternehmen, das für die Zukunft gewappnet sein will. Der FP-Konzern bildet keine Ausnahme. FP bietet Studenten, die an ihren Bachelor- und Masterabschlüssen arbeiten, Möglichkeiten, mit erfahrenen FP-Ingenieuren und der FP-Entwicklung zusammenzuarbeiten und die Labore und Werkstätten der FP für eigene Forschungen und Entwicklungen zu nutzen. Für interessierte Studenten bietet FP darüber hinaus Gelegenheiten, ein Semester in ausländischen Niederlassungen zu verbringen.

1.5.4 Zulassungsbedingungen und -prozesse für Produkte und Services des FP-Konzerns

Die meisten der FP-Produkte und -Services benötigen eine Betriebszulassung von einer Regulierungsbehörde. Bei den Frankiersystemen sind dies die Postbehörden, bei den Softwareprodukten häufig das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie), um nur die wichtigsten zu nennen.

Die Postbehörden verlangen einen Nachweis, dass die Sicherheit eines Frankiersystems jederzeit gewährleistet ist. Der Transfer von milliardenhohen Portogeldern zwischen den cloudbasierten Infrastrukturen der nationalen Postgesellschaften und den Frankiersystemen der Kunden bedingt hochsichere Kommunikationswege innerhalb des Internets. Hierbei handelt es sich um Geld, das ein Kunde für die Beförderungs-Dienstleistung der Post zu entrichten hat und jeweils auf sein Frankiersystem aufladen muss. Dieses Geld muss exakt verrechnet und übertragen werden. Es ist offensichtlich, dass die Postgesellschaften an einem hohen Sicherheitsniveau interessiert sind und von den Herstellern verlangen, dass jedes neue Modell gemäß einer Prüfvorschrift validiert wird. Zur Durchführung dieser Prüfungen werden akkreditierte Prüflabore eingesetzt.

Neben der initialen Genehmigung erfolgt eine regelmäßige Überprüfung durch die jeweiligen Postgesellschaften, ob die Sicherheitsanforderungen auch über die Laufzeit des Produktes sichergestellt sind. In diesen Audits wird nicht nur der Sicherheitslevel überprüft. Wichtiger Bestandteil ist ferner die Prüfung und Bewertung an sich. Sicherheit auf diesem hohen Niveau kann nur durch wohldefinierte und langfristig gelebte Prozesse sichergestellt werden. Insbesondere die langjährige Konstanz und Qualität ist eine der Kernkompetenzen der Francotyp-Postalia und erklärt die hohe Barriere für Unternehmen, die in den Frankiermaschinenmarkt einsteigen wollten. Hier finden sich zudem die Schnittstellen mit exzellenten Synergiepotentialen zu den modernen Produkten, wie z. B. FP-Sign. Vertraulichkeit, Sicherheit und Rechtsverbindlichkeit sind in diesem Zusammenhang unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg der Produkte und Services.

TYPISCHER ZULASSUNGSVERLAUF

1.5.5 Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Geschäftsjahr 2016 haben sich die Forschungs- und Entwicklungskosten um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Periode (Aktivierungsquote) hat sich im Berichtszeitraum von 54,6 % im Vorjahr auf 49,3 % vermindert.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN (IN MIO. EUR)

1.6 MITARBEITER

Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. Dezember 2016 mit Vorjahresvergleich verteilte sich wie folgt auf die Segmente:

ENTWICKLUNG DER MITARBEITERZAHL

Im Mai 2016 vereinbarte Francotyp-Postalia für insgesamt 190 Beschäftigte in Deutschland Tarifverträge mit einer Laufzeit bis 2020. Die Verträge beinhalten für drei Viertel dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Beschäftigungsgarantie bis zum 31. Dezember 2020.

Der Rückgang der Beschäftigten im Segment Vertrieb Deutschland erfolgte im Wesentlichen aufgrund der geplanten Neuausrichtung des Kundenservice im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren.

2. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2016 nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um über drei Prozent. Höheren Zuwächsen in Schwellenländern standen niedrigere Wachstumsraten in den für den FP-Konzern vor allem relevanten Industriestaaten gegenüber. Insbesondere in den USA, dem größten FP-Auslandsmarkt, schwächte sich 2016 die Wachstumsdynamik ab. Die Wirtschaft in den Euro-Staaten und in Deutschland entwickelte sich dagegen etwas besser, wie folgende Grafik zeigt:

BIP-WACHSTUM IN 2016

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Welt USA Euroraum Deutschland
+3,1 % +1,6 % +1,7 % +1,9 %

Quellen: IWF, Bureau of Economic Analysis, Eurostat, Statistisches Bundesamt

Eine volatile Entwicklung verzeichnete der Euro- / US-Dollar-Wechselkurs. Nachdem der Euro im ersten Halbjahr 2016 noch eine Position der relativen Stärke gegenüber dem US-Dollar behaupten konnte, gab er im zweiten Halbjahr kontinuierlich nach. Zum Jahresende 2016 notierte der Euro bei 1,05 US-Dollar und lag damit 4 Cent unter dem Vorjahresendkurs von 1,09 US-Dollar.

Der FP-Konzern beschäftigt sich in aus- und inländischen Märkten mit der Verarbeitung von Post. Nach wie vor werden verschiedenen Poststatistiken zufolge pro Jahr weltweit rund 320 Milliarden Briefe vor allem in Europa und Nordamerika befördert. Doch das weltweite Briefvolumen sank der Weltpostunion zufolge 2015 um 3,3 %; Zahlen für 2016 sind noch nicht veröffentlicht. Dieser Rückgang verändert den Markt für Frankiersysteme und führt insgesamt zu leichten Rückgängen. Eine Ausnahme bildet das A-Segment, die Domäne des FP-Konzerns. Hier kam es in den vier größten Märkten USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland seit 2010 zu deutlichen Zuwächsen, wie nachfolgende Grafik zeigt.

DURCHSCHNITTLICHE JÄHRLICHE WACHSTUMSRATE VON 2010-2015

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A-Segment B-Segment C-Segment
+3,4 % -0,7 % -11,2 %

Quelle: Poststatistiken und eigene Annahmen

2.2 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Am 1. Juli 2016 ist die EU-Verordnung über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt, kurz eIDAS-Verordnung, in Kraft getreten. Die Verordnung enthält verbindliche europaweit geltende Regelungen in den Bereichen "Elektronische Identifizierung" und "Elektronische Vertrauensdienste". Neben einer Neuregelung elektronischer Signaturen zählen dazu auch Dienste rund um elektronische Siegel und Zeitstempel, die Zustellung elektronischer Einschreiben und Webseiten-Zertifikate. In 2016 hat es darüber hinaus keine wesentlichen Veränderungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen für das Geschäft des FP-Konzerns gegeben.

3. ERTRAGSLAGE

3.1 ENTWICKLUNG WESENTLICHER POSTEN DER KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Mio. Euro 2016 2015 Veränderung

in %
Umsatzerlöse 203,0 191,1 6,2 %
Bestandsveränderungen 0,2 -0,1 -
Andere aktivierte Eigenleistungen 11,4 15,8 -27,8 %
Gesamtleistung 214,5 206,7 3,8 %
Sonstige Erträge 3,8 4,3 -12,5 %
Materialaufwand 96,5 91,3 5,7 %
Personalaufwand 57,4 57,4 0,1 %
Andere Aufwendungen 37,1 35,6 4,3 %
EBITDA 27,2 26,8 1,6 %
Abschreibungen und Wertminderungen 17,5 17,8 -1,8 %
EBIT 9,7 9,0 8,1 %
Zinsergebnis -0,2 -1,6 -
Sonstiges Finanzergebnis 0,1 0,2 -53,1 %
Ertragsteuern -3,4 -3,9 -13,1 %
Konzernergebnis 6,2 3,7 66,5 %

3.1.1 Umsatzentwicklung

KONZERNUMSATZ (IN MIO. EUR)

Im Geschäftsjahr 2016 behielt der FP-Konzern seinen Wachstumskurs bei und steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,2 %. Dabei haben alle Produktbereiche zum Wachstum beigetragen. Der Umsatz im traditionellen Geschäft Frankieren und Kuvertieren stieg im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr entgegen dem Markttrend um 1,9 % auf 125,9 Mio. Euro. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte erzielte das Unternehmen im Jahr 2016 im Kerngeschäft eine Wachstumsrate in Höhe von 3,8 %.

Im deutschen Heimatmarkt steigerte der FP-Konzern im Geschäftsjahr 2016 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 10,8 % auf 111,9 Mio. Euro. Bedeutenden Anteil an diesem Zuwachs hatte der Produktbereich Mail Services, dessen Umsatz in 2016 - auch bedingt durch eine Tarifänderung der Deutsche Post AG - um 16,8 % auf 62,8 Mio. Euro anstieg. Dabei erhöhte sich das Briefvolumen auf rund 212 Mio. Sendungen im Vergleich zu rund 198 Mio. Sendungen im Jahr 2015. Auch im Geschäft mit Softwarelösungen konnte der Umsatz mit Neu- und Bestandskunden im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 % auf 14,2 Mio. Euro gesteigert werden. Im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren realisierte das Unternehmen in Deutschland im Jahr 2016 einen um 3,9 % gesteigerten Umsatz von 35,2 Mio. Euro (im Vorjahr 33,9 Mio. Euro).

Größter ausländischer Markt des FP-Konzerns blieben auch im Jahr 2016 die USA; der Umsatz wuchs dort von 42,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 43,5 Mio. Euro. Nach Ende der Dezertifizierung entwickelte sich das Neugeschäft mit der PostBase unverändert erfreulich. Bedingt durch den starken Euro infolge des Brexit-Votums verringerte sich hingegen der Umsatz in Großbritannien in 2016 auf 17,2 Mio. Euro im Vergleich zu 19,3 Mio. Euro im Jahr zuvor. Auf Eurobasis stiegen die ausländischen Umsätze trotz des starken Gegenwindes durch Währungseffekte auf insgesamt 91,1 Mio. Euro gegenüber 90,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die negativen Wechselkurseffekte über alle Fremdwährungen summierten sich im Jahr 2016 auf insgesamt 2,3 Mio. Euro.

UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN

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in Mio. Euro 2016 2015 Veränderung

in %
Wiederkehrende Erträge 161,9 154,3 4,9
Vermietung 32,7 31,4 4,2
Service / Kundendienst 19,7 22,3 -11,5
Verbrauchsmaterial 23,4 23,1 1,3
Teleporto 9,0 10,0 -10,2
Mail Services 62,8 53,8 16,8
Software 14,2 13,7 4,0
Erträge aus Produktverkäufen 41,1 36,8 11,7
Frankieren 32,6 28,2 15,6
Kuvertieren 7,1 7,3 -2,7
Sonstige 1,4 1,3 7,5
Gesamt 203,0 191,1 6,2
Wiederkehrende Umsatzerlöse 79,7 % 80,7 %
Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse 20,3 % 19,3 %

Der Anstieg der Umsätze aus der Vermietung von Frankiersystemen beruht im Besonderen auf den Vertriebserfolgen im Mietmarkt USA. Im Jahr 2015 konnte der FP-Konzern sehr erfolgreich den Austausch von postalisch abgemeldeten Frankiersystemen (Dezertifizierung) abschließen und schaffte damit die Basis für mittel- und langfristig wiederkehrende Umsätze. Im Geschäftsjahr 2016 knüpfte das Unternehmen nahtlos an die positive Entwicklung der Vorjahre an. Die Umsätze mit Services und Teleporto waren hingegen rückgängig. Im Vorjahr hatten Portoänderungen das Servicegeschäft im Ausland, insbesondere in den USA und Österreich, stärker beeinflusst. Generell führt die hohe Qualität der PostBase zu weniger Ad-hoc-Serviceeinsätzen. Bedingt durch den vermehrten Abschluss von sogenannten All-in-Verträgen in den USA kommt es zu einer Verschiebung zwischen den Service- / Teleportoumsätzen in Richtung der Umsätze aus Vermietungen.

Der gegenüber dem Vorjahr signifikante Anstieg der Erträge aus Produktverkäufen im Kerngeschäft geht insbesondere auf die vertrieblichen Erfolge und die weiterhin hohe Nachfrage nach dem Frankiersystem PostBase in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden sowie durch internationale Händler zurück. In Großbritannien ist der FP-Konzern auch Finanzierungspartner seiner Kunden und setzte im Jahr 2016 verstärkt Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung ein.

AUFTEILUNG DER UMSATZERLÖSE (IN PROZENT)

3.1.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Der planmäßige Rückgang der aktivierten Eigenleistungen im Berichtsjahr 2016 ist im Wesentlichen eine Folge der im Vorjahr abgeschlossenen Dezertifizierung in den USA, die im Jahr 2015 für einen besonderen Nachfrageschub für das Frankiersystem PostBase gesorgt hatte. Die in den aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Zugänge an vermieteten Erzeugnissen lagen im Jahr 2016 bei 6,8 Mio. Euro gegenüber 11,0 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anteil der enthaltenen Entwicklungsleistungen verminderte sich gegenüber dem Jahr 2015 leicht um 0,2 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro.

3.1.3 Sonstige Erträge

Im Jahr 2016 realisierte der FP-Konzern erhöhte Erträge aus Aufwandszuschüssen und Zulagen in Höhe von 1,4 Mio. Euro (im Vorjahr 1,0 Mio. Euro) sowie Erträge aus verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. Euro (im Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Der Rückgang der sonstigen Erträge im Berichtsjahr von insgesamt 0,5 Mio. Euro beruht im Wesentlichen auf Entkonsolidierungseffekten aus der unterjährigen Änderung des Konsolidierungskreises, die sich im Jahr 2015 positiv auf die sonstigen Erträge ausgewirkt hatten.

3.1.4 Materialaufwand

Wesentlicher Treiber des Anstiegs des Materialaufwandes im Berichtsjahr war das starke Wachstum im Bereich Mail Services. In der Folge erhöhten sich im Jahr 2016 die Aufwendungen für bezogene Leistungen auf 60,9 Mio. Euro gegenüber 54,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verminderten sich im Jahr 2016 trotz des leichten Umsatzanstiegs im Kerngeschäft Frankieren und Kuvertieren auf 35,6 Mio. Euro im Vergleich zu 36,7 Mio. Euro im Jahr 2015. Hierbei hat sich die Entwicklung des Euro zum Britischen Pfund ausgewirkt. Die Materialaufwandsquote verblieb im Ergebnis mit 47,6 % etwa auf Vorjahresniveau.

3.1.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand blieb im Berichtsjahr bei allgemeinen Entgelterhöhungen weltweit sowie punktuellen Verstärkungen im Zuge der strategischen Neuaufstellung des FP-Konzerns nahezu auf Vorjahresniveau. Entlastend wirkten dabei Wechselkurseffekte. Im Jahr 2015 waren zudem 0,8 Mio. Euro einmalige Aufwendungen für die Neuausrichtung des Kundenservice in Deutschland sowie 0,4 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Ausscheiden des Vorstandssprechers angefallen. Die Personalaufwandsquote hat sich im Berichtsjahr infolge des Umsatzanstiegs auf 28,3 % gegenüber 30,0 % im Vorjahreszeitraum verbessert.

3.1.6 Andere Aufwendungen

Im Anstieg der anderen Aufwendungen im Berichtsjahr spiegelt sich im Wesentlichen die Neuausrichtung des FP-Konzerns im Rahmen der ACT-Strategie wider. Hierbei erhöhten sich insbesondere die Aufwendungen für Gebühren und Beratungsleistungen in Höhe von 5,4 Mio. Euro gegenüber 3,9 Mio. Euro im Vorjahr. Des Weiteren stiegen mit Bezug auf die ACT-Strategie auch die übrigen sonstigen Aufwendungen um 0,5 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro. Wesentliche Position waren dabei Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Produkte De-Mail und EGVP in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Weitere wesentliche Positionen der anderen Aufwendungen umfassten im Jahr 2016 gestiegene Aufwendungen für Marketing und personalbezogene Kosten in Höhe von 3,2 Mio. Euro und 1,8 Mio. Euro gegenüber 2,8 Mio. Euro und 1,5 Mio. Euro im Vorjahr. Entlastend auf die anderen Aufwendungen im Berichtsjahr wirkten der Wegfall von Aufwendungen für den Betrieb des in 2015 eingestellten Betriebes in Singapur sowie gegenüber dem Vorjahr veränderte Wechselkursrelationen.

3.1.7 EBITDA

EBITDA (IN MIO. EUR)

Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns verminderte sich im Berichtsjahr auf 13,4 % nach 14,0 % im Vorjahr. Belastend auf das EBITDA wirkten dabei Währungseffekte und insbesondere die Entwicklung des Euro zum Britischen Pfund. Die negativen Wechselkurseffekte im Jahr 2016 summierten sich auf insgesamt 1,1 Mio. Euro. Daneben war das EBITDA im Jahr 2016 auch durch Sondereinflüsse geprägt, die sich wie folgt zusammensetzen:

Aufwendungen zur Erarbeitung der Strategie ACT sowie zur Umsetzung erster FP FIT-Maßnahmen in Höhe von 1,0 Mio. Euro
Aufwendungen im Zuge der Neuausrichtung der Produkte De-Mail und EGVP im Rahmen der ACT-Strategie in Höhe von insgesamt 1,3 Mio. Euro
Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. Euro

3.1.8 Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen - bereinigt um außerplanmäßige Wertminderungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (im Vorjahr 1,0 Mio. Euro) - erhöhten sich im Berichtsjahr wie erwartet leicht. Grund hierfür sind im Wesentlichen die höheren Abschreibungen auf vermietete Erzeugnisse einschließlich Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 9,4 Mio. Euro (im Vorjahr 9,0 Mio. Euro).

3.1.9 EBIT

EBIT (IN MIO. EUR)

Das EBIT stieg im Jahr 2016 aufgrund des höheren EBITDA und der geringeren Abschreibungen und Wertminderungen im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 % auf 9,7 Mio. Euro.

3.1.10 Zinsergebnis

Das deutlich verbesserte Zinsergebnis im Jahr 2016 resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 0,9 Mio. Euro (im Vorjahr 1,4 Mio. Euro), höheren Zinserträgen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,6 Mio. Euro) sowie aufgrund von Einmaleffekten aus steuerlich bedingten Zinserträgen und -aufwendungen.

3.1.11 Ertragsteuern

Der FP-Konzern hat wie angekündigt im Jahr 2016 Maßnahmen zur deutlichen Verbesserung der Steuerquote umgesetzt, die sich in der Folge auf 35,5 % nach 51,3 % im Vorjahr beläuft.

3.1.12 Konzernergebnis

KONZERNERGEBNIS (IN MIO. EUR)

Das Ergebnis pro Aktie (EPS) verbesserte sich im Jahr 2016 infolge des deutlich verbesserten Konzernergebnis um 64,5 % auf 0,36 Euro nach 0,22 Euro im Vorjahr (un- / verwässert).

3.1.13 Zusammenfassung der Ergebnisse pro Segment

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Umsatz1) EBITDA
in Mio. Euro 2016 2015 Veränderung

in %
2016 2015 Veränderung

in %
--- --- --- --- --- --- ---
Produktion 4,9 4,4 11,8 % 7,0 10,6 -33,9 %
Vertrieb Deutschland 112,2 101,4 10,7 % 8,6 6,6 31,3 %
Vertrieb International 85,7 85,4 0,3 % 18,6 16,6 12,2 %
Zentrale Funktionen - - - -6,6 -4,3 -54,3 %
Konzern2) 203,0 191,1 6,2 % 27,2 26,8 1,6 %

1) Umsatzerlöse mit externen Dritten.

2) Weitere Informationen zur Konzernüberleitung finden sich im Anhang in Abschnitt II.

4. FINANZLAGE

4.1 GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität des FP-Konzerns zu sichern. Das Unternehmen erreicht dieses Ziel durch den Einsatz verschiedener Finanzierungsinstrumente. Bei deren Auswahl werden die Flexibilität, die Art der Kreditauflagen, das bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der Finanzierung berücksichtigt. Die längerfristige Liquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativen Planung. Grundsätzlich stammt ein wesentlicher Teil der Liquidität des FP-Konzerns aus der operativen Geschäftstätigkeit der Segmente mit dem daraus resultierenden Mittelzufluss. Ergänzend nutzt das Unternehmen Kredite von Finanzinstituten und Finanzierungsleasing.

4.2 DIVIDENDENBERECHTIGTER BILANZGEWINN UND DIVIDENDE

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 7. Juni 2017 vor, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 0,16 Euro je Aktie auszuschütten.

Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2016 erfolgt aus dem steuerlich ausschüttbaren Gewinn. Die Brutto-Dividende steigt gegenüber dem Vorjahr um 0,04 Euro. Im Geschäftsjahr 2016 hatte der FP-Konzern eine steuerfreie Bruttodividende von 0,12 Euro gezahlt. Zur Ermittlung des dividendenberechtigten Bilanzgewinns wird auf die Angaben im Anhang in Abschnitt IV. verwiesen. Unter der Voraussetzung der Zustimmung zum Dividendenvorschlag durch die Hauptversammlung wird sich die Gesamtsumme der Ausschüttung für die dividendenberechtigten Aktien auf 2,6 Mio. Euro belaufen. Der Vorstand schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

4.3 FINANZIERUNGSANALYSE

FINANZVERBINDLICHKEITEN (IN MIO. EUR)

Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie bestehende bzw. unterjährig angepasste Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten und Finanzierungsleasingvereinbarungen.

KONSORTIALDARLEHEN (IN MIO. EURO)

Im Geschäftsjahr 2016 schloss der FP-Konzern mit einem starken, international agierenden Bankenkonsortium einen neuen, signifikant erweiterten Konsortialdarlehensvertrag zu verbesserten Rahmenbedingungen und Konditionen über 120,0 Mio. Euro ab, verbunden mit einer Erhöhungsoption von 30,0 Mio. Euro. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren bis zum 14.06.2021 mit zweimaliger Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr. Damit wurden vorzeitig Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der bis Oktober 2019 laufenden bisherigen Finanzierung in Höhe von 30,1 Mio. Euro abgelöst.

Der FP-Konzern ist gemäß dem neuen Konsortialdarlehensvertrag verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten:

Unter dem bisherigen Kreditengagement hatte der FP-Konzern noch vier deutlich enger gefasste Finanzkennzahlen einzuhalten (Verschuldungsgrad, Kapitaldienstdeckungsgrad, bereinigte Eigenmittel und Eigenmittelquote).

Zu den weiteren wesentlichen inhaltlichen Neuerungen der Finanzierungsdokumentation auf Basis der britischen Loan Market Association (LMA) gehört auch die Möglichkeit, Teile des Kreditrahmens in Fremdwährung ausnutzen zu können. Des Weiteren schafft der neue Kreditvertrag auch Finanzierungssicherheit für Akquisitionen. Zudem hat der FP-Konzern zukünftig unternehmerische Freiräume zur Eingehung weiterer finanzieller Verpflichtungen. Auch die Konditionen (Marge zzgl. dem Referenzzinssatz und Bereitstellungsprovision) konnten im Vergleich zur bisherigen Finanzierung verbessert werden. Durch den neuen Konsortialdarlehensvertrag hat der FP-Konzern insgesamt deutlich an finanzieller Stabilität und Flexibilität gewonnen. Ausdruck der neuen Finanzstärke des FP-Konzerns ist eine deutlich verbesserte Bewertung und Wahrnehmung des Unternehmens am Banken- und Kapitalmarkt.

Sämtliche Kreditbedingungen wurden im Berichtsjahr durchgängig eingehalten.

Im Jahr 2016 hat der FP-Konzern von der Ausübung des Bedingten Kapitals Gebrauch gemacht und das Grundkapital um 55.356 Aktien auf 16.215.356 auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht.

4.4 INVESTITIONSANALYSE

INVESTITIONEN (IN MIO. EUR)

Der FP-Konzern verfolgt eine fokussierte Wachstumsstrategie. Das Unternehmen investierte 2016 erneut stark in künftiges Wachstum und hierbei unter anderen in die Produktentwicklung, die Produktion und andere Kern- und Unterstützungsprozesse sowie in eine hohe Zahl von Frankiersystemen zur Vermietung in den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Italien.

Der planmäßige Rückgang der Investitionen in vermietete Erzeugnisse im Berichtsjahr 2016 ist eine Folge der im Vorjahr abgeschlossenen Dezertifizierung in den USA, die im Jahr 2015 für einen besonderen Nachfrageschub für das Frankiersystem PostBase gesorgt hatte. Der Anstieg der Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte beruht im Wesentlichen auf der Investition in Software zum Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relation Management - CRM) im Kerngeschäft in Deutschland sowie in kleinere Akquisitionen in Kundenlisten in Großbritannien und Kanada. Im Jahr 2016 hat der FP-Konzern zudem die Minderheitenanteile an der IAB erworben.

4.5 AUSSERBILANZIELLE FINANZINSTRUMENTE

Der FP-Konzern nutzt Operate-Lease-Vereinbarungen, um zum Beispiel Geschäftsräume oder Fahrzeuge anzumieten. Des Weiteren existieren steuerlich nicht angesetzte Verlustvorträge in Höhe von 5,7 Mio. Euro (im Vorjahr 9,9 Mio. Euro).

4.6 LIQUIDITÄTSANALYSE

LIQUIDITÄTSANALYSE

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in Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 22,1 18,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -17,6 -20,1
Free Cashflow 4,6 -1,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -0,7 2,4
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel 3,8 1,0
Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel -1,1 0,6
Finanzmittel am Anfang der Periode 15,9 14,4
Finanzmittel am Ende der Periode 18,7 15,9

LIQUIDITÄTSANALYSE (IN MIO. EURO)

2015

2016

Der Anstieg des Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit resultierte aus der Erhöhung des EBITDA bei einer soliden Entwicklung des Working Capital. Dabei wurde der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit durch den Einsatz von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung sowie Kundenbindung, und in der Folge deutlich erhöhter Forderungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 4,1 Mio. Euro, beeinflusst. Positiv ausgewirkt hat sich ein einmaliger Zahlungseingang in Höhe von 1,7 Mio. Euro aus dem erfolgreichen Abschluss eines Steuerverständigungsverfahrens nach der EU-Schiedskonvention.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit profitierte im Geschäftsjahr 2016 im Wesentlichen von den planmäßig verminderten Investitionen in vermietete Erzeugnisse. Des Weiteren beeinflusste der Erwerb der Minderheitenanteile an der IAB in Höhe von 0,8 Mio. Euro den Cashflow aus Investitionstätigkeit. Bezüglich weiterer Veränderungen wird auf den Punkt "Investitionsanalyse" verwiesen.

Die positive Entwicklung im Jahresverlauf 2016 unterstreicht der Anstieg des Free Cashflow. Bereinigt um die Investitionen in Finance Lease Assets und Minderheitenanteile IAB erzielte der FP-Konzern im Berichtsjahr einen bereinigten Free Cashflow in Höhe von 9,5 Mio. Euro (im Vorjahr 3,1 Mio. Euro).

Die Veränderung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf Dividendenzahlungen an Aktionäre und Minderheitengesellschafter in Höhe von insgesamt 3,4 Mio. Euro, die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,7 Mio. Euro sowie auf eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3,8 Mio. Euro zurückzuführen.

Der FP-Konzern konnte im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

ZUGESAGTE, ABER NICHT AUSGENUTZTE KREDITLINIEN (IN MIO. EUR)

Gemäß dem Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten (siehe Abschnitt 4.3).

5. VERMÖGENSLAGE

BILANZSTRUKTURGRAFIK AKTIVA (IN MIO. EUR)

Das wachsende operative Geschäft prägt auch die Bilanz des FP-Konzerns zum 31. Dezember 2016.

5.1 LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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in Mio. Euro 2016 2015 Erläuterung Veränderung
Immaterielle Vermögenswerte 34,9 33,0 Investitionsbedingter Anstieg sonstiger immaterieller Vermögenswerte, insbesondere Software zum Kundenbeziehungsmanagement (CRM)
Sachanlagen 39,3 42,0 Abschreibungsbedingter Rückgang der vermieteten Erzeugnisse und Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen (3,0 Mio. Euro)
Sonstige Vermögenswerte 9,7 6,0 Anstieg der Forderungen aus Finanzierungsleasing (3,8 Mio. Euro)
Steueransprüche 0,9 8,6 Im Zuge des Fortgangs der Verständigungs- und Schiedsverfahren unterjähriger Ausgleich einer Forderung gegenüber Großbritannien (1,7 Mio. Euro) und Umgliederung der weiteren Steuerforderungen in kurzfristige Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (5,0 Mio. Euro)
Langfristige Vermögenswerte 84,8 89,6
Vorratsvermögen 11,2 11,7 Leichter Rückgang im Rahmen des Working Capital Managements
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19,0 16,9 Anstieg infolge des Ausbaus des operativen Geschäftes
Sonstige Vermögenswerte 25,3 19,0 Anstieg der Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (s. o.) sowie sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte im Rahmen des Ausbaus des operativen Geschäftes
Wertpapiere und liquide Mittel 27,1 18,9 Anstieg der Finanzmittel sowie der Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden (5,5 Mio. Euro)
Kurzfristige Vermögenswerte 82,5 66,5

5.2 EIGENKAPITAL

Zum 31. Dezember 2016 betrug das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG 16,22 Mio. Euro, eingeteilt in 16.215.356 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag.

Zum Jahresende 2016 hielt das Unternehmen im Zuge der Ausübung von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2010 keine eigenen Aktien mehr (im Vorjahr 163.944 Stück bzw. 1,0 % des Grundkapitals). Weitere Angaben zum genehmigten und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechten können dem erläuternden Bericht des Vorstands gemäß § 315 Abs. 4 HGB entnommen werden.

5.3 LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN

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in Mio. Euro 2016 2015 Erläuterung Veränderung
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17,1 15,5 Anstieg aufgrund des weiteren Niedrigzinsumfeldes
Sonstige Rückstellungen, latente Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 1,7 1,6
Finanzverbindlichkeiten 37,5 31,7 Rückgang Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (0,9 Mio. Euro), Anstieg Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (insgesamt 3,8 Mio. Euro) und veränderter Ausweis im Wesentlichen unter langfristigen Schulden
Langfristige Schulden 56,3 48,8
Steuerschulden 3,6 3,9
Sonstige Rückstellungen 8,0 5,9 Anstieg im Zusammenhang mit Aufwendungen zur Neuausrichtung der Produkte De-Mail / EGVP im Rahmen der ACT-Strategie (1,3 Mio. Euro), Anstieg übriger Rückstellungen (1,2 Mio. Euro)
Finanzverbindlichkeiten 0,9 4,6 Veränderter Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Wesentlichen unter langfristigen Schulden (im Vorjahr 3,0 Mio. Euro), Rückgang Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (0,8 Mio. Euro)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10,6 9,9 Anstieg infolge des Ausbaus des operativen Geschäftes
Sonstige Verbindlichkeiten (inkl. Derivate für Sicherungsbeziehungen) 52,0 47,9 Anstieg Verbindlichkeiten aus Derivaten für Sicherungsbeziehungen (1,9 Mio. Euro), Anstieg Verbindlichkeiten aus Teleporto (1,1 Mio. Euro; bereinigt um Wechselkurseffekte -1,8 Mio. Euro)
Kurzfristige Schulden 75,1 72,2

Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird laufend überprüft.

ENTWICKLUNG DER NETTOSCHULDEN (IN MIO. EUR)

Angesichts des neu abgeschlossenen Konsortialdarlehensvertrages vereinheitlichte und verschärfte der FP-Konzern seit dem 30. Juni 2016 den Ausweis der Nettoverschuldung in der Berichterstattung und der damit zusammenhängenden Definition der Finanzmittel. Nach der neuen, einheitlichen Definition werden in die Finanzmittel die liquiden Mittel abzüglich verfügungsbeschränkter flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden) und die Wertpapiere einbezogen. Eigene Anteile sind nicht Bestandteil der Finanzmittel. Diese Darstellung gilt sowohl im Hinblick auf die Bestimmung des Nettoverschuldungsgrades als Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns als auch in Bezug auf den Ausweis in der Kapitalflussrechnung. Zu den Finanzverbindlichkeiten zählen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

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in Mio. Euro 31.12.2016 Neu 31.12.2015 Alt 31.12.2015
Finanzverbindlichkeiten 38,4 36,3 36,3
Finanzmittel 18,7 15,9 16,7
Nettoverschuldung 19,8 20,4 19,6
Eigenkapital 35,9 35,2 35,2
Nettoverschuldungsgrad 50,0 % 57,9 % 55,6 %

Auf Basis der positiven operativen Entwicklung und des geplanten Rückgangs der Investitionen in vermietete Erzeugnisse verminderte sich im Jahr 2016 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns. Gleichermaßen erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 das Eigenkapital und infolgedessen verbesserte sich der Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens.

5.4 LEASING

Der FP-Konzern betreibt sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz des Unternehmens. Im Anlagevermögen sind unter den Positionen "Vermietete Erzeugnisse" und "Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen" Vermögensgegenstände mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt 26,9 Mio. Euro (im Vorjahr 29,9 Mio. Euro) bilanziert, die im Wesentlichen im Rahmen von Operate-Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die Finance-Lease-Vereinbarungen mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing" und belaufen sich im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 12,5 Mio. Euro (im Vorjahr 8,4 Mio. Euro). Ohne die genannten Geschäftsmodelle würde sich die Summe der Aktiva auf 127,9 Mio. Euro statt auf 167,3 Mio. Euro belaufen. Auf der Passivseite sind in den Finanzverbindlichkeiten (lang- und kurzfristig) 1,5 Mio. Euro für Sale-and-Lease-Back-Geschäfte, bezogen auf die Finanzierung von zu vermietenden Frankiersystemen, enthalten. Ohne diesen Bestandteil würde sich die Summe der Passiva auf 165,8 Mio. Euro statt auf 167,3 Mio. Euro belaufen.

6. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

6.1 VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Die unten stehende Tabelle zeigt die finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren des FP-Konzerns.

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in Mio. Euro Prognose 20161) Ist 2016 Erläuterung
Umsatz Leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (191,1 Mio. Euro) 203,0 Mio. Euro Über den Erwartungen liegendes Wachstum im Kerngeschäft bei negativen Währungseffekten, getrieben von höheren Produktverkäufen. Deutlich über den Erwartungen liegendes Wachstum in den Produktbereichen Mail Services und Software.
EBITDA Leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (26,8 Mio. Euro) 27,2 Mio. Euro Verbesserung wie geplant trotz negativer Währungseffekte und höherer Aufwendungen zur Entwicklung und Implementierung der Strategie ACT.
Free Cashflow Positiv (im Vorjahr -1,4 Mio. Euro) 4,6 Mio. Euro Positive operative Entwicklung und geplant niedrigere Investitionen bildeten die Basis für positiven Free Cashflow wie erwartet. Zusätzlich unterstützte die Einmalzahlung aus einem Steuerverständigungsverfahren. Bereinigt um Investitionen in Finance Lease Assets und Minderheitenanteile IAB resultierte ein bereinigter Free Cashflow in Höhe von 9,5 Mio. Euro.
Qualitätsindikator < 29,0 (im Vorjahr 24,1) 24,2
Verbesserungsindikator < 0,14 (im Vorjahr 0,11) 0,09

1) Bei gleichbleibenden Wechselkursen für Fremdwährungen.

6.2 GESCHÄFTSVERLAUF 2016

Der FP-Konzern erarbeitete im Jahresverlauf 2016 die neue Strategie ACT und stellte sie im November der Öffentlichkeit vor. Diese Strategie läutet eine neue Ära ein und macht den Konzern zu einem dynamischen Wachstumsunternehmen. Begleitet wird die Strategie ACT durch das FP FIT-Programm zur Steigerung der Effizienz und der Umsetzungsstärke in allen Bereichen mit den vier Schwerpunkten Finanzen, Personal, Vertrieb und Digitalisierung.

Im Geschäftsjahr 2016 steigerte der FP-Konzern erneut Umsatz sowie EBITDA und erzielte einen deutlich verbesserten positiven Free Cashflow. Auf der Umsatzseite profitierte das Unternehmen insbesondere von Erfolgen des Frankiersystems PostBase in diversen Märkten sowie dem Ausbau des Mail Services-Geschäft im deutschen Markt. Negative Wechselkurseffekte beeinflussten sowohl den Umsatz als auch das EBITDA. Beim Free Cashflow machte sich neben der positiven operativen Entwicklung der geplante Rückgang der Investitionen in vermietete Erzeugnisse und eine solide Entwicklung beim Working Capital bemerkbar. Außerdem wurde der Free Cashflow durch einen einmaligen Zahlungseingang aus dem Abschluss eines Steuerverständigungsverfahrens, durch Investitionen in den Erwerb der Minderheitenanteile an der IAB sowie durch den Einsatz von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung beeinflusst. Der Vorstand beurteilt den Verlauf der Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 insgesamt als günstig.

7. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

ORGANISATION

Im Geschäftsjahr 2016 strukturierte der FP-Konzern das Chancen- und Risikoberichtswesen neu, verbesserte dabei die Vorgehensweise und führte eine neue Richtlinie zum unternehmensweiten Chancen- und Risikomanagement ein. Im Auftrag des Vorstands überwacht ein Risikokoordinator die konzernweite Einhaltung dieses Standards. Der Risikokoordinator ist zuständig für die Implementierung einer einheitlichen Risikostrategie und Methodik. Er wird dabei von Berichtsempfängern unterstützt, die in ihren Themengebieten eine Chancen- und Risikoanalyse gemäß der vorgegebenen Methodik durchführen und die Ergebnisse dem Risikokoordinator zuliefern.

Diese Berichtsempfänger sind für die Identifikation, Analyse und Bewertung von Chancen und Risiken sowie die anschließende Chancenrealisierung und Risikobehandlung zuständig. Alle Berichtsempfänger bilden ein Gremium, das sich in regelmäßigen Abständen über die Identifikation, Analyse und Bewertung von Chancen und Risiken im Konzern abstimmt. In ihrer Arbeit werden sie von Berichtsverantwortlichen unterstützt. Dabei handelt es sich überwiegend um Bereichsleiter sowie Geschäftsführer der in- und ausländischen Gesellschaften. Die Gesamtverantwortung für das Risiko- und Chancenmanagementsystem des FP-Konzerns liegt unverändert beim Vorstand. Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand über das Risiko- und Chancenmanagement informiert und nimmt eine Kontrollfunktion wahr.

RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENTSYSTEM

Das 2016 noch einmal optimierte Risiko- und Chancenmanagementsystem des FP-Konzerns dient dazu, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen bzw. einzugrenzen. Grundsätzlich ist die Risiko- und Chancenpolitik des FP-Konzerns darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens nachhaltig zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.

Das Risiko- und Chancenmanagement ist in die wertorientierte Steuerung und die bestehenden Strukturen des FP-Konzerns eingebunden, um mögliche Signale frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Es ist aus den strategischen Zielen abgeleitet. Der Chancenerkennung dienen hierbei unter anderem detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen und Prognoseszenarien sowie die intensive Auseinandersetzung mit relevanten Wert- und Kostentreibern. Für die Risiken ist ein Überwachungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet. Dieses System dient der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.

Zukünftig werden mindestens zweimal im Jahr alle rechtlichen, Geschäfts-, Betriebs-, Finanz- und IT-Risiken und Chancen im FP-Konzern inventarisiert. Im vergangenen Jahr wurde die Inventarisierung aufgrund der Überarbeitung der Richtlinie nur einmal vorgenommen. Die erfassten Risiken werden nach Maßgabe der möglichen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit danach beurteilt, ob sie bestandsgefährdend sind. Die bestandsgefährdenden Risiken werden gesondert festgehalten und weiter beobachtet. Um Aussagekraft darüber zu erhalten, welche Risiken bestandsgefährdend sein können, werden alle Risiken gemäß ihrer auftretenden Häufigkeit und der Höhe des verursachten Schadens in fünf verschiedene Klassen eingeteilt. Die unten stehenden Tabellen zeigen die Bewertungsraster zur quantitativen und qualitativen Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenshöhe einzelner Risiken.

Der FP-Konzern versteht das Risikomanagement als kontinuierlichen und durchgängigen Prozess. Nach der Dokumentation aller aufgeführten Einzelrisiken im Risikoverzeichnis durch die operativen Tochtergesellschaften bzw. Geschäftsbereiche erfolgt die Bewertung in Form einer Risikomatrix. Dabei wird die jeweilige Klasse der Eintrittswahrscheinlichkeit mit dem Faktor der möglichen Schadenshöhe multipliziert. Das Ergebnis ergibt die Risikokennzahl für die einzelnen Risiken. Seitens des Risikokoordinators erfolgen die Inventarisierung im Risiko- bzw. Chancenverzeichnis aller gemeldeten Risiken und Chancen, eine Aggregation aller Schlüsselrisiken (alle Risiken mit einer Risikokennzahl von mindestens 15) und eine übergreifende Bewertung der Risikolage des Konzerns.

BEWERTUNG DER EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT

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Klasse Skalierung Bewertung
1 unwahrscheinlich im Durchschnitt höchstens alle 5 Jahre
2 möglich im Durchschnitt alle 3-5 Jahre
3 mittel im Durchschnitt alle 1-2 Jahre
4 wahrscheinlich jährlich
5 unabwendbar monatlich

BEWERTUNG DER SCHADENSHÖHE

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Klasse Skalierung Bewertung
1 sehr gering Schaden von unter 5 % des Plan-EBITDA
2 gering Schaden zwischen 5 % und 7 % des Plan-EBITDA
3 mittel Schaden zwischen 7 % und 15 % des Plan-EBITDA
4 hoch Schaden zwischen 15 % und 35 % des Plan-EBITDA
5 sehr hoch Schaden über 35 % des Plan-EBITDA

Der Vorstand wird über die aktuelle Risikosituation des FP-Konzerns durch den Risikokoordinator informiert und empfiehlt gegebenenfalls weitere Maßnahmen. Nachdem der Vorstand den Konzernrisikobericht verabschiedet hat, wird er dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Risikoprävention ist ein wesentliches Element des Risikomanagementsystems, so werden in monatlichen Vorstandssitzungen und Ergebnismeetings mit den Tochtergesellschaften Risiken sowie deren Auswirkungen auf das Unternehmen durch den Vorstand diskutiert und vorgeschlagene Maßnahmen zur Eingrenzung bzw. Eliminierung der wesentlichen Risiken erörtert.

Darüber hinaus werden unterjährig identifizierte Risiken, die eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein hohes potenzielles Schadensausmaß haben, unverzüglich im Rahmen von Berichtslinien an den Vorstand kommuniziert (Ad-hoc-Mitteilung).

Das Risiko- und Chancenfrüherkennungssystem wird im Rahmen der Abschlussprüfung vom Abschlussprüfer evaluiert, um sicherzustellen, dass das System geeignet ist, alle potenziell den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken rechtzeitig zu erfassen, zu bewerten und zu kommunizieren.

Nachstehend werden die Risiken detailliert erläutert, die aus heutiger Sicht als wesentlich für die Geschäftstätigkeit bzw. den Fortbestand einzustufen sind. Diese Risiken sind rot markiert und haben eine Risikokennzahl von 15 oder höher. Die Risiken "Liquiditätsrisiko", "Abwertungsrisiko" und "Steuerliche Risiken" sind im Laufe des Geschäftsjahres 2016 nicht mehr als wesentliche Schlüsselrisiken einzustufen.

7.1 RISIKEN DES FP-KONZERNS

7.1.1 Marktbezogene Risiken

Kundenverhalten

Seit Mitte der vergangenen Dekade sinken die Volumina der Briefpost in allen Märkten, wenn auch nicht mehr in so starkem Maße; gleichzeitig nimmt der Versand von Päckchen und Paketen zu (E-Business). Sichere E-Mail-Lösungen ersetzen konventionelle Postwege und die digitale Transformation der Wirtschaft schreitet voran. Der FP-Konzern vertreibt Frankiersysteme und bietet Verbrauchsmaterial an und erzeugt damit einen wesentlichen Anteil der wiederkehrenden Umsatzerlöse. Angesichts der Änderungen im Kundenverhalten könnte die Nachfrage nach Frankiersystemen und Verbrauchsmaterialien sinken. Der FP-Konzern begrenzt das Risiko (Schadensklasse 5) durch intensive Marktbeobachtung und Kundenbefragungen. Mit einem aktuellen Marktanteil von mehr als 10 % der weltweit installierten Frankiersysteme sieht der FP-Konzern zudem derzeit gute Chancen, durch gezielte Maßnahmen, wie die Stärkung des Vertriebs, den Marktanteil zu erhöhen und im Frankiergeschäft zu wachsen. Anders als der Wettbewerb konzentriert sich der FP-Konzern auf Systeme für kleinere und mittlere Briefaufkommen und kommt damit der veränderten Nachfrage entgegen. Zugleich setzt das Unternehmen auf digitale Technologien, um mittel- und langfristig vom Trend der zunehmenden Digitalisierung der Kommunikation zu profitieren.

Änderung der Portorabatte

Die Deutsche Post AG wird Anfang 2017 ihre Teilleistungsrabatte für Konsolidieren senken. Es handelt sich hierbei um Rabatte für Dienstleister, die Briefe bei Kunden abholen, vorsortieren und bei der Deutschen Post aufliefern. Grundsätzlich kann die Senkung der Rabatte zu rückläufigen Umsätzen und Ergebnissen führen, da die Attraktivität der Konsolidierung für Kunden abnimmt. Der FP-Konzern begrenzt das Risiko vor allem durch eine intensive Zusammenarbeit mit seinen Kunden. Eine vertiefte Bindung wird deren Wechselbereitschaft ebenso reduzieren wie eine mögliche Weitergabe der Rabattkürzung an die Kunden.

7.1.2 Leistungswirtschaftliche Risiken

Patentrechtsrisiko

Bei der Entwicklung von Produkten und insbesondere neuen Frankiersystemen wird im Geschäftsfeld Frankieren und Kuvertieren mit großer Sorgfalt darauf geachtet, dass keine Fremdpatente verletzt werden. Diese Aufgabe wird sehr sorgfältig und teilweise mit externer Unterstützung durchgeführt. Eine 100 %-ige Gewähr ist jedoch nicht möglich. Damit besteht das Risiko, dass der FP-Konzern möglicherweise mit Lizenzforderungen der Mitbewerber und anderer Unternehmen konfrontiert wird. Der FP-Konzern hat im Jahr 2016 seine Patentstrategie überarbeitet, um dem Patentrechtsrisiko zukünftig stärker als bislang zu begegnen. Darüber hinaus strebt das Unternehmen Lizenzabkommen mit Konkurrenten an, um Patente wechselseitig nutzen zu können.

Vertragsrisiko

Alle Frankiersysteme des FP-Konzerns sind von den nationalen, gesetzlich autorisierten öffentlichen oder privaten Postgesellschaften zertifiziert. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen gegen Herstellerverträge mit den nationalen Postgesellschaften verstößt, wenn es zu schwerwiegenden Systemausfällen oder Fehldrucken kommt. Solche Verstöße könnten Schadensersatzforderungen, die Kündigung oder eine Dezertifizierung zur Folge haben. Der FP-Konzern begrenzt dieses Risiko (Schadensklasse 5) durch vertragskonformes Verhalten, ausgefeilte Notfallprozesse, ständige Schulungen sowie eine 24 / 7-Überwachung der Systeme. Systematisch bereitet sich das Unternehmen zudem auf die regelmäßigen Audits der Postorganisationen vor und konnte in der Vergangenheit seine hohe Leistungskraft unter Beweis stellen. Mit Bezug auf die Neuausrichtung einzelner Produkte im Rahmen der ACT-Strategie bestehen Risiken für bereits geschlossene Kundenverträge. Der FP-Konzern begrenzt diese Risiken durch ein proaktives kundenorientiertes Vertragsmanagement.

7.1.3 Finanzrisiken

Währungsrisiko

Die Beschaffungskosten des FP-Konzerns fallen überwiegend in Euro an, da das Unternehmen seine Produktionsstätte in Deutschland hat. Währungsrisiken ergeben sich daraus, dass Umsätze in anderen Währungen, wie z. B. US-Dollar und Britischen Pfund, realisiert werden. Ein Anstieg des Euro gegenüber anderen Währungen wirkt sich deshalb nachteilig auf die in Euro ausgewiesenen Konzernumsätze, Ergebnisse und den Cashflow aus. Während der FP-Konzern die Konzernabschlüsse in Euro erstellt, bilanzieren eine Reihe von Tochtergesellschaften des FP-Konzerns in anderen Währungen, so dass die entsprechenden Positionen bei der Konsolidierung in Euro umgerechnet werden müssen. Der FP-Konzern ist daher Risiken ausgesetzt, die sich durch die Schwankung der relativen Werte der maßgeblichen Währungen, insbesondere zwischen dem Euro und dem US-Dollar, ergeben können. Der FP-Konzern begrenzt die Währungsrisiken (Schadensklasse 4) durch den Abschluss von Währungssicherungsgeschäften sowie den Einkauf im US-Dollarraum ein.

7.1.4 Sonstige Risiken

Länderübergreifende IT-Risiken

Die IT-gestützten Geschäftsprozesse des FP-Konzerns sind Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Es besteht das Risiko von Systemausfällen und externen Angriffen. Diesen möglichen IT-Risiken (Schadensklasse 5) begegnet das Unternehmen durch den Einsatz moderner Hard- und Software, die aktuelle Sicherheitsstandards erfüllen. Um Geschäftsprozesse sicher abzuwickeln, wurde 2016 ein globales IT-Assessment durchgeführt, woraus sich die Verbesserungsmaßnahmen für die nächsten drei Jahre ableiten, um den FP-Konzern fit für die Zukunft zu machen. Mit dem Einsatz eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) und der Sensibilisierung seiner Mitarbeiter im Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen minimiert der FP-Konzern zudem weiter diese Risiken. Darüber hinaus betreibt der FP-Konzern mehrere physisch getrennte Rechenzentren, die unterschiedliche Teile der IT-Landschaft redundant abbilden und so das Risiko eines kompletten Systemausfalls bestmöglich minimieren. Mit dem Einsatz von postalischen Server-Systemen wie FrankIT, IBIP, Orchid usw. ist der IT-Bereich stets gezwungen, postalische Anforderungen in Anlehnung an verschiedene Standards wie BSI-Grundschutz, ISO 27001, NIST 800-34, COBIT 4.1 zu erfüllen. Neben dem Einsatz eines Informationssicherheits-Managementsystems ist auch die Berücksichtigung eines Business-Continuity-Management (BCM)-Prozesses zwingend erforderlich. In Anlehnung an den BSI-Standard 100-3 wurde beim Betrieb von sensiblen, postalischen Server-Systemen ein Risikomanagementprozess innerhalb der IT etabliert. Durch regelmäßige Audits und Sicherheitszertifikate dokumentiert FP gegenüber den Kunden den erreichten Sicherheitsstand.

Personalanpassungsrisiko

Der Erfolg des Unternehmens ist maßgeblich vom Engagement, der Motivation und den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter abhängig. Es besteht das Risiko der nicht ausreichenden Anpassung der Mitarbeiter an technologische oder sonstige, auch unvorhergesehene Entwicklungen. Der FP-Konzern begrenzt diese Risiken (Schadensklasse 3) durch eine Professionalisierung der Bedarfsanalyse und eine umfassende interne Kommunikation. Weitere Maßnahmen bilden ein aktives Change-Management, die Stärkung der Führungskräfte und Mitarbeiter durch den gezielten Aufbau entsprechender Kompetenzen sowie die Etablierung einer Feedback- und Fehlerkultur.

7.1.5 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Prinzipiell betreffen die Risiken jeweils sämtliche Segmente - mit der Ausnahme des Währungsrisikos für das Segment Vertrieb Deutschland. Unter Berücksichtigung möglicher Schadensausmaße und Eintrittswahrscheinlichkeiten sind derzeit keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften, wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des FP-Konzerns führen werden. Insgesamt sind die Risiken beherrschbar; der Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Grundlegende Änderungen der Risikolage erwartet der FP-Konzern derzeit nicht. Organisatorisch hat das Unternehmen alle Voraussetzungen dafür geschaffen, frühzeitig über mögliche neue Risikosituationen informiert zu sein und schnell reagieren zu können.

7.2 INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) ist integraler Bestandteil eines umfassenden unternehmensweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems. Das Ziel des IKS im Rechnungslegungsprozess ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit für die Erstellung eines regelkonformen Abschlusses zu gewährleisten. Das IKS des FP-Konzerns stützt sich dabei überwiegend auf ein funktionierendes internes Steuerungssystem auf der Basis effizienter Prozesse sowie auf prozessintegrierte, organisatorische Sicherungsmaßnahmen wie beispielsweise Zugriffsbeschränkungen im IT-Bereich oder Zahlungsrichtlinien. Prozessintegrierte Kontrollen vermindern die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fehlern bzw. unterstützen das Aufdecken von aufgetretenen Fehlern.

Der Aufsichtsrat berät über das Risikomanagement und überwacht die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems und des Rechnungslegungsprozesses sowie die Abschlussprüfung und deren Unabhängigkeit.

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Die Francotyp-Postalia Holding AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss des FP-Konzerns auf. Diesem Prozess vorgelagert ist die Finanzberichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften. Beide Prozesse werden durch ein stringentes internes Kontrollsystem überwacht, das sowohl die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung als auch die Einhaltung der relevanten gesetzlichen Bestimmungen sichert. Die bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert, wobei die einzelnen Tochtergesellschaften über ein definiertes Maß an Selbstständigkeit bei der Erstellung ihrer Abschlüsse verfügen.

Wesentliche Regelungen und Instrumentarien bei der Erstellung des Konzernabschlusses sind:

Bilanzierungsrichtlinien auf Konzernebene,
klar definierte Aufgabentrennung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten zwischen den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen,
die Einbeziehung externer Sachverständiger, soweit erforderlich, wie zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen,
die Verwendung geeigneter IT-Finanzsysteme und Anwendung von detaillierten Berechtigungskonzepten zur Sicherstellung aufgabengerechter Befugnisse unter Beachtung von Funktionstrennungsprinzipien,
systemseitig implementierte Kontrollen und weitere Prozesskontrollen der Rechnungslegung in den Gesellschaften, Konsolidierung im Rahmen des Konzernabschlusses sowie anderer relevanter Prozesse auf Konzern- und Gesellschaftsebene,
die Berücksichtigung von im Risikomanagementsystem erfassten und bewerteten Risiken in den Jahresabschlüssen, soweit dies nach bestehenden Bilanzierungsregeln erforderlich ist.

Für die Umsetzung dieser Regelungen und die Nutzung der Instrumentarien ist in den Konzerngesellschaften der verschiedenen Länder die jeweilige Leitung des Bereichs Finanzen bzw. die Geschäftsführung verantwortlich. Der Konzernabschluss liegt in der Verantwortung des für Finanzen zuständigen Mitglieds des Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG. Das Vorstandsmitglied wird dabei unterstützt durch den Bereichsleiter Finanzen, Controlling und Rechnungswesen sowie den Abteilungsleiter Rechnungswesen und Finanzen und den Abteilungsleiter Controlling.

Durch die Beschäftigung von Fachpersonal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung sowie Beachtung des Vieraugenprinzips gewährleistet der FP-Konzern die strikte Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften im Jahres- und Konzernabschluss.

Alle Jahresabschlüsse von wesentlichen Konzerngesellschaften, die Eingang in die Konzernkonsolidierung finden, unterliegen der Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer.

Durch die Verpflichtung aller Tochtergesellschaften, ihre Geschäftszahlen monatlich in einem standardisierten Reporting-Format an die Konzernholding zu berichten, werden unterjährige Soll-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt, um entsprechend kurzfristig reagieren zu können.

7.3 RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF FINANZINSTRUMENTE

Der FP-Konzern verfügt über ein zentrales Finanzmanagement, wobei die Francotyp-Postalia Holding AG (FP Holding) den Konzernfinanzbedarf koordiniert, die Liquidität sichert und die Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken konzernweit überwacht. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, finanzwirtschaftliche Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen, Wechselkursen und Zinssätzen durch finanzorientierte Aktivitäten zu begrenzen. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zum Zweck der Sicherung von Grundgeschäften genutzt. Währungsbedingte Risiken resultieren aus den internationalen Aktivitäten des Konzerns, insbesondere in den USA und Großbritannien. Die FP Holding identifiziert diese Risiken in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Konzerngesellschaften und steuert sie mit geeigneten Maßnahmen, zum Beispiel dem Abschluss von Devisentermingeschäften. Zinsrisiken resultieren aus den mittelfristigen Finanzverbindlichkeiten, zur Steuerung der Zinsrisiken hat die FP Holding im Geschäftsjahr 2016 keine neuen Zinsderivate abgeschlossen. Die Liquiditätsplanung dient dazu, Liquiditätsrisiken frühzeitig zu erkennen und konzernweit systematisch zu minimieren. Der Liquiditätssteuerung und -überwachung dient ein monatlich rollierender Liquiditäts-Forecast. Für weitere Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten, darunter Währungs- und Zinsrisiken, sowie den entsprechenden Sicherungsaktivitäten verweisen wir auf die Angaben im Anhang in Abschnitt IV. Textziffer (21) Finanzinstrumente.

7.4 CHANCEN DES FP-KONZERNS

Der FP-Konzern hat die Chancen für 2016 qualitativ ermittelt; sie wurden wie im Vorjahr nicht für Steuerungszwecke quantifiziert oder in einer Chancenmatrix erhoben.

7.4.1 Marktchancen

Trotz eines Rückgangs der zugestellten Postsendungen im globalen Durchschnitt gibt es zahlreiche Länder, in denen der Postmarkt ein Wachstumsmarkt ist. Daraus ergeben sich für den FP-Konzern Chancen, an diesem Wachstum teilzuhaben. Aber auch in etablierten Postmärkten gibt es Chancen. Das gilt vor allem für Märkte, in denen der FP-Konzern bislang noch nicht präsent oder stark vertreten ist. So baut der FP-Konzern Schritt für Schritt seine Präsenz im Frankiermaschinenmarkt Frankreich aus und überzeugt Kunden vor allem mit der PostBase. Potenzial sieht das Unternehmen aber auch in seinen angestammten Märkten USA und Deutschland insbesondere durch die Verschiebung hin zum A-Segment.

In vielen Branchen schreitet die Digitalisierung voran, allerdings langsamer als von Experten erwartet. Von diesem Trend kann auch der FP-Konzern in etablierten Märkten und insbesondere in Deutschland profitieren - entsprechend bestehen Chancen durch die Vermarktung innovativer Softwarelösungen für die Kommunikations- und Dokumentenprozesse.

Die deutsche Bundesnetzagentur schrieb in einem Impulspapier, dass sich die Postmärkte in einer Phase des Umbruchs befinden und einer stetigen Veränderung unterliegen würden. Insbesondere die zunehmende Digitalisierung biete einerseits Raum für Innovationen, setze aber andererseits traditionelle Geschäftsmodelle unter Druck. Der FP-Konzern hat sich auf diesen Wandel frühzeitig vorbereitet und bietet heute ein breites Leistungsspektrum für den analogen und den digitalen Postversand.

7.4.2 Produktchancen

Die innovativen Produkte des FP-Konzerns sind der Garant für den Erfolg des Unternehmens. Dazu gehören die ständige Weiterentwicklung der Frankiersysteme sowie neue Lösungen für den digitalen und hybriden Postversand. Mit der PostBase-Familie verfügt der FP-Konzern über ein modernes und leistungsfähiges Produktangebot im Kerngeschäft, um in diesem Bereich wachsen zu können. Zugleich treibt das Unternehmen die Vermarktung von Softwarelösungen wie etwa FP-Sign voran, eine neue plattformbasierte Lösung für den sicheren, vertraulichen und rechtsverbindlichen digitalen Abschluss von Verträgen und Austausch von Dokumenten. Diese Lösung für das digitale Transaktionsmanagement hat der Konzern auf der diesjährigen CeBIT 2017 erstmals vorgestellt.

7.4.3 Vertriebschancen

In etablierten Märkten ergeben sich durch eine Weiterentwicklung und Stärkung des Vertriebs Chancen für den FP-Konzern. Das Unternehmen nutzt beispielsweise verstärkt Telesales und Leasing-Angebote, um eine hohe Anzahl von Kunden zu erreichen. Das Unternehmen sieht hier Chancen, die Distributionswege auszubauen und die Marktpenetration zu steigern. Vor allem in Deutschland eröffnet auch der Ausbau der Lösungskompetenz des Unternehmens neue Möglichkeiten. Mit dem umfassenden Lösungsportfolio etabliert sich der FP-Konzern auch als Anbieter für Verschlüsselungs- und Archivierungssoftware für die elektronische Kommunikation und Optimierung sämtlicher Prozesse rund um die Ein- und Ausgangspost.

7.4.4 Chancen durch Währungseffekte

Durch die internationale Ausrichtung des FP-Konzerns im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben sich für das Unternehmen nicht nur Risiken, sondern auch Chancen durch Währungseffekte. Positive Fremdwährungseffekte können aus Bilanzpositionen und schwebenden Geschäften in Fremdwährungen resultieren. Positive Ergebnisse können zudem aus allen Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen entstehen, die nicht in Euro notieren.

Jede FP-Gesellschaft hat Chancen im Zusammenhang mit Wechselkursänderungen, wenn sie Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme entstehen.

7.4.5 Gesamtaussage zur Chancensituation

Die Chancen und Risiken stehen sich wie im Vorjahr ausgewogen gegenüber.

8. PROGNOSEBERICHT

PROGNOSE

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Prognose 2017
Umsatz leichter Anstieg gegenüber 2016
EBITDA leichter Anstieg gegenüber 2016
Free Cashflow (bereinigt)1) auf Vorjahresniveau
Qualitätsindikator leichte Verbesserung gegenüber 2016
Verbesserungsindikator leichte Verbesserung gegenüber 2016

1) Bereinigt um M&A und Investitionen in Finance Lease Assets.

Die Planung sowie alle nachfolgenden Ausführungen basieren auf dem Kenntnisstand am Jahresanfang 2017. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.

Die Prognose der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen basiert auf Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Darüber hinaus gelten die folgenden Prämissen, die auch wesentliche Grundannahmen der ACT-Strategie sind:

Positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung in wichtigen FP-Märkten
Kontinuität der politischen, wirtschaftlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in den USA
Stabilität im Europäischen Wirtschaftsraum
Reibungsloser Fortgang der Austrittsverhandlung Großbritanniens aus der Europäischen Union, insbesondere eine stabile Wechselkursentwicklung des britischen Pfundes
Stabile Wechselkursentwicklung der Fremdwährungen
Moderat sinkende bzw. stagnierende Entwicklung des Briefvolumens in klassischen Briefmärkten
Ausbau der installierten Basis im Frankiersystemgeschäft
Ausbau des Mail Services- und Softwaregeschäfts

8.1 ERWARTETE GESAMT- UND BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einer robusten Entwicklung der Weltwirtschaft im laufenden Jahr aus: Er prognostiziert ein höheres Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zu 2016. Für die Eurozone und Deutschland rechnet der Währungsfonds im Jahr 2017 mit soliden Zuwachsraten. In den USA, dem wichtigsten Auslandsmarkt des FP-Konzerns, soll das BIP-Wachstum deutlich zulegen.

ERWARTETES BIP-WACHSTUM IN 2017 (LAUT IWF)

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Welt USA Euroraum Deutschland
+3,4 % +2,3 % +1,6 % +1,5 %

Das konjunkturelle Umfeld beeinflusst die künftige Branchenentwicklung und damit auch den künftigen Geschäftsverlauf des FP-Konzerns. Ein positives wirtschaftliches Umfeld erhöht die Investitionsneigung von Unternehmen, was sich auf das Frankier- und Kuvertiergeschäft positiv niederschlagen könnte. Bei einer robusten Konjunktur wächst zugleich die Innovationsbereitschaft von Unternehmen; dies begünstigt insbesondere das Softwaregeschäft. Dieses könnte zugleich von der anhaltenden Digitalisierung der Wirtschaft profitieren. Auch wenn sich in den kommenden Jahren die Verlagerung der Briefkommunikation in digitale Kanäle fortsetzen dürfte, bleiben Frankiersysteme ein wichtiger Bestandteil der Postverarbeitung.

8.2 ERWARTETE GESCHÄFTSENTWICKLUNG VON FRANCOTYP-POSTALIA

Die Strategie des FP-Konzerns setzt auf Wachstum im Frankiergeschäft und in den digitalen Märkten. Bei Frankiersystemen wird das Unternehmen 2017 seine Aktivitäten in den weltweit attraktivsten Märkten USA und Frankreich deutlich verstärken. Zudem soll die Wettbewerbsposition in den wichtigen Märkten in Großbritannien und im Heimatland Deutschland weiter verbessert werden. Der Konzern hat dafür gute Voraussetzungen geschaffen; mit der kompletten PostBase-Familie kann er nun im Branchenvergleich die jüngste Produktpalette für das besonders interessante A-Segment sowie das B-Segment anbieten. Mit dem Ausbau des Leasing- und Mietgeschäfts zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung verbessert das Unternehmen zugleich seine Wettbewerbsposition in verschiedenen Ländern. Parallel erweitert das Unternehmen sein Portfolio im Bereich Softwarelösungen. Mit FP-Sign stellte der FP-Konzern auf der CeBIT im März 2017 bereits eines der neuen Produkte vor. Im Bereich Mail Services beginnt der Ausbau der bundesweiten Sortierzentren zu Digitalisierungs-Hubs im Bereich Eingangspost, um Logistikdienstleistungen und IT-Services zu kombinieren.

8.3 ERWARTETE ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSINDIKATOREN

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der FP-Konzern einen leicht steigenden Umsatz. Das Unternehmen geht hierbei von einer positiven Entwicklung in allen drei Geschäftsbereichen aus.

Auch beim EBITDA plant der FP-Konzern eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Vor dem Hintergrund der hohen Investitionen in die Modernisierung des Produktportfolios in den Vorjahren erwartet der FP-Konzern 2017 steigende Abschreibungen. Trotz leicht steigender Investitionen für ACT und FP FIT rechnet das Unternehmen für 2017 mit einem um M&A und Investitionen in Finance Lease Assets bereinigten Free Cashflow auf Vorjahresniveau.

Die erwartete Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2017 steht grundsätzlich unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse.

Auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren dürften sich 2017 weiter verbessern. Sowohl für den Qualitätsindikator als auch für den Verbesserungsindikator ist eine leicht positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahreswert geplant.

9. SONSTIGE ANGABEN

9.1 ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB (Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen)

Jede Aktie berechtigt zur Abgabe einer Stimme in der Hauptversammlung. Beschränkungen betreffend die Stimmrechte oder deren Übertragung bestehen nicht.

Die von der Hauptversammlung am 1. Juli 2010 beschlossene, bis zum 30. Juni 2015 befristete Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 aufgehoben und durch eine neue Ermächtigung ersetzt. Danach ist die Gesellschaft bis zum 10. Juni 2020 ermächtigt, eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden.

Die Aktien können unter anderem unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen daran angeboten und auf diese übertragen werden, sofern der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und sofern der für die eigenen Aktien zu erbringende Gegenwert nicht unangemessen niedrig ist. Die eigenen Aktien können auch zur Einführung an einer ausländischen Börse, an denen die Aktien bisher nicht zum Handel zugelassen war, ausgegeben oder gegen Barzahlung an Dritte veräußert oder einzelnen Mitgliedern des Vorstands anstelle einer Barvergütung angeboten werden zu einem Preis, der den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die eigenen Aktien können auch zur Bedienung des Aktienoptionsplans 2010 und 2015 verwendet oder eingezogen werden.

Zum 31. Dezember 2016 lag der Bestand bei null Aktien im Zuge der Ausübung von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2010 (im Vorjahr: 163.944 Stück bzw. 1,0 % des Grundkapitals). Bei eigenen Aktien werden keine Stimmrechte ausgeübt. Etwaige Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben könnten, sind dem Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG nicht bekannt.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB (Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten)

Zum 31. Dezember 2016 hielt 3R Investments Ltd mit Sitz auf Zypern 10,2 % am Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG. Dies entspricht 1.660.000 Aktien. Diese Stimmrechte sind der Tamlino Import & Advisory LP, Limassol, Zypern, der Tamlino Investments Ltd., Limassol, Zypern, und Klaus Röhrig jeweils gemäß § 21 Abs. 1 WpHG bzw. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG als indirekte Beteiligung zuzurechnen.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB (Aktien mit Sonderrechten)

Die Francotyp-Postalia Holding AG hat keine Aktien mit Sonderrechten ausgegeben.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB (Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung)

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB (Gesetzliche Bestimmung der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung)

Gemäß Ziffer 6 Abs. 2 der Satzung der Francotyp-Postalia Holding AG erfolgen die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, deren Bestellung sowie der Widerruf ihrer Bestellung durch den Aufsichtsrat. Nach Ziffer 6 Abs. 3 der Satzung kann der Aufsichtsrat einem Aufsichtsratsausschuss den Abschluss, die Änderung und Beendigung von Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder übertragen.

Die Satzung schreibt in Ziffer 23 Abs. 1 vor, dass die Hauptversammlung ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, falls das Gesetz oder die Satzung nicht zwingend eine größere Mehrheit vorschreiben, fasst. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 15 Abs. 2 der Satzung Satzungsänderungen vornehmen, die nur die Fassung betreffen.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB (Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen)

Kapitalgenehmigungen für genehmigtes und bedingtes Kapital

Am 11. Juni 2015 sind bei der FP Holding Hauptversammlungsbeschlüsse über die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2015 / I) in Höhe von TEUR 8.080 und über die Aufhebung der bestehenden Ermächtigung des Vorstandes zur Erhöhung des Grundkapitals (Genehmigtes Kapital 2011) und entsprechender Satzungsänderung gefasst worden. Das Grundkapital der Gesellschaft kann bis zum 10. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen, einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 8.080.000 Euro erhöht werden. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem Konsortium aus Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ermächtigt, einmalig oder mehrmalig mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung außerdem beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um einen Betrag von bis zu 6.464.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.464.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf jede Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2015 / I).

Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 10. Juni 2020 von der Gesellschaft oder durch ein unmittelbares oder mittelbares Konzernunternehmen der Gesellschaft im Sinne des § 18 AktG begeben werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Options- oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung zu ändern.

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 959.500 Euro durch Ausgabe von bis zu 959.500 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2015 / II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die bis zum 10. Juni 2020 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß der Anpassung des Aktienoptionsplans 2010 und des Bedingten Kapitals 2010 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil.

Im Jahr 2016 hat der FP-Konzern von der Ausübung des Bedingten Kapitals Gebrauch gemacht und das Grundkapital um 55.356 Aktien auf 16.215.356 auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht.

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2020 einmalig oder mehrmalig, insgesamt oder in Teilbeträgen, Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern (zusammen im Folgenden "Inhaber") der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf den Erwerb von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.464.000 Euro nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren und entsprechende Options- oder Wandlungspflichten zu begründen. Die Schuldverschreibungen sowie die Wandlungs- und Optionsrechte bzw. -pflichten dürfen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren oder ohne Laufzeitbegrenzung begeben werden. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann insgesamt oder teilweise auch gegen Erbringung einer Sachleistung erfolgen.

Die einzelnen Emissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Francotyp-Postalia Holding AG vom 10. Juni 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt dieser Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß den §§ 7id und 7ie Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Juni 2020. Die von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 1. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb und zur Verwendung erworbener eigener Aktien endete mit Wirksamwerden der neuen Ermächtigung.

Bedingte Kapitalerhöhung und Aktienoptionspläne 2010 und 2015

Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Angaben im Anhang in Abschnitt IV. Textziffer (16) Eigenkapital.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB (Wesentliche Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen)

Eine wesentliche Vereinbarung der Konzernmuttergesellschaft Francotyp-Postalia Holding AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht, ist der aktuelle Konsortialdarlehensvertrag, der ein Kündigungsrecht im Fall von "Change of Control" vorsieht. Weitere Vereinbarungen wurden weder mit Dritten noch mit Tochterunternehmen getroffen.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB (Entschädigungsvereinbarung des Mutterunternehmens für den Fall eines Übernahmeangebots)

Eine solche Vereinbarung bestand zum Stichtag 31. Dezember 2016 nicht.

9.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung im FP-Konzern enthält die erforderlichen Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB und ist auf der Homepage des FP-Konzerns publiziert (http://www.fp-francotyp.com/FP/unternehmen/investoren/corporate-governance).

10. VERGÜTUNGSBERICHT GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 4 SATZ 1 HGB

Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und enthält Angaben nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts. Im Vergütungsbericht werden alle Beträge zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

10.1 VERGÜTUNGSSYSTEM ALLGEMEIN

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

monetäre Vergütungsteile (erfolgsunabhängig / -abhängig),
Versorgungszusagen,
sonstige Zusagen im Fall der Beendigung der Tätigkeit,
Nebenleistungen.

10.2 ERFOLGSUNABHÄNGIGE BESTANDTEILE

10.2.1 Festvergütung

Die Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Grundvergütung von Rüdiger Andreas Günther beträgt 400.000 Euro pro Jahr, die Grundvergütung von Thomas Grethe und Sven Meise beträgt 265.000 Euro pro Jahr. Die Grundvergütung von Hans Szymanski, Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG, bis zum 10. Januar 2016 betrug 275.000 Euro.

10.2.2 Nebenleistungen

Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weiteren Nebenleistungen wie die Bereitstellung eines Dienstwagens, Zuschüsse zu Versicherungen, Unterkunft und Umzugskosten.

10.3 ERFOLGSABHÄNGIGE BESTANDTEILE

10.3.1 Variable Vergütung

Die kurzfristige variable Vergütungskomponente ist abhängig vom erzielten "Free Cashflow" und EBITA, und zwar jeweils nach Berücksichtigung aller von der Gesellschaft zu leistenden Bonuszahlungen. Maßgeblich für die Höhe der Bonusermittlung sind die Prozentsätze der Planerreichung und die Vorgaben aus dem jeweiligen vom Aufsichtsrat verabschiedeten geschäftsjährlichen (zwölf Monate) Budget.

Der Langfristbonus ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und wird unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Geschäftsjahre für die gesamte Vertragslaufzeit berechnet. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit wird eine Gesamtbetrachtung angestellt. Dabei werden die während der Vertragslaufzeit angefallenen Guthaben mit angefallenen Malusbeträgen verrechnet. Es kann sich kein negativer Gesamtbetrag ergeben. Bei einem negativen Gesamtbetrag ist der Langfristbonus insgesamt daher "0". Die Grundvoraussetzung für das Sammeln von Guthaben ist zunächst, dass das vom Aufsichtsrat verabschiedete geschäftsjährliche (zwölf Monate) Budget jeweils zumindest zu 90 % erreicht wird. Im Übrigen werden Guthaben und auch Malusbeträge unter Berücksichtigung der Erreichung von zwei Nachhaltigkeitszielen gesammelt. Die zu erreichenden Nachhaltigkeitsziele sind für jedes Vorstandsmitglied individuell geregelt.

Für den CEO / CFO gilt als Nachhaltigkeitsziel 1 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Wirtschaftsjahre 2016, 2017, 2018 und 2019 von mindestens 10 % bei EBIT (operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern) kumuliert über die Bereiche freesort, IAB und Mentana-Claimsoft sowie in solchen Bereichen, die während der Vertragslaufzeit in den Geschäftsbereichen Software und IT Service im Wege der Akquisition in den FP-Konzern integriert werden. Der Aufsichtsrat wird jeweils spätestens in seiner letzten Sitzung im vorhergehenden Geschäftsjahr für das kommende Geschäftsjahr für das Vorstandsmitglied Zielvorgaben für das Nachhaltigkeitsziel 2 nach billigem Ermessen festlegen.

Die Regelung für den CSO zielt auf die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Wirtschaftsjahre 2016 und 2017 von mindestens 3 % bei EBIT kumuliert über den gesamten Frankiermaschinenbereich und die laut Poststatistik installierte Anzahl der Frankiermaschinen von FP im Verhältnis zum Gesamtmarkt (Welt).

Im Falle des CDO ist als Nachhaltigkeitsziel 1 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Wirtschaftsjahre 2016 und 2017 von mindestens 10 % bei EBITDA kumuliert über die Bereiche freesort, IAB und Mentana-Claimsoft sowie in solchen Bereichen, die während der Vertragslaufzeit in den Geschäftsbereichen Software und IT Service im Wege der Akquisition in den FP-Konzern integriert werden, vereinbart. Sofern Gesellschaften aus dem Konzernverbund ausscheiden, ist dies entsprechend zu berücksichtigen. Das Nachhaltigkeitsziel 2 ist eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Wirtschaftsjahre 2016 und 2017 von mindestens 3 % bei EBIT (operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern) für den FP-Konzern.

Der saldierte Langfristbonus wird in dem Monat zur Zahlung fällig, der dem Monat folgt, in dem der Jahresabschluss über den letzten Monat der Vertragslaufzeit festgestellt wird. Auf den zu erwartenden Langfristbonus erhält jedes Vorstandsmitglied eine individuelle, jährliche Abschlagszahlung. Das Vorstandsmitglied ist verpflichtet, nach der Feststellung des endgültigen Langfristbonus eine etwaige Differenz zwischen den Abschlagszahlungen und dem festgestellten Langfristbonus unverzüglich der Gesellschaft zurückzuzahlen.

10.3.2 Langfristige aktienbasierte Vergütung

Als langfristige aktienbasierte Vergütung werden verfallbare Aktienzusagen (Stock-Options) gewährt. Die ordentliche Hauptversammlung der Francotyp-Postalia Holding AG vom 11. Juni 2015 hat beschlossen, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG und an Führungskräfte des FP-Konzerns Bezugsrechte auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, insgesamt maximal bis zur gesetzlichen Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals zu beziehen (Aktienoptionsplan 2015). Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Angaben im Anhang Abschnitt IV. Textziffer (16) Eigenkapital.

10.4 ZUSAGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DER BEENDIGUNG DER TÄTIGKEIT IM VORSTAND

Wird die Bestellung zum Vorstand nach § 84 Abs. 3 AktG widerrufen oder legt das Vorstandsmitglied das Vorstandsamt nieder, so endet auch der Dienstvertrag. Beruht der Widerruf auf einem wichtigen Grund, der nicht zugleich ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB für die fristlose Kündigung des Dienstvertrages ist, so endet der Dienstvertrag erst mit Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist nach § 622 Abs. 1, 2 BGB bzw. von drei Monaten zum Monatsende ab Zugang des Widerrufs beim Vorstandsmitglied.

Für den Vorstandsvertrag von Herrn Szymanski galt zudem, dass das Vorstandsmitglied im Falle des Widerrufs Anspruch auf eine pauschale, am Tage der rechtlichen Beendigung fällige Abfindung in Höhe von 1,75 Jahresvergütungen, maximal jedoch in Höhe der Vergütungsansprüche für die restliche Vertragslaufzeit, hat. Diese Regelung enthält auch der Vertrag von Herrn Günther; allerdings beträgt die Abfindung eineinhalb Jahresvergütungen. Der Vertrag von Herrn Meise sieht im Fall des Widerrufs eine pauschale am Tage der rechtlichen Beendigung fällige Abfindung in Höhe einer halben Jahresvergütung, maximal jedoch in Höhe der Vergütungsansprüche für die restliche Vertragslaufzeit, vor.

Bei vorzeitiger Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund dürfen Zahlungen einschließlich Nebenleistungen den Wert von sechs Monatsvergütungen, einer Jahresvergütung bzw. bis zu eineinhalb Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrages vergüten.

10.5 VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2016

10.5.1 Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Für die Darstellung der Gesamtvergütung des Vorstandes gemäß DRS 17 verweisen wir auf die Angaben im Anhang Abschnitt V. Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat.

Die nachfolgenden Darstellungen der Vorstandsvergütung entsprechen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). So werden die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen und auch die Werte, die im Minimum beziehungsweise im Maximum erreicht werden können, angegeben.

RÜDIGER ANDREAS GÜNTHER, VORSTANDSVORSITZENDER / FINANZVORSTAND, 11.01.2016-31.12.2016

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in TEUR 2015 2016 2016 (Min) 2016 (Max)
Festvergütung 0 400 400 400
Nebenleistungen 0 45 45 45
Summe 0 445 445 445
Einjährige variable Vergütung 0 220 180 340
Mehrjährige variable Vergütung
SOP Tranche 2015 (DCGK) 0 12 12 12
Langfristbonus 0 180 0 180
Summe 0 412 192 532
Versorgungsaufwand 0 19 19 19
Gesamtvergütung 0 876 656 996

HANS SZYMANSKI, VORSTANDSSPRECHER / FINANZVORSTAND, 01.12.2008-10.01.2016

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in TEUR 2015 2016 2016 (Min) 2016 (Max)
Festvergütung 275 0 0 0
Aufhebung (Freistellung, Abfindung) 3691 0
Nebenleistungen 14 0 0 0
Summe 658 0 0 0
Einjährige variable Vergütung -11 -402 0 0
Mehrjährige variable Vergütung
SOP Tranche 2010 (DCGK) 0 0 0 0
SOP Tranche 2015 (DCGK) 3 0 0 0
Langfristbonus -14 -62 0 0
Summe -22 -46 0 0
Versorgungsaufwand 76 0 0 0
Gesamtvergütung 712 -46 0 0

1) Dieser Rückstellungsbetrag stellt einen periodenfremden Aufwand i. H. v. TEUR 369 dar.

2) Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem periodenfremden Ertrag aus einer Rückstellungsauflösung.

THOMAS GRETHE, VORSTAND, ZUSTÄNDIG FÜR VERTRIEB, 15.06.13-31.12.16

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in TEUR 2015 2016 2016 (Min) 2016 (Max)
Festvergütung 230 293 293 293
Nebenleistungen 10 16 16 16
Summe 240 309 309 309
Einjährige variable Vergütung -11 101 0 77
Mehrjährige variable Vergütung
SOP Tranche 2015 (DCGK) 5 14 14 14
Langfristbonus -10 112 0 42
Summe -16 35 14 133
Versorgungsaufwand 21 21 21 21
Gesamtvergütung 245 365 344 463

1) Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem periodenfremden Ertrag aus einer Rückstellungsauflösung i. H. v. TEUR 40 und der Bildung einer Rückstellung i. H. v. TEUR 50.

2) Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem periodenfremden Ertrag aus einer Rückstellungsauflösung i. H. v. TEUR 31 und der Bildung einer Rückstellung i. H. v. TEUR 42.

SVEN MEISE, VORSTAND, ZUSTÄNDIG FÜR DIGITALE LÖSUNGEN, 01.02.15-31.12.16

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in TEUR 2015 2016 2016 (Min) 2016 (Max)
Festvergütung 183 233 233 233
Nebenleistungen 18 26 26 26
Summe 201 259 259 259
Einjährige variable Vergütung 24 421 0 70
Mehrjährige variable Vergütung
SOP Tranche 2015 (DCGK) 4 12 12 12
Langfristbonus 0 41 0 42
Summe 28 95 12 124
Versorgungsaufwand 19 21 21 21
Gesamtvergütung 248 375 292 404

1) Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem periodenfremden Ertrag aus einer Rückstellungsauflösung i. H. v. TEUR 3 und der Bildung einer Rückstellung i. H. v. TEUR 45.

FP hat keine alljährlich wiederkehrenden Aktienoptionspläne, sondern regelmäßige mehrjährige Aktienoptionspläne.

Zu folgenden Zahlungsabflüssen kam es im Zusammenhang mit der Vorstandsvergütung:

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Hans Szymanski, CEO & CFO, 01.12.2008-10.01.2016 Rüdiger Andreas Günther, CEO & CFO, 11.01.2016-31.12.2016 Thomas Grethe, CSO, 15.06.2013-31.12.2016
in TEUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 275 92 0 400 230 293
Nebenleistungen 14 5 0 45 10 16
Summe 289 97 0 445 240 309
Einjährige variable Vergütung 40 0 0 0 25 0
Mehrjährige variable Vergütung
Langfristbonus 20 0 0 0 14 18
Sonstiges 0 237 0 0 0
Summe 60 237 0 0 39 18
Versorgungsaufwand 76 26 0 19 21 21
Gesamtvergütung 425 360 0 464 300 348

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Sven Meise, CDO, 01.02.2015-31.12.2016
in TEUR 2015 2016
--- --- ---
Festvergütung 183 233
Nebenleistungen 18 26
Summe 201 259
Einjährige variable Vergütung 0 24
Mehrjährige variable Vergütung
Langfristbonus 0 0
Sonstiges 0 0
Summe 0 24
Versorgungsaufwand 19 21
Gesamtvergütung 220 304

Von den im Geschäftsjahr 2010 gewährten aktienbasierten Vergütungen aus dem Aktienoptionsplan 2010 entfielen auf den Vorstand insgesamt TEUR 213 bzw. 180.000 Optionen. Im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2015 wurden keine weiteren Optionen aus diesem Aktienoptionsplan 2010 gewährt. Der Ausübungszeitpunkt für die Optionen begann im Geschäftsjahr 2014.

Von den im Geschäftsjahr 2015 gewährten aktienbasierten Vergütungen aus dem Aktienoptionsplan 2015 entfielen auf den Vorstand insgesamt TEUR 280 (360.000 Optionen). Die Ausübungszeitpunkte für die Optionen liegen im Geschäftsjahr 2019 und 2020.

Die in den obigen Tabellen als Versorgungsaufwand ausgewiesenen Beträge sind Zuschüsse zur Altersvorsorge und Teil der an die Vorstände gezahlten fixen Entgelte.

Die Nebenleistungen bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung und einer Umzugspauschale.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber den aktiven Vorstandsmitgliedern sind wie im Vorjahr nur unwesentliche Beträge zurückgestellt (2016: TEUR 3; 2015: TEUR 2).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum 31. Dezember 2016 TEUR 1.141 zurückgestellt (im Vorjahr TEUR 928). Den Rückstellungen wurden im Berichtsjahr 2016 TEUR 45 (im Vorjahr TEUR 32) zugeführt.

10.5.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Durch Beschluss der Hauptversammlung wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in der Satzung festgelegt. Die Aufsichtsratsvergütung trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung und berücksichtigt sowohl den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz wie auch die mögliche Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Eine erfolgsorientierte Vergütung ist dabei nicht vorgesehen.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer geschäftsjährlich eine feste im letzten Monat des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung in Höhe von TEUR 30. Für den Vorsitzenden beträgt die feste Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2009 150 % und für seinen Stellvertreter 125 % der Vergütung für das normale Aufsichtsratsmitglied.

Die Festvergütung des Aufsichtsrats betrug für das Geschäftsjahr 2016 TEUR 113 (im Vorjahr TEUR 113). Die Gesamtsumme teilt sich auf in TEUR 45 für Herrn Klaus Röhrig, TEUR 37,5 für Herrn Robert Feldmeier und TEUR 30 für Herrn Botho Oppermann.

10.6 AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Da der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien übersteigt, führen wir den Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat hier auf:

AKTIONÄR

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Anzahl der Aktien %
(Direkt)
Rüdiger Andreas Günther 9.886 0,1
Botho Oppermann (Aufsichtsrat) 300.000 1,9
Hans Szymanski (Vorstand bis 10.01.2016) 120.000 0,7
(Indirekt)
Klaus Röhrig (Aufsichtsratsvorsitzender) über 3R Investment Ltd, Limassol, Zypern, Tamlino Import & Advisory LP, Limassol, Zypern, und der Tamlino Investments Ltd, Limassol, Zypern 1.660.000 10,2

11. FRANCOTYP-POSTALIA HOLDING AG (KURZFASSUNG HGB)

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP Holding) ist das Mutterunternehmen des FP-Konzerns und hat ihren Sitz in Berlin, Deutschland. Die Geschäftsanschrift lautet Prenzlauer Promenade 28, 13089 Berlin.

Die FP Holding bietet indirekt über ihre Tochter- und Enkelgesellschaften Unternehmen und Behörden innovative Lösungen für die sichere Kommunikation an. Die FP Holding kann alle Versandkanäle rund um den Brief bedienen - vom Frankieren und Kuvertieren eines physischen Briefs über die Konsolidierung bis hin zur Hybrid-Mail und dem volldigitalen, sicheren und nachweisbaren Versand von Dokumenten.

Der Vertrieb im In- und Ausland erfolgt über Tochtergesellschaften und ein dichtes Händlernetzwerk in rund 40 Ländern.

Die FP Holding nimmt im Wesentlichen Aufgaben einer klassischen Management-Holding war. Da sie selbst kein operatives Geschäft ausübt, ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft abhängig von den Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften. Relevante Kennziffern für die FP Holding sind im Wesentlichen die Kennzahlen: Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen, Aufwendungen aus Verlustübernahmeverträgen sowie der Jahresüberschuss / -fehlbetrag.

Quantitative Informationen über nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden für Steuerungszwecke derzeit nicht erhoben.

Der Jahresabschluss der FP Holding wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Für den Jahresabschluss 2016 wurden erstmalig die Änderungen des HGB durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) angewendet. Hieraus ergaben sich im Berichtsjahr Umgliederungen von sonstigen betrieblichen Erträgen zu Umsatzerlösen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,0 Mio. Euro) sowie von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu Materialaufwand in Höhe von 0,8 Mio. Euro (im Vorjahr 0,4 Mio. Euro). Bei den Umgliederungen der sonstigen betrieblichen Erträge in den Umsatz handelt es sich um Mieterlöse. Als Materialaufwand (bezogene Leistungen) werden sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen, die den Umsatzerlösen zugrunde liegen.

Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS). Daraus resultieren Unterschiede bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem immaterielle Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Finanzinstrumente, Leasinggeschäfte und latente Steuern.

11.1 ERTRAGSLAGE

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in Mio. Euro 2016 2015* Veränderung

in %
Umsatzerlöse 2,4 2,1 16,9
Sonstige betriebliche Erträge 2,3 1,2 83,0
Materialaufwand 0,8 0,4 108,1
Personalaufwand 4,8 4,0 20,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen 5,7 3,4 69,4
Beteiligungsergebnis 5,3 15,1 -65,1
Zinsergebnis 0,5 1,1 -54,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,4 4,0 -89,4
Ergebnis nach Steuern -0,4 7,9 -
Jahresüberschuss / -fehlbetrag -0,4 7,9 -

* Angepasst gemäß BilRUG.

11.1.1 Umsatzerlöse

Bei unveränderten Dienstleistungsfunktionen der FP Holding gegenüber den Konzerngesellschaften resultierte die Zunahme der Umsatzerlöse der FP Holding im Jahr 2016 aus erhöhten Konzernumlagen.

11.1.2 Sonstige betriebliche Erträge

Wie im VorJahr erzielte die FP Holding die sonstigen betrieblichen Erträge im Jahr 2016 im Wesentlichen aus dem Erhalt eines Lohnkostenzuschusses.

11.1.3 Materialaufwand

Die Steigerung des Materialaufwandes aus bezogenen Leistungen im Berichtsjahr resultierte aus erhöhten Konzernumlagen und sonstigen Dienstleistungen

11.1.4 Personalaufwand

Der Anstieg im Personalaufwand im Jahr 2016 ist Folge allgemeiner Entgeltsteigerungen sowie der Einstellung neuer Mitarbeiter im Zuge der strategischen Neuaufstellung der FP Holding im Rahmen der ACT-Strategie des FP-Konzerns.

11.1.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen

Ursache für den deutlichen Anstieg im Berichtsjahr sind im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. Euro erhöhten Rechts- und Beratungskosten. Des Weiteren steigerten sich die sonstigen Sach- und Dienstleistungskosten um 0,5 Mio. Euro sowie die Aufwendungen für Werbung um 0,2 Mio. Euro.

11.1.6 Beteiligungsergebnis

Der deutliche Rückgang der Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen im Jahr 2016 beruht im Wesentlichen aus verminderten Ergebnisabführungen aufgrund einer im Vorjahresvergleich rückläufigen operativen Entwicklung sowie konzerninternen Umstrukturierungen und der damit verbundenen Abspaltung einer Organgesellschaft aus dem Organkreis sowie aufgrund rückläufiger Gewinnausschüttungen ausländischer verbundener Unternehmen.

11.1.7 Zinsergebnis

Der Rückgang des Zinsergebnisses resultierte im Wesentlichen aus verminderten Zinserträgen verbundener Unternehmen.

11.1.8 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertrag aus den Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,9 Mio. Euro Aufwand) resultierte im Wesentlichen aus dem negativen Ergebnis vor Steuern im Jahr 2016 sowie der ertragswirksamen Anpassung latenter Steuern aufgrund steuerbilanzieller Korrekturen in Vorjahren.

11.1.9 Jahresüberschuss / -fehlbetrag

Im Wesentlichen aufgrund der deutlich verminderten Ergebnisabführungen erzielte die FP Holding im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,4 Mio. Euro nach 7,9 Mio. Euro im Vorjahr.

11.2 FINANZLAGE

LIQUIDITÄTSANALYSE

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in Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit -3,7 -3,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -0,4 -0,3
Free Cashflow -4,2 -3,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3,2 4,4
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel -0,9 1,0

Die Veränderung des Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im Jahr 2016 beruht im Wesentlichen aus verminderten Zinserträgen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,6 Mio. Euro.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verminderte sich im Wesentlichen aufgrund eines niedrigeren Saldos aus Einzahlungen und Auszahlungen von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4,6 Mio. Euro (im Vorjahr 6,8 Mio. Euro) und der rückläufigen Dividendenzahlung in Höhe von 1,9 Mio. Euro (im Vorjahr 2,6 Mio. Euro).

Die FP Holding konnte im Jahr 2016 zu jedem Zeitpunkt ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

11.3 VERMÖGENSLAGE

VERKÜRZTE BILANZ

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in Mio. Euro 2016 2015 Veränderung
Anlagevermögen 76,6 64,2 12,4
Umlaufvermögen 38,3 47,2 -8,9
Rechnungsabgrenzungsposten und aktive latente Steuern 1,7 1,7 -
Aktiva 116,7 113,2 3,5
Eigenkapital 71,0 72,8 -1,8
Rückstellungen 6,0 5,6 0,4
Verbindlichkeiten und passive latente Steuern 39,7 34,8 4,9
Passiva 116,7 113,2 3,5

11.3.1 Anlagevermögen

Die Finanzanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund konzerninterner Umstrukturierungen.

11.3.2 Umlaufvermögen

Die Minderung des Umlaufvermögens resultierte insbesondere aus dem Rückgang der konzerninternen Forderungen (-8,2 Mio. Euro). Dieser Rückgang steht im Zusammenhang mit konzerninternen Umstrukturierungen (Abspaltung und Einbringung einer Tochtergesellschaft) und daraus resultierenden Kapitaleinlagen, die mit konzerninternen Forderungen verrechnet wurden.

11.3.3 Eigenkapital

Das Eigenkapital entwickelte sich im Berichtsjahr aufgrund des Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,4 Mio. Euro sowie infolge der Dividendenzahlung 2016 in Höhe von 1,9 Mio. Euro rückläufig. Die Eigenkapitalquote verminderte sich von 64,3 % auf 60,9 %.

11.3.4 Rückstellungen

Der leichte Anstieg der Rückstellungen im Jahr 2016 beruhte auf um 0,7 Mio. Euro verminderten Rückstellungen für Steuern und höheren sonstigen Rückstellungen um 1,1 Mio. Euro, im Wesentlichen aufgrund gestiegener variabler Vergütungen sowie höherer Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten.

11.3.5 Verbindlichkeiten und passive latente Steuern

Der Anstieg der Verbindlichkeiten und passiven latenten Steuern beruht im Wesentlichen auf einer Steigerung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4,6 Mio. Euro.

11.4 VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF DER FP HOLDING

Die Prognose sah für das Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz auf Vorjahresniveau und einen leicht rückläufigen Jahresüberschuss vor. Der erwartete Rückgang des Jahresüberschusses beruhte auf einem niedriger geplanten Beteiligungsergebnis.

Im Jahr 2016 erwirtschaftete die FP Holding einen Umsatz in Höhe von 2,4 Mio. Euro und erreichte damit die Prognose. Das Beteiligungsergebnis und in der Folge der Jahresfehlbetrag wurden maßgeblich durch die um rund 9,8 Mio. Euro verminderten Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen - im Wesentlichen aus verminderten Ergebnisabführungen aufgrund einer im Vorjahresvergleich rückläufigen operativen Entwicklung sowie konzerninternen Umstrukturierungen - beeinflusst. Positive Auswirkungen auf den Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,4 Mio. Euro ergaben sich aus dem Ertrag der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,4 Mio. Euro (im Vorjahr 3,9 Mio. Euro Aufwand).

11.5 GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Das Geschäftsjahr 2016 war für den FP-Konzern und damit auch für die FP Holding insgesamt erfolgreich. Der FP-Konzern erarbeitete im Jahresverlauf 2016 die neue Strategie ACT und stellte sie im November der Öffentlichkeit vor. Diese Strategie läutet eine neue Ära ein und macht den Konzern zu einem dynamischen Wachstumsunternehmen. Begleitet wird die Strategie ACT durch das FP FIT-Programm zur Steigerung der Effizienz und der Umsetzungsstärke in allen Bereichen mit den vier Schwerpunkten Finanzen, Personal, Vertrieb und Digitalisierung. Im Zuge dessen wurden erste Maßnahmen, wie beispielsweise zur Verbesserung der Steuerquote, zur Erhöhung der Sicherheit und Qualität in Abschluss- und Reportingprozessen, zum Aufbau eines Treasury-Bereiches sowie die Erneuerung des Risiko- und Chancenmanagementsystems, erfolgreich umgesetzt. Im Ergebnis wurde die Position der FP Holding als Management-Holding im Geschäftsjahr 2016 deutlich gestärkt.

11.6 RISIKEN UND CHANCEN

Die Geschäftsentwicklung der FP Holding unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des FP-Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die FP Holding grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Risiken und Chancen sind im "Risiko- und Chancenbericht" dargestellt. Aus den Beziehungen zu den Beteiligungen können zusätzlich aus gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsverhältnissen (insbesondere Finanzierungen) Belastungen resultieren.

11.7 PROGNOSEBERICHT

Aufgrund der Verflechtungen der FP Holding mit den Konzerngesellschaften verweisen wir auf unsere Aussagen im Prognosebericht des Konzernlageberichts, die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln. Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet die FP Holding eine leichte Steigerung des Beteiligungsergebnisses und einen leicht erhöhten Jahresfehlbetrag. Der Anstieg des Jahresfehlbetrags geht bei höher erwarteten Erträgen aus Ergebnisabführungen auf rückläufige sonstige betriebliche Erträge sowie auf einen höher geplanten Personalaufwand zurück.

Diese Planung basiert auf dem Kenntnisstand am Jahresanfang 2017. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.

12. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER NACH § 315 ABS. 1 SATZ 6 UND NACH § 289 ABS. 1 SATZ 5 HGB

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, 29. März 2017

Rüdiger Andreas Günther, CEO & CFO

Thomas Grethe, CSO

Sven Meise, CDO

Konzernabschluss

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016

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in TEUR Anhang Abschnitt III und IV 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2015
Umsatzerlöse (1) 202.969 191.056
Erhöhung (im Vorjahr Erhöhung) des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen 155 -126
203.124 190.930
Andere aktivierte Eigenleistungen (2) 11.391 15.779
Sonstige Erträge (3) 3.771 4.311
Materialaufwand (4)
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.647 36.673
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 60.872 54.600
96.519 91.273
Personalaufwand (5)
a) Löhne und Gehälter 49.050 48.757
b) Soziale Abgaben 7.569 7.658
c) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 800 935
57.419 57.350
Abschreibungen und Wertminderungen (10) 17.487 17.801
Andere Aufwendungen (6) 37.125 35.591
Zinsergebnis (7)
a) Zinsen und ähnliche Erträge 1.348 693
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.563 2.244
-215 -1.551
Sonstiges Finanzergebnis (7)
a) Sonstige Finanzerträge 3.787 4.676
b) Sonstige Finanzaufwendungen 3.695 4.480
92 196
Ertragsteuern -3.414 -3.927
Konzernergebnis 6.199 3.723
Sonstiges Ergebnis
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -517 2.721
davon Steuern 19 33
Anpassungen Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 (rev. 2011) -1.207 1.166
davon Steuern -495 -495
Absicherung von Zahlungsströmen wirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes -249 0
davon Steuern 108 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1.973 3.887
Gesamtergebnis 4.226 7.610
Konzernergebnis 6.199 3.723
davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Konzernergebnis 5.857 3.543
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis 342 180
Gesamtergebnis 4.226 7.610
davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Gesamtergebnis 3.884 7.420
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 342 190
Ergebnis je Aktie (unverwässert in EUR) (9) 0,36 0,22
Ergebnis je Aktie (verwässert in EUR) 0,36 0,22

Konzernbilanz zum 31. DEZEMBER 2016

AKTIVA

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in TEUR Anhang Abschnitt IV 31.12.2016 31.12.2015
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE (10)
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 22.117 13.821
Geschäfts- oder Firmenwert 8.494 8.494
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 4.265 10.715
34.876 33.030
Sachanlagen (10)
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.044 3.285
Technische Anlagen und Maschinen 4.729 4.944
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.348 3.764
Vermietete Erzeugnisse 23.807 24.602
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 3.103 5.299
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 315 96
39.346 41.990
Sonstige Vermögenswerte
Assoziierte Unternehmen (21) 36 36
Sonstige Beteiligungen (21) 163 163
Forderungen aus Finanzierungsleasing (11, 21) 9.375 5.567
Sonstige langfristige Vermögenswerte 149 251
9.723 6.017
Steueransprüche (18)
Latente Steueransprüche 866 1.901
Laufende Steueransprüche 0 6.689
866 8.590
84.811 89.627
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorratsvermögen (12)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.187 5.956
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 552 710
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 5.457 5.025
11.196 11.691
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13, 21) 18.966 16.937
Sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Finanzierungsleasing (11, 21) 3.169 2.829
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (18) 6.480 1.914
Derivative Finanzinstrumente (21) 86 992
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (14, 21) 15.557 13.287
25.292 19.022
Wertpapiere (21) 679 681
Liquide Mittel (15, 21) 26.394 18.214
82.527 66.545
167.338 156.172
PASSIVA
in TEUR Anhang Abschnitt IV 31.12.2016 31.12.2015
EIGENKAPITAL
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital (16)
Gezeichnetes Kapital 16.215 16.160
Kapitalrücklage 34.620 34.937
Stock-Options-Rücklage 1.179 1.046
Eigene Anteile 0 -810
Verlustvortrag -20.794 -22.414
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter 5.857 3.543
Kumuliertes übriges Eigenkapital -1.131 1.251
35.946 33.713
Nicht beherrschende Anteile 0 1.519
35.946 35.232
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (17) 17.054 15.454
Sonstige Rückstellungen (19) 991 911
Finanzverbindlichkeiten (20, 21) 37.530 31.698
Sonstige Verbindlichkeiten (20, 21) 110 0
Latente Steuerverbindlichkeiten (18) 572 687
56.257 48.750
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Steuerschulden (18) 3.635 3.899
Rückstellungen (19) 7.969 5.899
Finanzverbindlichkeiten (20, 21) 911 4.631
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (20, 21) 10.612 9.850
Sonstige Verbindlichkeiten
Davon Teleportogelder TEUR 28.119 (im Vj. TEUR 27.064) (20, 21) 52.008 47.911
75.135 72.190
167.338 156.172

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016

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in TEUR Anhang Abschnitt III und IV 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2015
1. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 6.199 3.723
Erfolgswirksam erfasstes Ertragsteuerergebnis (8) 3.414 3.927
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis (7) 214 1.551
Zu- und Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens (10) 17.487 17.801
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen und Steuerschulden (17, 18, 19) -314 -746
Verluste (+) / Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 120 420
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (ohne Finanzierungsleasing) (12, 13, 14) -471 -3.857
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen aus Finanzierungsleasing -4.148 -4.553
Abnahme (-) / Zunahme (+) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva1) , die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (20) -731 3.043
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -376 175
Erhaltene Zinsen (7) 1.348 693
Gezahlte Zinsen (7) -1.290 -2.147
Erhaltene Ertragsteuer 1.458
Gezahlte Ertragsteuer (8) -1.722 -1.396
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 22.129 18.634
2. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Aktivierung von Entwicklungskosten (2, 10) -4.413 -4.607
Auszahlungen für kapitalisierte Zinsen für Entwicklungskosten -168 -200
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens (10) 85 82
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (10) -2.309 -1.030
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (10) -9.962 -14.320
Auszahlungen für Erwerb von Minderheitenanteilen -800
Cashflow aus Investitionstätigkeit -17.567 -20.075
3. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit
Dividendenzahlungen an Minderheitengesellschafter -1.470 -37
Auszahlungen aus Gewinnausschüttungen Aktionäre (16) -1.923 -2.559
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten (20) -33.127 -3.011
Auszahlung zu der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (20) -1.675 -2.505
Einzahlung aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (20) 0 228
Einzahlungen aus Veräußerung eigener Anteile (16) 410 97
Einzahlungen aufgrund Ausgabe neuer Aktien (20) 138 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten 36.914 10.199
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -733 2.412
Finanzmittelbestand1)
Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittel V. 3.829 971
Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel -1.102 561
Finanzmittel am Ende der Periode V. 15.928 14.396
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode V. 18.655 15.928

1) Aus den Liquiden Mitteln sowie den Sonstigen Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die von der FP-Gruppe verwaltet werden, in Höhe von TEUR 8.418 (i.Vj. TEUR 2.967), herausgerechnet. In die Finanzmittel einbezogen werden die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 679 (i. Vj. TEUR 681).

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Stock-Options-Rücklage Eigene Anteile Bilanzergebnis
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Anhang Abschnitt IV (16)1)
Stand am 1.1.2015 16.160 35.032 977 -1.002 -19.855
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2015 0 0 0 0 3.543
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2015 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 1.1.-31.12.2015 0 0 0 0 3.543
Bedienung Stock-Options -95 69 192
Ausschüttungen -2.559
Stand am 31.12.2015 16.160 34.937 1.046 -810 -18.871
Stand am 1.1.2016 16.160 34.937 1.046 -810 -18.871
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2016 5.857
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19
Absicherung von Zahlungsströmen
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2016 0 0 0 0
Gesamtergebnis 1.1.-31. 12.2016 0 0 0 0 5.857
Ausschüttungen -1.923
Bedienung Stock-Options 55 -317 133 810
Erwerb von Minderheitenanteilen 0
Stand am 31.12.2016 16.215 34.620 1.179 0 -14.937

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Kumuliertes übriges Eigenkapital
in TEUR Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
--- ---
Anhang Abschnitt IV (16)1)
Stand am 1.1.2015 628
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2015 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 2.797
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2015 2.797
Gesamtergebnis 1.1.-31.12.2015 2.797
Bedienung Stock-Options
Ausschüttungen
Stand am 31.12.2015 3.425
Stand am 1.1.2016 3.425
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2016 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -471
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19
Absicherung von Zahlungsströmen
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2016 -471
Gesamtergebnis 1.1.-31. 12.2016 -471
Ausschüttungen
Bedienung Stock-Options
Erwerb von Minderheitenanteilen
Stand am 31.12.2016 2.954

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Kumuliertes übriges Eigenkapital
in TEUR Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Unterschiedsbetrag aus der Anpassung IAS 19 Unterschiedsbetrag aus Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter
--- --- --- ---
Anhang Abschnitt IV (16)1)
Stand am 1.1.2015 254 -3.508
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2015 0 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -76
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 1.156
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2015 -76 1.156 0
Gesamtergebnis 1.1.-31.12.2015 -76 1.156 0
Bedienung Stock-Options
Ausschüttungen
Stand am 31.12.2015 178 -2.352 0
Stand am 1.1.2016 178 -2.352
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2016 0 0 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -46
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 -1.177
Absicherung von Zahlungsströmen
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2016 -46 -1.177 0
Gesamtergebnis 1.1.-31. 12.2016 -46 -1.177 0
Ausschüttungen
Bedienung Stock-Options
Erwerb von Minderheitenanteilen -439
Stand am 31.12.2016 132 -3.529 -439

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Kumuliertes übriges Eigenkapital
in TEUR Rücklage aus Sicherungsgeschäften FP Holding zuzurechnendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile
--- --- --- ---
Anhang Abschnitt IV (16)1)
Stand am 1.1.2015 28.686 1.365
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2015 0 3.543 180
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 2.721
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 1.156 10
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2015 0 3.877 10
Gesamtergebnis 1.1.-31.12.2015 0 7.420 190
Bedienung Stock-Options 166
Ausschüttungen -2.559 -36
Stand am 31.12.2015 33.713 1.519
Stand am 1.1.2016 0 33.713 1.519
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2016 0 5.857 342
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -517
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 -1.177 -30
Absicherung von Zahlungsströmen -249 -249 0
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2016 -249 -1.943 -30
Gesamtergebnis 1.1.-31. 12.2016 -249 3.914 312
Ausschüttungen -1.923 -1.470
Bedienung Stock-Options 681
Erwerb von Minderheitenanteilen -439 -361
Stand am 31.12.2016 -249 35.946 0

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in TEUR Summe
Anhang Abschnitt IV (16)1)
Stand am 1.1.2015 30.051
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2015 3.723
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 2.721
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 1.166
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2015 3.887
Gesamtergebnis 1.1.-31.12.2015 7.610
Bedienung Stock-Options 166
Ausschüttungen -2.595
Stand am 31.12.2015 35.232
Stand am 1.1.2016 35.232
Konzernergebnis 1.1.-31.12.2016 6.199
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -517
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 -1.207
Absicherung von Zahlungsströmen -249
Sonstiges Ergebnis 1.1.-31.12.2016 -1.973
Gesamtergebnis 1.1.-31. 12.2016 4.226
Ausschüttungen -3.393
Bedienung Stock-Options 681
Erwerb von Minderheitenanteilen -800
Stand am 31.12.2016 35.946

1) Die Veränderungen der Eigenkapitalbestandteile werden im Konzernanhang unter den folgenden Textziffern erläutert

Anhang

I. GRUNDLAGEN

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding" genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 169096 B eingetragen.

Der FP-Konzern ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der sicheren Kommunikation für Unternehmen und Behörden mit einer über 90-jährigen Geschichte. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in dem traditionellen Produktgeschäft, welches aus der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von insbesondere Frankiersystemen, aber auch Kuvertiermaschinen und dem After-Sales-Geschäft besteht. Durch seine Tochtergesellschaften freesort, Mentana-Claimsoft und IAB bietet der FP-Konzern seinen Kunden in Deutschland zudem auch Sortier- und Konsolidierungsdienstleistungen sowie Produkte zur vollelektronischen Kommunikation und Hybrid-Mail-Produkte an.

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat den Konzernabschluss am 29. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er diesen billigt.

ÜBEREINSTIMMUNGSERKLÄRUNG

Die FP Holding hat ihren Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der die FP-Gruppe konsolidiert wird. Die Geschäftsjahre entsprechen für sämtliche Konzerngesellschaften dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FP Holding zum 31. Dezember 2016 werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

STETIGKEIT DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN SOWIE ANPASSUNGEN VON ANHANGANGABEN FÜR DAS VORJAHR

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind - abgesehen von den dargestellten, folgenden Ausnahmen - gegenüber denen des Vorjahres unverändert.

Der Steueraufwand und -ertrag aus latenten und laufenden Ertragsteuern wird im Geschäftsjahr 2016 erstmalig saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

ANWENDUNG NEUER UND ÜBERARBEITETER IFRS-VORSCHRIFTEN

Grundsätzlich wendet der FP-Konzern neue und überarbeitete IFRS-Vorschriften erst ab dem Zeitpunkt an, zu dem sie verpflichtend anzuwenden sind. Zu bestimmten neuen oder überarbeiteten IFRS-Vorschriften nach IAS 8.28 nimmt der FP-Konzern nachfolgend Stellung.

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Standard Erläuterung Auswirkung auf Konzernabschluss
Improvements to IFRS 2010-2012 Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS / IAS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38.
Die Änderungen zu IFRS 2 und IFRS 3 sind, trotz der Anwendung der Vorschriften für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen, auf Transaktionen anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 stattfinden.
Improvements to IFRS 2012-2014 Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS / IAS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34. Keine wesentliche

Für die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant der Konzern keine frühzeitige Anwendung. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der FP Holding derzeit geprüft.

IAS 8.30, EU ENDORSEMENT ERFOLGT

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Standard Erläuterung Auswirkung auf Konzernabschluss
IFRS 9 Financial Instruments Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss im Jahr 2018 sind nicht bekannt und können nicht verlässlich geschätzt werden, da sie von den Finanzinstrumenten, die der Konzern hält, und den wirtschaftlichen Bedingungen zu diesem Zeitpunkt abhängen sowie von der Wahl der Rechnungslegungsmethoden und von Ermessensentscheidungen, die er künftig trifft. Der neue Standard erfordert vom Konzern die Anpassung seiner Rechnungslegungsprozesse und internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Darstellung von Finanzinstrumenten, wobei diese Anpassungen noch nicht abgeschlossen sind.
IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig.
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers sowie Amendment to IFRS 15 - Clarification to IFRS 15 (für das Amendment ist bislang kein EU-Endorsement erfolgt) IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Zudem werden die Angabevorschriften erweitert. Die konzernweite Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Aus heutiger Sicht werden durch die Anwendung von IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns erwartet. Der FP-Konzern erwirtschaftet seine Umsatzerlöse vor allem mit dem Verkauf von Frankier- und Kuvertiermaschinen sowie mit der Erbringung von Dienstleistungen. Für Erlöse aus Verkäufen erwarten wir keine wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Praxis unter IAS 18. Die Dienstleistungsverträge werden nach IFRS 15 als Mehrkomponentengeschäfte betrachtet. Für die Teilleistungen sind Einzelveräußerungspreise zu ermitteln. Diese werden die Grundlage für die Umsatzrealisierung bilden. Die Analyse hierzu ist noch nicht abgeschlossen.
IFRS 15 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig, jedoch derzeit nicht beabsichtigt. Der Konzern hat noch nicht entschieden, welche der zur Verfügung stehenden Übergangsmethoden und Vereinfachungen in Anspruch genommen werden sollen.

IAS 8.30, EU-ENDORSEMENT IST NOCH AUSSTEHEND

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Standard Erläuterung Auswirkung auf Konzernabschluss
IFRS 16 Leases IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Der Konzern hat mit der Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf seinen Konzernabschluss noch nicht begonnen.
Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.
IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15 Operating-Leasingverhältnisse - Anreize und SIC-27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen.
Der Standard ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 oder davor anwenden.
Amendments to IFRS 2 - Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions Die Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen, sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente".
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden.
Amendments to IAS 7 - Disclosure Initiative Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z. B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften). Um den neuen Angabepflichten zu genügen, beabsichtigt der Konzern die Darstellung einer Überleitungsrechnung zwischen dem Anfangs- und Endbestand für Schulden, die Veränderungen im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit aufweisen.
Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden.
Amendments to IAS 12 - Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses Die Änderungen verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten. Der Konzern beurteilt derzeit, welche möglichen Auswirkungen die Änderungen auf seinen Konzernabschluss haben können. Bislang erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist.
IFRIC 22 IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. die Schuld erstmals erfasst wird. Der Konzern beurteilt derzeit, welche möglichen Auswirkungen die Änderungen auf seinen Konzernabschluss haben können. Bislang erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.
Foreign Currency Transactions and Advance Consideration Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
Improvements to IFRS 2014-2016 Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014-2016) wurden drei IFRSs geändert. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.
In IFRS 12 wird klargestellt, dass die Angaben nach IFRS 12 grundsätzlich auch für solche Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen gelten, die als zur Veräußerung gehalten im Sinne des IFRS 5 klassifiziert werden; eine Ausnahme hiervon bilden die Angaben nach IFRS 12.B10-B16 (Finanzinformationen). In IAS 28 wird klargestellt, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Darüber hinaus erfolgte die Streichung der befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1.Appendix E (IFRS 1. E3-E7) für erstmalige IFRS-Anwender.
Vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht sind die Änderungen an IFRS 12 erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres und die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss der FP Holding werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Tochterunternehmen). Endet die Möglichkeit der Beherrschung, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Im Geschäftsjahr 2016 veränderte sich der Konsolidierungskreis. Die Liquidation der nicht operativ tätigen IAB Verwaltungs- und Vertriebs GmbH, Berlin, Deutschland, wurde beendet und die Gesellschaft entkonsolidiert.

Im Oktober 2016 erwarb der Konzern einen zusätzlichen Anteil von 49 Prozent an der internet access GmbH Berlin Gesellschaft für Kommunikation und Digitaltechnik, Berlin, Deutschland (kurz: "IAB"), für 800 TEUR und erhöhte damit seinen Anteil von 51 auf 100 Prozent. Der Buchwert des Nettovermögens von IAB im Abschluss des Konzerns betrug zum Erwerbszeitpunkt 785 TEUR. Der Konzern erfasste eine Verringerung der nicht beherrschenden Anteile von 391 TEUR, und eine Minderung des OCI von 409 TEUR.

In den Konzernabschluss 2016 der FP-Gruppe sind neben der Francotyp-Postalia Holding AG zehn (im Vorjahr elf) inländische und neun (im Vorjahr neun) ausländische Tochterunternehmen einbezogen (siehe Aufstellung auf Seite 8).

BEHERRSCHTE, ABER NICHT KONSOLIDIERTE SOWIE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Die Summe der Betriebsergebnisse der nicht konsolidierten Tochterunternehmen beträgt rund -1,4 % (-0,1 %) des Konzern-Betriebsergebnisses. Der geschätzte Effekt einer Konsolidierung der Gesellschaften auf die Konzern-Bilanzsumme liegt wie im Vorjahr bei rund 0,5 % der Konzern-Bilanzsumme.

ANTEILSBESITZLISTE NACH § 313 HGB1)2)

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Lfd. Nr. Name und Sitz des Unternehmens 31.12.2016 Beteiligungsanteil in %3)
Konsolidierte Unternehmen
1 Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin, Deutschland
2 Francotyp-Postalia GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
3 freesort GmbH, Langenfeld, Deutschland 100,00
4 internet access GmbH lilibit Berlin Gesellschaft für Kommunikation und Digitaltechnik, Berlin, Deutschland 100,00
5 FP Direkt Vertriebs GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
6 Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
7 FP Hanse GmbH, Hamburg, Deutschland 100,00
8 FP InovoLabs GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
9 Francotyp-Postalia Unterstützungseinrichtung GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
10 FP Produktionsgesellschaft mbH, Wittenberge, Deutschland 100,00
11 Mentana-Claimsoft GmbH, Fürstenwalde, Deutschland 100,00
12 Francotyp-Postalia N.V. / S.A., Antwerpen, Belgien 99,97
13 Francotyp-Postalia GmbH, Wien, Österreich 100,00
14 Ruys Handelsvereniging B.V., Zoetemer, Niederlande 100,00
15 Italiana Audion s. r. l, Mailand, Italien 100,00
16 Francotyp-Postalia Ltd., Dartford, Großbritannien 100,00
17 Francotyp-Postalia Inc., Addison, Illinois, USA 100,00
18 Francotyp-Postalia Canada Inc., Concord, Kanada 100,00
19 Francotyp-Postalia Sverige AB, Solna, Schweden 100,00
20 Francotyp-Postalia France SARL, Rungis, Frankreich 100,00
Nicht konsolidierte Unternehmen
21 Francotyp-Postalia Asia Pte. Ltd., Singapur 100,00
22 FP Data Center Inc., Osaka, Japan 49,00
23 Nippon Postalia-Francotyp Co. Ltd, Tokyo, Japan 24,01
24 FP Systems India Private Limited, Mumbai, Indien 99,998
25 FP Direct Ltd., Dartford, Großbritannien 100,00

1) Es wurden vier Beteiligungen (im Vorjahreszeitraum vier Beteiligungen) mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert, sondern als assoziierte Unternehmen oder sonstige Beteiligungen unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

2) Die Francotyp-Postalia GmbH, die Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH, die FP Hanse GmbH, die FP Direkt Vertriebs GmbH, die FP InovoLabs GmbH, die Mentana-Claimsoft GmbH, die FP Produktionsgesellschaft mbH sowie die Francotyp-Postalia Unterstützungseinrichtung GmbH sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB i. V. m. § 325 HGB jeweils von der Verpflichtung zur Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses 2016 befreit. Die genannten Gesellschaften sind zugleich auch von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Lageberichts 2016 gemäß § 264 Abs. 3 HGB i. V. m. § 289 HGB befreit. Die entsprechenden Beschlüsse wurden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, die jeweilige Bekanntmachung wurde veranlasst.

3) Direkt und indirekt zurechenbare Anteile berücksichtigt.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 3 (2008). Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden sämtliche stillen Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und alle identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte separat ausgewiesen. Mithin erfolgt eine Neubewertung aller Vermögenswerte und aller Schulden zu beizulegenden Zeitwerten. Die Anschaffungskosten der Beteiligungen werden sodann gegen das neu bewertete, anteilige Eigenkapital verrechnet. Darüber hinausgehende Beträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Anschaffungsnebenkosten bei Unternehmenszusammenschlüssen werden aufwandswirksam erfasst.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die funktionale Währung der FP Holding ist der Euro (EUR).

Fremdwährungsgeschäfte in den Abschlüssen der FP Holding und der inländischen Tochtergesellschaften werden jeweils mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Stichtagskurses angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden jeweils in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der betroffenen Konzerngesellschaft erfolgswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die zum FP-Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften sind selbständige Teileinheiten und stellen ihre Jahresabschlüsse jeweils in Landeswährung auf. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung werden Vermögenswerte und Schulden zum Abschlussstichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital der nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen wird jeweils zum historischen Kurs umgerechnet. Auswirkungen aus der Währungsumrechnung des Eigenkapitals werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Positionen der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden mit gewichteten Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen, die sich aus unterschiedlichen Umrechnungskursen für Bilanzpositionen und für Positionen der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ergeben, werden ins sonstige Ergebnis gebucht. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.

Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe darstellen, werden auf Konzernebene nach IAS 21.15 i. V. m. IAS 21.32 im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Falle einer späteren Veräußerung der jeweiligen Nettoinvestition bzw. der Tilgung der Darlehen werden die betreffenden Eigenkapitalbeträge über das Periodenergebnis gebucht.

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
US-Dollar (USD) 1,0554 1,0893 1,1071 1,1099
Britische Pfund (GBP) 0,8554 0,7351 0,8196 0,7260
Kanadische Dollar (CAD) 1,4170 1,5130 1,4662 1,4176
Schwedische Kronen (SEK) 9,5835 9,1820 9,4685 9,3550

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2016 ging der Vorstand von der Unternehmensfortführung sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften aus. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte mithin unter der Going-Concern-Annahme.

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt dann, wenn die Leistung erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Abnehmer stattgefunden hat. Weitere Voraussetzungen sind die Wahrscheinlichkeit, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Operate-Lease-Verträgen sowie Dienstleistungen werden grundsätzlich über den Zeitraum der Erbringung realisiert; bei Verträgen mit pauschalen Entgelten, wie z. B. Serviceverträgen, erfolgt die Umsatzrealisation linear über die Laufzeit des Vertrages.

Zuwendungen werden im Sinne von IAS 20.7 erfasst, wenn die ihnen zu Grunde liegenden Bedingungen der Gewährung erfüllt sind und angemessene Sicherheit über die Gewährung der Zuwendung besteht. IAS 20 unterscheidet zwischen objektbezogenen Zuwendungen für langfristige Vermögenswerte und erfolgsbezogenen Zuwendungen.

Zuwendungen für langfristige Vermögenswerte werden von dem Buchwert des Vermögenswerts abgesetzt und mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer des abschreibungsfähigen Vermögenswerts im Gewinn oder Verlust erfasst. Soweit es sich um Zuwendungen für selbsterstellte Vermögenswerte handelt, mindern die Zuwendungen die aktivierten Eigenleistungen und den Buchwert in gleicher Höhe.

Zuwendungen, die den Konzern für angefallene Aufwendungen kompensieren, werden planmäßig in den Zeiträumen, in denen die Aufwendungen erfasst werden, im Gewinn oder Verlust erfasst.

Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinsaufwendungen werden unter Berücksichtigung etwaiger Transaktionskosten und Disagien nach der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmenserwerbe über die beizulegenden Zeitwerte der Anteile des Konzerns an den Nettovermögenswerten der erworbenen Unternehmen zu den jeweiligen Erwerbszeitpunkten dar. Die jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährlichen Werthaltigkeitstests (Impairment-Tests) unterzogen und immer dann, wenn es einen Anhaltspunkt gibt, dass die Zahlungsmittel generierende Einheit wertgemindert sein könnte. Die Werthaltigkeitstests werden auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen.

Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden gemäß IFRS 3 sofort erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die Werthaltigkeit entgeltlich erworbener immaterieller Vermögenswerte wird mittels der Residualwertmethode nach IAS 36 überprüft. Hierbei wird der Barwert der Cashflows, die allein auf den zu bewertenden Vermögenswert zurückzuführen sind, ermittelt. Der Diskontierungszinssatz für die Cashflows basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (sog. weighted average cost of capital - WACC) nach Steuern.

Die Bewertung von im Rahmen von Kaufpreisallokationen aktivierten Kundenbeziehungen erfolgt durch einen ertragsorientierten Ansatz (Residualwertmethode), wobei der Wert der Kundenbeziehungen durch Diskontierung der aus ihnen resultierenden Cashflows dargestellt wird. Von den durch Kundenbeziehungen erwarteten Umsätzen werden die mit der Umsatzerbringung verbundenen Kosten in Abzug gebracht.

Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierungsfähigen Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern die Herstellung dieser Produkte technisch so weit realisiert werden kann, dass diese genutzt oder verkauft werden können, der Konzern die Absicht hat, den Wert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, der FP-Konzern fähig ist, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen bzw. zu verkaufen, die Art des Nutzenzuflusses nachgewiesen werden kann, die technischen und finanziellen Ressourcen zur Fertigstellung zur Verfügung stehen und die während der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich bewertet werden können. Die Entwicklungskosten umfassen alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten. Erhaltene Zuschüsse zu Entwicklungskosten werden aktivisch abgesetzt. Fremdkapitalkosten, die direkt einem Entwicklungsprojekt zugeordnet werden können, werden für den Zeitraum der Herstellung als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Sie werden ausschließlich im Zusammenhang mit aktivierten Entwicklungskosten angesetzt. Der Betrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wird aus dem gewogenen Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für die von Fremdkapitalgebern gewährten Kredite ermittelt.

Aktivierte Entwicklungskosten werden mit Beginn der kommerziellen Fertigung der entsprechenden Produkte linear über die Zeit ihres erwarteten Nutzens abgeschrieben. Während der Entwicklungsphase und auch nach der Aktivierung wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Nicht mehr werthaltige aktivierte Entwicklungen werden außerplanmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden einbezogen, soweit qualifizierte Vermögenswerte vorliegen. Kosten für Wartung und Reparatur von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Aufwand verrechnet. Aufbereitungskosten von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden nach den Kriterien der IAS 16.12 ff. als nachträgliche Herstellungskosten erfasst, wenn durch diese Kosten der zukünftige Nutzen der Sachanlage erhöht wird (IAS 16.10). Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen verrechnet. Wenn Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen wie auch im Vorjahr im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:

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Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Grundstücke und Bauten 2 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 13 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 19 Jahre
Vermietete Erzeugnisse 3 bis 8 Jahre
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 3 bis 9 Jahre

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nach IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag, d. h. der höhere Wert aus Nutzungswert des betroffenen Vermögenswertes und beizulegender Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, unter den Buchwert gesunken ist. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Der Abgleich zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert wird dann ebenfalls auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen; dies gilt nicht für den Geschäfts- oder Firmenwert.

Bei der Bewertung der Vorräte wurde von Bewertungsvereinfachungsmethoden in Form von Durchschnittspreisbewertungen Gebrauch gemacht.

Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren enthalten den Anschaffungspreis und die Nebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter der Annahme einer Normalauslastung. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden nicht einbezogen, weil qualifizierte Vermögenswerte nicht vorliegen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der noch notwendigen Fertigstellungskosten sowie der Veräußerungskosten.

Wertminderungen des Vorratsvermögens werden für Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Materialaufwand und für fertige und unfertige Erzeugnisse in den Bestandsveränderungen gezeigt.

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und -verbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden ab dem Zeitpunkt in der Konzernbilanz berücksichtigt, zu welchem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird.

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Kredite und Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie liquide Mittel.

Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag.

Die Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgt beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert ggf. zzgl. Transaktionskosten. Für die Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten wird die Effektivzinsmethode zugrunde gelegt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind. Im Konzern gehören hierzu die sonstigen Beteiligungen.

Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der geschätzten zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft.

Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, werden die zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge über das jeweilige Periodenergebnis gebucht. Bei der Prüfung, ob eine Wertminderung bilanziell zu erfassen ist, werden entsprechende objektiv erscheinende Hinweise berücksichtigt.

Hinweise dieser Art sind etwa wirtschaftliches Umfeld, rechtliche Situation, Dauerhaftigkeit und Ausmaß von Wertverlusten u. Ä. Sofern der beizulegende Zeitwert eines Eigenkapitalinstruments nicht verlässlich ermittelt werden kann, wie in den oben genannten Fällen, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag erstmalig erfasst. Bei Derivaten richtet sich die buchmäßige Behandlung nach dem Handelstag (Tag des Kaufs bzw. Verkaufs).

Unter den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten werden zu Handelszwecken gehaltene Anteile an einem thesaurierenden Fonds, der überwiegend in verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente und Sichteinlagen investiert, ausgewiesen.

Eine Wertberichtigung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Einzelbasis wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeiträge nicht vollständig einbringlich sind (z. B. Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder erhebliche Zahlungsverzögerungen beim Schuldner).

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind im Zusammenhang mit verwalteten Portogeldern teilweise verpfändet.

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND EIGENKAPITALINSTRUMENTE

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in die folgenden Kategorien unterteilt:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten und
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten.

Die Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgt beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert ggf. zzgl. Transaktionskosten. Für die Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten wird die Effektivzinsmethode zugrunde gelegt.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Darlehensaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Die Darlehen werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Unter den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden auch die Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften gezeigt. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen.

Ein Eigenkapitalinstrument ist jede vertragliche Vereinbarung, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug sämtlicher Schulden darstellt. Das gezeichnete Kapital wurde als Eigenkapital klassifiziert, wobei die Kosten (gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile), die direkt der Ausgabe von eigenen Aktien zurechenbar sind, vom Eigenkapital in Abzug gebracht wurden.

In der Kapitalrücklage wird der Betrag von Zuzahlungen in das Eigenkapital ausgewiesen, die Anteilseigner geleistet haben. Aufwendungen, die unmittelbar durch die Ausgabe neuer Aktien im Rahmen des früheren Börsengangs der FP Holding angefallen waren, wurden gemäß IAS 32.35 als Abzug von der Kapitalrücklage bilanziert.

Die Stock-Options-Rücklage weist im Personalaufwand erfasste Beträge aus den Aktienoptionsprogrammen 2010 und 2015 aus. Maßgabe hierbei ist der beizulegende Zeitwert der voraussichtlich ausübbaren Aktienoptionen, der periodisch verteilt wird.

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese direkt vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf sowie die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen berühren nicht das Konzernergebnis.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") auf der Basis versicherungsmathematischer Grundsätze gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Abschlussstichtag bestehenden Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Diese im Austausch für erbrachte Arbeitsleistungen erdienten Versorgungsleistungen werden mit dem am Periodenende zugrunde liegenden Zinssatz diskontiert. Von diesem Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtungen wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Hieraus ergibt sich die als Rückstellung anzusetzende Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen.

Für die Ermittlung der Nettoschuld werden für jeden Abschlussstichtag versicherungsmathematische Gutachten von qualifizierten Gutachtern zugrunde gelegt.

Der Zinssatz wird auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am jeweiligen Stichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Für die Auswahl der zugrunde liegenden Anleihen werden die Währungen und Laufzeiten berücksichtigt, die den Währungen und voraussichtlichen Fristigkeiten der zu erfüllenden Versorgungsverpflichtungen entsprechen.

Bei der Italiana Audion s.r.l., Mailand / Italien, der Francotyp-Postalia GmbH, Wien / Österreich, und der Francotyp-Postalia France SARL, Rungis, Frankreich, werden entsprechend der Rechtslage in den jeweiligen Ländern planmäßig Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gebildet, die bei Ausscheiden der Mitarbeiter fällig werden. Der FP-Konzern erfasst die Aufwendungen vergleichbar leistungsorientierten Plänen.

Beiträge im Rahmen von beitragsorientierten Plänen sind Aufwendungen der Periode, in der die betreffenden Leistungen erbracht werden. Gemeinschaftliche Pläne mit anderen Arbeitgebern, die leistungsorientierte Pläne darstellen und bei denen gleichzeitig nicht ausreichend Informationen für die auf uns entfallenen Versorgungsverpflichtungen und Planvermögen vorliegen, werden wie beitragsorientierte Pläne behandelt.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gewährt, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden, oder wenn er nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten hat.

Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit den jeweiligen Barwerten der Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge (ratierliche Ansammlung im Erdienungszeitraum) bewertet. Die Rückstellung wurde gemäß IAS 19.102 ff. mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen in der Form einer zur Rückdeckung von Altersteilzeitzusagen eingesetzten Versicherung saldiert.

Der Konzern passiviert eine Rückstellung für Gewinnbeteiligungen und Boni in den Fällen, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt.

Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der besten Einschätzung des Managements hinsichtlich der Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen, bei denen Francotyp-Postalia als Leasinggeber auftritt

Bei Vermietungen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum behalten wird, erfolgt die Behandlung als Operate Lease. Die Leasinggegenstände werden als vermietete Erzeugnisse unter den langfristigen Vermögenswerten im Sachanlagevermögen ausgewiesen, Leasingraten als Umsatz ausgewiesen.

Die Vertragsgestaltungen bei der Vermietung von Frankier- und Kuvertiermaschinen als Leasinggeber werden insbesondere bei den deutschen FP-Gesellschaften und teils in Großbritannien, in Italien und USA als Finance Lease qualifiziert. Im Rahmen von Finance Lease werden die vermieteten Sachanlagen nicht im Sachanlagevermögen aktiviert. Es erfolgt ein Ausweis unter den Forderungen aus Finanzierungsleasing. Die betreffenden Voraussetzungen sind erfüllt, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken, die sich aus der Nutzung ergeben, auf Seiten des Leasingnehmers sind. Beim Finanzierungsleasing wird dann eine Forderung in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses aktiviert. Die zugehenden Leasingraten werden in einen Tilgungs- und einen Zinsanteil aufgeteilt. Der Tilgungsanteil vermindert ergebnisneutral den Forderungsbestand. Der Zinsanteil wird erfolgswirksam vereinnahmt. Für Finanzierungsleasingverträge wird der Marktzinssatz mit Bezug auf vergleichbare Leasingvereinbarungen ermittelt.

Die Vermietungen von Frankier- und Kuvertiermaschinen durch die übrigen FP-Gesellschaften werden überwiegend als Operate Lease eingestuft, da bei diesen Vertragsgestaltungen das wirtschaftliche Eigentum behalten wird.

Im Rahmen des Finanzierungsleasings werden sowohl Neu- als auch Gebrauchtmaschinen verleast.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen, bei denen Francotyp-Postalia als Leasingnehmer auftritt

Das wirtschaftliche Eigentum an den vom FP-Konzern genutzten Druckern, Fotokopiergeräten, Frankier-, Sortier- und Kuvertiermaschinen wird teilweise den juristischen Einheiten zugerechnet. Sie erfüllen die Voraussetzungen als Leasingnehmer im Rahmen von Finance-Lease-Verträgen. Die geleasten Vermögenswerte werden als Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Immobilien, Kraftfahrzeugen und Bürogeräten werden teils über Operate-Lease-Verträge genutzt.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert bei verschiedenen Positionen, dass für Ansatz, Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die wesentlichen Ermessensspielräume resultieren aus:

Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen wird anhand von bestimmten Kriterien vorgenommen, die regelmäßig - einzeln oder in Kombination - auf ein Finance Lease hindeuten. Diese Kriterien sind jedoch nicht abschließend und haben eher Indizcharakter.

Ermessensspielräume mit möglicherweise erheblicher Auswirkung auf den Konzernabschluss bestehen bei der bilanziellen Behandlung von Zuwendungen im Hinblick auf die eingeschätzten Wahrscheinlichkeiten zukünftiger Nutzenzuflüsse bzw. Nutzenabflüsse im Zusammenhang mit der Einhaltung der Förderbedingungen. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen bei Abschnitt III., Tz. 2.

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten, steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass diese Verlustvorträge zukünftig durch positives zu versteuerndes Einkommen tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftigen zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Wesentliche Annahmen und im Rahmen der Schätzungen und Quellen für Schätzunsicherheiten sind:

Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferung und Leistung berücksichtigen Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis. Mit den Einzelwertberichtigungen wird einzelfallbezogen konkret erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Wertberichtigungen auf Portfoliobasis kommen indes pauschalisierende Verfahren zur Anwendung. Dabei werden auch die Fälligkeiten der Forderungsbestände berücksichtigt.

Entwicklungskosten

Schätzungen sind erforderlich, wenn ein Entwicklungsprojekt bestimmte Meilensteine in einem bestehenden Projekt erreicht. Für Zwecke der Beurteilung der Werthaltigkeit der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der aus Vermögenswerten zu erwartenden Cashflows, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von zu erwartenden zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren.

Neubewertung immaterieller Vermögenswerte bei der Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen

Schätzungen sind erforderlich bei der Bestimmung beizulegender Zeitwerte im Rahmen der Neubewertung immaterieller Vermögenswerte bei der Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 (2008). Im Rahmen von Kaufpreisallokationen sind immaterielle Vermögenswerte bei den erworbenen Unternehmen zu identifizieren und zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen; von einem etwaigen (negativen) Geschäfts- oder Firmenwert werden sie separiert.

Geschäfts- oder Firmenwert

Zur Feststellung eines eventuellen Wertminderungsbedarfs des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert des Vermögenswertes bzw. den beizulegenden Zeitwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln. Die Ermittlung bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.

Der erzielbare Betrag aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem Geschäfts- und Firmenwert wird auf Basis des zugehörigen Nutzungswertes abgeleitet. Sofern dieser bereits über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegt, wurde auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten verzichtet.

Der Nutzungswert wird auf Basis diskontierter Cashflows ermittelt. Grundlage sind Cashflow-Prognosen, die auf den Finanzplänen des Managements beruhen. Die hierbei berücksichtigten Werte für diese Annahmen beruhen auf externen Untersuchungen zum Postmarkt und auf Erfahrungswerten des Managements. Die Finanzplanungen bestehen grundsätzlich aus Erfolgsplanung, Bilanz und Kapitalflussrechnung und werden für die ersten drei Jahre detailliert auf Basis der Absatzplanung abgeleitet und unter pauschalierten Annahmen für die beiden folgenden Planjahre weiterentwickelt. Nach dem fünften Planjahr wird jeweils von einer ewigen Rente ausgegangen.

Die Diskontierungssätze wurden gemäß den Vorgaben des IAS 36 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate für die Cashflows nach Ende des fünfjährigen Planungszeitraums abgeleitet. Die Diskontierungssätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC).

Die Ableitung des erzielbaren Betrags basiert zunächst auf einer Diskontierung der Cashflows mit den Kapitalkosten nach Steuern. Im Anschluss werden die Kapitalkosten vor Steuern iterativ ermittelt.

Bei den Grundannahmen, die der Berechnung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu Grunde liegen, bestehen Schätzungsunsicherheiten mit Auswirkungen auf das EBIT und damit der zu diskontierenden Cashflows bzw. des Diskontierungssatzes:

Sendungsvolumen: Die künftige Entwicklung der Cashflows ist abhängig von der Anzahl der Kundenbeziehungen beziehungsweise der Anzahl der bearbeiteten Sendungen. Die angesetzten Werte beruhen auf der Evaluierung von Marktpotenzialen sowie aktuellen Kundenkontakten.
Bruttogewinnmargen: Die angesetzten Bruttogewinnmargen basieren auf den aktuell realisierbaren Werten und den Erfahrungen des Managements.
Diskontierungssatz: Annahmen zu den einzelnen Bestandteilen des WACC sowie der nachhaltigen Wachstumsrate.

Pensionen und Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Zinssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen.

Rückstellungen

Die Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, Gewährleistungen und für Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen des Managements verbunden.

Aufwendungen für Gewährleistungen fallen im Zusammenhang mit Nachbesserungen an.

Rechtsstreitigkeiten liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zu Grunde, weshalb sie mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Die Schätzung voraussichtlicher Aufwendungen beinhaltet auch die zu erwartenden Prozesskosten. Der FP Konzern beurteilt den jeweiligen Stand des Verfahrens regelmäßig auch unter Einbeziehung unternehmensexterner Anwälte.

Für Restrukturierungsmaßnahmen werden die erwarteten direkten Aufwendungen zurückgestellt.

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden.
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

II. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Francotyp-Postalia ist, basierend auf der Unterteilung für Zwecke der internen Steuerung, in die vier Segmente Produktion, Vertrieb Deutschland, Vertrieb International sowie zentrale Funktionen aufgeteilt. Die Segmente berichten nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften.

Das Segment Produktion beinhaltet im Wesentlichen das traditionelle Produktgeschäft, welches aus der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von insbesondere Frankiersystemen, aber auch Kuvertiermaschinen und dem After-Sales-Geschäft an ausländische Handelspartner besteht. Weiterhin sind in diesem Segment zentrale Unternehmensbereiche wie Einkauf, Konzernsteuerung und Teile des Rechnungswesens sowie die Aussteuerung des internationalen Händlernetzes angesiedelt. Im Berichtsjahr gab es nur eine Produktionsstätte in Wittenberge.

Im Vertrieb Deutschland werden die inländischen Vertriebskräfte gebündelt und gezielt eingesetzt. In diesem Segment sollen Synergien gehoben und die Kundenpotenziale der einzelnen Gesellschaften bestmöglich zugänglich gemacht und bearbeitet werden.

Dem Segment Vertrieb International ist der weltweite Vertrieb der Frankier- und Kuvertiermaschinen über die eigenen Tochtergesellschaften in den wichtigsten Märkten zugeordnet.

Unter das Segment zentrale Funktionen fallen die Francotyp-Postalia Holding AG (HB-I-Abschluss). Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr aus Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften generiert.

In der Spalte "Überleitung Konzern" werden Inter- und Intrasegment-Beziehungen eliminiert sowie Anpassungen lokaler Bilanzierung an IFRS ausgewiesen. Detaillierte Aussagen dazu sind unter dem Abschnitt "Überleitungen zu den Segmentinformationen" zu finden.

Die Angaben zu Produkten und Dienstleistungen sowie zu den geographischen Bereichen sind den Erläuterungen zu den Umsatzerlösen in Abschnitt III., Tz. 1, zu entnehmen. Eine Abhängigkeit von wichtigen Kunden im Sinne des IFRS 8.34 besteht für Francotyp-Postalia nicht.

SEGMENTINFORMATIONEN 2016

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A B C D
in TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 87.045 116.833 85.880 2.365 -89.154 202.969
mit externen Dritten 4.872 112.245 85.707 0 145 202.969
Inter- / Intrasegment-Umsätze 82.173 4.588 173 2.365 -89.299 0
EBITDA 7.039 8.646 18.598 -6.582 -479 27.223
Abschreibungen und Wertminderungen 1.488 2.388 15.731 134 -2.254 17.487
Zinsergebnis -1.437 -520 868 524 351 -215
davon Zinsaufwand 1.839 528 294 1.254 -2.352 1.563
davon Zinsertrag 402 7 1.162 1.778 -2.001 1.348
Sonstiges Finanzergebnis 1.321 1.530 0 5.382 -8.141 92
Konzernergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung 5.434 7.267 3.735 -810 -6.015 9.611
Steuerergebnis -49 124 79 416 -3.985 -3.414
Ergebnisabführung -5.386 -50 0 0 5.435 0
Nettoergebnis 0 7.343 3.814 -394 -4.564 6.199
Segmentvermögen 115.577 63.629 114.948 116.671 -243.486 167.338
Investitionen 3.161 1.243 12.573 412 -536 16.852
Segmentschulden 114.037 37.528 70.581 45.672 -136.426 131.392

SEGMENTINFORMATIONEN 2015

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A B C D
in TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 90.769 106.026 85.793 2.049 -93.581 191.056
mit externen Dritten 4.357 101.350 85.426 0 -774) 191.056
Inter- / Intrasegment-Umsätze 86.412 4.676 367 2.049 -93.504 0
EBITDA 10.645 6.584 16.581 -4.265 -2.740 26.805
Abschreibungen und Wertminderungen 1.305 2.739 14.728 110 -1.081 17.801
Zinsergebnis -1.704 -977 -187 1.141 176 -1.551
davon Zinsaufwand 2.575 1.027 714 1.209 -3.281 2.244
davon Zinsertrag 871 49 527 2.350 -3.105 693
Sonstiges Finanzergebnis 7.669 -3 -227 15.088 -22.330 197
Konzernergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung 15.305 2.865 1.439 11.854 -23.814 7.649
Steuerergebnis 0 -351 -1.049 -3.916 1.390 -3.926
Ergebnisabführung -15.305 -4.010 0 0 19.316 0
Nettoergebnis 0 -1.496 390 7.938 -3.108 3.723
Segmentvermögen 138.156 35.911 110.488 113.158 -241.540 156.172
Investitionen 1.459 2.075 19.365 273 -3.030 20.141
Segmentschulden 136.616 30.934 88.376 40.389 -175.375 120.9405)

4) Effekte aus der Anpassung Finanzierungsleasing.

5) Davon Effekte aus der Anpassung Pensionsrückstellungen TEUR 13.235 (im Vorjahr TEUR 11.542).

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in TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
2016 A B C D
--- --- --- --- --- --- ---
Inanspruchnahme der Rückstellung für Restrukturierung 0 -771 0 0 0 -771
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 232 704 10 267 -1.213 0
2015 A B C D
Inanspruchnahme der Rückstellung für Restrukturierung -65 775 0 0 -710 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 422 180 0 43 -645 0

VERMÖGEN NACH REGIONEN 2016

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in TEUR 31.12.2016 kurzfristig langfristig
Deutschland 295.877 101.720 194.157
USA und Kanada 55.679 22.785 32.894
Europa (ohne Deutschland) 59.269 25.997 33.272
Übrige Regionen 0 0 0
410.825 150.502 260.323
Effekte aus Umbewertung nach IFRS 37.436
Effekte aus Abschreibung von Kundenbeziehungen -95
Effekte aus Abschreibung selbst erstellter Software 0
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -280.827
Vermögen laut Abschluss 167.338

VERMÖGEN NACH REGIONEN 2015

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in TEUR 31.12.2015 kurzfristig langfristig
Deutschland 287.224 132.586 154.638
USA und Kanada 57.466 18.815 38.651
Europa (ohne Deutschland) 53.021 23.187 29.834
Übrige Regionen 0 0 0
397.712 174.587 223.124
Effekte aus Umbewertung nach IFRS 38.732
Effekte aus Abschreibung von Kundenbeziehungen -518
Effekte aus Abschreibung selbst erstellter Software -122
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -279.631
Vermögen laut Abschluss 156.172

Der FP-Konzern realisiert Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einer sehr breiten Kundenbasis. Dabei liegt der Umsatzanteil von jedem externen Kunden oder jeder Gruppe von Unternehmen, die als einziger externer Kunde anzusehen ist, unterhalb von 10 % der Umsatzerlöse vom FP-Konzern.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

(1) UMSATZERLÖSE

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in TEUR 2016 2015
Frankieren 32.650 28.235
Kuvertieren 7.067 7.263
Sonstige 1.401 1.304
Erträge aus Produktverkäufen 41.118 36.802
Mail Services 62.834 53.806
Service / Kundendienst 19.699 22.265
Vermietung 32.748 31.439
Verbrauchsmaterial 23.395 23.104
Teleporto 8.973 9.987
Software 14.202 13.653
Wiederkehrende Erträge 161.851 154.254
Gesamt 202.969 191.056

Nimmt man die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Verbrauchsmaterial zu den Erträgen aus Produktverkäufen, so hat der FP-Konzern im Jahr 2016 TEUR 64.513 (im Vorjahr TEUR 59.906) Erträge aus dem Verkauf von Gütern erzielt. Aus dem Verkauf von Dienstleistungen (einschließlich Vermietung) wurden Erlöse in Höhe von TEUR 138.456 (im Vorjahr TEUR 131.150) erwirtschaftet.

ERTRÄGE AUS DEM VERKAUF VON GÜTERN UND DIENSTLEISTUNGEN (IN TEUR)

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt auf (die regionale Zuordnung der Umsatzerlöse richtet sich hierbei nach dem Sitz der Kunden):

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in TEUR 2016 2O15
Deutschland 111.873 100.965
USA 43.524 42.711
Europa (ohne Deutschland und Großbritannien) 24.562 22.188
Großbritannien 17.159 19.326
Übrige 5.851 5.867
Gesamt 202.969 191.056

(2) AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

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in TEUR 2016 2O15
Aktivierte Entwicklungskosten 4.581 4.796
Mietmaschinen 6.436 10.547
Sonstiges 374 436
Gesamt 11.391 15.779

Von den aktivierten Entwicklungskosten entfielen TEUR 800 auf die PostBase 90 V2.0 (im Vorjahr TEUR 1.123), TEUR 907 auf PostBase Dynamische Waage (im Vorjahr TEUR 358) sowie TEUR 579 auf CentorMail Plus (im Vorjahr TEUR 1.299) sowie TEUR 1.000 (im Vorjahr TEUR 1.260) auf die Entwicklung von zusätzlichen Ländervarianten PostBase (incl. PostBase Mini und PostBase ONE).

Aktivierte Eigenleistungen auf Mietmaschinen und Anlagen in Finanzierungsleasing betreffen selbsterstellte, vermietete Erzeugnisse. Im Fall der Anlagen aus Finanzierungsleasing sind diese refinanziert.

Die Position Sonstiges beinhaltet im Wesentlichen Frankiersysteme, die an die VS GmbH verkauft wurden und dort zum Einsatz kommen (TEUR 214), und Softwareentwicklungen in Höhe von TEUR 154.

(3) SONSTIGE ERTRÄGE

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in TEUR 2016 2015
Aufwandszuschüsse und Zulagen 1.440 998
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 1.177 1.355
Periodenfremde Erträge 362 239
Nutzungsentgelte 201 231
Schadenersatz 67 84
Provisionseinnahmen 50 28
Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen 25 264
Wertberichtigung auf Forderungen 13 48
Entkonsolidierungsergebnis 0 549
Übrige Erträge 436 515
Gesamt 3.771 4.311

Die Ausbuchungen von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.195 betreffen im Wesentlichen verjährte Verpflichtungen, davon betreffen Teleportoverpflichtungen TEUR 1.144. In den Aufwandszuschüssen und Zulagen sind öffentliche Fördermittel in Höhe von TEUR 1.388 (GRW-Mittel) für Investitionen im Zusammenhang mit dem Aufbau der Verwaltung der FP Holding in Berlin enthalten. Dieser Ertrag wurde auf Basis des Zuwendungsbescheides vom 23. Juni 2014 erfasst. Er ist verbunden mit der Schaffung von 193 Dauerarbeitsplätzen bzw. mit getätigten förderfähigen Investitionen in das Anlagevermögen. Daneben beinhaltet diese Position Zuschüsse für die Beschäftigung von Schwerbehinderten in Höhe von TEUR 26 (im Vorjahr TEUR 6).

Die periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 362 resultieren überwiegend aus Rechnungsgutschriften.

(4) MATERIALAUFWAND

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in TEUR 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.647 36.673
Aufwendungen für bezogene Leistungen 60.872 54.600
davon Portogebühren 54.240 46.302
Gesamt 96.519 91.273

(5) PERSONALAUFWAND

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in TEUR 2016 2015
Löhne und Gehälter 49.050 48.757
Soziale Abgaben 7.569 7.658
davon beitragsorientierte Pläne Deutschland 2.280 2.271
davon beitragsorientierte Pläne Ausland 482 420
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 800 935
davon leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen 156 163
Gesamt 57.419 57.350

In den Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne im Ausland sind in Höhe von TEUR 345 (im Vorjahr TEUR 366) leistungsorientierte Pläne, an denen mehrere Arbeitgeber beteiligt sind, enthalten. Da die betreffenden Pensionsfonds keine ausreichenden Informationen über die Pensionsverpflichtungen und das Planvermögen, soweit es unsere Tochtergesellschaft betrifft, zur Verfügung stellen können, werden diese Pläne wie beitragsorientierte Pläne behandelt. Sämtliche Arbeitgeber der Branche sind verpflichtet, sich für ihre Arbeitnehmer an dieser Form der Altersvorsorge zu beteiligen. Die Versorgungszusage an die Arbeitnehmer wird vollständig durch das Planvermögen des gemeinschaftlichen Plans finanziert. Um die Finanzierung sicherzustellen, werden die zu zahlenden Beiträge von der Versorgungseinrichtung festgelegt. Die Beiträge orientieren sich am Beschäftigungsentgelt der Arbeitnehmer. Für 2017 werden Beitragszahlungen in vergleichbarer Höhe erwartet. Die Versorgungspläne weisen Ende des Jahres 2016 entsprechend den Informationen des Versorgungsträgers wie im Vorjahr weiterhin eine Vermögensüberdeckung auf.

(6) ANDERE AUFWENDUNGEN

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in TEUR 2016 2015
Mieten / Pachten 5.402 5.706
Gebühren, Honorare, Beratung 5.351 3.908
Vertriebsprovisionen 3.938 4.009
Marketing 3.151 2.753
Verpackung und Fracht 2.488 2.687
Reparatur und Instandhaltung 2.180 2.436
Personalbezogene Kosten 1.838 1.452
Reisekosten 1.707 1.667
Zuführung zu sonstigen Rückstellungen 1.574 156
Nachrichtenübermittlung und Porto 1.532 1.771
EDV-Fremdleistungen 1.382 1.380
KFZ-Kosten 608 543
Periodenfremde Aufwendungen 327 1.059
Übrige 5.647 6.064
Gesamt 37.125 35.591

Wesentliche Veränderungen im Geschäftsjahr 2016 betrafen die Fremdhonorare und Beratungskosten mit TEUR 5.351 gegenüber TEUR 3.908 im Vorjahr. Diese sind insbesondere begründet durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erarbeitung der Konzernstrategie sowie weiterer interner Zukunftsprojekte zur Optimierung von Prozessen und Systemen. Im Zusammenhang mit Vertragsrisiken wurden TEUR 1.574 (im Vorjahr TEUR 156) zu den sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten zugeführt.

(7) FINANZERGEBNIS

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in TEUR 2016 2015
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.348 693
davon aus Finanzierungsleasing 1.081 557
davon aus Bankguthaben 44 57
davon von Dritten 223 80
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.563 2.244
davon aus Bankverbindlichkeiten 1.038 1.257
davon Zinsen aus Nettoschuld für Versorgungsverpflichtungen 364 303
davon aus Finanzierungsleasing 107 251
Übrige 54 433
Zinsergebnis -215 -1.551
Sonstige Finanzerträge 3.787 4.676
Sonstige Finanzaufwendungen 3.695 4.480
Gesamt -123 -1.355

Die sonstigen Finanzerträge und sonstigen Finanzaufwendungen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Fremdwährungsumrechnungen. Des Weiteren sind Aufwendungen aus den Entwicklungen der Währungssicherungen in Höhe von TEUR 2.440 (im Vorjahr Erträge in Höhe von TEUR 613) enthalten.

(8) STEUERN

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in TEUR 2016 2015
Laufender Steueraufwand -2.082 -2.246
davon periodenfremd - 215 -29
Latenter Steueraufwand -1.332 -1.681
davon temporäre Differenzen -121 -412
davon Verlust- und Zinsvorträge -1.211 -1.269
Steuerergebnis -3.414 -3.927

Im Jahr 2016 wurde die Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis einschließlich 2012 fortgesetzt und auf fast alle Konzerngesellschaften ausgeweitet. Der Stand der Betriebsprüfung hat noch zu keinen schriftlichen Feststellungen der Finanzverwaltung geführt.

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden die am Abschlussstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze und Steuervorschriften herangezogen. Für die deutschen Kapitalgesellschaften wurden zusammengefasste Ertragsteuersätze aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer berücksichtigt. Die deutschen Steuersätze bewegten sich unverändert zum Vorjahr in einer Spanne zwischen 28,43 % bis 30,18 % (keine Veränderung zum Vorjahr).

Bei den ausländischen Gesellschaften wurden länderspezifische Steuersätze von 20,00 % bis 38,35 % (im Vorjahr 17,00 % bis 38,50 %) ermittelt. Aus den Steuersatzanpassungen ergaben sich Abweichungen in Höhe von TEUR -165 auf die latenten Steuern.

Der im sonstigen Ergebnis erfasste Aufwand aus der Veränderung der latenten Steuern betrug in 2016 insgesamt TEUR 368 (im Vorjahr TEUR 462).

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in TEUR 2016 2015
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 9.613 7.650
Erwarteter Steueraufwand (30,18 %) 2.901 2.309
Steuersatzdifferenzen -165 -595
Steuereffekt der nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträge 375 553
Ertragsteuern für Vorjahre 215 448
Änderung des Ansatzes bzw. Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen -88 1.150
Sonstige Abweichungen 176 62
Steueraufwand 3.414 3.927
Steuerbelastung in % 35,5 51,3

(9) ERGEBNIS JE AKTIE

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat am 20. November 2007 auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Oktober 2006 die Durchführung eines Programms zum Rückkauf von Aktien der Gesellschaft beschlossen. Es wurden insgesamt 370.444 eigene Aktien erworben.

Im Rahmen der Ausübung von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2010 wurden im Berichtsjahr 163.944 eigenen Aktien ausgegeben. Damit besitzt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 keine eigenen Anteile mehr.

Nachdem die eigenen Aktien im Zusammenhang mit der Erfüllung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2010 vollständig verbraucht waren, wurde das Grundkapital um 55.356 EUR erhöht und das bedingte Kapital 2015 / II in Anspruch genommen (siehe Tz. 16. Eigenkapital Bedingtes Kapital 2015 / II).

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2016 2015
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 16.160.000 16.160.000
Auswirkung eigener Aktien 0 -163.944
Ausgegebene Aktien laufendes Jahr 55.356 0
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien (unverwässert) zum 31. Dezember 16.062.792 15.988.160
Auswirkung der ausgegebenen Aktienoptionen 237.065 251.782
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien (verwässert) zum 31. Dezember 16.299.857 16.239.942
Konzernergebnis (Anteilseigner der FP Holding) 5.857 3.543
Unverwässertes Ergebnis (in Euro / Aktie) 0,36 0,22
Verwässertes Ergebnis (in Euro / Aktie) 0,36 0,22

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

(10) ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für die Berichtsperiode ist im Anlagenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt (Anlage zum Anhang).

Die Kundenbeziehungen in Schweden und Deutschland wurden mittels Residualwertmethode nach IAS 36 überprüft und kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Für die Kundenbeziehungen in Schweden wurde bei einem WACC von 6,46 % ein erzielbarer Betrag von TEUR 3.443 (im Vorjahr TEUR 2.433) ermittelt. Für die im Vorjahr erworbenen Kundenbeziehungen in Deutschland wurde bei einem WACC von 6,02 % ein erzielbarer Betrag von TEUR 16.826 ermittelt.

Im Berichtsjahr 2016 sind weitere Kundenbeziehungen in Großbritannien und Kanada im Gesamtwert von TEUR 399 erworben worden. Da die Kundenbeziehungen erst im Berichtsjahr erworben wurden, erfolgte kein Wertminderungstest.

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2016 2015
Forschungs- und Entwicklungskosten 9.286 8.811
davon Aufwand 4.705 4.015
davon aktiviert 4.581 4.796

In der Berichtsperiode wurden TEUR 168 (im Vorjahr TEUR 200) Fremdkapitalkosten aktiviert. Dabei kam ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatz von 1,59 % (im Vorjahr 2,71 %) zur Anwendung.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.494 (unverändert zum Vorjahr) verteilt sich mit TEUR 5.851 (im Vorjahr TEUR 5.851) auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit freesort und mit TEUR 2.643 (unverändert zum Vorjahr) auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit IAB und ist dem Segment Vertrieb Deutschland zugeordnet. Die für den ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert kumulierten Wertminderungsaufwendungen betragen bei freesort TEUR 12.500 (im Vorjahr TEUR 12.500) und bei IAB TEUR 1.275 (unverändert zum Vorjahr).

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2016 freesort IAB
Erzielbarer Betrag CGU 24.560 14.057
Buchwert 12.254 5.915
Differenz 12.306 8.142
Wertminderung 0 0
Schwellwert EBIT6) 40,5 % 31,7 %
Tendenz EBITDA-Marge leicht steigend steigend
Wachstumsrate ewige Rente 1,0 % 2,0 %
Grundannahmen
Bandbreite Umsatzwachstum 3,0 %-6,0 % 5,5 % -13,3 %
Bruttogewinnmargen7) 3,4 %-4,3 % 6,2 %-11,9 %
Diskontierungszinssatz (WACC) 6,75 % 10,10 %
Diskontierungszinssatz vor Steuern 10,16 % 22,28 %

6) Erzielbarer Betrag gleich Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit

7) EBITDA in % vom Umsatz

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2015 freesort lAB
Erzielbarer Betrag CGU 13.034 8.266
Buchwert 12.856 7.895
Differenz 178 371
Wertminderung 0 0
Schwellwert EBIT8) 98,70 % 96,00 %
Tendenz EBITDA-Marge moderat steigend moderat steigend
Wachstumsrate ewige Rente 1,0 % 2,0 %
Grundannahmen
Bandbreite Umsatzwachstum 2,5-2,6 % 7,1 %-7,7 %
Bruttogewinnmargen9) 3,1-3,8 % 7,5 %-11,8 %
Diskontierungszinssatz (WACC) 10,82 % 11,63 %
Diskontierungszinssatz vor Steuern 14,63 % 15,30 %

8) Erzielbarer Betrag gleich Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit

9) EBITDA in % vom Umsatz

Eine Sensitivierung der wesentlichen Berechnungsparameter zeigt folgendes Bild (ceteris paribus):

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31.12.2016 freesort lAB
Diskontierungssatz 6,75

%
8,50

%
10,10

%
11,50

%
--- --- --- --- ---
Wertminderung - - - -
Schwankung geplantes EBIT 100 % 90 % 100 % 90 %
Wertminderung - - - -
Wachstumsrate 1,0 % 0,0 % 2,0 % 0,0 %
Wertminderung - - - -

Der FP-Konzern finanziert Sachanlagevermögen (Sortier- und Frankiermaschinen, Drucker sowie vermietete Erzeugnisse) zum Teil über Finanzierungsleasingverträge.

In den Herstellungskosten des Anlagenvermögens sind in der Berichtsperiode aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 11.391 erfasst worden (im Vorjahr TEUR 15.779).

(11) FORDERUNGEN AUS FINANZIERUNGSLEASING

31.12.2016

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Restlaufzeiten
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Zukünftige Mindestleasingzahlungen 17.033 4.700 11.636 697
Zinsanteil 4.489 1.531 2.762 196
Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen (Barwert) 12.544 3.169 8.874 501
davon FP Vertrieb und Service GmbH 982
davon Francotyp-Postalia Ltd. 8.617
davon Italiana Audion s.r.l. 1.841
davon FP France SARL 818
davon FP Inc., Illinois, USA 286

Nicht garantierte Restwerte zu Gunsten des Leasinggebers liegen zum Stichtag nicht vor. Der Wert der Bruttoinvestitionen entspricht daher gemäß lAS 17.7 den angegebenen zukünftigen Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 17.033 (im Vorjahr TEUR 11.613). Nach Abzinsung in Höhe von TEUR 4.489 (im Vorjahr TEUR 3.217) ergeben sich daraus Nettoinvestitionen in Höhe von TEUR 12.544 (im Vorjahr TEUR 8.396), die dem noch nicht realisierten Finanzertrag als Differenz aus Brutto- und Nettoinvestitionen entsprechen. Wertberichtigungen für uneinbringliche ausstehende Mindestleasingzahlungen sowie in der Berichtsperiode 2015 als Ertrag erfasste bedingte Mietzahlungen existieren zum Stichtag nicht (im Vorjahr ebenso nicht).

31.12.2015

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Restlaufzeiten
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Zukünftige Mindestleasingzahlungen 11.613 3.170 7.934 509
Zinsanteil 3.217 955 2.080 182
Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen (Barwert) 8.396 2.215 5.854 327
davon FP Vertrieb und Service GmbH 1.406
davon Francotyp-Postalia Ltd. 5.087
davon Italiana Audion s.r.l. 1.704
davon FP Inc., Illinois, USA 199

31.12.2016

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Restlaufzeiten
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operate-Lease-Vereinbarungen 57.513 28.896 28.465 152

31.12.2015

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Restlaufzeiten
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operate-Lease-Vereinbarungen 56.454 26.407 29.971 76

(12) VORRÄTE

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.187 5.956
Unfertige Erzeugnisse 552 710
Fertige Erzeugnisse und Waren 5.457 5.025
Gesamt 11.196 11.691

Die Wertminderungen auf das Vorratsvermögen betragen TEUR 1.809 (im Vorjahr TEUR 1.778) und sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Materialaufwand" ausgewiesen. Der Verbrauch der Vorräte hat die Konzern-Gesamtergebnisrechnung in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 35.647 (im Vorjahr TEUR 36.973) beeinflusst.

(13) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Inland 7.385 6.302
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Ausland 11.581 10.635
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.966 16.937

Zum 31. Dezember 2016 betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto TEUR 20.809 (im Vorjahr TEUR 18.423).

WERTBERICHTIGUNGEN

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in TEUR
Stand 1. Januar 2015 1.329
Fremdwährungseffekte 82
Aufwandswirksame Zuführungen (Wertminderungsaufwand) 1.430
Inanspruchnahmen 1.351
Auflösungen 6
Stand 31. Dezember 2015 1.485
Fremdwährungseffekte 8
Aufwandswirksame Zuführungen (Wertminderungsaufwand) 2.010
Inanspruchnahmen 1.660
Auflösungen 0
Stand 31. Dezember 2016 1.843

Die Zuführungen zu den Wertberichtigungskonten werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

ALTERSSTRUKTUR

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in TEUR Nennwert Summe Davon nicht überfällig Davon überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
0 bis 60 Tage 61 bis 120 Tage >121 Tage
--- --- --- --- --- ---
31.12.2016
Bruttobuchwert 20.809 12.425 5.202 1.605 1.577
Wertminderung 1.843 231 315 610 687
31.12.2015
Bruttobuchwert 18.423 11.032 4.327 2.070 994
Wertminderung 1.485 386 260 173 666

Im Rahmen von Factoring, bei dem eine Konzerngesellschaft gegen Entgelt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die HypoVereinsbank AG übertragen hat, verschaffte sich der Konzern schneller Liquidität. Beim Factoring trägt die HypoVereinsbank AG für die von ihr aufgekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Forderungsschuldners (Delkredererisiko). Der FP-Konzern ist verpflichtet, die Zahlungen der Forderungsschuldner im bargeldlosen Zahlungsverkehr über von der Bank genannte Konten einzuziehen. Der FP-Konzern trat neben den verkauften Forderungen alle Ansprüche ab, die ihm zustehen aus

a) den Forderungen zugrundeliegenden Vereinbarungen mit den Forderungsschuldnern insbesondere auf Herausgabe oder Rückgabe gelieferter Waren sowie

b) aus evtl. Versicherungen in Bezug auf die abgetretenen Forderungen und übereigneten Waren.

Mit dem Verkauf der Forderungen sind beim FP-Konzern keine wesentlichen Rechte und Pflichten verblieben. Die betroffenen Forderungen wurden deshalb ausgebucht. Im Gegenzug flossen dem Konzern zum 31.12.2016 flüssige Mittel in Höhe des Buchwerts der ausgebuchten Forderungen (TEUR 727; im Vorjahr TEUR 0) zu.

Für den Ankauf der Forderungen erhielt die Bank einen Forfaitierungszins und für die Übernahme des Delkredererisikos eine Forfaitierungsgebühr. Beide Kostenbestandteile ergaben in 2016 einen Aufwand in Höhe von TEUR 5. Zudem verpflichtete sich der FP-Konzern, der Bank alle Gerichts-, Anwalts- sowie eigenen Kosten zu erstatten, die der Bank dadurch entstehen, dass Forderungsschuldner ihre Zahlungspflicht zu Recht bestreiten. Kosten sind in diesem Zusammenhang nicht angefallen.

Der Forderungsverkäufer übernimmt der Bank gegenüber die Haftung für alle Schäden und Nachteile, die sich ggf. daraus ergeben, dass sich die Abtretung der angekauften Forderungen als unwirksam erweist oder dass Dritte Rechte an den angekauften Forderungen geltend machen.

(14) SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Abgegrenzte Zahlungen 5.183 5.502
Debitorische Kreditoren 3.882 2.786
Erstattungsansprüche aus sonstigen Steuern 2.431 1.771
Übrige finanzielle Vermögenswerte 4.059 3.228
Gesamt 15.555 13.287

Die abgegrenzten Zahlungen betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen an Händler der Francotyp-Postalia Inc., Addison, Illinois, USA, für den Abschluss von langfristigen Kundenverträgen.

Die Erstattungsansprüche aus sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 2.112 (im Vorjahr TEUR 1.667) Umsatzsteuervorauszahlungen in Deutschland.

Die übrigen finanziellen Vermögenswerte betreffen insbesondere Anzahlungen TEUR 759 (im Vorjahr TEUR 881), Franchisegebühren TEUR 809 (im Vorjahr TEUR 544), Forderungen gegenüber Handelspartnern TEUR 676 (im Vorjahr TEUR 742) sowie Kautionen TEUR 213 (im Vorjahr TEUR 185).

(15) LIQUIDE MITTEL

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Guthaben bei Kreditinstituten 25.775 17.907
Schecks und Kassenbestand 619 307
Gesamt 26.394 18.214

Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegen TEUR 8.418 (im Vorjahr TEUR 2.967) einer eingeschränkten Verfügbarkeit. Es handelt sich dabei um von Kunden eingenommene Teleportogelder, die von den Kunden jederzeit abgerufen werden können. Ein korrespondierender Betrag ist in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

(16) EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 16.215.356 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag und mit anteiliger Berechtigung am Gewinn der Gesellschaft. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der Gesellschaft und dem Inhaber der Aktie jeweils eine Dividendenberechtigung. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat am 20. November 2007 auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Oktober 2006 die Durchführung eines Programms zum Rückkauf von Aktien der Gesellschaft beschlossen, um Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen mit eigenen Aktien als Akquisitionswährung erwerben zu können.

Es wurden im Zeitraum November 2007 bis April 2008 insgesamt 370.444 Aktien erworben, die in der Bilanz gemäß IAS 32.33 mit ihren Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 1.829 vom Eigenkapital (Rücklage für eigene Anteile) abgesetzt wurden. Im Berichtsjahr wurden keine weiteren Aktien hinzugekauft.

Im Rahmen der Ausübung von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2010 wurden im Berichtsjahr 163.944 eigenen Aktien ausgegeben. Damit besitzt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 keine eigenen Anteile mehr (im Vorjahr 163.944 Stück bzw. 1,26 % des Grundkapitals mit einem Kurswert von TEUR 795 zum 31.12.2015).

Nachdem die eigenen Aktien im Zusammenhang mit der Erfüllung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2010 vollständig verbraucht waren, wurde das Grundkapital um 55.356 EUR erhöht und das bedingte Kapital 2015 / II in Anspruch genommen.

Die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile geht aus folgender Überleitungsrechnung hervor:

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Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile
Anzahl der Stückaktien 16.160.000
Eigene Anteile -163.944
Stand 31.12.2015 15.996.056
Anzahl der Stückaktien per 31.12.2015 16.160.000
Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2015 / II) 55.356
Stand 31.12.2016 16.215.356

Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung am 11. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt dieser Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß den §§ 71d und 71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Juni 2020. Die von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 1. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb und zur Verwendung erworbener eigener Aktien endete mit Wirksamwerden der neuen Ermächtigung.

KAPITALRÜCKLAGE

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in TEUR
2006 Erstzulassung; 2.700.000 Aktien zu 19,00 EUR 48.600
abzgl. Aufwendungen des Börsengangs nach Steuern -2.892
2011 Verrechnung Bilanzverlust -12.527
2012 Bareinlagen; 1.460.000 Aktien zu 2,66 EUR 3.884
abzgl. Einzahlungen in das gezeichnete Kapital sowie Aufwendungen der Kapitalerhöhung nach Steuern -1.625
2014-2016 Bezug von Aktien aus Aktienoptionsplan 2010 -820
Stand 31.12.2015 34.620

KAPITALGENEHMIGUNGEN FÜR GENEHMIGTES UND BEDINGTES KAPITAL

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in TEUR
Genehmigtes Kapital 2015 / I 8.080
Bedingtes Kapital 2015 / I 6.464
Bedingtes Kapital 2015 / II 959

Genehmigtes Kapital 2015 / I

Das Grundkapital der Gesellschaft kann gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Juni 2015 bis zum 10. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen, einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 8.080.000 Euro erhöht werden. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem Konsortium aus Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ermächtigt, einmalig oder mehrmalig mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Bedingtes Kapital 2015 / I

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung außerdem beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um einen Betrag von bis zu 6.464.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.464.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf jede Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie bedingt zu erhöhen.

Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 10. Juni 2020 von der Gesellschaft oder durch ein unmittelbares oder mittelbares Konzernunternehmen der Gesellschaft im Sinne des § 18 AktG begeben werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Options- oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung zu ändern.

Bedingtes Kapital 2015 / II

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 959.500 Euro durch Ausgabe von bis zu 959.500 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die bis zum 10. Juni 2020 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß der Anpassung des Aktienoptionsplans 2010 und des Bedingten Kapitals 2010 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil.

Schuldverschreibungen

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2020 einmalig oder mehrmalig, insgesamt oder in Teilbeträgen, Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern (zusammen im Folgenden "Inhaber") der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf den Erwerb von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.464.000 Euro nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren und entsprechende Options- oder Wandlungspflichten zu begründen. Die Schuldverschreibungen sowie die Wandlungs- und Optionsrechte bzw. -pflichten dürfen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren oder ohne Laufzeitbegrenzung begeben werden. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann insgesamt oder teilweise auch gegen Erbringung einer Sachleistung erfolgen.

Die einzelnen Emissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen.

Bedingte Kapitalerhöhung und Aktienoptionsplan 2010

(i) Bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von bis zu 1.045.000,00 Euro durch die Ausgabe von bis zu 1.045.000 Stück nennwertloser Inhaberaktien [...]

(ii) an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG [...] und an Führungskräfte der FP-Gruppe Bezugsrechte [...] auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, insgesamt maximal 1.045.000 Aktien gegen Zahlung des Ausübungspreises zu beziehen.

Der Aktienoptionsplan sieht ausschließlich den Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten vor, und zwar vorrangig durch den Einsatz eigener Aktien, nachrangig im Wege einer bedingten Kapitalerhöhung.

Auf der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 wurde beschlossen, dass 200.000 Optionen des Aktienoptionsplans 2010 nicht mehr ausgegeben werden.

Bedingte Kapitalerhöhung und Aktienoptionsplan 2015

(i) Bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von bis zu 959.500,00 Euro durch die Ausgabe von bis zu 959.500 Stück nennwertloser Inhaberaktien [...]

(ii) an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG [...] und an Führungskräfte der FP Gruppe Bezugsrechte [...] auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, insgesamt maximal 959.500 Aktien gegen Zahlung des Ausübungspreises zu beziehen.

Die Gesellschaft kann wahlweise zur Bedienung der Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan 2015 anstelle neuer Aktien eigene Aktien einsetzen, soweit dies von einem gesonderten Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung gedeckt ist.

Zweck beider Aktienoptionspläne ist gemäß Ziffer 1.3 des jeweiligen Aktienoptionsplans "die nachhaltige Verknüpfung der Interessen der Unternehmensführung und der Führungskräfte mit den Interessen der Aktionäre an der langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes."

Jede einzelne Aktienoption berechtigt gemäß Ziffer 2.2 des jeweiligen Aktienoptionsplans zum Erwerb einer Aktie der Francotyp-Postalia Holding AG.

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Tag der Gewährung Anzahl der Instrumente in Tausend Vertragliche Laufzeit der Optionen ab Zuteilung Verbriefung Zuzahlung bei Zuteilung
01.09.2010 900.000 10 Jahre Nein Keine
27.04.2012 75.000 10 Jahre Nein Keine
07.09.2012 20.000 10 Jahre Nein Keine
06.12.2014 57.500 10 Jahre Nein Keine
11.06.2014 30.000 10 Jahre Nein Keine
31.08.2015 465.000 10 Jahre Nein Keine
25.11.2015 40.000 10 Jahre Nein Keine
31.08.2016 180.000 10 Jahre Nein Keine

Von den 2016 zugeteilten Aktienoptionen des Plans 2015 entfallen 180.000 Aktienoptionen auf ein aktives Mitglied des Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG.

Für die Ausübung der Optionen müssen folgende in den Aktienoptionsplänen 2010 und 2015 genannte Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein:

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a) Wartezeit Beträgt bis zur Ausübung der Optionen 4 Jahre (Dienstbedingung).
b) Erfolgsziel 10 % Anstieg des EBITDA (IFRS) gemäß Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr der Zuteilung der Bezugsrechte gegenüber dem EBITDA (IFRS) gemäß Konzernjahresabschluss für das letzte Geschäftsjahr vor Zuteilung.
Sollte das EBITDA (IFRS) in einem oder in beiden der zu vergleichenden Konzernjahresabschlüsse um Restrukturierungskosten bereinigt ausgewiesen werden, so gilt dieses um Restrukturierungskosten bereinigte EBITDA (IFRS). Soweit das Erfolgsziel nicht erreicht wurde, verfallen die Bezugsrechte und können an die Teilnehmer der Gruppe erneut ausgegeben werden.
Bei diesem Erfolgsziel handelt es sich um eine nicht marktbezogene Leistungsbedingung.
c) Persönliche Ausübungsvoraussetzungen Der Optionsinhaber muss sich im Zeitpunkt der Ausübung grundsätzlich in einem Dienstverhältnis entweder mit der Francotyp-Postalia Holding AG oder einem in- oder ausländischen Unternehmen der FP-Gruppe befinden.

In der nachfolgenden Übersicht sind die beizulegenden Zeitwerte der Optionen der einzelnen Tranchen für Aktienoptionspläne 2010 und 2015 sowie die zugrundeliegenden Bewertungskriterien dargestellt. Die Bewertung erfolgte mit Hilfe eines Black-Scholes-Optionspreismodells, da ein öffentlicher Handel von Optionen auf Francotyp-Postalia-Aktien mit gleichen Ausstattungsmerkmalen nicht existiert.

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Zuteilungszeitpunkt
SOP 2010
--- --- --- --- --- --- ---
1.9.2010 27.4.2012 7.9.2012 6.12.2013 11.6.2014
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2016
Eine Option EUR 1,37 1,31 1,17 1,85 1,82
Alle Optionen TEUR 427 39 23 106 0
31.12.2015
Eine Option EUR 1,37 1,31 1,17 1,85 1,82
Alle Optionen TEUR 727 39 23 106 0
Kurs einer FP-Aktie 2,55 EUR 2,60 EUR 2,32 EUR 4,10 EUR 4,71 EUR
Ausübungspreis10) 2,50 EUR 2,61 EUR 2,34 EUR 3,86 EUR 4,56 EUR
Erwarteter Ausübungszeitpunkt 31.8.2015 26.4.2017 6.9.2017 5.12.2018 10.6.2019
Erwartete durchschnittliche Haltedauer in Jahren 31.8.2015 26.4.2017 6.9.2017 5.12.2018 10.6.2019
Erwartete Volatilität11) 74,48 % 70,84 % 71,31 % 59,94 % 52,21 %
Jährliche Dividendenrendite12) 2 % 2 % 2 % 2 % 2 %
Laufzeitäquivalenter risikofreier Zinssatz13) 1,32 % 0,67 % 0,60 % 0,82 % 0,44 %
Erwartete Anzahl der ausübbaren Optionen im Zuteilungszeitpunkt 741.439 52.031 16.476 39.646 19.596
Geschätzte jährliche Mitarbeiterfluktuation 3,5 % 3,5 % 3,5 % 7,7 % 7,7 %
Wahrscheinlichkeit EBITDA-Steigerung> 10 % ggü. Vorjahr 95 % 80 % 95 % 95 % 90 %

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Zuteilungszeitpunkt
SOP 2015
--- --- --- --- ---
31.8.2015 25.11.2015 31.8.2016
--- --- --- --- ---
31.12.2016
Eine Option EUR 1,07 1,07 1,07
Alle Optionen TEUR 482 43 193
31.12.2015
Eine Option EUR 1,07 1,07 n / a
Alle Optionen TEUR 497 43 n / a
Kurs einer FP-Aktie 4,39 EUR 4,46 EUR 4,20 EUR
Ausübungspreis10) 4,48 EUR 4,39 EUR 3,90 EUR
Erwarteter Ausübungszeitpunkt 30.8.2020 24.11.2020 30.8.2022
Erwartete durchschnittliche Haltedauer in Jahren 30.8.2020 24.11.2020 30.8.2022
Erwartete Volatilität11) 38,81 % 37,41 % 36,62 %
Jährliche Dividendenrendite12) 3 % 3 % 3 %
Laufzeitäquivalenter risikofreier Zinssatz13) 0,07 % 0,07 % -0,48 %
Erwartete Anzahl der ausübbaren Optionen im Zuteilungszeitpunkt 302.426 26.015 65.888
Geschätzte jährliche Mitarbeiterfluktuation 7,8 % 7,8 % 7,5 %
Wahrscheinlichkeit EBITDA-Steigerung> 10 % ggü. Vorjahr 90 % 90 % 50 %

10) Der Ausübungspreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs (Schlusskurs) der Inhaber-Stückaktien der Gesellschaft im elektronischen Xetra-Handel der Deutsche Börse AG in Frankfurt am Main oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem an den letzten 90 Kalendertagen vor Gewährung des Bezugsrechts, mindestens aber der auf eine Aktie entfallende Anteil am Grundkapital. Bei Optionsausübung ist der Ausübungspreis je Aktie von dem jeweiligen Optionsinhaber zu entrichten. Für Mitglieder des Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG gibt es eine Begrenzung. Punkt 9 des Aktienoptionsplans bestimmt: "Für den Vorstand muss der Aufsichtsrat eine maximale Jahresgesamtvergütung (Kappungsgrenze) nach Maßgabe von Ziffer 4.2.3 des Corporate Governance Kodex vorsehen. Die entsprechende Vereinbarung erfolgt in einer Ergänzungsvereinbarung zum Dienstvertrag der Vorstandsmitglieder vor Zuteilung der Optionen."

11) Bestimmung unter Rückgriff auf die im jeweiligen Zeitraum gezeigte Kursvolatilität einer FP-Aktie.

12) Schätzung berücksichtigt das Ausschüttungsverhalten des FP-Konzerns in der Vergangenheit.

13) Der laufzeitäquivalente risikofreie Zinssatz für die erwartete Optionslaufzeit von 5 Jahren (bzw. 6 Jahren) basiert auf den korrespondierenden Zinsstrukturdaten, wobei aus den Umlaufrenditen von Kuponanleihen der Bundesrepublik Deutschland hypothetische Zerobonds abgeleitet worden sind.

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SOP 2010 SOP 2015
Optionen Anzahl Durchschnittlicher Ausübungspreis

in EUR
Anzahl Durchschnittlicher Ausübungspreis

in EUR
--- --- --- --- ---
Stand 31.12.2014 707.500 2,70 0 n / a
Im Geschäftsjahr gewährt 0 n / a 505.000 4,48
Im Geschäftsjahr verwirkt -30.000 4,56 0 n / a
Im Geschäftsjahr ausgeübt -39.000 2,50 0 n / a
Im Geschäftsjahr verfallen 0 n / a 0 n / a
Stand 31.12.2015 638.500 2,62 505.000 4,48
Bandbreite des Ausübungspreises 2,34-3,86 4,48
Durchschnittliche Restlaufzeit zum 31.12.2015 62 Monate 116 Monate
Ausübbar per 31.12.2015 531.000 2,50 0 n / a
Stand 31.12.2015 707.500 2,70 505.000 4,48
Im Geschäftsjahr gewährt 0 n / a 180.000 3,90
Im Geschäftsjahr verwirkt 0 n / a -15.000 4,48
Im Geschäftsjahr ausgeübt -219.300 2,50 0 n / a
Im Geschäftsjahr verfallen 0 n / a 0 n / a
Stand 31.12.2016 419.200 2,69 670.000 4,32
Bandbreite des Ausübungspreises 2,34-3,86 3,90-4,48
Durchschnittliche Restlaufzeit zum 31.12.2016 53 Monate 107 Monate
Ausübbar per 31.12.2016 361.700 2,50 0 n / a

Zum 31.12.2016 wurden - aus dem Aktienoptionspläne 2010 und 2015 resultierend - TEUR 133 (im Vorjahr TEUR 69) als Personalaufwand erfasst mit Gegenbuchung direkt im Eigenkapital (Stock-Options-Rücklage).

Sonstiges Ergebnis

Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb darstellen, betreffen langfristige Darlehen an FP USA, FP UK sowie FP Kanada und FP Schweden. (Im Vorjahr betraf dies nur FP Kanada und FP Schweden.)

Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe

Die FP GmbH hat die Francotyp-Postalia Sverige AB in Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Franco Frankerings Interessenter AB (vormals: Carl Lamm Personal AB) in erheblichem Maße refinanziert. Da mit einer Rückzahlung der betreffenden Mittel von der Francotyp-Postalia Sverige AB an die FP GmbH in nächster Zeit nicht zu rechnen ist, wird die Refinanzierung der Francotyp-Postalia Sverige AB durch die FP GmbH als eine Nettoinvestition in einen (schwedischen) Geschäftsbetrieb angesehen. Die aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenz nach latenten Steuern in Höhe von netto TEUR -64 (im Vorjahr TEUR 35) ist gemäß IAS 21.32 f. im sonstigen Ergebnis erfasst.

Nicht beherrschende Anteile

Am 01.10.2016 erfolgte eine Ausschüttung von der IAB in Höhe von TEUR 3.000, wovon TEUR 1.470 an den Minderheitsgesellschafter ging. Im Anschluss wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.10.2016 die restlichen 49 % der Anteile an der IAB vom FP Konzern erworben. Zum 31. Dezember 2016 bestehen keine nicht beherrschenden Anteile.

Ausschüttung einer Dividende

Im Berichtsjahr 2016 erfolgte eine Dividendenausschüttung in Höhe von EUR -1.923.366,72. Hinsichtlich des Gewinnverwendungsvorschlags verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag".

HANDELSRECHTLICHES AUSSCHÜTTUNGSPOTENZIAL

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in EUR 31.12.2016
Ausgegebenes Kapital 16.215.356,00
Kapitalrücklagen 39.135.531,39
Bilanzgewinn 15.648.619,10
Eigenkapital 70.999.506,49
./. Ausgegebenes Kapital -16.215.356,00
./. Kapitalrücklage -39.135.531,39
./. Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB -702.506,43
Ausschüttungspotenzial 14.946.112,67

(17) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen leistungsorientierte Versorgungszusagen.

Gemäß einer die inländischen Gesellschaften betreffenden Betriebsvereinbarung vom 9. Juli 1996 gehören alle Mitarbeiter zum Kreis der Begünstigten, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Januar 1995 begonnen hat. Die Versorgungsleistungen in Form von Pensionen, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung werden den Mitarbeitern nach Vollendung von zehn anrechnungsfähigen Dienstjahren gewährt. Die Höhe der Versorgungszusagen basiert auf Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter.

Weiterhin haben auch übertarifliche Angestellte nach Maßgabe der "Richtlinien für die Zahlung von Ruhegehalt an übertarifliche Angestellte" in der Fassung vom Januar 1986 einen Anspruch auf Pensionen, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung. Die Begünstigten müssen bereits vor dem 1. Januar 1994 im Anstellungsverhältnis gewesen sein und mindestens zehn Dienstjahre vollendet haben. Die Höhe der Versorgungszusagen orientiert sich an Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter.

Sterbegeldverpflichtungen gegenüber den Hinterbliebenen von Mitarbeitern bestehen auf der Grundlage der Manteltarifverträge für Angestellte und Mitarbeiter sowie der Betriebsvereinbarung vom 30. Dezember 1975. Die Leistungen sind abhängig von Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt und werden als Festbetrag gewährt.

Darüber hinaus besteht bei unseren europäischen Tochtergesellschaften zum Teil die rechtliche Verpflichtung, Versorgungspläne einzurichten. Diese Pläne sehen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Einmalzahlung vor. Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter.

Ein weiterer leistungsorientierter Pensionsplan basiert auf individuellen Vereinbarungen und sieht einen Anspruch auf Pensionen, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung vor. Die betragsmäßig festgelegten Pensionen werden im Ermessen des FP-Konzerns als Einmalbetrag, in drei oder fünf Jahresraten oder als lebenslange Rente mit jährlich steigenden Leistungen gezahlt. Für die Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung wurde ebenfalls eine feste monatliche Zahlung vereinbart. Der Pensionsplan wird zum Teil über Rückdeckungsversicherungen finanziert.

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Versorgungszusagen bestehen insbesondere versicherungsmathematische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko oder Zinsänderungsrisiken.

Es wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen, die bei der Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungsverpflichtung zum Stichtag zugrunde liegen:

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in Prozent pro Jahr 31.12.2016 31.12.2015
Zinssatz 1,42 2,38
Gehaltstrend 3,00 3,00
Rententrend 2,00 2,00

Die biometrischen Rechnungsgrundlagen, wie Sterblichkeit und Invalidität, basieren für die Pensionen in Deutschland unverändert auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, die zur Bewertung von betrieblichen Versorgungverpflichtungen allgemein anerkannt sind.

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in TEUR Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld der Versorgungsverpflichtung
2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01. der Berichtsperiode 15.843 17.698 -388 -344 15.456 17.354
Im Gewinn und Verlust enthalten
Laufender Dienstzeitaufwand 155 162 --- --- 155 162
Zinsaufwand (+) / -ertrag (-) 368 309 -9 -6 359 303
Im sonstigen Ergebnis enthalten
Neubewertungen
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus Änderungen biometrischer Annahmen --- --- --- --- --- ---
aus Änderungen finanzieller Annahmen 2.168 -1.428 --- --- 2.168 -1.428
aus erfahrungsbedingten Anpassungen -461 -218 --- --- -461 -218
Ertrag aus Planvermögen (ohne obigen Zinsertrag) --- --- 27 -14 27 -14
Sonstige
Arbeitgeberbeiträge zum Versorgungsplan --- --- --- -24 --- -24
Zahlungen aus dem Versorgungsplan -1.021 -680 371 --- -650 -680
Stand am 31.12. der Berichtsperiode 17.053 15.843 1 -388 17.054 15.454

Das Planvermögen setzt sich aus Rückdeckungsversicherungen in Form von klassischen Kapitallebens- und Rentenversicherungen mit Überschussbeteiligungen zusammen.

Die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen für das Geschäftsjahr 2017 werden voraussichtlich TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 2) betragen.

ANWARTSCHAFTSBARWERT DER VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG IN PROZENT

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in % 31.12.2016 31.12.2015
Aktive Anwärter 21,1 19,4
Ausgeschiedene Anwärter 25,5 25,2
Pensionäre 53,4 55,4

Sämtliche Versorgungszusagen sind unverfallbar.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 15,1 Jahre (im Vorjahr 14,0 Jahre).

FÄLLIGKEIT DER NICHT DISKONTIERTEN VERSORGUNGSVERPFLICHTUNGEN

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
bis 1 Jahr 629 636
1-5 Jahre 2.815 3.185
6-10 Jahre 3.815 3.899
über 10 Jahre 15.027 16.116
Gesamt 22.286 23.836

AUSWIRKUNG AUF DEN ANWARTSCHAFTSBARWERT DER VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG ZUM 31.12.2016

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in TEUR Anstieg Rückgang
Zinssatz (Veränderung um 1,00 %) -2.206 2.789
Gehaltstrend (Veränderung um 0,50 %) 467 -431
Rententrend (Veränderung um 0,25 %) 492 -471
Erwartete Lebensdauern (Veränderung um 1 Jahr) 561 -549

Die Sensitivitätsberechnungen wurden für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen auf den zum 31. Dezember 2016 berechneten Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtung separat aufzuzeigen.

(18) STEUERANSPRÜCHE UND -VERBINDLICHKEITEN

STEUERANSPRÜCHE

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Latent 866 1.901
Tatsächlich 0 6.689
Steueransprüche (langfristig) 866 8.590
Erstattungsansprüche (kurzfristig; sonstige Vermögenswerte) 6.480 1.914
Steueransprüche (gesamt) 7.346 10.504

STEUERVERBINDLICHKEITEN

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Latente Steuerverbindlichkeiten (langfristig) 572 687
Laufende Steuerverbindlichkeiten (kurzfristig) 3.635 3.899
Steuerverbindlichkeiten 4.207 4.586

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:

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in TEUR Aktive latente Steuern 31.12.2016 Passive latente Steuern 31.12.2016 Aktive latente Steuern 31.12.2015 Passive latente Steuern 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte 6.275 14.527 4.133 11.505
Übrige Vermögenswerte 661 660 591 1.691
Rückstellungen 4.195 0 3.691 0
Verbindlichkeiten 3.308 2.594 2.059 911
Steuerliche Verlustvorträge 3.636 0 4.847 0
Summe 18.075 17.781 15.321 14.107
Saldierung -17.209 -17.209 -13.420 -13.420
Konzernbilanzausweis 866 572 1.901 688

Die aktivierten Steuerlatenzen für Verlustvorträge beruhen auf der Erwartung, dass die Verlustvorträge mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können.

In Höhe von insgesamt TEUR 2.025 (im Vorjahr TEUR 3.019) sind für Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden. Die den nicht aktivierten latenten Steuern zu Grunde liegenden Verlustvorträge und abzugsfähigen temporären Differenzen betragen TEUR 6.779 (im Vorjahr TEUR 9.856). Diese Verlustvorträge bestehen insbesondere bei Tochtergesellschaften in Frankreich und Italien.

Im Jahr 2010 wurden bei mehreren deutschen FP-Konzerngesellschaften Betriebsprüfungen im Ertragsteuerbereich für die Jahre 2005 bis 2008 angeordnet. Die Prüfungen wurden im Berichtsjahr 2011 aufgenommen und mit Berichten vom 16. Januar 2013 beendet. Die Betriebsprüfung hat zu signifikanten Korrekturen der Verrechnungspreise für Warenlieferungen der Organgesellschaft FP GmbH an deren ausländische Vertriebsgesellschaften geführt. Die Mehrsteuern wurden in 2013 festgesetzt und teilweise entrichtet bzw. im Übrigen zum 31. Dezember 2013 nebst Zinsen auf Ebene der FP Holding passiviert und fortgeführt. Die betreffenden Bescheide wurden mit Einspruch angefochten. Des Weiteren hat die FP GmbH aufgrund der Transferpreiskorrekturen in Deutschland die Einleitung von Verständigungsverfahren nach dem DBA bzw. der EU-Schiedskonvention zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Großbritannien, USA, Österreich, Niederlande bzw. Belgien beantragt. Die Verfahren sollen eine korrespondierende Verrechnungspreisanpassung in den betreffenden Ländern herbeiführen. Im Berichtszeitraum konnte das Verständigungsverfahren zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Großbritannien abgeschlossen werden. Für die noch anhängigen Verständigungsverfahren wird mit einem Abschluss im Berichtsjahr 2017 gerechnet. Für die erwarteten Erstattungen wurde zum 31. Dezember 2016 eine kurzfristige Ertragsteuerforderung in Höhe von TEUR 4.997 (Vorjahr: langfristige Forderung in Höhe von TEUR 6.689) ausgewiesen.

Seit dem Jahr 2014 ist eine Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2012 anhängig, zu der es noch keine Ergebnisse und Prüfungsfeststellungen gibt.

Francotyp-Postalia hat bereits im Vorfeld der genannten Betriebsprüfung mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2009 das Verrechnungspreissystem hin zur transaktionsbezogenen Nettomargenmethode (TNMM) geändert. Entsprechend wurden die Vertriebsverträge neu gefasst und im Dezember jährliche Verrechnungspreisanpassungen auf den Rand der interquartilen Margenbrandbreite vergleichbarer Vertriebsgesellschaften vorgenommen. Dieses Vorgehen steht im Einklang mit einer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte angefertigten Verrechnungspreisstudie für die Jahre 2005 bis 2008.

Im Zuge einer Nachschau für die Geschäftsjahre 2009 bis 2012 ist aufgefallen, dass die endgültigen EBIT-Margen der ausländischen Vertriebsgesellschaften trotz vertragsgemäßer Anpassung der Verrechnungspreise teilweise außerhalb der Bandbreite der fremdüblichen EBIT-Margen liegen. Ursächlich hierfür ist insbesondere, dass die im Inland vollständig erfolgswirksamen Transferpreisanpassungen bei den Auslandsgesellschaften nach den dortigen Rechnungslegungsstandards teilweise in der jeweiligen Periode erfolgsneutral erfasst wurden (insbesondere Aktivierung von Leasingvermögen) und erst in Folgeperioden über höhere Abschreibungen zu Aufwand führen. Der von FP im Zuge der Nachschau für die Jahre 2009 bis 2012 ermittelte Anpassungsbedarf beträgt EUR 3,8 Mio. Die Einkommenskorrektur würde aufgrund der Ertragslage des Organkreises der FP Holding AG und ausreichender Verlustvorträge zu einem Verbrauch der Verlustvorträge sowie einer geringfügigen zahlungswirksamen Steuermehrbelastung in Deutschland führen. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass der Verrechnungspreiskorrektur in Deutschland entsprechende Verständigungsverfahren in den betreffenden Ländern folgen werden, die zu entsprechenden Erstattungsansprüchen im Ausland führen würden.

Francotyp-Postalia hat das Ergebnis der Nachschau zum Anlass genommen, die Systematik der Verrechnungspreisermittlung unter Berücksichtigung der abweichenden buchmäßigen Behandlung im Ausland nochmals zu analysieren. Hieraus haben sich in der Berichtsperiode 2016 bereits Anpassungen an der Verrechnungspreisermittlung sowie den konzerninternen Vereinbarungen ergeben. Auch für das Berichtsjahr 2017 sind weitere Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Verrechnungspreisbildung und -dokumentation vorgesehen.

(19) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN (KURZFRISTIG) UND RÜCKSTELLUNGEN (LANGFRISTIG)

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in TEUR Stand 01.01.2016 angepasst Währungsdifferenzen Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2016
Rückstellungen im Personalbereich 4.479 2 4.398 -3.280 -651 4.948
Restrukturierungen 771 0 0 -565 -206 0
Gewährleistungen 770 0 91 -561 -131 169
Erfindervergütungen 225 0 215 -201 0 239
Lizenzkosten 0 0 198 0 0 198
Prozesskosten 111 0 763 -49 -42 783
Drohverluste 64 0 1.050 -64 0 1.050
Übrige Rückstellungen 389 -3 1.404 -217 0 1.573
(Sonstige) Rückstellungen 6.809 -1 8.119 -4.937 -1.030 8.960

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in TEUR davon langfristig davon kurzfristig
Rückstellungen im Personalbereich 702 4.246
Restrukturierungen 0 0
Gewährleistungen 169
Erfindervergütungen 0 239
Lizenzkosten 198
Prozesskosten 0 783
Drohverluste 0 1.050
Übrige Rückstellungen 289 1.284
(Sonstige) Rückstellungen 991 7.969

Sämtliche in der Konzernbilanz unter den langfristigen Schulden ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Zinseffekt aus der Auf- und Abzinsung der langfristigen Rückstellungen beträgt TEUR 38 (im Vorjahr TEUR 9).

Die Rückstellungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen, Jubiläumsrückstellungen, Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (ATZ) sowie Prämien und Tantiemen.

Die Rückstellungen für Drohverluste betreffen im Wesentlichen Verträge von De-Mail-Kunden der Mentana-Claimsoft GmbH.

In den übrigen Rückstellungen sind folgende Sachverhalte berücksichtigt: ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.240 sowie Archivierungskosten in Höhe von TEUR 104.

Für die Verpflichtungen aus ATZ (TEUR 375, im Vorjahr TEUR 586) wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen:

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in Prozent pro Jahr 31.12.2016 31.12.2015
Zinssatz -0,32 0,36
Gehaltstrend 3,00 3,00

Für die Jubiläumsrückstellungen (TEU 181, im Vorjahr TEUR 203) wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen:

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in Prozent pro Jahr 31.12.2016 31.12.2015
Zinssatz -0,15 0,36
Gehaltstrend 3,00 3,00

Die biometrischen Rechnungsgrundlagen, wie Sterblichkeit und Invalidität, basieren für die ATZ- sowie Jubiläumsrückstellungen in Deutschland unverändert auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Rückstellungen für Prozesskosten beziehen sich im Wesentlichen auf erwartete Kosten anhängiger Rechtsstreitigkeiten. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf Abschnitt III, Tz. 26.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden für veräußerte Produkte auf Basis der Erfahrungswerte aus der Vergangenheit gebildet.

Die Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.030 (im Vorjahr TEUR 346) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen und Prämien in Höhe von TEUR 432, Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 214, Rückstellung für Gewährleistung in Höhe von TEUR 130 und Rückstellungen für Prozesskosten in Höhe von TEUR 42.

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31.12.2016 31.12.2015
in TEUR Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit>1 Jahr ≤ 5 Jahre Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr ≤ 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Rückstellungen im Personalbereich 4.948 4.246 702 4.479 3.701 778
Restrukturierungen 0 0 0 771 771 0
Gewährleistungen 169 169 0 770 770 0
Erfindervergütungen 239 239 0 226 226 0
Lizenzkosten 198 198
Prozesskosten 783 783 0 111 111 0
Drohverluste 1050 1050 0 64 64 0
Übrige Rückstellungen 1.573 1.284 289 389 256 133
(Sonstige) Rückstellungen 8.960 7.969 991 6.810 5.899 911

(20) VERBINDLICHKEITEN

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31.12.2016 31.12.2015
in TEUR Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit>1 Jahr ≤ 5 Jahre Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr ≤ 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.915 6 36.908 33.128 2.969 30.159
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.526 905 621 3.201 1.662 1.539
Finanzverbindlichkeiten 38.440 911 37.530 36.329 4.631 31.698
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.612 10.612 0 9.850 9.850 0
Sonstige Verbindlichkeiten
aus Steuern 2.095 2.095 0 1.373 1.373 0
im Rahmen der sozialen Sicherheit 261 261 0 327 327 0
aus Teleporto 28.119 28.119 0 27.064 27.064 0
gegenüber Mitarbeitern 1.553 1.553 0 1.181 1.181 0
aus Derivaten 2.170 2.170 0 318 318 0
aus Abgrenzungsposten 12.114 12.114 0 12.596 12.596 0
Übrige Verbindlichkeiten 5.806 5.696 110 5.052 5.052 0
Sonstige Verbindlichkeiten 52.118 52.008 110 47.911 47.911 0
Gesamt 101.170 63.530 37.640 94.090 62.392 31.698

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen gegenüber einem Bankenkonsortium und umfassen primär Darlehen zur Finanzierung des geleisteten Kaufpreises für den FP-Konzern im Jahr 2005. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Darlehen TEUR 36.908 (im Vorjahr TEUR 33.126; wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Ausführungen zum Konsortialdarlehensvertrag unter dem Punkt "Finanzinstrumente - beizulegende Zeitwerte und Risikomanagement", 4. Liquiditätsrisiken, in Abschnitt IV).

Gemäß dem am 31. Dezember 2016 bestehenden Konsortialdarlehensvertrag ist für die einzelnen Darlehen ein an den EURIBOR gekoppelter Zins festgelegt. Aufgrund der anhaltend vorherrschenden Negativverzinsung der 3-Monats-EURIBOR- bzw. 6-Monats-EURBIOR-Sätze ist eine Zinssicherung zum Bilanzstichtag ökonomisch nicht sinnvoll gewesen.

Aus der im Berichtsjahr neu eingegangenen Finanzierungsvereinbarung resultieren im Jahr 2017 keine vertraglichen Rückzahlungsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden entsprechend als mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen.

Im Zusammenhang mit den Leasingverhältnissen wurden Kautionen im Gesamtbetrag von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 50) geleistet. Insgesamt entfielen auf Leasingverhältnisse Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 100 (im Vorjahr TEUR 251).

Die Verbindlichkeiten aus Teleporto betreffen treuhänderisch verwaltete Kundengelder.

Die Verbindlichkeiten aus Abgrenzungsposten in Höhe von TEUR 12.114 (im Vorjahr TEUR 12.596) beinhalten die aus den Zahlungseingängen abgegrenzten Umsatzerlöse aus den Finanzierungsleasingverträgen.

(21) FINANZINSTRUMENTE

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der FP-Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken. Detaillierte Angaben über das Risikomanagement und die Steuerung der Risiken sind im Folgenden unter dem Punkt Risikomanagement dargestellt. Die folgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf quantitative Auswirkungen der Risiken im Geschäftsjahr. Diese Risiken wirken sich in den nachfolgenden finanziellen Vermögenswerten und Schulden aus.

KLASSEN VON FINANZINSTRUMENTEN

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Werte

in TEUR
Buchwerte 31.12.2016 Buchwerte 31.12.2015
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere 679 681
Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten 86 992
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.966 16.937
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.092 6.265
Beteiligungen und assoziierte Unternehmen14) 199 199
Forderungen aus Finanzierungsleasing 12.544 8.396
Liquide Mittel 26.394 18.214
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.067 33.128
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.612 9.850
Sonstige finanzielle Schulden 33.815 32.116
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen 1.526 3.201
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten 2.170 318

14) Ausweis im Vorjahr in der Kategorie "Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte".

Bei den sonstigen finanziellen Schulden entspricht der ausgewiesene Buchwert jeweils dem Zahlungsmittelabfluss im Folgejahr.

KLASSEN VON FINANZINSTRUMENTEN

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Werte

in TEUR
Beizulegende Zeitwerte 31.12.2016 Beizulegende Zeitwerte 31.12.2015 Bewertungstechnik Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren Hierarchie
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere 679 681 Quotierter Marktpreis nicht anwendbar Stufe 1
Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten 86 992 Marktvergleichsverfahren: Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Brokern. nicht anwendbar Stufe 2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten 2.170 318 Marktvergleichsverfahren: Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Brokern. nicht anwendbar Stufe 2

Zwischen den Bewertungsklassen der Finanzinstrumente erfolgte im Berichtsjahr keine Umgruppierung.

Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden auf Basis von Börsenkursen (Stufe 1) beziehungsweise abgezinsten Zahlungsflüssen (Stufe 3) ermittelt.

Bei den ausgewiesenen Wertpapieren mit einem Fair Value von TEUR 679 (im Vorjahr TEUR 681) handelt es sich um zu Handelszwecken gehaltene Anteile an einem thesaurierenden Fonds, der überwiegend in verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente und Sichteinlagen investiert ist. Die ausgewiesenen Wertpapiere haben keine feste Fälligkeit und keinen festen Zinssatz.

Risikomanagement

Der FP-Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit bestimmten finanziellen Risiken ausgesetzt, die insbesondere Währungsschwankungen, Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Forderungsausfälle umfassen können. Das übergeordnete Risikomanagementsystem des Konzerns berücksichtigt die Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkte und ist darauf ausgerichtet, negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns zu minimieren. Zur Erreichung dieses Zieles bedient sich der Konzern bestimmter Finanzinstrumente.

Zu weiteren Informationen hinsichtlich qualitativer Angaben zum Risikomanagement und zu den Finanzrisiken verweisen wir auf den Risikobericht im Konzernlagebericht.

Weitere wesentliche Risikokonzentrationen in Bezug auf die Finanzinstrumente sind nicht erkennbar. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind durch konzerninterne Regelungen festgelegt. Hierzu gehört eine Funktionstrennung zwischen Erfassung und Kontrolle der Finanzinstrumente. Die Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken des FP-Konzerns werden zentral gesteuert.

1. Fremdwährungsrisiken

Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist der FP-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen und aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen sowie aus allen Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen in Fremdwährungen. Um diese Risiken zu begrenzen, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

I. Translationsrisiken:

Im Berichtsjahr wurden im Finanzergebnis Erträge aus Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 3.787 (im Vorjahr TEUR 4.676) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.076 (im Vorjahr TEUR 3.793) erfasst.

II. Transaktionsrisiken

Das Unternehmen reduziert das Risiko, indem es Geschäftstransaktionen (Verkäufe und Zukäufe von Produkten und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten) hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abrechnet. Außerdem gleicht es das Fremdwährungsrisiko zum Teil dadurch aus, dass es Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft.

Den operativen Einheiten ist es untersagt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen und / oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung durchgeführt. Die Unternehmensfinanzierung wird von der FP Holding sowie der Francotyp-Postalia GmbH organisiert und durchgeführt.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Konzerneigenkapitals in Abhängigkeit von möglichen Änderungen von für die FP-Gruppe relevanten Wechselkursen (GBP, USD, CAD, SEK) - ceteris paribus. Als Bezugsgröße für die ermittelten Sensitivitäten wurden die in den jeweiligen Währungen ungesicherten Geschäfte (Nettorisikoposition) verwendet.

WECHSELKURSE GBP

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TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung Abgesichert im Rahmen eines Cash Flow Hedge Nettorisiko in Fremdwährung
2016
GBP +5 % 327 327
-5 % -296 -296
2015
GBP +5 % 86 86
-5 % -78 -78

WECHSELKURSE USD

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TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung Abgesichert im Rahmen eines Cash Flow Hedge Nettorisiko in Fremdwährung
2016
USD +5 % 895 895
-5 % -810 -810
2015
USD +5 % 290 290
-5 % -262 -262

WECHSELKURSE CAD

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TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung Abgesichert im Rahmen eines Cash Flow Hedge Nettorisiko in Fremdwährung
2016
CAD +5 % 90 90
-5 % -81 -81

WECHSELKURSE USD

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TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung Abgesichert im Rahmen eines Cash Flow Hedge Nettorisiko in Fremdwährung
2016
SEK + 5 % 64 64
-5 % -58 -58

Die Fremdwährungsrisiken aus den künftig erwarteten Zahlungseingängen in US-Dollar (USD), Canada-Dollar (CAD) sowie Britischen Pfund (GBP) werden grundsätzlich zu einem wesentlichen Teil abgesichert.

Zur Minimierung von Ergebnisschwankungen wurden Sicherungsgeschäfte zusammen mit den jeweiligen Grundgeschäften erstmals zum Bilanzstichtag 31.12.2016 in eine neue Sicherungseinheit unter Berücksichtigung der Regelungen des IAS 39 eingebracht.

Übersicht Sicherungsbeziehungen Hedge Accounting IFRS:

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Währung Summe erwartete Cashflows in Fremdwährung Abgesichertes Volumen in Fremdwährung per 31.12.2016 Art der Sicherungsbeziehung Effektivitätstest effektiver Teil (OCI) Effektivitätstest / ineffektiver Teil (GuV)
USD 26.030.000,00 6.634.000,00 Devisentermingeschäft/ Cash Flow Hedge -321.108,66 0
CAD 3.594.000,00 1.170.000,00 Devisentermingeschäft/ Cash Flow Hedge -36.342,78 0

Der FP-Konzern erwartet aus der operativen Geschäftstätigkeit der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Cashflows in US-Dollar in 2017 in Höhe von TUSD 26.030. In Höhe von TUSD 6.634 wurden per 8. November 2016 sechs Devisentermingeschäfte mit fester Fälligkeit abgeschlossen.

Der FP-Konzern erwartet aus der operativen Geschäftstätigkeit der kanadischen Tochtergesellschaft Cashflows in CA-Dollar in 2017 in Höhe von TCAD 3.594. In Höhe von TCAD 1.170 wurden per 8. November 2016 sechs Devisentermingeschäfte mit fester Fälligkeit abgeschlossen.

Unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Währungssicherungen ergeben sich folgende Nettorisikopositionen:

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Währung Erwartete Cashflows (Zuflüsse) in Fremdwährung Abgesichert im Rahmen eines Cash Flow Hedge Nettorisiko in Fremdwährung
TGBP 6.562 0 6.562
TUSD 26.030 6.634 19.396
TCAD 3.594 1.170 2.424
TSEK 11.600 0 11.600

Weitere Währungsrisiken wurden im Rahmen von sogenannten Einzelderivatgeschäften abgeschlossen, die nach IAS 39 keine Hedge-Accounting-fähige Sicherungsbeziehung definieren. Hierbei handelt es sich um nachfolgende Geschäfte:

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Währung Nominalvolumen in Fremdwährung Art des Sicherungsgeschäfts Marktwert per 31.12.2016
TGBP 12.000,00 Devisenswap -1.679.591,42
TGBP 1.250,00 Devisenswap mit Laufzeitoption 85.609,71
TUSD 1.080,00 Sammel-Devisentermingeschäft mit Zielterminen -133.035,79

2. Zinsrisiken

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der FP-Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Der Finanzbereich des Konzerns steuert die Zinsrisiken mit dem Ziel, das Zinsergebnis des Konzerns zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Der Finanzierungsbedarf von Unternehmen des FP-Konzerns wird über konzerninterne Darlehen bzw. konzerninterne Verrechnungskonten gedeckt.

Sämtliche Zinssicherungsgeschäfte sind per 30.12.2016 ausgelaufen.

Der im Juni 2016 abgeschlossene neue Kreditvertrag sieht eine Verzinsung auf Basis eines variablen Referenzzinssatzes (3-Monats-EURIBOR oder 6-Monats-EURIBOR) zzgl. einer Kreditmarge vor. Aufgrund des aktuell anhaltend niedrigen Zinsumfeldes (Negativverzinsung des 3-Monats-EURIBOR bzw. 6-Monats-EURIBOR) wäre eine Zinssicherung zum aktuellen Zeitpunkt mit aktuell nicht notwendigen Sicherungskosten verbunden.

Sämtliche Zins- und Währungsrisiken werden jedoch kontinuierlich überwacht und können bei Bedarf zeitnah abgeschlossen werden.

Sämtliche Änderungen der beizulegenden Zeitwerte haben sich im Konzernergebnis niedergeschlagen.

Variabel verzinsliche finanzielle Schulden bestehen ausschließlich in Form der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Konzerneigenkapitals gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Als Bezugsgröße für die Sensitivität wurde der durchschnittliche jährliche Darlehensbestand verwendet.

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Veränderung in Prozentpunkten Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern

in TEUR
Auswirkung auf das Eigenkapital vor Steuern

in TEUR
2016 +1 -350 -350
-1 +350 +350
2015 +1 -295 -295
-1 +295 +295

3. Ausfallrisiken

Die bilanzierte Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko für den Fall wieder, dass Kontrahenten ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Für alle den originären Finanzinstrumenten zu Grunde liegenden Leistungsbeziehungen gilt, dass zur Minimierung der Ausfallrisiken in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten verlangt werden, Kreditauskünfte / Referenzen eingeholt werden oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung (etwa Betrachtung des Zahlungsverhaltens) zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Francotyp-Postalia besteht bei Kauf ein Eigentumsvorbehalt an der Kaufsache bis zum Eingang aller Zahlungen. Befindet sich bei einer Vermietung einer Maschine ein Kunde in Zahlungsverzug oder verweigert ein Mieter trotz Fristsetzung die Durchführung des Mietvertrags, so ist der Kunde neben der Zahlung eines Schadensersatzes verpflichtet, den Mietgegenstand an Francotyp-Postalia bei Vertragskündigung zurückzugeben.

Den erkennbaren Ausfallrisiken von Forderungen sowie den allgemeinen Kreditrisiken wird durch entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Eine Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen findet sich in Abschnitt IV., Tz. 13, des vorliegenden Anhangs. Aus dieser Altersstruktur sind auch die Überfälligkeiten erkennbar.

Der Konzern hat im Berichtsjahr mit einer Geschäftsbank aus dem Kernbankenkreis eine Factoring-Transaktion über kurzlaufende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 727 abgeschlossen. Das hierbei auftretende Kontrahentenrisiko sowie das Ausfallrisiko des Forderungsschuldners wurde aktiv überwacht.

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (wie liquide Mittel, zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente und derivative Finanzinstrumente) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem jeweils ausgewiesenen Buchwert. Altersstrukturen für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden nicht angegeben, da es keine entsprechenden überfälligen, nicht wertberichtigten Vermögenswerte gibt.

4. Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken des Konzerns bestehen darin, dass möglicherweise finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen werden kann (etwa Tilgung von Finanzschulden, Bezahlung von Zulieferern oder Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing). Der FP-Konzern begrenzt diese Risiken durch ein Working-Capital- sowie Cash-Management. Den Liquiditätsrisiken wird weiterhin mit einer Liquiditätsvorschau für den gesamten Konzern begegnet. Zusätzlich werden Maßnahmen zur Schaffung von zusätzlicher Liquidität durch die Verwertung von Kundenforderungen (Factoring) genutzt.

Ergänzend zu den oben genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt der FP-Konzern kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten. Zentrales Ziel dabei ist, die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und Finanzierungsrisiken zu begrenzen.

Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie bestehende bzw. unterjährig angepasste Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten und Finanzierungsleasingvereinbarungen.

Im Geschäftsjahr 2016 schloss der FP-Konzern mit einem starken, international agierenden Bankenkonsortium einen neuen, signifikant erweiterten Konsortialdarlehensvertrag zu verbesserten Rahmenbedingungen und Konditionen über TEUR 120.000 ab, verbunden mit einer Erhöhungsoption von TEUR 30.000. Der FP-Konzern verfügt zum 30. Dezember 2016 über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 80.776. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren bis zum 14.06.2021 mit zweimaliger Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr. Damit wurden vorzeitig Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der bis Oktober 2019 laufenden bisherigen Finanzierung in Höhe von TEUR 30.100 abgelöst. Aus der Ausbuchung resultiert ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 283.

Der FP-Konzern ist gemäß dem neuen Konsortialdarlehensvertrag verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten:

Unter dem bisherigen Kreditengagement hatte der FP-Konzern noch vier deutlich enger gefasste Finanzkennzahlen einzuhalten (Verschuldungsgrad, Kapitaldienstdeckungsgrad, bereinigte Eigenmittel und Eigenmittelquote).

Zu den weiteren wesentlichen inhaltlichen Neuerungen der Finanzierungsdokumentation auf Basis der britischen Loan Market Association (LMA) gehört auch die Möglichkeit, Teile des Kreditrahmens in Fremdwährung ausnutzen zu können. Des Weiteren schafft der neue Kreditvertrag auch Finanzierungssicherheit für Akquisitionen. Zudem hat der FP-Konzern zukünftig unternehmerische Freiräume zur Eingehung weiterer finanzieller Verpflichtungen. Auch die Konditionen (Marge zzgl. dem Referenzzinssatz und Bereitstellungsprovision) konnten im Vergleich zur bisherigen Finanzierung verbessert werden. Durch den neuen Konsortialdarlehensvertrag hat der FP-Konzern insgesamt deutlich an finanzieller Stabilität und Flexibilität gewonnen.

Sämtliche Kreditbedingungen wurden im Berichtsjahr durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern konnte zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten stammen hauptsächlich aus der Finanzierung von in den fortgeführten Aktivitäten genutzten operativen Vermögenswerten (etwa Sachanlagen) und aus Investitionen innerhalb des Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Der Konzern berücksichtigt diese Vermögenswerte bei der effektiven Steuerung des gesamten Liquiditätsrisikos.

Die folgende Tabelle zeigt die aus dem Konsortialdarlehensvertrag resultierenden Cashflows einschließlich geschätzter Zinszahlungen sowie die Zahlungen aus damit in Zusammenhang stehenden derivativen Finanzinstrumenten. Neben den genannten Darlehen in Höhe von TEUR 36.908 (im Vorjahr TEUR 33.126) bestanden weiteren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6 (im Vorjahr TEUR 2).

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Erwartete Cashflows
in TEUR 2017 2018 2019 2020 2021
--- --- --- --- --- --- ---
Buchwert per 31.12.2016
Darlehen -36.908 -1.039 -200 -281 -929 -31.561

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Cashflows
in TEUR 2016 2017 2018 2019
--- --- --- --- --- ---
Buchwert per 31.12.2015
Darlehen -33.126 -2.814 -3.373 -374 -28.279
Zinssicherung -36 -132 0 0 0
-2.946 -3.373 -347 -28.279

Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten

NETTOERGEBNIS

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in TEUR 2016 2015
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente15) -2 1
davon Wertminderungen -2 0
Kredite und Forderungen16) 1.957 2.181
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten17) -338 10

15) Setzen sich aus Fair-Value-Änderungen sowie Zinszahlungen zusammen.

16) Setzen sich zusammen aus Wertminderungen, Wertaufholungen und Fremdwährungseffekten.

17) Setzen sich die Nettogewinne bzw. Nettoverluste aus Fremdwährungseffekten und Abgangserfolgen zusammen.

Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden sowohl innerhalb als auch außerhalb von Sicherungsbeziehungen im Sinne der IFRS eingesetzt. Die Bilanzierung von Derivaten außerhalb von Sicherungsbeziehungen erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert, und zwar ergebniswirksam.

Kapitalsteuerung

Maßgeblich für die Kapitalsteuerung des Konzerns ist die Kapitalstruktur. Die Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis der Nettoschulden zum Eigenkapital. Der Nettoverschuldungsgrad wird fortlaufend überwacht. Im Unterschied zum Ausweis in den Vorjahren werden bei der Berechnung die eigenen Anteile nicht mehr in die Finanzmittel einbezogen.

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.915 33.128
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.526 3.201
Schulden 38.440 36.329
Liquide Mittel -26.394 -18.214
Wertpapiere -679 -681
Portoguthaben 8.418 2.967
Finanzmittel -18.655 -15.928
Nettoschulden 19.785 20.401
Eigenkapital 35.946 35.232
Nettoverschuldungsgrad 55 % 58 %

Mit der Kapitalsteuerung wird ein möglichst hohes Bonitätsrating angestrebt. Zudem soll Going Concern sichergestellt werden.

Im Berichtsjahr 2016 sind keine Änderungen bei den Zielen, Richtlinien und Verfahren für die Kapitalsteuerung zu verzeichnen.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die Steuerung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die folgenden finanziellen Kennzahlen: Umsatz, EBITDA und Free Cashflow.

(22) SICHERHEITEN

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Bürgschaftsverpflichtungen 1.027 1.347
Verpfändung Wertpapiere 0 590
Gesamt 1.027 1.937

Die Bürgschaftsverpflichtungen beinhalten Mietbürgschaften für Maschinen und Portogebühren und eventuelle Erstattungsansprüche aus Subventionszahlungen.

Alle gegenwärtigen, bedingten und künftigen Forderungen der Finanzierungsparteien des Konsortialdarlehensvertrages aus oder im Zusammenhang mit diesem Darlehensvertrag, einer Abzweiglinienvereinbarung oder den weiteren Finanzierungsdokumenten sind in Form von Garantien besichert. Jeder Garant garantiert selbständig und unabhängig gegenüber den Finanzierungsparteien unwiderruflich und unbedingt die Zahlung aller nach dem Darlehensvertrag oder einem anderen Finanzierungsdokument von den Darlehensnehmern geschuldete Beträge, sofern diese nicht rechtzeitig oder nicht in voller Höhe beglichen werden. Die Garanten verpflichteten sich, jede Zahlung unter dieser Garantie frei von Abzügen oder Einbehalten zu leisten.

Garanten sind neben der Darlehensnehmerin FP Holding auch die Francotyp-Postalia GmbH, die freesort GmbH, die Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH, die FP Produktionsgesellschaft mbH, die Mentana-Claimsoft GmbH, die IAB GmbH, die Francotyp-Postalia Inc. (USA), die Francotyp-Postalia Ltd. (UK), die Francotyp-Postalia Canada Inc. (Kanada) sowie die Francotyp-Postalia France SARL (Frankreich).

Per 31. Dezember 2016 beträgt der in Anspruch genommene Kredit TEUR 37-968 (31.12.2015: TEUR 33.373).

Erhaltene Sicherheiten haben einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.301 (im Vorjahr TEUR 1.304) und stehen dem FP-Konzern im Berichtsjahr ausschließlich kurzfristig zur Verfügung (unverändert zum Vorjahr). Die Sicherheiten bestehen im Wesentlichen aus Mietkautionsbürgschaften und Bürgschaften für Warenlieferungen von Banken und einer Versicherung.

(23) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

NOMINALWERTE DER FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN ZUM 31.12.2016

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in TEUR Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Sonstige vertragliche Verpflichtungen 46.227 20.432 22.990 2.805
davon aus Operate Lease 13.211 4.771 7.805 635
davon aus Bestellobligo 28.112 13.114 13.191 1.807
davon aus übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen 4.904 2.547 1.994 363

NOMINALWERTE DER FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN ZUM 31.12.2015

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in TEUR Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Sonstige vertragliche Verpflichtungen 21.478 10.380 9.491 1.607
davon aus Operate Lease 11.867 4.100 6.789 978
davon aus Bestellobligo 3.511 3.511 0 0
davon aus übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen 6.100 2.769 2.702 629

In den künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operate Lease sind aufgrund der impraktikablen Trennbarkeit der Aufwendungen in Höhe von TEUR 939 (im Vorjahr TEUR 517) auch Leasingverträge berücksichtigt. die neben Leasingaufwand eine Dienstleistungskomponente enthalten. Davon entfallen TEUR 343 (im Vorjahr TEUR 323) auf kurzfristige sowie TEUR 596 (im Vorjahr TEUR 194) auf mittelfristige Verpflichtungen.

Vertragliche Verpflichtungen (Bestellobligos) bestehen für den Erwerb von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 181 (im Vorjahr TEUR 87), für den Erwerb immaterieller Vermögenswerte in Höhe von TEUR 190 (im Vorjahr TEUR 51) und für sonstige Bestellungen in Höhe von TEUR 27.741 (im Vorjahr TEUR 3.374). Die signifikante Erhöhung der Bestellobligos zum 31.12.2016 resultiert unter anderem aus den Abschlüssen neuer Mengenkontrakte, die eine verpflichtende Mindestabnahmemenge unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch vorsehen.

Zahlungen aus Leasingverhältnissen sind im Berichtsjahr in Höhe von 5.924 TEUR (im Vorjahr 5.999 TEUR) erfolgswirksam erfasst. In den Aufwendungen aus Leasingverhältnissen des laufenden Jahres sind die Mietnebenkosten enthalten.

(24) SONSTIGE ANGABEN ZU FINANCE-LEASE-VERTRÄGEN

NOMINALWERTE

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Künftige Mietleasingzahlungen Zinszahlungen Barwert der künftigen Mietleasingzahlungen
in TEUR 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Unter einem Jahr 939 1.762 35 100 905 1.662
Zwischen einem und fünf Jahren 642 1.594 20 55 621 1.539
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.581 3.356 55 155 1.526 3.201

Die Laufzeiten der Leasingverträge betragen überwiegend bis zu 75 % der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Anschluss an die Grundlaufzeit besteht in der Regel die Möglichkeit, die Verträge zu verlängern oder die Gegenstände gegen einen zuvor festgelegten Betrag zu übernehmen.

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert der an Dritte vermieteten Anlagen 1.979 3.859
Buchwert der geleasten Anlagen 3.102 5.299
Künftige Mindestzahlungen aus Untermietverhältnissen 3.220 5.905

(25) EVENTUALFORDERUNGEN UND -VERBINDLICHKEITEN

Vor dem U.S. District Court for Eastern District of Missouri ist eine Klage gegen unsere Tochtergesellschaft in den USA anhängig (Case No. 4:14-cv-01161-HEA). In der Sammelklage ("putative class action") wird behauptet, Francotyp-Postalia Inc. verletzte mit unaufgeforderten Werbefaxen den "Telephone Consumer Protection Act of 1991". Bisher ist nicht geklärt, ob das beanstandete Vorgehen (Werbefax) von den gesetzlichen Regelungen überhaupt erfasst ist.

Der U.S. District Court for Eastern District of Missouri hat das Verfahren am 17. Februar 2015 bis zu einer Entscheidung der Federal Communications Commission und des United States Court of Appeals for the D.C. Circuit über den Geltungsbereich und die Gültigkeit des Telephone Consumer Protection Act of 1991 ausgesetzt. Diese Entscheidung liegt noch nicht vor.

Der Ausgang der gegen die Francotyp-Postalia Inc. erhobenen Klage ist offen und könnte ein Schadenspotenzial von geschätzt bis zu TEUR 1.000 haben. FP geht nicht davon aus, dass gegenwärtig eine Verpflichtung besteht. Aufgrund des aktuellen Verfahrensstandes geht FP jedoch davon aus, dass der Rechtsstreit mit anwaltlicher Unterstützung fortgesetzt wird. Dementsprechend wird auch ein künftiger Ressourcenabfluss für Rechtsanwaltskosten erwartet. Dafür wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 267 gebildet.

V. SONSTIGE ANGABEN

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Liquide Mittel 26.394 18.214
zuzüglich Wertpapiere 679 681
abzüglich verfügungsbeschränkte flüssige Mittel ("verwaltete Portoguthaben") -8.418 -2.967
Finanzmittel 18.655 15.928

MITARBEITER

DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER JE LAND

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2016 2015
Deutschland 650 660
USA 118 119
Großbritannien 95 96
Niederlande 52 53
Kanada 44 39
Italien 26 21
Schweden 20 21
Österreich 18 17
Frankreich 16 16
Belgien 8 10
Singapur 0 4
Gesamt 1.045 1.056

DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER JE SEGMENT

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2016 2015
Vertrieb Deutschland 453 472
Vertrieb International 395 396
Produktion 163 158
Zentrale Funktionen 34 30
Gesamt 1.045 1.056

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT (ZUSATZANGABEN NACH HGB)

Dem Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG nach stellen sich die Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder wie folgt dar:

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Name Bestellung Ende der Bestellung Zuständigkeitsbereiche
Rüdiger Andreas Günther 11. Januar 2016 Dezember 2019 - Strategische Geschäftsentwicklung
Dipl. Kaufmann - Produktion / Einkauf/ Qualität
- Personal / Recht / Compliance
- Finanzen / Rechnungswesen / Controlling
- Corporate Communications / Investor Relations / Presse
- Interne Kommunikation
- Merger & Acquisition
Thomas Grethe Juni 2013 Juni 2018 - (Strategische Geschäftsentwicklung)
Bankkaufmann und Betriebswirt - Interne Revision
- Strategisches Marketing / Brand Management
- (Business Development / Product Portfolio Management)
- Geschäftsfeld Frankieren und Kuvertieren (Vertrieb Deutschland, international, Asien, Produkt Management)
Sven Meise Februar 2015 Januar 2018 - Strategische Geschäftsentwicklung)
Dipl.-Betriebswirt (BA) - Business Development / Product Portfolio Management
- Informationstechnik
- Forschung & Entwicklung
- Geschäftsfeld Digitale Lösungen (freesort, IAB, Mentana-Claimsoft)

Herr Günther war im Berichtsjahr Mitglied der Unternehmerperspektive Mittelstand der Commerzbank und im Regionalbeirat Ost der Commerzbank. Seit Januar 2017 ist er zudem Mitglied im Kundenbeirat der LBBW Sachsen Bank. Die Vorstandsmitglieder waren außerhalb des FP-Konzerns sonst in keinen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen vertreten.

Folgende Übersicht zeigt die Mitglieder des Aufsichtsrates der Francotyp-Postalia Holding AG mit ihren Tätigkeiten außerhalb der Gesellschaft und mit sonstigen Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandaten bzw. Mandaten bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

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Name Berufliche Tätigkeit Sonstige Verwaltungs- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Klaus Röhrig (Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 1. April 2013; Vorsitzender seit 9. April 2013) - Geschäftsführender Gesellschafter der Mercury Capital Unternehmens-beratungs- GmbH, Wien, Österreich - keine
- Geschäftsführer, R3 Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich
- Geschäftsführer, Active Ownership Capital SARL, Hesperange, Luxemburg
Robert Feldmeier (Mitglied des Aufsichtsrats seit 28. Juli 2012; stellvertretender Vorsitzender seit 27. Juni 2013) - Geschäftsführer der Unigloves GmbH, Siegburg - keine
- Geschäftsführer der Unigloves Arzt- und Klinikbedarfshandelsgesellschaft mbH, Siegburg
- Geschäftsführer der UNIGLOVES Holding GmbH, München
Botho Oppermann (Mitglied des Aufsichtsrats seit 27. Juni 2013) - Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Nord UG (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg - Präsident des Verwaltungsrates der Internet Business Solutions AG, Boppelsen, Schweiz
- Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Süd UG (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg - Aufsichtsrat der ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen GmbH & Co. KGaA, Berlin
- Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Ost UG, (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg - Verwaltungsrat der ID Suisse AG,
- Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions West UG, (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg St. Gallen, Schweiz
- Verwaltungsrat der HCG Holding AG, Herisau, Schweiz

AKTIONÄRSSTRUKTUR (ZUSATZANGABEN NACH HGB)

Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2016 von ihren Anteilseignern gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgende Mitteilungen erhalten und gemäß § 26 Abs. 1 WpHG und § 26a WpHG veröffentlicht:

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Veröffentlichungsdatum 18.01.2016 31.08.2016
Grund der Mitteilung Erwerb von Aktien Veräußerung von Aktien
Angaben zum Mitteilungspflichtigen Internationale Kapitalanlagegesellschaft mbh, Düsseldorf, Deutschland Scherzer & Co. AG
Datum der Schwellenberührung 12.01.2016 30.08.2016
Gesamtstimmrechtsanteile
alt 6,46 % 3,02 %
neu 10,16 % 2,90 %
Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) 1.641.732 468.608

Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2016 von ihren Anteilseignern gemäß Art. 19 Abs. 1 MAR folgende Mitteilungen bezüglich der Aktie mit der ISIN DE00FPH9000 erhalten und veröffentlicht:

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Veröffentlichungsdatum 26.09.2016 06.10.2016 06.10.2016
Angaben zu den Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen Botho Oppermann Rüdiger Andreas Günther Rüdiger Andreas Günther
Grund der Mitteilung / Position Aufsichtsrat Vorstand Vorstand
Art des Geschäfts Kauf Kauf Kauf
Preis(e) 4,258185 EUR
Volumen 106.454,63 EUR
Aggregierte Preis n / a 4,1430114 EUR 4,2540557 EUR
Aggregiertes Volumen n / a 30.546,42 EUR 10.690,44 EUR
Datum des Geschäfts 22.09.2016 30.09.2016 05.10.2016
Ort des Geschäfts Xetra Xetra Xetra

Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2016 gemäß § 26a WpHG die Änderung der Gesamtstimmrechte veröffentlicht:

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Veröffentlichungsdatum 04.01.2017 04.01.2017 Korrekturmitteilung
Art der Kapitalmaßnahme Sonstige Kapitalmaßnahme (§ 26a Abs. 1 WpHG) Ausgabe von Bezugsaktien (§ 26a Abs. 2 WpHG)
Stand zum / Datum der Wirksamkeit 31.12.2016 31.12.2016
Neue Gesamtzahl der Stimmrechte 16.215.356 16.215.356

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Nahestehende Unternehmen und Personen des FP-Konzerns waren - neben den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats (sowie deren nahen Familienangehörigen) der FP Holding - im Berichtsjahr:

das assoziierte Unternehmen FP Data Center Inc., Japan;
die nicht konsolidierte Tochtergesellschaft FP Systems India Private Limited, Indien;
die nicht konsolidierte Tochtergesellschaft Francotyp-Postalia Asia Pte. Ltd., Singapur;
die nicht konsolidierte Tochtergesellschaft FP Direct Ltd., Großbritannien;
Mercury Capital Unternehmensberatungs- GmbH, Wien, Österreich (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
R3 Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
Active Ownership Capital SARL, Hesperange, Luxemburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
Geschäftsführer der UNIGLOVES GmbH, Siegburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
Geschäftsführer der UNIGLOVES Arzt- und Klinikbedarf Handelsgesellschaft mbH, Siegburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
Geschäftsführer der UNIGLOVES Holding GmbH, München;
Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Nord UG (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Süd UG (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Ost UG, (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions West UG, (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
Präsident des Verwaltungsrates der Internet Business Solutions AG, Boppelsen, Schweiz (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);
CamTech GmbH, Berlin (über ein ehemaliges Mitglied des Vorstands).

An den Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des FP-Konzerns haben, sind im Berichtsjahr 2016 wie im Vorjahr keine Vergütungen gezahlt worden. Berichtspflichtige Sachverhalte im Sinne des IAS 24.18 (b) bis (d) gab es im Berichtszeitraum nicht.

GESAMTBEZÜGE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Aufwandsbezogen sind im Jahresabschluss 2016 sowohl der Langfristbonus für Herrn Günther in Höhe von TEUR 180 (im Vorjahr TEUR 0), für Herrn Grethe in Höhe von TEUR 11 (im Vorjahr TEUR -10), für Herrn Meise in Höhe von TEUR 41 (im Vorjahr TEUR 0) und Herrn Szymanski in Höhe von TEUR -6 (im Vorjahr TEUR -14) als auch jeweils die variable einjährige Vergütung in Höhe der wahrscheinlichen Zielerreichung erfolgswirksam erfasst worden.

In Bezug auf den Vergütungsbericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht. Gemäß DRS 17 stellt sich die Gesamtvergütung wie folgt dar:

HERR GÜNTHER (VORSTANDSMITGLIED AB 11. JANUAR 2016)

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in TEUR 2016
Erfolgsunabhängige Komponente Festvergütung 400
Nebenleistungen 45
Summe 445
Erfolgsbezogene Komponente
ohne langfristige Anreizwirkung Einjährige variable Vergütung: 220
mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung:
Stock Options Plan 2015 141
Langzeitbonus18) 180
Summe 541
Versorgungsaufwand 19
Gesamtvergütung 1.005

18) Nicht aktienbasierte Vergütungen werden nach DRS 17 in der Gesamtvergütung erfasst, wenn die an die Zusage geknüpfte Bedingung erfüllt ist. Für das Geschäftsjahr 2016 wurde eine Untergrenze i. H. v. TEUR 180 fixiert. In dieser Höhe wurde eine Rückstellung ergebniswirksam im Jahresabschluss 2016 gebildet.

HERR SZYMANSKI (VORSTANDSMITGLIED BIS 10. JANUAR 2016)

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in TEUR 2012 2013 2014 2015 2016
Erfolgsunabhängige Komponente Festvergütung 240 253 275 275 0
Aufhebung (Freistellung und Abfindung) 36919) 0
Nebenleistungen 15 11 12 14 0
Summe 255 265 287 658 0
Erfolgsbezogene Komponente
ohne langfristige Anreizwirkung Einjährige variable Vergütung: 30 130 9120) -11 -40
mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung:
Stock Options Plan 2010 0 0 0 0 0
Stock Options Plan 2015 0 0 0 37 0
Langzeitbonus21) 0 0 0 0 -6
Summe 30 130 91 26 -46
Versorgungsaufwand 76 76 76 76 0
Gesamtvergütung 0 361 471 454 760 -46

19) Dieser Rückstellungsbetrag stellt einen periodenfremden Aufwand i. H. v. TEUR 369 dar.

20) Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem periodenfremden Aufwand i. H. v. TEUR 40 und der Bildung einer Rückstellung i. H. v. TEUR 51.

21) Nicht aktienbasierte Vergütungen werden nach DRS 17 in der Gesamtvergütung erfasst, wenn die an die Zusage geknüpfte Bedingung erfüllt ist. Entsprechend der Zielerreichung wurden TEUR -6 (im Vorjahr TEUR -14) ergebniswirksam im Jahresabschluss 2016 als Auflösung der Rückstellung berücksichtigt.

HERR GRETHE (VORSTANDSMITGLIED AB 15. JUNI 2013)

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in TEUR 2012 2013 2014 2015 2016
Erfolgsunabhängige Komponente Festvergütung 0 119 200 230 293
Nebenleistungen 0 6 12 10 16
Summe 0 125 212 240 309
Erfolgsbezogene Komponente
ohne langfristige Anreizwirkung Einjährige variable Vergütung: 0 20 36 -11 10
mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung:
Stock Options Plan 2015 0 0 0 54 0
Langzeitbonus22) 0 0 0 0 38
Summe 0 20 36 43 48
Versorgungsaufwand 0 2 21 21 21
Gesamtvergütung 0 147 269 304 378

22) Nicht aktienbasierte Vergütungen werden nach DRS 17 in der Gesamtvergütung erfasst, wenn die an die Zusage geknüpfte Bedingung erfüllt ist. Im Jahresabschluss 2016 wurden Rückstellungen für in 2016 abgerechnete Perioden aufgelöst und entsprechend der wahrscheinlichen Zielerreichung neue gebildet. Der ergebniswirksame Effekt beträgt TEUR 11 (im Vorjahr TEUR -10).

HERR MEISE (VORSTANDSMITGLIED AB 1. FEBRUAR 2015)

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in TEUR 2015 2016
Erfolgsunabhängige Komponente Festvergütung 183 233
Nebenleistungen 18 26
Summe 201 259
Erfolgsbezogene Komponente
ohne langfristige Anreizwirkung Einjährige variable Vergütung: 24 42
mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung:
Stock Options Plan 2015 48 0
Langzeitbonus23) 0 0
Summe 72 42
Versorgungsaufwand 19 21
Gesamtvergütung 292 322

23) Nicht aktienbasierte Vergütungen werden nach DRS 17 in der Gesamtvergütung erfasst, wenn die an die Zusage geknüpfte Bedingung erfüllt ist. Entsprechend der wahrscheinlichen Zielerreichung wurden TEUR 41 (im Vorjahr TEUR 0) aufwandswirksam im Jahresabschluss 2015 als Zuführung zu Rückstellungen berücksichtigt.

Von den im Geschäftsjahr 2010 gewährten aktienbasierten Vergütungen aus dem Aktienoptionsplan 2010 entfielen auf Herrn Szymanski insgesamt TEUR 231 bzw. 180.000 Optionen. Im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2015 wurden keine weiteren Optionen aus diesem Aktienoptionsplan 2010 gewährt. Der Ausübungszeitpunkt für die Optionen begann im Geschäftsjahr 2014.

Von den im Geschäftsjahr 2016 gewährten aktienbasierten Vergütungen aus dem Aktienoptionsplan 2015 entfielen auf den Vorstand insgesamt TEUR 141 (180.000 Optionen). Der Ausübungszeitpunkt für die Optionen liegt im Geschäftsjahr 2019.

Die in den obigen Tabellen als Versorgungsaufwand ausgewiesenen Beträge sind Zuschüsse zur Altersvorsorge und Teil der an die Vorstände gezahlten fixen Entgelte.

Die Nebenleistungen bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber den aktiven Vorstandsmitgliedern sind wie im Vorjahr nur unwesentliche Beträge zurückgestellt (2016: TEUR 3; 2015: TEUR 2).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum 31. Dezember 2016 TEUR 1.141 (im Vorjahr TEUR 928) gebildet. Den Rückstellungen wurden im Berichtsjahr 2016 TEUR 45 (im Vorjahr TEUR 32) zugeführt.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer geschäftsjährlich eine feste im letzten Monat des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung in Höhe von TEUR 30. Für den Vorsitzenden beträgt die feste Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2009 150 % und für seinen Stellvertreter 125 % der Vergütung für das normale Aufsichtsratsmitglied.

Die Festvergütung des Aufsichtsrats betrug für das Geschäftsjahr 2016 TEUR 113 (im Vorjahr TEUR 113). Die Gesamtsumme teilt sich in TEUR 45 für Herrn Klaus Röhrig, TEUR 37,5 für Herrn Robert Feldmeier und TEUR 30 für Herrn Botho Oppermann.

ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR

Die Hauptversammlung hat, basierend auf einer Empfehlung des Aufsichtsrats, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zur Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2016 gewählt. Das für Dienstleistungen der Abschlussprüferin im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2016 2015
Abschlussprüfungsleistungen 343 328
Steuerberatungsleistungen 509 279
Sonstige Leistungen 507 121
Gesamt 1.359 728

Von dem im Berichtsjahr 2016 berechneten Honorar entfallen TEUR 88 (im Vorjahr TEUR 139) auf Vorjahre, davon TEUR 53 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 35 auf Steuerberatungsleistungen.

Die ermittelten Angaben umfassen nur die rechtlich selbständige Einheit des bestellten Abschlussprüfers.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der ordentlichen Hauptversammlung 2017 vorschlagen, den Bilanzgewinn von 15.648.619,10 EUR wie folgt zu verwenden:

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in EUR
Ausschüttung von 0.16 EUR Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie 2.594.456,96
Gewinnvortrag 13.054.162,14
Bilanzgewinn 15.648.619,10

MITTEILUNGEN GEMÄSS § 26A ABS. 1 WPHG GESAMTSTIMMRECHTE

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Datum Art der Kapitalmaßnahme Neue Gesamtzahl der Stimmrechte
4. Januar 2017 Ausgabe von Bezugsaktien 16.215.356
30. Januar 2017 Ausgabe von Bezugsaktien 16.255.356
28. Februar 2017 Ausgabe von Bezugsaktien 16.265.356

CORPORATE GOVERNANCE

Vorstand und Aufsichtsrat der Francotyp-Postalia Holding AG haben eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG abgegeben und diese Erklärung auf der Internetseite der Gesellschaft (https://www.fp-francotyp.com/de/entsprechenserklarung/fef9a400b3143858) dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 29. März 2017

Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG

Rüdiger Andreas Günther, Vorsitzender

Thomas Grethe

Sven Meise

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
in TEUR Vortrag 01.01.2015 Währungsdifferenzen Sonstige Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 37.225 1 56 1.593 38.875
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 88.070 650 1.030 175 89.575
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 125.295 651 1.086 175 1.593 128.450
Geschäfts- oder Firmenwert 22.922 22.922
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 7.556 1 4.751 -1.593 10.715
Gesamt 155.773 652 5.837 175 0 162.087
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.699 29 380 1 4.109
Technische Anlagen und Maschinen 8.469 9 1.339 207 501 10.111
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.958 82 1.306 1.920 6 30.432
Vermietete Erzeugnisse 48.695 4.473 10.971 4.500 191 59.830
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 9.834 1.322 261 423 -191 10.803
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 508 96 -508 96
Gesamt 102.163 5.915 14.353 7.050 0 115.381
Anlagevermögen 257.936 6.567 20.190 7.225 0 277.468

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Abschreibungen und Wertminderungen
in TEUR Vortrag 01.01.2015 Währungsdifferenzen Sonstige Zugänge Abgänge
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 25.159 1 3.881
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 83.937 580 1.243 172
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 109.096 581 5.124 172
Geschäfts- oder Firmenwert 13.775 653
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen -1 1 0
Gesamt 122.870 582 5.777 172
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 554 8 262 0
Technische Anlagen und Maschinen 4.617 8 686 144
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.670 41 1.682 1.725
Vermietete Erzeugnisse 29.833 2.156 7.374 4.254
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 3.447 546 2.020 390
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Gesamt 65.121 2.759 12.024 6.513
Anlagevermögen 187.991 3.341 17.801 6.685

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Abschreibungen und Wertminderungen
in TEUR Umbuchungen Zuschreibungen Stand 31.12.2015
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 29.041
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 85.588
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 0 0 114.629
Geschäfts- oder Firmenwert 14.428
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 0
Gesamt 0 0 129.057
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 824
Technische Anlagen und Maschinen 5.167
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.668
Vermietete Erzeugnisse 119 35.228
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen -119 5.504
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0
Gesamt 0 0 73.391
Anlagevermögen 0 0 202.448

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Buchwerte
in TEUR 01.01.2015 31.12.2015
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Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 12.066 9.834
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 4.133 3.987
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 16.199 13.821
Geschäfts- oder Firmenwert 9.147 8.494
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 7.557 10.715
Gesamt 32.903 33.030
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.145 3.285
Technische Anlagen und Maschinen 3.852 4.944
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.288 3.764
Vermietete Erzeugnisse 18.862 24.602
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 6.387 5.299
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 508 96
Gesamt 37.042 41.990
Anlagevermögen 69.945 75.020

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
in TEUR Vortrag 01.01.2016 Währungsdifferenzen Sonstige Zugänge
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Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 38.875 -2 2.258
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 89.575 95 2.309
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 128.450 93 4.567
Geschäfts- oder Firmenwert 22.922 0 0
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 10.715 0 2.323
Gesamt 162.087 93 6.890
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.109 -75 63
Technische Anlagen und Maschinen 10.111 6 641
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.432 -25 2.148
Vermietete Erzeugnisse 59.830 1.289 6.765
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 10.803 400 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96 0 345
Gesamt 115.381 1.595 9.962
Anlagevermögen 277.468 1.688 16.852

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
in TEUR Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2016
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Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 136 8.707 49.702
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 150 66 91.895
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 286 8.773 141.597
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 22.922
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 0 -8.772 4.266
Gesamt 286 1 168.785
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 0 4.097
Technische Anlagen und Maschinen 325 30 10.463
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 800 95 31.850
Vermietete Erzeugnisse 4.500 3.635 67.019
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 0 -3.635 7.568
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 -126 315
Gesamt 5.625 -1 121.312
Anlagevermögen 5.911 0 290.097

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Abschreibungen und Wertminderungen
in TEUR Vortrag 01.01.2016 Währungsdifferenzen Sonstige Zugänge Abgänge
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Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 29.041 -2 4.103 201
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 85.588 180 850 80
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 14.428 178 4.953 281
Geschäfts- oder Firmenwert 14.428 0 0 0
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 0 0 0 0
Gesamt 129.057 178 4.953 281
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 824 -38 267 0
Technische Anlagen und Maschinen 5.167 7 882 322
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.668 15 1.672 852
Vermietete Erzeugnisse 35.228 1.255 8.308 4.337
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 5.504 314 1.405 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Gesamt 73.391 1.553 12.534 5.511
Anlagevermögen 202.448 1.731 17.487 5.792

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Abschreibungen und Wertminderungen
in TEUR Umbuchungen Zuschreibungen Stand 31.12.2016
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Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 0 0 32.941
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 1 0 86.539
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 1 0 119.480
Geschäfts- oder Firmenwert 0 14.428
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 0 0 0
Gesamt 1 0 133.908
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 1.053
Technische Anlagen und Maschinen 0 5.734
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung -1 27.502
Vermietete Erzeugnisse 2.758 43.212
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen -2.758 4.465
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Gesamt -1 0 81.966
Anlagevermögen 0 0 215.874

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Buchwerte
in TEUR 01.01.2016 31.12.2016
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Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 9.834 16.761
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 3.987 5.356
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 13.821 22.117
Geschäfts- oder Firmenwert 8.494 8.494
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 10.715 4.266
Gesamt 33.030 34.877
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.285 3.044
Technische Anlagen und Maschinen 4.944 4.729
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.764 4.348
Vermietete Erzeugnisse 24.602 23.807
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 5.299 3.103
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96 315
Gesamt 41.990 39.346
Anlagevermögen 75.020 74.223

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Konzernlagebericht der Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin für das Geschäftsjahr vom i. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 30. März 2017

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Modder, Wirtschaftsprüfer

Unger, Wirtschaftsprüferin

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

DER FRANCOTYP-POSTALIA HOLDING AG (FP-KONZERN)

Mit diesem Bericht informiert der Aufsichtsrat gemäß § 171 Abs. 2 AktG über seine Tätigkeit. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die damit in Zusammenhang stehenden Entscheidungen getroffen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens beraten, seine Arbeit überwacht und sich kontinuierlich mit dem Geschäftsverlauf und der Lage des FP-Konzerns befasst. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Vorstand hat die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens informiert. Sofern zu Einzelmaßnahmen des Vorstands Entscheidungen des Aufsichtsrats erforderlich waren, hat der Aufsichtsrat darüber - gegebenenfalls auch im schriftlichen Verfahren - Beschlüsse gefasst. Insgesamt fanden im vergangenen Jahr sieben Präsenzsitzungen statt. Davon waren satzungsgemäß vier ordentliche und drei außerordentliche Sitzungen. Der Vorstand hat an sechs Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Neben der Erörterung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie der Entwicklung der Bereiche Frankieren und Kuvertieren, Mail Services und Software wurden folgende Themen schwerpunktmäßig behandelt:

Abschluss der neuen Konzernfinanzierung
Neuausrichtung des Bereichs Finanzen
ACT-Strategie verbunden mit Maßnahmen zu FP FIT

Die gemeinsamen Sitzungen von Aufsichtsrat und Vorstand fanden am 11. Januar, 29. Februar, 7. April, 6. Juni, 28. September, 21. November und 16. Dezember 2016 (Budget-Sitzung) statt.

THEMEN DER AUFSICHTSRATSTÄTIGKEIT IM JAHR 2016

Ertrags- Finanz- und Vermögenslage

Der Vorstand hat in jeder Sitzung Bericht über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des FP-Konzerns erstattet. In der Sitzung vom 29. Februar legte der Vorstand dem Aufsichtsrat die derzeitige Situation der Konzernfinanzierung dar und erläuterte, warum die Finanzierung neu strukturiert werden müsse. Über den Fortgang der Verhandlung hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, insbesondere aber auf den Aufsichtsratssitzungen vom 7. April und 6. Juni, informiert. Mit Wirkung zum 24. Juni 2016 wurde der neue Konsortialdarlehensvertrag in Höhe von 120 Mio. Euro und einer Erhöhungsoption von 30 Mio. Euro unterzeichnet und damit die Handlungsflexibilität des Konzerns deutlich erweitert. In der Sitzung vom 28. September gab der Vorstand dem Aufsichtsrat einen Überblick über die zwischenzeitlich durchgeführte Neuausrichtung des Finanzbereiches, zu der u. a. die Einstellung eines Leiters Steuern, eines Leiters Controlling sowie die Besetzung der Position des Treasurers gehörte. Erste erfolgreiche Ergebnisse der Neuausrichtung wurden ausführlich in den Sitzungen vom 7. April, 28. September. 21. November und 16. Dezember dargelegt und zeichnen sich bereits mit der deutlich verbesserten Steuerquote ab.

In den Sitzungen vom 21. November und 16. Dezember haben Aufsichtsrat und Vorstand zudem ausführlich das jährlich vom Vorstand aufzustellende Budget für die Folgejahre beraten. Der Aufsichtsrat hat das aufgestellte Budget am 16. Dezember genehmigt.

ACT-STRATEGIE VERBUNDEN MIT MASSNAHMEN ZU FP FIT

Nach Berufung von Rüdiger Andreas Günther zum Vorstandsvorsitzenden wurde die 2015 für den FP-Konzern eingeführte Strategie FP 2020 gründlich überprüft. Der Aufsichtsrat war in die Prozesse involviert. Er wurde fortlaufend und ausführlich in den Sitzungen vom 7. April, 6. Juni und 28. September über die Ergebnisse informiert. Der Aufsichtsrat stimmte der neu ausgearbeiteten Strategie nicht nur zu, sondern äußerte ausdrücklich seine Anerkennung.

Die ACT-Strategie und die damit verbundenen Maßnahmen in FP FIT beinhalten vielversprechende Initiativen und arbeiten klar die Potenziale der FP heraus. Der Aufsichtsrat unterstützt mit voller Überzeugung den Strategieprozess und die nun notwendige Umsetzung von ACT mit den damit verbundenen Investitionen.

PRODUKTBEREICHE FRANKIEREN, KUVERTIEREN SOWIE MAIL SERVICES UND SOFTWARE

Mit der Strategie ACT rückt der Bereich Frankieren und Kuvertieren als wesentlicher Produktbereich des FP-Konzerns wieder mehr in den Fokus. In jeder Sitzung des Aufsichtsrats wurde die Entwicklung im traditionellen Frankier- und Kuvertiermaschinengeschäft thematisiert und ausführlich besprochen.

Aufsichtsrat und Vorstand stimmen überein, dass der FP-Konzern im traditionellen Geschäft noch weiter wachsen kann. Parallel dazu wird die Digitalisierung weiter den Bereich der Dokumenten- und Kommunikationsprozesse beeinflussen und verändern. Hier zeigt ACT eine für den FP-Konzern überzeugende Strategie. Deswegen gilt der Entwicklung der Bereiche Mail Services und Software nach wie vor eine hohe Aufmerksamkeit. Regelmäßig haben Vorstand und Aufsichtsrat im vergangenen Jahr sowohl in den Aufsichtsratssitzungen selbst als auch außerhalb der Sitzungen die Entwicklung der Geschäftsfelder Mail Services und Software ausführlich dargestellt und diskutiert. Zwei wesentliche Ereignisse sind hierbei hervorzuheben: Am 10. Oktober 2016 wurden mit Abschluss eines Kauf- und Abtretungsvertrages die noch verbliebenen 49 Prozent der internet-access GmbH (IAB) durch den FP-Konzern erworben. Damit ist die IAB jetzt eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des FP-Konzerns.

In den Sitzungen vom 29. Februar, 7. April, 6. Juni, 28. September und 21. November wurde über den Stand der Mentana-Claimsoft GmbH insbesondere über den Status-quo der De-Mail, diskutiert. Die Einführung des De-Mail-Standards zur sicheren, vertraulichen und rechtsverbindlichen digitalen Kommunikation läuft immer noch langsamer an als ursprünglich erhofft. Das Hauptaugenmerk des FP-Konzerns verlagert sich deswegen auf andere Softwareprodukte und Leistungen, die auf Basis des hohen Know-hows und der besonderen Expertise im Bereich der Verschlüsselungs-, Archivierungs- und Signatursoftware der Mentana-Claimsoft entwickelt und vermarktet werden können. Diese können insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer digitaler Produkte im Sinne von ACT für den Kunden des FP-Konzerns weiter ausgebaut und entwickelt werden. Eines dieser Produkte stellt FP-Sign dar.

PERSONALIA VORSTAND

Mit Wirkung zum 11. Januar 2016 hat der Aufsichtsrat Rüdiger Andreas Günther zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstandes bestellt. Rüdiger Andreas Günther trat damit die Nachfolge von Hans Szymanski an, dessen Bestellung in bestem gegenseitigem Einvernehmen beendet wurde. Rüdiger Andreas Günther ist als Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand für die Bereiche Strategische Geschäftsentwicklung, Finanzen / Rechnungswesen / Controlling / Steuer / Treasury, Corporate Communications / Investor Relations, Public Relations, Personal / Recht / Compliance, Merger & Acquisition und Produktion / Einkauf / Qualität zuständig.

Der Vorstandsvertrag von Thomas Grethe als Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG und verantwortlich für das Geschäftsfeld Frankieren und Kuvertieren (Vertrieb Deutschland, international, Asien), Produkt Management (Strategische Geschäftsentwicklung), Interne Revision und Strategisches Marketing / Brand Management wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2016 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2018 verlängert.

Im Zusammenhang der im Corporate Governance Kodex formulierten Empfehlung für das Vergütungssystem des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat 2016 intensiv mit der Frage der Vergütungsstruktur befasst. Der Aufsichtsrat zieht zur Beurteilung und weiteren Diskussion der Vergütung einen externen unabhängigen Vergütungsexperten hinzu.

ARBEIT IN AUSSCHÜSSEN

Wegen der Unternehmensgröße der Francotyp-Postalia Holding AG und der durch die Satzung bestimmten Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats auf drei Personen wurde auf die Bildung von Ausschüssen oder Gremien verzichtet. Solange der Aufsichtsrat lediglich aus drei Personen besteht, nimmt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit auch die Aufgabe eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) wahr.

Insofern prüft und überwacht der Aufsichtsrat den Rechnungslegungsprozess genauso wie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die Prüfung und Überwachung beruht auf den regelmäßigen Berichten von Seiten des Vorstands.

PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht zu prüfen. Gleiches gilt für den Bericht und die Feststellungen des Abschlussprüfers bzw. des Konzern-Abschlussprüfers. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG zum 31. Dezember 2016 sowie den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Gemäß § 315a HGB wurden der Konzernlagebericht und der Konzernabschluss auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfungen unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Da der Aufsichtsrat keinen eigenen Prüfungsausschuss gebildet hat, hat der gesamte Aufsichtsrat die Prüfung der genannten Unterlagen vorgenommen. Diese sind zusammen mit den Prüfungsberichten der KPMG AG vom Vorstand rechtzeitig dem Aufsichtsrat zugesandt worden.

In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 30. März 2017 wurden in Gegenwart des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete, der Jahresabschluss 2016, der Konzernabschluss 2016 und der zusammengefasste Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte umfassend behandelt. Der Aufsichtsrat stimmt mit der vom Vorstand in seinen Berichten und Abschlüssen ausgeführten Darstellung der Situation des Unternehmens, des Konzerns sowie den Ergebnissen der Abschlussprüfungen überein. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse mit Beschluss vom 30. März 2017 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2016 der Francotyp-Postalia Holding AG gemäß § 172 AktG festgestellt.

Schließlich haben Vorstand und Aufsichtsrat ihre Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten der ordentlichen Hauptversammlung gemeinsam verabschiedet.

CORPORATE GOVERNANCE

Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) gemäß § 161 AktG, die nunmehr entsprechend § 289a HGB Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung ist, abgegeben und machen diese den Aktionären auf der Website der Francotyp-Postalia Holding AG dauerhaft zugänglich. Vorstand und Aufsichtsrat entsprechen in weiten Teilen den Anregungen und Empfehlungen des Kodex. Die Erklärung zur Unternehmensführung, die auch im Geschäftsbericht 2016 zu finden ist, und die Entsprechenserklärung erläutern im Detail, wo Vorstand und Aufsichtsrat von den Empfehlungen und Anregungen des Kodex abweichen.

Entsprechend den 2011 weltweit eingeführten Compliance-Richtlinien wird dem Aufsichtsrat regelmäßig zum Thema Compliance im FP-Konzern berichtet.

DANKSAGUNG

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2016. Dieser Dank gilt auch unseren Kunden und Partnern, die ebenfalls wesentlich zum Erfolg unseres Unternehmens beigetragen haben. Darüber hinaus danken wir unseren Aktionären, die dem Unternehmen ihr Vertrauen entgegenbringen.

im April 2017

Francotyp-Postalia Holding AG

Der Aufsichtsrat

Klaus Röhrig