AI assistant
Formycon AG — Interim / Quarterly Report 2018
Sep 17, 2018
4521_10-q_2018-09-17_efe1065f-e6dc-4fd6-9743-8b5dd7929610.pdf
Interim / Quarterly Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Halbjahresbericht 2018
nachdem 2017 so viele Biosimilars wie nie zuvor zugelassen worden sind, hat sich das Segment für Nachfolgeprodukte biopharmazeutischer Arzneimittel auch im ersten Halbjahr 2018 weiter dynamisch entwickelt: In Europa haben mittlerweile insgesamt 43 und in den USA 11 Biosimilars die Marktzulassung erhalten – und die Akzeptanz für diese neue Arzneimittelklasse wächst stetig. So hat sich der weltweite Umsatz für Biosimilars laut IQVIA im Zeitraum April 2017 bis März 2018 um 93 Prozent auf etwa 5,3 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppelt.
Biosimilars genießen heute in Fachkreisen eine hohe Wertschätzung, da sie genauso wirksam und sicher sind wie ihre Referenzprodukte und dies mittlerweile hinreichend beweisen konnten. Zugleich ermöglichen sie einer größeren Anzahl von Patienten den Zugang zu hochwirksamen Arzneimitteln und stellen damit einen wesentlichen Faktor zur Verbesserung der Patientenversorgung dar.
Starker Rückenwind für Biosimilars kommt inzwischen zunehmend aus dem weltweit größten Pharmamarkt, den USA. US-Präsident Donald Trump hat im Mai 2018 die Stärkung des Wettbewerbs bei verschreibungspflichtigen Medikamenten als Priorität definiert. Mit der Umsetzung wurde in Form der Initiative "American Patients First" unmittelbar begonnen, womit unter anderem der Wettbewerb bei Biopharmazeutika intensiviert und der Einsatz von Biosimilars gefördert werden soll. Die US-Zulassungsbehörde FDA treibt diese Ziele ihrerseits mit dem "Biosimilar Innovation Plan" und dem "Biosimilar Action Plan", mit welchem zusätzlich die Zulassung von Biosimilars deutlich beschleunigt werden soll, voran.
Im Ergebnis zielen all diese Initiativen auf eine Verbesserung der Arzneimittelversorgung und auf Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben ab. Biosimilars spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Nach Berechnungen der US-Denkfabrik Rand Corporation können allein im US-Gesundheitssystem mithilfe von Biosimilars innerhalb der nächsten Dekade Einsparungen von 54 Milliarden Dollar erzielt werden. Andere Berechnungen wie von Express Scripts gehen sogar von einem Einsparpotential von bis zu 250 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren aus.
In Europa, dem Vorreiter bei Biosimilars, stehen die Zeichen ebenfalls gut. Hier wurden nicht nur die ersten maßgeblichen regulatorischen Grundlagen für Biosimilars erarbeitet, der Kontinent zeigt auch weiterhin ein beachtliches Momentum bei der Zulassung dieser Produkte. Allein im ersten Halbjahr 2018 erhielten fünf neue Biosimilars grünes Licht von der europäischen Behörde EMA. Anfang Mai befanden sich zudem 16 Biosimilars zu vier Referenzprodukten in der zulassungsrelevanten Prüfung.
Brief an die Aktionäre
Dr. Carsten Brockmeyer CEO
Dr. Nicolas Combé CFO
Formycon entwickelt hochwertige Biosimilars für einen besseren Zugang zu wichtigen Arzneimitteln für viele Patienten. Unser Ziel ist es, damit einen relevanten Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei gleichzeitiger Senkung der Ausgaben zu leisten.
Auf dem Weg dorthin haben wir zusammen mit unserem Lizenzpartner im ersten Halbjahr 2018 mit der klinischen Phase-III-Studie von FYB201 einen elementaren Meilenstein erreicht. Unser Biosimilarkandidat zu Lucentis®1 (Ranibizumab) hat den primären Endpunkt der klinischen Prüfung erreicht und zeigte damit eine vergleichbare Wirksamkeit zum Referenzarzneimittel bei Patienten mit neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD). Diese Nachricht wurde über die Fachkreise hinaus insbesondere auch an den Finanzmärkten positiv aufgenommen. Sie bestätigt zudem Formycons Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Biosimilars in der Ophthalmologie und unterstreicht unsere Fähigkeit, erfolgreich qualitativ hochwertige Biosimilars zu entwickeln.
Mittlerweile hat der letzte Patient den Behandlungszyklus der Phase-III-Studie abgeschlossen. Zusammen mit unserem Lizenzpartner arbeiten wir derzeit intensiv an der Erstellung der Zulassungsdossiers für die US-Arzneimittelbehörde FDA sowie für die europäische Zulassungsbehörde EMA. Neben dem Datenpaket aus der klinischen Vergleichbarkeitsstudie sind die Dokumentation der technischen Entwicklung, der analytischen Vergleichbarkeit sowie die Darstellung der kommerziellen Lieferkette weitere wesentliche Bestandteile der Zulassungsunterlagen. Die Planung und Umsetzung der Marktversorgung verantwortet dabei unser Lizenzpartner. Gemeinsames Ziel bleibt die Zulassung und Markteinführung von FYB201 als erstem Biosimilar zu Lucentis® nach Ablauf des gesetzlichen Schutzes des Referenzproduktes in den USA.
Auch bei unseren Projekten FYB202, einem Biosimilarkandidat für Stelara®2 (Ustekinumab), und FYB203, einem Nachfolgeprodukt für Eylea®3, kommen wir gut voran. Nachdem diese Produktkandidaten erfolgreich die analytische Phase und weite Teile der präklinischen Entwicklung durchlaufen haben, bereiten wir zusammen mit unseren jeweiligen Entwicklungspartnern die klinische Prüfung vor.
Formycon ist als Unternehmen im zurückliegenden Halbjahr weiter gewachsen. Der Umsatz legte gegenüber der Vergleichsperiode 2017 um 16,49 Mio. Euro auf 24,59 Mio. Euro zu, das operative Ergebnis kletterte um 11,11 Mio. Euro auf 8,22 Mio. Euro. Gleichzeitig haben wir die Zahl unserer MitarbeiterInnen weiter von 83 auf 91 erhöht, um die zunehmenden Aufgaben erledigen zu können. Unser Wachstum wurde von der renommierten Wirtschaftszeitung Financial Times ausgezeichnet: Auf der FT1000-Liste der wachstumsstärksten Unternehmen Europas schafften wir es auf Platz 7 und als einziges Biotechnologie-Unternehmen unter die Top Ten.
Unvermindert arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer Organisation und der Optimierung unserer Arbeitsabläufe. Dadurch steigern wir unsere Effizienz und richten unseren Fokus konsequent auf unsere Kernkompetenz aus, die Entwicklung hochwertiger Biosimilars.
Das anhaltende Wachstum von Formycon und die zunehmende Reife unserer Biosimilarprojekte sind auch für unsere Aktionäre gute Signale. Mit jedem Meilenstein, den wir erreichen, erfüllen wir ein Stückchen mehr das in uns gesetzte Vertrauen. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.
Dr. Carsten Brockmeyer
Dr. Nicolas Combé
Dr. Stefan Glombitza
Unser Ziel ist es, einen relevanten Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei gleichzeitiger Senkung der Ausgaben zu leisten.
1 Lucentis® ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.
2 Stelara® ist eine eingetragene Marke von Johnson & Johnson
3 Eylea® ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc.
8
| Grundlagen des Konzerns | 10 |
|---|---|
| Wirtschaftsbericht | 12 |
| Nachtragsbericht | 19 |
| Prognosebericht | 19 |
| Chancen- und Risikobericht | 20 |
| Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten |
28 |
| Bericht über Zweigniederlassungen | 28 |
Formycon entwickelt biopharmazeutische Nachfolgeprodukte, sogenannte Biosimilars. Ziel ist es, die Biosimilarkandidaten mit Erreichen bestimmter Entwicklungsmeilensteine auszulizenzieren oder diese in Kooperation mit Entwicklungspartnern bis zur Zulassung weiter zu entwickeln. Formycon kann dabei die pharmazeutische Entwicklungskette von der Analytik und Zelllinienentwicklung über die Präklinik und Klinik bis hin zur Erstellung der Zulassungsunterlagen vollständig abdecken und so auch nach einer Auslizenzierung oder im Rahmen einer Kooperation Teile der Entwicklung übernehmen. Die Verantwortung für die spätere Produktion und Vermarktung der Produkte liegt in der Regel bei den Partnerunternehmen.
Zum 30. Juni 2018 arbeitete Formycon an folgenden Biosimilarprojekten:
- — FYB201: Hierbei handelt es sich um einen Biosimilarkandidaten zu dem ophthalmologischen Arzneimittel Lucentis®1 (Ranibizumab). Lucentis® wird zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und anderer ernsthafter Augenerkrankungen eingesetzt. Das Projekt befand sich zur Jahresmitte 2018 in der finalen Phase einer globalen klinischen Phase-III-Studie.
- — FYB202 ist ein Biosimilarkandidat für Stelara®2 (Ustekinumab). Das Arzneimittel wird zur Behandlung verschiedener schwerwiegender inflammatorischer Erkrankungen wie mittelschwerer bis schwerer Psoriasis (Schuppenflechte) und zur Behandlung von Morbus Crohn eingesetzt. FYB202 befand sich Ende Juni 2018 in der fortgeschrittenen präklinischen Phase.
- — FYB203 ist ein Biosimilarkandidat für Eylea®3 (Aflibercept). Wie Lucentis® wird Eylea® zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und anderer ernsthafter Augenerkrankungen eingesetzt. Das Projekt befand sich Ende Juni 2018 ebenfalls in einer fortgeschrittenen Phase der präklinischen Entwicklung.
- — FYB205: Zu diesem Projekt hat Formycon bislang keine Details bekanntgegeben. Die Rechte an diesem Projekt liegen unverändert vollständig bei Formycon.
Die Struktur der Unternehmensgruppe entspricht dem Geschäftsmodell. Die eigentliche Forschung und Entwicklung erfolgt durch die Formycon AG, die diese Tätigkeit für eigene Projekte, verbundene Unternehmen, Lizenzpartner oder produktspezifisch ausgelagerte Tochterunternehmen wie die Formycon Project 201 GmbH und die Formycon Project 203 GmbH erbringt. Die Namensgebung dieser Tochtergesellschaften entspricht dabei den jeweiligen Biosimilarprojekten. FYB201 ist an die Bioeq IP AG auslizenziert, während sich die Vermarktungsrechte für FYB203 bei der Santo Holding (Deutschland) GmbH befinden. Darüber hinaus erbringt die Formycon AG Entwicklungsleistungen für die FYB 202 Project GmbH, ein Tochterunternehmen der FYB 202 GmbH & Co. KG, in welchem die Projektrechte für FYB202 liegen.
Geschäftsmodell
I Grundlagen des Konzerns
Die Konzernstruktur sieht wie folgt aus:
Die Formycon Project 201 GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 als erstes Unternehmen ausgegründet. In diese Gesellschaft, wie auch in die Formycon Project 203 GmbH, wurden jeweils die Projektaktivitäten der beiden auslizenzierten Biosimilarkandidaten FYB201 und FYB203 eingebracht.
Darüber hinaus hat Formycon im Dezember 2017 mit der zur Strüngmann-Gruppe gehörenden Aristo Pharma GmbH ein Joint Venture zur weiteren Entwicklung des Biosimilarkandidaten FYB202 gegründet. Formycon ist an dem Gemeinschaftsunternehmen, das den Namen FYB 202 GmbH & Co. KG trägt, mit 24,9 Prozent und Aristo mit 75,1 Prozent beteiligt. Entsprechend ihrer jeweiligen Anteile tragen Formycon und Aristo die anfallenden Entwicklungskosten und sind an den späteren potenziellen Erträgen aus der Vermarktung des Biosimilars beteiligt.
Generell fokussiert sich die Unternehmensgruppe Formycon derzeit auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für die eigenen Biosimilarprojekte. Darüber hinausgehende Geschäftsprozesse sind unwesentlich.
Der künftige Absatzmarkt von Formycon ist der Pharmamarkt. Wesentliche externe Einflussfaktoren sind deshalb gesundheitspolitische Maßnahmen, die insbesondere die großen und stark regulierten Pharmamärkte betreffen.
1 Lucentis® ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.
2 Stelara® ist eine eingetragene Marke von Johnson & Johnson
3 Eylea® ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc.
Nachdem die wirtschaftliche Entwicklung nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) im Jahr 2017 so kräftig wie seit 2011 nicht mehr ausgefallen war, kam das Ministerium auch im Frühjahr 2018 zu dem Ergebnis, dass sich die deutsche Wirtschaft unverändert in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament befand. Die Kapazitäten waren demnach gut ausgelastet, die Beschäftigung lag auf Rekordniveau und die Verbraucherpreise waren stabil. Für das Gesamtjahr 2018 rechnete die Bundesregierung in ihrer Frühjahrsprognose mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,3 Prozent auf preisbereinigter Basis. Für das Jahr 2019 prognostizierte das BMWi einen Anstieg um 2,1 Prozent.
Allerdings zeichnete sich vor dem Hintergrund des zunehmenden Handelskonfliktes zwischen den USA und China wie auch zwischen den USA und Europa gegen Ende des ersten Halbjahres 2018 ab, dass sowohl die deutsche als auch die globale Wirtschaft an Schwung verlieren könnten. So gab es nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zum Halbjahr 2018 erste Hinweise, dass angesichts der protektionistischen Maßnahmen weniger investiert werde. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte zur Jahresmitte 2018 in seiner jährlichen Analyse über die deutsche Wirtschaft, dass ein immer stärker aufkommender Protektionismus, geopolitische Unsicherheiten oder eine Rückkehr der Euro-Krise "zu einem neuen Anflug von Finanzmarktturbulenzen führen, die Exportaussichten eintrüben und die Investitionstätigkeit beeinträchtigen" könnten.
Tatsächlich trübte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Juni etwas ein. Nach einer Untersuchung des Münchener Wirtschaftsforschungsinstitutes Ifo fiel der Geschäftsklimaindex um 0,5 Punkte auf 101,8 Zähler. Auch das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hatte sich im Juni bereits zum wiederholten Mal leicht eingetrübt.
Darüber hinaus identifizierte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in ihrem Wirtschaftsbericht im Juni 2018 weitere Faktoren, die den globalen Aufschwung bedrohten. Demnach hänge die Konjunktur nach Einschätzung der Basler Institution noch immer zu stark von der Geldpolitik ab. Mit Null- und Negativzinsen sowie mit Wertpapierkäufen hätten die größten Notenbanken nach der Finanzkrise einen Aufschwung provoziert, der von hohen Bewertungen an den Kapitalmärkten und äußerst lockeren Finanzierungsbedingungen geprägt gewesen sei. Das könne zum Problem werden, weil den Notenbanken im Fall einer neuen Krise der Handlungsspielraum fehle. Die Notenbanken täten nach Ansicht der BIZ daher gut daran, ihre Geldpolitik weiter zu normalisieren.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr 2018
II Wirtschaftsbericht
Problematisch könnte es dem Bericht zufolge auch werden, wenn die historisch niedrigen Renditen an den wichtigsten Anleihemärkten plötzlich steigen. Das gelte vor allem für die Vereinigten Staaten: Falls dort die Inflationsrate unerwartet deutlich anzieht, müsste die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik womöglich schneller und stärker straffen als Finanzmarktteilnehmer angenommen haben; die Anleiherenditen könnten sprunghaft ansteigen und eine Schuldenkrise auslösen. Wegen der Bedeutung des US-Dollars als Welt-Leitwährung für Staats- und Unternehmenskredite sowie allein wegen der Größe der US-Wirtschaft wäre das global spürbar.
Die globale Produktion der Chemie- und Pharmaindustrie stieg im ersten Quartal 2018 dank einer weiterhin guten Nachfrage der industriellen Kunden weiter an. Nach Angaben des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) konnte die Branche ihre Produktion am Jahresanfang 2018 erhöhen und legte gegenüber dem Vorquartal um ein Prozent zu. Insbesondere in vielen asiatischen Ländern sei die Produktion dynamisch gestiegen. Allerdings wiesen Branchenexperten auch hier darauf hin, dass sich angesichts der protektionistischen Drohungen und der Sanktionen der US-Regierung die Risiken deutlich erhöht hätten. Zur Unsicherheit trage auch der ausstehende Brexit und die Regierungskrisen in einigen europäischen Ländern bei.
Inwieweit die Pharmabranche von einem wirtschaftlichen Abschwung in Mitleidenschaft gezogen würde, war zur Jahresmitte 2018 nicht absehbar. Üblicherweise gilt diese Branche als vergleichsweise konjunkturresistent, da Arzneimittel unabhängig von wirtschaftlichen Zyklen benötigt werden. Hinzu kommt, dass es einerseits einen weltweiten Trend zu effektiveren Therapien gibt, der die Entwicklung neuer und insbesondere biopharmazeutischer Arzneimittel grundsätzlich befördert. Zum anderen wird weltweit versucht, die Kosten in den Gesundheitssystemen zu senken, was insbesondere dem Einsatz von Biosimilars zugutekommen dürfte. So sendete unter anderem die Trump-Administration Signale aus, den Einsatz von Biosimilars in den USA noch stärker fördern zu wollen.
Die Geschäfte des Formycon-Konzerns sowie der Formycon AG verliefen in den ersten sechs Monaten 2018 planmäßig. Bei einem Umsatz von 24.591 T€ schloss der Konzern mit einem Nettoergebnis von 7.589 T€ ab. Die AG setzte 18.910 T€ um und erzielte ein Ergebnis von 7.699 T€. Der Konzern als auch die Muttergesellschaft AG sind frei von Finanzschulden.
Im ersten Halbjahr 2018 hat Formycon wieder mehrere unternehmerische Meilen-
steine erreicht:
Geschäftsverlauf
Im April 2018 wurde Formycon auf Platz 7 der Financial-Times-Liste von Europas 1000 wachstumsstärksten Unternehmen gewählt.
Im Mai erreichten Formycon und der Lizenzpartner Bioeq einen wichtigen Meilenstein: der Ranibizumab-Biosimilar-Kandidat FYB201 zeigte in der klinischen Phase-III-Studie eine vergleichbare Wirksamkeit zum Referenzprodukt.
Ebenfalls im Mai gab Formycon die Geschäftszahlen für 2017 bekannt. Demnach war der Umsatz von 19,5 Millionen Euro im Jahr 2016 um 48 Prozent auf rund 29 Millionen Euro in 2017 gestiegen.
Im Juni konnte Formycon darüber hinaus über ein erfolgreiches erstes Quartal 2018 berichten. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis lagen deutlich über den Werten des entsprechenden Vorjahresquartals. Der Umsatz stieg von 3,38 Millionen Euro auf 13,69 Millionen Euro, das operative Ergebnis verbesserte sich von minus 0,71 Millionen Euro auf plus 6,67 Millionen Euro.
Im Juni wurde im Rahmen der klinischen Phase III des Biosimilarprojektes FYB 201 der letzte Patient behandelt.
Strategisch positioniert sich Formycon unverändert als ein führendes unabhängiges Unternehmen zur Entwicklung von hoch qualitativen Biosimilars. Dabei fokussiert sich Formycon insbesondere auf die stark regulierten Märkte in Europa und den USA. Formycon strebt an, auch in Zukunft ein bevorzugter Partner für führende Pharmakonzerne sowie Generikaunternehmen zu sein.
Die Aktien der Formycon AG sind wie in der Vergangenheit zu rund 50 Prozent im Besitz von Family Offices und institutionellen Investoren. Weitere rund 20 Prozent befinden sich in den Händen der Gründer und des Managements. Zirka 30 Prozent der Anteilsscheine sind im Streubesitz. Die Aktie der Formycon AG wird seit 1. März 2017 im Börsensegment "Scale" für kleine und mittlere Unternehmen notiert. Darüber hinaus wurde das Papier am 7. Februar 2018 in den neu aufgelegten Scale 30-Index der Deutsche Börse AG aufgenommen, welcher die 30 liquidesten Aktien aus dem Segment "Scale" umfasst.
Seit Juli 2016 unterliegt Formycon zudem den Anforderungen der Marktmissbrauchsverordnung (MAR). Demnach ist das Unternehmen verpflichtet, kursrelevante Ad-Hoc-Meldungen zu veröffentlichen, Wertpapiergeschäfte von Führungskräften zu melden (Director´s Dealings) und sogenannte Insiderlisten zu führen. Formycon hat diese Anforderungen umgesetzt und, wo erforderlich, entsprechende Prozesse in das bestehende Risikomanagementsystem integriert.
Die Aktien der Formycon AG notierten am 29. Dezember 2017, dem letzten Handelstag des Jahres, bei einem Kurs von 32,20 Euro und lagen am 29. Juni 2018 bei 34,85 Euro. Das entspricht einem Kurszuwachs in der Periode um gut acht Prozent.
Aktie
3
4
5
1
2
Nachdem Formycon seinen Personalbestand in den vergangenen Jahren aufgrund des allgemeinen Unternehmenswachstums deutlich erhöht hatte, gab es im ersten Halbjahr 2018 einen weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Während das Unternehmen zu Jahresbeginn 83 Mitarbeiter beschäftigte, lag deren Zahl Ende Juni bei 91. Davon waren 80 im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.
Die Tätigkeit des Konzerns beschränkte sich im ersten Halbjahr 2018 wie in den Vorjahren auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Muttergesellschaft, deren Hauptzweck die Forschung an und Entwicklung von Biosimilars darstellt. Auf die Ausführungen zu den sich in Forschung und Entwicklung befindlichen Biosimilarprojekten weiter oben sei verwiesen. Drei von vier Projekten sind auslizenziert oder befanden sich in Entwicklungskooperationen. Lediglich das Projekt FYB 205 wird zurzeit nur von Formycon verfolgt.
In der Forschung und Entwicklung waren Ende Juni insgesamt 80 Mitarbeiter tätig. Die gesamten Aufwendungen wurden als Aufwand verbucht. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Zugehörige Patente wurden angemeldet, die Produktentwicklungen schreiten voran.
Der im Folgenden als Halbjahresbericht 2018 bezeichnete Zeitraum bezieht sich auf den 1. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2018. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Lagebericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte wider-
spiegeln, auf die sie sich beziehen.
a. Ertragslage
Der Formycon-Konzern erwirtschaftete in der Berichtszeit einen Umsatz von 24.591 T€ gegenüber 8.098 T€ im ersten Halbjahr 2017 und erzielte einen Gewinn von 7.589 T€. Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Auslagerung der F&E-Aufwendungen in das Projekt FYB 202 aus den Jahren 2013 ff., was einen außerordentlichen Umsatz erzeugte.
Der Materialaufwand stieg auf 12.019 T€. Das Rohergebnis entwickelte sich von
1.986 T€ auf 13.515 T€.
Die Formycon AG hat im Halbjahr 2018 planmäßig die Entwicklung ihrer vier Biosimilar-Projekte vorangetrieben. Infolge der Auslizenzierungen von FYB201 Ende 2013 und FYB203 im Jahr 2015 hat das Unternehmen wie schon in den Vorjahren nennenswerte Umsatzerlöse erwirtschaftet. Dabei erhielt die AG eine laufende Vergütung für Leistungen in der Produktentwicklung, die das Unternehmen im Auftrag der Lizenznehmer erbracht hat.
Mitarbeiter
Forschung und Entwicklung
Lage
Der Finanzmittelfonds beinhaltet neben den liquiden Mitteln auch die kurzfristig liquidierbaren Wertpapiere.
Im Rahmen der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Aristo Pharma GmbH hat Formycon seine Rechte (Intellectual Property) an dem Biosimilarprojekt FYB202 in die FYB 202 GmbH & Co. KG beziehungsweise die darunter liegende FYB 202 Project GmbH übertragen. Dafür erhielt Formycon eine Vergütung, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf das Ergebnis positiv auswirkte. Insgesamt lag der Umsatz der AG damit bei 18.910 T€, das Ergebnis bei 7.699 T€.
Aufgrund des guten Halbjahresergebnisses und der geltenden Mindestbesteuerung ergibt sich aufgrund der Stichtagsbetrachtung ein Ertragsteueraufwand in Höhe von 620 T€. Auf der Basis der für das zweite Halbjahr erwarteten F&E-Aufwendungen und Verlustzuweisungen aus der FYB 202 GmbH & Co. KG wird ein tatsächlicher Anfall von Ertragsteuern nicht erwartet.
b. Finanzlage
Die Finanzlage sowohl des Formycon-Konzerns als auch der AG ist stabil. Die wesentlichen Liquiditätsindikatoren weisen wie in der Vergangenheit überdurchschnittlich gute Werte aus. Dem kurzfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 18.213 T€ stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 3.296 T€ gegenüber. Kreditfinanzierungen über Kreditinstitute und langfristige Darlehensfinanzierungen erfolgten in der Berichtszeit nicht.
Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 4.147 T€, der liquiditätsnahe Wertpapierbestand lag bei 6.973 T€. Auf die Kapitalflussrechnung wird verwiesen. Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatz) belief sich auf 31 %, das EBIT (Betriebsergebnis) betrug 8.225 T€, das EBITDA (Betriebsergebnis plus Abschreibungen) lag bei 8.630 T€.
Die Gesellschaft hat keine Finanzschulden. Die Darstellung der Kapitalflüsse kann der folgenden Kapitalflussrechnung entnommen werden:
Konzernkapitalflussrechnung
für den Zeitraum 01. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2018
-
- / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
| zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds |
|---|
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
| gezahlte Zinsen |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
| erhaltene Zinsen . |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlag |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlageverm |
| in € | Geschäftsjahr | 30.06.2017 | |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 7.588.786,55 | −2.907.638,63 | |
| + / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 405.209,88 | 388.464,42 | |
| + / − Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 1.237.407,00 | 264.735,00 | |
| − / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
1.118.368,20 | 4.273.241,66 | |
| + / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
2.550.200,05 | ||
| − / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 479,25 | 8.370,78 | |
| + / − Zinsaufwendungen/Zinserträge | 16.263,97 | 19.586,61 | |
| = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 12.916.714,90 | 756.474,89 | |
| − Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | −19.543,75 | -.- | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | -.- | 342,02 | |
| − Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | −571.162,23 | −286.855,53 | |
| − Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | −15.973.000,00 | -.- | |
| + erhaltene Zinsen | 1.110,83 € | 476,12 € | |
| = Cashflow aus der Investitionstätigkeit | −16.562.595,15 | −286.037,39 | |
| − gezahlte Zinsen | −17.374,80 | −20.062,73 | |
| = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | −17.374,80 | −20.062,73 | |
| zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | −3.663.255,05 | 450.374,77 | |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 15.478.277,12 | 13.966.885,15 | |
| = Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 11.815.022,07 | 14.417.259,92 |
Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
c. Vermögenslage
Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist im Berichtszeitraum leicht gesunken, sie liegt bei 79 % und ist damit wie schon in den Vorjahren überdurchschnittlich hoch. Der Rückgang der Quote ist auf den investitionsbedingten (FYB 202) Anstieg der Bilanzsumme zurückzuführen. Das langfristig gebundene Vermögen ist investitionsbedingt stark gestiegen und wie bisher durch das Eigenkapital gedeckt, was gesunde Bilanzstrukturdaten impliziert.
Das Umlaufvermögen besteht weitgehend aus Liquidität und liquiditätsnahen Werten, so dass der bilanzierte Vermögensbestand kaum risikobelastet ist.
Da sich das Unternehmen nach wie vor in der Produktentwicklungsphase befindet, ist die Aussagekraft üblicher finanzieller Leistungsindikatoren mitunter beschränkt. Für den Konzern sind solche Leistungsindikatoren wesentlich, die die nachhaltige Finanzkraft messen.
Das Working-Capital, gemessen als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, belief sich zum Stichtag auf 9.027 T€. Der Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen) lag bei 7.994 T€ und war damit, wie prognostiziert. Der Cashabgang aus der Investitionstätigkeit lag mit −16.562 T€ über dem erwirtschafteten Cashflow. Es handelt sich im Wesentlichen um die Investition in die Beteiligung der FYB 202 GmbH & Co. KG.
Die Eigenkapitalrendite lag bei 23 %, die Gesamtkapitalrendite aufgrund der hohen Eigenfinanzierung ebenfalls bei 23 %. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird auch auf den Forschungs- und Entwicklungsbericht verwiesen.
Formycon entwickelt für ausgewählte Kunden, die sich als Partner des Konzerns verstehen. Der vergleichsweise geringe Kundenstamm impliziert ein geringes Konfliktpotenzial. Gleichzeitig zeichnet sich die Geschäftstätigkeit durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus. Der Konzern beschäftigt überwiegend Forschungs- und Entwicklungspersonal. Die Mitarbeiterfluktuation ist aufgrund hoher Mitarbeiterzufriedenheit gering.
Formycon eingetreten.
In den Jahren 2012 bis 2015 hat Formycon seine erste Entwicklungsphase erfolgreich durchlaufen und mit der Kapitalisierung des Unternehmens, der Initiierung mehrerer Biosimilarprojekte sowie der Auslizenzierung von zwei Biosimilarkandidaten erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere mit dem Abschluss der klinischen Testphase III für FYB201 (Ranibizumab), der Auslizenzierung von FYB203 (Aflibercept) und der Einbringung von FYB202 (Ustekinumab) in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Aristo Pharma GmbH hat Formycon eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung gelegt.
Mittlerweile befindet sich das Unternehmen in der nächsten Phase seiner Entwicklung, die mit "Execution" bezeichnet wird. Im Mittelpunkt stehen dabei die konsequente Umsetzung der Strategie, die operative Optimierung der Prozesse und Strukturen sowie der kontinuierliche Ausbau der Pipeline. In Zukunft ist beabsichtigt, weitere Biosimilarprojekte für eine spätere Auslizenzierung oder eine zunehmend eigenverantwortliche Entwicklung zu etablieren.
Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt, die Entwicklung der Biosimilars verläuft vielversprechend. Der Markteintritt von FYB201 in den USA ist bei weiter positivem Entwicklungsverlauf ab 2020 vorgesehen, in Europa ist dieser für das Jahr 2022 geplant.
Wie in der Vergangenheit wird Formycon auch weiterhin einen großen Teil der Ressourcen in die Entwicklung seiner Biosimilars investieren.
Das Unternehmen rechnet damit, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 über dem Niveau von 2017 liegen und zirka 35 Millionen Euro erreichen wird. Die Umsatzerlöse resultieren aus Entwicklungsvergütungen für die auslizenzierten Projekte FYB201 und FYB203 sowie das gemeinschaftlich entwickelte Projekt FYB202. Ein umsatzund ergebniswirksamer, aber nicht liquiditätswirksamer Einmaleffekt in Höhe von 8,47 Millionen Euro ergab sich durch die Anrechnung der Investitionen in das Projekt FYB202 in den Jahren 2013 bis 2016. Für das Gesamtjahr rechnet Formycon mit einem signifikant positiven Ergebnis.
Nach einem deutlichen Anstieg der Mitarbeiterzahl in den vergangenen Jahren rechnet das Unternehmen auch 2018 mit einer weiteren moderaten Zunahme der Beschäftigtenzahl. Damit dürfte das Kostengefüge leicht steigen.
Für 2019 wird ein weiterhin stabiles Geschäft mit ausgeglichenem Ergebnis für die auslizenzierten Produkte erwartet. Mangels Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird die eigene F&E negative Ergebnisse zeigen.
III Nachtragsbericht
IV Prognosebericht
Die zukünftige Entwicklung der Gesundheitswirtschaft, der für das Unternehmen entscheidenden Branche, bewertet Formycon aus folgenden Gründen optimistisch:
- — Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht insbesondere durch hochpotente Biopharmazeutika – mittlerweile die Behandlung von Krankheiten, die vor zehn bis 20 Jahren nicht oder nur unzureichend therapierbar waren. Diese Entwicklung wird sich aufgrund der intensiven medizinischen Forschung, unter anderem auf dem Gebiet der Gentechnik, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fortsetzen.
- — Aufgrund der demographischen Entwicklung gibt es eine zunehmende Zahl älterer Menschen, die auf intensive medizinische Betreuung angewiesen sind. Zudem steigt auch die Lebenserwartung der Menschen insgesamt, so dass deren (medikamentöse) Behandlung häufig über einen teils deutlich längeren Zeitraum möglich, aber auch erforderlich wird.
- — Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Kostenreduktion der Gesundheitskosten, insbesondere im Bereich der Arzneimittelausgaben, steigt. Vor allem aber ist die Notwendigkeit hierzu bei den politisch Verantwortlichen angekommen. So kündigte beispielsweise US-Präsident Donald Trump im Mai 2018 an, die Ausgaben für verschreibungspflichtige Medikamente erheblich reduzieren zu wollen. Biosimilars sollen hier eine signifikante Rolle spielen.
- — Von den insgesamt 80 in den USA und 73 in Europa zugelassenen monoklonalen Antikörpern verlieren bis zum Jahr 2020 insgesamt 17 Präparate ihren Patentschutz. Ab dem Jahr 2020 werden weitere 72 Präparate aus dem Patent laufen, so dass sich hierdurch ein bedeutender Markt öffnen wird.
- — Formycon hat diesen zukunftsträchtigen Markt der Biosimilar-Entwicklung frühzeitig besetzt und kann aufgrund seiner umfassenden Expertise das Potenzial dieses stark wachsenden Marktes nutzen. Formycons Geschäftsmodell ist skalierbar. Die weiterhin positive Entwicklung sowohl des Marktumfeldes als auch des Unternehmens zeigt, dass Formycon sich mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg befindet.
Chancen für weiteres Wachstum liegen im Ausbau des Produktportfolios, in der Auslizenzierung von Produktkandidaten sowie in strategischen Kooperationen zur gemeinschaftlichen Entwicklung von Biosimilarprojekten beziehungsweise zum weiteren Ausbau der Wertschöpfungskette.
Dem Wettbewerb begegnet Formycon nach wie vor durch die Erfahrung seiner Mitarbeiter, den sich hieraus ergebenden Innovationen, der Zuverlässigkeit der angewandten wissenschaftlichen Verfahren, der Verlässlichkeit und Konstanz seiner Partner und dem hohen Anspruch an Qualität und wissenschaftlicher Expertise bei der Auswahl seiner Dienstleister und Berater.
Biosimilars haben gegenüber ihren Referenzprodukten den Vorteil einer erheblich kostengünstigeren Entwicklung durch wissenschaftlich überwiegend erprobte Ver-
Chancen
V Chancen- und Risikobericht
fahren und weitestgehend etablierte Prozesse. Auf der anderen Seite herrscht im Bereich der Biosimilarentwicklung aufgrund der relativ hohen Markteintrittshürden, insbesondere der Komplexität der Herstellung und des dazu erforderlichen Know hows, ein im Vergleich zum Generikamarkt überschaubarer Wettbewerb. Da Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit eines Biosimilars zu dessen Referenzprodukt bereits in präklinischen Studien nachgewiesen werden muss, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Entwicklung des Biosimilars in einer der anschließenden klinischen Phasen scheitert üblicherweise geringer als bei innovativen Medikamenten.
Biosimilars bedienen nicht nur den Absatzmarkt ihrer Referenzprodukte, sondern können aufgrund des geringeren Abgabepreises auch Märkte eröffnen, auf denen die teureren Referenzprodukte nicht zur Verfügung stehen.
Grundsätze
Formycon bewegt sich als einer der wenigen unabhängigen Biosimilar-Entwickler in einem globalen Markt mit einer Vielzahl von Akteuren. Die Identifikation von Ertragschancen und die bestmögliche Einschätzung der damit verbundenen vielschichtigen Risiken bedingen den wirtschaftlichen Erfolg. Um diesen nicht zu gefährden, sind sowohl Mitarbeiter als auch Vorstand an das Risikomanagement-System von FORMYCON gebunden, das einen optimalen Umgang mit Risiken bei gleichzeitiger Erhaltung notwendiger unternehmerischer und operativer Flexibilität gewährleisten soll. Die regelmäßige Überprüfung dieses Systems sichert seine kontinuierliche Weiterentwicklung und gewährleistet, dass bei Veränderungen zeitnahe und bedarfsgerechte Anpassungen stattfinden können.
Hierzu werden in allen relevanten Geschäftsbereichen und Projekten Einzelrisiken identifiziert und sowohl nach Eintrittswahrscheinlichkeit als auch nach ihrem Schadenpotenzial kategorisiert. Individuelle oder strukturelle Änderungen werden bei regelmäßig stattfindenden Reviews neu bewertet.
So soll sichergestellt werden, dass potenzielle Risiken bestmöglich abgewendet oder im Falle ihres Eintritts die Folgen schnellstmöglich und effektiv abgemildert
werden können.
Strategische Risiken
Die Biosimilar-Entwicklung erfordert, verglichen mit der Neuentwicklung eines Wirkstoffes, einen geringeren Einsatz finanzieller Ressourcen. Dennoch kann auch die Entwicklung eines Biosimilars über einem Zeitraum von mehreren Jahren, in denen in aufwändigen Untersuchungen die Vergleichbarkeit des Biosimilars zum Referenzprodukt nachgewiesen werden muss, 100 bis 150 Millionen US-Dollar kosten.
Die Weichen für den Erfolg werden bereits mit Auswahl des Entwicklungsportfolios gestellt. Formycon fokussiert sich mit seinen Projekten FYB201 und FYB203 auf opht-
Risiken
halmologische Präparate. Mit FYB202 adressiert Formycon immunologische Erkrankungen, das Indikationsgebiet des Projektes FYB205 wurde noch nicht veröffentlicht.
Aus der Umsatzentwicklung der Referenzprodukte kann abgeleitet werden, wie sich deren Markt künftig entwickeln könnte. Sinkende Umsätze der Referenzprodukte können allerdings auch dazu führen, dass das Marktpotenzial für Biosimilars, die von Formycon entwickelt werden, deutlich geringer ausfallen wird als ursprünglich angenommen. Dies kann im schlechtesten Fall dazu führen, dass die Entwicklung eines Biosimilars gänzlich unwirtschaftlich wird. Nach aktuellem Stand adressiert Formycon drei der weltweit umsatzstärksten biopharmazeutischen Produkte, die nach dem Jahr 2020 ihren gesetzlichen Schutz verlieren, so dass, eine erfolgreiche Entwicklung und zeitgerechte Markteinführung vorausgesetzt, die Wirtschaftlichkeit der Projekte gegeben sein sollte.
Formycon hat durch seine Lizenzpartnerschaften als auch durch das Joint Venture mit Aristo Pharma zuverlässige Partner mit großer Expertise, die mit Formycon bereits seit Jahren eng zusammenarbeiten. Die Möglichkeit einer außerplanmäßigen Beendigung einer solchen Partnerschaft beinhaltet grundsätzlich ein erhebliches strategisches Risiko, welches derzeit allerdings als gering eingeschätzt wird.
Branchen- und Marktrisiken
Die Gesundheitswirtschaft entwickelt sich aus Sicht von Formycon nach wie vor positiv. Weiterhin ermöglicht der medizinisch-technische Fortschritt die Behandlung von Krankheiten, die bis vor wenigen Jahren beziehungsweise Jahrzehnten nicht oder nur unzureichend behandelt werden konnten. Diese Entwicklung wird aller Voraussicht nach anhalten.
Die demographische Entwicklung führt weltweit zu einer im Durchschnitt immer älteren Bevölkerung. Ältere Menschen sind auf intensive medizinische Betreuung angewiesen, unabhängig von konjunkturellen Schwankungen und individueller Kaufkraft.
Allerdings stehen Biosimilars im Vergleich zu Generika auch vor speziellen Herausforderungen: Diese vergleichsweise junge Medikamentenklasse hat sich noch nicht in allen Märkten etabliert, so dass sich Ärzte, Patienten und Krankenkassen in vielen Regionen an den Umgang mit Biosimilars gewöhnen müssen. Dies führt dazu, dass neben deutlich höheren Entwicklungs- und Produktionskosten als bei Generika auch die Marketingkosten für Biosimilars deutlich höher ausfallen können.
Controlling
Formycon stellt durch sein internes Kontrollsystem sowohl die Korrektheit der Buchhaltung und des Rechnungswesens als auch die Richtigkeit und Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung im Konzernabschluss und Konzernlagebericht sicher. Hierbei lehnt sich Formycon an die Definitionen des Institutes der Wirtschaftsprüfer e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem sowie zum Risikomanagementsystem an.
Umwelt, Gesundheits- und Arbeitssicherheit
Sicherheit und Gesundheit sowie der Schutz von Mitarbeitern und Umwelt haben für Formycon höchste Priorität. Daher legt Formycon Wert darauf, dass nicht nur behördliche Auflagen erfüllt, sondern auch alle Mitarbeiter regelmäßig in relevanten Belangen der Arbeitssicherheit geschult und weiterqualifiziert werden. Formycon hat neben dem Beauftragten für biologische Sicherheit, dem Projektleiter nach Gentechnikgesetz und der Sicherheitsfachkraft mehrere erfahrene Mitarbeiter mit speziellen Aufgaben auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Arbeitsschutzes betraut. Eine Betriebsärztin führt regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durch und berät Mitarbeiter und Geschäftsleitung in medizinischen Belangen. Formycon verfügt über sämtliche Zulassungen und Genehmigungen, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb notwendig sind. Die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen zur Sicherheit und zum Schutz von Mitarbeitern und Umwelt wird intern fortlaufend überwacht.
Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken
Formycon verfügt über eine stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation. Insbesondere die Liquiditätslage von Formycon ist für ein Unternehmen, dessen Produkte sich sämtlich in der Entwicklung befinden, ausgesprochen zufriedenstellend.
Ungeachtet dessen können sich im operativen Geschäft die Rahmenbedingungen verändern und dadurch finanzielle Risiken entstehen. Da sämtliche Produkte noch nicht zugelassen sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine oder mehrere Zulassungen verspäten, in einem anderen Umfang oder gar nicht stattfinden. Zudem kann es sein, dass die finanziellen Aufwendungen für die Entwicklung, Zulassung und Markteinführung der Biosimilars höher als budgetiert ausfallen. Nach Zulassung besteht die Möglichkeit, dass die Einnahmen aus Lizenzerlösen geringer als antizipiert ausfallen.
Um finanzielle Risiken im laufenden operativen Geschäft zu minimieren, plant Formycon seine Projekte detailliert und langfristig auch unter Zuhilfenahme externer Berater. Die finanziellen Risiken der Projektentwicklung, die Formycon zunächst selbst trägt, konnten durch die erfolgreiche Auslizenzierung der Projekte FYB201 und FYB203 sowie der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für FYB202 reduziert werden.
Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass aus Gründen, auf die Formycon keinen Einfluss hat, Entwicklungspartnerschaft(en) vorzeitig enden. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Gewinn und Verlustrechnung als auch auf die Finanzplanung haben. Formycon schätzt dieses Risiko zum jetzigen Zeitpunkt allerdings als gering ein.
Auch zukünftig wird Formycon etwaige weitere Projekte zunächst eigenständig finanzieren, um diese ab einem bestimmten Entwicklungsstand in aussichtsreiche Partnerschaften einzubringen.
Risiken für die künftige finanzielle Entwicklung bestehen in der generellen Wirtschaftsentwicklung, bei der mögliche Insolvenzen von Bankinstituten nicht ausgeschlossen werden können. Formycon investiert seine liquiden Mittel daher ausschließlich bei Banken, die über ein gleichbleibend hohes Rating verfügen und als vergleichsweise krisensicher gelten.
Formycon ist vor dem Hintergrund seiner finanziellen Stabilität zur Bewältigung etwaiger Risiken gut aufgestellt. Die bestehenden finanziellen Mittel sollten genügen, um den kurz- und mittelfristigen Kapitalbedarf des Unternehmens zu decken. Eine Garantie, dass langfristig ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, kann daraus jedoch nicht abgeleitet werden.
Fundamentale Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Organisatorische Risiken
Sämtliche operativen Tätigkeiten hängen von der Funktionsfähigkeit der Laborausstattung und der IT-Infrastruktur ab. In diesem Bereich sind Risiken durch nachhaltige Beeinträchtigungen des Betriebsablaufs, Betriebsstörungen oder Betriebsunterbrechungen denkbar. Soweit möglich sind die sich hieraus ergebenden finanziellen Risiken durch Versicherungen abgedeckt. Darüber hinaus verfügt Formycon über die neuesten Sicherheitstechniken, um zum Beispiel Datenverluste in Folge von Cyberangriffen oder Ähnlichem zu vermeiden beziehungsweise mögliche Schäden zu minimieren. Der Gerätepark wird zudem regelmäßig gewartet und kontrolliert.
Patentrisiken
Auseinandersetzungen mit Wettbewerbern über Schutzrechtssituationen können nicht ausgeschlossen werden. Die Vermeidung von Schutzrechtsverletzungen oder die Verteidigung gegen Klagen aufgrund der Verletzung von Schutzrechten kann zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen. Insbesondere in den USA sind solche Verfahren mit hohen Kosten verbunden. Derartige Auseinandersetzungen können im ungünstigsten Fall die Einschränkung oder sogar das Verbot der Vermarktung eines oder mehrerer Produkte auf einem oder mehreren relevanten Märkten und/ oder die Zahlung erheblicher Strafen nach sich ziehen. Möglich ist auch, dass die Entwicklung beziehungsweise (weitere) Vermarktung eines oder mehrerer Produkte eingestellt werden muss.
Personelle Risiken
Die Expertise und die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter stellen wesentliche Säulen des Erfolges von Formycon dar. Insbesondere die Biosimilar-Entwicklung von der frühen Analytik bis zur regulatorischen Zulassung erfordert hochqualifizierte Fachkräfte. In den vergangenen Jahren hat Formycon zahlreiche teils hochspezialisierte Fach- und Führungskräfte eingestellt. Dies zeigt, dass das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber in der Lage ist, in einem angespannten Arbeitsmarkt wichtige Positionen erfolgreich zu besetzen. Die Fluktuation in der Belegschaft ist dabei gering. Ein wesentliches Risiko liegt in dem potenziellen Verlust von Schlüsselpersonal. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, hat Formycon mehrere Initiativen zur Mitarbeitermotivation und -bindung implementiert.
Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung
Qualität, Vergleichbarkeit, Wirksamkeit und Sicherheit von Biosimilars müssen gegenüber den Zulassungsbehörden sowohl umfassend analytisch, als auch durch präklinische und klinische Prüfungen nachgewiesen werden. Sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung einzelner Entwicklungsabschnitte kann es zu unvorhersehbaren Verzögerungen kommen, die einerseits höhere Kosten verursachen, andererseits die Gefahr bergen, dass sich auch die finale Zulassung des jeweiligen Biosimilarkandidaten verzögert oder gänzlich ausbleibt.
Formycon plant sämtliche Entwicklungsschritte daher mit größtmöglicher Sorgfalt und zeitlichen Reserven. Die Abstimmung präklinischer und klinischer Studien sowie das umfangreiche analytische Charakterisierungsprogramm geschehen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Behörden und unter Zuhilfenahme externer Spezialisten. Ungeachtet dessen sind genaue Ergebnisse beziehungsweise der Ausgang der jeweiligen Studien nicht vorhersehbar. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Teile eines Entwicklungsprogramms nachgeholt werden müssen, eine oder mehrere Studien nicht erfolgreich abgeschlossen werden können oder Entwicklungsprogramme gänzlich scheitern.
In der Entwicklung stellt die Wirkstoff- und Fertigproduktproduktion externer Partner eine wesentliche Komponente dar. Hierbei ist unter Risikogesichtspunkten zu erwähnen, dass die Produktionskapazitäten mit Vorlaufzeiten von ein bis zwei Jahren geplant werden müssen und diese im Falle kurzfristiger Änderungen im Projektzyklus nur unter Inkaufnahme von zusätzlichen Wartefristen und hohen Stornierungsgebühren modifiziert werden können. Ein weiteres Risiko kann darin bestehen, dass externe Partner behördliche Anforderungen, die für eine Zulassung der Biosimilar-Produkte notwendig sind, nicht ausreichend erfüllen. Sollte dies der Fall sein, könnte sich die Zulassung zeitlich verzögern oder dauerhaft verweigert werden. Auch können Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Patienten im Rahmen der klinischen Studien die Wirtschaftlichkeit eines Projektes beeinträchtigen.
Ebenfalls kann nicht ausgeschlossen werden, dass externe Partner die ihnen zugewiesenen Aufgaben nicht rechtzeitig oder nicht in der zugesicherten Qualitä-
terfüllen können.
Da sich sämtliche Projekte in verschiedenen Stadien der Entwicklung befinden, bestehen derzeit keine aktuellen Herstellungs- und/oder Vertriebsrisiken.
Rechtliche Risiken
Die Geschäftstätigkeit von Formycon verläuft in einem internationalen Umfeld und in hochregulierten Märkten. Es besteht die Möglichkeit, dass Formycon – auch unberechtigt – in Rechtsstreitigkeiten einbezogen wird, die auf dem Gebiet des Patent-, Wettbewerbs-, Kartell-, Steuer- oder Umweltrechts basieren oder sich aus vertraglichen Ansprüchen ergeben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass etwaige Verfahren in (außer-)gerichtlichen Vergleichen oder behördlichen oder gerichtlichen Entscheidungen münden, deren finanzielle Belastungen nicht oder nicht vollständig durch Versicherungen abgedeckt werden können. Derartige Verfahren sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht erkennbar.
Weitere Risiken ergeben sich auf dem Feld der Compliance. Hier ist denkbar, dass Geschäftsabläufe juristisch beanstandet werden, eine unzureichende beziehungsweise zeitlich unpassende Finanzkommunikation zu Bußgeldern führt oder fehlerhaft durchgeführte Hauptversammlungen beziehungsweise die dort gefassten Beschlüsse angegriffen werden. Formycon prüft und überwacht aus diesem Grund sämtliche relevanten Prozesse, Abläufe und Entscheidungen durch interne und/oder externe Stellen unter legalen Gesichtspunkten.
Regulatorische Risiken
Die regulatorischen Anforderungen und Bedingungen, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zulassung von Arzneimitteln sind, unterliegen einem stetigen Wandel. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Zulassungsbehörden die entsprechenden regulatorischen Anforderungen verändern und damit den Marktzugang für Biosimilars erheblich erschweren oder sogar verhindern. Auch die politischen Rahmenbedingungen, insbesondere in der Europäischen Union, könnten sich dahingehend verändern, dass es zu einer Zunahme von Off-Label-Use kommt, was wiederum die Marktchancen für Biosimilars in den betroffenen Indikationen deutlich verringern würde.
Wettbewerbsrisiken
Formycon verfolgt derzeit das Ziel, seine Produkte durch die jeweiligen Partner nach Ablauf der Schutzrechte in den jeweiligen Märkten anbieten zu lassen. Hierbei tritt Formycon in Konkurrenz sowohl zu den Herstellern der Referenzpräparate als auch zu anderen Biosimilarentwicklern. Die konkrete Wettbewerbssituation wird von der Preisgestaltung des Referenzproduktes als auch von der Anzahl der Mitbewerber sowie deren Preisstrategie geprägt sein. Es besteht die Möglichkeit, dass die Hersteller der Referenzprodukte langfristige Rabattverträge abschließen und/oder ihre Produkte zum Ende der Patentlaufzeit günstiger anbieten, um sich auf diese Weise weiter Marktanteile zu sichern. Damit würden sie in Konkurrenz zu Biosimilars treten und so die Marktpenetration für Biosimilars erschweren.
Formycon versucht, der Wettbewerbssituation durch die Erfahrung seiner Mitarbeiter und seiner strategischen Partner, der Ausrichtung des Produktportfolios sowie durch seine finanzielle Stabilität zu begegnen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wettbewerber unerwartet und unvorhersehbar in eine vorteilhafte Position gelangen, die Formycon benachteiligt.
Gesamtbeurteilung der Risikosituation
Auch wenn das Risiko für Formycon geringer ist als in der innovativen biotechnologischen Entwicklung, besteht grundsätzlich auch im Bereich der Biosimilarentwicklung die Möglichkeit, dass ein oder mehrere Projekte aus wissenschaftlichen, technologischen, regulatorischen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen teilweise oder
gänzlich scheitern.
Formycon ist gezwungen, in bestimmten Bereichen mit externen Partnern und Dienstleistern zusammenzuarbeiten. Potenzielle Risiken können damit auch in Bereichen entstehen, auf die Formycon keinen unmittelbaren Einfluss nehmen kann.
Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass es eine Vielzahl bekannter, aber auch unbekannter Risiken und Unsicherheiten gibt. Diese umfassen unter anderem die Forschung und Entwicklung, den Zulassungsprozess, die Vorgehensweise von regulatorischen und anderen Behörden, klinische Studienergebnisse, Änderungen in Gesetzen und Vorschriften, die Produktqualität, Patientensicherheit und Patentstreitigkeiten. Bezüglich der Pipelineprojekte übernimmt die Formycon AG keine Zusicherungen, Gewährleistungen oder andere Garantien, dass diese die notwendigen regulatorischen und zulassungsrelevanten Zustimmungen rechtzeitig erhalten oder wirtschaftlich verwertbar und/oder erfolgreich sein werden.
Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich keine grundlegende Änderung der Risikolage. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Durch den Einsatz interner Kontrollmechanismen ist das Unternehmen in der Lage, Veränderungen der Risikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Angesichts der finanziellen Stabilität des Unternehmens ist dieses zudem zur Bewältigung potenzieller Risiken gut gerüstet.
Gesamtaussage
Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, werden kompensiert, indem bestehende Fremdwährungspositionen laufend überwacht werden.
Die größte Währungsposition entsteht durch Einkäufe von Fremdleistungen in Schweizer Franken und US-Dollar, die zeitnah gezahlt werden, wodurch nicht absehbare Währungsrisiken weitgehend eliminiert werden.
Ziel des Finanz-Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmens gegenüber finanziellen Risiken jeglicher Art.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
VI Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
VII Bericht über Zweigniederlassungen
Martinsried/Planegg, den 20. Juli 2018
Dr. Carsten Brockmeyer
Dr. Nicolas Combé
Dr. Stefan Glombitza
Abschluss
- Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung
- Anhang
- Anlagenspiegel
- Kapitalflussrechnung
- Verbindlichkeitenspiegel
- und Bescheinigung
| Bilanz | 32 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | 34 |
| Anhang | 36 |
| Anlagenspiegel | 44 |
| Eigenkapitalveränderungsrechnung | 44 |
| Kapitalflussrechnung | 46 |
| Verbindlichkeitenspiegel | 47 |
| Zusammenfassende Schlussbemerkung und Bescheinigung |
48 |
Formycon AG Halbjahresbericht 2018
Konzernzwischenbilanz Aktiva
zum 30. juni 2018
| in € | 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | |||
| und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 107.557,87 | 109.395,90 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 669.885,00 | 748.695,00 | |
| 777.442,87 | 858.090,90 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf | |||
| fremden Grundstücken | 104.221,53 | 134.484,48 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 2.971.438,57 | 2.678.355,60 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 445.246,53 | 442.401,67 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | |
| 3.520.906,63 | 3.255.241,75 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen | 15.973.249,00 | 249,00 | |
| 15.973.249,00 | 249,00 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 151.230,00 | 149.359,85 | |
| 2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 1.244.300,00 | 428.500,00 | |
| 3. geleistete Anzahlungen | 182.224,13 | 0,00 | |
| 1.577.754,13 | 577.859,85 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.417.895,15 | 10.519.237,84 | |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 27.715,50 | 55.967,82 | |
| 8.445.610,65 | 10.575.205,66 | ||
| III. Wertpapiere | |||
| 1. sonstige Wertpapiere | 6.973.059,81 | 10.973.553,73 | |
| 6.973.059,81 | 10.973.553,73 | ||
| IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.841.962,26 | 4.504.723,39 | |
| C. Rechnungsabrenzungsposten | 94.002,16 | 82.669,63 | |
| 42.203.987,51 | 30.827.593,91 | ||
Konzernzwischenbilanz Passiva
1 Bedingtes Kapital (1) 100.250,00 € Bedingtes Kapital (2) 715.260,00 €
| in € | 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital1 | 9.343.853,00 | 9.343.853,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 35.032.791,84 | 35.032.791,84 | |
| III. Verlustvortrag | −18.833.134,55 | −17.251.750,93 | |
| IV. Jahresfehlbetrag | 7.588.786,55 | −1.581.383,62 | |
| 33.132.296,84 | 25.543.510,29 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 620.000,00 | 0,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 1.892.793,00 | 1.275.386,00 | |
| 2.512.793,00 | 1.275.386,00 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 789,85 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 € (Vorjahr: 789,85 €) |
|||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.723.252,99 | 1.767.156,09 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.723.252,99 € (Vorjahr: 1.767.156,09 €) |
|||
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 1.832.821,06 | 2.236.986,90 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.209.506,96 € (Vorjahr: 1.667.008,83 €) |
|||
| davon aus Steuern | |||
| 825.264,44 € (Vorjahr: 1.335.964,69 €) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 € (Vorjahr: 260,00 €) |
|||
| 6.556.074,05 | 4.004.932,84 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.823,62 | 3.764,78 | |
| 42.203.987,51 | 30.827.593,91 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|---|
| 0,00 € (Vorjahr: 789,85 €) |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
| 4.723.252,99 € (Vorjahr: 1.767.156,09 €) |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
| 1.209.506,96 € (Vorjahr: 1.667.008,83 €) |
| davon aus Steuern |
| 825.264,44 € (Vorjahr: 1.335.964,69 €) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
| 0,00 € (Vorjahr: 260,00 €) |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018
| in € | 30.06.2018 | 30.06.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 24.591.102,77 | 8.098.311,17 | ||
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
815.800,00 | 0,00 | ||
| Gesamtleistung | 25.406.902,77 | 8.098.311,17 | ||
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 126.505,14 | 35.669,39 | ||
| davon Erträge aus der Währungsumrechnung 60.331,58 € (Vorjahr: 21.420,50 €) |
||||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a. Aufwendungen für Roh− , Hilfs− und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 1.029.526,76 | 661.065,46 | ||
| b. Aufwendungen für bezogene Leistungen | 10.989.279,99 | 5.487.100,63 | ||
| 12.018.806,75 | 6.148.166,09 | |||
| Rohergebnis | 13.514.601,16 | 1.985.814,47 | ||
| 5. Personalaufwand | ||||
| a. Löhne und Gehälter | 3.016.869,22 | 2.711.529,83 | ||
| b. soziale Abgaben & Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
515.405,05 | 439.990,20 | ||
| davon für Altersversorgung 51.133,72 € (Vorjahr: 52.757,76 €) |
||||
| 3.532.274,27 | 3.151.520,03 | |||
| 6. Abschreibungen | ||||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und | ||||
| Sachanlagen | 405.209,88 | 388.464,42 | ||
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.351.760,58 | 1.333.372,04 | ||
| davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 40.116,71 € (Vorjahr: 15.059,47 €) |
||||
| Betriebsergebnis | 8.225.356,43 | −2.887.542,02 | ||
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.110,83 | 476,12 | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 17.374,80 | 20.062,73 | ||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 620.000,00 | 0,00 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 7.589.092,46 | −2.907.128,63 | ||
| 11. sonstige Steuern | 305,91 | 510,00 | ||
| 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 7.588.786,55 | −2.907.638,63 |
Die Formycon AG hat ihren Sitz in Martinsried/Planegg und wird beim Amtsgericht
München unter der HRB 200801 geführt.
Posten der Konzernbilanz- und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß §§ 298 Abs. 1, 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.
Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernlagebericht sind nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden.
Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß §§ 297, 298 HGB aufgestellt worden.
Die Konzernbilanz entspricht der nach §§ 298 Abs. 1, 266 Abs. 2, 3 HGB vorgeschriebenen Gliederung.
Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren gemäß §§ 298 Abs. 1, 275 Abs.2 HGB fortgeführt. Es ist der Struktur des Konzerns angemessen.
Der Konzernzwischenabschluss ist auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens Formycon AG, den 30. Juni 2018, aufgestellt.
Für die im Konzern einbezogenen Unternehmen, die ebenfalls zu diesem Stichtag bilanzieren, wurden die Jahresabschlüsse zugrunde gelegt.
In den Konzernabschluss der Formycon AG werden neben der Formycon AG zwei Unternehmen einbezogen, auf die die Formycon AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt.
Eine Übersicht über den Anteilsbesitz und den Konsolidierungskreis ergibt sich aus Anlage 4, Seite 8 zum Konzernanhang.
Für Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung (§ 301 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, bei der die Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen Zeitwert angesetzt werden und der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet wird. Ein nach der Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ein auf der Passivseite verbleibender Un-
Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Konzernanhang
fur die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses
Geschäftsjahr und Konsolidierungszeitraum
Konsolidierungskreis
Konsolidierungsgrundsätze
terschiedsbetrag wird als Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Entsprechende Posten waren nicht zu bilden.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften werden gemäß §§ 303, 305 HGB eliminiert.
Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da der Einfluss der innerkonzernlichen Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns waren.
Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gem. § 306 HGB vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.
Es wurden keine Unternehmen mit abweichender Währung in den Konzern einbezogen.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Bescherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Zum 30.06.2018 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.
Die Konzernbilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet.
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 800,00 € nicht übersteigt, wird in Entsprechung mit den steuerlichen Vorschriften ("Trivialprogramme", R. 5.5 Abs. 1 S. 2, 3 EStR) als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.
Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht ausgeübt.
Die "alten" Geschäfts- oder Firmenwerte werden wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben (Anhangstetigkeit).
Währungsumrechnung
Derivate
Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung
Anlagevermögen
Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert. Die Restnutzungsdauer beträgt ca. 4 Jahre.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände werden ausschließlich linear pro rata temporis abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 150,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls – bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung – unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.
Die Vorräte werden mit rollierenden gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten gem. §255 Abs. 2 S. 2 HGB.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
In den Vorräten ausgewiesene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.
Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist.
Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des §§ 298 Abs. 1, 250 HGB gebildet.
Umlaufvermögen
Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung ermittelt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Name, Sitz und Höhe des Anteils am Kapital an anderen Unternehmen werden im Kapitel "Sonstige Angaben" dargestellt.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind in Anlage 1 zum Konzernanhang dargestellt.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben zu sonstigen Rückstellungen
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 4 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Anlage 2 dargestellt.
Die Umsatzerlöse geordnet nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf:
Angaben zu Umsatzerlösen
| in € | Geschäftsjahr |
|---|---|
| Tantiemen | 311.167,00 |
| Ausstehende Rechnungen | 1.274.560,00 |
| Urlaubsrückstellungen | 200.866,00 |
| Aufbewahrungsverpflichtungen | 52.500,00 |
| Prüfungen und Beratung | 36.300,00 |
| Berufsgenossenschaft und sonstige soziale Abgaben | 17.400,00 |
Angaben zur Konzernbilanz
| Gemäß § 314 Abs. 1 № 3 HGB | |
|---|---|
| in € | Geschäftsjahr |
| Umsatzerlöse aus Entwicklungsleistungen | 16.118.102,77 |
| Umsatzerlöse aus Übertragung FYB202 | 8.473.000,00 |
| Gesamt | 24.591.102,77 |
Angaben zur Konzern-GuV
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 60.331,58 € (VJ: 21 T€).
In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 51.133,72 € (VJ: 52 T€) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 40.116,71 € (VJ: 15 T€).
Mitglieder des Vorstands:
| — Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling, CEO | ||
|---|---|---|
- — Dr. Nicolas Combé, München, CFO
- — Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen, COO
Mitglieder des Aufsichtsrats:
— Dr. Olaf Stiller: Marburg (Vorsitzender), Vorstand Paedi Protect AG — Hermann Vogt: Dieburg (stellv. Vorsitzender), unabhängiger Unternehmens- und Finanzberater — Peter Wendeln: Oldenburg, geschäftsführender Gesellschafter Wendeln & Cie. Asset Management GmbH
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtszeitraum 16.500,00 €; die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Berichtszeitraum 599.999,98 €.
Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:
— Dr. Olaf Stiller, Marburg: Bodenwert Immobilien AG, Nano Repro AG
- — Hermann Vogt, Dieburg: Cumerius AG
Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr zu machen:
Sonstige Angaben
| Angaben zu Mitgliedern |
|---|
| des Vorstands/ |
| Aufsichtsrats gemäß |
| § 314 Abs. 1 № 6 HGB |
Bezüge
| Personen | |
|---|---|
| Verwaltung | |
| Forschung | |
Mitarbeiterzahl
| Personen | Geschäftsjahr |
|---|---|
| Verwaltung | 8 |
| Forschung | 77 |
| Gesamtunternehmen | 85 |
Formycon AG Halbjahresbericht 2018
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 3 a HGB resultiert aus Dauerschuldverhältnissen wie folgt:
Zahl der Aktien
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.343.853,00 € und ist eingeteilt in 9.343.853 Stückaktien (Inhaberaktien).
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.340.801,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis 4.340.801 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG
Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen berechtigen.
Anteilsbesitz
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Angaben nach § 160 AktG
Kapitalanteil (in %) Eigenkapital (in €) Jahresüberschuss (in €) Formycon Project 201 GmbH 100 −55.115,02 −51.617,03 Formycon Project 203 GmbH 100 −1.688.079,16 −58.711,94 FYB 202 GmbH & Co. KG 24,9 Ergebnisse liegen nicht vor Ergebnisse liegen nicht vor
| Jahresbetrag (in €) |
Gesamtbetrag (in €) |
|
|---|---|---|
| Miete Gebäude | 416.043,24 | 1.787.671,07 |
| Kfz-Leasing | 53.597,76 | 82.965,40 |
| Sonstige Mietverträge | 49.567,44 | 110.279,36 |
Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 100.250 € und berechtigt zum Bezug von 100.250 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Martinsried/Planegg, den 20. Juli 2018
Dr. Carsten Brockmeyer
Dr. Nicolas Combé
Dr. Stefan Glombitza
Formycon AG Halbjahresbericht 2018
Konzernanlagenspiegel
vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018
| in € | Entwicklung der Anschaffungskosten | Entwicklung der Abschreibungen | Entwicklung der Buchwerte | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Historische AHK Beginn GJ |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Historische AHK Ende GJ |
kumulierte Abschreibungen Beginn GJ |
Abschreibungen GJ |
Abgänge Abschreibungen |
Zuschreibungen Geschäftsjahr |
kumulierte Abschreibungen Ende GJ |
Restbuchwert | Vorjahr Restbuchwert GJ | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||||
| Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen |
||||||||||||
| Rechten und Werten | 394.433,55 | 19.543,75 | 0,00 | 0,00 | 413.977,30 | 285.037,65 | 21.381,78 | 0,00 | 0,00 | 306.419,43 | 109.395,90 | 107.557,87 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.576.200,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.576.200,00 | 827.505,00 | 78.810,00 | 0,00 | 0,00 | 906.315,00 | 748.695,00 | 669.885,00 |
| Sachanlagen | ||||||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden |
||||||||||||
| Grundstücken | 446.664,47 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 446.664,47 | 312.179,99 | 30.262,95 | 0,00 | 0,00 | 342.442,94 | 134.484,48 | 104.221,53 |
| technische Anlagen und Maschinen | 4.927.888,09 | 494.919,80 | 0,00 | 162.603,81 | 5.260.204,08 | 2.249.532,49 | 201.836,83 | 162.603,81 | 0,00 | 2.288.765,51 | 2.678.355,60 | 2.971.438,57 |
| andere Anlagen, Betriebs- und | ||||||||||||
| Geschäftsausstattung | 1.006.900,03 | 76.242,43 | 0,00 | 6.580,25 | 1.076.562,21 | 564.498,36 | 72.918,32 | 6.101,00 | 0,00 | 631.315,68 | 442.401,67 | 445.246,53 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Finanzanlagen | ||||||||||||
| Beteiligungen | 249,00 | 15.973.000,00 | 0,00 | 0,00 | 15.973.249,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 249,00 | 15.973.249,00 |
| Summe | 8.352.335,14 16.563.705,98 | 0,00 | 169.184,06 | 24.746.857,06 | 4.238.753,49 | 405.209,88 | 168.704,81 | 0,00 | 4.475.258,56 | 4.113.581,65 | 20.271.598,50 |
Anlage ❶
Eigenkapitalveränderungsrechnung
| in T€ | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Jahresüberschuss | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2018 | 9.344 | 35.033 | −17.252 | −1.581 | 25.544 |
| Kapitalerhöhungen | |||||
| Einstellungen in die Kapitalrücklage | |||||
| Übertrag Jahresüberschuss Vorjahr | −1.581 | 1.581 | |||
| Jahresüberschuss | 7.589 | 7.589 | |||
| Stand 30. Juni 2018 | 9.344 | 35.033 | −18.833 | 7.589 | 33.132 |
Anlage ❷
* Der Finanzmittelfonds beinhaltet neben den liquiden Mitteln auch die kurzfristig liquidierbaren Wertpapiere.
Konzernkapitalflussrechnung Anlage ❸
| in € | Geschäftsjahr | Vorjahr 1. Hj. |
|
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 7.588.786,55 | −2907638,63 | |
| + / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 405.209,88 | 388.464,42 | |
| + / − Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 1.237.407,00 | 264.735,00 | |
| − / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
1.118.368,20 | 4.273.241,66 | |
| + / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
2.550.200,05 | −1.290.284,95 | |
| − / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 479,25 | 8.370,78 | |
| + / − Zinsaufwendungen/Zinserträge | 16.263,97 | 19.586,61 | |
| = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 12.916.714,90 | 756.474,89 | |
| − Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | −19.543,75 | -.- | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | -.- | 342,02 | |
| − Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | −571.162,23 | −286.855,53 | |
| − Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | −15.973.000,00 | -.- | |
| + erhaltene Zinsen | 1.110,83 € | 476,12 € | |
| = Cashflow aus der Investitionstätigkeit | −16.562.595,15 | −286.037,39 | |
| − gezahlte Zinsen | −17.374,80 | −20.062,73 | |
| = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | −17.374,80 | −20.062,73 | |
| zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | −3.663.255,05 | 450.374,77 | |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 15.478.277,12 | 13.966.885,15 | |
| = Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 11.815.022,07 | 14.417.259,92 |
Konzernverbindlichkeitenspiegel
| zum 30. Juni 2018 | davon mit einer Restlaufzeit von |
davon mit einer Restlaufzeit von |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf |
||
|---|---|---|---|---|---|
| in € (VJ in T€) | 30.06.2018 | bis zu einem Jahr | 1–5 Jahren | Jahren | davon gesichert |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
4.723.252,99 | 4.723.252,99 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.832.821,06 | 1.209.506,96 | 623.314,10 | 0,00 | 926.246,70 |
| Summe | 6.556.074,05 | 5.932.759,95 | 623.314,10 | 0,00 | 0,00 |
Anlage ❹
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gesichert durch: abweichendes zivilrechtliches Eigentum
Formycon AG Halbjahresbericht 2018
Wir haben den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – und den Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2018 einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Zwischenabschluss und dem Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt worden ist oder ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt oder der Zwischenlagebericht nicht in Einklang mit dem Zwischenabschluss steht oder insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft nicht vermittelt oder die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung nicht zutreffend darstellt.
Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden ist oder ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt oder der Zwischenlagebericht nicht in Einklang mit dem Zwischenabschluss steht oder insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft nicht vermittelt oder die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung nicht zutreffend darstellt.
Diese Bescheinigung ist zu Informationszwecken an die Berichtsgesellschaft gerichtet.
Zusammenfassende Schlussbemerkung und Bescheinigung
Dem Auftrag, in dessen Erfüllung wir vorstehend benannte Leistungen für die Formycon AG erbracht haben, lagen die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 zugrunde. Durch Kenntnisnahme und Nutzung der in diesem Bericht enthaltenen Informationen bestätigt der Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsregelung unter Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an."
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts in einer von der bescheinigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unsere Bescheinigung zitiert oder auf unsere prüferische Durchsicht hingewiesen wird.
München, 10. August 2018
SRS Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Rudolf Schmitz Wirtschaftsprüfer
50
Abschluss
- Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang
- Anlagenspiegel
- Forderungenspiegel
- Verbindlichkeitenspiegel
- Eigenkapitalveränderung
- und Bescheinigung
| Bilanz | 52 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | 54 |
| Anhang | 56 |
| Anlagenspiegel | 64 |
| Forderungenspiegel | 64 |
| Verbindlichkeitenspiegel | 66 |
| Eigenkapitalveränderung | 66 |
| Zusammenfassende Schlussbemerkung und Bescheinigung |
68 |
Formycon AG Halbjahresbericht 2018
zum 30. Juni 2018
| in € | 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | |||
| und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 107.557,87 | 109.395,90 | |
| 2. Geschäftswert | 669.885,00 | 748.695,00 | |
| 777.442,87 | 858.090,90 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf | |||
| fremden Grundstücken | 104.221,53 | 134.484,48 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 2.971.438,57 | 2.678.355,60 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 445.246,53 | 442.401,67 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | ||
| 3.520.906,63 | 3.255.241,75 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 50.000,00 | 50.000,00 | |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 1.577.000,00 | 1.577.000,00 | |
| 3. Beteiligungen | 15.973.249,00 | 249,00 | |
| 17.600.249,00 | 1.627.249,00 | ||
| B. Umlaufvermögen I. Vorräte |
|||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 151.230,00 | 149.359,85 | |
| 2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 6.000,00 | 343.500,00 | |
| 3. geleistete Anzahlungen | 182.224,13 | 0,00 | |
| 339.454,13 | 492.859,85 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.196.909,62 | 6.978.013,44 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.439.708,18 | 4.128.386,29 | |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 22.921,30 | 55.967,82 | |
| 6.659.539,10 | 11.162.367,55 | ||
| III. Wertpapiere | |||
| 1. sonstige Wertpapiere | 6.973.059,81 | 10.973.553,73 | |
| 6.973.059,81 | 10.973.553,73 | ||
| IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.146.793,92 | 3.448.577,97 | |
| C. Rechnungsabrenzungsposten | 94.002,16 | 82.669,63 | |
| 40.111.447,62 | 31.900.610,38 |
Zwischenbilanz Aktiva
| in € | 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital 1 | 9.343.853,00 | 9.343.853,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 35.032.791,84 | 35.032.791,84 | |
| III. Verlustvortrag | −17.150.269,34 | −15.658.078,35 | |
| IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 7.699.115,52 | −1.492.190,99 | |
| 34.925.491,02 | 27.226.375,50 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 620.000,00 | ||
| 2. sonstige Rückstellungen | 643.593,00 | 1.179.486,00 | |
| 1.263.593,00 | 1.179.486,00 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 789,85 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 € (Vorjahr: 789,85 €) |
|||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.086.992,78 | 1.234.384,52 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.086.992,78 € (Vorjahr: 1.234.384,52 €) |
|||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,00 | 18.822,83 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 € (Vorjahr: 18.822,83 €) |
|||
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 1.832.547,20 | 2.236.986,90 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.209.233,10 € (Vorjahr: 1.667.008,83 €) |
|||
| davon aus Steuern 825.264,44 € (Vorjahr: 1.335.964,69 €) |
|||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 € (Vorjahr: 260,00 €) |
|||
| 3.919.539,98 | 3.490.984,10 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.823,62 | 3.764,78 | |
| 40.111.447,62 | 31.900.610,38 |
Zwischenbilanz Passiva
1 Bedingtes Kapital (1) 100.250,00 € Bedingtes Kapital (2) 715.260,00 €
für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018
| in € | 30.06.2018 | 30.06.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 18.909.512,64 | 4.803.011,23 | ||
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen | ||||
| Erzeugnissen | −343.500,00 | 0,00 | ||
| Gesamtleistung | 18.572.012,64 | 4.803.011,23 | ||
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 107.115,74 | 19.477,83 | ||
| davon Erträge aus der Währungsumrechnung | ||||
| 41.802,93 € (Vorjahr: 5.228,94 €) | ||||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 1.029.526,76 | 661.065,46 | ||
| b. Aufwendungen für bezogene Leistungen | 4.074.638,43 | 2.181.380,97 | ||
| 5.104.165,19 | 2.842.446,43 | |||
| Rohergebnis | 13.574.963,19 | 1.980.042,63 | ||
| 5. Personalaufwand | ||||
| a. Löhne und Gehälter | 3.016.869,22 | 2.711.529,83 | ||
| b. soziale Abgaben & Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 515.405,05 | 439.990,20 | ||
| davon für Altersversorgung 51.133,72 € (Vorjahr: 52.757,76 €) |
||||
| 3.532.274,27 | 3.151.520,03 | |||
| 6. Abschreibungen | ||||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und | ||||
| Sachanlagen | 405.209,88 | 388.464,42 | ||
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.302.841,98 | 1.302.746,65 | ||
| davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 6.671,57 € (Vorjahr: 1.137,72 €) |
||||
| Betriebsergebnis | 8.334.637,06 | −2.862.688,47 | ||
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.110,83 | 476,12 | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 16.326,46 | 19.145,65 | ||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 620.000,00 | 0,00 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 7.699.421,43 | −2.881.358,00 | ||
| 11. sonstige Steuern | 305,91 | 510,00 | ||
| 12. Jahresüberschuss-/fehlbetrag | 7.699.115,52 | −2.881.868,00 |
Zwischengewinn- und Verlustrechnung
Die Formycon AG hat ihren Sitz in Martinsried/Planegg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 200801 eingetragen.
Der Halbjahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des AktG aufgestellt.
Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Die auf die Posten der Bilanz und der GuV angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem am Tag des Zugangs geltenden Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Änderungen der Wechselkurse werden durch Niedrigerbewertung von Vermögensgegenständen bzw. durch Höherbewertung von Verbindlichkeiten berücksichtigt, soweit dies für eine verlustfreie Bewertung am Bilanzstichtag notwendig ist und die Beträge erst nach einer Laufzeit von mehr als einem Jahr fällig werden. Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden generell mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die daraus resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen gesondert ausgewiesen.
Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögenswerte und Schulden werden einzeln bewertet.
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.
Währungsumrechnung
Zwischenanhang für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018
Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung
I Allgemeine Angaben zum Unternehmen
II Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Halbjahresabschlusses
III Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Anlagevermögen
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 800,00 € nicht übersteigt, wird in Entsprechung mit den steuerlichen Vorschriften ("Trivialprogramme", R. 5.5 Abs. 1 S. 2, 3 EStR) als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.
Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht ausgeübt.
Die "alten" Geschäfts- oder Firmenwerte werden wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrie-
ben (Anhangstetigkeit).
Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert. Die Restnutzungsdauer beträgt ca. 4 Jahre.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände werden ausschließlich linear pro rata
temporis abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 150,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls – bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung – unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.
Die Vorräte werden mit rollierenden gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten gem. §255 Abs. 2 S. 2 HGB.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.
Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert (Börsenkurs) am Bilanzstichtag angesetzt.
Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Alle Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.
IV Erläuterungen zur Bilanz
teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
| Rückstellungen | gefasst: | ||
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind in Anlage 1 zum Anhang dargestellt. |
||
| Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie | |||
| Forderungen und | deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 2 zum Anhang in | ||
| sonstige Vermögens | einem Forderungenspiegel dargestellt. | ||
| gegenstände | |||
| Eigenkapital | Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Anlage 4 dargestellt. |
||
| Angaben nach § 160 AktG | |||
| Verbindlichkeiten | |||
| Zahl der Aktien | Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.343.853,00 € und ist eingeteilt in 9.343.853 Stückaktien (Inhaberaktien). |
||
| Haftungsverhältnisse | |||
| Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 er | |||
| Genehmigtes Kapital | mächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis | ||
| einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt | |||
| 4.340.801,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu | |||
| 4.340.801 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmig | |||
| tes Kapital 2015). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für | Sonstige finanzielle | ||
| das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptver | Verpflichtungen | ||
| sammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn |
Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen
berechtigen.
Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 100.250,00 € und berechtigt zum Bezug von 100.250, auf den Inhaber lautende, Stückaktien.
Im Posten sonstige Rückstellungen sind folgende wesentliche Positionen zusammen-
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Wir haben zugunsten der Tochtergesellschaft Formycon Project 203 GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung wird nicht gerechnet, da die Gesellschaft über ausreichende liquide Mittel verfügt und somit ihren Verpflichtungen nachkommen kann.
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 3 a HGB resultiert aus Dauerschuldverhältnissen wie folgt:
| Angaben zu sonstigen Rückstellungen gemäß § 285 № 12 HGB | ||||
|---|---|---|---|---|
| in € | Geschäftsjahr | |||
| Prämien/Tantiemen | 311.167,00 | |||
| Ausstehende Rechnungen | 36.260,00 | |||
| Urlaubsrückstellungen | 200.866,00 | |||
| Aufbewahrungsverpflichtungen | 51.700,00 | |||
| Prüfungs- und Beratungskosten | 26.200,00 | |||
| Berufsgenosschenschaft und sonstige soziale Abgaben | 17.400,00 |
Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2
Nr. 3 AktG
Gemäß § 158 AkttG ist die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zu ergänzen:
Gemäß § 285 Nr. 7 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Vorstände) im Geschäftsjahr zu machen:
V Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Mitarbeiterzahl
Angaben zur Mitarbeiteranzahl gemäß § 285 № 7 HGB
| Geschäftsjahr | |
|---|---|
| Verwaltung | 8 |
| Forschung | 77 |
| Gesamt | 85 |
| in € | Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag | 7.699.115,52 | |
| + Verlustvortrag Vorjahr | 17.150.269,34 | |
| = Bilanzverlust | 9.451.153,82 | |
| davon Verlustvortrag 2018 | 9.451.153,82 |
VI Sonstige Angaben
| Jahresbetrag (in €) |
Gesamtbetrag (in €) |
|
|---|---|---|
| Miete Gebäude | 416.043,24 | 1.787.671,07 |
| Kfz-Leasing | 53.597,76 | 82.965,40 |
| Sonstige Mietverträge | 49.567,44 | 110.279,36 |
Bezüge
— Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling, CEO — Dr. Nicolas Combé, München, CFO — Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen, COO
Mitglieder des Aufsichtsrats:
- — Dr. Olaf Stiller: Marburg (Vorsitzender), Vorstand Paedi Protect AG
- — Hermann Vogt: Dieburg (stellv. Vorsitzender), unabhängiger
-
— Peter Wendeln: Oldenburg, geschäftsführender Gesellschafter
-
- Unternehmens- und Finanzberater
- Wendeln & Cie. Asset Management GmbH
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Berichtszeitraum als Gesamtbezüge 16.500,00 €, die Mitglieder des Vorstands 599.999,98 € im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB.
| Mitglieder des Vorstands: | |
|---|---|
| Angaben zu Mitgliedern | |
| des Vorstands/ | |
| Aufsichtsrats gem. § 285 | |
| № 10 HGB |
Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:
— Dr. Olaf Stiller, Marburg: Bodenwert Immobilien AG, Nano Repro AG
- — Hermann Vogt, Dieburg: Cumerius AG
Anteilsbesitz und
Konsolidierungskreis
| Kapitalanteil (in %) |
Eigenkapital (in €) |
Jahresüberschuss (in €) |
|
|---|---|---|---|
| Formycon Project 201 GmbH | 100 | −55.115,02 | −51.617,03 |
| Formycon Project 203 GmbH | 100 | −1.688.079,16 | −58.711,94 |
| FYB 202 GmbH & Co. KG | 24,9 | Ergebnisse liegen nicht vor |
Ergebnisse liegen nicht vor |
Martinsried/Planegg, den 20. Juli 2018
Dr. Carsten Brockmeyer
Dr. Nicolas Combé
Dr. Stefan Glombitza
Forderungenspiegel Anlage ❷
vom 01. Januar 2018 bis 30. Juni 2018
| in € | Entwicklung der Anschaffungskosten | Entwicklung der Abschreibungen | Entwicklung der Buchwerte | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Historische AHK Beginn GJ |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Historische AHK Ende GJ |
kumulierte Abschreibungen Beginn GJ |
Abschreibungen GJ |
Abgänge Abschreibungen |
Zuschreibungen Geschäftsjahr |
kumulierte Abschreibungen Ende GJ |
Restbuchwert Vorjahr |
Restbuchwert Geschäftsjahr |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||||
| Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen |
||||||||||||
| Rechten und Werten | 394.433,55 | 19.543,75 | 0,00 | 0,00 | 413.977,30 | 285.037,65 | 21.381,78 | 0,00 | 0,00 | 306.419,43 | 109.395,90 | 107.557,87 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.576.200,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.576.200,00 | 827.505,00 | 78.810,00 | 0,00 | 0,00 | 906.315,00 | 748.695,00 | 669.885,00 |
| Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden |
||||||||||||
| Grundstücken | 446.664,47 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 446.664,47 | 312.179,99 | 30.262,95 | 0,00 | 0,00 | 342.442,94 | 134.484,48 | 104.221,53 |
| technische Anlagen und Maschinen | 4.927.888,09 | 494.919,80 | 0,00 | 162.603,81 | 5.260.204,08 | 2.249.532,49 | 201.836,83 | 162.603,81 | 0,00 | 2.288.765,51 | 2.678.355,60 | 2.971.438,57 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.006.900,03 | 76.242,43 | 0,00 | 6.580,25 | 1.076.562,21 | 564.498,36 | 72.918,32 | 6.101,00 | 0,00 | 631.315,68 | 442.401,67 | 445.246,53 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Finanzanlagen | ||||||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 50.000,00 | 0,00 | 0,00 | 50.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 50.000,00 | 50.000,00 | |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.577.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.577.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.577.000,00 | 1.577.000,00 |
| Beteiligungen | 249,00 | 15.973.000,00 | 0,00 | 0,00 | 15.973.249,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 249,00 | 15.973.249,00 |
| Summe | 9.979.335,14 16.563.705,98 | 0,00 | 169.184,06 26.373.857,06 | 4.238.753,49 | 405.209,88 | 168.704,81 | 0,00 | 4.475.258,56 | 5.740.581,65 | 21.898.598,50 |
| in € (VJ in T€) | 30.06.2018 | davon aus Lieferungen und Leistungen |
davon sonstige Vermögensge genstände |
davon gegen verbundene Unter nehmen |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
3.196.909,62 | 3.196.909,62 | -.- | 0,00 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
3.439.708,18 | 1.930.872,32 | 1.508.835,86 | 3.439.708,18 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0,00 | 0,00 | 0,00 | -.- |
| sonstige Vermögensgegenstände | 22.921,30 | -.- | 22.921,30 | |
| Summe | 6.659.539,10 | 5.127.781,94 | 1.531.757,16 | 3.439.708,18 |
Anlage ❶
Formycon AG Halbjahresbericht 2018
Verbindlichkeitenspiegel
Eigenkapitalveränderung
| in € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Verlustvortrag Jahresfehlbetrag | Eigenkapital | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2018 | 9.343.853,00 | 35.032.791,84 | − 15.658.078,35 | −1.492.190,99 | 27.226.375,50 | |
| Kapitalerhöhungen | ||||||
| Einstellungen in die Kapitalrücklage | ||||||
| Übertrag Jahresüberschuss Vorjahr | −1.492.190,90 | 1.492.190,99 | ||||
| Jahresüberschuss | 7.699.115,52 | 7.699.115,52 | ||||
| Stand 30. Juni 2018 | 9.343.853,00 | 35.032.791,84 | −17.150.269,34 | 7.699.115,52 | 34.925.491,02 |
Anlage ❹
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gesichert durch: abweichendes zivilrechtliches Eigentum
| davon mit einer | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| davon mit einer | davon mit einer | Restlaufzeit von | |||
| Restlaufzeit von bis zu | Restlaufzeit von 1–5 | mehr als fünf | |||
| in € (VJ in T€) | 30.06.2018 | einem Jahr | Jahren | Jahren | davon gesichert |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.086.992,78 | 2.086.992,78 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.832.547,20 | 1.209.233,10 | 623.314,10 | 0,00 | 962.246,70 |
| Summe | 3.919.539,98 | 3.296.225,88 | 623.314,10 | 0,00 | 962.246,70 |
Wir haben den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 – bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung sowie Anhang – und den Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2018 einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Zwischenabschluss und dem Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt worden ist oder ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt oder der Zwischenlagebericht nicht in Einklang mit dem Zwischenabschluss steht oder insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft nicht vermittelt oder die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung nicht zutreffend darstellt.
Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden ist oder ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt oder der Zwischenlagebericht nicht in Einklang mit dem Zwischenabschluss steht oder insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft nicht vermittelt oder die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung nicht zutreffend darstellt.
Diese Bescheinigung ist zu Informationszwecken an die Berichtsgesellschaft gerichtet.
Zusammenfassende Schlussbemerkung und Bescheinigung
Dem Auftrag, in dessen Erfüllung wir vorstehend benannte Leistungen für die Formycon AG erbracht haben, lagen die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 zugrunde. Durch Kenntnisnahme und Nutzung der in diesem Bericht enthaltenen Informationen bestätigt der Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsregelung unter Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an."
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts in einer von der bescheinigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unsere Bescheinigung zitiert oder auf unsere prüferische Durchsicht hingewiesen wird.
München, 10. August 2018
SRS Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Rudolf Schmitz Wirtschaftsprüfer
Impressum
Herausgeber und Copyright
© 2018 Formycon AG Fraunhoferstraße 15 82152 Martinsried/Planegg Germany
- T +49 89 864 667 100
- F +49 89 864 667 110
- E [email protected]
- I www.formycon.com
Veröffentlichungsdatum
September 2018
Konzept und Realisierung
Anton Barchukov www.barchukovdesign.de