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Formycon AG Annual Report 2016

Mar 23, 2018

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Annual Report

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Formycon AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Einheitlicher Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der Formycon AG und des Formycon Konzerns

I. Grundlagen des Konzerns und der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Formycon basiert auf der Entwicklung von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten, sogenannten Biosimilars. Ziel ist die spätere Auslizenzierung der Biosimilarkandidaten, wobei die weitere Produktentwicklung durch die zukünftigen Lizenzpartner übernommen oder begleitet wird. Formycon kann die pharmazeutische Entwicklungskette von der Analytik und Zelllinienentwicklung über Präklinik und Klinik bis hin zur Zulassung vollständig abdecken und so auch nach einer Verpartnerung Teile der Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Partner übernehmen.

Die Struktur der Unternehmensgruppe folgt diesem Geschäftsmodell. Die eigentliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erfolgt durch die Formycon AG, die diese Tätigkeiten für eigene Projekte oder das produktspezifisch ausgelagerte Tochterunternehmen Formycon Project 201 GmbH erbringt. Daneben existiert mit der Formycon Services GmbH eine Tochtergesellschaft, die gesonderte Serviceleistungen auf Fee-for-Service Basis für Pharma- und Biotechunternehmen erbringt.

Im abgelaufenen Jahr ergab sich demzufolge folgende Konzernstruktur:

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Formycon AG (F & E)
Formycon Project 201 GmbH (Auslizenzierung Verpartnerungsunternhemen) 100% Tochterunternehmen Formycon Services GmbH (Fee-for-Service Aktivitäten) 100% Tochterunternehmen

Die Formycon Project 201 GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 als erstes Unternehmen ausgegründet. In diese Gesellschaft wurden mittlerweile die Projektaktivitäten der ersten beiden auslizenzierten Biosimilars eingebracht. Die Formycon AG besitzt jeweils 100 Prozent der Anteile an den Tochtergesellschaften und unterhält neben dem Sitz in Martinsried bei München keine weiteren Standorte.

Die Unternehmensgruppe Formycon beschränkt sich derzeit im Wesentlichen auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Darüber hinausgehende Geschäftsprozesse sind unwesentlich und betreffen das Erbringen von Serviceleistungen.

Der künftige Absatzmarkt von Formycon ist der Pharmamarkt. Als wesentlicher externer Einflussfaktor sind deshalb gesundheitspolitische Maßnahmen zu nennen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben der Bundesbank im Jahr 2016 solide und stetig gewachsen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber 2015 um 1,9 % und verzeichnete damit das stärkste Wachstum seit fünf Jahren. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war der Konsum. So stiegen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit + 4,2 % sogar noch deutlich stärker.

Ungeachtet dieser positiven Entwicklungen machten sich in breiten Teilen der Bevölkerung und der Wirtschaft Sorgen breit. So löste das Brexit-Votum Großbritanniens Verunsicherung über die weitere Entwicklung der Europäischen Union aus. Auch die schwache wirtschaftliche Entwicklung Italiens, verbunden mit einem Regierungswechsel, dämpfte die Stimmung in der Gemeinschaft. Auf internationaler Ebene dominierte die Themenlage neben dem anhaltenden Konflikt in Syrien und der damit teilweise zusammenhängenden Flüchtlingskrise vor allem der US-Präsidentschaftswahlkampf und schließlich die Wahl Donald Trumps.

Schwache Konjunkturdaten aus China und der Ölpreisverfall lösten Anfang des Jahres 2016 rund um den Globus Schocks aus. Die Angst um die Weltwirtschaft ließ auch die Aktienmärkte einbrechen. Der Dax, das wichtigste deutsche Börsenbarometer, rauschte im Februar bis auf 8.752,87 Punkte nach unten. Im Juni vernichtete der Kurssturz nach dem unerwarteten Nein der Briten zur Europäischen Union an einem Tag Milliarden an den weltweiten Börsen. Die überraschende Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten sorgte dagegen nur kurz für einen Kursknick. Immerhin schaffte der deutsche Leitindex Dax auf Jahressicht gegenüber dem Vorjahr ein kleines Plus.

Angetrieben wurden die weltweiten Aktienkurse dabei vor allem von der Geldschwemme großer Notenbanken. Zwar zog die US-Notenbank die geldpolitischen Zügel 2016 wieder an. Sie hob den Leitzins leicht um 0,25 Prozentpunkte an und signalisierte weitere Schritte. In Japan und im Euroraum war Geld dagegen weiter extrem billig. Die Europäische Zentralbank (EZB) verlängerte Anfang Dezember 2016 ihre milliardenschweren Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren bis Ende 2017.

Für die Pharma- und Biotechbranche stellte 2016 eine Herausforderung dar. So zeichnete sich ab, dass es bei den beiden großen Arzneimittel-Zulassungsbehörden FDA (USA) und EMA (Europa) zu einschneidenden Änderungen kommen könnte. Während der neue US-Präsident Trump andeutete, die Aufgaben der FDA möglicherweise neu zu definieren, steht für die bislang in London ansässige EMA mit dem Brexit möglicherweise ein Umzug auf das europäische Festland an.

Geprägt war 2016 zudem insbesondere durch wiederkehrende Kritik an hohen Arzneimittelpreisen, vor allem während des US-Präsidentschaftswahlkampfes. Die beiden Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump machten deutlich, die Arzneimittelpreise stärker regulieren zu wollen.

Viele, wenn nicht nahezu alle Gesundheitssysteme der Welt haben mit steigenden Ausgaben zu kämpfen. Zahlreiche europäische Länder haben deshalb Kostensenkungsprogramme aufgelegt. Zudem dürften die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) ihre Anstrengungen weiter intensivieren, um wie in den Vorjahren Einsparungen zu realisieren.

Insbesondere moderne biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel stellen einen erheblichen Kostenfaktor dar. Sie sind zwar einerseits meist hoch effektiv und haben bei der Behandlung von schweren Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Krebs, Rheuma und Augenerkrankungen entscheidende Fortschritte gebracht. Aufgrund ihrer hohen Behandlungskosten sind sie aber auch ein wesentlicher Ausgabentreiber für die Krankenkassen.

Bemerkenswert ist, dass der Umsatzanteil der Patentabläufe biopharmazeutischer Arzneimittel mittlerweile größer ist als der chemisch-synthetisch hergestellter Arzneimittel. Mit dem zunehmenden Patentablauf dieser modernen Biopharmazeutika öffnet sich ein aussichtsreiches Fenster für biopharmazeutische Nachfolgeprodukte, die nicht nur eine qualitativ hochwertige therapeutische Versorgung gewährleisten, sondern auch einen signifikanten Kostenvorteil bieten können. Dieser Faktor dürfte in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen und den Biosimilarentwicklern und -herstellern - auch Formycon - zugutekommen. Aktuell liegt der weltweite Umsatz mit Biosimilars bei zirka drei Milliarden Dollar. Nach Hochrechnungen von Branchenkennern könnte er sich bis 2025 auf rund 30 Milliarden Dollar verzehnfachen. Aufgrund seiner gut aufgestellten Pipeline, der Expertise seiner Mitarbeiter und der soliden finanziellen Lage befindet sich Formycon dabei in einer guten Wettbewerbssituation.

In Europa konnte die Biosimilars-Branche 2016 ein rundes Jubiläum begehen - seit nunmehr zehn Jahren waren Biosimilars auf dem Markt. Dass die Branche weiterhin eine wichtige und zunehmend bedeutende Rolle im Gesundheitssystem spielt, machte auch der in Deutschland von der Bundesregierung initiierte und 2016 zu Ende gegangene Pharmadialog deutlich. Dieser kam zum Ergebnis, dass die Position von Biosimilars als qualitativ hochwertige, aber kostengünstigere Alternative weiter gestärkt werden solle.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Formycon-Konzerns sowie der Formycon AG war in der Berichtszeit planmäßig. Bei einem Umsatz von 19.533 T€ schloss der Konzern mit einem Verlust von 4.066 T€ ab. Die AG setzte 13.862 T€ um und erzielte einen Fehlbetrag von 4.182 T€. Konzern und Muttergesellschaft sind frei von Finanzschulden.

Nachdem Formycon Ende 2015 mit seinem am weitesten fortgeschrittenen Biosimilar-Projekt FYB201 die klinische Phase III initiiert hatte, konnte das Unternehmen auch 2016 weitere unternehmerische Meilensteine setzen.

-Im Januar 2016 gab Formycon die Anmeldung mehrerer Patente zur pharmazeutischen Formulierung und Verabreichung von intraokularen VEGF-Antagonisten bekannt.

-Im Februar berief das Unternehmen den Biotechexperten Professor Johannes Buchner in sein Advisory Board.

-Ebenfalls im Februar schlossen Formycon und sein Lizenzpartner den ersten Patienten in die konfirmatorische Phase-III-Zulassungsstudie mit dem Lucentis®1-Biosimilar (FYB201) ein.

-Ende Februar veröffentlichte Formycon Details zu seinem weiterem Pipelineprodukt FYB203. Dabei handelt es sich um einen Biosimilar-Kandidaten für Eylea®2 (Aflibercept).

-Im Juni wurde Formycon-CEO Dr. Carsten Brockmeyer erneut unter die weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten in der Arzneimittelbranche gewählt. Die Auszeichnung wurde vom renommierten Magazin „The Medicine Maker“ auf Basis von erbrachten Leistungen in der Arzneimittelforschung und -entwicklung verliehen.

-Im Juli vermeldete Formycon die Erweiterung des Vorstands und bestellte den Pharmamanager Dr. Stefan Glombitza zum 01. Oktober zum Chief Operating Officer.

-Im Oktober wurde Formycon für seine innovative Forschungs- und Entwicklungsarbeit vom Stifterverband mit dem Forschungssiegel ausgezeichnet. Damit würdigte der Verband das besondere Engagement des Unternehmens bei der Entwicklung von Biosimilars.

-Im November wurde Formycon vom Magazin Focus zum Wachstumschampion 2017 gekürt. In der Kategorie „Chemie und Pharma“ landete das Unternehmen auf Platz 1, im Gesamtranking schaffte es Formycon auf Platz 2 von insgesamt 500 bewerteten Unternehmen.

Strategisch positioniert sich Formycon unverändert als ein führendes unabhängiges Unternehmen zur Entwicklung von hoch qualitativen Biosimilars. Dabei fokussiert sich Formycon insbesondere auf die hoch regulierten Märkte in Europa und den USA. Die Stärke des Unternehmens liegt in der Expertise seiner Wissenschaftler, des Managements und des Aufsichtsrates. Außerdem führen ausgefeilte Entwicklungsprozesse zu schnellen und zuverlässigen Ergebnissen. Im Bereich des Partnering strebt Formycon an, ein bevorzugter Partner für führende Pharmakonzerne sowie Generikaunternehmen zu sein.

3. Aktie

Die Aktien der Formycon AG sind zu rund 50 % im Besitz von Family Offices und institutionellen Investoren. Weitere rund 20 % befinden sich in den Händen der Gründer und des Managements. Zirka 30 % der Anteilsscheine sind im Streubesitz. Die Aktien der Formycon AG waren bis Ende Februar 2017 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Seit 1. März 2017 notieren die Anteilsscheine im neuen Börsensegment „Scale“ für kleine und mittlere Unternehmen.

Seit Anfang Juli 2016 unterliegt Formycon zudem den Anforderungen der Marktmissbrauchsverordnung (MAR). Demnach ist das Unternehmen verpflichtet, kursrelevante Ad-Hoc-Meldungen zu veröffentlichen, Wertpapiergeschäfte von Führungskräften zu melden (Director´s Dealings) und sogenannte Insiderlisten zu führen. Formycon hat diese Anforderungen fristgerecht umgesetzt und, wo erforderlich, entsprechende Prozesse in das bestehende Risikomanagementsystem integriert.

Die Aktie der Formycon AG notierte zum Jahresbeginn 2016 bei einem Kurs von 23,11 Euro und lag am 30. Dezember leicht höher bei 23,78 Euro.

4. Mitarbeiter

Die wachsende Zahl an Biosimilarprojekten und die Fortschritte in deren Entwicklung hatten zur Folge, dass Formycon im Jahr 2016 auch personell weiter gewachsen ist. In der Berichtsperiode stieg die Zahl der Mitarbeiter um 17 auf 70 zum Ende des Geschäftsjahres.

5. Forschung und Entwicklung

Die Tätigkeit des Konzerns beschränkte sich 2016 wie in den Vorjahren wesentlich auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Muttergesellschaft. Im Einzelnen sind folgende Kostenblöcke zu verzeichnen:

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Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.921.588,72 €
Fremdleistungen 8.466.187,51 €
Personal 5.117.152,80 €
Abschreibungen 698.880,00 €
Sonstige 2.531.629,66 €
23.735.438,69 €

In der Forschung und Entwicklung waren Ende 2016 59 Mitarbeiter tätig. Die gesamten Aufwendungen in Höhe von 23.735.438,69 € wurden als Aufwand verbucht. Die Forschungsaufwendungen überstiegen die Umsatzerlöse. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Zugehörige Patente wurden angemeldet, die Produktentwicklungen schreiten voran, so dass unverändert mit einem planmäßigen Entwicklungsverlauf gerechnet werden kann.

6. Lage

Der im Folgenden als Geschäftsjahr 2016 bezeichnete Zeitraum bezieht sich auf den 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Lagebericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

a) Ertragslage

Der Formycon-Konzern erwirtschaftete in der Berichtszeit einen Umsatz von 19.533 T€ gegenüber 16.925 T€ 2015 und erzielte einen Jahresfehlbetrag von 4.066 T€. Der Materialaufwand stieg auf 15.388 T€, was einen Rückgang des Rohergebnisses von 8.273 T€ auf 4.276 T€ implizierte.

Die Formycon AG hat im Geschäftsjahr 2016 planmäßig die Entwicklung der vier Biosimilar-Projekte vorangetrieben. Infolge der ersten beiden Auslizenzierungen von FYB201 Ende 2013 und FYB203 im Jahr 2015 hat das Unternehmen wie schon im Vorjahr nennenswerte Umsatzerlöse erwirtschaftet. Dabei erhielt die AG eine laufende Vergütung für die Produktentwicklung.

Der Umsatz der AG lag 2016 bei 13.862 T€, das Ergebnis bei -4.182 T€. Das Unternehmen rechnet aufgrund geplanter weiterer Auslizenzierungen künftig mit steigenden Deckungsgraden.

b) Finanzlage

Die Finanzlage sowohl des Formycon-Konzerns als auch der AG ist stabil. Die wesentlichen Liquiditätsindikatoren weisen wie in der Vergangenheit überdurchschnittlich gute Werte aus. Dem kurzfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 20.672 T€ stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 4.289 T€ gegenüber. Kreditfinanzierungen über Kreditinstitute und langfristige Darlehensfinanzierungen erfolgten in der Berichtszeit nicht.

Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 2.995 T€, der liquiditätsnahe Wertpapierbestand lag bei 10.972 T€. Auf die Kapitalflussrechnung wird verwiesen. Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatz) belief sich auf -20,8 %, das EBIT (Betriebsergebnis) betrug -4.072 T€, das EBITDA (Betriebsergebnis plus Abschreibungen) lag bei 3.373 T€.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist in der Berichtszeit von 91,6 % auf 82,9 % gesunken und damit nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Das langfristig gebundene Vermögen ist investitionsbedingt gestiegen und wie bisher durch das Eigenkapital gedeckt, was sehr gesunde Bilanzstrukturdaten impliziert.

Das Umlaufvermögen besteht weitgehend aus Liquidität und liquiditätsnahen Werten, so dass der bilanzierte Vermögensbestand kaum risikobelastet ist.

7. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Da sich das Unternehmen nach wie vor in der Produktentwicklungsphase befindet, ist die Aussagekraft üblicher finanzieller Leistungsindikatoren mitunter beschränkt. Für den Konzern sind solche Leistungsindikatoren wesentlich, die die nachhaltige Finanzkraft messen.

Das Working-Capital, gemessen als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, belief sich zum Stichtag auf 16.383 T€. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen) lag bei -3.338 T€ und war damit, wie prognostiziert, negativ. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit lag mit -1.354 T€ über den Abschreibungen, was zu entsprechenden Cash-Abflüssen führte.

Die Eigenkapitalrendite lag bei -17,8 %, die Gesamtkapitalrendite bei -15,6 %. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird auch auf den Forschungs- und Entwicklungsbericht verwiesen.

Formycon entwickelt für ausgewählte Kunden, die sich als Partner des Konzerns verstehen. Der vergleichsweise geringe Kundenstamm impliziert ein geringes Konfliktpotential. Gleichzeitig zeichnet sich die Geschäftstätigkeit durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus. Der Konzern beschäftigt überwiegend Forschungs- und Entwicklungspersonal. Die Mitarbeiterfluktuation ist aufgrund hoher Mitarbeiterzufriedenheit sehr gering.

III. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind bilanziell keine besonderen Ereignisse bei Formycon eingetreten.

Anfang März 2017 wechselte das Unternehmen das Börsensegment: Während die Aktien bislang im Entry Standard notiert wurden, sind diese nun im neuen Segment „Scale“ der Deutsche Börse AG für kleine und mittlere Unternehmen gelistet.

IV. Prognosebericht

In den vergangenen Jahren hat Formycon seine erste Entwicklungsphase erfolgreich durchlaufen und mit der Kapitalisierung des Unternehmens, der Initiierung mehrerer Biosimilarprojekte sowie der Auslizenzierung von zwei Biosimilarkandidaten erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere mit dem Start der klinischen Testphase III für FYB201 (Ranibizumab), der Auslizenzierung von FYB203 und der Bearbeitung von zwei weiteren Projekten hat Formycon eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung gelegt.

Mittlerweile befindet sich das Unternehmen in der nächsten Phase der Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Umsetzung der Strategie, die operative Optimierung der Prozesse und Strukturen, der kontinuierliche Ausbau der Pipeline sowie weitere Auslizenzierungen von Biosimilarkandidaten.

Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt, die Entwicklung der Biosimilars verläuft planmäßig. Der Markteintritt von FYB201 ist in den USA bei weiter positivem Entwicklungsverlauf ab 2020 möglich, sobald dort das Patent für das Original-Produkt abgelaufen sein wird. Der Markteintritt in Europa ist für das Jahr 2022 geplant.

Wie in der Vergangenheit wird Formycon einen großen Teil der Ressourcen in die Entwicklung neuer Biosimilars investieren. Die Tochtergesellschaft „Formycon Services GmbH“ wird auch künftig in überschaubarer Größenordnung Entwicklungsdienstleistungen für Pharma- und Biotechnologieunternehmen anbieten.

Bedingt durch die beiden auslizenzierten Projekte FYB201 und FYB203 wird im Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz im Bereich von 25 Mio. Euro gerechnet. Das Jahresergebnis für 2017 wird wiederum stark von einer potenziellen Verpartnerung von FYB202 abhängen.

Nach einem starken Anstieg der Mitarbeiterzahl in den vergangenen beiden Jahren rechnet das Unternehmen 2017 mit einer weiteren moderaten Zunahme der Beschäftigtenzahl. Damit dürfte auch das Kostengefüge insgesamt leicht ansteigend sein, was strukturell gleichbleibende Geschäftsergebnisse indiziert.

Wechselkurseinflüsse und Inflationsgefahren sind nicht zu sehen, auch werden keine anderen Sondereinflüsse erwartet.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Für die Zukunft sieht Formycon die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft weiterhin positiv. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen:

-Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht die Behandlung von Krankheiten, die vor zehn bis 20 Jahren nicht oder nur unzureichend behandelt werden konnten.

-Aufgrund der demographischen Entwicklung gibt es in Deutschland wie auch weltweit immer mehr ältere Menschen, die auf intensive medizinische Betreuung angewiesen sind.

-Formycon hat mit der Entwicklung von Biosimilars einen zukunftsträchtigen Markt frühzeitig besetzt und kann aufgrund seiner Expertise das gesamte Potenzial dieses Marktes nutzen. Die positive Entwicklung zeigt, dass das Unternehmen mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg ist.

Chancen für weiteres organisches Wachstum liegen insbesondere in der künftigen Produktentwicklung sowie in Auslizenzierungen.

Dem Wettbewerb am Markt wird Formycon weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität und Kundenzufriedenheit begegnen.

Biosimilars haben gegenüber den Referenzprodukten den Vorteil, dass ihre Entwicklung weniger kostet. Auch fällt der Wettbewerb bei Biosimilars aufgrund der relativ hohen Markteintrittshürden in der Regel geringer aus als bei Generika. Hinzu kommt, dass die Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit von Biosimilars zu den Referenzprodukten bereits in aufwändigen präklinischen Untersuchungen nachgewiesen werden muss. Damit ist in den anschließenden klinischen Testphasen die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns geringer als bei innovativen Pharmazeutika.

2. Risiken

Branchenspezifische Risiken:

Sollten sich weltweite wirtschaftliche Turbulenzen sowie geopolitische Risiken verstärken und damit die Konjunktur schwächen, kann dies die gesamtwirtschaftliche Situation und letztlich auch die Nachfrage nach Biosimilars negativ beeinflussen, soweit hiervon auch der internationale wie auch der nationale Gesundheitsmarkt betroffen ist. Daraus können für Formycon Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Biosimilar-Hersteller stehen zudem vor einigen Herausforderungen, die Produzenten bisheriger Generika, die auf Small Molecules basieren, nicht kannten. So sind die Kosten für die Entwicklung, Produktion und das Marketing von Biosimilars deutlich höher. Außerdem müssen sich Ärzte, Patienten und Krankenkassen an diese noch junge Medikamentenklasse gewöhnen und diese akzeptieren.

Eine, wenn auch geringe, Gefahr besteht darin, dass die Originalhersteller versuchen, ihre bestehenden Produkte durch neue Darreichungsformen oder die Patentierung neuer Behandlungszyklen länger zu schützen. Überdies besteht die Möglichkeit, dass es zu Auseinandersetzungen über Schutzrechtssituationen kommen kann. Die Vermeidung von Schutzrechtsverletzungen oder die Verteidigung gegen Klagen auf Grund von Verletzung von Schutzrechten kann zu einer finanziellen Belastung des Unternehmens führen. Im ungünstigsten Fall können derartige Auseinandersetzungen in einer Einschränkung oder einem Verbot der Vermarktung der Produkte resultieren, die Zahlung von Strafen nach sich ziehen oder die Einstellung der Entwicklung oder Vermarktung der Produkte bedingen.

Darüber hinaus ist in Betracht zu ziehen, dass die Originalhersteller zum Ende der Patentlaufzeit ihre Produkte selbst zu niedrigeren Preisen vertreiben, um sich Marktanteile zu sichern und damit in Konkurrenz zu Biosimilars zu treten.

Möglich wäre auch, dass Arzneimittelbehörden die regulatorischen Bedingungen verändern und damit den Markteintritt von Biosimilars erschweren oder verhindern.

Auch wenn das Risiko deutlich geringer ist als in der innovativen biotechnologischen Entwicklung, besteht grundsätzlich auch für Biosimilars immer die Möglichkeit, dass ein Projekt aus wissenschaftlichen, technologischen, regulatorischen oder wirtschaftlichen Gründen gänzlich scheitert. Dies insbesondere auch, weil Formycon in bestimmten Bereichen mit externen Partnern und Dienstleistern zusammenarbeitet. Potenzielle Risiken können hier sowohl vertraglich als auch technologisch-inhaltlich bestehen.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass es eine Vielzahl an bekannten, aber auch unbekannten Risiken und Unsicherheiten gibt. Diese umfassen unter anderem die Forschung und Entwicklung, den Zulassungsprozess, die Vorgehensweise von regulatorischen und anderen Behörden, klinische Studienergebnisse, Änderungen in Gesetzen und Vorschriften, die Produktqualität, Patientensicherheit und Patentstreitigkeiten. Bezüglich der Pipeline-Projekte werden von der Formycon AG keine Zusicherungen, Gewährleistungen oder andere Garantien übernommen, dass diese die notwendigen regulatorischen und zulassungsrelevanten Zustimmungen erhalten oder wirtschaftlich verwertbar und/oder erfolgreich sein werden.

Ertragsorientierte Risiken:

Ein unmittelbares Ertragsrisiko wird für den Konzern derzeit nicht gesehen. Mittel- beziehungsweise langfristig besteht das Risiko, dass Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nicht erfolgreich sind, die von Formycon entwickelten Produkte am Markt keine Akzeptanz finden oder nicht verpartnert werden können. Rückschläge, Verzögerungen oder ein gänzliches Scheitern bei Produktentwicklungen können zudem nie gänzlich ausgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage von Formycon ist für ein Unternehmen, das sich in der Entwicklung von Produkten befindet, ausgesprochen zufriedenstellend.

3. Gesamtaussage

Risiken für die künftige Entwicklung werden weiterhin im labilen Umfeld in einigen Regionen der Weltwirtschaft gesehen. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität des Unternehmens ist dieses für die Bewältigung künftiger Risiken aber gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich keine grundlegende Änderung der Risikolage. Durch den Einsatz interner Kontrollmechanismen ist das Unternehmen in der Lage, Veränderungen der Risikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, werden kompensiert, indem der Aufbau wesentlicher Fremdwährungspositionen in der Bilanz vermieden wird.

Die größte Währungsposition entsteht durch Einkäufe von Fremdleistungen in Schweizer Franken, die zeitnah gezahlt werden, wodurch nicht absehbare Währungsrisiken weitgehend eliminiert werden.

Ziel des Finanz-Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Martinsried/Planegg, den 31. März 2017

1 Lucentis ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.

2 Eylea ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc.

Bilanz

Aktiva

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31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
A. Anlagevermögen 6.005.992,56 5.337.252,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 989.604,88 1.133.765,13
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.289,88 69.830,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 906.315,00 1.063.935,00
II. Sachanlagen 3.409.387,68 2.606.137,78
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 193.784,52 221.938,28
2. technische Anlagen und Maschinen 2.353.165,58 1.795.741,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 502.437,58 535.599,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 360.000,00 52.858,29
III. Finanzanlagen 1.607.000,00 1.597.349,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.557.000,00 1.547.349,12
B. Umlaufvermögen 19.193.398,64 23.147.073,23
I. Vorräte 611.002,45 232.190,88
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 248.604,95 232.190,88
2. geleistete Anzahlungen 362.397,50 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.971.802,42 2.777.171,78
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.114.007,73 2.755.972,62
2. sonstige Vermögensgegenstände 857.794,69 21.199,16
III. Wertpapiere 10.972.156,57 19.674.750,65
1. sonstige Wertpapiere 10.972.156,57 19.674.750,65
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.638.437,20 462.959,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 115.441,54 99.931,81
Bilanzsumme, Summe Aktiva 25.314.832,74 28.584.257,07
Passiva
31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
A. Eigenkapital 22.485.078,99 26.580.640,28
I. gezeichnetes Kapital 9.099.603,00 9.079.603,00
II. Kapitalrücklage 29.043.554,34 28.977.034,34
III. Verlustvortrag 11.475.997,06 12.076.346,07
IV. Jahresfehlbetrag 4.182.081,29 -600.349,01
B. Rückstellungen 709.229,00 653.095,00
1. sonstige Rückstellungen 709.229,00 653.095,00
C. Verbindlichkeiten 2.114.877,65 1.342.992,37
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 854.780,50 387.286,15
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.260.097,15 955.706,22
davon aus Steuern 218.716,47 259.156,21
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 616,79 600,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.647,10 7.529,42
Bilanzsumme, Summe Passiva 25.314.832,74 28.584.257,07

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2016 - 31.12.2016

EUR
1.1.2015 - 31.12.2015

EUR
1. Umsatzerlöse 13.861.612,60 13.561.502,60
2. sonstige betriebliche Erträge 126.168,70 214.959,81
davon Erträge aus Währungsumrechnung 61.599,87 137.490,84
3. Materialaufwand 9.871.552,07 5.668.867,71
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.921.588,72 2.714.818,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.949.963,35 2.954.049,02
4. Personalaufwand 5.117.152,80 3.860.964,39
a) Löhne und Gehälter 4.329.413,26 3.357.462,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 787.739,54 503.501,96
davon für Altersversorgung 89.007,14 50.990,28
5. Abschreibungen 698.880,00 934.812,51
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 698.880,00 934.812,51
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.487.909,64 2.751.283,00
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 84.573,63 123.935,05
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.196,36 71.492,58
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 5.035,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.718,44 25.199,37
10. Ergebnis nach Steuern -4.179.235,29 601.793,01
11. sonstige Steuern 2.846,00 1.444,00
12. Jahresfehlbetrag 4.182.081,29 -600.349,01

Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung DRS 21 (Einzelabschluss)

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in T€ 2016 2015 Delta

T€
%
Jahresfehlbetrag -4.182,1 600,3 -4.782,4 -796,6
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 698,9 934,8 -235,9 -25,2
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 29,2 143,7 -114,5 -79,7
\= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals -3.454,0 1.678,9 -5.132,8 -305,7
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 56,1 134,1 -78,0 -58,1
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva -2.589,0 -302,5 -2.286,5 756,0
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva 770,0 -1.067,1 1.837,1 -172,2
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -8,5 -46,3 37,8 -81,7
\= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit -5.225,3 380,3 -5.605,5 -1.474,1
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des imm. AV 0,0 2,6 -2,6 -100,0
- Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV -61,9 -669,9 608,0 -90,8
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.325,3 0,0 -1.325,3
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -9,7 0,0 -9,7
+ erhaltene Zinsen 33,2 71,5 -38,3 -53,6
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.363,7 -595,8 -767,8 128,9
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern des MU 86,5 11.182,4 -11.095,9 -99,2
- gezahlte Zinsen -24,7 -25,2 0,5 -1,9
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 61,8 11.157,2 -11.095,4 -99,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -6.527,1 10.941,7 -17.468,8 -159,7
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.137,7 9.196,0 10.941,7 119,0
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.610,6 20.137,7 -6.527,1 -32,4

Kapitalflussrechnung DRS 21 ( Konzernabschluss )

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in T€ 2016 2015 Delta

T€
%
Jahresfehlbetrag -4.066,1 577,5 -4.643,5 -804,1
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 698,9 934,8 -235,9 -25,2
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 28,9 23,1 5,8 25,3
\= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals -3.338,3 1.535,4 -4.873,7 -317,4
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 56,1 133,7 -77,6 -58,0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva -3.710,2 541,7 -4.252,0 -784,9
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva 1.962,5 -1.652,6 3.615,1 -218,8
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -8,5 -41,3 32,8 -79,5
\= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit -5.038,4 517,0 -5555,5 -1074,5
+ Auszahlungen für Investitionen in des imm. AV -61,9 0,0 -61,9 0,0
- Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,3 2,6 -2,3 -88,5
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.325,3 -669,9 -655,4 97,8
+ erhaltene Zinsen 33,2 71,5 -38,3 -53,6
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.353,7 -595,8 -757,9 127,2
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern des MU 86,5 11.182,4 -11.095,9 -99,2
- gezahlte Zinsen -24,7 -30,2 5,5 -18,2
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 61,8 11.152,2 -11.090,4 -99,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -6.330,4 11.073,4 -17.403,8 -157,2
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.297,2 9.223,9 11.073,3 120,1
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.966,9 20.297,2 -6.330,3 -31,2

Eigenkapitalspiegel

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresüberschuss Eigenkapital
Stand 1. Januar 2016 9.079.603,00 28.977.034,34 -12.076.346,07 600.349,01 26.580.640,28
Kapitalerhöhungen 20.000,00 20.000,00
Einstellungen in die Kapitalrücklage 66.520,00 66.520,00
Übertrag Jahresüberschuss Vorjahr 600.349,01 -600.349,01 0,00
Jahresüberschuss -4.182.081,29 -4.182.081,29
Stand 31. Dezember 2016 9.099.603,00 29.043.554,34 -11.475.997,06 -4.182.081,29 22.485.078,99

Anhang

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Formycon AG hat ihren Sitz in Martinsried/Planegg und wird beim Amtsgericht München unter der HRB 200801 geführt.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264ff. HGB) sowie des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Abweichend wurde auf das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Neudefinition der Umsatzerlöse nach BilRUG umgestellt. Die umgegliederten Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Umstellung hatte keinen berichtenswerten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Im Zuge der Umstellung des Anlagenspiegels nach BilRUG § 284 Abs. 3 HGB wurden Umgliederungen im Sachanlagevermögen vorgenommen. Labortechnik, die bisher unter der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung erfasst war, wird nunmehr unter den technischen Anlagen ausgewiesen, was wegen des Forschungszwecks der Gesellschaft eine transparentere Darstellung ermöglicht. Sowohl im Anlagenspiegel als auch in der Bilanz sind die Vorjahreswerte angepasst. Die geänderte Darstellung hat keinen Einfluss auf die Darstellung der Finanz- und Ertragslage und ist lediglich eine Vermögensumgliederung.

Gegenüber dem Vorjahr wurde, bezogen auf die Buchwerte, wie folgt umgegliedert:

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Vorjahr alt

(€)
Vorjahr neu

(€)
Grundstück 189.548,30 221.938,28
technische Anlagen 0,00 1.795.741,37
andere Anlagen, Betriebs- und Gschäftsausstattung 2.363.731,19 535.599,84
2.553.279,49 2.532.279,49

Die Umsatzerlöse sind aufgrund der Neudefinition gemäß § 277 I HGB nur geringfügig in ihrer Vergleichbarkeit eingeschränkt. Bei Anwendung des § 277 I HGB in der Fassung des BilRUG bereits im Jahre 2015 wären die Vorjahresumsätze um 60.910,14 € höher auszuweisen gewesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf die Posten der Bilanz und der GuV angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten, sofern sich keine Anpassungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz ergeben haben.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem am Tag des Zugangs geltenden Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Änderungen der Wechselkurse werden durch Niedrigerbewertung von Vermögensgegenständen bzw. durch Höherbewertung von Verbindlichkeiten berücksichtigt, soweit dies für eine verlustfreie Bewertung am Bilanzstichtag notwendig ist und die Beträge erst nach einer Laufzeit von mehr als einem Jahr fällig werden. Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden generell mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die daraus resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen gesondert ausgewiesen.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögenswerte und Schulden werden einzeln bewertet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigt, wird in Entsprechung mit den steuerlichen Vorschriften („Trivialprogramme“, R. 5.5 Abs. 1 S. 2, 3 EStR) als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht ausgeübt.

Die „alten“ Geschäfts- oder Firmenwerte werden wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben (Anhangstetigkeit).

Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert. Die Restnutzungsdauer beträgt 5 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände werden ausschließlich linear pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 150,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 410,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Vorräte werden mit rollierenden gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten gem. §255 Abs. 2 S. 2 HGB.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Delkredererisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert (Börsenkurs) am Bilanzstichtag angesetzt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind in Anlage 2 zum Anhang dargestellt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 2 zum Anhang in einem Forderungenspiegel dargestellt.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind folgende wesentliche Positionen zusammengefasst:

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Angaben zu sonstigen Rückstellungen gemäß § 285 Nr. 12 HGB
Urlaubsrückstellung 83.784,00 €
Tantiemen 497.465,00 €
Nebenkostenabrechnungen 15.000,00 €
Prüfungs- und Beratungskosten 36.000,00 €
Aufbewahrungsverpflichtungen 47.700,00 €
Berufsgenossenschaft und sonstige soziale Abgaben 29.280,00 €

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Anlage 4 dargestellt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gemäß § 158 AktG ist die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zu ergänzen:

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Jahresfehlbetrag ./. 4.182.081,29

+ Verlustvortrag Vorjahr ./. 11.475.997,06 €
\= Bilanzverlust ./. 15.658.078,35 €
- davon Verlustvortrag 2017 ./. 15.658.078,35 €

Sonstige Angaben

Angaben zu Mitgliedern des Vorstands/Aufsichtsrats gem. § 285 Nr. 10 HGB

Mitglieder des Vorstands:

Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling, CEO

Dr. Nicolas Combé, Marburg, CFO

Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen, COO

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Dr. Olaf Stiller, Marburg (Vorsitzender); Vorstand Paedi Protect AG

Hermann Vogt, Dieburg (stellv. Vorsitzender); unabhängiger Unternehmens- und Finanzberater

Peter Wendeln, Oldenburg; geschäftsführender Gesellschafter Wendeln & Cie. Asset Management GmbH

Bezüge

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr als Gesamtbezüge 22.500,00 €, die Mitglieder des Vorstands 880.413,00 € (davon 375.000 € erfolgsabhängig) im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB.

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:

Dr. Olaf Stiller, Marburg: Bodenwert Immobilien AG

Nano Repro AG

Hermann Vogt, Dieburg Cumerius AG

Angaben zu Abschlussprüferhonoraren gem. § 285 Nr. 17 HGB:

Abschlussprüferleistungen 30.000,00 €

Steuerberatungsleistungen 5.000,00 €

Mitarbeiterzahl

Gemäß § 285 Nr. 7 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Vorstände) im Geschäftsjahr zu machen:

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Angaben zur Mitarbeiteranzahl gemäß § 285 Nr.7 HGB
Verwaltung 6
Forschung 59
Gesamt: 65

Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis

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Kapitalanteil Eigenkapital Jahresüberschuss
Formycon Project 201 GmbH 100 % 20.463,39 9.939,43
Formycon Services GmbH 100 % -1.564.135,97 106.010,98

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

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Mietbürgschaften i.H.v. 117.802,00 €
Avalbürgschaften i.H.v. 30.646,02 €

Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da die Verpflichtungen bisher erfüllt werden.

Wir haben ausschließlich zugunsten unserer Tochtergesellschaft Formycon Services GmbH Patronatserklärungen abgegeben. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 3 a HGB resultiert aus Dauerschuldverhältnissen. Der Jahresbetrag der Verpflichtungen bis 5 Jahre beläuft sich auf 347.524,36 €.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben nach § 160 AktG

1. Zahl der Aktien

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.099.603,00 € und ist eingeteilt in 9.099.603,00 Stückaktien (Inhaberaktien).

2. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.531.301,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 4.531.301 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

3. Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG

Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen berechtigen.

Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 148.750 € und berechtigt zum Bezug von 148.750, auf den Inhaber lautende, Stückaktien.

Martinsried/Planegg, den 31. März 2017

Dr. Carsten Brockmeyer Dr. Nicolas Combé Dr. Stefan Glombitza

Forderungsspiegel

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in € (VJ in T€) 31.12.2016 davon aus Lieferungen und Leistungen davon sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.114.007,73 3.724.499,58 389.508,15
(VJ: 2.195,3) (VJ: 560,6)
sonstige Vermögensgegenstände 857.794,69 -.- -.-
Summe 4.971.802,42 3.724.499,58 389.508,15

Verbindlichkeitenspiegel

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in € (VJ in T€) 31.12.2016 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren davon gesichert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 854.780,50 854.780,50 0,00 0,00 0,00
(VJ: 387,2) (VJ: 387,2)
sonstige Verbindlichkeiten 1.260.097,15 303.427,95 735.966,15 0,00 0,00
(VJ: 955,7) (VJ: 955,7) (VJ: 0)
Summe 2.114.877,65 1.158.208,45 735.966,15 0,00 0,00
(VJ: 1.342,9) (VJ: 1.342,9) (VJ. 0)

Anlagenspiegel

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in € historische AHK Beginn GJ Zugänge Umbuchungen Abgänge zu historischen AHK historische AHK Ende GJ
Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 254.062,19 61.920,03 0,00 0,00 315.982,22
Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00 0,00 0,00 1.576.200,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 414.074,91 10.799,54 20.935,58 0,00 445.810,03
technische Anlagen und Maschinen 3.917.445,38 789.551,67 106.987,08 505.047,19 4.308.936,94
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 879.401,84 89.871,06 0,00 13.348,61 955.924,29
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.858,29 435.064,37 -127.922,66 0,00 360.000,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.547.349,12 9.650,88 0,00 0,00 1.557.000,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 8.691.391,73 1.396.857,55 0,00 518.395,80 9.569.853,48

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in € kumulierte Abschreibungen Beginn GJ Abschreibungen GJ Abgänge Abschreibungen GJ kumulierte Abschreibungen Ende GJ Restbuchwert VJ
Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.232,06 48.460,28 0,00 232.692,34 69.830,13
Geschäfts- oder Firmenwert 512.265,00 157.620,00 0,00 669.885,00 1.063.935,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 192.136,63 59.888,88 0,00 252.025,51 221.938,28
technische Anlagen und Maschinen 2.121.704,01 312.861,48 478.794,13 1.955.771,36 1.795.741,37
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.802,00 120.049,36 10.364,65 453.486,71 535.599,84
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 52.858,29
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.547.349,12
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 3.354.139,70 698.880,00 489.158,78 3.563.860,92 5.337.252,03

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in € Abgänge zum Buchwert Restbuchwert GJ
Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 83.289,88
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 906.315,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 193.784,52
technische Anlagen und Maschinen 26.253,06 2.353.165,58
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.983,96 502.437,58
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 360.000,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 50.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.557.000,00
Beteiligungen 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe 29.237,02 6.005.992,56

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß. wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die Ertragslage des Konzerns unterrichtet.

Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle besprochen. Zudem erfolgten regelmäßige Abstimmungen mit dem Vorstand zu Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformitat des Unternehmens.

In vier Sitzungen wurden alle Geschäftsvorfalle und anstehenden Entscheidungen, die nach Gesetz und der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, ausführlich behandelt. An diesen Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen.

Schwerpunktmäßig wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrates die Sicherung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft und die gegenwärtige und künftige Entwicklung der Geschäftsbereiche erörtert, insbesondere im Hinblick auf den Stand der Entwicklungen sowie den Bemühungen um den Start der vorklinischen und klinischen Studien und den damit verbundenen Personalfragen. Außerdem hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand wichtige strategische Projekte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzungen waren die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Konzepte für das zukünftige Wachstum des Unternehmens.

Die Entwicklung und die Unternehmensplanung waren jeweils quartalsmaßig Gegenstand der Erörterung von Vorstand und Aufsichtsrat. Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden insbesondere konkrete Wertansätze im Einzelnen diskutiert sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Kapitalstruktur des Unternehmens.

Der Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2016 inklusive der Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 bestellten Abschlussprüfer Pan-Tax Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden.

Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß. § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt.

Der Aufsichtsrat hat zudem von seinem Recht Gebrauch gemacht, Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft zu nehmen, insbesondere durch Vorlage von bedeutenden Einzelvertragen, auch unabhängig von ihrer Zustimmungsbedürftigkeit.

Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Genehmigung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden.

Am 27. April 2017 hat ein Vertreter des Abschlussprüfers an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Formycon AG und den Konzernabschluss der Formycon-Gruppe. Der Jahresabschluss der Formycon AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2016 geleistete Arbeit.

München, im April 2017

Dr. Olaf Stiller, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2017 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Formycon AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorgaben, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 31. März 2017

**PanTaxAudit GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Dr. Rudolf Schmitz, Wirtschaftsprüfer

gez. Doris Wolff, Wirtschaftsprüferin