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Formycon AG Annual Report 2017

Nov 19, 2018

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Annual Report

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Formycon AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Einheitlicher Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der Formycon AG und des Formycon Konzerns

I. Grundlagen des Konzerns und der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Formycon entwickelt biopharmazeutische Nachfolgeprodukte, sogenannte Biosimilars. Ziel ist es, die Biosimilarkandidaten mit Erreichen bestimmter Entwicklungsmeilensteine auszulizenzieren oder diese in Kooperation mit Entwicklungspartnern bis zur Zulassung weiter zu entwickeln. Formycon kann dabei die pharmazeutische Entwicklungskette von der Analytik und Zelllinienentwicklung über die Präklinik und Klinik bis hin zur Zulassung vollständig abdecken und so auch nach einer Auslizenzierung oder im Rahmen einer Kooperation Teile der Entwicklung übernehmen. Die Verantwortung für die spätere Produktion und Vermarktung der Produkte liegt in der Regel bei den Partnerunternehmen.

Zum Jahresende 2017 arbeitete Formycon an folgenden Biosimilarprojekten:

FYB201: Hierbei handelt es sich um einen Biosimilarkandidaten zu dem ophthalmologischen Arzneimittel Lucentis®* (Ranibizumab). Lucentis® wird zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und anderer ernsthafter Augenerkrankungen eingesetzt. Das Projekt befand sich Ende Dezember 2017 in einer globalen klinischen Phase-III-Studie.
FYB202 ist ein Biosimilarkandidat für Stelara®** (Ustekinumab). Das Arzneimittel wird zur Behandlung verschiedener schwerwiegender inflammatorischer Erkrankungen wie mittelschwerer bis schwerer Psoriasis (Schuppenflechte) und zur Behandlung von Morbus Crohn eingesetzt. FYB202 befand sich Ende 2017 in der präklinischen Phase.
FYB203 ist ein Biosimilarkandidat für Eylea®*** (Aflibercept). Wie Lucentis® wird Eylea® zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und anderer ernsthafter Augenerkrankungen eingesetzt. Das Projekt befand sich zum Jahresausklang 2017 in der Präklinik.
FYB205: Zu diesem Projekt hat Formycon bislang keine Details bekanntgegeben. Die Rechte an diesem Projekt liegen bei Formycon.

Die Struktur der Unternehmensgruppe entspricht dem Geschäftsmodell. Die eigentliche Forschung und Entwicklung erfolgt durch die Formycon AG, die diese Tätigkeit für eigene Projekte, verbundene Unternehmen oder produktspezifisch ausgelagerte Tochterunternehmen wie die Formycon Project 201 GmbH und die Formycon Project 203 GmbH erbringt. Die Namensgebung dieser Tochtergesellschaften entspricht dabei den jeweiligen Biosimilarprojekten. FYB201 ist an die Bioeq IP AG auslizenziert, während sich die Vermarktungsrechte für FYB203 bei der Santo Holding (Deutschland) GmbH befinden. Darüber hinaus erbringt die Formycon AG Entwicklungsleistungen für die FYB202 Projekt GmbH, ein Tochterunternehmen der FYB202 GmbH & Co. KG, in welchem die Projektrechte für FYB202 liegen.

Die Konzernstruktur sieht wie folgt aus:

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Formycon AG
Formycon Project 201 GmbH (100%) FYB202 GmbH & Co. KG (24,9%) Formycon Project 203 GmbH (100%)

Die Formycon Project 201 GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 als erstes Unternehmen ausgegründet. In diese Gesellschaft, wie auch in die Formycon Project 203 GmbH, wurden jeweils die Projektaktivitäten der beiden auslizenzierten Biosimilarkandidaten FYB201 und FYB203 eingebracht.

Darüber hinaus hat Formycon im Dezember 2017 mit der zur Strüngmann-Gruppe gehörenden Aristo Pharma GmbH ein Joint Venture zur weiteren Entwicklung des Biosimilarkandidaten FYB202 gegründet. Formycon ist an dem Gemeinschaftsunternehmen, das den Namen FYB202 GmbH & Co. KG trägt, mit 24,9 Prozent und Aristo mit 75,1 Prozent beteiligt. Entsprechend ihrer jeweiligen Anteile tragen Formycon und Aristo die anfallenden Entwicklungskosten beziehungsweise sind an den späteren potenziellen Erträgen aus der Vermarktung des Biosimilars beteiligt.

Generell fokussiert sich die Unternehmensgruppe Formycon derzeit auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für die eigenen Biosimilarprojekte. Darüber hinausgehende Geschäftsprozesse sind unwesentlich.

Der künftige Absatzmarkt von Formycon ist der Pharmamarkt. Als wesentlicher externer Einflussfaktor sind deshalb gesundheitspolitische Maßnahmen zu nennen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2017

Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) im Jahr 2017 so kräftig gewachen wie seit 2011 nicht mehr: das Bruttoinlandsprodukt nahm preisbereinigt um 2,2 Prozent zu. Nach Einschätzung des Ministeriums befand sich die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr dabei in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung, basierend auf einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten seien gut ausgelastet gewesen, die Beschäftigung lag auf Rekordniveau, und die Verbraucherpreise waren stabil.

Während in den vorangegangenen Jahren der Konsum die treibende Kraft der Konjunktur gewesen sei, kam es 2017 durch das verbesserte weltwirtschaftliche Umfeld zusätzlich zu verstärkten außenwirtschaftlichen Impulsen. Die kräftigen Exporte stimulierten auch die Investitionen in Ausrüstungen. Die Investitionen in Bauten blieben angesichts der hohen Nachfrage und dem günstigen Finanzierungsumfeld ebenfalls rege. Alles in allem kam es somit im vergangenen Jahr zu einem Aufschwung auf breiter binnen- und außenwirtschaftlich fundierter Basis. Allerdings, so das BMWi, sei in bestimmten Segmenten des Arbeitsmarktes auch die Knappheit an Fachkräften spürbar geworden.

Auch die Aussichten für das Jahr 2018 sind nach Einschätzung des BMWi gut. So prognostizierte das Ministerium einen weiteren Zuwachs von 1,9 Prozent.

Auch die Pharmaindustrie hat sich 2017 erneut positiv entwickelt. Nach Angaben des Onlineportals Statista summierten sich die Umsätze auf dem deutschen Pharmamarkt in den ersten neun Monaten auf 30,6 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber der Vorjahreszeit. Im gesamten Jahr 2016 erreichte der Umsatz 39,5 Milliarden Euro, wobei die Erlöse in den Vorjahren stetig gestiegen waren. So lagen sie 2006, also zehn Jahre zuvor, noch bei 25,3 Milliarden Euro.

Die Chemie- und Pharmaindustrie in Deutschland verzeichnete 2017 zusammengenommen ein kräftiges Umsatzwachstum von über fünf Prozent, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) vermeldete. Durch eine starke Industriekonjunktur in ganz Europa, die im Jahresverlauf noch Fahrt aufgenommen habe, sei die Produktion deutlich gestiegen, während die Auslastung der Anlagen hoch blieb.

Das Auslandsgeschäft profitierte demnach von einer robusten Nachfrage aus China, der Belebung der Wirtschaft in den USA und der wirtschaftlichen Stabilisierung in den Schwellenländern. Insgesamt sei die Chemieproduktion inklusive Pharma um 2,5 Prozent gestiegen. Der Aufschwung in Deutschlands drittgrößter Branche führte laut VCI mit 451.500 Mitarbeitern zum höchsten Beschäftigungsstand seit 13 Jahren. „Nach eher durchwachsenen Ergebnissen in den drei vorherigen Jahren hat 2017 das Prädikat ‚gut‘ ohne Einschränkung verdient“, sagte VCI-Präsident Kurt Bock.

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) wies zudem darauf hin, dass 2017 die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten weiter verbessert worden seien. So hätten sich die Therapieoptionen durch 31 Medikamente mit neuem Wirkstoff erweitert, wobei Biosimilars hier noch nicht mitgerechnet worden seien.

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäfte des Formycon-Konzerns sowie der Formycon AG verliefen in der Berichtszeit planmäßig. Bei einem Umsatz von 29.004 T€ schloss der Konzern mit einem Nettoergebnis von minus 1.581,3 T€ ab. Die AG setzte 16.391,4 T€ um und erzielte ein Ergebnis von -1.492,1 T€. Der Konzern als auch die Muttergesellschaft AG sind frei von Finanzschulden.

2017 hat Formycon erneut zahlreiche unternehmerische Meilensteine erreicht:

-Im Februar 2017 teilte Formycon mit, in das neue Börsensegment „Scale“ für kleine und mittelgroße Unternehmen zu wechseln. Der Übergang vom bisherigen Entry Standard fand schließlich am 1. März des Jahres statt.

-Im Mai legte Formycon seine Bilanz des Jahres 2016 offen. Erneut war das Unternehmen deutlich gewachsen.

-Ebenfalls im Mai 2017 gab Formycon bekannt, dass es sich bei dem Entwicklungsprojekt FYB202 um einen Biosimilarkandidaten zu Stelara® (Ustekinumab) handelt.

-Im Juli 2017 unterzeichnete Formycon mit der Santo Holding (Deutschland) GmbH eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung von FYB202.

-Im selben Monat nahm Formycon im Rahmen einer Privatplatzierung einen Bruttoemissionserlös in Höhe von sechs Millionen Euro ein.

-Im November bestätigte Formycon die Verträge der beiden Vorstände Dr. Carsten Brockmeyer und Dr. Nicolas Combé bis Mitte 2022. Der Vertrag von Dr. Stefan Glombitza, der den Vorstand im Herbst 2016 als Chief Operating Officer und drittes Mitglied ergänzte, war bereits bei seinem Antritt auf 30. September 2021 terminiert worden.

-Ebenfalls im November wurde Formycon vom Magazin Focus bereits zum zweiten Mal als eines der wachstumsstärksten Unternehmen ausgezeichnet: Danach belegte das Unternehmen Platz 1 in der Kategorie Pharma und Chemie sowie Platz 3 unter insgesamt 500 untersuchten Unternehmen.

-Im Dezember 2017 gründete Formycon in Folge der im Sommer 2017 abgeschlossenen Absichtserklärung zusammen mit der zur Strüngmann-Gruppe gehörenden Aristo Pharma GmbH ein Joint Venture für die weitere Entwicklung von FYB202, einem Biosimilar-Projekt zu Stelara®. Formycon ist an dem Gemeinschaftsunternehmen namens FYB202 GmbH & Co. KG zu 24,9 Prozent beteiligt.

Darüber hinaus haben Formycon und der Lizenzpartner Bioeq IP AG die klinische Phase-III-Studie, in welcher der Lucentis®-Biosimilarkandidat FYB201 gegen das Referenzprodukt getestet wird, im Jahr 2017 weiter vorangebracht. Aus dieser Entwicklung wird im Jahresverlauf 2018 die Erreichung wichtiger Meilensteine erwartet.

Das Fortschreiten der Biosimilar-Projekte in spätere Entwicklungsphasen, der deutliche Personalaufbau sowie die Vorbereitung auf weitere Wachstumsschritte wurde in 2017 auch durch eine organisatorische Weiterentwicklung begleitet. Im Zentrum stand dabei die konsequente Fokussierung auf operative Exzellenz, also auf klare und effektive Prozesse sowie Organisationsstrukturen. Das Ziel dabei war, die unternehmensinternen Abläufe so schlank und wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, um einerseits unternehmerische Agilität und hohe Qualitätsstandards zu erhalten und anderseits eine skalierbare Organisation für künftige Erweiterungen des Produktportfolios zu schaffen. In diesem Zusammenhang hat Formycon im vergangenen Jahr wichtige Unternehmensbereiche durch weitere sehr kompetente und erfahrene Manager ergänzt.

Im November und Dezember absolvierte Formycon zudem erfolgreich eine Arbeitssicherheits-Prüfung durch die Berufsgenossenschaft RCI. Nach einem umfassenden Audit erhielt das Unternehmen das Gütesiegel „Sicher mit System“ verliehen.

Darüber hinaus meldete Formycon auch 2017 wieder mehrere projektbezogene Patente an, die bei der weiteren Entwicklung und späteren Zulassung der Biosimilars eine bedeutende Rolle spielen können.

Strategisch positioniert sich Formycon unverändert als ein führendes unabhängiges Unternehmen zur Entwicklung von hoch qualitativen Biosimilars. Dabei fokussiert sich Formycon insbesondere auf die stark regulierten Märkte in Europa und den USA. Ausgefeilte Entwicklungsprozesse führen zu schnellen und zuverlässigen Ergebnissen. Formycon strebt an, auch in Zukunft ein bevorzugter Partner für führende Pharmakonzerne sowie Generikaunternehmen zu sein.

3. Aktie

Die Aktien der Formycon AG sind zu rund 50 Prozent im Besitz von Family Offices und institutionellen Investoren. Weitere rund 20 Prozent befinden sich in den Händen der Gründer und des Managements. Zirka 30 Prozent der Anteilsscheine sind im Streubesitz. Die Aktien der Formycon AG waren bis Ende Februar 2017 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Seit 1. März 2017 notieren die Anteilsscheine im Börsensegment „Scale“ für kleine und mittlere Unternehmen. Mit dessen Start am 7. Februar 2018 wurde die Aktie zudem in den neu aufgelegten Scale 30-Index der Deutsche Börse AG, welcher die 30 liquidesten Aktien aus dem Segment „Scale“ umfasst, aufgenommen.

Seit Juli 2016 unterliegt Formycon zudem den Anforderungen der Marktmissbrauchsverordnung (MAR). Demnach ist das Unternehmen verpflichtet, kursrelevante Ad-Hoc-Meldungen zu veröffentlichen, Wertpapiergeschäfte von Führungskräften zu melden (Director´s Dealings) und sogenannte Insiderlisten zu führen. Formycon hat diese Anforderungen fristgerecht umgesetzt und, wo erforderlich, entsprechende Prozesse in das bestehende Risikomanagementsystem integriert.

Die Aktien der Formycon AG notierten zum Jahresbeginn 2017 bei einem Kurs von 24,45 Euro und lagen am 29. Dezember, dem letzten Handelstag des Jahres, bei 32,20 Euro. Das entspricht einem Kurszuwachs auf Jahressicht um fast 33 Prozent.

4. Mitarbeiter

Das Jahr 2017 war erneut von einem deutlichen Personalaufbau geprägt. Während Formycon zu Jahresbeginn 70 Mitarbeiter beschäftigte, lag die Zahl Ende Dezember bei 83. Davon waren 72 im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Deutlich ausgeweitet wurde unter anderem der Bereich Regulatory Affairs, der für regulatorische und zulassungsrelevante Fragen zuständig ist. Hintergrund ist auch hier, das Unternehmen für die geplanten Einreichungen von Zulassungsunterlagen personell adäquat aufzustellen.

5. Forschung und Entwicklung

Die Tätigkeit des Konzerns beschränkte sich 2017 wie in den Vorjahren im Wesentlichen auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Muttergesellschaft. Im Einzelnen gab es folgende Kostenblöcke:

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Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.485.694 €
Fremdleistungen 18.692.440 €
Personal 6.325.264 €
Abschreibungen 784.774 €
Sonstige 2.792.593€
31.080.765 €

In der Forschung und Entwicklung waren Ende 2017 72 Mitarbeiter tätig. Die gesamten Aufwendungen in Höhe von 31.080.765 € wurden als Aufwand verbucht. Die Forschungsaufwendungen überstiegen die Umsatzerlöse. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Zugehörige Patente wurden angemeldet, die Produktentwicklungen schreiten voran, so dass unverändert mit einem planmäßigen Entwicklungsverlauf gerechnet werden kann.

6. Lage

Der im Folgenden als Geschäftsjahr 2017 bezeichnete Zeitraum bezieht sich auf den 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Lagebericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

a) Ertragslage

Der Formycon-Konzern erwirtschaftete in der Berichtszeit einen Umsatz von 29.004 T€ gegenüber 19.533 T€ 2016 und erzielte einen Jahresfehlbetrag von -1.581 T€. Der Materialaufwand stieg auf 21.178 T€, was einen Anstieg des Rohergebnisses von 4.089 T€ auf 8.365 T€ zur Folge hatte.

Die Formycon AG hat im Geschäftsjahr 2017 planmäßig die Entwicklung der vier Biosimilar-Projekte vorangetrieben. Infolge der Auslizenzierungen von FYB201 Ende 2013 und FYB203 im Jahr 2015 hat das Unternehmen wie schon in den Vorjahren nennenswerte Umsatzerlöse erwirtschaftet. Dabei erhielt die AG eine laufende Vergütung für Leistungen in der Produktentwicklung, die das Unternehmen im Auftrag der Lizenznehmer erbracht hat.

Im Rahmen der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Aristo Pharma GmbH hat Formycon seine Rechte (Intellectual Property) an dem Biosimilarprojekt FYB202 in die FYB202 GmbH & Co. KG beziehungsweise die darunter liegende FYB202 Project GmbH übertragen. Dafür erhielt Formycon eine Vergütung, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf das Ergebnis positiv auswirkte. Insgesamt lag der Umsatz der AG damit bei 16.392 T€, das Ergebnis bei -1.492 T€.

b) Finanzlage

Die Finanzlage sowohl des Formycon-Konzerns als auch der AG ist stabil. Die wesentlichen Liquiditätsindikatoren weisen wie in der Vergangenheit überdurchschnittlich gute Werte aus. Dem kurzfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 26.631 T€ stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 5.280 T€ gegenüber. Kreditfinanzierungen über Kreditinstitute und langfristige Darlehensfinanzierungen erfolgten in der Berichtszeit nicht.

Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 4.505 T€, der liquiditätsnahe Wertpapierbestand lag bei 10.974 T€. Auf die Kapitalflussrechnung wird verwiesen. Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatz) belief sich auf -5,45 %, das EBIT (Betriebsergebnis) betrug -1.538 T€, das EBITDA (Betriebsergebnis plus Abschreibungen) lag bei -753 T€.

Die Gesellschaft hat keine Finanzschulden. Die Darstellung der Kapitalflüsse kann der Kapitalflussrechnung entnommen werden.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist im Berichtszeit unverändert, sie liegt bei 82,9 % und ist damit nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Das langfristig gebundene Vermögen ist investitionsbedingt gestiegen und wie bisher durch das Eigenkapital gedeckt, was gesunde Bilanzstrukturdaten impliziert.

Das Umlaufvermögen besteht weitgehend aus Liquidität und liquiditätsnahen Werten, so dass der bilanzierte Vermögensbestand kaum risikobelastet ist.

7. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Da sich das Unternehmen nach wie vor in der Produktentwicklungsphase befindet, ist die Aussagekraft üblicher finanzieller Leistungsindikatoren mitunter beschränkt. Für den Konzern sind solche Leistungsindikatoren wesentlich, die die nachhaltige Finanzkraft messen.

Das Working-Capital, gemessen als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, belief sich zum Stichtag auf 21.351 T€. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen) lag bei -785 T€ und war damit, wie prognostiziert. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit lag mit -509 T€ unter den Abschreibungen.

Die Eigenkapitalrendite lag bei -6,8 %, die Gesamtkapitalrendite bei -5,5 %. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird auch auf den Forschungs- und Entwicklungsbericht verwiesen.

Formycon entwickelt für ausgewählte Kunden, die sich als Partner des Konzerns verstehen. Der vergleichsweise geringe Kundenstamm impliziert ein geringes Konfliktpotenzial. Gleichzeitig zeichnet sich die Geschäftstätigkeit durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus. Der Konzern beschäftigt überwiegend Forschungs- und Entwicklungspersonal. Die Mitarbeiterfluktuation ist aufgrund hoher Mitarbeiterzufriedenheit gering.

III. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind bilanziell keine besonderen Ereignisse bei Formycon eingetreten.

Im Februar 2018 ist Formycon in den neu geschaffenen Scale 30-Index aufgenommen worden. Der Auswahlindex misst die Wertentwicklung der 30 liquidesten Aktien, die im Segment „Scale“ gelistet sind. Maßgeblich für eine Aufnahme in den Index sind die Orderbuchumsätze an den Handelsplätzen Xetra und Börse Frankfurt. Die Gewichtung der Werte erfolgt nach Marktkapitalisierung und wird vierteljährlich angepasst. Mit dem neuen Auswahlindex sollen die meist gehandelten Titel im Segment „Scale“ für Investoren noch visibler werden.

IV. Prognosebericht

In den vergangenen Jahren hat Formycon seine erste Entwicklungsphase erfolgreich durchlaufen und mit der Kapitalisierung des Unternehmens, der Initiierung mehrerer Biosimilarprojekte sowie der Auslizenzierung von zwei Biosimilarkandidaten erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere mit dem Start der klinischen Testphase III für FYB201 (Ranibizumab), der Auslizenzierung von FYB203 (Aflibercept) und der Einbringung von FYB202 (Ustekinumab) in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Aristo Pharma GmbH hat Formycon eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung gelegt.

Mittlerweile befindet sich das Unternehmen in der nächsten Phase seiner Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Umsetzung der Strategie, die operative Optimierung der Prozesse und Strukturen, der kontinuierliche Ausbau der Pipeline sowie in Zukunft weitere Auslizenzierungen von Biosimilarkandidaten beziehungsweise die Einbringung von Biosimilarprojekten in Gemeinschaftsunternehmen.

Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt, die Entwicklung der Biosimilars verläuft zufriedenstellend. Der Markteintritt von FYB201 in den USA ist bei weiter positivem Entwicklungsverlauf ab 2020 möglich, sobald dort das Patent für das Original-Produkt abgelaufen sein wird. Der Markteintritt in Europa ist für das Jahr 2022 geplant.

Wie in der Vergangenheit wird Formycon auch weiterhin einen großen Teil der Ressourcen für die Entwicklung seiner Biosimilars investieren.

Bedingt durch die beiden auslizenzierten Projekte FYB201 und FYB203 und den daraus resultierenden Entwicklungsvergütungen sowie der Erbringung von Entwicklungsleistungen für FYB202 rechnet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatz, der leicht über der Vorjahreskennziffer liegen sollte. Das Jahresergebnis wird wesentlich von eventuellen Investitionen in nicht lizenzierte Projekte beeinflusst werden.

Nach einem deutlichen Anstieg der Mitarbeiterzahl im Jahr 2017 rechnet das Unternehmen auch 2018 mit einer moderaten Zunahme der Beschäftigtenzahl. Damit dürfte das Kostengefüge leicht steigen.

Wechselkurseinflüsse und Inflationsgefahren sind derzeit nicht zu sehen, auch werden keine anderen Sondereinflüsse erwartet.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Die zukünftige Entwicklung der Gesundheitswirtschaft, der für das Unternehmen entscheidenden Branche, bewertet Formycon aus folgenden Gründen optimistisch:

Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht - insbesondere durch hochpotente Biopharmazeutika - mittlerweile die Behandlung von Krankheiten, die vor zehn bis 20 Jahren nicht oder nur unzureichend therapierbar waren. Diese Entwicklung wird sich aufgrund der intensiven medizinischen Forschung, unter anderem auf dem Gebiet der Gentechnik, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fortsetzen.
Aufgrund der demographischen Entwicklung gibt es eine zunehmende Zahl älterer Menschen, die auf intensive medizinische Betreuung angewiesen sind. Zudem steigt auch die Lebenserwartung der Menschen insgesamt, so dass deren (medikamentöse) Behandlung häufig über einen teils deutlich längeren Zeitraum möglich, aber auch erforderlich wird.
Formycon hat den zukunftsträchtigen Markt der Biosimilar-Entwicklung frühzeitig besetzt und kann aufgrund seiner umfassenden Expertise das Potenzial dieses stark wachsenden Marktes nutzen. Formycons Geschäftsmodell ist skalierbar. Die weiterhin positive Entwicklung sowohl des Marktumfeldes als auch des Unternehmens zeigt, dass Formycon sich mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg befindet.

Chancen für weiteres Wachstum liegen im Ausbau des Produktportfolios, in der Auslizenzierung von Produktkandidaten sowie in strategischen Kooperationen zur gemeinschaftlichen Entwicklung von Biosimilarprojekten beziehungsweise zum weiteren Ausbau der Wertschöpfungskette.

Dem Wettbewerb begegnet Formycon nach wie vor durch die Erfahrung seiner Mitarbeiter, den sich hieraus ergebenden Innovationen, der Zuverlässigkeit der angewandten wissenschaftlichen Verfahren, der Verlässlichkeit und Konstanz seiner Partner und dem hohen Anspruch an Qualität und wissenschaftlicher Expertise bei der Auswahl seiner Dienstleister und Berater.

Biosimilars haben gegenüber ihren Referenzprodukten den Vorteil einer erheblich kostengünstigeren Entwicklung durch wissenschaftlich überwiegend erprobte Verfahren und weitestgehend etablierte Prozesse. Auf der anderen Seite herrscht im Bereich der Biosimilarentwicklung aufgrund der relativ hohen Markteintrittshürden, insbesondere der Komplexität der Herstellung und des dazu erforderlichen Know hows, ein im Vergleich zum Generikamarkt überschaubarer Wettbewerb. Da Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit eines Biosimilars zu dessen Referenzprodukt bereits in präklinischen Studien nachgewiesen werden muss, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Entwicklung des Biosimilars in einer der anschließenden klinischen Phasen scheitert üblicherweise geringer als bei innovativen Medikamenten.

Biosimilars bedienen nicht nur den Absatzmarkt ihrer Referenzprodukte, sondern können aufgrund des geringeren Abgabepreises auch Märkte eröffnen, auf denen die teureren Referenzprodukte nicht zur Verfügung stehen.

2. Risiken

Grundsätze

Formycon bewegt sich als einer der wenigen unabhängigen Biosimilar-Entwickler in einem globalen Markt mit einer Vielzahl von Akteuren. Die Identifikation von Ertragschancen und die bestmögliche Einschätzung der damit verbundenen vielschichtigen Risiken bedingen den wirtschaftlichen Erfolg. Um diesen nicht zu gefährden, sind sowohl Mitarbeiter als auch Vorstand an das Risikomanagement-System von Formycon gebunden, das einen optimalen Umgang mit Risiken bei gleichzeitiger Erhaltung notwendiger unternehmerischer und operativer Flexibilität gewährleisten soll. Die regelmäßige Überprüfung dieses Systems sichert seine kontinuierliche Weiterentwicklung und gewährleistet, dass bei Veränderungen zeitnahe und bedarfsgerechte Anpassungen stattfinden können.

Hierzu werden in allen relevanten Geschäftsbereichen und Projekten Einzelrisiken identifiziert und sowohl nach Eintrittswahrscheinlichkeit als auch nach ihrem Schadenpotenzial kategorisiert. Individuelle oder strukturelle Änderungen werden bei regelmäßig stattfindenden Reviews neu bewertet. So soll sichergestellt werden, dass potenzielle Risiken bestmöglich abgewendet oder im Falle ihres Eintritts die Folgen schnellstmöglich und effektiv abgemildert werden können.

Strategische Risiken

Die Biosimilar-Entwicklung erfordert, verglichen mit der Neuentwicklung eines Wirkstoffes, einen geringeren Einsatz finanzieller Ressourcen. Dennoch kann auch die Entwicklung eines Biosimilars über einem Zeitraum von mehreren Jahren, in denen in aufwändigen Untersuchungen die Vergleichbarkeit des Biosimilars zum Referenzprodukt nachgewiesen werden muss, 100 bis 150 Millionen US-Dollar kosten.

Die Weichen für den Erfolg werden bereits mit Auswahl des Entwicklungsportfolios gestellt. Formycon fokussiert sich mit seinen Projekten FYB201 und FYB203 auf ophthalmologische Präparate. Mit FYB202 adressiert Formycon immunologische Erkrankungen, das Indikationsgebiet des Projektes FYB205 wurde noch nicht veröffentlicht.

Aus der Umsatzentwicklung der Referenzprodukte kann abgeleitet werden, wie sich deren Markt künftig entwickeln könnte. Sinkende Umsätze der Referenzprodukte können allerdings auch dazu führen, dass das Marktpotenzial für Biosimilars, die von Formycon entwickelt werden, deutlich geringer ausfallen wird als ursprünglich angenommen. Dies kann im schlechtesten Fall dazu führen, dass die Entwicklung eines Biosimilars gänzlich unwirtschaftlich wird. Nach aktuellem Stand adressiert Formycon drei der weltweit umsatzstärksten biopharmazeutischen Produkte, die nach dem Jahr 2020 ihren gesetzlichen Schutz verlieren, so dass, eine erfolgreiche Entwicklung vorausgesetzt, die Wirtschaftlichkeit der Projekte gegeben sein sollte.

Formycon hat durch seine Lizenzpartnerschaften als auch durch das Joint Venture mit Aristo Pharma zuverlässige Partner mit großer Expertise, die mit Formycon bereits seit Jahren eng zusammenarbeiten. Die Möglichkeit einer außerplanmäßigen Beendigung einer solchen Partnerschaft beinhaltet grundsätzlich ein erhebliches strategisches Risiko, welches derzeit allerdings als gering eingeschätzt wird.

Branchen- und Marktrisiken

Die Gesundheitswirtschaft entwickelt sich aus Sicht von Formycon nach wie vor positiv. Weiterhin ermöglicht der medizinisch-technische Fortschritt die Behandlung von Krankheiten, die bis vor wenigen Jahren beziehungsweise Jahrzehnten nicht oder nur unzureichend behandelt werden konnten. Diese Entwicklung wird aller Voraussicht nach anhalten.

Die demographische Entwicklung führt weltweit zu einer im Durchschnitt immer älteren Bevölkerung. Ältere Menschen sind auf intensive medizinische Betreuung angewiesen, unabhängig von konjunkturellen Schwankungen und individueller Kaufkraft.

Allerdings stehen Biosimilars im Vergleich zu Generika auch vor speziellen Herausforderungen: Diese vergleichsweise junge Medikamentenklasse hat sich noch nicht in allen Märkten etabliert, so dass sich Ärzte, Patienten und Krankenkassen in vielen Regionen an den Umgang mit Biosimilars gewöhnen müssen. Dies führt dazu, dass neben deutlich höheren Entwicklungs- und Produktionskosten als bei Generika auch die Marketingkosten für Biosimilars deutlich höher ausfallen können.

Controlling

Formycon stellt durch sein internes Kontrollsystem sowohl die Korrektheit der Buchhaltung und des Rechnungswesens als auch die Richtigkeit und Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung im Konzernabschluss und Konzernlagebericht sicher. Hierbei lehnt sich Formycon an die Definitionen des Institutes der Wirtschaftsprüfer e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem sowie zum Risikomanagementsystem an.

Umwelt, Gesundheits- und Arbeitssicherheit

Sicherheit und Gesundheit sowie der Schutz von Mitarbeitern und Umwelt haben für Formycon höchste Priorität. Daher legt Formycon Wert darauf, dass nicht nur behördliche Auflagen erfüllt, sondern auch alle Mitarbeiter regelmäßig in relevanten Belangen der Arbeitssicherheit geschult und weiterqualifiziert werden. Formycon hat neben dem Beauftragten für biologische Sicherheit, dem Projektleiter nach Gentechnikgesetz und der Sicherheitsfachkraft mehrere erfahrene Mitarbeiter mit speziellen Aufgaben auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Arbeitsschutzes betraut. Eine Betriebsärztin führt regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durch und berät Mitarbeiter und Geschäftsleitung in medizinischen Belangen. Formycon verfügt über sämtliche Zulassungen und Genehmigungen, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb notwendig sind. Die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen zur Sicherheit und zum Schutz von Mitarbeitern und Umwelt wird intern fortlaufend überwacht.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Formycon verfügt über eine stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation. Insbesondere die Liquiditätslage von Formycon ist für ein Unternehmen, dessen Produkte sich sämtlich in der Entwicklung befinden, ausgesprochen zufriedenstellend.

Ungeachtet dessen können sich im operativen Geschäft die Rahmenbedingungen verändern und dadurch finanzielle Risiken entstehen. Da sämtliche Produkte noch nicht zugelassen sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine oder mehrere Zulassungen verspäten, in einem anderen Umfang oder gar nicht stattfinden. Zudem kann es sein, dass die finanziellen Aufwendungen für die Entwicklung, Zulassung und Markteinführung der Biosimilars höher als budgetiert ausfallen. Nach Zulassung besteht die Möglichkeit, dass die Einnahmen aus Lizenzerlösen geringer als antizipiert ausfallen.

Um finanzielle Risiken im laufenden operativen Geschäft zu minimieren, plant Formycon seine Projekte detailliert und langfristig auch unter Zuhilfenahme externer Berater. Die finanziellen Risiken der Projektentwicklung, die Formycon zunächst selbst trägt, konnten durch die erfolgreiche Auslizenzierung der Projekte FYB201 und FYB203 sowie der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für FYB202 reduziert werden.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass aus Gründen, auf die Formycon keinen Einfluss hat, Entwicklungspartnerschaft(en) vorzeitig enden. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung als auch auf die Finanzplanung haben. Formycon schätzt dieses Risiko zum jetzigen Zeitpunkt allerdings als gering ein.

Auch zukünftig wird Formycon etwaige weitere Projekte zunächst eigenständig finanzieren, um diese ab einem bestimmten Entwicklungsstand in aussichtsreiche Partnerschaften einzubringen.

Risiken für die künftige finanzielle Entwicklung bestehen in der generellen Wirtschaftsentwicklung, bei der mögliche Insolvenzen von Bankinstituten nicht ausgeschlossen werden können. Formycon investiert seine liquiden Mittel daher ausschließlich bei Banken, die über ein gleichbleibend hohes Rating verfügen und als vergleichsweise krisensicher gelten.

Formycon ist vor dem Hintergrund seiner finanziellen Stabilität zur Bewältigung etwaiger Risiken gut aufgestellt. Die bestehenden finanziellen Mittel sollten genügen, um den kurz- und mittelfristigen Kapitalbedarf des Unternehmens zu decken. Eine Garantie, dass langfristig ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, kann daraus jedoch nicht abgeleitet werden.

Fundamentale Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Organisatorische Risiken

Sämtliche operativen Tätigkeiten hängen von der Funktionsfähigkeit der Laborausstattung und der IT-Infrastruktur ab. In diesem Bereich sind Risiken durch nachhaltige Beeinträchtigungen des Betriebsablaufs, Betriebsstörungen oder Betriebsunterbrechungen denkbar. Soweit möglich sind die sich hieraus ergebenden finanziellen Risiken durch Versicherungen abgedeckt. Darüber hinaus verfügt Formycon über die neuesten Sicherheitstechniken, um zum Beispiel Datenverluste in Folge von Cyberangriffen oder Ähnlichem zu vermeiden beziehungsweise mögliche Schäden zu minimieren. Der Gerätepark wird zudem regelmäßig gewartet und kontrolliert.

Patentrisiken

Auseinandersetzungen mit Wettbewerbern über Schutzrechtssituationen können nicht ausgeschlossen werden. Die Vermeidung von Schutzrechtsverletzungen oder die Verteidigung gegen Klagen aufgrund der Verletzung von Schutzrechten kann zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen. Insbesondere in den USA sind solche Verfahren mit hohen Kosten verbunden. Derartige Auseinandersetzungen können im ungünstigsten Fall die Einschränkung oder sogar das Verbot der Vermarktung eines oder mehrerer Produkte auf einem oder mehreren relevanten Märkten und/oder die Zahlung erheblicher Strafen nach sich ziehen. Möglich ist auch, dass die Entwicklung beziehungsweise (weitere) Vermarktung eines oder mehrerer Produkte eingestellt werden muss.

Personelle Risiken

Die Expertise und die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter stellen wesentliche Säulen des Erfolges von Formycon dar. Insbesondere die Biosimilar-Entwicklung von der frühen Analytik bis zur regulatorischen Zulassung erfordert hochqualifizierte Fachkräfte. In den vergangenen Jahren hat Formycon zahlreiche teils hochspezialisierte Fach- und Führungskräfte eingestellt. Dies zeigt, dass das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber in der Lage ist, in einem angespannten Arbeitsmarkt wichtige Positionen erfolgreich zu besetzen. Die Fluktuation in der Belegschaft ist dabei gering. Ein wesentliches Risiko liegt in dem potenziellen Verlust von Schlüsselpersonal. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, hat Formycon mehrere Initiativen zur Mitarbeitermotivation und -bindung implementiert.

Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung

Qualität, Vergleichbarkeit, Wirksamkeit und Sicherheit von Biosimilars müssen gegenüber den Zulassungsbehörden sowohl umfassend analytisch, als auch durch präklinische und klinische Prüfungen nachgewiesen werden. Sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung einzelner Entwicklungsabschnitte kann es zu unvorhersehbaren Verzögerungen kommen, die einerseits höhere Kosten verursachen, andererseits die Gefahr bergen, dass sich auch die finale Zulassung des jeweiligen Biosimilar-Kandidaten verzögert oder gänzlich ausbleibt.

Formycon plant sämtliche Entwicklungsschritte daher mit größtmöglicher Sorgfalt und angemessenen zeitlichen Reserven. Die Abstimmung präklinischer und klinischer Studien sowie das umfangreiche analytische Charakterisierungsprogramm geschehen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Behörden und unter Zuhilfenahme externer Spezialisten. Ungeachtet dessen sind genaue Ergebnisse beziehungsweise der Ausgang der jeweiligen Studien nicht vorhersehbar. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Teile eines Entwicklungsprogramms nachgeholt werden müssen, eine oder mehrere Studien nicht erfolgreich abgeschlossen werden können oder Entwicklungsprogramme gänzlich scheitern.

In der Entwicklung stellt die Wirkstoff- und Fertigproduktproduktion externer Partner eine wesentliche Kostenposition dar. Hierbei ist unter Risikogesichtspunkten zu erwähnen, dass die Produktionskapazitäten mit Vorlaufzeiten von ein bis zwei Jahren geplant werden müssen und diese im Falle kurzfristiger Änderungen im Projektzyklus nur unter Inkaufnahme von zusätzlichen Wartefristen und hohen Stornierungsgebühren modifiziert werden können. Ein weiteres Risiko kann darin bestehen, dass externe Partner behördliche Anforderungen, die für eine Zulassung der Biosimilar-Produkte notwendig sind, nicht ausreichend erfüllen. Sollte dies der Fall sein, könnte sich die Zulassung zeitlich verzögern oder dauerhaft verweigert werden. Auch können Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Patienten im Rahmen der klinischen Studien die Wirtschaftlichkeit eines Projektes beeinträchtigen.

Da sich sämtliche Projekte in verschiedenen Stadien der Entwicklung befinden, bestehen derzeit keine aktuellen Herstellungs- und/oder Vertriebsrisiken.

Rechtliche Risiken

Die Geschäftstätigkeit von Formycon verläuft in einem internationalen Umfeld und in hochregulierten Märkten. Es besteht die Möglichkeit, dass Formycon – auch unberechtigt – in Rechtsstreitigkeiten einbezogen wird, die auf dem Gebiet des Patent-, Wettbewerbs-, Kartell-, Steuer- oder Umweltrechts basieren oder sich aus vertraglichen Ansprüchen ergeben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass etwaige Verfahren in (außer-)gerichtlichen Vergleichen oder behördlichen oder gerichtlichen Entscheidungen münden, deren finanzielle Belastungen nicht oder nicht vollständig durch Versicherungen abgedeckt werden. Derartige Verfahren sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht erkennbar.

Weitere Risiken ergeben sich auf dem Feld der Compliance. Hier ist denkbar, dass Geschäftsabläufe juristisch beanstandet werden, eine unzureichende beziehungsweise zeitlich unpassende Finanzkommunikation zu Bußgeldern führt oder fehlerhaft durchgeführte Hauptversammlungen beziehungsweise die dort gefassten Beschlüsse angegriffen werden. Formycon prüft und überwacht aus diesem Grund sämtliche relevanten Prozesse, Abläufe und Entscheidungen durch interne und/oder externe Stellen unter legalen Gesichtspunkten.

Regulatorische Risiken

Die regulatorischen Anforderungen und Bedingungen, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zulassung von Arzneimitteln sind, unterliegen einem stetigen Wandel. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Zulassungsbehörden die entsprechenden regulatorischen Anforderungen verändern und damit den Marktzugang für Biosimilars erheblich erschweren oder sogar verhindern. Auch die politischen Rahmenbedingungen, insbesondere in der Europäischen Union, könnten sich dahingehend verändern, dass es zu einer Zunahme von Off-Label-Use kommt, was wiederum die Marktchancen für Biosimilars in den betroffenen Indikationen deutlich verringern würde.

Wettbewerbsrisiken

Formycon verfolgt derzeit das Ziel, seine Produkte durch die jeweiligen Partner nach Ablauf der Schutzrechte in den jeweiligen Märkten anbieten zu lassen. Hierbei tritt Formycon in Konkurrenz sowohl zu den Herstellern der Referenzpräparate als auch zu anderen Biosimilarentwicklern. Die konkrete Wettbewerbssituation wird von der Preisgestaltung des Referenzproduktes als auch von der Anzahl der Mitbewerber sowie deren Preisstrategie geprägt sein. Es besteht die Möglichkeit, dass die Hersteller der Originatoren ihre Produkte zum Ende der Patentlaufzeit günstiger anbieten, um sich auf diese Weise weiter Marktanteile zu sichern. Damit würden sie in Konkurrenz zu Biosimilars treten und so die Marktpenetration für Biosimilars erschweren.

Formycon versucht, der Wettbewerbssituation durch die Erfahrung seiner Mitarbeiter und seiner strategischen Partner, der Ausrichtung des Produktportfolios sowie durch seine finanzielle Stabilität zu begegnen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wettbewerber unerwartet und unvorhersehbar in eine vorteilhafte Position gelangen, die Formycon benachteiligt.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Auch wenn das Risiko für Formycon geringer ist als in der innovativen biotechnologischen Entwicklung, besteht grundsätzlich auch im Bereich der Biosimilar-Entwicklung die Möglichkeit, dass ein oder mehrere Projekte aus wissenschaftlichen, technologischen, regulatorischen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen teilweise oder gänzlich scheitern.

Formycon ist gezwungen, in bestimmten Bereichen mit externen Partnern und Dienstleistern zusammenzuarbeiten. Potenzielle Risiken können damit auch in Bereichen entstehen, auf die Formycon keinen unmittelbaren Einfluss nehmen kann.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass es eine Vielzahl bekannter, aber auch unbekannter Risiken und Unsicherheiten gibt. Diese umfassen unter anderem die Forschung und Entwicklung, den Zulassungsprozess, die Vorgehensweise von regulatorischen und anderen Behörden, klinische Studienergebnisse, Änderungen in Gesetzen und Vorschriften, die Produktqualität, Patientensicherheit und Patentstreitigkeiten. Bezüglich der Pipelineprojekte übernimmt die Formycon AG keine Zusicherungen, Gewährleistungen oder andere Garantien, dass diese die notwendigen regulatorischen und zulassungsrelevanten Zustimmungen erhalten oder wirtschaftlich verwertbar und/oder erfolgreich sein werden.

3. Gesamtaussage

Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich keine grundlegende Änderung der Risikolage. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Durch den Einsatz interner Kontrollmechanismen ist das Unternehmen in der Lage, Veränderungen der Risikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Angesichts der finanziellen Stabilität des Unternehmens ist dieses zudem zur Bewältigung potenzieller Risiken gut gerüstet.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, werden kompensiert, indem der Aufbau wesentlicher Fremdwährungspositionen in der Bilanz vermieden wird.

Die größte Währungsposition entsteht durch Einkäufe von Fremdleistungen in Schweizer Franken und US-Dollar, die zeitnah gezahlt werden, wodurch nicht absehbare Währungsrisiken weitgehend eliminiert werden.

Ziel des Finanz-Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmens gegenüber finanziellen Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Martinsried/Planegg, den 28. März 2018

gez.

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

* Lucentis ® ist eine eingetragene Marke von Gentrech Inc.

** Stelara® ist eine eingetragene Marke von Johnson & Johnson

*** Eylea® ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc.

Bilanz

Aktiva

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31.12.2017

EUR
31.12.2016

EUR
A. Anlagevermögen 5.740.581,65 6.005.992,56
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 858.090,90 989.604,88
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.395,90 83.289,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 748.695,00 906.315,00
II. Sachanlagen 3.255.241,75 3.409.387,68
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 134.484,48 193.784,52
2. technische Anlagen und Maschinen 2.678.355,60 2.353.165,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.401,67 502.437,58
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 360.000,00
III. Finanzanlagen 1.627.249,00 1.607.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.577.000,00 1.557.000,00
3. Beteiligungen 249,00 0,00
B. Umlaufvermögen 26.077.359,10 19.193.398,64
I. Vorräte 492.859,85 611.002,45
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 149.359,85 248.604,95
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 343.500,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 362.397,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.162.367,55 4.971.802,42
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.978.013,44 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.128.386,29 4.114.007,73
3. sonstige Vermögensgegenstände 55.967,82 857.794,69
III. Wertpapiere 10.973.553,73 10.972.156,57
1. sonstige Wertpapiere 10.973.553,73 10.972.156,57
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.448.577,97 2.638.437,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.669,63 115.441,54
Bilanzsumme, Summe Aktiva 31.900.610,38 25.314.832,74
Passiva
31.12.2017

EUR
31.12.2016

EUR
A. Eigenkapital 27.226.375,50 22.485.078,99
I. gezeichnetes Kapital 9.343.853,00 9.099.603,00
II. Kapitalrücklage 35.032.791,84 29.043.554,34
III. Verlustvortrag 15.658.078,35 11.475.997,06
IV. Jahresfehlbetrag 1.492.190,99 4.182.081,29
B. Rückstellungen 1.179.486,00 709.229,00
1. sonstige Rückstellungen 1.179.486,00 709.229,00
C. Verbindlichkeiten 3.490.984,10 2.114.877,65
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 789,85 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.234.384,52 854.780,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.822,83 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.236.986,90 1.260.097,15
davon aus Steuern 1.335.964,69 218.716,47
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 260,00 616,79
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.764,78 5.647,10
Bilanzsumme, Summe Passiva 31.900.610,38 25.314.832,74

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2017 - 31.12.2017

EUR
1.1.2016 - 31.12.2016

EUR
1. Umsatzerlöse 16.391.413,79 13.861.612,60
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 343.500,00 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 70.565,52 126.168,70
davon Erträge aus Währungsumrechnung 11.839,30 61.599,87
4. Materialaufwand 8.411.092,70 9.871.552,07
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.485.694,23 6.921.588,72
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.925.398,47 2.949.963,35
5. Personalaufwand 6.325.264,98 5.117.152,80
a) Löhne und Gehälter 5.436.561,70 4.329.413,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 888.703,28 787.739,54
davon für Altersversorgung 93.405,85 89.007,14
6. Abschreibungen 784.774,64 698.880,00
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 784.774,64 698.880,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.736.062,89 2.487.909,64
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 8.215,87 84.573,63
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.381,69 33.196,36
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.852,78 24.718,44
10. Ergebnis nach Steuern -1.489.186,99 -4.179.235,29
11. sonstige Steuern 3.004,00 2.846,00
12. Jahresfehlbetrag 1.492.190,99 4.182.081,29

Ergebnisverwendung

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung DRS 21 (Mutter)

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in T€ 2017 2016
Jahresfehlbetrag -1.492,2 -4.182,1
+/- Abschreibung/Zuschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 784,8 698,9
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 11,6 29,2
\= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals -695,8 -3.454,0
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 470,3 56,1
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva -6.039,7 -2.589,0
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva 1.374,2 770,0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 37,5 -8,5
\= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit -4.853,5 -5.225,3
- Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV -78,5 -61,9
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -432,3 -1.325,3
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -20,2 -9,7
+ Erhaltene Zinsen 1,4 33,2
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -529,6 -1.363,7
+ Einzahlung aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern des MU 6.233,5 86,5
- Gezahlte Zinsen -38,9 -24,7
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.194,6 61,8
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 811,5 -6.527,1
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.610,6 20.137,7
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 14.422,1 13.610,6

Kapitalflussrechnung DRS 21 (Konzern)

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in T€ 2017 2016
Jahresfehlbetrag -1.581,4 -4.066,1
+/- Abschreibung/Zuschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 784,8 698,9
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 11,6 28,9
\= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals -785,0 -3.338,3
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 555,4 56,1
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva -4.415,3 -3.710,2
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva 433,0 1.962,5
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 40,7 -8,5
\= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit -4.171,2 -5.038,4
- Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV -78,5 -61,9
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,0 0,3
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -432,3 -1.325,3
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -0,2 0,0
+ Erhaltene Zinsen 1,4 33,2
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -509,6 -1.353,7
+ Einzahlung aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern 6.233,5 86,5
- Gezahlte Zinsen -42,1 -24,7
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.191,4 61,8
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.510,6 -6.330,4
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.966,9 20.297,2
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.477,5 13.966,9

Eigenkapitalspiegel

Eigenkapitalveränderung

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in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Eigenkapital
Stand 1. Januar 2017 9.099.603,00 29.043.554,34 -11.475.997,06 -4.182.081,29 22.485.078,99
Kapitalerhöhungen 244.250,00 0,00 0,00 244.250,00
Einstellungen in die Kapitalrücklage 0,00 5.989.237,50 0,00 0,00 5.989.237,50
Übertrag Jahresüberschuss aus Vorjahr 0,00 0,00 -4.182.081,29 4.182.081,29 0,00
Jahresüberschuss -1.492.190,99 -1.492.190,99
Stand 31. Dezember 2017 9.343.853,00 35.032.791,84 -15.658.078,35 -1.492.190,99 27.226.375,50

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Formycon AG hat ihren Sitz in Martinsried/Planegg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 200801 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des AktG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethode

Die auf die Posten der Bilanz und der GuV angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem am Tag des Zugangs geltenden Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Änderungen der Wechselkurse werden durch Niedrigerbewertung von Vermögensgegenständen bzw. durch Höherbewertung von Verbindlichkeiten berücksichtigt, soweit dies für eine verlustfreie Bewertung am Bilanzstichtag notwendig ist und die Beträge erst nach einer Laufzeit von mehr als einem Jahr fällig werden. Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden generell mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die daraus resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen gesondert ausgewiesen.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögenswerte und Schulden werden einzeln bewertet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigt, wird in Entsprechung mit den steuerlichen Vorschriften („Trivialprogramme“, R. 5.5 Abs. 1 S. 2, 3 EStR) als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht ausgeübt.

Die „alten“ Geschäfts- oder Firmenwerte werden wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben (Anhangstetigkeit).

Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert. Die Restnutzungsdauer beträgt fünf Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände werden ausschließlich linear pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 150,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 410,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Vorräte werden mit rollierenden gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten gem. §255 Abs. 2 S. 2 HGB.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Delkredererisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert (Börsenkurs) am Bilanzstichtag angesetzt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 2 zum Anhang in einem Forderungenspiegel dargestellt.

Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Anlage 4 dargestellt.

Angaben nach § 160 AktG

1. Zahl der Aktien

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.343.853,00 € und ist eingeteilt in 9.343.853 Stückaktien (Inhaberaktien).

2. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.340.801,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 4.340.801 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

3. Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG

Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen berechtigen.

Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 100.250,00 € und berechtigt zum Bezug von 100.250, auf den Inhaber lautende, Stückaktien.

4. Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital

Im abgelaufenen Jahr wurden aus dem genehmigten Kapital 190.500 Stück Inhaberaktien zu einem rechnerischen Wert von 1 € je Stück, bezogen auf den Nennwert, ausgegeben.

Die Veränderungen des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Anlage 4 dargestellt.

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind folgende wesentliche Positionen zusammengefasst:

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Angaben zu sonstigen Rückstellungen gemäß § 285 Nr. 12 HGB
Prämien/Tantiemen 573.086,00 €
Ausstehende Rechnungen 343.500,00 €
Urlaubsrückstellungen 86.900,00 €
Sonstige Personalrückstellungen 67.900,00 €
Aufbewahrungsverpflichtungen 51.700,00 €
Prüfungs- und Beratungskosten 46.200,00 €
Berufsgenosschenschaft und sonstige soziale Abgaben 10.200,00 €

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Haftungsverhältnisse

Wir haben zugunsten der Tochtergesellschaft Formycon Project 203 GmbH eine Patronatserklärungen abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung wird nicht gerechnet, da die Gesellschaft über ausreichende liquide Mittel verfügt und somit ihren Verpflichtungen nachkommen kann.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 3 a HGB resultiert aus Dauerschuldverhältnissen. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 385.799,14 €, mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren beträgt 480.658,84 €, mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre 0,00 €.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gemäß § 158 AkttG ist die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zu ergänzen:

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Jahresfehlbetrag ./. 1.492.190,99

+ Verlustvortrag Vorjahr ./. 15.658.078,35 €
\= Bilanzverlust ./. 17.150.269,34 €
- davon Verlustvortrag 2018 ./. 17.150.269,34 €

Mitarbeiterzahl

Gemäß § 285 Nr. 7 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Vorstände) im Geschäftsjahr zu machen:

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Angaben zur Mitarbeiteranzahl gemäß § 285 Nr.7 HGB
Verwaltung 8
Forschung 64
Gesamt: 72

Angaben zu Mitgliedern des Vorstands/Aufsichtsrats gem. § 285 Nr. 10 HGB

Mitglieder des Vorstands:

Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling, CEO

Dr. Nicolas Combé, München, CFO

Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen, COO

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Dr. Olaf Stiller, Marburg (Vorsitzender); Vorstand Paedi Protect AG

Hermann Vogt, Dieburg (stellv. Vorsitzender); unabhängiger Unternehmens- und Finanzberater

Peter Wendeln, Oldenburg; geschäftsführender Gesellschafter Wendeln & Cie. Asset Management GmbH

Bezüge

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr als Gesamtbezüge 22.500,00 €, die Mitglieder des Vorstands 1.120.145,96 € (davon 450.000 € erfolgsabhängig) im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB.

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:

Dr. Olaf Stiller, Marburg: Bodenwert Immobilien AG

Nano Repro AG

Hermann Vogt, Dieburg Cumerius AG

Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis

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Kapitalanteil Eigenkapital Jahresergebnis
Formycon Project 201 GmbH 100 % -3.497,99 -23.961,38
Formycon Project 203 GmbH 100 % -1.629.367,22 -65.231,25
FYB 202 GmbH & Co. KG 24,9 % 1.000,00

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Angaben zu Abschlussprüferhonoraren gem. § 285 Nr. 17 HGB:
Abschlussprüferleistungen 30.000,00 €
Steuerberatungs- und sonstige Leistungen 5.000,00 €

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Martinsried/Planegg, den 28. März 2018

gez.

Dr. Nicolas Combé

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Stefan Glombitza

Forderungsspiegel

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in € 31.12.2017 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon gegen gesetzl. Vertreter davon gegen Aufsichtsrat
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.978.013,44 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.128.386,29 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 55.967,82 0,00 0,00 0,00
Summe 11.162.367,55 0,00 0,00 0,00

Verbindlichkeitenspiegel

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in € 31.12.2017 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 789,85 789,85 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.234.384,52 1.234.384,52 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.822,83 18.822,83 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 2.236.986,90 1.667.008,83 569.978,07
Summe 3.490.984,10 2.921.006,03 569.978,07

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in € davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr) davon gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 0,00 569.978,07 956.669,20 869.128,78
Summe 0,00 569.978,07 956.669,20 869.128,78

Anlagespiegel

Anlagespiegel

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Entwicklung der Anschaffungskosten Entwicklung der Abschreibungen
in € historische AHK Beginn GJ Zugänge Umbuchungen Abgänge zu historischen AHK historische AHK Ende GJ kummulierte Abschreibungen Beginn GJ
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 315.892,22 78.451,33 0,00 0,00 394.433,55 232.692,34
Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00 0,00 0,00 1.576.200,00 669.885,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 445.810,03 854,44 0,00 0,00 446.664,47 252.025,51
technische Anlagen und Maschinen 4.308.936,94 362.994,14 358.244,90 102.287,89 4.927.888,09 1.955.771,36
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.924,29 68.449,87 1.755,10 19.229,23 1.006.900,03 453.486,71
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 360.000,00 0,00 -360.000,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.557.000,00 20.000,00 0,00 0,00 1.577.000,00 0,00
Beteiligungen 0,00 249,00 0,00 0,00 249,00 0,00
Summe 9.569.853,48 530.998,78 0,00 121.517,12 9.979.335,14 3.563.860,92

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Entwicklung der Buchwerte
in € Abschreibungen GJ Abgänge Abschreibungen GJ kumulierte Abschreibungen Ende GJ Restbuchwert VJ Abgänge zum Buchwert Restbuchwert GJ
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.345,31 0,00 285.037,65 83.289,88 0,00 109.395,90
Geschäfts- oder Firmenwert 157.620,00 0,00 827.505,00 906.315,00 0,00 748.695,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.154,48 0,00 312.179,99 193.784,52 0,00 134.484,48
technische Anlagen und Maschinen 387.289,07 93.527,94 2.249.532,49 2.353.165,58 8.759,95 2.678.355,60
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.365,78 16.354,13 564.498,36 502.437,58 2.875,10 442.401,67
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 360.000,00 0,00 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 50.000,00 0,00 50.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 1.557.000,00 0,00 1.577.000,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 249,00
Summe 784.774,64 109.882,07 4.238.753,49 6.005.992,56 11.635,05 5.740.581,65

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die Ertragslage des Konzerns unterrichtet.

Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle besprochen. Zudem erfolgten regelmäßige Abstimmungen mit dem Vorstand zu Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens.

In vier Sitzungen wurden alle Geschäftsvorfälle und anstehenden Entscheidungen, die nach Gesetz und der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, ausführlich behandelt. An diesen Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen.

Schwerpunktmäßig wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrates die Sicherung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft und die gegenwärtige und künftige Entwicklung der Geschäftsbereiche erörtert, insbesondere im Hinblick auf den Stand der Entwicklungen sowie den Bemühungen um den Start der vorklinischen und klinischen Studien und den damit verbundenen Personalfragen. Außerdem hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand wichtige strategische Projekte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzungen waren die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Konzepte für das zukünftige Wachstum des Unternehmens.

Die Entwicklung und die Unternehmensplanung waren jeweils quartalsmäßig Gegenstand der Erörterung von Vorstand und Aufsichtsrat. Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden insbesondere konkrete Wertansätze im Einzelnen diskutiert sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Kapitalstruktur des Unternehmens.

Der Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss zum 31.12.2017 inklusive der Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 bestellten Abschlussprüfer PanTax Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt. Der Aufsichtsrat hat zudem von seinem Recht Gebrauch gemacht, Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft zu nehmen, insbesondere durch Vorlage von bedeutenden Einzelverträgen, auch unabhängig von ihrer Zustimmungsbedürftigkeit. Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Genehmigung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden.

Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 4. April 2018 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Formycon AG und den Konzernabschluss der Formycon Gruppe. Der Jahresabschluss der Formycon AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2017 geleistete Arbeit.

München, im April 2018

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Olaf Stiller

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Formycon AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chanchen und Risiken der zukünftigen Entwicklungen zutreffend dar.

München, den 28. März 2018

**PanTaxAudit GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Dr. Rudolf Schmitz, Wirtschaftsprüfer

Doris Wolff, Wirtschaftsprüferin