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Formycon AG Annual Report 2017

May 28, 2018

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Annual Report

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Fortschritt

Geschäftsbericht 2017

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8

2017 war ein Rekordjahr für Biosimilars. Mit fünf Neuzulassungen in den USA und 16 in der EU − bezogen auf sieben Referenzprodukte − haben so viele Nachfolgeprodukte biopharmazeutischer Arzneimittel von den Behörden grünes Licht für einen Markteintritt erhalten wie nie zuvor. Insgesamt waren Ende 2017 damit in der EU 33 und in den USA neun Biosimilars zugelassen. Laut Branchenexperten werden auch in diesem Jahr zahlreiche neue Biosimilars auf den Markt kommen. Das zeigt, dass diese immer noch recht junge Medikamentenklasse mittlerweile einen festen Platz in der globalen Gesundheitsversorgung eingenommen hat.

Auch Formycon hat im vergangenen Jahr deutliche Fortschritte gemacht. Einen wichtigen Meilenstein erreichten wir unter anderem im Dezember 2017, als wir unser Entwicklungsprojekt FYB202, ein Biosimilarkandidat zu Stelara®1 (Ustekinumab), in ein neugegründetes Gemeinschaftsunternehmen mit der Aristo Pharma GmbH einbringen konnten. Mit einer Beteiligung von 24,9% an dem Joint Venture, dessen Ziel die Entwicklung von FYB202 bis zur Zulassung ist, behalten wir einen signifikanten Anteil an diesem Projekt und sehen dies als konsequente Umsetzung von Formycons Wachstumsstrategie. Die Aristo Pharma ist ein Unternehmen der Strüngmann Gruppe, so dass die Etablierung des Joint Ventures auch eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit einer der erfolgreichsten und kompetentesten Investorengruppen im deutschen und europäischen Biotechnologiesektor bedeutet.

Sehr vielversprechend gestaltete sich die Entwicklung unseres am weitesten entwickelten Biosimilarkandidaten FYB201, einem Nachfolgeprodukt für das Augenheilmittel Lucentis®2 (Ranibizumab). FYB201 ist nach unserer Kenntnis weiterhin weltweit der einzige Biosimilar-Kandidat für Lucentis® in einer klinischen Phase-III-Studie für die regulierten Märkte. Neben der fortgeschrittenen klinischen Prüfung, welche von unserem Lizenznehmer verantwortet wird, arbeitet Formycon intensiv an der Vorbereitung der Zulassungsunterlagen, deren Anforderungen eng mit den jeweiligen regulatorischen Behörden abgestimmt werden. Eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung vorausgesetzt, ist die Markteinführung nach Ablauf des gesetzlichen Schutzes des Referenzproduktes in den USA ab dem Jahr 2020 geplant. Mit der Entwicklung eines innovativen, durch eigene Patentanmeldungen unterlegten, Applikationssystems verbessert Formycon zusätzlich die Voraussetzungen einer aussichtsreichen Marktpositionierung von FYB201.

1 Stelara® ist eine eingetragene Marke von Johnson & Johnson 2 Lucentis® ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.

Brief an die Aktionäre

Dr. Carsten Brockmeyer CEO

Dr. Nicolas Combé CFO

Die Fortschritte des Jahres 2017 zeigten sich auch im Wachstum unseres Unternehmens, sowohl beim Umsatz als auch bei der Anzahl der Mitarbeiter. Hatten wir zu Jahresbeginn 70 Mitarbeiter, waren es Ende 2017 bereits 83. Um auf die kommenden Anforderungen aus den Projekten optimal vorbereitet zu sein, haben wir die Weiterentwicklung der Geschäftsabläufe und der Organisation vorangetrieben. Hier haben wir in 2017 parallel zur operativen Projektarbeit gezielte Maßnahmen erfolgreich umgesetzt, welche den Rahmen für eine effiziente und skalierbare Organisation geschaffen haben.

Ein Unternehmen wie Formycon, das einerseits eine noch überschaubare Größe hat, andererseits aber an komplexen pharmazeutischen Produkten arbeitet, kann nur im Team funktionieren. Dabei kommt es auf jeden einzelnen Mitarbeiter an. Bei Formycon ist jeder Experte in seinem Spezialgebiet und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen unserer Projekte. Trotz des starken Wachstums sind wir aber ein Unternehmen des familiären Umgangstons, der offenen Türen und der konstruktiven Diskussion geblieben. Auch das macht uns besonders, und darauf sind wir stolz.

Bei alledem haben wir klar vor Augen: Wir entwickeln mit ganzer Kraft Biosimilars, um für Patienten den Zugang zu wichtigen Arzneimitteln zu verbessern, für Ärzte neue Behandlungsoptionen zu schaffen und um finanzielle Entlastungspotenziale für die Gesundheitssysteme zu ermöglichen. Die Herausforderungen in der Produktentwicklung liegen dabei oft im Detail, und es zeichnet unser Team aus, dass es immer wieder gelingt, die passenden Lösungen zu finden.

Die positive Entwicklung von Formycon wird, so unser Eindruck, auch von vielen Kapitalmarktteilnehmern gesehen. In zahlreichen Gesprächen mit Investoren und Analysten haben wir im vergangenen Jahr die Rückmeldung erhalten, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das sieht übrigens auch die Redaktion des Magazins Focus so: Im November 2017 wurden wir bereits zum zweiten Mal in Folge als eines der wachstumsstärksten Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet: Danach belegte Formycon Platz 1 in der Kategorie Pharma und Chemie sowie Platz 3 unter insgesamt 500 untersuchten Unternehmen. Ein weiterer Beleg für ein erfolgreiches Jahr ist der erfreuliche Verlauf unseres Aktienkurses, welcher im vergangenen Jahr um rund ein Drittel zulegen konnte.

Gestiegen sind auch die Umsätze aller Referenzprodukte unserer drei veröffentlichten Biosimilarkandidaten. 2017 betrugen diese zusammen über 13 Milliarden Dollar. Und die Märkte dieser Arzneimittel expandieren weiter. Eylea®3, Referenzprodukt für unser FYB203-Biosimilar und wie Lucentis® ein Mittel zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration sowie weiterer ernsthafter Augenerkrankungen, ist mittlerweile eines der umsatzstärksten Medikamente überhaupt. Stelara®, ebenfalls mit starken Wachstumsraten im Jahr 2017, hat erhebliches zusätzliches Potenzial durch mögliche Indikationserweiterungen im Bereich der Immunologie. Das bestätigt uns darin, dass wir mit unseren Produktkandidaten die richtige Auswahl getroffen haben und in sehr attraktiven Indikationsgebieten positioniert sind.

Biosimilars werden zukünftig einen wesentlichen Anteil der Patientenversorgung mit biopharmazeutischen Arzneimitteln ausmachen − da sollte das Rekordjahr 2017 erst der Anfang sein. Wir arbeiten daran, dass von Formycon entwickelte Biosimilars hier ihren Platz finden und eine gewichtige Rolle spielen können.

Begleiten Sie uns weiter bei unseren Fortschritten!

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

Bei Formycon ist jeder Experte in seinem Spezialgebiet und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen unserer Projekte.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die Ertragslage des Konzerns unterrichtet.

Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle besprochen. Zudem erfolgten regelmäßige Abstimmungen mit dem Vorstand zu Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens.

In vier Sitzungen wurden alle Geschäftsvorfälle und anstehenden Entscheidungen, die nach Gesetz und der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, ausführlich behandelt. An diesen Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsra-

tes teilgenommen.

Schwerpunktmäßig wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrates die Sicherung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft und die gegenwärtige und künftige Entwicklung der Geschäftsbereiche erörtert, insbesondere im Hinblick auf den Stand der Entwicklungen sowie den Bemühungen um den Start der vorklinischen und klinischen Studien und den damit verbundenen Personalfragen. Außerdem hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand wichtige strategische Projekte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzungen waren die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Konzepte für das zukünftige Wachstum des Unternehmens.

Die Entwicklung und die Unternehmensplanung waren jeweils quartalsmäßig Gegenstand der Erörterung von Vorstand und Aufsichtsrat. Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden insbesondere konkrete Wertansätze im Einzelnen diskutiert sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Kapitalstruktur des Unternehmens.

Der Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss zum 31.12.2017 inklusive der Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 bestellten Abschlussprüfer PanTax Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Bericht des Aufsichtsrats Dr. Olaf Stiller Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt. Der Aufsichtsrat hat zudem von seinem Recht Gebrauch gemacht, Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft zu nehmen, insbesondere durch Vorlage von bedeutenden Einzelverträgen, auch unabhängig von ihrer Zustimmungsbedürftigkeit. Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Genehmigung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden.

Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 4. April 2018 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Formycon AG und den Konzernabschluss der Formycon Gruppe. Der Jahresabschluss der Formycon AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2017 geleistete Arbeit.

München, im April 2018

Dr. Olaf Stiller Vorsitzender des Aufsichtsrats

Formycons Produkt-Pipeline umfasst derzeit vier Biosimilarprojekte. Drei davon befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung: zwei in der präklinischen Phase (FYB202 und FYB203) und eines (FYB201) am Ende der klinischen Phase III. Über den vierten Biosimilar-Kandidaten (FYB205) wurden bisher keine Details veröffentlicht.

Im Folgenden geben Ihnen die Projektmanager einen Überblick über FYB201, FYB202 und FYB203 sowie Informationen zu den jeweiligen Indikationsgebieten, dem Marktumfeld und unseren Entwicklungsaktivitäten.

Unsere Biosimilarprojekte

Formycon AG Geschäftsbericht 2017

Präklinische Phase Klinische Phase III

Dr. Maria Mayr Senior Program Manager

FYB201 soll das erste Biosimilar aus unserem Hause sein, das es auf den Markt schafft.

FYB201 ist unser am weitesten fortgeschrittenes Projekt. Es handelt sich um einen Biosimilar-Kandidaten für den ophthalmologischen Blockbuster Lucentis® (Wirkstoff: Ranibizumab), der von Genentech und Novartis vermarktet wird.

Entwicklungsstand Dezember 2017

Biosimilar-Kandidat

Formycon AG Geschäftsbericht 2017

Ranibizumab wird bei Erwachsenen zur Behandlung verschiedener Augenerkrankungen angewendet, die Schäden an der Netzhaut (Retina) verursachen und zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens führen. Dabei verursacht der sogenannte endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) eine übermäßige Bildung von Blutgefäßen in der Netzhaut, was einen fortschreitenden Verlust des zentralen Sehens zur Folge hat. In vielen Fällen kommt es dabei zu einer hochgradigen Sehbehinderung oder gar Blindheit.

Ein wesentliches Anwendungsgebiet von Ranibizumab ist die neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration (nAMD). Durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft hat der Anteil der davon betroffenen Menschen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten deutlich zugenommen. Heute ist AMD in den Industriestaaten die Hauptursache der Erblindung bei über Fünfzigjährigen. Konkret verursacht sie 32 Prozent der Neuerblindungen, gefolgt von Glaukom und diabetischer Retinopathie mit je 16 Prozent. Weltweit sind 25 bis 30 Millionen Menschen davon betroffen, andere Schätzungen gehen von 30 bis 50 Millionen aus. Jährlich kommen zirka 500.000 Neuerkrankungen hinzu. In Deutschland leiden an einer Form der Makuladegeneration schätzungsweise zwei Millionen Menschen, jährlich erkranken daran 33.000 bis 45.000 Menschen neu.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der trockenen und der feuchten Makuladegeneration. Am häufigsten tritt die trockene Form der AMD auf. Schätzungsweise 85 bis 90 Prozent der Patienten sind an dieser Variante, für die bis dato jedoch keine wirksame Therapie existiert, erkrankt. Die feuchte Form – die neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration (nAMD) – macht hingegen etwa 15 Prozent aller AMD-Fälle aus und kann behandelt werden. Dabei werden Hemmer des Gefäßwachstums, sogenannte Anti-VEGFs (Anti-Vascular Endothelial Growth Factor) in den Glaskörper des Auges injiziert. Damit kann das weitere VEGF-induzierte Wachstum und somit das Fortschreiten der Sehverschlechterung gestoppt werden.

In der Regel kommt die Erkrankung schleichend und wird vom Patienten oft lange Zeit nicht bemerkt. Wird sie jedoch erkannt, kann die feuchte AMD mit den bestehenden Therapien gut behandelt werden.

Ranibizumab zählt neben Aflibercept zu den am häufigsten angewandten Anti-VEGFs. Im Jahr 2017 hat Lucentis® einen globalen Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar erwirtschaftet und weist weiterhin ein deutliches Wachstum auf.

FYB201, so der Plan, soll das erste Biosimilar aus unserem Hause sein, das es auf den Markt schafft. Das wäre für Formycon ein großer Erfolg und der Lohn für eine jahrelange intensive Entwicklungsarbeit. Natürlich sollen sich diese Anstrengungen auch finanziell auszahlen: Formycon wird an potenziellen Produktumsätzen signifikant beteiligt sein.

Nachdem wir bei der Entwicklung unseres ersten Biosimiliar-Kandidaten signifikante Meilensteine erreicht hatten, konnten wir FYB201 im Jahr 2013 erfolgreich an die Santo Holding GmbH auslizenzieren. In der Folge beteiligte sich der größte polnische Arzneimittelhersteller, die Polpharma SA, mit 50 Prozent an dem Projekt. Santo Holding und Polpharma gründeten daraufhin das Joint Venture Bioeq IP AG und brachten FYB201 in diese Gesellschaft ein.

Unter der Verantwortung der Bioeq wurde Anfang 2016 eine globale klinische Phase-III-Studie mit FYB201 gestartet. Die Studie hat zum Ziel, bei Patienten mit neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD) die Vergleichbarkeit von FYB201 mit Lucentis® hinsichtlich Sicherheit, Wirksamkeit und Immunogenität nachzuweisen. Die Studie wurde in Abstimmung mit der US-Arzneimittelbehörde FDA sowie mit der europäischen Zulassungsbehörde EMA entwickelt und soll die Zulassung von FYB201 in den hoch regulierten Märkten unterstützen.

Neben dem eigentlichen Biosimilar entwickeln wir auch ein eigenes Applikationssystem zur Verabreichung des Wirkstoffes. Dies soll dazu beitragen, die Marktposition von FYB201 weiter zu verbessern.

Nach der Auswertung der Phase-III-Daten ist geplant, die Zulassungsunterlagen für FYB201 bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einzureichen. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass unser Partner im Jahr 2020 nach Ablauf des Patentes des Referenzproduktes in den USA als erstes Unternehmen mit einem Ranibizumab-Biosimilar auf den Markt kommen kann. In Europa ist die Markteinführung für 2022 geplant.

So geht's weiter

Geplante Markteinführung in den USA

Präklinische Phase Klinische Phase I Klinische Phase III

Dr. Björn Capsius Director Clinical Development

Bei FYB203 handelt es sich um einen Biosimilar-Kandidaten zu Aflibercept, einem Wirkstoff, der unter dem Handelsnamen Eylea® von Regeneron und Bayer vertrieben wird. Wie Lucentis® wird Eylea® zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und anderer ernsthafter Augenerkrankungen eingesetzt, beispielsweise beim diabetischen Makulaödem (DME), retinalem Venenverschluss (RVO) und krankhafter Gefäßbildung (CNV) aufgrund pathologischer Kurzsichtigkeit.

Entwicklungsstand Dezember 2017

Biosimilar-Kandidat

fyb 203 zu Eylea®*

Bei planmäßigem Verlauf wird unser Partner FYB203 im Jahr 2023 in den USA auf den Markt bringen können.

Formycon AG Geschäftsbericht 2017

Weltweiter Umsatz Referenz-Produkt Weltweite Abdeckung des Marktes für die Anti-VEGF Therapien durch Aflibercept und Ranibizumab

Indikationsgebiet

Bei Aflibercept handelt es sich um ein humanes, rekombinantes Fusionsprotein, das neben dem vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor VEGF-A auch an den plazentaren Wachstumsfaktor PLGF bindet. Damit unterdrückt Aflibercept die Entstehung von Blutgefäßen in der Netzhaut, die die Sehfähigkeit verschlechtern. Ebenso wie Lucentis® wird Eylea® direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Üblicherweise geschieht dies in der ersten Behandlungsphase jeweils einmal monatlich, anschließend erfolgt im Fall von AMD und DME die Behandlung alle zwei Monate.

Aufgrund der unterschiedlichen Wirkmechanismen ergänzen sich Aflibercept und Ranibizumab in der Praxis sehr gut. Manche Patienten sprechen besser auf Aflibercept, andere besser auf Ranibizumab an. Mit unseren Biosimilars soll der Zugang zu qualitativ hochwertigen und kosteneffizienteren Behandlungsmöglichkeiten für Ärzte und Patienten im Bereich der Augenheilkunde verbessert werden.

Die Entwicklung von FYB203 befindet sich aktuell in der fortgeschrittenen präklinischen Phase, wobei wir bereits die Vergleichbarkeit unseres Produktes zum Referenzprodukt analytisch zeigen konnten. Zudem haben wir die Entwicklung eines effizienten Herstellungsprozesses weitestgehend abgeschlossen. Wie bei FYB201 arbeiten wir zudem an einem eigenen Applikationssystem zur Verabreichung des Wirkstoffes.

Im Mai 2015 haben wir FYB203 an die Santo Holding GmbH auslizenziert. Auch bei diesem Produkt werden wir signifikant an potenziellen Produktumsätzen beteiligt sein.

5.929 Mio.\$ 90%

Unsere Entwicklungsschritte

Zusammen decken Aflibercept und Ranibizumab mehr als 90 Prozent des weltweiten Marktes für Anti-VEGF Therapien ab, der 2017 bei etwa 9,3 Milliarden US-Dollar lag. 2017 betrug der Umsatz von Eylea® allein rund sechs Milliarden US-Dollar bei einem gleichzeitig kräftig wachsenden Marktvolumen. So stieg der Umsatz 2017 in den USA gegenüber der Vorjahreszeit um elf Prozent, außerhalb der USA legte er sogar um fast 20 Prozent zu.

Eine wesentliche Rolle spielt hierbei der demographische Wandel: Da die Menschen immer älter werden, steigt auch die Verbreitung von altersbedingten Augenerkrankungen und damit die Nachfrage nach effektiven Behandlungsmöglichkeiten.

Der Markt

Im nächsten Schritt streben wir den Eintritt in die klinische Phase an. Bei planmäßigem Verlauf wird unser Partner FYB203 im Jahr 2023 in den USA auf den Markt bringen können, wenn dort der gesetzliche Schutz für das Referenzprodukt ausläuft. Der Markteintritt in Europa ist für 2025 vorgesehen.

So geht's weiter

Präklinische Phase Klinische Phase I Klinische Phase III

Dr. Susanne Pippig Director Preclinical Research and Development

Mit FYB202, unserem Biosimilar-Kandidaten zu Stelara® (Wirkstoff: Ustekinumab), haben wir ein spannendes Projekt in unserer Pipeline, das auf gleich mehrere Indikationen im entzündungshemmenden Bereich abzielt.

Entwicklungsstand Dezember 2017

fyb 202 Biosimilar-Kandidat zu Stelara®*

Die Entwicklung eines effizienten Herstellungsprozesses unseres Biosimilar-Kandidaten wurde abgeschlossen.

Formycon AG Geschäftsbericht 2017

Bei Ustekinumab handelt es sich um einen humanen monoklonalen Antikörper, der gegen die Zytokine Interleukin-12 und Interleukin-23 gerichtet ist und zur Behandlung verschiedener schwerwiegender inflammatorischer Erkrankungen wie mittelschwerer bis schwerer Psoriasis (Schuppenflechte) eingesetzt wird. 2016 erfolgte eine Indikationserweiterung für die Behandlung von Morbus Crohn, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Darüber hinaus wird das Präparat auch bei psoriatrischer Arthritis eingesetzt. Die Ausweitung auf weitere Indikationen, beispielsweise Ulcerative Colitis, wird geprüft.

liche Hautkrankheit. Sie zeigt sich im Wesent-

lichen durch stark schuppende und gerötete punktförmige bis handtellergroße Hautstellen – oft mit starkem Juckreiz – sowie Veränderungen an den Nägeln. Weltweit leiden etwa 125 Millionen Menschen daran, in Deutschland sind es zirka zwei Millionen.

Die Krankheit verläuft bei jedem Patienten anders: So heilt sie bei einigen scheinbar aus und tritt nur einmal im Leben auf. Bei anderen dagegen wechseln Phasen mit starker und geringer beziehungsweise fehlender Aktivität der Erkrankung. Psoriasis hat häufig eine starke soziale Komponente. Die juckende, schuppende und abblätternde Haut ist für viele Betroffene eine große Belastung.

Morbus Crohn gehört zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, die im gesamten Verdauungstrakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten kann. Ursache und Entwicklung sind bislang nicht geklärt. Heute gilt der Morbus Crohn als Autoimmunerkrankung im weiteren Wortsinne, da die Darmschleimhaut durch eine Immunreaktion gegen die Darmflora geschädigt wird. Typische Symptome des Morbus Crohn sind Bauchschmerzen und Durchfall, der manchmal blutig sein kann. Auch Fieber, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen können entstehen.

In den westlichen Industriestaaten liegt die jährliche Anzahl der Neuerkrankungen mit Morbus Crohn bei etwa sieben bis acht auf 100.000 Einwohner, der Bestand an Erkrankten bei etwa 150 auf 100.000 Einwohner. Die Zahl der Erkrankungen hat in den vergangenen 20 Jahren zugenommen, wobei meist junge Erwachsene zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr sowie ältere Menschen ab einem Alter von 60 Jahren erkranken.

Ähnlich wie Psoriasis ist auch Morbus Crohn für die Betroffenen mit großen Einschränkungen verbunden, weil sie beispielsweise unter starken Bauchschmerzen und Durchfällen leiden.

Bei der Therapie des Morbus Crohn unterscheidet man zwischen der Schubtherapie und der Remissionserhaltung. Ziel der Schubtherapie ist die Linderung der akuten Symptome. Mit der remissionserhaltenden Therapie soll hingegen die Zahl der Schübe verringert werden. Medikamente und operative Therapieansätze ergänzen sich dabei.

Patienten, die schwere Schübe haben, bei denen häufige Schübe auftreten, aber auch Patienten, bei welchen bei dem Versuch, Cortison abzusetzen, die Krankheit immer wieder aufflammt, erhalten nach den derzeitigen Leitlinien eine remissionserhaltende Therapie. Dazu kommen derzeit drei Medikamentengruppen in Frage, nämlich Immunsuppressiva wie Cortison oder Azatioprin, TNF-α-Blocker sowie der Integrin-Antagonist Vedolizumab. Diese Therapien erzielen nicht immer eine Remission, und zu ihren Nebenwirkungen gehören teilweise ein erhöhtes Risiko von Infektionen und Krebserkrankungen.

Stelara® bietet hierzu eine hochinteressante und effektive Behandlungsalternative. So hat dieser monoklonale Antikörper in Phase-3-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn, die nicht auf TNF-Inhibitoren oder andere Standardmedikamente ansprachen, eine Remission erzielt und unter einer Erhaltungstherapie Rezidive verhindert. Das Mittel hat sich in der Behandlung der Psoriasis und Psoriasis-Arthritis in der Langzeitanwendung bisher als sicher erwiesen.

Indikationsgebiet

Der Markt

Stelara® ist ein hochpreisiges Arzneimittel. Die Preisspanne reicht von rund 4.500 Euro für eine niedrigdosierte Anwendung in der EU bis zu zirka 19.000 US-Dollar für eine Anwendung in hoher Dosierung in den USA.

So summierten sich die globalen Umsätze 2017 auf vier Milliarden US-Dollar bei anhaltend hohen Zuwachsraten. Dabei bietet die mögliche Anwendung von Ustekinumab in weiteren Indikationen zusätzliches Umsatzpotenzial.

Beim FYB202-Programm befinden wir uns in der fortgeschrittenen präklinischen Phase. Durch die Anwendung dutzender analytischer Methoden konnten wir die analytische Vergleichbarkeit von FYB202 zum Referenzprodukt nachweisen. Die Entwicklung eines effizienten Herstellungsprozesses unseres Biosimilar-Kandidaten wurde abgeschlossen. Zudem haben wir eigene Patente, zum Beispiel im Bereich der Formulierung, angemeldet. Unser nächstes Ziel ist es, das Projekt für den Eintritt in die klinische Entwicklung vorzubereiten.

Weltweiter Umsatz vom Referenz-Produkt

Unsere Entwicklungsschritte

So geht's weiter

Ende 2017 haben wir FYB202 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Berliner Aristo Pharma GmbH eingebracht, einem Unternehmen der Strüngmann-Gruppe. An der Gesellschaft, die den Namen FYB 202 GmbH & Co. KG trägt, ist Formycon mit 24,9 Prozent und Aristo Pharma mit 75,1 Prozent beteiligt. Es ist vereinbart, dass nach einer Pilotphase die weiteren Entwicklungskosten sowie die bisherigen Projektinvestitionen der Beteiligungsquote entsprechend getragen werden.

Analog sollen beide Unternehmen entsprechend ihrer Quote an den zu erwartenden Lizenzerträgen beziehungsweise späteren Produktumsätzen partizipieren. Ziel dieses Joint Ventures ist es, den Biosimilar-Kandidaten bis zur Zulassung zu entwickeln, wobei wir wie bei FYB201 und FYB203 Teile der weiteren Entwicklungsarbeit übernehmen. Kommen wir dabei wie geplant voran, ist der Markteintritt in den USA für das Jahr 2023 und in der EU für 2024 vorgesehen.

Die Zahl der Mitarbeiter bei Formycon hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt.

+100%

30

Wirtschaftsbericht Nachtragsbericht Prognosebericht

Grundlagen des Konzerns und der Formycon AG 32
Wirtschaftsbericht 34
Nachtragsbericht 41
Prognosebericht 42
Chancen- und Risikobericht 43
Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten 51
Bericht über Zweigniederlassungen 51

Formycon entwickelt biopharmazeutische Nachfolgeprodukte, sogenannte Biosimilars. Ziel ist es, die Biosimilarkandidaten mit Erreichen bestimmter Entwicklungsmeilensteine auszulizenzieren oder diese in Kooperation mit Entwicklungspartnern bis zur Zulassung weiter zu entwickeln. Formycon kann dabei die pharmazeutische Entwicklungskette von der Analytik und Zelllinienentwicklung über die Präklinik und Klinik bis hin zur Zulassung vollständig abdecken und so auch nach einer Auslizenzierung oder im Rahmen einer Kooperation Teile der Entwicklung übernehmen. Die Verantwortung für die spätere Produktion und Vermarktung der Produkte liegt in der Regel bei den Partnerunternehmen.

Zum Jahresende 2017 arbeitete Formycon an folgenden Biosimilarprojekten:

  • FYB201: Hierbei handelt es sich um einen Biosimilarkandidaten zu dem ophthalmologischen Arzneimittel Lucentis®1 (Ranibizumab). Lucentis® wird zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und anderer ernsthafter Augenerkrankungen eingesetzt. Das Projekt befand sich Ende Dezember 2017 in einer globalen klinischen Phase-III-Studie.
  • FYB202 ist ein Biosimilarkandidat für Stelara®2 (Ustekinumab). Das Arzneimittel wird zur Behandlung verschiedener schwerwiegender inflammatorischer Erkrankungen wie mittelschwerer bis schwerer Psoriasis (Schuppenflechte) und zur Behandlung von Morbus Crohn eingesetzt. FYB202 befand sich Ende 2017 in der präklinischen Phase.
  • FYB203 ist ein Biosimilarkandidat für Eylea®3 (Aflibercept). Wie Lucentis® wird Eylea® zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und anderer ernsthafter Augenerkrankungen eingesetzt. Das Projekt befand sich zum Jahresausklang 2017 in der Präklinik.
  • FYB205: Zu diesem Projekt hat Formycon bislang keine Details bekanntgegeben. Die Rechte an diesem Projekt liegen bei Formycon.

Die Struktur der Unternehmensgruppe entspricht dem Geschäftsmodell. Die eigentliche Forschung und Entwicklung erfolgt durch die Formycon AG, die diese Tätigkeit für eigene Projekte, verbundene Unternehmen oder produktspezifisch ausgelagerte Tochterunternehmen wie die Formycon Project 201 GmbH und die Formycon Project 203 GmbH erbringt. Die Namensgebung dieser Tochtergesellschaften entspricht dabei den jeweiligen Biosimilarprojekten. FYB201 ist an die Bioeq IP AG auslizenziert, während sich die Vermarktungsrechte für FYB203 bei der Santo Holding (Deutschland) GmbH befinden. Darüber hinaus erbringt die Formycon AG Entwicklungsleistungen für die FYB 202 Project GmbH, ein Tochterunternehmen der FYB 202 GmbH & Co. KG, in welchem die Projektrechte für FYB202 liegen.

Die Konzernstruktur sieht wie folgt aus:

Die Formycon Project 201 GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 als erstes Unternehmen ausgegründet. In diese Gesellschaft, wie auch in die Formycon Project 203 GmbH, wurden jeweils die Projektaktivitäten der beiden auslizenzierten Biosimilarkandidaten FYB201 und FYB203 eingebracht.

Darüber hinaus hat Formycon im Dezember 2017 mit der zur Strüngmann-Gruppe gehörenden Aristo Pharma GmbH ein Joint Venture zur weiteren Entwicklung des Biosimilarkandidaten FYB202 gegründet. Formycon ist an dem Gemeinschaftsunternehmen, das den Namen FYB 202 GmbH & Co. KG trägt, mit 24,9 Prozent und Aristo mit 75,1 Prozent beteiligt. Entsprechend ihrer jeweiligen Anteile tragen Formycon und Aristo die anfallenden Entwicklungskosten beziehungsweise sind an den späteren potenziellen Erträgen aus der Vermarktung des Biosimilars beteiligt.

Generell fokussiert sich die Unternehmensgruppe Formycon derzeit auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für die eigenen Biosimilarprojekte. Darüber hinausgehende Geschäftsprozesse sind unwesentlich.

Der künftige Absatzmarkt von Formycon ist der Pharmamarkt. Als wesentlicher externer Einflussfaktor sind deshalb gesundheitspolitische Maßnahmen zu nennen.

Geschäftsmodell

I Grundlagen des Konzerns und der Formycon AG

Formycon AG Geschäftsbericht 2017

1 Lucentis® ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.

2 Stelara® ist eine eingetragene Marke von Johnson & Johnson

3 Eylea® ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc.

Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) im Jahr 2017 so kräftig gewachen wie seit 2011 nicht mehr: das Bruttoinlandsprodukt nahm preisbereinigt um 2,2 Prozent zu. Nach Einschätzung des Ministeriums befand sich die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr dabei in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung, basierend auf einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten seien gut ausgelastet gewesen, die Beschäftigung lag auf Rekordniveau, und die Verbraucherpreise waren stabil.

Während in den vorangegangenen Jahren der Konsum die treibende Kraft der Konjunktur gewesen sei, kam es 2017 durch das verbesserte weltwirtschaftliche Umfeld zusätzlich zu verstärkten außenwirtschaftlichen Impulsen. Die kräftigen Exporte stimulierten auch die Investitionen in Ausrüstungen. Die Investitionen in Bauten blieben angesichts der hohen Nachfrage und dem günstigen Finanzierungsumfeld ebenfalls rege. Alles in allem kam es somit im vergangenen Jahr zu einem Aufschwung auf breiter binnen- und außenwirtschaftlich fundierter Basis. Allerdings, so das BMWi, sei in bestimmten Segmenten des Arbeitsmarktes auch die Knappheit an Fachkräften spürbar geworden.

Auch die Aussichten für das Jahr 2018 sind nach Einschätzung des BMWi gut. So prognostizierte das Ministerium einen weiteren Zuwachs von 1,9 Prozent.

Auch die Pharmaindustrie hat sich 2017 erneut positiv entwickelt. Nach Angaben des Onlineportals Statista summierten sich die Umsätze auf dem deutschen Pharmamarkt in den ersten neun Monaten auf 30,6 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber der Vorjahreszeit. Im gesamten Jahr 2016 erreichte der Umsatz 39,5 Milliarden Euro, wobei die Erlöse in den Vorjahren stetig gestiegen waren. So lagen sie 2006, also zehn Jahre zuvor, noch bei 25,3 Milliarden Euro.

Die Chemie- und Pharmaindustrie in Deutschland verzeichnete 2017 zusammengenommen ein kräftiges Umsatzwachstum von über fünf Prozent, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) vermeldete. Durch eine starke Industriekonjunktur in ganz Europa, die im Jahresverlauf noch Fahrt aufgenommen habe, sei die Produktion deutlich gestiegen, während die Auslastung der Anlagen hoch blieb.

Das Auslandsgeschäft profitierte demnach von einer robusten Nachfrage aus China, der Belebung der Wirtschaft in den USA und der wirtschaftlichen Stabilisierung in den Schwellenländern. Insgesamt sei die Chemieproduktion inklusive Pharma um 2,5 Prozent gestiegen. Der Aufschwung in Deutschlands drittgrößter Branche führte laut VCI mit 451.500 Mitarbeitern zum höchsten Beschäftigungsstand seit 13 Jahren. "Nach eher durchwachsenen Ergebnissen in den drei vorherigen Jahren hat 2017 das Prädikat 'gut' ohne Einschränkung verdient", sagte VCI-Präsident Kurt Bock.

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) wies zudem darauf hin, dass 2017 die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten weiter verbessert worden seien. So hätten sich die Therapieoptionen durch 31 Medikamente mit neuem Wirkstoff erweitert, wobei Biosimilars hier noch nicht mitgerechnet worden seien.

Die Geschäfte des Formycon-Konzerns sowie der Formycon AG verliefen in der Berichtszeit planmäßig. Bei einem Umsatz von 29.004 T€ schloss der Konzern mit einem Nettoergebnis von minus 1.581,3 T€ ab. Die AG setzte 16.391,4 T€ um und erzielte ein Ergebnis von −1.492,1 T€. Der Konzern als auch die Muttergesellschaft AG sind frei von Finanzschulden.

2017 hat Formycon erneut zahlreiche unternehmerische Meilenstei-

ne erreicht:

Im Februar 2017 teilte Formycon mit, in das neue Börsensegment "Scale" für kleine und mittelgroße Unternehmen zu wechseln. Der Übergang vom bisherigen Entry Standard fand schließlich am 1. März des Jahres statt.

Im Mai legte Formycon seine Bilanz des Jahres 2016 offen. Erneut war das Unternehmen deutlich gewachsen.

Ebenfalls im Mai 2017 gab Formycon bekannt, dass es sich bei dem Entwicklungsprojekt FYB202 um einen Biosimilarkandidaten zu Stelara® (Ustekinumab) handelt.

Im Juli 2017 unterzeichnete Formycon mit der Santo Holding (Deutschland) GmbH eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung von FYB202.

Im selben Monat nahm Formycon im Rahmen einer Privatplatzierung einen Bruttoemissionserlös in Höhe von sechs Millionen Euro ein.

Im November bestätigte Formycon die Verträge der beiden Vorstände Dr. Carsten Brockmeyer und Dr. Nicolas Combé bis Mitte 2022. Der Vertrag von Dr. Stefan Glombitza, der den Vorstand im Herbst 2016 als Chief Operating Officer und drittes Mitglied ergänzte, war bereits bei seinem Antritt auf 30. September 2021 terminiert worden.

Ebenfalls im November wurde Formycon vom Magazin Focus bereits zum zweiten Mal als eines der wachstumsstärksten Unternehmen ausgezeichnet: Danach belegte das Unternehmen Platz 1 in der Kategorie Pharma und Chemie sowie Platz 3 unter insgesamt 500 untersuchten Unternehmen.

Im Dezember 2017 gründete Formycon in Folge der im Sommer 2017 abgeschlossenen Absichtserklärung zusammen mit der zur Strüngmann-Gruppe gehörenden Aristo Pharma GmbH ein Joint Venture für die weitere Entwicklung von FYB202, einem Biosimilar-Projekt zu Stelara®. Formycon ist an dem Gemeinschaftsunternehmen namens FYB 202 GmbH & Co. KG mit 24,9 Prozent beteiligt.

Geschäftsverlauf

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Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II Wirtschaftsbericht

Darüber hinaus haben Formycon und der Lizenzpartner Bioeq IP AG die klinische Phase-III-Studie, in welcher der Lucentis®-Biosimilarkandidat FYB201 gegen das Referenzprodukt getestet wird, im Jahr 2017 weiter vorangebracht. Aus dieser Entwicklung wird im Jahresverlauf 2018 die Erreichung wichtiger Meilensteine erwartet.

Das Fortschreiten der Biosimilar-Projekte in spätere Entwicklungsphasen, der deutliche Personalaufbau sowie die Vorbereitung auf weitere Wachstumsschritte wurde in 2017 auch durch eine organisatorische Weiterentwicklung begleitet. Im Zentrum stand dabei die konsequente Fokussierung auf operative Exzellenz, also auf klare und effektive Prozesse sowie Organisationsstrukturen. Das Ziel dabei war, die unternehmensinternen Abläufe so schlank und wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, um einerseits unternehmerische Agillität und hohe Qualitätsstandards zu erhalten und andererseits eine skalierbare Organisation für künftige Erweiterungen des Produktportfolios zu schaffen. In diesem Zusammenhang hat Formycon im vergangenen Jahr wichtige Unternehmensbereiche durch weitere sehr kompetente und erfahrene Manager ergänzt.

Im November und Dezember absolvierte Formycon zudem erfolgreich eine Arbeitssicherheits-Prüfung durch die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie. Nach einem umfassenden Audit erhielt das Unternehmen das Gütesiegel "Sicher mit System" verliehen.

Darüber hinaus meldete Formycon auch 2017 wieder mehrere projektbezogene Patente an, die bei der weiteren Entwicklung und späteren Zulassung der Biosimilars eine bedeutende Rolle spielen können.

Strategisch positioniert sich Formycon unverändert als ein führendes unabhängiges Unternehmen zur Entwicklung von hoch qualitativen Biosimilars. Dabei fokussiert sich Formycon insbesondere auf die stark regulierten Märkte in Europa und den USA. Ausgefeilte Entwicklungsprozesse führen zu schnellen und zuverlässigen Ergebnissen. Formycon strebt an, auch in Zukunft ein bevorzugter Partner für führende Pharmakonzerne sowie Generikaunternehmen zu sein.

Die Aktien der Formycon AG sind zu rund 50 Prozent im Besitz von Family Offices und institutionellen Investoren. Weitere rund 20 Prozent befinden sich in den Händen der Gründer und des Managements. Zirka 30 Prozent der Anteilsscheine sind im Streubesitz. Die Aktien der Formycon AG waren bis Ende Februar 2017 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Seit 1. März 2017 notieren die Anteilsscheine im Börsensegment "Scale" für kleine und mittlere Unternehmen. Mit dessen Start am 7. Februar 2018 wurde die Aktie zudem in den neu aufgelegten Scale 30-Index der Deutsche Börse AG, welcher die 30 liquidesten Aktien aus dem Segment "Scale" umfasst, aufgenommen.

Seit Juli 2016 unterliegt Formycon zudem den Anforderungen der Marktmissbrauchsverordnung (MAR). Demnach ist das Unternehmen verpflichtet, kursrelevante Ad-Hoc-Meldungen zu veröffentlichen, Wertpapiergeschäfte von Führungskräften zu melden (Director´s Dealings) und sogenannte Insiderlisten zu führen. Formycon

hat diese Anforderungen fristgerecht umgesetzt und, wo erforderlich, entsprechende Prozesse in das bestehende Risikomanagementsystem integriert.

Die Aktien der Formycon AG notierten zum Jahresbeginn 2017 bei einem Kurs von 24,45 Euro und lagen am 29. Dezember, dem letzten Handelstag des Jahres, bei 32,20 Euro. Das entspricht einem Kurszuwachs auf Jahressicht um fast 33 Prozent.

Das Jahr 2017 war erneut von einem deutlichen Personalaufbau geprägt. Während Formycon zu Jahresbeginn 70 Mitarbeiter beschäftigte, lag die Zahl Ende Dezember bei 83. Davon waren 72 im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Deutlich ausgeweitet wurde unter anderem der Bereich Regulatory Affairs, der für regulatorische und zulassungsrelevante Fragen zuständig ist. Hintergrund ist auch hier, das Unternehmen für die geplanten Einreichungen von Zulassungsunterlagen personell adäquat aufzustellen.

Die Tätigkeit des Konzerns beschränkte sich 2017 wie in den Vorjahren im Wesentlichen auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Muttergesellschaft. Im Einzelnen gab es folgende Kostenblöcke:

In der Forschung und Entwicklung waren Ende 2017 72 Mitarbeiter tätig. Die gesamten Aufwendungen in Höhe von 31.080.765 € wurden als Aufwand verbucht. Die Forschungsaufwendungen überstiegen die Umsatzerlöse. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Zugehörige Patente wurden angemeldet, die Produktentwicklungen schreiten voran, so dass unverändert mit einem planmäßigen Entwicklungsverlauf gerechnet werden kann.

Der im Folgenden als Geschäftsjahr 2017 bezeichnete Zeitraum bezieht sich auf den 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Lagebericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Aktie

Mitarbeiter

Forschung und Entwicklung

Lage

in € Geschäftsjahr
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.485.694
Fremdleistungen 18.692.440
Personal 6.325.264
Abschreibungen 784.774
Sonstige 2.792.593
31.080.765

a. Ertragslage

Der Formycon-Konzern erwirtschaftete in der Berichtszeit einen Umsatz von 29.004 T€ gegenüber 19.533 T€ 2016 und erzielte einen Jahresfehlbetrag von − 1.581 T€. Der Materialaufwand stieg auf 21.178 T€, was einen Anstieg des Rohergebnisses von 4.276 T€ auf 8.365 T€ zur Folge hatte.

Die Formycon AG hat im Geschäftsjahr 2017 planmäßig die Entwicklung der vier Biosimilar-Projekte vorangetrieben. Infolge der Auslizenzierungen von FYB201 Ende 2013 und FYB203 im Jahr 2015 hat das Unternehmen wie schon in den Vorjahren nennenswerte Umsatzerlöse erwirtschaftet. Dabei erhielt die AG eine laufende Vergütung für Leistungen in der Produktentwicklung, die das Unternehmen im Auftrag der Lizenznehmer erbracht hat.

Im Rahmen der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Aristo Pharma GmbH hat Formycon seine Rechte (Intellectual Property) an dem Biosimilarprojekt FYB202 in die FYB 202 Project GmbH, eine 100prozentige Tochter der FYB 202 GmbH & Co. KG, übertragen. Dafür erhielt Formycon eine Vergütung, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf das Ergebnis positiv auswirkte. Insgesamt lag der Umsatz der AG damit bei 16.392 T€, das Ergebnis bei − 1.492 T€.

b. Finanzlage

Die Finanzlage sowohl des Formycon-Konzerns als auch der AG ist stabil. Die wesentlichen Liquiditätsindikatoren weisen wie in der Vergangenheit überdurchschnittlich gute Werte aus. Dem kurzfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 26.631 T€ stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 5.280 T€ gegenüber. Kreditfinanzierungen über Kreditinstitute und langfristige Darlehensfinanzierungen erfolgten in der Berichtszeit nicht.

Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 4.505 T€, der liquiditätsnahe Wertpapierbestand lag bei 10.974 T€. Auf die Kapitalflussrechnung wird verwiesen. Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatz) belief sich auf −5,45 %, das EBIT (Betriebsergebnis) betrug − 1.538 T€, das EBITDA (Betriebsergebnis plus Abschreibungen) lag bei −753 T€.

Die Gesellschaft hat keine Finanzschulden. Die Darstellung der Kapitalflüsse kann den folgenden Kapitalflussrechnungen entnommen werden:

Kapitalflussrechnung Konzern

Deutscher Rechnungslegungsstandard № 21

+ / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des − / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des − / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie + / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer − Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV −78,5 −61,9 −16,5 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des


Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
--------------------------------------
in T€ 2017 2016 Delta
T€ %
Jahresfehlbetrag −1581,4 −4066,1 2484,7 −61,1
+ / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
784,8 698,9 85,9 12,3
− / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens 11,6 28,9 −17,3 −59,8
= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals −785,0 −3.338,3 2.553,3 −76,5
+ / − Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 555,4 56,1 499,2 889,3
− / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie
anderer Aktiva
−4.415,3 −3.710,2 −705,1 19,0
+ / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer
Passiva 433,0 1.962,5 −1.529,4 −77,9
+ / − Zinsaufwendungen/Zinserträge 40,7 −8,5 49,2 −580,3
= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit −4.171,2 −5.038,4 867,3 −17,2
− Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV −78,5 −61,9 −16,5
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens 0,0 0,3 −0,3 −100,0
− Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen −432,3 −1.325,3 893,0 −67,4
− Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen −0,2 0,0 −0,2 0,0
+ erhaltene Zinsen 1,4 33,2 −31,8 −95,8
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit −509,6 −1.353,7 844,1 −62,4
+ Einzahlungen aus EK−Zuführungen von Gesellschaftern 6.233,5 86,5 6.147,0 7.104,7
− gezahlte Zinsen −42,1 −24,7 −17,4 70,3
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.191,4 61,8 6.129,6 9.918,2
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.510,6 −6.330,4 7.841,0 −123,9
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.966,9 20.297,2 −6.330,4 −31,2
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.477,5 13.966,9 1.510,6 10,8

c. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist im Berichtszeitraum unverändert geblieben, sie liegt bei 82,9 % und ist damit nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Das langfristig gebundene Vermögen ist investitionsbedingt gestiegen und wie bisher durch das Eigenkapital gedeckt, was gesunde Bilanzstrukturdaten impliziert.

Das Umlaufvermögen besteht weitgehend aus Liquidität und liquiditätsnahen Werten, so dass der bilanzierte Vermögensbestand kaum risikobelastet ist.

Da sich das Unternehmen nach wie vor in der Produktentwicklungsphase befindet, ist die Aussagekraft üblicher finanzieller Leistungsindikatoren mitunter beschränkt. Für den Konzern sind solche Leistungsindikatoren wesentlich, die die nachhaltige Fi-

nanzkraft messen.

Das Working-Capital, gemessen als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, belief sich zum Stichtag auf 21.351 T€. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen) lag bei −785 T€ und war damit, wie prognostiziert. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit lag mit −509 T€ unter den Abschreibungen.

Die Eigenkapitalrendite lag bei −6,8 %, die Gesamtkapitalrendite bei −5,5 %. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird auch auf den Forschungs- und Entwick-

lungsbericht verwiesen.

Formycon entwickelt für ausgewählte Kunden, die sich als Partner des Konzerns verstehen. Der vergleichsweise geringe Kundenstamm impliziert ein geringes Konfliktpotenzial. Gleichzeitig zeichnet sich die Geschäftstätigkeit durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus. Der Konzern beschäftigt überwiegend Forschungs- und Entwicklungspersonal. Die Mitarbeiterfluktuation ist aufgrund hoher Mitarbeiterzufriedenheit gering.

Nach Ende des Berichtszeitraums sind bilanziell keine besonderen Ereignisse bei

Formycon eingetreten.

Im Februar 2018 ist Formycon in den neu geschaffenen Scale 30-Index aufgenommen worden. Der Auswahlindex misst die Wertentwicklung der 30 liquidesten Aktien, die im Segment "Scale" gelistet sind. Maßgeblich für eine Aufnahme in den Index sind die Orderbuchumsätze an den Handelsplätzen Xetra und Börse Frankfurt. Die Gewichtung der Werte erfolgt nach Marktkapitalisierung und wird vierteljährlich angepasst. Mit dem neuen Auswahlindex sollen die meist gehandelten Titel im Segment "Scale" für Investoren noch visibler werden.

Kapitalflussrechnung Mutter

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Deutscher Rechnungslegungsstandard № 21

in T€ 2017 2016 Delta
T€ %
Jahresfehlbetrag −1.492,2 −4.182,1 2.689,89 −64,32
+ / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens 784,8 698,9 85,89 12,29
− / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens 11,6 29,2 −17,60 −60,20
= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals − 695,8 − 3.454,0 2.758,18 −79,86
+ / − Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 470,3 56,1 414,12 737,74
− / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie
anderer Aktiva
−6.039,7 −2.589,0 −3.450,70 133,29
+ / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer
Passiva 1.374,2 770,0 604,22 78,47
+ / − Zinsaufwendungen/Zinserträge 37,5 −8,5 45,95 −541,98
= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit −4.853,5 −5.225,3 371,78 −7,12
− Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV −78,5 −61,9 −16,53 26,70
− Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen −432,3 −1.325,3 893,00 −67,38
− Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen −20,2 −9,7 −10,60 109,83
+ erhaltene Zinsen 1,4 33,2 −31,81 −95,84
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit −529,6 −1.363,7 834,06 −61,16
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern des MU 6.233,5 86,5 6.146,99 7.106,34
− gezahlte Zinsen −38,9 −24,7 −14,13 57,18
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.194,6 61,8 6.132,85 9.926,67
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 811,5 −6.527,1 7.338,69 −112,43
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.610,6 20.137,7 −6.527,12 −32,41
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 14.422,1 13.610,6 811,57 5,96

III Nachtragsbericht

In den vergangenen Jahren hat Formycon seine erste Entwicklungsphase erfolgreich durchlaufen und mit der Kapitalisierung des Unternehmens, der Initiierung mehrerer Biosimilarprojekte sowie der Auslizenzierung von zwei Biosimilarkandidaten erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere mit dem Start der klinischen Testphase III für FYB201 (Ranibizumab), der Auslizenzierung von FYB203 (Aflibercept) und der Einbringung von FYB202 (Ustekinumab) in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Aristo Pharma GmbH hat Formycon eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung gelegt.

Mittlerweile befindet sich das Unternehmen in der nächsten Phase seiner Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Umsetzung der Strategie, die operative Optimierung der Prozesse und Strukturen, der kontinuierliche Ausbau der Pipeline sowie in Zukunft weitere Auslizenzierungen von Biosimilarkandidaten beziehungsweise die Einbringung von Biosimilarprojekten in Gemeinschaftsunternehmen.

Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt, die Entwicklung der Biosimilars verläuft zufriedenstellend. Der Markteintritt von FYB201 in den USA ist bei weiter positivem Entwicklungsverlauf ab 2020 möglich, sobald dort das Patent für das Original-Produkt abgelaufen sein wird. Der Markteintritt in Europa ist für das Jahr 2022 geplant.

Wie in der Vergangenheit wird Formycon auch weiterhin einen großen Teil der Ressourcen für die Entwicklung seiner Biosimilars investieren.

Bedingt durch die beiden auslizenzierten Projekte FYB201 und FYB203 und den daraus resultierenden Entwicklungsvergütungen sowie der Erbringung von Entwicklungsleistungen für FYB202 rechnet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatz, der leicht über der Vorjahreskennziffer liegen sollte. Das Jahresergebnis wird wesentlich von eventuellen Investitionen in nicht lizenzierte Projekte beeinflusst werden.

Nach einem deutlichen Anstieg der Mitarbeiterzahl im Jahr 2017 rechnet das Unternehmen auch 2018 mit einer moderaten Zunahme der Beschäftigtenzahl. Damit dürfte das Kostengefüge leicht steigen.

Wechselkurseinflüsse und Inflationsgefahren sind derzeit nicht zu sehen, auch werden keine anderen Sondereinflüsse erwartet.

Die zukünftige Entwicklung der Gesundheitswirtschaft, der für das Unternehmen entscheidenden Branche, bewertet Formycon aus folgenden Gründen optimistisch:

Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht – insbesondere durch hochpotente Biopharmazeutika – mittlerweile die Behandlung von Krankheiten, die vor zehn bis 20 Jahren nicht oder nur unzureichend therapierbar waren. Diese Entwicklung wird sich aufgrund der intensiven medizinischen Forschung, unter anderem auf dem Gebiet der Gentechnik, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten

Aufgrund der demographischen Entwicklung gibt es eine zunehmende Zahl älterer Menschen, die auf intensive medizinische Betreuung angewiesen sind. Zudem steigt auch die Lebenserwartung der Menschen insgesamt, so dass deren (medikamentöse) Behandlung häufig über einen teils deutlich längeren Zeitraum mög-

  • fortsetzen.
  • lich, aber auch erforderlich wird.
  • Weg befindet.

Formycon hat den zukunftsträchtigen Markt der Biosimilar-Entwicklung frühzeitig besetzt und kann aufgrund seiner umfassenden Expertise das Potenzial dieses stark wachsenden Marktes nutzen. Formycons Geschäftsmodell ist skalierbar. Die weiterhin positive Entwicklung sowohl des Marktumfeldes als auch des Unternehmens zeigt, dass Formycon sich mit seiner Strategie auf dem richtigen

Chancen für weiteres Wachstum liegen im Ausbau des Produktportfolios, in der Auslizenzierung von Produktkandidaten sowie in strategischen Kooperationen zur gemeinschaftlichen Entwicklung von Biosimilarprojekten beziehungsweise zum weiteren Ausbau der Wertschöpfungskette.

Dem Wettbewerb begegnet Formycon nach wie vor durch die Erfahrung seiner Mitarbeiter, den sich hieraus ergebenden Innovationen, der Zuverlässigkeit der angewandten wissenschaftlichen Verfahren, der Verlässlichkeit und Konstanz seiner Partner und dem hohen Anspruch an Qualität und wissenschaftlicher Expertise bei der Auswahl seiner Dienstleister und Berater.

Biosimilars haben gegenüber ihren Referenzprodukten den Vorteil einer erheblich kostengünstigeren Entwicklung durch wissenschaftlich überwiegend erprobte Verfahren und weitestgehend etablierte Prozesse. Auf der anderen Seite herrscht im Bereich der Biosimilarentwicklung aufgrund der relativ hohen Markteintrittshürden, insbesondere der Komplexität der Herstellung und des dazu erforderlichen Know hows, ein im Vergleich zum Generikamarkt überschaubarer Wettbewerb. Da Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit eines Biosimilars zu dessen Referenzprodukt bereits in präklinischen Studien nachgewiesen werden müssen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Entwicklung des Biosimilars in einer der anschließenden klinischen Phasen scheitert üblicherweise geringer als bei innovativen Medikamenten.

IV Prognosebericht

Chancen

V Chancen- und Risikobericht

Biosimilars bedienen nicht nur den Absatzmarkt ihrer Referenzprodukte, sondern können aufgrund des geringeren Abgabepreises auch Märkte eröffnen, auf denen die teureren Referenzprodukte nicht zur Verfügung stehen.

Grundsätze

Formycon bewegt sich als einer der wenigen unabhängigen Biosimilar-Entwickler in einem globalen Markt mit einer Vielzahl von Akteuren. Die Identifikation von Ertragschancen und die bestmögliche Einschätzung der damit verbundenen vielschichtigen Risiken bedingen den wirtschaftlichen Erfolg. Um diesen nicht zu gefährden, sind sowohl Mitarbeiter als auch Vorstand an das Risikomanagement-System von Formycon gebunden, das einen optimalen Umgang mit Risiken bei gleichzeitiger Erhaltung notwendiger unternehmerischer und operativer Flexibilität gewährleisten soll. Die regelmäßige Überprüfung dieses Systems sichert seine kontinuierliche Weiterentwicklung und gewährleistet, dass bei Veränderungen zeitnahe und bedarfsgerechte Anpassungen stattfinden können.

Hierzu werden in allen relevanten Geschäftsbereichen und Projekten Einzelrisiken identifiziert und sowohl nach Eintrittswahrscheinlichkeit als auch nach ihrem Schadenpotenzial kategorisiert. Individuelle oder strukturelle Änderungen werden bei regelmäßig stattfindenden Reviews neu bewertet.

So soll sichergestellt werden, dass potenzielle Risiken bestmöglich abgewendet oder im Falle ihres Eintritts die Folgen schnellstmöglich und effektiv abgemildert werden können.

Strategische Risiken

Die Biosimilar-Entwicklung erfordert, verglichen mit der Neuentwicklung eines Wirkstoffes, einen geringeren Einsatz finanzieller Ressourcen. Dennoch kann auch die Entwicklung eines Biosimilars über einem Zeitraum von mehreren Jahren, in denen in aufwändigen Untersuchungen die Vergleichbarkeit des Biosimilars zum Referenzprodukt nachgewiesen werden muss, 100 bis 150 Millionen US-Dollar kosten.

Die Weichen für den Erfolg werden bereits mit Auswahl des Entwicklungsportfolios gestellt. Formycon fokussiert sich mit seinen Projekten FYB201 und FYB203 auf ophthalmologische Präparate. Mit FYB202 adressiert Formycon immunologische Erkrankungen, das Indikationsgebiet des Projektes FYB205 wurde noch nicht veröffentlicht.

Aus der Umsatzentwicklung der Referenzprodukte kann abgeleitet werden, wie sich deren Markt künftig entwickeln könnte. Sinkende Umsätze der Referenzprodukte können allerdings auch dazu führen, dass das Marktpotenzial für Biosimilars, die von Formycon entwickelt werden, deutlich geringer ausfallen wird als ursprünglich angenommen. Dies kann im schlechtesten Fall dazu führen, dass die Entwicklung eines Biosimilars gänzlich unwirtschaftlich wird. Nach aktuellem Stand adressiert Formycon

drei der weltweit umsatzstärksten biopharmazeutischen Produkte, die nach dem Jahr 2020 ihren gesetzlichen Schutz verlieren.

Formycon hat durch seine Lizenzpartnerschaften als auch durch das Joint Venture mit Aristo Pharma zuverlässige Partner mit großer Expertise, die mit Formycon bereits seit Jahren eng zusammenarbeiten. Die Möglichkeit einer außerplanmäßigen Beendigung einer solchen Partnerschaft beinhaltet grundsätzlich ein erhebliches strategisches Risiko, welches derzeit allerdings als gering eingeschätzt wird.

Branchen- und Marktrisiken

Die Gesundheitswirtschaft entwickelt sich aus Sicht von Formycon nach wie vor positiv. Weiterhin ermöglicht der medizinisch-technische Fortschritt die Behandlung von Krankheiten, die bis vor wenigen Jahren beziehungsweise Jahrzehnten nicht oder nur unzureichend behandelt werden konnten. Diese Entwicklung wird aller Voraussicht nach anhalten.

Die demographische Entwicklung führt weltweit zu einer im Durchschnitt immer älteren Bevölkerung. Ältere Menschen sind auf intensive medizinische Betreuung angewiesen, unabhängig von konjunkturellen Schwankungen und individueller Kaufkraft.

Allerdings stehen Biosimilars im Vergleich zu Generika auch vor speziellen Herausforderungen: Diese vergleichsweise junge Medikamentenklasse hat sich noch nicht in allen Märkten etabliert, so dass sich Ärzte, Patienten und Krankenkassen in vielen Regionen an den Umgang mit Biosimilars gewöhnen müssen. Dies führt dazu, dass neben deutlich höheren Entwicklungs- und Produktionskosten als bei Generika auch die Marketingkosten für Biosimilars deutlich höher ausfallen können.

Controlling

Formycon stellt durch sein internes Kontrollsystem sowohl die Korrektheit der Buchhaltung und des Rechnungswesens als auch die Richtigkeit und Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung im Konzernabschluss und Konzernlagebericht sicher. Hierbei lehnt sich Formycon an die Definitionen des Institutes der Wirtschaftsprüfer e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem sowie zum Risikomanagementsystem an.

Umwelt, Gesundheits- und Arbeitssicherheit

Sicherheit und Gesundheit sowie der Schutz von Mitarbeitern und Umwelt haben für Formycon höchste Priorität. Daher legt Formycon Wert darauf, dass nicht nur behördliche Auflagen erfüllt, sondern auch alle Mitarbeiter regelmäßig in relevanten Belangen der Arbeitssicherheit geschult und weiterqualifiziert werden. Formycon hat neben dem Beauftragten für biologische Sicherheit, dem Projektleiter nach Gentechnikgesetz und der Sicherheitsfachkraft mehrere erfahrene Mitarbeiter mit speziellen Aufgaben auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Arbeitsschutzes betraut. Eine

Betriebsärztin führt regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durch und berät Mitarbeiter und Geschäftsleitung in medizinischen Belangen. Formycon verfügt über sämtliche Zulassungen und Genehmigungen, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb notwendig sind. Die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen zur Sicherheit und zum Schutz von Mitarbeitern und Umwelt wird intern fortlaufend überwacht.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Formycon verfügt über eine stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation. Insbesondere die Liquiditätslage von Formycon ist für ein Unternehmen, dessen Produkte sich sämtlich in der Entwicklung befinden, ausgesprochen zufriedenstellend.

Ungeachtet dessen können sich im operativen Geschäft die Rahmenbedingungen verändern und dadurch finanzielle Risiken entstehen. Da sämtliche Produkte noch nicht zugelassen sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine oder mehrere Zulassungen verspäten, in einem anderen Umfang oder gar nicht stattfinden. Zudem kann es sein, dass die finanziellen Aufwendungen für die Entwicklung, Zulassung und Markteinführung der Biosimilars höher als budgetiert ausfallen. Nach Zulassung besteht die Möglichkeit, dass die Einnahmen aus Lizenzerlösen geringer als antizipiert ausfallen.

Um finanzielle Risiken im laufenden operativen Geschäft zu minimieren, plant Formycon seine Projekte detailliert und langfristig auch unter Zuhilfenahme externer Berater. Die finanziellen Risiken der Projektentwicklung, die Formycon zunächst selbst trägt, konnten durch die erfolgreiche Auslizenzierung der Projekte FYB201 und FYB203 sowie der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für FYB202 reduziert werden.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass aus Gründen, auf die Formycon keinen Einfluss hat, Entwicklungspartnerschaften vorzeitig enden. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung als auch auf die Finanzplanung haben. Formycon schätzt dieses Risiko zum jetzigen Zeitpunkt allerdings als gering ein.

Auch zukünftig wird Formycon etwaige weitere Projekte zunächst eigenständig finanzieren, um diese ab einem bestimmten Entwicklungsstand in aussichtsreiche Partnerschaften einzubringen.

Risiken für die künftige finanzielle Entwicklung bestehen in der generellen Wirtschaftsentwicklung, bei der mögliche Insolvenzen von Bankinstituten nicht ausgeschlossen werden können. Formycon investiert seine liquiden Mittel daher ausschließlich bei Banken, die über ein gleichbleibend hohes Rating verfügen und als vergleichsweise krisensicher gelten.

Formycon ist vor dem Hintergrund seiner finanziellen Stabilität zur Bewältigung etwaiger Risiken gut aufgestellt. Die bestehenden finanziellen Mittel sollten genügen, um den kurz- und mittelfristigen Kapitalbedarf des Unternehmens zu decken. Eine Garantie, dass langfristig ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, kann daraus jedoch nicht abgeleitet werden.

Fundamentale Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Organisatorische Risiken

Sämtliche operativen Tätigkeiten hängen von der Funktionsfähigkeit der Laborausstattung und der IT-Infrastruktur ab. In diesem Bereich sind Risiken durch nachhaltige Beeinträchtigungen des Betriebsablaufs, Betriebsstörungen oder Betriebsunterbrechungen denkbar. Soweit möglich sind die sich hieraus ergebenden finanziellen Risiken durch Versicherungen abgedeckt. Darüber hinaus verfügt Formycon über die neuesten Sicherheitstechniken, um zum Beispiel Datenverluste in Folge von Cyberangriffen oder Ähnlichem zu vermeiden beziehungsweise mögliche Schäden zu minimieren. Der Gerätepark wird zudem regelmäßig gewartet und kontrolliert.

Patentrisiken

Auseinandersetzungen mit Wettbewerbern über Schutzrechtssituationen können nicht ausgeschlossen werden. Die Vermeidung von Schutzrechtsverletzungen oder die Verteidigung gegen Klagen aufgrund der Verletzung von Schutzrechten kann zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen. Insbesondere in den USA sind solche Verfahren mit hohen Kosten verbunden. Derartige Auseinandersetzungen können im ungünstigsten Fall die Einschränkung oder sogar das Verbot der Vermarktung eines oder mehrerer Produkte auf einem oder mehreren relevanten Märkten und/oder die Zahlung erheblicher Strafen nach sich ziehen. Möglich ist auch, dass die Entwicklung beziehungsweise (weitere) Vermarktung eines oder mehrerer Produkte eingestellt werden muss.

Personelle Risiken

Die Expertise und die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter stellen wesentliche Säulen des Erfolges von Formycon dar. Insbesondere die Biosimilar-Entwicklung von der frühen Analytik bis zur regulatorischen Zulassung erfordert hochqualifizierte Fachkräfte. In den vergangenen Jahren hat Formycon zahlreiche teils hochspezialisierte Fach- und Führungskräfte eingestellt. Dies zeigt, dass das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber in der Lage ist, in einem angespannten Arbeitsmarkt wichtige Positionen erfolgreich zu besetzen. Die Fluktuation in der Belegschaft ist dabei gering. Ein wesentliches Risiko liegt in dem potenziellen Verlust von Schlüsselpersonal. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, hat Formycon mehrere Initiativen zur Mitarbeitermotivation und -bindung implementiert.

Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung

Qualität, Vergleichbarkeit, Wirksamkeit und Sicherheit von Biosimilars müssen gegenüber den Zulassungsbehörden sowohl umfassend analytisch, als auch durch präklinische und klinische Prüfungen nachgewiesen werden. Sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung einzelner Entwicklungsabschnitte kann es zu unvorhersehbaren Verzögerungen kommen, die einerseits höhere Kosten verursachen, andererseits die Gefahr bergen, dass sich auch die finale Zulassung des jeweiligen Biosimilar-Kandidaten verzögert oder gänzlich ausbleibt.

Formycon plant sämtliche Entwicklungsschritte daher mit größtmöglicher Sorgfalt und angemessenen zeitlichen Reserven. Die Abstimmung präklinischer und klinischer Studien sowie das umfangreiche analytische Charakterisierungsprogramm geschehen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Behörden und unter Zuhilfenahme externer Spezialisten. Ungeachtet dessen sind genaue Ergebnisse beziehungsweise der Ausgang der jeweiligen Studien nicht vorhersehbar. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Teile eines Entwicklungsprogramms nachgeholt werden müssen, eine oder mehrere Studien nicht erfolgreich abgeschlossen werden können oder Entwicklungsprogramme gänzlich scheitern.

In der Entwicklung stellt die Wirkstoff- und Fertigproduktproduktion externer Partner eine wesentliche Kostenposition dar. Hierbei ist unter Risikogesichtspunkten zu erwähnen, dass die Produktionskapazitäten mit Vorlaufzeiten von ein bis zwei Jahren geplant werden müssen und diese im Falle kurzfristiger Änderungen im Projektzyklus nur unter Inkaufnahme von zusätzlichen Wartefristen und hohen Stornierungsgebühren modifiziert werden können. Ein weiteres Risiko kann darin bestehen, dass externe Partner behördliche Anforderungen, die für eine Zulassung der Biosimilar-Produkte notwendig sind, nicht ausreichend erfüllen. Sollte dies der Fall sein, könnte sich die Zulassung zeitlich verzögern oder dauerhaft verweigert werden. Auch können Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Patienten im Rahmen der klinischen Studien die Wirtschaftlichkeit eines Projektes beeinträchtigen.

Da sich sämtliche Projekte in verschiedenen Stadien der Entwicklung befinden, bestehen derzeit keine aktuellen Herstellungs- und/oder Vertriebsrisiken.

Rechtliche Risiken

Die Geschäftstätigkeit von Formycon verläuft in einem internationalen Umfeld und in hochregulierten Märkten. Es besteht die Möglichkeit, dass Formycon – auch unberechtigt – in Rechtsstreitigkeiten einbezogen wird, die auf dem Gebiet des Patent-, Wettbewerbs-, Kartell-, Steuer- oder Umweltrechts basieren oder sich aus vertraglichen Ansprüchen ergeben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass etwaige Verfahren in (außer-)gerichtlichen Vergleichen oder behördlichen oder gerichtlichen Entscheidungen münden, deren finanzielle Belastungen nicht oder nicht vollständig durch Versicherungen abgedeckt werden. Derartige Verfahren sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht erkennbar.

Weitere Risiken ergeben sich auf dem Feld der Compliance. Hier ist denkbar, dass Geschäftsabläufe juristisch beanstandet werden, eine unzureichende beziehungsweise zeitlich unpassende Finanzkommunikation zu Bußgeldern führt oder fehlerhaft durchgeführte Hauptversammlungen beziehungsweise die dort gefassten Beschlüsse angegriffen werden. Formycon prüft und überwacht aus diesem Grund sämtliche relevanten Prozesse, Abläufe und Entscheidungen durch interne und/oder externe Stellen unter legalen Gesichtspunkten.

Regulatorische Risiken

Die regulatorischen Anforderungen und Bedingungen, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zulassung von Arzneimitteln sind, unterliegen einem stetigen Wandel. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Zulassungsbehörden die entsprechenden regulatorischen Anforderungen verändern und damit den Marktzugang für Biosimilars erheblich erschweren oder sogar verhindern. Auch die politischen Rahmenbedingungen, insbesondere in der Europäischen Union, könnten sich dahingehend verändern, dass es zu einer Zunahme von Off-Label-Use kommt, was wiederum die Marktchancen für Biosimilars in den betroffenen Indikationen deutlich verringern würde.

Wettbewerbsrisiken

Formycon verfolgt derzeit das Ziel, seine Produkte durch die jeweiligen Partner nach Ablauf der Schutzrechte in den jeweiligen Märkten anbieten zu lassen. Hierbei tritt Formycon in Konkurrenz sowohl zu den Herstellern der Referenzpräparate als auch zu anderen Biosimilarentwicklern. Die konkrete Wettbewerbssituation wird von der Preisgestaltung des Referenzproduktes als auch von der Anzahl der Mitbewerber sowie deren Preisstrategie geprägt sein. Es besteht die Möglichkeit, dass die Hersteller der Originatoren ihre Produkte zum Ende der Patentlaufzeit günstiger anbieten, um sich auf diese Weise weiter Marktanteile zu sichern. Damit würden sie in Konkurrenz zu Biosimilars treten und so die Marktpenetration für Biosimilars erschweren.

Formycon versucht, der Wettbewerbssituation durch die Erfahrung seiner Mitarbeiter und seiner strategischen Partner, der Ausrichtung des Produktportfolios sowie durch seine finanzielle Stabilität zu begegnen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wettbewerber unerwartet und unvorhersehbar in eine vorteilhafte Position gelangen, die Formycon benachteiligt.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Auch wenn das Risiko für Formycon geringer ist als in der innovativen biotechnologischen Entwicklung, besteht grundsätzlich auch im Bereich der Biosimilar-Entwicklung die Möglichkeit, dass ein oder mehrere Projekte aus wissenschaftlichen, technologischen, regulatorischen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen teilweise oder gänzlich scheitern.

Formycon ist gezwungen, in bestimmten Bereichen mit externen Partnern und Dienstleistern zusammenzuarbeiten. Potenzielle Risiken können damit auch in Bereichen entstehen, auf die Formycon keinen unmittelbaren Einfluss nehmen kann.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass es eine Vielzahl bekannter, aber auch unbekannter Risiken und Unsicherheiten gibt. Diese umfassen unter anderem die Forschung und Entwicklung, den Zulassungsprozess, die Vorgehensweise von regulatorischen und anderen Behörden, klinische Studienergebnisse, Änderungen in Gesetzen und Vorschriften, die Produktqualität, Patientensicherheit und Patentstreitigkeiten. Bezüglich der Pipelineprojekte übernimmt die Formycon AG keine Zusicherungen, Gewährleistungen oder andere Garantien, dass diese die notwendigen regulatorischen und zulassungsrelevanten Zustimmungen erhalten oder wirtschaftlich verwertbar und/oder erfolgreich sein werden.

Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich keine grundlegende Änderung der Risikolage. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Durch den Einsatz interner Kontrollmechanismen ist das Unternehmen in der Lage, Veränderungen der Risikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Angesichts der finanziellen Stabilität des Unternehmens ist dieses zudem zur Bewältigung potenzieller Risiken gut gerüstet.

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, werden kompensiert, indem der Aufbau wesentlicher Fremdwährungspositionen in der Bilanz vermieden wird.

Die größte Währungsposition entsteht durch Einkäufe von Fremdleistungen in Schweizer Franken und US-Dollar, die zeitnah gezahlt werden, wodurch nicht absehbare Währungsrisiken weitgehend eliminiert werden.

Ziel des Finanz-Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmens gegenüber finanziellen Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

VI Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Gesamtaussage

VII Bericht über Zweigniederlassungen

Martinsried/Planegg, den 28. März 2018

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

M. ٠.

Abschluss

Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlagenspiegel Forderungenspiegel

Kapitalflussrechnung

56
58
60
70
70
72
72
74
75
76
78

Formycon AG Geschäftsbericht 2017

Konzernbilanz Aktiva Konzernbilanz Passiva

1 Bedingtes Kapital (1) 100.250,00 € Bedingtes Kapital (2) 715.260,00 €

zum 31. Dezember 2017

in € Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.395,90 83.289,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 748.695,00 906.315,00
858.090,90 989.604,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 134.484,48 193.784,52
2. technische Anlagen und Maschinen 2.678.355,60 2.353.165,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.401,67 502.437,58
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 360.000,00
3.255.241,75 3.409.387,68
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 249,00 0,00
249,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 149.359,85 248.604,95
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen 428.500,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 383.449,05
577.859,85 632.054,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.519.237,84 5.208.887,66
2. sonstige Vermögensgegenstände 55.967,82 864.053,45
10.575.205,66 6.072.941,11
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 10.973.553,73 10.972.156,57
10.973.553,73 10.972.156,57
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.504.723,39 2.994.728,58
C. Rechnungsabrenzungsposten 82.669,63 115.441,54
30.827.593,91 25.186.314,36
zum 31. Dezember 2017
in € Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital1 9.343.853,00 9.099.603,00
II. Kapitalrücklage 35.032.791,84 29.043.554,34
III. Verlustvortrag −17.251.750,93 −13.185.620,05
IV. Jahresfehlbetrag −1.581.383,62 −4.066.130,88
25.543.510,29 20.891.406,41
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 1.275.386,00 720.029,00
1.275.386,00 720.029,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 789,85 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
789,85 € (Vorjahr: 0,0 €)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.767.156,09 2.309.134,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
1.767.156,09 € (Vorjahr: 2.309,1 T€)
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.236.986,90 1.260.097,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
1.667.008,83 € (Vorjahr: 303,4 T€)
davon aus Steuern
1.335.964,69 € (Vorjahr: 218,7 T€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
260,00 € (Vorjahr: 0,6 T€)
4.004.932,84 3.569.231,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.764,78 5.647,10
30.827.593,91 25.186.314,36

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

in € Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 29.003.536,99 19.532.995,62
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen 428.500,00 0,00
Gesamtleistung 29.432.036,99 19.532.995,62
3. sonstige betriebliche Erträge
davon Erträge aus der Währungsumrechnung
52.343,84 € (Vorjahr: 66 T€)
111.070,06 130.680,27
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh− , Hilfs− und Betriebsstoffe und bezogene Waren 2.485.694,23 6.921.588,72
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.692.440,10 8.466.187,51
21.178.134,33 15.387.776,23
Rohergebnis 8.364.972,72 4.275.899,66
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 5.436.561,70 4.329.413,26
b. soziale Abgaben & Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung 888.703,28 787.739,54
davon für Altersversorgung
93.405,85 € (Vorjahr: 89 T€)
6.325.264,98 5.117.152,80
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
784.774,64 698.880,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.792.593,49 2.531.629,66
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
24.890,98 € (Vorjahr: 97 T€)
Betriebsergebnis −1.537.660,39 −4.071.762,80
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.381,69 33.196,36
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.100,92 24.718,44
Finanzergebnis −40.719,23 8.477,92
10. Ergebnis nach Steuern −1.578.379,62 −4.063.284,88
11. sonstige Steuern 3.004,00 2.846,00
12. Jahresfehlbetrag −1.581.383,62 −4.066.130,88
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 17.251.750,93 13.185.620,05
14. Bilanzgewinn −18.833.134,55 −17.251.750,93

Die Formycon AG hat ihren Sitz in Martinsried/Planegg und wird beim Amtsgericht München unter der HRB 200801 geführt.

Posten der Konzernbilanz- und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß §§ 298 Abs. 1, 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht sind nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß §§ 297, 298 HGB aufgestellt worden.

Die Konzernbilanz entspricht der nach §§ 298 Abs. 1, 266 Abs. 2, 3 HGB vorgeschriebenen Gliederung.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren gemäß §§ 298 Abs. 1, 275 Abs. 2 HGB fortgeführt. Es ist der Struktur des Konzerns angemessen.

Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens Formycon AG, den 31. Dezember 2017, aufgestellt.

Für die im Konzern einbezogenen Unternehmen, die ebenfalls zu diesem Stichtag bilanzieren, wurden die testierten Jahresabschlüsse zugrunde gelegt.

In den Konzernabschluss der Formycon AG werden neben der Formycon AG zwei Unternehmen einbezogen, auf die die Formycon AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt.

Eine Übersicht über den Anlagevermögens ergibt sich aus Anlage 1 zum Konzernanhang.

Für Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung (§ 301 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, bei der die Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen Zeitwert angesetzt werden und der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet wird. Ein nach der Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ein auf der Passivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Entsprechende Posten waren nicht zu bilden.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge, sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften werden gemäß §§ 303, 305 HGB eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da der Einfluss der innerkonzernlichen Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage

des Konzerns waren.

Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gem. § 306 HGB vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

Es wurden keine Unternehmen mit abweichender Währung in den Konzern einbezogen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 4 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Zum 31.12.2017 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.

Die Konzernbilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 410 EUR nicht übersteigen, wird in analoger Anwendung der steuerlichen Vorschriften ("Trivialprogramme", R 5.5 Abs. 1 S 2, 3 EstR) als bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens behandelt. Das Wahlrecht zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird im Konzern nicht ausgeübt.

Die "alten" Geschäfts- oder Firmenwerte werden wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben (Anhangstetigkeit).

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2017

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Geschäftsjahr und Konsolidierungszeitraum

Konsolidierungskreis

Konsolidierungsgrundsätze

Währungsumrechnung

Derivate

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Anlagevermögen

Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert. Die Restnutzungsdauer beträgt fünf Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegegenstände bis 410,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Das steuerliche Abschreibungsverfahren wird demnach aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt, da die Abweichungen des Wertansatzes im Vergleich zu einer einzelnen Bewertung unwesentlich sind.

Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls − bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung − unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

In den Vorräten ausgewiesene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und − soweit unverzinslich − bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung von den Forderungen abgesetzt.

Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des §§ 298 Abs. 1, 250 HGB gebildet.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände im Finanzergebnis saldiert.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Umlaufvermögen

Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Name, Sitz und Höhe des Anteils am Kapital an anderen Unternehmen werden in Anlage 6 zum Konzernanhang dargestellt.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind in Anlage 1 zum Konzernanhang dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben zu sonstigen Rückstellungen

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Anlage 4 dargestellt.

Die Umsatzerlöse geordnet nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf:

Angaben zu Umsatzerlösen

gemäß § 285 № 12 HGB

in € Geschäftsjahr
Tantiemen 573.086,00
Ausstehende Rechnungen 428.500,00
Urlaubsrückstellungen 86.900,00
Sonstige Personalrückstellungen 67.900,00
Aufbewahrungsverpflichtungen 52.500,00
Prüfungen und Beratung 56.300,00
Berufsgenossenschaft und sonstige soziale Abgaben 10.200,00

Angaben zur Konzernbilanz

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 52.343,89 € (VJ: 66 T€).

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 93.405,85 € (VJ: 89 T€) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 24.890,98 € (VJ: 97 T€).

Im Geschäftsjahr betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten

31.080 T€.

Mitglieder des Vorstands:

— Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling, CEO

  • — Dr. Nicolas Combé, München, CFO
  • — Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen, COO

Mitglieder des Aufsichtsrats:

  • — Dr. Olaf Stiller, Marburg (Vorsitzender) Vorstand Paedi Protect AG
  • — Hermann Vogt, Dieburg (stellv. Vorsitzender)
  • — Peter Wendeln, Oldenburg

unabhängiger Unternehmens- und Finanzberater

geschäftsführender Gesellschafter Wendeln & Cie. Asset Management GmbH

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 22.500 €; die Gesamtbezüge des Vorstands 1.120.145,96 € (davon 450.000 € erfolgsabhängig).

Folgende Aufsichtsratsmitglieder sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:

— Dr. Olaf Stiller, Marburg: Bodenwert Immobilien AG, Nano Repro AG

— Steuerberatungsleistungen: 5.000,00€

Gesamt 29.003.536,99
Umsatzerlöse aus Übertragung FYB202 5.863.792,81
Umsatzerlöse aus Entwicklungsleistungen 23.139.744,18
in € Geschäftsjahr
Gemäß § 314 Abs. 1 № 3 HGB
  • — Hermann Vogt, Dieburg: Cumerius AG
  • — Abschlussprüferleistungen: 30.000,00€
  • Formycon AG Geschäftsbericht 2017

Sonstige Angaben

Angaben zu Mitgliedern des Vorstands/ Aufsichtsrats gemäß

§ 314 Abs. 1 № 6 HGB

Angaben zur Konzern-GuV

Bezüge

Angaben zu Abschlussprüferhonoraren gemäß § 314 Abs. 1 № 9 HGB

Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr zu machen:

Die gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1-14 HGB erforderlichen Angaben über Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Beteiligungen erfolgen in Anlage 6 zum Anhang.

Im abgelaufenen Jahr wurden aus dem genehmigten Kapital 190.500 Stück Inhaberaktien zu einem rechnerischen Wert von 1 € je Stück, bezogen auf den Nennwert, ausgegeben.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 3 a HGB resultiert aus Dauerschuldverhältnissen. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 385.799,14 €, mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren beträgt 480.658,84 €, mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre 0,00 €.

Zahl der Aktien

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.343.853,00 € und ist eingeteilt in 9.343.853 Stückaktien (Inhaberaktien).

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.340.801,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis 4.340.801 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kre-

Der Vorstand des Mutterunternehmens schlägt vor, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen. Ergebnisverwendung

Mitarbeiterzahl

Anteilsbesitz

ditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG

Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen

berechtigen.

Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 100.250 € und berechtigt zum Bezug von 100.250 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Personen Geschäftsjahr
Verwaltung 8
Forschung 64
Gesamt 72

Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angaben nach § 160 AktG

Martinsried/Planegg, den 28. März 2018

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

Konzern-Anlagenspiegel

Konzern-Forderungenspiegel

in € (VJ in T€) 31.12.2017 davon mit einer
Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr
davon gegen
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis
besteht
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.519.237,84 0,00 0,00 (VJ: 0,0)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
0,00 0,00 -.-
sonstige Vermögensgegenstände 55.967,82 0,00 0,00 (VJ: 0,0)
Summe 10.575.205,66 0,00 0,00
in € Entwicklung der Anschaffungskosten Entwicklung der Abschreibungen Entwicklung der Buchwerte
Historische AHK
Beginn GJ
Zugänge Umbuchungen Abgänge zu
historischen
AHK
Historische AHK
Ende GJ
kumulierte
Abschreibungen
Beginn GJ
Abschreibungen
GJ
Abgänge
Abschreibungen
GJ
kumulierte
Abschreibungen
Ende GJ
Restbuchwert
Vorjahr
Abgänge zum Buchwert Restbuchwert GJ
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
315.982,22 78.451,33 0,00 0,00 394.433,55 232.692,34 52.345,31 0,00 285.037,65 83.289,88 0,00 109.395,90
Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00 0,00 0,00 1.576.200,00 669.885,00 157.620,00 0,00 827.505,00 906.315,00 0,00 748.695,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken 445.810,03 854,44 0,00 0,00 446.664,47 252.025,51 60.154,48 0,00 312.179,99 193.784,52 0,00 134.484,48
technische Anlagen und Maschinen 4.308.936,94 362.994,14 358.244,90 102.287,89 4.927.888,09 1.955.771,36 387.289,07 93.527,94 2.249.532,49 2.353.165,58 8.759,95 2.678.355,60
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
955.924,29 68.449,87 1.755,10 19.229,23 1.006.900,03 453.486,71 127.365,78 16.354,13 564.498,36 502.437,58 2.875,10 442.401,67
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 360.000,00 0,00 −360.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 360.000,00 0,00 0,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 249,00 0,00 0,00 249,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 249,00
Summe 7.962.853,48 510.998,78 0,00 121.517,12 8.352.335,14 3.563.860,92 784.774,64 109.882,07 4.238.753,49 4.398.992,56 11.635,05 4.113.581,65

Anlage ❶

Anlage ❷

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzern-Verbindlichkeitenspiegel

in T€ Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag Konzerneigenkapital
Stand per 31.12.2016 9.100,0 29.044,0 0,0 −13.186,0 −4.066,0 20.892,0
Einzahlungen Eigenkapital 244,0 5.989,0 0,0 0,0 0,0 6.233,0
Ergebnisvortrag Vorjahr 0,0 0,0 0,0 −4.066,0 4.066,0 0,0
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 0,0 −1.581,0 −1.581,0
Stand per 31.12.2017 9.344,0 35.033,0 0,0 −17.252,0 −1.581,0 25.544,0

in € 31.12.2017 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von 1–5 Jahren davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr) davon gesichert Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 789,85 789,85 0,00 0,00 0,00 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.767.156,09 1.767.156,09 0,00 0,00 0,00 sonstige Verbindlichkeiten 2.236.986,90 1.667.008,83 569.978,07 956.669,20 869.128,78 Summe 4.004.932,84 3.434.954,77 569.978,07 956.669,20 869.128,78

Anlage ❸

Anlage ❹

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind gesichert durch: branchenübliche Eigentumsvorbehalte

Kapitalflussrechnung Konzern

Deutscher Rechnungslegungsstandard № 21

in T€ 2017 2016 Delta
T€ %
Jahresfehlbetrag −1.581,4 −4.066,1 2.484,7 −61,1
+ / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
784,8 698,9 85,9 12,3
− / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
11,6 28,9 −17,3 −59,8
= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals −785,0 −3.338,3 2.553,3 −76,5
+ / − Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 555,4 56,1 499,2 889,3
− / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie
anderer Aktiva
+ / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer
−4.415,3 −3.710,2 −705,1 19,0
Passiva 433,0 1.962,5 −1.529,4 −77,9
+ / − Zinsaufwendungen/Zinserträge 40,7 −8,5 49,2 −580,3
= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit −4.171,2 −5.038,4 867,3 −17,2
− Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen −78,5 −61,9 −16,5
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens
0,0 0,3 −0,3 −100,0
− Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen −432,3 −1.325,3 893,0 −67,4
− Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen −0,2 0,0 −0,2 0,0
+ erhaltene Zinsen 1,4 33,2 −31,8 −95,8
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit −509,6 −1.353,7 844,1 −62,4
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern 6.233,5 86,5 6.147,0 7.104,7
− gezahlte Zinsen −42,1 −24,7 −17,4 70,3
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.191,4 61,8 6.129,6 9.918,2
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.510,6 −6.330,4 7.841,0 −123,9
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.966,9 20.297,2 −6.330,4 −31,2
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.477,5 13.966,9 1.510,6 10,8

Anlage Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis

Kapitalanteil
(in %)
Eigenkapital
(in €)
Jahresergebnis
(in €)
Formycon Project 201 GmbH 100 −3.497,99 −23.961,38
Formycon Project 203 GmbH 100 −1.629.367,22 −65.231,25
FYB 202 GmbH & Co. KG 24,9 1.000,00
24,9 1.000,00

Anlage ❻

Wir haben den von der Formycon AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

PanTaxAudit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Rudolf Schmitz Wirtschaftsprüfer

Doris Wolff Wirtschaftsprüferin

Firma Formycon AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Martinsried/Planegg
Anschrift 82152 Martinsried/Planegg
Fraunhoferstraße 15
Gründung und Satzung Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 5. Mai 2010
errichtet. Die letzten Änderungen der Satzung datieren
auf den 9. August 2017.
Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von
pharmazeutischen und biopharmazeutischen Produkten,
Entwicklung von Medikamententransportsystemen, die
Durchführung diagnostischer Laborleistungen und
-arbeiten für Dritte sowie die Durchführung
diagnostischer Laborleistungen.
Eintragung in das Handelsregister Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte beim
Amtsgericht München unter HRB 200801.
Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr läuft vom 01.01. bis zum 31.12. eines
Jahres.
Grundkapital Das Grundkapital beträgt 9.343.853,00 EUR.
Vorstand Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling
Dr. Nicolas Combé, München
Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen
Aufsichtsrat Dr. Olaf Stiller, Vorsitzender, Marburg
Hermann Vogt, stellv. Vorsitzender, Dieburg
Peter Wendeln, Oldenburg

Rechtliche Verhältnisse

Abschluss

Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlagenspiegel

Bilanz 82
Gewinn- und Verlustrechnung 84
Anhang 86
Anlagenspiegel 94
Forderungenspiegel 94
Verbindlichkeitenspiegel 96
Eigenkapitalveränderung 96
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 98
Rechtliche Verhältnisse 100

Rechtliche Verhältnisse

zum 31. Dezember 2017

in € Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.395,90 83.289,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 748.695,00 906.315,00
858.090,90 989.604,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
134.484,48 193.784,52
2. technische Anlagen und Maschinen 2.678.355,60 2.353.165,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.401,67 502.437,58
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
3.255.241,75
360.000,00
3.409.387,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.577.000,00 1.557.000,00
3. Beteiligungen 249,00 0,00
1.627.249,00 1.607.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 149.359,85 248.604,95
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen 343.500,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 362.397,50
492.859,85 611.002,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.978.013,44 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.128.386,29 4.114.007,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
3. sonstige Vermögensgegenstände 55.967,82 857.794,69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
11.162.367,55 4.971.802,42
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 10.973.553,73 10.972.156,57
10.973.553,73 10.972.156,57
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.448.577,97 2.638.437,20
C. Rechnungsabrenzungsposten 82.669,63 115.441,54
davon Disagio
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
31.900.610,38 25.314.832,74

Bilanz Aktiva

in € Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1 9.343.853,00 9.099.603,00
II. Kapitalrücklage 35.032.791,84 29.043.554,34
III. Verlustvortrag −15.658.078,35 −11.475.997,06
IV. Jahresfehlbetrag −1.492.190,99 −4.182.081,29
27.226.375,50 22.485.078,99
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 1.179.486,00 709.229,00
1.179.486,00 709.229,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 789,85 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
789,85 € (Vorjahr: 0,0 T€)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.234.384,52 854.780,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
1.234.384,52 € (Vorjahr: 854,8 T€)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.822,83 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
18.822,83 € (Vorjahr: 0,0 T€)
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.236.986,90 1.260.097,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
1.667.008,83 € (Vorjahr: 303,4 T€)
davon aus Steuern
1.335.964,69 € (Vorjahr: 218,7 T€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
260,00 € (Vorjahr: 0,6 T€)
3.490.984,10 2.114.877,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.764,78 5.647,10
31.900.610,38 25.314.832,74

Bilanz Passiva

1 Bedingtes Kapital (1) 100.250 €

Bedingtes Kapital (2) 715.260 €

für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

in € Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 16.391.413,79 13.861.612,60
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen
343.500,00 0,00
Gesamtleistung 16.734.913,79 13.861.612,60
3. sonstige betriebliche Erträge 70.565,52 126.168,70
davon Erträge aus der Währungsumrechnung
11.839,30 € (Vorjahr: 61,6 T€)
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 2.485.694,23 6.921.588,72
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.925.398,47 2.949.963,35
8.411.092,70 9.871.552,07
Rohergebnis 8.394.386,61 4.116.229,23
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 5.436.561,70 4.329.413,26
b. soziale Abgaben & Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 888.703,28 787.739,54
davon für Altersversorgung
93.405,85 € (Vorjahr: 89,0 T€)
6. Abschreibungen 6.325.264,98 5.117.152,80
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen 784.774,64 698.880,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.736.062,89 2.487.909,64
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
8.215,87 € (Vorjahr: 84,6 T€)
Betriebsergebnis −1.451.715,90 −4.187.713,21
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.381,69 33.196,36
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.852,78 24.718,44
Finanzergebnis −37.471,09 8.477,92
10. Ergebnis nach Steuern −1.489.186,99 −4.179.235,29
11. sonstige Steuern 3.004,00 2.846,00
12. Jahresfehlbetrag −1.492.190,99 −4.182.081,29

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Formycon AG hat ihren Sitz in Martinsried/Planegg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 200801 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des AktG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die auf die Posten der Bilanz und der GuV angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem am Tag des Zugangs geltenden Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Änderungen der Wechselkurse werden durch Niedrigerbewertung von Vermögensgegenständen bzw. durch Höherbewertung von Verbindlichkeiten berücksichtigt, soweit dies für eine verlustfreie Bewertung am Bilanzstichtag notwendig ist und die Beträge erst nach einer Laufzeit von mehr als einem Jahr fällig werden. Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden generell mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die daraus resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen gesondert ausgewiesen.

Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögenswerte und Schulden werden einzeln bewertet.

Währungsumrechnung

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigt, wird in Entsprechung mit den steuerlichen Vorschriften ("Trivialprogramme", R. 5.5 Abs. 1 S. 2, 3 EStR) als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht ausgeübt.

Die "alten" Geschäfts- oder Firmenwerte werden wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrie-

ben (Anhangstetigkeit).

Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert. Die Restnutzungsdauer beträgt fünf Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände werden ausschließlich linear pro rata

temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 150,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 410,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls − bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung − unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Vorräte werden mit rollierenden gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 S. 2 HGB.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Delkredererisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

I Allgemeine Angaben zum Unternehmen

II Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

III Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert (Börsenkurs) am Bilanzstichtag angesetzt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Zahl der Aktien

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.343.853,00 € und ist eingeteilt in 9.343.853 Stückaktien (Inhaberaktien).

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.340.801,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 4.340.801 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG

Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind in Anlage 1
zum Anhang dargestellt.
Forderungen und
sonstige Vermögens
gegenstände
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie
deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 2 zum Anhang in
einem Forderungenspiegel dargestellt.
Eigenkapital Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in
Anlage 4 dargestellt.

Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen

berechtigen.

Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 100.250,00 € und berechtigt zum Bezug von 100.250, auf den Inhaber lautende, Stückaktien.

Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital

Im abgelaufenen Jahr wurden aus dem genehmigten Kapital 190.500 Stück Inhaberaktien zu einem rechnerischen Wert von 1 € je Stück, bezogen auf den Nennwert,

ausgegeben.

Die Veränderungen des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Anlage 4 dargestellt.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind folgende wesentliche Positionen zusammen-

gefasst:

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Angaben zu sonstigen Rückstellungen gemäß § 285 № 12 HGB

Pidillell/Tdillelliell
Ausstehende Rechnungen
Urlaubsrückstellungen
Sonstige Personalrückstellung
Aufbewahrungsverpflichtunge
Prüfungs- und Beratungskoste
Berufsgenosschenschaft und s
in € Geschäftsjahr
Prämien/Tantiemen 573.086,00
Ausstehende Rechnungen 343.500,00
Urlaubsrückstellungen 86.900,00
Sonstige Personalrückstellungen 67.900,00
Aufbewahrungsverpflichtungen 51.700,00
Prüfungs- und Beratungskosten 46.200,00
Berufsgenosschenschaft und sonstige soziale Abgaben 10.200,00

Rückstellungen

IV Erläuterungen zur Bilanz

Angaben nach

§ 160 AktG

Verbindlichkeiten

Wir haben zugunsten der Tochtergesellschaft Formycon Project 203 GmbH eine Patronatserklärungen abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung wird nicht gerechnet, da die Gesellschaft über ausreichende liquide Mittel verfügt und somit ihren Verpflichtungen nachkommen kann.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 3 a HGB resultiert aus Dauerschuldverhältnissen. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen mit einer

Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 385.799,14 €, mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren beträgt 480.658,84 €, mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre 0,00 €.

Gemäß § 158 AkttG ist die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zu ergänzen:

Gemäß § 285 Nr. 7 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Vorstände) im Geschäftsjahr zu machen:

Haftungsverhältnisse

V Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zu Abschlussprüferhonoraren gemäß

§ 285 № 17 HGB:

Mitarbeiterzahl

Angaben zur Mitarbeiteranzahl gemäß § 285 № 7 HGB

Personen Geschäftsjahr
Verwaltung 8
Forschung 64
Gesamt 72

Mitglieder des Vorstands:

— Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling, CEO — Dr. Nicolas Combé, München, CFO

— Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen, COO

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Bezüge abhängig) im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB.
  • — Dr. Olaf Stiller, Marburg (Vorsitzender) Vorstand Paedi Protect AG
  • — Hermann Vogt, Dieburg (stellv. Vorsitzender) unabhängiger Unternehmens- und Finanzberater
  • — Peter Wendeln, Oldenburg

  • geschäftsführender Gesellschafter Wendeln & Cie. Asset Management GmbH

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjah r als Gesamtbezüge 22.500,00 €, die Mitglieder des Vorstands 1.120.145,96 € (davon 450.000 € erfolgs-

Folgende Aufsichtsratsmitglieder sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:

— Dr. Olaf Stiller, Marburg: Bodenwert Immobilien AG, Nano Repro AG

— Hermann Vogt, Dieburg: Cumerius AG

— Abschlussprüferleistungen: 30.000,00€

— Abschlussprüferleistungen: 30.000,00€
— Steuerberatungsleistungen: 5.000,00€

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Anteilsbesitz und
Konsolidierungskreis
Kapitalanteil
(in %)
Eigenkapital
(in €)
Jahresüberschuss
(in €)
Formycon Project 201 GmbH 100 −3.497,99 −23.961,38
Formycon Project 203 GmbH 100 −1.629.367,22 −65.231,25
FYB 202 GmbH & Co. KG 24,9 1.000,00

Ergebnisverwendung

in € Geschäftsjahr
Jahresfehlbetrag 1.492.190,99 €
+ Verlustvortrag Vorjahr 15.658.078,35 €
= Bilanzverlust 17.150.269,34 €
davon Verlustvortrag 2018 17.150.269,34 €

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

VI Sonstige Angaben

Angaben zu Mitgliedern des Vorstands/ Aufsichtsrats gem. § 285 № 10 HGB

Martinsried/Planegg, den 28. März 2018

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

Anlagenspiegel

Forderungenspiegel

kumulierte
Abschreibungen
Ende GJ
Restbuchwert
Vorjahr
Abgänge zum Buchwert Restbuchwert GJ

in € Entwicklung der Anschaffungskosten Entwicklung der Abschreibungen Entwicklung der Buchwerte Historische AHK Beginn GJ Zugänge Umbuchungen Abgänge zu historischen AHK Historische AHK Ende GJ kumulierte Abschreibungen Beginn GJ Abschreibungen GJ Abgänge Abschreibungen GJ Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 315.982,22 78.451,33 0,00 0,00 394.433,55 232.692,34 52.345,31 0,00 285.037,65 83.289,88 0,00 109.395,90 Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00 0,00 0,00 1.576.200,00 669.885,00 157.620,00 0,00 827.505,00 906.315,00 0,00 748.695,00 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 445.810,03 854,44 0,00 0,00 446.664,47 252.025,51 60.154,48 0,00 312.179,99 193.784,52 0,00 134.484,48 technische Anlagen und Maschinen 4.308.936,94 362.994,14 358.244,90 102.287,89 4.927.888,09 1.955.771,36 387.289,07 93.527,94 2.249.532,49 2.353.165,58 8.759,95 2.678.355,60 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.924,29 68.449,87 1.755,10 19.229,23 1.006.900,03 453.486,71 127.365,78 16.354,13 564.498,36 502.437,58 2.875,10 442.401,67 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 360.000,00 0,00 −360.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 360.000,00 0,00 0,00 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 0,00 50.000,00 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.557.000,00 20.000,00 0,00 0,00 1.577.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.557.000,00 0,00 1.577.000,00 Beteiligungen 0,00 249,00 0,00 0,00 249,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 249,00 Summe 9.569.853,48 530.998,78 0,00 121.517,12 9.979.335,14 3.563.860,92 784.774,64 109.882,07 4.238.753,49 6.005.992,56 11.635,05 5.740.581,65

in € 31.12.2017 davon mit einer
Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr
davon gegen
gesetzl. Vertreter
davon gegen
Aufsichtsrat
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
6.978.013,44 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
4.128.386,29 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegen Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 55.967,82 0,00 0,00 0,00
Summe 11.162.367,55 0,00 0,00 0,00

Anlage ❶

Anlage ❷

Verbindlichkeitenspiegel

Eigenkapitalveränderung

in € Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Eigenkapital
Stand 1. Januar 2017 9.099.603,00 29.043.554,34 −11.475.997,06 −4.182.081,29 22.485.078,99
Kapitalerhöhungen 244.250,00 0,00 0,00 244.250,00
Einstellungen in die Kapitalrücklage 0,00 5.989.237,50 0,00 0,00 5.989.237,50
Übertrag Jahresüberschuss Vorjahr 0,00 0,00 −4.182.081,29 4.182.081,29 0,00
Jahresüberschuss −1.492.190,99 −1.492.190,99
Stand 31. Dezember 2017 9.343.853,00 35.032.791,84 −15.658.078,35 −1.492.190,99 27.226.375,50

Anlage ❹

in € (VJ in T€) 31.12.2017 davon mit einer
Restlaufzeit von bis zu
einem Jahr
davon mit einer
Restlaufzeit von 1–5
Jahren
davon mit einer
Restlaufzeit von
mehr als fünf
Jahren
davon mit einer
Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr
davon mit einer
Restlaufzeit von
mehr als 1 Jahr (VJ)
davon gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 789,85 789,85 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.234.384,52 1.234.384,52 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 18.822,83 18.822,83 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 2.236.986,90 1.667.008,83 569.978,07 0,00 569.978,07 956.669,20 869.128,78
Summe 3.490.984,10 2.921.006,03 569.978,07 0,00 569.978,07 956.669,20 869.128,78

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind gesichert durch: branchenübliche Eigentumsvorbehalte

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Formycon AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 28. März 2018

PanTaxAudit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Doris Wolff Wirtschaftsprüferin

Firma Formycon AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Martinsried/Planegg
Anschrift 82152 Martinsried/Planegg
Fraunhoferstraße 15
Gründung und Satzung Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 5. Mai 2010
errichtet. Die letzten Änderungen der Satzung datieren
auf den 9. August 2017.
Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von
pharmazeutischen und biopharmazeutischen Produkten,
Entwicklung von Medikamententransportsystemen,
die Durchführung diagnostischer Laborleistungen
und -arbeiten für Dritte sowie die Durchführung
diagnostischer Laborleistungen.
Eintragung in das Handelsregister Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte beim
Amtsgericht München unter HRB 200801.
Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr läuft vom 01.01. bis zum 31.12. eines
Jahres.
Grundkapital Das Grundkapital beträgt 9.343.853,00 €.
Vorstand und Vertretung Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling
Dr. Nicolas Combé, München
Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen
Aufsichtsrat Dr. Olaf Stiller, Vorsitzender, Marburg
Hermann Vogt, stellv. Vorsitzender, Dieburg
Peter Wendeln, Oldenburg
Vorjahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde
von uns geprüft und mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen.

Rechtliche Verhältnisse

Herausgeber und Copyright

© 2018 Formycon AG

Fraunhoferstraße 15

82152 Martinsried/Planegg

Germany

Veröffentlichungsdatum

Mai 2018

Konzept und Realisierung

Anton Barchukov www.barchukovdesign.de

Fotos

Hagen Brede www.hagen-brede.de

Impressum

Formycon AG

Fraunhoferstraße 15 82152 Martinsried/Planegg Germany

Formycon AG Global Quality Biosimilars