Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Formycon AG Annual Report 2015

Jan 4, 2017

4521_rns_2017-01-04_fef555eb-d33b-4d2e-be40-9dada877a28c.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

Formycon AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Formycon basiert auf der Entwicklung von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten, sogenannten Biosimilars. Ziel ist die spätere Auslizenzierung der Biosimilarkandidaten, wobei die weitere Produktentwicklung durch die zukünftigen Lizenzpartner übernommen oder begleitet wird. Formycon kann die pharmazeutische Entwicklungskette von der Analytik und Zelllinienentwicklung über Präklinik und Klinik bis hin zur Zulassung vollständig abdecken, und so auch nach einer erfolgten Verpartnerung Teile der Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Partner übernehmen.

Die Struktur der Unternehmensgruppe folgt diesem Geschäftsmodell. Die eigentliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erfolgt durch die Formycon AG, die diese Tätigkeiten für das produktspezifisch ausgelagerte Tochterunternehmen erbringt und insofern nur aus einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung besteht. Daneben existiert mit der Formycon Services GmbH eine Tochtergesellschaft, die gesonderte Serviceleistungen auf Fee-for-Service Basis für Pharma- und Biotechunternehmen erbringt.

Im abgelaufenen Jahr ergab sich demzufolge die folgende Konzernstruktur:

Die Formycon Project 201 GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 als erstes Unternehmen ausgegründet. In diese Gesellschaft wurden mittlerweile die Projektaktivitäten unserer ersten beiden auslizenzierten Biosimilars eingebracht. Weitere Verpartnerungen sind für die kommenden Jahre geplant. Die Formycon AG besitzt jeweils 100 Prozent der Anteile an den Tochtergesellschaften und unterhält neben dem Sitz in Martinsried bei München keine weiteren Standorte.

Die Unternehmensgruppe Formycon beschränkt sich derzeit im Wesentlichen auf Forschungsund Entwicklungstätigkeiten. Darüber hinaus gehende Geschäftsprozesse sind unwesentlich und betreffen das Erbringen von Serviceleistungen.

Der künftige Absatzmarkt von Formycon ist der Pharmamarkt. Als wesentlicher externer Einflussfaktor sind deshalb gesundheitspolitische Maßnahmen zu nennen.

2. Forschung und Entwicklung

Im Hinblick auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, die die wesentliche Tätigkeit des Konzerns darstellt, sind die folgenden Kostenblöcke zu verzeichnen:

GJ 2015

in T€
VJ 2014

in T€
Fremdleistungen 6.164 5.081
Rohstoffe etc. 2.716 827
Personal 3.860 2.894
Abschreibungen 934 1.072
sonstige 2.939 1.927
16.613 11.801

In der Forschung und Entwicklung waren 42 Mitarbeiter tätig. Die gesamten Aufwendungen in Höhe von 16.613 T€ wurden als Aufwand verbucht, das sind 98,0% vom Umsatz. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Zugehörige Patente wurden angemeldet, die Produktentwicklungen schreiten voran, so dass mit einem planmäßigen Markteintritt gerechnet werden kann. Wesentliche Veränderungen im Bereich der Forschung waren nicht zu verzeichnen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2015 zeigte sich für die Pharma- und Biosimilarbranche zweigeteilt. Während die Wirtschaft und auch die Finanzmärkte bis April 2015 ausgesprochen gut gestimmt waren, drehte sich diese Einstellung im weiteren Verlauf des Jahres.

Nachdem die Griechenlandkrise 2015 in der Wahrnehmung zunehmend in den Hintergrund trat, fokussierten sich die Märkte verstärkt auf die stark sinkenden Ölpreise und die Wirtschaftsabschwächung in China. Die fallenden Ölpreise wirkten sich zwar einerseits positiv auf die Herstellungskosten vieler Produkte aus und machten das Autofahren billiger. Andererseits gerieten dadurch zahlreiche Ölförderfirmen und vom Ölexport abhängige Staaten in ernsthafte Schwierigkeiten. Daraus resultierend machten sich mehr und mehr generelle Konjunktursorgen breit.

Zunehmend belastend wirkte sich im Jahresverlauf auch die wirtschaftliche Abschwächung Chinas aus. Da die Wirtschaft des Landes weniger stark als in den Jahren zuvor wuchs, mehrten sich Zweifel, ob die Volksrepublik weiterhin ihre Rolle als fernöstliche Wirtschaftslokomotive und riesiger Absatzmarkt spielen kann.

Auch die politischen Krisen in Syrien, Nordafrika und der Ukraine wirkten sich belastend auf die Gesamtstimmung aus. In Deutschland und Europa überdeckte zudem die Flüchtlingskrise die Nachrichtenlage und nährte Zweifel, ob es der Bundesrepublik gelänge, diese zu lösen. Zugleich öffneten sich angesichts dieser Herausforderung tiefe Gräben in der Europäischen Union. Durch die teilweise Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum wurde letztlich auch der Warenaustausch behindert, womit die finanziellen Belastungen für die Wirtschaft stiegen.

Hinzu kam, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Europa - trotz der Stärke Deutschlands - nach wie vor schwach war. So tauchte Griechenland angesichts der Syrien- und Flüchtlingskrise mit seinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zwar weniger oft in den Medien auf, dennoch waren die ökonomischen Probleme dieses südeuropäischen Staates noch nicht gelöst. Unter anderem aus diesem Grund hielt die Europäische Zentralbank die Leitzinsen auf einem historisch niedrigen Niveau.

Ein für die Pharma- und Biotechindustrie einschneidendes Ereignis war die Ankündigung des US-amerikanischen Pharma- und Hedgefondsmanagers Martin Shkreli, den Preis für ein seit Jahren erhältliches Toxoplasmose-Arzneimittel um das 55fache zu erhöhen. Nachdem die Anwärterin auf die US-Präsidentschaftskandidatur, Hillary Clinton, darauf per Twitter-Kommentar eine breite Diskussion um die Höhe von Medikamentenpreisen in Gang gesetzt und dieses Thema in den Wahlkampf hineingetragen hatte, machten sich Befürchtungen um die künftige Profitabilität von Pharma- und Biotechunternehmen breit. Quer durch die Branche gerieten deren Aktienkurse unter Druck, ohne dass sich fundamental etwas an der Lage vieler Unternehmen geändert hatte.

Als Lackmustest für die Stabilität und die Aussichten der Pharma- und Biotechbranche wurden mehrere internationale Börsengänge von Biotechunternehmen Ende 2015 und Anfang 2016 gewertet. Nachdem diese mehrheitlich positiv verlaufen waren, schienen sich Analysten und Investoren wieder verstärkt den fundamentalen Daten der Branche zu widmen.

Die hohen Erwartungen der Börse an Biotechnologieunternehmen speisen sich vor allem aus der dynamischen Entwicklung im Gesundheitswesen. Der aktuelle Branchenreport von IMS Health prognostiziert, dass die weltweiten Ausgaben für Arzneimittel von 2015 über 1 Billion USD auf nahezu 1,3 Billionen USD im Jahr 2018 ansteigen werden. Die Nachfrage erhöht sich insbesondere durch die Zunahme von chronischen Krankheiten und die Alterung der Bevölkerung in den entwickelten Märkten. Indes führen in den Schwellenländern das Bevölkerungswachstum und die Ermöglichung eines verbesserten Zugangs zu medizinischer Versorgung zu Kostensteigerungen. Die Ausgaben in den sogenannten "Pharmerging Markets", an denen China einen Anteil von 46 % hat, werden in den nächsten Jahren mit jährlichen Raten von 8 bis 11 % wachsen.

In großen europäischen Ländern führen Kostensparprogramme zu Ausgabensenkungen oder einem nur sehr leichtem Anstieg der Ausgaben. Zum Teil bedingt durch einen statistischen Effekt sind die Kosten für Arzneimittel und Test-Diagnostik in Deutschland 2015 jedoch um 9,6 % auf 30,8 Milliarden € gestiegen. Die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) dürften insofern ihre Anstrengungen weiter intensivieren, um wie in den Vorjahren wieder Einsparungen zu realisieren. Dies war durch erhöhten Zwangsrabatt, freiwillige Rabatte der Hersteller, Patentabläufe und den stärkeren Wettbewerb zu Einsparungen gelungen.

Moderne biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel haben insbesondere in den letzten drei Jahrzehnten die Behandlung von schweren Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Krebs und Rheuma entscheidende Schritte vorangebracht. Aufgrund ihrer hohen Behandlungskosten sind sie aber auch Ausgabentreiber Nummer Eins für die GKV. Mit dem bevorstehenden Patentablauf dieser modernen Biopharmazeutika öffnet sich ein Fenster für biopharmazeutische Nachfolgeprodukte. Diese Biosimilars haben das Potential, die Arzneiausgaben deutlich zu begrenzen. Im Gegensatz zu klassischen Generika sind sie nur mit hohem Aufwand und großem Spezialwissen herzustellen.

Zwar waren die Patentabläufe im Bereich der Biopharmazeutika seit einigen Jahren rückläufig, so erwartet der Verband Progenerika e.V. jedoch ab dem Jahr 2016 einen Paradigmenwechsel. Analysen des Marktforschungsunternehmens INSIGHT Health zeigen, dass das Volumen der ablaufenden Patente mit 1,34 Mrd. € deutlich höher liegt als noch 2014 prognostiziert. Erstmalig werden nach Umsatz mehr biopharmazeutische Arzneimittel patentfrei als chemisch-synthetisch hergestellte Arzneimittel. Der weltweite Umsatz von biopharmazeutischen Nachahmer-Produkten könnte sich so bis 2020 auf 25 Mrd. USD verzehnfachen.

Formycon sieht sich wegen der fortgeschriebenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in einer guten Wettbewerbssituation in dem noch sehr jungen Markt für Biosimilars.

Die Marktstellung wird als gut eingestuft. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus der fortgeschrittenen Marktreife und den erfolgreichen Studien der ersten Produkte.

2. Geschäftsverlauf

Die Formycon AG wie auch der Konzern blicken erneut auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf 2015 zurück. So setzte die Formycon AG 13,6 Mio. € um und erzielte einen Gewinn nach Steuern und Abgaben von 0,6 Mio. €. Der Konzern schloss bei einem Umsatz von 16,9 Mio. € mit einem Überschuss von 0,6 Mio. € ab. Beide Unternehmenseinheiten sind frei von Finanzschulden.

Formycon hat die Entwicklung seiner Produkte wie auch des Unternehmens selbst im Jahr 2015 deutlich vorangebracht. Dabei konnten mehrere Meilensteine gesetzt werden:

Im März 2015 fand eine Good Manufacturing Practices (GMP)-Inspektion am Unternehmensstandort in München-Martinsried statt, die Formycon erfolgreich bestand. Die Inspektion wurde durch die Regierung von Oberbayern durchgeführt und belegte, dass Formycon nach international anerkannten Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe arbeitet.
Im April 2015 führte Formycon im Rahmen eines Private Placements erfolgreich eine Kapitalerhöhung über 11,1 Mio. € durch. Die neuen Anteilsscheine wurden durch internationale Investoren, vorwiegend aus den USA, gezeichnet.
Im Mai 2015 wurde Dr. Carsten Brockmeyer, Vorstand und CEO von Formycon, von der globalen „Medicine Maker Power List" 2015 zu einer der 20 einflussreichsten Personen in der pharmazeutischen Welt gewählt.
Ebenfalls im Mai 2015 lizenzierte Formycon das Biosimilar FYB203 als nunmehr zweites Projekt erfolgreich an die Santo Holding GmbH aus. Santo erhielt damit die exklusiven weltweiten Vermarktungsrechte für FYB203. Santo ist damit zudem verantwortlich für die weitere klinische Entwicklung, das Marketing und den Vertrieb des Produktes. Formycon erhielt seinerseits eine Vorabzahlung in einstelliger Millionenhöhe und wird die technische und präklinische Entwicklung von FYB203 gegen Bezahlung im Auftrag von Santo weiterführen. Darüber hinaus wird Formycon an künftigen Umsätzen signifikant beteiligt sein.
Im Juni 2015 erhielt Formycon von der US-Arzneimittelbehörde FDA einen positiven Scientific Advice für sein Biosimilar-Projekt FYB201 (Ranibizumab). Damit wurde der Weg frei für eine globale Phase-III-Studie dieses Produktes.
Auf der Hauptversammlung des Unternehmens im Juni 2015 unterstützten die Aktionäre insbesondere die nachhaltige und langfristige unternehmerische Ausrichtung von Formycon.
Im Oktober 2015 teilten die strategischen Partner bioeq und Formycon mit, dass sie eine pivotale klinische Phase III mit ihrem Lucentis®-Biosimilar (FYB201; Ranibizumab) initiiert haben.

Strategisch positioniert sich Formycon weiterhin als führendes unabhängiges Unternehmen zur Entwicklung, Produktion und Vermarktung von hoch qualitativen Biosimilars. Dabei fokussieren wir uns insbesondere auf die stark regulierten Märkte in Europa und den USA. Die Stärke von Formycon liegt in der Expertise des Managements, des Aufsichtsrates und strategischen Beirates sowie seiner hoch qualifizierten Mitarbeiter. Außerdem führen ausgefeilte Entwicklungsprozesse zu schnellen und zuverlässigen Ergebnissen. Durch diese technologische Entwicklungskompetenz ist Formycon ein bevorzugter Partner für die führenden Pharmakonzerne sowie Generikaunternehmen.

Für die Zukunft plant Formycon, das Portfolio an Biosimilar-Kandidaten zu erweitern.

3. Aktie

Die Aktien der Formycon AG sind zu rund 50 % im Besitz von Family Offices und Institutionellen Investoren. Weitere rund 20 % befinden sich in den Händen der Gründer und des Managements. Zirka 30 % der Anteilsscheine sind im Streubesitz. Die Aktien der Formycon AG sind im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Zum Jahresbeginn 2015 notierten die Papiere (Basis Tagesschlusskurs) bei einem Kurs von 10,10 Euro und kletterten bis zum 10. April auf ein Allzeithoch von 32,50 Euro. Am 30. Dezember 2015 lag die Notierung bei 23,15 Euro. Im Branchenvergleich hat die Aktie von Formycon damit sowohl seit der Erstnotiz wie auch im Gesamtjahr 2015 eine gute Performance gezeigt.

4. Mitarbeiter

Die wachsende Zahl an Biosimilarprojekten und die zunehmende Reife unserer Arzneimittelkandidaten hat zur Folge, dass Formycon im Jahr 2015 auch personell deutlich gewachsen ist. Während wir Anfang Januar 40 Mitarbeiter beschäftigten, war deren Zahl bis Ende Dezember deutlich auf 53 gestiegen. Für 2016 planen wir einen weiteren moderaten Personalaufbau.

5. Laborerweiterung

Aufgrund des Wachstums brauchte Formycon im vergangenen Jahr mehr Platz für Labore und Büros. Im Sommer 2015 wurde deshalb mit dem Ausbau eines weiteren Stockwerks am Unternehmensstandort in München-Martinsried begonnen. Seit Abschluss der Arbeiten im Herbst 2015 stehen den Mitarbeitern rund 520 Quadratmeter mehr Büro- und Laborfläche zur Verfügung.

6. Lage

Der im Folgenden als Geschäftsjahr 2015 bezeichnete Zeitraum bezieht sich auf den 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Lagebericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

a) Ertragslage

Formycon hat im Geschäftsjahr 2015 die Entwicklung seiner drei Biosimilar-Produkte weiter planmäßig vorangetrieben. Infolge der Auslizenzierungen von FYB201 im Dezember 2013 und FYB203 im Mai 2015 hat das Unternehmen erneut nennenswerte und nachhaltige Umsatzerlöse erwirtschaftet. Gegenüber 2014 konnten diese nochmals deutlich gesteigert werden. So erhielt das Unternehmen 2015 durch den neuen Lizenzvertrag von FYB203 eine sofortige Zahlung im mittleren einstelligen Millionenbereich. Außerdem bekommt das Unternehmen eine laufende Vergütung für die Produktentwicklung bis zur Zulassung und wird an den künftigen Vermarktungserlösen partizipieren.

Der Umsatz der Formycon AG betrug in der Berichtszeit 13.561 T€ gegenüber 10.530 T€ im Jahr 2014. Der Materialaufwand stieg auf 5.669 T€, was einen Rohergebnisanstieg auf 8.108 T€ implizierte.

Die Formycon AG rechnet aufgrund geplanter weiterer Auslizenzierungen auch künftig mit stabilen beziehungsweise steigenden Deckungsgraden.

Der Formycon-Konzern steigerte 2015 seinen Umsatz um 34 % auf 16.925 T€ und erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 578 T€. Die übrigen Aufwendungen konnten dementsprechend erneut durch das Rohergebnis gedeckt werden.

b) Finanzlage

Die Finanzanlage sowohl der Formycon AG als auch des Konzerns ist ausgesprochen stabil. Die wesentlichen Liquiditätsindikatoren weisen überdurchschnittlich gute Werte aus. Dem kurzfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 23.307 T€ stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 1.605 T€ gegenüber. Kreditfinanzierungen über Kreditinstitute und langfristige Darlehensfinanzierungen erfolgten in der Berichtszeit nicht.

Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 622 T€, der liquiditätsnahe Wertpapierbestand lag bei 19.675 T€. Auf die Kapitalflussrechnung wird verwiesen. Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatz) belief sich auf 3 %, das EBIT (Betriebsergebnis) betrug 538 T€, das EBITDA (Betriebsergebnis plus Abschreibungen) lag bei 1.473 T€.

Die Gesellschaft hat keine Finanzschulden.

Formycon AG: Konzernkapitalflussrechnung für den Zeitraum 01. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 Geschäftsjahr Vorjahr
Periodenergebnis 577.518,13 € 860.324,39 €
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des +/- Anlagevermögens 934.812,51 € 1.071.931,20 €
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 133.672,36 €
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
-/+ zuzuordnen sind Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der 541.723,02 € - 2.584.623,10 €
+/- Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des 1.652.552,48 € 601.023,51 €
-/+ Anlagevermögens 23.092,80 € 11.762,72 €
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 41.258,21 € 7.417,58 €
\= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 517.008,13 € 32.163,70 €
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des + immateriellen Anlagevermögens 2.600,84 €
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 669.927,27 € 570.831,79 €
+ erhaltene Zinsen 71.492,58 € 165,54 €
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 595.833,85 € - 570.666,25 €
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von + Gesellschaftern des Mutterunternehmens 11.182.430,00 € - €
gezahlte Zinsen 30.234,37 € 7.583,12 €
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 11.152.195,63 € 7.583,12 €
zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 11.073.369,91 € 610.413,07 €
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.223.867,92 € 899.311,60 €
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.297.237,83 € 288.898,53 €

Gegenüber dem Vorjahr beinhaltet der Finanzmittelfonds nach DRS 21 nunmehr auch die kurzfristig liquidierbaren Wertpapiere, so dass Insofern der Vorjahresvergleich eingeschränkt ist.

Kapitalflussrechnung DRS 21

der Formycon AG (Einzelabschluss)

in T€ 2015 2014 Delta
T€ %
--- --- --- --- ---
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 600,3 869,9 -269,6 -31,0
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 934,8 1.071,9 -137,1 -12,8
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 0,0 0,0 0,0 0,0
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,0 0,0 0,0 0,0
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 143,7 5,4 138,3 2.548,9
\= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals 1.678,9 1.947,3 -268,4 -13,8
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 134,1 25,6 108,5 424,6
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva -302,4 -2.287,7 1.985,3 -86,8
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva -1.067,1 -280,8 -786,2 280,0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -46,3 7,4 -53,7 -724,1
- Sonstige Beteiligungserträge 0,0 0,0 0,0 0,0
+/- Aufwendungen/Erträge aus außerordentlichen Posten 0,0 0,0 0,0 0,0
+/- Ertragsteueraufwand/ -ertrag 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0,0 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0,0 0,0 0,0 0,0
-/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattung -16,9 0,0 -16,9 0,0
\= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit 380,3 -588,2 968,5 -164,6
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des imm. AV 0,0 6,3 -6,3 -100,0
- Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2,6 0,0 2,6 0,0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -669,9 -595,8 -74,1 12,4
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0,0 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0,0 0,0 0,0 0,0
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der - kurzfristigen Finanzdisposition 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0,0 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Erhaltene Zinsen 71,5 0,2 71,3 43.087,5
+ Erhaltene Dividenden 0,0 0,0 0,0 0,0
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -595,8 -589,3 -6,5 1,1
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern des MU 11.182,4 0,0 11.182,4 0,0
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von anderen Gesellschaftern 0,0 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen aus EK-Herabsetzungen an Gesellschafter des MU 0,0 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen aus EK-Herabsetzungen an andere Gesellschafter 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Kreditaufnahme 0,0 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0,0 0,0 0,0 0,0
+ Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0,0 0,0 0,0 0,0
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0,0 0,0 0,0 0,0
- Gezahlte Zinsen -25,2 -7,6 -17,6 232,3
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des MU 0,0 0,0 0,0 0,0
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0,0 0,0 0,0 0,0
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 11.157,2 -7,6 11.164,8 -147.232,5
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 10.941,7 -1.185,2 12.126,8 -1.023,2
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.196,0 10.381, 2 -1.185,2 -11,4
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.137,7 9.196,0 10.941,7 119,0

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist in der Berichtszeit von 77,6 % auf 91,5 % gestiegen und damit überdurchschnittlich hoch. Das langfristig gebundene Vermögen ist abschreibungsbedingt gefallen und vollständig durch das Eigenkapital gedeckt, was sehr gesunde Bilanzstrukturdaten impliziert.

Das Umlaufvermögen besteht weitgehend aus Liquidität und liquiditätsnahen Werten, so dass der bilanzierte Vermögensbestand kaum risikobelastet ist.

7. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Da sich das Unternehmen noch in der Produktentwicklungsphase befindet, ist die Aussagekraft üblicher finanzieller Leistungsindikatoren mitunter beschränkt. Für unseren Konzern wesentlich sind solche Leistungsindikatoren, die die nachhaltige Finanzkraft des Unternehmens messen.

Das Working-Capital, gemessen als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, belief sich zum Stichtag auf 21.038 T€. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Ruckstellungen) lag bei 1.512 T€ und war damit weiterhin positiv. Die Investitionstätigkeit lag mit 670 T€ unter den Abschreibungen, was zu entsprechenden Cash-Zuflüssen führte.

Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss / durchschnittl. Eigenkapital) lag bei 2,32 %, die Gesamtkapitalrendite (EBIT / durchschnittl. Gesamtkapital) bei 2,44 %.

Formycon entwickelt für ausgewählte Kunden, die sich als Partner des Konzerns verstehen. Der vergleichsweise geringe Kundenstamm impliziert ein geringes Konfliktpotential. Gleichzeitig zeichnen wir uns durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus.

Der Konzern beschäftigt überwiegend Forschungs- und Entwicklungspersonal. Die Mitarbeiterfluktuation ist aufgrund hoher Mitarbeiterzufriedenheit sehr gering.

III. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind bilanziell keine besonderen Ereignisse bei Formycon eingetreten.

Formycon meldete weitere Patente zur pharmazeutischen Formulierung und Verabreichung von intraokularen VEGF-Antagonisten an. Zudem konnte das Unternehmen den ersten Patienten in seine klinische Phase-III-Studie mit FYB201 (Ranibizumab) einschließen und damit einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung dieses Biosimilars gehen. Weiterhin gab Formycon den Wirkstoffnamen für den Biosimilarkandidaten FYB203 bekannt. Dabei handelt es sich um Aflibercept, einem weiteren Ophtalmologie-Wirkstoff (Originalprodukt: Eylea®).

IV. Prognosebericht

In den vergangenen drei Jahren hat Formycon die erste Phase der Unternehmensentwicklung erfolgreich durchlaufen. Insbesondere mit dem sehr erfreulichen Verlauf des Projektes FYB201 (Ranibizumab), der im Start der klinischen Testphase III mündete, und der Auslizenzierung von FYB203 haben wir eine sehr gute und solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung und zukünftiges Wachstum gelegt.

Mittlerweile sind wir in die nächste Phase unserer Entwicklung eingetreten. Im Mittelpunkt stehen dabei die weitere konsequente Umsetzung unserer Strategie, die operative Optimierung unserer Prozesse und Strukturen, der kontinuierliche Ausbau unserer Pipeline sowie weitere Auslizenzierungen unserer Biosimilarkandidaten.

Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt. Zudem verläuft die Entwicklung unserer Biosimilars planmäßig. Der Markteintritt von FYB201 in den Märkten Europas und der USA ist unverändert ab 2020 vorgesehen, sobald das Patent für das Referenzprodukt abgelaufen ist.

Bedingt durch unsere zwei auslizenzierten Biosimilar-Projekte FYB201 und FYB203 erwarten wir im Geschäftsjahr 2016 gegenüber 2015 eine weitere Steigerung unseres Konzernumsatzes auf zirka 20 Mio. €.

Wir werden auch künftig einen erheblichen Teil unserer Ressourcen in die Entwicklung neuer Biosimilars investieren, um die Basis für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens weiter zu festigen und auszubauen. Neben der Fortentwicklung der bestehenden Biosimilar-Projekte wollen wir ab dem Jahr 2016 schrittweise neue Projekte initiieren und voranbringen. Damit werden wir die Ausgaben für die Produktentwicklung im laufenden Jahr wie auch im Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich weiter erhöhen. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2016 wird stark von einer möglichen Verpartnerung des Projektes FYB202 abhängen, so dass an dieser Stelle noch keine Prognose getroffen werden kann. Unabhängig hiervon erwartet die Gesellschaft für die kommenden Jahre vergleichbare Ergebnisse.

Die Tochtergesellschaft „Formycon Services GmbH" wird auch künftig Entwicklungsdienstleistungen für Pharma- und Biotechnologieunternehmen anbieten.

Die stabile Vermögensstruktur und Finanzlage erlauben es dem Konzern, weitere Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen.

Wechselkurseinflüsse und Inflationsgefahren sehen wir nicht. Auch werden andere Sondereinflüsse nicht erwartet.

Veränderungen der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden für das Jahr 2016, wenn man von einem weiteren Wachstum (Umsatz und Personal) einmal absieht nicht eintreten.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Für die Zukunft sehen wir die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft weiterhin positiv. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen:

Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht die Behandlung von Krankheiten, die vor zehn oder 20 Jahren nicht oder nur unzureichend behandelt werden konnten.
Aufgrund der demographischen Entwicklung gibt es in Deutschland wie auch weltweit immer mehr ältere Menschen, die auf intensive medizinische Betreuung angewiesen sind.
Formycon hat mit der Entwicklung von Biosimilars einen neuen zukunftsträchtigen Markt frühzeitig besetzt und kann aufgrund seiner Expertise das gesamte Potenzial dieses Marktes nutzen. Unsere positive Entwicklung zeigt, dass das Unternehmen mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg ist.

Chancen für weiteres organisches Wachstum sehen wir insbesondere in der künftigen Produktentwicklung sowie in Auslizenzierungen.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität und Kundenzufriedenheit begegnen.

Grundsätzlich haben Biosimilar-Unternehmen gegenüber den Entwicklern von innovativen Arzneimitteln den Vorteil, dass die Entwicklungskosten und das Entwicklungsrisiko deutlich geringer sind. Auch fällt der Wettbewerb bei Biosimilars aufgrund der relativ hohen Markteintrittshürden in der Regel geringer aus als bei Generika.

2. Risiken

Branchenspezifische Risiken:

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanz- und Rohstoffmarkten sowie die geopolitischen Risiken weiter verstärken und damit die Konjunktur schwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen, soweit hiervon auch der Internationale wie auch der nationale Gesundheitsmarkt betroffen ist. Daraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Biosimilar-Hersteller stehen zudem vor einigen Herausforderungen, die Produzenten bisheriger Generika, die auf Small Molecules basieren, nicht kannten. So sind die Kosten für die Entwicklung, Produktion und das Marketing von Biosimilars höher. Zudem müssen sich Ärzte, Patienten und Krankenkassen an diese noch junge Medikamentenklasse gewöhnen und diese akzeptieren.

Eine, wenn auch geringe Gefahr, besteht darin, dass die Originalhersteller den Herstellungsprozess oder die Darreichungsform für ihre bestehenden Produkte verändern, womit Biosimilar-Hersteller nachziehen müssten.

Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass die Originalhersteller zum Ende der Patentlaufzeit ihre Produkte selbst zu niedrigeren Preisen vertreiben, um sich Marktanteile zu sichern und damit in Konkurrenz zu Biosimillars zu treten.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass das Marktpotenzial für die Biosimilar-Produkte durch die Zulassung neuer Medikamente deutlich schrumpft, oder sogar gänzlich zurückgeht.

Möglich wäre auch, dass Arzneimittelbehörden die regulatorischen Bedingungen verändern und damit den Markteintritt von Biosimilars erschweren oder verhindern.

Auch wenn das Risiko deutlich geringer ist, als in der Innovativen biotechnologischen Entwicklung, besteht grundsätzlich auch für Biosimilars immer das Risiko, dass ein Projekt aus wissenschaftlichen, technologischen, regulatorischen oder wirtschaftlichen Gründen gänzlich scheitert. Dies Insbesondere auch, weil Formycon in bestimmten Bereichen mit externen Partnern zusammenarbeitet. Potenzielle Risiken können hier sowohl vertraglich als auch technologisch Inhaltlich bestehen.

Ertragsorientierte Risiken:

Ein unmittelbares Ertragsrisiko sieht der Konzern derzeit nicht. Mittel- beziehungsweise langfristig besteht das Risiko, dass Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nicht erfolgreich sind oder am Markt keine Akzeptanz haben. Rückschläge oder Verzögerungen bei Produktentwicklungen können zudem nie gänzlich ausgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage von Formycon ist für ein Unternehmen, das sich in der Entwicklung von Produkten befindet, sehr zufriedenstellend.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin im labilen Umfeld in einigen Regionen der Weltwirtschaft. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sind wir für die Bewältigung künftiger Risiken in unserer Branche aber gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der möglichen finanziellen Auswirkungen einzelner Risikofelder kaum geändert. Es ergibt sich im Gesamtbild keine grundlegende Änderung der Risikolage. Durch den Einsatz von internen Kontrollmechanismen sind wir in der Lage, Veränderungen der Risikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, kompensieren wir durch die Vermeidung des Aufbaus wesentlicher Fremdwährungspositionen in der Bilanz.

Die größte Währungsposition entsteht durch Einkäufe von Fremdleistungen in Schweizer Franken, die zeitnah gezahlt werden, wodurch nicht absehbare Währungsrisiken weitgehend eliminiert werden.

Ziel des Finanz-Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Wir sehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Martinsried/Planegg, den 31. März 2016

Formycon AG

gez. Dr. Brockmeyer

gez. Dr. Combé

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

Geschäftsjahr

EUR
Vorjahr

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.830,13 120.070,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.063.935,00 1.221.555,00
1.133.765,13 1.341.625,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 189.548,30 240.094,58
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.363.731,19 2.448.761,46
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.858,29 0,00
2.606.137,78 2.688.856,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.547.349,12 1.667.965,88
1.597.349,12 1.717.965,88
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 232.190,88 345.561,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 303,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.755.972,62 2.390.087,50
3. sonstige Vermögensgegenstände 21.199,16 27.076,44
2.777.171,78 2.417.467,30
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 19.674.750,65 8.934.969,39
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 462.959,92 261.073,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 99.931,81 26.913,87
28.584.257,07 17.734.433,76
PASSIVA
Geschäftsjahr

EUR
Vorjahr

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital1 9.079.603,00 8.626.683,00
II. Kapitalrücklage 28.977.034,34 18.247.524,34
III. Verlustvortrag -12.076.346,07 -12.946.286,43
IV. Jahresüberschuss 600.349,01 869.940,36
26.580.640,28 14.797.861,27
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 653.095,00 519.000,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 387.286,15 1.423.251,15
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 387.286,15 EUR (Vorjahr: 1.423,3 TEUR)
2. sonstige Verbindlichkeiten 955.706,22 994.321,34
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 955.706,22 EUR (Vorjahr: 994,3 TEUR)
- davon aus Steuern 259.156,21 EUR (Vorjahr: 429,2 TEUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 600,00 EUR (Vorjahr: 0,0 TEUR)
1.342.992,37 2.417.572,49
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.529,42 0,00
28.584.257,07 17.734.433,76

1 Bedingtes Kapital (1): 174.000,00 €

Bedingtes Kapital (2): 715.260,00 €

Gewinn- und Verlustrechnung 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

EUR Geschäftsjahr

EUR
Vorjahr

EUR
1. Umsatzerlöse 13.561.502,60 10.529.856,35
Gesamtleistung 13.561.502,60 10.529.856,35
2. sonstige betriebliche Erträge 214.959,81 85.226,34
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.714.818,69 827.539,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.954.049,02 3.037.150,23
5.668.867,71 3.864.689,88
Rohergebnis 8.107.594,70 6.750.392,81
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.357.462,43 2.521.934,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 503.501,96 372.312,77
- davon für Altersversorgung 50.990,28 EUR (Vorjahr: 28,1 TEUR) 3.860.964,39 2.894.247,43
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 934.812,51 1.071.931,20
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.751.283,00 1.905.182,24
Betriebsergebnis 560.534,80 879.031,94
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 71.492,58 165,54
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 5.035,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.199,37 7.583,12
Finanzergebnis 41.258,21 -7.417,58
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 601.793,01 871.614,36
11. sonstige Steuern 1.444,00 1.674,00
12. Jahresüberschuss 600.349,01 869.940,36

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Die auf die Posten der Bilanz und der GuV angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem am Tag des Zugangs geltenden Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Änderungen der Wechselkurse werden durch Niedrigerbewertung von Vermögensgegenständen bzw. durch Höherbewertung von Verbindlichkeiten berücksichtigt, soweit dies für eine verlustfreie Bewertung am Bilanzstichtag notwendig ist und die Beträge erst nach einer Laufzeit von mehr als einem Jahr fällig werden. Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden generell mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die daraus resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen gesondert ausgewiesen.

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Darüber hinaus werden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs und für freiwillige soziale Leistungen und Altersversorgung einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene, im Einzelfall geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt.

Der "alte" Geschäfts- oder Firmenwert wird wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben (Anhangstetigkeit). Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegegenstände bis 410,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Das steuerliche Abschreibungsverfahren wird demnach aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt, da die Abweichungen des Wertansatzes im Vergleich zu einer einzelnen Bewertung unwesentlich sind.

Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Umlaufvermögen

In den Vorräten ausgewiesene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und - soweit unverzinslich - bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 2 zum Anhang in einem Forderungenspiegel dargestellt.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind folgende wesentliche Positionen zusammengefasst:

Angaben zu sonstigen Rückstellungen gemäß § 285 Nr. 12 HGB

Urlaubsrückstellung 42.800,00 €
Tantiemen 438.580,00 €
Nebenkostenabrechnungen 85.000,00 €
Beratungskosten 25.000,00 €
Aufbewahrungsverpflichtungen 44.600,00 €
Berufsgenossenschaft 17.115,00 €

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Anlage 4 dargestellt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gemäß § 158 AktG ist die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zu ergänzen:

Jahresüberschuss 600.349,01 €
+ Verlustvortrag Vorjahr ./. 12.076.346,07 €
\= Bilanzverlust ./. 11.475.997,06 €
- davon Verlustvortrag 2016 ./. 11.475.997,00 €

Sonstige Angaben

Angaben zu Organen

Angaben zu Mitgliedern des Vorstands gemäß § 285 Nr. 10 HGB

Vorstand

Vorsitzender Ausgeübter Beruf
Herr Dr. Carsten Brockmeyer CEO
Herr Dr. Nicolas Combé CFO

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB über die gewährten Vorstandsbezüge verzichtet.

Angaben zum Aufsichtsrat gemäß § 285 Nr. 10 HGB

Vorsitzender Ausgeübter Beruf
Herr Dr. Olaf Stiller Kaufmann
Stellvertretender Vorsitzender
Herr Hermann Vogt Kaufmann
Mitglieder
Herr Peter Wendeln Kaufmann

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr als Gesamtbezüge 22.500,00 € im Sinne des § 285 Nr. 9a HGB.

Mitarbeiterzahl

Gemäß § 285 Nr. 7 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr zu machen:

Angaben zur Mitarbeiteranzahl gemäß § 285 Nr.7 HGB

Gewerbliche Angestellte 42,00
Kaufmännische Angestellte 4,00
Leitende Angestellte 2,00
Gesamt: 48,00

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Mietbürgschaften i.H.v. 117.802,00 €

Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da die Verpflichtungen bisher erfüllt werden.

Wir haben ausschließlich zugunsten unserer Tochtergesellschaft Patronatserklärungen abgegeben. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 3 a) HGB resultiert aus Dauerschuldverhältnissen. Der Jahresbetrag der Verpflichtungen bis 5 Jahre beläuft sich auf 120.932,16 €. Der Jahresbetrag der Verpflichtungen über 5 Jahre beträgt 218.504,00 €.

Angaben gem. § 160 AktG:

Aktiengattungen

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.079.603 € (Vj: 8.626,7 T€) und ist eingeteilt in 9.079.603 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu Insgesamt 4.531.301,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis 4.531.301 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG

Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen berechtigen (Bedingtes Kapital 2015).

Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr.3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 174.000,00 € und berechtigt zum Bezug von 174.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Martinsried/Planegg, den 31. März 2016

gez. Dr. Brockmeyer

gez. Dr. Combé

Anlagenspiegel

in € Historische AHK Zugänge Zuschreibungen Abgänge zu historischen AHK kumulierte Abschreibungen Restbuchwert 31.12.2015
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 262.780,62 0,00 8.718,43 184.232,06 69.830,13
Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00 0,00 512.265,00 1.063.935,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 353.823,64 0,00 0,00 164.275,34 189.548,30
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.347.753,64 617.068,98 107.724,13 2.493.367,30 2.363.731,19
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 52.858,29 0,00 0,00 52.858,29
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.667.965,88 0,00 120.616,76 0,00 1.547.349,12
Summe 8.258.523,78 669.927,27 237.059,32 3.354.139,70 5.337.252,03
in € Restbuchwert Vorjahr Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge zum Buchwert
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.070,75 45.455,22 4.785,40
Geschäfts- oder Firmenwert 1.221.555,00 157.620,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 240.094,58 50.546,28 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.448.761,46 681.191,01 20.908,24
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.667.965,88 0,00 120.616,76
Summe 5.748.447,67 934.812,51 146.310,40

Forderungenspiegel

in € (VJ in T€) 31.12.2015 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon aus Lieferungen und Leistungen davon sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.755.972,62 120.616,75 2.195.334,72 560.637,90
(VJ: 1.625,9) (VJ: 764,2)
sonstige Vermögensgegenstände 21.199,16 0,00 -,- -,-
Summe 2.777.171,78 120.616,75 2.195.334,72 560.637,90

Verbindlichkeitenspiegel

in € (VJ in T€) 31.12.2015 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren davon gesichert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 387.286,15 387.286,15 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 955.706,22 955.706,22 0,00 0,00 0,00
Summe 1.342.992,37 1.342.992,37 0,00 0,00 0,00

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresüberschuss Eigenkapital
Stand 1. Januar 2015 8.626.683,00 18.247.524,34 -12.946.286,43 869.940,36 14.797.861,27
Kapitalerhöhungen 452.920,00 452.920,00
Einstellungen in die Kapitalrücklage 10.729.510,00 10.729.510,00
Übertrag Jahresüberschuss Vorjahr 869.940,36 -869.940,36 0,00
Jahresüberschuss 600.349,01 600.349,01
Stand 31. Dezember 2015 9.079.603,00 28.977.034,34 -12.076.346,07 600.349,01 26.580.640,28

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die Ertragslage des Konzerns unterrichtet.

Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle besprochen. Zudem erfolgten regelmäßige Abstimmungen mit dem Vorstand zu Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens.

In vier Sitzungen wurden alle Geschäftsvorfälle und anstehenden Entscheidungen, die nach Gesetz und der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, ausführlich behandelt. An diesen Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen.

Schwerpunktmäßig wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrates die Sicherung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft und die gegenwärtige und künftige Entwicklung der Geschäftsbereiche erörtert, insbesondere im Hinblick auf den Stand der Entwicklungen sowie den Bemühungen um den Stand der vorklinischen und klinischen Studien und den damit verbundenen Personalfragen. Außerdem hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand wichtige strategische Projekte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzungen waren die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Konzepte für das zukünftige Wachstum des Unternehmens.

Die Entwicklung und die Unternehmensplanung waren jeweils quartalsmäßig Gegenstand der Erörterung von Vorstand und Aufsichtsrat. Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden insbesondere konkrete Wertansätze im Einzelnen diskutiert sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Kapitalstruktur des Unternehmens.

Der Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss zum 31.12.2015 inklusive der Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 bestellten Abschlussprüfer PanTaxAudit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt. Der Aufsichtsrat hat zudem von seinem Recht Gebrauch gemacht, Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft zu nehmen, insbesondere durch Vorlage von bedeutenden Einzelverträgen, auch unabhängig von ihrer Zustimmungsbedürftigkeit.

Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Genehmigung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden.

Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 14. April 2016 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der FORMYCON AG und den Konzernabschluss der FORMYCON Gruppe. Der Jahresabschluss der FORMYCON AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2015 geleistete Arbeit.

München, im April 2016

gez. Dr. Olaf Stiller, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Formycon AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 12. April 2016

**PanTaxAudit GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Dr. Rudolf Schmitz, Wirtschaftsprüfer