Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Formycon AG Annual Report 2014

Jun 8, 2015

4521_10-k_2015-06-08_cfea6c5c-87b0-42a8-9738-927f72ae461f.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Geschäftsbericht 2014

Geschäftsbericht 2014

Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz zum 31. Dezember 2014
Anlagenspiegel
Anhang
Lagebericht
Grundlagen
Wirtschaftsbericht
Nachtragsbericht
Prognosebericht
Chancen- und Risikobericht
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzir
Bericht über Zweigniederlassungen
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
.conzernbilanz
onzerngewinn- und Verlustrechnung
.
.
.
.
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.1.2014 bis 31.12.2014
Konzernanlagenspiegel
Kapitalflussrechnung
Grundlagen d ès Konzerns
Wirtschaftsbericht
Nachtragsbericht
Prognosebericht
Chancen- und Risikobericht
Bestätigungsvermerk des Abschluss pr üfers
_________
24
32
.
umenten
$\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and $\overline{a}$ and
_________
46

wir blicken heute auf das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr von Formycon zurück. Erstmals können wir eine Bilanz mit einem Gewinn vorlegen. Unsere eigenen früheren Prognosen haben wir damit deutlich übertroffen. 2014 hat sich außerdem gezeigt, dass sich unsere langfristig angelegten Investitio-Nachfolgeprodukten, sogenannten Biosimilars, nachhaltig auszahlen.

nen in die Entwicklung von biopharmazeutischen Dass wir uns auf einen so erfolgreichen Weg begeben konnten, verdanken wir vielen Faktoren. Einen maßgeblichen Beitrag dafür haben Sie als unsere Aktionäre bereits im Jahr 2013 geleistet. Durch Ihre Unterstützung konnte Formycon drei Kapitalerhöhungen realisieren. Wir haben mithilfe dieser Kapitalmaßnahmen das finanzielle Fundament gelegt, das uns seither die Umsetzung unserer neuen Strategie und damit den konsequenten weiteren Ausbau des Unternehmens ermöglicht. Auch finanziell hat sich die Auslizensierung gelohnt. Läuft alles wie geplant, so könnten uns daraus in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro an Lizenzeinnahmen zufließen. Der Vermarktungsstart in den USA und der EU ist ab 2020 geplant. Vor allem aber erweitert die Verpartnerung des ersten Produktes unseren Spielraum für die Intensivierung der Forschungsaktivitäten. So konnte Formycon bereits Gespräche für die Auslizensierung des zweiten und dritten von uns entwickelten Wirkstoffs aufnehmen. Aufgrund der bisherigen Verhandlungen mit verschiedenen Pharma- und Generikaunternehmen ist es nicht übertrieben zu sagen: Wir sind zuversichtlich, diese erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

nanzierung der Weiterentwicklung, Herstellung und Zulassung unseres ersten Biosimilars FYB 201 übernommen haben, war für Formycon gewissermaßen der Adelsschlag und brachte uns erhebliches Interesse innerhalb der Branche.

Heute können wir mit Recht sagen, dass Formycon ein führendes unabhängiges Entwicklungsunternehmen auf dem Gebiet der Biosimilars ist. Ein Meilenstein, der die Stärke unseres innovativen Geschäftsmodells belegt und uns in eine vielversprechende Ausgangsposition für das Geschäftsjahr 2014 brachte, war die Auslizensierung des ersten Moleküls an die Santo-Holding von Thomas und Andreas Strüngmann im Dezember 2013. Dass die beiden Hexal-Gründer und ausgezeichneten Marktkenner die Fi-Die Zuversicht, unseren Weg erfolgreich fortsetzen zu können, speist sich nicht zuletzt daraus, dass unsere wissenschaftliche Expertise im Bereich der biopharmazeutischen Nachfolgeprodukte von potenziellen Lizenznehmern ebenso anerkannt wird wie von den relevanten Zulassungsbehörden. Das zeigt der sogenannte finale Scientific Advice der Zulassungsbehörde EMA (European Medicines Agency), den Formycon im Dezember 2014 erhielt. Er er-

Brief an die Aktionäre

,

Dr. Carsten Brockmeyer, ceo Dr. Nicolas Combé, cfo

möglicht den direkten Einstieg in die pivotale Zulassungsstudie (Phase III) für unser erstes Biosimilar. Der Start ist bereits für das zweite Halbjahr 2015 vorgesehen – und damit erneut deutlich schneller als ursprünglich erwartet.

Auch in den USA geht es voran. Bereits im März 2014 hat die Formycon AG ihren wissenschaftlichen Beirat um Dr. Bernhard Hampl, den ehemaligen CEO von Sandoz US, verstärkt. Mittlerweile liegen das Protokoll für die geplante klinische Entwicklung sowie weitere Dokumente der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) vor. Das Studienkonzept befindet sich damit bereits in Abstimmung mit den FDA-Experten.

Die intensive Entwicklungsarbeit, bei der unsere Mitarbeiter, der wissenschaftliche Beirat und viele weitere Partner Hervorragendes leisten, konzentriert sich seit den Anfängen des Unternehmens auf den globalen Markt für Biosimilars der Dritten Welle. Sie umfasst Produkte, die in den Bereichen Augenheilkunde (Ophtalmologie), Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen und Blutgerinnungsstörungen eingesetzt werden. In diesem Markt wird schon heute der Paradigmenwechsel offenkundig, der den Gesundheitsmarkt fundamental verändern wird.

Konkret: 2015 verlieren, gemessen am Umsatz, mehr biopharmazeutische Arzneimittel ihren Patentschutz als chemisch-synthetisch hergestellte Präparate. Laut dem renommierten Marktforschungsunternehmens Insight Health liegt das Volumen der ablaufenden Patente mit 1,34 Milliarden Euro auch deutlich höher als noch 2013 prognostiziert. Der weltweite Umsatz von Nachfolgeprodukten der Dritten Welle könnte sich bis 2020 auf 25 Milliarden US-Dollar verzehnfachen.

Es ist unsere Vision, die großen Marktchancen für Biosimilar-Produkte in den nächsten Jahren systematisch und umfassend zu nutzen. Dafür bringt Formycon alle Voraussetzungen mit: Wir haben ein klares Konzept, das nötige Equipment, das wissenschaftliche Know-how und die finanziellen Ressourcen. Über die Ausweitung unserer Produkt- und Technologie-Pipeline werden wir den wahren Unternehmenswert von Formycon realisieren. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie als unsere Aktionäre uns auf diesem Weg weiterhin begleiten und unterstützen.

Martinsried, im Mai 2015

Formycon AG

Dr. Carsten Brockmeyer Dr. Nicolas Combé

8 better 9

Produkteinführungen, Firmenübernahmen und steigende Börsenkurse zeigen: Der Markt für Biosimilars kommt in Schwung: Formycon ist optimal positioniert, weil ihr Konzept für den steigenden Bedarf der Pharmaindustrie maßgeschneidert ist.

en Begriff Biosimilars kannten von einigen Jahren nur wenige Fachleute. Mittlerweile befassen sich immer mehr Artikel und Beiträge in den Medien mit diesen Nachfolgemedikamenten der momentan modernsten zugelassenen Medikamenten-

D klasse. Im Gegensatz zu den klassischen einfachen Generika, die leicht herzustellen und längst alltäglich sind, handelt es sich bei Biosimilars um Wirkstoffe mit relativ großer Molekülmasse mit teilweise über 20.000 Atomen. Vielleicht zeigt ein Vergleich die Ähnlichkeiten und Unterschiede besser. Biosimilars sind einfachen Generika etwa so ähnlich wie es aktuelle Smartphones konventionellen Taschenrechnern sind. Beide sind tragbare Rechenmaschinen mit elektronischen Schaltkreisen und einem Display – und doch käme niemand auf die Idee, es handle sich dabei um vergleichbare Geräteklassen.

Im Pharmamarkt und Gesundheitswesen zeichnet sich immer deutlicher ein Paradigmenwechsel hin zu biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten ab. Formycon konzentriert sich dabei auf die sogenannte Dritte Welle der Biosimilars, die mit den Patentabläufen ab dem Jahr 2020 auf den Markt kommen dürfen. Es handelt sich dabei um Produkte, die

in den Bereichen Augenheilkunde (Ophtalmologie), Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen und Blutgerinnungsstörungen eingesetzt werden. Biosimilars werden zu gravierenden Veränderungen in den Gesundheitssystemen führen, die bereits beginnen: Nach der Freigabe durch die europäische Zulassungsbehörde EMA stehen in Europa nun zwei Biosimilar-Varianten des monoklonalen Antikörpers Infliximab für Behandlungen zur Verfügung. Die amerikanische Genehmigungsbehörde US Food and Drug Administration (FDA) öffnete derweil den US-Markt für ein Nachfolgeprodukt. Es war die erste Zulassung eines Biosimilars in den USA überhaupt – weitere könnten bald folgen.

Die Großen der Branche haben das Potenzial der Biosimilars längst erkannt. Der Pharma-Riese Pfizer übernahm jüngst den US-amerikanischen Biosimilar-Spezialisten Hospira. Ein kluger Schachzug: Pfizer sichert sich so den Zugang zu einem Wachstumsmarkt und künftige Marktanteile. Zudem hofft der Konzern, dadurch die ab 2020 zu erwartenden Verluste bei seinen Originalpräparaten auszugleichen.

better team

Weil Formycon gezeigt hat, dass sie bessere Wissenschaftler, Manager und den besseren Beirat, kurz: das bessere Know-how besitzt, um erfolgreich Biosimilars zu entwickeln.

better technology

Weil in den Formycon-Laboren das Spezial-Equipment für Protein-Analytik vorhanden ist, um die Struktur der gesuchten Wirkstoffe schnell und erfolgreich zu entschlüsseln.

Wie auch weitere Teile des Biotechnologiesektors befindet sich der aufstrebende Markt für Biosimilars an der Börse in einem langfristigen Aufwärtstrend. Das zeigen die deutlich größeren Kursstei-

gerungen der Branche im Vergleich zum Gesamtmarkt. Der DAX-Subsektor Biotechnology Index legte 2014 um 23,8 Prozent zu, während der Leitindex DAX nur ein Plus von 4,3 Prozent verzeichnete. In den USA gewann der Technologie-Index NASDAQ 18,9 Prozent, der Biotechnology Index dagegen um 33,9 Prozent.

Formycon ist für die Dritte Welle der Biosimilars ideal positioniert. Das Geschäftsmodell ist dafür maßgeschneidert. Das gilt für Marktanalyse und Proteinanalytik und für die Produktions- und klinische Entwicklung ebenso wie für den Zulassungsprozess und den Bereich des Patentrechts. Die Forschungspipeline von Formycon enthält drei Produkte in teilweise weit fortgeschrittener Entwicklung. Das erste Biosimilar wurde bereits im Dezember 2013 erfolgreich an die Santo-Holding auslizenziert. Der Vertrag garantiert seitdem und künftig regelmäßige Einkünfte, die das Unternehmen für die Intensivierung der Forschung nutzt.

Mit der Strategie der Auslizenzierung bedient Formycon ein elementares Bedürfnis der Branche. Denn selbst große Pharmaunternehmen setzen mittlerweile auch auf Einlizensierungen und können so von einer Zusammenarbeit mit einem Partner wie der Formycon profitieren. Dass selbst große Player dieses Ziel nicht über eigene Forschungen erreichen, hat Gründe: Die Entwicklung ist zeitaufwendig, teuer und erfordert sehr spezielles Knowhow. Die Entwicklung eines Biosimilars kostet im Schnitt 100 Millionen Euro und dauert sieben bis acht Jahre bis zur Marktreife.

Bis zum Jahr 2020 werden 80 Prozent der wichtigsten biotechnologisch hergestellten Originalpräparate mit einem Gesamtumsatz von 100 Milliarden Dollar ihren gesetzlichen Patentschutz verloren haben. Die preiswerteren Nachfolgepräparate, die dann auf den Markt kommen, werden neue Spielregeln im Markt etablieren. Zur Einordnung: Heute sind bereits sieben der zehn weltweit umsatzstärksten Medikamente Biopharmazeutika. Dazu zählen die Rheumamedikamente Humira, Enbrel und Remicade ebenso wie das Diabetes-Medikament Lantus sowie die Krebsarzneien Rituxan, Herceptin und Avastin.

Das Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) beziffert das Sparpotenzial der Biosimilars allein bis 2020 und nur für die deutschen Krankenkassen auf zwölf Milliarden Euro – für ganz Europa auf 33 Milliarden Euro. Gut möglich ist, dass Biosimilars auch in Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien und Russland einen Siegeszug antreten werden. Noch in höherem Maße als in den großen Industrieländern sind die Originalprodukte dort bisher für das Gros der Bevölkerung unerschwinglich.

A llerdings sind die Topseller noch patentgeschützt und damit sehr teuer. Die Nachfolgeprodukte werden etwa 20 bis 30 Prozent preisgünstiger sein. Das wird mehr Menschen als bisher den Zugang zu diesen innovativen Behandlungsmethoden ermöglichen. Der wachsende Bedarf an preiswerten Medikamenten für schwerwiegende Erkrankungen hat also eine globale humane Dimension. Und eine ökonomische: Der weltweite Umsatz von Nachfolgeprodukten der Dritten Welle könnte sich bis 2020 auf 25 Milliarden Dollar verzehnfachen. Formycon hat sich durch langfristige Investitionen

und langjährige intensive Forschungsarbeit bestmöglich aufgestellt, um relevante Beiträge für diese globalen Veränderungen zu liefern – als einer der weltweit führenden Protagonisten und Innovatoren für die Dritte Welle der Biosimilars.

better performance

Weil die Formycon-Expertise zu schnellen Lizenzvergaben führte und so dem Unternehmen finanzielle Stabilität und den Aktionären eine gute Performance brachte.

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die Ertragslage des Unternehmens unterrichten lassen. Dabei wurden Fragen der Unternehmensstrategie und wichtige Vorfälle besprochen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung laufend überwacht. In vier Sitzungen wurden alle Geschäftsvorfälle und anstehenden Entscheidungen, die nach Gesetz und der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, ausführlich behandelt. An diesen Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen.

Schwerpunktmäßig wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrates die Sicherung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft und die gegenwärtige und künftige Entwicklung der Geschäftsbereiche erörtert, insbesondere im Hinblick auf den Stand der Technologie, sowie den Bemühungen um den Start der vorklinischen und klinischen Studien und den damit verbundenen Personalfragen. Die Entwicklung und die Unternehmensplanung waren jeweils quartalsmäßig Gegenstand der Erörterung von Vorstand und Aufsichtsrat. Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden insbesondere konkrete Wertansätze im Einzelnen diskutiert sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Kapitalstruktur des Unternehmens.

Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Dabei wurden Fragen der Unternehmensstrategie, Geschäftsentwicklung, Patentfragen und wichtige Vorfälle des Unternehmens besprochen. Außerdem hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand wichtige strategische Projekte erörtert. Gegenstand war die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Konzepte für das zukünftige Wachstum des Unternehmens.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses und des

Konzernjahresabschlusses zum 31.12.2014 über das Geschäftsjahr 2014 als auch die Buchführung wurden durch den Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Heinfried Brunsmann begleitet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss ebenfalls sorgfältig geprüft. Die zu prüfenden Unterlagen wurden jedem Aufsichtsratsmitglied fristgerecht zur Prüfung ausgehändigt.

Der Aufsichtsrat hat von seinem Recht Gebrauch gemacht, Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft zu nehmen, insbesondere durch Vorlage von bedeutenden Einzelverträgen, auch unabhängig von ihrer Zustimmungsbedürftigkeit. Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Genehmigung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden.

Bei allen Aufsichtsratssitzungen waren die Mitglieder des Aufsichtsrates vollzählig anwesend. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der Sitzung vom 13. April 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2014 geleistete Arbeit.

München, im April 2015

Dr. Olaf Stiller Bericht des Aufsichtsrats Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Olaf Stiller, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Jahresabschluss 19

Gewinn- und Verlustrechnung 1.1.2014 – 31.12.2014

Umsatzerlöse
1.
-------------------- --
Sonstige betriebliche Erträge

3. Materialaufwand

4. Personalaufwand

2014 Vorjahr
T€ T€
1. Umsatzerlöse 10.529.856,35 276
2. Sonstige betriebliche Erträge 85.226,34 95
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
827.539,65 239
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.037.150,23 3.864.689,88 1.252 1.491
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.521.934,66 2.546
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung: € 28.114,44 (T€ 30)
372.312,77 2.894.247,43 362 2.908
5. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
1.071.931,20 1.103
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.905.182,24 2.640
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 165,54 7
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.583,12 2
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 871.614,36 -7.766
10. Sonstige Steuern 1.674,00 1
11. Jahresfehlbetrag 869.940,36 -7.767

5. Abschreibungen

Anlage 2

Jahresabschluss

Formycon Geschäftsbericht 2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva 31.12.2014 Vorjahr
T-€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
120.070,75 178
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.221.555,00 1.379
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
240.094,58 291
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.448.761,46 2.696
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 25
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.667.965,88 1.668
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 345.561,84 274
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 303,36 0
2. Forderungen an verbundene Unternehmen 2.390.087,50 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 27.076,44 222
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 8.934.969,39 9.500
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 261.073,69 881
C. Rechnnungsabgrenzungsposten
1. Sonstige 26.913,87 6
17.734.433,76 17.120
Passiva 31.12.2014 Vorjahr
T-€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.626.683,00 8.627
II. Kapitalrücklage 18.247.524,34 18.247
III. Verlustvortrag 12.946.286,43 5.179
IV. Jahresfehlbetrag 869.940,36 7.767
14.797.861,27 13.928
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 519.000,00 494
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.423.251,15 2.493
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.423.251,15 (T€ 1.293)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: € 0,00 (T-€ 0)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 994.321,34 205
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 994.321,34 (T€ 205)
davon aus Steuern: € 429.220,32 (T€ 55)
17.734.433,76 17.120

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten Zugänge
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
261.614,42 1.166,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00
1.837.814,42 1.166,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
353.823,64 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.887.111,30 569.665,59
4.240.934,94 569.665,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.667.965,88 0,00
1.692.965,88 25.000,00
7.771.715,24 595.831,79
Abschreibung Abschreibung Abgänge
Stand
Abgänge Abschreibung Abschreibung 31.12.2014 Vorjahr
T-€
0,00 142.709,87 58.413,98 120.070,75 178
0,00 354.645,00 157.620,00 1.221.555,00 1.379
0,00 497.354,87 216.033,98 1.341.625,75 1.557
0,00 113.729,06 50.546,28 240.094,58 291
102.899,65 1.905.115,78 805.350,94 2.448.761,46 2.696
102.899,65 2.018.844,84 855.897,22 2.688.856,04 2.987
0,00 0,00 0,00 50.000,00 25
0,00 0,00 0,00 1.667.965,88 1.668
0,00 0,00 0,00 1.717.965,88 1.693
102.899,65 2.516.199,71 1.071.931,20 5.748.447,67 6.237

Jahresabschluss Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist zum 31.12.2014 eine kleine Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 1 HGB), sie ist keine Gesellschaft i.S.d. Vorschrift des § 264 d HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Es wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

    1. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände sowie ein originäre Firmenwert wurden nicht aktiviert.
    1. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.
    1. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.
    1. Die Vorräte wurden zu Einstandspreisen bewertet, das Imparitätsprinzip wurde beachtet.
    1. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Nominalwerten angesetzt.
    1. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind ausreichend bemessen.
7. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungs
betrag angesetzt.
8. Änderungen der wesentlichen Bewertungs
grundlagen erfolgten nicht.
III. Angaben zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der immateriellen Vermögensge
genstände, der Sachanlagen sowie der Finanzanla
gen sind im Anlagenspiegel dargestellt.
2. Umlaufvermögen
a) Das Vorratsvermögen umfasst ausschließlich
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
b) Die sonstigen Vermögensgegenstände bein
halten im Wesentlichen Umsatzsteuererstat
tungsansprüche.
c) Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind
kurzfristig.
d) Die Forderungen und sonstigen Vermögens
gegenstände haben Restlaufzeiten bis zu ei
nem Jahr.
3. Das Eigenkapital beläuft sich zum
31. Dezember 2014 auf:
Gezeichnetes Kapital 8.626.683,00
Kapitalrücklage 18.247.524,34
Verlustvortrag -12.946.286,43
Jahresfehlbetrag 869.940,36
14.797.861,27

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Veränderung der Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der Investitionsoder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

2014
T€
2013
T€
Jahresergebnis 870 -7.767
Abschreibungen des Anlagevermögens 1072 1.103
Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die
nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-1.722 -9.770
Veränderung der Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der Investitions
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-256 -189
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5 79
Zinsergebnis 8 3
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -23 -16.541
Investitionen im Anlagevermögen -589 -224
Erhaltene Zinsen 0 2
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -589 -222
Veränderung des Grundkapitals 0 3.545
Veränderung der Kapitalrücklagen 0 13.891
Gezahlte Zinsen -8 -5
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -8 17.431
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -620 668
Finanzmittelfonds zum 1.1.2014 (1.1.2013) 881 213
Finanzmittelfonds zum 31.12.2014 (31.12.2013) 261 881

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

5. Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern (T€ 429) und Mietkaufverträgen (T€ 533) ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der Bilanz.

6. Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten bestanden zum 31.12.2014 in Höhe der vertragsgemäß noch zu leistenden künftigen Leasingraten von € 164.593,56.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

  1. Unter den sonstigen Aufwendungen werden im Wesentlichen Mieten und Raumkosten (T€ 480), Rechts- und Beratungskosten (T€ 602), Aufwendungen für Kapitalmarktkommunikation (T€ 50), Aufwendungen für EDV (T€ 110) sowie Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung (T-€ 182) ausgewiesen.

V. Kapitalflussrechnung

VI. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Durchschnitt 39 Mitarbeiter beschäftigt. Die Vorstandsmitglieder sind darin nicht enthalten. Hiervon waren 4 Mitarbeiter in der Verwaltung, 35 im Bereich Forschung- und Entwicklung tätig.

Dem Vorstand gehörten folgende Mitglieder an:

  • Herr Dr. Carsten Brockmeyer
  • Herr Dr. Nicolas Combé

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Mitglieder an:

Dr. Olaf Stiller, Vorsitzender

Peter Wendeln, stellv. Vorsitzender ● Hermann Vogt Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien: Herr Dr. Stiller, Bodenwert Immobilien AG, NanoRepro AG Herr Vogt, Mercurius AG Angaben über die im Geschäftsjahr 2014 gezahlten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes unter-

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Verlust
vortrag
Jahresfehl
betrag
Eigenkapital
Stand 1. Januar 2014 8.626.683,00 18.247.524,34 -5.178.884,49 -7.767.401,94 13.927.920,91
Kapitalerhöhungen 0,00 0,00
Einstellungen in die Kapitalrücklage 0,00 0,00
Übertrag Jahresfehlbetrag Vorjahr -7.767.401,94 7.767.401,94 0,00
Jahresfehlbetrag 869.940,36 869.940,36
Stand 31. Dezember 2014 8.626.683,00 18.247.524,34 -12.946.286,43 869.940,36 14.797.861,27
Urlaubsrückstellung 54.200,00
Tantiemen 358.000,00
Ausstehende Rechnungen 4.300,00
Nebenkostenabrechnungen 60.000,00
Beratungskosten 20.000,00
Aufbewahrungsverpflichtungen 9.700,00
Berufsgenossenschaft 12.800,00
519.000,00

bleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2014 € 22.500,00 als Gesamtbezüge im Sinne des § 314 Nr. 6 HGB.

Angaben über die Höhe der Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung unterbleiben.

VII. Angaben gem. §160 AktG

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 8.626.683,00 € und ist eingeteilt in 8.626.683 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2.10.2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 2.10.2018 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.427.801,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 2.427.801 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013/II). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

  • für Spitzenbeträge;
  • wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der Ausgabebetrag der neuen Ak-

tien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit dem 2. Oktober 2013 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 2. Oktober 2013 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind; sowie

● bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen (einschließlich der Erhöhung bestehender Beteiligungen) oder von Forderungen gegen die Gesellschaft.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2013/II und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital 2013/II entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2013/II oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 423.912,00 € durch Ausgabe von bis zu 423.912 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die aufgrund der durch die Hauptversammlung vom 22. Oktober 2010 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung im Rahmen des Aktienoptionsplans 2010 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie von den Bezugsrechten aus Aktienoptionen Gebrauch gemacht wird und die Gesellschaft die Bezugsrechte aus Aktienoptionen nicht im Wege einer Barzahlung ablöst oder durch Gewährung eigener Aktien erfüllt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital 2010 zu ändern.

Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. bei Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Das Grundkapital ist um bis zu 3.450.673,00 €, eingeteilt in bis zu 3.450.673 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2014 bis zum 29. Juni 2019 ausgegeben werden, von ihren Options- bzw. für die Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. für die Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten. Es wurden insgesamt 191.000 Bezugsrechte für Aktienoptionen an Mitarbeiter und Vorstände gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG betreffend das Bedingte Kapital ausgegeben.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraumes sowie im Falle der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals 2014 nach Ablauf der Fristen

Planegg, den 4. April 2015

Formycon AG

Dr. Carsten Brockmeyer Dr. Nicoals Combé

Gesellschaft Beteiligungs
quote
Geschäftsjahr Gezeichnetes
Kapital
Jahres
ergebnis
Formycon Services GmbH 100,00 2014 25.000,00 -4.317,66
Formycon Project 201 GmbH 100,00 2014 25.000,00 -5.298,31

VI. Angaben zu Unternehmen, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20% innehat:

Jahresabschluss Lagebericht

Jahresabschluss | Lagebericht 33

I. Grundlagen

1. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der Formycon AG ist auf die Entwicklung von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten (sog. Biosimilars) ausgerichtet. Ziel der Produktentwicklung ist die spätere Auslizensierung, wobei die weitere Produktentwicklung finanziell durch die zukünftigen Lizenzpartner begleitet wird. die diese für die produktspezifisch ausgelagerten Tochterunternehmen erbringt. Daneben existiert mit der Formycon Services GmbH eine Tochtergesellschaft, die gesonderte Serviceleistungen auf Fee-for-Service Basis für Pharma- und Biotechunternehmen erbringt.

Die Struktur der Unternehmensgruppe folgt diesem Geschäftsmodell. Die eigentliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erfolgt durch die Formycon AG, Im abgelaufenen Jahr ergab sich demzufolge die folgende Konzernstruktur:

Anlage 5

Formycon Project 201 GmbH (Auslizensierung Verpartnerungsunternehmen)

Die Formycon Project 201 GmbH wurde im Geschäftsjahr als erstes Unternehmen ausgegründet. Weitere Verpartnerungen sind für die kommenden Jahre geplant. Die Formycon AG unterhält neben dem Sitz in Planegg keine weiteren Standorte. Die Formycon AG hält jeweils 100 % der Anteile an den Tochtergesellschaften.

Die Unternehmensgruppe Formycon beschränkt sich im Wesentlichen auf die Forschungstätigkeit, darüber hinaus gehende Geschäftsprozesse sind unwesentlich und betreffen das Erbringen von Serviceleistungen.

201 GmbH neu gegründet worden. In diese Gesellschaft wurden die Projektaktivitäten des ersten auslizensierten Biosimilars eingebracht.

1. Forschung und Entwicklung

Die Tätigkeit der Unternehmensgruppe beschränkte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Im Einzelnen sind folgende Kostenblöcke zu verzeichnen:

In der Forschung und Entwicklung waren 37 Mitarbeiter tätig. Die gesamten Aufwendungen in Höhe von 11.801 T€ wurden als Aufwand verbucht – das sind 94,4 % vom Umsatz. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Patente und Lizenzen wurden nicht angemeldet, die Produktentwicklungen schreiten voran, so dass mit einem planmäßigen Markteintritt gerechnet werden kann. Wesentliche Veränderungen im Bereich der Forschung waren nicht zu verzeichnen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich in 2014 uneinheitlich entwickelt und ein Wachstum von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr erreicht. Mittelfristige Risiken bestehen in einer Stagnation und einem niedrigen Wachstum in entwickelten Märkten sowie im Rückgang an Wachstumspotential in den Schwellenländern. Im Zuge der etwas schwächeren Aussichten in China, Russland, Japan sowie im Euroraum hat der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognosen gesenkt, obwohl weiterhin Impulse vom niedrigen Ölpreis ausgehen.

Für 2015 ist ein Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung auf 3,5 % zu erwarten, für 2016 auf 3,7 %. Sinkende Kosten der Unternehmen und die steigende Kaufkraft der Verbraucher sind dabei positive Faktoren, denen wiederum negative Einflüsse wie eine Investitionsschwäche in vielen Industrie- und Schwellenländern gegenüberstehen. Die US-Wirtschaft dürfte ein Plus von 3,6 % erreichen, für Deutschland wird ein Wachstum von 1,3 % vorausgesagt.

Trotz der zurückhaltenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verlief das Börsenjahr 2014 erfolgreich. Der DAX konnte das Börsenjahr 2014 mit einem leichten Plus von rund 4,3 % abschließen, startete aber zum Jahresende eine Rally und setzte immer wieder neue Rekordmarken. Der DAXsubsector Biotechnology Index entwickelte sich wiederum deutlich besser als der DAX und setzte 2014 seinen Wachstumskurs mit einem Plus von 23,8 % fort. Ein ähnliches Bild ergibt sich in den USA, wo der NAS-DAQ um 18,9 % wuchs. Indes erzielte der Biotechnology Index bis Ende Dezember einen Wertzuwachs um 33,9 % und knüpfte damit an die starke Performance der Vorjahre an. Insofern bleibt auch das Finanzierungsumfeld in den USA, sowohl bei Kapitalerhöhungen, Anleihen als auch bei Börsengängen nach wie vor besonders günstig.

Die hohen Erwartungen der Börse an Biotechnologieunternehmen speisen sich vor allem aus der dynamischen Entwicklung im Gesundheitswesen. Der aktuelle Branchenreport von IMS Health prognostiziert, dass die weltweiten Ausgaben für Arzneimittel von 2014 über 1 Billion USD auf nahezu 1,3 Billionen USD im Jahr 2018 ansteigen werden. Die Nachfrage erhöht sich insbesondere durch die Zunahme von chronischen Krankheiten und die Alterung der Bevölkerung in den entwickelten Märkten. Indes führen in den Schwellenländern das Bevölkerungswachstum und die Ermöglichung eines verbesserten Zugangs zu medizinischer Versorgung zu Kostensteigerungen. Die Ausgaben in den sogenannten "Pharmerging Markets", an denen China einen Anteil von 46 % hat, werden in den nächsten Jahren mit jährlichen Raten von 8 bis 11 % wachsen.

In großen europäischen Ländern führen Kostensparprogramme zu Ausgabensenkungen oder einem nur sehr leichtem Anstieg der Ausgaben. Zum Teil bedingt durch einen statistischen Effekt sind die Kosten für Arzneimittel und Test-Diagnostik in Deutschland 2014 jedoch um 9,6 % auf 30,8 Milliarden € gestiegen. Die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) dürften insofern ihre Anstrengungen weiter intensivieren, um wie in den Vorjahren wieder Einsparungen zu realisieren. Dies war durch erhöhten Zwangsrabatt, freiwillige Rabatte der Hersteller, Patentabläufe und den stärkeren Wettbewerb zu Einsparungen gelungen.

wartet der Verband Progenerika e.V. jedoch ab dem Jahr 2015 einen Paradigmenwechsel. Analysen des Marktforschungsunternehmens INSIGHT Health zeigen, dass das Volumen der ablaufenden Patente mit 1,34 Milliarden € deutlich höher liegt als noch 2013 prognostiziert. Erstmalig werden nach Umsatz mehr biopharmazeutische Arzneimittel patentfrei als chemischsynthetisch hergestellte Arzneimittel. Der weltweite Umsatz von Nachfolgeprodukten könnte sich so bis 2020 auf 25 Milliarden USD verzehnfachen.

Moderne biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel haben insbesondere in den letzten drei Jahrzehnten die Behandlung von schweren Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Krebs und Rheuma entscheidende Schritte vorangebracht. Aufgrund ihrer hohen Behandlungskosten sind sie aber auch Ausgabentreiber Nummer eins für die GKV. Mit dem bevorstehenden Patentablauf dieser modernen Biopharmazeutika öffnet sich ein Fenster für biopharmazeutische Nachfolgeprodukte. Diese Biosimilars haben das Potential, die Arzneiausgaben deutlich zu begrenzen. Im Gegensatz zu klassischen Generika sind sie nur mit hohem Aufwand und großem Spezialwissen herzustellen. Zwar waren die Patentabläufe im Bereich der Biopharmazeutika seit einigen Jahren rückläufig, so erwicklungsprojektes im Dezember 2013 an die Santo Holding. Im Auftrag der Santo Holding der Familie Strüngmann, Gründer und ehemalige Inhaberfamilie des Generikaherstellers HEXAL, wird Formycon AG das erste Entwicklungsprojekt zur Marktreife bringen. Aus dem Vertrag rechnet Formycon AG mit erfolgsabhängigen Zahlungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Auch personell hatte das Unternehmen bereits im April 2013 die Weichen für den Erfolg gestellt, als einer der weltweit führenden Biosimilar-Experten, Dr. Carsten Brockmeyer, für den Vorstand gewonnen werden konnte. Im November 2013 berief Formycon AG zudem Dr. Gerhard Schaefer, ehemals

2. Geschäftsverlauf

Die Formycon AG hat im Geschäftsverlauf 2014 ihr Geschäftsmodell, das auf die Entwicklung von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten (sog. Biosimilars) ausgerichtet ist, weiter konsequent ausgebaut und das Geschäftsjahr 2014 sehr erfolgreich beendet. Gemäß den Erwartungen von 2013 konnten sowohl die Formycon AG als auch die Unternehmensgruppe Jahresüberschüsse ausweisen. Einnahmen resultieren insbesondere aus der erfolgreichen Auslizensierung des ersten Biosimilar-Ent-

T€
Fremdleistungen 5.081
Rohstoffe etc. 827
Personal 2.894
Abschreibungen 1.072
Sonstige 1.927
11.801

Head Global Product and Business Development bei Sandoz International, in den Beirat. Komplettiert wurde der wissenschaftliche Beirat des Unternehmens im März 2014 durch die Berufung von Dr. Bernhard Hampl, dem ehemaligen CEO von Sandoz US.

Dank der erfolgreichen Entwicklungsstrategie sowie einer sehr soliden Investitionsstruktur ist Formycon eines der wenigen unabhängigen Unternehmen, die im aussichtsreichen Markt der Biosimilars agieren. Durch die einzigartige Expertise der Wissenschaftler und des Managements sowie der integrierten Entwicklungsprozesse ist Formycon in der Biosimilar-Entwicklung ein präferierter Partner für große pharmazeutische Unternehmen.

3. Lage

Das im Folgenden bezeichnete Geschäftsjahr 2014 bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem zusammengefassten Lagebericht nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Die Formycon AG hat im Geschäftsjahr 2014 planmäßig die Entwicklung ihrer drei Biosimilar-Produkte vorangetrieben und von den Einnahmen aus der Auslizensierung des ersten Biosimilars profitiert.

a) Ertragslage

Infolge der ersten Auslizensierung hat Formycon AG erstmals nennenswerte Umsatzerlöse erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse betrugen 10.530 T€ gegenüber 276 T€ im Vorjahr. Der Materialaufwand stieg auf 3.865 T€, was ein Rohergebnisanstieg auf 6.665 T€ implizierte.

Infolge dieses Markteintritts konnte der Konzern nunmehr einen Jahresüberschuss von 870 T€ erzielen. Die übrigen Aufwendungen konnten dementsprechend erstmals durch das Rohergebnis gedeckt werden.

Die Formycon AG rechnet infolge geplanter weiterer Auslizensierungen mit zukünftig steigenden Deckungsgraden.

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens darf als sehr stabil bezeichnet werden. Die wesentlichen Liquiditätsindikatoren weisen überdurchschnittlich gute Werte aus.

Dem kurzfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 11.958 T€ stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 2.417 T€ gegenüber.

Kreditfinanzierungen über Kreditinstitute und langfristige Darlehensfinanzierungen erfolgten nicht.

Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 261 T€, der liquiditätsnahe Wertpapierbestand lag bei 8.935 T€. Auf die Kapitalflussrechnung wird verwiesen.

Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatz) belief sich auf 8,3 %, das EBIT betrug 877 T€, das EBIT-DA lag bei 1.949 T€.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens ist von 81,4 % auf 83,4 % gestiegen und damit überdurchschnittlich hoch. Das langfristig gebundene Vermögen ist abschreibungsbedingt gefallen und vollständig durch das Eigenkapital gedeckt, was sehr gesunde Bilanzstrukturdaten impliziert.

Das Umlaufvermögen besteht weitgehend aus Liquidität und liquiditätsnahen Werten, so dass der bilanzierte Vermögensbestand kaum risikobelastet ist.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Formycon AG ist noch in der Produktentwicklungsphase, was bedeutet, dass übliche finanzielle Leistungsindikatoren mitunter in ihrer Aussagekraft beschränkt sind. Für unseren Konzern wesentlich sind solche Leistungsindikatoren, die die nachhaltige Finanzkraft des Unternehmens messen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Erhöhte Risiken für das laufende Geschäftsjahr 2015 sind nicht zu erkennen. IV. Prognosebericht

was bei einem geringen Kundenstamm ein geringes eine hohe Kundenzufriedenheit aus.

III. Nachtragsbericht

Das Working-Capital, gemessen als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, beläuft sich zum Stichtag auf 9.022 T€. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen) lag bei 1.942 € und war erstmals positiv. Die Investitionstätigkeit lag mit 584 T€ unter den Abschreibungen, was zu entsprechenden Cash-Zuflüssen führte. Die Eigenkapitalrendite lag bei 6,25 %, die Gesamtkapitalrendite bei 4,94 %. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auch auf den Forschungs- und Entwicklungsbericht. Formycon AG entwickelt für ausgewählte Kunden, die sich als Partner des Unternehmens verstehen, Auf Grundlage der umfassenden Expertise hat die Formycon AG 2014 ihre Forschungsaktivitäten weiter intensiviert. Bereits für Ende 2015 ist der Start der pivotalen Zulassungsstudie (Phase III) für das erste Biosimilar Produkt (FYB201) vorgesehen. Die direkte Zulassung zur Phase III, die die Europäische Arzneimittelagentur EMA in London im Rahmen eines Scientific Advice im Dezember 2014 bestätigt hat, entspricht einer Beschleunigung des ursprünglichen Fahrplans um ein Jahr. Diese Strategie ist nun noch von der amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA) zu bestätigen. Die Entwicklung der beiden weiteren Biosimilars aus der Formycon-Pipeline, die ebenfalls die Nachahmung eines biopharmazeutischen Wirkstoffes aus der Dritten Welle der Biosimilars zum Ziel haben, verläuft ebenso planmäßig. Hier befindet sich das Unternehmen weiterhin in Gesprächen mit verschiedenen Pharma- und Generikaunternehmen. Eine Verpartnerung dieser beiden Entwicklungsprojekte ist in den Jahren 2016 und 2017 vorgesehen.

Konfliktpotential impliziert. Wir zeichnen uns durch Formycon AG beschäftigt überwiegend Forschungsund Entwicklungspersonal. Die Mitarbeiterfluktuation ist aufgrund hoher Mitarbeiterzufriedenheit sehr gering. Nach der erfolgreichen Kapitalisierung des Unternehmens und der im Jahr 2013 abgeschlossenen Verpartnerung des ersten Biosimilars an die Santo Holding, sind diese Fortschritte der Formycon-Pipeline ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Unternehmen. Der Vermarktungsstart für FYB201 in den USA und der EU ist ab 2020 geplant.

Die Tochtergesellschaft "Formycon Services GmbH" wird auch künftig Entwicklungsdienstleistungen für Pharma- und Biotechnologieunternehmen anbieten. Es ist damit zu rechnen, dass dieses Geschäftsmodell zeitnah profitabel betrieben werden kann.

Die stabile Vermögensstruktur und Finanzlage erlauben es dem Konzern, sich ergebende Akquisitionschancen zu nutzen.

Im Geschäftsjahr 2015 erwarten wir eine moderate Steigerung des Umsatzes durch den Start weiterer Auslizensierungen auf ca. 13.000 T€ bei einem Ergebnis von 900 T€.

Die Aussichten des Unternehmens in den beiden folgenden Geschäftsjahren beurteilen wir auf der Basis des erwarteten moderaten wirtschaftlichen Wachstums insoweit positiv, dass wir auch 2016 mit einem Umsatzanstieg von rd. 3 bis 4 % und einer entsprechenden Ergebnisverbesserung rechnen. Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt.

Wir erwarten, dass bei einer moderat wachsenden Beschäftigungs- und Belegschaftsstruktur auch das Kostengefüge insgesamt leicht ansteigen wird, was strukturell gleichbleibende Geschäftsergebnisse indiziert.

Wechselkurseinflüsse und Inflationsgefahren sehen wir nicht, auch werden andere Sondereinflüsse nicht erwartet.

  • V. Chancen- und Risikobericht
  • 1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanz- und Rohstoffmärkten wieder verstärken und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen, soweit hiervon auch der internationale wie auch der nationale Gesundheitsmarkt betroffen ist. Daraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Ertragsorientierte Risiken:

Ein unmittelbares Ertragsrisiko sieht Formycon AG derzeit nicht. Langfristig besteht das Risiko, dass Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nicht erfolgreich sind oder am Markt keine Akzeptanz haben. Rückschläge bei Produktentwicklungen können zudem nie gänzlich ausgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend.

2. Chancenbericht

Die Verantwortung für das systematische Erkennen und die Nutzung sich bietender Chancen liegt beim Konzernvorstand.

Auch für die Zukunft wird die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft positiv gesehen. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen:

  • Der medizinisch-technische Fortschritt: Der Fortschritt ermöglicht die Behandlung von Krankheitsbildern, die vor 10 oder 20 Jahren nicht behandelt werden konnten.
  • Die demographische Entwicklung: Es gibt in Deutschland zunehmend mehr ältere und oftmals multimorbide Menschen.
  • Formycon AG hat mit der Entwicklung von Biosimilars einen neuen zukunftsträchtigen Markt frühzeitig besetzt und kann das gesamte Potential dieses Marktes nutzen.

Chancen für weiteres organisches Wachstum sehen wir insbesondere in weiteren Auslizensierungen.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität und Kundenzufriedenheit begegnen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin im labilen Umfeld der Weltwirtschaft. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sind wir für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der möglichen finanziellen Auswirkungen einzelner Risikofelder kaum geändert. Es ergibt sich im Gesamtbild keine grundlegende Änderung der Risikolage. Durch den Einsatz von internen Kontrollmechanismen sind wir in der Lage, Veränderungen der Risikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

VI. Risikoberichterstattung über die
Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im
Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und
Guthaben bei Kreditinstituten.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbar
ten Zahlungsfristen gezahlt. Potentielle Währungsri
siken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Unternehmens beeinflussen könnten, kompen
sieren wir durch die Vermeidung des Aufbaus we
sentlicher Fremdwährungspositionen in der Bilanz.
Die größte Währungsposition entsteht durch Einkäu
fe von Fremdleistungen in CHF, die zeitnah gezahlt
werden, wodurch nicht absehbare Währungsrisiken
weitgehend eliminiert werden.
Ziel des Finanz-Risikomanagements ist die Siche
rung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle
Risiken jeglicher Art.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt
der Konzern eine konservative Risikopolitik.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall
und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entspre
chende Wertberichtigungen vorgenommen.
Wir sehen keine bestandsgefährdenden Risiken.
VII. Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft
nicht unterhalten.

Planegg, den 4. April 2015

Formycon AG

Dr. Carsten Brockmeyer Dr. Nicoals Combé

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Anlage 6

"Ich habe den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Formycon AG, Planegg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung wird die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Überzeugung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Formycon AG. Der Lagebericht gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar".

Düsseldorf, den 4. April 2015

Dr. Brunsmann Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz

Konzernbilanz 43

Konzerngewinn- und Verlustrechnung 1.1.2014 – 31.12.2014

3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
4. Personalaufwand
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
für Unterstützung
5. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für
Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs
31.12.2014 31.12.2013
1. Umsatzerlöse 12.585.017,94 276.173,13
2. Sonstige betriebliche Erträge 86.117,11 136.522,80
Gesamtleistung 12.671.135,05 412.695,93
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
-827.539,65 -239.378,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.081.154,84 -5.908.694,49 -1.251.659,20
Rohergebnis 6.762.440,56 -1.078.341,55
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.521.934,66 -2.545.791,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
für Unterstützung
-372.312,77 -2.894.247,43 -362.880,11
5. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für
Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs
-1.071.931,20 -1.103.126,30
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.926.924,96 -2.654.250,97
Betriebsergebnis 869.336,97 -7.744.390,62
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 165,54 7.396,77
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.583,12 -2.040,87
Finanzergebnis -7.417,58 5.355,90
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 861.919,39 -7.739.034,72
10. Sonstige Steuern -1.595,00 -1.614,00
11. Jahresüberschuss 860.324,39 -7.740.648,72

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva 31.12.2014 31.12.2013
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
120.070,75 177.318,53
2. Geschäftswert 1.221.555,00 1.341.625,75 1.379.175,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
240.094,58 290.640,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.448.761,46 2.688.856,04 2.696.209,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 345.561,84 273.442,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.252.360,28 380,80
2. Sonstige Vermögensgegenstände 27.076,44 3.279.436,72 222.035,70
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 8.934.969,39 9.500.000,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
288.898,53 899.311,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Sonstige 26.913,87 6.399,47
16.906.262,14 15.444.914,24
Passiva 31.12.2014 31.12.2013
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.626.683,00 8.626.683,00
II. Kapitalrücklage 18.247.524,34 18.247.524,34
III. Verlustvortrag -14.623.462,57 -6.882.813,85
IV. Jahresfehlbetrag 860.324,39 13.111.069,16 -7.740.648,72
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 530.222,64 495.762,64
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
2.270.649,00 € (Vorjahr: 2.493.123,69 €)
2.270.649,00 2.493.123,69
2. Sonstige Verbindlichkeiten
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
994.321,34 € (Vorjahr: 205.283,14 €)
994.321,34 3.264.970,34 205.283,14
16.906.262,14 15.444.914,24

Konzernabschluss Anhang

Allgemeine Angaben

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß §§ 298 Abs. 1, 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Der Konzernjahresabschluss und der Lagebericht sind nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß §§ 297, 298 HGB aufgestellt worden.

Die Konzernbilanz entspricht der gemäß §§ 298 Abs. 1, 266 Abs. 2, 3 HGB vorgeschriebenen Gliederung.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren gemäß §§ 298 Abs. 1, 275 Abs. 2 HGB fortgeführt. Es ist der Struktur des Konzerns angemessen.

Zur besseren Übersicht sind Angaben zur Konzernbilanz und zur Konzern-GuV in den Konzernanhang ausgegliedert worden. Aus o. g. Gründen wurden außerdem Aufbau und Gestaltung des Konzernanhangs im Geschäftsjahr angepasst. Hinsichtlich Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträgen haben sich keine Änderungen ergeben.

Geschäftsjahr und Konsolidierungszeitraum

Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens Formycon AG, den 31. Dezember 2014, aufgestellt.

Für die im Konzern einbezogenen Unternehmen, die
ebenfalls zu diesem Stichtag bilanzieren, wurden die
testierten Jahresabschlüsse zugrunde gelegt.
Konsolidierungskreis und assoziierte
Unternehmen
In den Konzernabschluss der Formycon AG werden
neben der Formycon AG zwei Unternehmen einbe
zogen, auf die die Formycon AG unmittelbar oder
mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt.
Eine Übersicht über den Anteilsbesitz und den Kon
solidierungskreis ergibt sich aus Anlage 1 zum An
hang.
Konsolidierungsgrundsätze
Für Tochterunternehmen, welche im Wege der Voll
konsolidierung (§ 301 HGB) in den Konzernabschluss
einbezogen werden, erfolgte die Kapitalkonsolidie
rung nach der Neubewertungsmethode, bei der die
Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen
Zeitwert angesetzt werden und der Anschaffungs
wert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des
Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrech
net wird. Ein nach der Verrechnung auf der Aktivsei
te verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Ge
schäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ein auf der
Passivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird
als Ausgleichsposten aus Kapitalkonsolidierung aus
gewiesen. Entsprechende Posten waren nicht zu bil
den.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge, sowie Forde
rungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonso
lidierten Gesellschaften werden gem. §§ 303, 305
HGB eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da der Einfluss

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.1.2014 bis 31.12.2014 Anlage 3

der innerkonzernlichen Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns waren.

Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gem. § 306 HGB vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

Währungsumrechnung

Es wurden keine Unternehmen mit abweichender Währung in den Konzernabschluss einbezogen.

Derivative Finanzinstrumente

Zum 31.12.2014 bestehen keine derivativen Finanzinstrumente.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögenswerte und Schulden werden einzeln bewertet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigt, wird in Entsprechung mit den steuerlichen Vorschriften ("Trivialprogramme", R. 5.5 Abs. 1 S. 2, 3 EstR) als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird im Formycon AG Konzern nicht ausgeübt.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände werden ausschließlich linear pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 150,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 bis 410,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte werden mit rollierenden gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten gem. §§ 298 Abs. 1, 255 Abs. 2 S. 2 HGB.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert (Börsenkurs) am Bilanzstichtag angesetzt.

Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften der §§ 298 Abs. 1, 250 HGB gebildet.

Latente Steuern ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden in Handels- und Steuerbilanz, steuerlichen Verlustvorträgen sowie Konsolidierungsmaßnahmen, sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden gem. §§ 298 Abs. 1, 274 Abs. 1 HGB saldiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Delkredererisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. In der Konzernbilanz enthaltene Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs umgerechnet und zum Bilanzstichtag gem. §§ 298 Abs. 1, 256a HGB an den Devisenkassamittelkurs angepasst.

Aufgrund des bestehenden Wahlrechts wurde der Aktivüberhang nicht bilanziert.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewisse Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 890,77 € (VJ: 0,00 €). In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung nicht enthalten. Dienstleistungen 66.067,19 0,5 %

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind in Anlage 2 zum Anhang dargestellt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Be-

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.940,32 € (VJ: 0,00 €).

sicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Erläuterungen zur Konzern-GuV

Die Umsatzerlöse geordnet nach Leistungsspektrum (Angaben zu Umsatzerlösen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB):

absolut relativ
Auslizensierungen 11.932.046,74 94,8 %
Forschung 586.904,01 4,7 %
Dienstleistungen 66.067,19 0,5 %

Sonstige Angaben

Angaben zu Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrats gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB:

Mitglieder des Vorstands:

  • Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling
  • Dr. Nicolas Combé, Marburg

Mitglieder des Aufsichtsrats:

  • Dr. Olaf Stiller, Weimar (Vorsitzender)
  • Peter Wendeln, Oldenburg (stellv. Vorsitzender)
  • Hermann Vogt, Dieburg

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr als Gesamtbezüge 22.500,00 € im Sinne des § 314 Nr. 6 HGB.

Gem. § 314 Abs. 2 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des Mitglieder des Vorstandes nach § 314 Nr. 6 HGB verzichtet.

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:

Herr Dr. Stiller, Bodenwert Immobilien AG, NanoRepro AG Herr Vogt, Mercurius AG

Angaben zu Abschlussprüferhonoraren gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:

Gem. § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr zu machen:

Die gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1–4 HGB erforderlichen Angaben über Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Beteiligungen erfolgen in Anlage 1 zum Anhang.

Angaben nach § 160 AktG

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 8.626.683,00 € und ist eingeteilt in 8.626.683 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 02.10.2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.10.2018 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.427.801,00 € gegen Barund/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 2.427.801 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013/II). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

Abschlussprüfungsleistungen 15.000,00
Steuerberatungsleistungen 0,00
Sonstige Leistungen 2.405,52
Gesamtunternehmen 39
davon Verwaltung 4
davon Forschung 35
  • für Spitzenbeträge;
  • wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der Ausgabetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit dem 2. Oktober 2013 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 2. Oktober 2013 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind; sowie
  • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen (einschließlich der Erhöhung bestehender Beteiligungen) oder von Forderungen gegen die Gesellschaft.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2013/II und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital 2013/II entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2013/II oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 423.912,00 € durch Ausgabe von bis zu 423.912 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die aufgrund der durch die Hauptversammlung vom 22. Oktober 2010 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung im Rahmen des Aktienoptionsplans 2010 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie von den Bezugsrechten aus Aktienoptionen Gebrauch gemacht wird und die Gesellschaft die Bezugsrechte aus Aktienoptionen nicht im Wege einer Barzahlung ablöst oder durch Gewährung eigener Aktien erfüllt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital 2010 zu ändern.

Das Grundkapital ist um bis zu 3.450.673,00 €, eingeteilt in bis zu 3.450.673 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2014 bis zum 29. Juni 2019 ausgegeben werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. bei Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Optionsoder Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraumes sowie im Falle der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals 2014 nach Ablauf der Fristen für die Ausübung von Optionsoder Wandlungsrechten bzw. für die Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten.

Es wurden insgesamt 191.000 Bezugsrechte für Aktienoptionen an Mitarbeiter und Vorstände gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG betreffend das Bedingte Kapital ausgegeben.

Planegg, den 7. April 2015

Formycon AG

Dr. Carsten Brockmeyer Dr. Nicoals Combé

Anlage 1 zum Anhang

Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis Kapitalanteil Eigenkapital Jahresüberschuss
Formycon Services GmbH 100 % -1.656.493,80 -4.317,66
Formycon Project 201 GmbH 100 % 19.701,69 -5.298,31
Historische Anschaffungs Zugänge,
bzw.Herstellungskosten Zuschreibungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
261.614,42 1.166,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
353.823,64 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.887.111,30 569.665,59
6.078.749,36 570.831,79

Konzernanlagenspiegel vom 1.1.2014 – 31.12.2014 Anlage 2 zum Anhang

31.12.2014 Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
1–5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
davon
gesichert
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
2.270.649,00 2.270.649,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 994.321,34 994.321,34 0,00 0,00 0,00
3.264.970,34 3.264.970,34 0,00 0,00 0,00

Konzernverbindlichkeitenspiegel 31. Dezember 2014 Anlage 3 zum Anhang

2014
Vorjahr
Periodenergebnis 860.324,39 -7.740.648,72
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.071.931,20 1.103.126,30
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind
-2.584.623,10 -9.767.242,73
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
601.023,51 -245.275,98
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 11.762,72 79.180,24
Zinsaufwendungen/Zinserträge 7.417,58 -5.355,90
Ertragsteuerzahlungen 0,00 0,00
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -32.163,70 -16.576.216,79
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0,00 0,00
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -570.831,79 -188.166,26
Erhaltene Zinsen 165,54 7.396,77 €
Erhaltene Dividenden 0,00 0,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -570.666,25 -180.769,49
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0,00 17.435.296,50
Gezahlte Zinsen -7.583,12 -2.040,87
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,00 0,00
gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0,00 0,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.583,12 17.433.255,63
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -610.413,07 676.269,35
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,00 0,00
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,00 0,00
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 899.311,60 223.042,25
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 288.898,53 899.311,60

Anlage 4

Stand am
1.1.2014
Einzahlung Eigenkapital Jahresergebnis Stand am
31.12.2014
T-€ T-€ T-€ T-€
Gezeichnetes Kapital 8.627 8.627
Kapitalrücklage 18.248 18.248
Gewinnvortrag -6.883 -7.741 -14.624
Konzerngewinn -7.741 -7.741 860 860
Eigenkapital 12.251 0,00 860 13.111
12.251 0,00 860 13.111

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2014 Anlage 5

Konzernlagebericht

Konzernlagebericht 59

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell des Formycon Konzerns ist auf die Entwicklung von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten (sog. Biosimilars) ausgerichtet. Ziel der Produktentwicklung ist die spätere Auslizensierung, wobei die Produktentwicklung finanziell durch die zukünftigen Lizenzpartner begleitet wird. keit erfolgt durch die Formycon AG, die diese für die produktspezifisch ausgelagerten Tochterunternehmen erbringt. Daneben besteht mit der Formycon Services GmbH eine Tochtergesellschaft, die gesonderte Serviceleistungen auf Fee-for-Service Basis für Pharma- und Biotechunternehmen erbringt.

Die Konzernstruktur folgt diesem Geschäftsmodell. Die eigentliche Forschungs- und Entwicklungstätig-Im abgelaufenen Jahr ergab sich demzufolge die folgende Konzernstruktur:

Anlage 6

Formycon Project 201 GmbH (Auslizensierung Verpartnerungsunternehmen)

Die Formycon Project 201 GmbH wurde im Geschäftsjahr als erstes Unternehmen ausgegründet. Weitere Verpartnerungen sind für die kommenden Jahre geplant. Die Formycon unterhält neben dem Sitz in Planegg keine weiteren Standorte. Die Formycon AG hält jeweils 100 % der Anteile an den Tochtergesellschaften.

Der Formycon Konzern beschränkt sich im Wesentlichen auf die Forschungstätigkeit, darüber hinaus gehende Geschäftsprozesse sind unwesentlich und betreffen das Erbringen von Serviceleistungen.

Absatzmarkt ist der Pharmamarkt, weshalb als we
sentlicher externer Einflussfaktor gesundheitspoliti
sche Maßnahmen zu nennen sind.
Gegenüber dem Vorjahr ist die Formycon Project
201 GmbH neu gegründet worden. In diese Gesell
schaft wurden die Projektaktivitäten des ersten aus
lizensierten Biosimilars eingebracht.

2. Forschung und Entwicklung

Die Tätigkeit des Konzerns beschränkte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Im Einzelnen sind folgende Kostenblöcke zu verzeichnen:

In der Forschung und Entwicklung waren 37 Mitarbeiter tätig. Die gesamten Aufwendungen in Höhe von 11.801 T€ wurden als Aufwand verbucht, das sind 94,4 % vom Umsatz. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Patente und Lizenzen wurden nicht angemeldet, die Produktentwicklungen schreiten voran, so dass mit einem planmäßigen Markteintritt gerechnet werden kann. Wesentliche Veränderungen im Bereich der Forschung waren nicht zu verzeichnen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich in 2014 uneinheitlich entwickelt und ein Wachstum von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr erreicht. Mittelfristige Risiken bestehen in einer Stagnation und einem niedrigen Wachstum in entwickelten Märkten sowie im Rückgang an Wachstumspotential in den Schwellenländern. Im Zuge der etwas schwächeren Aussichten in China, Russland, Japan sowie im Euroraum hat der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognosen gesenkt, obwohl weiterhin Impulse vom niedrigen Ölpreis ausgehen.

Für 2015 ist ein Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung auf 3,5 % zu erwarten, für 2016 auf 3,7 %. Sinkende Kosten der Unternehmen und die steigende Kaufkraft der Verbraucher sind dabei positive Faktoren, denen wiederum negative Einflüsse wie eine Investitionsschwäche in vielen Industrie- und Schwellenländern gegenüberstehen. Die US-Wirtschaft dürfte ein Plus von 3,6 % erreichen, für Deutschland wird ein Wachstum von 1,3 % vorausgesagt.

Trotz der zurückhaltenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verlief das Börsenjahr 2014 erfolgreich. Der DAX konnte das Börsenjahr 2014 mit einem leichten Plus von rund 4,3 % abschließen, startete aber zum Jahresende eine Rally und setzte immer wieder neue Rekordmarken. Der DAXsubsector Biotechnology Index entwickelte sich wiederum deutlich besser als der DAX und setzte 2014 seinen Wachstumskurs mit einem Plus von 23,8 % fort. Ein ähnliches Bild ergibt sich in den USA, wo der NAS-DAQ um 18,9 % wuchs. Indes erzielte der Biotechnology Index bis Ende Dezember einen Wertzuwachs um 33,9 % und knüpfte damit an die starke Performance der Vorjahre an. Insofern bleibt auch das Finanzierungsumfeld in den USA, sowohl bei Kapitalerhöhungen, Anleihen als auch bei Börsengängen nach wie vor besonders günstig.

Die hohen Erwartungen der Börse an Biotechnologieunternehmen speisen sich vor allem aus der dynamischen Entwicklung im Gesundheitswesen. Der aktuelle Branchenreport von IMS Health prognostiziert, dass die weltweiten Ausgaben für Arzneimittel von 2014 über 1 Billion USD auf nahezu 1,3 Billionen USD im Jahr 2018 ansteigen werden. Die Nachfrage erhöht sich insbesondere durch die Zunahme von chronischen Krankheiten und die Alterung der Bevölkerung in den entwickelten Märkten. Indes führen in den Schwellenländern das Bevölkerungswachstum und die Ermöglichung eines verbesserten Zugangs zu medizinischer Versorgung zu Kostensteigerungen. Die Ausgaben in den sogenannten "Pharmerging Markets", an denen China einen Anteil von 46 % hat, werden in den nächsten Jahren mit jährlichen Raten von 8 bis 11 % wachsen.

In großen europäischen Ländern führen Kostensparprogramme zu Ausgabensenkungen oder einem nur sehr leichtem Anstieg der Ausgaben. Zum Teil bedingt durch einen statistischen Effekt sind die Kosten für Arzneimittel und Test-Diagnostik in Deutschland 2014 jedoch um 9,6 % auf 30,8 Milliarden € gestiegen. Die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) dürften insofern ihre Anstrengungen weiter intensivieren, um wie in den Vorjahren wieder Einsparungen zu realisieren. Dies war durch erhöhten Zwangsrabatt, freiwillige Rabatte der Hersteller, Patentabläufe und den stärkeren Wettbewerb zu Einsparungen gelungen.

Moderne biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel haben insbesondere in den letzten drei Jahrzehnten die Behandlung von schweren Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Krebs und Rheuma entscheidende Schritte vorangebracht. Aufgrund ihrer hohen Behandlungskosten sind sie aber auch Ausgabentreiber Nummer eins für die GKV. Mit dem bevorstehenden Patentablauf dieser modernen Biopharmazeutika öffnet sich ein Fenster für biopharmazeutische Nachfolgeprodukte. Diese Biosimilars haben das Potential, die Arzneiausgaben deutlich zu begrenzen. Im Gegensatz zu klassischen Generika alwissen herzustellen.

wartet der Verband Progenerika e.V. jedoch ab dem Jahr 2015 einen Paradigmenwechsel. Analysen des Marktforschungsunternehmens INSIGHT Health zeigen, dass das Volumen der ablaufenden Patente mit 1,34 Milliarden € deutlich höher liegt als noch 2013 prognostiziert. Erstmalig werden nach Umsatz mehr biopharmazeutische Arzneimittel patentfrei als chemischsynthetisch hergestellte Arzneimittel. Der weltweite Umsatz von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten könnte sich so bis 2020 auf 25 Milliarden USD verzehnfachen.

2. Geschäftsverlauf

sind sie nur mit hohem Aufwand und großem Spezi-Zwar waren die Patentabläufe im Bereich der Biopharmazeutika seit einigen Jahren rückläufig, so er-Auch personell hatte das Unternehmen bereits im April 2013 die Weichen für den Erfolg gestellt, als einer der weltweit führenden Biosimilar-Experten, Dr. Carsten Brockmeyer, für den Vorstand gewonnen werden konnte. Im November 2013 berief

Die Formycon AG hat im Geschäftsverlauf 2014 ihr Geschäftsmodell, das auf die Entwicklung von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten (sog. Biosimilars) ausgerichtet ist, weiter konsequent ausgebaut und das Geschäftsjahr 2014 sehr erfolgreich beendet. Gemäß den Erwartungen von 2013 konnten sowohl die Formycon AG als auch die Unternehmensgruppe Jahresüberschüsse ausweisen. Einnahmen resultieren insbesondere aus der erfolgreichen Auslizensierung des ersten Biosimilar-Entwicklungsprojektes im Dezember 2013 an die Santo Holding.

Im Auftrag der Santo Holding der Familie Strüngmann, Gründer- und ehemalige Inhaberfamilie des Generikaherstellers HEXAL, wird Formycon das erste Entwicklungsprojekt zur Marktreife bringen. Aus dem Vertrag rechnet Formycon mit erfolgsabhängigen Zahlungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

T€
Fremdleistungen 5.081
Rohstoffe etc. 827
Personal 2.894
Abschreibungen 1.072
Sonstige 1.927
11.801

Formycon zudem Dr. Gerhard Schaefer, ehemals Head Global Product and Business Development bei Sandoz International, in den Beirat. Komplettiert wurde der wissenschaftliche Beirat des Unternehmens im März 2014 durch die Berufung von Dr. Bernhard Hampl, dem ehemaligen CEO von Sandoz US.

Dank der erfolgreichen Entwicklungsstrategie sowie einer sehr soliden Investitionsstruktur ist Formycon eines der wenigen unabhängigen Unternehmen, die im aussichtsreichen Markt der Biosimilars agieren. Durch die einzigartige Expertise der Wissenschaftler und des Managements sowie der integrierten Entwicklungsprozesse ist Formycon in der Biosimilar-Entwicklung ein präferierter Partner für große pharmazeutische Unternehmen.

3. Lage

Das im Folgenden bezeichnete Geschäftsjahr 2014 bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem zusammengefassten Lagebericht nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Die Formycon AG hat im Geschäftsjahr 2014 planmäßig die Entwicklung ihrer drei Biosimilar-Produkte vorangetrieben und von den Einnahmen aus der Auslizensierung des ersten Biosimilars profitiert.

a) Ertragslage

Infolge der ersten Auslizensierung hat der Konzern erstmals nennenswerte Umsatzerlöse erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse betrugen 12.585 T€ gegenüber 276 T€ im Vorjahr. Der Materialaufwand stieg auf 5.908 T€, was ein Rohergebnisanstieg auf 6.762 T€ implizierte.

Infolge dieses Markteintritts konnte der Konzern nunmehr einen Jahresüberschuss von 862 T€ erzielen. Die gegenüber dem Vorjahr vergleichsweise konstanten übrigen Aufwendungen konnten dementsprechend erstmals durch das Rohergebnis gedeckt werden.

Der Konzern rechnet infolge geplanter weiterer Auslizensierungen mit zukünftig steigenden Deckungsgraden.

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns darf als sehr stabil bezeichnet werden. Die wesentlichen Liquiditätsindikatoren weisen überdurchschnittlich gute Werte aus.

Dem kurzfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 12.859 T€ stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 3.795 T€ gegenüber.

Kreditfinanzierungen über Kreditinstitute und langfristige Darlehensfinanzierungen erfolgten nicht.

Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 290 T€, der liquiditätsnahe Wertpapierbestand lag bei 8.935 T€. Auf die Kapitalflussrechnung wird verwiesen.

Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatz) belief sich auf 6,8 %, das EBIT (Betriebsergebnis) betrug 869 T€, das EBITDA (Betriebsergebnis plus Abschreibungen) lag bei 1.941 T€.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist von 72,5 % auf 77,6 % gestiegen und damit überdurchschnittlich hoch. Das langfristig gebundene Vermögen ist abschreibungsbedingt gefallen und vollständig durch das Eigenkapital gedeckt, was sehr gesunde Bilanzstrukturdaten impliziert.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Das Umlaufvermögen besteht weitgehend aus Liquidität und liquiditätsnahen Werten, so dass der bilanzierte Vermögensbestand kaum risikobelastet ist. Der Konzern beschäftigt überwiegend Forschungsund Entwicklungspersonal. Die Mitarbeiterfluktuation ist aufgrund hoher Mitarbeiterzufriedenheit sehr gering.

Der Konzern ist noch in der Produktentwicklungsphase, was bedeutet, dass übliche finanzielle Leistungsindikatoren mitunter in ihrer Aussagekraft beschränkt sind. Für unseren Konzern wesentlich sind solche Leistungsindikatoren, die die nachhaltige Finanzkraft des Unternehmens messen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Erhöhte Risiken für das laufende Geschäftsjahr 2015 sind nicht zu erkennen. IV. Prognosebericht

III. Nachtragsbericht

Das Working-Capital, gemessen als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, beläuft sich zum Stichtag auf 9.054 T€. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen) lag bei 1.932 € und war erstmals positiv. Die Investitionstätigkeit lag mit 569 T€ unter den Abschreibungen, was zu entsprechenden Cash-Zuflüssen führte. Die Eigenkapitalrendite lag bei 6,56 %, die Gesamtkapitalrendite bei 5,13 %. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auch auf den Forschungs- und Entwicklungsbericht. Der Konzern entwickelt für ausgewählte Kunden, die sich als Partner des Konzerns verstehen, was bei ei-Auf Grundlage der umfassenden Expertise hat die Formycon AG 2014 ihre Forschungsaktivitäten weiter intensiviert. Bereits für Ende 2015 ist der Start der pivotalen Zulassungsstudie (Phase III) für das erste Biosimilar Produkt (FYB201) vorgesehen. Die direkte Zulassung zur Phase III, die die Europäische Arzneimittelagentur EMA in London im Rahmen eines Scientific Advice im Dezember 2014 bestätigt hat, entspricht einer Beschleunigung des ursprünglichen Fahrplans um ein Jahr. Diese Strategie ist nun noch von der Amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA) zu bestätigen. Die Entwicklung der beiden weiteren Biosimilars aus der Formycon-Pipeline, die ebenfalls die Nachahmung eines biopharmazeutischen Wirkstoffes aus der Dritten Welle der Biosimilars zum Ziel haben, verläuft ebenso planmäßig. Hier befindet sich das Unternehmen weiterhin in Gesprächen mit verschiedenen Pharma- und Generikaunternehmen. Eine Verpartnerung dieser beiden Entwicklungsprojekte ist spätestens nach Abschluss der ersten klinischen Prüfungen in den Jahren 2016 und 2017 vorgesehen.

Nach der erfolgreichen Kapitalisierung des Unternehmens und der im Jahr 2013 abgeschlossenen Verpartnerung des ersten Biosimilars an die Santo Holding, sind diese Fortschritte der Formycon-Pipeline ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Unternehmen. Der Vermarktungsstart für FYB201 in den USA und der EU ist ab 2020 geplant.

Die Tochtergesellschaft "Formycon Services GmbH" wird auch künftig Entwicklungsdienstleistungen für Pharma- und Biotechnologieunternehmen anbieten. Es ist damit zu rechnen, dass dieses Geschäftsmodell zeitnah profitabel betrieben werden kann.

Die stabile Vermögensstruktur und Finanzlage erlauben es dem Konzern, sich ergebende Akquisitionschancen zu nutzen.

Im Geschäftsjahr 2015 erwarten wir eine moderate Steigerung des Umsatzes durch den Start weiterer Auslizensierungen auf ca. 13.000 T€ bei einem Ergebnis von 900 T€.

Die Aussichten des Konzerns in den beiden folgenden Geschäftsjahren beurteilen wir auf der Basis des erwarteten moderaten wirtschaftlichen Wachstums insoweit positiv, dass wir auch 2016 mit einem Umsatzanstieg von rd. 3 bis 4 % und einer entsprechenden Ergebnisverbesserung rechnen. Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt.

Wir erwarten, dass bei einer moderat wachsenden Beschäftigungs- und Belegschaftsstruktur auch das Kostengefüge insgesamt leicht ansteigend sein wird, was strukturell gleichbleibende Geschäftsergebnisse indiziert.

Wechselkurseinflüsse und Inflationsgefahren sehen wir nicht, auch werden andere Sondereinflüsse nicht erwartet.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanz- und Rohstoffmärkten wieder verstärken und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen, soweit hiervon auch der internationale wie auch der nationale Gesundheitsmarkt betroffen ist. Daraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Ertragsorientierte Risiken:

Ein unmittelbares Ertragsrisiko sieht der Konzern derzeit nicht. Langfristig besteht das Risiko, dass Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nicht erfolgreich sind oder am Markt keine Akzeptanz haben. Rückschläge bei Produktentwicklungen können zudem nie gänzlich ausgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend.

2. Chancenbericht

Die Verantwortung für das systematische Erkennen und die Nutzung sich bietender Chancen liegt beim Konzernvorstand.

Auch für die Zukunft wird die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft positiv gesehen. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen:

  • Der medizinisch-technische Fortschritt: Der Fortschritt ermöglicht die Behandlung von Krankheitsbildern, die vor 10 oder 20 Jahren nicht behandelt werden konnten.
  • Die demographische Entwicklung: Es gibt in Deutschland zunehmend mehr ältere und oftmals multimorbide Menschen.
  • Formycon hat mit der Entwicklung von Biosimilars einen neuen zukunftsträchtigen Markt frühzeitig besetzt und kann das gesamte Potential dieses Marktes nutzen.

Chancen für weiteres organisches Wachstum sehen wir insbesondere in weiteren Auslizensierungen.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität und Kundenzufriedenheit begegnen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin im labilen Umfeld der Weltwirtschaft. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sind wir für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der möglichen finanziellen Auswirkungen einzelner Risikofelder kaum geändert. Es ergibt sich im Gesamtbild keine grundlegende Änderung der Risikolage. Durch den Einsatz von internen Kontrollmechanismen sind wir in der Lage, Veränderungen der Ri-

sikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend
zu handeln.
4.
Risikoberichterstattung über die
Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumen
ten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbind
lichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbar
ten Zahlungsfristen gezahlt. Potentielle Währungsri
siken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns beeinflussen könnten, kompensieren
wir durch die Vermeidung des Aufbaus wesentlicher
Fremdwährungspositionen in der Bilanz.
Die größte Währungsposition im Konzern entsteht
durch Einkäufe von Fremdleistungen in CHF, die
zeitnah gezahlt werden, wodurch nicht absehbare
Währungsrisiken weitgehend eliminiert werden.
Ziel des Finanz-Risikomanagements des Konzerns
ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen
finanzielle Risiken jeglicher Art.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt
der Konzern eine konservative Risikopolitik.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall
und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entspre
chende Wertberichtigungen vorgenommen.
Wir sehen keine bestandsgefährdenden Risiken.
5.
Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft
nicht unterhalten.

Planegg, den 7. April 2015

Formycon AG

Dr. Carsten Brockmeyer Dr. Nicolas Combé

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den von der Formycon AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Ich habe meine Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des

Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 7. April 2015

gez. Dr. Heinfried Brunsmann Wirtschaftsprüfer

Herausgeber und Copyright © 2015

Formycon AG Fraunhoferstraße 15 82152 Martinsried/Planegg GERMANY

T +49 89 864 667 100 F +49 89 864 667 110 [email protected]

Veröffentlichungsdatum Juni 2015