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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Nov 17, 2020

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Quarterly Report

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3/2020 Flughafen Wien AG Quartalsbericht

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (in € Mio. ausgenommen Mitarbeiter)

Q1-3/2020 Q1-3/2019 Veränd. in %
Gesamtumsatz 277,0 642,9 -56,9
davon Airport 115,5 310,1 -62,8
davon Handling & Sicherheitsdienstleistungen 68,6 122,2 -43,8
davon Retail & Properties 58,1 120,6 -51,8
davon Malta 25,0 77,3 -67,7
davon Sonstige Segmente 9,8 12,8 -23,3
EBITDA 62,3 313,1 -80,1
EBITDA-Marge (in %) 1 22,5 48,7 n.a.
EBIT -43,6 215,0 -120,3
EBIT-Marge (in %) 2 -15,7 33,4 n.a.
Konzernergebnis -41,3 152,1 -127,2
Konzernergebnis Muttergesellschaft -40,1 138,7 -128,9
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -6,7 285,6 -102,3
Investitionen 3 62,6 123,2 -49,2
Ertragsteuern -13,2 53,2 -124,9
Mitarbeiter im Durchschnitt 4 5.549 5.291 4,9
30.9.2020 31.12.2019
Eigenkapital 1.340,2 1.380,9 -2,9
Eigenkapitalquote (in %) 60,7 60,0 n.a.
Nettoverschuldung 161,9 81,4 98,8
Bilanzsumme 2.209,4 2.300,6 -4,0
Gearing (in %) 12,1 5,9 n.a.
Mitarbeiter zum Stichtag 5.427 5.767 -5,9

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

Passagierentwicklung Gruppe Q1-3/2020 Q1-3/2019 Veränd. in %
Flughafen Wien (in Mio.) 7,0 24,0 -70,7
Malta Airport (in Mio.) 1,6 5,6 -72,5
Kosice Airport (in Mio.) 0,1 0,5 -82,1
Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MLA, KSC) 8,7 30,1 -71,2
Verkehrsentwicklung Wien
Gesamtpassagiere (in Mio.) 7,0 24,0 -70,7
davon Transferpassagiere (in Mio.) 1,3 5,5 -76,1
Flugbewegungen 80.580 201.979 -60,1
MTOW (in Mio. Tonnen) 5 3,4 8,2 -59,2
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 157.878 207.820 -24,0
Sitzladefaktor (in %) 6 59,5 77,5 n.a.

Börsetechnische Kennzahlen

Abkürzungen
Marktkapitalisierung (per 30.9.2020; in € Mio.) 1.865 Reuters VIEV.VI
Börsenkurs: Höchstwert in € (am 2.1.2020) 38,10 Bloomberg FLU:AV
Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 18.3.2020) 17,00 Nasdaq FLU-AT
Börsenkurs: Wert per 30.9.2020 (in €) 22,20 ISIN AT0000911805
Börsenkurs: Wert per 31.12.2019 (in €) 37,75 Kassamarkt FLU
ADR VIAAY

Erläuterungen:

1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 3) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre, exkl. Finanzanlagen 4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzplatzkapazität

Inhalt

  • ______ Brief des Vorstands
  • ______ Finanzinformation

______ Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2020

  • _ ____ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • _ ____ Konzern-Bilanz
  • _ ____ Konzern-Geldflussrechnung

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Wie schon im ersten Halbjahr 2020 war die COVID-19-Pandemie auch im dritten Quartal des laufenden Jahres der alles bestimmende Faktor für den Geschäftsgang der Flughafen Wien AG. Die leichte Erholung der Passagierzahlen in den Urlaubsmonaten Juli und August auf über 20% war nicht von Dauer. Bereits im September lag die Passagierzahl nur noch bei rund 15% verglichen mit dem Vorjahr, aufgrund der stark gesunkenen Auslastung lag die Zahl der Flugbewegungen deutlich über diesem Wert. Reisebeschränkungen und –verbote sowie Quarantänemaßnahmen und Lockdown-Bestimmungen haben die Weltwirtschaft insgesamt und die Luftfahrtindustrie im Besonderen getroffen.

Die Flughäfen unserer Gruppe - Wien, Malta und Kosice - stellten den regulären Flugbetrieb im Frühjahr für viele Wochen fast zur Gänze ein. Davon ausgenommen war nur der Cargo-Bereich sowie Sonderflüge für den Rücktransfer heimischer Bürger und für den Transport medizinisch notwendiger Güter - etwa Schutzausrüstung oder Masken.

Die Kennzahlen dieses Berichts spiegeln die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser schwersten Krise unserer Branche seit Beginn der kommerziellen Luftfahrt wider: Die Flughafen Wien Gruppe verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Passagierrückgang gegenüber dem Vorjahr um 71,2% von 30,1 Mio. Reisende auf 8,7 Mio. Reisende. Im dritten Quartal für sich betrachtet waren es 2,5 Mio. Reisende.

Dementsprechend hat sich der Umsatz im Vergleich zu 2019 von € 642,9 Mio. auf € 277,0 Mio. mehr als halbiert, das EBITDA sackte um 80,1% von € 313,1 Mio. auf € 62,3 Mio. ab, das EBIT drehte von plus € 215,0 Mio. auf minus € 43,6 Mio. ins Minus und das Nettoergebnis fiel um fast € 200 Mio. von € 152,1 Mio. auf minus € 41,3 Mio.

Aufgrund der sehr starken Bilanzstruktur der Flughafen Wien AG mit über 60% Eigenkapitalquote, die wir uns in den vergangenen Jahren durch sparsames Wirtschaften und eine deutlich gesteigerte Produktivität erarbeitet haben, verfügen wir über eine hohe Krisenresistenz, exzellente Bonität und ausreichende Liquidität.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Wien sind derzeit in Kurzarbeit - wo möglich im home office -, was den Personalaufwand deutlich reduziert und uns ermöglicht hat, bisher auf Kündigungen zu verzichten. Besonderen Wert legen wir als Unternehmen der kritischen Infrastruktur auf den Gesundheitsschutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Nutzer. In sehr professioneller Weise werden die Schutzmaßnahmen wie Masken, Abstands- und Desinfektionsregeln eingehalten, vor allem aber waren wir Vorreiter beim Angebot von PCR Tests am Flughafen, den rund 1.000 Personen täglich nutzen, wie auch bei der Erprobung der neuen Antigen-Schnelltests zur Sicherung eines Corona-freien Luftverkehrs. Dafür und für den vorbildlichen Einsatz in diesen schwierigen Monaten wollen wir uns an dieser Stelle bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich bedanken!

Bereits im März wurde durch ein ambitioniertes Sparpaket im Gesamtumfang von über € 220 Mio. wirtschaftlich gegengesteuert, um die negativen finanziellen Auswirkungen in Grenzen zu halten und auch die geplanten Investitionen wurden deutlich von € 200 Mio. auf unter € 100 Mio. gekürzt. Diese Schritte sind notwendig, um die Phase der Pandemie, deren weiterer Verlauf hoffentlich rasch durch die Verfügbarkeit einer wirksamen Impfung positiv beeinflusst werden kann, gut durchstehen zu können. Der Oktober brachte jedenfalls keine Verbesserung bei den Passagierzahlen, im Gegenteil: Das Minus gegenüber 2019 weitete sich sogar noch auf 86 % aus.

Ein erster vor der Zulassung in den USA stehender Impfstoff mit einer Effektivität von über 90 Prozent, lässt allerdings darauf hoffen, dass die Pandemie bald unter Kontrolle zu bringen ist, jedenfalls hat allein die Meldung darüber den Börsenkursen Auftrieb gegeben, so auch der FWAG - Aktie.

Für das letzte Quartal des aktuellen Geschäftsjahres und wohl auch noch für das erste Quartal 2021 ist noch eine Durststrecke zu überwinden. Immerhin aber besteht die Chance auf eine deutliche Belebung des Flugverkehrs im zweiten Halbjahr 2021. Wir sind jedenfalls gut gerüstet, um die Chancen, die sich nach dem Abebben der COVID-19 Pandemie wieder bieten werden, offensiv zu nutzen.

Wir möchten uns schließlich sehr herzlich bei Ihnen als unseren Aktionärinnen und Aktionären dafür bedanken, dass Sie unserem Unternehmen und seinen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in dieser äußerst herausfordernden Zeit weiterhin Ihr Vertrauen entgegen bringen!

Wir wünschen Ihnen allen, dass Sie erfolgreich und vor allem gesund durch dieses ungewöhnliche und schwierige Jahr kommen mögen!

Schwechat, November 2020 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Finanzinformation Q1-3/2020

Passagierrückgang in der Flughafen-Wien- Gruppe

In den ersten neun Monaten 2020 ging das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Košice) aufgrund der COVID-19 Krise um 71,2% auf 8.662.549 Reisende zurück. Neben dem Rückgang der Lokalpassagiere um 70,0% auf 7.333.226 verzeichneten die Transferpassagiere ein Minus von 76,0% auf 1.319.554 Passagiere. Von Jänner bis September sank die Anzahl der Flugbewegungen in der Gruppe um 60,4% auf 97.530 Starts und Landungen, das Frachtaufkommen ging um 22,7% auf 169.807 Tonnen zurück.

70,7% Passagierrückgang in den ersten drei Quartalen am Flughafen Wien

Beginnende Auswirkungen der globalen COVID-19 Pandemie waren bereits ab Februar am Flughafen Wien spürbar. Der Passagierverkehr ist aufgrund der weltweiten Reisewarnungen ab Mitte März - mit ein paar wenigen Ausnahmen - für mehrere Monate nahezu zum Erliegen gekommen. Ab Juni haben nach und nach einige Airlines ihren Flugbetrieb mit reduzierten Kapazitäten und ausgewählten Destinationen wiederaufgenommen. Auch im dritten Quartal war durch weiterhin bestehende Reisewarnungen in Kombination mit veränderten Reiserichtlinien nur ein geringer Aufwärtstrend ersichtlich und die Folgen der Pandemie waren noch deutlich erkennbar.

Von Jänner bis September 2020 ging das Passagieraufkommen um 70,7% auf 7.026.879 Reisende zurück (Q1-3/2019: 23.956.086).

Die Zahlen im Detail: Im Segment der Lokalpassagiere konnte der Flughafen Wien in den ersten neun Monaten 2020 insgesamt 5.707.752 Reisende abfertigen und verzeichnete somit einen Rückgang von 68,9%, die Transferpassagiere gingen um 76,1% auf 1.309.606 Reisende zurück.

In den ersten drei Quartalen verzeichneten alle Regionen infolge der COVID-19 Pandemie und der daraus resultierenden Reisewarnungen einen Rückgang. Nach Westeuropa sank das Passagieraufkommen um 69,1% auf 2.519.946 abfliegende Passagiere. In Richtung Osteuropa wurden 564.273 Reisende abgefertigt, was einem Rückgang von 73,0% entspricht. Der Ferne Osten verzeichnete einen Rückgang von 78,9% auf 107.906 abflie-

gende Passagiere. Das Passagieraufkommen in den Nahen und Mittleren Osten ist um 73,4% auf 154.667 abfliegende Reisende zurückgegangen. Nach Nordamerika reduzierte sich das Passagieraufkommen um 81,9% auf 63.013 abfliegende Reisende. Der Verkehr nach Afrika sank um 64,4% auf 85.216 abfliegende Passagiere.

Ebenfalls negativ entwickelten sich die allgemeinen Kennzahlen. Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) der Linien- und Charterflüge sank von 77,5% auf 59,5%. Die Anzahl der Flugbewegungen ging um 60,1% auf 80.580 Starts und Landungen zurück. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) reduzierte sich um 59,2% auf 3.355.653 Tonnen. Das Frachtaufkommen verzeichnete einen Rückgang um 24,0% auf 157.878 Tonnen.

Austrian Airlines, der größte Kunde am Standort, stellte aufgrund der COVID-19 Krise den Linienverkehr von 18.3. bis einschließlich 14.6. ein. Von Jänner bis September 2020 wurden 2.656.872 Passagiere abgefertigt, das entspricht einem Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 74,5% (Q1-3/2019: 10.431.029). Der Marktanteil am Gesamtpassagieraufkommen verringerte sich auf 37,8% (minus 5,7%p). (Anmerkung: Auch während der Einstellung des Linienflugbetriebs wurden Rückholflüge für gestrandete Passagiere sowie Frachtflüge für medizinisches Equipment durchgeführt.)

Ryanair/Lauda, mit einem Marktanteil von 14,8% am Gesamtpassagieraufkommen (plus 7,0%p im Vergleich zum Vorjahr) der zweitgrößte Carrier am Standort, stellte den Flugbetrieb von 16.3. bis einschließlich 23.6. ein. In den ersten drei Quartalen wurden insgesamt 1.040.149 Passagiere gezählt - ein Rückgang von 44,2% (Q1-3/2019: 1.865.383).

Auch Wizz Air setzte aufgrund der COVID-19 Krise die Durchführung von Linienflügen von 24.3. bis inkl. 30.4. aus. Die Airline verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Rückgang von 47,4% auf 813.383 Passagiere (Q1-3/2019: 1.545.302). Der Marktanteil am Gesamtpassagieraufkommen erhöhte sich um 5,1%p auf 11,6%.

Entwicklung in Malta und Košice

Auch die Auslandsbeteiligungen der Flughafen Wien AG spüren die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie: Am Flughafen Malta ging das Passagierkommen von Jänner bis September 2020 um 72,5% auf 1.551.354 Reisende zurück und der Flughafen Košice verzeichnete eine Passagierrückgang um 82,1% auf 84.316. (Anmerkung: Der Flughafen Malta hat im Zeitraum 21.3. bis inklusive 30.6. den Linienverkehr eingestellt. Der Flughafen Košice war temporär für alle kommerziellen Flüge von 13.3. bis inklusive 14.6. geschlossen.)

Ertragslage der ersten drei Quartale 2020

Umsatzrückgang um 56,9% auf € 277,0 Mio.

In den ersten neun Monaten 2020 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 277,0 Mio. (Q1-3/2019: € 642,9 Mio.) was einem Rückgang von 56,9% entspricht. Die aufgrund der COVID-19 Pandemie weltweit eingeführten Einreise- und Kontaktbeschränkungen und die damit einhergehenden Flugplankürzungen sorgten für Umsatzreduktionen in allen Segmenten:

Die Umsatzerlöse im Segment Airport reduzierten sich um 62,8% auf € 115,5 Mio. (Q1-3/2019: € 310,1 Mio.). Dies ist vor allem auf niedrigere Erlöse aus passagierbezogenen und aircraftbezogenen Entgelten (minus € 177,4 Mio.) zurückzuführen. Die Infrastrukturerlöse und sonstigen Dienstleistungen reduzierten sich um € 17,2 Mio.

Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung halbierten sich im Q1-3/2020 ebenfalls aufgrund des pandemiebedingten Bewegungsrückgangs und geringerer Enteisungserlöse auf € 37,0 Mio. (Q1-3/2019: € 73,1 Mio.). Die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung reduzierten sich um 73,1% auf € 3,7 Mio., jene aus der Frachtabfertigung um vergleichsweise moderate 17,5% auf € 20,2 Mio., da die Frachtvolumina von der Pandemie nicht so stark betroffen waren. Die Erlöse der General Aviation sowie sonstige Umsätze beliefen sich auf € 5,4 Mio.

Die Umsätze aus Centermanagement und Hospitality sanken in den ersten neun Monaten 2020 um 63,9% auf € 22,0 Mio. (Q1-3/2019: € 61,1 Mio.). Auch die Parkerlöse gingen im Vorjahresvergleich um 61,2% auf € 15,0 Mio. zurück (Q1-3/2019: € 38,8 Mio.).

Auch am Flughafen Malta sind die Erlöse aufgrund der pandemiebedingten geringeren Passagierzahlen eingebrochen und sanken im Vorjahresvergleich um 67,7% auf € 25,0 Mio. (Q1-3/2019: € 77,3 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 55,8% auf € 4,6 Mio. (Q1-3/2019: € 10,5 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf geringere aktivierte Eigenleistungen für Bauprojekte im Konzern und den Einmaleffekt aus einem Grundstücksverkauf im ersten Quartal 2019 zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen reduzierten sich in den ersten drei Quartalen 2020 um 29,6% auf € 20,9 Mio. (Q1-3/2019: € 29,7 Mio.). Die bezogenen Leistungen zur Weiterverrechnung und der Aufwand für Material konnten insbesondere aufgrund eines geringeren Verbrauches an Treibstoffen, sonstigen Materialien und Enteisungsmitteln um insgesamt € 5,3 Mio. gesenkt werden. Die Aufwendungen für Energie gingen um 29,0% auf € 8,6 Mio. zurück (Q1-3/2019: € 12,2 Mio.).

Der Personalaufwand konnte im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 31,4% von € 233,1 Mio. auf € 160,0 Mio. gesenkt werden. Die Reduktion ist im Wesentlichen auf die ab 16. März 2020 eingeführte Kurzarbeit sowie die damit einhergehenden Maßnahmen zum Abbau von Urlauben, Überstunden und Gleitzeitguthaben zurückzuführen. Entgegengesetzt wirken kollektivvertragliche Erhöhungen ab Mai des Vorjahres und ein höherer durchschnittlicher Personalstand, der vor allem aus der Änderung des Konsolidierungskreises resultiert (Einbeziehung der GET2 in den Vollkonsolidierungskreis ab 01.05.2019). Die Löhne sanken im Vorjahresvergleich um 41,1% auf € 56,3 Mio. (Q1-3/2019: € 95,6 Mio.), die Gehälter um 39,3% auf € 49,3 Mio. (Q1-3/2019: € 81,3 Mio.). Die Aufwendungen für Abfertigungen und der Pensionsaufwand befinden sich mit € 6,2 Mio. und € 2,0 Mio. auf Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Personalstand (FTE, Vollzeitäquivalente) der Flughafen-Wien-Gruppe stieg im Vorjahresvergleich, auch durch die Veränderung des Konsolidierungskreises, von 5.291 auf nunmehr 5.549 Mitarbeiter (plus 4,9%). Stichtagsbezogen im Vergleich zum 31. Dezember 2019 sank der Personalstand um 340 auf 5.427 Mitarbeiter (minus 5,9%). In den ersten neun Monaten wurden am Standort Wien insgesamt rund € 57,7 Mio. an ergebniswirksamen Erstattungsansprüchen im Wesentlichen aus Kurzarbeitsgeld erfasst.

Der sonstige betriebliche Aufwand (inkl. Wertminderung/Wertaufholung auf Forderungen) konnte aufgrund von unmittelbar mit Beginn der COVID-19 Pandemie eingeleiteten Kostensenkungen, sowie der aufgrund des Änderung des Konsolidierungskreises am 01.05. des Vorjahres geringeren Fremdleistungen um 54,1% auf € 37,2 Mio. (Q1-3/2019: € 81,1 Mio.) reduziert werden. Die wesentlichen Aufwandsreduktionen ergaben sich im Bereich der Instandhaltungen (minus € 13,3 Mio.), Fremdleistungen (minus € 8,3 Mio.) sowie der Fremdleistungen von Konzerngesellschaften aufgrund der Einbeziehung der

GET2 in den Konsolidierungskreis ab 1.5. des Vorjahres (minus € 4,7 Mio.). Auch die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation (minus € 7,8 Mio.), der sonstige Betriebsaufwand (minus € 6,1 Mio.), die Rechts- Prüf- und Beratungskosten (minus € 1,8 Mio.) sowie die Aufwendungen für Fahrt-, Reise- und Ausbildungskosten (minus € 1,7 Mio.) konnten gesenkt werden.

Die operativen Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich um € 4,8 Mio. auf minus € 1,2 Mio. (Q1-3/2019: plus € 3,6 Mio.). Aufgrund zahlreicher Flugausfälle wurde der Betrieb des City Airport Train (CAT) ab 19. März vorläufig eingestellt.

EBITDA-Rückgang um 80,1 % auf € 62,3 Mio.

Aufgrund der negativen Umsatzentwicklung und der erst mit Verzögerung wirksamen Kostensenkungsmaßnahmen reduzierte sich das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 80,1% von € 313,1 Mio. auf € 62,3 Mio. Die EBITDA-Marge sank von 48,7% auf 22,5%.

EBIT-Rückgang um € 258,6 Mio. auf minus € 43,6 Mio.

In den ersten drei Quartalen 2020 wurden Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von € 105,9 Mio. (Q1-3/2019: € 98,1 Mio.) erfasst.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich aufgrund des Rückgangs des operativen Ergebnisses (EBITDA) und höherer Abschreibungen um € 258,6 Mio. auf minus € 43,6 Mio. (Q1-3/2019: plus € 215,0 Mio.). Die EBIT-Marge sank von 33,4% auf minus 15,7%.

Finanzergebnis bei minus € 11,0 Mio. (Q1-3/2019: minus € 9,6 Mio.)

Das Finanzergebnis veränderte sich in den ersten drei Quartalen von minus € 9,6 Mio. auf minus € 11,0 Mio. Das Zinsergebnis belief sich auf minus € 9,7 Mio. (Q1-3/2019: minus € 11,0 Mio.) und konnte trotz im Vergleich zur Vorperiode leicht höheren Finanzverbindlichkeiten gesenkt werden. Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von minus € 1,8 Mio. (Q1-3/2019: plus € 0,6 Mio.) enthält die Bewertung von Finanzinstrumenten.

Periodenergebnis reduzierte sich um € 193,4 Mio. auf minus € 41,3 Mio.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) lag in den ersten neun Monaten mit minus € 54,6 Mio. um € 259,9 Mio. unter dem Vorjahreswert (Q1-3/2019: plus € 205,3 Mio.). Nach Ertragsteuern in Höhe von plus € 13,2 Mio. aus der Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge (Q1-3/2019: minus € 53,2 Mio.) betrug das Periodenergebnis minus € 41,3 Mio. (Q1-3/2019: plus € 152,1 Mio.), was einer Reduktion von € 193,4 Mio. entspricht.

Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodenverlust (Vorperiode: Periodengewinn) beläuft sich auf minus € 40,1 Mio. (Q1-3/2019: plus € 138,7 Mio.). Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein Ergebnis für die ersten neun Monate von minus € 1,3 Mio. (Q1-3/2019: plus € 13,4 Mio.).

Ertragslage im dritten Quartal 2020

Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe reduzierten sich im dritten Quartal 2020 um € 160,3 Mio. bzw. 66,4% auf € 81,2 Mio. (Q3/2019: € 241,5 Mio.). Dies ist auf das pandemiebedingt stark reduzierte Passagieraufkommen in der Gruppe zurückzuführen.

Die Umsätze aus dem Segment Airport sanken um € 87,1 Mio. Auch der Flughafen Malta erzielte im Quartalsvergleich um € 22,7 Mio. geringere Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties reduzierten sich um € 26,6 Mio., das Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen steuerte € 22,4 Mio. zur Umsatzreduktion bei.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 1,3 Mio. deutlich unter dem Vorjahresquartal (Q3/2019: € 2,6 Mio.). In der Vorperiode wurden insbesondere höhere aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen reduzierten sich gegenüber 2019 um € 2,5 Mio. auf € 6,9 Mio. Der Personalaufwand sank aufgrund der ab 16. März eingeführten Kurzarbeit und dem damit einhergehenden Abbau von Urlauben und Überstunden um € 28,7 Mio. auf € 50,5 Mio. Gegenläufig wirkten die Änderungen des Konsolidierungskreises (Vollkonsolidierung der GET2 ab 1. Mai 2019) sowie kollektivvertragliche Erhöhungen.

Aufgrund von unmittelbar mit Beginn der COVID-19 Pandemie eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen konnten im dritten Quartal 2020 die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 16,7 Mio. auf € 11,2 Mio. gesenkt werden. Die Instandhaltungsaufwendungen wurden um € 3,6 Mio., die Fremdleistungen um € 4,2 Mio., die Rechts- Prüf- und Beratungskosten um € 0,9 Mio., die Marktkommunikation um € 3,3 Mio. sowie der sonstige Betriebsaufwand um € 3,2 Mio. zurückgefahren.

Die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich im Quartalsvergleich von plus € 2,3 Mio. auf minus € 0,5 Mio. Aufgrund der Kostendisziplin konnte trotz des massiven Umsatzrückganges ein positives EBITDA für das dritte Quartal 2020 in Höhe von € 13,5 Mio. (Q3/2019: € 129,9 Mio.) erzielt werden.

Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Erfassung von Wertminderungen in Höhe von € 7,0 Mio. um € 8,7 Mio. auf € 40,9 Mio. (Q3/2019: € 32,2 Mio.). Durch das geringere EBITDA ergibt sich ein im Vergleich zum Q3/2019 um € 125,2 Mio. geringeres EBIT von minus € 27,4 Mio. (Q3/2019: plus € 97,8 Mio.).

Das Finanzergebnis belief sich im dritten Quartal 2020 auf minus € 3,2 Mio. nach minus € 3,5 Mio. im Q3/2019. Einem verbesserten Zinsergebnis steht ein gesunkenes sonstiges Finanzergebnis aufgrund der Folgebewertung von Wertpapieren gegenüber.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit minus € 30,6 Mio. drastisch unter dem Vorjahreswert von plus € 94,3 Mio. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von plus € 7,4 Mio. (Q3/2019: minus € 25,1 Mio.) ergibt sich ein um € 92,4 Mio. geringeres Periodenergebnis in Höhe von minus € 23,2 Mio. (Q3/2019: plus € 69,2 Mio.).

Das Periodenergebnis der Muttergesellschaft belief sich auf minus € 23,4 Mio. was einem Rückgang um € 86,3 Mio. entspricht (Q3/2019: plus € 62,9 Mio.). Auf nicht beherrschende Anteile entfällt ein Periodenergebnis für das dritte Quartal von plus € 0,2 Mio. (Q3/2019: plus € 6,3 Mio.).

Informationen zu den Geschäftssegmenten

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2020

Q1-3/2020 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienst
leistungen
Retail &
Properties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Externe
Segmentumsätze 115.492,2
68.629,0 58.098,1 24.989,0 9.790,9 276.999,2
Interne
Segmentumsätze
24.136,8 30.652,1 12.188,9 0,0 63.036,3
Segmentumsätze 139.629,0 99.281,1 70.287,0 24.989,0 72.827,3
Segment EBITDA 27.161,2 -12.959,5 28.553,0 6.827,2 12.733,7 62.315,5
Segment EBITDA
Marge (in %)
19,5 -13,1 40,6 27,3 17,5
Segment EBIT -40.295,5 -19.886,3 14.907,9 -1.770,5 3.449,8 -43.594,4
Segment EBIT
Marge (in %)
-28,9 -20,0 21,2 -7,1 4,7

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2019

Q1-3/2019 in T€ Airport Handling &
Sicher
heitsdienst
leistungen
Retail &
Properties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Externe
Segmentumsätze
310.078,7 122.185,3 120.572,1 77.317,1 12.770,6 642.923,8
Interne
Segmentumsätze
23.950,7 58.422,7 10.318,4 0,0 88.553,1
Segmentumsätze 334.029,4 180.608,1 130.890,5 77.317,1 101.323,7
Segment EBITDA 155.892,4 11.505,0 79.444,1 49.877,3 16.337,2 313.056,0
Segment EBITDA
Marge (in %)
46,7 6,4 60,7 64,5 16,1
Segment EBIT 94.123,1 5.252,6 66.190,0 41.682,6 7.709,5 214.957,9
Segment EBIT
Marge (in %)
28,2 2,9 50,6 53,9 7,6

Segment Airport

Umsatz in Höhe von € 115,5 Mio.

In den ersten neun Monaten 2020 fiel der externe Umsatz im Segment Airport um 62,8% auf € 115,5 Mio. (Q1-3/2019: € 310,1 Mio.). Die Erlöse aus aircraftbezogenen Entgelten sanken im Vorjahresvergleich um 66,6% auf € 19,4 Mio. (Q1-3/2019: € 57,9 Mio.), einhergehend mit dem Rückgang des MTOW (minus 59,2%) sowie der ab Ende März nicht verrechneten Landetarife und der gemäß Indexformel angehobenen Entgelte. Die passagierbezogenen Entgelte reduzierten sich in den ersten neun Monaten 2020 entsprechend der Passagierentwicklung um 66,0% auf € 71,4 Mio. (Q1-3/2019: € 210,2 Mio.). Die Erlöse aus der Bereitstellung und Vermietung von Infrastruktur und aus sonstigen Dienstleistungen sanken ebenfalls um 41,0% auf € 24,8 Mio. (Q1-3/2019: € 42,0 Mio.). Die internen Umsatzerlöse stiegen im Periodenvergleich u.a. durch höhere interne Vermietungserlöse leicht um 0,8% auf € 24,1 Mio. Die anderen Erträge reduzierten sich u.a. aufgrund geringerer aktivierter Eigenleistungen um 60,2% auf € 1,7 Mio.

Der externe Materialaufwand erhöhte sich trotz Kostensenkungen aufgrund eines geringeren Verbrauchs an Durchlaufmaterial, Enteisungsmaterial und Treibstoffen im Periodenvergleich um € 1,5 Mio. (Q1-3/2019: € 2,8 Mio.), bedingt durch höhere bezogene Leistungen betreffend PCR Tests, dem jedoch entsprechende externe Erlöse gegenüberstehen. Der Personalaufwand reduzierte sich bei einem durchschnittlichen Personalstand von 563 (im Vergleich zu 548 im Q1-3/2019) um 21,1% auf € 26,7 Mio. Die Reduktion ist auf die ab 16. März 2020 eingeführte Kurzarbeit und die damit einhergehenden Maßnahmen betreffend Abbau von Urlaub und Überstunden zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten aufgrund des mit Beginn der Pandemie eingeleiteten Kostensenkungsprogramms um 69,3% auf € 8,7 Mio. (Q1-3/2019: € 28,3 Mio.) reduziert werden. Das betrifft insbesondere Einsparungen bei den Instandhaltungsaufwendungen, Fremdleistungen, Marktkommunikation und sonstigen Betriebsaufwendungen. Der interne Betriebsaufwand beläuft sich in den ersten neun Monaten auf € 74,4 Mio. und ist im Vorjahresvergleich um € 43,1 Mio. gesunken (geringere interne Verrechnungen aufgrund von Kosteneinsparungen und gesunkener Inanspruchnahme von Konzernleistungen).

EBITDA reduzierte sich um 82,6% auf € 27,2 Mio.

Im Segment Airport reduzierte sich das EBITDA aufgrund der pandemiebedingten stark rückläufigen Umsätze in den ersten neun Monaten 2020 um 82,6% auf € 27,2 Mio. (Q1-3/2019: € 155,9 Mio.). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen im Ausmaß von € 67,5Mio. (Q1-3/2019: € 61,8Mio.) wurde ein Segment-EBIT in Höhe von minus € 40,3Mio. nach plus € 94,1 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt. Die EBITDA-Marge reduzierte sich von 46,7% auf 19,5%, die EBIT-Marge von 28,2% auf minus 28,9%.

Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen

Umsätze um 43,8% auf € 68,6 Mio. gesunken

In den ersten neun Monaten 2020 wurden im Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen externe Umsätze in Höhe von € 68,6 Mio. (Q1-3/2019: € 122,2 Mio.) erzielt. Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung reduzierten sich aufgrund des pandemiebedingten Bewegungsrückgangs sowie geringerer Enteisungserlöse um 49,4% auf

€ 37,0 Mio. (Q1-3/2019: € 73,1 Mio.). Die Erlöse aus der Frachtabfertigung reduzierten sich aufgrund des Mengenrückgangs im den ersten drei Quartalen um 17,5% auf € 20,2 Mio. (Q1-3/2019: € 24,4 Mio.). Die externen Erlöse aus der Verkehrsabfertigung fielen um 73,1% auf € 3,7 Mio. (Q1-3/2019: € 13,7 Mio.) Die externen Umsätze für Sicherheitsdienstleistungen sanken auf € 2,4 Mio. (Q1-3/2019: € 4,2 Mio.). Der Bereich General Aviation erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2020 einen Umsatz von € 5,4 Mio. nach € 6,7 Mio. in der Vorperiode. Die internen Umsatzerlöse reduzierten sich um 47,5% auf € 30,7 Mio. (Q1-3/2019: € 58,4 Mio.) aufgrund von geringeren Weiterverrechnungen von internen Leistungen (Kosteneinsparungen und geringere Inanspruchnahme von Konzernleistungen). Die anderen Erträge befinden sich nur geringfügig unter dem Niveau des Vorjahrs.

Der Materialaufwand reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 40,6% auf € 3,7 Mio. Der Personalaufwand sank trotz höherer durchschnittlicher Mitarbeiterzahl (plus 91 Personen auf 3.342 Mitarbeiter) um 35,1% auf € 86,1 Mio. (Q1-3/2019: € 132,7 Mio.). Die Reduktion ist auch in diesem Segment auf die ab 16. März 2020 eingeführte Kurzarbeit und die damit einhergehenden Maßnahmen betreffend Abbau von Urlaub und Überstunden zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen um € 4,3 Mio. (minus 60,4%) unter dem Vorjahreswert von € 7,2 Mio. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für Fremdleistungen aufgrund des eingeleiteten Kostensenkungsprogrammes. Der interne Betriebsaufwand reduzierte sich um 14,9% auf € 19,8 Mio. (Q1-3/2019: € 23,3 Mio.).

EBITDA-Rückgang auf minus € 13,0 Mio.

Das EBITDA des Segments Handling & Sicherheitsdienstleistungen reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2020 insbesondere aufgrund der gesunkenen Umsätze auf minus € 13,0 Mio. (Q1-3/2019: plus € 11,5 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 6,9 Mio. (Q1-3/2019: € 6,3 Mio.) wurde ein EBIT von minus € 19,9 Mio. (Q1-3/2019: plus € 5,3 Mio.) erzielt. Die EBITDA-Marge lag mit minus 13,1% unter dem Vorjahresniveau von plus 6,4%, und die EBIT-Marge betrug im Q1-3/2020 minus 20,0% (Q1-3/2019: plus 2,9%).

Segment Retail & Properties

Umsatz bei € 58,1 Mio. nach € 120,6 Mio. in der Vorperiode

Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties sanken im Vorperiodenvergleich um 51,8% auf € 58,1 Mio. (Q1-3/2019: € 120,6 Mio.). Diese Reduktion ist im Wesentlichen auf geringere Erlöse aus dem Centermanagement & Hospitality, welche um 63,9% auf € 22,0 Mio. fielen (Q1-3/2019: € 61,1 Mio.), zurückzuführen. Auch die Parkerlöse von € 15,0 Mio. liegen um 61,2% bzw. € 23,7 Mio. unter dem Vorjahreswert (Q1-3/2019: € 38,8 Mio.). Die Erlöse aus dem Vermietungsbereich erhöhten sich dagegen um 1,4% auf € 21,0 Mio. (Q1-3/2019: € 20,7 Mio.). Die internen Umsatzerlöse erhöhten sich um 18,1% auf € 12,2 Mio. aufgrund interner Verrechnungen betreffend PCR Tests, während die anderen Erträge aufgrund eines Einmaleffektes aus Grundstücksverkäufen im Vorjahr auf € 1,3 Mio. zurückgingen (Q1-3/2019: € 4,6 Mio.).

Der Materialaufwand reduzierte sich um € 0,2 Mio. auf € 1,1 Mio. (Q1-3/2019: € 1,3 Mio.) im Wesentlichen aufgrund geringerer operativer Geschäftstätigkeit. Der Personalaufwand sank bei einem Mitarbeiterstand von 141 Personen (Q1-3/2019: 145 Personen) um 22,1% auf € 7,4 Mio. (Q1-3/2019: € 9,5 Mio.) insbesondere aufgrund der ab 16. März 2020 eingeführten Kurzarbeit und der damit verbundenen Maßnahmen zum Abbau von Urlaub und Überstunden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich aufgrund geringerer sonstiger Aufwendungen (Loungen), Instandhaltungen, Marktkommunikation und Fremdleistungen um 52,6% von € 12,1 Mio. auf € 5,7 Mio. Die internen Betriebsaufwendungen gingen um 13,2% auf € 28,8 Mio. zurück.

EBITDA bei € 28,6 Mio.

Das EBITDA des Segments Retail & Properties reduzierte sich aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2020 von € 79,4 Mio. um 64,1% auf € 28,6 Mio. Die Abschreibungen lagen mit € 13,6 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau (Q1-3/2019: € 13,3 Mio.). Das EBIT reduzierte sich ebenfalls um 77,5% auf € 14,9 Mio. (Q1-3/2019: € 66,2 Mio.). Die EBITDA-Marge betrug 40,6% (Q1-3/2019: 60,7%), die EBIT-Marge 21,2% (Q1-3/2019: 50,6%).

Segment Malta

Umsatz um 67,7% auf € 25,0 Mio. gesunken

Die externen Umsätze des Segments Malta fielen in den ersten neun Monaten um 67,7% auf € 25,0 Mio. ab (Q1-3/2019: € 77,3 Mio.). Die airportbezogenen Umsätze reduzierten sich im Quartalsvergleich um 73,9% auf € 14,4 Mio., was primär auch in diesem Segment auf den pandemiebedingt rückläufigen Verkehr am Malta Airport zurückzuführen ist. Aber auch der Bereich Retail & Property zeigte einen Umsatzeinbruch von 51,9% auf € 10,5 Mio.

Auch am Flughafen Malta wurden mit Beginn der COVID-19 Pandemie Maßnahmen zur Einsparung von Kosten eingeleitet, um den Umsatzrückgang zu kompensieren und die Liquidität zu sichern. Diese beinhalten einen Gehaltsverzicht ebenso wie Einsparungen bei den operativen Kosten. Weiters wurden Unterstützungen der maltesischen Regierung von Malta in Anspruch genommen, um die Schwere der Pandemie leichter abzufedern. Der Materialaufwand lag um € 0,9 Mio. unter dem Vorjahresniveau in Höhe von € 2,4 Mio. Die Personalaufwendungen reduzierten sich trotz eines höheren Personalstands und kollektivvertraglichen Erhöhungen um 22,9% auf € 5,8 Mio. (Q1-3/2019: € 7,6 Mio.). Der sonstige betriebliche Aufwand konnte um 37,7% auf € 10,9 Mio. reduziert werden und setzte sich u.a. aus Aufwendungen für Sicherheitspersonal, Reinigung, PRM-Leistungen, sonstigen Fremdpersonalleistungen, EDV, Airline-Marketing und Instandhaltungen zusammen.

EBITDA-Reduktion um 86,3% auf € 6,8 Mio.

Für die ersten neun Monate 2020 verzeichnete das Segment Malta ein EBITDA von € 6,8 Mio. (Q1-3/2019: € 49,9 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 27,3% nach 64,5% im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 8,6 Mio. (Q1-3/2019: € 8,2 Mio.) belief sich das EBIT auf minus € 1,8 Mio. (Q1-3/2019: plus € 41,7 Mio.), was einer EBIT-Marge von minus 7,1% entspricht (Q1-3/2019: plus 53,9%).

Sonstige Segmente

Umsatzerlöse in Höhe von € 9,8 Mio.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen in den ersten drei Quartalen bei € 9,8 Mio. (Q1-3/2019: € 12,8 Mio.). Dieser Rückgang resultiert aus geringeren Erlösen im Bereich der Ver- und Entsorgung und der Materialwirtschaft. Die internen Erlöse reduzierten sich im Vergleichszeitraum um 28,8% auf € 63,0 Mio. (Q1-3/2019: € 88,6 Mio.). Die anderen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) betrugen € 1,4 Mio. (Q1-3/2019: € 1,2 Mio.).

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ging im Periodenvergleich um 40,3% auf € 10,3 Mio. zurück (Q1-3/2019: € 17,3 Mio.), insbesondere aufgrund des geringeren Verbrauchs an Treibstoffen, Energie und sonstigem Verbrauchsmaterial. Der Personalaufwand sank bei einem durchschnittlichen Personalstand von 1.120 Mitarbeitern (Q1-3/2019: 971) um 31,1% von € 49,2 Mio. auf € 33,9 Mio. Die Reduktion ist einerseits auf die ab 16. März 2020 eingeführte Kurzarbeit zurückzuführen. Gegenläufig wirken höhere Aufwendungen aufgrund der Vollkonsolidierung der GET2 ab 01.05.2019. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen im Vergleich zum Vorjahr von € 16,0 Mio. auf € 9,0 Mio., was auf geringere Instandhaltungen, Fremdleistungen sowie Rechts- Prüfund Beratungskosten zurückzuführen ist. Der interne Aufwand beläuft sich auf € 7,0 Mio.

Das at-Equity-Ergebnis spiegelt das operative Ergebnis der Beteiligungen wider. In den ersten neun Monaten 2020 wurden negative operative Ergebnisse in Höhe von € 1,2 Mio. verzeichnet (Q1-3/2019: positive operative Ergebnisse € 3,6 Mio.).

EBITDA in Höhe von € 12,7 Mio.

In Summe verzeichnete das Segment Sonstige Segmente ein EBITDA in Höhe von € 12,7 Mio. (Q1-3/2019: € 16,3 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 9,3 Mio. (Q1-3/2019: € 8,6 Mio.) konnte ein Segment-EBIT von € 3,4 Mio. (Q1-3/2019: € 7,7 Mio.) erzielt werden. Die EBITDA-Marge betrug 17,5% (Q1-3/2019: 16,1%), die EBIT-Marge belief sich auf 4,7% (Q1-3/2019: 7,6%).

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Nettoverschuldung bei € 161,9 Mio. (31.12.2019: € 81,4 Mio.)

Die Nettoverschuldung belief sich zum 30. September 2020 auf € 161,9 Mio., was einer Erhöhung um € 80,5 Mio. im Vergleich zum Ultimo 2019 entspricht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund einer geringeren Bilanzsumme um 0,6 Prozentpunkte auf 60,7%. Das Gearing beläuft sich auf 12,1% nach 5,9% zum 31. Dezember 2019.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bei minus € 6,7 Mio. (Q1-3/2019: plus € 285,6 Mio.)

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Q1-3/2020 auf minus € 6,7 Mio. nach plus € 285,6 Mio. im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBT zuzüglich Abschreibungen, abzüglich Bewertung von Finanzinstrumenten) reduzierte sich um € 249,7 Mio. auf € 53,1 Mio. (Q1-3/2019: € 302,8 Mio.). In ersten neun Monaten 2020 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe einen Abbau der Forderungen in Höhe von € 27,2 Mio. (Q1-3/2019: Aufbau in Höhe von € 6,3 Mio.). Die Passiva reduzierten sich um € 97,0 Mio. (Q1-3/2019: Aufbau in Höhe von € 38,4 Mio.). Die Zahlungen für Ertragsteuern beliefen sich in den ersten neun Monaten 2020 auf plus € 5,4 Mio. (Rückzahlungen) in der Vergleichsperiode wurden € 48,0 Mio. an Ertragsteuern bezahlt.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf minus € 58,6 Mio. nach minus € 141,9 Mio. im Vorjahr. Während in den ersten neun Monaten 2020 € 74,9 Mio. für Investitionsprojekte (inkl. Finanzanlagen) ausbezahlt wurden, erfolgten im Vorjahr Auszahlungen in Höhe von € 134,5 Mio. Weiters wurden in den ersten neun Monaten 2020 € 85,6 Mio. in kurz- und langfristige Veranlagungen (Termineinlagen) investiert (Vorjahr: € 40,7 Mio.). Im ersten Quartal 2019 wurden € 15,0 Mio. in Wertpapiere investiert. Dem stehen Einzahlungen aus abgelaufenen Termineinlagen in Höhe von € 80,6 (Vorjahr: € 45,0 Mio.) gegenüber. Im dritten Quartal 2020 konnten durch den Verkauf von Finanzanlagen (Wertpapiere) € 15,3 Mio. lukriert werden. Weiters wurden Einzahlungen aus Anlagenabgängen, im Wesentlichen aus einem Grundstücksverkauf aus Vorperioden in Höhe von € 5,9 Mio. (Q1-3/2019: € 3,2 Mio.) getätigt.

Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit plus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher auf minus € 65,3 Mio. (Q1-3/2019: plus € 143,7 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von plus € 71,9 Mio. (Q1-3/2019: minus € 103,9 Mio.) ist auf Veränderungen von Finanzverbindlichkeiten (Tilgungen abzüglich Aufnahmen) in Höhe von plus € 74,9 Mio. (Q1-3/2019: minus € 20,5 Mio.) zurückzuführen. Aufgrund der COVID-19 Pandemie wurden € 100,0 Mio. an kurzfristigen Krediten aufgenommen. In den ersten neun Monaten 2019 erfolgten Dividendenausschüttungen in Höhe von € 83,1 Mio. (davon € 74,8 Mio. für Anteilseigner der Flughafen Wien AG und € 8,3 Mio. an nicht beherrschende Anteilseigner).

Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. September 2020 € 91,4 Mio. nach € 84,8 Mio. zum 31. Dezember 2019.

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen reduzierte sich seit Jahresbeginn per Saldo um € 61,8 Mio. auf € 1.937,8 Mio. Laufenden Zugängen bei immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 62,6 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von € 105,9 Mio. gegenüber. Die Buchwerte der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich aufgrund von Ausschüttungen sowie der negativen operativen Ergebnisse von € 43,7 Mio. auf € 41,0 Mio. Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf € 65,0 Mio. (31. Dezember 2019: € 80,7 Mio.).

Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende um € 29,5 Mio. auf € 271,6 Mio. (31. Dezember 2019: € 301,1 Mio.). Die kurzfristigen Termineinlagen erhöhten sich um € 20,0 Mio. aufgrund von Umgliederungen aus dem langfristigen Vermögen. Weiters reduzierten sich auch die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des starken Umsatzrückganges im Periodenvergleich stichtagsbezogen um € 37,7 Mio. auf € 30,7 Mio. (31. Dezember 2019: € 68,4 Mio.).

Die Position Wertpapiere reduzierte sich um € 17,1 Mio. auf € 41,7 Mio., was auf die laufende Bewertung in Höhe von € 1,8 Mio. sowie den Verkauf eines Wertpapieres zurückzuführen ist. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten nahm zum 30. September 2020 auf € 91,4 Mio. zu (31. Dezember 2019: € 84,8 Mio.).

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital reduzierte sich seit dem Jahresultimo in Summe um 2,9% auf € 1.340,2 Mio. (31. Dezember 2019: € 1.380,9 Mio.). Einerseits wurden das laufende Periodenergebnis (inkl. nicht beherrschende Anteile) in Höhe von minus € 41,3 Mio., anderseits auch versicherungsmathematische Gewinne des Sozialkapitals und Bewertungen von Finanzinstrumenten (FVOCI) per Saldo € 3,4 Mio. erfasst. Weiters wurden in den ersten neun Monaten 2020 um € 2,7 Mio. eigene Anteilen erworben. Im laufenden Geschäftsjahr wurde keine Dividende an die Anteilseigner der Flughafen Wien AG ausgeschüttet. Der Bilanzgewinn aus 2019 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Die Eigenkapitalquote lag per 30. September 2020 bei 60,7% (31. Dezember 2019: 60,0%).

Die langfristigen Schulden reduzierten sich von € 572,5 Mio. auf € 532,5 Mio., primär aufgrund von Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten aufgrund des Fälligkeitsprofils sowie der Auflösung von passiven latenten Steuern.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um € 10,5 Mio. auf € 336,7 Mio. Der Anstieg der kurzfristigen Finanz- und Leasingverbindlichkeiten um € 100,0 Mio. auf € 125,4 Mio. ist im Wesentlichen auf die Aufnahme von neuen kurzfristigen Krediten zurückzuführen. Die Lieferantenverbindlichkeiten reduzierten sich stichtagsbezogen um € 14,1 Mio. auf € 31,3 Mio. Die kurzfristigen Rückstellungen sanken um € 90,6 Mio. auf € 122,0 Mio. Die Reduktion ist u.a. auf die Gutschrift von Incentives des Vorjahres zurückzuführen sowie auf den Abbau von Urlauben. Die Steuerrückstellung beläuft sich auf €9,5 Mio. (31.12.2019: € 11,4 Mio.).

Investitionen

In den ersten neun Monaten 2020 wurden in Summe € 62,6 Mio. (Q1-3/2019: € 123,2 Mio.) in immaterielles Vermögen, Sachanlagen sowie in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert bzw. als Anzahlung geleistet. Die größten Investitionsprojekte am Standort Wien betreffen den Terminalumbau mit € 20,1 Mio., die Verbindungsbrücke zum Parkhaus 3 mit € 2,0 Mio., Grundstücke mit € 2,0 Mio., neue Werbeflächen mit € 1,1 Mio., Flugzeugschlepper mit € 1,3 Mio., Passagierbusse mit € 1,2 Mio. sowie den Office Park 4 mit 1,4 Mio. Am Flughafen Malta wurden in den ersten neun Monaten insgesamt € 9,7 Mio. investiert.

Guidance 2020

Die Flughafen-Wien-Gruppe verfügt aktuell über gesicherte Liquidität, die für alle vorhersehbaren Krisen-Szenarien eine ausreichende Finanzierung gewährleistet. Unter Berücksichtigung der bereits erfolgreich umgesetzten sowie noch geplanten Sparmaßnahmen und Kostenreduktionen geht der Vorstand angesichts der zuletzt wieder deutlich rückläufigen Verkehrszahlen davon aus, dass das Geschäftsjahr 2020 mit einem EBITDA in der Bandbreite zwischen € 55 Mio. bis € 60 Mio. abgeschlossen werden wird. Nach Abschreibungen und Finanzergebnis wird für das Geschäftsjahr 2020 nach derzeitigem Erkenntnisstand mit einem negativen Periodenergebnis zwischen minus € 75 Mio. und minus € 85 Mio. vor nicht beherrschenden Anteilen (Minderheiten) zu rechnen sein.

Flughafen-Wien-Gruppe: Passagierminus im Oktober 2020 von 86,2%

Im Oktober verzeichnete der Flughafen Wien inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Flughafen Malta und Košice mit insgesamt 0,5 Mio. Passagieren ein Minus von 86,2% gegenüber Oktober 2019. Kumuliert von Jänner bis Oktober reduzierte sich das Passagieraufkommen um 72,8% auf 9,2 Mio. Reisende.

Flughafen Wien im Oktober 2020 - Ausblick für das Jahr 2020

Am Standort Flughafen Wien reduzierte sich das Passagieraufkommen im Oktober 2020 um 86,7% gegenüber dem Oktober des Vorjahres auf 378.107 Reisende. Die Anzahl der Lokalpassagiere sank um 86,7%, bei den Transferpassagieren gab es ein Minus von 86,9%. Die Flugbewegungen reduzierten sich im Oktober 2020 um 70,3% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien ein Minus um 26,7% im Vergleich zum Oktober des Vorjahres. Für das Gesamtjahr 2020 wird am Standort Flughafen Wien ein Passagieraufkommen von 7,6 Mio. bis 7,8 Mio. erwartet.

Schwechat, 9. November 2020 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Hinweise:

Die Quartalszahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem International Reporting Standard (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, ermittelt. Die Finanzinformation enthält keinen vollständigen Zwischenabschluss nach IAS 34. Nähere Informationen zu Bilanzierungsund Bewertungsmethoden sind im Konzernabschluss 2019 ersichtlich, welcher auf der Website der Flughafen Wien AG (www.viennaairport.com) veröffentlicht ist. Die Finanzinformation wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Verkürzter Konzernzwischen a b s c h l u s s z u m 30. September 2020

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1 bis 30.9.2020

in T€ Q1-3/2020 Q1-3/2019 V. in % Q3/2020 Q3/2019
Umsatzerlöse 276.999,2 642.923,8 -56,9 81.214,4 241.539,5
Sonstige betriebliche Erträge 4.630,1 10.472,4 -55,8 1.307,9 2.602,5
Betriebsleistung 281.629,2 653.396,3 -56,9 82.522,3 244.142,0
Aufwendungen für Material
und bezogene Leistungen
-20.937,0 -29.747,1 -29,6 -6.914,5 -9.462,3
Personalaufwand -159.956,3 -233.097,7 -31,4 -50.510,3 -79.249,7
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
-36.403,7 -81.164,2 -55,1 -10.808,5 -27.692,6
Wertminderungen/
Wertaufholung auf Forderungen
-814,1 39,1 n.a. -360,1 -133,4
Anteilige Periodenergebnisse
at-Equity Unternehmen
-1.202,6 3.629,7 -133,1 -465,7 2.339,2
Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA)
62.315,5 313.056,0 -80,1 13.463,2 129.943,2
Planmäßige Abschreibungen -98.952,0 -98.098,1 0,9 -33.932,0 -32.176,2
Wertminderungen -6.957,9 0,0 n.a. -6.957,9 0,0
Ergebnis vor Zinsen
und Steuern (EBIT)
-43.594,4 214.957,9 -120,3 -27.426,8 97.767,0
Beteiligungsergebnis ohne
at-Equity Unternehmen
538,5 694,1 -22,4 0,0 0,0
Zinsertrag 2.079,0 1.908,8 8,9 1.724,5 1.492,4
Zinsaufwand -11.803,8 -12.875,9 -8,3 -3.743,5 -4.157,7
Sonstiges Finanzergebnis -1.792,3 624,9 n.a. -1.146,8 -833,7
Finanzergebnis -10.978,6 -9.648,0 -13,8 -3.165,9 -3.499,0
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -54.573,0 205.309,9 -126,6 -30.592,6 94.268,0
Ertragsteuern 13.243,0 -53.206,1 -124,9 7.428,6 -25.080,2
Periodenergebnis -41.330,0 152.103,8 -127,2 -23.164,0 69.187,8
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der
Muttergesellschaft
-40.069,5 138.707,8 -128,9 -23.384,7 62.895,3
Nicht beherrschende Anteile -1.260,5 13.396,0 -109,4 220,7 6.292,4
Im Umlauf befindliche Aktien
(gewichteter Durchschnitt in
Stück)
83.886.824 84.000.000 -0,1 83.874.681 84.000.000
Ergebnis je Aktie (in €,
verwässert = unverwässert)
-0,48 1,65 -128,9 -0,28 0,75

Konzern-Bilanz

zum 30.9.2020

in T€ 30.9.2020 31.12.2019 V. in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 162.943,2 166.064,1 -1,9
Sachanlagen 1.491.774,0 1.530.346,5 -2,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 177.076,8 178.729,5 -0,9
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 40.992,8 43.706,9 -6,2
Sonstige Vermögenswerte 65.029,7 80.723,5 -19,4
1.937.816,5 1.999.570,6 -3,1
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 6.257,1 6.201,5 0,9
Wertpapiere 41.658,1 58.709,9 -29,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 132.270,6 151.375,2 -12,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 91.406,3 84.782,9 7,8
271.592,1 301.069,5 -9,8
Summe Aktiva 2.209.408,6 2.300.640,1 -4,0
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.885,1 117.744,4 0,1
Sonstige Rücklagen -10.333,3 -10.699,4 -3,4
Einbehaltene Ergebnisse 976.622,7 1.016.561,2 -3,9
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 1.236.844,5 1.276.276,3 -3,1
Nicht beherrschende Anteile 103.338,8 104.632,6 -1,2
1.340.183,4 1.380.908,8 -2,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen 173.629,7 175.013,0 -0,8
Finanz- und Leasingverbindlichkeiten 305.548,1 330.432,9 -7,5
Übrige Verbindlichkeiten 26.616,1 28.576,2 -6,9
Latente Steuern 26.717,0 38.483,5 -30,6
532.510,9 572.505,6 -7,0
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 9.500,4 11.428,7 -16,9
Übrige Rückstellungen 121.995,1 212.563,7 -42,6
Finanz- und Leasingverbindlichkeiten 125.395,7 25.443,7 n.a.
Lieferantenverbindlichkeiten 31.308,8 45.423,4 -31,1
Übrige Verbindlichkeiten 48.514,3 52.366,1 -7,4
336.714,3 347.225,8 -3,0
Summe Passiva 2.209.408,6 2.300.640,1 -4,0

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1 bis 30.9.2020

in T€ Q1-3/2020 Q1-3/2019 V. in %
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -54.573,0 205.309,9 -126,6
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen 98.952,0 98.098,1 0,9
+ Wertminderungen 6.957,9 0,0 n.a.
+/- Bewertung beizulegender Zeitwert Finanzinstrumente 1.792,3 -624,9 n.a.
- Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen 1.202,6 -3.629,7 -133,1
+ Dividendenausschüttungen at-Equity-Unternehmen 1.511,5 2.093,9 -27,8
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang
von Vermögenswerten
-824,4 -3.319,4 -75,2
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang
von Wertpapieren
259,5 0,0 n.a.
- Auflösung von Investitionszuschüssen
aus öffentlichen Mitteln
-173,2 -125,0 38,5
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 2,4 51,4 -95,4
+ Zins- und Dividendenergebnis 9.186,3 10.273,0 -10,6
+ Erhaltene Dividenden 538,5 694,1 -22,4
+ Erhaltene Zinsen 1.700,8 1.738,8 -2,2
- Bezahlte Zinsen -8.788,8 -9.241,7 -4,9
- Erhöhung / + Senkung Vorräte -55,6 176,4 -131,5
- Erhöhung / + Senkung Forderungen 27.249,3 -6.281,4 n.a.
+ Erhöhung / - Senkung Rückstellungen -86.775,1 49.585,3 -275,0
+ Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten -10.215,9 -11.182,2 -8,6
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -12.052,9 333.616,6 -103,6
- Zahlungen für Ertragsteuern 5.397,7 -47.972,6 -111,3
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -6.655,3 285.644,1 -102,3
+
+
Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)
Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang
5.925,4
15.262,8
3.225,5
3,3
83,7
n.a.
- Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) -74.875,6 -134.457,9 -44,3
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang 0,0 -30,0 -100,0
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 90,0 0,0 n.a.
+ Einzahlungen aus Abgang von kurz- und langfristigen
Veranlagungen
80.552,8 45.000,0 79,0
- Auszahlungen für kurz- und langfristige Veranlagungen
und Wertpapiere -85.570,5 -55.667,3 53,7
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -58.615,1 -141.926,4 -58,7
-
-
Dividendenausschüttung an Flughafen Wien AG Anteilseigner
Dividendenausschüttung
0,0 -74.760,0 -100,0
an nicht beherrschende Anteilseigner -33,2 -8.303,9 -99,6
- Erwerb von eigenen Anteilen -2.727,4 0,0 n.a.
+
-
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten
100.000,4
-25.055,0
4.500,0
-25.003,9
n.a.
0,2
- Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -291,1 -315,0 -7,6
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 71.893,7 -103.882,8 -169,2
Veränderung des Finanzmittelbestandes 6.623,3 39.834,9 -83,4
+ Finanzmittelbestand aus
+ Konsolidierungskreisänderungen
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode
0,0
84.782,9
6,8
30.098,8
-100,0
181,7

Impressum

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Dieser Quartalsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

von VGN – Content Marketing / Corporate Publishing produziert. (Leitung: Mag. Sabine Fanfule, MBA)

Konzeption und Gestaltung: Gabriele Rosenzopf MSc (Creative Director) Tabellensatz und Layout: Dieter Dalinger, Réne Gatti

Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss im November 2020 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 3/2020 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Quartalsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

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