Quarterly Report • May 19, 2015
Quarterly Report
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1/2015 Flughafen Wien AG Quartalsbericht
www.viennaairport.com
Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter)
| Q1/2015 | Q1/2014 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 140,7 | 139,5 | 0,9 |
| davon Airport | 70,9 | 70,3 | 0,9 |
| davon Handling | 35,2 | 35,3 | -0,3 |
| davon Retail & Properties | 30,9 | 30,0 | 3,1 |
| davon Sonstige Segmente | 3,8 | 3,9 | -4,6 |
| EBITDA | 54,0 | 53,2 | 1,4 |
| EBITDA-Marge (in %)1 | 38,4 | 38,1 | n.a. |
| EBIT | 21,9 | 20,9 | 4,8 |
| EBIT-Marge /in %)2 | 15,6 | 15,0 | n.a. |
| ROCE (in %)3 | 1,1 | 1,0 | n.a. |
| Konzernergebnis nach Minderheiten | 14,1 | 12,2 | 15,4 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 42,3 | 46,7 | -9,4 |
| Investitionen4 | 17,0 | 10,1 | 68,3 |
| Ertragsteuern | 4,2 | 3,8 | 12,2 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt5 | 4.277 | 4.259 | 0,4 |
| 31.3.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in % | |
| Eigenkapital | 967,2 | 952,5 | 1,5 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 51,6 | 50,3 | n.a. |
| Nettoverschuldung | 492,9 | 506,2 | -2,6 |
| Bilanzsumme | 1.875,4 | 1.892,2 | -0,9 |
| Gearing (in %) | 51,0 | 53,1 | n.a. |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 4.345 | 4.208 | 3,3 |
| Q1/2015 | Q1/2014 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 4,3 | 4,4 | -2,8 |
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 1,1 | 1,3 | -14,7 |
| Flugbewegungen | 49.658 | 51.220 | -3,0 |
| MTOW (in Mio. Tonnen)6 | 1,8 | 1,8 | 0,5 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) | 63.311 | 64.107 | -1,2 |
| Sitzladefaktor (in %)7 | 67,7 | 68,6 | n.a. |
| Marktkapitalisierung (per 31.3.2015; in € Mio.) | 1.700 |
|---|---|
| Börsenkurs: Höchstwert in € (am 30.3.2015) | 81,81 |
| Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 9.2.2015) | 75,22 |
| Börsenkurs: Wert per 31.3.2015 (in €) | 80,95 |
| Börsenkurs: Wert per 31.12.2014 (in €) | 76,82 |
| Halbjahresergebnis 2015 | 18. August 2015 |
|---|---|
| 1-3. Quartal 2015 | 17. November 2015 |
| Reuters | VIE.VI |
|---|---|
| Bloomberg | FLU:AV |
| Datastream | O:FLU |
| ISIN | AT0000911805 |
| ÖKB-WKN | 91180 |
| ÖTOB | FLU |
| ADR | VIAAY |
| Wien |
|---|
| Frankfurt (Xetra) |
| London (SEAQ International) |
| New York (ADR) |
1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 3) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbare Steuern) / durchschnittliches Capital Employed 4) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungskorrekturen Vorjahre 5) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 6) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge
7) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzplatzkapazität
Trotz des im ersten Quartal erwartungsgemäss eingetretenen Rückgangs bei Passagierzahlen (-2,8 %) und Flugbewegungen (-3,0 %), konnte sich die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) bei Umsatz (+0,9 %) und Nettoergebnis (+15,4 %) verbessern. Der Passagierrückgang ist vor allem auf Kapazitätsreduktionen des Home-Carriers Austrian Airlines, aber auch auf die Folgen der politischen Krisen in Russland und der Ukraine sowie im Nahen und Mittleren Osten zurückzuführen. Die trotzdem erzielte Verbesserung beim Nettoergebnis ist im Wesentlichen auf Produktivitätsgewinne und strikte Kostendisziplin zurückzuführen. Der starke Cashflow führte erfreulicherweise auch zu einem weiteren Rückgang der Nettoverschuldung.
Im ersten Quartal 2015 wurden am Flughafen Wien 4.300.592 Passagiere abgefertigt. Das entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem Minus von 2,8 %. Dieser Rückgang ist zur Gänze auf die negative Entwicklung bei den Transferpassagieren zurückzuführen, deren Anzahl gegenüber Q1/2014 um 14,7 % auf 1.096.436 zurückging. Bei den Lokalpassagieren gab es mit 3.176.166 abgefertigten Reisenden sogar ein leichtes Plus von 1,4 %.
Was die Destinationen betrifft, so wird der Einfluss der politischen Krisen deutlich. Als einzige Region mit einem deutlichen Rückgang abfliegender Passagiere gegenüber dem Vorjahresquartal sticht Osteuropa mit einem Minus von 15,3 % hervor. Westeuropäische Destinationen verzeichneten nur um geringfügige 1,6 % weniger Reisende.
Die prozentuell beste Entwicklung verzeichnete Afrika mit einem Plus von 65,3 %, was vor allem auf die neue Destination Addis Abeba zurückzuführen ist. Auch Ziele in Nordamerika (plus 12,6 %) und Fernost (plus 5,3 %) zogen mehr Reisende an. Die durchschnittliche Auslastung der Flieger ging gegenüber dem Vorjahresquartal leicht von 68,6 % auf 67,7 % zurück.
Das Passagierminus spiegelt sich auch in einem Rückgang der Flugbewegungen um 3,0 % auf 49.658 (Q1/2014: 51.220), während der anhaltende Trend zu größerem Fluggerät in einem leichten Anstieg des Höchstabfluggewichts (MTOW) von 0,5 % resultierte. Das Frachtvolumen war nach sechs im jeweiligen Jahresvergleich positiven Quartalen erstmals leicht rückläufig. In Summe wurden mit 63.311 Tonnen um 1,2 % weniger umgeschlagen als in der Vorjahresperiode (Q1/2014: 64.107 Tonnen).
Trotz dieser rückläufigen Verkehrszahlen ist es – wie eingangs erwähnt – gelungen, Umsatz und Ergebnis der Flughafen-Wien-Gruppe zu steigern. Der Umsatz erhöhte sich um 0,9 % auf € 140,7 Mio. (Q1/2014: € 139,5 Mio.) was vor allem auf höhere Park- und Shoppingerlöse sowie das neu aufgenommene Passagierhandling zurückzuführen ist. Das EBITDA stieg um 1,4 % auf € 54,0 Mio. (Q1/2014: € 53,2 Mio.), das EBIT legte um 4,8 % auf € 21,9 Mio. zu (Q1/2014: € 20,9 Mio.). Das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen konnte letztlich sogar um 15,4 % auf € 14,1 Mio. gesteigert werden (Q1/2014: € 12,2 Mio.), was auch einem verbesserten Finanzergebnis geschuldet ist. Unsere beiden Flughafenbeteiligungen – Malta und Košice – haben im ersten Quartal Passagierzuwächse verzeichnet und sich auch ergebnismässig positiv entwickelt.
Die Bilanzstruktur der FWAG hat sich im ersten Quartal 2015 weiter verbessert. So stieg die Eigenkapitalquote im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 1,3 Prozentpunkte auf 51,6 %. Noch markanter fiel der Rückgang der Nettoverschuldung aus, die von € 506,2 Mio. zu Ultimo 2014 auf nunmehr € 492,9 Mio. gesenkt werden konnte. Dadurch reduzierte sich auch das Gearing um 2,1 Prozentpunkte von 53,1 % auf 51,0 %.
Die deutlich verbesserte Profitabilität sowie die rasch sinkende Verschuldung schufen auch den Spielraum für eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 um mehr als ein Viertel auf € 1,65 (2013: € 1,30).
Auch unsere Bemühungen um ein weiter verbessertes Service für unsere Passagiere sowie die Modernisierung der Infrastruktur tragen Früchte und werden international anerkannt. So bekam der Flughafen Wien im März den begehrten Skytrax-Preis für den besten Airport-Staff in Europa verliehen – eine Auszeichnung, der die Bewertungen von über 13 Millionen Passagieren zugrunde liegen. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für den tollen Einsatz, und die hohe Professionalität unserer Belegschaft bedanken, wie auch bei allen Mitarbeitern am Standort, ohne die solche Leistungen nicht möglich wären.
Trotz der bisher negativen Verkehrsentwicklung, die auch noch im April angehalten hat, gehen wir davon aus, dass durch neue Destinationen sowie durch Kapazitäts- und Frequenzerhöhungen der Airlines das aktuelle Passagierminus in den kommenden Quartalen zumindest ausgeglichen werden kann. Daher bestätigen wir unsere bisherige Guidance was Verkehrs- und Finanzzahlen betrifft: Die Passagierzahlen sollen 2015 zwischen 0 % und 2 % steigen. Der Umsatz der FWAG soll 2015 über € 645 Mio. betragen, das EBITDA soll über € 250 Mio., das Konzernergebnis über € 85 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll bis Ende 2015 weiter reduziert werden.
Abschließend wollen wir uns bei Ihnen als unseren Aktionären für ihr Vertrauen bedanken und würden uns freuen, wenn Sie der Flughafen-Wien-Gruppe auch weiterhin die Treue halten.
Schwechat, 11. Mai 2015
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Wie vom Flughafen erwartet, war das Passagieraufkommen im ersten Quartal 2015 verglichen mit dem letzten Jahr rückläufig. Insgesamt frequentierten 4.300.592 Passagiere den Flughafen Wien, was im Vorjahresvergleich einem Minus von 2,8 % entspricht. Diese Entwicklung der Passagierzahlen sollte sich aber im Einklang mit dem vermehrten Sitzplatzangebot der Airlines im weiteren Jahresverlauf verbessern. Belastend wirkte die Situation in den Krisenregionen (Russland/Ukraine/Naher Osten). Positive Treiber waren hingegen neben den nordamerikanischen Destinationen und Reisezielen im Fernen Osten, v.a. auch abfliegende Passagiere nach Afrika (u.a. durch die Neuaufnahme von Addis Abeba im Q2/2014).
Die Passagierzahlen im Detail: In den ersten drei Monaten wurden 3.176.166 Lokalpassagiere am Flughafen Wien abgefertigt (Q1/2014: 3.132.639). Das entspricht einem Plus von 1,4 %. Die Anzahl der Transferpassagiere liegt hingegen mit 1.096.436 Reisenden 14,7 % unter dem Vorjahresniveau (Q1/2014: 1.284.652). Letzteres steht vor allem im Zusammenhang mit der negativen Passagierentwicklung der Austrian Airlines, wobei die osteuropäischen Destinationen weiterhin durch die Krisensituation in Russland und der Ukraine und der damit einhergehenden Frequenzreduktionen bzw. Destinationseinstellungen belastet sind.
Die Anzahl der abfliegenden Passagiere Richtung CEE-Region ging im Vorjahresvergleich um 15,3 % auf 359.169 zurück. Auch die westeuropäischen Destinationen verzeichneten durch Einstellungen und Frequenzreduktionen einen Passagierrückgang um 1,6 % auf 1.474.971 Fluggäste. Das seit dem Vorjahr erweitere Angebot von Destinationen in den Fernen Osten zog mit 88.488 um 5,3 % mehr Reisende an, der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete ein leichtes Minus von 0,7 % in den ersten drei Monaten 2015. Der hohe Zuwachs auf den Nordamerika-Strecken mit 12,6 % mehr abfliegenden Passagieren im Vorjahresvergleich wird vor allem durch die Neuaufnahme von Newark (ab Mitte 2014) im Austrian Airlines Destinationsprogramm getragen. Die Neuaufnahme von Addis Abeba durch Ethiopian Airlines und Passagierzuwächse zu nordafrikanischen Ländern führten zu einer Steigerung um 65,3 % auf 42.894 abfliegende Passagiere nach Afrika. Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) der Flüge (Linie und Charter) ging im ersten Quartal 2015 leicht von 68,6 % auf 67,7 % zurück.
Der Home-Carrier Austrian Airlines beförderte in den ersten drei Monaten 2015 um 12,1 % weniger Passagiere, im Wesentlichen zu den ost- und westeuropäischen Destinationen. Der Anteil am Gesamtpassagieraufkommen der Austrian Airlines am Flughafen Wien verringerte sich dadurch auf 43,4 % (Q1/2014: 48,1 %). Auch NIKI/airberlin verzeichnete im ersten Quartal ein leichtes Passagierminus von 0,6 % auf 661.043 Passagiere. Dennoch stieg der Anteil am Aufkommen durch den Rückgang der Gesamtpassagiere auf 15,4 % (Q1/2014: 15,0 %). Durch Umstrukturierungen innerhalb der Lufthansa Gruppe kam es auch zu Beginn von 2015 zu Verschiebungen zwischen Lufthansa (minus 22,5 %) und Germanwings-Passagieren (plus 34,9 %).
In den ersten drei Monaten sank die Anzahl der Flugbewegungen um 3,0 % auf 49.658 Bewegungen (Q1/2014: 51.220). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) nahm hingegen leicht um 0,5 % auf 1.772.403 Tonnen zu (Q1/2014: 1.764.230 Tonnen), wozu vor allem die Neuaufnahme von Langstreckendestinationen und die Änderung des Flottenmix beitrugen. Das Frachtaufkommen verzeichnete im ersten Quartal 2015 ein Minus von 1,2 % auf 63.311 Tonnen (Q1/2014: 64.107 Tonnen).
Die positive Entwicklung des Malta Airports, an der die Flughafen-Wien-Gruppe durchgerechnet rund ein Drittel der Aktien hält, setzte sich weiterhin fort. Mit 0,7 Mio. Passagieren (plus 5,6 %) und nahezu 5.600 Flugbewegungen verzeichnete der Flughafen in den ersten drei Monaten bei beiden Kennzahlen ein deutliches Plus. Auch der Flughafen Košice konnte in den ersten drei Monaten 2015 ein Passagierplus von 15,0 % auf 54.305 Reisende erzielen.
In den ersten drei Monaten 2015 erwirtschaftete die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 140,7 Mio. (Q1/2014: € 139,5 Mio.), was einem Plus von 0,9 % entspricht. Durch die vorgenommenen Entgeltanpassungen und geringerer Incentives (für den Transferverkehr) stiegen die lande- und passagierbezogenen Umsätze trotz des schwachen Verkehrs im ersten Quartal 2015 leicht an. Das Umsatzplus wurde jedoch zum überwiegenden Teil durch höhere Parkerträge, höhere Erlöse aus Shopping und Gastronomie und höhere Erlöse aus der Verkehrsabfertigung getragen. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um € 0,6 Mio. auf € 3,6 Mio. (Q1/2014: € 4,2 Mio.), primär durch geringere aktivierte Eigenleistungen.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen gingen im ersten Quartal deutlich um € 1,7 Mio. auf € 9,6 Mio. zurück. Einerseits führten Energiesparmaßnahmen und geringere Einkaufspreise zu einem Rückgang der Energieaufwendungen um € 0,9 Mio. auf € 4,7 Mio., andererseits konnten auch Einsparungen im Bereich der Treibstoffe sowie des sonstigen Materials erzielt werden, wodurch die Materialaufwendungen um € 0,8 Mio. auf € 4,0 Mio. sanken. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen blieben im Vergleich bei € 0,8 Mio. zum Vorjahresquartal stabil.
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um € 2,1 Mio. von € 60,1 Mio. auf € 62,2 Mio. gestiegen. Dies ist einerseits auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen ab Mai 2014 (plus 2,0 %) sowie andererseits auf den leicht gestiegenen Mitarbeiterstand zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand der FWAG stieg durch die Übernahme von bisherigen Leiharbeitnehmern in das Tochterunternehmen VAT (Vienna Airport Technik GmbH) und den Personalaufbau für das Passagierhandling im Vergleich von 4.259 auf 4.277 Mitarbeiter, was einem Plus von 0,4 % entspricht.
Auch im Jahr 2015 konnten die Betriebsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr weiter um € 0,6 Mio. auf € 18,5 Mio. reduziert werden. Die Instandhaltungskosten sanken aufgrund geringerer Wartungs- und Instandhaltungskosten für Anlagen und Gebäude leicht um € 0,1 Mio. auf € 4,2 Mio. Die Fremdleistungen reduzierten sich um € 1,5 Mio. auf € 2,7 Mio. Im Gegenzug erhöhten sich Leistungen, die von nahestehenden Unternehmen erbracht wurden, durch den erweiterten Leistungsumfang um € 0,5 Mio. auf € 3,0 Mio. Die Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungsleistungen inkl. Aufwendungen für Erstellung von Fachgutachten lagen mit € 0,9 Mio. um € 0,5 Mio. über dem Vergleichswert des Vorjahres. Während im ersten Quartal des Vorjahres gebildete Wertberichtigungen im Ausmaß von € 0,6 Mio. aufgelöst werden konnten, lagen die Zuweisungen zu Forderungswertberichtigungen (inkl. Auflösungen) in den ersten drei Monaten 2015 bei € 0,4 Mio. Der sonstige Betriebsaufwand reduzierte sich u.a. durch die Anpassung (Teilauflösung) einer Rückstellung für Bestandsrisiken.
Aufgrund der leicht positiven Umsatzentwicklung und geringerer operativer Aufwendungen stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % auf € 54,0 Mio. (Q1/2014: € 53,2 Mio.). Die EBITDA Marge legte von 38,1 % auf 38,4 % zu.
Im ersten Quartal 2015 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 32,1 Mio. (Q1/2014: € 32,3 Mio.) erfasst. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich aufgrund des höheren operativen Ergebnisses und geringerer Abschreibungen um 4,8 % auf € 21,9 Mio. (Q1/2014: € 20,9 Mio.).
Die Verbesserung des Finanzergebnisses von minus € 4,9 Mio. auf minus € 3,6 Mio. ist auf mehrere Effekte zurückzuführen. Das negative Zinsergebnis reduzierte sich durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und höhere Zinserträge von minus € 5,8 Mio. auf minus € 4,8 Mio. Das at-Equity-Ergebnis legte vor allem durch das bessere operative Ergebnis der Gesellschaften im Vergleich zum Vorjahr um € 0,3 Mio. auf € 1,2 Mio. zu. Im Vorjahr wurde zudem ein einmaliger, positiver Effekt durch die Erstkonsolidierung der GET2 in Höhe von € 0,6 Mio. erfasst.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich für die ersten drei Monate 2015 auf € 18,3 Mio. (Q1/2014: € 16,0 Mio.). Nach Abzug der Ertragssteuern in Höhe von € 4,2 Mio. (Q1/2014: € 3,8 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 14,0 Mio., was einer Steigerung von € 1,9 Mio. bzw. 15,4 % entspricht.
Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg auf € 14,1 Mio. (Q1/2014: € 12,2 Mio.) nach Abzug des anteiligen Verlustes der Tochtergesellschaft BTSH. Das Ergebnis je Aktie betrug somit € 0,67 nach € 0,58 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb mit 21 Millionen Stück unverändert.
Im ersten Quartal 2015 sank die Nettoverschuldung unter die € 500 Mio.-Marke auf € 492,9 Mio. zum 31. März 2015 (31. Dezember 2014: € 506,2 Mio.). Während die Eigenkapitalquote um 1,3 Prozentpunkte auf 51,6 % stieg, sank das Gearing von 53,1 % zum 31. Dezember 2014 auf nunmehr 51,0 %.
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Quartal 2015 auf € 42,3 Mio. nach € 46,7 Mio. im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBT und Abschreibungen) verbesserte sich um € 2,1 Mio.; diesem Anstieg steht jedoch eine Erhöhung der Forderungen um € 1,4 Mio. gegenüber (Vorperiode: Senkung der Forderungen in Höhe von € 6,5 Mio.). Weiters sind die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity Unternehmen mit € 1,2 Mio. enthalten. Nach Berücksichtigung von Gewinnen aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 0,3 Mio., der Veränderung der sonstigen Passiva um minus € 3,1 Mio. sowie der Senkung des Vorratsbestandes um € 0,2 Mio. ergibt sich nach Abzug der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 2,2 Mio. ein Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von € 42,3 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 28,8 Mio. nach minus € 18,3 Mio. in den ersten drei Monaten 2014. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von € 32,9 Mio. (Q1/2014: € 22,3 Mio.). Darin ist u.a. der zahlungswirksame Zugang der Winterdienst- bzw. Geräteeinstellhallen (Erwerb der Objektgesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG; vormals Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG) enthalten. Bei den Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von € 4,1 Mio. wurde u.a. der Zahlungseingang von Grundstücksverkäufen des Vorjahres berücksichtigt.
Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher im Q1/2015 aufgrund höherer Auszahlungen für Investitionen auf € 13,6 Mio. (Q1/2014: € 28,4 Mio.)
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 13,6 Mio. (Q1/2014: minus € 28,5 Mio.) ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.
Der Finanzmittelbestand betrug zum 31. März 2015 unverändert € 2,2 Mio. (31. Dezember 2014: € 2,2 Mio.).
Das langfristige Vermögen veränderte sich primär als Folge der planmäßigen Abschreibungen einerseits und getätigter Investitionen andererseits von € 1.803,4 Mio. zum Jahresende 2014 auf € 1.789,4 Mio. zum 31. März 2015. Neben Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 17,0 Mio. (Q1/2014: € 10,1 Mio.) wurden Abschreibungen in Höhe von € 32,1 Mio. (Q1/2014: € 32,3 Mio.) erfasst. Dadurch verringerten sich die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien von insgesamt € 1.696,9 Mio. auf € 1.681,8 Mio. Die Buchwerte der at-Equity Beteiligungen stiegen im Wesentlichen durch die laufenden operativen Ergebnisanteile von € 102,5 Mio. auf € 103,7 Mio. zum 31. März 2015.
Das kurzfristige Vermögen verringerte sich im Vergleich zum Jahresende um € 2,8 Mio. auf € 86,0 Mio. (31. Dezember 2014: € 88,8 Mio.). Der Rückgang der sonstigen Forderungen um € 3,2 Mio. auf € 4,4 Mio. ist nahezu zur Gänze auf die Bezahlung des Kaufpreises der Grundstücksverkäufe (neue Betriebsansiedelung von cargo-partner und Makita) des Vorjahres zurückzuführen. Während sich die Finanzamtsforderungen und die Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen um € 0,8 Mio. bzw. € 0,4 Mio. reduzierten, stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf € 36,9 Mio. an (31. Dezember 2014: € 36,2 Mio.). Die Vorräte reduzierten sich um € 0,2 Mio. auf € 4,1 Mio. Die Marktwertbewertung der Wertpapiere führte zu einem Rückgang um € 0,2 Mio. auf € 21,1 Mio. zum 31. März 2015. Die Zahlungsmittel und äquivalente blieben bei € 2,2 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2014 konstant.
Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 in Summe um 1,5 % auf € 967,2 Mio. (31. Dezember 2014: € 952,5 Mio.). Dies einerseits aufgrund des Periodenergebnisses der ersten drei Monate (€ 14,0 Mio.) und andererseits, weil die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung von Available-for-Sale-Wertpapieren zu einer Veränderung der sonstigen Rücklagen um € 0,6 Mio. führte. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 51,6 % nach 50,3 % zum Jahresende 2014 durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme.
Die Senkung der langfristigen Schulden um € 7,5 Mio. auf € 664,7 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang einer langfristigen Verbindlichkeit in Höhe von € 5,7 Mio. durch die Auflösung eines Finanzierungsleasingvertrages. Die langfristigen Rückstellungen reduzierten sich u.a. aufgrund einer Teilauflösung einer Rückstellung für drohende Verluste aus Bestandsverträgen, die sich im Zusammenhang mit unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen ergeben.
Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich in Summe um € 24,0 Mio. auf € 243,5 Mio. Einerseits gingen die Lieferantenverbindlichkeiten um € 14,9 Mio. auf € 22,9 Mio. zurück, andererseits reduzierten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um € 13,6 Mio. auf € 58,5 Mio. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um € 4,7 Mio. auf € 76,7 Mio. durch die laufende Dotierung des Umweltfonds, Umgliederungen aufgrund des Fälligkeitsprofils und Abgrenzungen. Während sich die übrigen Rückstellungen im Wesentlichen durch bestimmungsgemäße Verwendungen der sonstigen Rückstellungen und trotz Dotierung von Urlaubsrückstellungen um € 1,9 Mio. auf € 59,0 Mio. reduzierten, stieg die Steuerrückstellung aufgrund des positiven operativen Ergebnisses um € 1,7 Mio. auf € 26,5 Mio.
Im ersten Quartal wurden in Summe € 17,0 Mio. in immaterielles Vermögen, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert. Die größten Zugänge betrafen Winterdienst- bzw. Geräteinstellhallen mit € 10,7 Mio., Investitionen im Zusammenhang mit der 3. Piste mit € 2,1 Mio., die Kältemaschinen mit € 1,0 Mio., den im Februar fertiggestellten Charterbusterminal mit € 0,3 Mio. und den Pier West mit € 0,3 Mio.
Die Gesamtrisikoposition der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) entwickelte sich seit Jahresende 2014 weitgehend stabil (siehe dazu auch Konzern-Lagebericht 2014). Bezüglich der Situation in der Ukraine geht die FWAG davon aus, dass die gegenüber Russland verhängten Sanktionen auch noch in den nächsten Monaten bestehen bleiben. Aufgrund ihres Schwerpunktes in Osteuropa ist die Austrian Airlines und damit der Flughafen Wien von der mit diesen Sanktionen direkt bzw. indirekt verbundenen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen und touristischen Austauschbeziehungen zwischen Russland und der EU überdurchschnittlich betroffen.
Positiv gestaltet sich die Entwicklung der Austrian Airlines im Hinblick auf die Langstreckenverbindungen. Ab Oktober werden Miami, Colombo (Sri Lanka) und Mauritius als neue Destination aufgenommen. Die angekündigte Erneuerung der Kurz- und Mittelstreckenflotte soll ebenfalls noch 2015 gestartet und 2017 abgeschlossen sein. Geplant ist der Ersatz der insgesamt 21 Flugzeuge vom Typ Fokker 70 und 100 durch 17 Einheiten des Embraer 195. Aufgrund der größeren Kapazität der neuen Flugzeuge ist davon auszugehen, dass die FWAG auch in den nächsten Jahren ein im Vergleich zur Passagierentwicklung unterdurchschnittliches Bewegungswachstum am Standort verzeichnen wird. Das begrenzt die Wachstumspotenziale des Ground-Handlings.
Die ursprünglich von NIKI angekündigte Aufnahme von Direktflügen ab Bratislava wurde mittlerweile wieder zurückgezogen. Dadurch kommt es von dieser Seite zu keiner weiteren Verschärfung des Wettbewerbsdrucks in der für die FWAG maßgeblichen Catchment Area. Nach wie vor als relevant erachtet werden jedoch die Aktivitäten von Ryanair und flydubai am Flughafen Bratislava.
Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht betreffen wesentliche Risiken die künftige Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie im Besonderen. Während in Teilen Europas (insbesondere in Deutschland) die Wachstumsdynamik wieder zunimmt, bleiben die prognostizierten Wachstumsraten für Österreich moderat. Die IATA (International Air Transportation Association) hat im ersten Quartal 2015 einen positiven Ausblick hinsichtlich der erwarteten Gewinn- und Profitabilitätssteigerungen präsentiert. Kapazitätskürzungen der Airlines und Streiks, sowohl des Airline-Personals als auch des Boden- bzw. Sicherheitspersonals anderer Flughäfen, können jedoch nach wie vor nachteilige Effekte auf die weitere Umsatzentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe haben.
Darüber hinaus bestehen weiterhin Unwägbarkeiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der am Standort stationierten Homecarrier. Vor allem bei airberlin, der Eigentümerin von NIKI, ist die wirtschaftliche Situation nach wie vor angespannt. Die FWAG geht aber davon aus, dass bei NIKI die Restrukturierungen bzw. die Anpassungen im Destinationsportfolio weitgehend abgeschlossen sind und allenfalls zusätzliche negative Effekte auf den Flughafen Wien gering ausfallen werden.
Im Sommer 2012 wurde von der verfahrensführenden Behörde, der niederösterreichischen Landesregierung ein erstinstanzlicher positiver UVP Bescheid für die Errichtung der "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) erteilt. Innerhalb der vorgegebenen Frist wurden 23 Berufungen gegen diesen erstinstanzlichen Bescheid beim Umweltsenat eingebracht. Aufgrund der Einwendungen bzw. der veränderten Rechtslage wurden in zweiter Instanz ergänzende gutachterliche Stellungnahmen eingeholt. Mit Ende 2013 ging die Kompetenz vom Umweltsenat auf das neu geschaffene Bundesverwaltungsgericht über, welches nunmehr für die zweitinstanzliche Verhandlung zuständig ist.
Anfang Jänner 2015 fand dazu eine mündliche Verhandlung statt. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird aus heutiger Sicht im Laufe des Jahres 2015 erwartet. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH, gerechnet werden.
Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste (3. Piste) mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten (Projekt-)Kosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.
Nach der erwartet verhaltenen Entwicklung im 1. Quartal sollte sich entsprechend der höheren Zahl an angebotenen Sitzplätzen die Passagierentwicklung im weiteren Jahresverlauf wieder verbessern. Die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere im April sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 % auf 1.915.233 Reisende, die Flugbewegungen nahmen leicht um 0,9 % auf 19.315 ab. Dabei ist zu beachten, dass Ostern 2014 in die Mitte des April fiel, die Osterferien 2015 jedoch schon Ende März begannen. In den vier Monaten seit Jahresbeginn liegt der Passagierrückgang mit minus 2,3 % deutlich unter der veröffentlichten Guidance.
Das Höchstabfluggewicht (MTOW) verzeichnete einen Anstieg um 5,3 % auf 722.684 Tonnen. Cargo lag mit 23.030 Tonnen um 1,3 % unter dem Vorjahr.
Für das Jahr 2015 rechnet die FWAG nach dem rückläufigen ersten Quartal im weiteren Jahresverlauf mit einer Verbesserung der Verkehrsentwicklung, sodass für das Gesamtjahr 2015 ein Passagierzuwachs zwischen 0 % und 2 % erwartet wird. Impulse dafür werden die im Sommerflugplan 2015 geplanten Aufstockungen und Erweiterungen der Flugangebote der Airlines ab Wien, beispielsweise zu Destinationen in den Vereinigten Staaten, Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Türkei, Estland, Moldawien, Montenegro und der Schweiz liefern.
Vor diesem Hintergrund bewertet die FWAG die Geschäftsaussichten für 2015 grundsätzlich optimistisch: So wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als € 645 Mio. erwartet und ein EBITDA über € 250 Mio. angepeilt. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens € 85 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll weiter reduziert werden. Für Investitionen sind im Jahr 2015 rund € 95 Mio. vorgesehen.
Schwechat, 11. Mai 2015
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
| Segmente1 in € Mio. | Q1/2015 | Q1/2014 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Airport | |||
| Externe Umsätze | 70,9 | 70,3 | 0,9 |
| EBITDA | 25,0 | 24,6 | 1,6 |
| EBIT | 1,7 | 0,7 | n.a. |
| Handling | |||
| Externe Umsätze | 35,2 | 35,3 | -0,3 |
| EBITDA | 3,1 | 3,8 | -18,9 |
| EBIT | 1,7 | 2,5 | -32,5 |
| Retail & Properties | |||
| Externe Umsätze | 30,9 | 30,0 | 3,1 |
| EBITDA | 20,7 | 19,6 | 5,7 |
| EBIT | 16,6 | 15,8 | 4,6 |
| Sonstige Segmente | |||
| Externe Umsätze | 3,8 | 3,9 | -4,6 |
| EBITDA | 5,2 | 5,2 | -0,3 |
| EBIT | 2,0 | 1,9 | 5,1 |
1) Zur Überleitung der Segmentergebnisse siehe Anhang S. 25
Die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS), vormals VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB) erbringt ab dem Geschäftsjahr 2015 Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Aufgrund der wirtschaftlichen Merkmale und vergleichbarer Produkte bzw. Dienstleistungen wurde dieses Tochterunternehmen dem Berichtssegment Handling zugeordnet (bis 2014: Berichtssegment Sonstige Segmente). Die Vorjahresbeträge (Periodenergebnis 2014: minus T€ 14,0) wurden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst.
Die neue Tochtergesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG ist im Segment Airport ausgewiesen.
In den ersten drei Monaten 2015 konnte das Segment Airport – trotz weniger Flugbewegungen und Passagiere – durch den Anstieg des MTOW und dem gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelt, bzw. durch Erhöhung der Passagierentgelte und den Rückgang der Transferpassagiere (und des davon abhängigen Transferincentives) den Umsatz steigern. Dies konnte die Umsatzreduktion aus Sicherheitsentgelten durch die geringere Passagieranzahl kompensieren. Der Personalaufwand stieg aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhung ab Mai 2014 sowie des höheren durchschnittlichen Personalstands. Der externe Materialaufwand verringerte sich durch einen geringeren Verbrauch bzw. durch den Bezug von Materialien aus dem Segment Sonstige. Positiv wirkte sich auch die Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf das Segmentergebnis aus. Die internen Aufwendungen stiegen leicht im Vergleich zum Vorjahr. In Summe konnten sowohl Segment-EBITDA wie auch Segment-EBIT verbessert werden.
Die externen Umsatzerlöse im Segment Handling blieben in den ersten drei Monaten 2015 beinahe unverändert. Während die Erlöse aus der Vorfeldabfertigung aufgrund geringerer Bewegungen und jener aus der Frachtabfertigung durch gesunkene Frachtvolumina sanken, konnten die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung durch die Erweiterung der Angebotspalette zulegen. Negativ auf das Segmentergebnis wirkte die Erhöhung des Personalaufwands durch die kollektivvertragliche Erhöhung trotz des gesunkenen durchschnittlichen Personalstands. Durch den zentralen Bezug von Materialien für den Fuhrpark von einem Konzernunternehmen im Segment Sonstige, sanken einerseits die externen Materialaufwendungen, andererseits stieg jedoch der interne Betriebsaufwand. Durch den leichten Umsatzrückgang sowie die Erhöhung der Personalaufwendungen und internen Aufwendungen sanken sowohl das EBITDA wie auch das EBIT unter Vorjahresniveau.
In den ersten drei Monaten 2015 konnte das Segment Retail & Properties trotz eines zum Teil herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds und der niedrigeren Passagierzahlen den Umsatz steigern. Trotz des Passagierrückgangs konnten sowohl die Parkerträge als auch die Umsätze aus Shopping & Gastronomie gesteigert werden, letztere wurden durch die im Laufe des Jahres 2014 durchgeführte Neugestaltung großer Gastro- und Retail-Flächen im Altbestand unterstützt. Umsätze aus Vermietungen reduzierten sich hingegen leicht im Vergleich zur Vorjahrsperiode. Während sich der Materialaufwand reduzierte, kam es zu einem Anstieg des Personalaufwands infolge der kollektivvertraglichen Erhöhungen und der leicht angestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichneten im Quartalsvergleich einen Rückgang. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen leicht an, da technische Dienstleistungen und Materialien zentral vom Segment Sonstige bezogen werden. Insgesamt konnte in Summe eine Steigerung des EBITDA und des EBIT erzielt werden.
Die externen Umsätze im Segment Sonstige Segmente sind beinahe unverändert geblieben. Gleichzeitig konnten die internen Erlöse u.a. aufgrund der Erbringung technischer Dienstleistungen und der Bereitstellung von Materialien an andere Berichtssegmente zulegen. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist aufgrund geringerer Aufwendungen für Energie gesunken. Der Personalaufwand stieg durch die höhere durchschnittliche Mitarbeiteranzahl sowie aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen von Mai 2014. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht an, da nunmehr Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für technische und IKT Gewerke im Segment Sonstige bezogen und an die anderen Segmente verrechnet werden. In Summe blieben sowohl EBITDA als auch EBIT auf einem konstanten Niveau.
Nähere Details über die Segmententwicklung finden Sie im Anhang ab Seite 25ff.
| in T€ | Q1/2015 | Q1/2014 | V. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 140.717,8 | 139.468,6 | 0,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.553,0 | 4.189,3 | -15,2 |
| Betriebsleistung | 144.270,8 | 143.657,9 | 0,4 |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen | -9.569,7 | -11.289,2 | -15,2 |
| Personalaufwand | -62.199,6 | -60.075,2 | 3,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -18.531,6 | -19.091,6 | -2,9 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) |
53.969,9 | 53.201,9 | 1,4 |
| Planmäßige Abschreibungen | -32.070,7 | -32.309,0 | -0,7 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 21.899,1 | 20.892,9 | 4,8 |
| Zinsertrag | 983,6 | 373,8 | 163,2 |
| Zinsaufwand | -5.738,3 | -6.140,0 | -6,5 |
| Finanzergebnis ohne at-Equity Unternehmen | -4.754,8 | -5.766,2 | -17,5 |
| Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen | 1.154,2 | 832,0 | 38,7 |
| Finanzergebnis | -3.600,5 | -4.934,2 | -27,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 18.298,6 | 15.958,7 | 14,7 |
| Ertragsteuern | -4.248,8 | -3.785,8 | 12,2 |
| Periodenergebnis | 14.049,8 | 12.172,9 | 15,4 |
| Davon entfallend auf: | |||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 14.050,5 | 12.174,8 | 15,4 |
| Nicht beherrschende Anteile | -0,6 | -1,9 | -66,4 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) | 0,67 | 0,58 | 15,4 |
| in T€ | Q1/2015 | Q1/2014 | V. in % |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 14.049,8 | 12.172,9 | 15,4 |
| Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen | 1.025,7 | 1.537,6 | -33,3 |
| darauf entfallende latente Steuern | -256,4 | -384,4 | -33,3 |
| Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||
| Ergebnis aus der Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
-236,8 | 0,0 | n.a. |
| darauf entfallende latente Steuern | 59,2 | 0,0 | n.a. |
| Sonstiges Ergebnis | 591,7 | 1.153,2 | -48,7 |
| Gesamtergebnis | 14.641,5 | 13.326,1 | 9,9 |
| Davon entfallend auf: | |||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 14.642,2 | 13.328,0 | 9,9 |
| Nicht beherrschende Anteile | -0,6 | -1,9 | -66,4 |
| in T€ | 31.3.2015 | 31.12.2014 | V. in % |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.021,4 | 10.903,0 | -8,1 |
| Sachanlagen | 1.548.266,9 | 1.561.171,6 | -0,8 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 123.489,2 | 124.866,6 | -1,1 |
| Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen | 103.674,6 | 102.520,4 | 1,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.967,5 | 3.957,5 | 0,3 |
| 1.789.419,5 | 1.803.419,0 | -0,8 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 4.107,4 | 4.293,9 | -4,3 |
| Wertpapiere | 21.055,4 | 21.292,2 | -1,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 58.619,8 | 60.975,8 | -3,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.224,1 | 2.242,1 | -0,8 |
| 86.006,6 | 88.804,0 | -3,2 | |
| Summe Aktiva | 1.875.426,1 | 1.892.223,0 | -0,9 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 117.657,3 | 117.657,3 | 0,0 |
| Sonstige Rücklagen | -17.505,9 | -18.097,6 | -3,3 |
| Einbehaltene Ergebnisse | 714.259,8 | 700.209,4 | 2,0 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | 967.081,2 | 952.439,1 | 1,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | 109,3 | 110,0 | -0,6 |
| 967.190,6 | 952.549,0 | 1,5 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 162.034,7 | 163.844,6 | -1,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 457.721,3 | 457.721,3 | 0,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 23.446,4 | 29.612,5 | -20,8 |
| Latente Steuern | 21.532,0 | 21.033,9 | 2,4 |
| 664.734,3 | 672.212,2 | -1,1 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | 26.499,4 | 24.790,1 | 6,9 |
| Übrige Rückstellungen | 58.993,9 | 60.850,9 | -3,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 58.479,2 | 72.055,1 | -18,8 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 22.851,3 | 37.793,6 | -39,5 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 76.677,5 | 71.971,9 | 6,5 |
| 243.501,3 | 267.461,7 | -9,0 | |
| Summe Passiva | 1.875.426,1 | 1.892.223,0 | -0,9 |
| in T€ | Q1/2015 | Q1/2014 | V. in % |
|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 42.321,7 | 46.713,6 | -9,4 |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgang |
4.145,2 | 4.057,3 | 2,2 |
| – Auszahlungen für Anlagenzugang |
-32.909,0 | -22.341,8 | 47,3 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -28.763,8 | -18.284,5 | 57,3 |
| +/– Veränderung der Finanzverbindlichkeiten | -13.575,9 | -28.481,1 | -52,3 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -13.575,9 | -28.481,1 | -52,3 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -18,0 | -52,0 | -65,3 |
| + Finanzmittelbestand am Beginn der Periode |
2.242,1 | 3.923,3 | -42,9 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2.224,1 | 3.871,3 | -42,5 |
| den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Summe sonstige Rücklagen |
Einbe haltene Ergebnisse |
Gesamt | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt |
| Stand zum 1.1.2014 |
152.670,0 | 117.657,3 | -10.075,9 | 645.027,9 | 905.279,3 | 641,9 | 905.921,3 |
| Neubewertungen aus leistungsorien tierten Plänen |
1.153,2 | 1.153,2 | 1.153,2 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 1.153,2 | 0,0 | 1.153,2 | 0,0 | 1.153,2 |
| Periodenergebnis | 12.174,8 | 12.174,8 | -1,9 | 12.172,9 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 1.153,2 | 12.174,8 | 13.328,0 | -1,9 | 13.326,1 |
| Stand zum 31.3.2014 |
152.670,0 | 117.657,3 | -8.922,7 | 657.202,7 | 918.607,3 | 640,0 | 919.247,3 |
| Stand zum 1.1.2015 |
152.670,0 | 117.657,3 | -18.097,6 | 700.209,4 | 952.439,1 | 110,0 | 952.549,0 |
| Marktwertbewer tung von Wertpa pieren |
-177,6 | -177,6 | -177,6 | ||||
| Neubewertungen aus leistungsorien tierten Plänen |
769,3 | 769,3 | 769,3 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 591,7 | 0,0 | 591,7 | 0,0 | 591,7 |
| Periodenergebnis | 14.050,5 | 14.050,5 | -0,6 | 14.049,8 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 591,7 | 14.050,5 | 14.642,2 | -0,6 | 14.641,5 |
| Stand zum 31.3.2015 |
152.670,0 | 117.657,3 | -17.505,9 | 714.259,8 | 967.081,2 | 109,3 | 967.190,6 |
Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. März 2015 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2014 gelesen werden.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2014. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2015 neu anzuwendenden Standards wird auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt, verwiesen.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden folgende neue und überarbeitete Standards erstmalig angewendet:
Die Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierte in keinen Änderungen für den Konzernzwischenabschluss.
Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.
Die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS), vormals VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB) erbringt ab dem Geschäftsjahr 2015 Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Aufgrund der wirtschaftlichen Merkmale und vergleichbarer Produkte bzw. Dienstleistungen wurde dieses Tochterunternehmen dem Berichtssegment Handling zugeordnet (bis 2014: Berichtssegment Sonstige Segmente). Die Vorjahresbeträge (Periodenergebnis 2014: minus T€ 14,0) wurden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst.
Die neue Tochtergesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG ist im Segment Airport ausgewiesen.
| Q1/2015 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze | 70.882,1 | 35.184,9 | 30.895,6 | 3.755,2 | 140.717,8 |
| Interne Segmentumsätze | 8.693,5 | 17.455,9 | 4.089,5 | 25.141,3 | |
| Segmentumsätze | 79.575,6 | 52.640,7 | 34.985,1 | 28.896,6 | |
| Segment EBITDA | 25.007,1 | 3.080,1 | 20.681,3 | 5.201,4 | 53.969,9 |
| Segment EBITDA-Marge (in %) | 31,4 % | 5,9 % | 59,1 % | 18,0 % | |
| Segment EBIT | 1.667,3 | 1.657,3 | 16.565,0 | 2.009,5 | 21.899,1 |
| Segment EBIT-Marge (in %) | 2,1 % | 3,1 % | 47,3 % | 7,0 % | |
| Q1/2014 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 70.259,5 | 35.292,0 | 29.980,5 | 3.936,6 | 139.468,6 |
| Interne Segmentumsätze | 8.562,1 | 17.676,1 | 3.911,2 | 23.057,3 | |
| Segmentumsätze | 78.821,6 | 52.968,1 | 33.891,7 | 26.993,9 | |
| Segment EBITDA | 24.618,2 | 3.797,0 | 19.568,0 | 5.218,7 | 53.201,9 |
| Segment EBITDA-Marge (in %) | 31,2 % | 7,2 % | 57,7 % | 19,3 % | |
| Segment EBIT | 689,9 | 2.455,3 | 15.836,4 | 1.911,2 | 20.892,9 |
| Segment EBIT-Marge (in %) | 0,9 % | 4,6 % | 46,7 % | 7,1 % |
Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich des EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden. Auf eine gesonderte Überleitung bis zum EBT wird an dieser Stelle verzichtet. Die at-Equity Ergebnisse werden den Sonstigen Segmenten zugewiesen. Das verbleibende Finanzergebnis ist nicht zugeordnet, auch aufgrund der Tatsache, dass es zu keiner Zuordnung der Schulden auf die Segmente kommt. Die Schulden des Flughafen-Wien-Konzerns werden von einer zentralen, übergeordneten Stelle überwacht.
Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur, sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.
Per 1. Jänner 2015 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:
| Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: |
+ 1,68 % |
|---|---|
| Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside, |
|
| Sicherheitsentgelt: | + 0,69 % |
| Infrastrukturentgelt Betankung: |
+ 1,68 % |
Das PRM-Entgelt wurde von € 0,34 auf € 0,38 pro abfliegenden Passagier angehoben.
In den ersten drei Monaten 2015 konnte das Segment Airport externe Umsätze in Höhe von € 70,9 Mio. (Q1/2014: € 70,3 Mio.) erzielen. Durch den Anstieg der MTOW und dem gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelt stiegen die Erlöse aus Landeentgelten (inkl. Abstellung und Hangerierung) trotz leicht rückgängiger Bewegungen um € 0,1 Mio. auf € 13,3 Mio. an. Die Erhöhung der Passagierentgelte bzw. der Rückgang der Transferpassagiere (und des davon abhängigen Transferincentives) sind für das Umsatzplus der Fluggastentgelte (inkl. PRM) von € 0,5 Mio. auf € 30,2 Mio. verantwortlich. Der Umsatz aus Sicherheitsentgelten reduzierte sich analog zum Passagierrückgang um € 0,4 Mio. auf € 16,6 Mio.
Der externe Materialaufwand verringerte sich durch einen geringeren Verbrauch bzw. durch den Bezug von Materialien aus dem Segment Sonstige um € 0,6 Mio. auf € 0,8 Mio. Der Personalaufwand stieg aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhung ab Mai 2014 (plus 2,0 %) sowie des höheren durchschnittlichen Personalstands von 495 Mitarbeitern (Q1/2014: 486 Mitarbeiter) um € 0,6 Mio. auf € 10,2 Mio. an (Q1/2014: € 9,6 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahresquartal um € 0,1 Mio. auf € 9,7 Mio. reduziert werden. Während sich die externen Instandhaltungs- und Wartungskosten aufgrund von vermehrtem Bezug interner Dienstleistungen (von anderen Segmenten) reduzierten, stiegen die Marketing- und Marktkommunikationsaufwendungen sowie die Rechts-, Prüf- und Beratungskosten leicht an.
Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 35,3 Mio. (Q1/2014: € 34,4 Mio.) ergibt sich in den ersten drei Monaten 2015 ein Anstieg des Segment-EBITDA um 1,6 % auf € 25,0 Mio. (Q1/2014: € 24,6 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 31,4 % (Q1/2014: 31,2 %).
Die Abschreibungen gingen um € 0,6 Mio. auf € 23,3 Mio. zurück. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich demnach auf € 1,7 Mio. nach € 0,7 Mio. in der Vergleichsperiode 2014. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 2,1 % (Q1/2014: 0,9 %).
Das Segment Handling erbringt als Ground- und Fracht-Handling-Agent Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien-, Charterund General-Aviation-Verkehrs. Die General Aviation umfasst Flüge der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. In ihr enthalten sind sowohl private als auch gewerbliche Flüge, wie zum Beispiel von Bedarfsfluggesellschaften, privaten Personen, Firmenjets oder von Rettungsfluggesellschaften. Neben der General Aviation umfasst das Leistungsspektrum der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) auch den Betrieb des VIP- & Business-Centers am Flughafen Wien. Weiters umfasst das Segment Handling Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden. Seit 2015 erbringt die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS) Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes.
Die Umsatzerlöse des Segment Handling liegen mit € 35,2 Mio. nur € 0,1 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Während die Erlöse aus der Vorfeldabfertigung aufgrund geringerer Bewegungen um € 0,4 Mio. auf € 23,2 Mio. und jener aus der Frachtabfertigung durch gesunkene Frachtvolumina um € 0,6 Mio. auf € 6,7 Mio. sanken, konnten die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung durch die Erweiterung der Angebotspalette um € 0,8 Mio. auf € 2,7 Mio. zulegen. Auch bei den Sicherheitsdienstleistungen der Tochtergesellschaft VIAS wurde ein Umsatzplus von € 0,2 Mio. auf € 0,8 Mio. erzielt. Der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers erwirtschaftete in den ersten drei Monaten 2015 Umsatzerlöse in Höhe von € 1,8 Mio. (Q1/2014: € 1,9 Mio.). Die internen Umsatzerlöse reduzierten sich leicht um € 0,2 Mio. auf € 17,5 Mio.
Der Materialaufwand reduzierte sich um € 0,5 Mio. auf € 1,8 Mio., da v.a. Materialien für den Fuhrpark zentral von einem Konzernunternehmen des Segments Sonstige bezogen wurden. Der Personalaufwand stieg leicht um € 0,4 Mio. auf € 39,0 Mio., im Wesentlichen aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen ab Mai 2014 (plus 2,0 %) bei einem durchschnittlichen Personalstand von 3.050 Mitarbeitern (Q1/2014: 3.097). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben bei € 1,0 Mio. zur Vergleichsperiode konstant.
Die internen Betriebsaufwendungen stiegen u.a. durch bezogene technische Dienstleistungen und Materialien vom Segment Sonstige von € 7,5 Mio. auf € 8,1 Mio. an. Durch den Umsatzrückgang sowie die Erhöhung der Personalaufwendungen sank das EBITDA des Segments Handling in den ersten drei Monaten 2015 um 18,9 % von € 3,8 Mio. auf € 3,1 Mio. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 1,4 Mio. (Q1/2014: € 1,3 Mio.) konnte ein EBIT von € 1,7 Mio. nach € 2,5 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 5,9 % um 1,3 Prozentpunkte und die EBIT-Marge mit 3,1 % um 1,5 Prozentpunkte unter den Werten der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.
Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties stiegen im ersten Quartal 2015 deutlich um € 0,9 Mio. auf € 30,9 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der Parkerträge, die von € 10,6 Mio. auf € 11,3 Mio. zulegten, zurückzuführen. Die Erträge aus Immobilien und sonstige Vermietungen reduzierten sich leicht um € 0,2 Mio. auf € 10,0 Mio., während die Umsätze im Bereich Shopping und Gastronomie ein Umsatzplus von € 0,3 Mio. auf € 9,6 Mio. erzielen konnten. Die Steigerung der internen Umsatzerlöse auf € 4,1 Mio. (Q1/2014: € 3,9 Mio.) resultierte aus höheren Vermietungserlösen.
Der Materialaufwand sank auf € 0,2 Mio. (Q1/2014: € 0,3 Mio.), der Personalaufwand für 84 Mitarbeiter im Quartalsdurchschnitt (Q1/2014: 80 Mitarbeiter) stieg hingegen leicht um € 0,1 Mio. auf € 1,8 Mio. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 4,1 Mio. auf € 3,2 Mio. ist auf eine Teilauflösung einer Rückstellung für drohende Verluste aus Bestandsverträgen, die sich im Zusammenhang mit unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen ergeben, zurückzuführen.
Die internen Betriebsaufwendungen stiegen um € 0,6 Mio. auf € 9,9 Mio., da technische Dienstleistungen und Materialien zentral vom Segment Sonstige bezogen werden. Durch das Umsatzplus stieg auch das EBITDA des Segments Retail & Properties in den ersten drei Monaten von € 19,6 Mio. auf € 20,7 Mio. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Abschreibungen des Segments beliefen sich auf € 4,1 Mio. (Q1/2014: € 3,7 Mio.) und sind u.a. auf die Neueinschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Vorjahr zurückzuführen. Das EBIT konnte ebenfalls um € 0,7 Mio. auf € 16,6 Mio. zulegen. Die EBITDA-Marge beträgt 59,1 % (Q1/2014: 57,7 %), die EBIT-Marge beläuft sich auf 47,3 % (Q1/2014: 46,7 %).
Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl für andere Segmente als auch für externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften (inklusive für diese Gesellschaften erbrachte Dienstleistungen) zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente beliefen sich im ersten Quartal 2015 auf € 3,8 Mio. (Q1/2014: € 3,9 Mio.). Die internen Erlöse legten im Vergleichszeitraum u.a. aufgrund der Erbringung technischer Dienstleistungen und Bereitstellung von Materialien an andere Berichtssegmente um € 2,1 Mio. auf € 25,1 Mio. zu. Die anderen internen und externen Erträge sanken um € 0,7 Mio. auf € 1,0 Mio., im Wesentlichen durch geringere aktivierte Eigenleistungen als im Vorjahresquartal.
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist aufgrund geringerer Aufwendungen für Energie um € 0,5 Mio. auf € 6,7 Mio. gesunken. Der Personalaufwand stieg durch den höheren durchschnittlichen Personalstand (648 versus 596 Mitarbeiter im Quartalsdurchschnitt) sowie der kollektivvertraglichen Erhöhung ab Mai 2014 (plus 2,0 %) um € 1,0 Mio. auf € 11,2 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um € 0,5 Mio. auf € 4,6 Mio., da nunmehr Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für technische und IKT Gewerke im Segment Sonstige bezogen und an die anderen Segmente verrechnet werden. Die Abschreibungen reduzierten sich leicht um € 0,1 Mio. auf € 3,2 Mio. Der interne Betriebsaufwand stieg im Vorjahresvergleich von € 2,0 Mio. auf € 2,2 Mio.
In Summe wird ein konstantes Segment–EBITDA in Höhe von € 5,2 Mio. (Q1/2014: € 5,2 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 2,0 Mio. (Q1/2014: € 1,9 Mio.) ausgewiesen.
| in T€ | 31.3.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.358.691,5 | 1.367.663,5 |
| Handling | 33.214,1 | 33.601,6 |
| Retail & Properties | 276.583,7 | 276.193,4 |
| Sonstige Segmente | 158.586,0 | 163.412,9 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.827.075,3 | 1.840.871,5 |
| Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | ||
| Sonstige Finanzanlagen | 3.865,4 | 3.855,4 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 21.055,4 | 21.292,2 |
| Forderungen an Finanzamt | 11.301,9 | 12.063,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 4.408,6 | 7.572,1 |
| Abgrenzungsposten | 5.495,4 | 4.326,1 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 2.224,1 | 2.242,1 |
| Summe nicht zuordenbar | 48.350,8 | 51.351,5 |
| Konzernvermögen | 1.875.426,1 | 1.892.223,0 |
Die Bilanzsumme der Flughafen-Wien-Gruppe verringerte sich seit dem 31. Dezember 2014 um € 16,8 Mio. und beträgt zum 31. März 2015 € 1.875,4 Mio. (31. Dezember 2014: € 1.892,2 Mio.).
Das langfristige Vermögen veränderte sich primär als Folge der planmäßigen Abschreibungen einerseits und getätigter Investitionen andererseits von € 1.803,4 Mio. zum Jahresende 2014 auf € 1.789,4 Mio. zum 31. März 2015. Neben Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 17,0 Mio. (Q1/2014: € 10,1 Mio.) wurden Abschreibungen in Höhe von € 32,1 Mio. (Q1/2014: € 32,3 Mio.) erfasst. Dadurch verringerten sich die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien von insgesamt € 1.696,9 Mio. auf € 1.681,8 Mio. Die größten Zugänge betrafen Winterdienstbzw. Geräteinstellhallen, Kältemaschinen und Investitionen im Zusammenhang mit der 3. Piste. Die Buchwerte der at-Equity Beteiligungen stiegen im Wesentlichen durch die laufenden operativen Ergebnisanteile von € 102,5 Mio. auf € 103,7 Mio. zum 31. März 2015.
Das kurzfristige Vermögen verringerte sich im Vergleich zum Jahresende um € 2,8 Mio. auf € 86,0 Mio. (31. Dezember 2014: € 88,8 Mio.). Der Rückgang der sonstigen Forderungen um € 3,2 Mio. auf € 4,4 Mio. ist nahezu zur Gänze auf die Bezahlung des Kaufpreises der Grundstücksverkäufe (neue Betriebsansiedelung von cargo-partner und Makita) des Vorjahres zurückzuführen. Während sich die Finanzamtsforderungen und die Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen um € 0,8 Mio. bzw. € 0,4 Mio. reduzierten, stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf € 36,9 Mio. an (31. Dezember 2014: € 36,2 Mio.). Die Vorräte reduzierten sich um € 0,2 Mio. auf € 4,1 Mio. Die Marktwertbewertung der Wertpapiere führte zu einem Rückgang um € 0,2 Mio. auf € 21,1 Mio. zum 31. März 2015. Die Zahlungsmittel und äquivalente blieben bei € 2,2 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2014 konstant.
Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 in Summe um 1,5 % auf € 967,2 Mio. (31. Dezember 2014: € 952,5 Mio.). Dies einerseits aufgrund des Periodenergebnisses der ersten drei Monate (€ 14,0 Mio.) und andererseits, weil die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung von Available-for-Sale-Wertpapieren zu einer Veränderung der sonstigen Rücklagen um € 0,6 Mio. führte. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 51,6 % nach 50,3 % zum Jahresende 2014 durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme. Die nicht beherrschenden Anteile an der slowakischen Tochtergesellschaft BTSH, betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H.
Die Senkung der langfristigen Schulden um € 7,5 Mio. auf € 664,7 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang einer langfristigen Verbindlichkeit in Höhe von € 5,7 Mio. durch die Auflösung eines Finanzierungsleasingvertrages. Die langfristigen Rückstellungen reduzierten sich u.a. aufgrund einer Teilauflösung einer Rückstellung für drohende Verluste aus Bestandsverträgen, die sich im Zusammenhang mit unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen ergeben.
Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich in Summe um € 24,0 Mio. auf € 243,5 Mio. Einerseits gingen die Lieferantenverbindlichkeiten um € 14,9 Mio. auf € 22,9 Mio. zurück, andererseits reduzierten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um € 13,6 Mio. auf € 58,5 Mio. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um € 4,7 Mio. auf € 76,7 Mio. durch die laufende Dotierung des Umweltfonds, Umgliederungen aufgrund des Fälligkeitsprofils und Abgrenzungen. Während sich die übrigen Rückstellungen im Wesentlichen durch bestimmungsgemäße Verwendungen der sonstigen Rückstellungen und trotz Dotierung von Urlaubsrückstellungen um € 1,9 Mio. auf € 59,0 Mio. reduzierten, stieg die Steuerrückstellung aufgrund des positiven operativen Ergebnisses um € 1,7 Mio. auf € 26,5 Mio.
In den ersten drei Monaten 2015 erwirtschaftete die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 140,7 Mio. (Q1/2014: € 139,5 Mio.), was einem Plus von 0,9 % entspricht. Durch die vorgenommenen Entgeltanpassungen und geringerer Incentives (für den Transferverkehr) stiegen die lande- und passagierbezogenen Umsätze trotz des schwachen Verkehrs im ersten Quartal 2015 leicht an. Das Umsatzplus wurde jedoch zum überwiegenden Teil durch höhere Parkerträge, höhere Erlöse aus Shopping und Gastronomie und höhere Erlöse aus der Verkehrsabfertigung getragen. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um € 0,6 Mio. auf € 3,6 Mio. (Q1/2014: € 4,2 Mio.), primär durch geringere aktivierte Eigenleistungen.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen gingen im ersten Quartal deutlich um € 1,7 Mio. auf € 9,6 Mio. zurück. Einerseits führten Energiesparmaßnahmen und geringere Einkaufspreise zu einem Rückgang der Energieaufwendungen um € 0,9 Mio. auf € 4,7 Mio., andererseits konnten auch Einsparungen im Bereich der Treibstoffe sowie des sonstigen Materials erzielt werden, wodurch die Materialaufwendungen um € 0,8 Mio. auf € 4,0 Mio. sanken. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen blieben im Vergleich bei € 0,8 Mio. zum Vorjahresquartal stabil.
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um € 2,1 Mio. von € 60,1 Mio. auf € 62,2 Mio. gestiegen. Dies ist einerseits auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen ab Mai 2014 (plus 2,0 %) sowie andererseits auf den leicht gestiegenen Mitarbeiterstand zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand der FWAG stieg durch die Übernahme von bisherigen Leiharbeitnehmern in das Tochterunternehmen VAT (Vienna Airport Technik GmbH) und den Personalaufbau für das Passagierhandling im Vergleich von 4.259 auf 4.277 Mitarbeiter, was einem Plus von 0,4 % entspricht.
Auch im Jahr 2015 konnten die Betriebsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr weiter um € 0,6 Mio. auf € 18,5 Mio. reduziert werden. Die Instandhaltungskosten sanken aufgrund geringerer Wartungs- und Instandhaltungskosten für Anlagen und Gebäude leicht um € 0,1 Mio. auf € 4,2 Mio. Die Fremdleistungen reduzierten sich um € 1,5 Mio. auf € 2,7 Mio. Im Gegenzug erhöhten sich Leistungen, die von nahestehenden Unternehmen erbracht wurden, durch den erweiterten Leistungsumfang um € 0,5 Mio. auf € 3,0 Mio. Die Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungsleistungen inkl. Aufwendungen für Erstellung von Fachgutachten lagen mit € 0,9 Mio. um € 0,5 Mio. über dem Vergleichswert des Vorjahres. Während im ersten Quartal des Vorjahres gebildete Wertberichtigungen im Ausmaß von € 0,6 Mio. aufgelöst werden konnten, lagen die Zuweisungen zu Forderungswertberichtigungen (inkl. Auflösungen) in den ersten drei Monaten 2015 bei € 0,4 Mio. Der sonstige Betriebsaufwand reduzierte sich u.a. durch die Anpassung (Teilauflösung) einer Rückstellung für Bestandsrisiken.
Aufgrund der leicht positiven Umsatzentwicklung und geringerer operativer Aufwendungen stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % auf € 54,0 Mio. (Q1/2014: € 53,2 Mio.). Die EBITDA Marge legte von 38,1 % auf 38,4 % zu.
Im ersten Quartal 2015 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 32,1 Mio. (Q1/2014: € 32,3 Mio.) erfasst.
| in T€ | Q1/2015 | Q1/2014 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände |
1.032,8 | 1.022,3 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen | 31.038,0 | 31.286,7 |
| Summe Abschreibungen | 32.070,7 | 32.309,0 |
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich aufgrund des höheren operativen Ergebnisses und geringerer Abschreibungen um 4,8 % auf € 21,9 Mio. (Q1/2014: € 20,9 Mio.).
Die Verbesserung des Finanzergebnisses von minus € 4,9 Mio. auf minus € 3,6 Mio. ist auf mehrere Effekte zurückzuführen. Das negative Zinsergebnis reduzierte sich durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und höhere Zinserträge von minus € 5,8 Mio. auf minus € 4,8 Mio. Das at-Equity-Ergebnis legte vor allem durch das bessere operative Ergebnis der Gesellschaften im Vergleich zum Vorjahr um € 0,3 Mio. auf € 1,2 Mio. zu. Im Vorjahr wurde zudem ein einmaliger, positiver Effekt durch die Erstkonsolidierung der GET2 in Höhe von € 0,6 Mio. erfasst.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich für die ersten drei Monate 2015 auf € 18,3 Mio. (Q1/2014: € 16,0 Mio.).
Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
| in T€ | Q1/2015 | Q1/2014 |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | 3.948,0 | 4.438,0 |
| Veränderung latente Steuern | 300,8 | -652,2 |
| Summe Steuern | 4.248,8 | 3.785,8 |
Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von € 4,2 Mio. (Q1/2014: € 3,8 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 14,0 Mio., was einer Steigerung von € 1,9 Mio. bzw. 15,4 % entspricht.
Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg auf € 14,1 Mio. (Q1/2014: € 12,2 Mio.) nach Abzug des anteiligen Verlustes der Tochtergesellschaft BTSH. Das Ergebnis je Aktie betrug somit € 0,67 nach € 0,58 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb mit 21 Millionen Stück unverändert.
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Quartal 2015 auf € 42,3 Mio. nach € 46,7 Mio. im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBT und Abschreibungen) verbesserte sich um € 2,1 Mio.; diesem Anstieg steht jedoch eine Erhöhung der Forderungen um € 1,4 Mio. gegenüber (Vorperiode: Senkung der Forderungen in Höhe von € 6,5 Mio.). Weiters sind die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity Unternehmen mit € 1,2 Mio. enthalten. Nach Berücksichtigung von Gewinnen aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 0,3 Mio., der Veränderung der sonstigen Passiva um minus € 3,1 Mio. sowie der Senkung des Vorratsbestandes um € 0,2 Mio. ergibt sich nach Abzug der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 2,2 Mio. ein Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von € 42,3 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 28,8 Mio. nach minus € 18,3 Mio. in den ersten drei Monaten 2014. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von € 32,9 Mio. (Q1/2014: € 22,3 Mio.). Darin ist u.a. der zahlungswirksame Zugang der Winterdienst- bzw. Geräteeinstellhallen (Erwerb der Objektgesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG; vormals Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG) enthalten. Bei den Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von € 4,1 Mio. wurde u.a. der Zahlungseingang von Grundstücksverkäufen des Vorjahres berücksichtigt.
Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher im Q1/2015 aufgrund höherer Auszahlungen für Investitionen auf € 13,6 Mio. (Q1/2014: € 28,4 Mio.)
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 13,6 Mio. (Q1/2014: minus € 28,5 Mio.) ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.
Der Finanzmittelbestand betrug zum 31. März 2015 unverändert € 2,2 Mio. (31. Dezember 2014: € 2,2 Mio.).
Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.
Mit Kaufvertrag vom 26. März 2015 (Closing: 31. März 2015) wurde die Gesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (vormals Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG) von der VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. und Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. erworben. Der Konzern hält somit eine Beteiligungsquote von 100 % an der erworbenen Gesellschaft. Die Kommanditgesellschaft wurde mit 31. März 2015 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen. Der Erwerb der Objektgesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG stellt keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 dar. Der Flughafen-Wien-Konzern bilanziert daher die Transaktion als Erwerb von Vermögenswerten. Die Vermögenswerte der VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG sind dem Segment Airport zugeordnet.
In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG fünfzehn inländische (31. Dezember 2014: 14) und sieben ausländische (31. Dezember 2014: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2014: 3) und drei ausländische Unternehmen (31. Dezember 2014: 3) nach der Equity-Methode bewertet.
Drei (31. Dezember 2014: 3) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 31. März 2015 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,3 Mio. (31. Dezember 2014: € 0,5 Mio.); für Sachanlagen in Höhe von € 11,4 Mio. (31. Dezember 2014: € 8,2 Mio.).
Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegliedert nach Bewertungskategorien zum 31. März 2015 und zum 31. Dezember 2014. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dient Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie übrige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wird in der Darstellung auch eine Zeile "kein Finanzinstrument" berücksichtigt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.
Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.
Das Management geht davon aus, dass – soweit keine gesonderte Angaben von beizulegenden Zeitwerten erfolgt – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Der beizulegende Zeitwert der Wertrechte der Kategorie "Available-for-Sale" (AfS) bezieht sich auf Wertrechte aus Lebensversicherungen und wird anhand des Aktivierungswerts der Polizzen ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtwert von Deckungskapital und Gewinnbeteiligungen für die jeweilige Polizze (Stufe 2).
Der beizulegende Zeitwert der Schuldtitel (Wertpapiere) der Kategorie "Available-for-Sale" (AfS) wird auf Basis von einem aus Credit Spread und Zinsrisiko ermittelten Kurs errechnet (Stufe 2).
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (v.a. Leasingverbindlichkeiten) werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt (Stufe 2).
Detaillierte Angaben und Informationen betreffend der Fair-Value-Hierarchie sowie der Buchwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sind im Konzernanhang 2014 ersichtlich.
In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
| AKTIVA | Buchwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| Lang fristiges Vermögen |
Kurzfristiges Vermögen | |||
| Beträge in T€ | Bewertungs kategorie |
Sonstige finanzielle Vermögens werte |
Wert papiere |
Forderungen und sonstige Vermögens werte |
| 31. März 2015 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst |
||||
| Wertrechte | AfS | 2.605,8 | ||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | AfS | 21.055,4 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* | LaR | 36.944,0 | ||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen | LaR | 469,8 | ||
| Sonstige Forderungen** | LaR | 4.363,3 | ||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 612,7 | ||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)*** | AfS | 632,7 | ||
| Beteiligungen*** | AfS | 116,3 | ||
| Zahlungsmittel und -äquivalente | Barreserve | |||
| Kein Finanzinstrument | ||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen | n. a. | 16.842,6 | ||
| Summe | 3.967,5 | 21.055,4 | 58.619,8 | |
| 31. Dezember 2014 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst |
||||
|---|---|---|---|---|
| Wertrechte | AfS | 2.605,8 | ||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | AfS | 21.292,2 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* | LaR | 36.187,5 | ||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen | LaR | 826,5 | ||
| Sonstige Forderungen** | LaR | 7.541,8 | ||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 612,7 | ||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)*** | AfS | 632,7 | ||
| Beteiligungen*** | AfS | 106,3 | ||
| Zahlungsmittel und -äquivalente | Barreserve | |||
| Kein Finanzinstrument | ||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen | n. a. | 16.420,0 | ||
| Summe | 3.957,5 | 21.292,2 | 60.975,8 |
* Abzüglich Wertberichtigungen inklusive Forderungen gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen
** Abzüglich Wertberichtigungen
*** Aufgrund Unwesentlichkeit (und fehlender Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe.
| Buchwerte | Zeitwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lang | ||||||
| fristiges Vermögen Kurzfristiges Vermögen |
||||||
| Sonstige Forderungen |
Zahlungs | |||||
| finanzielle und sonstige |
mittel und | |||||
| Bewertungs Vermögens Wert Vermögens Beträge in T€ kategorie werte papiere werte |
Zahlungsmit teläquivalente Summe |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Wertansatz nach IAS 39 |
| Zeitwert erfolgsneutral | 2.605,8 | 2.605,8 | 2.605,8 | |
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert erfolgsneutral | 21.055,4 | 21.055,4 | 21.055,4 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 36.944,0 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 469,8 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 4.363,3 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 612,7 | |||
| Anschaffungskosten | 632,7 | |||
| Anschaffungskosten | 116,3 | |||
| Nominalwert = Zeitwert | 2.224,1 2.224,1 |
|||
| 16.842,6 | ||||
| 2.224,1 85.866,7 |
| Zeitwert erfolgsneutral | 2.605,8 | 2.605,8 | 2.605,8 |
|---|---|---|---|
| Zeitwert erfolgsneutral | 21.292,2 | 21.292,2 | 21.292,2 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 36.187,5 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 826,5 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 7.541,8 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 612,7 | ||
| Anschaffungskosten | 632,7 | ||
| Anschaffungskosten | 106,3 | ||
| Nominalwert = Zeitwert | 2.242,1 2.242,1 |
||
| 16.420,0 | |||
| 2.242,1 88.467,6 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)
| PASSIVA | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | ||||
| Beträge in T€ | Bewer tungs kategorie |
Finanzver bindlich keiten |
Übrige Ver bindlich keiten |
Finanzver bindlich keiten |
Lieferan tenver bindlich keiten |
| 31. März 2015 | |||||
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 22.851,3 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 457.721,3 | 58.479,2 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 40,9 | |||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | ||||
| Keine finanzielle Schuld | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 23.405,5 | |||
| Summe | 457.721,3 | 23.446,4 | 58.479,2 | 22.851,3 | |
| 31. Dezember 2014 | |||||
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 37.793,6 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 457.721,3 | 72.055,1 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 5.779,8 | |||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | ||||
| Keine finanzielle Schuld | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und |
Abgrenzungen n. a. 23.832,7 11.050,6 34.883,3 Summe 457.721,3 29.612,5 72.055,1 37.793,6 71.971,9 669.154,4
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz nach IAS 39 |
Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | Übrige Verbind lichkeiten |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
22.851,3 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
555.987,7 | 555.987,7 | 516.200,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
64,7 | 23,8 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
65.224,0 | 65.224,0 | ||||
| 34.835,2 | 11.429,7 | |||||
| 639.175,6 | 76.677,5 |
| Anschaffungskosten | 37.793,6 | ||
|---|---|---|---|
| 559.821,4 Anschaffungskosten |
559.821,4 | 529.776,4 | |
| 7.760,8 Anschaffungskosten |
7.760,8 | 6.653,2 | 873,3 |
| Anschaffungskosten | 60.048,0 | 60.048,0 | |
| 34.883,3 | 11.050,6 | ||
| 669.154,4 | 71.971,9 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
FLAC – finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. März 2015 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, 11. Mai 2015
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
gemäß § 87 Abs. 1 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Schwechat, 11. Mai 2015
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria
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Peter Kleemann MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected]
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Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.viennaairport.com/unternehmen/ flughafen_wien_ag/3_piste Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at
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Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf MSc Layout, Tabellensatz und Koordination: Fillip Stuchlik Infografik: Rene Gatti, Fillip Stuchlik, Gabriele Rosenzopf MSc
Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 11. Mai 2015 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 1/2015 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage http://www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.
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