AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Flughafen Wien AG

Quarterly Report May 20, 2014

744_rns_2014-05-20_1e423a34-e44d-4236-b98e-14d466924557.pdf

Quarterly Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

1/2014 Flughafen Wien AG Quartalsbericht

www.viennaairport.com

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter)

Q1/2014 Q1/2013 Veränd. in %
Gesamtumsatz 139,5 145,9 -4,4
davon Airport1 70,3 68,7 2,2
davon Handling1 35,3 42,7 -17,4
davon Retail & Properties1 30,0 30,0 -0,1
davon Sonstige Segmente1 3,9 4,4 -10,7
EBITDA 53,2 48,6 9,4
EBITDA-Marge (in %)2 38,1 33,3 -
EBIT 20,9 18,1 15,4
EBIT-Marge /in %)3 15,0 12,4 -
ROCE (in %)4 1,0 0,8 -
Konzernergebnis nach Minderheiten 12,2 9,5 28,0
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 46,7 47,7 -2,1
Investitionen5 10,1 6,5 54,7
Ertragssteuern 3,8 2,6 44,9
Mitarbeiter im Durchschnitt6 4.259 4.357 -2,2
31.3.2014 31.12.2013 Veränd. in %
Eigenkapital 919,2 905,9 1,5
Eigenkapitalquote (in %) 47,8 46,4 -
Nettoverschuldung 604,9 633,4 -4,5
Bilanzsumme 1.922,0 1.953,9 -1,6
Gearing (in %) 65,8 69,9 -
Mitarbeiter zum Stichtag 4.164 4.247 -2,0

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

Q1/2014 Q1/2013 Veränd. in %
Gesamtpassagiere (in Mio.) 4,4 4,4 0,3
davon Transferpassagiere (in Mio.) 1,3 1,4 -5,4
Flugbewegungen 51.220 52.226 -1,9
MTOW (in Mio. Tonnen)7 1,8 1,8 0,8
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 64.107 60.036 6,8
Sitzladefaktor (in %)8 68,6 69,0 -

Börsetechnische Kennzahlen

Marktkapitalisierung (per 31.3.2014; in € Mio.) 1.510
Börsenkurs: Höchstwert in € (am 31.3.2014) 71,90
Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 30.1.2014) 59,38
Börsenkurs: Wert per 31.3.2014 (in €) 71,90
Börsenkurs: Wert per 31.12.2013 (in €) 61,00

Finanzkalender

Halbjahresergebnis 2014 19. August 2014
1-3. Quartal 2014 18. November 2014

Abkürzungen (RICs) der Informationssysteme

Reuters VIE.VI
Bloomberg FLU:AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

Börsenotierung

Wien
Frankfurt (Xetra)
London (SEAQ International)
New York (ADR)

Erläuterungen:

1) angepasst 2) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 3) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 4) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbare Steuern) / durchschnittliches Capital Employed 5) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre 6) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 7) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzplatzkapazität

Inhalt

  • ______ Brief des Vorstands
  • ______ Konzernzwischenlagebericht
  • ______ Ergebnis nach Segmenten
  • ______ Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2014
  • _ ____ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • _ ____ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • _ ____ Konzern-Bilanz
  • _____ Konzern-Geldflussrechnung
  • _ ____ Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • ______ Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben
  • ______ Erklärung des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

So wie im ersten Quartal des Vorjahrs, als immense Schneefälle den Geschäftsgang unseres Unternehmens belasteten, so war auch das Startquartal 2014 von ungewöhnlichen Wetterbedingungen beeinflusst. Der extrem trockene und schneearme Winter sorgte dafür, dass zwar die witterungsbedingten Kosten deutlich niedriger ausfielen, aber auch die Erlöse aus der Enteisung von Luftfahrzeugen massiv zurückgingen, was zu einem Umsatzminus der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) von 4,4 % auf € 139,5 Mio. führte (Q1/2013: € 145,9 Mio.). Dennoch – und das ist die gute Nachricht – hat sich der eingeschlagene Weg strikter Kostendisziplin und konsequenter Produktivitätssteigerung als nachhaltig bewährt und trotz gesunkener Umsätze eine deutliche Verbesserung bei EBITDA (+9,4 %), EBIT (+15,4 %) und Konzernergebnis (+28,0 %) sowie eine weitere deutliche Reduktion der Nettoverschuldung ermöglicht.

Im ersten Quartal 2014 wurden am Flughafen Wien 4.422.644 Passagiere abgefertigt. Das entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem nur leichten Plus von 0,3 %. Hier spielte der Umstand eine dämpfende Rolle, dass Ostern 2014 in den April, 2013 aber in den März fiel. Getragen wurde der Anstieg durch einen Zuwachs bei Lokalpassagieren von 2,7 %. Bei Transferpassagieren verzeichnete die FWAG dagegen ein Minus von 5,4 %, bedingt vor allem durch das Passagierminus von 3,7 % bei Osteuropa-Destinationen. Hier zeigten sich erste Folgen der Krise in der Ukraine.

Positiv entwickelte sich dagegen die Region Westeuropa mit plus 0,9 %, der Ferne Osten mit 3,1 % und Nordamerika mit 25,1 %, das von der Mitte 2013 aufgenommenen Verbindung nach Chicago profitierte.

Der anhaltende Trend zu größeren Flugzeugen und der gleichzeitig mit 68,6 % (Q1/2013: 69,0 %) stabile Sitzladefaktor sorgten zwar für einen Rückgang der Flugbewegungen um 1,9 % auf 51.220 (Q1/2013: 52.226), andererseits aber auch für ein Plus beim Höchstabfluggewicht (MTOW) von 0,8 %. Das Frachtvolumen am Flughafen Wien entwickelte sich weiter positiv und stieg deutlich um 6,8 % auf 64.107 Tonnen (Q1/2013: 60.036 Tonnen).

Trotz des Eingangs erwähnten Umsatzrückgangs im abgelaufenen Quartal haben sich die Ergebniszahlen durch Kostensenkungen und Produktivitätsgewinne positiv entwickelt. Der Materialaufwand konnte signifikant reduziert werden, und auch der durchschnittliche Personalstand sank gegenüber dem ersten Quartal 2013 um 2,2 % auf 4.259. Das EBITDA stieg um 9,4 % auf € 53,2 Mio. (Q1/2013: € 48,6 Mio.), das EBIT legte um 15,4 % auf € 20,9 Mio. zu (Q1/2013: € 18,1 Mio.). Das Konzernergebnis konnte schließlich um 28,0 % auf € 12,2 Mio. gesteigert werden (Q1/2013: € 9,5 Mio.), was unter anderem auch auf ein um eine Million Euro besseres Finanzergebnis zurückzuführen ist.

Die Bilanzstruktur der FWAG hat sich im ersten Quartal 2014 weiter verbessert. So stieg die Eigenkapitalquote im Vergleich zum 31.12.2013 um 1,5 Prozentpunkte auf 47,8 %. Noch deutlicher fiel der Rückgang der Nettoverschuldung aus, die von € 633,4 Mio. zu Ultimo 2013 auf nunmehr € 604,9 Mio. gesenkt werden konnte. Dadurch verbesserte sich auch das Gearing um 4,1 Prozentpunkte von 69,9 % auf 65,8 %. Der weiterhin starke Free-Cashflow von € 28,4 Mio. (Q1/2013: € 30,6 Mio.) zeigt eindrucksvoll die wieder erlangte hohe Eigenfinanzierungskraft des Flughafen Wien.

Diese finanzielle Gesundung erlaubte auch eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 von € 1,05 um rund ein Viertel auf € 1,30.

Neben einer Steigerung der Ergebnisse ist es auch gelungen, das Angebot für unsere Passagiere weiter zu verbessern. Zahlreiche Neueröffnungen von Shops und Gastronomiebetrieben prägten das erste Quartal. Mit der derzeit laufenden Sanierung des Pier West, die bis Jahresende abgeschlossen sein soll, werden weitere attraktive Outlets in modernem Ambiente entstehen, die den Aufenthalt am Flughafen Wien noch angenehmer gestalten.

Auch die Infrastruktur wird weiter verbessert. Hierzu zählen die Erneuerung unseres Frachtgebäudes, die Fertigstellung des neuen Fernbahnhofs, die Errichtung eines weiteren Wartungshangars sowie die Ausschreibung für ein neues Hotelprojekt auf dem Gelände des Flughafens. Letztere stößt auf reges Interesse, sodass mit einer Vergabe noch im Sommer 2014 zu rechnen ist.

Das Angebot an Destinationen konnte mit dem Sommerflugplan deutlich erweitert werden: Eine zusätzliche Verbindung nach Peking (Air China), neue Langstrecken nach Newark (AUA) und Addis Abeba (Ethiopian Airlines), sowie erstmals in Wien präsente Airlines wie Jet2.com (Manchester) oder Air Algérie (Algier) werten den Flughafen Wien weiter auf. Dazu kommen noch Frequenzverdichtungen zu wichtigen Zielen wie z.B. London oder Frankfurt, die das Streckennetz weiter verbessern.

Das Ergebnis dieser Entwicklung zeigt sich in den sehr guten Passagierzahlen für April mit einem Plus von 7,8 %. In den ersten vier Monaten seit Jahresbeginn konnten somit 2,4 % mehr Reisende abgefertigt werden als im Vorjahr.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung bestätigen wir daher unsere Guidance was Verkehrs- und Finanzzahlen betrifft:

Die Passagierzahlen sollen 2014 zwischen 1 % und 3 % steigen, und die Zahl der Flugbewegungen wird zwischen minus 1 % und plus 1 % weitgehend stagnieren, wobei wir uns nach heutiger Einschätzung am oberen Ende dieser Spannen bewegen werden.

Der Umsatz der FWAG soll 2014 über € 630 Mio. betragen, das EBITDA soll deutlich über € 240 Mio., das Konzernergebnis über € 75 Mio. liegen. Die Verschuldung wird bis Ende 2014 spürbar unter € 600 Mio. fallen.

Abschließend wollen wir unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen danken, ebenso wie allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für Ihr vorbildliches Engagement und ihre hohe Professionalität.

Schwechat, 12. Mai 2014

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Konzernzwischen lagebericht

Plus bei Lokalpassagieren, Minus im Transferbereich

Im ersten Quartal 2014 frequentierten insgesamt 4.422.644 Passagiere den Flughafen Wien. Dies entspricht einem Wachstum um 0,3 %. Nach deutlichen Passagierzuwächsen von 2,3 % im Jänner und 1,8 % im Februar sorgten Krisen in der Ukraine und in Nordafrika sowie die ins zweite Quartal verschobene verkehrsstarke Osterzeit für ein Passagier-Minus im März von 2,6 % im Vorjahresvergleich. Positiv entwickelten sich im ersten Quartal 2014 insbesondere die westeuropäischen Destinationen - u.a. durch die Neuaufnahme von Mailand Linate - sowie die Nordamerika-Routen, wo die seit Mitte des Vorjahres neu verfügbare Destination Chicago sehr gut angenommen wird.

Während die Anzahl der Transferpassagiere im ersten Quartal mit 1.284.658 Reisenden um 5,4 % unter dem Vorjahresniveau lag (Q1/2013: 1.358.408) – dies insbesondere durch die im Vorjahr vorgenommene Strategieänderung von NIKI/airberlin, sich weniger auf Osteuropa-Destinationen zu konzentrieren – verzeichneten die Lokalpassagiere ein Plus von 2,7 % auf 3.132.633 Passagiere (Q1/2013: 3.048.831).

Der Rückgang um 3,7 % der abfliegenden Passagiere (Linie und Charter) nach Osteuropa ist teils auf die Reduzierung von Kapazitäten, teils auch auf die politischen Unruhen in der Ukraine zurückzuführen. Die Anzahl der abfliegenden Passagiere nach Westeuropa nahm auf 1.498.863 (plus 0,9 %) zu. Der Ferne Osten zog mit 84.017 um 3,1 % mehr Reisende an. Vor allem durch die vorübergehende Einstellung der Destination Bagdad flogen im ersten Quartal 2014 um 1,6 % weniger Passagiere in den Nahen und Mittleren Osten. Der Sitzladefaktor nahm leicht auf 68,6 % (Q1/2013: 69,0 %) ab.

Der Home-Carrier Austrian Airlines beförderte im ersten Quartal 2014 um 2,1 % weniger Passagiere, der Anteil am Gesamtpassagieraufkommen lag bei 48,1 %. Während die Anzahl der NIKI-Passagiere um 10,3 % abnahm, verzeichnete airberlin ein Plus von 6,5 %, resultierend aus einem Basiseffekt, da im Q1/2013 der Flugverkehr durch Streiks in Deutschland beeinträchtigt war. Der Anteil am Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien von NIKI bzw. airberlin lag bei 8,3 % bzw. 6,8 %. Größere Zuwächse konnte Alitalia mit der Neuaufnahme der Strecke Mailand Linate verzeichnen, sowie SWISS (höhere Auslastung) und Vueling Airlines. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 profitierten auch Emirates durch deren Kapazitätserhöhung nach Dubai.

Der rückläufige Trend bei den Flugbewegungen durch den Einsatz größerer Flugzeuge führte zu einem Minus von 1,9 % auf 51.220 Bewegungen in den ersten drei Monaten 2014 (Q1/2013: 52.226). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) legte jedoch um 0,8 % auf 1.764.230 Tonnen zu (Q1/2013: 1.750.592 Tonnen). Die positive Entwicklung des Frachtaufkommens seit Mitte des Jahres 2013 setzte sich auch im ersten Quartal 2014 fort: Mit 64.107 Tonnen wurde ein im Vorjahresvergleich um 6,8 % höheres Cargo-Volumen verzeichnet (Q1/2013: 60.036 Tonnen).

Positive Entwicklung in Malta

Hervorzuheben ist die positive Entwicklung unserer Malta-Beteiligung. Malta Airport verzeichnete im Berichtszeitraum bei der Passagierentwicklung ein deutliches Plus von über 8 % auf 655.942 Passagiere. Die Bewegungen stiegen auf 5.520 Bewegungen (plus 5,2 %). Das MTOW nahm um 7,8 % auf über 482.000 Tonnen zu.

Ertragslage

Geringere Enteisungserlöse führen zu Umsatzrückgang um 4,4 %

Im ersten Quartal konnte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 139,5 Mio. erwirtschaften (Q1/2013: € 145,9 Mio.). Dieser Rückgang um 4,4 % ist im Wesentlichen durch den milden Winter bedingt, der zu geringeren Erlösen im Segment Handling aus der Enteisung von Flugzeugen im Ausmaß von € 7,6 Mio. geführt hat. Positiv entwickelten sich dagegen die Umsätze aus lande- und passagierbezogenen Entgelten. Im Segment Retail & Properties blieben die Erlöse weitgehend unverändert, während sich die sonstigen betrieblichen Erträge um € 1,4 Mio. oder 24,9 % auf € 4,2 Mio. reduzierten.

Die Ergebnisse der Segmente werden nachfolgend ab Seite 24 detailliert beschrieben. Im Vorjahr wurde die Darstellung der Segmentergebnisse geändert, um mehr Transparenz zu bieten. Die betriebsallgemeinen Kosten des Verwaltungsbereichs werden nach einem sachgerechten Schlüssel den einzelnen Geschäftsbereichen zugewiesen. Nähere Informationen dazu sind im Geschäftsbericht 2013 verfügbar (siehe auch Homepage www.viennaairport.com).

Kostensenkungsmaßnahmen und milder Winter führen zu reduzierten Betriebsaufwendungen

Der milde Winter in 2014 führte zu geringeren Aufwendungen für Enteisungsmittel und Treibstoffe. Weitere Energiesparmaßnahmen wurden umgesetzt, wodurch sich der Materialaufwand signifikant um € 6,6 Mio. auf € 10,4 Mio. reduzierte. Die bezogenen Leistungen stiegen um € 0,5 Mio. aufgrund höherer Materialeinsätze für Kundenaufträge.

Auch im Personalkostenbereich lässt sich der Rückgang um € 3,0 Mio. (minus 4,8 %) einerseits durch die geringere Einsatzdichte des Winterdienstes aufgrund des milden Winters 2014 zurückführen. Andererseits lag der durchschnittliche Personalstand der FWAG mit 4.259 Mitarbeitern um 2,2 % unter dem Vorjahr.

Generell zeigt sich, dass die Anstrengungen in Hinblick auf Produktivitätssteigerung und strenger Kostendisziplin nachhaltige Ergebnisse zeitigen. So konnten im ersten Quartal 2014 weitere Maßnahmen einige wesentliche Kostenblöcke der sonstigen betrieblichen Aufwendungen spürbar reduzieren. Geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten (minus € 0,8 Mio.), die u.a. durch optimierte Planungen erzielt wurden, Einsparungen bei Fremdleistungen (minus € 1,1 Mio.) und die gesunkenen Kosten für Transporte (minus € 0,9 Mio.), die im Vorjahr den Abtransport der immensen Schneemassen beinhalteten, wirkten positiv auf das operative Ergebnis. Leistungen, die von verbundenen Unternehmen bezogen wurden, erhöhten sich durch den erweiterten Leistungsumfang der Konzerngesellschaften um € 0,4 Mio.

Beachtliches EBITDA-Plus von 9,4 % auf € 53,2 Mio.

Die gesunkenen Umsatzerlöse konnten durch die oben erwähnten Maßnahmen bei den Aufwendungen mehr als kompensiert werden. Das EBITDA legte im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 9,4 % auf € 53,2 Mio. zu (Q1/2013: € 48,6 Mio.). Die EBITDA-Marge stieg von 33,3 % auf 38,1 %.

EBIT verbessert sich signifikant um 15,4 % auf € 20,9 Mio.

Planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 32,3 Mio. (Q1/2013: € 30,5 Mio.) wurden in den ersten drei Monaten erfasst. Der Anstieg der Abschreibungen ist auf die getätigten Investitionen im Laufe des gesamten Vorjahres zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigt im Vorjahresvergleich um 15,4 % bzw. auf € 20,9 Mio. (Q1/2013: € 18,1 Mio.).

Finanzergebnis auf minus € 4,9 Mio. verbessert (Q1/2013: minus € 6,0 Mio.)

Die Entwicklung des Finanzergebnisses von minus € 6,0 Mio. auf minus € 4,9 Mio. ist auf mehrere Effekte zurückzuführen. Während sich das Zinsergebnis durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und das gesunkene Zinsniveau von minus € 6,3 Mio. auf minus € 5,8 Mio. reduzierte, kam es durch die erstmalige at-Equity Bilanzierung der Beteiligung GET2 ("GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH) zu einem einmaligen at-Equity-Ertrag in Höhe von € 0,6 Mio. Die laufenden at-Equity-Erträge der Beteiligungen trugen mit € 0,2 Mio. (Q1/2013: € 0,3 Mio.) zum Finanzergebnis bei.

Periodenergebnis steigt um 28,0 % auf € 12,2 Mio. (Q1/2013: € 9,5 Mio.)

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich auf € 16,0 Mio. (Q1/2013: € 12,1 Mio.). Nach Abzug von Ertragssteuern in Höhe von € 3,8 Mio. (Q1/2013: € 2,6 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 12,2 Mio., was einer Steigerung von € 2,7 Mio. beziehungsweise 28,0 % entspricht. Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg auf € 12,2 Mio. Das Ergebnis je Aktie betrug somit € 0,58 nach € 0,45 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb mit 21 Millionen Stück unverändert.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Nettoverschuldung sinkt deutlich auf € 604,9 Mio.

Die stetige und rasche Verbesserung der Finanzlage, sowie der Vermögens- und Kapitalstruktur des Unternehmens setzte sich auch im ersten Quartal 2014 fort. Die Eigenkapitalquote konnte um 1,5 Prozentpunkte auf 47,8 % gesteigert werden, und die Nettoverschuldung liegt mit € 604,9 Mio. um € 28,4 Mio. unter dem Wert zum Ultimo 2013. Damit wurde das ursprünglich für 2016 angepeilte Ziel, die Verschuldung unter das 2,5-fache EBITDA zu drücken bereits jetzt nahezu erreicht. Entsprechend verbesserte sich auch das Gearing von 69,9 % (31. Dezember 2013) auf nunmehr 65,8 %.

Solider Free-Cash-Flow von € 28,4 Mio.

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit € 46,7 Mio. im ersten Quartal 2014 um 2,1 % unter dem Vorjahr, da Verbindlichkeiten im Ausmaß von € 6,9 Mio. (Q1/2013: € 1,9 Mio.) abgebaut wurden. Ein höheres Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von € 16,0 Mio (Q1/2013: € 12,1 Mio.) konnte trotz gestiegener Abschreibun-

gen des Anlagevermögens in Höhe von € 32,3 Mio. (Q1/2013: € 30,5 Mio.) erreicht werden. Nach Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals und der Ertragsteuerzahlungen (€ 2,6 Mio.) ergibt sich somit ein Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 46,7 Mio. (Q1/2013: € 47,7 Mio.)

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 18,3 Mio. nach minus € 17,1 Mio. in den ersten drei Monaten 2013. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 22,3 Mio. (Q1/2013: € 17,4 Mio.). Bei den Einzahlungen in Höhe von € 4,1 Mio. wurde der zahlungswirksame Effekt des Schiedsurteils aus dem Vorjahr berücksichtigt.

Der Free-Cash-Flow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) sank durch den Abbau von Verbindlichkeiten um 7,1 % auf € 28,4 Mio. (Q1/2013: € 30,6 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 28,5 Mio. (Q1/2013: minus € 68,5 Mio.) ist auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Finanzmittelbestand betrug unverändert € 3,9 Mio. (31. Dezember 2013: € 3,9 Mio.).

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 um € 21,4 Mio. bzw. 1,2 % auf € 1.836,2 Mio. gesunken (Ultimo 2013: € 1.857,6 Mio.). Den Zugängen in Höhe von € 10,1 Mio. (Q1/2013: € 6,5 Mio.) für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien stehen Abschreibungen in Höhe von € 32,3 Mio. (Q1/2013: € 30,5 Mio.) gegenüber. Die Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen entwickelten sich positiv und stiegen um € 0,9 Mio. auf € 98,7 Mio. Die bisher nicht konsolidierte Beteiligung GET2 ("GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH) wurde erstmalig aufgrund der zunehmenden Übernahme operativer Tätigkeiten im Konzern mit einem Buchwert in Höhe von € 0,6 Mio. als at-Equity-Beteiligung erfasst. Dadurch kam es in der Position sonstige finanzielle Vermögenswerte zu einer Verringerung der Anteile an nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen in Höhe von € 0,1 Mio.

Die Verringerung des kurzfristigen Vermögens um 10,9 % auf € 85,9 Mio. (Ultimo 2013: € 96,3 Mio.) ist fast zur Gänze auf den Rückgang von Finanzamtsforderungen und sonstigen Forderungen zurückzuführen. Die Verrechnungen mit dem Finanzamt reduzierten sich aufgrund geringerer Vorsteuerguthaben. Die im Umlauf befindlichen Gelder sanken im ersten Quartal um € 2,6 Mio. Weiters wurden sonstige Forderungen aus Schadensersatz in Höhe von € 4,3 Mio. bezahlt. Die Zahlungsmittel und -äquivalente blieben im Vergleich zum Jahresende 2013 mit € 3,9 Mio. konstant. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich infolge des Umsatzrückganges um € 0,4 Mio. Die Vorräte blieben ebenfalls seit dem 31. Dezember 2013 nahezu unverändert und beliefen sich zum Ende des ersten Quartals auf € 4,3 Mio. Die Wertpapiere blieben unverändert bei € 20,0 Mio.

Bilanzpassiva – Eigenkapitalquote steigt auf 47,8 % (Ende 2013: 46,4 %)

Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 aufgrund des Periodenergebnisses des ersten Quartals (€ 12,2 Mio.) und der Veränderung der sonstigen Rücklagen (€ 1,2 Mio.) um 1,5 % auf € 919,2 Mio. (Ultimo 2013: € 905,9 Mio.). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und der Reduktion der Buchwerte durch die planmäßigen Abschreibungen auf 47,8 % nach 46,4 % zum Jahresende 2013. Die nicht beherrschenden Anteile an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding, a.s. "v likvidacii", Bratislava, betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H.

Die Senkung der langfristigen Schulden um € 34,1 Mio. bzw. 4,6 % auf € 714,2 Mio. resultiert vorrangig aus der Umgliederung der Tilgungen für Finanzverbindlichkeiten des nächsten Jahres in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich in Summe um € 11,2 Mio. bzw. 3,7 % auf € 288,6 Mio. Der Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf eine höhere Dotation der Urlaubsrückstellung zurückzuführen, da der offene Urlaubsanspruch größtenteils erst im dritten Quartal abgebaut wird. Das laufende Ergebnis führte zu einer Erhöhung der Steuerrückstellung auf € 12,3 Mio. per 31. März 2014 (Ultimo 2013: € 10,4 Mio.). Die Lieferantenverbindlichkeiten konnten um 44,8 % auf € 27,4 Mio. fast halbiert werden (Ultimo 2013: € 49,7 Mio.), da u.a. Rechnungen im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit am Flughafen Wien bezahlt wurden. Die Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ist einerseits auf geringere Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie anderseits auf gestiegene Umsatzvorauszahlungen und Zinsabgrenzungen zurückzuführen.

Investitionen

Im ersten Quartal 2014 wurden in Summe € 10,1 Mio. investiert. Die größten Zugänge betrafen den neuen Hangar 7 mit € 2,7 Mio. sowie den Technischen Lärmschutz mit € 1,6 Mio. Für die Errichtung des Bahnhofs wurden € 0,6 Mio. erfasst.

Risiken der zukünf tigen Ent wicklung

Eine Herausforderung könnte dem Flughafen Wien durch die derzeit im EU-Parlament diskutierte weitere Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste erwachsen, die für den Flughafen Wien unter anderem eine Zulassung von zumindest drei Agents (derzeit zwei) im Ramp-Handling sowie das Recht der Airlines auf Selbsthandling vorsehen würde. Dadurch würde der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen und das Risiko, Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren, steigen. Das Risiko eines dritten Handling- Agents wird nach derzeitigem Stand der Beratungen frühestens ab 2019/20 und jenes hinsichtlich Selbstabfertigung der Airlines frühestens ab 2017 schlagend. Um negative wirtschaftliche Konsequenzen für den Flughafen Wien zu minimieren bzw. zu vermeiden, wird unter anderem in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) auf EU-Ebene Überzeugungsarbeit geleistet.

Für die restlichen neun Monate des Geschäftsjahres 2014 betreffen wesentliche Risiken und Ungewissheiten die künftige Entwicklung der Wirtschaftslage im Allgemeinen und der Luftfahrtindustrie im Besonderen. Kapazitätskürzungen der Airlines und Streiks sowohl des Airline-Personals, als auch des Boden- bzw. Sicherheitspersonals anderer Flughäfen können nachteilige Effekte auf die weitere Umsatzentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe haben.

Nach schwachen Ergebnissen einiger, für den Flughafen Wien wichtiger Airlines bestehen Unwägbarkeiten hinsichtlich deren weiterer Entwicklung und Ausrichtung. Die FWAG beobachtet diese Vorgänge genau, denn Änderungen bei Streckennetzen und Flotten können einen negativen Einfluss auf die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien haben. Derzeit schätzt die FWAG das Risiko von erheblichen negativen Auswirkungen für den Flughafen Wien durch Restrukturierungsmaßnahmen bei Airlines allerdings als gering ein.

Auch politische Einflussfaktoren wie militärische Konflikte oder natürliche Risiken wie etwa Pandemien könnten sich negativ auf die wirtschaftliche Lage der FWAG auswirken. Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-Systems werden alle wesentlichen Geschäftsrisiken systematisch quantifiziert und erfasst sowie durch entsprechende Risikominderungspläne überwacht.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste konnte in erster Instanz positiv abgeschlossen werden. Mit Bescheid vom 10. Juli 2012 wurde der FWAG die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens "Parallelpiste 11R/29L" erteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schreibt 460 Auflagen zum Schutz von Bürgern und Umwelt vor. Die Rechtsmittelfrist endete am 24. August 2012 und es gab von 28 Parteien Rechtsmittel gegen den Bescheid. Mit Ende 2013 ist die Zuständigkeit, aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen, auf das neue Bundesverwaltungsgericht übergegangen. Die FWAG rechnet aus heutiger Sicht mit einer Entscheidung frühestens Ende 2014. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH, gerechnet werden.

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung sowie einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Aufhebung des Bescheids bzw. der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten abzuschreiben.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Ausblick: Starker April, Guidance für 2014 wird bestätigt

Nach der erwartet verhaltenen Entwicklung im 1. Quartal hat sich das Passagierwachstum im April mit Beginn des Sommerflugplans den Prognosen entsprechend deutlich beschleunigt. Die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere im April stieg im Vergleich zum Vorjahrsmonat um 7,8 % auf 1.937.068 Reisende, die Flugbewegungen stiegen um

1,1 % auf 19.494. In den vier Monaten seit Jahresbeginn liegt das Passagierwachstum mit plus 2,4 % im oberen Drittel der veröffentlichten Guidance.

Auch das Höchstabfluggewicht (MTOW) verzeichnete ein Plus von 5,8 % auf 686.424 Tonnen. Cargo konnte mit 23.332 Tonnen den April 2013 um 9,1 % übertreffen, womit sich der seit Mitte 2013 bestehende positive Trend in diesem Geschäftssegment fortsetzt.

Für das Jahr 2014 rechnet die FWAG aufgrund der publizierten Sommerflugpläne sowie der bereits angekündigten neuen Streckenaufnahmen und Frequenzverdichtungen mit einem Wachstum bei den Passagieren von 1 % bis 3 % und einer Entwicklung bei den Bewegungen in der Bandbreite von minus 1 % bis plus 1 %. Aus heutiger Sicht dürften diese Kennzahlen am oberen Ende der angegebenen Bandbreiten liegen. Vor diesem Hintergrund rechnet die FWAG mit einer Steigerung des Umsatzes auf mehr als € 630 Mio. sowie mit einem EBITDA von mehr als € 240 Mio. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht über € 75 Mio. betragen. Die Nettoverschuldung soll zu Jahresende deutlich unter € 600 Mio. liegen. Die geplanten Investitionen sollen im Jahr 2014 rund € 110 Mio. betragen.

Schwechat, 12. Mai 2014

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Ergebnis nach Segmenten

Segmente1 in € Mio. Q1/2014 Q1/20132 Veränderung in %
Airport
Externe Umsätze 70,3 68,7 2,2
EBITDA 24,6 17,3 42,2
EBIT 0,7 -4,9 n.a.
Handling
Externe Umsätze 35,3 42,7 -17,4
EBITDA 3,8 7,8 -51,4
EBIT 2,5 6,4 -61,9
Retail & Properties
Externe Umsätze 30,0 30,0 -0,1
EBITDA 19,6 19,3 1,2
EBIT 15,8 15,7 0,9
Sonstige Segmente
Externe Umsätze 3,9 4,4 -10,7
EBITDA 5,2 4,2 25,3
EBIT 1,9 0,8 130,7

1) Zur Überleitung der Segmentergebnisse siehe Anhang S 24 2) angepasst

Allgemeine Informationen

Im Vorjahr wurde die Darstellung der Segmentergebnisse verändert, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei der Steuerung der Geschäftssegmente anhand der Ergebnisse des Segments auch Overhead-Kosten anteilig berücksichtigt werden müssen. Die bisher nicht zugeordneten Kosten des Verwaltungsbereichs wurden den berichteten Segmenten zugeordnet. Details sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 angeführt. Die entsprechenden Posten und Angaben der Segmentinformationen für frühere Perioden wurden angepasst.

Im ersten Quartal 2014 konnte das Segment Airport - trotz geringerer Bewegungen durch den Anstieg des MTOW und dem gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelt den Umsatz steigern. Das Passagierwachstum spiegelt sich ebenfalls in leicht gestiegenen Erlösen wider. Zudem frequentierten auch mehr Passagiere die angebotenen Lounges und trugen damit zur Umsatzsteigerung bei. Nach der Mehrbelastung durch die immensen Schneefälle im ersten Quartal 2013 konnten 2014 sowohl Material- (weniger Enteisungsmaterial) und Personalaufwand (geringere Einsatzdichte des Winterdienstes) wie auch die Kosten für den Schneeabtransport reduziert werden. Positiv wirkten sich auch die geringeren Marketing- und Marktkommunikationskosten sowie gesunkene Sanierungs- und Instandsetzungskosten auf das Segmentergebnis aus. Dadurch konnten sowohl Segment-EBITDA wie auch Segment-EBIT verbessert werden.

Der Rückgang der externen Umsatzerlöse im Segment Handling ist fast zur Gänze auf die geringeren Erlöse aus der Enteisung aufgrund des milden Winters zurückzuführen. Gleichzeitig konnte der Frachtumsatz durch die positive Entwicklung weiter zulegen

und diesen Rückgang zum Teil kompensieren. Der geringere Einsatz an Enteisungsmitteln und der niedrigere durchschnittliche Personalstand wirkten sich ebenfalls günstig auf das Ergebnis aus. Trotz der positiven Wirkung des milden Winters auf die Aufwendungen sank durch den Rückgang der Enteisungserlöse das EBITDA und das EBIT des Segments Handling deutlich unter das Vorjahresniveau.

Im ersten Quartal 2014 erwirtschaftete das Segment Retail & Properties einen unveränderten Umsatz. Während die Parkerträge sich nach dem Rückgang im letzten Jahr leicht erholen konnten, blieben die Erlöse aus Vermietung nahezu konstant. Weiterhin positiv entwickelte sich die Vermarktung von Werbeflächen. Leichte Rückgänge verzeichneten hingegen die Erlöse aus Shopping und Gastronomie. Der Grund dafür liegt in der umbaubedingten Stilllegung und Neugestaltung großer Gastro- und Retail-Flächen der Plaza bzw. in der geringeren Kaufkraft wichtiger Passagiergruppen infolge der Abwertungen von russischem Rubel und türkischer Lira. Gleichzeitig konnten im ersten Quartal die Aufwendungen leicht reduziert werden, sodass in Summe eine leichte Steigerung des EBITDA und des EBIT erzielt werden konnte.

Der Rückgang der externen Umsätze im Segment Sonstige Segmente ist im Wesentlichen auf geringere Umsatzerlöse im Bereich der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen inkl. Sicherheitsequipment zurückzuführen. Die internen Erlöse sanken im Vergleichszeitraum aufgrund geringerer Betriebskosten für den Terminalbetrieb. Andererseits ist der Aufwand für Material und bezogene Leistungen proportional zu den Umsatzerlösen gesunken. Der Personalaufwand reduzierte sich aufgrund des geringeren durchschnittlichen Personalstands. In Summe konnten damit sowohl das EBITDA als auch EBIT gesteigert werden.

Nähere Details über die Segmententwicklung finden Sie im Anhang ab Seite 24.

Verkürzter Konzernz w i s c h e n a b s c h l u s s z u m 31. März 2014

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ Q1/2014 Q1/2013 V. in %
Umsatzerlöse 139.468,6 145.887,5 -4,4
Sonstige betriebliche Erträge 4.189,3 5.581,1 -24,9
Betriebsleistung 143.657,9 151.468,6 -5,2
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -11.289,2 -17.388,4 -35,1
Personalaufwand -60.075,2 -63.122,5 -4,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -19.091,6 -22.327,7 -14,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA)
53.201,9 48.629,9 9,4
Planmäßige Abschreibungen -32.309,0 -30.526,7 5,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 20.892,9 18.103,2 15,4
Zinsertrag 373,8 572,5 -34,7
Zinsaufwand -6.140,0 -6.847,2 -10,3
Finanzergebnis ohne at-Equity Unternehmen -5.766,2 -6.274,7 -8,1
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen 832,0 295,3 181,8
Finanzergebnis -4.934,2 -5.979,4 -17,5
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 15.958,7 12.123,8 31,6
Ertragsteuern -3.785,8 -2.612,0 44,9
Periodenergebnis 12.172,9 9.511,8 28,0
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 12.174,8 9.513,1 28,0
Nicht beherrschende Anteile -1,9 -1,3 48,0
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) 0,58 0,45 28,0

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Q1/2014 Q1/2013 V. in %
12.172,9 9.511,8 28,0
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht
in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
1.537,6 0,0 n.a.
-384,4 0,0 n.a.
in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
0,0 55,0 -100,0
0,0 55,0 -100,0
0,0 -13,8 -100,0
1.153,2 41,3 n.a.
13.326,1 9.553,1 39,5
13.328,0 9.554,4 39,5
-1,9 -1,3 48,0
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls

Konzern-Bilanz

in T€ 31.3.2014 31.12.2013 V. in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 12.939,3 13.733,1 -5,8
Sachanlagen 1.599.898,3 1.622.159,0 -1,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 120.347,6 119.561,1 0,7
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 98.748,9 97.865,9 0,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.239,3 4.290,3 -1,2
1.836.173,3 1.857.609,2 -1,2
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 4.346,3 4.360,8 -0,3
Wertpapiere 20.000,0 20.000,0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 57.644,7 68.043,7 -15,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.871,3 3.923,3 -1,3
85.862,3 96.327,7 -10,9
Summe Aktiva 1.922.035,6 1.953.937,0 -1,6
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -8.922,7 -10.075,9 -11,4
Einbehaltene Ergebnisse 657.202,7 645.027,9 1,9
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 918.607,3 905.279,3 1,5
Nicht beherrschende Anteile 640,0 641,9 -0,3
919.247,3 905.921,3 1,5
Langfristige Schulden
Rückstellungen 131.796,2 132.460,4 -0,5
Finanzverbindlichkeiten 519.075,0 551.646,4 -5,9
Übrige Verbindlichkeiten 33.970,7 34.540,1 -1,6
Latente Steuern 29.312,9 29.580,7 -0,9
714.154,8 748.227,7 -4,6
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 12.342,8 10.429,3 18,3
Übrige Rückstellungen 75.073,9 73.635,2 2,0
Finanzverbindlichkeiten 109.736,4 105.646,0 3,9
Lieferantenverbindlichkeiten 27.420,6 49.717,6 -44,8
Übrige Verbindlichkeiten 64.059,8 60.359,9 6,1
288.633,5 299.788,1 -3,7
Summe Passiva 1.922.035,6 1.953.937,0 -1,6

Konzern-Geldflussrechnung

in T€ Q1/2014 Q1/2013 V. in %
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 46.713,6 47.723,5 -2,1
+
Einzahlungen aus Anlagenabgang
4.057,3 292,8 n.a.
- Auszahlungen für Anlagenzugang -22.341,8 -17.428,6 28,2
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -18.284,5 -17.135,8 6,7
Veränderung der Finanzverbindlichkeiten -28.481,1 -68.519,2 -58,4
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -28.481,1 -68.519,2 -58,4
Veränderung des Finanzmittelbestandes -52,0 -37.931,5 -99,9
+
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode
3.923,3 40.439,0 -90,3
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.871,3 2.507,5 54,4

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar
in T€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Summe
sonstige
Rücklagen
Einbe
haltene
Ergebnisse
Gesamt Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamt
Stand zum
1.1.2013
152.670,0 117.657,3 -13.183,3 593.786,5 850.930,5 647,9 851.578,4
Marktwert
bewertung von
Wertpapieren
41,3 41,3 41,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 41,3 0,0 41,3 0,0 41,3
Periodenergebnis 9.513,1 9.513,1 -1,3 9.511,8
Gesamtergebnis 0,0 0,0 41,3 9.513,1 9.554,4 -1,3 9.553,1
Stand zum
31.3.2013
152.670,0 117.657,3 -13.142,0 603.299,6 860.484,9 646,5 861.131,5
Stand zum
1.1.2014
152.670,0 117.657,3 -10.075,9 645.027,9 905.279,3 641,9 905.921,3
Neubewertungen
aus leistungsorien
tierten Plänen
1.153,2 1.153,2 1.153,2
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 1.153,2 0,0 1.153,2 0,0 1.153,2
Periodenergebnis 12.174,8 12.174,8 -1,9 12.172,9
Gesamtergebnis 0,0 0,0 1.153,2 12.174,8 13.328,0 -1,9 13.326,1
Stand zum
31.3.2014
152.670,0 117.657,3 -8.922,7 657.202,7 918.607,3 640,0 919.247,3

A u s g e w ä h l t e e r l ä u t e r n d e A n h a n g s a n g a b e n

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. März 2014 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2013 gelesen werden.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2013. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2014 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden folgende neue und überarbeitete Standards, welche die Konsolidierung, Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und von Beteiligungen sowie die damit verbundenen Angaben neu regeln, erstmalig angewendet.

IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Beherrschungsmodell zur Ermittlung ein, ob ein Tochterunternehmen konsolidiert werden soll. Der Schwerpunkt dieses Beherrschungsmodells liegt darauf, ob der Konzern die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen hat, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und seine Verfügungsgewalt dazu einsetzen kann, diese Rendite zu beeinflussen. IFRS 10 ersetzt die bisherigen Konsolidierungsleitlinien gemäß IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC 12 "Konsolidierung von Zweckgesellschaften". Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 10 hat die Flughafen Wien AG als Mutterunternehmen die Beherrschung ihrer Beteiligungsunternehmen zum 1. Januar 2014 erneut beurteilt. Durch die erstmalige Anwen-

dung dieses Standards hat sich keine Veränderung des Konsolidierungskreises des Flughafen Wien Konzerns ergeben.

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt IAS 31 "Anteile an Joint Ventures". Nach IFRS 11 hat der Flughafen-Wien-Konzern seine Anteile an gemeinsamen Vereinbarungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (falls der Konzern Rechte an den einer Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten besitzt und Verpflichtungen für deren Schuld hat) oder als Gemeinschaftsunternehmen (wenn der Konzern Rechte nur am Nettovermögen einer Vereinbarung besitzt) eingestuft. Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 11 hat die Flughafen Wien AG als Mutterunternehmen die Einstufung ihrer Gemeinschaftsunternehmen zum 1. Januar 2014 ebenfalls neu beurteilt. Diese Beurteilung der gemeinsamen Vereinbarungen des Flughafen-Wien-Konzerns führte zu keiner Änderung der Bilanzierung.

IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" fasst alle Angaben Verpflichtungen für Tochtergesellschaften, assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen sowie für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten zusammen. Er ersetzt die entsprechenden Regelungen in den Standards IAS 27, IAS 28 und IAS 31 und verlangt im Jahresabschluss umfangreichere Angaben.

Die Berücksichtigung anderer, neu anzuwendender Standards resultierten ebenso in keinen materiellen Änderungen für den Konzernzwischenabschluss.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

(3) Informationen zu Geschäftssegmenten (IFRS 8)

Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, Periodenergebnisse, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

Im Vorjahr wurde die Darstellung der Segmentergebnisse verändert, um den Umstand zu berücksichtigen, dass bei der Steuerung der Geschäftssegmente anhand der Ergebnisse des Segments auch Overhead-Kosten anteilig umgelegt werden. Die bisher nicht zugeordneten Kosten des Verwaltungsbereichs wurden den berichteten Segmenten zugeordnet. Details sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 angeführt. Die entsprechenden Posten und Angaben der Segmentinformationen für frühere Perioden wurden angepasst.

Q1/2014 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 70.259,5 35.292,0 29.980,5 3.936,6 139.468,6
Interne Segmentumsätze 8.562,1 17.676,1 3.911,2 23.057,3
Segmentumsätze 78.821,6 52.968,1 33.891,7 26.993,9
Segmentergebnis (EBIT) 689,9 2.455,3 15.836,4 1.911,2 20.892,9

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2014 nach Geschäftsbereichen

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2013 nach Geschäftsbereichen

Q1/20131 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 68.720,7 42.748,0 30.011,9 4.407,0 145.887,5
Interne Segmentumsätze 8.669,3 17.170,0 3.538,6 25.158,6
Segmentumsätze 77.389,9 59.918,0 33.550,5 29.565,5
Segmentergebnis (EBIT) -4.850,0 6.436,4 15.688,4 828,4 18.103,2

1) angepasst

(3.1) Segment Airpor t

Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur, sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.

Wettbewerbsfähige Entgelte

Per 1. Jänner 2014 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:

Landeentgelt, Infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: + 1,87 %
Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt landside: + 0,55 %
Infrastrukturentgelt Betankung: + 1,83 %

Das PRM-Entgelt bleibt mit € 0,34/abfliegenden Passagier unverändert. Das Sicherheitsentgelt bleibt mit € 7,70/abfliegenden Passagier ebenfalls unverändert.

Umsatzplus im Segment Airport von 2,2 %

In den ersten drei Monaten konnte das Segment Airport Umsätze in Höhe von

€ 70,3 Mio. (Q1/2013: € 68,7 Mio.) erzielen. Durch den Anstieg der MTOW und dem gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelt stiegen auch die Erlöse aus Landeentgelten (inkl. Abstellung und Hangerierung) trotz geringeren Bewegungen im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um € 0,8 Mio. an. Das Passagierwachstum spiegelt sich in leicht gestiegenen Passagiererlösen inkl. Sicherheitsentgelten in Höhe von € 46,7 Mio. (Q1/2013: € 46,3 Mio.). Im ersten Quartal 2014 frequentierten auch mehr Passagiere die angebotenen Lounges, die zum Umsatzwachstum € 0,2 Mio. beitrugen.

Der Materialaufwand im Segment Airport war im Vorjahr stark durch die immensen Schneefälle zu Beginn des Jahres 2013 belastet. Demnach reduzierten sich die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen vorrangig durch die Reduktion des Enteisungsmittelverbrauchs um 60,8 % auf € 1,5 Mio. Der Personalaufwand konnte ebenfalls durch die geringere Einsatzdichte des Winterdienstes um 10,7 % auf € 9,6 Mio. gesenkt werden. Der durchschnittliche Personalstand stieg leicht um 1,1 % auf 486 Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen eine Reduktion um € 2,1 Mio. Einerseits gingen die Kosten für den Schneeabtransport massiv zurück, andererseits wirkten geringere Marketing- und Marktkommunikationskosten und gesunkene Sanierungsund Instandsetzungskosten positiv auf das Segmentergebnis im ersten Quartal 2014.

EBITDA steigt um über 40 % auf € 24,6 Mio.

Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 79,2 Mio. ergibt sich in den ersten drei Monaten 2014 ein Anstieg des Segment-EBITDA um 42,2 % auf € 24,6 Mio. (Q1/2013: € 17,3 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 31,2 % (Q1/2013: 22,4 %).

Der Anstieg der Abschreibungen um € 1,8 Mio. auf € 23,9 Mio. ist auf die getätigten Investitionen im Laufe des gesamten Vorjahres zurückzuführen. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich demnach auf € 0,7 Mio. nach minus € 4,9 Mio. in der Vergleichsperiode 2013. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 0,9 % (Q1/2013: minus 6,3 %).

(3.2) Segment Handling

Das Segment Handling erbringt als Ground- und Fracht-Handling-Agent Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien-, Charter- und General-Aviation-Verkehrs. Die General Aviation umfasst Flüge der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. In ihr enthalten sind sowohl private als auch gewerbliche Flüge, wie zum Beispiel von Bedarfsfluggesellschaften, privaten Personen, Firmenjets oder von Rettungsfluggesellschaften. Neben der General Aviation umfasst das Leistungsspektrum der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) auch den Betrieb des VIP- & Business-Centers am Flughafen Wien. Weiters umfasst das Segment Handling Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.

Geringere Enteisungserlöse drücken den Umsatz im Segment Handling

In den ersten drei Monaten 2014 kam es zu einem Rückgang der externen Umsatzerlöse des Segments Handling um 17,4 % auf € 35,3 Mio. (Q1/2013: € 42,7 Mio.). Dieser Rückgang ist fast zur Gänze auf die geringeren Erlöse aus der Enteisung aufgrund des milden Winters zurückzuführen. Die Vorfeldabfertigungserlöse sanken dementsprechend um 24,8 % auf € 23,7 Mio. (Q1/2013: € 31,5 Mio.). Gleichzeitig konnte der Frachtumsatz durch die positive Entwicklung weiter zulegen und trug mit € 7,2 Mio. (Q1/2013: € 6,7 Mio) zu den Erlösen bei.

Während die externen Umsätze aus Sicherheitsleistungen der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H (VIAS) durch den Wegfall der Dokumentenkontrolle um € 0,3 Mio. sanken, erwirtschafte der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers im ersten Quartal 2014 konstante Erlöse in Höhe von € 1,9 Mio. (Q1/2013: € 1,9 Mio.).

Der Materialverbrauch im Segment Handling konnte durch den geringeren Einsatz an Enteisungsmitteln um mehr als die Hälfte auf € 2,3 Mio. reduziert werden (Q1/2013: € 4,9 Mio.). Der geringe durchschnittliche Personalstand von 3.097 Mitarbeiter (minus 2,3 %) wirkte positiv auf den Personalaufwand, der sich in den ersten drei Monaten 2014 auf € 38,6 Mio. verringerte (Q1/2013: € 39,2 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf € 1,0 Mio., da im Vorjahr Forderungswertberichtigungen aufgelöst wurden.

Milder Winter führt zu EBITDA-Rückgang um € 4,0 Mio.

Durch den Rückgang der Enteisungserlöse sank das EBITDA des Segments Handling in den ersten Monaten 2014 um 51,4 % von € 7,8 Mio. auf € 3,8 Mio. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 1,3 Mio. (Q1/2013: € 1,4 Mio.) konnte ein EBIT von € 2,5 Mio. nach € 6,4 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 7,2 % um 5,9 Prozentpunkte und die EBIT-Marge mit 4,6 % um 6,1 Prozentpunkte unter der Vergleichsperiode des Vorjahres.

(3.3) Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.

Konstantes Umsatzniveau von € 30,0 Mio. im Segment Retail & Properties

Im ersten Quartal 2014 erwirtschaftete das Segment Retail & Properties einen unveränderten Umsatz in Höhe von € 30,0 Mio (Q1/2013: € 30,0 Mio.). Während die Parkerträge um € 0,2 Mio. auf € 10,6 Mio. leicht zulegten, blieben die Vermietungen nahezu konstant. Weiterhin positiv entwickelte sich die Vermarktung von Werbeflächen, die in den ersten drei Monaten 2014 einen Umsatzbeitrag von € 2,2 Mio. erwirtschafteten. Leichte Rückgänge in Höhe von € 0,2 Mio. verzeichneten die Erlöse aus Shopping und Gastronomie. Hier wirken sich zwei Faktoren dämpfend aus: Einerseits waren durch großflächige Umbauten von Gastro-Flächen Betriebe teilweise stillgelegt sowie durch die Neugestaltung der Plaza wesentliche Retailflächen nicht oder nur erschwert zugänglich. Zum anderen haben die massiven Abwertungen von russischem Rubel und türkischer Lira gegenüber dem Euro in Folge politischer Krisen die Kaufkraft von überproportional konsumfreudigen Passagiergruppen gedrückt.

Der Materialaufwand blieb mit € 0,3 Mio. konstant. Der Personalaufwand reduzierte sich trotz identen durchschnittlichen Personalstands von 80 Mitarbeitern um 2,2 % auf € 1,7 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten durch die Auflösung von Forderungswertberichtigungen im ersten Quartal 2014 reduziert werden und betrugen € 4,1 Mio. (minus 13,7 %).

EBITDA-Anstieg um 1,2 % auf € 19,6 Mio.

Das EBITDA des Segments Retail & Properties stieg im ersten Quartal 2014 um € 0,2 Mio. auf € 19,6 Mio. (Q1/2013: € 19,3 Mio.). Die Abschreibungen des Segments stiegen leicht durch die durchgeführten Investitionen auf € 3,7 Mio. Das EBIT des Segments beträgt demnach € 15,8 Mio. nach € 15,7 Mio. in der Vorjahresperiode. Die EBITDA-Marge blieb praktisch unverändert bei 57,7 % (Q1/2013: 57,6 %), ebenso die EBIT-Marge mit 46,7 % (Q1/2013: 46,8 %).

(3.4) Sonstige Segmente

Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl für andere Segmente als auch für externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften (inklusive für diese Gesellschaften erbrachte Dienstleistungen) zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente beliefen sich im ersten Quartal 2014 auf € 3,9 Mio. (Q1/2013: € 4,4 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Umsatzerlöse im Bereich der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen inkl. Sicherheitsequipment zurückzuführen.

Die internen Erlöse sanken im Vergleichszeitraum aufgrund geringer Betriebskosten für den Terminalbetrieb um 8,4 %. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist ebenfalls im ähnlichen Verhältnis der Umsatzerlöse auf € 7,2 Mio. gesunken. Der Personalaufwand sank aufgrund des geringeren durchschnittlichen Personalstands von 596 Mitarbeiter (Q1/2013: 626 Mitarbeiter) auf € 10,1 Mio. (Q1/2013: € 11,4 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken unter anderem aufgrund geringerer Wartungskosten auf € 4,1 Mio. Die Abschreibungen blieben mit € 3,3 Mio. konstant zum ersten Quartal 2013. Der interne Betriebsaufwand belief sich auf € 2,0 Mio. nach € 2,6 Mio. in den ersten drei Monaten 2013.

In Summe wird ein Segment–EBITDA in Höhe von € 5,2 Mio. (Q1/2013: € 4,2 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 1,9 Mio. (Q1/2013: € 0,8 Mio.) ausgewiesen.

in T€ 31.3.2013 31.12.2013
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.388.949,9 1.406.569,2
Handling 32.820,4 33.014,4
Retail & Properties 252.089,4 261.589,6
sonstige Segmente 197.372,1 191.500,6
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.871.231,8 1.892.673,9
Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen
Sonstige Finanzanlagen 3.759,6 3.810,6
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 20.000,0 20.000,0
Forderungen an Finanzamt 10.415,7 14.778,9
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 7.222,3 13.856,2
Abgrenzungsposten 5.534,9 4.894,1
Zahlungsmittel und -äquivalente 3.871,3 3.923,3
Summe nicht zuordenbar 50.803,7 61.263,1
Konzernvermögen 1.922.035,6 1.953.937,0

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

(4) Wesentliche Ereignisse und Geschäf t svor fälle – Erläuterungen zum Zwischenabschluss

Bilanz

Die Bilanzsumme der Flughafen-Wien-Gruppe verringerte sich seit dem 31. Dezember 2013 um € 31,9 Mio. und beträgt zum 31. März 2014 € 1.922,0 Mio. (31. Dezember 2013: € 1.953,9 Mio.).

Das langfristige Vermögen reduzierte sich um € 21,4 Mio. auf € 1.836,2 Mio. – im Wesentlichen durch die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 32,3 Mio. (Q1/2013: € 30,5 Mio.). Im Gegenzug wurde im ersten Quartal € 10,1 Mio. in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Die größten Zugänge betreffen den Hangar 7, den Technischen Lärmschutz sowie diverse Bauten in Terminal- oder anderen Betriebsgebäuden. Die Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen entwickelten sich positiv und stiegen um € 0,9 Mio. auf € 98,7 Mio. Die bisher aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Beteiligung GET2 ("GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH) wurde erstmalig aufgrund der zunehmenden Übernahme operativer Tätigkeiten im Konzern mit einem Buchwert in Höhe von € 0,6 Mio. als at-Equity-Beteiligung erfasst. Dadurch kam es in der Position sonstige finanzielle Vermögenswerte zu

einer Verringerung der Anteile an nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen in Höhe von € 0,1 Mio.

Die Verringerung des kurzfristigen Vermögens um 10,9 % auf € 85,9 Mio. (Ultimo 2013: € 96,3 Mio.) ist fast zur Gänze auf den Rückgang von Finanzamtsforderungen durch geringere Vorsteuerguthaben und sonstigen Forderungen zurückzuführen. Die im Umlauf befindlichen Gelder sanken im ersten Quartal um € 2,6 Mio. Weiters wurden sonstige Forderungen aus Schadensersatz in Höhe von € 4,3 Mio. bezahlt. Im Vergleich zum Jahresultimo blieben Vorräte mit € 4,3 Mio. und die Zahlungsmittel und –äquivalente mit € 3,9 Mio. nahezu unverändert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich infolge des Umsatzrückganges um € 0,4 Mio. Die Wertpapiere blieben unverändert bei € 20,0 Mio.

Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 aufgrund des Periodenergebnisses des ersten Quartals (€ 12,2 Mio.) und der Veränderung der sonstigen Rücklagen (Neubewertung von leistungsorientierten Plänen, € 1,2 Mio.) um 1,5 % auf € 919,2 Mio. (Ultimo 2013: € 905,9 Mio.). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und der Reduktion der Buchwerte durch die planmäßigen Abschreibungen auf 47,8 % nach 46,4 % zum Jahresende 2013. Die nicht beherrschenden Anteile an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding, a.s. "v likvidacii", Bratislava, betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H.

Die Senkung der langfristigen Schulden um € 34,1 Mio. auf € 714,2 Mio. resultiert vorrangig aus Umbuchungen der Tilgungen für Finanzverbindlichkeiten des nächsten Jahres in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die langfristigen Rückstellungen sanken durch bestimmungsgemäße Verwendungen und Auflösungen um € 0,7 Mio., die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um € 0,6 Mio. Die langfristigen latenten Steuern reduzierten sich im Vergleich zum Jahresultimo um € 0,3 Mio. auf € 29,3 Mio.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich in Summe um € 11,2 Mio. auf € 288,6 Mio. Der Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf eine höhere Dotation der Urlaubsrückstellung zurückzuführen, da der offene Urlaubsanspruch größtenteils erst im dritten Quartal abgebaut wird. Das laufende Ergebnis führte zu einer Erhöhung der Steuerrückstellung auf € 12,3 Mio. per 31. März 2014 (Ultimo 2013: € 10,4 Mio.). Die Lieferantenverbindlichkeiten konnten um 44,8 % auf € 27,4 Mio. fast halbiert werden (Ultimo 2013: € 49,7 Mio.), da u.a. Rechnungen im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit am Flughafen Wien bezahlt wurden. Die Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ist einerseits auf geringere Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie anderseits auf gestiegene Umsatzvorauszahlungen und Zinsabgrenzungen zurückzuführen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Im ersten Quartal konnte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 139,5 Mio. erwirtschaften (Q1/2013: € 145,9 Mio.). Dieser Rückgang um 4,4 % ist im Wesentlichen durch den milden Winter bedingt, der zu geringeren Erlösen aus der Enteisung von Flugzeugen im Ausmaß von € 7,6 Mio. geführt hat. Positiv entwickelten sich dagegen die Umsätze aus lande- und passagierbezogenen Entgelten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um € 1,4 Mio. auf € 4,2 Mio. Während sich die aktivierten Eigenleistungen um € 0,7 Mio. erhöhten, sanken die übrigen sonstigen Erträge auf € 2,5 Mio. Im Vorjahr wurden Rückstellungen durch den positiven Ausgang eines Prozesses aufgelöst und Schadenersatzleistungen gebucht.

Im ersten Quartal 2014 sanken die Material- und Energieaufwendungen durch den milden Winter und Energiesparmaßnahmen auf € 10,4 Mio. Dies entspricht einer Kostenreduktion um € 6,6 Mio. Die bezogenen Leistungen stiegen um € 0,5 Mio. aufgrund höherer Materialeinsätze für Kundenaufträge.

Der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl der FWAG um 2,2 % auf 4.259 Mitarbeiter und die geringere Einsatzdichte des Winterdienstes führten zu einem Rückgang der Personalaufwendungen um € 3,0 Mio. (minus 4,8 %).

Generell zeigt sich, dass die Anstrengungen in Hinblick auf Produktivitätssteigerung und strenger Kostendisziplin nachhaltige Ergebnisse zeitigen. So konnten im ersten Quartal 2014 weitere Maßnahmen einige wesentliche Kostenblöcke der sonstigen betrieblichen Aufwendungen spürbar reduzieren. Geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten (minus € 0,8 Mio.), die u.a. durch optimierte Planungen erzielt wurden, Einsparungen bei Fremdleistungen (minus € 1,1 Mio.) und die gesunken Kosten für Transporte (minus € 0,9 Mio.), die im Vorjahr den Abtransport der immensen Schneemassen beinhalteten, wirkten positiv auf das operative Ergebnis. Leistungen, die von verbundenen Unternehmen bezogen wurden, erhöhten sich durch den erweiterten Leistungsumfang der Konzerngesellschaften um € 0,4 Mio.

Das EBITDA der Flughafen-Wien-Gruppe für das erste Quartal 2014 beträgt € 53,2 Mio. (Q1/2013: € 48,6 Mio.), was einem Plus von 9,4 % entspricht.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich aufgrund der im Vorjahr getätigten Investitionen um € 1,8 Mio. auf € 32,3 Mio.

in T€ Q1/2014 Q1/2013
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände
1.022,3 1.000,0
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 31.286,7 29.526,8
Summe Abschreibungen 32.309,0 30.526,7

Das Ergebnis vor Zinsen uns Steuern (EBIT) der FWAG steigt im Vorjahresvergleich um 15,4 % auf € 20,9 Mio. (Q1/2013: € 18,1 Mio.).

Das Finanzergebnis der Flughafen-Wien-Gruppe beläuft sich nach minus € 6,0 Mio. im ersten Quartal 2013 nun auf minus € 4,9 Mio. Die Zinserträge sanken im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um € 0,2 Mio. aufgrund geringerer Erträge aus Wertpapieren sowie geringer Zahlungsmittelbestände. Die Zinsaufwendungen konnten von € 6,8 Mio. auf € 6,1 Mio. durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gesenkt werden. Die at-Equity-bilanzierten Unternehmen trugen in Summe € 0,8 Mio. zum Finanzergebnis bei. Die Erstkonsolidierung der GET2 führte zu einem at-Equity-Ertrag in Höhe von € 0,6 Mio.

Daraus ergibt sich ein EBT der Flughafen-Wien-Gruppe von € 16,0 Mio. nach € 12,1 Mio. in der Vergleichsperiode (plus € 3,8 Mio.).

Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ Q1/2014 Q1/2013
Aufwand für laufende Ertragssteuern 4.438,0 2.213,2
Veränderung latente Steuern -652,2 398,8
Summe Steuern 3.785,8 2.612,0

Das Periodenergebnis (vor nicht beherrschenden Anteilen) beträgt € 12,2 Mio. (Q1/2013: € 9,5 Mio.).

Cash-Flow

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit € 46,7 Mio. im ersten Quartal 2014 um 2,1 % unter dem Vorjahr, da Verbindlichkeiten im Ausmaß von € 6,9 Mio. (Q1/2013: € 1,9 Mio.) abgebaut wurden. Ein höheres Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von € 16,0 Mio (Q1/2013: € 12,1 Mio.) konnte trotz gestiegener Abschreibungen des Anlagevermögens in Höhe von € 32,3 Mio. (Q1/2013: € 30,5 Mio.) erreicht werden. Nach Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals und der Ertragsteuerzahlungen (€ 2,6 Mio.) ergibt sich somit ein Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 46,7 Mio. (Q1/2013: € 47,7 Mio.)

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 18,3 Mio. nach minus € 17,1 Mio. in den ersten drei Monaten 2013. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 22,3 Mio. (Q1/2013: € 17,4 Mio.). Bei den Einzahlungen in Höhe von € 4,1 Mio. wurde der zahlungswirksame Effekt des Schiedsurteils aus dem Vorjahr berücksichtigt.

Der Free-Cash-Flow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) sank durch den Abbau von Verbindlichkeiten um 7,1 % auf € 28,4 Mio. (Q1/2013: € 30,6 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 28,5 Mio. (Q1/2013: minus € 68,5 Mio.) ist auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Finanzmittelbestand betrug unverändert € 3,9 Mio. (31. Dezember 2013: € 3,9 Mio.).

(5) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.

(6) Konsolidierungskreis

Mit 01. Jänner 2014 wurde die "GetService"-Flughafen-Sicherheits und Servicedienst GmbH (GET2) aufgrund ihrer gestiegenen Bedeutung für den operativen Geschäftsverlauf der Flughafen-Wien-Gruppe in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurde das Unternehmen wegen seiner untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss miteinbezogen. Das Unternehmen wurde als Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11 eingestuft obwohl eine Stimmrechtsmehrheit durch die Flughafen-Wien-Gruppe vorliegt. Es handelt sich jedoch um nicht substanzielle Stimmrechte, da wesentliche Entscheidungen nur mit einer qualifizierten Mehrheit von 75 % möglich sind. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Erstkonsolidierung führte zu einer Erhöhung des at-Equity Beteiligungsansatzes um € 0,6 Mio.

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31. Dezember 2013: 14) und sieben ausländische (31. Dezember 2013: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden vier inländische Unternehmen (31. Dezember 2013: 3) und vier ausländische Unternehmen (31. Dezember 2013: 4) nach der Equity-Methode bewertet.

Aus der Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards (IFRS 10, 11) haben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises ergeben (siehe Anhangsangabe 2).

Drei (31. Dezember 2013: 4) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

Bezüglich der at-Equity bilanzierten Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH (den Sonstigen Segmenten zugeordnet) bestehen zum Bilanzstichtag 31. März 2014 weiterhin Absichten diese zu veräußern. Auf einen gesonderten Ausweis nach IFRS 5 wurde verzichtet, da die Beteiligung zum Bilanzstichtag vollständig abgeschrieben ist und sich keine Auswirkung auf die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ergaben.

(7) Sonstige Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 31. März 2014 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 1,1 Mio. (31. Dezember 2013: € 1,0 Mio.), für Sachanlagen in Höhe von € 23,4 Mio. (31. Dezember 2013: € 20,2 Mio.).

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

(8) Nahestehende Unternehmen und Personen

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

(9) Angab en zu Buchwer ten und b eizulegenden Zeitwerten (Finanzinstrumente)

In den nachfolgenden Tabellen werden die Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 31. März 2014 sowie zum 31. Dezember 2013 dargestellt:

Q1/2014 in T€ Bewertungs
kategorie
Buchwert 31.3.2014
AKTIVA
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 33.825,3
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR 28.431,3
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0
davon Forderungen geg. Assozierte
Unternehmen
LaR 646,6
davon sonstige Forderungen LaR 7.189,7
davon ausgereichte Darlehen LaR 595,1
Summe LaR 62.256,6
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert)* AfS 106,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 3.537,9
davon langfristige Investmentfonds,
Wertpapiere und Wertrechte*
AfS 3.537,9
Summe AfS 3.644,2
PASSIVA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 24.746,0
Finanzverbindlichkeiten FLAC 628.811,4
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 519.075,0
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 109.736,4
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 9.140,6
davon langfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 6.440,6
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 2.700,0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 53.164,4
davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 828,0
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 52.336,4
Summe FLAC 715.862,4

* Da aufgrund von fehlenden Marktwerten der Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier teilweise vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für diese Vermögenswerte liegt zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht vor.

Wertansatz nach IAS 39
Zeitwert 31.3.2014 Zeitwert
erfolgsneutral
Anschaffungskosten Fortgeführte
Anschaffungskosten
33.825,3 33.825,3
30.236,1 28.431,3
21.804,8 20.000,0
646,6 646,6
7.189,7 7.189,7
595,1 595,1
64.061,4 62.256,6
106,3 106,3
3.537,9 2.905,1 632,7
3.537,9 2.905,1 632,7
3.644,2 2.905,1 739,1
24.746,0
633.797,1
524.060,7
109.736,4
10.209,0
7.509,0
2.700,0
53.301,7
965,4
52.336,4
722.053,8

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

2013 in T€ Bewertungs
kategorie
Buchwert 31.12.2013
AKTIVA
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 34.452,6
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR 34.459,8
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0
davon Forderungen geg. Assozierte Unterneh
men
LaR 61,8
davon sonstige Forderungen LaR 13.802,9
davon ausgereichte Darlehen LaR 595,1
Summe LaR 68.912,4
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert)* AfS 157,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 3.537,9
davon langfristige Investmentfonds, Wertpapie
re und Wertrechte*
AfS 3.537,9
Summe AfS 3.695,2
PASSIVA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 49.717,6
Finanzverbindlichkeiten FLAC 657.292,5
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 551.646,4
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 105.646,0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 9.355,1
davon langfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 6.655,1
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 2.700,0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 49.294,1
davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 811,5
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 48.482,6
Summe FLAC 765.659,2

* Da aufgrund von fehlenden Marktwerten der Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier teilweise vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für diese Vermögenswerte liegt zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht vor.

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ande-

Wertansatz nach IAS 39
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Anschaffungskosten Zeitwert
erfolgsneutral
Zeitwert 31.12.2013
34.452,6 34.452,6
34.459,8 35.967,0
20.000,0 21.507,2
61,8 61,8
13.802,9 13.802,9
595,1 595,1
68.912,4 70.419,6
157,3 157,3
632,7 2.905,1 3.537,9
632,7 2.905,1 3.537,9
790,1 2.905,1 3.695,2
49.717,6 49.717,6
657.292,5 666.736,3
551.646,4 561.090,3
105.646,0 105.646,0
9.355,1 10.387,6
6.655,1 7.687,6
2.700,0 2.700,0
49.294,1 49.420,0

Summe FLAC 765.659,2 765.659,2 776.261,5

Erläuterung der Bewertungskategorien:

davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 811,5 811,5 937,5 davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 48.482,6 48.482,6 48.482,6

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

re kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und ge-

meinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert der Rentenpapiere der Kategorie "Loans and Receivables" (LaR) wird als Börsenkurs angegeben (Stufe 1).

Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteiligungen sind nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.

Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (v.a. Leasingverbindlichkeiten) werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt (Stufe 2).

In der folgenden Übersicht werden die Finanzinstrumente, die nach dem beizulegenden Zeitwert bewertet bzw. gebucht werden (Wertpapiere der Kategorie "Available for Sale"- Zeitwert erfolgsneutral) hinsichtlich der Bewertungskategorien nach IFRS 13 analysiert. Die einzelnen Stufen sind folgendermaßen definiert.

Bewertungstechniken und Annahmen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Stufe 1

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises (Börsenkurses) bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen).

Stufe 2

Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dieser Kategorie, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt (d.h. als Ableitung von Preisen, Kursen) aus Marktwerten abgeleitet.

Stufe 3

In diese Kategorie fallen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden (außer Derivate), deren beizulegender Zeitwert unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, berechnet wird.

AKTIVA Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.3.2014
in T€ Börsenpreise Abgeleitete
Preise
Nicht ableit
bare Preise
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
Wertpapiere (AfS)
389,1 2.516,0 0,0 2.905,1
AfS finanzielle Vermögens
werte Gesamt
389,1 2.516,0 0,0 2.905,1
AKTIVA Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.12.2013
in T€ Börsenpreise Abgeleitete
Preise
Nicht ableit
bare Preise
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
Wertpapiere (AfS)
389,1 2.516,0 0,0 2.905,1
AfS finanzielle Vermögens
werte Gesamt
389,1 2.516,0 0,0 2.905,1

Zum Stichtag 31.3.2014 erfolgte aufgrund von Unwesentlichkeit keine Bewertung der AfS - Wertpapiere, daher entspricht der Zeitwert zum 31.3.2014 jenem vom 31.12.2013. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

(10) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. März 2014 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, 12. Mai 2014

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

E r k l ä r u n g d e s V o r s t a n d s

gemäß § 87 Abs. 1 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, 12. Mai 2014

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Impressum

Medieninhaber

Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria

Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001

www.viennaairport.com

DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

Investor Relations

Leitung: Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected] Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]

Leitung Kommunikation Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]

Pressestelle

Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://ir.viennaairport.com Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: http://www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: http://www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: http://www.drittepiste.viennaairport.com Dialogforum Flughafen Wien: http://www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): http://www.viemediation.at

Dieser Geschäftsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

von Corporate Publishing und Media Solutions VGN (Leitung: Martin Moser) produziert.

Konzeption, Gestaltung und Produktion: Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf, MSc Layout und Tabellensatz: Petra Meier

Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 12. Mai 2014 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 1/2014 des Flughafen Wien finden Sie auf unserer Homepage: http://ir.viennaairport.com unter dem Menuepunkt: Publikationen und Berichte. Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Quartalsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

www.viennaairport.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.