Quarterly Report • Nov 18, 2014
Quarterly Report
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Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter)
| Q1-3/2014 | Q1-3/2013 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 476,8 | 470,3 | 1,4 |
| davon Airport | 262,1 | 250,7 | 4,5 |
| davon Handling | 109,8 | 115,0 | -4,5 |
| davon Retail & Properties | 93,3 | 91,6 | 1,8 |
| davon Sonstige Segmente | 11,7 | 12,9 | -9,6 |
| EBITDA | 200,8 | 191,5 | 4,8 |
| EBITDA-Marge (in %)1 | 42,1 | 40,7 | n.a. |
| EBIT | 105,8 | 94,4 | 12,1 |
| EBIT-Marge (in %)2 | 22,2 | 20,1 | n.a. |
| ROCE (in %)3 | 5,0 | 4,3 | n.a. |
| Konzernergebnis nach Minderheiten | 75,4 | 64,3 | 17,2 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 186,8 | 171,3 | 9,0 |
| Investitionen4 | 54,1 | 55,2 | -2,0 |
| Ertragssteuern | 22,6 | 19,2 | 17,6 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt5 | 4.329 | 4.404 | -1,7 |
| 30.9.2014 | 31.12.2013 | Veränd. in % | |
| Eigenkapital | 947,4 | 905,9 | 4,6 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 49,7 | 46,4 | n.a. |
| Nettoverschuldung6 | 519,9 | 633,4 | -17,9 |
| Bilanzsumme | 1.906,0 | 1.953,9 | -2,5 |
| Gearing (in%) | 54,9 | 69,9 | n.a. |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 4.210 | 4.247 | -0,9 |
| Q1-3/2014 | Q1-3/2013 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 17,2 | 16,7 | 2,9 |
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 5,1 | 5,2 | -2,8 |
| Flugbewegungen | 175.683 | 175.341 | 0,2 |
| MTOW (in Mio. Tonnen)7 | 6,2 | 6,0 | 3,5 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) | 199.615 | 186.033 | 7,3 |
| Sitzladefaktor (in %)8 | 75,6 | 75,2 | n.a. |
| Marktkapitalisierung (per 30.9.2014; in € Mio.) | 1.388,3 |
|---|---|
| Börsenkurs: Höchstwert in € (am 3.4.2014) | 72,00 |
| Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 30.1.2014) | 59,38 |
| Börsenkurs: Wert per 30.9.2014 (in €) | 66,11 |
| Börsenkurs: Wert per 31.12.2013 (in €) | 61,00 |
| Verkehrsergebnis 2014 | 20. Jänner 2015 |
|---|---|
| Vorläufiges Jahresergebnis 2014 | 2. März 2015 |
| 27. Hauptversammlung | 6. Mai 2015 |
| 1. Quartal 2015 | 19. Mai 2015 |
| Halbjahresergebnis 2015 | 18. August 2015 |
| 1.-3. Quartal 2015 | 17. November 2015 |
| Reuters | VIE.VI |
|---|---|
| Bloomberg | FLU:AV |
| Datastream | O:FLU |
| ISIN | AT0000911805 |
| ÖKB-WKN | 091180 |
| ÖTOB | FLU |
| ADR | VIAAY |
| Wien | |
|---|---|
| Frankfurt (Xetra) | |
| London (SEAQ International) | |
1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest
and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse
3) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbare Steuern) / durchschnittliches Capital Employed
4) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre
5) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer
6) Nettoverschuldung = Finanzschulden minus liquide Mittel minus kurzfristige Wertpapiere
7) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge
8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/ angebotene Sitzplatzkapazität
Ein für unser Unternehmen bisher erfolgreiches Jahr 2014 neigt sich langsam dem Ende zu. Trotz zahlreicher Herausforderungen – politische Krisen in der Ukraine, dem Nahen und Mittleren Osten, Streiks bei wichtigen Airlines und ungünstige Wechselkursschwankungen (Yen, Rubel, Türkische Lira) – werden unsere Ziele für Volumens- und Ergebnisentwicklung aus heutiger Sicht erreicht werden. Steigende Passagierzahlen sowie eine deutlich höhere Produktivität, die durch Kostendisziplin und Reorganisationsmaßnahmen erreicht werden konnte, sorgten für eine neuerliche Verbesserung aller relevanten Kennzahlen. An dieser Stelle möchten wir unseren Mitarbeitern, ohne deren Einsatz und Professionalität diese Entwicklung nicht möglich gewesen wäre, ein herzliches Dankeschön sagen!
In den ersten neun Monaten 2014 wurden am Flughafen Wien 17.220.242 Fluggäste abgefertigt. Das entspricht einem Plus von 2,9 % gegenüber der Vorjahresperiode (Q1-3/2013: 16.738.205). Der August war mit 2.275.933 Passagieren sogar der stärkste Monat in der Unternehmensgeschichte. Getragen wurde dieser Anstieg zur Gänze durch die Lokalpassagiere, bei denen ein Plus von 5,2 % verzeichnet wurde. Bei Transferpassagieren verzeichnete die FWAG dagegen einen Rückgang von 2,8 %. Entscheidend dafür war das Minus von 4,7 % bei den CEE-Destinationen – hier hat Wien eine wichtige Drehscheibenfunktion –, die insbesondere infolge der Ukraine-Krise deutlich weniger Reisende anzogen.
Westeuropäische Ziele legten in den ersten drei Quartalen um 3,6 % zu. Ein besonders erfreuliches Plus gab es bei US-Destinationen mit einem Passagierzuwachs von 32,9 % und bei Abflügen in den Fernen Osten mit 14,0 % mehr Fluggästen. Hier wirkten sich die neuen Austrian-Destinationen Newark (seit Mitte 2014) und Chicago (seit Mitte 2013) sowie die Streckenaufnahme der Air China nach Peking positiv aus.
Auch die Flugbewegungen stiegen mit 175.683 Starts und Landungen um 0,2 % an (Q1-3/2013: 175.341). Für den gegenüber der Passagierentwicklung niedrigeren Zuwachs ist zum einen der etwas höhere Sitzladefaktor von 75,6 % (Q1-3/2013: 75,2 %), zum anderen der anhaltende Trend zu größeren Flugzeugen verantwortlich. Letzteres zeigt sich auch beim Höchstabfluggewicht (MTOW) das gegenüber der Vorjahresperiode um 3,5 % auf 6.174.010 Tonnen (Q1-3/2013: 5.963.309 Tonnen) zulegte. Sehr gut entwickelte sich das Frachtvolumen: In den ersten drei Quartalen wurden mit 199.615 Tonnen um 7,3 % mehr Güter befördert (Q1-3/2013: 186.033 Tonnen).
Trotz des milden und trockenen Winters, der einen Rückgang der Enteisungserlöse in Höhe von € 8,3 Mio. mit sich brachte, konnte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) ihren Umsatz in den ersten drei Quartalen um 1,4 % auf € 476,8 Mio. steigern (Q1-3/2013: € 470,3 Mio.). Ein deutlich reduzierter Materialaufwand und ein nur geringfügig höherer Personalaufwand (sinkende Mitarbeiterzahl aber kollektivvertragliche Erhöhungen von Löhnen und Gehältern und höhere Rückstellungsdotierungen) sorgten für ein überproportionales Plus beim EBITDA von 4,8 % auf € 200,8 Mio. (Q1-3/2013: € 191,5 Mio.). Die EBITDA-Marge stieg auf 42,1 % (Q1-3/2013: 40,7 %). Das EBIT legte um 12,1 % auf € 105,8 Mio. zu (Q1-3/2013: € 94,4 Mio.), das Konzernergebnis sogar um 16,4 % auf € 74,9 Mio. (Q1-3/2013: € 64,3 Mio.). Letzteres entspricht einer Erhöhung des Gewinns nach nicht beherrschenden Anteilen je Aktie von € 3,06 auf € 3,59.
Auch die Bilanzstruktur der FWAG hat sich von Jahresultimo bis 30. September 2014 markant verbessert. Die Eigenkapitalquote legte im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 3,3 Prozentpunkte auf 49,7 % zu, und die Nettoverschuldung konnte von € 633,4 Mio. auf nunmehr € 519,9 Mio. verringert werden.
Die Steigerung des wirtschaftlichen Ergebnisses geht Hand in Hand mit einer weiteren Verbesserung von Service und Infrastruktur. Die Eröffnung des neugestalteten Pier West, mit seinem hellen und einladenden Design, ging wie geplant nach erteilter Benützungsbewilligung Anfang November über die Bühne. DO&CO sorgt in diesem Teil des Flughafens für eine tolle Erweiterung des kulinarischen Angebots für unsere Fluggäste und auch die Vielfalt attraktiver Shops ist 2014 deutlich größer geworden (z.B.: Victoria's Secret, Philipp Plein, Pop-up-store von Eva Poleschinski). Bis Jahresende wird auch die Implementierung des neuen, kontrastreicheren Leitsystems abgeschlossen sein, wodurch Orientierung und Barrierefreiheit am Airport signifikant verbessert werden.
Die Infrastruktur wird zügig weiter ausgebaut. Neben dem fertiggestellten Hangar 7 wird auch der neue Fernbahnhof in Betrieb gehen - noch im Dezember werden hier die ersten Züge vom neuen Hauptbahnhof Wien aus einfahren. Die Vergabe des neuen Hotels auf dem Gelände des Flughafens steht unmittelbar bevor.
Für das letzte Quartal sind unsere Prognosen vorsichtig. Eine Straffung der Kapazitäten im Winterflugplan lässt stagnierende, allenfalls marginal steigende Passagierzahlen erwarten. Die weiterhin angespannte Lage in der Ukraine dürfte den Transfer in die CEE-Region weiter belasten und auch die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten können sich jederzeit verschärfen.
Unsere Guidance für die Verkehrszahlen sehen wir aber weiter als sehr gut abgesichert an: Die Passagierzahlen sollen 2014 zwischen 2 % und 3 % steigen, während die Zahl der Flugbewegungen zwischen minus 1 % und plus 1 % weitgehend stabil bleiben wird.
Die Guidance für die Finanzzahlen heben wir teils leicht an: Der Umsatz der FWAG soll 2014 über € 630 Mio. betragen, das EBITDA soll über € 245 Mio. (bisher € 240 Mio.), das Konzernergebnis über € 80 Mio. (bisher € 75 Mio.) liegen. Die Verschuldung hat bereits Mitte 2014 die Zielmarke von € 600 Mio. deutlich unterschritten.
Abschließend wollen wir unseren Aktionären und dem Aufsichtsrat sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen danken!
Schwechat, am 7. November 2014
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
In den ersten neun Monaten 2014 frequentierten 17.220.242 Passagiere den Flughafen Wien. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von 2,9 %. Nach einem starken ersten Halbjahr wurden auch im dritten Quartal Zuwächse verzeichnet. Der August 2014 war mit 2.275.933 Passagieren sogar der stärkste Monat in der Unternehmensgeschichte.
Wesentliche Treiber dieser positiven Entwicklung sind weiterhin die westeuropäischen Destinationen sowie die Nordamerika-Strecken. Auch Ziele im Nahen, Mittleren und Fernen Osten, die im vergangenen Jahr aufgrund von Sonderfaktoren wie etwa der Flottenumrüstung von Austrian Airlines weniger frequentiert wurden, zogen mehr Reisende an. Hier wirkten die Neu- und Wiederaufnahmen von Strecken - etwa Peking durch Air China, Teheran durch Austrian Airlines oder der direkte Rückfl ug von Korean Air nach Seoul - belebend.
Die Analyse der Passagierzahlen ergibt folgendes Bild: In den ersten drei Quartalen wurden 12.082.321 Lokalpassagiere am Flughafen Wien abgefertigt (Q1-3/2013: 11.485.953). Das entspricht einem Plus von 5,2 %. Die Anzahl der Transferpassagiere liegt hingegen mit 5.086.310 Reisenden 2,8 % unter dem Vorjahresniveau. Letzteres steht auch in Zusammenhang mit den osteuropäischen Destinationen, die weiterhin durch die politischen Unruhen in der Ukraine und der damit einhergehenden Frequenzreduktionen belastet sind.
Die Anzahl der abfl iegenden Passagiere Richtung CEE-Region ging im Vorjahresvergleich um 4,7 % auf 1.572.320 zurück. Westeuropäische Destinationen wurden hingegen von 5.968.323 abfl iegenden Passagieren frequentiert (plus 3,6 %). Neben neu angebotenen Destinationen wie Mailand-Linate wirkten sich auch zusätzliche Verbindungen nach Madrid und Larnaca, sowie Aufstockungen nach Frankfurt und London positiv aus. Das erweitere Angebot von Destinationen im Fernen Osten zog mit 297.320 um 14,0 % mehr Reisende an, der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete durch Kapazitätserweiterungen ein Plus von 4,1 % in den ersten neun Monaten 2014. Der hohe Zuwachs auf den Nordamerika-Strecken mit 29,2 % mehr abfliegenden Passagieren im Vorjahresvergleich wird vor allem durch die Neuaufnahme von Chicago (seit Ende des ersten Halbjahres 2013) sowie Newark (ab Mitte 2014) im Austrian Airlines Destinationsprogramm getragen.
Zahlreiche Airlines, die neu in Wien operieren - etwa Jet2.com, Air China und Ethiopian Airlines - unterstützen die insgesamt positive Entwicklung ebenso, wie der höhere Sitzladefaktor der Airlines in Wien, der sich um 0,4 Prozentpunkte auf 75,6 % verbesserte (Q1-3/2013: 75,2 %).
Der Home-Carrier Austrian Airlines beförderte in den ersten drei Quartalen 2014 um 1,0 % mehr Passagiere, der Anteil am Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien verringerte sich leicht auf 48,1 % (Q1-3/2013: 49,0 %). NIKI/airberlin erreichte im Vorjahresvergleich ein Passagierplus von 3,5 %, womit der Anteil am Gesamtpassagieraufkommen leicht auf 17,8 % (Q1-3/2013: 17,7 %) anstieg.
In den ersten neun Monaten legten die Flugbewegungen geringfügig um 0,2 % auf 175.683 Bewegungen zu (Q1-3/2013: 175.341). Das Höchstabfl uggewicht (MTOW) erhöhte sich um 3,5 % auf 6.174.010 Tonnen (Q1-3/2013: 5.963.309 Tonnen), wozu vor allem die Neuaufnahme von Langstreckendestinationen beitrug. Das Frachtaufkommen verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum von 7,3 % auf 199.615 Tonnen (Q1-3/2013: 186.033 Tonnen).
Die positive Entwicklung des Malta Airports, an der die Flughafen-Wien-Gruppe durchgerechnet rund ein Drittel der Aktien hält, setzte sich auch im dritten Quartal fort. Mit 3,4 Mio. Passagieren (plus 7,2 %) und über 25.000 Flugbewegungen verzeichnete der Flughafen in den ersten drei Quartalen bei beiden Kennzahlen ein deutliches Plus.
In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 476,8 Mio. Trotz um € 8,3 Mio. geringerer Enteisungserlöse wurde damit gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,4 % erreicht (Q1-3/2013: € 470,3 Mio.). Getragen wird diese Entwicklung neben den höheren Erlösen aus lande- und passagierbezogenen Entgelten auch von der positiven Frachtentwicklung am Flughafen Wien. Im Bereich Retail & Properties entwickelten sich die Parkerträge und die Erlöse aus Shopping & Gastro ebenfalls gut. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich auf € 11,2 Mio. (Q1-3/2013: € 16,5 Mio.), da es gegenüber der Vorjahresperiode geringere aktivierte Eigenleistungen und Rückstellungsauflösungen gab.
Der im Vergleich zu 2013 milde Winter Anfang 2014 führte neben geringeren Aufwendungen für Enteisungsmittel und Treibstoffe auch zu einem Rückgang der Energiekosten, wobei hier auch Energiesparmaßnahmen kostendämpfend wirkten. Dies trug überwiegen zum signifikanten Rückgang des Materialaufwands um € 8,3 Mio. bei. Die bezogenen Leistungen stiegen hingegen um € 1,9 Mio. aufgrund vermehrter herstellungsbezogener Dienstleistungen. In Summe konnte der Aufwand für Material und bezogene Leistungen in den ersten neun Monaten deutlich auf € 28,2 Mio. reduziert werden (Q1-3/2013: € 34,7 Mio.).
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr trotz des gesunkenen durchschnittlichen Mitarbeiterstands leicht um € 2,9 Mio. von € 185,4 Mio. auf € 188,2 Mio. (plus 1,6 %) gestiegen. Dies ist zum geringeren Teil auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen ab Mai 2014 (plus 2,0 %) und zum größeren Teil auf höhere Dotierungen der Jubiläumsgeldrückstellung infolge der Senkung des angewendeten Rechnungszinssatzes und Dotierungen für Altersteilzeit bzw. sonstige Personalrückstellungen zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand der FWAG reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2014 weiter von 4.404 auf 4.329 Mitarbeiter, was einem Minus von 1,7 % entspricht.
In den ersten drei Quartalen 2014 wurden Betriebsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr reduziert: Die Instandhaltungskosten verringerten sich aufgrund geringerer Wartungskosten für Anlagen und Gebäude um € 2,1 Mio. auf € 14,5 Mio. Auch die Transportkosten sanken um € 1,0 Mio., da der Abtransport der großen Schneemengen 2013 belastend wirkte. Die Fremdleistungen reduzierten sich um € 5,5 Mio. Im Gegenzug erhöhten sich Leistungen, die von assoziierten Unternehmen erbracht wurden, durch den erweiterten Leistungsumfang der Konzerngesellschaften nur um € 2,5 Mio. Die Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungsleistungen lagen mit € 2,7 Mio. um € 1,5 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Gebildete Wertberichtigungen (inkl. Auflösungen) zu Forderungen belasteten das Ergebnis in Summe mit € 2,6 Mio.
Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und den in Relation geringeren operativen Aufwendungen stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 4,8 % auf € 200,8 Mio. (Q1-3/2013: € 191,5 Mio.). Die EBITDA-Marge legte von 40,7 % auf 42,1 % zu.
In den ersten drei Quartalen 2014 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 95,0 Mio. (Q1-3/2013: € 92,0 Mio.) erfasst. Im Vorjahr belasteten zudem außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 5,1 Mio. das EBIT. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich aufgrund des höheren operativen Ergebnisses und geringerer Abschreibungen (inkl. Wertminderungen) um 12,1 % auf € 105,8 Mio. (Q1-3/2013: € 94,4 Mio.).
Die Verbesserung des Finanzergebnisses von minus € 10,8 Mio. auf minus € 8,3 Mio. ist auf mehrere Effekte zurückzuführen. Im Vorjahr wurden aus nicht konsolidierten Beteiligungen Erträge in Höhe von € 2,3 Mio. erzielt (Q1-3/2014: € 0,1 Mio.). Diese Erträge beinhalteten im Vorjahr auch eine Ausschüttung der Beteiligung GET2 ("GetService"- Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH), die seit Beginn des Jahres 2014 durch die Erstkonsolidierung nunmehr als at-Equity-Ergebnis, jedoch weiterhin im Finanzergebnis, dargestellt wird.
Das Zinsergebnis reduzierte sich durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und das gesunkene Zinsniveau von minus € 18,4 Mio. auf minus € 17,3 Mio. Das at-Equity-Ergebnis legte im Vergleich zum Vorjahr um € 3,6 Mio. zu. Hier wurde ein einmaliger Effekt durch die Erstkonsolidierung der GET2 in Höhe von € 0,6 Mio. und die laufenden Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen in Höhe von € 5,9 Mio. erfasst. Der Verkauf der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH schlägt sich mit Erträgen (Wertaufholung in Q2/2014) in Höhe von € 2,3 Mio. im Finanzergebnis nieder (siehe dazu auch Konzernanhang Punkt 2). Die Entkonsolidierung der Columinis Holding GmbH (Liquidation mit Firmenbuchbeschluss vom 19. Mai 2014) führte zu keinen wesentlichen Auswirkungen im Finanzergebnis.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich für die ersten neun Monate 2014 auf € 97,5 Mio. (Q1-3/2013: € 83,6 Mio.). Nach Abzug der Ertragssteuern in Höhe von € 22,6 Mio. (Q1-3/2013: € 19,2 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 74,9 Mio., was einer Steigerung von € 10,5 Mio. beziehungsweise 16,4 % entspricht. Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg auf € 75,4 Mio. Das Ergebnis je Aktie betrug somit € 3,59 nach € 3,06 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb mit 21 Millionen Stück unverändert.
Durch die positive Verkehrsentwicklung verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe im dritten Quartal 2014 ein Umsatzwachstum in Höhe von € 6,7 Mio. auf € 172,2 Mio. Positiv wirkten, neben den passagier- und landebezogenen Umsatzerlösen, auch höhere Mietund Konzessionserträge, sowie gestiegene Parkerlöse. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit € 3,7 Mio. über dem Vorjahresquartal (Q3/2013: € 2,6 Mio.), da im dritten Quartal 2014 höhere aktivierte Eigenleistungen und Schadenersatzleistungen verbucht wurden.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen stiegen leicht um € 0,1 Mio. auf € 8,5 Mio. an. Der Personalaufwand ist hingegen im Vergleich zum Vorjahresquartal von € 59,8 Mio. auf € 64,9 Mio. gestiegen. Dies ist zum geringeren Teil auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen um 2,0 % ab Mai 2014 und zum größeren Teil auf höhere Dotierungen der Jubiläumsgeldrückstellung infolge der Senkung des angewendeten Rechnungszinssatzes und Dotierungen für Altersteilzeit bzw. sonstige Personalrückstellungen zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand reduzierte sich hingegen um € 0,7 Mio. auf € 28,1 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Instandhaltungs- und Wartungskosten sowie geringeren Rechts-, Prüf- und Beratungskosten zurückzuführen. In Summe stieg das EBITDA im Quartalsvergleich um 4,5 % auf € 74,3 Mio.
Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen auf € 31,7 Mio. (Q3/2013: € 31,0 Mio.). Im Vorjahr wurden zudem außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 5,1 Mio. für ein Frachtgebäude und sonstiges Sachanlagevermögen erfasst.
Das EBIT des dritten Quartals legte aufgrund des höheren EBITDA um € 7,7 Mio. auf € 42,7 Mio. zu.
Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus € 3,1 Mio. auf minus € 2,2 Mio. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich durch den geringere Finanzverbindlichkeiten um € 0,3 Mio. auf € 6,2 Mio. Die at-Equity-Beteiligungen der Flughafen-Wien-Gruppe entwickelten sich ebenfalls positiv und trugen mit € 3,5 Mio. um € 0,4 Mio. mehr zum Finanzergebnis im dritten Quartal bei. Seit Jahresbeginn wird die Beteiligung "GetService"- Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) ebenfalls als at-Equity-Beteiligung einbezogen.
Im dritten Quartal konnte das Ergebnis vor Ertragssteuern auf € 40,5 Mio. (Q3/2013: € 31,9 Mio.) gesteigert werden. Dies führt auch zu einer höheren Steuerbelastung für das dritte Quartal 2014 in Höhe von € 9,6 Mio. (Q3/2013: € 8,4 Mio.). In Summe ergibt sich dadurch ein Periodenergebnis für Q3/2014 von € 30,8 Mio. (Q3/2013: € 23,4 Mio.).
Die Nettoverschuldung konnte um € 113,5 Mio. auf € 519,9 Mio. reduziert werden. Die Bilanzstruktur der FWAG zeigt sich deutlich verbessert: die Eigenkapitalquote stieg um 3,3 Prozentpunkte auf 49,7 %. Das Gearing sank deutlich von 69,9 % zum 31. Dezember 2013 auf nunmehr 54,9 %.
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit liegt in den ersten neun Monaten 2014 um 9,0 % oder € 15,5 Mio. über dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Verbesserung des operativen Ergebnisses zurückzuführen (EBT in Höhe von € 97,5 Mio. sowie Hinzurechnung der Abschreibungen in Höhe von € 95,0 Mio.). Unter Berücksichtigung der anteiligen, abgegrenzten Periodenergebnisse der at-Equity-Beteiligungen in Höhe von € 6,5 Mio., sowie der Einzahlungen aus Dividendenausschüttungen dieser Beteiligungen in Höhe von € 2,8 Mio., Gewinnen aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 2,0 Mio., der Veränderung des Working Capitals und sonstiger Passiva in Höhe von € 16,0 Mio. und den Abzug der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 16,0 Mio. ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von € 186,8 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 47,5 Mio. nach minus € 59,0 Mio. in den ersten neun Monaten 2013. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von € 54,7 Mio. (Q1-3/2013: € 69,5 Mio.). Bei den Einzahlungen in Höhe von € 7,2 Mio. wurde u.a. der Verkauf der Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH sowie der zahlungswirksame Effekt des Schiedsurteils aus dem Vorjahr berücksichtigt. Im Vorjahr kam es durch den Abgang von Wertpapieren zu einer Einzahlung von € 10,0 Mio.
Der Free-Cash-Flow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) erhöhte sich demnach um 24,0 % auf € 139,3 Mio. (Q1-3/2013: € 112,3 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 140,0 Mio. (Q1-3/2013: minus € 144,9 Mio.) ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 112,7 Mio. und auf die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von € 27,3 Mio. (Q1-3/2013: € 22,1 Mio.) zurückzuführen.
Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. September 2014 € 3,2 Mio. (31. Dezember 2013: € 3,9 Mio.).
Das langfristige Vermögen reduzierte sich in Folge der planmäßigen Abschreibungen von € 1.857,6 Mio. zum Jahresende 2013 auf € 1.819,3 Mio. zum 30. September 2014. Neben Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 54,1 Mio. (Q1-3/2013: € 55,2 Mio.) wurden Abschreibungen in Höhe von € 95,0 Mio. (Q1-3/2013: € 97,1 Mio. inkl. Wertminderungen) erfasst.
Die Buchwerte der at-Equity Beteiligungen stiegen von € 97,9 Mio. auf € 101,6 Mio. Die bis 2013 nicht konsolidierte Beteiligung GET2 ("GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH) wurde zu Beginn 2014 erstmalig aufgrund der zunehmenden Übernahme operativer Tätigkeiten im Konzern mit einem Buchwert in Höhe von € 0,6 Mio. als at-Equity-Beteiligung erfasst. Dadurch kam es in der Position "sonstige finanzielle Vermögenswerte" zu einer Verringerung der Anteile an nicht einbezogenen Unternehmen in Höhe von € 0,1 Mio.
Die Anteile der at-Equity Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH wurden nach der Genehmigung durch das Bundeskartellamt im August 2014 an die beiden Käufer übertragen (siehe dazu Konzernanhang Punkt 2). Zum 30. Juni 2014 waren diese Anteile nach IFRS 5 im Posten "Zum Verkauf stehender Vermögenswert" mit einem Buchwert von € 2,25 Mio. (31. Dezember 2013: € 0,0 Mio.) ausgewiesen. Im dritten Quartal 2014 erfolgte die Überweisung des Kaufpreises.
Das kurzfristige Vermögen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um € 9,7 Mio. auf € 86,7 Mio. Während sich die Finanzamtsforderungen und sonstigen Forderungen aufgrund von erfolgten Zahlungseingängen um € 14,2 Mio. reduzierten, stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Umsatzwachstums auf € 38,7 Mio. an (31. Dezember 2013: € 34,3 Mio.). Die Vorräte blieben mit € 4,4 Mio. auf dem Niveau zum Jahresende 2013. Die Wertpapiere stiegen durch die Marktwertbewertung von € 20,0 Mio. auf € 21,5 Mio.
Die Zahlungsmittel und –äquivalente sanken um € 0,7 Mio. auf € 3,2 Mio. zum 30. September 2014.
Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 in Summe um 4,6 % auf € 947,4 Mio. (31. Dezember 2013: € 905,9 Mio.) einerseits aufgrund des Periodenergebnisses der ersten neun Monate (€ 74,9 Mio.) unter Berücksichtigung der Dividendenausschüttung (€ 27,3 Mio.). Andererseits führten die seit 2014 auch zu den Quartalsabschlüssen vorgenommene Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung von Available-for-Sale-Wertpapieren zu einer Veränderung der sonstigen Rücklagen von minus € 6,0 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und Reduktionen der Buchwerte durch erfasste Abschreibungen auf 49,7 % nach 46,4 % zum Jahresende 2013.
Die Senkung der langfristigen Schulden um € 30,2 Mio. auf € 718,1 Mio. resultiert im Wesentlichen aus Umgliederungen und Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten (minus € 45,7 Mio.) und sonstigen Verbindlichkeiten (minus € 4,3 Mio.), die im nächsten Jahr zahlungswirksam werden. Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich u.a. aufgrund der Anpassung des Rechnungszinssatzes der Personalrückstellungen auf € 152,5 Mio. (31. Dezember 2013: € 132,5 Mio.).
Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich in Summe um € 59,3 Mio. auf € 240,5 Mio. Während die kurzfristigen Rückstellungen u.a. aufgrund höherer sonstiger Personalrückstellungen und Leistungsabgrenzungen von € 73,6 Mio. auf € 86,4 Mio. stiegen, verringerten sich die Lieferantenverbindlichkeiten um € 20,2 Mio. auf nunmehr € 29,5 Mio., da zum Stichtag weniger Rechnungen im Zusammenhang mit Bauprojekten am Flughafen Wien vorlagen. Das laufende Ergebnis führte zu einer Erhöhung der Steuerrückstellung auf € 15,4 Mio. per 30. September 2014 (31. Dezember 2013: € 10,4 Mio.). Die Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um € 10,2 Mio. auf € 70,6 Mio. ist u.a. auf Umgliederungen von sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund des Fälligkeitsprofils im nächsten Jahr und Zinsabgrenzungen zurückzuführen.
In den ersten drei Quartalen 2014 wurden in Summe € 54,1 Mio. in immaterielles Vermögen, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert. Die größten Zugänge betrafen den neuen Hangar 7 mit € 10,9 Mio., den Pier West mit € 6,2 Mio., die Fracht-Vorfeldpositionen mit € 5,6 Mio. und Investitionen im Zusammenhang mit dem Umweltfonds und Technischen Lärmschutz mit € 5,2 Mio.
Eine Herausforderung könnte dem Flughafen Wien durch die im EU-Parlament diskutierte weitere Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste erwachsen, die für den Flughafen Wien unter anderem eine Zulassung von zumindest drei Agents (derzeit zwei) im Ramp-Handling sowie das Recht der Airlines auf Selbsthandling vorsehen würde. Dadurch würde der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen und das Risiko, Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren, steigen. Das Risiko eines dritten Handling-Agents wird nach derzeitigem Stand der Beratungen frühestens ab 2019/20 und jenes hinsichtlich Selbstabfertigung der Airlines frühestens ab 2017 schlagend. Um negative wirtschaftliche Konsequenzen für den Flughafen Wien zu minimieren bzw. zu vermeiden, wird unter anderem in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) auf EU-Ebene Überzeugungsarbeit geleistet.
Für die restlichen drei Monate des Geschäftsjahres 2014 betreffen wesentliche Risiken und Ungewissheiten die künftige Entwicklung der Wirtschaftslage im Allgemeinen und der Luftfahrtindustrie im Besonderen. Kapazitätskürzungen der Airlines und Streiks, sowohl des Airline-Personals als auch des Boden- bzw. Sicherheitspersonals anderer Flughäfen, können nachteilige Effekte auf die weitere Umsatzentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe haben.
Nach schwachen Ergebnissen einiger für den Flughafen Wien wichtiger Airlines bestehen Unwägbarkeiten hinsichtlich deren weiterer Entwicklung und Ausrichtung. Die FWAG beobachtet diese Vorgänge genau, denn Änderungen bei Streckennetzen und Flotten können einen negativen Einfluss auf die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien haben. Derzeit schätzt die FWAG das Risiko erheblicher negativer Auswirkungen für den Flughafen Wien durch Restrukturierungsmaßnahmen bei Airlines allerdings als gering ein.
Auch politische Einflussfaktoren wie militärische Konflikte oder natürliche Risiken, wie etwa Pandemien, könnten sich negativ auf die wirtschaftliche Lage der FWAG auswirken. Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-Systems werden alle wesentlichen Geschäftsrisiken systematisch quantifiziert und erfasst sowie durch entsprechende Risikominderungspläne überwacht.
Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste konnte in erster Instanz positiv abgeschlossen werden. Mit Bescheid vom 10. Juli 2012 wurde der FWAG die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens "Parallelpiste 11R/29L" erteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schreibt 460 Auflagen zum Schutz von Bürgern und Umwelt vor. Die Rechtsmittelfrist endete am 24. August 2012 und es gab von 28 Parteien Rechtsmittel gegen den Bescheid. Mit Ende 2013 ist die Zuständigkeit, aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen, auf das neue Bundesverwaltungsgericht übergegangen. Die FWAG rechnet aus heutiger Sicht mit einer Entscheidung im kommenden Jahr. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH, gerechnet werden.
Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung sowie einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen.
Im Falle einer Aufhebung des Bescheids bzw. der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten abzuschreiben.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.
Nach der erwartet verhaltenen Entwicklung im 1. Quartal hat sich das Passagierwachstum im 2. und 3. Quartal den Prognosen entsprechend deutlich beschleunigt. Zu Beginn des 4. Quartals hat sich das Wachstum zwar wieder leicht abgeschwächt, doch insgesamt liegt das Passagierwachstum in den ersten zehn Monaten des Jahres mit plus 2,7 % im oberen Bereich der veröffentlichten Guidance.
Im Oktober 2014 stieg die Anzahl der abgefertigten Passagiere um 1,4 % im Vergleich zum Oktober des Vorjahres. Neben gestiegenem MTOW (plus 4,1 %) und mehr Flugbewegungen (plus 0,7 %) konnte im Oktober auch die Fracht um 10,8 % zulegen.
Für das Jahr 2014 rechnet die FWAG aufgrund der publizierten Flugpläne sowie der bereits angekündigten neuen Streckenaufnahmen und Frequenzverdichtungen mit einem Wachstum bei den Passagieren von deutlich über 2 %. Vor diesem Hintergrund rechnet die FWAG mit einer Steigerung des Umsatzes auf mehr als € 630 Mio. sowie mit einem EBITDA von über € 245 Mio. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht zumindest € 80 Mio. betragen.
Schwechat, am 7. November 2014
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
| Segmente1 in € Mio. | Q1-3/2014 | Q1-3/2013 | Veränd. in % | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Airport | |||||
| Externe Umsätze | 262,1 | 250,7 | 4,5 | ||
| EBITDA | 115,6 | 98,7 | 17,2 | ||
| EBIT | 46,0 | 31,7 | 45,3 | ||
| Handling | |||||
| Externe Umsätze | 109,8 | 115,0 | -4,5 | ||
| EBITDA | 13,7 | 18,8 | -27,0 | ||
| EBIT | 9,6 | 14,7 | -34,6 | ||
| Retail & Properties | |||||
| Externe Umsätze | 93,3 | 91,6 | 1,8 | ||
| EBITDA | 59,0 | 55,9 | 5,6 | ||
| EBIT | 47,7 | 39,9 | 19,6 | ||
| Sonstige Segmente | |||||
| Externe Umsätze | 11,7 | 12,9 | -9,6 | ||
| EBITDA | 12,5 | 18,3 | -31,5 | ||
| EBIT | 2,5 | 8,2 | -69,3 |
1) Zur Überleitung der Segmentergebnisse siehe Anhang Seite 26ff.
In den ersten neun Monaten 2014 konnte das Segment Airport - trotz nahezu stagnierender Flugbewegungen - durch den Anstieg des MTOW und dem gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelt den Umsatz steigern. Das Passagierwachstum spiegelt sich ebenfalls in gestiegenen Erlösen wider. Zudem frequentierten auch mehr Passagiere die angebotenen Lounges und trugen damit zur Umsatzsteigerung bei. Der Personalaufwand stieg trotz nahezu identen Personalstands aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhung und Rückstellungsdotierungen leicht an. Nach der Mehrbelastung durch die immensen Schneefälle 2013 konnten 2014 sowohl Materialaufwand (weniger Enteisungsmaterial) wie auch die Kosten für den Schneeabtransport reduziert werden. Positiv wirkten sich auch die gesunkenen Rechts-, Prüf- und Beratungskosten auf das Segmentergebnis aus. Dadurch konnten sowohl Segment-EBITDA wie auch Segment-EBIT signifikant verbessert werden.
Der Rückgang der externen Umsatzerlöse im Segment Handling in den ersten neun Monaten 2014 ist in erster Linie auf die geringeren Erlöse aus der Enteisung aufgrund des milden Winters zurückzuführen. Gleichzeitig konnte der Frachtumsatz durch die positive Entwicklung weiter zulegen und diesen Rückgang zum Teil kompensieren. Negativ wirkte die Erhöhung des Personalaufwands durch die kollektivvertragliche Erhöhung und Rückstellungsdotierungen trotz des gesunkenen durchschnittlichen Personalstands. Die Materialkosten sanken im Wesentlichen infolge des geringeren Einsatzes an Enteisungsmitteln. Durch den Ergebnisrückgang aufgrund des vergleichsweisen milden Winters 2014 sowie höherer Personalaufwendungen sanken sowohl das EBITDA und das EBIT des Segments Handling deutlich unter das Vorjahresniveau.
In den ersten neun Monaten 2014 konnte das Segment Retail & Properties trotz eines zum Teil herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds den Umsatz leicht steigern. Während sich die Parkerträge nach dem Rückgang im letzten Jahr erholten und die Vermarktung von Werbeflächen sich weiterhin positiv entwickeln konnte, dämpften die massiven Abwertungen von Russischem Rubel und Türkischer Lira gegenüber dem Euro in Folge politischer Krisen die Kaufkraft von überproportional konsumfreudigen Passagiergruppen einerseits, wie auch die partielle umbaubedingte Stilllegung und Neugestaltung großer Gastro- und Retail-Flächen im Altbestand andererseits die Umsatzerlöse in diesem Segment. Gleichzeitig konnten im gleichen Zeitraum die Aufwendungen infolge geringerer Materialaufwendungen und der Auflösung von Forderungswertberichtigungen leicht reduziert werden, sodass in Summe eine Steigerung des EBITDA und des EBIT erzielt werden konnte.
Der Rückgang der externen Umsätze im Segment Sonstige Segmente ist im Wesentlichen auf geringere Umsatzerlöse im Bereich der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen inkl. Sicherheitsequipment zurückzuführen. Die internen Erlöse sanken im Vergleichszeitraum aufgrund geringerer Betriebskosten für den Terminalbetrieb. Gleichzeitig ist der Aufwand für Material und bezogene Leistungen proportional zu den Umsatzerlösen gesunken. Der Personalaufwand reduzierte sich trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen aufgrund des geringeren durchschnittlichen Personalstands. In Summe sanken sowohl das EBITDA als auch EBIT gegenüber dem Vergleichszeitraum.
Nähere Details über die Segmententwicklung finden Sie im Anhang ab Seite 26ff.
| in T€ | Q1-3/2014 | Q1-3/2013 | V. in % | Q3/2014 | Q3/2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 476.847,4 | 470.309,9 | 1,4 | 172.176,3 | 165.481,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 11.154,9 | 16.513,8 | -32,5 | 3.657,5 | 2.603,7 |
| Betriebsleistung | 488.002,3 | 486.823,7 | 0,2 | 175.833,8 | 168.085,5 |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen |
-28.201,4 | -34.654,9 | -18,6 | -8.508,3 | -8.387,6 |
| Personalaufwand | -188.229,7 | -185.352,1 | 1,6 | -64.931,0 | -59.842,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -70.770,2 | -75.267,2 | -6,0 | -28.061,4 | -28.744,8 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) |
200.800,9 | 191.549,5 | 4,8 | 74.333,0 | 71.110,9 |
| Planmäßige Abschreibungen | -94.976,5 | -92.019,7 | 3,2 | -31.652,5 | -31.012,8 |
| Wertminderungen | 0,0 | -5.116,0 | -100,0 | 0,0 | -5.116,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) |
105.824,4 | 94.413,9 | 12,1 | 42.680,5 | 34.982,2 |
| Beteiligungsergebnis ohne at-Equity Unternehmen |
139,0 | 2.338,0 | -94,1 | 69,0 | 0,0 |
| Zinsertrag | 1.129,6 | 1.436,7 | -21,4 | 390,0 | 356,6 |
| Zinsaufwand | -18.428,0 | -19.792,0 | -6,9 | -6.249,9 | -6.558,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 74,1 | 0,0 | n.a. | 74,1 | 0,0 |
| Finanzergebnis ohne at-Equity Unternehmen |
-17.085,3 | -16.017,3 | 6,7 | -5.716,8 | -6.201,9 |
| Ergebnis aus nach der at-Equity Methode bilanzierten Beteiligungen |
8.763,3 | 5.179,1 | 69,2 | 3.513,0 | 3.077,5 |
| Finanzergebnis | -8.322,0 | -10.838,2 | -23,2 | -2.203,9 | -3.124,4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 97.502,4 | 83.575,6 | 16,7 | 40.476,7 | 31.857,8 |
| Ertragsteuern | -22.628,0 | -19.238,7 | 17,6 | -9.627,6 | -8.426,8 |
| Periodenergebnis | 74.874,4 | 64.336,9 | 16,4 | 30.849,1 | 23.430,9 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 75.404,1 | 64.340,9 | 17,2 | 31.376,8 | 23.432,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | -529,7 | -4,0 | n.a. | -527,8 | -1,3 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) |
3,59 | 3,06 | 17,2 | 1,49 | 1,12 |
| in T€ | Q1-3/2014 | Q1-3/2013 | V. in % | Q3/2014 | Q3/2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 74.874,4 | 64.336,9 | 16,4 | 30.849,1 | 23.430,9 |
| Neubewertungen aus leistungs orientierten Plänen |
-9.563,8 | 0,0 | n.a. | -10.547,9 | 0,0 |
|---|---|---|---|---|---|
| darauf entfallende latente Steuern | 2.390,9 | 0,0 | n.a. | 2.637,0 | 0,0 |
| Ergebnis aus der Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
1.498,3 | 348,0 | n.a. | -108,2 | 0,0 |
|---|---|---|---|---|---|
| davon erfolgsneutrale Veränderung |
1.427,3 | 0,0 | n.a. | -179,3 | 0,0 |
| davon realisiertes Ergebnis | 71,0 | 348,0 | -79,6 | 71,0 | 0,0 |
| darauf entfallende latente Steuern | -374,6 | -87,0 | n.a. | 27,1 | 0,0 |
| Sonstiges Ergebnis | -6.049,1 | 261,0 | n.a. | -7.992,1 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 68.825,3 | 64.597,9 | 6,5 | 22.857,0 | 23.430,9 |
| Davon entfallend auf: | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 69.355,0 | 64.601,9 | 7,4 | 23.384,8 | 23.432,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | -529,7 | -4,0 | n.a. | -527,8 | -1,3 |
| in T€ | 30.9.2014 | 31.12.2013 | V. in % |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.189,1 | 13.733,1 | -18,5 |
| Sachanlagen | 1.574.634,7 | 1.622.159,0 | -2,9 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 127.975,8 | 119.561,1 | 7,0 |
| Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen | 101.614,2 | 97.865,9 | 3,8 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.910,4 | 4.290,3 | -8,9 |
| 1.819.324,2 | 1.857.609,2 | -2,1 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 4.367,7 | 4.360,8 | 0,2 |
| Wertpapiere | 21.483,2 | 20.000,0 | 7,4 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 57.597,6 | 68.043,7 | -15,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.223,8 | 3.923,3 | -17,8 |
| 86.672,2 | 96.327,7 | -10,0 | |
| Summe Aktiva | 1.905.996,4 | 1.953.937,0 | -2,5 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 117.657,3 | 117.657,3 | 0,0 |
| Sonstige Rücklagen | -16.125,0 | -10.075,9 | 60,0 |
| Einbehaltene Ergebnisse | 693.132,0 | 645.027,9 | 7,5 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | 947.334,3 | 905.279,3 | 4,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | 112,2 | 641,9 | -82,5 |
| 947.446,6 | 905.921,3 | 4,6 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 152.515,9 | 132.460,4 | 15,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 505.975,0 | 551.646,4 | -8,3 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 30.202,4 | 34.540,1 | -12,6 |
| Latente Steuern | 29.383,8 | 29.580,7 | -0,7 |
| 718.077,2 | 748.227,7 | -4,0 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | 15.422,0 | 10.429,3 | 47,9 |
| Übrige Rückstellungen | 86.354,5 | 73.635,2 | 17,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 38.601,1 | 105.646,0 | -63,5 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 29.533,6 | 49.717,6 | -40,6 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 70.561,5 | 60.359,9 | 16,9 |
| 240.472,7 | 299.788,1 | -19,8 | |
| Summe Passiva | 1.905.996,4 | 1.953.937,0 | -2,5 |
| in T€ | Q1-3/2014 | Q1-3/2013 | V. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 186.807,2 | 171.327,7 | 9,0 | |
| + | Einzahlungen aus Anlagenabgang | 7.165,6 | 518,6 | n.a. |
| - | Auszahlungen für Anlagenzugang | -54.727,9 | -69.522,2 | -21,3 |
| + | Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen | 71,9 | 0,0 | n.a. |
| + | Einzahlungen aus Abgang von Wertpapieren | 0,0 | 10.000,0 | -100,0 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -47.490,3 | -59.003,6 | -19,5 | |
| - | Dividendenausschüttung | -27.300,0 | -22.050,0 | 23,8 |
| +/- Veränderung der Finanzverbindlichkeiten | -112.716,4 | -122.889,8 | -8,3 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -140.016,4 | -144.939,8 | -3,4 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -699,5 | -32.615,8 | -97,9 | |
| + | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 3.923,3 | 40.439,0 | -90,3 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 3.223,8 | 7.823,2 | -58,8 | |
Nähere Erläuterungen siehe Anhang 4
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Summe sonstige Rücklagen |
Einbehal tene Er gebnisse |
Gesamt | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt |
| Stand zum 1.1.2013 |
152.670,0 | 117.657,3 | -13.183,3 | 593.786,5 | 850.930,5 | 647,9 | 851.578,4 |
| Marktwertbewer tung von Wertpa pieren |
261,0 | 261,0 | 261,0 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 261,0 | 0,0 | 261,0 | 0,0 | 261,0 |
| Periodenergebnis | 64.340,9 | 64.340,9 | -4,0 | 64.336,9 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 261,0 | 64.340,9 | 64.601,9 | -4,0 | 64.597,9 |
| Dividendenaus schüttung |
-22.050,0 | -22.050,0 | -22.050,0 | ||||
| Stand zum 30.9.2013 |
152.670,0 | 117.657,3 | -12.922,3 | 636.077,4 | 893.482,4 | 643,9 | 894.126,3 |
| Stand zum 1.1.2014 |
152.670,0 | 117.657,3 | -10.075,9 | 645.027,9 | 905.279,3 | 641,9 | 905.921,3 |
| Marktwertbewer tung von Wertpa pieren |
1.123,7 | 1.123,7 | 1.123,7 | ||||
| Neubewertungen aus leistungsorien |
tierten Plänen -7.172,8 -7.172,8 -7.172,8 Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -6.049,1 0,0 -6.049,1 0,0 -6.049,1 Periodenergebnis 75.404,1 75.404,1 -529,7 74.874,4 Gesamtergebnis 0,0 0,0 -6.049,1 75.404,1 69.355,0 -529,7 68.825,3
schüttung -27.300,0 -27.300,0 -27.300,0
30.9.2014 152.670,0 117.657,3 -16.125,0 693.132,0 947.334,3 112,2 947.446,6
Dividendenaus-
Stand zum
23
Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. September 2014 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpfl ichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2013 gelesen werden.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2013. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2014 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden folgende neue und überarbeitete Standards, welche die Konsolidierung, Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und von Beteiligungen sowie die damit verbundenen Angaben neu regeln, erstmalig angewendet.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Beherrschungsmodell zur Ermittlung ein, ob ein Tochterunternehmen konsolidiert werden soll. Der Schwerpunkt dieses Beherrschungsmodells liegt darauf, ob der Konzern die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen hat, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und seine Verfügungsgewalt dazu einsetzen kann, diese Rendite zu beeinfl ussen. IFRS 10 ersetzt die bisherigen Konsolidierungsleitlinien gemäß IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC 12 "Konsolidierung von Zweckgesellschaften". Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 10 hat die Flughafen Wien AG als Mutterunternehmen die Beherrschung ihrer Beteiligungsunternehmen zum 1. Januar 2014 erneut beurteilt. Durch die erstmalige Anwendung dieses Standards hat sich keine Veränderung des Konsolidierungskreises des Flughafen-Wien-Konzerns ergeben.
IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt IAS 31 "Anteile an Joint Ventures". Nach IFRS 11 hat der Flughafen-Wien-Konzern seine Anteile an gemeinsamen Vereinbarungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (falls der Konzern Rechte an den einer Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten besitzt und Verpfl ichtungen für deren Schuld hat) oder als Gemeinschaftsunternehmen (wenn der Konzern Rechte nur am Nettovermögen einer Vereinbarung besitzt) eingestuft. Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 11 hat die Flughafen Wien AG als Mutterunternehmen die Einstufung ihrer Gemeinschaftsunternehmen zum 1. Januar 2014 ebenfalls neu beurteilt. Diese Beurteilung der gemeinsamen Vereinbarungen des Flughafen-Wien-Konzerns führte zu keiner änderung der Bilanzierung.
IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" fasst alle Angaben Verpflichtungen für Tochtergesellschaften, assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen sowie für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten zusammen. Er ersetzt die entsprechenden Regelungen in den Standards IAS 27, IAS 28 und IAS 31 und verlangt im Jahresabschluss umfangreichere Angaben.
Die Berücksichtigung anderer, neu anzuwendender Standards resultierte ebenso in keinen materiellen Änderungen für den Konzernzwischenabschluss.
Die Flughafen Friedrichshafen GmbH stellte innerhalb des Flughafen-Wien-Konzerns eine eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit dar (CGU). Die Flughafen Wien AG hat ihren gesamten Anteil an der Flughafen Friedrichshafen GmbH in Höhe von 25,15 % zu gleichen Teilen an die Stadt Friedrichshafen und den Landkreis Bodensee im dritten Quartal 2014 übertragen. Zum 30. Juni 2014 wurde der Vermögenswert des at-Equity-bilanzierten, assoziierten und im Vorjahr zur Gänze wertgeminderten Unternehmens (den Sonstigen Segmenten zugeordnet) nach den Vorschriften des IFRS 5 gesondert im kurzfristigen Vermögen als "Zum Verkauf stehender Vermögenswert" ausgewiesen. Als letzte Vertragspartei haben am 22. Juli 2014 auch die verantwortlichen politischen Gremien des Landkreises Bodensee ihre Zustimmung zu der Transaktion erteilt. Das Bundeskartellamt stimmte am 20. August 2014 dem Erwerb der Anteile zu. Die Flughafen Friedrichshafen GmbH wurde daher mit 20. August 2014 entkonsolidiert.
Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, Periodenergebnisse, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.
| Q1-3/2014 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze | 262.091,3 | 109.798,2 | 93.265,0 | 11.692,8 | 476.847,4 |
| Interne Segmentumsätze | 25.448,1 | 54.818,3 | 14.478,0 | 68.407,6 | |
| Segmentumsätze | 287.539,4 | 164.616,5 | 107.743,1 | 80.100,4 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 46.013,5 | 9.626,7 | 47.676,9 | 2.507,3 | 105.824,4 |
| Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2013 nach Geschäftsbereichen |
|||||
| Q1-3/2013 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 250.741,4 | 115.016,6 | 91.612,2 | 12.939,7 | 470.309,9 |
| Interne Segmentumsätze | 25.260,3 | 53.713,9 | 12.990,0 | 73.971,4 | |
| Segmentumsätze | 276.001,7 | 168.730,5 | 104.602,2 | 86.911,0 | |
Die Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich des EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden. Auf eine gesonderte Überleitung bis zum EBT wird an dieser Stelle verzichtet. Die at–Equity-Ergebnisse in Höhe von € 8,8 Mio. (Q1-3/2013: € 5,2 Mio.) werden den Sonstigen Segmenten zugewiesen. Das verbleibende Finanzergebnis ist nicht zugeordnet, auch aufgrund der Tatsache, dass es zu keiner Zuordnung der Schulden auf die Segmente kommt. Die Schulden des Flughafen-Wien-Konzerns werden von einer zentralen, übergeordneten Stelle überwacht.
Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur, sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.
Per 1. Jänner 2014 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:
| Landeentgelt, Infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: | + 1,87 % |
|---|---|
| Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt landside: | + 0,55 % |
| Infrastrukturentgelt Betankung: | + 1,83 % |
Das PRM-Entgelt bleibt mit € 0,34/abfliegenden Passagier unverändert. Das Sicherheitsentgelt bleibt mit € 7,70/abfliegenden Passagier ebenfalls unverändert.
In den ersten neun Monaten 2014 konnte das Segment Airport externe Umsätze in Höhe von € 262,1 Mio. (Q1-3/2013: € 250,7 Mio.) erzielen. Durch den Anstieg der MTOW und dem gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelt stiegen die Erlöse aus Landeentgelten (inkl. Abstellung und Hangerierung) trotz stagnierender Bewegungen um € 3,2 Mio. an. Das Passagierwachstum spiegelt sich in gestiegenen Passagiererlösen inkl. Sicherheitsentgelten in Höhe von € 180,9 Mio. (Q1-3/2013: € 174,1 Mio.). Die positive Ertragsentwicklung der Flughafen-Lounges setzte sich auch im dritten Quartal mit einem Umsatzplus in den ersten neun Monaten von € 0,5 Mio. fort.
Der Materialaufwand verringerte sich durch die im Vorjahresvergleich geringere Belastung aus dem Winterdienst (Enteisungsmittel) um € 2,2 Mio. auf € 3,1 Mio. Der Personalaufwand stieg aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhung und Rückstellungsdotierungen bei einem nahezu identen Personalstands von 497 Mitarbeitern leicht auf € 30,3 Mio. an (Q1-3/2013: € 30,1 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen eine Reduktion um € 2,1 Mio. Einerseits gingen die Kosten für den Schneeabtransport massiv zurück, andererseits wirkten geringere Rechts-, Prüf- und Beratungskosten positiv auf das Segmentergebnis in den ersten neun Monaten 2014. Die Marketing- und Marktkommunikationsaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an.
Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 104,1 Mio. ergibt sich in den ersten neun Monaten 2014 ein Anstieg des Segment-EBITDA um 17,2 % auf € 115,6 Mio. (Q1-3/2013: € 98,7 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 40,2 % (Q1-3/2013: 35,7 %). Der Anstieg der Abschreibungen um € 2,6 Mio. auf € 69,6 Mio. ist auf durchgeführte und aktuelle Investitionsprojekte am Flughafen Wien zurückzuführen. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich demnach auf € 46,0 Mio. nach € 31,7 Mio. in der Vergleichsperiode 2013. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 16,0 % (Q1-3/2013: 11,5 %).
Das Segment Handling erbringt als Ground- und Fracht-Handling-Agent Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien-, Charterund General-Aviation-Verkehrs. Die General Aviation umfasst Flüge der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. In ihr enthalten sind sowohl private als auch gewerbliche Flüge, wie zum Beispiel von Bedarfsfluggesellschaften, privaten Personen, Firmenjets oder von Rettungsfluggesellschaften. Neben der General Aviation umfasst das Leistungsspektrum der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) auch den Betrieb des VIP- & Business-Centers am Flughafen Wien. Weiters umfasst das Segment Handling Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.
Durch den im Vergleich zu 2013 milden Winter 2014 kam es zu einem Rückgang der externen Umsatzerlöse im Segment Handling um € 5,2 Mio. auf € 109,8 Mio. Während die Enteisungserlöse um € 8,3 Mio. sanken und sich dadurch die Erlöse aus Vorfeldabfertigung in Summe auf € 73,1 Mio. reduzierten, verzeichnete die Frachtabfertigung durch die zunehmenden Frachtvolumina ein Umsatzplus von € 2,0 Mio. auf € 21,9 Mio.
Durch den Wegfall der Dokumentenkontrolle im Bereich der Sicherheitsleistungen der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H (VIAS) reduzierten sich die externen Umsatzerlöse um € 0,4 Mio. Der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2014 Umsatzerlöse in Höhe von € 6,1 Mio. (Q1-3/2013: € 6,4 Mio.).
Der milde Winter und der daraus resultierende geringere Einsatz an Enteisungsmitteln führte zu einem Rückgang des Materialaufwands im Segment Handling um € 3,0 Mio. auf € 5,7 Mio. Der Personalaufwand stieg aufgrund von kollektivvertraglichen Erhöhungen und Rückstellungsdotierungen bei einem durchschnittlichen Personalstand von 3.155 Mitarbeitern (Q1-3/2013: 3.198) sowie aufgrund von Einmaleffekten aus Rückstellungsauflösungen im Vorjahr um € 3,2 Mio. auf € 119,9 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um € 0,6 Mio., da im Vorjahr Forderungswertberichtigungen aufgelöst wurden.
Primär durch den Rückgang der Enteisungserlöse sowie der höheren Personalaufwendungen sank das EBITDA des Segments Handling in den ersten neun Monaten 2014 um 27,0 % von € 18,8 Mio. auf € 13,7 Mio. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 4,1 Mio. (Q1-3/2013: € 4,1 Mio.) konnte ein EBIT von € 9,6 Mio. nach € 14,7 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 8,3 % um 2,8 Prozentpunkte und die EBIT-Marge mit 5,8 % um 2,9 Prozentpunkte unter den Werten der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.
Nach einem verhaltenen Start konnten die externen Umsätze im Segment Retail & Properties in den ersten drei Quartalen 2014 in Summe um € 1,7 Mio. auf € 93,3 Mio. gesteigert werden. Durch höhere Einstellungen konnten die Parkerträge um € 1,5 Mio. auf € 32,4 Mio. zulegen, auch die Vermietung von Werbeflächen stieg auf € 6,5 Mio. (Q1-3/2013: € 6,2 Mio.). Die Umsätze aus Shopping & Gastro konnten durch die Wiedereröffnung von Shoppingflächen nach erfolgten Umbaumaßnahmen ein Umsatzplus von € 0,6 Mio. erzielen. Die Erträge aus Immobilien nahmen im Vergleich zum Vorjahr ab, da in 2013 ein positiver Einmaleffekt realisiert wurde. Nach wie vor dämpfen die massiven Abwertungen von Russischem Rubel, Türkischer Lira und Ukrainischer Hrywnja in Folge politischer Krisen die Kaufkraft von überproportional konsumfreudigen Passagiergruppen und damit die Umsatzerlöse in diesem Segment.
Der Materialaufwand sank auf € 1,0 Mio., der Personalaufwand für 81 Mitarbeiter stieg hingegen um € 0,4 Mio. auf € 5,7 Mio. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 15,8 Mio. auf € 14,0 Mio. ist einerseits auf die Auflösung von Forderungswertberichtigungen in 2014 und andererseits auf im Vorjahr gebildete Rückstellungen für Schadensfälle zurückzuführen.
Durch das Umsatzplus stieg auch das EBITDA des Segments Retail & Properties in den ersten neun Monaten von € 55,9 Mio. auf € 59,0 Mio. Die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Abschreibungen des Segments beliefen sich auf € 11,3 Mio. (Q1-3/2013: € 16,0 Mio.) und sind primär auf die außerplanmäßige Abschreibung im Vorjahr zurückzuführen. Das EBIT konnte ebenfalls um € 7,8 Mio. auf € 47,7 Mio. zulegen. Die EBITDA-Marge beträgt 54,7 % (Q1-3/2013: 53,4 %), die EBIT-Marge beläuft sich auf 44,3 % (Q1-3/2013: 38,1 %).
Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl für andere Segmente als auch für externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften (inklusive für diese Gesellschaften erbrachte Dienstleistungen) zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente beliefen sich in den ersten neun Monaten 2014 auf € 11,7 Mio. (Q1-3/2013: € 12,9 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Umsatzerlöse im Bereich der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen inkl. Verkauf von Sicherheitsequipment zurückzuführen.
Die internen Erlöse sanken im Vergleichszeitraum aufgrund geringer Betriebskosten für den Terminalbetrieb um 7,5 %. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist ebenfalls aufgrund geringerer Aufwendungen für Energie auf € 18,4 Mio. gesunken. Der Personalaufwand reduzierte sich trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen aufgrund des geringeren durchschnittlichen Personalstands von 596 Mitarbeitern (Q1-3/2013: 625 Mitarbeiter) um € 0,9 Mio. auf € 32,4 Mio.
Trotz der Zuweisung zu Wertberichtigungen zu Forderungen im Ausmaß von € 2,8 Mio. konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter anderem aufgrund geringerer Fremdleistungen auf € 15,5 Mio. reduziert werden (Q1-3/2013: € 16,6 Mio.). Die Abschreibungen blieben mit € 10,0 Mio. konstant. Der interne Betriebsaufwand reduzierte sich im Vorjahresvergleich von € 7,2 Mio. auf € 6,7 Mio.
In Summe wird ein Segment–EBITDA in Höhe von € 12,5 Mio. (Q1-3/2013: € 18,3 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 2,5 Mio. (Q1-3/2013: € 8,2 Mio.) ausgewiesen.
| in T€ | 30.9.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.380.070,7 | 1.406.569,2 |
| Handling | 33.640,7 | 33.014,4 |
| Retail & Properties | 247.172,2 | 261.589,6 |
| Sonstige Segmente | 197.875,5 | 191.500,6 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.858.759,1 | 1.892.673,9 |
| Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | ||
| Sonstige Finanzanlagen | 3.819,8 | 3.810,6 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 21.483,2 | 20.000,0 |
| Forderungen an Finanzamt | 10.286,4 | 14.778,9 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 4.188,0 | 13.856,2 |
| Abgrenzungsposten | 4.236,2 | 4.894,1 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 3.223,8 | 3.923,3 |
| Summe sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | 47.237,4 | 61.263,1 |
| Konzernvermögen | 1.905.996,4 | 1.953.937,0 |
Die Bilanzsumme der Flughafen-Wien-Gruppe verringerte sich seit dem 31. Dezember 2013 um € 47,9 Mio. und beträgt zum 30. September 2014 € 1.906,0 Mio. (31. Dezember 2013: € 1.953,9 Mio.).
Das langfristige Vermögen reduzierte sich um € 38,3 Mio. auf € 1.819,3 Mio. – im Wesentlichen durch die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 95,0 Mio. (Q1-3/2013: € 97,1 Mio. inkl. Wertminderungen). Im Gegenzug wurde in den ersten neun Monaten € 54,1 Mio. in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert. Die größten Zugänge betreffen den Hangar 7, diverse Bauten in Terminal- oder anderen Betriebsgebäuden, Fracht-Vorfeldpositionen sowie Investitionen im Zusammenhang mit dem Umweltfonds und Technischen Lärmschutz. Die Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen entwickelten sich positiv und stiegen um € 3,7 Mio. auf € 101,6 Mio. Die bisher aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Beteiligung GET2 ("GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH) wurde erstmalig aufgrund der zunehmenden Übernahme operativer Tätigkeiten im Konzern mit einem Buchwert in Höhe von € 0,6 Mio. als at-Equity-Beteiligung erfasst. Dadurch kam es in der Position "sonstige finanzielle Vermögenswerte" zu einer Verringerung der Anteile an nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen in Höhe von € 0,1 Mio.
Die Verringerung des kurzfristigen Vermögens um 10,0 % auf € 86,7 Mio. (31. Dezember 2013: € 96,3 Mio.) ist einerseits auf den Rückgang von Finanzamtsforderungen durch geringere Vorsteuerguthaben zurückzuführen. Andererseits wurden sonstige Forderungen aus Schadenersatz in Höhe von € 4,3 Mio. bezahlt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2013 blieben Vorräte mit € 4,4 Mio. unverändert. Die Zahlungsmittel und –äquivalente belaufen sich auf € 3,2 Mio. nach € 3,9 Mio. zum 31. Dezember 2013. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des Umsatzwachstums um € 4,4 Mio. Die Wertpapiere stiegen aufgrund der Marktwertbewertung auf € 21,5 Mio. (Jahresende 2013: € 20,0 Mio.).
Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 in Summe um 4,6 % auf € 947,4 Mio. (31. Dezember 2013: € 905,9 Mio.) einerseits aufgrund des Periodenergebnisses der ersten neun Monate (€ 74,9 Mio.) unter Berücksichtigung der Dividendenausschüttung (€ 27,3 Mio.). Andererseits führten die seit 2014 auch zu den Quartalsabschlüssen vorgenommene Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung von Available-for-Sale-Wertpapieren zu einer Veränderung der sonstigen Rücklagen von minus € 6,0 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und Reduktionen der Buchwerte durch erfasste Abschreibungen auf 49,7 % nach 46,4 % zum Jahresende 2013. Die nicht beherrschenden Anteile an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding, a.s. "v likvidacii", Bratislava, betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H.
Die Senkung der langfristigen Schulden um € 30,2 Mio. auf € 718,1 Mio. resultiert im Wesentlichen aus Umbuchungen der Tilgungen für Finanzverbindlichkeiten des nächsten Jahres in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie aus Tilgungen. Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der aktualisierten Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen sowie Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen) um € 20,1 Mio., die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um € 4,3 Mio., primär aufgrund von Umgliederungen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die langfristigen latenten Steuern reduzierten sich im Vergleich zum Jahresende 2013 um € 0,2 Mio. auf € 29,4 Mio.
Die kurzfristigen Schulden konnten in Summe um € 59,3 Mio. auf € 240,5 Mio. gesenkt werden. Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen von € 73,6 Mio. zum 31. Dezember 2013 auf € 86,4 Mio. ist auf Rückstellungen aus Leistungsabgrenzungen und die Veränderung sonstiger Personalrückstellungen zurückzuführen. Das laufende Ergebnis führte zu einer Erhöhung der Steuerrückstellung auf € 15,4 Mio. per 30. September 2014 (31. Dezember 2013: € 10,4 Mio.). Die Lieferantenverbindlichkeiten konnten um € 20,2 Mio. auf € 29,5 Mio. reduziert werden (31. Dezember 2013: € 49,7 Mio.), da zum Stichtag weniger Rechnungen im Zusammenhang mit Bauprojekten am Flughafen Wien vorlagen. Die Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um € 10,2 Mio. auf € 70,6 Mio. ist u.a. auf Umgliederungen von sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund des Fälligkeitsprofils im nächsten Jahr und Zinsabgrenzungen zurückzuführen.
In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 476,8 Mio. Trotz um € 8,3 Mio. geringerer Enteisungserlöse wurde damit gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,4 % erreicht (Q1-3/2013: € 470,3 Mio.). Getragen wird diese Entwicklung neben den höheren Erlösen aus lande- und passagierbezogenen Entgelten auch von der positiven Frachtentwicklung am Flughafen Wien. Im Bereich Retail & Properties entwickelten sich die Parkerträge und die Erlöse aus Shopping & Gastro ebenfalls gut. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich auf € 11,2 Mio. (Q1-3/2013: € 16,5 Mio.), da es gegenüber der Vorjahresperiode geringere aktivierte Eigenleistungen und Rückstellungsauflösungen gab.
Der im Vergleich zu 2013 milde Winter Anfang 2014 führte neben geringeren Aufwendungen für Enteisungsmittel und Treibstoffe auch zu einem Rückgang der Energiekosten durch Energiesparmaßnahmen. Dies trug überwiegend zum Rückgang des Materialaufwands um € 8,3 Mio. bei. Die bezogenen Leistungen stiegen hingegen um € 1,9 Mio. aufgrund vermehrter herstellungsbezogener Dienstleistungen. In Summe konnte der Aufwand für Material und bezogene Leistungen in den ersten neun Monaten deutlich auf € 28,2 Mio. reduziert werden (Q1-3/2013: € 34,7 Mio.).
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um € 2,9 Mio. (plus 1,6 %) gestiegen. Dies ist zum geringeren Teil auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen von Mai 2014 und zum größeren Teil auf höhere Rückstellungsdotierungen durch die Senkung des angewendeten Rechnungszinssatzes und Dotierungen für Altersteilzeit bzw. sonstige Personalrückstellungen zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand der FWAG reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2014 von 4.404 auf 4.329 Mitarbeiter, was einem Minus von 1,7 % entspricht.
In den ersten drei Quartalen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr die Betriebsaufwendungen der Flughafen-Wien-Gruppe: Die Instandhaltungskosten verringerten sich aufgrund geringerer Wartungskosten für Anlagen und Gebäude um € 2,1 Mio. auf € 14,5 Mio. Auch die Transportkosten sanken um € 1,0 Mio., da der Abtransport der großen Schneemassen 2013 belastend wirkte. Die Fremdleistungen reduzierten sich um € 5,5 Mio. Im Gegenzug erhöhten sich Leistungen, die von assoziierten Unternehmen erbracht wurden, durch den erweiterten Leistungsumfang der Konzerngesellschaften nur um € 2,5 Mio. Die Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungsleistungen lagen mit € 2,7 Mio. um € 1,5 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Gebildete Wertberichtigungen (inkl. Auflösungen) zu Forderungen belasteten das Ergebnis in Summe mit € 2,6 Mio.
Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und der in Relation geringeren operativen Aufwendungen stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 4,8 % auf € 200,8 Mio. (Q1-3/2013: € 191,5 Mio.). Die EBITDA-Marge legte von 40,7 % auf 42,1 %. zu.
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich um € 3,0 Mio. auf € 95,0 Mio. Im Vorjahr ergab ein Wertminderungstest für die CGU Real Estate Cargo ein Wertminderungsbedarf in Höhe von € 4,9 Mio. Weiters wurde Wertminderung in der CGU Airport in Höhe von € 0,2 Mio. erfasst.
| Beträge in T€ | Q1-3/2014 | Q1-3/2013 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände |
3.047,8 | 3.034,1 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen | 91.928,7 | 88.985,6 |
| Wertminderungen | 0,0 | 5.116,0 |
| Summe Abschreibungen & Wertminderungen | 94.976,5 | 97.135,7 |
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der FWAG verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 12,1 % auf € 105,8 Mio. (Q1-3/2013: € 94,4 Mio.).
Die Verbesserung des Finanzergebnisses von minus € 10,8 Mio. auf minus € 8,3 Mio. ist auf mehrere Effekte zurückzuführen. Im Vorjahr wurden Beteiligungserträge in Höhe von € 2,3 Mio. erzielt (Q1-3/2014: € 0,1 Mio.). Diese Erträge beinhalteten im Vorjahr auch eine Ausschüttung der Beteiligung GET2 ("GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH), die seit Beginn des Jahres 2014 durch die Erstkonsolidierung nunmehr als at-Equity-Ergebnis, jedoch weiterhin im Finanzergebnis, dargestellt wird.
Das Zinsergebnis reduzierte sich durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und das gesunkene Zinsniveau von minus € 18,4 Mio. auf minus € 17,3 Mio. Das at-Equity-Ergebnis legte im Vergleich zum Vorjahr um € 3,6 Mio. zu. Hier wurde ein einmaliger Effekt durch die Erstkonsolidierung der GET2 in Höhe von € 0,6 Mio. und die laufenden Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen in Höhe von € 5,9 Mio. erfasst. Der Verkauf der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH schlägt sich mit Erträgen (Wertaufholung in Q2/2014) in Höhe von € 2,3 Mio. im Finanzergebnis nieder (siehe dazu auch Konzernanhang Punkt 2). Die Entkonsolidierung der Columinis Holding GmbH (Liquidation mit Firmenbuchbeschluss vom 19. Mai 2014) führte zu keinen wesentlichen Auswirkungen im Finanzergebnis.
Daraus ergibt sich ein EBT der Flughafen-Wien-Gruppe von € 97,5 Mio. nach € 83,6 Mio. in der Vergleichsperiode in 2013 (plus € 13,9 Mio.).
Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
| Beträge in T€ | Q1-3/2014 | Q1-3/2013 |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | 20.808,5 | 13.672,8 |
| Veränderung latente Steuern | 1.819,5 | 5.566,0 |
| Summe Steuern | 22.628,0 | 19.238,7 |
Das Periodenergebnis (vor nicht beherrschenden Anteilen) beträgt € 74,9 Mio. (Q1-3/2013: € 64,3 Mio.). Auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallen € 75,4 Mio. (Q1-3/2013: € 64,3 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit liegt in den ersten neun Monaten 2014 um 9,0 % oder € 15,5 Mio. über dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBT in Höhe von € 97,5 Mio. sowie Hinzurechnung der Abschreibungen in Höhe von € 95,0 Mio.) zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der anteiligen, abgegrenzten Periodenergebnisse der at-Equity-Beteiligungen in Höhe von € 6,5 Mio., sowie der Einzahlungen aus Dividendenausschüttungen dieser Beteiligungen in Höhe von € 2,8 Mio., Gewinne aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 2,0 Mio., der Veränderung des Working Capitals und sonstiger Passiva in Höhe von € 16,0 Mio. und den Abzug der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 16,0 Mio. ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von € 186,8 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 47,5 Mio. nach minus € 59,0 Mio. in den ersten neun Monaten 2013. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von € 54,7 Mio. (Q1-3/2013: € 69,5 Mio.). Bei den Einzahlungen in Höhe von € 7,2 Mio. wurde u.a. der Verkauf der Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH sowie der zahlungswirksame Effekt des Schiedsurteils aus dem Vorjahr berücksichtigt. Im Vorjahr kam es durch den Abgang von Wertpapieren zu einer Einzahlung von € 10,0 Mio.
Der Free-Cash-Flow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) erhöhte sich demnach um 24,0 % auf € 139,3 Mio. (Q1-3/2013: € 112,3 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 140,0 Mio. (Q1-3/2013: minus € 144,9 Mio.) ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 112,7 Mio. und auf die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von € 27,3 Mio. (Q1-3/2013: € 22,1 Mio.) zurückzuführen.
Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. September 2014 € 3,2 Mio. (31. Dezember 2013: € 3,9 Mio.).
Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.
Mit 01. Jänner 2014 wurde die "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) aufgrund ihrer gestiegenen Bedeutung für den operativen Geschäftsverlauf der Flughafen-Wien-Gruppe in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurde das Unternehmen wegen seiner untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss miteinbezogen. Das Unternehmen wurde als Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11 eingestuft obwohl eine Stimmrechtsmehrheit durch die Flughafen-Wien-Gruppe vorliegt. Es handelt sich jedoch um nicht substanzielle Stimmrechte, da wesentliche Entscheidungen nur mit einer qualifizierten Mehrheit von 75 % möglich sind. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Erstkonsolidierung führte zu einer Erhöhung des at-Equity Beteiligungsansatzes um € 0,6 Mio.
Mit Firmenbuch-Beschluss vom 19. Mai 2014 erfolgte die Liquidation der Columinis Holding GmbH. Die Entkonsolidierung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns.
Die Flughafen Wien AG hat ihren gesamten Anteil an der Flughafen Friedrichshafen GmbH (at-Equity-Beteiligung, den Sonstigen Segmente zugeordnet) in Höhe von 25,15 % zu gleichen Teilen an die Stadt Friedrichshafen und den Landkreis Bodensee übertragen. Als letzte Vertragspartei haben am 22. Juli 2014 auch die verantwortlichen politischen
Gremien des Landkreises Bodensee ihre Zustimmung zu der Transaktion erteilt. Das Bundeskartellamt stimmte am 20. August 2014 dem Erwerb der Anteile zu. Die Flughafen Friedrichshafen GmbH wurde daher mit 20. August 2014 entkonsolidiert.
In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31. Dezember 2013: 14) und sieben ausländische (31. Dezember 2013: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2013: 3) und drei ausländische Unternehmen (31. Dezember 2013: 4) nach der Equity-Methode bewertet.
Aus der Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards (IFRS 10, 11) haben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises ergeben (siehe Anhangsangabe 2).
Drei (31. Dezember 2013: 4) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 30. September 2014 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,6 Mio. (31. Dezember 2013: € 1,0 Mio.); für Sachanlagen in Höhe von € 20,3 Mio. (31. Dezember 2013: € 20,2 Mio.).
Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegliedert nach Bewertungskategorien zum 30. September 2014 sowie zum 31. Dezember 2013. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dient Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie übrige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.
Die einzelnen Bewertungskategorien nach IFRS 13 sind dabei folgendermaßen definiert:
Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises (Börsenkurses) bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen).
Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dieser Kategorie, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt (d.h. als Ableitung von Preisen, Kursen) aus Marktwerten abgeleitet.
In diese Kategorie fallen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden (außer Derivate), deren beizulegender Zeitwert unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, berechnet wird.
Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.
Der beizulegende Zeitwert der Schuldtitel (Wertpapiere) der Kategorie "Availablefor -Sale" (AfS) wird auf Basis von einem aus Credit Spread und Zinsrisiko ermittelten Kurs errechnet.
| Buchwerte | |||
|---|---|---|---|
| Lang fristiges Vermögen |
Kurzfristiges Vermögen | ||
| Bewer tungs |
Sonstige finanzielle Vermögens |
Wert | Forderungen und sonstige Vermögens werte |
| AfS | 2.579,6 | ||
| AfS | 21.483,2 | ||
| LaR | 38.688,5 | ||
| LaR | 198,5 | ||
| LaR | 4.146,8 | ||
| LaR | 591,8 | ||
| AfS | 632,7 | ||
| AfS | 106,3 | ||
| Barreserve | |||
| – | 14.563,8 | ||
| 3.910,4 | 21.483,2 | 57.597,6 | |
| kategorie | werte | papiere |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst |
||||
|---|---|---|---|---|
| Investmentfonds und Wertrechte | AfS | 2.905,1 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen** | LaR | 34.452,6 | ||
| Forderungen geg. Assozierten Unternehmen | LaR | 61,8 | ||
| Sonstige Forderungen**** | LaR | 13.802,9 | ||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 595,1 | ||
| Schuldtitel (Wertpapiere)* | LaR | 20.000,0 | ||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)*** | AfS | 632,7 | ||
| Beteiligungen*** | AfS | 157,3 | ||
| Zahlungsmittel- und äquivalente | Barreserve | |||
| Kein Finanzinstrument | ||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen (kein Finanzinstrument) |
– | 19.726,4 | ||
| Summe | 4.290,3 | 20.000,0 | 68.043,7 |
* Stufe angepasst
** abzgl. Wertberichtigungen inkl. Forderungen geg. Nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen *** Aufgrund Unwesentlichkeit (und fehlender Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe
**** abzgl. Wertberichtigungen
| Zeitwert | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmit tel und Zah lungsmittel |
|||||||
| Wertansatz nach IAS 39 | Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | äquivalente | |
| Zeitwert erfolgsneutral | 2.579,6 | 2.579,6 | 2.579,6 | ||||
| Zeitwert erfolgsneutral | 21.483,2 | 21.483,2 | 21.483,2 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 38.688,5 | ||||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 198,5 | ||||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 4.146,8 | ||||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 591,8 | ||||||
| Anschaffungskosten | 632,7 | ||||||
| Anschaffungskosten | 106,3 | ||||||
| Nominalwert=Zeitwert | 3.223,8 | 3.223,8 | |||||
| 14.563,8 | |||||||
| 3.223,8 |
| Zeitwert erfolgsneutral | 2.905,1 | 2.516,0 | 389,1 | 2.905,1 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 34.452,6 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 61,8 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 13.802,9 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 595,1 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 21.507,2 | 21.507,2 | 20.000,0 | ||
| Anschaffungskosten | 632,7 | ||||
| Anschaffungskosten | 157,3 | ||||
| Nominalwert=Zeitwert | 3.923,3 3.923,3 |
||||
| 19.726,4 | |||||
| 3.923,3 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)
| PASSIVA | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | |||||
| Beträge in T€ | Bewer tungs kategorie |
Finanzver bindlichkei ten |
Übrige Ver bindlich keiten |
Finanzver bindlich keiten |
Lieferan tenver bindlich keiten |
|
| 30. September 2014 | ||||||
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert |
||||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
||||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 29.533,6 | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 505.975,0 | 38.601,1 | |||
| Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 6.004,0 | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | |||||
| Keine finanzielle Schuld | ||||||
| Übrige Verbindlichkeiten & Abgrenzungen |
– | 24.198,5 | ||||
| Summe | 505.975,0 | 30.202,4 | 38.601,1 | 29.533,6 | ||
| 31. Dezember 2013 * | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert |
||||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
||||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 49.717,6 | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 551.646,4 | 105.646,0 | |||
| Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 6.655,1 | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | 2.700,0 | ||||
| Keine finanzielle Schuld | ||||||
| Übrige Verbindlichkeiten & Abgrenzungen |
– | 25.185,0 | ||||
| Summe | 551.646,4 | 34.540,1 | 105.646,0 | 49.717,6 |
* angepasst
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz nach IAS 39 |
Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | Übrige Verbind lichkeiten |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
29.533,6 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
567.385,9 | 567.385,9 | 544.576,1 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
8.149,1 | 8.149,1 | 6.862,0 | 858,0 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
59.170,2 | 59.170,2 | ||||
| 34.731,8 | 10.533,3 | |||||
| 70.561,5 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
49.717,6 | ||
|---|---|---|---|
| Fortgeführte 666.736,3 Anschaffungskosten |
666.736,3 | 657.292,5 | |
| Fortgeführte 8.625,1 Anschaffungskosten |
8.625,1 | 7.466,6 | 811,5 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
51.182,6 | 48.482,6 | |
| 36.250,9 | 11.065,8 | ||
| 60.359,9 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (v.a. Leasingverbindlichkeiten) werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt (Stufe 2).
Am 13. Oktober 2014 wurde die Flughafen Wien AG über die Absicht einer öffentlichen Angebotslegung für eine Minderheitsbeteiligung durch IFM Global Infrastructure Fund ("IFM GIF") informiert. Am 6. November 2014 hat Airports Group Europe S.à r.l., eine indirekte Tochtergesellschaft von IFM GIF, ein freiwilliges öffentliches Angebot gemäß §§ 4 ff Übernahmegesetz für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung zwischen 20 % und 29,9 % des Grundkapitals an der Flughafen Wien AG, (ISIN AT0000911805) abgegeben. Der Großteil der Investoren von IFM GIF sind institutionelle Pensionsfonds, die im Namen von Millionen von Arbeitnehmern Erspartes veranlagen. Die Investoren von IFM GIF stammen aus verschiedensten Rechtsordnungen, vor allem aus Australien, dem Vereinigten Königreich, Kontinentaleuropa, den Vereinigten Staaten und Kanada. Der Preis pro Aktie soll € 80 betragen; dies entspricht einem Aufschlag von 29,7 % gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag, den 10. Oktober 2014 (letzter Handelstag vor Absichtserklärung).
Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. September 2014 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, am 7. November 2014
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
gemäß § 87 Abs. 1 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Schwechat, am 7. November 2014
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 A-1300 Wien-Flughafen
Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001
DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg
Leitung: Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected] Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]
Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]
Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet:
Website des Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com
Investor Relations Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations
Dieser Bericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG
von Corporate Publishing und Media Solutions VGN (Leitung: Martin Moser) produziert.
Konzeption, Gestaltung und Produktion: Dieter Dalinger; Gabriele Rosenzopf, MSc; Fillip Stuchlik Layout und Tabellensatz: Fillip Stuchlik
Disclaimer: Dieser Bericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 7. November 2014 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Berichts 3/2014 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage:
http://www.viennaairport.com/unternehmen/investor_relations unter dem Menuepunkt: Publikationen und Berichte. Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Bericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Der Bericht 3/2014 wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.
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