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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Nov 22, 2012

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Quarterly Report

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Quartalsbericht 3/2012

Flughafen Wien AG

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

n Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (in € Mio., ausgenommen Mitarbeiter)

1–9/2012 in % 1–9/2011
Umsatz 457,5 +5,1 435,3
Betriebsleistung 476,0 +6,2 448,4
EBITDA 174,6 +10,4 158,2
EBIT 102,8 +63,1 63,0
EBITDA-Marge in %1) 38,2 n.a. 36,3
EBIT-Marge in %2) 22,5 n.a. 14,5
Periodenergebnis nach Minderheiten 71,7 +254,5 20,2
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 139,1 -2,2 142,3
Eigenkapital 30.9.2012 vs. 31.12.2011 862,9 +6,3 811,4
Eigenkapitalquote 30.9.2012 vs. 31.12.2011 in % 41,7 n.a. 37,7
Nettoverschuldung (Net Debt) 30.9.2012 vs. 31.12.2011 728,2 -3,1 751,7
Gearing 30.9.2012 vs. 31.12.2011 in % 84,4 n.a. 92,6
Investitionen3) 56,5 -68,5 179,3
Mitarbeiter4) 4.501 -0,3 4.516
Mitarbeiter zum Stichtag 30.09.2012 vs. 31.12.2011 4.283 -4,8 4.501

n Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

MTOW in Tonnen5) 6.172.790 -1,3 6.256.741
Gesamtpassagiere 16.927.884 +5,9 15.992.075
davon Transferpassagiere 5.431.808 +10,2 4.926.942
Flugbewegungen 185.888 -0,2 186.242
Fracht (Luftfracht und Trucking) in Tonnen 189.074 -8,9 207.460
Sitzladefaktor in %6) 73,1 n.a. 69,9

Erläuterungen: 1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz; 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz; 3) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie geleistete Anzahlungen inklusive Rechnungskorrekturen aus Vorjahren; 4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.) exklusive Vorstände und Geschäftsführer; 5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge; 6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität

n Informationen zur Flughafen Wien Aktie

Kurs per 31.12.2011 in € 29,25
Kurs per 30.9.2012 in € 36,07
Höchstwert in € (am 7. September 2012) 36,89
Tiefstwert in € (am 6. März 2012) 25,61
Market Cap per 30.9.2012 in € Mio. 757,47

n Börsenotierung

Wien, Frankfurt (Xetra),
London (SEAQ International), New York (ADR)

n Abkürzungen (RICs) der Informationssysteme

Reuters VIE.VI
Bloomberg FLU:AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

n Finanzkalender

Verkehrsergebnis 2012 17. Jänner 2013
Jahresergebnis 2012 20. März 2013
25. Hauptversammlung 30. April 2013
1. Quartal 2013 28. Mai 2013
Halbjahresergebnis 2013 21. August 2013
1.–3. Quartal 2013 20. November 2013

Inhalt

  • Brief des Vorstands
  • Konzernzwischenlagebericht
  • Ergebnisse nach Segmenten
  • Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2012
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Bilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben
  • Erklärung des Vorstands

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre!

Das dritte Quartal 2012 war für die Flughafen Wien AG operativ und wirtschaftlich erfolgreich. Zum einen war es die erste volle Dreimonatsperiode nach Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3. Seit dem problemlosen Start am 5. Juni hat sich der neue Komplex gut bewährt. Mittlerweile wurden bereits rund 5,5 Millionen Passagiere im neuen Terminal abgefertigt und die Systeme gewährleisten einen störungsfreien operativen Betrieb. Der Vienna Airport konnte auch seine europaweiten Spitzenplätze in Bezug auf Pünktlichkeit der Flüge und Zuverlässigkeit bei der Gepäckabfertigung halten. Die zentrale Sicherheitskontrolle hat die im internationalen Vergleich ohnehin schon kurzen Wartezeiten noch einmal deutlich reduziert. Besonders erfreulich: Selbst ein echter Härtetest, ein durch eine Störung im übergeordneten Netz ausgelöster einstündiger Stromausfall am Standort – der erste dieser Art seit 30 Jahren –, wurde gut bewältigt.

Wie mehrfach angekündigt, wurde basierend auf den bisherigen Erfahrungen des Echtbetriebs damit begonnen, Optimierungen zur Steigerung des Komforts unserer Fluggäste vorzunehmen. Einiges davon – etwa Verbesserungen im Leitsystem und erleichterte Zugänge zu den Parkhäusern – wurde bereits umgesetzt. Diese Adaptierungen im Interesse unserer Kunden werden auch im kommenden Jahr fortgesetzt.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens verlief positiv und lag insgesamt leicht über unseren Erwartungen, zumal auch gegenüber Q3/2011 ein Passagierplus von 2,8 % verzeichnet werden konnte. In der Periode 1–9/2012 frequentierten 16.927.884 Passagiere den Vienna Airport, ein Plus von 5,9 % gegenüber 1–9/2011. Die Zahl der Transferpassagiere legte sogar um 10,2 % zu und erreichte mit 5.431.808 einen neuen Rekordwert. Das bestätigt unsere Strategie, die Rolle des Vienna Airport als Drehscheibe mit besonderem Fokus Osteuropa, weiter zu stärken.

Die Bemühungen der Airlines um eine bessere Kapazitätsauslastung spiegelten sich in dem von 69,9 % auf 73,1 % deutlich verbesserten Sitzladefaktor wider. Somit blieb die Anzahl der Flugbewegungen trotz der Steigerung der Passagierzahlen beinahe konstant bei 185.888 (-0,2 % im Vergleich zu 1–9/2011). Das Höchstabfluggewicht sank mit 6.172.790 Tonnen leicht um 1,3 %, was auch auf den konjunkturbedingten Rückgang des Cargo-Bereichs zurückzuführen ist (-8,9 % auf 189.074 Tonnen).

Die Flughafen-Wien-Gruppe erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 1–9/2012 einen Umsatz von € 457,5 Mio. – ein Plus von 5,1 % gegenüber 1–9/2011. Infolge der Straffung der Organisationsstruktur, der Produktivitätssteigerung und des Kostenreduktionsprogramms hat sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) überproportional um 10,4 % auf € 174,6 Mio. verbessert. Die EBITDA-Marge erhöhte sich ebenfalls deutlich auf 38,2 % (1–9/2011: 36,3 %).

Die signifikante Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 63,1 % auf € 102,8 Mio. ist neben den positiven Umsatz- und Kosteneffekten in erster Linie durch den Wegfall der außerordentlichen Abschreibungen, die 1–9/2011 gebucht werden mussten, begründet.

Das Nettoergebnis nach Minderheiten hat sich auf € 71,7 Mio. mehr als verdreifacht (1–9/2011: € 20,2 Mio.). Ausschlaggebend für diesen hohen Anstieg waren neben den bereits erwähnten Sondereffekten Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von € 27,1 Mio. im Jahr 2011.

Diesen deutlichen Verbesserungen des Ergebnisses stehen allerdings Kostenbelastungen aus der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 gegenüber: Einerseits werden im letzten Quartal gegenüber 2011 um rund € 15 Mio. höhere Abschreibungen anfallen, andererseits bedeutet die Verdoppelung der Terminalfläche höhere Betriebskosten. Zudem wird der Zinsaufwand für den Check-in 3, der seit Q2/2012 nicht mehr aktiviert wird, heuer mit weiteren € 15 Mio. zu Buche schlagen. Die Anlaufkosten für die ersten Monate sowie die Aufwendungen für Optimierungsmaßnahmen werden das Ergebnis ebenfalls belasten.

Aufgrund dieser Effekte sowie einiger ins letzte Quartal verschobenen Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen rechnen wir für das vierte Quartal mit einem ausgeglichenen oder leicht negativen Ergebnis. Für das Gesamtjahr 2012 ist ein Ergebnis zu erwarten, das in etwa jenem von 1–9/2012 entspricht. Für 2012 rechnen wir mit einem positiven Cash-Flow, und es wird bereits bis Ende 2012 eine leichte Reduktion der Nettoverschuldung erwartet. Durch die Reduktion der ursprünglich geplanten Investitionssumme für Check-in 3 und aufgrund von Verschiebungen einzelner Projekte in das kommende Jahr werden die Gesamtinvestitionen 2012 voraussichtlich nicht mehr als rund € 100 Mio. betragen.

Was das nächste langfristige Projekt der Flughafen Wien AG nach der Terminaleröffnung betrifft, die Errichtung einer dritten Piste, so läuft derzeit das Rechtsmittelverfahren gegen den positiven erstinstanzlichen Bescheid der Umweltverträglichkeitsprüfung. Mit einer rechtskräftigen Entscheidung ist aus heutiger Sicht frühestens zum Jahreswechsel 2013/14 zu rechnen. Eine Entscheidung für den Bau seitens der Flughafen Wien AG wird jedenfalls erst auf Basis der tatsächlichen Verkehrsentwicklung und der sich daraus ergebenden Notwendigkeiten getroffen. Eine konkrete Kostenschätzung auf Basis des erstinstanzlichen Bescheides wird, wegen der über 400 behördlichen Auflagen, erst im ersten Halbjahr 2013 vorliegen.

Schwechat, am 5. November 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO

Konzernzwischenlagebericht Q1–Q3

Passagierzuwachs von 5,9 %

Insgesamt verzeichnete der Flughafen Wien in den ersten neun Monaten 2012 ein Passagierwachstum von 5,9 % auf 16.927.884. Das Passagierwachstum flachte jedoch im dritten Quartal 2012 (+2,8 %) im Vergleich zum ersten (+9,2 %) und zweiten Quartal 2012 (+6,8 %) ab. Die Anzahl der abfliegenden Passagiere nach Osteuropa konnte um erfreuliche 13,4 % gesteigert werden. Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen beträgt 20,0 %. Die Zahl der nach Westeuropa abfliegenden Passagiere verzeichnete einen Anstieg um 3,9 %, ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen beträgt 68,0 %. Die Abflüge von Passagieren zu Destinationen im Nahen und Mittleren Osten haben sich mit einem Zuwachs von 10,0 % ebenfalls sehr positiv entwickelt. Aufgrund des Wegfalls der Destination Mumbai reduzierte sich die Anzahl der abfliegenden Passagiere in den Fernen Osten um 3,8 %.

Bei den strategisch wichtigen Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien eine Steigerung von 10,2 % im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2011. Als größter und wichtigster Kunde des Flughafen Wien erreichte die Austrian-Airlines-Gruppe einen Passagierzuwachs von 4,6 %, trotzdem fiel ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen im Vergleich zur Vorjahresperiode von 50,0 % auf 49,4 %. Die sogenannten Low-Cost-Carrier verzeichneten eine Steigerung von 5,9 % in den ersten neun Monaten 2012 und kompensierten somit im dritten (+11,1 %) und zweiten (+7,1 %) Quartal 2012 den Passagierverlust des ersten Quartals (-3,2 %). Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen beträgt unverändert 22,1 %.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 6.172.790 Tonnen um 1,3 % niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Rückgang ist auf eine geringere Anzahl an Flugbewegungen (-0,2 %) sowie insbesondere das Minus bei den Frachtflügen zurückzuführen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 8,9 % auf 189.074 Tonnen.

Die Flugbewegungen nahmen um 0,2 % auf 185.888 Bewegungen ab. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 73,1 % nach 69,9 % in den ersten neun Monaten 2011.

Umsatzanstieg um 5,1 %

In den ersten drei Quartalen 2012 konnte die Flughafen-Wien-Gruppe ihren Umsatz um 5,1 % auf € 457,5 Mio. (1–9/2011: € 435,3 Mio.) erhöhen. Diese Erhöhung ist einerseits auf höhere Passagierzahlen sowie auf gestiegene Umsätze des Segments Retail & Properties zurückzuführen. Aufgrund der leicht rückläufigen Anzahl der Flugbewegungen (-0,2 %) sowie des Höchstabfluggewichts MTOW (-1,3 %) reduzierten sich die Erlöse aus dem Landetarif. Zudem entfiel ein überproportionaler Anteil des Passagierwachstums auf Transferpassagiere, für die den Airlines Incentives gewährt werden, die eine im Vergleich zur Passagierentwicklung geringere Umsatzsteigerung bewirken.

Positive Entwicklung der Segmente

Die externen Umsätze des Segments Airport stiegen in den ersten drei Quartalen 2012 um € 17,1 Mio. oder 7,7 % auf € 238,7 Mio. Aufgrund der negativen Entwicklung des Frachtvolumens, der gesunkenen Anzahl der Flugbewegungen und der Auswirkungen der neuen Handling-Verträge reduzierten sich die Umsätze des Segments Handling um € 3,2 Mio. bzw. 2,7 % auf € 116,1 Mio. Mit einer Steigerung von 10,2 % erzielte das Segment Retail & Properties auch im ersten Dreivierteljahr 2012 einen überproportionalen Zuwachs. Die externen Umsätze beliefen sich auf € 90,8 Mio. (1–9/2011: € 82,4 Mio.).

Die sonstigen Segmente blieben mit einem externen Umsatz von € 11,7 Mio. weitgehend unverändert. (Details zu der Entwicklung der Segmentumsätze siehe Anhang Punkt 3.)

Verbesserte Ertragslage: EBITDA plus 10,4 %

Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2011 hat sich die Ertragslage trotz der Mehrkosten durch die Inbetriebnahme des Check-in 3 verbessert. So stiegen sowohl das EBITDA (+10,4 %) wie auch das EBIT (+63,1 %) und das Periodenergebnis (+254,5 %). Zu den Steigerungen des EBIT und des Periodenergebnisses im Vorjahresvergleich ist anzumerken, dass das Periodenergebnis der ersten drei Quartale 2011 durch Sondereffekte und Wertberichtigungen mit € 62,1 Mio. belastet war.

Neben der positiven Entwicklung der Umsatzerlöse (+5,1 %) stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um € 5,5 Mio. auf € 18,5 Mio. Während die aktivierten Eigenleistungen um € 0,8 Mio. gesunken sind, konnten im 2. Quartal Erträge aus Versicherungsleistungen für Schadensfälle bei der Terminalerweiterung Check-in 3 in Höhe von € 2,5 Mio. sowie Erträge aus fakturierten Pönalen aufgrund nicht fristgerechter Flächenausbauten einer Bestandnehmerin in Höhe von € 1,9 Mio. lukriert werden. Letztere mussten jedoch wegen der Insolvenz von Gesellschaften der Sardana Firmengruppe wertberichtigt werden. Weiters konnten die Erträge aus Anlagenverkäufen bzw. aus der Auflösung von Rückstellungen um € 0,8 Mio. bzw. € 1,4 Mio. gesteigert werden.

Aufwendungen

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr trotz Inbetriebnahme des Check-in 3 vor allem aufgrund des höheren Verbrauchs von Energie nur um € 2,5 Mio. auf € 30,2 Mio. angestiegen.

In den ersten neun Monaten 2012 wurden durchschnittlich 4.501 Mitarbeiter (1–9/2011: 4.516 Mitarbeiter) beschäftigt. Der Personalaufwand insgesamt ist aber trotz Kollektivvertragserhöhungen ab Mai des laufenden Geschäftsjahres mit € 189,8 Mio. nahezu unverändert. Die Erhöhung der Produktivität im Personalbereich konnte fortgesetzt werden, per 30. September 2012 lag der Personalstand bei 4.283, damit um 217 Personen niedriger als zum Jahresende 2011.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit € 81,4 Mio. um € 8,5 Mio. über dem Vorjahresniveau (1–9/2011: € 73,0 Mio.). Zurückzuführen ist dies auf die höheren Aufwendungen für Instandhaltungen (+ € 4,9 Mio.) sowie für Fremdleistungen (+ € 5,3 Mio.), für Schadensfälle (+ € 1,1 Mio.), für sonstigen Betriebsaufwand (+ € 0,9 Mio.), für Buchwerte ausgeschiedener Anlagen (+ € 0,7 Mio.) sowie für die Dotierung von Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen (+ € 3,5 Mio.) im Zusammenhang mit der Insolvenz von Gesellschaften der Sardana Gruppe. Gesenkt wurden im

Gegensatz dazu Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation (- € 1,6 Mio.), für Miete und Pacht (- € 1,7 Mio.), für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten (- € 1,2 Mio.), für Fahrt-, Reise- und Ausbildungskosten (- € 0,4 Mio.) sowie für Spesen des Geldverkehrs (- € 0,2 Mio.). Aufgrund einer positiven Schiedsgerichtsentscheidung konnten in Vorjahren gebildete Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen in Höhe von € 2,9 Mio. aufgelöst werden.

EBITDA stieg um 10,4 % auf € 174,6 Mio.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2011 um 10,4 % auf € 174,6 Mio. Die EBITDA-Marge wurde um 1,8 %-Punkte auf 38,2 % verbessert.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen vorwiegend aufgrund der Inbetriebnahme von Check-in 3 im Juni 2012 um € 18,3 Mio. auf € 66,8 Mio. an.

Im 3. Quartal 2011 haben außerplanmäßige Abschreibungen das Ergebnis mit € 46,6 Mio. belastet.

In den ersten neun Monaten 2012 wurden aktivierte Kosten und ein Bürogebäude am Standort Wien Flughafen einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,5 Mio. bzw. € 2,4 Mio. unterzogen, insgesamt also rund € 5,0 Mio. (1–9/2011: € 46,6 Mio.).

Insgesamt sind die Abschreibungen in den ersten neun Monaten 2012 im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres um € 23,4 Mio. auf € 71,8 Mio. gesunken.

EBIT in Höhe von € 102,8 Mio.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug € 102,8 Mio. nach € 63,0 Mio. (+ 63,1 %) in der Vergleichsperiode. Die EBIT-Marge konnte daher von 14,5 % auf 22,5 % gesteigert werden.

Verbessertes Finanzergebnis bei € -8,6 Mio.

Das Beteiligungsergebnis konnte – aufgrund von höheren Dividenden – auf € 0,9 Mio. (1–9/2011: € 0,4 Mio.) gesteigert werden. Das Zinsergebnis ist von minus € 7,2 Mio. in der Vergleichsperiode auf minus € 14,5 Mio. in der Berichtsperiode gesunken. Die Zinserträge stiegen in den ersten neun Monaten 2012 um 23,2 % auf € 3,5 Mio. Die Zinsaufwendungen stiegen um 79,1 % oder € 7,9 Mio. auf € 18,0 Mio., da Bauzeitzinsen nur in Höhe von € 5,9 Mio. (1–9/2011: € 16,4 Mio.) aktiviert wurden.

Das sonstige Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um € 1,5 Mio. auf € 0,1 Mio. gesunken.

In den ersten neun Monaten des Vorjahres mussten sowohl die 25,15-Prozent-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH sowie die 66,0-Prozent-Beteiligung am Flughafen Košice einer Wertberichtigung in Höhe von € 5,7 Mio. bzw. € 21,4 Mio. unterzogen werden. Das Beteiligungsergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen konnte demgegenüber im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres von minus € 23,2 Mio. auf plus € 4,7 Mio. gesteigert werden. In Summe wird in den ersten neun Monaten 2012 ein Finanzergebnis von minus € 8,6 Mio. (1–9/2011:€ -28,4 Mio.) ausgewiesen.

Ergebnis je Aktie: € 3,42

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich auf € 94,2 Mio. (+171,7 %) nach € 34,7 Mio. in der Vergleichsperiode 2011.

Nach Abzug der Steuerbelastung von € 22,0 Mio. (1–9/2011: € 14,4 Mio.) betrug das Periodenergebnis für die ersten neun Monate 2012 € 72,2 Mio. (1–9/2011: € 20,2 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung von 257,1 %. Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn ist um 254,5 % auf € 71,7 Mio. gestiegen. Das Ergebnis je Aktie betrug € 3,42 nach € 0,96 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb unverändert.

Ertragslage des dritten Quartals 2012

Im dritten Quartal wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 163,9 Mio. (7–9/2011: € 155,0 Mio.) erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 5,7 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um € 0,8 Mio. auf € 5,5 Mio. gestiegen, wobei die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen um € 1,1 Mio. gesunken und die Erträge aus Anlagenverkäufen und der Auflösung von Rückstellungen um € 0,3 Mio. bzw. € 1,5 Mio. gestiegen sind.

Die Aufwendungen für Material und für bezogene Leistungen sind vor allem aufgrund der operativen Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 mit € 9,5 Mio. im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um 19,4 % gestiegen.

Trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen ist der Personalaufwand aufgrund der Auswirkungen der vorgenommenen Personalreduktionen um € 1,4 Mio. auf € 64,7 Mio. gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 15,4 % auf € 29,9 Mio. Während die Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (- € 1,1 Mio.), für Miete und Pacht (- € 1,6 Mio.) sowie für Verluste aus Anlagenabgängen (- € 0,3 Mio.) sanken, sind bei den Aufwendungen für Instandhaltungen (+ € 3,2 Mio.), für Fremdleistungen (+ € 1,8 Mio.), für Marketing und Marktkommunikation (+ € 0,4 Mio.), für Versicherungen (+ € 0,3 Mio.), für sonstigen Betriebsaufwand (+ € 0,9 Mio.) sowie für die Zuweisung zu Wertberichtigungen zu Forderungen (+ € 0,6 Mio.) Steigerungen zu verzeichnen.

Daraus resultiert im dritten Quartal 2012 ein EBITDA von € 65,3 Mio. (7–9/2011: € 59,7 Mio.), ein Plus von 9,4 %. Vorwiegend aufgrund der Inbetriebnahme von Check-in 3, aber auch durch die Inbetriebnahme flughafenspezifischer Software sind die planmäßigen Abschreibungen um € 12,6 Mio. auf € 28,7 Mio. gestiegen. Im dritten Quartal 2012 bzw. 2011 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 2,4 Mio. bzw. € 46,6 Mio. durchgeführt. Insgesamt sind die Abschreibungen im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um € 31,6 Mio. auf € 31,1 Mio. gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um € 37,2 Mio. auf € 34,2 Mio.

Die Zinserträge sind im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um € 0,2 Mio. gestiegen. Die originären Zinsaufwendungen sind zwar – aufgrund der vorzeitigen Tilgung des Schuldscheindarlehens in Höhe von € 64,0 Mio. sowie aufgrund der planmäßigen Tilgung der ULSG-Finanzierung in Höhe von € 42,9 Mio. – von € 9,2 Mio. auf € 7,5 Mio. gesunken. Aufgrund der Beendigung bzw. Aussetzung der Aktivierung der Bauzeitzinsen für Check-in 3 sowie für die 3. Piste stieg der Zinsaufwand von € 3,2 Mio. auf € 7,7 Mio. Im dritten Quartal 2012 wurden keine Bauzeitzinsen aktiviert (7–9/2011: € 6,1 Mio.). Im Vorjahr belastete die Abschreibung der Beteiligung am Flughafen Košice in Höhe von € 21,4 Mio. das Ergebnis, das Beteiligungsergebnis at Equity konnte im Vorjahresvergleich von

minus € 18,6 Mio. auf plus € 2,8 Mio. verbessert werden. Insgesamt verbesserte sich das Finanzergebnis von minus € 20,5 Mio. im dritten Quartal 2011 auf aktuell minus € 3,7 Mio.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf € 30,5 Mio. (7–9/2011: € -23,5 Mio.), ein Plus von € 54,0 Mio. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 7,8 Mio. (7–9/2011: Steuerertrag von € 0,4 Mio.) resultiert daraus ein Periodenergebnis von € 22,7 Mio. (7–9/2011: € -23,1 Mio.). Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn ist damit um € 45,8 Mio. auf € 22,7 Mio. gestiegen. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für das dritte Quartal 2012 beträgt € 1,08 (7–9/2011: € -1,10).

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur verbesserte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011.

Die Eigenkapitalquote konnte – trotz der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 21,0 Mio. – von 37,7 % auf 41,7 % gesteigert werden. Die Nettoverschuldung ist mit € 728,2 Mio. um € 23,5 Mio. niedriger als zum 31.12.2011. Damit verbesserte sich auch das Gearing von 92,6 % auf 84,4 %.

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf € 139,1 Mio. Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit ist mit € -94,9 Mio. im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 18,6 Mio. niedriger. Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Auszahlung der Dividende sowie der Tilgung von Darlehen mit € -107,4 Mio. (1–9/2011: € 58,1 Mio.) negativ.

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 um € 15,3 Mio. auf € 1.909,9 Mio. gesunken. Den Zugängen in Höhe von € 56,5 Mio. für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, geleistete Anzahlungen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien stehen Abschreibungen in Höhe von € 71,8 Mio. (1–9/2011: € 95,1 Mio.) sowie Buchwertabgänge von € 1,3 Mio. gegenüber. Die Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen erhöhten sich um € 2,9 Mio. auf € 93,8 Mio. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich um € 1,7 Mio. aufgrund der Tilgung einer langfristigen Ausleihung.

Das kurzfristige Vermögen verringerte sich deutlich um € 63,8 Mio. auf € 161,2 Mio. Der Rückgang bei den Zahlungsmitteln und -äquivalenten in Höhe von € 63,2 Mio. bzw. 56,8 % ist auf die Tilgung von Finanzschulden zurückzuführen. Zum Stichtag 30. September 2012 werden liquide Mittel in Höhe von € 48,1 Mio. (31.12.2011: € 111,3 Mio.) ausgewiesen (Details siehe Geldflussrechnung). Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich um 1,5 % auf € 78,5 Mio. Diese Veränderung ergibt sich einerseits aufgrund der Rückzahlung von geleisteten Körperschaftsteuervorauszahlungen sowie Vorsteuerguthaben aus Vorjahren in Höhe von - € 13,6 Mio. und andererseits erhöhten sich die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 10,9 Mio. aufgrund der positiven Umsatz- und Verkehrsentwicklung. Die Vorräte wurden um 9,3 % auf € 4,7 Mio. erhöht. Die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens sind im Vergleich zum Bilanzstichtag nahezu unverändert und belaufen sich auf € 29,8 Mio.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital verzeichnete ausgehend vom Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2011 einen Anstieg von 6,3 % auf € 862,9 Mio. Der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von € 21,0 Mio. steht die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des Periodenergebnisses der ersten neun Monate 2012 in Höhe von € 71,7 Mio. gegenüber. Die erfolgsneutrale Bewertung von Wertpapieren und Sicherungsinstrumenten im sonstigen Ergebnis trug ebenso zur Erhöhung des Eigenkapitals bei. Die nicht beherrschenden Anteile zum 30. September 2012 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die nicht beherrschenden Anteile des Mitgesellschafters erhöhten sich aufgrund der Auflösung einer gebildeten Wertberichtigung auf sonstige Forderungen im Einzelabschluss der BTS Holding a.s.

Die Eigenkapitalquote am 30. September 2012 betrug 41,7 % nach 37,7 % zum 31. Dezember 2011. Diese Steigerung ist auch auf die Reduzierung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

Die Senkung der langfristigen Schulden um 16,0 % oder € 162,1 Mio. auf € 849,6 Mio. resultiert vorrangig aus der vorzeitigen Tilgung von € 64,0 Mio. für ein im Geschäftsjahr 2009 zugezähltes Schuldscheindarlehen. Für den verbleibenden Teil des Schuldscheindarlehens wurde bei gleichbleibender Laufzeit eine Reduktion der Zinsmargen vereinbart. Aufgrund von vertraglich vereinbarten Tilgungen für das Darlehen im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) sowie des Schuldscheindarlehens kommt es zur Umgliederung von € 103,6 Mio. sowie von € 17,9 Mio. in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Im Gegenzug wurde ein Darlehen in Höhe von € 5,3 Mio. von den kurzfristigen in die langfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert.

Diesem Rückgang steht eine Erhöhung der langfristigen Rückstellungen um € 4,3 Mio. auf € 119,5 Mio. gegenüber – hauptsächlich für die Dotierungen von Jubiläumsgeldern, Altersteilzeit, Abfertigungen sowie eine Rückstellung für drohende Verluste für Restwertrisiken aus Bestandsverträgen. Die langfristigen latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um € 6,9 Mio. auf € 30,5 Mio., vorrangig aufgrund einer entstehenden temporären passiven Latenz aus Abschreibungen betreffend die Inbetriebnahme des Check-in 3.

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 13,5 % auf € 58,5 Mio. Verantwortlich für diese Erhöhung sind die geänderten Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds sowie niedrigere Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen und gesunkene Rechnungsabgrenzungsposten.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um € 31,5 Mio. auf € 358,5 Mio. Während die übrigen Rückstellungen um 31,8 % oder € 35,1 Mio. gesunken sind, erhöhte sich die Steuerrückstellung vorrangig aufgrund des besseren Ergebnisses vor Ertragsteuern sowie aufgrund von niedrigeren Körperschaftsteuervorauszahlungen um € 1,6 Mio. auf € 8,8 Mio. Aufgrund der Fälligkeiten muss zum Stichtag 30. September 2012 ein Teil der bis dato als langfristig ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten aus dem Darlehen im Rahmen des ULSG (€ 103,6 Mio.) sowie aus dem Schuldscheindarlehen (€ 17,9 Mio.) als kurzfristig ausgewiesen werden. Finanzverbindlichkeiten im Rahmen des ULSG in Höhe von € 42,9 Mio., die zum 31.12.2011 als kurzfristig ausgewiesen waren, wurden in den ersten neun Monaten 2012 planmäßig getilgt. Eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von € 5,3 Mio. wurde in die langfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich einerseits aufgrund der Umgliederungen sowie andererseits aufgrund der Aufnahme von Barvorlagen in Höhe von € 20,0 Mio. um 131,5 % auf € 165,1 Mio.

Die Lieferantenverbindlichkeiten reduzierten sich um € 16,4 Mio. auf € 76,2 Mio., die übrigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf € 33,3 Mio. und sind um € 12,5 Mio. niedriger als zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011.

Geldflussrechnung

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um € 59,5 Mio. auf € 94,2 Mio.

Der Erhöhung der Forderungen (bereinigt um Ertragsteuerforderungen) um € 13,7 Mio. sowie der Rückstellungen um € 1,8 Mio. steht eine Verminderung der Verbindlichkeiten um € 10,7 Mio. gegenüber. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen, Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie aufgrund des Rückflusses von zu hoch geleisteten Körperschaftsteuervorauszahlungen ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 139,1 Mio. nach € 142,3 Mio. in der Vergleichsperiode.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 94,9 Mio. nach minus € 113,5 Mio. in den ersten neun Monaten 2011. In der Berichtsperiode erfolgten Einzahlungen aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 3,4 Mio. (1–9/2011: T€ 84,9) sowie Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang in Höhe von € 1,8 Mio. (1–9/2011: € 1,6 Mio.). Dem stehen Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 100,1 Mio. (1–9/2011: € 146,9 Mio.) gegenüber. In der Vergleichsperiode wurden weiters durch den Verkauf eines Investmentfonds Einzahlungen für Wertpapiere in Höhe von € 34,0 Mio. lukriert.

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in den ersten neun Monaten 2012 in Höhe von minus € 107,4 Mio. ist auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 106,9 Mio., der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 20,0 Mio. sowie auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von € 21,0 Mio. zurückzuführen.

Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestands minus € 63,2 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand zum Stichtag 30. September 2012 in Höhe von € 48,1 Mio. (31.12.2011: € 111,3 Mio.).

Investitionen

Am 5. Juni 2012 wurde der Check-in 3 (vormals VIE-Skylink) erfolgreich in Betrieb genommen. Die Kosten für den Check-in 3 werden voraussichtlich unter € 750 Mio. liegen.

Die größten Investitionen in den ersten neun Monaten 2012 entfielen mit € 26,5 Mio. auf die Terminalerweiterung Check-in 31), mit € 3,3 Mio. auf die Gepäcksortieranlage2), mit € 3,1 Mio. auf das Check-in 3-Leitsystem, mit € 1,4 Mio. auf die Medieninstallationen des Check-in 3 sowie mit € 8,7 Mio. auf das Sicherheitssystem des Check-in 3. Weiters wurden € 0,5 Mio. in Quick Boarding Gates, € 3,6 Mio. in Betriebs- und Geschäftsausstattungen, € 1,9 Mio. in den Check-in 3-Retailausbau, € 0,8 Mio. in Car-Rental-Flächen im Parkhaus 4, € 6,0 Mio. in Spezialfahrzeuge, € 3,5 Mio. in die Revitalisierung des Check-in 1 sowie € 6,3 Mio. in ein Speditionsgebäude investiert. In Summe wurden in den ersten neun Monaten 2012 € 56,5 Mio.3) investiert.

1) In der Berichtsperiode wurden Rechnungskorrekturen (Abstriche) in Höhe von € 13,6 Mio. sowie eine Reduktion der

Anschaffungskosten aufgrund der Versicherungserstattung in Höhe von € 8,6 Mio. durchgeführt.

2) In der Berichtsperiode wurden Rechnungskorrekturen in Höhe von € 1,7 Mio. durchgeführt (Abstriche).

3) Nach durchgeführten Rechnungskorrekturen und Versicherungserstattung

Risiken der zukünftigen Entwicklung

In den ersten neun Monaten 2012 wirkten sich – im Gegensatz zum Vorjahr (Naturkatastrophe in Japan, politische Unruhen in Nordafrika) – keine äußeren Krisenfälle negativ auf die Ertragslage der Flughafen-Wien-Gruppe aus.

Für die restlichen drei Monate des Geschäftsjahres 2012 betreffen wesentliche Risiken und Ungewissheiten die künftige Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie im Besonderen. Auch politische Einflussfaktoren wie militärische Konflikte oder natürliche Risiken wie etwa Pandemien könnten sich negativ auf die wirtschaftliche Lage der Flughafen Wien AG auswirken. Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-Systems werden alle wesentlichen Geschäftsrisiken systematisch quantifiziert und erfasst und entsprechende Risikominderungspläne überwacht.

Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft und mit Nachdruck verfolgt. Technische Gutachter haben im Zuge der Vergangenheitsbewältigung der Terminalerweiterung Check-in 3 Mängel in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. ungerechtfertigte Kostenerhöhungen festgestellt. In den untersuchten Fällen wurden Schäden in Höhe von € 52,1 Mio. eruiert. Diese hatten im Geschäftsjahr 2011 eine außerplanmäßige Abschreibung der Anlagen in Höhe von € 31,6 Mio. zur Folge. Es sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.

Auftragnehmer haben bereits einen Betrag von € 7,6 Mio. an die Flughafen Wien AG zurücküberwiesen.

Im zweiten Quartal 2012 konnte als pauschale Schadensersatzleistung mit einer Versicherungsgesellschaft Einigung über die Zahlung von € 11,1 Mio. aus einer durch die Flughafen Wien AG abgeschlossenen Planerhaftpflichtversicherung erzielt werden. Von den € 11,1 Mio. wird ein Betrag in Höhe von € 2,5 Mio. als sonstiger Ertrag ausgewiesen. Die verbleibenden € 8,6 Mio. wurden ergebnisneutral als Reduktion der Anschaffungskosten erfasst. Weiters haben Auftragnehmer im Zusammenhang mit diesem Versicherungsvergleich auf offene Forderungen von € 3,0 Mio. gegenüber der Flughafen Wien AG verzichtet.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste konnte in erster Instanz positiv abgeschlossen werden. Mit Bescheid vom 10. Juli 2012 wurde der Flughafen Wien AG die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens "Parallelpiste 11R/29L" erteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schreibt 460 Auflagen zum Schutz der BürgerInnen und Umwelt vor. Die Rechtsmittelfrist endete am 24. August, und es gab von 28 Parteien Einwendungen. Über diese Rechtsmittel wird der Umweltsenat als zweite Instanz entscheiden. Mit einer rechtskräftig positiven Entscheidung ist nicht vor 2014 zu rechnen. Mit Bauarbeiten kann frühestens 2016 gestartet werden, die Parallelpiste kann daher frühestens 2020 bzw. 2021 verfügbar sein. Eine erste Kostenabschätzung für das Projekt inklusive Auflagenerfüllung soll in den nächsten Monaten vorliegen.

Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze in etwa im Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagierentwicklung und

der Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über den Zeitpunkt der Realisierung treffen. Im Falle der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm abzuschreiben.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Ausblick

Im Oktober 2012 stieg die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere auf 1.990.243, ein Plus von 4,0 % gegenüber dem Oktober 2011. Die Flugbewegungen sanken um 0,2 %, und das Höchstabfluggewicht (MTOW) verzeichnete einen Rückgang von 1,7 %. Das Frachtaufkommen reduzierte sich um 12,2 %. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im Oktober 2012 ein Plus von 9,8 %, jenes in den Nahen und Mittleren Osten von 8,0 %.

Die Flughafen Wien AG rechnet für das Geschäftsjahr 2012 mit einem Passagierplus von 4 % bis 5 %. Kein Zuwachs wird hingegen bei Flugbewegungen (0 % bis -1 %) und Höchstabfluggewicht (MTOW) (-2 % bis -3 %) erwartet. Im vierten Quartal wird daher mit einem Abflachen der Verkehrsentwicklung gerechnet.

Im Oktober 2012 wurde ein Teil der ULSG-Finanzierung in Höhe von € 17,9 Mio. frühzeitig getilgt.

Die Flughafen-Wien-Gruppe rechnet für das 4. Quartal, vor allem aufgrund der ins letzte Quartal verschobenen Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen, mit einem ausgeglichenen oder leicht negativen Quartalsergebnis, sodass für das Gesamtjahr 2012 ein Periodenergebnis erwartet wird, das in etwa dem Ergebnis für die ersten drei Quartale entspricht. Das liegt auch daran, dass seit Juni 2012 die erhöhten Abschreibungen bzw. die zusätzlichen Betriebsaufwendungen und höhere Zinsaufwendungen für den Check-in 3 anfallen.

Für das Jahr 2012 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von nunmehr rund € 100 Mio. geplant.

Schwechat, am 5. November 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO

Ergebnisse nach Segmenten

n Segmentergebnisse

Veränderung
in Mio. € 1–9/2012 1–9/2011 in %
Airport
Externe Segmentumsätze 238,7 221,6 7,7
Segment-EBIT 63,4 44,8 41,4
Handling
Externe Segmentumsätze 116,1 119,4 -2,7
Segment-EBIT 11,5 5,2 121,3
etail & Properties
Externe Segmentumsätze 90,8 82,4 10,2
Segment-EBIT 42,5 29,2 45,3
Sonstige Segmente
Externe Segmentumsätze 11,7 11,9 -1,3
Segment-EBIT 4,2 2,3 86,5

Segment Airport

Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb des VIP & Business Centers und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.

Wettbewerbsfähige Tarife

Per 1. Jänner 2012 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:

  • Landetarif, Infrastrukturtarif Airside, Parktarif: +0,81 %
  • Fluggasttarif, Infrastrukturtarif Landside: +0,39 %
  • Infrastrukturtarif Betankung: +0,68 %

Der PRM-Tarif bleibt mit € 0,34/abfliegender Passagier unverändert. Der Sicherheitstarif wurde mit € 7,70/abfliegender Passagier ermittelt und in dieser Höhe ab 16.4.2012 gemäß den Bestimmungen des Luftfahrtsicherheitsgesetzes festgelegt.

Aufsetzend auf diese Änderungen aufgrund der Indexregelung werden der fixe Landetarif für Passagierflüge im Linien- und Charterverkehr auf € 205,38 und der variable Landetarif auf € 5,59 pro MTOW gesenkt. Im Gegenzug wird der Fluggasttarif im Linien-und Charterverkehr zusätzlich um € 0,74/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun

€ 16,69/abfliegender Passagier. Des Weiteren wird der Infrastrukturtarif Rampe um 10 % gesenkt, im Gegenzug wird der Infrastrukturtarif Passage um € 0,20/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 0,87/abfliegender Passagier.

Umsatzplus im Segment Airport von 7,7 %

In den ersten neun Monaten konnte das Segment Airport Umsätze in Höhe von € 238,7 Mio. (1–9/2011: € 221,6 Mio.) erzielen. Verantwortlich für den Anstieg um 7,7 % sind neben der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +5,9 %) auch die gestiegenen Erlöse aus dem Fluggasttarif (inkl. PRM – Passengers with Reduced Mobility) sowie aus dem Sicherheitstarif. In den ersten neun Monaten 2012 konnten € 58,3 Mio. aus dem Titel Sicherheit erzielt werden, ein Zuwachs von 11,3 % oder € 5,9 Mio. Die Erlöse aus dem Fluggasttarif erhöhten sich um € 16,0 Mio. oder 18,3 % auf € 103,5 Mio. (1–9/2011: € 87,5 Mio.). Aufgrund der geänderten Tarifstruktur (siehe Entwicklung der Tarife) sowie des Rückgangs des Höchstabfluggewichts MTOW reduzierten sich die Erlöse aus dem Landetarif um € 5,6 Mio. bzw. 11,4 % auf € 43,8 Mio. Auch die Umsätze aus der Betankung verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 0,4 Mio. Aus dem Infrastrukturtarif wurden die Erlöse um 2,3 % auf € 21,3 Mio. erhöht, jene aus dem Sondergastdienst erhöhten sich um 8,6 % auf € 5,3 Mio.

Der Materialaufwand im Segment Airport ist im Wesentlichen aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln sowie sonstigen Materialien um 11,9 % auf € 2,7 Mio. gesunken. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % auf € 25,8 Mio. Zurückzuführen ist dies einerseits auf einen um 4,4 % höheren durchschnittlichen Personalstand und kollektivvertragliche Erhöhungen, andererseits konnte die Dotierung der Rückstellungen für Altersteilzeit reduziert werden. Positiv hervorzuheben ist auch die Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,7 % auf € 39,8 Mio., im Wesentlichen aufgrund von gesunkenen Aufwendungen für Marktkommunikation, Rechts-, Prüf- und Beratungskosten sowie Miet- und Pachtaufwendungen.

Segment-EBITDA von € 108,2 Mio.

Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 97,8 Mio. (1–9/2011: € 83,1 Mio.) ergibt sich in den ersten neun Monaten 2012 ein Segment-EBITDA von € 108,2 Mio. (1–9/2011: € 99,1 Mio.). Trotz der Inbetriebnahme des Check-in 3 sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,5 Mio. sind die Abschreibungen um € 9,5 Mio. auf € 44,8 Mio. zurückgegangen, da im Vorjahr im Zusammenhang mit Check-in 3 außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 29,1 Mio. durchgeführt wurden. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich demnach auf € 63,4 Mio. nach € 44,8 Mio. in der Vergleichsperiode 2011. Daraus resultiert eine EBITDA-Marge von 40,4 % (1–9/2011: 40,4 %) und eine EBIT-Marge von 23,7 % (1–9/2011: 18,3 %).

Segment Handling

Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.

116,1 Mio. Umsatz im Segment Handling

Das Segment Handling erzielte in den ersten neun Monaten 2012 externe Umsatzerlöse in Höhe von € 116,1 Mio. (1–9/2011: € 119,4 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang von € 3,2 Mio. oder 2,7 %. Die externen Erlöse des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung sanken um 2,2 % oder € 1,8 Mio. auf € 77,8 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung konnten trotz negativer Entwicklung des Frachtvolumens aufgrund der Änderung des Abrechnungszyklus um 0,5 % oder € 0,1 Mio. gesteigert werden. Die Umsätze aus Sicherheitsleistungen der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H beliefen sich auf € 2,6 Mio. (1–9/2011: € 3,1 Mio.), jene aus der Verkehrsabfertigung reduzierten sich geringfügig um € 0,6 Mio. auf € 7,4 Mio. Der Bereich General Aviation konnte externe Erlöse in Höhe von € 5,0 Mio. erzielen (1–9/2011: € 5,5 Mio.).

Aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln konnte der Materialverbrauch um 9,0 % auf € 6,7 Mio. reduziert werden. Der Personalaufwand erhöhte sich um € 0,5 Mio. auf € 119,3 Mio. Dafür ist insbesondere der gestiegene durchschnittliche Personalstand der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H (+10,2 %) – infolge der Aufstockung des Sicherheitspersonals für den Check-in 3 – verantwortlich. Der durchschnittliche Personalstand des VIE-Handling reduzierte sich hingegen um 5,8 %. Stichtagsbezogen lässt sich die Wirkung der in 2011 eingeleiteten Personalmaßnahmen feststellen: Die Anzahl der Mitarbeiter des Segments Handling per 30. September 2012 belief sich auf 3.038 Mitarbeiter, um 193 Mitarbeiter oder 6,0 % weniger als zum 31. Dezember 2011. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um € 0,2 Mio. auf € 2,0 Mio. Die internen Aufwendungen beliefen sich auf € 25,0 Mio. und lagen somit um 3,2 % über dem Niveau des Vorjahres.

EBITDA-Erhöhung um € 6,0 Mio.

Das EBITDA des Segments Handling für die ersten neun Monate 2012 erhöhte sich um € 6,0 Mio. auf € 15,8 Mio. (1–9/2011: € 9,8 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 4,3 Mio. (1–9/2011: € 4,6 Mio.) konnte ein EBIT von € 11,5 Mio. nach € 5,2 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 9,5 % um 3,4 % -Punkte und die EBIT Marge mit 6,9 % um 3,7 % -Punkte über der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.

Umsatzplus von 10,2 % im Segment Retail & Properties

Die zunehmende Bedeutung des Segments Retail & Properties spiegelt sich auch in einer überproportionalen Erhöhung des Umsatzes wider. Die externen Erlöse des Segments stiegen um € 8,4 Mio. bzw. 10,2 % auf € 90,8 Mio. (1–9/2011: € 82,4 Mio.). Der Anteil des Segments Retail & Properties am Konzernumsatz konnte um 0,9 %-Punkte auf 19,8 % erhöht werden. Die Parkerträge sowie die Erlöse aus den Bereichen Shopping und Gastronomie verzeichneten die stärksten Zuwachsraten. Die Parkerträge erhöhten sich um 13,9 % oder € 3,9 Mio. auf € 32,3 Mio., jene Erlöse aus den Bereichen Shopping und Gastronomie stiegen um 13,5 % auf € 30,5 Mio. Die externen Erlöse aus Vermietung von Immobilien und Werbeflächen erhöhten sich um 3,0 % auf € 18,3 Mio.

Der Materialaufwand erhöhte sich vor allem aufgrund höherer Aufwendungen für Energie sowie aufgrund eines höheren Aufwands aus Weiterverrechnung um € 1,0 Mio. auf € 1,6 Mio. Dieser Erhöhung steht die Reduzierung des Personalaufwands um € 0,5 Mio. auf € 3,3 Mio. gegenüber. Höhere Dotierungen von Wertberichtigungen zu Forderungen und die Dotierung einer Rückstellung für Schadensfälle in Zusammenhang mit der Insolvenz der Sardana Gruppe sowie höhere Aufwendungen für Instandhaltungen erhöhten den sonstigen betrieblichen Aufwand um € 6,7 Mio. auf € 19,1 Mio. Die internen Aufwendungen des Segments beliefen sich auf € 27,2 Mio. (1–9/2011: € 23,0 Mio.). In der Vergleichsperiode wurde eine außerplanmäßige Abschreibung eines Bestandsgebäudes am Standort Flughafen Wien in Höhe von € 17,5 Mio. durchgeführt. Trotz einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,4 Mio. in der Berichtsperiode verringerten sich die Abschreibungen um 54,3 % auf € 12,9 Mio.

EBITDA-Rückgang um € 2,1 Mio.

Das EBITDA des Segments für die ersten neun Monate 2012 sank um € 2,1 Mio. auf € 55,4 Mio. (1–9/2011: € 57,5 Mio.), das EBIT des Segment beträgt € 42,5 Mio. nach € 29,2 Mio. in der Vergleichsperiode. Die EBITDA-Marge lag in den ersten neun Monaten 2012 bei 53,4 % nach 59,7 % im Vorjahr, und die EBIT-Marge belief sich auf 40,9 % (1–9/2011: 30,3 %).

Sonstige Segmente

Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente blieben mit € 11,7 Mio. im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2011 nahezu unverändert.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist, verglichen mit den ersten neun Monaten des Vorjahres, um € 2,9 Mio. gestiegen – vorwiegend zurückzuführen auf einen höheren Verbrauch an Strom und Treibstoffen. Der Personalaufwand reduzierte sich um 6,9 % auf € 29,1 Mio. Höheren Fremdleistungen sowie gestiegenen Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten stehen Auflösungen von Wertberichtigungen zu sonstigen Forderungen gegenüber. In Summe erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 10,7 % auf € 13,7 Mio. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Inbetriebnahme von Software um € 1,8 Mio. auf € 9,5 Mio. (1–9/2011: € 7,7 Mio.). Der interne Betriebsaufwand belief sich auf € 6,2 Mio. nach € 5,5 Mio. im Vorjahr.

In Summe wird ein Segment–EBITDA in Höhe von € 13,7 Mio. (1–9/2011: € 9,9 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 4,2 Mio. (1–9/2011: € 2,3 Mio.) ausgewiesen.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2012

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Veränd.
in T€ 1–9/2012 1–9/2011 in % 7–9/2012 7–9/2011
Umsatzerlöse 457.495,8 435.341,6 5,1 163.913,9 155.034,7
Sonstige betriebliche Erträge 18.494,3 13.021,2 42,0 5.513,1 4.673,1
Betriebsleistung 475.990,1 448.362,9 6,2 169.427,0 159.707,8
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -30.150,9 -27.653,8 9,0 -9.520,7 -7.976,3
Personalaufwand -189.829,2 -189.575,0 0,1 -64.734,7 -66.144,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -81.419,6 -72.964,9 11,6 -29.881,5 -25.896,8
Ergebnis vor Zinsen, Steuern
undAbschreibungen (EBITDA) 174.590,3 158.169,2 10,4 65.290,0 59.690,4
Abschreibungen -71.758,0 -95.137,0 -24,6 -31.118,4 -62.700,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 102.832,3 63.032,1 63,1 34.171,6 -3.009,6
Beteiligungsergebnis ohne At-Equity-Unternehmen 932,3 364,9 155,5 0,0 213,9
Zinsertrag 3.537,1 2.871,1 23,2 1.243,9 1.017,2
Zinsaufwand -17.993,8 -10.044,1 79,1 -7.717,7 -3.183,6
Sonstiges Finanzergebnis 133,6 1.587,7 -91,6 0,0 10,4
Finanzergebnis ohne At-Equity-Unternehmen -13.390,8 -5.220,4 156,5 -6.473,8 -1.942,2
Beteiligungsergebnis At-Equity-Unternehmen 4.741,7 -23.152,8 -120,5 2.807,6 -18.573,4
Finanzergebnis -8.649,2 -28.373,2 -69,5 -3.666,2 -20.515,6
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 94.183,2 34.658,9 171,7 30.505,4 -23.525,2
Ertragsteuern -22.003,0 -14.446,5 52,3 -7.829,3 427,9
Periodenergebnis 72.180,1 20.212,5 257,1 22.676,1 -23.097,4
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 71.739,6 20.234,1 254,5 22.677,2 -23.084,0
Nicht beherrschende Anteile 440,5 -21,6 n.a. -1,1 -13,3
Ergebnis je Aktie in € unverwässert/verwässert 3,42 0,96 256,3 1,08 -1,10

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in T€ 1–9/2012 1–9/2011 in % 7–9/2012 7–9/2011
Periodenergebnis 72.180,1 20.212,5 257,1 22.676,1 -23.097,4
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste
Wertänderung von zur Veräußerung
verfügbaren Wertpapieren 249,8 -2.308,9 n.a. 248,0 -338,0
davon erfolgsneutrale Veränderung 272,0 -400,0 n.a. 248,0 -338,0
davon realisierte Gewinne (-)/ Verluste (+) -22,2 -1.908,9 -98,8 0,0 0,0
Cash-Flow Hedge 190,1 166,7 14,0 76,9 -25,1
Latente Steuern auf direkt im
Eigenkapital verrechnete Posten -110,0 535,5 n.a. -81,2 90,8
Sonstiges Ergebnis 329,9 -1.606,6 n.a. 243,7 -272,3
Gesamtergebnis 72.510,0 18.605,8 289,7 22.919,8 -23.369,7
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 72.069,5 18.627,5 286,9 22.920,9 -23.356,4
Nicht beherrschende Anteile 440,5 -21,6 n.a. -1,1 -13,3

Konzern-Bilanz

AKTIVA

in T€ 30.9.2012 31.12.2011 Veränd. in %
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 20.282,7 15.285,5 32,7
Sachanlagen 1.664.564,5 1.692.541,2 -1,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 126.380,5 119.935,4 5,4
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 93.835,2 90.968,2 3,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.840,8 6.514,4 -25,7
1.909.903,8 1.925.244,6 -0,8
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 4.745,2 4.343,3 9,3
Wertpapiere 29.807,0 29.535,0 0,9
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 78.490,1 79.705,4 -1,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 48.110,5 111.330,0 -56,8
161.152,8 224.913,7 -28,3
Summe Aktiva 2.071.056,6 2.150.158,3 -3,7

PASSIVA

in T€ 30.9.2012 31.12.2011 Veränd. in %
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -1.680,6 -2.010,5 -16,4
Einbehaltene Ergebnisse 593.636,3 542.896,7 9,3
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 862.283,0 811.213,5 6,3
Nicht beherrschende Anteile 650,9 210,4 209,4
862.934,0 811.423,9 6,3
Langfristige Schulden
Rückstellungen 119.455,9 115.195,1 3,7
Finanzverbindlichkeiten 641.063,9 821.285,4 -21,9
Übrige Verbindlichkeiten 58.520,7 51.557,8 13,5
Latente Steuerabgrenzung 30.537,8 23.606,9 29,4
849.578,4 1.011.645,2 -16,0
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 8.779,3 7.194,5 22,0
Übrige Rückstellungen 75.247,0 110.318,1 -31,8
Finanzverbindlichkeiten 165.078,4 71.301,9 131,5
Lieferantenverbindlichkeiten 76.162,4 92.531,6 -17,7
Übrige Verbindlichkeiten 33.277,1 45.743,0 -27,3
358.544,2 327.089,2 9,6
Summe Passiva 2.071.056,6 2.150.158,3 -3,7

Konzern-Geldflussrechnung

in T€ 1–9/2012 1–9/2011 Veränd. in %
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 139.103,3 142.261,3 -2,2
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 3.399,8 84,9 n.a.
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang 1.847,8 1.558,2 18,6
– Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) -100.125,4 -146.876,4 -31,8
– Auszahlungen für Finanzanlagenzugang 0,0 -2.524,4 -100,0
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 0,0 192,0 -100,0
+ Einzahlungen für sonstige Finanzanlagen (Wertpapiere) 0,0 34.048,7 -100,0
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -94.877,8 -113.517,0 -16,4
– Auszahlungen für Dividenden -21.000,0 -42.000,0 -50,0
–/+ Veränderung der Finanzverbindlichkeiten -86.444,9 100.122,9 n.a.
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -107.444,9 58.122,9 n.a.
Veränderung des Finanzmittelbestands -63.219,4 86.867,2 n.a.
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 111.330,0 63.632,7 75,0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 48.110,5 150.499,9 -68,0

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Den G
esellschaftern
der Muttergesellschaft zurechenbar
G
2011 in T€
rund-
kapital
Kapital-
rücklagen
Summe
sonstige
ück-
lagen
Einbe-
haltene
Ergebnisse G
esamt A N
icht
beherr-
schende
nteile G
esamt
Stand zum 1.1.2011 152.670,0 117.657,3 -895,5 553.294,3 822.726,1 232,8 822.958,9
Marktwertbewertung
von Wertpapieren -1.731,7 -1.731,7 -1.731,7
Cash-Flow Hedge 125,0 125,0 125,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -1.606,6 0,0 -1.606,6 0,0 -1.606,6
Periodenergebnis 20.234,1 20.234,1 -21,6 20.212,5
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -1.606,6 20.234,1 18.627,5 -21,6 18.605,8
Dividendenausschüttung -42.000,0 -42.000,0 -42.000,0
Stand zum 30.9.2011 152.670,0 117.657,3 -2.502,1 531.528,4 799.353,6 211,2 799.564,7
Den G
esellschaftern
der Muttergesellschaft zurechenbar
G
2012 in T€
rund-
kapital
Kapital- R
rücklagen
Summe
sonstige
ück-
lagen
Einbe-
haltene
Ergebnisse G
esamt A N
icht
beherr-
schende
nteile G
esamt
Stand zum 1.1.2012 152.670,0 117.657,3 -2.010,5 542.896,7 811.213,5 210,4 811.423,9
Marktwertbewertung
von Wertpapieren 187,3 187,3 187,3
Cash-Flow Hedge 142,5 142,5 142,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 329,9 0,0 329,9 0,0 329,9
Periodenergebnis 71.739,6 71.739,6 440,5 72.180,1
Gesamtergebnis 0,0 0,0 329,9 71.739,6 72.069,5 440,5 72.510,0
Dividendenausschüttung -21.000,0 -21.000,0 -21.000,0
Stand zum 30.9.2012 152.670,0 117.657,3 -1.680,6 593.636,3 862.283,0 650,9 862.934,0

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. September 2012 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2011 gelesen werden.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2011. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2012 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Die Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierte in keinen materiellen Änderungen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

(3) Informationen zu Geschäftssegmenten (IFRS 8)

Seit dem Bilanzstichtag 31.12.2011 wurden keine Änderungen der Zusammensetzung der Geschäftssegmente nach IFRS 8 vorgenommen. Zur Definition der Segmente wird auf den Anhang des Konzernabschlusses 2011 verwiesen.

R etail & Sonstige
1–9/2012 in T€ Airport H andling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 238.731,7 116.137,9 90.782,2 11.699,5 457.351,3
Interne Segmentumsätze 29.205,9 50.650,9 13.074,3 62.955,9
Segmentumsätze 267.937,6 166.788,8 103.856,5 74.655,4
Sonstige externe Umsätze1) 144,5
Konzernumsatz 457.495,8
Segmentergebnis 63.378,2 11.516,9 42.494,3 4.212,1 121.601,5
Sonstiges (nicht zuordenbar) -18.769,1
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 102.832,3

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2012 nach Geschäftsbereichen

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

R etail & Sonstige
1–9/2011 in T€ Airport H andling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 221.588,1 119.374,6 82.410,9 11.856,4 435.230,1
Interne Segmentumsätze 23.816,7 42.877,6 13.952,7 56.533,6
Segmentumsätze 245.404,8 162.252,2 96.363,6 68.390,0
Sonstige externe Umsätze1) 111,6
Konzernumsatz 435.341,6
Segmentergebnis 44.826,7 5.205,1 29.239,8 2.259,0 81.530,6
Sonstiges (nicht zuordenbar) -18.498,5
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 63.032,1

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2011 nach Geschäftsbereichen

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Segment Airport

Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb des VIP & Business Centers und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.

Wettbewerbsfähige Tarife

Per 1. Jänner 2012 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:

• Landetarif, Infrastrukturtarif Airside, Parktarif: +0,81 %
• Fluggasttarif, Infrastrukturtarif Landside: +0,39 %
• Infrastrukturtarif Betankung: +0,68 %

Der PRM-Tarif bleibt mit € 0,34/abfliegender Passagier unverändert. Der Sicherheitstarif wurde mit € 7,70/abfliegender Passagier ermittelt und in dieser Höhe ab 16.4.2012 gemäß den Bestimmungen des Luftfahrtsicherheitsgesetzes festgelegt.

Aufsetzend auf diese Änderungen aufgrund der Indexregelung werden der fixe Landetarif für Passagierflüge im Linien- und Charterverkehr auf € 205,38 und der variable Landetarif auf € 5,59 pro MTOW gesenkt. Im Gegenzug wird der Fluggasttarif im Linien-und Charterverkehr zusätzlich um € 0,74/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 16,69/abfliegender Passagier. Des Weiteren wird der Infrastrukturtarif Rampe um 10 % gesenkt, im Gegenzug wird der Infrastrukturtarif Passage um € 0,20/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 0,87/abfliegender Passagier.

Umsatzplus im Segment Airport von 7,7 %

In den ersten neun Monaten konnte das Segment Airport Umsätze in Höhe von € 238,7 Mio. (1–9/2011: € 221,6 Mio.) erzielen. Verantwortlich für den Anstieg um 7,7 % sind neben der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +5,9 %) auch die gestiegenen Erlöse aus dem Fluggasttarif (inkl. PRM – Passengers with Reduced Mobility) sowie aus dem Sicherheitstarif. In den ersten neun Monaten 2012 konnten € 58,3 Mio. aus dem Titel Sicherheit erzielt werden, ein Zuwachs von 11,3 % oder € 5,9 Mio. Die Erlöse aus dem Fluggasttarif erhöhten sich um € 16,0 Mio. oder 18,3 % auf

€ 103,5 Mio. (1–9/2011: € 87,5 Mio.). Aufgrund der geänderten Tarifstruktur (siehe Entwicklung der Tarife) sowie des Rückgangs des Höchstabfluggewichts MTOW reduzierten sich die Erlöse aus dem Landetarif um € 5,6 Mio. bzw. 11,4 % auf € 43,8 Mio. Auch die Umsätze aus der Betankung verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 0,4 Mio. Aus dem Infrastrukturtarif wurden die Erlöse um 2,3 % auf € 21,3 Mio. erhöht, jene aus dem Sondergastdienst erhöhten sich um 8,6 % auf € 5,3 Mio.

Der Materialaufwand im Segment Airport ist im Wesentlichen aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln sowie sonstigen Materialien um 11,9 % auf € 2,7 Mio. gesunken. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % auf € 25,8 Mio. Zurückzuführen ist dies einerseits auf einen um 4,4 % höheren durchschnittlichen Personalstand und kollektivvertragliche Erhöhungen, andererseits konnte die Dotierung der Rückstellungen für Altersteilzeit reduziert werden. Positiv hervorzuheben ist auch die Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,7 % auf € 39,8 Mio., im Wesentlichen aufgrund von gesunkenen Aufwendungen für Marktkommunikation, Rechts-, Prüf- und Beratungskosten sowie Miet- und Pachtaufwendungen.

Segment-EBITDA von € 108,2 Mio.

Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 97,8 Mio. (1–9/2011: € 83,1 Mio.) ergibt sich in den ersten neun Monaten 2012 ein Segment-EBITDA von € 108,2 Mio. (1–9/2011: € 99,1 Mio.). Trotz der Inbetriebnahme des Check-in 3 sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,5 Mio. sind die Abschreibungen um € 9,5 Mio. auf € 44,8 Mio. zurückgegangen, da im Vorjahr im Zusammenhang mit Check-in 3 außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 29,1 Mio. durchgeführt wurden. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich demnach auf € 63,4 Mio. nach € 44,8 Mio. in der Vergleichsperiode 2011. Daraus resultiert eine EBITDA-Marge von 40,4 % (1–9/2011: 40,4 %) und eine EBIT-Marge von 23,7 % (1–9/2011: 18,3 %).

Segment Handling

Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.

€ 116,1 Mio. Umsatz im Segment Handling

Das Segment Handling erzielte in den ersten neun Monaten 2012 externe Umsatzerlöse in Höhe von € 116,1 Mio. (1–9/2011: € 119,4 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang von € 3,2 Mio. oder 2,7 %. Die externen Erlöse des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung sanken um 2,2 % oder € 1,8Mio. auf € 77,8 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung konnten trotz negativer Entwicklung des Frachtvolumens aufgrund der Änderung des Abrechnungszyklus um 0,5 % oder € 0,1 Mio. gesteigert werden. Die Umsätze aus Sicherheitsleistungen der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H beliefen sich auf € 2,6 Mio. (1–9/2011: € 3,1 Mio.), jene aus der Verkehrsabfertigung reduzierten sich geringfügig um € 0,6 Mio. auf € 7,4 Mio. Der Bereich General Aviation konnte externe Erlöse in Höhe von € 5,0 Mio. erzielen (1–9/2011: € 5,5 Mio.).

Aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln konnte der Materialverbrauch um 9,0 % auf € 6,7 Mio. reduziert werden. Der Personalaufwand erhöhte sich um € 0,5 Mio. auf € 119,3 Mio. Dafür ist insbesondere der gestiegene durchschnittliche Personalstand der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H (+10,2 %) – infolge der Aufstockung des Sicherheitspersonals für den Check-in 3 – verantwortlich. Der durchschnittliche Personalstand des VIE-Handling reduzierte sich hingegen um 5,8 %. Stichtagsbezogen lässt sich die Wirkung der in 2011 eingeleiteten Personalmaßnahmen feststellen: Die Anzahl der Mitarbeiter des Segments Handling per 30. September 2012 belief sich auf 3.038 Mitarbeiter, um 193 Mitarbeiter oder 6,0 % weniger als zum 31. Dezember 2011. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um € 0,2 Mio. auf € 2,0 Mio. Die internen Aufwendungen beliefen sich auf € 25,0 Mio. und lagen damit um 3,2 % über dem Niveau des Vorjahres.

EBITDA-Erhöhung um € 6,0 Mio.

Das EBITDA des Segments Handling für die ersten neun Monate 2012 erhöhte sich um € 6,0 Mio. auf € 15,8 Mio. (1–9/2011: € 9,8 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 4,3 Mio. (1–9/2011: € 4,6 Mio.) konnte ein EBIT von € 11,5 Mio. nach € 5,2 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 9,5 % um 3,4 %-Punkte und die EBIT-Marge mit 6,9 % um 3,7 %-Punkte über der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.

Umsatzplus von 10,2 % im Segment Retail & Properties

Die zunehmende Bedeutung des Segments Retail & Properties spiegelt sich auch in einer überproportionalen Erhöhung des Umsatzes wieder. Die externen Erlöse des Segments stiegen um € 8,4 Mio. bzw. 10,2 % auf € 90,8 Mio. (1–9/2011: € 82,4 Mio.). Der Anteil des Segments Retail & Properties am Konzernumsatz konnte um 0,9 %-Punkte auf 19,8 % erhöht werden. Die Parkerträge sowie die Erlöse aus den Bereichen Shopping und Gastronomie verzeichneten die stärksten Zuwachsraten. Die Parkerträge erhöhten sich um 13,9 % oder € 3,9 Mio. auf € 32,3 Mio., jene Erlöse aus den Bereichen Shopping und Gastronomie stiegen um 13,5 % auf € 30,5 Mio. Die externen Erlöse aus Vermietung von Immobilien und Werbeflächen erhöhten sich um 3,0 % auf € 18,3 Mio.

Der Materialaufwand erhöhte sich vor allem aufgrund höherer Aufwendungen für Energie sowie aufgrund eines höheren Aufwands aus Weiterverrechnung um € 1,0 Mio. auf € 1,6 Mio. Dieser Erhöhung steht die Reduzierung des Personalaufwands um € 0,5 Mio. auf € 3,3 Mio. gegenüber. Höhere Dotierungen von Wertberichtigungen zu Forderungen und die Dotierung einer Rückstellung für Schadensfälle in Zusammenhang mit der Insolvenz der Sardana Gruppe sowie höhere Aufwendungen für Instandhaltungen erhöhten den sonstigen betrieblichen Aufwand um € 6,7 Mio. auf € 19,1 Mio. Die internen Aufwendungen des Segments beliefen sich auf € 27,2 Mio. (1–9/2011: € 23,0 Mio.). In der Vergleichsperiode wurde eine außerplanmäßige Abschreibung eines Bestandsgebäudes am Standort Flughafen Wien in Höhe von € 17,5 Mio. durchgeführt. Trotz einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,4 Mio. in der Berichtsperiode verringerten sich die Abschreibungen um 54,3 % auf € 12,9 Mio.

EBITDA-Rückgang um € 2,1 Mio.

Das EBITDA des Segments für die ersten neun Monate 2012 sank um € 2,1 Mio. auf € 55,4 Mio. (1–9/2011: € 57,5 Mio.), das EBIT des Segment beträgt € 42,5 Mio. nach € 29,2 Mio. in der Vergleichsperiode. Die EBITDA-Marge lag in den ersten neun Monaten 2012 bei 53,4 % nach 59,7 % im Vorjahr, und die EBIT-Marge belief sich auf 40,9 % (1–9/2011: 30,3 %).

Sonstige Segmente

Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente blieben mit € 11,7 Mio. im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2011 nahezu unverändert.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist, verglichen mit den ersten neun Monaten des Vorjahres, um € 2,9 Mio. gestiegen – vorwiegend zurückzuführen auf einen höheren Verbrauch an Strom und Treibstoffen. Der Personalaufwand reduzierte sich um 6,9 % auf € 29,1 Mio. Höheren Fremdleistungen sowie gestiegenen Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten stehen Auflösungen von Wertberichtigungen zu sonstigen Forderungen gegenüber. In Summe erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 10,7 % auf € 13,7 Mio. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Inbetriebnahme von Software um € 1,8 Mio. auf € 9,5 Mio. (1–9/2011: € 7,7 Mio.). Der interne Betriebsaufwand belief sich auf € 6,2 Mio. nach € 5,5 Mio. im Vorjahr.

In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 13,7 Mio. (1–9/2011: € 9,9 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 4,2 Mio. (1–9/2011: € 2,3 Mio.) ausgewiesen.

in T€ 1–9/2012 1–9/2011
Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) 121.601,5 81.530,6
Verwaltungsbereich
Umsatz 5.945,3 4.796,9
Sonstige betriebliche Erträge 258,6 678,8
Materialaufwand -150,2 -540,3
Personalaufwand -12.352,8 -11.729,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.266,2 -11.512,0
Abschreibungen -203,9 -192,3
Summe nicht zuordenbar -18.769,1 -18.498,5
Konzern-EBIT 102.832,3 63.032,1

Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

angaben zum Segmentvermögen

in T€ 30.9.2012 31.12.2011
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.432.905,3 1.432.861,9
Handling 37.604,5 32.153,1
Retail & Properties 311.247,0 321.941,4
Sonstige Segmente 172.368,6 169.003,0
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.954.125,5 1.955.959,5
Nicht zuordenbares Vermögen
Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen der Verwaltung 876,5 1.204,9
Sonstige Finanzanlagen 4.398,2 6.045,9
Langfristige Forderungen 86,5 86,5
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 29.807,0 29.535,0
Vorräte 53,6 242,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14,2 7,1
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.002,1 339,0
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 48,6 77,8
Forderungen an Finanzamt 21.907,8 35.477,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6.961,0 5.002,1
Abgrenzungsposten 3.665,1 4.850,7
Zahlungsmittel und -äquivalente 48.110,5 111.330,0
Summe nicht zuordenbar 116.931,1 194.198,9
Konzernvermögen 2.071.056,6 2.150.158,3

(4) Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle – Erläuterungen zum Zwischenabschluss

Bilanz

Die Bilanzsumme der Flughafen-Wien-Gruppe beträgt zum Q3 € 2.071,1 Mio. (31.12.2011: € 2.150,2 Mio.) und verringerte sich um € 79,1 Mio. oder 3,7 %. In den ersten neun Monaten wurden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 56,5 Mio. investiert. Die größten Zugänge betreffen im Wesentlichen den Check-in 3, Betriebs- und Geschäftsausstattung, die Revitalisierung des Check-in 1, Spezialfahrzeuge sowie das Speditionsgebäude. Die Terminalerweiterung Check-in 3 wurde im Juni 2012 in Betrieb genommen. In den ersten neun Monaten 2012 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe Buchwertabgänge in Höhe von € 1,3 Mio., außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 5,0 Mio. sowie planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von € 66,8 Mio.

Zum 30.9.2012 verfügt die Flughafen-Wien-Gruppe über liquide Mittel in Höhe von € 48,1 Mio. (31.12.2011: € 111,3 Mio.). Der Stand an liquiden Mitteln reduzierte sich aufgrund der Tilgung von Darlehen. Ein Teil des im Geschäftsjahr 2009 zugezählten Schuldscheindarlehens wurde im Jänner 2012 vorzeitig getilgt (€ 64,0 Mio.). Für den verbleibenden Teil des Schuldscheindarlehens wurde bei gleichbleibender Laufzeit eine Reduktion der Zinsmargen vereinbart. Ein weiteres in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 zugezähltes Darlehen im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes in Höhe von € 42,9 Mio. wurde teilgetilgt.

Das Eigenkapital beträgt € 862,9 Mio. (31.12.2011: € 811,4 Mio.) und verzeichnete damit einen Anstieg von 6,3 %. In den ersten neun Monaten 2012 trug neben dem Periodenergebnis in Höhe von € 72,2 Mio. auch das sonstige Ergebnis in Höhe von T€ 329,9 (1–9/2011: T€ minus 1.606,6) zur Erhöhung des Eigenkapitals bei. Im zweiten Quartal wurde eine Dividende in Höhe von € 21,0 Mio. an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die langfristigen Schulden der Flughafen-Wien-Gruppe sanken um 16,0 % auf € 849,6 Mio. einerseits aufgrund der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten (€ 64,0 Mio.), andererseits wurden – aufgrund der vertraglich festgelegten Tilgungen – langfristige Darlehen in Höhe von € 116,2 Mio. in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert. Dies führte zur Erhöhung der kurzfristigen Schulden um 9,6 % auf € 358,5 Mio. Die latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31.12.2011 um € 6,9 Mio. auf € 30,5 Mio., vorrangig aufgrund einer temporären passiven Latenz aus Abschreibungen betreffend die Inbetriebnahme des Check-in 3.

Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 um 5,1 % auf € 457,5 Mio. (1–9/2011: € 435,3 Mio.). Details dazu siehe Punkt 3 im Anhang.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um € 5,5 Mio. auf € 18,5 Mio. vorrangig aufgrund von gestiegenen Erlösen aus Versicherungsleistungen ("Versicherungsvergleich Uniqa") sowie von fakturierten Pönalen aufgrund nicht fristgerechter Flächenausbauten einer Bestandnehmerin. Letztere mussten jedoch wegen Insolvenzen von Gesellschaften der Sardana Firmengruppe wertberichtigt werden. Von den € 11,1 Mio. Erlösen aus Versicherungsleistungen wird ein Betrag in Höhe von € 2,5 Mio. als sonstiger Ertrag ausgewiesen. Die verbleibenden € 8,6 Mio. wurden ergebnisneutral als Reduktion der Anschaffungskosten erfasst.

Der Materialaufwand erhöhte sich vorrangig aufgrund von höheren Energieaufwendungen um 9,0 % auf € 30,2 Mio. Der Personalaufwand liegt mit € 189,8 Mio. (1–9/2011: € 189,6 Mio.) auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 11,6 % auf € 81,4 Mio. In den ersten neun Monaten 2012 wurden Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen in Höhe von € 4,4 Mio., im Wesentlichen aufgrund der Insolvenz der Sardana Gruppe (€ 3,5 Mio.), einem der Shopbetreiber am Flughafen Wien, dotiert.

Vor allem aufgrund eines positiven Schiedsurteils konnten in Vorjahren gebildete Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen in Höhe von € 2,9 Mio. aufgelöst werden. Weiters konnten die Aufwendungen für Marketing, Rechts-, Prüf- und Beratungskosten sowie für Miete- und Pacht reduziert werden. Dieser Reduzierung stehen höhere Aufwendungen für Buchwertabgänge, Instandhaltungen, Fremdleistungen, für Wertberichtigungen von Forderungen sowie Schadensfällen gegenüber.

Das EBITDA der Flughafen-Wien-Gruppe für die ersten neun Monate 2012 beträgt € 174,6 Mio. (1–9/2011: € 158,2 Mio.), ein Plus von 10,4 %.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich vorwiegend aufgrund der Inbetriebnahme von Check-in 3 und flughafenspezifischer Software um € 18,3 Mio. auf € 66,8 Mio. Als Erläuterung sei zum Vorjahresvergleich darauf verwiesen, dass im 3. Quartal 2011 technische Gutachter, im Zuge der Vergangenheitsbewältigung Check-in 3, Schäden in Höhe von € 57 Mio. festgestellt haben, die eine außerplanmäßige Abschreibung der Anlagen in Höhe von € 29,1 Mio. zur Folge hatten. Aufgrund der Tatsache, dass bei einem Gebäude am Standort Flughafen Wien die erwartete Auslastung mittelfristig nicht mehr erreicht werden konnte, war das Bestandsobjekt per Ende September 2011 mit € 17,5 Mio. ebenfalls außerplanmäßig abzuschreiben.

In den ersten neun Monaten 2012 wurden aktivierte Kosten und ein Bürogebäude am Standort Wien Flughafen einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,5 Mio. bzw. € 2,4 Mio. unterzogen, insgesamt rund € 5,0 Mio. (1–9/2011: € 46,6 Mio.).

Kumuliert sind die Abschreibungen in den ersten neun Monaten 2012 im Vergleich zu den ersten 3 Quartalen des Vorjahres um € 23,4 Mio. auf € 71,8 Mio. gesunken.

1.396,7
47.147,3
46.593,0
95.137,0

Das EBIT für die ersten drei Quartale 2012 stieg um € 39,8 Mio. auf € 102,8 Mio.

Das Finanzergebnis der Flughafen-Wien-Gruppe verbesserte sich um € 19,7 Mio. auf minus € 8,6 Mio., wie im Folgenden detailliert dargestellt.

Das Zinsergebnis ergibt sich wie folgt:

in T€ 1–9/2012 1–9/2011
Zinsertrag 3.537,1 2.871,1
Zinsaufwand -17.993,8 -10.044,1

In den ersten neun Monaten wurden Bauzeitzinsen in Höhe von € 5,9 Mio. (1–9/2011: 16,4 Mio.) aktiviert. Aufgrund der Fertigstellung von Check-in 3 zu Beginn des 2. Quartals 2012 kam es zur Beendigung der Aktivierung von Bauzeitzinsen. Ab dem zweiten Quartal 2012 wurde die Aktivierung von Bauzeitzinsen auf die 3. Piste ausgesetzt. Die Zinserträge stiegen um 23,2 % auf € 3,5 Mio., im Wesentlichen aufgrund von schiedsgerichtlich zugesprochenen Verzugszinsen.

Das Beteiligungsergebnis konnte – aufgrund von höheren Dividenden – auf € 0,9 Mio. (1–9/2011: € 0,4 Mio.) gesteigert werden.

Das Beteiligungsergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen konnte um € 27,9 Mio. auf plus € 4,7 Mio. verbessert werden. Zur Erläuterung des Vorjahresvergleichs: Im zweiten Quartal 2011 wurde eine Wertminderung in der Höhe von € 5,7 Mio. auf die 25,15-Prozent-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH sowie im dritten Quartal 2011 in Höhe von € 21,4 Mio. auf die 66,0-Prozent-Beteiligung am Flughafen Košice vorgenommen. (Details siehe Konzernabschluss zum 31.12.2011.)

Das sonstige Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um € 1,5 Mio. auf € 0,1 Mio. gesunken.

Das EBT der Flughafen-Wien-Gruppe stieg in den ersten neun Monaten 2012 um 171,7 % auf € 94,2 Mio. (1–9/2011: € 34,7 Mio.).

Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird.

Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 1–9/2012 1–9/2011
Aufwand für laufende Ertragsteuern 15.182,0 10.105,9
Veränderung latente Steuern 6.821,0 4.340,5
Summe Steuern 22.003,0 14.446,5

Das Periodenergebnis (vor nicht beherrschenden Anteilen) beträgt € 72,2 Mio. (1–9/2011: € 20,2 Mio.).

Cash-Flow

Der Netto-Geldfluss aus operativer Tätigkeit beträgt € 139,1 Mio. und reduzierte sich im Vergleich zur Vorperiode um € 3,2 Mio., vorrangig aufgrund von umsatzbedingt höheren Außenständen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag.

Der Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit beträgt minus € 94,9 Mio. für die ersten neun Monate 2012, im Wesentlichen aufgrund von Auszahlungen für Investitionen sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen).

Der Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit von minus € 107,4 Mio. ist auf Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals (Dividende) in Höhe von € 21,0 Mio., auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 106,9 Mio. sowie die Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 20,0 Mio. zurückzuführen.

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes beträgt minus € 63,2 Mio. und führt zu einem Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 30.9.2012 von € 48,1 Mio.

(5) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die gesteigerten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.

In diesem Zusammenhang rechnet die Flughafen-Wien-Gruppe für das 4. Quartal, vor allem aufgrund der ins letzte Quartal verschobenen Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen, mit einem ausgeglichenen oder leicht negativen Quartalsergebnis, sodass für das Gesamtjahr 2012 ein Periodenergebnis erwartet wird, das in etwa dem Ergebnis für die ersten drei Quartale entspricht. Das liegt auch daran, dass seit Juni 2012 die erhöhten Abschreibungen bzw. die zusätzlichen Betriebsaufwendungen und höhere Zinsaufwendungen für den Check-in 3 anfallen.

(6) Konsolidierungskreis

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31.12.2011: 14) und sieben ausländische (31.12.2011: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31.12.2011: 4) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2011: 4) nach der Equity-Methode bewertet.

Vier (31.12.2011: 6) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(7) Sonstige Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 30.9.2012 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 1,2 Mio. (31.12.2011: € 2,8 Mio.) für Sachanlagen in Höhe von € 69,5 Mio. (31.12.2011: € 112,0 Mio.).

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

(8) Nahestehende Unternehmen und Personen

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert.

(9) Sonstige Angaben

Im zweiten Quartal 2012 wurde eine Dividende in Höhe von € 21.000.000, das entspricht € 1,0 pro Aktie, an die Gesellschafter ausgeschüttet.

(10) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Im Oktober 2012 wurde ein Teil der ULSG-Finanzierung in Höhe von € 17,9 Mio. frühzeitig getilgt.

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. September 2012 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, am 5. November 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs. 1 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, am 5. November 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO

Impressum

Herausgeber: Flughafen Wien AG, Kommunikation · Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen, Telefon: +43/1/7007-23333, Telefax: +43/1/7007-23806

Investor Relations:

Mag. Judit Helenyi, Telefon: +43/1/7007-23126, E-Mail: [email protected] Mario Santi, Telefon: +43/1/7007-22826, E-Mail: [email protected]

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