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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Aug 25, 2011

744_ir_2011-08-25_483caaab-f6cb-459f-aec4-9efc6abbf566.pdf

Quarterly Report

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Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

(Beträge in Mio. €, ausgenommen Mitarbeiter) Veränderung
-- ---------------------------------------------- -------------
1–6/2011 in % 1–6/2010
Gesamtumsatz 280,3 +10,7 253,2
EBITDA 98,5 +15,0 85,7
EBIT 66,0 +25,5 52,6
EBITDA-Margin in %1) 35,1 n.a. 33,8
EBIT-Margin in %2) 23,6 n.a. 20,8
Periodenergebnis nach Minderheiten 43,3 +13,7 38,1
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 64,9 -26,9 88,7
Eigenkapital 822,9 +3,9 792,2
Investitionen3) 109,5 +189,2 37,9
Mitarbeiter4) 4.468 +10,4 4.048

Branchenspezifische Kennzahlen

Veränderung
1–6/2011 in % 1–6/2010
MTOW in Tonnen5) 4.065.977 +8,6 3.744.236
Gesamtpassagiere 9.663.194 +8,6 8.899.368
davon Transferpassagiere 2.800.790 +4,6 2.677.072
Flugbewegungen 120.869 +1,4 119.167
Fracht (Luftfracht und Trucking) in Tonnen 142.516 -3,9 148.353
Sitzladefaktor in %6) 66,2 n.a. 66,1

Erläuterungen:

1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest,Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz

2) EBIT-Margin (Earnings before Interest andTaxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz

3) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie geleistete Anzahlungen, inklusive Rechnungskorrekturen

4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und

Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.) exklusive Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer

5) MTOW: MaximumTake off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge

6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität

Finanzkalender

1.–3. Quartal 2011 24. November 2011

Informationen zur Flughafen-Wien-Aktie

Kurs per 31.12.2010 in € 51,23
Kurs per 30.6.2011 in € 35,10
Höchstwert 1. Halbjahr am 7.1.2011 in € 51,98
Tiefstwert 1. Halbjahr am 30.6.2011 in € 35,10
Market Cap per 30.6.2011 in Mio. € 737,1

Abkürzungen (RIC's) der Informationssysteme

VIEV.VI
FLUG AV
O:FLU
AT0000911805
091180
FLU
VIAAY

Börsennotierungen

Wien, Frankfurt (Xetra),

London (SEAQ International), New York (ADR)

Inhalt

  • Kommentar des Vorstands
  • Konzernzwischenlagebericht
  • Segmentberichterstattung
  • Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2011
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Bilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben
  • Erklärung des Vorstands
  • Bericht über die prüferische Durchsicht

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre!

Im Zeitraum Jänner bis Juni 2011 wurden am Flughafen Wien 9.663.194 Passagiere gezählt. Dieser Zuwachs von 8,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode ist neben der positiven Gesamtentwicklung auch auf die Beeinträchtigung des europäischen Luftverkehrs durch die Aschewolke im Vorjahr zurückzuführen. Vorwiegend wegen der Ereignisse in Japan sowie der Lage in Nordafrika kam es im ersten Quartal 2011 zu einem Rückgang bei den Transferpassagieren, der jedoch im 2. Quartal kompensiert werden konnte. Die Zahl der Transferpassagiere stieg um 4,6 Prozent. Der Verkehr nach Osteuropa konnte im ersten Halbjahr 2011 um 12,6 Prozent gesteigert werden. Dies entspricht einem Anteil von 18,3 Prozent der gesamten abfliegenden Passagiere. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten stieg um 4,1 Prozent, jener in den Fernen Osten um 5,2 Prozent. Die Zahl der in die Region Afrika fliegenden Passagiere war um 37,3 Prozent rückläufig. Das entspricht jedoch lediglich einer Reduktion um ein Prozent des gesamten Passagieraufkommens.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 4.065.977 Tonnen um 8,6 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was auf den vermehrten Einsatz größerer Luftfahrzeuge zurückzuführen ist. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 3,9 Prozent auf 142.516 Tonnen. Dem steht eine Steigerung der Flugbewegungen um 1,4 Prozent gegenüber. Der Sitzladefaktor beträgt 66,2 Prozent nach 66,1 Prozent in der Vergleichsperiode.

Per 1. Jänner 2011 wurden die Tarife gemäß Tarifformel angehoben. Der Lande-, Park- und Infrastrukturtarif Airside wurde um 1,29 Prozent erhöht, der Fluggast- und Infrastrukturtarif Landside um 1,68 Prozent sowie der Infrastrukturtarif Betankung um 1,80 Prozent. Der Flughafen Wien bietet weiterhin eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur an. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde, welche die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt hat. Die Mitte 2009 eingeführten Lärmgebühren werden seit 1. Juli 2010 zu 50 Prozent verrechnet. Durch diese Gebühren werden – in Abhängigkeit von den eingesetzten Flugzeugen – einzelne Airlines be- bzw. entlastet; für den Flughafen Wien resultieren daraus keine zusätzlichen Erträge, da er nur als Verrechnungsstelle fungiert.

Im ersten Halbjahr 2011 generierte die Flughafen-Wien-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 280,3 Mio. Die Steigerung von 10,7 Prozent ist auf die positive Verkehrsentwicklung sowie die Berücksichtigung des neuen Sicherheitsentgelts zurückzuführen. Die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitsentgelts treten rückwirkend zum 1. Jänner 2011 in Kraft und ersetzen die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie den Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtsicherheitsgesetz. Für die ersten sechs Monate 2011 wurden die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie die Erlöse aus dem Einbehaltungsbetrag wie bisher eingehoben. Die Auswirkungen aus dem neuen Tarif "Sicherheitsentgelt" wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. Details dazu finden sich in den Erläuterungen der Umsatzentwicklung im Konzernzwischenlagebericht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um € 0,8 Mio. auf € 8,3 Mio. gestiegen, während die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um € 0,7 Mio. auf € 19,7 Mio. gesunken sind. Vorwiegend aufgrund des höheren durchschnittlichen Personalstands (+10,4 Prozent), der aufgrund der höheren Passagierzahl in der Spitzenstunde erforderlich war, ist der Personalaufwand um 9,8 Prozent auf € 123,4 Mio. gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 11,3 Prozent auf € 47,1 Mio. erhöht. In der Berichtsperiode wurde ein EBITDA von € 98,5 Mio. (+15,0 Prozent) und ein EBIT von € 66,0 Mio. (+25,5 Prozent) erzielt. Aufgrund der im Vergleich zum Umsatz besseren Entwicklung des Ergebnisses ist die EBITDA-Margin auf 35,1 Prozent (Vergleichsperiode: 33,8 Prozent) und die EBIT-Margin auf 23,6 Prozent (Vergleichsperiode: 20,8 Prozent) gestiegen. Bedingt durch ein höheres Finanzierungsvolumen sowie die Abschreibung der at equity bilanzierten Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen hat sich das Finanzergebnis von minus € 2,8 Mio. auf minus € 7,9 Mio. verschlechtert. Nach Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 14,9 Mio. (Vergleichsperiode: € 11,8 Mio.) konnte ein Periodenergebnis in Höhe von € 43,3 Mio. (Vergleichsperiode: € 38,1 Mio.) erzielt werden.

Die Arbeiten zur Fertigstellung der Terminalerweiterung VIE-Skylink schreiten voran, die Inbetriebnahme ist planmäßig für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen. Parallel zu den Bauarbeiten wird bereits die Inbetriebnahme vorbereitet. Der Probebetrieb soll im vierten Quartal 2011 aufgenommen werden. Der Start für den operativen Betrieb ist Ende des ersten Halbjahres 2012 vorgesehen.

Da die Leistungen eines Totalübernehmers nicht in Anspruch genommen werden, können die maximalen geplanten Kosten für das Projekt VIE-Skylink um € 30,0 Mio. auf € 800,0 Mio. reduziert werden.

Nach der im Jahr 2010 einsetzenden Erholung von der Finanz- und Wirtschaftskrise wird auch für das Jahr 2011 mit einem weiteren Verkehrswachstum gerechnet. Die Flughafen Wien AG prognostiziert für das Geschäftsjahr 2011 einen Anstieg bei den Passagieren von 5,0 Prozent, einen Zuwachs von 3,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und eine Steigerung der Flugbewegungen von 1,0 Prozent.

Wir erachten die zügige und kontrollierte Realisierung des Projekts VIE-Skylink als zentrale Aufgabe, damit der Testbetrieb im vierten Quartal 2011 beginnen kann. Ein Hauptaugenmerk wird weiterhin auf die Reduktion des Betriebsaufwands gerichtet sein. Zudem wird die Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/12/EC über Flughafenentgelte weiterverfolgt werden. In Bezug auf die dritte Piste wird mit dem erstinstanzlichen Bescheid aus der Umweltverträglichkeitsprüfung mit Ende 2011/Anfang 2012 gerechnet.

Im Juli 2011 wurde durch den Aufsichtsrat der Flughafen Wien AG ein neues Vorstandsteam bestellt, welches das Unternehmen ab Anfang September 2011 führen wird.

Abschließend danken wir unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – wir sind zuversichtlich, dass wir durch die gute Zusammenarbeit und das große Engagement von allen auch diese herausfordernden Zeiten gemeinsam meistern werden können.

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Konzernzwischenlagebericht

Verkehrsentwicklung

Am Flughafen Wien wurden im Zeitraum Jänner bis Juni 2011 9.663.194 Passagiere gezählt. Das entspricht einem Zuwachs von 8,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode, der auch auf die Beeinträchtigung des Flugverkehrs durch die Aschewolke im Vorjahr zurückzuführen ist. Während die Zahl der Transferpassagiere im ersten Quartal 2011 hauptsächlich aufgrund der Ereignisse in Japan sowie der angespannten Situation in Nordafrika rückläufig war, konnte dieser Rückgang im zweiten Quartal kompensiert und insgesamt ein Anstieg um 4,6 Prozent verzeichnet werden. Der Verkehr nach Osteuropa konnte im ersten Halbjahr 2011 um 12,6 Prozent gesteigert werden; das entspricht einem Anteil von 18,3 Prozent an den gesamten abfliegenden Passagieren. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten erhöhte sich um 4,1 Prozent, jener in den Fernen Osten um 5,2 Prozent. Dem steht ein Rückgang der Anzahl der abfliegenden Passagiere um 37,3 Prozent in die Region Afrika gegenüber.

Die Austrian Airlines Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2011 am Flughafen Wien einen Passagierzuwachs von 3,4 Prozent. Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen verringerte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von 51,4 Prozent auf 49,0 Prozent. Die sogenannten Low-Cost-Carrier konnten die Anzahl ihrer Passagiere in Summe um 12,9 Prozent steigern, ihr Anteil am Gesamtaufkommen beträgt 22,6 Prozent nach 21,8 Prozent in der Vorjahresperiode.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 4.065.977 Tonnen um 8,6 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf den vermehrten Einsatz größerer Luftfahrzeuge zurückzuführen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 3,9 Prozent auf 142.516 Tonnen. Dem steht eine Steigerung der Flugbewegungen um 1,4 Prozent gegenüber. Der Sitzladefaktor beträgt 66,2 Prozent nach 66,1 Prozent in der Vergleichsperiode.

Umsatzentwicklung des ersten Halbjahres 2011

Im ersten Halbjahr 2011 konnte die Flughafen-Wien-Gruppe die Umsatzerlöse um 10,7 Prozent auf € 280,3 Mio. (Vergleichsperiode: € 253,2 Mio.) steigern. Die im Vergleich zum Verkehrswachstum überproportionale Erhöhung der eingeräumten Ermäßigungen ist auf die mit der Austrian Airlines Gruppe und mit Fly NIKI im Jahr 2010 geschlossenen Vereinbarungen zurückzuführen.

Die Steigerung der Umsatzerlöse ist auf die Verkehrsentwicklung sowie die Berücksichtigung des neuen Sicherheitsentgelts zurückzuführen. Die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitsentgelts treten rückwirkend zum 1. Jänner 2011 in Kraft und ersetzen die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie den Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtsicherheitsgesetz. Für die ersten sechs Monate 2011 wurden die Erlöse aus der Passagierund Gepäckkontrolle sowie die Erlöse aus dem Einbehaltungsbetrag wie bisher eingehoben. Die Auswirkungen aus dem neuen Tarif "Sicherheitsentgelt" wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Die externen Umsätze des Segments Airport erhöhten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 um € 14,0 Mio. bzw. 11,2 Prozent auf € 138,8 Mio. In Summe konnten € 31,5 Mio. aus dem Titel Sicherheit ("Sicherheitsentgelt") erzielt werden. Im Vergleich zu den in der Vergleichsperiode ausgewiesenen Erlösen aus Sicherheitskontrollen von € 6,5 Mio. sowie Passagier- und Gepäckkontrollen von € 13,3 Mio. errechnet sich ein Mehrerlös in Höhe von € 11,6 Mio. Aufgrund der Erhöhung der eingeräumten Ermäßigungen ist der Fluggasttarif im Vergleich zum Vorjahr um € 2,4 Mio. gesunken.

Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung konnte das Berichtssegment Handling die externen Umsätze um 4,0 Prozent auf € 79,7 Mio. steigern. Dies ist überwiegend auf die höheren Umsätze aus der Vorfeldabfertigung in Höhe von € 52,8 Mio. (Vergleichsperiode: € 51,2 Mio.) und die gestiegenen Umsätze aus der Frachtabfertigung in Höhe von € 16,2 Mio. (Vergleichsperiode: € 15,6 Mio.) zurückzuführen. Der durchschnittliche Marktanteil des Segments Handling beträgt 89,1 Prozent nach 89,7 Prozent in der Vergleichsperiode.

Das Segment Retail & Properties verzeichnete einen Anstieg der Umsatzerlöse um 20,7 Prozent auf € 53,9 Mio. Die Parkerträge sind um 10,7 Prozent auf € 18,6 Mio. gestiegen, während die Erträge aus der Vermietung um 17,4 Prozent auf € 18,1 Mio. gewachsen sind. Die Erlöse aus Shopping und Gastronomie konnten – auch durch die Neuverhandlung von Verträgen – um 38,3 Prozent auf € 17,2 Mio. verbessert werden.

Die externen Umsätze der sonstigen Segmente sind hauptsächlich aufgrund höherer Umsätze im Bereich der Elektrotechnik um € 1,1 Mio. auf € 7,8 Mio. gestiegen.

Ertragslage des ersten Halbjahres 2011

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um € 0,8 Mio. gestiegen, die darin inkludierten aktivierten Eigenleistungen waren um € 2,1 Mio. höher als in der Vorjahresperiode.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen gingen vorwiegend aufgrund des geringeren Verbrauchs von Enteisungsmitteln sowie aufgrund einer Gutschrift für Treibstoffe um € 0,7 Mio. auf € 19,7 Mio. zurück.

Im ersten Halbjahr 2011 beschäftigte die Flughafen-Wien-Gruppe durchschnittlich 4.468 Mitarbeiter (1. Halbjahr 2010: 4.048 Mitarbeiter). Vor allem aufgrund dieser höheren Mitarbeiterzahl (+10,4 Prozent) resultiert ein Anstieg des Personalaufwands um 9,8 Prozent auf € 123,4 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 112,4 Mio.). Die Anzahl der Überstunden konnte im Bereich der Arbeiter reduziert werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit € 47,1 Mio. um 11,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen ist dies einerseits auf die Auflösung einer Vorsorge in Höhe von € 2,1 Mio. im Vorjahr. Andererseits stehen höhere Aufwendungen für Fremdleistungen

(€ +0,5 Mio.), für Marktkommunikation (€ +0,9 Mio.), für Miete und Pacht (€ +0,7 Mio.), für Sicherheit (€ +2,1 Mio.) und die Zuweisung zur Wertberichtigung von Forderungen (€ +0,5 Mio.) Einsparungen im Bereich der Rechts-, Prüf- und Beratungskosten (€ -1,9 Mio.) und Transporte (€ -0,3 Mio.) gegenüber.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte im Vergleich zum Vorjahr um 15,0 Prozent auf € 98,5 Mio. gesteigert werden, wodurch die EBITDA-Margin aufgrund des geringeren Umsatzwachstums um 1,3 Prozentpunkte auf 35,1 Prozent verbessert wurde. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gingen um 1,9 Prozent auf € 32,4 Mio. zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt € 66,0 Mio. nach € 52,6 Mio. in der Vergleichsperiode. Die EBIT-Margin verbesserte sich damit einhergehend von 20,8 Prozent auf 23,6 Prozent in der Berichtsperiode.

Das Zinsergebnis ist von minus € 4,0 Mio. in der Vergleichsperiode auf minus € 5,0 Mio. in der Berichtsperiode gesunken. Die Zinserträge erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2011 um 83,0 Prozent auf € 1,9 Mio., während die Zinsaufwendungen aufgrund höherer Finanzverbindlichkeiten um 37,5 Prozent auf € 6,9 Mio. gestiegen sind. Es wurden Bauzeitzinsen in Höhe von € 10,3 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 8,4 Mio.) aktiviert.

Im zweiten Quartal 2007 wurde die 25,15-Prozent-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH um einen Kaufpreis (inklusive Nebenkosten) von € 7,7 Mio. erworben. Die Beteiligung wird nach der Equity-Methode bilanziert. Die Beteiligung wurde im Jahr 2007 unter der Prämisse zweistelliger Wachstumsraten, eines hohen Wirtschaftswachstums und der Entwicklung der Tourismusregion erworben. Aufgrund der negativen Entwicklung wurde der Buchwert der Beteiligung in den vergangenen Perioden im Zuge der At-equity-Bewertungen immer wieder verringert, sodass der Restbuchwert zum 31.3.2011 € 5,7 Mio. betrug. Die neue Mittelfristplanung der Flughafen Friedrichshafen GmbH, die die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt, hat gezeigt, dass die wirtschaftlichen Ziele mittelfristig nicht erreicht werden können. Aus diesem Grund wurde entschieden, diese Beteiligung zur Gänze wertzuberichtigen.

Das Beteiligungsergebnis der At-equity-Unternehmen beträgt daher minus € 4,6 Mio. (1. Halbjahr 2010: plus € 0,9 Mio.). In Summe wird ein Finanzergebnis von minus € 7,9 Mio. nach minus € 2,8 Mio. in der Vergleichsperiode ausgewiesen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf € 58,2 Mio. nach € 49,9 Mio. im ersten Halbjahr des Vorjahres und resultiert in einer Steuerbelastung von € 14,9 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 11,8 Mio.). Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für das erste Halbjahr 2011 auf € 43,3 Mio. nach € 38,1 Mio. in der Vergleichsperiode. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien beträgt das Ergebnis je Aktie € 2,06 nach € 1,81 in der Vergleichsperiode.

Ertragslage des zweiten Quartals 2011

Im zweiten Quartal wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 148,8 Mio. (Vergleichsperiode: € 130,1 Mio.) erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 14,3 Prozent. Vor allem aufgrund der höheren aktivierten Eigenleistungen sind die sonstigen betrieblichen Erträge um € 1,4 Mio. auf € 4,6 Mio. gestiegen. Die Aufwendungen für Material und für bezogene Leistungen sind mit € 7,5 Mio. nahezu unverändert im Vergleich zum zweiten Quartal 2010. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Mitarbeiteranzahl ist der Personalaufwand um 9,2 Prozent auf € 65,2 Mio. gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 9,5 Prozent auf € 26,4 Mio. Während der sonstige Betriebsaufwand, die Aufwendungen für Instandhaltungen, für Fremdleistungen, für Marketing und Marktkommunikation gestiegen sind, konnten die Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten reduziert werden. Daraus resultiert im zweiten Quartal 2011 ein EBITDA von € 54,3 Mio. (Vergleichsperiode: € 42,0 Mio.). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 50,5 Prozent auf € 38,0 Mio. Vor allem aufgrund der Abschreibung der Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH ist das Finanzergebnis von minus € 0,5 Mio. auf minus € 5,5 Mio. gesunken. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf € 32,5 Mio. (Vergleichsperiode: € 24,8 Mio.). Unter Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 9,0 Mio. (Vergleichsperiode: € 5,5 Mio.) resultiert daraus ein Periodenergebnis von € 23,5 Mio. (Vergleichsperiode: € 19,2 Mio.). Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn ist damit um 22,4 Prozent auf € 23,5 Mio. gestiegen. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für das zweite Quartal 2011 beträgt € 1,12 (Vergleichsperiode: € 0,91) und entspricht dem verwässerten Ergebnis.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 um € 70,4 Mio. auf € 1.874,5 Mio. gestiegen. Den Zugängen in Höhe € 109,5 Mio. für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, geleistete Anzahlungen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien stehen Abschreibungen in Höhe von € 32,4 Mio. gegenüber. Die Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen haben sich um 6,0 Prozent auf € 101,9 Mio. verringert, vorrangig aufgrund der Abschreibung der 25,15-Prozent-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH in Höhe von € 5,7 Mio. Das kurzfristige Vermögen hat sich um € 37,3 Mio. oder 19,2 Prozent erhöht. Der Rückgang bei den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens in Höhe von € 34,5 Mio. ist im Wesentlichen auf den Verkauf eines Investmentfonds zurückzuführen. Dem steht eine Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 13,4 Prozent bzw. € 8,3 Mio. gegenüber, der aus höheren Forderungen gegenüber dem Finanzamt aufgrund der Investitionstätigkeit resultiert. Zum Stichtag 30. Juni 2011 werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von € 127,4 Mio. ausgewiesen, um € 63,7 Mio. mehr als zum 31. Dezember 2010 (Details siehe Geldflussrechnung).

Bilanzpassiva

Der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 42,0 Mio. im ersten Halbjahr 2011 steht die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des Periodenergebnisses des ersten Halbjahres 2011 in Höhe von € 43,3 Mio. gegenüber. Nach der erfolgsneutralen Bewertung von Wertpapieren und Sicherungsinstrumenten im sonstigen Ergebnis ist das Eigenkapital um T€ 24,5 auf € 822,9 Mio. gesunken. Die nicht beherrschenden Anteile zum 30. Juni 2011 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die Eigenkapitalquote beträgt 39,1 Prozent nach 41,2 Prozent zum 31. Dezember 2010. Dieser Rückgang begründet sich durch die investitionsbedingte Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten.

Der Anstieg der langfristigen Schulden um 10,5 Prozent auf € 1.056,4 Mio. resultiert vorwiegend aus der Zuzählung eines Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) in Höhe von € 100,0 Mio. sowie der Erhöhung der langfristigen Rückstellungen um € 2,6 Mio., die hauptsächlich für Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Altersteilzeit dotiert wurden. Die langfristigen latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2010 um € 2,3 Mio. Aufgrund der Reduktion der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds verminderten sich die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten auf € 37,5 Mio. Die kurzfristigen Schulden sind um 3,3 Prozent auf € 226,9 Mio. gestiegen. Während die übrigen Rückstellungen um 8,4 Prozent auf € 100,2 Mio. reduziert wurden, erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 23,3 Prozent auf € 81,7 Mio. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ist auf die Umgliederung des kurzfristigen Anteils einer Finanzverbindlichkeit zurückzuführen. Die Steuerrückstellung erhöhte sich aufgrund des besseren Ergebnisses vor Ertragsteuern auf € 5,1 Mio.

Geldflussrechnung

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,7 Prozent auf € 58,2 Mio. Der Erhöhung der Verbindlichkeiten bzw. der Forderungen um € 7,9 Mio. bzw. € 7,8 Mio. steht eine Verminderung der Rückstellungen um € 22,5 Mio. gegenüber. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen, Gewinne aus dem Abgang von Finanzanlagen sowie höheren Zahlungen für Ertragsteuern ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 64,8 Mio. nach € 88,7 Mio. im Vorjahr.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 59,4 Mio. nach minus € 92,2 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. In der Berichtsperiode wurden Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 93,6 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 92,2 Mio.) getätigt sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 58,6 erzielt. Durch den Verkauf eines Investmentfonds wurden Einzahlungen für Wertpapiere in Höhe von € 34,0 Mio. lukriert.

In der Berichtsperiode wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 42,0 Mio. ausgeschüttet. Der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 100,3 Mio. im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) stehen Tilgungen von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 0,1 Mio. gegenüber. Daraus resultiert ein Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 58,2 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 7,1 Mio.).

Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestands € 63,7 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand am Ende der Periode in Höhe von € 127,4 Mio.

Investitionen

Die größten Investitionen im ersten Halbjahr 2011 entfielen mit € 79,9 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink, mit € 1,4 Mio. auf Sicherheitskontrollstraßen, mit € 2,1 Mio. auf Sicherheitssysteme im VIE-Skylink, mit € 3,7 Mio. auf die Revitalisierung der Busgates sowie mit € 0,7 Mio. auf die Gepäcksortieranlage. Weiters wurden € 2,5 Mio. in den technischen Lärmschutz, € 3,0 Mio. in EDV und Software sowie € 1,1 Mio. in das Leitsystem und € 1,2 Mio. in die Möblierung des VIE-Skylink investiert.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

In den ersten drei Monaten 2011 wirkten sich die Ereignisse in Japan negativ auf die Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns aus; diese konnten jedoch im zweiten Quartal kompensiert werden.

In den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011 bestehen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie. Externe Faktoren wie Terror, Krieg oder sonstige externe Schocks reduzieren zwar das Verkehrsaufkommen, können von einem einzelnen Unternehmen jedoch nicht aktiv beeinflusst werden.

Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Die Genehmigungsbehörde hat die Tarife in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.

Weitere Risiken bestehen im Ausbau der Flughafenkapazitäten, insbesondere im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Nachdem die Aktivitäten bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen wurden, ist die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink für das erste Halbjahr 2012 geplant. Im Falle einer späteren Inbetriebnahme besteht das Risiko, dass die Kapazitäten der bestehenden Terminalgebäude nicht ausreichen und das Wachstum am Standort Wien stagniert. Weiters würde eine verspätete Inbetriebnahme des VIE-Skylink zu Verzögerungen bei anderen Investitionsprojekten führen.

Die im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink bestehenden Auseinandersetzungen aufgrund von nicht anerkannten Honorarforderungen aus Anlass des Rücktritts von Verträgen zum Projekt VIE-Skylink konnten mit Ausnahme eines Falles abgeschlossen werden.

Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft und die Konsequenzen daraus untersucht.

Eine weitere Herausforderung stellt die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-G für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird abhängig von der dann vorliegenden langfristigen Bedarfseinschätzung die Entscheidung über den Zeitpunkt des Baubeginns gefällt. Ein rechtskräftiger negativer UVP-Bescheid könnte weitreichende Folgen für die Flughafen Wien AG haben, da die bereits angelaufenen und aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm teilweise außerplanmäßig abgeschrieben werden müssten. Bis zum Stichtag wurden ca. € 70,0 Mio. für die der 3. Piste zugeordneten Projekte aktiviert.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 7 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Ausblick

Laut Verkehrszahlen für Juli entwickeln sich die Verkehrssegmente positiv, und im Vergleich zum Juli 2010 erhöhte sich die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere um 6,0 Prozent. Die Flugbewegungen sanken um 2,2 Prozent, während das Höchstabfluggewicht (MTOW) mit 739.053 Tonnen leicht rückläufig ist. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im Juli 2011 ein Plus von 12,2 Prozent, jenes in den Nahen und Mittleren Osten ein Plus von 4,5 Prozent. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 2,2 Prozent auf 21.118 Tonnen.

Für das Jahr 2011 prognostiziert die Flughafen Wien AG einen Anstieg bei den Passagieren von 5,0 Prozent, einen Zuwachs von 3,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und eine Steigerung der Flugbewegungen von 1,0 Prozent.

Das Management des Flughafen Wien erachtet das zügige und kontrollierte Vorantreiben des Projekts VIE-Skylink als zentrale Aufgabe, um den Testbetrieb im vierten Quartal 2011 aufnehmen zu können. Ein weiteres Hauptaugenmerk wird weiterhin auf die Reduktion des Betriebsaufwands gerichtet sein. Zudem soll die Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/12/EC über Flughafenentgelte weiterverfolgt werden.

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste wird ab 29. August 2011 die mündliche Verhandlung stattfinden. Mit dem Bescheid erster Instanz wird Ende des Jahre 2011 bzw. Anfang des Jahres 2012 gerechnet.

In der Aufsichtsratssitzung vom 19. Juli 2011 wurde ein neues Vorstandsteam bestellt, welches seine Tätigkeit Anfang September 2011 aufnehmen wird.

Für das Jahr 2011 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 299 Mio. geplant. In dieser Summe sind Ersatzinvestitionen, nicht jedoch Investitionen für die dritte Piste, für Landkauf sowie Bauzeitzinsen enthalten.

Schwechat, 12. August 2011

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Segmentberichterstattung

Segmentergebnisse in T€

Veränderung
1–6/2011 1–6/2010 in %
Airport
Externe Segmentumsätze 138.809,8 124.842,4 11,2
Segment-EBIT 42.575,3 36.235,6 17,5
Handling
Externe Segmentumsätze 79.710,5 76.644,4 4,0
Segment-EBIT 3.168,3 7.148,4 -55,7
Retail & Properties
Externe Segmentumsätze 53.925,6 44.677,3 20,7
Segment-EBIT 30.034,3 22.503,8 33,5
Sonstige Segmente
Externe Segmentumsätze 7.793,7 6.734,6 15,7
Segment-EBIT 1.990,6 -842,5 -336,3

Segment Airport

Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. Für das Terminalerweiterungsprojekt VIE-Skylink fungiert das Segment Airport als Auftraggeber. Weiters liegen die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb des VIP & Business Center und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst im Verantwortungsbereich des Segments.

Im ersten Halbjahr 2011 konnte das Segment externe Umsatzerlöse in Höhe von € 138,8 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 124,8 Mio.) erzielen. Für diesen Anstieg sind neben der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +8,6 Prozent, Höchstabfluggewicht: +8,6 Prozent) die Erlöse aus dem neuen Sicherheitsentgelt verantwortlich. Die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitsentgelts treten rückwirkend zum 1. Jänner 2011 in Kraft und ersetzen die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie den Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtsicherheitsgesetz. Für die ersten sechs Monate 2011 wurden die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie die Erlöse aus dem Einbehaltungsbetrag wie bisher eingehoben. Die Auswirkungen aus dem neuen Tarif "Sicherheitsentgelt" wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. In Summe konnten im ersten Halbjahr 2011 € 31,5 Mio. aus diesem Titel erzielt werden. Im Vergleich zu den in der Vergleichsperiode dargestellten Erlösen aus Sicherheitskontrollen von € 6,5 Mio. sowie Passagier- und Gepäckkontrollen von € 13,3 Mio. konnten Mehrerlöse in Höhe von € 11,6 Mio. erzielt werden. Die im Vergleich zum Verkehrswachstum überproportionale Erhöhung der Ermäßigungen ist auf die mit der Austrian Airlines Gruppe

sowie Fly Niki geschlossenen Vereinbarungen zurückzuführen. Aufgrund höherer eingeräumter Ermäßigungen ist der Fluggasttarif im Vergleich zum Vorjahr um € 2,4 Mio. auf € 54,0 Mio. gesunken. Die Erlöse aus dem Landetarif konnten einhergehend mit dem Verkehrswachstum um 12,0 Prozent auf € 32,3 Mio. gesteigert werden.

Per 1. Jänner 2011 wurden die Tarife gemäß Tarifformel angehoben. Der Lande-, Park- und Infrastrukturtarif Airside wurde um 1,29 Prozent erhöht, der Fluggast- und Infrastrukturtarif Landside um 1,68 Prozent sowie der Infrastrukturtarif Betankung um 1,80 Prozent. Der Flughafen Wien bietet weiterhin eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur an. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde, welche die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt hat. Die Mitte 2009 eingeführten Lärmgebühren werden seit 1. Juli 2010 zu 50 Prozent verrechnet. Durch diese Gebühren werden – in Abhängigkeit von den eingesetzten Flugzeugen – einzelne Airlines be- bzw. entlastet; für den Flughafen Wien resultieren daraus keine zusätzlichen Erträge, da er nur als Verrechnungsstelle fungiert.

Die Austrian Airlines Gruppe konnte ihre Passagierzahl am Flughafen Wien im Berichtszeitraum um 3,4 Prozent steigern. Ihr Anteil an den Gesamtpassagieren beträgt 49,0 Prozent nach 51,4 Prozent in der Vergleichsperiode. Die sogenannten Low-Cost-Carrier konnten die Zahl der ab Wien fliegenden Passagiere um 12,9 Prozent steigern und erhöhten damit ihren Anteil am Gesamtaufkommen um 0,8 Prozentpunkte auf 22,6 Prozent.

Der Materialaufwand ist aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln um € 0,6 Mio. bzw. 22,8 Prozent auf € 2,2 Mio. gesunken. Dem steht die Erhöhung des Personalaufwands um 6,2 Prozent gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 6,0 Mio. auf € 26,0 Mio. gestiegen. Dafür verantwortlich sind im Besonderen höhere Aufwendungen für Beratungsleistungen, Marktkommunikation, Miete und Pacht sowie für sonstigen Betriebsaufwand. Die Abschreibungen sind um 0,3 Prozent auf € 16,8 Mio. gesunken. Die internen Aufwendungen in Höhe von € 54,7 Mio. sind auch aufgrund höherer vom Segment Handling bezogener Leistungen im Zusammenhang mit der Erbringung der Passagier- und Gepäckkontrolle um € 4,4 Mio. gestiegen. Das Segment-EBITDA beläuft sich für die Berichtsperiode auf € 59,4 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 53,1 Mio.) und das Segment-EBIT auf € 42,6 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 36,2 Mio.).

Segment Handling

Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden. Das Segment konnte in der Berichtsperiode externe Umsatzerlöse in Höhe von € 79,7 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 76,6 Mio.) erzielen, was einer Steigerung von € 3,1 Mio. oder 4,0 Prozent entspricht.

Die externen Umsätze des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung waren mit € 52,8 Mio. um 3,2 Prozent höher als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die geringeren Erträge

aus Einzelleistungen aufgrund des milden Winters 2011 konnten durch die positive Verkehrsentwicklung kompensiert werden. Die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung sowie Frachtabfertigung konnten um € 0,5 Mio. bzw. € 0,6 Mio. oder 10,8 Prozent bzw. 3,6 Prozent gesteigert werden. Der durchschnittliche Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Abfertigung hat sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,6 Prozentpunkte auf 89,1 Prozent verringert. Die Aufwendungen für Material sind im Vergleich zur Vorperiode um € 0,4 Mio. auf € 4,7 Mio. gestiegen, was vorrangig auf den höheren Verbrauch von Treibstoffen, sonstigem Material sowie Enteisungsmitteln zurückzuführen ist. Aufgrund des um 6,6 Prozent gestiegenen durchschnittlichen Personalstands hat sich der Personalaufwand um € 3,9 Mio. erhöht. Die Aufwendungen für Überstunden konnten im Gegenzug im Vergleich zur Vergleichsperiode reduziert werden.

Die Erlöse im Bereich General Aviation (VAH) konnten aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung um € 0,1 Mio. auf € 3,8 Mio. gesteigert werden. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen sank um 6,4 Prozent auf € 0,7 Mio., während der Personalaufwand unter anderem aufgrund von kollektivvertraglichen Erhöhungen um 4,6 Prozent auf € 0,9 Mio. gestiegen ist.

Die Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H konnte externe Umsätze in Höhe von € 1,9 Mio. erzielen (1. Halbjahr 2010: € 1,6 Mio.). Die Umsätze aus der Passagier- und Gepäckkontrolle stellen im Segment Handling interne Umsätze in Höhe von € 15,1 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 12,2 Mio.) dar. Der Personalaufwand ist mit € 17,1 Mio. um € 3,2 Mio. höher als in der Vergleichsperiode, was vorwiegend auf die Steigerung des durchschnittlichen Personalstands um 237 Mitarbeiter zurückzuführen ist.

In Summe ist der Personalaufwand im Segment Handling um € 7,2 Mio. gestiegen. Die Abschreibungen sind im Vergleich zur Vergleichsperiode um 8,1 Prozent auf € 3,2 Mio. gesunken. Dem steht eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 0,2 Mio. auf € 1,5 Mio. gegenüber. Das Segment-EBITDA für die Berichtsperiode beläuft sich auf € 6,4 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 10,6 Mio.), das Segment-EBIT verringerte sich um € 4,0 Mio. auf € 3,2 Mio.

Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties, das neben den Bereichen Shopping, Gastronomie und Parkierung auch die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien umfasst, verzeichnete in der Berichtsperiode externe Umsatzerlöse in Höhe von € 53,9 Mio. Das Plus von 20,7 Prozent resultiert aus einer Steigerung der Parkerträge um 10,7 Prozent auf € 18,6 Mio. und der Vermietungserlöse um 17,4 Prozent auf € 18,1 Mio. Die Umsätze aus Shopping und Gastronomie erhöhten sich aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung und der Neuverhandlung von Mietverträgen um € 4,8 Mio. auf € 17,2 Mio.

Der Materialaufwand ist vor allem aufgrund geringerer Aufwendungen zur Weiterverrechnung um € 0,2 Mio. gesunken, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 0,4 Mio. auf € 7,8 Mio. gestiegen sind. Der Personalaufwand reduzierte sich um 6,5 Prozent auf € 2,4 Mio. Die internen Betriebsaufwendungen sind aufgrund der Weiterverrechnung von Kosten um € 4,0 Mio. auf € 16,1 Mio. gestiegen. In Summe konnte das Segment-EBITDA um € 7,5 Mio. auf € 37,2 Mio. und das Segment-EBIT um € 7,5 Mio. auf € 30,0 Mio. verbessert werden.

Sonstige Segmente

In diesem Segment sind verschiedene Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

In der Berichtsperiode konnten externe Umsatzerlöse in Höhe von € 7,8 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 6,7 Mio.) sowie interne Umsatzerlöse in Höhe von € 38,5 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 36,2 Mio.) erzielt werden. Die anderen internen und externen Erträge erhöhten sich in Summe um € 0,7 Mio. auf € 4,1 Mio.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist im Vergleich zur Vergleichsperiode um € 0,3 Mio. auf € 11,2 Mio. gesunken, was vorwiegend auf Rückvergütungen von Treibstoffen in Höhe von € 0,9 Mio. sowie höhere Aufwendungen für Wärme und Strom in Höhe von € 0,6 Mio. zurückzuführen ist. Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 2,6 Mio. auf € 20,3 Mio. Dies ist vorwiegend auf eine im Vorjahr gegründete Konzerntochter, die ihre operative Tätigkeit erst im 2. Quartal 2010 aufgenommen hat, sowie auf kollektivvertragliche Erhöhungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber der Vergleichsperiode um € 0,1 Mio. auf € 8,2 Mio. gesunken. Diese positive Entwicklung ist auf gesunkene Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten (€ -2,3 Mio.) zurückzuführen, denen die Auflösung einer Vorsorge in Höhe von € 2,1 Mio. im Vorjahr gegenüber steht. Die internen Aufwendungen der sonstigen Segmente konnten um 15,1 Prozent auf € 3,6 Mio. gesenkt werden. In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 7,1 Mio. (1. Halbjahr 2010: € 4,5 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 2,0 Mio. (1. Halbjahr 2010: minus € 0,8 Mio.) ausgewiesen.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2011

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Veränderung
in T€ 1–6/2011 1–6/2010 in % 4–6/2011 4–6/2010
Umsatzerlöse 280.306,9 253.163,1 10,7 148.789,1 130.124,2
Sonstige betriebliche Erträge 8.348,1 7.516,1 11,1 4.604,0 3.191,7
Betriebsleistung 288.655,0 260.679,2 10,7 153.393,1 133.315,9
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen -19.677,5 -20.345,7 -3,3 -7.520,4 -7.526,1
Personalaufwand -123.430,6 -112.375,8 9,8 -65.242,9 -59.740,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -47.068,1 -42.292,1 11,3 -26.375,6 -24.088,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) 98.478,7 85.665,6 15,0 54.254,2 41.961,0
Abschreibungen -32.437,0 -33.051,3 -1,9 -16.260,8 -16.709,4
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 66.041,7 52.614,2 25,5 37.993,4 25.251,6
Beteiligungsergebnis ohne
At-equity-Unternehmen 151,0 311,5 -51,5 151,0 311,5
Zinsertrag 1.853,9 1.013,1 83,0 1.000,0 506,6
Zinsaufwand -6.860,5 -4.989,3 37,5 -3.643,8 -2.425,0
Sonstiges Finanzergebnis 1.577,3 21,6 7.217,4 1.567,0 10,8
Finanzergebnis ohne At-equity-Unternehmen -3.278,2 -3.643,1 -10,0 -925,8 -1.596,2
Beteiligungsergebnis At-equity-Unternehmen -4.579,4 883,9 -618,1 -4.525,4 1.104,7
Finanzergebnis -7.857,6 -2.759,2 184,8 -5.451,2 -491,4
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 58.184,2 49.855,1 16,7 32.542,2 24.760,1
Ertragsteuern -14.874,3 -11.754,7 26,5 -9.011,7 -5.535,0
Periodenergebnis 43.309,8 38.100,4 13,7 23.530,5 19.225,2
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 43.318,1 38.103,6 13,7 23.538,2 19.227,4
Nicht beherrschende Anteile -8,3 -3,3 153,6 -7,7 -2,2
Ergebnis je Aktie in € unverwässert/verwässert 2,06 1,81 13,8 1,12 0,91
Veränderung
in % 4–6/20101)
43.309,8 38.100,4 13,7 23.530,5 19.225,2
-1.970,9 1.743,3 -213,1 -1.691,0 95,2
-62,0 1.743,3 -103,6 217,9 95,2
-1.908,9 0,0 n.a. -1.908,9 0,0
191,8 -73,5 -361,1 25,9 33,1
444,8 -417,5 -206,5 416,3 -32,1
-1.334,3 1.252,4 -206,5 -1.248,8 96,2
41.975,5 39.352,8 6,7 22.281,6 19.321,4
41.983,8 39.356,0 6,7 22.289,4 19.323,6
-8,3 -3,3 153,6 -7,7 -2,2
1–6/2011 1–6/20101) 4–6/2011

1) angepasst

Konzern-Bilanz in T€ 30.6.2011 31.12.2010 in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 12.288,4 12.523,2 -1,9
Sachanlagen 1.617.914,7 1.538.593,1 5,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 137.229,3 139.366,2 -1,5
Beteiligungen an at equity bilanzierten
Unternehmen 101.935,8 108.485,8 -6,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.169,2 5.151,8 0,3
1.874.537,5 1.804.120,2 3,9
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 4.275,1 4.504,4 -5,1
Wertpapiere 29.888,0 64.351,0 -53,6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 70.183,8 61.887,5 13,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 127.373,4 63.632,7 100,2
231.720,3 194.375,6 19,2
Summe AKTIVA 2.106.257,8 1.998.495,7 5,4
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -2.229,8 -895,5 149,0
Einbehaltene Ergebnisse 554.612,4 553.294,3 0,2
Den Gesellschaftern der
Muttergesellschaft zurechenbar 822.709,9 822.726,1 0,0
Nicht beherrschende Anteile 224,5 232,8 -3,6
822.934,4 822.958,9 0,0
Langfristige Schulden
Rückstellungen 106.950,4 104.342,5 2,5
Finanzverbindlichkeiten 892.587,3 794.112,9 12,4
Übrige Verbindlichkeiten 37.532,5 40.441,1 -7,2
Latente Steuerabgrenzung 19.372,2 17.037,4 13,7
1.056.442,3 955.934,0 10,5
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 5.061,5 951,6 431,9
Übrige Rückstellungen 100.218,1 109.375,4 -8,4
Finanzverbindlichkeiten 1.967,8 204,0 864,7
Lieferantenverbindlichkeiten 81.685,1 66.267,4 23,3
Übrige Verbindlichkeiten 37.948,7 42.804,5 -11,3
226.881,1 219.602,9 3,3
Summe PASSIVA 2.106.257,8 1.998.495,7 5,4
Veränderung
Konzern-Geldflussrechnung in T€ 1–6/2011 1–6/2010 in %
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 64.855,6 88.668,8 -26,9
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 58,6 16,3 258,8
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang 3,3 2,2 52,4
- Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) -93.559,7 -92.163,7 1,5
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang 0,0 -85,9 n.a.
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 96,0 0,0 n.a.
+ Einzahlungen für sonstige Finanzanlagen (Wertpapiere) 34.048,7 0,0 n.a.
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -59.353,1 -92.231,1 -35,6
- Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals -42.000,0 -44.100,0 -4,8
+ Veränderung nicht beherrschende Anteile 0,0 -6.047,9 n.a.
+ Veränderung der Finanzverbindlichkeiten 100.238,2 57.237,2 75,1
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 58.238,2 7.089,4 721,5
Veränderung des Finanzmittelbestands 63.740,7 3.527,1 1.707,2
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 63.632,7 5.428,6 1.072,2
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 127.373,4 8.955,7 1.322,3

Den Gesellschaftern

der Muttergesellschaft zurechenbar
Nicht
Entwicklung des Summe Einbe- beherr
Konzern-Eigenkapitals Grund- Kapital- sonstige haltene schende
in T€ kapital rücklagen Rücklagen Ergebnisse Gesamt Anteile Gesamt
Stand zum 1.1.2010 152.670,0 117.657,3 4.646,9 519.554,7 794.528,9 263,6 794.792,4
Marktwertbewertung von Wertpapieren 1.307,5 1.307,5 1.307,5
Cash-Flow Hedge -55,1 -55,1 -55,1
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 1.252,4 0,0 1.252,4 0,0 1.252,4
Periodenergebnis 38.103,6 38.103,6 -3,3 38.100,4
Gesamtergebnis 0,0 0,0 1.252,4 38.103,6 39.356,0 -3,3 39.352,8
Erwerb nicht beherrschender Anteile Put-Option 0,0 2.122,1 2.122,1 2.122,1
Dividendenausschüttung -44.100,0 -44.100,0 -44.100,0
Stand zum 30.6.2010 152.670,0 117.657,3 5.899,3 515.680,4 791.907,1 260,3 792.167,3
Stand zum 1.1.2011 152.670,0 117.657,3 -895,5 553.294,3 822.726,1 232,8 822.958,9
Marktwertbewertung von Wertpapieren -1.478,2 -1.478,2 -1.478,2
Cash-Flow Hedge 143,9 143,9 143,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -1.334,3 0,0 -1.334,3 0,0 -1.334,3
Periodenergebnis 43.318,1 43.318,1 -8,3 43.309,8
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -1.334,3 43.318,1 41.983,8 -8,3 41.975,5
Dividendenausschüttung -42.000,0 -42.000,0 -42.000,0
Stand zum 30.6.2011 152.670,0 117.657,3 -2.229,8 554.612,4 822.709,9 224,5 822.934,4

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2011 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2010 gelesen werden.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt, wie im Konzernabschluss 2010. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den ab 1. Jänner 2011 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Die Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierte in keinen materiellen Änderungen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

(3) Informationen zu Geschäftssegmenten (IFRS 8)

Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 8 erstmalig seit dem 1. Jänner 2009 an. IFRS 8 sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisations- und Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.

Gemäß IFRS 8 werden operative Segmente als Teilbereiche eines Unternehmens identifiziert, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind.

Ausgangsbasis sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren des IFRS 8.12 ähnlich sind, werden mit diesen berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Jene Segmente, die selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst. Die Struktur der Geschäftssegmente der Flughafen-Wien-Gruppe blieb im Vergleich zum Konzernabschluss 2010 unverändert.

Airport

Im Segment Airport werden die Geschäftssegmente Aviation sowie Flughafendienste in einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Center und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebs, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit. Weiters wird der Standort Vöslau dem Segment Airport zugeordnet.

Handling

Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Sonstige Segmente

In diesem Segment sind die verschiedensten Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.

Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2011 nach Geschäftsbereichen

Retail & Sonstige
1–6/2011 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 138.809,8 79.710,5 53.925,6 7.793,7 280.239,6
Interne Segmentumsätze 16.278,2 27.650,3 9.433,0 38.542,4
Segmentumsätze 155.088,0 107.360,8 63.358,5 46.336,1
Sonstige externe Umsätze1) 67,4
Konzernumsatz 280.306,9
Segmentergebnis 42.575,3 3.168,3 30.034,3 1.990,6 77.768,6
Sonstiges (nicht zuordenbar) -11.726,8
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 66.041,7

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2010 nach Geschäftsbereichen

Retail & Sonstige
1–6/2010 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 124.842,4 76.644,4 44.677,3 6.734,6 252.898,8
Interne Segmentumsätze 14.452,2 25.071,4 7.173,2 36.192,6
Segmentumsätze 139.294,6 101.715,8 51.850,5 42.927,2
Sonstige externe Umsätze1) 264,3
Konzernumsatz 253.163,1
Segmentergebnis 36.235,6 7.148,4 22.503,8 -842,5 65.045,4
Sonstiges (nicht zuordenbar) -12.431,2
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 52.614,2

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT

in T€ 1–6/2011 1–6/2010
Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) 77.768,6 65.045,4
Verwaltungsbereich
Umsatz 3.214,4 3.000,9
Sonstige betriebliche Erträge 451,9 662,6
Materialaufwand -369,2 -214,3
Personalaufwand -7.248,7 -6.785,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.649,2 -8.943,1
Abschreibungen -126,0 -152,1
Summe nicht zuordenbar -11.726,8 -12.431,2
Konzern-EBIT 66.041,7 52.614,2

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Angaben zum Segmentvermögen

in T€ 30.6.2011 31.12.2010
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.360.530,3 1.279.343,4
Handling 34.330,0 37.878,5
Retail & Properties 341.602,1 346.884,9
Sonstige Segmente 177.550,0 184.122,5
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.914.012,5 1.848.229,3
Nicht zuordenbares Vermögen
Immaterielles AV und Sachanlagen der Verwaltung 970,9 1.010,0
Sonstige Finanzanlagen 4.681,9 4.564,5
Langfristige Forderungen 106,8 106,8
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 29.888,0 64.351,0
Vorräte 177,0 175,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9,9 44,3
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 144,1 348,8
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 43,4 128,9
Forderungen an Finanzamt 20.102,6 8.609,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.798,5 3.931,8
Abgrenzungsposten 3.948,7 3.362,8
Zahlungsmittel und -äquivalente 127.373,4 63.632,7
Summe nicht zuordenbar 192.245,3 150.266,4
Konzernvermögen 2.106.257,8 1.998.495,7

(4) Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Zu in der abgelaufenen Zwischenperiode eingetretenen wesentlichen Ereignissen und Geschäftsvorfällen wird auf die Darstellungen im Konzernzwischenlagebericht verwiesen.

(5) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die gesteigerten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.

(6) Konsolidierungskreis

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31.12.2010: vierzehn) und sieben ausländische (31.12.2010: sieben) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden vier inländische Unternehmen (31.12.2010: vier) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2010: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Sieben Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(7) Sonstige Angaben

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

Der Kreis der nahe stehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Nennenswerte Großgeschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden in den ersten sechs Monaten 2011 wie auch im Vorjahreszeitraum nicht getätigt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(8) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2011 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, 12. August 2011

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs. 1 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, am 12. August 2011

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für die Periode vom 1. Jänner 2011 bis zum 30. Juni 2011 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die verkürzte Konzernbilanz zum 30. Juni 2011, die verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die verkürzte Konzern-Geldflussrechnung und die verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Jänner 2011 bis 30. Juni 2011 sowie ausgewählte erläuternde Anhangsangaben.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt.

Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen und/oder internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht, sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Konzernzwischenlagebericht und zur Erklärung des Vorstandes gemäß § 87 Abs 1 BörseG

Wir haben den Konzernzwischenlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Konzernzwischenlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs 1 BörseG geforderte Erklärung des Vorstands.

Wien, am 12. August 2011

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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