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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Aug 26, 2010

744_ir_2010-08-26_312f5ea3-a3a9-4aa4-8fc2-8da2ba365f24.pdf

Quarterly Report

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Quartalsbericht 2/2010

Q u a r ta l s b e r i c h t 2 / 2 0 1 0

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

(Beträge in Mio. €, ausgenommen Mitarbeiter) V eränderung
1–6/2010 in % 1–6/2009
Gesamtumsatz 253,2 +3,5 244,6
EBITDA 85,7 +6,9 80,1
EBIT 52,6 +12,7 46,7
EBITDA-Margin in %1) 33,8 n.a. 32,8
EBIT-Margin in %2) 20,8 n.a. 19,1
Periodenergebnis nach Minderheiten 38,1 +11,6 34,1
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 88,7 +41,9 62,5
Eigenkapital 792,2 +4,9 755,1
Investitionen3) 37,9 -57,6 89,2
Mitarbeiter4) 4.048 -4,0 4.217

Branchenspezifische Kennzahlen

1–6/2010 in % 1–6/2009
3.744.236 +7,2 3.494.293
8.899.368 +5,5 8.432.872
2.677.072 +6,3 2.518.900
119.167 -0,2 119.353
148.353 +30,4 113.770
66,1 n.a. 65,9
V eränderung

Erläuterungen:

1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz 2) EBIT-Margin (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz

3) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.) exklusive Vorstände und Geschäftsführer

5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge

6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität

Finanzkalender

1.–3. Quartal 2010 25. November 2010

Börsennotierungen

Wien, Frankfurt (Xetra), London (SEAQ International), New York (ADR)

Informationen zur Flughafen-Wien-Aktie

Kurs per 31.12.2009 in € 34,80
Kurs per 30.6.2010 in € 43,07
Market Cap per 30.6.2010 in Mio. € 904,5
Indexgewichtung (ATX) per 30.6.2010 in % 2,1

Abkürzungen (RIC's) der Informationssysteme

Reuters VIEV.VI
Bloomberg FLUG AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

Inhalt

Kommentar des Vorstands 2
Konzernzwischenlagebericht 4
Segmentberichterstattung 10
Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2010
Konzern-Gewinn-
und
Verlustrechnung
Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Bilanz
Konzern-Geldflussrechnung
Entwicklung
des
Konzern-Eigenkapitals
Ausgewählte
erläuternde
Anhangsangaben
13
13
14
15
16
16
17
Erklärung des Vorstands 22
Bericht über die prüferische Durchsicht 23

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre!

Im ersten Halbjahr 2010 zeichnete sich eine weitere Erholung der Luftfahrt ab. Mit 8.899.368 Passagieren wurde in den ersten sechs Monaten 2010 – trotz der Beeinträchtigung des Flugverkehrs durch die Aschewolke – ein Passagierwachstum von 5,5 Prozent erzielt, während im Vorjahreszeitraum ein Passagierrückgang von mehr als 12 Prozent verzeichnet werden musste. Im Juni 2010 konnte im Vergleich zur Vorperiode ein Passagierwachstum von 10,5 Prozent erreicht werden, wobei die Passagierzahlen nach Osteuropa im Vergleich zum Juni 2009 ein Plus von 14,6 Prozent verzeichneten. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) konnte – bei nahezu unveränderten Flugbewegungen – im Vergleich zur Vorperiode um 7,2 Prozent gesteigert werden, da größere Flugzeuge eingesetzt wurden. Bei der Fracht inklusive Trucking wurden insgesamt 148.353 Tonnen (+30,4 Prozent) umgeschlagen.

Per 1. Jänner 2010 wurden alle Tarife gemäß Tarifordnung um den Verbraucherpreisindex von 0,5 Prozent angehoben. Gleichzeitig wurde der Landetarif erlösneutral um 13,0 Prozent gesenkt und der Fluggasttarif um 7,3 Prozent erhöht. Damit verfügt der Flughafen Wien weiterhin über eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde, die die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt hat.

Im ersten Halbjahr 2010 konnte die Flughafen-Wien-Gruppe die Erlöse um 3,5 Prozent auf € 253,2 Mio. steigern. Die im Vergleich zur Verkehrsentwicklung unterproportionale Entwicklung ist auf Erlösschmälerungen (z.B. Erhöhung des Transferincentive) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von € 6,4 Mio. auf € 7,5 Mio. gestiegen, während die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen aufgrund der höheren Kosten für Energie und Material einen Anstieg um 7,7 Prozent auf € 20,3 Mio. verzeichneten. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zur Vorperiode um 4,4 Prozent auf € 112,4 Mio., während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 2,1 Mio. oder 4,7 Prozent gesenkt werden konnten. In der Berichtsperiode wurde ein EBITDA von € 85,7 Mio. (+6,9 Prozent) und ein EBIT von € 52,6 Mio. (+12,7 Prozent) erzielt. Aufgrund der im Vergleich zum Umsatz besseren Entwicklung des Ergebnisses konnte die EBITDA-Margin auf 33,8 Prozent (Vorperiode: 32,8 Prozent) und die EBIT-Margin auf 20,8 Prozent (Vorperiode: 19,1 Prozent) verbessert werden. Das Finanzergebnis ging um € 0,4 Mio. auf minus € 2,8 Mio. zurück. Nach Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 11,8 Mio. (Vorperiode: € 10,2 Mio.) ergibt sich ein Periodenergebnis von € 38,1 Mio. (Vorperiode: € 34,1 Mio.).

Das Projekt Skylink wurde im letzten Jahr vollkommen neu ausgerichtet und neu aufgestellt, mit neuen Verantwortlichkeiten und neuen Projektpartnern. Nach der notwendigen Bauunterbrechung ab 30. Juni 2009 sind die Bauarbeiten wieder aufgenommen worden. Die Verträge mit allen damaligen Auftragnehmern wurden aufgelöst und insgesamt zu besseren Konditionen für den Flughafen Wien neu verhandelt. Weiters wurde auf Antrag der Flughafen Wien AG eine gerichtliche Beweissicherung durchgeführt, um eine rechtzeitige Mängelbeseitigung zu gewährleisten und um allfällige Ansprüche gegen Auftragnehmer durchsetzen zu können.

Unabhängig davon wird das Vergabeverfahren für einen Totalübernehmer intensiv vorangetrieben. Hearings wurden bereits abgehalten, und es geht in den kommenden Wochen in die Angebotsphase. Mit einem Abschluss des Verfahrens kann heuer gerechnet werden. Die Entscheidung über eine tatsächliche Vergabe wird abhängig vom wirtschaftlichen Vorteil für die Flughafen Wien AG getroffen werden.

Seit Ende Oktober 2009 wird das Projekt VIE-Skylink einer Prüfung durch den Rechnungshof unterzogen. Darüber hinaus finden Erhebungen der Staatsanwaltschaft und der Finanzmarktaufsicht statt, die derzeit noch nicht abgeschlossen sind.

Wir sind fest davon überzeugt, alle gesetzlichen Verpflichtungen zum Wohle der Gesellschaft erfüllt und den Verpflichtungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex entsprochen zu haben.

Mit Abtretungsvertrag vom 18. Juni 2010 wurden 19,05 Prozent der Anteile an der KSC Holding a.s. erworben. Die Flughafen-Wien-Gruppe hält nun 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die wiederum zu 66 Prozent am Flughafen Košice beteiligt ist.

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung korrigiert die Flughafen Wien AG ihre Verkehrsprognose und erwartet für das Geschäftsjahr 2010 ein Plus von 6,0 Prozent bei den Passagieren, einen Anstieg von 7,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) sowie einen Zuwachs von 1,0 Prozent bei den Flugbewegungen.

Abschließend möchten wir uns bei unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen bedanken. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – wir sind zuversichtlich, dass wir durch die gute Zusammenarbeit und das große Engagement von allen auch diese herausfordernden Zeiten erfolgreich meistern.

Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied

Sprecher des Vorstands

Konzernzwischenlagebericht

Verkehrsentwicklung

Am Flughafen Wien wurden im Zeitraum Jänner bis Juni 2010 8.899.368 Passagiere gezählt. Trotz der Auswirkungen der Aschewolke auf den europäischen Flugverkehr konnte ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode erzielt werden. Die Anzahl der abfliegenden Passagiere in die Region Osteuropa konnte um 8,0 Prozent gesteigert werden, jene in die Region Westeuropa um 4,5 Prozent. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten weist ein Wachstum von 11,5 Prozent auf. Auch die Region Nordamerika entwickelte sich mit einer Steigerung von 5,2 Prozent äußerst positiv; der Verkehr in die USA stieg um 6,8 Prozent. Die Austrian Airlines Gruppe verzeichnete einen Passagierzuwachs von 11,3 Prozent am Flughafen Wien und erhöhte damit ihren Anteil an Gesamtpassagieraufkommen von 48,7 Prozent auf 51,4 Prozent. Die Low-Cost-Carrier wiesen in Summe einen Anteil von 21,8 Prozent (Vorjahr: 23,9 Prozent) auf, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 4,0 Prozent entspricht.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 3.744.236 Tonnen um 7,2 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) ist um 30,4 Prozent auf 148.353 Tonnen gestiegen. Die Anzahl der Flugbewegungen ist mit 119.167 Bewegungen im Vergleich zum Vorjahr mit minus 0,2 Prozent leicht rückläufig. Der Sitzladefaktor konnte von 65,9 Prozent in der Vorperiode auf 66,1 Prozent verbessert werden.

Umsatzentwicklung des ersten Halbjahres 2010

Im ersten Halbjahr 2010 wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 253,2 Mio. (Vorperiode: € 244,6 Mio.) erzielt, was einer Steigerung um 3,5 Prozent entspricht. Die im Vergleich zur Verkehrsentwicklung unterproportionale Steigerung ist auf Erlösschmälerungen (z.B. Erhöhung des Transferincentive) zurückzuführen. Die externen Umsätze des Segments Airport erhöhten sich im Vergleich zur Vorperiode um 17,2 Prozent auf € 124,8 Mio. Dies ist vor allem auf die geänderte Zuordnung der Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle in Höhe von € 13,3 Mio. zurückzuführen. Diese wurden im Vorjahr durch das Segment Handling erzielt, weshalb die externen Umsätze des Segments Handling um € 9,6 Mio. auf € 76,6 Mio. gesunken sind. Der durchschnittliche Marktanteil des Segments Handling verringerte sich im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozentpunkte auf 89,7 Prozent. Das Segment Retail & Properties steigerte die Umsatzerlöse um 2,3 Prozent auf € 44,7 Mio., während die Umsätze des Berichtssegments "Sonstige Segmente" um € 1,1 Mio. auf € 6,7 Mio. zurückgingen.

Ertragslage des ersten Halbjahres 2010

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um € 1,1 Mio., wovon € 0,6 Mio. auf aktivierte Eigenleistungen entfallen.

Vorwiegend aufgrund höherer Kosten für Material und Energie haben sich die Aufwendungen für Material und bezogenen Leistungen um € 1,5 Mio. auf € 20,3 Mio. erhöht.

Im ersten Halbjahr 2010 wurden durchschnittlich 4.048 Mitarbeiter (Vorperiode: 4.217 Mitarbeiter) beschäftigt. Der Personalaufwand ist aufgrund der Aufwendungen für Überstunden und geleistete Einmalzahlungen um 4,4 Prozent auf € 112,4 Mio. gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 4,7 Prozent auf € 42,3 Mio. gesenkt werden. Dies ist auf die Verringerung der Zuweisungen zu Wertberichtigungen von Forderungen um € 3,4 Mio. sowie auf die Auflösung einer im Vorjahr gebildeten Vorsorge in Höhe von € 2,0 Mio. zurückzuführen. Weiters wurden im Vorjahr Planungskosten in Höhe von € 3,3 Mio. aufwandswirksam erfasst. Dem stehen gesteigerte Aufwendungen für Transport, Fremdleistungen, Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation gegenüber. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf € 85,7 Mio. Die EBITDA-Margin konnte um 1,0 Prozentpunkte auf 33,8 Prozent verbessert werden. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gingen um 1,1 Prozent auf € 33,1 Mio. zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich auf € 52,6 Mio. (Vorperiode: € 46,7 Mio.). Die EBIT-Margin erhöhte sich von 19,1 Prozent auf 20,8 Prozent.

Das Zinsergebnis ist von minus € 3,4 Mio. in der Vorperiode auf minus € 4,0 Mio. im ersten Halbjahr 2010 zurückgegangen. Dies begründet sich hauptsächlich durch gesunkene Zinserträge in Höhe von € 1,0 Mio. (Vorperiode: € 1,7 Mio.). Die Zinsaufwendungen sind um 1,8 Prozent auf € 5,0 Mio. gesunken. Es wurden Bauzeitzinsen in Höhe von € 8,4 Mio. (Vorperiode: € 7,2 Mio.) aktiviert. Das Beteiligungsergebnis der at equity Unternehmen beträgt € 0,9 Mio. (Vorperiode: € 1,1 Mio.). In Summe wird ein Finanzergebnis von minus € 2,8 Mio. nach minus € 2,4 Mio. in der Vorperiode ausgewiesen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf € 49,9 Mio. nach € 44,3 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres und resultiert in einer Steuerbelastung in Höhe von € 11,8 Mio. Vom Periodenergebnis in Höhe von € 38,1 Mio. (Vorperiode: € 34,1 Mio.) entfällt ein Anteil von minus € 3.276,77 auf nicht beherrschende Anteile. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für die ersten sechs Monate 2010 auf € 38,1 Mio. nach € 34,1 Mio. in der Vorperiode. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien beträgt das Ergebnis je Aktie € 1,81 nach € 1,63 in der Vorperiode.

Ertragslage des zweiten Quartals 2010

Im zweiten Quartal wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 130,1 Mio. (Vorperiode: € 123,2 Mio.) erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 5,6 Prozent. Aufgrund der niedrigeren aktivierten Eigenleistungen sind die sonstigen betrieblichen Erträge um € 0,4 Mio. auf € 3,2 Mio. gesunken. Die Aufwendungen für Material und für bezogene Leistungen gingen um 4,7 Prozent auf € 7,5 Mio. zurück. Aufgrund von Einmalzahlungen und dem Anstieg von Überstunden sind die Personalaufwendungen um 8,5 Prozent auf € 59,7 Mio. gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um € 1,3 Mio. auf € 24,1 Mio. Während der sonstige Betriebsaufwand sowie die Dotierung von Wertberichtigungen von Forderungen zurückgingen, haben sich die Aufwendungen für Instandhaltungen, Fremdleistungen, Marketing und Marktkommunikation sowie die Rechts- und Beratungskosten erhöht. Daraus resultiert im zweiten Quartal 2010 ein EBITDA von € 42,0 Mio. (Vorperiode: € 38,4 Mio.). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im zweiten Quartal 2010 um 17,0 Prozent auf € 25,3 Mio. Das Finanzergebnis beläuft sich auf minus € 0,5 Mio. und liegt damit leicht unter dem der Vorperiode in Höhe von minus € 0,4 Mio. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf € 24,8 Mio. (Vorperiode: € 21,2 Mio.). Unter Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 5,5 Mio. (Vorperiode: € 4,6 Mio.) resultiert daraus ein Periodenergebnis von € 19,2 Mio. (Vorperiode € 16,6 Mio.). Der

Anteil der nicht beherrschenden Anteile am Periodenergebnis beträgt für das zweite Quartal 2010 minus € 2.226. Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn ist damit um 15,8 Prozent auf € 19,2 Mio. gestiegen. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für das zweite Quartal 2010 beträgt € 0,91 (Vorperiode: € 0,79) und entspricht dem verwässerten Ergebnis.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 um € 3,3 Mio. auf € 1.725,8 Mio. gestiegen. Den Zugängen in Höhe von € 37,9 Mio. für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien stehen Abschreibungen in Höhe von € 33,1 Mio. gegenüber. Das kurzfristige Vermögen ist um € 3,8 Mio. auf € 134,7 Mio. gesunken. Der Erhöhung der Vorräte sowie der Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens um € 0,4 Mio. bzw. € 1,7 Mio. steht ein Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um € 9,4 Mio. gegenüber. Die Erhöhung der Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens ist auf die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Marktbewertungen zurückzuführen. Zum Stichtag 30. Juni 2010 werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von € 9,0 Mio. ausgewiesen – um € 3,5 Mio. mehr als zum 31. Dezember 2009.

Bilanzpassiva

Im ersten Halbjahr 2010 wurde eine Dividende für das Jahr 2009 in Höhe von € 44,1 Mio. ausgeschüttet. Die Marktbewertung der Put-Option für die erworbenen Anteile an der KSC Holding a.s. wirkt sich mit € 2,1 Mio. positiv auf das Eigenkapital aus. Nach der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Bewertung von Wertpapieren und Sicherungsinstrumenten in Höhe von € 1,3 Mio. sowie der Berücksichtigung des Periodenergebnisses des ersten Halbjahres 2010 in Höhe von € 38,1 Mio. ging das Eigenkapital im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 um 0,3 Prozent auf € 792,2 Mio. zurück. Die nicht beherrschenden Anteile zum 30. Juni 2010 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die Eigenkapitalquote beträgt 42,6 Prozent nach 42,8 Prozent per 31. Dezember 2009.

Die langfristigen Schulden liegen mit € 744,5 Mio. auf dem Niveau des 31. Dezember 2009, wobei dem Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um € 4,6 Mio. ein Anstieg der latenten Steuerabgrenzung sowie der langfristigen Rückstellungen um € 2,8 Mio. bzw. € 2,2 Mio. gegenüber steht. Unter anderem aufgrund der Rückführung eines Darlehens an die Eigentümer nicht beherrschender Anteile in Höhe von € 1,6 Mio. reduzierten sich die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten auf € 47,0 Mio. Die kurzfristigen Schulden sind um 1,5 Prozent auf € 323,8 Mio. gestiegen. Während die übrigen Rückstellungen, die im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Personalrückstellungen betreffen, von € 90,9 Mio. zum Jahresende 2009 auf € 65,5 Mio. per 30. Juni 2010 gesunken sind, verzeichneten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten einen Anstieg um € 61,8 Mio. auf € 152,5 Mio. Die Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen sind von € 103,8 Mio. auf € 78,1 Mio. gesunken.

Geldflussrechnung

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent auf € 49,9 Mio. Einem Rückgang der Forderungen und sonstigen Verbindlichkeiten um € 9,6 Mio. bzw. € 2,8 Mio. steht ein Anstieg der Rückstellungen um € 6,5 Mio. gegenüber. Höhere Abschreibungen in Höhe von € 34,3 Mio. sowie gestiegene Zahlungen für Ertragsteuern in Höhe von € 8,2 Mio. führen per Saldo zu einer Steigerung des Netto-Geldflusses aus laufender Geschäftstätigkeit um € 26,2 Mio. auf € 88,7 Mio.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt minus € 92,2 Mio. nach minus € 72,8 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. In der Berichtsperiode wurden Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 92,2 Mio. (Vorperiode: € 105,0 Mio.) sowie Auszahlungen für Finanzanlagen in Höhe von € 0,1 Mio. getätigt. In der Vorperiode wurden Einzahlungen für Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens in Höhe von € 32,2 Mio. verzeichnet.

In der Berichtsperiode wurde die Dividende für das Jahr 2009 in Höhe von € 44,1 Mio. ausgeschüttet. Der Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 61,8 Mio. steht die Rückführung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 4,6 Mio. gegenüber. Daraus resultiert ein Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 7,1 Mio. (Vorperiode: € 9,9 Mio.). Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands beträgt € 3,5 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand am Ende der Periode in Höhe von € 9,0 Mio.

Investitionen

Die größten Investitionen im ersten Halbjahr 2010 entfielen mit € 22,4 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink, mit € 3,0 Mio. auf den technischen Lärmschutz und den Umweltfonds, mit € 1,7 Mio. auf den Infrastrukturausbau für die Westerweiterung, mit € 1,3 Mio. auf die Sicherheitskontrollstraßen sowie mit € 1,2 Mio. auf die Gepäcksortieranlage.

Das Projekt Skylink wurde im letzten Jahr vollkommen neu ausgerichtet und neu aufgestellt, mit neuen Verantwortlichkeiten und neuen Projektpartnern. Nach der notwendigen Bauunterbrechung ab 30. Juni 2009 sind die Bauarbeiten wieder aufgenommen worden. Die Verträge mit allen damaligen Auftragnehmern wurden aufgelöst und insgesamt zu besseren Konditionen für den Flughafen Wien neu verhandelt. Weiters wurde auf Antrag der Flughafen Wien AG eine gerichtliche Beweissicherung durchgeführt, um eine rechtzeitige Mängelbeseitigung zu gewährleisten und um allfällige Ansprüche gegen Auftragnehmer durchsetzen zu können.

Im Zuge der Neukonzipierung wurde eine neue Ausführungsplanung beauftragt und abgeschlossen. Erste Priorität hatten die Haustechnikgewerke, im Anschluss wurden die, mit der Haustechnik verbundenen, Hochbaugewerke vergeben. Die örtliche Bauaufsicht wurde als neu gegründete Tochtergesellschaft der Flughafen Wien AG neu aufgestellt. Und mit 9. Juli 2010 wurde schließlich das Vergabeverfahren für den Teil-Generalunternehmer für den gesamten Innenausbau ohne weiteren Einspruch abgeschlossen. Nach der Zuschlagserteilung an

die ARGE Swietelsky Bögl konnten die Arbeiten am Innenausbau umgehend aufgenommen werden. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt ist die Inbetriebnahmeorganisation und die Vorbereitung der Inbetriebnahme.

Die Hochrechnung der neuen Projektsteuerung bestätigt, dass der Terminplan eingehalten und die Einhaltung der Kostenobergrenze erreicht werden kann. Ziel ist es, die Obergrenze von € 830 Mio. zu unterschreiten. In dieser Summe wurden Risikovorsorgen, Reserven sowie eine allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers bereits berücksichtigt. Mit der vollkommenen Neuausrichtung des Projekts, der neuen, abgestimmten Ausführungsplanung, den bisherigen Bauarbeiten und schließlich mit der Vergabe des Teil-Generalunternehmers sind die wesentlichsten Voraussetzungen für die Einhaltung der Kosten- und Terminziele geschaffen.

Unabhängig davon wird das Vergabeverfahren für einen Totalübernehmer intensiv vorangetrieben. Hearings wurden bereits abgehalten, und es geht in den kommenden Wochen in die Angebotsphase. Mit einem Abschluss des Verfahrens kann heuer gerechnet werden. Die Entscheidung über eine tatsächliche Vergabe wird abhängig vom wirtschaftlichen Vorteil für die Flughafen Wien AG getroffen werden.

Seit Ende Oktober 2009 wird das Projekt VIE-Skylink einer Prüfung durch den Rechnungshof unterzogen. Darüber hinaus finden Erhebungen der Staatsanwaltschaft und der Finanzmarktaufsicht statt, die derzeit noch nicht abgeschlossen sind.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

In den ersten sechs Monaten hatte die zeitweise Sperre des europäischen Luftraums aufgrund der Aschewolke negative Auswirkungen auf die Ertragslage.

In den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010 bestehen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie. Externe Faktoren wie Terror, Krieg oder sonstige externe Schocks (z.B. Sperre des europäischen Luftraums aufgrund eines Naturereignisses) reduzieren das Verkehrsaufkommen, können von einem einzelnen Unternehmen jedoch nicht aktiv beeinflusst werden.

Weitere Risiken bestehen im Ausbau der Flughafenkapazitäten, insbesondere im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Die Aktivitäten bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink wurden Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen. Die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink ist, unabhängig von der Entscheidung über die allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers, für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen.

Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung anwaltlich geprüft und die Konsequenzen daraus untersucht.

Eine weitere Herausforderung stellt die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-G für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird nach einer eingehenden Bedarfsprüfung die Entscheidung über den Baubeginn gefällt.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub mit dem Focus East.

Sonstige Angaben

Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 6 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Ausblick

Laut vorläufigen Verkehrszahlen für Juli entwickelten sich alle Verkehrssegmente positiv. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres erhöhte sich die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere um 11,3 Prozent. Die Flugbewegungen stiegen um 0,8 Prozent, die Summe des Höchstabfluggewichts (MTOW) um 10,7 Prozent. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im Juli 2010 ein Plus von 19,1 Prozent. Die übrigen europäischen Destinationen sowie jene des Nahen und Mittleren Ostens stiegen um 9,1 Prozent bzw. 17,3 Prozent. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) erhöhte sich um 8,5 Prozent auf 21.599 Tonnen.

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung korrigiert die Flughafen Wien AG ihre Verkehrsprognose und erwartet für das Geschäftsjahr 2010 ein Plus von 6,0 Prozent bei den Passagieren, einen Anstieg von 7,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) sowie einen Zuwachs von 1,0 Prozent bei den Flugbewegungen.

Für das Jahr 2010 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 207,0 Mio. geplant. In dieser Summe sind Ersatz- und Instandhaltungsinvestitionen, nicht jedoch Investitionen für die dritte Piste, für Landkauf sowie Bauzeitzinsen enthalten.

Der Ex-post-Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) für den Flughafen Wien wurde am 3. April 2009 der verfahrensführenden Behörde BMVIT übergeben. Die aufgrund von Verbesserungsforderungen der Behörde erforderliche Revision 1 des Ex-post-UVB wurde termingerecht eingereicht und war bis 3. Dezember 2009 öffentlich aufgelegt. Die Behörde und deren Gutachter werden die eingelangten Stellungnahmen begutachten und einen Abschlussbericht erstellen. Es wird erwartet, dass dieser Bericht im Laufe des Jahres 2010 vorliegen wird.

Schwechat, am 6. August 2010

Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied

Sprecher des Vorstands

Segmentberichterstattung

Segmentergebnisse in T€

Veränderung
1–6/2010 1–6/2009 in %
124.842,4 106.527,6 17,2
36.235,6 35.844,5 1,1
76.644,4 86.292,1 -11,2
7.148,4 5.879,3 21,6
44.677,3 43.668,8 2,3
22.503,8 20.800,2 8,2
6.734,6 7.874,6 -14,5
-842,5 -2.207,6 -61,8

Segment Airport

In den ersten sechs Monaten 2010 konnte das Segment Airport externe Umsatzerlöse in Höhe von € 124,8 Mio. (Vorperiode: € 106,5 Mio.) erzielen. Neben der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +5,5 Prozent, Höchstabfluggewicht: +7,2 Prozent) sind für diesen Anstieg die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle in Höhe von € 13,3 Mio. verantwortlich, die ab dem 1. Dezember 2009 dem Segment Airport zugeordnet werden. Die Erlöse aus dem Sicherheitsbetrag sind im Vergleich zum Vorjahr um € 2,6 Mio. auf € 6,5 Mio. gestiegen.

Per 1. Jänner 2010 wurden alle Tarife gemäß Tarifordnung um den Verbraucherpreisindex von 0,5 Prozent angehoben. Gleichzeitig wurde der Landetarif erlösneutral um 13,0 Prozent gesenkt und der Fluggasttarif um 7,3 Prozent erhöht. Damit verfügt der Flughafen Wien weiterhin über eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde, die die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt hat.

Die Austrian Airlines Gruppe konnte ihre Passagierzahl am Flughafen Wien im Berichtszeitraum um 11,3 Prozent steigern und erhöhte damit ihren Anteil an der Gesamtpassagierzahl von 48,7 Prozent auf 51,4 Prozent. Der Anteil der Low-Cost-Carrier ist um 2,2 Prozentpunkte auf 21,8 Prozent gesunken; ihr Passagierrückgang belief sich auf 4,0 Prozent.

Die externen Betriebsaufwendungen sind im Vergleich zur Vorperiode um € 3,7 Mio. auf € 54,7 Mio. gestiegen. Der Personalaufwand liegt aufgrund von Überstunden und Einmalzahlungen um 4,9 Prozent über jenem in der Vorperiode. Die Erhöhung der Instandhaltungsaufwendungen, der Fremdleistungen sowie der Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation bewirken einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 3,4 Mio. auf € 20,0 Mio. Die Abschreibungen sind um € 0,6 Mio. auf € 16,8 Mio. gesunken. Die internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 50,3 Mio. (Vorperiode: € 36,4 Mio.) sind auch aufgrund der vom Segment Handling bezogenen Leistungen im Zusammenhang mit der Erbringung von der Passagier- und Gepäckkontrolle um € 13,8 Mio. gestiegen. Das Segment-EBITDA für die Berichtsperiode beläuft sich auf € 53,1 Mio. (Vorperiode: € 53,2 Mio.) und das Segment-EBIT auf € 36,2 Mio. (Vorperiode: € 35,8 Mio.).

Segment Handling

Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH auch die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden. Das Segment konnte in der Berichtsperiode externe Umsatzerlöse in Höhe von € 76,6 Mio. (Vorperiode: € 86,3 Mio.) erzielen, was einem Rückgang von € 9,6 Mio. oder 11,2 Prozent entspricht.

Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die Umsätze aus der Passagierund Gepäckkontrolle in Höhe von € 12,2 Mio. – anders als im Vorjahr – interne Umsätze darstellen. Die externen Umsätze aus der Sicherheitskontrolle und anderen von VIAS erbrachten Dienstleistungen liegen daher mit € 1,6 Mio. um € 13,1 Mio. unter jenen der Vergleichsperiode. Der Personalaufwand der VIAS konnte um € 1,1 Mio. gesenkt werden, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 0,3 Mio.

Die Erlöse im Bereich General Aviation (VAH) gingen um 11,1 Prozent auf € 3,6 Mio. zurück. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen konnten um € 0,4 Mio. und der Personalaufwand um 6,3 Prozent gesenkt werden.

Während die Umsätze des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung im Vergleich zur Vorperiode mit € 51,2 Mio. nahezu unverändert blieben, konnten die Erlöse aus der Frachtabfertigung um 25,8 Prozent auf € 15,6 Mio. gesteigert werden. Der durchschnittliche Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Abfertigungen hat sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,5 Prozentpunkte auf 89,7 Prozent verringert. Die Aufwendungen für Material haben sich im Vergleich zur Vorperiode um € 0,5 Mio. erhöht. Bedingt durch den Aufbau von Überstunden und aufgrund von Einmalzahlungen ist der Personalaufwand des Bereichs VIE-Handling um € 3,5 Mio. gestiegen.

Die Steigerung der Personalkosten um € 2,3 Mio. sowie der Rückgang der Abschreibung um € 0,1 Mio. resultieren in einem Anstieg des externen Betriebsaufwands des Segments Handling um € 2,3 Mio. oder 2,9 Prozent auf € 80,3 Mio.

Das Segment-EBITDA verbesserte sich auf € 10,6 Mio. (Vorperiode: € 9,5 Mio.) und das Segment-EBIT auf € 7,1 Mio. (Vorperiode: € 5,9 Mio.).

Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst neben den Bereichen Shopping, Gastronomie und Parkierung auch die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und verzeichnete in der Berichtsperiode externe Umsatzerlöse in Höhe von € 44,7 Mio. Das Plus von 2,3 Prozent resultiert hauptsächlich aus den um 11,1 Prozent auf € 16,8 Mio. gestiegenen Parkerträgen. Die Umsätze aus Vermietung gingen um 7,9 Prozent auf € 15,4 Mio. zurück, während die Umsätze aus Shopping und Gastronomie sich um 5,5 Prozent auf € 12,4 Mio. erhöhten.

Der Materialaufwand ist vor allem aufgrund der höheren Aufwendungen zur Weiterverrechnung um € 0,3 Mio. gestiegen. Der Personalaufwand war im Vergleich zur Vorperiode mit € 2,6 Mio. nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen hauptsächlich aufgrund der Reduktion des Mietaufwands um € 0,3 Mio. auf € 7,4 Mio. zurück. In Summe konnte ein Segment-EBITDA in Höhe von € 29,7 Mio. (Vorperiode: € 27,8 Mio.) und ein Segment-EBIT in Höhe von € 22,5 Mio. (Vorperiode: € 20,8 Mio.) erwirtschaftet werden.

Sonstige Segmente

In diesem Segment sind die verschiedensten Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

In der Berichtsperiode konnten externe Umsatzerlöse in Höhe von € 6,7 Mio. (Vergleichsperiode: € 7,9 Mio.) sowie interne Umsatzerlöse in Höhe von € 36,2 Mio. (Vergleichsperiode: € 35,9 Mio.) erzielt werden. Die anderen internen und externen Erträge konnten in Summe um € 1,9 Mio. auf € 3,4 Mio. gesteigert werden.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen hat sich im Vergleich zur Vorperiode um € 0,6 Mio. auf € 11,5 Mio. erhöht, was vorwiegend auf höhere Kosten für Fernwärme zurückzuführen ist. Der Personalaufwand ist im Vergleich zur Vorperiode um € 1,1 Mio. oder 6,7 Prozent auf € 17,6 Mio. gestiegen, während sich die Abschreibungen mit € 5,4 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 2,5 Mio. auf € 8,4 Mio. gesunken. Dem Anstieg der Fremdleistungen sowie der Rechts- und Beratungsaufwendungen stand ein Rückgang des sonstigen Betriebsaufwands gegenüber. Die internen Betriebsaufwendungen haben sich im Vergleich zur Vorperiode um € 0,2 Mio. auf € 4,3 Mio. erhöht. In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 4,5 Mio. (Vorperiode: € 2,9 Mio.) und ein Segment-EBIT von minus € 0,8 Mio. (Vorperiode: minus € 2,2 Mio.) ausgewiesen.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Veränd.
in T€ 1–6/2010 1–6/2009 in % 4–6/2010 4–6/2009
Umsatzerlöse 253.163,1 244.585,3 3,5 130.124,2 123.168,2
Sonstige betriebliche Erträge 7.516,1 6.380,6 17,8 3.191,7 3.588,1
Betriebsleistung 260.679,2 250.965,8 3,9 133.315,9 126.756,4
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen -20.345,7 -18.883,0 7,7 -7.526,1 -7.899,8
Personalaufwand -112.375,8 -107.604,1 4,4 -59.740,4 -55.047,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -42.292,1 -44.357,9 -4,7 -24.088,5 -25.388,3
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) 85.665,6 80.120,8 6,9 41.961,0 38.420,7
Abschreibungen -33.051,3 -33.425,0 -1,1 -16.709,4 -16.830,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 52.614,2 46.695,8 12,7 25.251,6 21.590,3
Beteiligungsergebnis ohne
at equity Unternehmen 311,5 0,0 - 311,5 0,0
Zinsergebnis -3.976,2 -3.425,8 16,1 -1.918,4 -1.811,4
Sonstiges Finanzergebnis 21,6 -33,8 -163,7 10,8 0,0
Finanzergebnis ohne at equity Unternehmen -3.643,1 -3.459,6 5,3 -1.596,2 -1.811,4
Beteiligungsergebnis at equity Unternehmen 883,9 1.072,0 -17,5 1.104,7 1.444,5
Finanzergebnis -2.759,2 -2.387,6 15,6 -491,4 -366,9
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 49.855,1 44.308,1 12,5 24.760,1 21.223,4
Ertragsteuern -11.754,7 -10.173,5 15,5 -5.535,0 -4.629,7
Periodenergebnis 38.100,4 34.134,6 11,6 19.225,2 16.593,6
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 38.103,6 34.141,0 11,6 19.227,4 16.597,4
Nicht beherrschende Anteile -3,3 -6,3 -48,1 -2,2 -3,7
Ergebnis je Aktie in € unverwässert/verwässert 1,81 1,63 11,0 0,91 0,79
Konzernzwischenabschluss
Veränd.
Gesamtergebnisrechnung in T€ 1–6/2010 1–6/2009 in % 4–6/2010 4–6/2009
Periodenergebnis 38.100,4 34.134,6 11,6 19.225,2 16.593,6
Direkt im Eigenkapital erfasste
Gewinne und Verluste (brutto)
Wertänderung von zur Veräußerung
verfügbaren Wertpapieren 1.743,3 -925,0 -288,5 95,2 -333,5
Marktwertbewertung Put-Option nicht
beherrschende Anteile 2.122,1 0,0 n.a. 2.122,1 0,0
Cash-Flow Hedge -73,5 -173,4 -57,6 33,1 36,0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
verrechnete Posten -417,5 274,6 -252,0 -32,1 74,4
Sonstiges Ergebnis 3.374,5 -823,8 -509,6 2.218,3 -223,1
Gesamtergebnis 41.474,9 33.310,9 24,5 21.443,5 16.370,5
davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 41.478,2 33.317,2 24,5 21.445,7 16.374,3
Nicht beherrschende Anteile -3,3 -6,3 -48,1 -2,2 -3,7
Veränderung
Konzern-Bilanz in T€ 30.6.2010 31.12.2009 in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 13.089,9 12.977,6 0,9
Sachanlagen 1.477.555,5 1.471.339,5 0,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 125.079,3 126.896,0 -1,4
Beteiligungen an at equity bilanzierten
Unternehmen 106.150,6 107.368,9 -1,1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.960,2 3.923,3 0,9
1.725.835,6 1.722.505,4 0,2
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 3.674,0 3.310,8 11,0
Wertpapiere 64.628,1 62.884,7 2,8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 57.401,6 66.802,0 -14,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.955,7 5.428,6 65,0
134.659,4 138.426,2 -2,7
Summe AKTIVA 1.860.495,0 1.860.931,6 0,0
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen 5.899,3 4.646,9 27,0
Einbehaltene Ergebnisse 515.680,4 519.554,7 -0,7
Nicht beherrschende Anteile 260,3 263,6 -1,2
792.167,3 794.792,4 -0,3
Langfristige Schulden
Rückstellungen 95.166,7 92.943,0 2,4
Finanzverbindlichkeiten 586.998,6 591.551,6 -0,8
Übrige Verbindlichkeiten 46.965,2 50.137,6 -6,3
Latente Steuerabgrenzung 15.372,2 12.567,8 22,3
744.502,7 747.199,9 -0,4
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 2.270,6 835,0 171,9
Übrige Rückstellungen 65.486,0 90.863,2 -27,9
Finanzverbindlichkeiten 152.461,8 90.671,6 68,1
Lieferantenverbindlichkeiten 78.087,9 103.804,1 -24,8
Übrige Verbindlichkeiten 25.518,6 32.765,3 -22,1
323.824,9 318.939,3 1,5
Summe PASSIVA 1.860.495,0 1.860.931,6 0,0

Konzernzwischenabschluss

Veränderung
Konzern-Geldflussrechnung in T€ 1–6/2010 1–6/2009 in %
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit 88.668,8 62.486,3 41,9
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang
(ohne Finanzanlagen) 16,3 7,9 105,5
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang 2,2 3,3 -34,4
- Auszahlungen für Anlagenzugang
(ohne Finanzanlagen) -92.163,7 -104.986,9 -12,2
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang -85,9 0,0 -
+ Einzahlungen für sonstige Finanzanlagen
(Wertpapiere) 0,0 32.152,6 -100,0
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -92.231,1 -72.823,0 26,7
- Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals -44.100,0 -54.600,0 -19,2
+ Veränderung nicht beherrschende Anteile -6.047,9 142,6 -4.342,6
+ Veränderung der Finanzverbindlichkeiten 57.237,2 64.347,9 -11,1
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 7.089,4 9.890,5 -28,3
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelbestandes 3.527,1 -446,3 -890,4
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 5.428,6 6.642,8 -18,3
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 8.955,7 6.196,6 44,5

Den Gesellschaftern

der Muttergesellschaft zurechenbar
Entwicklung des Summe Einbe- Nicht
beherr
Konzern-Eigenkapitals Grund- Kapital- sonstige haltene schende
in T€ kapital rücklagen Rücklagen Ergebnisse Gesamt Anteile Gesamt
Stand zum 1.1.2009 152.670,0 117.657,3 5.726,8 500.052,7 776.106,8 277,5 776.384,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -823,8 0,0 -823,8 0,0 -823,8
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 34.141,0 34.141,0 -6,3 34.134,6
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -823,8 34.141,0 33.317,2 -6,3 33.310,9
Dividendenausschüttung 0,0 0,0 0,0 -54.600,0 -54.600,0 0,0 -54.600,0
Stand zum 30.6.2009 152.670,0 117.657,3 4.903,0 479.593,7 754.824,0 271,2 755.095,2
Stand zum 1.1.2010 152.670,0 117.657,3 4.646,9 519.554,7 794.528,9 263,6 794.792,4
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 1.252,4 2.122,1 3.374,5 0,0 3.374,5
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 38.103,6 38.103,6 -3,3 38.100,4
Gesamtergebnis 0,0 0,0 1.252,4 40.225,8 41.478,2 -3,3 41.474,9
Dividendenausschüttung 0,0 0,0 0,0 -44.100,0 -44.100,0 0,0 -44.100,0
Stand zum 30.6.2010 152.670,0 117.657,3 5.899,3 515.680,4 791.907,1 260,3 792.167,3

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2010 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2009 gelesen werden.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2009. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den ab 1. Jänner 2010 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

(3) Informationen zu Geschäftssegmenten (IFRS 8)

Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 8 erstmalig seit dem 1. Jänner 2009 an. IFRS 8 verfolgt wesentlich konsequenter als IAS 14 den Management-Ansatz und sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisations- und Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.

Gemäß IFRS 8 werden operative Segmente als Teilbereiche eines Unternehmens identifiziert, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind.

Gemäß der Vorgängerbestimmung IAS 14 musste das Unternehmen zwei Arten von Segmenten (Geschäftssegmente und geographische Segmente) anhand des "risks and rewards" Ansatzes identifizieren. Das System der internen Berichterstattung an das Management diente bei der Identifikation der Segmente nur als Ausgangspunkt.

Als Resultat der Einführung von IFRS 8 wurde der Management-Ansatz strikt verfolgt. Ausgangsbasis sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren des IFRS

8.12 ähnlich sind, werden mit diesen berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Jene Segmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst.

Airport

Im Segment Airport werden die Geschäftssegmente Aviation sowie Flughafendienste in einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Centers und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebs, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit. Weiters wird der Standort Vöslau dem Segment Airport zugeordnet.

Handling

Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich. Die Erlöse aus den Sicherheitskontrollen stellen ab Dezember 2009 interne Erlöse dar.

Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Sonstige Segmente

In diesem Segment sind die verschiedensten Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.

Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2010 nach Geschäftsbereichen

Retail & Sonstige
1–6/2010 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 124.842,4 76.644,4 44.677,3 6.734,6 252.898,8
Interne Segmentumsätze 14.452,2 25.071,4 7.173,2 36.192,6
Segmentumsätze 139.294,6 101.715,8 51.850,5 42.927,2
Sonstige externe Umsätze1) 264,3
Konzernumsatz 253.163,1
Segmentergebnis 36.235,6 7.148,4 22.503,8 -842,5 65.045,4
Sonstiges (nicht zuordenbar) -12.431,2
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 52.614,2

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2009 nach Geschäftsbereichen

Retail & Sonstige
1–6/2009 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 106.527,6 86.292,1 43.668,8 7.874,6 244.363,2
Interne Segmentumsätze 14.420,5 12.655,5 7.838,9 35.906,2
Segmentumsätze 120.948,0 98.947,6 51.507,7 43.780,8
Sonstige externe Umsätze1) 222,1
Konzernumsatz 244.585,3
Segmentergebnis 35.844,5 5.879,3 20.800,2 -2.207,6 60.316,4
Sonstiges (nicht zuordenbar) -13.620,6
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 46.695,8

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT

in T€ 1–6/2010 1–6/2009
Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) 65.045,4 60.316,4
Verwaltungsbereich
Umsatz 3.000,9 2.783,5
Sonstige betriebliche Erträge 662,6 1.400,8
Materialaufwand -214,3 -27,4
Personalaufwand -6.785,1 -6.141,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.943,1 -11.392,6
Abschreibungen -152,1 -243,5
Summe nicht zuordenbar -12.431,2 -13.620,6
Konzern-EBIT 52.614,2 46.695,8

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Angaben zum Segmentvermögen

in T€ 30.6.2010 31.12.2009
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.196.862,6 1.182.614,6
Handling 37.765,0 40.832,8
Retail & Properties 351.298,7 356.738,1
Sonstige Segmente 182.675,2 184.953,6
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.768.601,6 1.765.139,0
Nicht zuordenbares Vermögen
Immaterielles AV und Sachanlagen der Verwaltung 1.008,5 1.084,5
Sonstige Finanzanlagen 3.347,3 3.310,4
Langfristige Forderungen 111,3 111,3
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 64.628,1 62.884,7
Vorräte 79,9 113,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45,6 33,3
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 660,5 456,1
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 21,3 140,3
Forderungen an Finanzamt 4.329,5 14.040,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 5.323,9 5.315,6
Abgrenzungsposten 3.381,9 2.874,6
Zahlungsmittel und -äquivalente 8.955,7 5.428,6
Summe nicht zuordenbar 91.893,4 95.792,6
Konzernvermögen 1.860.495,0 1.860.931,6

(4) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die gesteigerten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.

(5) Konsolidierungskreis

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31.12.2009: zwölf) und fünf ausländische (31.12.2009: fünf) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden vier inländische Unternehmen (31.12.2009: drei) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2009: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Mit Abtretungsvertrag vom 22. Oktober 2009 wurde ein Geschäftsanteil an der SCA Schedule Coordination Austria GmbH entsprechend einer voll eingezahlten Stammeinlage im Nennbetrag von € 6.750 zu einem Kaufpreis von € 68.400 erworben. Gemäß Punkt 6 des Abtretungsvertrags war der Übergang aller mit dem Geschäftsanteil verbundenen Rechte und

Verbindlichkeiten auf den neuen Gesellschafter mit Ablauf des 31. Dezember 2009 wirksam. Auf die erworbenen Anteile entfällt ein Firmenwert in Höhe von € 8.536,20, der gemäß IAS 28.23 im Beteiligungsansatz enthalten ist und nicht separat ausgewiesen wird.

Mit Abtretungsvertrag vom 18. Juni 2010 wurden 19,05 Prozent der Anteile an der KSC Holding a.s. erworben. Die Flughafen-Wien-Gruppe hält nun 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die wiederum zu 66 Prozent am Flughafen Košice beteiligt ist. In diesem Zusammenhang ergab sich in der aktuellen Periode ein Ergebnis aus der Bewertung der Verbindlichkeit Put-Option, das im sonstigen Ergebnis direkt im Eigenkapital erfasst wurde.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010 wurden die Tochtergesellschaften VIE ÖBA und Vienna Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH gegründet.

Sieben Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(6) Sonstige Angaben

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

Der Kreis der nahe stehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Nennenswerte Großgeschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden in den ersten sechs Monaten 2010 wie auch im Vorjahreszeitraum nicht getätigt.

(7) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2010 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, am 6. August 2010

Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied

Sprecher des Vorstands

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Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs. 1 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, am 6. August 2010

Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied

Sprecher des Vorstands

Bericht über die prüferische Durchsicht

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der

Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für die Periode vom 1. Jänner 2010 bis zum 30. Juni 2010 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die verkürzte Konzernbilanz zum 30. Juni 2010, die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die verkürzte Konzern-Geldflussrechnung und die verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Jänner 2010 bis 30. Juni 2010 sowie ausgewählte erläuternde Anhangsangaben.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses verantwortlich. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt.

Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen und/oder internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht, sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss

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kein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2010 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für die Periode vom 1. Jänner 2010 bis zum 30. Juni 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.

Stellungnahme zum Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 87 BörseG

Wir haben den Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 6. August 2010

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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